Eier werden zu Ostern gesucht, Links das ganze Jahr über

Als ich mir gestern das Programm zur Erlanger »Nacht der Sinne« angesehen habe ist mir aufgefallen, dass man bei der Kenntlichmachung von Hyperlinks ganz eigene Wege ging. Beziehungsweise, man beschritt den selben Weg, den der Spiegel schon vor einigen Wochen eingeschlagen hat: man kann mitunter nicht erkennen, ob es sich beim angezeigten Text um gewöhnliche Copy handelt oder ob sich Links darunter verbergen. Um beim Spiegel im aktuellen Inhaltsverzeichnis zu sehen, welche Artikel (ggf. kostenlos) online verfügbar sind, darf man zunächst die ganze Seite mit der Maus absuchen in der Hoffnung, dass sich die Links dann bei einem Mouse-Over offenbaren (für a:hover wurde text-decoration:underline definiert). Hier zwei Screenshots, um das Problem zu verdeutlichen:

Ausschnitt aus dem Programm zu Erlanger »Nacht der Sinne«

Eigentlich könnte man meinen, dass es Publicis, die diese Seite in der Umsetzung verantwortet, besser hätte wissen müssen. Nicht nur, dass Text als solcher wahrgenommen wird und die darunterliegenden Hyperlinks verborgen bleiben, die Link-Auszeichnung ist auch nicht konsequent: Während man »Klassischer Auftakt« durch die Unterstreichung noch leicht als Link identifizieren kann, fehlt bei den anderen Links eine Unterstreichung oder eine farbliche Absetzung und es gibt auch keinen hover-Effekt (lediglich die Änderung des Cursors in das Handsymbol). Links sind hier beispielsweise noch die Absätze »Im Herzen der Stadt…« und »Einst zu einer Zeit…«.
Beispiel Spiegel:

Wie viele Links gibt es in diesem Ausschnitt des Spiegel-Inhaltsverzeichnisses?

Hier wird der Leser an das alte Spiel »Finden Sie die acht Fehler in diesem Bild« erinnert. Wie viele Links gibt es wohl in diesem Ausschnitt aus dem Spiegel-Inhaltsverzeichnis? Die richtige Lösung: drei. Die Artikel zu den Seitenzahlen 146, 154 und 158. Um den Nutzer nicht ganz im Regen stehen zu lassen gibt es wenigstens noch text-decoration:underline bei a:hover.
Fazit: Links immer deutlich vom sonstigen Text abheben, durch eine Unterstreichung (nicht nur bei a:hover) oder durch eine andere Farbe (hier bei my two cents so praktiziert). Zusätzlich ein Mouse-Over-Effekt bei a:hover, z.B. eine andere Linkfarbe, einen anderen Texthintergrund, eine andere Auszeichnung (fett, kursiv) oder eine Unterstreichung.

 
Erschienen am Sonntag, 09.06.2002 @ 12:55
Tags: ,

+++

Die Kommentare sind geschlossen.

+++

Archiv
RSS-Feeds: Einträge und Kommentare (zu allen Einträgen).