Archiv für Oktober 2002
Dienstag, 01.10.2002
Es gibt zwei Dinge (aber nur diese zwei), bei denen Windows XP gegenüber Mac OS X die Nase vorn hat.
- Sperre der Arbeitsstation mit dem Affengriff (Strg+Alt+Entf).
Wenn man mal kurz den Platz verlässt, sich aber nicht abmelden will, lässt sich so der Rechner wirkungsvoll schützen. Die Sperre kann nur durch Passworteingabe des angemeldeten Users oder eines Admins aufgehoben werden (ok, auch durch die Reset-Taste, aber dann müsste man sich wieder am Anmeldebildschirm einloggen). Work-around beim Mac: Den Bildschirmschoner mit einem Passwort versehen und beim Verlassen des Arbeitsplatzes den Schoner durch eine der »aktiven Ecken« aktivieren. Funktioniert auch nach dem Aufwachen aus dem Ruhezustand, wenn man den Mac mit aktiviertem Screensaver schlafen legt.
- Beim Ausloggen können die Programme des zuvor angemeldeten Benutzers weiterlaufen, auch wenn sich ein anderer Benutzer anmeldet.
Sehr nützlich in Familien, in denen alle zehn Minuten jemand bei eBay was nachschauen, seine Mails checken oder chatten will. Meinetwegen müssen die Programme auch nicht im Hintergrund weiterlaufen, eine Art suspend to disk würde ja genügen, wenn man gerade zwanzig IE-Fenster offen hat, die man nicht beenden will.
Immer schön in die Feedback-Formulare eintragen, damit es auch bei der nächsten Macworld wieder heit?: »Number One most requested feature.«
apple.com/macosx/feedback
apple.com/de/macosx/feedback
developer.apple.com/bugreporter/bugrptform.html
Bei neueren Programmen (iTunes 3, iCal, iSync…) gibt es neuerdings im Programme-Menü auch den Eintrag »Feedback« der zu Programm-spezifischen Feedback-Seiten führt. Bei Klick darauf wird der Browser gestartet, der in den Systemeinstellungen in der Rubrik »Internet« eingetragen ist (funktioniert wunderbar; bei Windows weiß kein Mensch, wo man so eine Voreinstellung zentral festlegen kann).
Nachtrag: Der Mac-Way für das erste Problem wäre natürlich nicht, in OS X einen Affengriff einzuführen wie bei Windows. Mac-like wäre, in den Systemeinstellungen (z.B. »Energie sparen«) eine Checkbox unterzubringen, die beim Aufwachen aus dem Ruhezustand dafür sorgt, dass der Mac nach dem Passwort des Users verlangt. Wenn man seinen Rechner mal verlässt, muss er ja nicht weiterlaufen und Energie verbraten; der Ruhezustand ist da das Naheliegendste.
Erschienen am Dienstag, 01.10.2002 @ 18:31
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Tags: Apple, Mac
Vergangene Woche war ich auf der Geburtstagsfeier meines Onkels und hatte Gelegenheit, WindowsXP auf einem Athlon 1,5 GHz aus nächster Nähe zu erleben.
Punkt 1: Das neue, flächige Startmenü ist ja wohl eine Usability-Katastrophe ersten Ranges.
Punkt 2: Windows Media Player.
Ist das wahr? Haben die Leute von Microsoft wirklich dieses Stück Software auf die Menschheit losgelassen?
Als ich das Grauen sah, das sich vor mir auf dem Bildschirm abspielte, konnte ich es nicht glauben. Und ich dachte: Wahrscheinlich nehmen das die XP-Nutzer so hin und wissen gar nicht, dass es auch einfacher geht. Jörn von Mac-TV hat heute einen exzellten Artikel zu diesem Thema vom Stapel gelassen: »
Also, vor PCs braucht Apple jedenfalls keine Angst zu haben.«
Kurze Beschreibung für diejenigen, denen bisher der Anblick des Windows Media Player erspart blieb: Songs muss man sich aus einzelnen Verzeichnissen selbst heraussuchen. Es gibt eine Baumstruktur, wie beim Explorer. Man könnte meinen, Microsoft hätte den begriff »Jukebox-Software« noch nicht gehört, weil mit diesem Konzept kann man ja seine Musik gleich aus dem Explorer heraus hören. Jörn meint treffend:
»Wieso sucht sich das Scheißding seine Musikdateien nicht selbst zusammen? Und wieso müssen die erst gesucht werden? Gibt es keine interne Datenbank, die weiß, wo welcher Titel ist? Bei iTunes ist das kein Problem.«
Um mal die Einfachheit von Mac OS X und seinen Applikationen (»iApps«) zu demonstrieren, werde ich künftig ausgewählte Funktionen und Programme vorstellen.
+++
Überhaupt, Mac-TV. Jeden Sonntag ein Genuß, ihnen ab 21 Uhr auf Mac-TV.de zuzuhören. Nicht nur Informationen und hintergründige Analysen zu Mac- und allgemeinen Computer-Themen, sondern auch ein Sarkasmus, der sitzt.
Christian zum vier Zentimeter dicken Sony-Notebook mit DVD-Brenner, das demnächst erscheint:
»Das ist kein Notebook, das ist ein Bremsklotz. So für LKW-Reifen, damit sie nicht wegrollen.«
Jörn zu Gateways iMac-Konkurrent Profile4:
»Sieht aus wie ein Display mit drunter eingehängtem Autoradio.«
Erschienen am Dienstag, 01.10.2002 @ 23:13
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Tags: Apple, Mac
Mittwoch, 02.10.2002
Wie weißt man denn nach, dass einem was gestohlen wurde?
Eine Antwort auf diese Frage bleibt der
Artikel aus dem Auto-Ressort bei Spiegel-online leider schuldig.
Erschienen am Mittwoch, 02.10.2002 @ 15:39
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Tags: Sonstiges
Bei
my two cents gibt es wieder ein paar kleinere Änderungen.
Seit ein paar Tagen ist das Problem verschwunden, das nach der Eingabe eines Kommentars unterhalb eines Artikels eine Fehlermeldung produzierte. Danke an
Holger vom
Screen Collective für den Tipp, der zur Lösung geführt hat. Kommentare können jetzt problemlos eingegeben werden.
In der Navigationsleiste links habe ich unter »freimark’s favorites« den Link zu GMX rausgekippt. GXM hat gegenüber früher stark nachgelassen und ich bin dort auch nur noch vorübergehend Kunde. Die Adresse »stefan.freimark@gmx.de« ist bereits abgeschaltet, E-Mails bitte ich nur noch an
stefan@freimark.de oder an
stefan@my-two-cents.de zu schreiben.
Unterhalb von »Andere Weblogs« in der Navigation habe ich zwei neue Blogs aufgenommen. Es handelt sich um Weblogs von Mitarbeitern der Firmen
Apple und
Macromedia.
Ken Bereskin, seit 13 Jahren Apple-Mitarbeiter, schreibt regelmäßig über Features von
Mac OS X, die nicht jedem bekannt sind.
Matt Brown von Macromedia berichtet über neue Entwicklungen bei
Studio MX und
Dreamweaver MX, außerdem gibt’s oft Hinweise, die den Workflow erleichtern.
Auf beide Weblogs bin ich durch
Kai aufmerksam geworden. Dass von Matt ist schon etwas länger her, auf das weblog von Ken hat mich Kai
heute hingewiesen.
Erschienen am Mittwoch, 02.10.2002 @ 17:38
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Tags: Sonstiges
Bei der Bahn ändert sich demnächst eine ganze Menge.
Am kommenden Dienstag wird das neue Preissystem vorgestellt. Vorab-Infos gibt es bereits seit einigen Monaten auf bahn.de (siehe unten), im Spiegel dieser Woche gibt es einen längeren Artikel zum Thema (»
“Angriff aufs Auto”«). Außerdem lesenswert bei Spiegel-online: »
Das Ende der InterRegios«
Weitere Änderungen zum 15.12.02 (siehe auch ein entsprechendes
Posting von mir in de.etc.bahn.tarif+service):
- Neuer Fahrplan
- Neue Dienstkleidung
- Einbindung der Neubaustrecke Köln-FFM in den neuen Fahrplan
- Neues Gastro-Konzept (keine Speisewagen mehr, sondern ehemalige Mitropa-Mitarbeiter fahren Trolleys mit Snacks und Getränken durch die Gänge, auch in der 2. Klasse)
+++
Infos auf der Bahn-Website:
- »
Informationen zum neuen Preissystem der Bahn«
- »
Informationen zur BahnCard im neuen Preissystem«
- »
Gute Argumente für das neue Preissystem der Bahn«
- »
Das neue Preissystem im Nahverkehr«
Erschienen am Mittwoch, 02.10.2002 @ 18:15
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Tags: Sonstiges
Der könnte das Buch aber gut gebrauchen, das er da verkaufen will…

Erschienen am Mittwoch, 02.10.2002 @ 18:24
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Tags: Sonstiges
Erst vor ein paar Tagen habe ich
geschrieben, dass ich kein Leser des Feuilletons bin, da dort Coneheads Filme rezensieren und ähnlich krude Dinge passieren.
Im Feuilleton der FAZ von heute dagegen ist ein
Beitrag der indischen Autorin Arundhati Roy, der zu lesen Pflicht ist. Er ist überschrieben mit »Wie man einen Krieg verkauft« und prangert die Doppelmoral der amerikanischen Regierung an, ähnlich wie schon vor einigen Tagen der Artikel »«
Die Doppelmoral der Bush-Krieger
« von Harald Schumann für Spiegel-online. Oder der Kommentar »
Die Präventiv-Kriegstreiber« von Spiegel-Herausgeber Rudolf Augstein vor wenigen Wochen.
Roy beginnt ihren Beitrag mit Überlegungen, was denn eigentlich Anti-Amerikanismus sei. Denn häufig werden Leute, die es wagen die US-Politik zu kritisieren, mit diesem Attribut belegt. In der Regel hat das aber nichts mit Anti-Amerikanismus zu tun, sondern mit der Fähigkeit, klar zu denken.
Die Keule »Anti-Amerikanismus« wird gerne aus dem Sack geholt, um Kritiker zu diskreditieren und die Diskussion zu beenden. Ähnlich
Gassner’s Law im Usenet: Wem keine Argumente mehr einfallen und etwas als »typisch deutsch!« bezeichnet, disqualifiziert sich selbst und hat die Diskussion verloren.
An sich wollte ich auch schon seit längerem (Mai, Juni) einen ausführlicheren Artikel zu diesem Thema schreiben, aber wegen der Arbeitsbelastung bis Mitte Juli und dem
Tod meiner Mutter am 10.7. war mir nicht danach. Vielleicht hole ich es bei Gelegenheit noch nach.
Ich darf noch zum Ausgleich und aus gegebener Veranlassung der Harald-Schmidt-Show vom 4. Oktober 2001 zitieren:
Schmidt: Wir müssen noch hierauf eingehen. Haben Sie das heute morgen gesehen? [Hält Bild-Titelseite hoch] “TV-Verbot für Wickert?” [Einer im Publikum klatscht.] Sie merken, da sind Sie sehr einsam. Und zwar: Was is’ jetzt da schon wieder passiert? Wieso TV-Verbot für meinen Lieblings-tagesthemen-Moderator? Was ist da jetzt wieder passiert?
Andrack: Naja, Herr Wickert hat in der “max” einen Artikel geschrieben, in dem er sich auf eine indische Schriftstellerin, die in der FAZ einen Artikel geschrieben hat, bezieht.
Schmidt: Das klingt verwirrend, ist aber ganz einleuchtend. Schau’n Sie mal, es war so: Letzten Freitag, Feuilleton der FAZ, Riieeesen-Artikel. Wir haben ihn gelesen. Sagen: Starker Tobak, aber:
Andrack: Oh-wouw-wouw.
Schmidt:it’s a free world, it’s a free country, die FAZ ist von Männern dominiert. Warum soll da nicht ‘ne Frau aus Indien schreiben. Ja? Und es ist Arundhati Roy; ich hatte den Namen vorher nie gehört, Herr Andrack hat wieder ihre Bücher gelesen.
Andrack: Ein Buch habe ich gelesen. Das ist die bekannteste indische Schriftstellerin. Ihr Bestseller heißt »Der Gott der kleinen Dinge«.
Schmidt: Wie heißt es?
Andrack: »Der Gott der kleinen Dinge.«
Schmidt: »Der Gott der kleinen Dinge« Hier ist ein Foto von Frau Arundhati Roy, die wichtigste Schriftstellerin Indiens, ja? Einundvierzig, man kann sagen: Für Wickert zu alt. Aber: darum geht es nicht, darum geht es nicht. In diesem Artikel stehen also Sätze drin, die, sagen wir, in diesen Tagen doch den ein oder anderen irritieren könnten. Es steht zum Beispiel drin: »Jedes Land der Dritten Welt mit einer schwachen Wirtschaft und einem unruhigen sozialen Fundament müsste wissen, dass eine Einladung eine Supermacht wie die Vereinigten Staaten, ganz gleich, ob die Amerikaner für länger bleiben oder nur kurz vorbei schauen wollen, fast so ist, als würde ein Autofahrer darum bitten, ihm einen Stein in die Windschutzscheibe zu werfen.« Stand am Freitag in der FAZ, keine Reaktion, keine Aufregung, nichts, man geht ins Wochenende, man hat anderes zu tun, ja? Und jetzt kommt diese Stelle, ach so, es geht um die Auslieferung von Bin Laden. Die Amerikaner sagen ja: »Ausliefern, wir haben Beweise, aber wir zeigen sie nicht.« und Frau Arundhati Roy schreibt: »Da gerade über die Auslieferung von Vorstandsvorsitzenden gesprochen wird, dürfte Indien ganz nebenbei um die Auslieferung von Warren Anderson bitten. Der Mann war als Chef von Union Carbite [?] verantwortlich für die Katastrophe von Bopal, bei der 16.000 Menschen umkamen. Wir haben die nötigen Beweise zusammengetragen, alle nötigen Dokumente liegen vor, also gebt ihn uns bitte.« Das ist natürlich ist [Schmidt zuckt mit den Schultern] etwas, wo man sagen kann: Das steht so da. Man liest es und sagt: »Tja.« Und blättert weiter. So, und jetzt, und jetzt kommt der entscheidende Abschnitt: »Wer ist Usama Bin Laden aber wirklich? Ich möchte es anders formulieren: Was ist Usama Bin Laden? Er ist das amerikanische Familiengeheimnis. Er ist der dunkle Doppelgänger des amerikanischen Präsidenten. Der brutale Zwilling alles angeblich Schönen und Zivilisierten. Er ist aus der Rippe einer Welt gemacht, die durch die amerikanische Außenpolitik verwüstet wurde: Durch ihre Kanonenboot-Diplomatie, ihre Atomwaffen-Arsenale, ihre unbekümmerte Politik der unumschränkten Vorherrschaft, ihre kühle Missachtung aller nicht-amerikanischen Menschenleben, ihre barbarischen Militärinterventionen, ihre Unterstützung für despotische und diktatorische Regimes. Ihre wirtschaftlichen Bestrebungen, die sich gnadenlos wie ein Heuschreckenschwarm durch die Wirtschaften armer Länder gefressen haben. Ihre marodierenden Multis, die sich die Luft aneignen die wir einatmen, die Erde auf der wir stehen, das Wasser das wir trinken, unsere Gedanken.« Freitag in der FAZ. Keine Aufregung. Bundesliga spielt ohne Schwalben. Wie gesagt. Die erfolgreichste indische Schriftstellerin. Sie schreibt auch noch: »Der Terrorismus ist in keinem Land zu Hause, er ist ein supernationales, weltweit tätiges Unternehmen, wie Coke oder Pepsi oder Nike.« Freitag in der FAZ. Nur wenige lesen es, keiner sagt was, keiner regt sich auf, nichts. Bei Christiansen, wurde was drüber gesagt?
Andrack: Nein.
Schmidt: In der Sportschau?
Andrack: Nein.
Schmidt: Nirgends. Presseclub? Nichts. Ich sage es nochmal: 41 Jahre alt, die wichtigste Schriftstellerin Indiens. So. Ulrich Wickert schreibt in “max”. Dafür sollte er sich entschuldigen, finde ich, hat er Recht. [Publikum applaudiert] Ich hätte überhaupt nichts dagegen, wenn er sich jeden Abend am Schluss der tagesthemen für irgendwas entschuldigt. Das macht menschlich, wenn er sagt: »Meine Damen und Herren, noch ein Wort in privater Sache: Ich möchte mich entschuldigen, dass ich meine Neue erst gestern vorgestellt habe. Das Wetter.« So also, so beiläufig. Warum nicht? Bei RTL zeigen sie auch Schimpansen-Drillinge und so weiter, also, irgendwas, irgendwas Menschliches zum Schluss. Aber… Er schreibt erstmal über Berlusconi, der sich auch erstmal in der Wortwahl hat irritieren lassen, ja, da geht keiner drauf ein, und dann kommt er selbst, dann schreibt er wörtlich: »Bush ist kein Mörder und Terrorist«, verglichen mit Bin Laden, »aber die Denkstrukturen sind die gleichen.«
Andrack: Aha.
Schmidt: Und über diesen Begriff…[betont] Bricht eine Aufregung los, ja? Noch vor wenigen Tagen hätte man sagen können: Immerhin diagnostiziert einer Denkstrukturen beim amerikanischen Präsidenten. [Applaus] Moment! Vorbei! Vorbei! Vorbei. Seit dem 11. September: US-Präsident außerhalb jeder Witze, jeder Kritik, jedes Humors, alles. Ich sage nur: Denkstrukturen… Bild, Bild schreibt, schauen Sie mal, was Bild schreibt heute: »Schlimme Sprüche« Und das hat mich sehr irritiert: »Schlimme Sprüche über US-Präsident Bush und Terror-Chef bin Laden.« Das heißt doch: Der flüchtige Bild-Leser könnte am Kiosk der Meinung sein, Bild regt sich auf, dass Wickert Bin Laden beleidigt hat! Oder? Also: »Schlimme Sprüche über US-Präsident Bush und Terror-Chef Bin Laden.« Wickert hat sich mittlerweile entschuldigt.
Andrack: In seiner Sendung.
Schmidt: Wo denn sonst? Dazu sind ja die tagesthemen da, damit…ja. Und die ganze; es haben sich eine Fülle von Experten geäußert. Heute Mittag, Spiegel-online: Wolf Biermann. [Im "Acht Gottchen"-Ton] Wolf Biermann! Habe ich neulich gesehen auf Phoenix, da war ich der Einzige, der’s gesehen hat. Auf Phoenix sitzt er in einer Kirche. Er mach mittlerweile zwischen jedem Wort eine Pause, weil er es für besonders nachdenklich hält: »Wir. Kleinen. Menschenkinder. Wir Menschlein.« [Schmidt winkt ab] Biermann! Biermann sagt: »Arundhati Roy darf das, Wickert nicht.« Er sagt nicht warum, aber ist gut, dass er es sagt, finde ich. Und natürlich bleibt Wickert im Amt. Auch Angie von der CDU hat sich beschwert, ja. Und zwar hat Angie eine tolle Formulierung: »Wenn er das wirklich geschrieben hat, kann er nicht mehr weiter moderieren.« Angie. Das ist so ein Ulli Hoeneß-Vokabular: »Wenn das der Fall isch, was in der Zeitung steht, kann er nicht Bundestrainer werden.« Ja? »Wenn er das geschrieben hat.« Angie, geh’ doch zum Kiosk und kauf’ Dir die “max”, da kannst Du’s nachlesen! Und: Das steht alles da drin! Und dann kommt Dr. Guido Westerwelle, auch in Bild, sagt: »Als Wickert das geschrieben hat, muss er volltrunken gewesen sein.« Das ist zum Einen Alkoholiker-feindlich, ja? Wer soll Euch denn noch wählen, FDP?
Andrack: [lacht, Applaus im Publikum]
Schmidt: Und: Und das heißt im Grunde, dass Dr. Guido Westerwelle vollkommen, vollkommen desorientiert ist, was den Zusammenhang zwischen Alkoholismus und Literatur angeht. Denn: Die größten, die Giganten, die Nobelpreisträger: Ohne Suff keine Zeile!
Mich würde nicht wundern, wenn Harald Schmidt und Manuel Andrack heute Abend auf den neuen Artikel von Roy eingehen.
Erschienen am Mittwoch, 02.10.2002 @ 22:35
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Tags: Medien
…und Jörn
erzählt uns in einem Kommentar unterhalb seines Artikels auch, warum:
»Kevin Browne, der Leiter der Mac-Division bei MS, hat erklärt, warum der IE auf dem Mac langsamer ist als auf dem PC:
Die Netzwerkfunktionen von OS X sind wegen UNIX sehr gut und schnell. Die gleichen Funktionen basieren aber bei OS 9 auf OpenTransport, und das ist lahm. Der IE ist eine Carbon-Anwendung, das bedeutet, er nutzt OpenTransport und nicht die modernen Strukturen von UNIX. Der Grund für diese Taktik ist, dass MS nur einen einzigen Browser für den Mac anbieten kann. Er muss also sowohl unter OS 9 als auch unter OS X laufen. Folglich kommt nur Carbon in Frage.
Müsste man nicht mehr kompatibel sein zu OS 9, könnte man die wesentlich schnelleren OS X-Befehle nutzen.
Apple arbeitet seit einiger Zeit daran, Carbon und Cocoa zusammenzuführen. Dies war ein grosses Thema auf der letzten WWDC. Konkret bedeutet es, dass Carbon-Programme mehr und mehr Zugriff bekommen auf die Cocoa-Befehle. Zusätzlich läuft der native Support von OS 9 im Januar aus. Das alles könnte schon bald dazu führen, dass wir die schnellen Netzwerkfunktionen von OS X auch im Explorer nutzen können.«
Erschienen am Mittwoch, 02.10.2002 @ 23:03
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Tags: Apple, Mac
Donnerstag, 03.10.2002
Holger hat mich auf eine neue Sichtung der
tvtv-Frau aufmerksam gemacht:
adovo.de, links oben.
Erschienen am Donnerstag, 03.10.2002 @ 19:38
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Tags: Medien
Freitag, 04.10.2002
Apple bringt in diesem Monat fünf neue Switch-Werbespots:
- Gianni Jacklone
IT-Director
»I hated Macs my entire life.«
- DJ Qbert
Scratch DJ
»Anything: You have a dream of it? Where are my Macs and – boom – it’s reality.«
- Tony Hawk
Professional Skateboarder
»If you don’t know how to use a computer, you can use a Mac.«
- Kelly Slater
Professional Surfer
»iMovie programme is so simple to use.«
- Richard Ziskin
Chef eines Regenschirm-Herstellers
»If you have a small business, get a Mac! There’s no question about it.«
Mit Tony Hawk, DJ Qbert und Kelly Slater zeigt Apple erstmals seit dem Start der Switcher-Kampagne vergangenen Juni etwas bekanntere Gesichter. Der Charme der Kampagne ist, dass »real people« zu sehen sind und keine Stimme aus dem Off einen Werbetext vorliest. Wobei ich glaube, dass Apples Marketing-Abteilung die Texte der Switcher-Ads auch nochmal quer liest, aber es wirkt trotzdem authentisch.
Erschienen am Freitag, 04.10.2002 @ 6:53
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Tags: Apple, Mac
Seit dieser Woche läuft wieder »
Lateline« auf dem Sendeplatz von »Becker« und »Frasier«, nach den Pseudo-Nachrichten in SAT.1. Dienstags bis Freitags (bzw. die Nächte auf Mittwoch, DO, FR und SA) um 0 Uhr 40.
Heute Nacht kommt schon die dritte von 19 Folgen. Es sind keine neuen Folgen, sondern eine Wiederholung der ersten Staffel. Im
April habe ich schon mal ein paar Sätze zu dieser Serie verloren.
Erschienen am Freitag, 04.10.2002 @ 13:22
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Tags: Medien
Halbwissen und Vorurteile über Apple und den Mac sind weit verbreitet. Das reicht von Fragen wie »Gibt’s die noch?« bis zu den klassischen »Argumenten« der Sorte »zu teuer«, »nicht kompatibel« und »zu langsam«. Manche fühlen sich berufen, das auch auf Websites festzuhalten. Dagegen ist nichts zu sagen, das passiert andersrum genauso (
WinStop,
For Mac-Users only!). Es gibt aber auch Leute, die keine Ahnung haben und an der Realität vorbei polemisieren. Ein gewisser »Devine« hat so einen, ja, ich nenn’s mal
»Artikel« geschrieben.
An sich könnte mir das egal bleiben und Leute wie ihn in ihrer Traumwelt weiterleben lassen, denn in solchen Fällen ist eh alles zu spät. Das Problem ist: Andere Leser, die zwar auch nicht viel Ahnung haben (weil sie sich nicht mit der Materie befassen wollen, was in Ordnung ist), aber noch nicht so verblendet sind, fallen womöglich darauf rein.
Deswegen war ich so frei, eine Replik auf Devine zu schreiben, die einiges richtig stellt. Die Informationen befinden sich auf einer
Extra-Seite.
Kommentare, Verbesserungsvorschläge und Fragen sind jederzeit willkommen (bitte die Kommentarfunktion unter diesem Eintrag benutzen oder einfach eine Mail schicken).
Erschienen am Freitag, 04.10.2002 @ 22:40
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Tags: Apple, Mac
Samstag, 05.10.2002
Bei Mac-TV gibt es seit heute morgen einen
Film, der auf der Cancom OpenHouse-Messe gedreht wurde und InDesign im Vergleich mit XPress zeigt. Er dauert ca. 36 Minuten, inkl. »wie man seinen Chef innerhalb von exakt 5 Minuten überzeugen kann, von Xpress auf Indesign umzusatteln.«
Auch in der halben Stunde davor sieht das angestaubte XPress ganz schön alt gegen den Newcomer InDesign aus.
Erschienen am Samstag, 05.10.2002 @ 0:02
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Tags: Apple, Mac

Zufällig habe ich am Freitag in den SAT.1-Pseudo-Nachrichten »die nacht« nach der Schmidt-Show gesehen, dass Windows-Systeme offenbar wieder mal von einem Wurm heimgesucht werden. »Bugbear« ist der Name. Ich hätte auch schon Anfang der Woche davon erfahren können und bei Heise habe ich sogar die Überschrift »
Neuer Windows-Wurm spioniert Daten aus« gelesen, aber: es interessierte mich einfach nicht.
Durch die Nachrichten neugierig gemacht habe ich mir doch mal die Meldung durchgelesen. Interessant ist ja, dass sich Bugbear einiger Schwachstellen in Outlook bedient, die bereits seit 18 Monaten bekannt sind und für die es kurz nach Bekanntwerden auch Patches gab. Offenbar haben »I love you« und »Melissa« noch nicht genug weh getan.
Heute
meldet Heise, dass sich Bugbear offenbar rasant ausbreitet.
Ich lehne mich derweil zurück und genieße die
Liste der betroffenen und nicht betroffenen Systeme, die Symantec aufgestellt hat.

Erschienen am Samstag, 05.10.2002 @ 14:50
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Tags: Apple, Mac
Sonntag, 06.10.2002
Flo von
The Flow hat mich
gebeten, den
weblogs.com-Ping zu aktivieren. Habe ich erledigt. Manche Weblog-Leser nutzen das, um auf der Seite von weblogs.com sehen zu können, bei welchen von ihnen gelesenen Weblogs sich etwas getan hat.
Sunlog bietet eine sehr komfortable Unterstützung für die Generierung von solchen Pings.
Bei der Gelegenheit habe ich auch einen RSS-Feed hinzugefügt. Die URL lautet
http://www.my-two-cents.de/rss.xml. Sie ist außerdem auf jeder Seite am Schluss der Navigationsspalte (links) mit dem orangen XML-Bildchen verbunden.
Darüber, was RSS ist, kann man auf Deutsch beim
Schockwellenreiter, bei
EGM Weblog und im
Dienstraum nachlesen. Die RSS-Spezifikation von Dave Winer ist bei
Userland einsehbar.
Kurz gesagt dient RSS dazu, neue Nachrichten von RSS-Sites in einen RSS-Reader wie z.B.
NetNewsWire für den Mac einzulesen. So ein Reader ist eine Alternative zu einem Web-Browser. Beispielsweise lassen sich mit Hilfe eines solchen sehr viele Weblogs auf einmal lesen. Formatierungen gehen dabei aber flöten.
Erschienen am Sonntag, 06.10.2002 @ 16:25
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Tags: Sonstiges
Montag, 07.10.2002
Ich will bitte nie wieder irgendwo sehen, wie toll eine Website ins Schwäbische übersetzt aussieht. Der Schwobifying Proxy ist schon vor Monaten durch alle Weblogs gegangen. Jetzt noch darauf aufmerksam zu machen ist so, als würde man sich im Kino bei der »Holz aus Bayern«-Werbung wegwerfen. Damit outet man sich als »Nur einmal im Jahr ins Kino«-Gänger.
Das ist kältester Kaffee.
Erschienen am Montag, 07.10.2002 @ 14:25
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Tags: Sonstiges
Kai
schreibt, irgendeinem Herrscher wurde mal Größenwahn beschieden, weil er von sich selbst immer in der dritten Person sprach. Ist das so? Mir fiel im Wahlkampf schon andauernd auf, dass Stoiber von sich als »Der Kandidat« sprach. Stoiber: »Der Kandidat hat…, während der Kanzler…«
Im Spiegel gab’s deswegen AFAIK auch schon einen hämischen Seitenhieb (finde jetzt leider kein Beispiel im Archiv, evtl war’s auch Spiegel-TV).
Erschienen am Montag, 07.10.2002 @ 14:31
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Tags: Medien
Der Nemax-50 stürzt einem Tief nach dem anderen entgegen, aktuell steht er bei 308 Zählern (im Frühjahr 2000 waren es noch über
9.000 Punkte). Man darf sich ironisch fragen, ob die Nullmarke schneller kommt oder die
Umstrukturierung der Handelssegmente durch die Deutsche Börse.
Erschienen am Montag, 07.10.2002 @ 14:41
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Tags: Sonstiges
Dienstag, 08.10.2002
Eigentlich würde ich so ein Verhalten in die Kategorie »So bitte nicht« schieben: Um auf einer Website an eine Preisinformation zu kommen, muss sich der Interessent erst registrieren.
Da konkurrieren zwei Gedanken: Einerseits kann ich verstehen, dass eine Firma ein größtmögliches Interesse hat, an Adressen von potentiellen Käufern zu kommen. Andererseits hat ein Surfer auch ein Interesse, nicht überall seinen Namen, Anschrift, Telefonnummer und E-Mail-Adresse zu hinterlassen. Aus Web-Designer Sicht gibt es ein ungeschriebenes Gesetz, dass die letztere Einstellung stützt: Gebt dem Kunden schnell und unkompliziert die Information die er sucht, sonst ist er weg. Vielleicht hat BMW ja eine Rechnung aufgemacht, wonach man im Zweifel lieber auf ein paar verschreckte Interessenten verzichtet und dafür lieber Adressen von (vermeintlich) Kaufwilligen einsackt. Ich weiß es nicht.
Jedenfalls konnte ich nicht widerstehen: Nach einigen Sichtungen von Mini-Coopers in der freien Wildbahn, der genialen Werbespots und gestern im Film »
Bourne Identity« (mit Micha und Markus): Ich will wissen, was so ein Ding kostet!!
Zu BMWs Entschuldigung sei angemerkt, dass ihr Verhalten in Domain-Streitigkeiten bisher sehr
fair war.
Laut Website werden die Daten auch wieder gelöscht, wenn man seine »Sitzung« beendet (außer, man will sie explizit permanent speichern).
Schön wäre allerdings, wenn die Seite, auf die einen die Flash-Detection bei angeblich nicht gefundenem Plug-in weiterleitet, auch noch eine Möglichkeit bietet, trotzdem auf die Seite zu kommen. Nach dem Motto »Ich bin mir sicher, dass ich Flash installiert habe.« Seltsamerweise komme ich jetzt nicht mehr auf die Seite drauf und der Hinweis, nach der Installation des Plug-ins die Seite neu zu laden, bringt mich nicht weiter.
Nichts desto trotz, was kostet also ein Mini?
Hier die Grundpreise für diejenigen Interessenten, die sich nicht gleich auf der Website anmelden wollen:
- Mini One: 14.500 €
- Mini Cooper: 16.400 €
- Mini Cooper S: 19.800 €
In den Dingern steckt Power. Der kleine One hat schon 90 PS (66 kW) unter der Haube. Der Cooper 115 (85 kW) und im Cooper S mit 218 km/h Spitze stecken sogar 163 Pferdchen (120 kW). Der muss ja abheben!
Erschienen am Dienstag, 08.10.2002 @ 10:49
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Tags: Medien
Ein sehr schöner Herbsttag heute: Sonnig, kaum Wolken am blauen Himmel, aber mit zehn bis zwölf Grad auch etwas kühl.
Erschienen am Dienstag, 08.10.2002 @ 17:17
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Tags: Leben
Kai hat mich durch einen
dogfood-Eintrag auf ein nettes kleines Flash-Game aufmerksam gemacht:
Sonar Challenge.
Mein vorläufiger Highscore: 18 in 17,26 Sekunden.
Erschienen am Dienstag, 08.10.2002 @ 17:39
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Tags: Web, webdesign
Mittwoch, 09.10.2002
Eben habe ich ein Werbebanner für den
Telegramm-Service der Deutschen Post gesehen. Ich fass’ es nicht. Telegramme?! Ich bin eigentlich davon ausgegangen, dass man das still in der Versenkung hat verschwinden lassen. Wer benutzt in Zeiten von Telefon, Fax, E-Mail, SMS und IM noch Telegramme? Wer?!
Und bitte: 14 Euro 83 für zehn Worte??
Die Nachteile scheint auch die Marketing-Abteilung erkannt zu haben, wenn sie textet:
»Und weil es alles andere als alltäglich ist, findet es die volle Aufmerksamkeit des Empfängers.«
Erschienen am Mittwoch, 09.10.2002 @ 11:37
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Tags: Sonstiges
Die Bahn stellt heute ihr neues Preissystem vor, ich habe bereits
letzte Woche darüber geschrieben.
Bei
Spiegel-online findet sich ein entsprechender Artikel, ebenso bei der
tagesschau und beim
Tagesspiegel (später kam auch ein
ausführlicherer Artikel). Die Süddeutsche berichtet ebenfalls, aber bis die nicht endlich ihr völlig
kaputtes HTML in den Griff bekommen, denke ich nicht daran, zur SZ zu linken (die anderen sind nicht viel besser, aber die SZ schießt den Vogel ab).
Beim Spiegel steht, dass bis 2005 die Zahl der ReiseZentren von 900 auf 450 reduziert werden soll. Teilweise auch an stark von Touristen frequentierten Orten wie Westerland auf Sylt, was ich überhaupt nicht nachvollziehen kann. Sicher, Personal kostet Geld, aber der Service bleibt dann wohl auf der Strecke. Noch weniger nachvollziehbar ist für mich, dass angeblich im gleichen Zeitraum die Zahl der Automaten für den Fernverkehr von 3.000 auf 2.300 reduziert werden soll. Ich kapier’s nicht, kann mir jemand auf die Sprünge helfen? Wenn Schalter geschlossen werden, darf man doch wohl mit einem Ausbau der Automaten rechnen? Mir ist klar, dass es für ein Unternehmen nichts Billigeres gibt als ein Online-Verkauf, der auch die Kosten von Automaten noch unterbietet (die widerrum günstiger sind als menschliches Personal). Die Bahn rechnet wohl damit, dass der Ticket-Verkauf über’s Web eine dominante Stellung einnehmen wird, aber die Realität sieht, trotz des Erfolgs des Online-Tickets, noch ein bisschen anders aus. Zudem sind Kreditkarten hierzulande noch lange nicht so verbreitet wie in den USA (eine Kreditkarte ist derzeit Voraussetzung für das Online-Ticket). Nicht, weil die meisten Bankkunden keine bekommen könnten, sondern weil die meisten Menschen schlicht keine Kreditkarte brauchen. Ich brauche meine Visa-Karte auch nur höchst selten, wenn ich etwas online einkaufe, zum Beispiel Software, Hardware oder ab und an eben ein Online-Ticket. Ich könnte auch ohne leben.
Man darf sich außerdem die Frage stellen, wie viele ReiseZentren geschlossen werden, die erst Mitte der Neunziger teuer umgebaut wurden.
Bei der tagesschau habe ich noch folgende neue Links gefunden:
-
BUND
-
Pro Bahn NRW
Der war schon länger bekannt:
-
BahnCard 50 (VCD)
Auf der Bahn-Website selbst gibt es bis jetzt (11:40 Uhr) noch keine Änderungen (von den Links der letzten Woche abgesehen). Seit ein paar Minuten gibt’s immerhin auf der
Presse-Seite der Bahn eine
Pressemitteilung zum neuen Preissystem mit einer »digitalen Pressemappe«. Außerdem eine
Pressemitteilung, dass der Vorverkauf für die neuen Tickets (gültig ab 15.12.) am 1. November startet.
Wenn sich heute noch was tut, werde ich es hier notieren.
+++
Ich bin mir nicht ganz sicher, wie sinnvoll es ist, Links auf einer Website auf eine lokale Festplatte zu legen:

In der einen PM funktionieren zwar nicht, aber dafür in der anderen.
+++
Update, 12:45 Uhr – Einem Posting (Google-Link funktioniert in ein bis zwei Tagen) von Michael Thiele in de.etc.bahn.tarif+service verdanken wir diesen Link:
http://planundspar.bahn.de
Dort lassen sich bereits heute die neuen Verbindungen und Preise, die ab 15.12. gelten, abfragen (HAFAS über reiseauskunft.bahn.de bietet derzeit nur Verbindungen und Preise bis einschließlich 14.12.02).
+++
Update, 13:50 Uhr – Inzwischen ist auch auf der Startseite von bahn.de ein Hinweis auf die heute veröffentlichten neuen Preise. Der Link bahn.de/neue-preise (aus der o.g. Plan&Spar-Auskunft) führt zur Seite www.bahn.de/pv/uebersicht/die_bahn_neue_preise.shtml mit vielen Informationen.
Erschienen am Mittwoch, 09.10.2002 @ 11:44
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Tags: Sonstiges
Mittlerweile sind die Server der Bahn auch wieder erreichbar, am Nachmittag waren sie unter dem Ansturm der Interessenten zusammengebrochen.
Ich habe mal ein wenig mit Zahlen gespielt, die Neuerungen des
neuen Preissystems mal ganz kurz zusammengefasst und drei Beispiele gerechnet. Da der Text sehr umfangreich geworden ist, war ich so frei, ihn auf eine
Extra-Seite auszulagern.
Erschienen am Mittwoch, 09.10.2002 @ 18:35
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Tags: Sonstiges
Danke an “reip”, der in einer Randnotiz bei
Mac-TV darauf hingewiesen hat: Zu vorgenanntem Termin wird sich die Sendung »
Neues« in einem Schwerpunkt dem Mac widmen (siehe
Vorschau). Ich darf zitieren:
»iPod
Der Markt an MP3-Playern ist mittlerweile sehr vielfältig und auch unübersichtlich geworden. Doch einer dieser Player sticht aus dem Markt heraus, der iPod-Player von Apple Computer. [...] Ob als mobiler Datenträger, als Organizer oder als Musikspeicher, auf den tausende von Liedern passen, die Enwicklung dieses Gerätes ist und bleibt einzigartig. Wir wollen einen Überblick darüber geben, was man als Mac- wie Windowsuser mit dem iPod so alles anstellen kann.
Von Vorurteilen und Mythen um den Apple-Computer
[...] Dem Wunsch von Usern, vielleicht von Windows auf die eben nicht so verbreitete Mac-Plattform zu wechseln, stehen aber viele Bedenken entgegen. So ranken sich viele Mythen um die Apple-Computer wie etwa die Aussage: dafür gibt es ja doch keine Software oder spielen kann man damit auch nicht. Wir möchten in diesem Beitrag diesen Mythen nachgehen und potentiellen Wechsel-Usern zeigen, dass diese Vorurteile im Jahre 2002 nicht mehr gerechtfertigt sind.
Spiele
Wir zeigen Apple-Spiele. Denn auch der Mythos, dass es eben die nicht gibt kann korrigiert werden.«
Erschienen am Mittwoch, 09.10.2002 @ 20:43
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Tags: Apple, Mac
Für alle, die sich über die weiteren parlamentarischen Abläufe interessieren, gibt es einen kurzen aber aufschlussreichen
Artikel bei Spiegel-online.
Die konstituierende Sitzung des 15. Bundestages wird am 17. Oktober stattfinden. Gemäß Grundgesetz (
Art. 39 muss der neu gewählte Bundestag spätestens 30 Tage nach seiner Wahl zusammentreten.
Am 22. Oktober wird der Kanzler gewählt.
Johannes Rau wird als Bundespräsident dem Bundestag vorschlagen, den Abgeordneten Gerhard Schröder zum Bundeskanzler zu wählen (da die SPD die stärkste Fraktion ist).
Am 29. Oktober wird der neue Kanzler seine Regierungserklärung abgeben.
Erschienen am Mittwoch, 09.10.2002 @ 21:17
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Tags: Politik
Auch heute bei Spiegel-online
ausgegraben: Die EU-Kommission empfiehlt, die Union ab 2004 um zehn weitere Staaten zu erweitern: Polen, Ungarn, Tschechien, die Slowakei, Litauen, Lettland, Estland, Slowenien, Malta und Zypern. Ab 2007 sollen Bulgarien und Rumänien folgen.
In einer älteren Version des Spiegel-Artikels (von heute morgen) stand, dass ein Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs Mitte Dezember (?) dem noch zustimmen muss, womit aber gerechnet wird. Der Zeitplan kann noch ins Wanken kommen, wenn die Iren den
Vertrag von Nizza in der Volksabstimmung am 19. Oktober erneut ablehnen.
+++
Erst vor ein paar Tagen habe ich wieder einen Spiegel-Bericht zur Arbeit des
EU-Konvents gelesen. Wann wollen die fertig sein? 2004?
Die größten Knackpunkte, die IMHO auch vor einer Erweiterung geklärt werden sollten, sind meiner Wahrnehmung nach:
- Wie werden Beschlüsse im dann erweiterten Rat der EU gefasst?
- Subventionierung der Landwirtschaft durch die EU (AFAIK gehen 50% des gesamten EU-Haushalts für Agrar-Subventionen drauf)
Erschienen am Mittwoch, 09.10.2002 @ 21:30
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Tags: Politik
Donnerstag, 10.10.2002
Danke an Kai, der
diesen Link zu den Präsentationen der O’Reilly-OS-X-Konferenz
ausgegraben hat.
Es gibt, den Überschriften nach zu urteilen (die einzelnen Präsentationen habe ich mir noch nicht angesehen), viel Handfestes:
Sicherheit,
Musik oder
von Linux zu OS X.
Aber als Fan von kuriosen Artikelüberschriften begeistern mich natürlich besonders solche Einträge:
-
A Lack of Conflicts in EOF, or “Hey Mom, Someone Overwrote My Data!”
-
Building a Cheap, Ugly Mac
-
End-user Troubleshooting For Fun and Profit
-
Frankentosh: Creating Robots on Mac
-
Mac OS X Server – Wading Through the GUI
Aber der Knaller ist:
“Mac Mechanical Mayhem,” or, “How to completely void your Mac’s warranty,” or even yet, “The Fast and mod Furious.”
Erschienen am Donnerstag, 10.10.2002 @ 11:56
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Tags: Apple, Mac

In der Newsgroup de.etc.bahn.tarif+service macht sich seit gestern viel Kritik zum neuen Preissystem der Bahn breit. Die Grundzüge waren schon seit Monaten bekannt, aber seit gestern kann man auch mit konkreten Preisen rechnen und anhand vieler Beispielrechnungen sagen nicht wenige, ihre schlimmsten Befürchtungen seien Wahrheit geworden. Allerdings versammelt sich in debts eine bestimmte Bahn-Klientel und Joachim Laier bringt es mit seinem Posting von heute auf den Punkt:
Michael Holtermann wrote:
> Gibt es hier eigentlich auch jemanden,
> der vom neuen System profitiert?
nun, ich glaube, dass hier hauptsaechlich vielfahrer sind, die stark von
Ihrer BC50 Gebrauch machen. Diese Vielfahrer reisen auch meistens alleine.
Wahrscheinlich ist auch die flexibilitaet ein wichtiger Aspekt (fuer mich uebrigens nicht so sehr)
Wenn ich mal davon ausgehe, dass die meisten hier in das obige Profil fallen sind die meisten eben auch verlierer. Herr Mehdorn hat schon recht, dass der Grundpreis fuer die meisten billiger ist, aber hier faeht halt niemand fuer den Grundpreis.
Die Gewinner sind halt die selten-fahrer. Das kann der Kegelklub oder die Familie sein, die sich im Vorfeld auf die Reise vorbereiten. Gerade der Mitfahrerrabatt macht’s fuer viele schon interessant, nur nicht fuer uns.
Abschließend noch einige Motive aus der künftigen Bahn-Werbung. Claim: »Neue Preise. Mit System.« Zwei Euro in die Wortspielkasse.



Erschienen am Donnerstag, 10.10.2002 @ 13:43
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Tags: Sonstiges

Nochmal Danke an Kai für den Link zu »Happy Tree Friends«!
Flash erforderlich.
Und nur mit Lautsprecher!
+++
Beispiel für eine sinnvolle Flash-Anwendung: Faustregeln für das neue Preissystem, dort Punkt 4, »kombinieren«. Durch anklicken der Arme lässt sich in einer Beispielrechnung festlegen, wie viele Prozente sich vom Grundpreis sparen lassen, wenn unterschiedliche Anzahlen von Mitfahrern, Bahncards und Frühbucherpreise berücksichtigt werden (ein Mitfahrer, einen Tag im Voraus buchen, eine Bahncard vorhanden: 44%; zwei Bahncards vorhanden: 49% usw.).
Erschienen am Donnerstag, 10.10.2002 @ 17:00
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Tags: Web, webdesign
“Oliver Schnell” <o@;tenesu.mkm.de> schrieb im Newsbeitrag news:ao460u$jp3$3@mail.mkm.de…
> Stefan Freimark <stefan@freimark.de> wrote:
>> Ein bisschen muss man sich auch auf das neue System
>> einlassen. P&S-10 wird ziemlich oft gehen, denke ich.
> Mit so einem Statement bist du hier an der
> falschen Adresse. Es ist bei Strafe verboten,
> hinsichtlich des neuen Preissystems ein
> Posting, das nicht mindestnes die Worte
> Abzocke,
> Schlag ins Gesicht,
> Schweinerei, o.ä.
> enthält, abzusetzen.
Huch, mit wie vielen meiner postings in den letzten Tagen habe ich mich da
jetzt durch das Fehlen derartiger Derbheiten schuldig gemacht ;-)
<fürcht>Die Strafe wird eine P&S40-Fahrt ans andere Ende der Republik sein.
Ohne Umbuchungsmöglichkeit für die Rückfahrt und ohne stopover usw.
*zitter* <fürcht>
Christoph
Okay, kleiner Insider-Gag bzgl. des »<fürcht>«-Absatzes.
Erschienen am Donnerstag, 10.10.2002 @ 18:55
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Tags: Sonstiges
Falls jemand mal in die Verlegenheit kommt, das @-Zeichen (»commercial at-sign«) als Entity maskieren zu müssen:
@
F; und
@ funktionieren in XHTML 1 nicht.
Und ich wollte schon meine ASCII-Tabelle von der Wand wegnehmen…
Im Nachhinein stellte sich raus, dass es nicht notwendig gewesen wäre, ich habe nur versehentlich spitze Klammern <> nicht als
< und
> maskiert.
Erschienen am Donnerstag, 10.10.2002 @ 19:23
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Tags: Web, webdesign
Freitag, 11.10.2002
Von Unsanity gibt es ein neues Haxie für OS X:
Labels.
Es stellt die von OS 9-Anwendern lange vermissten Etiketten für Ordner und Dateien zur Verfügung. Wenn man den Dreh mit der Einfärbung von Ordnern/Dateien mal raus hat, lässt sich sehr effizient damit arbeiten.

Erschienen am Freitag, 11.10.2002 @ 12:02
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Tags: Apple, Mac
Wie Heise
meldet, steht ab sofort steht die
Beta-Version von
PGP 8 für Windowx XP und Mac OS X zum Download bereit.
Interessant bei der Mac-Version ist, dass es sich um eine Cocoa-Applikation handelt. Man darf also mit einer Integration ins Services-Menü rechnen, wenn von »Cocoa-based user interface to take maximum advantage of Apple’s new operating system« die Rede ist. Jaguar (OS X 10.2) ist Voraussetzung. Weitere Features: Früher erstellte PGP-Disks (mit PGP 7 für Mac OS oder Windows) können gelesen werden, es gibt eine besser Unterstützung für Unicode, Apples Mail und Microsofts Entourage werden unterstützt, ah, da steht’s auch: »PGP encryption and digital signature features are accessible as a Mac OS X service from Cocoa applications and Carbon applications that support services«, außerdem: »PGP features are also accessible from the PGP’s Dock menu, providing a second ubiquitous method for accessing PGP«
Hardware-Voraussetzungen: mindestens G3, 128 MB RAM (wg. OS X), 15 MB Festplatten-Platz.
Die Beta enthält PGP Keys, PGP Mail mit Plug-ins und PGP Disk.
Die Beta ist nur bis zum 6. Dezember 2002 lauffähig.
Zu den
Preisen: Bis 31. Oktober gibt es günstigere Subskriptions-Preise. Der
PGP Corporate Desktop kostet z.B. 60 USD, ab 1. November dann 100 USD.
Es wird später (»4. Quartal«) allerdings noch
PGP Freeware geben, das nur PGP Mail enthält und kostenlos ist. Außerdem
PGP Personal mit PGP Mail und PGP Disk. Der
PGP Corporate Desktop enthält zusätzlich
PGP Admin,
PGP VPN und
PGP Firewall.
Erschienen am Freitag, 11.10.2002 @ 15:17
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Tags: Apple, Mac
Holger hat einige Links zu alten Screenshots von früheren
Mac-Systemen und
Windows-Versionen im Web
gefunden. Sehr sehenswert!
Vor allem kann man da mal sehen, wann bei welchen Systemen Papierkörbe eingeführt wurden: Beim Mac mit System 1 im Jahr 1984, bei Windows mit Win95 im Jahr 1995.

Erschienen am Freitag, 11.10.2002 @ 16:42
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Tags: Apple, Mac
Es wird Zeit, etwas zu essen.
Kulinarisch bin ich mittlerweile bei neuen Tiefpunkten angelangt: Maggi »Pastaria«, Nudeln und Soßen-Pulver in einem Beutel.
Was soll’s, es schmeckt einigermaßen brauchbar, es geht einfach und schnell. Einen halben Liter Wasser zum Kochen bringen, Nudeln und Soßen-Pulver aus dem Beutel in das kochende Wasser geben, immer schön umrühren, nach fünf Minuten ist’s fertig. 1 Euro 50 pro Portion (175 Gramm).
Der Nachteil: Man muss daneben stehen und immerzu rühren, sonst pappen die Nudeln am Topfboden fest. Außerdem ist der Topf danach auf jeden Fall reif für die Spülmaschine.
Der Chef des lokalen Edeka-Marktes wies darauf hin, dass das Produkt am Auslaufen sei (dabei habe ich es erst vor ein paar Monaten entdeckt…), aber es soll einen Nachfolger von Maggi geben, der im Geschmack ähnlich sei. Hoffentlich auch mit den selben Nudeln (Penne, Röhrennudeln). Das vergleichbare Tomaten-Mozzarella-Produkt von Knorr ist nicht so gut, weil die flachen Nudeln grundsätzlich am Boden festkleben, auch wenn man rührt wie ein Bekloppter.
Jedenfalls habe ich mich nochmal mit einem halben Dutzend Tüten eingedeckt, falls es das bald nicht mehr gibt.
So, ich muss, das Wasser kocht.
Erschienen am Freitag, 11.10.2002 @ 17:10
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Tags: Leben
Inzwischen habe ich die
Beta von PGP 8 installiert und mal etwas damit herumgespielt.
Ein sehr schönes Beispiel, um mal die Anwendung des Service-Menüs von Mac OS X zu demonstrieren. Beim Mac sind einige Menüs in allen Programmen gleich. Paradebeispiel ist das »Programm-Menü«, das nach dem aktuell im Vordergrund laufenden Programm benannt ist. Im Beispiel handelt es sich um »TextEdit«, den Standard-Texteditor von Mac OS X. Er ist etwa mit Notepad von Windows vergleichbar, nur besser. Im Programm-Menü von TextEdit (also im Bild im TextEdit-Menü) gibt es Möglichkeiten, die bei allen OS X-Programmen zu finden sind: Ausblenden des aktiven Programms (alle geöffneten Fenster verschwinden), andere ausblenden (alle anderen Fenster von anderen Programmen werden ausgeblendet) und »alle einblenden«, wenn man evtl ausgeblendete Fenster wieder sehen möchte. Darüber hinaus natürlich Befehle zum Beenden des aktiven Programms, Einstellungen und eine About-Funktion (»Über TextEdit«).
Ausgeklappt ist hier das Dienste- oder Service-Menü, das ebenfalls jedes Programm mitbringt. Anwendungen, die Apples Cocoa-Framework benutzen, können andere Programme ihre Dienste anbieten, in dem sie ihnen über das Service-Menü ihre Funktionen anbieten.
Im Beispiel ist ein Text »Test« in einem TextEdit-Fenster markiert (unterlegt) und über das Service-Menü kann ich nun Funktionen von PGP verwenden, ohne dass das Programm PGP überhaupt gestartet sein muss (es startet dann automatisch). Ich könnte nun also ganz einfach den angezeigten Text verschlüsseln (»encrypt«) oder signieren (»sign«) usw.
Das Programm »Mail« bietet anderen Programmen beispielsweise die Funktion an, den markierten Text oder ein ausgewähltes Objekt an einen Mail-Empfänger per E-Mail zu versenden.
Genial, was?

Weil ich gerade dabei bin: PGP integriert sich auch in das Kontext-Menü des Finders (für Windows-User: der Finder ist eine Art Windows-Explorer, nur besser). Per Kontext-Menü kann ich hier nun auf einfache Weise eine Datei oder ein Verzeichnis z.B. verschlüsseln:

Erschienen am Freitag, 11.10.2002 @ 17:56
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Tags: Apple, Mac
Wollte noch sagen, ich habe ein geniales Foto gesehen. In den letzten Tagen tauchte es öfter bei Spiegel-online auf, zum Beispiel im Artikel »
Superminister, super Pläne: Clements Feuerwerk«. Es handelt sich um ein
Foto von Wolfgang Clement. Es zeigt den NRW-Ministerpräsidenten und designierten Superminister für Wirtschaft und Arbei von vorne: Sein Gesicht ist scharf, aber im Bildvordergrund, vor seiner rechten Gesichtshälfte (aus unserer Sicht links) ist seine ausgestreckte Hand mit einem weisendem Zeigefinger zu sehen, unscharf. Absolut genial. Nicht nur, dass das ein Schnappschuss ist. Da versteht auch jemand was von seinem Handwerk.
Erotischere Menschen gibt’s hingegen im
Inluminent-Weblog zu sehen.
Erschienen am Freitag, 11.10.2002 @ 18:39
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Tags: Medien
Samstag, 12.10.2002
Bei
Markus Kniebes gesehen:
1. Was hast Du zuletzt gekauft?
Einen Döner bei Adana mit einer Cola.
2. Es ist kalt geworden: Was hast Du als erstes in Deinem Kleiderschrank vermisst? Was steht ganz oben auf deiner Shoppingliste?
Vor etwa zwei, drei Wochen habe ich meine Handschuhe und mein Stirnband vermisst, ohne die es auf dem Rad doch kalt geworden wäre. Aber ich habe sie schnell gefunden, da ich meinen Shcrank erst vor zwei Monaten ausgemistet habe. Sie waren in einem Beutel, in dem ich Winter-taugliches Kleinzeug (eben Handschuhe, Stirnband, Schal, Mütze) aufgehoben habe.
3. Du bekommst 400 Euro zur Renovierung eines Zimmers deiner Wahl. Wie gehst du vor?
Mit dem zehnfachen Betrag kann ich mich in einer neuen Wohnung neu einrichten, das macht mehr Sinn.
4. Herbstlicher Abend: Es wird gespielt. Welches Gesellschaftsspiel magst du gerne? Gewinnst du oft?
Ich bin kein Fan von Gesellschaftsspielen (lieber quatschen), aber wenn, dann Siedler. Manchmal gelingt es mir, vorletzter zu werden.
Vier Stunden lange Risiko-Sitzungen mag ich noch ganz gerne, spielt aber kaum jemand.
5. Welches Gesellschaftsspiel magst du überhaupt nicht?
Ich kenne zu wenige, die schlechten blieben mir bisher erspart.
+++
Aus Blogger-Sicht sehenswert bei Markus: Seine Einstellungen-Seite, auf der der Besucher aus mehreren Popdown-Menüs eines von acht CSS-Layouts wählen kann, ob neue Links (aus dem Archiv heraus) in der gleichen Seite oder in einem Popup geöffnet werden, die Anzahl der Einträge auf der Index-Seite (1, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 35, 40, 45, 50) und ob Kommentare auf der Indexseite direkt angezeigt werden sollen.
Nachtrag: Die »f&ffff«, »fiene & fünf fragen für freitag« kommen von Daniel Fiene, der jeden Freitag fünf Fragen stellt.
Erschienen am Samstag, 12.10.2002 @ 15:44
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Tags: Leben
Mit einem Döner von Avrasya in der Hand zieht es mich für geöhnlich vor das Schaufenster von Comtech in der selben Straße, um die dortigen PC-Preise zu studieren.
Übrigens hat mir im August 1995 mein damaliger Ausbilder bei der Bank erzählt (als ich mit meinen Eltern den Ausbildungsvertrag in der damaligen Filiale Ecke Goethestraße/Bahnhofsplatz unterschrieben habe), dass man als Bankkaufmann künftig nie wieder an einer Bank vorbeigehen kann, ohne die Preise, Konditionen und Angebote anzusehen.
Das ist wahr.
Zum Glück sind in der Nähe von Adana-Döner gleich vier Banken.
Jedenfalls: CD-ROMs und CD-Brenner sind billig geworden, dass es schon nicht mehr schön ist. Ich hab’ die Preise nicht mehr im Kopf, aber für ein CD-Laufwerk muss man keine 30 Euro mehr anlegen und auch ein Brenner wird einem schon für um die 80 Euro hinterher geworfen. Als ich um 1996 (Killer-Applikation: »Rebel Assault«) mein erstes CD-ROM (zweifach!!) gekauft habe, hat’s noch um die 200 Mark gekostet. Damals im PC-Spezialist in der Nürnberger Straße. Es war Winter, meine Mutter hat im Auto auf mich gewartet.
Mein erster Brenner war etwas teurer: 500 Mark, ein SCSI-Brenner von Teac oder Traxdata, circa 1998.
Diskettenlaufwerke kosten
Gerüchten zu Folge immer noch 15 Euro.
Erschienen am Samstag, 12.10.2002 @ 15:57
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Tags: Medien
Sonntag, 13.10.2002
Der Hamburger Royal mit Käse ist wieder da!!

Nach der Einstellung durch McDonald’s im vergangenen März ist der beste Burger nun wieder da. Leider nur als vorübergehendes Aktionsprodukt über Helloween. Nach dem Motto »Der Schrei nach Schärfe kann man sich den Royal mit einem beigelegten Tütchen HotChilli-Sauce von Develey selbst nachschärfen (»Royal-Verschärfer«). Ich habe das vorhin im McD in Erlangen am Hafen mal gemacht (extra wegen des Royal mit Verenas Corsa runtergefahren). War gar nicht schlecht, allerdings werde ich sie beim nächsten Mal wohl weglassen (und lieber für die Pommes verwenden), um dem ganzen Geschmack des Royal seine Geltung zu verschaffen. Die Soße ist sehr ähnlich zu der BBQ-Soße des BigExtra BBQ, der ein tröstender Ersatz für den gestrichenen Royal ist. Die Schärfe haut einem aber nicht das Wasser aus den Drüsen, wie einem die Werbung glauben machen will. Für McD-Verhältnisse ist sie allerdings durchaus scharf, nur der BigExtra BBQ kommt da noch mit (und bis zu dessen Einführung gab es ja gar nichts Scharfes bei McD). Und ich habe den Royal auch irgendwie größer in Erinnerung…
Und frisch zubereitet schmeckt er natürlich am Besten.
Michael Gruhl schrieb Ende September in der Newsgroup de.alt.fan.fastfood:
Das war der erste Royal mit Käse in meinem Leben und ich kann nur sagen:
DAS IST MEIN BURGER!
Dem kann ich mich nur anschließen. Kein Vergleich zu dem trockenen TS-Ding, das sie statt dessen als »Royal« verkaufen.
Erschienen am Sonntag, 13.10.2002 @ 19:25
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Tags: Sonstiges
Wer glaubt, im neuen »
Two Towers«-Trailer in der zweiten Hälfte ein Stück aus dem Soundtrack von »
Requiem for a Dream« herauszuhören:
stimmt. Es handelt sich um eine Abwandlung der »
Summer Overture«
Erschienen am Sonntag, 13.10.2002 @ 20:57
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Tags: film, Film-und-Fernsehen
Montag, 14.10.2002
Ich habe diverse Ausgaben
brandeins kostenlos abzugeben.
Bitte bis spätestens Ende der Woche (Sonntag, 20.10.) melden, ansonsten wandern sie aus Platzgründen ins Altpapier.
Abgabe bei Abholung oder per Postpaket gegen Portoübernahme.
2/99
1/00
2/00
3/00 (gute Ausgabe, aber hab’ ich doppelt)
7/00
8/00
3/01
4/01
5/01
6/01
7/01
8/01
9/01
10/01
1/02
6/02
Erschienen am Montag, 14.10.2002 @ 19:26
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Tags: Medien
Ich darf
nochmal empfehlend auf die heutige »neues«-Sendung auf 3SAT hinweisen, die sich in einem Schwerpunkt mit Apple und dem Mac befasst.
In einer halben Stunde.
Erschienen am Montag, 14.10.2002 @ 21:04
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Tags: Apple, Mac
Dienstag, 15.10.2002
Wieder mal Post von der Telekom: Inzwischen die dritte Mahnung mit der letztmaligen Aufforderung zur Zahlung. Ich habe einen ausstehenden T-Online-Betrag über 17,95 EUR nicht bezahlt. Die Mahngebühr über einen Euro folgt mit einer separaten Rechnung.
Ich habe den Hanseln in den letzten Wochen dreimal Einzugsermächtigung erteilt: per E-Mail, Fax und Brief.
Einzugsermächtigung erteile ich, damit ich mich nicht um die Überweisung von Rechnungen kümmern muss.
Eben bei der (immerhin kostenlosen) Hotline angerufen: Einzugsermächtigung liegt nicht vor, außerdem geht’s um einen Betrag von 14 Euro nochwas, 17,95 EUR kann man da nicht nachvollziehen.
Einfachste Lösung: Rechnungsbetrag doch überweisen, nicht mehr T-Online nutzen, Fall erledigt. Grundgebühr kostet mein T-Online by Call-Tarif keine.
Mann, Mann, Mann…
Erschienen am Dienstag, 15.10.2002 @ 17:36
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Tags: Sonstiges
Heute waren in der Erlanger Innenstadt Studenten in einer Mission unterwegs: Unterschriften für abstruse Projekte sammeln. Keine Ahnung, welchen genauen Hintergrund das hatte, wollte man mir auch auf Nachfrage nicht verraten.
Mit drei getrennten Forderungen gingen sie auf Unterschriften-Jagd:
- Mehr Parkplätze in der Innenstadt
- Abriss des Rathauses
- »Der Berg« soll schon um 21 Uhr statt um 23 Uhr schließen (»Die Anwohner klagen über Ruhestörungen, da kann man doch früher Schluss machen, man kann ja auch früher auf die Bergkirchweih gehen.«)
Erschienen am Dienstag, 15.10.2002 @ 17:46
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Tags: Sonstiges
…ist auch, einem zu Hause Müll zu ersparen.
Ich habe seit einigen Monaten meinen Schweppes-Konsum (Ginger Ale) gesteigert, bekomme hier in der Gegend aber nur die 0,75 Liter Einweg-Glasflaschen. Die Dinger nerven, weil sie dann lose in der Garage rumstehen, bis man sie mal zum Glascontainer trägt und dann einzeln einwirft.
Glasflaschen an sich, ob Einweg oder Mehrweg, finde ich davon ab problematisch: Sie sind nicht »unkaputtbar« (wie Coca Cola vor ein paar Jahren mal für die PET-Mehrweg geworben hat), sondern im Rucksack äußerst vorsichtig zu handhaben.
An sich wollte ich heute mal eine protestierende E-Mail an Coca Cola losschicken, dass ich künftig nicht mehr Zeit und Nerven in das Handling von Einweg-Glasflaschen zu stecken gedenke und PET-Mehrwegflaschen fordere. Beim Besuch der
Schweppes-Website musste ich zwei Dinge feststellen:
- Schweppes kommt ausnahmsweise mal nicht von der Coca Cola GmbH, sondern wird seit 1991 von der Apollinaris & Schweppes GmbH & Co vertrieben
- PET-Mehrwegflaschen gibt’s zwar keine, aber immerhin 1 Liter-Mehrweg-Glasflaschen »in der praktischen Kombikiste«
Ich meine mich an 1 Liter-Flaschen im Altstadtmarkt erinnern zu können. Muss ich nächste Woche nochmal hinschauen. Nachteil: Im Altstadtmarkt kommen wir so gut wie nie mit dem Auto vorbei. Vielleicht kann ich den Betreiber des lokalen Edeka-Marktes oder den benachbarten Weinhändler überreden.
Ansonsten wäre mal Online-Bestellung und Versand von Getränkekisten keine schlechte Idee. Auch für Leute wie mich gut, die kein Auto haben. Und dann mal einen Rundum-Schlag und zehn Kästen bestellen. Oder ein wöchentliches Abo.
Von einer lokalen Brauerei (»Rapp«) gibt’s sowas sogar, aber die haben nur ihre Hausmarken im Programm, kein MezzoMix, keinen Albi »Unser Bester« Apfelsaft und kein Ginger Ale.
Erschienen am Dienstag, 15.10.2002 @ 18:31
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Tags: Sonstiges
Holger, glaub’s oder lass’ es, aber ich bin auf diese neuen, Zwei-Komponenten-Duschgels von Axe umgestiegen. Nicht, weil die Idee so pfiffig wäre. Oder die Werbung so genial. Nein, alles nicht: Die Packung ist durchsichtig. So lässt sich leicht erkennen, wie viel noch drin ist.
Erschienen am Dienstag, 15.10.2002 @ 18:39
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Tags: Leben

Erschienen am Dienstag, 15.10.2002 @ 19:28
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Tags: Apple, Mac
Mittwoch, 16.10.2002
Eine Sache muss ich noch nachreichen, und wieder mal bin ich durch Kai bzw. sein Weblog »dogfood« darauf
gestoßen: Der Web-Klassiger
Wired hat einen Relaunch hingelegt und sein Layout von Tabellen auf CSS umgestellt. Kai hat einen Link zu einem
Interview mit dem verantwortlichen Kopf Douglas Bowman in der
Developer’s Edge von Netscape gefunden. Sehr lesenswert. Vor allem für jene, die ich noch nicht mit den Argumenten pro CSS-Layout zugetextet habe.
Heute ist Kai auch über das
Weblog von Bowman
gestolpert.
Erschienen am Look Ma, no tables!'">Mittwoch, 16.10.2002 @ 23:15
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Tags: Web, webdesign
Freitag, 18.10.2002
»Ich wurde aus schulischen Gründen gezwungen, an dieser Veranstaltung teilzunehmen.«
Es war genial.
Danke Holger, Stefie, Micha, Markus. Grüße an Klaus und Steffi.
Erschienen am Freitag, 18.10.2002 @ 11:30
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Tags: Medien
Montag, 21.10.2002
Wissenschaftler der Uni-Augenklinik Tübingen haben
herausgefunden, dass Radfahrer mit herkömmlichen Fahrradbeleuchtungen im Dunkeln zu wenig sehen (siehe auch
Berliner Zeitung).
Schön, dass es jetzt auch eine Studie gibt, die wissenschaftlich belegt, was alle Radfahrer schon längst wissen: 2,4 Watt vorne und 0,6 Watt hinten dienen nicht der Wegfindung, sondern sind nur Positionsleuchten für Autofahrer und andere Verkehrsteilnehmer. Ein Autoblinker hat mehr Lichtleistung.
»Erst mit einer nach der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) unzulässigen, batteriebetriebenen Anlage konnten in den Versuchen Helligkeitsbedingungen hergestellt werden, wie sie für wirklich gutes Sehen erforderlich sind.«
Es gibt Fahrradhändler, die Batterie-betriebene Beleuchtungsanlagen verkaufen (als »Camping-Zubehör«). Preis AFAIK durchaus 300 Euro.
Nachdem vorgestern beim nächtlichen Heimfahren mit dem Fahrrad mal wieder der Felgendynamo durchgerutscht ist und kein bis wenig Licht lieferte war klar: Die nächste Fahrradaufrüstung noch diesen Winter wird ein SON-Nabendynamo.
Eine Überarbeitung der StVZO ist in Überarbeitung. Sie erlaubt zwar Lichtanlagen mit 12 Volt und 6,2 Watt statt bisher 6 Volt und 3 Watt. Aber wie Schmidt von SON schreibt, wäre die neue Regelung, würde sie so wie bisher bekannt umgesetzt, praxisfern.
Erschienen am Montag, 21.10.2002 @ 18:51
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Tags: Sonstiges
Dienstag, 22.10.2002
Heise
meldet heute, dass in den USA ein Blinder mit seiner Klage gegen eine US-Fluglinie gescheitert ist. Mit einem Screenreader und Sprachausgabe konnte er deren Website bis zu einem gewissen Grad nutzen, die Buchung von Tickets scheiterte jedoch. Seit 1990 gibt es in den USA ein Gesetz, wonach die Diskriminierung wegen einer Behinderung in der Arbeitswelt, im Transportwesen, der Telekommunikation sowie bei staatlichen Einrichtungen verboten ist. Behinderte müssen solche Einrichtungen genauso nutzen können wir Nicht-Behinderte.
In dem Urteil befand die Bundesrichterin allerdings, dass diese Grundsätze nur auf die wirkliche Welt anzuwenden sind, nicht im Cyberspace.
Meines Erachtens (in Unkenntnis der genauen US-Rechtslage) ein Fehlurteil: Das Internet wird sich zunehmend zu einem ebenso unverzichtbaren Medium entwickeln und einen ebenso bedeutenden Status einnehmen wie zum Beispiel das Telefon. Alle Menschen sollten die Möglichkeit haben, das Internet zu nutzen. Eine Website, die keine Rücksicht auf Behinderungen ihrer Nutzer nimmt, baut künstliche Hindernisse auf, die mit einem besseren Webdesign leicht vermieden werden können. Davon ab sind Erleichterungen für behinderte Menschen stets auch Erleichterungen für Nicht-Behinderte. Aktuelles Beispiel: Durch die gut unterscheidbare Rändelung der Euro-Münzen kann ich meinen Gin Fizz oder Tequila Sunrise auch in der dunkelsten Kneipe bezahlen.
Der einfachste Weg, Behinderten-gerechte Websites zu entwickeln ist, standardkonform zu arbeiten. Dass damit auch ansprechende Layouts möglich sind, hat erst vor wenigen Tagen
Wired mit ihrem
Redesign bewiesen.
A List Apart macht es der Branche bereits seit Februar 2001
vor. Dieses Weblog,
my two cents, hat im November 2001
nachgezogen.
Zurück zur gesetzlichen Lage in Amiland und hierzulande.
Seit Sommer 2001 gilt in den USA die sogenannte »
Section 508«, wonach US-Behörden nur noch Geräte und Programme kaufen dürfen, die Behinderten-gerecht sind (»mit üblichen Hilfsmitteln kompatibel«). Informationen dazu gibt es in Heise-Meldungen vom
18.06.2001 und vom
06.12.2001 (»Firmen interessiert behindertengerechte Software nicht«). Section 508 regelt auch die Anpassung von Behörden-Websites und hält sich dabei weitestgehend an die
Vorschläge der WAI (so Heise). WAI ist die Abkürzung für »Web Accessibility Initiative« und enthält Vorschläge des W3-Konsortiums, wie zugängliche Websites aufgebaut werden sollten.
Von der Section 508 erhoffte man sich natürlich auch eine allgemeine Entwicklung hin zu Behinderten-gerechter Hard- und Software. Die Regelungen gelten zwar nur für US-Behörden, aber die sind große Kunden bei privaten Firmen, und für Firmen wäre es ja unsinnig, wenn sie zwei verschiedene Versionen ihrer Produkte herstellen würden (eine für den allgemeinen Markt und eine »regierungskonforme«).
Weitere Informationen zum Thema Accessibility in englischer Sprache gibt es auch in einem speziellen Bereich
auf macromedia.com.
In Deutschland gilt die Section 508 natürlich nicht, aber auch hier gibt es Bestrebungen, dem amerikanischen Vorbild zu folgen. Im Juli diesen Jahres erschienen kurz hintereinander folgende zwei Meldungen im Heise-Newsticker:
»Barrierefreies Internet soll Wirklichkeit werden« (
24.07.2002)
»Frist läuft: Websites müssen Behinderten gerecht werden« (
28.07.2002)
Am 24.07.2002 ist die
Verordnung »Barrierefreie Informationstechnik« des Bundesbehindertengleichstellungsgesetzes in Kraft getreten. Anders als bei der Section 508 geht es dabei explizit um’s Web. Wie die Section 508 gilt auch diese Verordnung zunächst nur für die öffentlichen Einrichtungen des Bundes. Websites, die sich speziell an Behinderte richten, müssen bis Ende 2003 umgestaltet werden, um der Verordnung zu entsprechen. Alle anderen Bundes-Websites haben eine Frist bis Ende 2005.
Ob eine Website den gültigen Standards entspricht, lässt sich leicht nachprüfen: Mit dem HTML-Validator des W3C lässt sich (X)HTML überprüfen. Ebenfalls beim W3C beheimatet ist ein CSS-Validator. Um die Zugänglichkeit zu testen, empfiehlt sich Bobby von Watchfire (früher bei CAST). Allerdings sind bei diesem die Ergebnisse nicht ganz so eindeutig (»richtig« oder »falsch«) wie bei den beiden vorgenannten. Das liegt in der Natur der Sache, denn Bobby kann solche Fragen wie »If style sheets are ignored or unsupported, are pages still readable and useable?« nicht selbst beantworten. Die Adressen:
HTML-Validator:
validator.w3.org
CSS-Validator:
jigsaw.w3.org/css-validator/
Bobby:
bobby.watchfire.com
Leider fallen selbst große Sites von Firmen, die es eigentlich besser wissen müssten, regelmäßig bei solchen Tests durch. Gib einfach mal eine beliebige Adresse beim HTML-Validator an: eine fehlerlose Seite zu finden ist Glückssache. Den bisherigen Negativ-Rekord (der mir begegnet ist), dürfte die Website der Süddeutschen Zeitung halten: die
Fehlerliste ist ja fast schon kilometerlang.
Ich komme mir manchmal vor wie der Prediger in der Wüste: Wenn ich die Einhaltung von Standards anmahne, interessiert das keine Sau, um’s mal salopp auf den Punkt zu bringen. Man muss immer noch Überzeugungsarbeit leisten. Und bis wir mal ein spiegel.de oder ein erlangen.de ohne
<font>-Tags sehen dürfen, werden wohl auch noch ein paar Jahre vergehen. Bis dahin dürfen wir froh sein, wenn wenigstens eine DOCTYPE-Deklaration vorhanden ist.
Für Standards einzutreten, hat auch etwas von einem Orchideenfach: Ich fühle mich wie ein Student der Ägyptologie: Interessantes Fach, aber fern jeder Praxis oder Relevanz, Berufsaussichten gleich null. Wobei, in der Hochzeit der New Economy soll es sogar »standards evangelists« in manchen Firmen gegeben haben. Ob die noch da arbeiten oder ob es die Firmen überhaupt noch gibt, ist natürlich eine andere Frage.
Die meisten meiner Seiten auf der Webpräsenz
my-two-cents.de haben gültiges XHTML und CSS.
Meine neue »Dienstwebsite« (kommt in den nächsten Wochen) wird ausnahmslos XHTML- und CSS-konform sein.
Ich erstelle keine Seiten mehr, die nicht mehr XHTML- und CSS-konform sind. Alle meine künftigen Seiten bauen das Layout nicht mehr auf Tabellen, sondern mittels
<div>-Layern auf. Netscape4 bleibt bei mir endgültig auf der Strecke. Nicht Rückwärts-Kompatibilität ist gefragt, sondern
Vorwärts-Kompatibilität.
Tabellen-Layouts gibt’s von mir auch nicht mehr auf Nachfrage.
Erschienen am Dienstag, 22.10.2002 @ 22:45
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Tags: Web, webdesign
Mit zurückhaltend-staunender Verwunderung nehme ich wahr, dass der Verzicht des Kanzlers und einiger Kabinettsmitglieder auf die Beteuerungsformel »So wahr mir Gott helfe« beim Amtseid dem Spiegel eine
eigene Meldung wert ist.
Andererseits hat Spiegel-online heute Vormittag auch
penibel aufgezählt, mit welchen prozentualen Mehrheiten die bisherigen Bundeskanzler gewählt wurden und wie alt diese beim Amtsantritt waren.
Zeichen für eine noch immer nicht ganz säkulare Gesellschaft oder für den Übereifer in der Spiegel-Redaktion, Fakten zusammenzutragen?
Erschienen am Dienstag, 22.10.2002 @ 23:19
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Tags: Sonstiges
Auf dem kostenlosen Newsserver
news.cis.dfn.de wurde heute eine ganze Latte neuer Gruppen eingepflegt, vornehmlich aus den Hierarchien adobe (93 an der Zahl), autodesk (42) und macromedia (57).
Vielleicht ist ja für den Einen oder die Andere was dabei, einfach mal eine neue Gruppenliste vom Server holen.
Erschienen am Dienstag, 22.10.2002 @ 23:23
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Tags: Web, webdesign
Donnerstag, 24.10.2002
Gesprächsthema Nummer Eins ist unter Männern nicht Sex, sondern Computer. So weit, so gut. Schlimm wird’s allerdings, wenn sich Ahnungslosigkeit und Männer vom Schlag eines Badesalz’schen
Headbangers paaren.
Heute Abend war ich in Erlangen Pizza essen. Auf der Hinfahrt schon leichte Kopfschmerzen, war die halbe Tablette
Thomapyrin nach der Ankunft zu Hause obligatorisch.
Leider kam ich nicht umhin, eine Unterhaltung »unter Männern« im Lokal mitzubekommen, denn die Spezies »Headbanger« pflegt sich so laut zu unterhalten, dass es der ganze Raum vernehmen kann. Einer von denen war doch tatsächlich stolz wie Oskar darauf, dass es ihm gelang, Windows XP auf einem Pentium-166-System mit 64 MB RAM zu installieren. Der selbe Typ beklagte sich keine fünf Minuten zuvor, dass es eine »Frechheit« sei, dass bei ihm der Internet Explorer zum Start zwei Minuten braucht, wenn er das Icon auf seinem 400 MHz-Rechner anklickt. »Wenigstens 450 MHz könnten sie einem doch hinstellen!« Ja-nee-is-klar. Weitere Highlights:
- »Es gibt nichts schnelleres wie Java.«
- »Access-Datenbanken«
Zum Glück war ich mit meiner Pizza fertig, als es in der Runde mit Schwulen-, Gorilla- und Frau-beim-Arzt-Witzen weiter ging.
Erschienen am Donnerstag, 24.10.2002 @ 22:43
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Tags: Sonstiges
Ich muss noch auf ein Bild von vor ein paar Tagen hinweisen: Am Dienstag wählte der neue Bundestag den neuen Bundeskanzler. Auf dem
Foto von DDP sitzt einsam der frisch gewählte und vereidigte Kanzler auf der Regierungsbank, rechts unten auf dem Stuhl des Regierungschefs. Links oben doch noch ein Mensch in der Nähe: ein Saaldiener (das Bundestagspräsidium ist Schröder natürlich näher, aber nicht zu sehen).
Das Bild wurde in der Woche mehrfach bei Spiegel-online verwendet, gerne mit einer Bildunterschrift wie »Es kann einsam werden in den nächsten vier Jahren.«
Der Artikel, aus dem ich den Link zu dem Foto her habe, ist übrigens überaus lesenswert. Überschrift: »
Schröders Jahre des Missvergnügens: Der rot-grüne Horrortrip«. Er beleuchtet kurz die Situation, in der sich die wiedergewählte rot-grüne Regierung befindet: Denkbar knappe Mehrheit im Bundestag, Grausamkeiten gegenüber dem Bürger wegen zwingend notwendiger Strukturreformen auf dem Arbeitsmarkt und in den sozialen Sicherungssystemen (Rente, Gesundheit), keine Mehrheit im Bundesrat, um diese Grausamkeiten auch in der Länderkammer durchbringen zu können, von der Union angekündigter Blockadekurs…
Auch nett: Eine Zwischenüberschrift am Ende des Artikels: »Vier Jahre lang Flöhe hüten.«
Und wir erinnern uns an Aussagen kurz nach dem Wahltag am 22. September: 2003 soll nicht ein zweites 1998 werden. Eine Anspielung auf der verstolperte erste Regierungsjahr der rot-grünen Koalition.
Es bleibt spannend.
Erschienen am Donnerstag, 24.10.2002 @ 23:02
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Tags: Medien
Gestern neu bei Spiegel-online: Der Artikel »
Warum CNN den Sniper liebt«.
Eine kurze Beleuchtung, wie derzeit die Berichterstattung über den Scharfschützen von Washington DC in den US-amerikanischen Medien aussieht. Quintessenz: Was besseres konnte den Newssendern nicht passieren. Seit über einer Woche ist der Sniper das Top-Thema in allen Sendungen.
Erinnert mich sehr stark an den Oliver Stone-Film »
Natural Born Killers« von 1994 (hmm, auch bald wieder zehn Jahre alt…). Werbezeile: »The Media made them Superstars« Darin wurden zwei Serienkiller durch die Medien zu Helden hochstilisiert, die Berichterstattung drehte sich nur noch um sie. Denkwürdig die letzte Szene des Films: Nachdem Mickey und Mallory dutzende Menschen getötet hatten, wird der Reporter Wayne Gale von der Sendung »American Maniacs« erschossen. Schnitt. Eine Nachrichtensprecherin sitzt mit offenem Mund an ihrem Schreibtisch und es ist klar: alles wurde live übertragen. Schnitt. Letzte Szene: Einblendungen von Großereignissen der US-Medien aus den vergangenen Jahren: OJ Simpson, Waco/Texas…
Was mir auch in den Sinn gekommen ist: Ein gern genutztes Argument der US-Waffen-Lobby ist, jeder Bürger müsse eine Waffe tragen dürfen, um sich gegen solche Mörder verteidigen zu können.
Nur: Was nützt einem ein Revolver, wenn man aus 500 Metern Entfernung mit einer Gewehrkugel in den Rücken niedergestreckt wird?
Aber vielleicht hätten strengere Waffengesetze verhindert, dass der Sniper an sein Gewehr kam?
Erschienen am Donnerstag, 24.10.2002 @ 23:33
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Tags: Medien
Noch ein paar Ergänzungen zum Eintrag »
Für alle von uns« vom Dienstag dieser Woche:
Das Wichtigste gleich zu Beginn. Ich habe ja bemängelt, dass ich mich als Verfechter von Web-Standards zeitweise vorkomme wie ein Student der Ägyptologie auf Lehramt, wie ein Steinkohle-Kumpel, wie ein Eintrag auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Tierarten: Niemand kümmert sich um Standards, von einer Hand voll Enthusiasten abgesehen. Kaum eine der größten deutschen oder internationalen Websites ist standardkonform. Oder die Sites der Agenturen, die fehlerhafte Sites produziert haben.
Ich habe das Gefühl, dass sich schlicht und einfach niemand um Standards kümmert. Es ist zwar unter Web-Designern und -Developern allgemein bekannt, dass es diese Standards gibt. Aber es interessiert sie nicht. Der Kunde braucht die neuen Seiten am besten schon bis vorgestern, Hauptsache, es läuft irgendwie. Hauptsache, es sieht in den drei Browsern, mit denen getestet wurde, gut aus (wenn überhaupt mit mehr als nur dem IE/Win getestet wird). Qualität ist nicht wichtig, der Kunde hat eh keine Ahnung und der Kunde des Kunden in der Regel auch nicht, also was soll’s?
Dabei könnten wir alle uns das Leben viel einfacher machen, wenn sich jeder nur an die Standards hielte. Die Browser-Hersteller müssen nicht mehr für denkfaule Web-Designer mitdenken und können bessere Browser bauen. Die Websites der Designer ließen sich schneller schreiben. Und von einem klaren Markup-Code haben auch die Kunden etwas: geringere Dateigrößen, schnellere Ladezeiten, keine zerschossenen Seiten, wenn man es wagt, die Seiten des Verkäufers mit einem anderen Browser als IE oder Netscape zu besuchen, zum Beispiel mit einem Handheld.
Nächster Punkt. Netscape. Netscape 4. Einigen wird nicht gefallen, wenn ich sage: »Werft Netscape 4 über Bord! Ich achte bei meinen künftigen Sites nicht mehr auf Netscape 4!«
Da ist zunächst der Einwand: Wieso bekommt nur Netscape 4 Prügel, ältere IE-Versionen (4 und älter) sind doch auch nicht besser? Antwort: Von den alten Browsern, die CSS nicht, nur eingeschränkt oder gar fehlerhaft umsetzen, ist Netscape 4 der schlimmste Finger von allen. Bei keinem anderen Browser wurden CSS schlampiger implementiert. Und: NN4 ist von den alten Browsern der mit weitem Abstand verbreitetste. Sicher, man kann zurecht auch auf IE4 einschlagen, aber der spielt inzwischen eine noch geringere Rolle als NN4.
Netscape 4 auszusperren heißt nicht, dass Surfer mit diesem Browser gar nichts mehr von der Seite sehen. Sie bekommen lediglich das Design nicht zu Gesicht, sondern nur das nackte Markup. So, wie es ein Handheld-User oder Handy-Nutzer auf seinem Zwergen-Display sieht.
Der Inhalt bleibt für alle Zugangsgeräte und Browser voll zugänglich und abrufbar und jedes Endgerät zeigt die Seiten so an, wie er es am besten kann.
Punkt drei.
Jakob Nielsen, Usability-Papst und Design-Asket, hat einen
Alertbox-Artikel vom 18. April 1999 mit dieser Überschrift betitelt: »Stuck with old Browsers until 2003«.
Damals dachte ich: Das kann doch nicht wahr sein, bis 2003 warten zu müssen, bis wir Netscape 4 (und ja, IE4) endlich abschreiben können und mit richtiger Arbeit beginnen können! Es kam so und sogar noch schlimmer: Noch Anfang dieses Jahres hatten Freunde von mir mit einem Auftrag zu tun, bei dem der Auftraggeber allen Ernstes die Verwendung von <font>-Tags in der neuen Webpräsenz verlangte. <font>s müssten allenfalls noch für Netscape 3 verlangt werden, dessen Anteil in den meisten Server-Logs kaum mehr meßbar sein dürfte.
Wenn unter das Kapitel »Layout muss in IE6 genauso aussehen wie in NN3« kein Schlussstrich gezogen wird, werden wir uns noch im Jahr 2005 für Netscape 4 Beine ausreißen.
Agenturkunden müssen sich auch von dem Gedanken verabschieden, dass ihre Werbeprospekte eins zu eins ins Netz gestellt werden können. Das Web ist kein Prospektständer, sondern ein anderes Medium. Ganz zu schweigen davon, dass im Web auch anders kommuniziert wird (nämlich miteinander statt nur in eine Richtung), müssen Inhalte für Websites ganz anders aufbereitet werden als für einen Prospekt. Texte auf einer Website werden anders von den Besuchern gelesen/wahrgenommen als die selben Texte in einem Hochglanz-Prospekt (das interessiert mich ehrlich gesagt bei diesem Weblog überhaupt nicht).
Sie (die Agenturkunden) müssen sich von dem Gedanken verabschieden, dass eine Website bei allen Nutzern, mit allen Browsern, auf allen Bildschirmen gleich aussieht. Eine Seite in einem Prospekt oder in einem Magazin für eine Zeitschriftenanzeige ist klar definiert und eine A4-Seite wird immer die Maße 210×297 mm haben, egal, wer sie wann wo unter welchen Umständen betrachtet. Manche Leute neigen dazu, diese Sichtweise auch auf das Web zu übertragen und sagen dann Dinge wie: »Die Inhalte müssen ohne vertikalen Scrollbalken auf die Seite passen« oder »für 1.024×768 Pixel Bildschirmauflösung auslegen.« Das ist Unsinn! Was ist eine Seite im Web? Das kann niemand sagen, weil die Inhalte in einem Browserfenster bei hundert Benutzern auf hundert verschiedene Arten dargestellt werden. Es gibt zu viele beeinflussende Faktoren: unterschiedliche Monitorgrößen, Browser, Bildschirmauflösungen, Fenstergrößen vertikal und horizontal (nicht jeder surft im Vollbild), Symbolleisten die angezeigt werden oder nicht (und dadurch den verfügbaren Platz einschränken), Vergrößerungsstufen der Schriften et cetera pp.
Eine Seite im Web muss flexibel sein. Einzementierte Layouts widersprechen dem Wesen des Webs. Ein auf 800×600 ausgelegtes Vollbild-Layout sieht auf einem Monitor mit 1.600×1.400er Auflösung grauenhaft aus.
Wenn man erstmal zu dieser Überzeugung gelangt ist, ist auch der nächste Schritt nicht weit: Diese Seite sieht im IE5/Win radikal anders aus als in Netscape4. Und das ist in Ordnung so.
Bei Kai
gesehen: Vom W3C-HTML-Validator gibt es eine neue Version, derzeit noch Beta:
validator.w3.org:8001. Nett: Es wird jetzt auch angezeigt, wie viele Fehler der Validator gefunden hat. Mein all-time favorite in der Kategorie »fehlerreiches Webdesign«, die Website der Süddeutschen Zeitung, bringt es auf doch immerhin 1.174 Fehler auf der Startseite. Die Focus-Startseite ballert einem 1.250 Fehler entgegen, aber aus mir unbekannten Gründen funktioniert beim Focus wenigstens noch das Scrollrad meiner Maus, während bei der SZ gar nichts mehr geht.
Es kommt natürlich auch darauf an, wie viele Inhalte auf die Startseite gepackt werden, keine Frage.
Erschienen am Donnerstag, 24.10.2002 @ 23:44
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Tags: Web, webdesign
Freitag, 25.10.2002
Panic hat mir als registriertem Kunden (das gibt’s noch) heute morgen eine Mail geschickt:
Transmit 2 für Mac OS X ist raus!
Als ich Holger im Sommer 2001 mit meinem frisch erworbenen iBook gefragt habe, welches Mac-Pendant er zu FTP-Software wie LeechFTP empfehlen kann, schrieb er: Transmit!
Transmit beherrscht zwar kein multi-threading im Sinne von gleichzeitigem Transport mehrerer Dateien, aber es ist angenehm übersichtlich, einfach, klein und zuverlässig.
Die neue Version ist keine Carbon-Applikation mehr, sondern ein Cocoa-Programm.
Feature-Highlights:
- SFTP, SSH für verschlüsselte Transfers
- Batch-Download
- eingebauter Text-editor
- Bild- und Text-Vorschau von lokalen und entfernten Dateien
- Queueing! Yes!!
Eine Vollversion kostet 24,95 USD, ein Update von 1.x auf 2.0 gibt es für 16,95 USD.
+++
Eine sehr angenehme E-Mail, in einem netten, freundlichen Ton, ohne das sonst übliche Marketing-Gewäsch:
Hello from Panic!
Since you’re a registered user of Transmit 1 (thank you so much for that!), our simple and powerful Macintosh FTP client, we’d thought we’d drop you a line and let you know that.. it’s true! Transmit 2 for Mac OS X is now available!
Yeah, you’re right, it HAS been a little while since the last update. :) But we hope you’ll see that Transmit 2 is more than worth the wait. Transmit 2 isn’t just a new version — it’s a complete and total rewrite done in Cocoa specifically for Mac OS X. This gives us many advantages, such as full long filename support, support for files larger than 2GB, drawers, sheets, toolbars, etc. And while every corner of Transmit has been re-thought and enhanced, it still retains the same Mac-like interface and philosophy of Transmit that you’ve (hopefully) grown to love.
In addition, Transmit 2 now sports tons of exciting new features like SFTP support for secure transfers, a handy image and text preview drawer for both local and remote items, path shortcuts, an indispensable built-in text editor, a batch download window for big transfer jobs, automatic file queueing, improved synchronization, full AppleScript support, and much, much more.
++ Where?
You can download Transmit 2 from our web site:
http://www.panic.com/
The free demo will let you see and play with all the glorious new features!
++ How much?
Since you’re a registered user of Transmit 1 (and we thank you for your early support of our tiny company), you can take advantage of our special upgrade price for Transmit 1 owners. Since it’s been four years (!) since we last charged for a Transmit release, we hope you find this upgrade truly worth every penny!
You can upgrade to Transmit 2 — securely and instantly — for only $16.95!
You can upgrade to Transmit 2 right here:
https://www.panic.com/transmit/buy.html
If you lost your serial number, no problem. There’s a link on the page which will allow you to have your serial number automatically sent to you via e-mail.
++ What if I just bought Transmit 1?
No problem. If you bought Transmit 1 in the last 30 days, send a note to “transmit@panic.com” with the subject “30-Day Serial”, and we’ll process a free T2 serial number for you.
++ Anything else?
We want to keep this letter short, since you’re probably mighty busy. But check out our new web site — it contains lots of information on Transmit 2, and all the new features we added.
Most importantly, download Transmit 2 today and give it a whirl!
Now, we’re off to work on the inevitable minor update… :)
With regards,
Cabel
Panic
–
You purchased our Transmit Macintosh FTP client in the past.
If you don’t to be notified of new versions, visit the following URL: [...]
Motto der Website: »Shockingly Good Mac Software.«
Bei Transmit 1 war es bislang so, dass man alle Features auf Herz und Nieren testen konnte und es auch nach dem Ablauf der 30-tägigen Testphase keine Feature-Beschränkung gab, sondern nur einen wenig aufdringlichen Nag-Screen mit lustigen Sätzen, die zum Kauf animieren sollten.
Wie es bei Transmit 2 ist, kann ich nicht sagen: Ich habe das Update gekauft, noch ehe ich die oben zitierte Mail zu Ende gelesen habe. Danach Download der Software und gleich den neuen Registrierungscode eingegeben. Die »Installation« ist Mac-like: Es gibt keinen Installer. Einfach nur nach dem Auspacken des Archivs den Ordner ins Applications-Verzeichnis ziehen, Einstellungen der Vorversion wie Favoriten werden übernommen.
Erschienen am Freitag, 25.10.2002 @ 7:34
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Tags: Apple, Mac
Im inluminent-Weblog entdeckt:
Stereotypes. Nette Spielerei mit Fotos.
Erschienen am Freitag, 25.10.2002 @ 19:19
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Tags: Web, webdesign
Die 17.10.-Bilder sind online:
homepage.mac.com/sfreimark/PhotoAlbum2.html
Die Berechtigten haben das Passwort per E-Mail bekommen.
Wieder mal ein Beispiel für die
Einfachheit des Mac:
Mein Vater hat die Picture-CD vom MediaMarkt mitgebracht (Bilder auf CD speichern kostet fünf Euro, einfach ankreuzen, geht aber nur vom Papierfilm, kein Diafilm). Die Bilder sind als JPEGs in ca. 1.500×1.000 Pixeln gespeichert. Für den Heimanwender genügt das.
Ich lege also die CD in meinen Mac ein und starte
iPhoto. Wähle »Importieren« aus dem Menü und gebe das Verzeichnis an. iPhoto kopiert die Bilder von der CD und speichert sie in meinem iPhoto-Verzeichnis auf Festplatte. Ich gebe sinnvolle Bildunterschriften ein und lege ein neues »Fotoalbum« an (so eine Art Playlist). Dann auf »Ausgabe« geklickt, »Homepage« gewählt, Seitenüberschrift eingegeben, »Publish« geklickt, fertig. iPhoto lädt die Bilder auf meinen
.Mac-Speicherplatz hoch und zeigt mir am Schluss die Adresse an, die ich oben angegeben habe.
So simpel…

Erschienen am Freitag, 25.10.2002 @ 20:01
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Tags: Sonstiges
Samstag, 26.10.2002
Ich habe eine externe, 120 GB-FireWire-Festplatte von LaCie (»
StudioDrive«) zu verkaufen. Gekauft habe ich sie erst Ende August. Verkaufsgrund: Es gibt ein Nachfolgemodell (d2) mit einem anderen Lüfter (der Lüfter im StudioDrive macht sich doch bemerkbar, das bitte ich zu beachten).

7.200 Umdrehungen, für Videoschnitt geeignet, Daisy-Chain-fähig, einfache Handhabung, stapelbar.
Preis: Verhandlungsbasis 275 Euro.
Das Angebot steht bis Mittwoch, 30.10.02. Wenn sich keiner meldet, verkaufe ich sie über eBay.
Erschienen am Samstag, 26.10.2002 @ 22:07
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Tags: Sonstiges
Sonntag, 27.10.2002
In den USA sind Heckenschützen-Filme für die nächste Zeit erst einmal
passé. Durchaus verständlich und angebracht.
Aber wenn ich mir mal eine sarkastische Bemerkung erlauben darf: Würde bei uns nicht schon »
Black Hawk Down« laufen, der Verleih hätte ihn garantiert auch noch ein viertes Mal
verschoben.
Erschienen am Sonntag, 27.10.2002 @ 10:31
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Tags: film, Film-und-Fernsehen
Auf zelluloid.de lese ich gerade, dass die amerikanische Filmkritik-Seite von Harry Knowles, »
Ain’t it cool News«, Teaser-Poster zum zweiten
Matrix-Film (»
Matrix: Reloaded«) veröffentlicht hat. Man kann sie nicht nur
bei Harry betrachten, sondern auch
bei der IMDB. Von den Postern gibt es zwei Varianten: »full« und »cropped«.

Ein paar Monate nach »Reloaded« soll der dritte Teil der Trilogie laufen: »Matrix: Revolution«. Um genau zu sein: Matrix 2 startet in den USA am 15. Mai 2003, Matrix 3 am 7. November 2003.
Erschienen am Sonntag, 27.10.2002 @ 10:51
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Tags: film, Film-und-Fernsehen
»
Subject: Nintendo=Masturbation Aid for teenage girls.
I have just caught my 15 year old girl, masturbating with a vibrating ‘control pad’ on a Nintendo Gamecube. Now I am banning this vibrator from my household, but I am concerned about other teenagers who are using these products as masturbation aids. I think that we should call for the banning of these so called game consoles.«
Gesehen beim Flo.
Da bekommt das Wort »Joystick« eine ganz neue Bedeutung.
Erschienen am Sonntag, 27.10.2002 @ 10:58
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Tags: Leben
In der Linkliste von Johns »
inluminent/weblog« gesehen: Jemand bei
Google schreibt auch
Weblog.
Erschienen am Sonntag, 27.10.2002 @ 11:02
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Tags: Web, webdesign
Vor? Zurück? Das ist nicht wirklich das Problem bei der
Zeitumstellung.
Was nervt ist, dass man zig Uhren von Hand umstellen darf. Der Computer macht das Dank Timeserver von alleine, beim Handy und beim Videorecorder ist’s dank Menüs kein Problem und auch der Wecker ist umzustellen. Aber wie um Himmels Willen wird die Uhr im Herd und in der Mikrowelle eingestellt?!
Erschienen am Sonntag, 27.10.2002 @ 16:40
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Tags: Sonstiges
Neulich in einem Newsgroup-Posting diesen Link gesehen:
The Scourge of Arial, die Geißel/Plage Arial.
Arial kennt jeder. Zwar nicht von Microsoft erfunden, aber wie vieles andere von zweifelhafter Qualität durch Microsoft verbreitet.
Der Artikel beschreibt die Ursprünge dieser Schrift. In einem zweiten Text,
How to spot Arial, einige Hinweise für Unkundige, wie sich Original (Helvetica) und Fälschung (Arial) auseinander halten lassen.
Erschienen am Sonntag, 27.10.2002 @ 16:46
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Tags: Web, webdesign
Montag, 28.10.2002
Es war ja schon vorgestern ziemlich windig, aber vom Sturm gestern habe ich nicht so viel mitbekommen, da ich irgendwann nachmittags eingeschlafen bin. Seit 03:17 Uhr heute morgen bin ich wieder wach.
Ich warte immer noch auf einen bestimmten Brief, ein Paket und vier E-Mails (zwei davon betreffend einer Anfrage, ob man mir gegen Gebühr meinen Power Mac leiser machen kann). Außerdem muss ich zwei Telefonate führen. Auch sonst gibt es viel zu tun: Wäsche waschen, Wohung aufräumen, einkaufen.
Erschienen am Montag, 28.10.2002 @ 5:47
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Tags: Leben
Mit etwas Verspätung hier noch die Antworten auf Fienes fünf Fragen von letztem Freitag. Ich wollte sie eigentlich erst nicht beantworten, aber was soll’s.
1. Du willst mal wieder ins Internet. Jedoch gibt es einen Totalausfall über mehrere Stunden. Was machst du?
Zunächst mal überprüfen, ob es nicht nur wieder daran liegt, dass die Airport-Basis-Station vergessen hat, dass sie existiert. Wenn das auszuschließen ist und über meinen lokalen Carrier und auch über Internet-by-Call-Provider nichts läuft,
dann lasse ich mir Badewasser ein und verbringe den Nachmittag vor, während und nach dem Baden mit lesen (Spiegel, tagealte Ausdrucke von Artikeln aus dem Web).
2. Was sind deine liebsten Feiern?
Mir sind spezielle Feiern nicht lieber als andere.
3. Welche Feiern kannst du überhaupt nicht leiden?
Beerdigungen.
4. Welche Feier hat dich besonders beeindruckt?
Die Hochzeiten meiner Cousins. Auch schon um die zehn Jahre her.
Oder die fünf legendären Jugendheim-Parties, vor acht Jahren. Von zweien habe ich noch die Einladungsplakate von Oliver Schuck an der Wand hängen.
5. Aus welchem triftigem Grund/Anlass, war dir das letzte Mal richtig Feiern zu Mute?
Der 50. Geburtstag meiner Mutter am 13. November 2001.
Erschienen am Montag, 28.10.2002 @ 5:55
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Tags: Leben
Es ist nicht 07:05 Uhr, sondern 07:01 Uhr. Und trotzdem muss ich in Sunlog die Zeitzone auf -1 Stunde (Zürich) stellen. Wird als Zeit die Londoner Zeit hergenommen?
Oder mit einem cron-Job einen Time-Server abfragen?
Wie dem auch sei… Holger, wie hieß nochmal das Buch von dem Menschen, der Worthülsen wie »ein Unding« kritisiert?
Wie dem auch sei, mir fällt auf, dass sehr oft die Systemzeiten falsch laufen, besonders gerne auf Windows-Systemen. Für Windows gibt’s in
SyTinem Abhilfe, habe ich selbst lange unter W2K eingesetzt. In Mac OS X kann man in den Systemeinstellungen auf der Seite für Datum und Zeit mit einem Mausklick festlegen, dass das System mit einem Zeitserver synchronisiert werden soll.
Erschienen am Montag, 28.10.2002 @ 7:05
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Tags: Sonstiges
Noch schlimmer als die Seuche der Pop-up-Werbefenster sind Pop-unders. Sie poppen von selbst auf, verstecken sich aber hinter dem Fenster, von dem sie aufgerufen wurden.
Ich hasse diese Dinger! Ich bin sehr schnell mit Apfel-W bei der Hand, um ungefragt geöffnete Fenster abzuschießen. Bei Pop-unders erwische ich dann leider manchmal das Eltern-Fenster. Ich denke gar nicht daran, nochmal auf die Seite zu surfen, um das Fenster mit dem Content wieder aufzurufen.
Erschienen am Montag, 28.10.2002 @ 7:14
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Tags: Web, webdesign
Es gibt Filme, bei denen ich zugeben muss, dass sie stellenweise etwas längen (=langatmig sind). Aber das tut ihrer Genialität keinen Abbruch, denn durch die Story, die Bedeutung, die Kamera oder die Schauspieler kann das in bestimmten Filmen mehr als wett gemacht werden.
Markus Kniebe
bekennt sich z.B. gestern in seinem Weblog dazu, »
Gattaca« langweilig gefunden zu haben.
Ja, er hat etwas längere Stellen, aber dieser Film ist genial! Allein schon die Optik. Nicht zu vergessen die Story. Und die Bedeutung: In Gattaca geht es um eine nicht all zu ferne Zukunft, in der bei jeder Gelegenheit die Gene eines Menschen überprüft werden: Bei Straßenkontrollen, die Partnerin lässt ein Haar des Partners bei einem Date prüfen oder direkt nach der Geburt im Krankenhaus (»Stirbt mit 97%iger Wahrscheinlichkeit vor dem 30. Lebensjahr an Herzversagen.«). Die Folgen: »Invalide«, Menschen mit »schlechten« Genen werden nicht mehr in Kindergärten aufgenommen (»Die Versicherung deckt das nicht ab.«) oder sie werden in Firmen nicht mehr eingestellt, kommen bestenfalls in die Putzkolonne.
Der Film ist deswegen bedeutend, weil er einem eine Welt vor Augen führt, in der mit Gen-Screening all zu lasch umgegangen wird. Hat auch einen relativ aktuellen Bezug zur Wirklichkeit: Wer bei Bayer einen Ausbildungsplatz möchte, muss in einen Becher pinkeln und diesen dann zum Drogentest abliefern. Zu Recht hat Bayer dieses Jahr von einer Jury daher einen Preis bei den Big Brother-Awards bekommen (ich komme in einem neuen Eintrag noch auf die Awards zu sprechen).
Ein Freund, dessen Namen ich nicht nennen will, kann mit dem Film »
The Man who wasn’t there« von den Coen-Brüdern nichts anfangen. Und bei ihm hätte ich gedacht, dass ich mit dieser Empfehlung einen Volltreffer lande. Kai hat den Film in dogfood sehr schön
beschrieben. Der Film stammt aus dem Jahr 2001 und ist komplett in schwarz-weiß gehalten, denn er spielt in einer amerikanischen Kleinstadt in den 40er Jahren des letzten Jahrhunderts (das konnte ich mir jetzt nicht verkneifen). Hauptdarsteller ist
Billy Bob Thornton (»Banditen!« und, ja, »
Armageddon«). Thornton hat eine schwierige Aufgabe: einen Friseur spielen, der sich durch Abwesenheit auszeichnet (der Mann, der gar nicht da war). Dem Film gelingt es, die Bedeutungslosigkeit glaubhaft rüberzubringen, aber gleichzeitig strahlt Thornton auch eine unglaubliche Präsenz aus, wenn er in einer Szene mitspielt. Allein schon seine Art, eine Zigarette zu rauchen ist sensationell. Und wie ich vor einem Jahr schon geschrieben habe: »Das mag ich an den Coen-Filmen die ich bisher gesehen habe: wie es die Charaktere schaffen, sich glaubwürdig in völlig unglaubwürdige Situationen zu manövrieren.«
Erschienen am Montag, 28.10.2002 @ 7:31
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Tags: film, Film-und-Fernsehen
»Lunar Landings« von
Kalliope
Album: »
Café del Mar, Volumen Nueve«
Ein sehr sphärisches Stück mit eingängigem Rhythmus.
+++
»Something I can never have« von
Nine Inch Nails
Album: »
Pretty Hate Machine oder
Natural Born Killers (OST)
Wieder etwas ruhigeres von NIN, ähnlich zu »a warm place« (vom Album »
The Downward Spiral«). An NIN fasziniert mich das breite Spektrum: auf der einen Seite nachdenkliche Songs wie »Something…«, am anderen Ende Frust-H[ä|e]mmer wie »Just like you imagined« (vom Album »
The Fragile, left«), die man laut hören muss.
+++
»This is your life« von den
Dust Brothers
Album: »
Fight Club (OST)«
Der Film »Fight Club« lief vor ein paar Tagen im Fernsehen und erwartungsgemäß gab es kurz darauf in
de.rec.film.misc Postings von Leuten, die sich nach dem ersten Mal sehen begeistert gaben, z.B.
Daniel Schöne:
[...] kennt jemand einen ähnlichen Film oder ein ähnliches Buch wie Fight Club? Insbesondere in Sachen Gesellschaftskritik (Kontra-Konsum, Kontra-Kapitalismus…) und Lebenseinstellung (’let the chips fall where they may’, Nihilismus…) oder Erleben einer Psychose.
Mir fallen da nur 1984, Twelve Monkeys und A beautiful Mind ein…
Sind die anderen Bücher von Chuck Palahniuk zu empfehlen?
»Fight Club« ist zu Recht nicht unter 18 Jahren freigegeben. Zum Einen wegen der Brutalität, zum Anderen wegen des Inhalts, wie vielleicht auch dem zitierten Posting zu entnehmen ist. Der genannte Extra-Track auf dem Soundtrack enthält Zitate aus dem Film:
This is your life. Good to the last drop, doesn’t get any better than this.
This is your life, and it’s ending one minute at a time.
This isn’t a seminar and this isn’t a weekend retreat. Where you are now you can’t even imagine what the bottom will be like.
Only after disaster can we be resurrected. It’s only after you have lost everything that you are free to do anything. Nothing is static, everything is appalling, everything is falling apart.
This is your life (repeat) it doesn’t get any better than this. This is your life (repeat) and it’s ending one minute at a time.
You are not a beautiful and unique snowflake. You are the same decaying organic matter as everything else. We are all a part of the same compost heap, we are the all-singing, all-dancing crap of the world.
You are not your bank account.
You are not the clothes you wear.
You are not the contents of your wallet.
You are not your bowel cancer.
You are not your Grande Latte.
You are not the car you drive.
You are not your fucking khakis.
You have to give up, you have to give up. You have to realize that someday you will die, until you know that you are useless.
I say let me never be complete.
I say may I never be content.
I say deliver me from Swedish furniture!
I say deliver me from clever art.
I say deliver me from clear skin and perfect teeth.
I say you have to give up. I say evolve, and let the chips fall where they may.
This is your life (repeat) it doesn’t get any better than this. This is your life (repeat) and it’s ending one minute at a time.
You have to give up. You have to give up.
Grenzt schon am Rande des Wahnsinns, hat aber auch ein paar interessante Aussagen, oder?
Jetzt geht’s mir besser.
+++
»Sunday (The Day Before My Birthday)« von Moby
Album: »18«
Wenn man sich durch »Something I can never have« und »This is your life« hat runterziehen lassen, kann man sich mit »Sunday« von Moby wieder aufbauen lassen. Idealer Song, wenn es früh morgens ist und die Sonne durch’s Fenster scheint, so wie jetzt.
Erschienen am Montag, 28.10.2002 @ 8:22
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Tags: Sonstiges
Neulich habe ich ja darüber
berichtet, dass Studenten in der Stadt Unterschriften für kuriose Projekte sammeln.
Eben
bei Kniebes gelesen: Es gibt eine Unterschriftensammlung gegen 0190-Dialer. Seine Antwort darauf:
»Also ich geh gleich los und sammle Unterschriften für den Weltfrieden und gegen Idioten. Ich habe NULL Verständnis für Leute, die nicht bemerken, daß Software auf ihren Rechner gelangt und dort irgendetwas tut.«
Ganz so drastisch würde ich es nicht ausdrücken (Markus hat vielleicht weniger Verständnis dafür, weil er ein Linux-Geek ist). Ich würde sagen: »Get a Mac.«
Erschienen am Montag, 28.10.2002 @ 8:39
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Tags: Apple, Mac
Es hat sich herausgestellt, dass zur Beendigung des Moskauer Geiselnahme ein Giftgas eingesetzt wurde. Durch den Gaseinsatz
starben 116 der rund 700 Geiseln. Ein ziemlich hoher Preis. Gerüchten zu Folge wurden die durch das Gas betäubten Geiselnehmer durch Spezialeinheiten des russischen Polizei »sicherheitshalber« durch Kopfschüsse getötet. Das ziehmt sich nicht für einen Rechtsstaat, Kriminelle ohne ein Gerichtsverfahren hinzurichten (bitte nicht aus dem Umkehrschluss schließen, dass ich für die Todesstrafe wäre, das ist falsch). Westliche Politiker haben erstmal zur Geiselbefreiung gratuliert, nur Amnesty International
forderte eine Untersuchung darüber, ob der Gaseinsatz angebracht zur Lösung des Problems und rechtmäßig war. Ich darf in diesem Zusammenhang auch auf einen
Telepolis-Artikel hinweisen (Link bei Kai
gesehen).
Wenn man einem Spiegel-online-
Artikel Glauben schenken will, ist die russische Regierung alles andere als zimperlich im Tschetschenien-Krieg vorgegangen und es hat massive Kriegsverbrechen gegeben.
Interessiert das hierzulande jemanden? Nein, denn wie so oft kommen die guten Beziehungen vor den Menschenrechten.
Das soll aber die Falschheit der Moskauer Geiselnahme durch tschetschenische Rebellen nicht relativieren.
Soweit zur Politik.
Daneben ergibt sich aus der Sache ein klassisches philosophisches Dilemma aus dem Bereich der Ethik: Nehmen wir mal an, der Einsatz des Giftgases zur Geiselbefreiung war das einzige Mittel (was ich nicht glaube): Der Staat stand vor der Wahl, hundert Zivilisten zu töten, um 600 andere zu befreien. Würde er nicht handeln, hätten die Geiselnehmer eine Geisel nach der anderen erschossen und alle wären gestorben. Die Alternative, auf die Forderungen der Geiselnehmer einzugehen, scheidet aus, da sich der Staat nicht erpressen lassen darf, um keinen Präzedenzfall zu schaffen.
Die Entscheidung lautet also: 100 Menschen töten, um 600 zu befreien, oder nichts tun, so dass alle sterben würden.
Wie gesagt, ein Dilemma. Man könnte sagen, dass es ein mathematisches Problem sei: Entweder es sterben »nur« 100 oder alle 700. Jemand anders könnte einwenden, dass es grundsätzlich falsch sei, Menschenleben zu opfern, unabhängig von den Konsequenzen. Aber würde sich derjenige nicht am Tod von 700 Menschen schuldig machen?
Erschienen am Montag, 28.10.2002 @ 9:07
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Tags: Politik
Im Kultur-Ressort von Spiegel-online erschien vor ein paar Tagen ein
Artikel zu den aktuellen Entwicklungen bei »
Wallace & Gromit«. Man wird sich für einen neuen Kinofilm noch etwas gedulden müssen, aber zwischenzeitlich kann man sich mit einem neuen Kurzfilm vergnügen: Wallace & Gromit spielen Fußball (siehe Aardman-Homepage).
Erschienen am Montag, 28.10.2002 @ 12:36
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Tags: film, Film-und-Fernsehen
Matt Brown, bei
Macromedia zuständig für
Dreamweaver, hat in seinem
Weblog gefragt, was Macromedia v.a.
in Sachen Service besser machen könnte.
Ich war so frei, ihm in einem Kommentar auf seiner Seite zu antworten:
“However that got�me to thinking what Macromedia can do better.”
Glad you aksed! :-)))
I would like to see three things at MM in the future: cross-updates, cross-updates, cross-updates:
- from one language to antoher (e.g. from German to English)
- from one system to another (e.g. from Win to Mac)
- from box versions to download versions (and vice versa, if someone wishes that)
My update from Flash MX to Studio MX was a pain. First, no 3rd level upgrade in the European Online Store in the beginnig. I had to call a service line. When I would’ve liked to switch from a box version to a download version so I could start working immediately with the MX versions but that wasn’t possible, too (I had to wait about three weeks until the package with my box arrived).
Two years ago I switched from Windows to Mac and from DW3/FW3 to the 4th versions. I had to buy the DW-FW-Studio for the full price again, there wasn’t an upgrade price from an older Win version to a Mac version!
Last: I would appreciate if you would sell hybrid CD-ROMs with the Windows and the Mac versions on the same disc, so switching would be easier (and, yes, cheaper).
I know that this isn’t usual in the industry but how about making things different?
Oh, and this one: If you want to generate a Windows projector file for a Director project you’ve created in Macintosh Director you have to buy a separate license for 1,479 Euros. Don’t take this personal, but how ill is that?!
Last one, really: Please don’t translate terms like “Windows gamma” or “onion-skinnig” to “Fenster-Gamma” or “Zwiebelschicht-Effekt” in the German version of Fireworks.
“Fenster-Gamma” means the gamma of the windows in my room, not the gamma of the Windows systems by Microsoft. And “onion-skin” is, as you know, a special term. “Zweibelschicht” has more in common with the onions in my kitchen.
Thanks for your attention.
Greetings,
Stefan
—
Addition to that translation thing: Simply leave terms like “Windows gamma” or “Onion-skin” untranslated in Non-English versions. They are technical terms which don’t need to get translated.
Thanks,
Stefan
Mal sehen, was draus wird.
Erschienen am Montag, 28.10.2002 @ 12:46
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Tags: Web, webdesign
Heute Nacht (von MO auf DI) kommt um Mitternacht auf ZDF eine Reportage mit dem Titel »Leben nach Microsoft«. Könnte interessant werden. Aus der Info von tvtv.de:
In der Reihe “Deutschland – dokumentarisch”
“Du kannst Bill verlassen, aber du wirst ihn niemals los werden.” (Douglas Coupland: “Microslaves”)
Heute wird in fast allen Büros der Welt mit Produkten von Microsoft gearbeitet, und auch fast jeder Besitzer eines Heim-PCs verwendet Bill Gates’ Betriebssystem Windows. Seine Programme Word, Excel, Outlook sind als Arbeitsinstrumente so verbreitet wie Bleistifte und Radiergummis.
Bei Microsoft in Seattle schuften 30.000 Angestellte bis zu 80 Stunden in der Woche für den reichsten Mann der Welt. Bill Gates war der erste, der junge Leute direkt von der Uni auf den Firmen-Campus holte und frühkapitalistische Prinzipien mit einer neuen Lebensart verband: arbeiten auf dem Campus mit Sportplätzen, freien Getränken, legerer Kleidung, Beschwörung des Teamgeistes. Doch viele Microsofties haben mittlerweile die Nase voll. Sie sind ausgestiegen aus einem in der Realität knochenharten Job, der mit ungeheurem Leistungsdruck und erbarmungsloser Konkurrenz auch innerhalb der Firma verbunden ist. Die Aktienoptionen, mit denen ihr heroischer Einsatz belohnt wurde, machten manche von ihnen zu Millionären.
Sieben Entwickler der Programme Windows, Word und Excel erzählen von der Zeit, als eine Zeile Code ihr Lebensinhalt war, und von ihrem Ringen um eine neue, von Microsoft unabhängige Existenz. Der Mythos Microsoft wirft einen langen Schatten, er fällt auf das Leben der Ex-Microsofties.
Wie auf das von Walt, der allein und melancholisch in seiner viel zu großen Villa sitzt und sich an den gnadenlosen Kampf mit den Deadlines für die Fertigstellung der neuen Programme erinnert, bis sein Kopf “zu Gemüse wurde”. Trotzdem würde er jederzeit wieder programmieren wollen, wenn er nur könnte und dürfte.
Es scheint, als wären die Ex-Microsofties, die früher Computer programmiert haben, durch ihre Arbeit unter einer aggressiven Firmenideologie selbst so stark und nachhaltig programmiert worden, dass kaum mehr Platz für eine eigene Identität bleibt.
Mit diesem Film über Microsoft-Aussteiger werfen die Autorinnen Corinna Belz und Regina Schilling einen kritischen, ernüchternden Blick auf das Gates-Imperium und auf Arbeitsstrukturen, die die Strukturen des 21. Jahrhunderts sein werden, die in ihrer unbedingten Verpflichtung der Mitarbeiter gegenüber ihrer Firma frühkapitalistische Züge tragen.
Die in Europa durch Gewerkschaften hart erkämpften Arbeitnehmerrechte wie Arbeitszeitbegrenzung, Kündigungsschutz etc. scheinen durch die Organisation der Arbeit in der IT-Branche in Frage gestellt oder sich bereits aufzulösen. In Deutschland bilden diese Entwicklungen täglich Anlass für gesellschaftliche Diskussionen um den Stellenwert der Arbeit und die ökonomische Durchdringung des Lebens. Der Blick auf die Ex-Microsofties kann dabei wie ein Blick in die eigene Zukunft der deutschen New Economy sein, er zeigt bereits Gegenwart und Vergangenheit einer amerikanischen Vorgänger-Generation auf.
“Leben nach Microsoft” hatte seine Uraufführung bei der 25. Duisburger Filmwoche und lief danach beim Münchener Dokumentarfilmfestival.
Corinna Belz studierte Theater- Film- und Fernsehwissenschaften in Köln und Berlin, arbeitete als Script- und Regieassistentin, u. a. bei Rudolf Thom� und Helga Reidemeister, anschließend als freie Redakteurin und Autorin, u. a. von Jugendbüchern. Nach verschiedenen kürzeren Filmen, TV-Dokumentationen und Porträts, u. a. über Chantal Akermann und ihre Filme, arbeitete sie bei dem Benjamin Lebert-Porträt “Der junge Mann und sein Buch” zum ersten Mal mit Regina Schilling in Ko-Regie zusammen. “Leben nach Microsoft” ist ihre zweite filmische Zusammenarbeit und ihr erster abendfüllender Dokumentarfilm. Gerade hat Corinna Belz für Arte den Dokumentarfilm “Ein anderes Amerika” fertiggestellt, in dem sie in Gesprächen mit linksliberalen amerikanischen Intellektuellen die innenpolitischen Auswirkungen des 11. Septembers in den USA untersucht.
Regina Schilling studierte Mathematik, Deutsch und Kunst in Köln. Nach neun Jahren Tätigkeit als Pressereferentin im Verlag Kiepenheuer & Witsch arbeitete sie als freie Autorin für Printmedien und Fernsehen, u. a. für Allegra, 3sat-Kulturzeit, WDR-Kulturszene und war Co-Autorin von Corinna Belz bei Jugendbüchern. Ihre erste filmische Arbeit war zugleich ihre erste Ko-Regie mit Corinna Belz bei dem Benjamin Lebert Portrait “Der junge Mann und sein Buch”. “Leben nach Microsoft” ist ihre zweite filmische Zusammenarbeit und ihr erster abendfüllender Dokumentarfilm.
Dauer: 70 Minuten (bis 01:10 Uhr).
Erschienen am Montag, 28.10.2002 @ 20:11
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Tags: Apple, Mac
Dienstag, 29.10.2002
Was ich in dieser Legislaturperiode des Bundestages echt vermissen werde, sind Reden von Gregor Gysi und Roland Claus, beide von der PDS.
Man muss nicht einer Meinung mit ihnen sein, aber ihre Reden waren interessant, jeder bekam in einer konstruktiven Weise sein Fett ab und sie waren stets gut vorgetragen. Bei Gysi schwang beim Zuhörer immer ein wenig die Angst mit, seine Halsschlagader würde jeden Moment platzen, Claus dagegen immer sehr ruhig.
Uns bleibt ja noch Joschka Fischer.
Erschienen am Dienstag, 29.10.2002 @ 11:45
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Tags: Politik
Gestern um 12:54 Uhr drei DVDs bei Amazon bestellt (»Stargate SG-1«:
01 und
02,
Showtime), die alle drei mit »versandfertig in 24 Stunden«gekennzeichnet waren. Um 21:24 Uhr die E-Mail »Bestellung wurde versandt.«
Heute um 11:35 Uhr klingelt der Postbote und reicht mir das Päckchen rein. Sensationell.
Bei Amazon wird einem (anscheinend neuerdings) angezeigt, wenn von einem Artikel nur noch wenige Exemplare vorrätig sind (» Nur noch 2 Stück auf Lager — jetzt bestellen. (Warenneulieferung in Kürze)«). So muss das sein.
Dagegen warte ich immer noch auf meinen Acer Bluetooth-Adapter, den ich Ende September bei
Cyberport bestellt habe. Cyberport kann wahrscheinlich am wenigsten dafür, weil die nur das liefern können, was sie von Acer oder dem Großhändler bekommen. Aber mir sind Amazon-ähnliche Angaben wie »Versand in 3 bis 5 Wochen« lieber als präzise Datumsangaben (»04.10.2002«), die dann fünfmal verschoben werden. Aktueller Termin: Immerhin nicht mehr rot (»nicht vorrätig«) mit Datumsangabe, sondern dunkelgrün (»Lieferbar in 3 bis 7 Tagen«). Das heißt, dass sich die Ware definitive zu Cyberport im Zufluss befindet.
Erschienen am Dienstag, 29.10.2002 @ 11:57
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Tags: Sonstiges
Mittwoch, 30.10.2002
keine ahnung, weswegen. zusammen mit der zweiten wärmflasche kommt jetzt magentee zum einsatz.
auooo…
Erschienen am Mittwoch, 30.10.2002 @ 19:56
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Tags: Leben
Donnerstag, 31.10.2002
Gestern habe ich noch kurz
berichtet, dass mich Bauchschmerzen plagen. Die Nacht war grauenhaft, ich komme gleich drauf.
Im Moment geht’s mir etwas besser. Aber in meinem Bauch rumpelt, rumort und gluggert es immer noch. Sich auf die linke oder rechte Seite zu legen ist nicht empfehlenswert, das erhöht den Schmerz. Gerade liegen, stehen oder sitzen ist in Ordnung. Ansonsten immer noch Durchfall, Blähungen und andere ekelhafte Dinge.
In fünf Minuten nehme ich ein Vollbad, das soll angeblich helfen (gestern Nacht irgendwann zwischen zwei und fünf ging’s mir so schlecht, dass ich im Web nach Hausmitteln gesehen habe; bei
Google »blähungen bauchschmerzen« eingeben liefert auf der ersten Ergebnisseite eine Hand voll brauchbarer Tipps). Außerdem empfehlenswert: Wärmflasche und Pfefferminztee. Mit der Wärmflasche habe ich gestern Nachmittag ja schon angefangen, der Pfefferminztee kam heute Morgen gegen fünf zum Einsatz. Gestern Abend um 17 Uhr begann ich mit einem »Magentee«, anderthalb Stunden später kam ein Kamilletee zum Zug.
Wenn ich mal keine Muse hatte, aufzustehen um die Wärmeflasche zu erneuern (Qualen!!) behalf ich mich mit einem elektrischen Heizkissen aus den 70ern, das leider völlig im Eimer ist. Bringt auf der höchsten Stufe kaum Wäre, ist aber doch angenehm, wenn man etwas aber nicht zu viel Wäre haben möchte, weil Bauchschmerzen zwar da, aber nicht überwältigend sind.
Merken: Neues Wärmekissen kaufen.
Nach dem Bad heute Morgen gehe ich gegen halb zehn noch zu meinem Hausarzt. Ich rechne nicht mit Ernsthafterem wie Blinddarm oder Magengeschwür, wird wohl nur eine einfache Magen-Darm-Verstimmung sein. Verena (meine Schwester, zwei Jahre jünger) hatte vor zwei Wochen auch das Vergnügen. Gab sich bei ihr aber am zweiten Tag schon wieder.
Wie gesagt, die letzte Nacht war die Hölle. Meine Gegenmaßnahmen habe ich bereits aufgezählt. Die Intensität der Bauchschmerzen schwankte zwischen »geht so« und »unerträglich«, vor allem gegen 21 Uhr und vier Uhr morgens war es schlimm. Alle halbe Stunde aufs Klo, mindestens. Ich hatte schon überlegt, ob ich nicht gleich am Klo übernachten sollte. An Schlaf war nicht zu denken, mal hier mal da eine halbe Stunde. Trotzdem bin ich jetzt eigentlich nicht müde.
Das klingt jetzt relativ harmlos, aber ich habe gestern über insgesamt ein paar Stunden wirklich gedacht, mich zerreißt’s, ich krieg’ Zwillinge.
Im Moment bin ich etwas hungrig. Gestern gab’s nur eine Tiefkühlpizza (da gingen die Bauchschmerzen schon los, aber ich dachte, dass läge daran dass ich noch nichts an diesem Tag gegessen hatte). Im Verlauf der Nacht insgesamt vier Lebkuchen. Muss den Arzt mal fragen, was zum Essen angebracht ist. Nach dem Besuch bei ihm werde ich mir auf jeden Fall noch Zwieback kaufen.
Übrigens ist der Brief gekommen, auf den ich seit zwei Wochen warte. Hatte aber gestern keine Lust mehr, ihn aufzumachen. Mache ich jetzt gleich. Kurz durchlesen und dann ab in die Wanne.
Erschienen am Donnerstag, 31.10.2002 @ 8:11
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Tags: Leben
Der Dünndarm rebelliert. Kein Fehler meinerseits, das geht im Moment um.
Drei, vier Tage kann’s dauern, dann ist’s überstanden.
Verboten: Cola, Säfte, Pfefferminztee, schweres Essen.
Geboten: Wasser, Fencheltee, Tomatensuppe, Zwieback, Knäckebrot, Salzstangen. Ab morgen mit Bedacht auch wieder Nudeln oder Kartoffelbrei. Vor Anfang nächster Woche nix mit Döner, BigExtra oder Suvlaki; Pizza könnte auch zu viel sein.
Das Befinden? Noch einen Tick besser als noch
vor ein paar Stunden. Aber immer noch ein Rumoren und Durchfall. Seit gestern geht mir ein Bild nicht mehr aus dem Kopf: Kenny aus »South Park« mit »explosive diarrhea«.
Heute und morgen bewege ich mich nicht mehr aus dem Haus. Zu gefährlich.
Nach dem Arztbesuch noch ein Abstecher in die Apotheke, die verschriebenen Medikamente abholen (ekelhafte Tropfen und zwei verschiedene Tabletten im Bomber-Format, ich hasse es). Den Berg hoch Richtung Grundschule und kurz noch beim Edeka eingekauft. Für die Nachwelt:
- 2 Packungen Knäckebrot »Leicht & Cross Knusperbrot Weizen« von DeBeukelaer (Nettoinhalt: 125 Gramm; je 1,09 €)
Für mich das einzige Knäckebrot, das man pur in rauhen Mengen essen kann, ohne an Austrocknung einzugehen. - 2 Packungen Zwieback von Brandt (250 g; 0,99 €)
- 2 Tüten Salzbrezeln »Brezies« von Lorenz, ehemals Bahlsen (200 g;1,39 €)
Das verstehe wer will, weswegen die sich umbenannt haben. Einen gut eingeführten Markennamen, den jeder kennt, durch einen neuen unbekannten Namen ersetzen… Wenigstens ist das Logo und das Packungsdesign das selbe, sonst ging man am Regal dran vorbei. - 4 Tüten Tomatensuppe mit Croutons »Tomatencreme Suppe mit Basilikum-Croutons« von Maggi (für 0,5 Liter; 1,05 €)
- 1 Packung Reis »Spitzen-Langkorn-Reis im Kochbeutel in nur 10 Minuten fertig« von Uncle Ben’s (500 g; 1,59 €)
Von Reis hat der Arzt zwar nichts gesagt, aber ich denke ab morgen wird das in Ordnung gehen. Ich pflege meinen Reis pur zu essen: In die Tellermitte auf den Reis einen Klecks Ketchup, dann vermengen, so dass man Ketchup-Reis essen kann. Was ist eigentlich der Unterschied zwischen »in nur 10 Minuten fertig« und »in nur 20 Minuten fertig«, außer, dass mein Reis in der halben Zeit fertig ist? Kosten tun sie das selbe.
Außerdem habe ich noch ein gutes Wasser entdeckt, von dem ich mir wegen akuten Dursts eine 0,75 Liter Einweg-PET-Flasche gekauft habe (eigentlich wollte ich einen halben Liter Volvic, aber das hatten die nicht): »sportswater Bonaqa citrus« für 0,99 €. Hat durch einen Hauch von künstlicher Zitrone nicht ganz den langweiligen Geschmack von »normalem« Wasser. Und über den Namen »Bonaqa« nicht hinwegtäuschen lassen: mit dem »sparkling« das man normalerweise bekommt, kann man Häuser wegsprengen, wenn man nicht aufpasst. Aber dieses Bonaqa ist still, keine Kohlensäure.
Ich habe, bis auf den Reis, alles lieber redundant gekauft, weil ich nicht einschätzen kann, wie’s die nächsten Tage weiter geht und weil morgen wegen Feiertag die Läden zu sind.
Beim Warten auf den Bus nach Hause habe ich mir mal die oberste Packung aus der Tüte gegriffen: »Leicht & Cross«. Unglaublich, was sich Texter so für ein Marketing-Geschwurbel aus den Fingern ziehen müssen:
LEICHT&CROSS Knusperbrot – luftig locker, cross und leicht.
Bewusst ernähren, leichter leben. Für Ihre ganz persönliche Wellness gibt es LEICHT&CROSS: Das knusprig-leichte Brot für alle, die Wert auf eine bewusste Lebensweise und ein gutes Körpergefühl legen. Mit gutem Getreide, notwendigen Ballaststoffen und dem wichtigen Jodsalz trägt LEICHT&CROSS zu Ihrer optimalen Ernährungsbalance bei – jeden Tag.
Deliver me from Swedish furniture!
Schmidt: »Es gibt keine Sicherheiten. Überhaupt nicht. Du kannst machen was Du willst, irgendwo ist alles falsch.«
Andrack: »Ja, aber wenn man ‘n bisschen gesünder lebt, das macht doch auch mehr Spaß, oder, man fühlt sich doch besser.«
Schmidt: »Ehrlich gesagt nein.«
So, ich muss, das Wasser für meine Tomatencreme-Suppe mit Basilikum-Croutons kocht.
Erschienen am Donnerstag, 31.10.2002 @ 13:16
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Tags: Leben