Lilo & Stitch

In aller Kürze.
Ich kann diesen Film uneingeschränkt empfehlen. Das Kino gestern war relativ leer, aber dafür kann es mehrere Gründe geben:

  • In Erlangen war zeitgleich die 1.000-Jahr-Feier, das Stadtjubiläum.
  • Nicht wenige Erwachsene haben wahrscheinlich kein Interesse an einem Zeichentrickfilm, weil sie »Zeichentrick« mit »Kinderfilm« gleichsetzen.
  • Es handelte sich um den größten Kinosaal der Stadt, Kino 2 im CineStar mit rund 500 Sitzplätzen. Ich schätze mal, dass vielleicht 30-50 Leute anwesend waren. Wäre nicht noch ein Pärchen gekommen, das sich direkt neben mir in die Loverschairs setzte, hätte ich die Reihe für mich allein gehabt (Mitte-Mitte, Reihe L, Platz 14).
  • Es war die Spätvorstellung, 22:45.

Kurzversion: Wie ein Rezensent in der IMDB schon verwundert fragt: »Is this a Disney movie???« Stitch ist ein böser kleiner Alien, eine Vernichtungsmaschine, Lilo, das kleine Mädchen im Film, hat eine arbeitslose Schwester und das Jugendamt droht, die beiden zu entzweien. Darüber bricht jetzt aber kein großes Drama los, der Film ist gespickt mit bösen Pointen und etlichen Zitaten (vor allem für Fans des King). In meiner Zeichentrick-Komödien-Top4 der letzten zwei Jahre rangiert er direkt nach »Shrek«, gefolgt von »Monsters, Inc.«. Das Schlusslicht (aber immer noch gut) bildet »Ice Age«.
»Lilo & Stitch« eignet sich für die Kids ebenso wie für Erwachsene, bei denen keineswegs eingeschlafene Füße drohen wie bei so manch anderem Disney-Schinken.

Weitere Infos bei zelluloid.de, eine Kritik von Andreas bei filmfacts.de.

Filmisch wurde das Wochenende durch »Rush Hour 2« auf DVD abgerundet (eine Stunde, bevor ich zu »Lilo und Stitch« aufgebrochen bin, der Rest danach gegen zwei Uhr nachts). Ich kann Holger hier nur zustimmen: Eine coole Fortsetzung zu einem coolen Film. Wem der erste Teil schon gefallen hat, sollte sich auch die Neuauflage nicht entgehen lassen.
Verwundert hat mich etwas, dass Warner nun anscheinend auch auf Amaray-Cases als DVD-Verpackungen umgestiegen ist und nicht mehr das Snapper-Case verwendet (auch »Warner-Case« genannt, weil es eben von Warner Bros. eingeführt wurde). Naja, ok.

 
Erschienen am Montag, 08.07.2002 @ 21:21
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