Archiv für 2003
Mittwoch, 01.01.2003
Wir sind vor 20 Minuten wieder zu Hause angekommen. Eben noch das Auto ausgepackt.
Wir fuhren von Bischofswiesen bis nach Hause 344 Kilometer in exakt drei Stunden (von 19:35 bis 22:35 Uhr). Die Autobahnen (A8, A99, A9, A73) waren sehr leer, aber es hat die meiste Zeit während der Fahrt recht stark geschüttet und ab München zogen Nebelschwaden vorüber.
Meinen ausführlichen Reisebericht gibt’s in Kürze (morgen oder übermorgen).
37 neue Mails in sechs Tagen, von denen Entourage 17 korrekt als Spam identifizierte (wird bei mir in einem Junk-Ordner gesammelt). Bei den restlichen 20 Mails war kein Spam mehr dabei. Einige Newsletter, Amazon-Mitteilungen und wenige private Nachrichten.
Erschienen am Mittwoch, 01.01.2003 @ 23:00
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Tags: Leben
Donnerstag, 02.01.2003
In der letzten
Mac-TV-Sendung in 2002 gab es einen Jahresrückblick aus Apple-Sicht (wie konnte es anders sein). Ich habe mir mal die wesentlichen Innovationen aufgeschrieben. Es gibt tatsächlich Leute die behaupten, Apple sei nicht innovativ. Gut, die Systeme könnten gerne einen Zacken schneller sein, aber tatsächlich ist Apple die einzige Firma in der PC-Industrie, die noch andere Innovationen außer mehr Gigahertz und mehr Gigabytes hervorbringt:
Januar
Vorstellung des iMac mit TFT-Display (15 Zoll)
Vorstellung von iPhoto
Februar
Vorstellung von Quicktime 6 mit MPEG-4-Unterstützung und Quicktime Broadcaster
Apple gewinnt den Technical Grammy für seine Verdienste für die Musikindustrie
März
Preview für die Bluetooth-Unterstützung im Betriebssystem
Vorstellung des Cinema HD-Displays: 1.920×1.200 Auflösung auf 23 Zoll
April
Cinema-Tools für Final Cut Pro
DVD Studio Pro 1.5, lauffähig unter OS X
Neue Powerbooks mit DVI-Anschluss
Mai
WWDC mit der Demonstration von Jaguar und Rendezvous
Juni
Auslieferung von Quicktime 6 als public preview
Juli
iTunes 3 mit intelligenten Playlisten
Preview von iTunes 4 mit Rendezvous-Streaming von Musikdateien zwischen Rechnern
iCal-Ankündigung
iSync-Ankündigung
iMac mit 17-Zoll-TFT
Neue iPods (10 und 20 GB) mit berührungsempfindlichem Scrollrad
Freigabe der finalen Version von Quicktime 6 (100 Millionen Downloads innerhalb weniger Tage)
August
Auslieferung von Mac OS X 10.2 »Jaguar« (am ersten Wochenende wurden 100.000 Exemplare verkauft)
Final Cut Pro gewinnt einen Emmy-Award
September
Finale Version von iCal, Beta von iSync
HP, Lexmark, Philips, Xerox etc. springen auf den Rendezvous-Zug auf
100.000 Nutzer bei .Mac
Oktober
Keine großen Innovationen diesen Monat.
November
Sloat-loading SuperDrive (DVD-Brenner) im Top-Modell der Powerbook-Linie
Dezember
Auch keine neuen Produkte in diesem Monat.
Erschienen am Donnerstag, 02.01.2003 @ 16:26
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Tags: Apple, Mac
Ich habe meine Erwartungen für die kommende Macworld ja bereits vor einiger Zeit
aufgeschrieben. Inluminent
spekuliert auch ein wenig und verlinkt einen
Macworld-Artikel mit einem Dutzend Meinungen.
Die
Gerüchte gehen im Moment in Richtung neue iMacs und Software-Updates.
Zwei Updates, die nächste Woche sicher nicht mehr vorgestellt werden (höchstens noch angesprochen), sind iCal und iSync, denn neue Versionen dieser beiden Programme sind seit wenigen Stunden auf
Apples Website verfügbar. Ich habe sie noch nicht getestet (mache ich heute Abend), aber bei
iCal soll es laut Apple »major performance improvements« (na, Gott sei Dank!) und bei
iSync u.a. eine Unterstützung des .Mac-Adressbuchs geben (das war fällig und auch zu erwarten). Für die Chronisten: Die Versionsnummer von iCal ist jetzt 1.0.1 und von iSync 1.0 (bisher gab es nur eine öffentliche Beta-Version).
Mehr Geschwindigkeit in iCal ist sehr zu begrüßen: Ich finde das Programm Klasse, habe es aber nach einer kurzen Testphase nicht mehr benutzt, da es wegen seiner Behäbigkeit praktisch unbenutzbar war (auf einem G4-733 mit 768 MB RAM). Mal sehen, wie es sich später auf meinem iBook (G3-500, 256 MB RAM) anfühlt…
Erschienen am Donnerstag, 02.01.2003 @ 16:38
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Tags: Apple, Mac
Von mir gibt es bis auf weiteres keinen Jahresrückblick.
Erschienen am Donnerstag, 02.01.2003 @ 16:44
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Tags: Leben
Freitag, 03.01.2003
Kid Loco, »Tracy« (
Jesus Life for Children under 12 inches)
Erschienen am Freitag, 03.01.2003 @ 17:17
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Tags: Sonstiges
Heute Nachmittag gab’s ein paar Nudeln. Ich setzte Wasser auf und dachte nach zwei Minuten: Hossa, hier riecht’s verbrannt, das wird doch kaum das Wasser sein. Tatsache: Versehentlich hatte ich die Platte oben-rechts statt unten-rechts eingeschaltet und auf der lagen noch drei Blätter mit Rezepten von meiner Schwester.
Aber nix weiter passiert: Das Papier brannte noch nicht, sondern war nur angekokelt. Von der Platte gezogen und auf den gefliesten Boden geworfen. Für das unterste Rezept war’s allerdings zu spät.
Ich hasse es ja, wenn in der Küche auf den Arbeitsflächen Sachen rumstehen und -liegen. Nicht nur eine Frage der Optik, sondern auch der Sicherheit, wie heute gesehen. Eigentlich wollte ich nämlich aus der Küche rausgehen, nachdem ich das Wasser aufgesetzt hatte. Und dass man bei vier Platten mal die falsche einschaltet, kann durchaus passieren.
Erschienen am Freitag, 03.01.2003 @ 19:57
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Tags: Leben
Inzwischen habe ich mir die
gestern erschienenen neuen Versionen von iCal und iSync nochmal näher angesehen. iCal hat enorm in der Geschwindigkeit zugelegt und ist nun benutzbar. Umschalten zwischen Wochen oder das Ändern eines Eintrag durch Ziehen gehen nun relativ zügig. Kleinere Bugs wie der Wochenbeginn am Sonntag in den Mini-Kalendern (obwohl als Wochenbeginn Montag eingestellt war) sind nun behoben.
iSync kann nun problemlos mit meinem T68i-Handy von Sony Ericsson Daten austauschen; in der Beta wurde nur die Hälfte der Adressbuch-Einträge übermittelt.
Insgesamt zwei sehr gute Updates.
Erschienen am Freitag, 03.01.2003 @ 20:31
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Tags: Apple, Mac
Gester war ein ziemlich verregneter Tag. Nur später am Nachmittag, kurz vor Sonnenuntergang, brach die Sonne einmal durch die Wolkendecke durch und es regnete nicht. Ich fuhr am Abend in die Stadt, um mal wieder bei meinem Stammgriechen einzukehren. Viertelstunde Fußweg in der Stadt, und es hat sowohl auf dem Hin- als auch auf dem Rückweg geschüttet. Ich bin kein Freund von Schirmen, ich werde lieber nass, bevor ich einen Schirm tragen muss. Normalerweise ist das auch kein Problem, weil mir leichter Regen nichts ausmacht, wenn ich zu Fuß gehe.
Auf der Heimfahrt im Bus stand der Regen teilweise 5 cm hoch in den Straßen. Der Wiesengrund ist natürlich überschwemmt und nicht nur ich habe den EIndruck, dass dies vergangenes Jahr häufiger der Fall war als sonst.
In der Nacht hat es gestürmt; Erlangen liegt ja in Süddeutschland und folglich bekamen wir auch den Orkan ab.
Ansonsten ist es mit rund neun Grad für die Jahreszeit vergleichsweise warm.
Erschienen am Freitag, 03.01.2003 @ 20:45
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Tags: Leben
Vorhin war ich noch mit meinem Vater auf einen Sprung in der Stadt. Kleinigkeiten: Döner essen, im Müller ein bisschen Schokolade und Brillenputztücher kaufen, am Rückweg MediaMarkt.
Beim Dönermann nahm ich eine Cola-Dose mit, aber das seit vorgestern vorgeschriebene Pfand verlangte er nicht. Das kommt mir entgegen, denn das Dosenpfand, so wie es derzeit umgesetzt wird, halte ich für ziemlichen Unsinn.
Erstmal, worum es geht: Der frühere Umweltminister Klaus Töpfer hat vor rund Jahren, in der CDU-geführten Kohl-Regierung, eine Verordnung auf den Weg gebracht. Die besagt, dass ein Pfand auf Einwegverpackungen für Getränke erhoben werden muss, wenn die Mehrwegquote (Anteil der in Mehrwegverpackungen verkauften Getränke an der Gesamtzahl der selben) unter einen bestimmten Prozentsatz fällt. Letztes Jahr hat die Rot-Grüne Regierung festgestellt, dass diese Quoten bei einigen Getränken schon seit Jahren unterschritten wird, dass es mehr Einwegverpackungen gibt als erlaubt, weswegen zum 1. Januar 2003 das bereits vor zehn Jahren in der besagten Verordnung vorgesehene Pfand erhoben werden sollte. Das Umweltministerium schlug vor, das Pfand nicht nur für die Getränke zu erheben, deren Mehrweganteil unter die Quote gefallen war, sondern generell auf alle Getränke, die in ökologisch unvorteilhaften Verpackungen verkauft werden: Einwegflaschen aus Glas und PET-Kunststoff, Dosen aus Alu und Weißblech, unabhängig vom darin abgefüllten Getränk. Diese Initiative scheiterte, wenn ich mich Recht erinnere, vergangenen Sommer im Bundesrat.
Daher rührt ein großer Teil der jetzt vorherrschenden
Verwirrung (siehe auch
Spiegel 2 und
Spiegel 3): Pfand wird nur auf manche Getränke erhoben, nämlich auf Bier, Wasser mit und ohne Kohlensäure und auf kohlensäurehaltige Erfrischungsgetränke wie Cola. So kann es passieren, dass für Wasser Pfand verlangt wird und für den Saft in der selben Einweg-Plastikflasche nicht, weil der Mehrwegquoten-Anteil bei Saft noch nicht unterschritten wurde. Für Cola in der Dose fällt Pfand an, für Jim Beam-Cola (Whisky-Cola) in der Dose nicht.
So weit, so gut. Wie kann man das jetzt
komplizierter machen? Ganz einfach: Teile der Industrie überzogen vergangenes Jahr die Bundesregierung mit Klagen und hofften, dadurch das Dosenpfand zu Fall zu bringen. Das gelang nicht, alle Klagen wurden zu Gunsten der Regierung und des Pfands
entschieden. Problem: Die Industrie hatte keinen Plan B. Für das Gejammer von Händlern und Herstellern habe ich daher wenig Verständnis: Nicht nur, dass man seit Inkrafttreten der Verordnung zehn Jahre Zeit hatte, für den gar nicht unwahrscheinlichen worst-case (die Erhebung des Pfands) vorzusorgen, man lies im letzten Jahr auch noch Monate untätig ins Land ziehen: Abgesehen von Klagen gab es keine Konzepte, wie der drohenden Pfanderhebung begegnet werden kann. Jetzt ist das Pfand da und es gibt kein einheitliches Rücknahmesystem. Bis
Oktober kann man seine pfandpflichtigen Einwegverpackungen nur dort zurückgeben, wo man sie gekauft hat. Jeder Händler hat sein eigenes System: Rückgabe nur mit Kassenbon, nur mit Pfandmarken… Manche Ketten akzeptieren auch das Leergut aus anderen Filialen (meines Wissens bei Spar), andere nicht (z.B. Aral-Tankstellen). Getränkeautomaten sind derzeit außer Betrieb. Nicht wenige Händler haben Einwegverpackungen komplett aus ihrem Sortiment
herausgenommen (heute selbst erlebt bei Müller). Außer einem einheitlichen Rücknahmesystem (Rücknahme bei jedem Händler) soll auch eine Clearing-Stelle erst bis Oktober aufgebaut werden. Die sorgt dafür, dass Händler, die mehr Pfand ausbezahlen als sie einnehmen, Geld von den anderen Händlern zurückerhalten.
Soweit zur grundsätzlichen Problematik. Was mich an der Sache ärgert ist, dass hier nach dem Prinzip Hoffnung gearbeitet wurde: Schau’ mer mal, dann seh’n wir weiter. Bis Oktober darf ich mich als Verbraucher jetzt mit einem Krückensystem herumschlagen, weil ich nicht meine Dose kaufen und 500 Meter weiter zurückgeben kann, wenn ich sie ausgetrunken habe. Abgesehen davon wird für wer-weiß-wie-lange die Getränkeversorgung in kleinen Packungseinheiten eingeschränkt sein. Ich habe bisher gerne Dosen zu 0,33 Liter, Einweg-PETs zu 0,5 Litern und Einweg-Glasflaschen zu 0,33 Liter gekauft, weil ich unterwegs etwas kühles trinken konnte. Ich nehme mir von zu Hause keine 0,75- oder 1,0-Liter-Mehrweg-Flasche mit, weil ich unterwegs (in der Stadt) nicht so viel trinke. Eine Literflasche eignet sich gut für zu Hause, weil man sie über einen Tag gut leer trinken kann. Bei einer Literflasche im Rucksack geht durch das Geschaukel ja die ganze Kohlensäure raus. Ich will meinen Döner auch nicht mit Früchtetee aus der Thermoskanne runterspülen. Ich würde ja gerne kleinere Mehrweg-Flaschen zu 0,33 oder 0,5 Litern kaufen, wenn es so etwas gäbe. Dann kann ich mir in der Stadt einen kühlen Schluck kaufen und die Flasche ein paar Geschäfte weiter wieder abgeben. Oder ich nehme sie meinetwegen auch nach Hause, um sie im Keller zu sammeln. Meine Hoffnung ist ja, dass Coka Cola und Co. in den nächsten Monaten Mehrweg-Flaschen in kleinen Abfüllmengen (halber Liter) anbieten. Und wenn ich noch einen Wunsch äußern darf: Bitte aus Plastik, die halten mehr aus als Glas. PET-Literflaschen gibt’s ja auch in einer Mehrweg-Variante. Aber so was wurde halt bisher nicht angeboten, deswegen der Griff zur Dose oder Einwegflasche.
Das Dosenpfand macht glaube ich nur Sinn, wenn dadurch die Einwegverpackungen reduziert werden. Das ist wohl die Überlegung, die dahinter steht, aber die Industrie muss auch mitziehen. Es bringt nichts, auch ab Oktober nicht, wenn Dosen und Einwegflaschen mit einem Pfand belegt werden, wenn sie munter weiter konsumiert und gesammelt werden, am Ende aber doch auf der Müllkippe landen. Zu dem Thema (genauer gesagt zum Grünen Punkt und zum DSD) gab es in der letzten brandeins-Ausgabe einen
sehr aufschlussreichen Artikel, der auch
online verfügbar ist (ungekürzt und kostenlos).
Ich bin kein grundsätzlicher Pfandgegner, aber die jetzige Umsetzung ist ein Schuss ins Knie.
Mein Fazit: Entziehen kann man sich dem wohl nicht (außer der Dönermann erhebt weiterhin kein Pfand) und bis Oktober wird man sich ärgern müssen. Bis im Oktober das bundesweit einheitliche Rücknahmesystem steht hoffe ich, dass die Pfandpflicht auch auf andere Getränke ausgeweitet wird, um die Verwirrung, was Pfand kostet und was nicht (trotz gleicher Verpackung) zu beenden. Außerdem wünsche ich mit Mehrweg-PETs in kleineren Abfüllmengen als einem Liter (ob es dann ein drittel, ein halber oder ein dreiviertel Liter ist, ist egal).
Im Zuge dessen hoffe ich auch, dass Schweppes Ginger Ale
endlich mal in Mehrweg-PETs abgefüllt wird.
The Flow hat heute einen Link zu einer
FAQ zum Dosenpfand auf der Website des Bundesumweltministers
ausgegraben. Was sie taugt weiß ich nicht, da ich sie noch nicht gelesen habe.
Nachtrag (21:35 Uhr): Es ist nicht so, dass z.B. Coca Cola nicht wollte. Es gibt Cola in Halbliter-Glas-Mehrwegflaschen, allerdings habe ich die nur während meiner Schulzeit am Erlanger Ohm-Gymnasium vor über zehn Jahren und vor einem Jahr in der Heilbronner Filiale meiner Bank gesehen. Warum kann ich sowas nicht einzeln im Edeka oder beim Dönermann bekommen?
Erschienen am Freitag, 03.01.2003 @ 21:30
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Tags: Politik
Markus hat eine Seite
gefunden, auf der es übergroße Bildschirmhintergründe zum Download gibt: Die Auflösung der
Big Desktop Images beträgt 2.560×1.024 Pixel und eignet sich daher gut für Besitzer
großer,
sehr großer oder mehrerer Displays.
Erschienen am Freitag, 03.01.2003 @ 21:48
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Tags: Apple, Mac
Ein oder zwei Tage, bevor wir zu unserem
Silvester-Urlaub aufbrachen, fand ich den Interpreten und den Titel eines bestimmten Songs heraus. Mein Onkel kam auf einen Sprung vorbei, um ein paar DVDs von mir auszuleihen (sein Player ist relativ jung) und sich von meinem Vater Raumklang mit
dts demonstrieren zu lassen. Was ich nicht wusste: Den Song, den ich schon seit einiger Zeit suchte hatte mein Vater bereits seit ein paar Wochen auf DVD:
Es handelt sich um »Boys of Summer« von Don Henley (Album:
Building the perfect Beast).
Die DVD »
Live Inside Job ist ein Konzertmitschnitt.
Erschienen am Freitag, 03.01.2003 @ 22:09
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Tags: Sonstiges
Ich bin noch ein Review von »Herr der Ringe – Die zwei Türme« schuldig, den ich am 26.12.2002 gesehen habe.
Da der Titel bildschirmfüllend ist, beschränke ich mich im folgenden auf LotR (für »Lord of the Ring«) bzw. LotR1 wenn vom ersten Teil »Die Gefährten« die Rede ist und LotR2, wenn es um den zweiten Film geht, der die Geschichte des
zweiten Bandes von John Ronald Reuel Tolkien nacherzählt, geht.
Als weitergehende Lektüre immer empfehlen kann ich die
filmfacts-Kritiken von Andreas Edler (
LotR1,
LotR2) und Johannes Pietsch (
LotR1,
LotR2). Außerdem ist ein Blick in die IMDB (
LotR1,
LotR2 nie verkehrt, um mit Details erschlagen zu werden. Außerdem kann ich zelluloid.de (
LotR1,
LotR2) empfehlen.
Klaus hat sich beide Teile hintereinander in einem Anfall von Masochismus im Manhattan-Kino gegeben, weswegen wir dieses Jahr nur zu dritt in den größten Saal des Cinestar gingen: Holger (auf Heimatbesuch in Erlangen), Martin und ich. Etwa anderthalb Wochen vorher konnte ich exzellente Plätze Mitte-Mitte reservieren. Martin bezahlte den Normaltarif für 7,40 Euro, Holger und ich hatten 5-Sterne-Tickets (fünf Kinofilme zu 5,40 Euro, also insgesamt 27 Euro, im voraus bezahlen und dafür eben zu nur 5,40 Euro in jede Vorstellung gehen können).
Vor einigen Jahren las ich mal, dass im Kino vor dem Hauptfilm maximal 17 Minuten Werbung exklusive Trailer gezeigt werden dürfen. Hat man das geändert? Im Cinestar gab es gleich eine runde halbe Stunde Werbung und es wurden nur ein oder zwei Trailer gezeigt. Die Eisverkäufer machten bei 464 ausverkauften Plätzen wider erwarten nicht das Geschäft ihres Lebens und waren nach ungefähr fünf Minuten durch. Anschließend die Lasershow mit einem nachgebauten
Trailer zu »Star Trek 10: Nemesis« und darauf weitere normale Filmtrailer, bis sich der Dunst der Nebelmaschine von der Lasershow verzogen hatte. Danach begann der Hauptfilm, ohne Soundsystem-Trailer.
Es gibt zwei Sorten von Leuten, die sich den Herrn der Ringe ansehen: Solche, die die Bücher gelesen haben und solche, die die Bücher nicht kennen (<loriot>Ach?</loriot>). Ich kenne die beiden letzten der drei Bände nicht; den ersten Band habe ich als Kind gelesen, aber nachdem ich mich durch diesen durchgekämpft habe, gab ich auf, denn mir war das alles zu langatmig. Freunde haben mir damals schon gesagt, dass in den beiden anderen Teilen noch richtig die Post abgehen würde, aber ich konnte mich bislang nicht überwinden, die Lektüre von »Die zwei Türme« und »Die Rückkehr des Königs« nachzuholen.
Abgesehen davon gehöre ich zu den Leuten, die möglichst wenig über einen Film im Voraus wissen wollen und versuchen, sich etwaigem Hype zu entziehen, um sich nicht die Spannung zu verderben und um keine zu große Erwartungshaltung aufzubauen, die dann vielleicht nur enttäuscht wird. Von daher nur in aller Kürze der Inhalt, denn ich nehme an, dass er entweder eh schon bekannt ist, oder die Bekanntheit nicht gewünscht ist. Hier für die dritte Sorte von Leuten (kennen das Buch nicht, wollen die Handlung aber im vornherein wissen), worum’s geht:
Im ersten Teil hat der Hobbit Frodo den Ring Saurons an sich genommen, um ihn in den Feuern von Mordor, von wo er einst stammt, zu vernichten. Am Schluss des ersten Teils waren Frodo und sein Begleiter ihrem Ziel schon ein gutes Stück näher gekommen, aber die Gefährten wurden voneinander getrennt. Im zweiten Teil geht es um ein Königreich in Mittelerde, das von den Armeen Sarumans angegriffen wird. Frodo und Begleitung versuchen derweil, nach Mordor zu gelangen, aber der Weg dorthin ist kein Spaziergang.
Den ersten Film fand ich vor einem Jahr eher langweilig. Er war nicht schlecht, aber auch nicht mehr als Durchschnitt, keine Offenbarung. Rund um mich rum Leute, die sich vor Begeisterung kaum auf den Stühlen halten konnten und war ziemlich allein mit meiner Meinung, dass dem Film eine Laufzeit von nur zweieinhalb statt drei Stunden besser gestanden hätte. Ich ging aus dem Kino mit einem Gefühl von »Ok, haben wir jetzt auch gesehen, und?«, und dachte mir, dass der erste Teil von Harry Potter wesentlich interessanter war als der erste »Herr der Ringe«-Film.
Anders beim zweiten Teil. Ebenfalls drei Stunden, aber dieses Mal hätte er gerne noch eine halbe Stunde länger laufen können. Spannend, durchaus geschickte Erzählung der verschiedenen Handlungsstränge, Massenschlachten, eindrucksvolle Landschaftsbilder und Bauten. Etwas befremdlich war allerdings der Einwand des Elbengefährten, dass wegen der roten Sonne Blut vergossen wurde. Da kann ich Spiegel-online-Autorin Wiebke Brauer kann ich nur Recht geben wenn sie sagt: »
Winnetou in Mittelerde«. Auch etwas seltsam war das Täuschungsmanöver, mit dem zwei Hobbits einen Ent (ein lebender Baum) überzeugten, gegen Saruman in den Krieg zu ziehen. Kurz zuvor haben sich die Ents noch ausgiebig beratschlagt, ob sie in den Krieg eintreten sollten und haben sich schließlich dagegen entschieden. Die zwei Hobbits führten den Ent ihres Vertrauens dann nach Süden, wo Saruman die Freunde des Ent abgeholzt hatte, um Platz für seine Festung zu schaffen. Als er das sah, war die Sache gebongt und alle anderen Ents, die wie angewurzelt danebenstanden, waren auch zur Stelle und fingen ohne weitere Konsultationen an zu kämpfen.
Insgesamt hat der zweite Film aber Lust auf mehr gemacht. Ich hatte nach dem Film schon überlegt, ob ich mir nicht wieder den
dritten Band kaufen sollte, den ich vor einigen Monaten über eBay verscherbelt habe. Wer mit Fantasy allgemein oder dem Herrn der Ringe speziell was anfangen kann, wird sich im zweiten Teil sicher nicht langweilen. Ob es zu Ärgernissen kommt, weil sich Regisseur Peter Jackson womöglich nicht nah genug an der Romanvorlage hält, kann ich nicht beurteilen, da ich das Buch ja nicht gelesen habe.
Bei uns wurde der Film nach anderthalb Stunden unvermittelt für ca. zehn Minuten unterbrochen (»Pause« wurde eingeblendet) und fing dann plötzlich wieder an. Normalerweise empfinde ich sowas ja als Ärgerniss, aber obwohl ich vor dem Film bereits
was weggetragen habe, kam mir diese Unterbrechung sehr gelegen, denn es war dringend. Ich hatte mich quasi eine Stunde auf die Pause einstellen können (bzw. ich habe darauf gehofft) und schaltete schnell, als der Film gestoppt wurde. Aufgesprungen, raus aus der Reihe, zwei Treppenstufen auf einmal und raus auf’s Klo. Dank meiner blitzschnellen Reaktionen war ich einer der ersten und konnte noch einen freien Platz ergattern.
Am Schluss des Abspanns (bei den Soundsystem-Logos) gibt es übrigens noch einen Apple-Bezug: Ein Apfel prangt am linken Rand der verkündet, dass LotR2 mit der Hilfe von
Shake, das Apple kürzlich aufgekauft hat,
enstanden ist.
Nach dem Film gingen wir noch in die Stadt. Unsere erste Anlaufstelle war die S-Bar in der Nähe des Bahnhofs, aber die war überlaufen. Ich schlug dann vor, mal das
Bomml zu testen, die neue Kneipe der früheren Schlupfwinkel-Macher. Wir blieben dort eine Weile. Vorteile: Platz. Nachteile: Keine Cocktails, weit zu hatschen, ein wenig Partykeller-Flair.
Nach Hause irgendwann zwischen eins und zwei. Martin war so freundlich, uns auf seinem Heimweg nach Nürnberg unterwegs abzusetzen.
Erschienen am Freitag, 03.01.2003 @ 23:29
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Tags: film, Film-und-Fernsehen
Samstag, 04.01.2003
Ich hab’ mal wieder ein paar Trailer gesehen und auf zelluloid.de die Kino-Starttermine für
Januar gecheckt. Die folgenden Filme stelle ich mal unter »verschärfte Beobachtung«. Die Links auf den Filmtitlen führen zur entsprechenden IMDB-Seite.
11′09″01
Über 11′09″01 habe ich zum ersten Mal in einem
Spiegel-Artikel über Sean Penn gelesen. Einen englischen Trailer habe ich beim besten Willen nicht im Netz finden können, aber als Holger und ich in »Bowling for Columbine«
waren, wurde ein sehr ansprechender englischer Trailer gezeigt.
Elf Regisseure zeigen in je elf Minuten, neun Sekunden und einem Bild, wie sie den Anschlag auf das World Trade Center und das Pentagon am 11. September 2001 filmisch umsetzen. Sean Penn ist der bekannteste der Regisseure, von allen anderen, die aus Burkina Faso und sonst woher kommen, hat man noch nie was gehört. Der Trailer war wie gesagt sehr interessant und die Idee (11′09″01) fasziniert mich. Im bereits genannten Spiegel-Artikel ist auch nachzulesen, worum es in Sean Penns Epsiode in 11′09″01 geht.
Hier in der Region läuft er noch nicht, aber evtl bald im
Lamm. Offizieller deutscher Starttermin war bereits der 28.11.2002.
8 Mile
Auch hier bin ich zuerst über einen Spiegel-Artikel auf den Film aufmerksam geworden. Oder genauer, ich wusste bereits im November oder Anfang Dezember, dass es einen Film mit Eminem geben würde, aber damit beschäftigt habe ich mich erst nach dem Artikel über die 8 Mile von Spiegel-Autor Helmut Sorge: »
Bandenkriege in L.A.: Dealen, schießen, rappen«
“8 Mile”, das war in Detroit die imaginäre Trennungslinie zwischen Schwarz und Weiß. Tatsächlich, auch das dokumentiert Hanson eindringlich, sind die Rassen vereint, sind gemeinsam Vergessene des amerikanischen Traums.
Curtis Hanson, der bereits bei »L.A. Confidential« Regie führte, zeichnet auch für »8 Mile« verantwortlich. Nach Sorges sehr aufschlussreichem Artikel sah ich mir den Trailer auf apple.com/trailers an und war begeistert. Wenn der Film nur halb so gut wird wie der Trailer, hat sich der Kinobesuch schon gelohnt. Der Trailer für sich ist schon ein Meisterwerk: Sehr guter Schnitt, synchrone Einblendung von Schlüsselbegriffen die im Hintergrund im Soundtrack abgespielt werden (gute Idee), ein eingägniger Score, beeindruckende Szenen (z.B. wie die Filmtochter von Eminem zum Abschied winkt oder Eminem auf der Bühne), schnelle Überblendungen, die Titles. Davon ab erzählt er natürlich kurz und knapp die Geschichte, ohne zu viel zu verraten — so jedenfalls mein Eindruck. Beim Score handelt es sich auch gleich um den Titelsong des Films: »Lose yourself«, natürlich von Eminem. Ich bin kein Fan von ihm, aber »Stan« und eben »Lose yourself« finden sich auch in meiner iTunes-Musikdatenbank. »Lose yourself« hat einen interessanten Text und einen eingehenden Rhythmus mit einem eigenartigen Takt. 15/17tel, keine Ahnung (Holger?).
Ich weiß nicht genau, was mich bei »8 Mile« erwartet, aber nach allem, was ich jetzt weiß, stufe ich ihn mal als Drama und Milieustudie ein. Die Werbezeilen machen neugierig:
»Every moment is another chance.«
»Every moment is a chance to turn it around.«
»Look, what if you had one chance to seize everything you ever wanted? Would you capture it? Or would you let it slip?«
»8 Mile« läuft bereits seit 2. Januar 2003 in den Kinos. Im Erlanger Cinestar sogar in zwei Sälen.
Erste Kritiken finden sich bei spiegel.de und bei filmfacts.de. Das Studio ist Universal.
Analyze That
Einen ersten Teaser zum Nachfolger von »Analyze This« sah ich schon vor einigen Wochen. Ich denke es ging nicht nur mir so, der bereits den ersten Teil gesehen hat, als ich mich beim Sehen des Teasers wegschmiss! Wer den ersten Film nicht kennt, wird aber wohl kaum etwas mit dem Teaser anfangen können. Kurzversion: Die Person, die da wie ein Schlosshund heult (Robert DeNiro) ist ein Mafia-Boss. Der Typ mit Bart und Brille (Billy Crystal) ist sein Therapeut. Vor Kurzem erschien auch ein längerer Trailer, der die Story des Nachfolgers erklärt. Lisa Kudrow (Phoebe aus »Friends«) ist auch wieder mit von der Partie.
Deutschlandstart ist der 9. Januar 2003.
Hier kann man übrigens mal wieder schön sehen was passiert, wenn der deutsche Verleih Titel übersetzt, die er besser nicht übersetzt hätte. Der erste Teil hieß im Original »Analyze This«. Zu deutsch: »Reine Nervensache«. Der Nachfolger nennt sich »Analyze That«, in Deutschland »Reine Nervensache 2«.
Ok, man muss zugeben, dass es einfach nur eine Fortsetzung ist, so wie »Ghostbusters 2«: Er wird kaum ans Original rankommen.
Regie führte dann auch Harold Ramis, das Studio ist Warner.
One Hour Photo
Sollte »One Hour Photo« nicht schon irgendwann letztes Jahr starten? Den Trailer habe ich schon vor Monaten bei Apple gesehen, in den USA lief er auf einem Festival bereits im Januar 2002 (!) und offiziell startete er in den Staaten im vergangenen August. Die Code 1-DVD erscheint bereits am 18. Februar. Egal, nun kommt er am 9. Januar 2003 in die hiesigen Kinos.
Robin Williams spielt in diesem Suspense-Film von Mark Romanek einen Angestellten in der Fotoabteilung eines Supermarkts. Da er die Bilder seiner Kunden in die Finger bekommt, ist er bestens darüber informiert, wo und wie diese leben. Das Wissen lässt er nicht ungenutzt.
Das Studio ist Fox.
Star Trek: Nemesis
Der zehnte Star Trek-Film und der vierte mit der Next Generation-Crew. Laut Werbezeile »die letzte Reise einer Generation«. Ob die TNG-Crew in Star Trek XI nochmal aufkreuzt oder nicht, ist meines Wissens noch unklar. Die Voyager-Crew ist zu Hause und Deep Space Nine ist eigentlich abschließend erzählt; mit diesen beiden Crews wird es kaum ein Wiedersehen auf der Kinoleinwand geben (IMHO die beste Serie war übrigens DS9). Evtl darf die neue »Enterprise«-Crew ihr Leinwand-Debüt geben. Davon ab frage ich mich nach dem Ansehen des Trailers, wie viele Enterprises eigentlich noch geschrottet werden sollen. Das nimmt ja bald Ausmaße an wie beim Voyager-Shuttle-Counter.
Ich weiß fast gar nicht, worum es geht, und das soll auch so bleiben, da ich mir nicht die Spannung verderben will (siehe auch meine Kritik zu Two Towers). Einem ungeschriebenen Gesetz zu Folge sind alle Star Trek-Filme mit geraden Nummern (2, 4, 6, 8…) gute Filme. Mal sehen.
Deutscher Starttermin ist der 16. Januar 2003. Regie führte Stuart Baird, das Studio ist natürlich Paramount.
Anger Management
Jack Nicholson ist uns noch aus »As good as it gets« als Ekel in guter Erinnerung und in »Anger Management« scheint er dem Trailer nach zu urteilen eine ähnliche Rolle zu besetzen. Adam Sandler spielt einen Geschäftsmann, der irrtümlich in ein Programm zum Agressionsabbau gesteckt wird und trifft dadurch auf Jack Nicholson, seinen agressiven Anti-Agressions-Trainer. Den Film werde ich mir auf keinen Fall entgehen lassen!
Deutscher Start am 15. Mai 2003 (Holger, Cinema München?), Regie: Peter Segal, Studio: Columbia.
Erschienen am Samstag, 04.01.2003 @ 14:35
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Tags: film, Film-und-Fernsehen
Es schneit. Dabei hat es 0,7 Grad plus, zumindest in zwei Metern Höhe. Der Schnee bleibt derzeit aber nicht auf der Straße liegen, die Straße wird nur nass. Aber am Rand und auf Autodächern bildet sich eine dünne weiße Schicht.
Erschienen am Samstag, 04.01.2003 @ 21:16
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Tags: Sonstiges
Newsgroups: de.comp.sys.mac.misc
Message-ID:
<1foa020.4tbjha1akzcl4N%aljen@macnews.de>
Subject: Re: Warum ist es so ruhig vor der MacworldExpo?
From: Aleksander Jensko <aljen@macnews.de>
Date: Sat, 4 Jan 2003 19:55:24 +0100
Stefan Freimark <stefan@freimark.de> wrote:
> Bin ich eigentlich der einzige,
> der Tablet-PCs für Unsinn hält?
Und ich dachte schon, ich wäre alleine.
Erschienen am Samstag, 04.01.2003 @ 23:48
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Tags: Apple, Mac
Sonntag, 05.01.2003
Apples größte Stärke ist die
Innovation. Vielleicht ist das der Grund, weswegen ein Standard-Spruch von Apple-Managern dieser ist:
»We do not comment on future products.«
Von Apple ist nie zu erfahren, wann welches Produkt mit welchen Spezifikationen zu welchen Preisen erscheint. Wenn es fertig ist, wird es von Apple-CEO Steve Jobs vorgestellt, fast schon zelebriert und es ist kurz darauf zu haben, bei Software durchaus bereits eine Stunde später, bei Hardware kann es auch mal eine Woche dauern.
Andere Firmen, wie Microsoft, kündigen ihre Produkte Jahre im Voraus an und können dann kaum den angekündigten Termin halten (siehe Windows95). Das führt dazu, dass sich manche Gazetten schon Jahre vor der Veröffentlichung zu Schlagzeilen wie »Das beste Windows aller Zeiten« hinreißen lassen oder dass man ewig auf Produkte wartet.
Der Nachteil von Apples Geheimhaltungsstrategie ist freilich, dass man schlecht (Anschaffungen) planen kann, da man ja nicht weiß, ob nicht vielleicht zwei Wochen später ein besseres Produkt erscheint oder das eben gekaufte Produkt im Preis gesenkt wird. Ein Anhaltspunkt sind die regelmäßig stattfindenden Mac-Messen, die durch eine Keynote (Schlüsselrede) von Apple-Chef Steve Jobs eröffnet werden. Unter Mac-Usern ist bekannt: Kaufe niemals kurz vor einer Mac-Messe, man weiß nie, ob Steve nicht vielleicht das Ei des Kolumbus aus dem Hut zaubert. Solche Messen finden immer im Januar statt (Macworld Expo San Francisco, MWSF), sowie im Juli (Macworld Expo New York, MWNY). Außerdem gibt es noch kleinere Messen in Tokio (für dieses Jahr abgesagt) und in Paris (im Herbst). Dazwischen gibt es noch spezielle Events wie die WWDC (World Wide Developers Conference) und die Seybold (Fachmesse für die Druckindustrie). Auf all diesen Messen wurden in Steve Jobs’ Keynote bereits neue Produkte, Hardware wie Software, vorgestellt.
Diese Geheimniskrämerei ist natürlich der ideale Nährboden für Gerüchte. Zu den besseren Gerüchtesites gehören macrumors.com und thinksecret.com. Während Thinksecret eigene Gerüchte lanciert und recherchiert, fasst Macrumors auch Gerüchte von anderen Sites (einschließlich Thinksecret) zusammen und führt Buch über die Trefferquoten. Als deutsche Site, nicht nur für Gerüchte sondern zum Mac generell, kann ich Mac-TV empfehlen. Jeden Sonntag um 21 Uhr gibt es sogar eine Live-Sendung (und das hat nichts mehr mit ruckelnden Bildchen wie früher zu tun). Ich glaube, dass dieses Katz-und-Maus-Spiel zwischen Apple und seinen Usern, der Community, auch stark zum Zusammenhalt dieser Gemeinschaft beiträgt, oder, etwas sachlicher ausgedrückt, zur Markentreue (siehe dazu auch die Wired-Artikel »It’s all about the Brand« und »For Mac Users, it takes a Village«).
Ebenfalls legendär ist Jobs’ »One more thing«, bei dem er kurz vor Schluss seiner Rede noch ein großes Ding aus dem Hut zieht.
Wie dem Leser dieses Weblogs nicht ganz entgangen sein dürfte, findet in Kürze wieder eine Macworld statt, und zwar die MWSF am kommenden Dienstag.
Wenn Steve Jobs am 7. Januar um zehn Uhr Ortszeit (Pacific Time, 18 Uhr deutscher Zeit) in San Francisco die Bühne betritt, wird Apple die ca. zweistündige Keynote live per Quicktime-Stream übertragen. Die Adresse ist apple.com/quicktime/qtv/mwsf03
Mac-TV wird ab 17 Uhr senden und nach Abschluss der Keynote für eine Sondersendung zurück sein.
Die Spekulationen schießen ins Kraut
Die neuesten Gerüchte bei Thinksecret besagen, dass es zur MWSF keine neuen iMacs, emacs oder Displays geben wird. Das wäre schon ein Schock: mit neuen Power Macs hat niemand ernsthaft gerechnet. Aber die iMacs sind überfällig für einen sogenannten »Speed-Bump« (etwas höhere Geschwindigkeit). Die neuen TFT-iMacs wurden vor genau einem Jahr (zur MWSF 2002 am 7. Januar 2002) vorgestellt, mit Prozessortaktungen von 700 und 800 Megahertz. Im Juli, auf der MWNY 2002, kam zum ursprünglichen 15-Zoll-Modell noch eines mit 17-Zoll und SuperDrive (DVD-Brenner) hinzu. Aber ansonsten blieb der iMac unverändert, weswegen ein Speed-Bump fast schon zwingend ist. Für den eMac (alter iMac, aber mit 17-Zoll-Röhrenmonitor) interessiere ich mich nicht so, deswegen kein weiterer Kommentar dazu. Neue Displays sind eigentlich auch fällig. Die jetzige Reihe sieht so aus: 15 Zoll, 17, 22 und 23. Das 15-Zoll-Modell kauft kein Mensch. Zwischen 17er und 22er ist die Lücke zu groß, da muss noch ein 19-Zöller rein. Die neue Reihe könnte also so aussehen: 17, 19, 22, 23. Wenn es wirklich so kommt, würde mich das schon enttäuschen, denn ich sitze hier seit Ende November nur mit einem 12-Zoll-iBook (1.024×768er Auflösung, G3-500-Prozessor und 256 MB RAM) und wollte mir nach der Keynote eigentlich einen 17-Zoll-iMac (1.440×900 Pixel) mit SuperDrive kaufen. Das iBook ist ein geniales Rucksack-Notebook, aber als Desktop-Ersatz etwas ungeeignet. Ich müsste meinen Kauf noch um einen Monat aufschieben. Dass tatsächlich keine neuen iMacs kommen, ist freilich nur ein Gerücht. Das Problem ist: Thinksecret hat eine überdurchschnittlich gute Trefferquote. Zum Beispiel hat Thinksecret alle von ihnen als »sicher« vorhergesagten Ergebnisse der MWNY 2002 richtig getippt und auch in Bezug auf Software-Ankündigungen (inkl. Screenshots) liegt Thinksecret in der Regel richtig.
Ein weiteres Rumor lautet: Apple wird für die nächsten Updates von iDVD, iPhoto und iMovie Geld verlangen. Alle drei Updates sollen als Bundle für 50 USD angeboten werden, evtl mit einem Nachlass für .Mac-Abonennten. Wenn das zutrifft, dann ist die gute Nachricht: es wird Updates für diese drei Anwendungen geben, und das ist insbesondere bei iDVD und iMovie mehr als reif. Die schlechte Nachricht, dass man für die Updates in die Tasche greifen muss, erschreckt erstmal, weil Mac-User bei der Vorstellung von neuen »iApps« Steve Jobs’ Worte »How much do we charge for this application? It’s a free download.« gewohnt waren. Und auch Updates von z.B. iTunes oder iCal waren bislang kostenlos. Aber bei näherer Betrachtung stellt man fest, dass das auch bei den bisherigen Updates von iDVD und iMovie so war und das jetzt eben nur iPhoto dazu kommt. Bei neuen Macs werden die aktuellen Versionen natürlich kostenlos beiliegen.
Man darf dennoch gespannt sein, was am Dienstag passieren wird. Meine Erwartungen an die MWSF habe ich bereits am 09.12.02 aufgeschrieben.
Erschienen am Sonntag, 05.01.2003 @ 17:40
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Tags: Apple, Mac
Montag, 06.01.2003
Ist es im Bereich des Denkbaren, dass heute nur in Süddeutschland (oder auch nur in Bayern?) Feiertag ist? Habe mich heute morgen schon gewundert, als in meinem Posteingang die Mail mit dem
Fernsehprogramm aufschlug, dass heute reguläres Programm läuft und eine Stunde später tatsächlich das Frühstücksfernsehen begann…
Trotzdem würde mich mal interessieren, was SAT.1 geritten hat, um heute eine Art Doku-Nacht zu bringen (und das, ohne zwei Wochen vorher mit Trailern zu diesem Event zu nerven):
23:15 – Spiegel-TV Reportage (»Hauptgewinn Fertighaus«)
00:15 – 24 Stunden (»Modern Talking hautnah«)
00:45 – 24 Stunden (»Glücksrad privat«)
01:15 – 24 Stunden (»Knast brutal«)
01:40 – 24 Stunden (»Brautschau in Fernost«)
03:10 – 24 Stunden (»Gerichtsmedizin in Wien«)
03:35 – 24 Stunden (»Bodyguard-Schule«)
04:05 – 24 Stunden (»Mit dem LKW nach Moskau«)
04:35 – 24 Stunden (»Endstation Loveparade – Drehkreuz Bahnhof Zoo«)
05:05 – 24 Stunden (»Jagd auf Schulschwänzer«)
Es handelt sich aber meist um teilweise jahrealte Sendungen (»Glücksrad privat« z.B. von 1993) und die meisten Themen interessieren mich nicht die Bohne. Ich schaue mir (oder nehme auf) vielleicht die Sendungen zur Gerichtsmedizin in Wien, die LKW-Fahrt nach Moskau und die Loveparade in Berlin an.
Alternativprogramm auf Pro7:
23:25 – headnut.tv (Sendung mit der Maus für krasse Checker)
00:00 – Seinfeld (»Michigan-Flaschenpfand-Coup (1) «)
Im ZDF läuft in der Nacht auf Dienstag ein deutscher Film, über den ich schon viel gehört habe:
00:25 bis 02:00 – »Kurz und schmerzlos« (
IMDB,
zelluloid.de) von Fatih Akin.
Erschienen am Montag, 06.01.2003 @ 19:31
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Tags: Medien
Dienstag, 07.01.2003
Drei Zentimeter Neuschnee und diesmal bleibt’s auch liegen. Ich mag den Winter ja nicht, aber Schnee auf Bäumen z.B. sieht gut aus. Bis die weiße Pampe wegtaut und zu braunem Matsch wird.
Heute Nachmittag muss ich mir unbedingt Stiefel kaufen. Vielleicht gibt’s ja was reduziert.
Erschienen am Dienstag, 07.01.2003 @ 0:15
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Tags: Leben
Fettes Brot, »Jein« (
Außen Top Hits, innen Geschmack)
Erschienen am Dienstag, 07.01.2003 @ 0:29
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Tags: Leben
Noch 12 Stunden.
Erschienen am Dienstag, 07.01.2003 @ 6:02
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Tags: Apple, Mac
Um 18 Uhr betritt Steve Jobs in San Francisco die Bühne. Wem das nichts sagt, sollte meinen
Eintrag von Sonntag durchlesen. Die Adresse für die Übertragung von Apple:
apple.com/quicktime/qtv/mwsf03
Mac-TV sendet vor der Keynote ab 17 Uhr live (kostenlos
Registrierung erforderlich) und »gleich, nachdem Steve Jobs uns den Rücken gekehrt hat, sind wir wieder da.« Der Clou: Alle Live-Sendungen bei Mac-TV, die Vorberichterstattung um 17 Uhr und die Nachlese ab ca. 18 Uhr, sind heute kostenlos!
Ich weiß nicht, ob ich es bis 17 Uhr schaffe. Ich muss nach wie vor dienstags und donnerstags am Nachmittag zur
Bestrahlung bei meinem Hautarzt aufkreuzen. Termin um 16:15 Uhr,
Busse raus um 16:27 (an 17:04) oder 16:47 (an 17:23).
Im Endspurt haben sich die Gerüchte nochmal überschlagen: Jetzt ist (nur nicht bei Thinksecret) doch von neuen Powerbooks (zusätzliches Sub-Modell mit 12 Zoll und ein großes Modell mit 17 Zoll) die Rede sowie von FireWire 2 (und wenn’s eine neue Schnittstelle gibt, machen ja wohl auch neue Geräte Sinn). Die Spannung ist groß wie nie, denn, wie Jörn
auf Mac-TV schrieb:
»Vielleicht wird Apple ein Feuerwerk an tollen Produkten entfachen, viellecht geht es auch zwei Stunden lang um Dot-Mac und Maya 4.5. Niemand weiß das. Aber selten gab es so viele Möglichkeiten und Eventualitäten wie dieses Mal.«
Diesmal ist wirklich alles drin, zwischen Enttäuschung und Begeisterung.
Die Apple-User schauen sowieso zu (denen kann ich aber die Analysen von Mac-TV nach der Keynote nur wärmstens empfehlen), aber das hier geht an die PC-Nutzer da draußen: Wenn Ihr heute zwischen 18 und 20 Uhr noch nichts vor habt, dann seht Euch die Keynote an!
Erschienen am Dienstag, 07.01.2003 @ 8:02
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Tags: Apple, Mac
Bin um 17:10 heimgekommen. Es geht los,
Mac-TV sendet bereits!
Erschienen am Dienstag, 07.01.2003 @ 17:17
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Tags: Apple, Mac
In der Fortsetzung steht das genaue Protokoll der heutigen Keynote, hier zunächst die Ergebnisse:
Neue Software:
- Final Cut Express (299 USD, ab heute erhältlich)
- iPhoto 2 (kostenlos, ab 24.1., als Download)
- iMovie 3 (kostenlos, ab 24.1., als Download)
- iDVD 3 (49 USD im Bundle mit iPhoto, iTunes & iMovie, ab 24.1.)
- Safari (Beta, kostenlos, ab heute als Download)
- Keynote (99 USD, ab heute erhältlich)
Neue Hardware:
- 17″-Powerbook
- FireWire 800
- Airport Extreme
- 12″-Powerbook
Industry firsts:
- beleuchtete Notebook-Tastatur (”When do you guys stop thinking of cool stuff?”)
- Firewire 800 überhaupt und an einem Notebook
- Slot-loading DVD-Brenner in einem 12″-Notebook
- 54 MBit/s WLAN
- Integration von Digital Hub-Anwendungen (Foto, Musik, Video, DVD-Authoring)
- Notebook mit 17″ Display
- Bluetooth-serienmäßig in einem Notebook (oder täusche ich mich da?)
Ein ausführlicher Kommentar von mir folgt.
[Ereignisse chronologisch aufsteigend, neuere Einträge stehen weiter unten.]
17:45, der Stream wird übertragen. Gezeigt wird die Halle und das Messegelände, über das Unmengen von Leuten strömen. In den ersten Reihen des Vortragssaals sitzen bekanntere Apple-Manager (z.B. Avie).
Mein TextEdit zum Mitprotokollieren ist bereit.
Die Redezeit ist mit zweianderthalb Stunden veranschlagt (bisherige Keynotes nur zwei Stunden).
18 Uhr: einer Durchsage, man möge die Sitzplätze einnehmen.
18:07, eine Durchsage, man möge alle Cellulars (zu deutsch: Handies) und Pagers abschalten, die Keynote würde in Kürze beginnen.
18:08, die Keynote beginnt mit Louis Armstrongs “Wonderful World”, der Saal wird abgedunkelt. In den Stream wird ein Copyright-Hinweis eingeblendet. Die Kamera zeigt wieder den dunklen Saal.
18:10, “Wonderful World” ist zu Ende, Steve Jobs betritt die Bühne. Dunkler Pulli, Blue Jeans, weiße Turnschuhe, wie immer.
Applaus.
“We’ve got two Macworlds worth with stuff today.”
15.000 Streams derzeit (oder 50.000?), einer auch in den Vatikan.
Updates:
Switcher-Campaign:
Applaus beim Bild von Ellen Feiss.
apple.com/switch wurde seit Sommer 2002 von 7,8 Millionen Surfern besucht, davon 68% mit Windows-Betriebssystem.
New word to the vocabulary: “Switcher”
Retail Stores:
Erster Store vor 20 Monaten eröffnet, inzwischen 51 Geschäfte. 85 Millionen Menschen leben im Umkreis von 50 Meilen zu einem Store.
Steve zeigt die Stores in New York und L.A.
Letztes Quartal (Okt.-Dez.): 148 Millionen USD Umsatz in den Stores, liegt laut Steve im Plan. 50% der verkauften Computer in den Stores gehen an Windows-Switchers.
Besucher im Dezember: 1,4 Millionen, entspricht 20 Macworlds.
X for Teachers:
290.000 Lehrer haben kostenlos OS X bekommen. Programm endete am 31.12.02, wird aber bis Ende März verlängert.
iCal und iSync:
Letzte Woche wurden beide geupdatet: iCal auf 1.0.2 und iSync auf 1.0
1,1 Millionen Downloads von iCal seit dem Sommer (wurde im Juli vorgestellt).
Websites mit veröffentlichen Kalendern kommen auf.
iCal 1.0.2 fixt einige Bugs und verbessert die Geschwindigkeit.
iSync war eine public beta. Steve betont die Wichtigkeit dieser Applikation.
“You hear a lot more about these two apps this year.”
.mac:
Kurze Einführung in das Paket.
Kostet 99 USD pro Jahr, weil es nicht kostenlos für Apple ist.
Seit 4 Monaten gebührenpflichtig, inzwischen 250.000 Abonennten.
“We got some feedback.”
iPod:
“Walkman of the digital age”
iPods werden erst seit 14 Monaten verkauft. Bisher 600.000 Stück. Einer pro Minute seit November 2001.
#1 mp3-Player in USA und Japan. In Japan 42% Marktanteil.
Viel Zubehör, heute wird ein neues von Apple vorgestellt.
Zusammenarbeit mit Burton, um eine Snowboard-Jacke zu entwickeln, mit einer speziellen iPod-Tasche. “That’s not, what’s cool about it. This is cool about it:” Fernbedienung im Ärmel!
499 USD, gibt’s aber nur im Apple Online-Store, Limited Edition. “I got mine.”
Alle Updates erledigt.
18:22
Mac OS X:
[Ein Tempo legt der heute vor...]
Kurze Einführung in Jaguar.
Aktuell 5 Millionen “active” OS X-Users.
Ziel: 9 bis 10 Millionen in 2003.
“Eine wichtige App fehlt noch, und wir alle wissen, welche das ist.”
Promo-Aktion: verlängert bis 7. April (Office mit einem neuen Mac für nur 199 USD zusätzlich).
QuickBooks 5.0 for Mac seit wenigen Wochen erhältlich.
Nascar mit ForceFeedback einige Wochen her.
Virtual PC 6 seit wenigen Wochen erhältlich.
Director auf OS X seit wenigen Wochen erhältlich.
Heute wird angekündigt: “Pro Tools”
Dave Lebolt von Digital Design betritt die Bühne, um “Pro Tools” zu erklären.
“Pro Tools” ist eine Audio-Software (Mixer).
Eric Clapton, Madonna, Dr. Dre, NIN u.a. benutzen Pro Tools. 495 USD für Einsteigerversion.
Kurze Demo von Dave Lebolt.
“Let’s add some DSP-madness.”
18:30
Steve Jobs ist wieder auf der Bühne.
Final Cut Pro.
“#1 Pro video editing software in the world.”
Preiswertestes Videoschnittprogramm überhaupt, kostet aber trotzdem noch 1.999 USD.
Deswegen eine neue Software mit etwas weniger Pro-Features: “Final Cut Express” (FCE).
Phil Schiller kommt für eine Demo auf die Bühne.
Sieht wie Final Cut Pro aus. Arbeitet laut Phil auch so (das selbe Interface).
Unlimited Layers.
Das selbe Dateiformat wie bei Final Cut Pro. Kann auch iMovie-Projekte importieren.
Über 200 Effekte und Übergänge. Echtzeit-Encoding ohne zusätzliche Hardware.
FCE hat Farbkorrektur eingebaut.
18:33, Steve wieder auf der Bühne.
“Die Kunden wollten wie ein Pro schneiden, aber nicht so viel ausgeben.”
Preis: 299 USD.
Verfügbar ab heute!
Ab heute kein Booten mehr der Hardware in OS 9 möglich.
9 kann aber in Classic gestartet werden.
Next: Talk about the Digital Hub.
All our music is going digital.
Digital Hub wurde vor zwei Jahren angekündigt: “We have delivered”: iPhoto, iTunes, iMovie, iDVD.
Viele andere haben darüber gesprochen, aber nur Apple hat geliefert.
“Nur Apple hat die vier Schlüssel-Applikationen entwickelt.
Wir haben gelernt, dass Ihr Eure Musik in Euren Diashows und Filmen verwenden wollt. Eure digitalen Bilder in Euren Filmen.”
Bisher waren die iApps nicht voll integriert.
Nun sind sie integriert.
Wir machen für den digitalen Lifestyle die iApps, was MS Office für “productivity” ist.
Bisher einige hidden features in iTunes 3, die heute offengelegt werden. Wir konnten bis heute nicht darüber sprechen.
iPhoto ist die “digitale Schuhbox” für Ihre Fotos. Bisher 6 Millionen Downloads in 12 Monaten. Heute wird iPhoto 2 vorgestellt, mit Integration in iTunes. Archivierung zu CD und DVD möglich.
Demo von Steve. Schluck aus seiner Wasserflasche.
Kein Share-Button mehr, noch bequemer gemacht.
Bei Diashows kann jetzt Musik aus iTunes abgespielt werden. Jetzt eine Demo, wie eine Diashow auf DVD gebrannt werden kann. “iDVD 3 launches, which we will talk about in a minute.”
Jetzt eine Demo von “One-click Enhance”. Cool: Ein Klick auf Enhance und ein Foto wird aufgehellt. Consumer digital cameras bekommen die white balance nicht gebacken. Mit One Click Enhance kann man auch einen Schneemann im Garten etwas besser herauskommen lassen.
Nächstes Feature: Retouch Brush. Kann z.B. eine Narbe im Gesicht verschwinden lassen. Quasi Photoshop für den Endkunden.
Neue Features:
- Full integration in iTunes
- One-click Enhance
- Retouch Brush
- Archive to CD & DVD
iMovie:
12 Millionen Downloads.
Heute wird iMovie 3 vorgestellt.
Voll integriert: Fotos aus iPhoto, Musik aus iTunes.
Neue Features:
- Chapters (Kapitel)
- “Ken Burns effect”
- precise audio editing.
Demo von Steve von iMovie 3.
Neues Interface: Nimmt nicht den ganzen Bildschirm ein, sondern ist ein Fenster. Neue Timeline. Einfacher Import von iTunes-Musik (einzelne Dateien oder Playlists) möglich.
Soundeffects von Skywalker Sounds (George Lucas, Star Wars).
Audio-Editing: Lautstärke im Clip ändern etc.
Ken Burns effect: In iMovie 3 kann über ein Foto aus iPhoto gescrollt werden. Wenn gewünscht, können auch noch Titles drübergelegt werden.
Whole bunch of new titles, transitions…
Kurze Demo noch der Kapitel.
“Exporting out of iMovie wasn’t fun.”
Ein Klick auf “Create iDVD project”, und iDVD 3 wird geöffnet. iDVD verwendet die in iMovie definierten Kapitel!
[Applaus im Publikum.]
iDVD 3:
680.000 Kopien verteilt. Heute wird iDVD 3 vorgestellt.
Features:
- volle Integration mit iTunes, iMovie und iPhoto
- 24 neue Themes
- Scene Selection (Kapitel aus iMovie übernehmen)
Demo von Steve.
Die neuen Themes zeigen nicht mehr nur in kleinen Rahmen das Video an, sondern verändern die eigenen Videos auch, z.B. ein “Projektor von 1953″-Effekt, Picture-in-Picture, Brush Strokes…
Per Klick einfach eine Musikdatei aus iTunes nehmen, um den Soundtrack für das DVD-Menü zu machen…
19:00 Uhr, Keynote läuft seit 50 Minuten.
Diese neuen Themes sind wirklich der Hammer, ich kann die Demo jetzt aber nicht so schnell beschreiben. “You can do this stuff! You can do it on your Mac!”
Preise für DVD-Rohlinge werden auf 3 USD pro Stück gesenkt. Könnte laut Steve Jobs bei 1 USD pro Stück sein.
Name für die integrierte Suite: “iLife”
For a new digital lifestyle and it all works together.
Verfügbar ab 24. Januar. Gebundelt mit neuen Macs.
Kostenlos downloadbar: iTunes 3 (keine neuer Version), iPhoto 2, iMovie 3. iDVD kann wg. der Download-Größe (hunderte MB wg. der Themes) nicht kostenlos sein. Alle vier Apps inkl. iDVD im Bundle für 49 USD. Oder alle kostenlos bei neuen Rechnern dabei (iDVD nur bei Rechnern mit DVD-Brennern).
Neue App: “Safari”
“The turbo browser for OS X”
“We have done our own browser and it’s hot.”
Zwei Gründe:
1.: Speed (fastest browser on the Mac)
IE 5.3.3, Netscape 7.0.1, Chimera 0.6, Safari beta
Ergebnisse zum Laden einer Seite: Safari 3x schneller als IE/Mac.
Javascript-Test von iBench: 2x schneller als IE/Mac.
Launch-Times: 40% schneller als IE
2. Grund: Innovate, “The best browser ever”
Google ist in der Toolbar integriert.
Metall-Oberfläche.
Demo von Steve Jobs.
Bin sehr gespannt wg. der rendering engine. Basiert er evtl auf Gecko? Apple hat ja einen Chimera-Entwickler (basiert auf Netscape Gecko) abgeworben.
Demo: Rasend schneller Seitenaufbau (Wired, Yahoo, eBay…).
Quicktime- und Flash-Integration.
Bookmarks Bar: Drag’n'Drop. Coolest thing: Seite zur Bookmark Bar hinzufügen: In die Leiste draggen oder einen Knopf drücken. Sheet kommt runter, um es ggf. umzubennenen (das ist wirklich einfacher, als nach dem Hinzufügen irgendwo hineinzugehen und den Namen zu ändern).
Bookmars Library sieht ein wenig aus wie iTunes: “Wir dachten, diese Metapher eignet sich wunderbar für Bookmarks.” Alle Website-Einträge des systemweiten Adressbuchs stehen auch in der Library.
Google-Integration: Suchbegriff einfach in die Toolbar eingeben, wie im Finder oder in iTunes.
Über 10 Mio. Websites, sorry, dass wir Safari nicht mit allen testen konnten. Aber es ist ein Bug-Button eingebaut, um eine Meldung an Apple zu schicken.
[Von einem Pop-up-Blocker hat er noch nicht gesprochen, das würde ich mir noch wünschen.]
“Safari is based on Standards”
Basiert auf open source-Rendering Enginge. Arbeiten begannen vor einem Jahr.
“Open Source: We think it’s great!”
Die Apple-Verbesserungen fließen in die Codebase des KHTML-Projekts (von KDE) ein.
Läuft nur auf Jaguar (OS X 10.2)
Beta release, free download ab heute.
Neue App: “Keynote”
Präsentations-Software.
“Keynote was built for me.”
Wird seit einem Jahr von Steve Jobs zu jeder Keynote beta-getestet.
:-)
Demo von Steve Jobs.
19:20, bisher nur über Software gesprochen.
Die Slideshow von Steves heutiger Keynote hat 500 slides.
Text, graphics, compositing.
Anti-Alias-Text, stufenlos.
Arbeitet mit Master-Slides.
Alpha-Support.
Stufenlose Skalierung und Rotation von Objekten.
Transparenz (nicht nur an oder aus, sondern stufenlos).
Objekte können arrangiert werden.
Unterstützung von PDF, TIFF, JPG, PSD, Flash…
Tables & Charts
Bildergallerie mit über 100 Bildern (und die sehen wesentlich besser aus, als die Clip-Arts von Office…)
Tabellen können rotiert werden, oder Aufbau nach Zeilen oder Spalten.
Kleine Tabellenkalkulation eingebaut, für Charts.
“Die meisten von uns können sich keine Grafikabteilung leisten.” Deswegen sind Themes eingebaut. Wie auch in iDVD, verwenden die Themes die Fotos aus iPhoto, um sie für die Themes zu verändern.
Steve zeigt verschiedene Themes. Das “Apple-Theme”, mit dem Steve seine Keynotes bestreitet, war noch nicht dabei (kann man sich aber auch selbst bauen).
“Pro-quality transitions.”
Überblendungen, Wipe, Push, Pivit, Drop, Twirl, 3D mosaics, Flips, Cube…
Ist möglich durch Quart und OpenGL.
Insgesamt sehr viel Eyecandy, da kann PowerPoint nicht mehr mithalten (hoffentlich wird das nicht auch so missbraucht wie PowerPoint; es geht auch einfach, wie Steve Jobs zeigt).
Kompatibilität: Import und Export von/zu PowerPoint.
Export auch in PDF und Quicktime.
Open file format, XML-basiert. 3rd Parties sollen Applikationen dafür entwickeln. Dadurch automatische Generierung von Präsentationen möglich.
Läuft ab Jaguar (OS X 10.2).
Preis: 99 USD, ab heute erhältlich. Es wird eine Box gezeigt, scheint es nicht als Download zu geben (wohl wg. der Themens).
Den Anwesenden im Saal wird eine kostenlose Kopie mitgegeben.
Two years ago…
wurde ein wichtiges Produkt für Apple hier in Frisco vorgestellt: das Titanium Powerbook.
“#1 lust object”
Jeder Reviewer sagt heute immer noch: #1 notebook in the industry.
Wir glauben daran, dass Notebooks irgendwann Desktops in den Verkaufszahlen überholen.
Wir möchten mehr Desktops durch Notebooks ersetzen. Wie machen wir das?
“Stuff it up a notch to attract more people.”
Neues 17-Zoll-Powerbook!
Weltweit erstes 17-Zoll-Notebook überhaupt (industry first).
“It’s stunning.”
Dicke im geschlossenen Zustand: Ein Zoll.
Auflösung: 1.440×900 widescreen (16:10), wie 17″-iMac.
“You got a desktop that is one inch thick one the road.”
Beleuchtete Tasten, industry first! Mit Sensoren, um die Tastenbeleuchtung einzuschalten, wenn die Umgebung dunkler wird.
Gewicht: 6,8 Pfund. Konkurrenz: 8-10 Pfund.
Neues Material: AI
Gravuren, nichts aufgemalt.
1 GHz G4, 1 MB L3-Cache
Sloat-loading Superdrive
GeForce 440 Go, 64 MB
“Now something new: Today we announce FireWire 800!”
Anschlüsse: 2x USB (einer an jeder Seite), 1x FW400, 1x FW800, 1x GB-Ethernet, PCMCIA, Line-In, Headphones, most wirelessly equiped notebook in the world: Bluetooth und Airport built in.
Bisher hat Apple 2 Mio. Airport-Produkte verkauft.
Bisher 11 MBit/s bei Airport, ab heute 802.11g, “Airport Extreme”, 54 MBit/s.
Apple kam mit 802.11b. Manche Firmen kamen mit inkompatiblem 802.11a (auch 54 MBit/s). Apple ignorierte das und wartete auf 802.11g, das ab- und aufwärtskompatibel ist.
Verbesserte Antennen im neuen Titanium: Reichweite wie beim iBook.
Neue Airport-Basis: Bis zu 50 User, Wireless Bridging, USB printing (USB-Port an der Basis, um einen Drucker anzuschließen). Preis der neuen Basis: 199 USD.
Lithitum Prismatic-Akku im neuen Powerbook: 4,5 Stunden Laufzeit.
512 MB RAM, 80 GB Platte.
Dual-Display Support
Bootet in OS X. Kommt mit QuickBooks gebundelt.
Preis: 3.299 USD (das ist sensationell günstig für so ein Notebook).
Verfügbar: nächsten Monat, im Februar.
One more thing…
One more small thing…
Neues 12-Zoll-Powerbook. Quasi ein Rucksack-Powerbook.
1,2 Zoll dick
4,6 Pfund
Smallest full-featured notebook in the world.
Smaller than the iBook in every dimensions.
Slot-load drive.
1.024×768
867 MHz G4
GeForce 420 Go mit 32 MB
Sloat-load Combo-Drive
Bluetooth built in, Airport Extreme ready (plus 99 USD)
5 Stunden Laufzeit
256 MB RAM, 40 GB Platte
Bootet in OS X. Kommt mit QuickBooks gebundelt.
Preis: 1.799 USD
Most affordable Powerbook ever, erhältlich in zwei Wochen.
BTO: SuperDrive für 1.999 USD (200 USD mehr für DVD-Brenner)
Year of the notebook for Apple.
15″-Powerbook bleibt.
19:57 Uhr
Video wird gezeigt.
20:04, Video ist zu Ende
I got one more thing to show you today (zwei TV-Spots)
1.: Spot zum 17″ Powerbook
Steve: “How can we talk visualy about the largest and the smallest notebook in the world?”
2.: Mini-Me von Austin Powers und ein Riese nebeneinander im Flugzeug. Geil! Publikum gröhlt!
What’s driving us is one thing: Innovation.
“I’ve read some rumor sites and they said, that would be the most boring keynote ever.” Dann zählt Steve die Neuheiten von heute auf. “Sie sollten nicht alles glauben, was sie lesen.”
Steve lobt die Leute von Apple für die gute Arbeit, Publikum applaudiert.
20:10, Keynote ist zu Ende. Hat genau zwei Stunden gedauert.
Zum Ausgang wird eine Cover-Version von “Wonderful World” gespielt.
Erschienen am Dienstag, 07.01.2003 @ 20:15
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Tags: Apple, Mac
Mittwoch, 08.01.2003
Am
09.12.02 habe ich eine Vorhersage zur
heutigen Keynote gewagt. Mal sehen, was davon nach der Keynote tatsächlich eingetreten ist:
| Vorhersage | eingetreten? |
| Rückblick (Verkaufszahlen, Downloadzahlen…) | JA
War aber auch nicht schwer zu erraten. |
| Vorstellung von Dritthersteller-Software (MS stellt IE6/Mac vor) | JEIN
3rd Party-Software wurde vorgestellt (nur Pro Tools), IE6/Mac war nicht dabei. |
| Einführung in den Digital Hub (wieder mal) | JA
War ebenfalls nicht schwer zu erraten. |
| iSync final | NEIN
iSync 1.0 wurde bereits einige Tage vor der Keynote zum Download angeboten. Das Adressbuch von .Mac wird seit der finalen Version unterstützt (auf www.mac.com, wie dort angekündigt, zum 7.1. freigeschaltet). |
| iCal 2 (Performance, Performance, Performance) | NEIN iCal 1.0.1 (und kurz danach 1.0.2) wurde bereits einige Tage vor der Keynote zum Download angeboten. Es gab aber große Geschwindigkeitsverbesserungen. |
| evtl iChat 2 | NEIN |
| iMovie 3 | JA
Aber von VCD/SVCD-Support war nicht die Rede. |
| Erklärung, dass und warum OS 9 auf neuen Macs in 2003 nicht mehr läuft | JA |
| neue iMacs | NEIN |
| neue Displays (15" gestrichen, 19" neu) | NEIN |
| One more thing: kurzeVorschau auf 10.3 (erhältlich dann im Sommer) | NEIN |
Soweit die Dinge, die auf der Keynote hätten passieren sollen. Jetzt dazu, was nach meiner Voraussage keinesfalls eintreten sollte:
| Vorhersage | eingetreten? |
|---|
| keine neuen Power Macs (auch keine Speed-Bumps) | JA |
| kein FireWire 2 | NEIN |
| kein USB 2 | JA |
| keine neuen Portables (iBook, Powerbook) | NEIN |
| kein Bluetooth on board | NEIN |
Tja, da habe ich ziemlich daneben gegriffen, Macht aber nix, denn ich bin nicht unglücklich darüber, dass meine, im Vergleich zur tatsächlichen Keynote, relativ pessimistische Vorhersage nicht eingetroffen ist. Aber ich bin erstaunt darüber, wie richtig Thinksecret mal wieder lag: Alle mit 100% vorhergesagten Ereignisse traten ein, auch der Apple-eigene Browser, dessen Wahrscheinlichkeit Thinksecret mit 75% angab. Lediglich mit der Voraussage, dass es keine neuen Powerbooks geben würde, lag Thinksecret daneben.
Erschienen am Mittwoch, 08.01.2003 @ 1:23
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Tags: Apple, Mac
Es ist heute knackig kalt.
Gestern kam ich nicht dazu, aber heute muss ich Stiefel kaufen. Und vielleicht noch verbilligte Ware abgreifen, was im Februar kaum noch zu machen sein wird. Davon ab halte ich es bei den Temperaturen nicht lange in Halbschuhen aus. Später wird die dicke Jeans aus dem Schrank geholt und vor die Tür gehe ich nur noch im Mantel. Schal und Mütze sind eh schon seit längerem Standard. Und keine T-Shirts mehr drunterziehen, Pullis und langärmelige Hemden sind Pflicht.
Erschienen am Mittwoch, 08.01.2003 @ 8:49
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Tags: Leben
Hier also meine Nachbetrachtung zur
gestrigen Keynote.
Zunächst, was mir allgemein aufgefallen ist: Zu Beginn eröffnete Steve Jobs die Keynote mit dem Hinweis, dass man gestern Material für zwei Macworld-Eröffnungsreden hätte. Das war nicht gelogen. Er legteanfangs ein Tempo vor, als sei der Leibhaftige hinter ihm her. Das Publikum war am Anfang zurückhaltend und »ertrug« die iApp-Updates, aber als Apple dann ein neues Ding nach dem anderen auspackte (fing etwa bei der Vorstellung des Browsers an), gab es kein Halten mehr. Am Schluss sagte Steve Jobs, er hätte einige der
Rumorsites gelesen. Diese hätten durchweg gemutmaßt, dass das eine der langweiligsten Keynotes überhaupt werden würde. Er fragte das Publikum, ob es das auch so sehen würde, was mit Applaus und Gejohle abschlägig beschieden wurde. Jobs: »Ihr solltet nicht alles glauben, was Ihr lest.«
Ich spreche nun die einzelnen Ereignisse in der Reihenfolge an, in der sie auch auf der Keynote passierten. Die Dinge, die nicht neu sind (News zu Beginn, Verkaufszahlen, OS X…) fasse ich nur kurz zusammen und kommentiere sie nicht. Wer direkt zu den interessanten Stellen will:
klicksduhier.
Updates
Jede der vergangenen Keynotes begann mit »Updates« zu aktuellen Dingen, die Apple betreffen: Erfolge von Werbekampagnen und Verkaufsgeschäften, Verkaufszahlen kleinerer oder neuer Produkte. Hier fasse ich mich relativ kurz: Steve Jobs stellte die Erfolge der Switcher-Campaign vor: Die Website
apple.com/switch wurde seit dem Start im letzten Sommer von bislang 7,8 Millionen Surfern besucht und 68% davon waren Windows-User. Das Wort »Switcher« sei inzwischen in den allgemeinen Sprachgebrauch aufgenommen worden.
Apple eröffnete sein erstes Ladengeschäft vor 20 Monaten. Inzwischen gibt es 51 Geschäfte (alle in den USA). 85 Millionen Menschen in den USA leben maximal 50 Meilen von einer Filiale entfernt. Im letzten Quartal 2002 wurden mit den Stores 148 Millionen USD umgesetzt (liegt laut Jobs im Plan). 50% der verkauften Computer in den Stores gehen an Windows-Umsteiger. Im Dezember 2002 besuchten 1,4 Millionen Menschen die Geschäfte.
Von
iCal und
iSync wurden eine Woche vor der Keynote neue Versionen veröffentlicht. Seit dem Juli 2002 wurde iCal 1,1 Millionen mal von Apples Website geladen. Steve Jobs: »You hear a lot more about these two apps this year.«
.mac, seit vier Monaten gebührenpflichtig, hat mittlerweile die angepeilte Zahl von 250.000 Abonennten erreicht. Liegt wohl nicht ganz im Plan; ich meine mich erinnern zu können, dass man diese Zahl wesentlich früher erreichen wollte. Über die Gebühren der vormals kostenlosen iTools sagte Jobs ironisch: »We got some feedback.«
Der
iPod verkauft sich sensationell: In den letzten 14 Monaten seit der Vorstellung wurden 600.000 Stück verkauft. Wie viele davon an Windows-User gingen (die Windows-Version wurde etwa ein halbes Jahr später vorgestellt), sagte Steve nicht. Für die Statistiker sagte Jobs noch, dass das einem verkauften Gerät pro Minute seit November 2001 (Datum der Vorstellung) entspricht. In den USA und Japan ist der iPod Marktführer unter den mp3-Playern; in Japan sogar mit einem Marktanteil von 42%. Steve Jobs stellte eine Snowboard-Jacke in Zusammenarbeit mit
Burton vor, die es aber nur kurze Zeit in einer limitierten Auflage und nur direkt bei Apple zu beziehen gibt (
Heise-Meldung). Der Preis der Jacke (ohne iPod) liegt bei 499 USD (würde sagen, das ist das obere Ende für eine Goretex-Jacke). Der Clou dabei ist die eingebaute Fernbedienung im linken Ärmel (Höhe Handgelenk). Steve Jobs: »I got mine.« Ob’s in der Jacke warm genug für den iPod ist?
Unter null Grad Celsius stellt er ja den Betrieb ein…
Mac OS X
Steve Jobs erwähnte kurz, dass ab dem heutigen Tag alle neuen Macs nur noch in OS X booten können. Ein booten in OS 9 ist nicht mehr möglich; 9er Programme können nur noch in der Classic-Umgebung innerhalb von OS X ausgeführt werden. Jobs ließ es sich nicht nehmen, eine Spitze
an die Adresse von Quark zu verteilen, die mit ihrer DTP-Software XPress überfällig sind: »Eine wichtige App fehlt noch, und wir alle wissen, welche das ist.« Davon, dass es für Schulen und XPress-User noch bis zum Sommer Macs geben soll, die auch im alten Betriebssystem booten (siehe
Heise-Meldung), erwähnte Jobs nichts. Als Begründung für diesen Schritt gab er in einem Satz an, dass es sich Apple nicht leisten kann, noch Ressourcen für die weitere Unterstützung des alten Betriebssystems aufzuwenden; dies sei aus Hardware-Sicht nämlich besonders aufwändig.
Aktuell gibt es 5 Millionen »aktive« OS X-Nutzer. Bis Ende des Jahres sollen es 9 bis 10 Millionen sein. Mit der Zahl von 5 Millionen zu diesem Zeitpunkt liegt man meiner Erinnerung nach im Plan.
Eine
Promo-Aktion, bei der man zu einem neuen Mac zusätzlich Microsofts Office für nur 200 statt 600 USD bekommt, wurde bis 7. April verlängert.
Innerhalb der nächsten Minute sprudelte aus Jobs heraus, dass seit Kurzem QuickBooks für den Mac erhältlich sein soll (muss wohl so eine Art »WISO-Sparbuch« für den Ami sein), ebenso das aktuelle Nascar-Spiel, Virtual PC in Version 6 und von Macromedia der Director MX. Ab gestern erhältlich: »Pro Tools« (professioneller Musikmixer) von Digital Design.
Final Cut Express
Der erste Paukenschlag: Steve spricht kurz
Final Cut Pro (FCP) an. Er sagt, es sei die »#1 pro video editing software in the world.«. Der Preis von rund 1.300 Euro ist tatsächlich pro und nicht Urlaubsvideo-Heimanwender-freundlich, aber im Vergleich zu anderen professionellen Videoprogrammen eigentlich fast geschenkt. Dennoch: Wer mit iMovie seine Videos schneidet, stößt schnell an Grenzen. Und steht dann da: Mit den Beschränkungen des kostenlosen iMovie weiterleben, oder in den sauren Apfel beißen (zwei Euro in die Wortspielkasse) und für teuer in die Profi-Klasse aufsteigen? Auf Windows, so las ich erst vor drei Tagen, sei man da noch wesentlich besser dran: Da gäbe es von der kostenlosen Dreingabe bei Videokameras über Mittelklasse-Schnittprogramme bis hin zu High End-Lösungen wie Premiere, After Effects oder Avid alles. Diese Lücke auf dem Mac hat nun auch Apple erkannt und geschlossen: Ab sofort ist »
Final Cut Express« (FCE) erhältlich: eine abgespeckte Version von FCP für rund 380 Euro (
Heise-Meldung). FCE sieht genauso aus wie FCP, fühlt sich genauso an und lässt sich genauso bedienen. Es fehlen lediglich einige Profi-Features, die der fortgeschrittene Heimanwender aber kaum braucht, zum Beispiel Offline-Editing oder die Unterstützung von Formaten jenseits von DV, nämlich HD, SD und Film. Aber ansonsten ist alles dabei, wie unlimitierte Anzahl von Layern, Farbkorrektur, Echtzeit-Encoding und über 200 Effekte und Übergänge oder der fortschrittlichere Title-Generator. FCE bringt schlauerweise das selbe Dateiformat wie FCP mit, außerdem lassen sich auch iMovie-Projekte importieren. Steve Jobs: »Unsere Kunden wollen wie ein Profi schneiden, aber nicht so viel ausgeben.« Netter Nebeneffekt (der auch von Jobs betont wurde): Man kann so für relativ wenig Geld den Umgang mit Final Cut erlernen. Als z.B. Student könnte man sich FCE leisten und später im »großen« FCP nahtlos weiterarbeiten. Jörn von
Mac-TV meinte jedoch in der
Sendung nach der Keynote, dass er viel mit FCP arbeite und davor warne, FCE auf die leichte Schulter zu nehmen: »Final Cut ist nicht iMovie«, ein Blick ins Handbuch wird sich nicht vermeiden lassen.
FCE ist meines Erachtens eine sehr wichtige Neuankündigung, denn es schließt eine riesige Lücke. Bleibt die Frage, ob es künftig evtl auch ein »DVD Studio Express« gibt, denn in iDVD kann man auch schnell an Grenzen stoßen und »DVD Studio Pro« bewegt sich preislich ebenfalls in FCP-Regionen. Vielleicht mit einer Option, auch außerhalb eines iDVD-Projekts einen DV-Stream in MPEG-2 umzuwandeln?
Digital Hub, iLife
Steve sprach als nächstes die Strategie des Digital Hub an, die vor zwei Jahren auf der Keynote in San Francisco vorgestellt wurde: Man kündigte es an, Apple lieferte aber auch, während andere Firmen nur weiter angekündigten. Kurz gesagt geht die Digital Hub-Strategie so: Der moderne Mensch ist umgeben von vielen kleinen digitalen Gadgets/Devices, die alle Daten beherbergen. Der Mac wird künftig der »digitale Hub« sein und im Zentrum all dieser Devices stehen, quasi die zentrale Steuerzentrale, ohne den diese ganzen Geräte, einzeln für sich gesehen, keinen Sinn machen, die den ganzen Gadgets erst einen übergreifenden Sinn geben. Apple lieferte nach der Vorstellung der neuen Strategie die sogenannten iApps aus (»i«, weil deren Name alle mit einem kleinen i anfängt wie auch bei den Hardware-Geräten für Consumer, und »Apps« von Applications, Anwendungen).
iTunes für die Verwaltung der mp3-Musikbibliothek und zur Synchronisierung mit Apples mp3-Player iPod.
iMovie für den digitalen Videoschnitt der Urlaubsvideos, die Papi mit der DV-Cam aufgenommen hat.
iDVD, um die geschnittenen Filme auf DVD zu brennen, damit man sie am DVD-Player ansehen kann (oder um den Eltern eine DVD mit dem Hochzeitsvideo der heimlichen Hochzeit auf Hawaii zu schicken). Der vierte Vertreter war
iPhoto, von dem Steve Jobs bei dessen Vorstellung sagte, es sei das heutige Äquivalent zum Schuhkarton, in dem man früher Papierabzüge aufgehoben hat (»digital shoebox«). Mit iPhoto verwaltet man die Schnappschüsse aus seiner Digitalkamera, kann sie rudimentär bearbeiten (rote Augen entfernen) und anschließend verteilen (»share«), per Diashow am Rechner, als Video-Diashow in Quicktime (zum Brennen auf CD), per Mausklick ins Web auf
.Mac stellen oder in Form eines Buchs, das man per Mausklick bestellen kann (nur in den USA).
Später kamen noch weitere iApps hinzu: iCal, eine Kalendersoftware und iSync, ein Synchronisationsprogramm, um die in iCal erstellten Kalender und die im systemweiten Adressbuch gespeicherten Kontakte auf seine digitalen Devices wie Handy, Palm-Handheld oder iPod zu übertragen.
Bislang erschienen iTunes 3, iPhoto 1, iMovie 2 und iDVD 2. Aber alle diese Programme arbeiteten für sich: iMovie ist schön zum Videoschneiden, aber um eine Sounddatei als musikalischen Hintergrund unterzubringen, musste man Klimmzüge anstellen. Die in iPhoto gespeicherten Bilder konnten von iMovie oder iDVD nicht weiterverwendet werden, iDVD konnte keine iPhoto-»Fotoalben« als Slideshow auf DVD brennen und für die Speicherung eines in iMovie geschnittenen Films auf DVD musste dieser zunächst als DV-Stream exportiert und in iDVD wieder importiert werden (und vor allem das Exportieren kann dauern…).
Apple vertieft gestern die Strategie des digitalen Hub, in dem alle vier Hub-iApps miteinander integriert werden, verwoben werden. Der Name für diese Programm-übergreifende Suite soll
iLife sein, in Anlehnung an den von Apple propagierten digital lifestyle (
Heise-Meldung). Jobs sagte, Apple würde für den digitalen Lebensstil das schaffen, was Microsoft mit Office für die Produktivität geschafft hat [*hüstel*, Anm. d. Red.]
Zunächst kurz die Updates der einzelnen Programme, bevor ich gleich nochmal auf die Strategie zu sprechen komme. Von iTunes gibt es kein Update, denn laut Steve Jobs waren bereits in iTunes 3 Funktionen verborgen, auf die die künftigen neuen Versionen der anderen drei iApps zugreifen können.
iPhoto 2
iPhoto 1 wurde seit seiner Vorstellung vor zwölf Monaten sechs Millionen mal von Apples Website geladen. gestern wird iPhoto 2 vorgestellt. Die wichtigsten Features, außer ein paar oberflächlichen Verbesserungen:
- volle Integration in iTunes
- One-click Enhance
- Retouch Brush
- Archivierung auf CD oder DVD
Integration mit iTunes heißt, dass z.B. Diashows (am Monitor oder als Quicktime-Video) mit einer beliebigen mp3-Datei oder einer Playlist aus iTunes unterlegt werden können. Bislang war das auch keine Freude, nun ist es ganz einfach. Man kann aus iPhoto heraus seine mp3s durchstöbern und auch reinhören, ohne iTunes starten zu müssen. Die nächsten beiden Features sind verbesserte Funktionen zur Bildbearbeitung: Mit One-click Enhance können falsch belichtete Bilder (zu hell, zu dunkel) mit einem Mausklick aufgemöbelt werden. Steve Jobs demonstierte anhand eines Fotos einen Schneemanns im Garten auch die Möglichkeit von One-click Enhance, den Weißabgleich nachträglich etwas aufzubessern, damit der Schneemann nicht weiterhin im ihn umgebenden Weiß ersaufen muss. Retouch Brush ermöglicht es, z.B. Narben von fotografierter Haut zu entfernen. Das vierte Feature war auch schmerzlich vermisst, denn bislang konnte man nur über Umwege seine Fotos auf CD oder DVD bringen (Bilder aus iPhoto einzeln oder als Video exportieren und dann in einem externen Programm wie Toast oder im Finder brennen, oder gleich die ganze Foto-Library selbst auf einen Rohling brennen. Das geht nun einfach aus iPhoto heraus.
Meiner Meinung nach insgesamt ein gutes Update. Die Enhance- und Retuschierfunktionen sind für Photoshop-lose Consumer/Endkunden sicher hilfreich. Die Integration mit iTunes war ebenso überfällig wie die bislang fehlende Möglichkeit, direkt aus iPhoto heraus zu brennen. Ob die Performance-Probleme bei großen Bilddatenbanken mit diesem Update behoben werden, war indes nicht zu erfahren.
iMovie 3
Ein Update, auf das ich lange gewartet habe, ist das gestern vorgestellte iMovie 3. Wobei ich
meine DV-Cam erst seit Juli 2002 habe; andere haben noch länger warten müssen. iMovie 2 hatte mehrere Probleme. Es annektierte den gesamten Bildschirm für sich, war keine Fenster-Anwendung. Blöd, wenn das Videofenster mit dem Slider der Zeitleiste unter dem Dock liegt (wird nicht immer zuverlässig automatisch von iMovie ausgeblendet). Einmal in den iMovie-eigenen Papierkorb hineingeworfene Clips ließen sich nicht wieder aus diesem heraus nehmen. Und schließlich der Export nach Quicktime: iMovie 2 hat nie realisiert, dass es unter OS X läuft, denn es beansprucht während des Exports die gesamte Rechenleistung für sich. Man kann natürlich zu einem anderen Programm umschalten, um zum Beispiel seine E-Mails zu lesen, aber iMovie exportierte dann nicht im Hintergrund weiter, wie Quicktime 6 Pro.
iMovie 3 tritt an, um uns zu erlösen: Es ist eine Fensteranwendung, es hat hoffentlich einen richtigen Papierkorb und es kann hoffentlich im Hintergrund exportieren. Die letzten beiden Requests waren leider aus Steve Jobs’ Demonstration nicht ersichtlich, aber ich gehe beim Papierkorb zumindest davon aus, dass man ein seit einem Jahr bekanntes Problem gelöst hat und auf den dritten Punkt schließe ich, indem ich zur Kenntnis nehme, dass auch dieses Update (wie schon iTunes 3 und iPhoto seit Version 1) nur noch unter OS X läuft, nicht mehr unter OS 9. Außerdem aus Jobs’ Aussage: »Exporting out of iMovie wasn’t fun.«
Bislang wurde iMovie 12 Millionen mal gedownloadet. Die wichtigsten Features:
- iTunes-Integration
- Präzises Audio-Editing
- Kapitel
- »Ken Burns-Effekt«
Zu den Features: Wie auch in iPhoto kann man künftig in iMovie ebenfalls einen beliebigen mp3-Song oder eine Wiedergabeliste aus iTunes hernehmen, um diese zum Soundtrack für die eigenen Videos zu befördern. Bislang war es nötig, eine mp3-Datei aus iTunes in Wave zurückzukonvertieren, um sie dann in iMovie zu importieren. War gestern. Dazu gesellt sich das neue Features des genauen Audioschnitts, denn auch dieser war in der Vergangenheit kein Vergnügen. In iMovie 3 lassen sich außerdem Kapitel definieren, die von iDVD übernommen werden. iDVD sorgt dann für eine Aufteilung des Films auf DVD in Kapitel, wie zuvor in iMovie definiert. Apropos iDVD: Kein langwieriger Export mehr zu iDVD nötig: Ein Klick auf »Create DVD« und iDVD startet, um direkt den Film von iMovie zur weiteren Bearbeitung (Codierung im Hintergrund in MPEG-2) zu übernehmen. Den Ken Burns-Effekt hat Apple nach dem
gleichnamigen Dokumentarfilmer benannt, der nach Angaben von Steve Jobs davon begeistert war. Burns erfand mit seinem elfstündigen Epos »
Civil War die Filmtechnik, in ein Foto hinein zu zoomen und darin entlang zu fahren. Das geht nun auch in iMovie.
Ein sehr gutes Update! Der wegfallende Exportschritt aus iMovie hin zu iDVD spart viel Zeit, denn bisher war der Rechner während eines iMovie-Exports blockiert. Die leichtere Audio-Bearbeitung und die iTunes-Integration sparen nicht nur Zeit, sondern auch Nerven. Und mit dem Ken Burns-Effect bekommt man zusammen mit neuen Übergängen und Titles ein weiteres stilistisches Mittel in die Hand.
iDVD 3
Von iDVD wurden bisher 680.000 Kopien verteilt. Die Software konnte nicht von Apples Website heruntergeladen werden, denn sie lag jedem neuen Mac mit einem SuperDrive (DVD-Brenner) bei. gestern kommt der Nachfolger, iDVD 3. Die Features:
- Integration mit iTunes, iMovie und iPhoto
- 24 neue Themes
Wer hätte es nach der Vorstellung der neuen iPhoto- und iMovie-Versionen geahnt, aber auch die Neuauflage von iDVD arbeitet perfekt mit den anderen drei Programmen zusammen. Aus iTunes lassen sich die Musikstücke für die Untermalung der Menüscreens hernehmen. Fotos aus der iPhoto-Bibliothek sorgen für ein ansprechendes Hintergrundbild, alternativ auch Videos aus iMovie 3 in Zusammenarbeit mit den zwei Dutzend neuen Themes. Wie bereits weiter oben bei iMovie erwähnt, arbeiten iMovie und iDVD nun noch besser zusammen: Es ist kein langwieriger Export mehr aus iMovie nötig, nur noch ein Mausklick auf »Create DVD«, fertig.
Die neuen Themes liefern nicht mehr einfach nur ein statisches Hintegrundbild, auf dem in verkleinerten Versionen die Videos als Menüpunkte ablaufen und ggf. noch eine Hintergrundmusik gedudelt wird, die neuen Themes verändern sich auch mit den Videos, die iDVD aus iMovie angeliefert bekommt. So sind nette Effekte wie »Projektor von 1953« möglich, bei dem das eigene Video aus iMovie einen etwas angestaubten Look für den Menüscreen bekommt. Zusätzlich lässt sich per iTunes-Integration sehr einfach die Hintergrundmusik auch bei den vorgefertigten Themes abändern. Die Demos, die Steve zeigte, waren wirklich beeindruckend: »You can do this stuff! You can do it on your Mac!«
Als Schmankerl wurde außerdem der Preis für Apples DVD-Rohlinge auf drei Dollar das Stück gesenkt. Steve Jobs könne sich vorstellen, dass der Preis in ein bis zwei Jahren bei einem Dollar pro Stück liegt.
Nochmal zu iLife
Alle drei neuen Versionen werden ab Samstag, den 25.1. verfügbar sein (nicht, wie
ursprünglich von mir geschrieben, am 24.1.). iMovie und iPhoto als kostenloser Download, iDVD wird es dagegen nur in einer 49 Dollar teuren Box namens »
iLife« geben, da es wegen »hunderter Megabytes« nicht zum Download angeboten werden kann (vielleicht auch, um Apples genial einfache DVD-Authoring-Software weiterhin nur an die Kunden zu liefern, die sich auch zum Kauf eines Mac-Modells mit SuperDrive entscheiden). In der Box werden auch die anderen drei iApps (iPhoto, iMovie und iTunes) in den aktuellen Versionen enthalten sein. Neuen Macs liegt die Software kostenlos bei, auch iDVD (nur bei Macs mit SuperDrive).
Da gestern außer neuen Powerbooks keine neue Hardware vorgestellt wurde, die iMac-, eMac- und Power Mac-Linie aber auch der Überarbeitung bedürfen, vor allem, da gestern auch »Airport Extreme» und »FireWire 800« vorgestellt wurden (siehe unten), frage ich mich, ob es Ende Januar nicht nochmal ein größeres Event (evtl in Cupertino) gibt, um auch die restliche Produktpalette auf den aktuellen Stand zu hieven. Das bisherige 15-Zoll-Powerbook-Modell blieb gestern beispielsweise unangetastet und nur die beiden neuen Modelle (siehe unten) sind auf dem aktuellen Stand.
Entsprechende Gerüchte über ein Upgrade der gestern vermissten Hardware gab es bereits vor ein paar Tagen bei Thinksecret.
Zurück zu iLife. Ich finde, die voranschreitende Integration der vier Digital Hub-iApps ist ein riesiger Sprung nach vorne, auch wenn das von einigen gestern noch nicht erkannt wurde.
Schauen wir uns an, was Microsoft gestern
vorgestellt hat: Mit dem Tool »Photo Story«
lassen sich digitalisierte Bilder in eine bewegte Diashow umwandeln. Geht mit iPhoto bereits seit einem Jahr. In der neuen Version von Microsofts MovieMaker, das bislang noch nicht mal Titles kannte, gibt es nun statt einer Überblendung gleich 60. Na bravo. iMovie geizt auch nicht mit Effekten und Überblendungen. Aber wie ich schon am
01.11.2002 geschrieben habe, wird der Vorsprung von Microsoft, wenn überhaupt, nur von kurzer Dauer sein. Und wie sich gestern herausstellte, hinkt der neue MovieMaker bereits am gestrigen Erstverkaufstag wieder ein Jahr hinter iMovie her. Und wurde bereits am 1. November angekündigt. Oder wie Steve Jobs gestern sagte (siehe oben): »Während andere nur ankündigen, liefern wir.« Microsoft wartet nach wie vor mit Einzelprogrammen auf, bei denen die linke Hand nicht weiß, was die rechte tut. Angesichts dessen, was Apple gestern vorgestellt hat, vor allem die Integration der Programme untereinander, sollte sich Microsoft in die Ecke stellen und schämen.
Heute war mal wieder ganz deutlich zu merken, dass es bei Computern eben nicht immer nur um höher, schneller, weiter geht, mehr Megahertz Prozessortakt, Megabytes Arbeitsspeicher, Gigabytes Plattenplatz und höhere Drehzahlen beim Lesen und Schreiben von CDs. Das alles ist zwar nicht ganz unwichtig, aber wird vom durchschnittlichen PC-Käufer zu sehr in den Vordergrund gestellt. Apple zeigt, wie man mit ihren Computern Aufgaben erledigt bekommt. Und es beweist wieder mal, dass Apple die einzig innovative Firma in der Branche ist und dass Microsoft immer noch nicht die dahinterstehenden Konzepte begriffen hat, bei dem, was sie kopieren.
Safari
Es folgte gleich der zweite Tritt gegen Microsofts Schienbein, als Steve Jobs das Icon eines Kompasses einblendete und das Publikum fragte: »What’s this?« Die Auflösung folgte prompt: Apple stellt heute seinen eigenen Browser vor (
Heise-Meldung). Es gab auch dazu bereits seit längerer Zeit, spätestens, seit vor einigen Monaten einer der Chimera-Entwickler von Apple abgeworben wurde.
Chimera, das kurz zur Erklärung, ist ein Browser, der auf der Gecko-Engine basiert, ein Mozilla-Abkömmling (wie Netscape 7). Vorteil gegenüber Netscape oder Mozilla: Die Oberfläche ist an das Betriebssystem angepasst und er ist schneller, weil er überflüssigen Ballast wie Mail-Client und Instant Messenger weglässt, für die man oft eh separate Programme verwendet. Alle Vermutungen gingen daher in die Richtung, dass Apple einen eigenen Browser auf Chimera-Basis herausbringt, aber zur Überraschung aller (nicht nur, dass doch ein Browser vorgestellt wurde) basiert der »Safari« getaufte Browser auf der KHTML-Enginge von Konqueror, dem Browser des Linux-Desktops
KDE. Wie sich das gehört, stellt Apple natürlich den weiterentwickelten Code wieder als open source
zur Verfügung (Jobs: »Open source: We think it’s great!«). Der Name
Safari ist auf den ersten Blick etwas ungewöhnlich für eine Software (andererseits gibt es auch Programme, die »Timbuktu« oder »Dave« heißen). Aber dann auch fast schon wieder naheliegend für einen Webbrowser.
Zu Safari werde ich noch gesondert schreiben. Der erste Eindruck ist sehr gut (seit gestern ist eine kostenlose public beta erhältlich). Laut Steve Jobs wurde Safari aus zwei Gründen entwickelt: Geschwindigkeit und Innovation. Der erste Punkt ist nachvollziehbar, denn, machen wir uns nichts vor, Surfen mit dem Internet Explorer (IE) auf dem Mac ist keine Freude. Ging sogar auf meinem alten Celeron-400 mit 128 MB Speicher und Win2000 noch wesentlich schneller als auf meinem Power Mac G4-733 mit 768 MB unter OS X. Aber Safari ist sogar noch schneller als Chimera. Fraglich ist, wie es mit anderen Browsern wie »der
ewigen Beta« Opera und den bzgl. CSS nicht mehr ganz zeitgemäßen Omniweb und iCab weitergeht. Stichwort Innovation: Safari bringt ein nettes neues Feature mit, nämlich die direkte Umbenennung einer Site beim Anlegen eines Bookmarks. Ansonsten gibt es als neu angepriesene Features so oder ähnlich auch schon im IE. Aber bis zur final release oder zur Version 2 kann Apple ja noch nachbessern. IE-Features wie das Scrapbook oder das Abonnement von Bookmarks nutze ich nicht, daher hat Safari gute Chancen, bei mir wegen seiner Geschwindigkeit und Stabilität zum Standardbrowser aufzusteigen (nach dem ersten Start trägt sich Safari etwas frech auch als solcher im System ein, lässt sich aber sehr leicht in den Preferences ändern). Safari kommt übrigens auch mit komplexen CSS-Sites wie dieser hier, meiner kommerziellen Präsenz
freimark.de oder zum Beispiel
A List Apart zurecht. Im Programm-Menü (Menüpunkt »Safari« ganz links in der Menüleiste, rechts neben dem Apfel-Menü) befindet sich auch eine Option, um Pop-up-Fenster zu blocken, die sich ungefragt öffnen. Per Mausklick angeforderte Pop-ups öffnen sich natürlich trotzdem.
Das Beispiel der Programm-Integration findet sich auch anderswo bei Apple: Beim Betriebssystem,
Mac OS X, ist ein systemweites Adressbuch dabei. Apples beigelegtes Mailprogramm greift auf die dort gespeicherten Mail-Adressen zurück, iChat auf die gespeicherten AIM-Namen. Safari zeigt im Adressbuch gespeicherte Homepage-Adressen in einem separaten Bookmark-Ordner an. iSync gleicht die im Adressbuch gespeicherten Kontakte mit Handy, Palm und iPod ab. In Kürze werden die auf der heimischen Platte gespeicherten Adressen per iSync auf den
.Mac-Speicherplatz übertragen, um sie auch unterwegs im Internet-Cafe griffbereit zu haben (war gestern kurz online, im Moment heißt es aber »coming soon«). Apples Backup-Programm (bei .Mac dabei) sichert natürlich die Adressdatenbank. Man sieht: Alles aus einer Hand. Mit dem Preis für einen Mac bezahlt man auch für diese Gesamtlösung, die es nirgendwo sonst in dieser weit entwickelten Form gibt.
Keynote
Die Laune des Publikums und von Steve Jobs besserten sich nach der Vorstellung von Safari spürbar und schlug von schweigendem Interesse in Begeisterung um.
Steve Jobs zeigte das nächste ominöse Icon: Ein Rednerpult.
Die nächste neue Software heißt wie diese Veranstaltung:
Keynote. Es handelt sich um eine Präsentationssoftware (
Heise-Meldung). So viel darf ich schon vorweg nehmen: Eine »presentation software on steroids«, und dabei einfach in der Bedienung und günstig im Preis. Der dritte Tritt gegen Microsofts Schienbein an diesem Tag. Denn Microsoft will natürlich gerne seine Office-Software mit Powerpoint verkaufen, die es auch in einer Mac-Version gibt (mit Word, Excel, Powerpoint und dem Outlook-Pendant Entourage, aber ohne Access). Aber trotz dieser kleinen Sticheleien am gestrigen Keynote-Tag glaube ich nicht, dass dies das Verhältnis zwischen Apple und Microsoft ernstlich trübt. Microsoft darf weiter seinen IE mit allen Macs bundeln und prominent als Icon im Dock platzieren. Irgendwann wird Microsoft auch mit IE6/Mac fertig, der dann wohl wieder mit aktuellen Browsern mithalten kann. Appleworks ist im Funktionsumfang nicht ebenbürtig zu Word und Excel und wurde bei den Gerüchten wegen Staubansatz auch schon heiß für ein Update gehandelt. Profis werden für E-Mails weiterhin Entourage gegenüber Apples Mail vorziehen. Wird alles nicht so heiß gegessen, wie es gekocht wird.
Zur Keynote-Software: Wie alle anderen heute neu vorgestellten Programme läuft auch Keynote nur auf OS X, nicht mehr auf OS 9. Diesen Hinweis werde ich mir aber künftig schenken… Steve sagt über das Programm: »Keynote was built for me.« Er würde seit einem Jahr als schlecht bezahlter Beta-Tester bei Apple arbeiten, da er es seit dieser Zeit auf seinen Reden verwendet. Die Slideshow seiner heutigen Keynote umfasst 500 Slides. Er zeigte eine Demo des Programms: Das Programm arbeitet mit Master-Slides und dank der Eigenschaften von OS X wie Quartz, Quart Extreme und Aqua sind exzellente typographische und grafische Effekte möglich. Wenn ich da an Powerpoint-Präsentationen denke, die mir in meinem Arbeitsleben als Bankkaufmann um die Ohren gehauen wurden, wird mir ganz anders: Powerpoint wirkt im Vergleich zu Keynote wie aus der Computersteinzeit. Keynote unterstützt Anti-Aliasing mit stufenlosen Textgrößen, Alpha-Support (durchscheinende Elemente, aber nicht nur an oder aus, sondern ebenfalls stufenlos). Dank Quartz ist auch eine stufenlose Skalierung und Rotation von eingebetteten Objekten möglich, von denen Apple einen Sack voll mitliefert (ich möchte bitte nie wieder diese unsäglichen Cliparts von Office sehen). Objekte können frei arrangiert und übereinander gelegt werden, es gibt Hilfslinien. Unterstützung von Powerpoint, PDF, TIFF, JPG, PSD, Quicktime und Flash als Importformate, Export zu PDF, Quicktime oder wenn’s sein muss auch Powerpoint (!). Einfache Erstellung von Tabellen und Charts. Tabellen können rotiert sowie nach Spalten oder Zeilen aufgebaut werden. Viele Überblend- und Rotationseffekte sind möglich, natürlich mit korrekter Schattenberechnung. Eine kleine Tabellenkalkulation ist eingebaut, damit man nicht extra das Programm wechseln muss. Insgesamt sieht es danach aus, was Steve Jobs dann auch sagt: »Die meisten von uns können sich keine Grafikabteilung leisten, aber mit Keynote sieht die Präsentation so aus, wie von einer Grafikabteilung gemacht.« Und er hat Recht. Bleibt nur zu hoffen, dass Keynote nicht ebenso missbraucht wird, wie Powerpoint (wie man es richtig macht, zeigt Steve Jobs ja eindrucksvoll). Wie auch in iDVD, verwenden die Themes Fotos aus iPhoto und werden durch die Themes verändert. Keynote speichert in einem offenen, XML-basierten Dateiformat. Jobs erwähnte nur in einem Nebensatz, dass dadurch von Drittanbietern Zusatzprogramme möglich werden, die einem zum Beispiel mit Daten aus dem Inter- oder Intranet morgens automatisch eine Präsentation erstellen. Ich glaube, das hat Potential. Zumindest für Mac-User, denn Microsoft wird wegen Keynote nicht seine Powerpoint-Entwicklung einstellen. Hätte Apple mehr Marktanteil, könnte Keynote Powerpoint tatsächlich den Rang ablaufen. Auf dem Mac wird das ganz sicher geschehen, davon bin ich überzeugt.
Der Preis: Sensationelle 99 Dollar. Das ist im Vergleich zu Office geschenkt, für ein Programm, das um Jahre der Entwicklung von Powerpoint voraus ist! Es ist ab sofort erhältlich, aber nur als Box-Version, nicht zum Download. Allen Anwesenden im Saal wird eine kostenlose Kopie mitgegeben.
One more thing: 17 Zoll-Powerbook
So weit eine überwältigend gute Keynote. Auch wenn Apple heute nur die neue Software vorgestellt hätte, hätte man zufrieden sein können (gab schon Keynotes, die schlechter waren). Doch es kam noch dicker, denn es kam… one more thing.
Steve Jobs sprach kurz über das Titanium Powerbook (15″ Display), das Apple vor zwei Jahren eingeführt hatte (»#1 lust object«) und lies dann einen kurzen Film über die damalige Produktvorstellung zeigen. Jeder Tester sagt heute noch: »#1 notebook in the industry.« Steve Jobs: »Wir glauben daran, dass Notebooks irgendwann die Desktops in den Verkaufszahlen überholen. Wir möchten mehr Desktops durch Notebooks ersetzen. Wie machen wir das? Stuff it up a notch to attract more people.«
Dann stellte er das neue 17″-Powerbook vor: »Ich habe zufällig eins hier.« Ein Bügelbrett von einem Notebook, wahrhaft riesig! Im Prinzip haben die Apple-Designer das Display vom 17″-iMac abgerissen (Auflösung: 1.440×900 Pixel, 16:10 widescreen display) und ans Powerbook drangeklebt, Fast, denn das Display ist noch etwas dünner als beim iMac (die Hintergrundbeleuchtung ist dann wohl nicht so kräftig). Es ist das weltweit erste 17″-Notebook überhaupt, ein »industry first«. Die Dicke im geschlossenen Zustand: ein Zoll (»It’s stunning.«).
»You got a desktop that is one inch thick on the road.«
Aber es kommt noch besser: Wenn die Umgebungsbeleuchtung nachlässt, werden beim neuen Powerbook (das übrigens nicht mehr Titantium heißt, da es aus Aluminium gefertigt wird) die Tasten durch Lichtleiter beleuchtet (ein betatestender DJ sagte dazu: »When do you guys stop thinking of cool stuff?«). Das Gewicht: 6,8 Pfund, bei der Konkurrenz gerne mal 8 bis 10 Pfund. Es gibt keine Aufkleber oder aufgemalten Dinge, sondern nur Gravuren. Innen drin werkelt ein 1 GHz G4-Prozessor mit einem 1 MB großen L3-Cache. Es hat ein slot-loading SuperDrive (DVD-Brenner). Für bewegte Bilder sorgt eine nVidia GeForce 440 Go mit 64 MB Speicher. Und dann zeigt Steve Jobs die Anschlüsse an der Seite und führt mal eben die nächste FireWire-Generation ein: »Now something new: Today we announce FireWire 800!« An jeder Seite gibt es einen USB-Port, außerdem auf der linken Seite einmal FireWire 400, einmal FireWire 800 (hat ein anderes Steckerformat, aber ein Adapter auf FW400 liegt bei), Gigabit-Ethernet. Außerdem ein PC-Card-Slot, Line-In, Kopfhörer-Anschluss. Es ist das »most wirelessly equiped notebook in the world«: Bluetooth und Airport serienmäßig. Täusche ich mich, oder ist Bluetooth serienmäßig in einem Notebook auch industry first? Egal, denn der nächste Punkt, eingebautes Airport (WLAN, WiFi) ist auch industry first: Es handelt sich nicht um das bekannte 802.11b-Airport mit 11 MBit/s Übertragungsrate, sondern um 802.11g mit 54 MBit/s, »Airport Extreme«. Dazu wird es eine neue Basisstation geben, die bis zu 50 User unterstützt und auch Wireless Bridging anbietet. Einen USB-Port hat sie außerdem, um drahtloses USB-Printing per angeschlossenem Drucker zu ermöglichen. Die PC-Industrie kam vor kurzem mit 802.11a (»Don’t ask me, why a comes after b.«), das ebenfalls 54 MBIt/s bietet. Aber die a-Variante ist nur zu sich selbst kompatibel, weswegen sie Apple nicht unterstützt hat und auf die g-Spezifikation wartete, bei der quasi eben erst die Tinte trocken wurde. Denn die g-Spezifikation ist sowohl aufwärts- als auch abwärts-kompatibel. Im neuen Powerbook gibt es jetzt verbesserte Antennen, die nun die Reichweite des iBooks erreichen, an dem sich laut Jobs diesbezüglich die ganze restliche Industrie misst. Der Preis der neuen Basisstation ist 199 USD.
Im Powerbook steckt ein Lithium-Prismatic-Akku mit 4,5 Stunden Laufzeit. Es hat ein halbes Gigabyte RAM und eine 80 GB Festplatte, außerdem natürlich Dual-Display-Support. Bootet nur in OS X, QuickBooks wird mitgeliefert. Der Preis: 3.299 USD, und das ist für ein solches Notebook sensationell günstig. Verfügbar im nächsten Monat.
One more thing: 12 Zoll-Powerbook
Steve Jobs zeigte mit seiner Keynote-Präsentation ein 17″-Powerbook, an dem links und rechts die »überstehenden Kanten« abgeschnitten wurden. Voila, ein 12″-Powerbook, quasi für den Rucksack. 1,2 Zoll dick und 4,6 Pfund schwer. Im Prinzip handelt es sich um ein iBook in einer Alu-Hülle (das neue Powerbook ist aber noch etwas kleiner), nur mit G4-Prozessor und Dual-Display-Support. Das laut Steve »Smallest full-featured notebook in the world.« kommt mit einem slot-loading Combo-Drive für 1.799 USD; gegen 200 Dollar Aufpreis ist auch eine Built-to-Order-Option mit einem slot-loading SuperDrive erhältlich. Das Display ist das vom iBook bekannte: 12 Zoll, 1.024×768 Pixel Auflösung. Innen werkelt ein G4 mit 867 Megahertz sowie eine GeForce 420 Go mit 32 MB Speicher. Der Arbeitsspeicher selbst ist von Haus aus 256 MB groß, die Platte 40 GB. Das »most affordable Powerbook ever« ist bereits in zwei Wochen erhältlich (
Heise-Meldung).
Das 15″-Powerbook bleibt unverändert. Anschließend zeigte Steve Jobs ein siebenminütiges
Promovideo, in dem Macher und Nutzer zu Wort kommen und die beiden neuen Alu-Books natürlich ausgiebig gezeigt werden.
Steve sagt danach, 2003 sei »the year of the notebook for Apple.« An dieser Stelle erlaube ich mir, mit Kritik einzusetzen. 2003 muss das Jahr des Notebooks für Apple werden, denn bei den Desktop-Maschinen ist wenig Besserung zu erwarten. Der PowerPC 970 von IBM wird nicht vor der zweiten Jahreshälfte verfügbar sein, und so bleibt Apple gar nichts anderes übrig, als die Notebooks aufzumöbeln. Weil er zuvor sagte, Notebooks würden Desktops verdrängen: das glaube ich durchaus, weil immer mehr Menschen ihre Rechenpower unterwegs mitnehmen wollen und weil Notebooks flexibler sind. Ich persönlich könnte mit einem Powerbook als Desktop-Ersatz nichts anfangen: Das Display ist zu niedrig; ich merke es jetzt, während ich seit etwa drei Stunden diesen Text schreibe: Nackenschmerzen stellen sich sehr schnell ein.
Aber davon ab, wie machen sich die Powerbooks? Beim kleinen Modell würde ich sagen, es ist sehr sexy, es ist »das kleine Schwarze«. Für das große Modell fallen mir kaum beschreibende Worte ein… Es ist nicht nur einfach dekadent oder deluxe. Für das 17″-Powerbook kann es nur eine treffende Beschreibung geben: Porno.
Ich weiß gar nicht, wie IBM, Toshiba oder Sony das überbieten wollen. Diamantbesetzte Tasten vielleicht noch, aber sonst fällt mir keine Möglichkeit ein.
Zwei neue TV-Spots
Mit »I got one more thing to show you today« begann das Ende der diesjährigen MWSF-Keynote: Er zeigte zwei neue TV-Spots, die die beiden neuen Powerbook-Modelle in den Mittelpunkt stellen. Der
erste ist ein typischer Apple-Spot: nett, aber eigentlich nichts besonderes. Den
zweiten Spot kündigte Steve mit den Worten an, man wolle visuell etwas mehr die Unterschiede zwischen beiden Geräten deutlich machen. Das Auditorium und ich zu Hause konnten uns in der darauf folgenden Minute kaum auf den Sitzen halten:
Verne Troyer, bekannt aus den Austin Powers-Filmen als Mini-Me, und der Basketballer Yao Ming, erster chinesischer Profi in die NBA (danke an Kai für diesen
Hinweis). Verne, Jahrgang ‘69, ist von relativ kompakter Bauweise, während Yao ein 2-Meter-Riese ist.

Die Keynote endete mit Danksagungen durch Jobs an seine Mannschaft.
Die Mac-TV-Berichterstattung
Ich fasse mich da sehr kurz, weil ich schon lange geschrieben habe. Die Live-Sendungen von Jörn und Co waren mal wieder exzellent und jede Minute wert. Die Mac-TV meinte jedoch in der Wiederholung der Sendung nach der Keynote kann ich nur wärmstens empfehlen. Das Team ging nacheinander die neuen Produkte durch und analysierte sie, unterstützt durch Zuschauervotings. Und amüsant war’s auch:
»Als Final Cut Express vorgestellt wurde, sind wir ja mit dem Gesicht auf die Tischplatte gefallen.«
Niemand hat damit gerechnet, die Marktlücke wurde von Apple genau richtig erkannt, für die Leute, die über iMovie hinaus gewachsen sind.
Fazit
Insgesamt muss ich sagen, dass ich lange nicht so eine gute Keynote gesehen habe. Wir hatten alles: Einen gut gelaunten Steve Jobs (war nicht immer so), ein gut gelauntes Publikum, neue Software, die Vertiefung einer Strategie (Digital Hub durch vorangeschrittene Integration der iApps), neue Hardware (wenn auch nicht sämtliche Hardware überarbeitet wurde, die fällig gewesen wäre) und gleich mehrere »industry firsts«. Da kann man nicht meckern. Ich sehe noch nicht lange Apple Keynotes, vielleicht seit zwei Jahren. Aber ich glaube, das gestern war die bisher beste, die ich gesehen habe. Wobei die Vorstellung der ersten Titanium Powerbooks vor zwei Jahren auch schon ein erhebender Moment war:
»We have the power, they [Sony Vaio] have the sex. We wanted the sex back.«
»Our new Powerbook: Made of Titan, They: Last year’s material [Magnesium].«
Erschienen am Mittwoch, 08.01.2003 @ 10:02
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Tags: Apple, Mac
Donnerstag, 09.01.2003
Ich weiß, dass meine Schreibweise von »nochmal« falsch ist, eigentlich müsste es »noch mal« heißen, also getrennte Schreibweise.
Aber das interessiert mich nicht. »einmal« und »nochmals« werden auch zusammengeschrieben.
Das wollte ich nur mal (nein, nicht »nurmal«) gesagt haben.
Erschienen am Donnerstag, 09.01.2003 @ 6:03
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Tags: Sonstiges
Ja! Endlich kommt wieder »
Ein Mountie in Chicago«! Diese TV-Serie von 1994, mit 44 Folgen, heißt im Original »Due South«. Es geht um einen Mountie (»Ich bin von der kanadischen berittenen Polizei.«), der in Chicago den Mörder seines Vaters sucht. Nebenbei hilft er der örtlichen Polizei bei der Aufklärung einiger Fälle, unter Einsatz seiner Mountie-Fähigkeiten (wenn man so will, ein kanadischer MacGyver) und mit Hilfe seines Wolfs. Die Serie hat einigen Humor, die zu großen Teilen auch von der verbindlichen Höflichkeit der Hauptfigur lebt (Paul Gross als Constable Benton Fraser). Daneben gibt es einige komische Situationen, wenn Landei (der Mountie) auf Großstadt-Kid (sein chicagoer Partner) trifft.
Ich habe die Serie früher immer gern gesehen, vor etwa zwei Jahren lief sie bereits schon einmal in einer Wiederholung. Nur einmal hatte ich Anlass, mich zu ärgern: Als Benton in der Lage war, durch Verdrehen seiner Augen die übertragenen Daten einer Modemverbindung zu dechiffrieren. Ansonsten kann ich aber über die Serie nicht klagen und sie sehr empfehlen.
Sie läuft ab heute auf Kabel 1, allerdings nicht gerade in der Prime Time, nämlich von 14:25 bis 15:15 (morgen um 14:20) und in der Nachtwiederholung von 02:50 bis 03:30 Uhr (morgen keine Nachtwiederholung). Außerdem kommt heute von 23:55 bis 00:45 eine Reportage mit dem Titel »Mounties – Legenden in Uniform«. Wie das genaue Programmschema ist, kann ich noch nicht sagen. Am Montag kommt die Serie z.B. schon um 13:55 Uhr.
In diesem Zusammenhang darf ich nochmal auf das E-Mail-Fernsehprogramm
Myrna aufmerksam machen. Hätte ich heute nicht in meiner Programm-E-Mail gelesen, dass die Serie wieder kommt, wüsste ich gar nichts davon.
Erschienen am Donnerstag, 09.01.2003 @ 6:04
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Tags: Medien
Dezember 2001 hatte es auch durchaus mal vom einen auf den anderen Tag minus 12 und minus 18 Grad und wieder zurück, insofern ist das nix Neues.
Ich mag den Winter bekanntlich nicht, aber die Kälte hat auch Vorteile: Die Luft ist sehr frisch und klar, man sieht die Sterne am nächtlichen Himmel, der Schnee knirscht beim Darübergehen…
Erschienen am Donnerstag, 09.01.2003 @ 6:13
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Tags: Leben
Die deutschen Preise der neuen Produkte im Apple-Store (=Listenpreise inkl. MwSt):
Software
- iLife: 56,84 EUR
- Keynote: 114,84 EUR
- Final Cut Express: 381,64 EUR
Hardware: Powerbooks
- 12,1″ Combo: 2.202,84 EUR
- 12,1″ SuperDrive: 2.448,70 EUR
- 15,2″ Combo: 2.898,84 EUR
- 15,2″ SuperDrive: 3.478,84 EUR
- 17″ SuperDrive: 4.058,84 EUR
Hardware: iBooks
- 12,1″ CD-ROM: 1.274,84 EUR
- 12,1″ Combo: 1.622,84 EUR
- 14,1″ Combo: 1.854,84 EUR
- 14,1″ Combo+: 2.375,68 EUR (mehr RAM, mehr Platte, AppleCare)
Zubehör
- AirPort Extreme-Karte: 114,84 EUR
- AirPort-Karte (11 MBit/s): 91,64 EUR
- AirPort Extreme-Basis: 288,84 EUR (mit Modem-Port)
- AirPort Extreme-Basis: 230,84 EUR (ohne Modem-Port)
Die alten Airport-Basen gibt es nicht mehr im Apple-Store.
Beim Vergleich mit den amerikanischen Preisen, die Steve Jobs in der
Keynote genannt hat darf man nicht vergessen, dass die US-Preise immer
ohne Mehrwertsteuer sind. Mit dem Wissen sind die hiesigen Preise teilweise durchaus den amerikanischen ähnlich (der Euro hat ja derzeit etwas mehr als Parität mit dem Dollar), es ist nicht mehr so wie früher, dass da noch eine »Europasteuer« drauf ist. Etwas Schwankungsreserve muss Apple natürlich in seine Produkte einrechnen.
Die iBooks wurden am Dienstag zwar nicht erneuert, aber auch teilweise im Preis gesenkt, da das neue kleine Powerbook natürlich mit den iBooks konkurriert.
Davon ab ist mir aufgefallen, dass die Preise generell gefallen sind. Das erste Titanium-Powerbook (15″, G4-500) hat noch knapp 5.000 Euro gekostet, dafür bekommt man bereits das neue Luxus-Powerbook mit 17″-Display. Die neuen Airport-Karten kosten nun nur noch 114 (54 MBit/s) bzw. 90 Euro (11 MBit/s); für meine Airport-Karte habe ich vor knapp einem Jahr noch 135 Euro bezahlt (11 MBit/s). Für mein iBook (12″, G3-500, Combo) habe ich im Juni 2001 noch 2.300 Euro bezahlt, heute bekommt man für diesen Preis bereits das kleine Powerbook oder das größte iBook in der Deluxe-Ausstattung.
Ist begrüßenswert für Neuanschaffungen, senkt aber den Wiederverkaufswert, der bislang bei Apple-Produkten immer höher war bzw. sich länger hielt, als bei der PC-Konkurrenz.
Eine neue Airport-Basis werde ich mir übrigens nicht kaufen (falls die neuen Karten überhaupt in die alten Slots passen). 11 MBit/s sind zum Surfen schnell genug; aus meiner DSL-Leitung kommt eh nur ein MBit. Und Dateien kopiere ich nicht drahtlos, da schließe ich den einen an den anderen Mac per FireWire im Target-Mode an, da habe ich 400 MBit/s.
FireWire 800 ist aber schon sehr gefällig, denn beim Kopieren von 30 GB per FireWire 400 wartet man schon mal 30 bis 40 Minuten.
Fußnoten:
Combo = CD-Brenner, DVD-ROM in einem
SuperDrive: DVD-Brenner
Erschienen am Donnerstag, 09.01.2003 @ 6:44
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Tags: Apple, Mac
Die
Keynote der MWSF03 ist vorbei und sie fiel für die meisten Leute weit
besser aus, als erwartet, auch wenn diese Meinung
nicht von allen geteilt wird. Wem das alles nichts sagt, darf ich nochmal meine
kleine Einführung in den Kult um die Mac-Messen für Nicht-Macianer zur Lektüre empfehlen. Es war spannend bis zuletzt, es hagelte neue Produkte, sowohl Software als auch Hardware, es war in einigen Punkten
sehr überraschend (FCE, Keynote-Software) und in anderen Dingen wurde die pessimistische Einstellung, dass es diesmal ja doch nichts würde, übertroffen (Safari, neue Powerbooks). Sicher, es gab keine neuen iMacs und keine neuen Power Macs. Aber die können auch nicht lange auf sich warten lassen, denn das mittlere Powerbook-Modell ist nach wie vor unverändert und auch an den Power Macs und iMacs fehlen nun die neuen Schnittstellen, die vorgestern eingeführt wurden (Airport Extreme, FireWire 800, Bluetooth). Ich prophezeie, dass es am 25. Januar mehr geben wird als nur die Verfügbarkeit der neuen Versionen von iMovie, iPhoto und iDVD.
Wie ich in meinem
Kommentar zur Keynote bereits schrieb, wundert die Ausrufung des »Jahr des Notebooks« nicht weiter. Einerseits, weil der Trend tatsächlich vom Desktop hin zum Notebook zu gehen scheint, nicht nur bei Apple. Andererseits, weil Apple
dank Motorola keine andere Wahl hat, als die Portables aufzumöbeln.
Die Keynote ist vorbei und ich habe vieles, was es zu den neuen Produkten und zu Analysen zu Apples Position im Markt gibt nicht nur
gelesen, sondern aufgesogen. Und im Nachhinein hat sich Carstens
Einschätzung (bzw. die eines Chat-Partners) des typischen Ablaufs des Keynote-Tages als richtig erwiesen:
- Bild von Steve Jobs wurde im Schrein mit Swiffer von Hausstaub befreit
- Telefonnummer Störungsstelle Telekom/T-Online liegt griffbereit
- Stadtwerke haben Strom für heutigen Tag zugesichert
- Bank hat Dispo erhöht
- Kinder können bei Großeltern »geparkt« werden
- Ehefrau wird mit einem Korb Bügelwäsche ruhig gestellt
- Powerbook läuft fehlerfrei und wurde nochmal mit ErsteHilfe geprüft
Vor allem der vierte Punkt ist angesichts dieser Keynote sehr wichtig, und nicht nur bei Carsten beginnt das Rechnen, ob man die bei einem Apple-Anhänger nur all zu natürlichen »Haben wollen«-Gefühle durch einen Kauf befriedigen kann.
Wie in meinem Kommentar bereits erwähnt, ist das neue, kleine Powerbook sehr sexy und das große Powerbook ist schlicht Porno.
Obwohl das 17-Zöller wirklich extrem geil ist, fällt mir die Entscheidung, es sicher nicht zu kaufen, nicht all zu schwer. Das Ding ist von seinen Ausmaßen her einfach ein Bügelbrett, ein Backblech. Ich finde so große Notebooks, auch z.B. 16-zöllige in der PC-Welt, einfach nicht sinnvoll, weil man sie nicht wirklich gut transportieren kann. »Dient auch als Desktop-Ersatz«, ja, aber ich brauche einen richtigen Desktop, wie ich mehr als einmal geschrieben habe und gestern wieder erwähnte (ich bekomme Nackenschmerzen, wenn ich ein paar Stunden an einem Notebook schreibe).
Aber das kleine Powerbook reizt mich schon sehr. Das mittlere Modell, mit 15-Zoll-Display, das es ja nach wie vor noch gibt, war bei mir bereits vor anderthalb Jahren in der engeren Wahl für ein neues Notebook (damals natürlich nur mit einem G4-400), aber ich habe mich dann doch für das iBook (G3-500) entschieden, weil das nicht nur billiger war, sondern mit seiner kompakten Bauweise dank seines 12-Zoll-Displays auch wesentlich Rucksack-geeigneter war, und ich pflege das iBook tatsächlich in meinem Rucksack zu transportieren (natürlich noch mit einer kleinen iBook-Saver-Tasche von digitalnoma.de, um es etwas zu schützen). Aber dieses kleine Powerbook…
Es sieht geil aus. Da müssen wir nicht lange drüber reden. Aluminium statt Plastik. Es hat einen G4-867 als Prozessor. Es ist ein voll ausgestattetes Powerbook (u.a. Dual-Display-Support). Aber es ist auch nur ein besseres iBook (12 Zoll, 1.024×768 Auflösung), mein altes iBook tut’s auch noch. Und es kostet 2.200 Euro (Liste), während ich für mein jetziges iBook vielleicht noch 800 bis 900 Euro bekomme (habe es für 2.300 Euro gekauft). Macht einen satten Preisunterschied von 1.400 Euro im ungünstigsten Fall, und einen Desktop habe ich dann aber immer noch nicht, den ich aber brauche (mit 17-Zoll-Display und DVD-Brenner bitteschön). Außerdem kann ich nicht ohne vollwertige Tastatur leben; vor allem die Entfernen-Taste geht mir ab. Ich könnte durchaus beides bezahlen, aber ich will mir nicht beides leisten. Für den neuen Desktop sind 2.000 bis 2.500 Euro einkalkuliert, mein anderes Geld brauche ich aber für andere Zwecke.
Naja, man wird ja mal träumen dürfen. Irgendwann werde ich ein neues Notebook brauchen, und dann kann ich mir ja immer noch ein Powerbook kaufen, das es ja nun endlich in drei statt nur einer Display-Variante gibt.
Erschienen am Donnerstag, 09.01.2003 @ 6:49
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Tags: Apple, Mac
Heute morgen arbeitete ich am »Projekt H« weiter: Word-Vorlagen für eine Kommune in Oberbayern. Ein steter Quell unbändiger Freude.
Für die richtige Grundeinstellung sorgen drei Dinge:
- Der Kunde (Agentur)
- Der Endkunde (die Kommune)
- Die Software (Word für Windows)
Der Kunde ist eine kleine Agentur, für die ich das ganze mache, da es im Haus nicht das Know-How für Word-Formulare gibt. Dazwischen ist noch eine kleinere Agentur geschaltet, die das alles vermittelt hat, aber von denen ist hier nicht die Rede.
Ich erhielt die Entwürfe für die Word-Formulare als aus QuarkXPress generierte PDF-Dateien, mit der Erwartungshaltung des Kunden, dass man alles aus Quark auch so in Word umsetzen kann. Nach einem berichtigtenden Hinweis begann die Arbeit.
Das Projektmanagement der größeren Agentur ist etwas… seltsam. Erst hört man ewig nichts, dann muss alles ganz schnell gehen, am besten bis gestern erledigt sein. Also wird’s zumindest zeitnah erledigt, man fragt wegen etwas nach und zwei Wochen später kommt dann auch mal eine Antwort. Dann liefert man die Dateien ab und hört erstmal einen Monat nichts. Der Kunde fährt zum Endkunden, zeigt das Ergebnis der Arbeit und sammelt Feedback ein. Ich wieß natürlich deutlich auf die Unzulänglichkeiten der Software hin (siehe gleich), und dass man sich bitte jede Änderung genau überlegen sollte, da aufwändig und somit teuer. Was passiert? Tausend Änderungen. Ich arbeite die Wünsche ein, liefere ab, Kunde fährt nach Impfung durch mir bzw. die zwischengeschaltete Agentur zum Endkunden und was passiert? Änderungswünsche von meiner liebsten Sorte: erst hü, dann hott. Was gestern blau war (und sein sollte) muss jetzt grün werden, am besten bis morgen. Was passiert? Änderungen erledigt, da schneit eine Mail mit Nachbesserung rein – war unproblematisch. Es folgt eine zweite Mail: Kommando zurück, aber auf neue Anweisungen warten, Mail würde folgen, tut sie aber bis heute nicht.
Der Endkunde wollte gerne alle Formulare auf einen Schlag geliefert haben. Nein, nicht erstmal nur eines zum Testen und Anbringen von Änderungswünschen, bitte gleich alle fünfzig.
Gesagt, getan: Alle fünfzig Dateien beim Kunden abgeliefert, Kunde fährt zu Endkunde raus, sammelt Änderungswünsche ein und gibt sie mir durch, siehe oben. Änderungen an fünfzig Formularen werden von mir durchgeführt, mit zögerlichen Antworten auf Nachfragen von mir an den Kunden. Geänderte Dateien werden wieder an den Kunden geschickt, dem Projekt managenden Kunden wird die Änderungs-Problematik bei dieser Software verdeutlicht und es wird ihm erklärt, dass es besser gewesen wäre, hätte man am Anfang nur einmal einen Prototypen erstellt. Kunde fährt zum Endkunden und überlässt diesem jetzt, nach den zweiten Nachbesserungen, die fünfzig Vorlagen zum Testen.
Nach einigen Wochen ist der Test beendet und über den Kunden bekomme ich die dritten Änderungswünsche des Endkunden übermittelt, die »Erst hü, dann hott«-Änderungen. Die Dokumentation der Wunschliste kann ohne Übertreibung als suboptimal bezeichnet werden. Widersprüchliche Aussagen im selben Satz, Änderungen in einer Tabelle, dann auf die bunt durchnummerierten, zahlreichen Anlagen (Testausdrucke) handschriftlich notiert und teilweise mündlich übermittelt. Mit diesen Änderungen war ich heute morgen befasst, auf die oben genannte E-Mail warte ich immer noch.
Die Software ist scheiße. Es handelt sich um Word 2000, und seit diesem Auftrag habe ich Word hassen gelernt.
Word kann kein Datei-übergreifendes Suchen und Ersetzen; Dinge wie Vorlagen, Templates oder Masterseiten sind ihm ebenfalls kein Begriff. Konsequenz: Jeder Handgriff muss nicht nur einmal gemacht werden, sondern fünfzig Mal, in jedem Dokument einzeln. Mir kroch heute morgen fast die Gicht in die Hände…
Zu allem Übel kommt, dass ich Word für Windows benutzen muss. Die Helden in der Agentur haben für teures Geld eine Schrift gekauft, die es nur für Windows gibt; die Schriftschnitte sehen auf dem Mac ganz anders aus. Eine serifenlose Schrift, die nur Profis – wie die beiden involvierten Agenturen und ich – unterscheiden können, die für die Leute in der Gemeindeverwaltung aber ebenso wenig unterscheidbar ist, wie die Arial von der Helvetica (ist nicht böse gemeint). Und dann auch noch als Type1 statt TTF, das für Word-Formulare vollkommen ausreichend wäre, aber das nur am Rande…
Da ich keinen PC mein Eigen nenne, lasse ich Word in einer XP-Emulation von Virtual PC laufen, und das ist zäh, obwohl ich alle optischen Firlefanz von XP abgeschaltet und die Auflösung des VPC-Fensters auf 1.024×768 reduziert habe. Allein schon wieder das Abschalten der Windows-typischen Annoyances auf einem frisch installierten WinXP – zu denen O’Reilly ein Buch mit über 580 Seiten füllen konnte. Bis man da durch die dutzenden, fünffach verschachtelten, mit Minimum drei Reitern ausgestatteten Einstellungs-Fenster gewatet ist… Es ist grausam.
Mittlerweile haben sich die Änderungen soweit summiert, dass deren Rechnung fast ebenso viel ausmacht, wie der ursprüngliche Auftrag. Das gesamte Projekt dauert nun bereits über ein halbes Jahr.
Erschienen am Donnerstag, 09.01.2003 @ 8:10
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Tags: job, Web
oder: »Wenn�das�einen�erwischt,�schickt�man�Stossgebete�zum�Backup-Gott.«
Mac-TV
berichtet von einem gefährlichen Bug in der Beta-Version von
Safari:
»US-Anwender berichten davon, dass die Download-Funktion die kompletten User-Ordner (also den gesamten Account) löschen kann. Daher sollte man die Download-Funktion nicht benutzen, bis die Situation aufgeklärt ist. Safari bietet einen Funktion, welche die Hilfsdateien eines Downloads (komprimierte Dateien, Images usw.) automatisch löscht. Anscheinend wird dabei aber häufig ein falscher Pfad benutzt, sodass der gesamte User-Ordner gelöscht wird. Wir geben an dieser Stelle Entwarnung, sobald das Problem beseitigt wurde.«
Also vorerst in der Safari-Beta keine Downloads vornehmen und gleich mal ein Backup des User-Verzeichnisses machen (das kann man eh nicht oft genug betonen: save early, save often). Bei mir ist der Bug trotz einiger Downloads zum Glück noch nicht aufgetreten.
Erschienen am Donnerstag, 09.01.2003 @ 10:44
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Tags: Apple, Mac
»Wann schläfst Du zurzeit?«
Erschienen am Donnerstag, 09.01.2003 @ 12:52
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Tags: Leben
Samstag, 11.01.2003
Nach längerer Abstinenz meinerseits mal wieder »Fienes fünf Fragen für Freitag«. Antworten von weiteren Teilnehmern gibt’s
bei Daniel Fiene.
1. Was hälst du von Deutschland sucht den Superstar?
Wenig. Habe nur die Trailer gesehen und mal beim Zappen einen Ausschnitt, sowie von einer Sendung vor ca. vier Wochen mal 15 Minuten. Mich hat ja erst gewundert, warum die bei den letzten zehn Kandidaten so ein Bohei machen und dann nur einer gehen muss, aber der Grund ist natürlich klar: Acht weitere Samstagabendsendungen (oder läuft’s freitags?) sind garantiert, wenn die in dem »Tempo« weitermachen.
2. Ist DSDS Dauergespräch bei dir im Umfeld?
Nein. Eine Freundin meinte mal, sie sei überzeugt, dass ein Mädel gewinnen wird. Nach einer Minute war das Thema durch.
3. Von wem hättest du nicht gedacht, dass er/sie Deutschland sucht den Superstar regelmäßig verfolg?
Ich kenne niemanden, der diese Sendung regelmäßig verfolgt.
4. Warum läuft die Sendung so erfolgreich?
Tut sie das, ja?
5. Du sitzt in der Casting-Jury. Dieter Bohlen singt vor. Was sagst du ihm?
In Anlehnung an Dieter Bohlen:
»Du hast alles, was wir hier nicht brauchen: Du siehst scheiße aus, Du kannst nicht singen und Du laberst nur wirres Zeug.«
Erschienen am Samstag, 11.01.2003 @ 14:46
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Tags: Medien
Mir (und Besuchern von
my two cents) ist aufgefallen, dass seit einigen Wochen die Site nicht mehr performt.
Ich weiß nicht, woran es liegt, aber es muss etwas mit den PHP-Skripten zu tun haben, denn statische Seiten kommen zügig durch, während bei dynamischen Seiten zu Beginn des Ladevorgangs eine Gedenkminute eingelegt wird. Bei einem anderen Weblog, das ebenfalls auf
Sunlog basiert und auf dem selben Server gehostet wird, tritt dieses Problem nicht auf. Vielleicht passt etwas nicht mit meiner Konfiguration, weswegen ich im Laufe der nächsten Woche (Montag, Dienstag, mal sehen) eine Wartungspause einlegen werde. Wenn es soweit ist, kündige ich es hier nochmal an. Und nicht wundern, wenn
two cents für kurze Zeit ungewöhnlich aussieht.
Erschienen am Samstag, 11.01.2003 @ 15:37
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Tags: Sonstiges
Vorgestern bin ich dann doch um 22 Uhr zusammengeklappt. Gestern um fünf Uhr morgens ausgeschlafen aufgestanden. Oder sagen wir, ich war zumindest wach, aber ich blieb im Bett liegen, um mir die gestrige Aufzeichnung der Kabel 1-Reportage über Mounties und die Folger »Der Plan« von »Ein Mountie in Chicago« anzusehen. Anschließend startete ich meinen Quicktime-Player für die diesjährige »Power of X«-Keynote von Apples Marketing-Vicepresident Phil Schiller.
Eine sehr gute Präsentation der Möglichkeiten von OS X »Jaguar«, kann ich sehr empfehlen. Präsentationen von (u.a.) X11 für OS X, Quartz Extreme, Mail mit Junk-Mail-Filter, Safari und einigen weiteren Anwendungen. Der Vortrag dauerte eine Stunde und zwanzig Minuten, und danach wurde es etwas knapp für mich: Es war 9 Uhr 10, und in 15 Minuten wollte ich an der Bushaltestelle zweihundert Meter weiter sein, denn um halb zehn würde der Bus in die Stadt abfahren. Dusche angestellt, und bis das Wasser warm war, in anderthalb Minuten Zähne geputzt. Dann unter die Dusche gehüpft und im Rekordtempo Haare gewaschen und dann den Waschlappen zur Hand genommen. 9 Uhr 20. Angezogen, iBook in den Rucksack gepackt (den ich zum Glück noch am Vorabend so gut wie fertig packte), Schal, Mantel, Mütze und raus aus dem Haus.
Ich besuche gestern meine drei früheren Kolleginnen in der Filiale Bayreuth. In Bayreuth zu arbeiten, war fast ein wenig wie Urlaub: Nette Kollegen, gemütliche Filiale, schönes Hotel, das wichtigste zum Einkaufen sowie ein Top5-Grieche, ein American Diner und ein Multiplex-Kino in Fußwegreichweite. Nicht nur das Arbeiten dort war angenehmer als anderswo, mit den drei Damen stimmte einfach die Chemie. Und ich rechne es ihnen
sehr hoch an, dass sie nach dem Tod meiner Mutter per Karte kondolierten und auch später nach dem Befinden fragten.
Am Bahnhof in Erlangen kaufte ich am Fahrkartenautomaten per »Expressverkauf« einen Fahrschein von Erlangen bis Bayreuth und zurück, ohne ICE-Berechtigung. 16,40 Euro mit BC-50. Die RegionalBahn nach Nürnberg fuhr pünktlich um 10:14 Uhr ab und kam dort um 10:41 planmäßig an. Umsteigen von Gleis 8 zu Gleis 16, in den RegionalExpress (ein Dieselfahrzeug) nach Bayreuth, der um zehn vor elf den Nürnberger Bahnhof verlies und nach einigem Geschaukel kurz vor zwölf in Bayreuth einfuhr. Während der Fahrt schrieb ich anfangs auf meinem iBook Sozialkunde-Hausaufgaben, aber durch die Neigetechnik des Zugs wurde mir dabei schlecht, so dass ich das aufgabe.
»Bitte die Fahrscheine vorzeigen, wenn’s genehm ist.«
»Des hams noch net gehört? Dann sind’s noch net mit mir gefahren.«
Vom Bayreuther Hauptbahnhof bis zum Marktplatz sind es 15 Minuten zu Fuß. Ich kaufte im Karstadt noch eine Kleinigkeit für die Kolleginnen ein und deckte mich selbst noch mit allen verfügbaren schwarzen »Hudson«-Socken in Größe 43-44 ein (eigentlich habe ich ja Schuhgröße 46, aber die Socken passen in der kleineren Größe besser). 8 Euro 50 das Paar, aber jeden Cent wert. In meiner Größe hatten sie nur fünf Paar und die nahm ich mit (51 Euro). Hudson-Socken gibt’s nur bei Karstadt, und mich verschlägt es künftig nicht mehr so oft nach Nürnberg (nächste Karstadt-Filiale).
Wenn ich schon mal in Bayreuth bin, muss ich natürlich auch dem hiesigen Top5-Griechen einen Besuch abstatten. Ein paar Kleinigkeiten haben sie verändert: Brotstücke (zum Dolmadakia oder Tzatziki bekommt man jetzt in größeren Stücken und der Tomatenreis wurde durch Gemüsereis ersetzt. Finde ich beides nicht so gut. Würde ich meine Top5-Liste neu aufstellen, fiele das Plaka von Platz 3 auf Platz 4 zurück und würde die Position mit dem Mannheimer Dimitra tauschen. Aber es war insgesamt trotzdem noch sehr gut! Ich blieb etwa anderthalb Stunden. Nach dem Essen packte ich mein iBook aus und machte meine Sozialkunde-Hausaufgaben fertig und schrieb noch ein wenig an diesem Tagebucheintrag.
Das mit Sozialkunde muss ich jetzt mal erklären. Ich dachte mir letztes Jahr, es sei keine schlechte Idee, das Fach-Abitur nachzuholen. Macht sich gut im Lebenslauf, und vielleicht will man ja doch nochmal studieren. In Bayern, Brandenburg und Rheinland-Pfalz gibt es die Möglichkeit, die Fachhochschulreife über das Telekolleg nachzuholen. Das funktioniert so: Jeden Tag werden im Bayerischen Rundfunk, auf BR-alpha und im ORB halbstündige Sendungen zu den Fächern ausgestrahlt. Darüber hinaus bezieht man von der TR-Verlagsunion spezielle Schulbücher und Übungsbögen (Hausaufgabenblätter), für knapp unter 100 Euro pro Semester. Etwa alle zwei Wochen muss ich samstags in die Schule, zum Kollegtag. In meinem Fall ist das in den Räumlichkeiten der FOS Fürth, und die Telekolleglehrer sind auch die ganz normalen Lehrer der FOS. Das ganze dauert anderthalb Jahre und dann hat man sein Fachabi. Die Vorteile: Man kann das neben Beruf, Zivi oder was auch immer betreiben und sich seine Zeit und sein Engagement frei einteilen. Am ersten Kollegtag wurde uns dann auch gesagt, dass das im Prinzip wie ein Studium sei (allerdings kein Fernstudium, man muss schon relativ regelmäßig zu den Kollegtagen erscheinen). Wenn man’s schafft, hat man sein Fachabi, wenn’s schief geht, war’s zumindest keine verlorene Zeit und taucht auch nicht im Lebenslauf auf. Der Nachteil: Jedes Trimester fallen natürlich die Gebühren für die Bücher an, falls man sie nicht von einem ehemaligen Kollegiaten bekommen kann (das TK wurde aber mit Beginn im Jahr 2002 umgekrempelt). Außerdem nimmt es doch relativ viel Zeit in Anspruch, wenn man das ernsthaft verfolgen will (etwa anderthalb Stunden täglich). Und alle paar Wochen muss man um 8 Uhr früh bis etwa 13, 14 Uhr in die Schule. Hausaufgaben müssen gemacht werden, sonst wird man nicht zu den Feststellunsprüfungen am Ende jedes Trimesters zugelassen. Und eine bestandene Feststellungsprüfung (also Note 5 oder idealerweise besser) ist Voraussetzung, um die Abschlussprüfung im jeweiligen Fach mitschreiben zu können. Kleinere Fächer wie Sozialkunde oder Physik hat man nur ein Trimester lang (die Techniker haben Physik zwei Trimester, dafür haben die Wirtschaftler noch Wirtschaft und die Sozialen noch Psychologie) und die Feststellungsprüfung ist gleich die Abschlussnote. Sozialkunde-Prüfung war am heutigen Samstag. Damit ist Sozi durch, Physik beginnt in diesem Trimester. Ich komme relativ gut mit, abgesehen von Mathe. Für jemanden, der sich sieben Jahre nicht mit dem Zeug beschäftigt hat, ist Mathe schon sehr schwer und man muss enorm viel Zeit aufwenden, um mitzukommen. Ich habe das nicht gemacht (die Zeit aufgewendet), konnte meine Hausaufgaben nicht abgeben und deswegen nicht bei der ersten Mathe-Feststellungsprüfung mitschreiben. Macht aber nix, ich mache dann Mathe im nächsten Kurs und bekomme das Fach-Abi dann eben etwas später. Bis dahin bereite ich mich mit Nachhilfe durch Klaus und üben, üben, üben darauf vor, dann wird das. Themen in Mathe sind (bis jetzt): Lineare und nicht-lineare Funktionen, quadratische Funktionen, Vektoren und Matrizen, Vektoren in der Physik, Folgen und Reihen, Differentialrechnung.
Zurück zu Bayreuth. Ich bezahlte gegen 13:45 und ging dann in fünf Minuten vor zur Filiale. Ab 14 Uhr ist eine Stunde Mittagspause, genau richtig.
Hier mach’ ich’s ganz kurz, weil ich keine Details preisgeben will. Der Besuch war sehr nett und um 15:45 ging ich wieder. Zurück zum Bahnhof und in einen leicht verspäteten (zehn Minuten) RE nach Nürnberg eingestiegen. Die letzte halbe Stunde im Zug habe ich geschlafen, ich war hundemüde. In Erlangen noch ein bisschen was besorgt und um 19:17 mit dem Bus heimgefahren. Gegen 21 Uhr ins Bett.
Erschienen am Samstag, 11.01.2003 @ 17:02
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Tags: bank, Finanzen
Sonntag, 12.01.2003
Gestern stand ich um 6 Uhr auf. Ich las mir beim Frühstück noch einige Absätze im Sozialkunde-Buch durch. Um 06:40 ins Bad, waschen. Haare gefönt, angezogen und raus auf die Straße. Verena ist auf Teamfreizeit in Friesen, ihr Auto hat sie dagelassen. Gestern schon ausgezogen und halb-schlafend im Bett hatte ich keine Lust mehr, das Auto abzudecken und so musste ich eben um 7 Uhr früh die Scheiben freikratzen. Wieder zurück in der Wohnung noch E-Mails und Newsgroups abgeholt und das iBook in den Rucksack gepackt, dann auf nach Fürth.
07:50 Uhr, ein schöner Parkplatz in der Nähe der Schule. Fünf Minuten später ging es los mit dem Austeilen der Blätter und der Erläuterung der Aufgaben zur Feststellungs-(und Abschluss-)Prüfung in Sozialkunde. Eine Stunde Zeit für vier Aufgaben. In Aufgabe eins ging es um die Auswirkungen von Enthaltungen und ungültigen Stimmen auf das Ergebnis von absoluten und relativen Mehrheiten. In der zweiten Aufgabe sollten wir das jüngste Wahlergebnis in der Türkei kommentieren. Dazu waren keine Türkei-spezifischen Kenntnisse notwendig, denn es wurde nur ein allgemeiner Kommentar zu folgender Konstellation verlangt: Die AKP gewann mit rund 35% der Stimmen eine 2/3-Mehrheit im türkischen Parlament, eine Oppositionspartei bekam mit knapp 20 Prozent der Stimmen die restlichen Sitze, alle anderen Parteien scheiterten an der 10%-Hürde. Für diese Aufgabe gab es acht Punkte (für die erste 4). In der dritten Aufgabe sollte das Titelbild der Wirtschaftswoche 51/2002 kommentiert werden, das auf der linken Seite die linke Hälfte einer türkischen Flagge zeigte und auf der rechten Hälfte die rechte Hälfte einer EU-Flagge. Halbmond und halber EU-Sterne-Kreis ergaben einen ganzen Kreis. Bei der Beantwortung der Frage sollte auch auf Probleme der EU-Erweiterung eingegangen werden. Ebenfalls acht Punkte, so wie für die vierte Aufgabe: Ein paar Worte über die Gewaltenteilung in Deutschland verlieren. Leider ließ ich mir für die niedrig bepunktete erste Aufgabe zu viel Zeit, so dass ich mit der vierten Frage nicht ganz fertig wurde (fünf Minuten mehr, und ich hätte es geschafft). Die Gesamtzeit betrug eine Stunde. Ich vermute mal, dass ich eine 3 oder 2 bekomme. Wahrscheinlich eher eine 3, weil ich die niedrig bepunktete erste Aufgabe nicht so gut beantwortet habe und eben mit der letzten, hochpunktigen Aufgabe nicht ganz fertig wurde.
Danach eine kurze Pause. Ich verabschiedete mich von meinen Tischnachbarn und kündigte an, in drei Stunden zu Physik und dann Deutsch wieder zurück zu sein. Als nächstes stand Mathe auf dem Programm, und das bringt mir im Moment nichts. Danach Bio/Chemie für die Sozialen und dann zwei Stunden Chemie für die Techniker, das muss ich mir beides als Wirtschaftler nicht geben (wirklich nicht, ist nicht notwendig). Ich löste am Bahnhof in Fürth eine Tageskarte für den Nahverkehr in Nürnberg und Fürth, da ich wohl ein paar Mal die U-Bahn benutzen würde. Ich fuhr zunächst zum Rathaus, um dort einen Happen zu essen (Lahmacun). Zwar erst halb zehn Uhr morgens, aber was soll’s. Weiter nach Nürnberg, zum Hauptbahnhof. Ursprünglich wollte ich dort in der DB-Lounge einkehren, zu der ich nun dank bahn.comfort-BahnCard kostenlosen Zutritt habe. Dafür habe ich das iBook eingepackt, denn ich wollte eine Stunde lang E-Mails beantworten und Newsgroups lesen. Aber durch’s Fenster betrachtet erwies sich die Lounge als relativ kleiner Raum, in dem nur einige rote Sessel standen, keine Tische (maximal ein Beistelltisch). Ich entschied mich gegen die Lounge, da ich das iBook nicht eine Stunde auf dem Schoß balancieren wollte, und ging in eine Coffebar am Kopf der Galerie, »Zapatto«. Gesalzene Preise, ebenso wie im »Oscar’s« in der Osthalle. Die gehören zusammen, und zusammen gehören sie zur Steigenberger Gastronomie. Ich weiß nicht mehr genau, was ich bezahlt habe, dürften aber zwei Euro für ein kleines Schweppes Tonic Water gewesen sein (Ginger Ale hatten sie nicht). Ich wählte einen Tisch an der Wand, so dass ich auf der Bank Platz nehmen konnte und einen guten Blick ins Lokal hatte. Dann das iBook ausgepackt und E-Mails geschrieben, bis der Akku anderthalb Stunden später die Grätsche machte. Ein Schulkollege rief mich auf meinem Handy an und machte mir die freudige Mitteilung, dass die Schule am Nachmittag ausfallen würde. Der Deutschlehrer sei krank, Physik findet aus irgendeinem Grund auch nicht statt. Okay, dann komme ich früher nach Hause und kann noch im Edeka in Frauenaurach einkaufen, bevor er um zwei schließt. Gesagt, getan. Auf dem Rückweg genehmigte ich mir in der Breiten Gasse eine mittlere Portion Pommes und am Rathaus noch ein Lahmacun, dann nach Hause und in Frauenaurach noch eingekauft.
Am Abend (19 Uhr) war ich bei Michaela eingeladen, die ihren Geburtstag nachfeierte. Kurz vor sieben holte ich noch (war mit Verenas Auto unterwegs) beim Griechen ein spezielles Geschenk ab (einen sehr guten, milden, süßen Ouzo, den es nicht im Laden zu kaufen gibt), der 50% meines Geschenks ausmachte (der Ouzo ist nicht nur gut, es ist auch ein Symbol, hat mit einem italienischen Mittagessen vor ca. anderthalb Jahren zu tun). Die andere Hälfte, eine Averna-Flasche (hat auch mit dem italienischen Mittagessen zu tun) habe ich Samstag-Nachmittag gekauft, sowas gibt’s im Laden). Micha und ihr Freund (Markus) sind beide Physiker und im Begriff, ihren Doktor zu machen. Entsprechend hoch war die Physiker-Dichte auf der Party, aber es gab auch Vertreter anderer Disziplinen, zum Beispiel Pharmazie und Medizin. Ich war glaube ich so ziemlich der einzige nicht studierte an diesem Abend.
:-)
Die Party war gut. Es lief gute Musik (
Gabin), gab reichlich zu essen (ich hielt mich wegen einiger bedrohlicher Geräusche in meiner Magengegend aber etwas zurück) und einige gute Gespräche. Ich unterhielt mich recht lange mit einer Ärztin über das Gesundheitswesen, die Arbeit in einem Krankenhaus (hey, ich war Zivi in der Kopfklinik) und wir diskutierten einige interessante Ethik-Fragen. Ich will nicht ins Detail gehen (v.a. nicht, was Standpunkte betrifft), aber es ging u.a. um:
- Für Schlaganfallpatienten stehen hundert normale Betten und zehn Betten in der Stroke Unit zur Verfügung. Es gibt 110 Patienten; wer kommt auf die SU und wer nicht?
- Unter welchen Gesichtspunkten wird entschieden, wie »intensiv« ein Patient behandelt wird und was wird den Angehörigen erzählt?
- Sollten sterbende Patienten wirklich immer ins Krankenhaus eingeliefert werden, so dass sie dort (oft) alleine sterben oder sollten sie zu Hause bleiben, um dort zu sterben?
- Sollten sich Ärzte nicht dem Zwang »Wollen Sie den Patienten da unversorgt liegen lassen?« widersetzen und für sich selbst eine ethische Verantwortung vorgeben, und keine 60 Stunden die Woche arbeiten?
Um halb eins brach ich auf.
Heute stand ich um 12 auf. Nach dem Duschen räumte ich ein wenig auf und um 15 Uhr fuhr ich in die Stadt, um mich mit Holger und Stefie zu treffen, die über’s Wochenende wieder in Erlangen waren. Wir gingen für zwei Stunden ins TIO, bis die beiden ihren Zug Richtung München nahmen. Ich orderte insgesamt zwei Ginger Ale und ein Spezi (alle nur 0,3 Liter) und zum Essen einen Teller Arrabiata-Nudeln. Wider Erwarten gab es bereits heute den Spiegel der kommenden Woche am Bahnhof, in dem ich noch ein wenig las, bis um 18:17 der Bus nach Hause abfuhr.
Daheim weitere Spiegel-Lektüre, während Verena und mein Vater nacheinander im Internet-Surfen. Um 21 Uhr Mac-TV mit dem ersten Test von Keynote, anschließend Spiegel-TV und dann in die Heia.
Morgen habe ich eine ewig lange To-Do-Liste. Ich muss ein Dutzend Briefe und diverse E-Mails auf den Weg bringen, ich will weiter aufräumen und um elf Uhr habe ich einen Friseur-Termin.
Erschienen am Sonntag, 12.01.2003 @ 22:36
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Montag, 13.01.2003
Muss jetzt erst mal fünf Zentimeter Neuschnee wegschippen. Und es schneit immer noch. Heute Abend schiebe ich nochmal, dann kann ich die Schneekarte im Haus weitergeben.
Ach ja, ich mag den Winter ja allgemein nicht (ich weiß, manche von Euch können’s nicht mehr hören), aber zwei positive Dinge sind mir noch eingefallen:
1. Alle Geräusche werden durch den Schnee gedämpft und es ist ruhiger.
2. Bin in der Stadt am Ohmplatz in den Bus eingestiegen. Dort gibt es die Friedrichschule (eine Real- oder Hauptschule, keine Ahnung) und dahinter das Ohm-Gymnasium, das zwei Jahre lang meine Wirkungsstätte war, bevor mir Latein das Genick brach. Am Ohmplatz sind die zwei Bushaltestellen (stadteinwärts und stadtauswärts) genau gegenüber auf den gegenüberliegenden Straßenseiten, und um 13 Uhr nachmittags führt das natürlich zu Schneeballschlachten quer über die Hauptstraße.
Erschienen am Montag, 13.01.2003 @ 14:03
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Sagte ich vorhin etwas von fünf Zentimetern Schnee? Ich meinte zehn Zentimeter.
Ich glaube, man kann sich darüber streiten, ob einem das Schneeschieben leichter von der Hand geht, wenn man dabei
Cafe del Mar 9 hört…
Zum Glück haben wir eine riesige Schneeschaufel, fast eine Wanne.
Erschienen am Montag, 13.01.2003 @ 14:52
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Tags: Leben
So, insgesamt viermal vor die Tür gegangen, 15 cm Neuschnee wegzuschaufeln (das ist in unseren Breiten schon eine Menge): ich am Nachmittag zweimal, dann mein Vater als er heim kam und ich eben nochmal. Jetzt kann ich die Schneekarte ein Stockwerk weiter nach oben geben.
Ich glaube, mit Schneeschieben ist es ein bisschen wie mit dem Computerkauf: es gibt keinen perfekten Zeitpunkt.
Erschienen am Montag, 13.01.2003 @ 20:42
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Dienstag, 14.01.2003
Es hat jetzt genau… 3,8 Grad und draußen tauen die Schneehaufen, die ich gestern mühevoll beiseite geräumt habe, wieder weg.
Heute Abend nicht verpassen: Harald Schmidt kommt wieder, um 23:20 Uhr.
Erschienen am Dienstag, 14.01.2003 @ 15:22
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Tags: Leben
Was ich ja noch weniger leiden kann als Hosen kaufen, ist Schuhe kaufen. Heute habe ich mich überwunden und bin doch in ein Schuhgeschäft gegangen, was ich ja schon seit zwei Wochen vor hatte, aber immer so vor mich her schob. Schlauerweise am Schluss meiner heutigen Tour, damit ich die neuen Winterstiefel auch nicht mehr lang durch die Stadt tragen muss, sondern nur noch bis zum Bus.
Ich brachte es dann auch fertig, unter zehn Minuten im Schuhgeschäft zu verweilen. Ich gehe zu Salamander, weil der nicht so überlaufen ist und sich quasi drei Verkäuferinnen um einen Kunden in der Herrenabteilung kümmern, während zum Beispiel beim Mengin (Familien-Schuhgeschäft in Erlangen, Nachfahren der nach Erlangen ausgewanderten Hugenotten) eine Verkäuferin fünf Kunden in der Herrenabteilung bedienen muss.
Ich überlegte noch, ob ich überhaupt noch Stiefel brauche (als Ausrede, nochmal am Schuhekaufen vorbei zu kommen), vielleicht war’s das mit dem Schnee gestern schon wieder für diesen Winter. Aber dann dachte ich mir: Schnee liegt zwar keiner mehr, aber Matsch, und der ist mit Halbschuhen auch nicht so lustig, außerdem kommt nächstes Jahr wieder Winter und gerade jetzt zum Jahreswechsel, nach der vom Einzelhandel bejammerten Flaute, wird mit Rabatten
alles rausgehauen, was geht. Tatsächlich wieß ein A4-Blatt im Schaufenster auf 20% Rabatt auf alle Winterware hin. Vielleicht kein besserer Zeitpunkt, um Winterstiefel einzukaufen.
Schuhe kaufen funktioniert bei mir so: Ein gutaussehendes Modell, das einigen grundsätzlichen Kriterien entspricht anprobieren. Wenn’s passt, wird’s gekauft, ansonsten noch ein anderes Paar probieren.
Lange Version: Erst die Auswahl anhand einiger Kriterien radikal einschränken: Schuhgröße 46, Gore-Tex oder ähnliche und außerdem ein richtiger Stiefel, nichts Halbhohes.
Es blieben vier Modelle übrig. Zwei getestet: Ein Schnürstiefel für 140 Euro das Paar (vor Rabatt) und ein Stiefel mit Klettverschluss für 75 Euro (auch vor Rabatt). In den Schnürstiefel kam ich sehr schlecht rein, auch wenn ich die zig Windungen der Senkel über der Zunge/Lasche weit aufmachte; mit Hose (kann praktisch sein, um die Hosenbeine sauber zu halten) kam ich gleich gar nicht rein. Der andere Stiefel passte, also kaufte ich ihn. Klettverschlüsse haben zwar ein bisschen was von Kinderschuhen, aber diese Stiefel sehen sogar besser aus als alle, die ich vorher hatte.
74,90 Euro abzgl. 1/5 Rabatt, machen 59,90 Euro (eigentlich nur 59,92, aber man hat da zu meinen Gunsten gerundet).
Erschienen am Dienstag, 14.01.2003 @ 18:18
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Tags: Leben
Mittwoch, 15.01.2003
Ich habe heute in einer ca. vierstündigen Operation
my two cents neu aufgesetzt, da seit einigen Wochen irgendwo der Wurm drin war: Beim anfordern einer Seite aus der Datenbank legte der Server fünf Gedenksekunden ein, bevor es weiter ging (danach erfolgte der Seitenaufbau aber flott). Meine Vermutung war, dass es an meinen
Sunlog-Skripten liegen muss: Die statischen Seiten kamen flott rüber und ein anderes Weblog, das auch auf Sunlog basiert und auf dem gleichen Server beheimatet ist, kommt ebenfalls zügig durch die Leitung, ohne Gedenkminute.
Da ich in PHP noch nicht sonderlich firm bin, war für mich die einfachste Lösung eine Neu-Installation. Diese ist nun erfolgt; am längsten dauerten dabei die Dateitransfers (Backup, wieder aufspielen) zwischen dem Server und meinem lokalen Rechner. Ich bin per DSL mit 1 MBit/s Downstream und 200 KBit/s Upstream ans Netz angebunden.
Bei der Gelegenheit fügte ich in
my two cents gleich noch eine neue Funktion ein, die schon länger in Sunlog vorgesehen war, von mir aber noch nicht umgesetzt wurde: Man kann nun Einträge per E-Mail an z.B. einen Freund versenden. Dazu unterhalb des Eintrags einfach »Versenden« anklicken.
Ich darf mit bei
Holger bedanken, ohne dessen Hilfe ich sicher länger gegrübelt hätte.
Jetzt fahre ich erstmal in die Stadt; ich habe Hunger, ich habe heute noch nichts gegessen.
Letztes Feintuning (z.B. bei der Kommentarfunktion) erfolgt morgen oder in den nächsten Tagen.
Erschienen am Mittwoch, 15.01.2003 @ 17:02
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Tags: Sonstiges
Freitag, 17.01.2003
Gestern Abend hatte ich einen längeren Chat mit einer guten Freundin.
Mit Details muss ich geizen; nur so viel: Es war sehr interessant. Mir schwirrt deswegen noch einiges im Kopf rum. Und zwar weniger wegen der Inhalte des Gesprächs.
Erschienen am Freitag, 17.01.2003 @ 12:08
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Tags: Leben
Aufgestanden um zehn. Dann die Telekolleg-Physik-Sendung dieser Woche gesehen, anschließend die Schmidt-Show von gestern. Den Nachmittag über Frühjahrsputz gemacht (ist noch nicht fertig). Später am Nachmittag bin ich noch mit Verena zum Friedhof gefahren (dort liegt sogar noch Schnee). Heute Abend räume ich noch ein wenig auf und mache noch Hausaufgaben für morgen (wieder Kollegtag in der Fachoberschule in Fürth).
Erschienen am Freitag, 17.01.2003 @ 17:48
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Tags: Leben
Über das Dosenpfand an sich habe ich ja bereits einen längeren Text im Januar
geschrieben. Mehr dazu von mir gibt’s in zwei Kommentaren
in Holgers Weblog.
Indes gibt es
Neues von Seiten der Politik: Trittin will nochmal einen Versuch wagen und hofft, dass bis zum Herbst generell Pfand auf Getränke in ökologisch bedenklichen Einwegverpackungen erhoben wird und nicht nur bei jenen Getränken, deren Mehrweganteil unter eine bestimmte Quote gerutscht ist. Eine entsprechende Initiative scheiterte vor ca. zweieinhalb Jahren im Bundesrat. Die Union will diesmal anscheinend mitziehen. Neues gibt es auch von der Industrie: Selecta, der größte europäische Automatenbetreiber (70.000 Geräte) hofft auf eine Zusage des Handels, bis Mitte März eine automatentaugliche Halbliter-PET-Mehrwegflasche einzuführen. Na also, geht doch.
Mittlerweile habe ich die Erfahrung machen müssen, dass nicht mehr jeder Dönermann auch eine pfandfreie Zone ist. Bei Avrasya in Erlangen (am E-Werk) wurde letzte Woche Pfand erhoben. Für die Drittelliter-Glas-Einweg Cola habe ich eine handgeschriebene Pfandquittung bekommen: Stempel des Dönermanns auf einem Fetzen Papier.
Ich bin nicht gegen das Pfand, aber gegen diese Umsetzung.
Und ich frage mich, wo das Problem ist, kleinere Abfüllmengen (0,5 Liter) in den Läden zu verkaufen. Halbliter-Glas-Mehrweg gibt es seit über zehn Jahren. Habe damals am Ohm-Gymnasium in der fünften Klasse noch Cherry Coke selig (das Original) aus solchen Flaschen getrunken…
Vor Oktober wird es dennoch keine Besserung geben, denn erst dann wird ein flächendeckendes Rücknahmesystem aufgebaut und eine Clearing-Stelle eingerichtet sein.
Wer weiß, vielleicht sammle ich doch im Keller und fahre dann im Oktober mit einem Kofferraum voller Flaschen bei unserem Edeka in Frauenaurach (zwei Orte weiter) vor. Die Idee werden wohl noch mehr Leute haben, so dass ich dann nicht der einzige bin, der sich am Rücknahmeautomaten anstellen darf (immerhin ein Rücknahmeautomat, ich mag keine menschlichen Leergut-Annehmer, die nie da sind, wenn man sie braucht).
Erinnert mich an die Seinfeld-Doppelfolge, die diese und vorige Woche lief: »Der Michigan-Flaschenpfand-Coup.« (»
The Bottle Deposit«).
Newman wirft in Jerrys Apartement eine Pfandflasche weg. Kramer sieht das und weist ihn darauf hin, dass er doch fünf Cent Pfand dafür bekommt und liest ihm das Etikett vor. In Michigan gibt’s sogar zehn Cent. Newman wittert das große Geschäft und überlegt, ob es nicht Sinn macht, hier in New York fünf Cent Pfand zu bezahlen und in Michigan zehn Cent bei der Rückgabe zu kassieren:
Newman: Warte mal, man bekommt also fünf Cent hier und zehn Cent da? Da könnte man doch hier die Flaschen sammeln und sie dort gewinnbringend abliefern.
Kramer: Nein, das läuft nicht.
Newman: Was meinst Du damit, “das läuft nicht”? Wenn man genug Flaschen zusammen hat…
Kramer: Nein. Durch die Lagerfinanzierung und den Benzinverbrauch lohnt sich das ganze nicht. Glaub’ mir, das läuft nicht.
Jerry: Du redest doch nicht gerade von Deinem Michigan-Flaschenpfand-Coup, oder?
Kramer: Nein, voll abgeblasen.
Newman: Du hast es probiert?
Kramer: Na klar, total durchgecheckt. Ich konnte die Zahlen nicht verdauen, es hat mich völlig verrückt gemacht.
Erschienen am Freitag, 17.01.2003 @ 18:52
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Tags: Politik
Samstag, 18.01.2003
Notebooks als Desktop-Ersatz können auch Vorteile haben. Haben hat’s hier die Sicherung rausgehauen und mein iBook lief natürlich mit Batteriestrom weiter. Alle meine Browserfenster noch da, keine Arbeit verloren gegangen. Kurios war, dass ich gerade telefonierte und dann auch das Gespräch gekappt wurde (DECT-Telefon an einer ISDN-Anlage). Mit dem analogen Telefon meiner Eltern konnte ich aber weitertelefonieren, während Verena sich mit meiner Maglite den Sicherungskasten angesehen hat.
:-)
Erschienen am Samstag, 18.01.2003 @ 17:31
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Tags: Apple, Mac
Heute morgen hatte ich wieder Kollegtag (darüber berichte ich später noch ausführlich).
Meine Schwester fuhr mich heute morgen mit dem Auto runter zur Bushaltestelle in Vach und ich war rechtzeitig um halb elf in der Schule. Diesmal etwas später, da die Techniker ihre Chemie-Feststellungsprüfung schrieben und die Sozialen eine Stunde Bio/Chemie hatten. Der Rückweg führte um 13:56 per RegionalExpress über Erlangen. Dort noch einen Happen gegessen (ein Lahmacun bei Döner-King und ein Döner bei Avrasya). Vorsorglich hatte ich heute morgen die Flasche wieder eingepackt, um sie heute bei Avrasya abgeben zu können und wieder mein Pfand zu kassieren.
Von Avrasya gibt es eine gute und eine schlechte Nachricht. Die schlechte: Ab Montag gibt es keine Stempelkarten mehr, nach dem Motto: zehn Döner kaufen, den elften umsonst bekommen. Dadurch konnte der durchschnittliche Dönerpreis bei elf Stück von 3 Euro auf 2,70 Euro gesenkt werden. Die gute Nachricht: Ab Montag kostet der Döner wieder 2 Euro 50. So viel kostete er zuletzt im Dezember 2001, vor der Euro-Einführung, nämlich fünf Mark. 2,50 EUR sind sogar etwas billiger, nämlich 4,89 DEM. Erwähnte ich bereits, dass ich mir von
OS X 10.3 eine schnellere Taschenrechner-Applikation erwarte? Der eingebaute Rechner ist sowas von träge… Oder mal bei
Versiontracker eine alternative Calculator-App suchen.
Im Altstadtmarkt kaufte ich etwas Käse. Ich wollte eigentlich auch noch einen bestimmten Stift (ein billiger Lamy-Tintenkuli), aber konnte ihn weder hier, noch in den beiden Müller-Drogerien in Erlangen oder im hiesigen Horten finden. Habe ihn im letzten September im Müller Nürnberg (am Lo’platz) gekauft, aber nach Nürnberg komme ich nicht mehr so häufig. Und nur wegen eines Stifts rüber fahren? Da kaufe ich mir lieber was richtiges. Und vielleicht hat der Nürnberger Müller den gar nicht mehr, denn wegen des Schulanfangs war die Schreibwarenabteilung zusätzlich ausgebaut. Interessehalber sah ich mir im Untergeschoss des Altstadtmarkts den Getränkemarkt an. Das Angebot an Schweppes Ginger Ale in 1-Liter-Glas-Mehrwegflaschen hat sich vergrößert, Schweppes in 3/4-Liter-Glas-Einweg gibt es gar nicht mehr. An kleineren Getränken, z.B. Cola, gibt es in den Kühlschränken nur noch (oder: endlich) Halbliter-Glas-Mehrweg. Wenn sich das durchsetzt (wobei mir Halbliter-PET-Mehrweg lieber wären), kann dieses Land schöner werden. Mehr zum Thema Dosenpfand habe ich
erst gestern geschrieben.
Mit dem Bus heim um 15:45 ab dem Neuen Markt.
Daheim habe ich noch Verena beim Aufbau ihres IKEA-Schreibtischs geholfen. Sie hat jetzt,
wie ich schon im Dezember, auch einen Rappel bekommen und ihren zehn Jahre alten Kinderzimmer-Schreibtisch an die Luft gesetzt. Sie hat sich exakt den selben Schreibtisch gekauft wie ich, nur dass er mittlerweile sagenhafte 63 Euro billiger geworden ist (94 Euro statt 157 für das Komplettset aus Tischplatte, vier Beinen und Zarge). Wer’s ganz genau wissen will: Platte 52 statt 87 Euro, Beine 24 statt 40 Euro und die Zarge für 18 statt 30 Euro. Meine Schwester ging aber noch einen Tick weiter und hat sich auch noch so eine Art Kommode gekauft. Eventuell noch was, ich habe da im Moment keinen Überblick. Muss warten, bis sie alles hergerichtet hat, das Chaos kann ich mir im Moment nicht ansehen. Mehr als nur einen neuen Schreibtisch zu kaufen wäre auch bei mir nicht verkehrt gewesen, aber das war mir nicht nur zu aufwändig, sondern auch zu teuer (habe durchaus überlegt). Der neue Schreibtisch bei mir war wirklich dringend.
Apropos: Gestern habe ich dann
doch keine Hausaufgaben mehr gemacht, sondern weiter aufgeräumt. Das ist bei mir auch ein größeres Projekt. Heute habe ich mir den neuen Newsletter der
Männerseiten angesehen und da entdecke ich doch prompt ein paar Tipps für den typischen Mann, wenn sich plötzlich
unerwarteter Besuch ankündigt:
- Lichtverhältnisse modellieren
- Selektives staubsaugen
- Tagesdecken nutzen
- Vollmond
- Der verschlossene Raum
- Hohlräume nutzen
- Abwasch umgehen
- Schicksalsschlag
- Nur noch Minuten, Variante 1 – Der Blitz-Frühjahrsputz
- Nur noch Minuten, Variante 2 – FBI und BND
Sehr gut, kann ich nur empfehlen! :-)
Vorhin (als die Sicherung rausflog) habe ich mit Claudia telefoniert, eine frühere Kollegin. Sie hat sich zusammen mit Freund und Kind einen neuen Computer gekauft und mich um ein wenig Einweisung, Unterstützung und Troubleshooting gebeten. Eigentlich auch schon wieder eine Woche her, aber ich dachte, ich rufe mal an. Es hat sich aber gezeigt, dass es bei ihnen nicht soooo brandeilig ist (es läuft alles, es geht mehr um eine Vereinfachung von Abläufen) und der Internet-Anschluss auch erst in drei Wochen kommt, den ich einrichten soll. Und heute haben die drei eh keine Zeit. Passt mir ehrlich gesagt ganz gut ins Konzept, da ich derzeit nicht so gut planen kann. Ich muss zeitlich etwas flexibel bleiben. Will hier nicht ins Detail gehen, aber Micha und Holger, Ihr wisst, worum’s geht. Aber der Support ist nicht aufgehoben, sondern nur verschoben. Das kommt schon noch.
Falls ich heute Abend nicht mehr zeitlich flexibel sein muss (und es sieht danach aus), bleibt Zeit für das eine oder andere Telefonat, weiter Aufräumen (ich veranschlage mehrere Tage, inkl. Ablage von Unterlagen) und Hausaufgaben für das Telekolleg. Ein Abend zu Hause.
Erschienen am Samstag, 18.01.2003 @ 18:15
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Tags: Leben
Gabin:
Gabin.
Vor genauer einer Woche auf
Michas Party gehört, heute von Amazon gekommen.
Erschienen am Samstag, 18.01.2003 @ 18:19
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Tags: Leben
Klaus Schallhorn, Suchmaschinen-Experte, wagt in seinem neuesten
Newsletter einige Ausblicke auf das neue Jahr:
»2. Die Abacho AG [Endemann] wird mehrere Presse-Mitteilungen veroeffentlichen.«
Klaus’ Newsletter sind nicht nur wegen seiner fachlichen Kompetenz lesenswert, sondern auch wegen solcher Perlen.
Erschienen am Samstag, 18.01.2003 @ 18:22
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Tags: Web, webdesign
Ab heute gibt’s bei
my two cents eine neue Kategorie: »
Telekolleg«.
Wie ich bereits
vor einer Woche geschrieben habe, belege ich derzeit den Telekolleg-Kurs an der FOS in Fürth.
Ich denke es ist an der Zeit, eine eigene Kategorie für Einträge, das Telekolleg betreffend, einzurichten. Könnte hilfreich sein für alle, die sich darüber informieren wollen. Die Adresse, um alle Einträge der TK-Kategorie zu erreichen ist
www.my-two-cents.de/index.php?cat=Telekolleg
Es wird allgemeine Informationen zum Telekolleg geben und natürlich auch Stories, wie es mir damit ergeht.
Eine kurze Einführung in das Thema (ich empfehle aber auch, den Eintrag
von letzter Woche zu lesen):
Ich bin seit September 2002 dabei, das erste Trimester ist also schon rum (zweites Trimester hat frisch begonnen). Der Kurs dauert anderthalb Jahre, inklusive i.d.R. freiwilligem Vorkurs zwei Jahre. Sinn der Übung ist, auf dem zweiten Bildungsweg das Fachabi (»Fachhochschulreife«) zu bekommen, das übrigens nicht fachgebunden ist (ich könnte dann als Wirtschaftler auch Hauswirtschaft oder Informatik studieren, so lange es an einer Fachhochschule ist). Dieses Angebot gibt es bereits seit einigen Jahrzehnten; derzeit nur in Bayern, Rheinland-Pfalz und Brandenburg. Weitere Infos stehen auf der offiziellen Website
telekolleg.de
Man ist wie gesagt nach anderthalb Jahren durch. Ich habe den Vorkurs nicht besucht, weil ich mir das relativ kurzfristig überlegt habe, hätte ich aber besser machen sollen. In Mathematik ist das Niveau für jemanden, der sieben Jahre aus der Schule draußen ist, sehr hoch. Man muss enorm viel Zeit aufwenden, um das vergessene Halbwissen wieder aufzufrischen und sich natürlich auch den neuen Stoff anzueignen. Ich habe diese Zeit nicht aufgewendet und mich dafür entschieden, in Mathe nicht weiter mitzumachen. Das bedeutet natürlich, dass ich im Jahr 2004 kein Fachabi-Zeugnis in die Hand gedrückt bekomme, aber man kann die fehlenden Fächer im nächsten Kurs nachholen (2004-2006) und wird dann etwas später fertig. Das ist seit der Neukonzeption des Telekollegs möglich (»Kreditsystem«, ich bin im ersten Kurs nach der Neugestaltung). Die Neuordnung hat zur Folge, dass weniger Stoff vermittelt wird, allerdings auch in einer kürzeren Zeit.
Unangemeldete Extemporalen oder Schulaufgaben werden nicht geschrieben. Es gibt eine bestimmte Anzahl von »Feststellungsprüfungen« (FP): In Fächern, die nach einem Trimester schon wieder vorbei sind (z.B. Sozialkunde für alle oder Physik für die Wirtschaftler und Sozialen) ist die FP dann auch gleich die Endnote. In den Hauptfächern gibt es FPs am Ende des ersten und am Ende des dritten Trimesters. Die Noten der FP in den Hauptfächern fließen in die Abschlussnote ein; es gibt dort natürlich auch noch eine Abschlussprüfung, die zentral vom Kultusministerium gestellt wird (die FPs denken sich die Lehrer selbst aus). Nach der Abschlussprüfung kann man noch in die mündliche Prüfung gehen (freiwillig), um seine Note zu verbessern, falls man auf der Kippe steht (die Gewichte der FP- und Abschlussprüfungs-Noten entspricht etwa dem System der Jahresfortgangsnote in der Realschule).
Meine Angaben beziehen sich auf Bayern. Und ohne Gewähr und Pistole; im Zweifelsfall selbst bei einer TK-Schule nachfragen.
Wie funktioniert’s?
Den Stoff bekommt man in täglichen (MO-FR), halbstündigen Sendungen. Werktags um 13 Uhr im Bayerischen Rundfunk oder Samstag-Vormittag die Wiederholung (oder eben Videorecorder). Wegen der Neugestaltung des Kurses (seit x Jahren auch unter dem Namen »Telekolleg II« bekannt, keine Ahnung, seit wann es »Telekolleg I« nicht mehr gibt) werden teilweise noch alte Sendungen ausgestrahlt. Für die Algebra tritt z.B. nochmal Prinz Eisenherz wie vor 20 Jahren auf den Plan. Sendungen, die wegen des neuen Zuschnitts des Stoffs nicht mehr gezeigt werden müssen, werden natürlich auch nicht gesendet. Die Sendereihe zu Deutsch ist aber völlig neu: Neues Design, neuer Moderator, neue Filmbeiträge, alles auf dem Stand von 2000 und 2001.
Zusätzlich gibt es Begleitmaterial in Form von Büchern und Hausaufgabenbögen sowie in manchen Fächern auch CD-ROMs (laufen nur auf Windows-Systemen, nix Mac). Das Begleitmaterial kommt von der
TR Verlagsunion, die auch die Verwaltung der Telekollegiaten übernimmt. Das Material kostet in jedem Trimester knapp unter hundert Euro. Die einmalige Anmeldegebühr ist 25 Euro. Bei der Anmeldung kann man auch angeben, wenn man keine Bücher beziehen möchte, z.B., wenn man sie von einem früheren TK-Teilnehmer übernimmt (aber Vorsicht: das TK wurde wie gesagt zum September 2001 völlig neu konzipiert und die Hausaufgabenbögen braucht man trotzdem!).
Es gibt also die Sendungen und die Bücher. In den Büchern sind auch Übungsaufgaben. Die Hausaufgabenbögen müssen gemacht werden. Wer die Hausaufgaben nicht abgeben kann, darf nicht an den FPs teilnehmen und wer nicht an den FPs teilnimmt, darf die Abschlussprüfung nicht mitschreiben (aus dem Grund habe ich Mathe auf den nächsten Kurs geschoben: zur ersten FP im Dezember 2001 konnte ich nur eine von vier Hausaufgaben vorlegen). Der Zeitaufwand wird allgemein mit anderthalb Stunden täglich angegeben, man kommt aber auch mit weniger hin, je nach Vorkenntnissen und Aufnahmefähigkeit. Ich bereite mich jetzt gemütlich ein Jahr lang auf Mathe vor: Klaus ist Informatik-Student, für den ist das Schnullifax, und Micha ist Physik-Doktorandin; sie hat mir auch schon Hilfe angeboten.
:-) Generell ist es nicht schlecht, wenn man sich mit den anderen Telekollegiaten zusammentut, Einzelkämpfer machen sich’s nur unnötig schwer. Also Lerngruppen bilden, Kontakt halten per Mail, Telefon, Chat oder Newsgroups.
Also, wir haben die Sendungen, die Bücher und die Hausaufgabenbögen. Das Telekolleg ist aber kein Fernstudium. Es gibt alle ein bis drei Wochen so genannte Kollegtage. Die stehen im Voraus für das ganze Trimester fest und sind immer Samstag-Vormittag. An diesen Kollegtagen werden die Hausaufgaben entgegen genommen, korrigiert wieder zurückgegeben und besprochen, außerdem werden an Kollegtagen die Prüfungen (FP und Abschlussprüfung) geschrieben. In Erlangen und Fürth finden sie an den dortigen Fachoberschulen (FOS) bzw. Berufsoberschulen (BOS) statt. Während man z.B. mit der Mittleren Reife (Realschulabschluss) danach die FOS in Vollzeit besuchen kann, um dort zu seiner (fachgebundenen) Fachhochschulreife zu kommen, ist das Telekolleg zu ausgelegt, dass man daran berufsbegleitend teilnehmen kann. Sprich, tagsüber arbeiten, abends lernen, samstags in die Schule. Die Lehrer im Telekolleg sind die selben, die auch werktags als Lehrer in den FOSen bzw. BOSen arbeiten.
Warum macht man sowas?
Um das Fachabi zu bekommen. In meinem Fall: Sieht gut im Lebenslauf aus (machen wir uns nix vor) und vielleicht will man ja doch noch mal studieren (das dann doch). Der Vorteil dabei ist, dass man es nebenbei machen kann. Es wäre also keine verschenkte Zeit, wenn man es doch nicht packt und dann eine Lücke im Lebenslauf zu erklären hat, außerdem kann man weiter Geld verdienen. Das ist aber auch der größte Nachteil dabei: Es nimmt einem viel Freizeit weg und samstags ausschlafen ist in der Regel nicht drin.
Soweit. Habe ich was vergessen? Im Falle eines Falles oder bei Fragen einfach einen Kommentar schreiben.
Was heute am Kollegtag passiert ist, schreibe ich heute Abend noch in einem separaten Eintrag. Kleiner Teaser: Es gab heute zwei Feststellungsprüfungen zurück.
P.S.: Bei der Gelegenheit (neue Kategorie eingeführt) habe ich wieder mal in der linken Navigationsleiste aufgeräumt. Der Abschnitt »RL-Friends in VR« ist komplett rausgeflogen. Dort waren die Homepages von Freunden aus dem richtigen Leben zu finden (real life friends in virutal reality). An deren Seiten hat sich selten was getan. Holgers Seite
eggbert.de hat die Aufräumaktion allerdings überlebt, denn seit seinem Relaunch ist daraus ein richtiges Weblog geworden. Folglich ist der Link zu Eggbert im Abschnitt »Andere Weblogs« zu finden. Dort neu ist auch das Weblog von Carsten Dobschat (
dobschat.de/sunlog. Er kommt aus Nürnberg.
Nachtrag (21:24 Uhr): Ich bin im Telekolleg an der FOS Fürth in Bayern, Wirtschaftszweig.
Erschienen am Samstag, 18.01.2003 @ 19:54
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Tags: Telekolleg
Seit drei Minuten läuft auf Pro7 der geniale Film »
Arlington Road« mit Jeff Bridges (von 1999). Es geht um einen Terrorismus-Experten, der beim FBI arbeitet. Der Film war in Deutschland komischerweise schon längst auf DVD zu haben, als er in den USA gerade in die Kinos kam.
Er wird heute Nacht nicht wiederholt (dafür der sehr viel schwächere »Species II«, wahrscheinlich dann um Splatter-Szenen angereichert).
Erschienen am Samstag, 18.01.2003 @ 20:22
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Tags: Medien
Hier habe ich mal die Themen in den Fächern des ersten und zweiten Trimesters zusammen geschrieben.
Für alle interessant, die vielleicht am nächsten Telekolleg-Kurs teilnehmen möchten oder für alle Nicht-Teilnehmer, um zu sehen, was ich in den nächsten drei Jahren vor habe, um mein Fachabi zu bekommen (eigentlich nur anderthalb Jahre, aber ich mache Mathe erst im zweiten Durchgang).
Oder ich reiße alte Wunden auf.
:-)
Weitere Informationen darüber, was das Telekolleg ist, gibt es in einem anderen
Eintrag von heute. Alle Einträge zum Thema Telekolleg stehen in der neu eingerichteten
Kategorie gleichen Namens.
1. Trimester (ab September 2002)
Deutsch (Lesen, Zappen, Surfen: Der Mensch und seine Medien):
- Kommunikation und Massenkommunikation, Massenmedien
- Printmedien
- Hörfunk und Fernsehen
- Internet
- Analyse journalistischer Darstellungsformen
- Objektivität, Subjektivität und Wahrheitsgehalt
- Verfälschung, Manipulation und Klischees
- Propagande und journalistische Ethik
- Mediendesign
- Wirkungsweise der Medien, Probleme der Mediennutzung
- Medienveränderung: gesellschaftliche Veränderung?
- Orientierung in der wachsenden Informationsflut
An den Kollegtagen wurden vom Deutschlehrer außerdem »klassische« Themen besprochen: Textart und -sorte, Kurzinformation, Stellungnahme, Erörterung, Argumentationsketten bzw. Aufbau eines Arguments. Ich glaube, wir sind da etwas vorgeprescht.
In der ersten Feststellungsprüfung (FP) musste eine Stellungnahme verfasst werden (=Erörterung, aber nur in eine Richtung argumentieren, nicht pro und contra).
Englisch:
Ehrlich gesagt habe ich in das Buch nicht reingeschaut und auch nur die ersten vier oder fünf Sendungen gesehen. Die Mitarbeit im Unterricht hat mir mehr gebracht, aber ich habe es insgesamt in Englisch ziemlich schleifen lassen (z.B. nicht mit Grammatik beschäftigt), weil ich schon relativ gut in Englisch bin (außer in Grammatik).
Sozialkunde:
Wird im ersten Trimester abschließend behandelt.
Schwerpunkte waren Wahlen (allgemein und auf die BRD bezogen), europäische Institutionen, Erweiterung der EU.
Mathematik:
Algebra:
- Graphische Löschung von Gleichungssystemen
- Einsetzungsverfahren
- Additionsverfahren
- Quadratische Funktionen
- Nullstellen der quadratischen Funktion
- Quadratische Gleichungen
Vektoren und Matrizen:
- Vektoralgebra I
- Vektoralgebra II
- Vektoren in der Geometrie I
- Vektoren in der Geometrie II
- Matrizen und Gleichungssysteme
- Lösungsverfahren für Gleichungssysteme (inkl. Gauß-Algorithmus)
- Matrizen in der Geometrie
2. Trimester (ab Januar 2003)
Deutsch (Reden, Schreiben, Präsentieren: Mit Texten arbeiten):
- Rhetorik
- Referat
- Diskussion
- Vorstellungsgespräch
- Nachricht, Reportage, Feature
- Kommentar, Leitartikel, Glosse
- Rezension und Kritik
- Sprache der Werbung
- Protokoll und Gesprächsnotiz
- Textanalyse
- Erörterung: Argumente sammeln und ordnen
- Textanalyse und Erörterung: eine Meinung vertreten
Englisch:
Keine Ahnung.
Physik (Mechanik):
Sozialkunde wurde im ersten Trimester abschließend behandelt, die Note der FP ist gleichzeitig die Abschlussnote. Ab diesem Trimester gibt’s Physik: Für die Wirtschaftler und Sozialen nur dieses eine Trimester, die Techniker bekommen noch mehr Physik im vierten Trimester.
- Gleichförmige Bahnbewegung und Kreisbewegung
- Überlagerung von Bewegungen
- Gleichmäßig beschleunigte Bewegung
- Beschleunigte Bewegung mit Anfangsgeschwindigkeit
- Freier Fall und Wurfbewegungen
- Trägheit, Kraft und Masse
- Kräfte und einfache Maschinen
- Energie und Arbeit
- Kinetische Energie und Energieerhaltung
- Spannenergie und Leistung
- Drehmoment und Rotationsenergie
- Planetenbewegung und Gravitation
- Gravitationsfeld und -potential
Mathematik:
Analysis, Folgen und Grenzwerte:
- Folgen
- Monotonie von Folgen
- Grenzwert von Folgen
- Grenzwertsätze
- Monotone Folgen
[Nicht mehr mit dabei, denn folgende Stoffgebiete fallen durch die Neugestaltung des TK weg: Kreisberechnung, Prisma und Pyramdie, Zylinder, Kegel und Kugel; zufällig habe ich hier ein altes Buch in Händen.]
Differential-Rechnung:
- Grenzwerte bei Funktionen
- Tangentenproblem
- Ableitungsregeln I
- Ableitungsfunktionen in Anwendungen
- Differenzierbare Funktionen: stetige Funktionen
- Ableitungsregeln II
- Kettenregel
- Kurvendiskussion I
- Kurvendiskussion II
- Extremwertaufgaben I
- Extremwertaufgaben II
Die Stoffgebiete der nächsten beiden Trimester sind mir noch nicht bekannt. Die Bücher für das dritte Trimester wird’s wohl erst März/April geben. Deutsch und Mathe hat man drei Trimester lang, Englisch bis zum Schluss. Die Abschlussprüfungen in Deutsch und Mathe sind bereits im Juli 2003, in Englisch und den fachrichtungsspezifischen Hauptfächern (Techniker: Physik, Wirtschaftler: Wirtschaft, Soziale: Psychologie) im Dezember 2003. Ob der nächste Kurs dann schon im September 2003 oder erst im September 2004 anläuft, ist mir nicht bekannt.
Ich beantworte gerne Detailfragen (bitte die Kommentarfunktion benutzen), wenn z.B. jemand wissen will, was sich in Mathe bei Differential-Rechnung hinter »Ableitungsregeln I« verbirgt, aber ich wollte hier nicht die kompletten Inhaltsverzeichnisse mit allen Unterpunkten abschreiben.
Erschienen am Samstag, 18.01.2003 @ 20:48
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Tags: Telekolleg
Heute kam ich,
wie gesagt, erst um halb elf in der Schule an. Die Techniker schrieben anderthalb Stunden Chemie-Feststellungsprüfung, dann Viertelstunde Pause und im Anschluss daran Bio/Chemie für die Sozialisten (zwei Euro in die Wortspielkasse). Für mich begann der Tag mit Englisch, danach eine Pause, Physik und Deutsch. Zu Mathe wollte ich dann gehen, da ich in Mathe in diesem Kurs ja keine Abschlussprüfung schreibe. Es ergab sich dann, dass aus einer Physik-Stunde zwei wurden, weil Physik letzte Woche ausfiel, und Mathe wurde durch Deutsch in der 7. Stunde ersetzt.
In Englisch wurde die im Dezember geschriebene Feststellungsprüfung (FP) zurück gegeben und besprochen. Der Notenschnitt war bei 3,66 und für mich sprang, trotz minimaler Vorbereitung, eine 2 raus. Das Ergebnis in Englisch konnte ich schlecht kalkulieren, hätte alles zwischen 4 und 2 sein können. Meine Schwächen lagen ganz klar im Teil »working with words« (paraphrase, explanation…) und dem Grammatik-Teil (das war mir klar). Meine Stärken hatte ich in den beiden anderen Teilen: Fragen zum Text und die Übersetzung (in der Prüfung von Englisch nach Deutsch, ein Newsweek-Artikel). Meinen beiden Kollegen in der Bank links und rechts ging’s nicht so gut, die kassierten beide eine 5.
Die Englischlehrerin meinte, sie hätte oft die Erfahrung gemacht, dass es durchaus Leute gibt, die einen schwachen Start haben (5 in der Feststellungsprüfung), aber dann zum Schluss hin besser werden. Das erste Jahr sei sowieso das schwerste, und jetzt kämen auch viele Ferien. Selbst wer eine 6 hat, ist deswegen nicht raus aus dem Kurs: Die Noten aus den FPs fließen in die Gesamtnote ein. Wer in der zweiten FP in einem halben Jahr eine bessere Note schreibt, kann sich dadurch verbessern. Und auch mit der Abschlussprüfung und ggf. mit der freiwilligen mündlichen Prüfung kann man noch einiges rausholen.
Physik war sehr interessant. Meinen Physik-Lehrer ab der 8. Klasse Realschule fand ich schon gut (war auch Klassenleiter sowie mein Mathe- und Informatik-Lehrer). Der Mann war mit Kompetenz, Lebenserfahrung und einem ordentlichen Schuss Sarkasmus ausgestattet. Der Physik-Lehrer, der sich uns heute vorstellte, ist aber schon ziemlich cool. Ich will nicht ins Detail gehen (vielleicht liest er ja mit), aber sein Stil gefällt mir, und ich war mit der Meinung nicht allein. Ein recht witziger, aber auch anschaulicher Unterricht, und das Tempo ist angemessen, man kommt gut mit. Das ist wirklich »physics for the rest of us«. In der ersten Stunde begann er mit einigen grundlegenden Dingen, z.B. wie er sich die Hausaufgaben wünscht. Er erzählte einiges von dem, was auf uns zukommt: Physik wird nicht unbedingt so sein, wie wir es von früher kennen, es wird in der Regel nur Rechenaufgaben geben. Und durchaus solche, deren langer Bruchstrich den Einsatz eines Lineals rechtfertigt. Selbstverständlich müssen alle Werte mit Einheiten beschriftet werden. Da fiel mir natürlich ein Zitat meines Realschul-Physiklehrers ein, dass er uns so gut wie jede Stunde eingehämmert hat:
»Keine Einheiten, keine Punkte.«
Wobei das erste Trimester für die Wirtschaftler noch einfach sei, denn das befasse sich nur mit Mechanik: Geschwindigkeiten, Beschleunigung, Gravitation… Für die Techniker wird es »Einheiten nur so prasseln« wenn es »elektrisch wird.« Als Beispiele nannte er Voltmeter pro Sekunde (oder waren es Voltsekunden pro Meter?) und Tesla (das ist mir sogar ein Begriff). Also hätten wir es mit Metern und Sekunden noch leicht.
In Physik sei es schwerer als in anderen Fächern, über das Fernsehen einen Zugang zum Stoff zu bekommen. Trotzdem sollte man keine Sendung verpassen, damit es nicht gar so trocken wird. Er empfiehlt, keine Stunde zu verpassen, denn er hat bereits die Erfahrung gemacht, dass Leute an Physik gescheitert sind, weil sie es zu Beginn haben schleifen lassen, was in anderen Fächern vielleicht noch problemlos aufholbar war.
Am Beispiel eines t-s-Diagramms (y-Achse: Strecke, x-Achse: Zeit) und einer Ursprungsgeraden erklärte er uns, dass es sich dabei nicht, wie man meinen könnte, um eine Beschleunigung handelt, sondern um eine lineare Bewegung mit gleichbleibender Geschwindigkeit. Wir begannen daraufhin mit einigen grundsätzlichen Formeln und wie ein typisches t-s-Diagramm in den jeweiligen Fällen aussieht. Dann war die Stunde schon wieder rum.
Auch in Deutsch gab es die im Dezember geschriebene FP zurück. Die Aufgabe sah eine textgestützte Stellungnahme (Erörterung nur in eine Richtung, pro oder contra) zum Thema »Computerspiele nach Erfurt, Beispiel Counterstrike« vor. Der Schnitt war 3,31. Ich rechnete mit einer 3 bis 1, wobei ich eine 2 am wahrscheinlichsten hielt, und so kam es auch. Der Nachbar links griff leider auch hier ins Klo, der Nachbar rechts bekam aber noch eine 4-. Aber ich denke, dass das bei den beiden noch besser wird, keine Frage. Und wer weiß, vielleicht bin ich ja beim nächsten Mal nicht so gut in Form und schneide schlechter ab. Die Abschlussprüfung wird in einem ähnlichen Rahmen stattfinden: Auch rund 150 Minuten Zeit, aber man kann sich aussuchen, ob es eine Textanalyse, Erörterung oder noch was drittes sein soll und es wird auch mehrere Themen geben.
Um 13:45 brachen wir auf und ich bekam noch meinen Zug (RE) um 13:56 nach Erlangen.
Ich bin zufrieden mit dem heutigen Tag. Mit zwei Zweiern kann man nicht meckern.
Erschienen am Samstag, 18.01.2003 @ 22:35
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Tags: Telekolleg
Montag, 20.01.2003
Ich bin einigermaßen beunruhigt, wenn jemand, den ich seit 20 Jahren kenne, über eine Woche nicht im ICQ auftaucht, nicht auf Mails reagiert, zu Hause nicht erreichbar ist, das Handy durchklingeln lässt und nicht zurückruft, wenn man auf der Handy-Mailbox drum bittet.
Habe ihn heute im Büro erreicht und erleichtert festgestellt, dass er nicht in irgendein Erdloch gefallen ist. Bitte, nach solchen Thrills steht mir nicht so der Sinn.
Also Entwarnung. Die Woche ergibt sich vielleicht ein Kinobesuch, dann bin ich auch wieder versöhnt.
Erschienen am Montag, 20.01.2003 @ 13:53
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Tags: Leben
Craig Armstrong, »Rise« (
The Space between us)
Erschienen am Montag, 20.01.2003 @ 13:55
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Tags: Sonstiges
…dass Arcor sich Ende 2001 über vier Wochen nicht um meinen DSL-Auftrag
gekümmert hat, denn ich habe jetzt keine
DSL-Probleme. Ich wechselte von der Telekom zu
NEFkom (regionale Telco), nachdem mir die Telekom zwei Jahre lang erzählte, bei mir ginge kein DSL und ich würde es auch nie bekommen. NEFkom brachte es dann doch fertig, sogar mit der vollen Leistung von 1 MBit/s Downstream und 200 KBit/s Upstream. Bin
seit fast einem Jahr ein äußerst zufriedener Kunde.
Erschienen am Montag, 20.01.2003 @ 14:07
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Tags: Sonstiges
Wer sich seelisch schon mal auf den nächsten Bruckheimer-Hype einstellen will, kann sich bereits seit vier Wochen einen ersten
Teaser zu »
Pirates of the Caribbean« antun.
Nee, dann noch lieber »
Bruce Almighty« (
Trailer) mit Jim Carrey…
Erschienen am Montag, 20.01.2003 @ 17:49
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Tags: film, Film-und-Fernsehen
Künftig ist links in der Navigationsleiste ein Abschnitt »now playing« zu finden. Darin wird angezeigt, welchen Song
iTunes, mein mp3-Player auf dem Computer, gerade abspielt. In drei Zeilen wird der Interpret, der Titel und das Album angezeigt. Vielen
Dank an Carsten Dobschat, der mich auf das Programm »Kung-Tunes« (
Entwickler-Homepage,
Versiontracker) hinwies.
Das Programm (für
Mac OS X ist kostenlos. Es kann im Hintergrund laufen und sieht in iTunes nach, welcher Song gerade gespielt wird. Es merkt auch, wenn ein neuer Song angespielt wird. Wenn Kung-Tunes eine Veränderung feststellt, schreibt es eine kleine Textdatei auf meinen Webserver. In die Dateien meines Weblogs nehme ich einen kurzen Schnipsel PHP-Code auf, der in der Textdatei nachsieht, was drin steht und diese Information dann in mein Weblog einbaut.
Kung-Tunes kann sehr vielfältig konfiguriert werden und ist einfach zu bedienen.
Erschienen am Montag, 20.01.2003 @ 19:59
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Tags: Apple, Mac
»Wer Lust auf Horror hat, aber gerade kein Geld für die Geisterbahn, sollte im Bahnhof von Herford in der Herrentoilette vorbeischauen.«
Verbraucherzentralen nehmen sich anscheinend jedem Thema an. Dass kostenlose Bahnhofstoiletten nicht der Welt schönster Ort sind, dafür brauche ich keinen Test. Wenn der Ruf der Natur sehr fordernd ist, kann ich das Aufsuchen eines McClean empfehlen, die es inzwischen in größeren Bahnhöfen gibt (kostet aber).
[Gesehen bei Kniebes.]
Erschienen am Montag, 20.01.2003 @ 20:33
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Tags: Sonstiges
Für den informierten Zeitgenossen nichts Neues und spätestens seit
Bowling for Columbine oder dem Spiegel-Titel der
letzten Woche bekannt: die USA werden, wenn ich das mal so sagen darf, die Geister die sie riefen, nicht mehr los. Die bekanntesten, einst von den USA unterstützten und finanzierten »Geister«: Osama bin Laden und Saddam Hussein.
Holger wies mich auf einen exzellenten Kommentar von Volker Pispers zu diesem Thema hin, der diese Fakten nochmal zwischen Sarkasmus und Ironie verpackt, zu lesen
beim 9-Volt-Blog.
[Ist das zu glauben? Stefan vom
neunvoltblog kommt auch aus der Region Nürnberg!]
Ach ja, in diesem Zusammenhang kann ich mir ein Bild nicht verkneifen, dass ich vor ein paar Tagen bei Dobschat
fand:

Frodo hat versagt.
Erschienen am Montag, 20.01.2003 @ 21:12
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Tags: Politik
Apple bietet von seinem Powerpoint-Killer
Keynote leider keine Demo-Version an, aber immerhin eine achtseitige
Quick Reference (PDF; 1,9 MB) und einen hundertseitigen
User’s Guide (PDF; 7,6 MB), beide zu finden im
AppleCare Dokument 51960.
Dank an »j.syre«, der in einer
Randnotiz auf
Mac-TV darauf hinwies.
Erschienen am Montag, 20.01.2003 @ 21:22
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Tags: Apple, Mac
Aus
Eurocard wird
Mastercard. Die
Kampagne läuft bereits; bis spätestens 2006 sollen alle Eurocard-Mastercard-Kreditkarten durch solche mit dem einheitlichen Namen Mastercard ausgetauscht sein (siehe deren
FAQ).
Im Prinzip eine Variante von »Raider heißt jetzt Twix, sonst ändert sich nix«, aber für die Banker unter den Lesern sicher angenehm. Fragen wie die, ob man mit einer Eurocard-Kreditkarte auch weltweit bezahlen kann oder die sehr häufige Verwechslung von Eurocard und eurocheque-Karte fallen einfach weg (übrigens gibt es die
ec-Karte auch nicht mehr ewig).
Erschienen am Montag, 20.01.2003 @ 22:18
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Tags: bank, Finanzen
Dienstag, 21.01.2003
Für Fans von IKEA: »
Die Welt vermöbeln« von Klaus-Peter Kerbusk bei Spiegel-online.
Erschienen am Dienstag, 21.01.2003 @ 12:05
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Tags: Sonstiges
Kevin Mitnick wird heute, nachdem der Hacker wegen eines Gerichtsurteils zu acht Jahren Internet-Abstinenz gezwungen war, zum ersten Mal wieder online gehen (siehe
Heise-Meldung). Das ganze wird mit großem Brimborium während einer TV-Show passieren.
Bereits am 14. Januar gab es dazu einen netten
Comic-Strip bei »Joy of Tech«. Er zeigte zwei Reporter, die Mitnicks erste Gehversuche im Cyberspace nach jahrelanger Pause kommentieren:
»He seems a little rusty… fumbling a bit with the mouse. — That’s to be expected folks, it’s been five years!«
»His first stop is… a Google search for porn! — That’s to be expected folks, it’s been five years!«
Das erinnerte mich an meine eigenen ersten Schritte im Internet (August 1995) und wie sich das Netz seit dem verändert hat (ich kenne noch Einwahlen in Mailboxen, AT-Befehle in einer Terminal-Applikation…). Gestern erst habe ich von einem Bekannten, der selbst noch nicht so lange online ist, eine Warnung vor dem Virus jdbgmgr.exe bekommen (es ist kein Virus, sondern ein Hoax). :-)
Erschienen am Dienstag, 21.01.2003 @ 14:16
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Tags: Medien
Bislang war Post vom Finanzamt stets Grund zur Freude, aber diesmal nicht: ca. 400 EUR Steuern nachzuzahlen und ab sofort ein kleiner Betrag Vorauszahlung jedes künftige Quartal.
Erschienen am Dienstag, 21.01.2003 @ 18:18
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Tags: Web, webdesign
Anlässlich des verwirrten Sportfliegers über Frankfurt vor ein paar Tagen kommt mal wieder die Diskussion hoch, ob die Bundeswehr nicht auch
im Inneren eingesetzt werden soll.
Ich bin da klar dagegen. IMHO ist es (u.a.) ein Kennzeichen für eine moderne Zivilgesellschaft, wenn die Streitkräfte nicht innerhalb des Landes eingesetzt werden und auch nicht in Städten stationiert sind.
CSU-Chef Stoiber sagt, die Rechtslage sei unklar. Dabei ist sie sehr klar: Im Inneren ist die Polizei zuständig und die Bundeswehr kann im Katastrophenfall Amtshilfe leisten.
Erschienen am Dienstag, 21.01.2003 @ 20:09
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Tags: Politik
Gestern Abend kam auf SAT.1 eine durchaus interessante »24 Stunden«-Reportage zur Münchner S-Bahn. Für die Dauer von etwa einem Jahr wird die S-Bahn zwischen Ostbahnhof und Hauptbahnhof jedes Wochenende (SA-Abend bis MO-früh) gesperrt, damit Umbauarbeiten vonstatten gehen können. Es soll eine neue Signaltechnik eingebaut werden, um künftig einen höheren Takt auf den einzelnen Linien zu ermöglichen (z.B. alle 10 Minuten nach Dachau).
Dass ist durchaus interessant, denn es wird nicht einfach nur irgendein Streckenast gesperrt. Ich habe 2000 und 2001 etwa ein 3/4 Jahr in München gearbeitet und weiß daher, wovon ich rede. Der Clou bei der Münchner S-Bahn ist, dass alle Linien die Innenstadt in einer sieben Kilometer langen Röhre unterqueren, die von West nach Ost reicht: Im Westen der Hauptbahnhof, über so wichtige Stationen wie Karlsplatz (Stachus) und Marienplatz zum Ostbahnhof im Osten. Wer in München von Ost nach West (oder umgekehrt) muss, wählt die S-Bahn: Da alle Züge durch einen Tunnel fahren, kommt garantiert alle drei Minuten ein Zug durch. Ziemlich genial. Langfristig soll eine zweite Röhre gebaut werden.
Die Reportage zeigte die Bahn-Mitarbeiter an der Service-Front, denn nicht alle Benutzer der S-Bahn haben von der Sperrung am Wochenende Kenntnis genommen: Münchner, die wütend sind, Münchner, die unbeirrt an allen Bahn-Mitarbeitern vorbei in die S-Bahnstationen laufen wollen oder dort bereits auf Züge warten… Davon ab gab es einige interessante Infos für ÖPNV-Fans wie mich und einen Blick in die Leitzentrale der S-Bahn. So einen Arbeitsplatz hätte ich auch gerne: Stuhl mit hoher Lehne, vor zweimal vier TFT-Displays.
Infos zur Sperrung der so genannten »Stammstrecke« gibt es von offizieller Seite hier:
www.s-bahn-muenchen.de
bahn.de (1)
bahn.de (2)
mvv-muenchen.de
Ach ja, bei s-bahn-muenchen.de gibt es auch
Infos zu den neuen, schönen Triebwagen, den ET 423.
Das sind S-Bahn-Züge, nicht die 30 Jahre alten ET 420-Dinger, die sonst in München (und Nürnberg) über die Gleise holpern. Sehen nicht nur außen, sondern auch innen gut aus und man kann von der Spitze des Zugs bis zum Ende komplett durchlaufen, ohne Türen. Sehr hell, sehr freundlich. Bis Ende Dezember 2004 sind in München alle alten Züge ausgetauscht.
Wer sich für die Broschüre interessiert, die von den Bahn-Mitarbeitern in der 24 Stunden-Reportage verteilt wurden, wird ebenfalls bei s-bahn-muenchen.de fündig (
PDF; 1,3 MB).
Erschienen am Dienstag, 21.01.2003 @ 21:49
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Tags: Sonstiges
Plusminus sucht uns mal wieder mit einem
Bericht heim, wonach es älteren Menschen, mit 65, 68 oder 70 Jahren, nahezu unmöglich ist, keinen Kredit zu erhalten (habe ich sowas nicht erst vor wenigen Wochen gesehen?).
Die Begründung liefert die Plusminus-Website auch gleich mit: zu hohes Todesfallrisiko.
Berichtigt mich, wenn ich das falsch sehe, aber ist es nicht so, dass jemand im Alter von 70 Jahren dem Tod näher ist als ein 35-jähriger? Eine Bank hat kein Geld zu verschenken, denn das Geld, das die Bank als Kredit heraus reicht, gehört ihr gar nicht, sondern den Anlegern. Die Bank muss sicher sein, dass so wenige Kredite wie möglich ausfallen und vergibt deswegen nicht an jeden Kredit, der einen haben will. Bis zu einem gewissen Alter kann das Todesfallrisiko durch eine Restschuldversicherung (RSV) abgesichert werden (die übrigens auch für junge Leute
nicht unbedingt verkehrt ist). Abgesehen davon, dass die RSV für ältere Mitbürger teilweise unbezahlbar ist und auch nicht immer vom Kunden bezahlt werden will, ist sie auch nicht bis ins hohe Alter zu haben. Ab einem bestimmten Alter, sei es jetzt 65, 68 oder 70, will die Versicherung den Kunden nicht mehr versichern, weil ihr das Risiko zu hoch ist. Und da schiebt dann auch die Bank einen Riegel vor, weil sie das Risiko selbst tragen müsste. Oder anders gesagt: Wenn der Kunde nicht mehr versichert werden kann, will die Bank auch keinen Kredit mehr herausgeben.
Bitte nicht falsch verstehen: Ich bin nur der, der es schreibt. Ob das moralisch ok ist oder nicht, will ich mal dahingestellt lassen, dass will ich in diesem Fall auch nicht diskutieren. Aber aus Banksicht ist das doch nachvollziehbar, oder?
Erschienen am Dienstag, 21.01.2003 @ 22:46
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Tags: bank, Finanzen
Mittwoch, 22.01.2003
Gestern mal bei der VAG/
VGN am Hugo in Erlangen gewesen (das hier ist mehr eine Notiz für mich).
Fahrten von Erlangen nach Fürth,
mit MobiCard für Erlangen: Zwei Streifen auf einer 10er Karte abstempeln.
Bis Nürnberg: Drei Streifen.
Fahrten von Erlangen nach Fürth,
ohne Mobicard für Erlangen: Drei Streifen auf einer 10er Karte abstempeln.
Bis Nürnberg: Vier Streifen.
Das habe ich zwar nicht gefragt, dürfte aber stimmen:
Fahrten zwischen Nürnberg und Fürth: 2 Streifen.
Fahrten innerhalb von Fürth (z.B. von Vach nach Fürth): 1 Streifen (Preisstufe K).
Erschienen am Mittwoch, 22.01.2003 @ 14:52
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Tags: Leben
Das ist die Inschrift auf dem
Münchner Siegestor in Schwabing, am Ende der Ludwig- und am Beginn der Leopoldstraße.
Wie komme ich darauf?
Ich habe, wie kürzlich
an anderer Stelle erwähnt, 2000 und 2001 ein 3/4 Jahr in München gearbeitet, davon einige Zeit in der Leopoldstraße. Damals ist mir das Tor schon aufgefallen. Holger, der seit einiger Zeit in München wohnt, hat
heute in seinem Weblog eggbert.de auf
Fotos von Peter Turnley hingewiesen:
The Unseen Gulf War
Erschienen am Mittwoch, 22.01.2003 @ 16:02
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Tags: Politik
In den letzten Wochen und Monaten habe ich mit Freunden einige sehr gute, und sehr lange Gespräche geführt. Die letzten zwei Jahre vor dem
Tod meiner Mutter ging mir das sehr ab, weil es dazu kaum Gelegenheit gab: Zwei Jahre lang für die Bank immer auf Achse gewesen, aus dem Koffer gelebt, oft montags nicht gewusst, wo ich am Freitag arbeiten werde. Nur am Wochenende zu Hause. Am Wochenende wollte ich oft meine Ruhe haben. So kam es auch, dass viele Kontakte eingeschlafen sind und Freunde verloren gingen.
Ich bin eigentlich auch eher ein Typ, der im Bus oder im Zug die Klappe hält und lieber die Gedanken schweifen lässt (vielleicht bin ich auch deswegen ÖPNV- und Zug-Fan: Beim Autofahren hat man dazu nicht Gelegenheit, weil man sich auf den Verkehr konzentrieren muss, aber wenn man im Zug einfach da sitzt und aus dem Fenster schaut, hat man Gelegenheit). Aber manchmal brauche ich einfach Gespräche, die nicht oberflächlich bleiben, was auch mal in Ordnung ist, sondern die tiefer gehen. Kann auch passieren, dass man sich auf einer
Party gut versteht und ich dann eine Ärztin unter den Tisch quassle. Aber das meine ich noch nicht. Ich meine Unterhaltungen mit guten Freunden, die über zwei oder drei Stunden gehen. Bei denen nicht fünf Leute mit spitzen Ohren um einen rum sitzen. Die sich um Themen wie Arbeit, Beziehungen, Sex, Philosophie, Politik oder Religion drehen (oder eine Kombination davon). Der »Rekord« lag bei fünf Stunden, aber es kam uns beiden vor wie zwei. Kann gerne in einer Kneipe sein, wenn die Musik nicht zu laut ist, aber gleichzeitig auch nicht so viel los ist, dass man die beiden Nachbartische mitunterhält. Ich mache mir während so eines Gesprächs gerne Notizen von Einfällen, um nichts zu vergessen und jede mögliche »Richtung« zu »verfolgen«. Am liebsten ist es mir, wenn man sich am Schluss trennt und das Gefühl hat, es wurde alles gesagt, was zu sagen war.
Erschienen am Mittwoch, 22.01.2003 @ 23:42
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Tags: Leben
Donnerstag, 23.01.2003
Bevor ich ins Bett gehe, noch ein Nachtrag zur
vor ein paar Tagen eingeführten Spielerei: Links in der Navigationsspalte wird neuerdings angezeigt, mit welchem Song mich
iTunes gerade beglückt. Davon ab, dass es — wie gesagt — nur eine Spielerei ist, macht es auch nur begrenzt Sinn, wenn ich nur wenige Stunden am Tag mp3-Musik höre. Der Surfer wird in der Regel das »Pech« haben, gerade dann auf meiner Seite zu sein, wenn nichts abgespielt wird.
Daher noch eine Erweiterung: Wenn nichts gespielt wird, wird nicht nur eine Inaktivitäts-Nachricht angezeigt, sondern auch noch ein Link auf eine
Extra-Seite, auf der die letzten zehn Songs aufgeführt sind.
Als Notiz für mich (und als Backup) noch meine Einstellungen im Formatierungs-Menü von
Kung-Tunes:
Header
[leer]
Format for currently playing track
<br />^p#p<br />»^t«<br />#a(^a)#a
Format for recent tracks list
<br />^p#p, »^t« #a(^a)#a<br />
Inacitvity message
<br />Derzeit wird nichts gespielt.<br />[<a href="tracklist.php">Zuletzt gespielte Titel anzeigen</a>]
Footer
[leer]
Erschienen am Donnerstag, 23.01.2003 @ 2:21
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Tags: Sonstiges
Meine Laune hält sich heute in engen Grenzen.
Es fing damit an, dass ich dabei bin, wieder in einen unguten Rhythmus zu kommen. Konnte vor zwei Tagen beim besten Willen nicht vor 3 Uhr einschlafen, letzte Nacht kam der
Sandmann dann doch erst gegen halb fünf auf seiner Tour bei mir durch. Ergo: Bin heute erst um 14 Uhr aufgestanden. Passt mir im Moment nicht so in den Kram, weil ich wieder eine Woche brauche, um aus dem Rhythmus rauszukommen. Und der Weg führt üblicherweise dahin, einmal 30 Stunden durchwachen zu müssen. So eine »Nacht-Woche« ist bei mir immer ein äußerst unproduktiver Zeitraum. Und asynchron zum Rest der Bevölkerung zu leben, hat auch mehr Nach- als Vorteile.
Es ging weiter mit diesem eher mauen Tag, denn es hatte zwar milde sieben Grad plus, es regnete aber »junge Hunde« wie Harald Schmidt gestern zu sagen pflegte. Im Wetterbericht war gestern bereits zu sehen, dass das schlechte Wetter von Frankreich rüber zieht.
In der Stadt habe ich dann in einem Geschäft nicht das bekommen, was ich wollte: gab’s einfach nicht. Im »junge Hunde«-Regen lief ich zuvor einen Kilometer durch die Stadt, um der
Mediothek der Evangelischen Jugend meine restliche VHS-Sammlung zu spenden.
Davon ab scheint Kino am Wochenende ein wenig auf der Kippe zu stehen, mal sehen.
Zu Hause musste ich feststellen, dass ein Brief, den ich Mitte Dezember aufgab, wegen unzustellbar zurück kam. Dafür warte ich seit einer Woche auf einen anderen Brief…
Apple hat immer noch keine neuen iMacs und Power Macs vorgestellt. Gestern Abend las ich eine deprimierende Analyse auf Mac-TV (»
Wie man 1,6 Prozent Marktanteil erreicht«), und es ist ziemlich sicher, dass Apple auch künftig tapfer weiter am Markt vorbei produziert; einen »Billig-Cube«, einen leisen, modularen, bezahlbaren und leistungsfähigen Rechner wird es so schnell nicht geben, denn: »Wir glauben an den All-in-one-Computer für den Consumer-Markt (Apple-CEO Steve Jobs).
Um 19:45 besserte sich meine Laune, denn ich hatte ein interessantes Telefonat mit Holger. Gut: Es könnten sich demnächst zwei kleinere Aufträge für mich ergeben.
Ok, in der Stadt war auch nicht alles schlecht: Ich traf Verena, die mich wieder mit heim nahm. Im Horten konnte ich noch zwei Kochlöffel kaufen und Gläser; wollte ich eigentlich schon vor zwei Tagen erledigen. Und die Kopie des neuen Briefkastenschlüssels ging schneller von statten, als gedacht: Musste nur drei Minuten darauf warten, bis Meister Rapid den Bart eines halb fertigen Rohlings angepasst hat.
Erschienen am Donnerstag, 23.01.2003 @ 20:39
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Tags: Leben
Freitag, 24.01.2003
Da ich am Donnerstag den halben Tag verpennt habe und dann quasi vom Bett aus direkt in den Bus stieg (mit Umweg über die Dusche) und erst nach 19 Uhr wieder zurück war, bekam ich die neuesten politischen Entwicklungen nicht mit.
Erstmal muss ich das los werden: Ich halte einen Krieg im Irak für ziemlich wahrscheinlich. Auch wenn Bush und seine Mannen betonen, es sei noch nichts entschieden: Man karrt doch nicht für Unsummen mehrere Divisionen an den persischen Golf, um auf Invasionsstärke (250.000 Mann) zu kommen, um dann zu sagen: »Ok, wir fahren wieder heim.« Man wird die Soldaten da unten auch nicht ein ganzes Jahr warten lassen, um auf die nächsten günstigen Klimabedingungen in 2004 zu warten (nämlich Januar, Februar), das ist auch zu teuer. Davon ab sind Bush und Co etwas, hmm, nicht nervös, sondern… »trigger happy«: Sie werden sich meiner Meinung nach nicht davon überzeugen lassen, dass die UN-Inspekteure noch mehr Zeit brauchen, weil sich Bush das nicht ewig mit anschauen will. Die letzten UN-Inspektionen dauerten immerhin sieben Jahre (1991 bis 1998). Außerdem ist noch eine Rechnung von Bushs Vater offen, das
Öl ist allen Beteuerungen zum Trotz nicht uninteressant (die USA sind der
größte Energieverbraucher der Erde, Einschränkungen zu Gunsten des Umweltschutzes spielen in den USA keine große Rolle, Iraks Ölreserven sind so immens, dass sie
von strategischer Bedeutung sind) und letzten Endes geht es auch um
Einfluss. Um Massenvernichtungswaffen geht es glaube ich nur vordergründig. Saddam Hussein ist IMHO ein vergleichsweise »kleiner Fisch«, der, so lange er in seinen Grenzen gehalten wird, kaum seinen Nachbarn (wieder) gefährlich werden wird. Der Israel-Konflikt ist da doch ein viel interessanteres Problem (und, wenn ich mich mal aus dem Fenster lehnen darf, Israel ist auch Teil des Problems, nicht nur Opfer).
Soweit die Vorbemerkungen. Am Mittwoch wurde ja der 40. Jahrestag des Elysée-Vertrags begannen, auf, sowohl für Deutschland, als auch für Frankreich,
historisch bedeutsamen Boden, im Schloss von Versailles (1871 Ausrufung des deutschen Kaisers nach dem Sieg über Frankreich, 1919 Diktat der Kapitulationsbedingungen für das Deutsche Reich, nachdem dieses den Ersten Weltkrieg verlor). Ich mag solche Symbole; von daher war es für mich gestern schon von Bedeutung, als erstmalig das deutsche und das französische Parlament gemeinsam in Versailles tagten. Es gab eine Reihe von
Maßnahmen, um die
deutsch-französische Freundschaft zu vertiefen.

Harald Schmidt in seiner Sendung vom 22.01.03
Bundeskanzler Schröder legte sich auf ein Nein Deutschlands bei einer etwaigen Abstimmung über Krieg gegen den Irak im UN-Sicherheitsrat fest und auch Frankreich wird sicher eher enthalten, als zuzustimmen, oder sogar mit Nein stimmen (siehe auch zweiten Bericht).
Die große Empörung auf der anderen Seite des Atlantiks folgte auf dem Fuße: US-Verteidigungsminister Rumsfeld bezeichnete Deutschland und Frankreich als »Problem« und sprach vom »alten Europa« (siehe dazu den sehr guten Kommentar von Spiegel-Redakteur Markus Deggerich), während er die Unterstützung durch die EU-Beitrittskandidaten lobte.
Das sorgte für den Austausch einiger Spitzen (1, 2). Man muss ja fast schon befürchten, dass die Achse des Bösen demnächst um Deutschland und Frankreich erweitert wird: Die USA wollen die beiden Länder diplomatisch isolieren.
Wenn Deutschland im Februar für vier Wochen den Vorsitz im UN-Sicherheitsrat übernimmt, ist mit einer diplomatischen Offensive zu rechnen, die Zeit gegen den Krieg gewinnen soll.
Um nochmal auf das Thema »Massenvernichtungswaffen im Irak« zurück zu kommen: Das bisherige Verhalten der aktuellen US-Regierung, die nach dem Prinzip »america first« arbeitet und gegen alle möglichen internationalen Initiativen opponiert, die diesem Prinzip zuwider laufen (Kyoto-Protokoll, Ächtung von Landminen, Internationaler Strafgerichtshof, etc. pp.) und auch das Verhalten von früheren US-Regierungen machen die amerikanische Beteuerung, im Irak gehe es nur um ABC-Waffen, nicht gerade glaubwürdiger.
Dankenswerterweise zeigte die gestrige Ausgabe von »Monitor« in der ARD einen kurzen Ausschnitt aus dem genialen Film »Bowling for Columbine«. Habe ihn mal aufgenommen, digitalisiert und auf meinen Webserver hochgeladen: Bitte anschauen (MPEG-4; 23,8 MB; Quicktime 6 erforderlich, 2 Minuten 50 Sekunden).
»Supermacht« zu sein, bringt auch eine gewisse Verantwortung mit sich. Vielleicht sollte man mit gutem Beispiel voran gehen und nicht internationale Abkommen torpedieren und Doppelmoral propagieren: Mit Diktatoren und Despoten in Kuweit, Saudi-Arabien oder Pakistan zusammenarbeiten wenn es den eigenen Interessen nutzt und sich gleichzeitig für eine angebliche Demokratisierung im Nahen Osten stark zu machen, ist nicht glaubwürdig. Selbst die Menschenrechte hochzuhalten aber Kriegsgefangene als »feindliche Kämpfer« zu bezeichnen und ihnen deswegen Rechte der Genfer Konvention zu verweigern oder gar Folter zu dulden, ist auch nicht glaubwürdig. Mit einem amerikanischen Präventivkrieg wird auch die rule of law untergraben.
Die Politik der USA jetzt und in den letzten Jahren ist IMHO kontraproduktiv und kurzsichtig. Vielleicht fördern die USA dadurch den Terrorismus, den sie eigentlich ausrotten wollen, denn Sympathiepunkte bei ihren Gegnern sammeln sie so nicht unbedingt.
Ich darf auch nochmal auf den Kommentar des Kabarettisten Volker Pispers hinweisen, der im 9-Volt-Blog zitiert wurde (siehe meinen Eintrag vom 20.01.03).
Erschienen am Freitag, 24.01.2003 @ 4:03
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Tags: Politik
Mal zwischen rein wieder was privates.
Wollte noch vom Mittwoch-Nachmittag berichten: Meine Schwester (Verena) plante, den Leihwagen (Corsa C-Diesel) wieder nach Herzogenaurach zurück zu fahren und ihren Kundendienst-gecheckten Corsa B-Benziner wieder abzuholen und anschließend noch zum MediaMarkt und zum Edeka zu fahren. Traf sich perfekt, denn ich wollte auch noch zum MediaMarkt (eine Aufbewahrungsmappe für CDs von Caselogic kaufen) und zum Edeka (Kekse, Getränke, Salami, Chocos von Kellog). Was lag also näher, als die Tour zusammen zu machen?
Ich schreibe das auf, weil es das beste war, was mir in dieser Woche passiert ist. Es war schön, mit ihr gemeinsam im Auto nach Herzogenaurach zu fahren, dann bei McD einen kurzen Abstecher zu machen, zum MediaMarkt zu fahren und dann zusammen bei Edeka einzukaufen. Habe ich in den letzten zwei Jahren meines alten Jobs viel zu selten gemacht.
Am Abend brieten wir zusammen in der Küche noch ein paar Hamburger, die wir dann zu dritt aßen (mein Vater kam von der Arbeit heim).
Ich will nicht weiter ins Detail gehen und für manchen mag diese Schilderung vielleicht banal klingen. Aber mir war das sehr wichtig, denn in den letzten zwei Jahren habe ich, wie gesagt, meine Umgebung extrem vernachlässigt. Das soll nicht wieder passieren, und deswegen ist dieses kleine Ereignis eines von vielen, was mich für die Zukunft prägen soll: Familie hat wieder oberste Priorität und soll es für alle Zeit bleiben. Man lernt schließlich aus seinen Fehlern.
Erschienen am Freitag, 24.01.2003 @ 4:16
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Tags: Leben
Zur Meldung von dieser Woche, dass Apples Marktanteil in Europa auf mittlerweile nur noch 1,6 Prozent eingebrochen ist (siehe Meldungen bei
Heise und
Mac-TV), entwickelte sich im Anschluss an einen
Mac-TV-Artikel von Jörn eine teilweise lesenswerte Diskussion. Jörn schrieb in einer Kommentar-Antwort bzgl. Apples Produktpolitik und dem Vorwurf, Mac-User wollten sich als Apple-CEOs versuchen folgende
Antwort:
»Ich glaube, einige User sind tatsächlich schlauer als so manche Leute bei Apple. (Gilt natürlich auch umgekehrt.)
Apple glaubte, einen 500-MHz-Cube mit 64 MB RAM für über 7.000 DM verkaufen zu können, und in den Foren haben sich die Leute die flache Hand vor die Stirn geschlagen. Und? Wer hatte Recht?
Apple glaubte, nur mit 15 Zoll sei ein iMac gut. Seit es die 17-Zöller endlich gibt, verkauft sich der 15er am schlechtesten, obwohl Apple uns immer weismachen wollte, dass wir alle halluzinieren. Wer hatte Recht?
Apple war der Meinung, ein Laptop verkauft sich umso besser, je mehr es aussieht wie eine bunte Plastikhandtasche vom Christopher Street Day. Die User haben gesagt: Damit kann ich nicht auf die Strasse. Nun baut Apple ein schlichtes weißes Gerät und hat DEN Megaseller seiner Laptopgeschichte. Wer hatte Recht?
Vielleicht wissen wir nicht so genau, wie man eine Sache erreichen kann. Aber wissen, was am Schluß herauskommen muss, damit wir die Kröten locker machen.«
Abgesehen von Jörns bekannt treffendem Sarkasmus eine sehr wahre Aussage.
Ich schrieb bereits am 09.12.02, dass 2003 für Apple alles andere als leicht wird. Mindestens das erste 3/4 Jahr werden wir keine neuen Höhenflüge bei der Prozessorleistung sehen, da Motorola wie ein Klotz an Apples Bein hängt. Apple muss auf anderen Gebieten punkten. Die neuen Alu-Powerbooks vom Jahresanfangen waren schon mal nicht schlecht.
Und ich gebe immer noch nicht die Hoffnung auf, dass doch noch ein Billig-Cube kommt.
Erschienen am Freitag, 24.01.2003 @ 6:39
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Tags: Apple, Mac
Es soll mittlerweile Banken geben, die Unfallversicherungen mit dem Argument verkaufen, sie diene als Sicherheit für einen Dispo oder eine ec-Karte.
Entschuldigung, ich geh’ grad mal kotzen.
Erschienen am Freitag, 24.01.2003 @ 22:38
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Tags: bank, Finanzen
Ein Nachtrag zu den Äußerungen von US-Politikern
von gestern. In einer der vielen Nachrichtensendungen, die ich gestern sah, kam der amerikanische Außenminister Colin Powell zu Wort und sagte sinngemäß, er hoffe sehr, dass die UN nicht versagen werden.
Meine Kinnlade klappte runter. Diese Aussage ist reichlich anmaßend und soll dem Sicherheitsrat offenbar eine Entscheidung aufzwingen bzw. darauf vorbereiten, dass sich die USA im Zweifelsfall über die UN hinwegsetzen.
Kai Pahl postete
heute zwei Links zu Artikeln der
New York Times. In
einem heißt es, die nächsten Wochen werden zeigen, ob die USA im internationalen System verbleiben (»One senior diplomat predicted the next few weeks “will be the defining moment on whether the United States decides to stay within the international system.”«). Mich würde nicht wundern, wenn die USA künftig auf eigene Faust weiter machen, aber ich fände es in höchstem Maße bedenklich, wenn dadurch die Herrschaft des Rechts (rule of law) wieder durch das Recht des Stärkeren ersetzt wird. Man denke an andere Konflikte wie China-Taiwan oder Indien-Pakistan.
Die UN sind kein zahnloser Debattierclub, nur weil sie nicht nach der Pfeife der US-Regierung tanzen.
Die Angst, dass die USA auf eigene Faust handeln, gab es bereits kurz nach dem 11.09.01, erschien dann aber unbegründet.
Übrigens war Colin Powell der General, der 1991 den Golfkriegs-Einsatz der USA gegen den Irak leitete. Mich hat es vor ein paar Monaten schon erstaunt, dass er, der Ex-General, in Bushs Kabinett noch zu den gemäßigten Personen gehört und eigentlich ein Gegner der »Falken« (Cheney, Rumsfeld, Rice, Wolfowitz) ist, die den Krieg am liebsten schon gestern angefangen hätten.
Heute stand in Spiegel-online ein
Bericht von Markus Becker zu lesen, dem zu folge das US-Militär angeblich bereits größere EMP-Waffen zur Einsatzreife entwickelt hat.
Eine EMP-Waffe sendet einen elektro-magnetischen Puls aus, der alle elektrischen Geräte, die von ihm getroffen werden, außer Gefecht setzt. Und zwar werden die Geräte nicht einfach nur abgeschaltet, sie sind danach schrottreif. Der EMP-Effekt ist bereits seit den 60er Jahren durch Atombomben-Explosionen bekannt. Aus militärischer Sicht haben EMP-Waffen eine Reihe von Vorteilen: Gebäude bleiben intakt, es wird keine radioaktive Strahlung freigesetzt und Menschen kommen auch nicht unmittelbar zu schaden. Allerdings nimmt eine EMP-Waffe keine Rücksicht darauf, ob es sich bei einem elektrischen Gerät um einen Herzschrittmacher oder eine Radar-Anlage handelt. Auch lebenserhaltende Geräte in einem Krankenhaus werden zu Schrott, wenn sie von einer EMP getroffen werden. Der Bericht von Becker greift noch eine andere Schattenseite dieser Entwicklung auf: EMP-Waffen sind relativ einfach zu bauen (die Anleitung liefert der Artikel gleich mit), billig (Materialkosten ab 400 Euro) und leicht zu transportieren. Daraus ergibt sich auch ein neues, terroristisches Bedrohungspotential: Um z.B. die New Yorker Börse auszuknipsen, genügt eine EMP-Waffe in der Größe eines Aktenkoffers.
Erschienen am Freitag, 24.01.2003 @ 23:15
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Tags: Politik
Samstag, 25.01.2003
Letzte Woche schon erschien in der Rubrik »televisionen« bei Spiegel-online ein Artikel von Reinhard Mohr über Nachrichtensendungen im Fernsehen. Eigentlich ging es um den neuen »heute«-Moderator Steffen Seibert beim ZDF, aber Reinhard Mohr schrieb nebenbei auch einen der besten Verrisse über die
Pseudo-Nachrichtensendungen auf SAT.1:
»Selbst wichtigste politische News werden, vor allem bei “18.30″ auf Sat.1, in einen lächerlich kurzen Info-Block geklemmt, nachdem minutenlang Bilder vom “Wetterchaos” in aller Welt gezeigt wurden. “Wetterchaos” ist eigentlich immer bei “18.30″ und ergo der häufigste Aufmacher mit den schönsten Bildern. Ein Tornado in Florida oder ein Erdrutsch in Kolumbien lässt sich immer irgendwie auftreiben, wenn an der Elbe nichts los ist.
Und wenn der sprichwörtliche Reissack in China einmal nicht umgefallen ist, dann finden sich notfalls Bilder vom Berliner Alexanderplatz, wo im Winterhalbjahr frierende Würstchenverkäufer zum “Kältechaos in Deutschland” befragt werden (”Dit is arschkalt hier, wa?!”) und im Sommerhalbjahr nabelfreie Girlies mit dicker Eistüte zum “Hitzechaos in Deutschland” (Mensch, is dit heiß hier, ick spring’ gleich in’ Brunnen!”). Der Rest ist Stoiber, Stoiber, Stoiber und die populistische “Steuerwut” auf Rot-Grün, die vor Ostern und im Advent zur “Benzinwut” umgedichtet wird.
Das Beste an “18.30″ ist Anchorwoman Astrid Frohloff, derzeit in Babypause. Auch Peter Kloeppel, Anchor von “RTL aktuell” um 18.45 Uhr, repräsentiert eine Art Anker von Seriosität inmitten des Infotainment-Teppichs, der allerdings ähnlich grob geknüpft ist wie bei der Boulevard-Konkurrenz von Sat.1. Nicht selten rangieren Schumi, Hanni, Verona, Boris & Bohlen ganz vorne auf der Prioritätenliste: Wenn RTL das traditionelle Neujahrs-Skispringen überträgt, wird eben auch die Bänderdehnung in der Unterhose von Sven Hannawald zu einer Topmeldung des Tages.«
Im Moment gibt es zwar nirgendwo einen Erdrutsch, über den SAT.1 (vor allem »die nacht«) berichten könnte, aber schon zu Zeiten des Kosovo-Krieges tat man sich als Frontberichterstatter hervor. Auch jetzt vergeht kein Tag, an dem nicht irgendein Ami in einem Flugzeug, einem Panzer, auf einem Schiff oder in einer Kommandozentrale gezeigt wird. Dazu Kommentare in besten Wochenschau-Manier.
Man muss sich das freilich nicht anschauen, aber wenn »die nacht« direkt nach Harald Schmidt kommt, bleibt es nicht aus, dass man etwas von den Trailern mitbekommt.
Und nach »die nacht« ist einer der Serien-Programmplätze in SAT.1. Im Moment läuft dort nichts gescheites, aber irgendwann werden sich dort die neuen Staffeln von »Frasier« und »Becker« finden.
Erschienen am Samstag, 25.01.2003 @ 0:31
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Tags: Medien
Neues vom
Dosenpfand: Der größte Supermarkt in Erlangen, der Altstadtmarkt, ebenso wie der Horten in der Fußgängerzone und der Edeka drei Kilometer vor meiner Haustüre haben ihre Getränkekühlschränke wieder bestückt. Und zwar einheitlich mit Halbliter-Glas-Mehrwegflaschen. Ich begrüße das, denn dadurch muss ich nicht bis Oktober warten, um meine bei Horten gekauften Flaschen im Edeka vor Ort abgeben zu können.
Erschienen am Samstag, 25.01.2003 @ 0:37
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Tags: Politik
Für an Werbung und Marketing Interessierte gab es in den letzten zwei Wochen einige lesenswerte Artikel bei spiegel.de:
George Bushs peinliche Pappkarton-Affäre
von Thomas Hillenbrand, 24.01.03
Über George W. Bushs gefakten Auftritt vor »Made in USA« Pappkartons. Genialer Schluss, aber unbedingt den kompletten Artikel lesen!
Schluchzer und Tränen
23.01.03
Über die neue Markenpositionierung von Chrystler.
Alles für ‘nen Euro
24.01.03
Über die derzeitigen Rabatte in der Automobil-Industrie.
Madonna statt Maradonna
von Thomas Schulz, 13.01.03
Über die Markenpositionierung von Puma.
Sturm aufs Wasserglas
von Nils Klawitter, 20.01.03
Über den verzweifelten Kampf von Gerolsteiner, auf dem von französischen Marken dominierten Wassermarkt Boden gut zu machen.
Erschienen am Samstag, 25.01.2003 @ 0:55
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Tags: Medien
Sonntag, 26.01.2003
Es ist mal wieder passiert: Ich bin seit gestern, 16:20 Uhr wach. Heute morgen um 6 habe ich einige noch verpackte DVDs geöffnet und die Bildqualität gecheckt und etwas im Bonus-Material gestöbert. Dass bei einigen Discs gewisse Features seitens des Herstellers gesperrt sind, z.B. die Sprachwahl während des Films, ist ein bekanntes Ärgernis (UOP, »User Operation Prohibitions«). Den Vogel schießt dabei jedoch »Austin Powers: Goldmember« (Code 1) ab: Es ist bei dieser Disc nicht möglich, das Bild im Schnelldurchlauf vor- oder zurückzuspulen. Will man sich eine bestimmte Szene ansehen (»Is it true what they say about you?«), kann man bestenfalls zum entsprechenden Kapitel springen (hoffentlich gleich das richtige…) und sich dann das ganze Kapitel ansehen. Nervtötend…
Ich blieb bei solider Action hängen: »
Stirb langsam 3«. Um acht Uhr früh ging ich dann doch ins Bett, »
Taxi Driver« packte ich dann nicht mehr.
Verena weckte mich um 14 Uhr. Wir fuhren zu unserem Großvater, ihm mal wieder einen Besuch abstatten. Seit einigen Monaten haben wir es uns zu viert (unsere beiden Cousinen sind auch dabei) zur Angewohnheit gemacht, ihn regelmäßig zu besuchen.
Wir blieben knapp drei Stunden, waren um kurz nach 18 Uhr wieder zu Hause. Verena versuchte sich wieder an einer Pizza und ich nickte für eine halbe Stunde ein.
Um 21 Uhr Mac-TV und um zehn nach zehn die restliche »Sabine Christiansen«-Sendung. Mir gefällt »Berlin Mitte« ja besser; weiß nicht, ob Maybritt Illner auch objektiv die Gespräche besser führt oder ob ich nur den Eindruck habe, weil mit Maybritt Illner generell sympathischer ist.
Und jetzt ab in die Falle. Mit ein bisschen Schlaf am Morgen und am Abend scheine ich den turn-around doch wieder geschafft zu haben, und ab morgen lebe ich wieder in der lokalen Zeitzone.
Die kommende Woche droht spannend zu werden: Morgen-früh sehe ich mir vielleicht erstmal die Aufzeichnung des Superbowl an, Hans Blix stellt seinen Abschlussbericht vor dem Sicherheitsrat vor, am Dienstag stellt Apple möglicherweise bereits eine Woche früher als gedacht neue iMacs vor, mit Klaus und Stefie geht’s in »Nemesis« (Star Trek 10), Dubya Bush hält seine Rede an die Nation, in Israel wird Mitte der Woche gewählt, ich treffe mich evtl noch mal so mit Klaus und am Freitag reist Briten-Premier Tony Blair in die USA, um neue Befehle entgegen zu nehmen (</ironie>).
Nach einer unproduktiven Woche will ich ab Montag mal wieder einige Dinge anpacken; die To-Do-Liste ist lang genug.
Erschienen am Sonntag, 26.01.2003 @ 23:19
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Tags: Leben
Im 20 Uhr-tagesschau-Newsletter von heute stand:
»Der Präsident des Zentralrates der Juden in Deutschland, Spiegel, hat die Bundesregierung für ihre Ablehnung eines Irak-Kriegs kritisiert. Die Konzentrationslager seien nicht von Demonstranten befreit worden, sondern von Soldaten, sagte Spiegel auf einer Holocaust-Gedenkfeier in Darmstadt.«
In der ausführlicheren Meldung auf der tagesschau-Website stand zudem:
»Man kann nicht a priori gegen einen Krieg sein.«
Erstens ist mir neu, dass der Irak Konzentrationslager unterhält. Zweitens ist der zuletzt zitierte Satz sowohl falsch als auch richtig: Er ist richtig, weil man tatsächlich nicht a priori gegen einen Krieg sein kann. Man kann gegen einen Krieg sein, aber nicht a priori, denn genug Erfahrung mit Kriegen und deren Folgen gibt es; der Irak-Krieg wäre nicht der erste Krieg, der geführt werden würde. Daher kann man sich einen Standpunkt (eine Erkenntnis) dazu kaum »vor Erfahrung« (a priori) aneignen. Man könnte allenfalls sagen, man sei a posteriori (nach Erfahrung) gegen einen Krieg.
Das hat Paul Spiegel aber nicht gemeint. So, wie er seinen Satz gemeint hat, ist er, abgesehen von der kruden semantischen Bedeutung her, falsch: Spiegel meinte, man kann nicht von vornherein gegen einen Krieg sein. Doch, kann man, denn die schlimmen Folgen eines Krieges sind ja a posteriori bekannt. Wer sich nochmal einige Bilder dazu ins Gedächtnis rufen will, kann sich ja einige Fotos von Peter Turnley ansehen.
Das andere Extrem hat vor einigen Monaten ein Leser des Spiegel in einem Leserbrief mit einer rhetorischen Frage zum Ausdruck gebracht: »Soll bin Laden mit Wattebäuschen beworfen werden?«
Wie so oft, gibt es einen Mittelweg zwischen zwei Extremen, auch wenn das die farbenblinde US-Regierung nicht wahrhaben will (schwarz oder weiß; wer nicht für uns ist, ist gegen uns).
Und hier komme ich wieder zurück an den Anfang: Ja, Saddam Hussein (oder »Mr. Hussein«, wie ihn die NY Times neutral nennt, was auch Harald Schmidt vergangene Woche aufgefallen ist) hat einst ABC-Waffen gegen die eigene Bevölkerung eingesetzt und Krieg gegen seine Nachbarn geführt. Aber Hussein ist nicht Hitler. Ich weiß nicht, weswegen Paul Spiegel so eine Assoziation suggerieren will.
Erschienen am Sonntag, 26.01.2003 @ 23:45
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Tags: Politik
Montag, 27.01.2003
In einem
Artikel über die amerikanische Propaganda im Spiegel dieser Woche von Nils Klawitter wird ein libanesischer Bäcker aus Toledo (Ohio), der in einem TV-Spot der Regierung auftritt, zitiert:
»Im Angesicht des Bösen steht die Nation zusammen.«
Einen ähnlichen Artikel hat Florian Rötzer für Telepolis geschrieben.
Heute morgen hörte ich in der Wiederholung von Spiegel-TV einen US-Soldaten (sinngemäß): »Wenn der Präsident sagt, das Saddam böse ist, dann ist er auch böse.«
Ich bin mir ja nicht so sicher ob es klug ist, Weltpolitik auf das Schwarz-Weiß-Schema eines »Herr der Ringe«-Films zu reduzieren. Wie naiv kann man eigentlich sein?!
Noch so ein Ding, dann stimme ich »Die Partei, die Partei, die hat immer recht« an.
Erschienen am Montag, 27.01.2003 @ 17:12
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Tags: Medien
Dienstag, 28.01.2003
In der Nacht von Sonntag auf Montag fand in den USA bekanntlich der Superbowl statt. Und wie vielleicht auch bekannt, sind gelten für dieses Event die teuersten Werbepreise überhaupt: Ein 30-sekündiger Spot kostete dieses Jahr 2,1 Mio USD (Quelle:
macrumors.com, diese Info steht aber nicht im Archiv). Apple zeigte dort zur Einführung des Ur-Macintosh den legendären »1984«-Spot.
Einen
Apple-Spot gab es leider nicht, aber dafür wurden Filmfans mit einem neuen Trailer zu den nächsten beiden Matrix-Filmen verwöhnt. AOL Time Warner gönnte uns eine Minute drei Sekunden mit Szenen aus »
Matrix: Reloaded« und »
Matrix: Revolutions«. In den USA startet Matrix 2 am 15. Mai 2003 und Matrix 3 am 7. November 2003; in Deutschland am 5. Juni ‘03 bzw. am 6. November ‘03. Matrix war bereits zum
ersten Film von 1999 als Trilogie vorgesehen.
Okay, wo gibt’s die Trailer? Auf der
Matrix-Website. Dort gibt es das Quicktime-Video in einer kleinen Version (320er Auflösung), einer mittleren Version (480) und in einer großen Fassung (640). Mein iBook (G3-500) verschluckt sich am ganz großen Trailer.
:-)
Danke an Holger, der mich mit seinem direkten Link auf die
große Version überhaupt erst darauf aufmerksam gemacht hat.
Matrix hat 1999 in der Tricktechnik Maßstäbe gesetzt (ich sage nur: »Bullet Time«) und wurde danach oft kopiert, sei es in Musikvideos oder anderen Filmen (»Shrek« fällt mir als erstes ein, aber ich glaube der ein oder andere Martial Arts-Film war auch dabei). Der Trailer verspricht diesbezüglich eine Steigerung. Ich bin schon sehr gespannt!
Erschienen am Dienstag, 28.01.2003 @ 13:42
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Tags: film, Film-und-Fernsehen
Apple hat heute neue
Power Macs vorgestellt:
- Single 1 GHz (Combo-Drive)
- Dual 1,25 GHz (Combo-Drive)
- Dual 1,42 GHz (SuperDrive)
Neuigkeiten bei den Anschlüssen: 1x FireWire 800 (neu), 2x FireWire 400, an der Front: Kopfhörer-Anschluss. Airport-Extreme fähig (AE-Karte optional), Bluetootj ist nur im Top-Modell eingebaut.
Deutsche Listenpreise inkl. Steuer:
- 1.739 €
- 2.435 €
- 3.247 €
Verfügbar ab sofort, das Top-Modell im Februar.
Außerdem wurde, wie erwartet, die
Display-Linie überarbeitet: Das 15″-TFT und das kleine Cinema-Display (22″) gibt es nicht mehr, dafür ist ein 20″-TFT dazugekommen.
Die Linie:
- 17″ (1.280×1.024) für 811 €
- 20″ (1.680×1.050) für 1.623 €
- 23″ (1.920×1.200) für 2.551 €
Das 20″-Display kann nur mit OS X betrieben werden. Alle Panels sind digital.
Neue iMacs gab’s heute noch nicht,
macrumors.com rechnet aber nach wie vor mit einer Überarbeitung in Kürze. iLife ist noch nicht erhältlich;
Thinksecret rechnet mit der Verfügbarkeit ab 3. Februar, inkl. neuer iMacs.
Erschienen am Dienstag, 28.01.2003 @ 15:22
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Tags: Apple, Mac
Mittwoch, 29.01.2003
George Bushs jährliche »State of the Union«-Rede vor dem Kongress überraschte mich doch in einigen Punkten.
Ich sah sie komplett und im Originalton beim ZDF; hier meine Notizen im Telegrammstil. Und sorry, wenn ich manchmal im Konjunktiv schreibe und dann wieder nicht; ich schreib’s gerade runter, ohne Korrektur zu lesen oder auf Form zu achten (sonst nicht meine Art, aber in diesem speziellen Fall will ich es kurz machen).
Zunächst fiel mir auf, dass die Amis einige sehr interessante Rituale haben, was die Rede zur Lage der Nation betrifft. Der Kongress ist komplett versammelt, dem Vorsitzenden wird durch laute Aussprache angekündigt, wer gerade den Saal betritt: die obersten Richter, das Kabinett, dann der Präsident.
Bush wies zu Beginn auf einige seiner Erfolge in der Regierungspolitik hin und bat den Kongress, anstehende Gesetze zu verabschieden, die zu mehr Jobs und mehr Wohlstand führen sollen. Der Kernpunkt ist dabei seine Steuerreform, u.a. soll die Besteuerung von Dividendeneinnahmen abgeschafft werden. [Mein Kommentar: Aktien besitzen die unteren Einkommensschichten nicht, siehe auch einen entsprechenden
Telepolis-Artikel]
Bush kündigte an, dass er Gesetze vorbereiten will, die die Emission von Treibhausgasen eindämmen soll: In 10 bis 15 Jahren sollen Autos mit Brennstoffzellen fahren. Die USA sollen sich unabhängiger machen von fremden Energiequellen, und sollen mehr Energie im eigenen Land produzieren. »Für die Umwelt und für unsere Wirtschaft.«
Das hat mich wirklich überrascht, denn Umweltpolitik war bislang kein Steckenpferd von Bush. Nach dieser Ankündigung hielt ich es ja für einen Moment sogar für möglich, dass er einen Beitritt zum Kyoto-Protokoll verkündet. Leider erfüllte sich diese Hoffnung nicht.
Nächster Punkt: Eine große Gesundheitsreform soll kommen, die es auch Älteren und Armen ermöglicht, die medizinische Versorgung zu bekommen, die sie brauchen.
Noch so eine Sache, die mich überrascht hat.
Ein von der Regierung finanziertes »Mentor«-Programm soll Waisenkinder und Kinder von inhaftierten Eltern unterstützen. Die Bundesregierung möchte außerdem ein 600 Milliarden USD schweres Programm zur Unterstützung von Drogenabhängigen starten. [Ab hier Punkt fing ich dann an, mir Notizen zu machen; wer weiß, ob er nicht im Verlauf seiner Rede den Eintritt bei der Grünen-Partei erklärt. Es bleibt natürlich abzuwarten, wie die Konditionen dieses Programms aussehen.]
Ein Gesetz soll das Klonen von Menschen verbieten.
In den kommenden fünf Jahren wollen die USA 15 Mrd. USD in die Bekämpfung von AIDS investieren, und zwar nicht in den USA selbst, sondern in afrikanischen Staaten und in der Karibik.
Soweit zur Innenpolitik, hier war auch ungefähr die Hälfte der Rede um.
Der Krieg gegen den Terror wird weitergehen.
Ein »Project Bioshield«, in das 6 Mrd. USD investiert werden, soll die amerikanische Bevölkerung vor (terroristischen) Angriffen mit biologischen Waffen schützen. [Einzelheiten dazu konnte ich mir nicht aufschreiben, aber ich meine mich zu erinnern, dass er einige Erreger beim Namen nannte, dann aber nicht weiter ins Detail ging.]
Es folgte ein Block, in dem er kurz auf die Staaten der von ihm so benannten »Achse des Bösen« einging.
Irak: Könnte Waffen an Terror-Gruppen verkaufen. Die USA sähen sich in der Verantwortung, die Menschheit davor zu beschützen. Viele Staaten unterstützen die USA dabei, aber der Kurs der USA hänge nicht von anderen ab. [Das ist ein sehr wichtiger Satz, denn daraus könnte man ablesen, dass die USA ggf. die UN umgeht, wenn sie nicht, zu spät oder nicht in ihrem Sinne entscheiden.]
Iran: Demokratie und Meinungsfreiheit werden unterdrückt. [Kuweit, Saudi-Arabien und Pakistan erwähnte er aber nicht...]
Nord-Korea: Hat die Welt belogen, was sein Atomprogramm anbelangt. Amerika und die Welt lassen sich »not be blackmailed.« [Diesen Ausdruck kenne ich nicht.] Der Atomkurs von Nord-Korea wird NK in die Isolation führen. Die USA arbeiten mit NKs Nachbarstaaten an einer friedlichen Lösung.
Im Rest seiner Rede ging Bush detaillierter auf den Irak ein. Zu Beginn dieses Abschnitts zählte er seine Argumente auf:
Im Irak dürfe es erst gar nicht so weit kommen wie in NK.
Irak darf nicht die Region und die USA bedrohen.
Sanktionen, Isolation und militärische Aktionen gegen Einrichtungen im Irak haben nach 12 Jahren nicht geholfen; der Sicherheitsrat gab dem Irak eine letzte Chance. Die Inspektoren hätten nicht die Aufgabe, im Irak, der so groß sei wie Kalifornien, nach Massenvernichtungswaffen zu suchen. Die Beweislast läge beim Irak, er muss den Inspektoren beweisen, dass er abgerüstet hat. 16 leere Hülsen von C-Waffen-tauglichen Granaten wurden gefunden, die UN wiesen aber auf ca. 20.000 [Oder waren es nur 16.000?] weitere Granathülsen hin, über deren Verbleib der Irak keine Auskunft gab.
Die Befragung von Wissenschaftlern durch die Inspektoren klappe nicht einwandfrei.
Es könnte [Oder war es: gibt?] eine Verbindung zwischen Irak und al-Qaida.
»Wir werden alles unternehmen, um eine Wiederholung von 9-11 zu vermeiden.«
Man dürfe nicht auf das Eintreten eines Ernstfalls warten, sondern müsse die Bedrohung gleich angehen.
Saddam hat ABC-Waffen bereits gegen die eigene Bevölkerung eingesetzt und schreckt auch vor Folter nicht zurück: »Wenn das nicht “böse” ist, dann hat “böse” keine Bedeutung.«
Bush richtete eine Nachricht an die irakische Bevölkerung: »Der Feind umzingelt nicht Euer Land, er regiert Euer Land. Es wird der Tag kommen, an dem das Regime zusammenbricht und es wird Eure Befreiung sein. Freiheit und Demokratie werden zu Euch kommen, so wie bereits in Afghanistan.«
Am 5. Februar will Colin Powell die bislang zurückgehaltenen Beweise vorlegen, die diese Thesen stützen.
Wenn Saddam nicht abrüstet, werden die USA eine Koalition anführen, um ihn zu entwaffnen.
Manchmal müsse Frieden verteidigt werden.
Die USA wollen keinen Krieg, aber wenn er sich nicht vermeiden lässt, werden die USA in den Krieg ziehen und dann mit aller Härte handeln.
Freiheit für die Menschen ist kein Geschenk der USA, sondern Gottes Geschenk an die Menschen.
Letzter Kommentar zur Rede:
Am Anfang in einigen innenpolitischen Ankündigungen überraschend, außenpolitisch wenig Neuigkeiten. Zur Innenpolitik: Schön, wenn’s so kommt, aber das interessiert mich hier in Good Ol’ Germany eher am Rande. Zur Außenpolitik: Ich bin nach wie vor ausgesprochen
skeptisch.
Zur Bush-Rede gibt es bereits einen
Kommentar von Gerhard Spörl bei Spiegel-online, der schwerpunktmäßig das politische Umfeld beleuchtet.
Erschienen am Mittwoch, 29.01.2003 @ 6:26
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Tags: Politik
Einige Dinge fallen bei den neuen Power Macs auf, die Apple
gestern in einem silent upgrade vorgestellt hat:
- Alle Modelle der Linie wurden um ca. 20% im Preis gesenkt.
Beim Einsteiger-Modell erreichte Apple dies, in dem u.a. nur noch ein Prozessor verbaut wird; erst ab dem nächsthöheren Modell gibt es Dual-Prozessoren. In diesem steckt auch nicht mehr ab Werk ein SuperDrive, sondern nur noch ein Combo-Drive. Der kleinste Power Mac ist mit 1.740 Euro Listenpreis (brutto) sensationell günstig — das könnte der Billig-Cube werden, den nicht nur ich gefordert habe. Angeblich hat Apple die Lautstärke-Probleme der Power Macs in den Griff bekommen. - Neue Technik an Bord:
Neben zwei FireWire 400-Ports gibt es nun auch einen Anschluss für FireWire 800-Geräte. FW800 wurde Anfang Januar bei den neuen Powerbooks eingeführt. Bluetooth serienmäßig gibt es allerdings nur im Top-Modell; bei den anderen Power Macs lässt sich Bluetooth per internen Adapter nachrüsten, für stolze 70 Euro. Da hätte Apple meiner Meinung nach nicht knausern müssen. Soweit ich informiert bin, ist Bluetooth eine relativ billige Technologie und meines Erachtens sollte da die Power Mac-Linie komplett auf dem Stand der Technik sein. Es wirft außerdem kein gutes Licht auf die zu erwartenden iMac-Updates: Wenn es Bluetooth built in nur im Top-End Power Mac-Modell gibt, bleibt es dann bei den künftigen iMacs (vorerst) ganz außen vor? Wird es FW800 gar nur im Power Mac und in den Powerbooks geben, aber nicht in der Consumer-Linie? Ansonsten sind die neuen Power Macs natürlich Airport-Extreme-fähig (WLAN nach 802.11g mit 54 MBit/s Übertragungsrate). - Besseres SuperDrive:
Das SuperDrive brennt DVDs nun mit bis zu 4-facher Geschwindigkeit (lesen mit 8-fach). CDs werden mit 32-facher Geschwindigkeit gelesen, CD-Rs bei 16-fach und CD-RWs mit 8-fachem Speed gebrannt. - Das Design hat sich nicht geändert.
Neu dürfte aber sein, dass sich an der Front ein Anschluss zur Audio-Ausgabe befindet. Was das genau für ein Port ist und wie das im Zusammenspiel mit den Anschlüssen auf der Rückseite funktioniert, weiß ich allerdings nicht. Manche Leuchte sagen ja, die spiegelnden Chrom-Verkleidungen vor den optischen Laufwerken und die »Ansaugstutzen« unten an der Gehäusefront stören das Design, aber mir gefällt es eigentlich ganz gut. Besser als z.B. der Schlumpf oder der Yikes/Sawtooth. Und natürlich sieht der aktuelle Quicksilver trotz »Zuhälter«-Optik (nicht mein Zitat) immer noch besser aus als jedes PC-Gehäuse, seien sie nun kantig wie eh und je oder neuerdings das Modell Elefantenfuß.
Apple wirbt mit 4 USB-Anschlüssen am Power Mac, allerdings sind nur zwei davon an der Gehäuserückseite, die anderen beiden finden sich an der mitgelieferten Tastatur.
Wie vielleicht bekannt ist, werde ich mir in Kürze einen neuen Mac kaufen. Im Dezember verkaufte ich nach nur zehn Monaten meinen Power Mac (G4-733), da er mir zu Hause zu laut wurde. Ich überbrücke jetzt mit einem iBook (G3-500). Ich brauche aber noch einen weiteren Computer: Meine Schwester und mein Vater benutzen den Computer intensiv mit, und da kann es schon mal eng werden, z.B. wenn für meinen Vater eBay-Auktionen auslaufen, ich Fernsehsendungen (z.B. »Seinfeld«) via DV-Kamera auf Festplatte aufnehmen möchte oder Verena länger chatten will. Natürlich benutze ich ihn auch für ernsthafte Tätigkeiten. Es war recht bequem, als hier unter’m Schreibtisch noch der Quicksilver stand und Verena das iBook einfach in ihr Zimmer mitnehmen konnte (Airport/WLAN sei dank). Davon ab hoffe ich, demnächst tagsüber in einer Bürogemeinschaft zu sein, und da brauche ich auch einen Rechner (notfalls im Büro einen Power Mac und zu Hause weiterhin das iBook).
Ein neuer, zusätzlicher Computer muss also her. Ich warte natürlich noch ab, bis Apple die iMacs überarbeitet, die nun seit über einem Jahr nicht angerührt wurden (außer, dass das Modell mit 17″-TFT im Juli 2002 dazu kam, aber ansonsten hat sich nichts geändert, auch nicht die Taktfrequenz, seit einem Jahr wohlgemerkt). Wer weiß, welches dann das beste Angebot ist. Aber ich überlege ernsthaft, mir wieder einen Power Mac zu kaufen: Wenn Apple die Lautstärke-Probleme in den Griff bekommen hat, dann geht das für mich in Ordnung. Der Rechner muss nicht nahezu unhörbar wie ein iMac sein, vor allem nicht, wenn er im Büro steht. Aber wenn er so leise ist wie mein alter Celeron-400 (als der Lüfter noch ganz war), dann geht das ok, selbst für zu Hause. Der iMac ist ein feiner Computer, aber er hat einen gravierenden Nachteil: Will man den Computer ausrangieren, weil er mit den wachsenden Ansprüchen nicht mehr mithalten kann, muss man das Display gleich mit zum alten Eisen geben, auch wenn es vielleicht noch sehr gut ist. Entweder, man kauft sich dann wieder ein All-in-One-Gerät oder es wird doch ein separater Monitor (sei es CRT oder TFT) fällig. Meine alte 17″-Röhre von Belinea, die noch bis Mitte Dezember am Quicksilver hing, war sechs Jahre im Einsatz. Und vielleicht hole ich den nochmal aus dem Keller hoch, denn er ist noch gut in Schuss (allerdings habe ich mir schon ein TFT gewünscht, da mir 70 Hertz Wiederholfrequenz ebenso zu wenig sind wie die sichtbare Diagonale des Monitors).
Die jetzt auslaufenden Modelle könnten möglicherweise zu günstigeren Preisen angeboten werden, aber einen der bisherigen Power Macs würde ich nicht mal geschenkt nehmen: Die Total Cost of Ownership wären wegen des zu erwartenden Gehörschadens höher.
Für einen Power Mac (im Gegensatz zum aktuellen iMac) spricht eine ganze Menge:
- Erweiterbarkeit
Abgesehen von der größeren Flexibilität, was den Monitor betrifft, werde ich das kaum benutzen. Und der Arbeitsspeicher, denn der Power Mac hat vier Bänke, der iMac nur eine (und eine weitere, die nicht so einfach zugänglich ist). Ich würde dann zur Grundausstattung von 256 MB RAM noch ein Gigabyte dazukaufen. Kostet bei DSP-Memory derzeit 150 EUR pro 512er Riegel. - Bessere Systemarchitektur
Stichworte:
- Xserve-Architektur
- 1 MB L3-Cache (beim Top-Modell 2 MB) pro CPU
- 167 MHz Systembus
- 2 Prozessoren
- bessere Grafikkarte (auch austauschbar für Doom 3)
Wenn, dann würde ich nicht das Einsteigermodell nehmen (ein 1 GHz-G4), das nur knapp über iMac-Niveau ist, sondern gleich das Modell eins drüber: Dual-1,25 GHz. Kostet in der Grundausstattung bei Apple direkt 2.434,84 EUR (brutto). Ein DVD-Brenner darf’s aber schon sein, nachdem ich jetzt auch Videos filme. Im Apple-Store gibt es dazu die BTO-Option (built to order): Ich könnte das mittlere Modell mit einem SuperDrive bekommen. Der Preis wäre dann bei Apple: 2.700 Euro. Hui… An sich war mein Limit 2.000 bis 2.500 Euro, möglichst schon mit Erweiterungen (Speicher auf jeden Fall, AppleCare und ggf. Airport-Karte beim iMac). Und ich müsste dann nochmal meinen alten Belinae-Monitor aus dem Keller holen, denn ein 17″-TFT für 800 Euro ist dann keinesfalls mehr drin.
Der kleinste Power Mac (Single-1 GHz) kostet von der Stange 1.740 Euro, mit SuperDrive ziemlich genau 2.000 Euro.
Zwei Prozessoren bringen beim Mac, wie ich inzwischen schon öfter gehört habe, eine ganze Menge: Für Video besonders, aber auch sonst soll das System wesentlich flüssiger zu bedienen sein, da Mac OS X wohl recht gut für den Mehrprozessor-Betrieb geeignet ist.
Naja, mal abwarten, was die nächsten iMacs bringen.
Bin aber für Empfehlungen per Kommentarfunktion oder E-Mail dankbar.
Erschienen am Mittwoch, 29.01.2003 @ 9:20
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Tags: Apple, Mac
Habe Kopfschmerzen. Gestern Abend war ich mit Klaus, Steffi und Martin in »Nemesis« (Star Trek X), Bericht folgt. Und ja, ich weiß, den versprochenen Bericht vom Silvester-Urlaub bin ich auch noch schuldig. Kommt, kommt.
Erschienen am Mittwoch, 29.01.2003 @ 23:03
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Tags: Leben
Donnerstag, 30.01.2003
In Neuseeland hat sich ein 32-jähriger eine Thrombose <
eingefangen, weil er täglich 12 bis 18 Stunden am Computer saß.
Ab und an mal die Beine vertreten, dann lässt sich sowas vermeiden. Und auch mal an sich selbst denken und ans aufhören denken.
Erschienen am Donnerstag, 30.01.2003 @ 12:51
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Tags: Web, webdesign
Freitag, 31.01.2003
Für mich ist der Tag ja schon fast wieder gelaufen. Bin seit zehn Stunden wach (zuvor fünf Stunden geschlafen; ausgeschlafen).
Morgens um halb acht fuhr ich zwecks Behördengang in die Stadt. Ich dachte, ich fahre lieber zeitig rein, bevor im Laufe des Vormittags dann die ganze Meute kommt. Richtig überlegt, ich kam tatsächlich sofort dran. Dafür war ich dann weit vor meinen ursprünglichen Planungen fertig (8 Uhr 45). Ich aß bei McD zu Mittag (Frühstück war gegen 3 Uhr früh eine Schüssel Chocos mit Milch). An sich wollte ich noch einen Abstecher in den Horten machen, bevor ich wieder heimfuhr, aber der öffnete erst um halb zehn. Ansonsten tote Hose um die Zeit in die Stadt: Ich las ein wenig bis der Bus nach Hause um 09:35 Uhr fuhr.
Gestern Abend hat es ein wenig geschneit und die dünne Schneeschicht ist liegen geblieben (es hat minus vier Grad). Sieht sehr schön aus, denn die Landschaft ist wie gezuckert. Auf den Wiesen am Wegrand oder auf den Ästen und Zweigen der Bäume liegt eine hauchdünne Schneeschicht; man sieht jeden einzelnen Zweig.
Habe jetzt noch ein wenig mit einem Webdesign-Projekt zu tun. Nachher will ich noch etwas in einem Buch lesen. Wahrscheinlich mache ich mir gegen 16 Uhr Abendessen und gehe um 20 Uhr ins Bett, falls nicht noch jemand anruft, um in die Stadt zu gehen (selbst wenn, ich wäre wahrscheinlich zu müde).
Erschienen am Freitag, 31.01.2003 @ 10:28
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Tags: Leben
Nein, nein, nein!
Erschienen am Freitag, 31.01.2003 @ 19:16
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Tags: Leben
Samstag, 01.02.2003
Für die zwei Leute (wenn’s hoch kommt), die es interessiert: Habe doch tatsächlich von zwei Uhr (früh) bis halb sieben (auch früh) geschlafen, nachdem ich gestern von 12 bis 18 Uhr geknackt habe (und davor von DO, 19 Uhr bis FR, 00:30).
Bin zuversichtlich, dass ich jetzt mal wieder für zwei Wochen synchron mit dem Rest der Bevölkerung lebe.
Erschienen am Samstag, 01.02.2003 @ 10:21
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Tags: Leben
Mein Musikgeschmack ist sehr breit: Von Rock (80er, 90er) über Eletronic Listening (Chicane, Cafe del Mar-Compilations, neuerdings Gabin), Industrial (Nine Inch Nails, Massive Attack) bis hin zu Big Beat (Fatboy Slim, Chemical Brothers) oder Schwermetall (Metallica). Ich habe in
iTunes sogar eine »Manchmal brauch’ ich sowas«-Playlist mit neueren Werken von Scooter, den DJs@Work oder Novaspace. Es ist also alles dabei, quasi von zart bis hart.
Eher in die erste Kategorie fällt bei mir seit etwas mehr als zehn Jahren auch Enya.
Ihre Musik kennen nicht all zu viele. Größere Bekanntheit erlangte sie durch den Titel »Orinoco Flow« (auf dem Album »Watermark« von 1988) und durch die Verwendung einiger ihrer Songs in Filmen (»Only Time« in »
Sweet November« oder »May it be« in »
Herr der Ringe – Die Gefährten«). »Only Time« (aus dem Jahr 2000) war in Deutschland und anderen Ländern wochenlang auf Platz 1 der Charts, nachdem in den USA ein Radiosender das Lied nach den Anschlägen vom 11.09.01 mit Textmeldungen unterlegte. Die Einnahmen aus dem Single-Verkauf
spendete ihr Label einem 9-11-Hinterbliebenen-Fonds, zu dem sie selbst 100.000 USD hinzu gab. Öffentliche Auftritte von ihr sind selten, da Enya als »medienscheu« gilt. Enya, geboren am 17. Mai 1961 in Irland, heißt eigentlich Eithne Ní Bhraonáin, ein irischer Name (in Englisch: Eithne Brennan).
Die Musik ist sehr ruhig, oft sphärisch, untermalt mit klassischen Instrumenten und natürlich der Stimme von Enya. In sehr vielen Songs spielen auch Überlagerungen von Stimmen eine Rolle. Ihre Texte singt sie meistens auf Englisch, es gibt aber auch Titel in ihrer Muttersprache Gällisch (Irish Gaelic, z.B. »Oíche Chiún«, einer irischen Version von »Silent Night«) und sogar in lateinischer Sprache (z.B. »Pax Deorum«).
Die Songs sind sehr schön zum Ausspannen, Ausruhen und Abschalten, wenn man mal nicht auf Ambient oder anderes aus der Sparte Electronic Listening zurückgreifen will. Ich habe ihre Musik aber auch schon bei Massagen auf Kirchenfreizeiten und in Dia-Vorträgen gehört.
:-)
Es gibt aber nicht nur sanfte Lieder, sondern durchaus auch kräftigere und schnellere Stücke von ihr, zum Beispiel »Storms in Africa«, »Orinoco Flow«, »Book of Days« oder »Lazy Days«. CDs von Enya befinden sich üblicherweise in der »New Age«-Abteilung (sofern es eine gibt, ansonsten wohl bei »Pop«).
Es gibt auch eine DVD mit 13 Musikvideos, zwei Making of und einem Interview mit Enya.
Die
DVD gibt es nur noch gebraucht
bei eBay zu Sammlerpreisen (ich habe letzten Sommer 35 EUR bezahlt…), denn die Auflage ist ausverkauft. Amazon führt die »Video Collection« noch auf
VHS-Kassette.
Ich besitze drei von sieben Alben:
- »Watermark« (1988)
- »Shepherd Moons« (1991)
- »The Memory of Trees« (1995)
Ihr Label ist Warner, aber bislang wird erfreulicherweise auf einen Kopierschutz verzichtet, so dass ich mir dank
iPod auch Busfahrten und Badewannen-Sitzungen versüßen kann.
Am 2. Dezember 2002 erschien das Box-Set »
Only Time – The Collection«, das aus vier CDs besteht. Es ist auf weltweit 200.000 Exemplare limitiert. Das erscheint viel, aber wird ein wenig dadurch relativiert, dass bislang bereits 60 Millionen Enya-CDs weltweit verkauft wurden. Einzelne Alben wie »Watermark« (1988) wurden zehn Millionen Mal verkauft, »A Day without Rain« (2000) 15 Millionen Mal.

Ich habe länger überlegt, ob ich mir das Set kaufen soll, denn der Listenpreis beträgt immerhin 40 EUR und viele Titel habe ich bereits wegen der drei Alben. Zurzeit bietet es Amazon 25% günstiger an, also für nur 30 Euro. Für den Preis habe ich auch zugeschlagen, nachdem ich mir mal angesehen habe, wie viele Titel für mich tatsächlich neu in meine Sammlung dazu kommen, wenn ich mir das Set kaufe. 18 Songs hatte ich noch nicht; jedoch sind sechs Songs die ich bereits durch meine bisherigen Alben habe, sind nicht in der Collection enthalten, darunter auch sehr schöne Titel wie »Smaointe…« (von »Shepherd Moons«) oder »On My Way Home« (von »The Memory of Trees«). Am Mittwoch kam die Lieferung, von daher gab es in den letzten Tagen kaum etwas anderes, was bei mir in iTunes
gespielt wurde.
Insgesamt sind auf den vier CDs fünfzig Titel enthalten, die Enyas Musik aus den letzten 16 Jahren abdecken. Auf der vierten CD gibt es außerdem ein Quicktime-Video von »Oíche Chiún« (BBC-Aufführung vom 25.12.1996). Das Set kommt in einer relativ großen Hülle daher: etwa so hoch wie zwei CD-Hüllen (25,5 cm) und so dick wie zwei CD-Hüllen (2 cm). Die Breite ist etwa normal (14 cm). Die Hülle sieht sehr edel aus, denn sie ist mit lilanem Samt umschlagen, in den auf der Vorderseite in der oberen Hälfte ganz leicht ein Blättermuster eingeprägt ist. Das Enya-Logo ist in goldener Farbe eingeprägt und darunter in einer serifenlosen Blockschrift der Titel »Only Time – The Collection«. Diese Prägung findet sich etwas kleiner auch auf dem Rücken des Sets. Auf der Rückseite ist ein Blatt auf den Samt aufgelegt, das oben und unten durch zwei runde, transparente Aufkleber gehalten wird. Es listet die Tracks der vier CDs auf. Mit der Zeit wird es wohl leider die Farbe verlieren und evtl einreißen oder einknicken, aber ich weiß nicht, wie man das besser hätte lösen können. Innen befinden sich auf der linken Seite zwei CDs und auf der rechten; sie sind sehr ansprechend gestaltet (das Blattmuster von der Vorderseite wird wiederholt; jede CD ist in einer eigenen Farbe gehalten). In der Mitte befindet sich das Booklet: Leider etwas unpraktisch, denn es ist fest mit den beiden CD-Trägern links und rechts verbunden. Man kann es nicht herausnehmen, sondern muss mit dem ganzen Set in der Hand lesen. Das Booklet ist ebenfalls sehr schön gestaltet: Auf 48 Seiten gibt es die Texte aller Songs und zu den meisten Titeln auch zwei, drei Sätze, wie sie entstanden sind. Auf jeder zweiten Seite findet sich ein ganzseitiges Foto. Und, das darf ich mal sagen, Enya ist (immer noch) eine ausgesprochen attraktive Frau.
:-)
Enya 2001 und 1988
Ich kann dieses Set nur empfehlen, auch, wenn man schon Alben von Enya besitzt (so wie ich drei). Es gibt zwar keine unveröffentlichten neuen Songs auf den CDs, aber es sind einige Titel dabei, die bislang nur auf Singles veröffentlicht wurden.
Wem Enya zusagt, und vielleicht erst vor kurzem mit einem Album eingestiegen ist, kann seine Sammlung auf einen Schlag relativ günstig erweitern. Für den Neugierigen eignet sich das Set vielleicht weniger, da es mit bis zu 40 Euro doch relativ teuer ist, um es sich auf gut Glück zu kaufen. Ich glaube aber, dass Fans von ruhigerer Musik an Enyas Platten Gefallen finden können.
Weitere Infos zu Enya:
- offizielle internationale Website: enya.com
- offizielle deutsche Website: enya.de
- umfangreiche Fan-Site (mit großer FAQ): enya.org
- ausführliche Discographie
Erschienen am Samstag, 01.02.2003 @ 16:13
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Tags: Leben
Sonntag, 02.02.2003
Noch ein kurzer Bericht von Samstag-Abend.
Es hat sich recht spontan ergeben, dass Michl und ich zu Babs und Richard fuhren. Die Wahl zwischen Risiko und DVD-Abend (mit Beamer und Bettlaken) fiel zu Gunsten der DVD aus.
Wir kamen gegen 19 Uhr an und köchelten erstmal zusammen ein Abendessen: Schweinecurry mit Mango, Lauch und Klebreis aus dem Wok. Ich habe bislang mit Woks oder asiatischem Essen generell keine Erfahrung gesammelt, aber ich muss sagen: Sehr lecker! Ich bin ja kein Fan von Gemüse, aber es hielt sich recht dezent im Hintergrund. Der Curry gab dem Ganzen eine pikante Note, ohne zu sich zu sehr in den Vordergrund zu drängen. Ich muss mir von Babs unbedingt das Rezept geben lassen. Einen Wok schaffe ich mir noch nicht an, dafür ist in der Küche definitiv kein Platz mehr. Aber eine Pfanne tut’s ja auch.
Von den Filmen die ich mitbrachte, viel die Wahl auf
die DVD mit der Gaunerkomödie »
Banditen«. Ich hatte ihn 2001 schon im Kino gesehen und kann ihn durchaus empfehlen. Anfang des zweiten Drittels hat er ein paar Längen, aber insgesamt eine Reihe guter Gags und eine überraschende Wendung.
Kurz nach 23 Uhr brachen wir wieder auf. Heia gegen halb zwei.
+++
Heute gegen sieben Uhr aufgestanden. Den Vormittag über habe ich eigentlich nichts anderes gemacht, als Video zu schauen und in einem Buch zu lesen.
Am Nachmittag habe ich zusammen mit meinem Vater ein Stück Wand in meinem Zimmer übertapeziert, das war fällig. Dürfte die nächsten fünf Jahre einigermaßen ansehnlich aussehen, aber so lange will ich da nicht mehr wohnen bleiben. Vielleicht noch zwei Jahre. Aber ich ziehe erst nach Verena aus; ein Versprechen, das ich hier nicht näher erläutern will.
Später am Nachmittag eine ausgedehnte Surf-Session, um Informationen zu Apples neuem Power Mac einzuholen. Ausführliches Posting dazu folgt heute Abend. Wirklich, es ist schon fertig geschrieben.
In 15-20 Minuten fahre ich erstmal in die Stadt. Später dann noch
Mac-TV und
Spiegel-TV, wie jeden Sonntag. Und dann wieder zeitig schlafen gehen, nach Spiegel-TV.
Erschienen am Sonntag, 02.02.2003 @ 17:30
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Tags: Leben
Ich sitze ein wenig auf Kohlen: Ich würde mir gerne einen der
neuen Power Macs zulegen, zögere aber noch etwas. Im Prinzip ist die Entscheidung klar: Es soll ein Single-1 GHz mit einem SuperDrive statt des Combo-Drives werden, außerdem mit einem zusätzlichen 512 MB-Speicherriegel (dann stecken 768 MB im Rechner) und dem
17-Zoll Studio Display. Der Mac kostet 1.899 Euro (mit dem SuperDrive als BTO), das Display 739 Euro. Ich kaufe bei
entervisions.de in Erlangen, das ist bei mir anderthalb Kilometer weiter
im Nachbarort. Der Speicher kostet aktuell 109 Euro bei
dsp-memory.de. Macht zusammen 2.747 Euro, knapp 250 Euro über dem Budget.
Am Dienstag kommen
sehr wahrscheinlich neue iMacs, aber selbst wenn ich gegenüber der eben gerechneten Variante mit einem 1 GHz-17-Zoll-SuperDrive-iMac 800 Euro sparen könnte, quasi das Display umsonst bekäme, würde ich den Power Mac kaufen. Mir ist es sehr wichtig, das Display separat zu haben. Ansonsten brauche ich die Erweiterbarkeit des Power Mac eher weniger, abgesehen von den vier Speicherbänken (iMac: eine Bank nur für den Kundendienst zugänglich und eine Bank für den Kunden direkt unter der Bodenplatte).
Jetzt geht es mir nur noch um eine Sache: Wie laut oder leise sind die neuen Power Macs?
Den G4-733 habe ich im Dezember nicht nur wegen des fehlenden SuperDrives verkauft, sondern auch wegen dessen Lüfter-Lautstärke, auch wenn es noch nicht ganz so schlimm war wie bei den ersten MDD-Modellen (mirrored drive doors), die letztes Jahr zwischen meinem Quicksilver und den jetzigen neuen MDD-Modellen rauskamen.
Ich sitze deswegen ein wenig auf Kohlen, weil ich lieber früher als später eine neuen Rechner möchte. Seit zwei Monaten überbrücke ich hier mit einem 12-zölligen iBook (G3-500 mit 256 MB RAM und Jaguar), aber mit gleichzeitig geöffnetem Entourage, iTunes, Safari und Fireworks kommt es schnell ins Schwitzen und das Arbeiten wird träge.
In Bälde ziehe ich tagsüber in eine Bürogemeinschaft um; ist noch nicht spruchreif, aber auch deswegen hätte ich hier am liebsten schon gestern einen Zweit-Mac stehen gehabt.
Jetzt ist die Frage: Noch ein, zwei, drei vier Wochen warten um absolute Gewissheit über die Geräuschentwicklung zu haben oder besser gleich bestellen (denn wer weiß, wie lange ein BTO-Modell (built to order) so braucht, bis es hier aufschlägt)?
Es gibt bereits einige Indizien über den Lautstärkepegel der neuen Rechner. Am Veröffentlichungstag selbst hieß es in einer
Heise-Meldung, die neuen Geräte seien laut Apple wesentlich leiser. Aber nach dem, was Apple mit den letzten Geräten abgeliefert hat, können die viel erzählen, wenn der Tag lang ist.
Auf xlr8yourmac.com schrieb auch ein Leser, das neue Gerät sei wesentlich leiser. Aber was heißt »wesentlich«? Leiser als die ersten MDD-Modelle kann nicht so schwer sein, denn lauter ging es kaum noch. Aber wenn sie so weit leiser geworden sind, dass sie immer noch auf dem Level meines alten G4-733 sind, nützt mir das nicht.
Ein
Macwelt-Test schreibt, dass die neuen MDDs so leise seien, dass selbst ein alter G4-533 noch lauter sein soll. Aha, das klingt schon besser.
Aber ich warte noch ein paar Tage, bis sich entsprechende Informationen häufen. Evtl schreibt demnächst ein Leser in
de.comp.sys.mac.misc von seinen Erfahrungen, wenn bei ihm eines der neuen Modelle eintrudelt. Und mit etwas Glück ist in der
c’t am kommenden Samstag ja schon ein Test drin.
In einer
Randnotiz bei
Mac-TV will jemand erfahren haben, dass die Lüfter zwar anfangs leiser sind, aber im Laufe des Betriebs doch noch auf volle Touren kommen. Wenn sich das bewahrheitet, muss ich doch noch zum iMac greifen. Mal abwarten, was die c’t schreibt…
In einigen englischsprachigen Foren gibt es noch Threads mit Erfahrungen zu den neuen Modellen:
G4 Noise Forums:
FW800 Owners: Post your noise/quiet experiences
Are the new G4 PSs really more quiet?
MacNN Forums:
New Revised Powermac Arrives and Thoughts.
Who Purchased a New Powermac , Which model?
[Dieser Eintrag ist leider nicht XHTML-konform, da ich die &-Ampersands nicht zu & umformen kann; die Forum-Software bei g4noise.com gerät dann aus dem Tritt und findet den richtigen Thread nicht mehr.]
Erschienen am Sonntag, 02.02.2003 @ 20:00
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Tags: Apple, Mac
Montag, 03.02.2003
Which OS are you?, gesehen bei Kniebes.
Erschienen am Montag, 03.02.2003 @ 9:13
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Tags: Sonstiges
Mit etwas Verspätung hier noch die Friday Five
vom Fiene. Antworten von weiteren Teilnehmern sind wie immer dort zu finden.
1. Wann und wo bist du das erste Mal online gegangen?
Mit meinem ersten eigenen Account im April 1995 (einen
Scan des Schreibens habe ich noch). War damals ein
FEN-Account (Grüße an Cyberbob!), »Freenet Erlangen Nürnberg«.
Klaus hatte seinen FEN-Account (es120) ein paar Monate früher, bei ihm war ich zum ersten Mal online. Meine Cousine Kristin ging noch einen Tick früher online (es136) und dann kam ich (es142). »es« steht für Schüler (s) aus Erlangen (e) und 142 ist eine laufende Nummer.
Mein erstes Modem war ein 28.8er (Klaus hatte ein 14.4er, auch von Creatix, überholte aber später mit ISDN, das ich dann auch haben musste, weil sich Yahoo! so unglaublich schnell aufbaute). Ich wählte mich noch mit einem Terminal-Programm mit AT-Befehlen ein; Web war erst etwa ein Jahr später möglich, erst mit Lynx aus dem Terminal-Programm heraus, dann mit dem eigenen Browser (damals noch Mosaic und dann Netscape 2). Usenet war seinerzeit noch mit tin im Terminal. Einige meiner alten Postings kann man noch heute bei Google
nachlesen (die Gruppen waren bis ca. 1997 nur lokal verfügbar, wurden dann aber auch an andere Newsserver weitergeleitet). Die meisten IRC-Befehle habe ich inzwischen auch vergessen…
Ich war ungefähr fünf Jahre beim FEN.
2. Wann hast du deine erste Homepage ins Netz gestellt?
Im August 1997. Ich habe leider keine Kopie mehr davon, aber alle nachfolgenden Homepages stehen noch bei mir im
Archiv.
3. Mit welchem Provider/Anschluß gehst du heute online?
NEFkom, eine regionale Telefongesellschaft (»Nürnberg, Erlangen, Fürth«).
DSL-Flatrate mit derzeit 1 MBit/s Downstream und 200 KBit/s Upstream.
4. Wer hostet heute deine Homepage?
Klaus hat seit einigen Jahren seinen eigenen
Hosting-Service, kann ich empfehlen.
5. Wirkst du noch auf anderen Homepages mit?
Ich habe schon einige andere Websites gebastelt, siehe meine
Referenzen. Inzwischen ist
freimark.de meine Geschäfts-Website und
my-two-cents.de meine private Homepage (eben dieses Weblog). Mit
Holger (FEN-Account: es207) habe ich im Jahr 2000 mal das von ihm gegründete Web-Zine
Page207 geleitet und die E-Business-Firma
estrategist.de.
Erschienen am Montag, 03.02.2003 @ 10:00
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Tags: Sonstiges
Okay, ich geb’s zu. Ich bin dem »Superstar«-Fieber verfallen. Vor
drei Wochen gab ich zwar noch korrekt an, mich dafür nicht zu interessieren, aber inzwischen hat’s mich erwischt.
Bislang habe ich es nicht gesehen, weil ich mit Bohlens ätzenden Wertungen nichts anfangen konnte, die ich mal in einer der frühen Sendungen beim Zappen mitbekam.
Inzwischen muss ich aber zugestehen, dass man die beiden erfolgreichen Reality Soap-Konzepte von »Big Brother« und »Popstars« geradezu genial miteinander verbunden hat. Die verbliebenen Kandidaten haben durchaus was drauf (Juliette spielte wohl vorher schon in kleineren Musicals mit und Alexander hat Big Band-Erfahrung) oder zeichnen sich durch eine gewisse Skurilität aus: Karin meinte im Dezember zu mir, dass sie davon überzeugt sei, dass eine Frau gewinnen würde und wenn es Daniel tatsächlich schafft, hätte sie Recht behalten.
Die vorletzte Sendung vor drei Wochen habe ich nur sehr am Rande verfolgt (Motto: 80er). Dann habe ich doch etwas überrascht festgestellt, dass die Sendung mit ca. 10 Millionen Zuschauern bombastische Einschaltquoten einfährt und die Retorten-Single auf Platz 1 der Charts hochgeschnellt ist (mir gefällt das Lied ja nicht). Die Entscheidung vor zwei Wochen, die Sendung auszusetzen um nicht gegen »Wetten, dass…?« zu konkurrieren war genial, ebenso die Idee, die angehenden Möchtegerns am Schluss bei »Wetten, dass…?« auftreten zu lassen. Das Special, das an diesem Tag stattdessen auf RTL gezeigt wurde und den Weg der verbliebenen fünf Kandidaten vom ersten Casting bis zur letzten Show zeigte, war meine Einstiegsdroge. Die Show vom letzten Samstag (Motto: Big Band) habe ich mir auf Video aufgenommen und im Schnelldurchlauf angesehen (noch hält sich meine Begeisterung in Grenzen). Etwas bestürzend fand ich Daniels
Zusammenbruch am Schluss der Entscheidungssendung; das hätte nicht sein müssen. Aber mei, ist halt live. Inzwischen hat die Show einen enormen Bekanntheitsgrad erlangt, wenn sich sogar meine Tageszeitung (Nürnberger Nachrichten) im »Weltspiegel« (Panorma-Seite) mit der Show vom letzten Wochenende befasst, Spiegel-online in seiner Panorma-Rubrik über den Verlauf der Sendung berichtet oder einen Artikel zum SPD-Landtagswahl-Desaster von gestern mit »
SPD sucht den Superstar« überschreibt. In der Spiegel-Ausgabe dieser Woche gibt es einen durchaus lesenswerten Artikel zum Thema von Thomas Tuma (»
Von Bohlen und Reibach«).
Das Motto der nächsten Sendung, mit nur noch vier Kandidaten, ist »Disco/70er«.
Ach ja, ich habe natürlich auch einen Favoriten: Juliette.
Erschienen am Montag, 03.02.2003 @ 18:22
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Tags: Medien
Ist eine Überlegung wert.
Ich habe mir direkt nach Erscheinen des ersten
iPod im November 2001 das 5 GB-Modell gekauft. Im August 2002 verkaufte ich ihn, um mir das im Juli neu erschienene 10 GB-Modell zuzulegen, da meine mp3-Datenbank mittlerweile 6 GB umfasste (und das neue Modell hatte eine Tasche). Aktuell bin ich bei 9 GB angelangt und der iPod ist fast voll (auf den 10 GB passen tatsächlich nur 9,2 GB). Meine Musiksammlung nimmt zwar nicht mehr so schnell zu wie früher, aber ich muss jetzt schon anfangen zu jonglieren und Sachen löschen, wenn ich etwas neues hinzufügen will. Dass nicht mehr so schnell Neues dazu kommt, liegt an verschiedenen Gründen:
- Ich habe jetzt nahezu meine gesamten Musikbestände als mp3 auf Festplatte.
Alle CDs, die ich noch höre, sind jetzt in iTunes. Meine alten mp3-Sammlungen (damals noch zusammengenapstert und mit anderen getauscht) habe ich auch integriert. - Immer mehr Musik erscheint mit Kopierschutz.
Ich kaufe grundsätzlich keine CDs mit Kopierschutz. Ich will nicht riskieren, dass eine gekaufte CD nicht in iTunes einlesbar ist und dass ich sie deswegen nicht dort hören kann, wo ich will (z.B. auf meinem iPod im Bus). Auch zu Hause höre ich nur noch ganz selten auf meinem stationären CD-Player, da ich hier nicht zum Diskjockey werden will. Und für ein in der Funktion eingeschränktes Produkt gebe ich schon gar nicht so viel Geld aus, wie bisher. Außerdem bin ich ein Fan von Standards; richtige Audio-CDs entsprechen dem Red Book-Standard und tragen das CDDA-Logo (Compact Disc Digital Audio). Alle CDs mit Kopierschutz entsprechen nicht dem Standard und sind deswegen nicht kompatibler Datenmüll. Dass auf einigen CDs »zum Abspielen auf PCs« ein Bereich mit WMA-codierten Dateien liegt, hilft mir nicht: Ich habe keinen Windows Media Player und werde ihn mir auch nicht (mehr) installieren. Und in iTunes könnte ich die Titel deswegen trotzdem noch nicht importieren und auf den iPod bekomme ich sie auch nicht.
Übrigens hat, wenn man den Angaben bei amazon.de/.co.uk und .com glauben will, die neue CD von Massive Attack, »100th Windows« nur in Deutschland einen Kopierschutz und in den USA und UK nicht (wenn man aus der fehlenden Kopierschutzangabe bei .com und .co.uk diesen Schluss ziehen möchte). - Einzelne Tracks sind nicht erhältlich.
Ich habe mir in den letzten Wochen einige Titel aufgeschrieben, die ich gerne besitzen würde, aber ich komme nicht an sie ran. Sie werden nur auf Alben verkaut, mit elf anderen Songs für 15 Euro, die mich nicht interessieren. Und ich kaufe sehr wenig Singles, da mir 5 Euro für einen Song zu teuer ist. Es gibt in Deutschland schlichtweg keine legalen Angebote, bei denen ich zu einigermaßen erschwinglichen Preisen einen Song bekomme, den ich auch auf meinen iPod laden kann und der unabhängig von meinem Computer ist.
Auch wenn künftig meine mp3-Sammlung nur noch langsam wächst, könnte alle Nase lang ein neuer iPod interessant sein: Bei vollem iPod kann ich ihn nicht mehr als handliche FireWire-Festplatte nutzen. Und: Mit der Zeit geht auch der beste Lithium-Polymer-Akku den Bach runter, wie c’t in Ausgabe 10/2002 feststellte. Nach zwei bis drei Jahren ist Schluss, so dass es z.B. keinen Sinn macht, beim Kauf eines Notebooks einen zusätzlichen Akku auf Vorrat zu kaufen. Und der Akku im iPod lässt sich nicht austauschen. Wobei, man könnte einen iPod ja bis zum bitteren Ende als mp3-Player verwenden, danach noch als handliche Festplatte (funktioniert dann nur noch, wenn ein FireWire-Kabel angeschlossen ist, das den iPod mit Strom versorgt) und für den weiteren Musikgenuss kauft man dann erst einen neuen.
Wie komme ich überhaupt darauf? Macrumors meldet, dass demnächst mit neuen Mini-Festplatten von Toshiba zu rechnen ist. Apple verwendet 1,8-Zoll-Festplatten von Toshiba in den iPods. Derzeit verwendet Apple Festplatten mit 5 GB, 10 GB und 20 GB Kapazität, die ersten beiden sind 5 mm hoch, die 20er Platte 8 mm. Künftig gibt es von Toshiba 1,8″-Festplatten mit 20 GB (dann aber nur 5 mm dick), 30 und 40 GB (8 mm).
Erschienen am Montag, 03.02.2003 @ 18:54
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Tags: Apple, Mac
Bislang dachte ich, dass ein Viereck nur dann auch ein Rechteck ist, wenn alle vier Innenwinkel je 90 Grad betragen, eben rechtwinklig sind.
Laut Spiegel-online und Günther Jauch sind aber auch das Trapez und das Parallelogramm Rechtecke. Ich bin verwirrt.
Erschienen am Montag, 03.02.2003 @ 21:25
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Tags: Sonstiges
Dienstag, 04.02.2003
»
Frasier« kommt wieder!
Auf dem bekannten Sendeplatz (DI bis FR um 00:40, nach der Schmidt-Show und den Pseudo-Nachrichten auf SAT.1) läuft ab heute wieder die Serie mit meinem Lieblings-Psychologen.
Es handelt sich um die erste Folge der neunten Staffel, »Don Juan in Hell (1)«, es sind also brandneue Folgen.
Eine ganz kurze Einführung: Dr. Frasier Crane (Kelsey Grammer) und sein Bruder Niles Crane (David Hyde Pierce) sind beide Psychologen und gehören zu den oberen Zehntausend. Frasier gibt psychologische Ratschläge in einer Radiosendung in Seattle. Er wohnt zusammen mit seinem Vater, ein Polizist im Ruhestand (Martin Crane, John Mahoney), und dessen Physiotherapeutin Daphne Moon (Jane Leeves) in einer riesigen Wohnung in einem Hochhaus.
»Frasier« hat einen ganz eigenen Humor: Insgesamt eine ruhige Serie, aber mit viel Situationskomik.
Angeblich kommt nach den 24 Folgen der 9. »Frasier«-Staffel eine neue Staffel von »Becker« (auch eine geniale Serie). Die vierte »Becker«-Season soll ab 18.03.2003 anlaufen.
Kniebes weiß zu
berichten, dass »Enterprise« am 21.03.2003 starten soll. Zur Prime-Time, 20 Uhr 15.
Erschienen am Dienstag, 04.02.2003 @ 6:35
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Tags: Medien
Mein Vater meinte gestern Abend, laut Wetterbericht würde »runterkommen, was oben ist«. Heute Morgen dachte ich noch, er würde unrecht behalten, denn der Morgen und der Vormittag waren ausgesprochen sonnig und vergleichsweise mild, auch wenn es nur 3 Grad hatte.
Doch gegen 17:20 fing es plötzlich stark zu schneien an in Erlangen und innerhalb einer 3/4 Stunde war alles weiß, und auch auf den Straßen blieb der Schnee liegen.
Der Vorteil, wenn man, so wie ich
seit Samstag, täglich um 21 Uhr ins Bett geht ist, dass man um 5 Uhr morgens frisch und ausgeschlafen wieder aufwacht, und zwar ohne Wecker. Der Nachteil dabei ist, dass gegen 18:30 wieder akute Müdigkeit einsetzt.
Erschienen am Dienstag, 04.02.2003 @ 18:49
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Tags: Leben
Apple hat heute
erwartungsgemäß neue
iMacs vorgestellt (siehe
Heise-Meldung). Es handelt sich um ein klein wenig mehr als nur einen Speed-Bump: Der Prozessortakt wurde im Einsteigermodell von 700 auf 800 MHz erhöht und im großen Modell von 800 MHz auf 1 GHz. Gleichzeitig wurde aber die Modell-Linie gestrafft, denn es gibt jetzt nur noch zwei Grundkonfigurationen: Der langsamere iMac mit 15″-TFT und Combo-Drive sowie der schnellere mit 17″-TFT und SuperDrive. Die Grafik im kleinsten Modell wurde nicht verändert (nach wie vor GeForce2 MX, im großen GeForce4 MX).
Die deutschen Listenpreise (brutto): 1.506,84 EUR für den kleinen und 2.202,84 EUR für den großen. FireWire 800 bleibt der Profi-Linie (Power Macs und Powerbooks) vorbehalten, wie ich letzte Woche nach der Vorstellung der neuen Power Macs bereits
vermutete. Für unverschämte 2.775,76 EUR gibt es ein »ultimativ«-Modell des großen iMacs. Für happige 572,92 EUR Aufpreis gibt es 768 MB Speicher mehr sowie integriertes Bluetooth. Die beiden Standard-Konfigurationen müssen sowohl ohne Airport-Extreme als auch ohne Bluetooth auskommen; beides lässt sich nur gegen Aufpreis nachrüsten (im 15er sogar nur normales Airport), Airport-Extreme gibt’s selbst im »ultimativ«-Modell nur gegen mehr Geld.
Insgesamt würde ich sagen, dass dieses Update ziemlich enttäuschend ist. Aber das war eigentlich schon
letztes Jahr klar, denn an der Prozessor-Front wird es bis zum Sommer keine Besserung geben. Mit den neuen Powerbooks vom 7. Januar hat Apple recht gute Modellpflege betrieben, aber das mit den neuen iMacs von heute war nix. Ein Alibi-Speedbump. Aber da meine Erwartungen an dieses Upgrade eh schon niedrig war, hält sich meine Enttäuschung andererseits auch wieder in Grenzen. Meine eh schon niedrigen Erwartungen wurden voll erfüllt.
Die kleineren Verbesserungen, die sich in der o.g. Heise-Meldung nachlesen lassen (bisschen schnellerer Brenner, bisschen größere Festplatte…) sind IMHO eigentlich nicht der Rede wert.
Die Differenz zwischen dem 17″-iMac und meinem anvisierten Power Mac (Single 1-GHz, SuperDrive als BTO, 17″-Studio-Display) beträgt rund 600 Euro. Sofern die neuen Power Macs wirklich leiser als ihre Vor-Vor-Vorgänger sind (sprich: leiser als mein alter Einsteiger-Quicksilver-733, der bis Januar 2002 aktuell war), werde ich mir die Power Mac-Lösung kaufen. Leiser heißt, etwa 2,5 Sone. Bis zum Wochenende weiß ich hoffentlich mehr (dann kommt die neue c’t und bringt vielleicht einen Test der neuen Power Macs).
Außer dem separaten Display (das ist für mich ein KO-Kriterium) hat der Power Mac gegenüber dem iMac noch andere Vorteile, die den höheren Preis rechtfertigen:
- Bessere Erweiterbarkeit des Speichers
- 1 MB L3-Cache
- GraKa kann ggf. getauscht werden
Ich werde weiter berichten.
Zu den neuen iMacs von heute bringt
Mac-TV um 20:15 Uhr eine Sondersendung.
Erschienen am Dienstag, 04.02.2003 @ 19:13
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Tags: Apple, Mac
Laut der
letzten W3B-Umfrage von Fittkau & Maaß geben 17% der Teilnehmer an, Webangebote sollten werbe-
und kostenfrei sein.
Ich weiß nicht, ob diesen 17% bekannt ist, dass Server, Platz im Rechenzentrum, Strom, Speicherplatz, Bandbreite, Administratoren und Redakteure/Texter nicht auf Bäumen wachsen.
Erschienen am Dienstag, 04.02.2003 @ 20:03
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Tags: Web, webdesign
Suzana schreibt:
»Für Harald war dieses Wochenende sicher auch ohne Fernsehen sehr spannend; er war nämlich in Paris und London. In London hat er als Unternehmer einen Vortag in der renommierten “London Economic School” gehalten. Er wird also eine Menge zu erzählen haben. Außerdem soll er Geschenke von seiner Reise mitgebracht haben. Es erübrigt sich, zum Thema “Harald und Geschenke” noch etwas zu sagen.«
Geil. :-)
Erschienen am Dienstag, 04.02.2003 @ 20:20
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Tags: Medien
Mittwoch, 05.02.2003
- halbe Salatgurke
(geschält, in Scheiben geschnitten,
in Essig, Öl und Kräutern)
- zwei Salami-Brötchen
- Erdnussflips-Reste
Ansonsten nichts besonderes heute. In zehn Minuten »Der Bulle von Tölz«, dann in die Falle. Harald Schmidt und »Frasier« sehe ich mir morgen früh auf Video an (wie heute).
Den Tag verbringe ich damit, Websites und Newsgroups abzuklappern. Ich warte auf Erfahrungsberichte zum neuen Power Mac, aber wie es aussieht, kann ich auch gleich die c’t am Samstag abwarten. Wenn die keinen Test drin haben sollte und es bis zum Montag auch noch keine Erfahrungen im Web oder den News gibt, die über »quieter« hinausgehen, bestelle ich auf gut Glück, sonst zerreißt’s mich.
Morgen muss ich wieder, wie jeden Dienstag und Donnerstag, in die Stadt, zur Bestrahlung bei meinem Hautarzt. Macht Fortschritte.
Eigentlich habe ich am Samstag wieder Kollegtag und hätte Hausaufgaben abgeben müssen, aber ich werde bestenfalls Deutsch und Englisch abliefern können. Physik gibt’s dann beim nächsten Mal.
Erschienen am Mittwoch, 05.02.2003 @ 21:08
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Tags: Leben
Hier noch mein kurzer Kommentar zu den Landtagswahlen vom vergangenen Wochenende. Zunächst die Ergebnisse für das Protokoll:
Niedersachsen (in Prozenten):
- SPD: 33,4% (Landtag 1998: 47,9% | Bundestag 2002: 47,8%)
- CDU: 48,3% (35,9% | 34,5%)
- Grüne: 7,6% (7,0% | 7,3%)
- FDP: 8,1% (4,9% | 7,1%)
Niedersachen (in Sitzen):
- SPD: 63 (83)
- CDU: 91 (62)
- Grüne: 14 (12)
- FDP: 15 (0)
Hessen (in Prozenten):
- CDU: 48,8% (Landtag 1998: 43,4% | Bundestag 2002: 37,1%)
- SPD: 29,1% (39,4% | 39,7%)
- Grüne: 10,1% (7,2% | 10,7%)
- FDP: 7,9% (5,1% | 8,2%)
Hessen (in Sitzen):
- CDU: 56 (50)
- SPD: 33 (46)
- Grüne: 12 (8)
- FDP: 9 (6)
[Zahlen der Landtagswahlen 1998 und 2002: spiegel.de; Zahlen der Bundestagswahl vom 22.09.02: Nürnberger Nachrichten]
In Hessen ist das die absolute Mehrheit der Sitze, in Niedersachsen wird die CDU wohl mit der FDP regieren.
Sieht man sich nur die prozentualen Ergebnisse der Landtagswahlen von 1998 und 2002 an könnte man den Eindruck gewinnen, im Laufe von vier Jahren hätte sich die Stimmung eben gewandelt. Aber wie wir alle wissen, stieg der Verdruss über den Beginn der zweiten Amtszeit von Rot-Grün, und das hat sich eben im Wahlergebnis niedergeschlagen, da gibt es nichts dran zu deuteln: Der Stimmenverlust nach dreieinhalb Monaten ist enorm.
Dass für die SPD in Hessen nichts zu reißen war,
wundert mich nicht weiter. Etwas schade finde ich, dass die Stimmung sogar so schlecht und der SPD-Kandidat derart
unbekannt ist, dass die Mehrheit von Roland »Rolli« Koch (CDU) noch ausgebaut werden konnte. Dem »brutalstmöglichen Aufklärer«, der seinen Wahlkampf 1998 mit schwarzen Kassen finanziert und mit ausländerfeindlichen Kampagnen (»Wo kann ich hier gegen Ausländer unterschreiben?«) gewonnen hat.
An den grundsätzlichen Machtverhältnissen im Bundesrat ändert sich nichts. Die Union konnte ihre eh schon vorhandene Mehrheit durch die Eroberung Niedersachsens noch ein Stück ausweiten.
Allerdings stellen Union und FDP in der nächsten Bundesversammlung am 23. Mai 2004 die Mehrheit, und
könnten einen Unions-nahen Bundespräsidenten wählen.
Durch die solide Mehrheit der Union im Bundesrat wird die SPD gezwungen, enger mit der Union zusammenzuarbeiten. Für die Union ist diese Mehrheit auch Verpflichtung, mitzugestalten und nicht nur zu nörgeln. Es gibt auch Stimmen die sagen, dass Bundeskanzler Schröder nichts besseres passieren konnte als diese Landtagswahlen zu verlieren: Durch den Zwang zur Zusammenarbeit mit der Union kann er so vielleicht eher seine Reformen gegen den linken Flügel und den gewerkschaftsnahen Flügel durchsetzen.
Unionsobere und der Kanzler haben bereits gegenseitig eine bessere Zusammenarbeit angeregt, gewünscht und angeboten.
Sehr bezeichnend in diesem Zusammenhang sind Äußerungen von Friedrich Merz (CDU), der Bundeswirtschaftsminister Clement (SPD) gegenüber den Gewerkschaften
in Schutz nahm, als es in einer Talkshow mit Frank Bsirske (ver.di-Vorsitzender) um Reformen am Arbeitsmarkt ging:
»Und wenn dann der Herr Zwickel dem Herrn Clement und mir androht, dass dann ein eisiger Wind in diesem Land weht, lieber Herr Bsirske, dann lassen wir den mal wehen, diesen eisigen Wind. Und dann werden wir mal sehen, wer in diesem Land politische Entscheidungen zu treffen hat.«
Die nächsten Landtagswahlen sind im Mai in Bremen (wer hat da derzeit das Sagen?) und im September in Bayern. In Bayern gibt es aber seit rund 50 Jahren für die SPD nichts zu holen, da ist nur die Frage, wie viele Prozentpunkte die CSU dieses Mal über 50% liegt.
Erschienen am Mittwoch, 05.02.2003 @ 21:55
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Tags: Leben
Donnerstag, 06.02.2003
Die neue
Mac-Life, die gestern erschien, hat angeblich einen Test der neuen Power Macs drin. Hoffentlich beschränkt sich der nicht nur auf ein paar Produktfotos und Infos, die ich schon vor zehn Tagen auf der Apple-Website nachlesen konnte (wie so häufig bei Mac-Zeitschriften).
Muss ich nachher mal am Bahnhof blättern.
Und vielleicht liegt die neue c’t ja schon morgen Nachmittag an den Kiosken.
Und hoffentlich gibt es dann für meine Bestellung nicht zwei Wochen Lieferzeit, sei es nun letztendlich für den iMac oder den Power Mac.
Seit zwei Monaten kann ich hier nur mit einem zwar leisen, aber auch kleinen und langsamen iBook arbeiten. Eigentlich sollte die Überbrückungszeit nur etwa einen Monat dauern.
Vielleicht erklärt auch das meine Nervosität, hier endlich einen neuen Mac herzubekommen.
Den
Macwelt-»Test« kenne ich bereits.
Aus den Foren dieser Welt gibt es nichts Neues.
Erschienen am Donnerstag, 06.02.2003 @ 12:40
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Tags: Apple, Mac
Dell baut künftig in die Consumer-Desktops keine Diskettenlaufwerke mehr ein (siehe
Macwelt,
Mac-TV,
Heise). Stattdessen soll den Computern ein USB-Dongle beigelegt werden, das 16 MB speichern kann.
Erschienen am Donnerstag, 06.02.2003 @ 12:44
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Tags: Apple, Mac
Bevor die neuen Gespräche zum »Bündnis für Arbeit« überhaupt angefangen haben, will der Chef des Deutschen Gewerkschafts-Bunds, Michael Sommer, wieder
aussteigen.
Was war passiert? Arbeitgeber-Verbandschef Dieter Hundt hatte ein 6-Punkte-Papier vorgelegt. Es enthielt das Angebot, jedem Jugendlichen, der eine Ausbildung machen kann und will, einen Ausbildungsplatz zu geben. Zur Not auch überbetrieblich organisiert und durchgeführt. Daneben stellte er verschiedene Forderungen, zum Beispiel eine Lockerung des Kündigungsschutzes.
Wenn Michael Sommer die Wörter »Lockerung« und »Kündigungsschutz« in einem Satz hört, geht bei ihm die Pumpe. Mit seiner Besitzstands-wahrenden Bremser- und Blockierer-Politik hilft er aber nur seiner eigenen Klientel, den Gewerkschaftsmitgliedern, die schon (oder noch) einen Arbeitsplatz haben. Dass bei einem lockeren Kündigungsschutz mehr Leute eingestellt werden, weil man sie dann auch schneller wieder los wird, ist
nichts Neues. Der
Vorschlag von Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) scheint doch ein vernünftiger Kompromiss zu sein, wenn er sagt, Kündigungsschutz gibt’s nicht mehr ab einer bestimmten Grenze von Mitarbeitern, sondern abgestuft.
Angesichts von
4,6 Millionen Arbeitslosen sollte man vielleicht nicht alles sofort in Bausch und Bogen ablehnen, Herr Sommer, wenn es an eigene Besitzstände geht.
Der Spiegel hat für diese Art, Politik in diesem Land zu machen, bereits den sehr treffenden Terminus der »
Wallungsdemokratie« eingeführt:
»Kaum war der Vorschlag bekannt, kam, was kommen musste: Die deutsche Wallungsdemokratie steigerte sich innerhalb kürzester Zeit auf einen Erregungslevel, der sonst nur für Tierquäler oder Benzinpreiserhöhungen reserviert ist.«
Erschienen am Donnerstag, 06.02.2003 @ 20:30
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Tags: Politik
Schon
wieder. Vor dem Kongress
sagte er, Staaten wie Lybien, Kuba und Deutschland seien weder bereit, die USA bei einem Krieg gegen den Irak zu unterstützen, noch, sich danach am Wiederaufbau zu beteiligen.
Berichtigt mich, wenn ich mich irre, aber waren es nicht die USA, die in den letzten Kriegen (Bosnien, Kosovo, Afghanistan) rein- und wieder rausgingen, und die Aufräum- und Wiederaufbauarbeit anderen überließen, zum Beispiel Deutschland?
Nebenbei bemerkt werden die Töne aus Pjöngjang
immer schriller. Nordkorea droht den USA mit einem Präventivschlag. Es nimmt langsam wahnhafte Züge an.
Erschienen am Donnerstag, 06.02.2003 @ 20:47
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Tags: Politik
Freitag, 07.02.2003
Da mein Vater gestern Geburtstag hatte, kamen heute Abend noch Verwandte zu Besuch: mein Cousin mit Frau und Kindern und die Frau meines anderen Cousins (wer sich mit Verwandtschaftsgraden auskennt, kennt sicher den passenden Begriff…).
Die beiden Kurzen sind 6 und 13 Jahre alt; für sie stand heute die »Monster-AG« auf dem Programm.
Morgen Abend kommen noch meine Onkel und Tanten und meine Cousine mit Freund.
Ja, ich habe somit was besseres zu tun, als
DSDS zu sehen! Ich werd’s aufnehmen und mir wieder im Schnelldurchlauf ansehen, ohne Werbung, ohne Gebrabbel und ohne die Beiträge von Alex und Vanessa. Meine Prognose: Morgen geht Vanessa, nächste Woche Alex. Das Finale wird zwischen Daniel und Juliette entschieden, Juliette gewinnt. Der zweitplatzierte Daniel wird aber auch einen Plattenvertrag bekommen.
Morgen früh ist wieder Schule angesagt (Kollegtag), ich werde darüber berichten.
Und morgen müsste die neue c’t an den Kiosken und in meinem Briefkasten liegen. Ich mache mir keine all zu großen Hoffnungen auf einen Test der neuen Power Macs (mit Geräuschmessung), aber mal sehen. Ich werde auch darüber berichten.
Sonntag war eigentlich Kino mit Familie und Freunden geplant (»Catch me, if you can«), aber Verena ist derzeit krank.
Evtl treffe ich mich Sonntag-Nachmittag wieder mit Holger und Stefie, sie sind wieder in der Stadt. Mal sehen, wie sich’s ergibt.
Erschienen am Freitag, 07.02.2003 @ 22:28
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Tags: Leben
Nach einiger Abstinenz habe ich mir heute mal wieder eine Ausgabe der
Page gekauft (03/03, Titel: »Perspektiven & Chancen: Kreative & Medien-Gestalter der Zukunft«). Unter anderem wegen des Titels, aber auch wegen der »Miszellen: Fundstücke von Jürgen Siebert«.
Herr Siebert beklagt die Häßlichkeit der Euro-Scheine (naja, besser Phantasie-Brücken, -Tore und -Fenster mit einer Symbolik, als die Alternative: Phantasie-Köpfe, denn Abbildungen von realen Personen hätte es nicht gegeben). Er könne sich außerdem nicht an die Euro-Münzen gewöhnen, weil das 50-Cent-Stück größer ist als das höherwertige 1-Euro-Stück und nur die EZB wüsste, warum das so sei.
Als gelernter Banker darf ich hier mal Aufklärung betreiben: Das ist für unsere blinden Mitmenschen gedacht. Das System ist ganz einfach. Es gibt drei Münzreihen mit drei unterschiedlichen Farben: 1, 2 und 5 Cent (rötlich), außerdem 10, 20 und 50 Cent (golden) und 1 sowie zwei Euro (Bi-Metall). Allein anhand der Farbe bzw. dem unterschiedlichen Kontrast kann man die Münzen schon gut unterscheiden. Für Blinde und für Kneipengänger, die bei völliger Dunkelheit im Geldbeutel unter dem Tisch nach den passenden Münzen fischen müssen, gibt es aber noch zwei andere taktlie Merkmale: die Größe und die Randprägung.
Das 1-Cent-Stück hat einen völlig ebenen Rand. Das 2-Cent-Stück unterscheidet sich vom 1erle durch eine umlaufende Rille im Rand. Das 5-Cent-Stück hat dagegen wieder einen völlig ebenen Rand. Wie kann man nun 1- und 5-Cent-Stück auseinander halten? Durch die Größe (den Durchmesser) der Münzen. Das 5-Cent-Stück muss daher deutlich größer als das 1-Cent-Stück sein, sonst würde man sie ja verwechseln. Man hat daher festgelegt, dass die letzte Münze einer Reihe größer sein soll als die erste Münze der nächsthöher wertigen Reihe. Das 5-Cent-Stück ist also größer als das zu 10 Cent. Das gleiche System gibt es auch in der nächsten Reihe. Das 10erle hat eine Riffelung um den ganzen Rand. Die 20-Cent-Münze hat die Form der Spanischen Blume (sieben Einkerbungen). Der Rand des 50-Cent-Stücks ist wieder identisch zur 10-Cent-Münze: Eine Riffelung. Um 10 und 50 Cent auseinander halten zu können, ist das 50erle wieder deutlich größer als der Groschen. Und nach der bereits erwähnten Systematik ist das 50erle als größte Münze aus der mittleren Reihe auch wieder größer als die kleinste Münze aus der dritten und letzten Reihe: Das 1-Euro-Stück. Der Rand eines Euros hat drei Abschnitte mit einer Riffelung und ist ansonsten glatt. 2 Euro haben eine umlaufende Einkerbung von parallelen Strichen mit einer Randprägung (deutschen Münzen: »Einigkeit und Recht und Freiheit«).
Ganz einfach also. Ich hatte bereits im November 2001 Gelegenheit, mit einem Starterkit zu spielen: Nach einer Stunde ausführlichen Befummelns hatte ich das System perfekt intus und hatte auch am 1. Januar keine Schwierigkeiten, die Münzen auseinander zu halten, während der Rest der Menschheit noch die Münzen auf die Vorderseite umdrehte, um die Zahlen ablesen zu können.
Getreu dem alten Grundsatz, dass das, was für Behinderte gut ist, auch den »normalen« Menschen nützlich sein kann, bin ich als Sehender allein durch Ansehen des Rands von Münzen in der Lage, an der Kasse schnell meine Münzen im Geldbeutel zu finden.
Also: Einfach mal alle Münzen im Geldbeutel sammeln und dann selbst mal 20 Minuten mit geschlossenen Augen den Tastsinn wieder etwas fordern.
Erschienen am Freitag, 07.02.2003 @ 22:52
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Tags: Web, webdesign
Samstag, 08.02.2003
»Ist das eigentlich ein Künstlername? Nein, der heißt wirklich so?«
Aus der Schmidt-Show vom vergangenen Mittwoch.
Erschienen am Samstag, 08.02.2003 @ 16:15
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Tags: Medien
Sonntag, 09.02.2003
Gestern war wieder Kollegtag. Der Stundenplan sah Englisch in der ersten Stunde vor, gefolgt von Bio für die Sozialisten und Chemie für die Techniker. Anschließend Physik für alle, dann Mathe und zum Abschluss Deutsch in der siebten Stunde. Für Englisch in der ersten Stunde in die Stadt zu fahren und danach bei zwei Freistunden die Zeit totschlagen zu müssen, kam mir nicht entgegen. Ich beschloss, erst um halb elf zu Physik aufzukreuzen und Englisch bleiben zu lassen.
Es begab sich, dass die Englischlehrerin wegen Erkrankung absagte und die Kollegen, die bereits um acht Uhr auf der Matte standen, mit Mathe beglückt wurden. Das traf sich für mich sehr gut: Englisch nicht wirklich verpasst, Mathe nicht mitmachen müssen (ich mache Mathe ja erst im nächsten Durchgang) und die Deutsch-Stunde vorgezogen. Prima!
In Physik wurden Fragen zur Hausaufgabe beantwortet. Ich konnte mich noch nicht dazu aufraffen, die Hausaufgaben zu machen, hatte nur die beiden Deutsch-Hausaufgaben dabei. Physik in der Schule kann ich wirklich nur empfehlen, denn es gab noch einige Tipps, die weder in den Sendungen noch im Buch angesprochen werden.
In Sozialkunde bekamen wir die Feststellungsprüfung zurück: Der Schnitt lag bei 2,77. Es gab weder Einsen, noch Fünfen oder Sechsen. Ich selbst hatte mit einem weniger guten Ergebnis gerechnet (also mit einer Drei), da ich die erste Aufgabe nicht besonders gut beantwortete und bei der letzten Aufgabe, die ich gut hätte beantworten können, nicht fertig wurde, da die Prüfungszeit abgelaufen war. So gesehen wurden meine gedämpften Erwartungen übertroffen, denn ich habe eine Zwei geschrieben. Aber ich habe mich doch geärgert, da mir zur Eins nur 2,5 Punkte fehlten. Hätte ich noch fünf Minuten mehr Zeit gehabt, wäre ich mit der letzten Aufgabe fertig geworden (bei der fehlten mir vier von acht Punkten). Sehr ärgerlich. Aber was soll’s, die Note steht jetzt fest und daran kann man nichts mehr rütteln.
Hmm, muss mal fragen, ob ich vielleicht im nächsten Kurs nochmal Sozialkunde machen kann, um meine Note zu verbessern.
Das nächste Mal: Alle Aufgaben durchlesen, dann in der Reihenfolge bearbeiten, wie man sie am besten beantworten kann. Ganz alte Regel…
Sehr ärgerlich.
Hmm. Gut, die Sozialkunde-Abschlussnote der Berufsschule war auch nur eine Zwei. Ich dachte, es wäre eine Eins gewesen, wie im Abschlusszeugnis der Realschule. Habe eben nochmal nachgesehen, aber dem war nicht so. Keine »Linie«, die hier »unterbrochen« wird. Vielleicht belass’ ich es dabei.
In Deutsch gab es ein Arbeitsblatt zur Sprachanalyse und zu Stilmitteln: Definitionen und Beispiele zu Alliteration, Anapher, Epipher, Parataxe, Hypotaxe, Parallelismus, Inversion, Emphase, Ellipse, Antithese, Klimax, Akkumulation, Hyperbel, Litotes und so weiter. Nicht mein Spezialgebiet. In der Abschlussprüfung wird man wählen können, ob man sich lieber an einer Textanalyse versucht oder an einer Erörterung.
Erschienen am Sonntag, 09.02.2003 @ 13:04
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Tags: Telekolleg
In knapper Form noch die Ereignisse von Samstag, da ich gestern Abend keine Zeit mehr zum Schreiben hatte.
Mein Vater fuhr mich um halb zehn nach Vach runter, damit ich mit dem Bus nach Fürth (171er) zum
Kollegtag fahren konnte. Im Sommer fahre ich die zwei Kilometer auch mit dem Rad, aber im Moment hat es Temperaturen von knapp unter Null und außerdem überwintert mein Fahrrad im beheizten Tunnel zwischen Kinderklinik, Chirurgie und Kopfklinikum. Muss es aber bei Gelegenheit mal wieder heimfahren, wenn es mal um die acht Grad hat.
Bezüglich der Tariffragen
von neulich habe ich mich geirrt, was den Punkt »Fahrten innerhalb von Fürth« betrifft: Die 10er Streifenkarte nutzt einem nichts, man müsste schon zwei Streifen abstempeln (reicht bis Nürnberg, entspricht 1,50 Euro). Ich kaufte eine Einzelfahrt für eins-vierzig.
Der Kollegtag war kurz nach 13 Uhr zu Ende. Zufällig war mein Vater noch in Fürth unterwegs. Er klingelte mich auf dem Handy an und lud mich am Hauptbahnhof wieder ein. Wir fuhren über die Autobahn nach Frauenaurach und kauften im Edeka noch ein bisschen was ein.
Den Nachmittag verbrachte ich mit lesen, kurz vor 18 Uhr legte ich mich noch für etwas über eine halbe Stunde in die Wanne, um die Titelstory des Spiegel vom
kommenden Montag zu lesen. Es geht um das »
Projekt Mirage« — ich komme noch darauf –, und die 85 Cent für das Titelpaket vor ab waren es mir wert (die letzten drei Spiegel-Titel konnte ich mangels Zeit nicht zu Ende lesen, obwohl sehr lesenswert).
Um 19 Uhr kamen die ersten Gäste: Mein Vater hatte am 6.2. Geburtstag (53.) und die Feierlichkeiten wurden fortgesetzt, nachdem
am Freitag schon Verwandtschaft zu Besuch war. Bei uns war es immer üblich, dass zum Geburtstag meiner Mutter und meines Vaters die Familie zu Besuch kam: Onkel, Tanten, Cousins mit Frauen und Kindern, Cousinen mit Anhang. Da meine Mutter am 13.11. Geburtstag hatte und ich am 14.11., konnte man praktischerweise gleich weiterfeiern: Ihr Geburtstag war auch mein Geburtstag. Bei meiner Schwester ist es ähnlich praktisch, da die Familie auch zu Weihnachten vorbei schaute und Verena am 24.12. Geburtstag hat.
Letztes Weihnachten waren wir bei meinem Onkel (der Bruder meiner Mutter) und meiner Tante, da wir nicht zu dritt ohne
meine Mutter zu Hause sein wollten.
Dieses Mal haben wir es etwas aufgeteilt, um nicht gar so viel Stress zu haben (die Aufräumarbeiten nach so einer Feier sind nicht ohne).
Es war ein sehr guter Abend gestern, eine Familienfeier, wie ich sie mag, wie ich sie kenne. Nur das meine Mutter fehlte, trübte das Bild etwas.
Am Schluss waren noch Monique, Kristin und Michl da, aber ich verabschiedete mich gegen 23 Uhr ins Bett.
Erschienen am Sonntag, 09.02.2003 @ 13:33
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Tags: Leben
Inzwischen habe ich eine Menge Meldungen
gelesen, die neuen Power Macs (FW800) seien »quieter«, aber mit so einer Aussage kann ich nichts anfangen. Leiser als was? Leiser als die bisherigen Power Macs (MDD), aber immer noch lauter als mein bisheriger Quicksilver? Oder auch leiser als dieser?
Es gab auch einige Vergleiche mit anderen Modellen, aber daraus ergaben sich Widersprüche: Während die Macwelt
meinte, die FW800 seien leiser als alte Modelle, die mit 533 MHz getaktet wurden und in einem Forum jemand sogar schrieb, sein alter 350er sei lauter, gab es andere Berichte, wie zum Beispiel
von Stefan Wowereit, die FW800 würden vom Lautstärkepegel her zwischen den MDDs und den Quicksilvers liegen.
In einem
Thread einer G4noise-Diskussion nahm jemand mit dem eingebauten Mikrofon seines iBook den Sound eines FW800 aus ca. sechs Zentimetern Entfernung auf und stellte die
Sounddatei ins Web (Stuff-it-komprimiert). Ein anderer Teilnehmer nahm die
Lärmemission seines MDD vor und nach Modifikationen auf.
Es ist schon sehr beschämend, dass Apple in letzter Zeit so laute Rechner gebaut hat (und hoffentlich liest Klaus dieses Posting nicht). Im letzten Quartal brach auch prompt der Umsatz mit Power Macs um 25% ein, und das lag sicher nicht nur an der wirtschaftlichen Lage. Ein Händler hat mir erzählt, dass er von Kunden etliche Power Macs zurückbekommen hat, weil der Lautstärkepegel von 50 dBA bzw. 5,5 Sone im normalen Betrieb und bis zu 63 dBA bzw. 14 Sone in der Spitze einfach
unzumutbar war. Die neuen Modelle sollen leiser sein, aber die Frage ist eben: wie leise ist leiser?
Den Sound aufzunehmen und zu Hause abzuspielen vermittelt natürlich nur ein sehr ungenaues Bild über die Lautstärke, da es derart relativ ist, dass es fast schon bedeutungslos wird. Es hängt, abgesehen von der Aufnahmesituation, natürlich auch davon ab, mit welcher Lautstärke ich das hier auf meinem Verstärker abspiele.
Ein wenig Licht ins Dunkel kann nur ein objektiver Test in einem Labor bringen, der mit dBA- und Sone-Werten aufwartet und so diese Zahlen gegenüber früheren Modellen vergleichbar macht.
Ich hatte gehofft, dass die neue c’t-Ausgabe 4/2003, die seit gestern in meinem Briefkasten und am Kiosk ist, einen Test mit solchen Messwerten bringt. Aber die Hoffnung war recht niedrig, denn seit der Vorstellung waren gerade anderthalb Wochen vergangen, und von der Bereitstellung eines Testgeräts bis zum Redaktionsschluss würde es wohl zu knapp werden.
Es fand sich tatsächlich auch nur eine kurze Meldung im »aktuelles«-Teil, ohne Messwerte oder anderen Eindrücken von der Lautstärke.
Ich will jetzt aber nicht nochmal zwei oder vier Wochen auf einern Test in der c’t warten.
Ich stelle mich jetzt darauf ein, dass der FW800 wohl noch einen Tick lauter ist als mein alter Quicksilver. Und ich überlege ernsthaft, mir trotzdem einen Power Mac zu kaufen. Er wird aller Wahrscheinlichkeit nach nicht mehr bei mir zu Hause stehen (nur für kurze Zeit), sondern ins Büro einer Bürogemeinschaft kommen, in die ich hoffentlich demnächst einziehe (dazu keine weiteren Details). Und im Büro kann ein Rechner ruhig etwas lauter sein als zu Hause, wo außer dem Ticken einer mechanischen Uhr und alle drei Minuten ein Auto auf der Straße nichts zu hören ist (und mein Fenster ist auch noch um 90 Grad von der Straße abgewandt).
Ich habe nochmal nachgerechnet:
iMac:
2.120 EUR für den 17-Zoll-iMac mit DVD-Brenner
280 EUR für 1 GB Speicher (teuer, weil Notebook-Speicher)
200 EUR für Apple Care
Summe: 2.600 EUR
Apple Care beim iMac muss sein. Er ist zwar an sich ein Desktop, aber wegen seiner kompakten Bauweise und der Verwendung von vielen Notebook-Teilen ordne ich ihn den Notebooks zu. Und bei einem Notebook würde ich immer Apple Care abschließen (ok, bei meinem iBook habe ich es verschwitzt). Wenn da was kaputt geht, kann ich es so gut wie gar nicht selbst reparieren und es gibt auch kaum Standard-Bauteile.
Wobei Apple Care unter Umständen auch für einen Power Mac interessant ist, verlangt doch Apple für ein defektes Motherboard horrende 900 Euro. Und das Display ist meines Wissens mitversichert, wenn man es gleichzeitig mit dem Power Mac gekauft hat. Für alle Apple-Einsteiger kurz zur Erklärung: Apple Care verlängert die einjährige Herstellergarantie auf drei Jahre. Beim Power Mac kann ich einfacher selbst reparieren oder austauschen (z.B. Festplatte, Grafikkarte, optische Laufwerke), sofern nicht gerade das Motherboard, der Prozessor oder das Netzteil dran glauben muss. Apple Care für einen Power Mac kostet im
Apple Online-Store 312 Euro brutto.
Beim Power Mac sieht die Rechnung so aus (ohne Apple Care):
1.900 EUR für den Power Mac (1 GHz, mit DVD-Brenner)
220 EUR für 1 GB Speicher
740 EUR für ein separates 17″-Apple Studio Display
Summe: 2.860 EUR
Meine Überlegungen gehen im Moment nicht in die Richtung, »für 260 Euro weniger kann ich einen leiseren Rechner bekommen«, sondern eher: die Ersparnis von 260 Euro ist nicht groß genug, um die Nachteile des iMac gegenüber dem Power Mac aufzuwiegen.
Der iMac hat zwei Vorteile:
- er ist leise
- er ist in der Anschaffung günstiger
Für den Power Mac spricht aber eine ganze Latte von Vorteilen:
- Display separat
- Bessere RAM-Erweiterbarkeit
- leichter reparierbar
- Grafikkarte kann ausgetauscht werden
- USB 2 u.ä. per PCI-Karte nachrüstbar
- zusätzliche FW400-Slots per PCI nachrüstbar
- zusätzliche interne Festplatten nachrüstbar
- optisches Laufwerk austauschbar
Vor allem die ersten beiden Punkte sind mir sehr wichtig. Der Rest ist nice to have und kommt vielleicht niemals zum Tragen.
Ich möchte das Display nicht mit verkaufen müssen, wenn ich den iMac mal hergebe. Mein letzter Monitor (17″-Röhre von Belinea) hat mir sechs Jahre lang gute Dienste erwiesen.
Bezüglich RAM: Der iMac hat einen Steckplatz für normales RAM, der aber für den Kunden nicht zugänglich ist. Außerdem einen leicht zugänglichen Steckplatz für teuren Notebook-Speicher. Der Power Mac bringt vier leicht zugängliche Seicherbänke mit und kann auch insgesamt zwei Gigabyte ausgebaut werden. Ich habe vor, ein zusätzliches GB reinzustecken (zwei 512er Riegel). Zusammen mit dem bereits vorhandenen 256 MB-Riegel sind das 1,2 GB RAM.
Wahrscheinlich werde ich mich am Dienstag entscheiden, was ich mache.
Nachtrag (10.02.03, 01:12 Uhr):
Weitere Vorteile des Power Mac gegenüber dem iMac:
- FireWire 800 (auch, wenn ich es jetzt noch nicht brauche)
- Gigabit-Ethernet
- Level3-Cache
- Anschlussmöglichkeit für ein 2. Display
(erweiterter Desktop, wenn ich mal zu viel Geld habe)
Erschienen am Sonntag, 09.02.2003 @ 14:44
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Tags: Apple, Mac
E.ON, könnt Ihr bitte diese dämliche »
Ich bin on«-
Werbekampagne einstellen?
»Jeder von uns kann on sein. Denn On-Sein ist Ausdruck einer gleichermaßen positiven wie optimistischen Lebenseinstellung. Einer Einstellung, mit der man sich für seine Ziele, Leidenschaften und Träume außergewöhnlich stark und aktiv einsetzt.«
Wie bescheuert ist das? Menschen, deren Leben sich verändert hat, nur weil sie den Stromanbieter gewechselt haben?
Erschienen am Sonntag, 09.02.2003 @ 14:52
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Tags: Medien
Frühlingsanfang ist zwar erst am 21. März, aber man merkt doch, dass sich der Winter langsam dem Ende neigt. Es hat zwar immer noch minus 1,5 Grad und mich würde nicht wundern, wenn es nochmal kälter wird, aber die Tage werden wieder länger.
Es ist jetzt kurz nach fünf und draußen ist es immer noch hell. Noch vor wenigen Wochen war es um halb fünf zappenduster.
Laut Kalender geht die Sonne heute um 17:24 Uhr unter (zumindest in Kassel); am ersten Januar war es noch genau eine Stunde früher, 16:24 Uhr.
Ich stand heute um halb zehn auf. Der Vormittag verging mit
DSDS im Schnelldurchlauf (siehe auch die
Spiegel-Kritik von heute). Vielleicht schaue ich mir das Finale in Echtzeit an, aber im Moment kann ich die ganze Sendung am Stück noch nicht ertragen: schlimmer noch als die zig endlosen Werbeunterbrechungen ist das »Moderatoren«-Duo Michelle Hunziker und
Carsten Spengemann. Ansonsten surfen, lesen und »Frasier« von Freitag-Nacht.
Ich breche später noch in die Stadt auf: Verena hat heute ihr Auto verkauft, und bis das neue kommt (ich werde berichten), hat sie es noch. Jetzt nur keinen Unfall bauen. Ich werde zur Pizzabar fahren, fast schon Tradition am Sonntag-Abend, bevor dann um 21 Uhr Mac-TV beginnt und danach Spiegel-TV.
Erschienen am Sonntag, 09.02.2003 @ 17:13
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Tags: Leben
Was unterscheidet einen guten Song von einem schlechten? Ganz einfach: Während einem der schlechte auf die Nerven geht, will man beim guten Song wissen, wer der Interpret ist.
Das Thema von »Sex and the City« zum Beispiel nervt unglaublich. Ein paar Monate später veröffentlichte Shakira dann ihre Single »Objection (Tango)« und ich dachte mir: Moment mal, das kennst und hasst du doch? Ich bin mir zwar nicht ganz sicher, aber ich werde das Gefühl nicht los, dass der Soundtrack von SatC der Tango von Shakira ist. Aber auch als ich den Tango zum ersten Mal im Radio hörte war klar: das taugt nichts.
Wie dem auch sei: Ich kann Shakira nichts, aber auch gar nichts abgewinnen: Ich mag ihre Musik nicht und sie selbst ist auch nicht mein Style (meine höfliche Formulierung dafür, das ich sie optisch nicht gerade ansprechend finde).
Heute höre/sehe ich einen Song und ich denke mir: Hossa, klingt gut. Und ich schwöre, ich wusste nicht, wer da spielt. Es handelte sich um »All the Things she said« des russischen Duos »t.A.T.u.« (siehe
Spiegel-Artikel), deren Single derzeit auf Platz 2 der deutschen Charts steht. Die Abkürzung steht für (übersetzt): »this girl loves that girl«. Und ich gestehe, das macht die Sache noch einen Tick interessanter!
:-)
Die Leserinnen dieses Weblogs werden sich jetzt vielleicht fragen: Ist es wirklich so leicht, Männer zu begeistern? Einfach nur zwei junge Mädels (17 und 18) irgendwo hinzustellen, die sich ein bisschen befummeln, von ihrer angeblichen lesbischen Liebe zueinander trällern und küssen?
Antwort von Radio Eriwan: Im Prinzip ja.
Erschienen am Sonntag, 09.02.2003 @ 20:47
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Tags: Medien
Eigentlich wollte ich heute noch was zur Sicherheitskonferenz gestern in München schreiben und zum Projekt Mirage. Heute Abend schaffe ich es nicht mehr, denn gleich beginnt
Mac-TV. Und ich muss mal sehen, ob ich heute noch
Spiegel-TV und die Schmidt-Show von Freitag schaffe.
Ich melde mich morgen wieder.
Für heute gute Nacht.
Erschienen am Sonntag, 09.02.2003 @ 20:54
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Tags: Sonstiges
Alex von
Mac-TV hat die Zuschauer noch mit einem Schmankerl überrascht: Er brachte seinen neuen Dual-1,25 (FW800) mit ins Studio. Er wurde ausführlich von innen und außen gezeigt und die Richtmikrofone wurden auch mal in jede Öffnung gesteckt. Die Lautstärke scheint ok zu sein, wurde auch von Leuten aus dem Chat bestätigt.
Ich bestelle meinen gleich morgen!
Erschienen am Sonntag, 09.02.2003 @ 22:06
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Tags: Apple, Mac
…und bis zur
Keynote von Steve Jobs am 16. September wird die Gerüchteküche wieder ins Brodeln geraten. Meine Prognose für Paris:
- »Updates«, v.a. Verkaufs-/Bestellzahlen zum G5.
- Vorstellung eines neuen .mac-Features, um die anstehenden Abo-Erneuerungen anzukurbeln.
- Vorstellung von iSync 1.2: keine neuen Funktionen, aber mehr unterstützte Handys.
- Ausführliche Vorstellung von OS X 10.3 und Nennung eines Release-Termins innert zwei Monaten. Das wird den größten Teil der Keynote einnehmen.
- Für mehr Geschwindigkeit auf Consumer-Schreibtischen werden iMac-Speedbumps sorgen.
- One more thing: Neue Powerbooks! Das 15er endlich als Alu-Modell, beim 12er und 17er Speedbumps.
Derweil wurde dieser Tage bekannt, dass sich die nächste Windows-Version, »Longhorn« eventuell noch bis Ende 2007 verzögern könnte. Grund ist angeblich, dass im November 2007 die gerichtlichen Auflagen gegen Microsoft auslaufen. Oder vielleicht auch, wie jemand bei Slashdot schrieb (via Holger):
»They decided to bundle Duke Nukem Forever.«
Ich verstehe ja nicht, dass Longhorn bisweilen mit der kommenden Version 10.3 von Mac OS X, »Panther« verglichen wird. Offiziell wird Longhorn frühestens 2005 erscheinen, Panther jedoch noch vor Jahresende 2003. Und wenn Apple so weiter macht wie bisher, wird es nicht nur ein halbes Dutzend Wartungsupdates zwischen den großen Versionen geben, sondern noch zwei weitere »major releases«, jedes Jahr eines.
Wie dem auch sei, eines ist sicher: Wenn Longhorn irgendwann in diesem Jahrzehnt mal erscheint, wird in meinem Weblog-Eintrag sicher folgendes stehen:
»Nach langen Jahren des Wartens ist Longhorn nun verfügbar. Es bietet jetzt noch nie dagewesene neue Features wie ein
Desktop-Compositing. Die Älteren unter uns werden sich entsinnen, dass dies mit
Quartz und
Quartz Extreme bereits seit OS X 10.2 möglich ist, das im
August 2002 erschien.«
Erschienen am Sonntag, 09.02.2003 @ 22:40
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Tags: Apple, keynotes
Die erste Folge von »
24«, die ich
im Urlaub dank einer Heft-DVD sah, fand ich zwar interessant, aber sie hat mich jetzt auch nicht direkt vom Stuhl gefegt. Es reichte, um neugierig auf weitere Episoden zu werden, und dem Piloten einer Serie gestehe ich gerne zu, dass man nicht sofort in die Vollen gehen kann, sondern erstmal die Serie vorstellen muss.
Heute war bei RTL2 der Deutschland-Start der Serie: RTL2 zeigt die komplette erste Staffel innerhalb eines Monats und krempelt dafür sein ganzes Abendprogramm im September um. Dienstags, freitags und sonntags kommen zwischen 20:15 und 22:15 Uhr jeweils zwei Folgen. Wer’s verpasst, hat jeweils in der gleichen Woche Gelegenheit, versäumte Folgen nachzuholen: donnerstags, samstags und montags um kurz nach zehn Uhr abends.
Das besondere bei »24« ist, dass die Handlung in Echtzeit gezeigt wird: Eine Minute Sendezeit entspricht einer Minute Handlungszeit; sogar die Werbeblöcke werden berücksichtigt. Eine Staffel zeigt 24 Stunden am Stück; die einzelnen Stunden werden also nicht irgendwo aus beliebigen Tagen »heraus geschnitten«.
Gezeigt wird die Geschichte des Special Agent Jack Bauer, gespielt von Kiefer Sutherland, der bei der CIA in einer Anti-Terror-Einheit arbeitet. In der ersten Folge erfahren er und der Zuschauer, dass ein Anschlag auf einen schwarzen Präsidentschafts-Kandidaten geplant ist. Bauer setzt nun alle Hebel in Bewegung, um das Komplott aufzudecken, hinter dem möglicherweise sogar Leute aus der Agency stecken.
Nach der zweiten Folge heute Abend bin ich angefixt: Ich will wissen, wie’s am Freitag weitergeht!! Obwohl sich mir beim Techno-Babbel teilweise die Zehennägel aufgerollt haben (»Kannst Du mir alle Internet-Passwörter zu einer Telefonnummer geben?«).
Wer’s verpasst hat: Unbedingte Empfehlung, sich die Wiederholung am Donnerstag zu geben.
Einen längeren Artikel zur Serie gibt es bei Spiegel-online.
Ein guter Ersatz für »Stargate«, nachdem auf dem Mittwoch-Sendeplatz nun Wiederholungen gezeigt werden. Vor zwei, drei Wochen lief dort die letzte Folge der sechsten Season, die mit einem netten Cliffhanger endete. Weiß jemand, wann es mit der siebten Staffel weiter geht?
Erschienen am Sonntag, 09.02.2003 @ 23:17
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Tags: Film-und-Fernsehen, twenty-four
Montag, 10.02.2003
So, ich habe meinen neuen Power Mac bestellt.
Das kleinste Modell, Single-1 GHz (mehr gab das Budget nicht her), aber mit einem SuperDrive statt eines ComboDrives. Außerdem zusätzlich 1 GB Speicher (dann sind insgesamt 1,2 GB drin) und das 17-Zoll Apple Studio Display (TFT).
Lieferzeit im günstigsten Fall eine Woche, kann aber auch bis zu zwei, drei Wochen dauern.
Keine Angst, über die weiteren technischen Details werde ich natürlich ausführlich berichten, wenn ich die Geräte habe.
Erschienen am Montag, 10.02.2003 @ 12:25
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Tags: Apple, Mac
Aus einem Chat mit einem Freund:
»naja, wir hatten dazu noch sein notebook genommen, auf dem dann während powerpoint plötzlich irgend so ein virenscanner hoch kam…«
Apple bietet seit Januar das Präsentationsprogramm Keynote an.
Hat zwar nicht jedes Feature von PowerPoint, ist aber leichter zu bedienen, die Präsentationen sehen professionell und nicht nach PowerPoint aus und ist mit 115 Euro auch noch günstiger als PowerPoint.
Erschienen am Montag, 10.02.2003 @ 18:37
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Tags: Apple, Mac
Die beiden (für mich) wichtigsten Meldungen aus dem IT-Bereich von heute sind:
Neue Freehand-Version für die MX-Familie und
Schnellere Server und Fibre-Channel-Raid von Apple
Erschienen am Montag, 10.02.2003 @ 18:46
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Tags: Apple, Mac
Laut Markus Kniebes (der hat es
vom Treklog) soll die neue Star Trek-Serie »Enterprise« bereits am 15. März starten, nicht erst am 21.
So, keine weiteren Einträge für heute. Habe heute keine Lust mehr, noch was zu schreiben. Die versprochenen Texte müssen noch etwas warten.
Abendprogramm: Jetzt gleich noch die Schmidt-Show vom Freitag auf Video, Tagesschau, Akte X, Ende.
Erschienen am Montag, 10.02.2003 @ 18:50
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Tags: Medien
Dienstag, 11.02.2003
Genialer Comic dieses Wochenende
bei »Joy of Tech«: Neun Wege für eine Frau, ihren Freund und Computer-Geek zu verlieren — in Anlehnung an den Film »
How to lose a guy in 10 days«:
- Überrasche ihn durch eine Neuorganisation seiner Icons auf dem Computer-Desktop
- Wirf sein aktuelles Mauspad weg und ersetze es durch eines mit einem Foto von süßen kleinen Kätzchen
- Bitte ihn, seine mächtigen Geek-Fähigkeiten zu verwenden, um deinen AOL-Account einzurichten
- Hilf ihm, von seiner Koffein- und Junk Food-Sucht loszukommen, indem du all seinen Kaffee, Cola und Chips versteckst
- Beweise ihm, dass du wirklich vertrauenswürdig bist, indem du ihn nach seinem root-Passwort fragst
- Erzähle ihm, dass du endlich zu programmieren gelernt hast… den Videorecorder!
Es ist auch eine gute Sache, wenn du selbstständig dazu in der Lage warst, die Oprah-Talkshow über diese alten Star Trek-Folgen aufzunehmen - Stelle dich hinter ihn während er seine E-Mails schreibt, um ihm bei seiner Rechtschreibung zu helfen und Vorschläge zu machen
- Motiviere und inspiriere ihn, indem du ihm ständig sagst, er solle nicht dauernd am Computer hocken sondern lieber mal was arbeiten
- Zweifellos liebt er auch den Valentinstag! Erwähne, dass du es kaum erwarten kannst zu erfahren, was er sich für dich ausgedacht hat
Der o.g. Film lief am 7. Februar in den USA an und startet am 8. Mai in Deutschland. Nicht, dass ich ihn sehen wollte…
Erschienen am Dienstag, 11.02.2003 @ 20:14
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Tags: Web, webdesign
Heute fuhr ich schon um 08:10 mit dem Bus in die Stadt, denn ich hatte um 9 einen Termin.
Es ist noch nicht ganz in trockenen Tüchern, aber ich bin zuversichtlich, dass ich in Bälde in eine Bürogemeinschaft ziehen kann. Im Laufe der nächsten Woche wird sich das wahrscheinlich herausstellen. Ich bin froh, dass ich nicht der Versuchung erlag, den
neuen Power Mac mit Doppel-Prozessoren zu kaufen, statt wie bestellt nur mit einem Prozessor. Die rund 800 Euro Differenz die ich gespart habe, fließen nämlich aller Wahrscheinlichkeit nach in Büroausstattung. Da kommt mir entgegen, dass
IKEA die Preise für Schreibtische seit Jahresanfang
radikal gesenkt hat und ich hoffe, dass das noch zwei Wochen anhält. Mein EFFEKTIV-Schreibtisch (120×60 cm) wurde um 40% im Preis gesenkt. Leicht geschockt war ich, als ich vorhin im aktuellen Büromöbel-Katalog die Schreibtisch-Kombi, die in dem Büro standardmäßig eingesetzt wird, für 541 Euro sah. Doch auch hier gibt es knapp 41% Preissenkung: Nur noch 320 Euro für »
EFFEKTIV 996« in Buche mit T-Gestell. Bei zwei anderen Tischen gibt es ebenfalls 40 bis 41% Preisnachlass. Wie viel mein Tisch kostet, kann ich noch nicht sagen, da noch nicht besprochen wurde, wo ich wie sitzen werde, wenn es mit der Bürogemeinschaft klappt. Und davon hängt ja auch ein bisschen die Tischform und -größe ab. Eventuell auch ein 996er EFFEKTIV, aber ich möchte gerne noch einen runden Abschluss am unteren Ende, keinen eckigen (und das kann man sich auf der IKEA-Website nicht zusammenkonfigurieren, da es online die Abschlussplatten nicht einzeln gibt). Die Katalogpreise für Drehstühle sind aber nach wie vor korrekt. Ich werde wahrscheinlich das Modell »
ARÅS« nehmen: Sieht besser aus als der sonst übliche
OPERATIV, mit ihm kann man außerdem wippeln und er ist noch dazu 86 Euro billiger, 199 statt 285. Und die Armlehnen am ARÅS sehen nicht so aus, als seien sie nachträglich wacklig angeflanscht worden, weil man sie vergessen hat.
Damit wären rund 500 Euro schon verplant. Schränke und Schubladen werde ich anfangs noch nicht brauchen.
Aber ab und an darf es auch mal etwas Musik sein. Kopfhörer sind auf die Dauer nicht gesund, auch wenn es gute Hörer sind. Der eingebaute Lautsprecher im Power Mac taugt für den Startsound, aber für mehr ist er nicht ernsthaft zu gebrauchen. Die Stereo-Anlage, an der im Moment das iBook hängt, bleibt natürlich zu Hause. Also: Apple Pro Speaker von Harman Kardon, zweimal zehn Watt für 80 Euro oder doch die
Soundsticks, ebenfalls von Harman Kardon, für 195 Euro? Ich tendiere zu den Soundsticks, auch wenn 200 Euro für Computer-Lautsprecher schweineteuer sind, das Bass-Modul aussieht wie ein Toaster für Baguette und die Soundsticks zwei Dildos auf Cockringen sind. Aber bevor ich mich ärgere, wenn die Pro Speaker nichts taugen? Hmm, wird wohl nichts helfen, ich muss beide irgendwo testhören, wie man das auch sonst mit Lautsprechern macht. Evtl genügen die Pro Speaker ja doch. Aber ich befürchte fast, dass Probehören nirgendwo möglich sein wird.
Um 10:10 fuhr ich wieder heim.
Dort »Seinfeld« von gestern gesehen, ein bisschen was am Computer gearbeitet, gechattet und um 14:50 wieder in die Stadt gefahren, zu meinem Hautarzt-Termin, der heute mal um 15:30 war (am Donnerstag um 15 Uhr). Anschließend zu Klaus ins Büro gefahren; ich hatte mich mit ihm anderthalb Stunden vorher per ICQ auf einen Döner verabredet. War mal wieder schön ihn zu treffen, denn es ist schon einige Zeit her. Ziemlich im Stress der Mann.
18:10 Uhr, Bus nach Hause.
Ich war keine zehn Minuten zu Hause, da rief Basti an, wie von ihm vorgestern
angekündigt. Wir haben uns ein paar Jahre nicht gesehen, wir haben uns leider etwas aus den Augen verloren. Ich wäre sehr gerne zu seiner Hochzeit im Sommer gekommen, aber ein paar Tage zuvor
starb meine Mutter, mir war nicht nach feiern. Ich habe keine Ahnung, was er jetzt macht und er weiß auch nicht, was ich in den letzten Jahren getrieben habe, sofern er es nicht hier nachgelesen hat. Wir haben uns für Donnerstag verabredet, ich bin gespannt.
Später am Abend »
emergency room«. Es handelte sich um die
letzte Folger der achten Staffel (von derzeit neun), die mit einem exzellenten Cliffhanger endete.
Erschienen am Dienstag, 11.02.2003 @ 23:56
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Tags: Leben
Mittwoch, 12.02.2003
Habe eben mit dem Service-Center »Büromöbel« von IKEA telefoniert (01805-353434). Die
Preissenkung von durchgehend 40% auf die gesamte EFFEKTIV-Schreibtischserie ist nicht nur vorübergehend, sondern dauerhaft. Der Haken dabei ist: Die Tische sind deswegen rabattiert, da die Serie ausläuft. Einzelne Teile können bereits nicht mehr bestellt werden.
Die Nachfolger-Serie soll voraussichtlich im Mai kommen. Die Verbindungsstücke unter der Tischplatte werden nicht mehr kompatibel zur jetzigen EFFEKTIV-Serie sein und möglicherweise wird sich auch an den Tischkanten etwas verändern. Außerdem soll es neue Füße geben: Die vier Beine werden geändert, stattdessen soll es eine Art »A«-Gestell geben. Das T-Gestell wird es in modifizierter Form voraussichtlich weiterhin geben. Auch die vier Farben werden wieder lieferbar sein. Preislich werden sich die Tische wahrscheinlich wieder auf dem Niveau des Vorjahres bewegen.
[Dieser Eintrag steht in der Kategorie »Web-Design«, da dies auch meine Büro-/Job-Kategorie ist.]
Erschienen am Mittwoch, 12.02.2003 @ 14:10
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Tags: Web, webdesign
Von Lutz Kleveman gibt’s auf Spiegel-online einen lesenswerten
Artikel zu den amerikanischen Interessen im Irak-Konflikt und darüber hinaus.
Nachtrag (23:42 Uhr): Der Theologe und Psychoanalytiker Eugen Drewermann über die Gründe,
warum Bush diesen Krieg führen muss.
Erschienen am Mittwoch, 12.02.2003 @ 16:20
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Tags: Politik
Donnerstag, 13.02.2003
Zur Bundestagsdebatte von heute: Der Bundeskanzler hat eine Regierungserklärung zur Irak-Politik abgegeben. Ich habe mir die Rede von Schröder, Merkel und Fischer angesehen, sowie den Schluss von Verteidigungsminister Strucks Rede.
Schröders Rede brachte nichts Neues, zumindest viel es mir nicht auf.
Wie auch Kai bemerkte ich, dass
Angela Merkel von der CDU-Opposition zum Rundumschlag ausholte, indem sie von der Irak-Krise zum Kündigungsschutz abglitt. Ich verstehe Merkels Logik nicht: »Nie wieder Krieg« hieße in der Umsetzung, nie wieder einen deutschen Sonderweg zu gehen. Das ist doch in der jetzigen Situation ein Widerspruch: Wenn sich Deutschland den USA anschließt, kann doch von »Nie wieder Krieg« keine Rede mehr sein. Oder, wie es der »Chef-Zyniker« Harald Schmidt in seiner gestrigen Show formulierte:
»Es ist ja doch nicht unkomisch, dass ein deutscher Bundeskanzler sich heftig kritisieren lassen muss, weil er keinen Krieg will, oder? Hätte man auch nicht gedacht, dass wir mal diese Zeiten erleben. Mal ehrlich Ausland: Euch können wir’s wohl gar nicht recht machen?!«
Außenminister Joschka Fischer war wie immer brillant und allein für den Raum den seine Gestik einnimmt, kann ich den 300 K schweren Stream verstehen. Etwas schade ist es doch, vom rethorischen Standpunkt her, dass die PDS nicht mehr als Fraktion im Bundestag vertreten ist, denn Redner von Fischers Format gab es nur noch in den Personen von Gregor Gysi und Roland Claus. Letzterer zwar nicht mit Herzinfarkt-Gestik, aber doch mit wohldosierten Spitzen.
Verteidigungsminister Struck, an die Adresse von Donald Rumsfeld gerichtet, verwahrte sich dagegen, dass Deutschland zusammen mit Lybien und Kuba in einem Satz genannt werden, zumal der Vorwurf, Deutschland würde »gar nichts« in der Irak-Krise unternehmen, nicht stimme.
Vom Projekt Mirage gab es nichts mehr zu hören, entgegen Ankündigungen von Struck am Samstag, man möge die heutige Regierungserklärung abwarten.
Vergangenen Samstag kam der Spiegel mit einer Titelgeschichte, wonach Deutschland und Frankreich eine Blauhelm-Mission für den Irak planen: Die Zahl der Inspektoren sollte stark erhöht werden und UN-Soldaten sollten verschärfte Inspektionen durchsetzen. Der gesamte Irak sollte zur Flugverbotszone werden, die Inspektoren sollten durch Aufklärungsflüge von Mirage-Jägern und U2- sowie Luna-Drohnen unterstützt werden. Details gibt es in der Titelstory nachzulesen. Dieses »Projekt Mirage« ist an sich ein genialer Plan: Mirage könnten die ernsten Konsequenzen sein, die die UN-Resolution 1441 angedroht hat. Die Amerikaner hätten ihre Forderung nach diesen ernsten Konsequenzen erfüllt gesehen. Dieses Mal wäre es wirklich an Saddam Hussein gelegen, ob es Krieg gibt oder nicht: Kooperiert er, wird der Irak vollständig abgerüstet und er wird de facto entmachtet. Wenn es zu Behinderungen von Mirage käme oder er sich gar nicht darauf einließe, wären die Amis wieder am Zug und könnten doch noch in den Irak einrücken, denn ihre Streitmacht sollte als Rückendeckung für Mirage nach wie vor in der Region stationiert bleiben. Sowohl Deutschland und Frankreich hätten damit ihren Kopf aus der Schlinge ziehen können, denn mit Mirage hätte man sagen können, man habe wirklich alles versucht. Die Amis wären wieder in die UN-Entscheidungsprozesse eingebunden gewesen und hätten bei einer Verweigerung Husseins eine allemal größere Legitimation für einen Krieg gehabt als jetzt.
Aber Anfang der Woche wollten die Franzosen von dem Plan nichts mehr wissen, die Verteidigungsministerin sagte, man wüsste gar nicht, worüber da in Deutschland gesprochen wird. Der Kanzler muss jetzt alles oder nichts spielen. Die Legitimation der Amerikaner ist nach wie vor dünn, die den Plan, in den sie nicht eingeweiht waren, ablehnten.
Ich verstehe nicht, warum Mirage scheitern musste. Auch wenn die Vorgehensweise unglücklich war, ist es doch trotzdem noch ein guter Plan.
Noch eine kurze Bemerkung zur Münchner Sicherheitskonferenz vom Wochenende. Namensschilder sind dazu da, einen Namen ablesen zu können. Sie können diesen Zweck nicht erfüllen, wenn unter dem Namen irgendein komplexes Logo prangt und der Name darüber in einer Serifenschrift geschrieben ist.
In den Tagesthemen von Samstag wurde ein amerikanischer Reporter gezeigt, Brad Beier von Fox-News, der wohl problemlos die Nachfolge von Ari Fleischer als US-Regierungssprecher antreten kann: US-Flaggen-Pin am Revers war er wie folgt zu vernehmen:
»[Dass] Verteidigungsminister Rumsfeld keine Kompromisse mehr machen will. NATO und auch UN müssten jetzt in Bezug auf den Irak handeln. Verzögerung ist keine Option.«
Es ist nicht die Aufgabe eines Journalisten, das nachzuplappern, was einem Politiker in den Block diktieren.
Erschienen am Donnerstag, 13.02.2003 @ 19:25
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Tags: Politik
Ich hatte heute ein Gespräch mit einem Freund zum Thema Irak (und ich weiß, dass er hier mitliest).
Seine Aussage, auf den Kern gebracht: Wenn es hilft, den
Benzinpreis zu senken, dann ist ein Krieg ok.
Ich sehe das nicht so. Es kann nicht sein, Menschenleben für einen billigen Benzinpreis opfern zu wollen, oder um den Dow nach oben zu bomben.
Davon ab habe ich kein Verständnis für den Energiehunger der Amis (
4% der Erdbevölkerung verbrauchen 25% der Energie), auch wenn Deutschland und andere Industrienationen kaum besser sind. Wie wär’s denn mit energiesparenden Autos? Für was braucht man in einer Großstadt einen Jeep, Hummer oder
SUV, die Benzin saufen, als gäb’s kein Morgen mehr? 15 Liter auf hundert Kilometer? Auch in Deutschland gibt’s immer mehr SUVs, von Porsche, VW, Mercedes, Volvo… Offenbar ist der Leidensdruck beim Benzinpreis noch nicht groß genug.
Neueste Entwicklung im Irak-Konflikt: Es wird um jeden Kilometer gefeilscht. Der Irak besitzt Raketen, die weiter als die maximal erlaubten 150 Kilometer fliegen. Als ich das las dachte ich: »Aha, wie weit fliegen sie denn dann? 500 Kilometer? Tausend?«
Nicht ganz, aber fast: 183. Für die britische Regierung immerhin weit genug, um einen »schweren Verstoß« gegen 1441 festzustellen.
Nach der Panne im
angeblichen britischen Geheimdienst-Dossier, auf das sich auch Colin Powell bei seinem Beweisvortrag vor dem Sicherheitsrat berief, und das seitenweise aus einer jahrealten Studentenarbeit und Artikeln aus »Jane’s« bestand, griff die britische Regierung heute schon wieder ins Klo: Auch wenn es Menschenrechtsverletzungen im Irak gibt, professionelle Vergewaltiger, wie noch im Dezember behauptet,
gibt es nicht.
Heute morgen las ich eine Meldung, laut der der Vorsitzende des Zentralrats der Juden in Deutschland, Paul Spiegel, in einem Irak-Krieg keinen (
völkerrechtswidrigen) Präventivkrieg, sondern einen
Verteidigungskrieg sieht. Das bedarf keines weiteren Kommentars.
Nebenbei bemerkt frage ich mich, warum man jemanden, der zwei Firmen und ein Baseball-Team gegen die Wand gefahren hat, im Weißen Haus Platz nehmen lässt.
Erschienen am Donnerstag, 13.02.2003 @ 19:52
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Tags: Politik
Freitag, 14.02.2003
Der tagesschau-Korrespondent Gerald Baars in News York hat zum Schluss seines gestrigen
Berichts für die 20 Uhr-tagesschau den Nagel ziemlich gut auf den Kopf getroffen:
»Der Blix-Bericht morgen wird Fortschritte benennen aber auch offene Fragen, jeder wird daraus herauslesen können, was er für seine Argumentation braucht. Letztlich ist es eine politische Entscheidung: Will man den Diktator in Schach halten, oder will man ihn loswerden? Die Minister müssen morgen im Sicherheitsrat Farbe bekennen.«
Ich beneide ja Kai darum, dass er Phoenix empfangen kann. Laut Kai übetragen die aber auch ihre Fernsehsendung per Stream ins Web, wenn es wichtige Ereignisse gibt. Später mal testen.
Ich glaube schon, dass die Sitzung des Sicherheitsrats am heutigen Freitag eine wichtige Sitzung sein wird. Weniger deswegen, was gesagt wird oder unausgesprochen bleiben wird, sondern eher deswegen, was danach passieren wird.
Ich gehe davon aus, dass sich die USA vom Sicherheitsrat das OK für den Krieg besorgen werden — nicht unbedingt gleich morgen. Falls es keine neue Resolution gibt, werden die USA auch alleine losschlagen, bzw. mit ihrer »Koalition der Willigen«.
Erschienen am Freitag, 14.02.2003 @ 0:45
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Tags: Politik
Falls ich
demnächst in eine Bürogemeinschaft ziehe, werde ich auch ein Telefon brauchen. Im Keller fanden sich noch zwei schwarze, einfache, analoge, schnurgebundene Privileg-Telefone, die ich vor ungefähr sieben Jahren für je zwanzig Mark erworben habe. Außerdem mein altes ISDN-Telefon, ebenfalls mit Schnur, auch schon etwa fünf Jahre alt: das Europa 11.
Die Telefone waren sehr verdreckt. Ich hab’s erst mit Brillenputztüchern probiert, aber der wirklich grobe Dreck wollte sich nicht freiwillig lösen. Wenn es mir gelang, so meine Überlegung, die Telefone wieder in Betrieb zu nehmen, könnte ich mir 150 Euro oder mehr für eine ISDN-DECT-Neuanschaffung sparen.
Ich weiß nicht, was ich im Falle des Europa 11 angestellt habe: Die Taste 5 ließ sich nicht mehr drücken und drum herum waren braune Sprenkler, die vielleicht von getrockneter Cola herrühren konnten.
Also Plan B, meine Geheimwaffe: Reinigungsalkohol in der Apotheke gekauft, für ungefähr 2,50 das kleine Fläschchen. 70%igen Isopropanol, damit geht
alles weg.
Glücklicherweise wurde das Telefon nur durch fünf Schrauben zusammengehalten, die ich leicht mit dem Kreuzschlitz-Schraubenzieher in der Schublade hinter mir lösen konnte. Ich öffnete das Gehäuse und nahm die Platine (von Siemens) aus der Verankerung, und schon fielen mir einzelne Tasten entgegen. Die Tastaturmatte spülte ich kurz mit Wasser ab, denn sie war etwas staubig. Die Tasten ebenfalls kurz mit Wasser vom Staub befreit und die drei am schlimmsten verschmutzten Tasten, die mit der angetrockneten Cola, mit dem Alkohol behandelt: wie neu.
Mit einem halben Dutzend alkoholgetränkter Wattebäusche und ein paar Q-Tipps glänzte auch ein paar Minuten später wieder die Schale des Telefons.
Nach wenigen Sekunden googeln fand ich sogar eine
PDF-Anleitung für das alte Telefon (ich glaube, ich habe die Original-Anleitung entweder schon entsorgt oder in irgendeiner Kiste verstaut). Die Tasten wieder eingesetzt, die Tastaturmatte aufgelegt, die LED-Anzeige eingesetzt und die Hauptplatine darüber, anschließend die Gehäuseunterseite: Hmm, vier Tasten falsch eingesetzt. Zwei Pfeiltasten ließen sich nicht drücken, da die Tasten angeschrägt sind und ich die linke mit der rechten vertauscht hatte. Ebenfalls die Plus- und Minus-Tasten für die Lautstärke. Da das Telefon auf seiner Oberseite lag, war natürlich alles spiegelverkehrt. Nochmal kurz auseinander genommen, die falschen Tasten richtig gesetzt, das Telefon wieder zusammengebaut und zugeschraubt.
Okay, da stand es nun vor mir, mein neues altes Telefon. Frisch gereinigt und wieder zusammengebaut. Zwei transparente Plastikteile sind draußen geblieben. Würde es auch funktionieren? Ich schloss den Aparat an den NTBA an und wählte eine meiner beiden anderen Nummern (ich habe noch eine TK-Anlage angeschlossen). Es klingelte.
Wunderbar!
Erschienen am Freitag, 14.02.2003 @ 1:21
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Tags: Web, webdesign
»Die Eingabemethode für traditionelles Chinesisch umfasst jetzt auch Hanin. Das Verwenden von Hanin mit Zhuyinfuhao oder Pinyin führt zu einer exakteren Eingabe.«
Neben vielen kleineren Verbesserungen gibt es auch einige neue Sicherheits-Fixes, eine neue Version von Sendmail und Verbesserungen in der deutschen Version von Mail.
Zu beziehen über Software-Aktualisierung, 41 MB.
Siehe auch Heise-Meldung.
Nachtrag (15:30 Uhr): Das fasziniert mich und andere so an OS X-Updates: Das System wird kontinuierlich verbessert. Wenn man ein besseres Windows will, muss man zwei oder drei Jahre warten. Bei OS X gab es bislang im Laufe eines 12-Monats-Rhythmus (ungefähr) je vier kleine Minor-Updates (die Hundertstel-Stelle in der Versionsnummer, von 10.2.1 bis 10.2.4) und jedes Jahr ein größeres Major-Update: 10.1, 10.2. Dieses Jahr kommt wahrscheinlich 10.3 raus. Vielleicht vorher noch ein 10.2.5
Nachtrag 2 (16:08 Uhr): Natürlich gab es bei der Profi-Linie von Windows, NT und 2000, auch ab und an Service-Packs. Bei XP meines Wissens auch, aber was die verbessern oder neu hinzufügen, bleibt meiner Wahrnehmung nach eher im Dunkeln.
Erschienen am Freitag, 14.02.2003 @ 15:19
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Tags: Apple, Mac
Phoenix wird die
heutige Sitzung des UN-Sicherheitsrats live übertragen. Ein Real-Video wird auch ins Internet
gestreamt.
Die beiden
Chef-Waffeninspekteure werden heute den vermutlich entscheidenden Bericht über die Inspektionen im Irak abgeben.
16:00 — Beginn der Berichterstattung
16:15 — Beginn der Sitzung
Nachtrag: Wie es aussieht, senden auch die ARD und das ZDF jeweils von 16 bis 17 Uhr.
Erschienen am Freitag, 14.02.2003 @ 15:49
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Tags: Medien
Ich sah mir den Beginn der Sitzung dank Zweikanal-Ton auf Englisch an, zuerst auf ZDF, dann auf ARD. Doch auch die ARD blendete sich etwa fünf Minuten nach dem ZDF aus der Sitzung aus, als gerade al-Baradei seinen Bericht begann (Blix’ Bericht kam zuvor). In den Phoenix-Stream konnte ich mich dann nicht mehr einklinken, da bereits die maximale Anzahl von Zuschauern erreicht war; ich fuhr dann um 17:10 in die Stadt.
Ich bin ja ein Protokoll-Fan und so war es für mich auch deswegen faszinierend, die Eröffnung der Sitzung des UN-Sicherheitsrates zu verfolgen, da dies das erste Mal für mich war.
Die Eröffnung scheint einem strengen Regelwerk zu folgen: Fischer begrüßte die Teilnehmer und verlas die Agenda. Er fragte in die Runde, ob es Einwände zur Tagesordnung gebe. Als sich nichts regte, verkündete er die Tagesordnung als so beschlossen. Dann las er von seinem Blatt ab, dass der irakische UN-Botschafter um Teilnahme an der Sitzung gebeten hatte. Wieder die Frage, ob es Einwände gibt. Es gab keine und so sagte Fischer erneut auf Englisch, dass es dann so beschlossen sei. Er lud den irakischen Vertreter ein, am Tisch des Sicherheitsrats Platz zu nehmen. Dieser kam aus den hinteren Reihen des Saals und nahm an einem Ende des Halbkreises Platz, wo ein Stuhl für ihn frei war. Fischer fuhr fort, dass der Chef von UNMOVIC, Hans Blix, an der Sitzung teilnehmen wolle. Keine Einwände, Fischer verkündete, dass es so beschlossen sei und lud auch Blix ein, am Tisch Platz zu nehmen. Das selbe Spiel nochmal mit dem Chef der IAEO, al-Baradei.
Fischer erteilte dann Blix das Wort.
Hans Blix hielt eine beachtliche
Rede: Nicht nur, dass sie, im Gegensatz zu al-Baradei, sehr gut zu verstehen war, sondern auch die Art und Weise, was er wie sagte. Er berichtete völlig objektiv über die Inspektionen und erwähnte an verschiedenen Stellen, wo »in Zukunft« noch weiter gearbeitet werden soll, zum Beispiel an einer Errichtung eines Inspektoren-Stützpunkts in Basra. Er ließ keinen Zweifel daran dass er erwarte, dass die Inspektionen weitergehen. Er zeigte sich völlig unbeeindruckt von der aktuellen Situation, dass von den USA ein Krieg eine so gut wie beschlossene Sache ist und machte munter Zukunftspläne zu den Inspektionen.
Reaktionen der Sicherheitsrats-Mitglieder auf die Berichte der Chef-Inspektoren hat Spiegel-online
zusammengefasst, ebenso wie
Experten-Reaktionen.
Evtl wollen schon morgen Großbritannien und die USA eine neue Resolution vorlegen, die zum Krieg ermächtigt.
Die
Kriegs-Vorbereitungen der Amerikaner sind indes so gut wie abgeschlossen. Fünf Flugzeugträger-Verbände, 500 Flugzeuge und 130.000 Soldaten sind bereits vor Ort. Eine weitere wichtige Luftlandedivision könnte Mitte März am Persischen Golf eingetroffen sein.

Morgen soll es in über 600 Städten auf der ganzen Welt Friedensdemonstrationen geben. Ich bin ja mal gespannt, ob und wie die amerikanischen Medien darüber berichten werden. In den letzten Tagen las ich vereinzelt, die amerikanischen Medien seien praktisch gleichgeschaltet und berichten nicht mehr über Demonstrationen, zum Beispiel von 20.000 Leuten in Washington. Ich werde mal die Websites der üblichen Verdächtigen (CNN, MSNBC, NYT, WP…) abgrasen und wäre auch dankbar, wenn Leser von my two cents berichten, ob sie Berichte über die Demos gefunden haben oder nicht.
Laut einer Forsa-Umfrage halten 54% der Bundesbürger Bush für eine Gefahr für den Weltfrieden. Die Frage, wer von beiden den Weltfrieden stärker gefährde, entschieden sich 38% für George W. Bush und 37% für Saddam Hussein; 16% sagten, sie gefährden den Frieden in gleichem Maße.
Ob wohl viele von ihnen »gulf war 2« (Link von Kai) gespielt haben?

Erschienen am Freitag, 14.02.2003 @ 21:39
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Tags: Politik
Für alle Banker und Kunden der DiBa zur Lektüre empfohlen: Ein
Interview von Spiegel-online mit dem Vorstandsvorsitzenden der DiBa, Bernhard Hafner.
Interessant: Von den derzeit 1,8 Millionen DiBa-Kunden haben eine Million das Extra-Konto (hoch verzinstes Tagesgeld-Konto) und die meisten davon sind Ein-Produkt-Nutzer. Hafner möchte nach dem rasanten Wachstum der letzten zwei Jahre, das vor allem durch das Extra-Konto ermöglicht wurde, und nach der Übernahme von Entrium das Wachstumstempo etwas verlangsamen, um solide zu wachsen. Die derzeit vielen Ein-Produkt-Nutzer sollen zu Mehr-Produkt-Nutzern werden, um sie stärker an die DiBa zu binden. Das soll erreicht werden, indem die DiBa ihren Kunden auch die anderen Angebote schmackhaft macht.
Ich weiß nicht, ob das gelingen wird, ob der Bedarf an günstigen Kreditzinsen und einem günstigen Depot in der Rezession sooo groß ist. Das DiBa-Girokonto ist meinen letzten Infos zufolge auch nicht gerade günstig, und erst
gestern will eine Studie herausgefunden haben, dass vor allem Online-Banker ein kostenloses Girokonto schätzen.
Dass die Million Extra-Konto-Kunden nicht alle dem günstigsten Angebot hinterherhecheln, wenn eine andere Bank ein Viertel Prozent mehr Zinsen bietet, glaube ich durchaus. Ein paar Zisnreiter gibt’s allerdings immer, die für 25 Euro mehr Ertrag ein neues Konto aufmachen und dafür keine Mühen scheuen.
Erschienen am Freitag, 14.02.2003 @ 21:48
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Tags: bank, Finanzen
Seit
ein paar Tagen gilt in den USA die zweithöchste
Terror-Warnstufe. Für ein
von Kai entdecktes OS X-
Programm gibt’s sogar ein
Plug-in, das einem die aktuelle Stufe immer am Desktop anzeigt. Die Bürger sind dazu aufgerufen, einen Raum in ihrer Wohnung bzw. in ihrem Haus
luftdicht zu versiegeln. Die Nachrichtensendungen hierzulande wissen von Hamsterkäufen in Supermärkten zu berichten: Wasser in Flaschen, Klebeband und Plastikfolien gehen weg wie geschnitten Brot. Interessant der Einspieler einer Familie, die einen Lüftungsschacht in ihrer Wohnung mit einem Stück Wellpappe und außen rum Klebeband »versiegelte«.
Passend dazu eine
Glosse bei Telepolis und der
heutige Joy of Tech-Comic.
Tenor: Die Maßnahmen sind ähnlich sinnvoll wie in den 50ern und 60ern die Hinweise »duck and cover«, mit denen man eine Atombomben-Explosion überleben konnte. Ich kann mich an eine
South Park-Folge erinnern (»Volcano«), in der »duck and cover« auch ganz gut auf die Schippe genommen wurde.
Erschienen am Freitag, 14.02.2003 @ 22:03
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Tags: Politik
Sonntag, 16.02.2003
Berlin —
600.000 Menschen
Rom —
Eine Million Menschen
Paris — 100.000
London —
Eine Million
Athen — 200.000
Damaskus —
200.000
Melbourne — 150.000
Canberra — 16.000
Tel Aviv — 2.000
Oslo — 60.000
Brüssel — 50.000
Stockholm — 35.000
Amsterdam — 70.000
Kopenhagen — 10.000
Johannesburg — 4.000
Tokyo — 5.000
Wien — 3.000
Kiew — 2.000
Sofia — 2.000
Madrid —
600.000
Barcelona —
1,3 Millionen
New York —
100.000
Die Sitzung des UN-Sicherheitsrats am Freitag konnte ich nur bis ca. 17 Uhr
verfolgen. Den Berichten in den Abendnachrichten zufolge — von tagesschau über heute-journal zu tagesthemen — war diese Sitzung die große Bühne für den französischen Außenminister, während bei der letzten Sitzung noch der US-Außenminister mit seiner »Powellpoint-Präsentation« (
Zitat Kai) punktete. Die Kommentatoren waren sich darin einig, dass die Sitzung von letzter Woche eher die Position von Chef-Inspekteur Blix, der für eine Fortsetzung der Inspektionen plädierte, und die der Kriegsgegner
stärkte. Und mit den Friedensdemos auf der ganzen Welt gestern schien nicht mehr Deutschland isoliert zu sein,
sondern Bush und die USA.
Nette Anekdote am Rande: Nach der Rede des französischen und des russischen Außenministers gab es Beifall von den Zuschauerrängen im Sicherheitsrat, ein ausgesprochen seltenes Ereignis in diesem Gremium, wie berichtet wurde. Präsident Fischer musste mit seinem Hämmerchen zur Ordnung mahnen und bat darum, nicht zu applaudieren, auch wenn Valentinstag sei (der russische Außenminister machte zuvor eine entsprechende Bemerkung).
Der irakische UN-Botschafter beteuerte, Irak habe keine Massenvernichtungswaffen und antwortete Powell mit einem Sprichwort: Eine leere Hand könne nichts anbieten. Das hat mich an einen früheren Kollegen in der Bank erinnert, der bei überschuldeten Kunden gerne den Vergleich brachte, dass man aus einem leeren Kühlschrank kein Bier mehr herausholen könne.
Bevor jemand fragt: Ich war auf keiner Demo, ich verlies gestern erst um 19:22 Uhr das Haus. Wird nicht die letzte Möglichkeit gewesen sein, zu demonstrieren.
In Berlin fand die größte Demo Deutschlands seit 20 Jahren statt. Der bisherige Rekordhalter war 1981 (?) Bonn mit 250.000 Menschen.
Nein, die Loveparade zählt nicht, ist keine Demo.
Das beste Demo-Plakat habe ich in einem Fernsehbericht vor einer Woche anlässlich der Münchner
Sicherheitskonferenz gesehen, das ging sinngemäß so:
»Bomb Texas, they have oil, too.«
Kleiner Insider: George W. Bush kommt aus Texas.
Erschienen am Sonntag, 16.02.2003 @ 3:08
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Tags: Politik
Keine Angst, ich geh’ gleich ins Bett. Bin auch schon relativ müde, obwohl sich mein Rhythmus erwartungsgemäß wieder etwas verschoben hat in den letzten Tagen: schlafen von ca. 2 Uhr früh bis 13 Uhr mittags. Nächste Woche wieder etwas früher in die Falle gehen.
Nächste Woche habe ich wieder zwei Termine bei meinem Hautarzt, Dienstag und Donnerstag um 16 Uhr.
Am Montag kommt Micha aus London zurück, evtl ergibt sich bald ein Treffen. Am Freitag hat mein Großvater Geburtstag. Ansonsten warte ich auf einen Anruf von
Entervisions, denn die erste Woche seit der
Bestellung meines neuen
Power Macs sind rum. Es hieß, im günstigsten am unwahrscheinlichen Fall würde es eine Woche dauern, aber ich solle mal lieber mit zwei bis drei Wochen rechnen.
Evtl entscheidet sich kommende Woche auch, ob das mit der Bürogemeinschaft klappt. Wenn das alles unter Dach und Fach ist geht’s zu IKEA, um einen
Bürotisch zu kaufen.
Ich werde in den nächsten beiden Wochen derart viel Geld ausgeben, das ist nicht mehr feierlich. Steuernachzahlung 400 Euro, Verena bekommt für Klamotten noch 65 Euro, Holger muss ich noch seinen Anteil an einem abgeschlossenen Auftrag überweisen, IKEA bekommt mindestens 300 Euro für den Tisch, weitere 200 Euro werden für einen Bürostuhl draufgehen, Power Mac mit Display 2.800 Euro…
Vergangene Woche habe ich rund 50 Euro für Schreibgeräte ausgegeben. Ich werde noch darüber berichten, bis dahin könnt Ihr ja schon mal drüber grübeln, wie viele Stifte ich wohl von diesem Geld gekauft habe. Tipp: Es handelt sich um eine Zahl im niedrigen einstelligen Bereich.
Ich habe einen neuen Griechen probiert, ein ausführlicher Testbericht folgt natürlich noch. Vielleicht kann ich mich auch noch dazu aufraffen, etwas zu »Star Trek: Nemesis« zu schreiben.
Kommenden Samstag ist wieder Kollegtag und ich habe in Physik noch keinen Strich gemacht, da ich meinen inneren Physik-Schweinehund nicht überwinden konnte. Aber ich werde es anpacken, schaffen und einen Bericht darüber schreiben (hey, eine Klimax!).
Der Silvester-Urlaubsbericht ist auch nicht vergessen.
In der letzten Februar-Woche ist ein Besuch bei Holger und Stefie in München geplant, für wahrscheinlich zwei Übernachtungen. Die Chancen stehen gut, dass ich beide zu einem Besuch beim Schön-Wetter-Griechen (»
Athen« in der Westendstraße) überreden kann, denn ich wollte sie beide dorthin einladen. Möglicherweise gibt’s auch Abstecher in der Nachtkantine (gibt’s jetzt den Kunstpark noch?) und im Faun. Außerdem steht mit »
Goodbye, Lenin!« (
Filmfacts,
zelluloid,
offizielle Site) ein Kinobesuch auf dem Programm. Ich will mich mit Tini treffen und evtl klappt auch ein Treffen mit Matthias.
Erschienen am Sonntag, 16.02.2003 @ 3:28
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Tags: Leben
Es ist nicht so, dass mit dem drohenden Irak-Krieg der derzeit einzige bewaffnete Konflikt heraufzieht, den es derzeit gibt. Ich habe mir schon vor ein paar Tagen gedacht: Wie viele andere Kriege werden derzeit eigentlich geführt?
In einer
Heise-Meldung von heute war die Zahl 15 zu lesen, die von einem Friedensforschungsinstitut namens
SIPRI aus Stockholm stammt. Elf von diesen Kriegen dauern bereits seit mehr als acht Jahren an (siehe
SIPRI Jahrbuch 2002).
Zu den Demonstrationen von
gestern: Auch in 150 Städten
in den USA wurde demonstriert. Die größte Veranstaltung fand mit 100.000 Teilnehmern (Polizei-Angabe) in New York statt. Es handelte sich um die weltweit größten Kundgebungen seit dem Vietnam-Krieg.
Spiegel-online hat auf einer Seite weitere Zahlen
zusammengefasst.
Erschienen am Sonntag, 16.02.2003 @ 16:43
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Tags: Politik
In der Union
werden Stimmen lauter, den Kanzler mit einem konstruktiven Misstrauensvotum zu stürzen (Art. 67 GG). Kurze Erläuterung für jene, die nicht so sehr an Politik interessiert sind: Der Bundestag kann einen neuen Kanzler mit einem Misstrauensvotum wählen, aber »konstruktiv« heißt es deswegen, weil nicht über »Den wollen wir nicht mehr haben« abgestimmt wird, sondern weil die Antragsteller einen neuen Kanzler vorschlagen. Erhält der Kandidat die Mehrheit, ist er/sie neuer Kanzler.
Zuletzt gab es das 1982, als Helmut Schmidt mit seiner SPD-FDP-Koalition gestürzt und Helmut Kohl gewählt wurde. Damals war das, im Gegensatz zu heute, vergleichsweise einfach möglich, da sich die FDP auf die Seite der Union schlug. Aber heute haben Union und FDP keine Mehrheit im Bundestag, es müssten schon Abgeordnete von SPD und Grüne gegen Schröder stimmen, und das würde bedeuten, wie der CSU-Politiker Peter Ramsauer schon richtig sagt:
»[...] da ein konstruktives Misstrauensvotum voraussetzen würde, dass SPD und Grüne freiwillig auf’s politische Schafott steigen.«
Und genau das halte ich für sehr unrealistisch. Nicht nur, weil die »Abtrünnigen« dann gleich aus ihrer jeweiligen Partei austreten können, sondern weil sie wohl auch lieber mit dem Gerd weitermachen als mit Rolli, Ede oder Angie. Da hilft auch der Appell »Aber es gibt ja aufrechte Frauen und Männer in der SPD-Fraktion, etwa den Kollegen Klose, der seinen Mann stehen würde, wenn es um Deutschland als solches geht« nicht, denn Ramsauer geht es ja auch nur in zweiter Linie um Deutschland und in erster Linie um einen Unions-Bundeskanzler.
Eine Alternative wäre die Vertrauensfrage (Art. 68 GG), die Gerhard Schröder erst im November 2001 überlebte. Hätten die Abgeordneten dem Kanzler nicht das Vertrauen ausgesprochen, hätte dieser den Bundespräsidenten innerhalb von 21 Tagen bitten können, den Bundestag aufzulösen, um Neuwahlen zu ermöglichen. Die Auflösung kann abgewendet werden, wenn der Bundestag einen neuen Kanzler wählt.
Ansonsten sind mir keine Möglichkeiten bekannt, den Kanzler »um jeden demokratischen Preis« (Michael Glos, CSU) loszuwerden. Oder habe ich was vergessen?
Sieht also derzeit danach aus, als blieben das Träume in der Union.
Erschienen am Sonntag, 16.02.2003 @ 17:30
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Tags: Politik
Das wäre auch was für mich, wenn ich per SMS oder Mail an Arzttermine erinnert werden würde. Arzttermine wie zweimal die Woche Hautarzt oder ein Friseur-Termin, den wenige Tage zuvor ausgemacht habe, kann ich mir gut merken. Aber ich bin ein notorischer Zahnarzt-Termin-Vergesser, weil ich nur einmal im Jahr zum Dentisten muss und den Termin dafür in der Regel auch mehr als drei Monate im Voraus ausmache, weil er so lange vorher ausgebucht ist. Oder der Augenarzt zum Beispiel. Oder der spätestmögliche Termin, an dem man für ein iBook noch einen Apple Care Protection Plan abschließen kann (*grrr*).
Seit
iCal Anfang des Jahres in Version 1.0.2 erschienen ist, ist es auch benutzbar. Mit dem Kalender in Entourage habe ich mich nicht anfreunden können; jetzt muss ich mir nur noch angewöhnen, auch iCal regelmäßig zu verwenden. Es ist allerdings noch stark verbesserungsbedürftig: Wenn man zum festgelegten Erinnerungszeitpunkt nicht iCal geöffnet hat, wird man auch nicht erinnert. Und ich habe iCal nun mal nicht ständig laufen, deswegen erwarte ich von der nächsten Version, dass es mich auch im Nachhinein erinnert, wenn ich iCal nach dem Erinnerungszeitpunkt starte. Und bitte, wenn man schon einen
Unix-Unterbau in
Mac OS X hat, sollte der auch von iCal genutzt werden (z.B. per cronjob und sendmail eine Erinnerungsmail generieren, und nicht per
Apple-Mail, wenn iCal zufällig gerade läuft).
Wobei, dank
iSync und meinem T68i-Handy kann ich mich ja auch von meinem Handy erinnern lassen, wobei wir wieder am Anfang wären…
Erschienen am Sonntag, 16.02.2003 @ 20:28
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Tags: Apple, Mac
Gestern wurde bei den Superstars niemand rausgewählt, denn die Echo-Verleihung stand auf dem Programm. Ich habe ein wenig den Eindruck, dass man bei RTL schon etwas versucht, Daniel auszublenden und Alexander und Juliette in den Mittelpunkt zu rücken.
Zwei Artikel zum Thema kann ich empfehlen:
Spiegel: »
Küblböck meets Kerner: Weisheiten für’s Poesiealbum«, eine Kolumne aus der Rubrik »televisionen« von Marianne Wellershoff.
Ich habe Daniel bei Kerner gesehen und es hatte eine gewisse, abschreckende Faszination: Das »Frosch-Stimmchen« (Spiegel-TV) ist derart durch den Wind, man glaubt es kaum. Neulich beim Zappen stolpere ich über TV-Total und sehe zwei treffende Dinge: Stefan Raab hält das Cover einer neuen Schwulen-Zeitschrift (
Eurogay) in die Kamera. Darauf ein Bild von Daniel mit der Schlagzeile: »
Super-Husche«.
An anderer Stelle hat Raab mal mitgezählt, wie oft es Daniel in einer Minute auf »ich sag’ mal« bringt. Er hätte auch »einfach« zählen können. Ich weiß, das ist eigentlich nicht sehr fair, aber wie gesagt, es fasziniert mich irgendwo, und ich glaube, dass ich damit nicht allein bin. Insofern aber, wie es einer der Juroren vor einer Woche zu Daniel gesagt hat: »Bis hier hin, vielen Dank.«
Telepolis: »Aufmerksamkeit:
Schlimmer geht’s immer« von Tino Hanekamp
Seine Aussage: Bei den Superstars geht es um alles, bloß nicht um Musik. Der Beweis für die totale Anspruchslosigkeit des Publikums: Daniel und der »Michael Schumacher-Klon« Alexander sind noch dabei. Seine Prognose: Das neue Album der Superstars wird von Null auf Eins in die Charts einsteigen.
Unrecht haben beide Artikel nicht.
Erwähnte ich bereits, dass Juliette
meine Favoritin ist?
:-)
P.S.: Ich habe nur eine vage Vorstellung davon, was eine »Husche« ist; wenn mich jemand aufklären möchte…
Erschienen am Sonntag, 16.02.2003 @ 20:51
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Tags: Medien
Montag, 17.02.2003
Ich habe mich manchmal gefragt, wie viele Blogger es wohl gibt. Ob zum Beispiel Leute wie
Kai,
Holger oder eben ich Ausnahmen und Randerscheinungen sind. Oder ob es tausende, zehntausende gibt, die ein Weblog führen.
Anlässlich der Übernahme von Pyra (blogger.com) durch Google steht in einer entsprechenden
Heise-Meldung, dass allein blogger.com über eine Million registrierte Teilnehmer hat. Doch so viele?
Erschienen am Montag, 17.02.2003 @ 12:54
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Tags: Medien
Spiegel-online
meldet, dass voraussichtlich ab Oktober das Pfand auf sämtliche ökologisch nachteilige Einweg-Verpackungen erhoben wird, und dass es keine Unterscheidung mehr nach Getränken geben soll.
Darauf haben sich der Bundesumweltminister und Vertreter der Länder geeinigt.
Erschienen am Montag, 17.02.2003 @ 13:00
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Tags: Sonstiges
Mal wieder ein längeres Film-Posting.

Bereits
Anfang des Jahres war ich mir sicher, dass ich mir »
Anger Management« nicht entgehen lassen werde. Nach dem Teaser gibt es nun auch einen längeren
Teaser. Weitere Infos zum Film habe ich bereits im Januar geschrieben (s.o.), der Trailer sagt aber auch schon alles.
:-)
Im Kino ab 8. Mai.
Florian empfahl gestern den Film »
Adaptation«. Der
Trailer sieht sehr vielversprechend aus: Nicolas Cage in einer Doppelrolle. Kein Action-Film.
Bereits ab 13. März in deutschen Kinos.
Bereits seit letztem Donnerstag im Kino ist »
The Ring«, für den sich bislang keiner meiner Freunde begeistern kann. [Seit ich sie mit dem Hinweis »der soll gut sein« in das Machwerk »eXistenZ« gelockt habe, sind die da vorsichtig geworden; selbst mit dem Volltreffer »
Fight Club« konnte ich das noch nicht wieder ausbügeln.]
Die beiden Trailer (
1,
2) lassen auf einen Horror-Schocker schließen.
Positive Kritiken gibt es bei filmfacts.de von
Andreas und von
Johannes. Außerdem bei zelluloid.de von
Heinz (90%). 22 zelluloid-Besucher
bewerteten ihn mit durchschnittlich 83%. Bislang 7.400 IMDB-Nutzer bewerteten den Streifen mit guten 7,5 von 10 Punkten.
Ende Februar läuft »
About Schmidt« an, wieder ein Jack Nicholson. Der
Trailer erzählt von einem Rentner (Nicholson), dessen Tochter gedenkt, den falschen Mann zu heiraten, genau wie er x Jahre zuvor die falsche Frau.
Früher als erwartet, nämlich schon am 27. Februar, wie auch »About Schmidt«, startet »
National Security«. Martin Lawrence und Steve Zahn in einer Cop-Komödie. Der
Trailer war ganz witzig, aber der Streifen scheint mir kein unbedingtes Muss zu sein.
Für »
Undercover Brother, der in die gleiche Kerbe schlägt (siehe
Trailer), gibt es noch nicht mal einen deutschen Starttermin; in den USA lief er bereits letztes Jahr im Mai. Scheint wohl eine Video-Premiere zu werden.
Die
Clips und der
Trailer zu
Solaris (ab 6. März) ließen mich zuerst befürchten, es würde sich um einen zweiten
Sphere handeln, nur mit George Clooney statt Dustin Hoffmann. Bei Spiegel-online las ich kürzlich ein
Interview mit dem Regisseur Steven Soderbergh (»Traffic«, »Ocean’s Eleven«): »Solaris« ist die Verfilmung eines Stanislaw Lem-Romans, und der Film soll ein extremer »Kopf-Film« sein. Hmm…
+++
So, nun noch zu zwei Vorschauen, die ich beim Stöbern auf
apple.com/trailers gefunden habe:
»25 Stunden« (
IMDB,
Trailer)
Ein neuer Film mit Edward Norton. Eine Kriminal- und Drogen-Geschichte von Regisseur Spike Lee. Scheint eine interessante Geschichte zu haben, ab 15. Mai im Kino.
»Phone Booth« (
IMDB,
Trailer)
Regisseur Joel Schumacher (»8MM«, »Batman & Robin« »Falling Down«) erzählt eine etwas eigenartige Geschichte, die aber durchaus spannend sein kann: Ein Typ sitzt in einer New Yorker Telefonzelle fest, weil er von einem Scharfschützen bedroht wird. Scheint ein persönliches Ding zu sein.
Zum Abschluss: Wer mal wieder ein nettes Render-Filmchen sehen will:
Robota
+++
Folgende Filme laufen aktuell oder demnächst im Kino, und stehen noch auf meiner »Noch anschauen«-Liste:
- Catch me if you can (seit 30.01.03)
- The Ring (seit 13.02.03)
- Goodbye, Lenin! (13.02.03)
- About Schmidt (ab 27.02.03)
- National Security (27.02.03)
- Solaris (06.03.03)
- Adaptation (13.03.03)
- The Core (03.04.03)
- Pi (17.04.03, Wiederaufführung)
- X
2 (01.05.03)
- Anger Management (08.05.03)
- 25 Stunden (15.05.03)
Notiz für mich:
Filme, die in 2003 bereits im Kino liefen, und die ich noch nicht gesehen habe:
- 8 Mile
- 11′09″01
- One Hour Photo
- Analyze That
Vormerken für Kauf oder Verleih auf DVD.
Erschienen am Montag, 17.02.2003 @ 14:03
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Tags: film, Film-und-Fernsehen
Dem Spiegel dieser Woche ist zu
entnehmen, dass Infineon über eine Verlegung des Konzernsitzes ins Ausland nachdenkt.
Ich kann das Gejammere gewisser Leute nicht mehr hören. Viele Konzerne müssen praktisch gar keine Steuern mehr zahlen und sorgen sich um immer noch größere Umsätze.
Vielleicht sollten deren Manager zur Abwechslung auch mal wieder an Kunden und Mitarbeiter denken und nicht an das nächste Quartalsergebnis. Woran manche sich mal ein Beispiel nehmen sollten: Porsche (
1,
2),
Superquinn und
andere.
Siehe auch die Markt-Forscher-Kolumne von heute: »
König Kunde dankt ab«.
Erschienen am Montag, 17.02.2003 @ 15:53
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Tags: Politik
Ich habe heute die erste Physik-Lektion im Buch durchgearbeitet. In dieser Woche wird allerdings bereits die sechste Sendung gebracht, das entspricht der sechsten Buch-Lektion. Am kommenden Samstag ist wieder Kollegtag und ich muss zwei Hausaufgaben abgeben (für die Lektionen 1 bis 3 und 4 bis 6).
Ich hatte mir vorgenommen, jeden Tag mindestens eine Lektion durchzunehmen. Zeit dazu hätte ich, ich muss mich nur aufraffen.
In Deutsch, Englisch und Sozialkunde fiel mir der Stoff bisher in den Schoß. Die andere Seite der Medaille: Um sich den Stoff in anderen Fächern einzutrichtern, muss man sich umso mehr überwinden, sich auf den Hosenboden zu setzen, gerade
weil es einen weniger anspricht.
Physik finde ich durchaus interessant, um Zusammenhänge zu verstehen, aber dieses Verstehen macht einem die Physik nicht unbedingt leicht.
:-)
Beispiel: Die erste Lektion von heute. Gleichförmige lineare Bewegungen waren noch leicht:
»Eine S-Bahn legt eine Strecke von 3 km bei gleichbleibender Geschwindigkeit in 40 s zurück. Berechnen Sie die Geschwindigkeit.«
Das ist schnullifax. Aber zwei Seiten weiter, bei der gleichmäßigen Kreisbewegung, wurde mir schon etwas anders. Zur Winkelgeschwindigkeit in s-1 oder zum Bogenmaß finde ich nicht so leicht Zugang.
»Welchen Winkel im Grad- und im Bogenmaß überstreichen Stunden- und Minutenzeiger einer Uhr zwischen 8.23 Uhr und 9.16 Uhr?«
Morgen geht’s weiter mit Lektion 2, der Überlagerung von Bewegungen. Die Sendung dazu war jedenfalls noch recht einleuchtend. Die weiteren Lektionen:
3: Gleichmäßig beschleunigte Bewegung
4: Beschleunigte Bewegung mit Anfangsgeschwindigkeit
5: Freier Fall und Wurfbewegungen
6: Trägheit, Kraft und Masse
Das Bogenmaß muss ich mir auch nochmal veranschaulichen.
Ach ja, und hier kommt wieder meine alte Schwäche voll zum Tragen: Umstellen von Formeln ist nicht so mein Ding.
Erschienen am Montag, 17.02.2003 @ 23:38
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Tags: Telekolleg
Dienstag, 18.02.2003
»jmz« hat in einem
Kommentar bei Mac-TV ein wahres Wort gesprochen:
»Fest steht, das OS X ein unglaublich gutes Fehler/Leistungs/Alter-Verhältnis hat.
Ich bin der Meinung das es trotz seiner kurzen Lebenszeit OS 9 schon lange überholt hat. Und wer jetzt wieder meckert das auf seinem 400 MHz G4 das ganze nicht zügig ist, der sollte sich mal mit der Realität abfinden. Und die heißt: Ohne neuen Rechner keinen Spaß. Und das war schon zu OS 6-9 Zeiten so. Rechner werden mit dem System ausgeliefert für das Sie gebaut sind. Dann hat man noch zwei Jahre und dann gehört man zum alten Eisen. So läuft diese Branche schon seit über 20 Jahren.
Also aufgerüstet und nicht gemeckert. Und wer es nicht kann soll sich nicht über Apple beschweren sondern sich einen besser bezahlten Job suchen.«
[Vertipper habe ich ausgebessert.]
Erschienen am Dienstag, 18.02.2003 @ 0:43
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Tags: Apple, Mac
Das darf doch gar nicht sein?
Bin doch erst um 4 ins Bett und auch an den Vortagen nicht vor 13 Uhr aufgestanden?
Erschienen am Dienstag, 18.02.2003 @ 9:34
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Tags: Leben
Macrumors bieten einen neuen, feinen Service: den
Buyer’s Guide. Einen Blick wert für alle, die sich die Anschaffung eines neuen Macs überlegen und nicht sicher sind, ob sie jetzt zugreifen sollten oder ob evtl in Kürze mit Updates zu rechnen ist. Das ganze beruht natürlich nur auf den Gerüchten, die Macrumors auch sonst sammelt, bewertet und verbreitet (mit relativ guter Trefferquote), da es von Apple ja keine offizielle Roadmap über künfte Produkte gibt (»We don’t comment on future products.«).
Für regelmäßige Rumorsite-Leser trotzdem interessant, da auch aufgeführt wird, wann eine Produktlinie zuletzt ein Update erhalten hat.
Allerdings ist der Service noch verbesserungswürdig: Beim Powerbook z.B. muss man schon genau hinsehen und nicht einfach nur die Buy-Kaufempfehlung lesen. Denn in einer Notiz einige Zeilen darunter steht klein, dass das 15er Powerbook beim letzten Zyklus nicht erneuert wurde (wie wir alle wissen).
Erschienen am Dienstag, 18.02.2003 @ 18:05
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Tags: Apple, Mac
Mittwoch, 19.02.2003
Gestern Mittag stand wieder Physik auf dem Programm (Lektion 2). Mit Geschwindigkeitsparallelogrammen, überlagerten Geschwindigkeiten und Geschwindigkeitsvektoren kam ich wesentlich besser zurecht als mit Winkel- und Bogengeschwindigkeit und dem Bogenmaß. Die Übungsaufgaben fingen wieder einfach an und steigerten sich dann, so dass man praktisch in jeder Lektion wieder neu anfangen kann.
Am Nachmittag ging es wieder auf einen Sprung in die Stadt. Zurück noch ein wenig Physik und um 18:20 Uhr liefen Verena und ich um den Block, denn meine Tante (väterlicherseits) hat Geburtstag. Es gab Abendessen und danach noch einige 8 mm-Filme, die mein Großvater mitgebracht hat. Der älteste dürfte von 1980 gewesen sein und zeigte mich als 2-jährigen an Weihnachten, wie ich mit meiner Mutter spielte (ich bekam eine Murmelbahn geschenkt). Das war noch in der alten Wohnung am Würzburger Ring 5, denn wir sind erst nach Hüttendorf gezogen (in das Haus, in dem wir heute noch wohnen), als ich vier oder fünf war; ich ging noch in Kriegenbrunn in den Kindergarten. Kurios war, dass der Film an Weihnachten 1980 gedreht wurde: Niemand von uns wusste mehr, dass es davon einen Film gab (und ich hatte ihn noch nie gesehen). Es waren nur wenige Stunden, bevor Verena geboren wurde.
Gestern schrieb ich eine Mail an eine Freundin, die mich um meine Recherche-Ergebnisse bzgl. Umkopier-Services für Super8-Filme bat. Wir haben auch noch einige Super8-Bänder im Keller, vielleicht lassen wir mal einige auf DV oder VHS kopieren, um sie besser aufheben und ansehen zu können. Hier der entsprechende Ausschnitt aus der Mail, falls sich jemand ähnliches überlegt:
So, Du hast mich gebeten mal aufzuschreiben, was ich rausgefunden habe bzgl. Kopien von Super8-Filmen auf z.B. VHS.
Ich habe zwei Adressen:
Herr Sossau
Limbacher Str. 44
Schwabach
Tel.: 09122-61425
Scheint ein Rentner zu sein, der das privat bei sich zu Hause macht. Er spielt Sußer8 ab und filmt das mit einer Videokamera von der Leinwand ab, und spielt es dann auf VHS. Die Qualität wird entsprechend niedrig sein.
Pro Minute verlangt er 60 Cent für die Kopie auf VHS.
Dann gibt es noch eine Firma, die das professionell macht und auf ein bestimmtes Verfahren auch ein Patent hat:
Berola-Film Franz-Josef Caspar GmbH
91301 Forchheim
Tel.: 09191-7222-0
Deren Qualität ist wohl besser, aber die sind wesentlich teurer. Man kann nicht nur auf VHS kopieren lassen, sondern auch auf DV-Kassette (Camcorder-Format), falls man es im Computer weiterbearbeiten will. Zu den Preisen für die Kopie kommen dann noch die Preise für die Medien.
Es gibt drei Verfahren:
Das billigste, da läuft der Film einfach nur durch:
TLS (C) für 35 Cent pro Meter netto, dauert 2-3 Wochen zzgl. Porto und Kassette. Ich habe mir noch zzgl. 16 Cent pro Meter aufgeschrieben, weiß aber nicht mehr in welchem Zusammenhang, und ob das nur beim TLS-C-Verfahren gilt oder auch bei den beiden anderen, oder wofür das überhaupt ist. Am besten nochmal telefonisch nachfragen (die in der Telefonzentrale hat mir alle Auskünfte gegeben), aber so als Anhaltspunkt weiß man ja zumindest schon mal, dass es nicht billig wird.
:-)
Bei den beiden anderen gibt es noch verschiedene Korrektur-Verfahren für Ton und Bild, zwei Qualitätsstufen:
TLS-B für 45 Cent pro Meter netto und
TLS-A für 60 Cent pro Meter netto.
Bei Super 8 wird mit 18 Bildern (Frames) pro Sekunde gedreht. Eine Minute verbraucht 4,56 Meter.
Sprich, beim billigsten Verfahren für 35 Cent pro Meter (netto) muss man mindestens 1,85 Euro brutto pro Minute ausgeben.
Beide nehmen Super8-Material per Post entgegen, man kann es aber auch vorbei bringen.
Wir haben noch nicht Super8 umkopieren lassen, von daher keine Erfahrungswerte.
Kurz vor halb zehn waren wir wieder zu Hause. Verena war müde und ich hatte auch noch zu tun.
Erschienen am Mittwoch, 19.02.2003 @ 15:12
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Tags: Leben
Heute ist sehr schönes Wetter, wolkenlos, wie auch gestern. Allerdings ist es mit um die null Grad etwas kühl.
Mein Vater hat die Gelegenheit genutzt und fuhr mit dem Auto Richtung Süden. Das hatte er nach unserem schneelosen Silvester-Urlaub schon dreimal vor und wieder verschoben, aber diesmal hat es geklappt. Ein Abstecher zum Schliersee und dann weiter nach Berchtesgaden. Er berichtet, das Wetter sei sehr gut und Schnee liegt in Massen, anderthalb Meter hoch am Straßenrand.
Manchmal schicken Verena und ich ihn allein auf Fotosafari, uns geht es sonst auf die Nerven, alle fünf Minuten anzuhalten.
:-)
Die Chancen stehen nicht schlecht, dass er wieder einige Bilder an einen Verlag verkaufen kann, der sie für Kalender verwendet. Eine Website für seine Fotos ist in Arbeit.
Morgen ist er wieder zurück.
Erschienen am Mittwoch, 19.02.2003 @ 15:18
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Tags: Leben
Eben entdeckt: Eine Site mit Screenshots von verschiedenen Benutzeroberflächen:
toastytech.com/guis. Historisch nicht unspannend, wie sich diese über die Jahre weiterentwickelt haben, von Windows 1.0 bis ME und NT 3.1 bis zu XP. Auch Mac OS von Lisa bis OS X (10.1) sind dabei, ebenso wie verschiedene Linux-Windowmanager und Exoten wie BeOS oder RISC-OS.
Erschienen am Mittwoch, 19.02.2003 @ 16:07
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Tags: Apple, Mac
Erwartungsgemäß schlägt die heutige Verurteilung von al-Motassadeq zur Höchststrafe von 15 Jahren heute hohe Wellen im In- und Ausland. Die Story ist auf vielen News-Websites die Top-Story:
-
tagesschau.de
-
spiegel.de
-
washingtonpost.com
-
news.bbc.co.uk
-
nytimes.com
-
msnbc.com
-
cnn.com
Es ist selten, dass Nachrichten aus Deutschland auch in den USA beachtet werden, und um so mehr interessiert mich dann, was geschrieben wird.
Die Links erstmal nur
for your reading pleasure, ich kam selbst noch nicht dazu, die Artikel zu lesen.
Kurzfassung des Spiegel-Artikels: Es handelte sich um den ersten »al-Quaida-Prozess«. al-Motassadeq wurde beschuldigt, der Hamburger Terrorzelle um Atta geholfen zu haben, die Anschläge auf das World Trade Center vorzubereiten. Die Anklage lautete auf Mittäterschaft und Beihilfe zum Mord in 3.066 Fällen und Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung. Er selbst beteuerte seine Unschuld. Das Urteil wurde vom Oberlandesgericht in Hamburg gesprochen.
Von Matthias Gebauer gibt es bei Spiegel-online eine
Zusammenfassung der Ereignisse und offenen Fragen vor der Verkündung des Urteils. Vieles bleibt im dunkeln, ich kann daher das Ergebnis nicht einordnen und bewerten.
Erschienen am Mittwoch, 19.02.2003 @ 16:30
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Tags: Medien

Gegen 13 Uhr klingelte der Postbote: Ein Päckchen von
Cyberport. Den neuen Power Mac mit SuperDrive habe ich zwar noch nicht, aber ich habe schon mal einen 5er Pack DVD-Rohlinge bestellt (DVD-R von Apple, in 4-facher Geschwindigkeit beschreibbar, für 22,49 Euro der Packen). Sie kommen in einer ansprechend gestalteten, 2 cm schmalen Verpackung (ich mag dieses schlichte Design). Die DVDs selbst schimmern lila und sind in Slim-Juwel-Cases verpackt. Ich werde demnächst wohl nochmal welche bestellen müssen, da meine fünfmal 4,7 GB schon für das Brennen von Backups verplant sind, falls sich die FireWire-Platte doch mal verabschiedet, und um auch etwas Platz darauf zu schaffen. Außerdem muss ich jemandem schon einen Gefallen tun und da gehen drei Rohlinge drauf.
:-)
Auch im Päckchen: Ein 64 MB fassender »Memorybird« von Fujitsu-Siemens. Im Mai beginnt die Schule in München (ich werde noch darüber berichten, wenn’s soweit ist), und ich werde montags und dienstags in München sein. Außerdem bin ich außerhalb der Schule ab und an in Holgers Büro in München anzutreffen und an den anderen Tagen im Büro in Erlangen und abends zu Hause. Wie transportiert man idealerweise einige MB an Projektdaten? Mit einem USB-Flash-Speicher. Bei Cyberport gab es verschiedene No-Names zur Auswahl und auch der Speicher von FSC, der mit 56,90 Euro sogar noch im Vergleich zu den anderen günstig war. Der USB-Stecker ist mit einer Verschlusskappe geschützt, die einen Clip wie ein Kugelschreiber hat. Am längeren USB-Ende kann mit einer Schlaufe ein Halsband befestigt werden, das sich am unteren Ende abklipsen lässt. Schönheitsfehler bei dem Teil: Es ist recht fett. Ich kann es weder am iBook noch an meinem USB-Hub anschließen, ohne den daneben liegenden USB-Port zu blockieren. Eigentlich ist es mehr als ein Schönheitsfehler, denn es ärgert mich richtig, dass das Teil nicht schmaler sein kann. Da hätte ich beim Kauf etwas besser aufpassen sollen. Um es doch in beengten Verhältnissen anschließen zu können, liegt ein 30 cm langes USB-Verbindungskabel bei, mit dem geht es dann, aber das ist kaum im Sinne des Erfinders (Speicher für die Hosentasche). Mal sehen, ob es sich ohne Verbindungskabel an der Power Mac-Tastatur oder am TFT-Display anschließen lässt. Ansonsten lasse ich das Verbindungskabel am Display baumeln.
Ah!! *mit dem Kopf auf die Tischplatte schlag*
Nein, geht nicht, ich muss es ja immer mitnehmen, sofern an den Rechnern in der Schule oder bei Holger im Büro nicht genug Platz ist. Zu Hause kann ich es am Hub anschließen, den Port direkt daneben brauche ich im Moment nicht.
Der Memorybird funktioniert offiziell zwar nur unter Windows ME und 2000, eine Treiberdiskette für Win98 liegt bei, aber es klappt auch problemlos mit OS X. Der Memorybird meldet sich als Wechsellaufwerk an, wie ein Disk Image.
Erschienen am Mittwoch, 19.02.2003 @ 17:08
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Tags: Apple, Mac
Donnerstag, 20.02.2003
Morgen Nachmittag, zwischen 13 und 14 Uhr, werde ich meinen
neuen Power Mac samt Display abholen.
Um 17 Uhr geht’s allerdings weiter zum Geburtstag meines Großvaters und am Samstag muss ich früh raus, zum Kollegtag, so dass ich noch nicht all zu viel davon haben werde.
:-)
Noch 18 Stunden.
Musik:
Faithless, »Insomnia« (
Reverence)
Erschienen am Donnerstag, 20.02.2003 @ 19:44
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Tags: Apple, Mac
Freitag, 21.02.2003
Er ist hier, mein neuer Power Mac!
Ein Wort: Gooooiiilll…
Die neue Pro-Tastatur ist etwas ungewohnt; ich glaube, die schwarze Tastatur beim alten Power Mac war anders (außer, dass sie schwarz war).
Zur Lautstärke: Angenehm. Ein Cube ist es nicht, aber ich bin zufrieden. Scheint mir tatsächlich leiser zu sein als mein alter Quicksilver-733.
Weitere Details folgen am Wochenende, jetzt muss ich erstmal meine ganzen Daten wieder kopieren, meine Einstellungen vornehmen und Programme installieren. In einer Stunde geht’s zum Geburtstag meines Großvaters, von daher habe ich jetzt auch gar nicht so viel Zeit.
Erschienen am Freitag, 21.02.2003 @ 15:36
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Tags: Apple, Mac
Sonntag, 23.02.2003
Gestern war wieder Kollegtag. Wegen der
Lieferung meines neuen Power Macs erlaubte ich mir, am Freitag nicht mehr mit Physik weiterzumachen. Ich bin aktuell mitten in der dritten Lektion; am Freitag lief die Sendung zur achten Lektion. Ich bin zuversichtlich, dass ich meinen Rückstand aufholen kann, da ich zwei bis drei Lektionen pro Woche schaffe.
In der ersten Stunde gab es Bio für die Sozialisten, gefolgt von Physik für alle, Englisch, Deutsch und einer Mathe-Doppelstunde. Ich kam als Wirtschaftler erst zu Physik und ging nach Deutsch, da ich Mathe ja erst im nächsten Durchgang machen werde.
Die Kollegtage sind dazu gedacht, Hausaufgaben einzusammeln, zurückzugeben und zu besprechen, und um offene Fragen zu beantworten. Genau dies fand in dieser Physik-Stunde statt. Zwei Fragen wurden geklärt: Mit welcher Genauigkeit wir in Aufgaben rechnen sollen, wenn das Buch zum Beispiel einmal von 10 Meter pro Sekunde Quadrat für die Erdbeschleunigung g spricht und ein anderes Mal von den bekannten 9,81 m/s
2. Ich will das jetzt nicht breit treten, aber es ist wichtig festzuhalten: Die Feststellungsprüfung im kommenden April, deren Note gleichzeitig die Zeugnisnote für die Sozialisten und Wirtschaftler ist (die Techniker bekommen im vierten Trimester noch ein zweites Physik-Trimester), wird vom Lehrer gestellt. So wie in Sozialkunde. Die Abschlussprüfungen in den Hauptfächern werden zentral vom Kultusministerium in München gestellt.
Die zweite Frage: Es wurden nochmal detailiert die Kräfte bei der Drehbewegung (Lektion 7) erläutert, mit der Zentripetal- bzw. Radial- bzw. Zentralkraft.
Bezüglich der Hausaufgaben gab’s eine auf den Deckel: allgemein, nicht ich speziell. Wer die erste Hausaufgabe (Lektion 1 bis 3) noch nicht abgegeben hat, soll das in den nächsten Tagen nachholen, dann ist »Anmeldeschluss«. Ich habe festgestellt, dass in Physik die Hausaufgaben »feiner« unterteilt sind: Nicht in Blöcken zu den Lektionen 1-3, 4-6, 7-8 und 9-12 wie in den anderen Fächern, sondern 1-3, 4-5, 6-7, 8-11 und 12-13. Das kommt mir entgegen. Heute mache ich die Lektion 3 noch gar fertig und die erste Hausaufgabe (1-3), nächste Woche geht’s an die Lektionen 4 bis 6 und an die zweite Hausaufgabe (4-5). Am Donnerstag oder Freitag will ich die beiden Arbeiten bei der Schule einwerfen.
Ich habe ganz schön was nachzuholen: In Deutsch bin ich auf dem Laufenden, denn ich habe bereits die ersten beiden Aufgaben gemacht und muss bis nächstes Mal nur noch eine abgeben. Aber in Physik wie oben beschrieben und in Englisch war ich dieses Trimester bislang auch untätig.
Nächstes Fach: Englisch. Die Englischlehrerin fing mit »environment« ein neues Thema an. Sinn der Übung ist natürlich wieder, den Vokabelschatz mit Synonymen zu vergrößeren und die Grammatik zu üben.
In der Abschlussprüfung wird ein Essay mit Pro- und Contra-Stellungnahme zu schreiben sein, und dann kann man natürlich nicht zehnmal hintereinander »to pollute« schreiben, da braucht es Alternativen. Außerdem werde ich nicht umhin kommen, jetzt endlich meine Grammatik-Schwächen anzupacken: if-Sätze, Gerund, Adverben. Und die Zeiten sollte ich auch wiederholen.
Unser Deutschlehrer ist auch der Leiter des Telekollegs in Fürth, in seiner Stunde wird deswegen auch Organisatorisches geklärt.
Es gibt übrigens die Möglichkeit eines »Fachabi light«, bei dem nur Prüfungen in Deutsch, Mathe und Englisch abgelegt werden. Mit diesem Fachabi kann man allerdings nur an Fachhochschulen in Bayern studieren, an keinen anderen Schulen außerhalb Bayerns (außer, man hat dann das Vordiplom erreicht, ich weiß nicht genau). Uninteressant für mich, aber ich dachte, ich erwähn’s. Weiterhin bemängelte er, dass einige Leute das Telekolleg als ein Fernstudium betrachten und nur zu den Prüfungen aufkreuzen. Denen wird er demnächst mal einen Brief rausschicken, denn er wird sie sonst vom TK ausschließen, wenn sie nicht erscheinen.
Nicht nur in Englisch, auch in Deutsch habe ich mittlerweile gemerkt, dass ich zwar keinen schlechten Start hatte, ich mich aber auf meinen
Lorbeeren nicht ausruhen darf. Aktuell ist Textanalyse angesagt und ich würde wetten, dass auch die nächste Feststellungsprüfung in einem halben Jahr, am Ende des dritten Trimesters, davon handelt. Und Textanalyse ist so gar nicht meins. Fachbegriffe wie Alliteration, Anapher, Hypotaxe oder Litotes müssen mit Definition und Beispielen auswendig gelernt werden, da geht kein Weg.
Erschienen am Sonntag, 23.02.2003 @ 2:11
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Tags: Telekolleg
In kurzen Worten noch die Ereignisse des gestrigen Tages.
Aufstehen um 7 Uhr,
Kollegtag. Alles dazu siehe dort.
Der Kollegtag war für mich um 11:15 Uhr vorbei und ich fuhr um kurz vor 12 von Fürth nach Erlangen. Ich hatte Hunger und mal wieder Lust auf eine Pizza zur Pizzabar. Ein Bus fuhr leider erst zehn Minuten später vom Hugo bis raus zur Hartmannstraße und würde sieben Minuten brauchen. Ich entschied mich, die Strecke zu Fuß zu gehen und kam nach 15 Minuten an. Unterwegs telefonierte ich per Handy mit meinem Vater, der darum bat, von der Norma zwei Gartenscheren mitzubringen, außerdem bestünde die Möglichkeit, mit ihm wieder nach Hause zu fahren. An der Bushaltestelle Hartmannstraße gibt es eine Norma, was mir bis dato noch gar nicht aufgefallen war, also besorgte ich die zwei Teile für je drei Euro. Wie sich nachher herausstellte, die falschen, und ich Held habe den Kassenzettel nicht mitgenommen. Weiter um die Ecke rum zur Pizzabar. Geschlossen, samstags erst ab 16 Uhr. *gnnn*, wieder zurück Richtung Zentrum und dann eben doch wieder beim Delphi am Bohlenplatz eingekehrt, das auf halbem Weg liegt.
Eine Freimark’sche »Standard-Testsuite A« später (großes Spezi, Tzatziki vorher, Suvlaki, Tzatziki dazu). Ich rief meinen Vater an und wir vereinbarten einen Treffpunkt beim Merkel (Buchhandlung), in fünf Minuten. Wir gingen zusammen noch zu einem Kaffee-Dealer am Neustädter Kirchplatz und weiter zum Marktplatz (irgendein spezieller Kaffee, am Markt eine Forelle). Danach zurück zum Auto, am anderen Ende des Zentrums bei der Sparda-Bank in der Werver-von-Straße geparkt.
Zu Hause gegen 14:30 Uhr. Aus iMovie 3 heraus exportierte ich zwei Telekolleg-Sendungen, während ich den Mountie in Chicago vom Freitag sah, anschließend die Schmidt-Show vom Freitag.
16:50 Uhr, wieder raus aus dem Haus. Mit einer früheren Kollegin aus der Bank hatte ich ein Treffen vereinbart. Sie holte mich um 17 Uhr bei einer ihr bekannten Wirtschaft im Ort ab und wir fuhren zu ihr nach Großgründlach. Keine fünf Minuten später kam ihr Mann dazu. Ich sollte etwas Support mit ihrem Computer leisten: Einen brauchbaren Blankobrief einrichten, ein wenig WordPerfect und QuattroPro erklären, das bei ihrem PC mitgeliefert war. Mit beiden Programmen habe ich über fünf Jahre nicht mehr gearbeitet, aber im Prinzip ist alles ähnlich wie in Word und Excel. QuattroPro schreibt einem sogar automatisch Formeln um, die man in Excel-Syntax eingegeben hat. Dank der Hilfefunktion fand ich mich schnell zurecht und empfahl ihnen auch, bei Fragen ruhig mal die Hilfe zu konsultieren, denn ich habe den Umgang mit diversen Programmen nicht anders gelernt.
Wir aßen noch zusammen zu Abend (Chili) und unterhielten uns noch ein Stündchen im Wohnzimmer. Bei der Gelegenheit testete ich Espresso und Ramazotti, aber beides sagt mir nicht zu. Das Gespräch drehte sich hauptsächlich um die Arbeit. Später lief nebenher noch »Wetten, dass…?«. Wir sahen zwei Wetten zusammen: Die Kinderwette mit dem Springer auf dem Schachbrett (Respekt…) und die danach, an die ich mich schon gar nicht mehr erinnern kann, da sie wirklich nur nebenbei lief. Kurz nach 22 Uhr wurde ich auf eigenen Wunsch wieder nach Hause gefahren.
Den Rest der Show gesehen und nebenbei gesurft, gelesen und mit iDVD experimentiert.
Gerade ist es kurz nach 2 Uhr. Ich überlege, ob ich noch weiter schreiben soll (vom neuen Power Mac berichten) um gleichzeitig zu warten, bis iDVD mit dem Rendern und Brennen meiner ersten DVD fertig ist, aber dann wird es halb vier werden. Und ich bin hundemüde, ich bin ja schon seit sieben Uhr wach. Und eigentlich wollte ich zeitig ins Bett, also gegen 23 Uhr…
Ich könnte mich auch abfällig über WindowsXP auslassen.
Nachtrag, 02:16 Uhr Ich habe jetzt doch abgebrochen. Beim besten Willen, die DVD wird morgen (nachher) berechnet und gebrannt. Gute Nacht.
Erschienen am Sonntag, 23.02.2003 @ 2:13
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Tags: Leben
Montag, 24.02.2003
16 neue E-Mails und davon 13 Spam-Mails.
Mit meinen Entourage-Filtern kann ich so gut wie alles erschlagen, aber im Moment bin ich unterwegs und muss per Hand aussortieren.
Erschienen am Montag, 24.02.2003 @ 13:42
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Tags: Sonstiges
Jochen Bölsche hat für Spiegel-online eine vierteilige Artikelreihe geschrieben, die sich mit den aktuellen, hmm, »Verwerfungen« der Weltpolitik beschäftigt. Es geht dabei vor allem um die US-Außenpolitik. Tenor: Nicht Deutschland und Frankreich tragen mit ihrer Anti-Kriegs-Politik zum Bedeutungsverlust von NATO und UN bei, sondern v.a. die USA, die nur dann auf internationalle Institutionen zurückgreifen, wenn sie in ihrem Sinne arbeiten. Bölsche trägt zur Untermauerung dieser These viele Fakten zusammen sowie Zitate von Experten und Politikern. Er zeigt so die Hintergründe und Strategien der US-Politik auf, nicht erst seit Nine-Eleven.
Falls sich jemand nicht mehr an vorletzte Woche erinnern kann:
»Bush brutal: Der Sicherheitsrat stehe vor der Alternative, ob er “ja” sage oder “als ein unbedeutender Debattierclub in der Geschichte verblasst”.«
Das ist nur ein Beispiel, die Artikel gehen natürlich auch noch weiter zurück. Aber es zeigt ziemlich gut, worum es geht. Die UN würden eigentlich im Sinne ihrer Gründungsaufgabe handeln, wenn sie die USA an einem Angriffskrieg (be)hindern. Wenn sie das tun, handeln sie nicht im Sinne der USA und von dort war in den letzten Wochen mehr als einmal zu hören, dass man sich auch über die UN hinwegsetzen würde. Damit wäre dann die selbsterfüllende Prophezeihung perfekt: Wenn sich die USA über die UN hinwegsetzen, bestünde tatsächlich die Gefahr, dass die UN zum unbedeutenden Debattierclub werden. Und wenn die USA gar aus den UN austreten, könnte sie vielleicht sogar das selbe Schicksal erleiden, wie einst der Völkerbund.
Welche weitreichende Bedeutung es hat, wenn sich durch einen nicht von der UN legitimierten Angriffskrieg das Recht des Stärkeren gegenüber der Stärke des Rechts durchsetzt, ist wohl auch klar. Ich erinnere an den Kashmir-Konflikt.
Im Rechtsstaat ist der Ankläger nie auch gleichzeitig Richter und Henker, und für diese Gewaltenteilung sorgen zwischen Staaten internationale Institutionen.
Hier die Links zu den einzelnen Artikeln der Serie »Anatomie einer Krise«, die bis heute erschienen sind:
Teil 1
Teil 2
Teil 3
Teil 4
Teil 5
Nachtrag, 16:03 Uhr: Die Lektüre hilft vielleicht verstehen, warum ich und andere… »gewisse Vorbhalte« gegen die aktuelle US-Außenpolitik hegen.
Erschienen am Montag, 24.02.2003 @ 16:02
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Tags: Politik
format.mov, danke Holger!
Erschienen am Montag, 24.02.2003 @ 17:04
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Tags: Sonstiges
Seit heute, 13 Uhr, bin ich wieder in München. Nur ein paar Tage. Ich weiß noch nicht, wie lange genau, bis Mittwoch oder Donnerstag. Freunde besuchen: Holger, Stefie, Robert, Steine, Matthias… Treffen mit Tini klappt leider nicht.
Falls was ist, ich bin per E-Mail und Handy zu erreichen.
Ich nahm den ICE ab Erlangen um 11:09 Uhr. Nach der Ankunft per Telefon nachgefragt, ob Holger und Stefie schon im Büro sind, oder noch in der Wohnung. Ein Single-3-Tagesticket für 11 Euro und zwei S-Bahn-Stationen später (Marienplatz) kam ich an.
Mittagessen gegen 14 Uhr in der Miobar und ansonsten ein bisschen surfen, mailen und schreiben am PC im Büro (*argl*, Windows 2000…).
Heute Abend geht’s ins Faun.
Gestern waren mein Vater, Verena, Kristin und ich noch mit einem Kollegen meines Vaters in einer Kneipe bei Forchheim, die ich sehr empfehlen kann: »
Blaue Maus«. Dort wird ein Whisky aus der angeschlossenen Destillerie offeriert, der einzigen in Bayern. Mir war aber nicht nach Whisky, denn ich hatte Hunger: Erst um 13 Uhr aufgestanden und den ganzen Tag noch nichts gegessen. Folglich genügte das sehr gute Schnitzel Wiener Art nicht, ein Tzatziki mit einem halben Meter Baguette musste auch noch dran glauben. Ein extrem scharfer Tzatziki, sonst wäre ich wohl auch mit weniger Brot ausgekommen; zusätzlich war ein halber Liter Spezi/Cola zum Runterspülen von Nöten.
Beim nächsten Mal werde ich den Hauswhisky mal testen und auch den
Lagavulin probieren.
Die Kneipe ist sehr schön: Im Keller, von der Einrichtung her wie ein Boot gestaltet. Überall Taue, und es gibt auch eine Ecke, die aussieht wie die Brücke eines Schiffs: Metallwände, Holzbänke, und um den Kellner aus dem »Raum-im-Raum« zu rufen, gibt es einen Rufknopf, der eine Lampe bei ihm am Tresen aufleuchten lässt.
Koordinaten:
49 Grad, 46 Minute, 28 Sekunden Nord
11 Grad, 2 Minuten, 5 Sekunden Ost
Öffnungszeiten:
FR von 20:00 bis 01:00
SA und SO von 19:00 bis 24:00
Erschienen am Montag, 24.02.2003 @ 18:45
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Tags: Leben
Mittwoch, 26.02.2003
Es wird langsam wieder wärmer, heute hatte es um die fünf Grad plus und die Sonne schien. Warm genug für einige Münchner, die sich vor Cafes ins Freie setzten.
Ich bin vor einer 3/4 Stunde wieder zu Hause in Erlangen angekommen.
Erschienen am Mittwoch, 26.02.2003 @ 18:33
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Tags: Leben
Donnerstag, 27.02.2003
Nur zweieinhalb Monate nach der englischen Version ist jetzt auch für das deutsche Dreamweaver das
Update auf 6.1 für Mac und Win verfügbar. Oder gibt’s das schon länger?
Erschienen am Donnerstag, 27.02.2003 @ 14:03
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Tags: Apple, Mac
Ein schöner, sonniger Tag heute, und vergleichsweise warm! Sieben Grad plus im Schatten. Evtl fahre ich später noch in die Stadt und hole mein Fahrrad wieder nach Hause. Morgen kann ich es eh gut gebrauchen, um einen Ort weiter, nach Vach fahren zu können (und dann weiter mit dem Bus nach Fürth).
Erschienen am Donnerstag, 27.02.2003 @ 14:04
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Tags: Leben
Die neue Safari-Beta (v60) hat einige Dinge verbessert, z.B. im Zusammenhang mit Sites wie eBay oder Amazon (bei eBay konnte man sich nicht anmelden, bei Amazon hat er sich die Anmeldung nicht gemerkt), aber anderes wurde schlechter:
inluminent lese ich selbstverständlich nur mit Bildern. Safari kann sich diese Einstellung nicht mehr merken.
Aus der Kategorie »Get a Mac« ein netter Bericht
bei inluminent: Nur der Mac hat den weltbesten Texteditor,
BBEdit von Barebones. Bei John kann man von einem bemitleidenswerten Windows-Jünger lesen, der drei Stunden lang vergeblich etwas in mehreren Dateien gesucht hat. Mit BBEdit eine Sache von vier Mausklicks.
In diesem Kontext ist auch der
Joy von gestern ein Brüller.
Ich muss allerdings zugeben, dass nicht immer alles so einfach ist. Ich kämpfe im Moment mit einigen Schriften, die mir vom Kunden nur als Type1-Fonts für Windows vorliegen. In München habe ich damit an einem Windows-Hobel auch gut arbeiten können (abgesehen davon, dass es Windows war), aber mit den Schriftdateien kann ich zu Hause nichts mehr anfangen.
Nachtrag, 18:55 Uhr: Auch mal bei Carsten nachlesen, was man alles mit einem Mac, einem Handy und Bluetooth anstellen kann:
Den iMac vom Sofa aus fernsteuern.
Erschienen am Donnerstag, 27.02.2003 @ 18:56
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Tags: Apple, Mac
Kai
vernahm Aufregung in der deutschen Webdesign-Szene. Ich kümmere mich im Moment nicht so um die »Szene«, deswegen ging das an mir vorbei. Grund für die Aufregung: Ralph und Verena Segert haben neuerdings einen »
Angebots-Generator« auf ihrer Site.
Für mich und andere war es seit jeher unseriös, pro »Seite« oder pro Bild abzurechnen. Seriös sind Stunden- und Tagessätze oder Festpreise für das gesamte Paket. Ralph müsste es eigentlich besser wissen.
Erschienen am Donnerstag, 27.02.2003 @ 19:21
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Tags: Web, webdesign
Für das Protokoll: Der in Berlin lebende Architekt Daniel Libeskind soll den Ground Zero in New York bebauen (
Spiegel,
tagesschau). Es soll das höchste Gebäude der Welt werden und mit seinen 530,2 Metern noch die Petronas Towers in Kuala Lumpur überragen, die derzeit die Spitzenposition inne haben. Die anderen Entwürfe sind in einem Spiegel-online-Artikel
vom 19.12.02 zu sehen.
Baubeginn soll in vier Monaten sein.
Nachtrag, 21:33 Uhr: Falls das neue WTC nicht noch von einem Bauwerk in Dubai eingeholt wird, das 560 Meter hoch
werden soll.
Nachtrag, 22:02 Uhr: Bilder der Entwürfe gibt es auf der Website von Libeskinds Studio,
daniel-libeskind.com.
Die beiden Footprints, auf denen einst die beiden Hauptgebäude des WTC standen, werden nicht bebaut. Das war eine zentrale Forderung von 9/11-Hinterbliebenen.
Nachtrag, 00:00 Uhr: Laut tagesthemen von eben soll die Bauzeit zehn Jahre betragen.
Über die Symbolik der Höhe, in Fuß ausgedrückt (1776) haben andere schon berichtet.
Erschienen am Donnerstag, 27.02.2003 @ 21:21
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Tags: Sonstiges
Ein Cousin von mir hat früher mal bei Pharmacia gearbeitet und ich habe mich 1995 nach der Schule mal bei denen beworben, bevor ich dann doch Bankkaufmann geworden bin. Mit einigem Interesse nehme ich zur Kenntnis, dass Pharmacia schon wieder fusionieren will. Ich kann mich gar nicht mehr erinnern, wie oft sie schon fusioniert haben und bin mir nicht sicher, ob auf deren Website in der
Firmenhistorie nicht der eine oder andere Zusammenschluss vergessen wurde.
1991: Kabi Pharmacia (Fusion mit Kabi Vitrum)
1993: Pharmacia AB (Fusion mit Carlo Erba)
1995: Pharmacia & Upjohn (Fusion mit The Upjohn Company)
2000: Pharmacia Corporation (Fusion mit Monsanto)
Während meiner Zivi-Zeit im Kopfklinikum der Uni Erlangen von April 1999 bis Mai 2000 waren unter uns Kopf-Springern die leeren Kartons von »Pharmacia & Upjohn« recht beliebt, da sie schön lang, aber auch sehr schmal waren. Ideal, um Blut- und Urin-Proben für das Kopf-Labor zu transportieren, sowie Tumor-Proben und Schnellschnitte für die Pathologie.
Laut der tagesschau will Pharmacia jetzt mit Pfizer zum weltgrößten Pharma-Konzern fusionieren und die EU-Kommission hat heute ihr OK gegeben.
Ach ja, das habe ich mich schon beim Kartellprozess gegen Microsoft gefragt: Warum muss eigentlich die EU-Kommission bei so einer Fusion zustimmen? Ja, um zu untersuchen, ob sich daraus ein Monopol ergibt. Und ok, Pfizer ist zwar ein US-Unternehmen und Pharmacia sitzt in Schweden, sofern sie nicht durch die zig Zusammenschlüsse oder mal so zwischendurch den Firmensitz verlegt haben. Aber Beispiel Microsoft: Mich interessiert, was die EU bei einem Unternehmen zu melden hat, das in den USA sitzt. Sicher, MS verkauft auch in Europa und hat dort Niederlassungen… Wie weit geht die Macht der EU-Kommission? Könnte sie doch noch Microsoft zerschlagen? Nee, oder?
Hmm, der zweitgrößte Pharma-Konzern heißt GlaxoSmithKlein. Scheint auch aus der Unternehmen zusammengestoppelt worden zu sein. So ähnlich wie bei der Investment-Sparte der Dresdner Bank, die mal Dresdner Kleinwort Benson und dann Dresdner Kleinwort Wasserstein (oder so ähnlich), oder umgekehrt hieß.
Erschienen am Donnerstag, 27.02.2003 @ 21:35
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Tags: Medien
Die neue Scheibe von Tosca ist raus, »
Dehli 9« und will man der fehlenden Angabe bei Amazon glauben, hat sie keinen Kopierschutz und ist damit
iTunes- und
iPod-tauglich.
In der Kultur-Sektion von Spiegel-online gibt’s einen Artikel über das österreichische Duo. Leider keine konkreten Angaben, wann mit einem neuen Werk von Kruder & Dorfmeister zu rechnen ist.
Erschienen am Donnerstag, 27.02.2003 @ 22:19
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Tags: Leben
In die Stadt um 15:30, mit dem Bus. Ich konnte nicht alles erledigen, was ich mir vorgenommen hatte. Die Einkäufe im Altstadtmarkt sowie Döner und Lahmacun waren problemlos. Eigentlich wollte ich noch einige Kopien für meine Kollegen beim
Telekolleg machen, die letztes Mal nicht anwesen waren, aber ich habe die Hälfte der Blätter zu Hause vergessen. Da es mit acht Grad heute wieder recht warm war, holte ich mein Fahrrad wieder aus der Klinik ab, das ich in einem der Verbindungstunnel unter Stadt habe überwintern lassen. Es war die erste längere Fahrt mit dem neuen Nabendynamo, und die gab Anlass zur Reklamation, die ich demnächst mal bei meinem Fahrradhändler vorbringen muss: In engeren Kurven stoßen die beiden Schläuche der hydraulischen Bremsen gegen den Kippschalter am Frontscheinwerfer, mit dem ich den Dynamo zu- oder wegschalten kann. Das bedeutet, dass das Licht mitunter während der Fahrt ausgeknipst wird. Dann muss ich wohl doch einen dieser ovalen Scheinwerfer nehmen, die haben nicht nur einen Sensor, der den Dynamo bei einbrechender Dunkelheit automatisch dazu schaltet, sondern auch einen flacheren Schiebeschalter aus Plastik.
Auf dem Rückweg ein Abstecher bei MediaMarkt. In einer Zeitungsbeilage sah ich gestern, dass es von Hama einen USB-Speicherstick gibt, der nicht nur wesentlich schmaler ist als
mein neuer Memorybird (den ich dank Fernabsatzgesetz noch zurückgeben könnte), sondern beim gleichen Preis von 59 Euro auch noch doppelt so viel Speicherplatz hat, nämlich 128 MB. Von Hama gab es dort keinen Speicherstick, nur einen etwas größeren (im Volumen) mit der gleichen Speichergröße und dem gleichen Speicherplatz, aber von einer obskuren Firma, von der ich noch nie was gehört habe und deren Namen ich auch schon wieder vergessen habe. Ich blieb skeptisch und kaufte nicht.
Will man den feilgebotenen DVD-Rohlingen im MediaMarkt Glauben schenken, könnte man durchaus zur erschreckenden Erkenntnis gelangen, dass sich das Plus-Format bereits gegenüber dem Minus-Format durchgesetzt hat (siehe auch
Spiegel und
Heise). DVD+R und +RW von verschiedenen Herstellern und -R nur von einem Anbieter.
Gegen 17:40 verließ ich den MediaMarkt wieder, die Sonne war inzwischen fast untergegangen. Ich überlegte kurz, ob ich noch zum Friedhof fahren sollte, aber dafür war es schon zu spät (bei Einbruch der Dunkelheit wird geschlossen) und ich hatte auch keine Kerzen dabei.
Erschienen am Donnerstag, 27.02.2003 @ 22:30
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Tags: Leben
Es blieb wenig Zeit zu schreiben, während ich in München war, daher in einigen kurzen Worten, was so passiert ist.
Montag
Den Nachmittag verbrachte ich hauptsächlich mit surfen. Kurz nach 19 Uhr brachten Holger und ich meine Sachen in Holgers und Stefies Wohnung, kurz vor acht trafen wir uns zu dritt im Faun (Hans-Sachs-Str. 17, 089-263798). Schon am Nachmittag hatte ich mich in der Miobar wieder an Münchner Preise gewöhnen müssen: Arrabiata für 5 Euro 70, halber Liter Spezi für 3,irgendwas. Den leckeren Eistee gönnte ich mir nicht, 4 Euro für den halben Liter sind einfach zu viel. Das Faun hat weitgehend die bekannten Preise: 3,20 für einen halben Liter Spezi und 11,80 für ein echtes Wiener Schnitzel (also aus Kalbfleisch) mit Bratkartoffeln. Enttäuschend war jedoch, dass das Schnitzel im Vergleich zu früher nur noch halb so groß war.
Um 22 Uhr verabschiedete sich Stefie zu einer anderen Verabredung ins benachbarte Sushi-Lokal, Holger und ich gingen in ein Cafe in der Nähe der Wohnung, das Mondial in der Pariser Straße 34 (089-485735). Für die Statistik: Der halbe Liter Spezi zu genau 3 Euro. Ein leckeres Chili für 5,50 stillte dann den restlichen Hunger. Wir unterhielten uns noch über verschiedene Themen und gingen mit der Lokalschließung um Mitternacht. Wieder zu dritt in der Wohnung quatschten wir noch ein wenig weiter und legten uns gegen 2 Uhr schlafen.
Dienstag
Bevor ich einschlafe, drehe ich mich noch zehn Mal, um die richtige Position zu finden. Letzte Nacht war es wohl doppelt so oft, denn der Parkett-Boden, ein Teppich und darüber eine Isomatte waren hart.
Es war glaube ich elf Uhr, als wir das Haus verließen. Stefie fuhr gleich ins Büro, Holger und ich statteten einer Agentur einen Besuch ab. Etwas außerhalb, mit der U-Bahn bis Rot-Kreuz-Platz und dann noch vier Tramstationen, kamen wir an der ehemaligen Kaserne an. Holger war schon öfter dort und fand gleich die richtige Panzergarage. Wir besprachen einen kleineren Auftrag, den hauptsächlich ich umsetzen werde. Nur einige Word-Vorlagen für eine öffentliche Verwaltung, nichts großes.
War es 14 Uhr bei unserer Rückkehr? Den Nachmittag über bastelte ich an den Vorlagen; ich kam sehr gut voran. Kurz nach sieben brachen wir wieder auf: Mit der U-Bahn zum Goetheplatz, um im Royal reservierte Kinokarten abzuholen. Dann weiter zum Schön-Wetter-Griechen, das Athen in der Westendstraße 223 (089-577886). Der Weg dorthin beträgt ab dem Goetheplatz ziemlich genau eine halbe Stunde: 20 Minuten mit der U-Bahn und weitere zehn Minuten zu Fuß oder zwei Minuten für eine Straßenbahnstation (wir hatten Glück). Nicht nur das Essen im Athen ist lecker, die Preise sind auch sensationell günstig und unterbieten sogar noch das Erlanger Niveau: Halber Liter Spezi für 2,20; Tzatziki für 2,80; Dolmadakia für 2,30 und Suvlaki für 7,40 Euro. Stefie genehmigte sich gegrillte Kalamares für 9 Euro. Ich lud die beiden ein.
Kurz nach neun ging’s wieder zurück zur U-Bahnstation Westendstraße (U4/U5). Zufällig erwischten wir noch den 31er Bus, mit dem wir bis zur U-Bahnhaltestelle Poccistraße fahren konnten. Von dort war es nur noch ein paar Blocks zu laufen. Wir entschieden uns dagegen, die eine Station mit der U-Bahn zu fahren, denn wir hatten massig Zeit, es war erst halb zehn. Der Film begann pünktlich ohne Werbung um 22 Uhr, wie bei der Abholung der Karten von der Kassiererin angekündigt. Heute besonders günstig, nur fünf Euro pro Nase. Gezeigt wurde »Goodbye, Lenin!«, der neue Film mit Daniel Brühl in der Hauptrolle (
IMDB,
Spiegel,
Filmfacts,
Zelluloid).
Ich kann den Film sehr empfehlen. Es geht um Daniel Brühls Filmmutter, eine überzeugte Sozialistin, die kurz vor der Wende ins Koma fällt und die Deutsche Einheit deswegen nicht mitbekommt. Der Arzt rät, sie keiner Aufregung auszusetzen, da sie einen weiteren Herzinfarkt kaum überleben wird. Der Plan: Die DDR lebt weiter, auf
79 qm in Ost-Berlin. Sohn und Tochter versuchen alles, um die Wirklichkeit vor ihrer Mutter zu verbergen, was nicht ganz einfach ist, wenn rings um sie rum ein Land aufhört zu existieren und im Supermarkt Spreewald-Gurken durch West-Produkte ersetzt werden. Der Film hat nicht nur einige brillante Einfälle, um dieses Problem zu umschiffen (notfalls wird die »aktuelle kamera« eben selbst produziert), er wartet auch mit einigen Gags auf, die für Tränen und Schenkelklopfer sorgen. Daneben kommt die Dramatik der Ereignisse nicht zu kurz, so dass auch für größere Gefühle gesorgt ist.
Nach dem Kino, es war kurz nach Mitternacht, direkt nach Hause. Ein Whisky später dann kurz vor zwei in die Falle. Den harten Boden brachte ich mit dem umgeschlagenen Teppich und zwei Decken aus dem Keller weiter auf Distanz.
Mittwoch
Wecker auf halb neun, und um 9 aus den Federn. Heute kamen wir zeitiger ins Büro, Viertel nach zehn. Ich arbeitete bis ca. halb zwei an den Word-Vorlagen weiter. Der Hunger trieb uns drei in die nahe Miobar. Um halb drei war es dann an der Zeit für mich aufzubrechen, denn um 14:49 würde der ICE nach Erlangen fahren. Für dieses Mal wollte ich nicht länger bleiben, denn ich hatte zu Hause noch einen Haufen zu tun (Physik!). Als sehr praktisch hat sich der
Memorybird erwiesen, um dort das aktuelle Projekt mit Layout-Entwürfen als PDFs, meine neu erstellten Word-Dateien, die Schriften und einige Screenshots für die spätere Doku unterzubringen; daneben einige meiner Standards (Briefvorlagen für privaten und dienstlichen Brief sowie für Rechnungen, PDF-Datei meiner in
Addressbook gespeicherten Adressen). Weniger vorteilhaft erneut die Pummeligkeit des Memorybirds, so dass ich auch hier nicht um den Einsatz der USB-Verlängerung herum kam. Davon ab musste ich beim PC unter den Tisch krabbeln, um den Stick an der Gehäuse-Rückseite anzubringen, denn zumindest an dieser PC-Tastatur waren je ein USB-Port links und rechts noch nicht Standard, wie beim Mac. Werde daher nächstes Mal meinen USB-Hub mitbringen, für den ich seit dem neuen Power Mac samt Display keine Verwendung mehr habe: Zwei USB-Ports an der Gehäuse-Rückseite (leer), dank ADC-Anschluss (digitales Bildsignal, Strom, USB) zwei am Display, mit Maus und Tastatur belegt, und zwei an der Tastatur (einer mit einem Bluetooth-Adapter belegt).
Ich verlies knapp nach halb drei das Büro in der Hackenstraße (Querstraße zur Sendlinger Straße) und ging zum nahen Marienplatz. In der Hast, es war bereits 14:40 Uhr, nahm ich die falsche Rolltreppe zur S-Bahn Richtung Ostbahnhof. 14:43, ich war auf dem richtigen Gleis für die S-Bahnen Richtung Hauptbahnhof, aber auf der falschen, der Ausstiegsseite. Egal, die S-Bahn kam und ich stieg ein. Übernächste Station: Hauptbahnhof. Zum Glück bereits an der richtigen Stelle eingestiegen, hatte ich nur wenige Schritte zum Ausgang. Rauf in die Zwischenebene, vorbei am McClean und hinauf ins Erdgeschoss. Da ich bereits kurz vor eins die Fahrkarte als OnlineTicket per Internet gekauft hatte wusste ich, dass der Zug auf Gleis 18 abfahren würde. Ich befand mich an Gleis 24 im Münchner Kopfbahnhof und hechelte Richtung Gleis 18. Der ICE-T war in Sicht, der ZuB am Schluss des Zuges (also am Anfang des Gleises, letzte Tür im Zug) hatte bereits mit dem
Vierkant-Schlüssel der Macht die anderen Türen geschlossen und gab per Kelle das Signal zum Auslaufen. Ich gestattete mir, mich mit einem ausgestoßenem »Darf ich noch mit? Danke.« an ihm vorbei durch die Tür zu drängeln und erwischte so entgegen aller Befürchtungen noch den Zug. Ich ging durch den Nichtraucherwagen der ersten Klasse, durch den Raucherwagen der ersten und zweiten Klasse und durch das Bord-Restaurant (ich dachte, das sei abgeschafft worden?). In den darauf folgenden 2. Klasse-Wagen war es überraschend voll: Kaum eine leere 2er Sitzbank, nur je eine Person oder zwei Personen darin, und die leeren waren ab München reserviert (kann ja sein, dass in Pasing noch jemand einsteigt). Ich entschied mich für eine leere Reihe fast an der Spitze des Zuges, entgegen der Fahrtrichtung. Der Gangplatz mit Reservierung München-Berlin, der von mir präferierte Fensterplatz mit Nürnberg-Berlin. Ich las den
Spiegel-Titel von letzter Woche. In Nürnberg wechselte ich auf den Gangplatz. Ein Mitt-Dreißiger, Typ Geschäftsmann, stieg in Nürnberg zu. Er schob sein Gepäck auf die Gepäckablage über dem Sitz, quetschte sich ohne Begrüßung an mir vorbei und packte sein Fujitsu-Siemens-Notebook aus, um Railroad Tycoon II zu spielen. Von Nürnberg bis Erlangen fuhr der Zug sehr langsam, so dass wir nicht um 16:46 in Erlangen ankamen, sondern erst um 16:50, genau zur Abfahrtszeit meines Busses nach Hause, der nicht wartete. Die 20 Minuten bis zum nächsten vergingen recht schnell, indem ich die Gelegenheit nutzte, um den Spiegel-Titel zu Ende zu lesen.
Zu Hause einige Dinge ausgepackt und den Mac angeworfen. E-Mails geholt, Arbeitsdateien und neue mp3s vom Memorybird auf den heimischen Desktop kopiert.
Um halb acht Aufbruch der Familie zum Griechen in Frauenaurach, über den ich schon seit einer Woche einen Testbericht schreiben will.
Erschienen am Donnerstag, 27.02.2003 @ 23:53
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Freitag, 28.02.2003
11 Grad im Schatten, im Februar…
Mich freut’s. Allerdings soll es über das WE wieder schlechter werden (kühler und regnerischer).
Erschienen am Freitag, 28.02.2003 @ 15:19
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Tags: Leben
Fünf vor acht kam ich aus der Stadt heim. Wegen des trockenen und relativ warmen Wetters fuhr ich heute wieder mit dem Rad. Bei Abfahrt gegen 17 Uhr hatte es 9,8 Grad, jetzt sind es noch 4,1.
Da um 18 Uhr die Sonne unterging, war heute quasi die Jungfernfahrt meines
Nabendynamos durch den stockdunklen Wiesengrund. Ich bin begeistert! Gute Lichtausbeute und kein merklicher Widerstand gegenüber ausgeschaltetem Scheinwerfer oder der früheren Vorderradnabe ohne Dynamo. Aber eine wesentliche Verbesserung gegenüber dem alten Seitenläufer. Dass die Bremsleitungs-Schläuche das Licht
ausknipsen, kam recht selten vor. Ist nur bei engen Kurven der Fall; während der etwa 10 Kilometer langen Heimfahrt drei oder vier Mal. Trotzdem nicht optimal. Ein neuer Scheinwerfer muss es wahrscheinlich doch nicht sein, evtl lässt sich auch der jetzige etwas schlauer montieren.
Was habe ich in der Stadt gemacht?
Zwei Werbeplakate fotografiert. Im Müller zwei große Briefumschläge gekauft, um die Kopien der Kollegtags-Aufzeichnungen und -Arbeitsblätter an zwei Kollegen verschicken zu können. Im Copy-Shop in der Kammererstraße (Schauburg) letzte Kopien dieser Blätter gemacht und in die Umschläge gepackt. Beim TIO mit der untergehenden Sonne um 18:10 Uhr ein spezielles Parkverbotsschild fotografiert. Bei der Post die beiden Briefe sowie einen dritten Brief eingeworfen. Zur Pizzabar geradelt und meine dortige Standardbestellung geordert: »Große Cola (dort Pepsi), große Hamburger (-Pizza).« Gegen 19:15 Uhr wieder heimgefahren und auf dem Rückweg bei meiner Bank noch zwei Umschläge für Kollegen eingeworfen und Geld abgehoben.
Abendprogramm?
Noch ein wenig schreiben, im Hintergrund in iMovie Filme exportieren und in iDVD eine DVD berechnen lassen. Nebenher läuft das Album »
Five Leaves left« von Nick Drake. Dazu ein doppelter
Glenfiddich (12 Jahre).
Später muss ich noch die Spülmaschine aus- und einräumen und die Küche putzen. Im Fernsehen kommt heute nur »Frasier« um 1 Uhr 20. Irgendwo davor will ich noch Physik einschieben. Und evtl gehen heute auch noch die »Due South«-Folge von Montag und das Serienfinale von »Akte X«, ebenfalls von Montag.
Erschienen am Freitag, 28.02.2003 @ 20:31
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Tags: Leben
Fienes fünf Fragen für Freitag, diesmal nicht nur für diesen Freitag, sondern auch für die Vorwoche.
28.02.03
1. Wo genießt Du die Natur am liebsten? Strand oder Gebierge? Luftige Höhen, oder weite Felder?
Strand. Sommerurlaub auf Sylt.

Strand vor Westerland, August 2002
(Anklicken zum Vergrößern)
2. Bei welchem Motiv der Natur kannst du gut entspannen? (Beschreibe es, oder zeige ein Foto)Das hängt von der Situation ab, dem Wetter, der Laune, der Uhrzeit, dem Vorangegangenen… Das kann ich nicht nur einfach an einem Motiv festmachen.
3. Wann konntest Du das letzte Mal »in der Natur« entspannen?
Immer im Sommer, nach einem Kinofilm in der Spätvorstellung (23 Uhr). Dann nachts um halb zwei durch den Wiesengrund radeln, bei 20 Grad.
4. An welchem »Naturfleck« würdest Du jetzt gerne sein?
Im Moment ist es zu Hause ganz gemütlich.
5. Mit welchem »Naturfleck« könnte man Dich jagen?
Fällt mir auf Anhieb keiner ein.
Antworten von weiteren Teilnehmern gibt’s wie immer bei Daniel Fiene.
21.02.03
1. Ordnung ist das halbe Leben – auf welcher Hälfte lebst Du?
Bis etwa 2000 auf der unordentlichen Seite. Dann mal im Urlaub radikal aufgeräumt und Waschkörbe-weise Altpapier abtransportiert. Inzwischen ist es sehr ordentlich, aber ich bin noch nicht fertig.
2. An welchem Ort herrscht bei Dir chronische Unordnung?
Unter meinem alten Schreibtisch.
3. Was müsstest Du in diesem Moment dringendst aufräumen?
Die Kisten unter meinem alten Schreibtisch.
4. Welches Ordnungsverhalten nervt Dich an anderen Menschen?
Wenn Sachen, zum Beispiel in der Küche, nicht gleich weggeräumt werden, sondern erstmal stehen bleiben. Gleich wegräumen, spart später Arbeit.
5. Gibt es einen Ort an dem Du ungeordnet Allerlei aufbewahrst?
Ja, unter meinem alten Schreibtisch.
Antworten von weiteren Teilnehmern gibt es auch für diese Freitagsfragen wie immer bei Daniel Fiene.
Erschienen am Freitag, 28.02.2003 @ 21:34
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Tags: Leben
Ich erwähnte noch gar nicht, dass ich Faschings-Muffel bin. Die ganzen Sitzungen und die lauen Gags in einer Fernsehsendung nach der nächsten gehen total an mir vorbei. Ich gehe nicht auf Faschingsparties und ich verkleide mich nicht. In meinem früheren Leben als Angestellter schätzte ich zwar den halben Arbeitstag am Faschingsdienstag (heißt so, oder?), aber ich war dann auch froh, dass an Aschermittwoch alles vorbei war, bevor es am 11.11. wieder los ging.
Erschienen am Freitag, 28.02.2003 @ 21:54
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Tags: Leben
Sonntag, 02.03.2003
Seit ich
meinen neuen
Power Mac mit
SuperDrive bekommen habe, habe ich eine DVD-R nach der anderen vollgebrannt: Diverse Daten-DVDs, um auf meinen Festplatten Platz zu schaffen, aber auch DVD-Video.
Bei den ersten Tests musste ich auch Lehrgeld bezahlen: Ein 4-fach Apple-Rohling zu 4,60 Euro und ein 2-fach Princo-Rohling (etwas billiger) wurden verbrannt, da ich vergessen hatte, den Schutz vor Puffer-Unterschreitung zu aktivieren. Die 4 Euro 60 hängen jetzt an meiner Wand, neben der Floppy aus einer 3,5″-Diskette.
:-)
Das Brennen von Daten-DVDs aus dem Finder heraus habe ich noch nicht probiert, aber sowohl die 2-fach Princos als auch die 4-fach Apples stellen zumindest in Roxios Brenn-Programm
Toast kein Problem dar. Ein randvoller 2-fach Rohling wird in einer halben Stunde gebrannt, beim 4-fach dauert’s nur 1/4 Stunde. So gesehen ist der Aufpreis für die für höhere Brenn-Geschwindigkeiten geeigneten Rohlinge IMHO nicht lohnenswert: 18 Euro vs. 23 Euro für den Packen zu je fünf Stück. Toast behandelt eine DVD-R wie eine CD-R. Die Handhabung ist genau die selbe, nur dass auf eine DVD 4,7 GB drauf passen (eigentlich nur 4,4 GB) und auf eine CD nur 650 oder 700 MB.
Mit Apples
iDVD lassen sich ganz einfach eigene Video-DVDs erstellen. Maximal 60 Minuten lassen sich auf einer DVD-R unterbringen. Die Themes für die Menüs können sich sehen lassen; ich habe schon schlechtere auf kommerziellen DVDs gesehen (natürlich auch bessere), namentlich Produktionen von Universal. Die Zusammenarbeit mit Musik aus
iTunes und Fotos aus
iPhoto für Diashows klappt gut. Leider lassen sich bei einer Diashow keine Wiedergabeliste oder mehrere Songs für die Hintergrundmusik auswählen, es wird nur ein Song abgespielt. Die Bilder werden in Intervallen zu einer, drei, fünf oder zehn Sekunden gewechselt, alternativ auch manuell oder in einem von iDVD berechneten Intervall, so dass das letzte Bild mit dem Ausklingen des Songs gezeigt wird (»An Audio anpassen«). Ebenfalls ein Manko: Die Fotos werden nicht überblendet, eventuell bessert sich das noch mit iDVD 4. Als Work-around kann man die gewünschten Fotos aus iPhoto mit Überblendung als Video exportieren lassen und das Video dann wieder in iDVD einfügen. Auch in iPhoto lässt sich ein Hintergrundsong aus iTunes festlegen, allerdings muss das Wechsel-Intervall fest eingestellt werden; eine Anpassung an die Länge des Songs ist mit iPhoto 2 noch nicht möglich. Die einzelnen Fotos auf der DVD lassen sich mit der Kapitelsprung-Taste weiterschalten. Großer Nachteil: Die Pause-Taste ist gesperrt (auch das spricht dafür, Diashows bis auf weiteres als Quicktime-Video aus iPhoto zu exportieren).
Die Kapitelfunktion im Zusammenhang mit iMovie 3 habe ich noch nicht getestet. Positiv ist die Codierung der DV-Dateien nach MPEG-2 im Hintergrund: Sobald man einen Film in das iDVD-Projekt hinzufügt, fängt das Programm mit dem Berechnen an, bei mehreren Filmen auch gleichzeitig. Für eine Stunde auf DVD braucht mein G4-1 GHz mit 1,2 GB RAM etwa eine halbe bis 3/4 Stunde (habe es nicht gemessen und die abgelaufene Zeit für die Codierung wird nicht angezeigt, nur Statusbalken). Wenn alle Filme berechnet wurden, ein Klick auf den Burn-Button, dann beginnt zunächst die Berechnung der animierten Menüs, was etwa eine Stunde dauert (je nach Anzahl, Dauer und Ausgangsmaterial), danach wird die DVD gebrannt. Ab dem Beginn des Brenn-Prozesses (wenn die Menüs berechnet werden), wird auch genau die verbleibende Zeit angezeigt.
Am Montag werde ich mal einen Abstecher nach Nürnberg machen (es ist mal wieder an der Zeit für einen Döner von Ballerina-Döner). Peter von
entervisions.de, bei dem ich meinen Rechner gekauft habe und den ich
sehr empfehlen kann, hat meines Wissens derzeit keine Apple-Rohlinge vorrätig, aber ein Anruf wird das klären. Davon ab überlege ich, ob ich mir
Keynote zulege, auch wenn ich es erst in ca. zwei Monaten häufiger brauchen kann. Und ich hoffe, dass ich mir nicht noch
VirtualPC kaufen muss, aber ich bin zuversichtlich, dass ich dieses Mal noch um die Anschaffung herum komme.
In einem
Rohling-Vergleichstest von c’t in Ausgabe 25/2002 schnitten die Produkte von Apple und Verbatim am besten ab, die Princo-DVDs am schlechtesten. Ich werde mir 2-fach DVD-Rs von Apple oder Verbatim kaufen.
Mit Verbatim habe ich schon seit Jahren gute Erfahrungen mit CD-Rs gemacht, während No name-Spindelware teilweise schon nach einem halben Jahr nicht mehr lesbar war.
Zu den Unterschieden »Plus oder Minus« bei DVD-Formaten klärt ein
c’t-Artikel auf (kostenlos online verfügbar). Das in aktuellen Macs eingesetzte Superdrive ist das
DVR-A05 von Pioneer und brennt nur DVD-R und DVD-RW (»minus R«).
P.S.: Wer’s nicht abwarten kann, bis ich hier den großartigen Testbericht zum neuen Power Mac veröffentliche, kann sich schon mal ein
Newsgroup-Posting mit ersten Eindrücken durchlesen.
Ich muss Anfang nächster Woche den vollgeknipsten Film in meiner Kamera beim MediaMarkt meines Vertrauens abgeben. Etwa eine Woche später erhalte ich dann alle Bilder in passabler Auflösung als JPG-Dateien auf CD — Auspackbilder vom Power Mac nebst Display sind auch dabei, und auf die warte ich noch.
Erschienen am Sonntag, 02.03.2003 @ 0:56
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Tags: Apple, Mac
An der Verzögerung zwischen dem Konsum des zehnten Star Trek-Films und dem jetzigen Erscheinen dieses Eintrags kann man schon ablesen, dass mich »
Nemesis« nicht vom Stuhl gerissen hat. Ich sah den Film am 28. Januar im größten Saal des hiesigen Cinestar.
Eigentlich muss der wie immer exzellenten
Kritik von Johannes Pietsch nichts mehr hinzugefügt werden; ich könnte sie hier seitenweise zitieren. Das macht man nicht, deswegen sage ich, dass ich sie zumindest unterschreiben könnte.
Die alte Gesetzmäßigkeit, wonach Star Trek-Filme mit ungerader Nummer nichts taugen (1, 3, 5, 7) und »gerade Filme« (2, 4, 6, 8) gut seien, gilt nicht mehr. »Nemesis« ist genau so lau wie der neunte Film aus dem Star Trek-Universum, »
Insurrection« eher sogar noch schlechter. Das Problem von »Nemesis« ist, wie Johannes schon richtig feststellt, dass sich das Drehbuch inzwischen sehr weit von den Wurzeln von Star Trek verabschiedet hat und es nur noch um Action geht, aber nicht mal darin kann dieser Film glänzen, um zumindest noch das dünne Buch rauszureißen. »Nemesis« spielt fast den ganzen Film über nur an zwei Orten: Romulus und die neutrale Zone. Da genügt es nicht, zwei Raumschiffe auf Kollisionskurs zu bringen. Der Fiesling bleibt farblos, die Bedrohung durch ihn kommt nicht wirklich rüber, zu durchsichtig ist auch die um ihn herum gestrickte Geschichte.
Fazit: Wer »Nemesis« verpasst hat, muss nicht drum weinen. Wer sich noch einen Besuch des Films überlegt, sollte sein Geld lieber in bessere Filme investieren. Auf DVD werde ich ihn mir auch nicht kaufen.
Erschienen am Sonntag, 02.03.2003 @ 1:33
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Tags: film, Film-und-Fernsehen
Heute morgen bin ich zum ertsen Mal mit Verenas neuem Auto gefahren, das sie seit Mitte Februar hat. Vorher war’s ein re-importierter Opel Corsa B mit 65 PS-Benziner in silber, jetzt ist es ein nicht re-iportierter, dunkelmintgrün-metallic-farbener Corsa C mit 75 PS-Benziner. Die ersten 1.000 Kilometer wollte sie mich nicht fahren lassen, da sie ihn selbst einfahren wollte und ich ihn nicht schon in den ersten tausend Kilometern gegen die Wand setzen sollte.
Von FR bis MO ist Verena in Köln und sie hat mir das Rutscherl überlassen (wie die Oberpfälzer in Anlehnung an die Bobby-Cars für Kinder zu so kleinen Autos zu sagen pflegen). Bei Kilometerstand 1.004 fuhr ich zum McDonald’s am Hafen, denn etwas anderes hat um 3 Uhr nachts in der Nähe nicht mehr geöffnet. Die Unterklasse hat inzwischen erstaunlich viele Features, die ich eher in Mittelklasse-Wagen vermuten würde: Funk-Zentralverriegelung, Klimaanlage, elektrisch verstellbare Außenspiegel, langsam verlöschende Innenbeleuchtung. Airbags und Servolenkung waren schon beim Corsa B Standard. Beim Verkauf hat uns etwas geärgert, dass manche Leute unmöglich zu erfüllende Anforderungen stellten: Nicht nur, dass ein Re-Import im Wiederverkauf billiger ist als ein ansonsten gleiches »deutsches« Auto, es werden auch Features erwartet, die vor drei Jahren in keinem Auto dieser Klasse zu finden waren, zum Beispiel Klimaanlage.
Ich weiß nicht, ob’s an den zehn PS mehr liegt, aber der Wagen ist sehr spritzig und wendig. Insgesamt ein schönes Auto, auch wenn ich an ihrer Stelle einen
neuen Mini gekauft hätte.
Erschienen am Sonntag, 02.03.2003 @ 15:59
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Tags: Leben
Dank
Holger bin ich auf drei hörenswerte Bands aufmerksam geworden:
- Múm
- Console
- Soulstice
Múm ist ein Quartett aus Island, und ich habe einen Freund von Holger fragen können, den Steinn, einen Original-Isländer, wie man »Múm« mit diesem U mit Strich in der Mitte ausspricht: »Mumm.« Ich habe vergessen, Steinn zu fragen, was das eigentlich bedeutet. Mich begeistert besonders »Green Gras of Tunnel«: leicht verspielt, mit einer schönen Frauenstimme zum Schluss hin und wirrem Text. Die Platte heißt »
Finally we are no one«.
»
Reset the Preset« von Console ist teilweise derart ruhig, dass man sie nicht im Bus hören kann, da die Umgebungsgeräusche zu laut ist. Vor allem Stücke wie »Diagonal (”Raton Relax!”-Mix)« oder »Para.lel (”Funicular”-Mix)« auf der zweiten CD »Preset« eignen sich, um nebenbei Physik zu lernen.
Ich habe die CD nicht komplett gehört, aber bei allem, was ich gehört habe, war keine Stimme zu hören und alle Sounds kommen aus dem Synthesizer.
Das Album »
Illusion« von Soulstice habe ich vergangene Woche bei Holger und Stefie in München gehört. Perfekte Musik um früh gaaanz langsam aufzustehen oder abends bei einem Malt gaaanz langsam ans Bett zu denken. Sehr chillig.
Erschienen am Sonntag, 02.03.2003 @ 16:12
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Tags: Sonstiges
Hier nun der langerwartete Griechen-Test!
Mitte Februar öffnete zwei Orte weiter, ca. vier Kilometer von hier, in Frauenaurach ein neuer Grieche. Im gleichen Haus, in der Wallenrodstraße 5 (91056 Erlangen, 09131-990608) neben der Kirche, war bis letzten Sommer schon ein Grieche drin, aber kein besonders guter. Auf das neue Lokal bin ich durch eine Zeitungsanzeige in den Erlanger Nachrichten, dem Regionalableger der Nürnberger Nachrichten, aufmerksam geworden. Dort wurde noch von der Neueröffnung eines Restaurants »Akropolis« gesprochen, eine Woche später benannte sich der Grieche aber in »Athen« um.
Beim Betreten fällt auf, dass hier komplett renoviert wurde. Nicht mehr die düstere Gasthaus-Einrichtung von früher, sondern neuer Fußboden (wie ich meine), Wände gestrichen, neue Deko, neue Sitzmöbel. Einem Freund von mir würde dieser Grieche sicher weniger gefallen, den hier gibt es »Kitschsäulen« und Statuen noch und nöcher, selbst zwei Palmen wurden in die beiden Gasträume gestellt und an den Wänden gibt es auch Meerespanorama — ich mag sowas.
Die Preise sind auf einem normalen Niveau. Hier die Preise für meine »Standard-Testsuite B«:
- Großes Spezi (0,5 l): 2,40 €
- Vorspeise: Dolmadakia: 3,30 €
- Suvlaki: 7,80 €
- dazu Tzatziki: 2,80 €
In der Testsuite A gibt’s Tzatziki statt Dolmadakia/Dolmades als Vorspeise.
Für die Gelegenheits-Griechisch-Esser nochmal kurz der Unterschied zwischen Dolmadakia und Dolmades: Erstere sind mit Reis gefüllte Weinblätter und können kalt oder warm serviert werden. Letztere werden immer warm serviert, da die Weinblätter neben Reis auch Hackfleisch enthalten und in einer Eier-Zitronen-Soße serviert werden.
Im »Athen« gibt es die Dolmadakia im »Bayreuth-Style«, von mir so benannt nach dem Griechen »Plaka«, der
im Jahr 2001 den ersten Platz in meiner Griechen-Top5 belegte und auch
in 2002 noch auf Platz 3 zu finden war. Im Plaka habe ich zum ersten Mal warme Dolmadakia gegessen.
Das Suvlaki: Zwei Spieße mit drei bis vier flachen, mageren Schweinefleisch-Stücken mit Grillstreifen, genau nach meinem Geschmack. Allerdings fast schon zu kräftig gewürzt, denn bei dem Fleisch hätte man auch meinen können, man hat es mit einem beliebigen Stück Fleisch vom Grill zu tun, das man vorher eingelegt beim Metzger gekauft hat. Bei den anderen mittlerweile drei Besuchen war es aber besser. Als Beilage gibt es eine große Kugel sehr tomatigen Tomaten-Reis. Tzatziki gehört nicht zur Standardausstattung und muss extra bestellt werden. Mit dem Essen kommt eine recht gute Schüssel Salat, zur Hälfte mit Öl angemachter Eisbergsalat und zur Hälfte Krautsalat, dazu einige Gurkenscheiben. Bei meinem ersten Besuch war im Krautsalat Kümmel: Es war mal was anderes, aber ich bin kein Fan von Kümmel. Es gibt fast keine ganzen Salatblätter, aber das ist ok für mich, weil ich zum Einen ein Talent habe, mich mit angemachten Salatblättern zu besudeln bis sie in meinem Mund landen und ich all zu knackigen Salat absolut nicht mag.
Der Tzatziki ist gut, mit Kräutern gewürzt. Die Konsistenz geht auch in Ordnung. Durchaus geeignet, um sich mal einen mitzunehmen, aber der vom »Delphi« ist da noch ein Tick besser.
Beim Spezi handelt es sich um MezzoMix, das gut gekühlt zum Platz kommt.
Öffnungszeiten: MO von 17:00 bis 23:30, DI bis SO von 11:30 bis 14:30 und 17:30 bis 23:30 Uhr.
Insgesamt kann ich das »Athen« empfehlen und ich werde sicher noch öfter dort essen, vor allem, da der Weg kurz ist. Aber die Top5-Griechen sitzen fest im Sattel, und einen sechsten Platz gibt’s nicht.
Wenn ich schon mal über Griechen schreibe, möchte ich auch noch die »Waldschänke« erwähnen, bei der wir mit Familie (auch noch zu viert) inzwischen einige Male waren, und die wir seit etwa einem Jahr kennen. Die Anschrift ist An der Waldschänke 1 in 90765 Fürth und es gibt auch eine gleichnamige Bushaltestelle, an der unter anderem die Linie 171 hält. Telefon: 0911-762642, in Stadeln. Auch ein guter Grieche, aber eher auf den hinteren Plätzen einer hypothetischen Top10 zu finden. Es gibt einiges, was für die Waldschänke spricht, ich komme gleich noch darauf zurück. Was mir nicht so gefällt ist die Einrichtung: Ein recht großer Raum, eher wie eine normale deutsche Wirtschaft als ein Grieche, wie ich Griechen kenne und schätze. Das Brot trifft nicht so meinen Geschmack und es sind recht große Scheiben. Ich mag da eher Weißbrot/Baguette mit nicht zu großem Durchmesser, um mit der Rinde/Kruste besser den Tzatziki aufsammeln zu können. Etwas zweischneidig ist das Thema Portionen: Man bekommt viel für sein Geld, aber das ist auch der Nachteil: Man ist nach einem Suvlaki mit zwei Spießen total geplättet und kann sich dann rausrollen lassen, eine Vorspeise vorher braucht’s auf keinen Fall (die Dolmades mag ich auch nicht so, die Soße ist mir etwas zu dick). Und wenn ich das sage, hat das eine gewisse Relevanz. Ich will nicht gemästet werden, sondern gut essen und meinen Hunger über die Vorspeisen und Beilagen regulieren (und nur wenn’s hart kommt, über die Anzahl der Spieße). Ansonsten ist er, was z.B. Suvlaki oder Tzatziki betrifft, geschmacklich einwandfrei.
Es gibt eine Menge, das für die Waldschänke spricht: Der Service ist sehr gut: Der Beilagensalat wird einem nach der Vor- und vor der Hauptspeise serviert, und nicht zusammen mit der Hauptspeise, auf das er danach gegessen werde. Nebenbei bemerkt ist dieser Salat mit diesem Dressing der beste Beilagensalat ever! Der gute Service zeigt sich auch darin, dass einem regelmäßig nach dem Essen noch etwas angeboten wird, zum Beispiel ein Cappuccino, und der geht dann auf’s Haus. Und das bei den eh schon vergleichsweise niedrigen Preisen:
- Großes Spezi: 2,00 €
- Dolmadakia (eigentlich Dolmades): 3,60 €
- Suvlaki: 7,20 €
- Tzatziki: 2,60 € (beim Suvlaki ist aber schon ein großer Klecks dabei)
Erschienen am Sonntag, 02.03.2003 @ 16:50
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Tags: Leben
Am
Donnerstag habe ich am Rande schon davon berichtet, erst gestern habe ich das Programm getestet, auf das ich
durch Carsten aufmerksam geworden bin: »Sony Ericsson Clicker« (
versiontracker.com,
Entwickler-Website).
Das ist eines der Programme, wegen der ich auf die Knie falle und sage:
»Ich bin unwürdig!«, und: »Danke, dass ich einen Mac benutzen darf.«
Was braucht man, um vom Sony Ericsson Clicker (im Folgenden: SEC) profitieren zu können? Einen
Mac mit durch
Applescript steuerbare Anwendungen, ein T68i-Handy von Sony Ericsson (laut Entwickler auch möglich: T39m, R520m, T68), einen Bluetooth-Adapter,
Mac OS X 10.2.4 und natürlich den SEC. Mit dem Mac, Bluetooth und dem Handy lassen sich im Zusammenhang mit den bei Mac OS X mitglieferten Programmen
Adressbuch und
iSync schon nette Sachen anstellen. Zum Beispiel kann ich im Adressbuch einen Eintrag auswählen und die Nummer per Mausklick von meinem Handy anwählen lassen oder einem anderen Handy per Computer-Tastatur eine SMS schicken (Verena hat sich eine Zeit lang gewundert, warum ich ihr auf einmal so lange SMS schicke). Mit iSync können die Kontakte im Adressbuch und die Termine in
iCal mit meinem Handy und anderen Devices abgeglichen werden.
SEC macht das T68i-Handy zur Fernsteuerung für den Mac: Durch Aktivierung im SEC wird im T68i im Zubehör-Menü (unter »Verbindungen«) ein zusätzliches Menü angezeigt, das Befehle enthält, die ich an meinen Mac weiterschicken kann, drahtlos per Bluetooth-Kurzstreckenfunk. Fertige Befehle zum Fernsteuern der Musikwiedergabe in
iTunes oder der Filmwiedergabe im DVD-Player und zur Steuerung von Präsentationen in PowerPoint und
Keynote sind schon dabei. Im Prinzip lässt sich jede Applescript-fähige Anwendung fernsteuern und es lassen sich auch Befehle definieren die festlegen was passiert, wenn ich mit meinem Handy die ca. 10 Meter große Empfangszone verlasse (z.B. Pause in iTunes oder Bildschirm sperren) oder betrete (Wiedergabe in iTunes, Bildschirm entsperren…).
Sony Ericsson Clicker ist Shareware. Der Funktionsumfang ist nicht eingeschränkt, aber nach 30 Klicks (z.B. 30 mal »weiter« in Keynote oder iTunes) muss zunächst wieder das Macintosh-Menü im Handy freigeschaltet werden, was während einer längeren Präsentation natürlich stören kann. Mit 9,95 USD kann man sich von diesen Zwängen befreien, bzw. 12,95 USD nach dem 2. März.
Die Installation ist denkbar einfach: Ein Verzeichnis wird nach /Library/PreferencePanes installiert und steht dann fortan in den OS X-Systemeinstellungen in der Kategorie »Sonstiges« zur Verfügung.
Erschienen am Sonntag, 02.03.2003 @ 20:05
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Tags: Apple, Mac
Dienstag, 04.03.2003
Verena kam heute aus Köln zurück.
:-)
Erschienen am Dienstag, 04.03.2003 @ 1:08
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Tags: Leben
Im Moment geht’s bei mir wieder ein bisschen durcheinander: Schon seit zwei Tagen geht’s erst früh um 7 ins Bett und gegen 13 Uhr wieder aufstehen. Heute hatte ich mir fest vorgenommen durchzuhalten, aber um 8 Uhr war wieder Ende. Früh um 5 habe ich noch meine überfälligen Physik-Hausaufgaben fertig gemacht und wollte sie eigentlich heute bei der Schule in Fürth einwerfen. Der Plan sah außerdem vor, einen früheren Kollegen in der Fürther Filiale zu besuchen, um ihm einen Gefallen zu tun (3 VHS-Videos auf DVD brennen), sowie in Nürnberg den weltbesten Döner zu essen (Ballerina-Döner am Äußeren Laufer Platz, U-Bahn Rathenauplatz). Weiterhin: Bei Gravis und Saturn vorbeischauen, um nach DVD-Rohlingen, USB-Speichern und
Keynote Ausschau zu halten.
Ok, das hat alles nicht hingehauen, den ich schlief bis 12. Plan B: Hausaufgaben nicht einwerfen, sondern mit der Post schicken, Markus in der Bank morgen besuchen und morgen die Einkäufe in Nürnberg machen, jetzt um 13:30 nach Erlangen fahren und Klaus gleich beim Umzug helfen, um 14 Uhr sollte es los gehen. Wir telefonierten uns nochmal kurz zam und vereinbarten 14:30 als Treffpunkt bei ihm in der alten Wohnung, denn er war selbst noch bis dahin beschäftigt und ich wollte noch einen Happen essen. Und vielleicht konnte ich auch in Erlangen DVD-Rs kaufen.
Der PC-Spezialist in der Nürnberger Straße hat mich ein wenig Enttäuscht: zwar DVD-Rs, aber nur Wald-und-Wiesen-Fabrikate. Ich kaufe nur Apple oder Verbatim, denn mit Verbatim habe ich seit zehn Jahren gute Erfahrungen gemacht, erst mit Disketten (die auch noch im PC-Spezialist verkauft werden), später mit CD-Rs. Und meine Daten, vor allem Backups, sind mir zu wichtig um ein paar Euro zu sparen und
nachweislich schlechte Ware zu kaufen. Vobis zwei Blocks weiter in der Bauhofstraße schien nur CD-Rohlinge im Angebot zu haben. Viel Hoffnung hatte ich nicht mehr, aber ich probierte es noch im Horten. Bei meinem letzten Versuch vor ein paar Wochen gab’s nur wenige DVD+RWs. Aber dieses Mal hatte ich Glück: Etwa 13, 14 in 2-facher Geschwindigkeit beschreibbare DVD-Rs von Verbatim zu je 2,99 Euro. Ich nahm zehn.
Noch einen halben Liter Cola in der Glas-Mehrweg aus dem integrierten Supermarkt und dann weiter zu Döner-King in die Krankenhausstraße für ein Lahmacun mit Käse. Unterwegs ein Döner von Diana-Döner in der Friedrichstraße.
Der Umzug: Es war kurz vor 15 Uhr, als ich bei Klaus ankam, er war aber selbst erst seit fünf Minuten vor Ort. Wir waren zunächst allein und begannen schon mal damit, elf Kartons, eine halbe Couch und einen kleinen Wohnzimmertisch vor die Tür zu tragen. Klaus hatte bei National-irgendwas für 24 Stunden einen Renault »Master«-Transporter gemietet: 29 Euro Grundgebühr zzgl. 8 euro für Winterreifen, 17 Cent pro Kilometer und voll tanken. Andere Verleiher wie Sixt oder Europcar sollen teurer gewesen sein. Gegen 15:30/15:45 unterstützten uns Klaus’ Freundin Steffi und seine beiden Studien-Kollegen Michi und Dominik. Wir machten den Kastenwagen gut voll, mussten aber noch einige Dinge zurücklassen. Ich fuhr bei Steffi in Klaus’ Auto mit zur neuen Wohnung und zu fünft luden wir aus. Klaus und Steffi ziehen zusammen und bilden mit zwei anderen Freunden eine WG. Ein Hochhaus haben sie sich ausgeguckt, mit einer relativ großen Wohnung darin. Ein »Hochhaus« hat in Erlangen 5 bis 20 Stockwerke, hier waren es 17 (und sie ziehen in den vierten Stock). Mein Fall ist es ja nicht: Die Wohnung ist groß, aber ich steh’ nicht so auf Hochhäuser. Hochhäuser haben so einen Hochhaus-Charme und sehen irgendwie alle gleich aus, zumindest die, die ich kenne (Steffis alte Wohnung war auch in einem Hochhaus in Bruck). In einem Vorort zu wohnen, ist im Winter zwar etwas unpraktisch, aber im Sommer ist es einfach unschlagbar. Und es ist auch angenehmer, mit nur zwei weiteren Parteien im Haus zu wohnen, man kennt sich. Später am Abend weiter zu Steffis alter WG-Wohnung, dort ihre Sachen einladen.
Frauen! Bei Steffi gab es Bücherkisten und Klamottenkisten. Eigentlich müsste sie es besser wissen, sie ist schon zweimal umgezogen.
:-)
In den Aufzug im Hochhaus der neuen Wohnung ging schön viel rein, sogar die beiden Couchhälften. Wir haben uns erlaubt, die Lichtschranke der Tür zu blockieren, um ohne Hast ein- und ausladen zu können, bis eine Kabine voll/leer war.
Nach viereinhalb Stunden, gegen halb acht, stand die zweite Fahrt zu Steffi an, das Bett auseinander nehmen und einladen. Ich verabschiedete mich, denn der Rest war jetzt für die anderen kein Problem mehr und ich dachte langsam ans Heimgehen und daran, dass die Busse nicht mehr so häufig fahren. Klaus war so nett, mich mit dem Transporter nach Hause zu fahren, bevor es weiter zu Steffi ging.
Am Abend gönnte ich mir eine Verschnaufpause: Die Physik-Hausaufgaben waren zumindest für heute erledigt, ich habe über vier Stunden bei einem Umzug geholfen, einfach mal abschalten. Fernsehen geguckt und um halb zehn zum
Griechen nach Frauenaurach runtergeradelt. Fünf Grad, eigentlich wollte ich mit
Verenas Corsa runterrutschen, aber mit dem war sie gerade selbst unterwegs.
Es ist schon bezeichnend, wenn der Grieche bereits bei meinem fünften Besuch weiß, dass ich keine Karte mehr benötige und
mir meine Bestellung diktiert, aber egal. War lecker.
Dienstag ein neuer Versuch, wach zu bleiben. Ich bekomme zwar nachts auch einiges erledigt (sogar Physik), aber es ist nicht so prickelnd, dauernd Nachtschichten zu machen. Vor allem, weil ich später einiges erledigen will und berücksichtigen muss, dass zwischen 12 und 14 Uhr der Reihe nach die Geschäfte schließen.
Zehn DVDs habe ich jetzt erstmal, aber ich will trotzdem mal bei Gravis reinschauen, evtl noch einen 5er Packen Apple-Rohlinge mitnehmen, mir die Anschaffung von Keynote überlegen (um damit schon mal ein bisschen rumzuspielen, bevor ich es wirklich brauche) und vielleicht haben sie ja eines der neuen 12-Zoll Powerbooks zum Anschauen da. Bei Saturn nochmal nach einer Alternative zum
Memorybird schauen (letzter Versuch), dort mal die Rohling-Situation ausloten, einen Papierfilm zur Entwicklung bzw. Speicherung auf Picture-CD abgeben und einen neuen Film kaufen. Evtl bei Karstadt mal zwei, drei Paar neue Socken besorgen. Den Ballerina-Döner genehmigen. Und gegen halb zwölf bei Markus in der Bank reinschneien.
Die Nacht werde ich mit den gestrigen Sendungen Telekolleg-Deutsch, »Due South« und Seinfeld verbringen. Zwischendurch an
MTIV weiterlesen, Deutsch-Hausaufgaben machen, mal wieder »
Wayne’s World« auf DVD angucken (»
Taxi Driver« steht auch noch aus), Frühstücksfernsehen und dann unter die Dusche, wenn meine Schwester und mein Vater aus dem Haus sind.
Aufbruch für 09:20 anpeilen, in knapp acht Stunden. Um 09:37 fährt der 171er Bus.
Zwischen 7 und 8 Uhr ist bei mir eine ganz kritische Zeit, wenn ich nicht geschlafen habe.
Musik:
Commodores, »Nightshift«
Erschienen am Dienstag, 04.03.2003 @ 1:30
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Tags: Leben
Was macht man mit einem Tag, der für einen selbst erst um 16 Uhr beginnt und für alle anderen bereits um 14 Uhr geendet hat?
Erschienen am Dienstag, 04.03.2003 @ 16:00
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Tags: Leben
Mittwoch, 05.03.2003
Derzeit ist mir nicht so nach schreiben, und ich bin aktuell auch gut anderweitig beschäftigt.
Macromedia haben heute ihre Site relauncht und Kai hat es sich nicht nehmen lassen, ein paar
deutliche Worte dazu zu schreiben.
Ich kann Kai nur zustimmen. Die neue Site ist langsam, nicht standard-konform, nicht kompatibel zu Konqueror/Safari, die Navigation ist verwirrend und erschließt sich nicht auf Anhieb, die Wege sind zu lang, die Navi ist zu verspielt. Wie Kai schon schrieb, wollte sich da jemand offenbar austoben und mal zeigen, wie man alle Buzzword-Technologien auf einmal auf einer Site unterbringen kann, ohne Sinn und Verstand.
Erschienen am Mittwoch, 05.03.2003 @ 18:24
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Tags: Web, webdesign
Donnerstag, 06.03.2003
Ich bin top-fit! Weiß auch nicht, was war, aber gestern gegen 23:30 schlief ich einfach mit einem
Buch in der Hand ein. Zuvor mit Familie und Freunden noch
gut essen gewesen, am Nachmittag an einem Projekt weitergearbeitet. Um 8 Uhr früh war mal wieder Ende bei mir und zwei Telefonate um 12 und um 14 Uhr klingelten mich wach.
Heute treffe ich mich mit Jochen aus der Bank zum Mittagessen (Ballerina-Döner) und bei Markus in der Fili Fürth schaue ich auch mal rein. In Nürnberg noch ein bisschen was besorgen, was ich mir schon für die vergangenen Tage
vorgenommen hatte.
Erschienen am Donnerstag, 06.03.2003 @ 4:45
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Tags: Leben
In der Serie »
Anatomie einer Krise« (siehe Eintrag vom
24.02.03) sind zwei neue Artikel erschienen:
»
Der Ex-Agent und die diplomatische A-Bombe« und
»
Der Krieg, der aus dem Think Tank kam«
Beide Teile zeigen gut auf, weswegen die »wechselnden Begründungen« für einen Irak-Krieg, wie die angebliche »Demokratisierungswelle« Bullshit sind. Kurz meine Meinung dazu: Falls man das mit der Demokratie ernst meint, kann man ja mal mit Verbündeten wie Kuwait oder Saudi-Arabien anfangen.
Zur Lektüre empfohlen für Leute wie Angela Merkel, deren Vorwurf, internationale Bündnisse zu schwächen,
an die falsche Adresse geht:
»Bush kündigte reihenweise internationale Verträge aus der Clinton-Ära, brüskierte die Uno und behandelte Verbündete wie Vasallen.«
Zur Lektüre empfohlen für Kriegsbefürworter: Die Frage, ob der Irak Massenvernichtungswaffen hat oder nicht, spielt für die Bush-Krieger überhaupt keine Rolle. Sogar das Öl hat nur Priorität zwei. In erster Linie geht es Bush um nicht weniger als die Weltherrschaft, oder, etwas diplomatischer ausgedrückt, mit Hilfe einer hegemonialen Politik Einfluss zu schaffen und zu sichern und darum, andere Mächte in Schach zu halten.
In Zukunft wird es nicht nur um Öl gehen, sondern auch um andere Ressourcen.
Was mich wütend macht dabei ist, dass Bush und Co sehenden Auges mit Vollgas ins offene Messer laufen. Denn Freunde schafft man sich mit so einer Politik nicht, man provoziert gerade den Terrorismus, den man zu bekämpfen sucht. Die nächsten Anschläge sind daher nur eine Frage der Zeit und das stimmt mich traurig.
Erschienen am Donnerstag, 06.03.2003 @ 5:23
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Tags: Politik
»Sagen wir mal: Es gibt zwar Bedarf für HTML (-Spezialisten), aber keine Nachfrage.«
Erschienen am Donnerstag, 06.03.2003 @ 15:25
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Tags: Web, webdesign
Neues zur »Powellpoint-Präsentation« (
Zitat Kai): Nachdem US-Außenminister Colin Powell Anfang Februar im UN-Sicherheitsrat »Beweise« gegen den Irak vorlegte, kratzte der britische Fernsehsender Channel 4 an der Glaubwürdigkeit eines der vorgelegten Dokumente: Mindestens die Hälfte der 19 Seiten stammte nicht aus Geheimdienst-Quellen, sondern aus frei verfügbaren wissenschaftlichen Arbeiten. Ein Großteil davon aus der
Arbeit eines Studenten, dessen Infos zum großen Teil aus dem Jahr 1991 stammten. Weitere sechs Seiten stammten aus Artikeln aus dem Militär-Fachblatt »Jane’s«, die 1997 und im November 2002 veröffentlicht wurden (siehe auch mein Eintrag vom
13.02.03).
Im Dezember veröffentlichte die britische Regierung ein Dossier über Menschenrechtsverletzungen im Irak und angebliche professionelle Vergewaltiger. Laut der »Financial Times«, die sich auf Experten von verschiedenen Menschenrechts-Organisationen beruft, ist das »
völliger Unsinn«.
Heute Abend zeigt das ARD-Magazin »Panorama« ab 21:45 Uhr, wie Informationen der US-Geheimdienste von der Bush-Regierung teilweise ins Gegenteil verkehrt wurden. Beispiel: Laut einem CIA-Beamten, der vor dem US-Geheimdienstausschuss aussagte, sei die Wahrscheinlichkeit eines [durch den Irak] initiierten Angriffs [mit Massenvernichtungswaffen]… in der voraussehbaren Zukunf… eher gering. Bush fünf Tage später: »Das Risiko, dass er [Saddam Hussein] sie benutzt, ist schlicht zu groß.« Weitere Beispiele, nicht nur von Panorama, sondern auch von Newsweek recherchiert, fasst Matthias Gebauer in einem
Spiegel-online-Artikel zusammen.
Aussagen von Bush, man wolle den Irakern die Demokratie bringen und erhoffe sich davon eine Signalwirkung für die gesamte Region, die angesichts der wenig demokratischen US-Verbündeten Kuwait, Saudi-Arabien oder Pakistan eh schon höchst fragwürdig sind, werden durch solche Enthüllungen nicht unbedingt in ein besseres Licht gerückt.
Ich verweise auch auf meinen
Eintrag von heute morgen.
Erschienen am Donnerstag, 06.03.2003 @ 19:10
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Tags: Politik
Freitag, 07.03.2003
Na also: 8,5 Grad, die Sonne scheint. Über’s WE soll’s noch besser werden, wenn ich das heute morgen im Frühstücks-TV richtig verstanden habe, zum Beginn der nächsten Woche wieder etwas schlechter.
Bin seit halb drei Uhr heute morgen wach (gestern um 20 Uhr ins Bett). Am Morgen zunächst ein bisschen Video gesehen, um halb acht Mittag gegessen (Carpeletti, oder wie die Dinger heißen) und dann Physik gelernt. Von 11:15 bis 13:15 bei Peter was besprochen und seit 14 Uhr sitze ich wieder am Rechner und arbeite.
Werde aber gleich nochmal auf einen Sprung in die Stadt aufbrechen: Bisschen was einkaufen, ‘nen Döner zum Abendessen reinschlichten.
Erschienen am Freitag, 07.03.2003 @ 16:24
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Tags: Leben

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Der PC auf meinem Mac heißt selbstverständlich »Pofel«.
Erschienen am Freitag, 07.03.2003 @ 16:46
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Tags: Apple, Mac
Samstag, 08.03.2003
Netter Comic,
bei The Flow.
:-)
Erschienen am Samstag, 08.03.2003 @ 9:48
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Tags: Sonstiges
10 Grad, Sonnenschein, windstill.
Erschienen am Samstag, 08.03.2003 @ 15:27
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Tags: Leben
Sonntag, 09.03.2003
Freitag:
Am Vormittag auf dei Post gewartet. Virtual PC mit Win98 installiert und festgestellt, dass man damit nicht ernsthaft arbeiten kann (640×480 Auflösung bei 16 Farben, ließ sich nicht verstellen). Um kurz nach 17 Uhr noch nach Nürnberg gedüst, um ein Virtual PC mit WinXP zu besorgen. Am Rückweg noch einen Ballerina-Döner am Rathenauplatz und ein Lahmacun in Fürth. Um 20 Uhr daheim gewesen. Tagesschau, VPC neu installiert, notwendige Programme und Schriften installiert, lief. Weiß nicht mehr, wann ich ins Bett bin, dürfte vor 23 Uhr gewesen sein, denn die Schmidt-Show habe ich nicht mehr gesehen.
Samstag:
Am Vormittag mit Verena zum Einkaufen gefahren: Zuerst zum MediaMarkt, um dort Filme abzuholen und zur Entwicklung aufzugeben. Im Edeka Zutaten für Hamburger, die wir dann zusammen daheim brutzelten und aßen.
Zwischen 14 und 15 Uhr noch ein wenig aufgeräumt, gegen 15:45 kam Martin zu Besuch. Ausführliche Demo meines Power Macs, anschließend »
Showtime« auf DVD. Gegen 20 Uhr verabschiedete er sich wieder. Ich surfte noch ein wenig und erkundete weiter Virtual PC (Bericht folgt demnächst). Um 21:15 das Superstar-Finale, aber nur nebenbei, hauptsächlich arbeitete ich rund drei Stunden in Virtual PC, Abgabetermin am Montag.
Heia gegen halb zwei Uhr morgens.
Sonntag:
Da ich gestern relativ spät ins Bett ging, half heute morgen um 9 kein Wecker und ich stand erst um 12 auf. Ab unter die Dusche und Micha angerufen: Ja, wir können uns treffen. Ich radelte kurz vor 13 Uhr los und kam fünf nach halb zwei an. Dann etwas mehr als eine Stunde Physik-Nachhilfe. Micha macht gerade ihren Doktor in Physik, die hat mehr Ahnung von der Materie.
:-)
Am Heimweg noch ein Abstecher zum Friedhof, wo ich meine Schwester und meinen Vater traf, die gerade angefangen hatten, das Grab nach dem Winter neu herzurichten. Ich half noch etwas und wir fuhren gleichzeitig wieder nach Hause, ich mit meinem Rad, die beiden anderen mit meinem Rucksack und Verenas Corsa.
Zu Hause noch an der Virtual PC-Geschichte weitergearbeitet, ich werde morgen Vormittag damit fertig.
Um 21 Uhr mein Sonntags-Standard,
Mac-TV. Spiegel-TV begann erst um elf, bis dahin gab’s noch eine Lektion in Physik.
Erschienen am Sonntag, 09.03.2003 @ 23:15
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Tags: Leben
Ein Nachtrag zu meinem Eintrag »
Ich war jung und brauchte das Geld« von Montag, betreffend das »Projekt H«.
Ich vergaß noch einen Grund, Word zu hassen. Außer dem fehlenden globalen Suchen & Ersetzen (geht maximal bei allen geöffneten Dokumenten, ein Ordner oder gar Unterordner können nicht angegeben werden) und der fehlenden Vorlagenfunktion: Es gibt keine Stapelverarbeitung. Zum Beispiel, um fünfzig Word-Dokumente reihenweise zu schützen und in Vorlagen umzuwandeln. Da ist Handarbeit angesagt. Okay, es gibt den Weg, bestehende Vorlagen nicht per Doppelklick aus dem Explorer zu öffnen (steht im Kontextmenü für »Neu«), sondern per Kontextmenü den Befehl »Öffnen« zu wählen. Bleiben dennoch fünfzig Mal einzeln Dokumentschutz aufheben und Dokumente nach der Bearbeitung wieder schützen…
»Never send a human to do a machine’s job.«
Noch was: Word merkt sich beim Speichern einer Datei als Vorlage nicht den Pfad zu dem Verzeichnis, in dem ich das haben will, er nimmt immer erst sein eigenes Vorlagen-Verzeichnis. Unnötige Mausklicks dutzendfach.
Immer noch was: Es ist extrem nervtötend, dass Word 2000 selten genutzte Menüeinträge ausblendet und sie erst mit einem Doppelklick auf die Menüleiste, einem Klick auf den Doppelpfeil im kastrierten Menü bzw. nach langem Daraufbleiben mit der Maus freigibt (letzteres, da ich die Maustaste nach einem Klick auf ein Menü nicht los lasse: Ich klicke, ziehe mit der Maus auf den Menüeintrag meiner Wahl und lasse erst dann los). Jetzt mal ehrlich: Welcher Idiot hat sich das ausgedacht? Gerade wenn ich einen selten genutzten Menüeintrag suche, kann ich es gar nicht haben, wenn mir die Hälfte vorenthalten wird.
Ich sage ja immer, dass Mac OS besser ist als Windows, weil einem der Mac beim Arbeiten nicht im Weg steht. Dies dann auf Anfrage an einem konkreten Beispiel fest zu machen ist nicht so einfach, weil einem gerade dann nichts einfällt. Außer den kranken Ausblend-Menüs aus dem vorherigen Absatz ist hier ein Beispiel:
Es sind 50 Dokumente in Word geöffnet und in der Taskleiste von Windows XP zu einem Button zusammengefasst (gilt aber auch, wenn man die Gruppierung abschaltet und jedes Dokument ein eigenes Icon in der Taskleiste bekommt). Jetzt sollte man bloß nicht den Fehler machen, mal auf das »Desktop anzeigen«-Symbol zu klicken, um zum Beispiel vom Desktop aus einen Ordner im Explorer zu öffnen (warum soll ich erst den Explorer aus der Schnellstart-Leiste oder dem Startmenü wählen, wenn’s so doch viel einfacher geht?).
An sich finde ich den Button ja gut, aber wehe, man hat in Word fünfzig Fenster geöffnet, braucht schnell was vom Desktop und will dann der Reihe nach mit den fünfzig Word-Dokumenten weiterarbeiten: Man bekommt nie wieder Word komplett in den Vordergrund, um’s Verrecken nicht.
Ich klicke auf den Word-Button in der Taskleiste, bekomme das letzte Word-Dokument, mache darin meine fünf Mausklicks, speichere und schließe es. Kommt danach das nächste Word-Dokument? Nein, dann erscheint wieder der leere Desktop! Ich muss wieder auf das Word-Icon in der Taskleiste klicken und dank der dämlichen Gruppierung erstmal aus einer langen Liste das nächste Word-Dokument auswählen, statt das ich einfach auf einen Klick die nächste Datei bekomme. Jedes Mal von vorne. Dankenswerter Weise lässt sich die Gruppierung in der Taskleiste abschalten, so dass ich einfach nur auf das nächste Icon klicken muss und so noch Mausweg und -klicks einspare. Das klingt jetzt vielleicht kleinlich, aber so was geht mir tierisch auf die Senkel, weil ich genau weiß, dass es besser geht und weil das Zeit kostet. Und bei fünfzig Dokumenten läppert sich das.
Wie ist das beim Mac? Besser, denn Windows hat mal wieder schlecht kopiert. Beim Mac gibt es das Dock: Am linken, rechten oder unteren Bildschirmrand ist eine Leiste mit meinen wichtigen Programmen. Die ziehe ich selber rein und lasse mir nicht vom Betriebssystem vorschreiben, welche Programme das sein sollen (WinXP blendet hier schon wieder die Hälfte aus). Außerdem befinden sich im Dock neben meinen Hauptprogrammen auch noch die Programme, die gerade laufen (das Applikations-Icon erscheint dann trotzdem im Dock, auch wenn es nicht zu den ständig dort abgelegten Programmen gehört). Aktuell ausgeführte Programme bekommen ein kleines schwarzes Dreieck mit, so dass man gleich sieht, welche Anwendungen gerade laufen.
Ausschnitt meines Docks mit geöffnetem Word-Kontextmenü.
Will ich alle Fenster einer Software sehen, klicke ich einfach auf sein Symbol im Dock und alle Fenster werden in den Vordergrund geholt. Wenn ich ein Fenster schließe, erscheint nicht einfach irgendein anderes Fenster eines anderen Programms, das vielleicht zuletzt offen war (wie bei Windows), sondern das nächste Fenster der selben Applikation. Hätte ich gerne, dass bei einem Wechsel durch Klick auf das entsprechende Dock-Icon alle anderen Fenster verschwinden, halte ich beim Mausklick die beiden Tasten »Apfel« und »Wanne« gedrückt (offiziell heißen sie eigentlich »Command« und »Option«). Effekt: Das angeklickte Programm kommt mit all seinen Fenstern in den Vordergrund und alle nicht zugehörigen Fenster werden ausgeblendet. Logischerweise funktioniert das auch mit dem Finder, der Explorer des Mac: Apfel+Wanne+Mausklick auf das Finder-Icon und ich bekomme den Desktop mit einem neuen Finder-Icon (beim Mac gehört der Desktop zum Finder). Klicke ich nicht auf das Finder-Icon im Dock, sondern mit Apfel und Wanne auf den Desktop-Hintergrund, erhalte ich einen leeren Desktop ohne irgendwelche Fenster. Mit »Panther« der Version 10.3 von Mac OS X, geht das sogar noch einfacher: Einmal die F11-Taste drücken, Exposé macht’s mit Eye-Candy möglich (dafür braucht man Desktop-Compositing mit Quartz Extreme, aber »Windows Longhorn« zieht ja schon in vier Jahren mit dem Mac gleich). Anschließend kann ich eine Datei vom Desktop auf ein Icon im Dock ziehen, um die Datei in diesem Programm zu öffnen. Ein simples Feature, dass in WinXP immer noch nicht machbar ist:
»Elemente können nicht auf einer Schaltfläche in der Taskleiste abgelegt werden.«
Natürlich gibt es auch Kontextmenüs für Dock-Icons, siehe das Bild oben links. Ich kann es benutzen wenn ich möchte, aber ich muss nicht, wie bei Windows XP. Nur wenn ich bei WinXP die Gruppieren-Option für die Taskleiste deaktiviere, muss ich das in Windows halbgar umgesetzte Icon-Kontextmenü nicht verwenden, dafür habe ich dann eine unbrauchbare Taskleiste.
Der iTunes-Screenshot ist vom letzten Oktober, deswegen nicht über Unterschiede zum Bild weiter oben wundern.
Dass man das Kontextmenü der Taskleiste bzw. des Docks nicht nur optional, sondern auch sinnvoll nutzen kann, zeigt iTunes auf Mac OS X: Informationen zum aktuellen Titel und Steuerungsmöglichkeiten für das Programm – bei iTunes für die Wiedergabe, in PGP zum Beispiel für das Entschlüsseln der Zwischenablage. Die Funktionen »Im Finder zeigen« und »Beenden« sind beinahe schon selbsterklärend: »Im Finder zeigen« zeigt die Position des Programms im Dateisystem an, indem ein Finder-Fenster mit dem Verzeichnis geöffnet wird, in dem sich das Programm befindet. WinXP kann das immer noch nicht, noch nicht mal beim unsäglichen Media-Player.
Am Montag habe ich mal kurz erwähnt, dass es von der Website annoyances.org ein Buch bei O’Reilly gibt, treffenderweise mit einer Kröte auf dem Cover. Das ist meine neue Killerantwort auf die Frage, was denn bei Mac OS so viel besser sei als bei Windows: Ein Buch mit über 580 Seiten, wie man Windows XP seine lästigen Angewohnheiten abgewöhnt. Ein Buch, dass es in ähnlicher Form für den Mac nicht gibt, weil es das für den Mac einfach nicht geben muss. Der Mac steht einem von Haus aus nicht bei der Arbeit im Weg rum.
Das Inhaltsverzeichnis des Annoyances-Buchs muss man sich mal geben: Lauter Probleme, von denen ein Macianer noch nie was gehört hat.
Die Annoyances sind ja nur die schlechten Manieren, die sich Windows in stundenlanger Konfigurationsarbeit abgewöhnen lassen. Daneben gibt’s immer noch die Design-Fehler wie die nutzlosen Kontextmenüs der Taskleiste oder die ebenfalls erwähnten verkrüppelten Menüs in Office.
In de.comp.sys.mac.misc (»de.soc.mac«) haben einige Leute folgende Signatur:
»At Apple, people would often challenge design decisions on the basis of "my mom is going to call me if she can’t understand this". I don’t think many people at Sun had parents who used Sun computers, and it’s questionable whether some of the MS designers speak to their parents…«
Lässt sich nun mit einem Mac einfacher und angenehmer arbeiten, oder was?
Danke, jetzt geht’s mir besser.
Erschienen am Sonntag, 09.03.2003 @ 23:19
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Tags: Apple, get-a-mac
Ich habe die Zahl der Einträge auf der Startseite von 15 auf 10 reduziert, da die Seite sonst sehr lang gerät. Aktuell (vor diesem Posting) wiegt die Startseite jetzt nur noch 64 K statt 100 K mit entsprechend schnellerer Ladezeit und kürzerem Scrollbalken.
:-)
Wer mehr braucht, kann sich über eine URL wie
www.my-two-cents.de/2003/08 z.B. alle Einträge des Monats August anzeigen lassen bzw. über
www.my-two-cents.de/2003/09 alle Einträge des Septembers. Oder für die Leute mit ganz dicker Leitung bringt
www.my-two-cents.de/2003 alle Einträge aus diesem Jahr (im Moment nur bis 13.08. zurück, siehe das
»Es läuft noch nicht alles rund «-Posting vom 29.08.).

Weitere Infos zum Thema RSS-Feeds und zur Benutzung der Archiv-Funktion habe ich im Eintrag »The Zen of Blogging« zusammengefasst.
Erschienen am Sonntag, 09.03.2003 @ 23:38
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Tags: Interna
Über Langeweile konnte ich mich heute nicht beklagen.
An sich wollte ich gegen acht aus den Federn, um noch etwas am »
Projekt H« weiter zu arbeiten, aber ich alte Schlafmütze kam erst um kurz vor elf auf die Beine. Für Arbeit blieb keine Zeit mehr, denn um zwölf Uhr stand der jährliche Zahnarzt-Termin an. Die Zähne geputzt und die weitere reguläre Körperpflege habe ich erst bis zwanzig vor zwölf, weswegen ich kurz beim Zahnarzt durchklingelte. Als ich mich mit meinem Namen meldete, klang mir schon etwas Enttäuschung in der Stimme der Sprechstundenhilfe entgegen, denn bei meinem Zahnarzt bin ich für zwei Dinge bekannt:
- Ich vergesse immer den ersten Termin im Jahr und muss mir ein paar Monate später einen zweiten Termin geben lassen.
- Während für andere Patienten in der Regel eine halbe Stunde Zeit eingeplant wird, reicht bei mir eine Viertelstunde.
Aber ich konnte sie beruhigen, denn ich rief nur an, um eine Verspätung von zehn Minuten anzukündigen.
Es wurden fünfzehn, weil mir im Wiesengrund ein Mann im mittleren Alter begegnete, der mich nach dem Weg fragte. Da wir in die gleiche Richtung wollten, nämlich in die Stadt, er zum Berg und ich in die Nähe der Werner-von-Siemens-Kreuzung, schlug ich vor zusammen zu fahren, bevor ich ihm lange den Weg erkläre. Er entgegnete, dass ich wohl etwas flotter fahren würde. Ich wiegelte ab und schlug ein mäßiges Tempo vor, aber doch ein etwas flotteres als das momentane Rolltempo, da ich einen Zahnarzt-Termin wahrzunehmen hätte.
Wie sich heraus stellte kam der Herr aus Herzogenaurach, arbeitet in Erlangen, hat derzeit Urlaub und wollte man per Rad die Gegend und den Wiesengrund erkunden. Wir fuhren die zwei Kilometer bis Bruck durch den Wiesengrund und wechselten dann in eine ruhige Seitenstraße am Rand der Flussauen, mit der parallel verlaufenden Hauptstraße (Leipziger Straße, dann Bayernstraße und Pommernstraße). An der Überführung über die Autobahn wies ich ihm den Weg nach links, wieder hinunter in den Wiesengrund und erklärte ihm, dass er sich am Camping-Platz rechts Richtung Stadt halten müsse, dann sei es nicht mehr weit bis zum Berg. Ich bog rechts ab, überquerte die Autobahn, passierte die Hochbrücke der Werner-von-Siemens-Straße und kam beim Zahnarzt an.
Ich gehe gerne zum Zahnarzt. Dass andere Leute bei ihrem Zahnarzt so lange warten müssen wie ich bei meinem Orthopäden, drei Stunden und mehr, passiert mir nie. Seit Jahren hat er ein exzellentes Termin-Management: Wenn man überhaupt ins Wartezimmer gebeten wird, bleibt man dort maximal fünf Minuten sitzen. Heute hieß es gleich am Empfang, dass ich ins linke Sprechzimmer durchgehen könne, wenn ich abgelegt habe. Der Doc hat aber gut zu tun: Verpasst man mal einen Termin, bekommt man frühestens ein paar Monate später einen neuen, weil er so weit im Voraus ausgebucht ist.
Der andere Grund, weswegen ich gerne zum Zahnarzt gehe ist, dass ich dort nie lange bleibe.
»Was kann ich heute für Sie tun? Nichts, wie immer?«
— »Standard, Zahnstein fürchte ich.«
»Einmal Zahnstein und Kopf abschrauben.«
Zehn Minuten später war der Zahnstein weg und die Zähne professionell geputzt. Ich weiß nicht, woran’s liegt, er meinte mal, manche Leute können den Belag fingerdick auf den Zähnen haben, ohne Karies zu bekommen. Ich putze meine Zähne des besseren Atems wegen natürlich trotzdem täglich. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass uns, meiner Schwester und mir, unsere Mutter früher Calcium ins Essen gemischt hat, als wir noch laufende Meter waren. Keine Ahnung, aber mir gefällt’s. :-)
Zahnarzt erledigt, und sinnigerweise steht erst nach dem Besuch bei ihm das Mittagessen auf dem Programm. Zuvor jedoch noch ein Abstecher bei »Palm & Enke«, der Buchhandlung am Schlossplatz, demnächst am Hugo (Hugenottenplatz) beheimatet. Ich bestellte zwei Bücher von Chuck Palahniuk, dessen »Der Simulant« (Originaltitel: »Choke«) ich im Urlaub innerhalb eines Tages durchlas. Ich will demnächst noch ausführlich darüber schreiben. Morgen kann ich in der Buchhandlung »Flug 2039« abholen (– Originaltitel »Survivor«). Aus den Amazon-Rezensionen:
»…eine überhöhte Satire auf den Fitnesswahn, den religiösen Massenkult und die Macht der Medien, Trends zu kreieren und auszuschlachten bis zum letzten Blutstropfen.«
[...]
»Dieser Mann, Chuck Palahniuk, ist jeden Cent wert, den man zahlt, um an seine Bücher zu kommen. Er liebt Tabuthemen und er stampft darin herum, wie ein wild gewordener Elefant. Jede neue Veröffentlichung eine weitere skurrile Idee.«
[...]
»Netter Gag: Entsprechend der Rahmenhandlung (der Erzähler diktiert sein Leben der Blackbox eines gekaperten Flugzeugs, dem irgendwann der Sprit ausgehen wird) beginnt das Buch mit Seite 313 (und Kapitel 47) und endet mit Seite 1, d.h. es ist rückläufig gedruckt.«
Der zweite Titel ist das englische Original von »Fight Club« und wird für sieben Pfund aus Großbritannien importiert. Eine deutsche Fassung ist derzeit nicht greifbar; die Auflage ist vergriffen und der Verlag plant laut der Verkäuferin bis März/April 2004, so weit reicht ihr Katalog, keine Neuauflage.
Ich habe das schon öfter hier erwähnt: »Fight Club« ist ein grandioser Film, alleine schon wegen des »Mut zum Nonkonformismus gegen den Hollywood-Mainstream.« Wegen des Schnitts, der Kamera, den Effekten, dem Soundtrack, den Schauspielern, aber vor allem wegen der Story. Ich habe ihn zweimal im Kino gesehen und im Regal steht die DVD als Code 1 und Code 2. Nach der Lektüre des Simulanten dachte ich mir, ich muss mir auch mal vom »Projekt Chaos« lesen, um das Buch dann mit dem Film vergleichen zu können, und um vielleicht noch mehr und genauer von der Geschichte zu erfahren.
Mittagessen in der Pizzabar, eine Lasagne. Ich überbrückte etwas Zeit mit Essen und Lesen, ehe es um kurz vor zwei zu meinem nächsten Termin ging: Ins Uni-Klinikum.
Zu Beginn des Sommers baute ich eine kleine Website für eine Abteilung einer Klinik und schon damals zeichnete sich ab, dass im Herbst womöglich ein größerer Folgeauftrag ansteht, da die Kundin mit meiner Arbeit sehr zufrieden war. Heute war eine erste Besprechung für ein Projekt mit ganz anderen Ausmaßen: Eine neue Website für die komplette Klinik. Nicht für das ganze Klinikum, nur für eine der vielen Kliniken, aber immerhin; das Projekt ist groß (aber handhabbar).
Ich weiß, eigentlich habe ich mit der SAE und dem Telekolleg genug zu tun. Aber einerseits gab ich damals schon meine Zusage auf die Frage, ob ich prinzipiell bereit und verfügbar wäre, und das sehr gern (und heute auch wieder sehr gerne, denn die Zusammenarbeit war sehr gut). Zudem ist das Projekt auf einen längeren Zeitraum angelegt: Ein paar Monate, mit mehreren Phasen, die unabhängig voneinander online gehen können.
Noch ist der Auftrag nicht endgültig sicher, aber es sieht gut aus. Ich werde zunächst einen kleinen Beispielbereich erstellen und präsentieren. Wenn’s passt werden die Kosten hochgerechnet und ein Angebot geschrieben. Für die große »Phase 2« gibt es noch ein wenig Unsicherheit, da die Klinikleitung wechselt. Die Kundin und ich gehen aber davon aus, dass auch der neue Chef an einer etwas zeitgemäßeren Website interessiert sein wird (bis es soweit ist, gibt es erstmal nur Inhalte in die bisherige Struktur, die gerne länger schon hätten online sein können).
Weitere Details und um welche Klinik es sich handelt, gibt’s erst, wenn etwas greifbares online ist; ich spreche nicht so gern all zu konkret über unfertige Projekte. Falls ich doch mal was beizutragen habe, ist der Codename für die Arbeit »Projekt K«.
Zurück nach Hause. Nicht gleich, sondern über den Friedhof. Daheim die abschließenden Arbeiten am Projekt H, die sich länger hinzogen als gedacht.
Eigentlich war heute ein Double-Feature als DVD-Abend bei Klaus geplant: »High Fidelity« und »About a Boy«. Aber wir haben das heute alle irgendwie verpeilt. Klaus musste noch lange arbeiten, Steffi, Nina und Georg hatten andere Pläne. Waren aber alle drei interessiert, so dass wir die Sache lieber verschoben, statt nur zu zweit auf der Couch zu sitzen. Wurde auch kurzfristig anberaumt, nächstes Mal müssen wir es etwas längerfristiger planen.
Während ich auf Klaus’ Anruf wartete, sah ich mir die erste Sendung der neuen DSDS-Staffel an. In der ersten Staffel sah ich mir nur die Final-Sendungen im Schnelldurchlauf an und ich bin mir auch nicht wirklich sicher, ob ich beim nächsten Mal wieder einschalte: Bohlens Sprüche hatten zwar Drive, waren teilweise aber auch richtig fies, da steh’ ich normalerweise nicht so drauf. Davon ab bluteten mir fast die Ohren. Allerdings waren diejenigen, die eine Runde weiterkamen, durchaus gut.
Morgen ist Kino mit Martin in Nürnberg geplant, »Fluch der Karibik«. Vorher natürlich zum weltbesten Döner. Und wie der Zufall so will, hat der Gravis-Shop hinter’m Hauptbahnhof seit heute auch ein Demo-Gerät des Power Mac G5 im Laden stehen, den ich mir dann mal live und in Farbe anschauen werde.
Tagsüber sind einige geschäftliche und private Mails zu schreiben, die Freehand-Übung für die SAE steht noch an (habe am Wochenende vorwiegend Geschichte gelernt) sowie eine Reihe von Telekolleg-Hausaufgaben. Wenn noch Zeit bleibt, möchte ich noch ein bisschen Video-Konserve aufholen (Maischberger, Seinfeld, eine Spiegel-Reportage).
Erschienen am Sonntag, 09.03.2003 @ 23:56
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Tags: Leben, tageszusammenfassung
Montag, 10.03.2003
Weiß nicht, wie ich das gemacht habe. Sonntag-Abend kurz nach Mitternacht ins Bett und Montag-Morgen nach ca. 4 3/4 Stunden Schlaf um 4 Uhr 59 aufgewacht. Ich konnte es selbst kaum glauben, und vielleicht war es die Überraschung, die mich daran hinderte, gleich wieder einzuschlafen. Jedenfalls nutzte ich die Gunst der Stunde und stand um 5 Uhr früh auf.
Etwa von halb sechs bis halb acht arbeitete ich an dem Auftrag weiter, für den ich Virtual PC benötigte. Um halb acht war ich soweit fertig und schickte die Sachen an Holger. Morgen kommen nur noch zwei kleinere Sachen dazu, das geht dann recht fix. Größere Nachbesserungen sollten eigentlich nicht mehr kommen. Die Briefvorlagen für die Kommune sind jetzt so gut, wie man sie in Word nur machen kann. Positionsrahmen haben sehr weitergeholfen. Ich dachte ja, ich wüsste alles über Word, aber ich habe ein paar Kuriositäten gefunden:
- In Positionsrahmen können Formularfelder eingefügt werden in Textfelder nicht.
- Folgeseiten übernehmen die Einstellungen für den Seitenrand oben und unten, aber nicht ohne weiteres für links und rechts.
- Wenn man mit Abschnitten arbeitet, müssen die Seitenränder auch nochmal im zweiten Abschnitt (von, in meinem Fall, insgesamt zwei) eingestellt werden, damit sie für die Folgeseiten übernommen werden.
- Mit blinden Tabellen kann man auch in Word viel anfangen, aber wenn’s auf absolute Genauigkeit ankommt, führt kein Weg an Positionsrahmen vorbei.
- Bei Positionsrahmen bekommt man nicht nur den hässlichen Rand und die weiße Füllung weg, sondern auch den Textabstand vom inneren Rand.
- In Kopf- und Fußnoten können keine Formularfelder stehen, außer solche, die Word von alleine ausfüllen kann, z.B. Seitenzahlen und das aktuelle Datum.
- Kopf- und Fußzeilen, z.B. oben mit einem Logo oder im Fuß Angaben zu Öffnungszeiten und Bankverbindungen auf der ersten, und nur dem Datum und der Seitenzahl auf den Folgeseiten, können recht einfach eingefügt werden: Word kann für die erste Seite andere Kopf- und Fußzeilen speichern als für die Folgeseiten.
- Word kann nur dazu veranlasst werden, auch an die gefällige Darstellung der Folgeseiten zu denken, indem man ihm entsprechende Angaben in der Kopfzeile mitgibt. Das bedeutet, dass Gestaltungselemente auf den Folgeseiten nur über (oder unter) dem Text stehen können, nicht links oder rechts daneben.
Nach dem Job gab’s erstmal Frühstück und den Rest des Tatorts von gestern. Ich habe mich auch an Physik-Hausaufgaben versucht, aber ich bin wieder am Umstellen einer größeren Formel gescheitert. Ich muss das einfach noch üben; später habe ich dann im Buch gesehen, wie eine ähnliche Formel nach einer anderen Variablen aufgelöst wurde. Muss mich nachher oder morgen nochmal dran versuchen. Eigentlich wollte ich heute noch eine Hausaufgabe fertig machen und zusammen mit der überfälligen ersten abgeben. Naja, dann bringe ich doch nur die erste auf den Weg. Das ist ein bisschen dumm gelaufen: An sich hätte ich sie schon vorletzte Woche abgeben sollen, letzter Termin. In der besagten Woche war ich in München und habe vornehmlich an dem eben erwähnten Auftrag gearbeitet. Also machte ich sie erst am Wochenende des ersten März. Am Montag darauf, 3. März, wollte ich sie eigentlich mit der Post verschicken, dachte aber in der Umzugshektik nicht daran. Ich glaube, am Dienstag-Abend aß ich dann beim Griechen in Frauenaurach und irgendwie hatte ich im Kopf, den Brief am selben Abend eingeworfen zu haben, dem war aber nicht so. Am Donnerstag, 6. März, fiel mir wieder ein, dass er noch im Rucksack auf bessere Zeiten wartete. Dann fiel mir auch ein, dass in dieser Woche ja Faschingsferien waren und es so gesehen egal war, ob ich ihn am Montag einwarf oder erst am Freitag. Ich beschloss, gleich noch die nächste Hausaufgabe mitzumachen und mit abzugeben, sieht besser aus, wenn man mit der einen schon so weit in Verzug ist. Naja, wie gesagt, das wurde auch nix, weil ich die zweite Hausaufgabe am Wochenende wegen zu viel anderer Arbeit nicht fertig gemacht habe und sie sich heute morgen als schwieriger herausstellte als anfangs gedacht.
Ich sah mir auf Video noch »Berlin is in Germany« an, den ich vorletztes Jahr im Kino verpasste und der gestern Abend im ZDF lief. Leider war die Kassette fünf Minuten vor Schluss zu Ende, so dass der Schluss abgeschnitten wurde. Ich habe noch gesehen, dass Martin wieder von der Polizei gefasst wurde, weil er als Aushilfe in dem Sex-Shop gearbeitet hat, als dieser nach verbotenem Material durchsucht, und die Polizei auch fündig wurde. Martin sagte, dass er keine Ahnung hat, wo der Inhaber, Victor wohnt. Dann war die Kassette am Ende. Kann mir jemand sagen, wie’s weitergeht? Meine Vermutung ist, dass Martin wieder in den Knast wandert, weil er der Polizei nicht beweisen kann, dass er nur Aushilfe und nicht Inhaber war, und weil der wahre Inhaber nicht mehr auftaucht.
Danach noch die Schmidt-Show vom Freitag. Solide, aber nicht überdurchschnittlich. Einen Hammer-Spruch hat Harald Schmidt aber wieder rausgehauen. Leider habe ich ihn nicht mehr im genauen Wortlaut verfügbar, aber er ging sinngemäß so: »Warum machen Leute eigentlich einen Lebensplan? Die meisten Leute brauchen überhaupt keinen Lebensplan, da kommt jeden Morgen pünktlich der Bus, man arbeitet bis vier im beheizten Büro und das war’s.«
Um 13 Uhr die heutige Telekolleg-Deutsch-Sendung. Aber ich habe nur mit halbem Ohr hingehört, denn es ging um Erörterung, darin bin ich relativ gut, und ich wurde wieder müde. Von 13:30 bis 14:45 bin ich tatsächlich nochmal eingenickt. Danach aber wieder Salon-fähig gemacht, denn durch das Schlafen sah ich aus wie Yeti am Mittag (meine Haare verlegen sich recht schnell). Die gewaschenen Socken von der Maschine in den Trockner und dann rauf auf’s Rad: Sonnenschein, kaum Wind, 16 Grad!!
In der Stadt nur einen Döner gegessen und ein bisschen was im Altstadtmarkt gekauft, die erste Physik-Hausaufgabe in den Briefkasten geworfen (diesmal wirklich) und wieder gemütlich nach Hause, Ankunft gegen 17:30.
Jetzt muss ich mir noch ein Shop-System (osCommerce) ansehen und entscheiden, ob ich einen Auftrag diesbezüglich annehme oder nicht. Es geht nur um ein neues Layout für den Shop, aber ich muss mir das System mal ‘ne halbe Stunde ansehen um zu gucken, wie aufwändig die Anpassung ist. Aber ich bin zuversichtlich.
Musik:
Brad Mehldau, »Song-Song« (The Art of Trio Vol. 3)
Oder, wie mein Vater sagt: »Kaffeehaus-Musik, ist ja furchtbar.«
:-)
Es hat jetzt noch 11,4 Grad.
Erschienen am Montag, 10.03.2003 @ 18:37
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Tags: Leben
Dienstag, 11.03.2003
Die kurze Nacht gestern (fünf Stunden) musste sich natürlich rächen. Nicht nur, dass es gestern mit 2 Uhr früh mal wieder etwas später wurde, nein, erst 12 Stunden später war ich wieder unter den Lebenden.
Das Wetter: Heute sogar noch zwei Grad wärmer als gestern, aktuell 18 Grad, aber während es gestern sonnig war, ist es heute bedeckt. Da zieht es mich nicht unbedingt nach draußen. Heute Abend vielleicht mal runter zum Griechen. Oder noch in die Stadt, ins Kino? Könnte am Dienstag recht voll sein, denn es ist »Half-Price-Day«.
In der ersten Stunde nach dem Aufstehen erstmal meine Standard-Sites abgeklappert. Gleich noch ein, zwei E-Mails schreiben und dann mal langsam in die Gänge kommen. Wäsche waschen, am neuen Auftrag arbeiten, Physik lernen.
Erschienen am Dienstag, 11.03.2003 @ 15:18
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Tags: Leben
Bin um 21:15 vom Griechen nach Hause gekommen. Perfektes Kinowetter: Nur ein bisschen getröpfelt, windstill, sehr mild. Sowohl bei meiner Abfahrt um 19:30 als auch bei meiner Rückkehr hatte es 14 Grad. Kinowetter ist für mich nicht, wie für andere Leute, wenn es junge Hunde regnet, sondern Biergarten-Wetter. Ich fahre die zehn Kilometer in knapp unter einer halben Stunde mit dem Fahrrad in die Stadt und in etwas mehr als 30 Minuten wieder heimwärts, da kann ich schlechtes Wetter nicht gebrauchen. Wenn ich ins Kino gehe, dann aber auch üblicherweise erst zu Vorstellungszeiten, bei denen die meisten Biergärten schon wieder ans Schließen denken, nämlich zwischen 22 und 23 Uhr.
Morgen soll es dann doch wieder unbeständiger und etwas kühler werden, so dass es mit dem Kinowetter auch schon wieder vorbei ist. Dabei ist meine Liste der noch zu sehenden Filme lang…
Erschienen am Dienstag, 11.03.2003 @ 21:46
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Tags: Leben
Heise-Meldung von heute: »
Telekom hat 3,4 Millionen Kunden für T-DSL«. Auch wenn man berücksichtigt, dass es auch bei anderen Telcos DSL- und ISDN-Kunden gibt, ist das Monopol der Telekom bekanntlich ungebrochen. Bei 3,4 Millionen DSL- und 10 Millionen ISDN-Kunden bedeutet das, dass die überwiegende Mehrheit nach wie vor noch mit 56 K Modems oder weniger durch’s Netz surft und die Zeit noch nicht reif ist, auf Websites alle guten Vorsätze bezüglich der Ladezeit über Bord zu werfen.
Bei meinem Weblog will ich eine Ausnahme gelten lassen: Ich will hier nichts verkaufen und ich könnte mir auch die Domain textwueste.de reservieren, denn um nichts anderes geht es hier: Um mehr oder minder lesenswerte Texte über das Leben und Wirken von Stefan Freimark. Meine geschäftliche Präsenz
freimark.de ist bezüglich der Ladezeiten, trotz größerem Einsatz von Grafiken, vorbildlicher.
Erschienen am Dienstag, 11.03.2003 @ 22:16
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Tags: Web, webdesign
Mittwoch, 12.03.2003
Nettes
Flash-Filmchen, gesehen
bei Markus.
Erschienen am Mittwoch, 12.03.2003 @ 16:51
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Tags: Web, webdesign

Von der Qualität her eher durchwachsen. Da paart sich der zu starke Kontrast und die kräftigen Farben der Picture-CD mit meinem eher bescheidenen Fotografie-Talent.
Auspack-Bilder vom Power Mac folgen »demnächst«.
Erschienen am Mittwoch, 12.03.2003 @ 23:54
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Tags: Leben
Donnerstag, 13.03.2003
War ein gutes Gespräch, auch sehr nett. Wird das Redesign eines Mac-Versenders: Im Zuge dessen wird der Online-Shop gewechselt (künftig
osCommerce) und ich stülpe dem Shop ein Design über.
Es kann passieren, dass der neue Auftritt
div-based wird, also Layout mit CSS, ohne Tabellen. Zur Anschauung, wie das bei 3 bis 4,6% (
Heise,
W3B) der Web-Surfer mit Netscape 4 aussieht, wollte ich eben ein paar Screenshots machen und muss feststellen, dass es NN4 gar nicht mehr offiziell zum Download gibt, jedenfalls nicht ohne weiteres ersichtlich.
Danke an
Holger für den Link auf
browsers.evolt.org, da gibt’s alte Browser-Versionen.
Nachtrag, 23:00 Uhr: Es soll nicht so klingen als würde ich NN4-User von einer Site ausschließen wollen. Surfer mit NN4 bekommen auch alle Inhalte zu sehen, nur nicht das Design. Das Layout mit CSS umzusetzen hat eine Reihe von
Vorteilen, aber um deren Potential nutzen zu können, muss die CSS-Datei vor älteren Browsern wie NN4 oder IE4 »versteckt« werden.
Weitere Lektüre:
- ALA: »
Why don’t you code for Netscape?«
- ALA: »
To Hell with bad Browsers«
- Digital Web: »
99.9% of Websites are obsolete«
Alle drei Artikel stammen von Jeffrey
Zeldman.
Erschienen am Donnerstag, 13.03.2003 @ 12:14
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Tags: Web, webdesign
Mich fasziniert ja, dass Maybritt Illner inzwischen regelmäßig um zehn bis zwölf Minuten überzieht. Vielleicht setzt sich beim ZDF ja irgendwann die Erkenntnis durch, dass die Sendung nunmal sechzig Minuten dauert und nicht fünfundvierzig, dann passen auch wieder die Zeiten im
Fernsehprogramm. Bei »Wetten, dass…?« hat es meiner Erinnerung nach aber auch ein paar Jahre gebraucht, bis die Show auch offiziell länger war als ursprünglich vorgesehen. Jetzt überzieht Thomas Gottschalk nur noch zwanzig Minuten statt vierzig bis sechzig.
Erschienen am Donnerstag, 13.03.2003 @ 23:20
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Tags: Medien
Freitag, 14.03.2003
Macromedia, Hersteller von Programmen wie Flash, Dreamweaver, Fireworks und Freehand, hat seit etwa
einer Woche eine neue Website.
Das Design ist vom subjektiven Standpunkt her Geschmackssache (ich kenne sogar jemanden, dem’s gefällt), objektiv, was Usability/Benutzbarkeit und Accessability/Zugänglichkeit betrifft, ein tiefer Griff ins Klo.
Ich habe seit dem Relaunch noch nichts ernsthaft auf der Site gebraucht oder gesucht, bin nur ein bisschen rumgesurft, so dass ich bislang nur auf Erfahrungsberichte anderer verwies, zum Beispiel von Kai Pahl (
eins,
zwo,
drei,
vier) oder
Holger Eggert). Kais lange Ladezeiten von 15 bis 30 Sekunden kann ich nachvollziehen, aber nur mit dem IE5/Mac. Kai mit 2 MBit/s-Anbindung, ich 1 MBit/s. Meine Ladezeit für die Startseite: 14 Sekunden (mit Safari sechs). Die
Login-Seite mit IE zwanzig Sekunden (!), und Safari kann sie gar nicht laden, stattdessen erscheint eine Seite, die einen über unterstützte Browser belehrt.
- Eine gute Site setzt keinen bestimmten Browser voraus, sondern funktioniert auf jedem neueren Browser.
- Eine gute Site setzt keine Flash-App ein, die 20 Sekunden Ladezeit selbst beim wiederholten Aufruf der gleichen Seite braucht, nur um dann eine Login-Maske anzuzeigen, die man in HTML auch hätte umsetzen können, und deren nachfolgende Seite weitere fünf Sekunden zum Laden benötigt.
Fazit bislang: Eine solche Website abzuliefern ist für einen Hersteller von Web-Programmen nach dem Bekenntnis zu Usability und Accessability sowie nach dem Einkauf von Usability-Guru Jakob Nielsen ein Armutszeugnis.
Ein wenig muss ich von meiner Kritik, die ich gestern Abend zu schreiben begann, nun zurück nehmen: Seit heute morgen gibt es eine neue Beta-Version der Macromedia-Website mit einigen Änderungen. Die Navigation ist ein wenig klarer geworden, aber die Performance wurde teilweise verbessert. Safari wird nach wie vor von Teilen der Site ausgeschlossen. Die Startseite hat noch 21 Fehler, bei einigen Dokumenten (z.B. progress report) fehlt der DOCTYPE und die Stylesheets sind auch noch nicht ganz kosher.
Auf der zweiten Seite zum »progress report« zu den Erkenntnissen aus der »Beta 1« gibt es vergleichende Screenshots zwischen der ersten Beta-Version von vor einer Woche und der zweiten Beta-Version, die seit heute morgen online ist. Macromedia hat außerdem die Ladezeiten der Homepage der eigenen Site und die von anderen Unternehmen (Adobe, Apple, Dell, eBay…) miteinander verglichen. Die einzig interessante Zahl dabei ist, nach wie vielen Sekunden die Site mit einem 56K-Modem komplett geladen ist. Als Ziel für die eigene Homepage gibt man da 25 Sekunden an, und mit der Beta 2 will man das erreicht haben. Das ist eine ganz gute Verbesserung, obwohl 25 Sekunden für einen Modem-User immer noch eine ganz schön lange Zeit ist. Die komplette Spiegel-Homepage lädt bei mir in sechs Sekunden, die Beta 2 von MM in neun (IE5/Mac mit 1 MBit/s, natürlich mit geleertem Cache). Die Werte für Safari: spiegel.de in drei Sekunden, MM in sechs bis sieben Sekunden. Der Kunden-Login ist genauso langsam wie zuvor. Dass auf den Produkt-Seiten nach wie vor die Unter-Navigation auf der rechten Seite verschwindet, wenn man einen Punkt daraus anklickt, ärgert mich.
Positiv hervorheben muss und will ich, dass Macromedia nach einer Woche Dresche nun die Benutzer stärker in das Redesign einbindet: Umfragen, genaue Auswertung der Logs und das Auf-dem-Laufenden-Halten mit dem progress report. Ob das vor einer Woche schon so geplant war oder nicht, sei mal dahingestellt, ich will es mal glauben. Die Unterstützung von Opera und Safari soll »in den nächsten Wochen« verbessert werden. Das stimmt mich versöhnlich, auch wenn ich mich frage: warum nicht gleich so?
Erschienen am Freitag, 14.03.2003 @ 6:15
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Tags: Web, webdesign
In zwei Stunden tritt der Bundeskanzler im Reichstag ans Rednerpult, um eine grundsätzliche Regierungserklärung zu halten, in der er sein Reformprogramm vorstellen will. Im Laufe der Woche wurden die Erwartungen zur Blut-, Schweiß-, und Tränenrede hochgeschraubt. Jeder weiß (und in allen Äußerungen folgte diese Einschränkung nach den hohen Erwartungen), dass diese Erwartungen enttäuscht werden, denn morgen wird nicht der Aufschwung beginnen. Aber man darf trotzdem gespannt bleiben, was der Kanzler sagen wird, und welche Auswirkungen die Rede haben wird. Nachdem gestern
mit Ach und Krach die Ladenschlusszeiten um vier Stunden verlängert wurden, spöttelten einige Leute schon, dass das wohl die einzige Reform in dieser Legislaturperiode bleiben wird, wenn es bei so einer kleinen Sache schon Abweichler in der Koalition gibt.
Die ARD überträgt die Sitzung des Bundestages ab 9 Uhr. Um 22:45 Uhr gibt es im ZDF eine Sondersendung von »Berlin Mitte«. Und ich wette, dass sich der Spiegel in der nächsten Woche auf seiner Titelseite mit diesem Thema befassen wird.
Erschienen am Freitag, 14.03.2003 @ 7:11
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Tags: Politik
Aber ein dünnes gutes Buch ist besser als ein dickes schlechtes. Das vorgenannte Zitat stammt aus der deutschen Ausgabe von »Don’t make me think!« von Steve Krug (bei Amazon.de:
deutsche Version,
englische Version). Ich bin vor etwa zwei Wochen durch eine
Rezension von Kai Pahl darauf aufmerksam geworden. Da mich das Thema beruflich interessiert und ein 5-Euro-Gutschein bei Amazon zu verfallen drohte, griff ich bei der deutschen Ausgabe zu. Das Cover der deutschen Übersetzung ist zwar abstoßend, aber dafür gibt’s das Buch drunter für neun Euro weniger als das englische Original. Durch Kais Kritik war ich bereits vorgewarnt:
»Ohne Zweifel, der Anfänger wird auf jeder Seite Essentielles lernen. Nicht ganz so simpel stellt es sich für den fortgeschrittenen Web-Designer dar, der, so wie ich, fünf Jahre mit offenen Augen durchs Web gegangen ist, und auch schon den einen oder anderen theoretischen Text gelesen hat. Das erste Drittel befindet sich fast ausschließlich bereits gehörtes.«
Ganz so schlimm ist es nicht. Es ist nicht so, dass sich ein fortgeschrittener Web-Profi seitenweise langweilt. Ja, ich habe viele Dinge gelesen, die mir schon bekannt waren, aber es gab auch einige neue Punkte. Oder Aspekte, die mir zwar unterbewusst klar waren, aber die ich nie in Worte formuliert gesehen habe. Daneben auch einige praktische Tipps für die tägliche Arbeit, ohne zu sehr abzuschweifen.
Steve Krug hat keine zig Listen mit den zehn Dingen, die man auf einer Website beachten muss, er hat nur eine zentrale, Goldene Regel: »Don’t make me think«, lass’ mich nicht über etwas auf Deiner Website nachdenken. Wenn der Surfer eine Website bewusst oder unbewusst verwirrend findet, wird er nicht mit der Site klarkommen, sich unwohl fühlen oder gar nicht erst weitere Zeit auf der Site zubringen. Wenn der Benutzer über etwas auf der Site nachdenken muss, zum Beispiel eine unklare Navigation, oder wenn sich der Designer denkt, dass der User damit hoffentlich schon klar kommen wird, dann ist etwas im argen. Überhaupt, Steve Krug konfrontiert den Leser und Designer auch mit der harten Realität: Seiten werden nicht so benutzt, wie sich die Designer das vorgestellt haben, weil Surfer nicht lesen, sondern nur überfliegen, sich durchwursteln und die erstbeste Sache anklicken, die ihnen sinnvoll erscheint (ist uns Usability-Interessierten natürlich größtenteils schon bekannt gewesen). Der Autor liefert viele solcher Beispiele, auf die man auch selbst hätte kommen können, wenn man sich nur mal überlegt, wie man selbst surft und was einen selbst bei Websites ärgert. Im Prinzip lässt sich alles auf die alte KISS-Formel zurückführen: Keep it simple, stupid. Don’t make me think konkretisiert das noch ein wenig.
Das Buch liest sich sehr locker, denn Steve Krug hat hier keine staubtrockene Schwarte abgeliefert, sondern ein sehr amüsantes Werk.
»Jetzt steuern wir auf zwei Kapitel zu, die sich mit der Anwendung dieser Prinzipien auf zwei der größten und wichtigsten Herausforderungen beim Webdesign beschäftigen: die Navigation und die Homepage.
Packen Sie sich ein paar Stullen ein. Es sind lange Kapitel.«
»Verwenden Sie als Welcome Blurb keine Aussage über den Auftrag.
Viele Sites füllen ihre Homepage mit Aussagen über ihre Firmenbestimmung, die sich anhören, als wäre sie für eine Kandidatin der Endausscheidung bei "Miss America" geschrieben: "Firma XYZ bietet Weltklasselösungen im florierenden Feld der bla bla bla bla…" Das liest keiner!«
Kleine Comics, Ausschnitte von Screenshots, übersichtliche Tabellen und Flussdiagramme lockern den Text zusätzlich auf. Es gibt nur sehr wenige Doppelseiten, die ganz ohne ein Bild oder eine große Zwischenüberschrift auskommen.
Die elf Kapitel sind angenehm kurz und gut voneinander getrennt, so dass sich das Buch kapitelweise lesen lässt. Nur die beiden Kapitel zur Navigation und zur Homepage sind, wie am Schluss des fünften Kapitels angekündigt (siehe Zitat oben), etwas länger.
Allein schon aus dem Grund, mit welchem unsäglichen Müll meine Augen jeden Tag im Web gequält werden, gerade auch bei Millionen Euro teuren Websites, kann ich dieses Buch nur uneingeschränkt empfehlen. Kai hätte es nicht treffender formulieren können, als er in seiner Kritik schrieb:
»Sehe ich mich um und betrachte den derzeiten Stand des von Agenturen betriebenen Webdesigns in Deutschland, wird es Zeit für einen “Marshall-Plan” und dem Abwurf von Krug-Büchern aus “Bücher-Bombern” über Hamburg-St.Pauli, Berlin Mitte und Munich Area.«
Dem Buch hätte noch gut getan, wenn nicht alle Unterpunkte lediglich durch einen Pfeil > am Seitenrand kenntlich gemacht worden wären, sondern wenn es dann und wann auch einfach mal eine Nummerierung erstens, zweitens, drittens gegeben hätte. Ein- oder zweimal wird in einer Liste mit solchen Punkten ein Einschub gemacht und man muss sich danach erst wieder orientieren, wenn es gedanklich wieder »,eine Ebene höher« weitergeht im Text.
Um abschließend nochmal auf die Breite des Buchrückens zu sprechen zu kommen: 190 Seiten Text sind nicht viel. Aber es ist dennoch genau die richtige Länge für ein Buch: Es ist so kurz, dass man es gut in einer Woche durchlesen kann, sofern man nicht ständig liest, oder auch in ein bis zwei Tagen, wenn man gar nicht mehr davon ablassen kann. Ein Wälzer mit 400 oder ein »Kompendium« mit 900 Seiten, das bei Adam und Eva anfängt und dann wirklich jedes Thema erschlägt, würde hier nicht so viel bringen. »Don’t make me think!« hat den Anspruch, Usability-Grundlagen zu vermitteln, um die gröbsten Schnitzer zu vermeiden und die wichtigsten Punkte auch nochmal den Profis ins Gedächtnis zu rufen. Und diesen Anspruch erfüllt Steve Krug sehr gut.
Erschienen am Freitag, 14.03.2003 @ 8:08
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Tags: Web, webdesign
Ich habe die HTML-Specs nicht auswendig gelernt, und daher kenne ich zugegebenermaßen nicht sämtliche Tags mit Syntax und Definition. Bislang verwendete ich für längere Absätze mit Zitaten das
<div>-Tag mit einer Klasse, die für die Formatierung sorgte (eingerückter Text, Courier- bzw. mono-Schrift). Dank an Tim, der mich in einem
Kommentar zu einem Eintrag bei The Flow auf
<blockquote> hinwies, das genau für diesen Zweck gedacht ist: Längere Absätze mit Zitaten, die, im Gegensatz zu <cite> (das eigentlich für eine Zitatquelle gedacht ist) einen eigenen Block bilden.
Ab sofort werden nun längere Zitate mit
<blockquote> ausgezeichnet und nicht mehr mit
<div class="code">. In meinem Stylesheet habe ich
<blockquote> meine optischen Vorstellungen mitgegeben, die dem bisher verwendeten
<div> mit der Klasse
code entsprechen, so dass es für den Leser keinen sichtbaren Unterschied gibt. Aber dem Ideal, Struktur von Präsentation zu trennen und für eine einwandfreie logische Auszeichnung eines XHTML-Dokuments zu sorgen, bin ich so wieder ein Stück näher gekommen (mir fällt diesbezüglich auch gerade keine andere Baustelle auf dieser Site ein).
Evtl bereinige ich bei Gelegenheit mal die bisherigen Einträge. Geht mit einem Dump der Datenbank-Tabellen und der Suchen-und-Ersetzen-Funktion von Dreamweaver recht einfach: Zunächst nach dem Tag
<div> mit dem Attribut class und dem Inhalt code suchen und durch das Tag
<blockquote> ersetzen. In einem zweiten Schritt das class-Attribut aus allen
<blockquote>s rausschmeißen. Der Gag ist ja, das man nicht einfach alle
</div> durch
</blockquote> ersetzen kann, weil es z.B. auch
<div align="center"> gibt, die nicht durch
<blockquote> ersetzt werden dürfen.
Ginge eigentlich so eine Suchen-Ersetzen-Aktion auch mit BBEdit? Kai?
P.S.: Den Eintrag mit dem Titel »Mode« von gestern kurz nach 23 Uhr habe ich wieder gelöscht, da ich noch was ergänzen möchte. Wird in Bälde neu veröffentlicht.
Erschienen am Freitag, 14.03.2003 @ 8:40
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Tags: Web, webdesign
Samstag, 15.03.2003
Sorry, aber ich habe im Moment keine große Lust, mir diesbezüglich jetzt den Wolf zu schreiben (Kopfschmerzen…).
Es war nicht die große Offenbarung, aber das war bereits zuvor klar. Andererseits fielen sicher bei einigen Verbandsführern die Kinnladen runter, zum Beispiel bei den Arbeitgebern, den Gewerkschaften, den Kammern, den Handwerkern und den Kassenärztlichen Vereinigungen. Ich hoffe, dass nicht alles davon wieder von den Verbänden und im Gesetzgebungsprozess abgeschliffen und einbetoniert wird. Denn wirklich große Reformen sehen anders aus, da sollte man nicht diese zarten Vorhaben-Pflänzchen zertreten. Der Kanzler musste natürlich auf die verschiedenen Interessen Rücksicht nehmen und so blieb vieles nur halbgar.
Positiv fand ich, dass allen Interessengruppen Einschnitte zugemutet werden.
Noch einige Links:
Kommentar von Kai Pahl
Spiegel-online:
FTD:
Leitartikel: Schröder schneidet ins soziale Netz
bundeskanzler.de:
Pressemitteilung
Text der Rede
Erschienen am Samstag, 15.03.2003 @ 0:20
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Tags: Politik
»Es geht jetzt so aufwärts mit Deutschland, ich darf Sie bitten auch tagsüber angeschnallt zu bleiben.«
»20 Uhr Ladenschluss in Deutschland: Das heißt ja, liebe Indios in der Fußgängerzone, Ihr müsst ‘nen zweiten Song einüben.«
Erschienen am Samstag, 15.03.2003 @ 4:00
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Tags: Politik
Niedlich finde ich ja, dass Spiegel-online ab und an in der laufenden Berichterstattung im letzten Absatz eines Artikels nochmal erwähnt, worum’s eigentlich geht:
»Die Uno hat Irak den Besitz von Massenvernichtungswaffen verboten. Irak hat Vorwürfe der USA und Großbritanniens zurückgewiesen, über verbotene Waffen zu verfügen. Die beiden Staaten haben in der Golf-Region mehr als 250.000 Soldaten zusammengezogen und drohen Irak mit Krieg, sollte das Land nicht die Abrüstungsforderungen der Uno erfüllen.«
Kleiner Service für alle Leute, die in den letzten 12 Monaten in einer Höhle gelebt haben.
Erschienen am Samstag, 15.03.2003 @ 16:51
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Tags: Medien
Holger wird wahrscheinlich den Kopf schütteln. Ich bin seit gestern, 21:15 Uhr wach. Um drei Uhr nachts habe ich noch zwei Englisch-Hausaufgaben gemacht, gegen 4 Uhr den Beginn der Schmidt-Show von Freitag-Abend gesehen (hatte ich wegen des Berlin-Mitte-Spezials verpasst) und danach noch zwei Dokus in der DCTP-Nacht auf Vox. Um Viertel vor sieben unter die Dusche und um sieben nochmal an die Physik-Hausaufgabe gewagt. Um 07:40 rauf auf’s Rad und runter nach Vach gefahren, den 171er Bus nach Fürth nehmen, Kollegtag.
Ich berichte morgen ausführlich. Zwei Videorecorder sind programmiert, um die erste Folge von »Enterprise« aufzunehmen, »Broken Bow«.
Noch vor 18 Uhr werde ich zusammenklappen und mich hinlegen. Wie ich mich kenne, werde ich um 2 oder 3 Uhr früh aufwachen und danach eine wunderbar produktive Woche erleben (ernsthaft). Gleich nach dem Aufwachen natürlich erstmal »Enterprise« und »Malcolm mitten drin« (die Aufnahme läuft gerade). Die erste Folge der neuen Staffel habe ich letztes Wochenende leider verpasst.
Also, ich pack’s dann. Man merkt schon: Ich rede wirr.
Gute Nacht.
Erschienen am Samstag, 15.03.2003 @ 17:37
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Tags: Leben
Sonntag, 16.03.2003
Erwartungsgemäß stand ich um 3 Uhr ausgeschlafen wieder auf. Um halb eins klingelte öfter mal das Telefon, weiß nicht, ob meine Schwester zu Hause angerufen hat oder ob jemand ein Fax schicken wollte, ich drehte mich jedenfalls wieder rum (wenn’s meine Schwester war, konnte sich mein Vater um sie kümmern, der war noch wach).
Ich startete gleich durch mit der ersten Folge von »
Enterprise«, »Broken Bow« (deutscher Titel: »
Aufbruch ins Unbekannte«).
Dieser Pilotfilm der fünften Star Trek-Serie hat mir ganz gut gefallen. Er kommt allerdings nicht an einige der Hammer-Folgen aus TNG heran, zum Beispiel »Clues« (»Beweise«), »Tapestry« (»Willkommen im Leben nach dem Tode«) oder »Cause and Effect« (»Déjà vu«).
Etwas überraschend der völlig untypische Vorspann, ohne das Star Trek-Thema aber mit Gesang (Bryan Adams lebt). Der ruhige Vorspann von DS9 gefiel mir wesentlich besser. »Broken Bow« stellte alle wichtigen Charaktere vor und klärte über den Stand der Technik in der Serie auf. Sie spielt knapp hundert Jahre nach dem achten Film »
First Contact«, also ungefähr 2150 (TNG spielt um 2370, TOS um 2260). Die Menschheit kam bereits vor zwei Generationen durch Zefram Cochrane in den Besitz des Warp-Antriebs, aber bis auf Transportflüge hat man’s noch zu nichts größerem gebracht. Die Sternenflotte wurde gerade gegründet (faszinierendes Detail: die Admiräle tragen unter der Uniform noch Krawatten) und die Enterprise NX-01 ist das erste Schiff der Sternenflotte. Auf der Erde gibt es Vulkanier und Dr. Phlox ist ein Cardassianer.
Die erste Folge ließ Spannung und Action nicht vermissen, war aber teilweise auch etwas vorhersagbar.
Mal sehen, wie sich die Serie weiterentwickelt und welcher Charakter noch besonders hervorstechen wird. In TOS war es Spock, in TNG Data, auf DS9 meiner Meinung nach das Duo Quark und Odo und auf der Voyager der Doktor.
Bislang, also ohne jetzt mehr von »Enterprise« gesehen zu haben, gefiel mir »Deep Space Nine« am besten. DS9 hatte eine, die einzelnen Folgen überspannende Geschichte, dennoch war jede Folge in sich abgeschlossen. Im Gegensatz zu VOY gab es bei DS9 darüber hinaus aber auch größere Zusammenhänge, zum Beispiel der Konflikt zwischen Bajor und Cardassia und die Bedrohung durch das Dominion. Ich hoffe sehr, dass »Enterprise« auch etwas mehr »außen herum« erzählt, zum Beispiel die Entwicklung der Sternenflotte und der Föderation aufzeigt, und dass es nicht wieder eine Serie wird, bei der nur ein Raumschiff durch den Weltraum schippert.
Ach ja, »Broken Bow« war bedeutend besser als der zehnte Star Trek-Film, »
Nemesis«.
Erschienen am Sonntag, 16.03.2003 @ 6:10
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Tags: film, Film-und-Fernsehen
Nach
Ansicht von Kai sei das Sub-Commander T’Pol (
Jolene Blalock).
Mein Geschmack geht da in eine andere Richtung; T’Pol kann ich genauso wenig abgewinnen wie Uhura oder Dr. Kate Pulaski aus der 2. TNG-Season.
Meine Top 5 der »most sexiest women in space« sieht so aus:
- Nicole de Boer als Ensign Ezri Dax in DS9
- Nana Visitor als Major/Colonel Kira Nerys in DS9
- Jeri Ryan als Seven of Nine in VOY (auch nicht schlecht: South Trek)
- Denise Crosby als Lieutenant Tasha Yar in TNG
- Marina Sirtis als Counsellor Deanna Troi in TNG
Abgesehen von Star Trek: Amanda Tapping als Captain/Major Samantha »Sam« Carter in »Stargate SG-1« (vielleicht Platz 2,5?).
Erschienen am Sonntag, 16.03.2003 @ 8:10
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Tags: film, Film-und-Fernsehen
Dieser Sonntag steht im Zeichen von Lappen und Wäschekorb: Die Waschmaschine läuft und ich werde sie heute noch zwei weitere Male anwerfen, ebenso oft den Trockner. Sukzessive dann die gewaschene Wäsche aussortieren, zusammenlegen und Aufräumen. Am Nachmittag steht dann wischen des Treppenhauses an, denn wir haben diese Woche wieder die Hausordnung-Karte von der Wohnung unter’m Dach zurückbekommen (wir wohnen in einem Haus mit drei Parteien). Wenn Verena und ich schon mal dabei sind, das Haus zu wischen, können wir auch gleich in der Wohnung weitermachen: Küche, Essecke, Flur, kleines und großes Bad. Die Küche ist soweit in Schuss. Mein eigenes Zimmer könnte mal wieder den Staubsauger vertragen.
Und sonst? Wahrscheinlich gegen wir zu dritt zum Mittagessen zum Jugoslaven TV1848 am Europakanal. Aus der Zeitung haben wir von denen noch einen Gutschein, Motto: Ein Hauptgericht umsonst.
Jetzt am Vormittag werde ich noch Englisch-Hausaufgaben erledigen, nebenbei alle Stunde mal nach der Waschmaschine sehen. Putzen, wischen und staubsaugen startet am Nachmittag. Davor oder danach muss ich noch kleinere Dinge an zwei Aufträgen erledigen. Außerdem noch hier über den gestrigen Kollegtag schreiben und nach de.soc.mac ein Posting wegen eines Druckerproblems absetzen (HP Laserjet 1200, also recht aktuell und von OS X offiziell unterstützt, aber bei Ausdrucken von Webseiten aus Safari oder IE verschwinden Druckaufträge manchmal ganz oder die letzte Seite fehlt; Problem trat auch schon beim iBook auf). In iMovie will ich nebenher noch eine Telekolleg-Sendung (Mathe) importieren und nach MPEG-4 zur Archivierung umwandeln. Außerdem muss/will ich noch mit fünf Freunden telefonieren, wegen verschiedener Dinge, unter anderem wegen Treffen. Den Videorecorder programmieren, für 17:30 ARD (eine Doku), 20:15 Pro7 (»
Mission to Mars«), 22:25 RTL (Spiegel-TV) und 23:10 RTL (Arte-Doku im Programm von AZ-Media/Center-TV). Wird morgen früh angesehen, der Film im Laufe der Woche. Mac-TV sehe ich mir nächste Woche in der Wiederholung an, weil ich heute zwischen 20 und 21 Uhr ins Bett gehe.
Erschienen am Sonntag, 16.03.2003 @ 10:58
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Tags: Leben
Kai ist auf das Activities-Fenster in Safari
aufmerksam geworden. Zufällig habe ich gestern Abend ein Feedback an Apple geschickt, denn das Activities-Fenster könnte noch besser sein:
»Suggestion for the window “Activity”:
First, great idea. But as a web designer I would like to have two more informations: how much KB were transfered all together for a page (including images, external stylesheets…) and how long was the loading time from sending the URL request to the complete rendering with all items.
Thanks!«
Erschienen am Sonntag, 16.03.2003 @ 12:07
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Tags: Web, webdesign
Der Jugoslave wurde es dann doch nicht, denn der war rappel-voll. Wir fuhren zum Altstädter Schießhaus am Berg; vor einiger Zeit (ein, zwei Jahre?) ist dort eine neue Pizzeria eingezogen, die »Osteria La vita è bella«. Die Ähnlichkeit zum
Film von und mit Roberto Benigni ist nicht zufällig, Szenenfotos zum Beginn der Speisekarte beziehen sich darauf. Es gibt eine Terrasse mit Blick auf die Stadt, die auch von Außenlautsprechern mit Musik beschallt wird. Im Sommer stelle ich mir das abends richtig schön vor; mal merken. Das Lokal besteht innen aus einem großen Raum mit hoher Decke. Auf einer Gallerie rings um den Raum stehen auch noch einige Tische. Die Tische, auch die kleinen für nur vier Personen, sind sehr groß und aus glattem, dunklen Holz ohne Tischdecke. Ich bestellte eine Salami-Pizza. Holzofen, hauch-dünn, und ausgesprochen gut! Der Preis ist mit 6,50 Euro etwas gehobener. Mit Nudeln hat man’s dort nicht so, es gibt nur sieben Nudelgerichte, Standards: Spaghetti Napoli und algio olio sowie Lasagne, Penne arrabiata, Tortellini panna sowie Fusilli pesto und Farfalle quattro formaggi. Tris di Pasti gibt’s leider nicht. Dem gegenüber stehen 25 verschiedene Pizzen.
Die Rechnung von zu dritt rund 28 Euro verringerte sich um eine Pizza auf 21 Euro, da wir einen
Gutschein einlösten. Bei Richard und Babs bin ich auf das
Gutscheinbuch gestoßen, dass es nicht nur für Erlangen, sondern auch für eine Reihe anderer Städte gibt: Der Gag dabei ist, dass man in teilnehmenden Restaurants ein Essen umsonst bekommt: »Partner-Gutschein: Das zweite (günstigere oder wertgleiche) Hauptgericht ist gratis.« Allerdings muss man die Bedingungen des Gutscheins genau lesen, denn manche gelten nur an bestimmten Tagen oder bestimmten Uhrzeiten. Das Buch kostet 14 Euro 80, die sich aber relativ schnell armortisieren, wenn man auch nur in wenige der 25 Lokale geht. Der Vorteil für die Restaurants liegt auf der Hand: Mehr Umsatz durch Neukunden, die vielleicht auch wieder kommen, ohne Kosten für Werbung (laut Homepage ist für die Partner »kein Kapital notwendig«).
Auch sonst trifft die Überschrift dieses Eintrags voll zu: strahlender Sonnenschein, blauer Himmel, zehn Grad plus. Werde mich nachher nochmal auf’s Rad schwingen und Klaus kurz die »Enterprise«-DVD vorbeibringen, die ich von der gestrigen Pilotfolge
gebrannt habe. Am Rückweg noch einen Happen essen. So ganz satt wurde ich durch die Pizza nicht, denn ich habe zuletzt gestern Nachmittag einen Döner gegessen.
An den Kellern 30, 91054 Erlangen
Fon: 09131 – 23442
täglich geöffnet von 11:30 bis 14:30 und von 17:30 bis 23:30 Uhr.
Nachtrag (17.03.03, 14:05 Uhr): Die Pizzen haben laut Speisekarte einen Durchmesser von 32 Zentimetern.
Die Gutscheine im Gutscheinbuch gelten bis 31.12.2003. Für nächstes Jahr wird dann wohl ein neues Buch rauskommen. Vorteil für die Käufer ist auch, dass sie mal so auf Lokale aufmerksam werden, die sie sonst nicht ausprobieren würden.
In der Lokalzeitung hat sich seit einigen Wochen auch eine Gutscheinaktion etabliert: Gutschein ausschneiden und innerhalb von zwei Wochen bei einem von einem halben Dutzend aufgedruckter Lokale einlösen.
In einer anderen Pizzeria hat mein Vater vor einiger Zeit (2. März) mal nachgefragt, wie sich das Gutscheinbuch auswirkt: sie hatten bislang ca. 300 Leute, die einen einlösten und etwa 70% davon waren Stammkunden.
Erschienen am Sonntag, 16.03.2003 @ 16:19
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Tags: Leben
Ich kann mir das nicht merken, welche Einstellungen ich für einen Dump der Tabellen meiner Datenbank brauche: vollständige oder erweiterte Inserts?
Bewährtes Mittel gegen Vergesslichkeit: aufschreiben. Also, das wird angekreuzt:
- Struktur und Daten
- Mit ‘DROP TABLE’
- vollständige ‘INSERT’s
- Senden
Ohne Gewähr und Pistole.
Erschienen am Sonntag, 16.03.2003 @ 16:26
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Tags: Web, webdesign
Montag, 17.03.2003
Die »Mercury News«
berichten, ein neues IBM-Notebook hätte Apples Powerbook technologisch überholt.
Jörn von
Mac-TV hält in einem
Artikel dagegen.
Erschienen am Montag, 17.03.2003 @ 15:35
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Tags: Apple, Mac
Seit heute Nachmittag scheint klar zu sein: Der Krieg wird kommen, und zwar noch vor dem Ende dieser Woche.
Nachdem sich gestern die Regierungschefs der USA, Großbritanniens, Spaniens und Portugals mitten im Atlantik auf den Azoren (Portugal) trafen, kündigte Bush an, dass der heutige Montag der letzte Tag sei, den er für eine diplomatische Lösung zugestehen wollte. Danach ging es Schlag auf Schlag: Die USA forderten die Waffeninspektoren auf, den Irak zu
verlassen und der neuesten Nachricht zufolge werden USA und Großbritannien darauf verzichten, eine Folgeresolution für 1441 in den UN-Sicherheitsrat einzubringen (
Spiegel,
BBC). Botschaften im Irak werden jetzt reihenweise geschlossen. Für 20 Uhr Ortszeit (Washington) ist eine Ansprache von Präsident Bush angekündigt (2 Uhr früh deutscher Zeit).
Laut der BBC soll es noch keine Kriegserklärung sein, sondern Saddam Hussein noch ein letztes Ultimatum von einigen Stunden geben, um den Irak ins Exil zu verlassen.
Die BBC hat auf einer Extra-Seite die
Ereignisse der letzten Stunden zusammengefasst.
Erschienen am Montag, 17.03.2003 @ 16:47
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Tags: Politik
Heute Vormittag mal eine ganz neue Erfahrung: Waschen mit dem Wasserkocher. Irgendwas stimmt mit dem Ding im Heizkeller nicht und im ganzen Haus gibt’s nur kaltes Wasser. Wahrscheinlich kommt morgen ein neues »Ding« (Heizkessel?), das dann wieder für Warmwasser sorgt. Heute daher nur Katzenwäsche: Waschlappen, Zähneputzen und Haare waschen mit angewärmten Wasser aus dem Kocher, nix mit Duschen.
Gestern wieder nur bis 18:11 Uhr durchgehalten, dann war Ende und die Müdigkeit übermannte mich. Die lange Agenda konnte ich gestern nicht mehr abarbeiten: nur eine Englisch-Hausaufgabe statt drei, nicht gewischt, nicht gestaubsaugt (wischen war zumindest im Haus noch nicht fällig, wie ich erfahren habe) und nicht so viel an den Projekten gearbeitet.
Heute habe ich aber alles wichtige erledigt. Jetzt werde ich langsam wieder müde (bin seit 4 Uhr früh wach). Ich brenne noch gerade eine DVD für Klaus und fahre dann wohl gegen halb sieben runter zum Griechen (gestern habe ich doch nichts mehr gegessen, zu müde). Dann noch ein Abstecher bei Klaus und gegen 20 Uhr wieder zu Hause ankommen und ins Bett fallen. Aufstehen morgen früh gegen 6 Uhr.
Erschienen am Montag, 17.03.2003 @ 17:45
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Tags: Leben
Dienstag, 18.03.2003
Brrrrrr.
Ich hätte gestern Trockenshampoo kaufen sollen.
Erschienen am Dienstag, 18.03.2003 @ 7:48
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Tags: Leben
Yes! Becker kommt wieder!
Ab heute Nacht auf dem Sendeplatz von Frasier (war’s das schon wieder mit der neuen Frasier-Staffel?!): Dienstag bis Freitag erst Harald Schmidt um 23:15, dann die Pseudo-Nachrichten mit Front-Berichterstattung a la Wochenschau über sich ergehen lassen und um 00:40 Uhr »Becker« (
IMDB.com,
epguides.com).
Die Online-Fernsehzeitschrift
tvtv.de fasst die Serie für Einsteiger ganz gut zusammen:
»Arzt Dr. John Becker (Ted Danson) betreibt eine Praxis irgendwo in der Bronx. Zwei gescheiterte Ehen und viele Jahre vergeblichen Ankämpfens gegen die angeborene Dummheit der Menschen haben aus dem Doc einen zynischen Misanthropen gemacht – der paradoxerweise die Menschen liebt, auch wenn man es nicht gleich auf den ersten Blick merkt. Becker raunzt, motzt, schimpft, grantelt – und hilft.«
Es ist die erste Folge der brandneuen vierten Staffel. Zum Schluss der dritten Staffel hatte er eine Gerichtsverhandlung wegen der angeblich falschen Behandlung eines Patienten, dem er aber eigentlich das Leben gerettet hat. Da ist er ein bisschen ausgerastet.
Bezüglich meines Morgens sollte sich der Leser nicht von der Überschrift täuschen lassen, denn mein Morgen war gut, abgesehen vom kalten Wasser.
Im Laufe des Vormittags wird hier eine neue Gegensprechanlage eingebaut, weil die alte nach zwanzig Jahren dabei war, ihren Geist aufzugeben. Die neue hat einen Videobildschirm, so dass man sehen kann, wer an der Tür steht. Mei, ich brauch’s nicht, aber es scheint wohl Stand der Technik zu sein. Falls das bis 12 Uhr beendet ist, fahre ich in die Stadt zur Sprechstunde meines Hautarztes. Ansonsten bin ich hier noch gut mit Physik lernen und einem Auftrag beschäftigt. Und Aufräumen wäre auch nicht verkehrt. Und gestaubsaugt habe ich am Wochenende auch nicht…
Erschienen am Dienstag, 18.03.2003 @ 8:02
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Tags: Leben

Überhaupt: Fernsehansprache? Hab’ ich was verpasst? Bin um 21 Uhr ins Bett und heute morgen um Viertel vor sechs aufgestanden. Habe mir dann auf Video Bushs kurze Rede angesehen und im Frühstücks-Fernsehen die Frühnachrichten um halb sieben auf SAT.1 und um sieben auf ARD…
Erschienen am Dienstag, 18.03.2003 @ 10:52
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Tags: Politik
Einige Worte zum Kollegtag am vergangenen Samstag. Tags zuvor erhielt ich einen Anruf von der Schule, dass Englisch und Bio für die Sozialisten getauscht wird: Englisch in der zweiten Stunden statt in der ersten. Demnach begann die Schule für mich erst um 08:45 Uhr.
Inzwischen ging die Teilnehmerzahl von rund 40 (39?) auf 24 Leute runter.
Ich gab in Englisch zwei Hausaufgaben ab: Die letzte aus dem ersten Trimester und die erste des zweiten Trimesters. Stand der Sendungen ist bereits die dritte Hausaufgabe des zweiten Trimesters, aber die liefere ich dann das nächste Mal nach. Das Trimester endet in Kürze, der dritte Abschnitt geht dann vom 22. April bis 16. Juli. Feststellungs-Prüfungen sind erst wieder im Juli, in den Hauptfächern auch die Abschluss-Prüfungen. In der Ausstrahlung der Fernsehsendungen gibt’s auch noch eine Änderung: ab April wird die reguläre Sendung mittwochs nicht mehr am Samstag wiederholt, stattdessen gibt es samstags um halb elf vormittags die Vertiefungssendung »Goal«.
»Der englischen Grammatik brauchen Sie nicht auf den Grund zu gehen, das haben die Engländer schon gemacht.«
Soll heißen, manche Dinge muss man einfach auswendig lernen und nicht hinterfragen, zum Beispiel die if-Sätze und das Gerund (gehören beide nicht zu meinen Stärken, weil ich sie damals in der Schule schon nicht richtig gelernt habe). Thema dieser Stunde war Wiederholung von Grammatik. Außerdem zu lernen: Vokabeln der letzten Arbeitsblätter zum Thema »Umwelt« (wichtig für die Feststellungsprüfung) sowie die Tenses (Zeiten).
Am Sonntag erledigte ich vor und nach dem Mittagessen noch eine weitere Englisch-Hausaufgabe. Der Plan sah eigentlich vor, dei restlichen drei Hausaufgaben zu machen, um für dieses Trimester Ruhe zu haben. Zumindest eine werde ich noch einschieben bis zum nächsten Kollegtag in zwei Wochen, das geht dann in Ordnung.
Physik. Thema der Stunde war das Stoffgebiet der Feststellungsprüfung am 12. April (für die Sozialisten und Wirtschaftler auch die Abschlussprüfung in diesem Fach, die Techniker haben im vierten Trimester nochmals Physik).
»In der letzten Phase im Fach Physik wird das Feuer unter’m Hintern heiß.«
Ich glaub’s. Großer Fehler von mir, meinen inneren Physik-Schweinehund nicht früher überwunden zu haben. Es ist nicht unmöglich, das noch zu schaffen, aber ein Spaziergang wird’s nicht. Ich bin aktuell am Ende der fünften Lektion angelangt und habe am Samstag die erste Hausaufgabe (Lektionen 1-3) abgegeben. Insgesamt gibt es 13 Lektionen und letzten Freitag wurde die elfte gezeigt, kommenden Freitag dann die zwölfte.
Für alle anderen ging’s mit Mathematik weiter, ich ging auf einen Sprung in die Stadt, einen Happen essen und ein wenig lesen. Ich mache Mathe erst im nächsten Durchgang des Telekollegs und bereite mich über den Sommer gut darauf vor. Sieben Jahre nach der Mittleren Reife war für mich der Aufwand zu groß, das drei Tage nach der Abschlussprüfung vergessene Wissen nachzuholen und außerdem den neuen Stoff zu lernen.
Dummerweise habe ich mich in der Zeit vertan und kam eine Viertelstunde zu spät zu Deutsch, da war dann am Schluss der Doppelstunde eine Entschuldigung fällig (ich war auch der festen Überzeugung, pünktlich gewesen zu sein, bis der Gong bereits eine halbe Stunde nach meiner Ankunft ertönte, 15 Minuten »vor Plan«). In Deutsch gab ich die dritte von vier Hausaufgaben ab, da bin ich gut auf dem Laufenden. An die komplette Textanalyse in der vierten Hausaufgabe wage ich mich noch nicht, da warte ich erst noch Samstag in zwei Wochen ab um zu sehen, ob wir dann noch weiteres lernen, was die Bearbeitung der Hausaufgabe dann erleichert. Ich habe festgestellt, dass es sehr hilfreich ist, regelmäßig in die Schule zu gehen, denn nur mit Hilfe der Sendungen und dem Buch kann man, zumindest in Deutsch und Physik, den Stoff nicht lernen. In Deutsch wurden in dieser Doppelstunde wieder sprachliche Bilder und rhetorische Figuren besprochen, außerdem verschiedene Beispiele, wie Zitate korrekt in eine Textanalyse/Interpretation eingebaut werden (das ist ziemlich formalisiert). Vier Dinge sind bei einer Textanalyse wichtig:
- Eigene Deutung / Erklärung / Interpretation
- Beweis (Zitat)
- Sprachliches Mittel
- Wirkung (was wird erzielt durch den Einsatz des sprachlichen Mittels)
Diese vier Elemente müssen in der Textanalyse miteinander verknüpft werden.
So weit, so gut.
Erschienen am Dienstag, 18.03.2003 @ 14:15
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Tags: Telekolleg
Zehn Grad, Sonnenschein, aber ich komm’ hier nicht weg. Das mit der neuen Gegensprechanlage bzw. Türklingel zieht sich länger hin als gedacht. Wird aber wohl bald fertig sein, dann radel’ ich noch auf einen Sprung in die Stadt. Es wird wieder Zeit für ein Lahmacun mit Käse von Döner-King, außerdem brauche ich neue DVD-Rohlinge von Verbatim.
Aber wie bereits heute morgen gesagt: Ich bin auch zu Hause ganz gut beschäftigt.
Erschienen am Dienstag, 18.03.2003 @ 15:55
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Tags: Leben
Ab sofort gibt’s hier im Haus wieder warmes Wasser.
Und die Monteure der neuen Türklingel sind eben abgerückt. Waren original seit 07:45 im Haus; hätte nicht gedacht, dass das so lange dauert. Für die Installation der Video-Schirme fehlt noch irgendein Teil, das kommt vielleicht am Freitag.
Erschienen am Dienstag, 18.03.2003 @ 17:17
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Tags: Leben
Mittwoch, 19.03.2003
Heute musste ich den Tag über wieder öfter an meine
Mutter denken. Ich kann mich immer noch nicht damit abfinden oder daran gewöhnen, dass sie nicht mehr da ist. Es ist ein seltsames Gefühl, ihre Stimme nicht mehr zu hören, sie nicht mehr zu sehen und zu wissen, dass einige tägliche Dinge nicht mehr passieren werden, da sie nicht mehr da ist, um diese Dinge zu tun. Soll heißen, dass sich bestimmte Erfahrungen aus dem gemeinsamen Zusammenleben nicht mehr wiederholen und nicht mehr wiederholen werden. Was bleibt, sind Erinnerungen, von denen ich sehr hoffe, dass sie mir noch lange erhalten bleiben und nicht mit der Zeit verblassen.
Es hängt mir auch immer noch nach, dass ihr Tod unerwartet kam. Und dass ich nicht zu Hause in Erlangen war, sondern mal wieder zum Arbeiten in einer entfernten Filiale (Karlsruhe), wie jede Arbeitswoche in den zwei-einviertel Jahren nach dem Ende meines Zivildiensts, nach dem 30. April 2000.
Da sich der Winter nun dem Ende neigt, habe ich wieder öfter Gelegenheit, mit dem Fahrrad zum Friedhof zu fahren. Habe heute zwei Kerzen angezündet.
Erschienen am Mittwoch, 19.03.2003 @ 20:16
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Tags: Leben
Aus der Sendung von gestern:
»Viele sagen vielleicht: "Ich versteh’ dat jar nich mit der Politik. Worum jeht’s da eichentlich?" Ich sag’s mal so: Wenn Sie Mieter sind, kennen Sie das: Was Bush mit Saddam gemacht hat, ja, im Grunde ist das Räumungsklage wegen Eigenbedarf.«
Erschienen am Mittwoch, 19.03.2003 @ 22:02
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Tags: Medien
Donnerstag, 20.03.2003
Es war gegen halb sieben. Ich war gerade aufgestanden und ging in die Küche, um etwas zu trinken, bevor ich mich für die Schule fertig machte. Meine Mutter stand am Küchenradio am Fenster, sie sah besorgt aus. Ich fragte, was los sei. »Es ist Krieg.« Damals war ich zwölf und interessierte mich noch nicht besonders für Politik. »Wo?«
- »Im Irak.«
Am 17. Januar 1991 begann der Zweite Golfkrieg.
Heute morgen begann der Dritte Golfkrieg (
Spiegel,
BBC).
Erschienen am Donnerstag, 20.03.2003 @ 7:29
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Tags: Politik
Warum zeigen das ZDF und RTL im Wetterbericht das Wetter im Irak?!
Erschienen am Donnerstag, 20.03.2003 @ 8:41
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Tags: Medien
Ticker und Agenturmeldungen:
-
Yahoo! (Aktuelle Agenturmeldungen)
-
Rheinische Post (Ticker)
-
BBC (Special der BBC-Nachrichtenseite)
-
BBC: hour-by-hour
Hintergründe:
-
BBC: Timeline – steps to war
-
Yahoo! Chronik zum Zweiten Golfkrieg
-
Telepolis
Weitere Nachrichtensites, Zeitungen:
-
Tagesschau
-
Spiegel
-
New York Times
-
FAZ
-
Die Zeit
-
Der Standard
Erschienen am Donnerstag, 20.03.2003 @ 10:34
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Tags: Politik
Der
Ausbruch des Krieges ist schrecklich, denn er wird den gewaltsamen Tod vieler Menschen zur Folge haben. Davon ab handelt es sich hierbei um einen
Angriffskrieg, der das Völkerrecht untergräbt, mit
unabsehbaren Folgen.
Aber bei all den
Konsequenzen, die der heutige Kriegsbeginn hat, wollen wir mal nicht übersehen, was heute
tatsächlich passiert ist, nämlich fast gar nichts.
Der Krieg begann heute eher zufällig, weil sich für die Koalitionstruppen gemäß Geheimdienstberichten die
Möglichkeit bot, führende irakische Militärs per viel zitiertem »Enthauptungsschlag« auszuschalten. Statt des viel angekündigten Bombenregens mit 3.000 Bomben und Raketen innert der ersten 48 Stunden, »so viel, wie im letzten Golfkrieg insgesamt«, wurden vierzig Marschflugkörper abgefeuert. Danach passierte seitens der Angreifer überhaupt nichts mehr. Angeblich, so war später in den Tickern zu lesen, soll die große Angriffswelle dann um 18 Uhr erfolgen oder auch erst zwei bis drei Tage später.
Trotzdem widmeten sich die großen Fernsehsender dem Thema in epischer Breite. RTL und SAT.1 blieben etwa bis zum Mittag dran (ich weiß es nicht genau, ich sah nur halb hin, habe schließlich noch anderes zu tun), ARD und ZDF senden seit 7 Uhr früh (da bin ich aufgestanden) ununterbrochen in einer einzigen Dauer-Nachrichtensendung. Schalten immer wieder von Korrespondent zu Korrespondent, obwohl es nichts zu berichten gibt. Das ZDF ist laut eigener Aussage seit etwa 03:45 Uhr, kurz nach dem Beginn der ersten Welle dabei.
Es scheint so, als wären die Medien seit Tagen in Lauerstellung gewesen und senden jetzt aus allen Rohren.
Erinnert mich ein wenig an eine
Szene aus der Schmidt-Show von gestern.
Zum Thema Medien einige ausgewählte Links:
- Telepolis vom 14.03.03:
Nervosität allerorten
- Telepolis vom 18.03.03:
Starring: G. W. Bush, jr.
- Spiegel-online von heute:
Das Theater des Krieges
Es besteht natürlich kein Zweifel daran, dass der
große Schlag noch folgen wird.
Bitte nicht falsch verstehen: Der Krieg hat begonnen und das betrübt mich. Aber die mediale Reaktion darauf finde ich, zum
jetzigen Zeitpunkt, etwas befremdlich.
Erschienen am Donnerstag, 20.03.2003 @ 17:34
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Tags: Politik
Freitag, 21.03.2003
Apple verschiebt die WorldWide Developers Conference
WWDC. Der ursprüngliche Termin war 19. bis 23. Mai, der neue Termin ist 23. bis 27. Juni. Offizielle Begründung ist, dass Apple noch am Nachfolger von Jaguar (OS X 10.2) arbeitet, von Apple auch »Panther« genannt (OS X 10.3). Jeder Besucher der WWDC soll eine Preview von Panther erhalten.
Quellen:
Heise, Apple
Pressemitteilung.
Nachtrag (22.03.03, 11:10 Uhr): Der interne Codename des ersten OS X war
Cheetah, der von 10.1 Puma. 10.2 Server hieß
angeblich Tigger.
Erschienen am Freitag, 21.03.2003 @ 20:42
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Tags: Apple, Mac
Samstag, 22.03.2003
[Diesen Eintrag habe ich am Wochenanfang geschrieben, Montag oder Dienstag, aber vergessen, ihn online zu stellen.]
Ich darf nochmal auf die Seite »
hour-by-hour« von BBC-News hinweisen. Ideal, um sich schnell ins Bild zu setzen, denn seit Sonntag dreht sich die Welt schneller (wenn man so sagen will). Top-Stories bei Spiegel-online eignen sich dafür weniger, da man dort mitunter auf ältere Artikel immer neue Absätze drauf setzt. Bei der BBC-Seite gibt’s als kleinen Service außerdem noch die nächsten größeren Termine auf einen Blick.
Letzte Entwicklung: Inzwischen traten drei Minister aus der Regierung des britischen Premierministers Blair zurück. Der Irak hat Bushs Ultimatum zurückgewiesen.
Ich darf außerdem einen
Eintrag in Kais Weblog zur Lektüre empfehlen, in dem er Ausschnitte der Rede des zurückgetretenen Ministers Cook zitiert, die einige exzellente Argumente enthalten (siehe auch den
Artikel beim Guardian und den
Videostream der BBC).
Erschienen am Samstag, 22.03.2003 @ 16:14
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Tags: Politik
Warum kostet die
neue c’t 7/03 nur noch
einen Euro? Auch im Impressum steht als Preis für das Einzelheft ein Euro, der Abo-Preis bleibt aber bei 66,20 Euro. Dabei hat Heise den Preis irgendwann nach der Euro-Einführung erst von 2,81 auf drei Euro erhöht…
Nachtrag (23.03.03, 14:00 Uhr): Des Rätsels Lösung ist in einer
Heise-Meldung von heute nachzulesen. c’t startet eine größere Leserumfrage und zum Auftakt wird der Preis der aktuellen Ausgabe auf einen Euro gesenkt, um Käufer anderer PC-Zeitschriften zu animieren, die c’t zusätzlich zu kaufen, um sie mal auszuprobieren. Hmm, leider ist der Preis auf dem Titel nicht sehr prominent und er wird auch nicht als »Schnupper-Preis« oder ähnliches angepriesen, so dass sich Erstleser vielleicht bei der nächsten Ausgabe über die 300%ige »Preissteigerung« wundern. Selbst Abonennten und Stammleser wie mich hat es verwundert. Es gibt auch keine flankierende Werbung (kommt vielleicht noch).
Das
Editorial der aktuellen Ausgabe wird im Lichte der vorgenannten Heise-Meldung auch etwas verständlicher.
Erschienen am Samstag, 22.03.2003 @ 16:56
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Tags: Medien
Bin ich der Einzige, der Boykottaufrufe gegen US-amerikanische oder umgekehrt französische Produkte ein bisschen dämlich findet?
Anfangs, zumindest nach meiner Wahrnehmung, gab es in den USA Boykott-Aktionen gegen französische Produkte, da Frankreich vor dem Ausbruch des Dritten Golfkriegs mit einem Veto im UN-Sicherheitsrat drohte. Das US-Repräsentantenhaus beschloss, die Pommes von »French Fries« in »Freedom Fries«
umzubenennen. In der Spiegel-Meldung heißt es, sehr süffisant, weiter:
»Eine Sprecherin der französischen Botschaft wies darauf hin, dass die "French Fries" eigentlich aus Belgien kommen. "Wir befinden uns in einer sehr ernsten Situation mit ernsthaften Problemen, und deswegen beschäftigen wir uns derzeit auch nicht mit Namen für Kartoffeln", fügte sie an.«
Naja, was soll’s, die Belgier haben ja auch zusammen mit Frankreich und Deutschland im NATO-Rat der Türkei Unterstützung verweigert. Michaela Simon fragt in einer Telepolis-Glosse, ob den Amerikanern der Begriff »Pommes frites« geläufig ist und ob man konsequenterweise nicht auch die Freiheitsstatue wieder an die Franzosen zurückgeben sollte.
Deutschland blieb mit seinem Anti-Kriegskurs (Harald Schmidt: »Mal ehrlich Ausland: Euch können wir’s wohl gar nicht recht machen?!«) auch nicht von Kritik verschont.
Mein Power Mac wurde von Apple in Cupertino entworfen und von Apple in Irland zusammengebaut (trotzdem war es eine nette Geste, als Apple diese Woche den früheren demokratischen Vize-Präsidenten Al Gore in den Aufsichtsrat berief; die Site »Crazy Apple Rumors« witzelte, dass Bush eine Neu-Auszählung der Stimmen verlangte). Die Cola die ich trinke kommt aus einem Werk fünf Kilometer vor meiner Haustür. Mit dem Umsatz tue ich der Bamberger Familie des Supermarkt-Pächters vor meiner Haustür was Gutes. Der Burger bei McDonald’s wird von deutschen und ausländischen Mitburgern in der Filiale am Hafen oder in der Innenstadt zusammengebaut.
Boykott von Waren aus einem bestimmten Land ist kompletter Unsinn. Deutsche Kriegsgegner haben das leider auch noch nicht begriffen und wollen US-Produkte boykottieren. Sowas trifft immer die falschen, wenn es überhaupt einen Effekt hat, während es Bush nicht mal merkt. Die wenigsten solcher Kampagnen haben »beim richtigen Empfänger« Erfolg und bei den erfolgreichen dauert es oft auch Jahre.
In diesem Sinne darf ich wieder auf das Cover eines Dilbert-Buchs hinweisen:

Dilbert: »I’m not anti-business, I’m anti-idiot.«
Ich bin nicht gegen US-Amerikaner oder gegen Produkte mit dem Label »Made in USA«, ich bin nur gegen die aktuelle US-Regierung.
So, ich fahre jetzt in die Stadt. Hätte ich jetzt nicht Lust auf eine Pizza, würde ich einen Burger essen. Alternativ kann ich ja noch eine Cola trinken und bei Esso tanken (gehört zum amerikanischen Exxon-Konzern).
Nachtrag (20:15 Uhr): Pauschal alle US-Filme zu boykottieren hießen ja auch, den wunderbar kritischen Film »Bowling for Columbine« zu verpassen.
Ich muss noch eine Passage aus dem Spiegel-online-Artikel »Propaganda-Seiten: "Deutschland stinkt"« zitieren:
»4,9 Millionen Arbeitsplätze, rechnet die “Businessweek” vor, hängen direkt vom Engagement französischer und deutscher Firmen ab. Von nationalen Konzernen und Produkten zu reden, sei sowieso Blödsinn: Die Vernetzung amerikanischer mit deutschen und französischen Konzernen sei so hoch, dass man für einen vollständigen Boykott 25 Prozent der US-Ökonomie lahm legen müsste.«
Erschienen am Samstag, 22.03.2003 @ 18:31
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Tags: Politik
Seit einer Woche habe ich den Eindruck, dass es zur Nacht hin, jetzt gegen 20 Uhr, vergleichsweise mild ist. Dabei hat es jetzt nur 3,7 Grad.
Erschienen am Samstag, 22.03.2003 @ 20:24
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Tags: Leben
Sonntag, 23.03.2003
Seit gestern gibt es eine neue Beta-Version von Apples Safari-Browser. Die v67 ist nicht offiziell verfügbar; die letzte offizielle Version v60 vom 12. Februar kann nach wie vor
bei Apple runtergeladen werden.

Wer ein älteres deutsches Sprachpaket für Safari installiert hat,
iSafari, sollte es vorher deaktivieren, sonst verweigert die neue Browser-Version den Start. Dazu einfach im Finder mit Apfel+I die Info-Palette des Programms aufrufen und in der Sektion »Sprachen« alle Sprachen bis auf Englisch deaktivieren.
Bei mir gab es außerdem Darstellungsprobleme von z.B.
Thinksecret, die mit einem Wegwerfen der Preferences ~/Library/Preferences/com.apple.Safari.plist behoben werden konnten. Bevor die v67 gestartet wird, empfehle ich dringend ein Backup des Verzeichnisses ~/Library/Safari, das die Bookmarks enthält. Habe die Bookmarks aus einem Backup wieder eingespielt, funktioniert tadellos.
Verschiedene Anwender berichten, dass die neue Beta noch schneller geworden sein soll.
Jetzt gehe ich erstmal auf Safari
:-) um die neuen Features wie AutoFill und Tabs zu testen. Mehr Infos gibt’s
bei Thinksecret.
Erschienen am Sonntag, 23.03.2003 @ 13:50
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Tags: Apple, Mac
Joschka Fischer ist auch am Wochenende Außenminister:

Joschka Fischer gestern im Bundeskanzleramt
Was ich dabei faszinierend finde ist, dass er in seiner Freizeitkleidung rüberkommt wie »einer von uns«, der »nebenbei« eben Außenminister dieser Republik ist.
Erschienen am Sonntag, 23.03.2003 @ 17:56
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Tags: Politik
Freitag:
Heute habe ich vorwiegend an einem Auftrag für einen Kunden gearbeitet. Es handelt sich um einen Online-Shop auf der Basis von
osCommerce, einem kostenlosen (os, open source) Shop-System, das auf LAMP aufsetzt. osCommerce ist leider nicht besonders gut dokumentiert, so dass viele Nerven mit Herumprobieren und Erforschen drauf gingen. Aber ich blicke inzwischen einigermaßen durch.
Am Abend die
neue Folge von »Enterprise«. Ich fand sie nicht schlecht, allerdings riss sie mich jetzt auch nicht vom Hocker. Sechs von zehn Punkten. Positiv anzumerken ist die Enge und das, im Vergleich zu den später spielenden Serien, frühe technische Entwicklungsstadium, beides kommt sehr deutlich rüber. Auch von der Story her fand man wieder zu den Wurzeln von Star Trek zurück: Nicht davon fliegen, sondern den Dingen auf den Grund gehen und die Mörder der Mannschaft des fremden Schiffes finden.
Samstag:
Aufstehen um halb neun. Um 12:20 fuhr ich mit dem Bus in die Stadt, um mich mit meinem Vater zu treffen. Zusammen lösten wir wieder einen
Gutschein aus einem lokalen Revolverblatt ein. Wir entschieden uns für einen Griechen: »Vereinsgaststätte Spvgg 1904« in der Kurt-Schumacher-Straße 11 im Nordosten der Stadt (91052 Erlangen), Nähe Röthelheimpark, Exerzierplatz. Telefon: 09131-52792. Generell bin ich ja Sportheim-Griechen eher skeptisch gegenüber eingestellt, da sie meiner Erfahrung nach eine Klasse tiefer als »normale« Restaurant-Griechen spielen, sowohl bezüglich des Ambientes als auch vom Essen her. Aber wir wurden positiv überrascht: Das Essen war sehr gut. Wahrscheinlich werden wir ihn aber nicht wieder besuchen, da er für uns zu weit vom Schuss ist; außerdem mussten wir in einem fast leeren Lokal vergleichsweise lange auf unser Essen warten. Und es war
zu ruhig: Ich habe gerne, wenn etwas leise Musik im Hintergrund spielt, aber da war gar nichts.
Am Abend rutschte ich noch auf einen Sprung zur Pizza-Bar, später dann das obligatorische »
Wetten, dass…?«. Sehr faszinierend war die erste Wette, bei der ein 79-jähriger Hobby-Gewichtheber (aber immerhin seit dem 45. Lebensjahr dabei) gegen einen 29.-jährigen Weltmeister antrat. Die Aufgabe: Wer schafft in vier Minuten mehr Kniebeugen und stemmt dabei gleichzeitig 50 Kilo? Die beiden gaben sich nichts und am Schluss war der Weltmeister mit nur einem halben Dutzend bei insgesamt rund hundert Kniebeugen vorne. Der Junge war allerdings platt und der Rentner stand ganz ruhig daneben, das war der Hammer. Danach das heute-journal und dann gegen Mitternacht ab in die Falle.
Sonntag:
Heute stand ich etwas später auf, zehn Uhr. Ich las die c’t 7/03 zu Ende und machte mich dann über die 6/03 her. Außerdem holte ich Verena und eine Nachbarin mit dem Auto vom Bahnhof ab, die beiden kamen vom Dekanatsjugendkonvent zurück. Weiterhin war Hausarbeit angesagt: Waschen, putzen, getrocknete Wäsche zusammenlegen und aufräumen.
Zwischen all dem, sowohl am Samstag als auch am Sonntag, arbeitete ich ein wenig an zwei Projekten weiter. Diesmal allerdings nichts greifbares, sondern eher, sagen wir, »Theorie«. Ich komme bei beiden gut voran.
Das Wetter ist sagenhaft: Kaum Wind, 10,8 Grad (vor zwei Stunden sogar noch 12 Grad im Schatten und 15 in der Sonne:
Kinowetter! Ich fahre gleich in die Stadt, und um zehn nach acht sehe ich mir »
About Schmidt« an. Holger hat ihn mir empfohlen und der
Trailer hat mich neugierig gemacht. Davon ab ist mir »
As good as it gets« noch in guter Erinnerung. Kein Film für jeden und ich könnte ihn mir auch nicht dauernd ansehen. Aber Jack Nicolsons schauspielerische Leistung in diesem Film ist unerreicht.
Mac-TV fällt heute aus. Den Tatort und Spiegel-TV nehme ich auf Video auf. Spiegel-TV will ich mir noch ansehen, wenn ich zurück komme, den Tatort dann irgendwann in den nächsten Tagen.
Erschienen am Sonntag, 23.03.2003 @ 18:28
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Tags: Leben
Am Freitag wollte ich mir die zwölfte Physik-Sendung im BR aufnehmen. Wegen des Krieges hielt man es in München wohl für geboten, sich auf das Programm der ARD aufzuschalten und zeigte, was ich zwei Knöpfe auf meiner Fernbedienung entfernt auch hätte sehen können. Okay, dachte ich mir, am Samstag-Vormittag kommt ja die Wiederholung. Falsch gedacht! Der BR zeigte wieder das ARD-Programm.
Ich kann ja verstehen, wenn sich deutsche Sender bei CNN, Fox-News oder Al-Jazeera einklingen. Diese Sender kann der normale Haushalt vielleicht nicht unbedingt empfangen. Aber, lieber BR, die ARD?! Die ARD kriegt hierzulande
jeder rein, sich dort aufzuschalten macht überhaupt keinen Sinn!!
Nein, BR-alpha kann ich nicht empfangen.
Erschienen am Sonntag, 23.03.2003 @ 18:34
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Tags: Telekolleg
Losradeln bei zehn Grad gegen 18:40 war noch ganz angenehm, aber beim Heimkommen um 23:20 war’s dann doch zünftig kalt mit drei Grad. Auf der Einkaufsliste steht unbedingt ein dickeres, knöpfbares Jeans-Hemd: nicht schön, aber zweckmäßig. Nur mit T-Shirt, Schal und darüber einer »Übergangsjacke« war’s arg schattig. Handschuhe schützten die Hände, aber an den Ärmeln zog es kalt in die Jacke rein und am Reißverschluss an der Brust hätte es auch gern etwas wärmer sein können. Die Wangen waren bei der Rückkehr eiskalt. Zwei der drei Filme, die noch auf meiner Liste stehen, laufen derzeit nur noch nach elf Uhr abends, so dass es zu späterer Stunde eher noch kälter wird. Oder doch noch weiterhin mit dem Auto in die Stadt fahren, bis es auch nachts wieder acht Grad hat?
Erschienen am Sonntag, 23.03.2003 @ 23:43
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Tags: Leben
Montag, 24.03.2003
Es
freut mich besonders, dass
Michael Moore gestern einen Oscar für seinen Dokumentarfilm »
Bowling for Columbine« bekommen hat. In seiner Dankesrede hielt er sich dann erwartungsgemäß auch nicht an die Vorgabe, den Krieg oder Politik nicht zu thematisieren.
»We like non-fiction and we live in fictitious times. We live in a time when we have?fictitious election results?and a man sending us to war for fictitious reasons?we are against this war, Mr. Bush. Shame on you, Mr. Bush, shame on you.«
Bei Spiegel-online gibt’s alle Preisträger, Zitate, Bilder und einen ausführlichen Bericht.
Auch wenn »Chicago« sechs Oscars erhalten hat, werde ich mir diesen Film nicht ansehen.
Erschienen am Montag, 24.03.2003 @ 13:37
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Tags: film, Film-und-Fernsehen
Habe heute seit dem Aufstehen um 10 außer ein paar Keksen noch nichts gegessen. Aber wie das so ist, wenn man in der Arbeit vertieft ist, da vergisst man alles.
Werde mir jetzt aber mal eine Tiefkühl-Pizza warm machen.
Abendplanung: Gegen 19 Uhr in die Stadt radeln, den neuen Spiegel kaufen und einen Döner reinschlichten. Der Kinofilm des heutigen Abends: »
Das Leben des David Gale«, um 20 Uhr im Manhattan. Freunde, die ich zwecks Kino angemailt habe, haben noch nicht geantwortet.
Heute Abend bin ich schlauer und packe noch ein langärmeliges Hemd ein.
Erschienen am Montag, 24.03.2003 @ 16:55
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Tags: Web, webdesign
Dienstag, 25.03.2003
Es war gegen 19 Uhr. Ich saß an meinem Ikea-Schreibtisch vor meinem 17-Zoll-Apple-Display, in beiger Boss-Jeans und weißem V-Shirt (ich beschreibe das so genau, weil Details Erinnerungen plastisch machen). Draußen war die Sonne gerade untergegangen, die Abenddämmerung verschwand. iTunes spielte »Avenue La Mer« von Naomi. Mein Vater kam aus der Stadt zurück. Zwei Stunden zuvor haben wir uns kurz über seine Taschen-Datenbank unterhalten, die langsam alle Viere von sich streckt: Eine Neuanschaffung ist geplant. Er berichtete von den Palms, die er beim MediaMarkt gesehen hatte; ich habe ihm zwei Stunden zuvor einen Zettel geschrieben mit Geräten, die er sich mal ansehen soll: Palm Zire, Palm Tungsten und Sony Clie, keinesfalls Pocket-PCs, HP-Handhelds oder Sachen von Casio.
Soweit die Erinnerung für’s Tagebuch, jetzt weiter im Text. Die Tastaturmatte in der Datenbank meines Vaters ist defekt und muss ausgetauscht werden; er kann jetzt nicht mehr alle Funktionen nutzen und manche nur noch sehr umständlich. Die Datenbank — bzw. der Organizer — ist ungefähr halb so groß wie ein längs geteiltes A5-Blatt. Man kann sie aufklappen und hat dann auf der unteren Hälfte eine Tastatur und in der oberen Hälfte links ein kleines Matrix-Display. Es handelt sich um einen »IQ-7720M«-Organizer von Sharp, ungefähr zehn Jahre alt. An Speicher hat das Ding werkseitig 64 Kilobyte, mein Vater hat die mitgelieferte Speicherkarte durch eine doppelt so große ausgetauscht.
Die Reparatur der Tastaturmatte durch Sharp würde ungefähr 75 Euro kosten. Alternativ hat man ihm die Sicherung der Daten auf der proprietären Speicherkarte auf eine Diskette für 35 Euro angeboten. Das werden wir wahrscheinlich nicht machen: Abgesehen davon, dass ich seit über fünf Jahren kein Diskettenlaufwerk mehr habe (vor meinem Mac hatten auch meine letzten beiden PCs keines mehr), ist auch fraglich, in welchem Format die Daten dann auf Disketten gespeichert sind und wie man sie dann weiterverwenden kann, in einem neueren Gerät (eine Frage der Kompatibilität).
Ich habe ihm einen billigen Palm empfohlen, der reicht für seine Zwecke völlig: Termine und Adressen, damit konnte er kaum die 128 Kb füllen, ein kleiner Palm hätte mit 2 MB gleich 16-mal so viel. Notizen macht er sich per Diktat in sein Handy. Der »Tungsten« (
Palm,
Heise) von Palm würde völlig über das Ziel hinaus schießen und wäre mit rund 400 Euro auch nicht gerade preiswert. Der »Zire« (
Palm,
Heise) von Palm scheint genau richtig. Schade nur, dass er keine Hintergrund-Beleuchtung hat. Eventuell kommt auch noch der Vorläufer des Zire in Frage, ein Palm aus der
m100-Serie, die allerdings nur noch schwer erhältlich sind (evtl noch über eBay). Ich muss in den nächsten Tagen mal Abklopfen, wie’s mit Vor- und Nachteilen der beiden Lösungen aussieht und vor allem, wie sie mit
Mac OS X und
iSync zusammen arbeiten. Morgen sieht er sich mal den
Palm III meines Cousins an, den ich vor ein oder zwei Jahren an ihn verkauft habe. Um mal zu sehen, wie wichtig die Hintergrundbeleuchtung ist und wie sich die Stifteingabe anfühlt.
Ich habe damals mit dem Palm III nur mit Hintergrundbeleuchtung gearbeitet, mein Vater kam beim Sharp zehn Jahre ohne aus, allerdings hatte die Matrix sehr große Buchstaben und der Organizer musste nicht per Stift bedient werden. Ich habe ihn verkauft, weil ich ihn kaum genutzt habe: Die Stifteingabe fand ich grauenhaft und Eingaben am PC habe ich kaum gemacht. Er würde ihn mehr als »Datensichtgerät« benutzen; Notizen unterwegs sind unwichtig. Wie bekannt, arbeite ich inzwischen wieder mit Notizblock und
Kugelschreiber. Meine Adressen stehen im systemweiten
OS X-Adressbuch, die Termine in
iCal. Alles wird per
iSync mit meinem
.mac-Web-Adressbuch abgeglichen, sowie mit meinem
Handy und meinem
iPod.
Erschienen am Dienstag, 25.03.2003 @ 1:04
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Tags: Leben
Sprach am Freitag die Moderatorin der ZDF-Heute-Sendung beim Anblick von Bagdad bei Nacht, mit einem der Präsidenten-Paläste im Blick.
Der Richtigkeit wegen: Das Bild zeigt das Informationsministerium in der ARD. Eine Aufzeichnung des Präsidentenpalasts aus dem ZDF habe ich nicht mehr auf Festplatte; der Informationsgehalt war jedoch ähnlich niedrig.Ich dachte schon, ich bin der Einzige, der die Berichterstattung über diesen Krieg in den Medien etwas eigenartig findet, aber ich bin nicht allein.
Harald Schmidt thematisierte es in seinen letzten drei Sendungen: In der Sendung am Mittwoch, vor dem Krieg, eine »Videoschaltung« zu »Korrespondent Andrack in Köln-Mülheim«: Er saß an seinem Schreibtisch, während im Hintergrund eine Pappe mit einem Foto des Studiogeländes hochgehalten wurde. Am Donnerstag eine »Telefon-Verbindung« zu Andrack: Wieder eine Pappe, diesmal ein Stadtplan und durch ein ausgeschnittenes Rechteck steckte er seinen Kopf durch, während er sprachlos einen Telefonhörer an sein Ohr hielt und eine durch ein Telefon verzerrte Stimme von Band abgespielt wurde. Anschließend gab es eine »Phone In«-Aktion, bei der »Zuschauer« Fragen zum Krieg stellen konnten, während Schmidt wichtige Dinge in seinem Notebook nachsah, das auf dem Schreibtisch stand — so wie es sich mittlerweile für einen Nachrichten-Anchorman gehört. Und am Freitag wurde die Band »aus Sicherheitsgründen« nur durch einen Grün-Filter gezeigt. Außerdem gab’s in der linken oberen Ecke, analog zu »Krieg am Golf«-Einblendungen wie in den endlosen Spezial-Sendungen den Schriftzug »Happy Weekend«. Da Zweifel aufkamen, ob in der Sendung tags zuvor der echte Harald Schmidt auftrat, wurde ein Bildvergleich mit Fotos von 1996 und aus der gestrigen Show angestellt. Das Ergebnis: Der Mann auf dem Foto von 1996 ist der echte Schmidt, der in der Show vom Donnerstag muss ein Doppelgänger gewesen sein.
Abseits vom Chef-Zyniker fällt auch Leuten wie Spiegel-Redakteur Frank Patalong die Berichterstattung auf:
»Nie zuvor gab es einen Krieg, in dem mit mehr Aufwand so wenig berichtet wurde, dafür aber Live und Nonstop.«
So Patalong in seinem Artikel »Der Live-Krieg: Saddam, wir kommen«. Empfehlenswert ist in diesem Zusammenhang auch Michael Voreggers »Die Militärreporter von Schlachtfeld-TV«, ebenfalls bei Spiegel-online. Frank Zeller von der dpa berichtet über das »Eingebettet sein« von Journalisten an der Front.
Mir fällt auf, dass die Medien — zumindest die, die ich konsumiere — vorsichtig geworden sind. In den öffentlich-rechtlichen Sendern, bei Spiegel-online, bei den Agenturmeldungen oder im Ticker der Rheinischen Post (klingt provinziell, ist aber gut) jagt ein Konjunktiv und eine indirekte Rede die nächste. »Es soll« das und das passiert sein, »Quelle XY berichtet« usw.
Anderswo ist man weniger kritisch, vor allem bei den SAT.1-Nachrichten, über die ich schon seit über einem Jahr herziehe. Die Bezeichnungen »Schlachtfeld-TV«, »Frontberichterstatter« oder »Wochenschau« treffen noch nicht ganz, was man dort an unreflektierten, unkritischen Meldungen und eins zu eins durchgereichter Propaganda zu sehen bekommt. Mir liegt der Begriff auf der Zunge, aber ich komme nicht drauf, da der Zweite Weltkrieg einfach vor meiner Zeit war. Die Propagandasendungen im Deutschen Reich hatten doch einen bestimmten Namen?
Während bei anderen Sendungen noch eine gewisse Unsicherheit ob der Zuverlässigkeit der Quellen durchscheint und die Reporter und Moderatoren z.B. von ARD und ZDF sogar betonen, dass man nicht alles glauben darf, was man hört und sieht (und trotzdem nonstop über nichts berichten), hört man bei »die nacht« oder »18:30«, beide auf SAT.1, nur sehr wenige »soll«. Wo andere noch über widersprüchliche Meldungen zur Einnahme der Stadt Umm Kasr oder angebliche Scud-Raketen des Irak zweifeln, werden diese beiden Umstände bei SAT.1 zur Tatsache erhoben. Die Berichterstattung aus »Starship Troopers« lässt grüßen. Ein Film, den ich im Licht der aktuellen Ereignisse sowieso empfehlen kann.
Da auf RTL2 derzeit keine neuen Folgen von »Stargate« laufen, sehe ich diesen Sender im Moment überhaupt nicht. Mich würde nicht wundern, wenn deren Hauptnachrichten noch katastrophaler sind. Mich würde nicht wundern, wenn zuerst über die Superstars berichtet wird und der Krieg dann im zweiminütigen Block mit den sonstigen Nachrichten abgefrühstückt wird. Mal morgen Abend überprüfen.
Ich will objektive Nachrichten, die sich der Wahrheit verpflichtet fühlen und nicht der Quote. In denen ein Top-Thema aber auch die Position des Top-Themas einnimmt, wie in der tagesschau, nicht wie in den RTl2-Nachrichten des öfteren zu sehen. Und den Krieg zum Top-Thema zu machen ist nicht gleich zu setzen mit einem Werbevideo für die Rüstungsindustrie, so wie bei SAT.1.
Über die Berichterstattung in den US-Medien schreibt Michaela Simon im Telepolis-Artikel »Wo soll ich mich in Reih und Glied stellen?«.
Lektüre über das »Grillen« (im übertragenen Sinne) von »Moderatoren« und Premierministern bei Kai.
Erschienen am Dienstag, 25.03.2003 @ 1:28
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Tags: Medien
17 Grad im Schatten!
Ich habe hier aber noch ein bisschen zu tun, aber immerhin ist das Fenster sperrangelweit geöffnet. Heute Abend steht um 19 Uhr die Geburtstagsfeier meiner Tante an.
Der Kinofilm des heutigen Abends heißt »The Ring«, um 23:10 Uhr.
Erschienen am Dienstag, 25.03.2003 @ 16:35
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Tags: Leben
Mittwoch, 26.03.2003
Mein Vater hat sich nun für einen
Palm m515 entschieden, für 300 Euro. Der Zire schied ziemlich schnell aus, vor allem wegen der fehlenden Hintergrundbeleuchtung. Im Rennen waren dann nur noch der m515 und der m130. Es wurde dann doch der etwas teurere Palm, da er
wesentlich besser aussieht, besser verarbeitet ist (Metall statt Plastik), ein besseres Display hat und doppelt so viel Speicher.

Bei der Installation der Palm Desktop-Software (Version 4 für Mac OS X, kurz »PD4«) gab es einige Probleme und googlen half leider auch nicht. Der Tipp, den Palm Desktop unter OS 9 zu installieren, brachte mich nicht weiter: Der Palm Desktop lief, aber Programme wie Hotsync und der Conduit-Manager verweigerten den Dienst, und die sind ja nicht gerade unwichtig. Also doch mal den Palm Desktop (2.6.3) von der mitgelieferten CD installieren, nicht die neueste Version (4) von der Website. Die Installation startete Classic und das Programm lief auch nur in Classic. Doch Ernüchterung stellte sich schnell ein:
»Serial Monitor could not process an AppleEvent. An AppleEvent error has occurred. (-1701)«
Der Hotsync klappte nicht. Und iSync hilft mir hier auch nicht weiter, da iSync in Zusammenarbeit mit einem Palm-Handheld auf den Palm Desktop angewiesen ist. iSync ist nur ein Palm-Conduit. In der oben verlinkten Newsgroups-Diskussion (bei Google Groups) schrieb’ jemand, dass die Probleme erst mit 10.2 auftraten. Gut, gut. Kurz die Optionen sortieren:
- PD4 lies sich unter 10.2.4 nicht installieren (Fehler: »Leider trat ein
Festplatten-/Diskettenfehler auf (Datei nicht gefunden)«). Ich bin nicht der Einzige mit diesem Problem. - PD4 lies sich unter OS 9 installieren und unter 10.2.4 benutzen, aber Programme wie Hotsync oder der Conduit-Manager funktionierten nicht.
- PD2.6.3 in der Classic-Umgebung installiert: läuft, aber der Hotsync funktioniert nicht (Fehler: »Serial Monitor could not process an AppleEvent. An AppleEvent error has occurred. (-1701)«). Ich bin nicht der Einzige mit diesem Problem.
- iSync als Alternative kann ich mir abschminken, da es ohne den Conduit-Manager und Hotsync nicht klappt.
Also gut, die harte Tour: iBook mit der Restore-CD platt machen. Es ist ja nicht so, dass ich nichts anderes zu tun hätte. Die Abendbeschäftigung ist gesichert. Allerdings hält sich der Aufwand in Grenzen, da ich nicht alle Programme neu installieren muss. Nach dem Software-Restore das Update auf 10.1, dann alle neuen OS-Versionen einspielen, Office X installieren und natürlich PM4. Die 3 GB Daten habe ich vorhin bereits in einer halbstündigen Kopieraktion per Firewire auf eine externe Platte gesichert.
Ich melde mich wieder, wenn ich auf dem iBook alles neu installiert habe. Ich kann aber jetzt schon sagen, dass ich maßlos enttäuscht bin von Palm, dass sie seit dem Erscheinen von OS X 10.2 im August 2002 kein Update ihrer Desktop-Software rausgebracht haben, wenn ihr Müll schon nicht auf 10.2 läuft.
Der Stand der Dinge:
19:03
iBook ist platt gemacht, Software-Restore installiert (OS 9.1 und 10.0.3). Jetzt spiele ich alle verfügbaren Software-Updates bis einschließlich 10.1.5 ein.
21:24
10.1 ist jetzt installiert. Jetzt kommt der Download von Palm Desktop 4…
21:30
Die Installation von PD4 auf 10.1 lief einwandfrei durch.
21:37
Der Hotsync funktioniert! Nächste Stationen: Office und Jaguar noch installieren und das Backup der User-Daten zurückspielen.
23:02
Bin wieder vom Essen zurück (war mit meinem Vater beim Griechen in Frauenaurach), es geht jetzt weiter mit der Installation von Jaguar (OS X 10.2).
Erschienen am Mittwoch, 26.03.2003 @ 18:53
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Tags: Apple, Mac
Donnerstag, 27.03.2003
Es läuft.
Ins Bett zu gehen lohnt jetzt glaube ich nicht mehr.
Ich weiß nicht, woran’s gelegen hat. Gegen 1 Uhr früh hatte ich Jaguar auf dem iBook installiert und irgendwann danach auch alle verfügbaren Updates ein- und die Backups zurückgespielt. Danach erstmal eine Pause gegönnt. Der Palm Desktop wollte dann immer noch nicht so, wie er sollte. In einem letzten Versuch um halb sechs Uhr morgens hat sich dann heraus gestellt, dass eine Installation als Admin unbedingt geboten ist (hat auf der alten iBook-Installation allerdings auch nicht genutzt, so dass die Arbeit zumindest nicht umsonst war).
Ich installiere jetzt noch das iSync-Conduit, denn der Palm Desktop ist etwas unübersichtlich in der Handhabung, das OS X-Adressbuch und iCal sind da glaube ich besser für die schnelle und einfache Dateneingabe geeignet.
Erschienen am Donnerstag, 27.03.2003 @ 5:57
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Tags: Apple, Mac
Freitag, 28.03.2003
Nachdem die britische und amerikanische Regierung vor dem Krieg mit angeblichen Beweisen gegen den Irak schon von einem ins nächste
Fettnäpfchen gestolpert ist, sollten Blair und Bush vielleicht etwas vorsichtiger sein, bevor sie die letzten Sympathien verspielen (siehe dazu auch die Märchen von der
irakischen Drohne und den
Urankauf im Niger).
Zwei britische Soldaten, von denen Blair behauptete, sie seien von den Irakern »hingerichtet« worden, wurden eben
nicht hingerichtet.
Erschienen am Freitag, 28.03.2003 @ 15:38
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Tags: Politik
Schwarze Unterhosen im 7er Pack. Warum ist da niemand früher drauf gekommen?
Erschienen am Freitag, 28.03.2003 @ 20:07
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Tags: Leben
Auch wenn es manche hier nicht mehr hören können, aber ich muss mich wieder über das Wetter äußern. Heute hatte es über 18 Grad und im Moment sind es noch 12,5. Es ist sehr mild, gestern genauso. Nach den Wintermonaten wurde es aber auch langsam Zeit!
Kleine Anekdote: Ich sah heute in der Stadt einen Hund, der aussah wie ein Schaf. Ich dachte auch erst, als ich mich von hinten mit dem Rad näherte, dass da jemand sein Schaf an der Leine durch die Stadt führt, aber bei näherem Hinsehen war es dann doch ein Hund, allerdings einer mit Schaf-Fell.
Erschienen am Freitag, 28.03.2003 @ 20:56
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Tags: Leben
Samstag, 29.03.2003
Das ist der Ober-Hammer:
Pixel Pharmacy, die Website von Alexis Trépanier. Es handelt sich um eine Portfolio-Site eines Screen-Designers. Vor allem das einführende Video ist sehenswert, denn es ist sehr lustig, es erklärt spielend die Sektionen der Site und ist technisch bestens umgesetzt.
Gesehen
bei John.
Erschienen am Samstag, 29.03.2003 @ 2:01
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Tags: Web, webdesign
Seit der 67er Beta von
Safari sehe ich wunderschöne Tooltips über Links, wenn dem
a-Tag das
title-Attribut mitgegeben wurde.

Oben: NSLog; Unten: inluminent
Wie machen die das? Ich habe in manchen Links auch title-Attribute, aber außer einer Anzeige des Title-Texts in der Status-Leiste von Safari ist nichts zu sehen. Ich bin im Weblog von Brad Choate fündig geworden: Trackbacks führten mich zum NSLog und zu Nice Titles.
Kurze Version: Die Dateien nicetitle.js, nicetitle.css und ein halb-transparentes PNG runterladen und im head-Tag einbauen:
<script type=”text/javascript” src=”nicetitle.js”></script>
<style type=”text/css” media=”all”>
<!–
@import url(nicetitle.css);
–>
</style>
Beim Einbinden nicht vergessen, ggf. die Pfade anzupassen, falls die Javascript- und die CSS-Datei nicht im root-Verzeichnis stehen. Der Pfad für’s PNG wird in der CSS-Datei festgelegt (normalerweise /images/ntbg.png). Darauf achten, dass bei den Tags in der einbindenden Datei, wenn es sich z.B. um divs handelt, folgende CSS-Deklarationen nicht in einer CSS-Datei stehen: z-index:1; visibility:visible; Der z-index macht sonst Probleme in der Art, dass die Nice Titles unter dem div stehen, in dem der Link enthalten ist. Damit’s funktioniert, müssen die Links natürlich mit title-Attributen versehen sein.
Wie’s genau funktioniert, steht bei Nice Titles. Das ganze funktioniert nur in neueren Browsern, die mit DOM und halb-transparenten PNGs klar kommen. Falls es Probleme gibt, bitte melden.
Ich habe es mit folgenden Browsern getestet:
Auf dem Mac:
IE5/Mac 5.2.2 OS X — geht nicht
Safari Beta 67 — geht!
Camino 0.7 — geht!
Netscape 7.02 — geht!
Auf Windows:
IE6 — geht!
Zum selbst testen einfach mit der Maus über die Links in diesem Eintrag fahren, zum Beispiel über den hier.
Erschienen am Samstag, 29.03.2003 @ 3:09
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Tags: Web, webdesign
Meine Rede. Für
Leute, die sich ein SUV kaufen, ist der Benzinpreis anscheinend noch nicht hoch genug.
Siehe dazu auch den Eintrag vom
13.02.03.
Erschienen am Samstag, 29.03.2003 @ 3:40
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Tags: Sonstiges
Bitte nicht wundern, wenn in den nächsten Tagen irgendwelche Fehler auf der Seite auftauchen oder etwas anders ist als sonst. Ich probiere gerade einige Dinge aus, um
my two cents zu verbessern.
Erschienen am Samstag, 29.03.2003 @ 20:29
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Tags: Sonstiges
Sonntag, 30.03.2003
Micha hat mich auf einen guten Service aufmerksam gemacht:
Presseschau Irak von der
ZEIT. In einer täglichen E-Mail stehen die Überschriften, eine Zusammenfassung in einem Satz und der Link zu relevanten Artikeln aus FAZ, SZ, Tagesspiegel, taz, New York Times, Guardian, El Pais, La Stampa, Salon.com, Liberation und Le monde.
An Presseschauen, wenn es sie z.B. vereinzelt zu Themen auf Spiegel-online gibt, bin ich immer interessiert um mich schnell ins Bild zu bringen, was verschiedene Zeitungen in verschiedenen Ländern über ein aktuelles Thema schreiben (die Fernsehsendung »Presseschau« sehe ich mir aber nicht an, und den »Presseclub« nur vereinzelt).
Ansonsten muss ich gestehen, dass ich kein Zeitungsleser bin. Erstens bin ich froh, wenn ich den wöchentlichen Spiegel durchlesen kann, zweitens sind mir Zeitungen zu unpraktisch. Alte Faustregel: Zeitungen dürfen nur so groß sein, dass man sie in der Badewanne umblättern kann, ohne sie nass zu machen.
Ich sollte vielleicht mal
Die Zeit in meine Bookmark-Leiste aufnehmen und mir ab und an mal die Online-Ausgabe ansehen. Die Newssite der BBC habe ich dort nach einigen Wochen wieder rausgeschmissen, auch Tickermeldungen sind nicht das, was ich will.
Erschienen am Sonntag, 30.03.2003 @ 7:42
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Tags: Medien
Für die an CSS-Layout interessierten: Die Leute von Netscapes DevEdge haben ein E-Mail-Interview mit Mike Davidson geführt, Associate Art Director bei ESPN.com.
ESPN ist eine der größten Sport-Websites mit einer halben Milliarde Page Views pro Monat und sie haben kürzlich ihre Site auf ein neues
CSS-Layout umgestellt. Besucher mit älteren Browsern wie NN4 oder IE4, die die neue Site nur verkorkst anzeigen können, werden auf eine spezielle Seite umgeleitet, auf der die Hintergründe erklärt werden und um ein Upgrade des verwendeten Browsers gebeten wird. Das Interview (
Teil 1,
Teil 2) informiert über die Beweggründe für ESPN, das Abwägen der Vor- und Nachteile und wie Mike Davidson seine Manager von dieser Umstellung überzeugt hat. Durch den besseren Code spart ESPN sich und seinen Besuchern 61 Terabytes (!) monatlich (!!) an übertragenen Daten ein.
Übrigens ist Netscapes Entwicklerbereich DevEdge auch vor einiger Zeit auf CSS umgestellt worden. Der CSS-Guru
Eric Meyer war für die Umstellung verantwortlich. Inzwischen weißt daher sogar Netscape selbst Besucher mit älteren Browsern, einschließlich des eigenen NN4, auf einer
Extra-Seite auf ein Upgrade hin.
So langsam erkennen immer mehr Web-Designer die Zeichen der Zeit und setzen auf
div-based layouts mit CSS gegenüber der veralteten
table-based layout-Methode.
Wer es noch nicht kennt: »
Forward Compatibility: 99.9% of Websites Are Obsolete«
Und natürlich mein eigener Artikel zum Thema: »
Abschied vom Webdesign alter Schule«, erschienen im zweiten Dr. Web-Buch.
Erschienen am Sonntag, 30.03.2003 @ 8:00
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Tags: Web, webdesign
Ich war heute morgen in der Kirche. Das ist durchaus erwähnenswert, denn das ist bei mir selten.
Vor beinahe genau zehn Jahren wurde ich konfirmiert, am 4. April 1993. Ich war damals 14. An meinen Konfirmationsspruch kann ich mich noch gut erinnern: »Ich bin der gute Hirte. Der gute Hirte läßt sein Leben für die Schafe.«
Der Pfarrer in unserem Konfi-Jahrgang hieß Wolfgang Leyk, er war erst etwa ein Jahr zuvor neu in die Gemeinde gekommen. Unser Jahrgang baute etwa ein Jahr nach der Konfirmation eine neue Jugendarbeit in der
Gemeinde auf, natürlich zusammen mit dem Pfarrer und einer hauptamtlichen Religionspädagogin, Karin. Die MAFIA wurde gegründet: »
Mitarbeiter
aus
Frauenaurach
in
Aktion« (ich habe auch noch alle Unterlagen von damals aufgehoben). Wir nahmen zunächst der Reihe nach an einem Grundkurs für Jugendgruppenleiter teil. Den Jugendgruppenleiter-Ausweis habe ich nach 1996 nicht mehr verlängern lassen, war aber — unter uns — auch nicht notwendig; er hängt heute noch als Andenken an meiner Pinnwand, wie an den Löchern in den Bildern zu erkennen ist:


Bilder anklicken, um größere Versionen zu laden
Einige Wochen/Monate später organisierten wir in den darauf folgenden Jahren einige Kinder- und Jugendgruppen, Kinderbibelwochen, Kinderbetreuung beim Gemeindefest, die Konfi-Freizeiten und Zeltlager im Sommer (Kinderfreizeiten für 8- bis 12-jährige). 1993 und 1994 gab es im Jugendheim fünf legendäre Parties, die alte und neue Teestube (zehn Jahre Altersunterschied) fusionierte und man kennt sich noch heute. Eine Osternacht als Teilnehmer durchwacht, eine als Mitarbeiter, mit anschließendem Frühstück im Jugendheim. 1996 auch mal sieben Wochen gefastet und von Ostern bis Pfinsten völlig ohne Internet ausgekommen. Teestuben-Freizeiten. Einmal jährlich gab es auch eine Freizeit für die Mitarbeiter. Wir entsandten Delegierte in den Dekanatsjugendkonvent (DJK), ich fuhr glaube ich drei oder viermal mit, manchmal als Delegierter mit Stimmrecht im »Geschäftsteil« am Sonntag, manchmal auch nur als Gast. Neue Freundschaften ergaben sich dort; so lernte ich zum Beispiel vor ungefähr acht Jahren Micha kennen. Holger habe ich im Rahmen der EJ Erlangen auch mal gesehen, aber wir wurden erst während des Zivis 1999 Freunde. Einige der Freundschaften, zwischen eher lose und sehr fest, gibt es auch heute noch. Manche von uns fuhren auch zu einigen Dekanatsjugend-Zeltlagern (DJZ) und fahren noch heute mit, allerdings als Leiter/Teamer. Etwa Anfang 1998, ich weiß nicht mehr genau, wurde auch der Jugendausschuss gegründet, der für die Koordinierung einer inzwischen größeren Anzahl (über 20) von ehrenamtlichen Jugend-Mitarbeitern notwendig wurde und auch als Schnittstelle zum Kirchenvorstand fungierte. Ich war mit im Team dabei, dass die Geschäftsordnung für den JA ausarbeitete und wurde auch als einer der ersten vier Jugendvertreter in den JA gewählt. Der JA war/ist paritätisch besetzt: Außer vier »Jungen« gab es auch vier Erwachsene, die von der MAFIA vorgeschlagen und vom Kirchenvorstand in den JA gewählt wurden. Die Zusammenarbeit war sehr gut.
Neugierig wie ich nun mal bin, kamen in mir nach einigen Jahren auch Fragen auf, ungefähr im November 1996. Nach rund 13 Monaten des Überlegens und vielen Gesprächen mit Karin, der Referendarin Simone, die uns einige Zeit begleitete und dem später hinzugekommenen zweiten Pfarrer Heiner traf ich eine Entscheidung. Oder vielmehr, mir fiel es wie Schuppen von den Augen. Ich musste feststellen, dass ich durch meine Fragerei über das »Stadium« eines Agnostikers weit hinaus gewachsen war und zum Atheisten geworden bin.
Ich trat am 15. Dezember 1997 aus der Kirche aus, aus Überzeugung und nicht wegen der Kirchensteuer (die musste ich mit meinem Azubi-Gehalt eh nicht wirklich bezahlen). Auf dem Flur im Rathaus, vor dem Zimmer der Standesbeamtin wartete ich länger (zehn Minuten), als ich dann tatsächlich bei ihr drin war (fünf Minuten). Man erklärt seinen Austritt aus der Kirche, die Standesbeamtin nimmt das auf, liest es vor und lässt es einen unterschreiben. Dann noch 60 Mark Verwaltungsgebühr bezahlen und bei Gelegenheit die Lohnsteuerkarte ändern lassen. Auch wenn ich den Glaubensinhalten nicht mehr zustimmen konnte, war mir die Gemeinschaft doch sehr wichtig, weswegen ich noch etwa ein Jahr weiter in der Jugendarbeit war, etwa bis Ende 1998. Bis ich einige Monate später bei der Sommerfreizeit merkte — und im Herbst/Winter noch stärker auf der Konfi-Freizeit, falls ich da überhaupt noch dabei war –, dass ich nicht weiter in der Jugendarbeit sein konnte, denn deren Sinn ist natürlicherweise auch, den Glauben zu vermitteln und das konnte ich nicht mehr tun. Also hörte ich Ende 1998 auch mit der Jugendarbeit auf. Das hat sehr weh getan, weil mir die Gemeinschaft viel bedeutet hat, und ich habe diese Zeiten mehr als einmal vermisst. Einige Kontakte brachen auch ab, da die Gemeinde das verbindende Element zu manchen Leuten war.
Mit dem Ausdruck »beste Zeit meines Lebens« gehe ich äußerst sparsam um, aber auf meine Zeit in der Jugendarbeit trifft das ganz klar zu. Es war eine sehr schöne Zeit und sie hat mein Leben geprägt.
Heute war der Abschiedsgottesdienst für Wolfgang. Nach elf Jahren verlässt er die Gemeinde. »Standard« in der Landeskirche sind zehn Jahre, dann sollte ein Pfarrer mal ans Wechseln denken. Es war ein sehr bewegender Gottesdienst, mit viel Musik und vielen Grußadressen, viel Applaus.
Ich will nicht zu sehr ins Detail gehen, aber das muss gesagt werden: Wolfgang ist ein sehr guter Pfarrer. Mit einem Sinn für die Jugend, unkonventionell und viel musikalischem Talent. Ernst, wenn Ernsthaftigkeit geboten war und ansonsten immer guter Dinge. Mit tröstenden Worten, wenn sie gebraucht wurden. Mit viel Engagement bei allerhand Vorhaben. Die E-Gitarre war oft selbstverständliche Begleitung im Gottesdienst und in den letzten Jahren hat er an Sommerabenden auf dem Dachboden der Kirche mit Freunden ein Jazzkonzert gegeben. Die Kirche in Frauenaurach ist eine alte Klosterkirche aus dem 12. Jahrhundert, also eine Kirche, wie man sich eine Kirche vorstellt, entsprechend viel Platz gibt es dort oben (wenn ich mich recht an den Konfi-Unterricht erinnere, diente der Dachboden vor einigen hundert Jahren auch als Getreidespeicher).
Ich war seit ungefähr vier oder fünf Jahren nicht mehr in dieser Kirche, konsequenterweise natürlich auch nicht zu Ostern, Pfingsten oder Weihnachten.
Ich wollte es mir keinesfalls nehmen lassen, heute die letzte Gelegenheit wahrzunehmen, eine von Wolfgangs wie immer hervorragenden Predigten zu hören. Und um mal Danke zu sagen.
Um kurz nach 09:20 fuhr ich mit dem Fahrrad nach Frauenaurach und wählte dabei die Strecke, die ich früher immer fuhr: Keplerstraße, Wilhelm-Tell-Straße, den Wagnersberg runter und über den Fußgängersteg über die Aurach, an der Mühle vorbei und das Rad hinter der Kirche abgestellt. Es fühlte sich genau so an wie vor zehn Jahren und in all den Jahren danach: Der Sonntagmorgen war ruhig, windstill, sonnig und mit zwölf Grad recht mild.
Der Gottesdienst begann um halb zehn und war fünf nach zwölf zu Ende. Neben vielen Gemeindemitgliedern und Freunden hatte sich auch einige politische Prominenz eingefunden: Der Oberbürgermeister mit Gattin, zwei MdL mit Frauenauracher Wurzeln, Stadträte und natürlich auch ein Stellvertreter des Dekans. Auch ein Vertreter der katholischen Gemeinde war gekommen. Für mich war es auch eine Gelegenheit, alte Freunde und Bekannte wieder zu treffen, die ich leider eher selten sehe, zum Beispiel Olli, Rainer, Hassi. Zusammen mit Klaus, Freundin Steffi, Olli und seinem Vater ging ich auf die oberste Empore, wo Hassi bereits war. Die Brüstung ist recht hoch und breit, so dass wir fast den ganzen Gottesdienst im Stehen verbrachten, vor allem nach der Predigt, um etwas sehen zu können.
Anschließend traf man sich noch im Jugendheim auf dem Wagnersberg (der eigentlich nur ein Hügel im Ort ist) für einen kleinen Umtrunk und weiteren Redebeiträgen. Die Jugend veranstaltete ein kleines Quiz für Wolfgang. Über die Jahre (seit ‘94) waren fünfzig Jugendliche ehrenamtlich in der Gemeinde tätig, manche sind es noch heute; Verena, Kristin und Klaus haben von fast allen Fotos organisieren können. Kurz vor zwei kam ich wieder zu Hause an. Strahlender Sonnenschein bei zwanzig Grad.
Trotz des Weggangs von Wolfgang ein sehr schöner Tag, wie er auch selbst betonte. Ein Abschied mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Es ist schade, dass diese Ära nun vorbei ist, auch wenn ich in den letzten Jahren nicht mehr all zu viel davon mitbekommen habe. Umso schöner war heute die Erinnerung an früher.
Musik:
Rolling Stones, »Wild Horses« (Forty Licks, Disc 1)
Erschienen am Sonntag, 30.03.2003 @ 17:24
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Tags: Leben
Montag, 31.03.2003
Eine Erkältung bahnt sich an. Mein Vater hat sie mir wohl weitergegeben; bei ihm war sie kurz aber heftig: nach rund einer Woche war sie wieder weg. Gestern spührte ich schon ein seltsames Gefühl in der Nase und eine Apetittlosigkeit. Heute morgen war ich auch nicht ganz auf dem Damm, aber jetzt am Abend geht es mir noch einen Tick schlechter. Jetzt hab’ ich es wirklich in der Nase, außerdem leichte Kopfschmerzen und einen Hauch von Halsschmerzen. Morgen mal zum Doc gehen. Ich wollte die Medikamente meines Vaters weiterbenutzen, aber die sind zum Einen aufgebraucht und zum Anderen sind zwei von dreien verschreibungspflichtig und nicht nur apothekenpflichtig. Werde mir morgen auch wieder Vitamin C-Brausetabletten besorgen, mit einem Gramm Ascorbinsäure, das kann nicht schaden (aber nur eine Tablette am Tag).
Soso, mein Weblog ist
82,52 USD »wert« und hat einen Marktanteil von 0,0025%. Ich habe ja immer gesagt, dass es mir völlig egal ist, ob ich hier fünf oder fünfhundert Leser habe, aber 82 Dollar sind schon etwas deprimierend.
»
Die Ironie-Offensive«, ein kurzer Blick von Nikolaus von Festenberg auf den Humor von Harald Schmidt in diesen Tagen, der sich danach dann länger mit einer neuen Biographie Schmidts beschäftigt und auch selbst dessen Biographie zusammenfasst.
Erschienen am Montag, 31.03.2003 @ 0:53
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Tags: Leben
»Der mächtigste Anti-Amerikaner, so scheint es, sitzt im Weißen Haus in Washington, ist Präsident und heißt George W. Bush.«
Stefan Aust in Spiegel-TV.
Erschienen am Montag, 31.03.2003 @ 2:26
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Tags: Politik
Der Eintrag »
Perspektiven« wurde heute um 01:22 Uhr geschrieben, nicht um 02:26 Uhr.
Der Eintrag »
Hmmm.« wurde um 23:48 Uhr geschrieben, nicht um 00:53 Uhr.
Der Eintrag »
In Erinnerungen schwelgen« wurde um 16:19 Uhr geschrieben, nicht um 17:24 Uhr.
Der Eintrag »
Pflichtlektüre« wurde um 07:54 Uhr geschrieben, nicht um 08:00 Uhr.
Der Eintrag »
Presseschau Irak« wurde um 06:36 Uhr geschrieben, nicht um 07:42 Uhr.
Wo wir gerade beim Thema sind, zwei Links zur Zeitumstellung:
-
maennerseiten.de
-
zeitumstellung.de
Es ist jetzt 02:31 Uhr.
Erschienen am Montag, 31.03.2003 @ 2:37
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Tags: Sonstiges
Liege mit Erkältung im Bett: garstiger Schnupfen, Kopfschmerzen, Druck in den Ohren. Noch kein Fieber. Fahre jetzt dann zum Doc.
Erschienen am Montag, 31.03.2003 @ 16:00
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Tags: Leben
Dienstag, 01.04.2003
Ein Info für die Exil-Erlanger und Leute wie mich, die
keine Zeitung lesen: Habe gestern im Bus auf der Heimfahrt vom Arzt einen Aushang gesehen, demzufolge der Martin-Luther-Platz vom 7. April bis 28. November 2003 umgebaut wird. Buslinien werden
umgeleitet.
Weitere Infos:
-
erlangen.de
-
altstadtforum.de (mit Kartenausschnitt)
Werde heute nach dem Besuch bei Arzt mal auf einen Sprung in die Stadt fahren, nen’ Happen essen und mal ein paar Fotos vom jetzigen Zustand machen, zwecks späterer Dokumentation, wie es »früher« einmal ausgesehen hat.
Für Nicht-Erlanger:
stadtplandienst.de, Ort »Erlangen«, Straße »Martin-Luther-Platz«, auf die größte Kartengröße umschalten. Der MLP ist ein relativ wichtiger Knotenpunkt in der nördlichen Altstadt: einige Buslinien, die in unterschiedlicher Richtung fahren, Ost-West-Verbindung zu einem der drei Dämme (»Dechsendorfer Damm«), die über den Wiesengrund, die Regnitz und den Main-Donau-Kanal in den östlichen Teil der Stadt führen, Taxi-Stand, Autobahn-Anschluss »Erlangen-Nord« (A73) keine 500 m entfernt. Und er ist ausnehmend hässlich, passt gar nicht zu den sehr schönen Gässchen mit vielen Kneipen um den dahinter liegenden Altstädter-Kirchen-Platz. Auf den neuen MLP sollen Bäume kommen, einige Kurzzeit-Parkplätze, neue Busbuchten und evtl auch Kopfsteinpflaster. Die Engelstraße (Verbindung E-Werk <-> Theaterplatz soll ebenfalls umgebaut werden: evtl auch Kopfsteinpflaster, breitere Gehwege, engere Fahrbahn. Außerdem die Hauptstraße bis vor zum Altsdtadt-Müller an der Ecke Heuwaagstraße/Wasserturmstraße. Die Neugestaltung dieser Bereiche der nördlichen Altstadt war für die im Altstadtforum zusammengeschlossene ansässigen Unternehmen eine wichtige Bedingung, um die Zustimmung zu den geplanten
Arcaden am südlichen Ende des Zentrums zu erleichtern.
Erschienen am Dienstag, 01.04.2003 @ 6:31
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Tags: Leben
Der Arzt sagt, dass die Erkältung die ich mir eingefangen habe, durchaus in einer Woche auskuriert sein kann. Bei meinem Vater hat’s letzte Woche ebenfalls so lang gedauert. Im Gegensatz zu ihm habe ich aber keine Anti-Biotika bekommen, ganz so schlimm hat’s mich nicht erwischt. Bei mir beschränkt sich die Medikation auf Sinuc Dragees, Nasenspray und Paracetamol. Nicht aufregendes also. Ich fühle mich auch nicht elend, nur »normal« erkältet: Schnupfen, etwas Kopfschmerzen, Druck in den Ohren, bisschen schwummrig, unkonzentriert, leicht launisch.
Trotzdem lasse ich es etwas langsamer angehen die nächsten Tage. Radfahren ist gestrichen, Klaus habe ich auch für DVD-Abend in dieser Woche abgesagt (ganz so prächtig geht’s mir dann doch nicht), später mal in die Wanne legen, nicht ganz so viel arbeiten wie ich es mir gewünscht hätte. Bei meinem Hausarzt kann ich mir die Birne täglich mit Wärme bestrahlen lassen, das nehme ich wahr.
Nachtrag (08:53 Uhr): Oh, 36,8? Gestern waren’s noch 35,8…
Erschienen am Dienstag, 01.04.2003 @ 6:55
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Tags: Leben
Bin geschafft. Habe wieder Kopfschmerzen und ich fühle mich nicht gut. So muss sich ein alter Mann fühlen, dem eine Busfahrt schon zu schaffen
macht.
Heute aber kein weiteres Gejammer mehr, versprochen. Morgen wieder.
Erschienen am Dienstag, 01.04.2003 @ 14:57
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Tags: Leben
Klaus vorhin zu einem Problem von mir in ICQ, das sich dann doch »von selbst« gelöst hat:
»kaum macht man’s richtig, schon funktioniert’s. ;-)«
Erschienen am Dienstag, 01.04.2003 @ 20:12
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Tags: Web, webdesign
Mittwoch, 02.04.2003
Den besten April-Scherz im Web gab es gestern IMHO bei
The Flow zu sehen:
Hier noch im Vergleich dazu das Original für die Nachwelt, falls Google doch irgendwann mal sein Design verändert (ich hoffe nicht):
Ansonsten hat mich gestern der 1. April im Web eher genervt.
Erschienen am Mittwoch, 02.04.2003 @ 6:42
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Tags: Web, webdesign
Bei Markus gesehen: Eine
Gebrauchsanweisung für Männer. Für alle Frauen zur Lektüre empfohlen.
Erschienen am Mittwoch, 02.04.2003 @ 7:07
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Tags: Sonstiges
Für den schnellen Überblick, wie groß eine Webseite samt zusätzlicher Dateien ist, inkl. Umrechnung in die Download-Zeiten bei unterschiedlichen Verbindungsgeschwindigkeiten:
websiteoptimization.com/services/analyze
Flash-Filme werden allerdings nicht berücksichtigt, externe CSS-Dateien nur, »wenn sie benötigt werden« (??).
Wie gesagt, für den schnellen Überblick ok.
Erschienen am Mittwoch, 02.04.2003 @ 9:48
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Tags: Web, webdesign
Der Suchmaschinen-Experte
Klaus Schallhorn, den ich hier bei
two cents schon dreimal empfohlen habe (
28.09.02,
11.11.02,
18.01.03), hat seit einer Woche ein eigenes
Weblog.
Erschienen am Mittwoch, 02.04.2003 @ 14:08
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Tags: Web, webdesign
Word ist mittlerweile zwanzig Jahre alt, aber in neun Versionen hat es Microsoft nicht geschafft, zwei Dinge einzubauen:
- Masterseiten
- Datei-übergreifendes Suchen&Ersetzen
Jedenfalls nicht bis einschließlich Word2000. Weiß nicht, ob es bei WordXP besser geworden ist.
Erschienen am Mittwoch, 02.04.2003 @ 16:48
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Tags: Web, webdesign
Ab heute brandneue Folgen von »
Stargate«!!
Heute gleich mit einer extra-langen Folge von 20:15 bis 22:05 Uhr: »Wiedergutmachung« (US-Titel: »Redemption«), die erste (Doppel-)Folge der sechsten Staffel.
An sich wollte ich ja um acht ins Bett, aber da muss ich noch länger durchhalten.
:-)
Erschienen am Mittwoch, 02.04.2003 @ 19:17
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Tags: Sonstiges
Donnerstag, 03.04.2003
Gestern habe ich in zwei Jobs wichtige Teil-Abschnitte fertig gebracht (die Auftraggeber sind jetzt wieder am Zug), so dass ich heute mal brutalstmöglich ausspannen werde.
Habe mir heute morgen schon die zweite Hälfte der
gestrigen Stargate-Doppelfolge angesehen (bin natürlich doch um 21 Uhr eingeschlafen). Gerade bin ich über dem Bullen von Tölz. Danach vielleicht die Regierungserklärung zur internationalen Lage mit anschließender Debatte, denn mit nichts kann man effizienter Zeit verplempern, als eine Plenardebatte mit vielen Redebeiträgen zu sehen (meine Hoffnung ist immer, Fischer reden zu hören, denn der ist ein Lichtblick in solchen Debatten, aber man erfährt ja leider nie vorher, ob er spricht oder nicht; dass Gregor Gysi und Roland Claus nicht mehr im Parlament reden, geht mir auch ein bisschen ab). Außerdem noch auf Band: die Schmidt-Show von gestern sowie »Becker«. Ein Erkältungsbad steht noch auf dem Programm und ich will nochmal zum Arzt, denn die Erkältung ist schlimmer geworden (seit gestern neu: Husten).
Trotzdem habe ich noch Lust, mich noch ein bisschen mit PHP und
CSS zu befassen.
Ansonsten: Schnupfen schlimmer geworden, Kopfschmerzen zum Glück nach wie vor nur leicht.
Erschienen am Donnerstag, 03.04.2003 @ 8:11
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Tags: Leben
»Die russische Zeitung “Iswestija” ließ den US-Präsidenten in einem fiktiven Interview auf die Frage, “Herr Bush, haben Sie Beweise, dass der Irak Massenvernichtungswaffen besitzt?” antworten: “Ja, wir haben die Quittungen.”«
Gesehen bei Industrial Technology & Witchcraft.
Erschienen am Donnerstag, 03.04.2003 @ 14:15
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Tags: Politik
Nach der Sportsite
ESPN (siehe
Eintrag vom 30.03.03) hat sich nun auch das Wirtschaftsmagazin
Fast Company vom Layout mit blinden Tabellen (table-based) verabschiedet und auf ein CSS-Layout (div-based) umgestellt.
Holger hat mir gestern davon erzählt, er hat’s
bei Zeldman gelesen.
Übrigens erscheint Jeffreys
neues Buch Anfang Juno ‘03 bei
New Riders unter dem Titel »Designing with Web Standards«. Der Arbeitstitle lautete »Forward Compatibility: Designing & Building With Standards«, ein Probekapitel wurde bereits letzten September
veröffentlicht.
Jakob Nielsen hat mit seiner 1999 aufgestellten
Prognose, dass wir uns noch bis 2003 mit alten Browsern herumschlagen müssen, etwas verschätzt. Meine Vermutung heute ist, dass es noch ein bis zwei Jahre dauern wird, ehe Redesigns und neue Sites überweigend mit CSS-Layouts gestaltet werden. Aber
Wired, ESPN und Fast Company gehen schon mit gutem Beispiel voran. Das ermutigt, denn bisher sind reine CSS-Layouts vorwiegend nur in privaten Weblogs zu finden.
Es kann/darf nicht die Zukunft sein, dass die großen Sites, mit denen Geld verdient wird, noch in fünf Jahren auf Tabellen aufbauen. Und die Designer, die es besser wissen, aber auf deren Visitenkarte eben nicht CEO steht, sich nur auf ihren privaten Sites »austoben« dürfen.
So, das Erkältungsabd wartet. Danach ab ins warme Bett und bisschen lesen.
Im Laufe des Tages traten vermehrt Halsschmerzen auf.
Erschienen am Donnerstag, 03.04.2003 @ 15:22
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Tags: Web, webdesign
Freitag, 04.04.2003
Die Erkältung ist schlimmer geworden. Zwar habe ich keine Kopfschmerzen mehr und auch die »Benommenheit« hält sich in Grenzen, aber dafür sieht’s im Hals schlechter aus und jetzt gibt’s auch kräftigen Husten. War heute nochmal beim Doc (nicht gestern, wie zunächst geschrieben) und habe ein Anti-Biotikum verschrieben bekommen. Ich bekomme kaum einen Ton raus und vermeide es, zu sprechen.
Gestern bin ich kurz nach 17 Uhr zusammengeklappt und erst heute morgen um 5 Uhr wieder aufgestanden (gestern um halb sechs Uhr früh). Und ich werde langsam wieder müde; »Enterprise« muss ich heute Abend wohl aufnehmen.
Erschienen am Freitag, 04.04.2003 @ 14:34
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Tags: Leben
Ende März habe ich ja schon
geschrieben, was ich von Boykott-Aufrufen hier wie dort halte. Von Carsten Matthäus gibt’s bei Spiegel-online nun Nachschlag: »
Friendly Fire der Boykotteure«. Der Text greift nochmal den Gedanken auf, dass sich Boykotteure letzlich selbst ins Knie schießen. Und er sammelt einige Anekdoten über den dumpfen Boykott: So sah sich der amerikanische Senf-Hersteller French’s Mustard dazu genötigt darauf hinzuweisen, dass es sich um ein amerikanisches Unternehmen handelt, das von Robert T. French gegründet wurde. Auch Nissan kam nicht umhin zu betonen, dass man ein japanischer Auto-Hersteller sei. Und Evian-Boykotteure schaden vor allem der Coca Cola Company, denen Evian zu 51% gehört.
»Dumm ist der, der Dummes tut.«
Erschienen am Freitag, 04.04.2003 @ 14:43
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Tags: Politik
Samstag, 05.04.2003
Der Link liegt schon seit ein paar Tagen auf meinem Desktop:
Most Coveted Covers, gesehen
bei Jason Kottke. Eine sehr schön gestaltete Buch-Cover. Mein Favorit: »
So what – The Life of Miles Davis«.
Erschienen am Samstag, 05.04.2003 @ 19:24
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Tags: Web, webdesign
Auch nicht mehr ganz taufrisch ist eine Diskussion zwischen John Gruber von
Daring Fireball und Dave Hyatt von
Surfin’ Safari, Chef-Entwickler für Apples eigenen Web-Browser
Safari.
Es geht um Anti-Aliasing (Kantenglättung) von Schriften in der Beta-Version von Safari. Die angesprochenen Mängel werden bis zur finalen Version sicher noch ausgebügelt (Achtung, Hammer-Wortspiel: »geglättet«), aber davon ab gibt’s einiges Wissenswertes zum Thema Anti-Aliasing zu erfahren.
Die Artikel liest man am besten in chronologischer Reihenfolge:
John:
Anti-Aliasing
Dave:
Safari Response: daringfireball.net
Dave:
An Education in Antialiasing (verweist nur empfehlend auf den folgenden Link:)
John:
Anti-Anti-Aliasing
Dave:
Fonts in Safari
John:
Bitmap Like It’s 1989 (Nachträge)
Dave:
About-Seite gestolpert. Falls jemals jemand zu mir gesagt haben sollte, ich ginge
in Sachen CSS bisweilen etwas missionarisch vor, der sollte sich mal den »Disclaimer« auf Daring Fireball geben:
»If Daring Fireball looks like shit in your browser, you’re using a shitty browser that doesn’t support web standards. Netscape 4, we’re looking in your direction. If you complain about this, we will laugh at you, because we do not care. If, however, you are using a modern, standards-compliant browser and have trouble viewing or reading Daring Fireball, please do let us know.«
Erschienen am Samstag, 05.04.2003 @ 19:40
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Tags: Web, webdesign
Sonntag, 06.04.2003
Mit dem bisherigen PGP 8 für Mac OS X hatte ich ein bisschen Probleme: Ich konnte keine Texte entschlüsseln, die ich von PGP 7-Usern (Mac oder Win) erhalten habe. Ich musste dann stets selbst PGP 7 bemühen, und das gibt’s auf dem Mac nur für OS 9, so dass ein Start der Classic-Umgebung angesagt war.
Seit ein paar Tagen gibt es jedoch die
neue Version 8.0.2, die diesen Fehler behebt.
Wer ähnliche Probleme hatte, sollte sich mal das Update ansehen.
Erschienen am Sonntag, 06.04.2003 @ 9:52
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Tags: Apple, Mac
In der aktuellen c’t (8/03) gibt es zwei Berichte (auch online verfügbar): Auf Seite 50 zum
Jugendmedienschutz-Staatsvertrag und auf Seite 78 über die
Auswirkungen des selben.
Ähnlich wie bei ausländischen Filmen, die mangels FSK-Freigabe samt und sonders automatisch als nicht jugendfrei eingestuft werden, gilt nun auch für Computerspiele: was keine USK-Freigabe trägt, darf nur an Erwachsene verkauft werden. USK-Freigaben werden seit neun Jahren vergeben. Import-Spiele oder Klassiker, die älter als neun Jahre sind, dürfen Kindern und Jugendlichen nicht mehr zugänglich gemacht werden. c’t fragt leicht zweifelnd, ob in Kaufhäusern demnächst nur noch Löwenzahn-CDs abgespielt werden, denn ein 12-jähriger darf natürlich nicht Gelegenheit haben, an einem Spiel für 16-jährige zu spielen.
Alles reichlich unausgegoren…
Erschienen am Sonntag, 06.04.2003 @ 10:06
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Tags: Medien
Heute ein überraschender Temperatursturz, so wie man ihn sich im April vorstellt: Von gestrigen zehn Grad runter auf null Grad am Morgen und keine fünf Grad am Nachmittag. Jetzt hat es wieder ein Grad. Eine kalte Konfirmation heute; erinnert mich natürlich an
meine eigene Konfirmation vor genau zehn Jahren. Es war frisch im Jackett, aber hatte immerhin zehn Grad. Seit damals galt für mich, dass es im April um die zehn Grad hat (und auf einer noch älteren Erinnerung — an einen Kindergeburtstag meiner Cousine mit Radausflug — fußt das Wissen, dass es Anfang Mai durchaus schon 20 Grad haben kann).
Gestern habe ich mal wieder einen Song von meiner Suchliste streichen können: wieder einen lange gesuchten Titel gefunden:
No Doubt, »Underneath it all« (
Rock Steady)
Heute morgen unerträgliche Kopfschmerzen, auch Paracetamol half nicht. Ich lag flach. Zum frühen Nachmittag hat sich’s etwas gebessert, jetzt wird’s wieder schlechter. Tagsüber ein klein wenig aufgeräumt und diverses umsortiert, aber ansonsten nicht mit anspruchsvolleren Dingen beschäftigt, außer noch etwas Blättern in der neuen c’t.
Die letzten drei Tage ging ich zwischen 19 und 21 Uhr ins Bett und schlief jeweils elf bis zwölf Stunden. Das gefällt mir gar nicht: der Tag endet für mich zu früh und beginnt zu spät. Aber wenn’s der Genesung dient, meinetwegen.
Hätte ich eine
Katze, würde ich an dieser Stelle auch über ihr Befinden berichten. In den letzten Tagen habe ich
immer wieder darüber gelesen, was Weblogs sind, sein sollen oder glauben zu sein.
Natürlich kann es sich ein Journalist, an einen Abgabetermin gebunden, einfach machen indem er Weblogs mit Tagebüchern gleichsetzt. Verständlich, dass sich manche Blogger darüber echauffieren, denn den meisten greift diese Definition zu kurz und sie sehen das Weblog an sich zu sehr reduziert. Es gibt einige Online-Tagebücher, die ich als Vorläufer von Weblogs bezeichnen würde:
Digital Diary von Claudia Klinger oder das
New York-Tagebuch von Philip Hubertus. Ich habe
schon Weblog geschrieben, da gab es den Begriff noch gar nicht.
Es gibt keine endgültige Definition darüber, was ein Weblog ist: Es kann zwischen einem persönlichen Online-Tagebuch oder einer aktuellen Linksammlung zu einem bestimmten Fachgebiet alles sein, oder eine Mischung davon. Ein Weblog, oder auch nur »Blog«, kann sehr viele kurze Einträge enthalten wie der
Schockwellenreiter oder längere Einträge, bei denen sich Privates mit Dienstlichem und Politischem vermischt, wie bei
dogfood.
Ich persönlich habe einige Vorlieben und Abneigungen, die konträr demgegenüber stehen, wofür meiner Ansicht nach viele Weblogs stehen, die ich kenne:
- Ich mag keine kurzen Einträge, die nur aus zwei Zeilen bestehen. Ganz kurze Einträge finden sich bei mir auch nur selten.
- Ich mag längere Einträge mit vielen privaten Schilderungen, um ein klein wenig am Leben anderer Leute teilzunehmen.
- Ich mag Weblogs zu bestimmten Themen die mich interessieren und über die ich auch schreibe, zum Beispiel Web-Design, Mac oder Politik. Ich schätze es aber sehr, wenn sich diese Blogs nicht nur auf’s Fachliche beschränken, sondern auch etwas privater werden.
- Ich mag keine Weblogs, die sich für die Speerspitze eines neuen Journalismus halten. Das ist ungefähr so wie bei vakanten Stellen in der Politik: Wenn sich ein Interessent selbst als Kandidat für den Posten ins Gespräch bringt, weiß man mit 100%iger Sicherheit, wer es nicht wird. Auf Weblogs übertragen: Ja, Weblogs sind eine große Sache, aber nur solange sie nicht mit Selbstbeweihräucherung anfangen.
- Ich mag keine Weblogs, in denen Einträge der Art »Das müsst Ihr Euch geben!« stehen. Ich lese ein Weblog um etwas Neues zu erfahren oder eine Meinung zu lesen und nicht, um solche Sätze um die Ohren zu bekommen.
- Ich mag keine Weblogs, die im Verbund mit anderen in einer Art »Kollektiv« gegen irgendwelche schreienden Ungerechtigkeiten, den Krieg oder Sonstwas anschreiben oder irgendwelche Aktionen starten.
- Ich achte nicht auf Besucherzahlen. Mir ist egal, ob ich von fünf, fünfhundert Leuten oder niemandem gelesen werde. Ich mag keine Weblogs, die sich über ihre Besucherzahlen Gedanken machen. Ich will keine Weblogs, die auf Quote achten und sich danach richten, was die Leser wohl gerne lesen.
- Ich achte nicht auf Referer. Weblogs, die täglich nachsehen, wer heute wieder auf sie gelinkt hat, achten auch auf Besucherzahlen.
my two cents ist ein Online-Tagebuch und Weblog.
Erschienen am Sonntag, 06.04.2003 @ 21:35
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Tags: Leben
Die Gerüchteküchen Macrumors (
1,
2,
3) und
Thinksecret behielten mal wieder Recht: Apple hat heute neue Versionen von drei Profi-Programmen aus dem Video-Segment vorgestellt:
DVD Studio Pro 2,
Final Cut Pro 4 und
Shake 3.
Shake 3 wird für OS X, Linux und Irix erscheinen, die Windows-Version wird eingestellt.
DVD Studio Pro 2 wird erst im Spätsommer (August) erhältlich sein, FCP4 im Juni. Die Cinema Tools für das Editieren von Film sind nun in FCP integriert.
Pressemitteilungen:
-
DVD Studio Pro 2
-
Final Cut Pro 4
-
Shake 3
»New Shake Qmaster network render management software included with Shake for Mac OS X uses Apple’s
Rendezvous networking technology to automatically identify available render nodes and clusters on a network while load balancing optimizes usage across each machine in the workflow.«
Auch wenn ich’s nicht brauch’, aber wie cool ist das?!
Ich finde es positiv, dass Apple vermehrt dazu übergeht, Produkte anzukündigen, die noch nicht sofort verfügbar sind. Es ist zum Glück lange nicht so überzogen wie bei Microsofts Vaporware, aber die Ankündigung von z.B. dem Xserve RAID oder jetzt DVD Studio Pro sorgt für Planungssicherheit und einen Blick dafür, in welche Richtung es gehen soll.
Erschienen am Sonntag, 06.04.2003 @ 22:18
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Tags: Apple, Mac
Montag, 07.04.2003
Eben durfte ich der zweiten Kernel Panic in meiner nun fast 2-jährigen Mac-Karriere beiwohnen. Allerdings war es schon der zweite große Hänger innerhalb von vier Wochen; beim ersten Mal vor einigen Wochen schaffte es OS X allerdings noch, den
Bildschirm mit der Aufforderung zum Neustart anzuzeigen. Beunruhigend.
Bei den Macguardians habe ich heute Morgen
entdeckt, dass
Ken Bereskin sein Weblog nach mehrmonatiger Pause wieder eröffnet hat. Ken ist bei Apple Product Manager für das Betriebssystem
Mac OS X und kann aus erster Hand hilfreiche Tipps geben. Zur
Wiedereröffnung wartet er gleich mit einem
feinen Hinweis auf: Um alle geöffneten Fenster aller Programme zu verbergen und den leeren Desktop anzuzeigen, halte man die Taste Option+Command (Wanne und Apfel) gedrückt und klicke dann mit der Maus auf einen Fleckchen noch sichtbaren Desktop (z.B. neben/unter dem Dock). Volia, alle Fenster verstecken sich und der Desktop kommt zum Vorschein. Ich wusste, dass es einen ähnlichen Effekt gibt, wenn man mit Wanne+Apfel+Linksklick auf das Finder-Icon im Dock klickt, allerdings geht dann auch ein neues Fenster auf. Dass man bei einem solchen Klick
auf den Desktop alle Fenster wegbekommt, hatte ich vergessen.
Aus der Abteilung Kurioses: Das weltweit erste
Floppy-RAID aus fünf USB-Diskettenlaufwerken. Nur am Mac möglich, nicht auf Windows (Ironie der Geschichte…). Der Erfinder plant ein »Beowulf«-mäßiges Floppy-RAID aus 125 Laufwerken, indem er alle verfügbaren Kanäle des USB ausnutzt (je einen braucht er noch für Tastatur und Maus). Ihm fehlen allerdings noch USB-Hubs.
Erschienen am Montag, 07.04.2003 @ 12:55
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Tags: Apple, Mac
US-Truppen sind heute erneut nach Bagdad
vorgedrungen; die irakische Regierung behauptet, in Bagdad gebe es keine US-Soldaten.
Wahrscheinlich wird der irakische Informationsminister auch dann noch die Anwesenheit von Koalitionstruppen in der Hauptstadt bestreiten, wenn hinter ihm US-Soldaten in die Kamera winken.
Erschienen am Montag, 07.04.2003 @ 20:20
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Tags: Politik
Dienstag, 08.04.2003
Kein guter Tag für das US-Militär.
Gestern und vorgestern noch Erfolge mit
Vorstößen nach Bagdad (lesenswerter Artikel zum Thema Städtekampf:
»Die Stadt wird das Grab des Feindes«). Heute Meldungen über Angriffe der US-Truppen auf das Hotel Palestine, in dem fast alle (und fast nur) Journalisten untergebracht sind (
Spiegel,
tagesschau,
Heise). General Brooks erklärte in Katar, die US-Soldaten seien aus der Lobby beschossen worden. Eine Antwort darüber, warum die US-Truppen dann den 15. Stock beschossen, blieb man allerdings schuldig. Ein ukrainischer Kameramann, der für Reuters arbeitete, und ein Mitarbeiter eines spanischen Fernsehsenders wurden durch den Raktenbeschuss getötet. In den Nachrichten war das blutverschmierte Gesicht des Spaniers zu sehen, der kurz danach im Krankenhaus verstarb.
Auch ein Büro des Senders
al-Dschasira wurden
beschossen, ein Reporter starb. Durch amerikanischen Beschuss kamen heute drei Reporter ums Leben, insgesamt starben bereits
zehn Berichterstatter in diesem Krieg.
Gestern
starb der deutsche Reporter Christian Liebig, der
für Focus arbeitete. Er und ein Spanier wurden von irakischen Raketen in einem US-Lager beschossen.
Nicht genug der bad news heute für das US-Oberkommando: ARD-Reporter
bewiesen heute in Basra, dass die Koalitionstruppen Uranmunition einsetzten.
Erschienen am Dienstag, 08.04.2003 @ 23:18
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Tags: Politik
Zum Thema Medien im Krieg hier zwei lesenswerte Artikel:
Einmal bei Telepolis »
Im Bett mit dem Militär« von Janko Röttgers über die Berichterstattung in den US-amerikanischen Fernsehsendern. Die Bandbreite reicht dort von patriotisch bis ultra-patriotisch:
»Übertroffen wird dies nur durch das rechtskonservative und ultra-patriotische Fox Network, bei dem der Krieg “War against Terror – Operation Iraqi Freedom” heißt. Die Verknüpfung zwischen Hussein und Al-Qaida war zwar der Weltgemeinschaft nie plausibel zu machen, doch bei Fox ist sie Programm. Dazu lässt der Sender im oberen linken Bildrand stets die US-Flagge wehen. Ebenfalls fast pausenlos eingeblendet: Der Terror Alert-Status, der die Gefahr an der Heimatfront versinnbildlichen und diese mit dem Krieg am Golf verknüpfen soll.«
Der Bericht lässt sich, abgesehen von den Flaggen, auch auf deutsche Sender übertragen: »Krieg im Irak«-Einblendungen in der Ecke, Video Game-Animationen von Gebäuden, Wetterkarten-Flüge, Einblendbilder, Infotafeln über Mann und Material wie vor einem Box-Kampf, Rentner als Experten im Studio.

»Einblendung« in der Schmidt-Show von heute
Der zweite Artikel, namenlos, ist bei Spiegel-online zu finden: »Der Medien-General Murdoch« handelt vom Meinungsimperium des Rupert Murdoch, der mit seinen 170 Zeitungen in einer Auflage von 40 Millionen, sowie Filmstudios (20th Century Fox) und Fernsehsender (Fox News) weite Teile des englischsprachigen Raums in Bezug auf Meinungsmacht beherrscht.
Erschienen am Dienstag, 08.04.2003 @ 23:45
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Tags: Medien
Mittwoch, 09.04.2003
Es wäre etwas verfrüht zu sagen, der Krieg sei nun zu Ende, aber sagen wir mal, die US-Truppen sind heute auf der Zielgeraden eingebogen und wir sehen heute den Anfang vom Ende.
Das Ende des Krieges kam nun doch schneller als erwartet, quasi über Nacht. Und ich muss gestehen, trotz meiner (IMHO nach wie vor berechtigten)
Kritik an den Medien, konnte ich auch ich mich heute nicht dem Bann der Live-Bilder entziehen. Heute am frühen Nachmittag leere Straßen in Bagdad. Es schien, als hätte das Regime über Nacht die Koffer gepackt und sei
verschwunden. Kein
Informationsminister mehr mit Durchhalteparolen und die Reporter berichten, die Aufpasser und Zensurbeamten hätten das
Hotel Palestine verlassen, es gäbe auch keine Polizei mehr auf den Straßen, niemanden mit Uniform. US-Panzer rollten durch das Zentrum, begleitet von Infanteristen. Einige Fahrzeuge sammelten sich an einem Kreisverkehr mit einer Saddam-Statue in der Mitte, Zivilisten kamen hinzu.
Um halb vier fuhr ich erstmal in die Stadt und just beim Warten auf meinen Döner beim Dönermann sah ich in einem türkischen Sender live, als
gegen 16:45 Uhr die Saddam-Statue von den US-Soldaten
vom Podest gerissen wurde (ziemlich stabil gebaut, hat ein paar Minuten gedauert). Die anwesenden Bürger jubeln.
Aber nach dem Krieg ist vor dem Frieden: Vor ein paar Tagen brach in der für befreit erklärten Stadt Basra die
Anarchie aus und es gab Plünderungen,
auch in Bagdad waren Plünderungen zu beobachten. Man darf jetzt gespannt sein, was als nächstes passiert und wie der
Wiederaufbau vonstatten geht.
In der von britischen Truppen besetzten Stadt Basra ist Wasser knapp und in den Krankenhäusern fehlt es an Betäubungsmitteln; Amputationen müssen
ohne Betäubung durchgeführt werden.
Noch sehen die Truppen den Plünderungen tatenlos zu, nur vereinzelt werden den Berichten zufolge Plünderer von den Briten festgenommen (heute im Fernsehen gesehen: ein britischer Soldat, der sich an einen Englisch sprechenden Iraker wandte: »I need your help.« Anschließen sah man einige Festnahmen und der Reporter sagte, das sich der Tumult aufgelöst habe).
Über die Vorgehensweise der Amerikaner bei der Eroberung Bagdads schreibt Gerd Kumreich, Professor für Neuere Geschichte an der Universität Düsseldorf,
in der SZ:
»In eine befestigte Großstadt Schneisen zu schlagen und abzuwarten, ist ein Konzept ohne historisches Beispiel und deshalb selbst historisch.«
Erschienen am Mittwoch, 09.04.2003 @ 19:35
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Tags: Politik
Neues zum Telekolleg: Wie
bekannt, habe ich Mathematik in diesem Durchgang ausgeklammert. Den Mathe-Stoff werde ich erst im nächsten Telekolleg-Kurs von September 2004 bis Sommer 2006 angehen.
Ich habe mich nun dafür entschieden, auch Physik auf die lange Bank zu schieben. Nicht, dass es zu schwer wäre (mein Lieblingsspruch derzeit stammt
von John Gruber: »Not hard meaning "difficult to understand", but hard meaning "pain in the ass".«). Aber ich hätte keine Chance gehabt, den Rückstand bis zur Prüfung am 12. April aufzuholen, da ich in der letzten Zeit einiges mit Aufträgen zu tun hatte und auch noch
krank geworden bin. Das wurde mir dann doch noch zum Verhängnis; da ich mit Physik erst angefangen habe, als der Stoff im Fernsehen schon bei der dritten Lektion angelangt war, hatte ich permanent einen Rückstand. Aber das macht nichts; der Leiter des Telekollegs an meiner Schule schrieb mir auf Anfrage in einer Mail:
»Alle Fächer, in denen Sie nicht antreten, auch die Nebenfächer, können Sie im nächsten Kurs nochmal machen, Sie bekommen für alle Fächer, in denen Sie die Prüfung bestanden haben, erstmal eine Bescheinigung. Das Zeugnis gibt es dann, wenn dann auch die Restfächer bestanden sind!«
Wie oft man den Kurs durchlaufen kann, weiß ich nicht (oder ob man z.B. auch einen Kurs aussetzen kann), aber ich nehme mir schon vor, die Sache im nächsten Durchlauf zu beenden. :-)
Letzten Samstag war Kollegtag, aber ich bin nicht hingegangen. Zum Einen lag ich noch mit der Erkältung flach, zum Anderen gab’s für mich kaum Fächer: Für die Sozialisten in den ersten beiden Stunden Bio/Chemie-Prüfung, dann Englisch und eine Dreifach-Stunde Physik (einmal Physik statt Mathe).
Zum nächsten Kollegtag am 12.4. trete ich aber wieder an, allerdings erst zur Doppelstunde Englisch. In den ersten beiden Stunden findet die Physik-Prüfung statt, dann Mathe statt Deutsch, Englisch-Doppelstunde, nochmal Mathe.
Heute brachte der Postbote das Paket mit den Lehr-/Lern-Materialien für das dritte Telekolleg-Trimester. Die Rechnung dazu über 99,65 Euro für das Material und 6 Euro »Vertriebskosten« hatte ich schon vor ein paar Wochen bekommen.
Das war im Paket drin:
- CD-ROM »Fast Track English: The Business World« (nur für Windows)
- Neue Hausaufgaben-Bögen:
- Deutsch: Lesen, Verstehen, Interpretieren 1-12
- Mathematik: Analysis – Differentialrechnung 9-11
- Mathematik: Analysis – Integralrechnung 1-10
- Englisch: The Business World 1-13
- VWL 1-13
- Informatik 1-6
- Technologie 1-7 (für die Wirtschaftler)
- Folgende Bücher waren in der Lieferung enthalten:
- Deutsch: Lesen, verstehen, interpretieren – Faszination Literatur
- Englisch: Fast Track English – The Business World
- Informatik (mit CD-ROM)
- Mathematik: Analysis – Integralrechnung
- Technologie (für den Wirtschaftszweig)
- VWL – Volkswirtschaftslehre (nur Wirtschaftszweig)
Abgesehen von Englisch war’s das dann mit den Hauptfächern. Deutsch und Mathe gibt’s nur noch im dritten Trimester (22.04.03 bis 19.07.03), außerdem Englisch, Technologie/Informatik, Wirtschaft (ob für alle oder nur die Wirtschafter, ist mir nicht bekannt). Im vierten Trimester (08.09.03 bis 06.12.03) stehen folgende Fächer auf dem Programm: Geschichte, Psychologie (nur Sozialisten), Englisch, Physik (nur Techniker) und Wirtschaft (nur für die Wirtschaftler).
Aus den Inhaltsverzeichnissen:
Deutsch:
- Was ist eigentlich Literatur
- Epik 1: Erzählformen des zeitgenössischen Romans
- Epik 2: Der Roman im 20. Jahrhundert
- Epik 3: Epische Kleinformen
- Ausgewählte Stationen des Dramas 1: Die Klassik
- Ausgewählte Stationen des Dramas 2: Das epische Theater
- Das zeitgenössische Theater
- Lyrik 1: Einführung in die Lyrikanalyse
- Lyrik 2: Lyrik heute
- Literarische Textanalyse am Beispiel Roman
- Literarische Textanalyse am Beispiel Drama
- Kreatives Schreiben
Das zweite Trimester Deutsch hat mich schon nicht begeistert (im ersten ging es um Medien), denn da gab es den Einstieg in die Textanalyse, und das dritte Trimester scheint die Hardcore-Version davon zu sein.
Erste Aufgabe vom Hausaufgaben-Blatt der Lektionen 1-3:
»Vergleichen Sie die folgenden beiden Auszüge aus zwei Romanen des 18. Jahrhunderts. Welche Unterschiede fallen Ihnen auf in Form bzw. Erzählhaltung, Inhalt und Sprache?«
Bahh.
In der Hausaufgabe zu den Lektionen 7-9 gibt’s dann auch eine Gedichtinterpretation. Verdammt, er wollte einfach ein Gedicht schreiben!!
Ein Überblick über Literatur ist ganz nett und dient der Horizont-Erweiterung, aber benotete Arbeiten will ich ungern darüber schreiben. Zum Ende des dritten Trimester gibt es nochmals eine Feststellungsprüfung in Deutsch, das Thema ist uns noch nicht bekannt (wohl Textanalyse). Wenig später, auch diesen Sommer, dann die Abschlussprüfung in Deutsch, bei der man sich aussuchen kann, ob’s eine Erörterung oder eine Textanalyse sein darf.
Technologie/Informatik:
T/I ist ein Doppelfach (wie Bio/Chemie für Sozialisten; die Techniker hatten im zweiten Trimester ein reines Chemie-Fach) mit je sieben Lektionen.
Aus dem Inhaltsverzeichnis des Technologie-Buchs:
- Energieumwandlung
- Thermodynamische Systeme
- Kraftwerke
- Optimierter Energieeinsatz
- Werkstoffe und ihre Verwendung
- Werkstoffoptimierung
- Kommunikationstechnik
Aus dem Inhaltsverzeichnis des Informatik-Buchs:
- Excel 2000
- Grundlagen
- Einfache Funktionen und grafische Darstellungen
- Spezielle Excel-Funktionen
- Access 2000
- Grundlagen und Tabellen
- Abfragen
- Formulare und Berichte
Hmm, Technologie, ich bin etwas skeptisch. Sieht aus nach einer Fortsetzung der Physik mit anderen Mitteln. Zu Informatik: In Excel kann mir niemand mehr was beibringen (will jemand meine überragende Zeiterfassungs-Tabelle weiterverwenden?), mit Access hatte ich allerdings noch nichts zu tun. Bislang gab’s privat keinen Bedarf für Datenbanken auf dem Desktop und früher in der Bank haben die Access-Programme (»Reporting-Tool«) andere erstellt (war Filial-übergreifend). Soll heißen: In Access kann ich noch etwas Nachhilfe vertragen, nutzen werde ich es mangels Mac-Version nicht.
Dass eine Microsoft-Schulung nichts mit Informatik zu tun hat, darauf gehe ich nicht näher ein. Ok, echte Informatik-Grundlagen oder TurboPascal-Kenntnisse sind im Job nicht wirklich hilfreich und MS Office ist nun mal der de facto-»Standard«.
Ein Blick in die Hausaufgaben-Bögen, die ersten fünf (von 39) Fragen zun den Lektionen 1-3:
- Wie viele Tabellen können Sie maximal in eine Excel-Datei einfügen?
- Mit welcher Tastenkombination markieren Sie die Zelle A1?
- In einer Spalte stehen Datumsangaben. Wie können Sie alle Termine ab heute in Gelb vorheben?
- Durch welches Zeichen werden in Excel Formeln oder Funktionen eingeleitet?
- Wie können Sie die Zelle C20 der Datei Umsatz2002.xls, aus der Tabelle "Januar" in der aktuellen Datei anzeigen lassen?
Kommentar: Durchwachsen. Gut, manche Dinge sollte man wissen, wie die Antwort zu Frage 3 (Ist-Gleich-Zeichen) oder Frage 5 (=’[Umsatz2002.xls]Januar’!$C$20), die sind zum Arbeiten unerlässlich. Aber Fragen wie die Erste fragen nur stupide auswendig gelerntes Wissen ab, das in der Praxis nicht relevant ist. Die weiteren Antworten:
1: Antwort A: Genug. Antwort B: 255.
2: STRG+Pos1.
4: Ich verstehe die Frage nicht ganz. Aber ich würde die entsprechenden Felder markieren und dann über "Rahmen und Schattierung" gelb einfärben.
Der Inhalt des Buchs zur Volkswirtschaftslehre (VWL):
- Grundlagen des wirtschaftlichen Handelns
- Markt und Preisbildung
- Der Wirtschaftskreislauf
- Die Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung
- Der Staat
- Wirtschaftsordnungen
- Grundtatsachen der Konjunktur
- Wirtschaftspolitische Zielsetzungen
- Ökonomie und Ökologie
- Wettbewerb
- Arbeitsmarkt und Arbeitsmarktpolitik
- Das Geldwesen
- Außenwirtschaft
Das klingt interessant. Eine Einführung in die Volkswirtschaft gab’s für mich vor sieben oder acht Jahren auf der Realschule im »WRL«-Unterricht (Wirtschafts- und Rechtslehre). In Sozialkunde bin ich stärker, in WRL hatte ich im Abschlusszeugnis der Realschule einen 3er und auf der Berufsschule (Bankkaufmann) in AWL (Allgemeine Wirtschaftslehre) eine Zwei.
Englisch ist im Prinzip immer das selbe: Textverständnis, Synonyme, Grammatik, übersetzen, kurze Stellungnahmen auf Englisch. Was sich von Trimester zu Trimester ändert, sind die Themen, um die diese Aufgaben aufgebaut sind. Im ersten Trimester Familienleben, im zweiten Trimester Freizeit im weitesten Sinne und jetzt das Geschäftsleben.
Erschienen am Mittwoch, 09.04.2003 @ 23:55
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Tags: Telekolleg
Donnerstag, 10.04.2003
Kai hat einige
bedenkenswerte Einwände zu den heutigen Ereignissen in Bagdad.
Keine Sorge, mein Text dazu folgt, denn trotz der sich heute überschlagenden Ereignisse bin ich natürlich nicht zum Kriegsbefürworter geworden. Das Völkerrecht ist beschädigt (der Blick und die Aufmerksamkeit der USA richtet sich jetzt
bereits wieder auf Iran, Nordkorea und Syrien, das neuerdings auch zur »Achse des Bösen« zählt) und auch vom ethischen Standpunkt her gibt es einige interessante Dinge zu erörtern. Nachdem der Krieg begonnen hatte, war es aber wünschenswert, dass er ein schnelles Ende finden würde und sich nicht all zu lange hinzieht, um noch mehr Opfer zu fordern. Ach ja, was ich
vorhin vergessen habe im Zusammenhang »nach dem Krieg ist vor dem Frieden«: Bestes Beispiel dafür ist der israelische Sechs-Tage-Krieg, in dessen Folge die Auseinandersetzungen auch 36 Jahre nach dem offiziellen Ende immer noch andauern.
Das Bild, von dem Kai in seinem Eintrag spricht, ist in einem Telepolis-Artikel zu finden. Ich kann nur eindringlich davor warnen, den folgenden Link anzuklicken: Es ist ein grauenhafter Anblick, der für einen normalen Menschen nicht zu fassen ist. Das hat nichts damit zu tun, ob jemand nah am Wasser gebaut ist. Ich spare mir eine Beschreibung, denn dafür müsste ich es mir wieder ins Gedächtnis rufen. Wer es »nur« beschrieben wissen will, kann in Kais Eintrag nachlesen.
Der Artikel heißt »
Bombenzensur oder "Kollateralschaden"?«.
Erschienen am Donnerstag, 10.04.2003 @ 0:46
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Tags: Politik
Moin.
Gestern stellte die Rürup-Kommission, weitgehend unbeachtet wegen der
Geschehnisse in Bagdad, ihren vorläufigen Abschlussbericht vor.
Bereits Ende März wagte der Spiegel eine
Prognose, die gestern voll eintraf: Die Kommissions-Mitglieder sind untereinander derart zerstritten, dass kein Konsens für eine langfristige Umstrukturierung der Sozialsysteme zustande kam; stattdessen will die Kommission Ende Mai zwei gegensätzliche Vorschläge präsentieren, zwischen denen sich die Politik dann in die Mitte setzen darf. Es reichte gerade mal für einige
kurzfristige Ideen, die den durchschnittlichen Beitragssatz in der gesetzlichen Krankenversicherung von 14,5 auf 12,1% senken
soll. Die lange Perspektive, eine Strukturreform, die diesen Namen verdient, nicht nur an den Symptomen herumdoktort, hier und dort was nachbessert, sondern die sozialen Sicherungssysteme für die künftigen Herausforderungen trimmt (Vergreisung der Gesellschaft, unregelmäßige Beschäftigungsverhältnisse), ist lange nicht in Sicht. Und selbst bei den von Bert Rürup jetzt vorgestellten Minimal-Vorschlägen
mauert bereits die SPD-Linke. Mir wird anders, wenn ich von SPD-Parteiaustritten
höre, die mit den Reformplänen von Schröder begründet werden. Ich glaube nicht, dass es bei Stoiber von der CSU großartig sozialer zugegangen wäre. Gewiss, 15 Euro Praxisgebühr, höhere Zuzahlungen und optionale Versicherung von Krankengeld tun weh, aber der Sozialstaat ist nunmal am Ende.
Nächstes Problem: Die Regierung lobte gestern zwar die Arbeit von Rürup, aber der Spiegel traf mit seiner Einschätzung (von gestern) den Nagel auf den Kopf: »
Danke und tschüss«. Der Abschlussbericht von Rürup hat eigentlich bereits vor dem gestrigen Tag den rasanten Weg in die Rundablage gefunden, denn so wie die Bundesgesundheitsministerin die Kommission besetzt hat, konnte gar kein Kompromiss zustande kommen. Jeder zieht zwar an einem Strang, aber an unterschiedlichen Enden. Die DGB-Vorsitzende Ursula Engelen-Kefer, vom Spiegel inzwischen regelmäßig als »DGB-Sirene« tituliert,
lehnte gestern den Großteil der Vorschläge ab, obwohl sie meines Wissens Mitglied der Kommission ist. Die Ministerin lies wiederholt erkennen, dass sie auf das Ergebnis der Kommission nur geringen Wert legt und der Kanzler drohte kürzlich noch mit Auflösung. Abgesehen davon hat er wesentliche Punkte bereits selbst in seiner
Regierungserklärung vom 14. März abgesteckt (
siehe bundeskanzler.de).
Gestern Nacht kam in der ARD die 45-minütige Reportage »Das Märchen vom blühenden Arbeitsmarkt« von Günter Ederer.
Sie zeigte einige der inzwischen hinlänglich bekannten Probleme auf, von zu hohen Lohnnebenkosten über zuviel Bürokratie bis hin zu den Fragen des Kündigungsschutzes und des Betriebsverfassungsgesetzes.
Ausschnittsweise der Info-Text von
TVTV.de:
[...]
»Der Film beschreibt die Wirklichkeit eines verkrusteten Arbeitsmarktes, der wie eine geschlossene Gesellschaft funktioniert: Wer drin ist, ist drin, wer draußen ist, bleibt draußen. Er zeigt, wie Arbeitgeber, Gewerkschaften und Politik im Gleichschritt in den Abgrund marschieren. Kaum schreit die Wirtschaft, ihr fehlten die Fachkräfte, springt die Politik ein. Kein öffentlicher Gedanke daran, dass die Wirtschaft, die so viel vom freien Markt redet, sich vom Staat die Arbeitskräfte ausbilden lässt – kostenlos natürlich. Und wenn ungelernte Kräfte fehlen, ruft die Industrie nach billigen Arbeitern aus Osteuropa oder der Türkei. Die verhindern erst mal einen Lohnanstieg und werden nach Gebrauch kostengünstig entsorgt: Soll sich doch der Staat um die Arbeitslosigkeit der Ausländer und um ihre Integration kümmern. Und trotzdem kommen immer neue Kräfte ins Land: Heute erwirtschaften eine Million Saison- und Dauerarbeiter das Geld, mit dem der Staat Arbeitslose bezahlt, die diese Jobs nicht wollen.
“Das Märchen vom blühenden Arbeitsmarkt” ist auch die Geschichte der hohen Lohnnebenkosten: 12,50 Euro pro Stunde verdient ein deutscher Facharbeiter, aber 40 Euro muss ein Unternehmer dafür zahlen, der größte Teil sind Abgaben. Die Folge: Gegen die Billigangebote auf dem Schwarzmarkt haben reguläre Betriebe keine Chance. Die Schattenwirtschaft boomt in Deutschland, Umsatz 350 Milliarden Euro, das entspricht sieben Millionen Vollbeschäftigten.
Der Film erzählt auch, warum Gesetze, die zum Schutz der Arbeitnehmer erlassen wurden, heute Arbeitsplätze verhindern, und warum die Arbeitsverwaltung mit 90.000 Mitarbeitern, den heimlichen Besitzern des Arbeitsmarktes, ein Interesse daran haben, dass genügend Arbeitslose auf dem Markt bleiben.
[...]
“Das Märchen vom blühenden Arbeitsmarkt” blickt auch über die Landesgrenzen hinaus, auf die europäischen Staaten im Norden und Nordwesten. Die halten noch immer ihre Arbeitslosenquoten zwischen 2,5 und 5 Prozent, trotz 11. September und Krise der Weltwirtschaft. Der Film zeigt, warum das funktioniert und was man daraus lernen kann.«
Mein Fazit, nicht erst seit gestern: Zu viele Regelungen zementieren den Arbeitsmarkt und engen die Wirtschaft ein, Rechte werden zu Bürden. Der Gewerkschafter freut sich, allerdings kümmern sich die Gewerkschaften in Deutschland mit ihrer Politik nur um die Leute, die (noch) einen Job haben, nicht um die (bereits) Arbeitslosen. Sicher, durch einen gelockerten Kündigungsschutz kann man schnell seinen Job verlieren. Man kann aber auch schnell wieder eingestellt werden, da sich ein Arbeitgeber nicht lange überlegen muss, ob er es sich auf Dauer leisten kann jemanden einzustellen, den er in schwierigen Zeiten nicht wieder los wird. Die Beispiele aus anderen Ländern sind inzwischen zahlreich, sei es Österreich, die Niederlande, Dänemark oder Schweden, die vor über zehn Jahren vor ähnlichen Problemen standen, aber inzwischen ihre Strukturreformen hinter sich haben (über Dänemark und Schweden habe ich bereits öfter lange Artikel gelesen, die Niederlande und Österreich wurden in der Reportage genannt).
Prima, wenn der Kanzler die Lohnnebenkosten (LNK) von 42 auf 40 Prozent und die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung von 14,3/14,6% auf unter 13 Prozent senken will, bis 2010 wohlgemerkt. Allein: Es nützt nichts. Was bringt bitteschön eine Reduzierung der LNK von 42 auf 40 Prozent? Die Nebenkosten sind selbst mit 35% noch zu hoch! Hohe LNK sind eine Strafgebühr für Arbeit.
In Dänemark zum Beispiel, da hat’s 5,5% LNK. Es gibt wöchentliche Kündigungsfristen, die durch lange Betriebszugehörigkeit auf maximal einen Monat anwachsen. Die Personen-Steuern sind hoch (40-67%), die Unternehmenssteuern sind moderat (30%), aber in den Steuern stecken bereits die Sozialabgaben drin. Bis 2006 wird Dänemark mit 5% eine nur halb so hohe Arbeitslosenquote haben und noch dazu einen ausgeglichenen Staatshaushalt.
In Deutschland sind die LNK dann bei bestenfalls 40%, die Steuern zwischen 15 und 42%, die Arbeitslosenquote bei 10% und das mit dem ausgeglichenen Haushalt ist auch noch nicht in trockenen Tüchern. Dafür haben wir ein Betriebsverfassungsgesetz, dass jedem Betrieb ab 200 Mitarbeitern vorschreibt, einen Mitarbeit als Vollzeit-Betriebsrat freizustellen. Ich weiß nicht, was der bei 200 Mitarbeitern den ganzen Tag machen soll, aber klar ist, dass es nicht wenige Unternehmen gibt (das gestern war ja nicht die erste Schilderung dieser Auswirkung), die nicht mehr als 200 Mitarbeiter einstellen, um nicht über diese Grenze zu kommen, denn einen Vollzeit-Betriebsrat kann sich ein kleines Unternehmen nicht mal eben aus den Rippen schneiden. Im gestrigen Beispiel wurden weniger Azubis eingestellt, um unter dieser Grenze zu bleiben, aber Ausbildungsplätze braucht’s ja hierzulande auch.
Ich will keine Reformen, die diesen Namen nicht verdienen und in zehn Jahren immer noch die gleichen Probleme vor sich her schieben. Ich will endlich mal den großen Wurf sehen. Auch wenn’s weh tut, aber meine Generation darf das ausbaden, und je mehr man sich Zeit lässt, desto teurer wird’s. Ich will die Wahrheit!
»Sie können die Wahrheit doch gar nicht vertragen!«
Spaß ohne: Ein Dänemark-Modell hat sich der Spiegel erst vor einem Monat durchrechnen lassen: »Abschied von Bismarck«
Ich frage mich wie lange es eigentlich noch dauert bis die Einsicht reift, dass die deutsche Gesellschaftsstruktur nicht mehr die selbe ist wie noch vor 120 Jahren, und dass es eher schlechter denn besser werden wird.
Das Spiegel-Modell, vom Deutschen Institut für Wirtschaft (DIW) durchgerechnet sieht grob gesagt so aus:
»Bis zu eine Million neue Jobs und die Senkung der Lohnnebenkosten von durchschnittlich 42 Prozent auf 5,5 Prozent könnten durch den Umbau der Sozialkassen erreicht werden. Hierzu müssten die bisherigen Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträge zum größten Teil aus Steuern und lohnunabhängigen Prämien finanziert werden. Dies zeigen Berechungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung Berlin (DIW).«
Kann bitte im Zuge der Revolution auch gleich der Begriff »Arbeitgeberanteil« abgeschafft werden? Der Arbeitgeber beteiligt sich nicht an den Kosten für die Sozialversicherung, auch der AG-Anteil wird vom Mitarbeiter bezahlt. Für den Arbeitgeber ist nur eine einzige Zahl interessant: Was kostet ihn der Arbeiter/Angestellte insgesamt brutto? Wie man den Block Sozialabgaben nennt und aufteilt, ist ihm völlig egal.
»Wenn Du’s nicht glaubst, dann lies es nach!«
Lektüre: Walter Krämer, Götz Trenkler: »Lexikon der populären Irrtümer«, 10. Auflage (Eichborn-Hardcover), Seite 23, »Arbeitgeberbeitrag: Den Arbeitgeberbeitrag zahlt der Arbeitgeber«:
»Keinen Pfennig des Arbeitgeberbeitrags zahlt der Arbeitgeber.
[...]
Rein wirtschaftlich gesehen gehören alle Aufwendungen des Arbeitgebers für einen Beschäftigten zu dessen Bruttolohn, unabhängig davon wie heißen, ob Urlaubs- oder Weihnachtsgeld, ob Werkswohnung oder Dienstwagen, ob Zuschüsse zum Mittagessen oder Beiträge zu Versicherungen aller Art: Alle Auslagen, die dem Arbeitgeber für einen Beschäftigten entstehen, zählen zu dessen Lohn oder Gehalt.
[...]
Dem Arbeitgeber ist es nämlich im Prinzip gleichgültig, wo die 4.900 Mark für seinen Arbeitnehmer landen; ob 10, 20 oder 30 Prozent an das Finanzamt fließen, ist für ihn oder sie genauso unerheblich wie der Anteil für die Sozialversicherung oder wie man diesen Anteil nennt. Ob davon die Hälfte oder alles oder gar nichts "Arbeitgeberanteil" heißt, spielt für den Arbeitgeber keine Rolle.«
Warum ist es dann nicht egal, wie hoch die Lohnnebenkosten sind? Ganz einfach: Wenn die LNK niedriger sind, kann auch das Bruttogehalt niedriger sein und der Arbeitnehmer bekommt genauso viel wie vorher, ist für den Arbeitgeber aber nicht so teuer.
Erschienen am Donnerstag, 10.04.2003 @ 8:13
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Tags: Politik
Als »Deutschland such den Superstar« noch jeden Samstag lief und jede Woche einer zum Abschied leise »Servus« sagen durfte, hörte man hier und da schon: »XY [Gracia?] ist die deutsche Antwort auf Anastacia« »Alexander ist die deutsche Antwort auf Robbie Williams« und bei mir dachte ich so: Und Daniel ist die deutsche Antwort auf Austin Powers. Als hätte ich’s geahnt sehe ich eben mit halbem Auge im SAT.1-Frühstücksfernsehen das »neue« (de facto das erste) Video von Daniel K. und es ist original, ungelogen, 1:1 die Anfangsszene aus »
Austin Powers: The Spy Who Shagged Me«. Blasphemie!!
Ob Daniel das weiß?
Davon ab empfehlend ein Text von Spiegel-Mann Frank Patalong: »
Kampf der Musik-Mikroben«.
Erschienen am Donnerstag, 10.04.2003 @ 8:37
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Tags: Medien
Für diejenigen von uns, die sich beruflich auch mit Spielen beschäftigen müssen (z.B. Spiele in Flash und Director bauen) habe ich hier einen interessanten Link aufgegabelt: Bei Spiegel-online ist ein Artikel von Susanne Paulsen erschienen, der ursprünglich aus der Geo-Redaktion stammt: »
Begegnung mit einer flüchtigen Spezies« ist ein recht tiefschürfender Text darüber, wie Computerspiele das Denken verändern. Während die ältere Generation seriell denkt, hat sich die jüngere Generation u.a. durch Computerspiele neue Denkmuster angeeignet.
»So erklärte kürzlich ein jugendlicher Counterstrike-Spieler einem Journalisten: "Wenn man so etwas lange spielt, entwickelt man eine Reaktionsgeschwindigkeit, mit der man im Alltag überhaupt nicht mehr funktionieren kann. Das verändert die Art, wie man die Realität wahrnimmt. Die Schule kommt einem dann vor wie in Zeitlupe."«
Die schnelle, aber auch flüchtige Wahrnehmung und Denkweise hat aber nicht nur Vorteile: Um z.B. physikalische oder mathematische Gesetze zu verstehen, muss man »klar definierte Einzelaspekte aus dem großen Ganzen herausfiltern und sie logisch anordnen.« Fachleute würden das »seriell denken« nennen. Mit seriellem Denken kann man aber kein vielschichtiges Computerspiel gewinnen, wie schon das simple Beispiel Pacman deutlich macht, bei dem nicht nur Pacman sondern auch seine Verfolger im Blick behalten werden müssen.
Erschienen am Donnerstag, 10.04.2003 @ 15:29
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Tags: Web, webdesign
John Grubers »
Daring Fireball gehört inzwischen zu meinen Standard-Websites. Auf seine kompetenten Artikel zum Thema
Anti-Aliasing bei Fonts habe ich schon hingewiesen.
Erst Anfang der Woche wieder ein exzellenter Artikel
über Spekulationen bzgl eines Wechsels der Plattform bei Apple, weg vom PowerPC, hin zum Pentium oder Itanium. John zerlegt haarklein alle denkbaren Überlegungen der Befürworter dieser Voraussage. Ein sehr guter Text, der im Hinblick auf verschiedene Prozessor-Architekturen nicht oberflächlich bleibt, sondern auch genauer hinsieht: Was für eine Firma ist Apple, wie haben die in der Vergangenheit ihr Geld verdient und wie verdienen sie es heute, das Kapitel Mac-Clone und der Wechsel von der 68k-Plattform zum PowerPC. Mittels eines Zitats aus einem seiner früheren Artikel bringt John auch kurz und prägnant auf den Punkt, welches das Geschäftsmodell von Microsoft mit Windows ist und welches das von Apple mit Mac OS ist:
»The only way to see the Mac as unsuccessful is to compare it to Windows on Microsoft’s terms ? market share and raw profit. And that’s exactly how analysts and the PC press cover the Mac.
What they miss is that the Mac’s primary purpose is to be better. Windows’s primary purpose is to be ubiquitous. Both platforms have been successful in achieving these goals.«
[Übersetzung:
»Die einzige Art, den Mac als nicht erfolgreich anzusehen ist, ihn mit Windows in den Maßstäben Microsofts zu vergleichen -- Marktanteil und purer Profit. Und das ist genau die Art, in der Analysten und die PC-Presse über den Mac berichten. Was sie dabei nicht beachten ist, dass Besser sein das erste Ziel des Macs ist. Das erste Ziel von Windows ist, allgegenwärtig zu sein. Beide Plattformen waren in der Erreichung ihrer Ziele erfolgreich.«]
Jedenfalls, das Fazit: Apple wird sehr wahrscheinlich nicht auf Intel-Prozessoren umsteigen, da dies mit noch höheren Kosten und Umstellungsschwierigkeiten (alte Software am Laufen halten) verbunden wäre, als der immer noch nicht durchgestandene Wechsel von Mac OS 9 auf Mac OS X. Außerdem müsste es nach wie vor einen propritären »Mac-PC« geben, da Apple ein Hardware-Hersteller ist und keine Software-Firma, auch wenn das Mac OS wesentlich zum Erfolg der Firma (und zum Verkauf der Macs) beiträgt.
Der nächstältere Artikel »Translation« übersetzt eine Pressemitteilung von Quark von »PR-Speak« in richtiges Englisch:
»Quark introduces powerful productivity features for publishers.«
[bedeutet]
»Put your boots on.«
[...]
»Quark Inc. today disclosed the key features for the forthcoming QuarkXPress 6 software.«
[bedeutet]
»Quark Inc. today released some vague statements about QuarkXPress 6, amounting to little more than verbal hand-waving.«
Und so fort. :-)
Für die Nicht-»Mac-Talibanesen« (IT&W): Quark ist der Noch-Markführer im Bereich DTP mit seiner Software XPress. Zwei Jahre nach dem Erscheinen von Mac OS X hat Quark es immer noch nicht fertig gebracht, eine angepasste Version seiner Software rauszubringen, die wegen seiner Umständlichkeit und teuren Anschaffungs- und Upgradekosten zudem alles andere als beliebt ist. Es ist ein bisschen wie bei einem Fußballspiel: Wenn eine Mannschaft verliert sagt der Trainer, es lag am regnerischen Wetter, der Rasen war nass, der Ball glitschig, ohne zu erwähnen, dass die gegnerische Mannschaft auf dem gleichen Platz spielte. Konkurrent Adobe brachte bereits im September 2001 das günstigere, leistungsfährigere und an OS X angepasste InDesign auf den Markt.
Anekdote am Rande: Vor einem Monat stellte der Süddeutsche Verlag (Süddeutsche Zeitung, SZ) die Regional-Ausgabe Nordrhein-Westfalen ein. In einem Spiegel-Artikel wurde der SZ-Chefredakteur zitiert: »Wir haben 14 Monate lang einen Regionalteil gemacht, auf den wir journalistisch stolz sein können.« Mein erster Gedanke, als ich das damals las: Das heißt, auf die zynische Wahrheit reduziert, nichts anderes als »…aber es hat sich nicht rentiert.«
Noch ein Stück älter ist inzwischen der Hinweis »Siracusa on the Finder, in dem John Gruber über einen Artikel von John Siracusa berichtet, der sich auf Arstechnica mal wieder seitenweise, aber durchaus auch kompetent, zum Thema Mac OS X ausgelassen hat.
Siracusa geht es um den Spatial Finder. Den Begriff habe ich in Gedanken hoffentlich richtig mit »räumlicher Finder« übersetzt. Ich hatte stellenweise Verständnis-Schwierigkeiten mit dem Text. Das Konzept des Spatial Finder habe ich glaube ich begriffen: es geht Siracus darum, dass sich ein User nicht einen Pfad zu einer Datei merken soll, sondern dessen Ort. Ich kann aber nicht ganz nachvollziehen, in wie weit das bei heutigen Festplattengrößen, Datei-Anzahl und Verschachtelungstiefen möglich sein soll. Gegen Details wie die Abschaffung der Toolbar im Finder sträube ich mich. Was ich auch nicht verstehe ist, dass Siracusa später von einem File-Browser spricht. Will er nun einen Spatial Finder oder einen File-Browser? In zwei verschiedenen Anwendungen für die Dateiverwaltung kann ich keinen Sinn erkennen. Ich selbst bin mit dem OS X-Finder, speziell der Spalten-Ansicht, eigentlich recht zufrieden, meine OS 9-Vergangenheit (da gab’s laut Siracusa einen Spatial Finder) währte allerdings nur ein halbes Jahr, bis ich im November 2001 endgültig auf OS X umstieg, als 10.1 heraus kam. Ich bin auch immer ein bisschen vorsichtig, wenn sich jemand die Einfachheit von OS 9 zurück wünscht. Für einen »Niner is Finer« mag es zutreffen, das manche Dinge für ihn logischer und intuitiver sind, aber wenn ich OS 9 und OS X sehe und vergleiche, dann sehe ich mir die beiden Systeme aus der Sicht eines Windows-Umsteigers und aus der Sicht eines totalen Computer-Neulings an. Wenn ich einen frisch gebooteten OS 9-Desktop mit einem von OS X vergleiche (und ich war vor knapp zwei Jahren in der Situation, OS 9 das erste Mal erforschen zu dürfen), stand ich bei OS 9 wie der Ochs’ vor’m Berg. Wo sind meine Programme? Gibt’s ein Start-Menü? Was ist dieser Streifen [der Control-Strip] am unteren Bildschirmrand mit diesen fitzeligen Symbolen? Bei OS X hingegen gibt’s ein Dock mit den wichtigsten Programmen und eines davon ist auch das Tool für Systemeinstellungen. Viel einfacher, wenn man mich fragt. Siracusas Ideen mit dem Spatial Finder einerseits, seiner »Örtlichkeits-Doktrin« und daraus resultierenden Einschränkungen sowie dem File-Browser andererseits haben mich wieder aufhorchen lassen: da kann sich jemand nicht von OS 9 lösen, und ob das in der Praxis, und nicht nur in der Theorie, einfacher ist, wird sich zeigen. Aber vielleicht habe ich ihn da auch nur falsch verstanden.
Siracusa hat allerdings auch einige gute Ideen, zum Beispiel die Live-Search-Folder oder das Shelf, oder die »intelligenten Ordner«. Dass man aus so einem intelligenten Ordner durch herausziehen eine Datei nicht einfach auf den Desktop verschieben oder löschen kann (geht auch in iTunes in den smart playlists nicht), mag zwar der Idee des Spatial Finders entsprechen, aber inutitiv finde ich es nicht. In iTunes zum Beispiel, muss ich, wenn ich eben hinzugefügte Titel testgehört habe aber wieder löschen möchte, über die normale Suche gehen, um sie aus dem Datenbestand (Bibliothek) zu löschen, ich kann sie nicht direkt aus der smart playlist »Zuletzt hinzugefügte Titel« heraus löschen, was ich mal für inutitiv halten würde.
Ganz alt ist ein Interview mit Brent Simmons auf Daring Fireball, Macher des Programms Net News Wire. Darüber (bzw. zu RSS allgemein) will ich aber bei Gelegenheit ausführlicher schreiben.
Erschienen am Donnerstag, 10.04.2003 @ 17:53
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Tags: Apple, Mac
Ja, so kann man
das tatsächlich bezeichnen, ohne zu untertreiben. Und ich meine das nicht ironisch.
Es geht um ein Gewinnspiel von Pepsi: Die Chance auf eine Milliarde Dollar. Der Gewinn ist hoch, die Chancen ihn zu bekommen extrem niedrig, der Hype dafür umso größer: Auf einer Milliarde Pepsi-Flaschen ist ein Code. Aus den Einsendungen werden 1.000 Codes in gezogen, die in einer zweistündigen TV-Show auf zehn reduziert werden. Derjenige, der am Schluss übrig bleibt, hat schon mal eine Million Dollar sicher. Ob er auch noch weitere 999 Millionen dazu bekommt, entscheidet sich durch einen Affen, der einen bestimmten Code ziehen muss.
Völlig bescheuert.
Erschienen am Donnerstag, 10.04.2003 @ 18:36
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Tags: Medien
Freitag, 11.04.2003
Dass sich bei
eBay auch der eine oder andere Betrüger tummelt, ist nichts Neues. Die letzte Masche war, zu teuren Elektrogeräten nur die »Originalverpackung« zur Versteigerung anzubieten, diesen Umstand aber nur nebenbei in der Artikelbeschreibung zu erwähnen. So wechselten bis zu 300 Euro nur für die Verpackung einer Digital-Kamera den Besitzer. Anschließend gab man sich auch noch eine gute Bewertung. Ob sich Käufer und Verkäufer in solchen Fällen gütlich geeinigt haben (»Ich zahl’ Dir nur 50 Euro für meine Dummheit und zeig’ Dich dafür nicht an«), ist nicht bekannt.
Der neueste Gag ist, nicht mal mehr die Verpackung zu einem Gerät zu verkaufen, sondern nur noch das
Bild eines Gerätes, das für 499 Euro durch Sofort-Kaufen erworben wurde (gesehen im
Heise-Forum zur Meldung »
Anklage wegen Auktionsbetrugs bei eBay«).
Das kann eigentlich nur noch gesteigert werden, indem jemand das Bild einer Originalverpackung zum Verkauf anbietet.
Erschienen am Freitag, 11.04.2003 @ 15:32
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Tags: Sonstiges
Auf der Apple-Website gibt es für das Produkt
Final Cut Express einige einführende
Videos, die grundlegende Funktionen des Programms erklären (gibt’s schon seit Januar, habe sie mir aber erst gestern angesehen). Insgesamt sind es sieben Videos (zusammen 45 MB groß und 47′25″ lang, das kürzeste 5′24″, das längste 8′42″). Im ersten Video gibt’s eine grundlegende Einführung in die Benutzeroberfläche, darauf folgen Videos zu einzelnen Funktionen: Schneiden, Effekte und Filter, Titel, Farbkorrektur.
Das kostenlose
iMovie 3 ist zwar nett und es reicht, um eine mitgeschnittene Fernsehsendung von Werbung zu befreien, aber dann stößt man auch schon sehr schnell an Grenzen: es ist relativ langsam, der Zeitraffer ist trotz Single-1-GHz-Power Mac und 1,2 GB RAM unbenutzbar, iMovie hat nur eine Video- und zwei Audiospuren, Titel und Übergänge sind eher rudimentär. Final Cut Express (FCE) scheint zwar, den Videos nach zu urteilen, eine etwas höhere »Lernschwelle« zu haben (man lernt es, anders als iMovie, nicht einfach vom anstarren der Oberfläche), aber dann hat es sehr viele Möglichkeiten und scheint auch intuitiv und logisch bedienbar zu sein, wenn man es mal gesehen hat.
FCE ist der kleine Bruder der Profi-Anwendung
Final Cut Pro (FCP), das
vergangen Sonntag in Version 4 vorgestellt wurde. FCE schloss
Anfang Januar die Lücke zwischen dem kostenlosen iMovie und der Profi-Software FCP und unterschied sich von letzterer im wesentlichen dadurch, dass FCE nur mit DV-Material arbeiten kann, während FCP auch für SD, HD und Film geeignet ist. Durch die Vorstellung von FCP4 vergrößert sich natürlich der Featureabstand zu FCE (auf finalcutpro.de gibt’s einen
Vergleich zwischen FCE und FCP3) .
Ich überlege ernsthaft, mir FCE zuzulegen, auch wenn ich im Moment nur Familienvideos schneide (allerdings lernt man durch FCE auch den grundsätzlichen Umgang mit FCP, das ist ja auch nicht schlecht), aber selbst dabei kommt man mit iMovie, wie gesagt, schnell an Grenzen. Zuvor muss ich jedoch noch ein wenig mit der Kamera üben, denn
noch wird einem beim Ansehen meiner Videos seekrank. Und ich muss meinen Kontostand im Blick behalten.
Die Preise im Apple-Onlinestore: FCE für 380 € (zum Vergleich FCP4: 1.160 €),
Studentenversion/-preis für FCE: 290 € (FCP4: 750 €).
Jedem, der sich die Anschaffung von FCE überlegt, da ihm iMovie »zu klein« wird, kann ich nur die vorgenannten Schulungsvideos empfehlen, um einen Einblick zu erhalten.
Erschienen am Freitag, 11.04.2003 @ 16:41
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Tags: Apple, Mac
Heute Abend war ich nochmal beim Doc. Die Erkältung ist so gut wie gegessen. Die Stimme fast wieder hergestellt, kein »Krankheitsgefühl« mehr, Husten und Schnupfen haben ebenfalls nachgelassen.
Das Anti-Biotikum soll ich aber noch aufbrauchen, um einem Rückfall vorzubeugen (sind nur noch Tabletten für drei Tage).
Erschienen am Freitag, 11.04.2003 @ 20:00
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Tags: Leben
Ich bin ja kein Fan (mehr) von Musik-Tauschbörsen. Durch die Codierqualität des Fraunhofer mp3-Codecs bei 160 KBit/s Datenrate und die exzellente CDDB-Anbindung zum Auffüllen der ID3-Tags beim Einlesen einer CD bin ich etwas verwöhnt von
iTunes. Verena bat mich, ihr eine CD mit einigen Titel zu brennen und so warf ich doch mal wieder Kazaa unter WinXP an (innerhalb von
Virtual PC auf Mac OS X). Die Qualität der Songs in Kazaa (ehemals Audiogalaxy) ist erschreckend: Nur wenige Titel von guter Codierqualität und einer Datenrate über 160 Bit/s, zerhackstückte und unbrauchbare ID3-Tags.
Trotzdem bin ich bei der heutigen Suchaktion über eine Perle gestolpert: »Leaving on a Jetplane« von — ja, vom wem? Laut ID3-Tags angeblich von Aerosmith, aber abgesehen davon, dass bei Aerosmith noch nie eine Frau die Vocals besetzte, ist das alles andere als Aerosmith.
Kann mir jemand helfen? Vom wem ist dieses Stück [Datei gelöscht, siehe Kommentare]?
Erschienen am Freitag, 11.04.2003 @ 20:17
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Tags: Sonstiges
Samstag, 12.04.2003
Ab sofort gibt es eine neue Kategorie:
SAE. In dieser Rubrik werde ich künftig meine Erfahrungen in meinem Mediendesign-Studium am SAE College in München notieren.
Ein paar Infos zum Einstieg: SAE ist keine staatliche Hochschule, sondern eine private Schule. Die Abkürzung hieß früher einmal »School of Audio Engineering«, inzwischen bietet SAE aber nicht nur Kurse im Audio-Bereich an, sondern auch Multimedia (seit diesem Jahr »Creative Media« genannt) und Digital Film.
SAE ist in vielen Ländern vertreten; die internationale Website ist
sae.edu, die deutsche Website lautet
sae.edu/countries/germany.html.
Ich belege den Creative Media-Kurs. Der Kurs besteht aus drei »Leveln«:
- Zertifikat-Level
- Diplom-Level
- Degree-Level
Egal ob man im zweiten Level die Richtung »Audio Engineer Dipolma«, »Digital Film Making Diploma« oder »Creative Media Diploma« (meine Schiene) wählt, zu Beginn steht im ersten Level das dreimonatige »Basic Media Certificate«, das mit Grundlagen beginnt und eine Einführung in alle drei Richtungen gibt, also Audio- und Video-Bearbeitung sowie Screen-Design. Anschließend kommt die Hauptsache: der zweite Level mit einer Dauer von 12 Monaten. Der Abschluss nach dem zweiten Level (also nach insgesamt 15 Monaten) ist das »Diploma« von der SAE. Der Abschluss ist nicht staatlich anerkannt, aber in der Industrie durchaus ein Begriff; evtl vergleichbar mit dem Betriebswirt-Diplom der VWA (Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie) oder dem Bankbetriebswirt der Bankakademie, die beide gleichermaßen in der Finanzdienstleister-Branche anerkannt sind.
Am Ende des dritten Levels, der (in meinem Fall) »Creative Media Degree«, der weitere 12 Monate dauert, steht der Abschluss »Bachelor of Arts (Honours, Multimedia Arts)«. Der Bachelor of Arts ist ein englischer Hochschul-Abschluss, den SAE in Zusammenarbeit mit der Middlesex University London durchführt. Der Vollständigkeit halber: »Honours« heißt nicht »ehrenhalber« (war mein erster Gedanke und deswegen wird die Frage wohl auch in der FAQ beantwortet), sondern der BA enthält »eine wissenschaftliche Arbeit, die den Degree aufwertet und rechnerisch nach dem englischen "Credit Point System" eine Aufwertung von 300 auf 360 Credit Points bedeutet.« Ich weiß nicht, was Credit Points sind, aber es hört sich vernünftig an. Wer weiß, wenn ich den BA gleich im Anschluss an den 2. Level mache (so ist es zumindest geplant), dann bin ich nach insgesamt 27 Monaten durch, also im August 2005. Wäre doch ein Gag, wenn ich meinen Hochschul-Abschluss noch früher als mein Fachabi habe. :-)
Da es sich nicht um eine öffentliche, sondern um eine private Schule handelt, ist das Studium leider nicht umsonst: Für das Basic Media Certificate (1. Level) fallen derzeit 1.170 Euro an, für das »Creative Media Diploma« (2. Level) 5.850 Euro und für den »Creative Media Degree« (3. Level) weitere 6.510 Euro. Außerdem 200 Euro Anmeldegebühr und am Ende des zweiten Levels 200 Euro Prüfungsgebühr. Es sind auch Ratenzahlungen möglich, außerdem variieren die Preise, je nachdem, für wie viele Level auf einmal der Vertrag abgechlossen wird. Ich will hier nicht die kompletten Kursbedingungen abschreiben; Fragen beantworte ich gerne per Kommentar oder Mail, ansonsten kann ich auch empfehlen, sich direkt an die SAE zu wenden; die beantworten Fragen per Mail, Telefon, persönlich und schicken auch Prospekte zu.
Es ist nicht so, dass ich in Geld schwimme, deswegen habe ich lange gespart. Obwohl ich die letzten drei Jahre Geld beiseite gelegt habe, habe ich mich erst im November für die Anmeldung entschieden. Anfang der Woche qualmte bei mir der Taschenrechner, um im Detail auszurechnen, wie’s aussieht (habe ich früher natürlich schon überschlagsweise gerechnet).
Abgesehen von den SAE-Gebühren kommen noch eine Menge weitere Ausgaben auf mich zu, die mit dem Studium zusammenhängen: Ich wohne zu Hause mit meinem Vater und meiner Schwester in einem Vorort von Erlangen (»bei Nürnberg«). Davon ab, dass ich noch nicht zu Hause ausziehen will, ist eine Miete in Deutschlands teuerster Stadt München auch unbezahlbar. In der SAE ist nur an zwei Tagen Unterricht (ich komme noch darauf), in meinem Fall montags und dienstags. Ich werde also montags mit dem Zug nach München fahren und dienstags wieder zurück. Die ausgehende Woche gab es bei Spiegel-online eine Meldung, wonach die Bahn das meistgehasste Unternehmen Deutschlands ist, mit einem »Image-Index« von minus 47 (positive Einschätzungen der Befragten abzüglich der negativen Einschätzungen). Auf Platz 2 folgt dann erst mit einem Wert von minus sieben die Deutsche Telekom. Ich kann mich demnächst auch bei den Bahn-Hassern einreihen: Noch habe ich eine BC50 bis Mitte Dezember, so dass mich eine Fahrt 20 Euro kostet, pro Woche also 40 Euro hin und zurück. Bis Ende diesen Jahres werde ich trotz Bahncard mindestens 1.280 Euro nur für Fahrscheine ausgeben. Ein Stammkunden-Abo nur für die Strecke Erlangen-München (neuerdings »JahresCard«) ist ebensowenig eine Alternative wie eine Netzkarte, beide kosten pro Monat um die 300 Euro (Abo: 309,20 €, Netcard 3.350 € auf einmal zu bezahlen, umgerechnet pro Monat 279,17 €). Ab Mitte Dezember gibt’s dann nur noch die BC25, so dass für den Zeitraum Januar bis August 2004 sage und schreibe 1.920 Euro für Fahrkarten anfallen (30 Euro pro Fahrt, 60 Euro pro Woche). Evtl wird ab nächstem Jahr dann eine NetzCard interessant, sofern sie preisstabil bleibt und ich direkt im Anschluss mit dem Bachelor-Kurs (3. Level) weitermache. Sind zwar 40 Euro mehr im Monat, dafür kann ich dann aber überall in Deutschland mit der Bahn hin und verbringe nicht Stunden mit Belegen und Buchhaltung. Aber bis das Thema konkret wird, ist’s noch etwas hin. Ach ja, warum eigentlich München? Es gibt zwar mehrere SAEs in Deutschland (Hamburg, Berlin, Köln, Frankfurt, Stuttgart, München), aber München ist für mich die nächste, außerdem wohnen dort Freunde von mir (z.B. Holger und Matthias, durch die ich auf die SAE gekommen bin). Übernachten werde ich i.d.R. in einer von zwei Münchner Jugendherbergen, ab und an bei Freunden und manches Mal schon am Montag wieder heimfahren. München ist groß, und deswegen braucht’s eine Jahreskarte für den Münchner Verkehrsverbund MVV, macht für die drei inneren »Ringe« 409 Euro im Jahr oder 43 Euro im Monat. Fahrrad ist nicht so sinnvoll; laut Holger beträgt die Strecke Hauptbahnhof-SAE etwa 40-45 Minuten mit dem Rad, dann lieber S-Bahn fahren. Für solche Distanzen brauche ich ein richtiges Rad, und das steht in Erlangen, um vom Erlanger Bahnhof nachhause zu kommen (halbe Stunde). Mit einer 3-Gang-Nabenschaltung komme ich nicht weit und ein zweites richtiges Rad ist teurer als 400 Euro, die die Fahrkarte kostet.
Ein Studentenjob muss her. Habe schon mit einigen Leuten gesprochen und Websites abgeklappert (letzteres war aber nicht sehr ergiebig) und hoffe, dass ich bis Mai was auftun kann. Falls jemand im Raum Erlangen einen Studentenjob, vorwiegend IT oder Büro/Verwaltung, zu vergeben hat, würde ich mich sehr über eine Nachricht freuen.
Der Kurs findet wie gesagt nur an zwei Tagen die Woche statt, und zwar jeweils drei Stunden. Das ist der theoretische Unterricht; für die Projektarbeit steht einem dann die SAE montags bis samstags von 10 bis 22 Uhr offen; ich werde aber meistens zu Hause oder bei Holger im Büro in München arbeiten und lernen.
Am Montag, 5. Mai geht’s bei mir los: Im Zertifikats-Level (die ersten drei Monate) von 14 bis 17 Uhr und im Diplom-Level (zwölf Monate ab August 2003) von 10 bis 13 Uhr.
Habe ich was vergessen?
Ach ja, was lernt man im »Creative Media«-Kurs?
Den ersten Level habe ich bereits weiter oben angeschnitten:
- Einführung/Einblick in die Medienlandschaft
- Computergrundlagen
- Graphics: Einführung in Programme zur Grafikbearbeitung
- Harddisk-Recording: Bearbeiten von Audio-Daten
- Webdesign
- Audiotechnik: Studioaufbau, Einsatz von Mischpulten und Effektgeräten
- Webanimation
- 3D (aus dem Bereich »Digital Film«): Gestaltung, Modellierung und Animation von 3D-Objekten
Im zweiten Level geht’s im Creative Media-Bereich wie folgt weiter:
- Bildbearbeitung
- DTP
- Screen-Design (GUI-Konzeption)
- CD-ROM-Produktion
- Online-Design/Internet (HTML, Javascript)
- Audio und Video
- 3D/Video (Modelling, Texturierung, Videoschnitt)
- Projektmanagement und Präsentationstechniken
Dabei geht’s neben theoretischen Grundlagen auch um die Bedienung der wesentlichen Programme, z.B. Photoshop, Illustrator/Freehand, Dreamweaver, Fireworks, Flash, Director, Premiere, AfterEffects, Final Cut, Maya, Cinema 4D, Softimage. Mit Audioprogrammen kenne ich mich nicht so aus, vielleicht kommen SoundForge und Cubase/Logic dran?
Was macht man mit so einem Abschluss?
In der Werbe- und Medienbranche angestellt oder selbstständig arbeiten oder später noch mit dem Master of Arts nachlegen. Aufstiegsmöglichkeiten in Agenturen, sofern sich die Branche wieder fängt, gibt’s über den Art Director bis hin zum Creative Director.
So, jetzt noch Fragen? :-)
Erschienen am Samstag, 12.04.2003 @ 18:18
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Tags: SAE
Lange hat’s gedauert, aber nun gibt es eine neue Single von Chicane: »
Love on the Run«, in den deutschen Charts aktuell auf Platz 38. Und im Sommer soll ein neues Album rauskommen, yes!!
Erschienen am Samstag, 12.04.2003 @ 18:24
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Tags: Sonstiges
Auf zelluloid.de, die sich auf
Ain’t it cool News berufen, steht zu
lesen:
»Ein erster Trailer von "The Matrix Revolutions" [soll] am Ende des zweiten Teils "The Matrix: Reloaded" zu sehen sein. Auf Wunsch der Regisseure Andy und Larry Wachowski müssen die Fans allerdings zuerst den 8-minütigen Abspann abwarten, bevor sie in den Genuß des Vorfilms kommen.«
Mich als Abspann-Fan freut das natürlich besonders!
Den Trailer zu Matrix 3 zu verpassen ist eine gerechte Strafe für alle, die schon beim ersten Anzeichen eines Abspanns fluchtartig den Saal verlassen.
Harry von Ain’t it cool News ist auch gut drauf:
»May is going to be one of those months that is so fucking good we’re going to need collective plastic surgery to get the geekgrins off our faces.«
Download des »final trailer« für »Reloaded« auf der offiziellen Website. Dort gibt es auch zwei TV-Spots: »Prophecy« und »I’m in«. Der Superbowl-Trailer und der erste Teaser sind bereits bekannt. Sehr vorbildlich: alle Trailer gibt’s auch in 640er Auflösung!
Mir gefällt der Superbowl-Trailer allerdings nach wie vor am besten.
Erschienen am Samstag, 12.04.2003 @ 22:32
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Tags: film, Film-und-Fernsehen
Sonntag, 13.04.2003
Die Gerüchte über einen eigenen Musik-Service von Apple verdichten sich:
Diese Woche berichtete die
LA Times (siehe auch
Spiegel-online) über Apples angebliches Interesse an Universal,
nun kommen die
NY Post und die
NY Times mit weiteren Informationen (angeblich ist auch Microsoft an Universal interessiert und Apple hätte sich, wenn überhaupt, nur mit einem Drittel an Universals Musiksparte beteiligt; außerdem sollen für den künftigen Musik-Service nun
alle fünf Major-Labels an Bord sein). Außerdem auf Macrumors zu
lesen: Apple soll angeblich zum Casting für Werbespots geladen haben: Leute, die ihren Lieblingssong singen wollen und nicht schüchtern sind.
Noch vor Ende des Monats sollen, auch Informationen von Thinksecret
zufolge, neue iPods sowie der bereits seit einiger Zeit in der Gerüchteküche brodelnde Musik-Service kommen.
Ich bin gespannt.
Sollte der Service starten, kann darüber spekuliert werden, ob ein
.Mac-Account Voraussetzung sein wird und ob es auch neue Versionen von Quicktime und iTunes gibt, um künftige Musiktitel im AAC-Format per DRM vor unerlaubten Kopien zu schützen.
Und deutsche User zittern wie immer, ob Apple den Service auch für deutsche User anbieten wird.
Erschienen am Sonntag, 13.04.2003 @ 0:40
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Tags: Apple, Mac
Der Wetterbericht behielt zum Glück Recht: Es hat knapp 17 Grad im Schatten, es ist sonnig und windstill.
Ich bin jetzt noch ein wenig mit dem Lesen von Kais
Paris-Tagebuch beschäftigt. Um sieben Uhr testen wir zu dritt eine neue Pizzeria aus dem Gutscheinbuch (»
Cucina di Napoli«), ich radle schon um halb sieben voraus (dauert etwa ‘ne halbe Stunde), die anderen beiden kommen mit dem Auto hinterher. Ich will ein wenig das schöne Wetter ausnutzen, außerdem geht’s nach dem Essen, zwischen acht und halb neun, weiter zu Klaus und Steffi (per Rad etwa 15 Minuten), den DVD-Player in der neuen Wohnung einweihen. Das war eigentlich schon vor zwei Wochen geplant, aber ich musste seinerzeit wegen der Erkältung absagen.
Heimweg dann am Main-Donau-Kanal wieder rund eine halbe Stunde per Rad.
Erschienen am Sonntag, 13.04.2003 @ 17:07
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Tags: Leben
Montag, 14.04.2003
Hmm. Ich überlege ob es Sinn macht, sich doch eine »NetzCard« für die Bahn zu kaufen. Und wer mich kennt weiß, dass ich bei einer Idee im Kopf alle Möglichkeiten sofort bis auf den letzten Cent ausrechnen muss, auch wenn der Fall erst in drei Monaten akut wird.
Die Überlegung geht so: Eine Übernachtung in der Jugendherberge
München-Neuhausen oder
München-Thalkirchen kostet 20,80 Euro, inkl. Frühstück und Bettwäsche. Sind in 50 Wochen 1.040 Euro. Für Zugfahrkarten müsste ich von August bis Dezember 5x 160 Euro monatlich bezahlen, also 800 Euro. Von Januar 2004 bis August ‘04 sind es 8x 240 Euro, also 1.920 Euro, in der Summe 2.720 Euro. Hinzu kommen die 1.040 für die Übernachtungskosten innerhalb eines Jahres, macht 3.760 Euro für Transport und Unterbringung (Achtung, laues Wortspiel: »Porto und Verpackung«). Eine Netzkarte kaufe ich mir sinnigerweise nicht jetzt schon im Mai, wenn ich sie 15 Monate bis August 2004 brauche, sondern ich kaufe sie im Juli/August 2003, um einen längeren Zeitraum teure Bahnfahrkarten mit lediglich der BC25 abdecken zu können (meine BC50 reicht bis 13.12.03). Die
Netzkarte für das gesamte Netz der Deutschen Bahn, quasi eine Bahn-Flatrate, kostet in der 2. Klasse für 12 Monate 3.350 Euro (bei monatlicher Abbuchung von 305 Euro insgesamt 3.660 Euro). Eine Ersparnis von überraschenden 400 Euro!
Was spricht noch für oder gegen diese Lösung?
+ Einfachere Buchhaltung: Ein Beleg statt 60
+ Keine Fahrkarten kaufen müssen
+ Zuhause schlafen statt Jugendherberge
+ Kann auch gratis in andere Städte fahren
+ 400 EUR Ersparnis in 12 Monaten
+ Finanzierung der Fahrkosten bis Ende 2. Level gesichert
- Preis auf einmal bezahlen müssen
- 8 h täglich für 3 h Unterricht sind schon ziemlicher Overkill
Die Vorteile überwiegen zahlenmäßig und v.a. die Ersparnis und die Bequemlichkeit durch den Wegfall der Fahrkarten sind nicht zu unterschätzen, allerdings sind die beiden Nachteile auch sehr gewichtig. Zur Reisezeit von genau zwei Stunden von Bahnhof zu Bahnhof kommt noch Wegzeit von der Wohnung bis zum Erlanger Bahnhof sowie vom Münchner Bahnhof zur SAE hinzu:
1. Level, MO und DI, 14 bis 17 Uhr, Hinfahrt:
10:10 ab Hüttendorf Tulpenweg, Erlangen
13:33 an München-Perlach
oder
10:10 ab Hüttendorf Tulpenweg, Erlangen
13:53 an München-Perlach
[Anders umsteigen]
1. Level, MO und DI, 14 bis 17 Uhr, Rückfahrt:
17:05 ab München-Perlach
20:54 an Hüttendorf Tulpenweg, Erlangen
oder
18:05 ab München-Perlach
21:52 an Hüttendorf Tulpenweg, Erlangen
Letzte Möglichkeit ist 20:05 ab München-Perlach mit 23:59 an zu Hause.
2. Level, MO und DI, 10 bis 13 Uhr, Hinfahrt:
05:20 ab Hüttendorf Tulpenweg, Erlangen
09:33 an München-Perlach
oder:
06:10 ab Hüttendorf Tulpenweg, Erlangen
09:53 an München-Perlach
2. Level, MO und DI, 10 bis 13 Uhr, Rückfahrt:
13:05 ab München-Perlach
16:47 an Hüttendorf Tulpenweg, Erlangen
oder
14:05 ab München-Perlach
17:23 an Hüttendorf Tulpenweg, Erlangen
Um im Münchner Hbf (Kopfbahnhof) vom Gleis runter zur S-Bahn zu kommen, braucht man knapp 10 Minuten.
Im Sommer kann ich von zu Hause nach Erlangen zum Bahnhof auch mit dem Fahrrad fahren, dauert eine halbe Stunde.
Die ausführlichen Fahrpläne gibt’s in der Fortsetzung bzw. weiter unten.
Also sind es eigentlich 3-4 Stunden pro Fahrt bzw. 6-8 pro Woche (1x heimfahren) bzw. 12-16 pro Woche (MO und DI heimfahren). Die ersten drei Monate käme ich erst um 21 oder 22 Uhr nach Hause, in den weiteren 12 Monaten müsste ich sehr zeitig aufstehen (halb sechs für den Bus um 06:10 Uhr).
Was mich sehr ärgert ist, dass die DB-Netzkarte nicht auch in Verkehrsverbünden gilt. Wobei ich mir die 409 Euro für die Jahreskarte »IsarCard« für den Münchner MVV evtl sparen kann, da die Bahn-Netzkarte auch in der S-Bahn gilt, die in München von der DB betrieben wird. Und die SAE hat S-Bahn-Anschluss. Solange man in München auf einer West-Ost-Achse bleibt, kann man in der Innenstadt alles gut erreichen, da sämtliche S-Bahn-Linien zwischen den beiden Randbezirken des Zentrums, Pasing im Westen und der Ostbahnhof im Osten, durch einen Tunnel fahren; es kommt also alle drei Minuten ein Zug.
Falls ich einen 400-Euro-Job in Nürnberg annehme, kommen noch 753,60 EUR im Jahr für den VGN dazu (»Umwelt-Jahres-Abo«), da hilft die Netzkarte ebenfalls nicht.
Aber ich habe ja noch bis Juli Zeit, mir das zu überlegen. Die ersten drei Monate ab Mai kann ich ja mal beide Möglichkeiten testen: Jugendherberge oder heim fahren.
Meinungen, Kommentare?
Hier die genauen Fahrpläne:
1. Level, MO und DI, 14 bis 17 Uhr, Hinfahrt:
10:10 ab Hüttendorf Tulpenweg, Erlangen (Bus 281)
10:45 an Busbahnhof, Erlangen
11:09 ab Erlangen (ICE 1513)
12:57 an München-Pasing
13:03 ab München-Pasing (S8)
13:20 an München Ost
13:26 ab München Ost (S7)
13:33 an München-Perlach
oder
10:10 ab Hüttendorf Tulpenweg, Erlangen (Bus 281)
10:45 an Busbahnhof, Erlangen
11:09 ab Erlangen (ICE 1513)
13:11 an München Hbf
13:34 ab München Hbf (S7)
13:53 an München-Perlach
1. Level, MO und DI, 14 bis 17 Uhr, Rückfahrt:
17:05 ab München-Perlach (S7)
17:22 an München Hbf
17:44 ab München Hbf (ICE 782)
19:32 an Nürnberg Hbf
19:50 ab Nürnberg Hbf (RE 20442)
20:05 an Erlangen
20:20 ab Busbahnhof, Erlangen (Bus 281)
20:54 an Hüttendorf Tulpenweg, Erlangen
oder
18:05 ab München-Perlach (S7)
18:22 an München Hbf
18:48 ab München Hbf (ICE 1510)
20:46 an Erlangen
21:23 ab Busbahnhof, Erlangen (Bus 281)
21:52 an Hüttendorf Tulpenweg, Erlangen
Letzte Möglichkeit ist 20:05 ab München-Perlach mit 23:59 an zu Hause.
2. Level, MO und DI, 10 bis 13 Uhr, Hinfahrt:
05:20 ab Hüttendorf Tulpenweg, Erlangen (Bus 281)
05:57 an Busbahnhof, Erlangen
06:17 ab Erlangen (RE 20403)
06:36 an Nürnberg Hbf
06:52 ab Nürnberg Hbf (EN 483)
09:03 an München Hbf
09:14 ab München Hbf (S7)
09:33 an München-Perlach
oder:
06:10 ab Hüttendorf Tulpenweg, Erlangen (Bus 281)
06:46 an Busbahnhof, Erlangen
06:59 ab Erlangen (IC 2162)
07:19 an Nürnberg Hbf
07:27 ab Nürnberg Hbf (ICE 985)
09:16 an München Hbf
09:34 ab München Hbf (S7)
09:53 an München-Perlach
2. Level, MO und DI, 10 bis 13 Uhr, Rückfahrt:
13:05 ab München-Perlach (S7)
13:22 an München Hbf
13:39 ab München Hbf (IC 2024)
15:30 an Nürnberg Hbf
15:50 ab Nürnberg Hbf (RE 20430)
16:05 an Erlangen
16:10 ab Busbahnhof, Erlangen (Bus 281)
16:47 an Hüttendorf Tulpenweg, Erlangen
oder
14:05 ab München-Perlach (S7)
14:22 an München Hbf
14:49 ab München Hbf (ICE 1514)
16:46 an Erlangen
16:50 ab Busbahnhof, Erlangen (Bus 281)
17:23 an Hüttendorf Tulpenweg, Erlangen
Erschienen am Montag, 14.04.2003 @ 17:01
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Tags: SAE
Die Diskussion über John Siracusas Finder-Artikel (siehe meinen Eintrag vom
10.04.03) wird in Holger Eggerts Weblog eggbert.de
fortgeführt. Er hat auf meine Äußerungen geantwortet und ich habe meinerseits Kommentare unterhalb von Holgers Artikel abgegeben.
Erschienen am Montag, 14.04.2003 @ 21:20
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Tags: Apple, Mac
Dienstag, 15.04.2003

Links zu sehen die Schachtel von Mac OS X, Version 10.1 mit dem internen Codenamen »Puma«, rechts die Box von Version 10.2, die auch offiziell »Jaguar« hieß.
Es ist inzwischen bekannt, dass Apple auch den Codenamen der nächsten Major-Release 10.3, »Panther«, als offiziellen Produktnamen verwenden wird (siehe auch Apples Pressemitteilung zur WWDC und eine Heise-Meldung).
Man darf auf das Aussehen der nächsten Verpackung gespannt sein; Ende Juni wissen wir mehr. Joy of Tech hat im gestrigen Comic schon mal einen interessanten Vorschlag gemacht.

Erschienen am Dienstag, 15.04.2003 @ 17:32
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Tags: Apple, Mac
Gestern Abend telefonierte ich mit Micha, und wir entschieden uns kurzfristig, ins Kino zu gehen. Die Hinfahrt war sehr angenehm bei 15 Grad. Anderthalb Stunden später trafen wir uns vor dem CineStar, etwas später kam auch noch ein Physiker-Kollege von Micha dazu, Nils.
Wir suchten uns »
The Core« um 23:10 Uhr aus, stapelten die Erwartungen bewusst tief und machten uns auf einen lustigen Film gefasst. Die Kritiken (
Zelluloid-Gäste,
Heinz,
Johannes sind durchweg verheerend und lassen kein gutes Haar an dem Film. Außer uns waren nur noch drei weitere Leute im Kino.
In dem Streifen geht es darum, dass sich der innere Erdkern nicht mehr dreht und deswegen der Magnetismus etwas durcheinander kommt. Um den Motor wieder anzuwerfen, muss ein Gefährt ins Innere der Erde fahren, um dort ein paar Atombomben platzen zu lassen.
Um’s kurz zu machen: Es gab natürlich einige haarsträubende Momente, zum Beispiel die gute Funkverbindung zwischen der Basis und dem mehrere hundert Kilometer im Erdinneren fahrenden »Erdschiff« oder das »Ultraschall-Bild«, das das komplette Erdinnere zeigte und auch genau die Position des Schiffs angeben konnte. Insgesamt hat uns drei der Film jedoch positiv überrascht, da er nicht so schlecht war, wie wir erwartet hatten (ich würde sagen, auf einer Skala von 1 bis 10 mit 3 Punkten statt nur einem), und sogar noch besser als der totale Katastrophen-Film (in doppelter Hinsicht) »Armageddon«. Mehr muss man über diesen Film nicht erzählen; die Story habe ich oben in einem Satz zusammengefasst (das Ende trotzdem nicht verraten, falls ihn sich noch jemand antun will), ein Klischee jagt das nächste und natürlich überleben nicht alle Beteiligten den Film. Man verpasst absolut nichts, wenn man den Film nicht sieht.
Aber beim Rausgehen habe ich noch bei mir gedacht: Wenn das eine Bay/Bruckheimer-Produktion gewesen wäre und Aerosmith einen schnulzigen Abspann-Song beigesteuert hätte, dann wäre der Film sicher im ausverkauften großen Saal gelaufen. Das Marketing bei »The Core« war jedoch kaum wahrnehmbar.
Auf der Heimfahrt kurz vor 2 Uhr war es mit 10 Grad etwas frischer, aber immer noch sehr schön zu fahren.
Erschienen am Dienstag, 15.04.2003 @ 18:19
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Tags: film, Film-und-Fernsehen
Mittwoch, 16.04.2003
»Wir hatten 2 Beutel Gras, 75 Kügelchen Mescalin, 5 Löschblattbögen extrastarkes Acid, ‘nen Salzstreuer halbvoll mit Kokain und ‘n ganzes Spektrum vielfarbiger Uppers, Downers, Heuler, Lacher, 10 Liter Tequila, ‘ne Flasche Rum, ‘ne Kiste Bier, ‘nen halben Liter Äther und 2 Dutzend Poppers. Nicht, dass wir das alles für unsere Tour brauchten, aber wenn man sich erst mal vorgenommen hat, ‘ne ernsthafte Drogensammlung anzulegen, dann neigt man dazu, extrem zu werden…«
Wie konnte es passieren, dass ich den Film »Fear and Loathing in Las Vegas« noch nicht gesehen habe?
Davon ab ist natürlich »Requiem for a Dream« der beste Drogenfilm, dicht gefolgt von »Trainspotting«.
Das, wonach ich eigentlich gegoogelt hatte, habe ich aber nicht gefunden. Eine kleine witzige Story über ein Pyramiden»spiel«, die ich schon vor ein paar Jahren mal im Netz gesehen habe. Sinngemäß ging es darum, dass ein Mann seine Frau in eine Kiste verpacken und an jemand anderen schicken sollte. Daraufhin würde er 10 (oder so) weitere Kisten mit Frauen von anderen Leuten bekommen. Die Story endet irgendwie in der Art, dass vor dem Krankenhauszimmer des ersten Verschickers einige Dutzend weitere Kisten mit Frauen auf ihn warten.
Ich brauche die Story als »Veranschaulichung«/»Anekdote« zum Thema Kettenbriefe. Hat jemand diese Geschichte oder einen Link dorthin?
Erschienen am Mittwoch, 16.04.2003 @ 6:15
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Tags: film, Film-und-Fernsehen
Gestern dachte ich schon, ich käme gar nicht mehr aus der Wohnung raus. Montag und Dienstag bin ich jeweils erst gegen 16:30 aufgestanden und habe so fast die ersten schönen Frühlingstage zur Hälfte verschlafen. Am Montag-Abend war ich noch abends 1 1/4 Stunden auf dem Rad unterwegs und gestern entwickelte sich ein kurzer Trip auch zu einer größeren Rundfahrt.

Links zu sehen: ein qualitativ fragwürdiger Quick’n'Dirty Stadtplan-Ausschnitt, der meine gestrige Tour zeigt (sorry, das Ausgangsmaterial von dem ich abgepaust habe, war auch nicht besser). In Rot: Bebaute Gebiete. In Gelb: Autobahnen mit Anschlussstellen. In Blau: Gewässer. In Grün: Der Wiesengrund. In Schwarz: Die Bahnlinie. Ich bin ja der Meinung, dass Kartenmaterial kostenlos im Internet weiterverwendbar sein sollte… 1:20.000 von Stadtgebieten wäre gut.
Wie vielleicht bekannt, wohne ich in einem Vorort von Erlangen, in Hüttendorf, zehn Kilometer südlich des Zentrums. Die nächsten Orte sind Kriegenbrunn (1 Kilometer) und Frauenaurach (3 Kilometer). In Hüttendorf gibt’s zwei Wirtschaften/Gasthäuser, mehr nicht. In Frauenaurach gibt’s zwei Getränkemärkte, einen Edeka, die Grundschule und nördlich außerhalb des Orts der Erlanger MediaMarkt.
Der Plan sah vor, im Edeka einige Plätzchen und Müsliriegel einzukaufen, zum Friedhof nach Steudach zu fahren und dann zurück nach Frauenaurach, zu meinem neuen
Stammgriechen. Ich fuhr gegen 18:40 zu Hause los (Waypoint in der Karte: 1). Entschuldigung, aber da ich immer noch nicht die Tragweite der angenehmen Temperaturen fassen kann, die der Frühling mit sich bringt, muss ich wieder auf’s Wetter zu sprechen kommen. Es hatte knapp über 20 Grad, es war recht windig und ich hatte die Kerzen für den Friedhof zu Hause vergessen. Ich radelte nach Frauenaurach runter, um beim Edeka einzukaufen (2).
Anschließend stellte fest, dass mir nach dem Einkauf von etwas mehr als 5 Euro das Geld nicht mehr reichte, um noch zum Griechen zu gehen, so dass ich mich dafür entschied, nach dem Friedhof in die Stadt zu fahren. Das ist der Nachteil, wenn man bei einer CashGroup-Bank sein Konto hat: Man kann zwar kostenlos bei allen Großbanken und deren Töchtern Geld abheben, aber die haben ihre Filialen üblicherweise in der Innenstadt. da ich nicht mehr in Innenstädten arbeite sondern zu Hause auf den
Beginn meines Studiums warte, ist Ebbe im Geldbeutel unangenehm, da keine Bank in der Nähe ist, um für Nachschub zu sorgen. Und ich mache den Fehler, vier Euro Gebühr für’s Abheben bei der Sparkasse in Frauenaurach zu zahlen, kein zweites Mal. Es ging weiter nach Steudach: Wieder einen Berg hoch zum Sportheim, dann durch den Klosterwald zum Ortseingang von Steudach, wo sich der Westfriedhof befindet (3). Wir wählten letztes Jahr den Friedhof in Steudach, auch wenn Kriegenbrunn näher gewesen wäre, aber in Steudach befindet sich bereits das Familiengrab. Die Blumen auf dem Grab waren verdorrt, mein Gießen half da auch nicht mehr viel. Muss in den nächsten Tagen das Grab mit Verena wieder neu herrichten.
Der weitere Weg war klar: Geld in der Stadt abheben, und der kürzeste Weg in die Stadt ist von hier aus der über Büchenbach (4). Den Kanal (Main-Donau-Kanal) überquerte ich an der Radfahrer- und Fußgänger-Brücke (Kapellensteg), vorbei am neuen Obi, Westbad und über den Fahrraddamm (Neumühlsteg) über Wiesengrund und Regnitz hinweg in die Bayernstraße. Ankunft unter der Hochbrücke. Die Äußere Brucker Straße weiter Richtung Norden, an den Stadtwerken vorbei und durch die Goethestraße über den Schlossplatz erstmal zur Dresdner Bank, Geld abheben. Weiter zum Altstadtmarkt (5) an der Fuchsenwiese. Inzwischen hat sich erheblicher Durst vom Fahrradfahren gegen den Wind und über die hügelige Strecke eingestellt, den ich mit einem halben Liter Cola in der Glas-Mehrweg-Flasche für 53 Cent inklusive Pfand zu stillen wusste (natürlich nicht auf einmal). Was mich bei meinem Weg durch die Altstadt wunderte, waren die vielen jungen Leute auf dem Schlossplatz und auch auf dem Platz vor dem Altstadtmarkt: Steigt da irgendwo eine größere Party?
Als ich gegen 19:30 wieder losfuhr, überlegte mir allerdings, mal bei Döner-King in der Krankenhausstraße vorbeizusehen, ob sie noch Lahmacun hatten, das und ein Döner würden genügen, um günstig zu Abend zu essen. Auf dem Weg traf ich Steffi in der Glocken/Theaterstraße (6) in dem Cafe, in dem sie arbeitet. Wir unterhielten uns kurz, evtl würde sich heute Abend ja noch Kino ergeben?
Lahmacun (7) gab’s leider nicht mehr. Macht nichts, sagte ich, schaue ich ein andermal vorbei. Vielleicht schon morgen. Also wieder zurück zu Plan A: Grieche in Frauenaurach. Ich fuhr wieder heim, lies mir dabei aber viel Zeit. Über die Werner-von-Siemens-Straße zurück zur Unterführung an der Hochbrücke (8), Bayernstraße und meinen Standard-Weg durch den Wiesengrund am Herzogenauracher Damm (die untere hellgelbe Linie). Inzwischen war es windstill und auf der brettl-ebenen Bayernstraße konnte ich im größten Gang mit rund 25 km/h locker zu zügig über die trockene Straße fahren. Im Wiesengrund: Der Mond, fast Vollmond, ist inzwischen aufgegangen. Schade, dass ich meine Kamera nicht dabei hatte: Im Westen ein wunderbarer Sonnenuntergang (okay, das Gebäude von
Masterguard macht sich in dem Bild nicht so gut) und im Osten Bruck mit dem Vollmond darüber. Hmm. Ein perfektes Panorama-Bild. Was mich ja bei Fotos eigentlich immernoch (wider besseres Wissen) stört ist, dass man selbst mit einem weitwinkligen Foto nicht dasselbe Bild festhalten kann, dass die Augen sehen. Aber eigentlich müsste es doch möglich sein, mit Hilfe eines Stativs und einigen versetzt aufgenommenen Bildern ein Panorama-Foto zu bekommen (im Computer nachträglich zusammengesetzt natürlich). Wobei man dann immer noch nicht das verschwimmende Blickfeld links, rechts und oben nachahmen kann (bzw. sollte), aber es wäre dann doch annährend so viel zu sehen, wie in Wirklichkeit?
Ich habe nicht mehr auf die Uhr gesehen, aber es dürfte zehn nach acht gewesen sein. Ich unterquerte den Kanal, bog aber nicht links ab um die Aurach per Holzbrücke zu überqueren (9), sondern fuhr die Schlangenlinien des Feldwegs im Frauenauracher Wiesengrund entlang und kam beim Griechen an (10); die Sonne ist noch nicht untergegangen.
Kurz vor 22 Uhr, Ankunft zu Hause und mittlerweile war es draußen finster. Klaus rief ich nicht mehr an, da es für Kino schon wieder etwas knapp geworden war, aber wir haben und ja eh schon für Donnerstag verabredet. 15 Grad.
Der Wiesengrund, das darf ich nochmal kurz erklären, trennt die Stadt in einen West- und einen Ost-Teil. Der Wiesen-, oder auch Regnitzgrund, ist ungefaähr einen Kilometer breit, zieht sich aber von Norden nach Süden durch die ganze Stadt, ist also mehrere Kilometer lang. Der Wiesengrund wird im Westen durch den Kanal und im Osten durch die Regnitz begrenzt (der selbe Fluss heißt in Nürnberg, 20 Kilometer südlich, »Pegnitz«). Links des Kanals und rechts des Flusses ist bebautes Gebiet; im Südwesten eine Reihe von Vororten und im Nordwesten mit Büchenbach ein dichter besiedelter Stadtteil, im Südosten die Vororte Eltersdorf und Bruck, wobei Bruck nahtlos ins Erlanger Zentrum übergeht. Im Nordosten ist die Altstadt, die auch noch zum Zentrum gehört. Ganz im Norden ist der Burgberg (»Berg«), auf dem seit über 250 Jahren zu Pfinsten die Bergkirchweih stattfindet. Zurück zum Wiesengrund: Diese Wiesen und Felder, in denen auch rund ein Dutzend Störche zu Hause sind, sind auch die Flussauen der Regnitz: Nach mehrtägigen Regenfällen ist der komplette Wiesengrund überschwemmt. Damit Autofahrer trockenen Reifens vom West- in den Ostteil der Stadt kommen, gibt es drei Dämme (keine »massiven« Dämme, sondern lange Brücken): Im Süden werden Frauenaurach und Bruck durch den Herzogenauracher Damm verbunden (führt im Westen weiter nach Herzogenaurach), in der »Mitte« Büchenbach und das Zentrum durch den Büchenbacher Damm und im Norden gibt es den Dechsendorfer Damm (eigentlich ist es der Adenauer Ring in den Norden Büchenbachs, die Brücke nach Dechsendorf ist noch weiter nördlich und heißt Sankt Johann). An mehreren Stellen auf jeder Seite des Regintzgrunds können Radfahrer in den Wiesengrund hinunter fahren (etwa fünf Meter unterhalb der Dämme), um im Wiesengrund auf den Feldwegen Fahrrad zu fahren. Alle Gebiete im Westen (links des Main-Donau-Kanals) haben übrigens die selbe Postleitzahl, 91056.
Erschienen am Mittwoch, 16.04.2003 @ 6:16
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Tags: Leben
Ich bin noch einige Kommentare zu Kinofilmen schuldig, die ich in letzter Zeit gesehen habe. Mal schauen, wie weit ich komme; ich fange mal von hinten an.
Am
25.03.03 stand »
The Ring auf dem Programm.
Gute Kritiken
von Andreas und
von Johannes haben mich neugierig gemacht, ebenso die 90%-Wertung
von Heinz und die (inzwischen) durchschnittlich 86%-ige Bewertung von 71 Besuchern
auf zelluloid.de.
Ohne zu viel zu verraten: Es geht um ein geheimnisvolles Video: Wer es sich ansieht, bekommt direkt danach einen Anruf und eine Stimme verkündet den Tod des Zuschauers nach sieben Tagen. Einige Fälle dieser Art hat es dann auch tatsächlich gegeben, so dass sich eine Zeitungsredakteurin des Falles annimmt.
Mir hat der Film gefallen, aber er hat mich auch verärgert. Gefallen hat er mir wegen seiner Inszenierung: Insgesamt sehr stimmig, viele Grautöne, beängstigende Soundeffekte, wirkungsvolle Bilder. Der Film ist ein Kunstwerk und man könnte ihn ohen Ton genießen (um von der Handlung nichts mitzubekommen und nur die Bilder auf sich wirken zu lassen) und man würde sich nicht langweilen. Zumindest jemand, der einen Sinn für eine derartig perfekte Inszenierung hat.
Auch wenn »Ring« (im deutschen Titel hat’s für den englischen Artikel nicht mehr gereicht) auf den ersten Blick eine etwas Klischee-hafte Story hat und man mit der Erwartung ins Kino geht, den fünftausendsten Teenie-Slasher zu sehen, und auch wenn die ersten Minuten des Films vermeintlich so anfangen wie in »Scream«: »The Ring« ist kein blutiger Teen-Horror-Movie und auch kein Schockerstreifen, bei dem man dem Kameramann zuschreien möchte, er möge doch bitte auf eine andere Brennweite umstellen, so dass man sieht, was sich hinter der Ecke verbirgt. Dieser Film bezieht seine Spannung daraus, dass gewissen Hauptdarstellen wegen der angesprochenen sieben Tage die Zeit davon läuft und man sie bei ihren Bemühungen beobachtet, das Rätsel zu lösen, um dem Tod doch noch von der Schippe zu springen. In diesem Sinne ist »The Ring« einer der unblutigsten Filme überhaupt.
Trotz meiner Begeisterung für die Optik hat mich Gore Verbinskis Werk aber, wie bereits erwähnt, auch verärgert. Der Zuschauer wird erfahren, was es mit dem ominösen Ring auf sich hat, aber der Film wirft insgesamt mehr Fragen auf, als er beantwortet. Ein Film, der ja in erster Linie eine gute Geschichte erzählen soll, kann gerne abgefahren sein und in seinem eigenen Erzähluniversum spielen, aber er muss bitte in sich schlüssig sein. Das Problem bei »The Ring« ist, dass er den Zuschauer am Schluss völlig sich selbst überlässt, aber nicht, um noch seinen Gedanken über die Genialität der Auflösung nachzuhängen. Stattdessen ist der Film dann einfach zu Ende und präsentiert eine Lösung für das Haupträtsel des Films, gleichzeitig gibt es aber auch riesige Fragezeichen. Denn um die Lösung zu »erzwingen«, um den Film enden zu lassen und das Haupträtsel zu lüften, macht er nicht minder kleine »Nebenrätsel« auf. Es ist ein Gefühl von: Der Film schafft Fakten, sonst kann er nicht beendet werden. Ein Gefühl von »das ist halt so.« Und wenn ich bei einem Film eines nicht leiden kann, dann ist es genau dieses Gefühl, mit seinen Fragen im Regen stehen gelassen zu werden. »The Ring« löst ein Rätsel, der Preis dafür ist allerdings, dem Zuschauer gleich ein halbes Dutzend neue dafür zu geben.
Das macht diesen Film leider etwas… obskur. Zwar brillant photographiert, aber mit der Logik nimmt man’s zum Schluss hin nicht mehr so genau. Statt das Drehbuch-»Netz« zu entwirren, schneiden es die Autoren einfach durch.
Letzte Sache, die ich mir nicht verkneifen kann: Naomi Watts macht eine gute Figur!
Erschienen am Mittwoch, 16.04.2003 @ 13:29
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Tags: film, Film-und-Fernsehen
Schatten:
Geht Euch das manchmal auch so, dass Ihr einen ganzen Tag lang auf ganz bestimmte Mails wartet? Und dann ertönt das Posteingangs-Signal aus dem Lautsprecher, ich schalte schnell zum Mailprogramm rüber um zu sehen wer schreibt und dann ist es doch nur wieder Junk oder ein Newsletter, den man heute gar nicht brauchen kann. Nervig, wenn einem das 10x am Tag passiert.
Licht: Heute zum ersten Mal in diesem Jahr mit dem T-Shirt Fahrrad gefahren. 21 Grad,
leichte Brise.
Erschienen am Mittwoch, 16.04.2003 @ 17:28
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Tags: Leben
Es rumort nur so vor sich hin. Vor ein paar Tagen wurde auf Macrumors das Gerüchte bekannt, dass Mac OS X 10.3 evtl mit »
Piles« aufwarten könnte. Bereits vor fast zehn Jahren hat Apple ein entsprechendes
Patent angemeldet, aber nie benutzt. Wie Piles funktionieren, lässt sich in den beiden eben verlinkten Macrumors-Beiträgen nachlesen. Kurze Version: Ein Stapel Dateien auf dem Desktop, den man aber quasi hochheben kann. Wie so etwas funktionieren
könnte, demonstriert jemand in einem
Flash 6-Movie (Link
von Kai).
Das ist eines der Features, die man immer schon gebraucht hat, aber von denen man nicht wusste, dass es sie überhaupt gibt.
Neuestes Gerücht von Macrumors: Angeblich wird es 10.3 erlauben, dass sich
mehrere User gleichzeitig an der grafischen Oberfläche anmelden können. Aus den Gerüchten geht nicht ganz klar hervor, ob tatsächlich zwei User gleichzeitig auf dem selben Rechner unter OS X arbeiten können, ob sich mehrere anmelden können und die Programme der restlichen User angehalten/schlafen gelegt werden oder ob sich mehrere anmelden können, aber auch die Programme der anderen User weiterlaufen (aber trotzdem nur einer an der Maschine arbeiten kann). Das letztere wäre dann die XP-Variante, das erstere gibt es schon seit Jahren bei anderen Unix-Systemen. Mir würde ja schon die mittlere Variante reichen.
Wir werden am 23. Juni mehr wissen, wenn Apple
Panther auf der
WWDC vorstellen wird.
Erschienen am Mittwoch, 16.04.2003 @ 17:45
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Tags: Apple, Mac
Samstag, 19.04.2003
Holger hat mir vor ein paar Tagen
diesen Link per Mail zugeschickt. Wie ich eben
sehe, hat Kai eine
weitere Quelle aufgetan (beide Quicktime) und ein wenig Googeln bringt weitere Blog-Einträge (z.B.
1,
2,
3), mit anderen Quellen zu diesem Video (z.B. als Flash 6-Datei mit eingebettetem Video:
1,
2) und ausführlichere Artikel (
Daily Telegraph,
Accord von Honda: Zu Beginn der 120-sekündigen Spots rollt ein Zahnrad ins Bild und stößt ein anderes Zahnrad an. Darauf folgt eine Kettenreaktion mit weiteren Gegenständen des neuen Wagens, bis zum Schluss das Auto gestartet wird und losfährt. Das besondere bei diesem Werbefilm ist, dass nichts im Computer gerendert wurde, sondern alles »in echt« gefilmt wurde. Das achtköpfige Team benötigte für diese zwei Minuten Werbung fünf Monate und 606 Versuche, bevor die Kettenreaktion einmal ganz bis zum Schluss durchlief.
Manch einer wird sich an das Computerspiel »The Incredible Machine« erinnern, bei dem man mit verschiedenen Gegenständen eine Maschine zusammenbauen musste, die vom einen Ende des Spielfelds bis zum anderen per Kettenreaktion durchlief und so eine Bewegung durchreichte.
Vor drei Tagen entdeckte ich
bei Kai den Hinweis auf das Spiel »
Enigmo: Die zehn Demolevel waren schnell durchgespielt und Freitag-Nacht kaufte ich mir für 19 Euro die Vollversion. Inzwischen bin ich in Level 49 mit 384.000 Punkten. Enigmo (nur für Mac OS 9.2 oder 10.1 und höher) ist eine Mischung aus The Incredible Machine und Lemmings: Tropfen aus Wasser-, Feuer- und Öl-Behältern müssen in entsprechende Auffangbehälter geleitet werden. Dazu stehen einem verschiedene Objekte zur Verfügung: zwei unterschiedlich starke Versionen von Trampolinen, Metallrohre, Auffangkissen etc. Die ersten zehn, zwanzig Level waren noch einfach, aber inzwischen ist jeder Level eine harte Nuss.
Da wir gerade beim Thema Auto sind:
Musik:
Lamb, »Gabriel« (
Café Del Mar 8)
Bekannt aus der aktuellen Opel Meriva-Werbung, aber auch so ein sehr schönes Lied: ruhig, still, zum Schluss hin etwas wilder, insgesamt sehr chillig. Musik, von der ich mir wünsche, dass sie mehr in Kneipen und Lounges gespielt wird statt dort immer nur laute Remixe oder Rock zu hören.
Erschienen am Samstag, 19.04.2003 @ 18:33
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Tags: Web, webdesign
Die letzten Tage vergingen wie im Flug.
Am Mittwoch bin ich gegen 18 Uhr ins Bett und erst am Donnerstag um 10 Uhr früh wieder aufgestanden. 16 Stunden sind neuer Rekord, nach 26 wachen Stunden aber auch kein Wunder. Holger und Stefie kündigten sich für zwei Abende in der Stadt an, und so haben wir schon vor etwa einer Woche beschlossen, dass wir Donnerstag-Abend mit Klaus und Steffi ins Kino gehen würden. Auf dem
Programm stand »
Night of the Shorts«, fünf Kurzfilme.
Holgers und Stefies ICE aus München hatte eine Viertelstunde Verspätung, so dass wir erst um 21:15 beim Griechen an- und auch entsprechend später wieder weg kamen. Offizieller Beginn des Kurzfilm-Abends im
Lamm war 22 Uhr, wir betraten etwa 20 nach 10 den Saal und verpassten so die ersten fünf bis zehn Minuten des ersten Films
»Nass« von Felicitas Korn. Da der Film auch nur 15 Minuten dauerte, kann ich hier nicht wiedergeben, worum es eigentlich
ging.
Der zweite Film,
»Carmare« von Michael W. Driesch mit Barbara Schöneberger war ganz schlecht. Völlig unglaubwürdig die Szenerie, dass es sich um ein großes US-amerikanisches Waldgebiet handeln sollte, denn der Charme von deutschem Stadtwald war unübersehbar. Dazu die beiden hölzernen Hauptdarsteller, besonders schlimm Steffen Gräbner, dem man regelrecht ansah, wie er im Kopf den Text ablas und wenig überzeugend Sätze wie »Ja! Das wird mein neues Ende!« (für seinen Roman) runterleierte. Die
Story, ein Aufguss von »Und täglich grüßt das Murmeltier«, enttäuschte dann auch.
Der nächste Viertelstünder hieß
»Nachricht des Herzens« von Andreas Fischer, ein farbiger Stummfilm mit Texttafeln. Ein Bademeister wartet sehnsüchtig auf einen
Brief seiner Liebsten. Der Film war ok, das Ende allerdings etwas enttäuschend und uninspiriert.
»Fuck the Pigs!« von Carolin Otterbach dauert nur sechs Minuten und hat eine gute Pointe. Der Film handelt von einer Demo und einem Polizisten, der allein in ein Haus geschickt wird und dort auf eine Demonstrantin trifft, die eine spezielle Art des zivilen Ungehorsams betreibt.
Der fünfte und letzte Film,
»Rohat« von Juliane Hohl, lief mit 53 Minuten vergleichsweise lang. Annika (Sandra Nedeleff) trennt sich von ihrem Mann Nils, um fortan mit ihrer neuen Liebe Hassan (Yüksel Yolcu) zu leben. Just an dem Tag, als Annika bei Nils auszieht, gerät Hassan unter Mordverdacht. Er versteckt sich vor der Polizei, was das Zusammenleben mit Annika nicht unbedingt erleichtert. Ein Film, der mir bis auf zwei kleine Details sehr gut gefallen hat, und der die vorherigen schlechten bis mäßigen Filme ausglich.
Anschließend gingen wir zu fünft ins Schlupf (früher »Schlupfwinkel«, seit ein paar Jahren »Berto’s«). Ich genehmigte mit zunächst ein großes Ginger Ale und meinen Standard-Cocktail, Tequila Sunrise, später noch ein großes Spezi. Klaus und Steffi gingen Viertel vor eins, da sie wegen eines Fahrradplattens mit dem
Nightliner nach Hause mussten. Holger, Stefie und ich blieben bis zum Schluss (2 Uhr). Wir liefen zu dritt zu Holgers elterlicher Wohnung (liegt auf meinem Weg), wo ich mich dann verabschiedete und heim radelte.
Ich kaufte
online die
Vollversion von Enigmo, spielte noch ein paar Level und ging um 6 Uhr früh ins Bett.
Freitag, aufstehen um 16 Uhr. Der »double-dip« hat mal wieder zugeschlagen. Für diesen Abend habe ich Holger und Stefie zu »
Punch-Drunk Love« überredet, ebenfalls im Lamm, der letzte Woche von Kai
hoch gelobt wurde. Ich kam erst zehn nach acht beim Kino an, da ich noch die Wäsche aus der Waschmaschine in den Trockner verfrachtete, in den letzten fünf Minuten vor dem Ende des Waschprogramms die Fahrradkette ölte und auf der Hinfahrt auch noch garstigen Gegenwind hatte. Es war nicht mehr so warm wie noch am Donnerstag, nur noch etwas über zehn Grad statt 15, und eben zünftig windig. Für die Strecke braucht ich ungefähr 35 Minuten statt knapp unter 30.
Der neue Film von Paul Thomas Anderson, mit einem nicht-blödelnden Adam Sandler und Emily Watson in den Hauptrollen. Stefie brachte unsere Meinungen nach dem Film gut auf den Punkt: »Drei Stühle, eine Meinung.« Ich fand den Film so lala, mich nervte stellenweise extrem die Musik, ansonsten »hatte er seine Momente.« Holger und Stefie fanden ihn beide aber noch weit schlechter, ungefähr die gleiche Schublade wie »eXistenZ«, aber auf jeden Fall mit einem sicheren Platz in der All Time Top 10 of Worst Movies. Ich mag skurile Filme durchaus, zum Beispiel die Werke der Coen-Brüder (»Fargo«, »The Big Lebowski«, »The Man who wasn’t there«), in denen sich gewöhnliche Zeitgenossen in die unglaublichsten Situationen bringen und deren Leben komplett neben der Spur läuft (und solche Filme muss man schon mögen). PDL war aber insgesamt zu langweilig und nicht abgefahren genug. Ich kann’s schlecht beschreiben, aber er kommt einfach nicht an einen Coen ran. Klaus und Steffi hatten heute keine Zeit und ihnen hätte der Film vermutlich noch weniger gefallen.
Wir gingen anschließend noch was trinken. Aus dem Hinterhaus fielen wir rückwärts wieder raus, da a) voll, b) nur Kiddies und c) total verqualmt. Wir entschieden uns dann für’s Smile, wechselten dort später nur an einen größeren Tisch. Da ich an dem Tag noch nichts gegessen hatte, fanden ein Chili nebst Baguette-Scheiben sowie ein Knoblaubaguette den Weg in meinen Magen, runtergespült von zwei Spezis und später einem White Russian. Ich dachte, ich probiere den Mal, nachdem der Dude in Big Lebowski darauf schwört. Nicht schlecht, aber mit meinem zweiten Standard-Drink, Gin Fizz, wäre ich besser bedient gewesen. Ein White Russian besteht aus Wodka, Kaluha (sp?) und Sahne. Vom Kaluha kommt wohl dieser leicht kaffee-artige Geschmack (und ich bin ja kein Freund von Kaffee), außerdem ist er recht klein.
Wir lästerten ein wenig über München, nach dem Motto: Viele Einwohner haben sie ja, aber Weltstadt ist anders. Dass München mit 1,2 Millionen Einwohnern selbst im Vergleich zu Erlangen (101.000 Einwohner) ein Dorf ist, wenn man in MUC nach 22 Uhr keine Pizza mehr bestellen kann, das in ER aber noch um Mitternacht problemlos ist. Oder die Sperrstunde um 1 Uhr nachts, die vom SPD-OB Ude angeblich aufgehoben werden soll, wogegen sich allerdings der CSU-Innenminister Beckstein stemmt. Bertos gestern schließt um 2, das Smile um 3. Der Zirkel an der Hauptstraße hat
werktags sogar bis 4 Uhr früh geöffnet. Aber München ist ein teures Dorf: Während in Erlangen das Spezi für 2,20 Standard ist, muss in München für die gleiche Menge 3 Euro oder 3,20 bezahlt werden. Wenn es in Erlangen Cocktails in der Happy Hour (»Ausnahme: Long Island Ice Tea und Zombie«) für 4,20 gibt, kosten sie in München immer noch sieben Euro. Auf die Wohnungsmieten kamen wir nicht mehr zu sprechen, aber da es gerade hier gut rein passt, sei noch auf einen Artikel im Unispiegel verwiesen, der erst vor ein paar Tagen erschien: »
Paar sucht Traumwohnung«. In München werden für zugestellte Kellerräume allen ernstes 250 Euro Miete verlangt, oder der selbe Preis für ein Schrebergartenhaus am Stadtrand. Über 300 Euro für 29 m
2 am Goetheplatz. 210 Euro für elf m
2 in einem Pasinger Kellerraum (auch am Stadtrand). 25% der Studenten suchen drei Monate lange nach einer Wohnung, 14% haben auch nach sechs Monaten noch keine Wohnung gefunden. Das Fazit von Julia Coy, die ihre Diplomarbeit über die Münchner Wohnungsnot schrieb:
»Es ist an der Zeit, Abiturienten, Hochschulwechsler und ausländische Studierende über die Situation am Münchner Wohnungsmarkt zu informieren und ihnen von einem Studium in München abzuraten.«
Ja, wem sagt sie das. Trotzdem habe ich mich für die SAE in München entschieden, da sie die nächste ist. Gäbe es in München bezahlbare Wohnungen, wäre ich vielleicht hingezogen, aber so muss ich mit dem Zug nach Hause fahren. In Holgers Kurs gab es jemanden, der auch heim fuhr, allerdings nur bis Ingolstadt (eine Stunde).
Samstag: Aufstehen um 17:15 Uhr. Happen gegessen, Computer, Video.
Erschienen am Samstag, 19.04.2003 @ 23:24
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Tags: Leben
Sonntag, 20.04.2003
Nicht ohne Stolz kann ich sagen, dass ich
nach drei Tagen alle 50 Level von Enigmo durchgespielt habe. Der 49. Level war haarig und ich habe drei oder vier Anläufe und insgesamt vielleicht zwei Stunden gebraucht, um ihn zu knacken. Der 50. Level war danach eine Sache von drei Minuten.
Besonders erhebend das Gefühl, in manchen Leveln weniger Werkzeuge benutzen zu müssen, als der Entwickler vorgesehen hat.
Meine Punktzahl nach 50 Leveln: 428.703 Punkte.
Erschienen am Sonntag, 20.04.2003 @ 4:37
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Tags: Apple, Mac
Dienstag, 22.04.2003
Bin ich froh, dass Ostern vorbei ist. Überall ist derart tote Hose, dass man acht geben muss, nicht in Lethargie zu verfallen.
Es fing noch gut an: Am Gründonnerstag kamen Holger und Stefie aus München zu Besuch; zusammen mit Klaus und Steffi gingen wir ins Kino, anschließend noch in eine nahes Etablissement, eine Café-Kneipe. Die Lokalität kann sich nicht recht entscheiden, ob sie Café oder Kneipe sein will: Einerseits ist sie eingerichtet wie ein Café, andererseits ist sie bis zwei Uhr nachts geöffnet und spielt derart laute Musik, dass jede Unterhaltung zur Qual wird, da man von dem, was drei Stühle weiter erzählt wird, nur noch die Hälfte mitbekommt, und auch nur, wenn man sich konzentriert. Im Kellergewölbe darunter gibt es noch eine »richtige« Kneipe, die allerdings schon lange nicht mehr auf unserer Liste steht wenn es darum geht, noch für einige Stunden etwas trinken zu gehen. Gleich mehrere der Gründe für die Entscheidung gingen an uns an diesem Abend vorbei auf’s gemeinsame Klo von Keller-Kneipe und Erdgeschoss-Café-Kneipe und einige davon trafen wir beim Gehen um 2 Uhr auch draußen auf der Straße an. 16-jährige Möchtegern-Punks, die sich wortreich darum streiten, ob man sich jetzt in der Keller-Kneipe ein »beschissenes Bier« besorgen solle oder nicht.
Am
Karfreitag wieder Kino mit Holger und Stefie. Ein mäßiger Film mit einem besseren Abschluss in einer anderen Kneipe.
Ansonsten: Absolut nichts los. Andere Freunde hatten leider keine Zeit, so dass ich daheim blieb. Am Sonntag ging es mit der Familie in den Rauchfang, ein bekanntes Steakhaus am Lorlebergplatz in Erlangen. Unser Standard, wenn wir mal gut essen gehen wollen, ist der Schlotfeger in der Goethestraße, ebenfalls ein Steakhaus. Am Ostersonntag lösten wir erneut einen
Gutschein aus dem
Gutscheinbuch ein. Uns kam es so vor, als hätten wir schon das halbe Buch aufgebraucht, aber tatsächlich waren wir seit Februar erst in sechs Restaurants mit dem Buch. Der Rauchfang kam mir bisher immer als eher kleines Lokal vor, aber die schmale Fassade täuscht: Nach hinten ist das Lokal sehr lang, mit Tischen in mehr oder weniger großen Nischen, die in hellem Holz getäfelt sind. Das Steak war sehr gut, aber ich kann mir vorstellen, dass der eigene Geschmack durch den Buchenholzgrill nicht jedem zusagt.
Auch im Internet ist nichts los: Viele Websites gönnen sich über die Feiertage eine Pause, es gibt nichts Neues. Wie Flow schon richtig
bemerkt, sind einzig die Spam-Mails eine verlässliche Größe. Apropos Größe: Nach einer Welle von Busen-OP-Mails bekam ich allein über Ostern 23 Angebote zur Penis-Vergrößerung. Und ungefähr ein Dutzend »Ostergrüße« von Janines, Britneys, Sandys und Cindys.
Ein paar Neuigkeiten gibt es doch: Jeffrey Zeldman ist endlich mit seinem Buch
durch, so dass es wohl in Bälde auch mit
ALA weitergehen wird. Er weist zudem auf eine weitere große Site hin, die auf ein CSS-Layout umgestellt hat:
Cingular, eine US-amerikanische Mobilfunkfirma. Und der Tipp, mal bei Noel Rubins
Teknoel vorbeizusehen, ist nicht verkehrt (u.a. wegen seiner Navigation im Kopf der Site, aber auch wegen der Navi-Konzepte unter »Theory« und der verspielten Navi in der Wallpaper-Sektion). Bevor die Flash-Hasser wieder aufschreien sei aber auf Jeffreys einleitende Worte hingewiesen: Noel ist für seine Navi-Konzepte in Spielen bekannt, hier geht es explizit nicht um Navigationen für kommerzielle Websites.
Jetzt ist es
offiziell: Für den 28. April hat Apple zu einer Pressekonferenz nach Cupertino geladen. »Apple will have "announcements that will be music to your ears".« Außerdem soll es am Freitag darauf Hard- und Software-Demos in den Apple Stores in der USA
geben. So viel Rummel wird wohl nicht veranstaltet, nur um einen neuen iPod einzuführen, und sei es einer
mit Docking-Station. Die Gerüchte über einen Musikservice von Apple, der besser und einfacher (und vor allem verfügbar) als Napster sein soll, sind inzwischen bereits einige Wochen alt.
Erschienen am Dienstag, 22.04.2003 @ 9:05
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Tags: Leben
Der zweite Teil der Matrix-Trilogie kommt bald in die Kinos. Zwar wollen die Wachowski-Brüder freilich Geld verdienen, aber ich möchte trotzdem betonen, dass Matrix von Anfang an als Dreiteiler geplant war; hier hat man es also nicht unbedingt mit einem lauwarmen Fortsetzungsaufguss zu tun, bei dem eine 2 hinter den Namen geklebt wird.
Der erste Teil hat 1999 mit der Erfindung von »Bullet Time« Maßstäbe in der Tricktechnik gesetzt. Nicht nur, dass diese Szene in Filmen wie »Shrek« und Klamauk-Streifen wie »Scary Movie« oder »Rent-A-Man« zitiert wurde. Kein noch so halbgarer Action- oder Martial Arts-Film kam nach dem Erscheinen von Matrix ohne den gleichen Effekt aus.
Abgesehen von den atemberaubenden Effekten wusste Matrix auch durch die Story zu begeistern: Was den Einsatz von Computern in diesem Film betrifft, stellte man sich nicht ganz so dämlich an wie z.B. in »Passwort Swordfish« und ungezählten anderen. Dazu kam eine verrückte Story darüber, wie die Welt von Maschinen beherrscht wird, dass Menschen nur Batterien sind, die die nötige Energie liefern, und dass es einige Leute gibt, die dagegen rebellieren und der Matrix auf die Schliche gekommen sind und sie für sich benutzen. Das ganze gemixt mit Elementen aus der Bibel (Trinity, der Auserwählte, Zion), dem Altertum (Nebkukadnezar), der griechischen Mythologie (Morpheus ist der Gott des (Traum-)Schlafes), philosophische Bezüge (Platos Höhlengleichnis, Descartes…), Superman, »Alice im Wunderland« (»Follow the white rabbit«), Martial Arts und eben ein bisschen Geeksprache (Cypher, Switch). Dadurch »funktioniert« der Film auf mehreren Ebenen.
Außerdem gab es coole schwarze Kleidung in rauen Mengen und nette Aufnahmen von Trinitys hautengen Kostümen, die die männlichen Zuschauer begeisterte.

Da gerät das Blut in Wallung
Kurz bevor am 22. Mai die Fortsetzung der Geschichte in die Kinos kommt, möchte ich auf einige neue und alte Artikel zu den Filmen hinweisen.
Über »Matrix: Reloaded« gibt es zum Beispiel Lektüre bei Spiegel-online (»Lust auf schwarze Ledermäntel?«) und bei Wired (»Matrix2«). Während der erste nur kurz die Geschichte des ersten Teils zusammenfasst und einen Ausblick auf den zweiten Teil gibt, geht der Wired-Artikel tiefer und berichtet über die Entstehung der Special Effects sowohl des ersten als auch des zweiten Teils. Der »Bullet Time«-Effekt, bei dem in Zeitlupe um ein oder zwei Personen herum gefilmt wird, war erst der Anfang. Reloaded wird den »Burly Brawl«-Effekt einführen, bei dem Neo mit über hundert Agenten gleichzeitig kämpft. Die Szene wird das Kampfgeschehen wieder in einer 360 Grad-Sicht zeigen, aus der Distanz, aber auch mitten aus dem Geschehen. So eine Szene kann gar nicht gefilmt werden, da das physisch nicht möglich ist. Deswegen entstand die Szene komplett im Computer; aber anders als bei den ersten beiden »Star Wars«-Episoden beschränkte sich die Effects-Crew um John Gaeta nicht auf tollpatschige Aliens im Knetgummi-Look, sondern sie zeigen menschliche Mimik, und das ist schwer. Ein äußerst lesenswerter Artikel! Übrigens, der Campanile-Film, der für »Bullet Time« die Grundlage bildete, gibt es bei debevec.org.
Zum ersten Film gibt es auch noch eine Reihe Artikel (die ich wegen ihres Umfangs selbst allerdings noch nicht ganz gelesen habe):
Leute von der Uni München (LMU) haben sich mit verschiedenen Aspekten des 1999er Films befasst. Es gibt zwei Artikel:
- Überlegungen zum Konstruktionsprinzip von Matrix und der Notwendigkeit von Religion
- Die Aporie [Ausweglosigkeit] eines Freiheitskampfes
Ein gewisser »Dew« hat auf seiner privaten Homepage noch einige Beobachtungen und Trivias zum ersten Film zusammengeschrieben (alle Englisch):
Aus den Beobachtungen geht sehr deutlich hervor, dass die Wachowski-Brüder in Matrix nichts dem Zufall überlassen haben.
Erschienen am Dienstag, 22.04.2003 @ 10:57
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Tags: film, Film-und-Fernsehen
Es gibt nichts besseres als einen sonnigen Tag und leichten, tröpfelnden Sommerregen. Vor fünf Minuten war ich versucht, im T-Shirt einfach mal eine Runde um den Block zu drehen. Aber es hat sich als gut herausgestellt, dass just während meiner Überlegungen Holger einen Chat in ICQ begann. Der leichte Sommerregen hat sich mittlerweile zum Platzregen ausgewachsen.
Erschienen am Dienstag, 22.04.2003 @ 15:36
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Tags: Leben
Mittwoch, 23.04.2003

In dem Zusammenhang verweise ich auch nochmal auf meinen Eintrag vom 15.04.03. :-)
So langsam gefällt mir die Idee aber. Wäre es nicht cool von Apple, wenn das nächste OS X pink daher käme statt in einem anthrazit-farbenen Fell?
Erschienen am Mittwoch, 23.04.2003 @ 5:06
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Tags: Apple, Mac
Der heutige Tag neigt sich dem Ende (hey, ich bin seit halb fünf Uhr früh wach). War relativ unspannend; trotzdem, für das Protokoll: Ich fuhr heute in die Stadt, um einige Dinge zu erledigen: Bei der Pizzabar mal wieder essen, bisschen Brause kaufen, vom Fahrradsattel durchgeschliffene und gerissene Jeans zur Änderungsschneiderei bringen (soll etwa 20 Euro für beide Hosen kosten). Am Rückweg noch bei Friedhof vorbei.
Morgen wird interessanter: Um 12 Uhr treffe ich mich mit Klaus, mal die Uni-Mensa in der TechFak testen (es gibt
Schnitzel, bisschen quatschen und mal die Aushänge wegen Studentenjobs ansehen. Um 15 Uhr treffe ich mich mit Karin in Nürnberg (eigentlich in einem Vorort, Röthenbach). Darauf freue ich mich besonders: Es ist schon wieder einige Monate her (Dezember), dass wir uns gesehen haben und es gibt viel zu besprechen. Ich schätze Gespräche mit ihr immer sehr; sie ist seit 1995 eine enge Freundin von mir, auch wenn wir uns nicht oft sehen und wir uns während der zwei Jahre meines Springer-Jobs in der Bank fast gar nicht gesehen haben.
Für Freitag habe ich noch keine Pläne, am Samstag schmeißt Klaus (mit Steffi, Georg und Nina; Pärchen-WG) seine Einweihungsfeier in der neuen Wohnung.
Erschienen am Mittwoch, 23.04.2003 @ 17:55
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Tags: Leben
Donnerstag, 24.04.2003
»Die Bloggergemeinde ruft inzwischen zu einer Petition zur Freilassung Montallebis auf.«
So gesehen bei Industrial Technology & Witchcraft. Neulich hatte ich ja schon größte Mühe mich zurückzuhalten, aber mir platzt echt bald der Kragen. »Die Bloggergemeinde«, Mann, Mann, Mann…
Es reicht schon, dass Krit vor ein paar Jahren in die pseudo-revolutionäre Ecke abgerutscht ist.
Frau: Guten Tag. Ich bin vom Projekt Grüner Planet und wir veranstalten eine Kundgebung über…
Becker: Grüner Planet? Was wollen Sie denn dann in der Bronx?
Frau: Sir, wir finden, dass alle…
Becker: Ja, ich weiß, ich weiß, Sie wollen die Welt retten, aber glauben Sie mir: Es ist nichts übrig, was es wert ist.
Frau: Vielleicht wollen Sie ja…
Becker: Und erzählen Sie mir bitte nicht, dass ich die Umwelt verschmutze, das hier sind nur Tabak und Chemikalien aus dem Naturlabor vom lieben Gott. Ist das ok, Fräulein Birkenstock?
Ich bin nicht gleichgültig, nur realistisch.
Erschienen am Donnerstag, 24.04.2003 @ 8:45
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Tags: Medien
Für die Gaumenfreuden der
Mensa Süd blieb heute, anders als
geplant, leider keine Zeit mehr. Ich stand erst relativ spät um halb sieben auf (um halb fünf habe ich mich dann doch nochmal rumgedreht), holte »Becker« und die neue »Stargate«-Folge von gestern auf Video nach, klapperte meine Standard-Websites ab und kümmerte mich um den Haushalt. Schwupps, war’s zwölf. Um 12:40 radelte ich runter nach Vach. Ankunft in Fürth gegen 13:20, ein Lahmacun, mit der U-Bahn nach Nürnberg, am Rathenauplatz einen Döner (das muss man ausnutzen, den weltbesten Döner zu genießen, wenn es einen Erlanger nach Nürnberg verschlägt), zurück zum Hauptbahnhof, bei Gravis einen 5er Pack DVD-Rohlinge gekauft (sorry Peter, Du weißt, Verbatim…), wieder zurück zum Bahnhof. S-Bahn um 14:37, Ankunft pünktlich um 15 Uhr bei Karin.
Ich erwähnte es
gestern schon: Karin sehe ich leider nur relativ selten, aber ich schätze die Gespräche mit ihr dafür um so mehr. Details tun hier nichts zur Sache, aber außer den Entwicklungen der letzten Monate waren natürlich auch wieder Leben, Arbeit, Studium, Beziehungen und Sex Themen.
Ich bin jetzt hundemüde, von daher keine weiteren Texte, obwohl ich noch so viel schreiben könnte. Wollte mich auch nur mal kurz melden.
N8.
Erschienen am Donnerstag, 24.04.2003 @ 21:36
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Tags: Leben
Samstag, 26.04.2003
Ich wollte eigentlich schon länger mal was zum Thema RSS schreiben, an sich schon nach dem Interview auf Daring Fireball
mit Brent Simmons, dem Macher des RSS-Readers
NetNewsWire (NNW), der auf
OS X eine Monopolstellung inne zu haben scheint.
Holger hat einige gute Links zum Thema RSS
zusammengefasst, daher nur in aller Kürze, worum es geht, bevor ich zu meinen
two cents komme. Die Abkürzung RSS steht für drei verschiedene Begriffe, wobei »Really Simple Syndication« der am häufigsten verwendete ist. Bei einer RSS-Datei handelt es sich um eine XML-Datei, in der die neuesten Einträge einer Newssite oder einem Blog aus dem Web stehen. Einen RSS-Feed kann man, da es XML ist, zwar im Klartext lesen, aber sinnigerweise bietet sich ein RSS-Reader (eigentlich »Aggregator«) an, der einem das XML-File parst und hübsch lesbar ausgibt.
Um sich das mal vorstellen zu können, hier nun ein Screenshot von meinem NNW (Klick auf’s Bild lädt eine größere Version als PNG-Bild):

Im Bild links sind die derzeit abonnierten Feeds, rechts oben sind die Einträge des gerade ausgewählten Feeds und rechts unten wird der aktuell markierte Eintrag angezeigt. Der Clou bei der Sache ist, dass man ohne einen Browser sehr schnell einen Überblick über neue Einträge auf Websites bekommt, und diese Inhalte auch gleich noch lesen kann.
Das Potential von RSS ist meiner Ansicht nach enorm, denn es erleichtert sehr den Konsum von vielen Web-Ressourcen, ohne dass man sich mit hundert Browser-Fenstern oder Browser-Tabs herum schlagen muss.
So weit, so prima.
Es gibt allerdings drei Dinge bei RSS, die mich derzeit noch massiv stören und die mich derzeit davon abhalten, NNW regelmäßig einzusetzen:
- Noch zu wenige RSS 2.0-Feeds.
RSS 2 ist aktuell Stand der Technik, viele Sites erzeugen aber noch 0.91-, oder 0.92-Feeds. Die älteren Versionen warten mit einer Reihe von Nachteilen auf: Keine Links, keine Zeilenumbrüche, keine Bilder. Ein Eintrag eines solchen Feeds wird zu einem einzigen, unstrukturierten Buchstabenbrei (wegen der fehlenden Zeilenumbrüche), bei dem man im Zweifelsfall wieder den Browser starten muss, um dort den Original-Text zu lesen, damit man von dort aus die Links anklicken kann, die im Feed fehlen.
- RSS ist nicht urlaubstauglich.
Man bekommt immer nur so viele Einträge angezeigt, wie einem der Feed liefert, zum Beispiel 15 beim Feed des Heise-Newstickers. Egal ob man den Feed täglich liest oder ihn zwei Wochen nicht lesen konnte, man bekommt maximal 15 Einträge übermittelt. Wenn ich also nichts verpassen will und den Feed nicht täglich abfragen kann, muss ich also doch wieder die Website bemühen.
Das ist bei Usenet Newsgroups besser gelöst: Mein Newsreader zeigt mir immer die Postings an, die seit dem letzten Aufruf des Programms neu hinzugekommen sind, egal ob ich den Reader zuletzt gestern oder vor drei Tagen gestartet habe, egal ob mittlerweile 10 neue Texte hinzugekommen sind oder 10.000. Vom Prinzip her sind Newsgroups und RSS aber sehr ähnlich: Auch bei den News werden nur so viele Postings übertragen, wie vorhanden sind, bloß werden Usenet Newsgroups deswegen »urlaubstauglich«, weil die Vorhaltezeit auf den Newsservern im Monatsbereich liegt. Wenn ich ein halbes Jahr im Urwald abtauche, habe ich bei meiner Rückkehr das gleiche »Problem« wie bei RSS.
- Keine Feeds mit vollen Texten.
Das ist mein größtes Problem. Viele RSS-Feeds übermitteln die kompletten Texte von neuen Eintragungen und Nachrichten auf der betreffenden Website, aber bei manchen, wie z.B. beim Feed von Zeldman, werden nur verkürzte Texte übertragen, bei Heise sogar nur die Überschriften. Die Argumentation bei kommerziellen Sites wie Heise geht so: Die Site finanziert sich (auch) durch Werbung, und wenn die Leute die Website nicht mehr ansurfen, brechen die Werbeeinnahmen ein, deswegen bieten wir nur »halbe« Feeds (ich nenne sie »Un-Feeds«, kleiner Insider), damit Surfer trotzdem noch auf die Seite kommen und sich brav der Werbung aussetzen. Wenn’s der Finanzierung dient, hätte ich nichts dagegen, in vollen Feeds alle zehn Einträge einen Werbeeintrag zu sehen (aber bitte nicht nur Überschriften und trotzdem Werbung, das ist völlig daneben). Man darf auch nicht vergessen, dass RSS-Leser dem Sitebetreiber Traffic-Kosten einsparen, da das ganze HTML-Tabellen-Markup nicht mitübertragen wird. Bei kommerziellen Sites finde ich Un-Feeds recht ärgerlich aber bis zu einem gewissen Grad nachvollziehbar; solche RSS-Feeds schmeiße ich aber wieder aus NNW raus, denn in NNW haben sie bei mir keinen Platz, wenn ich eh wieder den Browser anwerfen muss, dann kann ich sie auch gleich dort laden. Bei privaten Sites oder Weblogs habe ich für halbe Feeds allerdings kein Verständnis, denn dort sollte IMHO die Maxime »Visits erzeugen, Besucherzahlen erhöhen« keine oder keine so hohe Priorität haben. Zeldman argumentiert, dass er sich wünscht, dass die Leser auch das Design seiner Seite sehen. Ich sage: Ich lese Zeldman nicht, weil das Design seiner Seite so gefällig ist, sondern weil mich die Inhalte interessieren (gerade bei einem Weblog!). Ich kenne das Design inzwischen. Zeldman verschwindet auch wieder aus meinen NNW-Abonnements, denn bei einer Site, die ich eh täglich lese, brauche ich keine verkürzten Inhalte, nur um danach eh wieder den Browser zu starten. Mir geht es bei der Benutzung von RSS darum, den Browser nicht extra aufrufen zu müssen, denn der Vorteil eines RSS-Readers ist ja gerade, dass er schnell für Übersicht sorgt und mir Fenster-/Tab-Clutter erspart (s.o.). Bei Sites, die ich nur wöchentlich ansurfe, wäre ein verkürzter Feed aber ok für mich, nur um zu sehen, dass sich auf der Site was Neues getan hat.
Siehe auch einen entsprechenden Aufruf von Kalsey Consulting (gesehen bei inluminent). John Engler (inluminent) hat sich bereits mehrfach pro full RSS-feeds geäußert (More on Full vs. Incomplete RSS Feeds, More complete RSS feed discussion, No full RSS feed = No read for John, Something Hung – half-assed RSS feed isn’t good enough).
Also, nochmal die Kurzfassung: Ich, und ich bin nicht allein, benutze einen RSS-Reader als Alternative zum Browser und will deswegen so wenig wie möglich einen Browser benutzen müssen. Ich habe mich nicht für einen RSS-Reader entschieden, um dann doch wieder einen Browser zu verwenden.
Ich sehe das Potential von Content Syndication mit RSS, hoffe aber sehr, dass es sich noch in die richtige Richtung entwickelt (mehr in Richtung der Interessen der RSS-Benutzer, weniger in Richtung Interessen der RSS-Erzeuger).
Erschienen am Samstag, 26.04.2003 @ 10:06
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Tags: Web, webdesign
Ganz kurz der gestrige Tag, denn um kurz nach halb acht breche ich hier schon wieder auf, zur Wohnungs-Einweihungsfeier von Steffi, Nina, Klaus und Georg. Hoffentlich hält sich das Wetter noch ein wenig. Der Himmel ist dunkel, es hat sich zugezogen und der Wind ist kräftiger geworden. Lieber mit der GoreTex-Jacke fahren.
Am Freitag-Morgen und -Vormittag surfte ich privat und dienstlich und chattete ein wenig, außerdem gab’s noch eine kleinere Sache bei einem Auftrag fertig zu machen.
Am frühen Nachmittag, gegen 15 Uhr, fuhr ich in Richtung Stadt, um einen Happen zu essen und mein Fahrrad zur Werkstatt meines Händlers zu bringen. Der Weg dorthin führte wieder über Stadeln, Blumen gießen am Friedhof. Im Drogeriemarkt Müller füllte ich meinen Bestand an Shampoo und Deo auf, dann ging’s weiter zum
Freilauf. Im Winter hatte ich mir ja einen
Nabendynamo gekauft und einbauen lassen, dann überwinterte mein Fahrrad in den Verbindungstunneln der Uni-Kliniken unter der Stadt. Bei der damaligen Abholung wurde mir zugesagt, dass das Laufrad nach 100 bis 200 Kilometern nochmals kostenlos neu zentriert werden würde, ich solle es nur vorbei bringen. Den Besuch in der Werkstatt hatte ich mir schon länger vorgenommen und ich bin mittlerweile auch eher 300 bis 400 Kilometer gefahren. Meinen Vorschlag, einen Termin für Dienstag zu vereinbaren wurde vom Mitarbeiter in der Werkstatt mit dem Angebot beantwortet, ich solle das Rad doch gleich hier lassen. Ich könnte es in anderthalb Stunden wieder abholen. Ich überlegte kurz und entschied mich dafür, denn es würde keinen Sinn machen, jetzt mit dem Bus nach Hause zu gondeln und am Samstag-Morgen wieder mit dem Bus in die Stadt zu fahren.
Es war 15:40 Uhr, sehr sonnig und mit 21 Grad angenehm mild. Vom
MLP über den Neustädter Kirchplatz lief ich in Richtung Theaterplatz und am Schlossgarten vorbei in die Krankenhausstraße, um mir ein Lahmacun mit Schafskäse zu besorgen. Ich ging wieder ein Stück des Wegs zurück und bog in den Schlossgarten ein, setzte mich auf eine nahe Bank und aß. In weiser Voraussicht hatte ich mir den
Spiegel dieser Woche eingepackt und las die Titelstory zur amerikanischen Hegemonie. Ab und an fuhren Leute auf Fahrrädern an mir vorbei, weiter in den Schlossgarten hinein, und auch Passanten kamen meinen Weg entlang. Da blieb es freilich nicht aus, ab und an von der Lektüre aufzusehen und sich die Menschen anzusehen, die an mir vorüberfuhren und -gingen. Alte und Junge, dicke, »mittlere« und dünne, Frauen und Männer, Kinder, Hunde. Häufig zu zweit, manchmal allein. Ich muss gestehen, dass einer der positiven Aspekte des Sommers ist, dass die Tops wieder kürzer werden. Baufrei scheint auch diesen Sommer wieder Trend zu sein; wohin sich die Hosenmode entwickelt, wage ich noch nicht abzuschätzen. Es war alles dabei, von der Jeans über die Stoffhose bis zur 7/8-Hose. Zwei Wege vor mir auf einer Wiese befasste sich ein Mann um die 30 konzentriert mit Dehnübungen, die direkt aus einem Lehrbuch zu fernöstlichen Entspannungs-Methoden entnommen zu sein schienen. Ein leichter Wind wehte ab und an Blüten von den Bäumen, auf mein T-Shirt, meine Zeitschrift, meinen Rucksack, den Weg. Viele Menschen hatten es sich auf den Wiesen bequem gemacht, Decken und Handtücher ausgebreitet, allein auf den Rücken gelegt oder in Gruppen zusammen gesetzt, um sich zu unterhalten.
Kurz vor 17 Uhr packte ich den Spiegel wieder ein und ging nach Westen durch den Schlossgarten, auf den Schlossplatz zu (Ausgang »Café Mengin«). Triangel-Bikini auf elf Uhr. Eher zufällig wählte ich dann den staubigsten Weg aus dem Park heraus, so dass meine braunen Lederschuhe mit einer dünnen, grauen Staubschicht überzogen wurden. Auf dem Schlossplatz (in dem früheren Schloss des Markgrafen ist heute ein Teil der Universitäts-Verwaltung untergebracht) war das Frühlingsfest bereits im vollen Gange. Ich ging in die benachbarte Filiale der Dresdner Bank, um Geld abzuheben. Vor mir am Geldautomaten stand ein älterer Mann, der zweifellos dem Alkohol zu sehr zugesprochen hatte. Auf der Hauptstraße wieder zurück nach Norden, Richtung MLP und zur Werkstatt von Freilauf. 17:15, mein Rad war fertig. Die Zentrierung kostete nichts, ich verabschiedete mich und schob das Rad durch die Tür hinaus und fuhr nach Hause.
Bei einer kleinen Trinkpause im Wiesengrund unter einer der Dammbrücken fiel mir ein, dass ich das vergessen hatte, weswegen ich eigentlich zu Freilauf wollte: In engen Kurven schaltet der Schlauch der Bremse den Schalter des Frontscheinwerfers ab. Hmm. Ich sah mir die Befestigung genauer an und probierte, die Metalllasche nach vorne zu biegen. Es ging, die Bremsleitung konnte nun nicht mehr den Kippschalter berühren. Na also.
Zuhause. Die Staubschicht wusch ich von den Schuhen ab. Den Power Mac aus dem Schlaf aufgeweckt, die Standard-Websites aufgerufen und noch ein wenig mit Freunden gechattet, später mit Holger wegen eines Auftrags telefoniert. Um acht Uhr die Tagesschau und im Anschluss »Pfarrer Braun«; die zweite Folge einer sehr seichten Krimiserie mit Ottfried Fischer. Kaum war sie zu Ende, musste ich auch schon das Licht ausmachen und mich schlafen legen, ich war zu müde, um noch weiter fern zu sehen.
Erschienen am Samstag, 26.04.2003 @ 19:30
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Tags: Leben
Sonntag, 27.04.2003
Ich bin etwas in Verzug mit der Berichterstattung. Hier nun die Geschehnisse des Samstags.
Aufstehen gegen acht Uhr. Surfen, die zweite Disc von »
Anleitung zum Diät-Wahnsinn« gehört, die ich sehr empfehlen kann. Bernhard Ludwig, österreichischer Psychologe und Kaberettist, betreibt seit vielen Jahren erfolgreich das
Seminarkabarett, bei dessen Programmen man sich nie sicher sein kann, ob man nun einem Seminar oder einem Kabarett beiwohnt.
Um 11:40 radelte ich mit meinem Vater runter nach Frauenaurach. Wir hatten bis zum Edeka den selben Weg, doch während er nach dem Einkaufen wieder nach Hause fuhr, besorgte ich mir für die weitere Fahrt in die Stadt noch ein Wasser.
Im Manhattan-Café griff ich die aktuellen »filmtips« mit dem Programm der Weber-Kinos ab (u.a.
Cinecitta in Nürnberg, Deutschlands größtes Multiplex, und das Manhatten in Erlangen). Der eigentliche Grund, weswegen ich in die Stadt fuhr war dieser: Ich wollte mir das Buch
Mein langer Lauf zu mir selbst von Joschka Fischer kaufen. Lange her, dass ich eine Buchhandlung von innen gesehen habe, denn ich bin Amazon-Addict. Aber außer jenem Buch gäbe es aktuell nichts dringendes, was ich bei Amazon mitbestellen könnte, um über die 20 Euro zu kommen ab denen die Lieferung ohne Versandkosten zugestellt wird. Ich habe aus einer Promo-Aktion sogar noch einen 5-Euro-Gutschein, aber der gilt erst ab 39,99 Euro Bestellwert. Noch dazu hätte ich mindestens bis Dienstag auf die Lieferung warten müssen. Also versuchte ich mein Glück bei
Palm & Enke am Schlossplatz. Auf Anhieb wurde ich nicht fündig, aber auf Nachfrage wurde mir das gesuchte Buch ausgehändigt, ich bezahlte und ging. Am Rückweg noch ein Abstecher bei
Müller, um meine Vorräte an Rasiercreme und Zahnpasta aufzufüllen.
Um 13:20 kam ich wieder in Frauenaurach an, wo ich beim Griechen einkehrte. Eine Stunde später, um halb drei, ging’s weiter nach Hause. Das Nachmittagsprogramm bestand aus Videoaufzeichnungen, v.a. Telekolleg-Sendungen:
- »Goal« (Englisch für Fortgeschrittene)
Eigentlich handelt es sich dabei um eine Serie über einen brasilianischen Fußballer, der für einen Monat in einem Londoner Club spielt. Es wird natürlich nur Englisch gesprochen, allerdings keine kurzen Sätze, sondern richtige Konversation. Es gibt keine nervigen Unterbrechnungen um spezielle Vokabeln zu wiederholen. Das ganze ist durchaus sehenswert zubereitet und macht durch die Fortsetzungsgeschichte Lust auf Mehr. - Deutsch (27. Sendung, 1. Sendung im 3. Trimester)
Thema: »Was ist Literatur?«. Ein ganz interessanter Überblick über die moderne deutsche Literatur, von Grass und Enzensberger bis hin zu Lebert und von Stuckrad-Barre. In der nächsten Folge beginnt der dreiteilige Überblicks über die Epik. - Als nächstes war die »Becker«-Folge vom Freitag auf dem Videoband.
- Eine ARD-Reportage über Autobahn-Fahnder in Schleswig-Holstein, zwischen dem Nord-Ostsee-Kanal und der dänischen Grenze.
- Weiter mit Telekolleg: Volkswirtschaftslehre.
Sehr trocken dargereicht, kein Vergleich mit den famosen Deutsch-Sendungen. In der Realschule fand ich Wirtschafts- und Rechtslehre (WRL) ganz interessant, in der Berufsschule auch Bankbetriebslehre (BBL). Vielleicht hing das auch mit den Lehrern zusammen, denn auch Allgemeine Wirtschaftslehre (AWL) in der Berufsschule war sehr quälend. - Es folgte die reguläre Telekolleg-Englischsendung von unter der Woche.
- Zum Abschluss nochmal Entspannung mit der wöchentlichen Folge von »Malcolm in the middle«
Die Zeit bis zum Aufbruch war fast rum: Ich las noch ein wenig im Fischer-Buch, schrieb den Eintrag für Freitag und machte mich dann fertig, loszufahren.
Einweihungsparty bei Klaus und Co. stand auf dem Programm. Für acht Uhr wurde geladen, ich machte mich um 19:35 auf den Weg und kam auch um acht an (ich komme immer pünktlich, wie uncool).
Die Party war exzellent. Viele Leute, vielleicht 20 bis 30, auf 140 qm Wohnung. Einige alte Freunde habe ich wiedergesehen, deren Kontakt zu Klaus/Georg enger ist als der zu mir. Es waren auch viele neue Leute da, die ich nicht kannte, da sie aus den Kreisen von Steffi und Nina kamen.
Ich könnte noch lange erzählen, aber ich mache hier Schluss. Ich ging um 00:40 und war um eins daheim, fiel wie ein Stein müde ins Bett.
Am heutigen Sonntag alles ruhiger angehen lassen. Draußen regnet’s, drinnen wartet die Buchhaltung auf mich.
Nachtrag (28.04.03, 14:15 Uhr): Habe eben mal Klaus gefragt: Es ging noch bis halb drei, drei Uhr weiter. Insgesamt waren knapp 60 Leute vor Ort, dabei rund 50 gleichzeitig.
Erschienen am Sonntag, 27.04.2003 @ 17:30
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Tags: Leben
Hmm, das Wetter ist heute etwas ambivalent. Heute Morgen hat es mal heftig geregnet, dann klarte es auf, dann regnete es wieder bis vor fünf Minuten und jetzt knallt die Sonne durch, bei relativ klarem Himmel. Es ist aber immer noch recht windig. Ich überlege, ob ich noch auf einen Sprung in die Stadt radle, vor tagesschau, Tatort und Sabine Christiansen. Überlege ich mir in der nächsten Viertelstunde.
Erschienen am Sonntag, 27.04.2003 @ 17:40
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Tags: Leben
Montag, 28.04.2003
Apple bietet nun doch einen eigenen Stream für DEN heutigen Event an:
http://stream.qtv.apple.com/events/apr/moscone/apr28_28_56_100_250_ref.mov
In einer Minute geht die Vorabberichterstattung auf
Mac-TV los, um 19 Uhr spricht Seine Steveheit zu uns.
Update, 19:13 Uhr:
Videostreams laufen nicht, aber Ton:
http://www.mac-tv.de/Movies/US_Sorenson_Mike.mov
Habe mich um 19:12 auf den Audiostream aufgeschaltet.
19:16 Uhr
Neue iPods
Dünner, leichter, besseres Display
Hardware ist fertig, Software im Juni
AAC kann abgespielt werden
Mit Dockingstation (wie von Thinksecret vorhergesagt), mit USB2 und Firewire
Neue Spiele auf dem iPod
Playlists auf dem iPod zusammenstellen
Menüstruktur kann auf der Hauptebene umkonfiguriert werden
Bisher populärstes Modell: 10 GB. Dessen Preis wird gesenkt.
Neue Modelle: 10, 15 und 30 GB. Verfügbar ab diesem Freitag (in den USA, eine Woche später international).
19:20 Uhr
iTunes 4 kommt
Mit AAC
Support für Rendezvous: Musik-Streaming zwischen Macs
Unterstützung für Brennen auf DVD
19:22 Uhr
Demo von iTunes 4 mit Rendezvous:
»It’s not copying, because that is
verboten.«
Zero configuration.
19:25 Uhr
Steve spricht über Napster
»Internet was made for music delivery.«
Good side: Leute kommen per Internet an Musik.
Downside: Stealing.
Außerdem Nachteile: Schlechte Qualität, keine Covers, keine Previews, illegal.
Bisher gab es keinen legalen Download-Service. Die, die aufkamen, waren Abo-Dienste und man konnte die Musik nicht auf den iPod laden. Wenn man das Abo kündigte, war auch die gekaufte Musik weg.
»Diese Services behandeln uns wie Kriminelle.«
19:30 Uhr
Steve schimpft ein wenig über die Musikindustrie. :-)
Apple hat mit allen fünf Major-Labels gesprochen.
Apple stellt seinen eigenen Musikdienst vor:
- unlimitiertes CD-Brennen
- kann auf den iPod übertragen werden
- auf bis zu 3 Macs abspielbar
- neuer Mac: kein Problem
- Musik ist in iLife verwendbar (iPhoto, iMovie, iDVD)
- 99 US-Cent pro Song
19:33 Uhr
In Tauschbörsen den richtigen Song in guter Qualität zu finden, ist schwierig.
Apple kann die Datenmengen handhaben, da sie seit Jahren die größte Trailer-Site haben.
- Qualität wird 128 Kbit/s AAC
- 30 Sekunden AAC-Previews in 128 Kbit/s-Qualität
- Cover-Art
19:36 Uhr
One-Click Downloads
Searching und Browsing im kompletten Musicstore
Exclusive Tracks von Artists wie U2, Eminem, Bob Dylan…
»iTunes Musicstore«
eingebaut in iTunes 4
19:38 Uhr
»My pleasure after a year and a half, I show it to you.«
[ausführliche Demo]
z.B. ein Elvis-Album für 9,99 USD
19:45 Uhr
Immer noch die Demo. Bisher keine Info, wie viele Songs derzeit insgesamt im Store sind. Steve Jobs hat nur gesagt, dass es die 5 Majors sind. Aber keine Anzahl bzgl. Artists, Alben oder Songs. Auch nix darüber, ob auch kleinere Labels dabei sind.
19:50 Uhr
»We highlight we explicit tracks. These Eminem albums are highlighted. Und wir markieren auch die Tracks in den Alben. In diesem Album sind alle markiert.«
[Wenn ich nicht schnell genug mitschreiben kann, muss ich manchmal den deutschen Sinn aufschreiben.]
19:58 Uhr
Demo ist zu Ende, Steve fasst zusammen.
Habe jetzt auch ein Bild über einen WindowsMedia-Stream (von MSNBC:
http://www.msnbc.com/m/lv/default.asp?0cm=c30
Ab heute verfügbar, aber nur in den USA (US-billing address nötig), so ein *argl*!!
20:02 Uhr
Vorerst nur für Mac OS, ab Ende des Jahres auch für Windows.
Jetzt kommt ein Video.
20:10 Uhr
Die neuen Werbespots werden gezeigt.
Steve bedankt sich bei den Apple-Mitarbeitern und verabschiedet sich. Die neuen Apple-Websites
apple.com sowie
applemusic.com sind online, iTunes 4 kann runtergeladen werden.
Erschienen am Montag, 28.04.2003 @ 18:31
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Tags: Apple, Mac
Dienstag, 29.04.2003
Das war also der
Digital Download Day, Apple-Style. Wie von den Gerüchteküchen bereits zuverlässig vorhergesagt (
macrumors.com,
thinksecret.com, wurde heute (Montag) Apples eigener
Musikservice vorgestellt (siehe auch
Pressemitteilung und
Heise-Meldung). Im Zuge dessen gab es auch neue Software, um den Musikservice zu ermöglichen:
iTunes 4 und
Quicktime 6.2. Während in der Musikverwaltungs-Software iTunes in der neuen Version auch gleich der »Music Store« eingebaut ist, liefert das kleine QUicktime-Update die AAC-Komponente nach, den »Advanced Audio Codec«, der im Rahmen von MPEG-4 für den guten Sound sorgt. Außerdem stellte Apple-Chef Steve Jobs
neue iPods vor: mit 10, 15 und 30 GB Fassungsvermögen statt vorher 5, 10 und 20 GB.
AAC ist ein weit besserer Audiocodec als das altgediente mp3. Während ein Song im mp3-Format erst ab einer Datenrate von 160 KBit/s annährend CD-Qualität hat, bekommt man bei AAC bereits bei 128 KBit/s eine bessere Qualität. Wichtig für die Musikindustrie sind außerdem die Funktionen zur digitalen Rechtverwaltung (Digital Rights Management, DRM), die in mp3 nicht vorhanden sind, wohl aber in neueren Formaten wie WMA oder eben AAC. Der Vorteil von AAC gegenüber WMA hingegen ist, dass AAC auf einem offenen Standard beruht, während WMA ein nicht-veröffentlichtes Verfahren von Microsoft zugrunde liegt.
Damit auch Apple mobiler Musikspieler
iPod etwas mit AAC anfangen kann, gibt es ab heute auch die neue Firmware 1.3 für den iPod.
Der Reihe nach, was die neuen Software-Versionen bringen:
Quicktime 6.2
Das geht ganz schnell: Auf der
Quicktime-Website steht nichts über die neuen Funktionen und ich habe auch in QT-Pro keine neuen Optionen entdecken können. Eine Exportoption nach AAC habe ich nicht finden können. Laut einer
iTunes-Seite ist QT6.2 jedoch notwendig, um in iTunes 4 Musikstücke nach AAC konvertieren, und um die im Music Store gedownloadeten Stücke abspielen zu können. Darauf wird beim Start von iTunes 4 auch hingewiesen, falls man noch eine ältere Quicktime-Version installiert hat.
iPod-Firmware 1.3
Ebenfalls sofort nach der Keynote stand die
neue Firmware zum Download zur Verfügung. Das 24-Stunden-Zeitformat kennt der iPod nach wie vor nicht.
Auf meinem iPod (Revision B, 10 GB, Sommer 2002) funktionieren auch die weiteren neuen Features nicht:
- keine Playlists auf dem iPod zusammenstellen
- keine zwei zusätzlichen Spiele (nach wie vor nur Breakout)
- keine individuelle Anpassung des Hauptmenüs
- keine Bewertung von Songs auf dem iPod
Scheinbar braucht es für die Funktionen auch die neue Hardware.
Das Abspielen von AAC-Tracks klappt jedoch.
Die neuen iPods sind noch flacher, leichter und anschmiegsamer (abgerundete Oberseite), so dass ich beinahe mit einem Austausch liebäugle. Allerdings stört mich etwas, dass die Steuerungstasten nun nicht mehr um das Scrollrad angeordnet sind, sondern zwischen Display und Scrollrad in einer Reihe. Der neue iPod kommt in einem Dock, was mir weder besonders vorteil- noch nachteilhaft zu sein scheint. Der recht große Port für die Dockingstation ist jedoch nicht abgedeckt, wie das noch bei den Firewire-Ports der zweiten Generation der Fall war.
Ich glaube, ich kann noch widerstehen. Die neuen iPods sind in den USA ab kommenden Freitag verfügbar, international ab dem 9. Mai.
iTunes 4
Das neue
iTunes bringt eine Reihe frischer Funktionen mit:
- Music Store (siehe unten)
- Streamen von Musik zwischen Macs
- Unterstützung für AAC
- Coverbilder können angezeigt werden
- Brennen von Musik auf DVD (als Backup)
- Suchfilter (Alle, Interpreten, Alben, Komponisten, Titel)
Das Streamen von Musik zwischen zwei oder drei Computern funktioniert mit
Rendezvous, Apples Implementation von
ZeroConf. Rechner im lokalen Netzwerk erkennen sich gegenseitig, so dass vom einen zum anderen Mac per Ethernet oder Airport (WLAN) Musik gestreamt werden kann. Die Dateien werden dabei allerdings nicht kopiert, sondern eben gestreamt, wie beim Radio. Das ganze funktioniert Apple-typisch ausgesprochen einfach: Am absendenden Mac muss diese Funktion lediglich aktiviert werden und am empfangenden Mac in der Nähe tauchen in iTunes automatisch die freigegebenen Playlists oder die ganze Musikbibliothek auf. Denkbar wäre, dass ich im Sommer im Garten Musik mit meinem
iBook höre, obwohl auf dem iBook gar keine Musik gespeichert ist. Die Musik wird dann von meinem
Power Mac, der in der Wohnung steht, per
Airport gestreamt.
AAC, das habe ich eingangs bereits erwähnt, ist ein fortschrittlicherer Audio-Codec als mp3, und bei geringerer Datenrate (z.B. 128 KBit/s AAC vs. 160 KBit/s mp3) kann eine bessere Tonqualität erzielt werden. Prinzipiell ermöglicht AAC auch DRM mit Einschränkungen in der Abspielbarkeit (das ist für den Online-Verkauf von Musik notwendig). Die neue iTunes-Version erlaubt das rippen von Musik-CDs in das AAC-Format. Ich habe das mal mit »Wish you were here« von Pink Floyd getestet. Abgesehen davon, dass die Qualität wirklich phänomenal ist, werden eigenhändig gerippte Musikstücke scheinbar nicht mit DRM-Mechanismen ausgestattet. Ich konnte »04 Wish You Were Here.m4a« (.m4a für MPEG-4 AAC) vom Power Mac, wo ich die Datei gerippt habe, auf mein iBook kopieren und dort problemlos abspielen. Durch markieren einer oder mehrerer Dateien in der iTunes-Bibliothek können ganze Musikbestände auch von mp3 nach AAC konvertiert werden (Menü Erweitert, »Auswahl konvertieren in AAC«). Besser werden die Stücke dadurch natürlich nicht, das Original in diesem Fall ist ja bereits durch mp3 verlustbehaftet komprimpiert. Für eine bessere Qualität müsste man schon erneut von der Original-CD konvertieren. Aber diese Funktion bietet evtl einen Ausweg, wenn der Platz auf dem iPod eng wird. Mit meinen aktuell 2.003 Titeln (Gesamtspielzeit: 5,8 Tage) bin ich mit 9,11 GB schon hart am Limit meines 10 GB-iPods (auf den eigentlich nur 9,2 GB drauf passen; ich habe noch 144 MB frei). Ich habe die Konvertierung allerdings nicht getestet.
Der iTunes Music Store
Ein geiles Ding. In iTunes integriert ist der Musikkatalog der fünf Major-Labels (Sony Music, Universal Music, BMG, EMI, Warner Music), mit insgesamt rund 200.000 Songs, und jede Woche dienstags werden es mehr. Die Bedienung ist kinderleicht. Man browst entweder durch Kategorien/Genres oder gibt über ein Suchfeld Suchbegriffe wie Interpreten oder Teile des Titels ein. Einfacher geht’s wirklich nicht.
Der Service packt einige der Grundübel der bisherigen Musikdienste an: Ich nutze kaum noch Tauschbörsen wie Kazaa, da die Qualität der dortigen Musik
in der Regel zu wünschen übrig lässt: Unvollständige Titel, schlechte Codierqualität, niedrige Datenrate (128 KBit/s mp3 und weniger, selten 160 KBit/s und mehr), zerhackstückte ID3-Tags, keine Möglichkeit zum Probehören. Und natürlich ist es eher weniger legal. Die Musiklabels boten bislang aber auch keine Alternative: Teure Monatsgebühren, drei verschiedene Plattformen für die großen Labels, nur auf Windows lauffähig, nur WMA, nicht iPod-kompatibel. Apples
Musikdienst »iTunes Music Store« begegnet all diesen Unannehmlichkeiten: Es gibt keine monatlichen Gebühren, die Codierqualität und Datenrate ist sehr gut (128 KBit/s AAC), die ID3-Tags wohl einwandfrei, es gibt Cover zum Runterladen und von allen Musikstücken kann man sich einen 30-sekündigen Ausschnitt anhören, und zwar ebenfalls in 128 KBit/s AAC, nicht in so einer schrottigen Qualität wie bei Amazon mit ihren schaurigen 20 KBit/s RealAudio-Schnipseln. Außerdem können gezielt einzelne Tracks aus einem Album gekauft werden, denn wer kennt das nicht: drei gute Titel auf einer CD, die restlichen zehn Tracks taugen nichts, aber man muss sie für 15 Euro trotzdem mitbezahlen. Oder Maxi-CDs: Ein Radio-Cut und i.d.R. selten brauchbare drei oder vier Remixes, die trotzdem alle für 5 Euro gekauft werden müssen. Der Preis bei Apple: 99 US-Cent je Song und 9,99 USD je Album. Das ist ausgesprochen fair. Nicht nur, dass es die Möglichkeit gibt, einzelne Songs eines Albums herauszupicken. Ein ganzes Album ist auch noch günstiger als im Laden. Gekaufte Tracks dürfen außerdem beliebig oft auf CD gebrannt und auf den iPod kopiert werden, weiterhin können sie in den anderen iApps verwendet werden, zum Beispiel für die Musikuntermalung in
iPhoto,
iMovie oder
iDVD.
Okay, wo ist der Haken?
Der Service ist bis auf weiteres nur in den USA verfügbar. Anders als bei
.mac können Europäer mit Kreditkarte und Englischkenntnissen den Dienst nicht nutzen, denn der Musikdienst setzt eine Rechnungsadresse in den Staaten voraus. Alle Nicht-US-Amerikaner können sich die 30-sekündigen Samples im Store anhören und natürlich auch die anderen neuen, sonstigen Funktionen von iTunes 4 nutzen, aber sie können keine Musikstücke online kaufen.
Sogar Windows-User (in den USA) haben es besser: Für sie soll der Service zum Jahresende ebenfalls zur Verfügung gestellt werden. Ob in die Dritthersteller-Software Musicmatch (damit werden die Windows-iPods ausgeliefert) entsprechende Funktionen eingebaut werden, oder ob es künftig auch von iTunes eine Windows-Version geben wird (wie bereits von Quicktime), ist unklar. Unklar ist auch, ob und wann der Musikservice auch außerhalb der USA angeboten wird.
Aus drei Gründen bin ich skeptisch, dass der iTunes Music Store jemals auch in Deutschland funktionieren wird:
- Apple kümmert sich, abgesehen von durchaus guten Übersetzungen, kaum um Lokalisierung.
Wir warten hier in Deutschland seit August 2002 auf deutsche Sherlock-Channels und seit Januar 2002 auf einen integrierten Bilderdruck- und Fotoalben-Service in iPhoto.
- Die fünf Major-Labels sind zwar auch hierzulande die fünf Major-Labels, aber trotzdem könnte es für Apple kompliziert sein, mit der hiesigen Plattenindustrie Verträge zu schließen. Es ist denkbar, dass hier für den selben Musiker XY andere Distributoren zuständig sind als in den USA, so wie z.B. die Kinofilme von New Line Cinema hierzulande bis vor einiger Zeit von Kinowelt vertrieben wurden. Und hey, wenn Apple es schon nicht fertig bringt, sich mit Kodak Deutschland auf eine deutsche Version des Printservices zu einigen…
- In Deutschland betreibt die Musikindustrie eine andere Politik als zum Beispiel in Großbritannien oder eben den USA. Während es außerhalb Deutschlands kaum CDs mit Kopierschutz gibt, sind hierzuland inzwischen sieben der aktuellen Top10-Alben mit einem Kopierschutz ausgestattet. Und ein Industrievertreter wie der Pressesprecher der deutschen Phonoverbände gibt offen zu, dass er sich nicht um den Red Book-Standard der CDDA schert.
Solche Befürchtungen kamen bereits mit den ersten Gerüchten um den neuen Service auf. Hoffen wir das Beste.
Keine zwei Stunden nach der Bekanntgabe des neuen Dienstes gab’s aber bereits eine Online-Petition. Von Online-Peitionen halte ich eher weniger, aber hier konnte ich es mir nicht verkneifen, mich einzutragen (#671).
Übrigens sind inzwischen die Werbespots für den neuen Musikservice sowie das Promo-Video mit Iann Robinson online, in dem auch Stars wie Bono von U2, Alanis Morissette oder Sheryl Crow zu Wort kommen. Wer sich die Keynote (Vorstellungsrede) von Steve Jobs ansehen möchte, wird aktuell auf stream.apple.akadns.net fündig. Ich seh’s mir Dienstag-Abend an, jetzt wird’s Zeit für’s Bett.
P.S.: Auf der US-Site prangt in der Hauptnavi nun ein Reiter »Music«, der den erst letztes Jahr eingeführten Reiter »Switch« ersetzt hat (dieser Punkt ist aber immerhin noch an zweiter Stelle in der Subnavi der Startseite zu finden).
Erschienen am Dienstag, 29.04.2003 @ 1:56
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Tags: Apple, Mac
Nachträge und weitere Informationen zu Apples Musikservice, der von Apple-Chef Steve Jobs wie immer in Sportschuhen, Blue Jeans und grauem Pullover
vorgestellt wurde. Motto:
»Rock and roll will never die. It is, however, being reborn.«
Gelegentlich ist zu lesen, dass der Musikservice ab 9. Mai auch in Deutschland verfügbar sein soll, aber das ist eine Falschinformation: Steve Jobs sagte auf der Keynote lediglich, dass die neuen iPods ab kommenden Freitag in den USA erhältlich sein sollen und eine Woche darauf auch international, und das ist der 9. Mai. Über die internationale Verfügbarkeit des Musikdienstes hat er gar nichts gesagt.
Wo ich gerade bei Richtigstellungen bin: Bei Spiegel-online erschien ebenfalls ein Artikel zu den gestrigen Ankündigungen, der aber durch zwei kapitale Fehler Zweifel an der Recherche aufkommen lässt: Apple hat vor einigen Monaten keinen Musikdienst angekündigt, Apple hat in dieser Richtung noch nie was verlauten lassen. Der zweite Punkt betrifft die Aussage, dass im Herbst eine Windows-Version von iTunes rauskommen soll. Auch das ist nicht richtig, sondern pure Spekulation. Es ist zwar denkbar, dass das passieren wird, aber genauso gut kann es sein, dass Musicmatch Jukebox entsprechend aufgewertet wird oder dass sich Apple was ganz anderes einfallen lässt, z.B. einen Browser-basierten Dienst. Es gibt hierzu schlicht keine Aussagen von Apple, nur, dass es den Musikdienst prinzipiell Ende des Jahres auch für Windows geben wird.
Gestern waren viele Mac-Sites unter dem Ansturm zusammengebrochen, auch reine Textticker funktionierten kaum. Apples eigener Stream kam auch nicht auf die Beine. Einige User berichteten in IRC-Channels von den Geschehnissen, Mac-TV.de gab einige Minuten nach Beginn der Keynote die URL eines Audiostreams auf seiner Website bekannt nachdem klar war, dass die Website mit dem Ansturm von mehreren tausend Nutzern überfordert war. Um 21 Uhr berappelte sich der Mac-TV-Server wieder, so dass noch eine Sondersendung durchgeführt werden konnte. Ungefähr ab der Hälfte der Keynote bekam ich via ICQ von Kai einen Link zu einem WindowsMedia-Stream von MSNBC, der aber relativ schlechte Bildqualität (aber immerhin ein Bild) und schlechte Audio-Qualität übertrug.
Jörn von Mac-TV erzählt in einem Artikel etwas über die Hintergründe und die Vorbereitungen zu diesem trubulenten Tag.
»Ein paar besonders schlaue Füchse haben unsere Stream-URL dann in alle Foren der Welt getragen — und dabei den eigenen Stream gefährdet. Wir freuen uns ja, wenn jemand mal für uns Werbung macht, aber bei SO einem Ansturm hätte man die Reklame vielleicht auf Deutschland beschränken sollen. Nur so als Tipp für die Zukunft.«
In einem weiteren Artikel bewertet Jörn das neue iTunes 4, ist allerdings mit der Bewertung »Von fünf maximal möglichen Sternen vergebe ich sechs.« aber IMHO etwas zu optimistisch. In zwei Dingen hat er jedoch Recht:
»Aber Apple wird hoffentlich einsehen, dass das Vorenthalten des Musikstores für europäische Anwender eine Nummer zu heftig ist. Auf die gelben Seiten in Sherlock ist ja sowieso kaum jemand scharf, also wollen wir ein Auge zudrücken. Aber den Musikdienst wollen wir haben. Deutschland ist nicht die Mongolei, und Musik ist sowieso international. Vermutlich gibt es lizenzrechtliche Vereinbarungen zu treffen.«
Wie gesagt, ich bin da skeptisch. Sicher, mit Sherlock kann Apple kein Geld verdienen, aber mit dem Bilderservice in iPhoto, den es nun bereits knapp anderthalb Jahre nur für US-Nutzer gibt. Und es wird wohl leichter für Apple DACH sein, sich nur mit Kodak DACH einigen zu müssen, statt mit den Labels, Sublabels, Distributoren und Künstlern hierzulande. Der andere Punkt, in dem ich Jörn Recht gebe ist jener:
»Die Erfindung eines "Partial Albums" kann getrost gestrichen werden. Dahinter verbirgt sich ein Album, auf dem der eine oder andere Titel fehlt. Abgleitet wurde das von den "Partial Books", bei denen immer wieder ein paar Seiten fehlen. Ebenfalls berühmt ist das "Partial OS", bei dem hier und da ein paar Millionen Zeilen Code fehlen (was aber dort normalerweise nicht auffällt). Die "Partial Albums" sind natürlich eine Restriktion der Plattenfirmen, warum auch immer. Die Plattenfirmen sollten von Apple lernen: Keine Zicken und Fisimatenten, einfach her mit den Songs und ein Preisschild drauf.«
Dass man nicht alle Songs einzeln kaufen kann, ist in der Tat nicht so gut; man bekommt sie nur, wenn man auch das ganze Album kauft. Entschuldigung, aber genau der Fakt, dass man das beim iTunes Music Store in der Regel nicht mehr machen muss, ist ja der Gag dabei, denn Alben, die man komplett durchhören kann, sind selten. Wer es sich selbst mal ansehen will gebe »time pink« in das Suchfeld des Stores ein. »Time« von Pink Floyd kann nur online erstehen, wer auch das ganze Album »Dark Side of the Moon« kauft. Das übrigens, entgegen der meisten Alben im Store, nicht 9,99 USD kostet, sondern 14,99 USD. Dabei ist es alles andere als taufrisch: Laut Muisc Store wurde es am 15. August 1984 veröffentlicht. Anderes Beispiel: Bei »Nine Inch Nails« fehlt das Album »Pretty Hate Machine«. Bonmot am Rande: Der Song »a warm place« vom Album »The Downward Spiral« ist als »explicit« (statt »clean«) gekennzeichnet, obwohl im ganzen Song kein Wort gesagt wird. :-) Muss wohl an der düsteren Grundstimmung liegen.
Bei meinen eigenen Streifzügen durch den Store stellte ich schnell fest, dass 200.000 Songs zwar viel sind, aber nicht alle: Bei manchen Künstlern gibt es nicht alle Alben, sondern nur einige wenige, andere Künstler fehlen ganz, so zum Beispiel natürlich solche, die bei deutschen Labels beheimatet sind, auch wenn sie englische Texte machen (Beispiel: »Fury in the Slaughterhouse«, »Café del Mar«-Compilations, »Terra del Sol«). Das wird sich sicher noch bessern. Manche Song-Samples liegen trotz AAC in 128 KBit/s (sicher?) in erstaunlich schlechter Qualität vor, so zum Beispiel die Stücke von Enya, die in 160 KBit7s mp3 auf meiner Platte besser klingen und wohl noch in 128 KBit/s mp3 runder sind als die dargebotenen Sampels. Ansonsten ist die Qualität durchweg gut und auch die Browse- und Suchfunktionen wissen zu begeistern.
Zum gestrigen Event gibt es bei macminute noch einige Bilder und Apple bietet die Keynote als Stream in sehr guter Bild- und Tonqualität an (Link via macrumors.com; MPEG4-Video, AAC-Audio in 44,1 kHz und 16 Bit Stereo, Auflösung bei mir 256×192 Pixel, 15 Frames, 500-700 KBit/s Datenrate).
Übrigens versuche ich seit gestern verzweifelt, Screenshots vom neuen iTunes 4 zu machen, aber Snapz Pro verweigert sich mir. Egal, wer sich iTunes ansehen will, wird bei den Macminute-Fotos von der Keynote, auf Apples Produktseite und in der PR-Sektion fündig. Macminutes Fotos bzw. Apples Stream sollten in Powerpoint-Schulungen zum Pflichtprogramm gehören: So sieht eine Präsentation aus: Einfache und klare Folien, ohne Firelfanz, Logos in der Ecke oder 90er Jahre Cliparts.
Steven Frank (von Panic) hat in seinem Weblog noch einige Erfahrungen zum neuen Musikdienst zusammengetragen (z.B. zum DRM). Er fasst auch nochmal gut die Argumente pro 99 ¢ und contra Tauschbörsen zusammen (gibt im Prinzip das wider, was Steve Jobs gesagt hat):
»"Gee, 99 cents or free, tough choice!" This is a silly thing to say. Legal and ethical issues notwithstanding, as Steve suggested in his keynote, what you don’t pay in money you pay in time — trying to find the track you want on a p2p network that is (A) intact, (B) not a decoy, (C) on a fast-enough connection, (D) a high quality encode… [Steve Jobs: »A lot of these songs are encoded by seven-year olds and they don't do a great job...«] it all consumes quite a bit of time. Time = money. There is no such thing as a free lunch.«
In Etans Weblog und bei /. gibt es noch weitere Spekulationen zum von Apple verwendeten DRM-Mechanismus.
Ein MacNN-Artikel beschreibt, wie iTunes 4 auch über das Internet Musik streamen kann, nicht nur im lokalen Netzwerk. Der Empfänger braucht allerdings auch iTunes 4 und es funktioniert wegen des DRM nur mit mp3- oder selbst gerippten m4a-Dateien ohne DRM. Übrigens wird beim Streamen nicht die Musik übertragen, die ich gerade höre. Sender und Empfänger können gleichzeitig unterschiedliche Musik hören.
In Apples eigener Knowledge-Base gibt’s natürlich auch noch einige Infos:
Es gibt noch weitere Dokumente in der KB, ich habe nur einige herausgepickt, die vielleicht von allgemeinerem Interesse sind und weniger solche, die spezielle Probleme beschreiben.
Geht die iTunes-Musikbibliothek aus irgendeinem Grund den Bach runter, sind auch alle gekauften Songs weg und man muss sie neu kaufen. Geht für mich in Ordnung, denn ist das gleiche, wie wenn meine CD-Medien zerstört werden, dann bekomme ich auch keinen Ersatz. Außerdem scheint das zu bedeuten, dass bei Apple nicht gespeichert wird, wer welche Musik gekauft hat, und das ist gut.
Letzter Link für heute zu diesem Thema: Heise-Meldung Virgin: Hohe Preise sind schuld am Umsatzrückgang der Musikbranche
Erschienen am Dienstag, 29.04.2003 @ 19:15
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Tags: Apple, Mac
Mittwoch, 30.04.2003
Die heutige Linksammlung zu Apples Musikservice.
DRM-Roundup:
macrumors.com:
iTunes Music Store Digital Rights Summary
ntony.net:
Closing in on Apple’s DRM
TooMuchSexy.org:
Apple’s DRM
Schmankerl:
whatdoiknow.org:
How to Link to Items in the iTunes Store
Irgendwo beim Surfen bin ich auch über Vermutungen zur von Apple im Music Store eingesetzten Hypertext-Sprache gestolpert (ob’s HTML sei oder nicht), aber den Link finde ich leider nicht mehr. Falls ihn jemand hat, bitte als Kommentar posten, danke.
Weitere Einträge allgemeiner Natur in Weblogs zu iTunes 4:
NSLog();
Tits & Wits
Carpe Aqua»I am glad my brother doesn’t have a Mac, because I can just see him one-clicking himself into debt so fast :)«
Erschienen am Mittwoch, 30.04.2003 @ 20:10
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Tags: Apple, Mac
Mein Tag hat nur 24 Stunden, daher in loser Reihenfolge weitere Links:
Wie man fachgerecht Bilder verkleinert… bzw. die eigentliche Anleitung auf
whocares.de
cssbook.com, die Companion-Site zum Buch
Designing CSS Web Pages
Newsweek Special zum neuen Matrix-Film. So ein Shit das ich das erst heute Abend erfahre, denn heute war ich in Nürnberg und hätte im Hauptbahnhof bei der
Internationalen Presse die Newsweek kaufen können. Hmm, aber ich bin am Samstag ja in München, da mal schauen. Oder ist das sogar schon eine ältere Ausgabe?
Moby in
Rolling Stone über den iPod: »In two years, it has changed how we listen to music.«
Beobachtungen zur Kleidung klassischer Jazzer (Link von
koewi.log, dorthin gekommen
von IT&W aus)
Größenvergleiche von Raumschiffen (via
Kniebes)
»
Wibbelnder Feuerteufel«, eine Spiegel-Kritik von Marianne Wellershoff zur gestrigen »Lesen!«-Sendung, bei der Harald Schmidt zu Gast war (ich habe noch keine Zeit gefunden, sie mir anzusehen).
eBay-Gag:
Gitarre zu verkaufen
Kurze Einführung zu »adjacent sibling selectors« (CSS2) von Jeffrey Zeldman.
Nachtrag (02.05.03):Zeldman
schrieb gestern nochmals zu den CSS-Rules:
»Rules-based design accepts that there is no perfect viewing environment. Its goal is to create good presentations across differently enabled environments.«
Erschienen am Mittwoch, 30.04.2003 @ 22:28
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Tags: Sonstiges
Donnerstag, 01.05.2003
Am Dienstag holte ich das von letzter Woche verschobene Essen mit Klaus in der Mensa nach.
So ein Uni-Campus mittags um 12 ist schon beeindruckend: Lauter junge Leute. Wir trafen uns auf dem roten Platz vor der Mensa Süd der TechFak, mit 852 Sitzplätzen die zweitgrößte
Mensa der Uni Erlangen. Die Essensausgabe ist etwas größer dimensioniert als im
Versorgungszentrum des Uni-Klinikums, das ich noch aus meiner Zivizeit kenne. Bei beiden muss man sich an der jeweiligen Essensausgabe anstellen, die für das gewünschte Gericht zuständig ist. Devise bei den Studenten der TechFak: Bei der längsten Schlange gibt es wahrscheinlich das beste Gericht (die Anzeigetafel war an dem Tag ausgefallen). Die Gyros-Schlange wickelte sich zweimal im Haus, vom Erdgeschoss in den ersten Stock. Klaus wies mich ein:
»Du brauchst einen Löffel. Wenn Du zum Essen einen Löffel brauchst, dann brauchst Du zwei Löffel.«
Ich war auf alles gefasst und nahm trotz Gyros einen Löffel mit. Wenig später war klar, weswegen: Die Tabletts, die nur noch in der Mensa Süd als Fressnäpfe ausgeführt sind (das essen wird direkt in Vertiefungen auf dem Tablett geladen), sind alle uneben. Um einigermaßen vernünftig essen zu können und nicht mit einem ständig wackelnden Tablett kämpfen zu müssen, schiebt man den Löffel an der höher gelegenen Seite unter das Tablett, um es zu stabilisieren.
Das Gyros? Ja, das »Gyros« konnte zwar mit keinem Griechen dieses Erdenrunds mithalten, aber es machte dann doch satt. Ich wusste allerdings teilweise nicht, ob ich noch Fleisch oder nur Panade aß.
Abschließend sah ich mir noch einige Meter der Pinnwände im Foyer an, aber aus Stellensucher-Sicht war das kein besonders ergiebiges Unterfangen: Überwiegend hingen Wohnungsgesuche aus und es gab einige Angebote für Diplomanden oder Jobs am unteren Ende der Hackordnung (Call-Center). Abgesehen davon erwiesen sich die Stellwände auch als redundant: An jeder Pinnwand fanden sich die gleichen Zettel wieder.
Um 13 Uhr radelte ich weiter in die Innenstadt. Mein Hautarzt hat zweimal die Woche offene Sprechstunde, das heißt, man kann ihn oder seine Frau, die auch Dermatologin ist, ohne Termin sprechen. Eine Terminsprechstunde gibt es nicht. Der Andrang ist riesig: Wer um 14 Uhr, dem offiziellen Beginn, erscheint, bekommt von den Sprechstundenhilfen gesagt, man möge in drei Stunden nochmal kommen. Man tut also gut daran, sich nach Möglichkeit bereits eine Stunde vor der ausgeschriebenen Sprechstunde aufzustellen. Ich hatte Glück: Obwohl ich erst um 13:15 ankam, warteten nur drei Leute vor mir. »Innen« ging es dann auch relativ schnell (drei Leute eben). Warum erzähle ich das? Weil es sich lohnt, so lange zu warten, denn mein Hautarzt ist der beste in der Region. Neue Patienten werden nicht mehr aufgenommen, die Wartelisten sind voll.
Der Haarausfall hat sich wohl erledigt. Es war recht mühsam, wochenlang zweimal die Woche zur Bestrahlung zu müssen, aber die Haare sind nachgewachsen.
Erschienen am Donnerstag, 01.05.2003 @ 0:45
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Tags: Leben
Becker: Morgen. Schön Euch zu sehen.
Bob: Oh, das ist aber nett, Becker.
Becker: Ich sprech’ mit meinen Zigaretten.
Erschienen am Donnerstag, 01.05.2003 @ 2:49
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Tags: film, Film-und-Fernsehen
Auch heute (Mittwoch) wieder den ganzen Tag auf Achse.
Der Tag war relativ kurz, da ich mich erst um 12 Uhr mittags aus dem Bett schälte. Nicht, dass ich das Bett gestern zu spät aufgesucht hätte, ich habe nur zu lange geschlafen. Außerdem musste ich noch einen Traum zu Ende träumen: Mir geht das manchmal so, dass mich die Wirklichkeit wieder ins Leben und den wachen Zustand zurückrufen will, aber dass die Geschichte in meinem Traum einfach noch nicht zu Ende erzählt ist. Im schlaf schaffe ich es dann, mich innerlich nochmal umzudrehen und weiter zu träumen. Es ging darum, dass ich mit meiner Mutter in einem Baumarkt Regenschirme für eine Hochzeit gekauft habe. Völlig wirres Zeug. Gut, dass ich mich nicht an mehr als den Schluss erinnern kann.
:-)
Raus aus den Federn, ich hatte für heute ein Treffen mit Markus vereinbart — ein früherer Bankkollege –, das ich schon zweimal schieben musste. Beim Aufstehen hörte ich von draußen bereits, dass es nass war: Autoreifen auf einer nassen Straße hören sich eben ganz anders an als auf einer Trockenen. Nach dem Waschen und Anziehen zog ich die Jallouise hoch und stellte fest, dass es wohl geregnet hatte, es jetzt aber nur noch »zugezogen« war und der Regen mittlerweile aufhörte. Hätte es noch geregnet, wäre ich mit dem Rad nur die zwei Kilometer nach Vach runtergefahren um von dort mit dem Bus nach Fürth zu fahren. Aber meine präferierte Strecke war mit dem Rad die zehn Kilometer nach Erlangen, von dort mit dem Zug bis Fürth, um auf dem Rückweg in Erlangen noch einige Dinge erledigen zu können. Gesagt, getan. Ich kam knapp zehn Minuten vor Abfahrt des Bummelzugs am Bahnhof an und entschied mich an einem Automaten gegen das Tagesticket für Erlangen-Nürnberg (8 Euro) und für die 10er Streifenkarte (7,50 Euro). Ich stempelte drei Streifen für die Fahrt bis Fürth und ging auf’s Gleis. Im Zug las ich einige Ausdrucke von Websites: Spiegel, Heise. 14 Uhr, Ankunft in Fürth und bei meinem Kollegen begann die Mittagspause. Wir trafen uns vor der Bank und gingen Richtung Rathaus, um dort Döner bzw. Lahmacun zu essen. Wir unterhielten uns gut und zurück in der Filiale zeigte ich ihm noch meinen
iPod, den er noch nie live gesehen hatte, und deswegen von der Kompaktheit des Geräts angenehm überrascht war. Außerdem gab ich ihm seine Klettervideos zurück und
davon erstellte DVDs.
14:50, ich fuhr vom Fürther Hauptbahnhof mit der
U-Bahn weiter Richtung Nürnberg (2 Streifen). Wenn ich schon mal in der Gegend bin, muss ich natürlich auch einen Abstecher beim weltbesten Dönermann machen, »Ballerina-Döner« am Rathenauplatz. Mit der U1 vom Fürther Hbf bis zum Plärrer, dort umgestiegen in die U2, die über den Nürnberger Hbf zum Rathenauplatz fuhr. Am Rückweg vergaß ich glatt, erneut zu stempeln. Erwähnte ich bereits, dass Streifenkarten nerven wie die Seuche? Aber nix passiert, bis zum Nürnberger Hauptbahnhof zurück waren es nur zwei U-Bahn-Stationen, dort stempelte ich die gleichen vier Streifen für die Rückfahrt per Zug nach Erlangen ab, die ich auch am Rathenauplatz gestempelt hätte. Hmm, ich muss nochmal durchrechnen, ob sich für München nicht eine Jahreskarte nur für die zwei inneren Ringe lohnen würde (337 Euro). Damit käme man vom Schön-Wetter-Griechen im Westen (Laimer Platz) bis zum Schlecht-Wetter-Griechen im Osten (Prinzregentenplatz). Im Süden von der Endstation der U1 bis zum Olympiazentrum im Norden. Für den dritten Ring täte es dann die Netzkarte der Bahn (für die S-Bahn).
Zurück zu Nürnberg/Erlangen. Der Zug fuhr um 15:50. Zurück in Erlangen, Geld abheben. Kurios: Im neuen, noblen Schlosscafé gibt es doch tatsächlich ein Fenster, an dem Döner feilgeboten wird. Muss ich beim nächsten Mal testen. Nach der Apotheke neben dem Schlosscafé weiter zur Änderungsschneiderei, um meine beiden — vor einer Woche in Auftrag gegebenen — Jeans abzuholen. Die Ausbesserung für beide kostete 18,40 Euro. Da ich nicht gerade ein hagerer Typ bin und zudem viel Rad fahre, scheuern sich meine Hosen schnell durch; keine von meinen Bank-tauglichen Hosen erlebte während meines Jobs in der Bank ihren ersten Geburtstag, so dass ich zum Schluss (ab 2002) auch in der Bank auf beige oder schwarze Jeans aus feinem Stoff umstieg, da die langlebiger zu sein schienen. Aber falls jemals das Bedürfnis besteht, dem Spiel
Stein-Papier-Schere eine neue Note zu geben, wird »Sattel« in jedem Fall »Jeans« schlagen. Ich weiß nicht, wie die Damen bei der Änderungsschneiderei das hinbekommen haben, aber die Risse im Schritt sind geflickt. Einen Sommer werden beide Hosen noch überstehen, aber dann werden wohl neue fällig sein.
Letzter Punkt auf meinem Notizzettel: Matte. Über’s Wochenende werde ich wieder drei Übernachtungen bei Holger und Stefie verbringen (SA auf SO, SO auf MO und MO auf DI). Bei meinem ersten Besuch letzten Sommer konnte ich noch auf einer am Boden liegenden Matratze schlafen, aber bis zum darauf folgenden Besuch im Februar (
1,
2) verschwand die im Keller und wir waren zu faul, sie von dort ohne Aufzug in den fünften Stock zu tragen. In der ersten Nacht schlief ich auf einer handelsüblichen Isomatte. In der zweiten Nacht schlug ich den dicken Teppich um, legte noch zwei Decken aus dem Keller und die Isomatte darauf, aber der harte Parkett-/Laminatboden war immer noch zu spüren. Bei meinem nächsten Besuch am kommenden Wochenende werde ich mit Klaus und Steffi im Auto nach München fahren, denn am Samstag-Abend ist in Matthias’ neuem Büro Einweihungsfeier. Klaus und Steffi werden ebenfalls eine Übernachtung bei Holger und Stefie einlegen. Am
Dienstag unterhielten Klaus und ich uns in der Mensa auch über’s bevorstehende Wochenende und über Schlafmöglichkeiten unter Holgers Tischplatte (bei fünf Leuten muss man ein bisschen improvisieren). Klaus ist seit einigen Jahren begeisterter
Höhlengänger und hat entsprechende Erfahrung mit Outdoor-Equipment (Achtung, lauer Gag: oder besser »Indoor«?). Wie man sich bettet, so liegt man, und so gibt es mittlerweile auf dem Gebiet der Liegematten einige beachtliche Fortschritte, die spurlos an mir vorübergegangen sind. Das ist so ähnlich, wie wenn mich freundliche Bus-/Autofahrer und Passanten manchmal darauf hinweisen, dass an meinem abgestellten Rad das Rücklicht noch brennt und sie dabei annehmen, es handele sich um ein Batterie-betriebenes Standlicht. Seit einigen Jahren (mindestens seit 1998, als ich mein neues Rad nach zehn Jahren altem Rad gekauft habe) gibt es Rück- und sogar Vorderstrahler, die nicht nur während des Tretens vom Dynamo gespeist werden, sondern bei denen während der Fahrt noch eine kleine Akkuzelle aufgeladen wird. Die "neuen" Wunder-Liegematten heißen »Therm-a-Rest« und wurden 1971 von
Cascade Designs aus Seattle erfunden (siehe auch
albatrosoutdoor.de). Sie ist eine Mischung aus Luftmatratze und Isomatte: Zusammengerollt so kompakt wie eine Isomatte, ausgerollt so komfortabel wie eine Luftmatratze. Bonusmaterial: Das Ding bläst sich auch noch selbst auf, so dass man sich nicht eine 1/4 Stunde lang die Lunge aus dem Leib blasen muss wie bei einer herkömmlichen 10-Euro-Luftmatratze aus dem Baumarkt (gleich neben den Regenschirmen). Womit wir schon beim Nachteil dieser Spezial-Liegematten sind: Sie sind schweineteuer. Klaus hat für seinen Metzler-Nachbau um die 60 Euro gezahlt und die Dimensionen über alles sind 190×65x3 Zentimeter. Ich wusste, bevor das Wochenende näher rückt muss ich noch so eine Matte kaufen, um mir meinen Rücken nicht auf Holgers Laminat zu ruinieren. Am Dienstag klappte es mit einer Demonstration seiner Matte bei ihm leider nicht mehr. Diesen Mittwoch wollte ich die Gelgenheit in der Stadt nutzen, um einige Outdoor-Läden in Erlangen abzuklappern: Alpinist & Globetrotter, Avalanche, Rotpunkt Sport. Zufällig habe ich erst vor ein paar Tagen auf der Homepage von
Ortlieb gesehen, dass Ortlieb seit 2003 eben solche
selbstaufblasenden Liegematten im Sortiment hat. Auf der
Newsseite heißt es:
»Wer sich gern warm, trocken und rutschfest bettet, kommt künftig an der neuen, selbstaufblasenden ORTLIEB-Liegematte nicht vorbei.
Extrem abriebfestes, durchstoßsicheres und wasserdichtes Gewebe ermöglichen das Nächtigen und Ausruhen auch auf rauhen, nassen Böden und dank der außerordentlich rutschhemmenden Oberflächen wacht man auch dort wieder auf, wo man sich zur Ruhe gelegt hat.«
Wenn es ein Produkt auch von Ortlieb gibt, kaufe ich bei Ortlieb, auch wenn das Original von einer anderen Firma kommt. Vor zehn Jahren bin ich durch Rainer auf die Firma gestoßen und seit fünf Jahren selbst begeisterter Nutzer. Ortlieb stellt Produkte her, die wasserdicht sind: Fahrrad- und Motorradtaschen, Rucksäcke, Fahrradkuriertaschen (dem Verkehr in der Stadt nach zu urteilen, sind sie da Marktführer) und anderes mehr. Sicher, es gibt auch andere Hersteller, aber Ortlieb sind die Erfinder von wasserdichten Taschen, mit dem bekannten Rollverschluss und seit einigen Jahren auch mit dem wasserdichten Reißverschluss. Nachdem mir vor ein paar Jahren wiederholt Zeitschriften in einem normalen Schüler-Rucksack durchgeweicht sind (bei Sonnenschein losgeradelt, im Platzregen heim), kaufte ich mir einen Rucksack von Ortlieb, seitdem habe ich nie wieder solche Probleme gehabt. Mit Ortlieb-Taschen kann man tatsächlich auch tauchen gehen. Der Rucksack war teuer: damals 250 Mark (130 Euro).
Bei Rotpunkt Sport gab es nur die Matten von Cascade Designs. Wenn man relativ groß ist, so wie ich mit 186 Zentimetern, braucht man zwangsläufig auch eine größere Matte als jemand, der etwas kompakter gebaut ist. Die normalen Matten sind 183 cm lang und kosten 60 bis 80 Euro; größere Matten mit 190, 195 oder 200 cm kosten gleich über 100 Euro. Ich dankte und fuhr zwei Blocks weiter zum Alpinisten. Auch Therm-a-Rest, aber auch Ortlieb! Problem auch hier: Bei einer vernünftig großen Liegefläche bleibt einem nichts anderes übrig, als zum größten Modell von Ortlieb zu greifen (195×60x5 cm), das »Premium« heißt und auch einen Premium-Preis hat: 109 Euro. Die nächstkleineren Matten sind bei Ortlieb alle 184 cm lang und 52 cm breit und unterscheiden sich nur in der Dicke (2,5 cm für 70 € UVP; 3,8 cm für 75 € und 5 cm für 100 €). Nachdem ich dem Verkäufer erzählte, dass ich mich im Matten-Business überhaupt nicht auskenne und erst noch bei einem Freund testliegen wolle, schlug er vor mir bis Freitag die große Matte zurückzulegen. Er hat von Ortlieb nur zwei geliefert bekommen und derzeit gibt es einen Lieferengpass. Ich willigte ein, verabschiedete mich und fuhr weiter zum Neuen Markt, um im Horten-Supermarkt einen Schluck zu trinken zu kaufen. Mein neuer Favorit ist »Bonaqa sportswater citrus«, das, anders als das normale Bonaqa, das mehr aus Kohlensäure als aus Wasser besteht, ein totes Wasser ist und von daher nicht so explosiv. Statt des fehlenden Gases gibt es aber einen Hauch Zitronengeschmack — sehr gut. Mit 99 ¢ für einen 3/4 Liter nicht ganz billig (oder was kostet ein Kasten 3/4-Literflaschen normalerweise?), aber dafür pfandfrei. 17 Uhr, Telefonat mit Klaus. Zurück zum Laden, nach der Öffnungszeit gefragt. Bis halb sieben. 20 Minuten später klingele ich an Klaus’ Wohnungstür und er demonstriert mir seine Matte, die von den Maßen genau zwischen den beiden Ortliebs ist, die bereits erwähnten 190×65x3 Zentimeter. Erstens: Es liegt sich sensationell gut! Wenn es vorhin noch einen Moment des Zweifels gab, ob 110 oder auch nur 75 Euro für eine bessere Luftmatratze nicht etwas viel sind: forget it! Und selbst wenn ich sie nur einmal benutzen würde (und ich habe mehrere Einsätze vor), dieses Geld ist sie ohne jeden Zweifel wert. Zweitens: Kleiner dürfte sie nicht sein. Damit war die Entscheidung klar: Es muss die »Premium« sein. Um 17:45 fuhr ich wieder zurück und kaufte sie um 18 Uhr. Tüte? Nein, quatsch, die Matte klemme ich auf den Gepäckträger. Ich hätte heute Mittag um 13 Uhr nicht gedacht, dass ich so lange unterwegs sein würde und fuhr deswegen nur im T-Shirt los (keine Angst, eine Hose habe ich nicht erst in der Änderungsschneiderei angezogen). Inzwischen hatte es sich merklich abgekühlt und der Himmel war nun schwarz; Regen stand jeden Moment bevor. Es fing erst auf halber Strecke zwischen Kriegenbrunn und Hüttendorf an, 500 Meter vor der Haustür. Glück gehabt.
Abendprogramm: Surfen, lesen, schreiben, Stargate, lesen, schreiben, Schmidt-Show, schreiben, Becker, schreiben, schreiben.
Nachtrag (03:15 Uhr): Kurioses an der Fürther Freiheit: Ein Ziehharmonika-Spieler, sitzt auf einem Hocker. Auf seiner Schulter die Hinterbeine eines wuscheligen Hundes im Dackelformat. Die Vorderbeine des Hundes stehen auf der Ziehharmonika. Durch das Spiel gerät auch das Gerät leicht ins Wippen (wenn auch die passive Seite) und der Hund hält das Gleichgewicht, wie er so auf der Ziehharmonika und der Schulter des Mannes steht. Göttlich.
Erschienen am Donnerstag, 01.05.2003 @ 2:49
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Tags: Leben
Becker: Oh, es überrascht mich, dass Sie gekommen sind.
Patient: Mich überrascht es, dass Sie Arzt sind. Ich dachte Ihr Beruf ist es, mich zu quälen.
Becker: Nein, das ist nur mein Hobby.
Erschienen am Donnerstag, 01.05.2003 @ 3:35
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Tags: film, Film-und-Fernsehen

Nachdem das weltbeste Screenshot-Tool
Snapz nicht so wollte wie von mir gewünscht, und sich bei Screenshots mit iTunes 4 im Vordergrund verweigerte, habe ich meine Bildschirmfotos mit der im System eingebauten Capture-Funktion geschossen (Apfel+Shift+3 bzw. +4).
Also, was ich noch zeigen wollte ist die neue Suchfunktion von iTunes. Sowohl in der eigenen Bibliothek und den Wiedergabelisten, als auch im Shop stehen die selben Optionen zur Verfügung, wenn man auf die Lupe klickt (siehe Bild oben links): Alle, Interpreten, Alben, Komponisten, Titel.
Ich sprach davon, dass es kinderleicht ist, mit iTunes 4 Musik zwischen zwei Macs zu streamen. Tatsächlich genügt es, »Nach gemeinsam genutzer Musik [zu] suchen«, um Musikstreams von anderen Macs im lokalen Netz zu empfangen. Um selbst als Sender zu fungieren, muss nur die Option »Meine Musik gemeinsam nutzen« aktiviert werden. Der Windows-Way wäre vermutlich ein dreifach verschachtelter Dialog mit zwei Dutzend Einstellmöglichkeiten. So sieht der Mac-Way aus:

Hier noch ein Screenshot des gesamten iTunes-Fensters mit der Startseite des Music Stores im Vordergrund (Bild anklicken, um eine größere Version zu laden):

Zuletzt einige weitere Fotos des Stores in Action (auch hier: Anklicken für größere Versionen):
 | So sieht es aus, wenn man durch den Store browst. Die Funktion wird über den »Übersicht«-Knopf oben rechts aufgerufen, anschließend hangelt man sich von links nach rechts erst durch die Genres, dann die Interpreten und am Schluss die Alben. Statt eines Albums kann man auch »Alle« auswählen, um sich sämtliche Titel eines Künstlers im Store anzeigen zu lassen; bei Sting sind es derzeit 131 Stücke. |
 | Dies ist die Ansicht die erscheint, wenn man nach dem Browsen oder nach einer Suche auf den Pfeil neben dem Namen des Künstlers geklickt hat. Sting ist einer von zwanzig »gefeatureten« Interpreten im Music Store und bekommt deswegen eine spezielle Seite. |
 | Hier die Seite eines »normalen«, nicht von Apple gefeaturten Interpreten. Durch Anklicken eines Albumfotos im Store kann man sich die einzelnen Tracks ansehen. |
 | So sieht’s dann aus, wenn man ein Albumcover angeklickt hat. Durch einen Klick auf »Buy Album« kann ein ganzes Album mit nur einem Mausklick gekauft werden. Die Songs werden dann sofort in die iTunes-Bibliothek auf die lokale Festplatte übertragen und erscheinen in einer Playlist »Purchased Music«. Einzelne Songs können ebenfalls per Klick auf »Buy Song« unkompliziert gekauft werden. Falls man das Einkaufswagen-Modell vorzieht, kann man eine entsprechende Einstellung in den iTunes-Preferences tätigen und alle Songs/Alben werden zunächst zu einem Einkaufswagen hinzugefügt und nicht sofort gekauft. Wie überall im Store gilt: Doppelklick auf einen Songnamen und die 30-sekündige Preview wird geladen.
Man beachte ganz oben auch die »Breadcrumbs«, die anzeigen, wo man sich aktuell im Store befindet (»Home > Rock > Sting > …All This Time (Live)«). Ein Klick darauf führt schnell wieder eine oder mehrere Ebenen höher, z.B. zurück zum Interpreten (hier: Sting) oder zurück zur Startseite des Stores. Links daneben sind die von Webbrowsern bekannten Vor-/Zurück-Buttons. |
 | Hier ein Beispiel für das Ergebnis einer Suche. Die Treffer werden nach Relevanz sortiert, sie können aber auch durch Klick auf eine der anderen Spaltenüberschriften (»Titelname«, »Dauer«…) sortiert werden. In dem Beispiel habe ich die Suche nicht eingeschränkt, sondern nach allem suchen lassen, worin der Suchbegriff »Sting« auftaucht, weswegen hier auch Titel von den Scorpions erscheinen (wegen des »Sting« im Titelnamen). Die Ausgabeseite der Ergebnisse wird auf 100 Treffer beschränkt. Um nicht in einer Flut von Treffern zu versinken, lässt sich die Suche mit mehreren Stichwörtern eingrenzen. »sting scorpions six« liefert nur »Six String Sting« von den Scorpions vom 1997er Album »World Wide Live (Remastered)«. Der Store ist sehr schnell: Es dauert nur ein bis zwei Sekunden, bis nach einer Suchanfrage die Ergebnisliste präsentiert wird (ich habe hier eine 1 MBit/s-Leitung). |
Das Schöne am Music Store ist auch, dass er unaufdringlich ist: Es gibt keine nervenden Pop-ups und keine Werbeeinblendungen. Just Music.
Erschienen am Donnerstag, 01.05.2003 @ 15:26
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Tags: Apple, Mac
Freitag, 02.05.2003
Gerüchten zufolge soll der Hamburger Royal mit Käse demnächst wieder sein Comeback im Standardprogramm feiern.
Oh ja…
Nachtrag (21:40 Uhr): Den Royal gibt es bereits wieder, im Rahmen der McDeal-Aktion für 1,99. Das musste ich heute natürlich gleich zelebrieren.
Erschienen am Freitag, 02.05.2003 @ 6:35
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Tags: Sonstiges
Mich irritiert, dass die Telekolleg-Sendungen für das Fach
Volkswirtschaftslehre »<it>-Kompaktkurs« heißen.
Warum nennt man sie nicht auch einfach analog zu »Telekolleg Deutsch« oder »Telekolleg Biologie« »Telekolleg VWL«? »it« für VWL ist dämlich, erst Recht im HTML-Tag-Style mit spitzen Klammern, denn damit hat VWL
gar nichts zu tun.
Erschienen am Freitag, 02.05.2003 @ 15:05
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Tags: Telekolleg
Macrumors bezieht sich in einem
Bericht auf Billboard, wonach in den ersten 18 Stunden bereits 275.000 Songs im iTunes Music Store gekauft wurden.
Die neuen iPods (Rev. C) werden nicht mit der Firmware 1.3 ausgeliefert, sondern mit der Software 2.0 (Quelle:
Apple. Die 1.3 ermöglicht es den Revision A- und B-iPods lediglich, AAC-Dateien abzuspielen, sowohl selbst gerippte (m4a) als auch geschützte aus dem Store (m4p). Die neuen Funktionen wie On-the-Go-Playlists und Menüumstrukturierung bleiben den neuen iPods mit Firmware 2.0 vorbehalten.
In dem kürzlich bereits verlinkten
TIME-Interview sagte Steve Jobs, dass ihnen kleinere Labels bereits die Bude einrennen und daher in Kürze auch mit Werken von Künstlern anderer Labels zu rechnen ist.
Beim Maverick-Label (u.a. Alanis Morissette)
soll es technische Probleme gegeben haben, aber noch kommende Woche sollen 90% aus deren Katalog im Store verfügbar sein.
Bezüglich der internationalen Verfügbarkeit hieß es in einem
Wired-Artikel:
»The labels’ Byzantine licensing process is preventing Apple from offering more songs from more artists, and from bringing the store to international users. Most tracks have to be cleared by a different licensing authority for each country.«
[Was ist mit »byzantinischem Lizenzierungsprozess« gemeint? Irgendeine Redewendung im Zusammenhang mit Byzanz, die ich nicht kenne?]
Bei John Gruber kann ich zwei Artikel empfehlen:
»Et Tu iTunes? «Darin, für Windows-User interessant: Einer der Gründe, weswegen die Bedienung von Mac OS im Vergleich zu Windows leichter von der Hand geht: Bei Mac OS gibt es kein click-through. Was das ist? Artikel lesen. Safari ist derzeit leider eine Ausnahme dieses Prinzips (und bei Browsern habe ich dieses Feature schätzen gelernt).
In »More iTunes Minutiae« gibt es einen Nachtrag von John zu seinem gestrigen Text.
Erschienen am Freitag, 02.05.2003 @ 23:32
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Tags: Apple, Mac
Morgen früh ist wieder Kollegtag, der erste im dritten Trimester. Einen Stundenplan gibt’s noch nicht, deswegen geht’s auch für mich um 8 Uhr los und ich lasse mich überraschen.
Anschließend wieder nach Hause, aber nur auf einen Sprung: Sachen noch gar zusammenpacken, und dann geht’s mit Klaus und Steffi nach München. Am Abend Einweihungsparty von Matthias’ neuem Büro. Übernachten bei Holger und Stefie und ein gemeinsamer Sonntag zu fünft. Montag um 14 Uhr geht’s mit dem ersten Tag an der SAE los. Dienstag ebenfalls um 14 Uhr und Dienstag-Abend per Zug wieder nach Hause.
Sofern sich Zeit findet, werde ich aus München berichten, wahrscheinlich aber erst am Montag.
Erschienen am Freitag, 02.05.2003 @ 23:54
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Tags: Leben
Sonntag, 04.05.2003
Gin Tonic, Cosmo, Pina Colada, Cosmo…
Erschienen am Sonntag, 04.05.2003 @ 0:04
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Tags: Leben
Montag, 05.05.2003
Kurzer Bericht vom Kollegtag letzten Samstag.
Von anfangs knapp 40 Leuten sind nun noch 21 übrig geblieben. Erster Stunde: Englisch. Darauf folgte Deutsch mit einigen organisatorischen Dingen, kurzer Besprechung des Stundenplans für dieses Trimester und dann der Einführung in die Literatur: Redeweisen, Erzählsituationen und das Zeitgerüst. Anschließend gab es für mich erstmal zwei Freistunden: Mathe und Physik. Um 11:30 ging’s weiter mit der ersten Doppelstunde Informatik: Einige einleitenden Worte, zwei Arbeitsblätter zu Excel (wo befindet sich die Menüleiste, was sind wichtige Elemente z.B. die Zeilen, Spalten und Zellen…) und dann ging’s los mit drei kleinen, einfacheren Tabellen. Für mich war’s eher langweilig.
:-) In der nächsten Stunde befassen wir uns mit Wenn-Dann-Sonst: IMHO ein gutes Feature, mit dem man viel anfangen kann, aber auch nicht neu für mich). Nach sechs Stunden war’s das für diesen Samstag, um 13 Uhr war die Schule vorbei. Der nächste Kollegtag ist in zwei Wochen.
Erschienen am Montag, 05.05.2003 @ 11:08
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Tags: Telekolleg
Mittwoch, 07.05.2003
Am vergangenen Wochenende war ich in München: Am
Samstag Einweihungsfeier bei Matthias, am
Sonntag ausspannen, am
Montag mein erster Schultag in der SAE, am
Dienstag der zweite und Heimreise.
Dieser Eintrag erzählt vom
Samstag.
Nach dem
Kollegtag fuhr ich mit dem Bus wieder nach Vach und radelte von dort zehn Minuten nach Hause (der Heimweg dauert doppelt so lang, da es einen fiesen Berg hinauf geht). Ich rief Klaus an und prognostizierte ihm, dass ich wohl noch eine Stunde brauchen würde, bis 15 Uhr, bis ich mit Packen fertig sei. So kann man sich täuschen: Ich war bis 15:30 noch mit dem iBook und meinem Power Mac befasst, da ich das iBook nun doch nach München mitnehmen werden. Holgers Powerbook ist in Reparatur und er muss im Büro am PC arbeiten, den ich sonst benutzt hätte. Vom iBook musste ich die Dateien von meiner Schwester und meinem Vater per FireWire auf den großen Rechner kopieren und ich benötigte auch noch einige Dinge auf dem iBook. Tasche zusammengepackt, Klaus angerufen. Es könne noch etwas dauern, er ruft mich zurück.
Ende vom Lied: Wir fuhren erst um 17 Uhr los. Nach 20 Minuten machte ich es mir auf der Rücksitzbank bequem und döste ein wenig. Ich fahre ungern auf Autobahnen, sowohl selbst am Steuer als auch als Beifahrer, und bei langen, mehrstündigen Fahrten in den Urlaub ziehe ich es auch vor, mich hinzulegen und zu schlafen, um mir nicht die haarsträubenden Situationen ansehen zu müssen, weil wieder nur Bekloppte unterwegs sind. Später wurde ich auch kurz durch ein Hupen geweckt; Klaus meinte nachher, je näher wir München kamen, desto rabiater wurde die Fahrweise von manchen Verkehrsteilnehmern und es hat in den 180 Kilometern bzw. 1 3/4 Stunden Fahrt vier oder fünf Beinahe-Crashs gegeben. Von daher: Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß, deswegen schlafe ich lieber oder fahre mit dem Zug.
Ankunft gegen 18:40 Uhr. Wir fuhren von Norden über Schwabing und die Leopoldstraße in die Stadt ein, kamen am Hotel Leopold vorbei, in dem ich manche Nacht zugebracht hatte und an der früheren Filiale meiner Bank, in der ich einige Monate sehr gerne gearbeitet habe, bevor die Filiale geschlossen wurde. Die Wochen und konkret die letzte Woche vor der Schließung war eine der besten Zeiten überhaupt in den sieben Jahren, in denen ich bei der Bank gearbeitet habe (mit Ausbildung). Es gab schon noch andere gute Zeiten, aber das war nicht zu toppen.
Am Odeonsplatz rechts weg, Richtung Westen nach dem Hauptbahnhof. Nymphenburger Straße, Pappenheimer Straße und wir waren da; wunderbar gefunden. Unterwegs hatten wir sowohl mit Holger telefoniert, bei dem wir übernachten würden, als auch mit Matthias, bei dem die Party anstand. Wir entschieden uns gemeinsam dafür, mit dem Auto direkt zu Matthias zu fahren, da man bei Holger Nähe Rosenheimer Platz eh nicht parken kann.
Offiziell ging es um 18 Uhr los, wir traffen um 19 Uhr ein. Matthias, Andy und drei weitere Leute, die ich nicht kannte, weihten heute ihr neues
Gameworker-Büro ein. Ein sehr cooles Büro: Links eine Garage für den fünften Mann, rechts ein 25m
2>-Raum mit einem riesigen Schreibtisch entlang der Wand, mit fünf TFT-Panels darauf, an denen Matthias und Andy arbeiten. Unter dem Tisch ein großer Sitzsack (»Als wir das im Laden sahen haben wir uns angeschaut und gefragt: Wo drehen wir den Film?«). Die Wände weiß gestrichen, an der einen Wand die SAE-Abschlusszeugnisse von Andy und Matthias, darunter ein CD-/DVD-Regal, in einer Ecke eine kleine Bücherwand, auf der anderen Seite noch ein CD-/DVD-Regel und neben der Tür über einem schwarzen Ledersofa ein Bücherregal mit Fachliteratur und bis zur Decke gestapelten Software-Packungen. Ein kurzer Durchgang, links eine 2m
2>-Küche, rechts eine ebenso »große« Toilette. Dahinter noch ein kleinerer Raum für die beiden anderen Leute mit gegenüber stehenden Schreibtischen. Es wird kein Platz verschenkt: Alle Räume sind rechteckig geschnitten und so gibt es auch null
Verschnitt.
Für die Feierlichkeiten wurde in den hinteren Räumlichkeiten das Buffet aufgebahrt, vorne gab es fünf 1-Meter-Subs von Subway, im Eingangsbereich Karins Notebook (nicht Karin H. oder M., sondern C.). Sie hat ein altes Sony
Vaio aus der Zeit, als die Vaios noch gut aussahen. Ein N505 oder sowas ähnliches, zusammengeklappt nur 2,1 cm dick (mein iBook ist 3,4 cm dick, Holgers 15″-TiBook 2,6 cm, Stefies neues 17″-AluBook 3,0 cm). Sowas ist für die Gäste auf der Party, die aus der Branche kommen, ein Muss: Mal eben Mails abfragen oder noch die schnell die
konsumierten Cocktails ins Weblog eintragen. Da die Cocktails frei waren, genehmigte ich mir vier: Gin Tonic, eine Pina Colada und zwei Cosmopolitans. Cocktails: Links, in der Garage, wurde eine Bar aufgebaut und Matthias und Co. haben Vasko Lalic und Matthias Knorr von »
Bar’n'Fly engagiert. Während die Jungs Cocktails mixten, jonglierten sie mit Flaschen, Bechern, Gläsern und anderen Utensilien, später zeigten sie auch noch Feuerjonglage. Sehenswert und lecker!
Werner Fleischer, Täuschungskünstler, Freund von Matthias und auch bei Bar’n'Fly dabei, faszinierte u.a. mit Kartentricks. Aus der Garage wurde per DV-Cam und Firewire das Bild rüber in den Raum rechts des Flurs übertragen, wo es ein Beamer an die Wand schmiss. Dekadent!
:-)
Viele Leute, gute Gespräche, neue Kontakte. Holger und Stefie trafen gegen 20 Uhr ein. Zu fünft verließen wir gegen 1 Uhr den Ort des Geschehens. Da wegen der erhöhten Alkoholzufuhr niemand von uns mehr vernünftigerweise fahren konnte, ließen wir das Auto stehen, holten nur unsere Sachen aus dem Wagen und liefen zur nahen U-Bahnstation Stiglmaierplatz und fuhren eine Station zum Hauptbahnhof. Da die S-Bahn in München in 2003 jedes Wochenende von Freitag-Abend bis Montag-Morgen nicht fährt (wegen
Bauarbeiten für einen 10-Minuten-Takt), stiegen wir am Hauptbahnhof in den kostenlosen Schienenersatzverkehr, der durch Omnibusse abgewickelt wird. Ganz München ist momentan gepflastert mit Werbeplakaten für Apples neue Alu-
Powerbooks (12″: »Weniger ist Mehr.«; 17″: »Mehr ist mehr.«): Jedes dritte Plakat an Bushaltestellen ist von Apple. Wir sahen aus dem Fenster des wartenden Busses. Neben uns an der Straßenbahn-Haltestelle lag ein zappelnder Mann auf dem Boden. Einige Passanten versuchten, ihn in eine Seitenlage zu bringen. Der Busfahrer stieg aus und half; neben uns im Bus rief ein anderer Fahrgast per Handy den Notruf an; drei Minuten später war ein Rettungswagen der Feuerwehr vor Ort und die Mannschaft versorgte den Mann. Gut zu wissen, dass das System funktioniert. Auf der anschließenden Fahrt keine weiteren Vorkommnisse. Gegen 2 legten wir uns schlafen.
Erschienen am Mittwoch, 07.05.2003 @ 12:57
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Tags: Leben
Am vergangenen Wochenende war ich in München: Am
Samstag Einweihungsfeier bei Matthias, am
Sonntag ausspannen, am
Montag mein erster Schultag in der SAE, am
Dienstag der zweite und Heimreise.
Dieser Eintrag erzählt vom
Sonntag.
Wir standen erst gegen 12 Uhr. Klaus und Steffi besuchten eine Freundin von Steffi, Holger, Stefie und ich liefen runter zur Isar, um uns in den Isarauen lang zu legen. Wir nahmen eine große Decke mit und Lesestoff. Man muss sich das vorstellen wie eine Wiese im Freibad, nur dass niemand badet. Zwischen Straße/Radweg/Bäumen und dem Fluss erstreckt sich die Wiese im Abschnitt zwischen Wittelsbacher Brücke und Reichenbachbrücke auf einer Breite von rund 50 Metern und einer Länge von etwa 750 Metern (zwischen diesen beiden Brücken) bzw. über zwei Kilometern in Richtung Flaucher. Südlich des Glockenbachviertels und südöstlich der Museumsinsel gelegen. Der Englische Garten ist weiter nördlich; östlich vom Viertel Schwabing.
Gegen 17 Uhr ging’s wieder zurück in die Wohnung. Auf dem Rückweg genehmigten Holger und ich uns je eine Schale durchaus leckeres Chili für fünf Eure im »Chicken und Chilis«, ein kleiner Systemgastronom. Eine 3/4 Stunde später meldeten sich Klaus und Steffi: Sie wollten mit der Freundin von Steffi gleich zum Biergarten gehen, den wir schon mittags vereinbart hatten. Wir drei machten uns auch auf den Weg zum Biergarten am Wiener Platz. Die anderen warteten schon an einem großen, runden Tisch unter riesigen Kastanienbäumen. Ein Biergarten, wie ein Biergarten sein muss: Nicht nur drei Bänke und ein Bäumchen oder ein als »Biergarten« deklarierter Hinterhof mit angemalten Wänden, sondern ein großes Gelände mit Schotter sowie Schatten spendenden Bäumen. Der Renner im Biergarten waren die »großen« Brezeln (in Erlanger Bergkirchweih-Gulden-Maßstäben eher mittlere Größe), die mehrmals innerhalb von Minuten ausverkauft waren, und bis weitere 60 Stück aus dem Ofen kamen, dauerte es 20 Minuten. Erlanger Preise unterboten: Die Brezeln 1 Euro irgendwas, Null-Vier Apfelshorle unter drei Euro, die Maß Bier 3,10 Euro, ein halbes Hähnchen für 2 Euro Zerquetschte. Irgendeine Sonderaktion bis 7. Mai.
Später trafen am Tisch gegenüber zwei aufgetakelte Endfünfzigerinnen ein, bei denen Harald Schmidt sagen würde, die Schminke brächte doch eh nichts mehr und Karl Lagerfeld sie mit dem Satz »
Verbrannte Marbella-People mit Schlauchboot-Lippen« von einer seiner Parties ausschließen würde: »Elektro-Neger« der härtesten Stufe, nur die Lippen waren noch naturbelassen. Aber ansonsten eher ein Anblick wie bei meinen Pommes, wenn sie zu lange in der Mikrowelle waren.
Zurück in Holgers und Stefies Wohnung gegen 20 Uhr. Schon seit einer Woche war klar, dass es heute
Sushi Marke Eigenbau geben würde. Meine ersten Erfahrungen mit Sushi: Es besteht aus einem trockenen Seetang-Blatt, das längs mit klebrigem Reis bedeckt wird. Oben bleibt ein 1-Zentimeter breiter Streifen des Blatts frei. Der Reis wird mit Fisch, Fleischstreifen (bei uns gab es Krebsfleisch), Gemüse oder anderem gefüllt. Anschließend den unbedeckten Streifen des Seetangblatts mit Wasser anfeuchten und das Blatt von hinten nach vorne zusammenrollen (mit einer kleinen Bambusmatte) und fest zusammendrücken. Ich bin handwerklich die totale Niete, hatte in Handwerken in der siebten Klasse eine fünf und war damit zufrieden. Tatsächlich wunderte es mich dann auch nicht, dass meine ersten beiden Rollen gar nicht gelangen und die dritte eher lala war. Die fertigen Rollen, sofern sie sich nicht wieder selbst entfaltet, werden vorsichtigt in ca. zwei Zentimeter lange Stücke geschnitten. Wenn die Stücke dann immer noch heil sind, werden sie senkrecht aufgestellt. Gegessen wird das ganze dann kalt. Mit den Fingern tunkt man das Sushistück in Sojasoße und ist es. Um zwischen verschieden gefüllten Rollen zu wechseln, sollte der Gaumen mit einem Stückchen Ingwer zwischendurch »neutralisiert« werden. Der erste Eindruck war nicht schlecht, aber insgesamt hat es meinen Geschmack nicht getroffen. Ich wäre glaube ich besser gefahren, wenn ich mein Sushi nur mit Reis gefüllt hätte, um Dolmadaki nachzubilden.
Klaus und Steffi brachen um 22 Uhr wieder nach Erlangen auf, Holger, Stefie und ich legten uns etwa um Mitternacht hin.
Erschienen am Mittwoch, 07.05.2003 @ 12:58
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Am vergangenen Wochenende war ich in München: Am
Samstag Einweihungsfeier bei Matthias, am
Sonntag ausspannen, am
Montag mein erster Schultag in der SAE, am
Dienstag der zweite und Heimreise.
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Montag.
10 Uhr: Als wir aus dem Haus auf die Straße traten, schlug uns eine umwerfende Wärme entgegen. Schlauerweise haben wir auf die Mitnahme von Jacken verzichtet und sind in T-Shirts los. Mit der S-Bahn zwei Stationen vom Rosenheimer Platz zum Marienplatz. Aus dem Untergeschoss heraus direkt in den Kaufhof rein, in deren Untergeschoss direkt hinter zum Supermarkt und etwas zu trinken gekauft. Am selben Ende des Geschäfts bezahlt und zu einer Passage hin verlassen, dann in drei Minuten zum Büro.
Zum Arbeiten kam ich nicht wirklich: Holger musste den PC am Vormittag in Beschlag nehmen, da sein Powerbook bei Apple ist und Virtual PC 6 mit WinXP auf meinem G3-500-iBook unbenutzbar langsam ist (ohne weiter ins Detail zu gehen, aber für diesen Auftrag bin ich wegen spezieller Type1-Schriften auf Word am PC angewiesen, der Mac kann mit allen Schriften was anfangen, nur nicht mit Windows-Type1). Ich klappterte meine Sites ab, und über das Wochenende und den Montag-Morgen hatte sich einiges angesammelt. Von meinen 29 neuen Mails waren 29 Spam und unwichtige Newsletter.
Meine S-Bahn raus nach Perlach fährt ab Marienplatz um 13:18. Ich verließ das Büro um eins, machte für weitere Flüssigkeit erneut einen Abstecher im Kaufhof und war pünktlich auf Gleis 1 und der Marienplatz. Die Fahrt dauerte 15 Minuten und ich hatte noch viel Zeit, die zehn Minuten (des offiziellen Wegs, der nicht über due Gleise führt) bis zur SAE zu laufen. Im Erdgeschoss hatten sich bereits einige Leute versammelt und ich stellte mich dazu. Kurz vor zwei wurden wir in einen Raum in den ersten Stock gelotst (Seminarraum 3, über die Wendeltreppe auf der linken Seite).
Einleitende Worte vom Schulleiter (Olli), danach übernahm der Kursleiter (Alex).
Die SAE gilt überall auf der Welt als Universität, nur nicht in Deutschland. In München gibt es derzeit 100 Studenten in der Sparte Creative Media; insgesamt gibt es 300 Studenten in München (außer Creative Media bestehen auch Kurse für Audio und Digital Film). In weltweit 40 Schulen lernen 20.000 Studenten; das macht die SAE laut Alex zur größten Privatschule der Welt. Partner sind die Middlesex University in London, die Southern Cross University in Australien und die Uni von Chicago. In diesem Sommer beginnen in
Byron Bay (Australien) auch Kurse zum Master of Arts. Der Master sei unter dem Doktor und über dem Dipl-Ing angesiedelt. An der SAE dauert ein gesamter Master-Studiengang, der aus vier
Leveln besteht (BMC-Zertifikat, Diplom, Bachelor of Arts im Degree-Level, Master of Arts im Master-Level), nur 3 bis 4 Jahre, während er an anderen Schulen normalerweise 4 bis 6 Jahre dauert. Wie geht das? An der SAE gibt es keine Semesterferien, sondern nur jeweils zwei Wochen Sommer- und Winterferien. Auch an Feiertagen findet Unterricht statt (»Am ersten Mai war die SAE voll.«). Soweit
meine einleitenden Worte, ich will hier nicht meine ganze Mitschrift wiedergeben. Eins ist vielleicht noch von Interesse: Für diejenigen, die mal den Bachelor oder den Master machen möchten, begann deren Bachelor-/Master-Studiengang bereits heute: Die drei Monate BMC zählen bereits 40 Creditpoints zum Master (ich habe aber keine Ahnung, wie viel man insgesamt braucht).
Es folgten einige weitere Worte darüber, was uns im BMC (Basic Media Certificate) erwartet und für was der gut ist: Er dient der Orientierung und gibt Einblick in die drei Bereiche Creative Media, Audio und Digital Film. Wir werden in Photoshop und Co CD-Cover erstellen, in den Tonstudios im Keller Sprachaufnahmen machen und in der Audio Edit Loung eigene Sounds bearbeiten und im Bereich Digital Film eine Einführung in 3D-Animationsprogramme wie
Maya,
Softimage oder
Cinema4D bekommen, Videos schneiden und mit Compositing Tools arbeiten (
After Effects,
Combustion,
Avid).
Mitschreiben sei wichtig im Kurs, denn die »Behaltsquote« beim Zuhören eines Vortrags läge bei 20% und beim mitschreiben, machen, diskutieren und Skripte schreiben bei 90%: »Man kann nur Programmierer werden, indem man programmiert.«
Nach einer Tour durch’s Haus bekamen wir 18 Leute im Kurs einige Projekte von SAE-Studenten gezeigt; sowohl solche, die wir nach 15 Monaten auch können müssten und solche, für die wir bereits in drei Monaten die Kenntnisse haben. Im Web ist zum Beispiel die Preview für einen Onlineshop für Effektsounds:
youraudio.de. Zum Schluss noch eine kleine Hausaufgabe für morgen. Wer seine zwei Passbilder für den Studentenausweis dabeihatte, gab sie ab (»Eins schicken wir immer an uglypeople.com«).
Ein Studienkollege (Pascal) fuhr mich mit seinem Auto schnell zur S-Bahn-Station (ich kannte die Abkürzung noch nicht) und um halb sechs war ich wieder in der Innenstadt. Kurzer Abstecher zu McD für einen Royal-Käse, denn der Magen knurrte. Um 18 Uhr traf ich wieder im Büro bei Holger, Stefie und Robert ein und erledigte meine Hausaufgabe: Ich sollte ein paar Stichworte zum Unterschied zwischen 2D und 3D zusammentragen. Andere Studenten bekamen freilich andere Aufgaben, zum Beispiel Infos sammeln zu Compositing, Post-Production, Harddisk-Recording, mp3, CD-ROM, DVD…
19 Uhr 30: Holger, Stefie und ich machen uns auf den Weg zu einem neuen Griechen. Irgendwas mit P (aber nicht Poseidon, sondern nur um die fünf Buchstaben) in Haidhausen. In der Nähe scheint eine gemütliche Kneipe zu sein, mit nicht all zu lauter Musik und annehmbaren Preisen: »Wasserwerk«. Den Griechen hingegen muss man sich nicht merken: Auch für München recht teuer (Suvlaki 10 Euro, Dolmadakia 4 Euro; nur die Getränke waren mit 1,80 für einen großen Eistee und 2,60 für ein großes Spezi vergleichsweise günstig), wir mussten eine Stunde auf unser Essen warten und das war auch nicht besonders: Zu den zwei Suvlaki-Spießen gibt es entweder Tzatziki oder Reis, der Reis ist zudem fast blank (kein Tomatenreis, nur etwas Butter) und statt Krautsalat laut Karte bekam ich einen großen Haufen Blattsalat auf den Teller, mit dem ich nichts anfangen kann. Um 22 Uhr (wir waren kurz nach 20 Uhr gekommen) liefen wir Richtung Isar, wo wir auch gestern schon waren. Fabi, ein Arbeitskollege von Fabi und eine Freundin von ihm waren bereits vor Ort. Der Weg dorthin, teilweise mit Straßenbahn, teilweise zu Fuß, war weit, so dass wir erst um Viertel vor elf eintrafen. Wir unterhielten uns noch gut, brachen dann aber um eins auch auf, denn es wurde dann doch recht schattig nur im T-Shirt.
Bett um kurz vor zwei Uhr.
Erschienen am Mittwoch, 07.05.2003 @ 12:59
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Tags: SAE
Am vergangenen Wochenende war ich in München: Am
Samstag Einweihungsfeier bei Matthias, am
Sonntag ausspannen, am
Montag mein erster Schultag in der SAE, am
Dienstag der zweite und Heimreise.
Dieser Eintrag erzählt vom
Dienstag.
Nach dem Aufstehen packte ich meine Sachen zusammen. Den Schlafsack und die
Liegematte lies ich planmäßig bei Holger, meine Tasche mit T-Shirts, Hose, Wäsche und meinen an Holger ausgeliehenen DVDs nahm ich ebenfalls nicht mit, denn für die SAE war mir das nachher zu sperrig und abends würde ich sie nicht abholen können, da die drei aus dem Büro nachher unterwegs sind, um sich nach neuen Räumlichkeiten umzusehen. Ich hole die Tasche nächste Woche und packte heute nur Waschbeutel, Waschlappen, Handtuch und Socken mit in den Rucksack.
Der Ablauf am Morgen im Prinzip wie gestern, nur dass wir erst um elf statt um zehn aus dem Haus gingen und der
Müller-Bäcker in der S-Bahnstation Rosenheimer Platz heute auch Schoko-Muffins hatte. Der Müller-Bäcker ist für München ungefähr das, was
Der Beck für Erlangen und Umgebung oder
Kamps für den Rest Deutschlands ist: An jeder Ecke einer. Nicht zu verwechseln mit »dem
Müller«, nämlich dem Drogeriemarkt. Ansonsten auch wieder Getränkeversorgung im Kaufhof und Surfen/Mails im Büro. Ich schrieb eine Mail nach Hause, denn gestern kam ich nicht zum Telefonieren (und nachts um eins wär’s zu spät gewesen), am Sonntag habe ich weder meine Schwester noch meinen Vater erreicht und nur eine SMS an beide geschickt und noch zwei weitere mit Verena ausgetauscht. Um 13 Uhr wieder zurück vom Büro in der Hackenstraße zum Marienplatz, genauer gesagt: um 13:05, und das wurde knapper als gestern, denn ich besorgte mir ebenfalls wieder im Kaufhof was zu trinken und ein Twix.
Dieses Mal nahm ich die Abkürzung über die Wiese und verkürzte so den Weg zwischen S-Bahn-Station und SAE von zehn auf fünf Minuten. Die S-Bahn fährt weder zu Beginn noch zum Ende der Vorlesungen bzw. des Unterrichts besonders
günstig: Ich kann zwanzig Minuten zu früh oder fünf Minuten zu spät zum Unterricht um 14 Uhr kommen. Nach dem Unterrichtsende um 17 Uhr werde ich die S-Bahn um 17:05 regelmäßig wahrscheinlich eher nicht erwischen, deren Erreichen es mir ermöglichen würde, um 17:45 nach Hause zu fahren. Die nächste S-Bahn um 17:25 bringt mich fünf Minuten zu spät zum Hauptbahnhof, so dass ich eine Stunde auf den nächsten Zug nach Hause warten muss. Ich hoffe, dass das ab 2004 besser wird, wenn die S-Bahn auch auf den Außenästen im 10- statt 20-Minuten-Takt
fahren wird. Ansonsten werde ich künftig wohl die Zeit nutzen und früher zur SAE kommen oder später gehen, um dort noch an Projekten zu arbeiten. Alles werde ich eh nicht von zu Hause nutzen können, da in meinem Keller eine Waschmaschine steht und kein 7.1-Tonstudio.
Heute besprachen wir einen kurzen Werbeclip: Der war zwar nicht so prickelnd, aber er sollte auch nur mal alle Medien verwursten, mit denen wir künftig zu tun haben werden. Welche Medien wurden verwendet, wie ist er aufgebaut, welche Tools wurden benutzt, wie war der Ablauf der Produktion. Natürlich alles nur kurz angerissen; die drei Stunden heute sollten nur einen »Overview over the Industry« geben und uns zeigen, mit welchen Themen wir uns im BMC beschäftigen werden. Der BMC schneidet das auch alles nur an, vertieft werden die Kenntnisse im 2. Level (CMP, Creative Media Program).
Wir sprachen über Corporate Identity, Medientauglichkeit, Zielgruppen, Bildbearbeitung, Videokomprimierung, 2D-Animationssysteme, Compositing, Schnitt, MIDI und analoge Musikproduktion, Post-Production, Mastering. Es gab wieder eine kleine Hausaufgabe.
Pascal nahm mich wieder im Auto mit, diesmal fuhren wir bis in die Stadt. Meinen Zug um 17:45 erreichte ich um fünf Minuten nicht mehr, da der Verkehr mörderisch war. Wir aßen noch einen Happen bei McD und dann trennten sich unsere Wege. Ich ging zum Bahnhof und stieg in den ICE1510 auf Gleis 18, der um 18:48 direkt bis nach Erlangen durchfuhr. In Nürnberg fing er sich sieben Minuten Verspätung ein, da noch auf Anschlussreisende aus Würzburg gewartet wurde und um 20:55 traf ich in Erlangen ein. Mein Vater holte mich vom Bahnhof ab, so dass ich nicht erst um zehn zu Hause sein würde.
Den Abend über schrieb ich, sah die Schmidt-Show, die erste Frasier-Folge (die Fans des DI-FR-Sendeplatzes um 00:40 bei SAT.1 werden schon mitbekommen haben, dass seit heute Frasier von vorne läuft, erste Folge der ersten Staffel). Bett.
Nachtrag (07.05.03, 15:00 Uhr): Wir werden uns in der SAE auch mal zwei Wochen (=4x 3 Stunden) mit
Reason beschäftigen, das z.B. bei Grönemeyers »Mensch« zum Einsatz kam. Die »Audios« befassen sich natürlich ausführlicher damit, für die Multimedia-Leute gibt es nur eine 12-stündige Einführung.
Erschienen am Mittwoch, 07.05.2003 @ 13:00
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Tags: SAE
Donnerstag, 08.05.2003
Das Microsoft die Lokalisierung seiner Software teilweise radikal und bis zur Unkenntlichkeit betreibt, ist bekannt. Mein Lieblingsbeispiel sind die »Kopfzeilen« in Outlook oder Entourage.
Gestern Abend war ich mit einem ganz anderen Problem befasst: Dass ein englisches Excel nichts mit eingedeutschten Formeln wie WENN statt IF und SUMME statt SUM anfangen kann, hat mich nicht weiter überrascht. Aber ich hätte schon erwartet, dass das deutsche Excel zumindest auch was mit den englischen Bezeichnungen anfangen kann. Konsequenz: Ein Arbeitsblatt mit deutschen Formeln kann nicht in einem englischen Excel benutzt werden und umgekehrt.
Erschienen am Donnerstag, 08.05.2003 @ 17:21
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Tags: Web, webdesign
Monkeyradio (128 KBit/s-mp3-
Stream)
Groovesalad (128 KBit/s-mp3-
Stream)
Beides Trip-Hop/Acid Jazz, sehr chillig.
Monkeyradio wurde übrigens auch auf
Matthias’ Feier gespielt.
Erschienen am Donnerstag, 08.05.2003 @ 17:26
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Tags: Sonstiges
Freitag, 09.05.2003
Nach einiger Abstinenz mal wieder die fünf Fragen zum Freitag. Antworten weiterer Teilnehmer gibt’s wie immer bei
Daniel Fiene.
- Bist du eine organisierte Person? Warum oder warum nicht?
Mehr schlecht als recht.
- Wie organisierst du dich? Outlook, Kalender, Notizzettel, Armnotizen?
Per Computer: To-Do-Listen mit Omni Outliner, Termine mit iCal.
Im wirklichen Leben: Klarsichtfolien. Hätte es in meiner Zeit in der Bank in einer Filiale mal keine 20 Klarsichtfolien gegeben, ich wäre verloren gewesen. Jeder Fall/Vorgang, egal ob aus einem oder zehn Blättern bestehend, kam in eine Klarsichtfolie. Der Stapel lässt sich wunderbar sortieren, die Akten darin bleiben sauber und man kann sich ganz oben in die Folie noch einen Notizzettel mit Arbeitsanweisungen für den Fall legen.
Bei längeren Gesprächen notiere ich mir Gedanken gerne auf Papier, um sie später wieder aufgreifen zu können (dann kann ich nichts vergessen und erwähne alles, was ich sagen wollte).
Zeit-Management-Methode: Gurkenglas-Theorie
- Wie sieht es gerade jetzt auf deinem Schreibtisch aus?
Auf meinem Computertisch ist es aufgeräumt (TFT-Display, Telefon, Bild, Mini-Auto, Lautsprecher, Uhr, Stiftebox, Zettelblock, MediaMarkt-Foto-Abholschein, Mauspad mit Lampe drauf, eine gebrannte DVD, Mauspad mit Maus drauf; alles was »rumliegt« ist der Abholschein und die DVD-Hülle). Auf meinem Schreibtisch hinter mir sieht’s nicht so gut aus: kleiner Zettelhaufen, drei Gläser.
- Wonach sortierst du deine CDs, Bücher oder DVDs?
Ich habe sie früher mal alphabetisch nach Interpret sortiert, getrennt in vier Sektionen: Soundtracks, normale Alben, Sampler, Maxis. Jetzt sind sie nur noch nach den Sektionen sortiert, aber innerhalb derer gar nicht mehr. Meine 230 DVDs sind aber noch alle streng alphabetisch sortiert. Bücher sortiere ich thematisch (Bank/Finanzen, Webdesign/Design/Programmierung, Philosophie, Telekolleg, Romane), Zeitschriften nach Herausgeber (c’t zu c’t, FHM zu FHM…).
- Was war das schwerste, was du einmal sortieren musstest?
Mein Zimmer. Mehrere Wäschekörbe Altpapier fanden den Weg zur Müllentsorgung am Hafen. Habe die Aktion mal vor zwei Jahren gestartet und im Urlaub drei Wochen lang nur aussortiert und aufgeräumt. Jetzt sind nur noch zwei Boxbeutelkisten Unterlagen vorhanden, die noch abgeheftet werden müssen.
Erschienen am Freitag, 09.05.2003 @ 16:57
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Tags: Leben
Gestern Abend habe ich mal wieder mein Rad in Schuss gebracht: Rahmen, Verstrebungen und Schutzbleche gereinigt, den Antrieb und die Schaltung von Schlamm befreit und neu geölt (man konnte die Shimano-Schriftzüge auf den Komponenten gar nicht mehr lesen, da die Dreckschicht so schwarz war wie der Rahmen selbst).
Dieses Rad, ein G140 von der
Fahrradmanufaktur, habe ich im April 1998 gekauft. Zuvor fuhr ich zehn Jahre lang ein Puch-Fahrrad, das mal meinem Vater gehörte. Das Puch hatte eine 10-Gang-Kettenschaltung, und zwar eine Shimano Positron, der ersten Index-Schaltung. Eine gute Schaltung, aber der Unterschied zwischen der 10-Gang Positron und der 24-Gang Deore war himmelweit. Es überraschte mich bei meinem ersten größeren Anstieg mit dem damals neuen Rad, wie einfach ich den Berg hochfahren konnte; Muskelkraft ist eben nicht alles, die Technik ist tatsächlich die halbe Miete (nebenbei, ich bin Fan von Rapid Fire-Schalthebeln im Gegensatz zu Grip Shift-Drehgriffen).
Mittlerweile habe ich das seinerzeit für 922 Euro gekaufte Rad (inkl. Kryptonite New York Lock für 91 Euro) etwas aufgerüstet: Im Januar 2000 die V-Brakes durch Magura HS33 (hydraulische Felgenbremsen) für 204 Euro ersetzt und im Dezember 2002 den Seitenläufer-Dynamo durch einen SON-Nabendynamo für 308 Euro (mit neuem Scheinwerfer, Felge, Speichen und Montage). Eine hydraulische Scheibenbremse wäre für mein Rad, hauptsächlich über Land und in der Stadt eingesetzt, Overkill gewesen (ich fahre kein Downhill), aber die neue Felgenbremse habe ich mir gegönnt, da ich meine V-Brake ständig neu einstellen musste, was ziemlich nervend war. Zusammen 1.430 Euro ohne Wartungskosten und Austausch von Verschleißteilen. Manche Leute geben so viel für ihr Auto aus, ich würde so ein Auto nicjt mal geschenkt nehmen.
Das G140 ist ein Rad ohne Federung; damals kamen Federgabeln erst auf und Full-Suspensions mit Vorder- und Hinterrad-Federung waren mit Preisen von 1.500 Euro und aufwärts noch unbezahlbar, wenn man Qualität wollte (Federgabeln halte ich für sinnvoll, aber der Sinn eines Fullys in der Stadt erschließt sich mir nicht ganz). Eine Federgabel werde ich aber wohl nicht mehr nachrüsten, das wird erst bei meinem nächsten Rad in frühestens fünf Jahren aktuell (z.B.
RockShox). Mit meinem 140er bin ich noch hochzufrieden, denn es ist relativ leicht , stabil und sehr leichtläufig.
Trotzdem interessiere ich mich ab und an für die weitere Entwicklung, und welche Shimano-Gruppen z.B. gerade aktuell sind. Bei den Schaltungen ist
Shimano das Maß der Dinge, machen wir uns nichts vor. Gut, es sei erwähnt, dass es auch noch
SRAM (ehemals Sachs),
Suntour und
Rohloff gibt, und manche Fahrer schwören auf
Campagnolo, deren Gruppen wie die höheren Shimano-Gruppen, auch nicht gerade erschwinglich sind, meines Wissens allerdings eher in Rennrädern denn Mountainbikes Verwendung finden.
Bei Bremsen und Nabendynamos bietet Shimano zwar auch Produkte an, aber da sind andere besser (namentlich
Magura und
SON). Ich habe mal verschiedene Quellen für Shimano-Komponenten und -Gruppen ergoogelt:
-
Kurzübersicht bei bike.shimano.com
-
Kurzübersicht bei kuk-bikes.de
-
Kurzübersicht zu paul-lange.de
-
Komponentenübersicht des ADFC nach Hersteller
-
ADFC: Shimano-Komponenten in den 80ern
-
ADFC: Shimano-Komponenten in den 90ern
-
ADFC: Shimano-Gruppen in den 90ern
-
ADFC: Shimano-Gruppen ab 2000
-
Diverse Shimano-Infos
-
Shimano in den 90ern
-
Fachbegriffe bei Schaltungen
Online-Händler:
-
bicycles.de
-
roseversand.de
-
bike-discount.de
-
bike-mailorder.de
-
bike-box.de
-
bike24.net
-
rad.eck24.de
Die ersten beiden wurden von Regulars in de.rec.fahrrad empfohlen; ich habe keine Erfahrungen mit einem der genannten Händler/Versender. Für Beratung und Kauf empfehle ich einen
vsf-Händler, aber um sich über Preise oder technische Details zu informieren, sind die Online-Händler ganz brauchbar. In Erlangen verkauft der vsf-Händler »
Freilauf«
Manufaktur-Räder und andere Marken.
Derzeit sieht die Aufteilung bei MTB-Gruppen so aus:
| Gruppe | Einsatzgebiet | Preis in € |
|---|
| XTR | MTB Pro (High-End) | 920-1.265 |
| Deore XT | MTB Hard Core | 475-535 |
| Deore LX | MTB Enthusiast | 340-370 |
| Deore Octalink | (wie Deore, aber andere Kurbel) | 260-275 |
| Deore | MTB Adv. Recreational | 250 |
| Alivio | MTB Novice Recreational | 180 |
| Acera | MTB Entry Level Acera | |
| Altus | MTB Entry Level Altus | |
| Tourney | MTB Entry Level Tourney | |
Die Preisangaben stammen von velo-direkt.de (Versender aus Erlangen, habe ich aber auch keine Erfahrung mit). Komponenten aus den unteren Gruppen habe ich online nicht als Komplettgruppe gefunden. Eine Tourney-Gruppe komplett zu kaufen, macht aber auch kaum Sinn, da komplette »Räder« mit Tourney-Komponenten nur um die 200 Euro kosten. Die Angaben zum Einsatzgebiet von Shimano. Die Links in der linken Spalte (außer zu Octalink) führen zu Shimano.
Ende der 90er waren zwischen Alivio und Deore LX noch die Gruppen STX und STX-RC angesiedelt (STX-RC über STX), eine »nur«-Deore-Gruppe gab es damals noch nicht (um 1997).
Für Rennrad-Gruppen gibt es andere Komponenten.
Zum Thema »Unterschiede bei höheren Shimano-Gruppen« kann ich noch ein Posting von Gunnar empfehlen. Kurze Version: Wenn man viel fährt, sollte man sich LX gönnen, am Schaltwerk (Schaltauge hinten) evtl XT oder sogar XTR.
Häufig wird hinten am Schaltwerk eine bessere Komponente eingesetzt als vorne am Umwerfer (z.B. Kombinationen wie Deore/LX oder Alivio/LX wie bei mir; LX am Schaltwerk und Alivio am Umwerfer).
An meinem G140 befindet sich eine Mischung aus Komponenten von Alivio bis zu Deore LX:
- Cassette (auch »Ritzelpaket«): HG70 (Deore LX)
- Kette: HG70 (Deore LX)
- Kurbelgarnitur (auch »Kurbelsatz«): FC-MC20 (Alivio)
- Schalthebelpaar: MC40 (3-/8-fach, Alivio/STX)
- Umwerfer: Alivio (1998er, Produktnr. nicht bekannt)
- Hinterrad-Nabe: (unbekannt)
- Schaltwerk: Deore LX (1998er 24-Gang, Produktnr. nicht bekannt)
- Innenlager: (unbekannt)
Das war nicht die originale Ausstattung; ein Teil der o.g. Komponenten habe ich im August 2002 ausgetauscht.
Der Vorteil des höheren Preises für die besseren Komponenten: Butterweiches Schalten auch nach hunderten oder tausenden Kilometern, ohne all zu großen Verschleiß. Falls es in fünf Jahren noch die Deore oder Deore LX gibt, werde ich auf jeden Fall wieder in dieser Region zugreifen. Wenn ich nochmal was Austauschen muss, dann ersetze ich die Alivio-Komponenten auch durch LX bzw. kaufe für ein verschlissenes LX-Teil wieder LX nach.
Einzelpreise für LX-Komponenten (9-fach, also 27 Gänge) liegen aktuell bei etwa:
- Cassette: um 40 Euro
- Kette: um 17 Euro
- Kurbelsatz/Tretlager mit Octalink: um 80-90 Euro
- Schalthebelpaar: um 60 Euro
- Umwerfer: um 25 Euro
- Hinterrad-Nabe: um 31 Euro
- Schaltwerk: um 40 Euro
- Innenlager: um 31 Euro
Um die Details zu meinem Rad zu komplettieren: Ein Trekking-Rad mit 26″-Laufrädern, 55er Rahmen in Diamant-Form, schwarz, Modolo Yuma-Lenker. LED-Rücklicht mit Standlicht-Funktion (ungewöhnlich für manche Autofahrer, die mich nach dem Abstellen freundlich darauf hinweisen, dass mein Licht noch brennt weil sie denken, dass der Akku leer läuft), doppeladrige Verkabelung.
Anderes Thema:
Schon seit einiger Zeit werden Fahrräder auch in Bau- und Supermärkten angeboten. Ich, und jeder andere Fahrrad-Enthusiast wird mir zustimmen, kann von solchen Billigrädern (»Schiffschaukel«) nur abraten. Es gibt, wenn überhaupt, keine qualifizierte Beratung (z.B. für die richtige Rahmenhöhe), oft nur eine Rahmenhöhe, die Räder werden aus schwererem (weil billiger) Material gebaut (HiTen-Stahl statt CrMo oder besser Alu), die Materialien im Antrieb und der Schaltung sind weicher und verschleißen schneller, die Felgen sind nicht stabil genug, Lager und Naben nicht gedichtet (Korrosion -> Verschleiß), Lenker und Vorbau instabil. Aus so einem Rad wird schnell ein Katapult. Mal zum Vergleich: Die knapp 200 Euro für ein Baumarkt-Rad zahlt man bei der hochwertigen XTR-Gruppe allein für das Schaltwerk oder die Cassette. Um die 200 Euro (je nach Händler) muss auch ausgeben, wer sich eine ganze Alivio-Gruppe zulegen möchte.
Der neueste Trend ist, nach Ramsch-DVD-Playern nun Ramsch-Fahrräder zusammen mit Handy-Verträgen zu verkaufen: Gestern im aktuellen Saturn-Prospekt gesehen: Nokia 3510i und Fahrrad für einen Euro bzw. das Fahrrad ohne Vertrag für 199 Euro. Beim Rad stand als Beschreibung: »Full Suspension, Shimano TY 22.« Shimano klingt natürlich erst mal gut, aber die TY22 gehört zur billigsten Gruppe, die Shimano überhaupt verkauft: Tourney. Ein präzises Schalten ist da kaum gewährleistet (siehe die Erfahrungen eines Forumsteilnehmers bei mountainbike.de). Nicht blenden lassen, wenn bei einem Discount-Supermarkt evtl von einem »Deore-Schaltwerk« gesprochen wird: Das Schaltwerk ist nur ein kleiner Teil der Schaltung und des Antriebs, der Rest besteht womöglich aus Altus oder schlechter (Tourney). Außerdem gehört zu einem guten Rad auch ein leichter und stabiler Rahmen. Wenn sich der Discounter zwecks Werbung ein Deore-Schaltwerk gönnt, hat er bei einem Gesamtpreis von 200 Euro sicher an allem anderen gespart.
Scheibenbremsen, weil’s optisch was her macht, kommen auch bei Ramsch-Rädern in Mode, dort in der Regel aber nur mechanisch ausgeführt. Die billigste hydraulische Scheibenbremse von Magura (Julie) kostet 120 Euro, die Louise schon 200, die Modelle Marta und Gustav M kosten zwischen 250 bis 350 Euro.
Und eine Vollfederung, die auch nur geringen Qualitätsanforderungen entspricht, kann man in einem 200-Euro-Rad nicht erwarten, dafür muss man mehr Geld anlegen. In der aktuellen Bike (5/03) werden Einsteiger-Fullys getestet, die bei 1.000 Euro losgehen. In der nächsten Ausgabe (ab 15. Mai) werden Einsteiger-Hardtails ab 700 Euro getestet (Hardtail = Federgabel).
Eine gute Kurz-Kaufberatung bietet der ADFC auf seinen Seiten an. Diskussionen zu Billig-Rädern wurden erst kürzlich in den Foren von mountainbike.de und mountainbike-magazin.de geführt, sowie in der Newsgroup de.rec.fahrrad (1).
Meine Empfehlung an alle, die sich evtl ein neues Fahrrad zulegen wollen:
- Nur beim Fachhändler kaufen.
- Wer mehr als ein Stadtrad will, braucht ein gutes Rad.
- Unter 500 Euro gibt es kein gutes, neues Fahrrad, Ende.
Oder, wie es jemand in de.rec.fahrrad so schön formuliert hat:
»Bevor Du also im Baumarkt ein Fahrrad kaufst (wie kommt man eigentlich auf die Idee, ich kauf meine Schuhe ja auch nicht beim Metzger)…«
Erschienen am Freitag, 09.05.2003 @ 19:45
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Tags: Sonstiges
Sonntag, 11.05.2003
Bei
Industrial Technology & Witchcraft gesehen:
Ein Mann spazierte an einem Strand in Kalifornien, tief ins Gebet versunken, und sprach: »Herr, gewähre mir einen Wunsch.« Da tat sich der Himmel über ihm auf und die Stimme des Herrn antwortete: »Da Du mir stets treu warst, will ich Dir einen Wunsch gewähren!« — »Oh Herr, baue mir eine Brücke nach Hawaii, so dass ich jederzeit hinüberfahren kann!« — Da aber sprach der Herr: »Mein Sohn, Dein Wunsch ist sehr materialistisch. Denke an die enormen Anstrengungen! Die Kosten! Die Brückenpfeiler müssen auf dem Boden des Pazifik stehen! Der ganze Stahl und Beton! Gewisslich kann ich es tun, aber denke noch einmal nach und nenne mir einen Wunsch, der mich verherrlicht!«
Der Mann dachte lange nach. Schließlich sprach er zum Herrn: »Herr, ich wünschte wirklich, ich könnte die Frauen verstehen. Was sie fühlen, warum sie weinen, was sie meinen, wenn sie "Es ist nichts!" sagen, und wie ich eine Frau wirklich glücklich machen kann!«
Da seufzte der Herr und sprach: »Soll die Brücke vier oder sechs Fahrbahnen haben?«
Erschienen am Sonntag, 11.05.2003 @ 1:27
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Tags: Sonstiges
…wurden immer noch nicht gefunden. Die US-Regierung schickt
laut Spiegel in Kürze ihre Experten nach Hause, die Massenvernichtungswaffen im Irak hätten finden sollen.
Erschienen am Sonntag, 11.05.2003 @ 18:00
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Tags: Politik
Im
Spiegel der kommenden Woche findet sich ein
Artikel über die Spezialeffekte der Matrix-Fortsetzungen und die Arbeit von John Gaeta. Wer
vor ein paar Wochen schon einen entsprechenden
Wired-Artikel gelesen hat, erfährt jedoch nichts Neues. Ich weiße auch nochmal auf das umfangreiche
Newsweek-Special hin.
Eine ausführliche Erzählung der Geschichte um die Matrix findet sich in den
Animatrix-Filmen, die ebenfalls von den Wachowski-Brüdern stammen.
Erschienen am Sonntag, 11.05.2003 @ 18:06
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Tags: film, Film-und-Fernsehen
Montag, 12.05.2003
Eine alte Regel bei Apple-Produkten lautet:
»Niemals Revision A kaufen.«
Ein Körnchen Wahrheit ist drin: Revision B merzt freilich einige Fehler aus bzw. verbessert ein Produkt. Mit meinen bisherigen Revision A-Geräten von Apple war ich durchaus zufrieden: Ich hatte einen der ersten in Deutschland lieferbaren iPods (5 GB) und kaufte mir im Sommer ‘01 das brandneue iBook. Die Revision B brachte beim iPod das berührungssensitive Scrollrad (ich verkaufte gleich im Sommer ‘02 meinen Rev. A 5 GB-iPod und kaufte in Berlin direkt bei Gravis einen Rev. B 10 GB-iPod). Neuere iBooks brachten nicht nur mehr Takt, sondern durch einen besseren Grafikchip auch Unterstützung für Quartz Extreme und eine entsprechend beschleunigte OS X-Oberfläche.
Von anderen Apple-Produkten in der Revision A hörte man indes weniger gute Dinge: So soll bei den ersten Quicksilver-Power Macs die CD-Schublade an der Klappe hängen geblieben sein, die ersten MDD-Powermacs waren laut wie ein Haarfön oder das erste Titanium Powerbook, das nicht nur mit schlechter Airport-Reichweite und absplitternden Lack, sondern auch mit Tastaturabdrücken auf dem Display bekannt wurde (gell, Holger?).
Die neuen Alu-Powerbooks sind wieder Revision A, und angeblich läuft das 12er heiß und beim 17er springen gerne die Displays.
Ich bin gespannt auf Stefies 17 Zoll-Powerbook, so es morgen überhaupt kommt (bei eBay günstig ersteigert, aber von einer Brille mit null Bewertungen, IMHO recht dubios).
Ich hoffe das Beste.
Mich nervt im Moment ein wenig mein iBook-Akku: Mit 22 Monaten nicht mehr der jüngste, aber er hält nur noch knapp anderthalb Stunden durch (G3-500, 256 MB RAM, OS X 10.2.6, Airport deaktiviert, keine CD-Zugriffe). Diversen Beiträgen in de.comp.sys.mac.misc zu urteilen, liegt das aber nicht daran, dass OS X im Vergleich zu OS 9 ein so verschwenderisches System wäre. In anderen iBooks halten unter 10.2.x die Akkus durchaus noch vier Stunden. Ich werde mal sehen ob es was bringt, die Power Management Unit zu resetten. Falls das nicht hilft, wird wohl ein neuer Akku fällig: ein 42 Wattstunden LiIon-Akku für’s Dual-USB-iBook kostet um die 150 Euro. Mit der Anschaffung werde ich wohl warten, bis ich es wieder häufiger brauche; im Moment benutzen es hauptsächlich mein Vater und meine Schwester für eBay, E-Mails und Websurfen. Ich brauche es aktuell nur montags und dienstags im Zug, da habe ich aber unter jeder Sitzreihe eine Steckdose (ICE-T). Werde es mir überlegen, wenn ich in der SAE das iBook drei Stunden am Stück brauche, noch tut’s da ein Collegeblock mit Füller. Ob sich das in den nächsten Wochen ändert, werde ich sehen, denn für die Übungen hat ja jeder Schüler einen PC vor der Nase. Tagebucheinträge oder das Übertragen meiner Mitschriften in Omni Outliner kann ich auch im Zug oder zu Hause erledigen.
Erschienen am Montag, 12.05.2003 @ 2:40
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Tags: Apple, Mac
Am Freitag hatte meine ältere Cousine Kristin ihren 25. Geburtstag. Zusammen mit meinem Vater radelten wir in der Dämmerung in 1/4 Stunde rüber nach Herzogenaurach: über Niederndorf; Spitzengeschwindigkeit den Berg runter: 52 km/h (war nur ein kurzer Hang). Wir blieben aber nicht all zu lang.
Samstag: Verabredung zum Kino mit Martin. Wir wollten uns beide noch »
Jonny English« mit Rowan Atkinson ansehen. Wir trafen uns über eine Stunde vor Filmstart, um uns noch ein bisschen zu unterhalten und etwas zu essen. Der Burger im Admiral hat mich nicht umgehauen, und mir wären auch ordinäre Pommes lieber gewesen als die ausgefallene Eigenkreation, selbstgemachte (oder so gekaufte) Kartoffelchips zu fritieren (also nicht Chips aus einer Chipstüte, sondern in dünne Scheiben geschnittene, ungeschälte Kartoffeln (das mag ich eh nicht, mit diesen Wedges kann man mich auch jagen)). Der Film selbst war eher Durchschnitt. Ich hatte zwar mit Klamauk gerechnet, aber ich hätte mir doch mehr erwartet. Er hatte seine Momente, aber die Gags waren teilweise arg vorhersehbar und dann auch gar nicht mehr witzig.
Sonntag: Heute habe ich noch ein wenig für die SAE getan: Meine Mitschrift von letzter Woche ins Reine geschrieben, sowie eine kleine Hausaufgabe.

Bei der Mitschrift habe ich zunächst begonnen, sie vom Collegeblock in Word abzutippen (natürlich etwas ausführlicher, als ich es mir handschriftlich notiert hatte), aber dann viel mir auf: Thematisch geht es ständig einige Ebenen tief und dann wieder ein oder zwei Ebenen zurück. Was bietet sich da an?
Omni Outliner! Ich habe mal einen Screenshot gemacht; bitte das Bild links oben anklicken, um eine größere Version als PNG-Datei zu laden. Die Hausaufgabe sah so aus, dass wir uns einen beliebigen Werbespot aussuchen sollten um mal zu schauen, welche Medien in ihm verbraten wurden und wie er wohl erstellt wurde.
Am Abend (um 21 Uhr) ein Abstecher beim Griechen in Frauenaurach, dann weiter per Rad in die Stadt, ins Kino (siehe
separate Filmkritik).
Am Montag ist wieder SAE in München. Diese Woche probiere ich mal die Variante »abends heimfahren«, übernächste Woche dann wahrscheinlich Jugendherberge von Montag auf Dienstag. Nach Hause zu fahren ist auf lange Sicht günstiger, als in der JH zu übernachten, aber letzteres ist bequemer… Ich teste mal alle Möglichkeiten durch. Holger, Dich wird es wahrscheinlich nicht wundern wenn ich sage, dass ich schon vorgestern wusste, wann ich am Montag wo sein werde:
10:30 — Abfahrt zu Hause, mit dem Rad in die Stadt
11:09 — Abfahrt ICE 1513 in Erlangen,
Spiegel lesen
12:57 — Ankunft München-Pasing
13:03 — Abfahrt S8
13:20 — Ankunft am Ostbahnhof
13:26 — Abfahrt S7
13:33 — Ankunft München-Perlach
13:38 — Ankunft SAE
14:00 — Beginn Unterricht
17:02 — Ende Unterricht
17:25 — Abfahrt S7
17:39 — Ankunft Marienplatz
17:44 — Ankunft Büro
Im Büro bekommst Du eine Rechnung, Deine Zip-Disk, ich sehe mir ein 17″-Powerbook bzw. Backsteine (dubioser eBayer?) an, muss Dir noch zwei Fragen stellen, brauche noch was von Robert und nehme meine Tasche mit. Ich bleibe wahrscheinlich nicht all zu lang, um im Burger King im Hauptbahnhof noch ein »Grill Classic«-Menü essen zu können, denn das reichliche Frühstück von 10 Uhr und die Müsliriegel werden nicht mehr vorhalten.
18:48 — Abfahrt ICE 1510 aus München Hbf, Englisch-Hausaufgaben
20:46 — Ankunft Erlangen
20:55 — Ankunft Pizzabar
21:40 — Abfahrt Pizzabar
22:20 — Ankunft mit dem Rad zu Hause
Der Dienstag wird ähnlich ablaufen, allerdings ist abends Kino mit Klaus geplant: »Anger Management«.
Ach, weil ich’s gerade lese: Ich glaube ich weiß, welche Brillen Kai
meint. München ist dem Rest der Republik ja modisch voraus; das, was die Mädels heute in München tragen, sieht man ein halbes Jahr später auch in Nürnberg und Erlangen. Sicher, manche Trends gibt es bereits in Erlangen, aber in München läuft dann jeder so rum und man bekommt’s geballt ab. Problematisch, wenn der weibliche Modegeschmack neue Abgründe auslotet. Aktuell gibt es bei mir drei Hassobjekte in der Mode:
- Gucci-Brillen. Diese transparenten Plastik-Halbkreise, gerne noch mit einem Farbverlauf in den »Gläsern«.
- Sonnenbrillen als Haarreif-Missbrauch. Jedem echten Brillenträger rollen sich da die Zehennägel auf.
- Bei Männern: Diagonal gestreifte Hemden. Nein, einfarbig ist Trend, basta.
Ach ja, viertens: Jeans ohne Taschen bei Mädels. Mag sein, dass das Mode ist, aber den wenigsten steht das (um etwas deutlicher zu werden: dazu braucht Frau auch den passenden Hintern). Und da fällt mir auf, dass es doch fünf Punkte waren: Jeans mit Reißverschluss »hinten«.
Erwähnte ich bereits den »Indian Style«, der momentan auch zu grassieren scheint?
Erschienen am Montag, 12.05.2003 @ 3:39
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Tags: Leben
Am
Sonntag-Abend war ich im Kino; auf dem Programm stand »
The Transporter (siehe auch
zelluloid.de) von Corey Yuen (Buch und Produktion von Luc Besson). Laut Programm-E-Mail in Originalfassung, an der Kasse stellte sich dann jedoch heraus, dass er auf Deutsch lief, als ich fragte, ob »Originalfassung« Englisch oder Französisch bedeuten würde. Auch Recht. Der Film hat mir gefallen. Das fing schon mit dem netten Titeldesign an. Insgesamt zwar relativ seichte, aber rasante Action: Verfolgungsjagden, Schusswechsel, Martial Arts. Der Plot ist schnell erzählt: Frank Martin, gespielt von Jason Statham, einem Doppelgänger von John Malkovich (der gestern in »Jonny English« zu sehen war), ist der Transporter. Er transportiert heiße Ware für die bösen Jungs, ohne Fragen zu stellen. Dabei handelt er nach drei Regeln:
- Never change the deal.
- No names.
- Never look in the package.
Er fährt einen 7er BMW und beherrscht das Fahrzeug so, als hätte er sich 30 Jahre lang nicht vom Lenkrad gelöst. Bezahlt wird in großen Euro-Scheinen (man ist schließlich in Frankreich), die Hälfte gleich, die andere Hälfte nach dem Job. Um’s abzukürzen: Er verletzt seine eigene dritte Regel und bekommt deswegen ein bisschen Ärger. Außerdem ist ihm ständig ein Polizist im Nacken, der ahnt, dass hinter der Fassade des Frank Martin mehr steckt, als dieser selbst zuzugeben bereit ist.
Frank Martin bereitet sich akribisch auf seine Aufträge vor, hat einen Wagen mit allen Extras und ein Haus, das ebenfalls keine Wünsche offen lässt, sowie einige Rückversicherungen in peto. Dazu eine gewisse Coolness: Der Film beginnt mit einem Transport-Job. Frank startet den Wagen und hört sich Mozart an, während er zur vereinbarten Zeit am vereinbarten Treffpunkt ist, einer Bank in der Innenstadt von Nizza. Als vier Leute zu ihm in den Wagen steigen, weigert er sich, loszufahren. Es waren schließlich nur drei Personen mit einem Gesamtgewicht von 254 Kilogramm vereinbart, er hat seine Stoßdämpfer entsprechend eingestellt und am Deal wird nicht nachverhandelt. Erst als der Anführer einen seiner Komplizen erschießt und ihn die anderen beiden von der Rücksitzbank stoßen, fährt Frank Martin los.
Mir hat der Trailer schon zugesagt und der Film begann, wie bereits erwähnt, mit Eye-Candy-Titles und im breiten Format von 1:2,35 vielversprechend. Außerdem habe ich ein Faible für freiberuflich tätige Selbstständige, sei es nun John Cusack als Martin »Ich bin Profikiller.« Blank in »Grosse Pointe Blank«, Silvester Stallone in »The Specialist« oder Stallone und Banderas in »Assassins«, dort ebenfalls als Profikiller. Und natürlich, nicht zu vergessen, Jeon Reno als »Léon — Der Profi«, gegen den der Transporter natürlich nicht ankommt.
Wer seine Erwartungen nicht all zu hoch steckt, kann kurzweilig unterhalten werden. Mir hat’s gefallen, klarer DVD-Kandidat. Die Code 1-DVD ist bereits in den USA erhältlich.
Erschienen am Montag, 12.05.2003 @ 3:40
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Tags: film, Film-und-Fernsehen
Habe um drei Uhr eine E-Mail bekommen mit Lob für
two cents (danke) und einigen Fragen zu meinem Power Mac (der Mailende hat auf meinen Power Mac-Test gewartet, den ich seit zwei Monaten versprochen habe; just gestern habe ich die Bilder bearbeitet, die seit über einem Monat auf meiner Festplatte liegen; habe den
Bericht jetzt fertig gemacht).
Bin nur mal wieder in einen ungünstigen Rhythmus gerutscht; werde wohl im Zug ein wenig schlafen und dann heute Abend (=Montag) zeitig ins Bett gehen. Ist nicht das erste Mal, dass ich mit wenig Schlaf aus dem Wochenende komme, übermüdet zum Arbeiten mit dem Zug nach München fahre und nach dem Schlafen im Zug aussehe wie Yeti am Mittag.
Erschienen am Montag, 12.05.2003 @ 4:47
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Tags: Leben
Es ist ja nun schon etwas her, dass ich mir
im Februar einen neuen
Power Mac gekauft habe. Damals habe ich einen Testbericht und Bilder versprochen; das will ich nun nachliefern. In diesem Zusammgenhang verweise ich auch auf ein
Posting von mir in de.comp.sys.mac.misc (aka »de.soc.mac«).
Ich habe mir
im Januar 2002 einen Power Mac G4 gekauft (
Quicksilver-733 mit 768 MB RAM günstig als Auslaufmodell bekommen, kurz nachdem
neue Macs vorgestellt wurden), ihn aber nach nur zehn Monaten im Dezember 2002 wieder verkauft, da mir dessen Lautstärke auf die Nerven ging. Die nachfolgende Generation, die
MDD Power Macs (für »mirrored drive doors«) waren noch lauter, erst die
FW800 (wie MDD, aber mit FireWire 800-Anschluss) von Anfang 2003 wurden wieder leiser. Den objektiven Testergebnissen der c’t zufolge ist mein jetziger FW800 Single-1 GHz mit 1,2 GB RAM (wenn schon, denn schon) zwar lauter als mein alter Quicksilver-733 (45,2 dBA/3,7 Sone im normalen Betrieb bzw. 5,0 Sone unter Volllast beim FW800 versus 40,1 dBA/2,9 Sone im normalen Betrieb bzw. 46,8 dBA/4,9 Sone unter Volllast beim Quicksilver), aber er kommt mir subjektiv leiser vor als mein alter Power Mac. Und auch nach zweieinhalb Monaten bin ich noch nicht genervt, während mir das Betriebsgeräusch des Quicksilvers gleich nach dem ersten Anschalten auffiel. Sicher, ein iMac wäre leiser, aber aus verschiedenen Gründen habe ich mich für einen Desktop-Mac entschieden (Erweiterbarkeit bzgl. Laufwerken, Speicher und größere Flexibilität beim Display). Ein großes Notebook kam für mich nie in Frage, da mir bereits die Nackenschmerzen in der dreimonatigen Übergangszeit mit meinem iBook genügten.
Im Gegensatz zu meinem ersten Low End-Power Mac hat dieser nun auch einen 1 MB großen 3rd Level-Cache, und der macht sich im Codieren von Videos bemerkbar: Das Ding ist
schnell. Im XBench-Vergleich brachte es der 733er auf 73,12 Punkte, der 1 GHz-Rechner auf 114,53 Punkte.
Soweit erstmal. Lautstärke, Geschwindigkeit… habe ich was vergessen? Falls ja, einfach per Kommentar-Funktion nachfragen. Mitgelieferte Software u.a.: iLife, iCal und iSync in den erst im Januar frisch erschienen Versionen, Vollversionen von Omni Outliner 2 und Omni Graffle 2 sowie Graphic Converter und Art Directors Toolkit. Ach ja, im untersten Modell ist normalerweise nur ein Combo-Drive verbaut (CD-Brenner, DVDs lesen); ich habe es aber im BTO (built to order) mit einem Pioneer DVR-105
Superdrive ersetzt (DVD-Brenner).
Weitere technische Details:
CPU: G4 mit 1,0 GHz Takt
Bustakt: 133 MHz
L2-Cache: 256 K
L3-Cache: 1 MB
RAM: 1,2 GB (2x 512, 1x 256 MB) @ 266 MHz DDR SDRAM
HDD: Seagate Barracuda ST360015A; 60 GB @ 7.200 rpm Ultra-ATA 100
Grafik: nVidia GeForce 4MX mit 64 MB DDR SDRAM, 4x AGP
Anschlüsse: 1x FW800, 2x FW400, 2x USB am Gerät, 2x USB an der Tastatur, 2x USB am Display, Line-In, Line-Out, Kopfhörer an der Vorderseite, Apple Ministecker für Pro Speaker an der Rückseite, ADC- und DVI-Anschluss zum Anschluss von Displays/Monitoren, Gigabit-Ethernet, Steckplatz für Airport Extreme-Karte
Dazu habe ich mir nach sechs Jahren mit dem gleichen 17″-Röhrenmonitor von Belinea (damals noch über 500 Euro) ein Display gegönnt, aber nicht irgendeines, sondern ein
17″-Studio Display von Apple. Das einzige Display, das auch von hinten eine gute Figur macht. Angeschlossen wird das ganze an eine Art erweiterten DVI-Anschluss, den »Apple Display Connector«, ADC. Was ist das wieder spezielles? Um Kabelsalat zu vermeiden, gehen über das ADC-Kabel nicht nur digitale Bilddaten, sondern auch Strom und USB-Daten. Im Display ist also nochmal ein USB-Hub (ich habe daran Maus und Tastatur angeschlossen). Special Gag: Ich kann den Rechner durch Druck auf das Display schlafen legen, aufwecken, ein- und ausschalten, ich muss nicht den Knopf am Power Mac selbst bemühen.
Die Blickwinkel-Abhängigkeit ist sehr gut. Ich hatte da etwas Bedenken, da man beim Blick von der Seite auf das iBook-Display nicht mehr viel sieht, aber die Hintergrundbeleuchtung in einem stand-alone Display kann natürlich besser sein als die in einem Notebook. Apple schweigt sich über die Schaltzeiten seiner Displays aus, aber ich kann mich nicht beklagen: Ego-Shooter habe ich zwar keinen installiert (wir warten auf Doom 3…), aber schnelle hell-dunkel-hell-Wechsel sind zumindest in Videos kein Problem. Apropos Videos: Ich kann Trailer, z.B. die zu »Matrix: Reloaded« in der 1.000er Auflösung absolut flüssig im Vollbild abspielen…
Gesamtpreis: 2.456,90 Euro, davon 730 Euro für das Display. Ich bin sehr zufrieden. Würde ich den Rechner, im Nachhinein betrachtet, nochmal genauso kaufen? Antwort: Ja. Ich habe es auch nicht bereut, nicht rund 800 Euro mehr für einen Dual-1,25 ausgegeben zu haben, denn die höhere Geschwindigkeit brauche ich im Moment (noch) nicht. Für den Videoexport aus iMovie 3 heraus, von DV zu 320er MPEG-4 mit 1.024 KBit/s Datenrate braucht der Rechner ungefähr Echtzeit. Eine ganze DVD (anderthalb Stunden) ist in ungefährt drei Stunden von Rohmaterial zu MPEG-2 von iDVD codiert und gebrannt. Übrigens reichen 2-fach DVD-Rohlinge voll und ganz: Eine DVD ist in einer halben Stunde gebrannt (funktioniert übrigens auch wunderbar mit
Toast; für Toast ist eine DVD einfach nur eine große CD). Die Viertelstunde Zeitgewinn für 4-fach Rohlinge lohnen deren Aufpreis kaum.
Genug gelabert, show me pics!
 | Das 17-Zoll-Studio Display (Rückseite des Kartons) auf meinem Bett. Bei der Wahl der Tapete hatten meine Eltern und ich vor zwanzig Jahren ein glückliches Händchen. |
 | Das Display, Vorderseite des Kartons |
 | Der Display-Karton, geöffnet. In der Aussparung der oberen Styropor-Abdeckung befindet sich das Handbuch. |
 | Display: Obere Styropor-Abdeckung abgehoben, das Display in der Schutzfolie kommt zum Vorschein. |
 | Der Karton des Power Mac direkt nach dem Öffnen (das Display steht nun bereits auf dem Schreibtisch). |
 | Die Abdeckung im Power Mac-Karton ist nun entfernt (lehnt im Hintergrund), die obere Styropor-Abdeckung kommt zum Vorschein. Darin gibt es Aussparungen für Tastatur, CDs und Maus. |
 | Unter der Tastatur kommen die Kabel zum Vorschein, unter den CDs (Restore-DVD, blanko CD und blanko DVD) verbergen sich die Handbücher. |
 | Nachdem die obere Styropor-Abdeckung entfernt wurde, liegt nun der Power Mac in seiner Schutzfolie im Karton. Darunter ist natürlich nochmals ein Styropor-Schutz. |
 | Aufgestellt, aber noch nicht angeschlossen; Blick von der Tür nach Süden, zum Fenster. Oben das Display, darunter der Power Mac. Ebenfalls auf dem Ikea-EFFEKTIV-Schreibtisch: Bild meiner Mutter, DECT-Telefon, Lautsprecher (Surround hinten-links), Lampe. |
 | In Aktion, Blick vom Fenster zur Tür. Mit Microsofts Betriebssystemen kann ich mich nicht so anfreunden, aber Mäuse bauen, das können sie. Rechts neben dem Schreibtisch, von oben nach unten: Flachbettscanner mit einigen Unterlagen darauf, links zwei FireWire-Festplatten (d2 von LaCie und StudioDrive von LaCie), rechts CD-Rohlinge, darunter ein Dolby Surround-Verstärker von Yamaha mit drei Endstufen, ganz unten ein Stereo-Verstärker (zwei Endstufen) von Denon. |
Zum Vergrößern der obigen Bilder: einfach anklicken.

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Erschienen am Montag, 12.05.2003 @ 4:47
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Tags: Apple, Mac
Heute lief alles, im Großen und Ganzen,
nach Plan. Am Morgen regnete es noch, aber bis ich losradelte, hörte es auf.
Hatte überlegt, schon ein oder zwei Züge früher nach München zu fahren, um beim Umsteigen in die S-Bahn nicht so hetzen zu müssen und um in München im Büro noch was arbeiten zu können, aber ich kam dann doch nicht rechtzeitig weg, so dass es, wie geplant, doch der ICE um 11:09 wurde. Auf der Hinfahrt schlief ich nach einer halben Stunde Spiegle lesen doch ein; das Sandmännchen forderte seinen Tribut, nachdem ich es tapfer seit gestern, 17 Uhr, ignoriert hatte. Der ICE fuhr mit zehn Minuten Verspätung im Schlepptau auf München zu, so dass ich nicht um 13:33, sondern erst um 13:53 in Perlach ankam. Per Abkürzung über die Gleise traf ich dann aber Punkt 14 Uhr zu Unterrichtsbeginn ein. Alex verschwand gleich nach der Begrüßung wieder, denn heute und morgen haben wir einen anderen Dozenten. Thema: »Computer Basics«. Klingt nicht nur nach Grundlagen, waren auch Grundlagen. Er konnte den meisten von uns zwar nicht viel Neues erzählen (Was ist ein Bit, ein Byte, Aufbau eines Computers, Schnittstellen von PS/2 und USB über Parallel und Seriell bis zu FireWire), machte aber einen amüsanten Unterricht (»Das ROM ist die Identität des Rechners. "Ich bin ‘ne Mikrowelle und keine Fritiermaschine."« — »Stellt Euch den Cache als ein geheimes, kleines Lager vor.«). Gut, mir waren auch nicht alle Zahlen und Abkürzungsbedeutungen präsent, aber wie man einen SCSI-Bus terminiert und dass jedes SCSI-Gerät eine ID braucht, wusste ich schon. Manche Dinge waren aber durchaus neu, zum Beispiel ein kleiner Exkurs zum Thema »mehrdimensionale Kreuzparitätskorrekturen«.
Nach der SAE schaute ich gegen 17:50 noch bei Holger, Stefie und Robert /
The Screen Collective) im Büro vorbei, unter anderem, um meine Sporttasche abzuholen, die ich
letzte Woche wegen des längeren Aufenthalts mitgenommen und für eine Woche bei Holger und Stefie deponiert hatte.
Auf der Rückfahrt schlief ich wieder für anderthalb Stunden ein. Bevor es nach Hause ging noch eine Pizza in der Pizzabar, dann aber um 21:40 Uhr heim (der Zug kam pünktlich um 20:46 in Erlangen an). Merken: Wenn ich schon Ortlieb-Radtaschen habe (zwei »Back-Roler plus«), sollte ich sie beim nächsten Mal auch benutzen. Die doppelt so lange und doppelt so breite Tasche (im Vergleich zum Gepäckträger) fiel mir während der 12 Kilometer langen Heimfahrt nicht weniger als acht Mal runter. Nach dem ersten Mal probierte ich, die Tasche auf den Rücken zu nehmen und den kleineren Rucksack auf den Gepäckträger zu schnallen, aber der fand nach 500 Metern auch den Weg auf den Boden. Die Tasche verabschiedete sich noch ein weiteres Mal nach unten, aber dann hatte ich dazugelernt und spannte sie mit der Spinne so auf dem Gepäckträger fest, dass sie bei den weiteren sechs Abstürzen zumindest in den Seilen hängen blieb und nicht auf den Boden fiel.
Zu Hause E-Mails checken (keine neuen, seit dem ich das iBook im Büro an die 10 MBit/s-Leitung gehängt habe), tägliche Webseiten absurfen, mit Holger über einen Auftrag chatten, Online-Ticket für morgen ausdrucken, Tasche für morgen packen, Heia.
Erschienen am Montag, 12.05.2003 @ 23:56
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Tags: SAE
Dienstag, 13.05.2003
Kommt jetzt das Thema ec-Kartenbetrug eigentlich in
jeder Panorama-Sendung?
Erschienen am Dienstag, 13.05.2003 @ 22:23
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Tags: bank, Finanzen
Aufbruch zu Hause um 8 Uhr 40, verdammt spät dran. In 25 statt der üblichen 30 Minuten radelte ich zum Bahnhof, denn der Zug fuhr laut Plan um neun nach neun; ich wollte heute mal etwas zeitiger in München sein. Ich sollte mir angewöhnen, über die
Fahrplanauskunft abzufragen, ob der Zug von Leipzig her Verspätung hat: heute wäre Hast nicht nötig gewesen, 20 Minuten Verspätung ab Bamberg, Ankunft in Erlangen ziemlich genau um 09:30 statt 09:09 Uhr. Bis München-Pasing kamen weitere zehn Minuten dazu und zwischen Pasing und Hauptbahnhof stand der Zug auch nochmal zehn Minuten in der Prärie, bevor er in den Bahnhof einfahren konnte. Auf der Hinfahrt zwei Videos (
1,
2) von Mac-TV und
die erste von vier Animatrix-Episoden.
Etwas zeitiger nach München zu fahren, sollte ich mir zur Gewohnheit machen. In meiner Zeit als Springer bin ich sehr viel Zug gefahren (ca. 3.000 Euro Fahrkarten-Umsatz im Jahr) und die meisten Züge waren pünktlich, aber man kann auch mal daneben greifen: eine Verspätung von nur fünf Minuten wie gestern, die mich lediglich eine S-Bahn verpassen lies, muss einem nicht jeden Tag beschieden sein. Wäre ungünstig, einen nach Plan genau passenden Zug zu nehmen, wegen einer Zugverspätung aber dann trotzdem eine halbe Stunde zu spät zu kommen.
Um Viertel nach zwölf kam ich im Büro des
Kollektivs (Holger, Stefie, Robert) an. Ideal, denn mit einem Kunden mussten wir noch etwas besprechen: Terminsache, die bis morgen fertig sein muss. Während ich in der SAE war, druckte mir Holger die QuarkXPress-Dateien aus, die ich dann am Abend mitnahm. Morgen früh mache ich mich drüber; ich werde wohl zwei Stunden damit befasst sein und gut zum Termin Mittwoch-Mittag fertig werden.
Die Eisheiligen zogen die Temperatur heute gehörig nach unten, auf nur noch 13 Grad. In Erlangen begann es gerade zu regnen, als ich in den Zug stieg, in München kübelte es aus allen Wolken, keine zwei Minuten, nachdem ich im Büro angekommen war. Auch sonst blieb es heute regnerisch, aber ich hatte insgesamt Glück, kam nur abends kurz vor 22 Uhr bei der Heimfahrt auf den letzten drei Kilometern in einen etwas stärkeren Regen.
In der SAE ging es heute mit dem zweiten Tag »Computer-Basics« weiter. Hätte Armand den Kurs nicht wieder mit einigen Brüllern angereichert, ich wäre von meinem Stuhl gerutscht und eingeschlafen, denn mit Computer-Basics habe ich mich vor zehn Jahren beschäftigt, als ich meinen ersten 486er (DX-33) zur Konfirmation kaufte. Aber für einige waren doch noch neue Sachen dabei, insofern ist’s okay, auch mal die Basics durchzusprechen, bevor es »richtig« losgeht. Nach den theoretischen Grundlagen (Bit, Byte…) ging es heute etwas praktischer weiter mit Erklärungen zu Begriffen wie Jumper, IRQ und BIOS. Der Demo-PC, der da am Beamer hing, wartete mit einem Award-BIOS auf, da wurden Erinnerungen wach…
Später dann Grundlegendes zur Bedienung von WinXP (Desktop, Systemsteuerung, Explorer, Startmenü), OS 9 (Speicherverwaltung, Apfelmenü, Kontrollfelder, Control Strip) und OS X Jaguar (Unterschiede zu OS 9, Systemeinstellungen). Noch ein kurzer Ausflug in die Welt der Dateisysteme.
Frage eines Schülers, warum beim SAE-PC die bunte XP-Optik abgeschaltet ist. Antwort des Dozenten: Es kostet Ressourcen und muss ja eigentlich nicht sein. Und dann:
»Ich brauche keine Spezialeffekte auf meinem PC. Wenn ich ins Kino gehen will, dann geh’ ich ins Kino. Ich will kein Fenster, das irgendwo reinflubbelt, von links-oben nach rechts-unten aufgeht, "Guten Morgen" zu mir sagt und bei dem mich dann ein Hund fragt, was ich denn jetzt machen möchte.«
Ich hab’ mich weggeschmissen! :-)
Erklärung der dynamischen Speicherverwaltung eines Betriebssystems:
»Das Programm sagt zum Betriebssystem: "Ich bin das Wavelab und brauch’ 128 MB RAM, sonst mach’ ich gar nichts." Und das Betriebssystem sagt: "Hmm, okay."«
Heute endete der Kurs sogar fünf Minuten vor fünf, so dass die S-Bahn um 17:05 Uhr zu erreichen war. Nächste Woche zweimal drei Stunden Einführung in »Graphics« (Photoshop). Nicht wundern, im BMC (die ersten drei von 15 Monaten, der erste von zwei Leveln) gibt es bei jedem Thema nur eine Einführung. Ich muss mal nächste Woche auf den Plan sehen, was danach als nächstes kommt; ich glaube, es geht dann mit dem Audio-Bereich los, Harddisk-Recording.
Nächste Woche beginnt die SAE schon um 13:30, da Alex mit uns noch die letzte Hausaufgabe besprechen will.
Zurück im Büro. Quark-Ausdrucke eingepackt, noch mein Rudel Standard-Websites aufgerufen und um 18:20 zum Bahnhof aufgebrochen. Zug fuhr pünktlich ab und ich packte mein iBook aus, um die vorher geladenen Websites zu lesen.
Der ZuB, ein älterer Mann um die 50, Franke, mit Brille, war extrem gut gelaunt, das hat richtig Spaß gemacht, sich von ihm die Fahrkarte kontrollieren zu lassen: Er betrat mit einem fröhlichen »Einen wunderschönen guten Tag! Ich bitte mal um die Fahrkarten.« den Wagen und hatte bei jedem Reisenden einen Spruch drauf, zum Beispiel:
»Nach Bamberg? Aussteigen net vergessen.«
Oder:
»Wenn Ihr noch lacht, bin ich auch glücklich.«
Kurz vor Augsburg wieder schlafen gelegt und ‘ne Stunde später in Nürnberg wieder aufgewacht. Die Viertelstunde bis Erlangen noch ein wenig gedöst, in Erlangen auf’s Rad, zum Dönermann, dann heim.
Vorhin wurde ich von einer Freundin in ICQ gefragt:
»Findest du die Fahrerei jetzt anstrengend oder ist’s, ok?«
Ich finde es erschreckend ok.
Erschreckend deswegen, weil ich meine, dass Übernachten schon nicht verkehrt wäre. Aber an 2 Tagen mal nach MUC fahren und im Zug Spiegel lesen oder am iBook Videos schauen oder Websites lesen (vorher bei Netzverbindung im Browser geladen) oder schlafen stört mich gar nicht. Und billiger ist es außerdem (als die Lösung mit der Jugendherberge). Die billigste Lösung wäre natürlich, nur Montag hin und Dienstag zurück zu fahren und von Montag auf Dienstag wo kostenlos zu übernachten (versch. Freunde, Büro eines Freundes etc.), aber mich würde es glaube ich nerven, mir von Woche zu Woche ein Quartier suchen zu müssen.
Werde ich aber auch noch probieren. Wahrscheinlich übernachte ich nächste Woche in der JH und treffe mich am Montag-Abend mit Freunden, je nachdem, was sich ergibt.
Erschienen am Dienstag, 13.05.2003 @ 23:23
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Tags: SAE
»They have told you that would would find
/error2.php here but we do not have such a file.
That file is not even within 100 miles of this website. That file is committing suicide because it has been shamed and Allah will roast its stomach in hell.«
Erschienen am Dienstag, 13.05.2003 @ 23:23
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Tags: Web, webdesign
Mittwoch, 14.05.2003
Dachte ich gestern noch, den Job heute in zwei Stunden bis Mittag erledigen zu können, zog es sich nun doch unerwartet etwas länger hin.
Seit heute morgen um halb zehn saß ich dran und bin eben erst fertig geworden. So, langsam denke ich jetzt mal an Nahrungsaufnahme…
Erschienen am Mittwoch, 14.05.2003 @ 15:39
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Tags: Web, webdesign
Donnerstag, 15.05.2003
»Ever got mail with X-Binford: 6100 (more power)? Well, the sender uses the Binford 6100 Transwarp Mail Accelerator! Now it’s your turn – make your mail fast. In most cases, mail will be received before it has been sent, sometimes even read before written! ;-)«
Erschienen am Donnerstag, 15.05.2003 @ 10:59
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Tags: Sonstiges
Gesehen bei
sec-blog:
In den USA ist ein Autofahrer auf dem Highway in einem Stau stecken geblieben. Stehende Kolonne. Plötzlich klopft jemand an das Seitenfenster.
Er lässt die Scheibe herunter und fragt: “Was ist los ?”
“Terroristen haben Präsident Bush entführt. Sie verlangen 10 Mio Dollar Lösegeld, sonst werden sie ihn mit Benzin übergießen und verbrennen.”
“Aha”, erwidert der Autofahrer.
“Verstehen Sie”, wiederholt der Passant, “wir gehen nun von Auto zu Auto um zu sammeln.”
“Und wieviel geben die Leute so, im Durchschnitt?”
“Etwa 5 Liter …”
Erschienen am Donnerstag, 15.05.2003 @ 19:07
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Tags: Politik
Freitag, 16.05.2003
So, Feierabend für heute.
Sorry, dass es hier in den letzten Tagen etwas spärlich zuging, aber ich hatte einen Haufen zu tun.
Gestern (Mittwoch) saß ich von 09:30 bis 16:00 fast ununterbrochen an Word-Vorlagen für eine Kommune. Am Abend, das kann ich noch berichten, ging’s mit dem Fahrrad zu einem größeren Einkauf; man braucht kein Auto, um mehr einzukaufen: Ein immerhin halb-voller Einkaufswagen, inkl. drei Literflaschen Getränken, konnte ich gut in meinen beiden
Radreise-Taschen und meinem Rucksack verstauen, und hatte noch Platz-Reserven. Übrigens tut’s für das Einkaufswagen-Pfand auch ein 20-Cent-Stück, falls man einen Euro gerade nicht zur Hand hat.
In den MediaMarkt-Schließfächern, die ich heute besuchte, rutscht die minimal kleinere Münze aber durch, da geht kein Weg an einem Euro Pfand vorbei. Nach der
Empfehlung von Kai für »
The Fast and the Furious« und dem Ansehen des
Trailers schlug ich heute bei der DVD für 14,99 Euro zu (amazon.de hat sie übrigens auch günstiger als regulär, sie kostet dort momentan aber immer noch 17,99). Der
zweite Teil kommt in Bälde in die Kinos (
Trailer).
Heute (Donnerstag) ebenfalls wieder Arbeit bis zur Decke.
Von 11:00 bis 13:00 und von 15:00 bis 00:30 ging es um eine Website für einen Mac-Versender. Die Shop-Software (
osCommerce) wirft mir Knüppel zwischen die Beine wo sie nur kann. Normalerweise ist es kein Problem für mich, Layouts umzusetzen und zum Beispiel die Ränder einer Tabelle einzufärben. Aber bei osC kann man nicht einfach den Quelltext editieren, so wie man ihn im Browser sieht. Eine Seite setzt sich aus über einem Dutzend php-Dateien zusammen (werden per
include und
require eingebunden) und unzähligen Variablen, die wer weiß wo definiert werden. Der Quellcode ist ein einziges Schlachtfeld; keine Spur von der Trennung von Struktur, Layout und Programmlogik; Templates gibt es nicht. Noch dazu ist der Quellcode schlecht dokumentiert und auch die externe Dokumentation ist eher spärlich. Um das Drama perfekt zu machen, bin ich außerdem mit eher rudimentären PHP-Kenntnissen ausgestattet. Aber was will man machen; osC ist davon ab ein sehr guter und weit verbreiteter Shop.
Morgen (Freitag) geht’s weiter mit osCommerce, weiterhin stehen eine Unmenge an Hausaufgaben für den
Kollegtag am Samstag an (Englisch, Deutsch, VWL, Informatik; jeweils etwa eine 3/4 Stunde).
Nichts desto trotz: Terminkoordination zwischen selbstständigen Studenten (einer davon mit Freundin) ist schwierig, deswegen nutze ich morgen die Möglichkeit, mal wieder mit Klaus ins Kino zu gehen: »Die Wutprobe — Anger Management« (
IMDB,
Trailer).
Außerdem morgen Mittag: Friseurtermin und noch ein paar Kleinigkeiten in der Stadt besorgen.
Weiterer Ausblick: Samstag-Vormittag eben Kollegtag, am Nachmittag wahrscheinlich weitere Arbeiten an osC; Sonntag hoffentlich eher mal etwas ausspannen, am Montag und Dienstag wieder Uni (
SAE). Von Montag auf Dienstag werde ich kommende Woche mal in der Jugendherberge übernachten. Von den beiden Jugendherbergen in München (
Thalkirchen, Nähe Zoo;
Neuhausen, Nähe Hauptbahnhof und
Matthias’ Büro) habe ich mich für Neuhausen entschieden.
Das Wetter: Eisheilige, ab und an Regenschauer, mit 13 Grad verhältnismäßig kühl.
Erschienen am Freitag, 16.05.2003 @ 1:32
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Tags: Leben
Heute Vormittag beinahe verschlafen; habe mir gestern Abend/Nacht doch noch »The Fast and the Furious«
reingezogen und kam entsprechend spät/früh ins Bett. Friseur-Termin um 12:30. Auf dem Rückweg noch zum Friedhof, Blumen gießen und etwas verweilen.
Kino heute Abend mit Klaus klappt wohl, an osCommerce bastle ich erst morgen weiter; jetzt stehen erstmal Hausaufgaben für den morgigen Kollegtag an.
Evtl bahnt sich ein neuer Job an (Website), muss Klaus heute Abend nochmal deswegen fragen. Von der Studentenjob-Front gibt es noch nichts Neues; evtl eine Sache in Nürnberg, aber der Entscheidungsprozess in der Klinik (für meine ehemalige Zivi-Stelle) zieht sich leider noch etwas, so dass ich auf jeden Fall erstmal was anderes anfangen muss.
Erschienen am Freitag, 16.05.2003 @ 16:48
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Tags: Leben
Montag, 19.05.2003
Im Spiegel dieser Woche findet sich ein Bericht über Apples Music-Store, ebenso
in der aktuellen Zeit. Im Prinzip genügt es einen zu lesen, denn beide Texte enthalten in etwa die gleichen Informationen.
Ich hätte mir gewünscht, dass die Autoren nicht so sehr den Abgesang auf die CD vortrugen, sondern noch erwähnten, dass die Hälfte der zwei Millionen Songs, die nach zwei Wochen gekauft wurden, per Album erworben wurden (siehe
Heise).
Erschienen am Montag, 19.05.2003 @ 1:33
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Tags: Apple, Mac
Durchaus mutig von Finanzminister Hans Eichel, sich letzte Woche vor und nach der Steuerschätzung zu Sabine Christiansen und Maybritt Illner in die derzeit beiden wichtigsten Politik-Talkshows zu begeben. Bei Christiansen wäre ihm wegen des Genöhles von Thüringens Ministerpräsident
Bernhard Vogel aber fast der Kragen geplatzt.
Die Steuerschätzung. Bis Ende 2006 fehlen dem Staat (Bund, Länder und Gemeinden) insgesamt
126 Milliarden Euro, und selbst diese
erschütternden Zahlen sind nach Ansicht von Wirtschaftsexperten auf Sand gebaut, da sie von einem Wirtschaftswachstum von 0,75% in diesem Jahr ausgehen, das wohl
kaum eintreten wird (warum rechnet die Regierung nicht endlich mal konservativ? Ist schließlich nicht das erste Mal, dass man daneben liegt). Eventuell wird der Euro-Stabilitätspakt nicht nur 2002 verletzt,
sondern auch 2003 und 2004.
Darüber, weswegen DGB-Chef Michael Sommer nicht in den genannten Talkshows zu Gast war, kann spekuliert werden. Mich hätte ja mal interessiert, was er nach der Steuerschätzung in Berlin-Mitte gesagt hätte. Eine Woche zuvor hat er noch ein 15 Mrd.-Konjunkturprogramm mit 7,5 Milliarden Euro Neuverschuldung
gefordert, mit dem er aber auf
taube Ohren stieß oder für das er kritisiert wurde. Naja, Herr Sommer muss die Schulden ja nicht bezahlen, sondern meine Generation. Ich darf vielleicht daran erinnern, dass das hehre Ziel des ausgeglichenen Haushalts, den Eichel erst 2004, dann 2006 und jetzt »noch in diesem Jahrzehnt« erreichen wollte, nur bedeutet, dass der Bund nicht mehr ausgibt, als er einnimmt (oder täusche ich mich da?). Wenn das gelingt, geht es an die Schuldentilgungn, denn derzeit sind noch 1,2 Billionen Euro Staatsschulden da.
Indes schrieb Hans Eichel einen 8-seitigen
Brief an die Abgeordneten der SPD im Bundestag, in dem er um Zustimmung zur Agenda 2010 des Kanzlers warb. Thesen:
»Wenn wir nicht mit weiteren Reformen entschieden gegensteuern, wird es noch schlimmer kommen.«
»Was ist sozial gerecht? Sicher nicht, wenn 4,5 Millionen Menschen vom Erwerbsleben ausgeschlossen bleiben und unsere Kinder und Enkel dafür bezahlen müssen, dass wir über unsere Verhältnisse leben.«
»Ohne die Reformen unter SPD-Regie wird die Opposition den Sozialstaat aus den Angeln heben.«
Der Spiegel befasst sich in seiner neuen Ausgabe im Titel mit der Wirtschaftskrise, den Staatsschulden und an-/ausstehenden Reformen.
Anderes Thema, andere Bühne: In der aktuellen Brandeins findet sich ein Artikel von Wolf Lotter zum Thema Ich-AG und Small-Business-Act und weitere Neuregelungen nach Hartz. Tenor: Die Ich-AG ist bürokratischer Unsinn, es gibt zig Gründe, die gegen sie sprechen. Lesenswert.
Nachtrag (12:00): Japan, wir kommen: Der IWF hält eine Deflation in Deutschland für möglich.
Erschienen am Montag, 19.05.2003 @ 2:05
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Tags: Politik
Eigentlich wollte ich am Freitag vor dem Kinofilm ja noch Hausaufgaben in Englisch, Deutsch und Informatik machen — habe ich natürlich nicht. Der Film selbst, »Die Wutprobe« (»
Anger Management«), war durchschnittliche Unterhaltungskost. Kann man sich einmal ansehen, braucht man aber nicht auf DVD. Hätte nicht Jack Nicholson den Agressionstherapeuten gespielt, gäbe es an dem Film gar nichts Gutes. Nicholson rettete mit seinem Schauspiel, seinen Handlungen, Mimik, Gestik und seinen Textpassagen, den Film. Allerdings war er nicht so gut wie in »
About Schmidt« oder »
As good as it gets«.
Zumindest den Informatik-Hausaufgaben-Bogen 1-3 (Excel) erledigte ich noch. An sich dachte ich, dass ich mit einer 3/4 Stunde hinkommen müsste, aber ich war dann doch bis halb vier ganz gut beschäftigt, da einige knackige Fragen zum Schluss hin drin waren und ich manches ausprobieren musste, weil Wissen teilweise eingerostet war. Bei den einfacheren Fragen, die schlicht nebensächliches Auswendiglern-Wissen abfragten, war Blättern im Buch angesagt. Okay, ich gebe zu, dass es auch für mich, der von Kollegen schon mal E-Mails mit dem Subject »Excel-King, Excel-King, bitte hilf’ mir!« bekam, noch zwei neue Dinge gab, mit denen ich mich bisher noch nicht beschäftigt hatte: Die Funktion SVERWEIS und die Möglichkeit, mehrere Tabellen zu »konsolidieren«.
Ich ging in der Nacht von Freitag auf Samstag erst um halb vier ins Bett und konnte erst um vier einschlafen. Es dauerte lange, bis ich am Samstag nach nur zweieinhalb Stunden Schlaf aufstand; ich ließ den Wecker fünf Mal klingen und stand zum spätestmöglichen Zeitpunkt auf, gerade noch rechtzeitig, um mich zu waschen und nicht den Bus nach Fürth zum Kollegtag zu verpassen.
In der Schule hatten wir in den ersten beiden Stunden Informatik. Die Doppelstunde befasste sich mit WENN-DANN-SONST-Abfragen und mit verschachtelten WENN-Abfragen. Nichts Neues für mich dabei; ich nutzte die Zeit, um zwischendurch E-Mails zu beantworten.
Weiter ging’s mit Englisch, anschließend Deutsch. In der Deutsch-Stunde zunächst wieder Organisatorisches, da der Deutsch-Lehrer auch der Leiter des hiesigen Telekollegs ist, danach wurde die »inoffizielle«Hausaufgabe (Zuordnen von Romanausschnitten zu Erzählhaltungen und Erzählweisen) besprochen. Im Rest der Stunde stand als Thema die Kurzgeschichte auf dem Programm: Merkmale der selben sowie die Kurzgeschichte nach 1945 im Unterschied zur Kalendergeschichte.
Für mich gab’s nach Deutsch eine Freistunde, die ich für einem Lahmacun-Imbiss nutzte, während es für die anderen mit Mathe weiterging.
Sechste Stunde: VWL. Da es die erste Stunde war, beschränkten wir uns auf eine Vorstellungsrunde.
13:30, mit dem Bus wieder nach Hause. Ich war mittlerweile h-u-n-d-e-m-ü-d-e und überlegte, ob ich mich zu Hause nicht für zwei, drei, vier Stunden hinflacken und schlafen sollte. Aber ich rief den Großkampftag im Haushalt aus, denn heute hatten Verena und ich Zeit dazu: Waschmaschine vier Mal anwerfen, im Trockner trocken oder Sachen auf die Leine hängen, trockene Kleidung zusammenlegen und aufräumen, Müll rausbringen (Gelb, Papier, Rest), in der Küche aufräumen, Spülmaschine bestücken, anwerfen und wieder ausräumen, Arbeitsflächen putzen, in den Bädern Waschbecken und Spiegel putzen, in den Zimmer aufräumen…
Um halb vier fuhren meine Schwester und ich mit ihrem Auto in die Stadt. Sie musste bei Tchibo etwas für unseren Vater umtauschen, der von Donnerstag bis Donnerstag mit einem Kollegen auf Sylt ist. Beide sind Foto-Freaks, und Foto-Safaris haben etwas
nervtötendes, wenn man selbst nicht so viel fotografiert und nicht alle fünfzig Meter anhalten und warten will. Außerdem ist es natürlich auch eine finanzielle Frage: Zwei Familien-Urlaube im Jahr müssen ja nicht sein.
Bevor wir wieder heim fuhren, besuchten wir noch die Pizzabar in der Hartmannstraße. Am Rückweg fuhren wir noch beim Friedhof vorbei. Wir müssen das Grab bald wieder herrichten; die gelben Pflanzen verlieren ihre Blüten, der Rindenmulch um das Grab muss erneuert werden und ein oder zwei Löwenzahn haben dort nichts zu suchen. Wir gossen die Blumen und zündeten eine Kerze an.
Am Abend Fortsetzung des Großkampftages im Haushalt. Eigentlich wollte ich schon seit Stunden ins Bett (ich quengelte Verena den ganzen Nachmittag die Ohren voll, dass ich müde sei), war aber mit meinen Arbeiten erst um 23 Uhr durch.
Was passiert, wenn man am Vortag wenig geschlafen hat, zum Beispiel zweieinhalb Stunden, und spät ins Bett geht, zum Beispiel 23 Uhr statt 20 Uhr, wie es in so einem Fall angebracht wäre? Genau, man schläft lange. Ich stand um 14 Uhr auf, schönen Dank auch.
Von diesem Sonntag gibt es nichts Besonderes zu berichten. Fünf halb-stündige Telekolleg-Sendungen reingezogen, im Haushalt weiter gearbeitet, Nudeln gegessen, gebadet,
Mac-TV gesehen.
Heute, am Montag, werde ich abends nach der SAE doch wieder nach Hause fahren, und nicht, wie letzte Woche noch geplant, in München in der Jugendherberge übernachten. Ich habe mit Telekolleg-Hausaufgaben noch so viel zu tun, dass ich die Zeit im Zug und zu Hause nutzen muss. An sich wären jetzt in Englisch und Deutsch die Abgabe der ersten Hausaufgaben-Bögen für die Lektionen 1-3 fällig gewesen. Für einen Englisch-Bogen brauche ich ungefähr eine 3/4 Stunde, für einen Deutsch-Bogen auch eine 3/4 bis eine Stunde. Ich muss aus dem letzten Trimester noch zwei Englisch-Bögen abgeben, für das laufende Trimester den ersten und idealerweise auch gleich den nächsten. In Deutsch fehlt vom letzten Trimester noch ein Bogen, von diesem der aktuelle. Für die vier Deutsch-Bögen dieses Trimesters, die ich bis zur Feststellungs-Prüfung abgeben muss, um mitschreiben zu dürfen, habe ich noch etwas mehr als vier Wochen Zeit. In VWL bin ich laufend, muss erst nächstes Mal abgeben. Informatik passt auch. Aber um die fehlenden Aufgaben nachzuholen, die aktuellen zu schreiben und mir noch einen kleinen Vorsprung zu verschaffen, habe ich diese Woche einen Haufen zu tun: mindestens 4x Englisch und 2x Deutsch. Vor Pfingesten gibt’s jetzt im Wochenrhythmus Kollegtage. Die nächsten Stundenpläne sehen so aus:
24.05.03
Doppel-Stunde Englisch
Doppel-Stunde Informatik
Doppel-Stunde Mathe (ich verabschiede mich nach der vierten Stunde)
31.05.03
Mathe Feststellungsprüfung (120 Minuten)
VWL
Doppel-Stunde Deutsch
07.06.03
Technologie (nur eine Stunde, kein Informatik mehr, ist ein zweigeteiltes Fach)
Wirtschaft
Doppel-Stunde Deutsch
Doppel-Stunde Englisch
Dann geht’s erst am 28.06.03 wieder weiter, mit einer 150-minütigen Feststellungsprüfung in Deutsch, einer Stunde Mathe, einer normalen Deutsch-Stunde und zum Abschluss eine Schulstunde Technologie.
Also der Plan am Montag geht so:
Auf der Hinfahrt nach München, von 09:09 bis 11:15, etwa eine Stunde im
neuen Spiegel zu lesen, dann eine Stunde zu schlafen. Evtl schaffe ich in der zeit vor der SAE in Holgers Büro ein oder zwei Englisch-Hausaufgaben, evtl auch eine nach der SAE, bevor ich wieder mit dem Zug um 18:48 nach Hause fahre. Auf der Heimfahrt evtl noch eine Hausaufgabe, dann wahrscheinlich wieder schlafen. In Erlangen noch in irgendeiner Form einen Happen essen (Döner von Avraysa?), heim, E-Mails,
two cents schreiben, Falle.
Am Dienstag ähnlich, nur das ich dann abends zumindest noch die aktuelle Deutsch-Hausaufgabe 1-3 erledigen will (ist nicht so umfangreich wie der letzte Bogen des zweiten Trimesters; das fängt vom Umfang her immer niedrig an und steigert sich zum Schluss eines Trimesters).
Erschienen am Montag, 19.05.2003 @ 4:12
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Tags: Telekolleg
Der ICE kam nach knapp zweistündiger Fahrt von Erlangen nach München sogar fünf Minuten
vor Plan an.
In einer Apotheke am Marienplatz wurde ich nach dem Kauf gefragt, ob ich ein Glas Wasser wünsche, um die eben erstandenen Tabletten gleich vor Ort einnehmen zu können.
[Ich kaufte eine 20er Packung Cetirizin, gegen Heuschnupfen.]
Erschienen am Montag, 19.05.2003 @ 11:46
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Tags: Sonstiges
Heute Morgen dachte ich schon, ich muss mit dem Bus um zehn nach acht in die Stadt fahren, denn als ich aufstand, regnete es. Nach der Rückkehr aus dem Badezimmer hatte es dann aufgehört; ich zog mich an und ging zur Tür raus: Wieder Regen. Egal, rauf auf’s Rad und rein in die Stadt. Der Regen war nicht all zu stark, war mehr ein Nieseln, also ging das schon. Trotzdem: Regnerisch, nur 14 Grad, bah.
In München angekommen steige ich aus dem Zug: Sonnenschein, 20 Grad. Was 200 Kilometer ausmachen können… Das hat mich schon vor zwei Jahren fasziniert, als ich noch als Springer für die Bank durch die Repubik gedüst bin. In München war das Wetter durchaus mal ganz anders als in Nürnberg/Erlangen. Da ich insgesamt etwa ein 3/4 Jahr in München war (mit Unterbrechungen) kann ich auch behaupten, dass es in München im Frühling eher warm wird und im Herbst länger warm bleibt als in Erlangen, wohl wegen der Nähe zu den Alpen und häufigem
Föhn-Wetter. Dafür sind Wetterumschwünge relativ häufig: Wenn es in Franken mal regnet, dann regnet es. Allenfalls gibt es einen Umschwung am Tag. In München kann es 15 Minuten regnen, danach scheint für ‘ne halbe Stunde die Sonne, dann regnet es wieder; ganz extrem.
Heute schrieb ich mir in der SAE mal von der Pinnwand den weiteren Verlauf des BMC-Kurses ab:
- Graphics bei Silvio in der KW19 (das ist die aktuelle Kalenderwoche), da geht’s um Photoshop
- Dig. Technik bei Andi F. in der KW20 (k.A., ob damit Audio oder Video gemeint ist)
- HD-Recording bei Henning in KW21
- Web bei Jochen in KW22 und 23
- Audiotechnik bei Henning in KW24 und 25
- 3D bei Carsten in KW26
- Web-Animation bei Matthias in KW27
- Sommerferien in der KW28 (21.07.03) und KW29 (28.07.03), danach geht’s mit dem zweiten Level weiter, dem Creative Media Program.
Folgende Übungen sind im BMC zu absolvieren:
- Graphics ab 19.05.
- Multimedia ab 19.05.
- HD-Recording ab 02.06.
- Mixdown ab 23.06.
- Sprachaufnahme ab 30.06.
Heute ging es also um die Grundlagen von Photoshop, im Wesentlichen die Einsatzgebiete, die Oberfläche (Paletten) und die Ebenen. Die meiste Zeit befassten wir uns mit den Werkzeugen in der Tool-Palette. Wir sind im Moment noch nicht jeder an einem Rechner, sondern noch in einem Seminarraum, in dem wir das Wirken des Dozenten an dessen Computer via Projektor an der Wand sehen, während wir zusehen, mitschreiben, Fragen stellen oder Fragen des Dozenten beantworten (wie im Schulunterricht). Ich selbst habe nur sehr wenig Erfahrung mit Photoshop; es war mal zusammen mit einer Kodak-Digiknippse gebundelt, die ich mal vor zwei Jahren gekauft habe. Aber, wie mal jemand so schön sagte:
»Was nützt einem Photoshop, wenn man damit nicht umgehen kann?«
Meine Grafiken bearbeitete ich bisher in Fireworks (erst als Bestandteil des »Dreamweaver Fireworks Studio« später als Bestandteil von »Studio MX«), da ich bislang auch nur Grafiken für das Web bereitstellen musste. Für mich gab es daher einiges Neues zu erfahren: Kleine Kniffe, die einem enorm viel Arbeit abnehmen können, und auf die ich durch Ausprobieren wohl kaum gekommen wäre. Silvio zeigte uns die Tools an einem Beispielbild, so dass wir auch gleich deren Auswirkungen sehen konnten: Selektion (inkl. Addition/Subtraktion/Schnittmenge), Crop, Slice, Brushes stand-alone und mit anderen Tools, Opacity bei verschiedenen Tools, Clone Stamp, Eraser, Gradient-Editor, Blur/Sharpen/Smudge, Text, die Histroy, Selektionen mit Pfaden sowie die Vektortools des Programms.
Im Creative Media Program werden wir Photoshop ausführlicher behandeln (3 Wochen = 18 Stunden). Morgen geht’s erstmal weiter mit der Einführung. Als Graphics-Übungen müssen wir in den nächsten Wochen ein CD-Cover erstellen.
Ich kann zwar in der Schule an deren Rechnern mit allen Programmen üben, aber ich überlege ernsthaft, mir Photoshop zu kaufen, um auch zu Hause damit arbeiten zu können. Studentenlizenzen sind für mich weniger interessant, da ich die nicht kommerziell nutzen darf; dann lieber gleich die uneingeschränkte Vollversion.
Photoshop 7 allein hat derzeit einen Brutto-Listenpreis von 880 Euro (englische Version). Da ist natürlich die Adobe Design Collection interessant, bei der man für 1.449 Euro nicht nur Photoshop, sondern auch InDesign, Illustrator und Acrobat bekommt (alle englisch). Vor allem InDesign ist im Bundle günstig, das alleine schon 1.008 Euro kostet. Mit dem PageMaker in der Publishing Collection kann ich nichts anfangen, die Web Collection mit GoLive ist auch nicht attraktiv für jemanden, der bereits Studio MX hat und Dreamweaver nutzt. Allenfalls die Digital Video Collection für 1.739 Euro ist noch eine Überlegung wert (enthält neben Photoshop und Illustrator auch noch Premiere und After Effects). Aber falls ich mal mehr mit Video mache, werde ich wohl zu Final Cut Express (382 Euro) greifen und ggf. After Effects separat nachkaufen (927 Euro).
Allein, mein Konto gibt’s im Moment nicht her. :-)
Davon ab: Ist jemandem was bekannt, ob von Photoshop, InDesign oder After Effects neue Versionen in der Pipeline sind und sich Warten evtl lohnt?
Der Unterricht endete um 16:58 und ich erwischte auf den letzten Drücker die S-Bahn um 17:05 Uhr. Das bedeutete: Einen Zug früher nehmen können, 17:44 statt 18:48 und eine Stunde früher zu Hause sein. Mittlerweile wurde es richtig warm; meine »Übergangsjacke« war für den Tag in München ganz klar falsch gewählt, aber für die Anreise am Morgen nach Erlangen genau richtig. Der Zug fuhr pünktlich ab. Innerhalb einer halben Stunde fuhren wir bis Augsburg in schlechtes Wetter: Es goss aus Eimern. In Donauwörth dann die Durchsage des Zugchefs: Die Weiterfahrt werde sich auf unbestimmte Zeit verzögern, da wegen eines Unwetters weiter nördlich Bäume auf die Schienen gestürzt seien. Das muss man der Bahn anrechnen: Was Kundeninformation betrifft, haben sie dazu gelernt. Man wird nicht mehr 10, 15 oder 20 Minuten im Ungewissen gelassen, wenn der Zug in der Pampa steht, sondern bekommt sofort eine Info, was Sache ist. Fünf Minuten später die Durchsage, dass die Strecke gesperrt sei und dass der Zug über Ingolstadt und Treuchtlingen umgeleitet werde. Wenn ein Baum auf die Strecke stürzt, ist es unter Umständen nicht damit getan, ihn zu zersägen (was ja auch ein bisschen länger als drei Minuten dauert); wenn’s schlimm kommt, müssen auch noch Oberleitungen repariert werden. Kurz darauf eine weitere Ansage, die dies wiederholte und noch hinzufügte, dass sich durch die Umleitung die Ankunft in Nürnberg um 60 Minuten verzögere. Bei mir kamen mixed emotions auf: Prima, dann müssen wir wenigstens nicht drei Stunden in der Tristesse des Donauwörther Bahnhofs stehen. Schlecht, weil ich eine Stunde später in Nürnberg ankomme und dort womöglich noch eine 3/4 Stunde auf den nächsten Zug nach Erlangen warten muss, wenn ich dort meine Anschlüsse verpasse.
Wir fuhren weiter, wieder zurück. Der ICE 782 (übrigens ein ICE 1, in dem ich ewig nicht mehr gefahren bin) zuckelte mit 60 km/h auf einer eingleisigen Strecke durch die Landschaft.
Ein Freund meinte vorhin im Chat zu mir:
»Wenn man mit dem Auto im Stau steht, verteilt auch niemand Gutscheine.«
Das machte den Ärger über die Verspätung erträglicher: Die ZuBs teilten, obwohl die Bahn nichts für das Wetter konnte, 10-Euro-Verspätungsgutscheine aus, lobenswert (siehe Bild rechts; anklicken zum Vergrößern). Die Vorhersage zur einstündigen Verspätung erwies sich als korrekt: Um 21 Uhr fuhr der Zug, Weiterfahrt nach Hamburg, in Nürnberg ein. Gleisdurchsage der Anschlüsse: Der ICE Richtung Leipzig, Abfahrt 20:33, auf Gleis 4. Konnte das wahr sein? Ich hatte mich schon auf 45 Minuten Wartezeit bis zum RegionalExpress um 21:43 eingestellt. Ich ging auf Gleis 4, und sah auf die Anzeigetafel. 30 Minuten Verspätung. Just in diesem Moment fuhr der ICE 1510 ein, der Zug, mit dem ich normalerweise um 18:48 aus München losgefahren wäre. Glück im Unglück. Zwar eine Stunde früher losgefahren, aber anderthalb Stunden zu spät angekommen. Oder auch nur zwanzig Minuten, je nachdem, wie man es sieht (hätte ich den 1510er genommen…). Auch der 1510 wurde laut einer Durchsage wegen des Wetters umgeleitet und hatte bei Ankunft in Erlangen 34 Minuten Verspätung.
Den Verspätungsgutschein löse ich morgen (Dienstag) ein. Muss ich mich doch mal an den Schalter begeben und kein Online-Ticket kaufen. Ich hoffe mal, dass es keine Probleme macht, dass ich mir den Wisch nicht in Nürnberg vom Service-Point habe abstempeln lassen. In Nürnberg blieb gerade Zeit, in den anderen Zug umzusteigen und in Erlangen hatte um 21:20 das Reise-Zentrum schon geschlossen.
Erschienen am Montag, 19.05.2003 @ 23:40
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Tags: SAE
Dienstag, 20.05.2003
Verdammt, verschlafen. 8 Uhr 34, das ist eigentlich der späteste Zeitpunkt, um den Zug nach München um neun nach neun zu erwischen. Egal, ich habe ja noch Reserven. Ich mache mich für den Zug um 09:52 fertig, RE nach Nürnberg, dann ICE nach München. Unterlagen, Schreibzeug und iBook eingepackt, den iPod nochmal mit den neuen Titeln in meiner mp3-Bibliothek synchronisiert und auch im Rucksack verstaut. Auf den letzten Drücker komme ich aus dem Haus raus, 9 Uhr 25, ab auf’s Fahrrad. Bis in die Stadt würde ich eine halbe Stunde brauchen und wegen einer Überschwemmung am Rande des Wiesengrunds muss ich einen kleinen Umweg fahren.
Ich schaffe es nicht mehr, sehe noch den RE am Gleis 4 stehen, während in an Gleis 1 mein Rad ankette. Damn! Der Plan sah eigentlich vor, vor der SAE noch bei Holger im Büro vorbeizuschauen, um ein paar Takte Englisch-Hausaufgaben zu machen. Jetzt habe ich genau eine Stunde Zeit, bis mein nächster ICE fährt, immerhin eine Direktverbindung Erlangen-München und ein ICE-T der dritten Generation, kein alter ICE 1. Die Stunde hätte ich zu Hause allerdings sinnvoller verbringen können, zum Beispiel, indem ich mir Webseiten in meinem Browser öffne, um sie dann im Zug zu lesen. Auf Englisch im Zug habe ich heute Morgen keine Lust. Wenn ich schon mal die Zeit habe, mache ich doch einen Abstecher ins Reise-Zentrum, um mir einen Fahrschein für die heutige Fahrt zu kaufen und dafür meinen
Verspätungsgutschein von
gestern einzulösen (hätte ich den RE noch bekommen, hätte ich im Zug nachgelöst). Das Einlösen war kein Problem, obwohl ich mir gestern nicht mehr vom Ankunftsbahnhof die Verspätung bestätigen ließ; ich hatte nur den Zangenabdruck des ZuB. Aber beim heutigen Fahrscheinkauf werde ich gar nicht danach gefragt. Meine Versuche, Klaus im Büro anzurufen scheitern, er ist wohl noch nicht da. Ansonsten wäre es eine Möglichkeit gewesen, mein iBook ans Internet zu klemmen, um mir dort einige Seiten runterzuladen. Wann gibt es endlich in den deutschen Innenstädten flächendeckende WLAN-Hotspots, meinetwegen auch kostenpflichtig? Die Zeit zum War-Driving fehlt mir jetzt allerdings, um mit meinem iBook auf dem Arm durch die Innenstadt zu laufen, in der Hoffnung, ein offenes WLAN zu finden. Nächste Station: Döner-King, erstmal frühstücken. Lahmacun mit Käse. Schon bei meiner Ankunft am Bahnhof hatte es zu regnen begonnen, jetzt nieselte es noch, aber immerhin so stark, um beim Dönermann direkt zu essen. Zeit, um mir den Ausdruck des Artikels »
Die anonymen Anpacker« durchzulesen. Darin geht es um den Verein »Bürgerkonvent«, der derzeit im deutschen Fernsehen auf recht teuren Werbeslots Spots sendet und für seinen Verein wirbt. Mir erscheint das alles reichlich dubios, und auch der Telepolis-Artikel konnte nicht aufklären, wer dahinter steckt und welches Anliegen diese Leute verfolgen (abgesehen von dem vorgeblichen Interesse, Deutschland »besser« zu machen). Und das, obwohl sich der Autor offenbar bemüht hat, durch Recherche ein wenig in Erfahrung zu bringen.
Der Zug kommt pünktlich. Bis Nürnberg muss ich noch stehen, denn er ist, für einen Dienstag-Morgen, unerwartet voll. Aber ab Nürnberg findet sich ein Platz und ich höre die CD »Radio« von Jazzmachine zu Ende, die durchaus gut ins Ohr geht. Später meine Chill out-Playlist rauf und runter, unter anderem mit Chicane und Lamb.
Mit drei Minuten Verspätung fährt der ICE in den Bahnhof München-Pasing ein. Runter vom Gleis, zwei Treppen weiter, rauf auf’s Gleis, in die S-Bahn S8 Richtung Flughafen rein, die keine Minute später abfährt. Umsteigen am Ostbahnhof in die S7 Richtung Aying, in München-Perlach dann raus und zur SAE.
In der S-Bahn ein komischer Typ: Männlich, hager, groß, etwa 35-40 Jahre, Art Garfunkel-Revival-Frisur. Rote Leinen-Schuhe (Star-irgendwas, oder irgendwas-Star?), blaue Jeans mit riesigem Schlag, der fast so lang wie einer der Schuhe ist. Hellblaues, geripptes T-Shirt, darüber eine dunkelblaue Jeansjacke. Auf dem Schoss ein rosa-farbener Aktenkoffer, der schon bessere Tage erlebt hat: die Ecken völlig abgewetzt, in dem Deckel schon ein ordentliches Loch in der äußeren Hülle. Darüber hält er in den Händen eine evtl durch Bücher ausgebeulte Stoff-Tüte, bedruckt mit Miele-Werbung, die ungefähr 4.000 Mal gewaschen wurde. Ganz schräg.
Heute ist der zweite (und letzte) Tag der Photoshop-Einführung im ersten Level (BMC, Basic Media Certificate, drei Monate). Wir arbeiten heute erstmals an den Computern im Schulungsraum, jeder an einem eigenen. Im Schulungsraum hat’s nur PCs mit Windows2000, im Übungsraum gibt es auch eine größere Anzahl von G3- und G4-Power Macs mit OS X, sowie zwei TFT-iMacs (15 Zoll, auch OS X).
Heute wird uns die erste von fünf Übungen erklärt, die wir im BMC zu absolvieren haben: »Graphics«. Darin wird die Erstellung eines CD-Covers gefordert, bestehend aus Booklet, Inlay und Disc-Aufkleber. Als Vorlage bekommen wir zwei Photoshop-Dateien, in denen nur die Umrandungen vorgegeben sind. Was wir auf das Cover setzen, bleibt komplett uns überlassen; es ist also nicht so, dass wir ein Bild bekommen: »Das ist die Band, die Band heißt so-und-so, macht mal.« Denkbar wäre also auch ein Vorschlag eines Mit-Studierenden: »Drei Schwedinnen beim Bügeln.« Bei der Korrektur wird darauf geachtet, dass wir alle Ebenen sinnvoll benennen, es darf keine Pixelränder geben und vom Layout bzw. Thema her sollten die drei Bestandteile auch einigermaßen zusammenpassen. Die Übung sollte nicht unbedingt in der letzten Juli-Woche abgegeben werden, falls man sie wegen einer Beanstandung zurück bekommt und Nachbessern muss. Wir sollen das als Referenzprojekt ansehen:
»Man kann einen grünen Hintergrund mit blauer Schrift machen, andere machen ein geiles Cover.«
Da wir, wenn wir wollen, auch zu Hause arbeiten können, lade ich die beiden Photoshop-Dateien aus dem SAE-Netzlaufwerk auf meinen FTP-Server (ist erlaubt). Alternativ hätte auch die Möglichkeit bestanden, sie auf eine ZIP-100 zu kopieren, da alle Rechner in der SAE mit interen oder USB-ZIPs ausgestattet sind (Übungen werden auf ZIP-100, PC-formatiert, an der Supervisor-Theke abgegeben).
Wir bekommen noch einige Tipps auf den Weg: Auf die Auflösung von Vorlagen und Endprodukt achten, in CYMK arbeiten. Um das Cover auch erstellen zu können, bekommen wir heute weitere Infos zum Arbeiten mit Photoshop. Während es gestern fast nur um die Oberfläche ging, geht es heute auch um Grundlagen: Farbtiefe, Farbsysteme, Bild- und Monitorauflösung. Außerdem einige Tools wie Transform und weiteres zu den Themen Move und Select, die History, Filter, Texteffekte, arbeiten mit dem Layer-Panel, Levels zur Farbkorrektur. Wie schon gestern kommt mir manches aus Fireworks bereits bekannt vor, vieles ist komplett neu für mich; auch deswegen, weil die Funktionsfülle von Fireworks bei weitem nicht an die von Photoshop heranreicht. Das wusste ich, aber ich hätte nicht gedacht, dass der Unterschied so groß ist. In Photoshop gibt es überall irgendwelche Knubbel, hinter denen sich ausladende Kontextmenüs verbergen. Fireworks ist im Vergleich dazu eher sparsam ausgestattet, hat aber meiner Ansicht nach trotzdem noch andere Stärken (man sagt, das, was Fireworks aus dem Hause Macromedia ist, bietet Adobe im Bundle mit Photoshop als »ImageReady« an, aber ich kenne ImageReady nicht).
Mittlerweile ließen wir einen Zettel zwecks Notieren der E-Mail-Adresse rumgehen; Mailingliste und Forum unseres Kurses sind eingerichtet.
Zurück in Holgers Büro am Marienplatz. Ich lade mir einige Webseiten in ein Dutzend Browser-Tabs, um Lesestoff für den Zug zu haben (Sachen, die ich eh spätestens zu Hause gelesen hätte; so kann ich die Zeit im Zug nutzen). Ich bleibe nur kurz, wenig mehr als 20 Minuten, und mache mich dann auf den Weg zum Hauptbahnhof, planmäßige Abfahrt um 18:48 Uhr.
Der Zug um diese Zeit ist immer angenehm leer; im gestrigen 17:44 Uhr-ICE ging es wesentlich voller zu.
Abfahrt mit sieben Minuten Verspätung, aber einigermaßen pünktliche Ankunft in Nürnberg um 20:30 (statt 20:28).
Bei der Bahn rollen laut Spiegel-online Köpfe. Unter anderem hat der Aufsichtsrat, namentlich der Bundesverkehrsminister Stolpe, die Ablösung des Vorstands für den Bereich Personenverkehr, den Marketing-Chef und Frau Brunotte in die Wege geleitet. Letztere war bei der Bahn für das neue Preissystem verantwortlich, das sicher für Familien und Gruppen eine Reihe von Vorteilen bringt, aber für Allein- und Spontan-Fahrer sehr nachteilig ist. Im ersten Quartal 2003 rauschten die Fahrgastzahlen und damit auch die Umsätze in den Keller. Es war wohl doch nicht so ganz schlau, ein Fluglinien-Preissystem mit Frühbucher-Rabatten und Zugbindung auf die Bahn zu übertragen, deren Vorteil es ja gerade ist, dass man spontan reisen kann. Erst heute Morgen wieder, im Reise-Zentrum am Schalter neben mir, äußerte eine Kundin Unmut über die drohende hohe Umtauschgebühr von 45 Euro, sollte sie den Zug verpassen, an den sie durch das deswegen günstigern Ticketpreis gebunden ist (Insider-Slang in der Newsgroup de.etc.bahn.tarif+service: »höchste Knebelungsstufe«). Der Schaltermitarbeiter gab ihr den Tipp, in diesem Falle das alte Ticket an die Wand zu nageln und ein neues zu kaufen, denn der erneut zu zahlende Ticketpreis von nur rund 30 Euro käme sie günstiger als die im Falle eines Falles zu zahlende Umtauschgebühr. Ich selbst bin durch das neue Preissystem auch ausschließlich benachteiligt und habe mir deswegen vergangenes Jahr noch eine alte BahnCard mit 50% Rabatt auf den Normalpreis besorgt, gültig ab dem letztmöglichen Tag im alten Preissystem, 14.12.2002. Ab Mitte Dezember 2003 kostet mich die Fahrt Erlangen-München udann keine 20 Euro mehr, sondern 30. Die Knebelungsstufen für billigere Preise, im günstigsten Fall nur wenige Cent günstiger als meine aktuellen 20 Euro, kann ich nicht nutzen, da ich mich nicht auf exakt einen bestimmten Zug festlegen kann. Plus-Minus eine Stunde bzw. ein Zug, aber genauer kann ich es nicht vorhersagen.
Was ich nicht ganz nachvollziehen kann ist, weswegen nur Leute aus der zweiten und dritten Reihe gefeuert werden, der Bahn-Chef Mehdorn (debts: »Al-Sahhaf der Deutschen Bahn«) aber auf seinem Stuhl bleibt und seinen Vertrag vorzeitig um fünf Jahre bis 2008 verlängert bekommt. Nicht, dass mich das subjektiv aufregt (ich bin kein Mehdorn-Hasser), ich kann es nur logisch nicht nachvollziehen. Es wird vermutet, dass es derzeit einfach keinen anderen gibt, der den Job machen könnte. Und dass die vorzeitige Vertragsverlängerung ein kleines Zuckerl ist, für das im Gegenzug einige Rücknahmen beim neuen Preissystem erwartet werden.
Sofortmaßnahme im Preissystem: ab Mittwoch gibt’s keine 45 Euro-Stornogebühr mehr, sondern nur noch eine Tauschgebühr in Höhe von 15 Euro (plus Differenz zwischen Knebelpreis und Normalpreis).
Was vom Tage übrig blieb:
Der iBook-Akku macht’s wohl tatsächlich nicht mehr lange. Anfangs noch vier bis fünf Stunden, seit einigen Monaten nur noch anderthalb Stunden, heute knapp eine Stunde nach vollem Aufladen.
Am Hinterrad hat’s eine Speiche zerissen, muss ich morgen mal richten lassen.
Erschienen am Dienstag, 20.05.2003 @ 23:25
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Tags: SAE
Mittwoch, 21.05.2003
Woah, wie schlecht kann ein Tag beginnen? Erst eine halbe Stunde verschlafen, im Bad Zähne putzen vergessen (zum Glück hatte ich weiße TicTacs dabei) und beim Losfahren springt mir wegen der kaputten Speiche im Hinterrad die Kette raus und ich komme zehn Minuten zu spät zu meinem Termin.
Aber das Kundengespräch (eine Abteilung einer Uni-Klinik) verlief sehr positiv. Nur ein kleiner Auftrag, aber lieber ein kleiner als keiner. Nach dem Gespräch brachte ich das Rad zu
Freilauf und gab die Neueinspeichung und Zentrierung in Auftrag. Und wenn es schon mal da ist, warum dann nicht gleich einen Großen Check mit Wartung und Austausch von Verschleißteilen machen? Auch in Auftrag gegeben, morgen hole ich es wieder ab (eigentlich wäre es schon heute Abend fertig, aber ich will nicht nochmal in die Stadt fahren). Im Altstadtmarkt noch einige Dinge eingekauft, zurück in die Klinik, ein paar Materialien für die Website abholen. Auf dem Rückweg in die Innenstadt bei Döner-King für ein Lahmacun vorbei und dann zum Busbahnhof: Kaum hatte ich mein Lahma gegessen, fing es an zu schütten; insofern trifft es sich ganz gut, dass das Rad jetzt bei Freilauf ist, denn ich wäre bei dem Wetter eh mit dem Bus heimgefahren.
Ende letzten Jahres erlitt ich ja schon einen Kulturschock, als bei uns im Dorf ein Stadtbus-Takt von tagsüber 20 Minuten eingeführt wurde und Busse auch werktags nach 19 Uhr (bis neuerdings 23 Uhr) fuhren, sowie sonntags, was es
noch nie gegeben hat. Seit etwa zwei Wochen wurden auch die hässlichen Busse der
OVF durch Niederflurbusse ersetzt. Die alten Omnibusse waren
MAN Linienbusse (»
Niederflur-Überlandlinienbusse NÜ«), keine Reisebusse oder normale Stadt-Niederflurer. Der Nachteil bei denen: Langweilige Inneneinrichtung (nur zwei Reihen mit Doppelplätzen, bestenfalls noch zweimal gegenüberliegende Sitze, zu denen man die Beine hin ausstrecken konnte), zu hoher oder zu niedriger Fenstersims, der nicht als Ellenbogen-Ablage taugte. Die Designer scheinen selbst nicht als Fahrgast mit dem Ding gefahren zu sein. Testweise gab es etwa vor zehn Jahren, als die Uralt-Omnibusse gegen die jetzigen Modelle ausgetauscht wurden, auch einen Überland-Niederflurer, in dem ich als Fahrgast gerne gefahren bin: Angenehm glucksender Motor, Großzügigkeit und Asymetrie im Innenraum, sehr bequem, Ellenbogen-taugliche Fenstersimse. Die neuen, »richtigen« Stadt-Niederflurer sind auch Ellenbogen-tauglich, haben allerdings härtere Sitze. Auf allen prankt auf dem Dach ein flacher Kasten mit der Aufschrift »Erdgasantrieb gefördert vom Freistaat Bayern«.
Erschienen am Mittwoch, 21.05.2003 @ 15:23
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Tags: Leben
Zwei Hammer-Sätze in
diesem Spiegel-Artikel über die Nöte des Bundeskanzlers, seine eigene Mehrheit zusammen zu halten:
»Die Rücktrittsdrohungen des Kanzlers sind ja derart inflationär, dass man sie schon fast als Begrüßungsformel unter führenden Genossen zur Kenntnis nimmt«, lästerte Juso-Chef Niels Annen.
Und:
»CSU-Landesgruppenchef Michael Glos erklärte, die Regierung befinde sich in einem Zustand, »gegen den ein gackernder Hühnerhaufen eine geordnete Formation ist«.
Erschienen am Mittwoch, 21.05.2003 @ 15:58
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Tags: Politik
Ich kann mich nicht entscheiden, ob ich die Werbung des Karlspreises gut oder schlecht finden soll. Valéry Giscard d´Estaing erhält am 23. Mai 2003 den
Karlspreis.

Erschienen am Mittwoch, 21.05.2003 @ 16:48
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Tags: Medien
Donnerstag, 22.05.2003
Eine Erkältung bahnt sich mal wieder an. Das Problem ist, dass man’s erst merkt, wenn’s zu spät ist, wenn man Heuschnupfen hat. Ich frage mich dann: Ist das noch Heuschnupfen oder schon eine Erkältung? Aber heute Mittag nach dem Aufstehen war klar: Erkältung. Halsschmerzen.
Ab sofort wieder ein Gramm Ascorbinsäure, Lemocin-Lutschtabletten, Erkältungsbad, Wick MediNight (Kopfschmerzen kommen auch auf…). Bin auch irgendwie matt. Gestern von etwa 19 Uhr bis 3 Uhr nachts geschlafen (prompt vergessen, den Videorecorder für Stargate scharf zu machen) und nochmal von circa 9 Uhr früh bis heute 14 Uhr.
Das passt mir jetzt gar nicht in den Kram: Habe zwei kleine Aufträge, ich muss was für’s Telekolleg tun und am Montag und Dienstag ist natürlich wieder SAE.
Übrigens, für alle Heuschnupfler, die wie ich Cetirizin nehmen: Falls der Apotheker fragt, ob’ die Schachtel auch von einer anderen Firma als Hexal kommen darf, zum Beispiel von AZU, dann lehnt ab. Die von AZU haben einen ganz ekelhaften Geschmack auf der Zunge, während die von Hexal neutral sind (und die Tabletten von Hexal sind subjektiv auch ein bisschen kleiner, obwohl beide die Größe N1 haben; kann auch sein, dass es wegen der länglicheren Form der Hexal auch nur täuscht, das Volumen aber identisch ist).
Beide 20er Schachteln kosten das selbe: 6,45 Euro. Die von AZU wird aber meine Notfall-Schachtel, falls mir die Hexal mal ausgehen sollten.
Erschienen am Donnerstag, 22.05.2003 @ 20:16
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Tags: Leben
Samstag, 24.05.2003
Ich bin zwar wach und Salon-fertig, aber ich habe keine Lust, in zehn Minuten zum heutigen Kollegtag aufzubrechen.
Könnte mit meiner Erkältung zusammenhängen. Oder damit, dass ich müde bin. Oder damit, dass ich mit meinen Englisch-Hausaufgaben noch in Verzug bin.
Auf dem Stundenplan stünde heute eine Doppel-Stunde Englisch und eine Doppel-Stunde Informatik (für die anderen auch noch eine Doppel-Stunde Mathe).
Was gestern war? An einem Projekt gearbeitet (der Online-Shop; danke
Holger, für die PHP-Unterstützung), mit dem Kunden getroffen, beim Griechen in Frauenaurach gegessen,
Keynote gekauft und darin ein bisschen rumgespielt, Schmidt-Show und Frasier gesehen.
Meine Aussage von
vor ein paar Wochen über den Griechen in Frauenaurach (»Athen«) muss ich revidieren. Ich schrieb:
»Insgesamt kann ich das "Athen" empfehlen und ich werde sicher noch öfter dort essen, vor allem, da der Weg kurz ist. Aber die Top5-Griechen sitzen fest im Sattel, und einen sechsten Platz gibt’s nicht.«
Änderung der Griechen-Top5: Das »Delphi« auf Platz 5 fliegt raus, das Frauenauracher »Athen« rückt in die Top5 auf. Die neue Platzierung:
- Athen (München, aka »Schönwetter-Grieche«)
- Plaka (Bayreuth)
- Athen (Erlangen-Frauenaurach)
- Dimitra (Mannheim)
- Dionysos (Heilbronn)
Adresse und Telefonnummer des Erlanger Athen: siehe Eintrag vom 02.03.03. Adressen und Telefonnummern der anderen genannten Griechen: siehe Eintrag vom 17.04.02 (die 2002er Top5).
In der 2001er Top5 gab es auch mal den »Schlechtwetter-Griechen« in München, das Poseidon in der Grillparzerstraße, Nähe Prinzregentenplatz (als ich mal in 2000 und 2001 für einige Monate in München gearbeitet habe, hat es immer geregnet, wenn ich zum Schlechtwetter-Griechen bin, und es schien meistens die Sonne, wenn ich zum Schönwetter-Griechen ging; ob es da einen kausalen Zusammenhang gibt?). Auch wenn Holger und Co. demnächst mit ihrem Büro praktisch um die Ecke beheimatet sind, werden wir dort wohl nicht besonders oft anzutreffen sein.
Programm heute?
Am Vormittag werde ich mir den vergangene Woche auf Video aufgenommenen Film »Metro« ansehen. Ich kenne ihn nicht; vermute mal, dass ich es mit leichter Action-Kost zu tun haben werde. Um 10:30 Uhr »Goal«, später noch die Telekolleg-Sendungen Informatik und VWL von vergangener Woche. Evtl ein paar Kleinigkeiten einkaufen. Am Nachmittag besucht uns eine langjährige Freundin meiner Mutter auf einen Kaffee. Heute Abend werde ich relativ zeitig Schluss machen.
Gearbeitet wird heute nicht; morgen wieder ein bisschen.
Erschienen am Samstag, 24.05.2003 @ 6:54
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Tags: Leben
Montag, 26.05.2003
Ich bin wach, ausgeschlafen, motiviert und habe viel vor: mir geht es prima! Es könnte noch besser sein, wäre da nicht dieser Hardcore-Schnupfen. Aber ansonsten habe ich bei der am Wochenende aufgekommenen Erkältung glaube ich das Gröbste hinter mir. Habe mir die letzten zwei Tage Lemocin, Cetirizin, täglich ein Gramm Vitamin C und Wick DayMed gegeben.
Was liegt an? In wenigen Minuten sehe ich mir die Früh-Wiederholung von
Spiegel-TV an, dann geht’s ins Bad und anschließend mache ich mein
iBook startklar.
Ich weiß noch nicht, welchen Zug ich nach München nehme; im Moment tendiere ich dazu, erst um kurz nach 9 ab Erlangen loszufahren und nicht schon früher. Der 9 Uhr-Zug hat den Vorteil, dass mich ein ICE der dritten Generation (
ICE-TD Richtung Bayreuth/Dresden,
ICE 3 auf unproblematischen Strecken und in meinem Fall, aus Richtung Leipzig durch das Erzgebirge der
ICE-T) runter bringt statt eines 12 Jahre alten
ICE 1. Und ich würde gerne mit dem iBook im Zug arbeiten, denn ich habe viel vor. Da der Akku einen Hau hat und voll aufgeladen nur noch eine Stunde statt vier hält, bin ich auf die Steckdose unter jeder Sitzreihe im ICE-T angewiesen, während es im ICE1 nur eine für die Beförderungsfälle zugängliche Steckdose im Konferenzabteil gibt (Notebooks waren Anfang der 90er noch nicht das große Thema). Wahrscheinlich kann ich vor elf Uhr (da kommt der 9 Uhr-ICE in München an) eh noch nicht ins Büro, wenn Holger, Stefie oder Robert noch nicht da sind.
Heute werde ich in München übernachten. Per Surfen im Web habe ich ein günstiges Hotel gefunden (wohl eigentlich eher eine Pension):
Hotel Atlanta. Nur 30 Euro die Nacht, was für ein Hotel schon extrem günstig ist und für München allemal (von meinen zwei Jahre Dienstreisen für die Bank in verschiedenen Städten zwischen München, Augsburg, Bayreuth, Karlsruhe, Schweinfurt, Ludwigshafen war ich Hotel-Preise von 50 bis 75 Euro gewohnt, das ist Standard). Das Hotel ist am Sendlinger Tor, und damit ausgesprochen zentral gelegen. Bis zu Holgers
Noch-Büro in der Hackenstraße Nähe Marienplatz sind’s drei Minuten zu Fuß. Für 30 Euro gibt’s freilich nur Etagen-Dusche und -WC, aber das ist okay für mich. In der Jugendherberge würde eine Nacht 21 Euro kosten, bringt aber verschiedene Nachteile mit sich (spät abends nicht mehr zugänglich, evtl kein Einzelzimmer bzw. nur mit Aufpreis, Bundeswehr-Betten mit Taschentüchern als Bettdecke, selbst Bett be- und abziehen, beim Küchendienst mithelfen…). Ich glaube, da bin ich von den über zwei Jahren auf Achse einfach noch zu sehr verwöhnt. Dennoch ist das Hotel mit 30 Euro immer noch günstiger, als Montag-Abend wieder heim zu fahren und Dienstag-Morgen wieder nach München runter (40 Euro, zumindest, bis ich ab August die
NetzCard habe).
Stefie, Holger und ich sehen uns heute um 21:55 Uhr »
Matrix: Reloaded« auf Englisch im
Münchner Cinema an.
In der
SAE steht heute und morgen »Dig. Technik« an. Kann ich mir nix drunter vorstellen; das kann alles bedeuten. Ich tippe darauf, dass es in Richtung Audio geht; Videobearbeitung wäre auch denkbar.
Gestern besuchten meine beiden Cousinen, meine Schwester und ich unseren Großvater, am Abend grillen auf der Terrasse.
Erschienen am Montag, 26.05.2003 @ 5:10
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Tags: Leben
Das seit gestern
neue Layout von
Mac-TV gefällt mir sehr gut: frisch, übersichtlich, macht Laune. Kompliment!
Über die
Fehler im Quellcode will ich mal hinwegsehen (Ampersands nicht codiert, fehlende ALT-Attribute, ein FONT-Tag, ein doppelt geschlossenes A-Tag, aber ansonsten keine größeren Strukturfehler, ist anderswo schlimmer).

[Bild anklicken zum Vergrößern]
Im Chat während der gestrigen Sendung stieß ich auf einen mir bis dahin unbekannten deutschen Mac-Newsticker: MacTechNews.de. Mal unter Beobachtung nehmen. Bezüglich Macnews sind macrumors.com und Thinksecret die Macht, aber MacTechNews scheint nicht mit den Rumorsites konkurrieren zu wollen, sondern beschränkt sich auf gesicherte Informationen zu kleineren News. Und anders als z.B. Macnews.de scheint man keine trivialen Informationen wie die neue Version von Weinkeller 3.0 zu bringen, die ich allenfalls bei Versiontracker sehen will. Wobei, soeben lese ich bei Macnews, dass Gravis in München heute einen neuen Shop (ein Umzug) eröffnet: Lindwurmstraße, nahe der U-Bahn-Station »Sendlinger Tor« und somit ganz in der Nähe meines Hotels und Holgers Noch-Büro in der Hackenstraße. Das trifft sich gut, denn ich muss neue DVD-Rohlinge kaufen. War Gravis in München bisher nicht in der Nähe des Hauptbahnhofs?
Erschienen am Montag, 26.05.2003 @ 6:24
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Tags: Apple, Mac
Nächste Woche Montag, am 2. Juni, zeigt Pro7 ab 23:45 Uhr alle neun Animatrix-Kurzfilme am Stück. Die Animatrix setzt die Geschichte um die Matrix in Zeichentrick-Filmen (Animes) fort und erklärt auch, wie es zur Niederlage der Menschheit gegen die Maschinen gekommen ist.
Ich habe bislang nur den ersten von vier auf der Website
intothematrix.com zum Download angebotenen Filme gesehen, aber der war gut (und als Hintergrundinfo zur Story sehr zu empfehlen).
Quelle:
DWDL, gesehen bei
Markus.
Erschienen am Montag, 26.05.2003 @ 12:32
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Tags: film, Film-und-Fernsehen
Man schlage die Doppelseite 54/55 im aktuellen Spiegel 22/03 auf und sehe sich die Mercedes Benz-Anzeige zu ESP an.
Hammergeil.
Erschienen am Montag, 26.05.2003 @ 19:14
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Tags: Web, webdesign
Dienstag, 27.05.2003
Gestern ging es bei Andi in der SAE um das Thema »Digital-Technik«. Ich konnte mir darunter nicht so recht was vorstellen: Audio? Video?
Tatsächlich handelte es sich um Grundlagen sowohl aus dem Audio- als auch aus dem Videobereich: Fachbegriffe im Zusammenhang mit Wellen (Periodendauer, Frequenz, Amplitude, Wellenlänge, Phasenlage…), deren Auswirkungen in der Praxis (z.B. beeinflusst die Amplitude im Audio-Bereich die Lautstärke eines Tons und im Video-Bereich die Helligkeit eines Bildes) und die menschliche Wahrnehmung (Gehör und Auge). Auswirkungen von Frequenzüberlagerungen, Funktionsweise eines CD-Players etc. pp. Insgesamt eine recht trockene Materie. Heute geht’s in diesem Bereich weiter, z.B. mit Datenkompression.
Erschienen am Dienstag, 27.05.2003 @ 12:06
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Tags: SAE
Am Montag-Abend ging’s
nach der SAE wieder zurück ins
Büro. Mal einen genaueren Blick auf Roberts neues
17″-Powerbook geworfen, davor gesetzt, die Tastatur getestet und in Photoshop mit den Paletten gespielt. Es ist schon sehr cool, und vor allem sehr dünn, aber mir wär’s zu groß. Es ist so groß, dass es quasi eine Handballenauflage bereits integriert hat; ich musste meine Uhr abnehmen, um beim Schreiben nicht ständig damit auf der Oberfläche des Notebooks zu klackern. Die 12″ und 1.024er Auflösung meines
iBook sind mir aber hier im Büro schon wieder zu klein, um mehr damit zu machen als zu surfen und Texte zu schreiben. Aber wenn Apple in den nächsten Wochen das alte 15″-Titanium Powerbook durch ein neues, 15-zölliges Alu-Powerbook ersetzt, werde ich wohl meine Kreditkarte an die Wand nageln müssen…
Jemand hat mal sehr treffend über sein iBook gesagt, dass Besitzer von PC-Notebooks neben ihm im Zug schon zu weinen anfangen, wenn sie nur das elegante Netzteil des iBooks sehen (damals gab es noch das Ufo). Das 17er Powerbook hat etwas noch besseres, fast schon dekadent: Ein Leuchtring am Ende des Netzsteckers am Powerbook zeigt den Ladezustand des Akkus an: Leutet der Ring im Steckerende grün, ist der Akku voll; leuchtet er orange, wird geladen. Und die beleuchteten Buchstaben der Tasten, wenn das Umgebungslicht dunkler wird…
Erschienen am Dienstag, 27.05.2003 @ 23:16
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Tags: Apple, Mac
Kurz nach 20 Uhr am Montag brachen wir auf, Abendessen. Wir gingen ins »
Edison & Co.«, eine
sehr nette Kneipe in München, nahe der U-Bahnstation Rotkreuzplatz. In einer Ecke gibt es eine kleine Bibliothek, in einer anderen einen Sekretär oder eine alte Glasvitrine aus dunklem Holz; überall hängen Bilder bekannter Erfinder und Entdecker. An der Tür zum Herren-WC weißt ein Bild von Edison den Weg für die Herren, bei den Damen ist es Marie Curie. Die Speisekarten sind von dünnen Holzplatten eingebunden. An Musik wird Rock und Pop der 70er bis 90er gespielt, aber sehr leise, so dass man sich in angenehmer Athmossphäre unterhalten kann. Die Speisekarte ist auf der Website online; ich nahm einen Standard-Burger ohne Tomate. Mit 8,90 Euro inkl. Pommesbeilage (Echte Pommes! In München! Keine ungeschälten Kartoffelecken!) nicht gerade preiswert, aber lecker. Im Erlanger Fellini’s gibt’s das für die Hälfte, für 4 Euro 50.
21:45 Uhr, wir sind am
Cinema. Das Cinema zeigt vorwiegend englischsprachige Filme. Es gibt nur einen großen Saal ohne ansteigende Sitzreihen und mit Klappsitzen, aber das Publikum ist angenehm (es gibt mitunter Szenenapplaus im Saal) und die Filme laufen eben auf englisch in gutem Sound, was nicht selbstverständlich ist für München. In Sachen Kino ist München ziemlich unterentwickelt und ein richtiges Dorf. Zehn Jahre nach dem Hype gibt es seit letzter Woche nun auch in München ein Multiplex-Kino, der
Mathäser der
Kinopolis-Kette (das
Maxx mit seinen popeligen sieben Leinwänden zählt nicht). Bessere Kinos, aber selbst im Vergleich zu Erlanger Kinos eher Klitschen, sind die »Kinos Münchner Freiheit« und das
Royal am Goetheplatz. Ich komme weiter
unten nochmal auf den Mathäser zu sprechen; nun erstmal zum zweiten Teil der Matrix-Trilogie.
Der Saal für »
Matrix: Reloaded« war bis auf den letzten Platz ausverkauft. Werbung um 21:55, zum Ende hin wurde das Licht gedimmt. Dann der Gong, der zum Beginn der Vorstellung rief, das Licht ging ganz aus und einige englische
Trailer wurden gezeigt, unter anderem zu »
Bruce Almighty«. Ein THX-Trailer (»Terminator«) und Film ab.
Nachdem der erste Teil den Zuschauer in die Story um die Matrix und die unterjochte Menschheit einführte, aber weitere Fragen zur größeren Einbettung und zum Beispiel zur sagenumwobenen unterirdischen Stadt Zion unbeantwortet ließ, befasst sich »Matrix: Reloaded« nun mit genau diesen Punkten. Meine hohe Erwartungshaltung wurde im Vorfeld bereits etwas gedämpft als ich Meinungen über den Film hörte und las, die von einem relativ langweiligen Streifen sprachen. Tatsächlich wird auch viel geredet, man fühlt sich fast ein wenig an »Herr der Ringe« erinnert. Der Zauber des ersten Teils ist verflogen, allerdings weiß der Zuschauer ja nun auch, wer Morpheus und was die Matrix sind. Der neue Film hat viele Textpassagen, einige intime Szenen zwischen Trinity und Neo (wie formulierte es jemand so schön: »Es wurde nur gekämpft und geküsst.«) und ist mit mehr Martials Arts-Action als im ersten Teil fast schon ein halber Eastern. Manche Szenen wirkten arg aufgesetzt und überflüssig, zum Beispiel der Besuch Neos beim Orakel oder die sehr lange Burly Brawl-Szene (halb so lang hätte es auch getan). Das »Superman-Thing«, das es bereits im
Trailer zu sehen gab, komplett lächerlich. Darüber hinaus gibt es Eye-Candy in Form von beeindruckenden Special Effects. Allerdings war vieles aus dem ersten Teil schon bekannt und war somit nicht mehr überraschend; es gab halt Bullet-Time bis zum Abwinken. Die Verfolgungsjagd war jedoch ein Augenschmaus ersten Ranges.
Trotzdem: Es gab Action, es gab Special-Effekte, die Story wurde fortgesetzt und es gab auch drei, vier Schenkelklopfer. Unzweifelhaft war der 1999er Matrix aber weitaus besser. Ich bin dennoch neugierig auf den dritten Teil, und wie die Story weitergesponnen wird. Der zweite Film endete mit einem Cliffhanger, der erst im November aufgelöst wird…
Links zu Matrix-Kritiken und Infoseiten:
-
Spiegel 20/03: »Herr der Bilder«
-
Spiegel 21/03: »Die große Illusion«
-
Spiegel-online: »Der Schein trügt sich selbst« (Achtung, Spoiler!!)
-
Sueddeutsche.de
-
Telepolis: Philosophieren in Bullet-Time
-
Salon.com
-
FM4 (via
Kai)
-
Kritik von Anke Gröner (via
Kai)
-
Kritik von Heinz
-
Kniebes-Weblog
-
widepipe-Weblog
-
Kottke-Weblog
-
Feralblog
Das Cinema zeigte nach dem Abspann nicht mehr den Teaser-Trailer zu »Matrix: Revolutions«. Aber was soll’s,
kennen wir eh schon! :-)
Letzte Empfehlung:
Matrix XP, ein ziemlich gut gemachter Fan-Film mit einigen Brüllern (inkl. Trailer und Outtakes).
Heute war ich nach der SAE nicht mehr im Büro, denn die drei Kollegen waren unterwegs, um den Mietvertrag für das neue Büro zu unterschreiben. Ich aß einen Happen im McDonald’s am Stachus und ging dann zu Fuß zum Hauptbahnhof (ist nicht weit, eine U-Bahn-Station). Den neuen Mathäser erreicht man auch durch das riesige Untergeschoss des
Stachus-Einkaufszentrums, unter dem sich je eine weitere Ebene für S- und U-Bahn befinden. Witzig ist, dass ich bereits letzte Woche am Mathäser vorbeiging, mir aber nicht auffiel, dass da jetzt ein neues Kino drin ist. Ich kannte die Baugrube noch von 1999/2000 und mir ist letzte Woche schon aufgefallen, dass da jetzt ein fertiges Haus steht. Aber ich verbuchte es unter »neuer, großer Modeladen« und sah es mir nicht näher an. Auch von der anderen Straßenseite aus ist der Mathäser nicht gerade prominent als Kino zu erkennen; das übergroße Matrix-Plakat könnte schließlich auch an jedem anderen Gebäude hängen, da muss nicht notwendigerweise ein Kino drin sein. Ansonsten nirgendwo eine Aufschrift »Kino« oder eine Info über die laufenden Filme. Im Unter- und Erdgeschoss befinden sich tatsächlich auch Läden; ins Kino kommt man erst über das erste Obergeschosss. Auf 19.000 m
2 gibt es 14 Kinosäle mit 4.283 Plätzen, sowie 17 Ladenlokale und drei Bars. Der Süddeutschen Zeitung (u.a.
1,
2,
3) war zu entnehmen, dass der größte Saal über 800 Plätze bietet und dass Jim Carrey zur Deutschlandpremiere von »Bruce Almighty« einlaufen soll. 826 Plätze im größten Saal (Nummer 6) sind durchaus beeindruckend viel, aber als Franke darf ich darauf hinweisen, dass das Nürnberger CineCitta nach wie vor das größte Kino Deutschlands ist, gemessen an der Anzahl der Leinwände (20 Leinwände plus 1x IMAX und 1x MAD-Simulationskino) und meines Wissens auch bezüglich der Anzahl der Sitzplätze (5.000; außerdem 3 Restaurants, 13 Bars und Open Air-Kino im Sommer). Weitere große Säle in Bayern: Cinemaxx Augsburg mit 626 Sitzen in Saal 3, CineCitta Nürnberg mit 547 in Kino 1 und CineStar Erlangen mit 464 Plätzen in Kino 2.
Ich werde mir sicher mal einen Film in Münchens neuem Kino ansehen und dann wieder berichten.
Nachtrag (28.05.03, 15:05 Uhr): Übrigens liefe im Mathäser »Matrix: Reloaded« auch in Originalfassung. Holger, evtl das nächste Mal den Mathäser gegenüber dem Cinema vorziehen?
Das wichtigste bei meiner Matrix-Kritik habe ich fast vergessen: Carrie-Anne Moss als Trinity. Lecker, lecker, lecker! Ein schwarzer, hautenger Lack- und Latex-Dress. Ummmhh…
Auch bemerkenswert, dass im
Abspann die Beteiligten in alphabetischer Reihenfolge aufgeführt werden (wie auch z.B. in »
Traffic«).
Letzte Sache: Falls jemand nochmal den Monolog des graubärtigen Manns zum Schluss des Films nachlesen will:
Spoilers ahead.
Erschienen am Dienstag, 27.05.2003 @ 23:52
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Tags: film, Film-und-Fernsehen
Heute der zweite Tag in der SAE zum Thema Digital-Technik.
Es ging um Aufbau und Arten der CD, Kapazitäten und Auslesegeschwindigkeiten, dito bei der DVD. Wir haben mal ausgerechnet, wie viel Datenrate beim Film »Titanic« für die Videodaten zur Verfügung steht, nachdem die rund 48 KB/s für den DD5.1-Ton und die etwa 16 KB/s für den Stereo-Ton der zweiten Tonspur abgezogen wurden (es verbleiben 595 KB/s für Video). Wir befassten uns mit den anfallenden Daten bei unkomprimiertem PCM-TON und PAL-Bildern, um uns danach über Datenkompression mittels MPEG zu unterhalten.
Den Stoff von drei Stunden (abzgl. ca. 10-15 Minuten Pause nach den ersten anderthalb Stunden, die es übrigens jede Woche gibt) habe ich jetzt in einem Absatz zusammengefasst. Aber ich will hier nicht die kompletten Inhalte wiedergeben, dazu fehlt mir schon die Zeit. Tatsächlich habe ich gestern vier Seiten beidseitig beschrieben, heute ebenfalls (plus eine fünfte einseitig, zudem gab es gestern noch drei Arbeitsblätter).
Heute war es zwar wieder nur Theorie, aber ich fand es interessanter als
gestern. Die Funktionsweise eines Mediums wie der CD oder DVD interessiert mich, ebenso die prinzipielle Arbeitsweise eines Codecs (so lange es nicht all zu mathematisch wird; heute ging es bei der MPEG-Komprimierung immerhin in die Höhen von Mantisse einer Fließkommazahl und dem Exponenten; die Mantisse, wenn ich das richtig verstanden und notiert habe, kennzeichnet den Abstand zwischen dem lautesten Musiksignal und der Verdeckungsschwelle). Die physischen Grundlagen, mit denen sich die Audios befassen müssen (Frequenz, Amplitude, Phasenlage, Periodendauer, Wellenlänge…), reißen mich nicht so vom Hocker. Aber es ist gut, auch davon zumindest mal gehört zu haben. Für uns Multimedias ist aber das wichtiger, was wir heute behandelt haben: Aufbau von optischen Medien, Datenraten, Arbeitsweise einer Kompression. Und dass man lieber 16 Bit @ 22.050 Hz verwendet, um den Speicherplatz zu halbieren, statt 8 Bit @ 44.100 Hz. Eine Halbierung der Wortbreite (8 statt 16 Bit) macht sich viel stärker bemerkbar als eine Halbierung der Samplingrate (22,05 KHz statt 44,1 KHz). [Das Sampling-Theorem von Shannon und Nyquest besagt, dass die Frequenz der Abtastrate mindestens doppelt so groß sein muss wie die maximal auftretende Frequenz des Audiosignals. Ein Mensch kann bei Geburt von 20 Hz bis 20 KHz hören, pro 10 Jahre Lebensalter geht aber vom Hörvermögen »im oberen Bereich« etwa 1 KHz verloren; ein 40-jähriger kann im Schnitt nur noch bis 16 KHz hören.]
Davon ab einige aufschlussreiche Bemerkungen von Andi: weswegen Röhren entgegen ihrem Mythos schlechter sind als günstigere Transistoren. Über die unterschiedliche Qualität einer MPEG-Codierung (»MPEG ist nicht gleich MPEG«) und das sich mit einem guten Encoder für 50.000 € bei 300 KB/s durchaus ein besseres Ergebnis erzielen lässt als mit einem schlechten Encoder und 1 MB/s Datenrate. Dass »digital« nicht grundsätzlich besser ist als »analog«. Dass aber die CD sehr wohl einen besseren Klang als die Schallplatte liefert, allein schon wegen der 2 Kanäle der CD versus einer Spur bei der LP und wegen des besseren Rauschabstands der CD. An Schallplatten festzuhalten sei Freaktum. Die DVD-Audio hingegen sei jedoch eher als Marketing-Gag einzustufen, da die Qualität der CD-DA völlig ausreichend für das menschliche Gehör ist (die CD deckt mit 44,1 KHz Samplingrate und somit 22.050 Hz f
max bereits mehr als das menschliche Hörspektrum ab, wozu sollten dann 96 KHz Sampingrate bzw. 48 KHz f
max gut sein?).
Montag und Dienstag nächste Woche geht es um Grundlagen des Harddisk-Recording.
Erschienen am Dienstag, 27.05.2003 @ 23:54
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Tags: SAE
Von Sonntag auf Montag habe ich mal wieder nur drei Stunden geschlafen. Weiß auch nicht, wie ich das immer wieder schaffe. Der Zug kam mal wieder überaus pünktlich in München an, nämlich fünf Minuten
vor Plan. Ich fuhr mit der U7 vom Hauptbahnhof eine Station zum Sendlinger Tor, um im am selben Tag neu eröffneten
Gravis-Shop nahe des Sendlinger Tors einen neuen Packen DVD-Rohlinge zu kaufen (5 Stück, in 2-facher Geschwindigkeit brennbar für 17,39 der 5er Packen). Der neue Store ist ganz nett geworden: Ein längerer Schlauch am Eingang, nach hinten geht’s dann aber sehr in die Breite. An der Fensterzeile rechts niedrige Regale mit Büchern, Software und Prospekten darin. In der Mitte des Ladens verschiedene »Inseln« mit Produktplakaten darüber: iPods, Power Macs, Powerbooks… Die Verkaufstheke an der linken Seite zieht sich vom Eingang bis in die Mitte des Geschäfts, wo sie einen Knick nach links macht, um an der den Fenstern gegenüberliegenden Wand zu enden. Bei Gravis sah ich jetzt zum ersten Mal das
17-Zoll-Powerbook in Natura: Yumm!
Weiter ins Hotel, auf der anderen Seite des Sendlinger Tors, am Anfang der Sendlinger Straße, Münchens Edelmeile, die über die kurze Rosenstraße direkt auf den Marienplatz und die Kaufinger Straße führt. Das
Hotel Atlanta selbst würde man glatt übersehen, hinge über der in einer Nische verborgenen Eingangstüre nicht eine Leuchtreklame »Hotel«. Die Rezeption liegt im ersten Stock. Ich fülle die Meldebescheinigung aus und erhalte den Schlüssel für Zimmer 43 im vierten Stock. Ein Aufzug hinter der Treppe bringt mich nach oben, ich schließe auf. Ich sehe mich nur kurz um: Das Zimmer hat ein Fenster »nach hinten raus« in einen Lichthof, ein Bett an der Fensterwand, einen Schreibtisch mit Stuhl, kleinem 30er Fernseher obenauf an der Wand gegenüber dem Fußende des Bettes, einen kleinen Schrank in der anderen Ecke und direkt rechts neben mir ein Waschbecken, dessen Wasserhahn zum Haare waschen taugt. Ich stelle nur meine Tasche (Ortlieb Office-Bag) ab und gehe wieder.
Mit dem Aufzug in das Erdgeschoss, raus auf die Sendlinger Straße, nach 500 Metern links in die Hackenstraße, in das Radspieler Haus und in den ersten Stock zum
Screen Collective. Begrüßung, ich hole mein 12-Zoll-iBook aus dem Rucksack, schließe es an Strom und Ethernet an. Dann ein genauerer Blick auf Roberts neues 17-Zoll-Powerbook, über das ich schon in einem
separaten Eintrag geschwärmt habe.

Um 13 Uhr raus aus dem Büro, in fünf Minuten zum Marienplatz, im Kaufhof noch was zu trinken gekauft, ab in die S-Bahn. S7 um 13:18 nach Aying. Zufällig traf ich auf der Hinfahrt auf zwei meiner SAE-Mitstudenten, mit denen ich auch immer um 17:25 wieder zurück Richtung München fahre. Mit der S-Bahn bis Perlach zu fahren, ist ungefähr so, wie bei mir zu Hause mit der RegionalBahn zwischen Eltersdorf und Vach: Pampa. Wirklich, schlagartig ab Giesing geht die Stadt über in eine ländliche Gegend. Kein Haus weit und breit, nur drei Bahnübergänge bis zum nächsten Halt, Perlach. Was am Montag in der SAE Thema war, habe ich ebenfalls in einem eigenen SAE-Eintrag über den Montag zusammengefasst.
Zurück im Büro um 17:45. Dort noch ein wenig geschrieben, gesurft und Mails gelesen, gegen 20 Uhr brachen Stefie, Holger und ich auf, um im »Edison« einen Happen zu essen und danach »Matrix: Reloaded« im Münchner Cinema zu sehen (siehe eigenen Eintrag über das Edison und den Film).
Nach dem Film erreichten wir noch knapp die U-Bahn um kurz nach halb eins; die nächste wäre erst 20 Minuten später gefahren. Wir verabschiedeten uns am Hauptbahnhof, wo Stefie und Holger in die S-Bahn umstiegen; ich fuhr noch eine Station bis »Sendlinger Tor« weiter und ging ins Hotel. Die Rezeption ist nur von 7 Uhr morgens bis 22 Uhr abends besetzt, aber mit einem meiner beiden Schlüssel (der mit dem längeren Bart) kann ich auch die Haustür aufsperren. Rucksack und Jacke abgelegt, dann zum Etagen-WC, um noch was wegzutragen. Ich war hundemüde und legte mich recht schnell schlafen.
Die Nachtruhe währte nur kurz: Um 03:43 Uhr kamen Leute aus einem Nachbarzimmer heim, leider relativ lautstark. Nachdem die Tür ins Schloss gefallen war, war zwar Ruhe, aber ich konnte einfach nicht mehr einschlafen, so dass ich auch diese Nacht wieder nur rund drei Stunden Schlaf abbekam.
Ich döste noch etwas vor mich hin und versucht lange, wieder einzuschlafen; in den frühen Morgenstunden las ich dann im Spiegel, wusch mich (wie gesagt, das Waschbecken ist Haarewasch-tauglich) und zog mich an. Kurz nach halb neun fuhr ich in den ersten Stock runter, um zu frühstücken (von 7 bis 10 Uhr möglich). Ich war allein in dem kleinen Frühstücksraum, in dem ungefähr fünf kleinere und größere Tische standen. Die Tische waren alle sehr schön angerichtet, an einer Wand gab es ein kleines Buffet. Ich frühstücke generell nicht gerne (aber eine Stunde nachdem ich hätte frühstücken können, brauche ich dann was zu essen), am Dienstag-Morgen war ich aber recht hungrig. Mein Standard ist jedoch unspektakulär: Nutella-Brötchen. Heute morgen gingen zwei Stück davon und ich schob noch ein trockenes Mohnbrötchen hinterher (ich war zu faul, um es zu schmieren, außerdem habe ich ein Talent, mich und meine Umgebung mit Nutella einzusauen). Zwei Gläser Orangensaft aus Miniatur-Gläsern (0,1 Liter).
Das Zimmer muss großzügigerweise erst bis elf Uhr geräumt werden, so dass ich noch ein wenig blieb und weiter Spiegel las, denn die anderen würden kaum vor halb elf im Büro sein. Um halb elf ging ich dann aber doch los und bezahlte an der Rezeption die 30 Euro für die Nacht (während Messe-Zeiten 45 Euro, was angesichts von sonst in München zu Messe-Zeiten üblichen über 100 Euro geschenkt ist).
Mir gelang es an diesen zwei Tagen ums Verrecken nicht, meine GeldKarte aufzuladen: Erster Versuch gestern an einem Reisebank-GAA am Hauptbahnhof, zweiter Versuch heute Morgen an einem HVB-GAA in der Sendlinger Straße. Der erste konnte mit meiner GeldKarte nichts anfangen (Chip von 1999), der zweite hatte gar keine GK-Ladefunktion. Ich benutze für Automaten durchaus gerne die GeldKarte, da man sich das Gefummel mit Kleingeld spart, außerdem kostet im Münchner Verkehrsverbund der Einzelfahrschein, mit GK bezahlt, nur 1,80 Euro statt 2 Euro.
Im Radspieler Haus hatte ich noch weiter Gelegenheit, den aktuellen Spiegel zu lesen, da noch niemand da war und Holger etwas später kam. Das Übliche folgte: Mails, surfen, schreiben. Um 13:10, mit gehöriger Verspätung, Verabschiedung und zum Marienplatz ins S-Bahn-Tiefgeschoss gehastet; ich kam gerade noch rechtzeitig zu meiner S-Bahn und traf dort wieder auf meine beiden SAE-Kollegen.
Den heutigen SAE-Tag habe ich gleichfalls in einem eigenen Eintrag beschrieben.
Der ICE 1510, planmäßige Abfahrt um 18:48, fuhr mit ein paar Minuten Verspätung aus dem Münchner Kopfbahnhof ab. Zwischen München-Hbf und München-Pasing blieb er einige Male ruckartig stehen und eine Durchsage des Zugchefs sprach von technischen Problemen, die der Zug offensichtlich habe. ich stellte mich schon mal seelisch drauf ein, dass wir es vielleicht noch bis Pasing schaffen, dann aber auf einen Ersatz-Zug umsteigen müssen, der natürlich auch erstmal bereitgestellt werden muss, und dass ich nicht um kurz vor 21 Uhr in Erlangen ankomme, sondern erst um 23 Uhr. Aber nach der Anfahrt aus Pasing lief alles glatt und der Zugchef gab Entwarnung.
Die nur dreistündige Nacht machte sich jetzt bemerkbar und ich ließ mich von Mandalay in den Schlaf wiegen, die auf meinem iBook die ersten Tracks des »Instinct«-Albums anspielten (habe die Dateien noch nicht auf meinen iPod kopiert). Aufwachen in Nürnberg. Ich habe zwar die Gabe, genau dann aufzuwachen, wenn es notwendig ist, das gelang mir schon zu Zeiten meiner Bankausbildung täglich auf der Hin- und Rückfahrt mit dem Bus, aber sicherheitshalber stelle ich mir auch immer noch den Wecker meines Handys. Als ich für die Bank noch viel im Zug rumfuhr, steckte ich das Handy immer in meine Hemdtasche. Jetzt, da ich vorwiegend T-shirts trage, schiebe ich ein, zwei Finger durch die Gürtelschlaufe meiner Handy-Tasche, das klappt auch ganz gut (es direkt in der Hand zu halten wäre zu gefährlich, nicht, dass es mir im Schlaf noch aus der Hand rutscht). Ankunft um 20:50 in Erlangen. Noch genau eine halbe Stunde Zeit, bis der Bus fährt, aber keine größeren Ambitionen, mit Rucksack und Ortlieb-Tasche (seit der Rückfahrt mit einem dicken Ordner Arbeit darin) noch groß irgendwo hin zu gehen, zum Beispiel einen Döner bei Avrasya zu essen. Ich ging stattdessen die paar Schritte zum Busbahnhof, dort auf mein Gleis 2 und setzt mich ins Wartehäuschen. iBook ausgepackt und auf Akku an meinem Matrix-Eintrag geschrieben.
Die neuen Stadtbusse, die auch zu mir raus auf’s Land fahren, haben nicht nur Vorteile. Da wären einmal die härteren Sitze, die ich bereits früher erwähnte. Aber heute viel mir etwas anderes auf, sehr nervtötend: Die Ansage der Haltestellen. Grundsätzlich begrüßenswert, aber nicht so, wie es der OVF umgesetzt hat:
»Nächste Haltestelle: Erlangen, Geh-bärt-Strahße.«
Beinahe hätte ich ja in Richtung Fahrer gebrüllt: »Des heißt Gebbertstraße!« Dazu kommt, dass die Stimme eine monotone, depressive, synthetische männliche Stimme ist. Kann ich nicht bitte eine echte, freundliche Sprecherin bekommen? Es muss ja nicht die gleiche Stimme sein, die in der Nürnberger S-Bahn die Haltestelle Feucht dahinhaucht. »Feucht« nicht wie im Sinne von nass, sondern im Sinne wie in »Good Morning, Vietnam«:
»Es wird heiß und feucht! Das ist ja toll, wenn Du bei einer Frau bist, aber verdammte Scheiße wenn Du im Dschungel hängst!«
Erschienen am Dienstag, 27.05.2003 @ 23:58
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Tags: Leben
Mittwoch, 28.05.2003
»Ciao Bella! Italienischer Romantiker (28/182/82) sucht Frau für alles Schöne im Leben. Fahr dich anschließend auch heim.
Chiffre: 0701100074«
Mehr davon gibt’s bei sec-blog.
:-)
Erschienen am Mittwoch, 28.05.2003 @ 18:19
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Tags: Sonstiges
Vor »Stargate« sah ich zum Schluss der Pseudo-Nachrichten auf RTL2, dass es wohl einen inoffiziellen Nachfolger des famosen »Privateer« gibt, das auf dem Spielprinzip des legendären »Elite« basierte und im »Wing Commander«-Universum spielte.
Ich hab’s mit Computerspielen nicht (mehr) so, deswegen bin ich da nicht so auf dem Laufenden. Mein letztes Spiel war Warcraft3 (davor Quake3) und das nächste wird Doom3 sein.
»
Freelancer« ist ein Spiel von Microsoft und schnitt
in der PC Action ganz gut ab (war der erste Test, den ich auf die Schnelle gefunden hab’; welche ist eigentlich derzeit die führende PC-Spielezeitschrift?).
Das gibt’s nicht zufällig auch für den Mac, oder? Etwas über eine geplante Mac-Version bekannt?
Beim Wort »Freelancer« fällt mir gerade ein: Wäre wohl nicht so praktikabel, als Raumschiff-Captain einem 9-to-5-Job nachgehen zu wollen…
Erschienen am Mittwoch, 28.05.2003 @ 23:02
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Tags: Apple, Mac
Donnerstag, 29.05.2003
Über den heutigen Tag kann ich noch nicht viel berichten, da ich erst seit 21:10 wach bin.
Nach dem Aufstehen hüpfte ich erstmal unter die Dusche, zog mich an und fuhr zum »Frühstücken« in die Pizzabar. Die Pizzabar in der Erlanger Hartmannstraße ist ein recht günstiges Lokal und wird daher gerne von Familien, Siemensianern in der Mittagspause aber auch von der einen oder anderen abgebrochenen Gestalt besucht. Heute verirrten sich zwei Penner in den Hinterhof (aka »Biergarten«). Jeder von ihnen, wie sich bei deren Bezahlvorgang herausstellte, hatte vier Weizen intus, zumindest in diesem Lokal. Sie unterhielten lautstark den ganzen Hof, wobei der eine (»Kalle, Du bist doch mein bester Freund, Kalle«) lauter war als der andere (»Halt Dei Fotz’n!«).
Ansonsten habe ich, wie gesagt, noch nichts weiter zu berichten.
Eine arbeitsreiche Nacht liegt vor mir: Heute Nacht beende ich ein kleineres Webdesign-Projekt für eine Abteilung einer Uni-Klinik. Gestern fing ich damit an, die Dateien anzulegen, Bilder zu bearbeiten und Texte in die Dateien einzufügen. Heute kümmere ich mich um das Layout der Template-Vorlage. Morgen früh (also am Freitag, so gegen 7 Uhr), schicke ich der Kundin eine Mail und bitte um Abnahme bzw. Nachbesserungswünsche, damit die Site termingerecht am Montag oder Dienstag online gehen kann (wie erwähnt: kleineres Projekt; sooo groß können eventuelle Nachbesserungen nicht ausfallen, als dass ich es zeitlich bis Montag nicht mehr schaffen könnte).
Weiters stehen Hausaufgaben für den Kollegtag am Samstag an: Informatik, VWL und Deutsch. Außerdem muss ich diese Nacht noch zwei- oder dreimal die Waschmaschine anwerfen (hell, dunkel und evtl noch Wäsche/Handtücher). Die Spülmaschine ist frühestens morgen Abend fällig.
Für alle Sylt-Fans darf ich auf einige Sendungen heute Nacht (Nacht von DO auf FR) im NDR hinweisen:
Leben wie Gott auf Sylt
»Genüsse und Geschichten von der Insel«
Reisereportage von Christian Schröder
00:05 bis 01:35 Uhr (90 Min.)
Die schönen und die Reichen
»Die geschlossene Gesellschaft von Kampen«
Dokumentation von 1971
03:20 bis 04:15 Uhr (55 Min.)
Sylt von hinten
»Lust – Frust – Arbeit«
Reportage von 2000
04:15 bis 04:45 Uhr (30 Min.)
Sylt – Von Seehunden und Seeschwalben
»Jenseits der Touristenpfade«
Naturreportage
04:45 bis 05:30 Uhr (45 Min.)
Der Bulle von Sylt
Reportage über die Polizei in Westerland
05:30 bis 05:55 Uhr (25 Min.)
Novembertage auf Sylt
»Leben zwischen Keitum und Kampen«
Impressionen
05:55 bis 06:00 Uhr (5 Min.)
Auch dieses Jahr fahren wir im Sommer in den Familienurlaub auf Sylt. Im August, ich habe den genauen Termin jetzt aber nicht bei der Hand.
Wieder mal habe ich diese Info nur Myrna zu verdanken, die mich mit Hilfe der von mir definierten Stichwörter (in diesem Fall schlug »Reportage« zu) auf solche Sendungen hinweist. Auch wenn Myrnas Fernsehdienst neuerdings zwei Euro pro Monat kostet, ist sie doch wegen des individuellen Fernsehprogramms jeder gedruckten (und teureren) Fernsehzeitschrift voraus. Info: fspg.org
Ich bin also gut beschäftigt bis morgen Vormittag, so dass ich dann am frühen Freitag-Abend ins Bett fallen kann, um dann ausgeschlafen in den Morgenstunden des Samstag aufzuwachen und zum Kollegtag in die FOS Fürth fahren zu können.
Soweit zumindest der Plan.
Erschienen am Donnerstag, 29.05.2003 @ 23:41
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Tags: Leben
Die besten Filmkritiken überhaupt, mit stets gleichbleibender Qualität, schreibt Johannes Pietsch für die
filmfacts-Website von Andreas Edler.
Wie immer braucht man seinen Kritiken eigentlich nichts hinzuzufügen. Ich darf
seinen Bericht über Reloaded, der einige Tage nach
meinem Eintrag erschien, sehr empfehlen (Achtung, es gibt Spoiler!).
Nachtrag (30.05.03, 01:15 Uhr): Was mir im Film noch aufgefallen ist: In der richtigen Welt laufen alle Menschen in ihren Raumschiffen und in Zion in gammeligen Klamotten rum, die seit Jahren kein Wasser mehr gesehen haben. Die Raumschiffe werden duch Rost zusammengehalten, einzig die Arbeitsplätze der Operatoren mit ihrem halben Dutzend Displays (haben will…) haben etwas modernes. Warum aber tragen die Leute in Zions Torverwaltung dann blütenweise Kleidung, wie sie nicht mal die Senatoren tragen, und sind mit modernster Technik ausgestattet, mit Benutzeroberflächen, die denen an Bord der Schiffe um Jahrzehnte voraus sind?
Erschienen am Donnerstag, 29.05.2003 @ 23:57
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Tags: film, Film-und-Fernsehen
Freitag, 30.05.2003

Von
Transmit, dem besten FTP-Client für den Mac, gibt es eine neue Version (2.5), und wie immer wird sie von Cabel Sasser von Panic-Software mit einer lustigen E-Mail angekündigt:
»We dug through, re-worked our code, and now Transmit is speedier than a 16-year old with a drivers license and Dad’s new Porsche. Or, something like that. Maybe Road Runner? Whatever.«
Das Update ist für registrierte Nutzer kostenlos und ich kann es sehr empfehlen: die Geschwindigkeit wurde in der Tat sehr verbessert, geht ab wie Schnitzel.
Zum Eintrag von vorhin:
Mein Vater wies mich darauf hin, dass der Tatort (»Strandgut« von 1972) auf NDR von 01:35 bis 03:20 Uhr auf Sylt spielt und somit ebenfalls zur sechsstündigen Sylt-Nacht des NDR gehört. Ich habe ihn jetzt nicht aufgenommen, aber macht nix, dafür hat mein Vater dran gedacht.
Die erste Waschmaschine läuft, die Spülmaschine war nach dem Hinzufügen einiger Gläser und Besteck nun doch auch fällig und ich bin jetzt mit dem Lesen einiger Websites und meinen E-Mails durch, fange jetzt mit der Arbeit an.
Erschienen am Freitag, 30.05.2003 @ 3:07
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Tags: Apple, Mac
Wie sieht’s aus? Die Kunden haben das Projekt abgenommen, waren sehr angetan. Zu
Kais Frage, welchen Sinn es hat,
»mit Gewalt die Nacht durchzumachen um ein Projekt fertigzumachen, wo heute sowieso wg. "Brückentag" keiner der Entscheider sich das ansehen wird«: Ich habe nicht die Nacht durchgemacht, um das Projekt fertig zu machen, sondern umgekehrt: Ich habe das Projekt fertig gemacht, während ich die Nacht durchmachte.
Wie bereits »vorhin«
erwähnt, bin ich ja gestern erst um 21 Uhr abends aufgestanden. Warum dann also nicht die Nacht sinnvoll nutzen? Bis Montag muss das Projekt online sein, außerdem will ich am Wochenende den Kopf lieber frei haben, zum Beispiel für das schöne Wetter (und noch ein bisschen andere Arbeit).
Heute Nacht hatte es 16 Grad, heute Morgen um zehn waren’s 22 und jetzt um kurz vor zwölf Uhr mittags sind es 26.
Ich fahre gleich auf einen Sprung in die Stadt, bevor es am frühen Nachmittag zwischen 14 und 16 Uhr noch heißer wird. Nichts besonderes, nur, um mal ein bisschen an der frischen Luft (mit dem Rad) unterwegs zu sein. Zum Friedhof, Blumen gießen, ein bisschen die Gedanken schweifen lassen und in der Stadt einen Happen essen (Lahmacun).
Erfreulicherweise hat sich vorhin herausgestellt, dass ich morgen gar kein Informatik habe und somit auch keine Hausaufgabe für den
Kollegtag abgeben muss. Bleiben VWL und Deutsch, das wird mich heute noch beschäftigen.
Erschienen am Freitag, 30.05.2003 @ 11:52
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Tags: Leben
Heute Post aus dem Propagandaministerium in Schortens bekommen: Meine aktuelle Punkteübersicht im
bahn.comfort-Programm (1.059 Punkte/Euro Umsatz; übrigens werden die Umsätze meiner privaten und der dienstlichen BahnCard addiert).
Außerdem im Umschlag: Ein Gutschein für eine Hin- und Rückfahrt in der ersten Klasse für bahn.comfort-Kunden (=Vielfahrer mit mindestens 2.000 Punkten/Euro Umsatz in 12 Monaten). Funktioniert so: Fahrschein für die 2. Klasse kaufen, mit Ermäßigung der BahnCard für die 2. Klasse. In die 1. Klasse setzen und bei der Fahrscheinkontrolle den Gutschein vorzeigen.
Werde ich evtl gleich am Montag testen (hoffentlich ist den ZuBs das dann auch bekannt). Ich fahre am Montag-Abend wieder nach Hause, übernachte dieses Mal nicht in München.
P.S.: Ich muss mir was anderes für die Benamsung der Kategorie
Web-Design einfallen lassen. Habe auch schon über eine Umbenennung nachgedacht. Im Moment sammle ich dort alles, was mit meinem aktuellen Beruf (abgesehen davon, dass ich Student bin) zu tun hat: Web-Designer. Wobei Web-Designer auch keine adäquate Bezeichnung ist: einerseits ist sie negativ vorbelastet, andererseits werde ich nach der
SAE mehr können als nur Web-Design (und ich kann bereits mehr als so mancher, der sich auch so nennt).. Screen-Designer? New Media-Designer, wie
Hillman Curtis sich nennt? HTML-Author, womit keiner was anfangen kann? Web-Artist? Chief of permanent Lightning and Strike Detonator?
:-)
In meiner E-Mail-Signatur steht »Webdesign-Freelancer«.
Aber es ist auch ein Problem der Einordnung: Sowas wie der
Hinweis auf eine gute Printwerbung oder dieser Eintrag hier bzgl. meiner Bahnfahrten hat mit Web-Design gar nichts zu tun, aber mit meinem Job als Web-Designer.
Von daher nicht wundern, wenn manches Mal die Einordnung in eine Kategorie nicht auf den ersten Blick schlüssig ist (falls überhaupt jemand drauf achtet). Außer, unter einem Eintrag steht die Kategorie
Bank und der Text hat überhaupt nichts mit Finanzen zu tun, dann habe ich nur vergessen, bei der Eingabe aus dem Dropdown-Menü die richtige Kategorie auszuwählen.
Erschienen am Freitag, 30.05.2003 @ 12:52
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Tags: Web, webdesign
Samstag, 31.05.2003
Gestern bin ich doch früher zusammengeklappt, als gedacht: 17 Uhr (nachdem ich seit Donnerstag, 21 Uhr wach war). Dafür war ich auch entsprechend früh wieder wach: Mitternacht. Frasier gesehen, Enterprise vom Vorabend und die Schmidt-Show, die trotz des Themas »Pferdewetten in Baden-Baden« mit einigen guten Momenten aufwarten konnte. Schmidt gewann mit seinen 500-Euro-Wetteinsatz immerhin 300 Euro die er, wie er versicherte, natürlich spenden wollte:
»An eine Vereinigung "Pferde in Not", irgendsowas wird’s doch geben. Oder "Der Huf traf mich in der Mitte."«
Gegen halb vier Uhr morgens setzte ich meine gestern begonnen Hausaufgaben fort: Weiterlesen im VWL-Buch (30 Seiten), neun VWL-Fragen auf dem Hausaufgaben-Bogen 1-3, danach zwei Deutsch-Hausaufgaben (1-3 und 4-6). Ich war bis halb neun beschäftigt; zu der Zeit ging ich aus dem Haus.
In der ersten Deutsch-Hausaufgabe hieß die erste Aufgabenstellung:
»Vergleichen Sie die folgenden beiden Auszüge aus zwei Romanen des 18. Jahrhunderts. Welche Unterschiede fallen Ihnen auf in Form bzw. Erzählhaltung, Inhalt und Sprache?«
Der erste Ausschnitt stammte aus »Leben der schwedischen Gräfin G.« von C. F. Gellert (24 Zeilen), der zweite aus »Die Leiden des jungen Werther« von Goethe (14 Zeilen, 29. Juli). Die zweite Aufgabe betraf zwei Darstellungen über das Leben im Exil von Feuchtwanger und Graf. In der Hausaufgabe 4-6 konnte man eine von zwei Aufgaben wählen: Textanalyse oder Erörterung. Ich wählte die Textanalyse, da ich in Erörterung fitter bin als in Textanalyse und von letzterer gerne mal eine korrigierte Hausaufgabe hätte, falls dies das einzige Thema der Feststellungsprüfung Ende Juni sein wird. Kaum hatte ich mich entschieden, habe ich es auch schon bereut, denn der Text »Vorurteil« von Thomas Bernhard von 1978 startete mit einem halbseitigen Schachtelsatz. Ich habe ja ein Faible für etwas kompliziertere Satzkonstruktionen, aber das war keine Hypotaxe mehr, das war pervers:
»Nahe Großgmain, wohin wir an den Wochenenden sehr oft mit unseren Eltern in einem sogenannten Landauer, welcher noch aus dem vorigen Jahrhundert stammte und der in einer für den Bau von Landauern berühmten Werkstätte in Elixhausen hergestellt worden war, unterwegs waren, hatten wir aufeinmal mitten im Wald einen ungefähr vierzig- bis fünfundvierzigjährigen Mann gesehen, der uns, die wir ziemlich schnell bergab gefahren waren, um noch rechtzeitig zu unserem schwerkranken Onkel, der in jener Jagdhütte zuhause gewesen war, die unser Großvater Anfang des Jahrhunderts einem Fürsten Liechtenstein abgekauft und für seine, wie er sich immer ausgedrückt hatte, philosophischen Zwecke ausgebaut hatte, aufzuhalten versucht, indem er sich vor uns mitten auf die Straße gestellt und die Kühnheit gehabt hatte, selbst den Pferden in das Geschirr zu greifen, um unseren Landauer zum Halten zu zwingen, was ihm natürlich nicht gelungen war.«
Die Aufgabenstellung dazu: Zusammenfassung des Inhalts (der Text bestand nicht nur aus dem einen Satz über 12 Zeilen, sondern insgesamt aus 27 Zeilen), analysieren der Erzählhaltung und der sprachlichen Mittel und Beantwortung der Frage, welche Wirkung der Autor damit erzielt, sowie: Beantwortung der Frage wie nach Bernhards Text also Vorurteile entstehen. Mein heute gefasstes Vorurteil lautet, keine Texte mehr von Thomas Bernhard zu lesen. Übertroffen wird seine Schilderung über Unfälle auf Wegen zu von Fürsten gekauften Jagdhäusern eigentlich nur noch durch das hier, mal vor Jahren im Web aufgeschnappt:
»In der Kürze, wie der Volksmund, quasi das Sprachrohr eines natürlichen allgemeinen Empfindens, so schön und so überaus treffend und dabei doch so durchaus geistvoll pointiert und mit dem erdverbundenen Witz des einfachen Mannes, welcher sich, trotz manchen Ungemachs und vieler Mühsal, unabänderlichen Mitbringseln der wildbewegten Zeitläufe, beinahe unverändert über die Jahrtausende, in denen doch so mancher Sturm die Wipfel der Bäume erschüttern ließ, bis in die Gegenwart erhalten hat, noch heute sagt, obwohl leider zu beobachten ist, daß die alten Spruchweisheiten mehr und mehr in dieser, unserer ach so hektischen und ruhelosen Zeit in Vergessenheit geraten, wenn man nur beispielsweise an jene Redensart, auch sie eine jener unumstößlichen Erkenntnisse, sprudelnd aus dem Born der Weisheit, für die Ewigkeit in Worte gekleidet, denkt, dass Reden, und damit ist wohl alles und jegliches Reden auf diesem Erdrund gemeint, Silber, ein, wie wir wissen, teures Edelmetall, jedoch das kostbarste der Güter nicht, sei, Schweigen, und auch dies ist durchaus global und allumfassend zu verstehen, jedoch, und besser könnte man es natürlich nicht sagen, Gold, dann gilt es doch mit einiger Besorgnis festzustellen, dass dieses geflügelte Wort, ähnlich wie so viele andere auch, mehr und mehr aus dem Bewusstsein breiter Bevölkerungskreise höchst bedauerlich in zunehmendem Maße verschwindet, liegt, und nun folgt in einem einzigen Wort, die Prägnanz des Sinnspruchs gewissermaßen schon im Detail in sich fassend, jene genialische Verknappung der Begrifflichkeit, um die sich unsere Dichter und Poeten gar zu oft vergeblich bemühen und die so selbstverständlich, bei aller Schlüssigkeit in sich, nicht ist, wenn man sich vor Augen hält, wie solches doch auch anders und ungleich komplizierter und damit um so unverständlicher und weniger, ja gar nicht nachvollziehbar auszudrücken durchaus möglich und vollstellbar wäre, die Würze.«
Weiter im Text. Schon als ich heute morgen zur Tür rausging, tränten mir wegen meines Heuschnupfens die Augen. Habe es jetzt immer noch, grässlich. Meine Erkältung, die ich mir letzten Freitag eingefangen habe, ist übrigens auskuriert: abgesehen von einem immer noch vorhandenem Schnupfen war die Sache am Montag/Dienstag bereits wieder gegessen. Bus um 08:57 Uhr, Frühstück (Lahmacun, ich kenn’ da nix) beim Dönermann am Rathaus, dann gemütlich zur Schule geschlendert und dort noch ein paar ausgedruckte Webseiten gelesen.
Heute im Kollegtag: Für die Kollegen zwei (echte) Stunden Mathe-Feststellungsprüfung, dann ging es auch für mich um halb elf mit einer (Schul-)Stunde VWL weiter. Wir besprachen die Hausaufgaben und es wurden einige Fragen beantwortet. Viertelstunde reguläre Pause, dann eine Doppelstunde Deutsch, um 13 Uhr Ende.
Sowohl für VWL als auch für Deutsch kann ich mal wieder festhalten, dass es ausgesprochen lohnend ist, zu den Kollegtagen zu erscheinen (abgesehen davon, dass es eh Pflicht ist, aber man sollte auch nicht all zu oft fehlen im eigenen Interesse). Wir bekommen jedes Mal Infos, wo wir beim Stoff besondere Aufmerksamkeit in Bezug auf die Prüfung walten lassen sollen. Außerdem lernt man an den Kollegtagen Dinge, die in Sendungen und Büchern nicht besprochen werden. Lernen im Medienverbund eben: Die Sendungen sprechen das Thema an, im Begleitmaterial gibt es vertiefende Informationen und an den Kollegtagen weitere Infos. Nur durch das Anschauen der Sendungen schafft man das Telekolleg nicht.
Heute bekamen wir in Deutsch die Info, wie grundsätzlich die Abschlussprüfung aussehen wird: Es wird fünf Aufgabenstellungen zur Auswahl geben:
- 2 textgestützte Erörterungen
- 1 Interpretation einer dramatischen Szene
- 1 Interpretation eines epischen Textes (epische Kurzform)
- 1 Analyse eines journalistischen Textes
Zu letzterem gehört zum Beispiel: Formal korrekte Inhaltsangabe (lernt man am Kollegtag, nicht in den Sendungen oder aus dem Buch), Erläuterung, persönliche Stellungnahme, Untersuchung der eingesetzten stilistischen Mittel.
Im Unterricht ging es weiter mit der Bearbeitung einer Stegreifaufgabe (Inhaltsangabe, Merkmale der modernen deutschen Kurzgeschichte bis 1960, Erzählperspektive eines Texts, Redeweise). Anschließend begannen wir im Unterricht den Themenkomplex der Epik, mit den epischen Kurformen, hier die Novelle. Zum Schluss der Stunde ging es um die Begriffe bzw. Merkmale einer Novelle (Rahmenhandlung, Binnenhandlung, Dingsymbol, Wendepunkt, einsträngige Erzählweise).
Im Moment merke ich, wie zeitaufwändig das Telekolleg werden kann. Bis zum Beginn der SAE im Mai hatte ich noch relativ viel Zeit, aber im Moment kommt’s ganz dick: Jede Woche Kollegtag, da über Pfingsten drei Wochen lang nichts passiert. Hausaufgaben sind zu machen, und vorher muss ich mir natürlich den Stoff aneignen. Für die SAE wäre es ganz gut, wenn ich meine Mitschriften nochmals ins Reine schreiben würde, um besser nachschlagen zu können aber auch, um mir die Inhalte besser merken zu können. Aber meine Mitschriften sind mit drei bis fünf doppelseitig beschriebenen A4-Seiten schon recht ausführlich, so dass ich das Neuschreiben zur Not mal schieben kann. Oder ich lasse es bleiben und lese es mir bei Gelegenheit nochmal mit Verstand durch, sofern ich die Themen begriffen habe oder sie mir schon bekannt waren (ansonsten muss ich natürlich mehr tun). Nebenbei muss ich auch noch Geld verdienen: Am Freitag einen Auftrag beendet, der nächste, bis Dienstag zu erledigen, hängt schon im Nacken. Außerdem muss ich mich nächste Woche noch um einen anderen, größeren Auftrag kümmern, natürlich Telekolleg-Hausaufgaben machen und am Montag und Dienstag ist der Tag mit Zugfahren und SAE schon wieder rum. Im Zug werde ich mir aber Sachen für’s Telekolleg durchlesen (vorzugsweise VWL und Informatik, genauer: Access, damit habe ich mich bisher nur am Rande befasst) und für die zwei Stunden in München im Büro vor der SAE werde ich mir Arbeit von meinem »bis Dienstag«-Auftrag mitnehmen.
Viel zu tun.
Das Wetter, nachdem es gestern sehr schön war und 26 Grad hatte, schien heute vielversprechend zu werden. Knapp 20 Grad morgens um halb neun, ich zog T-Shirt und kurze Hose an sowie Sandalen. In Fürth zog es sich bis zum Mittag zusammen, jetzt regnet es.
Dumme Sache: Wie es scheint, habe ich meinen Füller letzten Dienstag in der SAE vergessen. Er ist jedenfalls nicht im Rucksack (nicht im üblichen Fach, nicht in anderen Fächern, nicht lose auf dem Boden) und nicht im Schlampermäppchen. Muss am Montag mal bei den Audio-Supis nachfragen, ob jemand einen Füller abgegeben hat, oder nochmal im Raum nachschauen, wobei die Möglichkeit unwahrscheinlich ist, auch wenn ein schwarzer Füller auf einer schwarzen Schreibunterlage übersehen werden kann.
Falls es nicht mehr auftaucht, sind 20 Euro für einen neuen fällig, ärgerlich. 20 Euro für den Lamy logo black Füllhalter« sind gar nicht mal so teuer: Die Standard-Lamy-Schülerfüller von früher (»s2«) kosten auch schon 16 Euro. Mit Füller zu schreiben ist vielleicht nicht modern, und vor zehn Jahren hat bei uns jeder in der Schule auf Kuli gewechselt, sobald es in den höheren Klassen erlaubt war, aber schon damals wechselte ich noch vor der Abschlussprüfung wieder auf Füller. Kugelschreiber machen das Blatt kaputt; wenn man ein Blatt doppelseitig mit Kugelschreiber beschreibt, kann man es hinterher eigentlich wegwerfen, weil es weich wie Klopapier ist, sich nach innen wellt und völlig unansehnlich ist. Zumindest geht es mir so. Mit Füller habe ich da absolut keine Probleme.
Erschienen am Samstag, 31.05.2003 @ 16:08
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Tags: Telekolleg
Meine Schwester Verena ist von Mittwoch bis Sonntag auf dem Kirchentag in Berlin. Als
Atheist hält sich ja mein Verständnis für solch bahnbrechende Errungenschaften wie ein
gemeinsames Abendmahl beider großen Konfessionen und das Bohei darüber seitens der Kirchenleitung in engen Grenzen, aber das nur am Rande.
Verena berichtet meinem Vater und mir per SMS und Telefon über ihre Erlebnisse in Berlin. Sightseeing unter anderem: Eröffnungsgottesdienst, alle drei Cocktailbars »
Zeitlos« (kann ich sehr empfehlen, habe ich letztes Jahr auch mit Verena getestet; die haben den Boden komplett mit Sand zugeschüttet und ein bisschen Strand-Atmosphäre geschaffen), Berliner Dom (Kuppel und Gruft), Reichstag. Im letzten Jahr war sie nicht mit im Reichstag, nur mein Vater und ich. Wir mussten knapp eine Stunde warten, Verena war heute mit anderthalb Stunden Wartezeit gestraft und hatte oben auf dem Dach dann auch noch Regen.
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Erschienen am Samstag, 31.05.2003 @ 16:35
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Tags: Leben
Sonntag, 01.06.2003
Wie ich eben auf
telekolleg.de sehe, beginnt der nächste Hauptkurs am Montag, 1. März 2004. Der erste Kollegtag im ersten Trimester des neuen Kurses dürfte dann der Samstag, 6. März, sein.
Das bedeutet für mich: Mathe schon ab diesem Spätsommer lernen.
Für diejenigen die wollen oder müssen, beginnt am 3. November 2003 (MO) der Vorkurs mit dem ersten Kollegtag am 8. November (SA). Die Sendungen zum Vorkurs beginnen am 8.
Dezember (MO).
Das vierte Trimester im laufenden Kurs wird relativ entspannt: nur noch drei Fächer: Englisch, Geschichte und Wirtschaft (für die Sozialisten Psychologie, für die Techniker ihr zweites Physik-Trimester). Also nur noch vier Schulstunden an den Samstagen: zwei einzelne und eine Doppelstunde (bzw. an zwei
Kollegtagen auch mal zwei Doppelstunden).
Prüfungstermine im aktuell laufenden 3. Trimester (Anfang Mai bis Ende Juli):
Deutsch: 28.06.03 (FP) bzw. 26.07.03 (AP)
Mathe: 31.05.03 (FP) bzw. 25.07.03 (AP)
Technik/Informatik: 19.07.03 (FP)*
Prüfungstermine im kommenden 4. Trimester (Mitte September bis Ende Dezember):
Englisch: 11.10.03 (FP) bzw. 19.12.03 (AP)
Geschichte: 06.12.03 (FP)*
Psychologie (nur Sozialisten): 08.11.03 (FP) bzw. 20.12.03 (AP)
Physik (nur Techniker): 08.11.03 (FP) bzw. 20.12.03 (AP)
Wirtschaft (nur Wirtschaftler): 08.11.03 (FP) bzw. 20.12.03 (AP)
FP = Feststellungsprüfung, wird vom Lehrer gestellt
AP = Abschlussprüfung, zentral von München gestellt (alle Kollegschulen in ganz Bayern bekommen die gleichen Aufgaben)
* = die FP ist gleichzeitig auch die Abschlussprüfung und die Endnote im Zeugnis; wird vom Lehrer gestellt
Mündliche Prüfungen in Englisch, Psychologie, Physik und Wirtschaftslehre am 24.01.04, von denen weiß ich allerdings nicht, ob sie Pflicht oder optional zur Notenverbesserung sind.
Wirtschaft teilt sich übrigens auf: Im 3. Trimester Volkswirtschaftslehre (VWL) und im 4. Trimester Betriebswirtschaftslehre (BWL).
Erschienen am Sonntag, 01.06.2003 @ 14:45
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Tags: Telekolleg
»Vor knapp einem Monat rollte Steve Jobs mit seinem Apple-Dienst iTunes Music Store mal eben die Branche auf und verkaufte in drei Wochen mehr als der Rest der Konkurrenz im gesamten ersten Betriebsjahr von Pressplay und MusicNet.«
Frank Patalong in einem Netzwelt-Artikel bei Spiegel-online.
Ebenfalls vergangene Woche: Apple stellte ein Update auf Version 4.0.1 von iTunes zur Verfügung, dass die Möglichkeit des Streamings von Musikstücken über Netzwerke einschränkt, da die Funktion missbraucht wurde. Sehr fair von Apple, ausdrücklich auf die einschränkende Wirkung des Updates hinzuweisen. Aus dem c-net-Artikel:
»"The new iTunes 4.0.1 update limits Rendezvous music sharing to work only between computers on a local network (its intended use) and disables music sharing over the Internet," Apple said in a statement provided to CNET News.com.
[...]
"Rendezvous music sharing… has been used by some in ways that have surprised and disappointed us," Apple said. "We designed it to allow friends and family to easily stream (not copy) their music between computers at home or in a small group setting, and it does this well. But some people are taking advantage of it to stream music over the Internet to people they do not even know."«
Aus dem Text von Software-Update:
»In iTunes 4.0.1 wurde die Leistung verbessert und der Zugriff auf das Netzwerk beschleunigt. Außerdem können Sie Musiktitel nur noch mit Computern gemeinsam nutzen, die iTunes 4.0.1 oder neuer installiert haben und sich im lokalen Netzwerk (innerhalb des gleichen Teilnetzes) befinden.«
Ich habe das Update installiert. Abgesehen davon, dass ich Rendezvous-Streaming über das Internet eh nicht genutzt habe, finde ich Apples Einschränkung fair und hoffe, dass eine hohe Akzeptanz des Updates den iTunes Music Store schneller nach Europa bringt.
Erschienen am Sonntag, 01.06.2003 @ 17:11
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Tags: Apple, Mac
Wow, Verena kommt auf der Rückreise
vom Kirchentag wahnsinnig langsam voran…
Um 13 Uhr rief sie an, der Bus sei aus Berlin losgefahren. Um 17 Uhr die Info, sie seien immer noch in der Nähe von Berlin. Eben rief ich sie an: Jetzt sind sie immerhin schon bei Gera und rechnen mit einer Rückkehr gegen Mitternacht. Da warte ich mit dem Essen nicht mehr auf sie.
Mein Abendprogramm:
- bis 21 Uhr: Arbeiten.
- 21 Uhr: Mac-TV; heute im Telefon-Interview zu Gast: Christine Strobl, stellvertretende Fraktionsvorsitzende im Münchner Rathaus und SPD-Sprecherin im Personal- und Verwaltungsausschuss. Thema: Münchens Entscheidung, die 14.000 Client-Rechner der Verwaltung von Windows NT auf Linux umzustellen.
- gegen 22 Uhr: zum Griechen nach Fr’aurach runterfahren, zwei Tzatziki mitnehmen.
- gegen 22:30 Uhr: Tzatziki essen, lesen, Online-Ticket buchen, Rucksack für morgen packen, Ordner mit Arbeit in das Ortlieb Office-Bag (um im Büro in München zwischen halb zwölf und 13 Uhr weiterzuarbeiten; den lasse ich über Nacht in München und arbeite Dienstag ebenfalls in der gleichen Zeit dran weiter).
Ansonsten: Ich fahre morgen Abend wieder nach Hause und teste auf Hin- und Rückfahrt mal die erste Klasse im ICE-T mit meinem Gutschein. Auf der zweistündigen Hinfahrt werde ich mich ins VWL-Buch vertiefen und, wenn ich mit dem Lesen der nächsten drei Lektionen bzw. 26 Seiten (4: Die Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung; 5: Der Staat; 6: Wirtschaftsordnungen) schnell voran komme, auch noch VWL-Hausaufgaben machen. Auf der Hinfahrt habe ich Zeit, denn der Spiegel der kommenden Woche hat nicht all zu viele interessante Themen und die, die interessant waren, habe ich mir bei Spiegel-online ausdrucken können. Ergo kaufe ich ihn mir nicht; normalerweise schaffe ich auf einer Hinfahrt nach München die ersten 70 bis 100 Seiten, je nachdem, wie viele Artikel ich lese. Ab der Hälfte geht’s dann schneller, da die meisten Artikel aus den Ressorts Ausland, Sport, Kultur und Wissenschaft für mich nicht von Interesse sind.
In München muss ich mich gegen 13 Uhr um den Upload der kleinen Website kümmern, die ich mir am Freitag habe genehmigen lassen. Dann geht’s zur SAE: Thema in dieser Woche ist »Grundlagen des Harddisk-Recording«.
Auf der Rückfahrt die Erledigung der restlichen von insgesamt 9 VWL-Aufgaben plus der zwei inoffiziellen Hausaufgaben des Lehrers, außerdem Lesen der Access-Kapitel im Informatik-Buch und evtl ein wenig Lesen von Webseiten (Spiegel, Heise, Weblogs), die ich mir zwischen 17:45 und 18:20 im Büro auf’s iBook lade. Ankunft in Erlangen gegen 20:50 Uhr. Noch einen Happen essen (Döner?), dann ab nach Hause, E-Mails, Bett.
Nachtrag, 23:08 Uhr: Nicht schlecht: zehn Stunden für die Fahrt Berlin-Erlangen…
Abfahrt 13:11, Ankunft 23:02.
Erschienen am Sonntag, 01.06.2003 @ 20:50
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Tags: Leben
Montag, 02.06.2003
*argl*, verschlafen…
Alternative zum Neun-Uhr-Neun-ICE: RegionalExpress um 09:52 nach Nürnberg (An: 10:10), dort ICE 783 um 10:30 Uhr. Ankunft in München um 12:15. Mein arbeitsreicher Vormittag im Büro schmilzt von anderthalb Stunden auf eine halbe Stunde…
:-(
21,9 Grad im Schatten, die Sonne scheint, blauer Himmel, wunderbar!
Heute Abend nicht vergessen: Animatrix auf Pro7 und Bahn-Chef Mehdorn bei Beckmann.
Erschienen am Montag, 02.06.2003 @ 9:07
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Tags: Leben
Eben noch zusammen mit einem Freund ein kleineres, aber nicht triviales Excel-Problem gelöst.
Gleich Auftritt des Bahnchefs bei »
Beckmann« im Ersten. Der Videorecorder ist für die neun Folgen der
Animatrix auf Pro7 programmiert. Wahrscheinlich das erste und letzte Mal, dass auf Pro7 eine Sendung im Originalton läuft. Hoffe ich zumindest; und bitte nicht durch Untertitel verschandeln und Werbeblöcke nur zwischen den Episoden bringen, danke.
Meine heutigen Erlebnisse in der SAE folgen später.
Erschienen am Montag, 02.06.2003 @ 23:20
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Tags: Sonstiges
Ein Artikel von John Gruber auf
Daring Fireball, über den ich schon seit bald zwei Wochen schreiben wollte: »
Zeldman reloaded«. Es geht um Jeffrey Zeldmans zweites Buch, »Designing with Web Standards« (Arbeitstitel: »Forward Compatibility«). Es ist
bei Amazon und anderen Buchhändlern erhältlich und sowohl der Verlag (New Riders) als auch Jeffrey selbst haben eine Mini-Site online gestellt (
New Riders,
Zeldman). Es gibt zwei
Probekapitel; das
Inhaltsverzeichnis des 400-Seiten-Schmökers ist ebenfalls im Web verfügbar. Schon vor einigen Monaten erschien bei
Digital Web der viel zitierte Artikel »
99.9% of Websites are obsolete«, ebenfalls ein Auszug aus einer frühen Version des Buchs.
Während John Gruber über Zeldmans neues Buch schreibt, bringt er es mal wieder messerscharf auf den Punkt:
»Designers, obviously, tend to be visual thinkers. Thus they are drawn to visually-oriented web design applications such as Dreamweaver and GoLive.
[...]
The idea, of course, is that designers are accustomed to visual design applications like QuarkXPress, Photoshop, FreeHand, and Illustrator. But the difference is that in print design, the output of design applications – usually Postscript – is a means to an end, not the end itself. When you create a print design project, the finished product is ink on paper. It doesn’t matter how many layers you used in your Photoshop images, or whether you set up proper style sheets in Quark – if the end result looks good, you can reasonably claim to have done a good job.
In web design, however, the end result is the markup itself. The final presentation of the markup is out of your hands. It is thus a misnomer to describe Dreamweaver and GoLive as "WYSIWYG« applications. What you see is what you get implies that you have complete control over the final presentation of your project. In print, this is possible. On the web, this is impossible.
Richtig, richtig, richtig.
Es gibt immer noch so viele schlechte Websites, auch (und gerade) von teuer bezahlten Agenturen erstellt, die bestenfalls gut aussehen, die technisch aber schlecht umgesetzt sind und/oder eine schlechte Benutzerführung aufweisen. Immer noch denken viele Designer – und auch Kunden –, dass eine Web»seite« so zu kontrollieren ist wie ein genormtes A4-Blatt oder ein Foto im Sucher der Kamera oder nach der Aufnahme in Photoshop. Auch wenn es manchen schon zum Hals raushängt, aber nachdem nach wie vor die meisten Designer und Kunden diesem Irrtum aufsitzen, muss es Gebetsmühlen-artig wiederholt werden:
Eine Webseite ist kein Blatt Papier.
Bei einer Million Surfern sieht eine Site eine Million mal anders aus, weil jeder einen anderen Monitor, eine andere Auflösung, ein anderes Betriebssystem und einen anderen Browser hat. Es macht auch keinen Sinn, »für 1.024×768« zu »optimieren«, da nicht jeder Surfer seinen Browser im Vollbild laufen lässt und durch unterschiedlich viele und große Menü- und Symbolleisten von diesen Werten noch einige Pixel abgezogen werden müssen. Allenfalls kann die Maxime gelten, dass Weniger mehr ist.
Nein, eine Webseite ist kein Blatt Papier. Ein A4-Blatt ist in seinen Abmessungen genau definiert: Es ist 21 Zentimeter breit und 29,7 Zentimeter hoch, und ein klassischer Designer weiß jeden Milimeter zu nutzen. Theoretisch lässt sich auch bei einer Webseite jedes einzelne Pixel festlegen, aber dann ist die Seite zementiert und sieht nur auf dem Rechner des Designers gut aus, nirgendwo anders sonst.
John Gruber fährt in seinem Artikel fort mit weiteren Vergleichen und Unterschieden zwischen der Welt des Print-Designs und der des Web-Designs. Weswegen es Print-Designern beim Anblick eines HTML-Quellcodes in einem Texteditor kalt den Rücken runter läuft. Weswegen Web-Designer aber trotzdem visuell arbeiten, mit ihrem Texteditor.
So, Schluss, sonst schicke ich den Beitrag nie mehr ab.
Zeldmans Buch ist bestellt, aber im Gegensatz zu John habe ich es noch nicht gelesen (hat er?). Das Inhaltsverzeichnis verspricht ein Buch, dass dem Leser die Wichtigkeit von Standards nahe bringt und die Umsetzung in der Praxis zeigt.
Erschienen am Montag, 02.06.2003 @ 23:31
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Tags: Web, webdesign
Natürlich habe ich auch nicht den Zug
um 09:52 Uhr erwischt. Das hat man davon, wenn man sich gleich früh an den Computer setzt, um Mails und Websites zu lesen…
Aber egal, der um 11:09 tat es auch noch, und den erreichte ich dann auch. Ankunft in München mit sechs Minuten Verspätung, wodurch ich eine S-Bahn später nehmen musste und in Perlach erst um 13:55 ankam. Geschenkt; um 14 Uhr kam ich immer noch pünktlich in der SAE an, es ging auch erst zehn Minuten später los.
Mein Horror ist nur, dass es mal bei einem 11:09-Zug eine halbe oder eine Stunde Verspätung gibt und ich dann auch entsprechend später in der SAE aufschlage, aber solche Verspätungen sind selten. Trotzdem sollte ich es mir zur Angewohnheit machen, mindestens einen Zug früher zu fahren, dann ist die Anreise insgesamt etwas entspannter. Ab August, wenn der Unterricht von 14 auf 10 Uhr vorverlegt wird, wird meine Standardverbindung wohl der IC um 06:59 von Erlangen nach Nürnberg, weiter mit dem ICE um 07:27 und Ankunft in München Hbf um 09:16 (S-Bahn-Abfahrt um 09:34, Ankunft Perlach um 09:53 Uhr).
Meinen
1. Klasse-Gutschein löste ich heute noch nicht ein; morgen vielleicht.
Auf der Hinfahrt ist noch was seltsames passiert: Der ZuB konnte mein Online-Ticket nicht verifizieren. Er rief dann, bewaffnet mit der Auftragsnummer meines OT und meinem Namen, bei einer Hotline an (dauerte bestimmte eine halbe Stunde, bis er von denen den Rückruf bekam), um sich bestätigen zu lassen, dass es das OT wirklich gibt. Er notierte mir dann auf dem ausgedruckten Ticket, dass er bei der Hotline nachgefragt hat (wohl als Hinweis für den ZuB auf der Rückfahrt) und knipste es mit seiner Zange.
In der SAE erzählte uns heute nicht Henning etwas über Harddisk-Recording, sondern Armand. Zunächst Grundlagen des Harddisk-Recordings und ein paar Infos über die Branche. Dann ein kleiner Überblick über gängige Programme, wobei wir uns hauptsächlich mit Steinbergs
Wavelab befassen werden. Kostet um die 400 Euro; für andere Programme wie Digidesigns (jetzt Avid)
ProTools kann man aber auch leicht mal 15.000 Euro ausgeben; Sprachaufnahme-Plätze und ganze Studios sind natürlich nochmal um Größenordnungen teurer. Bevor wir bei Wavelab einsteigen, noch ein Überblick über Dateiformate und Grundlagen der Audio-Bearbeitung, sowohl analog als auch digital.
Im zweiten Teil, nach der Pause, zeigte uns Armand Wavelab: Die Oberfläche, Shortcuts und er demonstrierte uns, wie in einem importierten CD-Track ein Takt sauber selektiert wird. Abschließend einige Effekte, morgen geht’s mit Wavelab richtig los. Morgen bekommen wir auch die zweite Übung erklärt, die da heißt: »HD-Recording«.
Auf der Rückfahrt erwischte ich doch tatsächlich die S-Bahn um fünf nach fünf. Am Marienplatz, genauer: in der angrenzenden Rosenstraße, kaufte ich mir bei
Kaut-Bullinger & Co., einem luxuriösen Schreibwaren-Geschäft, einen neuen Lamy-Füller (»
logo black« mit Federspitze M;
Bild). Der Preis war mit 20,90 Euro der selbe wie in Erlangen. In der SAE ist meiner leider nicht mehr aufgetaucht. Heute habe ich übergangsweise mit einem billigen (3 Euro) Lamy-Tintenroller (»
white pen Tintenroller«, Mine M62;
Bild) geschrieben, aber auch nur jedes Blatt einseitig, wie beim Kugelschreiber, da auch der noch zu stark durchdrückt. Es geht eben nichts über echte Tinte.
Das kann ich jetzt vielleicht mal nachreichen: Im Februar
schrieb ich, dass ich 50 Euro für zwei Schreibgeräte ausgeben habe. Also, der Füller hat 20,90 Euro gekostet. Der zweite Stift brachte es auf 31,50 Euro. Ein Kugelschreiber. 30 Euro für einen Kugelschreiber? Ja, denn es ist ein geniales Produkt: Der
Pico von
Lamy (
Pressemeldung). Es handelt sich um einen Kugelschreiber von nur 9 Zentimeter Länge, mit abgerundeten Enden: ideal, um ihn z.B. in der Hosentasche zu transportieren. Bleibt nirgendwo hängen, macht die Klamotten nicht kaputt; sowas habe ich wirklich schon lange gesucht. Der Gag: Drückt man auf das obere Ende, fährt unten die Kulispitze raus und der Stift vergrößert sich auf 12 Zentimeter, so dass man auch angenehm mit ihm schreiben kann. Perfekt für Notizen unterwegs.
Befeuert wird das Ganze mit kürzeren Minen M22, die allerdings mit 2,10 Euro das Stück nicht gerade billig sind (die größeren Tintenroller-Minen M62 für den
white pen kosten 2 Euro das Stück). Wie gesagt, geniales Produkt. Ich bin nach drei Monaten damit immer noch hin und weg: kompakt, angenehm in Hand und Hosentasche, auf Knopfdruck trotzdem volle Schreibgröße.

Oben im Bild das Taschenformat, unten das Schreibformat.
Als Farbe wählte ich pearlchrom: Glänzt schön matt und zieht die Fingerabdrücke nicht so an wie das »normale« chrom.
Erschienen am Montag, 02.06.2003 @ 23:41
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Tags: SAE
Dienstag, 03.06.2003
Heute tatsächlich mal den Zug um neun nach neun erwischt. Wieder nicht erster Klasse gefahren, denn der Zug war angeneh, leer; ich glaube, den Gutschein hebe ich mir mal für einen Montag auf; ich berichte dann.
Die Nacht war kurz. Verschiedene Blogger beklagten die Hitze in den letzten Tagen, wobei ich es noch relativ angenehm fand, hatte ja »nur« 17 Grad draußen. Ich freue mich wieder auf den Hochsommer, wenn es nachts 20 Grad hat und man um 2 Uhr nachts im T-Shirt vom Kino heimfahren kann, und bei sperrangelweit geöffnetem Fenster schlafen kann (mein Fenster ist keine Schießscharte, sondern nimmt fast die Breite des Raums ein, das macht schon was aus). Jedenfalls konnte ich letzte Nacht auch nicht einschlafen, erst kurz nach vier. Da kamen wohl mehrere Gründe zusammen: Der Heuschnupfen, die leichte Schwüle in der Luft, der Bayreuth-Effekt, Nachdenken (bald ist der erste Todestag meiner Mutter…).
Um halb sieben weckte mich Verena (darum hatte ich sie am Vorabend gebeten, um schon mal »angeweckt« zu werden, sicher ist sicher) und ich fragte sie im Halbschlaf, wie das Wetter sei. Mir war, als hätte ich im Schlaf schlechtes Wetter mitbekommen, Regen vielleicht? Aber sie sagte, dass es schön sei und ich schlief weiter, bis um Viertel nach sieben der erste Wecker klingelte und um halb acht die beiden anderen. Aufgestanden, ins Bad getorkelt, unter die Dusche. Um halb neun, auf dem Sprung, noch die Tasche meines iPods gesucht, aber unter einem Fahrrad-Handschuh fündig geworden. Um 08:35 gut von zu Hause weggekommen. 22 Grad, T-Shirt, kurze Hose, Sandalen (selbstredend ohne Socken).
Der Zug kam pünktlich in Erlangen an, fuhr aber mit vier Minuten Verspätung aus Nürnberg ab. Dennoch Ankunft um 11:10 in München (planmäßig um 11:09), Respekt.
Back to topic. Im Moment ist wieder die Zeit, in der mir mein Heuschnupfen schwer zu schaffen macht. Immer um Pfingsten rum. Ich nehme Cetirizin-Tabletten dagegen, aber mir scheint, dass es trotzdem schlimmer geworden ist im Vergleich zum letzten Jahr. Nach Pfingsten werde ich mal wieder meinen Hautarzt aufsuchen. Gestern und heute hat’s mich ein paar Mal fast
zerrissen. Von diversen Einkäufen in Apotheken habe ich mittlerweile derart viele kostenlose Taschentücher-Päckchen (a 10 Stück) angesammelt, dass ich an sich einen Handel damit aufmachen könnte. Aber die Billigware taugt nichts; Tempo bewirbt seine Taschentücher mit »durchschnupfsicher« und verlangt dafür einen höheren Preis, als er für Taschentücher aus dem Discounter üblich ist, und ich muss sagen: zu Recht. Das Klopapier aus der Apotheke ist sofort hinüber, aber Tempo hält in der Regel noch. Ich bevorzuge die Mini-Packung: kompakt, aber trotzdem volle Taschentuch-Größe. Die Tücher sind anders gefaltet und es sind auch nur acht statt zehn in der kleineren Packung.
Erschienen am Dienstag, 03.06.2003 @ 12:52
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Tags: Leben
Nach kleineren Schwierigkeiten gestern ist die am Freitag fertiggestellte Website eines Kunden heute Vormittag online gegangen, noch rechtzeitig. Alles gut gelaufen, danke auch an
Klaus. Die Kunden sind begeistert, der größere Folgeauftrag im Herbst winkt. Hoffen wir das Beste.
Erschienen am Dienstag, 03.06.2003 @ 12:56
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Tags: Web, webdesign



Links im Bild: Mein 12″-iBook (Rev. A, G3-500, von Juli 2001).
In der Mitte: Holgers 15″-Powerbook Titanium (Rev. A, G4-500, von Frühjahr 2001).
Rechts außen: Roberts 17″-Powerbook (Aluminium, Rev. A, G4-1 GHz von Mai 2003).
Bilder zum Vergrößeren anklicken.
Fotos: Holger Eggert, TSC.
Erschienen am Dienstag, 03.06.2003 @ 23:19
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Tags: Apple, Mac
Während ich gestern beim Thema »Grundlagen des Harddisk-Recording« elf Seiten mitschrieb, waren es heute nur drei. Es ging weiter mit Harddisk-Recording mit Wavelab, aber während es gestern noch recht interessant war, einen Takt genau zu selektieren und mit dem Ausführen-Menü ein bisschen destruktiv zu arbeiten, war es heute sehr trocken. Wir sahen uns etwa 5.000 Pop-up-Menüs an, aber es waren auch einige wesentliche Infos dabei: non-destruktives Arbeiten mit einer Audiomontage, lineare und logarhytmische Crossfades, Lautstärke-Änderungen.
Außerdem besprachen wir die BMC-Übung »HD-Recording«. Wir müssen einen etwa fünfminütigen Pop-Song auf rund eine halbe Minute kürzen. Für uns BMCler wird es etwas leichter gemacht: Wir vergleichen das Ausgangsmaterial auf einer Spur (im Beispiel: »Never be the same again« von Mel C) mit einer Vorlage in der zweiten Spur. In einer dritten (und vierten) Spur bearbeiten wir »unsere« Version, die am Schluss der Vorlage gleichen soll. Es wird gekürzt, das Intro verdoppelt und hier und dort ein Becken oder Drumfill kopiert und an eine andere Stelle gesetzt.
Wie die
Graphics-Übung muss auch diese Übung bis zum Ende des BMC (Ende Juli) abgegeben werden. Die Photoshop-Aufgabe wird auf einer ZIP100 abgegeben, die in Wavelab bearbeitete Audio-Datei auf einer MiniDisc. Die letzte Viertelstunde zeigte uns Armand noch die beiden Schnittplätze in der »Edit Lounge« und den Buchungscomputer. Wer in der Edit Lounge arbeiten will, muss sich einen Arbeitsplatz per Buchungscomputer reservieren (an die Rechner im Multimedia-Übungsraum kann sich jeder setzen, wenn sie frei sind; in den Unterrichtseinheiten hat jeder im Multimedia-Seminarraum einen eigenen PC). Ich werde mich Ende Juni mal an die Wavelab-Aufgabe machen. Die Photoshop-Übung dauert auch noch etwas, mir fehlen noch Bilder (schwierig; die Auflösung einer billigen Picture-CD von 1.536×1.024 Pixeln reicht eigentlich nicht für ein CD-Cover, wenn ich bei dem Foto dann evtl noch was wegschnippeln muss; Photo-CD hat mit 3.072×2.048 eine sehr gute Auflösung, ist aber sündhaft teuer; mal sehen…).
Zurück im
Büro noch einige Webseiten auf’s iBook gepackt, um mir im Zug lesenderweise die Zeit zu vertreiben und so das zu erledigen, was ich sonst zu Hause eh mache.
Dumm gelaufen: Ich vergaß das Netzteil für’s iBook im Büro. Das merkte ich aber erst um 18:30 im Zug, als ich das iBook aus meinem Rucksack holte. Abfahrt um 18:48, und einen Zug später wollte ich nicht nehmen. Naja, dann müssen wir uns zu Hause mal für zwei, drei Tage zu dritt den Power Mac teilen. Robert ist so freundlich, mir das Netzteil mit der Post zu schicken, dann habe ich es vielleicht am Donnerstag.
Ursprünglich hieß es, dass an Feiertagen ganz normal Unterricht in der Münchner
SAE ist. Das wurde wohl neuerdings geändert, denn kommenden Pfingsmontag müssen wir nicht antreten. Dafür gibt’s am Dienstag die volle Dröhnung, von 14 bis 20 Uhr. Den meisten von uns wäre Pfingsmontag dem Vernehmen nach lieber gewesen, aber man hat wohl die schlechte Erfahrung gemacht, dass an Feiertagen die Anwesenheitszahlen einbrechen (die Anwesenheit wird jeden Unterrichtstag per Namensliste kontrolliert). Die nächsten beiden Woche steht »Web« bei Jochen auf dem Programm. Da ich mich seit 1995 im Internet bewege (damals noch mit Telnet) und seit 1997 mit HTML, gibt’s da für mich nichts Neues mehr zu lernen, zumal die Themen im BMC eh nur angekratzt werden (eben »
Basic Media Certificate«), bevor sie im zweiten Level vertieft werden. [Aus dem Grund werde ich auch nicht zum Audio-Guru, nach nur sechs Theorie-Stunden Grundlagen zum Harddisk-Recording und x Stunden eigene, praktische Übungen; aber wir haben es zumindest mal gemacht und es ist uns nicht unbekannt. Der BMC soll auch einen Überblick über die drei Bereiche Multimedia, Audio und Digital-Film geben.] Mal sehen, evtl seile ich mich um 18:50 ab (Ankunft Erlangen um 21:58), spätestens die letzten zehn Minuten schenke ich mir aber und gehe um 19:50 (Ankunft in Erlangen um 23:00 Uhr).
Erschienen am Dienstag, 03.06.2003 @ 23:33
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Tags: SAE
Mittwoch, 04.06.2003
Die
Kommentare in debts zum Auftritt von Bahnchef Mehdorn am Montag bei Beckmann habe ich noch nicht gelesen. Ich gehöre nicht zu den Mehdorn-Hassern, fand seinen Auftritt aber ganz gut. Sein Vergleich, die Bahn sei wie eine Tischdecke, an der jeder zieht und er müsse darauf achten, dass die Teller am Tisch bleiben, halte ich für recht passend. Ich glaube auch, dass ein Unternehmen wie die Bahn nur von einem Manager geführt werden kann, der auch mal zurückbeißt und austeilt. Ich hätte mir gewünscht, dass Mehdorn näher auf die steuerliche Benachteiligung der Bahn (Ökosteuer, Kerosinsubventionen im Flugverkehr) eingegangen wäre, als der ebenfalls eingeladene Jürgen Vogel (der anlässlich des am Dienstag-Abend im ZDF gezeigten Films »Der Aufstand« zum Thema des 17. Juni 1953 zu Gast war) das Thema Preise ansprach. Mit der Pünktlichkeit der Bahn bin ich im Großen und Ganzen sehr zufrieden. Man sollte sich immer Zeitpuffer einplanen und z.B. einen Flug nicht vom Erreichen einer bestimmten S-Bahn abhängig machen, so wie die Helden am Montag bei mir im Zug (ihnen blieben laut Plan nur fünf Minuten Umsteigezeit, und genau die hatte der Zug Verspätung). In Tests zur Pünktlichkeit der Bahn wird eine Messlatte von 5 Minuten angelegt. Wenn ein Zug, der von Berlin bis München oder Hamburg bis München fährt, nach sechs Stunden Fahrt nur sechs Minuten Verspätung hat, halte ich das für vernachlässigbar. Aber ab der fünften Minute gilt er bereits als unpünktlich, egal, ob er sechs Minuten Verspätung hatte oder eine halbe Stunde. Insofern will ich da die Bahn etwas in Schutz nehmen. Sicher, ich habe auch schon mal eine Stunde auf einen verspäteten Zug gewartet, aber das ist doch eher selten (und ich bin von 2000 bis 2002 jedes Jahr so viel Zug gefahren, dass mir die Bank eigentlich auch eine Netzkarte für 3.350 Euro hätte kaufen können). Für viele Verspätungen kann die Bahn nichts: Warten auf Anschlussreisende (Thema Anschlusssicherheit), höhere Gewalt (Unwetter) oder Selbstmörder, jedes Jahr tausend in Deutschland. Bis der Staatsanwalt die Strecke wieder freigibt, können ein paar Stunden vergehen, und der Zug oder andere nachfolgende Züge können dann schlecht durch die Prärie fahren. Ein SAE-Kollege meinte, wenn er mal von München (eigentlich Icking) nach Augsburg fährt, ist er mit dem Auto regelmäßig anderthalb Stunden unterwegs. Mit dem ICE dauert’s genau 36 Minuten, ich kann die Uhr danach stellen. Von Augsburg bis Nürnberg dann noch exakt eine Stunde und zwei Minuten.
Ankunft heute Abend um 20:46 Uhr in Erlangen nach zweistündiger Fahrt ab München: pünktlich. Ich fahre gerne Bahn. Die Preise? Ja, dass die neue BC25 für einen Einzel- und Spontan-Fahrer wie mich im Vergleich zur alten BC50 nachteilig ist, ist keine Frage, red’ mer nicht drüber.
Aber ab August habe ich eine Netzcard, dann sind mir ein Jahr lang alle Preise egal.
:-)
Ein Zuschauer wählte heute Abend in der Schmidt-Show Mehdorn zum neuen Liebling des Monats.
Zuschauer: Wir nehmen Mehdorn.
Schmidt: Warum?
Zuschauer: Na, der muss ja auch mal geliebt werden, der kriegt ja nur auf die Fresse.
Erschienen am Mittwoch, 04.06.2003 @ 1:50
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Tags: Politik
32 Grad im Schatten, aber nicht für mich: Arbeit, Arbeit, Arbeit: Haushalt, Projekt A, Projekt B, Telekolleg, SAE…
Ok, Fenster offen, um doch noch was vom Sommer mitzubekommen.
Erschienen am Mittwoch, 04.06.2003 @ 18:06
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Tags: Leben
Donnerstag, 05.06.2003
Eine der Serien, die ich derzeit besonders gerne sehe, ist »Frasier«. Dr. Frasier Crane, die Hauptperson der Serie, ist Psychologe und moderiert eine Call-in-Show im Radio. Sein Bruder Niles ist ebenfalls Psychologe. Der Vater, Marty Crane, ist pensionierter Polizist und der einzig Normale in der Familie. Seine beiden Söhne hatten schon als Kinder Interesse für Opern und sind als erwachsene Mitt-Dreißiger Wein-Kenner, Gentlemen, an Kunst interessiert und ein klein wenig Snobs. Ein Zitat aus der heutigen Folge macht das vielleicht deutlich. Niles bestellt im Café Nervosa einen Kaffee:
Niles: Einen doppelten Cappucino, koffeinfrei, Magermilch; der Schaum soll ästhetisch angenehm wirken aber nicht so viel, dass man davon einen Schnurbart kriegt.
Kellner: Mit Zimt oder Schokolade drauf?
Niles: Junge, machen die das wieder kompliziert! Mit Zimt.
Erschienen am Donnerstag, 05.06.2003 @ 2:01
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Tags: film, Film-und-Fernsehen
Am Mittwoch um 13 Uhr aufgestanden; mal wieder verschlafen. Mich dann aber gleich an die Arbeit gemacht: meine tägliche Tour durch meine Standard-Websites und E-Mails lesen/schreiben (beides zusammen etwa eine Stunde; habe aber nicht alles auf den Websites gelesen, was ich gerne gelesen hätte). Tiefkühlpizza und dann non-stop arbeiten. Mit einem Kunden telefoniert (Projekt A) und einige Mails geschrieben, dann wieder am anderen Projekt (B) gearbeitet. Hauptsächlich habe ich heute mit dem B-Projekt zu tun gehabt, aber zu Beginn und zum Ende meines heutigen Tages mal jeweils eine Stunde Projekt-A-Arbeiten eingeschoben. Zwischendurch drei Waschmaschinen angeworfen, Sachen in den Trockner, fertige Wäsche zusammengelegt.
Um 20 Uhr eine Pause für die wöchentliche Stargate-Folge eingelegt. In der Zeit ließ ich mal meinen Vater und meine Schwester an den Power Mac; das am Dienstag in München bei Robert im Büro vergessene Netzteil für das iBook sollte der Postbote am Donnerstag bringen. Um halb zehn dann weiter gearbeitet, bis 23 Uhr. Ich habe jetzt beim B-Projekt etwas Luft (Termin Dienstag statt Samstag), unglücklicherweise wegen eines Todesfalls in der Familie des Projektkollegen; das tut mir sehr leid.
Den Beginn der Schmidt-Show gesehen, aber um 23:45 auf’s Rad geschwungen, bei McDonald’s was essen (der Grieche hat nur bis halb elf warme Küche). Leider wurde der BigExtra bei McD aus dem Programm gestrichen, dafür ist aber nun der Royal-Käse wieder im Standard-Programm.
Vom heutigen Wetter, 32 Grad im Schatten und Sonne ohne Ende habe ich nicht all zu viel mitbekommen, das spielte sich einen halben Meter links neben mir außerhalb des offenen Fensters ab. Dafür die rund 40 Minuten Rad fahren um Mitternacht. Das war Befriedigung genug, denn darauf habe ich ein halbes Jahr gewartet: Bei milden 22 Grad in T-Shirt und kurzen Hosen nachts durch die Landschaft, über die Dörfer fahren. Es riecht immer sehr angenehm um diese Zeit. In den vorherigen Sommern war das eigentlich immer der krönende Abschluss eines Tages, dessen Ausgang mit einem Kinofilm in der Nachtvorstellung eingeläutet wurde. Und dann eben nachts um eins oder zwei durch den Wiesengrund fahren; es ist noch warm, die Luft riecht gut, niemand sonst unterwegs.
Erschienen am Donnerstag, 05.06.2003 @ 2:14
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Tags: Leben
Freitag, 06.06.2003
Das Independent-Label
CD Baby! gewährt etwas tiefere Einblicke hinter die Kulissen von Apple
Music-Store.
Am 5. Juni waren rund 150 Vertreter kleiner Labels zu Apple in Cupertino (Kalifornien) eingeladen. In einem zweieinhalb-stündigen Vortrag mit Q&A-Teil gab Steve Jobs höchstselbst Auskunft zur Funktionsweise des Stores und zu vertraglichen Details.Die Story ist nicht mehr online, aber bei Macrumors gibt es noch
einige Details. So bietet Apple allen Vertragspartnern, egal ob großes Major-Label oder kleines Indie-Label, die gleichen Vertragsbedingungen. Apple will nicht mit 200 Anwälten verhandeln, daher ist der Vertrag den Apple den Labels schmackhaft machen will, nicht verhandelbar: akzeptieren oder bleiben lassen. Verhandlungen mit einzelnen Künstlern oder Sub-Labels sind Sache des »iTunes-Partners«, Apple kümmert sich darum nicht. Die Musikstücke werden ebenfalls durch die Labels codiert, Apple stellt hierzu eine OS X-Software zur Verfügung. Apple wieß darauf hin, dass man nicht bestechlich sei: Welche Künstler gefeatured werden, entscheidet eine mehrköpfige Redaktion in Cupertino; man lässt sich nicht für Banner bezahlen. Steve Jobs unterstrich diese Aussage auf Nachfrage mit dem Hinweis, dass man in der 20-jährigen Geschichte des Mac noch nie Icons auf dem Desktop verkauft habe.
Insgesamt durchaus interessant.
Nachtrag (12.06.03): In einem Mac-TV-Forum hat jemand den
kompletten Bericht mit allen Einzelheiten gepostet.
Erschienen am Freitag, 06.06.2003 @ 23:25
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Tags: Apple, Mac
Nachdem Jeffrey
Zeldman mit seinem
Buch fertig ist, kann er sich
nun wieder ganz
A List Apart widmen.
In
Ausgabe 157 geht es um das Standard-konforme Publishing- und Weblog-Tool »
TypePad« von
six apart, den Machern von
Movable Type.
Erschienen am Freitag, 06.06.2003 @ 23:58
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Tags: Web, webdesign
Samstag, 07.06.2003
Warum hat es dann heute schon wieder 30 Grad im Schatten?
25 find’ ich angenehm, und nachts 15-20; das kann von mir aus das ganze Jahr so gehen. Aber 30 sind einfach zu viel, wenn das T-Shirt wenige Minuten nach dem Verlassen der Wohnung nass geschwitzt ist und die Hose klebt.
An sich hätte ich Grund, in die Stadt zu fahren, aber irgendwie isses mir im Moment zu heiß. Vielleicht kann ich mich in ‘ner Stunde aufraffen, auch wenn es dann kaum merklich kühler sein wird.
Erschienen am Samstag, 07.06.2003 @ 14:25
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Tags: Leben
Sonntag, 08.06.2003
Tja, bin dann doch wieder weggenickt. War seit Freitag, 18:30 wach und habe mich gestern gegen 15 Uhr hingelegt und bis eben geschlafen. Das ist ganz gut, weil ich so jetzt langsam wieder in einen vernünftigen Rhythmus reinrutsche, synchron zum Rest der Bevölkerung. Am Sonntag werde ich wohl gegen 17 Uhr zusammenklappen und bis Montag-früh gegen 2 Uhr schlafen. Am Montag dann etwa um 19 Uhr schlafen gegen, und so verschiebt sich das langsam wieder.
Mein Frühprogramm? Fernsehsendungen nachholen (Telekolleg, Malcolm in the middle, Animatrix), gegen 3 oder 4 mal zum Einkaufen zu ‘ner Tankstelle fahren, schreiben, arbeiten, Telekolleg-Hausaufgaben.
Erschienen am Sonntag, 08.06.2003 @ 0:41
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Tags: Leben
Respekt, 25 Grad um halb acht Uhr morgens. Letzte Nacht schwang ich mich kurz vor drei nochmal auf den Sattel und war bei angenehmen 20 Grad 1 1/4 Stunden unterwegs (McD, Geld abheben in der Innenstadt, Tankstelle auf dem Rückweg). Es waren für die Zeit noch erstaunlich viele Leute unterwegs: Mir kamen zu Fuß oder auf Rädern zwischen 3 und 4 alle paar Minuten Leute entgegen; wahrscheinlich Berggänger auf dem Heimweg.
Später werde ich nochmal in die Stadt fahren. Blumen gießen auf dem Friedhof, dann weiter Richtung Berg. Letzten Freitag habe ich einen Film voll gemacht und dummerweise keinen Ersatz mitgenommen; das hole ich heute und morgen nach.
Mal wieder scheint sich zu bestätigen, was die letzten Jahre zu bereits zu beobachten war: In den Sommermonaten ist es nachmittags um genau zehn Grad wärmer als morgens die Frühtemperatur. Ich rechne heute mit 32 Grad.
[An die Mitleser, die nicht aus Erlangen kommen? Ich spreche in Rätseln? »Berg«? Kläre ich später noch auf.]
Erschienen am Sonntag, 08.06.2003 @ 7:41
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Tags: Leben
Hmm. Ich bin wieder dort, wo ich gestern angelangt war. Tag verpennt, seit ‘ner 3/4 Stunde auf den Beinen. Mit dem Unterschied, dass das McD diesmal nicht bis 5 Uhr morgens offen hat, sondern nur bis 1. Werde mir aber nachher wohl eher eine Tiefkühlpizza oder Nudeln gönnen.
Ich muss leider feststellen, dass ich nicht sehr produktiv war.
Erschienen am Sonntag, 08.06.2003 @ 22:48
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Tags: Leben
Zum Kollegtag am letzten Samstag. Auf dem Stundenplan stand eine Stunde Technologie/Informatik, eine Stunde VWL, Doppelstunde Deutsch und Doppelstunde Englisch.
In T/I besprachen wir die Themengebiete, die in der vom Lehrer gestellten Prüfung abgefragt werden (mehr Excel als Access, aus dem Technologie-Buch nur die ersten drei Lektionen, da er für Techniker und Wirtschaftler eine gemeinsame Prüfung schreiben muss, sich der Stoff der Sendungen und des Buchs aber nach der dritten Lektion teilt).
Eine Frage zur Excel-Hausaufgabe wurde beantwortet, dann ging es weiter mit Access. Wir besprachen eine Ex, die den FOS-Schülern vorletztes Jahr vorlag, inklusive einer etwas komplizierteren DB-Abfrage. Anschließend noch einige Minuten Technologie: kleine Rechenaufgabe (sehr simpel) und ein einfaches Blockschaltbild mit Berechnung des Gesamtwirkungsgrads (auch sehr einfach). Wenn es in Technologie auf dem Niveau weitergeht, habe ich vor der Prüfung keine Angst; als ich die Bücher zum zweiten Trimester erhielt dachte ich ja, Technologie sei eine Fortsetzung der Physik mit anderen Mitteln. Tatsächlich bewegt es sich eher auf der Stufe der Physik in der achten Klasse (zumindest das, was wir an diesem Samstag im Unterricht besprachen und was in der ersten Sendung am Freitag gezeigt wurde; das Buch und die Hausaufgaben-Bögen habe ich mir noch nicht näher angesehen).
In VWL ging es um die volkswirtschaftliche Gesamtrechnung unter Einbeziehung von Staat und Ausland. Eine Aufgabe aus dem Buch gab einige Zahlen vor, wir sollten die fehlenden Geldströme und Zahlen ergänzen.
Wir bedienten uns dabei nicht des Kreislaufmodells aus dem Buch, sondern arbeiteten mit T-Konten, was die Sache sehr vereinfachte, da man eben sofort sieht, wo was fehlt (Soll und Haben müssen ja in jedem Konto gleich sein).
In Wirtschaft ging es heute recht intim zu: Wir waren nur zu dritt; normalerweise sind’s 6 Wirtschaftler. Von den insgesamt 40 Telekollegiaten zu Beginn im vergangenen September blieben jetzt nur noch rund 15-18 übrig. Das Telekolleg ist auch durchaus anspruchsvoll, da es ja neben dem Beruf betrieben wird. So gesehen könne auch stolz sein (so unser Telekolleg-Leiter und Deutsch-Lehrer), wer die Fachhochschulreife neben dem Beruf erwirbt, jedoch darf man auch nicht übersehen, dass wegen der Kürze der Zeit von nur vier Trimestern auch einiges übersprungen wird, was an der FOS/BOS noch regulär im Lehrplan steht, zum Beispiel die Lyrik in Deutsch.
In Deutsch wurde wieder einiges Organisatorische geklärt und wir unterhielten uns auch mal fünf Minuten über das Telekolleg an sich.
Im Stoff ging es heute um die Vorgehensweise bei der literarischen Sprachanalyse, die Figurencharakteristik und verbreitete Fehler in den Hausaufgaben (so dass wir sie in der Prüfung vermeiden). Abschließend wurde das Thema Texterläuterung angesprochen. Ach ja, ganz zu Beginn die Info, welche Themen für die Feststellungsprüfung relevant sein werden, die bereits am nächsten Kollegtag (28.06.) geschrieben wird.
Nach Deutsch verabschiedeten sich einige Leute, die auf Englisch keine Lust mehr hatten, und auch ich war drauf und dran zu gehen. Ich hielt dann aber doch noch durch, da ich schon letztes Mal in Englisch fehlte und die nächste Englischstunde weit weg ist (12.07.).
Zum Einstieg ein wenig lockere Vokabelarbeit, dann weiteres Bearbeiten einer Abschlussprüfung, wie wir es bereits seit geraumer Zeit praktizieren.
Wieder mal kann ich feststellen, dass der Besuch der Kollegtage die Halbe Miete ist. Nur durch Selbststudium der Bücher und Sehen der Fernsehsendungen ist das Telekolleg kaum zu schaffen.
Der neue Füller mit der M-Spitze (statt vorher F) schreibt sich sehr gut.
Erschienen am Sonntag, 08.06.2003 @ 23:20
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Tags: Telekolleg
Was ist das, »der Berg«?
Es ist Erlangens fünfte Jahreszeit, jedes Jahr zu Pfingsten. Zu Deutsch: die
Bergkirchweih. Der Name ist Programm: Die Kirchweih findet an einem Hang statt, dem »Berg« (eigentlich Burgberg), unter mächtigen Bäumen. In einer Straße (»An den Kellern«) gibt es viele Fahrgeschäfte, Eis- und Losbuden (insgesamt rund hundert); am Ende traditionell ein größeres und
rasantes Fahrgeschäft (Kotztüten bereit halten), am Anfang das Riesenrad (55 Meter hoch, laut
Eigenwerbung »das größte Riesenrad der Welt mit offenen und drehbaren Gondeln«).
Von der Straße weg gehen Kellergewölbe in den Berg hinein, in denen Bier eingelagert wird. Auf den Kellern hat es Bierbänke unter großen Eichen- und Kastanienbäumen, die von 16 Festwirten mit Maßen versorgt werden. Anders als brettlebene Parkplatz-Feste wie das Nürnberger Volksfest oder das Münchner Oktoberfest hat der Erlanger Berg durch das Feiern unter einem Laubdach statt eines stickigen Bierzeltes seinen besonderen Charme, der jedes Jahr eine Million Besucher anzieht. Nur das
Annafest in Forchheim (26.07. bis 04.08.03), auch an einem bewaldeten Hang, hat ein ähnliches Flair, ist aber etwas kleiner bzgl Besucherzahlen, dafür weitläufiger.
Eine Übersicht der Keller bietet die
Karte auf bergschein.de sowie auf
der-berg-ruft.de. Eine Übersicht zur Lage des Bergs in der Stadt gibt es auf der
Anfahrtsskizze zur Augenklinik im nahen Kopfklinikum. Auf der ersten Karte sind die verschiedenen Keller zu sehen (von West nach Ost:
Entlas-, Erich-, Hübner-, Niklas-, Hofbräu-, Henninger-,
Steinbach- und
Tucher-Keller, Monis Berg-Station und weiter draußen in Richtung der Fahrgeschäfte der Birkner-Keller; nicht auf der Karte: Hartmann-Keller rechts neben Tucher).
Jedes Jahr am Donnerstag vor Pfingsten ist um 17 Uhr der
Anstich durch den Oberbürgermeister. Der Berg dauert dann bis Montag übernächster Woche (also zwölf Tage); am letzten Tag wird das letzte Fass vergraben. Ausgeschenkt wird Bier der beiden Erlanger Brauereien (
Kitzmann mit nur zu Bergzeiten erhältlichem Bergkirchweih-Bier und
Steinbach) sowie von Tucher aus Nürnberg.
Dieses Jahr findet bereits die 248. Bergkirchweih statt. Am Pfingstdienstag haben traditionell alle Geschäfte in Erlangen nur bis zum Mittag offen. Am Berg treffen sich Studenten mit ihren Professoren und auch der
Siemens-Vorstandsvorsitzende ist jedes Jahr zu Gast.
Was gibt’s noch zu wissen? Die Straße parallel zum Berg (Essenbacher Straße) ist während des Bergs gesperrt, nur die Sonderbusse zwischen Innenstadt und Berg sowie Taxis fahren durch. Die Busse sind aber allenfalls zur Hinfahrt zu empfehlen: Wenn um 23 Uhr – der Nachtruhe wegen – der Berg schließt und 100.000 Besucher die paar hundert Meter durch die Altstadt in die Innenstadt zurückströmen, geht nichts mehr; zu Fuß ist man dann schneller als per Bus, der in weniger als Schrittgeschwindigkeit mit den Mengen mitschwimmt.
Nach dem Berg geht es in diversen Kneipen entlang der Hauptstraße weiter (das macht Erlangen zur IMHO besseren Kneipenstadt als Nürnberg: die meisten Kneipen sind wie auf einer Perlkette an einer Straße aufgereiht). In einer Querstraße zur Hauptstraße (Fuchsengarten) befindet sich das
E-Werk, in dem es jedes Jahr zu Bergzeiten ab 22:30 Uhr das »Bergwerk« für die Zeit nach dem Berg gibt.
Eigentlich wollte ich am Freitag vom Dach des Kopfklinikums aus (8. Stock) ein paar Fotos machen, denn zwischen dem Gebäude und dem Berg befindet sich nur der Fluss Schwabach und dessen Flussauen. Aber leider war die Tür zum Dach abgesperrt; anders als zu meiner Zivizeit vor drei Jahren.
Dieses Jahr bin ich zwar öfter am Berg als letztes Jahr, aber für den »Großen
Bergschein« (jeden Tag ein Bergbesuch und mindestens eine Maß trinken) reicht’s trotzdem noch nicht. Würde mir Bier schmecken, hätte ich noch mehr vom Berg.
Ich werde weiter berichten und Fotos nachliefern.
Websites:
-
bergkirchweih.de
-
der-berg-ruft.de
-
bergkerwa.de
-
der-berg-ruft.info
-
erlangen.de
-
erlanger-nachrichten.de (Lokalableger der Nürnberger Nachrichten)
Erschienen am Sonntag, 08.06.2003 @ 23:47
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Tags: Leben
Montag, 09.06.2003
Die letzten Tage ging es etwas spärlicher auf
my two cents zu.
Rückblick:
Mittwoch, 4. Juni:
Aufgestanden um 13 Uhr und dann bis 23 Uhr nahezu ununterbrochen gearbeitet [siehe »
Mittwoch war Projekt B-Tag«]. Allerdings erst in den frühen Morgenstunden des Donnerstag schlafen gegangen.
Donnerstag, 5. Juni:
Irgendwann gegen 18:30 Uhr aufgestanden. Am frühen Nachmittag wachte ich mal kurz auf, da draußen ein schweres Unwetter wütete. In Erlangen gewitterte es nur heftig, zehn bis zwanzig Kilometer weiter südlich, in Fürth und Nürnberg, sah es stellenweise wohl
schlimmer aus. Um 17 Uhr der Anstich zur 248. Bergkirchweih.
Gegen 20 Uhr radelte ich in die Stadt, um auf »den Berg« zu gehen [siehe »
Der Berg ruft«]. Ich stellte das Rad bei Micha ab, die am Fuße des Bergs wohnt, und ging gemütlich durch mit den Menschenmassen bis vor zum Tucher-Keller, wo ich Micha mit Freunden und Studienkollegen traf. Sie waren schon etwas länger auf dem Keller, wir brachen bald wieder auf; 22 Uhr dürfte es gewesen sein. In Michas Wohnung ein kleiner Imbiss, Waldmeister-Bowle und Bergbesucher vom Balkon aus beobachten, die ihren Weg nach Hause durch die gesperrte Straße antraten. Gegen Mitternacht fuhr ich auch nach Hause.
Freitag, 6. Juni:
Am Morgen hielt ich etwas länger durch, bis etwa zehn Uhr. Dann schlief ich wieder ein und wachte um 18 Uhr auf. Direkt fertig gemacht und auf den Berg gefahren. Nachdem ich letztes Jahr wegen des auslaugenden Jobs in der Bank gar nicht auf dem Berg war hatte ich mir für dieses Jahr vorgenommen, so oft wie möglich zu gehen, und sei es nur, um ein Softeis zu essen oder eine
Gulden-Brezel zu kaufen.
So blieb ich an diesem Tag auch nur kurz: Den Film in der Kamera voll machen (ich Held habe keine Ersatzfilme mitgenommen…), Softeis essen, zwei kleine Guldenbrezeln kaufen (»klein« heißt immer noch rund 25 cm Länge), und um 21:30 beim Frauenauracher Griechen einkehren.
Samstag, 7. Juni:
Die Nacht für einiges Aufarbeiten meiner Videokonserven genutzt, sowie für Telekolleg-Hausaufgaben.
Pünktlich um Viertel nach sieben Uhr morgens stand ich an der Bushaltestelle Vach Nord, um zum heutigen Kollegtag zu fahren [siehe »
Die halbe Miete«], dem letzten vor den Pfingstferien (es geht dann erst am 28.6. wieder weiter). Am Nachmittag war es brütend heiß [siehe »
Sollte es nicht kühler werden?«], ich nickte aber trotzdem kurz nach meiner Ankunft zu Hause gegen 15 Uhr ein und schlief bis halb ein Uhr nachts am Sonntag [siehe »
...anders, als man denkt.«].
Sonntag, 8. Juni:
Über den Sonntag habe ich soweit schon berichtet [siehe »
Es wird heiß«]. Im Wesentlichen: kurz vor 3 Uhr morgens nochmal ‘ne Stunde in die Stadt geradelt, Video gesehen, gelesen. Die neun Episoden der
Animatrix habe ich mir am Stück angesehen. Insgesamt hat’s mich nicht vom Hocker gerissen: generell bin ich nicht so sehr ein Anime- und Zeichentrick-Fan; ich fand die Kurzfilme eher durchschnittlich. Als zeichnerisch interessant empfand ich »
Detective Story«, am besten war der erste Film, »
Osiris«, sowohl hinsichtlich visueller Umsetzung, Schnitt, als auch Story. Die Verwandschaft zu »
Final Fantasy« war nicht zu übersehen; der Regisseur Andy Jones war bei Final Fantasy der Animation Director. Zur Fortführung der Story aus den richtigen Matrix-Filmen zu empfehlen: Osiris sowie »The Second Renaissance«, Teile 1 und 2.
Erschienen am Montag, 09.06.2003 @ 0:34
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Tags: Leben
Alle paar Monate, zum Beispiel jetzt wieder zum
Berg, juckt’s mich ja schon in den Fingern, wieder eine Digiknipse zu kaufen, weil die Fotos einfach schneller im Rechner sind.
Mit 3 Megapixeln ist die Auflösung auch passabel, aber mit gelingen mit Digitalkameras einfach keine guten Fotos, weil sie tatsächlich nur verbesserte Modelle von billigen Sucher-/Knipserkameras sind. Viele der von mir mit meiner ersten Digicam gemachten Fotos hatten eine arge »Körnigkeit« auf (Kodak DC4800 mit 3 Megapixeln aus dem Jahr 2001). Siehe
dieses Foto als Beispiel: Ein Bildausschnitt aus einem größeren Foto, hier jedoch in Originalgröße belassen (der Ausschnitt ist also nicht von mir vergrößert oder verkleinert worden) mit der Originalqualität (JPEG, 86%). Woran liegt das?
Und Tiefenunschärfe, wie ich sie gerne für Portraits verwende, geht baulich bedingt nicht, da die Blende nicht groß genug ist.
Ich muss also wohl oder übel meine Kleinbild-Spiegelreflex, eine Z20 von
Pentax mit 28-80-Objektiv, weiter benutzen und mit der Entwicklung des Papierfilms eine Picture-CD bestellen. Unnötigerweise ist das nur in Verbindung mit Papierabzügen möglich, die ich nicht brauchen kann, ich will die Fotos ja digital haben. Insofern finde ich es auch einen Gag, wenn für Consumer die Angebote »Papierabzüge Ihrer digitalen Fotos« wie Pilze aus dem Boden schießen (ok, ich will eine Digicam nur, um nicht mehr mit physischen Fotos zu tun haben zu müssen; für Consumer haben Digicams bei der Aufnahme natürlich Vorteile und ich kann
ein wenig verstehen, warum diese noch Papierabzüge haben wollen).
Die Picture-CD hat mit 2,5 Megapixeln (1.536×1.024) leider eine relativ niedrige Auflösung und die entwickelten Bilder ersaufen in zu kräftigen Farben.
Aber Diafilme sind mit noch mehr physischem Gefuddel verbunden und die Speicherung auf Photo-CD (Auflösung: 3.072×2.048 Pixel) ist mit etwa einem Euro pro Bild sündhaft teuer.
Digitale Spiegelreflex-Kameras sind für mein Budget noch zu teuer (z.B. EOS10D von Canon für 1.900 Euro) und kommen für den Preis unverschämterweise mit einer USB- statt einer FireWire oder wenigstens USB2-Schnittstelle daher (ist sogar bei der D100 von Nikon für 2.270 Euro der Fall). Die EOS1D für knapp 5.000 Euro hat dann FireWire und 4 Megapixel Auflösung, die EOS1Ds bringt es mit 11 Megapixeln auf 9.000 Euro und darf dann auch FireWire an Bord haben. Und bei digitalen SLR-Kameras kommen nur Canon und Nikon in Frage, da will ich nichts von Minolta oder Olympus wissen.
Ergo: Digitale Qualität ist für mich im Moment unbezahlbar, und daher muss ich weiter auf Kleinbild (aber Spiegelreflex) fotografieren, eine Woche nach Filmabgabe (Film erstmal voll kriegen…) auf die CD warten und mich dann mit Bildern zufrieden geben, die mit zweieinhalb Megapixeln eine vergleichsweise niedrige Auflösung haben und in Farben ertrinken.
Und bei der Picture-CD gilt »Sekt oder Selters«: Es können nur alle Bilder eines Films auf die CD gespeichert werden (pro 36er Film etwa fünf Euro), eine Auswahl kann ich vorher nicht treffen. Und nachträgliches Speichern vom Negativ oder Papierabzug geht nicht (einzelnes per Hand scannen von Papierabzügen ist mir zu mühsam). Einzelne Bilder auf CD speichern geht nur vom Dia bei der teuren Photo-CD.
Erschienen am Montag, 09.06.2003 @ 0:49
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Tags: Leben
Das war für mich etwas überraschend: Bislang hieß es ja, nur in Deutschland schaue man auf Zertifikate, Abschlüsse, Scheine und andere Wischs, die das eigene Können belegen sollen. In den USA, so hieß es, zähle nur, was jemand kann und welche Referenzen er hat, ganz egal, was derjenige gelernt hat.
Zumindest für Apple in Kalifornien scheint das nicht zu gelten: In einem
Stellenangebot für Web-Designer wird als (Hoch-)Schulbildung ausdrücklich ein Abschluss als Bachelor in Design oder Media verlangt.

Erschienen am Montag, 09.06.2003 @ 8:13
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Tags: Web, webdesign
Alle Welt ist begeistert vom »
Fluch der Karibik«, zum Beispiel
Kai,
Andreas oder die rund 50 Besucher bei
zelluloid.de, die ihn durchschnittlich mit 92% bewerteten. Aktuell steht er in der IMDB in der ewigen
Top250 auf Platz 244 mit 8,0 von 10 Punkten.
Nur ich bin es nicht. Regisseur war
Gore Verbinski, dessen Remake von »Ring«
mich schon eher enttäuschte als begeisterte, ebenfalls entgegen dem Trend.
Der »Fluch der Karibik« (im Folgenden »FdK«, das wird mir sonst zu blöd) ist kein schlechter Film. Ich finde ihn einfach nur Durchschnitt. Vielleicht liegt das daran, dass ich meine Erwartungen zu hoch gesteckt habe, nachdem Leute rings um mich sagten, der Film habe ihnen gefallen.
Er hat ein paar nette Einfälle und einige Schenkelklopfer, aber auch ein paar sehr dämliche (zum Beispiel die beiden tollpatschigen Wachleute, die öfter im Film auftauchen). Insgesamt fand ich ihn zu langatmig – kein Wunder, bei 143 Minuten. Ein ständiges hin und her bei Verfolgungen.
Ein paar der all zu platten Gags weniger und eine etwas straffere Story, dann hätte er vielleicht auch mir gefallen.
Wobei ich sagen muss, dass mir einige der Running Gags gefallen haben.
»Soweit klar?«
Übrigens stammt die deutsche Film-Website www.fluch-der-karibik.de vom Kollektiv (Stefie, Holger, Robert).
Erschienen am Montag, 09.06.2003 @ 18:53
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Tags: Film-und-Fernsehen, kinokritik
Am Donnerstag war ich mit Martin in Nürnberg verabredet: »Fluch der Karibik« im Kino (siehe
separaten Eintrag). Zuvor jedoch ein Abstecher bei
Gravis, die letzte Viertelstunde vor Ladenschluss. Auf dem Einkaufszettel standen neue DVD-Rohlinge (»Apple, 1x 5 Stück, 2-fach«; bei all den den Zahlen bekam ich nicht auf Anhieb das, was ich wollte). Und wenn ich schon mal da war, warf ich noch einen Blick auf das
G5-Demogerät hinten in der Ecke.
Ein Traum! Als ich ihn zum ersten Mal nach der WWDC im Juni auf den
Produktfotos sah, fand ich die Käsereibe ja potthässlich. Ich favorisierte das
alte El Capitano-Gehäuse. Aber nach zwei Tagen hatte ich mich damit angefreundet. Er ist sehr funktionell, elegant und schlicht, und die Löcheroptik ist wohl wegen der Durchlüftung notwendig. Und ist Design nicht auch die Kunst des Weglassens?
Gespannt war ich aber, wie das Teil »in echt« aussieht. Es sieht verdammt gut aus. Und der G5 ist angenehm leise! Hätte ich jetzt keinen Power Mac, ich würde sofort einen kaufen.
Irgendwelche Geschwindigkeitstests oder ähnliche Gimmicks habe ich nicht durchgeführt. Ich weiß nicht mal, vor was für einem Gerät ich stand, aber ich vermute mal, dass es sich um den mit 1,6 GHz gehandelt hat, da das mittlere und das obere Modell noch immer kaum lieferbar sind. In ehrfürchtiger Erstarrung vergaß ich ganz, im »About this Mac«-Menü nachzusehen.
Hier noch ein paar Links:
- Bildergalerie von Pixelhead Media (Auspackfotos und Vergleiche mit dem G4)
- »Power Mac G5«, Flash-Bildergalerie von Bill Noll (mit Nahaufnahmen in sehr guter Qualität; der Flash-Einsatz ist hier reichlich sinnbefreit).
- »Powa Mack A5«, die Anti-Seite zur vorgenannten Bildergalerie. Ein Allerwelts-PC in all seiner Hässlichkeit.
Jörn von Mac-TV gab sich beleidigt ob des Trubels über die ersten Bilder zum G5. Ganz Unrecht hat er nicht, denn tatsächlich gab es schon vor einigen Wochen zwei sehr interessante Filme zum G5 (z.B. vom 30.6.), inklusive eines aufschlussreichen Vortrags von Apple-Deutschlands Pressemann Holger Niederländer (vom 29.8.).
Heute schlug die neue c’t bei mir auf, mit einem ersten ausführlichen Test zum G5. Jedoch hat auch die c’t-Redaktion nur den kleinsten G5 zur Verfügung gestellt bekommen (was sollte das mit diesem Leuchteffekt auf der Gehäuseseite?!). Die Benchmarks waren teilweise recht durchwachsen, was die Aussagekraft angeht, darauf wies die c’t auch hin. An den G5 angepasste Software fehlt noch, ansonsten lässt er einen 1,0-GHz-G4 allein wegen des höheren Takts hinter sich und ist teilweise bei manchen Aufgaben auch schneller als ein Dual-1,42-GHz-G4. Aber wenn es für den Dual-G4 Aufgaben gab, die von zwei Prozessoren profitieren, sah der Single-1,6-GHz-G5 wieder alt aus. Außerdem verglich man die Geräte mit einem Single-2,6-GHz-PC von Dell mit Pentium 4 zum halben Preis. Der Pentium zog dem G5 öfter davon, was aber eben auch an der nicht angepassten Software lag, siehe oben.
Sicher, wer sich heute einen G5 kauft, will mit den heute verfügbaren Programmen arbeiten. Daher schockte es mich schon etwas zu sehen, wie langsam mein 1-GHz-G4 tatsächlich im Vergleich zum G5 und im Vergleich zum 1,5-mal schneller getaktetem Pentium-System war. Der größte Nachteil des Pentium ist freilich, dass kein OS X auf ihm läuft.
Man darf gespannt sein, was die Revision B der G5s bringen wird. Steve Jobs sprach auf der WWDC davon, dass man in zwölf Monaten bei 3,0 GHz sein möchte. Mit den nächsten Software-Updates (MX 2006? CS 2.0?) sind mit angepasster Software auch Geschwindigkeits-Zuwächse zu erwarten, die natürlich zu teuren Update-Preisen verkauft und als neue Features angepriesen werden (»Jetzt G5-optimiert!«, obwohl man die Programme nur einmal neu durch den Compiler schieben müsste).
Und die c’t versprach, Tests der G5 mit 1,8 GHz und Dual-2,0 GHz nachzuschieben.
Erschienen am Montag, 09.06.2003 @ 19:22
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Tags: Apple, hardware
Ja, in den letzten Tagen war hier wenig los. Es gab kaum Dinge, über die zu berichten wert gewesen wäre. Das traf sich gut, denn für das Wenige, das es gab, hatte ich in den letzten Tagen auch keine Lust zum Schreiben.
Am
Mittwoch hatte ich viel zu tun, darüber habe ich ausführlich
geschrieben. Am
Donnerstag schlief ich viel zu lange, am Abend ging’s
mit Martin ins Kino, zuvor schaute ich mir den
G5 bei Gravis an. Am
Freitag nichts besonderes. Heute nichts besonderes.
Im Moment verbringe ich die meiste Zeit mit Lesen. Mein Geschichts-Lehrbuch, der (für mich) neue Palahniuk, DWWS, das Photoshop-Buch. Außerdem Telekolleg-Hausaufgaben, Schreiben an den Texten für die rechte Spalte hier auf two cents und natürlich fernsehen (»24«, bisschen Vidoe-Konserve aufholen), essen (AYCE beim Griechen gestern, heute Pizza-Bar; entsprechend viel mit dem Rad unterwegs).
Ausblick auf die nächsten Tage?
Freehand-Hausaufgabe, weitere Telekolleg-Hausaufgaben, »Projekt K«, am Montag und Dienstag die letzte Unterrichtswoche »Screendesign« bei Holger. Ich muss meine Buchhaltung machen, aufräumen, zum Friseur…
Erschienen am Montag, 09.06.2003 @ 21:32
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Tags: Leben, tageszusammenfassung
Dienstag, 10.06.2003

Letzte Woche noch bei Kerner, heute im Playboy: Sarah Kuttner.

Erschienen am Dienstag, 10.06.2003 @ 23:54
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Tags: Leben
Mittwoch, 11.06.2003
Manche haben die Hoffnung ja schon aufgegeben, dass
QuarkXPress jemals noch für OS X erscheinen wird, das inzwischen mehr als zwei Jahre alt ist. Quark gab Apple die Schuld an der späten Verfügbarkeit von XPress für OS X; man könne XPress noch nicht für das neue Betriebssystem heraus bringen, da es noch nicht gut genug sei. Weswegen Microsoft, Marcomedia und Adobe inzwischen alle ihre großen Programme in OS X-Versionen rausbrachten, ließ Quark unbeantwortet.
Seit gestern nun ist die 6er Version von XPress verfügbar. Für ein Update, das im Wesentlichen mit dem Feature »läuft auf OS X« aufwarten kann, sind 200 USD Upgradepreis von der 5er Version fast noch moderat, wenn man die berüchtigte Preispolitik von Quark im Hinterkopf hat.
Joy of Tech nahm die Meldung in seinem
heutigen Comic zum Anlass für einen Vergleich zum achten
Star Trek-Film »First Contact«, in dem die Vulkanier mit den menschen Kontakt aufnehmen, weil diese den Warp-Antrieb entdeckt haben. Steve Jobs fragt nach dem Grund des Besuchs; etwa weil der Weltfrieden eingekehrt ist? Antwort: »Viel besser: Quark ist für OS X verfügbar.«
Bei Apple fallen
sicherlich ganze Gebirge von zig Herzen, denn XPress war das letzte große Programm, das noch nicht für OS X erhältlich war und viele User noch vom Umstieg abhielt.
Ich selbst benutze kein Quark (ich mache kein Print-Design), verfolge aber mit Interesse die Entwicklung. Ich glaube auch nicht, aller Euphorie zum Trotz, das jetzt die große Upgrade-Laune bei den OS 9-Anwendern einsetzt. Wie John Gruber von
Daring Fireball mal so schön
sagte: In der Druckerzunft sind nicht Firmen wie Adobe Pioniere – die mit
InDesign schon seit Jahren ein günstigeres und XPRess weit überlegenes Konkurrenzprodukt am Start haben –, sondern Leute wie Gutenberg. Es soll Druckereien geben, die noch heute beharrlich an XPress 3.32 festhalten und von Version 4 oder gar 5 nichts wissen wollen und die selbst mit PDF-Dateien nichts anfangen können.
Apple wird noch lange OS 9-Nutzer haben, die Verfügbarkeit von XPress 6 für OS X wird daran so schnell nichts ändern.
Lesenswerte Links zu XPress:
-
Daring Fireball: The Sticky Business of Page Layout
-
Daring Fireball: Sticky Business Redux: Web Browsers
-
Textism: For Muster Mark
-
AppleMatters: QuarkXpress X: Five Years Later and Still Waiting (man beachte seine
Grafik mit dem XPress-Icon)
Erschienen am Mittwoch, 11.06.2003 @ 9:56
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Tags: Apple, Mac
In letzter zeit hat sich hier und da etwas geändert auf dieser Seite. Plötzliche Relaunches sind laut
diesem Artikel (gesehen bei
inluminent) out. Aber ich war auch zu ungeduldig, die ganzen Änderungen zurückzuhalten, zu sammeln und dann in ein paar Monaten auf einen Schlag online zu bringen, nur um in einem Eintrag hier eine Latte von Änderungen aufzählen zu können (das war der ursprüngliche Plan, da ich nicht wegen jeder kleinsten Änderung hier drauf hinweisen sollte; wie so oft, ist der Mittelweg auch hier die bessere Wahl).
Was gibt’s, für den Moment, Neues?
Für die Weblog-Software »
Sunlog gibt es einige Updates:
-
bei pepilog.de
-
bei roblog.de
Den entry2-Patch von Robert habe ich nicht 1:1 übernehmen können, da sonst bei der Eingabe von neuen Kommentaren ein 404-Fehler nach dem Absenden kommt (wie im Original). Habe aber die zusätzlichen E-Mail-Features trotzdem noch für mich eingebaut.
Das ist ein Feature »unter der Haube«, aber auch oberflächlich hat sich etwas getan: Der Jahreszahl-Bug auf der Archiv-Seite ist behoben, es gibt seit ein paar Wochen auch
schöne Titles und das URL-Format ist jetzt weitgehend Google-gerecht (»entry_00864« statt »entry.php?id=00864«).
Außerdem gibt es
my two cents nun auch als
RSS-Feed (2.0 with full posts); ein großes Danke an Holger an dieser Stelle, für
seine RSS-Infos und Hilfe bei der Umsetzung. Danke auch an
Markus für den Hinweis auf einen Fehler im Feed.
Heute Vormittag habe ich die Funktion zur Layout-Änderung überarbeitet. Schon seit längerem wollte ich Text-Links statt der Buttons für meinen Layout-Switcher haben, so wie bei
Markus oder
Zeldman. Eric Meyer hat so einen Text-basierten Layout-Switcher (bei
ihm unter »Presentation«) mit seinem gestrigen Relaunch (siehe
Zeldman ebenfalls eingeführt und ich habe mich von seiner Vorgehensweise etwas inspirieren lassen (*räusper*, ich habe seinen Quellcode benutzt, den er von ALA hat).
Zur Feier des Tages habe ich mich gleich mal an ein neues Layout gewagt: »
ALA Orange«. Das war heute Vormittag nur mal auf die Schnelle, ist noch nicht fertig. Das bisherige weiße Layout heißt nun »
Classic White« und das ursprüngliche schwarze Aussehen aus den Anfangstagen von
two cents trägt den Namen »
Old School Black«. Wer es nicht sieht: Ggf im Browser die Seite aktualisieren (STRG+R bzw. Apfel+R bzw. auf »Reload/Aktualisieren« klicken).
Bitte berichtet, falls es zu Darstellungsfehlern oder in der Funktion zu falschen Verhaltensweisen kommt, danke!
What’s next?
Alle drei Layouts gefallen mir nicht mehr wirklich, seien wir mal ehrlich. Ich will komplett neue Layouts entwerfen, die auch etwas zeitgemäßer und nicht mehr ganz so minimalistisch sind, aber dazu brauche ich etwas mehr Zeit. Mit dem neuen, Text-basierten Styleswitcher habe ich dafür nur eine kleine Grundlage geschaffen, aber ich muss auch den Aufbau der Site noch etwas modularer gestalten und mir Gedanken darüber machen, wie ich bei bestimmten Styles z.B. Grafiken zeigen oder verstecken kann.
Außerdem will ich demnächst mal die erklärenden Texte »
Hilfe« und »
Kurze Info« umschreiben und auf den neuesten Stand bringen.
Stay tuned.
Erschienen am Mittwoch, 11.06.2003 @ 12:37
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Tags: Web, webdesign
Donnerstag, 12.06.2003
Nicht nur der Winter hat nervige Begleiterscheinungen (
1,
2,
3,
4), sondern leider auch der Sommer. Ich mag es nicht, wenn es so heiß ist, dass man sich eigentlich permanent unter die Dusche stellen kann. 25 Grad sind ok, aber nicht 30 (aktuell 34,3 im Schatten).
Gestern konnte ich nicht mehr weiterschlafen, als gegen 8 Uhr mehrmals eine Fliege auf meiner Schulter zur Landung ansetzte. Schon mal wach, stand ich dann auch auf, bevor die für 10 Uhr gestellten Wecker klingelten. Heute früh das selbe: Fliege nervt und weckt mich um 07:20, bevor die Wecker um halb acht geklingelt hätten. Ich will nicht durch so ein dämliches Vieh geweckt werden. Und abends kann ich das Fenster nur einen Spalt offen lassen und muss am Computer nur mit dem Licht des Displays auskommen (statt einer Schreibtischlampe), da sonst Mücken und Schnaken ihren Weg ins Zimmer finden. Und gestern Abend habe ich mal wieder festgestellt, dass es ratsam ist, abends beim Radeln am Kanal während der Fahrt den Mund geschlossen zu halten. Ich wohne nicht in der Stadt, sondern in einem Dorf, daher hat’s bei uns Mücken und Fliegen. Die nächste 100.000-Einwohner-Stadt ist zehn Kilometer bzw. eine halbe Bus- oder Fahrrad-Stunde nördlich (Erlangen) bzw. südlich (Fürth), zwanzig Kilometer südlich ist Nürnberg mit einer halben Million Einwohner; ganz so abseits ist »am Dorf« also auch wieder nicht (drei Kilometer weiter gibt es einen Top5-Griechen und einen weiteren Kilometer davon entfernt einen MediaMarkt).
Was war sonst?
Viel zu tun gestern und heute, deswegen ging’s auf dieser Seite etwas beschaulicher zu in den letzten beiden Tagen. Am Dienstag war ja SAE (Bericht folgt), da kam ich zu nichts mehr. Am Mittwoch nach dem Aufstehen beschäftigte ich mich mit dem
technischen Unterbau dieser Site und arbeitete dann an einem Projekt weiter (»
Projekt B«, mit dem ich am Sonntag nicht mehr fertig geworden bin. Außerdem eine kleine Mail geschrieben, die mich aber etwas länger beschäftigt hat. Am liebsten sind mir ja Mails, bei denen ich mir jede Formulierung genau überlege und den Text noch fünfmal durchlese weil ich mir vorzustellen versuche, wie mein Gegenüber reagieren könnte (Grüße an die Freundin an dieser Stelle, die die Mail bekommen hat). Ich mag das! Nachmittags eine kurze Tour mit dem Corsa meiner Schwester, während sie sich hinlegte um mal etwas auszuspannen. Ich fuhr zum
Friedhof. Auf dem Rückweg noch kurz ein bisschen was einkaufen. Weiter gearbeitet, um 17:15 mal für ‘ne halbe Stunde hingelegt und als um 17:45 der Wecker klingelte, weiter gedöst. Um 19:20 wieder aufgewacht und aus dem Bett gesprungen: Für halb acht hatte ich mich mit Klaus und Co verabredet. Ich kündigte meine halbstündige Verspätung an und fuhr 15 Minuten später los, die 20 Minuten am Kanal entlang, immer mit geschlossenem Mund (es ist trotzdem ein Gefühl, als sei man Windschutzscheibe, wenn man so durch die Mückenschwärme fährt; wäre ich nicht Brillenträger, müsste ich zum Radfahren eine Radlerbrille aufsetzen).
Es schauten nicht nur Steffi, Klaus und ich Matrix, es waren ebenfalls Nina und Georg, sowie Holger S. mit Freundin (sorry, Name vergessen) anwesend. Die Mädels zogen sich dann aber für einen »Mädchenfilm« (so deren Zitat) zurück, während sich die Jungs »Matrix« (Teil 1) auf Englisch gaben: auf DVD mit DD5.1-Sound. Bei den größeren Schusswechseln schlossen wir aber die Fenster, nicht, dass noch jemand aus dem Hochhaus die Polizei anrief. Ich verabschiedete mich schon um 23:30 wieder, da das Bett rief. Ging dann auch pünktlich in die Heia.
Der Donnerstag: Ja, wieder zeitig aufgestanden. »Frasier« und »Stargate« vom Vortag auf Video angesehen, dann wieder weitergearbeitet. Mittag gegessen. Soweit noch nichts besonderes.
Abendplanung: Um halb sieben mit einem alten Zivikollegen (Gerd) treffen, was essen und dann, um 20:10, Kino: »
28 Days later« auf Deutsch im Kino 1 des CineStar. Das 1er Kino ist nicht das größte, aber eines meiner liebsten: ein breiter Saal (insgesamt eher quadratisch als länglich) und steiler als die anderen. Vom Film selbst kenne ich nur den
Trailer und die
ersten sechs Minuten. Mehr weiß ich über den Film nicht, und will ich der Spannung wegen auch nicht wissen. Scheint wohl ein Endzeit-Film zu sein, nach dem Motto »Wie es nach Twelve Monkeys weiterging«. Aber ich hoffe mal, dass es nicht all zu sehr in Richtung Splatter geht, denn darauf habe ich heute eher weniger Lust. Am Rande habe ich Dinge mitbekommen wie »ab 18«, »Zombies« und »
Braindead«, ich könnte also Pech haben. Wobei Braindead auf eine gewisse Weise schon skurril-komisch war, ist aber auch schon Jahre her, dass ich den gesehen habe. Aber bei »
From Dusk till Dawn gefiel mir der erste Teil des Films auch besser als der zweite. Bei der »
Armee der Finsternis« dagegen jagte ja ein Gag den nächsten.
Erschienen am Donnerstag, 12.06.2003 @ 16:12
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Tags: Leben
Am letzten Dienstag das Marathon-Programm in der SAE: Wegen des Pfingstmontags trat eine Feiertags-Regelung in Kraft die zur Folge hatte, dass am Dienstag der Unterricht nicht von 14 bis 17 Uhr ging, sondern von 14 bis 20 Uhr.
Ich nahm den Zug um 11:09 ab Erlangen, so dass ich (mit paar Minuten Verspätung) um 13:10 in München ankam und um Punkt 14 Uhr in der SAE in München-Perlach. In diesem Abschnitt, Web 1 diese Woche und Web 2 nächste Woche, ist nicht Jochen unser Dozent, sondern Dennis. Da ich mich schon seit 1997 mit HTML und seit 1999 mit Stylesheets befasse, gibt es weder diese noch nächste Woche etwas Neues für mich zu lernen (allenfalls in Dreamweaver habe ich mich in der MX-Version noch nicht mit optionalen und wiederholenden Bereichen bzw. optional und repeating regions befasst). Ich schrieb mir auf, wie Dennis bei der Vermittlung seines HTML-Wissens vorging: wann er was wie erklärte, welche Beispiele und Metaphern er brachte und in welcher Reihenfolge er Tags einführte. Mit
Holger habe ich in 2000 und 2001 selbst
HTML-Schulungen für E-Technik-Studenten durchgeführt, evtl gibt’s davon auch bald eine Neuauflage. Seine Vorgehensweise war ähnlich unserer, aber ich habe mir noch ein paar Details notieren können. Dennis ging auch recht ausführlich auf den Struktursprachen-Charakter von HTML ein und wies auf unterschiedliche Darstellungen in verschiedenen Browsern hin. Themen waren:
- Grundgerüst einer HTML-Datei
- Schriftformatierung mit dem FONT-Tag (mit dem Hinweis auf Stylesheets, die noch separat besprochen werden)
- Einbindung von Bildern
- Absolute, relative und Dokument-interne Links
- Tabellen als Mittel für Layouts
Ich bin gespannt, was nächste Woche noch kommt. Wahrscheinlich Stylesheets und das Arbeiten mit Dreamweaver (am Dienstag arbeiteten wir nur mit Texteditoren).
Um 18:50 verabschiedete ich mich, denn ich beabsichtigte, relativ zeitig wieder in Erlangen anzukommen (22 Uhr). In der Stadt noch einen Happen gegessen, dann nach Hause.
Nachtrag (14.06.03): Die PCs im Übungsraum kamen mit der Hitze teilweise nicht so gut klar: 3 Rechner stürzten wiederholt ab, einer berappelte sich gar nicht mehr.
Erschienen am Donnerstag, 12.06.2003 @ 16:39
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Tags: SAE
Auf einer
ungarischen Website gibt es ein paar alte Keynotes von Steve Jobs:
-
Media Event 1999 (Sherlock 2, Mac OS 9, iMac DV)
-
Macworld New York 1999 (QuickTime 4, QuickTime Streaming, iBook)
-
Seybold 1999 (PowerMac G4, QuickTime 4, FireWire)
Hab’ sie mir mal gezogen und schaue sie mir bei Gelegenheit mal an. Bei Apple wird man auch
fündig.
Es ist immer ein Vergnügen, Steve Jobs beim Präsentieren zuzusehen, denn er hat’s wirklich drauf. Verkürzt etwas die Zeit bis zur nächsten Keynote zur WWDC am 23. Juni, um die schon im Vorfeld mächtig viel Rummel gemacht wird: Es gibt Gerüchte für Produktankündigungen zur WWDC (diesmal wirklich der G5 aka PPC970, neues 15er Powebook), was ungewöhnlich wäre, denn die WWDC ist eine Entwickler-Konferenz. Außerdem, das hat Apple selbst angekündigt, wird es einen Vorgeschmack zur nächsten Version von Mac OS X geben: 10.3 »Panther«.

Nachtrag (12.06.03, 17:45 Uhr): An sich steht das Kürzel WWDC ja für »World Wide Developers Conference«. LoopRumors wollen erfahren haben, dass das Akronym intern bei Apple für »We Will Delight Crowds« steht. Über Panther (OS X 10.3) heißt es:
»Panther will be unlike anything else, and will end all comparisons.«
Wir sind gespannt.
Erschienen am Donnerstag, 12.06.2003 @ 16:59
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Tags: Apple, Mac
»Bin ich, bin ich, bin ich.
Oder im Solarium. Oder… am Radar.
Und wenn ich nich’ hier bin, bin ich auf’m Sonnendeck. Bin ich, bin ich, bin ich.
Oder im Aquarium. Bin ich, bin ich, bin ich.
Und alles was ist, dauert drei Sekunden. Eine Sekunde für vorher, eine für nachher, und eine für mitten drin.«
Musik: »Sonnendeck«, PeterLicht/Meinrad Jungblut (Vierzehn Lieder)
Erschienen am Donnerstag, 12.06.2003 @ 17:36
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Tags: Leben
Samstag, 14.06.2003
Nur ein paar Worte zum Film »
28 Days later«, den ich am Donnerstag mit meinem alten Zivi-Kollegen Gerd gesehen habe.
Wir trafen uns kurz nach halb sieben am Kino (CineStar Erlangen) und kauften dann erstmal die reservierten Karten. Ich habe mich etwas über den Preis gewundert: 5,40 Euro; so viel, wie umgerechnet pro Film beim »5-Sterne-Ticket« für 27 Euro. Ich dachte, dass es unter der Woche teurer sei. Anschließend liefen wir weiter in die Innenstadt, zum Neustädter Kirchplatz. An der gegenüberliegenden Weißen-Herz-Straße befindet sich in Hausnummer 8 das italienische Restaurant »Bajazzo« (Klaus’ alte Wohnung war übrigens nur eine Tür weiter). Das Bajazzo gilt gemeinhin als teuer, aber ich muss sagen, dass man bei einer Salami-Pizza für 6 Euro noch nicht meckern kann. 0,4 Liter Spezzi zu zwo-achtzig. Eine große, dünne und sehr gute Holzofen-Pizza; das Bajazzo werde ich mir auf jeden Fall merken.
Kino 1 im CineStar war zu etwa 3/4 gefüllt, doch recht gut angesichts von über 30 Grad, Sonnenschein und dem
Berg.
Zum Film: Der Fahrradkurier Jim wacht nach einem Sturz in einem Krankenhaus auf. Er sieht sich um. Niemand da im ganzen Haus. Er geht auf die Straße: leer. Es fahren mitten in London keine Autos, es gibt nur vereinzelt liegen gebliebene Fahrzeuge und vor allem, es gibt nirgendwo Menschen. Im weiteren Verlauf stellt sich heraus, dass eine Epidemie wütete, die Menschen nach Blutkontakt innerhalb weniger Sekunden in Zombies verwandelt. Jim schließt sich einer kleinen Gruppe Überlebender an, um sich in dieser neuen Welt von Anarachie, Chaos und dem Zusammenbruch jeder gewohnten Ordnung zurechtzufinden.
Insgesamt hat mich dieser neue Film von Regisseur
Danny Boyle nicht überzeugt. Seine älteren Filme wie »
The Beach« oder
Trainspotting« waren in ihrem jeweiligen Genre besser. Mir haben in »The Beach« die Landschaften und die Geschichte gefallen, »Trainspotting« gefiel durch einen eigenen, trockenen Humor aber überzeugte auch durch die Darstellung des Drogenmissbrauchs. »28 Days later« erschüttert aber durch exzessive Gewaltdarstellungen, die nicht hätten sein müssen, vor allem zum Schluss hin. Schon durch die Erzählung und die Andeutungen wurde klar, worum es in diesem Film geht und er wäre noch beklemmender gewesen als die Kindervorstellung von »
Postman«. Aber gut, zugestanden: Der Anfang, in dem Jim durch die Straßen irrt, ist durchaus sehr bedrückend, durch das Fehlen jeglicher musikalischer Untermalung und das erst sehr späte Einsetzen und die Steigerung eines Rockmusik-Stücks.
Überhaupt, eines haben die drei genannten Filme von Boyle gemeinsam: Die Musikauswahl ist exzellent. Auf meiner Festplatte (und in meinem Schrank) finden sich bereits die Soundtrack-Alben von Beach und Trainspotting, und die CD zu »28 Days later« werde ich mir auch nochmal genauer anhören. Übrigens wurde der Instrumental-Song »An Ending (Ascent)« von Bono bereits in »
Traffic« von Steven Soderbergh verwendet, meiner Meinung nach dem besten Film des Jahres 2001 (
1,
2). In Traffic wurde Bonos Stück aber sehr stimmig im Abspann eingesetzt, während es in 28dl, vor allem als Traffic-Kenner, etwas deplaziert wirkte. »An Ending« ist einfach eine Abspann-Musik.
Eine gute Kritik zu 28dl gibt es
von Andreas.
Die Gruppe Überlebender muss sich übrigens nicht 112 Minuten durch Zombie-Horden durchkämpfen. Man hat eher mit dem Verfall der letzten Ordnung zu tun.
Nachtrag (16:57 Uhr): Die Adresse des Bajazzo:
Weiße-Herz-Str. 8, 91054 Erlangen
fon: 09131 – 24653
Erschienen am Samstag, 14.06.2003 @ 16:14
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Tags: film, Film-und-Fernsehen
Gestern habe ich an Projekt A weitergearbeitet, das in einer Woche an den Start gehen soll. Bislang fand ich die Vorlagen-Funktion (Templates) von
Dreamweaver immer recht angenehm, aber während Arbeiten an
two cents fiel mir eine unangenehme Eigenschaft auf: Dreamweaver glänzte einstmal damit, HTML-Code des Anwenders in Ruhe zu lassen und auch an PHP-Code nicht eigenmächtig herumzupfuschen. Es wäre aber recht hilfreich, wenn Dreamweaver MX in einem Template den relativen Pfad im folgenden PHP-Schnipsel auflösen könnte, wenn es die vom Template abhängigen Dateien auf unterschiedlichen Ordner-Ebenen aktualisiert:
<?php
include '../htdocs/styles/styles.html';
?>Mir ist nicht damit geholfen, wenn Dreamweaver diesen Code für über hundert Dateien, versprengt über zig Ordner einer Site, 1:1 übernimmt. Und in jeder Datei, unabhängig von der Position in der Ordner-Hierarchie, den unsinnigen Pfad ‘../htdocs/styles/styles.html’ stehen lässt.
Ich dachte eigentlich, dass mit der Vereinigung des normalen Dreamweavers mit der Ultradev-Variante (für dynamische Sites) in der gemeinsamen Nachfolger-Version MX solche Dinge nicht passieren.
Nachtrag (16.06.03) Dass ich daran nicht gedacht habe: Von Kai kam der Tipp, dass ich nicht mit Pfaden relativ zur aktuellen Position (../htdocs/styles) arbeiten soll, sondern in diesem Fall Pfade relativ zum Root verwenden kann (/kunde-xy/web-irgendwas/htdocs/styles). Hat geholfen, danke!
Erschienen am Samstag, 14.06.2003 @ 16:23
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Tags: Web, webdesign
Im Sommer 2001 war bei mir ein neuer S/W-Laserdrucker fällig: Der alte Brother HL-1050 raubte mir aus irgendeinem Grund den letzten Nerv (weiß schon gar nicht mehr, was es war) und seine Druckqualität war auch nach Trommel-Austausch mit vertikalen Streifen v.a. bei Grafiken unter aller Würde.
Da ich mit dem Vorgänger des Brother, einem HP Laserjet 4L, an sich ganz zufrieden war, kaufte ich dieses Mal wieder einen HP Laserjet, und zwar das damals aktuelle Modell 1200. Sicher, die Preise für Verbrauchsmaterial waren teurer, da mit der Toner-Cartridge bei HP jedes Mal auch gleich die Trommel mit ausgetauscht wird; 80 Euro sind für einen neuen
15A-Toner bei HP zu bezahlen (bei Amazon aktuell nur 70 Euro), während es bei Brother den TN-300-Toner (um 28 Euro) und die DR-300-Trommel (um 180 Euro) separat zu kaufen gab.
Eines störte aber beim HP Laserjet 1200 extrem: Betrieb man ihn unter Mac OS X, dauerte es teilweise extrem lange, bis mal eine Seite ausgedruckt wurde, da der Drucker ewig rechnete. Alle Updates zwischen OS X 10.2.0 und 10.2.6 brachten keine Besserung (wenn ich mich recht erinnere, trat das Problem erst mit 10.2 nach der Einführung von CUPS als Drucksystem auf). Manche ausgedruckte Webseiten ließen sich gerne mal zwanzig Minuten Zeit, bevor sie aus dem Drucker krochen.
Es gab da dieses Gerücht, und widersprüchliche Aussagen dazu, das mehr Speicher dem Drucker auf die Sprünge helfen könne. 8 MB hat der 1200er eingebaut (die Netzwerkvariante 1200N m.W. 16 MB), 72 MB gehen laut irgendeinem PDF, tief versteckt auf der HP-Website, maximal rein. Also wagte ich es und kaufte einen 64 MB-Speicherriegel, um den Drucker damit aufzurüsten. Schlechter kann es ja kaum werden.
Gestern bekam ich den Speicher. Ich entfernte die linke Abdeckung (ich nenne sie »Backe«) am Drucker, die Seite, in der auch das USB-Kabel verschwindet. Vor mir sah ich eine gewöhnliche Speicherbank, wie ich sie auch von PC- und Mac-Motherboards kannte. Ich drückte den Speicher in die Bank, verriegelte diese und schloss die Abdeckung wieder. Drucker wieder an den Strom gesteckt, eingeschaltet und erstmal eine Testseite gedruckt. Jawoll, der Testausdruck wieß 72 MB Speicher aus, der Drucker hat den zusätzlichen Riegel also erkannt. Ich surfte weiter und druckte einige Webseiten aus: Rasant schnell! Auch große, hochauflösende Grafiken (z.B. 2 MB pro PDF-Seite) sind kein Problem.
Trotzdem seltsam, dass ich bisher mit den 2 MB im HP4L oder 4 MB im Brother HL-1050 unter Windows gut auskam…
Verbesserungspotential für OS X 10.3?
Erschienen am Samstag, 14.06.2003 @ 17:19
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Tags: Apple, Mac
Montag, 16.06.2003
Das Wochenende war vollgepackt, daher mit etwas Verspätung ein Bericht über die Ereignisse.
Freitag: Bergsurfing
Holger und Stefie sind in der Stadt, denn es ist
Berg. Sie kamen gegen 19 Uhr mit dem Zug in Erlangen an, aber wir trafen uns noch nicht sofort. Indes befand ich mich zu der Zeit auf dem Dach des Kopfklinikums, 8. Stock. Mein Vater, der seit vierzig Jahren fotografiert, hatte auch Interesse an einigen Aufnahmen vom Berg aus ungewohnter Perspektive. Er telefonierte vergangene Woche mit jemandem von der Öffentlichkeitsarbeit des Universitäts-Klinikums und arrangierte so, dass uns der Sicherheitsdienst die Tür zum Dach aufsperrte. Wir konnten einige gute Fotos machen. Ich schoss eine Reihe versetzter Aufnahmen mit 28mm-Weitwinkel, die ich später am Rechner zu einem Panoramabild zusammensetzen will. Außerdem auch einige normale Weitwinkel-Fotos und Aufnahmen des Riesenrades mit einem 200mm- und einem 300mm-Teleobjektiv. Und wenn man schon mal auf einem höheren Haus steht, sollte man freilich auch die Gelegenheit nutzen, um über die Stadt hinweg zu fotografieren (die Bergkirchweih ist im Norden, die Innenstadt Richtung Süden). Die Bilder liefere ich nach; bitte nicht all zu viel erwarten, denn der größte Teil der Bergkirchweih versteckt sich unter Bäumen (aber wie
schon mal gesagt, ist genau das der Punkt, der den Berg gegenüber Parkplatz-Festen wie dem Nürnberger Volksfest oder dem Münchner Oktoberfest interessant macht).
Ich blieb nicht all zu lang, nur von etwa 19:30 bis 20:45 Uhr. Mit einer Unterbrechung von einer Viertelstunde, um mein Stativ ins Auto zu bringen, denn später auf dem Berg konnte ich das nicht gebrauchen. Mit Stefie vereinbarte ich ein Treffen um 21 Uhr am Glückshafen,
dem »lost and found«-Platz am Berg überhaupt.
Die beiden tauchten etwa um 21:20 auf und wir gingen zu dritt »rechts« über den Berg, Fahrgeschäfte anschauen. Zwischen 21:30 und 21:50 wurde es ratz-fatz dunkel (mein Vater blieb noch bis etwa halb zehn auf dem Dach des Kopfklinikums, um noch einige Bilder in der Dämmerung mit beleuchteten Fahrgeschäften zu machen). Um Viertel vor zehn (für Holger: Dreiviertel zehn) waren wir bereits am anderen Ende angekommen und machten wieder kehrt, nachdem wir uns das letzte Karussell und die benachbarte Losbude angesehen/angehört hatten. Zurück zum »T«, von dem wir gekommen waren. Seit ich weiß, was ein Poser ist, irgendwas zwischen 15 und 20 Jahre her, bietet sich mir jedes Jahr das gleiche Bild: Sämtliche Poser der Stadt stehen am Autoscooter oder gegenüber an der Mauer, aufgereiht wie bestellt und nicht abgeholt. Faszinierend.
Diesmal am T »links« über den Berg, die Kellerseite.
Kurz vor dem T, gingen wir die Treppen auf den Tucher-Keller hoch und dann oben entlang. Wir kamen kaum vorwärts: alle Bänke brechend voll, die Gänge mit Menschen gefüllt die entweder weiter gehen wollten oder an Ort und Stelle Wurzeln geschlagen haben, mit einer Maß Bier in der Hand. am Erich-Keller sahen wir ein, dass wir hier keinen Platz mehr bekommen würde und dass auch das Durchschlagen zum Bierausschank und der Weg zurück zu weit wäre, um jetzt hier zu verharren und noch ein Bier zu trinken. Wir entschieden uns dafür, den Berg zu verlassen und in eine Kneipe zu gehen, bevor 100.000 andere Leute in 45 Minuten auch auf diese Idee kommen, wenn der Berg um 23 Uhr schließt (der Nachtruhe der Anwohner wegen, aber ansonsten gibt es in Erlangen keine Sperrstunde; auch so ein Ding, was Erlangen München voraus hat).
Den Berg verlassen? Leichter gesagt als getan. Die Straße vor den Kellern (»An den Kellern«) war voll mit Menschen; allenfalls an der Bergseite war eine kleine Strömung westwärts ziehender Menschen auszumachen, gleichfalls auf der Stadtseite, die ostwärts zog, in Richtung T, Richtung Innenstadt. An den Straßenrändern viele Leute, die sich gar nicht bewegten, sondern ihr Bier an Ort und Stelle tranken, weil sie Freunde gefunden hatten, die neben ihnen auf den Bänken noch einen Platz gefunden haben. Oder sich einfach so als 3er, 4er oder 5er Grüppchen am Straßenrand abstellten, weil auf den Bänken eh kein Platz war. Wir quetschten uns durch zur Strömung Richtung Innenstadt und schwammen mit dem Strom. Teils schoben wir nach vorne, teils wurden wir von hinten gegen die Besucher vor uns gedrückt. Wie kann ich diese Enge einem Nicht-Erlanger beschreiben, dem der Begriff »Bergsurfing« unbekannt ist? Körper, ringsrum Körper. Links und rechts quetschte ich mich an anderen Leuten vorbei, wurde dabei von hinten gegen die Leute vor mir gedrückt, die ich auch sanft aber bestimmt nach vorne drückte. Jemanden nicht zu berühren oder selbst nicht berührt zu werden ging nicht, denn dafür war einfach kein Platz da. Jeder freie Raum wurde sofort ausgefüllt.
Nach rund zehn Minuten für 200 Meter waren wir wieder an der T-Kreuzung angelangt und gingen die Straße, die zum Berg führt, hinunter. Holger und Stefie holten ihre Räder vom bewachten Fahrradparkplatz ab und zu dritt gingen wir einen kurzen Zugangsweg zum Kopfklinikum. Durch die Tiefgarage in den Verbindungstunnel zwischen dem Kopfklinikum und der Kinderklinik, in dem ich mein Rad abgestellt hatte. Ich schloss auf und wir radelten ein paar hundert Meter durch den Tunnel zum Ausgang an der Kinderklinik. Dann nur noch über die Straße und zur nächsten Kreuzung zum »Kanapee« in der Neuen Straße. Ich bin schon oft am Kanapee vorbeigegangen und -geradelt, vor allem als Zivi 1999 und 2000. Aber ich war noch nie drinnen: Das Kanapee hat einen sehr schönen Hinterhof und für nur 3,30 Euro ein exzellentes Chili mit einer angenehmen Schärfe im Abgang. Den Spezi-Preis weiß ich nicht mehr, aber den Beerenwein (oder, wie ich als Kind immer meinte: Bärenwein) zu 2,60 kann ich auch sehr empfehlen (ich nahm einen Kirschwein; ich mag generell eher liebliche Weine als trockene und ich habe den Eindruck, dass Weine aus Beeren statt aus Trauben generell süßer sind). Außerdem ist das Kanapee etwas abseits; die Neue Straße ist eine Querstraße zur Hauptstraße und wird deswegen nicht sofort von Bergbesuchern überrannt. Ansonsten ist es ein Vorteil von Erlangen, dass fast alle Kneipen an der Hauptstraße aufgereiht sind, wie Perlen auf einer Perlenkette. Um halb eins machte sich dann aber doch Müdigkeit breit und ich fuhr nach Hause. Auf dem Heimweg kam ich am Bogart’s an der Hauptpost vorbei: Menschentrauben vor der Kneipe, als gäbe es was umsonst. Ist aber fast schon traditionell so, und auch früher schon im Sommer haben sich mehr Leute vor der Kneipe versammelt als drin (Biere wanderten von drinnen nach draußen von Hand zu Hand und Geld von draußen nach drinnen). Bevor vergangenen Sommer der Platz vor dem Bogart’s umgebaut wurde, musste abends in den Sommermonaten immer der Bus eine Straße umgeleitet werden, da vor der Kneipe kein Durchkommen mehr für Busse war.
Samstag
Für den Samstag hatte ich mir vorgenommen, mal richtig faul zu sein, und das gelang mir auch ganz gut. Ich las die neue
c’t fast durch (mal wieder eine Reihe interessanter Artikel, so dass es auch tatsächlich was zum Durchlesen gab) und surfte im Web. Abends, kurz nach acht, radelte ich nach Frauenaurach runter, um beim Griechen einen Happen zu essen. Um 21 Uhr dann weiter in die Stadt und um halb zehn traf ich mich wieder mit Holger und Stefie, diesmal allerdings vor dem CineStar-Kino. Sie drückten mir ihre beiden 5-Sterne-Tickets in die Hand und während sie ihre Räder absperrten, holte ich drei von fünf reservierten Karten ab, denn Klaus und Steffi haben Mitte der Woche schon angekündigt, dass sie an diesem Abend keine Zeit für Kino haben würden. Wir trafen uns wieder draußen vor dem Kino und tranken noch einen Schluck an den aufgebauten Tischen und Stühlen der zum Kino gehörenden Kneipe »Fellini’s«. Auf einmal good virbrations in meiner Hose: Klaus rief auf meinem Handy an. Sie würden doch kommen. Ich ging nochmal in den ersten Stock an die Kasse und reservierte zwei weitere Plätze, zwei Reihen weiter unten, aber auch noch in der Mitte. Um 22:20 gingen wir in das zweite Stockwerk, ich organisierte mir noch ein kleines Spezi für’s Kino und war drauf und dran, in den Saal zu gehen. Vor mir tauchten nicht nur Klaus und Steffi auf, sondern auch noch Nina und Georg.
:-)
Okay, sie haben sich selbst noch vier gute Plätze besorgt: etwas versetzt weiter rechts, die Reihe über uns. Der Film: »
Bruce Almighty«, eine neue Komödie mit Jim Carrey (
Teaser,
Trailer,
Clips). Ich hing meine Erwartungen nicht besonders hoch: Ich erwartete keinen Film wie »
Truman Show«, der eine durchaus nette und intelligente Geschichte hatte, sondern rechnete hier nur mit kurzweiliger Klamauk-Unterhaltung. Und genau das bekamen wir dann auch: Bruce Nolan (Jim Carrey) wirft Gott (Morgan Freeman) vor, einen schlechten Job zu machen, und dieser stattet Bruce eine Woche lang mit seiner Omnipotenz aus, auf dass er es besser mache. Bruce macht sich ein paar schöne Tage und beantwortet die Frage »Was würdest Du tun, wenn Du allmächtig wärst?« Er merkt aber auch, dass es gar nicht so leicht ist, allmächtig zu sein. Der Streifen wartet mit einer Reihe guter Gags auf, aber Jim Carrey grinst sich ebenso durch diesen Film, wie in allen seinen anderen Filmen auch, und das nervt langsam. Übrigens gibt’s in Kino 2 (dem größten Erlanger Kino) seit einiger Zeit keine Lasershow mehr, da die Lasereinrichtung defekt sei. Die letzten Male, als Trailer nachgebaut wurden, hat es sich aber eigentlich auch nicht mehr gelohnt.
Kurz vor eins waren wir wieder aus dem Kino draußen und überlegten, wo wir noch hingehen könnten. Kurz war das Spruz im Gespräch, aber dann entschieden wir uns für das TIO, und wenn das voll wäre, wollten wir zur S-Bar weitergehen. Das TIO war zwar nicht voll, aber geschlossen (Waren die TIO-Leute selbst auf dem Berrg oder warum verpassten sie die Hochsaison und damit einen Tag lang das Geschäft ihres Lebens?). Weiter zur S-Bar, in der, entgegen aller Gewohnheit an anderen Wochenenden, überraschend wenig los war. Vielleicht auch deswegen, da die S-Bar abseits der Hauptstraße liegt? Wir bekamen einen Tisch auf der Gallerie. Die vier Leute aus der Pärchen-WG (Klaus, Steffi, Georg und Nina) verließen uns früher, Holger, Stefie und ich gingen kurz nach zwei, nachdem die Musik nicht mehr spielte (vergleichsweise leise Lounge-Musik) und die Kellnerin kassierte. Für mich gab’s ein großes Ginger Ale, ein großes Spezi und einen Sex on the Beach (ja, da hat jemand Durst gehabt).
Am Rückweg, um Viertel nach zwei (für Holger: Viertel drei): Menschenmassen vor dem Bogart’s. Die Wohnung von Holgers Eltern liegt auf meinem Weg, so dass wir zu dritt bis dorthin fuhren. Wir trennten uns und ich fuhr alleine nach Hause durch den Wiesengrund. Daheim gab’s noch ein bisschen zu tun, aber um halb vier war endgültig Ende Gelände und ich schlief sofort ein.
Sonntag
Bei der »älteren Generation« meiner Eltern ist es anscheinend noch üblich, dass die Woche am Sonntag beginnt. Für mich beginnt eine Kalenderwoche seit eh und je am Montag. Aber an diesem Sonntag begann meine Arbeitswoche: Ließ ich es am Samstag etwas ruhiger angehen, so musste ich heute ranklotzen. Zuvor stand allerdings noch eine Feierlichkeit auf dem Programm: Der 50. Geburtstag einer alten Freundin meiner Mutter wurde mit einem Mittagessen in einem Lokal in der Fränkischen Schweiz begangen. Wir waren gegen 15 Uhr zurück. Meine Schwester und mein Vater holten noch Sachen von zu Hause und fuhren dann zum Haus besagter Freundin; ich kam nicht mehr mit sondern machte mich um 16 Uhr an die Arbeit: Montag und Dienstag kann ich eher wenig bis nichts machen, da ich ganztägig der SAE wegen auf Achse sein werde (und ich brauche eine Internet-Verbindung, da es sich um eine dynamische Site handelt und LAMP nicht auf meinem iBook eingerichtet ist). Am Donnerstag wollen der Kunde und ich »in Klausur gehen«, am Samstag soll die Site definitiv gelauncht werden. Notfalls bleiben Features weg oder im Look gibt es noch einige holprige Stellen, aber vor der
WWDC nächste Woche soll der Launch stattfinden (es handelt sich um den Onlineshop eines Mac-Versenders, »Projekt A« das B-Projekt ist für mich übrigens abgeschlossen, war nur eine kleinere Sache für Kollegen, damit sie an der ganzen Site weiterarbeiten können). Wir haben den Startschon mehrfach verschoben, aber diesmal gilt’s. Ich war bis 21 Uhr mit »Letzter Schliff«-Arbeiten beschäftigt, die aber aufwändiger waren als gedacht. Um 21 Uhr Mac-TV, dann noch ein bisschen privates Zeug und um Mitternacht endgültig Schicht im Schacht.
Erschienen am Montag, 16.06.2003 @ 23:17
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Tags: Leben
Der Bericht zur SAE heute fällt nicht all zu lang aus. An sich wollte ich ja zumindest den Zug um 09:52 nehmen, falls irgendwelche Bahnhöfe wegen der aktuellen
Kofferbomben-Hysterie geschlossen werden und sich dadurch Züge verspäten. Ich fand es ja Ende 2001 schon verwunderlich, als in den USA Briefe mit Milzbrand-Sporen auftauchten und dann selbst verstreutes Mehl in Käffern wie Unterhintertupfingen ABC-Alarm ausgelöst wurde. Als ob jemand auf Unterhintertupfingen einen Anschlag verüben würde. München wäre ja noch nachvollziehbar, aber nicht Unterhintertupfingen. Oder als letztes Jahr der
Schuhbomber Richard Reid völlig überzogene Sicherheitsmaßnahmen an Flughäfen auslöste und alle Passagiere auf Socken am Check-In warten mussten, als ob eine Armee von Reids unterwegs sei. Jedenfalls, ich verschlief heute Morgen, stand erst um 09:45 statt 07:30 auf, so dass ich erst den Zug um 11:09 bekam (ich ging um 10:35 aus dem Haus). Ich kam allerdings auch eher auf den letzten Drücker: Hatte nach dem Abschließen des Fahrrads gerade noch Zeit, um beim Becker zwei Brötchen zu kaufen und im Bahnhofskiosk was zu trinken. Dann schnell auf’s Gleis und der Zug kam auch gleich. Zeit für den Fahrkartenkauf blieb nicht mehr: Gestern Abend habe ich nicht mehr daran gedacht noch ein Online-Ticket zu kaufen und heute morgen blieb weniger als eine Stunde Zeit bis zur Abfahrt (das mag dann der Fahrkartenshop aus bahn.de nicht, wenn weniger als 60 Minuten bis zur Abfahrt verbleiben). Ich löste im Zug nach. Seit letztem Frühjahr, oder sogar schon seit 2001, wird beim Nachlösen im Zug der »
Bordpreis« verlangt, 4,15 Euro Aufschlag, was denke ich ok ist (über die Höhe des Betrags kann man sich unterhalten, aber die Legitiamtion der Gebühr ist für mich nicht strittig, das geht in Ordnung). Die Zeit im Zug nutzte ich, um den
two cents-Eintrag vom Wochenende zu schreiben.
Der ICE fuhr pünktlich in Erlangen ab und pünktlich aus dem Nürnberger Hauptbahnhof. Eine Stunde später, bis Augsburg, eine kleine Verspätung von vier Minuten, die aber bis München-Pasing wieder drin war, so dass ich dort meine S-Bahn wie vorgesehen erreichte. Perfekt.
Letzte Woche stand in einem
Mammut-Programm die Lektion Web 1 bei Dennis mit einer Einführung in HTML auf dem Lehrplan. Heute Web 2 bei Jochen. Während wir letzte Woche Dreamweaver nicht mal starteten und zwecks Einführung nur in einem Texteditor arbeiteten, ging es heute an’s Arbeiten mit Dreamweaver MX im Übungsraum. Apropos Übungsraum: Das Geld, das die SAE für Computer und Software ausgibt, scheint sie an den Stühlen zu sparen. Modell »Im Dutzend billiger« aus der Serie »extrem klapprig«.
Worum ging’s in der Dreamweaver-Einführung? Die Programmoberfläche, die Panels, Arbeiten mit Links, definieren von Sites und zum Abschluss des heutigen Tages, nach der Pause, das Arbeiten mit Frames. Für mich gab es nichts Neues zu lernen, so dass ich ab und an meine Mails checken konnte und Kollegen neben mir etwas half. Die hatten arge Probleme mit dem Konzept von Frames (kann ich verstehen, und ich war es, der schon vor Jahren gesagt hat: »
Frames sind kein Konzept, sondern eine Krankheit.«). Dreamweaver eignet sich auch nicht besonders gut, um ein Frameset zu bearbeiten; Jochen zieht in diesem Fall ebenfalls einen Texteditor vor. Übrigens wurde durchaus betont, dass einem Dreamweaver das Arbeiten zwar angenehmer gestalten kann, dass man sich aber trotzdem mit HTML auskennen muss, um Probleme zu lösen. Und dass Dreamweaver zwar WYSIWYG heißt, aber im Prinzip auch nur ein Browser zur Anzeige ist/benutzt und dass es in einem anderen Browser wieder anders aussehen kann. Weswegen Frames überhaupt durchgenommen werden, ist mir nicht klar, vielleicht verlangt es einfach der Lehrplan, der aus dem Hauptquartier in Australien kommt. Ein Indiz dafür könnte sein, dass Jochen wusste, was Dennis letzte Woche mit uns besprochen hat und darauf aufbaute.
Für ganz unsinnig halte ich das Ansprechen von Frames nicht, ebenso das Ansprechen des
<font>-Tags letzte Woche, denn es ist ja denkbar, dass das mal später in einer Agentur oder vom Kunden (Agentur oder Endkunde) verlangt wird, auch wenn das mit der Zeit zunehmend weniger wahrscheinlich wird. In diesem Zusammenhang fällt mir was ein, aber darüber schreibe ich noch separat. Als Webstandard-Verfechter höre ich genau hin, wenn es in der SAE (oder auch sonst) um HTML geht. Letzte Woche und auch heute gab es zwar keinen Anlass, der mir die Haare zu Berge stehen ließ, aber ich nehm’s genau, wenn es heißt, mit dem DOCTYPE oder dem Meta-Tag mit Content-Type-Attribut müsse man es nicht so genau nehmen. Oder wenn ein
<p> nicht geschlossen wird oder gar ganz auf
<p> verzichtet wird (»Ich verzichte da gern drauf«, aber ein
<br> darf nunmal nicht allein stehen. Und die Web-Standards sollten auch nicht mit »die Standards sagen nur, woran man sich halten
sollte« leichtfertig weggewischt werden. Eigentlich sollte meiner Meinung nach den Profi vom Amateur unterscheiden, dass er auf die Einhaltung der Standards seiner Branche Wert legt. Aber wie gesagt, ich bin Verfechter, fast schon fanatischer Anhänger von Web-Standards und ich lege da manches auf die Goldwaage. Ich weiß nicht, ob man es da später im 2. Level (Creative Media Program), im 3. Level (Bachelor of Arts) oder evtl sogar erst, wenn überhaupt, im 4. Level (Master of Arts) Wert legt, aber ich hielte es für besser, wenn man es gleich richtig sagt, dann muss man sich später nicht umgewöhnen und außerdem machen nicht alle Teilnehmer alle vier Level durch (wann immer sowas in der Theorie genauer besprochen wird). Okay, der 1. Level (Basic Media Certificate) schneidet jedes Thema nur kurz an, Web z.B. zwei Wochen (4x 3 Stunden), insofern muss man nicht wirklich ins letzte Detail gehen. Evtl kommt’s wirklich im CMP, wobei ich bezweifle, dass man dann bei jedem Thema nochmal bei Adam und Eva anfängt.
Das mit Frames hat etwas langer gedauert (ist ja auch ein krankes Konzept), deswegen überzog Jochen eine Viertelstunde. Ich nahm die S-Bahn um 17:25 (die ich aber eh sonst auch nehme) und stieg am Stachus wieder aus. Abendessen bei McDonald’s, denn zwei Brötchen heute morgen und in der SAE-Pause ein Snickers und ein Twix aus dem Automaten sind etwas wenig, und es würde noch drei Stunden dauern, bis ich mit dem Zug wieder in Erlangen ankomme.
Im Hauptbahnhof stöberte ich ein wenig in den Zeitschriften-Läden. Die Bahnhofsbuchhandlung (»Bahnhofskiosk«) in Erlangen hat die größte Auswahl der Stadt, und in Nürnberg ist der gleich nochmal um eine ganze Ecke größer, außerdem gibt’s in der Osthalle in Nürnberg auch noch einen fremdsprachigen Bahnhofskiosk. In München ist das ultimativ: Es gibt verschieden große deutschsprachige Bahnhofskioske, einen nur für Modezeitschriften, einen nur für Reiseliteratur, einen nur für Computerliteratur (Fachbücher z.B. von Galileo und natürlich alle erdenklichen Computerzeitschriften) und einen fremdsprachigen Kiosk.
Ich stieg um 18:20 in den Zug ein und trug erstmal was weg. Merken: Künftig immer erst prüfen, ob der Wasserhahn funktioniert, dann den Seifenspender betätigen. Ich machte es vorhin umgekehrt und durfte dann mit einem Klecks Flüssigseife in der linken Hand durch einen Wagen durchmarschieren, zum nächsten WC.
Abfahrt um 18:48 Uhr. Keine besonderen Vorkommnisse. Es ist jetzt 19:53 Uhr. Vorhin habe ich den Sonntags-Eintrag meines
Wochenend-Postings fertig geschrieben, in diesem Moment schreibe ich den SAE-Eintrag. Die Sonne steht schon recht tief; ich habe mir heute Morgen die Kamera in den Rucksack eingepackt, da ich nach der Ankunft in Erlangen nochmal auf den
Berg, schauen wollte (heute ist der letzte Tag). Ich habe einige Aufnahmen aus der Ferne, aber ich will auch noch Menschenmassen, Karussells und die Keller fotografieren.
Erschienen am Montag, 16.06.2003 @ 23:28
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Tags: SAE
22:30 Uhr: Ankunft zu Hause. Der ICE aus München kam einigermaßen pünktlich etwa zehn vor neun in Erlangen an. Ich fuhr mit dem Rad Richtung Berg, stellte es am Altstädter Kirchplatz ab und lief die Straße hinunter zur Schwabach-Anlage. Auf halbem Weg die
Bergstraße hoch bog ich rechts ab in den Schützenweg, um hinter den Fahrgeschäften schnell voran zu kommen (eine Parallelstraße zur »An den Kellern«, die um die Uhrzeit gestopft voll ist). Dann von hinten nach vorne durch die Menge, einige Fotos von der Geisterbahn, dem Riesenrad oder dem Space-irgendwas und den Mengen machen. Die Sonne stand noch gut und ich hatte Verschlusszeiten von 1/20 über 1/30 bis 1/45. Wenn ich nicht all zu sehr gewackelt habe, dürften die Bilder noch was werden. Weiter hinten, auf den Kellern, wo die Menschenmenge dichter und das Licht wegen der Bäume schwächer wird, hatte ich nur noch Verschlusszeiten von 1/10, einer Sekunde oder sogar nur zwei, drei und vier Sekunden, so dass die meisten dieser Bilder nichts werden dürften. Hier wäre ein Stativ angebracht gewesen, aber das wollte ich heute nicht
nach München und wieder zurück fahren, außerdem war es so voll, dass ich es eh nicht hätte aufstellen können. Ein 36er Film lief durch die Kamera, dann machte ich mich wieder auf den Rückweg. Durch die Menge vor den Kellern dauerte es wieder ewig; da darf man es einfach nicht eilig haben (ich hatte es auch nicht eilig, ich mein’ nur). Man schwimmt regelrecht mit; von »laufen« konnte gar keine Rede mehr sein. Zurück zum Altstädter Kirchplatz, dann nach Hause.
Erschienen am Montag, 16.06.2003 @ 23:41
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Tags: Leben
Mein Lieblingssong im Moment ist »No Ordinary Morning« von Chicane, auf dem Album
Behind the Sun. Allein schon die betörende Stimme von Tracy Ackerman… Vor allem diese Stelle ist der Hammer:
»You could give a million reasons
change the world and change the tides
could not give me the secrets
of your heart and of your mind
in the darkness that surrounds me
now there is no peace of mind
your careless words undo me
leave the thought of us behind.«
Hört sich nicht so gut an, wenn ich den Text richtig übersetze, klingt aber beruhigend. Wer mal reinhören will: Ich habe hier einen Ausschnitt als mp3.
Erschienen am Montag, 16.06.2003 @ 23:50
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Tags: Leben
Habe gerade bestürzt festgestellt, dass meine permanenten Links, z.B. zum heute mehrfach genannten
Berg-Eintrag, nicht funktionieren.
Keine Ahnung, was da wieder nicht passt, muss ich mich im Laufe der Woche mal kümmern.
Erschienen am Montag, 16.06.2003 @ 23:52
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Tags: Sonstiges
Dienstag, 17.06.2003
Amüsant geschriebene Schilderung einer
Bahnreise von Ralf. Lesen!
Erschienen am Dienstag, 17.06.2003 @ 0:27
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Tags: Sonstiges
…von
Markus zum Thema Projektarbeit:
»Es gibt immer mal wieder so kleine Posten in einem Projekt vor denen man sich so lang wie eben möglich drückt. Entweder haben die was mit (zu viel) Denken oder Eintönigkeit zu tun. Hat man es dann hinter sich gebracht, fällt einem nicht nur ein Stein vom Herzen, man bemerkt auch, dass es weniger schlimm war als angenommen.«
Erschienen am Dienstag, 17.06.2003 @ 0:51
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Tags: Web, webdesign
Es passiert mir öfter, dass mir nach dem Absenden eines Eintrags noch was einfällt. Wenn’s ein paar Minuten später ist, änder’ ich’s direkt ab. Ansonsten gibt’s im gleichen Eintrag am Schluss einen Nachtrag. Hier hat sich aber ein bisschen was angesammelt. Ich kann es übrigens gar nicht leiden, wenn mir Gedanken einfallen, die ich quasi nur aus meinem Kopf abzuschreiben brauche, weil sie mir perfekt ausformuliert durch den Sinn gehen, aber ich sie nicht aufschreiben kann. Wenn ich Bus, Bahn oder Fahrrad fahre oder in der Wanne liege (gut, nicht bei diesen Temperaturen), kann ich gut nachdenken. Aber meistens ist weder Computer, noch Notizblock noch Handy mit Diktierfunktion greifbar. Ärgerlich. Wenn sowas wieder greifbar ist, muss ich das Rad zweimal erfinden und habe die Hälfte schon wieder vergessen.
Eine der Effektschmieden im Film »
Bruce Almighty« (siehe
Eintrag vom 16.06.03) hieß »
Pixel Liberation Front«. Cooler Name!
Jochen konnte uns
gestern in der SAE am Ende der Pause noch einige nützliche Tipps für unsere Photoshop-Übung geben (kreisrunde Auswahl mit einem bestimmten Radius; die Angabe des Radius in Pixeln half uns nicht weiter).
Bezüglich der Anmerkung des Dozenten von gestern, dass man es mit DOCTYPES nicht so genau nehmen müsse möchte ich noch anfügen, dass in meinen Augen DOCTYPES allein schon deswegen wichtig sind, da ohne die DOCTYPE-Angabe ein HTML-Dokument nicht im
W3C-Validator auf syntaktische Richtigkeit überprüft werden kann. Aber evtl tue ich ihm da auch Unrecht und vielleicht berücksichtigt er tatsächlich den DOCTYPE, will nur die Studenten jetzt nicht mit so viel Detailwissen überfordern (siehe auch meinen
SAE-Eintrag von heute: Das Wissen ist zwar recht einfach, aber es gibt so viel davon).
Eine Sache in Dreamweaver war mir wirklich neu: Dass Links mit dem »Point to File«-Tool erstellt werden können, dem ich bisher keine Beachtung geschenkt habe. Geht sowohl Dokumenten-intern (für interne Links eben) als auch zu anderen Dateien in der Site, sogar mit spring-loaded Folders in der Site-Palette. Dieses Tool (in der deutschen Übersetzung übrigens »Auf Datei zeigen«) funktioniert sowohl mit Dreamweaver auf Windows als auch auf dem Mac. Fadenkreuz im Property-/Eigenschaften-Inspector klicken und auf ein Ziel ziehen, eben z.B. eine Datei im Site-Fenster.
Auf der Rückfahrt von der SAE in München-Perlach in Richtung Innenstadt mir gegenüber in der S-Bahn: Eine gutaussehende, junge Frau, die in »Voll im Bilde« von Terry Pratchett las (ziemlich weit am Anfang, wohl das erste Kapitel). Diesen Scheibenwelt-Roman fand ich ja nicht so gut (er hatte seine Momente…), »Helle Barden« oder »Wachen! Wachen!« waren besser.
Mir ist wieder
eingefallen, weswegen ich mir im Sommer 2001 einen neuen Drucker gekauft habe. Für den Brother HL-1050 gab es für OS X weder von Apple einen Treiber, noch von Brother, und es war auch keiner in Aussicht (es gibt
immer noch keinen; laut einer
damaligen Mail-Antwort vom Brother-Support werden so alte Drucker nicht mehr unterstützt). Der HL-1050 druckte mal eine Seite, meistens tat er aber gar nicht. Unhaltbarer Zustand. Dann der neue HP Laserjet 1200, der von Apple
offiziell und direkt in OS X unterstützt wird. Nur eben mein Problem, dass er Seiten gemächlich druckte. Jetzt ist es viel besser, wobei es immer noch einen Zacken schneller gehen könnte. Ich komme leider nicht umhin zu sagen, dass es immer noch nicht die »Fire and Forget«-Experience ist, die ich von Windows gewohnt bin, das ist die traurige Wahrheit.
Glaubt es oder lasst es: an den beiden großen Einträgen von gestern (bzgl.
des letzten Wochenendes und
dem Unterricht in der SAE habe ich insgesamt rund drei Stunden geschrieben. Als ich gestern kurz nach elf aus Erlangen losfuhr, ging’s mir nicht so prima, aber ‘ne Viertelstunde nach Nürnberg schrieb ich dann knapp anderthalb Stunden am Wochenende-Eintrag (und kam bis zum Sonntag), auf der Rückfahrt schrieb ich direkt nach dem Einsteigen in den Zug um 18:20 den Eintrag fertig und dann noch etwa eine Stunde am SAE-Text. Unglaublich, wie viel Zeit für so ein Weblog drauf geht… Aber gut, im Zug habe ich massig Zeit, und das selbe (wohl nur etwas kürzer) hätte ich zu Hause eh aufgeschrieben.
Es ist jetzt 12:46 Uhr, wir kommen gleich in Pasing an. Ich werde aber bis Hauptbahnhof durchfahren, um dort noch zwei Brezeln zu kaufen (Mittagessen) sowie eine Tageskarte für den MVV-Innenraum (S-Bahn nach Perlach, S-Bahn von Perlach in die Innenstadt; beides habe ich gestern beim ZuB im Zug gleich mitbezahlt; außerdem Ostbahnhof bis Prinzregentenplatz per U-Bahn und zurück; ich mache noch einen Abstecher bei Holger und Robert in ihrem neuen Büro).
Von Erlangen bis Nürnberg stand ich eine Viertelstunde im Zug (ich habe gewisse Präferenzen, was meinen Sitzplatz im Zug anbelangt), aber in Nürnberg stiegen viele Leute aus und ich nahm einen guten Platz ein.
iBook ausgepackt und zu lesen angefangen: Die Websites, die ich mir heute früh in den Browser auf dem iBook reingeladen habe: Einige von gestern, außerdem meine täglichen und stündlichen Websites. Gestern Abend war ich hundemüde und es war schon spät, bin erst kurz vor eins ins Bett gegekommen, deswegen habe ich eine Reihe von Sites in einen neuen Bookmark-Ordner geschmissen. Den Bookmark-Ordner dann heute Morgen auf’s iBook kopiert (hätte ich auch direkt machen können, aber ich nutzte
iSync und
.mac, war bequemer) und mit einem Mausklick alle Bookmarks in diesem Ordner in Tabs geöffnet. iBook schlafen gelegt und in den Rucksack gepackt. Schon schade, dass ich im Zug keine Internet-Verbindung habe, denn ich wäre gerne einigen Links gefolgt.
Außer zu lesen habe ich natürlich wieder geschrieben.
Erschienen am Dienstag, 17.06.2003 @ 22:14
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Tags: Sonstiges
Zwei verrückte Dinge sind mir heute passiert.
Heute Morgen, kurz nach dem ich aufgestanden bin, klingelt es an meiner Tür. Wohl der Postbote. Ich ziehe mir schnell eine Hose an (man muss es ja nicht so handhaben wie die Omi in Nico Suaves
Briefträger-Styles und öffne die Tür. Vor mir steht der Postbote, aber nicht der übliche. Es ist durchaus normal, dass uns mal ein anderer Bote beliefert. Aber der Mann, der mir den bei Amazon bestellten Toner überreicht, ist mir als Bedienung aus einem meiner Stammlokale bekannt. Verrückt.
Heute Abend, kurz nachdem der ICE München verlassen hat. Kurz nachdem der ZuB, der
neulich erst gut aufgelegt Witze während der Fahrscheinkontrolle gerissen hat (»Ganz ruhig bleiben, ich bin doch bei Ihnen.«) und dies heute wiederholte und kurz nachdem ein weiterer Bahn-Mitarbeiter im Freizeit-Look durch die Gänge ging und jeden Reisenden zwecks Fahrgastbefragung nach dem Ziel fragte und sich diese Info mit Strichlisten auf »dem Faltblatt "Ihr Reiseplan"« notierte: Ich sitze auf meinem zweitliebsten Platz (rechte Seite in Fahrtrichtung ohne Tisch, aber nur ein kleines Stück Fenster). Schräg gegenüber sitzt eine End-Zwanzigerin, die durchaus nett anzusehen ist (und nach Jena will). Déjà-vu: Mir ist so, als habe ich sie schon mal im Zug gesehen. Sie legt ihren Trolley auf den Tisch und öffnet ihn. Holt eine Jacke heraus und eine Bierflasche von Hacker-Pschorr. Das an sich ist schon mal ein ungewohnter Anblick. Ich habe nichts dagegen, wenn Frauen aus Flaschen Bier trinken, ehrlich gesagt ist es mir sogar völlig egal, abgesehen davon, dass mir diese emanzipierte Haltung durchaus positiv auffällt. Man sieht es nur recht selten. Sie sieht sich suchend im Wagen um und unsere Blicke treffen sich. Sie kommt die paar Schritte auf mich zu, hält mir die Bierflasche mit Kronkorken entgegen und fragt mich, ob ich die öffnen könne.
Seit ich vor ungefähr zehn Jahren die »Married with Children«-Folge gesehen habe, in der die Bundys in der Wüste stranden und sie sich eine Flasche Cola für nur fünf Cent aus dem Automaten gönnen, ihnen dann aber von einheimischen Rentnern am Straßenrand zwei Dollar für die Benutzung des Flaschenöffners abgeknöpft werden, seit dem habe ich einen Flaschenöffner an meinem Schlüsselbund. Ich habe ihn in diesen rund zehn Jahren etwa dreimal gebraucht. Und zufällig, da ich heute meinen Schlüsselbund per Karabiner an der Gürtelschlaufe über der rechten Tasche befestigt habe (damit der Bund in der Tasche verschwindet) und nicht, wie gestern, im Rucksack mit dem Zug durch die Landschaft fahren lasse, da fragt mich diese gutaussehende Mitreisende, ob ich ihr ihre Flasche Hacker-Pschorr öffnen kann.
Wenn heute noch so ein Ding passiert, glaube ich ab sofort an den Solipsismus.
Erschienen am Dienstag, 17.06.2003 @ 23:33
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Tags: Leben
Heute verschlief ich natürlich auch (obwohl ich »schon« um eins im Bett war) und bin noch knapper aus dem Haus als gestern. Nicht das erste Mal dass ich feststellen muss, dass es tödlich ist, sich direkt nach dem Aufstehen an den Computer zu setzen und später »dann mal so langsam« ins Bad zu gehen. Im Winter verpasste ich dadurch etliche Busse in die Stadt und seit Anfang Mai, seit dem Beginn der
SAE war es trotz zeitigen Aufstehens dennoch recht knapp, noch den 11:09-Zug (letzte Möglichkeit) zu bekommen, nachdem ich die Züge um 09:09 und um 09:52 habe ziehen lassen und dafür länger am Computer saß.
Egal. Pünktliche Ankunft in München. Dort ein Stockwerk tiefer am MVV-Automaten für 4,50 eine Innenraum-Tageskarte gekauft, an einem Stand ein paar Meter weiter, neben dem Abgang zur S-Bahn, zwei Brezeln, dann runter ins Tiefgeschoss zur S-Bahn. Und ich erreichte dennoch bequem die S7 um 13:14, die um kurz nach halb in Perlach ankommt. Bequem zur SAE geschlendert, zusammen mit Studienkollegen und mit unserem Dozenten von
gestern, den wir auf dem Hinweg noch ein bisschen löcherten. Seiner Auskunft zufolge sind wir relativ frei, was das Abschlussprojekt des BMC Ende Juli betrifft (eine Website, in die auch die anderen Übungen, also Mixdown, Sprachaufnahme und Flash eingebaut werden müssen, außerdem Abgabe auf CD mit einem vernünftigen Cover und gestaltetem CD-Aufkleber, keine mit Edding beschmierten Rohlinge). Es gibt keine Vorgabe, nach der wir Frames und 8.3-Dateinahmen benutzen müssen (hatte da gewisse Befürchtungen) und wir müssen auch nicht auf NN4 Rücksicht nehmen, können also CSS-Layouts einsetzen. Was die Dozenten uns im Unterricht erzählen, wird tatsächlich im Lehrplan vorgegeben, so dass klar ist, dass Jochen nicht um die Erklärung von Frames herum kam.
Heute der zweite und letzte Tag der zweiten Woche Web-Einführung. Im Creative Media Program ab August fängt man übrigens nicht nochmal bei Adam und Eva an (habe ich mir ja gedacht), man wird aber schon einige wichtige, grundlegende und evtl etwas kompliziertere Dinge nichmal aufgreifen und kurz durchgehen. Themen heute:
- Beantwortung von offenen Fragen von gestern
- Demonstration einiger BMC-Abschlussprojekte
- Fortsetzung der Dreamweaver-Einführung mit zwei Schwerpunkten:
- Layout mit Tabellen in Dreamweaver
- Stylesheets mit Dreamweaver (außerdem eine grundlegende Einführung in CSS, denn die wurden bisher noch nicht angesprochen)
- Außerdem Roll-overs und Navibars, aber nur ganz kurz angerissen.
Nebenbei gab es wieder einige Photoshop-Tipps, während wir die Navi-Buttons quick’n'dirty in Photoshop zusammenbastelten (mit Erklärung des »Save to Web«-Features, das mir aus Fireworks bekannt ist und auch identisch arbeitet, wirklich Jacke wie Hose). Link-Tipp für Einsteiger: photoshoptutorials.de
Übrigens ist das ein enormes Pensum, was uns (bzw. den Kollegen) da an HTML eingetrichtert wird. HTML ist zwar sehr einfach, aber die Schwierigkeit ist, dass es sehr viel zu wissen gibt.
Ja, um 17:10 wieder Feierabend und gemütlich zur S-Bahn. Ich stieg am Ostbahnhof aus, fuhr mit der U-Bahn eine Station zum Max-Weber-Platz, stieg dort in die U4 nach dem Arabellapark um und verließ sie eine Station später wieder am Prinzregentenplatz. Von dort 5 Minuten zu Holgers, Roberts und Stefies neuem Büro. Sehr schnucklig, in einem ruhigen Hinterhof, in dem man von der lauten Straße absolut nichts hört, so halb im Kellergeschoss. Etwas finster, so dass auch tagsüber Licht brennen muss, aber im Sommer angenehm kühl. Gefällt mir gut, aber zwecks Anbindung wäre mir lieber gewesen, sie hätten das Zweite-Wahl-Büro Nähe Ostbahnhof genommen. :-)
Ich muss mal sehen, ob ich öfter noch nach der SAE im Büro vorbeischaue, wenn es so umständlich ist, von Perlach dort hin zu kommen. Aber Holger hat gesagt, dass evtl ein Bus günstig fährt; ich muss mal Hafas befragen. Die U-Bahn-Anbindung nach dem Hauptbahnhof stellte sich auf meinem Rückweg als besser heraus, als gedacht: Von früher, als ich in 2000 und 2001 mal ein paar Monate (mit Unterbrechungen, aber durchaus auch drei Monate am Stück, insgesamt rund ein 3/4 Jahr) für die Bank in München gearbeitet habe, war ich es gewohnt, am Max-Weber-Platz in eine andere Linie umsteigen zu müssen, um abends zum Schlecht-Wetter-Griechen hin oder wieder weg zu kommen. Aber tagsüber fährt die U4 auch bis Hauptbahnhof (und darüber hinaus) alle fünf Minuten in nur sieben Minuten durch. Bedeutet, dass ich tatsächlich vom Büro bis zum Hbf nur 15 Minuten gebraucht habe. Aber ich muss sehen, wie ich gut vom Ostbahnhof dort raus komme. Internet soll morgen ins Büro kommen, so dass die WWDC-Keynote von Seiner Steveheit nächste Woche eigentlich im Büro klappen sollte. Und der Schlecht-Wetter-Grieche ist zu Fuß in zehn Minuten zu erreichen, der Schön-Wetter-Grieche liegt immerhin auf der gleichen U-Bahn-Linie, allerdings fast am anderen Ende (Station »Westendstraße«).
Zurück am Hauptbahnhof machte sich Hunger breit, und auch Durst. Die Halbliter-Mehrweg-PET-Cola-Flaschen, die an den Ständen gegenüber der Gleise feil geboten werden, sind sündhaft teuer: 2,20 Euro zuzüglich 15 Cent Mehrweg-Pfand. Gleich gegenüber dem Hauptbahnhof, Ausgang Bayerstraße, gibt es in der Bayerstraße eine »Wienerwald«-Filiale, die ebenfalls gekühlte Getränke im Programm hat und für die Halbliter-Glas-Mehrweg-Cola-Flasche nur 1,45 Euro verlangt. Das Thema Hunger erledigte sich ein paar Meter weiter beim Dönermann. Ich kaufte ein Lahmacun, das mit 1,80 Euro zwar genauso viel kostet wie in Erlangen (vor der Euro-Umstellung allerdings regelmäßig 3 Mark bzw. 1,53 Euro). Aber für den selben Preis gibt’s nur ein 3/4 so großes Lahmacun wie daheim, die in letzter Zeit eh auch schon geschrumpft sind; das Teil in München hat nur noch rund 20 cm Durchmesser. Außerdem gibt’s für den Preis nur das Lahmacun, ohne Salat, ohne Soße; gerade noch, dass es in den Ofen gelegt wird. Mit Salat kostet’s 2,20 Euro, fast so viel, wie für einen ganzen Döner in Erlangen (2,50), die hier 3 Euro kosten und beschissen schmecken. Ich bat den Verkäufer für mein Lahmacun noch um Soße, und hätte ich nicht schon die 1,80 auf den Tresen gelegt, hätte er mir dafür bestimmt auch noch 10 Cent abgenommen. Es war dafür recht gut und stillte den anfänglichen Hunger.
Es ist 20:06 Uhr; um halb neun werden wir in Nürnberg sein (auch planmäßig). Inzwischen hat es sich die attraktive Hacker-Pschorr-Lady bequem gemacht und die Füße hochgelegt. :-) Schöne Beine und Füße, aber mein Fetisch ist ja ein anderer.
Das Bier stellte sich mittlerweile als Radler heraus.
Ich gebe zurück an die angeschlossenen Funkhäuser.
Erschienen am Dienstag, 17.06.2003 @ 23:40
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Tags: SAE
Mittwoch, 18.06.2003
Mit einer gewissen Belustigung verfolge ich ja die Fehde, die unter der Decke zwischen den großen deutschen Mac-Sites ausgetragen wird. Wie Jörn von
Mac-TV ständig gegen
Macnews stachelt, zum Beispiel kürzlich erst nach der Einführung des neuen Forums auf Mac-TV oder schon vor längerer Zeit immer mal wieder mit der Bemerkung, dass Macnews Mac-TV komplett ignoriert und die Leser von Macnews nur auf Shareware-Updates hinweist, aber nicht auf Live-Übertragungen von Apple-Chef Jobs. Dann stänkert Jörn wieder, dass eine Site, die nur News und ein Forum anbietet, ja keine guten Inhalte bereitstellen könne, da das bei Banner-Finanzierung nicht drin sei (ganz Unrecht hat er mit seiner Kritik ja nicht).
Dieses Mal hat Jörn anscheinend einen Testballon gestartet: Zur WWDC-Keynote am Montag soll über diverse große Mac-Sites ein Code für 4.000 kostenlose Streams der Audio-Übertragung durch Mac-TV
verteilt werden. Macnews ist auch darunter, gibt, anders als z.B. die
Macguardians oder
Mac-Kauf den Code aber nicht an die werte Leserschaft weiter, sondern
schreibt:
»Entgegen anders lautenden Quellen wird es laut Apple Deutschland keinen Audio-Stream im Netz geben.
Abhilfe schafft der Live-Textticker von macnews.de: Wir werden mit zwei Mitarbeitern vor Ort in Berlin sein und im Minutenrythmus live berichten. Unsere Leser dürften damit die News der WWDC-Eröffnungskeynote binnen weniger Minuten erfahren.«
Die deutschen Magazine Macwelt, MacUP und Maclife, die auch ordentliche Konkurrenz durch Mac-TV bekommen haben, geben den Code (bilsang) auch nicht weiter und berichten auch nicht über die Übertragung von Mac-TV.
Manchmal geht’s in der Community zu wie im Kindergarten, wirklich wahr.
Oder um es mit Daphne aus der heutigen Folge von »Frasier« zu sagen:
»Ach, sie überleben uns alle, das ist bei den Nörgel-Heinis immer so.«
Erschienen am Mittwoch, 18.06.2003 @ 2:14
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Tags: Apple, Mac
Mir passt das gar nicht ins Konzept, das morgen
Feiertag ist. Morgen hätte ich mal Zeit gehabt, um in die Stadt zu gehen: leere Flaschen abgeben, Filme zur Entwicklung bringen, neue Heuschnupfen-Tabletten kaufen, eine Ersatzbirne für meine Schreibtischlampe kaufen, in der Uni-Klinik eine Rechnung abgeben und deren Material-CDs zurückbringen, bei Döner-King ein Lahmacun essen.
Aber nee, morgen ist überall tote Hose. Muss ich’s auf Freitag verschieben.
Ansonsten: Projekt A-Arbeiten. Morgen Besprechung mit dem Kunden, am Samstag geht die Site online und es gibt noch viel zu tun.
Erschienen am Mittwoch, 18.06.2003 @ 19:42
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Tags: Leben
Freitag, 20.06.2003
Die Permalinks (siehe Eintrag
vom Montag) funktionieren wieder. Die HTML-Dateien des alten
my two cents werden nun auch von PHP geparst (die Zeile
AddType application/x-httpd-php .html in der .htaccess wird nun erkannt). Das war wichtig, da ich das Template der alten HTML-Dateien ich vor ein paar Tagen überarbeitet habe: es ist nun identisch mit dem Code des jetzigen, dynamisch generierten
two cents, enthält also auch PHP-Code. Zweck: Alle Seiten dieser Website sind nun gleich aufgebaut, egal ob alt (statisch) oder neu (aus der Datenbank).
Grund für die Fehlfunktionen (fehlerhafte permanente Links und Nicht-Parsen von HTML-Dateien) war ein ganz simpler: Ich habe vergessen, für das Bearbeiten der .htaccess auf Unix-Zeilenumbrüche (LF) umzuschalten. Der Apache konnte mit meinen Macintosh-Zeilenumbrüchen (CR) in der Datei nichts anfangen (Windows/DOS benutzt übrigens CR und LF). Für
BBEdit natürlich kein Problem, der kann alles, nur einstellen muss man’s.
Anfängerfehler.
Erschienen am Freitag, 20.06.2003 @ 2:13
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Tags: Sonstiges
Was passiert, wenn jemand versehentlich für nur wenige Minuten eine falsche Seite ins Web stellt? Wenige Augenblicke später weiß es die ganze Welt.
So geschehen heute Mittag im
Apple-Store. Apple postete versehentlich die Daten des neuen Power Mac G5, der mutmaßlich am kommenden Montag von Apple-Chef Steve Jobs vorgestellt wird. Apple macht wie immer aus seinen Ankündigungen ein Staatsgeheimnis, um dann Kunden, Konkurrenz und die gesamte Branche zu überraschen. Anders als z.B. Microsoft, die heiße Luft (Vaporware) produzieren und Futter für die Aasgeier im Blätterwald liefern (das nächste Windows, »Longhorn« soll
2005 erscheinen), geht Apple da einen eleganteren Weg: Ihre Geschäftspolitik »We do not talk about future products« ist Kult und die Mac-Gemeinde fiebert jedem Auftritt von Steve Jobs entgegen (siehe
meine Einführung zu diesem Thema). Jobs stellt sich auf die Bühne, versetzt alle in Staunen mit innovativen Ideen, um dann zu sagen: »Verfügbar ab heute« oder »verfügbar in zwei Wochen«. Nicht in zwei Jahren, wie bei Microsoft, sondern sofort nach der Vorstellung.
Im
Januar 2002 passierte es schon mal, dass durch eine Unachtsamkeit das Geheimnis gelüftet wurde, mit dem jeder gerechnet hat: Es war ziemlich wahrscheinlich, dass auf der Mac World in San Francisco am 07.01.2002 neue iMacs vorgestellt wurden, aber niemand wusste, wie sie aussehen würden.
Time Canada lüftete das Geheimnis, indem für kurze Zeit das Titelbild der Ausgabe der nächsten Woche online gestellt wurde, das Steve Jobs und Phil Schiller mit einem der neuen TFT-iMacs zeigte.
Heute Mittag drückte jemand bei Apple auf den falschen Knopf und veröffentlichte die Daten des G5, mit dessen Vorstellung am Montag auch gemeinhin gerechnet wurde, wenn auch letzte Zweifel blieben.
Wer sich ein bisschen für Macs interessiert, konnte sich dieser Meldung nicht entziehen, da sie auf sämtlichen Mac-Sites und in Weblogs breit getreten wurde. Eine Auswahl:
Was ich auf ewig nicht verstehen werde ist, warum Apple für diese bahnbrechende Keynote am Montag keinen Life-Stream anbietet und nur Mac-TV einen Audio-Stream senden lässt (falls der überhaupt zu stande kommt).
Der G5 ist nicht irgendeine Produktankündigung, es ist die Ankunft des Messias. Und ich übertreibe hier keineswegs, denn die geringen Fortschritte in der Prozessor-Geschwindigkeit sind Apples größtes Problem der letzten zwei Jahre. Und seit über anderthalb Jahren warten Mac-Fans in aller Welt auf die erlösenden Worte »presenting the all new Power Mac G5« (siehe z.B. meinen Eintrag vom 07.06.2002). Der G5, der alle Geschwindigkeits-Problem beenden soll. Und nun setzt der G5 zur Landung an und Apple sendet nicht live.
Sehr passend ist in diesem Zusammenhang auch der heutige Joy of Tech-Comic. Unbedingt zu empfehlen für alle, die mein Geschreibsel und meine Begeisterung für den G5 nicht ganz nachvollziehen können.
Mittlerweile ist offiziell, dass es eine Video-Übertragung der Keynote geben soll, allerdings erst im Anschluss an das Ereignis (Start der Keynote etwa 19 Uhr deutscher Zeit, Ende zwischen 21 und 22 Uhr, ab dann der Video-Stream unter der Adresse apple.com/quicktime/qtv/wwdc03).
Wenn es tatsächlich so kommt, wie heute bekannt geworden, dann wird es tatsächlich das Ende aller Vergleiche sein. Die technischen Details versprechen nichts geringeres als den schnellsten Computer, den man sich unter den Schreibtisch stellen kann. Schneller als alles, was Intel oder AMD zu bieten haben.
Ich muss gleich weinen.
Erschienen am Freitag, 20.06.2003 @ 19:53
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Tags: Apple, Mac
Samstag, 21.06.2003
Viel zu tun: Kaum Zeit, alles zu lesen was mich interessiert und noch weniger Zeit, darüber zu schreiben. Daher nur ein paar Quicklinks:
- Bild-Link von Holger: Ein Platz als Bildermosaik
- Bild-Link von Holger: Farbspektrum der Firmenlogos
- Der Spiegel: Eine Meldung und ihre Geschichte: Wie ein Kroate sieben Unglücke überlebte und dann im Lotto gewann von Hauke Goos
- Weblog von Markus: Wie viel Privates schreibt man in einem Weblog?
- Sendung mit der Maus: Wie das Internet funktioniert (gezipptes Real-Video; via blogt.net)
- Spiegel-online: Einsteiger-Artikel zu Semantik im Web und warum Trennung von Struktur und Layout wichtig ist von Peter Zschunke, AP
- Spiegel-online: Gescheiterte grüne Verkehrspolitk von Susanne Amann
- Die Zeit 26/2003: Gescheiterte Verkehrspolitik
- Die Zeit 26/2003: Interview mit dem Psychoanalytiker Micha Hilgers über das Auto als Freiheitssymbol, auch im Stau
- Spiegel-online: Über die Haftbedingungen in Guantanamo
- Siebenviertel: »…während sie Schokoriegel aus ihrem Einkaufswagen nehmend mir ein Gesäß entgegenstreckte, welches eine eigene Postleitzahl verdiente.«
- Das Netzbuch: »Friedman ist der einzige Talkmaster der weitschweifige Antworten, die mit der Frage nichts zu tun haben, nicht akzeptiert sondern gnadenlos weiterbohrt.«
- Jörn von Mac-TV selbstironisch, zum Ersten: »…es war die selbe abgerissene Bande an Quertreibern und Besserwissern, die man schon bei allen anderen Mac-Events auf Birkenstock-Sandalen umherschlurfen sah — und da war der Fall eigentlich erledigt. Diese Leute werden nie einen PC kaufen.«
- Jörn von Mac-TV, zum Zweiten, die »Umgebungen« von OS 9 erklärend: »Ich in meiner Welpen-Schlachterei.«
- Spiegel-online: Lex Berlusconi zum Ersten, Kommentar von Dominik Baur
- Spiegel-online: Lex Berlusconi zum Zweiten (Meldung)
- Spiegel-online: Lex Berlusconi zum Dritten (Meldung)
- Die Zeit 26/2003: Ein Bericht über den juristischen Teil des C.H. Beck-Verlags von Michael Schwelien, der mehr über die deutsche Gesetzgebung aussagt als über den Verlag selbst.
- Die Zeit 26/2003: Fehlende Verlässlichkeit in der Politik von Elisabeth Niejahr
Erschienen am Samstag, 21.06.2003 @ 22:09
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Tags: Sonstiges
Montag, 23.06.2003
Woah, 27 Grad um 8 Uhr morgens…
Angeblich soll heute der heißeste Tag der Woche werden. Erfahrung besagt, dass es am Nachmittag nochmal zehn Grad wärmer werden als am Morgen, also 37 Grad. Der Wetterbericht spricht von 36 Grad, aber wer macht aber 30 Grad schon noch Unterschiede? Das Barometer ist aber schon wieder am fallen, es soll also schlechter werden.
Ich bin die Woche von Montag-Vormittag bis Mittwoch-Nachmittag in München. Ich melde mich später wieder.
Erschienen am Montag, 23.06.2003 @ 8:10
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Tags: Leben
Dienstag, 24.06.2003
Wegen einer Unachtsamkeit und einem darauf folgenden Copy/Paste-Unfall fällt dieser Eintrag recht kurz aus. Ungefähr zwei Stunden hatte ich schon an diesem Mega-Eintrag geschrieben, dann eine Leichtsinnigkeit und Ende Gelände.
Da ich weder Zeit noch Muse habe, mir nochmal alles aus dem Ärmel zu schütteln, hier nur die Stichpunkt-Version. Aber vielleicht ist das für den Leser auch besser…
Der Eintrag sollte ursprünglich die Überschrift »Arbeit« tragen, eingeleitet mit den folgenden Worten:
»So kann man die Ereignisse der letzten Tage zusammenfassen.«
Donnerstag
Aufstehen um 14 Uhr, dann arbeiten. Gegen 17 Uhr zum Kunden gefahren, gegen 21 Uhr wieder zurück. Beim Kunden gegessen. Abends Stargate, Schmidt-Show und Frasier, gesurft.
Freitag
Zweiter, nicht öffentlicher Beta-Test läuft, heute mal etwas Verschnaufpause. Wieder erst um 14 Uhr aus den Federn gekommen. In die Stadt gefahren, die Sachen erledigt, die ich eigentlich am Donnerstag erledigen wollte. Abend Enterprise, dann meinen Vater beim Griechen getroffen. Wer wäre ich, mir ein »All you can eat« beim Griechen entgehen zu lassen?
Samstag
FR-Abend nicht ins Bett gegangen, sondern erst SA-früh um 8 Uhr. Aufgewacht um 14 Uhr und dann wieder am Projekt weitergearbeitet. Um 17:00 Rasen gemäht, weitergearbeitet. Um 21 Uhr Tiefkühlpizza, weitergearbeitet. Um 23:30 zu McD und Tanke, Rückkehr um 00:30. Bis 02:30 weitergearbeitet.
Also von 14:00 bis 02:30 gearbeitet, nur unterbrochen durch Rasen mähen, Pizza und McD.
Sonntag
Um 10 Uhr aufgestanden (fragt mich nicht weswegen; die Fliege die mich seit zwei Tagen genervt hat, habe ich gestern mal mit der Wand und meinem Hausschuh bekannt gemacht).
Locker gearbeitet.
Um 17:30 zum Kunden (Projekt A). Der Kunde hat seine neue Site selbst gelauncht, ich hatte dazu am Vortag alles vorbereitet. Er musste nur in einem FTP-Programm die index2.php zur index.php umbenennen. Ein Eintrag in der .htaccess sorgte dafür, dass eine eventuell vorhandene index.php einer index.html vorgezogen wird. Sektumtrunk.
Das Ufo-Netzteil von meinem iBook ist kaputt, Kabelbruch. Kunde, Mac-Versandhändler, gab mir leihweise ein neues mit und ich soll mal Apple anrufen, ob die mir auf Kulanz ein neues schicken.
Um 20 Uhr zurück daheim, püntklich zum Grillen.
Von 21:00 bis 21:45 gearbeitet (Projekt B). Um 22:00 in die Stadt aufgebrochen und in Rekordzeit von unter 25 Minuten zum Kino gefahren. Film, bzw. Werbung, begann um 22:20. Ich sah mir »Old School« an und hatte den ganzen Kinosaal für mich allein.
Um Mitternacht noch zum McD (beim Grillfleisch hatten wir uns verkalkuliert).
Um eins Ankunft daheim. Kleinere Arbeiten, Vorbereitungen, Software auf iBook installieren, packen.
Um 03:45 ins Bett.
Erschienen am Dienstag, 24.06.2003 @ 19:46
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Tags: Leben
Kurz noch einige Worte zum »Projekt A«. Am Sonntag-Abend konnten wir (mein Kunde und ich) die neue Website samt neuem Online-Shop pünktlich vor der WWDC launchen:
www.entervisions.de
Habe dazu auch ein paar Zeilen auf meiner »Dienst-Website«
geschrieben.
Der Shop basiert auf der frei verfügbaren Software
osCommerce und hat mich einige Wochen gut beschäftigt. In meinem Schrank liegt eine Voodoo-Puppe, auf der »osCommerce« steht. Der Shop ist zwar sehr mächtig, aber auch mächtig kompliziert. Aber was soll’s, es ist vollbracht.
Es ist noch nicht alles perfekt, zum Beispiel gibt es noch hier und da einige Schwächen in der Optik, aber das bügeln wir in der nächsten Zeit noch aus.
Dank an dieser Stelle an
Holger Eggert für seine Unterstützung bei so manchem PHP-Problem und an
Raphael Vullriede, der auch bei Problemen mit osCommerce weiterhalf.
Falls jemand aus der Leserschaft einen guten Versender für Mac-Hard- und -Software sucht, dann schaut bei enterVisions vorbei. Peter Hufnagel und seine Mannen bieten gute Preise und einen exzellenten Service, kann ich nur empfehlen.
Erschienen am Dienstag, 24.06.2003 @ 20:26
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Tags: Web, webdesign
Mittwoch, 25.06.2003
Am Montag, 23. Juni, war Armand wieder unser Dozent. Thema dieser und nächster Woche: Audiotechnik. In dieser Zeit sollen uns die Grundlagen vermittelt werden, um eine einfache Sprachaufnahme machen zu können, was ja für ein Multimedia-Projekt durchaus nicht unwichtig ist.
Armand begann mit Ausführungen, wie ein Tonstudio aufgebaut ist und warum man es so baut und nicht anders. Nachdem er das Tonstudio an der Tafel »zusammengebaut« hatte, ging es weiter mit einer Erklärung, welchen Weg ein Signal durch das Tonstudio nimmt: Vom Mikrofon über die Stagebox/Wallbox in die Patchbay, das Mischpult, zurück in die Patchbay und dann zur Multi-Track-Maschine. Das ist der Aufnahmeweg einerseits (»Tape-send«). Aus der MTK zurück in die Patchbay, wieder ins Mischpult, zurück in die Patchbay und von dort zu den Monitor-Lautsprechern in der Regie bzw. durch die Stagebox zum Kopfhörer des Sprechers in der Aufnahme. Er erklärte uns, aus welchen Gründen jeder im Studio nur Tape-return hört. Dazu gab es kurze Einführungen zum Thema Kabel (XLR und TT-Phone), Kopfhörer, Mikrofone (Arten, Funktionsweise, Einsatzbereiche) und Monitorboxen. Zum Schluss erklärte Armand uns, wie ein Mischpult prinzipiell aufgebaut ist (die Sektionen) und welchen Weg ein Signal Tape-send bzw. Tape-return durch das Mischpult nimmt.
Ich fand das durchaus interessant, wie das in einem Tonstudio so funktioniert.
Thema am Dienstag war »Mixdown«. Wie mischen bzw. Aufnahmen generell funktionieren, Wege der Signale durch’s Mischpult und der Aufbau eines »08/15«-Mischpults (schematische Darstellung eines einfachen Pults). Abschließend die drei Solofunktionen PFL, AFL und SIP. Ich habe nur Hälfte verstanden und habe jetzt eine gute Vorstellung davon, wie sich die Kollegen in der Dreamweaver-Vorlesung gefühlt haben müssen.
Schon vor drei Wochen hatte ich geplant, einen Tag länger in München zu bleiben. Vergangene Woche reservierte ich einen Platz in der Edit Lounge, um meine Wavelab-Übung zu schneiden (»Never be the same again« von Mel C von 6 Minuten auf 30 Sekunden kürzen und hier und da noch ein paar Drum-Sounds im Stück verpflanzen). Ich ging am Mittwoch um 11:45 aus dem Büro und machte mich auf den Weg zum Prinzregentenplatz. In den 54er Bus zum Ostbahnhof. Neben uns braust ein Wagen der Bereitschafts-Polizei mit Blaulicht vorbei. Zwei Minuten später kommen wir am Ostbahnhof an. Viele Leute draußen, Polizei. Ich denke mir noch, dass es da wohl einen Unfall gegeben haben muss und gehe ins Untergeschoss. Dort angekommen, wird just in dem Moment Polizei-Absperrband ausgerollt. Überall Polizisten und auch ein paar Bahn-Sicherheitsleute. Der Ostbahnhof ist wegen einer Bombendrohung geschlossen. Super. Wahrscheinlich hat irgendein Idiot seinen Koffer stehen gelassen und ein anderer Idiot hat die Polizei alarmiert.
Da ich nicht zu den S-Bahn-Gleisen komme, ist SAE für heute gestrichen und ich fahre wieder zurück ins Büro.
Erschienen am Mittwoch, 25.06.2003 @ 13:24
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Tags: SAE
Freitag, 27.06.2003
Diesmal dauerte es nicht so lange wie bei meinen
Power Mac-Fotos, die ein paar Monate in einem Verzeichnis auf dem Desktop schlummerten.
Was der Berg ist, habe ich in einem Eintrag am
08.06.03 aufgeschrieben. Über die Entstehung der Fotos kann man in zwei Einträgen vom 16.06.03 nachlesen (
1,
2).
Die Bilder sind, finde ich, recht gut geworden. Bei den Aufnahmen auf den Kellern musste ich allerdings sehr viel aussortieren, da die Belichtungszeiten mit 1/10 oder auch einer Sekunde bei den Lichtverhältnissen (21 Uhr abends) nicht mehr optimal waren, in der Enge gedrängelt wurde und sich die Menschen die auf’s Bild sollten, freilich auch bewegten.
Okay, hier die Bilder. Ein Klick auf ein Foto lädt eine größere Version (1.024×683 Pixel).
 | Der »Berg«, fotografiert vom Dach des gegenüberliegenden Kopfklinikums aus. Links am großen Festzelt vorbei führteine Straße auf den Berg zum »T«. Links weg geht es zu Kellern, rechts zur Straße»An den Kellern« mit Kellern auf der Nordseite und (Fahr-)geschäften auf der Südseite (die Keller rechts vom T reichen nur wenige hundert Meter, dann befinden sich auch auf der Nordseite der Straße Geschäfte). Der Berg reicht über den rechten Bildrand hinaus, wo das letzte Fahrgeschäftsteht. Aus der Ferne ragt nur das 55 Meter hohe Riesenrad aus den Bäumen und Häusern hervor. Die Wiese im Vordergrund gehört zu den Flussauen der Schwabach. Objektiv: 28 mm. |
 | Das Europa-Riesenrad, fotografiert mit einem 300 mm-Teleobjektiv. |
 | Der Berg bei Nacht, fotografiert von meinem Vater Wolfgang Freimark. Soweit die Fotos vom Dach des Kopfklinikums. |
 | Dies ist der Beginn der Straße, die auf den Berg führt. Links, nicht mehr im Bild, die Eisdiele Venezia als beliebter Treffpunkt. Rechts, ebenfalls nicht mehr zu sehen, das Ponyreit-Rondell für die Kleinen. |
 | Ein Stück weiter die »Bergstraße« hinauf. |
 | Kurz vor dem T, am Ende der Bergstraße an der Kreuzung zum Schützenweg, steht traditionell dieses Geschäft mit dem Motto der Erlanger Bergkirchweih. |
 | Ich lief auf meiner Fotosafari zunächst bis ganz zum Ende des Bergs, um dann von hinten nach vorne zu gehen und Bilder aufzunehmen. Hier ein Blick durch Bäume und die Menge hindurch auf die letzten Geschäfte. |
 | Am Rückweg. Von dem vielen Platz auf diesem Bild sollte man sich nicht täuschen lassen; solche Momente sind selten am Berg. |
 | Jedes Jahr dabei: Die Enten-Losbude. |
 | In diesem Jahr gab’s mal eine neue Geisterbahn mit einem kleinenWasserfall an einer Seite und einem sprechenden Baum davor. |
 | Der Baum im Portrait. |
 | Die Geisterbahn aus der Entfernung. Bei dieser Bahn fährt man allerdings nicht hindurch, der Besucher läuft selbst den Parcours ab. |
 | Auf diesem Foto ist in der Ferne bereits das Riesenrad zu erkennen. Links führt ein kleiner Weg vom Berg hinunter zu einer Kreuzung, an der sich Rettungskräfte in Wartestellung befinden. |
 | Wenige Meter später: Hier einfach mal eine Aufnahme der Straße mit den Geschäften zu jeder Seite und den Besuchern dazwischen. Links eine Schießbude. An diesem Punkt liegt etwa ein Drittel der Bergkirchweih hinter uns. |
 | Welcome to Poser-Town: Der Auto-Scooter, gleich neben dem Riesenrad. Schon immer. |
 | Das Riesenrad von links… |
 | …und von rechts. |
 | Rechts neben dem Riesenrad eine weitere Attraktion dieser Bergkirchweih: Der »Space-Roller«. Für mich wär’ das ja nichts… |
 | Links im Bild ein Aufgang zu einem Keller. Im Hintergrund das Riesenrad. |
 | Eine leicht andere Perspektive vom selben Standort wie ein Bild zuvor. Hier sind Riesenrad und Space-Roller auf dem selben Bild. |
 | Ein paar Meter weiter, aber diesmal Richtung T blickend (nach Westen), das Riesenrad im Rücken. Hier zu sehen: Der Keller von Steinbach-Bräu, der zweiten Brauerei in Erlangen neben Kitzmann. |
 | Zweiter Versuch, vom Steinbach-Keller eine gute Aufnahme zu bekommen. Bei dem Gedrängel ist es gar nicht so leicht, die Kamera ruhig zu halten. Hier am T liegen etwas mehr als zwei Drittel des Bergs hinter mir. Im letzten, knappen Drittel vor mir sind rechts nur noch Keller und links Bänke, die zu den gegenüberliegenden Kellern gehören. |
 | Am Steinbach-Keller verließ ich die Straße und ging nach oben. Dieses Bild wurde auf dem Steinbach-Keller aufgenommen. |
 | Zwei Keller weiter. Bis hierhin war es unmöglich Fotos zu machen, da es sehr eng war. Für diese Aufnahme lehnte ich mich nach vorne an ein Geländer neben einer abwärts führenden Treppe. Die Aufnahme zeigt den Erich-Keller bis hinunter zur Straße. Das ist das Schöne am Berg: Nirgendwo stickige Festzelte. Okay, eins zur Entwöhnung für Besucher aus München oder Nürnberg. |
 | Fast wieder unten auf der Straße: Der folgende »Abstieg« vom Berg, die 200 Meter zum T, werden bei diesen Menschenmengen lange dauern. |
 | Das letzte Foto am Rückweg nach Osten zum T, dann war der Film durch. Links die Keller, rechts weitere Tische der Keller und jeder Raum dazwischen wird von Menschen ausgefüllt. |
Erschienen am Freitag, 27.06.2003 @ 13:13
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Ich bin im Moment etwas schreibfaul. Über den gestrigen Tag gibt’s eh nichts zu berichten. Am Mittwoch-Abend war ich nach meiner Rückkehr aus München mit Micha und Markus im Kino (»Hero«). Berichte über die drei Tage in München, die Filme »Old School« (von Sonntag) und »Hero« folgen, ebenso meine Eindrücke von Apples WWDC von Montag. Vielleicht.
Ich bin müde (nur drei Stunden zwischen 8 und 11 Uhr heute morgen geschlafen, am Donnerstag um 17 Uhr aufgestanden) und habe wegen der Deutsch-Feststellungsprüfung morgen eigentlich noch genug anderes zu tun (außerdem stehen zwei umfangreiche Hausaufgaben für Technologie/Informatik an).
Erschienen am Freitag, 27.06.2003 @ 14:59
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Tags: Leben
Holger, verdammt! Warum musstet Ihr heute im Büro »The Scientist« von Coldplay spielen, als wir den Audio-Chat in iChat testeten? Ich komme von diesem Song nicht mehr los…
Ein Glück, dass es zumindest ein Video davon im Store gibt, dann kann ich auch reinhören…
Musik: Coldplay, »The Scientist« (
A Rush of Blood to the Head)
Erschienen am Freitag, 27.06.2003 @ 23:23
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Tags: Leben
Montag, 30.06.2003
Kurz ein paar Worte zum Samstag.
Nach wenigen Stunden Schlaf stand ich um kurz vor 7 Uhr morgens auf und fuhr zum Kollegtag nach Fürth. Die zweite und letzte Deutsch-Feststellungsprüfung stand auf dem Programm; in einem Monat ist in Deutsch Abitur-Prüfung. Es lief ganz gut. Wenn’s eine drei wird, wäre ich schon ganz zufrieden, denn in einer der ersten Aufgaben gibt’s Punktabzug (Unterschied zwischen Schelmen- und Bildungsroman, je zwei Merkmale nennen, gibt bei mir eher nur zwei statt vier Punkte) und in der letzten, umfangreichsten Aufgabe mit 18 Punkten muss ich auch mit Abzügen rechnen. Es handelte sich um eine Textanalyse. Sprachliche Mittel benennen, Wirkungsweise erklären und mit Zitat belegen. Eine Mischung aus Müdigkeit, zu wenig lernen und Blackout führte dazu, dass ich kein einziges von vier bis fünf geforderten sprachlichen Mitteln benennen konnte. Mal sehen. Ein 3er wäre wie gesagt in Ordnung, mit viel Glück wird’s eine zwei, aber ich glaube nicht so recht daran.
Am Rückweg wollte ich noch bei einem früheren Kollegen in der Bank vorbeischauen, aber ich hatte mir fälschlicherweise gemerkt, dass er an diesem Samstag arbeiten würde. Zum Rathaus und meinem samstäglichen Lahmacun vor der Heimfahrt mit dem Bus fuhr ich nicht per U-Bahn, sondern lief die paar Minuten. An der Fürther Freiheit verweilte ich einige Zeit, um einen Crepe zu essen und mir eines der Beach-Volleyball-Spiele anzusehen. Die Veranstalter des »
Tucher Beach Cup« schütteten Sand auf den Platz und bauten insgesamt vier Spielfelder.

Zurück zu Hause fiel ich ins Bett für einen kurzen, einstündigen Mittagsschlaf, um das Pensum voll zu bekommen, das ich in der Nacht nicht abbekam. Vier Stunden später, irgendwann zwischen 18 und 19 Uhr, war ich wieder auf den Beinen. Es gab noch einiges für mich zu tun und um 21 Uhr schwang ich mich wieder auf’s Fahrrad. Raus nach Uttenreuth, 45 Minuten radeln. Ich wohne zehn Kilometer südlich des Erlanger Zentrums, Uttenreuth liegt etwa fünf Kilometer nordöstlich der Innenstadt. Ankunft dort um 22 Uhr statt, wie angekündigt, um 21 Uhr. Freunde brauen ihr eigenes Bier,
Nachtbräu (da vor über zehn Jahren während der ersten Braugänge nachts gebraut wurde), und veranstalten einmal im Jahr ein Kellerfest. Keller deswegen, weil sie in Uttenreuth einen Seitengang in einem Keller angemietet haben. Drei Parallelgänge, die hundert Meter tief in einen Hang gehen und bis zu elf Meter unter der Erde liegen. In dem Keller lagert freilich nur das Bier, getrunken und gegrillt wird draußen im Freien auf Bierbänken und -Tischen. Bis 1916 nutzte eine ortsansäßige Brauerei die Keller zur Biereinlagerung.
Es war mal wieder recht gesellig und ich traf einige Leute wieder, die ich eher seltener sehe. Auch wenn ich recht spät kam war es mir sehr wichtig, zum Kellerfest hinzugehen. Letztes Jahr um die Zeit war, wie einigen bekannt ist, ein eher dunkles Kapitel in meinem Leben. Meiner Mutter ging es sehr schlecht und sie starb zwei Wochen später, und wegen des Arbeitsstress in der Bank war mir im Sommer 2002 alles egal, ob es nun Freunde waren, das Kellerfest, das Stadtjubiläum oder Live im Westbad. Ein Jahr danach kann ich sagen, dass es mir besser geht. Ich habe zwar nicht mehr Zeit als vorher, aber ich bin nicht nur an zwei Tagen die Woche daheim und Montag bis Freitag auf Achse, sondern nur noch montags und dienstags unterwegs und das geht. Meine Prioritäten haben sich zum Besseren geändert, denn ganz oben stehen wieder Freunde und Familie.
Ich blieb bis 2 Uhr nachts und fuhr mit Steffi und Klaus wieder heim. Auf dem Rückweg trafen wir noch auf den Besitzer des English Pub, Gary, der zusammen mit seinem Hund nach Hause ging. Steffi kennt viele Leute.
:-)
Verabredung für »Matrix: Reloaded« auf Deutsch für nächste Woche und evtl auch mal einen DVD-Abend mit Double-Feature »About a Boy« und »High Fidelity«.
Der letzte Samstag im Juni ist generell ein recht vollgepackter Tag: Nachtbräu-Kellerfest, wegen der Sonnenwende die Sonnwendfeuer (mit dem größten der Region in Frauenaurach), das Zollhausviertel-Fest (bin auf dem Weg nach Uttenreuth dran vorbeigefahren; zwei gute Bands, die Soul und R’n'B spielten) und das Schlossgarten-Fest.
Mit dem Wetter hat man an diesem Datum grundsätzlich glück. Ich kann mich an kein Kellerfest erinnern, an dem es geregnet hat.
Über den Sonntag gibt es nichts besonderes zu berichten. Mal wieder viel zu spät aufgestanden (Holger hat mich mit einer Frage zu CSS wachgeklingelt, die ich ihm aber immerhin im Schlaf beantworten konnte) und ansonsten habe ich mich mit dem Download der Developer Preview eines gewissen Betriebssystems aus dunklen Kanälen rumgeärgert. Habe dreimal je ein Gigabyte gesaugt, konnte aber die .img.gz-Dateien nicht entpacken. Überhaupt, welcher Idiot ist auf die Idee gekommen, gepackte .img-Dateien nochmal zu zippen?
Erschienen am Montag, 30.06.2003 @ 1:12
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Tags: Leben
Ich bin noch zwei Berichte zu Filmen schuldig: »Old School« von Sonntag vor einer Woche und »Hero« von Mittwoch.
Bei »
Old School« (
Trailer) war ich etwas skeptisch. Es schien auf den ersten Blick nur eine weitere High School/College-Komödie zu sein, aber ich wagte es trotzdem, mir den Film ganz allein im Kino anzusehen. Und wurde belohnt: Ja, es ist eine College-Komödie, aber eine gute. Drei Männer Anfang 30 ziehen in ein Haus auf dem Campus einer Uni ein. Allerdings ist die Vermietung des Hauses zweckgebunden: Es darf nur für Zwecke der Universität verwendet werden. Die Lösung? Die drei gründen eine Studentenverbindung. Der weitere Verlauf ist schon aus tausend anderen Filmen bekannt: Alles geht schief, Typ bekommt von seinem Mädchen eine vor den Latz und der Dekan will gegen die Verbindung vorgehen. Der Film steuert natürlich auf ein Happy End hin, aber der Weg dahin ist durchaus amüsant.
Will Ferrell und Kollegen sorgen für einige Lacher, die sich, im Gegesatz zum Konkurrenten »
Van Wilder« (deutscher Titel: »Party Animals«) größtenteils über der Gürtellinie bewegen.
Dass Ehemänner, Anwälte und Ladenketten-Besitzer eine Studentenverbindung gründen und auf die Sahne hauen, sorgt im ausgelutschten College-Movie-Genre durchaus für Abwechslung, ist aber eigentlich nur noch ein letztes Zucken eines toten Genres. Für die nächsten Jahre reicht’s jetzt wirklich. Falls sich jemand vor der hoffentlich einbrechenden College-Movie-Flaute noch einen Film dieser Gattung ansehen möchte, dann kann man jedoch durchaus bei »Old School« zugreifen, der nochmal für einen kurzweiligen Abend sorgen kann.
Letzten Mittwoch war ich abends nach meiner Rückkehr aus München mit Micha und Markus in »
Hero« (
Trailer). Es handelt sich um einen chinesischen Film (deutsch synchronisiert), der die Geschichte um einen mächtigen König vor 2.000 Jahren erzählt, der das Potential hat, die sechs Königreiche zu einem Kaiserreich China zu vereinen, aber sich auch ständigen Anschlägen ausgesetzt sieht. Er lässt aus Sicherheitsgründen jeden Besucher höchstens hundert Schritte an sich heran. Die Geschichte erzählt vom »Namenlosen«, einem Beamten aus der Provinz, der es nach zehnjährigem Schwertkampf-Studium geschafft hat, die zwei gefährlichsten Gegner des Königs zu töten. Der Namenlose wird zum Hof des Königs von Qin eingeladen um dem König zu berichten, wie der Held im Stande war, die beiden Attentäter auszuschalten.
Mir hat »Hero« wesentlich besser gefallen als das von allen über den grünen Klee gelobte »
Tiger and Dragon«. Ich fand in TaD die Geschichte eher fad und, obwohl es ein Märchen war, störte mich sehr, wie die Akteure über den Baumwipfeln schwebten. Das gibt es in Hero zwar auch, aber nicht in diesem Umfang. In Hero gefiel mir, wie sich die Geschichte mit der Zeit zusammenfügte und nach einigen Wendungen klarer wurde. Außerdem wusste das Spiel mit Farben zu begeistern. Jede der in fünf Variationen erzählten Geschichten wurde komplett in einer symbolhaften Farbe gehalten: Gelb, Rot, Grün, Blau, Weiß. Darüber hinaus eine exzellente Kamera und ein brillanter Schnitt, die die Schwertkämpfe gekonnt in Szene setzen (beste Szene: die Blätter).
Zwei lesenswerte Artikel zu diesem Film:
-
Meister aller Klassen (Spiegel-online)
-
Die Liebkosung der Erde mit den Fußsohlen (SZ)
Erschienen am Montag, 30.06.2003 @ 2:11
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Tags: film, Film-und-Fernsehen
Im Gegensatz zu gestern bin ich heute sehr gut gelaunt! Bin zwar erst um 6 Uhr früh eingeschlafen (lag ein paar Stunden wach), habe aber bis kurz vor 10 trotzdem genug Schlaf abbekommen. Eine freie Videokassette kann die Schmidt-Show heute Abend aufzeichnen. Ich habe es gestern Abend noch geschafft, 20 GB Daten von meiner Festplatte freizuschaufeln. Der Zug um 11:09 bringt nur fünf Minuten Verspätung von Saalfeld mit, so dass ich wahrscheinlich pünktlich um 14 Uhr in der SAE ankomme. Und er hat eine Steckdose für mein iBook. Das Beste: Ein Treffen heute Abend mit einer Freundin klappt!
So, ich muss los!
Erschienen am Montag, 30.06.2003 @ 10:41
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Tags: Leben
Dienstag, 01.07.2003
Dieser Eintrag berichtet nicht über Montag und Dienstag
dieser Woche sondern über Montag, Dienstag und Mittwoch
letzter Woche.
Die Abenteuer eines Studenten in München von dieser Woche gibt’s morgen, gleiche Welle, gleiche Stelle.
Der Wecker klingelte am
Montag, 23. Juni um 07:45 Uhr. Zuvor wurde ich bereits von meinem Vater und meiner Schwester geweckt (ich habe einen Zettel mit der Bitte an die Wohungstür gehängt, sicher ist sicher). Aber ich drehte mich noch ungefähr fünfmal um und ließ mich jedes Mal von meinem Handy wecken. Um kurz nach 8 Uhr unter die Dusche. Noch ein paar Umpackprobleme mit Rucksack, Fahrradtasche und Office-Bag. Der Ordner des B-Projekts verschwand im Ortlieb Office-Bag, die zusätzliche Fahrradtasche packte ich noch für Kleidung. 8 Uhr 45, ich stürme aus dem Haus und schwinge mich auf’s Rad. Ich brauche, wie schon öfter erwähnt, 30 Minuten um mit dem Rad die zehn Kilometer bis zum Bahnhof zu kommen (ich fahre also nicht langsam). Wäre also um 9 Uhr 15 drin, der ICE fährt um neun nach neun. So schnell war ich noch nie in der Stadt, neue Weltbestzeit: 20 Minuten.
Über die Schienen von vier Gleisen auf die andere Seite. Anzeige: Zug hat fünf Minuten Verspätung. Naja, ok, geschenkt. Den Zug zu erwischen war mir wichtig, denn ich wollte mein iBook im Zug nutzen, um diesen Eintrag zu schreiben, und ich wollte endlich mal den 1.-Klasse-Gutschein einlösen. Ein Zug später wäre ein ICE1 gewesen, nix Steckdose, nix schicke erste Klasse. Noch einen Zug später wäre ich
zu spät in München angekommen.
Die erste Klasse war überraschend gut besucht; fast jeder Platz war besetzt. Es gibt insgesamt mehr Platz, da die Bestuhlung großzügiger ist. Angeblich sind auch die Sitze breiter, aber das habe ich nicht mit Sicherheit feststellen können. Das Kopfkissen ist etwas dicker gepolstert und die Sitze sind aus Leder, aber ich finde die Sitze in der zweiten Klasse der neueren ICEs (ICE-T, ICE-TD und ICE3) schon auch sehr komfortabel. In der ersten Klasse hat man immer ein ganzes Fenster aus dem man hinaussehen kann und die Beinfreiheit bei gegenüberliegenden Sitzen ist größer. Insgesamt alles Features, die mir den Aufpreis nicht wert wären, aber ich habe es ja in diesem Fall von der Bahn mittels Gutschein geschenkt bekommen (eine Hin- und Rückfahrt). Wobei ich in der zweiten Klasse darauf achte, mich nicht an einen Tisch zu setzen (mit gegenüberliegenden Sitzen), da es dann schon eng wird; in einer Reihenbestuhlung gibt’s aber mit der Beinfreiheit keine Probleme und ich bin 1,86.
Holger und Stefie waren bei meiner Ankunft noch nicht im Büro. Es war kurz vor zwölf und ich ging gleich vom Frühstück zum Mittagessen über, aß eine Pizza in einer nahen Pizzeria (»Ischia« in der Neherstr. 9, Tel.: 089-471983). Salami-Pizza für 6 Euro 50, die zwar durchaus lecker war, allerdings nur in Tiefkühlpizza-Größe daher kam.
Das Büro. Ich war ja schon einmal kurz da, aber ich muss sagen, ich bin vom neuen Büro der drei begeistert. Die Anbindung erwies sich auf den zweiten Blick als durchaus gut: U4/U5 in sieben Minuten vom Hauptbahnhof zum Prinzregentenplatz, dann fünf Minuten zu Fuß, bzw. vom Ostbahnhof der 53er Bus in etwas über fünf Minuten bis »Friedensengel«, dann nur noch zweimal über die Straße. Die Prinzregentenstraße ist sehr laut, man kann auf dem Gehweg kaum eine Unterhaltung führen. Durch die Tür in den Hinterhof und man hört von der Straße nichts mehr, stattdessen Vogelgezwitscher. Dort ist es auch etwas kühler. Eine kurze Treppe in den Keller. Das Büro ist halb im Keller drin. Sommers steht die Tür offen und im Büro ist es angenehm kühl; ich habe sogar ein wenig gefroren. Während es draußen auf der Straße 35 Grad hatte!
Ich blieb nur eine halbe Stunde und fuhr dann zur SAE (darüber schrieb ich bereits
separat).
Zurück von der SAE, wieder im Büro. Halb sechs, die Keynote von Steve Jobs beginnt um 19 Uhr. Da sie nicht live übertragen wurde beschlossen wir, jetzt dann was essen zu gehen und nachher den Schluss der Live-Berichterstattung in den Tickern und bei Mac-TV anzusehen/-hören. Zuvor versuchten wir jedoch noch verzweifelt, das Netzwerk im Büro zum Laufen zu bekommen. Kurzfassung: Der Server (Sun Cobalt Qube) kommt nicht mit PPtP klar, der Provider bietet aber nur PPtP statt PPPoE an, das ansonsten üblich ist. Maximal einen Rechner (Powerbook oder iBook) konnten wir direkt ans DSL-Modem anschließen und damit online gehen, aber brachten wir Internet-Sharing über Airport (Software-Basisstation) zum Laufen? Um’s Verrecken nicht. Ein Trost: Der direkt ans DSL-Modem angeschlossene Win2000-PC konnte mit PPtP auch nichts anfangen. Bei allen unseren Rechnern, egal welchen wir anschlossen, stand in Internet-Sharing stets, dass die Verbindung über per Ethernet angeschlossene Rechner geteilt wird, aber nicht über Airport. [Update vom 2. Juli: In
Panther wird das
besser gelöst.] Server dazwischen geschaltet, aber es ging auch nicht. Um halb sieben erstmal zum Essen, zum nahen Schlecht-Wetter-Griechen (Poseidon in der Grillparzerstraße beim Prinzregentenplatz, fünf Minuten zu Fuß). Wäre die Keynote live übertragen worden und wir wären zum Essen gegangen hätte ich ja gesagt, das sei Luxus.
:-)
Die vier Mac-TV-Redakteure klapperten Ticker ab und hatten wohl auch Zuschauer vor Ort, so dass die Berichterstattung schon zeitnah war, aber ohne Bild. Nach der Keynote sahen wir noch ein wenig bei der Wiederholungs-Schleife rein, gingen dann aber um 23 Uhr.
Über die Keynote schreibe ich noch einen Extra-Eintrag.
Um elf Uhr schlugen wir am
Dienstag, 24. im Büro auf. Ich schrieb zunächst weiter an
two cents-Einträgen. Zwei Stunden später bereits wieder Aufbruch Richtung Ostbahnhof, um mit der S-Bahn nach Perlach zur SAE raus zu fahren.
Zurück im Büro, aber ich blieb nicht lang, denn ich hatte mich mit
Matthias verabredet. Ich traf ihn im
Büro und wir arbeiteten noch bis 20 Uhr jeder an seinen Projekten (okay, ich surfte hauptsächlich, denn im Büro des
Kollektivs mussten wir uns zu dritt mit der Internet-Verbindung abwechseln, da das Internet-Sharing nicht funktionierte). Wir gingen ein paar hundert Meter weiter ins »Baal«, benannt nach
Brechts Erstlingswerk. Ebenso wie im »
Edison & Co.« hat es hier viele Bücher. Die Kneipe, die sich zwar Osteria nennt, aber Kneipe ist, bietet außen einige Sitzgelegenheiten. Es war kein Platz mehr und wir gingen hinein. Innen einige gemütliche Tische, viele Bücher in den Regalen an den Wänden und in der Mitte des ersten der beiden Räume ein Billard-Tisch. Es spielte in angenehmer, Unterhaltungs-tauglicher Lautstärke Jazz-Musik. Im Verlauf des Abends trank jeder von uns zwei Spezi und wir spielten ungefähr eine Stunde (für 7,50) fünf Spiele an dem Tisch. Die Unterhaltung drehte sich um’s Geschäft, die SAE und was sonst so ist.
Insgesamt recht angenehm. Das Baal soll laut Matthias’ Aussage auch gutes Essen haben, aber ich hatte an dem Abend schon gegessen und daher gab es keinen Bedarf, das direkt auszuprobieren. Gelegen in der Kreitmayrstr. 26, 80335 München, Fon: 089-1298518 (
keine telefonische Reservierung des Billard-Tischs). Öffnungszeiten: MO-FR von 12 bis 1 Uhr, SA und SO von 19 bis 1 Uhr. Die nächste U-Bahnstation ist »Stiglmaierplatz«. Holger und Stefie gingen an diesem Abend in »Hero«, den ich mir am Mittwoch mit Micha und Markus
ansah. Wir trafen uns noch gegen 23 Uhr im »Wirtshaus zur Au« und ich fand einen neuen Lieblingscocktail: Choco Colada (Cherry Fizz ist allerdings nach wie vor unerreicht). Das Wirtshaus sieht aus wie ein Wirtshaus, ist eingerichtet wie ein Wirtshaus und hat eine Speisekarte wie ein Wirtshaus. Gespielt wird allerdings »Café del Mar« und es gibt eine Cocktail-Karte, die sich sehen lassen kann. Es ist nicht weit von der S-Bahn-Station »Isartor« entfernt: Ausgang Richtung Deutsches Museum, über die Isar drüber und wenn man vor den Museumslichtspielen steht, dann die Straße linker Hand. Nach zwei Minuten auf der linken Seite.
Ich blieb extra einen Tag länger in München, um am
Mittwoch, 25. Juni nochmal in die SAE zu gehen. Schon seit drei Wochen geplant und letzte Woche gebucht: ein Platz in der Edit Lounge, um meine Wavelab-Übung zu schneiden, auf MiniDisc auszuspielen und den Audio-Supis zur Kontrolle zu geben. Wie ich bereits in meinem
SAE-Eintrag schrieb, kam es etwas anders. Ich ging aus dem Büro um 11:45, stieg in den 54er Bus am Prinzregentenplatz und fuhr die sieben Minuten zum Ostbahnhof. Ich kam gerade rechtzeitig, um bei der Schließung des Bahnhofs zuzusehen: Ich dachte erst, auf dem Vorplatz hat es vielleicht einen Unfall gegeben, weil dort so viele Menschen und Polizei waren. Ich ging in das Tiefgeschoss um den Menschentrauben auszuweichen und als ich am Eingang des Bahnhofs ankam, versperrten zwei Mitarbeiter der Bahn-Sicherheit den Weg und Polizisten rollten Absperrband aus. Beim Hinuntergehen rief mir ein Passant »Bombendrohung!« hinterher aber ich wollte ihm nicht glauben. Im Untergeschoss vergewisserte ich mich beim Anblick der Absperrmaßnahmen bei einem der Sheriffs nur mit »Das dauert wahrscheinlich länger, oder?«, was natürlich bejaht wurde.
Mit dem 53er Bus fuhr ich wieder zurück über den Prinzregentenplatz zur Haltestelle »Friedensengel«, zurück ins Büro. Ich verbrachte den Nachmittag noch mit lesen, schreiben und surfen. Inzwischen lief Internet; Holger kaufte am Vortag eine Airport-Basisstation (die »Extreme«, ich habe zu Hause die ältere »Snow«, die erste Generation hieß »Graphite«), die aber kein PPtP verstand. Ein Anruf beim Apple-Service führte zur Ernüchterung. Laut Holger konnte man über das Telefon förmlich das Abwinken des Apple-Mitarbeiters sehen, als Holger nur das Kürzel PPtP erwähnte: »Vergessen Sie’s.« Der Mann war Österreicher, und in Österreich gibt’s nur PPtP. Die Klagen über die mangelnde PPtP-Unterstützung von Airport hörte er bestimmt nicht das erste Mal; tausende Österreicher müssen bereits an ihm gescheitert sein. PPtP wird für DSL nur in Österreich benutzt. Wir befinden uns im Jahre 2003 n. Chr. Die ganze Welt benutzt PPPoE. Die ganze Welt? Nein! In einem kleinen Dorf namens München am Rande der Republik gibt es den Provider M-Net, der tapfer Widerstand leistet…
Ich kam gegen 16:20 Uhr am Hauptbahnhof an, kaufte mir für die Fahrt was zu trinken und ein Salami-Baguette für knapp einen Euro bei »Yorma’s«. Das stillte den ersten Hunger ganz gut (hat etwa die Größe von zwei herkömmlichen Salami-Brötchen) und war ganz lecker. Der Zug fuhr pünktlich um 16:38 ab, und auch bei der Rückfahrt war die erste Klasse überraschend gut besucht. Nur um einen freien Sitzplatz zu bekommen lohnt die erste Klasse nicht, da dürften die Chancen in der zweiten Klasse in etwa gleich sein. Bereits bei der Abfahrt informierten die ZuBs darüber, dass wir wohl mit einer knappen halben Stunde Verspätung in Nürnberg, Erlangen und den weiteren Bahnhöfen ankommen würden, da wegen eines Stellwerkschadens eine Umleitung in Kauf genommen werden musste. Wir fuhren nicht über Augsburg, sondern über Treuchtlingen. Ich hörte mir die einstündige
Mac-TV-Sendung an, die direkt im Anschluss an die Keynote gesendet wurde und las Websites (über
Panther und den neuen
Power Mac G5).
Die bei der Abfahrt prognostizierte Verspätung traf zu: 25 Minuten spätere Ankunft in Erlangen. Ich radelte heim, legte meine Sachen ab, checkte E-Mails, druckte ein paar Webseiten aus und fuhr wieder in die Stadt. Kino mit Micha und Markus, »Hero«.
Erschienen am Dienstag, 01.07.2003 @ 23:05
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Tags: Leben
Mittwoch, 02.07.2003
Hier nun die Ereignisse von gestern und vorgestern.
Montag, 31. Juni 2003
Die zweite Woche Audiotechnik in der SAE bei Armand (letzte Woche: siehe Eintrag vom
25.06.03). Über die Hinfahrt gibt’s nichts besonderes zu erzählen. Am Morgen drehte ich mich natürlich noch fünfmal um, ging kurz vor knapp unter die Dusche (
mit Sandalen, die mussten einfach mal gewaschen werden) und ging spät aus dem Haus, 10:40 Uhr. An sich zu knapp, um den ICE nach München um 11:09 am Erlanger Bahnhof zu erwischen, aber ich sah mir im Web die
Pünktlichkeitsabfrage für meinen Zug an. Der brachte von Saalfeld her fünf Minuten Verspätung mit, was mir entgegen kam. Trotzdem pünktliche Ankunft im Münchner Hauptbahnhof um 13 Uhr zerquetschte (13:08?). Schnell den Bahnsteig vorgelaufen, einen Stock tiefer, eine MVV-Tageskarte für den Innenraum gekauft (4,50) und am Stand neben den Treppen ins S-Bahn-Tiefgeschoss zwei Brezeln zum Frühstück. Die kosten dort nur 50 Cent das Stück; ein Stockwerk höher bei den Bahnsteigen kann man für die selben Brezeln auch jeweils einen Euro ausgeben. Überhaupt sind die Geschäfte direkt in der Bahnhofshalle sehr teuer, nicht nur, was Brezeln betrifft. 2 Euro 20 für einen halben Liter Cola sind schon horrend. Bei Yorma’s an der Außenseite des Bahnhofs gibt’s das für 1,75 und anderswo für noch weniger (z.B. im Karstadt am Stachus oder Marienplatz, aber mit Gepäck ist es nicht gerade angenehm, dort einzukaufen).
Es war heiß an diesem Montag; ich war in kurzen Hosen und frisch gewaschenen Sandalen unterwegs. Nach dem Brezelkauf direkt zur SAE; ich erreichte sogar noch die S-Bahn um 13:14 im Hauptbahnhof-Tiefgeschoss. Beim Audio-Supi ließ ich mir erstmal meine vom Buchungscomputer automatisch eingetragene Sperre rausnehmen, da ich ja nichts dafür konnte, dass ich letzten Mittwoch nicht zum gebuchten Zeitpunkt am Schnittcomputer in der Edit Lounge erschien; der Ostbahnhof war ja wegen einer Bombendrohung
geschlossen. Ich nutzte die Gunst der Stunde und buchte mir einen Platz in der Edit Lounge für morgen von 12 bis 14 Uhr, vor dem Unterricht; da war zufällig noch was frei (sogar beide Schnittplätze).
Zu Beginn des Unterrichts machteAlex, unser Course Coordinator, noch ein paar organisatorische Ansagen, verteilte einen Packen Unit Outlines und kündigte einen Gastvortrag eines früheren SAE-Absolventen an (namentlich
Holger).
Der 1. Level der SAE, der BMC (Basic Media Certificate), neigt sich schnell und unaufhaltsam dem Ende. Diese Woche noch Audio-Technik bei Armand, nächste Woche, 7./8. Juli, Einführung in 3D (Cinema4D soweit ich weiß und übernächste Woche, 14./15. Juli, Web-Animation/Flash bei
Matthias. Dann ist die SAE zwei Wochen geschlossen. Am 4. August geht’s weiter. Hier gerade nochmal die Übersicht der BMC-Übungen:
- Graphics: CD-Cover in Photoshop (Abzeichnung bis 19.07.03)
- HD-Recording: Pop-Song in Wavelab gemäß Vorlage zusammenschneiden (Abzeichnung bis 19.07.03)
- Mixdown: Ein bisschen am Mischpult spielen (keine Abzeichnung; freiwillige Übung)
- Sprachaufnahme (Abzeichnung bis 09.08.03)
- Multimedia: Kleine Website als Endprojekt des BMC; Note taucht im BMC-Zeugnis auf (Abgabe bis 09.08.03)
»Abzeichnung« heißt, dass es bis dahin von den Supervisoren für »gut« befunden worden sein muss. Wer seine Arbeit zur Nachbesserung nochmal zurückbekommt, kann noch zweimal nachbessern, aber wer erst zwei Tage vor dem letzten Abzeichnungstermin abgibt, hat’s natürlich enger. Am 11. August ist dann die BMC-Abschlussprüfung: 70 Multiple Choice-Aufgaben mit knapper Zeitvorgabe.
Der weitere Verlauf des Kurses ist jetzt auch bekannt: Die ersten drei Wochen (Wochen vom 11.08., 18.08. und 25.08.) Photoshop bei Alex inklusive einer Übung, dann zwei Wochen Screendesign bei Caro (01.09. und 08.09.) mit einer zweiten Photoshop-Übung), eine Woche Freehand-Grundlagen bei Caro, zwei Wochen HTML bei Alex (22.09. und 29.09.) mit der 3. Übung »HTML« und in der Woche vom 06.10. »Medienoptimierung« bei Matthias. Vom 25.08. (dritte Photoshop-Woche) bis einschließlich 06.10. läuft das »Projekt 1«.
Die zwei wichtigsten Merksätze beim Arbeiten mit Mischpulten:
»Alles von hinten.«
»Erst schalten, dann fahren.«
Heute (Montag) war der Unterricht vom Thema her ehrlich gesagt recht ätschig. Armand ist ein guter Dozent und hat auch ein offenes Ohr für unsere Probleme, aber sein Thema ist halt in erster Linie Audio. Das gehört peripher schon zu Multimedia dazu, aber für das professionelle Audio-Zeugs gibt’s den Audiokurs. Die Multimedias basteln nur alles zusammen (ganz vereinfacht ausgedrückt) und sind nicht unbedingt in einem Tonstudio heimisch.
Nach den Grundlagen letzter Woche schrieben wir zu Beginn des heutigen Unterrichts erstmal einen angekündigten Test. Wir brachten Aramand letzten Dienstag durch ein paar nicht so ernst gemeinte Äußerungen auf die Idee und nach ein bisschen quengeln bot er uns einen fairen Deal an. Zum Einen konnten wir dann mal sehen, wie potentielle SAE-Prüfungsfragen aussehen können (die Beantwortung war allerdings offen; in den offiziellen Tests gibt es Multiple Choice-Aufgaben). Zum Anderen schlug er vor, den Test nur dann in die Endnote für den BMC einfließen zu lassen, wenn sich jemand dadurch seine Abschlusstest-Note verbesern könnte. Fünf Aufgaben, wenn ich’s richtig im Kopf habe, mit jeweils zwei oder drei Teilaufgaben, Viertelstunde Zeit, Testrückgabe am Dienstag. Ich konnte nach dem Test gar nicht einschätzen, wie es für mich ausfallen würde; zwischen vier und eins hielt ich alles für möglich.
Dann weiter im Stoff. Letzte Woche gab es Audiotechnik-Grundlagen (Aufbau eines Tonstudios, Signalwege im Tonstudio und im Mischpult…), heute ging es darum, sich mal ein richtiges Mischpult anzusehen, und nicht nur ein fiktives 08/15-Pult. Wir sahen uns heute ein analoges Pult an, ein Mackie 1604-VLZ pro. Zwar auch nur auf Papier und Overhead-Folie, aber immerhin etwas näher an der Realität als nur schematische Zeichnungen. Wir erhielten als Kopien zwei komplette Abbildungen des Input- und Masterbereichs des Pults sowie eine Abbildung der Rückseite (Schalter und Anschlüsse) und eines Kanalzugs aus der Inputsektion und den Masterbereich im Detail. Anschließend sprachen wir verschiedene Szenarien durch: Einpegeln und Mixdown mit mehreren Geräuschquellen. Welche Schalter wann wieso gedrückt werden müssen und was man mit den Fadern anstellt.
Wie gesagt, mich hat’s nicht so interessiert.
An diesem Montag ging es Schlag auf Schlag. Aufstehen, fertig machen, in die Erlanger Innenstadt radeln, in den Zug nach München steigen, in die SAE fahren. Nach der SAE zurück in die Münchner Innenstadt zu Stefie und Holger ins Büro. Dort umziehen: Das T-Shirt war verschwitzt und die kurze Hose ist auch eher zweckmäßig als schön; die Sandalen gegen Socken und Halbschuhe eingetauscht. Ich traf mich mit Tini, die ich aus verschiedenen Gründen dieses Jahr noch gar nicht gesehen habe. Wir gingen ins Baal, aßen an einem der draußen aufgestellten Tische Nudeln und unterhielten uns gut. Details zu Gesprächsinhalten tun hier nichts zur Sache, denn es gibt Dinge, über die man nicht öffentlich sprechen muss (siehe auch den NYT-Artikel »Dating a Blogger, reading all about it«). Tini hat mal bei der gleichen Bank gearbeitet wie ich und sie war für mehrere unterschiedlich lange Zeiträume, insgesamt ein paar Monate, meine Chefin, als ich als Springer 2000 und 2001 in einer der Münchner Filialen gearbeitet habe. Mittlerweile sind wir Freunde geworden.
Später am Abend traf ich wieder auf Stefie und Holger, nur noch ein kurzer, einstündiger Stopp im »Wirtshaus zur Au«. Die Happy Hour dort (22 bis 1 Uhr, alkoholische Cocktails für 5,50 Euro) bot sich an, um mal einen Cocktail zu probieren, auf den ich es schon länger mal abgesehen habe: Long Island Ice Tea. Mehrere Rumsorten und in einigen Lokalitäten ist es durchaus üblich, in der Getränkekarte darauf hinzuweisen, dass maximal zwei pro Person ausgegeben werden. In einer Kneipe in Westerland auf Sylt trägt ein weiterer Cocktail in der Karte dieses Attribut mit sich: »Dr. Timbu’s Knock-out«, der aus zwanzig Rum-Sorten zubereitet wird. Wie hat er mir geschmeckt? So lala. Ich hab’ ihn jetzt mal probiert, aber es gibt bessere Cocktails. Um sich schnell und effizient die Kante zu geben, tut’s auch Absinth.
Ein weiterer Cocktail, der auf meiner »Noch probieren«-Liste steht ist Frozen Margarita, den das Wirtshaus jedoch nicht führt. Heimweg zu Fuß; inzwischen kenne ich den oberirdischen Weg vom Isartor zum Rosenheimer Platz, vorbei am Veranstaltungszentrum Gasteig.
Um 5:38 wurde ich am Dienstag geweckt, auf der Straße fünf Stockwerke weiter unten ging’s hoch her. Müllabfuhr oder ähnliches, das weckte mich letzte Woche schon in etwa zur gleichen Zeit. Ich schlief nochmal ein und Holger weckte mich um 9 Uhr irgendwas wieder. Als letzter ins Bad, fertig gemacht und dann ins Büro. Stefie und Holger fuhren per Rad, ich kaufte mir im gegenüberliegenden Plus ein Zivi-Frühstück (Bahlsen Butter-Kekse mit Vollmich-Schokoladenfüllung) und im Ostbahnhof was zu trinken (der Plus führt nur 2-Liter-Partybomben). Mit dem 53er Bus vom Ostbahnhof wenige Haltestellen bis »Friedensengel«, zweimal über die Prinzregentenstraße ins Büro. Dort angekommen eben die Startseite von entervisions.de aktualisiert.
Kaum eine halbe Stunde war vergangen, machte ich mich wieder auf den Weg zur SAE.
Mein Studentenausweis hat auf der Rückseite einen Barcode: Einmal durch den Leseschlitz des Barcode-Lesers gezogen und ich war für die gebuchte Übung angemeldet. Frühestens eine halbe Stunde vor und eine halbe Stunde nach Beginn eines zweistündigen Übungsblocks kann man dem Buchungscomputer gegenüber sein Erscheinen mitteilen. Wer dieses einstündige Zeitfenster verpasst, zahlt fünf Euro Strafe. Außer er kann gute Gründe für eine Verhinderung vorbringen, zum Beispiel die Sperrung des Ostbahnhofs wegen einer Bombendrohung und in Folge dessen Ausfall der S-Bahn-Verbindung raus nach Perlach. Ich muss mal HAFAS befragen, ob theoretisch auch ein Bus nach Perlach raus führe, aber ich nehme mal an, dass das einer Weltreise gleich kommt (inzwischen mal nachgesehen: 37 Minuten mit 1x umsteigen statt 7 Minuten).
Ich begann meine Wavelab-Übung. Ein Kürzungsschnitt des Songs »Never be the same again« von Mel C von rund sechs Minuten auf eine halbe Minute. Aber nicht irgendwie, sondern die halbminütige Fassung sollte sich so anhören wie eine von einem SAE-Dozenten geschnittene halbminütige Vorlage, in der hier und da noch Sounds aus dem Song hineinkopiert wurden. Meine Mitschriften vom 2. Juni waren zum Glück recht ausführlich (Armand ging die Übung mit uns durch), ich hatte mir auch die Shortcuts aufgeschrieben und konnte mich noch gut an den Selektionsvorgang und das Hinein- und Hinaus-Zoomen erinnern. Ich kam daher recht gut voran, aber nach anderthalb Stunden war’s dann trotzdem genug; da muss ich demnächst nochmal ran, werde es dann aber hoffentlich fertig machen können. Die restliche Zeit bis zum Unterrichtsbeginn verbrachte ich im Multimedia-Übungsraum im zweiten Stock mit ein wenig Surfen (spiegel.de und spiggl.de) sowie Mails lesen an einem Lampen-iMac.
Im Unterricht bekamen wir von Armand den korrigierten Test von gestern zurück. Der Grat zwischen einer guten und einer schlechten Note war schmal, da es nur 15 Punkte gab (quasi für jede Teilaufgabe einen Punkt, entweder richtig oder falsch). Ich konnte daher nicht einschätzen, wie der Test bei mir ausfällt und rechnete mit allem zwischen eins und vier. Mein Ergebnis: 13,5 von 15 Punkten, 90 Prozent. Aber es hätten auch genausogut 80, 70 oder 60 Prozent sein können.
Nachdem wir uns gestern ein analoges Mischpult ansahen, ging es heute an ein digitales: Das ProMix01 von Yamaha. Wird laut Armand gerne von Alleinunterhaltern verwendet, da es relativ günstig ist, außerdem kompakt, es sind Effekte mit drin und Pult-Einstellungen sind speicherbar. Der Nachteil des ProMix01 ist, dass einem der große Überblick fehlt; man muss alles über ein Display einstellen. Digitale Pulte, die die Vorteile beider Welten vereinigen und ebenso viele Knöpfe und Fader haben wie herkömmliche analoge Pulte, kosten gerne mal eine Million Dollar. Wir besprachen die generelle Funktionsweise (damit wir’s mal gesehen haben) und die Einstellunsmöglichkeiten mit Hilfe des Displays. Eine der BMC-Übungen lautet »Mixdown«. Das ist zwar eine freiwillige Übung, aber Armand empfahl uns, dass wir uns ruhig mal an eines der Pulte in den Studios im Keller setzen sollten, um einen praktischen Bezug herzustellen; das kann für die Prüfung nur von Vorteil sein.
Nach der Pause gingen wir das Thema Sprachaufnahme durch. Worauf bei einer Sprachaufnahme generell zu achten ist, welche Mikrofone verwendet werden, der Popschutz, wohin die Zischlaute gehen, wie das ganze aufgebaut wird usw. Abschließend zeigte er uns das SAE-eigene Sprachstudio im Erdgeschoss (das ebenso über den Buchungscomputer gemietet wird wie die Wavelab-Schnittplätze mit angeschlossenen MD-Recordern in der Edit Lounge). Die Sprachaufnahme ist auch eine Übung, die abgegeben werden muss (siehe oben).
Armand überzog 20 Minuten und wir erwischten die S-Bahn noch knapp: vor dem Zug über die Gleise auf den Bahnsteig (aber keine Gefahr, der Zug fuhr am anderen Ende der Station gerade in den Bahnhof ein und hält vor der Stelle, an der wir rüber gingen).
In München war es nach einem heißen Dienstag am Mittwoch merklich abgekühlt, nur noch 20 Grad. Mittags begann es dann zu regnen, abends regnete es dann nicht mehr, es pisste.
Mein Rückweg führte über den Stachus, um bei McD das Mittagessen nachzuholen. Das Abendessen folgte eine halbe Stunde später in Form eines kleinen Salami-Baguettes von Yorma’s, das ich im Zug aß. Der Zug war eine halbe Stunde vor Abfahrt leer, so dass ich mir meinen Lieblingsplatz aussuchen konnte, aber bei Abfahrt recht voll, fast jeder Platz besetzt; vielleicht wegen der ISPO?
Im Zug Musik gehört, geschrieben (diesen Eintrag bis »Mein Studentenausweis hat auf der Rückseite einen Barcode«). In Erlangen die leere Wasserflasche von Yorma’s München bei Yorma’s Erlangen abgegeben, das Pfand zurückbekommen, zum Rad gegangen, heim gefahren. Meine Ahnung, dass das Wetter 200 Kilometer weiter nördlich besser wäre, bewahrheitete sich: die Erde war zwar auch nass und der Himmel bedeckt, aber es regnete nicht mehr.
Es tat gut, wieder daheim zu sein, und wieder meinen Vater und meine Schwester um mich zu haben. Meinem Vater zeigte ich alle meine Bergbilder, die er durchaus gut fand. Verena war wieder mit dem Telefon verwachsen und amüsierte sich über ein Flash-Movie von irgendwo aus dem Web.
Erschienen am Mittwoch, 02.07.2003 @ 21:18
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Tags: SAE
Heute Abend fotografierten mein Vater und ich im Garten; wir brauchten noch Bilder für seine Website. Seine
Homepage geht in ein paar Wochen an den Start und wird von ihm aufgenommene Bilder zeigen, die inzwischen teilweise an mehrere Kalenderverlage verkauft wurden.
Kürzlich stieg er nach Jahrzehnten mit Pentax auf Nikon um; die Umstellung ist bald abgeschlossen. Ein einwöchiger Fotourlaub mit ebenfalls fotografierenden Kollegen auf Sylt im Mai überzeugte ihn. Für meine Ansprüche tut’s nach wie vor die Pentax Z-20.
:-)
Aufgenommen am 16.06.2003 auf dem Dach des Kopfklinikums.
Erschienen am Mittwoch, 02.07.2003 @ 23:47
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Tags: Leben
Donnerstag, 03.07.2003
*argl*, gestern lief »
War Photographer« und ich hab’s verpasst. Christian hat einen guten
Beitrag in seinem Blog zu diesem Film geschrieben, mit weiterführenden Links.
Damit mir das nicht nochmal passiert, habe ich gleich mal einen entsprechenden Eintrag bei
Myrna gemacht…
Erschienen am Donnerstag, 03.07.2003 @ 0:33
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Tags: Medien
Eben im
SAT.1-Frühstücksfernsehen: Die Kamera zeigt den Himmel über Berlin, strahlender Sonnenschein.
Andreas Franke: Der Himmel brennt und die Engel backen Kuchen.
Jessica Witte-Winter: Ist das nicht romantisch?
Andreas Franke:Soll ich Dir mal Deine Romantik nehmen?
[Schlägt die Bild-Zeitung auf]
Naddel flirtet für zwei Euro mit Männern am Telefon.
Erschienen am Donnerstag, 03.07.2003 @ 5:45
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Tags: Sonstiges
»Wir haben verstanden«, sagte Bahnchef Hartmut Mehdorn mehrfach auf der gestrigen Pressekonferenz, als er die Überarbeitung des erst Mitte Dezember eingeführten Preissystem bekanntgab. Die Überarbeitung wurde fällig, da viele Kunden mit den Füßen abgestimmt haben und der Bahn die Umsätze etwas
abbröckelten. Erste Details, nämlich die Rückkehr der alten BahnCard mit 50% Rabatt zum Preis von 200 Euro für die 2. Klasse, waren schon am Wochenende
bekannt. Bereits letzte Woche
berichtete der Spiegel, dass sich die Bahn den Erfinder der »Rosaroten Zeiten« und der BahnCard zurück ins Unternehmen holt und dass Bahnchef Mehdorn diese Woche seine neuen Ideen dem Aufsichtsrat und dann der Öffentlichkeit vorstellen will. Insofern war der gestrige Mittwoch nicht unspannend für mich.
Bereits bei der Einführung des neuen Preissystems im Dezember war vielen Leuten in
debts klar, dass die 45 Euro Stornogebühr eine Verhandlungsmasse sind. Als die Umsätze zu Jahresanfang einbrachen, wurde diese Gebühr Mitte Mai erwartungsgemäß auf 15 Euro gesenkt und die verantwortlichen Manager an die Luft gesetzt. Mehdorn versprach, das Preissystem nachzubessern, über dessen Wirkung man sich eigentlich erst nach Ablauf eines Jahres Gedanken machen wollte.
Die Veränderungen im groben Überblick:
- Wiedereinführung der BC50 für 200 statt 140 Euro in der 2. Klasse
- Beibehaltung der BC25 für 50 statt 60 Euro in der 2. Klasse
- Preissenkung für die persönliche Netzkarte von 3.350 auf 3.000 Euro in der 2. Klasse und Umbenennung in BC100
- Halber Preis für die BC25 und BC50 für Senioren und junge Leute (wie bei der früheren BC50)
- Abschaffung der Kombinierbarkeit von Rabatten (z.B. Sparpreis und BC), aber für BC25-Inhaber noch eine Übergangszeit bis Ende 09/2004 (eine sehr kundenfreundliche Übergangsregelung)
- Neuordnung der Sparpreise: 25 und 50% Frühbucherrabatt für Hin- und Rückfahrt bei einheitlich 3 Tagen Vorausbuchung (sofern das Kontingent noch nicht erschöpft ist) statt vorher 10, 25 und 40 Prozent mit unterschiedlichen Vorausbuchungsfristen
- Die Zugbindung bei den Sparpreisen gilt weiterhin
- Lockerung der Wochenendbindung beim 50%igen Frühbucherrabatt (Hin- und Rückfahrt kann nun auch am gleichen Samstag oder Sonntag erfolgen, es muss nicht mehr eine Nacht von Samstag auf Sonntag dazwischen liegen)
[In debts hieß der PS40-Preis mit 7 Tagen Vorausbuchung, Zugbindung bei Hin- und Rückfahrt und einer Nacht von Samstag auf Sonntag zwischen Hin- und Rückfahrt »höchste Knebelungsstufe«.]
Alle Details finden sich auf der Website der Bahn:
Die Änderungen am Preissystem lassen sich mit einem Satz zusammenfassen: Warum nicht gleich so?
Auch Fahrgastverbände äußern sich zufrieden und tatsächlich kann die Bahn nun wirklich jedem Kunden attraktive Angebote machen: Wer nur selten Bahn fährt kann durch die Frühbucherpreise dennoch 25 oder 50 Prozent sparen, ohne eine BahnCard besitzen zu müssen, wenn einige Bedingungen in Kauf genommen werden (nur Hin- und Rückfahrt, Vorausbuchung, Zugbindung und ausschließliche Geltung des 50%igen Sparpreises am Wochenende). Für ambitioniertere Bahnfahrer gibt es jetzt drei BahnCards, je nach persönlichem Bedarf mit Rabatten von 25, 50 oder 100 Prozent auf den Normalpreis bei voller Flexibilität (keine Vorausbuchung, keine Zugbindung, keine Wochenendbindung). Für Leute die nur einmal in ihrem Leben mit der Bahn fahren gibt es natürlich weiterhin den Normalpreis, ebenfalls ohne Einschränkungen wie Zug- und Wochenendbindung oder Vorausbuchung.
Die schärfsten Kritiker der Bahn, die Regulars in debts, äußerten sich auch überwiegend positiv. Natürlich waren auch die ein oder anderen Träumer dabei, die vor ein paar Tagen bei den ersten halbwegs gesicherten Meldungen über die Wiedereinführung der BC50 forderten, sie solle genausoviel oder eher weniger als die alte BC50 kosten und zudem nicht nur im Zusammenhang mit den Mitfahrer-Rabatten gelten, sondern auch mit den Sparpreisen für Frühbucher kombinierbar sein.
Die neuen Regelungen gelten ab 1. August 2003. Die Kritik des Spiegel, dass dann in vielen Bundesländern die Ferien wieder vorbei sind, kann ich nicht teilen; knapp vier Wochen Zeit für die Umsetzung will ich der Bahn gerne zugestehen. Auch vor der Kritik der tagesschau will ich die Bahn etwas in Schutz nehmen, wenn von der Rückkehr der alten BahnCard zum »Liebhaberpreis« gesprochen wird. Ein neuer Preis von 140 auf 200 Euro ist in Prozenten ausgedrückt eine relativ satte Preiserhöhung (43%), aber der absolute Betrag von 60 Euro hält sich IMHO gerade noch in Grenzen (wie einer der Vorstände meiner Bank mal meinte: »Nichts ist so relativ wie Prozentzahlen.«). Zudem wurde das Leistungsspektrum der BC50 erweitert: Es gilt der Mitfahrer-Rabatt (bis zu 4 Mitfahrer zahlen ohne eigene BC nur 50%), Kinder unter 15 können kostenlos mitfahren (müssen aber auf dem Fahrschein vermerkt sein) und die am 15.12.2002 eingeführte Entfernungsdegression gilt ebenso (allerdings macht sie sich nur bei langen Strecken bemerkbar) wie die gleichfalls Mitte Dezember eingeführten, etwas niedrigeren Normalpreise auf mittleren Strecken. Susanne Amann vom Spiegel stellt dann auch fest, dass die Wiedereinführung der BC50 für die Bahn ein teures Vergnügen ist. In einem SZ-Artikel wird Mehdorn zitiert: »Es sei eigentlich ein Fehler, mit der Bahncard50 wieder halbe Preise für ausgebuchte Züge zu anzubieten.« Sehr interessant in diesem Zusammenhang (Kalkulation der BC50 aus Sicht der Bahn) ist auch das Posting von Christoph Münzing in debts (und die folgenden in der Diskussion, auch von anderen Teilnehmern).
Damit die Bahn in Zukunft besser mit Flugzeug und vor allem Auto konkurrieren kann, sollte die Politik aber nicht nur fordern (wie z.B. bei der Wiedereinführung der BC50), sondern auch der Bahn etwas entgegen kommen: Befreiung von der Ökosteuer, Absenkung des Mehrwertsteuersatzes von 16 auf 7 Prozent, höhere Besteuerung von Flugbenzin; die Forderungen sind alt.
Was bedeutet für mich persönlich die Überarbeitung des Preissystems?
Für mich war schon vor knapp drei Monaten so gut wie sicher, dass ich ab August eine Netzkarte kaufen würde. Die großzügige Abrundung von 3.350 Euro auf glatte 3.000 Euro kommt mir da natürlich entgegen (außerdem lassen sich glatte Preise wie 50, 200 oder 3.000 Euro leichter/angenehmer merken als 60, 140 und 3.350 Euro). Die Differenz von 350 Euro von dem Geld, das ich mir bereits für den Kauf der NetzCard auf die seite gelegt habe, kann ich jetzt für was anderes ausgeben, zum Beispiel für den Lebensunterhalt während meines Studiums. Oder um iSight und Panther zu finanzieren. Heute habe ich mal nachgerechnet, wie viel ich in den ersten beiden Monaten meines Studiums in München für Zugfahrkarten ausgegeben habe. Theoretisch, wenn ich nur Montag-Morgen von Erlangen nach München fahre, kostenlos bei Freunden übernachte und Dienstag-Abend wieder heim fahre, gebe ich pro Woche 40 Euro und pro Monat 160 Euro für Fahrscheine aus (mit BC50). Praktisch ist das aber nicht jede Woche machbar, und tatsächlich waren es im Mai 214,60 Euro und im Juni 289,95 Euro (die krummen Zahlen kommen durch eingerechnete S-Bahn-Preise, einen 10-Euro-Gutschein, einen Bordpreis und ähnliche Dinge zustande). Bei durchschnittlich 250 Euro im Monat komme ich exakt auf 3.000 Euro Jahreskosten, und damit ist der Fall klar: BC100 kaufen und weniger Zettelwirtschaft/Buchhaltung haben, auch mal »außer der Reihe« nach Fürth, Nürnberg oder in den Urlaub nach Westerland fahren können, in Nürnberg und München kostenlos die S-Bahn benutzen. Und überhaupt bequemer Bahn fahren, weil ich mich nicht um Fahrscheine kümmern muss. Der Restwert meine noch bis Mitte Dezember gültigen BC50 wird auf den Kaufpreis der BC100 angerechnet (dürfte nicht die Welt sein, aber immerhin).
Ansonsten bleibt mir nur zu wiederholen, dass ich gerne Bahn fahre. Zweimal die Woche ein paar Stunden im Zug zu sitzen macht mir nichts aus, weil ich lese, schlafe, Musik höre oder am Notebook Webseiten lese oder schreibe.
Bei 3.000 Euro Fahrkarten-Jahresumsatz darf ich wohl behaupten, vom Bahnfahren Ahnung zu haben. Leute die behaupten, die »Bundesbahn« sei teuer, unpünktlich und voll fahren anscheinend selten Bahn und haben dann auf ihren seltenen Reisen schlicht Pech. Oder sie fahren Montag-morgens oder Freitag-nachmittags auf Pendler-Rennstrecken wie Mannheim-Frankfurt, ok. Ich fahre jeden Montag-Morgen um 9, 10 oder 11 Uhr von Erlangen über Nürnberg und Augsburg nach München, mit Zügen, die von Leipzig oder Berlin kommen. Ich bekomme immer einen Platz, meistens habe ich sogar eine ganze 2er Sitzbank allein für mich und mein iBook, manchmal allerdings erst nach einer Viertelstunde, wenn in Nürnberg, Bayerns zweitgrößter Stadt und Nordbayerns wichtigster Bahnknotenpunkt, viele Fahrgäste aussteigen. Nach zwei Monaten auf dieser Strecke kann ich auch behaupten, dass die Züge nach ihrer zweistündigen Fahrt sehr püntklich ankommen: In der Regel genau zur im Fahrplan genannten Zeit, zweimal sogar fünf Minuten zu früh und nur wenige Male fünf Minuten später. Ausreißer mit zwanzig oder 30 Minuten gibt’s immer mal und waren bei den zwei oder drei Mal auf einen Stellwerkschaden und ein Unwetter zurückzuführen. Auf der Rückfahrt montags oder dienstags kommt der Zug ab 18:48 von München meistens mit 10 Minuten Verspätung in Erlangen an, um 20:55 statt 20:46 Uhr. Das ist aber auch noch im Rahmen; meistens wird in Nürnberg auf Anschlussreisende gewartet (wie erwähnt der wichtigste Knotenpunkt in Nordbayern).
Auch über den Service kann ich nicht klagen. Durchsagen bei Halen auf der Strecke oder Verspätungen kommen zeitnah, mit Begründung und einem Ausdruck des Bedauerns. Die ZuBs sind stets freundlich, begrüßen und verabschieden einen, wenn man mit einem aus dem Zug steigt (»Tschüss!«). Und ich glaube nicht, dass dies daran liegt, dass ein bahn.comfort-Aufdruck auf meiner BahnCard mich als Vielfahrer ausweist (gibt’s ab 2.000 Euro Fahrkarten-Umsatz in 12 Monaten).
Das »Serviceprogramm für Vielfahrer« habe ich übrigens noch nicht in Anspruch genommen. Aber ich finde es allemal sinnvoller als Ein-Prozent-Rabatte, die einem sonst so unterkommen.
Weitere Artikel zur Überarbeitung des Preissystems:
Erschienen am Donnerstag, 03.07.2003 @ 5:55
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Tags: SAE
Wer ist im
W3C eigentlich dafür verantwortlich, dass es in der CSS-Spec keinen
list-style-type für Spiegelstriche gibt? Ich will nicht dauernd diese dämlichen Bullets benutzen, ich will Spiegelstriche haben!
- So muss eine Aufzählung aussehen
- Und nicht anders.
Erschienen am Donnerstag, 03.07.2003 @ 6:17
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Tags: Web, webdesign
Freitag, 04.07.2003
2003 scheint das Jahr zu sein, in dem Beziehungen in die Brüche gehen. Bislang gingen in meinem Bekanntenkreis drei Beziehungen zu Ende. Gestern Abend erfuhr ich von einer Freundin, dass auch sie und ihr LAP sich voneinander getrennt haben.
Das betrübt mich. Ich finde es immer sehr schade, wenn man sich im Schlechten trennt, und so ist es ja meistens.
Erschienen am Freitag, 04.07.2003 @ 6:50
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Tags: Leben
Samstag, 05.07.2003
Habe eben den Hausaufgaben-Bogen »Access« beendet. Boah, ich wäre fast ausgeflippt. Ich glaube man sieht meiner Hausaufgabe auch an, dass ich eher unlustig drauf war. Mit gehöriger Verspätung von vier Wochen eben per E-Mail an den Informatik-Lehrer geschickt. Ich hab’s ewig vor mir her geschoben, da ich schon von der
Excel-Hausaufgabe gezeichnet war und Access eh nicht für ein gutes Programm halte. Der Reihe nach: Das Informatik-Buch und die beiden Hausaufgaben-Bögen von Christa Ott (
1,
2,
3,
4) sind die totale Katastrophe.
Das Grundübel ist wahrscheinlich, dass Excel und Access im Lehrplan stehen und somit der Informatik-Unterricht nichts mehr mit Informatik zu tun hat, sondern mehr mit einer Microsoft-Schulung. Aber daneben macht es einem Frau Ott, ob bewusst oder unbewusst sei dahin, unnötig schwer. Nicht damit genug, dass sich Unterricht, Sendungen und das Buch wenig über grundsätzliche Themen auslassen (z.B.: wie funktionieren Datenbanken?). In den Hausaufgaben werden Belanglosigkeiten abgefragt wie:
»Nennen Sie drei unterschiedliche Abfragetypen.«
»Mit welcher Tastenkombination übernehmen Sie bei der Dateneingabe in eine Tabelle die Eintragungen des darüber liegenden Feldes?«
»Wie werden in einem Formular die beiden Bereiche eines Feldes bezeichnet, also die Beschriftung und die dazugehörigen Daten?«
Abfrage von auswendig gelerntem Wissen, das sofort nach dem Aufschreiben wieder vergessen und niemals wieder gebraucht wird. Wobei ich es gar nicht erst soweit habe kommen lassen: Der Informatik-Lehrer kündigte bereits an, dass der Schwerpunkt seiner Prüfung bei Excel liegen werde und dass er nicht so ein Trivia-Quiz veranstalten wird und tausend Shortcuts und Menüpunkte abfragt, sondern z.B. nach der Lösung eines Abfrageproblems fragt (wobei ich fairerweise sagen muss, dass sich auch die Hausaufgaben-Bögen von Frau Ott größtenteils mit Abfragen befassen; übrigens geben die Lehrer im Kollegtag so gut wie keine Hausaufgaben auf; es sind die Hausaufgaben-Bögen der TR-Verlagsunion abzugeben). Auch sehr ärgerlich bei den Hausaufgaben: In allen Fächern werden die Aufgaben in chronologischer Reihenfolge gestellt: Zu Beginn werden Aufgaben aus den ersten Lektionen gestellt und zum Schluss hin die aus den hinteren Lektionen. In allen Fächern, nur in "Informatik" nicht, da sind sie bunt durcheinander gewürfelt. Das lässt mich fast schon Vorsatz vermuten, um das Leid der Telekollegiaten noch ein Stück zu vergrößern.
Das führt mich zu dieser Katastrophe von einem Lehrbuch. Ich las mir gestern und heute die 70 Seiten zu Access durch (die zweite Hälfte des Buchs; die erste befasst sich mit Excel). Es gibt viele Screenshots und die Schrift kann bei der Größe sogar ein Drittklässler oder ein Rentner mühelos lesen. Satz und Typographie könnten direkt einem Buch »Wie man’s nicht macht« entflohen sein (siehe Bild, GIF, 52 K). Alles an diesem Buch schreit mich an: »Ich wurde mit Word geschrieben!« Weitere Probleme: Man weiß in diesem Buch nie, wo man sich befindet. Bin ich kurz vor Schluss eines Kapitels oder mitten drin? Zu welchem Oberthema/Kapitel Abschnitt gehört gerade dieses Unterthema/Abschnitt? Es fehlt eine Nummerierung der Überschriften. In der Kopfzeile wird ständig »Access« wiederholt. Himmel, ich weiß, dass ich mich im Access-Abschnitt befinde, der sich immerhin über drei Lektionen bzw. die Hälfte des Buches erstreckt! Ich erwarte in der Kopfzeile die Abschnittsüberschrift, zum Beispiel »Tabellen: Auswahlbasierter Filter«. Nachschlagen bei solchen Kopfzeilen auf den Seiten ist ungefähr so sinnvoll, wie die Kopfzeile »Telefonbuch« im Telefonbuch statt »Gerk-Getr« oder in einem Nachschlagewerk »Lexikon« statt »Chondroblastom«. Um das ganze noch zu toppen, fehlt ein Befehlsverzeichnis der angesprochenen Funktionen, aber noch viel wichtiger: Es gibt auch kein Stichwortverzeichnis. Noch nie habe ich mich mehr über 19 Euro 95 geärgert.
Jetzt kann man vielleicht nachvollziehen, weswegen ich mich durch die Hausaufgaben gequält habe:
- Langweiliges Thema: die Spielzeug-Datenbank Access
- Bescheuerte Fragen im Hausaufgaben-Bogen
- Wild durcheinander gewürfelte Fragen
- Nachschlagen (hin und her!) im Buch ist eine Tortur (kein Stichwortverzeichnis, keine Themenüberschriften in der Kopfzeile, keine Nummerierten Abschnittsüberschriften)
Da bleibt mir nur, ein Zitat aus dem Hörspiel »Die fränkische Unabhängigkeit« (»Franken endlich frei!«) anzubringen: »Ich bin so froh’, dass alles vorbei is’.«
Erschienen am Samstag, 05.07.2003 @ 12:07
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Tags: Telekolleg
Wer hätte gedacht, dass der
Spiegel-Titel von dieser Woche so hoch aktuell sein würde? Sicher, Italien übernahm am 1. Juli turnusmäßig für ein halbes Jahr die EU-Ratspräsidentschaft; Grund genug, um mal etwas die dunkleren Seiten der Persönlichkeit Berlusconi zu beleuchten, der sich keine zwei Wochen zuvor wieder mit einer neuen Lex Berlusconi in die Schlagzeilen gebracht hat (siehe meine
Quicklinks vom 21.06.03).
Dass man dem italienischen Ministerpräsident nicht gerade Kritikfähigkeit nachsagt, dürfte inzwischen bekannt sein. Mit seinem
Nazi-Vergleich gegenüber einem deutschen Europa-Abgeordneten, der ihn zuvor mit
berechtigten Fragen provoziert hat, sammelte er keine weiteren Sympathiepunkte: Ein breiter Sturm der Entrüstung ging durch Europa, nicht nur in Deutschland wurden Entschuldigungen gefordert. Nebenbei bemerkte er, dass es außerhalb seines Landes, von ihm zu einer Bananenrepublik umgeformt, eine
Presse gibt, die noch nicht gleichgeschaltet ist. Seine Entgleisung war nicht durch Ironie oder eine rhetorische Spitze abzutun.
Dass solche Ausfälle fast schon sein Markenzeichen sind, dokumentierte sowohl die
SZ als auch der
Spiegel. Schuld sind immer die anderen (
1,
2): Die Opposition und linke Richter und Staatsanwälte, die ihn stürzen wollen aber einfach nur ihren Job machen.
Den eingangs erwähnten Spiegel-Titel (»
Die Akte Berlusconi«) kann ich in diesem ganzen Zusammenhang nur
sehr empfehlen. Detailiert wird Berlusconis Werdegang, seine Medienmacht und auch die ihm zur Last gelegten Vorwürfe beschrieben. Berlusconi ist mit mehreren Milliarden Euro Vermögen der reichste Italiener. Er hat über 90% der italienischen Fernsehsender das Sagen, entweder, weil er Privatsender selbst besitzt oder als Ministerpräsident, der die Aufsicht über die öffentlich-rechtlichen Sender wahrnimmt. Seine Medienmacht hat er bereits für seine Wahlkämpfe eingesetzt (über seine Ausfälle vom Mittwoch wurde natürlich nichts gesendet, wie den tagesthemen zu entnehmen war), kritische Stimmen in den Sendern wurden rausgeworfen. Ihm werden Verbindungen zur Mafia nachgesagt, ebenso Vetternwirtschaft, Korruption, Geldwäsche und Bilanzfälschung. Durch diverse maßgeschneiderte Gesetze gelang es ihm bisher, einer Verurteilung zu entgehen.
85 Cent, die sich lohnen (für die drei Titel-Artikel online) bzw. 3 Euro für die Print-Ausgabe, noch bis morgen am Kiosk.
Kuriosität am Rande: Die europäischen Konservativen
forderten den Abgeordneten Schulz auf, er solle sich bei Berlusconi entschuldigen.
»"Martin Schulz hat mit seinen Bemerkungen den italienischen Premierminister und das italienische Volk in unannehmbarer Weise angegriffen", sagte der EVP-Fraktionsvorsitzende im Europäischen Parlament, der CDU-Politiker Hans-Gert Pöttering.«
Erschienen am Samstag, 05.07.2003 @ 12:49
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Tags: Politik
Die letzten Tage habe ich wenig persönliches geschrieben und mir auch mit anderen Einträgen viel Zeit gelassen (
Berlusconi,
Änderungen bei der Bahn).
Das hat mehrere Gründe. Erstens mal passierte einfach nichts besonderes. Zumindest nicht bei mir, bei einer Freundin gab es durchaus Entwicklungen,
leider nicht zum Positiven. Außerdem bin ich die letzten Tage früh ins Bett. »Früh« im Sinne von »8 Uhr früh«. Zudem habe ich manchmal das Problem, andere Dinge nicht anzugehen, ehe nicht ein großer Brocken Arbeit erledigt ist, der mir schwer fällt und den ich vor mir her schiebe. Ich meine diesmal nicht Buchhaltung, die habe ich sogar vor zwei Tagen gemacht, sondern
eine spezielle Telekolleg-Hausaufgabe.
Aber ich habe nichts verpasst: Das Wetter ist drübe, es hat seit Anfang der Woche nachts nur noch 14 Grad und tagsüber um die 20, und es ist regnerisch. Nicht die schlechteste Zeit, um mal eine Woche zu verschlafen.
Wie sehen die nächsten Tage aus?
Heute werde ich es auch eher ruhig angehen lassen. Hier und da fernsehen, viel lesen, Wäsche aussortieren und aufräumen, evtl noch ein bisschen schreiben und Fotos für eine Website bearbeiten und über ein Konzept nachdenken.
Morgen in etwa das selbe, mit Schwerpunkten auf »viel lesen« (in den Telekolleg-Büchern zu Wirtschaft und Technologie) und die neue Website.
Am Montag geht’s wieder nach München. Auf dem Lehrplan in der
SAE steht 3D und ich muss mal sehen, ob ich wieder an der Wavelab-Übung weiterarbeiten kann. Von Montag auf Dienstag übernachte ich wahrscheinlich
bei Matthias.
Am Mittwoch will ich zwei Freunde in der Bank besuchen: Markus in der Filiale Fürth und Jochen in der Nürnberger Zentrale. DVDs austauschen, Döner essen gehen (mit Jochen, ich geb’ einen aus).
Am Donnerstag ist der erste
Todestag meiner Mutter. An diesem Tag werde ich prinzipiell
alles vermeiden, was auch nur im Entferntesten mit Arbeit zu tun hat. Ich werde auch nicht erreichbar sein. Handy bleibt aus, aus dem Festnetz-Telefon nehme ich die Akkus, ich werde keine Mails abfragen und nicht per Instant-Messenger zu erreichen sein. Das wird künftig jedes Jahr am 10. Juli so laufen, und wenn die Welt untergeht: Ich arbeite nicht und ich bin nicht zu erreichen.
Das hat mit den Umständen von vor einem Jahr zu tun. Ohne all zu sehr ins Detail zu gehen: Die Arbeit in der
Bank als Springer hat mich kaputt gemacht und dass ich mich an ihrem Todestag ausgerechnet am Arsch der Welt befand, in Karlsruhe, in der am weitesten entfernten Filiale, hat mir den letzten Tritt gegeben, als ich schon am Boden lag (und schon so abgestumpft war, dass ich es in den Wochen davor nicht mal merkte).
Ich brauchte
fünf Stunden nach Hause.
Erschienen am Samstag, 05.07.2003 @ 13:44
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Tags: Leben
Welche der hier im Vordergrund abgebildeten Personen ist stilsicher gekleidet?

- Der Kandidat auf der linken Seite
- Die Moderatorin Sabrina Staubitz in der Mitte
- Die Kandidatin auf der rechten Seite
In diesem Zusammenhang beantrage ich, dass Gerd Rubenbauer ab sofort nur noch wie folgt tituliert wird:

Die deutsche Antwort auf Tom Jones.
Erschienen am Samstag, 05.07.2003 @ 23:43
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Tags: Medien
Sonntag, 06.07.2003
Wieder einige schnelle Links, ohne all zu ausführlich über jeden zu schreiben.
Thema Deutschland:
Der Spiegel 28/03: »
Schmiergeld für die Wähler« von Gunther Latsch, Harald Schumann und Andreas Wassermann. Über Subventionen in Deutschland, Lobbygruppen und wie man durch die Streichung von Subventionen, mit denen oft den falschen geholfen wird, viel Geld sparen kann.
Die Zeit 28/03: »
Vertreibung aus dem Paradies« von Bernd Ulrich. Warum sich die Politik mit der »Wahrheit der Reformen« zurückhält: »Mehr einzahlen, weniger kriegen.«
Die Zeit 28/03: »
Die Mitte und der Abgrund« von Frank Drieschner. Wie ergeht es aktuell verschiedenen fiktiven Personen in einem Haus irgendwo in Deutschland?
Die Zeit 31/02: »
Vor uns: 30 magere Jahre« von Meinhard Miegel, der für die Einführung einer aus Steuermitteln finanzierten Grundversorgung plädiert, da sich das jetzige soziale System auf Dauer nicht mehr finanzieren lasse.
Was man mir sicher nicht nachsagen kann ist eine Nähe zum RCDS, aber beim
Thema Studiengebühren haben sie IMHO den Nagel auf den Kopf getroffen:
»Studiengebühren sind nicht ‘unsozial’! ‘Unsozial’ ist, wenn die Küchenfrau, die Euch vor fünf Minuten den Kartoffelbrei auf den Teller geklatscht hat, Euer Studium mitfinanziert, obwohl sie weiß, dass ihre Tochter mit größter Wahrscheinlichkeit niemals auf einer Universität studieren wird.«
Der Gebrauch der Worte »sozial ist, was…« wurde in letzter Zeit in jeder Polit-Talkshow ja inflationär betrieben und eine Suggestivfrage jagte die nächste (BDI-Chef Rogowski zum DGB-Chef Sommer: »Würden Sie mir zustimmen, dass sozial ist, was Arbeitsplätze schafft?«). Aber der Formulierung des RCDS kann ich mich hier anschließen. Ich befürworte Studiengebühren. Nicht einer ausgleichenden Gerechtigkeit wegen, weil ich davon selbst nicht zu knapp bezahle. Ich plädiere dafür, lieber jedem Kind einen Kindergarten-Platz zu finanzieren und bei der Bildung entsprechend früh anzusetzen.
Davon ab findet sich vielleicht auch ein Mittelweg.
Der Spiegel 28/03: »Lass mich die Nacht überleben«. Ein etablierter Journalist, der seit zehn Jahren für deutsche Zeitungen und Magazine schreibt, auch den Spiegel, berichtet über seine Drogensucht und die Hölle, die hinter ihm liegt. Mit Zwischentexten von Spiegel-Redakteurin Fiona Ehlers. Exzellenter Text.
Die Zeit 28/03: »In riesigen Sprüngen« von Dietmar H. Lamparter über den Sportartikel-Hersteller Puma und seinen Vorstandsvorsitzenden Jochen Zeitz, der die Marke in den letzten zehn Jahren aus der Krise führte und in einer gehobenen Nische platzierte. In diesem Zusammenhang auch lesenswert: Ein Artikel aus dem Spiegel 3/03 zum gleichen Thema (die Krise, der Chef, die Marke und ihr Image bzw. die Imagepflege und Markenpositionierung) sowie aus dem Spiegel von letzter Woche: »Weltmacht Nike«.
SPON: »Das Zen des Bahnfahrens« von Horst Heinz Grimm erzählt über das Bahnfahren in langsameren Zügen. Nicht im ICE, sondern im RegionalExpress durch Deutschland und die Landschaft abseits von Schallschutzmauern genießen. Ich sehe auch gerne mal beim Zugfahren aus dem Fenster und sehe mir die Landschaft an (im ICE zwischen Nürnberg und München über Augsburg durchaus praktikabel). Der Text gibt Empfehlungen für Strecken.
Erschienen am Sonntag, 06.07.2003 @ 9:15
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Tags: quicklinks
Montag, 07.07.2003
Der Telepolis-Artikel von Goedart Palm: »
Berlusconitalia – Die etwas andere Demokratie«. Zu Beginn eine Zusammenfassung dessen, was
wir im Spiegel der letzten Woche schon gelesen haben. Es folgt ein bissiger Kommentar. Auszüge:
»Nun handelte es sich bei dem Besetzungsvorschlag nach des Potentaten eigener Auslegung nur um eine Ironie, eine "scherzhafte", fehlinterpretierte Bemerkung. Selten so geschmunzelt! An den Maßstäben gewisser Boulevard-Blätter diesseits und jenseits der Alpen gemessen mag die Suada geradezu feinsinnig gewesen sein, wenn man großzügig über den Inhalt der Bemerkung hinwegsieht.«
[...]
»Dem demokratischen Paten ist die ungeteilte demo-autokratische Macht offensichtlich längst ins Herrscherhirn gestiegen, obwohl er doch selbst Grund genug hätte, darüber nachzudenken, ob er für seinen eigenen Politikstil nicht auch auf historische Referenzen verweisen könnte.«
Zur Frage, ob sich Berlusconi nun entschuldigt hat (so der Kanzler) oder nicht (so Berlusconis Dementi), fiel jemandem in der Spiegel-online-Redaktion mal wieder eine leckere Überschrift ein: »Italienisch für Anfänger«
Erschienen am Montag, 07.07.2003 @ 21:43
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Tags: Politik
Adobe gab
heute die baldige Verfügbarkeit der neuen Version des Videoschnitt-Programms
Premiere bekannt. Die neue Version, Nachfolger der 6.5 und genannt »Pro«, wird nur noch unter WinXP lauffähig sein, eine Mac-Version wird es nicht mehr geben.
Ich selbst bin mangels Bedarf noch nicht über
iMovie hinaus gekommen, aber mich interessiert der Markt und beobachte, welche Video-Software Freunde einsetzen und was sie darüber berichten. Mich wundert daher Adobes Entscheidung gar nicht. Ich kenne niemanden, der Premiere einsetzt, allenfalls
After Effects (mit Zweckentfremdung als Videoschnitt-Tool), ansonsten die Produkte von Apple:
Final Cut Pro und die günstigere semi-professionelle Lösung
Final Cut Express. Adobe bietet auch sein DVD-Authoring-Programm nicht für Mac OS an, denn hier ist Apple mit
DVD Studio Pro ebenfalls der Platzhirsch.
Mit Shake hat Apple auch ein High-End-Compositing-Tool im Sortiment (aber auch für einen High End-Preis), allerdings weiß ich nicht, in wie weit das mit After Effects vergleichbar ist.
Wegen der »neuen Entwicklung« mache ich mir noch keine Sorgen. Adobe bietet Premiere nicht mehr an, da Apple mit FCE und FCP Marktführer im Bereich Videoschnitt am Mac ist. After Effects wird es weiterhin für OS X geben, ebenso wie Photoshop, InDesign und andere.
Lesenswerte Kommentare zur heutigen Meldung gibt bei
Kai und bei
Mac-TV.
Erschienen am Montag, 07.07.2003 @ 22:02
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Tags: Apple, Mac
Mittwoch, 09.07.2003
Für mein aktuelles »
Projekt K« muss ich zunächst noch neue Inhalte in die alte Site einpflegen, da das Projekt aus mehreren Phasen besteht (und der Noch-Klinikleiter würde gerne noch diese Inhalte online sehen, wobei der künftige Klinikleiter sicher gern etwas beim Design mitreden würde).
Problem: Ich komme nicht an die alten Dateien heran. Ich kenne zwar den Kollegen, der anno 1996 die Seiten gemacht hat, aber falls es aus der Zeit überhaupt noch Backups gibt, sind sie nicht so schnell aufzutreiben. Login und Passwort für den Webspace im Uni-Rechenzentrum sind in der Hand der Kundin, und das soll auch so bleiben. Wie komme ich also bequem an die alten Dateien ran, ohne mir selbst den Wolf zu surfen? Ich brauche ein Programm, das diese Aufgabe für mich erledigt.
»Never send a human to do a machine’s job.«
Der IE für den Mac hat die Funktion »Speichern unter«, die eine komplette Website inklusive Bilder und einer einstellbaren Linktiefe auf die Festplatte runterlädt. Allerdings nicht einzelne Dateien in eine Verzeichnisstruktur, wie sie auch auf dem Webserver liegen, sondern in eine einzige, propritäre Datei. Ich brauche ein FTP-Programm ohne FTP: Kein Login/Passwort, aber trotzdem ein Download Datei für Datei über mehrere Verzeichnisse und Unter-Verzeichnisse, ohne an den Dateien was zu verändern, per http-Protokoll.
Kai schlug verschiedene Alternativen vor (danke):
- »WebArchiveConverter« (WAC)
Vom selben Entwickler, der auch iCab geschrieben hat. WAC läuft nur unter OS 9 bzw. Classic und wandelt die Webarchive des IE/Mac in Zip-Dateien um. Problem: Irgendwas passt bei mir mit den von WAC generierten Zip-Dateien nicht: StuffIt Expander entpackt aus einer 2,3 MB großen Zip-Datei nur eine leere Datei »iCabWebArchive« und ein leeres Verzeichnis, das als Namen die URL der gezogenen Website trägt. Der Explorer von WinXP kann in die Zip-Datei hinein sehen und zeigt auch Dateien und Unterverzeichnisse an, aber der Extrahier-Assi (!) von WinXP findet nichts zum Entpacken. Selbst wenn es auf Windows gegangen wäre: Kann doch nicht sein, dass ich für so eine simple Aufgabe drei Betriebssysteme mobilisieren muss: OS X, OS 9-Emulation, WinXP-Emulation…
- Interarchy
Ist ein FTP-Programm für den Mac, Konkurrent von Transmit. Es stammt von von Stairways Software und wird von Kagi vertrieben. Als ich zum Mac gewechselt bin, wollte ich eine Demo-Version von Interarchy ziehen aber es gab keine oder ich habe sie übersehen. Ich testete Transmit und kaufte das dann. Kai meinte vorhin im Chat, dass man Interarchy nun tatsächlich von der Website runterladen könne, was ich dann auch gleich tat. Nach dem Start wurde ich von einem Nag-Screen mit zwei Buttons begrüßt: »Purchase new license« und »Use existing license«, nix von Demo-Version zu sehen. Kai zufolge gab es früher an der Stelle mal einen Demo-Button. Die scheinen auch nicht zu wissen, was sie wollen…
- rsync, ein Terminal-Programm.
Wuah, Shell! Nicht, dass ich mich mit dem Terminal bzw. der Shell nicht auskennen würde (habe zusammengenommen etwa anderthalb Jahre Linux-Erfahrung), aber ich bin ja wegen »Power of Unix with the legendary elegance and simplicity of the Macintosh« zum Mac gewechselt. Wenn ich eine spartanische Oberfläche mit tausend Config-Files haben wollen, hätte ich auch bei Linux bleiben können.
Beim Surfen fand ich noch eine Alternative: wget. Als ich es sah, viel mir auch wieder ein, dass ich sogar schon mal davon gehört habe. Ein GNU-Tool; zwar auch für die Shell, aber über Versiontracker fand ich schnell einen Installer für OS X (das Programm wird nach /usr/local/bin installiert) und ein Cocoa-Frontend: SimpleWget.
Um’s kurz zu sagen: wget und SimpleWget funktionieren genau so, wie sie sollen und das auch noch einfach; einfacher geht’s kaum. Eben Mac-like. Man gibt einfach eine URL im Frontend an, macht ggf. noch einige optionale Einstellungen wie Linktiefe oder Speicherort, klickt auf »Get« und wenn wget fertig ist, spielt SimpleWget einen Sound ab. Danach ist eine komplette Website auf der lokalen Festplatte, alle einzelnen Dateien in den Verzeichnissen, in die sie gehören, auch Bilder.
Übrigens lässt sich damit noch einiges anstellen: Da es ein Programm für die Kommandozeile ist, ließe es sich auch per cron fernsteuern…
Erschienen am Mittwoch, 09.07.2003 @ 2:48
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Tags: Apple, software
Ich fahre auch deswegen gerne Bahn, weil ich mir gerne Mitreisende ansehe. Leute, die man so trifft. Auf der Hinfahrt am Montag zum Beispiel. Ich war kurz vor zehn von Erlangen nach Nürnberg gefahren, um mir mal wieder einen Döner vom weltbesten Dönermann am Rathenauplatz zu geben. Die weitere Planung sah vor, mit dem ICE um 11:29 (Erlangen um 11:09) nach München zu fahren, denn früher hätte ich nicht in München sein müssen, weder bei Matthias noch bei Holger wäre wohl um elf Uhr jemand im Büro gewesen. So war ich um Viertel nach elf am Nürnberger Bahnhof auf Gleis 8. Neben mir auf den Wartesitzen ein älterer Geistlicher, wohl jenseits der 60. Er fragte mich, ob dies das richtige Gleis nach Augsburg sei, was ich ihm bestätigen konnte. Man frage mich nicht, welcher Konfession der Mann angehörte und welchen Titel er bekleidete; das hat mich schon als
Noch-Gläubiger nicht sonderlich interessiert. Er trug eine schwarze Kutte mit einem breiten, lila Band darüber, ähnlich einem Kummerbund. Um den Hals trug er eine Kette mit einem großen, gut 15 Zentimeter langen goldenem Kreuz, das er in den Kummerbund gesteckt hat, so dass es nicht baumelte. Unter dem Rock lugte eine schwarze Hose hervor, passend mit schwarzen Halbschuhen. Seiner Eminenz (oder Exzellenz?) ging es nicht besonders, Frosch im Hals. Er bat mich, kurz auf seinen Aktenkoffer zu achten, während er sich etwas zu trinken besorgte. Rechtzeitig vor Einfahrt des Zuges kam er wieder zurück und seiner Tasche ist auch nichts passiert.
Im Zug selbst ging ich durch drei Wagen, auf der Suche nach dem perfekten Sitzplatz: eine Reihe für mich allein ohne Tisch mit einem 3/4-Fenster in Fahrtrichtung auf der rechten Seite (wegen der Sonne); so einen Platz gibt es in jedem Wagen nur einmal. Wenn sich so ein Platz nach dem Durchgehen von drei Wagen nicht findet, schraube ich meine Ansprüche freilich auch zurück und nehme zum Beispiel einen Platz eine Reihe weiter vorne mit nur einem 1/4-Fenster auf der rechten Seite.
Vor mir, auf dem 1/4-Fensterplatz, ein Rucksack-Tourist. Einer von diesen Rucksäcken mit metallenem Außengestell, bei denen die Träger für das Auf- und Absetzen einen eigenen Sherpa brauchen. Aber mitgedacht hat der schlafende Mann vor mir: Ein kleines Kissen ging noch rein. Direkt links von mir ein Mädchen von vielleicht 15 bis 17 Jahren. Buffalos an den Füßen, was sie eher in Richtung 12 rückte, aber eine schwarze Stoffhose und ein schwarzes Jackett über einem weißen T-Shirt das bis zum Bauchnabel reichte, was sie eher in Richtung 17 brachte. Später während der Fahrt packte sie ein Buch »Katzen« aus, in dem sie eine ganze Weile blätterte und las. Nach Augsburg verschwand das Katzen-Kompendium wieder in der Tasche und sie ging mit ihren Sachen zur Toilette. Sie musste wohl schon etwas länger im Zug sitzen als nur Erlangen oder Bamberg, denn das Jackett roch unangenehm verschwitzt, als ich in München nach ihr ausstieg.
Was mich ja manchmal fasziniert und amüsiert sind Leute, die nur einmal alle zehn Jahre mit der Bahn fahren. Typischerweise im Rentenalter, so auch diese Vertreter dieses Bahnfahrer-Typs. Rentnerin, mit quer über den Körper verlaufenden, für diese Anbringung viel zu kurzen Handtaschen-Trageriemen, die eng anlagen wie ein Sicherheitsgurt. Sie begab sich bereits original zehn Minuten vor Augsburg zur Tür. Bei 160 km/h also rund 26 Kilometer vor Augsburg. Naja, sicher ist sicher, man kann ja nie wissen, ob man um halb eins in Augsburg noch rechtzeitig aus dem Zug kommt, wenn zwei andere Leute ebenfalls gleichzeitig den Wagen verlassen möchten.
Am Anfang des Wagens, noch eine Reihe vor dem Touri, saß der Beweis, dass es Zeitmaschinen gibt. Der hagere Mann um die fünfzig muss direkt aus dem Jahr 1973 ins Jahr 2003 gereist sein: Ein Hemd jenseits von Gut und Böse: Blassgelb, mit symetrisch angeordneten Mustern aus Wellenlinien darauf, mit riesigem Kragen. Kragen, wie sie bei drittklassigen Schlagersängern im Dutzend im Kleiderschrank hängen. Kragen von solcher Größe, dass sie bei Regen fast als Kapuze taugen. Der riesige Schlag, der vor ein paar Jahren mal bei Hosen wieder in Mode war, machte sich bei ihm um seinen Hals breit. In dem Kragen steckte ein Kopf, bedeckt von nackenlangem Haar, lockig aber speckig und in Strähnen nach hinten gekämt. Darunter ein unrasiertes 5-Tage-Bart-Gesicht mit schwarzer Briller. Die Hinfahrt brachte aber auch noch schönere Aussichten.
:-)
In der S-Bahn vom Hauptbahnhof raus nach Perlach: Schräg gegenüber auf der anderen Seite des Gangs, auf der Bank am Fensterplatz eine junge Frau Anfang zwanzig. Lange, dunkelbraune Haare (andere Leute würden sagen »brünett«, ich sage dunkelbraun), was ja eigentlich nicht so mein Geschmack ist, über die fensterseitige Schulter geworfen. Sie las in einem Roman, Taschenbuch, blaues Softcover. Schlanke Figur insgesamt, ein weißes, enges Top ohne Ärmel. Nett anzusehen die C-Oberweite, Details spare ich mir.
:-)
Dann die SAE, darüber habe ich
schon geschrieben.
Auf dem Rückweg von der SAE ein Abstecher in Richtung
Kollektiv-Büro. Die Kontaktaufnahme vorab per Handy ergab, dass Holger und Stefie runter Richtung Isar gegangen waren, kurz nach dem Friedensengel. Ich blieb nur kurz, ging dann zurück zur Bushaltestelle der 53er Linie (»Museumslinie«) und fuhr bis Odeonsplatz. Umsteigen in die U-Bahn, am Hauptbahnhof nochmal umsteigen, eine Station bis Stiglmaierplatz, dann in die Pappenheimer Straße zu Matthias ins
Büro. Es war 18:15 und wir blieben bis etwa halb elf. Matthias hatte noch viel zu tun, ich surfte und versuchte hauptsächlich, noch etwas wach zu bleiben (ich war seit halb ein Uhr morgens auf den Beinen). Matthias fuhr mich mit seinem
Mini zu seiner Wohnung. Ich habe ja schon kritische Stimmen über diesen Wagen gehört, aber seit diesem Montag weiß ich: Ich mag ihn nicht nur von außen, er gefällt mir auch von innen. Das Auto liegt satt auf der Straße und ist
sehr spritzig. Die Liste der Autos die in die engere Wahl kommen, sollte ich mir jemals ein Auto kaufen, wird von Audi A4 (silber) und VW Polo (mein Fahrschulauto) erweitert um den Mini.
Matthias ließ mich nach kurzer Führung allein in seiner Wohnung zurück, er übernachtete bei seiner Freundin.
Dienstag-Morgen. Ausgeschlafen nach nur sechs Stunden Schlaf. Ich krabbelte um halb sechs Uhr morgens aus dem Bett. Naja, nicht wirklich, ich war nur wach, blieb aber noch liegen und las den
Spiegel zu Ende. Um kurz nach zehn machte ich mich auf den Weg: Ich warf den Wohnungsschlüssel weisungsgemäß in Matthias’ Briefkasten. Dann ging’s die paar Meter Richtung der S-Bahn-Station St.-Martin-Straße. Frühstück-Mittagessen bei McDonald’s am Ostbahnhof, dann zum Kollektiv-Büro. Ich wollte gerade wieder von dort weggehen da niemand anwesend war, als ich hinter mir Fahrrad-Klingeln hörte: Stefie und Holger kamen an. Im Büro blieb ich auch nur zwanzig Minuten, packte gerade noch Roberts
Pro Speaker ein die er verkaufen wollte (an dem 17er Powerbook können sie mangels speziellen Mini-Jack nicht betrieben werden, der die passiven Boxen mit verstärktem Sound und Strom versorgt). Dann wieder Richtung SAE, von zwölf bis zwei meine Wavelab-Übung schneiden (ich kam um 12:20 gerade noch rechtzeitig; man hat nur eine halbe Stunde vor bzw. nach dem Termin Zeit, seine Anwesenheit per Studentenausweis dem Buchungscomputer mitzuteilen, danach gibt’s fünf Euro Strafe).
Ansonsten auf der Rückfahrt nichts, worüber zu berichten lohnen würde. Der Zug war voll, in Erlangen schien die Sonne und ich fuhr bei angenehmen 23 Grad nach Hause.
Am Mittwoch eine kleine Besuchstour in der Bank. Um halb eins nur kurz bei Markus in der Filiale Fürth reingeschaut, ihm ein paar DVDs in die Hand gedrückt und 25 Euro dafür kassiert. Ich kam gerade zwischen zwei Kunden, ich musste eh gleich weiter. Um 13 Uhr Treffen mit Jochen in der Zentrale. Ein kurzer Plausch mit dem netten Pförtner Herr G., bis Jochen nach unten kam. Er gab mir einen Stapel DVDs zurück, ich packte sie in meinen Rucksack ein und wir gingen auf die andere Straßenseite zum Döneressen.
Am Rückweg noch ein Abstecher zum Saturn Nähe Weißer Turm und in Richtung der Postbank, Geld abheben. Dazwischen eine Überraschung:
Müller & Rösch sind wieder da. An der Stelle, oder ganz in der Nähe, in der Vorderen Ledergasse 14, gab es den Laden schon mal. Oder war es ein anderer Betreiber? In der Erlanger Goethestraße gab es auch mal einen Ableger. Das kleine, vollgeräumte Geschäft ist im weitesten Sinne ein Computerladen, aber es werden nur Medien verkauft. Diverse Papiere, Patronen für Tintenpisser und Toner für Laserdrucker, CD-Rs und DVDs verschiedener Formate von diversen Herstellern in allen erdenklichen Abpackungsvarianten. Dass es CD-Rs im 100er Pack auf Spindeln gibt war mir bekannt, aber neu ist, dass jetzt sogar schon die Spindeln weggelassen werden, für die heavy user. Ich sah mir das Regal mit den DVD-Rohlingen an. Plus- und Minus-R, Plus- und Minus-RW von Fuji, Maxell, Sony, TDK und natürlich Verbatim, um nur ein paar zu nennen. Zugriff bei einem 5er Pack DVD-Rs, 2-fach von Verbatim für 13,50 Euro,
sehr günstig bei umgerechnet 2,70 das Stück. 4-fach im 10er Pack hätte es auch gegeben, aber das musste jetzt nicht sein.
Abends surfen, mailen und lockeres Arbeiten. Die Pro Speaker von Robert, regulär 80 Euro, von ihm gebraucht für 55 gekauft, klingen brutal gut: In den kleinen Dingern steckt mehr drin, als ihre Größe vermuten lässt. Mein Vater kochte Marmelade aus Kirschen, die er zuvor vom Baum im Garten gepflückt und dann auf der Terasse entkernt hat. Zwischendurch zeigten Verena und ich ihm die Telefonie-Funktion in
iChat AV. Sobald auf meinem Display zu Hause eine
iSight klemmt und so für Mikrofon und Bild sorgt, werden wir öfter mal »telefonieren«, wenn ich in München unterwegs bin und mein iBook in ein Netz hängen kann.
Später am Abend, um zehn, machte ich mich noch auf zu meinem neuen Stammgriechen. Eine Jahres-Flatrate gibt’s bei ihm leider nicht…
Erschienen am Mittwoch, 09.07.2003 @ 22:10
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Tags: Leben
In diesen zwei Tagen stand in der SAE »3D« auf dem Programm. Wir waren im Unterrichtsraum untergebracht (jeder ein eigener PC) und Silvio zeigte uns Grundlagen in
Cinema 4D XL Release 8 von
Maxon. Das Programm gibt’s sowohl für Mac als auch Win, kostet 700 Euro, eine Demoversion ist verfügbar. Teurere Alternativen sind 3D Studio Max oder Softimage.
Das Ziel dieser sechs Stunden, das stellte Silvio gleich am Anfang klar, sei nur, uns einen Einblick in die grundsätzliche Begrifflichkeit eines 3D-Programms und speziell Cinema 4D zu geben. Nach diesen sechs Stunden sollen wir in der Lage sein, eine kleine 3D-Animation zu erstellen, zum Beispiel ein animiertes Logo für eine Website. Im Creative Media ab August gibt’s Cinema nochmal etwas ausführlicher.
Silvio legte los mit der Bedienung der Programm-Oberfläche und zeigte uns einige Objekte. Wir arbeiteten an den PCs vor uns seinen Ausführungen hinterher, ab und an wurde die ein oder andere Frage geklärt. Cinema hat eine eigene Oberfläche, die leicht von den üblichen Windows-Konventionen abweicht. Außerdem hat es auf dem Bildschirm gleich fünf Bearbeiten-Menüs (1x für das Programm sowie in 4 Paletten: Ansicht, Objekte, Attribute, Materialien. Diverse kleinere Symbolleisten in den Paletten und zwei große. Wenn man’s mal gezeigt bekommt, lässt es sich aber auch durchaus angenehm damit arbeiten.
Sehr positiv fand ich, dass gleich mehrere Sprachen mitgeliefert werden, die sich in den Preferences umstellen lassen, unter anderem Deutsch, Englisch, Französisch und Spanisch. Hallo Adobe, hallo Macromedia! Daran könnt Ihr Euch mal ein Beispiel nehmen!!
Wir befassten uns mit den verschiedenen Ansichten, Kameras, Drahtgitter-Modellen und Gouraud-schattierten Objekten. Nach der »Grundobjekt-Konvertierung« spielten wir mit Polygonen, Kanten und Punkten.
Nach der Pause zog Silvio das Tempo an, um uns noch möglichst viel zeigen zu können. Es ging weiter mit Splines und NURBS.
Ich kam ganz gut mit dem Programm klar, nur am Schluss bei den NURBS brachte ich teilweise nicht mehr das selbe Ergebnis zu stande wie Silvio auf seinem Beamer. Ein wenig 3D-Grundlagen, wenn man’s überhaupt so nennen will, brachte ich schon mit: vor ungefähr acht Jahren habe ich mal mit
POVray experimentiert, Gouraud-Shading ist mir aus dem Spiel X-Wing ein Begriff, Wireframes kenne ich natürlich auch, und die Frage, was ein Vertex ist, beantwortete schon vor ebenfalls rund acht Jahren die Anleitung zu den »Doom Editor Utilities«, dem legendären Doom-Leveleditor DEU. Dieses »Grundwissen« war freilich schon nach fünf Minuten überholt.
:-)
Mir hat’s Spaß gemacht und Cinema ist ein Programm, in dem man sich austoben kann. Nicht unbedingt die Richtung, in die ich mal hinwill, aber es war gut, es mal gesehen zu haben. Und falls ich mal damit arbeiten muss, stehe ich zumindest nicht wie der Och’s vor’m Berg.
Am Dienstag war ich etwas früher in der SAE, denn für die Zeit von 12 bis 14 Uhr war ein Platz in der Edit Lounge für mich gebucht. Dummerweise der gegenüberliegende PC-Schnittplatz, so dass ich nochmal von vorn anfangen musste (keine Möglichkeit, meine beim letzten Mal geschnittenen Dateien auf den anderen Rechner zu bekommen). Nächste Woche bin ich auch etwas länger in der SAE: Am Montag um 12 zusammen mit Tim die Sprachaufnahme und am Dienstag, wieder um 12, die Fortsetzung der Wavelab-Schnittübung.
Im Unterricht um 14 Uhr ging es weiter mit Cinema. Arrays, Boole-Objekte, Symetrie-Objekt, Deformer. Anschließen erstellten wir eine kleine Animation für’s Web (mit exportierten als Einzelbilder und Zusammenfügen der Bilder zu einem Animated GIF). Außerdem sprach Silvio noch die Themen Materialien, Lichter und Kamera an.
Es stürzten mal wieder vier Rechner bei der Hitze ab, übrigens AMD Athlons 2000 mit 128 MB RAM und W2K.
Kleine Anekdote am Rande: In der Edit Lounge ist folgender Warnhinweis zum Thema MiniDisc-Klau angebracht:
»Wenn wir denjenigen erwischen, der die Dinger klaut, dann passiert folgendes: Er wird an den Eiern aufgehängt und der dabei entstehende "Sound" wird gesampelt! Diese Samples können/müssen dann beim Supi ausgeliehen werden, weil es dann eine neue Sampling/Sequenzing-Übung geben wird.«
Erschienen am Mittwoch, 09.07.2003 @ 22:10
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Tags: SAE
Donnerstag, 10.07.2003
my two cents und
freimark.de bleiben am 10. Juli geschlossen.
Bitte besucht
roswitafreimark.de
Erschienen am Donnerstag, 10.07.2003 @ 2:15
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Tags: Leben
Freitag, 11.07.2003
Der 10. Juli ist der Todestag meiner
Mutter Roswita. Am gestrigen Donnerstag war es genau ein Jahr her. Ich ließ alles etwas langsamer angehen und nahm mir Zeit, schaltete zwei Gänge zurück.
Ich stand um halb acht auf. Vormittags etwas Hausarbeit: Küche putzen, den Spiegel im großen Bad, die Waschbecken, zweimal die Waschmaschine angeworfen, Staub gesaugt (oder wie ich auch gerne sage: gestaubsaugt). Die Post entgegengenommen, für meinen Vater gab’s ein Nachnahme-Paket. Irgendwann zwischen 12 und 13 Uhr setzte ich mich auf’s Rad und fuhr in die Stadt. Beim Altstadtmarkt mal wieder einen Rucksack leerer Flaschen abgegeben. Anschließend bei der Dresdner am Schlossplatz Geld abgehoben und in der Krankenhausstraße ein Lahmacun besorgt. Rückweg durch den Wiesengrund, hinten an Gery’s Pub vorbei und nach dem Fluss den Siedlerweg an der Kreuzung mit dem Baum genommen, halb-links. Den Weg fahre ich sehr selten, ich wusste gar nicht, wo man raus kommt (am Minigolf-Platz). Die letzten Meter die Kanalbrücke an der Aral-Tankstelle schob ich das Rad hinauf. Ich sah zwei Binnenschiffe auf mich zukommen und wartete beide ab, um sie mir von oben anzusehen. Dann auf der anderen Seite runter von der Brücke, nach Büchenbach. Bei der Aral-Tankstelle ein Eis, ich wollte mal das Nesquick-Milcheis probieren. Nach all den Jahren weiß ich jetzt auch, woher »Nesquick« kommt: Gehört Nestle.
Durch Büchenbach hindurch Richtung Fahrrad Schreiber und dann »über die Dörfer«. Zwischen dem Stadtteil Büchenbach und dem Vorort Steudach gibt’s eine Landstraße die über einen kleinen Hügel führt, der einen Radfahrer aber durchaus ins Schwitzen bringt. Auf der Kuppe gibt es neben der Straße einen schönen Radweg. Ich bin ja sonst nicht für Radwege, aber neben einer Landstraße ohne Kreuzungen macht das schon Sinn. Seit einigen Jahren pflanzen Bauern in der Region auf ihren Feldern Blumen an, die Passanten und Vorbeifahrende selbst pflücken und bezahlen können. Ich nahm eine Sonnenblume mit und fuhr weiter zum Friedhof.
Dort steckte ich die Sonnenblume in die rechte der beiden neuen Schalen und goss das Grab mit drei Gießkannen. Ich setze mich vor das Grab auf den Boden und blieb einige Zeit, ließ die Gedanken schweifen.
Kurz nach 15 Uhr kam ich wieder zu Hause an. Um 17 Uhr kam mein Vater von der Arbeit nach Hause und eine Viertelstunde später meine Schwester. Ich fuhr mit ihr nochmal zum Friedhof, diesmal nahm sie mich in ihrem Auto mit. In Frauenaurach bat ich sie, beim Equermeier zu halten, einem vor zwei Jahren sehr schön eingerichteten Blumengeschäft. Dort traf ich auf meine Cousine Kristin. Wir wechselten kurz ein paar Worte, denn wir würden uns eh gleich wieder sehen, sie musste aber vorher noch woanders hin. Ich entschied mich für etwas Farbe: blauer Eisenhut und orange Nelken. Mit Blumensymbolik habe ich’s nicht so, aber sie sehen gut aus.
Zufällig trafen Verena und ich am Friedhof nicht nur Kristin wieder, sondern auch meinen Vater und meine Tante (die Frau des Bruders meiner Mutter), die alle unabhängig voneinander gekommen waren. Wir arrangierten die Blumen und unterhielten uns ein wenig. Irgendwann nach 18 Uhr trennten sich unsere Wege wieder.
Verena kaufte im Edeka noch etwas für den Kindergarten ein, dann fuhren wir in die Pizzeria auf dem Berg im Altstädter Schießhaus, »La Vita e bella«. Unser Vater ging in den Fotoclub. Ich hatte eine sehr gute Salami-Pizza, Verenas Knoblauch-Pizza war etwas lasch. Sie erzählte ein wenig von der Arbeit. Die Kurzen kommen teilweise auf verrückte Ideen, zum Beispiel Fluchttunnel aus dem Kindergarten.
Abends bald ins Bett (zehn), ich war müde.
Lektüre:
jetzt: »Eltern als Wunschvorstellung« von Ariane Söhnlein (leider nicht mehr online, aber ich habe einen
Ausdruck vom letzten Juli
abgetippt).
Der Spiegel 26/2003: »
Noch mal leben vor dem Tod« von Beate Lakotta. Über ein Sterbehospiz in Berlin. Ins Ricam kommen Patienten, um zu sterben. Die nicht im Krankenhaus sterben wollen, aber auch umfassende Pflege brauchen, so dass sie nicht zu Hause sterben können.
Ich erinnere mich gut an die letzten Tage und Wochen des Lebens meiner Mutter und ich erinnere mich auch genau an das letzte Mal, als ich sie sah und mit ihr sprach.
Meine Mutter
starb am 10. Juli 2002 mit 50 Jahren und acht Monaten zu Hause
zwischen 9 Uhr 30 und 10 Uhr morgens. Meine Schwester war bei ihr; meine Mutter hatte sie darum gebeten zu bleiben und sie packte für eine Fahrt ins Krankenhaus. Mein Vater war auf der Autobahn, auf dem Weg zurück von der Arbeit nach Hause nach Erlangen; er hat sich telefonisch bei meiner Schwester erkundigt. Ich verließ in Karlsruhe mein Hotel und ging in die Filiale; der Anruf meines Vaters erreichte mich um kurz nach zehn, nach der Filialöffnung.
Verena ging nach einigen Wochen wieder arbeiten (die Kolleginnen und die Kinder halfen ihr sehr). Mein Vater nach einigen Monaten.
Der 9. Juli 2002, Dienstag, war mein letzter Arbeitstag in der Bank. Ich ging nie wieder in einer Filiale oder der Zentrale arbeiten, nachdem mich am Mittwoch-Morgen der Anruf erreichte.
Musik:
Enya, »Watermark« (
Watermark)
Erschienen am Freitag, 11.07.2003 @ 22:05
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Tags: Leben
Sonntag, 13.07.2003
Es war nach dem
Donnerstag noch nicht an der Zeit, wieder komplett zur normalen Tagesordnung überzugehen.
Am Freitag-Vormittag dennoch zwei Dinge, die schon Anfang der Woche geplant waren, ein Besuch bei einem Kunden und mittags zum Friseur. Aber ansonsten wieder viel Zeit gelassen, nochmal zum Friedhof gefahren und ansonsten einfach den Tag langsam vorübergehen lassen. Am Samstag wäre eigentlich Kollegtag gewesen, aber ich habe ihn ausfallen lassen. Abends griechisch essen mit meinem Vater und anschließend die Blumen am Grab geschnitten und gegossen. Verena übernachtete als Teamer in Hersbruck auf einer Freizeit der Gemeinde.
Erschienen am Sonntag, 13.07.2003 @ 14:11
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Tags: Leben
Montag, 14.07.2003
Was ich nie verstehen werde ist, wenn kleinere Firmen stolz mit ihrer eigenen Domain www.xyz.de werben und dann in der selben Werbung eine E-Mail-Adresse »xyz@compuserve.com« oder »xyz@t-online.de« angeben. Ist mir unbegreiflich.
Erschienen am Montag, 14.07.2003 @ 21:35
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Tags: Web, webdesign
Mittwoch, 16.07.2003
Über die Hinfahrt zur
SAE am Montag von Erlangen nach München gibt’s nichts besonderes zu erzählen. ICE um neun nach neun. Kurz vor Pasing hielt der Zug und die Zugchefin gab per Durchsage bekannt, dass sich die Weiterfahrt wegen eines Personenunfalls vor uns auf der Strecke laut Rücksprache mit der Transportleitung München auf unbestimmte Zeit verzögern würde. Ich malte mir schon worst case-Szenarien aus: drei Stunden Verspätung, mit irgendeinem Bus über die Dörfer oder der Zug muss riesige Umwege fahren. Aber nach ein paar Minuten ging’s weiter, so dass wir mit 20 Minuten Verspätung noch im Münchner Hauptbahnhof ankamen, und zwar über die reguläre Strecke. Andere Züge vor uns hatten weniger Glück und wurden über den Nordbahnhof umgeleitet (ich wusste gar nicht, dass München einen Nordbahnhof hat).
Der frühe Zug deswegen, da ich mit Tim das Sprachstudio gebucht habe, um unsere Sprachaufnahme über die Bühne bringen zu können (ist eine 2-Mann-Übung). Wir brauchten einige Zeit für Aufbau und Einstellungen und ratz-fatz waren die zwei Stunden von 12 bis 14 Uhr um und wir wurden nicht fertig. Speichern der bisherigen Arbeit am Wavelab-Schnittcomputer im Sprachstudio, dann buchten wir das Studio nochmal für Dienstag von 10 bis 12 Uhr. Um 14 Uhr begann erstmal der reguläre Unterricht.
In dieser Woche war in der SAE »Flash« das Thema. Als Dozent trat Matthias von den
Gameworkern auf. Matthias ist ein Freund von mir, den ich aus meiner Zivi-Zeit im Kopfklinikum kenne; er kommt auch aus Erlangen. Er legte ein gehöriges Tempo vor, machte seine Sache aber sehr gut.
Zunächst eine kurze Einführung in die Geschichte von Flash, dann sprach er über die Oberfläche des Programms und empfahl eine Panel-Einstellung (Property-Inspector und Actions unten, rechts Transform, Info, Align und der Color Mixer).
Die erste Aktion: Erhöhung der Undo-Schritte von 100 auf 300, da Flash sehr kleinlich beim Speichern der Rückschritte ist und 100 Schritte in der History schnell mal nicht ausreichen. Dann einige sinnvolle Einstellungen bzgl der Farben im ActionScript-Editor (um Keywords gut von Identifiern unterscheiden zu können), außerdem die Änderung der Default-Framerate von 12 auf 18.
Einige Worte zu den Export-Einstellungen und den Plug-ins für Flash (Flash Player) und Director (Shockwave). Die Begriffe Vektoren/Shapes einerseits und Symbole andererseits. In welche Symbole man mit dem Shortcut F8 ein Shape konvertieren kann (Movieclip, Button, Grafik) und wann die Verwendung welches Symbols geboten ist.
Wir bauten mit Hilfe der Timeline eine erste Animation. Dazu einige Tipps, Massen von Shortcuts und wichtige Hinweise (nie auf der Hauptebene animieren sondern in der Timeline eines Movieclips, außer man will nach Quicktime oder Animated-GIF exportieren). Meine Vorkenntnisse reichten hier ein paar Minuten länger als
bei Cinema, aber die Sache mit den verschachtelten Symbolen zum Beispiel habe ich noch nicht gewusst. Das hier ist übrigens meine erste Flash-Animation gewesen:
Stammt noch aus dem Jahr 2001 und ich habe alle Fehler gemacht, die man nur machen konnte (wer sich die Quelldatei ansehen will: Download der .fla, gezippt). Matthias behandelte in den drei Stunden alle drei Animationsarten: Motion Tween (inkl. Masken-Animation), Motion Tween an einem Pfad und Shape Tween (mit Shape Hints).
Nach dem Unterricht fuhr ich mit Matthias in seinem Mini (übrigens ein Cooper, kein One oder Cooper S) in die Stadt zurück. Wir waren noch einige Zeit im Büro, gingen was essen und fuhren dann heim. Er schlief wieder bei seiner Freundin und überließ mir die Wohnung.
Am Dienstag kam ich kaum aus dem Bett; den Wecker in meinem Handy habe ich ungefähr zehn Mal auf neue Uhrzeiten gestellt. Gegen halb neun aber dann doch raus aus den Federm fertig gemacht und eine Station von St.-Martin-Straße bis Ostbahnhof mit der S-Bahn gefahren. Hätte gerne eine Tageskarte gekauft, aber der Fahrschein-Automat bootete gerade durch (NT4-SP6 mit 128 MB RAM) und machte keine Anstalten, bald damit fertig zu werden. Beim Ostbahnhof im McDonald’s gegessen, denn bis heute Abend um halb neun würde es nichts mehr geben. Dann in die SAE, Mamutprogramm: von 10 bis 20 Uhr.
10-12 Uhr: Sprachaufnahme
12-14 Uhr: Harddisk-Recording-Übung
14-17 Uhr: Regulärer Unterricht
17-20 Uhr: Vortrag von Holger
Da Tim und ich gestern nicht fertig wurden, mussten wir heute nochmal ran. Die Sprachaufnahmen von gestern konnten wir wegen zu viel Rauschens nicht verwenden und Tim wollte eh nochmal einen neuen Text sprechen. Diesmal pegelten wir perfekt aus und nahmen die in Wavelab zusammengeschnittenen Sprachaufnahmen auf MiniDisc auf und gaben die Disc bei den Audio-Supis zur Kontrolle ab. Wir brauchten wegen anfänglicher falscher Einstellungen tatsächlich bis 12 und dann ging es gleich im Raum nebenan weiter: Wir arbeiteten in der Edit Lounge beide an je einem Wavelab-Schnittcomputer (der Kürzungsschnitt des Mel C-Songs, ist eine Einzelübung). Auch hier gaben wir beide unsere Übung ab (die Sprachaufnahme zusammen auf einer MD, die HD-Übung jeder auf einer eigenen).
Es ging Schlag auf Schlag weiter, denn es war bereits 14 Uhr und Matthias brachte uns heute in den drei Stunden des zweiten Tages dieser Übungswoche wieder Flash näher. Das Frühstück hielt noch gut vor.
Heute gab es einen lockeren Einstieg mit weiteren Hinweisen zu den Panels (z.B. Ausrichtung im Info-Panel), den Registrierungspunkt eines Objekts, Arbeiten mit dem Align-Panel und so weiter.
Dann wieder Animationen. Wie kann man ein Shape-Tween gleichzeitig, während es shapet und tweent, gleichzeitig über die Bühne bewegen, also ein Motion-Tweening? Ein Movieclip im Movieclip macht’s möglich. Nach dieser kurzen Wiederholung des gestrigen Stoffs kam Matthias zu einem neuen Thema: Interaktivität. Hier kamen die Buttons ins Spiel und dann auch multistate Buttons (an- und abschalten einer Masken-Animation eines Texts). Nach dem ersten Happen ActionScript, nämlich stop(); (den kannte ich auch schon) gab’ heute ein bisschen mehr: Der An/Aus-Button bekam in Frame 1 das hier verpasst:
on(release) {
gotoAndStop(10);
_root.ani.stop();
}
In Frame 10 das selbe, nur mit _root.ani.play().
Im Anschluss daran einige Hinweise zu den Publish-Settings, dann ein Export und ein Import in Dreamweaver, außerdem noch ein paar Worte zu Sound.
Zum Abschluss dieses kurzen, sechstündigen Flash-Überblicks ein Ausblick, was im Hauptkurs kommt (nur noch ActionScript; später im Kurs auch im Zusammenarbeit mit PHP und SQL) und eine Buch-Empfehlung: das Standardwerk, das »Wolter-Buch«, »der Wolter«. Zusammen mit dem Hinweis, dass wir im Hauptkurs, mit mehreren Wochen Flash (zu je 2x 6 Stunden), den Stoff des Buchs nach zwei Wochen hinter uns lassen würden. Aber bis dahin sei es ein guter Einstieg, um das Wissen zu vertiefen, neben den Links zu Tutorials, die uns Matthias gleichfalls an die Hand gegeben hat.
17 Uhr, kurze Pause (in der Unterrichtspause von 16:00 bis 16:20 gönnte ich mir ein Snickers), dann ging’s weiter mit Holger (private und geschäftliche Website). Wie Matthias ebenfalls ein Freund von mir und wie Matthias SAE-Absolvent und gut im Geschäft. Sein Vortrag wurde mit »Overview over the Industry« grob überschrieben und es war weniger ein Vortrag, mehr eine Diskussion. Holger stellte neun Themen zur Auswahl und wir, die rund 15 Zuhörer, konnten uns die Themen rauspicken die uns besonders interessierten (bis 20 Uhr blieb keine Zeit, um alles zu besprechen). Die Themen waren:
- Industrie
- Browser
- Flash
- Mobil
- HTML
- Copyright
- Programmierung
- Software-Firmen
- Projekte (bzw. Projektarbeit)
Überspannendes Thema bei allen Punkten: Wie ist der Stand der Dinge und welche Entwicklungen zeichnen sich für die Zukunft ab?
Das Auditorium wählte in dieser Reihenfolge: Mobil, Flash und Projekte. Nach »Projekte« (mit Viertelstunde Pause) war die Zeit bereits um, es war 20 Uhr, und einige von uns gingen (ich auch, denn wenn ich die S-Bahn um 20:05 nicht erwischt hätte, wäre ich nicht um 23 Uhr in Erlangen angekommen, sondern um halb zwei nachts). Holger erzählte mir später, dass sie noch bis etwa halb neun mit dem Thema Copyright weitergemacht haben. Ich beschrieb vier Blätter beidseitig, will daher nicht weiter ins Detail gehen und mein Script abschreiben. Die drei Stunden waren jedenfalls lohnend, Holger hat das sehr gut gemacht.
Von der Heimreise gibt’s nichts besonderes zu berichten. Inzwischen ist es bei mir fast schon Tradition geworden, dass ich vor dem Besteigen des Zuges Richtung Heimat noch bei Yorma’s vorbeischaue (Systemgastronom mit 24 Filialen überwiegend in Süddeutschland), was zu trinken kaufe sowie ein Salami-Baguette für 95 Cent (hat die Größe von zwei Salami-Brötchen, ist recht lecker wenn man die zwei Gurkenscheibchen entfernt und sättigt für die zweistündige Heimfahrt, bevor es dann wieder was richtiges zu essen gibt). Faszinierend: Die nehmen sogar noch D-Mark. Aber warum nicht, wenn der Kunde Geld bringt, weswegen davor weglaufen? Eine Kundin neben mir bezahlte 4 Mark 30.
Der ICE, der um die Zeit (20:44) nur bis Nürnberg fährt, fuhr mit zehn Minuten Verspätung ab, um noch Anschlussreisende aufzunehmen. Ein ICE1, recht leer, mit viel Beinfreiheit (und die Sitze lassen sich auch weiter zurücklehnen als in den neuen ICEs, trotzdem gefallen mir die Züge der dritten Generation, ICE3, ICE-T und -TD besser: schöner eingerichtet, dennoch bequemere Sitze und Stromanschluss unter jeder Sitzreihe). In Donauwörth hielt auf dem Gleis gegenüber ein ICE-T, laut LED-Anzeige (schon geil…) aus Hamburg kommend und bis München fahrend. Muss wohl über Berlin gefahren sein, sonst wär’s ein ICE1 oder ein ICE3 gewesen. Hmm, so im Nachhinein finde ich keine ICE-Ts, die von Hamburg nach München in Donauwörth halten. War anscheinend ein außerplanmäßiger Halt…
Die Verspätung holte der Zug bis Nürnberg nicht auf, Ankunft auf Gleis 8 um 22:45 statt 22:36 Uhr. Der IC auf Gleis 14, Abfahrt laut Plan um 22:44, wartete jedoch. Übrigens ist speziell dieser InterCity, der von Karlsruhe kommend über Stuttgart, Nürnberg, Erlangen, Bamberg bis Lichtenfels fährt (Nahe Coburg, an der Landesgrenze zu Thüringen), ein ehemaliger InterRegio. Das gab bekanntlich reichlich Frust bei Stamm-IR-Fahrern, als die Bahn zur Umstellung des Preissystems am 15.12.2002 die IRs zu ICs »aufwertete«, wobei das nur ein klarer Fall von altem Wein in neuen Schläuchen war: Raider heißt jetzt Twix, sonst ändert sich nix, denn die Wagen, Strecken und Halte blieben die gleichen, die Preise wuchsen aber wegen der Umbenennung teilweise auf das Doppelte.
Im »IC« fragte mich eine ältere Frau, ob das der Zug nach Lichtenfels sei. Ich bejahte. Der hätte doch um 44 abfahren sollen? Ja, aber er hat auf den ICE aus München gewartet, der zehn Minuten Verspätung hatte.
Erschienen am Mittwoch, 16.07.2003 @ 19:40
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Tags: SAE
jetzt kommt Stargate und auf RTL2 geht der Ton wegen des Gewitters nicht, bei allen anderen Sendern schon. Wird natürlich nicht wiederholt…
Nachtrag (20:28 Uhr): So, in der Werbepause hat’s RTL2 auch gemerkt…
Erschienen am Mittwoch, 16.07.2003 @ 20:21
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Tags: Sonstiges
Die nächsten zwei Wochen ist kein Unterricht, denn die SAE ist vom 20. Juli bis 3. August geschlossen (zwei Wochen Sommerferien).
In der Woche vom 4. August, am 4. und 5., sind die letzten beiden Unterrichtstage im BMC-Level mit dem Thema »Video« (ich vermute, dass es um
Premiere und
After Effects geht). Bis zum 9. August muss das BMC-Abschlussprojekt abgegeben werden: Eine kleine Website mit einigen verlinkten HTML-Dokumenten, einem Download-Bereich (z.B. die Sprachaufnahme oder ein geschnittenes Musikstück), ein 3D-Logo und etwas Flash, zum Beispiel ein Intro. Ich habe alle Pflichtübungen abgegeben (CD-Cover am 7.7., Sprachaufnahme und Kürzungsschnitt/HD-Recording gestern), aber mit dem Abschlussprojekt habe ich noch nicht begonnen, geht nächste Woche los. Im Moment habe ich etwas Stress mit dem Telekolleg (bis Samstag).
Am 11. August ist nicht nur der erste Tag des nächsten Levels (der Hauptkurs CMD, Creative Media Diplom) von 10 bis 13 Uhr, sondern auch die BMC-Abschlussprüfung von 14 bis 15:30 Uhr. Die Prüfung wird ziemlich haarig: 77 Multiple-Choice-Fragen in 90 Minuten, mit mehreren richtigen Lösungen pro Frage, die alle richtig angekreuzt werden müssen (bei einer Frage ein Kreuz zu wenig, zu viel oder falsch angekreuzt, gibt Punktabzug). Dazu ein sehr harter Notenschlüssel.
Die »Sommerferien« werde ich daher für das Projekt nutzen sowie zum Lernen für die Prüfung. Allerdings muss man die Prüfung nicht bestehen, um mit dem CMD weitermachen zu dürfen (gute Note wäre aber natürlich schon schön).
Wo wir gerade beim Thema Prüfungsstress sind: das Telekolleg.
Bis Samstag, eigentlich schon früher, muss ich noch eine Hausaufgabe in Technologie abgeben und zwei in VWL. In Technologie entspricht das drei Buchlektionen (57 Seiten) und drei halbstündigen Sendungen, in VWL sieben Lektionen (90 Buchseiten, sieben Sendungen). Mit den Sendungen bin ich auf dem Laufenden. Am kommenden Samstag ist die Abschlussprüfung in Technologie und ich darf nur mitschreiben, wenn bis Samstag noch die Hausaufgabe auf den Tisch kommt. Falls ich’s nicht schaffe, müsste ich Technologie im nächsten Kurs machen (wie schon Mathe und Physik). In Wirtschaft ist die Prüfung noch etwas hin (Dezember), da nach VWL im laufenden dritten Trimester noch BWL im vierten Trimester kommt.
Am 26.7. ist Abiturprüfung in Deutsch. Das sollten vier relativ unkritische Stunden werden, da mir Deutsch liegt (Abschlussnote Realschule: 1; Abschlussnote Berufsschule: 2) und ich eines der beiden angebotenen Erörterungsthemen wählen werde. Trotzdem muss ich dazu auch noch ein bisschen was tun.
Von daher nicht wundern, wenn es in diesem Weblog in nächster Zeit etwas dünner zugeht. Ich will versuchen, zumindest jeden Tag einen Eintrag zu schreiben.
Erschienen am Mittwoch, 16.07.2003 @ 20:58
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Tags: SAE
Im Zusammenhang mit der
Flash-Einführung in der SAE:
Merken: Nie wieder deutsche Programmversionen von
Macromedia kaufen.
Das Motion-Tweening heißt im deutschen Flash (bzw. der Hilfe) »Bewegungs-Tweening« und das Shape-Tweening »Form-Tweening«. Noch nicht
so dramatisch, aber wer weiß, welche Ausreißer noch kommen, wenn Macromedia es sogar fertig brachte, Fachbegriffe/technical terms wie Onion-Skinning mit »Zwiebelschicht-Effekt« oder »Windows Gamma« mit »Fenster-Gamme« zu übersetzen (bei letzterem war der Standard-Gammawert von Windows-Betriebssystemen gemeint, nicht das Fenster in der Wand, wie die deutsche Übersetzung vermuten lassen könnte). An sich sind bei Updates weder Cross-Updates von der einen (Windows) auf die andere Plattform (Mac) erlaubt; Switcher müssen eine neue Vollversion kaufen. Und meines Wissens sind auch Updates von einer Sprache auf eine andere nicht möglich, aber das muss ich bei der nächsten Version des Macromedia Studio unbedingt nochmal hartnäckig versuchen, von deutsch auf englisch upzudaten. Nehmt mein Geld Macromedia, aber gebt mir die englische Version! Böser Fehler seinerzeit…
Ich hoffe sehr, dass sich Macromedia zu einem Update von deutscher nach englischer Version erweichen lässt ohne dass es heißt: »Kauf’ doch eine neue Vollversion.« Dann würde nicht nur ein sehr harscher Brief nach San Francisco in die
Townsend Street gehen, dann würde ich mir auch genau überlegen, ob ich mit den alten Versionen nicht doch noch etwas länger auskäme.
Der Ehrliche ist der Dumme
Es ist ja nicht damit genug, dass Macromedia dem Kunden Stolpersteine in den Weg legt wenn es darum geht, das Geld zu Macromedia zu tragen. Wie eben die fehlende Möglichkeit von Cross-Updates zwischen Plattformen oder von einer Sprache zu einer anderen (was sich noch zeigen wird).
Es macht langsam auch so keinen Spaß mehr, Macromedia für seine Software zu bezahlen.
Zum Beispiel das Programmpaket »
Studio MX«, das immerhin tausend Euro kostet. In der Mac-Version enthalten: Dreamweaver MX, Fireworks MX, Flash MX und Freehand MX.
Zusätzlich in der Windows-Version enthalten, genannt »Studio MX Plus«: ColdFusion MX Developer Edition, Contribute und die CD »DevNet Resource Kit Special Edition«. Der Gag: Mac- und Windows-Versionen kosten das selbe, nämlich die besagten 1.000 Euro. Ich gebe gerne rund 500 Euro für das Update im Herbst aus, aber ich will nicht nochmal 1.000 Euro bezahlen, nur um eine Arbeitsoberfläche mit vernünftigen Texten zu bekommen.
Was einem das Arbeiten zusätzlich zu den grottigen Übersetzungen verleidet: Staubtrockene Handbücher die wohl aus der Marketing-Abteilung stammen, Bugs, eine uneinheitliche Benutzeroberfläche (Macromedia sagt was anderes, aber das ist nicht wahr) und Bugfixes die ewig auf sich warten lassen wenn man eine deutsche Version benutzt (dass es anders geht, zeigt Apple, die Fixes und Updates für alle Sprachen in einem Download zur Verfügung stellen).
Um den ehrlichen Kunden noch weiter zu ärgern, wird es in künftigen Versionen eine Produkt-Aktivierung geben (siehe
Heise und Kai
hier und Kai
da).
Habe ich was vergessen?
Erschienen am Mittwoch, 16.07.2003 @ 22:04
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Tags: Web, webdesign
Kann man in Politik und Medien bitte mal damit aufhören zu
sagen, dass erst »die Landtagswahlen in Bayern im September abgewartet werden« bevor man gedenkt, mal Reformen tatsächlich anzugehen?
Das geht jetzt schon seit einigen Wochen so. Ist ja verständlich, dass sich eine jede Partei vor einer Wahl im bestmöglichen Licht zeigen will, aber hier mal eine Neuigkeit: In Bayern gibt es für die SPD nichts zu holen und für die CSU fast nichts zu verlieren.
Seit 1970 (siebzig!) erreichte die CSU bei
allen Landtagswahlen mehr als 50 Prozent. Zwischen 1946 und 1998 gab es für die SPD bei 14 Landtagswahlen Ergebnisse (Erst- und Zweitstimme) zwischen 26,0% (1990) und 35,8% (1966). Die Union hatte vor 1970 bei den Wahlen von 1966, 1962 und 1958 immer noch Ergebnisse über 45%; 1954 waren es 38,0%; 1950 27,4% und 1946 52,3%.
Um’s deutlich zu sagen: Nach dem Krieg hat die Union in Bayern
immer den Ministerpräsidenten gestellt und die SPD hat in Bayern traditionell einen schlechteren Stand als im Rest Deutschlands. Also was spricht dagegen, endlich mit der Arbeit anzufangen, statt eine sichere Wahl-Niederlage abzuwarten, die dank der
schlechten SPD-Umfrageergebnisse im Bund noch wahrscheinlicher geworden ist? Für die SPD in Bayern geht es bei der Wahl im Herbst allenfalls noch darum, eine 2/3-Mehrheit des CSU zu verhindern (siehe SPON zum
Ersten und zum
Zweiten).
Ähnliches Thema: Mein Wort des Jahres ist »
Subventionsabbau«. Keine andere Maßnahme wurde in letzter Zeit ebenso häufig in der Politik gefordert und in den Medien genannt und gleichzeitig nicht umgesetzt.
Liegt das womöglich an den nahen bayerischen Landtagswahlen oder am Sankt-Florian-Prinzip: »Bei den anderen gerne, aber nicht bei mir«?
Oder irgendwie an beidem?
Erschienen am Mittwoch, 16.07.2003 @ 22:43
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Tags: Politik
»Es war so heiß, die Lachse im Rhein beneiden schon die Kollegen im Kühlregal bei Aldi.«
»Bei dieser Hitze kommt es wirklich sehr, sehr leicht zu Sinnestäuschungen. Man hat teilweise das Gefühl, man hört Flip-Flops, dabei sind es Oberschenkel, die gegeneinander knallen.«
Ich habe heute nicht so oft auf’s Thermometer geschaut, aber irgendwann nachmittags hatte es mal 32 Grad im Schatten. Abends gegen acht hat es abgekühlt wegen eines Sommergewitters.
In der Wohnung war es tagsüber kühler, ich habe das Fenster deswegen auch nur einen Spalt aufgemacht. Hand rausgestreckt, und an der Hand waren’s gefühlte zehn Grad mehr.
Ansonsten eine Schmidt-Show der Extra-Klasse heute. Schmidt versuchte, ein Ei auf einer Motorhaube zu braten, um die Redensart »So heiß, dass man Spiegeleier auf der Motorhaube braten kann« zu überprüfen. Erst scheiterte er jedoch am Verschluss der Olivenöl-Flasche. Dann gab er etwas Öl auf die Motorhaube, schlug das Ei am Mercedes-Stern auf (»Viele fragen sich ja, wozu dieser Stern gut ist«) und gab das Ei auf die Haube. Es rutschte allerdings herunter.
Dann ein Einspieler, wie er am Nachmittag in einem Campingstuhl vor einem Campingtisch und unter einem Sonnenschirm an der Zufahrtsstraße zum Studioparkplatz sitzt und Gäste begrüßt.
Gen-i-al!
Erschienen am Mittwoch, 16.07.2003 @ 23:59
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Tags: Medien
Donnerstag, 17.07.2003
Nachtrag zu meinem
gestrigen Posting zum Thema Produkt-Aktivierung bei Macromedia.
Macromedia hat einen
Bereich auf seiner Website zum Thema Aktivierung eingerichtet. Dort finden sich u.a. eine Seite »
Our Plans«, eine
FAQ, eine
Feedback-Seite und eine
Breeze-Präsentation.
Man wird ein nicht aktiviertes Macromedia-Produkt 30 Tage vollumfänglich nutzen können und nur ab und an von Nag-Screens belästigt werden, so dass man sich nicht nachts um drei Sorgen über eine eventuell scheiternde Aktivierung machen muss, wenn einem der Rechner gecrasht ist und der Abgabetermin in fünf Stunden näher rückt.
Bei der Aktivierung werden angeblich keine persönlichen Daten übertragen; laut der
Breeze-Präsentation muss man lediglich seine Seriennummer eingeben, eine Registrierung mit Name und Anschrift
kann im Anschluss erfolgen (ob Seriennummer und Käuferdaten bei einem direkt von MM bezogenen Produkt hinterher bei MM verknüpft werden?).
Laut einem »
White Paper« wird für die Aktivierung per SSL folgende, beispielhafte XML-Datei übertragen:
<LicenseRequest Version="1.0"
ClientVersion="1.0.2,3.31,9.0" LicenseType="SafeCast"
Locking="NodeLock">
<LicenseFulfillment Type="New">
<ProductLicenseID>123595487</ProductLicenseID>
<ProductBuildID>ProductName, en, 8.0,
Windows</ProductBuildID>
<ReportingDetail>Windows XP, en, 1.5.1
</ReportingDetail>
<ActivationCode>ABC800-45222-19255-88161
</ActivationCode>
<ClientData>12ED9798DD9898CB009809809098909089938489
</ClientData>
</LicenseFulfillment>
</LicenseRequest>
Bei der optionalen telefonischen Aktivierung wird man es nicht mit radebrechenden Indern zu tun haben, sondern mit einem Computer und Tastenwahl (wobei ich sagen muss, dass die Leute im schottischen Call-Center sogar sehr gut Deutsch sprechen).
Ich bleibe trotz allem skeptisch, weitere Gründe habe ich gestern genannt.
Kai hat gestern einen guten Einwand
geschrieben, nämlich, dass MM gerade in
Contribute nicht mit solchen Scherzen wie Aktivierung anfangen sollte, denn Contribute ist ein Produkt, dass der
Web-Designer an seinen Kunden verkauft. [Kai schrieb heute auch
nochmal über die Aktivierung; lesenswert.]
Erschienen am Donnerstag, 17.07.2003 @ 16:28
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Tags: Web, webdesign
Sehr nett, was heute
bei SPON zu lesen war:
»Auf seinem Rückflug wird Fischer ein ungewöhnliches Gepäckstück tragen. Colin Powell überreichte ihm einen Kasten Flensburger Bier – allerdings mit leeren Flaschen. Fischer hatte das Bier seinem amerikanischen Kollegen bei dessen Deutschlandbesuch am 16. Mai geschenkt. In Amerika habe er keinen Händler gefunden, der die Flaschen zurücknehme, scherzte Powell offenbar in Anspielung auf die deutsche Pfanddebatte. Überdies überreichte Powell dem deutschen Außenamtschef ein Fischbesteck. Offen blieb, ob es sich dabei um eine Anspielung auf Fischers Namen handelte. Sicher scheint jedoch, dass auf Außenministerebene das Tief im transatlantischen Verhältnis überwunden ist.«
Erschienen am Donnerstag, 17.07.2003 @ 16:30
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Tags: Politik
Tim hat mir vorhin eine E-Mail geschickt: Er war in der
SAE und hat nach unseren Projekten gesehen.
Meine »Graphics«-Übung (CD-Cover in Photoshop) bekam ein OK, auch unsere gemeinsame Sprachaufnahme ging durch. Seine Harddisk-Recording-Übung (Kürzungsschnitt eines Pop-Songs nach Vorlage in Wavelab) erhielt auch grünes Licht, meine allerdings nicht.
Die Übung muss bis Samstag als OK abgezeichnet sein, bedeutet: Morgen muss ich noch mal nach München fahren.
:-( Und zwar auf gut Glück; ich weiß nicht, ob der Schnittplatz frei sein wird (wenn nicht, muss ich sehen was ich buchen kann und übe in der Zwischenzeit ein Stockwerk höher Flash).
Das passt mir nicht wirklich in den Kram, da ich wegen der anderen Baustelle (Telekolleg-Hausaufgaben) eigentlich keine Zeit habe und natürlich kostet’s auch Geld (40 Euro für die Zugfahrt hin und zurück). Und die Übung hat mich fast wahnsinnig gemacht: Die Sprachaufnahme mit zweimal zwei Stunden war durchaus angenehm, bei der HD-Recording-Geschichte haben mich die bislang dreimal zwei Stunden aber ziemlich genervt (Mittelfeld; manche haben es in zwei Stunden fertig gemacht, andere in 18).
Sonst? Das Wetter ist trübe bei 21 Grad, es hat den ganzen Morgen, Vormittag und bis in den frühen Nachmittag hinein geregnet.
Erschienen am Donnerstag, 17.07.2003 @ 16:41
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Tags: SAE
Samstag, 19.07.2003
Ich hänge im Moment etwas durch. Weil ich keines meiner drei Ziele erreicht habe, die ich mir Anfang der Woche für dieses Wochenende vornahm.
Allerdings überlege ich, ob ich hier nicht Ursache mit Wirkung verwechsle. Gut, die Ziele waren anspruchsvoll, aber es wäre zu schaffen gewesen, denn in den letzten Tagen hätte ich mehr tun können, speziell was die beiden Hausaufgaben für VWL betrifft (Telekolleg). Andererseits bin ich an Technologie nicht erst in den letzten Tagen gescheitert, da hätte ich schon vor Wochen mehr tun müssen. Habe ich schon mal erwähnt, dass ich es zum Kotzen finde, wenn Fächer, die nichts miteinander zu tun haben, kombiniert werden? Aktuell im Telekolleg »Technologie/Informatik«: Beim Technologie-Teil handelt es sich um Physik und bei Informatik um eine Microsoft-Schulung. Wenn ich mich anstrenge, dann kann ich in Physik, pardon, Technologie, mit einer Drei zufrieden sein und im Informatik-Teil mit einer Eins. So wird aber im Zeugnis eine Zwei, vielleicht auch eine Drei stehen. Ich will nicht, dass in meinem Zeugnis hinter dem Eintrag »Informatik« nur eine Zwei oder eine Drei steht, egal, ob davor noch »Technologie« geschrieben steht. Das selbe war schon in der Berufsschule (Ausbildung zum Bankkaufmann): »Rechnungswesen mit Datenverarbeitung«. Man muss Rechnungswesen nicht mögen, um eine Ausbildung zum Bankkaufmann zu machen. Die Leute die Rechnungswesen mögen, werden später nicht Bankkaufleute im Vertrieb, sondern Buchhalter oder Controller. Meine Abschlussnote im Fach »Rechnungswesen mit Datenverarbeitung«: Vier. Am Informatik-Teil lag’s nicht.
Mein drittes Ziel war, die Harddisc-Recording-/Wavelab-Übung in der SAE zu bestehen. Der
Plan sah vor, gestern nach München zu fahren. Ich fuhr nicht nach München, denn bei Licht betrachtet wäre das eh schon zu spät gewesen. Evtl bekomme ich hier nochmal eine Chance zur Nachbesserung, das werde ich nach den Ferien am 4. August erfahren, denn mein Problem ist, dass ich in Erlangen wohne und die SAE mit ihrem Schnittcomputer in München ist; ich bin nicht ganz so flexibel wenn es darum geht, mal eben in die SAE reinzurutschen, um sich noch mit dem Kürzungsschnitt zu befassen.
Konsequenzen?
Telekolleg/VWL: Keine. Am heutigen Kollegtag haben wir eh kein Wirtschaft. Der Fachlehrer wünschte sich eine Abgabe im Laufe dieser Woche, ich gebe es jetzt halt am Montag ab, so what. Prüfung ist im Dezember (da habe ich nichts dagegen, wenn man VWL und BWL zu einem Fach zusammenschmeißt).
Telekolleg/Technologie-Informatik: Wir sehen uns im nächsten Kurs wieder. Etwas ärgerlich, denn es ist nach Mathe und Physik schon das dritte Fach, das ich auf den nächsten Kurs schiebe. Dort wird mich dann die ersten drei Semester Mathe begleiten, zusätzlich im zweiten Trimester Physik und im dritten Trimester Technologie/Informatik. Vorteil: Ich weiß jetzt immerhin, wann welches Fach auf mich zukommt und was ich zu erwarten habe (bzgl Stoff, Umfang und Hausaufgaben; und teilweise habe ich die Hausaufgaben ja auch schon).
SAE/HD-Recording: Wenn’s schlecht läuft, passiert folgendes: Wer die Übung bis zu einem bestimmten Datum, 19. Juli, nicht als OK abgezeichnet hat, hat die Übung nicht bestanden. Das trifft in meinem Fall erstmal zu, aber mal sehen, evtl gibt’s ja noch eine Gnadenfrist. Falls nicht, oder wenn ich es auch dann nicht gebacken bekomme, ist das erstmal noch nicht dramatisch. Ich könnte trotzdem im August mit dem Hauptkurs anfangen. Aber: Am 11. August schreiben wir für den ersten Level die Abschlussprüfung. Ein Zertifikat über die erfolgreiche Teilnahme am BMC-Level gibt’s nur, wer in der Prüfung mehr als 70% schafft, und
das wird nicht leicht. Für jede nicht bestandene Prüfung gibt’s 10 Prozentpunkte Abzug. Will ich also ein BMC-Zertifikat haben (und das will ich) und haut das mit dem HD-Recording nicht noch irgendwie hin, muss ich in der Prüfung mindestens 80 Prozent erreichen. Evtl hilft mir Armands Test noch etwas, in dem ich
90 Prozent erreichte, aber darauf kann ich mich nicht verlassen. Abgesehen davon, dass ein BMC-Kurs ohne BMC-Zertifikat nicht so schön ist weiß ich nicht, ob einem das dann evtl später nochmal Probleme macht, wenn’s um den Bachelor of Arts geht (oder viel später vielleicht sogar mal um einen Master of Arts).
Ansonsten?
Ich habe einen würdigen Nachfolger für die Rustica-Kartoffelchips gefunden. Die verloren erheblich in meiner Gunst, als man sie auf ein neumodisches Riffel-Design umstellte und dadurch noch fettiger machte. Meine neuen Lieblings-Chips kommen aus dem Hause Lorenz (ehemals Bahlsen) und heißen »Crunchips Crust« in der Geschmacksrichtung »Sunny Paprika«. Der Teufel in der Marketing-Hölle für schlechte Copy-Texter wird wissen, warum die Dinger »Sunny Paprika« heißen müssen. 150 Gramm kosten stolze 1,59 Euro.
Ausblick?
In einer Stunde zum Kollegtag fahren. Doppelstunde Technologie/Informatik (Abschlussprüfung) fällt für mich aus, die Doppelstunde Deutsch nehme ich mit (letzte Stunde vor der Abiturprüfung am 26.7. und mal erkundigen, welche Note ich in der Feststellungsprüfung vor drei Wochen geschrieben habe), Doppelstunde Mathe brauche ich auch nicht.
Bis Montag die beiden Wirtschafts-Hausaufgaben erledigen. Bis September ungefähr 400 Englisch-Hausaufgaben (die letzte aus dem zweiten Trimester und alle vier Bögen aus dem laufenden dritten Trimester, ist aber nicht so wild). Die Materialien für das vierte und letzte Trimester werden ab 25. August verschickt. Am Montag Treffen mit Klaus wegen seiner neuen Website. In diesem Zusammenhang beginnt ab Montag auch der SAE-Endspurt: Flash üben, am Projekt arbeiten und auf die Prüfung vorbereiten. Ich glaube, ich schließe mich ein.
Erschienen am Samstag, 19.07.2003 @ 7:46
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Tags: Leben
Auf dem Weg runter in den Nachbarort, nach Vach zur Bushaltestelle »Vach Nord« des 173ers Richtung Fürth, da formulierte ich schon meinen Nachfolgeeintrag zu meinem
Text von heute Morgen. Da schrieb ich, dass ich mich auf den Weg zum Kollegtag machen würde, um mir noch die Doppelstunde Deutsch zu geben. Ich fuhr mit dem Rad den Hügel runter und formulierte die Überschrift: »hätte ich nicht den Bus verpasst.«
Der 173er fuhr mir vor der Nase weg, 500 Meter vor mir. Ich überlegte einen Moment, ob ich jetzt wieder umdrehen sollte, den Hang rauf und die eben genannte Überschrift in mein Weblog schreiben sollte. Ich trat in die Pedale und fuhr dem Bus hinterher. An der nächsten Haltestelle (»Am Vacher Markt«) konnte ich ihn überholen, da er hielt und Fahrgäste aufnahm. Bis zur dritten Haltestelle, »Schönblick«, war es ein ganzes Stück weiter, schon fast wieder am Ortsende und noch einen kleinen Anstieg rauf. Ich sah über die Schulter und sah den Bus im Nacken, 300 Meter hinter mir. Die nächste Haltestelle im Blick: Wartende Menschen, bingo. Der Bus würde wieder anhalten müssen und ich konnte die Zeit und meinen dreisekündigen Vorsprung nutzen, um mein Rad abzuschließen. Perfekt.
Die Kollegen stöhnten über die Prüfung in Technologie/Informatik. Eine Hälfte Informatik mit einem Tick mehr Excel als Access, die andere Hälfte Technologie, und die soll es in sich gehabt haben. Nicht die schlechteste Entscheidung, auf das Mitschreiben der Prüfung heute zu verzichten.
In Deutsch nahm ich meine Feststellungsprüfung von vor zwei Wochen in Empfang: Eine Drei; mit der Note hatte ich schon gerechnet. In der ersten Feststellungsprüfung vom Dezember, mit dem Thema Erörterung statt jetzt Textanalyse, war es noch eine Zwei. Bedeutet: Schreibe ich in der Abiturprüfung nächsten Samstag eine Zwei, gibt’s die Zwei ins Zeugnis. Wird’s eine Drei, dann die Drei. Wenn ich das richtig sehe, würde mir eine Eins in der Abschlussprüfung nichts helfen, wäre im Zeugnis trotzdem nur eine Zwei.
Wir sprachen noch einige letzte Dinge vor der Prüfung durch und stimmten über den Raum ab, in dem wir die Prüfung schreiben wollten. In der Prüfung selbst gibt’s einige Textanalysen zur Auswahl. Im Telekolleg-Newsletter vom 11.7. hieß es:
»Die Kollegiaten wählen aus fünf Aufgaben eine Aufgabe zur Bearbeitung aus.
Art der Aufgaben:
2 textgestützte Erörterungen,
3 Textaufgaben,
davon: 1 Analyse eines journalistischen Textes oder einer Rede (Inhaltsangabe, Erläuterung, persönliche Stellungnahme, Untersuchung stilistischer Mittel),
1 Interpretation einer dramatischen Szene,
1 Interpretation eines epischen Textes
Als Hilfsmittel ist der Rechtschreibduden zugelassen.
Die Arbeitszeit beträft 240 Minuten.«
Die meisten von uns, das stellte heute auch unser Fachlehrer fest, haben sich schon auf die Erörterung »eingeschossen«. Dennoch musste er heute den letzten Stoff durchnehmen, und es war sogar durchaus interessant: Das klassische Drama. Begriff, Typen, Aufbau. Was mir unter anderem neu war: Drama heißt eigentlich nur »Handlung durch Dialog« und auch die Komödie ist ein Dramen-Typ (insofern ist es nicht ganz richtig, wenn heute über einen Film gesagt wird, er sei ein Drama, und damit nur meint, er sei eine Tragödie). Im Anschluss einige Empfehlungen (zum Beispiel soll »Lysistrata« in Langenzenn ganz gut sein. Zum Abschluss ein Filmausschnitt aus »Hamlet« in der Verfilmung mit Mel Gibson, der letzte Akt.
»Der Rest ist Schweigen.«
Erschienen am Samstag, 19.07.2003 @ 22:18
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Tags: Telekolleg
Das Handelsblatt hat nicht begriffen, wie das Internet funktioniert, und wie die eigenen Kunden, Leser und Surfer das Internet gerne benutzen möchten. Der Bundesgerichtshof war so freundlich, es dem Verlag nochmal zu
erklären.
Erschienen am Samstag, 19.07.2003 @ 22:20
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Tags: Web, webdesign
Dienstag, 22.07.2003
»Geht das nur mir so? Ein regelmässig mit Freude gelesenes Weblog, gefüllt mit Gonzo, Hardcore und feinsten Texten verliert plötzlich jeden Reiz weil der/die Autor(in) sich frisch verliebt hat und jetzt hart die Gefühlsschiene fährt. Würg, als ob man sich die neue Platte seiner Lieblingsdepridüstermisanthroplärm-Kapelle besorgt und mit schaudern feststellt, dass nur Liebesliedchen drauf sind.«
Wo er Recht hat, hat er Recht. Wobei ich zugeben muss, dass es bei mir auch eher zart als hart zugeht. Aber ich lese sehr gerne »Gonzo, Hardcore und feinste Texte«, wie es Andreas von der dekaf nennt.
Empfehlungen zur regelmäßigen Lektüre: dogfood, Siebenviertel.
Erschienen am Dienstag, 22.07.2003 @ 22:15
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Tags: Sonstiges
Harald Schmidt im
Focus-Interview:
Focus: Öffentlich spricht man höchstens über seine Herzprobleme, kaum über Verstopfung und Darmkrämpfe.
Schmidt: Das hat damit zu tun, dass der Darm Scheiße produziert. Tja, das ist für mich als Medienschaffender nichts Ungewöhnliches, deshalb habe ich kein Problem, damit umzugehen. Der Darm ist ein phantastisches Organ, das nur ein Imageproblem hat.
Focus: Wie könnte man das ändern?
Schmidt: Mit einer Sendung "Deutschland sucht den Superdarm". Das ist eigentlich auch kein großer Unterschied zu der Sendung, wie sie jetzt läuft.
Via IT&W.
Davon ab ein geiles Interview!
Erschienen am Dienstag, 22.07.2003 @ 22:22
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Tags: Sonstiges
Dirk Hesse von Ligne Claire hat sich mal die Zeit genommen, auf der Website der
Süddeutschen Zeitung nach Links zu suchen. Das Webdesign der SZ ist legendär, allerdings nicht unbedingt in positiver Hinsicht. Der Quellcode – bislang der ultimative Parcours, um die Qualitäten eines neuen Webbrowsers zu testen, wie in manchen Foren ab und an zu lesen war – hat sich mittlerweile etwas gebessert, evtl wird’s beim nächsten Relaunch auch mal was mit der Oberfläche.
Dirk
beschreibt in einem Weblog-Eintrag einige Design-Fehler betreffend der Links.
Noch was zum Aufmuntern:
Blister.
Erschienen am Dienstag, 22.07.2003 @ 22:50
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Tags: Web, webdesign
Tipp für diejenigen, die sich Apples neue Videochat-Kamera mal genauer ansehen möchten: Es gibt zwei Videostreams von und mit der Produktmanagerin Danika Cleary für
iSight:
»
Product Manager« (7 min 7 sec; 14,3 MB) und »
Out of the Box« (3 min 10 sec; 6,8 MB).
Vor allem letzteres Video können sich mal die Nicht-Macianer geben um zu sehen, mit welcher Liebe zum Detail Apple sogar bei den Verpackungen ans Werk geht.
Die Videos zeigen das Auspacken, den fünfsekündigen Zusammenbau und die einsekündige Inbetriebnahme der Kamera. Mac-like eben. Möchte nicht wissen, durch wie viele hundert Einstellungsmenüs ein Windows-User mit NetMeeting waten muss.
Erschienen am Dienstag, 22.07.2003 @ 23:32
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Tags: Apple, Mac
Unsere Wohnung ist im nördlichen Teil eines kleinen
Dorfes zehn Kilometer südlich des Zentrums von
Erlangen. Mit Neubau-Häusern (das Haus in dem wir wohnen, steht inzwischen auch schon seit zwanzig Jahren; wir zogen damals direkt in den fertig gestellten Neubau ein); zwei Straßen weiter westlich gibt es noch eine »Neubau-Siedlung«, auch knapp 20 Jahre alt (der Veilchenweg markiert die »Grenze«). Im südlichen Teil des Dorfes sind noch alte Bauernhöfe. Keine Ahnung, wie viele Leute hier insgesamt leben, aber nicht viele.
Wenn bei uns mal ein Krankenwagen mit Blaulicht durchfährt, dann hat das schon Seltenheitswert. Heute fuhren mindestens zehn Einsatzwagen von Polizei und Feuerwehr an unserer Wohnung an der Hauptstraße vorbei, auch ein Krankenwagen. Die letzte größere Katastrophe liegt vielleicht zehn Jahre zurück, als ein Bauernhof ausbrannte. Ich dachte, dass sich vielleicht bei der trockenen Luft und der Hitze (32 Grad) ein Feld selbst entzündet hat. Etwa eine Stunde später machte ich mich auf den Weg in die Stadt, Klaus treffen. Bei der Gelegenheit radelte ich die 300 Meter in Richtung des alten Dorfes runter, kam aber nicht weit: Ein VW-Transporter der Polizei hatte sich quer auf die Straße gestellt und versperrte die Durchfahrt. Zumindest für Autos. Dennoch musste ich einen Weg außen rum fahren und stellte fest, dass die Hauptstraße ein ziemlich weites Stück um die Kurve rum abgesperrt war, es musste also ein Feuer im Dorf gegeben haben.
Ich fuhr erstmal in die Stadt; einige Feuerwehr- und Polizei-Fahrzeuge zogen bereits wieder ab. Später dann, als ich aus der Stadt zurückkehrte, war die Hauptstraße nicht mehr gesperrt, nur noch der »Talblick«. Viele Leute auf der Straße und zwei Häuser innen drin ein Bild der Verwüstung. Eines der beiden alten Gasthäuser (»Zur Krone«) war bis auf die Grundmauern niedergebrannt. Das
THW und einige Kräfte von Polizei und Feuerwehr waren noch vor Ort. Die letzten Mauern wurden wegen Einsturzgefahr eingerissen.
Die Krone war ein gutes Lokal, überregional bekannt und bei einer gehobeneren Kundschaft geschätzt, und der Sohn hat in den letzten Jahren sehr viel Geld und Arbeit investiert. Und an einem Nachmittag alles zerstört.
Die Erlanger Nachrichten (Lokalausgabe der Nürnberger Nachrichten) brachten am Abend auf ihrer Website einen
Artikel. Die Einschätzung des Schadens zwischen 500.000 Euro und einer Million dürfte eher im oberen Bereich liegen.
+++
Was war die letzten Tage noch los?
Am Samstag-Abend fuhr ich mit meinem Vater nach Herzogenaurach rüber. An sich nur, um noch um 19 Uhr einen Kasten Spezi zu kaufen (der Handelshof »Altstadtmarkt« in der Innenstadt wäre zu weit gewesen). Wir gingen auf eine nahe Lichtung in der Umgebung des Flugplatzes um zu sehen, ob zufällig ein Heißluftballon starten würde. In der Tat, man begann gerade mit dem Aufbau. Keine zehn Minuten später war der Ballon in der Luft.
Nach dem Spezi-Kauf fuhren wir weiter in die Stadt und landeten schließlich bei einem Italiener in Bruck (war aber nicht so gut).
Am Sonntag-Abend grillten mein Vater und ich (Verena ist in letzter Zeit ziemlich viel unterwegs wegen des Kindergartens und der Jugendarbeit).
Ansonsten keine besonderen Vorkommnisse. Aus Großbritannien kam jedoch eine DVD-Lieferung von amazon.co.uk bei mir an. Nach der ersten Folge von »
Six Feet Under« kam ich nicht umhin, mir auch gleich den Rest anzusehen. Ich werde noch darüber berichten.
Dienstag: Treffen mit Klaus im Büro, um seine neue
Website zu besprechen (gleichzeitig mein Abschlussprojekt für den BMC in der
SAE).
Erschienen am Dienstag, 22.07.2003 @ 23:50
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Tags: Leben
Mittwoch, 23.07.2003
Schon seit einiger Zeit bin ich auf der Suche nach einem neuen Weblog-System und es kann sein, dass ich gestern meine neue Software gefunden habe:
Blosxom, am
vergangenen Montag erst in der Version 2.0 erschienen.
Lange Zeit hat mir
Sunlog 2.1 und dann Sunlog 2.2. von
Andreas Ahlenstorf gute Dienste geleistet. Tatsächlich gäbe es
my two cents wahrscheinlich gar nicht mehr, hätte mir Sunlog nicht die Arbeit der handgepflegten Blog-Dateien abgenommen. Die Version 2.3, jetzt in der Hand von
Daniel Fiene, lässt leider seit über einem Jahr auf sich warten und die Qualität von Daniels HTML-Code verheißt für die neue Sunlog-Version nichts Gutes.
:-( [Von einer Weblog-Software, die mit HTML umgeht, darf ich einwandfrei produzierten HTML-Code erwarten, zumal HTML wesentlich leichter als eine Programmier- oder Skriptsprache zu lernen sind; von daher möchte ich nicht wissen, welche Bugs im PHP-Code stecken werden].
Gründe, Sunlog den Rücken zu kehren gibt es viele:
- Sunlog hat viele Bugs (das sagt auch Andreas selbst)
- Die Suchfunktion ist unter aller Kanone
- Einträge können nicht vor- oder rückdatiert werden
- Das Template-System ist seit 2.2 eine Katastrophe (Andreas hat das genial-einfache Header/Footer-System gekippt, da es viele Nutzer nicht kapiert haben)
- Es gibt keine prev/next-Links zu vorherigen und nächsten Einträgen
Zu den Schnitzern, die mittlerweile behoben sind gehören: Ein Bug im Archiv (zeigte als Jahreszahl immer das aktuelle Jahr, auch bei Einträgen älter als 12 Monate), das Default-RSS hat nicht besonders viel getaugt und die URLs waren standardmäßig auch nicht Google-freundlich.
Zu all diesen Dingen kam Daniels seltsame Politik als Maintainer, die man nicht gerade mit dem Begriff »vertrauensbildende Maßnahmen« verbinden kann. Im Juli 2002 veröffentlichte Andreas die Version 2.2 von Sunlog und am 01.09.02 gab er das Ende der weiteren Entwicklung bekannt. Kurz darauf übernahm Daniel die Betreuung der Software.
Im März (27.03.03) wurde die Verfügbarkeit der Version 2.3 für die nächsten vier Wochen angekündigt, dann hörte man nichts mehr. Am 19. Mai teilte Daniel auf Anfrage im Forum mit, dass sich der Release noch verzögern wird. Dann lange wieder nichts, am 20. Juni mal eine Antwort auf eine neue Anfrage von mir im Forum (»Ich krieg’ langsam Depressionen.«), dass es bald soweit sei.
Am 21. Juni die Ankündigung:
»Ich gehe davon aus, dass die 2.3er Anfang übernächster Woche erscheint.«
3. Juli, jemand fragt nach:
»Wir sind jetzt schon fast am Ender der “übernächsten Woche”. Wie schauts aus?«
Am 8. Juli Daniels Antwort:
»Ich stelle gleich ein kleines Entwicklertagebuch ins Netz :-) Wollte ja eigentlich gestern S2.3 veröffentlichen, aber das ist noch ein Bug drin – kann sich nur noch um Stunden handeln :-)«
Dann endlich, am 14. Juli wurde die Startseite von sunlog.org aktualisiert, auf der seit März stand, dass in den nächsten vier Wochen die neue Version rauskommen würde. Also, am 14. Juli erschien auf der Startseite ein Text der beschrieb, was fertig, und was noch nicht in trockenen Tüchern sei, außerdem ein neuer Release-Termin:
»Am 26. Juli 2003 wird es "Sunlog 2.3 für alle" heißen! Dann können alle die neue Version ausprobieren.«
Man darf gespannt sein. Robert vom Roblog schrieb dazu:
»Es glaubt nicht zufällig jemand an Gott oder sowas in der Art… Sowas ist echt langsam ein Witz, obwohl das noch milde ausgedrückt ist.«
Sorry Daniel, aber die Kritik von mir und anderen musst Du Dir gefallen lassen.
Selbst wenn die 2.3 noch vor dem Winter erscheint, werde ich wohl nicht umsteigen.
Also, ich will Sunlog kicken, aber was sind die Alternativen?
Vor einiger Zeit beschrieb Matthew Thomas das seiner Ansicht nach perfekte Weblog-System, und ich kann mich ihm da nur anschließen.
Es gibt eine Reihe von verbreiteten Weblog-Systemen. Zu den größeren (im Sinne großer Verbreitung) gehören ohne jeden Zweifel Movable Type von Mena und Ben Trott und pMachine, das von drei Leuten um Rick Ellis stammt. Ich habe beide installiert. Im Falle von MT 2.6 habe ich dies zumindest versucht, ich scheiterte jedoch für’s erste an der Installation. Wenn ich mich nochmal drüber machen würde, bekäme ich es aber wahrscheinlich hin. Interessehalber: Kann mir jemand mal einen Screenshot der Template-Verwaltung von MT an stefan@freimark.de schicken? Danke.
pM 2.3 war in der Installation sehr einfach, aber dessen Template-System finde ich ziemlich abschreckend. Ich will einfach nur Header und Footer editieren können, nicht komplette Template-Dateien wie in Sunlog 2.2 und nicht ein Gefuddel mit, ungelogen, 31 Vorlagenformularen (ich weiß, man wird sicher nicht alle brauchen).
Zwei vielversprechende Weblog-Systeme, die es derzeit noch nicht allgemein verfügbar gibt, könnten TypePad und Textpattern werden. Ersteres stammt von den MT-Machern und wird wohl nur ein kostenpflichtiges Rundum-glücklich-Paket werden, das man nicht selbst auf einem eigenen Webserver installieren kann. Über Textpattern weiß man noch gar nichts, außer, dass es von Dean Allen kommt, der Ahnung von Design hat – wie man auch schon an seinen Websites sehen kann –, Macher von Textile ist und die neue Website des WaSP entworfen hat. Sowohl TypePad als auch Textpattern befinden sich in einem nicht-öffentlichen Beta-Test. Über Release-Termine ist nichts bekannt.
Zwei kleinere, nicht so weit verbreitete Systeme sind Nucleus von Wouter Demuynck und Greymatter von Noah Grey.
Es gibt weitere viel genutzte Systeme wie Blogger, Radio und Manila. Letzteres ist ein 900 USD teures CMS, zu viel für ein privates Weblog. Radio, von den gleichen Leuten, die auch Manila produzieren (Userland), ist eine Desktop-Applikation für 40 USD (nicht sehr praktisch, um unterwegs in einem Internet-Café einen Beitrag abzusetzen). Was Blogger von Pyra ist, ist mir nicht ganz klar. Scheint ein Web-Tool für Einsteiger zu sein, kostet aber auch was und wird, so weit ich erkennen konnte, auf Pyra-Servern gehostet.
Das sind sicher nicht alle Weblog-Systeme, aber die wichtigsten.
Ach ja, es sei noch erwähnt, dass 20six am 7. März 2003 um 10 Uhr das Weblog von Amerika nach Deutschland gebracht hat. Zumindest glauben sie das (siehe Dr. Web-Redaktionslog vom 10. März). Oder wie Holger sagt:
»Kai war in Paris, jetzt ich, also fehlen noch zwei Menschen-mit-eigener-Website, damit die Medien wieder einen neuen Trend ausrufen können. Dann vergehen 5-6 Jahre und dann wird Twentysix eine Pressemitteilung herausgeben mit dem Titel "Paris-Reisen kommen jetzt auch nach Deutschland".«
Mal sehen, wie lange es die ehemaligen Ricardo-Gründer diesmal bei einer Firma hält. Im New Economy-Style hat man gleich mal eine AG gegründet und unterhält Ableger im Ausland (co.uk, fr, nl).
+++
Blosxom (»blossom«) von Rael Dornfest ist in mehrfacher Hinsicht ein Kandidat für die engere Wahl, auch wenn es nicht alle Punkte von MPTs Liste erfüllt. Es ist kein Feature-überladenes Weblog, sondern besteht lediglich aus einem 20 K großen Perl-Skript (444 Zeilen, mit vielen Kommentarzeilen).
Im Skript werden einige Zeilen angepasst, dann wird es ins cgi-bin-Verzeichnis des eigenen Webspace gepackt, das war’s zum Thema Konfiguration und Installation (ggf. sind noch Anpassungen an der .htaccess notwendig, um eine schöne URL zu formen).
Blogging is simple. Um einen neuen Eintrag zu schreiben, startet man seinen Lieblings-Texteditor, schreibt seinen Text – gerne auch mit HTML-Tags – und speichert ihn in einem Verzeichnis auf dem Webserver als Textdatei. Die erste Zeile ist die Überschrift, alles was danach kommt ist Eintragstext. Eintrag ändern? Einfach die Datei editieren. Eintrag löschen? Einfach die Datei löschen.
Ein Web-Interface gibt’s also nicht, aber mehr als ein Texteditor und ein FTP-Client oder telnet/ssh sind nicht notwendig, um on the road schreiben zu können (oder nachträglich von der Notebook-Festplatte aus hochladen und die Dateizeit per touch-Befehl einstellen; touch ist auch nach dem Editieren einer Datei notwendig, da ein Eintrag sonst chronologisch ganz oben als neuer Eintrag eingeordnet wird; gegen diese »Vergesslichkeit« gibt es aber auch Plug-ins für’s Indexing).
Richtig cheffig wird’s beim Thema Lesen. Um alle Einträge des Jahres 2002 zu erhalten, hängt man an die URL yourdomain.com/blosxom.cgi einfach die Jahreszahl: yourdomain.com/blosxom.cgi/2002. Für alle Einträge aus dem Mai 2002 wird um den Monat erweitert: blosxom.cgi/2002/05. In der Konsequenz geht das natürlich auch mit einem konkreten Tag: blosxom.cgi/2002/05/22. Die Einträge kann der Blogger in einer verschachtelten Verzeichnisstruktur pflegen. /computers/operating_systems/apple/osx zeigt alle Einträge aus dem Unterverzeichnis osx an. Lässt der Surfer (oder der Linksetzende) eine Verzeichnisebene weg, werden alle Einträge aus …/apple und den Unterverzeichnissen ausgegeben, also auch die Text aus …/apple/osx und …/apple/os9 (die Verzeichnistiefe, bis zu der hinunter Blosxom sich Texte herholen soll, lässt sich im Skript einstellen, standardmäßig sind es das aktuelle Verzeichnis und alle Unterverzeichnisse). Ein Beispiel für einen Permalink: Raels Kurzkritik zum Film »The Italian Job«: raelity.org/archives/society/film/the_italian_job.html (die Textdatei the_italian_job.txt liegt auf seinem Webserver im Verzeichnis society/film). Der Eintrag ist aber auch gleichzeitig über das Datumssystem erreichbar: raelity.org/archives/2003/06/27.
Das gleiche Schema gilt für RSS-Feeds. Der normale Feed ist über example.com/blosxom.cgi/index.rss erreichbar und wird bei Aufruf der URL automatisch vom Perl-Skript generiert; die Anzahl der Einträge für HTML- oder XML-Ausgabe ist im Skript einstellbar. Der Clou: RSS funktioniert auch mit den Pfaden und dem »time-travel«. Die URL für alle Einträge aus dem Juli 2003 lautet: …/blosxom.cgi/home/repair/2003/07/index.rss
»This means that folks can subscribe their RSS readers not only to your weblog as a whole, but to discrete parts of your hierarchy that are of interest to them.«
Wie cool ist das?!
Stichwort Templates. Ein einfaches Header-Footer-System, nicht von hinten durch die Brust ins Auge wie bei pMachine. Alles überhalb der dynamisch erzeugten Inhalte kommt in eine Datei head.html, alles darunter in foot.html. Wer will, kann den Inhalten in story.html noch ein eigenes Aussehen geben und zum Beispiel die Variablen anders anordnen. Optional können noch die Dateien content_type.html und date.html angelegt werden. Mit ersterem können andere Content-Types ausgegeben werden, z.B. text/xml; der Standard ist text/plain. Mit date.html kann die ursprüngliche Einstellung zur Darstellung des Datums überschrieben werden.
Was Blosxom vermissen lässt, ist eine Suchfunktion. Macht aber nichts, da es eine Plug-in-Struktur mit inzwischen 140 Plug-ins gibt, auch für Suchfunktionen. Empfehlenswert ist hier »find« von Fletcher Penney. Ein 8 K großes Perl-Skript, in dem entweder ODER-Verknüpfung bei der Suche oder UND-Verknüfung eingestellt werden kann. Die Installation sollte einfach sein (bin noch nicht dazu gekommen):
»To use this program, add $find::searchform anywhere in your flavor templates. This will create a search box that will be configured to perform a default search of your site. If you wish, you can alter the html code for the form within the plugin. I also suggest putting $find::results somewhere so that the user can see what they searched for when the results are displayed. Otherwise, it really requires no configuration.«
Für Kommentarfunktionen gibt es auch Plug-ins.
Blosxom kann das Weblog auch statisch erzeugen (um dann die einzelnen Dateien nach der lokalen Erzeugung per Hand auf einen Webserver laden zu können, falls auf dem Server keine CGI-Skripte ausgeführt werden dürfen), der Standard ist aber dynamisch.
Beispiele für Blosxom-Blogs in Action sind raelity bytes von Rael Dornfest, dem Blosxom-Erfinder, Where we’re bound von Danny Henke oder My Wandering Thoughts von Fletcher Penney.
Es gibt von einem anderen Entwickler auch eine frühe PHP-Version statt des Perl-Skripts von Blosxom: PHPosxom; auch nur ein Skript, 28 K groß mit 823 Zeilen Code.
Ich werde mich in den nächsten Tagen entscheiden, ob ich auf Blogsxom umsteigen werde und dann erst noch einige Tests machen. Vielleicht installiere ich spaßeshalber auch nochmal MT, Nucleus und Greymatter. Bei Textpattern gehe ich nicht davon aus, dass es in Bälde erscheinen wird. TypePad wird, so wie ich das sehe, nur ein kostenpflichtiger Hosting-Service für Einsteiger werden, pMachine werde ich nicht nochmal testen (bei deren Template-System läuft’s mir immer noch kalt den Rücken runter). Sunlog, falls die 2.3 vor Weihnachten überhaupt noch rauskommt, habe ich endgültig abgeschrieben.
Generell will ich bis vor meinem Urlaub ab 13. August auf ein neues System umgesattelt haben, da ich im Urlaub durchaus mal einige Zeilen schreiben will, aber nicht Stunden im Internet-Café verbringen und bezahlen möchte. Da muss ein neues System mit Vor- und Rück-Datierungsmöglichkeit her, und das bietet mein altes Sunlog 2.2 nicht (ohne direkt im phpMyAdmin die Tabellen in der Datenbank zu editieren).
Erschienen am Mittwoch, 23.07.2003 @ 16:12
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Tags: Web, webdesign
Donnerstag, 24.07.2003
Pflichtlektüre:
KommDesign.de: schlechte Kommunikation
Dr. Thomas Wirth besuchte die Website der
Deutschen Bank, deren Webauftritt mit Phrasen wie »weitere Businesses« gepflastert ist.
Ich gehöre nicht zu den
Fanatikern, die um jeden Preis englische Begriffe durch deutsche Worte ersetzen möchten (»Zehnholz-Kegeln« statt »Bowling«) und ich sage auch gerne »gedownloadet«. Aber so wie der
Verein Deutsche Sprache das eine Extrem ist, so überschreitet die Deutsche Bank mit ihrer Website (»Netzstandort«) die Grenze zur Lächerlichkeit in der anderen Richtung.
Wäre »Weitere Geschäftsfelder« statt »Weitere Businesses« nicht passender gewesen? Ich denke doch.
Bei Thomas’ Artikel musste ich an eigene Erlebnisse zurückdenken, und es lief mir kalt den Rücken runter:
»learnings«
»Wir hatten doch committet…«
*schüttel*
Erschienen am Donnerstag, 24.07.2003 @ 22:05
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Tags: Web, webdesign
Freitag, 25.07.2003
Schmidt: Und dann sagt dieser Herr zu mir: "Sachen Sie mal, warum machen Sie nich’ mal ‘ne schöne Schiffsfahrt?"
Ich sag’: "Ich bin neulich auf’m Schiff gefahren." Und er sagt, weißt Du, was er zu mir sagt?
Andrack: Nein.
Schmidt: "Oh dat Schiff, auf dem Sie gefahren sind, dat war aus der braunen Zeit."
Andrack: Ouh.
Schmidt: Jetzt konnte ich natürlich nicht sagen: "Das habe ich gespürt, als ich es betreten habe." Ich war für einen Bruchteil einer Sekunde irritiert. Soll ich sagen: "Was?! Ich bin auf einem Nazi-Schiff gefahren?!?! Und man hat mir nichts gesagt?" Ja? Nein, ich habe gesagt: "Da kann das Schiff nichts dafür."
Erschienen am Freitag, 25.07.2003 @ 10:30
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Tags: Medien
Samstag, 26.07.2003
»Gefahrenquelle Flip-Flops.«
Erschießt mich.
Erschienen am Samstag, 26.07.2003 @ 0:06
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Tags: Medien
Sonntag, 27.07.2003
»Edelnutte bietet sich an. Edel heißt nur unixoide Systeme. Sonst alle Schweinereien. Sogar SM-Spiele wie PERL. Auf Wunsch code ich sogar tagsüber und gegen Aufpreis schreibe ich auch an AOL-Accounts. Dass ich in Unterwäsche code versteht sich von selbst.«
[...]
»Stehst Du auf versaute Syntax? Ich raune Dir reguläre Ausdrücke ins Ohr, wie Du noch nie welche gehört hast…
Wenn Dir hingegen eine strenge Erziehung gefällt, solltest Du nicht verpassen, wie ich in Deinem Code vor allen geschweiften Klammern Zeilenumbrüche einfüge.«
Gesehen bei Markus.
Übrigens: Windows NT ist zehn Jahre alt geworden.
Erschienen am Sonntag, 27.07.2003 @ 1:46
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Tags: Web, webdesign
Von
Sunlog erschien heute die Version 2.3, »release candidate 1«. Meine Meinung zum Hergang der Entwicklung habe ich bereits vor einigen Tagen
zusammengefasst.
Updaten auf die neue Version werde ich sicher nicht, aber ich sehe es mir mal an.
Erschienen am Sonntag, 27.07.2003 @ 2:22
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Tags: Web, webdesign
Okay, ich habe jetzt mal die
Vollversion von Sunlog 2.3 RC1 installiert. Die Installation verlief problemlos. Hier ein paar Fehlerberichte für Daniel, aber auch gedacht als Review. Mal sehen, was sich in einem Jahr Entwicklungszeit getan hat. Nit-Picker-Mode: ON.
In der
Setup-Routine wird das CHMOD 666 für rss.xml zweimal erwähnt.
Nach der Installation: Die Admin-Oberfläche entspricht im Wesentlichen der von Sunlog 2.2 gewohnten. Im frischen Blog prankt ein XHTML1-Button mit einem Check-Referer-Link zum W3-Validator. Mal beherzt angeklickt: Die Startseite validiert jedoch nicht. Es gibt verschiedene strukturelle Fehler (ein
<tr> wo keins stehen darf), Ampersands der Session-IDs sind nicht maskiert, ein
<td> hat das Attribut »widht«, diverse
<br /> werden falsch mit
</br> »geschlossen«, es gibt auch einige
<br> (statt der für XHTML vorgeschriebenen
<br />).
Das Stylesheet wird mit
@ import eingebunden, das default-Template (das alte von Sunlog 2.2) ist aber aus Tabellen aufgebaut, was in der Kombination nicht so viel Sinn macht. Davon ab ist das alte Template mit seinem table-based Layout etwas »
1995« (der Kommentar bezieht sich hierauf) und verwendet für Überschriften das
<b>-Tag.
Zum
Admin-Bereich: Tritt, wie gesagt, im Kleid des früheren Sunlog 2.2 auf, das gefällt mir ganz gut. Auf der
Übersichtsseite gibt es eine Tabelle für die letzten x Einträge und Kommentare. Ein Klick auf den Eintragstitel führt zur Bearbeiten-Seite (es wäre besser gewesen, gäbe es eine Tabelle mit zwei Spalten »Bearbeiten« und »Löschen«).
Bei Kommentaren wird der Eintrag im Feld ID mit einem mailto:-Link zum Verfasser des Kommentars unterlegt statt der E-Mail-Adresse (siehe
Screenshot 1). Ein Klick auf »Bearbeiten« in der Kommentar-Tabelle führt zur Editierseite für den jeweiligen Kommentar (dort sieht man jedoch nur den Kommentar angezeigt und muss nochmal auf »Kommentar bearbeiten« oder »Kommentar löschen« klicken, statt ihn hier gleich bearbeiten zu können; ansonsten wie bei den Einträgen: zwei Spalten in der Tabelle auf der Übersichtsseite mit Links »Bearbeiten« und »Löschen« wären besser gewesen). Nach dem Verfassen des Eintrags fiel auf, dass der alte 404-Fehler beim Aufruf der entry2.php immer noch erscheint (Holger hat ihn in seiner Sunlog 2.2-Installation gefixt und mir den Fix zur Verfügung gestellt; gibt’s auf Anfrage, falls jemand von dem Problem betroffen ist). Registrierte Namen sind nun geschützt: Ich kann nicht als »Stefan« einen Kommentar posten, ohne mich vorher am Weblog anzumelden (das betrifft ausdrücklich das normale Weblog, nicht den Admin-Bereich).
Die
Eintragsseite wurde überarbeitet: Es gibt nun keine Auswahlliste mehr, in der sämtliche Einträge angezeigt werden, sondern eine Tabelle mit den 20 letzten Einträgen (siehe
Screenshot 2). Nach dem Hinzufügen eines Eintrags landet man wieder auf der Übersichtsseite. Auf der Eintragsseite gibt es zwei Auswahloptionen, um Einträge ab der ID x oder von einem bestimmten Datum anzeigen zu lassen. Übrigens sind die von Sunlog 2.3 produzierten URLs und Permalinks standardmäßig »messy« (entry.php?id=00001) statt »clear« (entry_00001 oder ähnliches, Hauptsache ohne Fragezeichen).
Einträge können nachträglich im Text geändert werden (Titel, Haupttext und Fortsetzungs-Text). Außerdem gibt es hier die Möglichkeit, den Eintrag zu löschen. Meine Erwartung wäre gewesen, dass bei einen Klick auf »Eintrag löschen« eine Rückfrage kommt, ob dies wirklich geschehen soll. Oder dass eine neue Seite kommt, bei der ich zunächst den Eintrag den ich löschen möchte, nochmal auswählen muss (hätte mich nach der oben beschriebenen Vorgehensweise mit »Kommentar modifizieren« nicht gewundert). Womit ich nicht gerechnet habe ist, dass der Eintrag sofort ohne Rückfrage gelöscht wird. Suboptimal, um es mal zurückhaltend zu formulieren. Vor allem wenn man bedenkt, dass es bei Windows Betriebssystem-weit »click-through« gibt: Einmal versehentlich in den Hintergrund an die falsche Stelle geklickt, und weg ist der Eintrag, schönen Dank auch. Als ich noch Windows verwendet habe, ist es mir bei meinen täglichen, ausgiebigen Surftouren durchaus mal passiert, dass ich beim Wechseln eines Fensters durch Hineinklicken in ein im Hintergrund gelegenes Fenster mal einen Link ausgelöst habe. Sehr nervig, da ich dann erst wieder auf die »Zurück«-Schaltfläche klicken musste. Diese Stelle ist eine gute Gelegenheit, um mal wieder auf die Überlegenheit von Mac OS hinzuweisen: Dort gibt es click-through nicht. Ein Klick auf ein Fenster im Hintergrund schaltet erst mal das Fenster bzw. die andere Anwendung aktiv, erst ein weiterer Klick löst auch eine Funktion aus. Eine Zeit lang war das auch mal in Beta-Versionen von
Safari so, aber da hat man sich zum Glück eines Besseren besonnen (siehe dazu auch John Grubers Artikel »
The Problems With Click-Through« und »
Much Ado About Click-Through« auf
Daring Fireball).
Zurück zur Möglichkeit, Einträge nachträglich zu editieren. Von hier aus kann man mit einem Klick zur Seite »Kommentare bearbeiten« und es lässt sich auch ein Trackback-Ping setzen. Was nicht geht ist, im Nachhinein die Zeit von Einträgen zu ändern (vor- oder rückdatieren). Umlaute werden nicht in Entities konvertiert (vergleiche
Textile.
Zur
Bilderverwaltung kann ich nichts sagen, dieses Feature habe ich auch in Sunlog 2.2 noch nie benutzt. Ich verwalte alle meine Bilder per FTP-Client »von Hand«.
Der
RSS-Feed ist standardmäßig nicht aktiviert, die Felder in der Konfiguration sind nicht vorbelegt. Beim Schreiben des RSS-Feeds gibt es einen »fatal error«.
Die Seite »
Tools« wartet mit »Sunlog-Blocks«, Weblogs.com-Ping und Trackback auf, außerdem mit einer IP-Sperre und dem Tool zur Bearbeitung der Eintrags-Kategorien. Die Kategorien werden leider immer noch nicht in der Datenbank gespeichert, sondern wie auch schon in früheren Sunlog-Versionen in der Datei /cfg/categories.inc.txt. Die Sunlog-Blocks sind, wie der Name schon sagt, Blöcke, die wahlweise auf den Weblog-Seiten angezeigt werden können. Statt einen Kalender mühsam von Hand einzuhacken, gibt man im Template nur
<? sunlog_block("calender"); ?> an, um so ein fertiges Kalender-Modul einzubinden. Das ist gut. Im Moment gibt es Sunlog-Blocks für einen Check-Referer-Link zum W3-Validator, für Kommentare, die Ausgabe der Kategorien-Liste (alphabetisch), Trackback, die eigentlichen Einträge, Links in der Navi-Leiste, die Ausgabe eines Info-Texts, einen Kalender und ein Login für Besucher (siehe
Screenshot 3). Es lassen sich in zwei Schritten auch neue Sunlog-Blocks anlegen.
Das
Template-System: Die Sunlog-Blocks im Bereich »Tools« habe ich bereits erwähnt. Neben dem alten Template-System aus Sunlog 2.2, bei dem es ein Template pro Ausgabeseite gibt (derer sieben), in denen alles von Kopf bis Fuß angegeben werden muss, gibt es jetzt wieder das aus Sunlog 2.1 gewohnte und einzig wahre System aus Header, Footer und dazwischen liegendem Datenbereich (Navigation, Index, Einträge, Archiv, Suche, Mail, Trackback, Sunlog-Blocks). Welches Template-System verwendet werden soll, kann in »Konfiguration & Benutzer« unter »Skripteinstellungen« gewählt werden.
Bei den einzelnen Template-Seiten wäre noch gut gewesen, wenn nicht nur die Hauptnavi angezeigt würde, sondern ebenfalls noch Links zu den anderen Template-Seiten.
Im Bereich »
Konfiguration & Benutzer« gibt es vier Untersektionen: »Output-Konfiguration«, »Script-Konfiguration«, »Benutzerverwaltung« und erneut ein Link zu den Kategorie-Einstellungen (aus dem Bereich »Tools«).
Hier halte ich mich nicht so lange auf, da gibt es keine wesentlichen Änderungen zum Vorgänger. In der Output-Konfig wird die Sprache des Weblogs eingestellt, die Anzahl der Postings auf der Startseite und in den Kategorien (für RSS separat im RSS-Bereich einzustellen), Datumsformate, Anzahl der angezeigten Kommentare. In den Scripteinstellungen steht die Datenbank-Konfiguration, die Benachrichtigung bei neuen Kommentaren (standardmäßig aus), die Unterdrückung von HTML in Kommentaren (funktioniert jetzt) und dergleichen mehr. Die Benutzerverwaltung wurde überarbeitet, ist für mich als Einzelbenutzer nicht relevant.
Zu den
Features des Weblogs, wie sie auch von Lesern genutzt werden können, sofern nicht bereits erwähnt (betrifft den Infotext, die Sunlog-Block »Letzte Kommentare«, Kategorien, Trackback, letzte Einträge, Links nach draußen).
Es gibt eine Login-Funktion um z.B. Namen für Kommentare schützen zu lassen oder den Zutritt zum »Café«, in dem die letzten fünf Themen und Kommentare angezeigt werden und die »Leseablage« für vorgemerkte Einträge.
eiterhin hat’s eine Möglichkeit zur Registrierung und eine Funktion »Passwort vergessen«, die einem in der Theorie ein neues Passwort zusendet. In der Praxis wird das Passwort tatsächlich geändert, aber eine Mail mit dem neuen Zugang habe ich nicht bekommen, so dass ich mich jetzt auch nicht mehr im Admin-Bereich anmelden kann. Macht aber nichts, ich bin kurz vor Ende meines Berichts.
Einer der Sunlog-Blocks ist ein Monatskalender: Klick auf einen Tag und Sunlog zeigt alle Einträge dieses einen Tages an (endlich). Was es dagegen immer noch nicht gibt, sind vor/zurück-Links, um zwischen Einträgen zu blättern.
Im Archiv funktioniert der Link »Gesamtarchiv« nicht, der in Sunlog 2.2 noch sämtliche Überschriften aller Einträge im Weblog anzeigt. Bei Klick auf den Monat »July« (ich habe Deutsch in der Output-Konfiguration eingestellt) erscheinen die Überschriften aller Einträge des Monats Juli.
Die Suche hat sich gegenüber Sunlog 2.2 verbessert, aber nicht viel. Was gleich geblieben ist: Es können entweder Einträge oder Kommentare durchsucht werden, Eintrags-Überschriften werden werden nicht berücksichtigt (die Suche lässt sich auch nicht auf sie eingrenzen). In der alten Version wurde nur nach einem Begriff gesucht, auch wenn man zwei eingegeben hat. Welcher zur Suche hergenommen wurde, war eher zufällig. Die Ausgabe der Suchergebnisse erfolgte nicht nach Relevanz sondern chronologisch
aufsteigend. In der neuen Suche hat sich daran nichts geändert. Verknüpfungen mit ODER oder UND oder das Suchen nach Phrasen (durch Anführungszeichen umschlossen) sind nicht möglich. »Getroffene« Wörter in den Suchergebnissen werden nicht hervorgehoben.
Ein Blick auf die
Ankündigung vom März zur Verfügbarkeit der neuen Version »innerhalb der nächsten vier Wochen« zeigt, welche der damals angekündigten Features unter den Tisch gefallen sind:
»Mobil2Sunlog«: Die Funktion »mit Mobil2Sunlog direkt vom Handy aus bloggen« habe ich nicht finden können.
Ja, das war’s auch schon, der Rest wurde tatsächlich umgesetzt: Neue Startseite, neue Templates, neue Benutzerverwaltung. Trackback und die Bildverwaltung habe ich nicht getestet.
Darüber hinaus gibt es aber viele neue und alte Fehler, außerdem fehlen immer noch dringend notwendige Features wie vor/zurück-Links, eine richtige Suche oder das vor- und rückdatieren von bereits veröffentlichten Einträgen bzw. das terminieren neuer Einträge oder die zeitlich zurückliegende Einordnung neuer Einträge.
Mein
Fazit daher: Ich werde nicht umsteigen. Es fehlen zu viele wichtige Dinge und es wäre zu viel Anpassungsarbeit nötig, um die neue Sunlog-Version rund zu bekommen, auch wenn Skript-Fehler beseitigt sind.
Dennoch Respekt vor der freiwilligen Arbeit und dafür, Sunlog kostenlos zur Verfügung zu stellen (tatsächlich habe ich übrigens Andreas, dem Entwickler der 2.2- und Vorgänger-Versionen, einen kleinen Obolus zukommen lassen). Aber ehrlich gesagt könnte man für dieses Update kein Geld verlangen (gut, es ist eine Beta-Version) und nach einem Jahr Entwicklungszeit hätte ich mir auch mehr erwartet, sorry.
Dass ich nicht auf die 2.3 umsteigen würde, stand schon vor diesem Test fest (siehe
Eintrag von 02:22 Uhr), aber aus anderen Gründen, die ich am
Mittwoch dargelegt habe. Der Test der letzten Stunden hat mich in meinem Urteil allerdings bestätigt.
Erschienen am Sonntag, 27.07.2003 @ 6:26
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Tags: Web, webdesign
Die Windows-Konkurrenz schickt sich an, Apples
iTunes Music Store einzuholen, der Ende des Jahres auch in einer Windows-Version erhältlich sein soll. Diese Woche betrat nun buymusic.com die
Bühne, um Apple das Fürchten zu lehren. Das ging spektakulär in die Hose.
Eigentlich nicht verwunderlich, denn offenbar konnte buymusic.com mit der Musikindustrie nicht so gute Vereinbarungen treffen wie Apple und zum Anderen kommt buymusic.com Berichten zufolge mit der gewohnt umständlichen Bedienung von Windows daher.
Sicher, mit
vereinzelt 79 ¢ sind die Songs noch einen Schluck günstiger als bei Apple mit 99 ¢, aber um die Musik von Buymusic zu hören oder auf CD zu brennen, muss der Konsument durch Reifen springen, wie eine
Jennifer ihre Erfahrungen beschreibt. Oder Bob LeVitus in einem
Artikel für den Houston Chronicle oder die Website
Independent Music Review.
Übrigens wird die Musik, anders als bei Apple, bei Buymusic nicht verkauft, auch wenn man das glauben könnte. In den
Nutzungsbedingungen (Link von
IT&W) heißt es:
»All downloaded music, images, video, artwork, text, software and other copyrightable materials ("Content") are sublicensed to End Users and not sold, notwithstanding use of the terms "sell," "purchase," "order," or "buy" on the Site or this Agreement.«
Am Rande: Bei der Website ließ sich Buymusic anscheinend sehr stark vom iTMS »inspirieren«, wie die Kritiker von buymusicsucks.com sagen. Tatsächlich sehen sich die beiden Stores zum Verwechseln ähnlich (siehe Screenshot) und sogar der Stil der Werbespots wurde geklaut.
Die Website von Buymusic geriet auch noch von anderer Seite unter Feuer, da sie alle Nutzer ausschließt, die nicht IE/Win verwenden (siehe Zeldman, WaSP). In diesem Zusammenhang: Hier bestätigt sich mal wieder, dass Analysten manchmal keine Ahnung haben. In der Heise-Meldung zu Buymusic wird Michael Gutenberg, Analyst bei Jupiter Research zitiert:
»Es überrascht nur wenig, dass die Entwickler bei dem hohen Marktanteil des Internet Explorer solche Plattformen auf der Grundlage des kleinsten gemeinsamen Nenners aufbauen.«
Falsch, falsch, falsch! Der kleinste gemeinsame Nenner sind die Webstandards. Dazu gehört auch, in URLs keine Backslashes zu benutzen.
P.S.: Vor ein paar Tagen gab es auch Berichte über kundenunfreundliches Verhalten bei Apple, aber Apple machte inzwischen einen Rückzieher und gab sich kulant.
Erschienen am Sonntag, 27.07.2003 @ 9:00
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Tags: Apple, Mac
Ein paar Links zu Videos, die ich in der letzten Zeit gesehen habe, und die ich weiterempfehlen will.
Farmsluts 300
300 meint eigentlich die Bandbreite. Ein viertelstündiger Film über die Folgen des Öffnens einer Spam-Mail (Quicktime, via
Markus).
Ping-Pong Matrix
Vergesst die Spezialeffekte aus »Matrix« und »Matrix: Reloaded«, diese Asiaten stellen das mit ihren Tischtennis-Künsten locker in den Schatten (Flash 6, via
Kai).
Werbefilm eines belgischen Kondom-Herstellers, Quicktime.
Nebenbei, derzeit plakatiert die
BZgA wieder. Mein aktuelles Lieblingsmotiv:

Zerstörung eines Porsche 911
Fazit des Briten: Die Deutschen bauen kaum zerstörbare Autos (MPEG, via IT&W).
G5-Präsentation, Quicktime.
Apple-Mann Holger Niederländer stellt in 41 Minuten ausführlichst den neuen Power Mac G5 vor. Mal wieder typisch Apple: Sogar über die formschöne Diebstahl-Sicherung und den Netzteil-Stecker hat man sich Gedanken gemacht. Begehrenswert.
Jede Menge abgefahrene Flash-Filme
(via Holzblog).
Teaser zu Bullys neuem Film
(T)Raumschiff, Periode 1: »Ob Du gebeamt wirst oder nicht, sagt Dir gleich das Licht.«
Den »Schuh des Manitu« fand ich ja grottenschlecht, aber beim (T)Raumschiff habe ich mehr Hoffnungen.
Plug’n'Pray
Starten Sie Ihren eigenen Heiligen Krieg (via Markus).
Erschienen am Sonntag, 27.07.2003 @ 9:22
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Tags: Sonstiges
Markus und ich waren zu früh da. Wir beide machen Mathe im nächsten Kurs ab März 2004 (und ich glaube, das wir da noch ein paar Leute wiedersehen) und hatten daher keinen Anlass, am Freitag zur Mathe-Abschlussprüfung zu erscheinen. Da wurde mitgeteilt, dass die Abschlussprüfungen nicht um 8 Uhr, sondern um 9 Uhr beginnen, und so hatten wir noch eine Stunde Zeit uns zu unterhalten und ein letztes Mal die Dinge durchzugehen, auf die wir zu achten hätten. Das mit der Zeit liegt daran, dass in Bayern Schul-Abschlussprüfungen zentral gestellt werden, das heißt, die Aufgaben kommen aus München und sind im ganzen Freistaat gleich (in anderen Bundesländern werden die Aufgaben von lokalen Lehrkräften gestellt; korrigiert werden sie aber auch bei uns von zwei Lehrern vor Ort). Und es sind nicht nur die Aufgaben gleich, sondern auch die Startzeit: 9 Uhr am Samstag für die Deutsch-Abschlussprüfung im
Telekolleg, das zur Fachhochschulreife aka »Fachabi« führt. Unser Fachlehrer wies darauf hin, dass es für die Äußere Form, Grammatik und Rechtschreibung 35 von 100 Punkten zu holen gibt; mehr als in der Fachoberschule. Dann gingen wir gemeinsam die fünf Aufgaben durch, zwei textgestützte Erörterungen und drei Textanalysen. Letzte Fragen wurden geklärt und ab 9:10 Uhr lief die Zeit, vier Stunden bis 13:10 Uhr.
Bei der ersten Erörterung musste pro und contra »TV-Konsum hat einen negativen Einfluss auf Kinder« argumentiert werden. Ein klassisches Medienthema, das sich in der Art laut unserem Lehrer in jeder Abschlussprüfung wiederfindet. Aus der letzten Deutsch-Stunde wussten wir, dass in der Abschlussprüfung 9 bis 10 Argumente erwartet werden, davon etwa sechs aus dem Text, 2 bis 3 sollen selbst gefunden werden, inklusive zwei Synthesen. In der Summe ungefähr 6 bis 8 Seiten, je nach Handschrift.
Ich konnte mich auf Anhieb mit der zweiten Aufgabe anfreunden und wählte sie dann auch für meine Prüfung aus. Erstmals seit Jahren wieder eine Stellungnahme, bei der nur in eine Richtung argumentiert werden muss. Erwartet wurden hier mindestens 6 Argumente und 2 Synthesen. Das Thema lautete (ebenfalls nur sinngemäß): »Stützen Sie die Behauptung, dass in vielen gesellschaftlichen Bereichen die Ellenbogen-Mentalität zunimmt.«
Ich las mir bei beiden Erörterungsaufgaben die Aufgabenstellung und die vorliegenden Texte durch; im ersten Fall ein Zeitungsinterview, im zweiten Fall ein Zeitungskommentar. Nach dem Lesen entschied ich mich ohne weiter zu zögern für die zweite Aufgabe. Anschließend begann ich, mir Argumente zu überlegen und notierte sie mit einigen Beispielen. Es folgte das Sortieren der Argumente vom unwichtigsten zum (meiner Ansicht nach) wichtigsten und ich setzte eine Gliederung auf. Dann schrieb ich meine Gedanken ins Reine.
Ich kam gut voran und brauchte bis auf kleinere Phasen des Überlegens eigentlich nur aus meinem Kopf abzuschreiben.
Folgende Argumente habe ich mir überlegt: Zeitdruck, Urbanisierung, Vereinsamung, persönliche Probleme und Sorgen, erhöhte Leistungsanforderungen (das sechste Argument dazwischen weiß ich nicht mehr). Die beiden Synthesen formulierte ich als Lösungsvorschläge und lauteten: »Politik und Bürger müssen Verantwortung tragen« sowie: »Ansatzpunkte bei jedem Einzelnen«. Im Schluss beschrieb ich meine persönliche Meinung, dass es meiner Ansicht nach nicht nur so ist, dass man mit unfreundlichen und rücksichtslosen Menschen zu tun hat, sondern dass es auch das Gegenteil gibt.
Insgesamt habe ich ein ganz gutes Gefühl. Aber ich kann trotzdem schlecht einschätzen, was am Ende dabei rauskommt. Bei der Haltungsnote gibt’s vielleicht Abzüge wegen meinem schiefen Schriftbild, ab und an habe ich vielleicht etwas zu süffisant geschrieben. Außerdem habe ich nur zwei Argumente dem Text entnommen. Mehr gab der für mich nicht her. Es gab zwar viele Beispiele für die beschriebene Ellenbogen-Mentalität, aber ein Beispiel ist keine Begründung, das nützt mir nicht. Die restlichen sechs Argumente (inkl. Synthesen) musste ich mir aus den Fingern ziehen und ich weiß nicht, ob sie den Erwartungen entsprechen.
Die Zeit hat massig ausgereicht. Etwa bei zwei Dritteln dachte ich mal kurz, ich würde zu wenig schreiben (nur fünf Seiten?!) und nicht fertig werden (noch so viele Punkte in der Gliederung!). Aber insgesamt konnte ich ohne Hast durchschreiben und hatte am Schluss auch noch zehn Minuten Zeit, um alles nochmal durchzulesen und hier und da etwas auszubessern.
Der nächste Kollegtag ist am 13. September, dann gibt’s die Noten. Zeugnisse, bzw. für Markus und mich Teilnahmebescheinigungen für die abgeschlossenen Fächer, gibt’s am 7. Februar. Wir beide bekommen unsere Zeugnisse natürlich erst, wenn wir auch Mathe abgeschlossen haben (bzw. bei mir noch Physik und Technologie/Informatik, für die ich mir in diesem Kurs nicht die Zeit nehmen konnte und wollte).
Erschienen am Sonntag, 27.07.2003 @ 12:20
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Tags: Telekolleg
Montag, 28.07.2003
An sich wollte ich ja am Samstag nach der
Deutsch-Abschlussprüfung etwas die Wirtschaft ankurbeln. Am 1.-Klasse-Schalter (da
b.c-Kunde) im Nürnberger Hauptbahnhof bekam ich jedoch die Auskunft, dass man noch keine Formulare für die
BC100 habe und ich doch bitte ab Freitag (1.8.) nochmal kommen möge. Ich könne die BC100 auch im ersten Stock in der
Lounge kaufen, dort werden an der Rezeption auch Fahrscheine verkauft. Übrigens das zweite Mal, dass ich mal eine der
bahn.comfort-Serviceleistungen nutzte: Vor etwa drei Wochen den 1.-Klasse-Schalter im Münchner Hauptbahnhof, diesen Samstag in Nürnberg. An die kurze Wartezeit könnte ich mich glatt gewöhnen, nur brauche ich ab August mit der BC100 keine Fahrscheine mehr…
[Die Schlangen an den normalen Schaltern im ReiseZentrum habe ich mir bisher natürlich auch nicht gegönnt, ich habe Online-Tickets gekauft oder den Fahrschein-Automaten benutzt.]
Bei
Yorma’s in der Osthalle nahm ich noch ein Salami-Baguette mit und ging dann in Richtung Innenstadt, die Königstraße hinauf. In der Bank Geld abgehoben und eine frühere Kollegin getroffen; einige Minuten haben wir uns ganz nett unterhalten.
Im Müller ein neues Deo gekauft, dann weiter zu
Müller & Rösch, CD-Rohlinge kaufen. An sich habe ich noch genug, aber für das
SAE-Abschlussprojekt im BMC-Level brauche ich bedruckbare Rohlinge. Ich nahm einen 10er Pack TDK für 6,50. Am Weißen Turm wieder in die U-Bahn und zurück nach Fürth gefahren. Ein Lahmacun am Rathaus, dann mit dem Bus nach Hause.
Von der Bushaltestelle in Vach aus fuhr ich ein kurzes Stück am Kanal entlag und fuhr an den Überresten des Gasthauses »Zur Krone« vorbei, das
Anfang der Woche abgebrannt war. Es ist nichts mehr von dem Haus übrig geblieben außer der Außenmauern. Die Aufräumarbeiten waren im Gange.
Zu Hause sah ich mir ein wenig das Einzelzeitfahren der
vorletzten Etappe der Frankreich-Rundfahrt an. Ein Wahnsinn, wie die Sportler mit ihren aerodynamisch geformten Schuhen und Helmen Kilometer spulen, wie die Hamster im Laufrad. Die Beine bewegten sich rauf und runter wie bei einer Dampflok oder eine Nähmaschine. Überhaupt unglaublich, dass nach über 3.000 Kilometern und drei Wochen
Tour de France der Abstand zwischen dem Ersten Lance Armstrong (Team US Postal) und seinem Verfolger Jan Ullrich (Bianci) nur eine Minute beträgt. Eine Minute, nach drei Wochen! Die beiden schenkten sich nichts: Im Abstand von zwei Minuten starteten die Radler zum Einzelzeitfahren, Ullrich als Vorletzter, Armstrong als Letzter. Und während der gesamten 49 Kilometer dieser Etappe gaben die beiden alles, der Abstand in der Gesamtwertung betrug kontinuiierlich eine Minute. Harald Schmidt hat in seiner Show am Freitag mit seinem Chef-Redakteur Manuel Andrack um hundert Euro gewettet, dass Ullrich die Tour gewinnt, dass er am Samstag »die Bestie in sich« entdecken würde. Hat er wohl auch, aber in Armstrong schlummerte auch noch ein Tier. Auf der letzten Etappe bis Paris wird der führende des Gesamtklassements traditionell nicht mehr angegriffen. Ansonsten hat mich die Tour nicht so interessiert, denn anders als eine Freundin von mir kann ich mit stählernen Männerbeinen und Hintern, die Walnüsse knacken können, nicht so viel anfangen.
:-)
Im Verlauf der Etappe schlief ich ein, denn ich war seit dem Freitag um 18 Uhr wach, und nach einer durchgemachten Nacht und einer Deutsch-Abschlussprüfung am Morgen musste um 16:15 Uhr einfach Schicht im Schacht sein.
Um Mitternach wachte ich frisch erholt wieder auf und machte mich tatkräftig ans Werk. Inzwischen sollte es Stammleser nicht mehr verwundern, dass ich auch durchaus mal zu solchen Zeiten aufstehe, zu denen andere Leute ins Bett gehen. Ich glaube, inzwischen bin ich schon mindestens einmal zu jeder Stunde des Tages aufgestanden und ins Bett gegangen.
Ich installierte die Beta-Version von
Sunlog 2.3, sah mir alles genau an und schrieb nebenher einen
Testbericht. Um kurz nach vier Uhr morgens war es dann Zeit für’s Mittagessen. Schnell gewaschen, um 4:15 Uhr rauf auf’s Rad und in Rekordzeit zum McDonald’s am Hafen gefahren (was anderes hat um die Zeit nicht mehr offen). Anschließend noch beim Westbad über den Wiesengrund, in Richtung Stadt, um an der Esso-Tankstelle einzukaufen. Für Sonntag-Morgen um kurz vor 5 Uhr war erstaunlich viel los: Vereinzelte Fußgänger, Radfahrer, recht viele Autofahrer, sogar ein Bus fuhr. Oder war nur
noch viel los und nicht
schon wieder? Aus meiner Zeit als Zivi von April 1999 bis Mai 2000 war ich es bei Frühschichten am Sonntag eigentlich gewohnt, von halb sieben bis sieben Uhr
sämtliche Straßen in der Stadt
alleine für mich zu haben.
Der Einkauf an der Tanke markierte den Wendepunkt: Zurück nach Hause durch den Wiesengrund. Während ich eine 3/4 Stunde zuvor noch in völliger Dunkelheit losgefahren war, ging nun hinter mir die Sonne auf. Allerdings hinter Wolken. Ein seltsames, fahles Licht. Im Osten brach der neue Tag an, im Westen war es noch Nacht. Rückkehr am Sonntag-Morgen um 05:20 Uhr. Ich schrieb weiter am Sunlog-Review und sah mir um Viertel vor sieben die Früh-Wiederholung von »Malcolm mittendrin« an.
Später am Tag, etwa um 13 Uhr, grillten mein Vater und ich wieder auf der Terrasse. Im Anschluss sah ich ein wenig die letzte Etappe der Tour de France. Um 16 Uhr legte ich mich »für fünf Minuten« hin und schlief ein.
Kurz vor Mitternacht in der Nacht von Sonntag auf Montag stand ich wieder auf.
Erschienen am Montag, 28.07.2003 @ 8:03
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Tags: Leben
Aus manchen Webforen ist vielleicht bekannt, dass es »Dienstränge« gibt, je nachdem, wie viele Beiträge ein Teilnehmer geschrieben hat. Mit Bezeichnungen wie »Einsteiger« oder »Junior Member« geht’s los und das steigert sich dann in Richtung »Experte« und dergleichen.
Seit einiger Zeit bin ich in einem Forum unterwegs, in dem es eine etwas andere Einteilung gibt:
Vollhuf bis 4 Einträge
Brezlbäcker 5-9 Einträge
Affenprinz 10-14 Einträge
Zweidupferlahnunghaber 15-19 Einträge
Günther 20-29 Einträge
Check-o-mat 30-49 Einträge
Superperforator 50-74 Einträge
Kingdingeling 75-99 Einträge
Grandmastersuperchief ab 100 Einträge
Ich find’s cool. :-)
Und nun zu etwas völlig anderem.
Amazon.com bietet in seinen Produktkategorien neuerdings RSS-Feeds für neue Produkte an. Wegweisend!
Noch im Beta-Test und nicht beworben. Mir ist auch nicht ganz klar, wie John von inluminent sich seine Liste von Kategorie-Feeds zusammenstellen konnte, ich habe keine Übersicht gefunden. URL-Experimente?
[Gesehen bei inluminent.]
Erschienen am Montag, 28.07.2003 @ 8:14
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Tags: Web, webdesign
Ein freundlicher Newsgroup-Teilnehmer wies mich eben darauf hin, dass es von MacSOUP eine neue Beta-Version gibt (in meinem User-Agent-Header sah er, dass ich noch die alte Version benutze).
Habe ich schon vor ein paar Tagen gesehen, aber ich war noch nicht zum Update gekommen. Falls es jemand noch nicht gemacht haben sollte:
gleich downloaden.
MacSOUP ist der beste Newsreader für den Mac, wo gibt.
Die neue Beta-Version für OS X bereinigt einige Bugs und kann jetzt auch drucken.
Erschienen am Montag, 28.07.2003 @ 10:29
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Tags: Apple, Mac
Komme eben aus der Stadt zurück. Einen Happen gegessen (Lahmacun), Chips und
Brause-Bärchen gekauft. Die Bärchen sind prickeliger als die normalen
Brause-Tabs, da schmeckt sogar die Cola-Brause.
Auf der Rückfahrt fuhr kurzzeitig neben mir auf der Fahrbahn ein mit Stroh beladener LKW, während ich auf dem
Radweg rechts daneben fuhr. Auf der Rückseite prangte ein Schild mit der Aufschrift:
»Ladung qualmt?
Ist normal!
Pferdemist-Transport.«
Da gab es wohl in der Vergangenheit ein paar Reklamationen, die den Hinweis notwendig machten.
Auch in der Stadt gesehen: Ein Rad, bei dem jemand am falschen Ende gespart hat: Altus-Schaltung, aber Vollfederung. Wahrscheinlich für 200 Euro aus dem Supermarkt. Das Bügelschloss meines Rads hat allein 100 Euro kostet.
Nachtrag zur Tour de France: Ich vergaß zu erwähnen, dass die sturzlangweiligen Kommentare während der Tour-Berichterstattung zu meiner Zivildienst-Zeit immer ein perfektes Schlafmittel waren. Um am frühen Nachmittag langsam die Frühschicht ausklingen zu lassen.
Erschienen am Montag, 28.07.2003 @ 16:18
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Tags: Leben
Aber weil’s mir gerade wieder einfällt: Manchmal hätte man als
Web-Designer Lust, dem Kunden zu sagen:
»Suchen Sie sich aus den folgenden drei Eigenschaften zwei aus: Schnell, gut, günstig.
Die Kombination schnell und günstig bieten wir nicht an.«
In diesem Zusammenhang: Bei Christian bin ich mal wieder über den Lynx-Viewer gestolpert.
An der SAE habe ich gelernt, dass sich Ton-Ingenieure ihre Arbeit absichtlich auch auf schlechten Boxen anhören. Denn wenn es da gut klingt, dann auf teuren allemal. So mancher Web-Kollege könnte sich daran mal ein Beispiel nehmen und seine Seiten durch den Lynx-Viewer jagen: Wenn die Inhalte dort lesbar sind, dann sind sie es auf jedem Browser.
Erschienen am Montag, 28.07.2003 @ 16:33
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Tags: Web, webdesign
Dienstag, 29.07.2003
Ich suche eine Cover-Version des genannten Songs. Folgende Interpreten meine ich
nicht:
Bob Dylan, The Byrds, Them, Van Morrison, Graham Bonnet.
Es ist sehr rockig, mit einer tiefen Sängerstimme und ich schätze mal, dass die Version keine zehn Jahre alt ist.
Hat jemand einen Tipp?
Bei der Gelegenheit: Ich suche ein Stück, in dem ständig das Wort »Dreams« wiederholt wird und so ähnlich wie »The Dreams« von den NITS klingt.
Ich meine nicht »Dreaming my Dreams« oder »Dreams« von den Cranberries, auch nicht »Dreams« von Fleetwood Mac oder Gabrielle.
Danke.
Nachtrag (07:26 Uhr): Ah, eben bringt mir mein Vater noch eine CD rein: »
Frantic« von Bryan Ferry, und da ist es Track eins. Und guess what: Es war sogar schon in meiner
iTunes-Bibliothek. Bleibt noch die Sache mit »Dreams«.
Erschienen am Dienstag, 29.07.2003 @ 7:20
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Tags: Sonstiges
Carsten ist auf Wohnungssuche –
allein. Zwecks Aufmunterung wurde ihm ein Link
empfohlen: »
Dein Auftrag: Geh zu H&M und kaufe eine Unterhose.«
Regt zum Schmunzeln an.
:-)
Erschienen am Dienstag, 29.07.2003 @ 15:49
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Tags: Leben
Meine
iSight ist eingetroffen!
Frisch ans Display des Power Macs angeflanscht und ganz wie in den
Videos war der Zusammenbau eine Sache von wenigen Handgriffen in einigen Sekunden. FireWire-Kabel am einen Ende in den Rechner und am anderen Ende in die Kamera, schon war die Installation vorbei.

Das Auspacken hat wie immer besonders viel Freude bereitet. Negativ fällt allerdings auf, wie die Kamera am Display zu befestigen ist. Für die Notebooks gibt es eine Klemmbefestigung: Eine Plexiglas-Halterung wird einfach lose über die Display-Kante gehängt, fertig. Wer will, kann mit einem Schraubmechanismus noch arretieren. Desweiteren gibt es einen Standfuß für Monitore. Ich mit meinem 17er Apple-Display muss das dritte mitgelieferte Stück Plastik verwenden: Eine runde Fläche, aus der ein kurzer Stiel hervorragt (sieht ein bisschen aus wie eine Polizeikelle), wird an der Display-Rückseite angeklebt. Im mitgelieferten Heftchen heißt es, dass die Haftwirkung durch häufiges Ablösen verloren geht. Ach? Meine Empfehlung an Käufer lautet: Sehr genau überlegen und testen, bevor man das Ding festklebt. Die Halterung pappt bombig an der Display-Rückseite, so dass man beim Ablösen den halben Kleber in die Länge zieht (ich hatte mit dem ersten Anbringen leider keine geschickte Hand). Und Apple: Wäre es nicht möglich gewesen, ähnlich der Notebook-Klemme statt dieser senkrechten Halterung eine für die Displays passende Klemme beizulegen?
Mein künftiges Einsatzgebiet: Die Cam wird am Display befestigt bleiben, um sie für iChat-Video-Konferenzen nutzen zu können, wenn es in Zukunft noch mehr Leute mit Kamera geben wird (tja, das Schicksal der early adopters: das Henne-Ei-Problem). Ich habe sie mir aber auch gekauft, um von München aus Kontakt mit daheim aufnehmen zu können. In München habe ich mein iBook dabei. Das kann mit der Kamera nichts anfangen, da es für die Video-Funktion zu langsam ist (G3-500, gebraucht werden aber mindestens 600 MHz). Aber im iBook gibt’s Mikrofon und Lautsprecher, meine Leute zu Hause können die iSight (Video- und Ton-Eingang) und die Pro Speaker von Robert (Ton-Ausgang) benutzen.

Diese Verpackungsseite zeigt die Kamera mit zwei ihrer drei verschiedenen Haltungen (nicht abgebildet ist der Standfuß). Rechts oben ist die zweifelhafte Befestigung am Beispiel eines iMac-Displays gezeigt.
Die Kamera ist ein Zylinder, etwa so lang wie ein Mittelfinger und hat zwei Zentimeter Durchmesser. Sie ist wesentlich leichter, als ihre Größe vermuten lässt. Außerdem in der Schachtel (die genauso aufgebaut ist wie die des iPods): Eine zylindrische Verpackung zum Transport, "Handbücher" und ein dünnes FireWire-Kabel.
Erschienen am Dienstag, 29.07.2003 @ 16:08
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Tags: Apple, Mac
Mittwoch, 30.07.2003
Habe eben mal bei der T-Mobile-Hotline angerufen (2202 kostenlos vom Handy aus bzw. für mich, ohne Empfang zu Hause, die 01803-302202 für 9 ¢/Min.).
Die 24 Monate meines Vertrags laufen am 22. Oktober ab und ich wollte mal nachfragen, wie’s dann an sich weiter geht (und evtl ist es ja noch für jemand anderen hier relevant). Folgende Auskünfte habe ich bekommen:
Wenn ich nichts tue, verlängert sich der Vertrag automatisch ständig um weitere 6 Monate mit einer Kündigungsfrist von 3 Monaten zum Ende eines solchen halbjährlichen Verlängerunsintervalls.
Alternativ kann ich den Vertrag um weitere 24 Monate verlängern und kann ein neues, subventioniertes Handy bekommen oder 100 € Gesprächsguthaben. Bei einer Verlängerung kann ich auch meinen bisherigen Tarif behalten, der für Neuabschlüsse von T-Mobile nicht mehr angeboten wird (»Get10« mit 10 DM monatlichem Gesprächsguthaben bei 13,20 € Grundgebühr).
Ich weiß noch nicht, was ich machen werde. Mit T-Mobile bin ich recht zufrieden, abgesehen von der schlechten Empfangssituation bei mir zu Hause (ist halt Pampa). Ein neues Handy brauche ich nicht, da ich mit meinem Sony Ericsson T68i vom Oktober 2002 sehr zufrieden bin. Für eingebaute Kameras mit
unterirdischer Qualität habe ich keinen Bedarf. Außerdem würde das u.U. Zuzahlung bedeuten und kompatibel mit
iSync sollte es auch sein (und wenn, dann kommen nur
Nokia oder
Sony Ericsson in Frage; das
3650 z.B. sieht nicht nur bescheuert aus, sondern kostet subventioniert immer noch 150 Euro).
Ein Handy für lau nehmen und bei eBay verklopfen? Aufwändig. Und auf den ersten Blick auch wenig rentabel: Das 3410 liegt wie Blei in den Regalen und geht für weit unter 100 Euro weg, da lohnt die Gesprächsgutschrift eher. Beim Siemens C55 sieht’s ähnlich aus: 90 bis 95 Euro, dito S45i. Beim ME45, bei T-Mobile für 10 Euro mit 2-jähriger Vertragsverlängerung, sieht’s mit 110 bis 120 Euro minimal besser aus.
Erschienen am Mittwoch, 30.07.2003 @ 11:51
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Tags: Leben
Mit den
Sommerferien in der SAE ist es ähnlich wie in einer »normalen« Uni: Eigentlich ist es ja nur »vorlesungsfreie Zeit«. Bis der Unterricht nächsten Woche Montag (4.8.) mit dem Thema »Video« weitergeht – den letzten beiden Unterrichtstagen im BMC-Level –, bin ich hier noch ganz gut beschäftigt. Im Laufe der Woche des 4.8. muss ich meine BMC-Abschlussarbeit abgeben, am 11.8. ist dann vormittags die BMC-Abschlussprüfung und am Nachmittag geht es mit dem ersten Unterricht im CMD-Level weiter (Photoshop).
Dennoch naht der Urlaub mit großen Schritten: Verena und Wolfgang fahren am Sonntag den 10.8. mit dem Auto auf Sylt, ich komme am Mittwoch (13.) mit dem Zug nach. Der Urlaub geht bis 20.; die SAE am 18. und 19. lasse ich ausfallen, dafür setze ich mich dann am Samstag den 23. in die Klasse, wenn die Kollegen dort die 2. Photoshop-Woche in sechs Stunden am Stück durchnehmen.
Ich habe erst überlegt, ob ich mit dem Nachtzug fahren soll: Am Dienstag-Abend um 23 Uhr in München losfahren, am Morgen darau um kurz nach acht in Hamburg-Altona umsteigen und um halb zwölf mittags in Westerland ankommen. Problem: Mit der BahnCard 100, die ich am Freitag kaufen werde, muss ich keinen normalen Zugpreis bezahlen, sehr wohl aber den SparNight-Aufpreis von
66,80 Euro (bzw. 65 Euro regulärer Aufpreis) für ein Bett im Schlafwagen (2er Belegung mit Dusche und WC im Abteil; nur mit Waschgelegenheit fährt auf der Strecke nicht). Auf 12,5 Stunden über Nacht im Sitzwagen kann ich verzichten und vom Liegewagen wurde mir in
de.etc.bahn.tarif+service eher abgeraten.
Wahrscheinlich werde ich am Dienstag-Nachmittag (12.) erstmal nach Hause fahren und in Erlangen übernachten. Am Mittwoch-Morgen geht’s dann los:
Erlangen ab 04:36 mit RB 20731
Nbg Hbf an 05:03
Nbg Hbf ab 05:35 mit ICE 888
HH-Altona an 10:07
HH-Altona ab 10:31 mit RE 35010
Wes./Sylt an 13:26
oder:
Erlangen ab 05:17 mit RE 20401
Fürth Hbf an 05:29
Fürth Hbf ab 05:35 mit IC 2122
Würzburg an 06:23
Würzburg ab 06:29 mit ICE 888
HH-Altona an 10:07
HH-Altona ab 10:31 mit RE 35010
Wes./Sylt an 13:26
oder:
Erlangen ab 05:54 mit RB 20735
Nbg Hbf an 06:21
Nbg Hbf ab 06:30 mit ICE 684
HH-Dammt. an 10:59
HH-Dammt. ab 11:28 mit IC 2574
Wes./Sylt an 14:26
oder:
Erlangen ab 06:17 mit RE 20403
Fürth Hbf an 06:26
Fürth Hbf ab 06:32 mit IC 2324
Würzburg an 07:22
Würzburg ab 07:27 mit ICE 684
HH-Dammt. an 10:59
HH-Dammt. ab 11:28 mit IC 2574
Wes./Sylt an 14:26
Eine dieser Verbindungen. Dann bin ich nicht um halb zwölf auf der Insel sondern um halb zwei oder halb drei, zur besten Badezeit. Vom Westerländer Bahnhof sind’s zehn Minuten bis zum Strand. Ob man zwischen Hamburg und Westerland mit einem RE oder IC fährt, ist Jacke wie Hose, denn beide Züge halten genauso häufig. Wahrscheinlich nehme ich eine der Verbindungen mit ICE ab Nürnberg, dann spare ich mir einmal umsteigen in Würzburg (wenn dort der IC aus Fürth den ICE eingeholt hat, falls er pünktlich ist).
Jedenfalls acht Stunden Zugfahrt ohne Notebook-Steckdose. Eigentlich 16, da ich wahrscheinlich auch einen Tag früher wieder zurück fahre (Verena und Wolfgang übernachten in Hamburg). Und Strandurlaub. Die Wasserflaschen in meinem Rucksack werden sich mit einigen Büchern den Platz teilen müssen. Am letzten Urlaubstag auf Sylt im Jahr 2001 fing ich »High Fidelity« von Nick Hornby an. Auf der Zugfahrt bis Nürnberg kam ich bis Seite 220 (von 316) und konnte mich danach nicht mehr aufraffen, das Buch zu Ende zu lesen. Für dieses Jahr will ich es wieder einpacken. Außerdem will ich mich drei Bücher kaufen, die ich noch nicht kenne: Zweimal Belletristik und ein Sachbuch:
»Der steinerne Markgraf«, von Ines Schäfer.
Ein kurzer Kriminalroman (198 Seiten), der in Erlangen spielt. Freunde berichten, durch die Schilderung von Ereignissen an bekannten Orten der Stadt wird das Leseerlebnis intensiver. Davon ab soll das Buch auch gut sein.
»Der Simulant«, von Chuck Palahniuk.
Das hat mir ein Freund empfohlen. Chuck Palahniuk ist der Autor des grandiosen »Fight Club«, das mit Brad Pitt und Edward Norton in den Hauptrollen verfilmt wurde (ich kenne nur den Film). Laut der Inhaltsbeschreibung auf Amazon.de geht es auf 320 Seiten um einen Mann, der seinen Lebensunterhalt mit vorgetäuschten Erstickungsanfällen in Bars und Kneipen verdient (»bis ein hilfsbereiter Mensch auftaucht, ihn rettet und ihn aus lauter Dankbarkeit für die Gelegenheit zu einer solchen Heldentat mit Geld überhäuft.«). In seiner Freizeit besucht Hauptperson Victor eine Selbsthilfegruppe:
»[...]eine hemmungslose Gier nach Sex, die er nach Therapiesitzungen der Anonymen Sexabhängigen mit seinen Leidensgenossinnen auslebt. Dass es dabei nicht unbedingt romantisch und nicht wenig erotisch zugeht, dürfte Palahniuk-Leser kaum wundern.«
»Einspruch. Wider den organisierten Staatsbankrott.« von Oswald Metzger, bis September 2002 MdB der Grünen und Haushaltsexperte. Mit 19 Euro für 250 Seiten doppelt so teuer wie die beiden vorgenannten Bücher (9,90 bzw. 8,90 €), aber das Thema interessiert mich. Und Oswald Metzger habe ich in Reden als Bundestagsabgeordneter und bei Auftritten in Talkshows als Mann wahrgenommen, der weiß wovon er spricht (seine Argumentationen sind zumindest schlüssig), der unangenehme Wahrheiten ausspricht und auch vor Kritik gegenüber der eigenen Partei oder dem Koalitionspartner nicht zurückschreckt, der also den Eindruck macht, als ginge es ihm um ein übergeordnetes Interesse jenseits der Parteiräson. Das Buch erhielt laut schnellem googeln eine gute Kritik in der FAZ.
Thematisch geht es um Strukturreformen, mein Thema.
Ein bunter Strauß Lesevergnügen, mit Lokalmatadoren, Wahnsinnigen und Quertreibern in den Hauptrollen.
Erschienen am Mittwoch, 30.07.2003 @ 13:23
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Tags: Leben
Donnerstag, 31.07.2003
Am kommenden Sonntag-Abend, 3.8., zeigt die ARD um 23:20 Uhr den Film »
Mit aller Macht« mit John Travolta in der Hauptrolle. Erzählt wird die Geschichte um einen Wahlkampf in den USA. Ich kann diesen Film
sehr empfehlen. Gehört in die gleiche Kategorie wie »
Wag the Dog«, wobei der noch um einen Tick bissiger ist.
Erschienen am Donnerstag, 31.07.2003 @ 14:18
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Tags: Politik
Freitag, 01.08.2003
Unter der Meldung »
Brite erstreitet sich 912.000 Pfund Mobbing-Entschädigung«:
»Mit einem Beispiel illustrierte Horkulak die verbalen Ausfälle seines Chefs. Als er wegen des Todes seiner Mutter – diese war an Krebs gestorben – um Urlaub bat, soll Amaitis gefragt haben, ob denn nun eine "verdammte Epidemie" ausgebrochen sei. Zeitgleich war nämlich die Frau eines anderen Angestellten an Leukämie gestorben.«
Bei mir waren Umstände und Verhaltensweisen vor einem Jahr ähnlich.
Erschienen am Freitag, 01.08.2003 @ 14:30
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Tags: Leben
Samstag, 02.08.2003
Gestern Abend fuhr ich nach Nürnberg. Die erste Station auf meinem Weg war der Hauptbahnhof: Ich wollte eine
BahnCard 100 kaufen (ehemals »NetzCard«).
Eine gute Gelegenheit, mal die
Lounge zu besuchen, denn dort gibt es auch einen Fahrkarten-Schalter. Und ich war noch nie in der Lounge, obwohl ich seit dem 15.12.02 wegen
bahn.comfort reinkäme.
Die Nürnberger Lounge besteht nur aus einem recht kleinen Raum mit einigen roten Sesseln und kleinen Tischchen. Anwesend waren drei ältere Geschäftsleute in der Sitzgarnitur, jeder für sich, in Lektüre vertieft. Am Schalter ein älterer Herr, der gerade eine Geschäftsfrau um die 45 bediente. Tageszeitungen liegen aus. Es ist recht kühl: da hat jemand die Klimaanlage großzügig eingestellt. Ein Lounge-Stammgast werde ich sicher nicht, denn vier Dinge fallen unangenehm auf:
- Es ist totenstill.
Von einer Lounge erwarte ich, wie in einem Restaurant, dass leise Musik spielt und keine drückende Ruhe herrscht. Es muss ja nicht gleich TripHop oder Lounge-Musik (im Sinne von easy listening) sein, leichter Jazz oder ruhige Klassik wären nicht verkehrt.
- Die Türglocke.
In die Lounge kommt man nicht, indem man einfach auf eine sich von selbst öffnende Tür zugeht, nein, wer Einlass begehrt muss zuvor klingeln. Und bitte, diese Klingel! Ein lautes, unangenehmes Geräusch. Gefällt mir schon nicht an der Türklingel, die wir seit einiger Zeit neu zu Hause haben. In einer ruhigen Lounge mit entspannter Umgebung sollte es keine Klingel geben, die Sturm läutet, sondern eine, die »Ding« macht. Wenn man überhaupt eine Klingel braucht.
- Keine Steckdosen.
Ich habe zumindest keine gesehen.
- Kein Wireless-LAN.
Zumindest nicht in Nürnberg, aber kann ja noch kommen.
Nach mir betrat noch eine jüngere Geschäftsfrau um die 35 den Raum und ein Mann Ende 20, locker gekleidet. Die Dame vor mir am Schalter war fertig (sie kaufte eine BC50 für die 1. Klasse) und ich trug meine Kaufabsicht vor. Ich wurde in das Erdgeschoss verwiesen, hier könne ich leider keine BC100 kaufen.
Okay, runter in das Erdgeschoss, in das ReiseZentrum. Im Vorfeld zu diesem Tag wurde bekannt, dass die Bahn 500 zusätzliche Service-Kräfte einsetzt, 60 zusätzliche Schalter in den ReiseZentren einrichtet und außerdem Azubis an die Front schickt. Die Schlange für die normalen Schalter reichte bis zur Tür des ReiseZentrums, und das ist in Nürnberg viel, auch wenn es sich um eine zentrale Warteschlange für alle Schalter handelt. Am 1. Klasse-Schalter, besetzt mit zwei Leuten, jeweils nur ein Kunde vor mir. :-)
Hier erhielt ich meine BC100: Die Dame klärte mich über die Option der Ratenzahlung auf (ist über 12 Monate gerechnet aber teurer) und zog meine alte BC50 mit dem Hinweis ein, dass ich für die Restlaufzeit Reisegutscheine zugeschickt bekäme. Da ich mit denen in den nächsten 12 Monaten nicht all zu viel anfangen kann, könne ich die auch am Schalter in Geld wechseln. Weil ich gleich bezahlte, erhielt auch sofort eine vorläufige BC100 auf Papier, genauso, wie man vorläufige normale BCs bekommt, ehe die richtige Plastikkarte dann ein bis zwei Wochen später per Post zugestellt wird. Als Laufzeitbeginn wählte ich den kommenden Montag, da ich sie vorher nicht brauchen würde.
Dann die Bezahlung per Kreditkarte: Ich habe noch nie so viel Geld so schnell ausgegeben…
Abschließend beantwortete sie mir noch meine Frage, ob ich denn den EuroNight 483 von Nürnberg um 06:52 bis München (an um 09:03) mit der BC100 ohne Zuzahlung nutzen könne (das könnte ab 10. August für ein Jahr mein »Stamm-Zug« werden, statt dem ICE 1511 um 09:09 oder dem ICE 1513 um 11:09 in den letzten drei Monaten). Sie bejahte und wies mich noch darauf hin, dass ich alle DB-Züge ohne weitere Zuzahlung nutzen kann, außer den ICE-Sprinter und den Metropolitan. Das wusste ich zwar schon, aber egal. Vor etwa zwei Wochen schickte ich eine E-Mail an die Geschäftskunden-Betreuung mit der Frage, welche Züge ich denn mit der BC100 nutzen darf bzw. welche nicht und bekam als Antwort:
Produktklasse A: ICE, CIS, Thalys (nur auf DB-Relationen)
ICE-Sprinter mit Aufpreis
Produktklasse B: IC, EC, D, EN, BWE (nur auf DB-Relationen)
CNL und DB NachtZug mit Aufpreis
Produktklasse C: IR, IRE, RE, RB, S-Bahn
Zusätzlich ist die NetzCard im Metropolitan gegen Aufpreis zugelassen.
Sie wies darauf hin, dass für meine Verbindung Nürnberg-München für den Nachtzug kein Aufpreis zu zahlen sei, nur für die Benutzung des Liege- oder Schlafwagens, wenn es über Nacht geht (weiß nicht genau, was da das Kriterium ist, genauer brauchte ich es aber auch nicht).
Insgesamt sehr freundlich und kompetent – andererseits habe ich aber auch eben für 3.000 Euro Umsatz gesorgt.
Kleines Bonbon: Mit der gezahlten Vorsteuer in Höhe von 413,79 Euro gibt’s nächstes Jahr ein Wiedersehen.

[Zum Vergrößern: Anklicken.]
Weiter in die Stadt. Ein Döner bei Ballerina-Döner am Rathenauplatz war leider nicht mehr zu bekommen. Egal, andermal. Zurück zum Hauptbahnhof, dort im Müller noch Brillenputztücher besorgt und bei Yorma’s ein Salami-Baguette. Dann zu Fuß in Richtung Lorenzkirche, zum Admiral. Auf dem Programm stand »Terminator 3: Rise of the Machines«. Kurz nach 19:15 traf Martin ein. Wir unterhielten uns noch ein wenig im Admiral-Café, nachdem wir die Karten geholt hatten, und gingen kurz vor 20 Uhr nach oben zum AD1.
Oliver Hüttmann schrieb für Spiegel-online, der dritte Teil sei »ein B-Movie für 170 Millionen Dollar« und James Cameron, Regisseur der ersten beiden Filme, erzählt, für ihn sein die Geschichte mit dem 2. Teil eigentlich durch gewesen.
Antwort von Radio Eriwan: Im Prinzip ja. Ich steckte meine Erwartungen niedrig: Ein Action-Feuerwerk mit viel Ballerei und wenig Worten, und ich würde zufrieden sein. Das traf dann auch ein und ich wurde nicht enttäuscht. T3 ist ein B-Movie, aber wie ich finde, ein guter. Zumal der erste Film schon aus der Kategorie »B-Movie« stammte. Der gefiel mir auch wesentlich besser als der zweite Teil, in den so viel Action und Spezialeffekte reingesteckt wurden, dass man die Spannung vergaß, den der Ur-Terminator sehr wohl hatte. T3 überraschte damit, dass er sogar eine Handlung mitbringt: Wie der Titel schon sagt geht es um den Aufstand der Maschinen, wie’s zum Judgement Day gekommen ist. Der Anknüpfungspunkt an Camerons »abgeschlossene« Geschichte ist durchaus plausibel. Der dritte Teil besteht in der Erzählung aus einer einleitenden Verfolgungsjagd, im Mittelteil einer Flucht und im letzten Drittel natürlich dem Finale, mit einer überraschenden Wendung.
Ich kann T3 durchaus empfehlen; mir hat er besser gefallen als T2. Und bei der Frage, welche Kino-Fortsetzung in diesem Sommer eher lohnt, »Matrix: Reloaded« oder T3, dann fällt die Antwort klar zu Gunsten von Schwarzenegger aus.
Persönliche Anmerkung: Claire Danes ist eine Augenweide!
Nein, der T/X ist Kristanna Loken.
Erschienen am Samstag, 02.08.2003 @ 11:41
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Tags: Leben
Der
Telekolleg-Newsletter schlug gestern wieder hier auf. Diese Ausgabe befasst sich mit dem Fach Geschichte im kommenden Trimester (ab 13.9.). Er hat aber auch sonst einige interessante Informationen zum Telekolleg auf Lager, weswegen ich ihn hier ausschnittsweise wiedergebe:
In der 35. Woche beginnt die TRV mit der Auslieferung des Studienmaterials für das 4. (und letzte) Trimester. Ein halbes Jahr früher – im Vergleich zu fast 40.000 Absolventen des Telekollegs II – werden Sie die Fachhochschulreife erwerben können. Sie wissen, dass ohne Beeinträchtigung des Niveaus viele Fächer für das neue Telekolleg MultiMedial gestrafft wurden.
Das gilt auch für das Fach G E S C H I C H T E: Mussten die Kollegiaten früher 26 FS-Sendungen aufmerksam anschauen, zwei umfangreiche Bücher bewältigen, Arbeitsbogen für 26 Lektionen bearbeiten und dem Kollegtagunterricht folgen, so wurde die Stofffülle für Telekolleg MultiMedial halbiert.
Nur noch die neuere Geschichte des letzten Jahrhunderts (beginnend mit der Weimarer Republik) ist Gegenstand von 13 Sendungen, einem Buch, Unterricht und Prüfung.
Es wäre aber mit einem unvertretbaren Aufwand verbunden gewesen, die Sendungen 14-26 und das Buch mit den entsprechenden Lektionen 14-26 zu ändern. Schon wegen der Synchronität von Sendungen und Buch, aber auch wegen der inhaltlichen Bezüge und Querverweise haben es der BR und die TRV bei der alten Nummerierung belassen. Sie werden also ein (äußerlich) altes Buch aus dem früheren Telekolleg II mit den Lektionen 14-26 in Ihrem Studienmaterial vorfinden und im Fernsehen beginnt der Geschichtskurs am 08.09.03 mit der Sendung 14.
Das Buch wurde aber (innerlich) gründlichst aktualisiert. Sie sind damit – was die neueste Entwicklung angeht – auf der Höhe der Zeit.
Ich habe mich ja schon gefragt, welche Zeit das Geschichts-Buch und die -Sendungen behandeln werden. Bei der Weimarer Zeit anzufangen scheint mir ok zu sein, sofern man nicht 1945 schon wieder aufhört. Ich würde gerne mal etwas über neuere Geschichte erfahren, also die 50er, 60er und 70er.
Davon ab: Ich kann es ja nicht leiden, wenn in Ankündigungen Kalenderwochen genannt werde. Kein Mensch verwendet Kalenderwochen, niemand weiß, wann die 35. KW ist. Da ist erstmal nachschlagen angesagt und die wenigsten Kalender in meiner Nähe zählen die Wochen mit. Kann man nicht einfach sagen: »In der Woche des 25.8.« oder »ab 25.8.«? Jeder weiß, wann das ist.
Erschienen am Samstag, 02.08.2003 @ 12:25
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Tags: Telekolleg
»Wir, der gutmütige Diktator Nico und sein Adjudant Thorsten sowie der Knappe Sven und unsere zahlreichen Helfershelfer im Lande, werden die Blog-Weltherrschaft in einigen kurzen Schritten erringen. Zuerst Deutschland, danach sehen wir weiter.
Aber erst nach dem Wochenende, bei dem Wetter ist das zu anstrengend.«
Bei dieser Ankündigung lassen der Pinky und der Brain grüßen! :-)
Erschienen am Samstag, 02.08.2003 @ 17:59
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Tags: Leben
Ja, leck’ mich am Arsch…
Bei den
Aussichten muss ich mir was einfallen lassen. Zum Beispiel: Aufstehen gegen 14 Uhr, dann direkt ins Freibad, Arbeiten ab 20 Uhr. Oder so.
Mal sehen; kommende Woche verbringe ich erstmal zwölf Stunden in klimatisierten Zügen: Montag und Dienstag morgens Erlangen-München und abends zurück, am Donnerstag oder Freitag nochmal runter.
Erschienen am Samstag, 02.08.2003 @ 20:23
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Tags: Leben
Sonntag, 03.08.2003

Bei mir wird im Hintergrund eine Daten-DVD gebrannt. Wie weit ist die Scheibe? Evtl bald durch? Ein kurzer Blick ins Dock und ich sehe am Programm-Icon von
Toast, dass die DVD-R etwa zu 60% fertig gebrannt ist. Verbleiben noch etwa 7 bis 10 Minuten, dann ist sie fertig.
Keine Notwendigkeit, um seine im Vordergrund laufende Applikation zu wechseln; ein Blick genügt und ansonsten ist nahtloses Weiterarbeiten angesagt.
Erschienen am Sonntag, 03.08.2003 @ 14:46
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Tags: Apple, Mac

[Anklicken für eine größere Version.]
»Klingelt’s?« Das frage ich mich allerdings auch.
Der arme, mündige Verbraucher. Ich habe dieses Bild aus dem aktuellen eplus-Werbespot auch noch in Original-Auflösung vorliegen. Wer das Kleingedruckte am Fernseher lesen will, braucht einen guten Videorecorder mit brauchbarer Standbild-Funktion sowie einen Fernseher mit großer Röhre. Ich habe 72 cm und kann kaum was entziffern und ich möchte nicht wissen, wie dieses Bild auf einem 50er oder 30er Schirm aussieht.
Die verschwommene Schrift kommt nicht durch die JPEG-Kompression, das ist so original aus dem Äther abgegriffen.
Erschienen am Sonntag, 03.08.2003 @ 15:48
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Tags: Medien
Montag, 04.08.2003
Lockeres Arbeiten für mein SAE-Abschlussprojekt am späten Nachmittag. Bemerkenswerte Beobachtungen zur Hitze draußen: Während es an der Hauswand im Schatten 32,9 Grad anzeigt, sind es in der Wohnung nur 26 Grad; wesentlich angenehmer. Gegen 19 Uhr beschließen mein Vater und ich, ins circa acht Kilometer entfernte Tennenlohe rüber zu radeln. Es hat immer noch 30 Grad.
Verena fuhr nicht mit, sie war um 17 Uhr zur Kinderfreizeit der Kirchengemeinde aufgebrochen. Die Kids folgen am Montag, sie gehört zu einem kleinen Voraustrupp des Küchenteams. Die Sommerfreizeit ist in der Nähe von Hersbruck, beim »Almöhi«. Den Zeltplatzverwalter haben wir vor rund sieben Jahren so genannt, weil da eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Mila-»Cool Man« unverkennbar war: Um die 50 Jahre, runde Brille, grauer, langer Vollbart und ein glatt rasierter Kopf.
Das war recht witzig damals: Für die Kinder (8-12 Jahre) gab es keine Zelte, sondern Holzhütten im Wigwam-Style, mit Metalltüren. Olli und ich ließen es uns nicht nehmen, die Kurzen auf eine etwas unkonventionellere Art zu wecken, als wir mit Weckdienst an der Reihe waren: Einen Football kräftig gegen die Metalltür gepfeffert, Tür auf und mit Wasserpistolen rein.
Verena und Melli schlugen mit Kochlöffeln auf Kochtöpfe, das war auch gut laut. Die Rache der Teilnehmer folgte wenig später: Olli bekam einige nasse Waschlappen ins Gesicht, ich wurde verschont. Wir Betreuer (»Teamer«) schliefen unter freiem Himmel bei sternenklaren Nächten. War eine gute Zeit
damals.
Also, mein Vater und ich radelten nach Tennenlohe. Wir gingen in eine Pizzeria, direkt an der Bushaltestelle »Tennenlohe«. Netter Garten, aber das Essen war nicht so umwerfend: Es hat sehr lange gedauert, der Pizza-Teig war anderthalb Zentimeter dick und der Belag dafür hauchdünn.
Wieder zurück, noch den Rest von »Star Search« gesehen. Mich interessiert es nicht wirklich, ich habe nur mal die erste Sendung gesehen und mir neulich schon gedacht: Jeanette soll lieber weiter singen und gut aussehen, aber setzt sie bitte nicht nochmal in eine Jury (»Du bist so ein Sonnenschein, ich geb’ Dir fünf Punkte.«). Ganz so, wie es die SZ (?) kürzlich schrieb: »Vor dieser Jury muss sich niemand fürchten.«
Aber was mich interessiert hat ist in der Kategorie »Musik über 16 Jahre« (oder so ähnlich) der etwas breitere Aspirant: Thomas Wohlfahrt. Sehr sympathisch, ein Mann mit kräftiger Stimme und einem Aussehen wie Meat Loaf. Soweit ich das mitbekommen habe, hat er schon die ganzen DJ Bobo-Klone mit Wischmopp-Frisur und Girlie-kompatiblen Milchbubi-Beaus rausgekegelt. Durchaus rührend sein Heiratsantrag an seine Freundin live auf der Bühne.
Hey, was soll ich sagen, in meiner DVD-Sammlung finden sich nicht nur Filme wie »Fight Club«, sondern auch Vertreter der Kategorie »Stadt der Engel«.
Aber abgesehen davon, dass sich da einer anschickt zu gewinnen, der nicht nur rumhampeln sondern auch singen kann und mal nicht aussieht wie Ken der XI. aus der tausendsten Boygroup, abgesehen davon interessiert es mich nicht.
Es ist so warm, dass man eigentlich permanent duschen möchte. Ich beschränkte es auf einmal nach dem Aufstehen und einmal nach der Rückkehr von der kleinen Radtour.
Erschienen am Montag, 04.08.2003 @ 23:17
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Tags: Leben
Dienstag, 05.08.2003
Flash-Mobs waren
nicht mal eine Woche in, da muss auf SAT.1 »die nacht« natürlich über den neuen »Trend« berichten, für den sich inzwischen kein Lurch mehr interessiert.
Nicht, dass ich mal an einem teilgenommen hätte, ich find’ das völlig bescheuert.
Erschienen am Dienstag, 05.08.2003 @ 0:49
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Tags: Sonstiges
Mittwoch, 06.08.2003
Es ist kurz vor halb zwei Uhr nachts und es liegt eine Außentemperatur von 24,7 Grad an (»im Schatten«).
Nachts.
Ich hole jetzt den Ventilator aus dem Keller.
Erschienen am Mittwoch, 06.08.2003 @ 1:23
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Tags: Leben
Nicht mehr rechtzeitig zum Sommer kommt das neue Album von
Chicane raus: Mitte September.
Titel: »Easy to assemble«
Tracks:
- Love On The Run
- Daylight
- East Side Story
- In Praise of The Sun
- Locking Down
- Spirit
- Arizona
- Some Might Say
- Kilometre
- Something Wrong
- Empires
Erschienen am Mittwoch, 06.08.2003 @ 12:28
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Tags: Sonstiges
Mark Pilgrim hat zwar einen Mac, aber er ist trotzdem noch auf Windows angewiesen. Seinen Leidensweg einer Install-Session hat er im Artikel »
How to install Windows XP in 5 hours or less« zusammengefasst:
20. "This driver is not digitally signed." OK.
21. "This driver may cause your computer to become unstable." OK.
22. "This driver may anally rape your mother while pouring sugar down your gas tank." OK.
23. Nothing. No connection, no internet access, no acknowledgment of any device whatsoever.
24. Reboot.
25. Doesn’t work.
Gesehen bei Kai.
Erschienen am Mittwoch, 06.08.2003 @ 12:47
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Tags: Apple, Mac
Daniels neue Version von Sunlog, »2.3 release candidate 1«, nach einem Jahr Entwicklungszeit am 26. Juli veröffentlicht und sogleich von mir hart aber gerecht
verrissen, steht jetzt nochmal in einem ganz anderen Licht da – und zwar nicht unbedingt in einem besseren.
Andreas, der ursprüngliche Entwickler von Sunlog, gab Anfang der Woche einen
ersten Einblick (mit Screenshots) ins bald erscheinende »Sunlog lite«.
Das ist das wahre Sunlog 2.3!
Erschienen am Mittwoch, 06.08.2003 @ 12:57
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Tags: Web, webdesign
»Der Reiseführer Per Anhalter durch die Galaxis enthält ein paar Angaben zum Thema Handtücher.
Ein Handtuch, heißt es da, ist so ungefähr das Nützlichste, was der interstellare Anhalter besitzen kann. Einmal ist es von großem praktischem Wert – man kann sich zum Wärmen darin einwickeln, wenn man über die kalten Monde von Jaglan Beta hüpft; man kann an den leuchtenden Marmorsandstränden von Santraginus V darauf liegen, wenn man die berauschenden Dämpfe des Meeres einatemt; man kann unter den so rot glühenden Sternen in den Wüsten von Kakrafoon darunter schlafen; man kann es als Segel an einem Minifloß verwenden, wenn man den trägen, bedächtig strömenden Moth-Fluss hinuntersegelt, und nass ist es eine ausgezeichnete Nahkampfwaffe; man kann es sich vors Gesicht binden, um sich gegen schädliche Gase zu schützen oder dem Blick des Gefräßigen Plapperkäfers von Traal zu entgehen (ein zum Verrücktwerden dämliches Vieh, es nimmt an, wenn du es nicht siehst, kann es dich auch nicht sehen – bescheuert wie eine Bürste, aber sehr, sehr gefräßig); bei Gefahr kann man sein Handtuch als Notsignal schwenken und sich natürlich damit abtrocknen, wenn es dann noch sauber genug ist.«
Man lernt ja aus seinen Fehlern, und deswegen tat ich es am Montag-Morgen dem Anhalter gleich und packte ein kleines Handtuch mit in den Rucksack.
Der Fahrtwind kühlt, aber wehe, man wird an einer Ampel zum Anhalten gezwungen (ich habe nur drei auf meinem 10-Kilometer-Weg) oder kommt am Ziel an: Keine fünf Sekunden später rinnt der Schweiß. Ein Handtuch sorgt für Linderung.
Ich wollte mit der RE um 09:52 von Erlangen nach Nürnberg fahren (an um 10:10), dann um halb elf weiter mit dem ICE nach München. Wegen einer Baustelle bei Lichtenfels gab es auf der Strecke eine zünftige Verspätung und ich fuhr mit der RB, planmäßig 09:42, um kurz vor zehn ab. Ankunft in Nürnberg um 10:23, keine fünf Minuten Zeit um den Spiegel zu kaufen, eine Pfandflasche zurück zu tragen und ein Salami-Baguette zu besorgen. Ich beschränkte mich auf den Kauf des neuen Spiegels und stieg in den ICE ein, der pünktlich abfuhr.
Die ersten beiden Fahrten mit meiner vorläufigen BahnCard 100. Die ZuB im Bummelzug las nur »vorläufige BahnCard« und bat noch um den eigentlichen Fahrschein. Ich wies sie auf die »100« nach der BahnCard hin, das sie übersehen hatte, war ok. Der ZuB im ICE bat darum, sich den Ausdruck mal genauer ansehen zu dürfen, was ich ihm natürlich nicht verwehrte. Er las sich den Schein durch und murmelte was von »nur 20 Tage gültig« (laut ReiseZentrum wird einem die richtige BC100 aus Plastik aber nach etwa zehn Tagen zugeschickt; für die Netzkarten sind m.W. außerdem nicht die Leute in Schortens zuständig sondern welche in Offenbach, so dass es wegen Überlastung kaum länger dauern kann; falls doch, würde ich mir eine neue vorläufige BC100 ausstellen lassen).
Pünktliche Ankunft in München. Kurz vor Augsburg, die letzten vierzig Minuten, fing zwei Reihen schräg hinter mir ein Fahrgast an zu sägen. Ein infernales Geschnarche, es war unglaublich. Insekten hätten den Luftraum um sein Gesicht herum sperren müssen, denn einmal in einen Schnarcher eingesogen, hätte es für keine Mücke mehr ein Entkommen gegeben. Ich trug’s mit Fassung.
Über den Unterricht in der SAE erzähle ich in einem separaten Eintrag.
Der Rückweg: S-Bahn um 17:25 Uhr. Ein Treffen mit Holger klappte leider nicht mehr, das haben wir auf Dienstag verschoben. Die S-Bahn zuckelte im Innenstadt-Tunnel und hielt einige Minuten am Marienplatz, wegen einer Signalstörung. Da war klar: Der 17:44-ICE ist auf jeden Fall wegen, selbst wenn er auf Anschlussreisende warten würde und fünf Minuten später abfahren sollte. Ich stieg am Stachus aus und ging im Kaufhof einkaufen: Etwas zu trinken und ein neues Duschgel. Die paar hundert Meter zum Hauptbahnhof lief ich oberirdisch zu Fuß. Bei Yorma’s holte ich das Salami-Baguette nach, das vormittags aus Zeitgründen in Nürnberg nicht mehr drin war. Ich schlenderte durch den Haupteingang und die Haupthalle und aß dabei gemütlich. Ging auf die Galerie in den ersten Stock, um mir nach dem Baguette mal die hiesige Lounge anzusehen.
Es kam anders: Ich sah auf die Anzeigetafel über dem ServicePoint: Neben dem ICE mit der Uhrzeit 17:44 stand »etwa 20 Min. später«. Ich sah nochmal genau hin: Tatsächlich, der ICE über Augsburg in Richtung Hamburg, den ich eigentlich vor, ich sah auf die Uhr, einer halben Stunde nehmen wollte. Und der ICE1 stand tatsächlich noch immer auf Gleis 14, das war kein Fehler in der Anzeige. Nu ja, ich ging runter ins Erdgeschoss und zu Gleis 14 – schnellen Schrittes, denn »etwa 20 Min. später« waren schon abgelaufen. In dem Moment eine Durchsage: Die Abfahrt des ICE verzögert sich um weitere fünf Minuten »wegen Zugfolge«. Ich ging an den Lokführern vorbei, die neben der Lok standen (muss wohl noch einer von einem anderen Zug gewesen sein) und bestieg den Zug direkt am Kopfende des Bahnhofs; rein in einen Wagen der ersten Klasse. Dann durch zur zweiten Klasse und gerade als ich die erste Klasse, den 1.-Klasse-Raucherwagen, das BordRestaurant und den 2.-Klasse-Raucherwagen hinter mir hatte, schlossen sich die Türen und der Zug fuhr ab.
Nachdem ich in zwei oder drei Großraumwagen keinen Fensterplatz bekommen konnte, sah ich im nächsten Wagen in die Abteile. In einem war nur eine Frau mit einem Kind. Das Abteil war auch als »Kleinkindabteil« ausgezeichnet. An sich ein ganz normales Abteil, dass durch die Deklarierung mittels Papierschildchen in den Plastik-Reservierungsschlitzen zu einem solchen gemacht wurde, »ggf. freigeben«. Ich öffnete die Tür und fragte, ob noch frei sei, was bejaht wurde. Daraufhin nahm ich an der Tür Platz, während Mutter und Kind die beiden gegenüberliegenden Fensterplätze belegten. In Pasing stieg zufällig eine weitere Familie mit Anhang ein und kam zu uns ins Abteil. Vater, Mutter und ebenfalls ein kleines Kind.
Die folgenden zwei Stunden mit Sophie (3) und Pauline (2) waren recht unterhaltsam, denn die beiden erfrischend-quirligen Kinder verwandelten das Abteil in einen Abenteuerspielplatz und bezogen alle Anwesenden mit ein, was recht witzig war. Sophie unterhielt mehr uns als sich mit einem Kopfhörer: Statt sich das Kinderband aus der Armlehne anzuhören, reichte sie allen den Kopfhörer weiter (auch an mich) und erkundigte sich, ob die Lautstärke angenehm sei (»Laut?«). Mit Pauline krabbelte sie über unsere Beine hinweg und darunter durch. Später zog sie sich selbst die Sandalen aus und machte sich dann auch daran, bei den anderen für Frischluft im Schuhwerk zu sorgen. Die treibende Kraft bei diesen Unternehmungen war die ein Jahr ältere Sophie. Pauline war von sich aus eher ruhig, ließ sich aber von Sophie begeistern und mitziehen. Faszinierend auch, dass Sophie von ihrer Spielgefährtin immer von »der« sprach und sich trotz wiederholter Korrektur von ihrer und Paulines Mutter nicht von der Verwendung des falschen Artikels abbringen ließ.
Interessant anzuschauen war nicht nur das Verhalten der beiden Kinder den Erwachsenen gegenüber, sondern auch der Erwachsenen gegenüber den Kids. Nicht, dass es da was zu bemängelnd gäbe; alle haben sich prima verstanden. Paulines Mutter sprach auch Sophie an oder bot ihr Essen an. Sehr nett. Paulines Vater las in der SZ (ich las im aktuellen Spiegel, sah mir aber eigentlich mehr das bunte Treiben im Abteil an). Ich konnte ganz schlecht vermuten, was die beiden für ein Typ sein könnten. Da haben wir den Vater mit lockiger, aber doch kurzer Frisur, der die SZ liest aber auch aussieht, als wäre er einer ZDF-Vorabendserie entstiegen, in der er einen jungen, sonnengegerbten Yuppie spielt, Yachtbesitzer. Als Abendessen gab es einen Salat in transparenter Plastikschale (also so ein fertiger Salat), mit Mais. Teilweise reagierte er mit einem genervten Blick und stellte sich stur, wenn Sophie seine Beine verknoten wollte (meint: übereinander schlagen), machte dann andererseits aber wieder alles andere mit. Paulines Mutter machte auf mich auch einen seltsamen Eindruck, da sie mir, wie der Vater, Rätsel aufgab. Wenn sie mit den beiden Kindern sprach wirkte es so, als sei jedes Wort genauestens überlegt. Sie achtete auf eine deutliche Aussprache, sprach langsam und betonte jedes der handverlesenen Wörter: »Sophie, Du wolltest eine Pause machen.« oder: »Nein, Pauline ist für den Kopfhörer noch zu jung.« Zu ihrem Mann sprach sie in einem »normalen« Tonfall und in normaler Geschwindigkeit: »Eigentlich eine gute Idee mit dem Kopfhörer, wenn sie älter ist.« Irgendwas passte bei all dem nicht zusammen. Gut verdienende Yuppies mit gleichzeitigem Öko-Anstrich, auf eine gute Erziehung ihres Kindes achtend und mit silbrig-grau schimmernder Polyamid-Unterwäsche (die Frau hat Geschmack).
Über Sophies Mutter kann ich nicht viel erzählen, sie hielt sich sehr im Hintergrund, achtete vor allem darauf, dass ihre Tochter nicht all zu sehr über die Stränge schlug (wobei dafür auf eine apodiktische aber gleichzeitig liebe Art auch Paulines Mutter sorgte). Blue Jeans, weißes T-Shirt, Brille und ansonsten eben eher ein zurückhaltender Typ.
Die ZuBine kam einige Zeit nach Augsburg. Da sie mit der Kontrolle des Online-Tickets von Sophies Mutter etwas länger beschäftigt war, packte Sophie ihren Kinderfahrschein wieder in die Tasche (den sie wohl in einem anderen Zug bekommen hat), nachdem die ZuBine nicht zur Kontrolle des selben kam (»Dann pack’ ich ihn wieder weg, wenn Du ihn nicht sehen magst.«). Die ZuBine gab jedem von uns einen 10-Euro-Verspätungsgutschein für die 30-minütige Verspätung.
Insgesamt anscheinend Großkampftag bei der Deutschen Bahn: Im morgendlichen ICE gab es weder Reservierungen noch »Faltblätter "Ihr Reiseplan"«. Die Faltblätter fehlten ebenfalls im Zug nach Hause. Durch die verspätete Abfahrt geriet auch einiges Durcheinander: Durchsage des ZuB, dass man bei der Transportleitung um einen Halt in Treuchtlingen gebeten habe, dass dies aber von der Transportleitung nicht genehmigt wurde und alle Fahrgäste Richtung Treuchtlingen in Donauwörth umsteigen müssten. Später hielten wir dann in Treuchtlingen. Durchsage des ZuB vor Nürnberg: »Anschlusszüge kann ich Ihnen leider keine nennen, bitte achten Sie auf die Durchsagen am Bahnsteig.« Ich nahm’s locker, ich bin eh nicht auf diese Durchsagen angewiesen. Was ich noch nicht wusste: Der ZuB konnte keine Anschlusszüge nennen, da in Nürnberg das Chaos ausgebrochen war.
Ich wünschte den mitreisenden Eltern im Abteil einen schönen Abend und sagte »Tschüss, Ihr zwei.« zu den beiden laufenden Metern.
Ausstieg in Nürnberg. Viel Zeit bis zum nächsten Zug Richtung Erlangen, 20 Minuten (der Zug kam gegen 19:55 in Nürnberg an). In der Mittelhalle wunderte ich mich über zwei lange Schlangen an den beiden ServicePoint-Schaltern, die bis zur Rolltreppe ins Untergeschoss reichten (das sind sicher mehr als zehn Meter). Ich ging auf Gleis 4, an dem um 20:16 die RB mit Ankunft 20:41 in Erlangen abfahren sollte sowie anschließend der ICE um 20:33 mit Ankunft 20:46. Einige Reisende am Bahnsteig, teilweise Wartende auf die RegionalBahn, aber auch Leute mit Koffern, die mutmaßlich mit dem ICE weiter in Richtung Leipzig fahren wollten. 20 Uhr 15, die Anzeige der RB-Abfahrt verschwand und die Anzeige des ICE wurde aufgeblättert; ohne, dass bisher eine RB mit planmäßiger Ankunft in Nürnberg um acht nach acht eingefahren wäre. Verwunderung. Eine Durchsage, die, wenn ich mich richtig erinnere, den Ausfall des ICE wegen eines Oberleitungsschadens bekannt gab. Kurz darauf kam ein Service-Mitarbeiter der DB auf den Bahnsteig und fragte die leicht ungehaltenen Kunden nach dem Reiseziel. Erlangen? Mit der U-Bahn U1 nach Fürth fahren und am Fürther Hauptbahnhof aussteigen; die Züge würden in Fürth warten. Ein Reisender willigte mit Vorbehalt ein: »Für die U-Bahn zahl’ ich aber nix!« Der DB-Mann: »Da müssen Sie nichts zahlen, die U-Bahnen wissen Bescheid.« Ich ging zusammen mit den anderen Fahrgästen runter vom Gleis. Wir gingen zurück in Richtung Mittelhalle und begaben uns ins Untergeschoss. Zwei Zugbegleiter folgten uns in den Untergrund und fuhren dann auch in der U-Bahn bis Fürth mit.
Mir schräg gegenüber im U-Bahn-Wagen eine Frau Mitte Dreißig, die ebenfalls auf dem Gleis für den ICE stand. Neben Ihr auf dem Boden stand ein Koffer. Offenkundig stammte sie nicht von hier: sie sah sich kaum merklich um und knetete ein wenig ihre Hände. Ich kann mir vorstellen, dass das die Situation nicht gerade angenehm für sie sein müsste: Wenn ich mit dem ICE durch fremde Städte fahre sieht ein Hauptbahnhof aus wie der andere. Durch meine 2-jährige Springertätigkeit für die Bank kam ich viel rum. Zwischen Mai 2000 und Juli 2002 kam ich mal nur für einen Tag, öfter ein oder zwei Wochen, manchmal auch bis zu drei Monate am Stück in viele Städte: Amberg, Bayreuth, Augsburg, München, Ludwigshafen, Schweinfurt, Karlsruhe und ab und an arbeitete ich sogar mal »daheim« in Nürnberg bzw. Erlangen. Von den Kollegen bekam ich bei einem ersten Besuch immer exzellente Wegbeschreibungen vom Bahnhof zur Filiale, ein Hotel wurde für mich reserviert und war manches Mal nur zwei Kreuzungen weiter; beim nächsten Aufenthalt in der selben Stadt fand ich mich selbst wieder zurecht, reservierte meine Hotels selbst und alles war problemlos. Aber wäre ich z.B. als Ortsunkundiger mal in die Situation gekommen, ich hätte von Ludwigshafen nach Mannheim mit der Straßenbahn fahren müssen, hätte ich auch erstmal geschaut. Wo wegfahren, mit welcher Linie, in welche Richtung, wie heißt die Ausstiegshaltestelle, wo muss ich dann hin? Alles handhabbar, aber erstmal ungewöhnlich (tatsächlich musste ich bei meinen Einsätzen in Ludwigshafen mit der Straßenbahn vom Mannheimer Bahnhofsvorplatz aus nach Ludwigshafen »über die Brück’« fahren, war aber problemlos).
Ausstieg in Fürth. Ich ging in Richtung der Bahngleise und sah von unten die Treppe hoch auf die Anzeigetafeln. Ein ICE wartete nirgends und so ging ich auf Gleis 1, denn dort wurde für 20:56 der RE nach Erlangen angekündigt. Viele Menschen auf dem Gleis. Es strömten noch einige hinzu, auch die Frau aus der U-Bahn war wieder da. Drei Minuten später kam es zu einem kurzen Tumult zwischen Reisenden und den ebenfalls am Bahnsteig wartenden Zugbegleitern. Eine Frau bat darum, doch endlich mal klar zu sagen, was Sache sei. Ein ZuB, bei dem die Nerven auch schon blank lagen gab zurück, man möge doch mal Lautsprecher-Durchsagen abwarten und dann zuhören, dann erführe man schon, was los sei. Sprach’s und just darauf wurde der Fahrtziel-Anzeiger aktualisiert (»Abfahrt 21:00, Ansage beachten« ohne Angabe eines Fahrtziels oder einer Zugart) und es folgte eine Ansage: Auf Gleis 1 führe in wenigen Minuten der ICE aus Nürnberg Richtung Leipzig ein. Und dass dieser Zug mit allen Fahrscheinen aufschlagsfrei benutzt werden kann. Die für den aufgerufenen Zug zuständigen ZuBs packten ihre Sachen zusammen und sagten den Leuten beim Einsteigen des kurz darauf einfahrenden ICE, dass auch die erste Klasse freigegeben sei.
Ich blieb im Eingangsbereich stehen, ich wollte ja zehn Minuten später am nächsten Halt wieder aussteigen. Mit mir nahe der Tür: Eine junge Frau um die 25, ein Mädchen um die 18 und eine ältere Frau jenseits der 60. Sie sah einen älteren Mann am Bahnsteig herumirren und fragte ihn, wo er hin wolle. »Erlangen? Steigen Sie hier ein.« Sie zog auch noch einen Ausländer in den Zug, der zögerlich nach einem Zug nach Forchheim fragte und empfahl ihm, in Erlangen auszusteigen und dort zu warten, dann sei er zumindest schon mal weiter (was richtig war, denn Erlangen ist vor Forchheim der nächste RE-Halt, aber im Nachhinein überlegte ich ob es vielleicht nicht gescheiter gewesen wäre, mit dem ICE bis Bamberg zu fahren und dann zurück nach Forchheim, wenn aus Nürnberg keine Züge mehr abfuhren. Egal.
Ankunft in Erlangen um 21:15. Ich ging zu meinem Rad, sperrte auf und fuhr heim. Noch nicht gleich; ich setzte noch den 10-Euro-Gutschein beim Griechen in Frauenaurach um (tatsächlich muss ich ihn demnächst in einem ReiseZentrum in Bargeld umtauschen). Eine laue Nacht; ich saß draußen im Hinterhof. Richtig angenehm, in Ruhe zu essen. Es waren nur noch zwei weitere Gäste anwesend und es war sehr ruhig. Alle Viertelstunde schlugen die Glocken der benachbarten Kirche die Zeit an.
Daheim gegen 22:30 Uhr. So gesehen kam ich mit einer halbstündigen Verspätung heim, hätte ich den geplanten ICE um 18:48 ab München genommen.
So war’s der verspätete 17:44-ICE, der gegen 18:15 abfuhr und ich erlebte an einem Abend eine Menge.
+++
Über die Hinfahrt am Dienstag gibt’s nichts besonderes zu berichten. Dienstags fährt auf der Strecke um die Zeit 11:09 immer nur ein ICE-T-Halbzug, montags sind’s zwei gekoppelte Halbzüge. Es war recht voll und ich stand bis Nürnberg, um nach dem Aussteigen zahlreicher Fahrgäste einen optimalen Platz zu bekommen. Mit mir im Einstiegsraum kurz vor Nürnberg: Eine ältere Frau, die sich zum Verlassen des Zuges in Nürnberg bereit machte. Ich dachte, ich sehe nicht richtig: Sie trug eine schwere Jacke, aus irgendeinem Kunststoff. Eine Jacke, in der man schon in der »Übergangszeit« schwitzt, aber heute hatte es ja 30 Grad. Für ihre Kleidung war sie aber noch recht munter. Der kontrollierende ZuB erkannte meine vorläufige BC100 auf den ersten Blick.
Im Münchner Hauptbahnhof mit plus 10 Minuten angekommen. Eine Mehrwegflasche zurückgegeben, bei Yorma’s eine neue Wasserflasche gekauft, dann runter in die S-Bahn. Fünf Minuten später fuhr die S7 Richtung Perlach ab.
Nach der SAE ein kurzer Abstecher bei Holger und Stefie in der Wohnung. In diesen Tagen klagen viele Leute über ihre Dachgeschoss-Wohnung, aber bei den beiden ist es angenehm: Frisch renoviert und neu isoliert, außerdem kann man auf beiden Seiten die Fenster so öffnen, dass es einen Durchzug gibt. Die Wohnung ist ein Traum, aber ich überlegte mir heute, ob ich sie an ihrer Stelle nicht genommen hätte. Die perfekte Wohnung, aber mit einem K.O.-Argument: Fünfter Stock ohne Aufzug (und die Treppen sind auch noch aus Holz; wenn’s da mal brennt, ist das Treppenhaus das erste, was weg ist).
Wir unterhielten uns etwas und Holger half mir bei der Nachbearbeitung eines Videos in After Effects (Helligkeit, Sättigung). Dieses Programm ist der Hammer: Würde ich mehr mit Video machen, wäre das ein ganz klares muste-have, aber sowas von.
Den 18:48-Zug erwischte ich nicht mehr. Abendessen bei McDonald’s Nähe Ostbahnhof. Mit der S-Bahn um halb sieben zurück zum Hauptbahnhof, bei Yorma’s noch schnell die Flasche vom Mittag abgegeben, und ein neues Wasser gekauft. Den ICE1 von Gleis 14 um 19:45 erreichte ich noch knapp, er fuhr pünktlich ab. Im Zug schrieb ich auf dem iBook an diesem Eintrag; links neben mir, auf der anderen Sitzbank, packte ein Mitdreißiger ebenfalls ein iBook aus, allerdings noch ein dunkelgrünes der alten Generation der Klobrillen-iBooks. Hier konnte man mal den Einwand, die Barbie-Handtasche passe nicht zu einem Geschäftsmann, live in Aktion erleben. Das Ding sieht einfach scheiße aus und Apple hat sich im Sommer 2001 mit dem neuen Tupperschachtel-iBook eines besseren besonnen (von denen habe ich eines).
Der Mann hinter mir, der mehrmals mit seinem Handy telefoniert hat, war ziemlich genervt: Irgendeine Tasche (Aktenkoffer?) blieb liegen, sein Geldbeutel ist weg und irgendein Wisch von einem Makler war in der Tasche drin, wohl wichtiger. Das Ding ist wieder aufgetaucht und er managete die Rückführung zu ihm. Zum Schluss der Fahrt war er dann fertig mit den Nerven, und auch ich war etwas ungehalten.
Das ging so: Der ICE 986 schlich über die Gleise durch die Nacht (ist Euch schon aufgefallen, dass es jetzt wieder früher dunkel wird?). Er hielt nicht nur planmäßig in Augsburg und Donauwörth, sondern auch außerplanmäßig in Treuchtlingen und Pleinfeld. Um 21:30 hätte er eigentlich in den Nürnberger Hauptbahnhof, dem Endbahnhof, einfahren sollen, aber zu der Zeit hielt er erstmal kurz vor Nürnberg, an der S-Bahn-Station Schwabach. Und hielt. Und hielt. Und hielt. Durchsage des ZuB: Wegen eingleisiger Strecke und Zugfolge verzögere sich die Weiterfahrt. Wir standen geschlagene 50 Minuten in Schwabach. Die Entscheidung der Transportleitung, erst drei entgegen kommende Bummelzüge und einen Güterzug durchfahren zu lassen, statt den ICE die letzten zehn Minuten zum Hauptbahnhof fahren zu lassen, ist für mich nicht ganz nachvollziehbar.
Statt um 21:32 fuhr der ICE um 22:20 in den Nürnberger Hauptbahnhof ein. Ansage des ZuB der Anschlusszüge: Nächste Reisemöglichkeit Richtung Erlangen um 22:44 Uhr. Super-geil. Um 22:44 fuhr der IC 2165 natürlich nicht ab (nett, wie sich die ZuBine bei einem Anruf auf ihrem Diensthandy meldete: »Der 2165?«). Der Zug legte um 23:11 ab und kam um kurz vor halb zwölf in Erlangen an statt um 23 Uhr. So brauchte ich für eine Strecke, die normalerweise in zwei Stunden zurückgelegt werden kann, tatsächlich knapp vier Stunden.
Die ZuBine gab mir auf Anfrage die Auskunft, dass die Strecke deswegen nur eingleisig befahrbar sei, da mittags wieder die Oberleitung runtergekommen ist, die gestern schon mal abgestürzt war (und mir eine halbe Stunde Verspätung einbrachte).
Die erste Woche mit der Netzkarte fing gut an.
Ich überlege noch, ob ich einen Beschwerdebrief an die Transportleitung schreiben soll. Höhere Gewalt schön und gut (die Oberleitung wurde doch außerdem gestern repariert?), aber musste das sein, uns über eine 3/4 Stunde kurz vor dem Zielbahnhof in der Pampa rumstehen zu lassen?
Drei Verspätungsgutscheine zu je 10 Euro sollten bei fast zwei Stunden Verspätung eigentlich drin sein.
Erschienen am Mittwoch, 06.08.2003 @ 15:03
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Donnerstag, 07.08.2003
Gleich in »die nacht«:
»Beckham ohne H: Wenn Tätowierer sich verschreiben.«
Erschienen am Donnerstag, 07.08.2003 @ 0:27
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Freitag, 08.08.2003
Ein Apple-Powerbook (15er Titanium), unverkennbar wegen des eleganten Äußeren, der schwarzen Tastatur und der einsamen Maustaste über dem Touchpad.
Der Apfel auf der Rückseite wurde abgeklebt, man will ja keine kostenlose Werbung für Apple machen. Auf dem Display zu sehen: Ein Webbrowser, und zwar IE für
Windows, mit GUI-Widgets von Win2000.
Da hat sich jemand sehr viel Mühe gemacht, einen gutaussehenden Rechner vor die Kamera zu stellen und den Zuschauern trotzdem ein gewohntes Bild zu liefern…
Nachdem ja »Kinder« auch schon einen Lampen-iMac für seine Ü-Eier vor die Kamera gestellt hat, ist es ja eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis wir auch G5, iPods und iBooks in Werbespots sehen…
Erschienen am Freitag, 08.08.2003 @ 21:28
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Tags: Medien
Wie jeden Freitag war auch heute wieder Grillfest beim »Athen« in Frauenaurach. Das heißt: All you can eat für 9,90.
Der Vorteil von AYCE dort ist, dass alles sofort verfügbar ist, es gibt keine Wartezeiten. Praktisch, wenn der Magen kracht (Frühstück: Salami-Baguette; Mittagessen: Royal Käse) und man rechtzeitig zu »Enterprise« zu Hause sein will.
Morgen werde ich in die Stadt fahren. Der Plan sieht vor, zeitig ins Freibad zu gehen. Die beiden Erlanger
Freibäder, das »Freibad West« und das »Röthelheimbad« (angeblich ist eine Umbenennung der Röthelheim-Schwimmhalle in »
Hannah-Stockbauer-Sportschwimmhalle« angedacht), öffnen werktags von 06:30 bis 20:00 Uhr (im Juni und Juli bis 21 Uhr, in diesem Sommer auch im August) und am Wochenende ab 8 Uhr morgens.
Als ich heute Morgen um halb acht aufstand, hatte es bereits knapp 25 Grad. Am Abend bei der Heimfahrt aus der Stadt um 19 Uhr waren es noch 34… Jedenfalls, um acht Uhr früh ist es schon warm genug für’s Freibad und vielleicht sind ja um die Zeit noch nicht so viele Leute dort.
Ich nehme meine Kamera mit; ich will die derzeit laufende geniale Plakataktion von Lucky Strike für die Nachwelt festhalten. British American Tobacco haben mit ihrer Marke Luckies schon immer gute Werbung gemacht (über meinem Schreibtisch hängt seit zehn Jahren eine Printwerbung: »Unsere Welt soll schöner werden. Fangen Sie mit Ihrem Schreibtisch an.«; beworben wurde eine Luckies-Schreibtischunterlage).
Diesmal hat sich die Agentur KNSK selbst übertroffen.
So, ich gehe jetzt dann langsam in die Heia, damit das mit dem Freibad morgen früh auch klappt. Ich bin wie gesagt um halb acht (morgens) aufgestanden. Normal. Nicht normal ist, dass ich nur drei Stunden geschlafen habe: Ich war bis halb fünf Uhr morgens mit dem BMC-Abschlussprojekt für die SAE beschäftigt, das ich heute abgegeben habe. Ich berichte am Wochenende ausführlich.
Ansonsten geht’s morgen Nachmittag nach kurzer Verschnaufpause wieder in die Vollen: Lernen für die BMC-Abschlussprüfung am Montag.
P.S.: Wollte eigentlich seit längerem mal einen Eintrag zu Wortspielen in Überschriften schreiben. Ich mag Wortspiele, wenn sie halbwegs intelligent sind. Den hier mag ich der Welt aber nicht vorenthalten,
bei Kai entdeckt: Der Radiosender FM4 wirbt mit einer Sommeraktion, bei der die Hörer jeden Tag Fotos von Leuten mit T-Shirts einschicken sollen. Auf den T-Shirts sind Buchstaben A bis Z (heute B) und die Fotos sollen die Träger in einer nicht-österreichischen bzw. einer österreichischen Stadt zeigen, deren Namen mit dem Buchstaben des Tages beginnt. Titel der Aktion: »
Die Idee ist gut und die Welt dafür bereit.«
Musik:
Jakatta, »So lonely« (The Chillout Session Ibiza 2002, Disc 2)
Erschienen am Freitag, 08.08.2003 @ 21:48
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Tags: Leben
Samstag, 09.08.2003
Bruce »
Tog« Tognazzini hat der Website macnews.de ein
Interview gegeben. Tog arbeitete 14 Jahre lang bei Apple und war dort als Mitglied der Human Interface Group für das wegweisende Interface-Design der Mac-Benutzeroberfläche des Classic-OS verantwortlich. Heute ist er einer von drei Leuten der
Nielsen Norman Group, zu der auch Usability-»Papst«
Jakob Nielsen gehört.
Das Interview ist durchaus lesenswert. Tog ist ein anerkannter Experte und kann durch seine frühere Arbeit bei Apple auch einiges zum Mac gestern und heute sagen. All seinen Punkten kann ich jedoch nicht zustimmen.
»[An dieser Stelle des Interviews bemängelt Tognazzini die ihm fehlenden "Spring Loaded Folder" und meint, dass diese in der nächsten Version von OS X ebenfalls wiederkämen...]«
Das schmerzt schon etwas, zu lesen, das einer der größten Kritiker von OS X das System offensichtlich seit über einem Jahr nicht mehr genutzt hat und auf dem Stand von 10.1 oder älter ist (10.2 Jaguar brachte im August 2002 »spring-loaded folders« zurück). Und sich damit ein Stück weit disqualifiziert.
Ins Bild passt auch seine Aussage, dass OS X sehr langsam sei. Ich höre ja von Freunden wie Holger auch ab und an, welche Wohltat es sei, in OS 9 zu booten, da dort alles viel schneller wäre. Das stimmt zwar, aber das wundert auch nicht: Ein Rechner wird mit dem Betriebssystem ausgeliefert, für das er geeignet ist und das war bei alten G4-500-Powerbooks OS 9. Auf einem aktuellen Mac mit dem doppelten Takt, zwei Prozessoren oder gar auf einem G5 ist das System durchaus flott. [Später im Interview sagt Tog, dass er OS X auf einem G3-Powerbook installiert hat.]
Zumal Jaguar, das Tog ja nicht kennt, Quartz Extreme mitbrachte, dass die Arbeit mit dem System immens beschleunigte: Der 3D-Chip der Grafikkarte übernimmt seitdem alle Berechnungen des Bildschirminhalts (ja, auch 2D).
»Ich habe 1991 einen Bericht an den damaligen Apple-Präsidenten John Sculley geschickt, dass Microsoft nicht nur das Mac-Interface einholen, sondern auch überrunden würde. Mit XP ist die Prophezeihung inzwischen wahr geworden. Mit OS X ging das Mac-Interface nun ein paar Schritte zurück. Nun rennt Apple Microsoft hinterher.«
Lieber Tog: Geht’s noch?!
Quartz, Quartz Extreme, die Sheets, die wesentlich bessere Bedienbarkeit der Oberfläche ohne ein nervtötendes Heer von Assistenten…
Okay, weiter unten sagt er dann, dass »Microsoft immer hinterherrennt, anstatt innovativ zu sein«, als es darum ging, wer denn alles in allem innovativer sei.
»Wenn alles funktioniert, sind beide Interfaces meiner Meinung nach gleich gut. XP ist dann besser, wenn nicht alles glatt läuft. Es gibt eine ganz neue Schicht über dem "alten Keller", wo Agenten tatsächlich hilfreiche Tipps geben, falls es Probleme gibt.«
Der Extrahier-Assi: Warum einfach, wenn’s auch kompliziert geht?
Hmm. Die derzeitige Hilfe in OS X, das System betreffend, ist für den Orkus. Am besten ist nach wie vor die Hilfe von OS 9, danach würde ich die Hilfe-Seiten von Windows (W2K) sehen.
Windows XP kommt mit einigen Rudeln Assistenten, die das System einfacher bedienbar machen sollen. Nach dem Motto, da könne auch Bill Gates’ Großmutter mit umgehen. Das Problem bei diesen Assitenten ist: Wenn das System wirklich so einfach wäre wie es tut, braucht man keine Assistenten (die den Leuten die sich auskennen, nur im Weg herum stehen).
Beispiel? Beispiel: Der Extrahier-Assi von WinXP, der dann in Aktion tritt, wenn man eine Zip-Datei im Explorer doppelt anklickt und kein WinZip oder einen anderen Entpacker installiert hat. Der Extrahier-Assi fragt mich, wo ich denn den Inhalt des Archivs hin entpackt haben möchte. Davon ab, dass ich das überhaupt gefragt werde, wird mir diese Frage auch noch im denkbar schlechtesten Dialog-Design präsentiert: Ein editierbares Texteingabefeld, das mit dem aktuellen Pfad vorbelegt ist (der bei WinXP bis zum Desktop aber so lang ist, dass er nicht vollständig angezeigt werden kann). Da wäre ein Explorer-Dialog in Form des »Speichern unter«-Fensters besser gewesen).
Der »Mac-Way« ist, dass ich gar nicht erst gefragt werde, wohin das Archiv entpackt wird. Es wird einfach an Ort und Stelle ein neuer Ordner erstellt und dort hinein wird entpackt. So einfach ist das. Will ich das ganz woanders hin haben, schiebe ich die Zip-Datei vorher dorthin und klicke sie erst dann doppelt an.
Zum Thema Windows-Assis kann Holger viel mehr (und besser) erzählen. Du wolltest mal einen Artikel zu dem Thema schreiben?
Erschienen am Samstag, 09.08.2003 @ 7:52
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Tags: Apple, religion
Okay, es hat nicht geklappt. Die
Sache mit dem Freibad am frühen Morgen. Im Zug auf der Heimfahrt habe ich noch eine Stunde gepennt (der sogenannte Bayreuth-Effekt) und Dank 25 Grad um ein Uhr nachts fiel das Einschlafen trotz geöffnetem Fenster und Ventilator schwer. Der Ventilator läuft bei mir jetzt rund um die Uhr, wenn ich zu Hause bin. Tagsüber auf Stufe 2, nachts auf Stufe 1 für einen kleinen Luftzug bei mäßiger Geräuschkulisse.
Jedenfalls bin ich erst um 13:30 aus dem Bett gekommen. Aber für den Abend ist dann doch noch Freibad geplant: Mein Vater und ich wollen gegen 18 Uhr ins Freibad Herzogenaurach fahren.
Morgen früh geht’s für ihn und meine Schwester in Richtung Westerland, da muss ich heute Abend noch packen (ich will am Mittwoch, wenn ich mit dem Zug nachkomme, nur einen Rucksack mit Getränken und Büchern mitnehmen).
Übrigens kam vorgestern ein Schrieb von der Bahn wegen der Rückerstattung des Restwerts meiner BC50. Man entschuldigte sich im Voraus für eine längere Wartezeit von voraussichtlich 6 bis 8 Wochen wegen des großen Ansturms.
Heute kam meine BC100, die ich am 1. August gekauft habe als Plastik-Karte an (deswegen die Rückerstattung des BC50-Restwerts). Das ging ja flott! Kam per Einwurf-Einschreiben aus Schortens.
Wegen der 1 3/4 Verspätung von Dienstag habe ich keinen Brief auf den Weg gebracht – geschenkt. Der ICE gestern um neun nach neun kam fünf Minuten vor Plan in München an und der Zug retour mit Abfahrt um 16:38 erreichte Erlangen ebenfalls püntklich. Da bin ich dann wieder versöhnt.
Erschienen am Samstag, 09.08.2003 @ 16:24
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Tags: Leben
Apple hat heute neue iMacs vorgestellt (siehe Meldungen bei
Macrumors und
Heise), sowie neue iPods (
Macrumors,
Heise; siehe auch
Mac-TV).
Gerüchte sprachen gestern bereits davon, dass sich am heutigen Montag was auf Apples Homepage tun würde.
Die »silent upgrades« (=nicht auf einer Messe vorgestellt) mit Speedbump (=mehr Geschwindigkeit) bei den iMacs waren überfällig, ich hatte sie auch auf meiner Liste für Paris von vor ein paar Tagen (wenn sie heute schon neue iMacs und iPods vorgestellt haben, was zaubert dann Steve Jobs am 16.9. aus dem Hut?). Oder wie Jörn bereits im letzten November schrieb (vor dem Update im Februar 2003):
»Was haben ein iMac und ein Camembert gemein?
– Ganz einfach, den Schimmel.«
Wesentliche Neuerungen außer größer, satter, lecker (mehr GHz, mehr GB, mehr Grafikkarte): USB 2.0 und Airport Extreme. Ich vermisse ja nach wie vor einen Billig-Cube, einen iMac ohne Display für die Leute, die schon einen Monitor oder ein Display haben, aber keinen Power Mac brauchen…
Bei den iPods gibt es nach wie vor drei Modelle: Statt vorher 10, 15 und 30 GB nun 10, 20 und 40 GB. Der Listenpreis für den kleinsten iPod (10 GB) wird von 399 auf 349 Euro gesenkt. Auch die anderen beiden Modelle wurden um jeweils 50 Euro im Preis reduziert: 449 und 549. Jörn:
»Das bedeutet: Abgesehen von der neuen Speicherkapazität sind alle Daten gleich geblieben, obwohl es einem beim Betreten des Online-Stores entgegenfönt: "The all-new iPod".«
Nebenbei gab Apple bekannt, eine Million iPods für Mac und Windows verkauft zu haben sowie zehn Millionen Songs über den Music Store.
Angeblich soll es morgen Ankündigungen von neuer Software geben.
Die neue Print-Kampagne, auch zu sehen auf der Apple-Website bzw. der iPod-Produktseite. Eine gute Gelegenheit, um mal das Gelernte von Holgers Screendesign-Unterricht am lebenden Objekt zu überprüfen (nachdem wir eh schon nicht mehr an Plakaten vorbei gehen können, ohne uns Gedanken über die vier Grundprinzipien (plus »Weißraum« und »KISS«) zu machen. In aller Kürze:

- Prinzip der Nähe
Was zusammen gehört, muss auch zusammen stehen. Was nicht zusammen gehört, steht nicht beinander.
- Prinzip der Ausrichtung
Elemente an Achsen ausrichten, aber an möglichst wenig Achsen.
- Prinzip des Kontrastes
Wenn man verschiedene Stile verwendet, dann müssen sie möglichst unterschiedlich sein, auf keinen Fall zu ähnlich, denn das verwirrt nur.
- Prinzip der Wiederholung
Bekannte Elemente zwecks Wiedererkennung wiederholen. Fängt damit an, dass man nicht tausend Schriftarten verwendet.
- Prinzip des Weißraums
Platz lassen, nicht jede Ecke vollstellen.
- KISS
Keep it simple an surprising: Die einfachere Idee gewinnt.
Das Wichtigste: »Design is a good idea.« Wenn keine gute Idee hinter dem Design steht, kann es optisch noch so perfekt sein, die Anzeige/Seite/Site… bleibt langweilig.
Ich würde sagen, Apple hat hier auf alles geachtet, worauf man achten kann, und eine gute Idee mit dieser Scherenschnitt-Optik und dem hervorstechenden Produkt haben sie auch. Ich bin hin und her gerissen: »Technisch« perfekt, eine coole Idee, aber bei der Farbwahl droht akute Erblindungsgefahr.
Bericht vom heutigen Unterricht in der SAE kommt morgen, jetzt geht’s ab in die Heia.
Erschienen am Samstag, 09.08.2003 @ 19:10
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Tags: Apple, hardware
Sonntag, 10.08.2003
Verena und Wolfgang sind in Sylt angekommen.
Wir haben heute mehrmals telefoniert; im Moment sitzen sie in einem Strandkorb in Westerland. Verena berichtet, dass Ostwind herrscht und dass das Wasser gegenüber dem gewöhnlichen Stand um 10 bis 20 Meter zurückgewichen sei; die Buhnen lägen komplett frei. Algen oder Quallen hat es keine, aber Brandung gibt’s im Moment auch nicht.
:-(
Die Lufttemperatur ist an der See etwas frischer als bei uns: 30 Grad; hier in Erlangen sind es noch 32 Grad (und um 19 Uhr waren es noch 34).
Sie fuhren die komplette Strecke in 10 Stunden durch: Um kurz nach 6 Uhr morgens ging es los und um kurz nach 16 Uhr waren sie auf der Insel. Bei Kassel konnten sie gerade noch einem Stau ausweichen und ihn umfahren, der sie sonst laut Radio wohl zwei Stunden Wartezeit gekostet hätte. Durch Hamburg fuhren sie mittags um zwölf und um 14 Uhr waren die beiden an der Auto-Verladestation in Niebühl, mit einer Stunde Wartezeit vor der Überfahrt über den Hindenburg-Damm. Verena fuhr gar nicht mit dem Auto, da sie noch von der Kinderfreitzeit geschafft war, von der sie gestern erst zurück kam. Auf der Fahrt gab’s zwei, drei kleinere Pausen.
Am Donnerstag geht’s zu »Janke’s« zum Entenessen, so dass ich wahrscheinlich nicht gleich am Mittwoch in den Genuss von Jankes Steaks komme.
Ich werde jetzt nochmal nach der Wäsche sehen und dann fahre ich zum
Friedhof. Anschließend auf einen Sprung in die Stadt, zur Pizzabar. Die neue
c’t vom Samstag kommt mit in den Rucksack.
Für morgen früh muss ich mir ausreichend Wecker stellen, denn morgen ist der erste Tag des CMD-Levels in der SAE. Unterrichtszeit ist nicht mehr, wie in den ersten drei Monaten des BMC, von 14 bis 17 Uhr, sondern von 10 bis 13 Uhr. Morgen findet darüber hinaus noch die BMC-Abschlussprüfung von 14 bis 15:30 Uhr statt.
Wahrscheinlich fahre ich wie folgt:
Erlangen ab 06:17 mit RE 20403
Nbg Hbf an 06:36
Nbg Hbf ab 06:52 mit EN 483
MUC Hbf an 09:03
MUC Hbf ab 09:14 mit S7
M-Perlach an 09:33
Fall-Back-Variante:
Erlangen ab 06:59 mit IC 2162
Nbg Hbf an 07:19
Nbg Hbf ab 07:27 mit ICE 985
MUC Hbf an 09:16
MUC Hbf ab 09:34 mit S7
M-Perlach an 09:53
Vermutlich werde ich um 16:38 mit einem ICE-T wieder heim fahren (Ankunft in Erlangen um 18:45). Am Dienstag früh morgens das selbe Spielchen, aber wegen der Vorverlegung der Unterrichtszeiten mache ich »,früher Schluss«: ICE-T um 14:49 (den IC um 13:39 werde ich nicht schaffen). Der aufmerksame Leser und Bahnfahrer weiß: Die ICE-Neigezüge (»-T« wie »tilt«) verkehren auf der Strecke München-Nürnberg in Richtung Leipzig und Berlin, ich könnte also bis Erlangen durchfahren. Mit den ICE 1, die nach Hamburg fahren, muss ich in Nürnberg umsteigen. Am Dienstag werde ich aber in Nürnberg aussteigen und mir mal wieder den weltbesten Döner am Rathenauplatz genehmigen. Anschließend vielleicht noch Medien bei Müller & Rösch kaufen.
Am Mittwoch komme ich auf Sylt nach.
Erschienen am Sonntag, 10.08.2003 @ 20:21
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Tags: Leben
Montag, 11.08.2003
Ich bin noch einen Eintrag zur SAE von
letztem Montag und Dienstag schuldig (4. und 5. August).
Über die Ereignisse abseits der SAE habe ich bereits im Beitrag »
Wenn einer eine Reise macht, dann kann er was berichten« geschrieben.
Es handelte sich um den letzten Unterricht im 3-monatigen BMC-Level, dem Basic Media Certificate, mit dem Thema »Video«. Zum Glück fand der Unterricht diesmal nicht in der Multimedia-Abteilung im ersten Stock ohne Klima-Anlage und zwei bis vier wegen der Hitze abstürzenden PCs statt, sondern in der DFP-Abteilung im dritten Stock. Der Unterrichtsraum bei den »
Digital
Film
Program«-Leuten hat eine Klima-Anlage.
Wir nahmen vor AMD-PCs mit W2K und 256 MB RAM Platz und Robert (?) führte uns in die Geheimnisse von After Effects ein. Wir Multimedia-Leute behandeln Video-Themen genau wie Audio-Themen eher oberflächlich; für die Tiefe gibt es in den Bereichen Audio und Video ja eigene Kurse. Während man sich im Erdgeschoss bei den Audios zum Tontechniker ausbilden lassen kann, lernen die DFPler auch den Umgang mit verschiedenen Schnitt-, Compositing- und 3D-Programmen, von
Premiere und
Avid über
After Effects und
Shake bis hin zu
Cinema 4D,
Maya und
Softimage.
Wir bekommen an diesem Tag nur einen kurzen Einblick in After Effects und am Dienstag in Premiere. Im CMD-Kurs ab August wird es aber längere Unterrichtseinheiten zur Vertiefung dieser beiden Programme geben (und Cinema kommt glaube ich auch nochmal kurz dran).
Zu Beginn ein wenig Theorie zu Video, Fernsehbildern und Fernsehnormen, bevor es mit der Vorstellung der Oberfläche von After Effects los ging, inklusive Erklärung des Begriffs »Compositing«. Im weiteren Verlauf erstellten wir eine einfache Animation (verschiedene Transformationen eines Balls mit einem Strich am Äquator, später auch mit Bewegung von A nach B). Nach den Grundlagen erstellten wir ein einfaches Compositing: Ein Bild eines Autos sollte in Photoshop zunächst freigestellt und dann in After Effects vor dem Bild eines Parkplatzes mit Bäumen am Rand eingefügt werden. In einer Animation fiel der Wagen aus einiger Höhe nach unten auf den Boden und wurde dabei etwas deformiert. Dann waren die drei Stunden auch schon wieder rum!
Am Dienstag den 5. ging es – wie gesagt – um Premiere. Einige Worte zu Video, DV und Kompressionen, die wichtigsten Programm- bzw. Projekt-Einstellungen und auch hier eine Vorstellung der Oberfläche. Zwischendurch schaute Alex mal rein und gab uns einige Tipps zur bevorstehenden Prüfung. Anschließend ging es in Premiere mit der Timeline weiter und einigen wichtigen Werkzeugen/Arbeitsweisen. Wir importieren einige Clips aus dem Netzwerk (zum Capturen von einer DV-Kamera kamen wir nicht mehr), arrangierten diese und versahen sie mit Überblendeffekten. In diesem Zusammenhang fielen natürlich das Stichwort »Rendern«. Kurz vor Schluss zeigte uns Jochen (heute ein anderer Dozent) noch den Titelgenerator und das Exportieren aus Premiere heraus zur Weiterbearbeitung eines, z.B. Quicktime-Films in After Effects, Flash oder wo auch immer.
Insgesamt recht interessant. Premiere hat mich positiv überrascht, da ich niemanden kenne, der Premiere verwendet (muss wohl so eine Art Corel Draw unter den Video-Programmen sein). Bekannte greifen entweder zu größeren und teureren Lösungen wie Final Cut, sei es nun
FCE oder
FCP, oder missbrauchen After Effects auch als Schnittprogramm. Insofern war es eben überraschend zu sehen, dass Premiere ziemlich viele Möglichkeiten bietet und auch professionell daher kommt.
After Effects hat mich begeistert. Weniger das, was wir in der SAE zu sehen bekamen, das waren ja nur Grundlagen, wenngleich das Compositing viele Möglichkeiten bietet. Hin und weg war ich, als ich am Dienstag nach der SAE noch bei Holger vorbeischaute, der mir in After Effects einige Kniffe zur Bearbeitung eines Videos für mein BMC-Abschlussprojekt zeigte. Aus einem dunklen Video mit Schatten der Raumbeleuchtung in den Ecken wurde ein helles Video ohne jegliche störende Schatten. Die aufgenommene Person wurde von einigen weißen Flächen in After Effects umgeben, anschließend etwas an Helligkeit und Sättigung gedreht, fertig. Sagenhaft!

Links die Original-Videoaufnahme, rechts nach der Bearbeitung durch After Effects (verkleinerte Darstellung).
Dank an Klaus Keppler, der sich für die Aufnahmen zur Verfügung gestellt hat. Unglaublich, was man aus so einer Aufnahme noch rausholen kann. Die Aufnahmebedingungen waren ziemlich suboptimal: Ein Konferenzraum ohne besondere Ausleuchtung, nur die normalen Deckenlichter.
Nachtrag (02:45 Uhr): Alex erklärte uns auch, welche Konsequenzen ein Nichtbestehen der Prüfung hätte. Erstmal keine, das wussten wir auch schon zu Beginn des Kurses. Um mit dem CMD-Level weitermachen zu können, muss man die BMC-Abschlussprüfung nicht bestehen. Falls man nachher mit dem BA (Bachelor of Arts) weitermachen möchte, sieht das schon anders aus: Ein bestandener BMC (=Prüfung über 70%) liefert 30 credit points, die man für den BA braucht. Es gäbe aber im Falle eines Falles später noch die Möglichkeit, die Punkte über eine Art Nachprüfung wieder reinzuholen.
Wegen meiner vergeigten HD-Recording-Übung habe ich auch nachgefragt: Im Prinzip erstmal Pech, Deadlines sind Deadlines. Wie sich das konkret auswirkt werde ich sehen, wenn das Ergebnis der Abschlussprüfung vorliegt. Evtl kann mir die fehlende Übung egal sein (nicht rechtzeitig zum Termin abgeliefert bedeutet »nicht bestanden«), kommt auf das Ergebnis der Prüfung an. An sich sind 10 Prozentpunkte Abzug von der Note pro nicht abgelieferter bzw. nicht bestandener Übung vorgesehen. Wenn ich in der Prüfung 80% schreibe, ist mir das egal. Wenn nicht, hilft mir evtl noch der Audio-Zwischentest in irgendeiner Weise, in dem ich 90% gehabt habe. Falls alles Stricke reißen und ich den BMC nicht erfolgreich abschließe, wird’s wie gesagt erst wieder zum BA-Kurs interessant.
Erschienen am Montag, 11.08.2003 @ 2:18
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Tags: SAE
Mittwoch, 13.08.2003
Freitag, 8. August, 12:20 Uhr: Endlich geschafft. Es war schon einigermaßen erleichternd, die CD mit meinem BMC-Abschlussprojekt in das Fach der Projektabgabe zu legen.
Aber der Reihe nach. Am Montag und Dienstag war ja
Unterricht in der SAE, den ganzen Tag
auf Achse, kein Gedanke, irgendwas an dem Projekt weiterzumachen. Am Mittwoch ging’s mir ziemlich dreckig: Erst um halb zwölf mittags aus dem Bett gekommen, Kopfschmerzen, vielleicht wegen dem Wetter, keine Ahnung. Um 15 Uhr eine Aspirin eingeworfen, eine Stunde später ging’s etwas besser und ich konnte den fast fertig geschriebenen
Eintrag zu meinen Bahn-Abenteuern posten. Am Abend wieder Kopfschmerzen, die zweite Aspirin, nur noch entspanntes Programm (Stargate, Schmidt-Show, Frasier, keine Arbeit).
Am Donnerstag ging’s dann in die Vollen: Aufgestanden um elf Uhr Vormittags. Locker meine Mails bearbeitet und die Standard-Websites abgeklappert. Um 14 Uhr zu arbeiten angefangen, unterbrochen durch eine zwanzigminütige Pause für eine Tiefkühlpizza (keine Zeit, um irgendwas aufwändigeres zu machen, das über »Packung aufreißen« und »Mikrowelle anwerfen« hinaus ging). Bis halb zehn abends war ich mit dem Projekt beschäftigt: Die HTML-Seiten hatte ich bereits vor dem Wochenende weitgehend fertig, ich musste nur nochmal drüber schauen und hier und da was verbessern. Hauptsächlich befasste ich mich an diesem Tag mit Flash: Import eines Videos, experimentieren, welches »Preis-Leistungs-Verhältnis« zwischen Qualität und Bandbreiten-Verbrauch einen angemessenen Kompromiss verspricht (habe das Video bestimmt zwanzig Mal importiert und exportiert), gegenchecken mit dem Bandbreiten-Profiler. Außerdem Einfügen einiger Buttons, die der Surfer während der Video-Wiedergabe drücken kann.
Um halb zehn fuhr ich mit meinem Vater nach Forchheim, wir wollten mal wieder zu einem guten Italiener. Enttäuschung bei der Ankunft und Erfahrung für die Zukunft: Geschlossen wegen Urlaub. Das nächste Mal vorher anrufen… Wir fuhren zurück nach Erlangen doch auch das Delphi am Bohlenplatz machte Urlaub. Inzwischen war es so spät (halb elf), dass wir nirgendwo mehr warme Küche bekommen würden. Etwas zerknirscht fuhren wir zu McDonald’s am Hafen und waren um 23 Uhr zurück. Ich war bis zur Abfahrt um halb zehn eigentlich so weit fertig, aber man entdeckt doch hier und da noch Details, an denen man drehen kann. So kam es, dass ich erst um halb fünf morgens beschäftigt war.
Das Ergebnis meiner Bemühungen: Ein 404 K großes SWF-File mit eingebettetem Video, das ab 256 K DSL ruckelfrei streamt (mit wenigen Sekunden Ladeverzögerung vor dem Start). Sofortiges und ruckelfreies Abspielen bei ISDN-Verbindung war nicht drin, ohne die eh schon lausige Qualität weiter in den Keller zu knüppeln (hey, das ist ein Video!). Insgesamt brauchen die 44 Sekunden 790 Keyframes in Flash. Für die Techniker: Die Quicktime-Datei selbst hat eine Auflösung von 384×288 Pixel, die Bilder sind mit Motion JPEG A in höchster Qualität mit 25 Frames gespeichert. In Flash habe ich es mit der selben Auflösung, 18 Frames und 70% Qualität importiert. Der Export erfolgte ebenfalls mit 70%iger Qualität, der Ton ist mp3 in Mono bei 24 KBit/s. Flash exportiert Videos mit dem Sorenson Spark Codec.
Eingebettet ist das Ganze auf der Startseite einer Website: Eine neue Version der Website von
Keppler-IT von meinem Freund Klaus Keppler, der einen eigenen ISP betreibt. Die Website gibt’s vorerst nur hier zu sehen:
freimark.de/referenzen/local/kkit. Eines merkt man glaube ich ganz deutlich: Ich bin kein Grafiker. Die Site ist ziemlich karg.
:-(
Während der Arbeiten daran habe ich mich doch glatt dabei ertappt, dass ich in Macromedia Flash die aus Adobe-Programmen bekannte History-Palette gesucht habe. Und in Photoshop vermisste ich die Align-Palette von Fireworks.
:-)
Dank an Klaus Keppler, der sich zur Verfügung gestellt hat.
Holger Eggert für seine Unterstützung bei der
Video-Nachbearbeitung.
Dank auch an Kai Pahl für seinen hilfreichen Text zu den
optional regions von Dreamweaver MX (damit habe ich die Sub-Navi recht fix gebaut). In diesem Zusammenhang mal wieder ein Glanzstück von Macromedias-Übersetzungskünsten: Während es im englischen Original noch einigermaßen verständlich heißt: »Allow nested templates to control this«, heißt es in der deutschen Übersetzung:
»Verschachtelte Vorlagen zulassen zur Kontrolle über dieses«
Hier ist der Beweis: Oben ein Screenshot von Kais Seite, unten die deutsche Übersetzung in meinem Dreamweaver:

Deutsch als Fremdsprache in der Lokalisierungs-Abteilung bei Macromedia
Die beiden anderen Übungen des BMC, ein CD-Cover und eine Sprachaufnahme, gibt’s auf freimark.de nach meinem Urlaub (Ende August, ich kündige es hier an). Wenn ich lustig bin, poste ich vielleicht auch meinen halbgaren HD-Recording-Versuch (Kürzungsschnitt eines Mel C-Songs).
Gut, das Projekt war um halb fünf morgens fertig. Oder sagen wir besser: In einem Abgabe-fähigen Zustand. Mir sind noch einige Dinge eingefallen, die man verbessern kann, aber da hat dann einfach die Zeit gefehlt. Außerdem ist es ja keine »große« Abschlussarbeit, sondern nur das Abschlussprojekt der ersten drei von insgesamt 15 Monaten, der Abschluss des Basic Media Certificates. Was man zum Beispiel an dem Flash-Ding noch verbessern kann ist ein Knopf für »Ton an/aus« und einen wirklichen »Überspringen«-Button (der jetzige springt einfach nur in den Frame 790 der ersten und einzigen Szene; das klappt aber nur, wenn der Film komplett geladen wurde, was ja gerade am Anfang noch nicht der Fall sein muss). Oder die optische Gestaltung. Dafür gibt es technisch an der Website nichts auszusetzen: Sie validiert im W3-Validator und in BBEdit (Check Site Syntax). Denkbar, dass man in meinem FLA-File noch was verbessern könnte. Die Website basiert auf einem Tabellen-Layout, »boss ordered this«. ;-) Klaus hat noch viele Kunden mit alten Browsern (Uni).
Der Wecker klingelte am Freitag um halb acht, nach nur drei Stunden Schlaf. Ich fuhr um neun nach neun nach München. Im Zug saßen Hardcore-Franken: Ich komme zwar aus dem schönen Frankenland, aber der Dialekt ist schon etwas gruselig, machen wir uns nichts vor. Zwei Reihen vor mir fränkelte eine 6-köpfige Familie in einer Lautstärke, dass ich es keine zehn Minuten aushielt, vor allem nicht nach der kurzen Nacht. Kurz vor Nürnberg stand ich auf und ging einen Wagen weiter nach hinten; der halbe Großraumwagen vom Einstiegsbereich, wo die Sippschaft saß, bis zur Mitte des Wagens war leer, erst in der anderen Hälfte sammelte sich dann ein Pulk von Menschen. Im nächsten Wagen gab’s leider keine Fensterplätze auf der rechten Seite mehr, weswegen ich an einem Tisch auf der linken Seite Platz nahm. Böser Fehler. Merken: Bei einer Fahrt nach Süden am Morgen niemals auf die linke Seite setzen. Die rechte Seite ist im Schatten, aber auf der linken Seite scheint die Sonne durch Wäldchen und Streckenmasten durch; zum wahnsinnig werden. Als ob jemand zwei Stunden lang mit einem »Licht an, Licht aus« spielt. Ich schloss die Augen aber es half kaum. Nach all den Jahren weiß ich jetzt, welchen Sinn Schlafbrillen haben. Es wird minimal besser, wenn man sich etwas auf die Seite dreht. Die restlichen 1 3/4 Stunden hörte ich Musik aus meinem iPod.
Ankunft fünf Minuten vor Plan; ich stieg in die S-Bahn um. An der Station »Harras« traf ich um 11:30 Tim, um mit ihm zusammen in die SAE nach Perlach raus zu fahren. An den iMacs im Übungsraum zeigten wir uns gegenseitig die Projekte, dann beschrifteten wir den Abgabezettel und legten unsere CDs mit einem großen Seufzer der Erleichterung an der Supi-Theke ins Fach zur Kontrolle.
Wir fuhren wieder zurück zum Harras, trafen dort gegen 13:30 noch Alex K. Zu dritt gingen wir zu Tim und sprachen die Unit Outlines durch, als Vorbereitung auf die Prüfung am Montag den 11. August. Wir konnten uns gegenseitig eine Reihe von Fragen beantworten; insgesamt denke ich eine gute Vorbereitung. Tim war auch bis sieben Uhr morgens wegen des Projekts wach und wir lösten unsere kleine Zusammenkunft um kurz vor 16 Uhr auf; ich wollte wieder nach Hause. Ich nahm den ICE um 16:38 nach Erlangen.
Erschienen am Mittwoch, 13.08.2003 @ 1:42
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Tags: SAE
Bis 20. August bin ich in Urlaub auf Sylt. Hier geht’s am 21. wieder weiter: Natürlich mit den unvermeidlichen Urlaubsberichten, aber auch noch mit dem Bericht zum Start des CMD-Kurses in der SAE am vergangenen Montag und Dienstag dieser Woche.
Erschienen am Mittwoch, 13.08.2003 @ 1:50
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Tags: Leben
Die erste Woche im neuen SAE-Kurs, dem CMD, fing gut an: Ich kam am
Montag (11.8.) gleich mal eine 3/4 Stunde zu spät. Ich kam erst um 3 Uhr Blumenkohl ins Bett und vier hintereinander geschaltete Wecker vermochten es nicht, mich um halb sechs zu wecken, so dass ich noch den Euronight in Nürnberg erreichen würde. Auch für meinen Plan B war es bereits zu spät: Den ICE um 07:27 Uhr konnte ich ebenfalls abschreiben. Ich wachte auf, als ich das Startgeräusch des Motorrollers von einem Mitbewohner aus dem Haus hörte. Beim Aufsehen bemerkte ich, dass die Sonne schien. Brille auf die Nase gesetzt und die Uhrzeit am Videorecorder gecheckt: 06:45 Uhr, shit.
Naja, wenn die Studienkollegen in München feststellen dass sie verschlafen, passiert denen das vielleicht um halb zehn, bei mir ist es nach halb sieben. Ich stand auf, duschte und machte mich für die Abfahrt fertig. Den nächsten Zug nach München rausgesucht und Tim eine SMS geschrieben, er möge Alex G. Bescheid geben, dass ich später käme.
Hier nochmal ein kurzer Überblick, falls jemand was mit den Abkürzungen SAE, BMC, CMD und BA nichts anfangen kann (ich erwähnte sie
früher mal): Das SAE Institute in München ist eine von etwa zwei Dutzend SAE-Schulen auf der ganzen Welt, eine Hand voll davon in Deutschland. Ursprünglich hieß SAE »School for Audio Engineering«, inzwischen werden jedoch auch Kurse für Digital Film (3D und Video) sowie Multimedia (Web, Animation, Bildbearbeitung…) angeboten. Ich belege Kurse in der Multimedia-Schiene:
| Level |
Kürzel |
Name |
Dauer |
Kosten |
| 1 |
BMC |
Basic Media Certificate |
3 Monate |
1.170 € |
| 2 |
CMD |
Creative Media Diplom |
12 Monate |
5.850 € |
| 3 |
BA |
Bachlor of Arts |
12 Monate |
6.510 € |
| 4 |
MA |
Master of Arts |
? |
? |
Die SAE ist keine staatliche Hochschule. Außerhalb Deutschlands gilt sie als Universität. Der Abschluss des CMD nach 15 Monaten (mit dem BMC) ist ein institutseigener Abschluss, der Bachelor ist ein englischer Hochschul-Abschluss. Maximal geht’s bis zum Master, indem alle vier Levels durchlaufen werden (Unterbrechungen sind möglich). Ich war in München im Kurs BMC503, also im BMC, der im Mai startete und bis Anfang August lief. Jetzt geht es mit dem CMD weiter, und zwar CMD803 von August 2003 bis August 2004. Wie zu sehen ist, fallen Studiengebühren an. Man sollte aber nicht glauben, dass einem der Abschluss geschenkt wird, nur weil man für die Aus- bzw. Weiterbildung bezahlt. Keineswegs; ab sofort ist das süße Leben des BMC vorbei, im CMD werden andere Saiten aufgezogen.
Das geht mal damit los, dass jetzt wieder frühes Aufstehen angesagt ist: Der Unterricht findet nicht mehr zwei Tage die Woche von 14 bis 17 Uhr statt, sondern von 10 bis 13 Uhr (bei den Tagen Montag und Dienstag für meine Klasse bleibt es jedoch). Der BMC diente nur als lockerer Einstieg, um mit dem System des SAE vertraut zu werden und um einen Überblick über die Arbeitsfelder zu bekommen (es soll Leute gegeben haben, die nach dem BMC die ursprünglich angedachte Richtung verließen und z.B. Ton-Ingenieure statt Pixel-Schubser wurden). Während des BMC waren drei Übungen zu absolvieren, ein größeres Projekt abzugeben und ein Abschlusstest zu schreiben. Im Diplom-Level geht es jetzt in die Vollen: Zwölf Übungen, vier Projekte, eine Diplomarbeit mit 10.000 Wörtern, eine theoretische Abschlussprüfung, eine praktische Abschlussprüfung und verschiedene kleinere Zwischenprüfungen (vier?), die zusammen mit den Projekten eine Vornote bilden. Die wichtigste Regel dabei:
Ist < 70 + 70 + 3 = Tod!
Wer ein Zeugnis über die erfolgreiche Teilnahme am CMD bekommen möchte, muss mindestens 80% in der Endnote erreichen. Außerdem darf man maximal drei der zwölf Übungen auslassen bzw. nicht bestehen.
Wer ein Diplom erhalten möchte, muss in der Diplomarbeit 70% und im Abschlussprojekt 80% erreichen.
Insgesamt also recht anspruchsvoll: Quasi jeden Monat eine benotete Übung, ständiges Lernen für die Tests, nebenher noch alle paar Wochen ein großes Projekt und am Schluss die Diplomarbeit (Abgabe der Gliederung im Februar, Abgabe der Arbeit im Juli) sowie, natürlich, theoretische (270 Fragen in drei Stunden) und praktische Abschlussprüfung (eine Stunde). Das genaue Notensystem ist etwas komplizierter, Details spare ich mir. Bei mir kommt noch hinzu, dass ich im nächsten Telekolleg-Kurs ab März 2004 mein Fachabitur abschließen möchte (Mathe, Physik und das Doppelfach Technologie/Informatik sind noch nachzuholen). Ach ja, und ab und an was zu essen wäre auch recht, also nebenher muss irgendwie Geld aufgetrieben werden. :-|
Welche Fächer prasseln in den nächsten zwölf Monaten auf uns ein?
- Photoshop (2 Wochen)
- Freehand (1 Woche)
- Screendesign (2 Wochen)
- DTP (2 Wochen; InDesign, yes! Kein Quark!)
- Director und ein bisschen Lingo (4 Wochen)
- 3D (5 Wochen; Cinema 4D und QTVR)
- Ein großer Block Video ab Januar
- Ab Mitte Februar ein großer Block Web inkl. Servertechnologie
- Flash (5 Wochen ab Ende März; nur noch Actionscript)
- Javascript (2 Wochen)
- Video for Web
- Flash in Zusammenarbeit mit PHP und SQL: Dynamik mit allem Zipp und Zapp (7 Wochen!)
- Endprüfung am 2. August 2004 sowie Präsentation des Abschlussprojekts
Wir erhalten zu fünf großen Themen Bücher aus dem Galileo-Verlag; den Anfang machte heute das Buch zu Adobe Photoshop 7 von Gerhard Koren. Das Buch ist zum Selbststudium gedacht. Nach etwa anderthalb Stunden Durchsprechen des vor uns liegenden CMD-Kurses ging es mit einer Wiederholung in Photoshop los. Was wir im BMC schon angeschnitten haben, besprachen wir nochmal ausführlich, da es doch teilweise nicht mehr präsent war.
Die restliche Zeit des Montagsunterrichts besprachen wir alles nur Denkbare zum Thema Selektionen (in diesem Zusammenhang bekamen wir zig Shortcuts mit). Bislang sagte mir Photoshop ja nicht so zu: Ich fand auch im BMC noch Macromedias Fireworks einfacher; vielleicht lag das aber nur daran, dass ich es gewohnt war. Mit Photoshop wurde ich nicht richtig warm, aber mir war natürlich klar, dass Photoshop wesentlich mächtiger ist und mehr Möglichkeiten bietet. An diesem Montag war ich richtig angetan von Photoshops Möglichkeiten, und dabei besprachen wir nur Auswahlen, arbeiten mit Auswahlen, Alpha-Kanäle und weiche Kanten.
Ich ging am Montag-Abend zwar zeitig ins Bett, aber konnte nur von etwa 21 bis 23 Uhr schlafen. Danach ging nichts mehr und in mir reifte die Erkenntnis, dass ich professionelle Hilfe in Anspruch nehmen muss: Den Weckdienst der Deutschen Telekom.
An diesem Dienstag-Morgen klappte das zeitige Aufstehen und ich erwischte den Euronight um 06:52 in Nünberg. Nicht so der Bringer, der Zug (alte InterCity-Garnitur halt). Bringt mich eine S-Bahn früher zur SAE (09:33 statt 09:53), da werde ich künftig lieber mit dem ICE um 07:27 (in Nürnberg) fahren.
Richtig begeistert von Photoshop war ich nach dem Unterricht vom Dienstag: Wir bauten heute eine zweite Montage nach und setzten dafür sowohl Ebenenmasken, Ebenenmodi als auch Farbkorrekturen ein.
Während die Regler für Helligkeit und Kontrast die »Bratpfannen-Methode« ist, hat man mit dem Histogramm bzw. den Levels wesentlich interessantere Möglichkeiten (Hausaufgabe: Sich mal die »Curves« zu Gemüte führen). Abschließend ging’s um Adjustment Layers (Farbkorrekturen non-destruktiv). Lernziel: Reproduzierbares Arbeiten; nicht einfach tausend Filter drüber klatschen und irgendwann wird’s schon gut aussehen.
Insgesamt lässt sich die erste Photoshop-Woche im CMD mit drei Worten zusammenfassen: Ham-mer-hart.
Jetzt, da der BMC vorbei ist: Was hat’s mir gebracht? Abgesehen davon, dass man den CMD nicht ohne vorheriges Durchlaufen des BMC beginnen kann, fand ich den BMC ehrlich gut. Er bot einen Überblick der verschiedenen »Disziplinen« von Photoshop über Audio, 3D, Video bis zu Flash. Er zeigte sehr deutlich das Prinzip der SAE auf: Anhand der Fächer, in denen ich schon ein paar Kenntnisse (Flash) oder sehr umfangreiche Kenntnisse (HTML) hatte konnte ich sehen, wie viel einem in den wöchentlich zweimal drei Stunden gezeigt werden konnte und wie viel mehr es in diesen Fächern zu lernen gibt. Die SAE bringt einen durch die Theoriestunden sehr schnell auf ein gewisses Level, das man sich durch autodidaktisches Lernen in der Kürze der Zeit nicht aneignen könnte. Von da aus kann man sehr gut weitermachen und darauf aufbauen, wozu man durch die Übungen und Projekte ja auch gezwungen wird. Der BMC machte deutlich, dass man den Kurs zwar mit Minimal-Aufwand durchlaufen kann, dass einem das ohne eigenes Engagement nichts bringt. Der SAE-Student bekommt nichts in den Hintern geblasen, er muss sich selbst weiteres Wissen aneignen und die guten Grundlagen des Theorieunterrichts helfen einem dabei.
Ah ja, ein kurzes Wort zur Abschlussprüfung vom Montag-Nachmittag: 72 Fragen und 90 Minuten Zeit. Ich will jetzt nicht übermütig werden, so lange ich das Ergebnis noch nicht kenne, aber ich tat mich leichter als erwartet und war nach 40 Minuten durch. Es wurden keine Shortcuts oder Menübefehle abgefragt (Telekolleg-Informatik lässt grüßen), sondern Grundlagen wie zum Beispiel die Frage, welches Farbsystem additiv ist oder ob der Designer die Anzeige einer bestimmten Schriftart am Bildschirm des Betrachters sicherstellen kann (eine der möglichen Antworten: »Wozu überhaupt Schrift?«). Die Fragen wurden im Vorfeld von den Dozenten eingegeben, so dass wir auch nur gefragt wurden, was im Unterricht behandelt wurde. Auf einem halben Dutzend Seiten gab’s die Fragen und bis zu fünf mögliche Antworten (multiple choice-Test).
Auf einem separaten Blatt waren die entsprechenden Antwortkästchen auszumalen; der Bogen wird eingescannt und von einem Computer ausgewertet (das kenne ich noch von den Untersuchungszetteln aus meiner Zivi-Zeit im Labor des Uni-Kopfklinikums, bevor 2D-Barcodes eingeführt wurden; sehr zuverlässiges System).
Bewertet wird nach dem »Harvard-System«: Angenommen, bei einer Frage mit fünf Antwortmöglichkeiten sind drei richtige Antworten zu markieren. Markiert man nur zwei Richtige, gibt’s einen halben Punkt da über 50% der Frage korrekt beantwortet wurde. Einen ganzen Punkt gibt’s freilich nur, wenn alle drei Antworten richtig markiert wurden. Aber sobald eine der falschen Antworten mit angekreuzt wird, auch wenn die anderen drei Markierungen an der richtigen Stelle sind, gibt’s für die Frage null Punkte. Es gab sogar eine Frage mit fünf richtigen Antworten, so dass da wohl jeder einen halben Punkt mitnehmen konnte. Ansonsten war die Strategie jedem klar, wie sich auch in den Gesprächen hinterher zeigte: Wenn man sich bei einer Option nicht sicher war, lieber nicht ankreuzen und besser einen halben statt keinem Punkt einsacken.
Um das Zertifikat über die erfolgreiche Teilnahme am BMC zu erhalten, sind 70% in der BMC-Abschlussprüfung zu erreichen. Die Note des BMC-Abschlussprojekts taucht zwar im Zeugnis auf, hat aber keinen Einfluss auf die Endnote.
Erschienen am Mittwoch, 13.08.2003 @ 21:24
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Tags: photoshop
Freitag, 22.08.2003
Nach dem Urlaub bin ich für mein Weblog auf ein neues System umgestiegen. Unter der Adresse http://www.my-two-cents.de/index.php wird es daher keine neuen Einträge mehr geben, außerdem hat sich die Adresse des RSS-Feeds geändert.
Die Adresse für die Startseite im neuen System lautet einfach
http://www.my-two-cents.de; der RSS-Feed ist nicht mehr auf http://www.my-two-cents.de/rss.xml zu finden sondern unter der neuen Adresse
http://www.my-two-cents.de/index.rss.
Die neue RSS-Funktion bietet jedoch eine Reihe von Neuerungen; Details können hier nachgelesen werden: »
The Zen of Blogging«.
Zum Wechsel der Weblog-Software selbst gibt es einige Informationen in »
Minimalism in Action«.
Zwischen dem 13. August und dem heutigen Eintrag wurden im neuen System folgende zwölf Einträge publiziert:
22.08.03
The Zen of Blogging
21.08.03
Minimalism in Action
Sylt-Urlaub: Der Tag danach
20.08.03
Achter Tag: Abreise
19.08.03
Siebter Tag: Letzter Tag auf der Insel
18.08.03
Sechster Tag: Wieder bedeckt
17.08.03
Fünfter Tag: Wolkenlos
16.08.03
Vierter Tag: Parkplatzsuche
15.08.03
Dritter Tag: Kurz gesagt…
14.08.03
Zweiter Tag: Message in a Bottle
13.08.03
Erster Tag: Anreise
Schluss mit lustig
Erschienen am Freitag, 22.08.2003 @ 23:49
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Tags: Sonstiges
Samstag, 23.08.2003
Mein Rad ist reif: Eigentlich ist der Mantel am Hinterrad schon seit etwa achtzig Kilometern, etwa eine Woche, abgefahren, aber ich brauche das Rad jeden Tag und komme einfach nicht zu den Öffnungszeiten zu meinem
Händler mit angeschlossener Werkstatt. Da die Karkasse bereits schön grüßen lässt, habe ich das Rad heute nicht am Bahnhof abgestellt, sondern vor der Freilauf-Werkstatt. Abgesperrt und einen Brief mit aufgeklebtem Schlüssel in den Briefkasten: Bitte am Hinterrad die Felge auf Beschädigung kontrollieren und ggf. austauschen, das Hinterrad zentrieren, den Mantel austauschen und die Schaltung stellen, ich hole es am Dienstag ab; bitte Bescheid geben, wenn’s länger dauert.
Eigentlich weiß ich es ja besser, aber in einem Anflug von Größenwahn habe ich am Freitag versucht, mich selbst des Problems anzunehmen. Nur mal gucken. Da sah ich immerhin das Ausmaß des Problems und wollte das Hinterrad danach wieder einbauen, um doch zum Händler zu fahren. Aber ich, mit einer Fünf im Handwerken der siebten Klasse (was war ich stolz), habe es um’s Verrecken nicht fertig gebracht, die Nabe wieder in die Ausfallenden einzusetzen. Ging einfach nicht. Zum Glück hat mein Vater da größeres Geschick, sonst hätt’s Probleme gegeben.
Ich habe schon davon gehört, es bisher aber selbst noch nicht gesehen: Es soll ICEs geben, in denen 1.-Klasse-Wagen mit der Aufschrift »2. Klasse« fahren. Um halb acht stand in Nürnberg auf Gleis 8 so ein ICE: Ein ICE1 und mitten in den normalen Wagen der 2. Klasse war auch ein Wagen, Ordnungsnummer 6, mit der Einrichtung der ersten Klasse. Unterscheidet sich im Wesentlichen dadurch, dass es in einer Reihe nicht vier Sitze (zwei links, zwei rechts) gibt, sondern nur drei: zwei links, einer rechts. Die Beinfreiheit ist größer, jeder Sitz hat das ganze Fenster (und nicht nur 1/4 oder 3/4) und jeder Sitz hat seine eigene Armlehne (zwei Sitze müssen sich nicht eine Armlehne teilen). Ansonsten keine größeren Unterschiede; nur noch etwas andere Farbgebung im Innenraum. Ich ließ es mir natürlich nicht nehmen, in diesem umgelabelten 1.-Klasse-Wagen nach München zu fahren.
Da ich letzten Montag und Dienstag auf Sylt war, konnte ich freilich nicht an der zweiten Photoshop-Woche in der SAE bei Alex teilnehmen. Dafür gab’ ich mir heute die volle Dröhnung: sechst Stunden am Stück, von 10 bis 16 Uhr.
Die gute Nachricht zuerst: Die Noten der BMC-Abschlussprüfung hingen aus. Der Schnitt lag bei ca. 80%, der Kurs vor uns hatte durchschnittlich knapp 70%. 90% würden in der Regel nur 5% eines Kurses erreichen.
Mein Ergebnis: 81 Prozent. YES! Kurs erfolgreich abgeschlossen!!
Die Noten für die BMC-Abschlussprojekte, die keinen Einfluss auf die Endnote haben, versprach uns Alex für kommenden Montag.
Alex begann mit einer kurzen Wiederholung des Stoffs vom letzten Mal und zeigte uns dann die erste Pflicht-Übung. Anders als im BMC-Kurs haben wir nicht für alle Übungen einen Termin irgendwann mal zwei Monate später; im CMD-Kurs geht es jetzt Schlag auf Schlag: Bis in genau zwei Wochen, also den 6. September, muss die Übung abgezeichnet sein. Abgezeichnet, also für OK befunden, nicht nur bis zum 6. abgegeben. Die Aufgabe ist eine Montage aus zwei einzelnen Bildern. Zusätzlich zum Material (die zwei zu kombinierenden Bilder) erhalten wir die Vorlag; wir sollen die Bilder ja nicht irgendwie vermanschen, das kann jeder, sondern reproduzierbar arbeiten. Der Gag bei der Vorlagendatei ist natürlich, dass das fertige Bild nur eine Ebene hat und wir so nicht sehen können, wie es zur Montage kam. Das ist ja die Aufgabe, das herauszufinden und nachzubauen. Wir müssen die Photoshop-Datei natürlich mit allen Ebenen abgeben. Bei der Übung ist möglichst non-destruktiv zu arbeiten und das Bild ist im RGB-Modus abzugeben, auch wenn das Ergebnis in Graustufen daher kommt.
Wer bis 6.9. keine abgezeichnete Übung vorweisen kann, hat ein Problem: Maximal drei der zwölf Übungen darf man sausen lassen, ansonsten darf man die CMD-Abschlussprüfung nicht mitschreiben. Nachfristen gibt’s nicht.

Aus den beiden Bildern links soll das Bild rechts werden.
[Bitte anklicken zum Vergrößern.]
Nach der Wiederholung ging es weiter mit dem neuen Stoff; Alex bereitete uns darauf vor, dass es diese Woche allerlei Kleinkram gebe: Einfache »Screens«/Wallpaper mit ein bisschen Ebeneneffekten und Filtern bauen, Fotoretusche, Actions.
Wir hatten bereits letztes Mal das Thema Fotoretusche angeschnitten: mit den Farbkorrekturen. Heute ging es um den Clone Stamp, den Healing Brush und das Patch-Tool. Falten glätten, alte Bilder von Staub und Kratzern befreien, auf einem Foto Hochspannungsleitungen vor einem Haus entfernen.
Dann nochmal kurz verschiedene Bildformate durchgesprochen. Natürlich wird da auch erwähnt, dass man für Fotos JPEGs benutzen sollte und für Logos, Schriften und einfache Strukturen GIF. Aber wir befassten uns etwas tiefer damit: Wie arbeitet die JPEG-Kompression, wie werden in einem GIF die Farbinformationen gespeichert. Aber an sich war das Wiederholung aus dem BMC, ebenso die kurzen Ausflüge in die Welt der TIFFs, EPS-Files und PNGs.
In Photoshop gibt’s für alles tausend Wege, ebenso für Auswahlen. Je nach Arbeitsweise oder Einsatzbereich für jeden das Richtige. Wenn man mit den normalen Auswahlwerkzeugen oder dem Quick Mask Mode nicht weiter kommt, bieten sich unter Umständen Pfade an, um saubere Selektionen zu erhalten. Eigentlich eine einfache Sache, bedarf nur etwas der Übung.
Weiter ging’s mit den Actions. In Photoshop ist eine Art Makro-Recorder eingebaut, der leistungsfähige Batch-Funktionen zur Verfügung stellt (noch so eine Sache, bei der Fireworks hinterher hinkt). Es soll Leute geben, Alex erzählte da von jemandem, die fünfhundert unterschiedlich große Dateien mit verschiedenen Farbmodi und in diversen Dateiformaten einzeln von Hand in eine bestimmte Größe als RGB nach zum Beispiel JPEG konvertieren und dafür eine Woche brauchen. Mit den Actions bzw. in Fireworks die Batch-Verarbeitung, eine Sache von fünf Minuten.

Zwei der Ergebnisse des Photoshop-Doppelunterrichts: Wenn man weiß wie’s geht, ist es eine Sache von 5 Minuten.
[Bitte anklicken zum Vergrößern.]
Letztes Thema vor Schluss: die Slices. Das hat Alex aber nur ganz kurz angeschnitten. Wie man eine komplette Website mit Slices erstellt, welche Probleme sich dabei ergeben, wie man sie stattdessen in den richtigen Einsatzbereichen anwendet. Für mich gab’s da nichts Neues.
Alex macht die letzten zehn Minuten vor Schluss immer noch eine kurze Abfragerunde. Jeder im Raum bekommt eine Frage an den Kopf geschleudert, die er/sie zu beantworten hat, einfach, um den Stoff des vorangegangenen Unterrichts zwecks Memorierung zu wiederholen. Gute Sache. Prüfungsrelevant.
Wie früher schon mal erwähnt: Im BMC hat mich Photoshop noch nicht begeistert: Die Sachen, die ich schon beherrschte, kann ich in Fireworks schneller erledigen. Aber wie schon letzte Woche bin ich auch heute wieder hin und weg von Photoshop. Es gibt Sachen, die Fireworks schlicht nicht kann. Und mit wenigen Handgriffen lassen sich sehr effektvoll ansprechende Bilder erstellen oder bearbeiten.
Nächste Woche, also schon kommenden Montag/Dienstag, geht es mit Freehand bei Caro weiter. Das wird nur eine Woche sein. Anschließend betritt zwei Wochen lang Holger die Bühne, mit dem Thema »Screen-Design«.
Heimfahrt: Im Zug diesen Eintrag geschrieben (zu Hause noch die Links und Bilder eingefügt), pünktlich in Erlangen angekommen und um 19 Uhr mit dem Bus heimgefahren.
Erschienen am Samstag, 23.08.2003 @ 17:24
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Tags: photoshop
Dienstag, 26.08.2003
Thema diesen Montag und Dienstag in der SAE bei Caro: Das Vektorprogramm
Freehand MX von Macromedia.
Wie immer bei einem neuen Programm erzählte uns die Dozentin etwas über den Einsatzbereich der Software und die Programm-Oberfläche: Was sehen wir überhaupt auf dem Bildschirm, wo befinden sich wichtige Werkzeuge, welche Panels verdienen die besondere Aufmerksamkeit des Einsteigers? Den Umgang mit Freehand müssen wir lernen, falls wir vom Kunden mal eine schlechte Vorlage oder ein nicht-vektorisiertes Logo bekommen (außerdem gehören Kenntnisse vom Umgang eines Vektor-Programms einfach dazu).
Dann die erste Übung: Nachzeichnen des SAE-Logos. Anschließend gab uns Caro, studierte Kommunikations-Designerin, einige Einblicke zum Thema Logos: Welche Eigenschaften wichtig sind, das AIDA-Prinzip, und wie man anfängt, sich Gedanken über ein neu zu entwickelndes Logo zu machen.
Während des Nachzeichnens haben wir alle geflucht: Freehand hat Frustpotential. Vom Verständnis her scheint mir Freehand recht einfach zu sein und schneller erfassbar als zum Beispiel Photoshop, aber das Handling selbst ist grauenhaft: Wenn ich eine gerade Linie zeichnen will wird sie rund, wenn ich eine gebogene Linie zeichnen will wird sie gerade. Ich habe nach der Aufgabe auch mal versucht, das Logo im ewigen Konkurrenten Illustrator nachzuzeichnen, aber das war nicht wirklich einfacher.
Im weiteren Verlauf folgten »Mitmach«-Hinweise zum Thema Text (da gibt es eine ganze Menge zu wissen), Masterseiten und Druckereien. Zum Ausklang gewissermaßen.
Die Vektor-Übung, abzugeben bis 27.09.Am Dienstag besprachen wir das Align-Panel und zeichneten eine einfache Kaffeetasse, unter Zuhilfenahme einiger »Xtras«, dem Color-Mixer und dem Swatches-Panel. In einer kürzeren Übung danach sollten wir einen Roboter einfärben, wie in einem Kindermalbuch. In einer Datei waren die Grundzüge des Roboters, in einer weiteren seine Einzelteile. Wir färbten mit »Modify, Combine, Blend« und fügten die Einzelteile per »Edit, Paste inside« in die Roboterdatei ein.
Caro zeigte uns dann die zweite Pflicht-Übung (nach Photoshop): Das Vektorbild eines durstigen Mädchens (siehe Bild) muss in Freehand nachgezeichnet werden. Dabei ist auf die richtigen Punkttypen und Strichstärken zu achten. Abgegeben wird auf Zip100 als Freehand10-Datei. Wieso haben wir für diese Übung mehr Zeit als für die Photoshop-Übung? Das liegt daran, dass wir die Vektor-Übung eigentlich erst nach der Photoshop-Übung hätten bekommen sollen, also ab 8.9, aber ich habe heute mal nachgefragt. Für jede der Pflichtübungen sind im Lehrplan drei Wochen Zeit vorgesehen. Die nächsten Übungen heißen »DTP« (wird wohl eine InDesign-Aufgabe), »Director« und »3D« (mit Cinema 4D). Die erste große Projekt-Aufgabe erhalten wir am 6. Oktober; Abgabe ist in der ersten Dezember-Woche (Thema: »Basics Offline, Enhanced CD«).
Der Tag ging mit weiteren kleinen Textübungen zu Ende: Text per »Pipeline« in eine andere Box laufen lassen, Text um Objekte fließen lassen, Texten in Objekten laufen lassen sowie Texteffekte (Fisheye et al).
Die nächsten zwei Wochen erzählt uns Holger etwas zum Thema Screendesign.
Erschienen am Dienstag, 26.08.2003 @ 14:50
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Tags: freehand, SAE
Montag, 01.09.2003
Nachdem es letzte Woche in der SAE bei Caro eine
Einführung in Freehand gab, stehen nun zwei Wochen »Screendesign« an, ehe es dann wieder mit zwei Wochen bei Caro weitergeht, mit zwei Wochen DTP (InDesign).
In der SAE lernen wir einige theoretische Grundlagen, aber hauptsächlich den Umgang mit professionellen Standard-Applikationen in verschiedenen Bereichen, von Photoshop und InDesign über Freehand und Flash bis zu Dreamweaver und Director, um nur einige zu nennen. Wer ein halbes Jahr lang etwas über Farbenlehre lernen möchte, ist an der SAE falsch. Um uns einige solide Grundlagen zu vermitteln und die gröbsten Fehler zu vermeiden (die auch von großen Firmen mit teuren Web-Auftritten begangen werden), gibt es das Fach Screendesign. Unser Dozent ist Holger. Er machte seine Sache sehr gut, und das sage ich nicht, weil ich mit ihm gut befreundet bin.
Nach einer Vorstellungsrunde gab’s einen kurzen Überblick über die Agenda, was in den nächsten viermal drei Stunden ansteht: Heute Design allgemein, morgen Typographie und evtl Sounddesign, nächste Woche Interface-Design.
Jedes Design fängt mit einer guten Idee an. Wir merken uns einen Werbespot nicht wegen seiner technischen Perfektion, der Kameraführung oder dem Schnitt, sondern wegen seiner Idee. Bei Markennamen oder Websites ist das nicht anders, und das beschränken auf eine gute Idee, und die dann richtig gut zu machen, ist zum Beispiel der Grund, weswegen Google erfolgreich alle anderen Suchmaschinen vom Thron stieß.
Holger erklärte uns einige Dinge zum Thema Aufmerksamkeit und kam dann auf einige Grundregeln zu sprechen: Am Beispiel einer Visitenkarte, die zu Beginn denkbar schlecht entworfen wurde, erläuterte er die Prinzipien des Designs und verbesserte mit der Zeit die Visitenkarte. Die Prinzipien lauten:
- Prinzip der Nähe
- Prinzip der Ausrichtung
- Prinzip des Kontrastes
- Prinzip der Wiederholung
- Prinzip des Weißraums
- KISS
Wir sahen uns auch Websites an; gute und schlechte Beispiele für die Umsetzung dieser Prinzipien. Auf der guten Seite der Macht finden sich da natürlich Seiten wie Google oder Yahoo! von 1997, Negativ-Beispiele gibt’s bei T-Online oder dem heutigen Yahoo! zu bewundern.
Als kleine Übung gestalteten wir eine Grußkarte aus vorgegebenen Komponenten:
[Bilder anklicken zum Vergrößern.]
Links die Ausgangsmaterialien, rechts mein Grußkarten-Ergebnis. Für »in zehn Minuten aus dem Ärmel geschüttelt« geht’s schon, oder? Okay, abgesehen von den Treppchen im Ornament…
Holger gab uns noch zwei Hausaufgaben auf:
- Die Grußkarte überarbeiten, nachdem sie in der Runde besprochen wurde.
- Surfen! Sechs Websites suchen, davon fünf besonders gute und eine richtig schlechte (vorzugsweise von einer größeren Firma; dass Lieschen Müller mit Frontpage keine gute Website macht, geht in Ordnung).
Zu Hause stellte ich fest, dass es gar nicht so einfach ist, gute Websites zu finden, vor allem von Firmen. In letzter Zeit haben mich vor allem manche Weblogs nicht nur inhaltlich, sondern auch optisch begeistert. Meine fünf Positiv-Beispiele sind:
Schlechte Websites gibt’s viele, aber bei den grottig schlechten konnte ich mich dann nicht entscheiden: www.gericom.com und www.strato.de.
Übrigens ging meine Rechnung auf: Die Photoshop-Übung erhielt ich heute korrigiert zurück, und zwar bestanden. Außerdem gab’s zumindest schon mal mündlich die Noten für das Abschlussprojekt; morgen werden sie wahrscheinlich auch aushängen. In der BMC-Abschlussprüfung schrieb ich 81 Prozent (bestanden), das war bekannt. Meine Note für das Abschlussprojekt: 98 Prozent. Achtundneunzig Prozent.
Wer sich’s nochmal anschauen will: freimark.de/referenzen/local/kkit. Gewinnt sicher keinen Schönheits-Wettbewerb, aber darum ging’s auch nicht; das Augenmerk lag auf der technischen Umsetzung des Gelernten.
Über die Nachbearbeitung des Videos habe ich am 11. August geschrieben. Wenn man sich das in Flahs eingebettete Video über Kopfhörer anhört, klingt’s ziemlich bescheiden, über Lautsprecher geht’s. Obwohl die Kamera sehr nah am Sprecher stand, wurde der Ton zu leise aufgenommen. Die Anschließende Normalisierung hob auch das Rauschen mit an (war eben keine professionelle Aufnahmesituation).
Erschienen am Montag, 01.09.2003 @ 21:17
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Tags: SAE, screendesign
Dienstag, 02.09.2003
Zweiter Tag von
Holgers Screendesign-Unterricht. Wir besprachen einige der Websites, die wir uns zusammengesammelt haben. Was ist gut, was ist weniger gut. Der Beamer projezierte folgende Sites an die Wand:
catch.de,
relevare.com,
derbauer.de,
defdesign.de,
apple.com,
microsoft.com,
innerblitz.com,
burgerking.de,
giorgioarmani.com. Bei den ganz schlechten Sites beschränkten wir uns wegen akuter Erblindungsgefahr auf
strato.de.
Nach der kollektiven Surf-Session, die für jeden einige neue, interessante Sites bot die kritisch auseinander genommen wurden, ging es weiter mit dem Thema Logos/Marken, das Caro während der Freehand-Woche angeschnitten hat. Bekannte Logos, Wort- und Bildmarken, Audiologos, was ein gutes Logo auszeichnet und was es aushalten können muss, Aufbau, Anordnung, Farben… Wenn Holger über Logos spricht, kommt er natürlich auch früher oder später auf das Thema des »Swoosh« zu sprechen und zeigt uns daraufhin das Gruselkabinett.
Zum Schluss begann er das Thema Typographie, mit dem er nächste Woche noch weiter machen will, bevor er zum Interface-Design kommt. Es gab Einblicke in die Geschichte (habe gemerkt, dass ich’s mit den Epochen a la Renaissance, Klassizismus et al nicht so habe…) und wonach Schriften gemeinhin unterschieden werden: Serif/Antiqua einerseits und Sans-Serif/Grotesk andererseits. Wie die Garamond von der Times unterschieden werden kann, wie die Helvetica entstand. Ein kleiner Exkurs zur Optima von Zapf. Wann man welche Schrift verwenden sollte und wie man das herausfindet.
Am Ende, nach den Schriftfamilien, noch einige Worte zum Schriftsatz.
Nach der Vorlesung gingen Holger und ich noch auf einen Sprung in die Nachtkantine. Dort wollte ich schon länger mal wieder hin, außerdem musste ich gegenüber Holger noch eine Wettschuld von Ende Juli begleichen (ein Mittagessen, eigentlich im »Faun«, aber das Faun ist nach der Halbierung in den Portionen stark in unserer Gunst abgefallen).
Ich habe mit ihm gewettet, dass ich einen gemeinsamen Freund innert zwei Jahren zum Mac bekehren kann; er hielt dagegen. Ich Depp hab’ auch noch um ein Jahr verkürzt. Es ist mir nicht gelungen und inzwischen habe ich es aufgegeben, Hardcore-Linuxer vom Mac zu überzeugen. Er ist einer von der Sorte, die ihre mp3-Dateien zur Not von der Kommandozeile abspielen und sagen, dass sei doch eigentlich ganz angenehm. Wir könnten das ja auch, aber wir wollen lieber mit unseren Geräten arbeiten…
Ebenfalls von Bekehrungsversuchen ausgenommen sind für die Zukunft auf Windows schwörende Admins in Rechenzentren (habe da einen im CMD-Kurs) und Case-Modder. Wobei man einen Mac durchaus auch so umgestalten zu Grunde richten kann, dass er garantiert nicht mehr von der Garantie abgedeckt ist.
Die Nachtkantine hat sogar Erlanger Preise, allerdings nur auf der Tageskarte von 10 bis 18 Uhr. Abends bis 4 bzw. am Wochenende 06:30 Uhr morgens gelten andere Preise.
Es ist jetzt schon gescheit kühl. Hatte es gestern früh um kurz nach sechs noch 13 Grad, waren es heute nur noch neun. Da war wieder Semi-Winterkleidung angesagt: Stirnband, Schal und Lederhandschuhe. Eigentlich war die Sommerjacke und das T-Shirt drunter am Rad auch schon zu kalt, in München abgesehen von einigen Windböen aber fast wieder zu warm. Nicht, dass ich nächste Woche auf den Kapuzenpullover umsteigen muss…
Erschienen am Dienstag, 02.09.2003 @ 23:54
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Tags: SAE, screendesign
Dienstag, 09.09.2003
Seit einiger Zeit gibt es den
Google Calculator und ich wollte schon länger einen Text darüber schreiben.
Ein paar Leute, zum Beispiel
Andrew Baio oder
Jason Kottke, haben mal ein wenig mit dem neuen Feature gespielt und sind zu erstaunlichen Ergebnissen gekommen, was Google alles weiß.
Ein paar Beispiele:
Wo wir gerade bei Schabernack sind:
Der Web Economy Bullshit Generator (via Markus). Erinnert mich an Buzzword Bingo von Dilbert und Heise (CeBit-2001-Edition).
Von Macboy gibt es passend zu den gestern vorgestellten iPods und der neuen DSDS-Staffel einen Flash-Clip, in dem Steve Jobs die Hauptrolle spielt.
Erschienen am Dienstag, 09.09.2003 @ 22:45
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Tags: Kurios
Diese Woche bei
Holger im
Screendesign-Unterricht: Fortsetzung des Typographie-Einstiegs von letzter Woche sowie Interface-Design, vornehmlich von Websites.
Am Montag kamen wir nochmal kurz auf das Thema Textsatz zu sprechen, bevor es mit Auszeichnungen weiter ging. Kursiv, fett und unterstrichen; Kapitälchen und gesperrte Schrift: Wann nimmt man was, spezielle Schriftschnitte, Versalien und Gemeine, kurzer Exkurs in die Steinzeit mit Schreibmaschinen und in frühere Zeitungsredaktionen.
Es folgten Hinweise zur Bildschirm-Typographie: Wie Schriften auf einem Monitor wirken, die Auflösung von Bildschirmen und Druckern, was Aliasing-Fehler sind und wie Anti-Aliasing dagegen wirkt, die Qualitätsstufen in Flash (z.B. wird bei 4-fachem Anti-Aliasing in Flash für jeden Pixel eigentlich 16 Pixel berechnet).
Vor der Pause sprachen wir zusammen einige Plakate durch, die Holger auf dem Weg zur SAE per Digiknipse eingefangen hat (»Das muss nicht unbedingt gut sein, was da hängt.«). An einigen Plakaten haben wir deutlich gemerkt: Wenn die Idee nicht gut ist, hilft auch technische Perfektion nicht mehr.
Nach der Pause begannen wir mit dem großen Thema Interface-Design. GMX, web.de oder eBay sind nur Programme, die über eine Web-Oberfläche bedient werden. Und da dafür ein Browser eigentlich nicht gemacht wurde, gibt es eine Reihe von Einschränkungen zu beachten, wobei man viel falsch machen kann.
Zu Beginn eines Auftrags (nach einem gewonnenen Pitch) steht die Konzeption: Worum geht’s bei der Website, wenn will ich erreichen, was biete ich an, wie mache ich was und wo mache ich das? Es sind Aufgaben zu definieren, die zu einem Konzeptmodell führen. Im weiteren Verlauf wird ein Lexikon geschrieben. Immer wieder auch (gerade!) in dieser frühen Phase kleine Usability-Tests durchführen: Verstehen Freunde unter den Begriffen, die ich auf der Website verwende, das selbe wie ich? Begriffe auf Karteikarten aufschreiben und gruppieren. Anschließend einige grundsätzliche Gedanken zum Aufbau, zur Anordnung. Die drei Fragen, die jede Navigation beantworten muss (Wo bin ich? Wo kann ich hin? Wie komme ich da hin?).
Es ist wichtig, sich nicht gleich an Photoshop zu setzen und mit dem Design anzufangen. Zuerst muss eine Struktur mit prinzipiellem Aufbau und Anordnung geschaffen werden. Danach, wenn dann die Seite so funktioniert, ist das Design eigentlich nur noch eine Sache des anmalens, auch wenn Kunden das in der Regel genau andersrum sehen und sich als erstes Gedanken über Unwichtiges machen (Schriftart, schweinchen-rosa oder doch etwas mehr rot…). Tipp aus der Praxis: Entwürfe in schwarz/weiß vorlegen.
Amazon würde auch funktionieren, wenn die linke Navi nicht hellgelb, sondern hellblau wäre…
Hausaufgabe: Struktur der Start- oder einer Unterseite für den fiktiven Pizzadienst »Pronto Pizza« überlegen. Was auf die Seite drauf muss, besprachen wir noch im Unterricht, daheim ging es um die Anordnung.
+++
Dienstag. Wir besprachen einige der Hausaufgaben: Was ist gut, was kann man besser machen? Es waren einige interessante Ansätze dabei! Bei meiner Lösung habe ich eher eine vertikale statt eine horizontale Anordnung gewählt; da kommt man früher oder später natürlich mit dem »Falz« (unterer Browserfensterrand) in Konflikte. Dass man auf den Falz achten muss, hat heute eindrucksvoll die Bild-Zeitung demonstriert: In den Zeitungsständern auf der Straße war die Titelseite so in das Fenster der Automaten eingelegt, dass über dem Falz folgende Schlagzeile zu lesen war (unter »Rambo-Rudi«):
»Kurt Felix:
Mein Kampf«
Gut, meine »Pronto Pizza«-Seite würde zwar irgendwo in der Mitte abgeschnitten werden, aber das wichtigste ist über’m Falz, und die Speisekarte mit angeschlossenem Bestellformular kann man auch nicht verfehlen. :-)
Im Anschluss noch ein kleiner Vortrag zum Thema, und worauf man bei Formularelementen und der Navigation achten sollte. Es folgte gleich eine praktische Übung: Die lange Liste für die Bestellseite (»Pizza-Konfigurator«) von Pronto Pizza sollten wir Ordnen und mit Formularelementen versehen (Radio- und Checkboxen sowie Dropdowns und Texteingabefelder wo es uns jeweils angebracht schien).
Die letzten Minuten gab uns Holger einige Buchempfehlungen sowie Websites an die Hand:
Drei Websites: Linkdup, Kaliber 10000 und stereotypography.
+++
Am Montag erhielten wir außerdem – zumindest die, die bestanden haben – unsere Zeugnisse für die ersten drei Monate an der SAE (Mai bis August): Das »Basic Media Certificate«.
Nächste Woche: Zwei Wochen DTP-Unterricht bei Caro (Grundlagen, Umgang mit InDesign).
Erschienen am Dienstag, 09.09.2003 @ 23:09
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Tags: SAE, screendesign
Montag, 15.09.2003
Der gestrige Sonntag fing locker an: Aufgestanden um sechs Uhr früh (hey, ich bin am Samstag schließlich schon um 20 Uhr zusammengeklappt), »Enterprise« aus der Videokonserve, Haushalt, in
Telekolleg-Büchern lesen. Am frühen Nachmittag, so gegen 14 Uhr, begann ich meine
Freehand-Übung. Es dauerte länger als gedacht: Irgendwas zwischen vier und fünf Stunden. Eine Fleißarbeit mit den zig Linien, aber wenigstens bin ich jetzt in Freehand so weit fit, dass ich mal ein Logo nachzeichnen kann, ohne mich all zu dämlich anzustellen (mir läuft es kalt den Rücken runter, wenn ich an meine
Freehand-Versuche vor der SAE zurückdenke).
Heute in der SAE gab ich die Übung in der Pause gegen halb zwölf ab, zusammen mit einem halben Dutzend Mit-Studenten. Wir erhielten die Übung bereits zum Unterrichtsende um 13 Uhr als »ok« abgezeichnet zurück: Scheinbar bekam jeder grünes Licht, der die Übung ohne all zu grobe Schnitzer gemacht hat (die
Photoshop-Übung wurde wohl kritischer betrachtet, das hat ein paar Tage bis zur Rückgabe gedauert).
Thema heute, morgen und auch Montag und Dienstag in der nächsten Woche (ehe es dann mit vier Wochen »Director« weitergeht): DTP bei Caro, die uns schon Freehand näher brachte. Bei der Gelegenheit klärte sie auch noch einige Fragen dazu.
Bis zur Pause gab es viel Theorie mit zig Fachbegriffen und einem Überblick, wie ein Druckerzeugnis überhaupt zustande kommt, vom Auftrag bis zum fertigen Druck. Die Begriffe alle aufzuzählen, würde zu weit führen: Man glaube mir, dass es viele waren. :-)
Die theoretischen Grundlagen waren so umfangreich, dass wir erst kurz vor Schluss dazu kamen, InDesign zu starten (übrigens hat man sich gegen den Marktführer QuarkXPress entschieden, da InDesign technisch sehr viel weiter, und uns die Oberfläche zudem bereits aus Photoshop bekannt ist). Wir gingen die Preferences durch und besprachen das Dialogfenster für die Erstellung eines neuen Dokuments. Zum Abschluss des heutigen Tages erläuterte uns Caro die anstehende DTP-Pflichtübung: Unsere Aufgabe ist, Titelblatt, Rückseite und einige Innenseiten des Novum-Magazins neu zu gestalten. Richtig gelesen, neu gestalten. Diesmal keine Übung, bei der wir eine vorgegebene Vorlage nachbauen müssen (reproduktives Arbeiten), sondern eine Aufgabe mit mehr Freiräumen. Dennoch gibt es einiges zu beachten! Bis 18.10. muss die Übung als ok abgezeichnet sein.
Heißer Herbst: Vom 20.10. bis 8.11. läuft die Director-Übung, ab 6.10. beginnt das erste große Projekt (Präsentation in der Woche vom 1.12.), vom 10.11. bis 29.11. läuft bereits die fünfte Übung (Cinema 4D) und am 27.10. schreiben wir den ersten von fünf Zwischentests. Kann mir jemand die Bedeutung des Wortes »Langeweile« erklären?
Ach ja, ganz zum Schluss gab uns Caro Literatur-Empfehlungen zum Thema.
Morgen geht’s erstmal mit DTP in die Vollen: Geschäftsbriefe und Flyer mit InDesign gestalten.
Erschienen am Montag, 15.09.2003 @ 20:58
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Tags: dtp, SAE
Dienstag, 16.09.2003
Dieses Posting ist jetzt einfach fällig: Ich muss mein Wissen weitergeben.
Heute morgen um kurz vor halb acht im ICE (vor der Abfahrt aus Nürnberg nach München) begab sich folgende Unterhaltung zwischen einer Mitfahrerin und mir (sie ging im Gang an meinem Sitz vorbei):
Sie: Ich suche eine Steckdose.
Ich: Nicht in diesem Zug.
(Ich musste den letzten Bissen meines
Yorma’s-Salamibaguettes runterwürgen, deswegen fiel die Antwort etwas knapper aus.)
Sie: Sie belieben wohl zu scherzen?!
Ich: Der Zug ist zwölf Jahre alt, damals war das noch nicht so ein Thema. Irgendwo gibt’s ein Konferenzabteil, da könnte eine Steckdose sein.
Wenn ich am Abend vor einer Fahrt zur SAE nach München meine Sachen packe, gebe ich meiner Schwester und meinem Vater immer Bescheid: »Benutzt das iBook nur an der Steckdose, ich brauch’ es morgen früh voll aufgeladen, weil mein Zug morgens keine Steckdose hat.«
Die Rückfahrt ist dann kein Problem, da der 14:49-Uhr-Zug von München bis Erlangen immer Steckdosen hat. Morgens lese ich immer geladene Webseiten auf meinem iBook, am Nachmittag gibt’s die Fortsetzung am Stromnetz des Zuges (leider hält der inzwischen zwei Jahre alte Akku nur noch ein bis zwei Stunden, nicht mehr vier bis fünf).
Übrigens fragte auch ein Herr auf der Rückfahrt den Zugchef nach der nächsten Steckdose im Zug (»Direkt unter Ihrem Sitz. In der Mitte. Etwas tiefer.«).
Hier die endgültige Tabelle (auch als PDF):
In welchem Zug sitze ich und wo finde ich im Großraumwagen die Steckdose?
Es sind bei weitem nicht alle Details aufgezählt, anhand derer man die verschiedenen ICE-Typen voneinander unterscheiden kann, sondern nur die wichtigsten. Die diversen Teppichböden in den Zügen zu beschreiben ginge etwas weit (es gibt aber z.B. einen sehr interessanten Artikel, auch aus Usability-Sicht, über die Tür-Öffner-Mechanismen in den verschiedenen Zügen; ich finde ihn leider nicht mehr).
| |
ICE1 |
ICE2 |
ICE3 |
ICE-T / ICE-TD |
| Generation |
1. |
2. |
3. |
3. |
| Baujahr |
ab 1991 |
ab 1997 |
ab 2000 |
ICE-T ab 1999, ICE-TD ab 2001 |
| Triebkopf |
Flache Nase, ca. 45° Winkel |
Flache Nase, ca. 45° Winkel (kann im Gegensatz zum ICE1 in Halbzügen
fahren) |
Langer, spitz zulaufender Bogen |
Rund (T=Tilt, Neigetechnik; TD=Tilt-Diesel) |
| Merkmale außen |
- Aufgemalte Wagennummern (bzw. Folie, jedenfalls fix)
- Wagentüren am Ende der Wagen
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- Elektronische Anzeige von Wagennummer, Zuglauf und Ziel
- Wagentüren am Ende der Wagen
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- Elektronische Anzeige von Wagennummer, Zuglauf und Ziel
- "Schürzen" um Stromabnehmer auf dem Dach
- Wagentüren in der Mitte der Wagen, nicht am Ende
|
- Elektronische Anzeige von Wagennummer, Zuglauf und Ziel
- Wagentüren in der Mitte der Wagen
|
| Merkmale innen |
- Platzreservierungen sind ausgedruckte Zettelchen, die in Plexiglas-Fassungen
gesteckt werden
- Armlehnen nicht hochklappbar
- Audio-Kontrollen, Kopfhörerbuchse und Rückenlehnen-Arretierung
seitlich in den Armlehnen
- Sonstige Einrichtung von ICE1 und ICE2 weitgehend identisch
|
- Platzreservierung als orange LED-Anzeige über den Sitzen
- Armlehnen hochklappbar
- Sitze schmaler als im ICE1
- Abfallbehälter in der Wagenmitte statt der Garderobe (im ICE 1 sind die Behälter
im Gang nach dem Einstiegsbereich und in der Wagenmitte gibt
es eine Garderobe)
- Sonstige Einrichtung von ICE1 und ICE2 weitgehend identisch
|
- Platzreservierungen als kräftige rote LED-Anzeige über den
Sitzen
- Spezielles
Kinderabteil (Matchbox-Auto-Fußboden)
- Dunkelblaue Polsterbezüge mit hellblauen Kopfkissen
- "Leichtere" Gepächablagen über den Sitzen (nicht
so massive Träger
wie in ICE1 und ICE2)
- Helles Holz im Innenraum
- Keine Abteile, nur Großraumwagen (außer Kinderabteil)
- Leder in der 1. Klasse
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(wie ICE3) |
| Verkehrt z.B. |
- München-Nürnberg, weiter Richtung Hamburg
- Hamburg-Kassel-Würzburg-München
|
|
- Neubaustrecke Frankfurt-Köln
- bis etwa Mitte 2002 auch Hamburg-München, seitdem ICE1
|
- ICE-T: München-Nürnberg-Bamberg-Jena-Leipzig-Berlin
- ICE-TD: Nürnberg-Bayreuth-Dresden
|
| Steckdose? |
Nein |
Nur bei Sitzgruppen mit Tisch; eine am Tisch |
In der Mitte unter jeder Sitzbank |
In der Mitte unter jeder Sitzbank |
Das absolut sicherste Unterscheidungsmerkmal ist die Form des Triebkopfes: Eine gerade, ebene, im 45 Grad-Winkel abfallende Fläche kennzeichnet einen ICE1 oder ICE2. Ein langer, spitz zulaufender Bogen zieht einen ICE3 und eine runde Knubbelnase lässt auf einen ICE-T oder -TD schließen.
Der zweite Blick des Experten gilt den Wagen, genauer: den Wagennummern. Aufgeklebte Folien pappen auf einem ICE1. Elektronische Anzeigen gibt es in den späteren Generationen, wobei sich die Wagen von ICE2 und ICE3/-T/-TD markant unterscheiden (Fenster, Türen, Anzeigetafel). Weiß ich anhand der Wagenart, dass ich es mit einem ICE der dritten Generation zu tun habe, aber ist der Triebkopf nicht in Sicht, wandert mein Blick auf’s Wagendach, um mir die Stromabnehmer anzusehen. Aber der Unterschied zwischen ICE3 und -T/-TD ist eigentlich eher akademischer Natur: für den normalen Fahrgast völlig unbedeutsam, Steckdosen gibt’s in beiden Zügen. Höchstens für die Leute interessant die wissen wollen, ob sie in einem Neigezug fahren oder nicht.
Empfehlenswerte Links:
Erschienen am Dienstag, 16.09.2003 @ 15:18
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Tags: bahn, Verkehr
Mittwoch, 17.09.2003
Ich habe zwar
viel zu tun, aber ich versuche trotzdem, bei einigen Serien mitzuhalten. Im Moment laufen viele gute Serien (Zeiten sind Brutto-Angaben, also mit Werbung):
Außerdem die Schmidt-Show, Spiegel-TV sonntags, Berlin-Mitte donnerstags, ab und an die »24 Stunden«-Reportage oder eine Spiegel-TV-Reportage sowie die Telekolleg-Sendungen (Geschichte, Wirtschaft und Englisch je eine halbe Stunde pro Woche). Bei Frasier müssten bald mir bereits bekannte Folgen kommen und irgendwann demnächst steht die nächste Stargate-Staffel an (dito Becker?). Von Seinfeld kenne ich zwar alle Folgen, aber diesmal nehme ich sie zwecks Archivierung auf Festplatte auf (MPEG-4 mit halber PAL-Größe @ 1 MBit/s und 25 fps für Video sowie 128 KBit/s AAC-Ton).
Durch Christian wurde ich auf »Scrubs« aufmerksam (0,5 h/Woche): Eine Art »Emergency Room«, allerdings mit einem Schuss »Parker Lewis« und »Malcolm mittendrin«. Gestern lief auf Pro7 die dritte Folge (für mich die zweite, da ich die erste verpasst habe). Macht Laune.
Zeit für all das ist nicht wirklich da, so dass ich einiges auslassen muss (Berlin-Mitte, HSS). Oder erstmal aufnehme und dann mehrere Sachen am Stück ansehe, wenn ich Zeit habe. Im Moment lese ich dafür weniger Artikel von Heise und Spiegel.
Wenn mein Videorecorder das Zeitliche segnet und ich 1.000 Euro übrig habe, kommt das hier ins Haus:
Der TV-Server »TVS100«, ein Festplatten-Recorder. Mit Netzwerk-Option (Download von Sendungen via FTP auf den PC/Mac, der es die Sendungen z.B. mit Toast 6 als VCD, SVCD oder DVD wegbrennen kann). Der TVS200 lässt sich sogar über’s Web programmieren (»tvtvPLUS«). Die Dinger kommen von der Fast TV Server AG, die auch tvtv.de machen (die Leute mit der tvtv-Frau in der Werbung, siehe 03.10.02, 12.06.02 und 02.05.02). Seit ich tvtv.de kenne, so ungefähr seit zwei Jahren, kaufe ich keine Fernsehzeitschrift mehr. In Kombination mit Myrna unschlagbar.
Falls das jemandem was sagt: Der TVS ist sowas wie der TiVo.
Erschienen am Mittwoch, 17.09.2003 @ 17:24
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Tags: Film-und-Fernsehen, tv-serien
Gestern war der zweite Tag des DTP-Unterrichts bei Caro. Wir erstellten für einen in
InDesign umzusetzenden Flyer zunächst eine so genannte »Satzanweisung« (auch »Arbeitsvorlage« genannt). Darauf ist das Layout genau spezifiziert: Welches Format hat das Druckerzeugnis, wie viele Farben kommen zum Einsatz, die Definition der Grundschrift (Schriftfamilie und Schriftschnitt, Größe in Punkt, Zeilenabstand von Grundlinie zu Grundlinie in mm, Farbe), Satzbreite und Satzart. Es folgten Angaben zu den einzelnen Elementen: Position auf der Seite, Dateinamen von einzufügenden Bildern, Farben…
Danach die Umsetzung in InDesign. Wir erstellten zuerst ein neues Dokument ohne Satzspiegel und fügten Falzmarken ein. In Photoshop bearbeiteten wir schnell ein Bild (Duotone bzw. Duplexbild), speicherten als EPS und plazierten dieses in InDesign. Anschließend wurden die Rechtecke gezeichnet sowie der Text plaziert und formatiert.
Im Prinzip sehr einfach. Drei Dinge haben mich bei der Arbeit mit InDesign begeistert: Die Hilfslinien (und das damit verbundene »Snap to Guides«), die präzises Ausrichten ermöglichen. Im Prinzip wie in Photoshop, aber wenn man viel mit Text arbeitet und eben zum Beispiel einen Flyer gestaltet, ist das eine enorme Erleichterung. Wenn ich da an das »Projekt H« oder meine letzten Rechnungen zurück denke, die ich in Word erstellt habe… (und für die Word-Vorlagen für die Kommune hätte ich mir eine Satzanweisung gewünscht; die Agentur hat mir nur Ausdrucke von ihren QuarkXPress-Dateien zur Verfügung gestellt und ich durfte selbst nachmessen).
Das zweite sind die Paragraph Styles. Das ist vergleichbar mit Stylesheets im Web-Design: Ich definiere Eigenschaften für einen Absatz wie Schriftfamilie, Schnitt, Größe, Farbe, Abstände, Einzüge, Trennregeln usw. und weise anschließend Absätzen in meinem Dokument die Paragraph-Styles zu. Wenn ich einen solchen Stil ändere, werden automatisch alle Absätze geändert, die diesen Stil verwenden. Styles lassen sich auch duplizieren und beim Neuanlegen lässt sich festlegen, ob und wenn ja auf welchem anderen Style die neue Einstellung basieren soll.
Das dritte ist das automatische optische Kerning. Der Schriftsatz sieht einfach wahnsinnig gut aus. Die Funktion sorgt, einfach gesagt, für die richtigen Abstände zwischen den Buchstaben bei kritischen Kombinationen (»Wo«, »Va«).
Nächste Woche zeigt uns Caro weitere Dinge in InDesign. Wir werden dann wieder Flyer und Geschäftsbriefe layouten.
Erschienen am Mittwoch, 17.09.2003 @ 18:48
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Tags: dtp, SAE
Die Erkältung scheint überstanden zu sein, es kam nur minimal Schnupfen auf.
Heute Nachmittag war ich beim Friseur; nach zwei Monaten mehr als fällig. Danach ein Burger im »Fellini’s« bzw. auf dem Platz vor dem Kino im Freien. Die Sonne schien und es hatte angenehme zwanzig Grad. Es gab einen Burger mit einer großen Ginger Ale. Dem Besuch bei Fellini’s schloss sich auf dem Heimweg ein Nudeln-Großeinkauf bei Horten und Edeka an.
Im Briefkasten ein guter und ein schlechter Brief. Auf dem einen stand »DB« auf dem anderen »TFA«.
Das Technische Finanzamt wies mich im Auftrag für das Finanzamt Erlangen auf meine noch ausstehende Einkommen- und Umsatzsteuer-Erklärung hin. Ich weiß, ich weiß…
Die Bahn bekommt ein Sternchen ins Notenheft geklebt:
BahnCard 50 ab 14.12.02 – Umtausch in BahnCard 100 ab 04.08.03
Sehr geehrter Herr Freimark,
Ihr Anliegen wurde uns vom BahnCard Service zur abschließenden Bearbeitung zugesandt.
Die Erstattung haben wir durchgeführt. Dabei wurde für jeden angefangenen Monat ein Zwölftel des BahnCard-Preises angerechnet. Der Betrag von € 46,67 wird auf das Konto xyz BLZ xyz überwiesen.
Die verspätete Bearbeitung bitten wir zu entschuldigen.
Mit freundlichen Grüßen
Mein vor dreieinhalb Monaten verschollen geglaubter Lamy-Füller (siehe 31.05.2003 und 02.06.2003) ist wieder aufgetaucht: Der schwarze Füller verbarg sich am Boden meines schwarzen Rucksacks, den ich nie ganz ausräume. Aber macht nichts: Das Original befindet sich jetzt in einer Tasche im Rucksack, falls ich mal mein Schlamper-Mäppchen mit dem zweiten Füller vergesse.
Die Tabelle »In welchem Zug sitze ich und wo finde ich im Großraumwagen die Steckdose?« von gestern gibt’s jetzt auch als PDF-Datei zum Download (eine A4-Seite quer).
Erschienen am Mittwoch, 17.09.2003 @ 20:12
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Tags: Leben, tageszusammenfassung
Heise meldete
gestern, dass Microsoft Software sicherer machen will.
In der Meldung heißt es, Microsoft-Chef Steve Ballmer habe eine Verdoppelung der Anstrenungen angekündigt. Naja, null multipliziert mit zwei bleibt immer noch null…
Man arbeite
»…an Werkzeugen, die neue Software vor der Markteinführung automatisch auf potenzielle Sicherheitslücken scannen sollen. Die Sicherheit sei aber auch durch User gefährdet, die Patches nicht einspielen, und Unternehmen, die zu langsam in die Erneuerung ihrer IT-Infrastruktur investieren würden.«
Wir wollen mal nicht vergessen, weswegen es so große Sicherheitsprobleme bei Windows-Systemen gibt: Aktive Dienste die nicht gebraucht werden, offene Ports, ActiveX, der Windows Scripting Host, Makroviren für Office, Sicherheitslücken in IE und Outlook… Die Software von Drittherstellern vor Markteinführung so »scannen« (so verstehe ich das), ist daher eher die letzte Maßnahme, an die Microsoft denken sollte. Nachlässige Admins sind freilich auch ein Problem, aber auch hier sollte man nicht Ursache und Wirkung verwechseln.
Zu dem Thema siehe auch meinen Eintrag »What do you want to patch today?« vom 12.09.2003, in dem ich auf den Heise-Artikel »Unsicher by Design« verweise.
Wie könnte eine Lösung von Windows’ Sicherheitsproblemen aussehen?
Get a Mac.
Erschienen am Mittwoch, 17.09.2003 @ 22:30
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Tags: Apple, get-a-mac
Bin ich eigentlich der Einzige, der mit
Elisha Cuthbert nicht besonders viel anfangen kann, dafür um so mehr mit
Sarah Clarke?
Erschienen am Mittwoch, 17.09.2003 @ 23:03
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Tags: Film-und-Fernsehen, twenty-four
Donnerstag, 18.09.2003
- Dual-G5-Benchmarks
In einem Photoshop-Benchmark lässt der Dual-2,0-GHz-G5 den schnellsten PC (Dual-3,0-GHz-Xeon) hinter sich (beste Ergebnisse in rot, Dual-G5 ganz rechts außen). Siehe auch Macrumors (Meldung) und Mac-TV (Kommentar).
- Dual-G5-Fotos
Von Reef Aquarist. Sind zwar verwackelt, aber man kann trotzdem sehen, warum Apple-Verpackungen Kult sind. Und natürlich einen Blick auf einen schönen G5 werfen.
- Transmit 2.6
Verschiedene Detailverbesserungen und Bug-Fixes beim besten FTP-Programm für den Mac, außerdem Unterstützung für SubEthaEdit als externen Editor (siehe Release Notes).
- »Mit Anstand verlieren.«
So wirbt nun die SPD in Bayern. Die SPD? Nein, nur das Satire-Magazin »Titanic«, aber die Wahlwerbung scheint für einige Passanten doch plausibel zu sein. »Dabei sein ist alles.«
Erschienen am Donnerstag, 18.09.2003 @ 14:22
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Tags: diverse, Film-und-Fernsehen
Nicht vergessen, um 20:15 geht’s los – vier Stunden lang Harald-Schmidt-Show.
Erschienen am Donnerstag, 18.09.2003 @ 17:00
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Tags: Film-und-Fernsehen, hss
Freitag, 19.09.2003
Erschienen am Freitag, 19.09.2003 @ 12:54
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Tags: quicklinks
Von einem Weblog erwarte ich keine orthographische Perfektion. Ich mache mir auch eher selten die Mühe, nochmal über meine Einträge drüber zu lesen: Das heir ist ein Weblog, hier wird nichts verkauft und ich hänge auch nicht dem Irrtum/Wahn mancher Blogger-»Kollegen« an, man sei die Speerspitze eines neuen Journalismus. Aber von einer kommerziellen Seite, einer Nachrichten-Site noch dazu, erwarte ich etwas mehr Sorgfalt. Vor allem, wenn bei kürzeren Texten nur Ticker-Meldungen abgetippt werden.
Bei Spiegel-online müssen seit einigen Monaten den Einsparmaßnahmen wohl alle Lektoren zum Opfer gefallen sein. Oder der Druck dort muss derartig hoch sein, dass den Redakteuren die Zeit zum Lesen des Geschriebenen fehlt oder Artikel vor der Freigabe gar nicht mehr Korrektur gelesen werden. Buchstabendreher, fehlende Wörter oder falsche Artikel sind fast schon die Regel. Hier, in all seiner Pracht, der vorläufige Höhepunkt bei SPON mit drei Fehlern in einem Satz:
»In Middlesex im Staat Virginia starb ein mann bei dem Versuch, kurz vor der Ankunft des Orkans einen Bauk vor seinem haus zu beschneiden.«
Aus dem Artikel »Hurrikan "Isabel": Zehn Meter hohe Wellen, Millionen Menschen ohne Strom« von heute Nacht.
Erschienen am Freitag, 19.09.2003 @ 13:06
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Tags: diverse, Film-und-Fernsehen
Samstag, 20.09.2003
Als aufgeklärter Nutzer kann man sich selbst das Leben ja erleichtern, indem man sich kein Windows ins Haus holt, sondern Alternativen wie Linux, oder noch besser, Mac OS X.
Aber auch an Angehörigen der guten Seite der Macht geht eine Virenwelle nicht immer spurlos vorüber: Das eigene System wird zwar nicht befallen und verteilt Viren und Würmer nicht weiter ins Netz. Doch was soll man machen, wenn man von außen mit dem Zeug von irgendwelchen Windows-Usern zugeschüttet wird?
Mein Posteingang diesen Freitag:
| Erwünschte Nachrichten |
12 |
| – davon Newsletter und Listen |
9 |
| Spam |
24 |
| Swen-Wurm inkl. Bounces |
151 |
Jedes Mal um die 150 K. Danke Microsoft, dass Ihr es ermöglicht und zugelassen habt, das Netz zu verschmutzen.
Andererseits, nachdem MS ja nicht mal einen Standard-konformen E-Mail-Client und Newsreader zustande bekommen hat, war sowas eigentlich nicht verwunderlich.
Ich frage mich, wie viele Viren- und Wurm-Wellen es eigentlich noch braucht, bevor sich User von Windows abwenden. Und ich frage mich, was Leute machen, die beruflich auf ihren Rechner angewiesen sind. Eine größere Welle sorgt doch auch mal für den einen oder anderen Tag Umsatzausfall, oder nicht? Joe Barr schrieb erst vorgestern – vor dem Swen-Wurm – auf Newsforge:
»I participate in several mailing lists where I am definitely in the minority because I’m running Linux.
Because I am sometimes vocal with other list members about "feeling their pain" and encouraging them to move to Linux as first one, then another of them is forced to drop off the list for a day or longer in order to have their PCs cleansed and rid of the virus-of-the-day, I’m often asked what virus/email protection program is best for Linux. They don’t understand that it is an inherently safer platform than Windows.«
Mehr Informationen zu Swen bieten Heise und SPON.
Kai weist auf das Editorial der NYT hin, in dem David Pogue der Frage nachgeht: Ist Mac OS X nur deswegen ein sichereres System, weil es einen geringen Marktanteil hat? Seine Antwort: Mac OS X ist schon ab Werk sicher (geschlossene Ports, Passwort-Abfrage bei der Installation von Programmen, deaktivierter root), während Windows das genaue Gegenteil ist (Ports offen, Installation ohne Nachfrage, arbeiten mit Admin-Rechten bis tief in das System rein). Ihm zufolge lässt Microsoft mitteilen, dass man die Ports erst in der nächsten Windows-Version wird schließen können. Bis Longhorn irgendwann zwischen 2005 und 2007 erscheint, werden noch viele Wurmwellen durch’s Netz ziehen.
Im Prinzip das, was ich auch schon öfter gesagt habe. Zuletzt erst vorgestern, sowie am 12. September.
Zu dem Thema siehe auch »Outbreak Express« bzw. die beiden Artikel (in dieser Reihenfolge) »Good Times« und »Dynomite!« von John Gruber (Daring Fireball).
Mac OS X basiert auf Unix: FreeBSD. Die zum Jahresende erscheinende Version 10.3 wird auf FreeBSD 5.0 basieren. Warum ein Mac? Kurz gesagt: Deswegen, deswegen und deswegen.
Get a Mac.
P.S.: Wer mal eine kurze Vorführung von Mac OS X sehen will: WWDC-Keynote vom Sommer. Wer’s etwas geekiger mag: »Mac OS X State of the Union«, auch von der WWDC 2003, im Developer-Bereich von Apple (kostenlose Registrierung erforderlich).
Davon ab ist inzwischen ein Teil der Keynote der Expo Paris vom 16.9. online; es wird allerdings nur die Vorstellung der neuen Powerbooks und der wireless Maus und Tastatur gezeigt.
Erschienen am Samstag, 20.09.2003 @ 0:17
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Tags: Apple, get-a-mac
Die Schmidt-Show nach dem gestrigen Desaster mit der
Rhein-Schifffahrt war stark wie lange nicht.
Dafür gibt es bei »24« derzeit einen Durchhänger: Um 16:00 Uhr in der Serie sind Täter und Motive bekannt.
Erschienen am Samstag, 20.09.2003 @ 0:32
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Tags: diverse, Film-und-Fernsehen
Mir fehlt etwas die Zeit, um ausführlich auf die drei größeren Themen der vergangen Woche einzugehen. Daher hier nur eine kurze Beschreibung worum’s geht und weiterführende Links.
Das Eolas-Patent
Eine kleine Klitsche namens Eolas hält ein Patent an einer simplen Idee: Die Einbindung von Medien mittels Plug-ins in eine Webseite und deren automatische Anzeige. Eolas macht nun ernst und verlangt von Microsoft eine halbe Milliarde Dollar Lizenzgebühren für den Einsatz der Technik im Internet Explorer. Falls Eolas damit durchkommt, sind schwerwiegende Auswirkungen auf das Web die Folge.
Weitere Infos:
Abschaffung der Privatkopie
Die deutsche Musikindustrie, genauer: der Interessenverband der Phonographischen Industrie (IFPI) will einem Positionspapier (PDF) zufolge das Recht auf Privatkopie einschränken. Nachdem in der jüngsten Urheberrechtsnovelle bereits die Umgehung von Kopierschutz-Mechanismen verboten wurde, soll nun auch derjenige zahlen, der seine Musik für andere als die zuvor lizenzierten Zwecke einsetzen möchte. Bedeutete die Novelle noch Pech für die Leute, die eine kopiergeschützte CD für ihren Autowechsler kopieren wollten, könnte man durch den Wegfall der Privatkopie, wie er in den Köpfen der Industriebosse geplant ist, seine Musik auch nicht mehr auf einen portablen Player übertragen, wenn man mit dem Kauf der CD nur die Lizenz zum Abspielen in einem stationären Player erworben hat. Der Verdacht liegt nahe, dass es langfristig auf eine Vermietung von Musik hinauslaufen soll.
Weitere Infos:
Verisign leitet Traffic um
Der Verwalter der Toplevel-Domains .com und .net, die private Firma Verisign (bekannt von den SSL-Zertifikaten) leitet Surfer auf eine eigene Seite, wenn sie sich bei der Eingabe einer URL vertippt haben und so eine Domain aufgerufen werden soll, die nicht existent ist. Das ist wegen einer Reihe von Gründen bedenklich (Erleichterung von Spam-Versand, Datenschutzgründe, Verstoß gegen Internet-Standards, Werbung in eigener Sache für Verisign…).
Weitere Infos:
Erschienen am Samstag, 20.09.2003 @ 16:04
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Tags: diverse, Film-und-Fernsehen
Leider bin ich nicht mehr dazu gekommen, die Lucky Strike-Plakatwände zu fotografieren – selten so gute Plakatwerbung gesehen.
Inzwischen ist vorwiegend ein weniger guter Spruch mit »Wunder der Technik: allerhöchste Eisenbahn« über der Abbildung von fast leeren Zigarettenschachteln plakatiert.
British American Tobacco benannte seine Marken »Lucky Strike Filters« und »Lucky Strike Lights« um. Die neuen Namen sind »Red« bzw. »Silver«. Angeblich hat die Neubenennung nichts mit einer EU-Vorgabe zu tun, wonach Zigaretten keine Namen mehr wie »Light« oder »Mild« tragen dürfen (wer’s glaubt…). Siehe auch die Meldungen bei
W&V und
Horizont.
Die Hamburger Agentur
KNSK hat mal wieder ein paar geniale Einfälle produziert:
»Pech für Dieselfahrer: Die sind beide super.«
»Geschrieben werden sie Red und Silver.
Ausgesprochen lecker.«
[Links die Abbildung einer Schachtel Red, rechts eine Schachtel Silver.]
»Sogar Hollywood will schon die Rechte kaufen.«
»Kleine Entscheidungshilfe: Auf der besseren steht Lucky Strike.«
Irgendwo auf dem Plakat prangte dann noch ein roter Pfeil, der auf die Silver wieß und die Aufschrift »Neu« trug. Darin standen in Kleinbuchstaben Dinge wie (sinngemäß):
»Hallo Georg! Grüße von Bernd aus der Druckerei!«
»Der Texter wollte uns beweisen, wie viel Text man in einem solchen roten Pfeil unterbringen kann.«
»Lassen Sie sich keine gerauchten andrehen.«
»uNgEraUcht«
Beste Kampagne in diesem Jahr.
Meine drei Lieblings-TV-Spots derzeit: Die neue Audi-Kampagne, in der kein einziges Automobil zu sehen ist: Mehrere Schnecken bewegen sich auf einen Salat zu, im Schneckentempo. Eine der Schnecken zieht sich in ihr Haus zurück, schwingt etwas hin und her und rollt in ihrem Haus den Hang hinunter und kommt vor dem Salat als erste vor allen anderen zum Halt. Einblendung des Audi-Claims: »Vorsprung durch Technik.« Su-per-geil! In einem zweiten Spot bewegen sich Schildkröten an einem Strand auf’s Meer zu, werden allerdings von Vögeln aus der Luft aufgegriffen. Eine der Schildkröten buddelt sich ein und bahnt sich unterirdisch den Weg zum Wasser. Vorsprung durch Technik.
Der andere Spot ist aus der Play-Kampagne von Nike: Der 60-Sekunden-Spot »Reise nach Jerusalem« in einem Basketball-Dome. Läuft derzeit ebenfalls im Kino.
Erschienen am Samstag, 20.09.2003 @ 16:43
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Tags: Medien, werbung
Sonntag, 21.09.2003
Klaus und Fabs feierten am Samstag ihren
50. Geburtstag. Traditionell zusammen, traditionell auf einem Bolzplatz im Stadtgebiet.
Dieses Jahr in der Nähe des Emmy-Noether-Gymnasiums. Nicht einfach zu finden, wenn man nie auf die Schule gegangen ist: ziemlich verwinkelt am Rande eines Wohngebietes am Stadtrand. Mich hätte nicht gewundert, wenn ein Waldschrat um die Ecke gekommen wäre. Ohne ausgedruckten Stadtplan-Ausschnitt wäre ich aufgeschmissen gewesen.
Offizieller Beginn war 19 Uhr, ich traf gegen 21 Uhr ein. Perfektes Wetter: Den Tag über 27 Grad, am Abend, als ich losfuhr, hatte es immer noch 22 Grad. Sternenklarer Himmel, aber als ich ankam war es bereits stockdunkel.
Eine gute Gelegenheit, mal alte Freunde und Bekannte wieder zu sehen. Es ist erstaunlich, wie sehr sich manche Leute verändert haben (eine habe ich nicht wiedererkannt) und es ist ebenfalls erstaunlich, wie sehr sich manche Leute nicht verändern. Fabs und Klaus haben wie immer geklotzt und nicht gekleckert: Reichlich Getränke, für Strom sorgte ein vom Hornbach-Baumarkt geliehener Generator mit 5-Liter-Dieseltank (Verbrauch: 1 l/h) – 25 Euro Miete für’s Wochenende und 150 Euro Kaution –, und für die Übernachtungswilligen haben die beiden ein SG50-Zelt aufgebaut.
Man merkt jedoch schon, dass es auf den Herbst zugeht: Mit der einbrechenden Nacht wurde es kühler, das Lagerfeuer wärmte aber ganz gut, das Chili im Dreibein über dem Feuer gleichfalls.
Insgesamt eine gelungene Party! Gegen drei brach ich auf, als noch etwa ein Dutzend Leute übrig waren (dürften wohl zuvor um die fünfzig gewesen sein). Am Rückweg noch ein Abstecher beim McD am Hafen, wo ich wieder auf vier andere Partygänger traf, die auch noch einen kleinen Nachtimbiss zu sich nahmen.
Erschienen am Sonntag, 21.09.2003 @ 4:05
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Tags: Leben, tageszusammenfassung
ARD-Hochrechnung zur bayerischen Landtagswahl von 21:43 Uhr:
- CSU: 61,2% (1998: 52,9%)
- SPD: 18,9% (28,7%)
- Grüne: 7,7% (5,7%)
- FDP: 2,5% (1,7%)
- Sonstige: 9,6% (11,0%)
Edmund Stoiber I. wird am kommenden Sonntag um 15 Uhr auf Schloss Linderhof zum König gekrönt.
Spaß ohne: Bayerische Landtagswahlen sind nie besonders spannend, und die einzig interessante Frage war, ob es der CSU gelingen wird, im Landtag eine 2/3-Mehrheit zu erreichen. Das ist eingetreten. Dazu reichen etwas mehr als 60% der Stimmen, da die kleineren Parteien an der 5%-Hürde scheitern und deren Stimmen für die Sitzverteilung keine Rolle spielen; es sind mehr als 120 der 180 Sitze im verkleinerten Landtag notwendig (nach der o.g. Hochrechnung hat die CSU nun 125 Sitze inne, SPD 39 und die Grünen 16).
Etwas überraschend war dann allerdings der herbe Verlust für die SPD. Umfragen vor der Wahl sprachen von 22% für die SPD und ich selbst schätzte sie auf 23%. Davon ab war meine Vermutung recht akkurat: CSU 60, Grüne 8 und FDP 3% (wird wohl nur deswegen nicht in Bayern bei »Sonstige« aufgeführt, da sie im Bundestag vertreten ist).
Wehe, ich lese oder höre heute Abend irgendwas von »erdrutschartigen Verlusten« oder Siegen: Ich kann’s nicht mehr hören! Das ist doch häufiger so bei Wahlen.
Eine 2/3-Mehrheit einer Partei in einem Parlament ist aus demokratischer Sicht mitunter bedenklich, aber in Bayern hat das nicht all zu gravierende Auswirkungen (ok, in einiger Hinsicht kann die CSU nun die Rechte der Opposition beschneiden, siehe SZ und FAZ.net). Verfassungsänderungen kann die CSU-Fraktion nun zwar allein beschließen, aber in der Verfassung des Freistaats ist vorgesehen, dass immer auch das Volk über Verfassungsänderungen in einem Volksentscheid beschließen muss.
Aus diesem Grund gab es heute sechs Stimmzettel im Alten Schulhaus in Hüttendorf und anderswo in den sieben Regierungsbezirken: Eine Erst- und Zeitstimme für die Bezirkstagswahlen, dito für die Landtagswahlen sowie zwei Stimmzettel um über Volksentscheide abzustimmen. In diesen Fällen nichts sonderlich aufregendes; die Verfassungsänderungen wurden dem Aushang zufolge einstimmig vom Landtag beschlossen.
Eine ziemlich große Zettelwirtschaft. :-)
Verena meinte:
»Bis man da mal die Tapete auseinander gefaltet hat…«
Im Lauf des Abends und evtl auch morgen Abend werde ich diesen Eintrag noch um Links ergänzen.
Links
An den Spiegelreflex-Kameras ging diese Entwicklung der Digitalisierung etwas vorbei: digitale SLR waren nur im oberen Preissegment zu finden, jenseits der 5.000 Euro, und die Qualität war anfangs auch noch nicht das Gelbe vom Ei. Die Profis fotografierten weiterhin mit analogen SLRs auf Kleinbild-Filme (»KB«). Mir sind keine SLR mit APS-Format bekannt – APS wurde speziell für das untere Preissegment entwickelt. Völlig am Markt vorbei, wie sich mit der Entwicklung der Digital-Fotografie herausstellte.
Wenn man nicht Unsummen ausgeben wollte, war man in einer Zwickmühle: Bei einer Digiknipse zugreifen und unbefriedigende Ergebnisse erhalten oder weiter gute Fotos mit einer Kleinbild-SLR machen, aber den Verheißungen der digitalen Zukunft entsagen.
Anfang 2003 waren die Preise für Einsteiger-Digital-SLRs bereits auf rund 2.000 Euro gefallen, aber für viele an digitalen Spiegelreflex-Kameras Interessierte war das damalige Einsteiger-Modell EOS 10D von Canon immer noch zu teuer. Die 10D kostet mittlerweile um die 1.500 Euro, nur das Gehäuse (»Body«), ohne Objektiv wohlgemerkt. Die digitale Oberklasse bei Canon gibt’s derzeit in der 1Ds für 8.200 Euro (die 1D, ohne »s« für ca. 3.000 Euro). Die Einsteigerklasse bei Nikon heißt D100 und kostet 1.750 Euro. Teurer geht’s dort natürlich auch, zum Beispiel mit der D1X ab 6.000 Euro (nur der Body).
In diesen Regionen sind wohl nur noch Canon und Nikon von Bedeutung; ich habe jedenfalls noch nie von Berufsfotografen gehört, die etwas anderes als diese beiden Marken oder Leica einsetzen.
Die analoge Variante der 300D, die 300V, wird aktuell übrigens für 260 Euro inkl. einem 28-90-Objektiv verkauft.
Verständlich, dass die Vorstellung der EOS 300D zur ifa einer Revolution gleich kam: Digitale Spiegelreflex von Canon mit sechs Megapixeln für nur 1.099 Euro (Body) und 1.199 Euro mit einem 18-55 mm Zoom-Objektiv: sen-sa-tio-nell.
Endlich war Besserung in Sicht für Meinesgleichen, die ihre analoge Kleinbild-Spiegelreflex wie eine Digitalkamera benutzten: Ich nahm auf Papierfilm auf und ließ mir vom Labor die Fotos für 5 Euro pro entwickeltem Film auf Picture-CD speichern, mit zweifelhafter Qualität: Lediglich 1,5 MPixel Auflösung (1.536 x 1.024 Pixel) und die Farben ersoffen in der Sättigung. Ich überlegte mir genau was ich fotografieren wollte, denn pro 36 Bilder klingelte einmal mit fünf Euro die Kasse im MediaMarkt (für Dias ist das Labor gut, Digitalisierung dann aber nur auf PhotoCD für einen Euro pro Bild; glaubt nicht, dass der Fotoladen um die Ecke Eure Bilder nicht zur Entwicklung in ein Großlabor schickt). Bis die Fotos auf CD gespeichert waren, verging immer eine Woche, zudem musste ich auch erstmal den Film voll bekommen.
Die zwangsweise mitentwickelten Papierabzüge gab ich zurück (»Ich glaube es ist einfacher wenn ich Ihnen sage, wie viele Bilder ich behalte statt wie viele ich zurück gebe.«).
Dass Händler mit »Echte Fotos von Ihren digitalen Bildern!« warben und die Kunden ihnen damit die Bude einrannten, konnte ich nicht ganz verstehen. Naja eigentlich schon, die Vorteile digital vs. analog habe ich ja oben genannt. Aber ich wollte meine Fotos seit geraumer Zeit als Datei im Computer haben, um sie weiter zu bearbeiten, zu verwenden und zu versenden, mit stapelweise Papierabzügen oder Dias kann ich nichts anfangen. Sicher, ich blättere auch gerne in alten Fotoalben, aber man kann auch Leute um ein Display versammeln, wie man sie um ein Album sammelt, und dann eine Slideshow vorführen. Dabei altern die Bilder nicht, sie sind ja digital gespeichert und das JPEG-Dateiformat ist hinreichend zukunftssicher (einen äußerst lesenswerten Artikel zu diesem Thema gibt es bei Spiegel-online von Christiane Schulzki-Haddouti: »Wie alt wird ein Bit?«).
Oder wie Steve Jobs von Apple zum Programm iPhoto sagt: »digital shoe box«.
Eine digitale Spiegelreflex für rund 1.000 bis 1.100 Euro Straßenpreis; da überlegt man sich doch, ob man 500 bis 600 Euro für eine Marken-Digiknipse mit einigermaßen Qualität ausgibt oder noch 400 Euro drauflegt, um eine digitale SLR zu bekommen.
Wie gesagt, am Sonntag hatte ich Gelegenheit, mir die EOS 300D anzusehen und sie gefiel mir sofort: sah im Prinzip genauso aus wie meine KB-SLR »Z-20« von Pentax. Sie fühlte sich auch genauso an und die Bedienung war ebenfalls ähnlich. Außerdem sprachen noch eine Reihe weiterer Dinge für sie:
- 6,3 Millionen Pixel Auflösung, 3.072 x 2.048 Pixel (PhotoCD-Auflösung!)
- Ein schneller und dabei sehr leiser Autofocus
- Ein leiser Verschluss mit sehr geringer Auslöseverzögerung
- Serienaufnahmen: bis zu 4 Bilder hintereinander bei 2,5 Bildern pro Sekunde
- Automatische Reihenaufnahmen mit verschiedenen Belichtungs-Einstellungen
- Nahezu kein digitales Rauschen (siehe Negativbeispiel der Kodak DC4800)
- 7 Autofocus-Punkte
- Eingebauter Blitz mit Leitzahl 13, einige Zentimeter über der optischen Achse
- Blitzschuh für externe Blitze
- ISO-Einstellungen: 100, 200, 400, 800, 1600
- Relativ niedriges Gewicht von 560 Gramm (ok, Plastikgehäuse, hat meine alte Z20 aber auch; das Bajonett ist aus Metall) bzw. 190 Gramm für das Objektiv
- Kompatibel mit EOS-EF-Objektiven
- Überzeugendes Objektiv (gute Qualität, Brennweite 18-55 mm äquivalent zu 28-88 mm Kleinbild, Blende 3,5 bis 5,6, günstiger Preis: nur 100 Euro Aufpreis)
- CompactFlash Typ I und II, Unterstützung für IBMs Microdrive
- JPEG bis zur o.g. Auflösung in 95%iger Qualität (= kaum Kompression)
- Gleichzeitige Speicherung von JPEG und RAW
- LiIon-Akku ist herausnehmbar (kompaktes Ladegerät mit Anschluss für Kaltgerätestecker wird mitgeliefert)
- Einziger Haken: USB 1.1 als Schnittstelle, kein FireWire
Tags darauf zu rechnen angefangen und zum Schluss gekommen: bis Weihnachten wird noch gewartet.
Wenige Stunden später meldet sich Wolfgang auf meinem Handy: Er hat in Erfahrungen bringen können, dass das Ding weggeht wie geschnitten Brot und angeblich, wenn die Produktion ausverkauft sei, wird es vor Mitte 2004 keine neuen mehr geben.
Am Dienstag hatte ich sie.
Warum habe ich erst am Samstag Aufnahmen gemacht, obwohl ich sie bereits am Dienstag hatte?
Ich habe noch auf das Microdrive mit 1 GB Kapazität gewartet. Dabei gab es Lieferschwierigkeiten, weswegen ich am Samstag eine völlig überteuerte 64-MB-CF-Karte kaufte, um schon mal loslegen zu können. Auf die 64 MB-Karte gehen ganze 18 Aufnahmen drauf (pro JPEG-Bild mit voller Auflösung und minimaler Kompression etwa 3,1 MB); das 1 GB große Microdrive wird etwa 300 Aufnahmen fassen.
Ah ja, die Idee von Jan, das erste Foto mit der neuen Kamera online zu stellen finde ich recht nett, daher meine erste Aufnahme auf der rechten Seite (anklicken zum Vergrößern, aber Obacht: 1,9 MB, ist die unveränderte Originaldatei!). Die Aufnahme zeigt einen kleinen Teil der Mittelhalle des Nürnberger Hauptbahnhofs. Ich stand bei der Aufnahme auf der Galerie im ersten Stock.
Von Canon wird die 300D, der Homeshopping-Moderatoren wohl »Profi-Qualität« unterstellen würden, laut Website übrigens als »6 Millionen Pixel für den Privatanwender« verkauft. Selbst die 1.500 Euro teure 10D läuft bei Canon noch als »semi-professionell«. Von verschiedenen Fachzeitschriften wurde die 300D hoch gelobt.
Das Objektiv EF-S 18-55 kann nicht separat gekauft werden und es kann auch nicht an analoge EOS-Kameras angeschlossen werden. Das EF-S gibt’s nur im Bundle mit der 300D, so dass man sich beim Kauf überlegen sollte, ob man nur die Kamera nimmt (ggf., wenn schon EF-Objektive vorhanden sind), oder ob man noch hundert Euro für das Set mit Objektiv drauflegt.
Ab jetzt wird wieder mehr fotografiert: Man kann einfach mal abdrücken, kostet ja nichts. Mehr Alltagsfotos. Oder einfach mal Bratkartoffeln fotografieren und für zwei Bilder sechs Aufnahmen verballern.
Schön sind auch die Zusatzinfos, die bei jedem Bild mit abgespeichert werden. Bei dem IMG_0001.jpg sind das beispielsweise (aus iPhoto):
| Bild |
| Breite: | 2.048 Pixel |
| Höhe: | 3.072 Pixel |
| Aufgenommen: | 18. Okt. 2003, 14:15 Uhr |
| Digitalisiert: | 18. Okt. 2003, 14:15 Uhr |
| Datei |
| Name: | IMG_0001.JPG |
| Größe: | 2,0 MB |
| Geändert: | 18. Okt. 2003, 14:15 Uhr |
| Importiert: | 18. Okt. 2003, 16:42 Uhr |
| Kamera |
| Hersteller: | Canon |
| Modell: | Canon EOS 300D DIGITAL |
| Software: | Quicktime 6.4 |
| Belichtung |
| Verschlusszeit: | 1/50 |
| Blende: | f 4,0 |
| Max. Blende: | f 3,6 |
| Belichtungskorrektur: | 0,00 |
| Brennweite: | 18,00 mm |
| Abtastung: | Ein-Farb-CCD |
| Blitz: | Aus |
| Messung: | Raster |
| ISO-Einstellung: | 100 |
Was hat die ganze Aktion gekostet?
Durch glückliche Umstände habe ich das Set, also Kamera und Objektiv für 999 Euro bekommen. Das Microdrive wird um die 170 Euro kosten.
Mac-Kompatibilität? In der Verpackung des USB-Kabels wird zwar in vier Sprachen gewarnt, man möge unbedingt die Treibersoftware vor dem Anschließen installieren, aber am Mac gibt’s natürlich keine Probleme, wenn man das bleiben lässt: »kompromisslose Out-of-the-Box-Experience«, wie ich das nenne. Beim Anschließen der Kamera wird wahlweise »Digitale Bilder« für den Import einiger oder aller Bilder an einen bestimmten Ort geöffnet, oder iPhoto für den Import in die iPhoto-Library.
Ich verwende »Digitale Bilder«, lasse von dem Programm nach dem Import die Dateien auf der Kamera löschen und mir anschließend die Fotos in »Preview« anzeigen und im Finder den Ordner mit den gespeicherten Bildern öffnen.
Übrigens liegt der Packung eine Bulk-Version von Photoshop Elements 2.0 bei. »Bulk« heißt: voller Funktionsumfang, aber Handbuch und CD mit Canon-Logo und der Weiterverkauf ohne Kamera ist untersagt.
Wer mal schauen möchte: Meine beiden letzten Bilderserien, die ich online gestellt habe (mit der Pentax Z-20 aufgenommen und als Picture-CD digitalisiert):
Weitere Informationen zur Kamera von Canon:
Erschienen am Montag, 20.10.2003 @ 6:03
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Tags: eos, Fotografie
Ich habe ja schon öfter mal
beschrieben, wo ich am liebsten im Zug sitze, jetzt kann ich’s auch zeigen.
:-)
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Der ICE1 morgens um 07:27 ab Nürnberg. »Mein« Platz ist in der Dreiergruppe der einzelne (in Fahrtrichtung rechts), gegenüber dem Sitz, auf dem gerade mein Rucksack steht. Meine Jacke hängt in der Garderobe auf der anderen Seite. Vorteil hier: Kein Platznachbar (ist ja ein Einzelsitz) und Ablageplatz für den Rucksack auf dem gegenüberliegenden Sitz, sofern der Zug nicht zu voll ist. |
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Der ICE-T um 14:49 ab München. Auf dem Bild ist links nicht mehr zu sehen, dass da noch eine weitere Sitzreihe ist sowie ein Tisch. Mein Platz ist, aus Sicht des Aufnahmestandpunkts, auf der linken Seite der Fensterplatz in der dritten Reihe (in Fahrtrichtung rechts). Der hat drei entscheidende Vorteile: Man kann die Beine lang machen, weil einem niemand gegenüber sitzt wie an einem Tischplatz. Weiterhin: Man hat mehr vom Fenster als eine Reihe weiter vorne. Und drittens: Hinter einem kommt keine weitere Reihe in der gleichen Anordnung, sondern ein kleiner Zwischenraum (eignet sich gut für Koffer) und dann eine Reihe in die andere Blickrichtung. Ideal, um hemmungslos die Sitzlehne nach hinten zu klappen und zwischen den beiden Sitzen zu schlafen. |
Heute begann in München die Systems, aber überraschenderweise war der Zug leerer als sonst an einem Montag-Morgen. Sogar nach Augsburg hatte ich noch die Dreiergruppe für mich alleine.
Hier sieht man mal deutlich, wie sich eine Zuggattung im Laufe von zehn Jahren verändern kann. Im ICE1 ist alles noch wuchtig, im ICE-T ist die Einrichtung dagegen recht »leicht« und unaufdringlich. Die Sitze im ICE-T sind bequemer und die Kopfkissen bleiben da, wo sie sein sollen. Überhaupt bekommt man die Kopfkissen im ICE-T leichter in die gewünschte Position.
Die Platzreservierung ist im ICE1 noch old-school, wie in einem InterCity (Papierfetzen in einem dicken Plastik-Schuber). Im ICE-T gibt’s die rote LED-Anzeige über den Plätzen (in den ICE2 gab es dann schon eine orangene LED-Anzeige).
Die Farben im ICE-T sind nüchterner: hell- und dunkelblau, außerdem weiß und viel Glas und Metall (die Innentüren), in den Durchgängen helles Holz. Im ICE1 gibt es blaue, graue Sitze, graue Kopfkissen, angegilbte Wände (die waren glaube ich schon immer so) und viel grün lackiertes Metall.
Die Gepäckablagen im ICE der ersten Generation sind sehr wuchtig, im ICE der dritten Generation wieder leicht. Tatsächlich bekommt man im Zweifelsfall einen dicken Koffer im ICE1 eher auf die Gepäckablage als im ICE-T bzw. ICE3 (dafür gibt es dort noch die Zwischenräume bei Rücken-an-Rücken stehenden Sitzreihen und hinter den Innentüren).
Mir gefällt das Design des ICE-T sehr viel besser als das des ICE1.
Erschienen am Montag, 20.10.2003 @ 19:37
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Tags: bahn, Verkehr
Dienstag, 21.10.2003
Wer von der
aktuellen Rentendiskussion nicht genug bekommen kann und auf etwas mehr Substanz als die »
Wut der Rentner« der Bild-Zeitung aus ist, wird in der SZ von heute fündig (und vermutlich auch in der Zeit am Donnerstag und im Spiegel am Montag).
Erschienen am Dienstag, 21.10.2003 @ 20:27
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Tags: inland, Politik
Mittwoch, 22.10.2003
Seit einer Woche schaue ich täglich, ob schon das neue ALA gelauncht wurde, zuletzt gestern. Nichts. Und nun, da ich mal nicht als erste Amtshandlung des Tages die Domain gecheckt habe, lese ich bei
Markus, dass
A List Apart wieder da ist.
:-)
Hab’s mir noch nicht näher angesehen, folgt im Laufe des Tages.
ALA startet mit drei neuen Artikeln durch: Joe Clark referiert über Fahrner Image Replacement (siehe auch den Artikel »In Defense of Fahrner Image Replacement« von Dave Shea vom August bei Digital Web), speziell in Bezug auf Screenreader. Im zweiten Artikel schreibt Douglas Bowman über CSS-Tabs, die grafischen Navigationsleisten in nichts mehr nachstehen und im dritten Beitrag von Dan Benjamin geht es um Bildwechsler mit PHP.
Erschienen am Mittwoch, 22.10.2003 @ 10:51
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Tags: quicklinks
Apple hat heute völlig überraschend neue
iBooks vorgestellt. Es wurde zwar schon lange mit einer Neuauflage gerechnet, aber nicht, dass sie ausgerechnet heute kommt: Die Meldung von
iTunes für Windows ist noch
frisch und am Freitag steht
Panther vor der Tür. Außerdem ist traditionell der Dienstag Produktvorstellungstag bei Apple.
Überraschend außerdem, dass nun (endlich) ein G4 Einzug in die iBooks gefunden hat. Der iMac hat zwar schon seit längerem den ehemaligen Profi-Chip, aber bis vor Kurzem gab es noch Gerüchte, dass IBM den G3 mit einer Altivec-Einheit aufbohren würde, durch die sich der G4 im Wesentlichen gegenüber dem G3 auszeichnet (wer weiß, evtl ist es genau das und Apple nennt den G3 mit Altivec trotzdem G4; Apple ist nicht so auskunftsfreudig, was die eingesetzten Prozessoren betrifft).
Die neuen iBooks sind nun auch für Airport Extreme vorbereitet (802.11g statt 802.11b; 54 MBit/s brutto statt vorher 11) und die beiden USB-Ports wurden auf USB 2.0 aufgewertet. Nur noch eines von drei Geräten kommt im praktischen Rucksack-Format von 12 Zoll daher, das mittlere und das große Modell haben beide 14 Zoll. Neu ist auch, dass das kleinste Modell nun ab Werk mit einem Combo-Drive ausgestattet ist. Es gibt jetzt »across the line« Slot-loading Combo-Drives in allen iBooks. Das erste Mal überhaupt, dass die optischen Laufwerke in den Consumer-Notebooks von Apple keine Schublade mehr benutzen.
Ein »Silent Upgrade« wie es im Buche steht.
Deutsche Listenpreise inkl. Steuer im Einzelnen:
- 12″, 800 MHz: 1.199 €
- 14″, 933 MHz: 1.449 €
- 14″, 1,0 GHZ: 1.699 €
Weitere Details auf der Produktseite und in Meldungen von Heise, Macrumors und Mac-TV.
Erschienen am Mittwoch, 22.10.2003 @ 16:52
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Tags: Apple, hardware
Heute habe ich das Microdrive für
meine EOS 300D bekommen: 323 Bilder gehen mit meinen aktuellen Einstellungen auf das eine Gigabyte drauf (ich verwende 3.072 x 2.048 Pixel mit geringer JPEG-Kompression; etwa 3,1 MB pro Bild).
Noch ein paar Ergänzungen:
Es ist möglich, eine automatische Weißabgleichreihe zu machen (»WB-Sequenz«). Bei nur einer Aufnahme können dabei drei Bilder mit verschiedenem Farbton gemacht werden.
Das von mir als »Automatische Reihenaufnahmen mit verschiedenen Belichtungs-Einstellungen« genannte Feature heißt in der Anleitung »Belichtungsreihenautomatik« (»AEB«). Hierbei müssen, anders als bei der Weißabgleichreihe, nach der Einstellung des Streuwerts drei einzelne Aufnahmen gemacht werden (einfach den Auslöser durchgedrückt lassen, sofern als Bildfrequenz »Reihenaufnahme« statt »Einzelbild« eingestellt ist). Mit Blitz oder Langzeitbelichtung kann bei der Belichtungsreihenautomatik nicht fotografiert werden.
Die beiden Funktionen WB-Sequenz und AEB lassen sich auch kombinieren. Zu den drei AEB-Aufnahmen werden zusätzlich je drei WB-Sequenz-Bilder gespeichert (insgesamt also neun Bilder).
Apropos Langzeitbelichtung: Der Verschlusszeitenbereich geht von 1/4000 bis zu 30 Sekunden. Mit vollem Akku sind Langzeitbelichtungen von 2,5 Stunden möglich.
Noch eine Info aus der Anleitung: Wird im RAW-Format fotografiert, wird bei jeder Aufnahme automatisch ein JPEG-Bild mitgespeichert, das in das RAW-Bild eingebettet wird (Dateigröße ca. 7 MB). Es lässt sich dann jedoch nicht einstellen, wie groß und in welcher Qualität das JPEG mitgespeichert wird, es gibt nur die Option RAW in 3.072 x 2.048 plus JPEG in 2.048 x 1.360 mit geringer Kompression.
Vorerst letzte Sache: Die ersten Aufnahmen kamen mir in der Sättigung etwas zu kräftig vor. Dabei handelte es sich um den »Parameter 1«, der standardmäßig eingestellt ist und in dem auch alle Aufnahmen in den »Motivprogrammen« vorgenommen werden (die da wären: Vollautomatik, Porträt, Landschaft, Nahaufnahme, Sport, Nachtaufnahme, Blitz aus).
In den »Kreativprogrammen« (Programmautomatik, Blendenautomatik, Zeitautomatik, manuelle Belichtungssteuerung, Schärfentiefenautomatik) können Einstellungen wie Kontrast, Schärfe, Farbton und Sättigung individuell justiert werden. Oder man greift auf den »Parameter 2« zurück. Während Parameter 1 aussieht wie typische Urlaubsfotos auf Papierabzügen oder wie eine Explosion in Disneyland, sind die Farben in Parameter 2 etwas gedämpfter, sehen natürlicher aus und eher so, wie ich sie tatsächlich sehe.
Als weiterer voreingestellter Bearbeitungsparameter steht noch »Adobe RGB« zur Verfügung.
Erschienen am Mittwoch, 22.10.2003 @ 21:45
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Tags: eos, Fotografie
Donnerstag, 23.10.2003
Mit etwas Verspätung die Einträge zur SAE von dieser Woche Montag und Dienstag, der letzten von vier Wochen
Director-Unterricht.
Am Montag zunächst die Info zu einer Lehrplanänderung: Nächste Woche (27./28.10.) haben wir noch nicht die Prüfung, sondern die erste von vier Wochen 3D-Unterricht mit Cinema 4D. Die Prüfung ist dann eine Woche später, am 3. November. Die erste 3D-Woche wird aber nicht zum Prüfungsstoff gehören. Ansonsten kommt in der Theorie alles dran, was wir seit Anfang August, dem Beginn des CMD-Kurses, durchgenommen haben. Die Gewichtung der Themengebiete entspricht im Test exakt der des Unterrichts: Wir hatten elf Wochen Unterricht, davon zwei Wochen Photoshop, also werden 2/11 der Fragen Photoshop betreffen. Vier Elftel werden Director-Fragen sein, da wir vier Wochen Director-Unterricht hatten (1/11 Freehand, 2/11 Screendesign und 2/11 DTP). Nach der Theorie-Prüfung wird es einen Praxis-Test geben, in dem wir mit Photoshop- und Director-Aufgaben konfrontiert werden.
Am Dienstag in der Testwoche, am 4.11., werden wir alles rund um’s Thema »CD-Mastering« drannehmen, v.a. Hybrid-CDs (nehme ich an).
Im Anschluss besprachen wir die vierte Pflicht-Übung, eine Programmieraufgabe in Director. In einige Eingabefelder soll der Anwender Zahlen eingeben und auf Knopfdruck bauen sich nacheinander Balken auf und färben sich von schwarz nach rot, entsprechend der Zahlen, die zuvor eingegeben wurden. Dabei müssen einige Dinge abgefangen werden: Die Eingaben dürfen nur aus Zahlen bestehen und müssen zwischen 1 und 200 liegen; wenn etwas anderes eingegeben wird, muss es entsprechende Fehlermeldungen geben.
Den Rest des Tages lernten und vertieften wir u.a. noch einige der Dinge, die wir für die Bewältigung der Übung brauchen: Eingabefelder, Abfragen, die Sache mit den Balken, Timer, URLs, Eingabedialoge mit getPropertyDescriptionList erzeugen (nützlich für universell einsetzbare Scripte)…
Die Prüfung wurde auch deswegen um eine Woche geschoben, da sich die Lieferung der Director-Bücher verzögerte, die wir heute bekamen: »Director MX und Lingo: Kompendium« von Marcus Eberl und Jens Jacobsen aus dem MT-Verlag, ein 900-Seiten-Wälzer.
Thema Bücher: Für Cinema 4D bekommen wir auch eines, aus dem Galileo-Verlag. Alternativ konnte man sich auf eine aushängende Liste eintragen um auf das Galileo-Buch zu verzichten, und stattdessen für 20 Euro Zuzahlung die komplette Doku von Maxon zu bekommen (vom Umfang her ungefähr dreimal so viel).
Am Dienstag, dem letzten Director-Tag, war nochmal große Wiederholung angesagt, sowie die Klärung offener Fragen. »Lieber jetzt fragen wenn was nicht verstanden wurde, als das später jemand bei PHP fragt, was eine Funktion ist.«
Wir besprachen nochmal ausführlich ein paar Basics, die bei dem einen oder anderen noch etwas unklar waren: globale und lokale Variablen, Properties, Parameter-Übergaben. Abschließend noch etwas neues: sound playfile im Vergleich zu puppetsound, und wie man ein sound playfile loopt, obwohl es keine Loop-Eigenschaft hat (puppetsound kann man zwar loopen, es blockiert dabei aber alles andere).
Die Unterscheidung Mac/PC bei Pfaden war auch nochmal ein Thema (the moviepath, verkettet mit einem Verweis auf z.B. ein Verzeichnis mit Sounds in eine if-Abfrage packen und daraus eine globale Variable machen). Außerdem griffen wir von gestern noch einmal das Thema Flags (»Ampel«) auf und bauten noch Scrollbalken für ein Textfeld.
Mit Director war’s das an sich, aber wir müssen ja noch eine Übung in Director abliefern (s.o., Abzeichnung bis 8.11.) und ein größeres Projekt bis 1.12. Praktisch, dass uns Carsten die nächsten vier Wochen weiter zur Verfügung steht, denn bei ihm werden wir auch »Cinema 4D« bis zum Abwinken behandeln. :-)
Von den Bahnfahrten am MO und DI gibt es nichts besonderes zu vermelden. Neuerdings ertönt bei der morgendlichen Hinfahrt kurz vor München-Pasing die Ansage:
»An die Fahrgäste der 2. Klasse: Vor München-Pasing und München Hauptbahnhof ist ein Durchgang zwecks Ausstieg durch die 1. Klasse nicht erwünscht.«
In den Früh-ICEs ist es recht beliebt, soweit wie möglich durchzugehen (und die 1. Klasse fährt an der Zugspitze), um sich in Pasing günstig für die Treppenabgäng zwecks Gleiswechsel zur S-Bahn zu positionieren. Dito München Hbf, da der Hbf ein Kopfbahnhof ist und man für einen Gleiswechsel ganz vor in die Bahnhofshalle laufen muss (und die S-Bahn im Tiefgeschoss ist zehn Minuten weit weg). Nein, sinnigerweise gibt es weiter draußen vor der Halle zwischen den Gleisen keinen Tunnel wie in Frankfurt.
Auf der Rückfahrt am Dienstag hatte ich schon in einem Wagen meinen Lieblingsplatz gefunden, als mir anders wurde: Die Kampfmittelgruppe 4711 bließ zum Angriff. Lösung: Rucksack auf dem Platz lassen und mit der Jacke einen Wagen weiter. Da gab es nochmal meinen Lieblingsplatz, frei, im Wagen waren auch keine 4711-Bomber. Jacke dort gelassen, zurück in den vorherigen Wagen, Rucksack geholt und dann geordneter Rückzug.
Erschienen am Donnerstag, 23.10.2003 @ 14:56
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Tags: director, SAE
Bitte nicht wundern, wenn es hier in nächster Zeit etwas ruhiger zugeht und eher wenige und kurze Einträge erscheinen oder auch mal ein oder zwei Tage gar nichts passiert.
Ich stecke bis zum Hals in Arbeit: Am 3. November ist in der SAE eine
Prüfung, bei der der Stoff der letzten drei Monate abgefragt wird, und deren Note für das Zeugnis und Diplom im nächsten August nicht ganz unwichtig ist. Ich will meine Mitschriften durcharbeiten (fast ein 80-seitiger Collegeblock) und zwei Bücher lesen: Das
Photoshop-Buch und das
Director-Buch, zusammen rund 1.300 Seiten (Photoshop 400, Director 900). Mit dem Photoshop-Buch bin ich zu einem Viertel durch, ich muss mich ranhalten.
Zusätzlich ist bis 8.11. eine Director-Übung zu erledigen und mit dem großen Director-Projekt fange ich besser auch mal bald an, sonst ist die Zeit bis 1.12. zu knapp (außerdem läuft parallel zwischen 10.11. und 29.11. die Cinema-Übung).
Als hätte ich nicht schon genug zu tun, bin ich mit meiner Steuererklärung 2002 rückständig (Wie kann man da eine Nachfrist bekommen? Genügt ein formloser Antrag?). Außerdem bahnt sich eine Erkältung an, Wolfgang hat sie schon, und die ist ziemlich garstig.
Telekolleg ist im Moment unkritisch: Ich bin mit meinen Hausaufgaben am Laufenden. Zumindest, wenn ich sie heute oder morgen für Samstag erledige: je einmal in BWL, Geschichte und Englisch. Den Stoff habe ich aber schon intus; Zeitaufwand pro Fach und Bogen: eine Stunde, also insgesamt drei Stunden für kommenden Samstag.
Dumm, dass der Herbst/Winter hierzulande Kinosaison ist (in den USA wg. Hitze und Klimaanlagen in den Sälen ist es der Sommer). Ich habe ja schon öfter erwähnt, dass für mich »Kinowetter« bedeutet, dass ich bei angenehmen Temperaturen mit dem Rad in die Stadt fahren kann, insofern kommt mir das gar nicht entgegen, sowohl das lausige Wetter mit tagsüber fünf Grad und die fehlende Zeit momentan. Es läuft eine Reihe von Filmen, die mich interessiert:
Auf Filme wie Bad Boys II oder American Wedding (»American Pie 3«) kann ich ja zur Not verzichten, aber von den oben aufgeführten will ich eigentlich keinen verpassen.
Bei »Intolerable Cruelty« – dt. Titel: »Ein (un)möglicher Härtefall« – von den Coen-Brüdern habe ich ja den Verdacht, dass er als Romanze a la »Wedding Planer« vermarktet wird, wenn ich mir so die deutschen Werbespots anschaue. Ich hoffe, dass es »ein echter Coen« wird. Ist mir völlig egal, wenn Heerscharen von weiblichen George Clooney-Fans enttäuscht aus dem Kino schlurfen, die Georgy in »Wedding Planer 2« erwartet haben.
Äh ja, also sorry, wenn hier in nächster Zeit nicht so häufig was passiert.
Die Antwort auf die Linux-Kommentare habe ich nicht vergessen, muss ich aber auf die lange Bank schieben.
Wenn ich’s schaffe, gibt’s morgen oder am Wochenende einen Artikel zu Panther den ich hier gerade auf der Platte habe, kann aber auch später werden.
Erschienen am Donnerstag, 23.10.2003 @ 15:45
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Tags: Leben, tageszusammenfassung
Freitag, 24.10.2003

Okay, hier meine ersten Eindrücke von Mac OS X 10.3 »Panther«.
Die Installation ging relativ schnell. Ich habe nicht auf die Uhr gesehen, aber ich schätze mal, es war etwa eine halbe Stunde, bis die Inhalte der ersten und einige Dinge von der zweiten CD installiert waren. Ich wählte die Option »Archive-Install«, die das alte System in den Ordner »Previous Systems« kopiert und alle Benutzer samt Einstellungen beibehält.
Am Schluss wurde ich etwas ungeduldig, als ein Sprachpaket nach dem anderen (Dänisch, Finnisch) aufgespielt wurde. Mittlerweile habe ich erfahren, dass man das wohl auch hätte umgehen können (vor der Installation muss es irgendwo einen Button »Anpassen« geben).
Die besten Features sind m.E. Exposé, Fast User Switching, der neue Finder und das neue Preview:
- Exposé
Auf Knopfdruck werden alle Fenster aller Programme verkleinert und übersichtlich angeordnet. Mit der Maus kann dann über die verkleinerten Fenster gefahren werden, die sich daraufhin hellblau färben und den Fenstertitel in der Mitte anzeigen. Ein Mausklick, und dieses Fenster wird in den Vordergrund geholt. Die Taste, mit der diese Aktion ausgelöst wird, muss dabei nicht permanent gedrückt werden, man kann sie wahlweise einmal drücken und wieder loslassen (dann bleiben die Fenster verkleinert bis eines gewählt oder die Taste erneut gedrückt wird) oder man kann sie gedrückt halten, wie es beliebt. Cool: Quicktime-Videos oder Animationen in Webseiten laufen verkleinert weiter.
Eine weitere Taste bewirkt im Prinzip das selbe, aber nur bei den Fenstern der im Vordergrund laufenden Applikation, der Rest des Bildschirms wird abgedunkelt.
Mit einer dritten Taste kann folgende Aktion verknüpft werden: Alle Fenster verschwinden an den nächstliegenden Bildschirmrand, der Desktop wird freigegeben. Nützlich, um z.B. ein Bild oder eine URL aus dem Browser anzufassen, per Tastendruck den Desktop freizulegen und das Element dort z.B. in einen bestimmten Ordner fallen zu lassen. Umgekehrt geht das natürlich auch: Desktop freilegen, Objekt packen, Programme auf Tastendruck wieder einblenden (oder mit der ersten Aktionstaste ein bestimmtes Fenster wählen) und Objekt in das Fenster fallen lassen.
Die Tasten und Modifier lassen sich leider nicht frei wählen, sie können nur aus einer vorgefertigten Liste ausgesucht werden. Ich hätte mir gerne der Reihe nach die Tasten F13, F14 und F15 damit belegt, F14 und F15 sind in den Exposé-Einstellungen aber nicht im Angebot (auf diesen Tasten liegen bereits die Helligkeits-Einstellungen). Meine Exposé-Hotkeys sindnun F10, F11 und F12, Standard ist F9, F10, F11. Es lassen sich auch Bildschirmecken für diese Aktionen definieren oder Tasten einer Mehrtasten-Maus damit belegen.
Sehr schade ist, dass es keine Kombination von Modifier- und Funktionstasten gibt, z.B. Apfel-F12. Wenn Programme wie z.B. Dreamweaver oder Photoshop bereits Programm-eigene Aktionen für von Exposé belegte F-Tasten vorsehen, funktionieren diese F-Tasten in den betroffenen Applikationen nicht mehr: Exposé »überschreibt« die F-Tasten der Programme.
Ob Exposé Quartz Extreme voraussetzt, weiß ich nicht.
Fast User Switching (FUS)
Ein Feature auf das ich sehr lange gewartet habe, ist FUS. WindowsXP hat dieses Feature eingeführt und es ist m.W. das erste und einzige Mal, dass Apple sich etwas bei Microsoft abschaut (die 26 Jahre zuvor war’s ja eher umgekehrt). Steve Jobs sagte bei der Vorstellung von Panther auf der WWDC im Sommer (sinngemäß): »Wenn wir schon ausnahmsweise bei Windows abschauen, wollen wir es wenigstens besser machen«, und das ist gelungen. FUS ist das Feature, auf das Familien-Macs gewartet haben und das sie nie wieder missen möchten. Endlich nicht mehr abmelden müssen, wenn man vierzig Tabs im Browser offen hat und jemand aus der Familie »nur mal schnell« was in seinen Mails nachsehen möchte.
Oben rechts wird der Name des angemeldeten Benutzers eingeblendet und auf Mausklick klappt ein Menü herunter, in dem die Benutzer des lokalen Systems angezeigt werden. Mausklick auf einen Benutzer (oder die noch gedrückte Maustaste beim Darüberfahren loslassen) und in einem 3D-Effekt wird der Benutzer gewechselt. Wenn für den anderen Nutzer ein Passwort vergeben wurde, wird es natürlich zuvor abgefragt. Programme des vorherigen Nutzers laufen im Hintergrund weiter, Musik wird z.B. weiter von iTunes abgespielt.
Ein Häkchen neben dem Bild des Benutzers sowohl im FUS-Menü als auch auf dem Anmeldescreen zeigt an, wenn ein Anwender am System angemeldet ist.
FUS kann pauschal für alle User aktiviert oder deaktiviert werden, man kann nicht einzelne User von FUS ausnehmen oder explizit in die FUS-Liste aufnehmen (Systemeinstellungen: System, Benutzer, Anmelde-Optionen: »Schnellen Benutzerwechsel ermöglichen«).
- Finder
Im Finder gibt es sehr viele Verbesserungen: Es gibt nun links eine Spalte mit Servern, lokalen und externen Festplatten sowie Wechselmedien im oberen Bereich und darunter die wichtigsten Ordner, z.B. Applications, das eigene Home-Verzeichnis oder der Desktop. Ein Klick auf eines der Symbole und der Finder springt direkt zu diesem Punkt im Dateisystem und stellt das entsprechende Verzeichnis rechts neben dieser Leiste als obersten Punkt im Dateisystem dar.
Möchte man in ein Verzeichnis in der Nähe eines der »Leisten-Verzeichnise«, allerdings eine Ebene höher, erscheint dennoch der vollständige Pfad, wenn man auf den Pfad-Button in der Symbolleiste klickt. Sehr gut: Durch Drag’n'Drop können neue Verzeichnisse in diese Leiste aufgenommen oder aus ihr entfernt werden. Neben Wechselmedien gibt es nun einen Auswurf-Button, so dass diese zum Unmounten nicht mehr auf den Papierkorb gezogen werden müssen.
Diese Leisten-Ansicht gibt es auch in den Open/Save-Dialogen aller Programme (ähnlich wie bei Windows seit einigen Versionen), von Word über Fireworks bis BBEdit (es gibt also kein Mischmasch wie bei Windows). In den Save-Dialogen ist es nun auch endlich möglich, eine Datei anzuklicken, um deren Namen für die Speicherung zu übernehmen (um sie zu ersetzen oder den Namen mit z.B. einer Nummer zu ergänzen). Das Scrollen in den Open/Save-Dialogen ist schneller geworden. Unter 10.2 war Scrollen in Verzeichnissen mit vielen Dateien in Transmit 2.5 angenehm, in BBEdit 7 quälend langsam. Nun geht es in allen Programmen ratz-fatz. Und endlich wird beim Erstellen eines neuen Verzeichnisses im Save-Dialog die Enter-Taste erkannt.
In der Symbolleiste ist nun ein »Aktion«-Knopf hinzugekommen, der alle mit einem Objekt möglichen Operationen anzeigt (entspricht den Einträgen im Kontextmenü bei Rechtsklick).
Optionen bei der Finder-Suche (Apfel-F). Hilfreich ist auch die schnelle Suche, die Dateien sehr rasch anzeigt, wie in iTunes. Gebe ich in das Suchfeld »docu« ein, werden alle Dateien angezeigt, die »docu« im Dateinamen enthalten. Gebe ich zusätzlich »java« ein, verkürzt sich die Anzeige der gefundenen Ergebnisse auf (bei mir) das Verzeichnis »JavaScript Documentation« und die Datei »MakeDocumentation.java«. Standardmäßig wird »Auf lokalen Volumes« gesucht, per Drop-Down lässt sich die Suche auch auf das eigene Home-Verzeichnis, die Auswahl (z.B. ein markierter Ordner) oder »Überall« einschränken bzw. erweitern. Die erweiterte Suche mit Apfel-F nach Dateiinhalten oder Dateiattributen wie Änderungs- oder Erstellungsdatum, Etikett/Label, Größe, Suffix oder Creator geht natürlich weiterhin.
Der Finder kann nun per Kontext-Menü Zip-Dateien erzeugen. Auf Doppelklick werden sie wie gehabt vom StuffIt-Expander an Ort und Stelle entpackt.
Copy/Paste von vielen Objekten geht nun zügig vonstatten.
Wo Licht ist, ist auch Schatten: Ein altes Problem bleibt leider. Wird ein Ordner »test« mit der Datei »datei2« von irgendwo her (übergeordnetes Verzeichnis, anderes Laufwerk) in einen gleichnamigen Ordner »test« kopiert, der eine »datei1« enthält, wird die datei1 gelöscht und es verbleibt nur die datei2, statt die Bestände der beiden Verzeichnisse zu »addieren«. Das ist dermaßen hinrissig, ich weiß gar nicht wie.
Weniger dramatisch: Verzeichnisse werden in der Spaltenansicht leider immer noch alphabetisch mit den Dateien sortiert vermischt, statt alle Ordner oben in der Spalte anzeigen zu lassen.
Preview
Wenn es ein Programm gibt, bei dem sich ein Blick auf den Menüpunkt »Darstellung, Symbolleiste anpassen« lohnt, dann Preview. Preview (»Vorschau«) wurde enorm verbessert, nicht nur, was die Performance betrifft, sondern auch die Benutzbarkeit und neue Features betreffend. In der Symbolleiste kann man sich nun endlich anzeigen lassen, wie viele Seiten ein Dokument insgesamt hat und in welcher prozentualen Vergrößerung eine Datei gerade angezeigt wird. Mit dem Button »Werkzeugmodus« kann zwischen einem Move-Tool, einem Textmarkierungs-Tool und einem Beschneidungswerkzeug für Bilder umgeschaltet werden. Richtig gelesen, Preview ist nun nicht mehr das dumme Anzeigeprogramm, dass es bis einschließlich Mac OS X 10.2 »Jaguar« war, es erlaubt nun auch, Text zu markieren sowie zu kopieren (klappt auch, wenn Webseiten in der Druckvorschau als PDF gespeichert werden). Außerdem bietet Preview nun eine leistungsfähige Suche. In einem Screenshot ist zu sehen, wie meine angepasste Symbolleiste aussieht, und wie sich die Suche auswirkt.
Für die Suche gilt das selbe wie in iTunes und dem neuen Finder: Je mehr Buchstaben ich eingebe, desto enger wird die Liste der Ergebnisse; mit jedem weiteren Buchstaben wird die Liste kürzer. Auf Enter/Return muss hierbei nicht gedrückt werden. Der Drawer (die Schublade rechts) zeigt Google-like die Suchergebnisse an: Das gesuchte Wort fett im Kontext der gefundenen Stelle. Links im eigentlichen Vorschaufenster wird der erste Treffer farblich hervorgehoben. Enthält das Suchfeld keine Eingaben oder werden Eingaben daraus gelöscht, wird im Drawer eine kleine Vorschau jeder einzelnen Seite angezeigt, über die sich bequem navigieren lässt. Sofern das Dokument ein Inhaltsverzeichnis bietet, kann auch dieses angezeigt werden.
Die verbesserte Performance von Preview ist sagenhaft. Adobe, Ihr könnt Euren Adobe Reader behalten. Auf der WWDC demonstrierte Apple-CEO Steve Jobs das neue Preview auf einem Dual-2,0-GHz-G5 und Adobe Reader unter WinXP auf einem Dual-Xeon-3,0-GHz: Mit einem Skript ließ er ein 1.600-seitiges PDF anzeigen, jede Seite einzeln ehe das Programm zur Darstellung der nächsten Seite überging. Versehentlich drückte Steve dreimal auf den Scrolltest-Button von Preview, aber als Acroread mit dem ersten Mal durch war, hatte Preview mittlerweile seine drei Durchgänge abgearbeitet.
Den Scrolltest gibt es in der finalen Version leider nicht mehr, aber die Geschwindigkeit ist im Vergleich zum Adobe Reader 6 auf dem gleichen Rechner dennoch über alle Zweifel erhaben, sowohl was Ladevorgänge, Scrollen, Bewegen von Bildern, die Anzeige der Thumbnails oder die Suchfunktion angeht: Apple kann bei Preview den Wunsch nach mehr Performance definitiv von der Wishlist streichen, das Thema ist gegessen!
Einige weitere Dinge.
Der neue Look fällt sofort auf, und zwar angenehm, ich meine jetzt nicht, dass der Finder im Metallkleid daher kommt, was einige Leute ziemlich stört (und mir völlig egal ist; außerdem hat es den Vorteil, dass Finder-Fenster nun überall angefasst werden können). Ich meine die Überarbeitung der Widgets. Während 10.1 noch sehr nach aufgeklebten Bonbons aussah, wurde das Design bei 10.2 schon etwas dezenter. Apple experimentierte mit neuen Releases von Programmen wie Quicktime, iMovie und iTunes mit dem Aussehen der Fenster, was ihnen die Kritik einbrachte, eine inkonsitente Oberfläche zu schaffen. Meine damalige Vermutung, mit 10.3 würde das einheitlich, erwies sich als richtig.
Nun sind die Buttons zur Fensterkontrolle in die Titelleiste »eingelassen«, die Querstreifen sowohl im Fenstertitel als auch den Menüs sind weniger störend und die Transparenzen wurden etwas zurückgenommen. Die Tabs in den Systemeinstellungen und anderswo sehen eleganter aus, die Sheets haben eine neue (und schnellere) Animation.
Mir gefällt’s.
Die Druckerverwaltung und -konfiguration wurde überarbeitet. Drucke kommen nun auch bei mir sehr schnell raus, nachdem ich in der Konfiguration eine Möglichkeit gefunden habe, dem System mitzuteilen, dass mein Laserjet mehr als 64 MB Speicher hat (besser wäre natürlich gewesen, es hätte dies selbst gemerkt).
Ah ja, eine der ersten Amtshandlungen war, sich der deutschen Verzeichnisnamen zu entledigen. Das User-Verzeichnis hat »Users« zu heißen und nicht »Benutzer«, und die Anwendungen müssen unter »Applications« zu finden sein und nicht bei »Programme«. Und die kleinen Helferlein unter »Utilities« und nicht »Dienstprogramme«. Wenn man wie ich ein Jahr mit 10.1 gearbeitet hat, ist man die englischen Bezeichnungen gewöhnt und kam völlig aus dem Tritt, als 10.2 deutsche Verzeichnisnamen einführte (das änderte ja die Reihenfolge in der Spaltendarstellung). Zum Glück funktioniert der Trick von 10.2 auch noch bei 10.3: Das Verzeichnis de.lproj in System/Library/CoreServices/SystemFolderLocalizations löschen und gut ist.
Obacht beim Löschen, wenn man als Admin eingeloggt ist: Der Admin-User darf im Finder von 10.3 mehr als noch bei 10.2. Es war mir möglich, den /Library-Ordner in den Papierkorb zu legen. Ich habe es nicht gewagt zu testen, den Papierkorb zu leeren, aber das finde ich etwas bedenklich.
Positiv ist dagegen, dass in den Systemeinstellungen unter »Sicherheit« folgendes vorgegeben werden kann: »Für das Freigeben jeder geschützten Systemeinstellung ein Kennwort verlangen.«
Kleinigkeiten:
Das Adressbuch wurde in Details verbessert, eine Verknüpfungen von ins Adressbuch eingetragenen Geburtstagen mit einem entsprechenden iCal-Kalender wäre jedoch noch wünschenswert. Das Help-Center verwendet nun die Rendering-Engine von Safari zur Darstellung der Hilfeseiten, es gibt eine kontextsensitive Hilfe (lila Fragezeichen, ruft die passende Hilfeseite direkt auf), der Taschenrechner wurde überarbeitet, es gibt einen weichen Bildlauf (»gleichmäßiges Bewegen«; sogar in Safari scrollt die Adresszeile sanft rüber, wenn man vom Anfang zum Ende springt).
Panther bringt übrigens Safari in Version 1.1 (v100) mit sowie Quicktime 6.4.
Über die Tastenkombination Wanne-Escape steht eine systemweite Auto-Vervollständigen-Option zur Verfügung.
Über das Services-Menü kann jetzt gescannt werden, mein 1212U von Agfa wird jedoch nicht unterstützt, für den muss ich wie gehabt ScanWise X verwenden.
Das Kontextmenü »Öffnen mit« bietet bei mehreren markierten Dateien mehr Einträge statt keinem und per Apfel-I »Alle ändern« gibt’s bei mehreren Dateien jetzt ebenfalls eine Auswahl aus mehreren Programmen statt keinem (und dem früheren umständlichen Weg, dann über den Finder ein passendes Programm auszuwählen).
Im Finder sind die Etiketten/Labels zurückgekehrt, das wird viele Fans von OS 9 freuen. Mit Apfel-F lässt sich nach bestimmten Labels suchen, in der Listenansicht kann natürlich auch nach Labels sortiert werden.
Der Schlagschatten von Iconbeschriftungen auf dem Desktop ist immer noch störend, kann aber durch die Etikettierung umgangen werden (dann wird die Schrift schwarz auf einem farbigen Label, ohne Schlagschatten).
Die Performance des Gesamtsystems – das ist recht erstaunlich da eigentlich unüblich – ist mit 10.3 gegenüber 10.2 noch einen Tick schneller geworden.
Insgesamt ein sehr lohnendes Update!
Links:
[Links wurden am Samstag und Sonntag ergänzt.]
Erschienen am Freitag, 24.10.2003 @ 20:02
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Tags: Apple, software
Samstag, 25.10.2003
Eigentlich hätte es sich gar nicht gelohnt, sich heute morgen bei knackigen null Grad per Rad die zehn Minuten ins benachbarte Vach zur Bushaltestelle aufzumachen und bei vier Grad wieder heimzufahren, denn auf dem Stundenplan des heutigen
Kollegtags standen nur drei Fächer: Englisch, Geschichte und BWL.
Aber es hat mich dann doch interessiert, welche Note ich in der
zweiten Englisch-Feststellungsprüfung geschrieben habe, und außerdem ist es immer wieder hilfreich, den Unterricht zu besuchen.
Meine Vermutung bzgl des Ergebnisses in der Englisch-FP war gar nicht so schlecht: Ich schrieb eine Zwei. Dafür, dass ich eine halbe Stunde vor der Zeit abgegeben habe isses okay. :-)
Allerdings hatte ich auch ziemliches Glück, dass nicht all zu sehr meine Schwächen in der Grammatik abgefragt wurden. Dennoch habe ich – mal wieder – gemerkt, woran ich noch arbeiten muss: die üblichen Verdächtigen, Gerund, if-Sätze, generell mal die Sache mit den Zeiten auffrischen, Präpositionen. Die Analyse sieht so aus:
- Aufgabe A: 39/48 (Questions on the text)
- Aufgabe B: 24/30 (Composition); und zwar 8/8/8 Punkte (von maximal 10/10/10 für Inhalt/Sprache/Stil)
- Aufgabe C: 11/20 (Structures and idioms, Grammatik)
- Aufgabe D: 24/30 (Übersetzung)
Insgesamt 98 von 128 Punkten und damit ein solider Zweier (108 bis 90 Punkte).
Der Schnitt war 3,31. Bei der ersten Feststellungsprüfung vom letzten Dezember war der Schnitt 3,66 (da waren’s aber auch noch mehr Leute) und ich hatte auch damals schon eine Zwei. Wenn ich mich nicht all zu dämlich anstelle, acht Wecker stelle und noch an meinen wunden Punkten arbeite, könnte es eine Zwei im Abitur-Zeugnis werden. Wäre dann der dritte Zweier nach Sozialkunde und Deutsch.
Die Übersetzung hatte bereits alle Fallstricke, die vom Kultusministerium auch in der Abschlussprüfung ausgelegt werden: Satzverkürzungen (die bei der Übersetzung ins Deutsche wieder entpackt werden müssen), Gerund, zudem Wörter wie »it is likely«, »ill« und »poor«, die in dem Zusammenhang nicht so übersetzt werden dürfen wie man es vermutet (in der speziellen Aufgabe war es ein Fehler, »ill« mit »krank« zu übersetzen, es musste »schlecht« heißen).
Die Abschlussprüfung wird 150 statt 120 Minuten dauern, der Text für die Übersetzung und die Wortanzahl in Composition/Letter werden länger sein, außerdem gibt’s noch eine »Question on the text« mehr.
Übrigens werden an der FOS eher Schnitte von 3,9 und 4,0 in Englisch-Schulaufgaben geschrieben.
»Seien Sie froh und dankbar, dass Sie im Telekolleg sind.«
Richtig Sorgen mache ich mir aber wegen des nächsten Kurses, speziell Mathe, das ich ja diese Runde ausgespart habe. Ich weiß, wie viel ich momentan zu tun habe und wegen der SAE auch noch bis nächsten August zu tun haben werde. Und ich sehe, wie viel ich jetzt für das Telekolleg mache und wie viel mehr ich für Mathe machen müsste, denn dort sind meine Lücken gigantisch. Mal sehen, wie ich das auf die Reihe kriege. Dass es, wenn es im Telekolleg problematisch werden sollte, Mathe sein wird, war mir aber schon beim Beginn des Kurses im September 2002 klar.
Etwas bedenklich fand ich, als ich bei der Besprechung der Prüfung sah, dass ich einmal nicht von »office space« geschrieben habe, sondern von »office span«.
In Geschichte besprachen wir weiterhin das Dritte Reich: Appeasement, Kriegsverlauf, Judenverfolgung. Außerdem war Quelleninterpretation ein Thema.
In BWL machten wir lockeren Stoff (Bilanz, Lieferkredite), eingebettet in eine Besprechung des prüfungsrelevanten Stoffes für die kommende Feststellungsprüfung.
Da Wirtschaft ein Doppelfach ist, VWL und BWL, wird die Hälfte der Prüfung aus VWl-Fragen bestehen. VWL hatten wir im dritten Trimester, da gibt es einiges zu wiederholen, zumal VWL m.E. um einiges abstrakter ist als BWL.
Habe ich schon erwähnt, dass ich bis zum Hals in Arbeit stecke und null Zeit habe? Ich vergaß ja ganz, auch noch die anstehenden Telekolleg-Prüfungen zu berücksichtigen. Mein Terminplan bis Jahresende sieht so aus:
| Datum |
Schule |
Aufgabe |
| 03.11.03 |
SAE |
Zwischenprüfung |
| 03.11.03 |
SAE |
Abgabe 4. Übung (Director) |
| 08.11.03 |
Telekolleg |
Feststellungsprüfung Wirtschaft (VWL+BWL) |
| 29.11.03 |
SAE |
Abgabe 5. Übung (Cinema 4D) |
| 01.12.03 |
SAE |
Abgabe und Präsentation 1. Projekt (Enhanced CD) |
| 06.12.03 |
Telekolleg |
Feststellungsprüfung Geschichte |
| 19.12.03 |
Telekolleg |
Abiturprüfung Englisch |
| 20.12.03 |
Telekolleg |
Abiturprüfung Wirtschaft (VWL+BWL) |
Zwischen 3. und 17. November soll das »Projekt K« einer ansässigen Uniklinik über die Bühne gehen, das in letzter Zeit mangels Material etwas brach lag.
Endstress.
Erschienen am Samstag, 25.10.2003 @ 12:09
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Tags: Telekolleg
Donnerstag, 30.10.2003
Zeit für eine kurze Verschnaufpause. Aber nur eine kurze, danach geht’s weiter mit Lernen für die Prüfung am Montag in der SAE. Zeit ist immer noch knapp (siehe
23.10.03 und
25.10.03).
Wie kommt’s? Ich bin mit der Director-Übung fertig! Präsentkörbe bitte ich an die bekannte Adresse zu richten.
:-)
Nein, so schlimm war’s eigentlich nicht. Gestern etwa vier Stunden und heute weitere zwei bis drei. Aber ich bin jetzt schon etwas erleichtert, denn ich kann ein Ding von meiner Liste streichen. Jetzt steht am Montag nur noch die Prüfung an, mit dem großen Projekt (Abgabe am 1.12.) komme ich auch gut voran: Das Grobkonzept steht seit ein paar Tagen, ich habe schon genaue Vorstellungen und am Sonntag werde ich den Film, über den ich eine Director-CD mache, mit Zettel und Stift ansehen und dabei auf Festplatte speichern. Dann muss ich eigentlich nur noch die Screens bauen und alles zusammen programmieren.
Ansonsten steht nächste Woche Vorbereitung auf die Wirtschaft-Feststellungsprüfung an (Telekolleg) und übernächste Woche, am 10.11., werden wir wohl die Cinema-Übung als Aufgabenstellung bekommen. Danach die Übung erledigen, am »Projekt K« weiterarbeiten und von Mitte November bis 1.12. schließe ich mich für das Projekt ein.
Morgen Nachmittag fahre ich nach München: Matthias treffen, von ihm meine Ortlieb-Liegematte abholen, mit ihm bei Subways essen (Website von Subway Nürnberg, die offizielle deutsche Site taugt nicht), auf einen Sprung bei Robert reinschauen und bei Holger und Stefie die Liegematte abstellen. Um 19 Uhr bin ich in der SAE: Ich gebe meine Übung ab und setze mich in einen zusätzlichen Director-Workshop, der zwei bis drei Stunden dauert. Anhand eines Lingo-Spiels wird nochmal auf das Thema eingegangen, wie man an die Lösung von Problemen herangeht. Abends evtl noch Kino mit Holger und Stefie, ist noch nicht ganz raus. Am Samstag dann wieder heim.
Die Director-Übung war für eine erste Programmierübung nach vier Unterrichtswochen Director IMHO durchaus anspruchsvoll, für Director-Profis aber wahrscheinlich keine große Sache. Die ausführbaren Dateien für Windows und Mac sind etwas groß, je 2 MB, um sie hier zu posten.
Es ging um Folgendes: Wir bekamen Projektoren, also eigenständige Programme für Mac und Windows sowie eine Vorlagendatei und die Anweisung »Macht mal.« Anhand der Projektoren konnten wir sehen, was verlangt wurde und wie wir die Vorlagendatei mit Scripten bestücken mussten.
Auf einer ersten Seite befinden sich vier Textfelder, in die Werte eingegeben werden können, darunter ein »Go«-Button. Die Eingaben mussten daraufhin überprüft werden, dass sie ja nur Zahlen enthalten, keine Buchstaben oder gar keinen Wert. Außerdem dürfen die eingegebenen Zahlen nicht größer als 200 sein. Falls diese Fälle auftreten, sind entsprechende Fehlermeldungen auszugeben wie: »In Feld 1 muss eine Zahl eingegeben werden« bzw. »Wert in Feld 3 darf nicht größer als 200 sein.«
Wenn soweit alles gepasst hat, sprang der Go-Button auf eine zweite Seite, d.h. in ein zweites Kapitel einige Frames später. Dort gibt es einen Back-Button, der natürlich zur ersten Seite zurück führt. Außerdem vier Textfelder, die zu Beginn leer sein müssen, sowie vier Balken.
Die Balken werden entsprechend der vier Eingaben auf der Seite zuvor aufgebaut: Bei einer Eingabe von 168 muss der Balken auf 168 Pixel anwachsen und sich dabei von schwarz nach rot verfärben (um genau zu sein wurde der Rot-Wert der RGB-Farbe des Balkens ebenfalls langsam von 0 auf x geändert). Im gleichen Maße, wie sich die Balken aufbauen und dabei ihren Rot-Wert verändern, wird im Textfeld unter dem jeweiligen Balken der Wert hochgezählt.
Besonderer Clou: Die Säulen dürfen nicht gleichzeitig hochklettern, sondern nacheinander. Am Schluss soll einige Sekunden gewartet werden, bevor die Anzeige automatisch wieder zur ersten Seite mit den Eingabefeldern zurück springt.
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Wenn Buchstaben oder gar kein Wert eingegeben werden, muss dies abgefangen und eine Fehlermeldung ausgegeben werden.
[Verkleinertes Bild.] |
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Auch Zahlen über 200 müssen mit einer Fehlermeldung beantwortet werden.
[Verkleinertes Bild.] |
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Wenn alles cool ist, werden die Balken nacheinander aufgebaut und färben sich dabei von schwarz nach rot (bis zu dem RGB-Wert der eingegeben wurde, z.B. 68,0,0). Gleichzeitig läuft im Feld unter der jeweiligen Säule mit, bei welcher Höhe der Balken gerade ist. Bei noch nicht begonnenen Balken ist das Feld leer (ganz rechts). |
 |
So sieht’s am Schluss aus: Alle Säulen haben die Höhe, die ihnen auf der ersten Seite (siehe 1. und 2. Bild) zugewiesen wurde, der entsprechende Wert steht im Feld darunter und die Säulen haben der jeweiligen RGB-Wert. Dieses Bild bleibt für einige Sekunden stehen, bevor automatisch wieder zur ersten Seite umgeschaltet wird, es ist also noch eine Verzögerung einzubauen (und nicht einfach go "start", nachdem die vier Balken gemalt wurden). |
Erschienen am Donnerstag, 30.10.2003 @ 13:11
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Tags: director, SAE
Irgendwie vergeht die Zeit heute langsamer. Was mir entgegen kommt, so bleibt mehr Zeit zum Lernen.
Trotzdem: Erst halb drei? Ich fühle mich mindestens wie 16 Uhr. Könnte aber auch daran liegen, dass ich heute schon um 3 Uhr morgens aufgestanden bin. Sowas nenne ich mal einen guten Rhythmus!
Ok, dafür war gestern schon um 19 Uhr Schluss.
Erschienen am Donnerstag, 30.10.2003 @ 14:29
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Tags: Leben, tageszusammenfassung
Am Montag bekam ich eine Mail von der Telekolleg-Verwaltung aus München.
Bekanntlich mache ich mir ein bisschen Sorgen wegen Mathe im nächsten Kurs und ich habe mal dezent angefragt, wie meine Optionen sind: Ob man auch einen Kurs überspringen könnte und/oder ob man ggf. in eine dritte Runde gehen könnte. Die Antwort kam schnell und klar:
Sehr geehrter Herr Freimark,
die nicht absolvierten Fächer müssen im darauffolgenden Lehrgang abgeschlossen werden, damit die bereits erfolgreich erworbenen Noten der anderen Fächer erhalten bleiben. Sie können also leider keinen dritten Versuch machen, oder einen Lehrgang überspringen.
Mit freundlichen Grüßen
Bedeutet: Nächstes Jahr Mathematik zu meinem Lebensinhalt machen.
Erschienen am Donnerstag, 30.10.2003 @ 19:31
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Tags: Telekolleg
Wer sich schon immer gefragt hat, was es wohl für ein Gefühl sein mag, in Las Vegas an einem einarmigen Banditen den Jackpot zu knacken, hier ein Tipp: In Erlangen am Fahrkarten-Automaten der VGN eine 31-Tage-
MobiCard für 31,20 Euro kaufen und mit einem 50-Euro-Schein bezahlen. Der Automat frisst zwar Scheine und GeldKarten, gibt aber Münzgeld zurück.
Erschienen am Donnerstag, 30.10.2003 @ 19:54
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Tags: Kurios
Freitag, 31.10.2003
dekaf
schreibt:
»kaum wird eine neue mode gesichtet, ein neuer film/buch/platte veröffentlicht, irgendwas mit kultfaktor gewittert, stürzen sich die content-junkies darauf, auf der suche nach der ewigen coolness – du bist nur so gut wie dein letztes posting.
die neue remix-lp irgendeiner ethno-acid-retro-dance-soul-kacke einer andalusischen bartträgerin ist der geile geheimtipp, schliesslich hat die spex sie noch nicht entdeckt. [...]
flashmobs waren cool, aber ich kannte sie schon als man sie nur in ganz kleinen clubs veranstaltet hat.
ich schreibe mir ein image.
und kill bill? ist total hip, tarantinoesq, blutig genial. nein ist aseptisch, langweilig und ohne spannung. was man eben so braucht um sich für die gewünschte schublade zu qualifizieren.«
Danke. Hätte es nicht besser formulieren können. Und Andreas’ Worte werden als Warnung und Mahnung über den Monitor gehängt.
P.S.: Übrigens ist dekaf das einzige von mir gelesene Weblog, das ich trotz des spärlichen Gebrauchs der Shift-Taste lese.
Erschienen am Freitag, 31.10.2003 @ 11:16
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Tags: Medien, netzwelt
Die letzten Tage
webstandards.org zu lesen hat sich gelohnt wie selten.
Eine Auswahl der Perlen, die von den Contributors von WaSP und auf anderen Seiten wie
Zeldman,
mezzoblue oder von
Eric Meyer zusammengetragen wurden.
- »HTML or XHTML?«
WaSP fragt, welcher Standard benutzt werden sollte, und warum. Das W3C antwortet. (WaSP-Eintrag)
- »CSS-licious Mezzoblue menus«
Dave Shea von mezzoblue entwickelte fly-out-Menüs auf CSS-Basis, die ohne eine Zeile Javascript auskommen. Funktioniert auf allen modernen, Standard-konformen Browsern: Mozilla und Abkömmlinge, Opera, Safari. Da der IE auch langsam in die Jahre kommt und von Microsoft nicht mehr aktualisiert wird, zeigt er leider keine fly-outs an. Die Links der ersten Menüebene können im IE jedoch selbstverständlich angeklickt werden. (WaSP-Eintrag)
- »Why tables for layout is stupid«
Eine sehr gute Präsentation von Scott Design und einem Adobe-Mitarbeiter für alle, die immer noch blinde Tabellen für das Layout von Websites verwenden. Die Präsentation wurde auf der Seybold 2003 (Publisher-Messe) in San Francisco gezeigt. (WaSP-Eintrag)
- »Coding for easier Redesigns«
Jeffrey Zeldman in einem Macromedia-Edge-Artikel zum Thema »Design mit Webstandards«. Die Seite selbst liegt leider nur als Flashfilm vor, es gibt aber auch eine druckbare Version. (WaSP-Eintrag)
- »Longhorn and XAML«
Wie es scheint könnte Microsoft in drei Jahren mit Windows Longhorn wieder versuchen, Standards mit einem eigenen Süppchen zu untergraben. Microsoft plant angeblich eine eigene Markup-Sprache für die Konstruktion von Web-Anwendungen, XAML, die ähnlich zu XUL wäre, die erstmals von Mozilla eingesetzt wurde. Beide basieren auf XML.
So weit, so prima. Wenn da nicht der Umstand wäre, dass XAML mutmaßlich nur auf Windows-Plattformen mit Windows-IE laufen wird.
Wie man meinen Formulierungen entnehmen kann, ist das noch nicht definitiv, aber das sollte man mal beobachten. Weitere Infos und Meinungen zu XAML/XUL gibt’s bei Eric Meyer, mezzoblue und Simon Willison. (WaSP-Eintrag)
»Putting The (Big) Cat Among the Pidgeons«
Als bekannt wurde, dass Microsoft den IE als Standalone-Produkt nicht mehr weiterentwickelt und die nächste IE-Version erst in drei Jahren ausschließlich für Longhorn-Betriebssysteme rausbringen wird (s.o.), war die Kritik groß. Apple macht nun mit Safari 1.1 und Panther das selbe: Die neueste Safari-Version gibt’s nur auf den 10.3-CDs, User von 10.2 oder älteren OS X-Versionen müssen sich b.a.w. mit Safari 1.0 begnügen. Die Kritik dazu hält sich etwas in Grenzen (WaSP spricht das Thema aber an).
Safari 1.1 bringt neben Bug-Fixes, erneut mehr Geschwindigkeit und einer XUL-Unterstützung (s.o.) auch erweiterte Standard-Unterstützung, zum Beispiel opacity aus CSS3 oder, ein IMHO zweifelhaftes Feature, text-shadow aus CSS2 (siehe What do I know und inluminent, beide mit Screenshots). (WaSP-Eintrag)

Ach ja, wie früher gibt’s jetzt wieder freitags neue Artikel bei »A List Apart«. Diese Woche in ALA:
Erschienen am Freitag, 31.10.2003 @ 12:11
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Tags: quicklinks
Manchmal muss man sich schlechte Beispiele ansehen, um aus den Fehlern anderer zu lernen. In Holgers
Screendesign-Unterricht an der SAE vor einigen Wochen ging es natürlich auch um die Dinge, die absolut verboten sind: Wer unter Gewaltandrohung gezwungen wird, Werbung für eine Klassenlotterie zu gestalten, darf auch im Text unterstreichen und Briefe mit Goldborte und »Sofort öffnen!«-Zetteln versehen, auf denen jemand unleserlich irgendeinen unwichtigen Scheiß unterschrieben hat. In Blau, damit’s so aussieht, als hätte da wirklich jemand mit Kuli unterschrieben.
Wie viel Geld lassen sich die Gestalter der Werbeagenturen eigentlich bezahlen, die so etwas fabrizieren?
Darauf muss man echt mal achten, bevor die Werbung direkt aus dem Briefkasten ins Altpapier geworfen wird. Erst gestern kam wieder so ein Ding:

Grauenhaft. Absolut grauenhaft.
Mich kotzt solche Werbung wirklich an, bei der ich mich frage: Für wie dumm hält ein Unternehmen eigentlich seine (potentiellen) Kunden?
Die Deutsche Bahn hat das früher mal mit BahnCard-Werbung gemacht: Kaum ein Satz, der nicht mit Ausrufezeichen beendet wurde und bei dem man vor dem geistigen Auge die unbändige Freude des Texters sah.
Jedes Mal, wenn so ein Brief kam dachte ich: Schon wieder Post aus dem Propagandaministerium in Schortens.
Wie gesagt, die Bahn hat’s gelernt, bei Klassenlotterien ist der Weg noch etwas weiter.
Erschienen am Freitag, 31.10.2003 @ 12:33
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Tags: SAE, screendesign
Samstag, 01.11.2003
Der Mac ist schon ein tolles Gerät und OS X das Betriebssystem der Wahl, aber es ist nicht alles perfekt. Es gibt hin und wieder mal eine Kernelpanic (so zwei, drei Abstürze oder Freezes im Jahr) und manche Dinge funktionieren nicht so, wie sie sollen. Aber das hat Seltenheitswert und von Version zu Version wird es besser. Mit 10.3 ist nun ein Problem behoben, dass mich seit einem Jahr, seit 10.2 nervt: Ich musste einen Druckauftrag, v.a. bei Webseiten-Ausdrucken, immer abwarten, bevor ich den nächsten Printjob anstieß. Wenn ich Jobs in die Queue einstellte, »vergaß« der Drucker häufig, bei mehrseitigen Dokumenten die letzte Seite auszudrucken oder er ließ einseitige Ausdrucke unter den Tisch fallen.
Völlig bescheuert, klar. Und fragt mich nicht, ob’s an OS X, den Treibern, dem Drucker (HP LJ1200) oder einer Mischung daraus liegt, ist auch egal. Das einzige was zählt ist: Seit dem Update auf 10.3 kann ich endlich wieder drucken, wie man es von einem Drucker erwartet: Fire and Forget.
Jetzt gibt’s übrigens auch keine Probleme mehr, wenn man den Mac mit Druckaufträgen in der Warteschlange schlafen legt; bis 10.3 kamen dann nach dem Aufwecken endlos spärlich bedruckte Seiten mit Sonderzeichen raus.
Die systemweite Fax-Funktion aus jeder Anwendung heraus (über den Standard-Druck-Dialog) konnte ich leider noch nicht testen. Das liegt in dem Fall definitiv nicht am Mac, sondern an meiner kruden TK-Konfiguration hier: ISDN-NTBA an der Wand, an der einen Leitung tausend DSL-Geräte, an der anderen eine ISDN-TK-Anlage mit meinem ISDN-Telefon und Verenas analogem Telefon, mit je einer Rufnummer.
Ich war so froh, als das mit Verenas Telefon alles geklappt hat. Hoffentlich muss ich die Konstruktion nie abbauen und wieder zusammensetzen…
Und eins ist auch klar: Nie wieder DECT-Telefone oder TK-Anlagen, auf denen »Sinus« steht.
Erschienen am Samstag, 01.11.2003 @ 20:05
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Tags: Apple, software
Heute gegen 17:30 Uhr war ich
zurück aus München. Ich werde morgen (hoffentlich) über den Director-Workshop von Freitag-Abend berichten und was sonst noch so war. Außerdem schulde ich noch einen SAE-Bericht vom vergangenen Montag und Dienstag.
Mit meinen Vorbereitungen für die Prüfung am Montag komme ich ganz gut voran, mehr dazu ebenfalls morgen.
Heute hat mich mein geliebter Ortlieb-Rucksack verlassen (siehe Einträge vom 13.11.2001, 01.05.2003, und 29.08.2003).
Der Spezial-Reißverschluss, der im Gegensatz zu normalen Rucksack-Reißverschlüssen wasserdicht ist, schließt nicht mehr. Ziemlich am Anfang, wenn ich den »Daypack« von links nach rechts schließen will, bekommt der Reißverschluss nicht alle Zähne einer Seite zu fassen und rutscht quasi »durch«: Den Keil kann ich zwar komplett durchziehen, aber statt die Zähne zu schließen, lässt er hinter sich eine Lücke zurück.
Der damalige Kaufgrund, einen wasserdichten Rucksack für gewollte oder ungewollte Regenfahrten mit dem Fahrrad zu haben und dennoch eine c’t, eine Kamera oder ein Notebook trocken von A nach B zu bringen, ist damit natürlich hinfällig, denn ich fahre praktisch mit einem offenen Rucksack.
Das Problem trat vor einiger Zeit schon mal auf, aber der Reißverschluss renkte sich wieder ein oder die Lücke war sehr klein. Daran, dass die Kunststoff-Schließketten zu trocken sind, kann’s nicht liegen: Der »TZIP«-Verschluss ist schön geschmeidig, habe ihn erst kürzlich mit dem mitgelieferten Silikonfett geschmiert.
Mal sehen, was weiter. Die nächsten Tage werde ich erstmal mit meinem Office-Bag M (90 €) überbrücken, natürlich auch von Ortlieb. [Ich schreibe mal die Preise in Klammern, falls sich jemand dafür interessiert; das Daypack hat 130 € gekostet.] Morgen bringe ich einen Brief zum Firmensitz nach Heilsbronn auf den Weg (PLZ 91560, auch in Mittelfranken). Ortlieb gibt fünf Jahre Garantie, und mein Daypack ist jetzt zwei Jahre alt. Mal sehen, ob es eine kostenlose Reparatur gibt oder für eine kleine Gebühr. Und ob es überhaupt möglich ist, da was zu machen.
Falls alle Stricke reißen, sehe ich mich schon mal nach Ersatz um, allerdings mit dem bewährten Rollverschluss und nicht mit TIZIP.
Auf den ersten Blick kommen Velocity (80 €) und Packman Pro (100 €) in Frage. Die werde ich mir dann ggf. bei Freilauf ansehen, denn bei einem Rucksack ist mir im Gegensatz zu einer Packtasche (wie meinen beiden Back-Rollern) die Innenaufteilung wichtig.
Eventuell auch die Kuriertasche (90 €) oder das Messenger Bag Pro (140 €), ggf. mit dem Organizer für die Kuriertasche (13 €) oder der Innenaufteilung A3 für die Kuriertasche (10 €).
Die sechs Produkte habe ich mir noch nicht näher angesehen, die Datenblätter sind jedoch schon mal auf dem Desktop zur morgigen Lektüre.
Ich werde berichten, ob Ortlieb noch den Reißverschluss retten kann, was es kostet und wie es weiter geht.
Erschienen am Samstag, 01.11.2003 @ 21:11
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Tags: Leben, ortlieb
Am 31.10. gab’s mal wieder ein sehr nettes
Google-Logo:

Verena fuhr an diesem Wochenende nun doch nicht nach Frankfurt, sondern mit Freunden nach München (aber mit einem späteren Zug als ich, außerdem Bummelzug wg. SWT). Vielleicht besser so; angeblich hat mal jemand gesagt:
»Frankfurt ist halb so groß wie der Friedhof von Chicago, aber doppelt so tot.«
Da ich zu Bankzeiten mal rund ein 3/4 Jahr in München gearbeitet habe, und jetzt wegen der SAE jede Woche dort bin, konnte ich ihr einige Tipps geben:
Wenn Ihr in der Innenstadt mit der S-Bahn fahren wollt, könnt Ihr zwischen Hauptbahnhof und Ostbahnhof jede S-Bahn benutzen. In der Innenstadt fahren alle S-Bahn-Linien unterirdisch durch den selben Tunnel.
Die Haltestellen sind in dieser Reihenfolge:
Hauptbahnhof, Stachus, Marienplatz, Isartor, Rosenheimer Platz, Ostbahnhof.
Wenn Ihr zum Kunstpark Ost wollt (40 Clubs), nehmt Ihr die S-Bahn bis zum Ostbahnhof. Dort aussteigen, die Treppe runter und Richtung Gleis 14 gehen. Kunstpark ist auch ausgeschildert. Am Schluss des Gangs Treppe hoch und in der gleichen Richtung weiterlaufen (Friedenstraße). Die nächste links (Grafinger Str.), nach 200 Metern steht Ihr direkt davor. Heißt neuerdings »Kultfabrik«. Essens-Empfehlung: Nachtkantine.
Wenn Ihr Richtung Münchner Freiheit wollt, müsst Ihr mit der U-Bahn fahren. Mit der S-Bahn zum Marienplatz, dort in die U-Bahn umsteigen Richtung Garching-Hochbrück (U6) und Olympiazentrum (U3). Bis zur Münchner Freiheit ist es egal, welche Linie Ihr nehmt, die teilen sich erst nach der Münchner Freiheit.
Alternativ könnt Ihr auch am Stachus in die U-Bahn U4/U5 Richtung Arabellapark/Neuperlach einsteigen und am Odeonsplatz in die U3/U6 umsteigen.
In Schwabing ist die Leopoldstraße zwischen den U-Bahn-Stationen »Giselastraße« und »Münchner Freiheit« interessant, vor allem die recht Seite (von der Giselastraße Richtung Freiheit laufen).
Obacht: Montag bis Freitag fahren ab 21:30 nicht mehr so viele S-Bahnen wegen Bauarbeiten, da gibt es nur einen Pendelverkehr mit zwei Linien (etwa alle 10 Minuten).
Am Wochenende fährt ab Samstag, 20 Uhr und den ganzen Sonntag gar keine S-Bahn! Es fahren Ersatzbusse.
Mittlerweile gibt’s auf der Website des MVV auch ein paar mehr Infos zu den Bauarbeiten. Die Maßnahmen sind bis Dezember 2004 abgeschlossen, dauern also noch ein Jahr. Ab dann werden einige (nicht alle!) Linien im 10-Minuten-Takt fahren, statt jetzt alle 20 Minuten. Und zwar: S2, S5, S8. Davon ab, dass mein Kurs an der SAE nur noch bis August 2004 geht, ist die S7 Richtung Perlach leider nicht dabei.
Übrigens hat Verena im Euro Youth Hotel zwischen Hbf und Stachus übernachtet. Das ist recht günstig und anders als die Jugendherbergen kennt man da keine Altersgrenze von 26 Jahren (betrifft auch nur JHs in Bayern). Habe sie aber noch nicht gefragt, ob’s was taugt. Moment: »Des war ganz gut, doch.«
Eine Alternative wäre das Hotel Atlanta am Sendlinger Tor, das ist für Münchner Verhältnisse auch unschlagbar günstig.
Erschienen am Samstag, 01.11.2003 @ 21:42
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Tags: Muenchen
Sonntag, 02.11.2003
So, hier noch der Nachtrag, was sich am Montag und Dienstag (27./28.10.) in der SAE zugetragen hat.
Es war die erste von vier Wochen des Fachs »3D«. Auch diese vier Wochen wird uns Carsten das Programm näher bringen, wie er es schon mit Director getan hat.
Wir arbeiten dabei mit dem Programm Cinema 4D (Release 8) von der deutschen Firma Maxon, das im Vergleich zur Konkurrenz relativ günstig ist, aber dennoch professionellen Ansprüchen genügt. Die kleinste Variante kostet um die 700 Euro, die Version »C4D R8 XL« bringt es auf 2.000 Euro.
Wettbewerber sind
3D Studio Max von Discreet (ab 3.500 USD),
softimage|3D (»Soft-Imahsch«) von Softimage (710 oder 1.200 €),
LightWave 3D von NewTek (1.600 USD) und
Maya von Alias (2.000 oder 7.000 USD). Die Preise sind ziemlich abgestürzt; früher waren Investitionen von 20.000 Euro oder mehr pro Lizenz nicht unüblich.
Das Schöne an Cinema ist, dass mehrere Sprachen mit dem Programm mitgeliefert werden. Cinema ist das einzige Programm, mit dem wir an der SAE auf Deutsch lernen.
Sorry für die Spiegelung.
Was macht man mit einer 3D-Software, außer die Erschaffung von perfekten Körpern? 3D finde ich ziemlich interessant, aber schon nach der einen Unterrichtswoche Cinema im BMC war mir und meinen Mitstreitern klar: Wenn man sich in 3D reinsteigert, macht man nichts anderes mehr. Holger pflegt zu sagen:
»Entweder man macht 3D oder man macht den Rest.«
Wie weit man es treiben kann, Know-How, Men Power und eine Renderfarm vorausgesetzt, zeigen Filme wie Final Fantasy, Shrek oder Ice Age, die komplett aus dem Computer kommen.
Da der BMC schon etwas zurück liegt, begannen wir nochmal von vorne, im Schnelldurchgang: Oberfläche, wichtige Shortcuts, die fünf Ansichten, arbeiten mit Objekten, Parameterobjekte, Grundobjekte und Nullobjekte.
Als kleine Übung zum Thema Gruppierungen bauten wir ein kleines Sonnensystem: Sonne, Erde und Mond, als einfache Kugeln. Ganz klar: Alle drei Kugeln drehen sich um ihre eigene Achse, die Erde dreht sich um die Sonne und hat den Mond im Schlepptau, der sich um die Erde dreht.
Danach besprachen wir noch Keyframe-Animationen, die Arbeit mit der Zeitleiste und dem F-Curves-Panel. Dazu die verschiedenen Animationsarten (Position, Größe, Winkel) und Arbeit mit Parametern.
Abschließend begannen wir das Thema Splines und importierten spaßeshalber auch mal eine kleine Vektorgrafik aus Freehand in Cinema (im Illustrator-Format). Als Hausaufgabe bekamen wir auf, das Sonnensystem zu animieren. Dann war der Montag auch schon rum.
Am Dienstag zeigte uns Carsten, wie wir uns einfach Menüs nach eigenem Gusto anpassen können, ehe er zu den NURBS kam. Gestern sahen wir uns noch kurz das Extrude-NURB an, mit dem einem Spline-Pfad eine räumliche Tiefe gegeben werden kann. NURB oder NURBS heißt: »Non-Uniform Rational B-Spline« und definiert einen Körper bzw. ein Objekt.
Heute ging es mit dem Lathe-NURB weiter. Dabei wird nur eine Hälfte eines zu erstellenden Objekts gezeichnet, zum Beispiel zeichnet man nur die eine Hälfte eines Glases in der Seitenansicht entlang der Y-Achse. Das Lathe-NURB fährt dann einmal 360° um die Y-Achse herum und macht so aus dem Spline einen Körper, zum Beispiel ein fertiges Weinglas.
Es folgten das Loft-NURB, mit dem mehreren Objekten eine »Haut« übergezogen werden kann, und das Sweep-NURB, bei dem eine Kontur an einem oder mehreren Pfaden entlang gezogen wird.
Das eignet sich gut für Schläuche oder Geländer; Carsten zeigte uns mal auf die Schnelle, was damit möglich ist: Nach wenigen Mausklicks hatte er ein Schiffsgeländer a la Titanic fertig (die Geländerstange baute er einmal, duplizierte sie über »Funktionen, Duplizieren« und ordnete sie mit »Funktionen, Anordnen« entlag des Loft-NURBS an).
Zur Pause wurde das Rausrendern aus Cinema zum Thema. Was man alles einstellen kann, welche Einstellungen weswegen sinnvoll sind und wie man ganz leicht auch den schnellsten Rechner mit Rendering-Optionen ausbremst: beispielsweise Anti-Aliasing von »keines« auf »16×16« stellen (verlängert die Renderzeit pro Bild um das 256-fache) und mit »Caustics« Lichtbrechung berücksichtigen lassen.
Kurzer Ausflug in Adobe Premiere und dort die Einzelbilder von Cinema wieder importiert, um sie für Video weiterzubearbeiten. Cinema kann zwar die 3D-Animation auch als Quicktime-Film rendern, aber Einzelbilder sind vorteilhafter: Der Vorgang kann gut unterbrochen und später fortgesetzt werden uns es macht auch nichts, wenn evtl nach zwei Tagen Renderzeit kurz vor Schluss der Rechner abstürzt.
Ganz zum Schluss ging es noch um das HyperNURB, das Objekten Rundungen hinzufügt. Das HyperNURB, eigentlich von Pixar als »sudivision surfaces« erfunden, ist für die Charakteranimation notwendig. Mit dem Ding kann aus einem Würfel ein Kopf geformt werden.
Für die Deformation lernten wir in diesem Zusammenhang noch das FFD-Deformations-Objekt kennen.
Tja, das war die erste 3D-Woche! Nächsten Montag (3.11.) steht die erst von vier theoretischen und praktischen Zwischenprüfungen an, am Dienstag ist »CD-Mastering« am Start, ehe es am 10. wieder mit C4D weitergeht (die erste 3D-Woche wurde vorgezogen, da der Test um eine Woche nach hinten geschoben wurde; CD-Mastering ist in der gleichen Woche wie der Test).
So, der zweite Collegeblock ist voll (der erste ging in den drei Monaten BMC drauf).
Erschienen am Sonntag, 02.11.2003 @ 11:16
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Tags: cinema, SAE
Der Director-Workshop am Freitag-Abend um 19 Uhr fand außerplanmäßig statt, um:
»…anhand eines Director-Spiels (Lingo) zu zeigen, wie man an die Lösung von Problemen herangeht.«
Um 19 Uhr begann Jochens Director-Workshop als Ergänzung zu Carstens Unterricht. Jochen leitet neuerdings den Multimedia-Kurs, Alex wurde befördert und macht jetzt andere Dinge in der SAE.
Der Workshop ging knapp drei Stunden, bis 21:45.
Jochen zeigte uns zu Beginn das fertige Spiel: Vom Himmel fallen Schneeflocken, die am unteren Bühnenrand mit einem Korb eingesammelt werden müssen.
Erste Aktion: In den ersten Frame ein »Stopp-Schild«: go the frame. Anschließend befassten wir uns zunächst mit einer Flocke. Als Event kam nur der exitFrame in Frage, in dem wir für eine Änderung der locV des Sprites mit der Flocke sorgten. Nachdem das mit einer Flocke gut hingehauen hat, abstrahierten wir etwas: Statt explizit ein bestimmtes Sprite anzusprechen, war es Zeit für me.spritenum bzw. eine Property pSpr, um me.spritenum nicht bei jedem exitFrame neu abzufragen.
»Der schönste Programmcode ist der, in dem nur noch Variablen stehen.«
Im weiteren Verlauf regelten wir die Geschwindigkeit für die Flocken per Zufallsgenerator und sorgten dafür, dass sie am oberen Bühnenrand wieder herunterfallen, wenn sie unten aus dem Bild fallen.
Danach kümmerten wir uns darum, dass die Geschwindigkeit der Flocken jedes Mal geändert wird, wenn sie oben wieder neu durch den Bildschirm fallen, und dass nicht alle gleichzeitig herunterfallen, sondern nur einige.
Kurz vor Schluss kümmerten wir uns um den Eimer, der per Cursortasten nach links und rechts gesteuert werden soll, sowie um eine Begrenzung zu beiden Seiten, damit er nicht aus der Bühne hinaus gesteuert werden kann.
Hausaufgabe: Kollisionsabfrage der Flocken mit dem Eimer sowie das Hochsetzen des Flocken-Counters, dann ist das Spiel auch schon fertig.

Erschienen am Sonntag, 02.11.2003 @ 17:19
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Tags: director, SAE
Am Freitag lief nicht alles wie
geplant. Ich nahm beinahe einen zu späten Zug, da ich als Zeit irgendwas mit »um 17 Uhr losfahren« statt »um 17 Uhr ankommen« im Kopf hatte.
Subway mit Matthias ergab sich davon ab leider eh nicht, da bei ihm was dazwischen gekommen war. Netterweise brachte er meine Liegematte bei Holger und Stefie vorbei, danke!
Ich nahm den Zug um 15:29 ab Nürnberg, ein ICE-T, der von Leipzig über Erlangen kommend um 17:11 in München ankommen sollte. Die Zeit war zu knapp, um nach Erlangen zu fahren und um noch was zu essen, weswegen ich nach Vach radelte, mit dem Bus nach Fürth fuhr und dort am Rathaus einen Riesen-Döner aß.
Das mit dem ICE hat auch nicht so ganz hingehauen: Offenbar gab es ab Leipzig mit einem der beiden Halbzüge einen Antriebsschaden. Folge: 20 Minuten Verspätung und ein Ersatz-Intercity, der dem restlichen ICE-Halbzug voraus fuhr.
Ich nahm den Ersatz-IC, da der einige Minuten eher in Nürnberg war und mehr Aussicht auf freie Plätze versprach (was sich als richtig erwieß; im ICE, der einige Minuten später eintraf, saßen die Leute im Türbereich).
Aber war die richtige Entscheidung, vor mir saß bis Augsburg ein schnuckliges Mädel!
Bis München konnte der IC seine Verspätung auf eine halbe Stunde ausbauen; Ankunft um 17:45 Uhr. Ich ging direkt in die S-Bahn, stieg am Rosenheimer Platz wieder aus und entledigte mich bei Stefie und Holger schnell einiger Dinge, die nur den Rucksack voll machten (Wechselkleidung für Samstag, Kulturbeutel, Kamera).
Dann gleich um 18:16 weiter mit der S7 nach Perlach raus, zur SAE. Um 19 Uhr begann Jochens Director-Workshop als Ergänzung zu Carstens Unterricht. Jochen leitet neuerdings den Multimedia-Kurs, Alex wurde befördert und macht jetzt andere Dinge in der SAE.
Der Workshop ging knapp drei Stunden, bis 21:45.
Ich fuhr mit der S-Bahn eine Station weiter stadtauswärts, nach Neu-Perlach, da wegen der Bauarbeiten die S-Bahn nicht mehr bis zum Ostbahnhof fährt (verstehe ich eigentlich nicht, warum die in Giesing wendet und nicht zwei Stationen später im Ostbahnhof). Dort in die U-Bahn bis zum Ostbahnhof.
Holger und Stefie waren noch nicht soweit, sie waren auf einer Party in Schwabing eingeladen. Wir verabredeten uns im Vivo in der Nähe ihrer Wohnung (Lothringer Str. 13, 81667 München). Ich orderte ein Spezi (2,90; 0,5 l), aß ein Schnitzel Wiener Art (7,50) und las im neuen MX Mag weiter (wenn man sich bewusst ist, dass die Autoren nicht den Ast absägen auf dem sie sitzen und sich deswegen mit Kritik an Macromedia etwas zurückhalten und nicht all zu sehr auf die Sahne hauen, dann kann man es an sich ganz gut lesen). Eine recht kleine und dunkle Kneipe mit lauter Musik. Das Essen war ok, aber nicht die Welt, die Preise an sich okay, da gibt’s teureres in München.
Holger kam eine Stunde später (Stefie war schon nach Hause gegangen), wir blieben noch auf ein Bier/Ginger Ale und quatschten ein wenig. Dann heim und kurz vor zwei in die Falle.
Überraschung: Bin schon um halb neun aufgestanden, völlig ungewöhnlich. Ich las mein Tagespensum im Photoshop-Buch und nach dem Frühstück um elf gab ich den beiden eine Einweisung in die EOS 300D, die ich ihnen bis Montag leihe. Anschließend erläuterte mir Holger noch, wie ich meine Director-Übung (am Freitag-Abend in der SAE abgegeben) hätte effizienter machen können, mit weniger Spaghetti-Code.
ICE 1514 um 14:49 Uhr; überraschend leer, und dabei saß ich noch im ersten der beiden Halbzüge (München ist ein Kopfbahnhof; an belebteren Tagen bekommt man eher noch einen guten Platz im Zug, wenn man etwas weiter raus auf’s Gleis läuft).
Pünktliche Ankunft um 16:30 in Nürnberg. Ich fuhr nicht bis Erlangen durch, da ja noch mein Rad in Vach wartete; außerdem wusste ich nicht, ob zeitnah Busse nach Hause fuhren. U-Bahn bis Fürth, Bus nach Vach, mit dem Rad heim, Ende Gelände. Ansonsten nix besonderes mehr am Samstag-Abend. Zeitig in die Falle, so gegen zehn.
In der Heavy Rotation:
Black Eyed Peas, »Where is the Love?«
Erschienen am Sonntag, 02.11.2003 @ 20:32
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Tags: Leben, tageszusammenfassung
Montag, 03.11.2003
Eigentlich gibt es in Bezug auf Rolltreppen nur drei Dinge zu beachten. Kann doch nicht so schwer sein, oder?
- Links gehen, rechts stehen.
Dazu gibt es an sich nicht viel zu sagen. Dieses Prinzip gilt von Flensburg bis Berchtesgaden in jedem Kaufhaus und auf jeder U-Bahn-Rolltreppe. Wer vor mir links steht und ich aus dem S-Bahn-Untergeschoss höre »S7 bitte zusteigen«, dem verleihe ich Flügel.
- Ohne Strom als normale Treppe benutzbar.
Situation: Vor mir läuft ein Dummie auf eine Rolltreppe zu, die sich bei Betreten der Kontaktplatte oder Durchschreiten der Lichtschranke aber nicht in Bewegung setzt. Der Dummie hält direkt vor mir abrupt an und ändert den Kurs, um die normale Treppe daneben zu benutzen. Hier ein Tipp: Anders als Aufzüge sind Rolltreppen auch ohne Strom wie jede andere Treppe benutzbar.
- Nicht am Anfang oder Ende stehen bleiben.
Die Wegweiser-Tafel im Kaufhaus neben der Rolltreppe studiert man direkt vor dieser Tafel neben der Rolltreppe und nicht umgekehrt. Erreicht man das Ende einer Rolltreppe und muss sich orientieren, bietet es sich an, noch vier Schritte weiter in den Raum hinein zu laufen, um erst dann Wurzeln zu schlagen.
Vielen Dank für die Beachtung aller Sicherheitshinweise.
Erschienen am Montag, 03.11.2003 @ 19:12
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Tags: diverse, Film-und-Fernsehen
Meine Geduld mit der Münchner S-Bahn wurde heute mal wieder auf eine harte Probe gestellt. Holger sagt ja, dass generell alle Münchner über die S-Bahn schimpfen, aber ich habe den Eindruck, dass speziell der Linie S7 ein Fluch inne wohnt.
Ich komme montags und dienstags um 09:16 Uhr mit dem ICE aus Nürnberg in München an und laufe in zehn Minuten vom Gleisabschnitt C ins Tiefgeschoss zur S-Bahn. Die S7 fährt planmäßig um 09:14 und 09:34 über den Ostbahnhof nach Perlach raus, von wo es nach den Ankunftszeiten 09:33 und 09:53 noch fünf Minuten zu Fuß zur SAE sind.
Wenn ich da so im Tiefgeschoss stehe, sehe ich alle anderen S-Bahnlinien pünktlich an mir vorbei fahren, nur die S7 hat seit einigen Wochen regelmäßig fünf bis zehn Minuten Verspätung, und dabei ist noch nicht mal richtiges Herbstwetter. Wenn ich mich nach der Ankunft des ICE beeile, erwische ich manchmal noch um 09:25 die verspätete 9 Uhr 14er.
Heute hat sich die Welt gegen mich verschworen. Der ICE fuhr zwar mit fünf Minuten Verspätung wegen der Aufnahme von Anschlussreisenden aus Nürnberg ab, war aber bis München-Pasing wieder püntklich. Auf den letzten fünf Kilometern vor dem Hauptbahnhof stand der Zug aber dann zehn Minuten, wegen »Gleisbelegung«. Ankunft also um 09:25 und ich war püntklich im Tiefgeschoss, um die 34er S-Bahn zu nehmen. Die kam dann auch planmäßig mit fünf Minuten Verspätung nach der S6, aber dann nahm das Unglück seinen Lauf.
Es heißt, auf See und vor Gericht sei man in Gottes Hand, aber wenn in München zwei Dinge aufeinander prallen, nämlich eine verspätete S7 und eine Signalstörung im Ostbahnhof, dann ist alles aus.
Ende vom Lied: Zusammen mit einem anderen Mit-Studenten kam ich um 10:20 Uhr in der SAE an, satte 25 Minuten Verspätung, während die restlichen Kollegen bereits fleißig an ihrer Prüfung schrieben.
Zur Prüfung selbst schreibe ich einen separaten Eintrag.
Der Tag hat schon schlecht angefangen: Eigentlich wollte ich ja die nächsten zwei Wochen das »Projekt K« einer hießigen Uni-Klinik über die Bühne bringen und vereinbarte deswegen mit der Kundin, mir heute das Material zu übersenden.
Was flattert mir als erste E-Mail um sechs Uhr morgens in die Inbox? Eine Mail eines Kollegen mit einem Brief als PDF in der Anlage: Der Kanzler der Universität hat eine Haushaltssperre für 2003 und die Folgejahre verhängt (siehe auch fau.de).
Es gab heute nur drei positive Dinge; kleine Dinge, aber immerhin:
- Meine Director-Übung erhielt ich als OK zurück.
- In der S-Bahn nach der SAE stadteinwärts (um 13:45; die um 13:25 ist mir vor der Nase weggefahren) stieg am Marienplatz ein alter Mann mit Stock zu und bat um die Räumung eines Platzes für einen alten Mann. Ich war gerade im Begriff aufzustehen, hatte mich schon halb erhoben, da war eine junge Frau mir gegenüber (und näher an ihm) schneller, so dass er ihren Platz einnahm. ‘ne Minute später allerdings tippt er mit seinem Stock an meine Tasche (das Office-Bag, da der Rucksack ja seit Samstag out of order ist). Er sagt: »Danke für die Bereitschaft, ihren Platz frei zu machen.« Sehr nett!
Ansage im ICE auf dem Heimweg:
»Informationen zum Service im Zug und auf den Unterwegsbahnhöfen finden Sie wie gewohnt in unserem kleinen Bestseller "Ihr Reiseplan".«
Erschienen am Montag, 03.11.2003 @ 19:58
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Tags: Leben, tageszusammenfassung
Ein paar Worte zur heutigen ersten Zwischenprüfung in der SAE.
Es wurde der komplette Stoff der letzten elf Wochen seit Kursbeginn abgefragt. Fächer die wir länger hatten, erhielten eine größere Gewichtung. Zur Orientierung: Bei zwei Wochen Screendesign-Unterricht sollten die Fragen zu diesem Thema etwa 2/11 ausmachen. Insgesamt wurden 73 Fragen gestellt, mit einem deutlichen Gewicht auf Director (kein Wunder, vier von elf Wochen Unterricht). Weitere größere Brocken waren Photoshop, DTP/InDesign und Screendesign (je zwei Wochen), sowie ein kleiner Block zu Freehand (eine Woche Unterricht).
Wie viel Zeit uns zur Verfügung stand, kann ich nicht sagen, da ich wegen des S-Bahn-Desasters heute morgen 20 Minuten zu spät kam. Offizieller Abgabetermin war 11:25 Uhr und ich wurde mal wieder (
1,
2) vor der Zeit fertig. Eigentlich ein gutes Zeichen.
Die Fragen waren sehr gemischt:
- Fragen, die man einfach wissen muss (Funktionsweise und Einsatzgebiete der RGB- und CMYK-Farbräume
- Fragen, die Verständnis abfragten
- Fragen zu Dingen, die mal mehr oder weniger beiläufig erwähnt wurden
- Doofe Fragen (in welchem Menü ist Funktion X, welche Shortcuts für Funktion Y)
Bei den ersten 50 Fragen zu Screendesign, Photoshop und einigen Director-Fragen habe ich ein ganz gutes Gefühl. Aber beim Rest ist alles möglich, deswegen wage ich keine Prognose. Ich habe natürlich konservativ angekreuzt.
Nach dem Theorie-Teil gab es eine Pause, ehe es mit der praktischen Prüfung weiterging.
Jochen zeigte uns per Beamer die Aufgabe: In Photoshop zwei Bilder ineinander montieren, möglichst non-destruktiv (also mit Ebenenmasken und Einstellungsebenen). Viel mehr kann man in Photoshop eigentlich nicht prüfen, insofern war ich mir in der Art der Aufgabe gestern Abend schon so gut wie sicher und bin deswegen nochmal die erste Pflichtübung vom August durchgegangen. Aber es gibt natürlich einige Dinge, das ganze zu erschweren.
Jeder kopierte sich vom Server die beiden Ausgangsdateien und die fertige Vorlage (ein TIFF, natürlich ohne Ebenen). Danach wurde das Netzwerk stillgelegt und jeder arbeitete für sich mit den Files auf seinem Desktop. Wir erhielten für die Aufgabe etwas über eine Stunde Zeit und speicherten am Schluss ein PSD mit allen Ebenen auf dem Desktop, in einem mit dem jeweiligen Studenten-Namen beschrifteten Ordner. Jochen zog sich die Files nach der Prüfung und wird sie sich die nächsten Tage ansehen.
Bei der praktischen Prüfung habe ich ein ganz gutes Gefühl. Ich bin zwar nicht ganz fertig geworden, aber im Großen und Ganzen passt’s, und ich habe non-destruktiv gearbeitet wo es ging. Hinterher ist mir eingefallen, dass ich einige Dinge effizienter hätte machen können, aber egal.
Kurze Info zum Notensystem: Es gibt vier Zwischenprüfungen mit je einem Theorie- und Praxisteil. Die vier Noten der Theorie-Tests (multiple choice) bilden die theoretische Vornote. Die vier Noten der Praxis-Tests sowie die Noten der beiden großen Projekte ergeben die praktische Vornote.
Wer bei der Abschlussprüfung mitschreiben will, muss in beiden Vornoten mindestens 70% erreichen (und man darf maximal drei der zwölf Pflichtübungen versäumen).
Die beiden Vornoten werden zu je 11% in der Abschlussnote gewichtet. Dazu kommen die theoretische und praktische Endprüfung (je 33%) sowie die Diplomarbeit (6%) und das Abschlussprojekt (auch 6% Anteil an der Endnote).
Wer ein Zeugnis über die erfolgreiche Kursteilnahme haben will, muss in der Endnote (also alles zusammen) mindestens 80% erreichen. Das Diplom gibt’s zusätzlich, wenn die Diplomnote allein besser als 70% ausfällt und das Abschlussprojekt mit mindestens 80% bewertet wurde.
Klingt kompliziert? Och, es geht. Für das erste Ziel »Zulassung zur Abschlussprüfung« müssen wir uns nur eine einfache Formel merken:
Noten < 70 x 70 x 3 = Tod!
Mindestens 70% in theoretischer und praktischer Vornote, und maximal drei Pflichtübungen versäumen.
Erschienen am Montag, 03.11.2003 @ 20:53
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Tags: cmd, SAE
Diese Frage mag sich so mancher Windows-Umsteiger stellen, der zu Mac OS X wechselt. Der
Finder von Panther (10.3) bringt wieder eine Funktion zurück, die es in Mac OS 9 schon einmal gab: Labels, bzw. in der deutschen Version »Etiketten«.

Das Kontextmenü einer Datei im Finder, mit Labels.
Florian hat sich diese Frage gestellt und auch gleich die endgültige Antwort gefunden:
»I use it to rate Porn. Red is guy/girl porn. Green is girl/girl porn. Blue is another type of porn, and the list goes on. That way if I am in a certain mood to watch something I can easily pick it out.«
Die Suche nach gelabelten Dateien wird erleichert, indem der Finder in der Listenansicht die Objekte nach der Spalte »Label« sortieren kann. Außerdem ist in der erweiterten Suche (Apfel-F) auch eine Abfrage nach bzw. Eingrenzung auf ein bestimmtes Etikett möglich.
Erschienen am Montag, 03.11.2003 @ 21:22
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Tags: Apple, software
Mittwoch, 05.11.2003
In der SAE ging es gestern, nach der Prüfung am
Montag, um »CD-Mastering«.
Mit einer Menge Theorie zu Beginn: Geschichte, Vorteile, Nachteile, Aufbau (Stichworte CAV und CLV), Speicherbedarf für eine Sekunde und dann auch 74 Minuten Audio, Fehlerkorrektur bei CD-ROMs, Aufbau (in der Herstellung), Informationsspeicherung durch den Wechsel von Pits und Lands, sowie die eigentliche Herstellung, das Mastering (Matritze, Glasmaster, Vater, Mutter, Sohn, Pressung).
Es folgten Infos zu den Rainbow-Books, den CD-Standards. Red Book, Yellow, Green, White, Blue und Orange Book. Für uns ist im Zusammenhang mit dem bis 1.12. fertigzustellenden Projekt das Blue Book interessant, das die »Enhanced CD« oder auch »CD Extra« beschreibt, sowie der Unterschied zu »Mixed Mode«-CDs.
Jochen erklärte und dann, wie wir eine Enhanced CD brennen müssen; mit den Audio-Daten in der ersten Session und dem Hybrid-Teil mit Toast auf dem Mac in der zweiten Session (bei Mixed Mode-CDs ist der Datenteil im ersten Track – nicht Session« und in den Tracks 2 bis 99 die Musik; Mixed Mode-CDs sind durchaus noch verbreitet, da die Labels für dieses Verfahren, anders als bei der Enhanced CD, keine Lizenzgebühr an Philips zahlen müssen).
Im Zusammenhang mit CD-Mastering bzw. unserem Projekt »Enhanced CD« erklärte uns Jochen außerdem nochmals Sinn und Vorgehensweise bei Stub-Projektoren in Director, und wie wir für Autostart bei Mac und Windows sorgen.
Ich fand’s als Auffrischung recht interessant, obwohl mir vieles schon bekannt war. Über den technischen Aufbau habe ich schon in der 8. oder 9. Klasse in Deutsch ein Referat gehalten, das war für mich nix Neues. :-)
Nächste Woche geht es mit 3D in Cinema 4D weiter, die zweit von vier Wochen. Ich vermute mal, dass Licht, Kamera und Materialien/Oberflächen Thema sein werden.
Erschienen am Mittwoch, 05.11.2003 @ 12:08
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Tags: cmd, SAE
Am Dienstag fuhr ich nicht sofort nach der SAE nach Hause, sondern besorgte am Stachus im
Mathäser Kinokarten für den Abend; ich hatte mich mit Stefie und Holger für »
Intolerable Cruelty« in der 17:15-Vorstellung verabredet.
Zuvor noch ein Sprung zum Ostbahnhof, wo es in der Nachtkantine Burger gab. Der Hamburger selbst und das Cole Slaw wie immer gut, die Pommes hat man aber zu früh aus der Fritteuse geholt. Für 8 Euro erwarte ich da schon etwas mehr; in Erlangen kostet das gleiche Essen (Hamburger, Pommes, Cole Slaw) zwei Euro weniger, und das finde ich schon viel.
Zum Film selbst. Vor ein paar Tagen schrieb ich:
»Bei "Intolerable Cruelty" – dt. Titel: "Ein (un)möglicher Härtefall" – von den Coen-Brüdern habe ich ja den Verdacht, dass er als Romanze a la "Wedding Planer" vermarktet wird, wenn ich mir so die deutschen Werbespots anschaue. Ich hoffe, dass es "ein echter Coen" wird. Ist mir völlig egal, wenn Heerscharen von weiblichen George Clooney-Fans enttäuscht aus dem Kino schlurfen, die Georgy in "Wedding Planer 2" erwartet haben.«
Dass der Film in Münchens neuestem und größten Kinokomplex, dem Mathäser, im größten Saal läuft, und damit im größten Saal der Stadt mit 839 Plätzen, hätte mir eigentlich eine Warnung sein sollen (wir saßen übrigens Mitte-Mitte: Reihe I genau unter dem Notausgang). Filme wie »Fargo«, »The Big Lebowski«, »O Brother, where art thou?« oder »The Man who wasn’t there« laufen und liefen für gewöhnlich nur in den kleinsten Sälen und wurden von acht Mann besucht.
Zur Mitte von »Intolerable Cruelty« hatte ich schon Sorgen, dass dieser Film ohne jeden Toten auskommen würde.
Er hatte seine Momente, aber er war mir insgesamt zu sehr Mainstream und längte in der Mitte stellenweise gewaltig. Sicher, es gab tolle Charaktere und Situationen wie die Anwälte, die Begegnungen vor Gericht oder den »keuchenden Joe«. Auch eine nette Wendung war dabei, aber das alles konnte den Film nicht mehr rausreißen.
Übrigens wurde im Film schnell klar, weswegen er »Intolerable Cruelty« hieß. Die deutsche Übersetzung des Titels hat dagegen so gut wie gar nichts mit dem Thema des Films zu tun.
Zum Kino selbst: Enttäuschend. Ich mag eigentlich große Kinogebäude, ich mag »Flughafen-Atmosphäre« in der nüchternen Architektur der 90er Jahre und ich mag riesige Kinosäle.
Was ich nicht mag, sind Plastik-Armlehnen. Plastik-Rückseiten der Rückenlehnen (als Schutz gegen Fußtritte von hinten) sind ok, aber Armlehnen müssen stoffbespannt sein. Außerdem mir der Mathäser insgesamt zu sehr »geleckt«: Viel rot, viel Metallgitter.
Ich war früher mal ein großer Fan der CineCitta’ in Nürnberg, Deutschlands größtem Multiplex-Kino (gemessen an Anzahl der Säle und Sitzplätze). Inzwischen war ich seit Monaten nicht mehr dort, denn mittlerweile ist es mir zu sehr überlaufen, die Sitze müssten mal ausgetauscht werden, die Website taugt nicht und die Preise sind zu teuer. Wenn ich mal in Nürnberg ins Kino gehe, dann ins neue Admiral: Ebenfalls eine interessante Architektur (v.a. das halb offene Cafe im Sommer ist nett, man sitzt zugleich drinnen als auch draußen), mit 5 statt 20 Leinwänden eine überschaubare Größe, Technik gleichfalls auf dem neuesten Stand, eine passable Website und günstigere Preise.
Zum Glück hat die ganze Erfahrung nur 4,50 Euro gekostet, Kinotag. Am Wochenende werden Wucherpreise von 8,50 verlangt.
Erschienen am Mittwoch, 05.11.2003 @ 12:23
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Tags: Film-und-Fernsehen, kinokritik
Donnerstag, 06.11.2003
Holger ist für ein paar Tage in Erlangen und wir entschieden uns am Mittwoch-Abend kurzfristig, um 23 Uhr in die letzte Vorstellung des Director’s Cut von »
Alien« zu gehen, ehe die Wiederaufführung diesen Donnerstag wieder aus den Kinos verschwindet.

Was soll ich sagen: Ein fantastischer Film! Und ein Klassiker: Es ist ein Genuss, sich Ridley Scotts Regiearbeit hinzugeben, die langsamen Kamerafahrten zu sehen und Jerry Goldsmiths Musik zu hören. Beklemmend.
Es ist einige Jahre her, dass ich »Alien« gesehen habe und ich konnte mich nur noch an wenige Dinge erinnern. Den Anfang, mit der Kursänderung der Nostromo, der Landung auf dem Planeten, dem Besuch des Alien-Schiffs (s.o.) und den Ereignissen auf der Krankenstation wusste ich noch.
War mal wieder schön zu sehen – für mich das erste Mal auf einer Kinoleinwand. Und obwohl ich ihn bereits kannte, lauerte doch noch der ein oder andere Schocker um die Ecke (übrigens waren nur noch drei weitere Leute im Saal).
Andererseits recht faszinierend, dass er arg den Style der ausgehenden Siebziger versprühte: Die Klamotten, die Computer, die Spezialeffekte. :-)
Am Sonntag wollen Holger und ich uns in einer kleinen DVD-Session Alien 2 (eigentlich »Aliens«) und Alien3 reinziehen.
Am besten finde ich immer noch den zweiten Teil von James Cameron: mehr Action. Aber auch der dritte Film von David Fincher ist faszinierend, in dem die Insassen der Gefängnisstation keine Waffen haben.

Erschienen am Donnerstag, 06.11.2003 @ 13:15
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Tags: Film-und-Fernsehen, kinokritik
Nach »Intolerable Cruelty« vom
Dienstag und »Alien« vom
Mittwoch, ist »Luther« von heute Abend der dritte Kinofilm in dieser Woche.
Das hat sich erst vor ein paar Tagen ergeben, und »
Luther« tauchte eigentlich auch nicht in meiner
Filmliste bis Jahresende auf. Aber ich dachte mir, wenn sich eine Gelegenheit ergibt, mal wieder mit Klaus und Steffi ins Kino zu gehen, dann sollte ich sie auch wahrnehmen. Zumal der Film angeblich nicht schlecht sein sollte.
Die Story des Reformators Martin Luther und seinem Weilen in der so genannten »Lutherstadt Wittenberg« ist ja bekannt, zumindest sollte sie es in groben Zügen sein.
Letzteres schadet auch nicht, denn gerade zu Beginn des Films, während Ereignisse gerafft wiedergegeben werden, erweist sich Hintergrundwissen als nützlich. Hier wäre es hilfreich gewesen, wenn in den Film Texttafeln eingeblendet worden wären oder zumindest ein, zwei Zeilen mit Ort und Begebenheit, und was in der Zwischenzeit vorgefallen war. Insgesamt beschränkte man sich auf drei Einblendungen mit Orts- und Zeitangabe (Erfurt, Worms, Augsburg; wenn ich es recht in Erinnerung habe).
Da die Geschichte ja vorgegeben war, interessiert es, was von Regisseur Eric Till daraus gemacht wurde. Kurz gesagt: Insgesamt durchaus sehenswert, aber.
Mein Eindruck ist, dass in zwei Stunden reingepackt wurde was notwendig war, ohne all zu viel wegzulassen. Ansonsten keine großen Auffälligkeiten betreffend Musik, Kamera oder Schnitt, und auch die Schauspieler blieben eher zweidimensional. Abgesehen von Peter Ustinov als Friedrich der Weise und Uwe Ochsenknecht als Papst Leo X. trat durch die Bank die zweite Garde vor die Kamera. Der Hauptdarsteller kommt einem auch etwas vertraut vor: Es ist Joseph Fiennes, der Bruder des bekannteren Ralph Fiennes.
Etwas suspekt die Produktionsfirmen dieser deutschen Produktion, von denen man noch nie gehört hat, z.B. »Thrivent Financial Services«, dem Logo und Untertitel (»for Lutherans«) nach zu urteilen wohl ein Unternehmen mit christlicher Grundausrichtung. Einzig der Distributor UIP für Deutschland sowie das EKD-Logo im Abspann waren bekannt und gaben der Produktion wieder einen halbwegs seriösen Anstrich.
Der Abspann übrigens, ist mit zehn Minuten bald so lang wie der von »Starship Troopers«: Dass, im Gegensatz zu früheren zweiminütigen Abspännen wie dem von Alien, inzwischen nicht nur die Financial Services und Caterer aufgelistet werden, sondern auch Beleuchter-Praktikanten, ist ja mittlerweile gängig. Bei »Luther« hat man es aber arg übertrieben und anscheinend jeden Komparsen mit aufgelistet, nach dem Motto: »Wem können wir einen Gefallen tun und im Abspann verewigen?«. Hätte nur noch gefehlt, dass auch die Leute von der Buchhaltung und die Bleistift-Anspitzer genannt wurden (die Dame, die sich um die Hotels in Tschechien gekümmert hat, hat’s immerhin geschafft).
Fazit: Kann man sich ansehen, wenn man an historischem Stoff interessiert ist, muss man aber nicht.
Erschienen am Donnerstag, 06.11.2003 @ 23:42
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Tags: Film-und-Fernsehen, kinokritik
Samstag, 08.11.2003
Dass es
Daniel Küblböck auf
Platz 16 der
ZDF-Liste der hundert wichtigsten Deutschen geschafft hat, sagt alles über diese Liste aus, oder?
Erschienen am Samstag, 08.11.2003 @ 15:00
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Tags: Kurios
Kai hat in den vergangenen Tagen einige lesenswerte Links zum Thema
XUL/XAML sowie
Avalon/Sparkle im 2006 kommenden Windows Longhorn zusammengetragen. Zur Erinnerung: XAML ist Microsofts neuerlicher Versuch, Standards durch eigene Erweiterungen zu untergraben.
»Das Prinzip SVG und XUL, mit Verlaub, zu vergewaltigen um XAML/Avalon auf die Welt zu bringen, setzt sich auch mit anderen Technologien fort. CSS wird in die Microsoft-Maschinerie eingeworfen und unten kommt "Adaptive-flow Format" raus.«
Auch bei Kai: Links und Kommentar zu Macromedias Flash-Update – völlig untypisch für die Firma, ein kostenloses Update rauszubringen.
Die Meldung, dass es nun doch möglich ist, mehrere IE-Versionen gleichzeitig unter einer Windows-Installation zu betreiben, ist nun schon einige Tage alt und wurde in jedem anderen Blog breitgewalzt. Aber es sei hier trotzdem der Vollständigkeit halber erwähnt.
Wie jeden Freitag gibt es wieder eine neue Ausgabe von ALA, diesmal mit drei Artikeln:
Außerdem gibt’s bei Digital Web wieder einen neuen Artikel von Peter-Paul Koch: In »Keep CSS simple« wendet er sich gegen CSS-Hacks.
Erschienen am Samstag, 08.11.2003 @ 21:44
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Tags: quicklinks
Im Zusammenhang mit dem Bashing der amerikanischen Rechten gegen einen wohl eher harmlosen Film über Nancy und Ronald Reagan (siehe
Spiegel,
Telepolis; ja, bisschen einseitig, habe auf die Schnelle nichts anderes gefunden), bin ich über einen vier Wochen alten Telepolis-Bericht gestolpert: »
Unerhört falsche Annahmen« von Thomas Pany.
Er berichtet über eine Studie einer Abteilung der Uni Maryland, die untersucht hat, wie US-Bürger von unterschiedlichen Medien in ihren Meinungen beeinflusst werden. Es wurden drei definitiv falsche Aussagen getroffen:
- Saddam Hussein steht in direktem Zusammenhang mit den Anschlägen des 11.September.
- Im Irak sind Massenvernichtungswaffen gefunden worden.
- Die Weltöffentlichkeit war für die US-geführte Invasion des Irak.
Zitat aus dem Telepolis-Bericht:
»Das deutlichste Ergebnis dieser Befragung bestärkt die ärgsten Vorbehalte gegenüber dem amerikanischen Fernsehsender Fox: Es sei fast vier Mal wahrscheinlicher, dass Stammseher von Fox auf diesen falschen Standpunkten beharren als Nutzer von nicht-kommerziellen Medien wie National Public Radio oder dem Public Broadcasting System.
[...]
Insgesamt 60% der Befragten hielten zumindest eine der irrtümlichen Annahmen für wahr; dennoch zeigen sich deutliche Unterschiede in der Wahrnehmung entsprechend der genutzten Informationsquellen: Während nur 23 % der Nutzer von National Public Radio oder dem Public Broadcasting System eine der drei falschen Annahmen für wahr hielten, taten dies 80% der Fox-Seher.
55% der CNN-Seher und immerhin 47% der Amerikaner, die sich auf Zeitungen als primäre Informationsquelle stützen, waren ebenfalls davon überzeugt, dass mindestens eine der Statements richtig sei.«
Mich würde ja nicht wundern, wenn man hierzulande zu einem ähnlichen Ergebnis käme, würden beispielsweise die Zuschauer der SAT.1-Nachrichten befragt werden.
Erschienen am Samstag, 08.11.2003 @ 21:57
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Tags: diverse, Film-und-Fernsehen
Sonntag, 09.11.2003
Noch ein paar Worte zum letzten Kollegtag am Samstag. Stammleser wissen, dass gemäß meiner
Timetable am 8.11. die Feststellungsprüfung in Wirtschaft anstand.
Der BWL-Stoff des laufenden vierten Trimesters war noch gut präsent und für diese Hälfte der Prüfung habe ich ein gutes Gefühl. Die Eins-minus oder Zwei des BWL-Teils wird aber vom VWL-Teil in Richtung Vier runtergezogen – wenn es in der Prüfung noch einen Vierer gibt, bin ich froh. Für die Abschlussprüfung am 20.12.03 dann eine bessere Vorbereitung, ein Zweier und ins Zeugnis käme ein Dreier, wäre ok.
Entschuldigungen für mein schlechtes Abschneiden im VWL-Teil kann ich viele anführen: Der Stoff aus dem dritten Trimester lag schon etwas zurück, ich hatte nur drei Tage zur Vorbereitung Zeit, was weiß ich. Die Wahrheit ist, dass ich mehr hätte tun können aber es war mir egal.
VWL, auch wenn wir uns nur mit den Basics der Basics beschäftigen, ist mir im Vergleich zu BWL zu abstrakt. Das BWL-Wissen hat einen Praxisbezug, damit kann ich im täglichen Leben was anfangen. VWL ist gut für die Allgemeinbildung aber es war mir einfach zu trocken. Ich habe Mittwoch bis Freitag lieber an meinem SAE-Projekt gearbeitet, für enterVisions den Händler-Shop gebastelt und mich um den Haushalt gekümmert.
Ansonsten an diesem Kollegtag? In Englisch besprachen wir wieder gängige Fehler aus den Hausaufgaben und übersetzten zwei Abschlussprüfungen (war eine Doppelstunde).
In Geschichte besprachen wir das Stoffgebiet der Prüfung am 6.12. und ließen uns von Frau K. erläutern, wie die Prüfung aufgebaut sein wird (vier multiple choice-Fragen, einige offene Fragen mit Begriffserklärungen sowie eine Quelleninterpretation).
Erschienen am Sonntag, 09.11.2003 @ 17:38
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Tags: Telekolleg
Heute Morgen verstarb die schwedische Außenministerin Anna Lindh, nachdem sie gestern einem Attentat zum Opfer fiel. Es
heißt, sie sei eine große Europäerin gewesen und eine geschätzte Freundin und Kollegin bei anderen Außenministern, sowie eine der beliebtesten Politikerinnen in ihrem Land. Eine Frau mit Engagement, die aber auch auf dem Teppich geblieben ist und nicht den Kontakt zum Volk verloren hat.
Ein seltsames Gefühl, in den Nachrichten
alle Flaggen der
Nordischen Botschaften in Berlin auf Halbmast zu sehen.
Den Berichten zufolge ist Schweden eine offene Gesellschaft, in der Politiker nicht von Bodyguards begleitet werden. Lediglich der Ministerpräsident wird seit dem Mord an
Olof Palme 1986 geschützt. Laut einem Korrespondenten könne man sich in Schweden sogar dem König bis auf wenige Meter nähern. Dass in einer solchen zivilen Gesellschaft ein Mord an einer Ministerin geschieht, ein politisch motivierter Mord vielleicht sogar, ist sehr bedrückend.
Heute war außerdem der zweite Jahrestag von Nine-Eleven.
Maybritt Illner hat es in ihrer Sendung »Berlin Mitte« sehr treffend auf den Punkt gebracht:
»Es gibt Ereignisse, bei denen jeder noch nach Jahrzehnten mit absoluter Sicherheit weiß, was er in dem Moment getan hat, als es passierte.«
Vermutlich ist das so; die Zeit wird es zeigen. Ähnliche Sätze hörte man damals schon kurz nach den Attacken und man sagte, dass es den Älteren so mit dem Tag der Ermordung JFKs gegangen sei.
Ich kann mich – nach zwei Jahren – noch sehr gut erinnern, wann ich am 11. und 12. September 2001 wo war, was ich tat und was ich erlebte. Ich habe es vor einem Jahr aufgeschrieben.
Erschienen am Sonntag, 09.11.2003 @ 23:53
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Tags: ausland, Politik
Montag, 10.11.2003
Die dritte Woche, in der die
Münchner S-Bahn mit meinen Nerven spielt. Auch heute gab es wieder Stau im S-Bahn-Tunnel auf der »Stammstrecke« zwischen Hauptbahnhof und Ostbahnhof. Diesmal waren aber nicht Signalstörungen verantwortlich, diesmal regierte das Chaos »wege der Bauarbeitn.« (
1,
2).
Ich benötigte eine Stunde vom Hauptbahnhof bis Perlach, sonst eine Sache von 20 Minuten (plus 10 Minuten Wartezeit), ohne umsteigen. Ich fuhr mit irgendeiner S-Bahn zum Ostbahnhof, die im Tunnel immer wieder minutenlang stehen blieb. Im Ostbahnhof selbst dann nochmals lockere 20 Minuten auf die S2 gewartet, die mich zwei Stationen weiter nach Giesing brachte. Dort umgestiegen in die wartende S7 und eine weitere Station bis Perlach.
Ich kam um 10:20 in der SAE an. Wenn man die ersten zwanzig Minuten verpasst, verpasst man eine Menge. Außerdem kommt man die nächsten zwanzig Minuten auch nicht in den laufenden Stoff rein.
Auf der Rückfahrt um 13:25 hat dann wieder alles geklappt.
Im Burger-King im Münchner Hauptbahnhof eine Begegnung der Dritten Art: Ich war gerade mit meinem Big King XXL fertig und halb mit meinen Pommes durch, da setzt sich ein hagerer Typ um die 30 an meinen Tisch – ohne zu fragen, ob noch frei wäre und ohne Essen.
Während ich ungerührt meine Pommers weiter aß, fing er an, mich vollzuschwallen:
Ob er zwei Euro haben könne.
– »Nein.«
»Warum nicht?«
– »Bin selber knapp bei Kasse.«
»Wieso, arbeitslos?«
– »Nein, Student.«
»Da bist Du aber spät dran.«
Ich überlegte, ob ich mit »Besser spät als nie« antworten sollte, aber einerseits wollte ich ihn nicht vor den Kopf stoßen und andererseits gewann der Gedanke Oberhand, dass mich hier gerade jemand schon wieder auf weit über 30 schätzt (am 14.11. werde ich 25).
Er hob dann zu Ausfällen gegen Edmund Stoiber an, dass er ein Arsch sei. Ich beschloss, mich betont einsilbig zu geben und mit »Ja«, »Nein«, »Sicher« und »Kann man nichts machen« zu antworten.
Vielleicht wäre das der richtige Moment gewesen ihm zu sagen, dass ich ich nicht wünsche von einem Wildfremden während des Mittagessens mit Stammtisch-Parolen zugetextet zu werden.
»Der Stoiber, der kümmert sich doch lieber um seine zwei Töchter, als um unsere Schulen. Der kann doch selbst net lesen.«
– »Kann man nichts machen.«
»Da kann man nicht nur nichts machen, der Arsch regiert auch noch unser Land.«
– »Ja.«
»Glaubst Du, dass Du mal Kinder großziehen kannst?«
– »Nein.«
»Ich meine, nicht nur jetzt so, sondern die nächsten zwanzig Jahre? Das kannst Du nicht.«
– »Sicher, ist schwer.«
»Eigentlich ist es nicht schwer, nur ein bisschen ficken, rein raus.«
Ich musste an »Clockwork Orange« denken, in dem Malcolm McDowell als Alex über »das alte Rein-Raus-Spiel« referiert.
Ich war mit meinen Pommes fertig und trank die Cola aus. Bewusst nicht-überzeugend machte ich ihm klar, dass ich mir sein Gesülze nicht mehr länger anhören wollte und jetzt ans Gehen dachte: »Ich muss jetzt gehen.« Er verabschiedete mich mit:
»Ist mir scheißegal was Du machst.«
Vielleicht wäre das der richtige Moment gewesen, ihm das Tablett entweder quer in seine Fresse zu stecken oder rektal einzuführen.
Erschienen am Montag, 10.11.2003 @ 20:54
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Tags: Leben, tageszusammenfassung
Dienstag, 11.11.2003
Einige Mac-Links, die sich in den letzten Tagen angesammelt haben.
Allen voran natürlich das
Panther-Review von John Siracusa auf Ars Technia. Das Erscheinen eines Siracusa-Berichts zu einer OS X-Version markiert, immer einen Zeitpunkt, ab dem es nichts mehr zur Version zu sagen gibt, denn mit Johns Artikeln ist alles gesagt.
Lesen!
Leider hat es Ars Technica immer noch nicht begriffen, druckbare Seiten zu erzeugen.
Der »andere« John, John Gruber von Daring Fireball, erfreut uns mit einer Abhandlung zur Text-Darstellung in Jaguar und Panther. Der längste Teil seines Artikels befasst sich jedoch mit Typographie-Grundlagen und ist deswegen auch für Nicht-Macianer sehr lesenswert.
Schon etwas älter ist eine Zusammenfassung des Auftritts von Dr. Srinidhi Varadarajan auf O’Reillys Mac OS X Conference: »Confessions of the World’s Largest Switcher« erzählt einige Anekdoten zum G5-Cluster aus 1.100 Dual-Power Macs der Virginia-Uni. Wie er verschiedene Angebote einholte, wie er zum Mac kam und weswegen der »Big Mac«, der aktuell drittschnellste Computer der Welt, ausgerechnet aus Macs besteht.
Mittlerweile häufen sich die Anfragen von Nachahmungs-Willigen, so dass es demnächst »Nachbau-Kits« aus Virginia geben wird.
Auf RoughlyDrafted gibt es einen recht ausführlichen Artikel über iTunes von Windows und Apples Strategie, mit dessen Vorstellung Quicktime zu verbreiten. Inklusive einigen historischen Abhandlungen von den Anfängen von Video auf dem Desktop.
Interessant auch im Hinblick auf Standards und wie MS seit jeher versucht hat, durch Aufweichung von Standards Formate zu schaffen, die nur zu sich selbst kompatibel sind. Ein Microsoft-Manager sagte ja erst kürzlich, iTunes sei ein geschlossenes System, weil es nicht mit Windows Media zusammenarbeite. Welch Hohn.
Erschienen am Dienstag, 11.11.2003 @ 19:05
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Tags: quicklinks
Am Wochenende beging ich einen kapitalen Fehler: Ich probierte McDonalds neues »Chickenfilet im Fladenbrot« (man beachte die Vermeidung des Deppen-Apostroph). *würg* Trockenes Hähnchen-Formfleisch. Dazu noch völlig überteuert, mit einem Preis jenseits von Gut und Böse: Im Menü noch zum regulären Preis zu haben, kostet das kleine Teil in der großen Packung geschlagene 3 Euro 25! Für Münchner Dönerpreis-Verhältnisse normal, aber nicht im Rest der Republik.
Heute dagegen ein positives, neues Geschmackserlebnis: Mein erstes Subway-Sub, im Nürnberger Hauptbahnhof. Bislang basierte meine Haltung zu Subs auf Vorurteilen: Ich dachte, dass es nur kalte, panierte Schnitzel zwischen zwei harten Brötchen-Hälften gibt oder Unmengen von Salat im Brötchen (Schnitzel und Pizza müssen warm sein, und mit knackigem Kopfsalat kann man mich jagen), in vom Boden bis zur Decke gekachelten Verkaufsbuden (in Erlangen gab’s mal so ein Ding, aber kein original Subway).
Erst kürzlich fand ich dank der Hilfe von de.alt.fan.fastfood und durch Matthias heraus, dass dem nicht so ist.
Ich ging im Hauptbahnhof ins Untergeschoss (»Basement«) und orderte in der Subway-Filiale zaghaft ein »Meatball« im 15 cm langen Weißbrot (»Wheat«; es gibt fünf verschiedene Brotsorten).
Der Verkäufer zog sich Plastik-Handschuhe über, holte ein Brot aus dem Ofen, schnitt es auf, legte kleine Käse-Scheiben auf, gefolgt von kleinen, warmen Hackfleisch-Bällchen (die Meatballs) in Tomatensoße. Er schob das Sandwich auf seiner Papierunterlage weiter auf der Theke und ich ging mit ihm. Von rechts nach links – aus meiner Perspektive –, lud er diverses Grünzeug auf die andere Brötchenhälfte: lila Zwiebeln, Gurkenscheiben, saure Gurken, Eisberg-Salat. Tomaten, Paprika und Oliven lehnte ich dankend ab, ich wollte auch keine der anderen fünf Soßen zusätzlich.
Am anderen Ende der Theke bezahlte ich. Ich verließ das Geschäft und probierte: WOW!
Etwas dick belegt vielleicht, und im Handling nicht unproblematisch, aber sehr, sehr lecker! Das nächste Mal werde ich es mit weniger Grünzeug probieren (evtl nur rote Zwiebeln, etwas saure Gurken und minimal Eisberg-Salat). Und es hat satt gemacht. Der Preis: 2,69. Wenn ich bedenke, dass McDonald’s (hier Apostroph-S, da Eigenname) für einen faustgroßen Fischmäc zwei Euro, für den Chickenfilet-Witz 3,25 oder Burger King für den Fish-King 2,15 verlangt, sollte ich öfter das Subway aufsuchen. Demnächst vielleicht mal das »Steak & Cheese« oder das »Sweet Onion Chicken Teriyaki« antesten…
Die Pflanzenfresser unter uns können sich natürlich auch kalte Salat-Sandwiches zusammenstellen oder bei den »7 under 6« umsehen (»Veggie Delite« gefällig?).
Erschienen am Dienstag, 11.11.2003 @ 19:22
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Tags: Gaumenfreuden, mcd-bk
Donnerstag, 13.11.2003

13.11.1951 — 10.07.2002
Erschienen am Donnerstag, 13.11.2003 @ 0:01
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Tags: Leben
Freitag, 14.11.2003
Ich habe beschlossen, meinen diesjährigen Geburtstag etwas beschaulicher zu begehen. Obwohl’s der 25. ist. Egal, mir ist nicht so nach Feiern. Könnte an der Jahreszeit liegen. Oder daran, dass
gestern auch meine
Mutter Geburtstag hatte, sie aber nicht bei uns sein kann. Es ist alles anders im Vergleich zu früher: Früher war am Abend des 13.11. die Wohnung voll mit Familie, Verwandschaft und Freunden meiner Eltern; es war immer ein großes Fest mit Onkeln, Tanten, Cousins und Cousinen und deren Kindern, Großeltern, Schwagern und so weiter. Buffet in der Küche. Und um Mitternacht war ich dann derjenige, der die Glückwünsche eingesammelt hat.
Nein, dieses Jahr keine Feier, auch nichts eigenes.
Aber hey, um 00:02 Uhr der erste Anruf, danke!
:-)
Gestern bin ich wieder viel zu spät/früh ins Bett (entscheidet selbst: 7 Uhr morgens) und am Nachmittag nach dem Aufstehen mit Verena zum Friedhof gefahren. Zuvor besorgten wir noch Blumen für’s Grab: Gar nicht so einfach im November, es gibt fast nur weihnachtlich anmutende Gestecke.
Jetzt steht endlich auch der Grabstein. Hat lange gedauert, da sich über ein 3/4-Jahr erst die Erde absetzen musste und der Steinmetz viel zu tun hatte. Ist schön geworden. Wir blieben nicht all zu lange, da es regnete.
Am Rückweg noch bei der Bäckerei mit angeschlossener Postagentur vorbei, zwei via Amazon-Marketplace verkaufte DVDs abschicken.
Danach zum Edeka, den Nudelvorrat aufstocken (Stichwort Meldebestand) und Dominosteine kaufen. Es gibt wenige Dinge, die ich am Winter mag, und Dominosteine der Azuba (»Aachener Zucker- und Backwaren«), und nur die, gehören dazu.

Lange hat’s gedauert, aber nun hat auch Apollinaris begriffen, dass im Rahmen des Pfand-Chaos kein Mensch mehr deren Einweg-Glasflaschen haben will. Heute im Regal gesehen: Bitter Lemon und Bitter Orange in Plastik-Mehrwegflaschen! Laut dem Filialleiter an der Kasse, der einen beim Betreten des Ladens begrüßt und gerne Fragen zur Produktverfügbarkeit beantwortet (das macht den Laden sympathisch), wird es Ginger Ale in etwa zwei Wochen ebenfalls in PET-Mehrwegflaschen geben. Yes!
Was gibt’s sonst? Heute Abend mal wieder in wenigen Minuten 30 Bilder mit der Digitalkamera durchgeballert (mit Stativ). Undenkbar, wenn ich an meine alte analoge Spiegelreflex denke.

So langsam muss ich mich nach einer Alternative zu iPhoto umsehen. Mit einigen hundert Bildern taugt es, aber mittlerweile haben sich 931 Fotos bei mir angesammelt (seit der Digicam sind etwa 100 dazugekommen; ich hebe nicht jedes Foto auf). Das größte Manko von iPhoto ist, dass eine Verschlagwortung fehlt, nach der man seinen Bildbestand durchsuchen kann (z.B. »Verena Wohnzimmer iBook«). Mit wenigen Bildern kann man sich durch »Filmrollen/Alben« (wie die Playlisten von iTunes oder einer anderen Jukebox-Software) behelfen, aber bei mir haben sich bereits 28 Alben angesammelt.
Es wäre eigentlich Zeit für iPhoto 3 (evtl zur Macworld San Francisco am 7. Januar ‘04?), das dann Unterstützung für Schlagworte und Live-Suche mitbringt.
Falls es nicht kommt, muss ich mir kurz- und mittelfristig was anderes überlegen. Ich habe schon viel positives über Extensis Portfolio 6 gehört, aber 200 Euro dafür sind im Moment nicht drin. Kann mir dazu jemand was erzählen? Strong-buy oder günstigere Alternativen? Was taugt Cumulus von Canto? Cumulus 5.5 Single User kostet um die 60 Euro, Version 6 ist für Dezember angekündigt.
Wie geht’s meinen Projekten?
Projekt K, ein neuer Bereich für die Website einer Uni-Klinik, stand wegen Finanzierungsfragen vorübergehend auf der Kippe. Aber die Finanzierung geht klar und die Materialien trudelten diese Woche ein. Damit werde ich in den nächsten Tagen gut beschäftigt sein. Wie’s mit dem Projekt »K2« aussieht, dem Redesign der kompletten Website im nächsten Jahr, muss man mal sehen.
Mein SAE-Projekt, »Projekt Mayhem« liegt im Zeitplan. Ich habe den Film, für den ich den Director-Teil einer CD erstelle, am Wochenende auf englisch angesehen und dabei auf Festplatte gecaptured (per SCART aus dem DVD-Player raus, in die DV-Cam rein und von dort per FireWire in den Mac; iMovie tut’s für den Zweck) und mich um die Videobearbeitung gekümmert. Holger gab ein paar Tipps für After Effects – ein absolut geiles Programm: Videos beschneiden, Seitenverhältnisse beliebig einstellen, Farben korrigieren, kommt mit Halbzeilen-Bildern klar… Außerdem ist der Audio-Teil erledigt, war ja nur das aussuchen von vier Titeln, die ich von CD rippen musste.
Das passiert in den nächsten Schritten:
- Film heute auf Deutsch ansehen (zwecks Verständnis), aber nicht am stationären DVD-Player über den Fernseher, sondern mit dem Software-DVD-Player am Mac, um den Film für Screenshots anhalten zu können – für die Menüscreens später.
- Die Menüscreens werden in Photoshop zusammengebaut.
- In Director erfolgt die Verknüpfung der Inhalte (Bilder, Soundfiles, Videos, Text) und die Erstellung der Programmlogik.
Der späteste Abzeichnungstermin für die Cinema-Übung wurde vom 29.11. um eine Woche auf den 6.12. verschoben. Das kommt uns aus mehreren Gründen sehr entgegen:
- Das Projekt nimmt sehr viel Zeit in Anspruch.
- Die zweite 3D-Woche wurde wegen der verschobenen Prüfung um eine Woche nach hinten gelegt.
- Wir haben die Bücher noch nicht bekommen (Galileo-Bücher gab’s am Dienstag, einige haben alternativ Maxon-Bücher bestellt, die gibt’s erst nächste Woche).
- Im Dezember geht’s eh relativ ruhig zu: keine Projekte, keine Übungen und ab dem 22.12. zwei Wochen Winterferien (allerdings beginnt ab dem 22.12. das zweite Projekt, für das wir bis 18.1. ein Storyboard abgeben müssen, zudem ist am 5.1. die zweite Zwischenprüfung in der vier Wochen Cinema-Stoff abgefragt werden, inkl. praktischer Übung).
Erschienen am Freitag, 14.11.2003 @ 0:25
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Tags: Leben, tageszusammenfassung
Sind aktuell eigentlich Vaterschaftstest-Wochen bei
Oliver Geißen? Gestern schon und heute wieder…
Erschienen am Freitag, 14.11.2003 @ 2:28
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Tags: Kurios
Kai hat
vor ein paar Tagen auf
iStockphoto hingewiesen, eine Art Bildagentur, die günstig Fotos anbieten.
Während meiner Aufarbeitung von einigen Websites, die ich in den letzten Tagen nicht besucht habe, stolpere ich bei Zeldman über diesen
Hinweis: Bei
iStockpro (
pro, nicht photo; die gehören zusammen) kann man Bilder per Suche passend zur Hauptfarbe seines Layouts aufstöbern (
Beispielsuche).
Derweil läuft der Wettbewerb zur Neugestaltung der sturzlangweiligen Website von Usability-Guru Jakob Nielsen läuft auf vollen Touren. Der ganz oben verlinkte Entwurf gefällt mir auch direkt am besten.
Software:
Barebones hat die Version 7.1 des weltbesten Texteditors rausgebracht – der jeden Cent seiner 120 Dollar wert ist – BBEdit. Kai hat dazu einige Worte geschrieben und auch John Grubers Eintrag bei Daring Fireball sind lesenswert.
Neben diversen Bugfixes gibt es drei große neue Features: Der eingebaute FTP-Client kann nun auch SFTP; es gibt eine auf WebKit basierende HTML-Preview und die Unterstützung von Rendezvous beim Auffinden von FTP- und SFTP-Servern im Netzwerk.
Kai hat es mit seinem Vergleich schon angedeutet: Diese Features würden bei Macromedia für ein neues Major-Release reichen. Und dabei würde Macromedia den Usern mit Updates nochmal mit dem halben Preis der Vollversion das Geld aus der Tasche ziehen. Macromedia sollte sich wirklich ein Beispiel an Firmen wie Barebones nehmen, denn BBEdit 7.1 ist ein kostenloses Update, rund ein Jahr nach Erscheinen der Version 7. Dazwischen gab es diverse Bugfix-Releases, mit denen Macromedia bekanntlich auch geizt. Oder sie sollten sich die Omnigroup ansehen: Deren nahezu monatlichen Bugfix-Updates von OmniOutliner »nerven« mich fast schon. Und sowohl BBEdit als auch Outliner sind wesentlich ausgereifter als die diversen Macromedia-Programme.
Ebenfalls eine nette Firma ist Ambrosia. Noch ganz frisch, vom 5.11., ist die Version 1.0.9 des weltbesten Screenshot-Tools, Snapz Pro X (ja, besser als Hardcopy für Windows). [Announcement, Change Log]
In zwei Forenbeiträgen (Announcement, Progress Log) macht Andrew »el Presidente« Welch einem außerdem den Mund wässrig für das kommende Snapz Pro X 2. Weitere Infos, inkl. Screenshots und einigen Videos, gibt es auf einer Beta-Seite. Die Ziele von Version 2 von Snapz sind:
posted 10-12-2003 04:17 PM
The main goals for Snapz Pro X 2.0.0 are:
1) Vastly improved movie capture performance
2) The ability to record Mac audio as well as video (cf our free WireTap product)
3) A significantly improved UI, with context sensitive palettes (see below)
4) Add as many requested features and fix as many lingering bugs as possible
Verbesserte Performance beim Aufzeichnen von Bildschirm-Videos wäre dringend erforderlich, denn aktuell ist das Feature so gut wie unbenutzbar. Wenn man diesem Video Glauben schenken will, wird das in Snapz 2 kein Problem mehr darstellen (das 27 MB große Quicktime zeigt flüssige iTunes-Action).
SPX2 wird dermaßen der Hammer… Siehe auch dieses aufgezeichnete Video (6,9 MB; zeigt eine Szene aus der »Natural Born Killers«-DVD).
Beim Thema »nette Firmen« fällt mir ein: Länger schon nichts mehr vom weltbesten FTP-Programm gehört, Transmit von Panic.
Der Unterschied zwischen Firmen wie Barebones, OmniGroup, Ambrosia und Panic auf der einen und Macromedia auf der anderen Seite ist: Die Erstgenannten behandeln ihre Kunden noch wie Könige und nicht wie potentielle Raubkopierer.
Der Unterschied macht sich auch in barer Münze bemerkbar: Von Barebones und Co kaufe ich gerne Updates und würde es Ambrosia auch nicht krumm nehmen, wenn sie für Snapz 2 was verlangen würden. Macromedia sieht längere Zeit kein Geld mehr von mir: Deren Minimal-Updates, fehlende Bugfixes, schlechte Doku und Gängelung des Kunden mit Produktaktivierung ist es einfach nicht wert, Geld für Updates auszugeben, da tun es für eine Weile noch die alten Versionen.
Erschienen am Freitag, 14.11.2003 @ 14:58
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Tags: Apple, software
Danke für die Glückwünsche, die mich per Kommentarfunktion, E-Mail, Telefon, ICQ oder persönlich erreicht haben.
Ich lasse den Abend jetzt gemütlich bei Jazz (Brad Mehldau, Dave Brubeck, Norah Jones) und einem Glas von dem
Whisky ausklingen, den mir Wolfgang geschenkt hat. Nebenbei etwas Lektüre.
Es hätte sich heute Abend beinahe noch das eine oder andere Treffen mit Freunden ergeben, aber wenn die Nächte kälter werden, sitz’ ich hier zu Hause fest: Verena ist mit dem Auto zum DJK gefahren, das Rad steht bei diesen Temperaturen im Geräteraum, Busanbindung war in beiden Fällen ungünstig.
Aber ist ok, habe mit einigen Leuten nett telefoniert.
Erschienen am Freitag, 14.11.2003 @ 23:02
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Tags: Leben, tageszusammenfassung
Mit Apfel-Shift-Pfeiltasten (links/rechts) kann mit der Tastatur zwischen den Tabs eines Fensters umgeschaltet werden (nur Apfel-Pfeiltast ohne Shift wechselt zur vorherigen oder nächsten Seite).
Erschienen am Freitag, 14.11.2003 @ 23:08
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Tags: Apple, software
Samstag, 15.11.2003

Erschienen am Samstag, 15.11.2003 @ 1:37
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Tags: Film-und-Fernsehen, home-improvement
Herzlichen Glückwunsch an die
c’t. Die Jubiläumsausgabe zum 20. Geburtstag überreichte der Briefträger heute pünktlich um elf Uhr.
Diese Ausgabe scheint vielversprechend zu sein. Ins Auge stechen dabei u.a. ein großer Innereien-Bericht zu Longhorn und der Bericht zu digitalen Spiegelreflex-Kameras.
Daneben gibt es natürlich einen Rückblick auf die vergangenen 20 Jahre c’t. Siehe dazu auch eine entsprechende Meldung im Heise-Ticker. Dort stehen nicht nur das Cover und das Editorial der ersten Ausgabe zum Download bereit, sondern auch gleich die komplette Erstausgabe (PDF, 58 MB). Weiterhin gibt es eine Presseinfo, Kollegenstimmen, eine Chronik und Trivia-Infos.
Ich kann mich noch etwas an meine ersten Erfahrungen mit Computerzeitschriften erinnern – zehn Jahre her, da war ich vielleicht 15 und hatte einen 486 DX-33 von Vobis im Colani-"Design", mit DOS 6 und Windows 3.1.
Ich las einige Zeit die Chip. War für mein damliges Wissen ok, obwohl es manches gab, das zu hoch für mich war. Dann bekam ich mal eine c’t die Hand und fand sie komplett abgehoben. Etwas später las ich wieder eine Ausgabe und war überzeugt, die beste Computerzeitschrift in Händen zu halten, wo gibt: Keine »666 Windows-Tricks«, sondern sehr gute Grundlagenartikel und Berichte, die über den Tellerrand schauen, sowie Praxiswissen (dank der c’t konnte ich bei meinem zweiten Computer, einem Pentium-120 mit SCSI-Adapter, -platte und -CD-Brenner, selbst die Terminierung des SCSI-Busses durchführen). Mir gefällt aus der Grundsatz der Redaktion, keine Testsieger zu küren, sondern die getesteten Produkte ausführlich zu besprechen und in Vergleichstabellen nebeneinander zu stellen. Legendär sind Berichte wie der erste Serientest von Komplett-PCs von Georg Schnurer.
Ich habe die c’t des Heise-Verlags seit 1997 als Plus-Abo (mit Artikeln auf CD-ROM) abonniert. Die Papierausgaben hebe ich aber, bis auf einzelne Exemplare, nur so lange auf, bis die Archiv-CD-ROM erscheint.
An die dickste Ausgabe aller Zeiten, die 4/97 mit 614 Seiten, kann ich mich auch noch gut erinnern, kurz bevor das Heft von monatlicher Erscheinungsweise auf zweiwöchentliche umgestellt wurde (der Umfang wuchs seit dem aber wieder). Mein erster Leserbrief überhaupt, den ich an eine Redaktion geschrieben habe, wurde auch prompt in der Ausgabe Mai 1997 abgedruckt (die mit 504 Seiten auch ein stattliches Gewicht auf die Waage brachte):
"Ich hab’ dir dein Buch mitgebracht" meinte mein Vater zur neuen c’t, und meine Schwester sagte: "Dein Katalog liegt in meinem Zimmer." Ist das nicht etwas zu viel des Guten?
Der Heise-Newsticker ist der Branchendienst schlechthin: Wer aus privatem oder beruflichen Interesse irgendetwas mit Computern zu tun hat, kommt am Heise-Ticker nicht vorbei, wenn er aktuelle Nachrichten aus der IT-Welt erhalten möchte.
Manche spezialisierte Ticker bieten in ihrem Themengebiet mehr Nachrichten und der Heise-Ticker ist nicht immer der schnellste, aber doch die stündliche Referenz-Nachrichtenquelle aus dem gleichen Haus, in dem auch das Referenz-Magazin der Branche erscheint.
Sehr schön auch, dass selbst jahrealte Nachrichten heute noch kostenlos abrufbar sind.
In den letzten zehn Jahren habe ich schon viele Computer-Zeitschriften kommen und gehen sehen. Ich will hoffen, dass uns die c’t noch viele Jahre erhalten bleibt.
Erschienen am Samstag, 15.11.2003 @ 21:20
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Tags: diverse, Film-und-Fernsehen
Sonntag, 16.11.2003
Neulich fuhr ich nach der SAE von München einen Zug später heim, um 15:44 Uhr. Um die Zeit fährt kein ICE-T über Erlangen Richtung Leipzig und Berlin, sondern ein ICE1 über Hannover nach Hamburg. Manchmal fährt ein zur zweiten Klasse umgelabelter Erste-Klasse-Wagen mit; eine Gelegenheit, bei der ich mich nicht zweimal bitten lasse.

Erste Klasse im ICE1
Die Erste Klasse in den alten ICE1-Zügen hat zwar keine Lederausstattung wie in den neueren ICEs der dritten Generation (ICE3, ICE-T und ICE-TD), aber dort Platz zu nehmen ist auch recht angenehm: größere Beinfreiheit, gepolsterte Armlehnen (in der Zweiten Klasse des ICE1 nur Plastik), breitere Sitze und jeder Sitz hat seine eigenen, breiteren Armlehnen.
Nachdem bekannt wurde, dass die ICE1 umgerüstet werden sollen, kam nun eine neue Nachricht ans Licht der Öffentlichkeit: Die Bahn bestellt 28 neue ICE-T-Züge und ändert im Innenraum einige Dinge (»ICE-T2«). Die Garderobe verschwindet zu Gunsten weiterer Sitzplätze, die Sitzabstände werden verringert und man setzt hier und da auf günstigere Materialien. Außerdem werden erstmals in einem ICE die Audio-Kontrollen in den Armlehnen abgeschafft. Sehr schade wie ich finde, denn ab und an war es doch mal nett, Radio oder die neuesten Nachrichten zu hören, gerade auf längeren Fahrten.
Weitere Infos gibt es in einem Thread der Gruppe debts und auf den ICE-Seiten.
Ah ja, noch ein Grund, weswegen im ICE1 die gegenüberliegenden Plätze meine Lieblingsplätze sind: In der Reihenanordnung können im ICE1 die Fußstützen nicht ganz nach oben weggeklappt werden, so dass sie entweder unten sind oder halb oben. Das macht mich wahnsinnig, da beides ein Ausstrecken der Beine verhindert. Da nehme ich lieber noch in Kauf, dass ich bei volleren Fahrten meine Beinfreiheit mit jemandem gegenüber tauschen muss. Im ICE2 und ICE3 (dito -T und -TD) können die Fußstützen ganz hochgeklappt werden.
Erschienen am Sonntag, 16.11.2003 @ 9:35
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Tags: bahn, Verkehr
Von
Ortlieb habe ich wegen meines
Rucksacks leider noch nichts gehört, nachdem ich ihn weggeschickt habe (der wasserdichte Reißverschluss ist kaputt).
Am Sonntag-Abend (2.11.) schickte ich ein Fax mit der Problembeschreibung nach Heilsbronn und am Dienstag (4.11.) erhielt ich Antwort per E-Mail, ich möge den Rucksack zur Qualitätsprüfung einschicken (Respekt für die schnelle Antwort, ehrlich!).
Am 6.11. brachte ich den Rucksack in einem Paket auf den Weg und schilderte in einem Begleitschreiben nochmals das Problem. Außerdem frug ich, ob es evtl im Produktjahr 2004 Neuerungen bei den Rucksäcken gibt, denn müsste ich mich jetzt nach einem neuen Rucksack umsehen, hätte jedes der drei alternativen Ortlieb-Produkte Nachteile für mich:
- Velocity
Hat zwar Rollverschluss, aber keine Steckfixierung wie z.B. das Office-Bag oder der Packman Pro. Der Klettverschluss sorgt für schnellen Zugriff, allerdings evtl. auch für die langen Finger anderer Leute. Ein Steckverschluss kommt mir hier sicherer vor. Mit 28 cm Breite im Vergleich zu 37 cm beim Day-Pack ist mir der Velocity zu schmal. Sehr schön: Innentasche für Schlüssel etc.
- Packman Pro
Gut ist zwar der Roll-Steck-Verschluss, aber der Packman hat keine Innentasche und ist wie der Velocity zu schmal.
- Kuriertasche
Durch den zukaufbaren Organizer kann die Kuriertasche zwar mit einer Innentasche ausgerüstet werden, allerdings hat sie wie der Velocity nur einen Rollverschluss mit Klettfixierung (der schnelle Zugriff ist für Radkuriere sicher von Vorteil). Die Kuriertasche ist als Alltags-Rucksack jedoch eindeutig zu groß (5 cm höher als das Day-Pack, 2 cm breiter und 2,5 cm tiefer) und zu schwer.
Würde ich morgen einen Ersatz für das Day-Pack kaufen wollen, käme noch am ehesten der Velocity in Frage (zwar kleiner als gewünscht, aber nicht zu groß wie die Kuriertasche; außerdem mit Innentasche). Ist womöglich für 2004 ein breiterer "Velocity L" (mit Steckverschluss?) oder ein breiterer "Packman Pro L" (mit Innentasche?) abzusehen? Ein Packman Pro in der Breite des Day-Pack wäre perfekt!
Ich rechne mal damit, dass kommende oder übernächste Woche Nachricht von Ortlieb kommt, ansonsten hake ich mal nach. Bin gespannt, ob man den Reißverschluss noch retten kann, oder ob ich zu einem Velocity oder Packman greifen muss (ich werde berichten).
Im Moment überbrücke ich mit einem Office-Bag: Block, Schreibzeug, Ausdrucke, Zeitschriften, Zubehör (iPod und Kopfhörer) sowie eine Halbliter-Flasche gehen rein, aber die Kamera muss im Moment zu Hause bleiben. Ich vermisse meinen Rucksack!
Erschienen am Sonntag, 16.11.2003 @ 22:12
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Tags: Leben, ortlieb
Mit meinem ersten großen
SAE-Projekt im CMD-Kurs komme ich gut voran.
Die Aufgabe: Eine »
Enhanced CD«, mit einem Audio-Teil in der ersten Session (mit vier Audio-Tracks, die in jedem CD-Player abgespielt werden können) und einer zweiten, hybriden Daten-Session (eine Director-Anwendung, die auf PC und Mac läuft). Ich habe mich für einen Film als Thema entschieden.
Die Menüscreens sind in Photoshop fertig zusammengebaut. In letzter Zeit merke ich immer wieder, dass ich mit meinem früheren Liebling Fireworks nicht mehr weiterkomme, und dass Photoshop angesagt ist. Aber es gibt immer noch einige Dinge, die in Fireworks einfacher sind, z.B. das Zeichnen einfacher Objekte: Für eine Linie gibt’s in Fireworks ein Vektor-Werkzeug, in Photoshop – obwohl es inzwischen auch einige Vektor-Funktionalitäten hat – muss eine Auswahl gefüllt werden (immerhin erleichtert durch die beiden Werkzeuge »Single Row Marquee Tool« und »Single Column Marquee Tool«).
In Fireworks gefällt mir außerdem besser, dass die Bildgröße in Pixeln in der Statuszeile angezeigt wird, in Photoshop muss ein Dialog aufgerufen werden. Aber gut, das sind Details…

Um 50% verkleinerte Ansicht eines Screenshots von der DVD (Originalgröße ist 1.000×424).
Wie gesagt, die Menüscreens sind fertig. Problem: Bei den meisten habe ich zwei, manchmal sogar drei Varianten und ich kann mich nicht entscheiden. :-)
Montag und Dienstag ist erstmal wieder Unterricht in der SAE (dritte 3D-Woche), am Mittwoch geht’s dann weiter mit dem Projekt: Programmierung in Director.
Erschienen am Sonntag, 16.11.2003 @ 23:00
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Tags: projekt-mayhem, SAE
Mittwoch, 19.11.2003

Danke, Stefie! :-)
Erschienen am Mittwoch, 19.11.2003 @ 10:01
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Tags: diverse, Film-und-Fernsehen
Reinhard Mohr
bei Spiegel-online über das ZDF:
»Das ZDF, der öffentlich-rechtliche History-Kanal mit angeschlossener Altenpflege.«
Der Rest des Artikels »"Unsere Besten" im ZDF: Goethe im Sinkflug« ist ebenfalls lesenswert.
Erschienen am Mittwoch, 19.11.2003 @ 16:45
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Tags: diverse, Film-und-Fernsehen
Holger hat vor ein paar Tagen einige Zeilen zur neuen Version von Cubase, »SX 2.0« und dessen Kopierschutz
geschrieben. Ich habe darauf in einem Kommentar
geantwortet, und da es etwas länger wurde und genau so gut für einen
two cents-Eintrag taugt, hier der ganze Kommentar von mir:
Mit der Produktaktivierung hätte ich eigentlich kein Problem, wäre sie der Art, dass man einmal auf den OK-Button klickt wie bei der Software-Registrierung. Ist sie aber nicht, denn ein aktiviertes Produkt muss wieder deaktiviert werden, will man es auf einem anderen Computer installieren. Mach’ das mal bei x Programmen von y Herstellern, wenn Du Deine Maschine neu aufsetzt.
Ganz zu schweigen von dem Problem, dass ein Produkt nicht mehr deaktiviert werden kann, wenn einem die Festplatte abraucht, denn dann ist man auf die Gnade des Herstellers angewiesen.
In dem Zusammenhang: Saschas Kolumne im dritten MX-Magazin kann ich gar nicht nachvollziehen, wo er für die Aktivierung plädiert und sie mit einem Kinoticket vergleicht, und überhaupt, Miet-Software wäre doch besser. Wenn das Ironie war, dann war sie so feinsinnig, dass mir das entgangen sein muss.
Ich sehe gar nicht ein, jährlich Gebühren für ein Programm zu bezahlen, wenn ich mit den alten Versionen zufrieden bin und mal ein Update auslassen möchte. Schon gar nicht sehe ich es ein, wenn ich mir die derzeitige Qualität von speziell Macromedias Programmen ansehe: immer schlechtere Performance mit jedem neuen Release, keine oder höchst seltene Bugfixes, Benachteiligung der Mac-Plattform, keine gedruckten Handbücher mehr (davon ab, dass die Handbücher vor Marketing-Blabla triefen und als Benutzerhandbücher nicht taugen).
Für solche Updates die Hälfte des Neupreises als Updatepreis zu verlangen ist eine Unverschämtheit und die weitere Gängelung (s.o.) durch die Einführung einer Aktivierung macht es nur noch schlimmer.
Konsequenz: Ich arbeite weiterhin mit den MX-Programmen aus dem Jahr 2002.
Dass es auch anders geht zeigen viele kleinere Firmen wie Barebones, Ambrosia, OmniGroup oder Panic (siehe diesen Eintrag von mir): Viele kostenlose Bugfixes (und dabei sind deren Programme bereits stabiler als alles von Macromedia), brauchbare Dokus, gute Performance, gute neue Features. Sicher, wenn Ambrosia im Dezember 20 USD Updatepreis für die Version 2 von Snapz Pro X verlangt, ist das ein weniger tiefer Griff in die Kasse als bei einem Update für Programme wie Flash oder Dreamweaver. Aber ich wünschte mir, diese Programme kämen von einer der genannten Firmen und nicht von Macromedia, dann wäre ich sehr viel eher bereit, meine Kreditkarte für’s Update zu zücken.
Thema Dongles: Ich weiß nicht, ob es Volume-Programme bei Steinberg gibt, aber bei Macromedia oder Microsoft gibt es z.B. Firmenversionen ihrer Programme ohne die Zwangsaktivierung. Natürlich sind es diese Versionen, die man in den einschlägigen Tauschbörsen findet, insofern gängeln diese Einschränkungen den ehrlichen Nutzer, während sie für den ambitionierten Raubkopierer keine ernsthafte Hürde darstellen.
Das ärgert mich am meisten dabei: Meiner Meinung nach ist der beste Kopierschutz qualitativ hochwertige Software und ein guter Service; beides Eigenschaften, die Macromedia sich derzeit nicht auf die Fahnen schreiben kann. Gegenbeispiel: Apple. Programme wie Keynote, Final Cut oder das Betriebssystem selbst kommen ohne Kopierschutz (z.B. Aktivierung) daher, sind stabil, einfach zu bedienen und gut dokumentiert (auch wenn Kai mit Quicktime gegenteilige Erfahrungen machen musste). Dafür gebe ich gerne Geld aus.
USB-Dongles: Ja, was, wenn Du Deinen USB-Stick mit dem Dongle für Cubase verlierst? Hoffentlich hat das Call-Center von Steinberg dann ein Einsehen und schickt Dir ein Neues.
Auf Macromedias Startseite gibt es aktuell Werbung, weswegen die neuen Programme so toll sind, anscheinend als Reaktion auf die zögerlichen Absatzzahlen:
Nett gemacht mit diesem persönlich anmutenden Touch, mit den Handschriften und Fotos der Produktmanager und deren angeblichen E-Mail-Adressen zur Kontaktaufnahme.
Ändert nichts an meinen vorherigen Worten.
Derweil hat Kai erste Erfahrungen mit MX2004 gesammelt und aus meiner Sicht ein ernüchterndes Ergebnis zusammengetragen: Zwar verspricht Macromedia zum dritten Mal in Folge Verbesserungen bei der Zusammenarbeit der verschiedenen Studio-Programme und eine einheitliche Oberfläche, aber Wunsch und Wirklichkeit klaffen für meine Begriffe doch etwas weit auseinander.
Ah ja, gestern wurde offiziell »Flex« angekündigt (1, 2, Heise-Meldung), ein neuer Flash-Server.
Im Heise-Forum wird mal wieder die Jahreshauptversammlung der Trolle abgehalten.
Erschienen am Mittwoch, 19.11.2003 @ 17:14
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Tags: Apple, software
Freitag, 21.11.2003
Wie
bescheuert muss man eigentlich als Moderator einer Homeshopping-Sendung sein, um den Product-Key einer Software voll in die Kamera zu halten? Und dabei noch auf den Key hinzuweisen, den man eingeben müsse, und zu betonen, dass es »nur bei uns« legale Software mit eben diesem Key dazu gäbe?
Davon ab: Wie wenig Ahnung muss eigentlich ein Käufer haben, der das angebotene Heizkissen von Notebook kauft? Pentium4 mit 2,4 GHz, dessen lauter Lüfter ununterbrochen mit über den Äther röhrt?
Erschienen am Freitag, 21.11.2003 @ 9:17
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Tags: Kurios
Endlich, endlich, endlich gibt es Schweppes’ Ginger Ale nun auch in einer PET-Mehrweg-Flasche. Kein Getue mehr wie früher, als die 3/4-Liter-Einweg-Glasflaschen noch zum Glas-Container gefahren werden mussten oder die höchst seltenen 1-Liter-Mehrweg-Glasflaschen zu ganz bestimmten Händlern zurückgebracht werden mussten. Oder das Getue, als das Dosenpfand frisch eingeführt wurde und die 3/4-Liter-Einweg-Glasflaschen zur gleichen Tankstelle zurückgefahren werden mussten, von der sie herkamen.
Vorbei! Die einen Liter fassende PET-Mehrweg wird hoffentlich das Handling mit meiner geliebten Ingwer-Droge einfacher machen: Goldene Zeiten.
Eine halbe Stunde vorher habe ich während des Mittagessens beim Griechen den einzig möglichen akzeptablen Klingelton für ein Handy mit polyphonen/mehrstimmigen Klingeltönen gehört: Ein Ringen wie bei einem ganz alten, 60er Jahre Telefon mit Wählscheibe. Super!
Ansonsten: Viel zu tun. Montag und Dienstag war ich wegen des Unterrichts in der SAE wieder ganztägig unterwegs, Bericht folgt. Dienstag-Abend mit Klaus und Steffis Bruder »Matrix: Revolutions«, Bericht folgt.
Am Mittwoch noch einige Tuning-Arbeiten an den Menüscreens für mein SAE-Projekt, das »Projekt Mayhem«. Gestern war ich beinahe vom Aufstehen gegen 6 Uhr früh bis zum Schlafen gehen um 21 Uhr fast ausschließlich mit Projekt Mayhem beschäftigt, nur unterbrochen von Nudeln zum Mittagessen. Ich habe ungefähr elf Stunden in Director gearbeitet und mit Lingo programmiert.
Ich liege sehr gut in der Zeit und bin zuversichtlich, das Projekt Mittwoch/Donnerstag nächste Woche (26./27.11.) fertig machen zu können; Präsentation ist am 1.12. ab 10 Uhr.
Die Cast-Library ist mit rund 110 Membern schon gut gefüllt. Ich habe die Hintergrund-Sounds unter Kontrolle, dito die Videos. Man kann komplett durch das Projekt durchnavigieren. Es gibt ein paar Gimmicks, von denen ich erst ausführlich berichten werde, wenn alles fertig ist. :-)
Was jetzt noch fehlt, sind Steuerelemente für Audio und Video sowie vier Hör-Beispiele (nennen wir sie mal »Vordergrund-Sounds«). Anschließend noch vier Audio-Tracks in die erste Session für stationäre CD-Player brennen und eine hybride zweite Session, fertig. Ok, das CD-Cover muss ich noch gestalten, das wird aber unproblematisch. Zu den Pflichtteilen gehört außerdem ein 3D-Logo, da brauche ich erstmal einen Einfall, bevor ich das umsetzen kann. Aber es wird!
Ah ja, ich brauche dringend ein 20-zölliges Apple Cinema-Display. Ein 17er mit 1.280 x 1.024 wird eng, wenn man in Director mit diversen Paletten eine Stage bearbeiten will, die selbst schon 1.024 x 768 Pixel groß ist. In Photoshop ging’s mit den 1.000 Pixel breiten DVD-Screenshots noch ganz gut…
Erschienen am Freitag, 21.11.2003 @ 13:52
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Tags: projekt-mayhem, SAE
Samstag, 22.11.2003
Heute war wieder Kollegtag in Fürth und es gab nur eine spannende Frage: Wie schnitt ich bei der Feststellungsprüfung in Wirtschaft ab? Ich
rechnete ja mit dem Schlimmsten, eine Vier wäre ok gewesen, ein Fünf hätte ich nicht ausschließen wollen. Meine Vermutung war, dass ich im BWL-Teil eine Eins oder Zwei hätte und im VWL-Teil eine Fünf oder Sechs, Dank null Vorbereitung.
Es kam ein bisschen anders: Im BWL-Teil schnitt ich schlechter ab als gedacht und im VWL-Teil besser als erwartet: 19 von 30 Punkten in BWL, 15 von 30 Punkten in VWL. Mit 34 von 60 Gesamtpunkten eine solide Drei-minus; Glück gehabt.
In der zweiten Stunde der Wirtschaft-Doppelstunde sprachen wir das Thema betriebliche Kennzahlen an (EK-Rentabilität, Gesamtkapital-Rentabilität, Umsatz-Rentabilität und Kapitalumschlag).
Ansonsten nichts besonderes. Sowohl in der ersten Stunde, Englisch, als auch in der Geschichts-Doppelstunde in der zweiten und dritten Schulstunde Prüfungsvorbereitung. In zwei Wochen findet die erste und einzige Geschichtsprüfung statt – bei Nebenfächern ist die Note der 60-minütigen Feststellungsprüfung direkt die Zeugnisnote.
Am 19.12. 165 Minuten Englisch-Abschlussprüfung und am 20.12. 150 Minuten Wirtschaft-Abschlussprüfung.
Die Noten von beiden Abiturprüfungen gibt’s am 17. Januar, das Zeugnis bzw. die Teilnahme-Bescheinigungen am 7. Februar. Ich freue mich dann ab März auf den nächsten Kurs: Mathe, Physik und Technologie/Informatik.
Erschienen am Samstag, 22.11.2003 @ 18:03
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Tags: Telekolleg
Sonntag, 23.11.2003
Zeit für ein Geständnis: Ich schaue
DSDS. Da war ich nicht der Einzige: Die
Quoten waren erwartungsgemäß besser als in der ersten Staffel (3,88 Mio Zuschauer bzw. 15,5% Marktanteil gegen gestern 5,21 Mio. bzw. 18,7%; falls jemand an Quoten glaubt).
Die ersten Casting-Shows und der »Recall« waren noch ganz witzig: Leute die gut rüber kamen und auch Gestalten, die dort absolut fehl am Platz waren und von der Jury hart aber gerecht abgestraft wurden. Die Top50-Sendungen habe ich mir gespart, jetzt bei den Mottoshows bin ich wieder dabei.
Ich mache mir natürlich keine Illusionen über das Showgeschäft oder dass bei den Auswahlen alles fair und gerecht zugeht (siehe die Entscheidung der Jury bei der »2. Chance«). Aber es ist nette Unterhaltung, bei der man nebenher am Rechner noch was machen kann.
Heute Morgen die gestrige Sendung auch nur im Schnelldurchlauf auf Video: Das Gebrabbel der beiden Moderatoren-Praktikanten interessiert mich nicht.
Meine Favoriten: Kemi hat eine geile Stimme und sie macht wohl auch schon einige Zeit Musik in einer kleinen Combo. In dieser Hinsicht ebenfalls nett anzuhören ist Elli. Aida: Hmm, hat irgendwas, am interessantesten fand ich aber noch die untergelegte Oper von Verdi, als ihr Vater den Namen erklärt hat. Anke sieht gut aus. :-)
Lorenzo: Super-Husche reloaded.
Mein absoluter Favorit ist Philippe: cooler Typ, bisschen neben der Spur (aber noch nicht neben dem Bahndamm wie Daniel oder Lorenzo), Metall in der Lippe, »human beatbox«, Rhythmus in seiner Gestik, authentisch. Der kann es, denke ich, auch weit bringen.
Wo wir schon mal bei Geständnissen sind: Ich gebe mir manchmal auch Töp öf the Pöps. Um etwas auf dem Laufenden zu bleiben, was Chart-Mucke betrifft, denn manchmal sind gute Sachen dabei (zuletzt z.B. Dido oder die Black Eyed Peas). Ich sage das nur, um folgende zwei Beobachtungen erklären zu können:
Die Sugababes und Atomic Kitten bringen immer gleichzeitig Singles raus, da kann man die Uhr nach stellen. War glaube ich bei den letzten drei Singles so.
Zweitens: Erinnert sich noch jemand an den Aufruhr, den Sarah Connor bei »Wetten, dass…?« durch ihr "Kleid" verursacht hat? Faszinierend, dass kein Aufschrei zu vernehmen ist, wenn Kindergarten-Rockerin Jeanette mal wieder das nuttigste Outfit aufträgt, das im Schrank zu finden war.
Um mich vollständig zu diskredieren auch noch das: In meiner iTunes-Musikbibliothek gibt es eine Playlist namens »Dorfdisco«, mit ausgewählten Werken von Scooter, den DJs@Work und Novaspace.
Zu meiner Verteidigung kann ich anführen, dass Arbeiten von Norah Jones oder Guru einen größeren Platz auf meinem iPod einnehmen. Außerdem in letzter Zeit in erhöhter Rotation: Bruce Springsteen, Nine Inch Nails, Leftfield, Fatboy Slim, Chemical Brothers, John Lennon.
Was’ne Mischung.
Erschienen am Sonntag, 23.11.2003 @ 11:09
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Tags: dsds, Film-und-Fernsehen
An sich wollte ich ja noch eine Menge Blogeinträge vom Stapel lassen, aber ich bin zu müde. Ihr glaubt gar nicht, was für Premium-Content in der Pipeline steckt: die letzten zwei Wochen in der SAE, die Matrix3-Filmkritik, der aktuelle SPD-Claim, die Nürnberger U-Bahn, ein paar Worte zu »ultimativen« Fernsehshows, mein künftiges Handy…
Andermal. Wenn überhaupt noch (zumindest manches). Mit Projekt Mayhem komme ich sehr gut voran: Ich bin so weit vor meinem Zeitplan, dass ich mir davon mal ein paar Tage Auszeit gönnen kann. Am Freitag-Abend noch die Quicktime-Steuerung für die Videos eingebaut. Ansonsten mal faul gewesen und Videokonserve aufgeholt: Diverse Schmidt-Shows, Telekolleg-Folgen und verschiedene Einzelsendungen angesehen. Jetzt gleich noch eine Englisch-Folge von vor zwei Wochen über eine kanadische Provinz (die Sendungen im vierten Trimester sind Reportagen, durchaus interessant). Dann die Wäsche zusammenlegen und ab ins Bett; ich muss morgen früh wieder um kurz vor halb sechs aus dem Bett und um sechs aus dem Haus.
Morgen werde ich wahrscheinlich nichts schreiben, vielleicht am Dienstag.
Erschienen am Sonntag, 23.11.2003 @ 21:41
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Tags: Leben, tageszusammenfassung
Dienstag, 25.11.2003
Heute Nacht (von Dienstag auf Mittwoch) von 00:45 bis 03:45 Uhr im ZDF: »Made in Germany – Die lange Nacht der Kultmarken«. Aus der Info von
tvtv.de (identisch zum
ots-Pressetext):
»Wir sind alle mit ihnen aufgewachsen: den Markenartikeln "Made in Germany". Unsere Biografien sind eng verbunden mit Produkten und Objekten, deren Markennamen bekannter sind als so manche historischen Denkmäler, als Politiker und bekannte Künstler. Von Aspirin bis Persil, von Tempo bis Ritter Sport, von Haribo bis Maggi, von Adidas bis Nivea: Alltagsprodukte, die Geschichte machten.
In der langen ZDF-Nacht der Kultmarken werden etwa 30 Marken und ihre Geschichte und Eigenart in Filmeinspielungen porträtiert, und es wird ein nostalgisches Wiedersehen mit alten Werbespots geben. Der Reiz der Kultmarken-Revue besteht in der bunten Vielfalt der Alltagsgegenstände. Hinzu kommen Beiträge, die uns die Hintergründe der Markenwelt zeigen: die Wiederkehr der ostdeutschen Marken, Prominente und ihre Werbung für Marken, wie der Begriff "Made in Germany" zustande kam oder was es mit der Retro-Welle auf sich hat und ob die deutsche Markenwelt überhaupt in der heutigen Zeit überleben kann. Im Laufe der Nacht, die von Barbara Hahlweg und Achim Winter moderiert wird, lernen die Zuschauer zudem die Macher hinter den Marken kennen. Erfolgreiche Persönlichkeiten mit berühmten Namen, wie Steiff, Ritter und Miele. Sie kommen in Frankfurt am Main zu einem exklusiven Event zusammen, zu dem Verleger Florian Langenscheidt eingeladen hat. Gefeiert wird die Buchpremiere von "Deutsche Standards", ein umfassendes Sammelwerk über die deutschen Markenartikel. Zahlreiche Prominente, von Ephraim Kishon, Dionne Warwick bis zu Ulrich Wickert und dem Kultschriftsteller Wladimir Kaminer, werden überdies ihre ganz persönlichen Erlebnisse mit Marken "Made in Germany" erzählen.
"Made in Germany" – Die lange Nacht der Kultmarken: über drei Stunden Programm im ZDF, das nostalgische Gefühle wecken wird. Aufschluss über unsere Alltags-Begleiter gibt, das in amüsanter Form deutsche Kulturgeschichte beschreibt und nicht zuletzt eine Menge über die Mentalität der Deutschen zu berichten hat.«
VPS: 00.44
Erschienen am Dienstag, 25.11.2003 @ 20:13
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Tags: Medien, werbung
Klicksduhier. Von Holger via ICQ.
Erschienen am Dienstag, 25.11.2003 @ 20:24
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Tags: job, Web
Gestern wollte ich mal testweise eine Hybrid-CD brennen und dabei mein Wissen aus dem
CD-Mastering-Unterricht anwenden. Außerdem wollte ich die geplante CD meines
Projekts auf anderen Rechnern (Macs und PCs testen) und ein weiteres Backup kann gleichfalls nicht schaden.
Toast 6 sorgte für eine unangenehme Überraschung: Mit Toast 6 von Roxio ist es nicht möglich, benutzerdefinierte hybride CDs zu erstellen.
Die Option dazu ist zwar da, und ich konnte soweit auch nach Anleitung vorgehen: Temporäres Mac-Volume erstellen, die Mac-Daten und die gemeinsamen Daten da reinschmeißen sowie ein ISO9660-Bereich für die PC-Daten, anschließend die gemeinsamen Dateien vom temporären Mac-Volume in den ISO-Bereich rüberziehen. Zweck der Übung: Die Mac- und PC-Daten werden jeweils in separate Bereiche der selben Disc gebrannt, so dass der Mac nur seine Daten sieht und der PC nur die PC-Daten. Sinnigerweise werden gemeinsam genutze Dateien nur einmal auf die Scheibe geschrieben. Dazu müssen eben die gemeinsamen Dateien aus dem Mac-Volume in den PC-Bereich gezogen werden, auf dass sie lila markiert werden und so die gemeinsame Nutzung kennzeichnen.
Aber: Soll die Disc anschließend gebrannt werden erscheint die Fehlermeldung, dass einige Dateien, nämlich die gemeinsam genutzten, nicht gefunden werden konnten. Der Gag ist: Toast zeigt ja an, dass diese Dateien vorhanden sind! Dass für den Mac-Teil kein Autorun angegeben werden kann, wie es noch bei Toast 5 möglich war, ist da fast schon vernachlässigbar.

Beweisfotos. Oben: Die gemeinsam genutzten Dateien (von Toast lila gefärbt) sind vorhanden.
Unten: Die Fehlermeldung, dass die drei gemeinsam genutzten Dateien aus dem oberen Screenshot fehlen. Im Hintergrund deutlich zu sehen: »128,9 MB gemeinsame Daten«.

Am Freitag will ich meine Projekt-CD hybrid brennen. Ich könnte kotzen.
Um auszuschließen, dass es am heimischen Rechner liegt, habe ich es heute mit Toast 6 auch auf einem anderen Panther-Mac versucht – vergeblich. Es ist auch die neueste Version von Toast, 6.0.3, die gegenüber der 6.0.1 schon das nicht gerade unwichtige Feature nachrüstete, die Zahl des belegten Speicherplatzes in MB oder in Minuten beim Brennen von (S)VCDs anzuzeigen statt nur mit einem nichts sagenden blauen Balken.
Toast 6 habe ich mir ja auch wegen seiner neuen Videofunktionen besorgt, aber die taugen ebenfalls nichts. Das Encoding ist unbenutzbar langsam: Wofür iDVD vier Stunden braucht, damit ist Toast 6 nach 24 Stunden noch nicht fertig. Die SVCDs sind auf dem Mac kaum abspielbar und glänzen auf einem stationären DVD-Player mit brutalen Kamm-Artefakten (bei bester Qualitäts-Einstellung; getestet mit 6.0.1).
Wenn ich das 6er Toast nicht günstig bekommen hätte, würde ich mich richtig ärgern. Klare Empfehlung: Wer noch Toast 5.2 hat, sollte dabei bleiben, denn Version 6 ist seit langem das schlechteste Stück Software, das mir auf den Rechner gekommen ist.
Nachtrag (22:28 Uhr): Mittlerweile habe ich mal gegoogelt und scheinbar bin ich nicht allein (1, 2, 3). Der dritte Link bringt die Lösung: Das temporäre Image darf nicht in Toast erstellt werden, sondern muss über das Festplatten-Dienstprogramm (Disk Utility) von Mac OS X generiert werden, dann geht’s.
Ein Armutszeugnis, dass ich das nach Google-Suche aus einem Versiontracker-Kommentar erfahre und nicht von der Roxio-Website, wenn sie schon keinen Patch zur Verfügung stellen. In den Diskussionsforen gibt es einige Beiträge zu dem Thema, die ich mir jetzt aber nicht mehr durchgelesen habe.
Nachtrag (27.11.03, 01:16 Uhr): Eine überarbeitete Fassung dieses Textes wurde soeben auf Mac-TV.de veröffentlicht (lokale PDF-Kopie der Druckversion). Es gibt bereits einige Kommentare dazu.
Erschienen am Dienstag, 25.11.2003 @ 21:35
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Tags: Apple, software
Kai: »Endlostanne an den Straßenlaternen.«
Lesen.
Nachtrag (26.11.03, 17:31 Uhr): Zum Thema »Endlostanne« kann ich auch noch was beitragen, ein Foto aus Nürnberg:

Ja, es weihnachtet sehr.
Anlässlich dieses Fotos wird dieser Eintrag von der Kategorie Leben/diverse nach Leben/kurios verschoben.
Erschienen am Dienstag, 25.11.2003 @ 23:42
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Tags: Kurios
Mittwoch, 26.11.2003
Mich fasziniert der Preisverfall bei DVD-Rohlingen. Noch vor wenigen Monaten kosteten Minus-R-Rohlinge für 2-fache Brenngeschwindigkeit etwa 17 Euro im 5er Pack (Apple oder Verbatim). Inzwischen gibt’s nur noch Rohlinge für 4-fache Geschwindigkeit zu kaufen – eine ganze DVD ist dann in 15 Minuten gebrannt – und der Preis für fünf Verbatims liegt bei 9,50 Euro.
Erschienen am Mittwoch, 26.11.2003 @ 18:35
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Tags: diverse, Film-und-Fernsehen
Letzte Woche rief ich bei
Ortlieb an, ob es Neuigkeiten zu meinem Rucksack »Daypack« gibt (so nennt Ortlieb das Produkt), den ich wegen eines defekten Reißverschlusses Anfang November eingeschickt hatte. Mir wurde mitgeteilt, dass es derzeit etwa vier Wochen Bearbeitungszeit gibt und der Herr am Telefon versprach mir, meinen Fall herauszusuchen und nächste Woche (also jetzt diese Woche) zu bearbeiten.
Gestern wollte der Postbote ein Paket von Ortlieb zustellen, heute habe ich es in der nächsten Filiale abgeholt (da gestern niemand daheim war).
Dem Lieferschein war zu entnehmen: Berechtigte Reklamation, Kosten null Euro, ein Daypack schwarz.
In dem Paket war – bitte anschnallen: ein neuer Rucksack. Nicht mein eingeschicktes und repariertes Daypack, sondern ein fabrikneues Daypack (mit leichten Veränderungen bei den Materialien).
Respekt Ortlieb, ein zufrieden gestellter Kunde!
Der Spezial-Reißverschluss ist noch etwas schwergängig, aber eine kleine Tube Silikonfett liegt bei. Damit werde ich ihn nachher mal etwas geschmeidiger machen.
Auf meine Vorschläge ging man leider nicht ein, aber ich hoffe, dass sie angekommen sind und evtl schon kommendes Jahr in neue Produkte einfließen. Ortlieb hat in der Vergangenheit öfter schon weitere Größen mit ins Programm genommen, nachdem sich ein Produkt als erfolgreich erwies.
Falls es Packman Pro und Velocity mal in größeren Varianten geben sollte, werde ich vielleicht »upgraden«.
Erschienen am Mittwoch, 26.11.2003 @ 19:47
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Tags: Leben, ortlieb
Freitag, 28.11.2003
Am Mittwoch habe ich wenig an meinem
SAE-Projekt weitergearbeitet, aber von gestern auf heute saß ich bis halb vier Uhr morgens. Ich konnte mich einfach nicht losreißen: Hier noch das kleine Problem angegangen, halbe Stunde rum. Da noch geschraubt, wieder ‘ne halbe Stunde vorbei. Eigentlich wollte ich um eins ins Bett.
:-)
Heute um kurz nach elf aus dem Bett gekrabbelt und gleich an den Rechner gesetzt. Ich komme sehr gut voran, bessere nur noch Kleinigkeiten aus und sorge für den letzten Schliff. Jetzt gehe ich erstmal unter die Dusche und ess’ was.
:-)

Erschienen am Freitag, 28.11.2003 @ 13:21
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Tags: projekt-mayhem, SAE
Samstag, 29.11.2003
…bis zum Rentier. Wer schafft
mehr?

Erschienen am Samstag, 29.11.2003 @ 15:03
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Tags: flash-spiele, Web
So, das war’s, ich bin mit dem Projekt fertig. An sich wäre es gestern schon in einem abgabefertigen Zustand gewesen, ich habe heute aber noch eine Kleinigkeit eingebaut.
Nächste Woche gibt’s einen ausführlichen Bericht, jetzt geht’s erstmal mit Martin ins Kino, »Kill Bill«.

Erschienen am Samstag, 29.11.2003 @ 15:44
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Tags: projekt-mayhem, SAE
Dienstag, 02.12.2003
Über Amazon-Marketplace habe ich eine DVD verkauft (»Independence Day, Special Edition«). Als überzeugter Europäer verschicke ich über Amazon oder eBay verkaufte Artikel grundsätzlich EU-weit, aber durch einen besonderen Umstand geht diese DVD anscheinend bis nach Afghanistan:
Vorname Nachname
Bundeswehr
Log KP ISAF 4 AFG
64298 Darmstadt
Deutschland
Erschienen am Dienstag, 02.12.2003 @ 18:56
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Tags: Kurios
Mittwoch, 03.12.2003
Die Seuche des Web der frühen Tage ist zurück: Awards. Wehe, es nominiert jemand
two cents für die
Blogawards, dann werde ich aber sauer.
Grüße von der
Volksfront.
Erschienen am Mittwoch, 03.12.2003 @ 15:19
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Tags: Medien, netzwelt
Es gibt eine Anekdote, wonach bei
Palm einst jemand beschäftigt war der geschaut hat, ob alle Funktionen des Palm OS mit maximal drei Klicks zu erreichen sind. Geschadet hat’s nicht; das Gegenbeispiel kann man sich bei Windows und dem Pocket PC ansehen. Hier zwei Quicklinks:
Beide Links stammen von den CSS-Technik-News, wo es auch einen Kommentar zum Regierungs-Styleguide gibt. Lesenswert sind außerdem die Anmerkungen von Tom Stich.
Auch wenn man in nächster Zeit keine neue Website für ein Bundesministerium erstellt, hat der Styleguide eine gewisse wegweisende Bedeutung. Um so schlimmer, dass der Styleguide in wichtigen Punkten versagt, wie den Kommentaren zu entnehmen ist.
Erschienen am Mittwoch, 03.12.2003 @ 15:51
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Tags: quicklinks
Ich habe eben mal interessehalber damit angefangen, mir die Breeze-Präsentationen zu Flash MX04 auf der Macromedia-Website anzusehen (Themen:
Video,
ActionScript 2.0,
Data Integration,
Screens,
Components).
Da hat Macromedia aber noch ein paar Hausaufgaben bezüglich der Steuerung zu erledigen: Drückt man auf Pause, hält der Ton zwar an, aber das Bild läuft munter weiter. Dito beim Springen innerhalb der Zeitleiste: Der Ton setzt an der angeklickten Stelle ein, aber die Bilder ziehen eisern ihr Ding durch und hinken entsprechend dem Sprecher hinterher oder laufen ihm davon. So ist es unmöglich, mal eben anzuhalten, um sich z.B. einen Screenshot genauer anzusehen…
Gut, dass die »Slides« jeweils nur zwischen einer und zwei Minuten laufen. Sonst würde es lange dauern, wieder an die richtige Stelle zu kommen, wenn man einmal leichtsinnigerweise pausiert hat und deswegen im aktuellen Kapitel wieder von vorne anfangen muss, um von Anfang an ein synchrones Bild zu den Ausführungen des Sprechers zu haben.
Ob’s inhaltlich taugt kann ich noch nicht sagen, bin gerade erst beim Thema Video, während mir das auffällt.
Erschienen am Mittwoch, 03.12.2003 @ 17:47
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Tags: Apple, software
Donnerstag, 04.12.2003
Ab heute kommen auf dem Frasier-Sendeplatz (DI-FR um 00:40, SAT.1) mit der Episode »Psycho Therapy« die Folgen der
4. Staffel von »Becker«. Diese Staffel wurde bereits einmal von SAT.1 ausgestrahlt, insofern sind es keine brandneuen Folgen. Die fünfte Staffel gab’s hierzulande noch nicht zu sehen; in den USA läuft aktuell die sechste Season. Die Serieninfo von
tvtv.de schreibt:
»Arzt Dr. John Becker (Ted Danson) betreibt eine Praxis irgendwo in der Bronx. Zwei gescheiterte Ehen und viele Jahre vergeblichen Ankämpfens gegen die angeborene Dummheit der Menschen haben aus dem Doc einen zynischen Misanthropen gemacht – der paradoxerweise die Menschen liebt, auch wenn man es nicht gleich auf den ersten Blick merkt. Becker raunzt, motzt, schimpft, grantelt – und hilft.«
Wenn Becker nicht in seiner Praxis anzutreffen ist (in der ihn eine kluge und eine bescheuerte Sprechstundenhilfe unterstützen), dann sitzt er bei Reggie an der Theke und quengelt ihr, dem Verlierer Bob und dem blinden Jake die Ohren voll.
Sehr witzig!
Erschienen am Donnerstag, 04.12.2003 @ 15:19
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Tags: becker, Film-und-Fernsehen
Ich bin noch eine Filmkritik von »
Matrix: Revolutions« (aka »Matrix 3«) schuldig. Zusammen mit Klaus und Steffis Bruder (Freundin von Klaus) sah ich ihn am 18.11. um 20:20 im Kino 9 des Erlanger CineStar (zweitgrößter Saal, gute Plätze in der Mitte Anfang letztes Drittel).
Kurze Version: Er war nicht so schlecht, wie ich befürchtet habe. Aber wahrscheinlich lag das nur daran, dass ich meine Erwartungen zuvor schon auf null runtergeschraubt hatte (bei »Armageddon«, »Pearl Harbor« und »Godzilla« z.B. half selbst das nichts, die waren unterirdisch). Der dritte Teil war weit davon entfernt, auch nur annährend gut zu sein. Ob er schlechter oder besser war als der zweite Teil »
Matrix: Reloaded«, wage ich nicht zu beurteilen, die haben sich beide nicht viel genommen. Mein Eindruck war, dass es im Revolutions-Aufguss etwas weniger der nervtötenden Zweikämpfe gab; in »Reloaded« habe ich ja teilweise schon vor Langeweile auf die Uhr gesehen.
Das 1999er Original hatte etwas mysteriöses, es war noch vieles im Dunklen, und durch die Zugabe von einigen philosophischen Elementen und dutzenden Symbolen funktionierte der Film auch auf einer »tieferen« Ebene, statt einfach nur Actionfilm zu sein – und zwar ein guter Actionfilm.
Über die beiden Sequels ist viel geschrieben worden, und ich kann vielem zustimmen, deswegen werde ich das hier nicht wiederkauen. Eine gute Linkliste gibt’s bei Christian mit Links zu Artikeln bei Telepolis, der Zeit, Spiegel-online, der Netzeitung und der FAZ.
Matrix (1999) ist Kult: Jeder hat ihn gesehen, er hatte bahnbrechende Effekte, über ihn wurden wissenschaftliche Arbeiten geschrieben. Die beiden Nachfolger sind Trash: ein müder Abklatsch des Originals, kaum besser als die dutzenden anderen Filme, die einfach nur den Bullet-Time-Effekt von »Matrix« klauten. Der zweite Teil profitierte noch etwas vom Glanz des Erstlings: keine Zeitung, kein Magazin oder Weblog, das im Sommer ohne den Zusatz »reloaded« in einer Artikelüberschrift auskam.
Ein sehr gutes Interview zu den philosophischen Aspekten der Matrix-Reihe gibt es bei Spiegel-online mit Hubert L. Dreyfus: »Der philosophische Salat der Wachowski-Brüder«. Das Gespräch endet mit einer Einschätzung von Dreyfus zu den filmischen Aspekten der Trilogie, der ich sehr zustimmen kann.
Am besten fährt derjenige, der sich nur den ersten Teil ansieht und »Reloaded« und »Revolutions« links liegen lässt. Aus diesem Grund werden die beiden letzten Teile auch keine Aufnahme in meine DVD-Sammlung finden.
Erschienen am Donnerstag, 04.12.2003 @ 15:57
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Tags: Film-und-Fernsehen, kinokritik
Gestern Abend um halb zwölf kam im Ersten ein 75-minütiger SWR-Dokumentarfilm von Caroline Goldie: »
Guten Morgen, Kabul«.
Wie der Titel
erahnen lässt, handelt er von deutschen Soldaten in
Afghanistan. Das Filmteam hat einige Soldaten eines Kontingents der Bundeswehr sechs Monate lang begleitet und bei ihrer Arbeit und Freizeit im Camp Warehouse, in den Straßen von Kabul und über Kabul hinaus mit der Kamera gefilmt. Soldaten auf Patrouille, Kontakte zur Bevölkerung knüpfend; unterwegs mit den Leute von OpInfo, die einen Radiosender für die lokale Bevölkerung betreiben; die beiden Militärpfarrer.
Eine sehr sehenswerte Reportage. Filme aus der Reihe »ARD-exklusiv« werden öfter in der ARD, auf 3sat oder Arte wiederholt (ein idealer Kandidat für die Suchliste von Myrna). Wer die Gelegenheit hat, sollte ihn sich ansehen.
Erschienen am Donnerstag, 04.12.2003 @ 18:41
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Tags: empfehlung, Film-und-Fernsehen
Freitag, 05.12.2003
Ein Bekannter hat den Switch vom PC zum Mac gemacht (und bitte, es schreibt sich »Mac« und nicht »MAC«).
Demnächst gibt’s eine Einführung vor Ort, und da ich mich mit Martin erst kürzlich über iTunes unterhalten habe (er benutzt die Windows-Version), dachte ich mir: Meine Tipps kann ich ja auch aufschreiben. Heute geht es also um iTunes.
:-)
Als iTunes 4 für Windows heraus kam, habe ich bereits einen kurzen,
bebilderten Artikel dazu geschrieben.
In iTunes gibt’s ein paar schlaue Einstellungen, die sich ebenso für Windows-Nutzer des Programms empfehlen. Manches davon ist banal, anderes ist für den ein oder anderen vielleicht neu.
Am Mac können die Einstellungen, wie bei fast jedem Mac-Programm, über das Programm-Menü bzw. Applikations-Menü erreicht werden. Es ist am linken Bildschirmrand, rechts neben dem Apfel-Menü, und so benannt wie das Programm selbst (also »iTunes«). Unter Windows wird man im Menü »Bearbeiten, Einstellungen« fündig.

Im oben abgebildeten Reiter »Allgemein« zu empfehlen: Beim Einlegen einer CD sollen die Titel importiert und die Disc danach ausgeworfen werden. Dadurch muss zum Rippen einer CD noch nicht mal ein Knopf gedrückt werden: Rein ins Laufwerk, iTunes macht den Rest.
Außerdem ist es bequem, dass iTunes eine Internet-Verbindung aufbauen darf. Wenn der Rechner online ist, sieht iTunes beim Import einer CD in der CDDB nach, ob dort die Scheibe bekannt ist (es werden die Gesamtspieldauer, die Anzahl der Tracks und die Dauer der einzelnen Tracks übermittelt). Wenn das der Fall ist, versieht iTunes die Titel beim Importieren gleich mit sinnvollen Dateinamen und richtigen ID3-Tags.
Der Rest in diesem Einstellungs-Panel ist Geschmackssache. Ich bevorzuge es, in meiner Übersicht nicht das Genre anzeigen zu lassen (siehe diesen Screenshot).
In der Windows-Version gibt’s eine weitere Option: »Automatisch nach iTunes-Aktualisierungen suchen«. Das bedarf keiner näheren Erklärung. Mac-User werden von der Software-Aktualisierung von OS X auf neue Versionen von Apple-Software oder Betriebssystem-Bestandteilen hingewiesen. Da iTunes auf dem PC Drittanbieter-Software ist, musste Apple diese Funktion in iTunes integrieren; über Windows-Update können sie natürlich nicht auf neue Versionen hinweisen. Wer nicht mit Spannung die Mac-Messen mit Jobs’ Keynote erwartet und so auf neue Versionen aufmerksam wird, kann hier ruhig ein Häkchen setzen. Neue Versionen kommen nur alle paar Monate raus, bringen dann aber viele nützliche Erweiterungen mit.

Kommen wir zu den »Importieren«-Einstellungen. Hier wird festgelegt, in welches Format ein Titel in der Bibliothek konvertiert werden kann (Menü »Erweitert, Auswahl konvertieren in xyz«). Natürlich legt die Einstellung hier auch fest, in welches Format Titel beim Rippen von CD konvertiert werden. Zur Wahl stehen AAC, AIFF, MP3 und WAV.
AIFF und WAV sind das selbe, unkomprimierte Audiodaten; die Dateiformate unterscheiden sich lediglich in den Header-Informationen. Hierbei handelt es sich um das Format, in dem die Songs auf der CD gespeichert sind (die Details von PCM, AIFF und WAV tun hier nichts zur Sache). Aus der Liste »Einstellung« können verschiedene Vorauswahlen getroffen werden, oder man kann sich eine eigene Einstellung zusammenbauen. Braucht man zur Weiterbearbeitung Songs in CD-Qualität, wird hier WAV mit 44,1 KHz Abtastrate, 16 Bit Sampling-Auflösung und zwei Stereo-Kanälen gewählt.
Das Menü taugt natürlich gleichfalls für den mp3-Codierer, für die Festlegung der Datenrate in gängigen Abstufungen, ob mit oder ohne VBR-Codierung, Joint-Stereo oder normales Stereo und so weiter.
Interessanter ist hier der AAC-Encoder. AAC ist Teil der MPEG-4-Spezifikationen und bringt i.d.R. eine bessere Audioqualität als mp3 bei gleicher Datenrate oder eine in etwa gleiche Qualität bei etwas niedrigerer Datenrate (mit anderen Worten: besserer Sound bei kleinerer Datei). Ich empfehle, in AAC zu konvertieren, eben wegen des besseren Klangs und den kleineren Dateigrößen, und natürlich auch, um die Verbreitung des Formats gegenüber der Pest WMA zu fördern. :-) AAC ist, im Gegensatz zu WMA, ein Standard-Format (ISO, ISMA), während Windows-Media nur zu sich selbst kompatibel ist. Um AAC abzuspielen, genügt ein ISMA-konformer MPEG-4-Player, es muss nicht iTunes 4 oder Quicktime 6 sein.
Die von iTunes nach AAC konvertierten Dateien tragen das Kürzel m4a. Um mit einem Irrtum aufzuräumen: Diese m4a-Dateien enthalten keine DRM-Mechanismen. Geschützte Dateien aus Apples Music-Store haben die Erweiterung m4p.
Noch drei Tipps zu diesem Preferences-Fenster: »Musiktitel beim Import abspielen« deaktivieren, denn das bremst die Konvertierung in mp3 oder AAC gewaltig aus. Stattdessen die frisch importieren Dateien direkt von Festplatte aus der Bibliothek abspielen lassen, wenn man sie sofort hören möchte.
Die »Dateinamen mit Titelnummer erstellen« zu lassen macht Sinn, um sie in der gleichen Reihenfolge in einem Explorer-/Finder-Fenster zu haben, wie sie auf der CD sind.
Die »Fehlerkorrektur beim Lesen von Audio-CD zu aktivieren« sollte nur bei arg in Mitleidenschaft gezogenen CDs aktiviert werden. Sie standardmäßig aktiviert zu lassen bremst den Import ebenfalls aus und hat dabei nur esoterischen Charakter: Wenn bei 44.100 Abtastungen pro Sekunde mal ein Ding daneben geht, hört das kein Mensch. [Das ist übrigens der Grund, weswegen auf eine Audio-CD »mehr« drauf geht als auf eine CD-ROM: Bei Daten-CDs nimmt die Fehlerkorrektur mehr Speicherplatz in Beschlag.]

Im Reiter »Erweitert« gibt es zwei unscheinbare aber leckere Optionen: »iTunes Musik-Ordner verwalten« und »Beim Hinzufügen zur Bibliothek, Dateien in den iTunes Musik-Ordner kopieren«.
Das Häkchen am ersten Satz sorgt dafür, dass iTunes seinen Musik-Ordner selbst organisiert, und durch das Aktivieren der zweiten Option werden neue Songs in den iTunes-Musik-Ordner kopiert. Praktisch wirkt sich das so aus, dass iTunes beim Hinzufügen von neuer Musik die Songs nach dem Schema Interpret/Album in Unterverzeichnissen ablegt.
Beispiel: Ich füge zwei Dateien hinzu, wie »02 Into The Fire« von Bruce Springsteen aus dem Album »The Rising« und »Teardrop« von Massive Attack aus deren Album »Mezzanine«. iTunes legt – sofern sie noch nicht existieren – ein Verzeichnis »Bruce Springsteen« an, mit einem Unterverzeichnis »The Rising« und kopiert dorthin den Song (bzw. importiert ihn von CD dorthin). »Teardrop« landet im Unterverzeichnis »Mezzanine«, das unterhalb von »Massive Attack« liegt. iTunes orientiert sich hierbei nicht am Dateinamen, sondern an den ID3-Tags. Wenn für das Album kein Tag eingetragen ist, wird der Ordner »Unbekanntes Album« angelegt.
Falls sich Bruce Springsteen mal in TAFKABS umbenennt und der Benutzer die ID3-Tags seiner Songs entsprechend ändert, werden die Songs von iTunes natürlich in einem TAFKABS-Verzeichnis geführt und nicht mehr unter »Bruce Springsteen«.
Die Verzeichnisstruktur von iTunes selbst verwalten, und neue Titel dorthin kopieren zu lassen, hat den Vorteil der Übersichtlichkeit: Meine Musik, die in der iTunes-Bibliothek eingetragen ist, ist nicht quer über die Festplatte versprenkelt, sondern befindet sich an einem Ort: Unterhalb des Verzeichnisses, das ich im selben Einstellungsfenster als iTunes’ Musik-Ordner angegeben habe.
Auch hier gibt es in der Windows-Version eine Option mehr als im Mac-iTunes: »iTunes-Symbol in der Taskleiste anzeigen« fügt dem System-Tray (»da wo die Uhr ist«) ein kleines Icon hinzu, über dessen Kontextmenü iTunes gesteuert werden kann und beim Abspielen den aktuellen Song anzeigt. Unter Mac OS X übernimmt diese Funktionen das Dock-Icon (siehe diesen Artikel von mir bzw. diesen Screenshot).
Noch ein letzter Tipp für Windows-User: Auch wer iTunes nicht braucht, sollte Quicktime 6.4 (im iTunes-Installationspaket bereits enthalten) oder höher installieren. Man hat dadurch nicht nur die Möglichkeit, MPEG-4 und AAC- bzw. m4a-Dateien abzuspielen. Mit dieser Version entfällt auch der nervige Nag-Screen, der einem früher das Upgrade auf Quicktime Pro schmackhaft machen wollte.
Nachtrag 06.12.03, 20:34 Uhr): Dieser Artikel erschien am Freitag auch bei Mac-TV.
In der Windows-Version erscheint der Nag-Screen einmal beim ersten Programmstart, aber nicht mehr wie früher bei jedem.
Erschienen am Freitag, 05.12.2003 @ 0:04
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Tags: Apple, fuer-einsteiger
Therapeutin: Statt mich aufzuregen, versuche ich ein wenig auf die Welt zuzugehen. Zum Beispiel muss mein Telefon repariert werden, aber der Kundendienst kommt immer gerade dann, wenn ein Patient hier ist. Habe ich gebrüllt, habe ich geschrien?
Becker: Haben Sie ein Telefon das funktioniert?
Therapeutin: Das ist nicht das Thema hier. Also ich habe einen neuen Termin vereinbart. Wissen Sie Doktor… Darf ich "John" sagen?
Becker: Nein.
Therapeutin: Hören Sie nicht die Feindseligkeit in Ihren Worten?
Becker: Hören Sie nicht das Dampfgelaber in Ihren Worten? Passen Sie auf: Ich habe zwei Ex-Frauen und drei Ex-Telefonanbieter. Menschen die einen über den Tisch ziehen wollen kann man nur auf eine Weise behandeln…
Erschienen am Freitag, 05.12.2003 @ 0:52
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Tags: becker, Film-und-Fernsehen
Samstag, 06.12.2003
Am 30. November wurde der erste Apple-Store außerhalb der USA
eröffnet, und zwar in
Tokyo (nebenbei: so muss die Seite einer Filiale aussehen; deutsche Banken können sich da mal was abschauen).
Die bisherigen Apple-eigenen Stores wurden nur in den besten Innenstadt-Lagen eröffnet und auch in Japan hat man sich nicht lumpen lassen: Die Ginza-Straße ist das teuerste Einkaufspflaster der Welt (
Fotos des Store).
Das besondere an der Eröffnung war die Warteschlange, die sich vor der Filiale gebildet hat: Ein Besucher ist sie mit einer Videokamera abgelaufen. Man muss es selbst gesehen haben, um es zu glauben: Der Typ läuft ungelogen über zehn Minuten an der Warteschlange vorbei, die sich über mehrere Blocks und diverse Kreuzungen erstreckt, eher er sich hinten anstellt (Quicktime-Video; 44,6 MB; Link via fscklog).
Jörn von Mac-TV hat zu diesem Phänomen einen netten Artikel geschrieben.
»Tausende Menschen stehen Schlange, um Einlass zu bekommen in einen Computerladen. Nicht etwa in den 70ern, als Computer etwas Neues waren und auf die langhaarigen Freaks eine magische Anziehungskraft ausübten. Sondern es ist das Jahr 2003, in dem Computer allgegenwärtig, gewöhnlich und langweilig geworden sind und obendrein sogar in Tankstellen und Lebensmittel-Discountern verkauft werden.«
Gerade noch ein paar weitere Links: Auf Mac-TV gibt es dieser Tage in Zusammenarbeit mit MacTechNews.de einen Jahresrückblick aus Mac-Sicht. Die ersten drei Teile sind bereits erschienen (Januar + Februar, März + April und Mai + Juni). Bitte lesen, falls noch irgendjemand Zweifel hat, ob Apple eine innovative Firma ist (während die restliche PC-Welt Jahr für Jahr mehr Gigahertz und Gigabytes übereinander stapelt).
Wahrscheinlich am Montag-Morgen wird der nächste Einsteiger-Artikel von mir bei Mac-TV erscheinen, nach dem iTunes-Text vom Freitag (Link zu Mac-TV, Link zu mir). Thema wird das Programm Preview/Vorschau sein.
Schon etwas älter: Im zlog gibt’s einen Bericht eines Switchers vom PC zum Mac, was ihm bei Panther besonders gefällt.
Erschienen am Samstag, 06.12.2003 @ 12:46
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Tags: diverse, Film-und-Fernsehen
Sorry, dass hier in den letzten Tagen etwas gemütlicher auf der Seite zuging und nur wenige Artikel erschienen, die auch nur wenig Tagebuch-Charakter hatten. Wie bekannt, war mein Terminkalender in den letzten Wochen
prall gefüllt mit diversen Pflichtübungen, Prüfungen und einem
großen Projekt. Einige Termine stehen noch aus (zwei
Abitur-Prüfungen in zwei Wochen). Mit den Ergebnissen soweit bin ich ganz zufrieden.
Mit dem SAE-Projekt und der Geschichtsprüfung sind zwei große Sachen weggefallen, aber am Horizont zeichnen sich bereits die nächsten Aufgaben ab: Die SAE ist vom 22.12. bis 4.1. wegen Winterferien geschlossen, allerdings steht direkt am 5. Januar die nächste Prüfung an, zu meinem "Lieblingsthema" Cinema 4D.
Die nächsten Tage kommen einige Änderungen am enterVisions-Shop an, Hausaufgaben für’s Telekolleg sind zu machen, ich muss für die beiden Abschlussprüfungen lernen und bis kommenden Samstag muss die 3D-Übung der SAE erledigt und als OK abgezeichnet sein (zum Glück wurde der Termin etwas nach hinten geschoben). Dazu kommt der Oberärzte-Bereich der Klinik-Website im »Projekt K«.
Die Freizeit soll bei all dem nicht zu kurz kommen. Meine Kinoliste ist fast abgearbeitet; es fehlen noch »Das Wunder von Bern« sowie die letzten vier Filme auf der Liste. »Finding Nemo« vermutlich am Donnerstag; am Samstag treffe ich mich mit Gerd zu einem Double-Feature (»S.W.A.T.« und »Timeline«).
In den letzten Wochen habe ich mich auch hier und da mit Freunden getroffen: am 18.11. Kino mit Klaus (»Matrix 3«), am 29.11. Kino mit Martin (»Kill Bill«), letzten Mittwoch traf ich mich mal wieder mit Joachim (ging wie Martin auch mit mir in der Bankausbildung in eine Berufsschul-Klasse). Am Freitag sah ich mir »Italian Job« kurzfristig allein an, morgen ist eine Mac-Einführung bei einem Switcher geplant.
Neben all dem jeden Montag und Dienstag von 6 bis 18 Uhr für die SAE unterwegs und fast jeden Samstag Kollegtage. Langweilig wird mir nicht.
Also sorry, wenn ich nicht mehr ganz so häufig schreibe. Nur noch einmal täglich oder auch mal an manchen Tagen gar nicht. Und wenn es nur mal kurz ein paar Links oder einige wenige Worte zu einem »unpersönlichen« Thema sind.
Außer, ich bekomme mal wieder einen Rappel, etwas zu schreiben, so wie dieses Wochenende. :-)
P.S.: Umfangreiche Berichte zu den letzten drei Wochen 3D-Unterricht in der SAE sowie zu meinem ersten Projekt sind in Arbeit.
Erschienen am Samstag, 06.12.2003 @ 23:02
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Tags: Leben, tageszusammenfassung
Sonntag, 07.12.2003
Wolfgang hat sich einen neuen Palm gekauft, einen »
Zire 71«. Den
m515 hatte er erst im März erstanden, nachdem seine fast zehn Jahre alte Sharp-Datenbank mit sagenhaften 128 K Speicher
so langsam den Geist aufgab.
Mit dem m515 war soweit alles in Ordnung, aber er ist auf den Zire 71 neugierig geworden, und im Vergleich zum
Billig-Zire (unter 100 Euro) den es zur Zeit des m515 vor ein paar Monaten gab, wurde der Zire 71 mächtig aufgebohrt: Ein wesentlich besseres Display – sogar besser als im m515 – mit Hintergrund-Beleuchtung, 16 statt 2 MB Speicher im Zire (der m515 hat auch 16 MB), Palm OS 5.2.1 statt Palm OS 4.1, eine integrierte Kamera, RealPlayer an Bord für mp3-Dateien und RealMedia-Content sowie das Potential, ein Navigationssystem zu unterstützen.
Um genau zu sein war das der Grund, weswegen er ihn testweise mal mitgebracht hat. Das Navi-System macht zwar etwas Probleme (muss auf Windows installiert werden, keine Mac-Version), aber der Zire 71 allein war schon überzeugend genug.
Der Preis: 250 Euro »nackt«, 400 Euro mit dem Navi-System (»
MapSonic« von
kirrio). Dazu rund 80 Euro für eine 256 MB-SD-Karte von Sandisk, evtl etwas günstiger als bei eBay (die Auktion läuft um 10 Uhr aus). Der m515 wird bei eBay aktuell um 150 Euro gehandelt.
Klaus hat den Zire 71 ebenfalls (nachdem Michi ihn mal vorgeführt hat) und ist begeistert. Und würde ich mir jetzt einen Handheld zulegen wollen, dann ginge kein Weg am Zire 71 vorbei.
Mit der Palm Desktop-Software in der Version 4.1 gab’s keine Probleme, im Gegensatz zur unbrauchbaren Version 4.0 vom letzten Jahr (siehe hier und dort).
Das mit dem Navi-System muss ich nachher mal in der Virtual -PC-Emulation probieren, und evtl braucht man die Software später nicht mehr.
Die Qualität der eingebauten Kamera ist für ihre futzelige Größe sehr gut: Autofocus, macht auch bei schlechten Lichtverhältnissen noch brauchbare Bilder, VGA-Auflösung (640 x 480) – da bin ich von Handy-Kameras ganz anderes gewohnt. Das Bild oben rechts ist etwas verkleinert; durch Anklicken gibt’s das Originalfoto. Natürlich, immer noch sehr verrauscht und »etwas« eigenwillige Farben, aber wie gesagt, für diese Größe kann es sich sehen lassen und Handy-Kameras sind teilweise weit schlechter.
Erschienen am Sonntag, 07.12.2003 @ 2:11
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Tags: Gadgets, palm
Montag, 08.12.2003
Windows-Umsteiger müssen sich am Mac neu orientieren: Windows-Programme für oft genutzte Aufgaben gibt es häufig nicht in einer Mac-Version und die Mac-Pendants wollen erst mal gefunden werden (Snapz Pro statt Hardcopy, Transmit/Fugu/Interarchy statt dem Lieblings-FTP-Programm unter Windows…). Für die Aufgabe »Bildbetrachter« fällt die Suche kurz aus, denn das OS X beiliegende Preview/Vorschau erfüllt diese Aufgabe sehr gut – wenn man es etwas den eigenen Wünschen anpasst.
Viele User verwenden ihr System so, wie es ausgeliefert wurde: Hauptsache es läuft, bloß nix dran rumfummeln, nichts kaputt machen. Fortgeschrittene Benutzer mit mehr Computer-Erfahrung drehen an jedem Schräubchen und schauen, was passiert.
Anwendungen können nicht nur über die Einstellungen des Programm-Menüs den eigenen Wünschen angepasst werden. Mit einer Symbolleiste, die dem eigenen Gusto entspricht, geht die Arbeit gleich besser von der Hand: Diese Möglichkeit ist zumindest bei Apple-Programmen standardmäßig im Menü »Darstellung, Symbolleiste anpassen« zu finden. Bei keinem anderen Programm lohnt sich ein Blick dort so sehr, wie bei Preview/Vorschau, der PDF- und Bildbetrachter von Mac OS X.

Im Bild zu sehen ist die Standard-Symbolleiste von Preview. Durch ein paar kleine Umbauten lässt sich aus dem Programm ein exzellenter Bildbetrachter machen.
Die ersten beiden Schaltflächen die rausfliegen, befinden sich ganz links: »Fach« und »Zurück/Weiter«. Mit dem Fach-Knopf lässt sich die Schublade (»Drawer«) ein- und ausblenden, die weitere Bilddateien oder bei PDF-Dokumenten die einzelnen Seiten, das Inhaltsverzeichnis oder die Suchergebnisse anzeigt. Bei mir ist die Schublade immer aktiviert: Man muss sie nicht schön finden, aber sie ist nützlich für die bereits genannten Zwecke. Wenn sie doch mal im Weg ist, kann sie mit dem Shortcut Apfel-T eingefahren werden.
Übrigens: Wer sich daran stört, dass die Lade auf der falschen Seite aufgeht: Fenster an den gegenüberliegenden Bildschirmrand schieben, zweimal Apfel-T (Drawer ausblenden und wieder einblenden) und schon fährt die Schublade auf der anderen Seite aus. Dazu darf das Fenster aber nicht zu groß sein; die Schublade braucht auf der anderen Seite noch Platz zum Ausfahren.
Wofür die Zurück/Weiter-Knöpfe gebraucht werden, ist mir nicht ganz klar. In einem Web-Browser erkenne ich den Sinn (vor- und zurückblättern zwischen angeklickten Links), und bei Preview würde ich erwarten, damit zwischen mehreren Preview-Fenstern wechseln zu können. Preview macht das aber nicht (selbst wenn das ginge, würde ich es nicht benutzen; wofür gibt’s Exposé?). Weg damit.
Die dritte Schaltfläche, eigentlich ein Eingabefeld, macht mal Sinn: Im Eingabefeld wird bei PDF-Dokumenten die aktuelle Seitenzahl angezeigt, dem Text darunter ist zu entnehmen, wie viele Seiten das Dokument insgesamt hat. Eine Funktion, die im Jaguar-Preview (OS X 10.2) schmerzlich vermisst wurde. Schlauerweise kann durch Eingabe einer Seitenzahl ins Eingabefeld gleich zu dieser Seite gesprungen werden; wer hätte das gedacht. Diese »Schaltfläche« bleibt, ebenso wie die beiden nächsten.
Die Buttons »Vorherige Seite« und »Nächste Seite« funktionieren im Gegensatz zur Zurück/Weiter-Wippe. In PDF-Dokumenten kann damit geblättert werden, bei mehreren geöffneten Bilddateien in einem Preview-Fenster lässt sich so vor und zurück schalten.
Gleichfalls nützlich sind die beiden Lupen-Knöpfe zum Vergrößern und Verkleinern von PDF-Seiten oder Bildern (zum Beispiel aus der Digitalkamera). Bei der letzten Schaltfläche, »Werkzeugmodus«, wäre mir lieber, ich könnte sie rausschmeißen. Leider kann ich beim Bilder betrachten nicht darauf verzichten, denn Preview öffnet Bilder immer mit dem rechten Werkzeug, dem Tool zum Beschneiden von Fotos. Da es in den Einstellungen/Preferences von Preview (noch) keine Option gibt, beim Öffnen immer das Verschiebe-Werkzeug zu aktivieren, muss dieser Knopf in der Symbolleiste drin bleiben. Erste Aktion nach dem Laden von Bildern in Preview: Umschalten auf das Verschiebe-Werkzeug. Beschnitten wird in einem Bildbearbeitungs-Programm.
Soweit die Standard-Symbolleiste von Preview. Ich habe einige (für mich) unnütze Dinge rausgeschmissen und die Symbolleiste im linken Bereich etwas erleichtert. Das bereits erwähnte Menü »Darstellung, Symbolleiste anpassen« gibt uns die Möglichkeit, die Leiste etwas aufzubohren:

Was als erstes auffällt: Das Ding ist lang. Ich würde gerne im vorgenannten Menü statt »Symbol & Text« gerne »Nur Symbol« wählen, denn dann wäre die Leiste schlank, deren Breite nicht nur von den vielen Icons herrührt, sondern auch von – für Icon-Verhältnisse – epischen Beschriftungen wie »An Fenstergröße anpassen«. Allerdings zeigt mir die Leiste bei »Nur Symbol« nicht mehr die Gesamt-Seitenzahl von PDF-Dateien an. Meine Hoffnung ist, dass einer von beiden Nachteilen in einer nächsten OS X-Version behoben wird (Verkürzung der Beschreibung auf »Fenstergröße« und/oder Anzeige der Gesamt-Seitenzahl trotz der Einstellung »Nur Symbol«).
Als zweites fällt vielleicht auf, dass die Leiste zwar breit, aber auch niedriger ist als die normale Symbolleiste. Gepriesen sei die Option »Kleinere Darstellung« im mittlerweile bekannten Menü.
Welche Icons haben bei mir Einzug in die neue Leiste gefunden?
Ein Knopf zum Drucken des aktuellen Dokuments. Ist mir unverständlich, weswegen der draußen geblieben ist und Apple stattdessen den Rohrkrepierer »Zurück/Weiter« in den eng bemessenen Raum aufgenommen hat. Beim Klick auf den »Vorschau«-Button im Druckdialog eines Programms erscheint zwar unten im Vorschau-Fenster eine Schaltfläche »Drucken«. Die druckt aber das ganze Dokument, auch wenn man evtl auf die letzte Seite verzichten kann (stattdessen abbrechen, nochmal den Druckdialog aufrufen, Seitenzahl-Druckbereich wählen und dann drucken).
Der Drucken-Button ist allein schon deswegen in der Symbolleiste nützlich, da Preview PDF-Dateien lesen kann, die man vielleicht auch mal ausdrucken möchte (ich benutze Acrobat Reader bzw. Adobe Reader gar nicht mehr). Wegen seiner Wichtigkeit steht dieser Knopf bei mir daher ganz links.
Die nächsten Icons sind bekannt. Die Reihenfolge der »Vorherige/Nächste Seite«-Buttons habe ich irgendwann mal mit dem Seitenzahl-Eingabefeld vertauscht, aber das spielt eigentlich keine Rolle.
Die beiden Lupen-Knöpfe kennen wir bereits, neu ist aber die Lupe »Originalgröße«. Meine Digitalkamera liefert Bilder mit einer Auflösung von 3.072 x 2.048 Pixeln, und da will ich ab und zu mal ins Bild »reinschauen«, um die Qualität (Schärfe, Rauschen) oder ein Detail zu prüfen. Ein Klick auf dieses Symbol, und das Bild ist bei 100% Ansichtsgröße, das heißt, ein Pixel im Bild ist auch ein Pixel auf dem Monitor.
Absolut unverzichtbar – und ich glaube im Jaguar-Preview hat es gefehlt – ist das nächste Eingabefeld: Es zeigt die aktuelle Bildgröße an, und es nimmt natürlich auch Eingaben entgegen. Will ich ein Foto oder eine PDF-Seite nicht in x%, sondern in y% Größe ansehen, gebe ich den neuen Wert ein – voila.
Der Button »An Fenstergröße anpassen« ist nützlich, wenn mal die Fenstergröße geändert, oder ein hochkant fotografiertes Bild gedreht wird, um es dann auf Fenstergröße zu vergrößern oder zu verkleinern (im Falle der Rotation sehr sinnvoll).
Das letzte neue Icon ist erfreulich knapp mit »Links« beschriftet und dient zur Rotation um 90 Grad gegen den Uhrzeigersinn, eben nach links. Unentbehrlich, um im Hochformat fotografierte Aufnahmen zu kippen.
Beim Beenden von Preview bzw. beim Schließen des Fensters fragt Preview nach, ob es die Änderungen an Bildern speichern soll, zum Beispiel eine zuvor durchgeführte Rotation. Dabei werden im Dialog-Sheet die betreffenden Bilder angezeigt. Wenn viele hochauflösende Bilder (z.B. die o.g. 6 Megapixel) geändert wurden, kann das mitunter leider recht lange dauern, währenddessen Preview komplett blockiert ist und den Beachball of Death zum Besten gibt. Dennoch nützlich.
Mit den beschriebenen Änderungen an der Symbolleiste lässt sich Preview sehr gut als schneller Bildbetrachter für zwischendurch verwenden.
Wenn ich meine Kamera an den Mac anschließe, lasse ich die Bilder von »Image Capture«/»Digitale Bilder« auf den Rechner übertragen und anschließend in Preview öffnen (außerdem geht ein Finder-Fenster mit dem Pictures-Ordner auf, in den die Fotos übertragen wurden). Danach sehe ich mir die Bilder an, drehe sie ggf. richtig herum und lösche nicht gelungene Aufnahmen gleich im Finder (die Bild- bzw. Dateinummer steht ja in der Titelleiste von Preview). Erst dann öffne ich die verbliebenen Fotos in einem Bildbearbeitungs-Programm (Photoshop, Fireworks) oder nehme sie in die Bibliothek eines Bildverwaltungs-Programms auf (iPhoto, Extensis Portfolio, Cumulus, iView Media Pro).
Es empfiehlt sich, auch in anderen Programmen mal das Menü »Darstellung, Symbolleiste anpassen« aufzurufen, um die Anwendungen besser den eigenen Bedürfnissen anzupassen.
[Dieser Artikel erschien am selben Tag auch bei Mac-TV.]
Erschienen am Montag, 08.12.2003 @ 4:01
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Tags: Apple, fuer-einsteiger
Sehr guter Text
bei Carsten, unbedingt lesen. Ich wuchs zwar nicht in den 70ern oder früher auf, sondern in den 80ern (Jahrgang 1978), aber sehr vieles von dem gehört auch zu meiner Kindheit.
[
Lokale Kopie]
Erschienen am Montag, 08.12.2003 @ 4:13
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Tags: diverse, Film-und-Fernsehen
Jetzt wird’s erstmal wieder richtig Winter. Aktuelle Temperatur: Minus sechs Grad. Die dünne Jeans kommt in den Schrank (nachdem sie gewaschen wurde), die dicke Jeans kommt zum Einsatz.
Kleidungstechnisch ist der Winter bei mir immer eine Zeit ohne viel Abwechslung. Wer mich kennt weiß, dass es bei mir eh schon nicht so viele Variationen gibt, weil ich ungern Klamotten kaufe und noch dazu einfarbige Sachen mag (die fünf verschiedenen Farben »meiner« T-Shirt-Marke gibt’s jeweils in fünffacher Ausfertigung in meinem Schrank.
Im Winter laufe ich nur noch mit schwarzen Schuhen, schwarzer Jeans und schwarzer Jacke rum. Unter der Jacke gibt’s diverse T-Shirt-Farben und wahlweise einen von zwei Pullis: ein dunkelblauer Kapuzenpulli und ein anthrazit-farbener Pulli. Helle Schuhe passen nur zu hellen Hosen, und helle Jeans sind im Winter eher unvorteilhaft. Das mit den zwei Pullis liegt daran, dass ich langärmelige Sachen nicht mag (ich schwitze leicht).
Demnächst in diesem Programm: Die Serie »Warum ich den Winter hasse.«
Erschienen am Montag, 08.12.2003 @ 4:22
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Tags: Leben, vier-jahreszeiten
Heute Vormittag wieder Kollegtag in der FOS Fürth. In den ersten 60 Minuten die Feststellungs-Prüfung in Geschichte: Ich habe ein
sehr gutes Gefühl. Ein Gefühl von »Die Chancen stehen 50:50, dass es eine Eins oder Zwei wird.«
Obwohl ich hinten raus nicht fertig geworden bin. Habe mich am Anfang zu sehr mit niedrig bepunkteten Fragen aufgehalten und Romane geschrieben, am Schluss hat’s bei einer hoch bepunkteten Aufgabe in einer Teilaufgabe nur noch zu Stichpunkten gereicht. Aber ich habe ein gutes Gefühl!
Anschließend die Reste einer Englisch-Doppelstunde (es waren noch ungefähr eindreiviertel Schulstunden) und eine Stunde Wirtschaft. In beiden Fächern war Prüfungsvorbereitung das Thema: Wie gehen wir vor, was könnte dran kommen, besondere Schwachstellen in Englisch, beispielsweise Gerund, if-Sätze, Satzverkürzungen, progressive forms, present participle, past participle, passive voice, tenses und false friends (hard/hardly, late/lately, fair/fairly, high/highly, happy/lucky, loose/lose…).
Schon nächsten Samstag ist der nächste Kollegtag, mit einer Doppelstunde Wirtschaft, einer Doppelstunde Englisch und einer letzten Geschichtsstunde, in der wir die Prüfung zurück bekommen.
In zwei Wochen, am 19.12. (Freitag) ist die Englisch-Abschlussprüfung über 165 Minuten und einen Tag drauf, am Samstag den 20.12., die Wirtschaft-Abschlussprüfung.
Bis spätestens nächste Woche muss ich noch jeweils eine Hausaufgabe in Englisch und Wirtschaft abgeben und vor allem in Wirtschaft viel lernen. Die VWL-Kenntnisse aus dem dritten Trimester vor knapp einem halben Jahr sind schon wieder fast vergessen und das kann mir das Genick in der Prüfung brechen.
Erschienen am Montag, 08.12.2003 @ 5:52
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Tags: Telekolleg
Harald Schmidt streicht die Segel.
So müssen sich Teenies fühlen, nachdem die No Angels ihren Abschied von der Bühne verkündet hatten…
;-(
Links:
Links in Weblogs u.a. bei Kai, Markus, Christian, Flow, x-ploration.
»Ein Blick ins Programm stellte Gewissheit her: Er sah nicht nur so aus, er war es. Unser Harald! Das letzte und einzige Alibi für Intellektuelle, die sonst nur tibetanische Spielfilme im Originalton auf Arte gucken, einen Kommerzsender einzuschalten!«
Henryk M. Broder in seiner Kritik zu Schmidts Rheinfahrt.
Musik: The Doors, »This is the End«
Nachtrag (18:59 Uhr): Bei der FTD gibt es noch weitere Artikel:
Von Holger kamen noch diese beiden Links per ICQ:
Google News.
Erschienen am Montag, 08.12.2003 @ 17:48
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Tags: Film-und-Fernsehen, hss
Nur weil ich die letzten drei Wochen nichts über die Münchner S-Bahn geschrieben hätte, heißt das nicht, dass alles im grünen Bereich wäre. Im Gegenteil: Jede Woche regiert das Chaos und es lohnt fast schon, über die seltenen Ausnahmen zu berichten, in denen alles glatt läuft.
Heute erforschte ich neue Tiefpunkte.
Die Story beginnt allerdings nicht in München, sondern in Erlangen, Haltestelle »Tulpenweg«, Hüttendorf. Jeden Montag und Dienstag fahre ich um 06:05 Uhr mit dem Bus der VGN nach Erlangen, von dort um 06:47 mit dem RegionalExpress nach Nürnberg und um 07:27 mit dem ICE weiter nach München.
Am heutigen Montag stand ich um 06:03 an der Haltestelle, zusammen mit einem anderen Frühaufsteher, der schon einige Minuten eher eingetroffen war. Es steht kein Bus da, wie sonst an jedem Morgen. Auch um 06:05 kam kein Bus. Nicht um 06:10 und nicht um 06:15 Uhr.
Der Mitbürger bot um 06:20 an, mich mit dem Auto reinzufahren, das glücklicherweise verfügbar war (im Winter fährt seine Frau damit die Kinder in den Kindergarten, deswegen fährt er mit dem Bus). So erreichte ich meinen Zug noch.
[Nachtrag vom Dienstag: Der Busfahrerin von heute war der Fall bekannt, wusste aber auch nichts näheres, da sie in dieser Woche am Dienstag ihren ersten Arbeitstag hatte. Ihr zufolge sei auch der Bus um 06:30 ausgefallen und auf der Strecke haben die Leute eine Stunde bei minus 6 Grad gewartet.]
Pünktliche Ankunft des ICE in München-Pasing. Durchsage: Die Weiterfahrt verzögert sich um etwa zehn Minuten wegen eines Stellwerkproblems zwischen Pasing und Hauptbahnhof. Ich denke mir: »Zehn Minuten? Erzähl’ das Deiner Oma«, und steige in Pasing aus, während der Zug noch im Bahnhof steht.
Umsteigen in die S-Bahn. Als ich einige Minuten später im Hbf-Tiefgeschoss ankomme und aussteige, brabbelt eine einsteigende, ältere Frau etwas von »16 Minuten später« und mir schwant Böses. Ich sollte Recht behalten: Zehn Minuten später, gegen 09:30, erfolgt eine Durchsage, dass die S7 Richtung Perlach heute erst in Giesing beginnt und man mit der S2 bis Giesing fahren möge (normalerweise fahren S7 um 09:14 und 09:34 im Hbf-Tiefgeschoss ab). Schönen Dank auch, dass ich das jetzt erst erfahre. Hätte ich das schon vor zehn Minuten gewusst, wäre ich nämlich mit der U-Bahn bis Giesing gefahren.
Ankunft um 09:45 am Ostbahnhof, nachdem es im Tunnel der »Stammstrecke« nur zögerlich voran ging, da sich die S-Bahnen stauten. Eine Durchsage informiert immerhin alle paar Minuten über die Situation: S7 stadtauswärts erst ab Giesing, bis Giesing die S2 nehmen. Die S2 wird für 09:59 angekündigt, kommt allerdings ihrerseits nicht aus dem Tunnel raus, da sich am Gleis gegenüber zwei S5 stauen.
Um 10:05 dann die Abfahrt der S2 vom Ostbahnhof; Giesing ist die zweite Station nach München-Ost (Perlach wäre dann die nächste). Runter ins Untergeschoss, Treppe wieder hoch auf’s andere Gleis. Dort stand die S7 bereits. Und stand. Und stand. Die S7 wartete original 15 Minuten, ehe sie um 10:30 abfuhr (wir erinnern uns: Eine Stunde zuvor war ich am fünf Kilometer entfernten Hauptbahnhof angekommen; eine Zeit, in der ein ICE die Strecke Nürnberg-Augsburg zurücklegt). Ende vom Lied: Ankunft in der SAE 45 Minuten nach Unterrichtsbeginn gegen 10:45 Uhr.
Halt, halt, geht ja noch weiter. Alex war zeitig mit dem Unterricht fertig und ich stand mit Dirk um 13:05 Uhr am Gleis in Perlach, um in die Stadt zurück zu fahren. Durchsage: Die S7 um 13:05 fällt aus, nächste S-Bahn in zwanzig Minuten. Normalerweise – »normalerweise« – haben nur frühmorgens die S-Bahnen zwischen 9 und 10 extreme Verspätungen: Die S7 kommt sowieso meistens 5 bis 10 Minuten später, und wenn alle anderen S-Bahnen auch Verspätung haben, dann kommt’s für die S7 richtig dick. Aber bisher war auf die Nachmittags-S-Bahnen Verlass, insofern ist das schon eine neue Qualität.
[Nachtrag vom Dienstag: Heute Morgen wurde am Display neben dem dem Abgang zum Hbf-Tiefgeschoss angezeigt: »S7 Aying um 09:32«. Nach Aying, das ist die, die eigentlich um 09:14 fahren soll. Wenigstens heute kam ich »pünktlich« um zehn Uhr zu Unterrichtsbeginn an, mit einer um zwanzig Minuten verspäteten S-Bahn.]
Die SAE zieht im kommenden Sommer in ein größeres Haus, allerdings nur ein paar Straßen weiter; die S-Bahn-Station bleibt nach wie vor Perlach. Ich weiß nicht, was an Perlach so attraktiv ist, denn die Lage ist beschissen. Vielleicht niedrigere Steuersätze oder niedrigere Mieten, ich weiß es nicht. Für Leute, die in München auf eine speziellen Außenast der S7 angewiesen sind und nur alle 40 Minuten fahren können, oder für Leute, die dann auch noch so ungünstig wohnen, dass sie zwei S-Bahn-Linien benutzen müssen, ist das nervenaufreibend. Davon, was es für mich als Fernpendler bedeutet, auf absolut präzise Abläufe angewiesen zu sein, will ich gar nicht erst anfangen.
Das ist nicht die Schuld der SAE, bitte nicht falsch verstehen, ich weiß nur nicht, was an Perlach so toll ist, und ob ein »geo-strategisch« günstigerer Standort nicht besser gewesen wäre. Es ist die Schuld der S-Bahn München, denn ohne dieses Desaster jeden Morgen gäbe es keine Probleme.
Empfehlung für Interessenten: Überlegt Euch, ob es nicht Sinn macht, nach München umzuziehen, und zwar in die Nähe einer S-Bahn-Station auf der Stammstrecke. Sauteuer, aber schont die Nerven.
In München fahren alle S-Bahn-Linien in der Innenstadt zwischen Ostbahnhof und Hauptbahnhof durch den selben Tunnel (»Stammstrecke«). Das ist super, wenn es funktioniert, denn dann kommt alle drei Minuten eine S-Bahn. Wenn etwas schief geht, sorgt das erst richtig für den totalen Kollaps. In Berlin ist man da IMHO etwas geschickter vorgegangen: Es gibt ein Rudel unabhängiger U-Bahn-Linien: Wenn eine Linie mal ausfällt, zieht das nicht gleich alle anderen in Mitleidenschaft.
In München ist man dabei, diese Misstände zu beheben: Bis zum Frühjahr wird ein neues, elektronisches Signal-/Leitsystem gebaut, das ab Dezember 2004 auf drei S-Bahn-Linien einen 10-Minuten-Takt statt eines 20-Minuten-Takts ermöglicht, und dann 30 statt 24 Züge stündlich durch den Tunnel fahren lässt. Gegen Ende dieser Dekade soll außerdem ein zweiter Tunnel gebaut werden (dabei ist mir allerdings nicht klar, wie die bestehenden Stationen angebunden werden sollen).
Was absolut gaga ist: Warum, WARUM gibt es diese Verspätungen? Es ist verdammt nochmal nichts besonderes los! Die Bauarbeiten sind während der Weihnachtszeit eingestellt, es liegt kein Schnee, es ist nicht außergewöhnlich kalt, es liegt kein Laub auf den Schienen und die Scheiß-Sonne knallt von einem wolkenlosen Himmel auf knochentrockene Schienen runter!
Das einzige was anders ist, ist, dass am Ostbahnhof manche S-Bahnen nicht mehr an Gleis 3 sondern an Gleis 5 einführen müssen. Sonst nix!
Was passiert dann erst, wenn Schnee und Eis liegen? Wird der S-Bahn-Verkehr dann eingestellt?
Eigentlich benötigt man kein Auto, wenn man in einer Großstadt wohnt. Aber in München muss man bescheuert sein, kein Auto zu haben.
Erschienen am Montag, 08.12.2003 @ 22:45
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Tags: bahn, Verkehr
Dienstag, 09.12.2003
Sofern es die Zeit erlaubt, will ich versuchen, die letzten zwei Wochen Schmidt-Show täglich ein Zitat aus der Show herauszugreifen. Als kleine Anerkennung.
In der Sendung am Montag-Abend, nachdem bekannt wurde, dass die HSS im nächsten Jahr nicht mehr fortgesetzt wird, war Claus Kleber zu Gast (langjähriger USA-Korrespondent der ARD, jetzt Anchorman im ZDF-heute-journal). Er stellte eine Reise-Dokumentationsreihe vor.
Schmidt: Die zweite Folge eine Woche später, auch wieder 20 Uhr 15.
Kleber: So ist es. Dazwischen eine kreative Pause. Was machen Sie denn, sagen Sie mal?
Schmidt: Wo?
Kleber: Kreative Pause?
Schmidt: Ich mach’ ‘ne kreative Pause, ja.
[lachen]
Schmidt: Sie wollen wissen, was ich da mache?
Kleber: Ja.
Schmidt: Dazu später mehr.
Kleber: [lacht] So leicht kommen Sie mir net raus!
Schmidt: Die Sendezeit ist zu Ende.
[lachen]
Kleber: Wie die Politiker! So fängt das dann an.
Schmidt: Genau! [Mit verstellter Stimme:] Aber das ist jetzt nicht der Ort, darüber zu vermuten, wissen Sie, die Partei steht hinter mir…
Kleber: …unser Land braucht Harald Schmidt.
Schmidt: …unser Land braucht jetzt den Aufbruch, und nähere Auskünfte gibt Olaf Scholz.
Kleber: Was mach’ ich jetzt nach den Tagesthemen? Abends ist ja immer heute-journal, Tagesthemen, Harald Schmidt.
Schmidt: Ja.
Kleber: Was mache ich jetzt um 23 Uhr 15?
Schmidt: Kerner gucken.
Erschienen am Dienstag, 09.12.2003 @ 0:22
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Tags: Film-und-Fernsehen, hss
»
Unsicher by Design« nennt Jürgen Schmidt von Heise die Windows-Betriebssysteme. Ich sage »Unsicher per default«, aber es kommt auf’s gleiche raus.
Seine Vermutung ist, dass irgendjemand deswegen Scheunentor-große Sicherheitslücken in Windows eingebaut hat, weil es einfacher zu implementieren war. Ich vermute, dass man bei Microsoft die Prioritäten falsch gesetzt hat: Bequemlichkeit für den Anwender an erster Stelle, Sicherheit wurde nachrangig behandelt. Dass es einfach
und sicher geht, zeigt mal wieder Apple: In Mac OS X sind Dienste i.d.R. erstmal deaktiviert. Will ich File-, Web- oder Printer-Sharing etc nutzen, muss ich sie mit einem Mausklick erst freischalten.
Der von Windows-Verteidigern oft angeführte Grund, dass sich weniger weit verbreitete Betriebssysteme wie Linux oder Mac OS genau deswegen nicht so häufig Angriffen ausgesetzt sehen, ist schon auch richtig. Ein Cracker oder Script-Kid braucht eine große installierte Basis, um Aufmerksamkeit zu erlangen und wahrscheinlich gibt es bei einem weit verbreiteten OS mehr Sicherheitsexperten, die Bugs aufstöbern. Aber es ist eben
auch den Design-Fehlern von Windows anzulasten, dass eine Wurm-Attacke die nächste jagt, man ständig am Schließen von Sicherheitslücken ist und Windows in die Schlagzeilen bringt. Windows und andere Programme von Microsoft, vor allem
Outbreak und Outbreak Express, der IE,
ActiveX, Makroviren in Office…
Schmidts Kommentar ist sehr lesenswert für alle Leute, die noch immer auf der dunklen Seite der Macht zu Hause sind. Für all jene, denen eine schlechte Benutzeroberfläche und nervige Angewohnheiten von Windows nichts oder noch nicht genug ausmachen.
Get a Mac.
Erschienen am Dienstag, 09.12.2003 @ 7:06
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Tags: Apple, get-a-mac
Heute habe ich mal wieder das iBook mitgenommen, um im Zug diesen Eintrag schreiben zu können. Er fasst die letzten drei Wochen Cinema-Unterricht in der SAE zusammen. Später gibt es noch einen weiteren Eintrag, der sich mit QTVR (Quicktime VR) befasst, den ich aber wegen des noch nicht fertigen Cinema-Eintrags aufgeschoben habe (um in der chronologisch richtigen Reihenfolge zu bleiben).
Daran, dass ich die letzten Wochen nicht gleich über den Cinema-Unterricht erzählt habe, kann man schon ablesen, dass Cinema nicht gerade zu meinen Lieblingsthemen gehört. Cinema ist toll, weil man unglaublich viel damit machen kann, und weil es sehr flexibel ist (man kann
alle erdenklichen Parameter über die Zeitleiste animieren und mit Xpresso auch noch in Bezug zueinander setzen). Diese Vielseitigkeit ist aber auch ein Problem bei Cinema, bzw. bei 3D-Programmen generell: Es dauert ewig, bis man mal etwas Vorzeigbares fertig hat. Der Spruch, dass man sich im Medienbereich entweder mit 3D beschäftigt oder mit allem anderen, ist absolut richtig.
Zum Unterricht.
Am 10. und 11. November fand die zweite 3D-Woche mit Unterricht zum Programm »Cinema 4D« von Maxon statt (über die erste 3D-Woche habe ich bereits geschrieben). Hauptsächlich ging es um Texturen und Materialien: Der Unterschied zwischen diesen beiden Begriffen (ein Material kann als Eigenschaft eine Textur haben), Quicktime-Filme als Material und die Zuweisung von Materialien an Objekte oder auch einzelne Polygone.
Zum Thema Materialien gehört natürlich auch Licht. Es gibt verschiedene Lichter in Cinema, zum Beispiel Omni-Lights (geht in alle Richtungen) und Spots. In diesem Zusammenhang, Materialien und Lichter, spielen freilich auch Transparenzen und Reflektionen eine Rolle.
In einer Übung im Unterricht haben wir einen Raum mit Objekten gebaut, die verschiedene Material-Eigenschaften bzgl Transparenz und Reflektion hatten. In einer zweiten Übung erstellten wir eine Art Dia-Projektor.
In einem kleinen Exkurs ging es um die Zusammenarbeit von verschiedenen Programmen mit Alpha-Kanälen (Cinema und Photoshop).
Materialien können auch übereinander gelegt werden. So werden beispielsweise Effekte wie Rost, Moos oder Verwitterung erzeugt. Am 10. (Montag) gingen wir zum Abschluss noch etwas ausführlicher auf Lichter und Schatten ein.
Am Dienstag (11.11.03) besprachen wir die Pflichtübung, die wir in 3D abgeben müssen: Eine Schraube soll sich drehen, in der Szene befindet sich außerdem ein Schraubenzieher, es gibt Reflektionen und die Kamera fährt über die ganze Szene drüber. Kompliziert ist dabei natürlich das Modellieren der beiden Objekte (Schraube mit einer Windung und der Schraubenzieher). Anschließend werden die Objekte mit Materialien versehen, die Schraube wird animiert und die Kamerafahrt an einem Pfad erstellt.

Die 3D-Pflichtübung: Die Animation dauert 13 Sekunden.
[Bild anklicken für eine größere Version.]
Im Unterricht machten wir dort weiter, wo wir am Vortag aufgehört hatten: Lichter. Wir erfuhren alles über Lichter, Schatten, Lichter an Pfaden, Render-Tags im Zusammenhang mit Licht und Schatten, Lichtbrechung. Danach ging es um individuelle Kameras in Cinema, denn gerade für Animationen will man ja nicht unbedingt die Standardkamera verwenden.
Zum Schluss zeigte uns Carsten kurz, was XPresso ist. Mit XPresso können Eigenschaften von Objekten sehr leicht zueinander in Bezug gesetzt werden, Sachen wie: Würfel A dreht sich proportional um die X-Achse zum Würfel B, der sich um die Y-Achse dreht.

Einfaches Beispiel für XPresso-Expressions: Die Y-Position von Würfel 2 wirkt sich auf die X-Position von Würfel 1 aus. Die »Eingänge« sind blau, die Ausgänge rot.
Am 10.11.03 erhielten wir außerdem unsere 3D-Bücher. Das heißt, ein Teil von uns erhielt die Maxon-Bücher. Wer die nicht wollte, hatte schon vor zwei Wochen das Galileo-Buch zu Cinema bekommen. Das konnte man sich aussuchen: Entweder Galileo-Buch ohne Zuzahlung oder die Dokumentation von Maxon, dem Cinema-Hersteller, für 20 Euro. Ich entschied mich für die Maxon-Doku. Sie besteht aus einem Referenz-Handbuch (975 Seiten) und einem Tutorial-Handbuch mit vielen Übungen (230 Seiten). Ist recht locker geschrieben, sehr löblich:
»Wenn Sie während des Renderns feststellen, dass Ihnen der Speicher ausgeht, beginnt in den meisten Fällen Ihr Betriebssystem damit, die Festplatte als zusätzlichen, virtuellen Speicher zu missbrauchen. Das sollten Sie unter allen Umständen vermeiden, da jede Festplatte im Vergleich zu echtem RAM immer bedeutend langsamer ist. Wenn Sie andererseits den Film "Ben Hur" noch nicht kennen, gönnen Sie sich einen Gang ins Kino.«
Die dritte 3D-Woche am 17. und 18.11. brachte noch zwei kleine Themen (Partikelsysteme und Metaballs), sowie ein großes Thema: Inverse Kinematik mit Bones. Das beschäftigte uns auch noch am zweiten Tag in dieser Woche.
Partikelsystem werden benötigt, um Objekte zu animieren, die in einer Szene massenhaft vorkommen: Wassertropfen oder Explosionen zum Beispiel. In der 700 Euro teuren Grundversion von Cinema 4D (»C4D«) ist im Menü »Objects, Emitter« bereits ein einfaches Partikelsystem enthalten. Damit können relativ simpel einfache Objekte massenweise geklont und animiert werden. Das können auch komplexe Objekte sein, die in einer anderen Szene zusammengebaut wurden. Um mit den Dingern, die der Emitter rausschleudert, was anfangen zu können, gibt es verschiedene Modifikatoren wie Deflector, Friction, Turbulance… Für höhere Ansprüche braucht man das Plugin »Thinking Particles«, das im rund 2.000 Euro teuren »C4D XL« enthalten ist, zusammen mit vier weiteren Plugins (Advanced Render, der einem z.B. Tiefenunschärfe bringt, PyroCluster für Explosionen und Rauch, MOCCA für fortgeschrittene Charakter-Animationen und der NET-Render zum verteilten Rechnen).
Metaballs haben wir nur kurz angesprochen und sie sind auch schnell erklärt: Sie eigenen sich für organische Formen wie Tropfen, Puddings oder Blobs. :-)
Das große Thema dieser dritten 3D-Woche heißt »Inverse Kinematik« (IK).
Der herkömmliche Weg heißt »Forward Kinematik« und dabei wird z.B. ein Arm dadurch animiert, dass zuerst der Oberarm einer Figur bewegt wird, dann der Unterarm und am Schluss der Hand. Bei IK macht man’s genau anders rum, daher der Name: Ich fasse die Hand an (bzw. ein Null-Objekt an der Hand) und bewege diese. Dabei wird die ganze Kette mitbewegt, alles, was an der Hand dran hängt: Unterarm und Oberarm, ggf noch die Schulter. Ohne jetzt in lange Ausschweifungen zu verfallen: Dieser Ansatz ist ziemlich schlau, da man sich damit eine Menge Arbeit sparen kann.
In der Umsetzung ist das etwas komplizierter, da nicht die Objekte (z.B. Hand) direkt angefasst werden, sondern so genannte Null-Objekte: So eine »Null« sieht man nicht, aber durch ihre Verwendung am Ende einer Kette bleibt man sehr flexibel in der Animation. Um den Bewegungsspielraum (Winkel) eines Gliedes einzuschränken, wird es mit einem Kinematik-Tag versehen.
Ist die Kette aus Objekten und Null-Objekten erstellt, kommen die »Bones« ins Spiel. Ein Bone ist ein Deformations-Objekt, das nicht gerendert wird, also unsichtbar ist. Sie werden anderen Objekten untergeordnet und beeinflussen die Punkte ihres übergeordneten Objekts. Animiert wird dann nicht die Null eines Objekts (also das übergeordnete Nullobjekt), sondern das Bone (eine Kette mit Bones, Null-Objekten und Objekten kann ich natürlich wieder einem Null-Objekt unterordnen, um das anzufassen).
Was genau macht ein Bone? Einfach gesagt: Wird das Bone bewegt, bewegen sich die Punkte des übergeordneten Objekts, die ich dafür vorgesehen habe. Das Bone ist dazu da um zu sagen: Du, Punkt, bewegst Dich mit wenn ich Bone mich bewege, Dein Nachbarpunkt bleibt da, wo er ist.
Wofür braucht man das? Beispiel: Wenn ich einen Unterkiefer bewege, der ein Teil eines von mir modellierten Kopf-Gebildes ist, soll sich nur der Unterkiefer bewegen; aus dem Kopf sollen an anderer Stelle keine Punkte rauswachsen und ähnliche Effekte. Mit einem Bone kann ich sagen: Ihr Punkte da seid Unterkiefer, alles andere nicht. Bones werden aber nicht nur zur Nachbildung von Gesichtsmuskulatur benutzt, sondern auch für andere Gelenke einer Figur. Im Prinzip sind Bones die Muskeln einer Figur (auch wenn »Bones« eigentlich »Knochen« heißt, aber so kann man sich die Funktion leichter vorstellen).
Zu diesem Thema haben wir zwei lange Übungen gemacht, in denen wir einmal einen Kopf animiert haben (Hals, Oberkiefer und Unterkiefer) und in der zweiten Übung die Gelenke einer einfachen Figur (da haben wir nur per IK die Bones animiert, ohne »Haut« mittels Objekten über den Bones).
Ziemlich faszinierend, aber wie gesagt: Es dauert ewig, bis man bei 3D mal zu Ergebnissen kommt. Ein Charakter muss zunächst modelliert werden, dann malt man ihn mit Materialien an, leuchtet die Szene mit ggf weiteren Objekten aus und animiert das ganze auch noch. Dabei können nicht nur die Figuren/Objekte animiert werden, sondern z.B. auch die Kameras, die Lichter…
Im Prinzip waren wir am Ende der dritten 3D-Woche mit Cinema durch.
Die vierte 3D-Woche am 24. und 25.11. wurde daher aufgeteilt: Am Montag eine letzte Übung in Cinema, am Dienstag begannen wir mit dem QTVR-Unterricht, der eigentlich erst die Woche drauf starten sollte.
Diese letzte Cinema-Übung kann mit »Prüfungsvorbereitung« überschrieben werden: Am 5. Januar steht die zweite von vier Zwischenprüfungen an (theoretisch und praktisch), und dort wird hauptsächlich Cinema das Thema sein. In der praktischen Prüfung werden wir zum Glück nichts modellieren müssen, aber die Keyframe-Animation wird es auch in sich haben. Wir sahen uns ein Beispiel an, bei dem wir ein Flugobjekt im Slalom durch pfosten fliegen lassen müssen. Der Flieger soll sich außerdem in die Kurve liegen und mit der Kameraführung gibt es noch einiges zu beachten. Wir besprachen das recht ausführlich, wir befassten uns die ganzen drei Stunden des Montags damit.
Hier nur so viel: Für die Animation hat man eine Zeitleiste zur Verfügung. Man geht zu einem bestimmten Punkt in der Zeitleiste, ändert die gewünschten Parameter und klickt einmal einen Aufnahme-Button an, so dass die Parameter mit ihren Werten in die Zeitleiste geschrieben werden. Das ganze wird am nächsten Keyframe wiederholt, Cinema berechnet dann die Zwischenschritte.
An diesem Montag (24.11.03) erhielten wir die Ergebnisse unseres ersten Tests: Insgesamt fiel er nicht besonders gut aus, das sei aber beim ersten Test normal. Die zwei wichtigen Zahlen sind 70% und 80%: In der theoretischen und der praktischen Vornote müssen jeweils mindestens 70% erreicht werden, um zur Abschlussprüfung zugelassen zu werden (außerdem darf man maximal 3 der 12 Pflichtübungen versemmeln). Die Vornoten setzen sich aus den vier Tests zusammen; zur praktischen Vornote kommen außerdem die ersten beiden großen Projekte. Wer am Schluss des Kurses ein Zeugnis bekommen möchte, muss in der Endnote mindestens 80% erreichen. In die Endnote fließen die theoretische und praktische Vornote mit jeweils 11% Gewichtung ein. Die genaue Zusammensetzung der Endnote erkläre ich, wenn’s soweit ist. :-)
Mein Ergebnis bei diesem ersten Test: 81% in der Theorie und 83% in der Praxis; ich bin sehr zufrieden.
Über den QTVR-Unterricht schreibe ich in einem separaten Eintrag.
Erschienen am Dienstag, 09.12.2003 @ 14:27
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Tags: cinema, SAE
QTVR ist ein eigenes Fach, für das ein Tag (drei Stunden Unterricht) vorgesehen ist, und zwar in der Woche des 1. Dezember. Am Montag (1.12.) war die Präsentation des
ersten Projekts, am 2.12. die QTVR-Unterrichtseinheit.
Da wir mit dem Cinema-Unterrichtsstoff vor der Zeit fertig wurden, besprachen wir bei Carsten bereits am 25.11. QTVR, sowie bei dann regulär bei Jochen am 2.12.
Carsten legte am 25.11. den Schwerpunkt auf »QTVR in Director mit Lingo steuern«. Doch zunächst gab es eine Erklärung, was QTVR überhaupt ist: Die Abkürzung steht für »Quicktime VR« bzw. »Quicktime Virtual Reality«. Ein Quicktime-Film ist ein normales Video, soweit bekannt. Bei QTVR gibt es zwei Arten von Filmen: Multinode-Movies und Objekt-Movies.
Bei ersteren kann durch mehrere Räume mittels Verknüpfungen (Nodes) »gegangen« werden. Dabei geht man nicht wirklich durch eine 3D-Szene, vielmehr kann sich der Betrachter um die eigene Achse drehen, den Kopf heben oder senken und in das Bild hinein oder hinaus zoomen. Durch Mausklick auf bestimmte Bereiche springt das Bild zu einer neuen Szene.
Bei einem Objektmovie kann ein Objekt um seine drei Achsen gedreht werden. Beispiele hierfür finden sich ab und an auf Apples Website (Apple hat ja Quicktime erfunden), bei der Vorstellung von neuen Produkten. Aktuell kann man beispielsweise den iPod drehen und wenden.
Nach der Begriffserklärung erläuterte uns Carsten kurz, wie prinzipiell ein QTVR erstellt wird, und gab uns entsprechende Tipps. Prinzipiell werden mehrere Fotografien gemacht, und zwar idealerweise mit einem Stativ mit Gradeinteilung und einer Spiegelreflex-Kamera (mit bestimmter Brennweite, ohne Autofocus, fester Blende). Anschließend werden die Einzelbilder von einer speziellen Software zusammengefügt, aber das wird uns Jochen am zweiten QTVR-Unterrichtstag genauer erklären.
Für die CD-ROM-Produktion wird der inzwischen sattsam bekannte Macromedia Director verwendet. Der kommt nicht nur sehr gut mit normalen QT-Videos klar, sondern kann auch QTVRs anzeigen. Die Anzeigeparameter des Movies lassen sich über Lingo steuern.
Wir gingen dabei systematisch vor: Mal in der Director-Hilfe »Lingo by Feature« nachsehen, was es zu diesem Thema so gibt. Dann mittels Message-Windows ausprobieren, was die Befehle bewirken. Im Prinzip können drei Eigenschaften beeinflusst werden: Pan (Bildausschnitt in Grad), Tilt (Neigungswinkel) und FOV (Field of View, Sichtfeld).
Wir programmierten dann eine Steuerung für die Cursortasten und befassten uns dann mit den Nodes: Wie werden Nodes abgefragt? Wie kann dafür gesorgt werden, dass ein Betrachter erst dann einen bestimmten Raum betreten kann, wenn er alle anderen gesehen hat?
Für die letzte Aufgabenstellung benötigten wir ein Array (in Director »Liste« genannt) und machten aus diesem Grund nochmal einen Ausflug in die Tiefen der Lingo-Programmiersprache.
Am 2.12. zeigte uns Jochen, wie ein QTVR-Movie erstellt wird, und zwar sowohl Multinode-Movies als auch Objektmovies. Er erklärte uns nochmals ausführlich, worauf bei den Aufnahmen zu achten ist und wie die Bilder zusammengefügt werden (dieser Vorgang wird »,stitchen« genannt).
Wir verwendeten für diese Aufgabe das Programm »VR Worx« der Firma VR Toolbox. Kostet rund 300 Euro – zwa rein sehr komfortables Programm, aber recht teuer, wenn man nicht gerade überwiegend sein Geld mit dem Erstellen von QTVRs verdient. :-(
Nach dem Auswählen der Projektart und dem Hinzufügen der Bilder folgt das Stitchen. Abgesehen von den richtigen Einstellungen kann man hier nichts falsch machen. VR Worx nimmt die Bilder und erkennt an der Überlappung automatisch, wo er sie zusammenfügen muss. Die Bilder werden nicht einfach nur aneinander geklebt: VR Worx rechnet auch die Brennweite ein, so dass ein räumlicher Eindruck entsteht (gerade Linien werden wie bei einem Weitwinkel-Objektiv verzerrt). Nach dem Stitchen können die Bilder mittels Cursortasten verschoben werden, so dass Stufen in Linien glattgebügelt werden.
Der nächste Bearbeitungsschritt heißt »Blend« und auch hier geht alles automatisch. Hier werden Helligkeitsunterschiede angepasst, falls man bei der Aufnahme Fehler bei der Belichtung gemacht hat (z.B. einmal eine Wand fotografiert und im nächsten Foto ist ein Fenster drin, so dass sich die Lichtverhältnisse ändern). Zweck dieser Übung ist einfach, harte Kanten von verschiedenen Farbtönen zu vermeiden, die durch unterschiedliche Belichtung entstanden sind.
Im Reiter »Compress« kann das ganze als QTVR exportiert werden. Auf dem Reiter »Playback« gibt es die Möglichkeit, den Film zu testen.
Wir erfuhren außerdem noch, wie QTVR-Szenen aus Cinema 4D rausgerendert werden können, und wie mit C4D die Einzelbilder für Objektmovies erstellt werden (ein Objekt aus 50 verschiedenen Perspektiven zu fotografieren ist extrem aufwändig; da ist es in der Regel einfacher, das Objekt in Cinema nachzubauen).
Abschließend zeigte uns Jochen noch, wie in VR Worx Hotspots für Nodes eingefügt werden, so dass der Benutzer zwischen verschiedenen Räumen wechseln kann (bei Multinode-Movies).
Insgesamt recht interessant muss ich sagen, auch wenn ich nicht glaube, dass ich das später täglich machen werde. Aber für einen Rundumblick einer Räumlichkeit schon sehr nett!
Erschienen am Dienstag, 09.12.2003 @ 19:28
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Tags: qtvr, SAE
Mittwoch, 10.12.2003
In der gestrigen ersten Sendung nach Bekanntwerden des Auslaufens der Schmidt-Show in diesem Jahr gab sich die gesamte Mannschaft bei der HSS zugeknöpft: Suzanas Newsletter fiel extrem kanpp aus (nur die heutige Aktion und der Gast, sie schrieb nichts persönliches, wie sonst ünlich). Die Zeitungen bekamen
keine Kommentare von Harald Schmidts Produktionsfirma Bonito und in der Sendung wurde es nur in der letzten Minute von Harald Schmidts Gast Claus Kleber thematisiert.
Die Sendung vom Dienstag war dagegen gut wie lange nicht mehr: Man scheint sich bei Bonito nicht nur gefangen zu haben, vielmehr wirkte die Masse der Anspielungen so, als hätten sie erst in der Dienstag-Sendung auf den Putz hauen können und als seien sie am Montag dafür mit den Vorbereitungen noch nicht fertig gewesen.
Einen Vorgeschmack gab Suzanas Newsletter von Dienstag, 19:15 Uhr:
»Als ich heute Morgen die Bonito-Hallen betrat, bot sich mir folgendes Bild: Rechts und links waren die Wände buchstäblich tapeziert mit Zeitungsmeldungen – natürlich die jüngsten Show-Ereignisse betreffend. Von links tönte es dann noch in französischem deutsch: "Of die rechte Seite ängen die normale Artikle und links Du kannst finden die Titelartikle!" Und man glaubt es kaum: Cheffe hat persönlich tapeziert! Ich hätt’s echt gern gesehen, aber ich musste vorher noch zum Arbeitsamt, um mich als "demnächst arbeitssuchend" registrieren zu lassen. Wenn man als Arbeitssuchender bis dahin noch nicht jegliche Hoffnung verloren hat – spätestens da passiert’s garantiert. "Wie frustriert können Frauen eigentlich sein?", fragte ich mich, als ich meine Sachbearbeiterin kennen lernte. Ihr seht also, neue Lebenssituation eröffnen einem ganz neue Sichtweisen auf diese Welt und wollen einem sagen: Es könnte echt schlimmer sein!«
Als die Sendung begann, kündigte Natalie im Vorspann an:
»Hier kommt der Erfinder der kreativen Pause: Harald Schmidt!«
Sein erster Standup-Gag hatte eine lange Einleitung: Die meisten hätten es im Laufe des Tages erfahren, die meisten wären entsetzt gewesen, Ungläubigkeit, aber nun wird er selbst etwas dazu sagen: In Hamburg ist die Koalition geplatzt.
»Wie konnte das passieren? Ole von Beust hat gesagt: Sein Partner, Senator Schill, nimmt immer mehr psychopathische Züge an. Das hat man nicht wissen können, oder? Wenn jemand von Anfang an in dieser Koalition normal gewirkt hat, war es Senator Schill! Und jetzt das!«
Dann stellt er am Schreibtisch seinen heutigen Gast Sasha vor und wunderte sich, dass sein Redaktionsleiter Manuel Andrack nicht am Platz saß und der Scharfe Sven nicht das Wasser reinbrachte.
»Ja, also ich meine: Wir ham noch ‘n bisschen, oder? Was ist denn?«
Harald stand auf und ging durch das Gebäude, frug ab und an Mitarbeiter: »Wisst Ihr, wo der Manuel ist?«
Ein paar Stockwerke höher geht im Hintergrund Natalie mit gepackten Koffern durch’s Bild. Nach einigen Minuten findet er im letzten Eck des Hauses Manuel Andrack und den Scharfen Sven: Manuel an einem Schreibtisch wie Schmidt ihn hat, mit einer LED-Laufschrift »Die Manuel-Andrack-Show«, rechts daneben an einer kleinen Schulbank, auf Manuels normaler Position, Sven als Manuels Sidekick. Beide probten gerade ihre eigene Show. Genial!!
Werbung, und im zweiten Teil alles wieder auf Anfang: Harald sitzt wieder an seinem Schreibtisch, Manuel an seinem Nebentisch, der Gast wurde nochmal angekündigt und Sven brachte das Wasser rein. Anschließend ein Einspieler der zeigte, dass sich der Chef um seine Mitarbeiter kümmert, wenn sie von Arbeitslosigkeit bedroht sind: Er ruft persönlich bei der Bundesanstalt für Arbeit an, lässt einen BMW vorfahren und scheucht zwei seiner Mitarbeiter, die sich an einer brennenden Tonne die Hände wärmen, in den Wagen, der dann gen Arbeitsamt abfährt.
Es folgte eine Attacke auf Patrick Lindner, der wegen Steuerhinterziehung verurteilt wurde.
»Vor allem wünsch’ ich mir, dass die ARD weiter zu ihm halt. Weißt, nicht dass sie ihn jetzt
kurz vor Weihnachten rausschmeißen. Aber ich mag den Paddi so, wenn’s an rausschmeißen täten, tät’ ich auch für ihn den BMW anrufen.«
Danach eine weitere Aktion: Das nächste Türchen des Adventskalenders öffnete sich. In diesem Jahr wird Harald an jedem Tag von seinen Mitarbeitern überrascht (in Vorjahren haben die Zuschauer etwas geschenkt bekommen). Kabelhilfe Frank (»Auf der Bühne und im Bett möchte ich "Fränk" genannt werden.«) imitierte seinen Chef.
Fränk: Wenn’s Dir absolut nicht gefallen sollte, fände ich’s schön, wenn ich den Monat noch zu Ende arbeiten dürfte.
Harald: Ich sag’ mal so Frank: Ob das ist weiß ich nicht, aber ich kann Dir eins versprechen: Du darfst im BMW vorne sitzen.
Er hat das ziemlich gut gemacht! :-)
Es folgten die Original-Socken von Guido Westerwelle und eine kurze Zuschaueraktion (Harald schrieb eine Weihnachtskarte für die Freundin einer Zuschauerin aus dem Publikum), bevor der Gast (Sasha) auftrat. Sasha tourt derzeit als »Dick Brave and the Backbeats« durch’s Land und tritt momentan nicht als Sasha auf.
Harald: Wie reagieren Deine Fans drauf? Ich meine: Sasha findet ja zur Zeit gar nicht statt, außer…
Sasha: Wir machen eine Pause.
Harald: Ja, Du machst ‘ne Pause!
[Lachen]
Harald: Ja was ist denn der wahre Grund, sag’ doch mal? Ich mein’ mit der Pause, das sagst Du jetzt so!
[Lachen, Applaus]
[...]
Sasha: Ich find’s ganz schön kalt hier. Habt Ihr die Heizung schon abgestellt?
Harald: Äh, wir nicht!
[Lachen]
Erschienen am Mittwoch, 10.12.2003 @ 0:33
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Tags: Film-und-Fernsehen, hss
Die gestrige Sendung erzielte sehr gute Quoten (mein Standardspruch: »Falls jemand an Quoten glaubt«): Laut
quotenmeter.de sahen 1,79 Millionen Zuschauer zu (17,5% Marktanteil bzw. 20,9% in der "werberelevanten Zielgruppe"). Indessen ist bekannt, wie SAT.1 die entstehende Lücke im nächsten Jahr füllen will: Kress berichtet, dass bis April Schmidt aus der Konserve gesendet werden soll (kein Direktlink mangels Permalink, daher wieder
quotenmeter.de als Quelle): Vom 19. Januar bis 16. April montags bis freitags um 23:15 Uhr läuft »Die Harald Schmidt Show – Die legendärsten Sendungen«.
Das Medienecho am Dienstag war enorm – und mit dieser unsortierten Linksammlung will ich’s damit vorerst auf sich beruhen lassen:
- »Harald hört auf: So nicht, Herr Schmidt!« (SPON, 8.12.)
- »Die besten Sprüche von Harald Schmidt« (tagesschau, 8.12.)
- »Schmidts beste Sprüche« (SPON, 8.12.)
- »Ciiiaoooo« (SZ, 9.12.)
- »Schluss mit lustig« (SZ, 9.12.)
- »Ein Schlüssel zu viel« (SZ, 9.12.)
- »Humor, nie mehrheitsfähig« (SZ, 9.12.)
- »Alle buhlen um Harald Schmidt« (SPON, 9.12.)
- »ennen um die Nachfolge ist eröffnet« (SPON, 9.12.)
- »Heute in den Feuilletons: "Das kann er doch jetzt nicht ernst meinen"« (SPON, 9.12.)
- »Auf die Größe kommt es an« (FAZ, 9.12.)
In allen Medien, auch auf dieser Seite, macht es etwas den Eindruck, als gäbe es kein Wiedersehen: Aber Harald Schmidt ist nicht tot. Es ist doch schade, dass mit seiner Show nach acht Jahren Schluss ist.
Ich denke, dass er in ein paar Wochen irgendwo wieder auftaucht: Vielleicht bei SAT.1 mit einem besseren Vertrag, evtl bei einem anderen Sender (nur bitte nicht Premiere, das krieg’ ich nicht rein). Diverse Sender haben laut dem SPON-Artikel »Alle buhlen um Harald Schmidt« großes Interesse an ihm, sogar seine alte Wirkstätte ARD.
Mir gefällt an Schmidt nicht nur sein tadelloses Auftreten – mal drauf achten: immer Manschetten-Knöpfe, er setzt sich immer nach dem Gast und ist generell sehr höflich, auch wenn er keine zwei Sekunden später auf die Sahne haut.
Was ich sehr schätze, ist seine unübertroffene Schlagfertigkeit. Leider werden all die »Schmidts beste Sprüche«-Seiten dem nicht gerecht, denn die geben fast ausschließlich nur Zitate aus dem Standup-Teil zu Beginn der Sendung wider, die ihm seine Autoren schreiben. In Hochform ist er im Gespräch mit anderen bei spontanen Antworten. Das erfordert aber meistens eine Vorgeschichte oder ein längeres Zitat, und sowas eignet sich natürlich nicht für »Schmidts beste Sprüche«-Seiten.
Hoffentlich dauert seine »kreative Pause« nicht all zu lang. Und die letzten zwei Wochen bitte noch viele Sendungen wie die gestrige.
Erschienen am Mittwoch, 10.12.2003 @ 15:13
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Tags: Film-und-Fernsehen, hss
Donnerstag, 11.12.2003
Manuel: Hast Du gestern Maischberger gesehen?
Harald: Da hatte ich keine Zeit, da musste ich Entlassungsurkunden unterschreiben.
Erschienen am Donnerstag, 11.12.2003 @ 1:48
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Tags: Film-und-Fernsehen, hss
Ich bin heute auf ‘nen Sprung in München. In der SAE hält Professor Clive Pascoe von der
Southern Cross University (Australien), mit der die SAE u.a. zusammenarbeitet, um 14 und 15 Uhr einen 45-minütigen Vortrag zu den BA- und Master-Kursen (Bachelor of Arts und Master of Arts).
An sich hatte ich auch geplant, heute meine 3D-Übung abzugeben. Daraus wird nichts, ich hab’s nicht geschafft. Geschmeidig bleiben: Eine von maximal drei Übungen, die ich verpassen darf. Im Frühjahr kommt noch eine Sound-Übung (wahrscheinlich etwas mit Reason), die könnte nochmal kritisch werden (mit Audio-Programmen hab’ ich’s auch nicht so). Aber ansonsten sollten die restlichen Übungen eigentlich keine größeren Probleme bereiten. Die verpasste Übung schlägt sich noch in der späteren praktischen Vornote nieder: Ein Prozentpunkt Abzug.
Bis zur Prüfung am 5. Januar habe ich noch Gelegenheit, das Cinema-Tutorialbuch zu bearbeiten.
Für das kommende 3D-Projekt im Frühjahr habe ich inzwischen eine erste Idee, bei der ich auch nicht viel modellieren müsste. :-)
Erschienen am Donnerstag, 11.12.2003 @ 9:56
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Tags: cmd, SAE
Ich sitze im
Zug und habe Gelegenheit, über den Unterricht in der SAE am Montag zu schreiben. Nach sehr viel Praxis in den letzten Monaten wird es bis Weihnachten eher theoretisch; es stehen auch keine Übungen an. Die Themen heißen »Rhetorik« (8.12.), »Research« (9.12.), »Projektplanung« (15.12.) und »Storyboarding« (16.12.). Ich nenne Sie die »weichen Themen«.
Dozent in all diesen Fächern ist Alex, der bis zum Sommer Course-Coordinator für uns Pixelschubser an der SAE München war und dann größere Aufgaben in er SAE übernommen hat.
Wie die Überschrift schon sagt, ging es am Montag um Rhetorik. Ein erstes Bild konnte sich der neue Kursleiter, Jochen, am 1.12. während unserer Präsentation des ersten Projekts machen und Alex übermitteln: Wir alle haben fast alles falsch gemacht, was man nur falsch machen konnte, aber aus genau diesem Grund stand seit Monaten dieses Fach für diese Woche im Lehrplan. :-)
Es kommt eben nicht nur darauf an, was man zu sagen hat, sondern auch, wie man es sagt – beziehungsweise dass man es schafft, seine Inhalte dem Zuhörer zu vermitteln.
Dank der Münchner S-Bahn kam ich satte vierzig Minuten zu spät, weswegen ich hier natürlich nicht über den Anfang berichten kann. Als ich kam ging es um die Dinge, die während einer Präsentation zu beachten sind, wenn man beispielsweise vor der Geschäftsführung spricht oder vor Fachpublikum.
Es folgten Tipps zur inhaltlichen Planung einer Rede, die wir auch 1:1 auf unsere kommende Facharbeit anwenden können (zum Beispiel die 5-90-5-Regel oder die Frage, was das Publikum nach der Rede wissen soll, was es vorher nicht wusste).
Wir befassten uns dann recht ausführlich mit dem Punkt »Was kann ich tun, damit meine Rede in Erinnerung bleibt?« In kurzen Situationen und Diskussionen erarbeiteten wir uns die wichtigsten Punkte und Alex gab weitere Tipps.
Für die Einleitung, den Hauptteil und den Schluss einer Rede gingen wir etwas weiter ins Detail: Worauf kommt es in diesen Abschnitten an, welche Möglichkeiten gibt es zur Umsetzung, Tipps für Karteikarten und den Umgang mit Medien (Beamer, Präsentationsfolien).
Nach der Pause ging es um rhetorische Stilmittel (Pausen!), die Nervosität vor einem Vortrag und um Körpersprache bzw. verbotene und empfehlenswerte Körperhaltungen.
Zum Abschluss kamen Killerphrasen und bedrängende Fragen zur Sprache.
Insgesamt eine sehr sinnvolle Unterrichtseinheit, die uns nicht nur bei der Präsentation des nächsten Projekts helfen wird, sondern auch bares Geld wert sein kann (man kann einen Pitch verlieren, wenn man keinen guten Vortrag auf die Reihe bringt). Jetzt heißt es üben, üben, üben.
»Was kann ich tun, damit meine Rede in Erinnerung bleibt?«
– »Strippen.«
Erschienen am Donnerstag, 11.12.2003 @ 11:55
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Tags: rhetorik, SAE
Am zweiten Tag der »
weichen Themen« in der SAE diese Woche besprach Alex mit uns die bevorstehende Facharbeit.
Wir sind der zweite Kurs nach dem MMP1002, der eine Facharbeit schreiben muss (hieß damals noch MMP für »Multimedia Producer« statt CMD für »Creative Media Diploma«). Bisher war erst im aufbauenden Bachelor-Kurs eine Facharbeit von 30.000 Wörtern Umfang gefordert, die Middlesex-Uni London forderte jedoch, dass auch die CMD-Kurse Facharbeiten schreiben sollen. Der Umfang fällt etwas geringer aus: 10.000 Wörter. Wie man’s nimmt ist das Segen oder Fluch: 10.000 Wörter sind nicht all zu viele – wenn man annimmt, dass auf eine A4-Seite im Schnitt etwa 400 Wörter drauf gehen (in 12 pt
Arial/Helvetica im Blocksatz mit anderthalbfachem Zeilenabstand bei links 3 cm Seitenrand sowie oben, unten und rechts 2,5 cm), sind das etwa 25 Seiten. Bilder, Codeschnipsel und Verzeichnisse zählen dabei nicht mit.
Am Schluss des CMD-Kurses gibt’s ein Zeugnis, wenn die Endnote über 80% liegt. Ein Diplom obendrauf gibt’s nur, wenn eine Facharbeit geschrieben und ein Abschlussprojekt abgegeben wird und deren Noten über 70% (Facharbeit) bzw. 80% (Abschlussprojekt) liegen. Die Facharbeit und das Abschlussprojekt fließen außerdem mit jeweils 6% Gewichtung in die Endnote ein. Bei der Bewertung der Facharbeit werden u.a. Form, Sprache und »Tiefe der Ausführung« berücksichtigt.
Für die ganze Aktion gibt es zwei wichtige Termine: 01.03.2004 und 01.07.2004. Zum ersten Termin im März müssen wir das Thema, eine vorläufige Gliederung und eine prozentuale Abschätzung der inhaltlichen Schwerpunkte abgeben. Sinn der Übung ist, dass wir uns bald mit dieser Sache beschäftigen sollen, nicht, dass jemand zwei Wochen vor dem Abgabetermin erst anfängt. Der zweite Termin am 1. Juli ist dann der Abgabetermin.
Wir besprachen nach diesen grundsätzlichen Vorgaben die Form, denn hierfür gibt es strenge Regeln und hohe Ansprüche. Die Arbeit soll korrekt sein, betreffend die Gliederung, Fußnoten, Zitate, Literaturverzeichnis, Quellenverzeichnis und Abbildungsverzeichnis. Kurz gesagt: Es soll nach was aussehen.
Alex betonte mehrmals, dass wir die Arbeit nicht für ihn schreiben, sondern sie uns fachlich weiterbringen soll. Lesen, verstehen, mit eigenen Worten wiedergeben. Wir sollen ausdrücklich nicht über ein Thema schreiben, das wir bereits im Unterricht breit getreten wurde. Das Thema können wir uns selbst aussuchen, es soll aber einen multimedialen Bezug haben und mit dem jeweiligen Fachlehrer abgestimmt sein. Der Titel des Aufsatzes wird zudem im Zeugnis genannt.
Alex erläuterte uns die Zusammenarbeit mit dem Fachlehrer, den wir dreimal treffen sollen: Einmal um das Thema zu besprechen, ein zweites Mal um die vorläufige Gliederung zu besprechen und ein drittes Mal, um die Gliederung abzugeben.
Dann nannte er uns dann die Namen der Fachlehrer (von ihnen wird die Arbeit später korrigiert und benotet): Fünf Leute, darunter Alex, Jochen und Carsten, jeder mit einem oder mehreren Spezialbereichen, die das gesamte Themenspektrum in Sachen Multimedia abdecken.
Vor Plagiaten warnte Alex uns ausdrücklich. Einerseits meinte er, wer fremde Texte seitenweise kopiert, hätte nicht verstanden worum es geht und könne zurück in den Kindergarten gehen. Leider gab es Grund für diesen Appell: Er zeigte uns alte Facharbeiten, in denen Absätze und ganze Seiten rot markiert waren, die ohne Quellenangabe per copy/paste aus dem Web übernommen wurden. Inzwischen sei man sehr fit darin, geklaute Inhalte aufzuspüren; außerdem baut die SAE eine Datenbank mit allen Facharbeiten auf, genannt »Plagiator« – wir müssen deswegen die Arbeit nicht nur gedruckt und gebunden abgeben, sondern auch in elektronischer Form. Es ist natürlich klar, dass geklaute Arbeiten mit der Note 6 bewertet werden.
Gekennzeichnete Zitate sind freilich erlaubt. Wie man richtig zitiert, wird uns Alex nächste Woche zeigen.
Noch zwei Buchtipps, bevor es richtig los ging (Judith Bell und Manuel R. Theisen).
Das schwierigste bei einer solchen Arbeit ist es, das Thema genau zu umreißen. Mit dem Thema »Design« kann ich ganze Bibliotheken füllen, und deswegen muss ich mich in meinem Thema etwas einschränken, um mit dem Platz hinzukommen. Uns stehen 10.000 Wörter zur Verfügung, plus-minus 10%. Wer nur 7.000 Wörter abgibt oder über’s Ziel hinaus schießt und 15.000 Wörter abliefert, muss mit Abzügen oder Schlimmerem rechnen.
Ein Thema muss genau umrissen werden, uns deswegen sind die Titel solcher Arbeiten immer so lang. Wir gingen ausführlich eine Checkliste nach Judith Bell durch und nach jedem Punkt sagte Alex: »Wir haben immer noch kein Thema!« Die Checkliste geht kurz gesagt so:
- Liste von Ideen machen, mit Mind-Maps arbeiten
- Material suchen, denn das schönste Thema hilft nicht, wenn es dazu kein Material gibt
- Aussortieren
- Fragenkatalog zusammenstellen: Fragen, die einem zu den Stichworten einfallen, und die in der Facharbeit beantwortet werden
Die zwei wichtigsten Merksätze: Was soll der Leser wissen, was er vorher nicht wusste? Und: Auf den Punkt kommen (sammeln, aussortieren, sammeln, aussortieren).
Zur Checkliste machten wir gemeinsam zwei Übungen: Oberthema überlegen, Mind-Map dazu erstellen, eine Richtung überlegen, Fragen dazu ausdenken (das ist schwieriger als es klingt!), Themafrage formulieren, zum Beispiel: »Holografie als Marketing-Tool der Zukunft: Überblick zu Funktion und derzeitiger Situation, Nutzen und Kosten.«
Bis 1. März 2004 müssen wir die vorläufige Gliederung abgeben, ergo müssen wir bis dahin mit Mind-Maps, Materialsammlung, Fragen und Thema fertig sein, damit wir in der Zeit bis 1. Juli lesen, auswerten und schreiben können.
»Die perfekte Facharbeit ist eine Materialsammlung, die es in der Form in der Literatur noch nicht gegeben hat.«
Gut, soweit in knapper Form das, was wir letzten Dienstag im Unterricht besprochen haben.
Ich habe schon seit längerem eine Idee, in welche Richtung ich gehen will, hätte aber ohne den Unterricht heute ganz falsch angefangen und wäre dann wahrscheinlich mit meinen 10.000 Wörtern in Schwierigkeiten gekommen.
Unabhängig davon mache ich mir Gedanken, wie ich das schreiben soll. Word schied dabei sofort aus: Mehr als fünf Seiten vertraue ich Word nicht an, das ist mir zu riskant. Ich spreche aus Erfahrung: Nur mit Text gefüllt sind 25 bis 30 Seiten kein Problem, aber wenn noch Bilder, Fußnoten, Inhaltsverzeichnis, Literaturverzeichnis, Quellenverzeichnis und Abbildungsverzeichnis dazukommen, dann fliegt der Laden auseinander.
Im Moment habe ich zwei Alternativen im Sinn: XML und LaTeX.
XML finde ich sexy: Mit der Syntax bin ich bereits von (X)HTML vertraut, es ist ein Text- und kein Binärformat, es wäre meinem Multimedia-Studium angemessen und mit InDesign kann man es auch noch schön stylen (in erster Linie geht es ja um den Inhalt, deswegen muss ich den Text nicht direkt in einem Layout-Programm wie InDesign schreiben). Der Nachteil: Ich weiß nicht, wie InDesign mit XML zusammenarbeitet. Also es funktioniert prinzipiell, aber ich kenne nicht die genauen Abläufe. Wir hatten in der SAE zwar zwei Wochen DTP-Unterricht mit InDesign, der deckte aber nur Theorie und die Grundlagen der Gestaltung mit InDesign ab. XML ist da denke ich etwas »advanced«. Im Web ist außerdem ziemlich wenig zu diesem Thema zu finden.
Die zweite Alternative ist LaTeX, gesprochen »La-Tech«. Dieses Textsatz-System ist vor allem bei Naturwissenschaftlern beliebt und hat sich seit über zehn Jahren in tausenden von Projekten jeder Größe bewährt. Vorteile: Mit Micha habe ich eine Expertin auf diesem Gebiet, die mir eine Einführung geben kann und die sich schon zur Beantwortung von Fragen bereit erklärt hat. LaTeX ist außerdem kostenlos und für Mac OS X gibt es nicht nur eine LaTeX-Distribution, sondern mit TeXShop auch eine anscheinend gute Software (Apple Design Award 2002) sowie tonnenweise deutsche und englische Dokumentation im Netz, ob Mac-spezifisch oder zu LaTeX generell (1, 2, 3).
Mit LaTeX wollte ich mich vor Jahren schon mal beschäftigen, habe aber nie richtig damit angefangen (die Lernkurve ist sehr steil). Eines von beiden Systeme (InDesign mit XML-Input verwenden oder LaTeX) muss ich sowieso lernen. Mal sehen, für was ich mich entscheide. Meinungen, Tipps?
Okay, ich bin fast in München, währrend ich das schreibe (1, 2). Der ICE fuhr mit 15 Minuten Verspätung aus Erlangen ab und bis Augsburg konnte er die Verspätung auf 20 Minuten ausbauen. Um 13 Uhr verließen wir Augsburg und eigentlich wäre die Ankunft in München 13:09 gewesen – von Augsburg bis München benötigt der ICE aber 30 Minuten.
Erschienen am Donnerstag, 11.12.2003 @ 12:20
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Tags: cmd-facharbeit, SAE
Freitag, 12.12.2003
Der CSS-Guru Eric Meyer und seine Frau Kat haben am 9. ihr erstes Kind bekommen. Wie
gratuliert das Webstandards-Projekt standesgemäß?
#ericmeyer:first-child
Most WaSP readers are very familiar with WaSP’s good friend Eric Meyer, who has helped the world learn Cascading Style Sheets.
Well today, WaSP would like to publicly celebrate the birth and homecoming of Carolyn Maxwell Meyer, first child to Eric and Kat. By all reports she is very well-formed and valid.
The question remaining on every WaSP’s mind is whether any adjacent siblings are in the planning.
[Hervorhebungen von Fachtermini durch mich.]
Sehr nett!
Erschienen am Freitag, 12.12.2003 @ 11:22
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Tags: diverse, Film-und-Fernsehen
Bei Aubade.com gibt’s den neuen
Kalender als
Download.
:-o
Hmm, März und September.
:-)
Erschienen am Freitag, 12.12.2003 @ 11:33
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Tags: diverse, Film-und-Fernsehen
Ekki zeigte Harald, Suzana, Manuel und Helmut in der gestrigen Sendung ein wenig Teak-won-Do:
Ekki: Ich würd’ sagen, wir machen ein kurzes Aufwärmtraining und dann ein bisschen Dehnübungen, Stretching und dann macht Ihr einfach ein paar Tritte gegen die Pratze.
Harald: Gegen wen?
Ekki: Pratze. Das ist so ein Schlaggerät.
Harald: Ach so, ich dachte das sei die neue Unterhaltungschefin.
Erschienen am Freitag, 12.12.2003 @ 15:45
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Tags: Film-und-Fernsehen, hss
Ich kann mich immer mehr für die
LaTeX-Lösung für meine Facharbeit begeistern (elektronisch gebe ich dann eine PDF-Datei ab, das sollte kein Problem sein).
Die Installation von
teTeX und
TeXShop (beide für OS X) war dank der
Anleitung von unimac.ch kein Problem und auch die
ersten Schritte gelangen auf Anhieb.
Als Editor werde ich wahrscheinlich
BBEdit nehmen: kenne ich, liebe ich. Zu meiner Überraschung bringt er auch gleich ein Syntax-Highlighting für TeX mit. Im Moment müsste ich noch die .tex-Datei in den TeXShop laden und dort parsen lassen, es gibt jedoch für BBEdit
Plugins, mit denen teTeX von BBEdit aus angesteuert werden kann.
Etwas, worüber ich mir noch Gedanken gemacht habe, war das Wörterzählen: Ich muss 10.000 Wörter plus-minus 10% schreiben. Mit LaTeX selbst oder dem TeXShop geht das nicht, und in BBEdit macht es ebenfalls keinen Sinn, sich die Infos aus dem Menü »Window, Get Info« anzusehen: Die LaTeX-Befehle wie \begin{document} werden mitgezählt.
Hier tritt das Terminal in Aktion:
detex test.tex | wc -w
Diese Zeile entfernt (temporär) alle LaTeX-Befehle und lässt nur die Wörter übrig. Per Pipe wird der Klartext an das Programm »word count« übergeben, dass die Wörter zählt.
So ganz haut das aber noch nicht hin, denn allein die Zeile »Das ist mein erstes Dokument! Sch\”on!« mit sechs Wörtern hat laut wc neun Wörter. Kommt detex da evtl mit dem Umlaut durcheinander? Zählt es die Seitenzahl und die Satzzeichen mit? Selbst die Zeile »Das ist mein erstes Dokument!« mit fünf Wörtern hat laut wc angeblich acht Wörter. Was passt da nicht?
Verzeichnisse, Bilder und Code-Schnipsel sollen bei der Wortzahl nicht berücksichtigt werden. Da muss ich evtl noch etwas experimentieren und Code-Beispiele evtl per \include reinholen (und für’s Wörter zählen draußen lassen). Problem: \include fängt laut Doku immer eine neue Seite an (bei mir steigt TeXShop mit einem Parsing-Fehler aus). Lässt sich das mit der neuen Seite irgendwie vermeiden? Stattdessen nur neuer Absatz?
Hier meine test.tex-Datei:
\documentclass{article}
\usepackage[ngerman]{babel}
\usepackage[applemac]{inputenc}
\begin{document}
Das ist mein erstes Dokument! Sch\"on!
\include{genauso}
\end{document}
Fehlermeldung:
(/usr/local/teTeX/share/texmf.tetex/tex/latex/base/applemac.def)) (./test.aux)
[1{/usr/local/teTeX/share/texmf.tetex/dvips/config/pdftex.map}] (./genauso.tex
! LaTeX Error: Can be used only in preamble.
l.1 \documentclass
{article}
! LaTeX Error: Can be used only in preamble.
l.2 \usepackage
[ngerman]{babel}
?
Die Datei genauso.tex auf der gleichen Verzeichnis-Ebene:
\documentclass{article}
\usepackage[ngerman]{babel}
\usepackage[applemac]{inputenc}
\begin{document}
Hier stehen ein paar tolle Gedanken. Ganze neun W\"orter.
\include{genauso}
\end{document}
Ich bin verwirrt. Weil wc mehr Wörter zählt als ich und weil der include-Befehl nicht funktioniert.
Erschienen am Freitag, 12.12.2003 @ 21:07
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Tags: cmd-facharbeit, SAE
Samstag, 13.12.2003
Vor ein paar Tagen habe ich eine neue Version des
find-Plugins für
Blosxom von Fletcher T. Penny installiert (Version 0.4 auf
0.7 aktualisiert). Das find-Plugin sorgt für die Suchfunktion auf der rechten Seite.
Die neue Version bringt vor allem die Möglichkeit, auch nach Begriffen mit Umlauten zu suchen (früher gab es eine Fehlermeldung).
Bei der Gelegenheit habe ich die Ergebnisseite überarbeitet: Es werden nun nicht mehr die kompletten Texte angezeigt, sondern nur noch die Überschriften der Einträge zzgl. Datum und Uhrzeit, der Kategorie und der Anzahl der abgegebenen Kommentare (die nun übrigens auch mit durchsucht werden). Diese kompaktere Darstellung erhöht den Nutzwert der Ergebnisseite m.E. erheblich. Die Ergebnisse werden nicht nach Relevanz oder Kategorien sortiert, sondern in chronologisch absteigender Reihenfolge angezeigt.
Die Arbeitsweise der Suchfunktion habe ich ausführlich auf der Archiv-Seite beschrieben. Außerdem gibt es auf jeder Ergebnisseite unten nach den Ergebnissen einige Hinweise.
Eine Möglichkeit, die es seit find 0.5 gibt, verwende ich derzeit nicht: Die Anzeige der letzten x Suchanfragen.
Vielleicht füge ich das mal ein, aber im Moment finde ich es nicht so spannend. Wobei teilweise nach seltsamen Begriffen auf meiner Seite gesucht wird (alle paar Wochen sehe ich mal ins Logfile):
- Frankiermaschine
- Zeitungskommentar zum Thema Büchergeld an Schulen
- Stadtplan Bagdad
- Weihnachten in Deutschland
- einsetzungsverfahren
- beim konvertieren von Text von PC zu Mac passiert was
- schrankbett
- belinea implodiert
- abbildung von einer schachtel lucky strike
Ansonsten durchaus nachvollziehbare Suchanfragen, häufig mit Mac- oder SAE-Bezug und zu Dingen, über die ich mal geschrieben habe.
Nach Phrasen – also exakten Wortfolgen, die in Anführungszeichen stehen müssen – wird kaum gesucht. Logische Operatoren wie OR und NOT oder Klammern sowie reguläre Ausdrücke wurden bei den bisherigen Suchanfragen überhaupt nicht verwendet (standardmäßig werden mehrere Suchbegriffe mit AND verknüpft).
Nachtrag (14:59 Uhr): Jetzt klappt’s auch mit den RecentWritebacks. Durch das Hinzufügen von ?recent=5 zur URL kann ich die Einträge sehen, die in den letzten 5 Tagen neue Kommentare erhalten haben (unabhängig vom Alter der Einträge selbst). Sehr praktisch, da bei mir das Plugin writeback-notify nicht funktioniert, das mir sonst E-Mails bei neuen Kommentaren schicken würde.
?recent=5 (oder ein anderer Zeitraum) kann an jede URL angehängt werden, ich empfehle aber, mein recent-Flavour zu verwenden:
Diese Funktion wird vorerst nicht in der Navi verlinkt, aber der eben genannte Link findet sich künftig ganz unten auf jeder Kommentar-Seite (»Letzte Worte«).
Mit den RecentWritebacks fällt es Teilnehmern an einer Diskussion und mir leichter, neue Kommentare zu Einträgen aufzuspüren. Goldene Zeiten.
Erschienen am Samstag, 13.12.2003 @ 13:37
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Tags: Interna
Montag, 15.12.2003
Jeden Mal im ICE 1514, Abfahrt um 14:48 aus dem Münchner Hauptbahnhof gern Norden: Pünktlich,
pünktlich zur vollen Stunde, während der Hauptnachrichten im Radio, macht der ZuB seine Durchsage. *argh!*
Kann man die Leute, die um kurz vor 15 Uhr in München-Pasing zusteigen, nicht noch zwei Minuten auf die Ansage warten lassen?
Das zweite was gar nicht geht, sind alte Berlinerinnen, die dem ZuB bei der Fahrschein-Kontrolle ihre Lebensgeschichte erzählen. Und das Konzept eines Call-Centers nicht begriffen haben (»Da war immer ‘ne andere dran.«).
Erschienen am Montag, 15.12.2003 @ 18:56
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Tags: bahn, Verkehr
Dienstag, 16.12.2003
Erschienen am Dienstag, 16.12.2003 @ 0:23
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Tags: Film-und-Fernsehen, hss
Der Spiegel
schreibt in seiner aktuellen Ausgabe, der Handel befürchte dieses Jahr ein sehr schlechtes Weihnachtsgeschäft.
Ich weiß nicht, wo die ganzen Leute herkommen, die die Straßen und Geschäfte verstopfen.
Weihnachtsgeschenke kaufe ich zwar auch erst in den letzten drei Tagen vor Weihnachten (wenn ich sie nicht online bestellen kann), aber ich gehe dabei wenigstens nach einem verblüffend einfachen Muster vor:
- Reingehen
- Kaufen
- Rausgehen
Keine Notwendigkeit, sich im Geschäft – oder noch besser: zehn Geschäften – den Kopf zu zerbrechen. Das macht man in der Badewanne, im Bus oder am Computer, aber nicht zwischen den Grabbeltischen.
P.S.: Schneegestöber in München.
Erschienen am Dienstag, 16.12.2003 @ 18:43
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Tags: Leben, tageszusammenfassung
Nullsoft veröffentlichte heute nach einer
Meldung von Heise die Version 5.0 von
Winamp.
»Winamp 5 bringt unter anderem eine erweiterte Version der Winamp-3-Medienbibliothek mit, in der man per Direktsuche nach Songs fahnden, Songs bewerten und nach diversen Kriterien sortieren kann…«
Wow, nur drei Jahre nach der Vorstellung von iTunes…
Und iTunes rippt und brennt CDs sogar ohne Aufpreis mit Maximal-Geschwindigkeit, und codiert ohne Aufpreis in mp3 und AAC. Im Gegensatz zu Winamp 5.
Erschienen am Dienstag, 16.12.2003 @ 20:08
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Tags: Apple, get-a-mac
Mittwoch, 17.12.2003
Eben ein ungewöhnliches Erlebnis: Ich importiere gerade ein Video in meinen Mac, da gibt es unter meinem Schreibtisch ein spratzelndes Geräusch und der Rechner geht aus. Ich kann ihn auch nicht wieder einschalten. Strom war aber ansonsten noch im Raum präsent und ich denke mir: »Scheiße, was ist jetzt los?«
Power Mac aufgeklappt um zu sehen, ob irgendwo was qualmt. Gedanke: »Die einjährige Hersteller-Garantie läuft noch bis Februar. Wäre ungünstig den Rechner weggeben zu müssen, aber das iBook wäre ja noch im Haus.« Im Rechner qualmt nichts, es riecht nichts und es sieht auch nirgendwo verbrannt aus. Wieder ein Versuch, den Rechner einzuschalten, erst am Display, dann am Mac selbst. Nichts.
Stecker aus der Steckdosenleiste gezogen, da sehe ich ein rotes Plastikteil: Die Kappe des Schalters war nicht mehr an der Leiste dran. In der Vertiefung des Schalters die Überreste des selben: Eine Feder, gesprungene Plastikteile, zwei Metallspangen. Irre, das einfach so der Schalter alle Viere von sich streckt, denn den habe ich noch nie benutzt – insofern kein Fall von Materialermüdung durch Überbeanspruchung.
Macht nichts, unter’m Regal wartet bereits die nächste Steckdosenleiste auf ihren Einsatz ohne Wiederkehr (eine ohne Schalter). Stecker in die neue Leiste rein, Power Mac angeschaltet, läuft.
Die Verluste an Arbeit und geöffneten Safari-Tabs halten sich zum Glück in Grenzen.
Erschienen am Mittwoch, 17.12.2003 @ 14:55
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Tags: diverse, Film-und-Fernsehen
Okay, die »
letzten Worte« – die Kommentare der letzten fünf Tage – haben nun
doch ihren Weg in die Navigation auf der rechten Seite gefunden; ist ganz praktisch.
Bei der Gelegenheit habe ich in der Navi etwas aufgeräumt: Die noch nie verlinkten Punkte »Cast & Crew« und »Leben im Zeitraffer« habe ich erstmal rausgenommen. Die entsprechenden Inhalte sind zwar fertig, aber ich weiß noch nicht, ob ich sie online stellen will. Der Punkt »Über dieses Weblog«, ebenfalls noch nicht verlinkt, ist aber nach wie vor geplant und bleibt drinnen. Evtl habe ich »zwischen den Jahren« Zeit, den Text dazu fertig zu schreiben.
Der Link zu Siebenviertel in der Sektion »Outside Reading« ist gleichfalls verschwunden. Seine Texte sind zwar immer gut (hinsurfen!), aber er schreibt nur alle paar Wochen. Da mir in der rechten Spalte immer noch zu viel Text steht, war sein Link der erste, von dem ich mich verabschiedet habe. Sorry.
Erschienen am Mittwoch, 17.12.2003 @ 16:32
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Tags: Interna
Donnerstag, 18.12.2003
Vorgezogene Weihnachtsgeschenke? Apple pustet Updates in Netz, das gibt’s gar nicht. In den letzten zwei Tagen gab es
acht Updates:
Am 16.12. gab es außerdem noch eine neue Version des Apple Remote Desktop Clients, 1.2.4 (Macrumors).
Kleine Wartungsupdates nur, aber hey, immerhin! Jetzt noch neue Versionen von iPhoto, iSync und iCal zur Macworld am 5. Januar, dann bin ich glücklich. :-)
Erschienen am Donnerstag, 18.12.2003 @ 23:03
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Tags: Apple, software
Freitag, 19.12.2003
Heute Vormittag ab 9 Uhr stand die
Telekolleg-Abschlussprüfung in Englisch an, 165 Minuten.
Ich war satte 20 Minuten vor der Zeit fertig, wie schon bei der
zweiten Feststellungsprüfung im Oktober.
Der Ablauf war bekannt: Ein recht langer Text mit acht Fragen zu selbigem (30 Punkte AFAIK), als zweite Aufgabe entweder Letter oder Composition (ich entschied mich diesmal für Letter, auch 30 Punkte), ein kleiner Grammatik-Teil (20 Punkte) und eine längere Übersetzung (40 Punkte).
Es lief ganz gut, aber ich fand die Prüfung trotzdem sehr schwer.
Der Text aus der ersten Aufgabe war zwar lang, aber er gab für acht Fragen zu wenig her. Bei manchen Fragen konnte ich nur die Argumente verwenden, die ich schon in der Frage zuvor ausgewalzt hatte. Thema des Textes waren Wasserstoff-Autos, das Ende der Erdöl-Ära wegen dem Verbrauch der Ressourcen und wie sich amerikanische und europäische Regierungen und Unternehmen darauf einstellen. Der Text wurde von einem Time-Artikel adaptiert.
Im Letter sollten wir in 150 bis 200 Wörtern argumentieren, weswegen Energie sparen sinnvoll ist. Alternativ die Composition mit Argumenten zur umweltgerechten Erziehung im Kindergarten und der Grundschule.
Der Grammatik-Teil bestand wie immer aus einem Lückentext, diesmal ein (fiktives) Interview zwischen einem Journalisten und einem Vertreter eines Industrieverbandes, der an einem Wasserstoff-Auto bastelt.
Die Übersetzung in der letzten Aufgabe drehte sich um Mobbing in der Schule: Ein Student berichtet von seiner Kindheit, wie er es schaffte damit umzugehen und was Psychologen raten (adaptiert von einem Economist-Artikel; könnte auch Time gewesen sein und der Wasserstoff-Artikel aus dem Economist, ich weiß es nicht mehr).
An sich soll man ja so eng wie möglich am Text übersetzen: Nichts dazudichten und nichts weglassen. Der Artikel war aber recht fies, da er völlig unsinniges Deutsch ergeben würde, hätte man ihn so wörtlich wie möglich übersetzt. Da gab es zum Beispiel eine Formulierung in der Art »(to see) through the tunnel a brighter day«. Wörtlich übersetzt würde so was kein Mensch hierzulande sagen, deswegen entschied ich mich für »Licht am Ende des Tunnels«. Man beachte: »Licht« und »Ende« kamen in der englischen Vorlage nicht vor, es wären also eigentlich »dazugedichtete« Wörter.
Oder am Schluss: Der Student mit seinen Erfahrungen wird gefragt, was er einem Kind raten würde, das die gleichen Erfahrungen macht wie er früher. Im nächsten Satz geht es dann (sinngemäß) darum, dass man sich ein erwachsenes Vorbild schnappen soll. Seine Antwort:
»Reach out.«
Wie soll man das bitte übersetzen?!
Insgesamt habe ich ein recht gutes Gefühl, sprich: Irgendwas zwischen Eins und Drei wird’s werden, wahrscheinlich eine Zwei.
Heute kam auch die Anmeldebestätigung für den nächsten Kurs, der am 1. März 2004 startet (ich muss ja noch Mathe, Physik und Technologie angehen). Waren nochmal 25 Euro Anmeldegebühr (auf den Anmeldezettel hatte ich geschrieben, dass ich keine Bücher und Bögen mehr brauche; ich hoffe, dass nächstes Jahr die selben Bögen verwendet werden).
Ah ja, die Note aus der Feststellungs-Prüfung Geschichte von vor zwei Wochen: Ein Zweier mit 82 von 100 Punkten. Scheinbar ein linearer Notenschlüssel, denn ab 85 Punkten hätte es die Eins gegeben. Die fehlenden drei Punkte hätte ich aber glaube ich auch nicht mehr zusammengebracht, wenn ich noch fünf Minuten mehr gehabt hätte.
Erschienen am Freitag, 19.12.2003 @ 17:14
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Tags: Telekolleg
Seit rund zehn Jahren gibt es in meinem weiteren Freundeskreis einen Termin, der jedes Jahr der selbe ist: Freitag vor Weihnachten gibt’s Feuerzangenbowle. Und zwar »Film und Gesöff.«
Bis auf letztes Jahr war ich immer dabei, und normalerweise lasse ich da auch nichts dazwischen kommen (egal, ob am nächsten Tag Wirtschaft-Abschlussprüfung ist).
Heute war es wieder soweit, dieses Jahr bei Kristin und Michl. Obwohl ein paar Leute gefehlt haben, kamen einige Gäste zusammen.
Ohne all zu sehr ins Detail gehen zu wollen: Es war wieder sehr schön! Ich schwang mich bei 2 Grad und Nieselregen todesmutig auf’s Fahrrad, um die zwanzig Minuten über Feldwege zu fahren – Verena hat das Auto selbst gebraucht. :-)
Allerdings ging ich zweitig gegen halb elf, lieber doch noch einen Blick in die Wirtschaft-Bücher werfen. :-)
Erschienen am Freitag, 19.12.2003 @ 23:08
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Tags: Leben, tageszusammenfassung
Samstag, 20.12.2003
Okay, die Abschlussprüfung Wirtschaft liegt nun auch hinter mir. Wieder ein Schritt näher am Fachabitur. Gestern war Englisch dran.
Noch vor einer Woche hätte ich über den heutigen Tag gesagt, dass es ein Desaster werden würde, aber es lief doch ganz gut. Mit der Zeit kam ich auf die Minute hin. Zehn Minuten mehr hätten auch nichts mehr gebracht, manche Dinge wusste ich einfach nicht.
Insgesamt gibt’s 100 Punkte zu verteilen, je 50 für VWL und BWL. Das Themenspektrum war recht bunt, so dass es keinen Sinn macht, das hier aufzuführen. Bei vielen Fragen schrieb ich wie ein Wasserfall, bei anderen machte ich einfach nur einen Strich hin, Stichwort »Leistungsbilanz« (keine Sorge, habe ich nur zweimal gemacht, je zwei Punkte).
Mit etwas Glück ist vielleicht sogar eine Zwei drin, ein Dreier oder Vierer sollte es aber schon sein.
Ich bin so froh, dass das endlich hinter mir liegt. Nichts gegen den Unterricht unserer beiden Lehrer – Herr S. im dritten Trimester in VWL und Herr K. im jetzigen vierten Trimester in BWL –, der war exzellent. Sehr abstoßend waren jedoch die Begleitmaterialien, die dicht dran waren an der jenseitigen Qualität von Informatik-Buch und Informatik-Hausaufgaben-Bögen: Trockenste Materie, nur spärlich gespickt mit Beispielen aus dem wirklichen Leben, gepaart mit Worthülsen wie aus dem Maschinen-Gewehr, Glanzlichter wie diese hier:
»Kostenträger sind Leistungen, deren Erstellung Kosten verursacht.«
[...]
»Leistungen ohne Ertragscharakter sind kalkulatorische Leistungen.«
[...]
»Leistung ist das in Geld bewertete Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit.«
[...]
»Aufwand ist der Wertverbrauch von Gütern innerhalb einer Rechnungsperiode. Kosten sind die Werte der Güter und Dienstleistungen, die für die Leistungserstellung verbraucht werden.«
[...]
»Der Zahlungsverkehr bezeichnet die Gesamtheit der Kaufkraftübertragungen.«
Worte bei denen man sich denkt: »Schön.«
Begriffe wie »Leistungserstellung« oder »Kaufkraftübertragungen« kann man sich noch ins Deutsche übersetzen, aber »angenehm zu lernen« ist etwas anderes.
Dazu Hausaufgaben-Bögen wie ich sie hasse: Es wird nur auswendig gelerntes Wissen abgefragt und nicht Verständnis. Zu Fragen den Fragen kann man die Antworten i.d.R. 1:1 aus dem Buch abschreiben. Fragen wie:
»Welches Ziel verfolgt das strategische Controlling?«
– Antwort: »Beim strategischen Controlling steht im Vordergrund, langfristig erfolgversprechende Geschäftsfelder auszubauen und Kernkompetenzen zu entwickeln.«
[...]
»In welchen Schritten verläuft die Kostenstellenrechnung?«
– Antwort:
- »Bildung von Kostenstellen und Verteilung der Gemeinkosten auf die Kostenstellen«
- »Innerbetriebliche Leistungsverrechnung (Abrechnung der Kostenstellen untereinander)«
- »Ermittlung der Gemeinkostenzuschlagssätze als Grundlage für die Kostenträgerrechnung«
Das ist die große Gefahr dabei: Man wird verleitet, es sich bei den Hausaufgaben einfach zu machen (und exakt diese Antworten sind verlangt!) und fällt dann bei den Prüfungen auf die Nase. Um bei den Hausaufgaben nicht vor Langeweile vornüber zu kippen, bringt man durch Umformulierung der Antworten aus dem Buch etwas Spannung rein. Im Gegensatz zum noch schlechteren Informatik-Buch gibt es in Wirtschaft immerhin ein Sachregister, um die Antworten schnell finden zu können.
Durch die bereits erwähnten schlechten Bücher (eines für VWL, eines für BWL) wird es einem nicht leichter gemacht, sich richtig auf die Prüfungen vorzubereiten.
Erschienen am Samstag, 20.12.2003 @ 15:21
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Tags: Telekolleg
Wie geht’s jetzt weiter?
Am 10. Januar 2004 werden die Ergebnisse der beiden Telekolleg-Abschlussprüfungen von
gestern und
heute bekannt gegeben.
Wer in die mündliche Prüfung kann und will – freiwillig, man kann sich verbessern, aber nicht verschlechtern –, tritt am 17. Januar an.
Zeugnisse und Bescheinigungen gibt’s am 24. Januar.
Mit den letzten Prüfungen für diesen Kurs habe ich jetzt fünf Fächer hinter mir:
- Sozialkunde (Zeugnisnote: 2)
- Deutsch (2)
- Geschichte (2)
- Englisch (Ergebnis am 10.01.04)
- Wirtschaft (Ergebnis am 10.01.04)
Diese Fächer stehen für mich noch aus und kommen im nächsten Kurs:
- Mathematik (1. bis 3. Trimester)
- Physik (2. Trimester)
- Technologie/Informatik (3. Trimester)
Wann droht welches Fach?
- 1. Trimester: 01.03.04 – 28.05.04 (Mathe)
- 2. Trimester: 28.06.04 – 29.10.04 (Mathe, Physik)
- 3. Trimester: 15.11.04 – 18.02.05 (Mathe, T/I)
- [4. Trimester: 07.03.05 – 03.06.05]
In etwas über einem Jahr, am 12. März 2005, kann ich dann hoffentlich drei Kreuze machen, denn das ist der Tag der Mathe-Abschlussprüfung. Meine weiteren Prüfungstermine:
- Mathematik: 19.06.04 (1. FP), 15.01.05 (2. FP), 12.03.05 (AP)
- Physik: 20.11.04 (FP)
- T/I: 26.02.05 (FP)
Am 13.07.2005 ist Zeugnistermin. :-)
Der neue Telekolleg-Kurs beginnt am 1. März 2004. Falls sich Leser aus Bayern, Rheinland-Pfalz oder Brandenburg dafür interessieren: Anmeldeschluss ist der 15. Februar 2004.
Hier nochmal ein wenig ausführlichere Informationen für diejenigen die nicht wissen, was das Telekolleg ist:
Durch das anderthalb-jährige Telekolleg (vier Trimester zu drei Monaten plus Ferien) kann man neben dem Beruf die Fachhochschulreife erwerben. Gelernt wird zu Hause mittels täglichen, halbstündigen Sendungen, Begleitmaterial (Bücher, CD-ROMs) und Hausaufgaben-Bögen. Die Abgabe der Bögen zu den Unterrichtstagen (»Kollegtagen«) samstags ist Pflicht, um an den Festellungsprüfungen teilnehmen zu dürfen.
In Deutsch, Englisch und Mathematik werden zwei Festellungsprüfungen geschrieben (Ende des ersten und dritten Trimesters bzw. in Englisch Ende des ersten und vierten Trimesters). Die Noten aus den Feststellungsprüfungen bilden die Vornote, die genauso viel wiegt wie die Note der Abschlussprüfung. Bei besserer Abschlussprüfungs-Note überwiegt diese wenn der Durchschnitt auf der Kippe steht, bei schlechterem Abschneiden kann man in eine mündliche Prüfung gehen (auch nur, wenn der Durchschnitt ,5 ist).
Zur Anmeldung muss eine Fachrichtung gewählt werden: Wirtschaft, Technik und Sozialwesen.
Wirtschaftler haben im dritten Trimester VWL und im vierten Trimester BWL. Ende des vierten Trimesters gibt es eine Feststellungs-Prüfung über beide Fächer und eine Abschlussprüfung. Außerdem gibt’s Technolgie/Informatik im 3. Trimester (FP-Note = Zeugnis-Note).
Die Techniker haben Chemie als Nebenfach im ersten Trimester (FP-Note = Zeugnis-Note) und ein zusätzliches Physik-Trimester (zwei Physik-FP plus Abschlussprüfung, Wirtschaft- und Sozialrichtung nur eine Physik-FP Ende des 2. Trimesters für die Zeugnisnote).
Die Sozialrichtung bekommt als Nebenfach Biologie im zweiten Trimester (FP-Note = Zeugnis-Note) und Psychologie im vierten Trimester (FP als Vornote und Abschlussprüfung).
In den Nebenfächern Sozialkunde und Geschichte, die beide nur ein Trimester unterrichtet werden, gibt’s nur eine Feststellungs-Prüfung (=Zeugnis-Note).
Vom 08.12.03 bis 27.02.04 läuft ein Vorkurs. Für manche Leute ist der Pflicht (siehe Telekolleg-Website) – wer Mittlere Reife hat, muss ihn aber nicht machen. Zumindest die Sendungen, v.a. in Mathematik, sind jedoch sehr empfehlenswert, falls man schon etwas länger aus der Materie raus ist. Ich hatte 7 Jahren mit dem Mathe-Stoff nichts mehr zu tun und musste deswegen Mathe auf den nächsten Kurs schieben. Die Sendetermine und Themen für den Vorkurs gibt’s ebenfalls online.
Zur Möglichkeit, das Telekolleg auf zwei Kurse aufzuteilen, habe ich schon mal geschrieben. Nicht absolvierte Fächer müssen unbedingt im nächsten Kurs abgeschlossen werden, sonst darf man von vorne anfangen. In meinem Fall war es kein Problem, mich erst während des laufenden Kurses für diese Möglichkeit zu entscheiden. Ich bin einer von zweien, die diesen Weg gewählt haben. Der Kollege ist auch an Mathe gescheitert, hat aber immerhin bis kurz vor der zweiten FP durchgehalten.
Beim Start des Telekollegs waren wir glaube ich 38 Leute. Bei den beiden Prüfungen an diesem Wochenende haben noch 16 mitgeschrieben. Die meisten anderen haben schon nach den ersten sechs Monaten aufgegeben. Wenn man jemanden an drei Kollegtagen hintereinander nicht sieht ist das ein sicheres Zeichen dafür, dass er/sie aufgegeben hat (davon ab, dass Unmengen von Stoff fehlen, den man auch für die Prüfungen braucht, und dass Präsenz Pflicht ist).
Das Telekolleg ist eigentlich nicht zu schwer (bis auf Mathe vielleicht), es nimmt nur sehr viel Zeit in Anspruch: An Samstagen die Kollegtage von 8 bis 13 Uhr, meistens zwei-wöchentlich, manchmal nur alle drei Wochen aber durchaus auch mal wöchentlich. Die Kollegtage finden in Bayern an einer lokalen Fachoberschule/Berufsoberschule (Kollegtagsschulen) statt, in Rheinland-Pfalz an Berufsbildenen Schulen und in Brandenburg an bestimmten Volkshochschulen. Dazu kommen die halbstündigen Fernsehsendungen fünfmal die Woche, die Kapitel in den Büchern, die Hausaufgaben-Bögen (etwa eine Stunde pro Stück pro Fach)…
Für weitere Infos und Anmeldung: www.telekolleg.de.
Erschienen am Samstag, 20.12.2003 @ 17:49
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Tags: Telekolleg
Sonntag, 21.12.2003
Jede Anwendung erlaubt heutzutage das Speichern der geöffneten Dokumente – jede Anwendung? Nein, Webbrowser bieten dieses Feature nicht, könnten es aber dringend benötigen.
Ich gehöre nicht zu den Leuten, die einmal am Tag ins Web gehen, den Kontostand abfragen und dann den Computer wieder einmotten. Der Browser ist für mich eines der wichtigsten Programme überhaupt: Er läuft bei mir ständig und ich habe zu jedem beliebigen Zeitpunkt ein ganzes Rudel an Seiten offen, dutzende von Tabs in zig Fenstern.
Häufig ist es bei mir sogar so, dass ich Tabs zu einem bestimmten Thema in einem Fenster zusammenfasse: Das Fenster mit den 5 Tabs zu Mac-Themen, das Fenster mit den 26 Tabs zu Spiegel- und Heise-Artikeln die ich noch lesen will, das Fenster mit 8 neuen CSS-Artikeln von diversen Seiten etc.pp.
Ein kleineres Problem lässt sich mit eiserner Disziplin in den Griff bekommen: Genau hinschauen, wohin man klickt. Versehentlich die Schaltfläche zum Schließen eines Fensters erwischt? Pech für die 20 Tabs, die darin geöffnet waren, die sind weg.
Ärgerlich ein Bug in Apples Safari: Ein Fenster mit einer einzelnen Seite kann per Apfel-W geschlossen werden, allerdings schließt der nächste Druck auf Apfel-W unter Umständen nicht den aktiven Tab im nächsten Fenster, sondern gleich das ganze Fenster mit all seinen Tabs (wer’s testen möchte: Auf tvtv.de in der Tagesansicht auf eine Sendung klicken, dann das Pop-up mit Apfel-W schließen und danach im ursprünglichen Fenster wieder mit Apfel-W den Tab mit tvtv.de bearbeiten: Auch dieses Fenster wird geschlossen, nicht nur der einzelne Tab).
Richtig Freude kommt auf, wenn der Browser absemmelt oder der Rechner mal einfriert und durchgestartet werden muss und somit alle Fenster mit allen Tabs in den Abgrund reißt.
Wenn Word mal abstürzt, kann ich mir einen einseitigen Brief in fünf Minuten wieder aus den Fingern saugen. Aber mehrere Dutzend geöffnete Seiten – egal ob in einzelnen Fenstern oder in Tabs – wieder zu finden und zu öffnen, dauert lang. Die History (»Verlauf«) hilft mir nicht wirklich weiter, wenn einige der Seiten schon seit zwei Tagen geöffnet waren und sich zwischen hunderten anderen Adressen in der History verstecken.
Was ich haben will sind zwei Dinge:
- Eine Option in den Einstellungen die dafür sorgt, dass beim Schließen von Fenstern nachgefragt wird: »Soll das Fenster wirklich geschlossen werden?« Sogar TextEdit bringt das fertig.
- Eine Art »Snapshot«-Funktion, die ständig die URLs aller aktuell geöffneten Seiten speichert. Nicht nur eine vergleichsweise »dumme« Verlaufsfunktion, welche sich die zuletzt besuchten Seiten merkt, sondern etwas mit mehr Grips: Wenn ich den Browser schließe oder er abstürzt, will ich beim nächsten Start eine Frage auf dem Bildschirm sehen: »Sollen die zuletzt geöffneten Seiten wieder geladen werden?«
Wenn’s schon eine Snapshot-Funktion gibt, sollte man sie auch manuell auslösen können. Für solch ein Feature müssen Fans sicherlich nicht lange gesucht werden.
Alternativ wäre eine Möglichkeit nett, per Script die einzelnen Fenster (oder noch besser die Tabs in Fenstern) abzufragen und deren URLs auf Knopfdruck alle in eine Datei schreiben zu lassen.
Für Safari und BBEdit gibt es ein AppleScript von John Gruber (»Scripting Safari URLs«), das – von BBEdit aus aufgerufen – die URLs aller offenen Safari-Windows in einer Liste anzeigt und auf Klick eine dieser URLs in das gerade geöffnete BBEdit-Dokument übernimmt. Evtl kann das Script dahingehend modifiziert werden, dass es alle URLs dieser Liste in das BBEdit-Fenster schreibt; dazu kenne ich mich jedoch zu wenig mit AppleScript und BBEdit aus. Es wäre immerhin ein Anfang in Richtung einer Snapshot-Funktion. Leider können Tabs in Safari nicht über AppleScript angesprochen werden (wieder John Gruber: »Safari’s Unscriptable Tabs«).
Für OmniWeb, der leider keine Tabs kennt, gibt es im Zusammenhang mit OmniOutliner eine Lösung: Das Script »Save OmniWeb URLs« speichert die Adressen aller geöffneten OmniWeb-Fenster in ein Outliner-Dokument – zumindest in der Theorie, denn bei mir bricht es mit einem Fehler ab (OW4.5 und OO2.2.6).
Selbst wenn das funktionierte: Solch eine manuelle Snapshot-Funktion hilft einem nur, wenn man nach dem alten Motto »Save early, save often« verfährt und selbst Browser-Zustände speichert. Denn Abstürze kann ich ja nicht kommen sehen.
Opera bietet die von mir gewünschte Frage beim Programmstart tatsächlich an: »Continue browsing there I was last time«. Das klingt vielversprechend (wenn auch mehrere Fenster zu einem Fenster zusammengefasst werden), außerdem beherrscht Opera Tabs, ist relativ aktuell, was Standard-Unterstützung betrifft (speziell CSS) und sogar das Programmende kann man sich bestätigen lassen. Allerdings ist die Mac-Version nur auf dem Versionsstand 6.03, während man in Norwegen für Windows-Plattformen bereits bei Version 7.23 angelangt ist und die 7.5 plant.
Wie sieht’s aus mit Abstürzen, wer hat Erfahrung mit Opera? Kann man nach einem Absturz dort weitermachen, wo man aufgehört hat?
Meinungen, Tipps, Hinweise?
[Dieser Text erschien am selben Tag bei Mac-TV.de]
Nachtrag (14:37 Uhr): Das Problem ist behoben, siehe meinen neuen Eintrag »Sag’ zur Wiederkehr leise "Hello again"«.
Safaris Tabs lassen sich doch per AppleScript ansprechen und jemand hat zwei Scripte zum Speichern und Öffnen geschrieben.
Erschienen am Sonntag, 21.12.2003 @ 0:18
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Tags: browser, Web
Nachtrag zu meinem Posting »
Sag’ zum Abschied leise "Servus"« von vor 14 Stunden: Es gibt eine Lösung!
Darauf gebracht hat mich ein Kommentar zum Artikel bei Mac-TV.
Der Leser mine23 schrieb, dass die Tabs inzwischen sehr wohl per AppleScript angesprochen werden können, ich solle mal bei macOSXhints schauen. Dort fand ich den Beitrag »Saving and restoring tabs in Safari« vom 16.09.03, der genau mein Problem beschrieb – und er hatte eine Lösung im Gepäck.
Es funktioniert so: Es gibt zwei AppleScripts, eines zum Speichern aller momentan geöffneten Tabs und eines zum Laden der zuvor gesicherten Adressen.
Das Speichern-Script – bei mir heißt es »Save current Tabs« – schreibt die URLs aller Tabs in eine Textdatei, die im Verzeichnis ~/Library/Preferences/ unter dem Namen »Safari Saved URLs« beheimatet ist.
Das Öffnen-Script – bei mir »Open saved Tabs« – liest diese Textdatei und lädt nacheinander wieder die URLs in Tabs. Sehr schön: Beim Öffnen stellt Safari alle Tabs wieder in den Fenstern her, in denen sie ursprünglich waren – nicht alle Tabs in ein Fenster, wenn sie vorher auf mehrere Fenster verteilt waren (wie es Opera macht).
Es gibt noch ein paar Stolperfallen: Das Script-Menü muss laufen und UI-Scripting muss aktiviert sein (in den Systemeinstellungen in der Sektion »Bedienungshilfen« die Option »Zugriff für Hilfsgeräte aktivieren« auf dem Reiter »Sehen«).
Ich empfehle außerdem, die Kommentare des macOSXhint-Tipps zu lesen. Darin findet sich eine verbesserte Version des Speichern-Scripts, das auch versteckte Tabs berücksichtigt. Außerdem funktioniert das Öffnen-Script auf Nicht-Englischen Systemen nicht auf Anhieb. In den Kommentaren ist aber eine Ergänzung zum Öffnen-Script, so dass es ebenfalls auf deutschen Mac OS X-Systemen läuft.
Schritt-für-Schritt-Anleitung:
- Die beiden Scripte per Copy/Paste von macOSXhints laden und in den Skripteditor (
/Applications/AppleScript/Script Editor) kopieren. Die Korrekturen aus den Kommentaren einarbeiten.
Alternativ meine fertigen Scripts inklusive Korrekturen bei mir runterladen.
Die Scripts werden in ~/Library/Scripts/Safari unter beliebigen Namen abgelegt.
- Im Speichern-Script die »localizations« zu Beginn anpassen:
property windowMenu : "Fenster"
property nextTabMenuItem : "Nächsten Tab auswählen"
- Das UI-Scripting in den Systemeinstellungen aktivieren (siehe oben oder bei Apple).
- Das Script-Menü über
/Applications/AppleScript/Install Script Menu freischalten (siehe ebenfalls bei Apple).
- Fertig, die Scripte können sofort verwendet werden.
Ich bin glücklich!
Es ist allerdings nur die zweitbeste Lösung, da man das alles per Hand machen muss. Abstürze kommen unverhofft, und wenn man wichtige Sessions nicht zuvor gespeichert hat, helfen einem die Scripte im Nachhinein auch nicht mehr. Wie immer gilt: »Save early, save often.«
P.S.: Keine Gewähr.
Nachtrag (15:30 Uhr): Das Speichern-Script in der neuen Version (aus den Kommentaren) funktioniert nur mit Safari 1.0 unter OS X 10.2 Jaguar. Bei Safari 1.1 mit OS X 10.3 Panther gibt’s einen Fehler. Ich schaue gerade drüber. Unter Panther funktioniert aber das ursprüngliche Speichern-Script aus dem macOSXhint (speichert jedoch nur sichtbare Tabs!).
Nachtrag (18:50 Uhr): Ein Schritt näher an der Problemlösung: Nach den Properties muss die Zeile set url_list to {} eingefügt werden. Dann klappt es mit dem Überschreiben der alten »Safari Saved URLs«-Datei und dem richtigen Zeilenumbruch in der Datei.
Allerdings bleibt ein Fehler: Es werden nur die Tabs des Fensters im Vordergrund erfasst, nicht die der weiteren Fenster. Das Script »weiß« aber, dass es mehr als ein Fenster gibt: In die »All done«-Meldung habe ich die Ausgabe der Variable eingebaut, in der die Fenster-Anzahl gespeichert ist:
»All done: URLs from 2 windows saved.«
Die aktuellen Versionen der Scripte sind online zum Download.
Erschienen am Sonntag, 21.12.2003 @ 14:37
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Tags: browser, Web
Montag, 22.12.2003
Eben die
Nachrichten im Fernsehen gesehen. Wie bescheuert muss man eigentlich sein, um bei Windstärke 12 mit dem Kinderwagen auf dem Brocken spazieren zu gehen?
Erschienen am Montag, 22.12.2003 @ 1:47
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Tags: Kurios
Der Spiegel in seiner aktuellen Ausgabe 52/2003: »
Datenschutz: Das lange Leben vermeintlich gelöschter Computerdateien«. Lesenswert, da die Problematik von »gelöschten« Daten sehr einfach und anschaulich erklärt wird – kapiert jeder. Für mich nichts Neues, abgesehen davon, dass mir bis dato gar nicht so bewusst war, dass inzwischen auch in Kopierer Festplatten eingebaut werden.
Der Artikel ist bis etwa 20. März ‘04 kostenlos online, ehe er im Bezahlarchiv des Spiegel verschwindet.
Ähnliches Thema: Sober.c, der Wurm des Tages für Windows-User. Das besondere an ihm ist, dass er mit geschickt gemachten deutschen Texten daher kommt und deswegen viele User verunsichert.
BTW: Ich plädiere dafür, dass der Heise-Ticker zur Pflichtlektüre für alle Leute wird, die beruflich mit Computern zu tun haben.
Erschienen am Montag, 22.12.2003 @ 18:48
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Tags: quicklinks
Eine Reihe von Mac-relevanten Links, die sehr zu empfehlen sind:
- »Flexible OmniOutliner« @ O’Reilly MacDevCenter
Über die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten und die Programm-übergreifende Zusammenarbeit des OmniOutliner. Pflichtprogramm für jeden Mac-User; außerdem liegt seit einigen Monaten eine Vollversion jedem Hardware-Produkt von Apple aus der Pro-Schiene bei (Power Mac, Powerbook).
- »Apple’s CEO Soap Opera« @ Forbes
Eine Vorstellung der bisherigen Apple-Chefs und eine Einschätzugn darüber, in wie weit sie die Firma vorangebracht oder ihr geschadet haben.
- »CEO Network Chat – Q&A: Arik Hesseldahl« @ Forbes
Zur Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft von Apples Macintosh-Computer, der im Januar 2004 zwanzig Jahre alt wird.
- »Restauration Software« @ Apple
Ein Artikel aus Apples »Pro«-Reihe, die den professionellen Einsatz von Mac-Hardware und Apple-Software im kreativen Geschäftsalltag zum Thema hat. Dieser Text aus der Rubrik Pro/Film erzählt über John D. Lowry, der mit hundert Dual-G5 Power Macs, 300 G4-Power Macs und 100 Terabyte Plattenplatz für LucasFilm die drei Teile der »Indiana Jones«-Trilogie restauriert hat. Durch Lowrys Arbeit konnten die drei Filme in exzellenter Bildqualität auf DVD gebannt werden.
»Cost-Conscious Supercomputing« @ Apple
Lange hat’s gedauert, ehe Apple den Terascale-Cluster (»Big Mac«) selbst für Marketing-Zwecke hernimmt, aber nun gibt es ein sehr ausführliches Feature auf der Apple-Website. In mehreren Sektionen der übersichtlichen und schön gestalteten Seiten kann man alles über den drittschnellsten Computer der Welt erfahren, der darüberhinaus einer der günstigsten Supercomputer überhaupt ist:
- The People
- The Science
- Architecture
- Logistics
- Interconnects
- Cooling Infrastructure
- Scheduling
- Optimization
- The Future
- »Father of invention« @ The Observer
Ein Bericht des Observer über Apples Chef-Designer Jonathan Ive, der für das Design des Ur-iMac und des TFT-iMac, den iPod, den G5 und viele andere Produkte verantwortlich war und ist.
- »Will Ferrell iPod Ad« @ tingilinde
Eine iPod-Werbung mit »Saturday Night Live«-Star Will Ferrell.
Die Links stammen aus verschiedenen Quellen: Mac-TV und fscklog (ab in die Bookmarks!) und diverse andere Weblogs.
Nachtrag (23.12.03, 21:01 Uhr): Schon ein paar Tage her: Auf Heise war kürzlich eine längere Meldung zu Apples »1984«-Werbespot. Obwohl der Spot nur ein einziges Mal während des Superbowl gezeigt wurde, gilt er als einer der bedeutendsten Werbefilme überhaupt. Aus der Heise-Meldung:
»Der Werbespot gewann über 30 Preise und gilt heute als das einflussreichste Werbevideo des vergangenen Jahrhunderts.«
Zu diesem Thema gibt es heute auch eine Meldung bei Macrumors.
Erschienen am Montag, 22.12.2003 @ 19:09
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Tags: quicklinks
Dienstag, 23.12.2003
Die Schlechte zuerst: Anke Engelke bekommt den Sendeplatz der Schmidt-Show. Links:
Flow,
dogfood, Quotenmeter:
1,
2,
3,
4.
Ich war noch nie Fan von ihr, weder zu Wochenshow-Zeiten, noch mit der Sitcom »Anke« oder mit Ladykracher. Einzig die »Blind Dates« habe ich mir gerne angesehen, aber eher der Improvisation wegen.
Naja, dann kann ich ja ab nächstem Jahr wieder früher ins Bett gehen. Und die Hoffnung bleibt, dass Harald Schmidt bald wieder auf einem anderen Sender eine eigene, mindestens wöchentliche Show bekommt, welches Format auch immer. An ihn kommt einfach keiner heran, eine Klasse für sich.
Die gute Nachricht, eben bei Kais dogfood gelesen: Die beste Sitcom wo gibt, »Seinfeld«, kommt auf DVD raus (Quelle: NYT). Da haben sich aber einige Leute lange bitten lassen müssen… Die erste Staffel wird allerdings nicht vor Dezember 2004 erscheinen und zunächst nur in den USA. Ich hoffe, dass sämtliche neun Staffeln in nicht all zu ferner Zukunft auch in Deutschland rauskommen (mit deutschem und englischem Ton), denn im Gegensatz zu »Friends«, das nur im englischen Original richtig rüberkommt, finde ich die deutsche Synchronisation von Seinfeld sehr gelungen.
Das ist noch lange hin; falls Pro7 die gestern frisch zu Ende gesendete x-te Wiederholung nochmal durchnudelt, habe ich bis zum Erscheinen der DVDs sämtliche Folgen selbst mitgeschnitten…
Zur Überbrückung der Wartezeit ein kleines Schmankerl aus der gestrigen Clip-Show (Quicktime 6 notwendig; 3,5 MB): Die Ehe als Männerknast, ursprünglich aus der Folge »The Engagement«, die erste Folge der siebten Staffel.
P.S.: Eigentlich kommt nach der gestrigen Seinfeld-Doppelfolge »Clip-Show« noch die Doppelfolge »Finale«, aber zumindest am 5. Januar läuft auf dem Sendeplatz eine andere Serie.
Erschienen am Dienstag, 23.12.2003 @ 20:19
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Tags: diverse, Film-und-Fernsehen
Meine Schwester Verena feiert seit vielen Jahren ihren Geburtstag auf die selbe Weise: Für den Vorabend Freunde einladen und dann über Mitternacht feiern. So weit, so normal. Das Besondere ist, dass Verena am 24.12. Geburtstag hat und deswegen an einem Tag Geburtstags- und Weihnachtsgeschenke abgreifen kann.
:-)
Inzwischen ist es das zweite Jahr, in dem sie die Waschküche annektiert und zum Partykeller umgestaltet. Den Weg weisen Lichter im Treppenhaus: letztes Jahr Teelichter, dieses Mal eine elektrische Weihnachtslicht-Kette (oder wie die Dinger heißen).

Erschienen am Dienstag, 23.12.2003 @ 22:26
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Tags: Leben, tageszusammenfassung
Donnerstag, 25.12.2003
As you may know, Christmas as a holiday was instituted a few centuries after the alleged birth of Christ, on the day when the non-Christian population used to have their festivities anyway. This operation to ideologize the masses while letting them have their fun may have been one of the most crucial and successful ideological decisions in the history of the human society.
This later became a typical trick in substituting the meaning of an
event while preserving people’s favorite ritual shell.
As an attempt to do this again for a good cause, some nice people (*) came up with a suggestion to celebrate Newtonmas instead of Christmas. Unlike Christ, Sir Isaac Newton was definitely born on December 25. Newton’s contribution to the world of reason and influence of his thoughts on the essence of the modern civilization and worldviews and occupations of most readers of this message – not to mention on the existence of the technological systems that made sending this message possible – is a lot more certain than contributions ever ascribed to Christ.
So why not put some sense into your festivities and celebrate Newtonmas? This can be fun too! You can play various games with apples (grown and kept fresh until winter by modern industry), and decorate the technological objects that have been bringing you so much joy this year – from your PC to TV set to your car. You can also dress up as Solar Cause and bring your children (together with sounds “He! He! He!” – an expression of playfulness and the chemical sign for Helium) stories about the real source of life and energy on this little planet. A figure of Luna, a friendly companion of Solar Cause, may bring an additional participant into your performance, and tell the spectators that the best effects result from long-term collaboration of real-life forces, and that they can learn in every detail how this works, understand the world they live in, and make it still better with the combined power of their own minds and bodies.
Merry Newtonmas, everybody!
(*) See also the story of Ex-Mass and Solar Cause by Tom 0. Morrow at http://members.aol.com/t0morrow/Ex-Mass.html
(Quelle)
Schönes Newtonmas Euch allen und ein gutes neues Jahr, sofern man sich zuvor nicht mehr sieht. Danke auch für die Wünsche, die mich erreicht haben!
Erschienen am Donnerstag, 25.12.2003 @ 15:55
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Tags: diverse, Film-und-Fernsehen
Das war’s dann. Ich fand die letzte Show der HSS gut: Zum Abschluss nochmal hemmungslos teure Sendezeit verschwenden.
:-)
Seine Spielchen mit den Fotografen: genial. Das Theaterstück, hmm, naja.
Die Kür zum Liebling des Jahres per Lostrommel, nachdem das Publikum im letzten Jahr das Prinzip nicht verstanden hatte. Die angehende Journalistin aus dem Publikum, die Michel Friedman zog, hätte es mal besser gelassen, Schmidt investigativ auf die Pause und seinen Bruch mit der SAT.1-Führung ansprechen zu wollen; daran war zwei Wochen zuvor schon Claus Kleber gescheitert. Aber eine gute Steilvorlage für eine schlagfertige Antwort von Harald Schmidt (»Wer hat Sie denn aufgehetzt?«).
Letzter Akt: Der Werks-Chor.
Flo hat zwei lesenswerte Texte zur letzten Sendung geschrieben, einmal seine Ansichten mit einigen Links zu Zeitungsartikeln. Außerdem eine Zusammenfassung eines Threads aus der blöden Newsgroup (die ich immer gemieden habe). An der Diskussion beteiligt war Schmidt-Autor Ralf Kabelka, der ein paar Innenansichten zum Besten gibt.
Die Show vom Dienstag erreichte laut quotenmeter.de die besten Quoten in der achtjährigen Geschichte der HSS: 2,47 Millionen Zuschauer bei einem Marktanteil von 17,6% sowie 20,6% in der »Zielgruppe«.
Falls jemand an Quoten glaubt.
Erschienen am Donnerstag, 25.12.2003 @ 18:21
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Tags: Film-und-Fernsehen, hss
Über
DEVONthink habe ich schon mehrfach gelesen: Immer wieder bei Detlef im
notizblock und zuletzt in
Wuddels Blog. Kais heutiger
Eintrag zu DEVONthink gab den Ausschlag, es mal zu testen. Ich bin noch dabei, es zu füttern, aber es macht einen sehr guten Eindruck. Wenn ich es etwas mehr getestet habe, werde ich berichten.
DEVONthink ist (leider?) kein Programm, bei dem man ohne Anleitung nur durch Ausprobieren weit kommt. Minuspunkt: Was ich hasse wie die Pest ist, wenn ein Programm auf Deutsch daher kommt und die Anleitung auf Englisch oder umgekehrt. Das macht es sehr viel schwerer, sich in ein Programm einzuarbeiten, da man permanent übersetzen muss (und es ist nicht gesagt, dass die eigene Übersetzung mit der der Entwickler übereinstimmt).
Beispiel: Ich will wissen, wozu die Optionen »Nachschlagen« und »Zusammenfassen« im Services-Menü gut sind, aber die englische Anleitung kennt diese Begriffe nicht.
Weiß jemand, wie ich DEVONthink von Deutsch auf Englisch umstellen kann, oder gibt es eine deutsche Anleitung?
Davon ab würde ich mir wünschen, dass beim Übernehmen von RTF-Texten von Websites über das Services-Menü auch gleich die URL der Quelle mit gespeichert wird.
P.S.: Ist es jemandem mal gelungen, gemeinsam mit mehreren Leuten an einem SubEthaEdit-Dokument über das Internet zu schreiben (nicht Rendezvous im lokalen Netz)? Steven von Panic hat das mal gemacht, aber bei mir hat es nicht geklappt (es gibt ja auch nur einen Menüpunkt, um über das Internet an einem Dokument teilzunehmen aber nirgendwo steht, wie so ein Dokument »from scratch« aufgesetzt wird). Hat jemand eine Schritt-für-Schritt-Anleitung?
P.P.S.: Lesestoff im MacDevCenter: »An Unencrypted Look at FileVault«
Erschienen am Donnerstag, 25.12.2003 @ 22:34
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Tags: Apple, software
Heute ärgere ich mich mal wieder richtig, dass Apple seinen Rechnern erst mit der Einführung des G5 im letzten Sommer USB 2.0-Anschlüsse spendiert hat, knapp ein halbes Jahr, nachdem ich meinen G4 gekauft habe. Apple ist bekanntlich die innovativste Firma der Branche, aber da haben sie echt geschlafen und als letzter Hersteller diese Schnittstelle angeboten.
Nicht, dass ich ein Fan von USB 2.0 wäre, um Himmels Willen. FireWire ist das Maß der Dinge, wenn’s um schnelle Datenübertragung geht und selbst das mittlerweile nicht mehr ganz taufrische FW400 ist mit 400 MBit/s noch schneller unterwegs als USB 2.0, das bei Weitem nicht netto die 480 MBit/s Brutto-Datenrate durch die Leitung pumpt. War wohl eine politische Entscheidung bei Apple, die den FireWire-Standard erfunden haben.
Das Problem ist bloß, dass alle Welt auf USB 2.0 abfährt, und das war sogar abzusehen.
Ich will mir einen Kartenleser kaufen. Günstig soll er sein, denn ich werde ihn selten brauchen: Nur ab und an mal, um Fotos durch die Landschaft zu tragen, falls man doch mal Papierabzüge seiner Digitalfotos braucht.
Schnell soll er sein, denn eine lahme USB 1.1-Schnittstelle (12 MBit/s brutto) hat meine teure Kamera selbst. Ein sehr feines Gerät, aber weswegen sie USB 1.1 eingebaut haben statt USB 2.0, wenn sie schon keine FireWire-Schnittstelle verwenden, wird mir auf ewig ein Rätsel bleiben. USB 2.0 hilft mir nicht, da mein G4-Power Mac nur 1.1-Anschlüsse hat, und per PCI-Karte will ich nicht ohne Not nachrüsten (wer weiß, evtl bekommt der Mac dann Schlafstörungen). Also muss es ein FireWire-Anschluss sein.
Der Kartenleser soll mit vielen Medien klar kommen, da es nunmal viele Medien gibt, die miteinander konkurrieren. In der Kamera steckt zwar ein Microdrive im CF-II-Format und im Schrank liegt noch eine 64 MB-CF-I-Karte, aber wer weiß, welche abartigen Medien man mal noch lesen können muss. An Weihnachten war mein Onkel mit seiner Digiknipse da und wollte mir Bilder zeigen: Der Mac hat sie ungewöhnlicherweise nicht erkannt (bei Digicams ein Phänomen, das ich sonst von Windows gewohnt bin) und mit der SD-Karte konnte ich nichts anfangen. Im Palm (Zire 71) von meinem Vater steckt eine SD-Karte, die will ich vielleicht auch mal lesen können.
Im Prinzip sind es also drei Anforderungen, die ich an einen Kartenleser stelle:
- Günstiger Preis
- FireWire-Schnittstelle
- Kann alle gängigen Medien lesen
Aber das sind ja gleich drei Wünsche auf einmal! Tatsächlich gibt es kein Gerät, dass alle diese Merkmale in sich vereinigt, ich habe zumindest keines gefunden (bin für Tipps dankbar).
Von verschiedenen Herstellern – Sandisk, Datafab und Hama – gibt es zwei Geräte-Gattungen, was Card-Reader betrifft:
- Billige 6-in-1- oder gar 8-in-1-Geräte, die alle gängigen Karten lesen und für rund 30 Euro fast schon verschenkt werden. Durch die Bank bieten sie nur eine USB 2.0-Schnittstelle.
- Es gibt FireWire-Card-Reader, die aber entweder nur CF-Karten (um 50 Euro) oder nur SD-Karten lesen können (100 Euro). 6-in-1-Geräte oder zumindest 2-in-1 habe ich keine gesehen.
Das darf doch nicht wahr sein!
Einen FireWire-Reader zu kaufen, der nur CF-Karten lesen kann, sehe ich gar nicht ein, wenn es für 10 Euro weniger 8-in-1-Geräte (mit USB 2.0) gibt.
Gibt es wirklich keine (bezahlbaren) FireWire-Kartenleser, die mehr als ein Format beherrschen? Kennt alternativ jemand USB 2.0-auf-FireWire-Adapter?
Oder sollte ich es doch wagen, USB 2.0 per PCI-Karte nachzurüsten (irgendwelche Empfehlungen oder Mac-Erfahrungen?)? Vom No-Name-Produkt für 12 Euro oder der Typhoon-Billigkarte für 15 Euro über das 23 Euro teure D-Link-Produkt bis hin zu Karten von Adaptec (52 Euro) und Belkin ist die Auswahl groß. Die Preise unterscheiden sich noch, je nachdem, ob die Karte zwei oder vier/fünf Anschlüsse mitbringt (Belkin: 39/49 €; OrangeLink: 32/55 €) oder noch zusätzliche FireWire-Ports drauf hat (KeySpan 3 USB, 2 FW400, 88 €).
Erschienen am Donnerstag, 25.12.2003 @ 23:12
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Tags: Apple, hardware
Freitag, 26.12.2003
Nicht Brause-Tabs.
:-)
Es geht um das Problem, dass aktuelle Browser nicht den Status der geöffneten Fenster speichern, um nach Beendigung (z.B. Systemupdate) oder einem Absturz dort weitermachen zu können, wo man aufgehört hat. Die History (Verlauf) hilft nicht, wenn man mehrere hundert Adressen die Woche oder sogar am Tag ansurft und einem der Browser abstürzt, mit URLs, die bereits seit zwei Tagen auf Aufmerksamkeit in geöffneten Fenstern warten.
Es gibt einige Ansätze, aber keiner taugt so richtig. Firebird kann mit der Extension »Session Saver« eine Sitzung abspeichern (sprich, er merkt sich die gerade geöffneten URLs). Allerdings ist für mich dieses Feature kaum zu gebrauchen, da nur das Fenster im Vordergrund berücksichtigt wird (immerhin inklusive Tabs).
Opera merkt sich alle geöffneten Tabs in allen geöffneten Fenstern, lädt nach einem Neustart aber sämtliche Tabs in ein Fenster. Nicht gut, wenn man verschiedene Fenster mit Tabs nach Themen gruppiert hat (ein Fenster mit x Tabs zu Mac-Themen, ein Fenster mit y Tabs mit Nachrichten…).
Galeon kann das angeblich auch, den habe ich aber nicht testen können.
Für Apples Safari gibt es einen Ansatz, den ich in meinem Eintrag »Sag’ zur Wiederkehr leise "Hello again"« am 21.12.03 vorgestellt habe. Er beruht auf drei Artikeln von John Gruber, die er in seinem Weblog »Daring Fireball« vorgestellt hat (1, 2, 3).
In einem Beitrag auf macOSXhints hat mazatty zwei AppleScripts gezeigt, die die URLs mehrerer Tabs in mehreren Safari-Fenstern in eine Textdatei schreiben bzw. diese aus dieser Textdatei wieder herstellen. Die Tabs von Safari können eigentlich nicht direkt durch AppleScript angesprochen werden, durch UI-Scripting und das Script-Menü von OS X wird dies jedoch möglich (siehe auch meinen Text vom 21.12. zur Vorgehensweise, Speicherort der Scripte etc).
Das Öffnen-Script muss durch Hinweise aus den Kommentaren (von gctuser) bei macOSXhints angepasst werden, so dass es auch auf Nicht-Englischen Systemen funktioniert.
Vom Speichern-Script gibt es zwei Versionen: Das Original aus dem ursprünglichen macOSXhints-Beitrag und eine verbesserte Version aus den Kommentaren darunter. Beide Versionen stammen von mazatty. Ich nenne sie »original« und »comments«. Damit das comments-Script auf Mac OS X 10.3 Panther läuft, muss es der geänderten AppleScript-Syntax angepasst werden. Jeff Schuler gibt einen entsprechenden Hinweis, außerdem muss noch eine Zeile von applescript.net eingearbeitet werden.
Worin unterscheiden sich die beiden Versionen? Beide Save-Scripte (original und comments) speichern die URLs mehrerer Tabs in mehreren Fenstern. »original« allerdings berücksichtigt keine Tabs, die versteckt sind (weil das Fenster nicht breit genug ist; verbergen sich hinter dem >>-Menü). »comments« sichert auch diese verborgenen Tabs, allerdings nur vom Vordergrund-Fenster, nicht aus weiteren Fenstern.
Beide Save-Scripte erledigen den Job also nur zur Hälfte. Mein Wissen von AppleScript ist leider zu begrenzt, so dass ich nicht die beiden Varianten zum perfekten Save-Script vereinigen kann – ich verstehe nicht, wie das comments-Script an die verborgenen Tabs heran kommt, da es komplett anders aufgebaut ist.
Wer mehr von AppleScript versteht als ich, findet vielleicht eine Lösung, damit das comments-Script auch die weiteren Fenster berücksichtigt bzw. das original-Script auch die versteckten Tabs abklappert.
Die drei Scripte können bei mir runtergeladen werden. Enthalten ist das »Open saved Tabs«-Script, das mit Safari 1.1 auf OS X 10.3 einwandfrei funktioniert. Es enthält bereits die Anpassung von gctuser aus den macOSXhints-Kommentaren.
Das StuffIt-Archiv enthält außerdem beide Varianten des Speichern-Scripts: »Save current Tabs – comments« und »Save current Tabs – original«. Wer mag, kann sich an der Vereinigung der beiden Scripte versuchen.
Immerhin kann das original-Script verwendet werden, um mehrere Fenster mit Tabs (alle sichtbar, keine versteckt) zu sichern, das haut gut hin und hat sich bei mir bereits gestern bewähren dürfen. Das ist eine Lösung die Funktioniert, so lange man es mit den Tabs in einem Fenster nicht übertreibt.
Mit Jeff Schuler stehe ich in Kontakt, aber er hat auch noch keine bessere Lösung. mazatty hat leider noch nicht auf meine Mail geantwortet.
Eine bessere Lösung wäre freilich, wenn Apple in eine der nächsten Safari-Versionen selbst eine manuelle und automatische Snapshot-Funktion einbauen würde, wie von mir beschrieben (und natürlich schon über Apples Feedback-Formular eingekippt). Vielleicht schon zur MacWorld in zwei Wochen?
Erschienen am Freitag, 26.12.2003 @ 1:05
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Tags: browser, Web
Besser spät als nie: Eine kleine, bebilderte Tour durch mein erstes SAE-Projekt, »
Projekt Mayhem«. Fans wussten natürlich von Anfang an oder spätestens mit den
Bildern im Verlauf des Projekts, dass es um den Film »
Fight Club« geht.
Kurz zusammengefasst, was die Anforderungen an das Projekt waren: Erstellung einer »Enhanced CD«, das heißt, eine CD mit zwei Sessions. In der ersten Session sind mindestens vier Audio-Tracks, die in jedem normalen CD-Player abgespielt werden können. Die zweite Session enthält einen Datenteil mit einer Multimedia-Präsentation als Director-Anwendung.
Als Thema war vorgegeben, eine CD für eine Band oder zu einem Film zu machen. Der Datenteil muss außerdem mindestens vier Audio-Beispiele mit Steuerung enthalten. Laufen muss das ganze sowohl unter Windows als auch unter Mac (für die Linuxer: Macromedia bietet den Director nicht für Linux an).
Der Datenteil brachte es am Schluss auf knapp 200 MB.
Als wir die Aufgabenstellung bekommen hatten wusste ich sofort, was ich machen will (CD zu »Fight Club«) und relativ schnell hatte ich genaue Vorstellungen davon, wie es aussehen sollte.
Die Umsetzung verlief grob skizziert wie folgt:
- Film auf Englisch ansehen (wegen der geilen Taglines) und dabei über die DV-Kamera vom DVD-Player in den Mac reincapturen, um ihn auf Festplatte zu speichern. Für die Videos nachher. Das Bild lag im Format 5:4 (also mit schwarzen Balken) in der Auflösung 720 x 576 vor (rechteckige Pixel). Ich wusste noch nicht genau, welche Szenen ich verwenden wollte und habe deswegen den gesamten Film gespeichert. Außerdem wollte ich ihn mal wieder auf Englisch sehen und für’s Projekt ist es auch nicht verkehrt zu wissen, wann welche Szene kommt.
- Den Film nochmals auf Deutsch sehen (zwecks Verständnis), aber diesmal am Mac. Am Computer-Display kommt die höhere Auflösung der DVD zum Tragen, weswegen ich erst jetzt die Standbilder mit einem Screenshot-Programm machte. Die eingebaute Screencapture-Funktion von OS X taugt dazu nicht, das geht nur mit Snapz Pro (das kann sich eine Auwahl merken). Die Szenenfotos hatten das Format des Films von 1:2,35 und eine Auflösung von ca. 1.010 x 424.
- Die beiden Szenen die ich verwenden wollte schnitt ich und exportierte sie in DV-Qualität. Für den zweieinhalb-minütigen Trailer machte das etwas über 500 MB. Die 56 Sekunden der zweiten Szene (die Regeln des Fight Club) belegten nur knapp 190 MB. Ich trau’s mich kaum zu sagen, aber für den Zweck tut’s auch iMovie.
Für die weitere Bearbeitung war dann ein richiges Videoprogramm angesagt: After Effects von Adobe. Ich wollte die schwarzen Balken wegbekommen, die durch das Importieren des Fernsehbildes noch am Video klebten. Von der PAL-Auflösung 720 x 576 blieben noch 720 x306 Pixel übrig. Von After Effects ließ ich außerdem die rechteckigen Pixel in quadratische umrechnen. After Effects übernahm anschließend den Job des Exportierens, denn 500 MB für 2 Minuten Video sind für eine CD-ROM etwas dick. Ich wählte den Sorenson3-Codec für das Videobild und IMA4:1 für die Audio-Kompression. Mit Sorenson3 sind alle Trailer von apple.com/trailers codiert, als Audio-Codec kommt aber meistens der QDesign Music 2 zum Einsatz. IMA4:1 bietet bessere Qualität durch die geringere Kompression, und der Platz auf der CD war da.
Sorenson3 wird von Quicktime seit Version 5.0.2 unterstützt und bietet wesentlich bessere Qualität als der alte Sorenson. IMA4:1 ist seit Quicktime 2.1 dabei, QDesign 2 seit Version 3, von daher keine Probleme.
Das Rausrendern aus After Effects dauert vergleichsweise lang: Etwa eine halbe Stunde für den Trailer, 3.666 Einzelbilder. Mit After Effects bekommt man jeden Rechner in die Knie:
»RAM: 60% von 1.280 MB benutzt.«
Da wurde sogar das Nebenher-Surfen in Safari zur Qual.
- Ein weiterer Bearbeitungsschritt ist das das Erstellen der einzelnen Menüscreens in Photoshop. Da gibt’s nichts Aufregendes zu erzählen: Szenenfotos für die einzelnen Screens auswählen, Hilfslinien ziehen, Foto platzieren, Navi-Elemente anordnen, Rollover-Effekt und »normalen Glow« erzeugen und dann die verschiedenen Zustände als TIFF-Bilder exportieren: Layer an und aus knipsen, je nachdem, welche Rollovers angezeigt werden sollen. Bei manchen Szenenfotos musste ich noch etwas nachhelfen, z.B. den Hintergrund mit einer Ebenenmaske und Einstellungsebenen aufhellen oder abdunkeln, oder am Rand einen Teil des Fotos länger ziehen (hier die helle Fläche nach rechts und dort die Hauswand nach links).
Ohne Exposé wäre ich verloren gewesen: Wie ordnet man schnell 50 Fotos nebeneinander auf dem Bildschirm an, um sie zu vergleichen und eines auszuwählen? Ohne Exposé keine Chance. Mit diesem Projekt habe ich Exposé wirklich lieben gelernt.
- Die Bilder und die Videos sind fertig, nun mussten sie nur noch in Director zusammengesetzt werden. 190 Cast-Member versammelten sich zum Schluss in meiner Cast-Library und in der Timeline mit 917 Frames und bis zu 26 Sprite-Kanälen ging es drunter und drüber.
Die Programmierung in Lingo, die Programmiersprache des Director, war dann kein großes Problem. Die nicht-benötigten Stellen der Menüscreens weiß ausschneiden und auf den Cast-Member auf die Timeline ziehen, um sie mit ihrem Registration-Point auf der Bühne zu zentrieren. Für einen Back-Button eine Schaltfläche über dem entsprechenden Bildausschnitt aufziehen und ein kurzes Script mit einem Sprung zu einem Framelabel eingeben. Etwas anspruchsvoller war die Steuerung der Quicktime-Filme inklusive der Anzeige der abgelaufenen und verbleibenden Zeit. Auch nicht ohne war das Ein- und Ausblenden von Bild und Ton (Hintergrundmusik) beim Wechseln zwischen den Menüscreens. Aber alles nicht unlösbar.
- Zum Schluss die Erstellung eines Stub-Projektors und das Brennen einer Hybrid-CD. Toast 6 legte mir da eine Woche vor Schluss nochmal Steine in den Weg, aber am Freitag und Samstag vor der Abgabe konnte ich doch noch alles gemütlich fertig machen.
Präsentation war am Montag den 1.12. und es lief denke ich ganz gut. Die Noten haben wir noch nicht bekommen, die hängen wahrscheinlich am 5. Januar aus.
So, jetzt aber die Bilder! Die kleinen Ansichten können per Klick auf 1.024 x 768 vergrößert werden – das ist die Bühnengröße meines Director-Projekts.
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Der Warnhinweis, bevor die Anwendung startet (stammt aus der Code 1-DVD, ich habe die Tafel für die höhere Auflösung nachgebaut).
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Die Warnung wird nach einigen Sekunden ausgeblendet und die »Fight Club«-Seifenschale wird als Titel gezeigt.
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Bei der Paper Street Soap Company treffen alle Stränge aufeinander: das Hauptmenü.
Die einzelnen Menüpunkte sind natürlich mit Rollover-Effekten versehen; zusätzlich wird zu jedem Punkt ein kurzer Satz eingeblendet der erklärt, worum’s geht. Im Bild zu sehen ist die normale Ansicht ohne Rollover. Im Einzelnen gibt es sie für:
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Die erste Abzweigung von der Paper Street führt auf den Bildschirm »Score«. Eine der Projektanforderungen war, vier Musikstücke in die Anwendung einzubauen, die steuerbar sein müssen (vor, zurück, Pause/Play). Auf dieser Seite kann aus vier Titeln aus dem Original-Soundtrack von den Dust Brothers ausgewählt werden.
Ein weiteres Bild zeigt den Rollover-Effekt über einem Songtitel.
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Nächste Station: Trailer. Der Trailer als Quicktime-Film in voller Länge. Eigenhändig von der DVD runtergegrabbt und in After Effects beschnitten (um die schwarzen Balken wegzubekommen, die meine DV-Kamera beim Importieren angefügt hat). In der Anwendung hat der Trailer eine Auflösung von 720×306 Pixeln. Der offizielle Trailer im Web hat lediglich eine Auflösung von 240×180 Pixeln (und unnötigerweise schwarze Balken).
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Hier nochmals die Trailer-Seite, nun aber mit dem Video. Die Videos können natürlich ebenso gesteuert werden wie die Audio-Beispiele aus der »Score«-Sektion. Unterhalb des Trailers sind die selbst gebastelten Steuerelemente und die Zeit-Anzeige zu sehen, deren Funktionalität ich mit Lingo programmiert habe.
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Zurück vom Trailer, über die Paper Street, in den Bereich »Cast«. Von hier aus kann weiterverzweigt werden zu Texttafeln mit Infos über die drei Hauptdarsteller und zum Regisseur David Fincher.
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Die Texttafel zu »Tyler Durden«, Brad Pitt.
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Infos über Edward Norton, der im Film den Narrator spielt.
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Marla Singer, dargestellt von Helena Bonham Carter.
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Die vierte Crewinfo-Seite wartet mit Infos über den Regisseur David Fincher auf.
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Eine wesentliche Rolle im Film spielt das, was Tyler sagt. Seine Worte gehören nicht nur zur Handlung, sondern tragen auch zu einem großen Teil der Faszination des Films bei. Auf der Soundtrack-CD ist als letzter Track das Stück »This is your Life« enthalten, das Zitate aus dem Film zusammenfasst. Auf dieser Seite kann sich der Betrachter den Song anhören und dabei eine Slideshow mit 42 Szenenfotos ansehen. In der Vorbereitung habe ich 130 Screenshots des Films gemacht, da es reihenweise coole Szenen gibt. Teilweise habe ich dann noch Zitate aus dem Film/Song auf die Fotos geschrieben.
Dieses Bild zeigt außerdem den Rollover über dem »Back«-Button.
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»The first rule of Fight Club is: You do not talk about Fight Club.«
Auf dieser Bildschirmseite kann man sich einen kurzen Filmausschnitt ansehen, in dem Tyler die acht Regeln des Fight Club erklärt.
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Weblinks dürfen natürlich nicht fehlen. Es gibt zwei Links zu den offiziellen Sites (USA und UK) und als kleinen Gag noch ein Verweis zu einem bekannten Einrichtungs-Fachgeschäft, da es im Film heißt: »Deliver me from Swedish furniture.«
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Möchte man die Anwendung verlassen, kann man von der Paper Street aus auf diese Exit-Seite gehen. Hier gibt es nochmal Gelegenheit zur Umkehr. Ein Klick auf die Notausstiegstür oder den Satz unten rechts, und es geht aus der Anwendung raus.
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Zum Schluss, nach der Exit-Seite, wird für einige Sekunden dieser Bildschirm angezeigt, ehe es wieder zurück zur Betriebssystem-Oberfläche geht.
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Hier noch das CD-Cover. Es ist sehr stark an das Cover des Original-Soundtracks angelehnt, nur noch einen Zacken minimalistischer.
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Falls es Fragen gibt:
»First rule of Project Mayhem is: You do not ask questions about Project Mayhem.«
:-)
Übrigens läuft am morgigen Samstag »Fight Club« im Fernsehen: Von 22:20 bis 00:50 Uhr auf Pro7. Eigentlich kann ich davon nur abraten: Werbeunterbrechungen, vielleicht das falsche Bildformat (»schmalere schwarze Balken«, dadurch aber auch Bildverlust links und rechts), fehlender Abspann.
Die Ausstrahlungszeit vor 23 Uhr lässt außerdem vermuten, dass Pro7 am Film rumschnippelt, um eine FSK16-Freigabe zu bekommen (laut tvtv.de-Programminfo ist das auch tatsächlich der Fall). Der Film hat aber eigentlich keine Jugendfreigabe (»ab 18«) und darf daher unbeschnitten erst ab 23 Uhr gezeigt werden.
Egal ob zehn Sekunden fehlen oder fünf Minuten: An einem Film wird nicht rumgeschnippelt, basta. Aber bevor jemand den Film nie sieht, dann doch lieber die Schmalspur-Fassung morgen Abend.
Erschienen am Freitag, 26.12.2003 @ 17:18
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Tags: projekt-mayhem, SAE
Samstag, 27.12.2003
An sich bin ich ja kein Fan von nicht-politischen Titelthemen des Spiegel, aber die
nächste Ausgabe wird am Montag gekauft. Titel: Kant.
Der Philosoph aus Königsberg ist dieser Tage wieder etwas mehr in Mode, da sich Geburts- und Todestag jähren: Geboren am 22.04.1724 und gestorben vor knapp 200 Jahren am 12.02.1804. Letzte Woche
stellte Wolfgang Herles im ZDF-Morgenmagazin (zufällig drüber gezappt) drei neue Bücher zu Kant vor:
»KANT«, Biographie von Manfred Kühn, erschienen im C. H. Beck Verlag.
639 Seiten. Preis: 29,90 Euro. ISBN: 3-406-50918-5
»Zum 200. Todestag und 280. Geburtstag Immanuel Kants im nächsten Jahr porträtiert der Autor souverän und detailreich den großen Denker und stellt dessen philosophisches Werk verständlich vor. Manfred Kühn räumt in seiner glänzenden Biographie mit der Legende von Kants ereignislosem Professorenleben gründlich auf und zeichnet das Bild eines geistreichen Gentlemans, der eine wichtige Rolle im gesellschaftlichen Leben spielte. Man nannte ihn den "eleganten Magister". Er galt als beliebter Universitätslehrer, war charmant und kontaktfreudig, von Freunden umgeben und gern auf Gesellschaften.«
Das zweite Buch:
»Kants Welt«, Biographie von Manfred Geier, erschienen im Rowohlt Verlag.
350 Seiten. Preis: 24,90 Euro. ISBN: 3-498-02491-4
»Manfred Geier erzählt darüber, wie Professor Immanuel Kant aus Königsberg die Philosophie revolutionierte. Er versteht es meisterhaft, die Lebensgeschichte dieses weltweisen und menschenklugen Philosophen mit dessen wichtigsten Werken zu verbinden, die einen Höhepunkt in der Geschichte des modernen Denkens bilden.«
Das dritte Buch:
»Immanuel Kant«, Biographie von Steffen Dietzsch, erschienen im Verlag Reclam Leipzig.
368 Seiten. Preis: 24,90 Euro. ISBN: 3-379-00806-0
»Der Autor konzentriert sich auf Kants Philosophenkarriere in Königsberg. Jüngste Funde im Archiv der dortigen Universität bilden die Grundlage dafür. Der Leser erhält interessante Einsichten in das Leben Kants als Hochschullehrer.«
Was Philosophie betrifft, bin ich ein Kant-Fan, auch wenn ich seine Original-Texte nicht verstehe und mich ihnen nur mit Sekundärliteratur nähern kann. Sehr empfehlen kann ich zwei Taschenbücher aus der kurzen Reihe »Kant für Anfänger«, beide verfasst von Ralf Ludwig und erschienen im dtv-Verlag:
Weniger hilfreich ist »Kant in 90 Minuten« von Paul Strathern aus dem Eichborn-Verlag. Anscheinend ist die Auflage auch vergriffen.
Falls sich jemand an Kants Original versuchen will: Die gibt’s natürlich auch, und zwar im Reclam-Verlag, wo sonst. Seine beiden Hauptwerke heißen »Kritik der reinen Vernunft« und »Kritik der praktischen Vernunft« (KpV)
Den oft zitierten kategorischen Imperativ behandelt er in seinem Buch »Die Metaphysik der Sitten« und greift ihn in der KpV wieder auf. Eine kurze Einführung gibt es auf dem Berliner Bildungsserver.
Ich bin gespannt auf den Spiegel-Titel. Und vielleicht beschaffe ich mir mal eines der drei von Wolfgang Herles empfohlenen Bücher, evtl »Kants Welt«.
Andererseits habe ich mich nach Kant nicht mehr weiter mit Philosophie beschäftigt, und da gibt es glaube ich noch ein paar spannende Persönlichkeiten wie Wittgenstein oder Feuerbach, und natürlich Nietzsche und Schopenhauer, Heidegger, Hegel, Hume, Kierkegaard…
Erschienen am Samstag, 27.12.2003 @ 17:59
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Tags: kant, Literatur
Futter für den Videorecorder: Wollte nochmal dran erinnern, dass heute Abend »
Fight Club« im Fernsehen kommt, wenn auch in einer beschnittenen Fassung. 22:20 Uhr auf Pro7.
Gleich danach umschalten zur ARD, denn ab 00:45 Uhr beginnt »Das Leben nach dem Tod in Denver«. Durachaus guter Film mit Andy Garcia, Christopher Lloyd, Steve Buscemi und Christopher Walken (seine Figur heißt »The Man with the Plan«; das ist fast so gut wie die Rolle »Not Lou Reed« gespielt von Lou Reed, im Film »Lulu on the Bridge«).
Der englische Titel des Films ist mal wieder um welten besser als die deutsche Übersetzung: »Things to do in Denver when you’re dead«.
Erschienen am Samstag, 27.12.2003 @ 19:25
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Tags: empfehlung, Film-und-Fernsehen
Montag, 29.12.2003
Morgän!
Erschienen am Montag, 29.12.2003 @ 22:24
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Tags: Leben, tageszusammenfassung
Eigentlich wollte ich ja heute Vormittag in die Stadt gehen, um meine lange Einkaufsliste abzuklappern:
- Döner essen (vorzugsweise in Fürth)
- Shampoo kaufen (sebamed Every-Day)
- Duschgel (Axe anti-hangover) und Badeschaum (Nivea)
- Buch: »LaTeX ge-packt« (Gutschein von Verena in Frauenaurach einlösen)
- Buch: »Missing Links« von Dr. Thomas Wirth (habe in der Thalia Erlangen schon mal geblättert)
- Zum Friseur gehen oder zumindest einen Termin vereinbaren; die 6 Wochen sind wieder rum und die Zotteln zu lang
- Marsala-Wein kaufen
- Eine über Amazon verkaufte DVD verschicken
- Parmesan bei Edeka in Frauenaurach kaufen
- Flaschen am Bahnhof in Erlangen zurückgeben
Anspruchsvolle Liste wenn man bedenkt, dass ich an drei Orten Besorgungen erledigen will. Nach Fürth könnte fahren, indem ich mit dem Rad bis Vach runter fahre und dann den Bus nehme. Nach Erlangen könnte ich mit dem Bus von Hüttendorf aus oder mit dem Zug von Fürth aus. Nach Frauenaurach käme ich ebenfalls gut mit dem Rad.
Vielleicht der Rundumschlag: Über Frauenaurach nach Erlangen die zehn Kilometer mit dem Rad, von Erlangen nach Fürth mit dem Zug, Döner essen, mit dem Zug zurück nach Erlangen (kost’ ja nix) und dann wieder mit dem Rad heim.
Was tut man nicht alles, um in den Genuss eines guten Döners zu kommen…
Ja, eigentlich wollte ich das alles heute Vormittag erledigen, aber mein Schlafrhytmus ist mal wieder total im Eimer. Werde jetzt in der Nacht meine Arbeit erledigen (bin letzte Nacht gut voran gekommen), die Schmidt-Show von heute Abend sowie das Seinfeld-Finale anschauen und dabei capturen und gegen zehn Uhr vormittags losfahren. Sofern ich mich nicht wieder für einen dieser zehnstündigen »Nur fünf Minuten«-Schläfe hinreißen lasse, der heute Morgen um neun meine Planungen vermasselt hat.
Nach 25 Jahren kenne ich mich inzwischen recht gut und kann daher die nächsten Tage etwas vorhersagen: Wahrscheinlich werde ich Silvester gegen 20 Uhr ins Bett gehen. Wahrscheinlich werde ich am 5. Januar ausgeschlafen um halb sechs Uhr früh aufstehen und dann topfit zur nächsten SAE-Prüfung in München fahren können.
Erschienen am Montag, 29.12.2003 @ 22:53
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Tags: Leben, tageszusammenfassung
Dienstag, 30.12.2003
…ist wahrscheinlich in jeder Tageszeitung nachzulesen, aber für Leute wie mich, die keine Tageszeitung im Abo haben, ist die
Zusammenfassung des Spiegel vielleicht ganz interessant.
Erschienen am Dienstag, 30.12.2003 @ 0:03
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Tags: diverse, Film-und-Fernsehen
Der kostenlose (und gute) Newsserver news.cis.dfn.de hat bereits vor einiger Zeit seine Adresse
geändert und die alte Adresse ist womöglich bald nicht mehr erreichbar.
Daher im Newsprogramm einfach news.individual.de als Serveradresse eingeben, Login und Passwort bleiben undverändert. Infos gibt’s bei
http://news.individual.de/.
Erschienen am Dienstag, 30.12.2003 @ 0:11
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Tags: diverse, Film-und-Fernsehen

Zwei vielversprechende Trailer sind mir in den letzten Tagen aufgefallen: Einmal auf apple.com/trailers der Teaser zu »Sky Captain and the World of Tomorrow« (IMDB) und aktuell im Kino und Fernsehen Werbung für »The Recruit« (deutscher Titel: »Der Einsatz«; IMDB).
»Sky Captain« kommt mit geringer Farbsättigung daher, fast schwarz-weiß und spielt in einem fikiven New York der 1930er Jahre. Der Trailer versprüht eine Athmosphäre von »Steam Punk«-Filmen wie »Wild Wild West« oder LXG; gemischt mit einem ordentlichen Schuss »Flash Gordon«. Es geht um fantastische Fluggeräte die die Stadt bedrohen und einen Held, der die Geschichte rettet.
Insgesamt weiß ich nicht recht, was ich davon halten soll. Gerade die »Steam Punk«-Filme die mir als erstes einfallen, WWW und LXG, waren eher unterirdisch. Dass für Trailer gerne Musiken aus anderen Filmen genommen werden, ist auch nichts Neues (wer kennt nicht das »Rock«-Theme, das in keiner Bay/Bruckheimer-Produktion fehlen darf?) – aber für »Sky Captain« wurde 1:1 das Thema der Stargate-Fernsehserie übernommen (die ich sehr mag, aber es hinterlässt ein komisches Gefühl).
Andererseits habe ich doch ein Faible für Steam Punk und mit Jude Law und Gwyneth Paltrow spielen zwei nicht gänzlich unbekannte Schauspieler mit. Bleibt die Frage, ob sie sich für diesen Film hergegeben haben oder ob es gute Unterhaltung geben wird.
US-Starttermin ist im Sommer kommenden Jahres.
Der andere Film ist »The Recruit«/»Der Einsatz«. Der Himmel weiß, weswegen der deutsche Verleih diesen kurzen Originaltitel nicht einfach übernommen oder wenigstens »Der Rekrut« draus gemacht hat. Noch rätselhafter ist der deutsche Starttermin des Films: 15. Januar 2004 und damit ein geschlagenes Jahr nach dem US-Start. Selbst in Ländern wie Tschechien, Griechenland, Litauen, Türkei, Ungarn oder Ägypten, allesamt kleinere Absatzmärkte, lief dieser Film noch vor dem letzten Sommer. Nur Österreich ist mit dem 20. Januar 2004 noch später dran.
Es geht in erster Linie um einen jungen CIA-Rekruten und in zweiter Linie um seinen ersten Einsatz: Eine seiner Azubi-Kolleginnen ist ein Maulwurf und er muss sie zur Strecke bringen. Soweit der Trailer, mehr ist mir noch nicht bekannt.
In den USA sind die Sommermonate wegen klimatisierter Kinosäle traditionell Kinomonate, während es bei uns der Winter ist (schlechtes Wetter und so). Deswegen war »Finding Nemo« auch im Mai in den USA zu sehen und bei uns im November/Dezember. Der US-Start des Rekruten war Ende Januar 2003 – kein Datum, an dem man einen vielversprechenden Blockbuster starten lässt. In der IMDB wurde der Film von 7.277 Besuchern mit 6,6 auch eher durchschnittlich bewertet, obwohl mit Al Pacino und Colin Farrell bekannte Schauspieler mitspielen (Farrell war zuletzt in S.W.A.T. und »Phone Booth«/»Nicht auflegen!« zu sehen).
Abgesehen von der Story finde ich Bridget Moynahan ausgesprochen scharf, sogar hart an der Grenze zu »süß«! :-)
Aye, Thema Starttermine: Ausnahmen von der Regel sind »Herr der Ringe« und »Harry Potter«. Fragt mich nicht, weswegen die drei LotR-Teile und die ersten beiden Potter-Filme im November/Dezember gestartet sind. Immerhin zum gleichen Zeitpunkt in den größten Absatzmärkten, kein Wunder bei dem weltweiten Hype.
Der dritte Potter-Film, der, anders als die ersten beiden, vom »Y tu mamá también«-Regisseur Alfonso Cuarón stammt, startet weltweit am 4. Juni 2004. Sogar in Deutschland. Der erste Teaser zu »Harry Potter and the Prisoner of Azkaban« ist bei Apple online.
Ah ja, letzte Anekdote: Es geht auch andersrum. »Arlington Road«, übrigens ein sehr guter aber geflopter Terrorismus-Thriller, lief am 1. April 1999 in Deutschland an, aber erst am 9. Juli 1999 in den USA.
Erschienen am Dienstag, 30.12.2003 @ 7:56
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Tags: demnaechst, Film-und-Fernsehen
Man glaubt es kaum, ich habe heute Vormittag meine Besorgungen erledigen können. Heute habe ich mich außerdem mal im
Icebiking versucht: Nicht nur eine kurze Strecke mal eben in den Nachbarort, sondern etwas weiter: In die Stadt rein, knapp 40 Minuten für 10 Kilometer.
Ja, es dauerte etwas länger als sonst, wegen der dicken Klamotten. T-Shirt, Pulli, GoreTex-Winterjacke, Schal, Sturmhaube, Mütze. Dicke Winterjeans, Stiefel. Ich fuhr bei 0,9°C los und war bei 2,2°C zurück.
Es ist zwar machbar, aber wirklich Spaß hat’s wegen der dicken Verpackung keinen gemacht, außerdem tat mir am Rückweg der Rücken weh. Ganz abgesehen von der
Schrumpfung.
:-)
In der Post waren Fotoabzüge in 13×18, die ich am 17.12. online bestellt habe. Avisiert waren sie für den 24., und da hätte ich sie auch gebraucht. :-(
Die Qualität ist ansonsten ok, der Preis vertretbar (0,25 € pro 13×18-Abzug sowie 1,02 € Bearbeitungsgebühr), sieht man mal von den Postversandgebühren in Höhe von 2,54 € ab (Abholung im MediaMarkt wäre kostenlos gewesen, ich wollte sie am 24. aber ins Haus geschickt haben).
Ah ja, den Marsala-Wein habe ich auch gekauft, aber leider den falschen. Es gab drei verschiedene zu je 8,65 € die Flasche. Einen trockenen und zwei halb-trockene. Einen der letztgenannten nahm ich auf Empfehlung des Verkäufers: »Marsala Fine, Gran Chef, Ambra Semisecco«. Bäh! Hat jemand einen Tipp, aus welcher Flasche der sehr süße Marsala beim Italiener kommt?
Erschienen am Dienstag, 30.12.2003 @ 14:32
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Tags: fahrrad, Verkehr
»Wer noch zweifelte, ob Harald Schmidt eine Kreativpause nötig hat, der wurde Montagabend restlos überzeugt. So öde und einfallslos wie seine Jahresrückschau war vorher nur seine Rheinfahrt im Sommer gewesen. Selbst für treueste Fans war die Show zur besten Sendezeit eine schwere Prüfung.«
So Peter Leveringhaus (ddp) bei Spiegel-online. Kann ich so unterschreiben, leider.
Die vier Auftritte der Klofrau und von »Erwin Schulz« waren langweilig ohne Ende. Gefallen hat mir allerdings der Auftritt des Werkchors und die Fondue-Aktion. Auch wenn sich bei letzterem die Geister scheiden, aber ich mag solche Studioaktionen immer.
Erschienen am Dienstag, 30.12.2003 @ 15:35
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Tags: Film-und-Fernsehen, hss
Mittwoch, 31.12.2003
Heute Vormittag um 10 ging’s nochmal auf’s Rad, aber ich fuhr nur die 3 Kilometer bis Frauenaurach. Dort in der Bücherinsel das gestern bestellte »
LaTeX ge-packt« abholen und dann zog ich es vor, mit dem Bus weiter zu fahren; es war einfach zu windig, um noch vernünftig vorwärts zu kommen.
Glücklicherweise fuhr 5 Minuten nach der Buchabholung ein Bus in die Stadt, so dass ich auch auf diesem Wege noch rechtzeitig zu meinem 11-Uhr-Termin beim Friseur ankam.
Mal sehen, wie sich das mit dem Icebiking weiter entwickelt. So lange es unter 10°C+ hat, werde ich wohl montags und dienstags mit dem Bus in die Stadt fahren, um dann den Zug weiter in Richtung München (SAE) zu nehmen. Die verschwitzten Klamotten kann ich niemandem zumuten. :-)
Aber um mal die 3 Kilometer runter zum Griechen zu fahren, ist es durchaus okay.
Erschienen am Mittwoch, 31.12.2003 @ 15:08
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Tags: fahrrad, Verkehr
War ja
klar. N8.
Erschienen am Mittwoch, 31.12.2003 @ 18:14
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Tags: Leben, tageszusammenfassung