Henne-Ei-Problem
»Die Datenautobahn wird beim E-Government zur Einbahnstraße« heißt eine Meldung von heute bei Heise. Darin eine Aussage der Stuttgarter Stadtverwaltung: »Für eine flächendeckende Einführung der notwendigen digitalen Unterschrift stehen Aufwand und Ertrag in keinem Verhältnis.« Und ein Sprecher des Gemeindetags Baden-Württemberg über die zur digitalen Unterschrift nötigen kartenlesegeräte (Kosten: ca. 50 Euro): »Für durchschnittlich zwei Formulare im Jahr legt sich niemand eine Karte zu.« Aber in Karlsruhe heißt es: »Wenn die digitale Signatur kommt, sind wir sofort dabei.«
Typisches Henne-Ei-Problem. Städte und Gemeinden bieten kein totales E-Government an, weil es niemand nutzen kann (und natürlich auch, weil es Geld kostet). Bürger legen sich keine digitale Signatur zu, weil man sie nirgendwo gebrauchen kann (und natürlich auch, weil es Geld kostet). Und wenn man sie gebrauchen kann, dann lediglich für solche Lapalien wie die Beantragung eines neuen Personalausweises oder den Antrag auf Vereinsförderung und ähnliches; alles Dinge, die man wie oft im Jahr zu erledigen hat? Einmal, wenn’s hoch kommt? Oder, wie es der Sprecher des Gemeindetages formuliert hat: »Für durchschnittlich zwei Formulare im Jahr legt sich niemand eine Karte zu.«
Vielleicht kommt die digitale Signatur und damit auch rechtsverbindliche elektronische Kommunikation noch. Irgendwann.
Typisches Henne-Ei-Problem. Städte und Gemeinden bieten kein totales E-Government an, weil es niemand nutzen kann (und natürlich auch, weil es Geld kostet). Bürger legen sich keine digitale Signatur zu, weil man sie nirgendwo gebrauchen kann (und natürlich auch, weil es Geld kostet). Und wenn man sie gebrauchen kann, dann lediglich für solche Lapalien wie die Beantragung eines neuen Personalausweises oder den Antrag auf Vereinsförderung und ähnliches; alles Dinge, die man wie oft im Jahr zu erledigen hat? Einmal, wenn’s hoch kommt? Oder, wie es der Sprecher des Gemeindetages formuliert hat: »Für durchschnittlich zwei Formulare im Jahr legt sich niemand eine Karte zu.«
Vielleicht kommt die digitale Signatur und damit auch rechtsverbindliche elektronische Kommunikation noch. Irgendwann.
Erschienen am
Samstag, 08.06.2002 @ 11:41
Tags: Medien
