Archiv für September 2002

Dienstag, 03.09.2002

Neue Staffel von »e.r.«

Seit heute und künftig immer dienstags kommen um 20:15 auf Pro7 die neuesten Folgen von »emergency room«.
Es handelt sich um die achte Season mit der ersten Folge »Vier Wahrheiten« (»Four Corners«).

Erschienen am Dienstag, 03.09.2002 @ 21:44 | Kommentare deaktiviert
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Die Rattenfänger

Was mich ja fasziniert, sind die Wahlplakate der NPD. Mit Parolen wie »D-Mark statt Teuro« oder »1.000 D-Mark Kindergeld für Deutsche« geht man auf Dummenfang? Wer fällt auf sowas rein?!
Das 40-40-40-Wahlversprechen der Union ist ja schon utopisch (Spiegel: »Der Garten Edi«), aber das schlägt dem Fass den Boden aus.

Erschienen am Dienstag, 03.09.2002 @ 21:56 | Kommentare deaktiviert
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Kohls Entgleisung

Als wäre Helmut Kohls Entgleisung von kapitalem Ausmaß nicht schon genug (er verglich Bundestagspräsident Thierse mit dem Nazi-Politiker Göring), legte der Unions-Fraktionsvorsitzende Merz gestern nochmal nach.
Heute steht bei Spiegel-online zu lesen, Kohl fühle sich vom Spiegel abgehört, was die Redaktion entschieden zurückwies (Kohl soll im Bundestagsrestaurant laut gesprochen haben, während Spiegel-Redakteure am Nachbartisch saßen).
Unterdessen verlangte Bundeskanzler Schröder eine Entschuldigung von seinem Amtsvorgänger.

Erschienen am Dienstag, 03.09.2002 @ 22:03 | Kommentare deaktiviert
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Mittwoch, 04.09.2002

Grabpflege

Heute stand Grabpflege auf dem Programm.
Die Erde hat sich bereits etwas gesetzt. Die verdorrten Blumen wegwerfen, die Schalen schneiden, das Grab einebnen, Graberde drauf (6,45 Euro für den 40 Liter-Beutel bei Hornbach) und außen rum Rindenmulch. Das Einebnen war eine Knochenarbeit: der Lehmboden auf diesem Friedhof klebt in Handball-großen Schollen am Spaten und klammert sich eisern daran fest. Am Schluss die Schalen wieder drauf, das Grablicht und den Leuchtturm von Sylt.
Insgesamt waren wir heute Vormittag über zwei Stunden damit beschäftigt.

Erschienen am Mittwoch, 04.09.2002 @ 14:31 | Kommentare deaktiviert
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Mensch

Am Montag erschien das neue Album »Mensch« von Herbert Grönemeyer, die gleichnamige Single ist in den Single-Charts schon seit Wochen auf Platz eins und erreichte wenige Tage nach dem Erscheinen Gold-Status. Dem Vernehmen nach (laut Radiostationen) ist es derzeit die meistgespielte Single und die Geschäfte können wegen ausverkaufter Kartons mit den Alben die Nachlieferungen kaum noch abwarten. Gestern im Saturn Nürnberg kaufte die Frau vor mir in der Kasse das Album und die Frau hinter mir. Am selben Abend brachte es mein Vater mit nach Hause. Jede Wette, dass »Mensch« nächste Woche von null auf eins in die Albencharts startet.

Es ist die erste CD nach einer vierjährigen Pause. 1998 sind innerhalb einer Woche der Bruder von Herbert Grönemeyer und seine Frau, mit der er 20 Jahre verheiratet war, an Krebs gestorben. Danach hat er sich die besagten vier Jahre als Auszeit genommen.

Gestern war er einziger Gast bei Alfred Biolek in »Boulevard Bio« und hat über die letzten vier Jahre erzählt. Wiederholung heute um 21 Uhr bei SFB (B1), am Samstag nach 23 Uhr in 3sat und Sonntag um 14:30 Uhr im mdr. Herbert Grönemeyer ist heute Abend in der Harald-Schmidt-Show zu Gast, um 23:20 Uhr auf SAT.1.

»Deine wahren Gedichte_Deine heitere Würde_Dein unerschütterliches Geschick_Du hast der Fügung_Deine Stirn geboten_Hast ihn nie verraten_Deinen Plan vom Glück_ _ Ich gehe nicht weg_Hab meine Frist verlängert_Neue Zeitreise_ Unbekannte Welt_ Habe Dich sicher_In meiner Seele_Trag Dich bei mir_Bis der Vorhang fällt_Trag Dich bei mir_Bis der Vorhang fällt«
Herbert Grönemeyer, »Der Weg«

Erschienen am Mittwoch, 04.09.2002 @ 15:34 | Kommentare deaktiviert
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Anrufer bei Bayern3-Radio

»Ja, hallo, ich bin gerade auf der Rückfahrt von Bremen ins schöne Schwaben und ich hätte gerne “Funky Cold Medina” von Tone Loc. Altes Lied, Jugendzeit, schöne Frauen, danke.«

Erschienen am Mittwoch, 04.09.2002 @ 20:51 | Kommentare deaktiviert
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Donnerstag, 05.09.2002

Es wird wieder kälter

Tagsüber nur noch um 20 Grad, nachts knapp über zehn.

Erschienen am Donnerstag, 05.09.2002 @ 0:12 | Kommentare deaktiviert
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Das wurde aber auch Zeit

Endlich, endlich kann man auch beim CineStar Erlangen Plätze über’s Web reservieren. Das geht beim Augsburger Ableger bereits seit über zwei Jahren, beim Nürnberger Konkurrenten CineCitta’ ungefähr ebenso lange und beim wieder eröffneten Admiral Filmpalast seit April 2002 (allerdings nicht Mac-kompatibel, Ihr Helden!).
Allerdings lassen sich keine sitzplätze gezielt reservieren (wie im CineCitta’), das System teilt sie automatisch zu. Immerhin bekommt man am Schluss des Reservierungsvorgangs (Vorstellung auswählen, Vor- und Nachnamen eingeben) mitgeteilt, wo man sitzt. Und ich habe die Befürchtung, dass das System die Plätze nicht besonders intelligent vergibt: nicht radial von der Mitte des Saales aus, sondern von oben (hinterste Sitzreihe) nach unten. Da kann es schon mal passieren, dass einen das System in die Mitte der letzten Reihe setzt, wenn man schnell ist oder an den Rand einer hinteren Reihe. Das war schon vorletztes Jahr in Augsburg so (Mitte der letzten Reihe, bei einer relativ leeren Vorstellung) und ist jetzt wieder so bei Reservierungen in Erlangen (viertl- und fünftletzte Reihe).

Erschienen am Donnerstag, 05.09.2002 @ 16:53 | Kommentare deaktiviert
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Falls nicht schon bekannt

apple.com/pr, Pressefotos und Pressemitteilungen.

Erschienen am Donnerstag, 05.09.2002 @ 18:55 | Kommentare deaktiviert
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Freitag, 06.09.2002

Bericht der Hartz-Kommission

Falls es jemand im Detail nachlesen will: Der Bericht der Hartz-Kommission zur Reformierung des Arbeitsmarkts ist beim Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung als PDF verfügbar (12,3 MB; 355 Seiten).

Erschienen am Freitag, 06.09.2002 @ 8:34 | Kommentare deaktiviert
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Samstag, 07.09.2002

Leute, so wird das nichts

Heise, meldet, dass ein Wolfgang Ambros-Fan Kurioses nach dem Kauf einer kopiergeschützten CD bei Amazon erlebt hat. Der Kunde konnte die CD nicht in seinen PC kopieren, woraufhin er sie an Amazon zurückschickte. Die weigerten sich jedoch, die CD zurückzunehmen, da man »kopierbare Medien« nach dem Öffnen der Verpackung nicht zurücknehme. Das Label empfahl dem Kunden, sich doch in der einschlägigen Fachpresse kundig zu machen, wie man den hauseigenen Kopierschutz umgehen könne.
Schizophrenie pur.

Inzwischen weist Amazon immerhin darauf hin, wenn eine CD einen Kopierschutz trägt. Auf der Hinweisseite zum Thema Kopierschutz heißt es dann jedoch:

»Das Abspielen der CD im PC oder Macintosh kann, je nach Art des Kopierschutzes, zu Problemen führen.«

Kann, muss aber nicht. »Mensch« von Grönemeyer konnte ich problemlos importieren (und höre es jetzt auf meinem iPod), Selection One von Terra del Sol dagegen nicht. Es geht weiter:

»Ob eine Musik-CD kopiergeschützt ist, ist derzeit nicht immer im Katalog vermerkt.«

Na prima! Ich kann mich also nicht darauf verlassen, dass eine CD ohne Kopierschutz ist, wenn ein solcher Hinweis bei Amazon fehlt. Und wenn ich sie gutgläubig gekauft habe und wieder retour gebe, weil ich nicht nutzen kann, wofür ich bezahlt habe, macht mir Amazon Probleme.
Es kommt noch doller: CDs wie die »Selection One« haben einen Kopierschutz (steht auch auf der Packung), tragen aber das CDDA-Logo. »Compact Disc Digital Audio« dürfen sich nur CDs nennen, die dem CD-Standard des »Red Book« entsprechen. CDs mit Kopierschutz entsprechen aber nicht der CDDA-Spezifiktation. Selbst auf das CDDA-Logo kann man sich nicht mehr verlassen. Dagegen wehrt sich auch der CD-Erfinder Philips. Dummerweise habe ich die »Selection One« zu einer Zeit gekauft, als Amazon noch nicht auf ihrer Seite den Kopierschutz ausgewiesen hat. Und dummerweise habe ich nicht sofort versucht, sie in meinen Mac zu importieren, sondern erst Monate später, zu spät für eine Reklamation. Den Titelsong »Miles and Miles« habe ich mir dann über eine Tauschbörse besorgen müssen, um ihn unterwegs auf meinem iPod hören zu können.
Sony stattet seine CDs auch vermehrt mit Kopierschutz aus, macht aber weiter munter Werbung für den hauseigenen mobilen Musikplayer »Network-Walkman«. Und es ist nur wenige Jahre her, dass Sony mit »Jede Kopie ein Original« für die MiniDisc warb.
Der ehrliche Kunde wird nach Strich und Faden verarscht.

Was ist die Konsequenz?
Keine CDs mehr bei Amazon kaufen, wenn etwas von Kopierschutz geschrieben steht, ob sich mein Mac davon beeindrucken lässt oder nicht.
Keine CDs mehr im Laden kaufen, wenn das CDDA-Logo nicht auf der Packung oder der Disc zu sehen ist.
CDs mit CDDA-Logo und Kopierschutz künftig retour senden.

Ob sich die Musikindustrie damit einen Gefallen tut? Ich bin nicht der einzige, der dann gezwungenermaßen auf Konsum verzichtet.

Erschienen am Samstag, 07.09.2002 @ 18:17 | Kommentare deaktiviert
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Wie funktioniert Google?

Beim Tagesspiegel gibt’s einen sehr lesenswerten Artikel zu Google. Wenig Geek-Speak, ist auch für den durchschnittlichen Tageszeitungsleser verständlich.

Erschienen am Samstag, 07.09.2002 @ 23:37 | Kommentare deaktiviert
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Rhetorische Frage

Bei der aktuellen Ford Fiesta-Werbung frage ich mich schon, ob die schon mal was von Apples iPod gehört haben…

Stapelweise CDs im Kofferraum?!

Erschienen am Samstag, 07.09.2002 @ 23:50 | Kommentare deaktiviert
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Montag, 09.09.2002

Neue Namen für ICE-Züge

Die Bahn tauft ihre ICE-Züge künftig nach Städten. Den Beginn macht der ICE »Berlin« ab 31. Oktober.

Vor einiger Zeit war mal im Gespräch, den Zügen gar keine Namen mehr zu geben, sondern nur noch Nummern, weil jede neue Benennung nach einer Person aus der deutschen Geschichte zu einem Politikum ausartete.

Erschienen am Montag, 09.09.2002 @ 15:58 | Kommentare deaktiviert
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Spiegel Design-Tweaks

Spiegel-online hat ein kleines Redesign hinter sich: Das klassische Drei-Spalten-Layout (»das Spiegel-Layout«) ist geblieben, jedoch ist die linke Spalte schmaler geworden. Interne Themen (»Service«, »Coffecam«) sind jetzt grau unterlegt. In der rechten Spalte zeigen ebenfalls grau unterlegte Flächen sehr übersichtlich aktuelle Themen und Rubriken mit einem längeren »Horizont« an (»Exklusiv«, »Kurse«, »Bild des Tages«, »Dossiers«). Services wie der Newsletter, die PDA-Version oder ein Formularfeld zur Archivsuche sind jetzt ganz oben auf der Seite.
Die mittlere Spalte ist wie gehabt den Schlagzeilen mit kurzen Teaser-Texten aus den einzelnen Ressorts vorbehalten, mit den Top-Themen des Tages zu oberst. Die Trennung zwischen den einzelnen Ressorts auf der Startseite ist aber meiner Ansicht nach nicht mehr so deutlich wie in der alten Version. Banner-Werbung wird (derzeit?) dezent eingesetzt.
Insgesamt ist das neue Design trotz der Schwächen in der (wichtigen) Mittelspalte übersichtlicher, weil vor allem die linke und die rechte Spalte aufgeräumt wurden.
Es bleiben allerdings nach wie vor Schwächen: Es gibt immer noch separate Druckversionen, die in neue, aufpoppende Fenster geladen werden. Ein Redesign hätte die Möglichkeit und Legitimation geboten, endlich die nervigen target-blanks auszurotten. Druckversionen von Artikeln sollten im selben Fenster geladen werden, so wie es z.B. der Heise-Verlag bei seinem Newsticker macht. Eine wesentlich elegantere Lösung wäre natürlich der völlige Verzicht auf separate Druckversionen und der Einsatz von media-types in entsprechenden Stylesheets, so wie es bei A List Apart oder auch hier, bei my two cents, vorgemacht wird. Der Vorteil der Spiegel-Methode ist freilich, dass auch Browser aus dem Browser-Altenheim, wie IE4 oder Netscape4, die Druckversionen anzeigen können. Durch den Einsatz von Cassiopeia als CMS ist der technische Aufwand für die Generierung von Druckversionen natürlich gering.
Zwei Dinge, die ebenfalls nicht vorkommen dürfen:
Die Spiegel-Startseite kann vom HTML-Validator des W3C nicht gepräft werden, da der Doctype vor dem Head in der HTML-Datei vergessen wurde.
Fügt man selbst einen HTML 4.01-Doctype ein und validiert die Datei dann erneut, wird man mit eine kilometerlangen Fehlerliste erschlagen.
Was sich auch verbietet ist der Einsatz von <font>-Tags, wie sie Spiegel-online auch nach dem Redesign immer noch verwendet, vier Jahre nach der Einführung von Cascading Stylesheets.

Zum Redesign gibt es auch einen Hinweis in eigener Sache auf spiegel.de.

Erschienen am Montag, 09.09.2002 @ 22:38 | Kommentare deaktiviert
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Neues bei my two cents

Änderungen nicht nur beim Spiegel, sondern auch hier: Nachdem Jörg sein DiJaLOG eingestellt hat und jetzt irgendwas in Richtung Antville macht, habe ich das DiJa aus meinen Weblog-Faves rausgeschmissen und »The Flow« aufgenommen. Ganz unten auf der Seite sind jetzt, yay!, »Vor«- und »Zurück«-Links, so dass man in älteren Einträgen blättern kann.
Wenn ich mal Muse habe, baue ich auch noch die Mail-Funktion ein, die Sunlog seit der Version 2.2 bietet (damit kann man einzelne Weblog-Einträge einem Freund als Mail zukommen lassen).

Andreas hat Sunlog übrigens aufgegeben, was ich sehr schade finde. Der Startseite von Sunlog zufolge gibt es aber bereits einen neuen Maintainer. Wer die Aufgabe der Pflege dieses Projekts übernommen hat, ist indes noch nicht bekannt.

Erschienen am Montag, 09.09.2002 @ 23:34 | Kommentare deaktiviert
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Switch to Mac OS X from Microsoft Windows

Ein Artikel auf der Apple-Website. Wiederentdeckt bei The Flow.
Es handelt sich nicht um einen Guide zum Umstieg für Anwender, sondern um Hinweise für Entwickler. Trotzdem mal interessant zu sehen, wie man mit ein paar einfachen Screenshots die Überlegenheit der Benutzeroberfläche gegenüber Windows zeigen kann…

Erschienen am Montag, 09.09.2002 @ 23:58 | Kommentare deaktiviert
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Dienstag, 10.09.2002

Das Wetter.

Sonntag und Montag hatte es doch nochmal 25 Grad, war ok.
Heute, wo ich mal zum Doc will, regnet es bei nur noch 14,4 Grad. Hallo Herbst.

Erschienen am Dienstag, 10.09.2002 @ 14:20 | Kommentare deaktiviert
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War das mager…

Eine schwächere Keynote dürfte es in der Geschichte Apples wohl noch nicht gegeben haben, was die Ergebnisse betrifft (siehe auch Heise). Ich habe sie nicht gesehen/gehört, aber die Ergebnisse sind dünn:

  • iCal ist fertig und kann ab sofort gedownloadet werden.
  • iSync Beta kommt zum Ende des Monats
  • Europäische Sherlock-Services wurden angekündigt
  • Ab Januar 2003 booten alle neuen Macs nur noch in OS X, booten in OS 9 ist dann nicht mehr möglich
  • Die deutsche Switcher-Kampagne ist gestartet (deutsche Texte für Ellen Feiss und Co, noch keine deutschen Spots oder real people)
  • iTunes mit Rendezvous-Unterstützung kommt Anfang nächsten Jahres

Am Schluss blieb also nur ein neues Software-Produkt, das schon auf der letzten Macworld angekündigt wurde.

Erschienen am Dienstag, 10.09.2002 @ 14:29 | Kommentare deaktiviert
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Fanatismus im Lehrplan

»Seit Monaten schon ist konservativen Gruppen in den USA die Haltung einiger Lehrerverbände zu den Terroranschlägen ein Dorn im Auge. Viele Pädagogen diskutierten mit ihren Schülern viel zu viel über multikulturelle Vielfalt und weigerten sich, klar gegen die Feinde Amerikas Stellung zu beziehen, kritisiert etwa die Thomas B. Fordham-Stiftung. Die einflussreiche Stiftung in Washington entwickelt Reformprojekte für US-Schulen.«

Spiegel-online, »Gesinnungskampf an US-Schulen«

Erschienen am Dienstag, 10.09.2002 @ 15:11 | Kommentare deaktiviert
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Mittwoch, 11.09.2002

 

Am 11. September des letzten Jahres war ich mitten in einer großen Sendepause mit my two cents, so dass ich damals nicht online aufgeschrieben habe, wie ich seinerzeit den 11. September erlebt habe.

Aber ich habe es noch sehr gut im Gedächtnis und kann kaum glauben, dass schon ein Jahr vergangen ist, weil sich die Erinnerung an die Ereignisse noch relativ frisch anfühlt.

Da dies ein längerer Eintrag ist, steht er nicht komplett auf der two cents-Startseite. Wenn Du mehr lesen möchtest, dann klicke bitte auf »mehr«.

Es war Dienstag, der 11. September 2001.
Ich arbeitete als Kundenberater in der Mitarbeiterfiliale meiner Bank in der Zentrale in Nürnberg, Erdgeschoss. Der Tag war relativ ruhig. Die Mitarbeiterfiliale ist eine ganz normale Filiale der Bank, nur ist sie eben im selben Haus angesiedelt, in dem auch die Zentrale residiert; über den Filialräumen sind diverse Abteilungen. Wie man sich vielleicht denken kann, kommt der Name »Mitarbeiterfiliale« daher, dass alle Mitarbeiter Kunden in dieser Filiale sind; das ist die Zweigstelle, bei der alle Mitarbeiterkonten geführt werden. Dadurch kommt’s, dass nicht nur »normale« Bankkunden von außerhalb die Filiale besuchen, sondern auch Kollegen aus den Abteilungen ab und an ins Erdgeschoss runterschauen.

Gegen 15 Uhr kamen erste Kolleginnen wegen ihrer Geldgeschäfte, die noch eher beiläufig erzählten, dass ein Flugzeug ins World Trade Center gerast wäre (wohl im Radio gehört). Zunächst war von einem kleinen Sportflugzeug die Rede.
Eine Kollegin aus der Filiale, Claudia S.., konnte es erst nicht glauben: »Das kann doch nicht sein!« Und ich schlug vor, dass wir im Internet nachsehen sollten, was Spiegel-online dazu schreibt oder ob das ein Scherz sein soll.
Sämtliche PCs in den Filialen haben Internet-Anschluss, allerdings schnarchlangsam (eine 64 KBit/s-ISDN-Leitung für alle fünf PCs). Zum Glück gab es noch einen zusätzlichen Internet-PC mit eigener ISDN-Leitung, der erst vor einiger Zeit wegen eines Projekts dort aufgestellt war (Kunden konnte damit das Web-Banking demonstriert werden). Claudia, zwei Kolleginnen und ich riefen die spiegel.de-Seite auf. Es dauerte lange, aber dann erschien die Seite und das Gerücht war bestätigt. Wir alle begriffen aber noch nicht die ganze Dimension und gingen weiter unserer Arbeit nach und berieten Kunden. Dienstags und donnerstags sind die Filialen länger geöffnet, bis 18 Uhr, so dass wir in den nächsten drei Stunden ab und an auf spiegel.de nach dem neuesten Stand der Dinge sahen und auch Kunden einluden, sich zu informieren. Nur wenige wussten bereits davon, da sie in der Stadt unterwegs waren und keinen Zugang zu Informationen hatten.
Als wir davon lasen, dass ein zweites Flugzeug in das WTC gestürzt war, war sofort klar, dass es sich hier nicht um einen Unfall, sondern um einen geplanten Anschlag handelte.
Nachdem die Meldung über den Zusammenbruch des erste Turms auf spiegel.de zu lesen war, machte sich Fassungslosigkeit breit: »Das kann doch nicht sein…« Auf der Spiegel-Startseite stand etwas später, dass unter dem einstürzenden Turm 80 Krankenwagen begraben wurden. Ich sagte: »Das ist doch ein Tippfehler, die meinen acht, nicht achtzig.«
Später eine weitere Schlagzeile, dass der zweite Turm eingestürzt sei.
Weitere Meldungen über den Anschlag auf das Pentagon, das Gebäude hätte es aber nicht so schlimm erwischt. Eine vierte Maschine ist in Pennsylvania abgestürzt, wurde gemeldet.

Die überlastete Spiegel-Startseite; Bild anklicken für eine größere Version!
Bitte klicke das Bild an, um eine größere Version zu laden.

Am Abend sammelte ich noch einige Informationen bei spiegel.de zusammen: erste Artikel, kurze Hintergrundberichte über das WTC. Ich druckte sie aus und verlies die Filiale kurz nach Schalterschluss. In der U-Bahn und im Bus nach Hause las ich sie. Erst dann wurden mir die Ausmaße bewusst, als ich las, dass es sich bei den WTC-Towern um 400 Meter hohe Gebäude mit mehr als hundert Stockwerken handelte, die täglich von 20.000 bis 50.000 Menschen besucht wurden. Und ich fragte mich, wie viele Tote es wohl gegeben haben mag? Waren wirklich 20, 30.000 Menschen gestorben?

Wenn ich mich recht erinnere, fuhr ich über Fürth und Vach nach Hause. Mit der U2 bis Bahnhof, dann in die U1 umgestiegen bis Fürth-Rathaus und mit dem 173er Bus nach Vach. Anschließend zehn bis 15 Minuten Heimweg mit dem Rad. Nein, nicht mit dem Rad, mein Vater hat mich mit dem Auto in Vach abgeholt. Er erkundigte sich, ob ich es schon gehört hätte. Ja, habe ich. — Wo denn? — Im Internet, bei spiegel.de
Ich sperrte die Tür auf und sah meine Mutter im Wohnzimmer fern sehen, es war etwa 19:45 Uhr. Ich fragte sie, ob sie schon den ganzen Nachmittag fern sehen würde. Sie erzählte, dass sie gerade ein Kochsendung (oder Musiksendung sah) und dann das Programm unterbrochen wurde und seitdem schaute sie zu.

Ich ging in mein Zimmer, schaltete Fernseher und Videorecorder ein. Es war das erste Mal an diesem Tag, dass ich bewegte Bilder aus New York sehen konnte und nicht nur im Internet nachlas, was geschah.
Verschiedene Programme, RTL, SAT.1, ARD, auf allen Sendern die selben Bilder.
Hauptsächlich das Video, in dem der Einschlag des zweiten Flugzeugs zu sehen war. Erste Augenzeugenberichte, Videos von völlig weißen Menschen, die der Staub nach dem Einsturz der Türme eingehüllt hat.
Eine Mutter erzählte, sie sei ins Wohnzimmer gekommen und habe die Bilder der Flugzeuge im Fernsehen gesehen, wie sie in die Türme rasten. Ihre Kinder vor dem Fernseher fragte sie, was sie sich da gerade für einen Schundfilm ansehen. »Das ist kein Film, das sind Nachrichten.«
Noch mehr Bildern vom World Trade Center. Es regnete Menschen, die sich in ihrer Verzweiflung aus den Fenstern stürzten. Ein Mann soll seine Frau angerufen haben und ihr am Telefon gesagt haben: »Ich liebe Dich, ich springe jetzt.«

Die Tagesschau begann nicht um 20 Uhr, sondern ein paar Minuten danach. Ein sichtlich nervöser Jens Riewa versuchte, mit zittrigen Händen und unsicherer Stimme die Schlagzeilen vom Blatt abzulesen.
Man kann nicht sagen, dass eine Sondersendung die nächste jagte, das Programm bestand auf fast allen Sendern aus einer einzigen Live-Berichterstattung. RTL und SAT.1 sendeten stundenlang keine Werbung.

Meine Mutter schaute rein. »Das werden die sich nicht gefallen lassen.« Ich versuchte zu beruhigen: »Dafür müssen sie erstmal wissen, von wem sie sich das nicht gefallen lassen wollen.«

Die komplette Spiegel-Startseite am 11.09.2001; Bild anklicken, um eine größere Version zu laden!Alle Flüge innerhalb der USA wurden auf die nächsten Flughäfen beordert; den Berichten bei spiegel.de und cnn.com zufolge waren über den gesamten USA nur noch Militärflugzeuge und die Air Force One in der Luft. Zivilmaschinen, die jetzt noch flogen, sollten abgeschossen werden.
Beim vierten Flugzeug, das über Pennsylvania abgestürzt ist, war auch zunächst nicht klar, ob es vielleicht abgeschossen wurde, weil es das Flugverbot missachtet hatte.
Ein Flugzeugträger wurde vor die Küste New Yorks beordert, um Luftabwehr zu geben.
Auch immer wieder zu sehen: Die Bilder, als dem Präsidenten die Nachricht übermittelt wurde. Er war gerade in einer Grundschule irgendwo in der Provinz zu Besuch und saß vor der Klasse. Ein Mann kam ins Bild und flüsterte ihm etwas ins Ohr, nur ein Satz, vielleicht »America is under attack.« Sein Gesicht wirkte wie versteinert, hilflos, aber man konnte genau sehen, wie ihm innerlich die Gesichtszüge entglitten.
Sehr schnell kam in den Kommentaren die Frage auf: Wer war dafür verantwortlich? Welcher Staat oder welche Organisation war in der Lage, so etwas Großes anzurichten? Und wie würden die USA reagieren? Die Spekulationen gingen sehr rasch in Richtung Osama bin Laden, denn er war nach allen Erkenntnissen für die Anschläge auf die US-Botschaft in Nairobi 1998 und auf den Zerstörer USS Cole in 2000 verantwortlich.

Ein Video von einem Arzt tauchte auf, ich weiß nicht mehr, ob man es schon am 11. September sehen konnte, oder erst ein paar Tage später. Er nahm seinen Camcorder und ging durch die Straßen um das WTC, nachdem einer der Türme eingestürzt war. Man hörte ihn schwer atmen und er erzählte in die Kamera, was er sah. Aus der Ich-Perspektive konnte man sehen, wie er sich beim Einsturz des zweiten Turms hinter ein Auto kauerte. Danach stand er auf und lief weiter, traf Feuerwehrleute und gab Anweisungen (»Dieser Mann braucht Sauerstoff.«). Einen Firefighter bat er um einen Schluck zu trinken, weil die Luft so staubig war.

Um 21:44 Uhr machte ich noch einen Screenshot der Spiegel-Seite. Die Server waren völlig überlastet, so dass die Redaktion Ausweich-Kapazitäten zur Verfügung stellen musste.
Ich ging auf das Komplett-Angebot und machte auch noch einen Screenshot von der ganzen Spiegel-Startseite.
Hinweis: Hierbei handelt es sich nur um eine verkleinerte Version. Bitte klicke auf das Bild, um zu einer größeren Ansicht zu kommen.
Ich weiß nicht mehr, wann ich schlafen gegangen bin, es muss gegen Mitternacht gewesen sein. Ich konnte schlafen, weil ich völlig kaputt war.
Zwischen meinem Heimkommen kurz vor acht und dem Einschlafen hing ich nur am Fernseher und am PC.

Die NN vom 12.09.2001; Bild anklicken, um eine größere Version zu laden!Der nächste Morgen.
Im RegionalExpress von Erlangen nach Nürnberg war es so still, wie ich es noch nie in diesem Zug erlebt habe. Fast niemand sprach. Die meisten lasen Zeitung, die Erlanger Nachrichten (Regionalausgabe der NN, Nürnberger Nachrichten). So eine große Schlagzeile habe ich noch nie bei den NN gesehen. Die FAZ, die in den letzten 50 Jahren seit Gründung nur bei historischen Ereignissen ein Foto auf der Titelseite zeigt — zuletzt vor elf Jahren zur deutschen Wiedervereinigung –, druckte zwei Fotos auf Seite Eins.
Der Spiegel kündigte an, dass die nächste Ausgabe nicht, wie üblich, am Montag erscheinen würde, sondern bereits am kommenden Samstag.

In den Tagen darauf musste ich in der Bayreuther Filiale arbeiten. Es war sehr wenig los, aber an Arbeit war auch so nicht zu denken: Gespräche bestimmten den Tag und wir verbrachten auch viel Zeit damit, die Nachrichten auf spiegel.de aufzusaugen. Die restliche Woche hing ich fast nur noch über spiegel.de, auf der Arbeit, am Abend mit ausgedruckten Artikeln beim Essen im Restaurant, im Hotel die Nachrichten im Fernseher.


Zum Abschluss einige aktuelle Links:

Fotostrecken bei Spiegel-online vom 11. September (kostenlos)

Erschienen am Mittwoch, 11.09.2002 @ 7:44 | Kommentare deaktiviert
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Donnerstag, 12.09.2002

Quark XPress im Bummelzug-Tempo verpasst den Anschluss

Jörn von Mac-TV berichtet von einem neuen Bundle-Angebot im US-Online-Store von Apple: Beim Kauf eines neuen Power Macs gibt Apple zusammen mit Adobe das Programm InDesign 2 kostenlos dazu. Man kann so mal eben 700 Dollar netto sparen.
Das ist der Hammer.

Und Quark kommt mit seinem Quark XPress immer weiter in Zugzwang: zwei Jahre nach dem Erscheinen von Apples neuem Betriebssystem ist eine OS X-Version von XPress noch nicht mal angekündigt. Und wenn es dann mal rauskommt, werden Updates, wie in der Vergangenheit, wohl derartige Unsummen kosten, dass man gleich zur Vollversion von InDesign greifen kann, so wie es schon mancherorts praktiziert wird.
Davon ab: Wie Jörn schon schreibt, selbst wenn es morgen auf dem Markt wäre, ist es schon zu spät, denn eine neue Programm-Version und der daran hängende Workflow will getestet werden, bevor man z.B. eine ganze Redaktion oder Druckerei umstellt. Und ab 1. Januar können neu gekaufte Macs nicht mehr in OS 9 booten, selbst wenn OS 9 installiert ist, wie Steve Jobs auf der Keynote zur Expo Paris bekanntgab.
Noch etwas spricht massiv gegen XPress: Jeder hasst es, aber jeder benutzt es, gezwungenermaßen. Noch.

Apple macht ernst mit OS X. Auch auf diese Situation passt ein sehr schönes Zitat von Jörn aus einem anderen Mac-TV-Artikel: »Die Karawane zieht weiter, Gefangene werden nicht gemacht.«

Erschienen am Donnerstag, 12.09.2002 @ 8:19 | Kommentare deaktiviert
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Was macht man, wenn man zwei Stunden auf einen Arzttermin warten muss? Man setzt sich in ein Cafe, bestellt Earl Grey und liest den Spiegel. Das habe ich seit Jahren nicht mehr gemacht, und es hat mir gut getan.
Mein Hautarzt hat dienstags und donnerstags offene Sprechstunde, Termine gibt’s keine. Dienstags ab 14 Uhr, Donnerstag-Vormittag ab 9 Uhr. Er (und seine Frau) ist der vielleicht beste Hautarzt der Stadt: sie nehmen keine neue Patienten auf; so gut wie jedes Mal wenn ich dort warten muss, kommen Anrufe/Anfragen in der Praxis an, die von den Sprechstundenhilfen abgelehnt werden müssen. Wer in die offene Sprechstunde kommt, muss zeitig da sein: dienstags bietet es sich an, bereits um 13 Uhr vor der Tür zu warten, damit man dann ab zwei auch sofort oder mit nur geringer Wartezeit von, sagen wir, zwanzig Minuten dran kommt. Wer um 14 Uhr erst aufschlägt, bekommt wegen des Ansturms an der Anmeldung gesagt, man möge in drei Stunden wieder vorbeikommen, so lange würde es mindestens dauern.
Die selbe Taktik (früh da sein) bietet sich auch für die Donnerstag-Vormittag Sprechstunde an. Ich schaffte es allerdings erst, um 9:30 Uhr dort zu sein und man avisierte mir Wartezeiten bis 12 Uhr. Also ab ins »Moravia« in der Theaterstraße, bestellt und den Spiegel ausgepackt, den ich diese Woche noch nicht angefangen hatte. Ich kam bis Seite 108 und habe dabei nur sehr wenige Artikel ausgelassen.
An Musik wurden die kompletten Alben »The Rising« von Bruce Springsteen und »Woah! Nelly« von Nelly Furtado gespielt.

Um 12:15 Uhr meldete ich mich bei der Sprechstundenhilfe wieder zurück. Eine Stunde später wurde ich aufgerufen.

Ende Juli war ich schonmal da, weil meine Friseurin einen Haarausfall festgestellt hat (»Das war ich nicht.«). Der Arzt sagte, dass es sich um einen kreisrunden Haarausfall handele, 2,5 Zentimeter im Durchmesser. Gestern bat ich meine Schwester, mal an meinem Hinterkopf Maß anzulegen, ich hätte das Gefühl, die Stelle wäre größer geworden. 4 Zentimeter.

Man kann was dagegen machen, aber es ist relativ aufwändig (zehn Wochen lang zweimal die Woche zur UV-Bestrahlung kommen) und die Erfolgsquote liegt nur bei etwas mehr als 50%. Zur Not gibt’s auch noch einen Plan B in der Hinterhand.

Der Haarausfall hänge offensichtlich mit meiner aktuellen Situation zusammen. Gewiss, irgendwann stirbt jedermanns Mutter, aber meine Situation ist etwas komplexer. Ohne übermäßig ins Detail gehen zu wollen: es geht nicht nur um den Tod meiner Mutter im Juli, da hängen auch noch drei, vier andere Dinge dran, die jedes für sich genommen, hmm, »schwer« ist.

Für diejenigen, die es noch nicht wissen: Ich war seit dem 10.7. nicht mehr arbeiten. Ich weiß noch nicht, wie lange ich zu Hause bleibe, das hängt von verschiedenen Dingen ab. Vor allem müssen sich gewisse Dinge ändern.
Auch hier wieder keine weiteren Details, aber ich hätte genug Stoff, um ein Buch darüber schreiben zu können. Es könnte auch davon handeln, wie man miteinander umgeht.

Erschienen am Donnerstag, 12.09.2002 @ 22:25 | Kommentare deaktiviert
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Ansonsten ging’s mir heute schlecht, danke der Nachfrage.

Erschienen am Donnerstag, 12.09.2002 @ 23:59 | Kommentare deaktiviert
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Sonntag, 15.09.2002

Guten Morgen

Die Jahreszeit mag ich ja gar nicht. Egal was man macht, man zieht sich immer falsch an, weil das »tagsüber ist’s zehn Grad wärmer als nachts«-Schema nicht mehr funktioniert. Zum Beispiel gestern. Morgens um 7 Uhr ganze 7 Grad Celsius. Also eher leichte Winterjacke angesagt. Nachmittags um 15 Uhr dann 21 Grad, zu warm für eine Winterjacke. Und am Abend geht’s wieder zurück auf unter 10 Grad, so dass man wieder eine Winterjacke bräuchte, wenn man nachmittags mit einer Sommerjacke aufgebrochen ist.

Erschienen am Sonntag, 15.09.2002 @ 7:08 | Kommentare deaktiviert
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Mittwoch, 18.09.2002

Kleiner Insider

Wanted: Motorola, dead or alive for violation of Moore's Law

Gesehen in der Spymac Gallery

Erschienen am Mittwoch, 18.09.2002 @ 10:00 | Kommentare deaktiviert
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Samstag, 21.09.2002

Die Wahl droht spannend zu werden wie nie…

Rot-Grün und Schwarz-Gelb liegen so dicht beieinander wie nie zuvor in den letzten Monaten, so dass wirklich jede Stimme entscheiden könnte.
In der letzten Woche vor der Wahl scheint einige Politiker der Hafer gestochen zu haben: Möllemann (FDP) und Däubler-Gmelin (SPD) laufen Amok (Spiegel: »Wenn sie doch geschwiegen hätten…«), in Stoibers Hirn kämpfen bei der Formulierung eines Satzes mal wieder vier Gedanken gleichzeitig (Spiegel: »Der Kandidat verwirrt Freund und Gegner«).

Joschka Fischer hat man die Müdigkeit und durch den aufreibenden Wahlkampf und das zweimalige hin- und herjetten zwischen Berlin und New York vergangene Woche angesehen, als er gestern bei Harald Schmidt zu Gast war. »Herr, lass’ Sonntag werden, damit die Leute wählen können.«

Erschienen am Samstag, 21.09.2002 @ 21:00 | Kommentare deaktiviert
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Sonntag, 22.09.2002

Noch mehr Gründe, weswegen es heute Abend spannend wird

Dass es wegen der Knappheit bei den Umfragen heute Abend spannend werden würde, habe ich gestern schon geschrieben.
Es gibt aber noch ein paar andere Gründe: Zum Beispiel wurden die Wahlkreise neu zugeschnitten (siehe auch »Stühlerücken im Plenarsaal«), was sich auch auf die PDS in Berlin auswirkt. Lag die PDS letztes Mal über der 5%-Hürde, so sagen die Umfragen jetzt ein Ergebnis knapp darunter voraus. Die PDS könnte in diesem fall nur noch als Gruppe in den Bundestag einziehen, wenn sie mindestens drei der 299 Wahlkreise gewinnt. Zwei Wahlkreise in Berlin gelten als sichere Direktmandate für die Post-Sozialisten.
Vom Einzug der PDS in den Bundestag kann auch abhängen, ob Schröder erneut zum Kanzler gewählt wird. Vor ein paar Monaten, als die SPD in der Wählergunst weit abgeschlagen hinter der Union lag, galt ein PDS-Einzug als Voraussetzung für Schröders Wiederwahl, da dann Schwarz-Gelb keine eigene Mehrheit hätte. Vor einer Woche, nachdem die SPD wegen Elbe-Flut, Irak-Frage, TV-Duellen und Hartz so weit aufgeholt hatte, dass sie mit der Union gleichzog, galt ein Wiedereinzug der PDS als Fraktion dagegen als Stolperstein für Schröder.
Nun sieht es so aus, dass sich Schröder trotz PDS-Einzug auf eine Kanzler-Mehrheit verlassen kann, wenn die Sozialdemokraten nur genügend Direktmandate erringen und dadurch Überhangmandate entstehen.

Ich war noch nicht wählen. Im Laufe der nächsten Stunde gehe ich mit meiner Schwester mal runter zum Schulhaus.

Der Bundeswahlleiter lässt wissen, dass man auch wählen gehen kann, wenn man seine Wahlbenachrichtigung verloren hat, die einem von der Kommune geschickt wurde. Personalausweis oder Reisepass mitnehmen.

Erschienen am Sonntag, 22.09.2002 @ 15:26 | Kommentare deaktiviert
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Wahlempfehlung

Für alle Unentschlossenen hat Spiegel-online nochmal zusammengfasst, worin sich Union und SPD grundsätzlich unterscheiden:

  • Teil 1: »Arbeitnehmer im Wahlkampf-Feuer«
  • Teil 2: »Richtungsentscheidung an der Agrarfront«
  • Teil 3: »Der Kampf um das richtige Ausländerrecht«
  • Teil 4: »Zwei Männer streiten um die Frauen«
  • Teil 5: »Die Energiewende ist umkehrbar«


»Wenn Schröder fällt…«
Bereits im Juni erschien ein Spiegel-Artikel mit der Überschrift »Wenn Schröder fällt…«, fortgesetzt im Anrisstext mit:

»…wird auch eine Regierung Stoiber den finanziellen Engpässen und den Sachzwängen der deutschen Lobby-Demokratie nicht entkommen. Ein großer Umbruch, gar Aufbruchstimmung sind nicht zu erwarten. Was eine erneute CDU/FDP-Koalition ändern kann und was alles nicht – eine Prognose.«


Zum Thema »Wahlempfehlung« gehört natürlich auch der Tabubruch der FTD (Financial Times Deutschland). Die FTD empfahl vor einer Woche ihren Lesern, die Union zu wählen. Medienwissenschaftler kritisierten diesen Vorgang, die Redaktion wurde mit Leserbriefen und E-Mails bombardiert. Harald Schmidt sprach sich angesichts seiner täglichen Pumblikumsumfrage auch für eine Wahlempfehlung aus: »Gehen Sie wählen!«
Im Spiegel von letzter Woche ein Artikel über den »Krieg der jungen Milden«, den kaum verhohlenen Wahlkampf der Springer-Presse zu Gunsten der Union.

Erschienen am Sonntag, 22.09.2002 @ 16:37 | Kommentare deaktiviert
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Wahlparty

So, komme gerade vom Wählen zurück. Bei uns im Ort war die Wahlbeteiligung bis 16:15 Uhr bei 70%. Der Spiegel meldet um 16:35 eine bislang niedrigere Wahlbeteiligung als 1998.

Verena und ich brechen gleich zur Wahlparty bei Rainer auf. Auch 1998 haben er und Liv bei sich eine parteiunabhängige Wahlparty veranstaltet, man könnte es fast schon »Tradition« nennen.
Ich kann mich noch gut an das letzte Mal erinnern: Die Bekanntgabe der Ergebnisses um 18 Uhr und die damit verbundene Klarheit, dass Kohl abdanken muss. Noch nie zuvor wurde ein Bundeskanzler abgewählt. Aber ich hatte noch etwas Zweifel: Würde sich vielleicht noch etwas durch Überhangmandate ändern? Dieses mal ist es, wie schon mehrfach erwähnt, noch spannender als letztes Mal. Mit ersten amtlichen Ergebnissen aus den Wahlkreisen wird laut der Homepage des Bundeswahlleiters ab 20:30 Uhr gerechnet. Bis dahin könnte der Ausgang ungewiss bleiben, vielleicht sind die ersten Prognosen um 18 Uhr noch nicht aussagekräftig genug, wenn das Ergebnis knapp ausfällt.

Am kommenden Dienstag liegt das Sonderheft des Spiegel zur Wahl an den Kiosken aus.

Erschienen am Sonntag, 22.09.2002 @ 16:45 | Kommentare deaktiviert
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Später am Abend

Hatte ich nicht gesagt, dass es ein spannender Abend wird? Doch, habe ich. Rainer und Liv hatten in ihrer Wohnung zwei Fernseher übereinander gestellt, auf dem einen lief ZDF, auf dem anderen ARD. Um 18 Uhr die ersten Prognosen: knapp, knapp, knapp. Und das Ergebnis klaffte bei ARD und ZDF auseinander. Bis 21:15 Uhr (dann setzten Verena und ich zum Aufbruch an) konnte nicht gesagt werden, welche Koalition eine Kanzlermehrheit zusammenbringt. Mal war Rot-Grün mit einem Sitz vorne, zeitweise sogar Schwarz-Gelb. Manchmal hatte weder die eine noch die andere Koalition eine Mehrheit, so dass drei andere Möglichkeiten in den Blick rückten: Ampel, Große Koalition, Rot-Grün mit Duldung durch die PDS. Und falls man sich auch darauf nicht einigen wollte, Auflösung des Bundestages durch den Bundespräsidenten und Neuwahlen (Artiekl 63 GG).
Es war den Abend über auch unklar, ob die PDS nun doch drei Wahlkreise direkt gewonnen hatte und so mit ihren kompletten 4% in den Bundestag einzieht (ca. 24 Sitze). Zwei Wahlkreise in Berlin waren klar, zeitweise war noch Roland Claus in Halle im Gespräch.

Noch für das Protokoll, als Hinweis für die nächste Bundestagswahl: Die Berichterstattung war in der ARD wesentlich besser als bei ZDF. Das ZDF schaltete zu spät zu den Auftritten der Spitzenpolitiker und schaltete zu früh wieder weg. Später am Abend bei ZDF ein 90-minütiger Spielfilm, bei ARD dagegen nur eine halbe Stunde die Lindenstraße.
Die Darstellung der Prognosen war dagegen im ZDF übersichtlicher. Das Zweite spaltete direkt die Darstellung der Sitzverteilung auf, so dass auf einen Blick die Koalitionen klar wurden. Im Ersten wurde zunächst die Anzahl der Sitze aufgemalt, anschließend auf einem neuen Screen die wahrscheinlichste Koalition.

Es ist 23 Uhr 20 und im Moment sieht es so aus, als hätten Gerd und Joschka das Ding nochmal geschaukelt.
Aktuell bei den tagesthemen, Stand 23:12 Uhr:
- Union: 38,9%
- SPD: 38,2%
- Grüne: 8,5%
- FDP: 7,3%
- PDS: 4,0%

Sitzverteilung: 601 Sitze insgesamt, Mehrheit bei 301 Sitzen
- Union: 250 Sitze
- SPD: 248 Sitze
- Grüne: 54 Sitze
- FDP: 47 Sitze
- PDS: 2 Sitze (durch Direktmandate)

- Rot-Grün: 302 Sitze
- Schwarz-Gelb: 297 Sitze

Es sind 229 von 299 Wahlkreisen ausgezählt.

Bei Spiegel-online:
Übersicht der Wahlergebnisse (Prozent, Sitze, Gewinne/Verluste)
Wer holte welchen Wahlkreis?

Beim Bundeswahlleiter:
Bundesergebnis (einzelne Stimmen aller Parteien, Prozente)
Sitzverteilung
Wahlkreise

Erschienen am Sonntag, 22.09.2002 @ 23:35 | Kommentare deaktiviert
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Montag, 23.09.2002

Der Morgen danach

Danksagung der NRW-SPD an ihre WählerDas vorläufige amtliche Endergebnis steht fest (Bundeswahlleiter, Spiegel, Tagesschau).
Kurz nach Mitternacht wurde die SPD doch noch stärkste Kraft im 15. Bundestag. Kurz nach eins bin ich dann doch ins Bett gegangen; SPD und Union waren mit 38,5% gleichauf.

Spiegel-online titelt um 9 Uhr früh: »8.864 Stimmen Vorsprung für die SPD«

Wahlbeteiligung: 79,1%

Prozente:
- Union: 38,5% (CDU 29,5%; CSU 9,0%)
- SPD: 38,5%
- Grüne: 8,6%
- FDP: 7,4%
- PDS: 4,0%
- Andere: 3,0%

Sitzverteilung: 603 Sitze insgesamt, Kanzlermehrheit bei 302 Sitzen
- Union: 248 Sitze (inkl. 1 Überhangmandat; CDU 190; CSU 58)
- SPD: 251 Sitze (inkl. 4 Überhangmandaten)
- Grüne: 55 Sitze
- FDP: 47 Sitze
- PDS: 2 Sitze (durch Direktmandate)

- Rot-Grün: 306 Sitze
- Schwarz-Gelb: 295 Sitze

Eine Überraschung: Erstmals gewann ein Kandidat der Grünen ein Direktmandat (Bundeswahlleiter, Spiegel 1, Spiegel 2). Sehr erfreulich ist, dass es sich dabei um Christian Ströbele handelt, der auf der grünen Landesliste nur einen Listenplatz unter ferner liefen bekam.
Sein Wahlkreis war Nr. 84, Berlin-Friedrichshain – Kreuzberg – Prenzlauer Berg-Ost.
Jetzt kann er wieder mit dem Fahrrad zum Außenministerium radeln, den Liter Vollmilch auf dem Gepäckträger festklemmen und seinen Parteikollegen und Außenminister Joschka Fischer besuchen, wie im letzten November mal im Spiegel zu lesen war.

Überraschend war auch, dass die CSU in Bayern über 60% der Zweitstimmen abgraste. In den Tagesthemen war die Rede davon, dass das erst einmal seit 1949 der Fall war. Die CSU hat alle Wahlkreise in Bayern gewonnen; nur München-Nord fiel an die SPD (von der SPD gegenüber 1998 gehalten).

Mein Wahlkreis (Nr. 243, Erlangen), fiel an den CSU-Kandidaten.

Erschienen am Montag, 23.09.2002 @ 9:22 | Kommentare deaktiviert
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Mittwoch, 25.09.2002

Rendezvous kommt bei Herstellern an

Ich muss noch was nachreichen.
Apples Implementation des IETF-Standards Zeroconf, »Rendezvous«, kommt bei den Herstellern gut an, wie man einer Pressemitteilung nach der Expo Paris entnehmen kann.
Nach HP, Epson und Lexmark wollen auch Philips, Canon, Xerox, Sybase und World Book Rendezvous unterstützen. Von Canon und Xerox sind wohl entsprechend ausgestattete Drucker zu erwarten.
Mittlerweile hat Apple seine Zeroconf-Implementation auch als Open Source freigegeben, wie Macrumors meldet (und im August von Heise angekündigt).

Bei mir funktioniert Rendezvous wunderbar.
Ich habe hier einen Power Mac (Quicksilver-733), an den per USB ein HP Laserjet 1200 angeschlossen ist. Außerdem ein iBook (Dual-USB) mit Airport-Karte und eine Airport-Basisstation. Auf beiden Rechnern ist Jaguar (OS X 10.2) installiert. Ich musste lediglich auf dem Power Mac USB-Printer-Sharing freigeben und ohne irgendwelche weiteren Konfigurationen (dank Rendezvous) kann das iBook jetzt drahtlos (dank Airport) auf den HP Laserjet drucken. Legendary ease of use.

Erschienen am Mittwoch, 25.09.2002 @ 23:06 | Kommentare deaktiviert
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Moo-Can

Endlich, endlich, der THX-Trailer “Tex Moo-Can” auf DVD! Und zwar auf der Code 2-Ausgabe der »Monsters, Inc.«-Deluxe Edition.

Erschienen am Mittwoch, 25.09.2002 @ 23:46 | Kommentare deaktiviert
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Holger und Stefie haben’s geschafft

Stefies neue Homepage: »I, myself and me«
Holgers relaunchte Homepage: »eggbert.de«

Erschienen am Mittwoch, 25.09.2002 @ 23:49 | Kommentare deaktiviert
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Donnerstag, 26.09.2002

Das Rauschen im Blätterwald

Erstes UMTS-Handy: Nokia 6650Nokia hat heute sein erstes UMTS-Handy vorgestellt. Und weil es nicht nur das erste UMTS-Handy von Nokia ist, sondern das erste UMTS-Handy überhaupt, wird überall groß darüber berichtet. Wie damals bei der Einfürhung von Windows95 wird ein noch nicht verfügbares Produkt zum Hype, zur Vaporware: heiße Luft.
Spiegel-online schreibt süffisant, Fleisch grillen oder Kupferrohre löten kann man mit Nokias neuestem Wurf noch nicht, aber das könne ja noch kommen. Bis zur Verfügbarkeit dauert’s noch: Vom ersten Halbjahr 2003 ist die Rede und das kann bei Nokia durchaus »Herbst 2003« heißen.
Auch Heise berichtet von Nokias »6650« getaufter Wundermaschine, nur wenige Meldungen über der Nachricht, in Österreich sei UMTS in Betrieb gegangen und niemand habe sich dafür interessiert. Ich zähle die Tage, bis »connect« mal wieder titelt, man habe »Das beste Handy der Welt« entdeckt.
Indes bleibt abzuwarten, wie gut das 6650 wirklich wird, denn Nokia hat in letzter Zeit zuverlässig einen Trend nach dem anderen verschlafen. Während andere Hersteller wie SonyEricsson bereits seit einiger Zeit ihre Geräte mit Features wie Farbdisplays (256 Farben), Bluetooth und SyncML ausstatten, hielten diese Dinge, wenn überhaupt, erst sehr viel später in Nokia-Geräte Einzug. 6310-Anwender berichten von großen Problemen mit Bluetooth, SyncML unterstützen derzeit nur die dicken Communicator-Modelle aus der 9000er Serie.

Ich liebäugle derzeit mit dem T68i von SonyEricsson (aber ohne Kamera). Richard hat es sich zugelegt und mir am Sonntag auf Rainers Wahlparty vorgeführt, und das hat mich eigentlich ziemlich überzeugt. Bereits während der Macworld-Keynote im vergangenen Juli war ich neidisch darauf (bzw. auf das Zusammenspiel des systemweiten Adressbuchs, iSync und dem Telefon). Damals habe ich mich noch geärgert, weswegen nur SonyEricsson-Handys unterstützt werden und nicht die des Marktführers Nokia, aber inzwischen weiß ich, dass es an Nokias mangelnder SyncML-Unterstützung liegt.
Außerdem hat das T68i Bluetooth und einen Lithium-Polymer-Akku. Mal sehen.

Erschienen am Donnerstag, 26.09.2002 @ 18:55 | Kommentare deaktiviert
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Aus diesem Grund lese ich kein Feuilleton

Kai unterschreibt das Zitat aus einem Zeit-Artikel zu »Minority Report« wunderbar mit »Wenn Eggheads Filme gucken gehen…«
Das Zitat:

»Steven Spielbergs Austreibung der Trauer ist keine ideologische Abschlagszahlung an den Bejahungszwang von Hollywood – sie ist der eiskalte Kern seiner Spekulation über die Zukunft der Seele nach dem Ableben des Menschen. Spielberg träumt den Untergang des Subjekts, um dann zu versichern, so schlimm werde es schon nicht werden; sentimental antizipiert er die Selbstverdinglichung des Menschen und beteuert, die Seele werde gerettet, selbst wenn das Erdenwesen untergeht. In dieser Geschichtsmetaphysik kommt es auf den Einzelnen gar nicht mehr an.«

Für Filmfreunde ähnlich grausam wie »Mosel, 1989er, Südhang, glückliche Reben« für Weinkenner. Um Filme zu kritisieren oder auch nur zu mögen, muss man nicht Kant im Original gelesen haben.

P.S.: Um zu philosophieren muss man auch nicht das philosophische Quartett sehen.

Erschienen am Donnerstag, 26.09.2002 @ 23:18 | Kommentare deaktiviert
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Freitag, 27.09.2002

Da war Apple mal wieder schneller…

Heise meldet, dass Microsoft die nächste Version seines Betriebssystems Windows XP mit Bluetooth-Unterstützung ausstatten will. Wie so oft war das bei Apple bereits Realität, da hat es Microsoft noch nicht mal angekündigt. Bluetooth-Support wird seit August 2002 in OS X 10.2 ausgeliefert und funktioniert.

Erschienen am Freitag, 27.09.2002 @ 17:07 | Kommentare deaktiviert
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Samstag, 28.09.2002

Meet Women Now!!!! Get Fucked Tonight!

Mac OS X, Version 10.2 (»Jaguar«) bringt eine Reihe von durchdachten Funktionen mit, beispielsweise: ein systemweites Adressbuch, das ich inzwischen statt Microsoft Entourage verwende (Entourage ist ein besseres Outlook für Mac OS). Ein geniales Kalenderprogramm (»iCal) das ich statt Entourage verwende und das eine bessere Aufgabenverwaltung an Bord hat als Entourage. Notizen verwalte ich mit dem systemeigenen »Stickies« — statt mit Entourage. Mit dem demnächst erscheinenden iSync werden meine Adressen und Kalender auf meinen iPod oder mein künftiges Handy übertragen.

Dass Entourage alle Funktionen in einem monolithischen Programm vereint und Jaguar diese über mehrere Programme verteilt, kann man als Vorteil oder Nachteil sehen. Ein Vorteil ist, dass ich in Entourage verschiedene Elemente miteinander verknüpfen kann, aber ich benutze diese Funktion nicht. Der Vorteil des modularen Aufbaus von Einzelanwendungen liegt darin, dass diese ihre Funktionen durch den systemweiten Ansatz allen Anwendungen einfach zur Verfügung stellen können. Und wenn ich mich mal für ein anderes Handy einen PDA oder ein anderes Mail-Programm entscheide: meine Adressen stehen alle noch im systemeigenen Adressbuch. Apple setzt seit OS X zunehmend auf Standards: Adressen werden als vCards exportiert, so dass z.B. vCard-fähige Handys etwas damit anfangen können. Mails werden im mbox-Format gespeichert.

Fragt sich, wofür Entourage überhaupt noch gut ist. Zuletzt verwendete ich es nur noch für E-Mails. Aber inzwischen überlege ich ernsthaft, ob ich nicht auch auf das systemeigenen »Mail« umsteigen soll.
Bei Mail merkt man sofort, dass man es mit einem Consumer-Produkt zu tun hat: keine vielen Knöpfe zum Einstellen, das Programm ist dazu gedacht, »out of the box« zu funktionieren. Würde ich von Entourage umsteigen, hätte ich einige Abstriche in Kauf zu nehmen. Der Knackpunkt ist: Ist der Junk-Filter so gut, dass der von Entourage ihm nicht das Wasser reichen kann? Und: Bekomme ich so viel Spam, dass ein solcher Filter Not tut?

Um’s kurz zu sagen: Die Junk-Funktionen von Jaguars Mail sind jenen von Entourage weit überlegen.
Mail verwendet eine Technologie namens »Adaptive Latent Semantic Analysis«. Anhand bestimmter Kriterien, die mir nicht bekannt sind, kann Mail vermeintliche Spam-Mails identifizieren. Aber Mail lernt dazu: Wenn Mail versehentlich eine Mail braun einfärbt, kann ich auf einen Button »Ist keine Junk-Mail« klicken oder eine durchgerutschte Spam-Mail mit einem Klick auf »Junk-Mail« als solche deklarieren. Dabei handelt es sich um den Lernmodus, in dem die Junk-Mails noch braun eingefärbt im Posteingang verbleiben. Im Automatik-Modus schiebt Mail alle erkannten Spam-Mails in einen Junk-Folder, damit man sie bei Zeiten sichten kann.

Entourage hat auch einen Junk-E-Mail-Filter an Bord, den man stufenlos zwischen zahm und scharf einstellen kann. Allerdings lernt Entourage nicht dazu, jedenfalls habe ich den Eindruck. Bestimmte Mails nicht als Junk einstufen zu lassen ist einfach: In Entourage lassen sich erlaubte Domains eintragen oder man nimmt den Absender einfach in sein Adressbuch auf (das scheint bei Mail auch so zu funktionieren). Wird von Entourage eine Mail als Junk erkannt, lassen sich in den Filter-Einstellungen allerdings nur zwei zusätzliche Aktionen ausführen: »Als gelesen markieren« und »AppleScript ausführen«. Das ist ein bisschen wenig für jemanden wie mich, der nicht nur einen sauberen Posteingang haben will, sondern auch alle seine Mails archiviert (in 2002 bisher: ca. 2.400). Um in Entourage wirkungsvoll den Müll wegzufiltern, müssen zusätzliche Regeln definiert werden. Zunächst habe ich eine »Ablage P«-Regel, in der ich manuell alle Absender aufgenommen habe, die mich in den vergangenen Monaten regelmäßig genervt haben. Oft wird Spam mit falschen Uhrzeiten auf den Weg gebracht, um in der Sortierung seines Opfers ganz oben oder unten zu erscheinen. Eine weitere Regel stuft alle Mails als Spam ein, deren Absendezeit beim Eintreffen größer als 350 Tage ist. Damit kann man alle Mails von 1970 und 1945 erschlagen. Die Regel wird nur für neu eingehende Mails abgearbeitet, so dass ältere (gewollte) Mails davon nicht betroffen sind.
Um den Müll nicht nur als ungelesen in meinem Posteingang liegen zu haben gibt es außerdem zwei weitere Regeln: Wird eine Mail als Junk erkannt, wird sie als gelesen markiert und in den Ordner »Junk« verschoben. Zweitens: Da Entourage scheinbar nicht dazulernt (es gibt keinen Button, um eine durchgerutschte Junk-Mail nachträglich als Junk zu markieren), muss ich bei manchen Mails nachträglich die Kategorie auf »Junk« ändern. Da sie aber im Posteingang verbleiben, gibt es eine Regel, die den Status von Mails in der Junk-Kategorie auf »Junk-Mail« ändert und dann in den Junk-Ordner verschiebt. Leider geht das nicht automatisch, so dass ich ab und an per Apfel+A alle Mails im Posteingang markieren muss, um dann per Kontextmenü händisch diese Regel auf die markierten Mails anzuwenden.
Alles in allem also nicht so komfortabel, wenn es um das Energebnis »Kein Spam im Posteingang« geht. Die Filterregeln von Entourage sind zwar wesentlich mächtiger als die von Mail, aber führen hier nur über Umwege in Richtung Ziel (die Ziellinie wird nicht überschritten…).

Ich bin mir noch nicht ganz schlüssig. Der Junk-Filter von Mail ist nicht zu übertreffen, andererseits bekomme ich auch nicht so viel Spam (drei bis fünf Mails pro Tag). Entourage hat wegen seines professionelleren Ansatzes immer noch einige Vorteile gegenüber dem Low-End-Programm Mail.
Holger zufolge gibt es die Filter-Technik von Mail auch als Plug-in für Entourage; Apple hätte das auch nur lizenziert. Muss ich mich mal umsehen.

Wenn man verschiedenen Meldungen bei Heise Glauben schenken mag, wird sich Spam aber zunehmend zu einem ernsten Problem auswachsen:
- »Kampf dem Spam«
- »Stressfaktor E-Mail«
- »Werbe-Mails nehmen explosionsartig zu«
- »Napster-Technik gegen Spam«

Klaus Schallhorn von Klaus Schallhorn Omnisearch hat die Faxen dicke und greift sogar zu drastischen Maßnahmen, wie seinem letzten Newsletter vom 31.08.2002 zu entnehmen war: Er programmierte eine E-Mail-Firewall. Sein System akzeptiert nur Mails von Absendern, die bei ihm in einer Datenbank gespeichert sind. Alle anderen Mails bouncen zurück zum Absender (wenn der nicht gefälscht ist). Pauschal hat er in seine Ausschlussliste mal alle Freemail-Provider aufgenommen.
Nachdem ich mich letzte Woche bei .mac angemeldet und meine eingehenden Mails dorthin umgeleitet habe, sind erstmal alle meine Filterregeln flachgefallen, die ich zuvor bei GMX definiert hatte. Hoffentlich bessert Apple bald nach und bietet Filtermöglichkeiten auf dem Server an, denn nach der Umstellung hagelte es wieder ungefiltert AOL- und Hotmail-Spams.

Erschienen am Samstag, 28.09.2002 @ 8:51 | Kommentare deaktiviert
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Mail.app vs. Entourage Shoot-out

In einem vorherigen Eintrag habe ich mir ja schon Gedanken zur Spam-Flut gemacht und überlegt, ob ich nicht vom teuer bezahlten Microsoft Entourage zum kostenlos beigelegten Mail von OS X umsteigen sollte, wegen dessen besserer Spam-Filter.
Hier nun in einem Shoot-out der ultimative Vergleich.
In der linken Ecke der Herausforderer: Apple Mail 1.2 (OS X 10.2).
Rechts der Platzhirsch: Microsoft Entourage X 10.0.1

Gemeinsamkeiten
Beide Programme verfügen über umfangreiche Möglichkeiten der Filterung und Regeldefinition. Entourage hat hier die Nase vorn, da man nach allen möglichen und unmöglichen Kriterien filtern kann.
Sowohl Mail als auch Entourage können sämtliche Mails in allen Postfächern und Ordnern durchsuchen.
Nettes Detail: Beide Kontrahenten unterstützen mehrere Signaturen, die auch zufällig an Mails angehängt werden können.
Mail und Entourage können HTML in Mails darstellen und auch nur reine Text-Mails verfassen. Beide Applikationen können dazu veranlasst werden, in HTML-Mails nur den Text anzuzeigen.
Die Textdarstellung lässt sich individuellen Bedürfnissen anpassen, Mail glättet allerdings mit Hilfe von Quartz den Text (Courier New als Schrift mit fester Laufweite ist daher nicht zu empfehlen, »Monaco« tut gut).
Spalten in der Listenansicht lassen sich in ausreichendem Maße konfigurieren und verschieben.
Das Anlegen von Unterordnern ist hier wie dort möglich.
Entwürfe von E-Mails lassen sich in beiden Programmen abspeichern.
Eine deutsche Rechtschreibkorrektur gibt’s ebenfalls hüben wie drüben.
Sowohl in Mail als auch in Entourage lassen sich Mails umleiten.
Dreigliedrige Darstellung (Postfächer und Ordner, Mail-Liste des aktuellen Ordners, Vorschaufenster für aktuelle Mail) ist obligatorisch.
Das selbe gilt für Multi-Threading: Während die Programme z.B. mit einem Suchjob oder einer Änderung von Mail-Stati beschäftigt sind, kann sorglos weitergearbeitet werden.
Beide Applikationen können, soweit ich das gesehen habe, andere Mails nur inline weiterleiten, nicht als Attachment. Nicht so gut, wenn man mal eine Mail inkl. aller Header weiterleiten will (aber besser gelöst bei Mail, indem man sich vorher alle Header anzeigen lässt).
Entourage und Mail können beim Verfassen von neuen Mails automatisch die Adressen nach der Eingabe der ersten Buchstaben ergänzen (es wird eine List der möglichen Empfänger gezeigt, die sich freilich verkürzt, je mehr Buchstaben des Namens oder der Mail-Adresse eingegeben werden).
An der Stabilität gibt’s auf keiner Seite was zu bemängeln.

Grundsätzliche Unterschiede
Die unterschiedlichen Ansätze (Entourage: Wollmilchsau; Mail: spezialisierte Einzel-Applikation im Verbund mit anderen Apple-Programmen) beider Anwendungen habe ich schon im oben genannten Beitrag ausführlich behandelt. Beides hat Vor- und Nachteile, mir persönlich sagen Einzel-Applikationen mehr zu.
Entourage kann nicht nur Mails verschicken, sondern auch Termine, Notizen, Aufgaben und Adressen verwalten. Außerdem ist ein Newsreader integriert, der aber keinen Schuss Pulver taugt (an MacSOUP kommt nicht’s ran).
Die Funktionen zur Verknüpfung in Entourage habe ich kaum genutzt. Jemand, der ohne solche Verknüpfungen (z.B. der Info bei einer Adresse, wann an diese Person zu letzt eine Mail geschickt wurde) nicht leben kann, ist bei Mail nicht gut aufgehoben.
In Entourage lassen sich Daten in unterschiedliche Kategorien stecken, die frei definiert werden können, z.B. »Ansurfen« oder »noch zu beantworten«. Diese Kategorien können bei der Definition von Filterregeln oder einer Suche berücksichtigt werden und natürlich lässt sich die Ansicht einer E-Mail-Liste in einem Postfach auch nach diesem Kriterium sortieren. Mail kennt keine Kategorien (iCal für Kalender aber wohl. Umsteiger von Entourage können sich vielleicht mit verschiedenen Ordnern in Mail behelfen. Apropos Ordner: Wenn mehrere Accounts in Mail konfiguriert werden, wird’s unübersichtlich. Es gibt natürlich getrennte Ordner, aber Mail kennt, wie dazumal der Mail-Client von StarOffice, virtuelle Ordner, in denen die Elemente aller Accounts zusammengefasst dargestellt werden. Quasi sind im obersten Posteingang alle Mails der untergeordneten Posteingänge der jeweiligen Accounts nochmal zusammen in einer Liste dargestellt. Kann Vorteile haben, mir gefällt’s nicht.

Für den nun folgenden Shoot-out bitte ich zu beachten, dass ein Pro-Argument für das eine Programm gleichzeitig ein Contra-Punkt für das andere Programm ist. Wenn ich bei Entourage z.B. schreibe, dass die Speicherung von Adressen in der Programm-eigenen Datenbank nachteilig ist, kann getrost davon ausgegangen werden, dass es bei Mail wohl anders und besser gelöst wurde; das schreibe ich nicht nochmal auf der Pro-Seite bei Mail hin. Erklärungsbedürftige Punkte wie die Sache mit dem Spam-Filter walze ich natürlich bei beiden Programmen aus.

Mail
Pros:
+ Unschlagbarer, lernfähiger Spam-Filter
+ Kann Online-Status von AIM-Gesprächspartnern anzeigen
+ Neue Mails machen mit einem frei festlegbarem Klang auf sich aufmerksam (beliebige WAV-Datei auf der Festplatte)
+ schnellere spring-loaded folders beim Verschieben von Mails in der Postfach-Liste
+ Zugriff auf systemweites Adressbuch
+ Ordner wie »Papierkorb« und »Junk« werden erst eingeblendet, wenn sie gebraucht werden
+ Optisches Gimmick: Verlässt man die eben dargestellte Mail (z.B. durch Öffnen eines anderen Ordners), werden die Buchstaben sanft ausgeblendet
+ Anzeige in der Statusleiste, wie viele Mails im angewählten Postfach gespeichert sind und wie viel Platz sie verbrauchen
+ Bessere Anzeige und Ausdruck bestimmter oder aller Header-Zeilen
+ Unterstützung für das Service-Menü von Mac OS X
+ Webmail-Oberfläche von .mac identisch zum Interface von Mail
+ Mail sieht einfach gefälliger aus!

Cons:
- Kein > als Quote-Zeichen, sondern nur farbige, senkrechte |-Balken
- Neue Mails werden in der Mail-Liste nicht fett angezeigt, sondern nur mit einem Punkt in der Markierungs-Spalte
- Suche in Mails nur in der gesamten Mail oder in den Headern »From:«, »To:« oder »Subject:«
- Dateianhänge können nicht aus einzelnen Mails herausgelöscht werden
- Keine Unterstützung für Prioritäten (beim Versenden oder bei empfangenen Nachrichten)

Entourage
Pros:
+ Leistungsfähige Regeln
+ Mächtige Suchfunktion
+ Unterstützung von »Später senden«
+ Text- und Attachment-Codierung lassen sich einzeln vorgeben
+ Das Präfix bei Antworten ist definierbar
+ Zusätzliche Header beim Verfassen von neuen Mails können angegeben werden
+ Prioritäten für neue Nachrichten lassen sich angeben, für empfangene Nachrichten ändern

Cons:
- Spam-Filter kommt auch durch das Hinzufügen von weiteren eigenen Regeln nicht an Mail heran; Spam-Filter lernt nicht dazu; unerkannte Spam-Mail bleibt auch nach dem Markieren als »Junk« im Posteingang liegen
- Adressen werden nur in der eigenen Datenbank gespeichert
- Alle Mails, Adressen, Termine, Notizen und Aufgaben werden in einer einzigen, großen Datei gespeichert
- Umständlicher Weg zum Ausdruck (sofern man nicht »Datei – Ein Exemplar drucken« bzw. Wanne-Apfel-P drückt)

Dringend verbesserungsbedürftig
Entourage: Junk-Filter von Mail einbauen
Mail: Anständige Quote-Zeichen, Möglichkeit zum Herauslöschen von Attachments aus Mails ohne gleich die ganze Mail mitzulöschen
.mac-Webmail: Filterliste auf dem Server für Absenderadressen, Subdomains und Domains

Screenshot des Programms 'Mail'. Für eine größere Version bitte anklicken.Screenshot des Programms 'Entourage'. Für eine größere Version bitte anklicken.
Screenshots der beiden Kontrahenten: Links Mail, rechts Entourage. Für eine größere Version bitte jeweils das Bild anklicken.



Ich habe mich noch nicht endgültig entschieden. Testweise werde ich einige Zeit lang (mindestens eine Woche, vielleicht auch zwei) mal meine E-Mails mit Mail lesen und schreiben. Dazu habe ich den angelegten Account so geändert, dass per POP3 vom Server geholte Mails nicht gelöscht werden. Nachdem Mail sie minütlich automatisch abgeholt hat, hole ich sie ab und an manuell mit Entourage, das sie dann vom Server löscht.
Mal sehen, ob…
…ich mit Mail zurecht komme,
…mir der Junk-Filter von Entourage doch ausreicht,
…mir die eingeschränkten Features von Mail genügen,
…ich das bessere Junk-Plug-in für Entourage finde,
PGP 8 ab November beide Programme unterstützt oder nur eines,
…mich die Contra-Punkte von Mail nicht doch in den Wahnsinn treiben (es sind halt oft die Kleinigkeiten…).

Im Moment spricht aber einiges für Mail. Die Liste der Pro-Argumente bei Entourage ist ebenso dünn wie die der Contra-Argumente bei Mail.

Für eine neue Version von Office X habe ich die nächste Zeit zumindest keinen Bedarf mehr, zumal man davon ausgehen kann, dass Mail noch verbessert wird (und Word und Excel sind auch noch nicht altes Eisen, so dass dort nachgebessert werden müsste).

Erschienen am Samstag, 28.09.2002 @ 8:54 | Kommentare deaktiviert
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OS X Blues

Holgers und Stefies Versuch, Jaguar zu installieren, sind vor einigen Tagen gescheitert. Das Power Book stürzt zweimal am Tag ab (scheint aber ein Hardware-Defekt zu sein), der Cube arbeitet gar nicht mit 10.2 (der Finder stürzt minütlich ab). OS 9 arbeitet dagegen einwandfrei (abgesehen davon, dass es OS 9 ist).

Jeffrey Zeldman hat kürzlich zwei Artikel auf zeldman.com veröffentlicht: OS X Blues und OS X Blues II.
Auch die Leute von Kaliber10000 haben Probleme und daher einige Tipps zusammengetragen.

Generell empfehlenswert für OS X-Tipps sind macosxhints.com und OS X-FAQ (allerdings beide etwas unübersichtlich).

Ich selbst kann von keinen größeren Problemen berichten. Auf meinem Power Mac habe ich einen Clean-Install gemacht und lediglich drei kleinere Dinge nerven (trotz 10.2.1-Update). Meinem iBook habe ich ein Update ohne Clean-Install spendiert, bisher keine Probleme (allerdings hat es derzeit überwiegend meine Schwester, ich habe noch nicht wieder intensiver damit gearbeitet).
Die drei kleinen »Issues« sind:

  1. IE vergisst ab und zu seine Cookies (alle Cookies werden akzeptiert, mittlere Sicherheitsstufe)
  2. Bei Ausdrucken aus IE oder Preview wird manchmal die letzte Seite vergessen (HP Laserjet 1200)
  3. Nach dem Aufwachen aus dem Ruhezustand kann über die per Ethernet angeschlossene Airport-Basis keine Internet-Verbindung mehr hergestellt werden, da die Basis nicht gefunden wird (Neustart oder Ausschalten statt Ruhezustand wirkt)

Was mich immer noch wurmt ist, dass es die Helden bei Roxio nicht fertig gebracht haben, auf die Toast 5.1-CD einen carbonisierten Installer zu bringen (und da gab es bereits OS X 10.1). Da mir Classic fehlt, kann ich jetzt kein Toast mehr installieren. Evtl mal bei Gelegenheit den Ordner vom iBook rüberziehen.

Die Vorteile überwiegen für mich, so dass sie die drei kleinen Problemchen fast vergessen machen. Nie wieder zurück.

Erschienen am Samstag, 28.09.2002 @ 9:15 | Kommentare deaktiviert
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Sonntag, 29.09.2002

Arcade

Falls noch nicht bekannt: Der CCC hat derzeit in Paris seine zweite Blinkenlights-Installation in Betrieb: Arcade.
Diesmal dient die Fensterfläche eines 20-stöckigen Hochhauses als Computerbildschirm. Was kann man mit einer 20×26-Matrix anfangen? Arcade! Passanten können, wenn sie in Paris vor der Bibliotheque nationale de France stehen, mit dem Hochhaus Tetris spielen. Pacman, Breakout und Pomg sind ebenfalls im Angebot.
Außerdem laufen kurze Filme über die Fassade: Wer genau hinsieht, kann im Livestream (Real mit DSL klappt gut) ab und an auch Ellen Feiss erkennen.

Arcade-Installation des Chaos Computer Club in Paris. Auf dem Bild zu sehen: Ellen Feiss

Erschienen am Sonntag, 29.09.2002 @ 22:16 | Kommentare deaktiviert
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Montag, 30.09.2002

And the winner is… Entourage

Es scheiterte an anderen Dingen: Mail hat noch einen unschönen Bug, der auch bei anderen Leuten auftaucht: Obwohl das Kennwort für den POP-Server in den Preferences eingetragen ist, vergisst Mail es ab und zu. Extrem nervig, wenn sich Mail alle paar Minuten in den Vordergrund drängt, wenn es mal wieder so weit ist (und man alle paar Minuten oder gar minütlich automatisch seine Mails poppen will).

Weiterhin: Ich habe mich inzwischen sehr gut an Entourage gewöhnt. Mit Mail zu arbeiten, war einfach nicht das selbe.

Außerdem ist und bleibt Entourage das Programm mit dem professionelleren Ansatz, das merkt man an jeder Ecke. An den Details, die Apple bei Mail wohl bewusst weggelassen hat, um ihr Programm nicht so aufzublasen (und für den Durchschnitts-Anwender zu kompliziert).

Wenn Mail 1.3 rauskommt, werde ich aber sicher nochmal einen Blick riskieren.

Erschienen am Montag, 30.09.2002 @ 10:47 | Kommentare deaktiviert
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Noch einer: Apple-Striptease

The Flow hat sich einen 10 GB-iPod gekauft und das Auspacken mit der Kamera festgehalten. Ich sag’ ja, Apple-Verpackungen sind Dessous…

Falls irgendwann mal Models mit BHs aus iPod-Verpackungen über den Laufsteg geschickt werden: es war meine Idee!

Erschienen am Montag, 30.09.2002 @ 10:48 | Kommentare deaktiviert
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