Archiv für Januar 2003

Mittwoch, 01.01.2003

Zurück

Wir sind vor 20 Minuten wieder zu Hause angekommen. Eben noch das Auto ausgepackt.
Wir fuhren von Bischofswiesen bis nach Hause 344 Kilometer in exakt drei Stunden (von 19:35 bis 22:35 Uhr). Die Autobahnen (A8, A99, A9, A73) waren sehr leer, aber es hat die meiste Zeit während der Fahrt recht stark geschüttet und ab München zogen Nebelschwaden vorüber.

Meinen ausführlichen Reisebericht gibt’s in Kürze (morgen oder übermorgen).

37 neue Mails in sechs Tagen, von denen Entourage 17 korrekt als Spam identifizierte (wird bei mir in einem Junk-Ordner gesammelt). Bei den restlichen 20 Mails war kein Spam mehr dabei. Einige Newsletter, Amazon-Mitteilungen und wenige private Nachrichten.

Erschienen am Mittwoch, 01.01.2003 @ 23:00 | Kommentare deaktiviert
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Donnerstag, 02.01.2003

Apple 2002

In der letzten Mac-TV-Sendung in 2002 gab es einen Jahresrückblick aus Apple-Sicht (wie konnte es anders sein). Ich habe mir mal die wesentlichen Innovationen aufgeschrieben. Es gibt tatsächlich Leute die behaupten, Apple sei nicht innovativ. Gut, die Systeme könnten gerne einen Zacken schneller sein, aber tatsächlich ist Apple die einzige Firma in der PC-Industrie, die noch andere Innovationen außer mehr Gigahertz und mehr Gigabytes hervorbringt:

Januar
Vorstellung des iMac mit TFT-Display (15 Zoll)
Vorstellung von iPhoto

Februar
Vorstellung von Quicktime 6 mit MPEG-4-Unterstützung und Quicktime Broadcaster
Apple gewinnt den Technical Grammy für seine Verdienste für die Musikindustrie

März
Preview für die Bluetooth-Unterstützung im Betriebssystem
Vorstellung des Cinema HD-Displays: 1.920×1.200 Auflösung auf 23 Zoll

April
Cinema-Tools für Final Cut Pro
DVD Studio Pro 1.5, lauffähig unter OS X
Neue Powerbooks mit DVI-Anschluss

Mai
WWDC mit der Demonstration von Jaguar und Rendezvous

Juni
Auslieferung von Quicktime 6 als public preview

Juli
iTunes 3 mit intelligenten Playlisten
Preview von iTunes 4 mit Rendezvous-Streaming von Musikdateien zwischen Rechnern
iCal-Ankündigung
iSync-Ankündigung
iMac mit 17-Zoll-TFT
Neue iPods (10 und 20 GB) mit berührungsempfindlichem Scrollrad
Freigabe der finalen Version von Quicktime 6 (100 Millionen Downloads innerhalb weniger Tage)

August
Auslieferung von Mac OS X 10.2 »Jaguar« (am ersten Wochenende wurden 100.000 Exemplare verkauft)
Final Cut Pro gewinnt einen Emmy-Award

September
Finale Version von iCal, Beta von iSync
HP, Lexmark, Philips, Xerox etc. springen auf den Rendezvous-Zug auf
100.000 Nutzer bei .Mac

Oktober
Keine großen Innovationen diesen Monat.

November
Sloat-loading SuperDrive (DVD-Brenner) im Top-Modell der Powerbook-Linie

Dezember
Auch keine neuen Produkte in diesem Monat.

Erschienen am Donnerstag, 02.01.2003 @ 16:26 | Kommentare deaktiviert
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Erwartungen für den 7. Januar

Ich habe meine Erwartungen für die kommende Macworld ja bereits vor einiger Zeit aufgeschrieben. Inluminent spekuliert auch ein wenig und verlinkt einen Macworld-Artikel mit einem Dutzend Meinungen.
Die Gerüchte gehen im Moment in Richtung neue iMacs und Software-Updates.

Zwei Updates, die nächste Woche sicher nicht mehr vorgestellt werden (höchstens noch angesprochen), sind iCal und iSync, denn neue Versionen dieser beiden Programme sind seit wenigen Stunden auf Apples Website verfügbar. Ich habe sie noch nicht getestet (mache ich heute Abend), aber bei iCal soll es laut Apple »major performance improvements« (na, Gott sei Dank!) und bei iSync u.a. eine Unterstützung des .Mac-Adressbuchs geben (das war fällig und auch zu erwarten). Für die Chronisten: Die Versionsnummer von iCal ist jetzt 1.0.1 und von iSync 1.0 (bisher gab es nur eine öffentliche Beta-Version).
Mehr Geschwindigkeit in iCal ist sehr zu begrüßen: Ich finde das Programm Klasse, habe es aber nach einer kurzen Testphase nicht mehr benutzt, da es wegen seiner Behäbigkeit praktisch unbenutzbar war (auf einem G4-733 mit 768 MB RAM). Mal sehen, wie es sich später auf meinem iBook (G3-500, 256 MB RAM) anfühlt…

Erschienen am Donnerstag, 02.01.2003 @ 16:38 | Kommentare deaktiviert
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Kein Rückblick

Von mir gibt es bis auf weiteres keinen Jahresrückblick.

Erschienen am Donnerstag, 02.01.2003 @ 16:44 | Kommentare deaktiviert
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Freitag, 03.01.2003

Musik

Kid Loco, »Tracy« (Jesus Life for Children under 12 inches)

Erschienen am Freitag, 03.01.2003 @ 17:17 | Kommentare deaktiviert
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»Das riecht nach Ärger.«

Heute Nachmittag gab’s ein paar Nudeln. Ich setzte Wasser auf und dachte nach zwei Minuten: Hossa, hier riecht’s verbrannt, das wird doch kaum das Wasser sein. Tatsache: Versehentlich hatte ich die Platte oben-rechts statt unten-rechts eingeschaltet und auf der lagen noch drei Blätter mit Rezepten von meiner Schwester.
Aber nix weiter passiert: Das Papier brannte noch nicht, sondern war nur angekokelt. Von der Platte gezogen und auf den gefliesten Boden geworfen. Für das unterste Rezept war’s allerdings zu spät.
Ich hasse es ja, wenn in der Küche auf den Arbeitsflächen Sachen rumstehen und -liegen. Nicht nur eine Frage der Optik, sondern auch der Sicherheit, wie heute gesehen. Eigentlich wollte ich nämlich aus der Küche rausgehen, nachdem ich das Wasser aufgesetzt hatte. Und dass man bei vier Platten mal die falsche einschaltet, kann durchaus passieren.

Erschienen am Freitag, 03.01.2003 @ 19:57 | Kommentare deaktiviert
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iCal & iSync re-reviewed

Inzwischen habe ich mir die gestern erschienenen neuen Versionen von iCal und iSync nochmal näher angesehen. iCal hat enorm in der Geschwindigkeit zugelegt und ist nun benutzbar. Umschalten zwischen Wochen oder das Ändern eines Eintrag durch Ziehen gehen nun relativ zügig. Kleinere Bugs wie der Wochenbeginn am Sonntag in den Mini-Kalendern (obwohl als Wochenbeginn Montag eingestellt war) sind nun behoben.
iSync kann nun problemlos mit meinem T68i-Handy von Sony Ericsson Daten austauschen; in der Beta wurde nur die Hälfte der Adressbuch-Einträge übermittelt.
Insgesamt zwei sehr gute Updates.

Erschienen am Freitag, 03.01.2003 @ 20:31 | Kommentare deaktiviert
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Das Wetter.

Gester war ein ziemlich verregneter Tag. Nur später am Nachmittag, kurz vor Sonnenuntergang, brach die Sonne einmal durch die Wolkendecke durch und es regnete nicht. Ich fuhr am Abend in die Stadt, um mal wieder bei meinem Stammgriechen einzukehren. Viertelstunde Fußweg in der Stadt, und es hat sowohl auf dem Hin- als auch auf dem Rückweg geschüttet. Ich bin kein Freund von Schirmen, ich werde lieber nass, bevor ich einen Schirm tragen muss. Normalerweise ist das auch kein Problem, weil mir leichter Regen nichts ausmacht, wenn ich zu Fuß gehe.
Auf der Heimfahrt im Bus stand der Regen teilweise 5 cm hoch in den Straßen. Der Wiesengrund ist natürlich überschwemmt und nicht nur ich habe den EIndruck, dass dies vergangenes Jahr häufiger der Fall war als sonst.
In der Nacht hat es gestürmt; Erlangen liegt ja in Süddeutschland und folglich bekamen wir auch den Orkan ab.
Ansonsten ist es mit rund neun Grad für die Jahreszeit vergleichsweise warm.

Erschienen am Freitag, 03.01.2003 @ 20:45 | Kommentare deaktiviert
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Pfand oder nicht Pfand, das ist hier die Frage

Vorhin war ich noch mit meinem Vater auf einen Sprung in der Stadt. Kleinigkeiten: Döner essen, im Müller ein bisschen Schokolade und Brillenputztücher kaufen, am Rückweg MediaMarkt.

Beim Dönermann nahm ich eine Cola-Dose mit, aber das seit vorgestern vorgeschriebene Pfand verlangte er nicht. Das kommt mir entgegen, denn das Dosenpfand, so wie es derzeit umgesetzt wird, halte ich für ziemlichen Unsinn.

 
 
Erstmal, worum es geht: Der frühere Umweltminister Klaus Töpfer hat vor rund Jahren, in der CDU-geführten Kohl-Regierung, eine Verordnung auf den Weg gebracht. Die besagt, dass ein Pfand auf Einwegverpackungen für Getränke erhoben werden muss, wenn die Mehrwegquote (Anteil der in Mehrwegverpackungen verkauften Getränke an der Gesamtzahl der selben) unter einen bestimmten Prozentsatz fällt. Letztes Jahr hat die Rot-Grüne Regierung festgestellt, dass diese Quoten bei einigen Getränken schon seit Jahren unterschritten wird, dass es mehr Einwegverpackungen gibt als erlaubt, weswegen zum 1. Januar 2003 das bereits vor zehn Jahren in der besagten Verordnung vorgesehene Pfand erhoben werden sollte. Das Umweltministerium schlug vor, das Pfand nicht nur für die Getränke zu erheben, deren Mehrweganteil unter die Quote gefallen war, sondern generell auf alle Getränke, die in ökologisch unvorteilhaften Verpackungen verkauft werden: Einwegflaschen aus Glas und PET-Kunststoff, Dosen aus Alu und Weißblech, unabhängig vom darin abgefüllten Getränk. Diese Initiative scheiterte, wenn ich mich Recht erinnere, vergangenen Sommer im Bundesrat.
Daher rührt ein großer Teil der jetzt vorherrschenden Verwirrung (siehe auch Spiegel 2 und Spiegel 3): Pfand wird nur auf manche Getränke erhoben, nämlich auf Bier, Wasser mit und ohne Kohlensäure und auf kohlensäurehaltige Erfrischungsgetränke wie Cola. So kann es passieren, dass für Wasser Pfand verlangt wird und für den Saft in der selben Einweg-Plastikflasche nicht, weil der Mehrwegquoten-Anteil bei Saft noch nicht unterschritten wurde. Für Cola in der Dose fällt Pfand an, für Jim Beam-Cola (Whisky-Cola) in der Dose nicht.
So weit, so gut. Wie kann man das jetzt komplizierter machen? Ganz einfach: Teile der Industrie überzogen vergangenes Jahr die Bundesregierung mit Klagen und hofften, dadurch das Dosenpfand zu Fall zu bringen. Das gelang nicht, alle Klagen wurden zu Gunsten der Regierung und des Pfands entschieden. Problem: Die Industrie hatte keinen Plan B. Für das Gejammer von Händlern und Herstellern habe ich daher wenig Verständnis: Nicht nur, dass man seit Inkrafttreten der Verordnung zehn Jahre Zeit hatte, für den gar nicht unwahrscheinlichen worst-case (die Erhebung des Pfands) vorzusorgen, man lies im letzten Jahr auch noch Monate untätig ins Land ziehen: Abgesehen von Klagen gab es keine Konzepte, wie der drohenden Pfanderhebung begegnet werden kann. Jetzt ist das Pfand da und es gibt kein einheitliches Rücknahmesystem. Bis Oktober kann man seine pfandpflichtigen Einwegverpackungen nur dort zurückgeben, wo man sie gekauft hat. Jeder Händler hat sein eigenes System: Rückgabe nur mit Kassenbon, nur mit Pfandmarken… Manche Ketten akzeptieren auch das Leergut aus anderen Filialen (meines Wissens bei Spar), andere nicht (z.B. Aral-Tankstellen). Getränkeautomaten sind derzeit außer Betrieb. Nicht wenige Händler haben Einwegverpackungen komplett aus ihrem Sortiment herausgenommen (heute selbst erlebt bei Müller). Außer einem einheitlichen Rücknahmesystem (Rücknahme bei jedem Händler) soll auch eine Clearing-Stelle erst bis Oktober aufgebaut werden. Die sorgt dafür, dass Händler, die mehr Pfand ausbezahlen als sie einnehmen, Geld von den anderen Händlern zurückerhalten.

Soweit zur grundsätzlichen Problematik. Was mich an der Sache ärgert ist, dass hier nach dem Prinzip Hoffnung gearbeitet wurde: Schau’ mer mal, dann seh’n wir weiter. Bis Oktober darf ich mich als Verbraucher jetzt mit einem Krückensystem herumschlagen, weil ich nicht meine Dose kaufen und 500 Meter weiter zurückgeben kann, wenn ich sie ausgetrunken habe. Abgesehen davon wird für wer-weiß-wie-lange die Getränkeversorgung in kleinen Packungseinheiten eingeschränkt sein. Ich habe bisher gerne Dosen zu 0,33 Liter, Einweg-PETs zu 0,5 Litern und Einweg-Glasflaschen zu 0,33 Liter gekauft, weil ich unterwegs etwas kühles trinken konnte. Ich nehme mir von zu Hause keine 0,75- oder 1,0-Liter-Mehrweg-Flasche mit, weil ich unterwegs (in der Stadt) nicht so viel trinke. Eine Literflasche eignet sich gut für zu Hause, weil man sie über einen Tag gut leer trinken kann. Bei einer Literflasche im Rucksack geht durch das Geschaukel ja die ganze Kohlensäure raus. Ich will meinen Döner auch nicht mit Früchtetee aus der Thermoskanne runterspülen. Ich würde ja gerne kleinere Mehrweg-Flaschen zu 0,33 oder 0,5 Litern kaufen, wenn es so etwas gäbe. Dann kann ich mir in der Stadt einen kühlen Schluck kaufen und die Flasche ein paar Geschäfte weiter wieder abgeben. Oder ich nehme sie meinetwegen auch nach Hause, um sie im Keller zu sammeln. Meine Hoffnung ist ja, dass Coka Cola und Co. in den nächsten Monaten Mehrweg-Flaschen in kleinen Abfüllmengen (halber Liter) anbieten. Und wenn ich noch einen Wunsch äußern darf: Bitte aus Plastik, die halten mehr aus als Glas. PET-Literflaschen gibt’s ja auch in einer Mehrweg-Variante. Aber so was wurde halt bisher nicht angeboten, deswegen der Griff zur Dose oder Einwegflasche.
Das Dosenpfand macht glaube ich nur Sinn, wenn dadurch die Einwegverpackungen reduziert werden. Das ist wohl die Überlegung, die dahinter steht, aber die Industrie muss auch mitziehen. Es bringt nichts, auch ab Oktober nicht, wenn Dosen und Einwegflaschen mit einem Pfand belegt werden, wenn sie munter weiter konsumiert und gesammelt werden, am Ende aber doch auf der Müllkippe landen. Zu dem Thema (genauer gesagt zum Grünen Punkt und zum DSD) gab es in der letzten brandeins-Ausgabe einen sehr aufschlussreichen Artikel, der auch online verfügbar ist (ungekürzt und kostenlos).

Ich bin kein grundsätzlicher Pfandgegner, aber die jetzige Umsetzung ist ein Schuss ins Knie.
Mein Fazit: Entziehen kann man sich dem wohl nicht (außer der Dönermann erhebt weiterhin kein Pfand) und bis Oktober wird man sich ärgern müssen. Bis im Oktober das bundesweit einheitliche Rücknahmesystem steht hoffe ich, dass die Pfandpflicht auch auf andere Getränke ausgeweitet wird, um die Verwirrung, was Pfand kostet und was nicht (trotz gleicher Verpackung) zu beenden. Außerdem wünsche ich mit Mehrweg-PETs in kleineren Abfüllmengen als einem Liter (ob es dann ein drittel, ein halber oder ein dreiviertel Liter ist, ist egal).
Im Zuge dessen hoffe ich auch, dass Schweppes Ginger Ale endlich mal in Mehrweg-PETs abgefüllt wird.

The Flow hat heute einen Link zu einer FAQ zum Dosenpfand auf der Website des Bundesumweltministers ausgegraben. Was sie taugt weiß ich nicht, da ich sie noch nicht gelesen habe.

Nachtrag (21:35 Uhr): Es ist nicht so, dass z.B. Coca Cola nicht wollte. Es gibt Cola in Halbliter-Glas-Mehrwegflaschen, allerdings habe ich die nur während meiner Schulzeit am Erlanger Ohm-Gymnasium vor über zehn Jahren und vor einem Jahr in der Heilbronner Filiale meiner Bank gesehen. Warum kann ich sowas nicht einzeln im Edeka oder beim Dönermann bekommen?

Erschienen am Freitag, 03.01.2003 @ 21:30 | Kommentare deaktiviert
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Wallpapers für’s Cinema-Display

Markus hat eine Seite gefunden, auf der es übergroße Bildschirmhintergründe zum Download gibt: Die Auflösung der Big Desktop Images beträgt 2.560×1.024 Pixel und eignet sich daher gut für Besitzer großer, sehr großer oder mehrerer Displays.

Erschienen am Freitag, 03.01.2003 @ 21:48 | Kommentare deaktiviert
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Boys of Summer

Ein oder zwei Tage, bevor wir zu unserem Silvester-Urlaub aufbrachen, fand ich den Interpreten und den Titel eines bestimmten Songs heraus. Mein Onkel kam auf einen Sprung vorbei, um ein paar DVDs von mir auszuleihen (sein Player ist relativ jung) und sich von meinem Vater Raumklang mit dts demonstrieren zu lassen. Was ich nicht wusste: Den Song, den ich schon seit einiger Zeit suchte hatte mein Vater bereits seit ein paar Wochen auf DVD:
Es handelt sich um »Boys of Summer« von Don Henley (Album: Building the perfect Beast).
Die DVD »Live Inside Job ist ein Konzertmitschnitt.

Erschienen am Freitag, 03.01.2003 @ 22:09 | Kommentare deaktiviert
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Two Towers

Ich bin noch ein Review von »Herr der Ringe – Die zwei Türme« schuldig, den ich am 26.12.2002 gesehen habe.

 
 
Da der Titel bildschirmfüllend ist, beschränke ich mich im folgenden auf LotR (für »Lord of the Ring«) bzw. LotR1 wenn vom ersten Teil »Die Gefährten« die Rede ist und LotR2, wenn es um den zweiten Film geht, der die Geschichte des zweiten Bandes von John Ronald Reuel Tolkien nacherzählt, geht.
Als weitergehende Lektüre immer empfehlen kann ich die filmfacts-Kritiken von Andreas Edler (LotR1, LotR2) und Johannes Pietsch (LotR1, LotR2). Außerdem ist ein Blick in die IMDB (LotR1, LotR2 nie verkehrt, um mit Details erschlagen zu werden. Außerdem kann ich zelluloid.de (LotR1, LotR2) empfehlen.

Klaus hat sich beide Teile hintereinander in einem Anfall von Masochismus im Manhattan-Kino gegeben, weswegen wir dieses Jahr nur zu dritt in den größten Saal des Cinestar gingen: Holger (auf Heimatbesuch in Erlangen), Martin und ich. Etwa anderthalb Wochen vorher konnte ich exzellente Plätze Mitte-Mitte reservieren. Martin bezahlte den Normaltarif für 7,40 Euro, Holger und ich hatten 5-Sterne-Tickets (fünf Kinofilme zu 5,40 Euro, also insgesamt 27 Euro, im voraus bezahlen und dafür eben zu nur 5,40 Euro in jede Vorstellung gehen können).
Vor einigen Jahren las ich mal, dass im Kino vor dem Hauptfilm maximal 17 Minuten Werbung exklusive Trailer gezeigt werden dürfen. Hat man das geändert? Im Cinestar gab es gleich eine runde halbe Stunde Werbung und es wurden nur ein oder zwei Trailer gezeigt. Die Eisverkäufer machten bei 464 ausverkauften Plätzen wider erwarten nicht das Geschäft ihres Lebens und waren nach ungefähr fünf Minuten durch. Anschließend die Lasershow mit einem nachgebauten Trailer zu »Star Trek 10: Nemesis« und darauf weitere normale Filmtrailer, bis sich der Dunst der Nebelmaschine von der Lasershow verzogen hatte. Danach begann der Hauptfilm, ohne Soundsystem-Trailer.

Es gibt zwei Sorten von Leuten, die sich den Herrn der Ringe ansehen: Solche, die die Bücher gelesen haben und solche, die die Bücher nicht kennen (<loriot>Ach?</loriot>). Ich kenne die beiden letzten der drei Bände nicht; den ersten Band habe ich als Kind gelesen, aber nachdem ich mich durch diesen durchgekämpft habe, gab ich auf, denn mir war das alles zu langatmig. Freunde haben mir damals schon gesagt, dass in den beiden anderen Teilen noch richtig die Post abgehen würde, aber ich konnte mich bislang nicht überwinden, die Lektüre von »Die zwei Türme« und »Die Rückkehr des Königs« nachzuholen.
Abgesehen davon gehöre ich zu den Leuten, die möglichst wenig über einen Film im Voraus wissen wollen und versuchen, sich etwaigem Hype zu entziehen, um sich nicht die Spannung zu verderben und um keine zu große Erwartungshaltung aufzubauen, die dann vielleicht nur enttäuscht wird. Von daher nur in aller Kürze der Inhalt, denn ich nehme an, dass er entweder eh schon bekannt ist, oder die Bekanntheit nicht gewünscht ist. Hier für die dritte Sorte von Leuten (kennen das Buch nicht, wollen die Handlung aber im vornherein wissen), worum’s geht:
Im ersten Teil hat der Hobbit Frodo den Ring Saurons an sich genommen, um ihn in den Feuern von Mordor, von wo er einst stammt, zu vernichten. Am Schluss des ersten Teils waren Frodo und sein Begleiter ihrem Ziel schon ein gutes Stück näher gekommen, aber die Gefährten wurden voneinander getrennt. Im zweiten Teil geht es um ein Königreich in Mittelerde, das von den Armeen Sarumans angegriffen wird. Frodo und Begleitung versuchen derweil, nach Mordor zu gelangen, aber der Weg dorthin ist kein Spaziergang.

Den ersten Film fand ich vor einem Jahr eher langweilig. Er war nicht schlecht, aber auch nicht mehr als Durchschnitt, keine Offenbarung. Rund um mich rum Leute, die sich vor Begeisterung kaum auf den Stühlen halten konnten und war ziemlich allein mit meiner Meinung, dass dem Film eine Laufzeit von nur zweieinhalb statt drei Stunden besser gestanden hätte. Ich ging aus dem Kino mit einem Gefühl von »Ok, haben wir jetzt auch gesehen, und?«, und dachte mir, dass der erste Teil von Harry Potter wesentlich interessanter war als der erste »Herr der Ringe«-Film.
Anders beim zweiten Teil. Ebenfalls drei Stunden, aber dieses Mal hätte er gerne noch eine halbe Stunde länger laufen können. Spannend, durchaus geschickte Erzählung der verschiedenen Handlungsstränge, Massenschlachten, eindrucksvolle Landschaftsbilder und Bauten. Etwas befremdlich war allerdings der Einwand des Elbengefährten, dass wegen der roten Sonne Blut vergossen wurde. Da kann ich Spiegel-online-Autorin Wiebke Brauer kann ich nur Recht geben wenn sie sagt: »Winnetou in Mittelerde«. Auch etwas seltsam war das Täuschungsmanöver, mit dem zwei Hobbits einen Ent (ein lebender Baum) überzeugten, gegen Saruman in den Krieg zu ziehen. Kurz zuvor haben sich die Ents noch ausgiebig beratschlagt, ob sie in den Krieg eintreten sollten und haben sich schließlich dagegen entschieden. Die zwei Hobbits führten den Ent ihres Vertrauens dann nach Süden, wo Saruman die Freunde des Ent abgeholzt hatte, um Platz für seine Festung zu schaffen. Als er das sah, war die Sache gebongt und alle anderen Ents, die wie angewurzelt danebenstanden, waren auch zur Stelle und fingen ohne weitere Konsultationen an zu kämpfen.
Insgesamt hat der zweite Film aber Lust auf mehr gemacht. Ich hatte nach dem Film schon überlegt, ob ich mir nicht wieder den dritten Band kaufen sollte, den ich vor einigen Monaten über eBay verscherbelt habe. Wer mit Fantasy allgemein oder dem Herrn der Ringe speziell was anfangen kann, wird sich im zweiten Teil sicher nicht langweilen. Ob es zu Ärgernissen kommt, weil sich Regisseur Peter Jackson womöglich nicht nah genug an der Romanvorlage hält, kann ich nicht beurteilen, da ich das Buch ja nicht gelesen habe.

Bei uns wurde der Film nach anderthalb Stunden unvermittelt für ca. zehn Minuten unterbrochen (»Pause« wurde eingeblendet) und fing dann plötzlich wieder an. Normalerweise empfinde ich sowas ja als Ärgerniss, aber obwohl ich vor dem Film bereits was weggetragen habe, kam mir diese Unterbrechung sehr gelegen, denn es war dringend. Ich hatte mich quasi eine Stunde auf die Pause einstellen können (bzw. ich habe darauf gehofft) und schaltete schnell, als der Film gestoppt wurde. Aufgesprungen, raus aus der Reihe, zwei Treppenstufen auf einmal und raus auf’s Klo. Dank meiner blitzschnellen Reaktionen war ich einer der ersten und konnte noch einen freien Platz ergattern.

Am Schluss des Abspanns (bei den Soundsystem-Logos) gibt es übrigens noch einen Apple-Bezug: Ein Apfel prangt am linken Rand der verkündet, dass LotR2 mit der Hilfe von Shake, das Apple kürzlich aufgekauft hat, enstanden ist.

Nach dem Film gingen wir noch in die Stadt. Unsere erste Anlaufstelle war die S-Bar in der Nähe des Bahnhofs, aber die war überlaufen. Ich schlug dann vor, mal das Bomml zu testen, die neue Kneipe der früheren Schlupfwinkel-Macher. Wir blieben dort eine Weile. Vorteile: Platz. Nachteile: Keine Cocktails, weit zu hatschen, ein wenig Partykeller-Flair.
Nach Hause irgendwann zwischen eins und zwei. Martin war so freundlich, uns auf seinem Heimweg nach Nürnberg unterwegs abzusetzen.

Erschienen am Freitag, 03.01.2003 @ 23:29 | Kommentare deaktiviert
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Samstag, 04.01.2003

Kino im Januar und darüber hinaus

Ich hab’ mal wieder ein paar Trailer gesehen und auf zelluloid.de die Kino-Starttermine für Januar gecheckt. Die folgenden Filme stelle ich mal unter »verschärfte Beobachtung«. Die Links auf den Filmtitlen führen zur entsprechenden IMDB-Seite.

 
11′09″01
Über 11′09″01 habe ich zum ersten Mal in einem Spiegel-Artikel über Sean Penn gelesen. Einen englischen Trailer habe ich beim besten Willen nicht im Netz finden können, aber als Holger und ich in »Bowling for Columbine« waren, wurde ein sehr ansprechender englischer Trailer gezeigt.
Elf Regisseure zeigen in je elf Minuten, neun Sekunden und einem Bild, wie sie den Anschlag auf das World Trade Center und das Pentagon am 11. September 2001 filmisch umsetzen. Sean Penn ist der bekannteste der Regisseure, von allen anderen, die aus Burkina Faso und sonst woher kommen, hat man noch nie was gehört. Der Trailer war wie gesagt sehr interessant und die Idee (11′09″01) fasziniert mich. Im bereits genannten Spiegel-Artikel ist auch nachzulesen, worum es in Sean Penns Epsiode in 11′09″01 geht.
Hier in der Region läuft er noch nicht, aber evtl bald im Lamm. Offizieller deutscher Starttermin war bereits der 28.11.2002.

8 Mile
Auch hier bin ich zuerst über einen Spiegel-Artikel auf den Film aufmerksam geworden. Oder genauer, ich wusste bereits im November oder Anfang Dezember, dass es einen Film mit Eminem geben würde, aber damit beschäftigt habe ich mich erst nach dem Artikel über die 8 Mile von Spiegel-Autor Helmut Sorge: »Bandenkriege in L.A.: Dealen, schießen, rappen«

“8 Mile”, das war in Detroit die imaginäre Trennungslinie zwischen Schwarz und Weiß. Tatsächlich, auch das dokumentiert Hanson eindringlich, sind die Rassen vereint, sind gemeinsam Vergessene des amerikanischen Traums.

Curtis Hanson, der bereits bei »L.A. Confidential« Regie führte, zeichnet auch für »8 Mile« verantwortlich. Nach Sorges sehr aufschlussreichem Artikel sah ich mir den Trailer auf apple.com/trailers an und war begeistert. Wenn der Film nur halb so gut wird wie der Trailer, hat sich der Kinobesuch schon gelohnt. Der Trailer für sich ist schon ein Meisterwerk: Sehr guter Schnitt, synchrone Einblendung von Schlüsselbegriffen die im Hintergrund im Soundtrack abgespielt werden (gute Idee), ein eingägniger Score, beeindruckende Szenen (z.B. wie die Filmtochter von Eminem zum Abschied winkt oder Eminem auf der Bühne), schnelle Überblendungen, die Titles. Davon ab erzählt er natürlich kurz und knapp die Geschichte, ohne zu viel zu verraten — so jedenfalls mein Eindruck. Beim Score handelt es sich auch gleich um den Titelsong des Films: »Lose yourself«, natürlich von Eminem. Ich bin kein Fan von ihm, aber »Stan« und eben »Lose yourself« finden sich auch in meiner iTunes-Musikdatenbank. »Lose yourself« hat einen interessanten Text und einen eingehenden Rhythmus mit einem eigenartigen Takt. 15/17tel, keine Ahnung (Holger?).
Ich weiß nicht genau, was mich bei »8 Mile« erwartet, aber nach allem, was ich jetzt weiß, stufe ich ihn mal als Drama und Milieustudie ein. Die Werbezeilen machen neugierig:

»Every moment is another chance.«

»Every moment is a chance to turn it around.«

»Look, what if you had one chance to seize everything you ever wanted? Would you capture it? Or would you let it slip?«

»8 Mile« läuft bereits seit 2. Januar 2003 in den Kinos. Im Erlanger Cinestar sogar in zwei Sälen.
Erste Kritiken finden sich bei spiegel.de und bei filmfacts.de. Das Studio ist Universal.

Analyze That
Einen ersten Teaser zum Nachfolger von »Analyze This« sah ich schon vor einigen Wochen. Ich denke es ging nicht nur mir so, der bereits den ersten Teil gesehen hat, als ich mich beim Sehen des Teasers wegschmiss! Wer den ersten Film nicht kennt, wird aber wohl kaum etwas mit dem Teaser anfangen können. Kurzversion: Die Person, die da wie ein Schlosshund heult (Robert DeNiro) ist ein Mafia-Boss. Der Typ mit Bart und Brille (Billy Crystal) ist sein Therapeut. Vor Kurzem erschien auch ein längerer Trailer, der die Story des Nachfolgers erklärt. Lisa Kudrow (Phoebe aus »Friends«) ist auch wieder mit von der Partie.
Deutschlandstart ist der 9. Januar 2003.
Hier kann man übrigens mal wieder schön sehen was passiert, wenn der deutsche Verleih Titel übersetzt, die er besser nicht übersetzt hätte. Der erste Teil hieß im Original »Analyze This«. Zu deutsch: »Reine Nervensache«. Der Nachfolger nennt sich »Analyze That«, in Deutschland »Reine Nervensache 2«.
Ok, man muss zugeben, dass es einfach nur eine Fortsetzung ist, so wie »Ghostbusters 2«: Er wird kaum ans Original rankommen.
Regie führte dann auch Harold Ramis, das Studio ist Warner.

One Hour Photo
Sollte »One Hour Photo« nicht schon irgendwann letztes Jahr starten? Den Trailer habe ich schon vor Monaten bei Apple gesehen, in den USA lief er auf einem Festival bereits im Januar 2002 (!) und offiziell startete er in den Staaten im vergangenen August. Die Code 1-DVD erscheint bereits am 18. Februar. Egal, nun kommt er am 9. Januar 2003 in die hiesigen Kinos.
Robin Williams spielt in diesem Suspense-Film von Mark Romanek einen Angestellten in der Fotoabteilung eines Supermarkts. Da er die Bilder seiner Kunden in die Finger bekommt, ist er bestens darüber informiert, wo und wie diese leben. Das Wissen lässt er nicht ungenutzt.
Das Studio ist Fox.

Star Trek: Nemesis
Der zehnte Star Trek-Film und der vierte mit der Next Generation-Crew. Laut Werbezeile »die letzte Reise einer Generation«. Ob die TNG-Crew in Star Trek XI nochmal aufkreuzt oder nicht, ist meines Wissens noch unklar. Die Voyager-Crew ist zu Hause und Deep Space Nine ist eigentlich abschließend erzählt; mit diesen beiden Crews wird es kaum ein Wiedersehen auf der Kinoleinwand geben (IMHO die beste Serie war übrigens DS9). Evtl darf die neue »Enterprise«-Crew ihr Leinwand-Debüt geben. Davon ab frage ich mich nach dem Ansehen des Trailers, wie viele Enterprises eigentlich noch geschrottet werden sollen. Das nimmt ja bald Ausmaße an wie beim Voyager-Shuttle-Counter.
Ich weiß fast gar nicht, worum es geht, und das soll auch so bleiben, da ich mir nicht die Spannung verderben will (siehe auch meine Kritik zu Two Towers). Einem ungeschriebenen Gesetz zu Folge sind alle Star Trek-Filme mit geraden Nummern (2, 4, 6, 8…) gute Filme. Mal sehen.
Deutscher Starttermin ist der 16. Januar 2003. Regie führte Stuart Baird, das Studio ist natürlich Paramount.

Anger Management
Jack Nicholson ist uns noch aus »As good as it gets« als Ekel in guter Erinnerung und in »Anger Management« scheint er dem Trailer nach zu urteilen eine ähnliche Rolle zu besetzen. Adam Sandler spielt einen Geschäftsmann, der irrtümlich in ein Programm zum Agressionsabbau gesteckt wird und trifft dadurch auf Jack Nicholson, seinen agressiven Anti-Agressions-Trainer. Den Film werde ich mir auf keinen Fall entgehen lassen!
Deutscher Start am 15. Mai 2003 (Holger, Cinema München?), Regie: Peter Segal, Studio: Columbia.

Erschienen am Samstag, 04.01.2003 @ 14:35 | Kommentare deaktiviert
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Niederschlag in Form von Schnee

Es schneit. Dabei hat es 0,7 Grad plus, zumindest in zwei Metern Höhe. Der Schnee bleibt derzeit aber nicht auf der Straße liegen, die Straße wird nur nass. Aber am Rand und auf Autodächern bildet sich eine dünne weiße Schicht.

Erschienen am Samstag, 04.01.2003 @ 21:16 | Kommentare deaktiviert
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Wer braucht das?


Newsgroups: de.comp.sys.mac.misc
Message-ID: <1foa020.4tbjha1akzcl4N%aljen@macnews.de>
Subject: Re: Warum ist es so ruhig vor der MacworldExpo?
From: Aleksander Jensko <aljen@macnews.de>
Date: Sat, 4 Jan 2003 19:55:24 +0100

Stefan Freimark <stefan@freimark.de> wrote:

> Bin ich eigentlich der einzige,
> der Tablet-PCs für Unsinn hält?

Und ich dachte schon, ich wäre alleine.

Erschienen am Samstag, 04.01.2003 @ 23:48 | Kommentare deaktiviert
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Sonntag, 05.01.2003

Eine kleine Einführung in den Kult um die Mac-Messen für Nicht-Macianer

Apples größte Stärke ist die Innovation. Vielleicht ist das der Grund, weswegen ein Standard-Spruch von Apple-Managern dieser ist:

»We do not comment on future products.«

Von Apple ist nie zu erfahren, wann welches Produkt mit welchen Spezifikationen zu welchen Preisen erscheint. Wenn es fertig ist, wird es von Apple-CEO Steve Jobs vorgestellt, fast schon zelebriert und es ist kurz darauf zu haben, bei Software durchaus bereits eine Stunde später, bei Hardware kann es auch mal eine Woche dauern.
Andere Firmen, wie Microsoft, kündigen ihre Produkte Jahre im Voraus an und können dann kaum den angekündigten Termin halten (siehe Windows95). Das führt dazu, dass sich manche Gazetten schon Jahre vor der Veröffentlichung zu Schlagzeilen wie »Das beste Windows aller Zeiten« hinreißen lassen oder dass man ewig auf Produkte wartet.
Der Nachteil von Apples Geheimhaltungsstrategie ist freilich, dass man schlecht (Anschaffungen) planen kann, da man ja nicht weiß, ob nicht vielleicht zwei Wochen später ein besseres Produkt erscheint oder das eben gekaufte Produkt im Preis gesenkt wird. Ein Anhaltspunkt sind die regelmäßig stattfindenden Mac-Messen, die durch eine Keynote (Schlüsselrede) von Apple-Chef Steve Jobs eröffnet werden. Unter Mac-Usern ist bekannt: Kaufe niemals kurz vor einer Mac-Messe, man weiß nie, ob Steve nicht vielleicht das Ei des Kolumbus aus dem Hut zaubert. Solche Messen finden immer im Januar statt (Macworld Expo San Francisco, MWSF), sowie im Juli (Macworld Expo New York, MWNY). Außerdem gibt es noch kleinere Messen in Tokio (für dieses Jahr abgesagt) und in Paris (im Herbst). Dazwischen gibt es noch spezielle Events wie die WWDC (World Wide Developers Conference) und die Seybold (Fachmesse für die Druckindustrie). Auf all diesen Messen wurden in Steve Jobs’ Keynote bereits neue Produkte, Hardware wie Software, vorgestellt.
Diese Geheimniskrämerei ist natürlich der ideale Nährboden für Gerüchte. Zu den besseren Gerüchtesites gehören macrumors.com und thinksecret.com. Während Thinksecret eigene Gerüchte lanciert und recherchiert, fasst Macrumors auch Gerüchte von anderen Sites (einschließlich Thinksecret) zusammen und führt Buch über die Trefferquoten. Als deutsche Site, nicht nur für Gerüchte sondern zum Mac generell, kann ich Mac-TV empfehlen. Jeden Sonntag um 21 Uhr gibt es sogar eine Live-Sendung (und das hat nichts mehr mit ruckelnden Bildchen wie früher zu tun). Ich glaube, dass dieses Katz-und-Maus-Spiel zwischen Apple und seinen Usern, der Community, auch stark zum Zusammenhalt dieser Gemeinschaft beiträgt, oder, etwas sachlicher ausgedrückt, zur Markentreue (siehe dazu auch die Wired-Artikel »It’s all about the Brand« und »For Mac Users, it takes a Village«).
Ebenfalls legendär ist Jobs’ »One more thing«, bei dem er kurz vor Schluss seiner Rede noch ein großes Ding aus dem Hut zieht.

Wie dem Leser dieses Weblogs nicht ganz entgangen sein dürfte, findet in Kürze wieder eine Macworld statt, und zwar die MWSF am kommenden Dienstag.
Wenn Steve Jobs am 7. Januar um zehn Uhr Ortszeit (Pacific Time, 18 Uhr deutscher Zeit) in San Francisco die Bühne betritt, wird Apple die ca. zweistündige Keynote live per Quicktime-Stream übertragen. Die Adresse ist apple.com/quicktime/qtv/mwsf03
Mac-TV wird ab 17 Uhr senden und nach Abschluss der Keynote für eine Sondersendung zurück sein.

Die Spekulationen schießen ins Kraut
Die neuesten Gerüchte bei Thinksecret besagen, dass es zur MWSF keine neuen iMacs, emacs oder Displays geben wird. Das wäre schon ein Schock: mit neuen Power Macs hat niemand ernsthaft gerechnet. Aber die iMacs sind überfällig für einen sogenannten »Speed-Bump« (etwas höhere Geschwindigkeit). Die neuen TFT-iMacs wurden vor genau einem Jahr (zur MWSF 2002 am 7. Januar 2002) vorgestellt, mit Prozessortaktungen von 700 und 800 Megahertz. Im Juli, auf der MWNY 2002, kam zum ursprünglichen 15-Zoll-Modell noch eines mit 17-Zoll und SuperDrive (DVD-Brenner) hinzu. Aber ansonsten blieb der iMac unverändert, weswegen ein Speed-Bump fast schon zwingend ist. Für den eMac (alter iMac, aber mit 17-Zoll-Röhrenmonitor) interessiere ich mich nicht so, deswegen kein weiterer Kommentar dazu. Neue Displays sind eigentlich auch fällig. Die jetzige Reihe sieht so aus: 15 Zoll, 17, 22 und 23. Das 15-Zoll-Modell kauft kein Mensch. Zwischen 17er und 22er ist die Lücke zu groß, da muss noch ein 19-Zöller rein. Die neue Reihe könnte also so aussehen: 17, 19, 22, 23. Wenn es wirklich so kommt, würde mich das schon enttäuschen, denn ich sitze hier seit Ende November nur mit einem 12-Zoll-iBook (1.024×768er Auflösung, G3-500-Prozessor und 256 MB RAM) und wollte mir nach der Keynote eigentlich einen 17-Zoll-iMac (1.440×900 Pixel) mit SuperDrive kaufen. Das iBook ist ein geniales Rucksack-Notebook, aber als Desktop-Ersatz etwas ungeeignet. Ich müsste meinen Kauf noch um einen Monat aufschieben. Dass tatsächlich keine neuen iMacs kommen, ist freilich nur ein Gerücht. Das Problem ist: Thinksecret hat eine überdurchschnittlich gute Trefferquote. Zum Beispiel hat Thinksecret alle von ihnen als »sicher« vorhergesagten Ergebnisse der MWNY 2002 richtig getippt und auch in Bezug auf Software-Ankündigungen (inkl. Screenshots) liegt Thinksecret in der Regel richtig.
Ein weiteres Rumor lautet: Apple wird für die nächsten Updates von iDVD, iPhoto und iMovie Geld verlangen. Alle drei Updates sollen als Bundle für 50 USD angeboten werden, evtl mit einem Nachlass für .Mac-Abonennten. Wenn das zutrifft, dann ist die gute Nachricht: es wird Updates für diese drei Anwendungen geben, und das ist insbesondere bei iDVD und iMovie mehr als reif. Die schlechte Nachricht, dass man für die Updates in die Tasche greifen muss, erschreckt erstmal, weil Mac-User bei der Vorstellung von neuen »iApps« Steve Jobs’ Worte »How much do we charge for this application? It’s a free download.« gewohnt waren. Und auch Updates von z.B. iTunes oder iCal waren bislang kostenlos. Aber bei näherer Betrachtung stellt man fest, dass das auch bei den bisherigen Updates von iDVD und iMovie so war und das jetzt eben nur iPhoto dazu kommt. Bei neuen Macs werden die aktuellen Versionen natürlich kostenlos beiliegen.

Man darf dennoch gespannt sein, was am Dienstag passieren wird. Meine Erwartungen an die MWSF habe ich bereits am 09.12.02 aufgeschrieben.

Erschienen am Sonntag, 05.01.2003 @ 17:40 | Kommentare deaktiviert
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Montag, 06.01.2003

Heilige Drei Könige

Ist es im Bereich des Denkbaren, dass heute nur in Süddeutschland (oder auch nur in Bayern?) Feiertag ist? Habe mich heute morgen schon gewundert, als in meinem Posteingang die Mail mit dem Fernsehprogramm aufschlug, dass heute reguläres Programm läuft und eine Stunde später tatsächlich das Frühstücksfernsehen begann…
Trotzdem würde mich mal interessieren, was SAT.1 geritten hat, um heute eine Art Doku-Nacht zu bringen (und das, ohne zwei Wochen vorher mit Trailern zu diesem Event zu nerven):
23:15 – Spiegel-TV Reportage (»Hauptgewinn Fertighaus«)
00:15 – 24 Stunden (»Modern Talking hautnah«)
00:45 – 24 Stunden (»Glücksrad privat«)
01:15 – 24 Stunden (»Knast brutal«)
01:40 – 24 Stunden (»Brautschau in Fernost«)
03:10 – 24 Stunden (»Gerichtsmedizin in Wien«)
03:35 – 24 Stunden (»Bodyguard-Schule«)
04:05 – 24 Stunden (»Mit dem LKW nach Moskau«)
04:35 – 24 Stunden (»Endstation Loveparade – Drehkreuz Bahnhof Zoo«)
05:05 – 24 Stunden (»Jagd auf Schulschwänzer«)

Es handelt sich aber meist um teilweise jahrealte Sendungen (»Glücksrad privat« z.B. von 1993) und die meisten Themen interessieren mich nicht die Bohne. Ich schaue mir (oder nehme auf) vielleicht die Sendungen zur Gerichtsmedizin in Wien, die LKW-Fahrt nach Moskau und die Loveparade in Berlin an.

Alternativprogramm auf Pro7:
23:25 – headnut.tv (Sendung mit der Maus für krasse Checker)
00:00 – Seinfeld (»Michigan-Flaschenpfand-Coup (1) «)

Im ZDF läuft in der Nacht auf Dienstag ein deutscher Film, über den ich schon viel gehört habe:
00:25 bis 02:00 – »Kurz und schmerzlos« (IMDB, zelluloid.de) von Fatih Akin.

Erschienen am Montag, 06.01.2003 @ 19:31 | Kommentare deaktiviert
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Dienstag, 07.01.2003

Let it snow

Drei Zentimeter Neuschnee und diesmal bleibt’s auch liegen. Ich mag den Winter ja nicht, aber Schnee auf Bäumen z.B. sieht gut aus. Bis die weiße Pampe wegtaut und zu braunem Matsch wird.
Heute Nachmittag muss ich mir unbedingt Stiefel kaufen. Vielleicht gibt’s ja was reduziert.

Erschienen am Dienstag, 07.01.2003 @ 0:15 | Kommentare deaktiviert
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Musik

Fettes Brot, »Jein« (Außen Top Hits, innen Geschmack)

Erschienen am Dienstag, 07.01.2003 @ 0:29 | Kommentare deaktiviert
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MWSF: Countdown läuft

Noch 12 Stunden.

Erschienen am Dienstag, 07.01.2003 @ 6:02 | Kommentare deaktiviert
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MWSF: Noch 10 Stunden

Um 18 Uhr betritt Steve Jobs in San Francisco die Bühne. Wem das nichts sagt, sollte meinen Eintrag von Sonntag durchlesen. Die Adresse für die Übertragung von Apple: apple.com/quicktime/qtv/mwsf03
Mac-TV sendet vor der Keynote ab 17 Uhr live (kostenlos Registrierung erforderlich) und »gleich, nachdem Steve Jobs uns den Rücken gekehrt hat, sind wir wieder da.« Der Clou: Alle Live-Sendungen bei Mac-TV, die Vorberichterstattung um 17 Uhr und die Nachlese ab ca. 18 Uhr, sind heute kostenlos!
Ich weiß nicht, ob ich es bis 17 Uhr schaffe. Ich muss nach wie vor dienstags und donnerstags am Nachmittag zur Bestrahlung bei meinem Hautarzt aufkreuzen. Termin um 16:15 Uhr, Busse raus um 16:27 (an 17:04) oder 16:47 (an 17:23).

Im Endspurt haben sich die Gerüchte nochmal überschlagen: Jetzt ist (nur nicht bei Thinksecret) doch von neuen Powerbooks (zusätzliches Sub-Modell mit 12 Zoll und ein großes Modell mit 17 Zoll) die Rede sowie von FireWire 2 (und wenn’s eine neue Schnittstelle gibt, machen ja wohl auch neue Geräte Sinn). Die Spannung ist groß wie nie, denn, wie Jörn auf Mac-TV schrieb:

»Vielleicht wird Apple ein Feuerwerk an tollen Produkten entfachen, viellecht geht es auch zwei Stunden lang um Dot-Mac und Maya 4.5. Niemand weiß das. Aber selten gab es so viele Möglichkeiten und Eventualitäten wie dieses Mal.«

Diesmal ist wirklich alles drin, zwischen Enttäuschung und Begeisterung.

Die Apple-User schauen sowieso zu (denen kann ich aber die Analysen von Mac-TV nach der Keynote nur wärmstens empfehlen), aber das hier geht an die PC-Nutzer da draußen: Wenn Ihr heute zwischen 18 und 20 Uhr noch nichts vor habt, dann seht Euch die Keynote an!

Erschienen am Dienstag, 07.01.2003 @ 8:02 | Kommentare deaktiviert
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MWSF: Schutzräume aufsuchen, es geht los!

Bin um 17:10 heimgekommen. Es geht los, Mac-TV sendet bereits!

Erschienen am Dienstag, 07.01.2003 @ 17:17 | Kommentare deaktiviert
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MWSF: Protokoll der Keynote

In der Fortsetzung steht das genaue Protokoll der heutigen Keynote, hier zunächst die Ergebnisse:

Neue Software:
- Final Cut Express (299 USD, ab heute erhältlich)
- iPhoto 2 (kostenlos, ab 24.1., als Download)
- iMovie 3 (kostenlos, ab 24.1., als Download)
- iDVD 3 (49 USD im Bundle mit iPhoto, iTunes & iMovie, ab 24.1.)
- Safari (Beta, kostenlos, ab heute als Download)
- Keynote (99 USD, ab heute erhältlich)

Neue Hardware:
- 17″-Powerbook
- FireWire 800
- Airport Extreme
- 12″-Powerbook

Industry firsts:
- beleuchtete Notebook-Tastatur (”When do you guys stop thinking of cool stuff?”)
- Firewire 800 überhaupt und an einem Notebook
- Slot-loading DVD-Brenner in einem 12″-Notebook
- 54 MBit/s WLAN
- Integration von Digital Hub-Anwendungen (Foto, Musik, Video, DVD-Authoring)
- Notebook mit 17″ Display
- Bluetooth-serienmäßig in einem Notebook (oder täusche ich mich da?)

Ein ausführlicher Kommentar von mir folgt.

 
 
[Ereignisse chronologisch aufsteigend, neuere Einträge stehen weiter unten.]

17:45, der Stream wird übertragen. Gezeigt wird die Halle und das Messegelände, über das Unmengen von Leuten strömen. In den ersten Reihen des Vortragssaals sitzen bekanntere Apple-Manager (z.B. Avie).
Mein TextEdit zum Mitprotokollieren ist bereit.
Die Redezeit ist mit zweianderthalb Stunden veranschlagt (bisherige Keynotes nur zwei Stunden).

18 Uhr: einer Durchsage, man möge die Sitzplätze einnehmen.

18:07, eine Durchsage, man möge alle Cellulars (zu deutsch: Handies) und Pagers abschalten, die Keynote würde in Kürze beginnen.

18:08, die Keynote beginnt mit Louis Armstrongs “Wonderful World”, der Saal wird abgedunkelt. In den Stream wird ein Copyright-Hinweis eingeblendet. Die Kamera zeigt wieder den dunklen Saal.

18:10, “Wonderful World” ist zu Ende, Steve Jobs betritt die Bühne. Dunkler Pulli, Blue Jeans, weiße Turnschuhe, wie immer.

Applaus.

“We’ve got two Macworlds worth with stuff today.”

15.000 Streams derzeit (oder 50.000?), einer auch in den Vatikan.

Updates:

Switcher-Campaign:
Applaus beim Bild von Ellen Feiss.
apple.com/switch wurde seit Sommer 2002 von 7,8 Millionen Surfern besucht, davon 68% mit Windows-Betriebssystem.
New word to the vocabulary: “Switcher”

Retail Stores:
Erster Store vor 20 Monaten eröffnet, inzwischen 51 Geschäfte. 85 Millionen Menschen leben im Umkreis von 50 Meilen zu einem Store.
Steve zeigt die Stores in New York und L.A.
Letztes Quartal (Okt.-Dez.): 148 Millionen USD Umsatz in den Stores, liegt laut Steve im Plan. 50% der verkauften Computer in den Stores gehen an Windows-Switchers.
Besucher im Dezember: 1,4 Millionen, entspricht 20 Macworlds.

X for Teachers:
290.000 Lehrer haben kostenlos OS X bekommen. Programm endete am 31.12.02, wird aber bis Ende März verlängert.

iCal und iSync:
Letzte Woche wurden beide geupdatet: iCal auf 1.0.2 und iSync auf 1.0
1,1 Millionen Downloads von iCal seit dem Sommer (wurde im Juli vorgestellt).
Websites mit veröffentlichen Kalendern kommen auf.
iCal 1.0.2 fixt einige Bugs und verbessert die Geschwindigkeit.
iSync war eine public beta. Steve betont die Wichtigkeit dieser Applikation.
“You hear a lot more about these two apps this year.”

.mac:
Kurze Einführung in das Paket.
Kostet 99 USD pro Jahr, weil es nicht kostenlos für Apple ist.
Seit 4 Monaten gebührenpflichtig, inzwischen 250.000 Abonennten.
“We got some feedback.”

iPod:
“Walkman of the digital age”
iPods werden erst seit 14 Monaten verkauft. Bisher 600.000 Stück. Einer pro Minute seit November 2001.
#1 mp3-Player in USA und Japan. In Japan 42% Marktanteil.
Viel Zubehör, heute wird ein neues von Apple vorgestellt.
Zusammenarbeit mit Burton, um eine Snowboard-Jacke zu entwickeln, mit einer speziellen iPod-Tasche. “That’s not, what’s cool about it. This is cool about it:” Fernbedienung im Ärmel!
499 USD, gibt’s aber nur im Apple Online-Store, Limited Edition. “I got mine.”

Alle Updates erledigt.

18:22

Mac OS X:
[Ein Tempo legt der heute vor...]
Kurze Einführung in Jaguar.
Aktuell 5 Millionen “active” OS X-Users.
Ziel: 9 bis 10 Millionen in 2003.
“Eine wichtige App fehlt noch, und wir alle wissen, welche das ist.”

Promo-Aktion: verlängert bis 7. April (Office mit einem neuen Mac für nur 199 USD zusätzlich).

QuickBooks 5.0 for Mac seit wenigen Wochen erhältlich.
Nascar mit ForceFeedback einige Wochen her.
Virtual PC 6 seit wenigen Wochen erhältlich.
Director auf OS X seit wenigen Wochen erhältlich.

Heute wird angekündigt: “Pro Tools”
Dave Lebolt von Digital Design betritt die Bühne, um “Pro Tools” zu erklären.
“Pro Tools” ist eine Audio-Software (Mixer).
Eric Clapton, Madonna, Dr. Dre, NIN u.a. benutzen Pro Tools. 495 USD für Einsteigerversion.
Kurze Demo von Dave Lebolt.
“Let’s add some DSP-madness.”

18:30

Steve Jobs ist wieder auf der Bühne.

Final Cut Pro.
“#1 Pro video editing software in the world.”
Preiswertestes Videoschnittprogramm überhaupt, kostet aber trotzdem noch 1.999 USD.
Deswegen eine neue Software mit etwas weniger Pro-Features: “Final Cut Express” (FCE).
Phil Schiller kommt für eine Demo auf die Bühne.
Sieht wie Final Cut Pro aus. Arbeitet laut Phil auch so (das selbe Interface).
Unlimited Layers.
Das selbe Dateiformat wie bei Final Cut Pro. Kann auch iMovie-Projekte importieren.
Über 200 Effekte und Übergänge. Echtzeit-Encoding ohne zusätzliche Hardware.
FCE hat Farbkorrektur eingebaut.
18:33, Steve wieder auf der Bühne.
“Die Kunden wollten wie ein Pro schneiden, aber nicht so viel ausgeben.”
Preis: 299 USD.
Verfügbar ab heute!

Ab heute kein Booten mehr der Hardware in OS 9 möglich.
9 kann aber in Classic gestartet werden.

Next: Talk about the Digital Hub.
All our music is going digital.
Digital Hub wurde vor zwei Jahren angekündigt: “We have delivered”: iPhoto, iTunes, iMovie, iDVD.
Viele andere haben darüber gesprochen, aber nur Apple hat geliefert.
“Nur Apple hat die vier Schlüssel-Applikationen entwickelt.
Wir haben gelernt, dass Ihr Eure Musik in Euren Diashows und Filmen verwenden wollt. Eure digitalen Bilder in Euren Filmen.”
Bisher waren die iApps nicht voll integriert.
Nun sind sie integriert.
Wir machen für den digitalen Lifestyle die iApps, was MS Office für “productivity” ist.
Bisher einige hidden features in iTunes 3, die heute offengelegt werden. Wir konnten bis heute nicht darüber sprechen.
iPhoto ist die “digitale Schuhbox” für Ihre Fotos. Bisher 6 Millionen Downloads in 12 Monaten. Heute wird iPhoto 2 vorgestellt, mit Integration in iTunes. Archivierung zu CD und DVD möglich.
Demo von Steve. Schluck aus seiner Wasserflasche.
Kein Share-Button mehr, noch bequemer gemacht.
Bei Diashows kann jetzt Musik aus iTunes abgespielt werden. Jetzt eine Demo, wie eine Diashow auf DVD gebrannt werden kann. “iDVD 3 launches, which we will talk about in a minute.”
Jetzt eine Demo von “One-click Enhance”. Cool: Ein Klick auf Enhance und ein Foto wird aufgehellt. Consumer digital cameras bekommen die white balance nicht gebacken. Mit One Click Enhance kann man auch einen Schneemann im Garten etwas besser herauskommen lassen.
Nächstes Feature: Retouch Brush. Kann z.B. eine Narbe im Gesicht verschwinden lassen. Quasi Photoshop für den Endkunden.
Neue Features:
- Full integration in iTunes
- One-click Enhance
- Retouch Brush
- Archive to CD & DVD

iMovie:
12 Millionen Downloads.
Heute wird iMovie 3 vorgestellt.
Voll integriert: Fotos aus iPhoto, Musik aus iTunes.
Neue Features:
- Chapters (Kapitel)
- “Ken Burns effect”
- precise audio editing.
Demo von Steve von iMovie 3.
Neues Interface: Nimmt nicht den ganzen Bildschirm ein, sondern ist ein Fenster. Neue Timeline. Einfacher Import von iTunes-Musik (einzelne Dateien oder Playlists) möglich.
Soundeffects von Skywalker Sounds (George Lucas, Star Wars).
Audio-Editing: Lautstärke im Clip ändern etc.
Ken Burns effect: In iMovie 3 kann über ein Foto aus iPhoto gescrollt werden. Wenn gewünscht, können auch noch Titles drübergelegt werden.
Whole bunch of new titles, transitions…
Kurze Demo noch der Kapitel.
“Exporting out of iMovie wasn’t fun.”
Ein Klick auf “Create iDVD project”, und iDVD 3 wird geöffnet. iDVD verwendet die in iMovie definierten Kapitel!
[Applaus im Publikum.]

iDVD 3:
680.000 Kopien verteilt. Heute wird iDVD 3 vorgestellt.
Features:
- volle Integration mit iTunes, iMovie und iPhoto
- 24 neue Themes
- Scene Selection (Kapitel aus iMovie übernehmen)
Demo von Steve.
Die neuen Themes zeigen nicht mehr nur in kleinen Rahmen das Video an, sondern verändern die eigenen Videos auch, z.B. ein “Projektor von 1953″-Effekt, Picture-in-Picture, Brush Strokes…
Per Klick einfach eine Musikdatei aus iTunes nehmen, um den Soundtrack für das DVD-Menü zu machen…
19:00 Uhr, Keynote läuft seit 50 Minuten.
Diese neuen Themes sind wirklich der Hammer, ich kann die Demo jetzt aber nicht so schnell beschreiben. “You can do this stuff! You can do it on your Mac!”
Preise für DVD-Rohlinge werden auf 3 USD pro Stück gesenkt. Könnte laut Steve Jobs bei 1 USD pro Stück sein.

Name für die integrierte Suite: “iLife”
For a new digital lifestyle and it all works together.
Verfügbar ab 24. Januar. Gebundelt mit neuen Macs.
Kostenlos downloadbar: iTunes 3 (keine neuer Version), iPhoto 2, iMovie 3. iDVD kann wg. der Download-Größe (hunderte MB wg. der Themes) nicht kostenlos sein. Alle vier Apps inkl. iDVD im Bundle für 49 USD. Oder alle kostenlos bei neuen Rechnern dabei (iDVD nur bei Rechnern mit DVD-Brennern).

Neue App: “Safari”
“The turbo browser for OS X”
“We have done our own browser and it’s hot.”
Zwei Gründe:
1.: Speed (fastest browser on the Mac)
IE 5.3.3, Netscape 7.0.1, Chimera 0.6, Safari beta
Ergebnisse zum Laden einer Seite: Safari 3x schneller als IE/Mac.
Javascript-Test von iBench: 2x schneller als IE/Mac.
Launch-Times: 40% schneller als IE
2. Grund: Innovate, “The best browser ever”
Google ist in der Toolbar integriert.
Metall-Oberfläche.
Demo von Steve Jobs.
Bin sehr gespannt wg. der rendering engine. Basiert er evtl auf Gecko? Apple hat ja einen Chimera-Entwickler (basiert auf Netscape Gecko) abgeworben.
Demo: Rasend schneller Seitenaufbau (Wired, Yahoo, eBay…).
Quicktime- und Flash-Integration.
Bookmarks Bar: Drag’n'Drop. Coolest thing: Seite zur Bookmark Bar hinzufügen: In die Leiste draggen oder einen Knopf drücken. Sheet kommt runter, um es ggf. umzubennenen (das ist wirklich einfacher, als nach dem Hinzufügen irgendwo hineinzugehen und den Namen zu ändern).
Bookmars Library sieht ein wenig aus wie iTunes: “Wir dachten, diese Metapher eignet sich wunderbar für Bookmarks.” Alle Website-Einträge des systemweiten Adressbuchs stehen auch in der Library.
Google-Integration: Suchbegriff einfach in die Toolbar eingeben, wie im Finder oder in iTunes.
Über 10 Mio. Websites, sorry, dass wir Safari nicht mit allen testen konnten. Aber es ist ein Bug-Button eingebaut, um eine Meldung an Apple zu schicken.
[Von einem Pop-up-Blocker hat er noch nicht gesprochen, das würde ich mir noch wünschen.]
“Safari is based on Standards”
Basiert auf open source-Rendering Enginge. Arbeiten begannen vor einem Jahr.
“Open Source: We think it’s great!”
Die Apple-Verbesserungen fließen in die Codebase des KHTML-Projekts (von KDE) ein.
Läuft nur auf Jaguar (OS X 10.2)
Beta release, free download ab heute.

Neue App: “Keynote”
Präsentations-Software.
“Keynote was built for me.”
Wird seit einem Jahr von Steve Jobs zu jeder Keynote beta-getestet.   :-)
Demo von Steve Jobs.
19:20, bisher nur über Software gesprochen.
Die Slideshow von Steves heutiger Keynote hat 500 slides.
Text, graphics, compositing.
Anti-Alias-Text, stufenlos.
Arbeitet mit Master-Slides.
Alpha-Support.
Stufenlose Skalierung und Rotation von Objekten.
Transparenz (nicht nur an oder aus, sondern stufenlos).
Objekte können arrangiert werden.
Unterstützung von PDF, TIFF, JPG, PSD, Flash…
Tables & Charts
Bildergallerie mit über 100 Bildern (und die sehen wesentlich besser aus, als die Clip-Arts von Office…)
Tabellen können rotiert werden, oder Aufbau nach Zeilen oder Spalten.
Kleine Tabellenkalkulation eingebaut, für Charts.
“Die meisten von uns können sich keine Grafikabteilung leisten.” Deswegen sind Themes eingebaut. Wie auch in iDVD, verwenden die Themes die Fotos aus iPhoto, um sie für die Themes zu verändern.
Steve zeigt verschiedene Themes. Das “Apple-Theme”, mit dem Steve seine Keynotes bestreitet, war noch nicht dabei (kann man sich aber auch selbst bauen).
“Pro-quality transitions.”
Überblendungen, Wipe, Push, Pivit, Drop, Twirl, 3D mosaics, Flips, Cube…
Ist möglich durch Quart und OpenGL.
Insgesamt sehr viel Eyecandy, da kann PowerPoint nicht mehr mithalten (hoffentlich wird das nicht auch so missbraucht wie PowerPoint; es geht auch einfach, wie Steve Jobs zeigt).
Kompatibilität: Import und Export von/zu PowerPoint.
Export auch in PDF und Quicktime.
Open file format, XML-basiert. 3rd Parties sollen Applikationen dafür entwickeln. Dadurch automatische Generierung von Präsentationen möglich.
Läuft ab Jaguar (OS X 10.2).
Preis: 99 USD, ab heute erhältlich. Es wird eine Box gezeigt, scheint es nicht als Download zu geben (wohl wg. der Themens).
Den Anwesenden im Saal wird eine kostenlose Kopie mitgegeben.

Two years ago…
wurde ein wichtiges Produkt für Apple hier in Frisco vorgestellt: das Titanium Powerbook.
“#1 lust object”
Jeder Reviewer sagt heute immer noch: #1 notebook in the industry.
Wir glauben daran, dass Notebooks irgendwann Desktops in den Verkaufszahlen überholen.
Wir möchten mehr Desktops durch Notebooks ersetzen. Wie machen wir das?
“Stuff it up a notch to attract more people.”
Neues 17-Zoll-Powerbook!
Weltweit erstes 17-Zoll-Notebook überhaupt (industry first).
“It’s stunning.”
Dicke im geschlossenen Zustand: Ein Zoll.
Auflösung: 1.440×900 widescreen (16:10), wie 17″-iMac.
“You got a desktop that is one inch thick one the road.”
Beleuchtete Tasten, industry first! Mit Sensoren, um die Tastenbeleuchtung einzuschalten, wenn die Umgebung dunkler wird.
Gewicht: 6,8 Pfund. Konkurrenz: 8-10 Pfund.
Neues Material: AI
Gravuren, nichts aufgemalt.
1 GHz G4, 1 MB L3-Cache
Sloat-loading Superdrive
GeForce 440 Go, 64 MB
“Now something new: Today we announce FireWire 800!”
Anschlüsse: 2x USB (einer an jeder Seite), 1x FW400, 1x FW800, 1x GB-Ethernet, PCMCIA, Line-In, Headphones, most wirelessly equiped notebook in the world: Bluetooth und Airport built in.
Bisher hat Apple 2 Mio. Airport-Produkte verkauft.
Bisher 11 MBit/s bei Airport, ab heute 802.11g, “Airport Extreme”, 54 MBit/s.
Apple kam mit 802.11b. Manche Firmen kamen mit inkompatiblem 802.11a (auch 54 MBit/s). Apple ignorierte das und wartete auf 802.11g, das ab- und aufwärtskompatibel ist.
Verbesserte Antennen im neuen Titanium: Reichweite wie beim iBook.
Neue Airport-Basis: Bis zu 50 User, Wireless Bridging, USB printing (USB-Port an der Basis, um einen Drucker anzuschließen). Preis der neuen Basis: 199 USD.
Lithitum Prismatic-Akku im neuen Powerbook: 4,5 Stunden Laufzeit.
512 MB RAM, 80 GB Platte.
Dual-Display Support
Bootet in OS X. Kommt mit QuickBooks gebundelt.
Preis: 3.299 USD (das ist sensationell günstig für so ein Notebook).
Verfügbar: nächsten Monat, im Februar.

One more thing…
One more small thing…
Neues 12-Zoll-Powerbook. Quasi ein Rucksack-Powerbook.
1,2 Zoll dick
4,6 Pfund
Smallest full-featured notebook in the world.
Smaller than the iBook in every dimensions.
Slot-load drive.
1.024×768
867 MHz G4
GeForce 420 Go mit 32 MB
Sloat-load Combo-Drive
Bluetooth built in, Airport Extreme ready (plus 99 USD)
5 Stunden Laufzeit
256 MB RAM, 40 GB Platte
Bootet in OS X. Kommt mit QuickBooks gebundelt.
Preis: 1.799 USD
Most affordable Powerbook ever, erhältlich in zwei Wochen.
BTO: SuperDrive für 1.999 USD (200 USD mehr für DVD-Brenner)
Year of the notebook for Apple.
15″-Powerbook bleibt.
19:57 Uhr
Video wird gezeigt.
20:04, Video ist zu Ende

I got one more thing to show you today (zwei TV-Spots)
1.: Spot zum 17″ Powerbook
Steve: “How can we talk visualy about the largest and the smallest notebook in the world?”
2.: Mini-Me von Austin Powers und ein Riese nebeneinander im Flugzeug. Geil! Publikum gröhlt!

What’s driving us is one thing: Innovation.
“I’ve read some rumor sites and they said, that would be the most boring keynote ever.” Dann zählt Steve die Neuheiten von heute auf. “Sie sollten nicht alles glauben, was sie lesen.”
Steve lobt die Leute von Apple für die gute Arbeit, Publikum applaudiert.

20:10, Keynote ist zu Ende. Hat genau zwei Stunden gedauert.
Zum Ausgang wird eine Cover-Version von “Wonderful World” gespielt.

Erschienen am Dienstag, 07.01.2003 @ 20:15 | Kommentare deaktiviert
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Mittwoch, 08.01.2003

MWSF: Waren die vorhergesagten Ergebisse richtig?

Am 09.12.02 habe ich eine Vorhersage zur heutigen Keynote gewagt. Mal sehen, was davon nach der Keynote tatsächlich eingetreten ist:

Vorhersageeingetreten?
Rückblick (Verkaufszahlen, Downloadzahlen…)JA
War aber auch nicht schwer zu erraten.
Vorstellung von Dritthersteller-Software (MS stellt IE6/Mac vor)JEIN
3rd Party-Software wurde vorgestellt (nur Pro Tools), IE6/Mac war nicht dabei.
Einführung in den Digital Hub (wieder mal)JA
War ebenfalls nicht schwer zu erraten.
iSync finalNEIN
iSync 1.0 wurde bereits einige Tage vor der Keynote zum Download angeboten. Das Adressbuch von .Mac wird seit der finalen Version unterstützt (auf www.mac.com, wie dort angekündigt, zum 7.1. freigeschaltet).
iCal 2 (Performance, Performance, Performance)NEIN
iCal 1.0.1 (und kurz danach 1.0.2) wurde bereits einige Tage vor der Keynote zum Download angeboten. Es gab aber große Geschwindigkeitsverbesserungen.
evtl iChat 2NEIN
iMovie 3JA
Aber von VCD/SVCD-Support war nicht die Rede.
Erklärung, dass und warum OS 9 auf neuen Macs in 2003 nicht mehr läuft JA
neue iMacsNEIN
neue Displays (15" gestrichen, 19" neu)NEIN
One more thing: kurzeVorschau auf 10.3 (erhältlich dann im Sommer)NEIN

Soweit die Dinge, die auf der Keynote hätten passieren sollen. Jetzt dazu, was nach meiner Voraussage keinesfalls eintreten sollte:

Vorhersageeingetreten?
keine neuen Power Macs (auch keine Speed-Bumps)JA
kein FireWire 2NEIN
kein USB 2JA
keine neuen Portables (iBook, Powerbook)NEIN
kein Bluetooth on boardNEIN

Tja, da habe ich ziemlich daneben gegriffen, Macht aber nix, denn ich bin nicht unglücklich darüber, dass meine, im Vergleich zur tatsächlichen Keynote, relativ pessimistische Vorhersage nicht eingetroffen ist. Aber ich bin erstaunt darüber, wie richtig Thinksecret mal wieder lag: Alle mit 100% vorhergesagten Ereignisse traten ein, auch der Apple-eigene Browser, dessen Wahrscheinlichkeit Thinksecret mit 75% angab. Lediglich mit der Voraussage, dass es keine neuen Powerbooks geben würde, lag Thinksecret daneben.

Erschienen am Mittwoch, 08.01.2003 @ 1:23 | Kommentare deaktiviert
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Minus 13 Grad

Es ist heute knackig kalt.
Gestern kam ich nicht dazu, aber heute muss ich Stiefel kaufen. Und vielleicht noch verbilligte Ware abgreifen, was im Februar kaum noch zu machen sein wird. Davon ab halte ich es bei den Temperaturen nicht lange in Halbschuhen aus. Später wird die dicke Jeans aus dem Schrank geholt und vor die Tür gehe ich nur noch im Mantel. Schal und Mütze sind eh schon seit längerem Standard. Und keine T-Shirts mehr drunterziehen, Pullis und langärmelige Hemden sind Pflicht.

Erschienen am Mittwoch, 08.01.2003 @ 8:49 | Kommentare deaktiviert
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MWSF: Kommentar zur Keynote

Hier also meine Nachbetrachtung zur gestrigen Keynote.

 
 
Zunächst, was mir allgemein aufgefallen ist: Zu Beginn eröffnete Steve Jobs die Keynote mit dem Hinweis, dass man gestern Material für zwei Macworld-Eröffnungsreden hätte. Das war nicht gelogen. Er legteanfangs ein Tempo vor, als sei der Leibhaftige hinter ihm her. Das Publikum war am Anfang zurückhaltend und »ertrug« die iApp-Updates, aber als Apple dann ein neues Ding nach dem anderen auspackte (fing etwa bei der Vorstellung des Browsers an), gab es kein Halten mehr. Am Schluss sagte Steve Jobs, er hätte einige der Rumorsites gelesen. Diese hätten durchweg gemutmaßt, dass das eine der langweiligsten Keynotes überhaupt werden würde. Er fragte das Publikum, ob es das auch so sehen würde, was mit Applaus und Gejohle abschlägig beschieden wurde. Jobs: »Ihr solltet nicht alles glauben, was Ihr lest.«

Ich spreche nun die einzelnen Ereignisse in der Reihenfolge an, in der sie auch auf der Keynote passierten. Die Dinge, die nicht neu sind (News zu Beginn, Verkaufszahlen, OS X…) fasse ich nur kurz zusammen und kommentiere sie nicht. Wer direkt zu den interessanten Stellen will: klicksduhier.

Updates
Jede der vergangenen Keynotes begann mit »Updates« zu aktuellen Dingen, die Apple betreffen: Erfolge von Werbekampagnen und Verkaufsgeschäften, Verkaufszahlen kleinerer oder neuer Produkte. Hier fasse ich mich relativ kurz: Steve Jobs stellte die Erfolge der Switcher-Campaign vor: Die Website apple.com/switch wurde seit dem Start im letzten Sommer von bislang 7,8 Millionen Surfern besucht und 68% davon waren Windows-User. Das Wort »Switcher« sei inzwischen in den allgemeinen Sprachgebrauch aufgenommen worden.
Apple eröffnete sein erstes Ladengeschäft vor 20 Monaten. Inzwischen gibt es 51 Geschäfte (alle in den USA). 85 Millionen Menschen in den USA leben maximal 50 Meilen von einer Filiale entfernt. Im letzten Quartal 2002 wurden mit den Stores 148 Millionen USD umgesetzt (liegt laut Jobs im Plan). 50% der verkauften Computer in den Stores gehen an Windows-Umsteiger. Im Dezember 2002 besuchten 1,4 Millionen Menschen die Geschäfte.
Von iCal und iSync wurden eine Woche vor der Keynote neue Versionen veröffentlicht. Seit dem Juli 2002 wurde iCal 1,1 Millionen mal von Apples Website geladen. Steve Jobs: »You hear a lot more about these two apps this year.«
.mac, seit vier Monaten gebührenpflichtig, hat mittlerweile die angepeilte Zahl von 250.000 Abonennten erreicht. Liegt wohl nicht ganz im Plan; ich meine mich erinnern zu können, dass man diese Zahl wesentlich früher erreichen wollte. Über die Gebühren der vormals kostenlosen iTools sagte Jobs ironisch: »We got some feedback.«
Der iPod verkauft sich sensationell: In den letzten 14 Monaten seit der Vorstellung wurden 600.000 Stück verkauft. Wie viele davon an Windows-User gingen (die Windows-Version wurde etwa ein halbes Jahr später vorgestellt), sagte Steve nicht. Für die Statistiker sagte Jobs noch, dass das einem verkauften Gerät pro Minute seit November 2001 (Datum der Vorstellung) entspricht. In den USA und Japan ist der iPod Marktführer unter den mp3-Playern; in Japan sogar mit einem Marktanteil von 42%. Steve Jobs stellte eine Snowboard-Jacke in Zusammenarbeit mit Burton vor, die es aber nur kurze Zeit in einer limitierten Auflage und nur direkt bei Apple zu beziehen gibt (Heise-Meldung). Der Preis der Jacke (ohne iPod) liegt bei 499 USD (würde sagen, das ist das obere Ende für eine Goretex-Jacke). Der Clou dabei ist die eingebaute Fernbedienung im linken Ärmel (Höhe Handgelenk). Steve Jobs: »I got mine.« Ob’s in der Jacke warm genug für den iPod ist? Unter null Grad Celsius stellt er ja den Betrieb ein…

Mac OS X
Steve Jobs erwähnte kurz, dass ab dem heutigen Tag alle neuen Macs nur noch in OS X booten können. Ein booten in OS 9 ist nicht mehr möglich; 9er Programme können nur noch in der Classic-Umgebung innerhalb von OS X ausgeführt werden. Jobs ließ es sich nicht nehmen, eine Spitze an die Adresse von Quark zu verteilen, die mit ihrer DTP-Software XPress überfällig sind: »Eine wichtige App fehlt noch, und wir alle wissen, welche das ist.« Davon, dass es für Schulen und XPress-User noch bis zum Sommer Macs geben soll, die auch im alten Betriebssystem booten (siehe Heise-Meldung), erwähnte Jobs nichts. Als Begründung für diesen Schritt gab er in einem Satz an, dass es sich Apple nicht leisten kann, noch Ressourcen für die weitere Unterstützung des alten Betriebssystems aufzuwenden; dies sei aus Hardware-Sicht nämlich besonders aufwändig.
Aktuell gibt es 5 Millionen »aktive« OS X-Nutzer. Bis Ende des Jahres sollen es 9 bis 10 Millionen sein. Mit der Zahl von 5 Millionen zu diesem Zeitpunkt liegt man meiner Erinnerung nach im Plan.
Eine Promo-Aktion, bei der man zu einem neuen Mac zusätzlich Microsofts Office für nur 200 statt 600 USD bekommt, wurde bis 7. April verlängert.
Innerhalb der nächsten Minute sprudelte aus Jobs heraus, dass seit Kurzem QuickBooks für den Mac erhältlich sein soll (muss wohl so eine Art »WISO-Sparbuch« für den Ami sein), ebenso das aktuelle Nascar-Spiel, Virtual PC in Version 6 und von Macromedia der Director MX. Ab gestern erhältlich: »Pro Tools« (professioneller Musikmixer) von Digital Design.

Final Cut Express
Der erste Paukenschlag: Steve spricht kurz Final Cut Pro (FCP) an. Er sagt, es sei die »#1 pro video editing software in the world.«. Der Preis von rund 1.300 Euro ist tatsächlich pro und nicht Urlaubsvideo-Heimanwender-freundlich, aber im Vergleich zu anderen professionellen Videoprogrammen eigentlich fast geschenkt. Dennoch: Wer mit iMovie seine Videos schneidet, stößt schnell an Grenzen. Und steht dann da: Mit den Beschränkungen des kostenlosen iMovie weiterleben, oder in den sauren Apfel beißen (zwei Euro in die Wortspielkasse) und für teuer in die Profi-Klasse aufsteigen? Auf Windows, so las ich erst vor drei Tagen, sei man da noch wesentlich besser dran: Da gäbe es von der kostenlosen Dreingabe bei Videokameras über Mittelklasse-Schnittprogramme bis hin zu High End-Lösungen wie Premiere, After Effects oder Avid alles. Diese Lücke auf dem Mac hat nun auch Apple erkannt und geschlossen: Ab sofort ist »Final Cut Express« (FCE) erhältlich: eine abgespeckte Version von FCP für rund 380 Euro (Heise-Meldung). FCE sieht genauso aus wie FCP, fühlt sich genauso an und lässt sich genauso bedienen. Es fehlen lediglich einige Profi-Features, die der fortgeschrittene Heimanwender aber kaum braucht, zum Beispiel Offline-Editing oder die Unterstützung von Formaten jenseits von DV, nämlich HD, SD und Film. Aber ansonsten ist alles dabei, wie unlimitierte Anzahl von Layern, Farbkorrektur, Echtzeit-Encoding und über 200 Effekte und Übergänge oder der fortschrittlichere Title-Generator. FCE bringt schlauerweise das selbe Dateiformat wie FCP mit, außerdem lassen sich auch iMovie-Projekte importieren. Steve Jobs: »Unsere Kunden wollen wie ein Profi schneiden, aber nicht so viel ausgeben.« Netter Nebeneffekt (der auch von Jobs betont wurde): Man kann so für relativ wenig Geld den Umgang mit Final Cut erlernen. Als z.B. Student könnte man sich FCE leisten und später im »großen« FCP nahtlos weiterarbeiten. Jörn von Mac-TV meinte jedoch in der Sendung nach der Keynote, dass er viel mit FCP arbeite und davor warne, FCE auf die leichte Schulter zu nehmen: »Final Cut ist nicht iMovie«, ein Blick ins Handbuch wird sich nicht vermeiden lassen.
FCE ist meines Erachtens eine sehr wichtige Neuankündigung, denn es schließt eine riesige Lücke. Bleibt die Frage, ob es künftig evtl auch ein »DVD Studio Express« gibt, denn in iDVD kann man auch schnell an Grenzen stoßen und »DVD Studio Pro« bewegt sich preislich ebenfalls in FCP-Regionen. Vielleicht mit einer Option, auch außerhalb eines iDVD-Projekts einen DV-Stream in MPEG-2 umzuwandeln?

Digital Hub, iLife
Steve sprach als nächstes die Strategie des Digital Hub an, die vor zwei Jahren auf der Keynote in San Francisco vorgestellt wurde: Man kündigte es an, Apple lieferte aber auch, während andere Firmen nur weiter angekündigten. Kurz gesagt geht die Digital Hub-Strategie so: Der moderne Mensch ist umgeben von vielen kleinen digitalen Gadgets/Devices, die alle Daten beherbergen. Der Mac wird künftig der »digitale Hub« sein und im Zentrum all dieser Devices stehen, quasi die zentrale Steuerzentrale, ohne den diese ganzen Geräte, einzeln für sich gesehen, keinen Sinn machen, die den ganzen Gadgets erst einen übergreifenden Sinn geben. Apple lieferte nach der Vorstellung der neuen Strategie die sogenannten iApps aus (»i«, weil deren Name alle mit einem kleinen i anfängt wie auch bei den Hardware-Geräten für Consumer, und »Apps« von Applications, Anwendungen). iTunes für die Verwaltung der mp3-Musikbibliothek und zur Synchronisierung mit Apples mp3-Player iPod. iMovie für den digitalen Videoschnitt der Urlaubsvideos, die Papi mit der DV-Cam aufgenommen hat. iDVD, um die geschnittenen Filme auf DVD zu brennen, damit man sie am DVD-Player ansehen kann (oder um den Eltern eine DVD mit dem Hochzeitsvideo der heimlichen Hochzeit auf Hawaii zu schicken). Der vierte Vertreter war iPhoto, von dem Steve Jobs bei dessen Vorstellung sagte, es sei das heutige Äquivalent zum Schuhkarton, in dem man früher Papierabzüge aufgehoben hat (»digital shoebox«). Mit iPhoto verwaltet man die Schnappschüsse aus seiner Digitalkamera, kann sie rudimentär bearbeiten (rote Augen entfernen) und anschließend verteilen (»share«), per Diashow am Rechner, als Video-Diashow in Quicktime (zum Brennen auf CD), per Mausklick ins Web auf .Mac stellen oder in Form eines Buchs, das man per Mausklick bestellen kann (nur in den USA).
Später kamen noch weitere iApps hinzu: iCal, eine Kalendersoftware und iSync, ein Synchronisationsprogramm, um die in iCal erstellten Kalender und die im systemweiten Adressbuch gespeicherten Kontakte auf seine digitalen Devices wie Handy, Palm-Handheld oder iPod zu übertragen.
Bislang erschienen iTunes 3, iPhoto 1, iMovie 2 und iDVD 2. Aber alle diese Programme arbeiteten für sich: iMovie ist schön zum Videoschneiden, aber um eine Sounddatei als musikalischen Hintergrund unterzubringen, musste man Klimmzüge anstellen. Die in iPhoto gespeicherten Bilder konnten von iMovie oder iDVD nicht weiterverwendet werden, iDVD konnte keine iPhoto-»Fotoalben« als Slideshow auf DVD brennen und für die Speicherung eines in iMovie geschnittenen Films auf DVD musste dieser zunächst als DV-Stream exportiert und in iDVD wieder importiert werden (und vor allem das Exportieren kann dauern…).
Apple vertieft gestern die Strategie des digitalen Hub, in dem alle vier Hub-iApps miteinander integriert werden, verwoben werden. Der Name für diese Programm-übergreifende Suite soll iLife sein, in Anlehnung an den von Apple propagierten digital lifestyle (Heise-Meldung). Jobs sagte, Apple würde für den digitalen Lebensstil das schaffen, was Microsoft mit Office für die Produktivität geschafft hat [*hüstel*, Anm. d. Red.]
Zunächst kurz die Updates der einzelnen Programme, bevor ich gleich nochmal auf die Strategie zu sprechen komme. Von iTunes gibt es kein Update, denn laut Steve Jobs waren bereits in iTunes 3 Funktionen verborgen, auf die die künftigen neuen Versionen der anderen drei iApps zugreifen können.

iPhoto 2
iPhoto 1 wurde seit seiner Vorstellung vor zwölf Monaten sechs Millionen mal von Apples Website geladen. gestern wird iPhoto 2 vorgestellt. Die wichtigsten Features, außer ein paar oberflächlichen Verbesserungen:
- volle Integration in iTunes
- One-click Enhance
- Retouch Brush
- Archivierung auf CD oder DVD
Integration mit iTunes heißt, dass z.B. Diashows (am Monitor oder als Quicktime-Video) mit einer beliebigen mp3-Datei oder einer Playlist aus iTunes unterlegt werden können. Bislang war das auch keine Freude, nun ist es ganz einfach. Man kann aus iPhoto heraus seine mp3s durchstöbern und auch reinhören, ohne iTunes starten zu müssen. Die nächsten beiden Features sind verbesserte Funktionen zur Bildbearbeitung: Mit One-click Enhance können falsch belichtete Bilder (zu hell, zu dunkel) mit einem Mausklick aufgemöbelt werden. Steve Jobs demonstierte anhand eines Fotos einen Schneemanns im Garten auch die Möglichkeit von One-click Enhance, den Weißabgleich nachträglich etwas aufzubessern, damit der Schneemann nicht weiterhin im ihn umgebenden Weiß ersaufen muss. Retouch Brush ermöglicht es, z.B. Narben von fotografierter Haut zu entfernen. Das vierte Feature war auch schmerzlich vermisst, denn bislang konnte man nur über Umwege seine Fotos auf CD oder DVD bringen (Bilder aus iPhoto einzeln oder als Video exportieren und dann in einem externen Programm wie Toast oder im Finder brennen, oder gleich die ganze Foto-Library selbst auf einen Rohling brennen. Das geht nun einfach aus iPhoto heraus.
Meiner Meinung nach insgesamt ein gutes Update. Die Enhance- und Retuschierfunktionen sind für Photoshop-lose Consumer/Endkunden sicher hilfreich. Die Integration mit iTunes war ebenso überfällig wie die bislang fehlende Möglichkeit, direkt aus iPhoto heraus zu brennen. Ob die Performance-Probleme bei großen Bilddatenbanken mit diesem Update behoben werden, war indes nicht zu erfahren.

iMovie 3
Ein Update, auf das ich lange gewartet habe, ist das gestern vorgestellte iMovie 3. Wobei ich meine DV-Cam erst seit Juli 2002 habe; andere haben noch länger warten müssen. iMovie 2 hatte mehrere Probleme. Es annektierte den gesamten Bildschirm für sich, war keine Fenster-Anwendung. Blöd, wenn das Videofenster mit dem Slider der Zeitleiste unter dem Dock liegt (wird nicht immer zuverlässig automatisch von iMovie ausgeblendet). Einmal in den iMovie-eigenen Papierkorb hineingeworfene Clips ließen sich nicht wieder aus diesem heraus nehmen. Und schließlich der Export nach Quicktime: iMovie 2 hat nie realisiert, dass es unter OS X läuft, denn es beansprucht während des Exports die gesamte Rechenleistung für sich. Man kann natürlich zu einem anderen Programm umschalten, um zum Beispiel seine E-Mails zu lesen, aber iMovie exportierte dann nicht im Hintergrund weiter, wie Quicktime 6 Pro.
iMovie 3 tritt an, um uns zu erlösen: Es ist eine Fensteranwendung, es hat hoffentlich einen richtigen Papierkorb und es kann hoffentlich im Hintergrund exportieren. Die letzten beiden Requests waren leider aus Steve Jobs’ Demonstration nicht ersichtlich, aber ich gehe beim Papierkorb zumindest davon aus, dass man ein seit einem Jahr bekanntes Problem gelöst hat und auf den dritten Punkt schließe ich, indem ich zur Kenntnis nehme, dass auch dieses Update (wie schon iTunes 3 und iPhoto seit Version 1) nur noch unter OS X läuft, nicht mehr unter OS 9. Außerdem aus Jobs’ Aussage: »Exporting out of iMovie wasn’t fun.«
Bislang wurde iMovie 12 Millionen mal gedownloadet. Die wichtigsten Features:
- iTunes-Integration
- Präzises Audio-Editing
- Kapitel
- »Ken Burns-Effekt«
Zu den Features: Wie auch in iPhoto kann man künftig in iMovie ebenfalls einen beliebigen mp3-Song oder eine Wiedergabeliste aus iTunes hernehmen, um diese zum Soundtrack für die eigenen Videos zu befördern. Bislang war es nötig, eine mp3-Datei aus iTunes in Wave zurückzukonvertieren, um sie dann in iMovie zu importieren. War gestern. Dazu gesellt sich das neue Features des genauen Audioschnitts, denn auch dieser war in der Vergangenheit kein Vergnügen. In iMovie 3 lassen sich außerdem Kapitel definieren, die von iDVD übernommen werden. iDVD sorgt dann für eine Aufteilung des Films auf DVD in Kapitel, wie zuvor in iMovie definiert. Apropos iDVD: Kein langwieriger Export mehr zu iDVD nötig: Ein Klick auf »Create DVD« und iDVD startet, um direkt den Film von iMovie zur weiteren Bearbeitung (Codierung im Hintergrund in MPEG-2) zu übernehmen. Den Ken Burns-Effekt hat Apple nach dem gleichnamigen Dokumentarfilmer benannt, der nach Angaben von Steve Jobs davon begeistert war. Burns erfand mit seinem elfstündigen Epos »Civil War die Filmtechnik, in ein Foto hinein zu zoomen und darin entlang zu fahren. Das geht nun auch in iMovie.
Ein sehr gutes Update! Der wegfallende Exportschritt aus iMovie hin zu iDVD spart viel Zeit, denn bisher war der Rechner während eines iMovie-Exports blockiert. Die leichtere Audio-Bearbeitung und die iTunes-Integration sparen nicht nur Zeit, sondern auch Nerven. Und mit dem Ken Burns-Effect bekommt man zusammen mit neuen Übergängen und Titles ein weiteres stilistisches Mittel in die Hand.

iDVD 3
Von iDVD wurden bisher 680.000 Kopien verteilt. Die Software konnte nicht von Apples Website heruntergeladen werden, denn sie lag jedem neuen Mac mit einem SuperDrive (DVD-Brenner) bei. gestern kommt der Nachfolger, iDVD 3. Die Features:
- Integration mit iTunes, iMovie und iPhoto
- 24 neue Themes
Wer hätte es nach der Vorstellung der neuen iPhoto- und iMovie-Versionen geahnt, aber auch die Neuauflage von iDVD arbeitet perfekt mit den anderen drei Programmen zusammen. Aus iTunes lassen sich die Musikstücke für die Untermalung der Menüscreens hernehmen. Fotos aus der iPhoto-Bibliothek sorgen für ein ansprechendes Hintergrundbild, alternativ auch Videos aus iMovie 3 in Zusammenarbeit mit den zwei Dutzend neuen Themes. Wie bereits weiter oben bei iMovie erwähnt, arbeiten iMovie und iDVD nun noch besser zusammen: Es ist kein langwieriger Export mehr aus iMovie nötig, nur noch ein Mausklick auf »Create DVD«, fertig.
Die neuen Themes liefern nicht mehr einfach nur ein statisches Hintegrundbild, auf dem in verkleinerten Versionen die Videos als Menüpunkte ablaufen und ggf. noch eine Hintergrundmusik gedudelt wird, die neuen Themes verändern sich auch mit den Videos, die iDVD aus iMovie angeliefert bekommt. So sind nette Effekte wie »Projektor von 1953« möglich, bei dem das eigene Video aus iMovie einen etwas angestaubten Look für den Menüscreen bekommt. Zusätzlich lässt sich per iTunes-Integration sehr einfach die Hintergrundmusik auch bei den vorgefertigten Themes abändern. Die Demos, die Steve zeigte, waren wirklich beeindruckend: »You can do this stuff! You can do it on your Mac!«
Als Schmankerl wurde außerdem der Preis für Apples DVD-Rohlinge auf drei Dollar das Stück gesenkt. Steve Jobs könne sich vorstellen, dass der Preis in ein bis zwei Jahren bei einem Dollar pro Stück liegt.

Nochmal zu iLife
Alle drei neuen Versionen werden ab Samstag, den 25.1. verfügbar sein (nicht, wie ursprünglich von mir geschrieben, am 24.1.). iMovie und iPhoto als kostenloser Download, iDVD wird es dagegen nur in einer 49 Dollar teuren Box namens »iLife« geben, da es wegen »hunderter Megabytes« nicht zum Download angeboten werden kann (vielleicht auch, um Apples genial einfache DVD-Authoring-Software weiterhin nur an die Kunden zu liefern, die sich auch zum Kauf eines Mac-Modells mit SuperDrive entscheiden). In der Box werden auch die anderen drei iApps (iPhoto, iMovie und iTunes) in den aktuellen Versionen enthalten sein. Neuen Macs liegt die Software kostenlos bei, auch iDVD (nur bei Macs mit SuperDrive).
Da gestern außer neuen Powerbooks keine neue Hardware vorgestellt wurde, die iMac-, eMac- und Power Mac-Linie aber auch der Überarbeitung bedürfen, vor allem, da gestern auch »Airport Extreme» und »FireWire 800« vorgestellt wurden (siehe unten), frage ich mich, ob es Ende Januar nicht nochmal ein größeres Event (evtl in Cupertino) gibt, um auch die restliche Produktpalette auf den aktuellen Stand zu hieven. Das bisherige 15-Zoll-Powerbook-Modell blieb gestern beispielsweise unangetastet und nur die beiden neuen Modelle (siehe unten) sind auf dem aktuellen Stand. Entsprechende Gerüchte über ein Upgrade der gestern vermissten Hardware gab es bereits vor ein paar Tagen bei Thinksecret.
Zurück zu iLife. Ich finde, die voranschreitende Integration der vier Digital Hub-iApps ist ein riesiger Sprung nach vorne, auch wenn das von einigen gestern noch nicht erkannt wurde. Schauen wir uns an, was Microsoft gestern vorgestellt hat: Mit dem Tool »Photo Story« lassen sich digitalisierte Bilder in eine bewegte Diashow umwandeln. Geht mit iPhoto bereits seit einem Jahr. In der neuen Version von Microsofts MovieMaker, das bislang noch nicht mal Titles kannte, gibt es nun statt einer Überblendung gleich 60. Na bravo. iMovie geizt auch nicht mit Effekten und Überblendungen. Aber wie ich schon am 01.11.2002 geschrieben habe, wird der Vorsprung von Microsoft, wenn überhaupt, nur von kurzer Dauer sein. Und wie sich gestern herausstellte, hinkt der neue MovieMaker bereits am gestrigen Erstverkaufstag wieder ein Jahr hinter iMovie her. Und wurde bereits am 1. November angekündigt. Oder wie Steve Jobs gestern sagte (siehe oben): »Während andere nur ankündigen, liefern wir.« Microsoft wartet nach wie vor mit Einzelprogrammen auf, bei denen die linke Hand nicht weiß, was die rechte tut. Angesichts dessen, was Apple gestern vorgestellt hat, vor allem die Integration der Programme untereinander, sollte sich Microsoft in die Ecke stellen und schämen.
Heute war mal wieder ganz deutlich zu merken, dass es bei Computern eben nicht immer nur um höher, schneller, weiter geht, mehr Megahertz Prozessortakt, Megabytes Arbeitsspeicher, Gigabytes Plattenplatz und höhere Drehzahlen beim Lesen und Schreiben von CDs. Das alles ist zwar nicht ganz unwichtig, aber wird vom durchschnittlichen PC-Käufer zu sehr in den Vordergrund gestellt. Apple zeigt, wie man mit ihren Computern Aufgaben erledigt bekommt. Und es beweist wieder mal, dass Apple die einzig innovative Firma in der Branche ist und dass Microsoft immer noch nicht die dahinterstehenden Konzepte begriffen hat, bei dem, was sie kopieren.

Safari
Es folgte gleich der zweite Tritt gegen Microsofts Schienbein, als Steve Jobs das Icon eines Kompasses einblendete und das Publikum fragte: »What’s this?« Die Auflösung folgte prompt: Apple stellt heute seinen eigenen Browser vor (Heise-Meldung). Es gab auch dazu bereits seit längerer Zeit, spätestens, seit vor einigen Monaten einer der Chimera-Entwickler von Apple abgeworben wurde. Chimera, das kurz zur Erklärung, ist ein Browser, der auf der Gecko-Engine basiert, ein Mozilla-Abkömmling (wie Netscape 7). Vorteil gegenüber Netscape oder Mozilla: Die Oberfläche ist an das Betriebssystem angepasst und er ist schneller, weil er überflüssigen Ballast wie Mail-Client und Instant Messenger weglässt, für die man oft eh separate Programme verwendet. Alle Vermutungen gingen daher in die Richtung, dass Apple einen eigenen Browser auf Chimera-Basis herausbringt, aber zur Überraschung aller (nicht nur, dass doch ein Browser vorgestellt wurde) basiert der »Safari« getaufte Browser auf der KHTML-Enginge von Konqueror, dem Browser des Linux-Desktops KDE. Wie sich das gehört, stellt Apple natürlich den weiterentwickelten Code wieder als open source zur Verfügung (Jobs: »Open source: We think it’s great!«). Der Name Safari ist auf den ersten Blick etwas ungewöhnlich für eine Software (andererseits gibt es auch Programme, die »Timbuktu« oder »Dave« heißen). Aber dann auch fast schon wieder naheliegend für einen Webbrowser.
Zu Safari werde ich noch gesondert schreiben. Der erste Eindruck ist sehr gut (seit gestern ist eine kostenlose public beta erhältlich). Laut Steve Jobs wurde Safari aus zwei Gründen entwickelt: Geschwindigkeit und Innovation. Der erste Punkt ist nachvollziehbar, denn, machen wir uns nichts vor, Surfen mit dem Internet Explorer (IE) auf dem Mac ist keine Freude. Ging sogar auf meinem alten Celeron-400 mit 128 MB Speicher und Win2000 noch wesentlich schneller als auf meinem Power Mac G4-733 mit 768 MB unter OS X. Aber Safari ist sogar noch schneller als Chimera. Fraglich ist, wie es mit anderen Browsern wie »der ewigen Beta« Opera und den bzgl. CSS nicht mehr ganz zeitgemäßen Omniweb und iCab weitergeht. Stichwort Innovation: Safari bringt ein nettes neues Feature mit, nämlich die direkte Umbenennung einer Site beim Anlegen eines Bookmarks. Ansonsten gibt es als neu angepriesene Features so oder ähnlich auch schon im IE. Aber bis zur final release oder zur Version 2 kann Apple ja noch nachbessern. IE-Features wie das Scrapbook oder das Abonnement von Bookmarks nutze ich nicht, daher hat Safari gute Chancen, bei mir wegen seiner Geschwindigkeit und Stabilität zum Standardbrowser aufzusteigen (nach dem ersten Start trägt sich Safari etwas frech auch als solcher im System ein, lässt sich aber sehr leicht in den Preferences ändern). Safari kommt übrigens auch mit komplexen CSS-Sites wie dieser hier, meiner kommerziellen Präsenz freimark.de oder zum Beispiel A List Apart zurecht. Im Programm-Menü (Menüpunkt »Safari« ganz links in der Menüleiste, rechts neben dem Apfel-Menü) befindet sich auch eine Option, um Pop-up-Fenster zu blocken, die sich ungefragt öffnen. Per Mausklick angeforderte Pop-ups öffnen sich natürlich trotzdem.

Das Beispiel der Programm-Integration findet sich auch anderswo bei Apple: Beim Betriebssystem, Mac OS X, ist ein systemweites Adressbuch dabei. Apples beigelegtes Mailprogramm greift auf die dort gespeicherten Mail-Adressen zurück, iChat auf die gespeicherten AIM-Namen. Safari zeigt im Adressbuch gespeicherte Homepage-Adressen in einem separaten Bookmark-Ordner an. iSync gleicht die im Adressbuch gespeicherten Kontakte mit Handy, Palm und iPod ab. In Kürze werden die auf der heimischen Platte gespeicherten Adressen per iSync auf den .Mac-Speicherplatz übertragen, um sie auch unterwegs im Internet-Cafe griffbereit zu haben (war gestern kurz online, im Moment heißt es aber »coming soon«). Apples Backup-Programm (bei .Mac dabei) sichert natürlich die Adressdatenbank. Man sieht: Alles aus einer Hand. Mit dem Preis für einen Mac bezahlt man auch für diese Gesamtlösung, die es nirgendwo sonst in dieser weit entwickelten Form gibt.

Keynote
Die Laune des Publikums und von Steve Jobs besserten sich nach der Vorstellung von Safari spürbar und schlug von schweigendem Interesse in Begeisterung um.
Steve Jobs zeigte das nächste ominöse Icon: Ein Rednerpult.
Die nächste neue Software heißt wie diese Veranstaltung: Keynote. Es handelt sich um eine Präsentationssoftware (Heise-Meldung). So viel darf ich schon vorweg nehmen: Eine »presentation software on steroids«, und dabei einfach in der Bedienung und günstig im Preis. Der dritte Tritt gegen Microsofts Schienbein an diesem Tag. Denn Microsoft will natürlich gerne seine Office-Software mit Powerpoint verkaufen, die es auch in einer Mac-Version gibt (mit Word, Excel, Powerpoint und dem Outlook-Pendant Entourage, aber ohne Access). Aber trotz dieser kleinen Sticheleien am gestrigen Keynote-Tag glaube ich nicht, dass dies das Verhältnis zwischen Apple und Microsoft ernstlich trübt. Microsoft darf weiter seinen IE mit allen Macs bundeln und prominent als Icon im Dock platzieren. Irgendwann wird Microsoft auch mit IE6/Mac fertig, der dann wohl wieder mit aktuellen Browsern mithalten kann. Appleworks ist im Funktionsumfang nicht ebenbürtig zu Word und Excel und wurde bei den Gerüchten wegen Staubansatz auch schon heiß für ein Update gehandelt. Profis werden für E-Mails weiterhin Entourage gegenüber Apples Mail vorziehen. Wird alles nicht so heiß gegessen, wie es gekocht wird.
Zur Keynote-Software: Wie alle anderen heute neu vorgestellten Programme läuft auch Keynote nur auf OS X, nicht mehr auf OS 9. Diesen Hinweis werde ich mir aber künftig schenken… Steve sagt über das Programm: »Keynote was built for me.« Er würde seit einem Jahr als schlecht bezahlter Beta-Tester bei Apple arbeiten, da er es seit dieser Zeit auf seinen Reden verwendet. Die Slideshow seiner heutigen Keynote umfasst 500 Slides. Er zeigte eine Demo des Programms: Das Programm arbeitet mit Master-Slides und dank der Eigenschaften von OS X wie Quartz, Quart Extreme und Aqua sind exzellente typographische und grafische Effekte möglich. Wenn ich da an Powerpoint-Präsentationen denke, die mir in meinem Arbeitsleben als Bankkaufmann um die Ohren gehauen wurden, wird mir ganz anders: Powerpoint wirkt im Vergleich zu Keynote wie aus der Computersteinzeit. Keynote unterstützt Anti-Aliasing mit stufenlosen Textgrößen, Alpha-Support (durchscheinende Elemente, aber nicht nur an oder aus, sondern ebenfalls stufenlos). Dank Quartz ist auch eine stufenlose Skalierung und Rotation von eingebetteten Objekten möglich, von denen Apple einen Sack voll mitliefert (ich möchte bitte nie wieder diese unsäglichen Cliparts von Office sehen). Objekte können frei arrangiert und übereinander gelegt werden, es gibt Hilfslinien. Unterstützung von Powerpoint, PDF, TIFF, JPG, PSD, Quicktime und Flash als Importformate, Export zu PDF, Quicktime oder wenn’s sein muss auch Powerpoint (!). Einfache Erstellung von Tabellen und Charts. Tabellen können rotiert sowie nach Spalten oder Zeilen aufgebaut werden. Viele Überblend- und Rotationseffekte sind möglich, natürlich mit korrekter Schattenberechnung. Eine kleine Tabellenkalkulation ist eingebaut, damit man nicht extra das Programm wechseln muss. Insgesamt sieht es danach aus, was Steve Jobs dann auch sagt: »Die meisten von uns können sich keine Grafikabteilung leisten, aber mit Keynote sieht die Präsentation so aus, wie von einer Grafikabteilung gemacht.« Und er hat Recht. Bleibt nur zu hoffen, dass Keynote nicht ebenso missbraucht wird, wie Powerpoint (wie man es richtig macht, zeigt Steve Jobs ja eindrucksvoll). Wie auch in iDVD, verwenden die Themes Fotos aus iPhoto und werden durch die Themes verändert. Keynote speichert in einem offenen, XML-basierten Dateiformat. Jobs erwähnte nur in einem Nebensatz, dass dadurch von Drittanbietern Zusatzprogramme möglich werden, die einem zum Beispiel mit Daten aus dem Inter- oder Intranet morgens automatisch eine Präsentation erstellen. Ich glaube, das hat Potential. Zumindest für Mac-User, denn Microsoft wird wegen Keynote nicht seine Powerpoint-Entwicklung einstellen. Hätte Apple mehr Marktanteil, könnte Keynote Powerpoint tatsächlich den Rang ablaufen. Auf dem Mac wird das ganz sicher geschehen, davon bin ich überzeugt.
Der Preis: Sensationelle 99 Dollar. Das ist im Vergleich zu Office geschenkt, für ein Programm, das um Jahre der Entwicklung von Powerpoint voraus ist! Es ist ab sofort erhältlich, aber nur als Box-Version, nicht zum Download. Allen Anwesenden im Saal wird eine kostenlose Kopie mitgegeben.

One more thing: 17 Zoll-Powerbook
So weit eine überwältigend gute Keynote. Auch wenn Apple heute nur die neue Software vorgestellt hätte, hätte man zufrieden sein können (gab schon Keynotes, die schlechter waren). Doch es kam noch dicker, denn es kam… one more thing.
Steve Jobs sprach kurz über das Titanium Powerbook (15″ Display), das Apple vor zwei Jahren eingeführt hatte (»#1 lust object«) und lies dann einen kurzen Film über die damalige Produktvorstellung zeigen. Jeder Tester sagt heute noch: »#1 notebook in the industry.« Steve Jobs: »Wir glauben daran, dass Notebooks irgendwann die Desktops in den Verkaufszahlen überholen. Wir möchten mehr Desktops durch Notebooks ersetzen. Wie machen wir das? Stuff it up a notch to attract more people.«
Dann stellte er das neue 17″-Powerbook vor: »Ich habe zufällig eins hier.« Ein Bügelbrett von einem Notebook, wahrhaft riesig! Im Prinzip haben die Apple-Designer das Display vom 17″-iMac abgerissen (Auflösung: 1.440×900 Pixel, 16:10 widescreen display) und ans Powerbook drangeklebt, Fast, denn das Display ist noch etwas dünner als beim iMac (die Hintergrundbeleuchtung ist dann wohl nicht so kräftig). Es ist das weltweit erste 17″-Notebook überhaupt, ein »industry first«. Die Dicke im geschlossenen Zustand: ein Zoll (»It’s stunning.«).
»You got a desktop that is one inch thick on the road.«
Aber es kommt noch besser: Wenn die Umgebungsbeleuchtung nachlässt, werden beim neuen Powerbook (das übrigens nicht mehr Titantium heißt, da es aus Aluminium gefertigt wird) die Tasten durch Lichtleiter beleuchtet (ein betatestender DJ sagte dazu: »When do you guys stop thinking of cool stuff?«). Das Gewicht: 6,8 Pfund, bei der Konkurrenz gerne mal 8 bis 10 Pfund. Es gibt keine Aufkleber oder aufgemalten Dinge, sondern nur Gravuren. Innen drin werkelt ein 1 GHz G4-Prozessor mit einem 1 MB großen L3-Cache. Es hat ein slot-loading SuperDrive (DVD-Brenner). Für bewegte Bilder sorgt eine nVidia GeForce 440 Go mit 64 MB Speicher. Und dann zeigt Steve Jobs die Anschlüsse an der Seite und führt mal eben die nächste FireWire-Generation ein: »Now something new: Today we announce FireWire 800!« An jeder Seite gibt es einen USB-Port, außerdem auf der linken Seite einmal FireWire 400, einmal FireWire 800 (hat ein anderes Steckerformat, aber ein Adapter auf FW400 liegt bei), Gigabit-Ethernet. Außerdem ein PC-Card-Slot, Line-In, Kopfhörer-Anschluss. Es ist das »most wirelessly equiped notebook in the world«: Bluetooth und Airport serienmäßig. Täusche ich mich, oder ist Bluetooth serienmäßig in einem Notebook auch industry first? Egal, denn der nächste Punkt, eingebautes Airport (WLAN, WiFi) ist auch industry first: Es handelt sich nicht um das bekannte 802.11b-Airport mit 11 MBit/s Übertragungsrate, sondern um 802.11g mit 54 MBit/s, »Airport Extreme«. Dazu wird es eine neue Basisstation geben, die bis zu 50 User unterstützt und auch Wireless Bridging anbietet. Einen USB-Port hat sie außerdem, um drahtloses USB-Printing per angeschlossenem Drucker zu ermöglichen. Die PC-Industrie kam vor kurzem mit 802.11a (»Don’t ask me, why a comes after b.«), das ebenfalls 54 MBIt/s bietet. Aber die a-Variante ist nur zu sich selbst kompatibel, weswegen sie Apple nicht unterstützt hat und auf die g-Spezifikation wartete, bei der quasi eben erst die Tinte trocken wurde. Denn die g-Spezifikation ist sowohl aufwärts- als auch abwärts-kompatibel. Im neuen Powerbook gibt es jetzt verbesserte Antennen, die nun die Reichweite des iBooks erreichen, an dem sich laut Jobs diesbezüglich die ganze restliche Industrie misst. Der Preis der neuen Basisstation ist 199 USD.
Im Powerbook steckt ein Lithium-Prismatic-Akku mit 4,5 Stunden Laufzeit. Es hat ein halbes Gigabyte RAM und eine 80 GB Festplatte, außerdem natürlich Dual-Display-Support. Bootet nur in OS X, QuickBooks wird mitgeliefert. Der Preis: 3.299 USD, und das ist für ein solches Notebook sensationell günstig. Verfügbar im nächsten Monat.

One more thing: 12 Zoll-Powerbook
Steve Jobs zeigte mit seiner Keynote-Präsentation ein 17″-Powerbook, an dem links und rechts die »überstehenden Kanten« abgeschnitten wurden. Voila, ein 12″-Powerbook, quasi für den Rucksack. 1,2 Zoll dick und 4,6 Pfund schwer. Im Prinzip handelt es sich um ein iBook in einer Alu-Hülle (das neue Powerbook ist aber noch etwas kleiner), nur mit G4-Prozessor und Dual-Display-Support. Das laut Steve »Smallest full-featured notebook in the world.« kommt mit einem slot-loading Combo-Drive für 1.799 USD; gegen 200 Dollar Aufpreis ist auch eine Built-to-Order-Option mit einem slot-loading SuperDrive erhältlich. Das Display ist das vom iBook bekannte: 12 Zoll, 1.024×768 Pixel Auflösung. Innen werkelt ein G4 mit 867 Megahertz sowie eine GeForce 420 Go mit 32 MB Speicher. Der Arbeitsspeicher selbst ist von Haus aus 256 MB groß, die Platte 40 GB. Das »most affordable Powerbook ever« ist bereits in zwei Wochen erhältlich (Heise-Meldung).
Das 15″-Powerbook bleibt unverändert. Anschließend zeigte Steve Jobs ein siebenminütiges Promovideo, in dem Macher und Nutzer zu Wort kommen und die beiden neuen Alu-Books natürlich ausgiebig gezeigt werden.

Steve sagt danach, 2003 sei »the year of the notebook for Apple.« An dieser Stelle erlaube ich mir, mit Kritik einzusetzen. 2003 muss das Jahr des Notebooks für Apple werden, denn bei den Desktop-Maschinen ist wenig Besserung zu erwarten. Der PowerPC 970 von IBM wird nicht vor der zweiten Jahreshälfte verfügbar sein, und so bleibt Apple gar nichts anderes übrig, als die Notebooks aufzumöbeln. Weil er zuvor sagte, Notebooks würden Desktops verdrängen: das glaube ich durchaus, weil immer mehr Menschen ihre Rechenpower unterwegs mitnehmen wollen und weil Notebooks flexibler sind. Ich persönlich könnte mit einem Powerbook als Desktop-Ersatz nichts anfangen: Das Display ist zu niedrig; ich merke es jetzt, während ich seit etwa drei Stunden diesen Text schreibe: Nackenschmerzen stellen sich sehr schnell ein.
Aber davon ab, wie machen sich die Powerbooks? Beim kleinen Modell würde ich sagen, es ist sehr sexy, es ist »das kleine Schwarze«. Für das große Modell fallen mir kaum beschreibende Worte ein… Es ist nicht nur einfach dekadent oder deluxe. Für das 17″-Powerbook kann es nur eine treffende Beschreibung geben: Porno.
Ich weiß gar nicht, wie IBM, Toshiba oder Sony das überbieten wollen. Diamantbesetzte Tasten vielleicht noch, aber sonst fällt mir keine Möglichkeit ein.

Zwei neue TV-Spots
Mit »I got one more thing to show you today« begann das Ende der diesjährigen MWSF-Keynote: Er zeigte zwei neue TV-Spots, die die beiden neuen Powerbook-Modelle in den Mittelpunkt stellen. Der erste ist ein typischer Apple-Spot: nett, aber eigentlich nichts besonderes. Den zweiten Spot kündigte Steve mit den Worten an, man wolle visuell etwas mehr die Unterschiede zwischen beiden Geräten deutlich machen. Das Auditorium und ich zu Hause konnten uns in der darauf folgenden Minute kaum auf den Sitzen halten:
Verne Troyer, bekannt aus den Austin Powers-Filmen als Mini-Me, und der Basketballer Yao Ming, erster chinesischer Profi in die NBA (danke an Kai für diesen Hinweis). Verne, Jahrgang ‘69, ist von relativ kompakter Bauweise, während Yao ein 2-Meter-Riese ist.

Die Keynote endete mit Danksagungen durch Jobs an seine Mannschaft.

Die Mac-TV-Berichterstattung
Ich fasse mich da sehr kurz, weil ich schon lange geschrieben habe. Die Live-Sendungen von Jörn und Co waren mal wieder exzellent und jede Minute wert. Die Mac-TV meinte jedoch in der Wiederholung der Sendung nach der Keynote kann ich nur wärmstens empfehlen. Das Team ging nacheinander die neuen Produkte durch und analysierte sie, unterstützt durch Zuschauervotings. Und amüsant war’s auch:

»Als Final Cut Express vorgestellt wurde, sind wir ja mit dem Gesicht auf die Tischplatte gefallen.«

Niemand hat damit gerechnet, die Marktlücke wurde von Apple genau richtig erkannt, für die Leute, die über iMovie hinaus gewachsen sind.

Fazit
Insgesamt muss ich sagen, dass ich lange nicht so eine gute Keynote gesehen habe. Wir hatten alles: Einen gut gelaunten Steve Jobs (war nicht immer so), ein gut gelauntes Publikum, neue Software, die Vertiefung einer Strategie (Digital Hub durch vorangeschrittene Integration der iApps), neue Hardware (wenn auch nicht sämtliche Hardware überarbeitet wurde, die fällig gewesen wäre) und gleich mehrere »industry firsts«. Da kann man nicht meckern. Ich sehe noch nicht lange Apple Keynotes, vielleicht seit zwei Jahren. Aber ich glaube, das gestern war die bisher beste, die ich gesehen habe. Wobei die Vorstellung der ersten Titanium Powerbooks vor zwei Jahren auch schon ein erhebender Moment war:

»We have the power, they [Sony Vaio] have the sex. We wanted the sex back.«

»Our new Powerbook: Made of Titan, They: Last year’s material [Magnesium].«

Erschienen am Mittwoch, 08.01.2003 @ 10:02 | Kommentare deaktiviert
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Donnerstag, 09.01.2003

Orthographie

Ich weiß, dass meine Schreibweise von »nochmal« falsch ist, eigentlich müsste es »noch mal« heißen, also getrennte Schreibweise.
Aber das interessiert mich nicht. »einmal« und »nochmals« werden auch zusammengeschrieben.
Das wollte ich nur mal (nein, nicht »nurmal«) gesagt haben.

Erschienen am Donnerstag, 09.01.2003 @ 6:03 | Kommentare deaktiviert
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Ein Mountie in Chicago

Ja! Endlich kommt wieder »Ein Mountie in Chicago«! Diese TV-Serie von 1994, mit 44 Folgen, heißt im Original »Due South«. Es geht um einen Mountie (»Ich bin von der kanadischen berittenen Polizei.«), der in Chicago den Mörder seines Vaters sucht. Nebenbei hilft er der örtlichen Polizei bei der Aufklärung einiger Fälle, unter Einsatz seiner Mountie-Fähigkeiten (wenn man so will, ein kanadischer MacGyver) und mit Hilfe seines Wolfs. Die Serie hat einigen Humor, die zu großen Teilen auch von der verbindlichen Höflichkeit der Hauptfigur lebt (Paul Gross als Constable Benton Fraser). Daneben gibt es einige komische Situationen, wenn Landei (der Mountie) auf Großstadt-Kid (sein chicagoer Partner) trifft.
Ich habe die Serie früher immer gern gesehen, vor etwa zwei Jahren lief sie bereits schon einmal in einer Wiederholung. Nur einmal hatte ich Anlass, mich zu ärgern: Als Benton in der Lage war, durch Verdrehen seiner Augen die übertragenen Daten einer Modemverbindung zu dechiffrieren. Ansonsten kann ich aber über die Serie nicht klagen und sie sehr empfehlen.
Sie läuft ab heute auf Kabel 1, allerdings nicht gerade in der Prime Time, nämlich von 14:25 bis 15:15 (morgen um 14:20) und in der Nachtwiederholung von 02:50 bis 03:30 Uhr (morgen keine Nachtwiederholung). Außerdem kommt heute von 23:55 bis 00:45 eine Reportage mit dem Titel »Mounties – Legenden in Uniform«. Wie das genaue Programmschema ist, kann ich noch nicht sagen. Am Montag kommt die Serie z.B. schon um 13:55 Uhr.

In diesem Zusammenhang darf ich nochmal auf das E-Mail-Fernsehprogramm Myrna aufmerksam machen. Hätte ich heute nicht in meiner Programm-E-Mail gelesen, dass die Serie wieder kommt, wüsste ich gar nichts davon.

Erschienen am Donnerstag, 09.01.2003 @ 6:04 | Kommentare deaktiviert
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Bzgl. »sibirischer Kälte«

Dezember 2001 hatte es auch durchaus mal vom einen auf den anderen Tag minus 12 und minus 18 Grad und wieder zurück, insofern ist das nix Neues.
Ich mag den Winter bekanntlich nicht, aber die Kälte hat auch Vorteile: Die Luft ist sehr frisch und klar, man sieht die Sterne am nächtlichen Himmel, der Schnee knirscht beim Darübergehen…

Erschienen am Donnerstag, 09.01.2003 @ 6:13 | Kommentare deaktiviert
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MWSF: Deutsche Preise

Die deutschen Preise der neuen Produkte im Apple-Store (=Listenpreise inkl. MwSt):

Software
- iLife: 56,84 EUR
- Keynote: 114,84 EUR
- Final Cut Express: 381,64 EUR

Hardware: Powerbooks
- 12,1″ Combo: 2.202,84 EUR
- 12,1″ SuperDrive: 2.448,70 EUR
- 15,2″ Combo: 2.898,84 EUR
- 15,2″ SuperDrive: 3.478,84 EUR
- 17″ SuperDrive: 4.058,84 EUR

Hardware: iBooks
- 12,1″ CD-ROM: 1.274,84 EUR
- 12,1″ Combo: 1.622,84 EUR
- 14,1″ Combo: 1.854,84 EUR
- 14,1″ Combo+: 2.375,68 EUR (mehr RAM, mehr Platte, AppleCare)

Zubehör
- AirPort Extreme-Karte: 114,84 EUR
- AirPort-Karte (11 MBit/s): 91,64 EUR
- AirPort Extreme-Basis: 288,84 EUR (mit Modem-Port)
- AirPort Extreme-Basis: 230,84 EUR (ohne Modem-Port)
Die alten Airport-Basen gibt es nicht mehr im Apple-Store.

Beim Vergleich mit den amerikanischen Preisen, die Steve Jobs in der Keynote genannt hat darf man nicht vergessen, dass die US-Preise immer ohne Mehrwertsteuer sind. Mit dem Wissen sind die hiesigen Preise teilweise durchaus den amerikanischen ähnlich (der Euro hat ja derzeit etwas mehr als Parität mit dem Dollar), es ist nicht mehr so wie früher, dass da noch eine »Europasteuer« drauf ist. Etwas Schwankungsreserve muss Apple natürlich in seine Produkte einrechnen.

Die iBooks wurden am Dienstag zwar nicht erneuert, aber auch teilweise im Preis gesenkt, da das neue kleine Powerbook natürlich mit den iBooks konkurriert.
Davon ab ist mir aufgefallen, dass die Preise generell gefallen sind. Das erste Titanium-Powerbook (15″, G4-500) hat noch knapp 5.000 Euro gekostet, dafür bekommt man bereits das neue Luxus-Powerbook mit 17″-Display. Die neuen Airport-Karten kosten nun nur noch 114 (54 MBit/s) bzw. 90 Euro (11 MBit/s); für meine Airport-Karte habe ich vor knapp einem Jahr noch 135 Euro bezahlt (11 MBit/s). Für mein iBook (12″, G3-500, Combo) habe ich im Juni 2001 noch 2.300 Euro bezahlt, heute bekommt man für diesen Preis bereits das kleine Powerbook oder das größte iBook in der Deluxe-Ausstattung.
Ist begrüßenswert für Neuanschaffungen, senkt aber den Wiederverkaufswert, der bislang bei Apple-Produkten immer höher war bzw. sich länger hielt, als bei der PC-Konkurrenz.
Eine neue Airport-Basis werde ich mir übrigens nicht kaufen (falls die neuen Karten überhaupt in die alten Slots passen). 11 MBit/s sind zum Surfen schnell genug; aus meiner DSL-Leitung kommt eh nur ein MBit. Und Dateien kopiere ich nicht drahtlos, da schließe ich den einen an den anderen Mac per FireWire im Target-Mode an, da habe ich 400 MBit/s.
FireWire 800 ist aber schon sehr gefällig, denn beim Kopieren von 30 GB per FireWire 400 wartet man schon mal 30 bis 40 Minuten.

Fußnoten:
Combo = CD-Brenner, DVD-ROM in einem
SuperDrive: DVD-Brenner

Erschienen am Donnerstag, 09.01.2003 @ 6:44 | Kommentare deaktiviert
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MWSF: Pressespiegel

Pro
Mac-TV
Wo steht Apple nach der Keynote Januar 2003?

Macguardians
MWSF 2003: Steve rief und alle, alle kamen (mit Fotos)
Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft (mit Fotos)
Die Keynote die niemand erwartet hat
[Anm. d. Red.: Vorteil von Digicams: Fotos sind schnell verfügbar. Nachteil von Digicams: Fotos sehen scheiße aus.]


Neutral
Spiegel
Steve Jobs beschwört das Jahr des Laptops

Handelsblatt
Apple sagt Microsoft den Kampf an

Focus
Innovations-Offensive von Apple
Mit ein paar grauenhaften Fehlern.


Contra
Playback Time
Playback Time

SiliconValley.com
Steve Jobs: Still standing, still evangelizing

Erschienen am Donnerstag, 09.01.2003 @ 6:46 | Kommentare deaktiviert
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Du sollst nicht begehren Deines Nächsten Powerbook…

Die Keynote der MWSF03 ist vorbei und sie fiel für die meisten Leute weit besser aus, als erwartet, auch wenn diese Meinung nicht von allen geteilt wird. Wem das alles nichts sagt, darf ich nochmal meine kleine Einführung in den Kult um die Mac-Messen für Nicht-Macianer zur Lektüre empfehlen. Es war spannend bis zuletzt, es hagelte neue Produkte, sowohl Software als auch Hardware, es war in einigen Punkten sehr überraschend (FCE, Keynote-Software) und in anderen Dingen wurde die pessimistische Einstellung, dass es diesmal ja doch nichts würde, übertroffen (Safari, neue Powerbooks). Sicher, es gab keine neuen iMacs und keine neuen Power Macs. Aber die können auch nicht lange auf sich warten lassen, denn das mittlere Powerbook-Modell ist nach wie vor unverändert und auch an den Power Macs und iMacs fehlen nun die neuen Schnittstellen, die vorgestern eingeführt wurden (Airport Extreme, FireWire 800, Bluetooth). Ich prophezeie, dass es am 25. Januar mehr geben wird als nur die Verfügbarkeit der neuen Versionen von iMovie, iPhoto und iDVD.
Wie ich in meinem Kommentar zur Keynote bereits schrieb, wundert die Ausrufung des »Jahr des Notebooks« nicht weiter. Einerseits, weil der Trend tatsächlich vom Desktop hin zum Notebook zu gehen scheint, nicht nur bei Apple. Andererseits, weil Apple dank Motorola keine andere Wahl hat, als die Portables aufzumöbeln.

Die Keynote ist vorbei und ich habe vieles, was es zu den neuen Produkten und zu Analysen zu Apples Position im Markt gibt nicht nur gelesen, sondern aufgesogen. Und im Nachhinein hat sich Carstens Einschätzung (bzw. die eines Chat-Partners) des typischen Ablaufs des Keynote-Tages als richtig erwiesen:

  1. Bild von Steve Jobs wurde im Schrein mit Swiffer von Hausstaub befreit
  2. Telefonnummer Störungsstelle Telekom/T-Online liegt griffbereit
  3. Stadtwerke haben Strom für heutigen Tag zugesichert
  4. Bank hat Dispo erhöht
  5. Kinder können bei Großeltern »geparkt« werden
  6. Ehefrau wird mit einem Korb Bügelwäsche ruhig gestellt
  7. Powerbook läuft fehlerfrei und wurde nochmal mit ErsteHilfe geprüft

Vor allem der vierte Punkt ist angesichts dieser Keynote sehr wichtig, und nicht nur bei Carsten beginnt das Rechnen, ob man die bei einem Apple-Anhänger nur all zu natürlichen »Haben wollen«-Gefühle durch einen Kauf befriedigen kann.
Wie in meinem Kommentar bereits erwähnt, ist das neue, kleine Powerbook sehr sexy und das große Powerbook ist schlicht Porno.
Obwohl das 17-Zöller wirklich extrem geil ist, fällt mir die Entscheidung, es sicher nicht zu kaufen, nicht all zu schwer. Das Ding ist von seinen Ausmaßen her einfach ein Bügelbrett, ein Backblech. Ich finde so große Notebooks, auch z.B. 16-zöllige in der PC-Welt, einfach nicht sinnvoll, weil man sie nicht wirklich gut transportieren kann. »Dient auch als Desktop-Ersatz«, ja, aber ich brauche einen richtigen Desktop, wie ich mehr als einmal geschrieben habe und gestern wieder erwähnte (ich bekomme Nackenschmerzen, wenn ich ein paar Stunden an einem Notebook schreibe).
Aber das kleine Powerbook reizt mich schon sehr. Das mittlere Modell, mit 15-Zoll-Display, das es ja nach wie vor noch gibt, war bei mir bereits vor anderthalb Jahren in der engeren Wahl für ein neues Notebook (damals natürlich nur mit einem G4-400), aber ich habe mich dann doch für das iBook (G3-500) entschieden, weil das nicht nur billiger war, sondern mit seiner kompakten Bauweise dank seines 12-Zoll-Displays auch wesentlich Rucksack-geeigneter war, und ich pflege das iBook tatsächlich in meinem Rucksack zu transportieren (natürlich noch mit einer kleinen iBook-Saver-Tasche von digitalnoma.de, um es etwas zu schützen). Aber dieses kleine Powerbook…
Es sieht geil aus. Da müssen wir nicht lange drüber reden. Aluminium statt Plastik. Es hat einen G4-867 als Prozessor. Es ist ein voll ausgestattetes Powerbook (u.a. Dual-Display-Support). Aber es ist auch nur ein besseres iBook (12 Zoll, 1.024×768 Auflösung), mein altes iBook tut’s auch noch. Und es kostet 2.200 Euro (Liste), während ich für mein jetziges iBook vielleicht noch 800 bis 900 Euro bekomme (habe es für 2.300 Euro gekauft). Macht einen satten Preisunterschied von 1.400 Euro im ungünstigsten Fall, und einen Desktop habe ich dann aber immer noch nicht, den ich aber brauche (mit 17-Zoll-Display und DVD-Brenner bitteschön). Außerdem kann ich nicht ohne vollwertige Tastatur leben; vor allem die Entfernen-Taste geht mir ab. Ich könnte durchaus beides bezahlen, aber ich will mir nicht beides leisten. Für den neuen Desktop sind 2.000 bis 2.500 Euro einkalkuliert, mein anderes Geld brauche ich aber für andere Zwecke.
Naja, man wird ja mal träumen dürfen. Irgendwann werde ich ein neues Notebook brauchen, und dann kann ich mir ja immer noch ein Powerbook kaufen, das es ja nun endlich in drei statt nur einer Display-Variante gibt.

Erschienen am Donnerstag, 09.01.2003 @ 6:49 | Kommentare deaktiviert
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Ich war jung und brauchte das Geld

Heute morgen arbeitete ich am »Projekt H« weiter: Word-Vorlagen für eine Kommune in Oberbayern. Ein steter Quell unbändiger Freude.

Für die richtige Grundeinstellung sorgen drei Dinge:

  1. Der Kunde (Agentur)
  2. Der Endkunde (die Kommune)
  3. Die Software (Word für Windows)

Der Kunde ist eine kleine Agentur, für die ich das ganze mache, da es im Haus nicht das Know-How für Word-Formulare gibt. Dazwischen ist noch eine kleinere Agentur geschaltet, die das alles vermittelt hat, aber von denen ist hier nicht die Rede.
Ich erhielt die Entwürfe für die Word-Formulare als aus QuarkXPress generierte PDF-Dateien, mit der Erwartungshaltung des Kunden, dass man alles aus Quark auch so in Word umsetzen kann. Nach einem berichtigtenden Hinweis begann die Arbeit.
Das Projektmanagement der größeren Agentur ist etwas… seltsam. Erst hört man ewig nichts, dann muss alles ganz schnell gehen, am besten bis gestern erledigt sein. Also wird’s zumindest zeitnah erledigt, man fragt wegen etwas nach und zwei Wochen später kommt dann auch mal eine Antwort. Dann liefert man die Dateien ab und hört erstmal einen Monat nichts. Der Kunde fährt zum Endkunden, zeigt das Ergebnis der Arbeit und sammelt Feedback ein. Ich wieß natürlich deutlich auf die Unzulänglichkeiten der Software hin (siehe gleich), und dass man sich bitte jede Änderung genau überlegen sollte, da aufwändig und somit teuer. Was passiert? Tausend Änderungen. Ich arbeite die Wünsche ein, liefere ab, Kunde fährt nach Impfung durch mir bzw. die zwischengeschaltete Agentur zum Endkunden und was passiert? Änderungswünsche von meiner liebsten Sorte: erst hü, dann hott. Was gestern blau war (und sein sollte) muss jetzt grün werden, am besten bis morgen. Was passiert? Änderungen erledigt, da schneit eine Mail mit Nachbesserung rein – war unproblematisch. Es folgt eine zweite Mail: Kommando zurück, aber auf neue Anweisungen warten, Mail würde folgen, tut sie aber bis heute nicht.

Der Endkunde wollte gerne alle Formulare auf einen Schlag geliefert haben. Nein, nicht erstmal nur eines zum Testen und Anbringen von Änderungswünschen, bitte gleich alle fünfzig.
Gesagt, getan: Alle fünfzig Dateien beim Kunden abgeliefert, Kunde fährt zu Endkunde raus, sammelt Änderungswünsche ein und gibt sie mir durch, siehe oben. Änderungen an fünfzig Formularen werden von mir durchgeführt, mit zögerlichen Antworten auf Nachfragen von mir an den Kunden. Geänderte Dateien werden wieder an den Kunden geschickt, dem Projekt managenden Kunden wird die Änderungs-Problematik bei dieser Software verdeutlicht und es wird ihm erklärt, dass es besser gewesen wäre, hätte man am Anfang nur einmal einen Prototypen erstellt. Kunde fährt zum Endkunden und überlässt diesem jetzt, nach den zweiten Nachbesserungen, die fünfzig Vorlagen zum Testen.
Nach einigen Wochen ist der Test beendet und über den Kunden bekomme ich die dritten Änderungswünsche des Endkunden übermittelt, die »Erst hü, dann hott«-Änderungen. Die Dokumentation der Wunschliste kann ohne Übertreibung als suboptimal bezeichnet werden. Widersprüchliche Aussagen im selben Satz, Änderungen in einer Tabelle, dann auf die bunt durchnummerierten, zahlreichen Anlagen (Testausdrucke) handschriftlich notiert und teilweise mündlich übermittelt. Mit diesen Änderungen war ich heute morgen befasst, auf die oben genannte E-Mail warte ich immer noch.

Die Software ist scheiße. Es handelt sich um Word 2000, und seit diesem Auftrag habe ich Word hassen gelernt.
Word kann kein Datei-übergreifendes Suchen und Ersetzen; Dinge wie Vorlagen, Templates oder Masterseiten sind ihm ebenfalls kein Begriff. Konsequenz: Jeder Handgriff muss nicht nur einmal gemacht werden, sondern fünfzig Mal, in jedem Dokument einzeln. Mir kroch heute morgen fast die Gicht in die Hände…
Zu allem Übel kommt, dass ich Word für Windows benutzen muss. Die Helden in der Agentur haben für teures Geld eine Schrift gekauft, die es nur für Windows gibt; die Schriftschnitte sehen auf dem Mac ganz anders aus. Eine serifenlose Schrift, die nur Profis – wie die beiden involvierten Agenturen und ich – unterscheiden können, die für die Leute in der Gemeindeverwaltung aber ebenso wenig unterscheidbar ist, wie die Arial von der Helvetica (ist nicht böse gemeint). Und dann auch noch als Type1 statt TTF, das für Word-Formulare vollkommen ausreichend wäre, aber das nur am Rande…
Da ich keinen PC mein Eigen nenne, lasse ich Word in einer XP-Emulation von Virtual PC laufen, und das ist zäh, obwohl ich alle optischen Firlefanz von XP abgeschaltet und die Auflösung des VPC-Fensters auf 1.024×768 reduziert habe. Allein schon wieder das Abschalten der Windows-typischen Annoyances auf einem frisch installierten WinXP – zu denen O’Reilly ein Buch mit über 580 Seiten füllen konnte. Bis man da durch die dutzenden, fünffach verschachtelten, mit Minimum drei Reitern ausgestatteten Einstellungs-Fenster gewatet ist… Es ist grausam.

Mittlerweile haben sich die Änderungen soweit summiert, dass deren Rechnung fast ebenso viel ausmacht, wie der ursprüngliche Auftrag. Das gesamte Projekt dauert nun bereits über ein halbes Jahr.

Erschienen am Donnerstag, 09.01.2003 @ 8:10 | Kommentare deaktiviert
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Obacht!

oder: »Wenn�das�einen�erwischt,�schickt�man�Stossgebete�zum�Backup-Gott.«

Mac-TV berichtet von einem gefährlichen Bug in der Beta-Version von Safari:

»US-Anwender berichten davon, dass die Download-Funktion die kompletten User-Ordner (also den gesamten Account) löschen kann. Daher sollte man die Download-Funktion nicht benutzen, bis die Situation aufgeklärt ist. Safari bietet einen Funktion, welche die Hilfsdateien eines Downloads (komprimierte Dateien, Images usw.) automatisch löscht. Anscheinend wird dabei aber häufig ein falscher Pfad benutzt, sodass der gesamte User-Ordner gelöscht wird. Wir geben an dieser Stelle Entwarnung, sobald das Problem beseitigt wurde.«

Also vorerst in der Safari-Beta keine Downloads vornehmen und gleich mal ein Backup des User-Verzeichnisses machen (das kann man eh nicht oft genug betonen: save early, save often). Bei mir ist der Bug trotz einiger Downloads zum Glück noch nicht aufgetreten.

Erschienen am Donnerstag, 09.01.2003 @ 10:44 | Kommentare deaktiviert
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Zitat von Verena

»Wann schläfst Du zurzeit?«

Erschienen am Donnerstag, 09.01.2003 @ 12:52 | Kommentare deaktiviert
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Samstag, 11.01.2003

Friday Five

Nach längerer Abstinenz meinerseits mal wieder »Fienes fünf Fragen für Freitag«. Antworten von weiteren Teilnehmern gibt’s bei Daniel Fiene.

1. Was hälst du von Deutschland sucht den Superstar?
Wenig. Habe nur die Trailer gesehen und mal beim Zappen einen Ausschnitt, sowie von einer Sendung vor ca. vier Wochen mal 15 Minuten. Mich hat ja erst gewundert, warum die bei den letzten zehn Kandidaten so ein Bohei machen und dann nur einer gehen muss, aber der Grund ist natürlich klar: Acht weitere Samstagabendsendungen (oder läuft’s freitags?) sind garantiert, wenn die in dem »Tempo« weitermachen.

2. Ist DSDS Dauergespräch bei dir im Umfeld?
Nein. Eine Freundin meinte mal, sie sei überzeugt, dass ein Mädel gewinnen wird. Nach einer Minute war das Thema durch.

3. Von wem hättest du nicht gedacht, dass er/sie Deutschland sucht den Superstar regelmäßig verfolg?
Ich kenne niemanden, der diese Sendung regelmäßig verfolgt.

4. Warum läuft die Sendung so erfolgreich?
Tut sie das, ja?

5. Du sitzt in der Casting-Jury. Dieter Bohlen singt vor. Was sagst du ihm?
In Anlehnung an Dieter Bohlen:
»Du hast alles, was wir hier nicht brauchen: Du siehst scheiße aus, Du kannst nicht singen und Du laberst nur wirres Zeug.«

Erschienen am Samstag, 11.01.2003 @ 14:46 | Kommentare deaktiviert
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Ankündigung von Wartungsarbeiten

Mir (und Besuchern von my two cents) ist aufgefallen, dass seit einigen Wochen die Site nicht mehr performt.
Ich weiß nicht, woran es liegt, aber es muss etwas mit den PHP-Skripten zu tun haben, denn statische Seiten kommen zügig durch, während bei dynamischen Seiten zu Beginn des Ladevorgangs eine Gedenkminute eingelegt wird. Bei einem anderen Weblog, das ebenfalls auf Sunlog basiert und auf dem selben Server gehostet wird, tritt dieses Problem nicht auf. Vielleicht passt etwas nicht mit meiner Konfiguration, weswegen ich im Laufe der nächsten Woche (Montag, Dienstag, mal sehen) eine Wartungspause einlegen werde. Wenn es soweit ist, kündige ich es hier nochmal an. Und nicht wundern, wenn two cents für kurze Zeit ungewöhnlich aussieht.

Erschienen am Samstag, 11.01.2003 @ 15:37 | Kommentare deaktiviert
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Der Bayreuth-Effekt

Vorgestern bin ich dann doch um 22 Uhr zusammengeklappt. Gestern um fünf Uhr morgens ausgeschlafen aufgestanden. Oder sagen wir, ich war zumindest wach, aber ich blieb im Bett liegen, um mir die gestrige Aufzeichnung der Kabel 1-Reportage über Mounties und die Folger »Der Plan« von »Ein Mountie in Chicago« anzusehen. Anschließend startete ich meinen Quicktime-Player für die diesjährige »Power of X«-Keynote von Apples Marketing-Vicepresident Phil Schiller.
Eine sehr gute Präsentation der Möglichkeiten von OS X »Jaguar«, kann ich sehr empfehlen. Präsentationen von (u.a.) X11 für OS X, Quartz Extreme, Mail mit Junk-Mail-Filter, Safari und einigen weiteren Anwendungen. Der Vortrag dauerte eine Stunde und zwanzig Minuten, und danach wurde es etwas knapp für mich: Es war 9 Uhr 10, und in 15 Minuten wollte ich an der Bushaltestelle zweihundert Meter weiter sein, denn um halb zehn würde der Bus in die Stadt abfahren. Dusche angestellt, und bis das Wasser warm war, in anderthalb Minuten Zähne geputzt. Dann unter die Dusche gehüpft und im Rekordtempo Haare gewaschen und dann den Waschlappen zur Hand genommen. 9 Uhr 20. Angezogen, iBook in den Rucksack gepackt (den ich zum Glück noch am Vorabend so gut wie fertig packte), Schal, Mantel, Mütze und raus aus dem Haus.

Ich besuche gestern meine drei früheren Kolleginnen in der Filiale Bayreuth. In Bayreuth zu arbeiten, war fast ein wenig wie Urlaub: Nette Kollegen, gemütliche Filiale, schönes Hotel, das wichtigste zum Einkaufen sowie ein Top5-Grieche, ein American Diner und ein Multiplex-Kino in Fußwegreichweite. Nicht nur das Arbeiten dort war angenehmer als anderswo, mit den drei Damen stimmte einfach die Chemie. Und ich rechne es ihnen sehr hoch an, dass sie nach dem Tod meiner Mutter per Karte kondolierten und auch später nach dem Befinden fragten.
Am Bahnhof in Erlangen kaufte ich am Fahrkartenautomaten per »Expressverkauf« einen Fahrschein von Erlangen bis Bayreuth und zurück, ohne ICE-Berechtigung. 16,40 Euro mit BC-50. Die RegionalBahn nach Nürnberg fuhr pünktlich um 10:14 Uhr ab und kam dort um 10:41 planmäßig an. Umsteigen von Gleis 8 zu Gleis 16, in den RegionalExpress (ein Dieselfahrzeug) nach Bayreuth, der um zehn vor elf den Nürnberger Bahnhof verlies und nach einigem Geschaukel kurz vor zwölf in Bayreuth einfuhr. Während der Fahrt schrieb ich anfangs auf meinem iBook Sozialkunde-Hausaufgaben, aber durch die Neigetechnik des Zugs wurde mir dabei schlecht, so dass ich das aufgabe.

»Bitte die Fahrscheine vorzeigen, wenn’s genehm ist.«

»Des hams noch net gehört? Dann sind’s noch net mit mir gefahren.«

Vom Bayreuther Hauptbahnhof bis zum Marktplatz sind es 15 Minuten zu Fuß. Ich kaufte im Karstadt noch eine Kleinigkeit für die Kolleginnen ein und deckte mich selbst noch mit allen verfügbaren schwarzen »Hudson«-Socken in Größe 43-44 ein (eigentlich habe ich ja Schuhgröße 46, aber die Socken passen in der kleineren Größe besser). 8 Euro 50 das Paar, aber jeden Cent wert. In meiner Größe hatten sie nur fünf Paar und die nahm ich mit (51 Euro). Hudson-Socken gibt’s nur bei Karstadt, und mich verschlägt es künftig nicht mehr so oft nach Nürnberg (nächste Karstadt-Filiale).
Wenn ich schon mal in Bayreuth bin, muss ich natürlich auch dem hiesigen Top5-Griechen einen Besuch abstatten. Ein paar Kleinigkeiten haben sie verändert: Brotstücke (zum Dolmadakia oder Tzatziki bekommt man jetzt in größeren Stücken und der Tomatenreis wurde durch Gemüsereis ersetzt. Finde ich beides nicht so gut. Würde ich meine Top5-Liste neu aufstellen, fiele das Plaka von Platz 3 auf Platz 4 zurück und würde die Position mit dem Mannheimer Dimitra tauschen. Aber es war insgesamt trotzdem noch sehr gut! Ich blieb etwa anderthalb Stunden. Nach dem Essen packte ich mein iBook aus und machte meine Sozialkunde-Hausaufgaben fertig und schrieb noch ein wenig an diesem Tagebucheintrag.

Das mit Sozialkunde muss ich jetzt mal erklären. Ich dachte mir letztes Jahr, es sei keine schlechte Idee, das Fach-Abitur nachzuholen. Macht sich gut im Lebenslauf, und vielleicht will man ja doch nochmal studieren. In Bayern, Brandenburg und Rheinland-Pfalz gibt es die Möglichkeit, die Fachhochschulreife über das Telekolleg nachzuholen. Das funktioniert so: Jeden Tag werden im Bayerischen Rundfunk, auf BR-alpha und im ORB halbstündige Sendungen zu den Fächern ausgestrahlt. Darüber hinaus bezieht man von der TR-Verlagsunion spezielle Schulbücher und Übungsbögen (Hausaufgabenblätter), für knapp unter 100 Euro pro Semester. Etwa alle zwei Wochen muss ich samstags in die Schule, zum Kollegtag. In meinem Fall ist das in den Räumlichkeiten der FOS Fürth, und die Telekolleglehrer sind auch die ganz normalen Lehrer der FOS. Das ganze dauert anderthalb Jahre und dann hat man sein Fachabi. Die Vorteile: Man kann das neben Beruf, Zivi oder was auch immer betreiben und sich seine Zeit und sein Engagement frei einteilen. Am ersten Kollegtag wurde uns dann auch gesagt, dass das im Prinzip wie ein Studium sei (allerdings kein Fernstudium, man muss schon relativ regelmäßig zu den Kollegtagen erscheinen). Wenn man’s schafft, hat man sein Fachabi, wenn’s schief geht, war’s zumindest keine verlorene Zeit und taucht auch nicht im Lebenslauf auf. Der Nachteil: Jedes Trimester fallen natürlich die Gebühren für die Bücher an, falls man sie nicht von einem ehemaligen Kollegiaten bekommen kann (das TK wurde aber mit Beginn im Jahr 2002 umgekrempelt). Außerdem nimmt es doch relativ viel Zeit in Anspruch, wenn man das ernsthaft verfolgen will (etwa anderthalb Stunden täglich). Und alle paar Wochen muss man um 8 Uhr früh bis etwa 13, 14 Uhr in die Schule. Hausaufgaben müssen gemacht werden, sonst wird man nicht zu den Feststellunsprüfungen am Ende jedes Trimesters zugelassen. Und eine bestandene Feststellungsprüfung (also Note 5 oder idealerweise besser) ist Voraussetzung, um die Abschlussprüfung im jeweiligen Fach mitschreiben zu können. Kleinere Fächer wie Sozialkunde oder Physik hat man nur ein Trimester lang (die Techniker haben Physik zwei Trimester, dafür haben die Wirtschaftler noch Wirtschaft und die Sozialen noch Psychologie) und die Feststellungsprüfung ist gleich die Abschlussnote. Sozialkunde-Prüfung war am heutigen Samstag. Damit ist Sozi durch, Physik beginnt in diesem Trimester. Ich komme relativ gut mit, abgesehen von Mathe. Für jemanden, der sich sieben Jahre nicht mit dem Zeug beschäftigt hat, ist Mathe schon sehr schwer und man muss enorm viel Zeit aufwenden, um mitzukommen. Ich habe das nicht gemacht (die Zeit aufgewendet), konnte meine Hausaufgaben nicht abgeben und deswegen nicht bei der ersten Mathe-Feststellungsprüfung mitschreiben. Macht aber nix, ich mache dann Mathe im nächsten Kurs und bekomme das Fach-Abi dann eben etwas später. Bis dahin bereite ich mich mit Nachhilfe durch Klaus und üben, üben, üben darauf vor, dann wird das. Themen in Mathe sind (bis jetzt): Lineare und nicht-lineare Funktionen, quadratische Funktionen, Vektoren und Matrizen, Vektoren in der Physik, Folgen und Reihen, Differentialrechnung.

Zurück zu Bayreuth. Ich bezahlte gegen 13:45 und ging dann in fünf Minuten vor zur Filiale. Ab 14 Uhr ist eine Stunde Mittagspause, genau richtig.
Hier mach’ ich’s ganz kurz, weil ich keine Details preisgeben will. Der Besuch war sehr nett und um 15:45 ging ich wieder. Zurück zum Bahnhof und in einen leicht verspäteten (zehn Minuten) RE nach Nürnberg eingestiegen. Die letzte halbe Stunde im Zug habe ich geschlafen, ich war hundemüde. In Erlangen noch ein bisschen was besorgt und um 19:17 mit dem Bus heimgefahren. Gegen 21 Uhr ins Bett.

Erschienen am Samstag, 11.01.2003 @ 17:02 | Kommentare deaktiviert
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Sonntag, 12.01.2003

Gestern, heute, morgen

Gestern stand ich um 6 Uhr auf. Ich las mir beim Frühstück noch einige Absätze im Sozialkunde-Buch durch. Um 06:40 ins Bad, waschen. Haare gefönt, angezogen und raus auf die Straße. Verena ist auf Teamfreizeit in Friesen, ihr Auto hat sie dagelassen. Gestern schon ausgezogen und halb-schlafend im Bett hatte ich keine Lust mehr, das Auto abzudecken und so musste ich eben um 7 Uhr früh die Scheiben freikratzen. Wieder zurück in der Wohnung noch E-Mails und Newsgroups abgeholt und das iBook in den Rucksack gepackt, dann auf nach Fürth.
07:50 Uhr, ein schöner Parkplatz in der Nähe der Schule. Fünf Minuten später ging es los mit dem Austeilen der Blätter und der Erläuterung der Aufgaben zur Feststellungs-(und Abschluss-)Prüfung in Sozialkunde. Eine Stunde Zeit für vier Aufgaben. In Aufgabe eins ging es um die Auswirkungen von Enthaltungen und ungültigen Stimmen auf das Ergebnis von absoluten und relativen Mehrheiten. In der zweiten Aufgabe sollten wir das jüngste Wahlergebnis in der Türkei kommentieren. Dazu waren keine Türkei-spezifischen Kenntnisse notwendig, denn es wurde nur ein allgemeiner Kommentar zu folgender Konstellation verlangt: Die AKP gewann mit rund 35% der Stimmen eine 2/3-Mehrheit im türkischen Parlament, eine Oppositionspartei bekam mit knapp 20 Prozent der Stimmen die restlichen Sitze, alle anderen Parteien scheiterten an der 10%-Hürde. Für diese Aufgabe gab es acht Punkte (für die erste 4). In der dritten Aufgabe sollte das Titelbild der Wirtschaftswoche 51/2002 kommentiert werden, das auf der linken Seite die linke Hälfte einer türkischen Flagge zeigte und auf der rechten Hälfte die rechte Hälfte einer EU-Flagge. Halbmond und halber EU-Sterne-Kreis ergaben einen ganzen Kreis. Bei der Beantwortung der Frage sollte auch auf Probleme der EU-Erweiterung eingegangen werden. Ebenfalls acht Punkte, so wie für die vierte Aufgabe: Ein paar Worte über die Gewaltenteilung in Deutschland verlieren. Leider ließ ich mir für die niedrig bepunktete erste Aufgabe zu viel Zeit, so dass ich mit der vierten Frage nicht ganz fertig wurde (fünf Minuten mehr, und ich hätte es geschafft). Die Gesamtzeit betrug eine Stunde. Ich vermute mal, dass ich eine 3 oder 2 bekomme. Wahrscheinlich eher eine 3, weil ich die niedrig bepunktete erste Aufgabe nicht so gut beantwortet habe und eben mit der letzten, hochpunktigen Aufgabe nicht ganz fertig wurde.
Danach eine kurze Pause. Ich verabschiedete mich von meinen Tischnachbarn und kündigte an, in drei Stunden zu Physik und dann Deutsch wieder zurück zu sein. Als nächstes stand Mathe auf dem Programm, und das bringt mir im Moment nichts. Danach Bio/Chemie für die Sozialen und dann zwei Stunden Chemie für die Techniker, das muss ich mir beides als Wirtschaftler nicht geben (wirklich nicht, ist nicht notwendig). Ich löste am Bahnhof in Fürth eine Tageskarte für den Nahverkehr in Nürnberg und Fürth, da ich wohl ein paar Mal die U-Bahn benutzen würde. Ich fuhr zunächst zum Rathaus, um dort einen Happen zu essen (Lahmacun). Zwar erst halb zehn Uhr morgens, aber was soll’s. Weiter nach Nürnberg, zum Hauptbahnhof. Ursprünglich wollte ich dort in der DB-Lounge einkehren, zu der ich nun dank bahn.comfort-BahnCard kostenlosen Zutritt habe. Dafür habe ich das iBook eingepackt, denn ich wollte eine Stunde lang E-Mails beantworten und Newsgroups lesen. Aber durch’s Fenster betrachtet erwies sich die Lounge als relativ kleiner Raum, in dem nur einige rote Sessel standen, keine Tische (maximal ein Beistelltisch). Ich entschied mich gegen die Lounge, da ich das iBook nicht eine Stunde auf dem Schoß balancieren wollte, und ging in eine Coffebar am Kopf der Galerie, »Zapatto«. Gesalzene Preise, ebenso wie im »Oscar’s« in der Osthalle. Die gehören zusammen, und zusammen gehören sie zur Steigenberger Gastronomie. Ich weiß nicht mehr genau, was ich bezahlt habe, dürften aber zwei Euro für ein kleines Schweppes Tonic Water gewesen sein (Ginger Ale hatten sie nicht). Ich wählte einen Tisch an der Wand, so dass ich auf der Bank Platz nehmen konnte und einen guten Blick ins Lokal hatte. Dann das iBook ausgepackt und E-Mails geschrieben, bis der Akku anderthalb Stunden später die Grätsche machte. Ein Schulkollege rief mich auf meinem Handy an und machte mir die freudige Mitteilung, dass die Schule am Nachmittag ausfallen würde. Der Deutschlehrer sei krank, Physik findet aus irgendeinem Grund auch nicht statt. Okay, dann komme ich früher nach Hause und kann noch im Edeka in Frauenaurach einkaufen, bevor er um zwei schließt. Gesagt, getan. Auf dem Rückweg genehmigte ich mir in der Breiten Gasse eine mittlere Portion Pommes und am Rathaus noch ein Lahmacun, dann nach Hause und in Frauenaurach noch eingekauft.
Am Abend (19 Uhr) war ich bei Michaela eingeladen, die ihren Geburtstag nachfeierte. Kurz vor sieben holte ich noch (war mit Verenas Auto unterwegs) beim Griechen ein spezielles Geschenk ab (einen sehr guten, milden, süßen Ouzo, den es nicht im Laden zu kaufen gibt), der 50% meines Geschenks ausmachte (der Ouzo ist nicht nur gut, es ist auch ein Symbol, hat mit einem italienischen Mittagessen vor ca. anderthalb Jahren zu tun). Die andere Hälfte, eine Averna-Flasche (hat auch mit dem italienischen Mittagessen zu tun) habe ich Samstag-Nachmittag gekauft, sowas gibt’s im Laden). Micha und ihr Freund (Markus) sind beide Physiker und im Begriff, ihren Doktor zu machen. Entsprechend hoch war die Physiker-Dichte auf der Party, aber es gab auch Vertreter anderer Disziplinen, zum Beispiel Pharmazie und Medizin. Ich war glaube ich so ziemlich der einzige nicht studierte an diesem Abend.   :-)
Die Party war gut. Es lief gute Musik (Gabin), gab reichlich zu essen (ich hielt mich wegen einiger bedrohlicher Geräusche in meiner Magengegend aber etwas zurück) und einige gute Gespräche. Ich unterhielt mich recht lange mit einer Ärztin über das Gesundheitswesen, die Arbeit in einem Krankenhaus (hey, ich war Zivi in der Kopfklinik) und wir diskutierten einige interessante Ethik-Fragen. Ich will nicht ins Detail gehen (v.a. nicht, was Standpunkte betrifft), aber es ging u.a. um:

  • Für Schlaganfallpatienten stehen hundert normale Betten und zehn Betten in der Stroke Unit zur Verfügung. Es gibt 110 Patienten; wer kommt auf die SU und wer nicht?
  • Unter welchen Gesichtspunkten wird entschieden, wie »intensiv« ein Patient behandelt wird und was wird den Angehörigen erzählt?
  • Sollten sterbende Patienten wirklich immer ins Krankenhaus eingeliefert werden, so dass sie dort (oft) alleine sterben oder sollten sie zu Hause bleiben, um dort zu sterben?
  • Sollten sich Ärzte nicht dem Zwang »Wollen Sie den Patienten da unversorgt liegen lassen?« widersetzen und für sich selbst eine ethische Verantwortung vorgeben, und keine 60 Stunden die Woche arbeiten?

Um halb eins brach ich auf.

Heute stand ich um 12 auf. Nach dem Duschen räumte ich ein wenig auf und um 15 Uhr fuhr ich in die Stadt, um mich mit Holger und Stefie zu treffen, die über’s Wochenende wieder in Erlangen waren. Wir gingen für zwei Stunden ins TIO, bis die beiden ihren Zug Richtung München nahmen. Ich orderte insgesamt zwei Ginger Ale und ein Spezi (alle nur 0,3 Liter) und zum Essen einen Teller Arrabiata-Nudeln. Wider Erwarten gab es bereits heute den Spiegel der kommenden Woche am Bahnhof, in dem ich noch ein wenig las, bis um 18:17 der Bus nach Hause abfuhr.
Daheim weitere Spiegel-Lektüre, während Verena und mein Vater nacheinander im Internet-Surfen. Um 21 Uhr Mac-TV mit dem ersten Test von Keynote, anschließend Spiegel-TV und dann in die Heia.

Morgen habe ich eine ewig lange To-Do-Liste. Ich muss ein Dutzend Briefe und diverse E-Mails auf den Weg bringen, ich will weiter aufräumen und um elf Uhr habe ich einen Friseur-Termin.

Erschienen am Sonntag, 12.01.2003 @ 22:36 | Kommentare deaktiviert
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Montag, 13.01.2003

Komme eben aus der Stadt zurück

Muss jetzt erst mal fünf Zentimeter Neuschnee wegschippen. Und es schneit immer noch. Heute Abend schiebe ich nochmal, dann kann ich die Schneekarte im Haus weitergeben.
Ach ja, ich mag den Winter ja allgemein nicht (ich weiß, manche von Euch können’s nicht mehr hören), aber zwei positive Dinge sind mir noch eingefallen:
1. Alle Geräusche werden durch den Schnee gedämpft und es ist ruhiger.
2. Bin in der Stadt am Ohmplatz in den Bus eingestiegen. Dort gibt es die Friedrichschule (eine Real- oder Hauptschule, keine Ahnung) und dahinter das Ohm-Gymnasium, das zwei Jahre lang meine Wirkungsstätte war, bevor mir Latein das Genick brach. Am Ohmplatz sind die zwei Bushaltestellen (stadteinwärts und stadtauswärts) genau gegenüber auf den gegenüberliegenden Straßenseiten, und um 13 Uhr nachmittags führt das natürlich zu Schneeballschlachten quer über die Hauptstraße.

Erschienen am Montag, 13.01.2003 @ 14:03 | Kommentare deaktiviert
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Musik

Sagte ich vorhin etwas von fünf Zentimetern Schnee? Ich meinte zehn Zentimeter.
Ich glaube, man kann sich darüber streiten, ob einem das Schneeschieben leichter von der Hand geht, wenn man dabei Cafe del Mar 9 hört…
Zum Glück haben wir eine riesige Schneeschaufel, fast eine Wanne.

Erschienen am Montag, 13.01.2003 @ 14:52 | Kommentare deaktiviert
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Okay, das war’s.

So, insgesamt viermal vor die Tür gegangen, 15 cm Neuschnee wegzuschaufeln (das ist in unseren Breiten schon eine Menge): ich am Nachmittag zweimal, dann mein Vater als er heim kam und ich eben nochmal. Jetzt kann ich die Schneekarte ein Stockwerk weiter nach oben geben.

Ich glaube, mit Schneeschieben ist es ein bisschen wie mit dem Computerkauf: es gibt keinen perfekten Zeitpunkt.

Erschienen am Montag, 13.01.2003 @ 20:42 | Kommentare deaktiviert
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Dienstag, 14.01.2003

Tauwetter

Es hat jetzt genau… 3,8 Grad und draußen tauen die Schneehaufen, die ich gestern mühevoll beiseite geräumt habe, wieder weg.

Heute Abend nicht verpassen: Harald Schmidt kommt wieder, um 23:20 Uhr.

Erschienen am Dienstag, 14.01.2003 @ 15:22 | Kommentare deaktiviert
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Schuhgröße 46

Was ich ja noch weniger leiden kann als Hosen kaufen, ist Schuhe kaufen. Heute habe ich mich überwunden und bin doch in ein Schuhgeschäft gegangen, was ich ja schon seit zwei Wochen vor hatte, aber immer so vor mich her schob. Schlauerweise am Schluss meiner heutigen Tour, damit ich die neuen Winterstiefel auch nicht mehr lang durch die Stadt tragen muss, sondern nur noch bis zum Bus.
Ich brachte es dann auch fertig, unter zehn Minuten im Schuhgeschäft zu verweilen. Ich gehe zu Salamander, weil der nicht so überlaufen ist und sich quasi drei Verkäuferinnen um einen Kunden in der Herrenabteilung kümmern, während zum Beispiel beim Mengin (Familien-Schuhgeschäft in Erlangen, Nachfahren der nach Erlangen ausgewanderten Hugenotten) eine Verkäuferin fünf Kunden in der Herrenabteilung bedienen muss.
Ich überlegte noch, ob ich überhaupt noch Stiefel brauche (als Ausrede, nochmal am Schuhekaufen vorbei zu kommen), vielleicht war’s das mit dem Schnee gestern schon wieder für diesen Winter. Aber dann dachte ich mir: Schnee liegt zwar keiner mehr, aber Matsch, und der ist mit Halbschuhen auch nicht so lustig, außerdem kommt nächstes Jahr wieder Winter und gerade jetzt zum Jahreswechsel, nach der vom Einzelhandel bejammerten Flaute, wird mit Rabatten alles rausgehauen, was geht. Tatsächlich wieß ein A4-Blatt im Schaufenster auf 20% Rabatt auf alle Winterware hin. Vielleicht kein besserer Zeitpunkt, um Winterstiefel einzukaufen.

Schuhe kaufen funktioniert bei mir so: Ein gutaussehendes Modell, das einigen grundsätzlichen Kriterien entspricht anprobieren. Wenn’s passt, wird’s gekauft, ansonsten noch ein anderes Paar probieren.

Lange Version: Erst die Auswahl anhand einiger Kriterien radikal einschränken: Schuhgröße 46, Gore-Tex oder ähnliche und außerdem ein richtiger Stiefel, nichts Halbhohes.
Es blieben vier Modelle übrig. Zwei getestet: Ein Schnürstiefel für 140 Euro das Paar (vor Rabatt) und ein Stiefel mit Klettverschluss für 75 Euro (auch vor Rabatt). In den Schnürstiefel kam ich sehr schlecht rein, auch wenn ich die zig Windungen der Senkel über der Zunge/Lasche weit aufmachte; mit Hose (kann praktisch sein, um die Hosenbeine sauber zu halten) kam ich gleich gar nicht rein. Der andere Stiefel passte, also kaufte ich ihn. Klettverschlüsse haben zwar ein bisschen was von Kinderschuhen, aber diese Stiefel sehen sogar besser aus als alle, die ich vorher hatte.
74,90 Euro abzgl. 1/5 Rabatt, machen 59,90 Euro (eigentlich nur 59,92, aber man hat da zu meinen Gunsten gerundet).

Erschienen am Dienstag, 14.01.2003 @ 18:18 | Kommentare deaktiviert
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Mittwoch, 15.01.2003

Performt wieder

Ich habe heute in einer ca. vierstündigen Operation my two cents neu aufgesetzt, da seit einigen Wochen irgendwo der Wurm drin war: Beim anfordern einer Seite aus der Datenbank legte der Server fünf Gedenksekunden ein, bevor es weiter ging (danach erfolgte der Seitenaufbau aber flott). Meine Vermutung war, dass es an meinen Sunlog-Skripten liegen muss: Die statischen Seiten kamen flott rüber und ein anderes Weblog, das auch auf Sunlog basiert und auf dem gleichen Server beheimatet ist, kommt ebenfalls zügig durch die Leitung, ohne Gedenkminute.
Da ich in PHP noch nicht sonderlich firm bin, war für mich die einfachste Lösung eine Neu-Installation. Diese ist nun erfolgt; am längsten dauerten dabei die Dateitransfers (Backup, wieder aufspielen) zwischen dem Server und meinem lokalen Rechner. Ich bin per DSL mit 1 MBit/s Downstream und 200 KBit/s Upstream ans Netz angebunden.

Bei der Gelegenheit fügte ich in my two cents gleich noch eine neue Funktion ein, die schon länger in Sunlog vorgesehen war, von mir aber noch nicht umgesetzt wurde: Man kann nun Einträge per E-Mail an z.B. einen Freund versenden. Dazu unterhalb des Eintrags einfach »Versenden« anklicken.

Ich darf mit bei Holger bedanken, ohne dessen Hilfe ich sicher länger gegrübelt hätte.

Jetzt fahre ich erstmal in die Stadt; ich habe Hunger, ich habe heute noch nichts gegessen.
Letztes Feintuning (z.B. bei der Kommentarfunktion) erfolgt morgen oder in den nächsten Tagen.

Erschienen am Mittwoch, 15.01.2003 @ 17:02 | Kommentare deaktiviert
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Freitag, 17.01.2003

Reflexion

Gestern Abend hatte ich einen längeren Chat mit einer guten Freundin.
Mit Details muss ich geizen; nur so viel: Es war sehr interessant. Mir schwirrt deswegen noch einiges im Kopf rum. Und zwar weniger wegen der Inhalte des Gesprächs.

Erschienen am Freitag, 17.01.2003 @ 12:08 | Kommentare deaktiviert
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Für das Protokoll

Aufgestanden um zehn. Dann die Telekolleg-Physik-Sendung dieser Woche gesehen, anschließend die Schmidt-Show von gestern. Den Nachmittag über Frühjahrsputz gemacht (ist noch nicht fertig). Später am Nachmittag bin ich noch mit Verena zum Friedhof gefahren (dort liegt sogar noch Schnee). Heute Abend räume ich noch ein wenig auf und mache noch Hausaufgaben für morgen (wieder Kollegtag in der Fachoberschule in Fürth).

Erschienen am Freitag, 17.01.2003 @ 17:48 | Kommentare deaktiviert
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Der Frauenaurach-Flaschenpfand-Coup

Über das Dosenpfand an sich habe ich ja bereits einen längeren Text im Januar geschrieben. Mehr dazu von mir gibt’s in zwei Kommentaren in Holgers Weblog.
Indes gibt es Neues von Seiten der Politik: Trittin will nochmal einen Versuch wagen und hofft, dass bis zum Herbst generell Pfand auf Getränke in ökologisch bedenklichen Einwegverpackungen erhoben wird und nicht nur bei jenen Getränken, deren Mehrweganteil unter eine bestimmte Quote gerutscht ist. Eine entsprechende Initiative scheiterte vor ca. zweieinhalb Jahren im Bundesrat. Die Union will diesmal anscheinend mitziehen. Neues gibt es auch von der Industrie: Selecta, der größte europäische Automatenbetreiber (70.000 Geräte) hofft auf eine Zusage des Handels, bis Mitte März eine automatentaugliche Halbliter-PET-Mehrwegflasche einzuführen. Na also, geht doch.

Mittlerweile habe ich die Erfahrung machen müssen, dass nicht mehr jeder Dönermann auch eine pfandfreie Zone ist. Bei Avrasya in Erlangen (am E-Werk) wurde letzte Woche Pfand erhoben. Für die Drittelliter-Glas-Einweg Cola habe ich eine handgeschriebene Pfandquittung bekommen: Stempel des Dönermanns auf einem Fetzen Papier.

Ich bin nicht gegen das Pfand, aber gegen diese Umsetzung.
Und ich frage mich, wo das Problem ist, kleinere Abfüllmengen (0,5 Liter) in den Läden zu verkaufen. Halbliter-Glas-Mehrweg gibt es seit über zehn Jahren. Habe damals am Ohm-Gymnasium in der fünften Klasse noch Cherry Coke selig (das Original) aus solchen Flaschen getrunken…

Vor Oktober wird es dennoch keine Besserung geben, denn erst dann wird ein flächendeckendes Rücknahmesystem aufgebaut und eine Clearing-Stelle eingerichtet sein.
Wer weiß, vielleicht sammle ich doch im Keller und fahre dann im Oktober mit einem Kofferraum voller Flaschen bei unserem Edeka in Frauenaurach (zwei Orte weiter) vor. Die Idee werden wohl noch mehr Leute haben, so dass ich dann nicht der einzige bin, der sich am Rücknahmeautomaten anstellen darf (immerhin ein Rücknahmeautomat, ich mag keine menschlichen Leergut-Annehmer, die nie da sind, wenn man sie braucht).

Erinnert mich an die Seinfeld-Doppelfolge, die diese und vorige Woche lief: »Der Michigan-Flaschenpfand-Coup.« (»The Bottle Deposit«).
Newman wirft in Jerrys Apartement eine Pfandflasche weg. Kramer sieht das und weist ihn darauf hin, dass er doch fünf Cent Pfand dafür bekommt und liest ihm das Etikett vor. In Michigan gibt’s sogar zehn Cent. Newman wittert das große Geschäft und überlegt, ob es nicht Sinn macht, hier in New York fünf Cent Pfand zu bezahlen und in Michigan zehn Cent bei der Rückgabe zu kassieren:

Newman: Warte mal, man bekommt also fünf Cent hier und zehn Cent da? Da könnte man doch hier die Flaschen sammeln und sie dort gewinnbringend abliefern.

Kramer: Nein, das läuft nicht.

Newman: Was meinst Du damit, “das läuft nicht”? Wenn man genug Flaschen zusammen hat…

Kramer: Nein. Durch die Lagerfinanzierung und den Benzinverbrauch lohnt sich das ganze nicht. Glaub’ mir, das läuft nicht.

Jerry: Du redest doch nicht gerade von Deinem Michigan-Flaschenpfand-Coup, oder?

Kramer: Nein, voll abgeblasen.

Newman: Du hast es probiert?

Kramer: Na klar, total durchgecheckt. Ich konnte die Zahlen nicht verdauen, es hat mich völlig verrückt gemacht.

Erschienen am Freitag, 17.01.2003 @ 18:52 | Kommentare deaktiviert
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Samstag, 18.01.2003

Another point of view

Notebooks als Desktop-Ersatz können auch Vorteile haben. Haben hat’s hier die Sicherung rausgehauen und mein iBook lief natürlich mit Batteriestrom weiter. Alle meine Browserfenster noch da, keine Arbeit verloren gegangen. Kurios war, dass ich gerade telefonierte und dann auch das Gespräch gekappt wurde (DECT-Telefon an einer ISDN-Anlage). Mit dem analogen Telefon meiner Eltern konnte ich aber weitertelefonieren, während Verena sich mit meiner Maglite den Sicherungskasten angesehen hat.
:-)

Erschienen am Samstag, 18.01.2003 @ 17:31 | Kommentare deaktiviert
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Was heute passiert ist, und was noch passieren wird

Heute morgen hatte ich wieder Kollegtag (darüber berichte ich später noch ausführlich).
Meine Schwester fuhr mich heute morgen mit dem Auto runter zur Bushaltestelle in Vach und ich war rechtzeitig um halb elf in der Schule. Diesmal etwas später, da die Techniker ihre Chemie-Feststellungsprüfung schrieben und die Sozialen eine Stunde Bio/Chemie hatten. Der Rückweg führte um 13:56 per RegionalExpress über Erlangen. Dort noch einen Happen gegessen (ein Lahmacun bei Döner-King und ein Döner bei Avrasya). Vorsorglich hatte ich heute morgen die Flasche wieder eingepackt, um sie heute bei Avrasya abgeben zu können und wieder mein Pfand zu kassieren.
Von Avrasya gibt es eine gute und eine schlechte Nachricht. Die schlechte: Ab Montag gibt es keine Stempelkarten mehr, nach dem Motto: zehn Döner kaufen, den elften umsonst bekommen. Dadurch konnte der durchschnittliche Dönerpreis bei elf Stück von 3 Euro auf 2,70 Euro gesenkt werden. Die gute Nachricht: Ab Montag kostet der Döner wieder 2 Euro 50. So viel kostete er zuletzt im Dezember 2001, vor der Euro-Einführung, nämlich fünf Mark. 2,50 EUR sind sogar etwas billiger, nämlich 4,89 DEM. Erwähnte ich bereits, dass ich mir von OS X 10.3 eine schnellere Taschenrechner-Applikation erwarte? Der eingebaute Rechner ist sowas von träge… Oder mal bei Versiontracker eine alternative Calculator-App suchen.
Im Altstadtmarkt kaufte ich etwas Käse. Ich wollte eigentlich auch noch einen bestimmten Stift (ein billiger Lamy-Tintenkuli), aber konnte ihn weder hier, noch in den beiden Müller-Drogerien in Erlangen oder im hiesigen Horten finden. Habe ihn im letzten September im Müller Nürnberg (am Lo’platz) gekauft, aber nach Nürnberg komme ich nicht mehr so häufig. Und nur wegen eines Stifts rüber fahren? Da kaufe ich mir lieber was richtiges. Und vielleicht hat der Nürnberger Müller den gar nicht mehr, denn wegen des Schulanfangs war die Schreibwarenabteilung zusätzlich ausgebaut. Interessehalber sah ich mir im Untergeschoss des Altstadtmarkts den Getränkemarkt an. Das Angebot an Schweppes Ginger Ale in 1-Liter-Glas-Mehrwegflaschen hat sich vergrößert, Schweppes in 3/4-Liter-Glas-Einweg gibt es gar nicht mehr. An kleineren Getränken, z.B. Cola, gibt es in den Kühlschränken nur noch (oder: endlich) Halbliter-Glas-Mehrweg. Wenn sich das durchsetzt (wobei mir Halbliter-PET-Mehrweg lieber wären), kann dieses Land schöner werden. Mehr zum Thema Dosenpfand habe ich erst gestern geschrieben.
Mit dem Bus heim um 15:45 ab dem Neuen Markt.

Daheim habe ich noch Verena beim Aufbau ihres IKEA-Schreibtischs geholfen. Sie hat jetzt, wie ich schon im Dezember, auch einen Rappel bekommen und ihren zehn Jahre alten Kinderzimmer-Schreibtisch an die Luft gesetzt. Sie hat sich exakt den selben Schreibtisch gekauft wie ich, nur dass er mittlerweile sagenhafte 63 Euro billiger geworden ist (94 Euro statt 157 für das Komplettset aus Tischplatte, vier Beinen und Zarge). Wer’s ganz genau wissen will: Platte 52 statt 87 Euro, Beine 24 statt 40 Euro und die Zarge für 18 statt 30 Euro. Meine Schwester ging aber noch einen Tick weiter und hat sich auch noch so eine Art Kommode gekauft. Eventuell noch was, ich habe da im Moment keinen Überblick. Muss warten, bis sie alles hergerichtet hat, das Chaos kann ich mir im Moment nicht ansehen. Mehr als nur einen neuen Schreibtisch zu kaufen wäre auch bei mir nicht verkehrt gewesen, aber das war mir nicht nur zu aufwändig, sondern auch zu teuer (habe durchaus überlegt). Der neue Schreibtisch bei mir war wirklich dringend.
Apropos: Gestern habe ich dann doch keine Hausaufgaben mehr gemacht, sondern weiter aufgeräumt. Das ist bei mir auch ein größeres Projekt. Heute habe ich mir den neuen Newsletter der Männerseiten angesehen und da entdecke ich doch prompt ein paar Tipps für den typischen Mann, wenn sich plötzlich unerwarteter Besuch ankündigt:

  1. Lichtverhältnisse modellieren
  2. Selektives staubsaugen
  3. Tagesdecken nutzen
  4. Vollmond
  5. Der verschlossene Raum
  6. Hohlräume nutzen
  7. Abwasch umgehen
  8. Schicksalsschlag
  9. Nur noch Minuten, Variante 1 – Der Blitz-Frühjahrsputz
  10. Nur noch Minuten, Variante 2 – FBI und BND

Sehr gut, kann ich nur empfehlen!   :-)
Vorhin (als die Sicherung rausflog) habe ich mit Claudia telefoniert, eine frühere Kollegin. Sie hat sich zusammen mit Freund und Kind einen neuen Computer gekauft und mich um ein wenig Einweisung, Unterstützung und Troubleshooting gebeten. Eigentlich auch schon wieder eine Woche her, aber ich dachte, ich rufe mal an. Es hat sich aber gezeigt, dass es bei ihnen nicht soooo brandeilig ist (es läuft alles, es geht mehr um eine Vereinfachung von Abläufen) und der Internet-Anschluss auch erst in drei Wochen kommt, den ich einrichten soll. Und heute haben die drei eh keine Zeit. Passt mir ehrlich gesagt ganz gut ins Konzept, da ich derzeit nicht so gut planen kann. Ich muss zeitlich etwas flexibel bleiben. Will hier nicht ins Detail gehen, aber Micha und Holger, Ihr wisst, worum’s geht. Aber der Support ist nicht aufgehoben, sondern nur verschoben. Das kommt schon noch.
Falls ich heute Abend nicht mehr zeitlich flexibel sein muss (und es sieht danach aus), bleibt Zeit für das eine oder andere Telefonat, weiter Aufräumen (ich veranschlage mehrere Tage, inkl. Ablage von Unterlagen) und Hausaufgaben für das Telekolleg. Ein Abend zu Hause.

Erschienen am Samstag, 18.01.2003 @ 18:15 | Kommentare deaktiviert
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Musik

Gabin: Gabin.
Vor genauer einer Woche auf Michas Party gehört, heute von Amazon gekommen.

Erschienen am Samstag, 18.01.2003 @ 18:19 | Kommentare deaktiviert
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Klasse!

Klaus Schallhorn, Suchmaschinen-Experte, wagt in seinem neuesten Newsletter einige Ausblicke auf das neue Jahr:

»2. Die Abacho AG [Endemann] wird mehrere Presse-Mitteilungen veroeffentlichen.«

Klaus’ Newsletter sind nicht nur wegen seiner fachlichen Kompetenz lesenswert, sondern auch wegen solcher Perlen.

Erschienen am Samstag, 18.01.2003 @ 18:22 | Kommentare deaktiviert
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Neue Kategorie: Telekolleg

Ab heute gibt’s bei my two cents eine neue Kategorie: »Telekolleg«.
Wie ich bereits vor einer Woche geschrieben habe, belege ich derzeit den Telekolleg-Kurs an der FOS in Fürth.
Ich denke es ist an der Zeit, eine eigene Kategorie für Einträge, das Telekolleg betreffend, einzurichten. Könnte hilfreich sein für alle, die sich darüber informieren wollen. Die Adresse, um alle Einträge der TK-Kategorie zu erreichen ist www.my-two-cents.de/index.php?cat=Telekolleg
Es wird allgemeine Informationen zum Telekolleg geben und natürlich auch Stories, wie es mir damit ergeht.

Eine kurze Einführung in das Thema (ich empfehle aber auch, den Eintrag von letzter Woche zu lesen):
Ich bin seit September 2002 dabei, das erste Trimester ist also schon rum (zweites Trimester hat frisch begonnen). Der Kurs dauert anderthalb Jahre, inklusive i.d.R. freiwilligem Vorkurs zwei Jahre. Sinn der Übung ist, auf dem zweiten Bildungsweg das Fachabi (»Fachhochschulreife«) zu bekommen, das übrigens nicht fachgebunden ist (ich könnte dann als Wirtschaftler auch Hauswirtschaft oder Informatik studieren, so lange es an einer Fachhochschule ist). Dieses Angebot gibt es bereits seit einigen Jahrzehnten; derzeit nur in Bayern, Rheinland-Pfalz und Brandenburg. Weitere Infos stehen auf der offiziellen Website telekolleg.de
Man ist wie gesagt nach anderthalb Jahren durch. Ich habe den Vorkurs nicht besucht, weil ich mir das relativ kurzfristig überlegt habe, hätte ich aber besser machen sollen. In Mathematik ist das Niveau für jemanden, der sieben Jahre aus der Schule draußen ist, sehr hoch. Man muss enorm viel Zeit aufwenden, um das vergessene Halbwissen wieder aufzufrischen und sich natürlich auch den neuen Stoff anzueignen. Ich habe diese Zeit nicht aufgewendet und mich dafür entschieden, in Mathe nicht weiter mitzumachen. Das bedeutet natürlich, dass ich im Jahr 2004 kein Fachabi-Zeugnis in die Hand gedrückt bekomme, aber man kann die fehlenden Fächer im nächsten Kurs nachholen (2004-2006) und wird dann etwas später fertig. Das ist seit der Neukonzeption des Telekollegs möglich (»Kreditsystem«, ich bin im ersten Kurs nach der Neugestaltung). Die Neuordnung hat zur Folge, dass weniger Stoff vermittelt wird, allerdings auch in einer kürzeren Zeit.
Unangemeldete Extemporalen oder Schulaufgaben werden nicht geschrieben. Es gibt eine bestimmte Anzahl von »Feststellungsprüfungen« (FP): In Fächern, die nach einem Trimester schon wieder vorbei sind (z.B. Sozialkunde für alle oder Physik für die Wirtschaftler und Sozialen) ist die FP dann auch gleich die Endnote. In den Hauptfächern gibt es FPs am Ende des ersten und am Ende des dritten Trimesters. Die Noten der FP in den Hauptfächern fließen in die Abschlussnote ein; es gibt dort natürlich auch noch eine Abschlussprüfung, die zentral vom Kultusministerium gestellt wird (die FPs denken sich die Lehrer selbst aus). Nach der Abschlussprüfung kann man noch in die mündliche Prüfung gehen (freiwillig), um seine Note zu verbessern, falls man auf der Kippe steht (die Gewichte der FP- und Abschlussprüfungs-Noten entspricht etwa dem System der Jahresfortgangsnote in der Realschule).
Meine Angaben beziehen sich auf Bayern. Und ohne Gewähr und Pistole; im Zweifelsfall selbst bei einer TK-Schule nachfragen.

Wie funktioniert’s?
Den Stoff bekommt man in täglichen (MO-FR), halbstündigen Sendungen. Werktags um 13 Uhr im Bayerischen Rundfunk oder Samstag-Vormittag die Wiederholung (oder eben Videorecorder). Wegen der Neugestaltung des Kurses (seit x Jahren auch unter dem Namen »Telekolleg II« bekannt, keine Ahnung, seit wann es »Telekolleg I« nicht mehr gibt) werden teilweise noch alte Sendungen ausgestrahlt. Für die Algebra tritt z.B. nochmal Prinz Eisenherz wie vor 20 Jahren auf den Plan. Sendungen, die wegen des neuen Zuschnitts des Stoffs nicht mehr gezeigt werden müssen, werden natürlich auch nicht gesendet. Die Sendereihe zu Deutsch ist aber völlig neu: Neues Design, neuer Moderator, neue Filmbeiträge, alles auf dem Stand von 2000 und 2001.
Zusätzlich gibt es Begleitmaterial in Form von Büchern und Hausaufgabenbögen sowie in manchen Fächern auch CD-ROMs (laufen nur auf Windows-Systemen, nix Mac). Das Begleitmaterial kommt von der TR Verlagsunion, die auch die Verwaltung der Telekollegiaten übernimmt. Das Material kostet in jedem Trimester knapp unter hundert Euro. Die einmalige Anmeldegebühr ist 25 Euro. Bei der Anmeldung kann man auch angeben, wenn man keine Bücher beziehen möchte, z.B., wenn man sie von einem früheren TK-Teilnehmer übernimmt (aber Vorsicht: das TK wurde wie gesagt zum September 2001 völlig neu konzipiert und die Hausaufgabenbögen braucht man trotzdem!).
Es gibt also die Sendungen und die Bücher. In den Büchern sind auch Übungsaufgaben. Die Hausaufgabenbögen müssen gemacht werden. Wer die Hausaufgaben nicht abgeben kann, darf nicht an den FPs teilnehmen und wer nicht an den FPs teilnimmt, darf die Abschlussprüfung nicht mitschreiben (aus dem Grund habe ich Mathe auf den nächsten Kurs geschoben: zur ersten FP im Dezember 2001 konnte ich nur eine von vier Hausaufgaben vorlegen). Der Zeitaufwand wird allgemein mit anderthalb Stunden täglich angegeben, man kommt aber auch mit weniger hin, je nach Vorkenntnissen und Aufnahmefähigkeit. Ich bereite mich jetzt gemütlich ein Jahr lang auf Mathe vor: Klaus ist Informatik-Student, für den ist das Schnullifax, und Micha ist Physik-Doktorandin; sie hat mir auch schon Hilfe angeboten.   :-)   Generell ist es nicht schlecht, wenn man sich mit den anderen Telekollegiaten zusammentut, Einzelkämpfer machen sich’s nur unnötig schwer. Also Lerngruppen bilden, Kontakt halten per Mail, Telefon, Chat oder Newsgroups.
Also, wir haben die Sendungen, die Bücher und die Hausaufgabenbögen. Das Telekolleg ist aber kein Fernstudium. Es gibt alle ein bis drei Wochen so genannte Kollegtage. Die stehen im Voraus für das ganze Trimester fest und sind immer Samstag-Vormittag. An diesen Kollegtagen werden die Hausaufgaben entgegen genommen, korrigiert wieder zurückgegeben und besprochen, außerdem werden an Kollegtagen die Prüfungen (FP und Abschlussprüfung) geschrieben. In Erlangen und Fürth finden sie an den dortigen Fachoberschulen (FOS) bzw. Berufsoberschulen (BOS) statt. Während man z.B. mit der Mittleren Reife (Realschulabschluss) danach die FOS in Vollzeit besuchen kann, um dort zu seiner (fachgebundenen) Fachhochschulreife zu kommen, ist das Telekolleg zu ausgelegt, dass man daran berufsbegleitend teilnehmen kann. Sprich, tagsüber arbeiten, abends lernen, samstags in die Schule. Die Lehrer im Telekolleg sind die selben, die auch werktags als Lehrer in den FOSen bzw. BOSen arbeiten.

Warum macht man sowas?
Um das Fachabi zu bekommen. In meinem Fall: Sieht gut im Lebenslauf aus (machen wir uns nix vor) und vielleicht will man ja doch noch mal studieren (das dann doch). Der Vorteil dabei ist, dass man es nebenbei machen kann. Es wäre also keine verschenkte Zeit, wenn man es doch nicht packt und dann eine Lücke im Lebenslauf zu erklären hat, außerdem kann man weiter Geld verdienen. Das ist aber auch der größte Nachteil dabei: Es nimmt einem viel Freizeit weg und samstags ausschlafen ist in der Regel nicht drin.

Soweit. Habe ich was vergessen? Im Falle eines Falles oder bei Fragen einfach einen Kommentar schreiben.
Was heute am Kollegtag passiert ist, schreibe ich heute Abend noch in einem separaten Eintrag. Kleiner Teaser: Es gab heute zwei Feststellungsprüfungen zurück.

P.S.: Bei der Gelegenheit (neue Kategorie eingeführt) habe ich wieder mal in der linken Navigationsleiste aufgeräumt. Der Abschnitt »RL-Friends in VR« ist komplett rausgeflogen. Dort waren die Homepages von Freunden aus dem richtigen Leben zu finden (real life friends in virutal reality). An deren Seiten hat sich selten was getan. Holgers Seite eggbert.de hat die Aufräumaktion allerdings überlebt, denn seit seinem Relaunch ist daraus ein richtiges Weblog geworden. Folglich ist der Link zu Eggbert im Abschnitt »Andere Weblogs« zu finden. Dort neu ist auch das Weblog von Carsten Dobschat (dobschat.de/sunlog. Er kommt aus Nürnberg.

Nachtrag (21:24 Uhr): Ich bin im Telekolleg an der FOS Fürth in Bayern, Wirtschaftszweig.

Erschienen am Samstag, 18.01.2003 @ 19:54 | Kommentare deaktiviert
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Ab vor den Fernseher!

Seit drei Minuten läuft auf Pro7 der geniale Film »Arlington Road« mit Jeff Bridges (von 1999). Es geht um einen Terrorismus-Experten, der beim FBI arbeitet. Der Film war in Deutschland komischerweise schon längst auf DVD zu haben, als er in den USA gerade in die Kinos kam.
Er wird heute Nacht nicht wiederholt (dafür der sehr viel schwächere »Species II«, wahrscheinlich dann um Splatter-Szenen angereichert).

Erschienen am Samstag, 18.01.2003 @ 20:22 | Kommentare deaktiviert
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Telekolleg: Stoffgebiet 1. und 2. Trimester

Hier habe ich mal die Themen in den Fächern des ersten und zweiten Trimesters zusammen geschrieben.
Für alle interessant, die vielleicht am nächsten Telekolleg-Kurs teilnehmen möchten oder für alle Nicht-Teilnehmer, um zu sehen, was ich in den nächsten drei Jahren vor habe, um mein Fachabi zu bekommen (eigentlich nur anderthalb Jahre, aber ich mache Mathe erst im zweiten Durchgang).
Oder ich reiße alte Wunden auf.   :-)

Weitere Informationen darüber, was das Telekolleg ist, gibt es in einem anderen Eintrag von heute. Alle Einträge zum Thema Telekolleg stehen in der neu eingerichteten Kategorie gleichen Namens.

 
 
1. Trimester (ab September 2002)
Deutsch (Lesen, Zappen, Surfen: Der Mensch und seine Medien):
- Kommunikation und Massenkommunikation, Massenmedien
- Printmedien
- Hörfunk und Fernsehen
- Internet
- Analyse journalistischer Darstellungsformen
- Objektivität, Subjektivität und Wahrheitsgehalt
- Verfälschung, Manipulation und Klischees
- Propagande und journalistische Ethik
- Mediendesign
- Wirkungsweise der Medien, Probleme der Mediennutzung
- Medienveränderung: gesellschaftliche Veränderung?
- Orientierung in der wachsenden Informationsflut
An den Kollegtagen wurden vom Deutschlehrer außerdem »klassische« Themen besprochen: Textart und -sorte, Kurzinformation, Stellungnahme, Erörterung, Argumentationsketten bzw. Aufbau eines Arguments. Ich glaube, wir sind da etwas vorgeprescht.
In der ersten Feststellungsprüfung (FP) musste eine Stellungnahme verfasst werden (=Erörterung, aber nur in eine Richtung argumentieren, nicht pro und contra).

Englisch:
Ehrlich gesagt habe ich in das Buch nicht reingeschaut und auch nur die ersten vier oder fünf Sendungen gesehen. Die Mitarbeit im Unterricht hat mir mehr gebracht, aber ich habe es insgesamt in Englisch ziemlich schleifen lassen (z.B. nicht mit Grammatik beschäftigt), weil ich schon relativ gut in Englisch bin (außer in Grammatik).

Sozialkunde:
Wird im ersten Trimester abschließend behandelt.
Schwerpunkte waren Wahlen (allgemein und auf die BRD bezogen), europäische Institutionen, Erweiterung der EU.

Mathematik:
Algebra:
- Graphische Löschung von Gleichungssystemen
- Einsetzungsverfahren
- Additionsverfahren
- Quadratische Funktionen
- Nullstellen der quadratischen Funktion
- Quadratische Gleichungen
Vektoren und Matrizen:
- Vektoralgebra I
- Vektoralgebra II
- Vektoren in der Geometrie I
- Vektoren in der Geometrie II
- Matrizen und Gleichungssysteme
- Lösungsverfahren für Gleichungssysteme (inkl. Gauß-Algorithmus)
- Matrizen in der Geometrie


2. Trimester (ab Januar 2003)
Deutsch (Reden, Schreiben, Präsentieren: Mit Texten arbeiten):
- Rhetorik
- Referat
- Diskussion
- Vorstellungsgespräch
- Nachricht, Reportage, Feature
- Kommentar, Leitartikel, Glosse
- Rezension und Kritik
- Sprache der Werbung
- Protokoll und Gesprächsnotiz
- Textanalyse
- Erörterung: Argumente sammeln und ordnen
- Textanalyse und Erörterung: eine Meinung vertreten

Englisch:
Keine Ahnung.

Physik (Mechanik):
Sozialkunde wurde im ersten Trimester abschließend behandelt, die Note der FP ist gleichzeitig die Abschlussnote. Ab diesem Trimester gibt’s Physik: Für die Wirtschaftler und Sozialen nur dieses eine Trimester, die Techniker bekommen noch mehr Physik im vierten Trimester.
- Gleichförmige Bahnbewegung und Kreisbewegung
- Überlagerung von Bewegungen
- Gleichmäßig beschleunigte Bewegung
- Beschleunigte Bewegung mit Anfangsgeschwindigkeit
- Freier Fall und Wurfbewegungen
- Trägheit, Kraft und Masse
- Kräfte und einfache Maschinen
- Energie und Arbeit
- Kinetische Energie und Energieerhaltung
- Spannenergie und Leistung
- Drehmoment und Rotationsenergie
- Planetenbewegung und Gravitation
- Gravitationsfeld und -potential

Mathematik:
Analysis, Folgen und Grenzwerte:
- Folgen
- Monotonie von Folgen
- Grenzwert von Folgen
- Grenzwertsätze
- Monotone Folgen
[Nicht mehr mit dabei, denn folgende Stoffgebiete fallen durch die Neugestaltung des TK weg: Kreisberechnung, Prisma und Pyramdie, Zylinder, Kegel und Kugel; zufällig habe ich hier ein altes Buch in Händen.]
Differential-Rechnung:
- Grenzwerte bei Funktionen
- Tangentenproblem
- Ableitungsregeln I
- Ableitungsfunktionen in Anwendungen
- Differenzierbare Funktionen: stetige Funktionen
- Ableitungsregeln II
- Kettenregel
- Kurvendiskussion I
- Kurvendiskussion II
- Extremwertaufgaben I
- Extremwertaufgaben II

Die Stoffgebiete der nächsten beiden Trimester sind mir noch nicht bekannt. Die Bücher für das dritte Trimester wird’s wohl erst März/April geben. Deutsch und Mathe hat man drei Trimester lang, Englisch bis zum Schluss. Die Abschlussprüfungen in Deutsch und Mathe sind bereits im Juli 2003, in Englisch und den fachrichtungsspezifischen Hauptfächern (Techniker: Physik, Wirtschaftler: Wirtschaft, Soziale: Psychologie) im Dezember 2003. Ob der nächste Kurs dann schon im September 2003 oder erst im September 2004 anläuft, ist mir nicht bekannt.

Ich beantworte gerne Detailfragen (bitte die Kommentarfunktion benutzen), wenn z.B. jemand wissen will, was sich in Mathe bei Differential-Rechnung hinter »Ableitungsregeln I« verbirgt, aber ich wollte hier nicht die kompletten Inhaltsverzeichnisse mit allen Unterpunkten abschreiben.

Erschienen am Samstag, 18.01.2003 @ 20:48 | Kommentare deaktiviert
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Kollegtag heute

Heute kam ich, wie gesagt, erst um halb elf in der Schule an. Die Techniker schrieben anderthalb Stunden Chemie-Feststellungsprüfung, dann Viertelstunde Pause und im Anschluss daran Bio/Chemie für die Sozialisten (zwei Euro in die Wortspielkasse). Für mich begann der Tag mit Englisch, danach eine Pause, Physik und Deutsch. Zu Mathe wollte ich dann gehen, da ich in Mathe in diesem Kurs ja keine Abschlussprüfung schreibe. Es ergab sich dann, dass aus einer Physik-Stunde zwei wurden, weil Physik letzte Woche ausfiel, und Mathe wurde durch Deutsch in der 7. Stunde ersetzt.

In Englisch wurde die im Dezember geschriebene Feststellungsprüfung (FP) zurück gegeben und besprochen. Der Notenschnitt war bei 3,66 und für mich sprang, trotz minimaler Vorbereitung, eine 2 raus. Das Ergebnis in Englisch konnte ich schlecht kalkulieren, hätte alles zwischen 4 und 2 sein können. Meine Schwächen lagen ganz klar im Teil »working with words« (paraphrase, explanation…) und dem Grammatik-Teil (das war mir klar). Meine Stärken hatte ich in den beiden anderen Teilen: Fragen zum Text und die Übersetzung (in der Prüfung von Englisch nach Deutsch, ein Newsweek-Artikel). Meinen beiden Kollegen in der Bank links und rechts ging’s nicht so gut, die kassierten beide eine 5.
Die Englischlehrerin meinte, sie hätte oft die Erfahrung gemacht, dass es durchaus Leute gibt, die einen schwachen Start haben (5 in der Feststellungsprüfung), aber dann zum Schluss hin besser werden. Das erste Jahr sei sowieso das schwerste, und jetzt kämen auch viele Ferien. Selbst wer eine 6 hat, ist deswegen nicht raus aus dem Kurs: Die Noten aus den FPs fließen in die Gesamtnote ein. Wer in der zweiten FP in einem halben Jahr eine bessere Note schreibt, kann sich dadurch verbessern. Und auch mit der Abschlussprüfung und ggf. mit der freiwilligen mündlichen Prüfung kann man noch einiges rausholen.

Physik war sehr interessant. Meinen Physik-Lehrer ab der 8. Klasse Realschule fand ich schon gut (war auch Klassenleiter sowie mein Mathe- und Informatik-Lehrer). Der Mann war mit Kompetenz, Lebenserfahrung und einem ordentlichen Schuss Sarkasmus ausgestattet. Der Physik-Lehrer, der sich uns heute vorstellte, ist aber schon ziemlich cool. Ich will nicht ins Detail gehen (vielleicht liest er ja mit), aber sein Stil gefällt mir, und ich war mit der Meinung nicht allein. Ein recht witziger, aber auch anschaulicher Unterricht, und das Tempo ist angemessen, man kommt gut mit. Das ist wirklich »physics for the rest of us«. In der ersten Stunde begann er mit einigen grundlegenden Dingen, z.B. wie er sich die Hausaufgaben wünscht. Er erzählte einiges von dem, was auf uns zukommt: Physik wird nicht unbedingt so sein, wie wir es von früher kennen, es wird in der Regel nur Rechenaufgaben geben. Und durchaus solche, deren langer Bruchstrich den Einsatz eines Lineals rechtfertigt. Selbstverständlich müssen alle Werte mit Einheiten beschriftet werden. Da fiel mir natürlich ein Zitat meines Realschul-Physiklehrers ein, dass er uns so gut wie jede Stunde eingehämmert hat:

»Keine Einheiten, keine Punkte.«

Wobei das erste Trimester für die Wirtschaftler noch einfach sei, denn das befasse sich nur mit Mechanik: Geschwindigkeiten, Beschleunigung, Gravitation… Für die Techniker wird es »Einheiten nur so prasseln« wenn es »elektrisch wird.« Als Beispiele nannte er Voltmeter pro Sekunde (oder waren es Voltsekunden pro Meter?) und Tesla (das ist mir sogar ein Begriff). Also hätten wir es mit Metern und Sekunden noch leicht.
In Physik sei es schwerer als in anderen Fächern, über das Fernsehen einen Zugang zum Stoff zu bekommen. Trotzdem sollte man keine Sendung verpassen, damit es nicht gar so trocken wird. Er empfiehlt, keine Stunde zu verpassen, denn er hat bereits die Erfahrung gemacht, dass Leute an Physik gescheitert sind, weil sie es zu Beginn haben schleifen lassen, was in anderen Fächern vielleicht noch problemlos aufholbar war.
Am Beispiel eines t-s-Diagramms (y-Achse: Strecke, x-Achse: Zeit) und einer Ursprungsgeraden erklärte er uns, dass es sich dabei nicht, wie man meinen könnte, um eine Beschleunigung handelt, sondern um eine lineare Bewegung mit gleichbleibender Geschwindigkeit. Wir begannen daraufhin mit einigen grundsätzlichen Formeln und wie ein typisches t-s-Diagramm in den jeweiligen Fällen aussieht. Dann war die Stunde schon wieder rum.

Auch in Deutsch gab es die im Dezember geschriebene FP zurück. Die Aufgabe sah eine textgestützte Stellungnahme (Erörterung nur in eine Richtung, pro oder contra) zum Thema »Computerspiele nach Erfurt, Beispiel Counterstrike« vor. Der Schnitt war 3,31. Ich rechnete mit einer 3 bis 1, wobei ich eine 2 am wahrscheinlichsten hielt, und so kam es auch. Der Nachbar links griff leider auch hier ins Klo, der Nachbar rechts bekam aber noch eine 4-. Aber ich denke, dass das bei den beiden noch besser wird, keine Frage. Und wer weiß, vielleicht bin ich ja beim nächsten Mal nicht so gut in Form und schneide schlechter ab. Die Abschlussprüfung wird in einem ähnlichen Rahmen stattfinden: Auch rund 150 Minuten Zeit, aber man kann sich aussuchen, ob es eine Textanalyse, Erörterung oder noch was drittes sein soll und es wird auch mehrere Themen geben.

Um 13:45 brachen wir auf und ich bekam noch meinen Zug (RE) um 13:56 nach Erlangen.

Ich bin zufrieden mit dem heutigen Tag. Mit zwei Zweiern kann man nicht meckern.

Erschienen am Samstag, 18.01.2003 @ 22:35 | Kommentare deaktiviert
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Montag, 20.01.2003

Entwarnung

Ich bin einigermaßen beunruhigt, wenn jemand, den ich seit 20 Jahren kenne, über eine Woche nicht im ICQ auftaucht, nicht auf Mails reagiert, zu Hause nicht erreichbar ist, das Handy durchklingeln lässt und nicht zurückruft, wenn man auf der Handy-Mailbox drum bittet.
Habe ihn heute im Büro erreicht und erleichtert festgestellt, dass er nicht in irgendein Erdloch gefallen ist. Bitte, nach solchen Thrills steht mir nicht so der Sinn.

Also Entwarnung. Die Woche ergibt sich vielleicht ein Kinobesuch, dann bin ich auch wieder versöhnt.

Erschienen am Montag, 20.01.2003 @ 13:53 | Kommentare deaktiviert
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Musik

Craig Armstrong, »Rise« (The Space between us)

Erschienen am Montag, 20.01.2003 @ 13:55 | Kommentare deaktiviert
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Bin ich froh…

…dass Arcor sich Ende 2001 über vier Wochen nicht um meinen DSL-Auftrag gekümmert hat, denn ich habe jetzt keine DSL-Probleme. Ich wechselte von der Telekom zu NEFkom (regionale Telco), nachdem mir die Telekom zwei Jahre lang erzählte, bei mir ginge kein DSL und ich würde es auch nie bekommen. NEFkom brachte es dann doch fertig, sogar mit der vollen Leistung von 1 MBit/s Downstream und 200 KBit/s Upstream. Bin seit fast einem Jahr ein äußerst zufriedener Kunde.

Erschienen am Montag, 20.01.2003 @ 14:07 | Kommentare deaktiviert
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Vorschau

Wer sich seelisch schon mal auf den nächsten Bruckheimer-Hype einstellen will, kann sich bereits seit vier Wochen einen ersten Teaser zu »Pirates of the Caribbean« antun.
Nee, dann noch lieber »Bruce Almighty« (Trailer) mit Jim Carrey…

Erschienen am Montag, 20.01.2003 @ 17:49 | Kommentare deaktiviert
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Kleiner Gag

Künftig ist links in der Navigationsleiste ein Abschnitt »now playing« zu finden. Darin wird angezeigt, welchen Song iTunes, mein mp3-Player auf dem Computer, gerade abspielt. In drei Zeilen wird der Interpret, der Titel und das Album angezeigt. Vielen Dank an Carsten Dobschat, der mich auf das Programm »Kung-Tunes« (Entwickler-Homepage, Versiontracker) hinwies.

Das Programm (für Mac OS X ist kostenlos. Es kann im Hintergrund laufen und sieht in iTunes nach, welcher Song gerade gespielt wird. Es merkt auch, wenn ein neuer Song angespielt wird. Wenn Kung-Tunes eine Veränderung feststellt, schreibt es eine kleine Textdatei auf meinen Webserver. In die Dateien meines Weblogs nehme ich einen kurzen Schnipsel PHP-Code auf, der in der Textdatei nachsieht, was drin steht und diese Information dann in mein Weblog einbaut.
Kung-Tunes kann sehr vielfältig konfiguriert werden und ist einfach zu bedienen.

Erschienen am Montag, 20.01.2003 @ 19:59 | Kommentare deaktiviert
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Der blanke Horror

»Wer Lust auf Horror hat, aber gerade kein Geld für die Geisterbahn, sollte im Bahnhof von Herford in der Herrentoilette vorbeischauen.«

Verbraucherzentralen nehmen sich anscheinend jedem Thema an. Dass kostenlose Bahnhofstoiletten nicht der Welt schönster Ort sind, dafür brauche ich keinen Test. Wenn der Ruf der Natur sehr fordernd ist, kann ich das Aufsuchen eines McClean empfehlen, die es inzwischen in größeren Bahnhöfen gibt (kostet aber).
[Gesehen bei Kniebes.]

Erschienen am Montag, 20.01.2003 @ 20:33 | Kommentare deaktiviert
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»Statt “Helm ab zum Gebet” heißt es jetzt “Hirn ab zur Solidarität”, oder was?«

Für den informierten Zeitgenossen nichts Neues und spätestens seit Bowling for Columbine oder dem Spiegel-Titel der letzten Woche bekannt: die USA werden, wenn ich das mal so sagen darf, die Geister die sie riefen, nicht mehr los. Die bekanntesten, einst von den USA unterstützten und finanzierten »Geister«: Osama bin Laden und Saddam Hussein.
Holger wies mich auf einen exzellenten Kommentar von Volker Pispers zu diesem Thema hin, der diese Fakten nochmal zwischen Sarkasmus und Ironie verpackt, zu lesen beim 9-Volt-Blog.
[Ist das zu glauben? Stefan vom neunvoltblog kommt auch aus der Region Nürnberg!]

Ach ja, in diesem Zusammenhang kann ich mir ein Bild nicht verkneifen, dass ich vor ein paar Tagen bei Dobschat fand:

Frodo hat versagt
Frodo hat versagt.

Erschienen am Montag, 20.01.2003 @ 21:12 | Kommentare deaktiviert
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Beipackzettel für »Keynote«

Apple bietet von seinem Powerpoint-Killer Keynote leider keine Demo-Version an, aber immerhin eine achtseitige Quick Reference (PDF; 1,9 MB) und einen hundertseitigen User’s Guide (PDF; 7,6 MB), beide zu finden im AppleCare Dokument 51960.
Dank an »j.syre«, der in einer Randnotiz auf Mac-TV darauf hinwies.

Erschienen am Montag, 20.01.2003 @ 21:22 | Kommentare deaktiviert
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Es gibt Dinge, die überfällig sind

Aus Eurocard wird Mastercard. Die Kampagne läuft bereits; bis spätestens 2006 sollen alle Eurocard-Mastercard-Kreditkarten durch solche mit dem einheitlichen Namen Mastercard ausgetauscht sein (siehe deren FAQ).

Im Prinzip eine Variante von »Raider heißt jetzt Twix, sonst ändert sich nix«, aber für die Banker unter den Lesern sicher angenehm. Fragen wie die, ob man mit einer Eurocard-Kreditkarte auch weltweit bezahlen kann oder die sehr häufige Verwechslung von Eurocard und eurocheque-Karte fallen einfach weg (übrigens gibt es die ec-Karte auch nicht mehr ewig).

Erschienen am Montag, 20.01.2003 @ 22:18 | Kommentare deaktiviert
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Dienstag, 21.01.2003

»Hallo, ich bin der Ingvar.«

Für Fans von IKEA: »Die Welt vermöbeln« von Klaus-Peter Kerbusk bei Spiegel-online.

Erschienen am Dienstag, 21.01.2003 @ 12:05 | Kommentare deaktiviert
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Newbie Alert

Kevin Mitnick wird heute, nachdem der Hacker wegen eines Gerichtsurteils zu acht Jahren Internet-Abstinenz gezwungen war, zum ersten Mal wieder online gehen (siehe Heise-Meldung). Das ganze wird mit großem Brimborium während einer TV-Show passieren.
Bereits am 14. Januar gab es dazu einen netten Comic-Strip bei »Joy of Tech«. Er zeigte zwei Reporter, die Mitnicks erste Gehversuche im Cyberspace nach jahrelanger Pause kommentieren:

»He seems a little rusty… fumbling a bit with the mouse. — That’s to be expected folks, it’s been five years

»His first stop is… a Google search for porn! — That’s to be expected folks, it’s been five years!«

Das erinnerte mich an meine eigenen ersten Schritte im Internet (August 1995) und wie sich das Netz seit dem verändert hat (ich kenne noch Einwahlen in Mailboxen, AT-Befehle in einer Terminal-Applikation…). Gestern erst habe ich von einem Bekannten, der selbst noch nicht so lange online ist, eine Warnung vor dem Virus jdbgmgr.exe bekommen (es ist kein Virus, sondern ein Hoax).   :-)

Erschienen am Dienstag, 21.01.2003 @ 14:16 | Kommentare deaktiviert
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Posteingang

Bislang war Post vom Finanzamt stets Grund zur Freude, aber diesmal nicht: ca. 400 EUR Steuern nachzuzahlen und ab sofort ein kleiner Betrag Vorauszahlung jedes künftige Quartal.

Erschienen am Dienstag, 21.01.2003 @ 18:18 | Kommentare deaktiviert
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Die Union will’s nochmal wissen

Anlässlich des verwirrten Sportfliegers über Frankfurt vor ein paar Tagen kommt mal wieder die Diskussion hoch, ob die Bundeswehr nicht auch im Inneren eingesetzt werden soll.
Ich bin da klar dagegen. IMHO ist es (u.a.) ein Kennzeichen für eine moderne Zivilgesellschaft, wenn die Streitkräfte nicht innerhalb des Landes eingesetzt werden und auch nicht in Städten stationiert sind.
CSU-Chef Stoiber sagt, die Rechtslage sei unklar. Dabei ist sie sehr klar: Im Inneren ist die Polizei zuständig und die Bundeswehr kann im Katastrophenfall Amtshilfe leisten.

Erschienen am Dienstag, 21.01.2003 @ 20:09 | Kommentare deaktiviert
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»Die S-Bahn fährt nicht mehr.«

Gestern Abend kam auf SAT.1 eine durchaus interessante »24 Stunden«-Reportage zur Münchner S-Bahn. Für die Dauer von etwa einem Jahr wird die S-Bahn zwischen Ostbahnhof und Hauptbahnhof jedes Wochenende (SA-Abend bis MO-früh) gesperrt, damit Umbauarbeiten vonstatten gehen können. Es soll eine neue Signaltechnik eingebaut werden, um künftig einen höheren Takt auf den einzelnen Linien zu ermöglichen (z.B. alle 10 Minuten nach Dachau).
Dass ist durchaus interessant, denn es wird nicht einfach nur irgendein Streckenast gesperrt. Ich habe 2000 und 2001 etwa ein 3/4 Jahr in München gearbeitet und weiß daher, wovon ich rede. Der Clou bei der Münchner S-Bahn ist, dass alle Linien die Innenstadt in einer sieben Kilometer langen Röhre unterqueren, die von West nach Ost reicht: Im Westen der Hauptbahnhof, über so wichtige Stationen wie Karlsplatz (Stachus) und Marienplatz zum Ostbahnhof im Osten. Wer in München von Ost nach West (oder umgekehrt) muss, wählt die S-Bahn: Da alle Züge durch einen Tunnel fahren, kommt garantiert alle drei Minuten ein Zug durch. Ziemlich genial. Langfristig soll eine zweite Röhre gebaut werden.

Die Reportage zeigte die Bahn-Mitarbeiter an der Service-Front, denn nicht alle Benutzer der S-Bahn haben von der Sperrung am Wochenende Kenntnis genommen: Münchner, die wütend sind, Münchner, die unbeirrt an allen Bahn-Mitarbeitern vorbei in die S-Bahnstationen laufen wollen oder dort bereits auf Züge warten… Davon ab gab es einige interessante Infos für ÖPNV-Fans wie mich und einen Blick in die Leitzentrale der S-Bahn. So einen Arbeitsplatz hätte ich auch gerne: Stuhl mit hoher Lehne, vor zweimal vier TFT-Displays.

Infos zur Sperrung der so genannten »Stammstrecke« gibt es von offizieller Seite hier:
www.s-bahn-muenchen.de
bahn.de (1)
bahn.de (2)
mvv-muenchen.de

Ach ja, bei s-bahn-muenchen.de gibt es auch Infos zu den neuen, schönen Triebwagen, den ET 423. Das sind S-Bahn-Züge, nicht die 30 Jahre alten ET 420-Dinger, die sonst in München (und Nürnberg) über die Gleise holpern. Sehen nicht nur außen, sondern auch innen gut aus und man kann von der Spitze des Zugs bis zum Ende komplett durchlaufen, ohne Türen. Sehr hell, sehr freundlich. Bis Ende Dezember 2004 sind in München alle alten Züge ausgetauscht.

Wer sich für die Broschüre interessiert, die von den Bahn-Mitarbeitern in der 24 Stunden-Reportage verteilt wurden, wird ebenfalls bei s-bahn-muenchen.de fündig (PDF; 1,3 MB).

Erschienen am Dienstag, 21.01.2003 @ 21:49 | Kommentare deaktiviert
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Als Rentner kein Kredit mehr?

Plusminus sucht uns mal wieder mit einem Bericht heim, wonach es älteren Menschen, mit 65, 68 oder 70 Jahren, nahezu unmöglich ist, keinen Kredit zu erhalten (habe ich sowas nicht erst vor wenigen Wochen gesehen?).
Die Begründung liefert die Plusminus-Website auch gleich mit: zu hohes Todesfallrisiko.
Berichtigt mich, wenn ich das falsch sehe, aber ist es nicht so, dass jemand im Alter von 70 Jahren dem Tod näher ist als ein 35-jähriger? Eine Bank hat kein Geld zu verschenken, denn das Geld, das die Bank als Kredit heraus reicht, gehört ihr gar nicht, sondern den Anlegern. Die Bank muss sicher sein, dass so wenige Kredite wie möglich ausfallen und vergibt deswegen nicht an jeden Kredit, der einen haben will. Bis zu einem gewissen Alter kann das Todesfallrisiko durch eine Restschuldversicherung (RSV) abgesichert werden (die übrigens auch für junge Leute nicht unbedingt verkehrt ist). Abgesehen davon, dass die RSV für ältere Mitbürger teilweise unbezahlbar ist und auch nicht immer vom Kunden bezahlt werden will, ist sie auch nicht bis ins hohe Alter zu haben. Ab einem bestimmten Alter, sei es jetzt 65, 68 oder 70, will die Versicherung den Kunden nicht mehr versichern, weil ihr das Risiko zu hoch ist. Und da schiebt dann auch die Bank einen Riegel vor, weil sie das Risiko selbst tragen müsste. Oder anders gesagt: Wenn der Kunde nicht mehr versichert werden kann, will die Bank auch keinen Kredit mehr herausgeben.

Bitte nicht falsch verstehen: Ich bin nur der, der es schreibt. Ob das moralisch ok ist oder nicht, will ich mal dahingestellt lassen, dass will ich in diesem Fall auch nicht diskutieren. Aber aus Banksicht ist das doch nachvollziehbar, oder?

Erschienen am Dienstag, 21.01.2003 @ 22:46 | Kommentare deaktiviert
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Mittwoch, 22.01.2003

Tariffragen

Gestern mal bei der VAG/VGN am Hugo in Erlangen gewesen (das hier ist mehr eine Notiz für mich).

Fahrten von Erlangen nach Fürth, mit MobiCard für Erlangen: Zwei Streifen auf einer 10er Karte abstempeln.
Bis Nürnberg: Drei Streifen.

Fahrten von Erlangen nach Fürth, ohne Mobicard für Erlangen: Drei Streifen auf einer 10er Karte abstempeln.
Bis Nürnberg: Vier Streifen.

Das habe ich zwar nicht gefragt, dürfte aber stimmen:
Fahrten zwischen Nürnberg und Fürth: 2 Streifen.
Fahrten innerhalb von Fürth (z.B. von Vach nach Fürth): 1 Streifen (Preisstufe K).

Erschienen am Mittwoch, 22.01.2003 @ 14:52 | Kommentare deaktiviert
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»Dem Sieg geweiht, vom Krieg zerstört, zum Frieden mahnend.«

Das ist die Inschrift auf dem Münchner Siegestor in Schwabing, am Ende der Ludwig- und am Beginn der Leopoldstraße.
Wie komme ich darauf?
Ich habe, wie kürzlich an anderer Stelle erwähnt, 2000 und 2001 ein 3/4 Jahr in München gearbeitet, davon einige Zeit in der Leopoldstraße. Damals ist mir das Tor schon aufgefallen. Holger, der seit einiger Zeit in München wohnt, hat heute in seinem Weblog eggbert.de auf Fotos von Peter Turnley hingewiesen: The Unseen Gulf War

Erschienen am Mittwoch, 22.01.2003 @ 16:02 | Kommentare deaktiviert
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Grundbedürfnis

In den letzten Wochen und Monaten habe ich mit Freunden einige sehr gute, und sehr lange Gespräche geführt. Die letzten zwei Jahre vor dem Tod meiner Mutter ging mir das sehr ab, weil es dazu kaum Gelegenheit gab: Zwei Jahre lang für die Bank immer auf Achse gewesen, aus dem Koffer gelebt, oft montags nicht gewusst, wo ich am Freitag arbeiten werde. Nur am Wochenende zu Hause. Am Wochenende wollte ich oft meine Ruhe haben. So kam es auch, dass viele Kontakte eingeschlafen sind und Freunde verloren gingen.

Ich bin eigentlich auch eher ein Typ, der im Bus oder im Zug die Klappe hält und lieber die Gedanken schweifen lässt (vielleicht bin ich auch deswegen ÖPNV- und Zug-Fan: Beim Autofahren hat man dazu nicht Gelegenheit, weil man sich auf den Verkehr konzentrieren muss, aber wenn man im Zug einfach da sitzt und aus dem Fenster schaut, hat man Gelegenheit). Aber manchmal brauche ich einfach Gespräche, die nicht oberflächlich bleiben, was auch mal in Ordnung ist, sondern die tiefer gehen. Kann auch passieren, dass man sich auf einer Party gut versteht und ich dann eine Ärztin unter den Tisch quassle. Aber das meine ich noch nicht. Ich meine Unterhaltungen mit guten Freunden, die über zwei oder drei Stunden gehen. Bei denen nicht fünf Leute mit spitzen Ohren um einen rum sitzen. Die sich um Themen wie Arbeit, Beziehungen, Sex, Philosophie, Politik oder Religion drehen (oder eine Kombination davon). Der »Rekord« lag bei fünf Stunden, aber es kam uns beiden vor wie zwei. Kann gerne in einer Kneipe sein, wenn die Musik nicht zu laut ist, aber gleichzeitig auch nicht so viel los ist, dass man die beiden Nachbartische mitunterhält. Ich mache mir während so eines Gesprächs gerne Notizen von Einfällen, um nichts zu vergessen und jede mögliche »Richtung« zu »verfolgen«. Am liebsten ist es mir, wenn man sich am Schluss trennt und das Gefühl hat, es wurde alles gesagt, was zu sagen war.

Erschienen am Mittwoch, 22.01.2003 @ 23:42 | Kommentare deaktiviert
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Donnerstag, 23.01.2003

»Mr Sandman, bring us, please, please, please, Mr Sandman, bring us a dream.«

Bevor ich ins Bett gehe, noch ein Nachtrag zur vor ein paar Tagen eingeführten Spielerei: Links in der Navigationsspalte wird neuerdings angezeigt, mit welchem Song mich iTunes gerade beglückt. Davon ab, dass es — wie gesagt — nur eine Spielerei ist, macht es auch nur begrenzt Sinn, wenn ich nur wenige Stunden am Tag mp3-Musik höre. Der Surfer wird in der Regel das »Pech« haben, gerade dann auf meiner Seite zu sein, wenn nichts abgespielt wird.
Daher noch eine Erweiterung: Wenn nichts gespielt wird, wird nicht nur eine Inaktivitäts-Nachricht angezeigt, sondern auch noch ein Link auf eine Extra-Seite, auf der die letzten zehn Songs aufgeführt sind.

 
 
Als Notiz für mich (und als Backup) noch meine Einstellungen im Formatierungs-Menü von Kung-Tunes:

Header
[leer]

Format for currently playing track
&nbsp;<br />^p#p<br />&raquo;^t&laquo;<br />#a(^a)#a

Format for recent tracks list
&nbsp;<br />^p#p, &raquo;^t&laquo; #a(^a)#a<br />

Inacitvity message
&nbsp;<br />Derzeit wird nichts gespielt.<br />[<a href="tracklist.php">Zuletzt gespielte Titel anzeigen</a>]

Footer
[leer]

Erschienen am Donnerstag, 23.01.2003 @ 2:21 | Kommentare deaktiviert
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Rainy Day

Meine Laune hält sich heute in engen Grenzen.
Es fing damit an, dass ich dabei bin, wieder in einen unguten Rhythmus zu kommen. Konnte vor zwei Tagen beim besten Willen nicht vor 3 Uhr einschlafen, letzte Nacht kam der Sandmann dann doch erst gegen halb fünf auf seiner Tour bei mir durch. Ergo: Bin heute erst um 14 Uhr aufgestanden. Passt mir im Moment nicht so in den Kram, weil ich wieder eine Woche brauche, um aus dem Rhythmus rauszukommen. Und der Weg führt üblicherweise dahin, einmal 30 Stunden durchwachen zu müssen. So eine »Nacht-Woche« ist bei mir immer ein äußerst unproduktiver Zeitraum. Und asynchron zum Rest der Bevölkerung zu leben, hat auch mehr Nach- als Vorteile.
Es ging weiter mit diesem eher mauen Tag, denn es hatte zwar milde sieben Grad plus, es regnete aber »junge Hunde« wie Harald Schmidt gestern zu sagen pflegte. Im Wetterbericht war gestern bereits zu sehen, dass das schlechte Wetter von Frankreich rüber zieht.
In der Stadt habe ich dann in einem Geschäft nicht das bekommen, was ich wollte: gab’s einfach nicht. Im »junge Hunde«-Regen lief ich zuvor einen Kilometer durch die Stadt, um der Mediothek der Evangelischen Jugend meine restliche VHS-Sammlung zu spenden.
Davon ab scheint Kino am Wochenende ein wenig auf der Kippe zu stehen, mal sehen.
Zu Hause musste ich feststellen, dass ein Brief, den ich Mitte Dezember aufgab, wegen unzustellbar zurück kam. Dafür warte ich seit einer Woche auf einen anderen Brief…
Apple hat immer noch keine neuen iMacs und Power Macs vorgestellt. Gestern Abend las ich eine deprimierende Analyse auf Mac-TV (»Wie man 1,6 Prozent Marktanteil erreicht«), und es ist ziemlich sicher, dass Apple auch künftig tapfer weiter am Markt vorbei produziert; einen »Billig-Cube«, einen leisen, modularen, bezahlbaren und leistungsfähigen Rechner wird es so schnell nicht geben, denn: »Wir glauben an den All-in-one-Computer für den Consumer-Markt (Apple-CEO Steve Jobs).

Um 19:45 besserte sich meine Laune, denn ich hatte ein interessantes Telefonat mit Holger. Gut: Es könnten sich demnächst zwei kleinere Aufträge für mich ergeben.
Ok, in der Stadt war auch nicht alles schlecht: Ich traf Verena, die mich wieder mit heim nahm. Im Horten konnte ich noch zwei Kochlöffel kaufen und Gläser; wollte ich eigentlich schon vor zwei Tagen erledigen. Und die Kopie des neuen Briefkastenschlüssels ging schneller von statten, als gedacht: Musste nur drei Minuten darauf warten, bis Meister Rapid den Bart eines halb fertigen Rohlings angepasst hat.

Erschienen am Donnerstag, 23.01.2003 @ 20:39 | Kommentare deaktiviert
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Freitag, 24.01.2003

Massive Töne

Da ich am Donnerstag den halben Tag verpennt habe und dann quasi vom Bett aus direkt in den Bus stieg (mit Umweg über die Dusche) und erst nach 19 Uhr wieder zurück war, bekam ich die neuesten politischen Entwicklungen nicht mit.
Erstmal muss ich das los werden: Ich halte einen Krieg im Irak für ziemlich wahrscheinlich. Auch wenn Bush und seine Mannen betonen, es sei noch nichts entschieden: Man karrt doch nicht für Unsummen mehrere Divisionen an den persischen Golf, um auf Invasionsstärke (250.000 Mann) zu kommen, um dann zu sagen: »Ok, wir fahren wieder heim.« Man wird die Soldaten da unten auch nicht ein ganzes Jahr warten lassen, um auf die nächsten günstigen Klimabedingungen in 2004 zu warten (nämlich Januar, Februar), das ist auch zu teuer. Davon ab sind Bush und Co etwas, hmm, nicht nervös, sondern… »trigger happy«: Sie werden sich meiner Meinung nach nicht davon überzeugen lassen, dass die UN-Inspekteure noch mehr Zeit brauchen, weil sich Bush das nicht ewig mit anschauen will. Die letzten UN-Inspektionen dauerten immerhin sieben Jahre (1991 bis 1998). Außerdem ist noch eine Rechnung von Bushs Vater offen, das Öl ist allen Beteuerungen zum Trotz nicht uninteressant (die USA sind der größte Energieverbraucher der Erde, Einschränkungen zu Gunsten des Umweltschutzes spielen in den USA keine große Rolle, Iraks Ölreserven sind so immens, dass sie von strategischer Bedeutung sind) und letzten Endes geht es auch um Einfluss. Um Massenvernichtungswaffen geht es glaube ich nur vordergründig. Saddam Hussein ist IMHO ein vergleichsweise »kleiner Fisch«, der, so lange er in seinen Grenzen gehalten wird, kaum seinen Nachbarn (wieder) gefährlich werden wird. Der Israel-Konflikt ist da doch ein viel interessanteres Problem (und, wenn ich mich mal aus dem Fenster lehnen darf, Israel ist auch Teil des Problems, nicht nur Opfer).

Soweit die Vorbemerkungen. Am Mittwoch wurde ja der 40. Jahrestag des Elysée-Vertrags begannen, auf, sowohl für Deutschland, als auch für Frankreich, historisch bedeutsamen Boden, im Schloss von Versailles (1871 Ausrufung des deutschen Kaisers nach dem Sieg über Frankreich, 1919 Diktat der Kapitulationsbedingungen für das Deutsche Reich, nachdem dieses den Ersten Weltkrieg verlor). Ich mag solche Symbole; von daher war es für mich gestern schon von Bedeutung, als erstmalig das deutsche und das französische Parlament gemeinsam in Versailles tagten. Es gab eine Reihe von Maßnahmen, um die deutsch-französische Freundschaft zu vertiefen.


Harald Schmidt in seiner Sendung vom 22.01.03

Bundeskanzler Schröder legte sich auf ein Nein Deutschlands bei einer etwaigen Abstimmung über Krieg gegen den Irak im UN-Sicherheitsrat fest und auch Frankreich wird sicher eher enthalten, als zuzustimmen, oder sogar mit Nein stimmen (siehe auch zweiten Bericht).

Die große Empörung auf der anderen Seite des Atlantiks folgte auf dem Fuße: US-Verteidigungsminister Rumsfeld bezeichnete Deutschland und Frankreich als »Problem« und sprach vom »alten Europa« (siehe dazu den sehr guten Kommentar von Spiegel-Redakteur Markus Deggerich), während er die Unterstützung durch die EU-Beitrittskandidaten lobte.
Das sorgte für den Austausch einiger Spitzen (1, 2). Man muss ja fast schon befürchten, dass die Achse des Bösen demnächst um Deutschland und Frankreich erweitert wird: Die USA wollen die beiden Länder diplomatisch isolieren.
Wenn Deutschland im Februar für vier Wochen den Vorsitz im UN-Sicherheitsrat übernimmt, ist mit einer diplomatischen Offensive zu rechnen, die Zeit gegen den Krieg gewinnen soll.

Um nochmal auf das Thema »Massenvernichtungswaffen im Irak« zurück zu kommen: Das bisherige Verhalten der aktuellen US-Regierung, die nach dem Prinzip »america first« arbeitet und gegen alle möglichen internationalen Initiativen opponiert, die diesem Prinzip zuwider laufen (Kyoto-Protokoll, Ächtung von Landminen, Internationaler Strafgerichtshof, etc. pp.) und auch das Verhalten von früheren US-Regierungen machen die amerikanische Beteuerung, im Irak gehe es nur um ABC-Waffen, nicht gerade glaubwürdiger.
Dankenswerterweise zeigte die gestrige Ausgabe von »Monitor« in der ARD einen kurzen Ausschnitt aus dem genialen Film »Bowling for Columbine«. Habe ihn mal aufgenommen, digitalisiert und auf meinen Webserver hochgeladen: Bitte anschauen (MPEG-4; 23,8 MB; Quicktime 6 erforderlich, 2 Minuten 50 Sekunden).
»Supermacht« zu sein, bringt auch eine gewisse Verantwortung mit sich. Vielleicht sollte man mit gutem Beispiel voran gehen und nicht internationale Abkommen torpedieren und Doppelmoral propagieren: Mit Diktatoren und Despoten in Kuweit, Saudi-Arabien oder Pakistan zusammenarbeiten wenn es den eigenen Interessen nutzt und sich gleichzeitig für eine angebliche Demokratisierung im Nahen Osten stark zu machen, ist nicht glaubwürdig. Selbst die Menschenrechte hochzuhalten aber Kriegsgefangene als »feindliche Kämpfer« zu bezeichnen und ihnen deswegen Rechte der Genfer Konvention zu verweigern oder gar Folter zu dulden, ist auch nicht glaubwürdig. Mit einem amerikanischen Präventivkrieg wird auch die rule of law untergraben.
Die Politik der USA jetzt und in den letzten Jahren ist IMHO kontraproduktiv und kurzsichtig. Vielleicht fördern die USA dadurch den Terrorismus, den sie eigentlich ausrotten wollen, denn Sympathiepunkte bei ihren Gegnern sammeln sie so nicht unbedingt.
Ich darf auch nochmal auf den Kommentar des Kabarettisten Volker Pispers hinweisen, der im 9-Volt-Blog zitiert wurde (siehe meinen Eintrag vom 20.01.03).

Erschienen am Freitag, 24.01.2003 @ 4:03 | Kommentare deaktiviert
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Schöne Erinnerung

Mal zwischen rein wieder was privates.
Wollte noch vom Mittwoch-Nachmittag berichten: Meine Schwester (Verena) plante, den Leihwagen (Corsa C-Diesel) wieder nach Herzogenaurach zurück zu fahren und ihren Kundendienst-gecheckten Corsa B-Benziner wieder abzuholen und anschließend noch zum MediaMarkt und zum Edeka zu fahren. Traf sich perfekt, denn ich wollte auch noch zum MediaMarkt (eine Aufbewahrungsmappe für CDs von Caselogic kaufen) und zum Edeka (Kekse, Getränke, Salami, Chocos von Kellog). Was lag also näher, als die Tour zusammen zu machen?

Ich schreibe das auf, weil es das beste war, was mir in dieser Woche passiert ist. Es war schön, mit ihr gemeinsam im Auto nach Herzogenaurach zu fahren, dann bei McD einen kurzen Abstecher zu machen, zum MediaMarkt zu fahren und dann zusammen bei Edeka einzukaufen. Habe ich in den letzten zwei Jahren meines alten Jobs viel zu selten gemacht.
Am Abend brieten wir zusammen in der Küche noch ein paar Hamburger, die wir dann zu dritt aßen (mein Vater kam von der Arbeit heim).

Ich will nicht weiter ins Detail gehen und für manchen mag diese Schilderung vielleicht banal klingen. Aber mir war das sehr wichtig, denn in den letzten zwei Jahren habe ich, wie gesagt, meine Umgebung extrem vernachlässigt. Das soll nicht wieder passieren, und deswegen ist dieses kleine Ereignis eines von vielen, was mich für die Zukunft prägen soll: Familie hat wieder oberste Priorität und soll es für alle Zeit bleiben. Man lernt schließlich aus seinen Fehlern.

Erschienen am Freitag, 24.01.2003 @ 4:16 | Kommentare deaktiviert
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Produktpolitik

Zur Meldung von dieser Woche, dass Apples Marktanteil in Europa auf mittlerweile nur noch 1,6 Prozent eingebrochen ist (siehe Meldungen bei Heise und Mac-TV), entwickelte sich im Anschluss an einen Mac-TV-Artikel von Jörn eine teilweise lesenswerte Diskussion. Jörn schrieb in einer Kommentar-Antwort bzgl. Apples Produktpolitik und dem Vorwurf, Mac-User wollten sich als Apple-CEOs versuchen folgende Antwort:

»Ich glaube, einige User sind tatsächlich schlauer als so manche Leute bei Apple. (Gilt natürlich auch umgekehrt.)

Apple glaubte, einen 500-MHz-Cube mit 64 MB RAM für über 7.000 DM verkaufen zu können, und in den Foren haben sich die Leute die flache Hand vor die Stirn geschlagen. Und? Wer hatte Recht?

Apple glaubte, nur mit 15 Zoll sei ein iMac gut. Seit es die 17-Zöller endlich gibt, verkauft sich der 15er am schlechtesten, obwohl Apple uns immer weismachen wollte, dass wir alle halluzinieren. Wer hatte Recht?

Apple war der Meinung, ein Laptop verkauft sich umso besser, je mehr es aussieht wie eine bunte Plastikhandtasche vom Christopher Street Day. Die User haben gesagt: Damit kann ich nicht auf die Strasse. Nun baut Apple ein schlichtes weißes Gerät und hat DEN Megaseller seiner Laptopgeschichte. Wer hatte Recht?

Vielleicht wissen wir nicht so genau, wie man eine Sache erreichen kann. Aber wissen, was am Schluß herauskommen muss, damit wir die Kröten locker machen.«

Abgesehen von Jörns bekannt treffendem Sarkasmus eine sehr wahre Aussage.

Ich schrieb bereits am 09.12.02, dass 2003 für Apple alles andere als leicht wird. Mindestens das erste 3/4 Jahr werden wir keine neuen Höhenflüge bei der Prozessorleistung sehen, da Motorola wie ein Klotz an Apples Bein hängt. Apple muss auf anderen Gebieten punkten. Die neuen Alu-Powerbooks vom Jahresanfangen waren schon mal nicht schlecht.
Und ich gebe immer noch nicht die Hoffnung auf, dass doch noch ein Billig-Cube kommt.

Erschienen am Freitag, 24.01.2003 @ 6:39 | Kommentare deaktiviert
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Auswüchse

Es soll mittlerweile Banken geben, die Unfallversicherungen mit dem Argument verkaufen, sie diene als Sicherheit für einen Dispo oder eine ec-Karte.
Entschuldigung, ich geh’ grad mal kotzen.

Erschienen am Freitag, 24.01.2003 @ 22:38 | Kommentare deaktiviert
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Nachtrag zu den gestrigen Äußerungen

Ein Nachtrag zu den Äußerungen von US-Politikern von gestern. In einer der vielen Nachrichtensendungen, die ich gestern sah, kam der amerikanische Außenminister Colin Powell zu Wort und sagte sinngemäß, er hoffe sehr, dass die UN nicht versagen werden.
Meine Kinnlade klappte runter. Diese Aussage ist reichlich anmaßend und soll dem Sicherheitsrat offenbar eine Entscheidung aufzwingen bzw. darauf vorbereiten, dass sich die USA im Zweifelsfall über die UN hinwegsetzen.
Kai Pahl postete heute zwei Links zu Artikeln der New York Times. In einem heißt es, die nächsten Wochen werden zeigen, ob die USA im internationalen System verbleiben (»One senior diplomat predicted the next few weeks “will be the defining moment on whether the United States decides to stay within the international system.”«). Mich würde nicht wundern, wenn die USA künftig auf eigene Faust weiter machen, aber ich fände es in höchstem Maße bedenklich, wenn dadurch die Herrschaft des Rechts (rule of law) wieder durch das Recht des Stärkeren ersetzt wird. Man denke an andere Konflikte wie China-Taiwan oder Indien-Pakistan.
Die UN sind kein zahnloser Debattierclub, nur weil sie nicht nach der Pfeife der US-Regierung tanzen.
Die Angst, dass die USA auf eigene Faust handeln, gab es bereits kurz nach dem 11.09.01, erschien dann aber unbegründet.

Übrigens war Colin Powell der General, der 1991 den Golfkriegs-Einsatz der USA gegen den Irak leitete. Mich hat es vor ein paar Monaten schon erstaunt, dass er, der Ex-General, in Bushs Kabinett noch zu den gemäßigten Personen gehört und eigentlich ein Gegner der »Falken« (Cheney, Rumsfeld, Rice, Wolfowitz) ist, die den Krieg am liebsten schon gestern angefangen hätten.

Heute stand in Spiegel-online ein Bericht von Markus Becker zu lesen, dem zu folge das US-Militär angeblich bereits größere EMP-Waffen zur Einsatzreife entwickelt hat.
Eine EMP-Waffe sendet einen elektro-magnetischen Puls aus, der alle elektrischen Geräte, die von ihm getroffen werden, außer Gefecht setzt. Und zwar werden die Geräte nicht einfach nur abgeschaltet, sie sind danach schrottreif. Der EMP-Effekt ist bereits seit den 60er Jahren durch Atombomben-Explosionen bekannt. Aus militärischer Sicht haben EMP-Waffen eine Reihe von Vorteilen: Gebäude bleiben intakt, es wird keine radioaktive Strahlung freigesetzt und Menschen kommen auch nicht unmittelbar zu schaden. Allerdings nimmt eine EMP-Waffe keine Rücksicht darauf, ob es sich bei einem elektrischen Gerät um einen Herzschrittmacher oder eine Radar-Anlage handelt. Auch lebenserhaltende Geräte in einem Krankenhaus werden zu Schrott, wenn sie von einer EMP getroffen werden. Der Bericht von Becker greift noch eine andere Schattenseite dieser Entwicklung auf: EMP-Waffen sind relativ einfach zu bauen (die Anleitung liefert der Artikel gleich mit), billig (Materialkosten ab 400 Euro) und leicht zu transportieren. Daraus ergibt sich auch ein neues, terroristisches Bedrohungspotential: Um z.B. die New Yorker Börse auszuknipsen, genügt eine EMP-Waffe in der Größe eines Aktenkoffers.

Erschienen am Freitag, 24.01.2003 @ 23:15 | Kommentare deaktiviert
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Samstag, 25.01.2003

»Ein Erdrutsch lässt sich immer irgendwie auftreiben.«

Letzte Woche schon erschien in der Rubrik »televisionen« bei Spiegel-online ein Artikel von Reinhard Mohr über Nachrichtensendungen im Fernsehen. Eigentlich ging es um den neuen »heute«-Moderator Steffen Seibert beim ZDF, aber Reinhard Mohr schrieb nebenbei auch einen der besten Verrisse über die Pseudo-Nachrichtensendungen auf SAT.1:

»Selbst wichtigste politische News werden, vor allem bei “18.30″ auf Sat.1, in einen lächerlich kurzen Info-Block geklemmt, nachdem minutenlang Bilder vom “Wetterchaos” in aller Welt gezeigt wurden. “Wetterchaos” ist eigentlich immer bei “18.30″ und ergo der häufigste Aufmacher mit den schönsten Bildern. Ein Tornado in Florida oder ein Erdrutsch in Kolumbien lässt sich immer irgendwie auftreiben, wenn an der Elbe nichts los ist.

Und wenn der sprichwörtliche Reissack in China einmal nicht umgefallen ist, dann finden sich notfalls Bilder vom Berliner Alexanderplatz, wo im Winterhalbjahr frierende Würstchenverkäufer zum “Kältechaos in Deutschland” befragt werden (”Dit is arschkalt hier, wa?!”) und im Sommerhalbjahr nabelfreie Girlies mit dicker Eistüte zum “Hitzechaos in Deutschland” (Mensch, is dit heiß hier, ick spring’ gleich in’ Brunnen!”). Der Rest ist Stoiber, Stoiber, Stoiber und die populistische “Steuerwut” auf Rot-Grün, die vor Ostern und im Advent zur “Benzinwut” umgedichtet wird.

Das Beste an “18.30″ ist Anchorwoman Astrid Frohloff, derzeit in Babypause. Auch Peter Kloeppel, Anchor von “RTL aktuell” um 18.45 Uhr, repräsentiert eine Art Anker von Seriosität inmitten des Infotainment-Teppichs, der allerdings ähnlich grob geknüpft ist wie bei der Boulevard-Konkurrenz von Sat.1. Nicht selten rangieren Schumi, Hanni, Verona, Boris & Bohlen ganz vorne auf der Prioritätenliste: Wenn RTL das traditionelle Neujahrs-Skispringen überträgt, wird eben auch die Bänderdehnung in der Unterhose von Sven Hannawald zu einer Topmeldung des Tages.«

Im Moment gibt es zwar nirgendwo einen Erdrutsch, über den SAT.1 (vor allem »die nacht«) berichten könnte, aber schon zu Zeiten des Kosovo-Krieges tat man sich als Frontberichterstatter hervor. Auch jetzt vergeht kein Tag, an dem nicht irgendein Ami in einem Flugzeug, einem Panzer, auf einem Schiff oder in einer Kommandozentrale gezeigt wird. Dazu Kommentare in besten Wochenschau-Manier.

Man muss sich das freilich nicht anschauen, aber wenn »die nacht« direkt nach Harald Schmidt kommt, bleibt es nicht aus, dass man etwas von den Trailern mitbekommt.
Und nach »die nacht« ist einer der Serien-Programmplätze in SAT.1. Im Moment läuft dort nichts gescheites, aber irgendwann werden sich dort die neuen Staffeln von »Frasier« und »Becker« finden.

Erschienen am Samstag, 25.01.2003 @ 0:31 | Kommentare deaktiviert
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Na also, geht doch

Neues vom Dosenpfand: Der größte Supermarkt in Erlangen, der Altstadtmarkt, ebenso wie der Horten in der Fußgängerzone und der Edeka drei Kilometer vor meiner Haustüre haben ihre Getränkekühlschränke wieder bestückt. Und zwar einheitlich mit Halbliter-Glas-Mehrwegflaschen. Ich begrüße das, denn dadurch muss ich nicht bis Oktober warten, um meine bei Horten gekauften Flaschen im Edeka vor Ort abgeben zu können.

Erschienen am Samstag, 25.01.2003 @ 0:37 | Kommentare deaktiviert
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Marketing

Für an Werbung und Marketing Interessierte gab es in den letzten zwei Wochen einige lesenswerte Artikel bei spiegel.de:

George Bushs peinliche Pappkarton-Affäre
von Thomas Hillenbrand, 24.01.03
Über George W. Bushs gefakten Auftritt vor »Made in USA« Pappkartons. Genialer Schluss, aber unbedingt den kompletten Artikel lesen!

Schluchzer und Tränen
23.01.03
Über die neue Markenpositionierung von Chrystler.

Alles für ‘nen Euro
24.01.03
Über die derzeitigen Rabatte in der Automobil-Industrie.

Madonna statt Maradonna
von Thomas Schulz, 13.01.03
Über die Markenpositionierung von Puma.

Sturm aufs Wasserglas
von Nils Klawitter, 20.01.03
Über den verzweifelten Kampf von Gerolsteiner, auf dem von französischen Marken dominierten Wassermarkt Boden gut zu machen.

Erschienen am Samstag, 25.01.2003 @ 0:55 | Kommentare deaktiviert
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Sonntag, 26.01.2003

Let’s do the Time Warp again

Es ist mal wieder passiert: Ich bin seit gestern, 16:20 Uhr wach. Heute morgen um 6 habe ich einige noch verpackte DVDs geöffnet und die Bildqualität gecheckt und etwas im Bonus-Material gestöbert. Dass bei einigen Discs gewisse Features seitens des Herstellers gesperrt sind, z.B. die Sprachwahl während des Films, ist ein bekanntes Ärgernis (UOP, »User Operation Prohibitions«). Den Vogel schießt dabei jedoch »Austin Powers: Goldmember« (Code 1) ab: Es ist bei dieser Disc nicht möglich, das Bild im Schnelldurchlauf vor- oder zurückzuspulen. Will man sich eine bestimmte Szene ansehen (»Is it true what they say about you?«), kann man bestenfalls zum entsprechenden Kapitel springen (hoffentlich gleich das richtige…) und sich dann das ganze Kapitel ansehen. Nervtötend…
Ich blieb bei solider Action hängen: »Stirb langsam 3«. Um acht Uhr früh ging ich dann doch ins Bett, »Taxi Driver« packte ich dann nicht mehr.

Verena weckte mich um 14 Uhr. Wir fuhren zu unserem Großvater, ihm mal wieder einen Besuch abstatten. Seit einigen Monaten haben wir es uns zu viert (unsere beiden Cousinen sind auch dabei) zur Angewohnheit gemacht, ihn regelmäßig zu besuchen.
Wir blieben knapp drei Stunden, waren um kurz nach 18 Uhr wieder zu Hause. Verena versuchte sich wieder an einer Pizza und ich nickte für eine halbe Stunde ein.

Um 21 Uhr Mac-TV und um zehn nach zehn die restliche »Sabine Christiansen«-Sendung. Mir gefällt »Berlin Mitte« ja besser; weiß nicht, ob Maybritt Illner auch objektiv die Gespräche besser führt oder ob ich nur den Eindruck habe, weil mit Maybritt Illner generell sympathischer ist.

Und jetzt ab in die Falle. Mit ein bisschen Schlaf am Morgen und am Abend scheine ich den turn-around doch wieder geschafft zu haben, und ab morgen lebe ich wieder in der lokalen Zeitzone.

Die kommende Woche droht spannend zu werden: Morgen-früh sehe ich mir vielleicht erstmal die Aufzeichnung des Superbowl an, Hans Blix stellt seinen Abschlussbericht vor dem Sicherheitsrat vor, am Dienstag stellt Apple möglicherweise bereits eine Woche früher als gedacht neue iMacs vor, mit Klaus und Stefie geht’s in »Nemesis« (Star Trek 10), Dubya Bush hält seine Rede an die Nation, in Israel wird Mitte der Woche gewählt, ich treffe mich evtl noch mal so mit Klaus und am Freitag reist Briten-Premier Tony Blair in die USA, um neue Befehle entgegen zu nehmen (</ironie>).
Nach einer unproduktiven Woche will ich ab Montag mal wieder einige Dinge anpacken; die To-Do-Liste ist lang genug.

Erschienen am Sonntag, 26.01.2003 @ 23:19 | Kommentare deaktiviert
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Mal wieder ein Vergleich

Im 20 Uhr-tagesschau-Newsletter von heute stand:

»Der Präsident des Zentralrates der Juden in Deutschland, Spiegel, hat die Bundesregierung für ihre Ablehnung eines Irak-Kriegs kritisiert. Die Konzentrationslager seien nicht von Demonstranten befreit worden, sondern von Soldaten, sagte Spiegel auf einer Holocaust-Gedenkfeier in Darmstadt.«

In der ausführlicheren Meldung auf der tagesschau-Website stand zudem:

»Man kann nicht a priori gegen einen Krieg sein.«

Erstens ist mir neu, dass der Irak Konzentrationslager unterhält. Zweitens ist der zuletzt zitierte Satz sowohl falsch als auch richtig: Er ist richtig, weil man tatsächlich nicht a priori gegen einen Krieg sein kann. Man kann gegen einen Krieg sein, aber nicht a priori, denn genug Erfahrung mit Kriegen und deren Folgen gibt es; der Irak-Krieg wäre nicht der erste Krieg, der geführt werden würde. Daher kann man sich einen Standpunkt (eine Erkenntnis) dazu kaum »vor Erfahrung« (a priori) aneignen. Man könnte allenfalls sagen, man sei a posteriori (nach Erfahrung) gegen einen Krieg.
Das hat Paul Spiegel aber nicht gemeint. So, wie er seinen Satz gemeint hat, ist er, abgesehen von der kruden semantischen Bedeutung her, falsch: Spiegel meinte, man kann nicht von vornherein gegen einen Krieg sein. Doch, kann man, denn die schlimmen Folgen eines Krieges sind ja a posteriori bekannt. Wer sich nochmal einige Bilder dazu ins Gedächtnis rufen will, kann sich ja einige Fotos von Peter Turnley ansehen.

Das andere Extrem hat vor einigen Monaten ein Leser des Spiegel in einem Leserbrief mit einer rhetorischen Frage zum Ausdruck gebracht: »Soll bin Laden mit Wattebäuschen beworfen werden?«
Wie so oft, gibt es einen Mittelweg zwischen zwei Extremen, auch wenn das die farbenblinde US-Regierung nicht wahrhaben will (schwarz oder weiß; wer nicht für uns ist, ist gegen uns).
Und hier komme ich wieder zurück an den Anfang: Ja, Saddam Hussein (oder »Mr. Hussein«, wie ihn die NY Times neutral nennt, was auch Harald Schmidt vergangene Woche aufgefallen ist) hat einst ABC-Waffen gegen die eigene Bevölkerung eingesetzt und Krieg gegen seine Nachbarn geführt. Aber Hussein ist nicht Hitler. Ich weiß nicht, weswegen Paul Spiegel so eine Assoziation suggerieren will.

Erschienen am Sonntag, 26.01.2003 @ 23:45 | Kommentare deaktiviert
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Montag, 27.01.2003

Propaganda

In einem Artikel über die amerikanische Propaganda im Spiegel dieser Woche von Nils Klawitter wird ein libanesischer Bäcker aus Toledo (Ohio), der in einem TV-Spot der Regierung auftritt, zitiert:

»Im Angesicht des Bösen steht die Nation zusammen.«

Einen ähnlichen Artikel hat Florian Rötzer für Telepolis geschrieben.
Heute morgen hörte ich in der Wiederholung von Spiegel-TV einen US-Soldaten (sinngemäß): »Wenn der Präsident sagt, das Saddam böse ist, dann ist er auch böse.«

Ich bin mir ja nicht so sicher ob es klug ist, Weltpolitik auf das Schwarz-Weiß-Schema eines »Herr der Ringe«-Films zu reduzieren. Wie naiv kann man eigentlich sein?!

Noch so ein Ding, dann stimme ich »Die Partei, die Partei, die hat immer recht« an.

Erschienen am Montag, 27.01.2003 @ 17:12 | Kommentare deaktiviert
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Dienstag, 28.01.2003

»Mr. Anderson! Surprised to see me?«

In der Nacht von Sonntag auf Montag fand in den USA bekanntlich der Superbowl statt. Und wie vielleicht auch bekannt, sind gelten für dieses Event die teuersten Werbepreise überhaupt: Ein 30-sekündiger Spot kostete dieses Jahr 2,1 Mio USD (Quelle: macrumors.com, diese Info steht aber nicht im Archiv). Apple zeigte dort zur Einführung des Ur-Macintosh den legendären »1984«-Spot.
Einen Apple-Spot gab es leider nicht, aber dafür wurden Filmfans mit einem neuen Trailer zu den nächsten beiden Matrix-Filmen verwöhnt. AOL Time Warner gönnte uns eine Minute drei Sekunden mit Szenen aus »Matrix: Reloaded« und »Matrix: Revolutions«. In den USA startet Matrix 2 am 15. Mai 2003 und Matrix 3 am 7. November 2003; in Deutschland am 5. Juni ‘03 bzw. am 6. November ‘03. Matrix war bereits zum ersten Film von 1999 als Trilogie vorgesehen.
Okay, wo gibt’s die Trailer? Auf der Matrix-Website. Dort gibt es das Quicktime-Video in einer kleinen Version (320er Auflösung), einer mittleren Version (480) und in einer großen Fassung (640). Mein iBook (G3-500) verschluckt sich am ganz großen Trailer.   :-)
Danke an Holger, der mich mit seinem direkten Link auf die große Version überhaupt erst darauf aufmerksam gemacht hat.

Matrix hat 1999 in der Tricktechnik Maßstäbe gesetzt (ich sage nur: »Bullet Time«) und wurde danach oft kopiert, sei es in Musikvideos oder anderen Filmen (»Shrek« fällt mir als erstes ein, aber ich glaube der ein oder andere Martial Arts-Film war auch dabei). Der Trailer verspricht diesbezüglich eine Steigerung. Ich bin schon sehr gespannt!

Erschienen am Dienstag, 28.01.2003 @ 13:42 | Kommentare deaktiviert
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Neue Power Macs

Apple hat heute neue Power Macs vorgestellt:
- Single 1 GHz (Combo-Drive)
- Dual 1,25 GHz (Combo-Drive)
- Dual 1,42 GHz (SuperDrive)
Neuigkeiten bei den Anschlüssen: 1x FireWire 800 (neu), 2x FireWire 400, an der Front: Kopfhörer-Anschluss. Airport-Extreme fähig (AE-Karte optional), Bluetootj ist nur im Top-Modell eingebaut.
Deutsche Listenpreise inkl. Steuer:
- 1.739 €
- 2.435 €
- 3.247 €
Verfügbar ab sofort, das Top-Modell im Februar.

Außerdem wurde, wie erwartet, die Display-Linie überarbeitet: Das 15″-TFT und das kleine Cinema-Display (22″) gibt es nicht mehr, dafür ist ein 20″-TFT dazugekommen.
Die Linie:
- 17″ (1.280×1.024) für 811 €
- 20″ (1.680×1.050) für 1.623 €
- 23″ (1.920×1.200) für 2.551 €
Das 20″-Display kann nur mit OS X betrieben werden. Alle Panels sind digital.

Neue iMacs gab’s heute noch nicht, macrumors.com rechnet aber nach wie vor mit einer Überarbeitung in Kürze. iLife ist noch nicht erhältlich; Thinksecret rechnet mit der Verfügbarkeit ab 3. Februar, inkl. neuer iMacs.

Erschienen am Dienstag, 28.01.2003 @ 15:22 | Kommentare deaktiviert
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Mittwoch, 29.01.2003

Bush zur Lage seiner Nation

George Bushs jährliche »State of the Union«-Rede vor dem Kongress überraschte mich doch in einigen Punkten.

Ich sah sie komplett und im Originalton beim ZDF; hier meine Notizen im Telegrammstil. Und sorry, wenn ich manchmal im Konjunktiv schreibe und dann wieder nicht; ich schreib’s gerade runter, ohne Korrektur zu lesen oder auf Form zu achten (sonst nicht meine Art, aber in diesem speziellen Fall will ich es kurz machen).

Zunächst fiel mir auf, dass die Amis einige sehr interessante Rituale haben, was die Rede zur Lage der Nation betrifft. Der Kongress ist komplett versammelt, dem Vorsitzenden wird durch laute Aussprache angekündigt, wer gerade den Saal betritt: die obersten Richter, das Kabinett, dann der Präsident.

Bush wies zu Beginn auf einige seiner Erfolge in der Regierungspolitik hin und bat den Kongress, anstehende Gesetze zu verabschieden, die zu mehr Jobs und mehr Wohlstand führen sollen. Der Kernpunkt ist dabei seine Steuerreform, u.a. soll die Besteuerung von Dividendeneinnahmen abgeschafft werden. [Mein Kommentar: Aktien besitzen die unteren Einkommensschichten nicht, siehe auch einen entsprechenden Telepolis-Artikel]

Bush kündigte an, dass er Gesetze vorbereiten will, die die Emission von Treibhausgasen eindämmen soll: In 10 bis 15 Jahren sollen Autos mit Brennstoffzellen fahren. Die USA sollen sich unabhängiger machen von fremden Energiequellen, und sollen mehr Energie im eigenen Land produzieren. »Für die Umwelt und für unsere Wirtschaft.«
Das hat mich wirklich überrascht, denn Umweltpolitik war bislang kein Steckenpferd von Bush. Nach dieser Ankündigung hielt ich es ja für einen Moment sogar für möglich, dass er einen Beitritt zum Kyoto-Protokoll verkündet. Leider erfüllte sich diese Hoffnung nicht.

Nächster Punkt: Eine große Gesundheitsreform soll kommen, die es auch Älteren und Armen ermöglicht, die medizinische Versorgung zu bekommen, die sie brauchen.
Noch so eine Sache, die mich überrascht hat.
Ein von der Regierung finanziertes »Mentor«-Programm soll Waisenkinder und Kinder von inhaftierten Eltern unterstützen. Die Bundesregierung möchte außerdem ein 600 Milliarden USD schweres Programm zur Unterstützung von Drogenabhängigen starten. [Ab hier Punkt fing ich dann an, mir Notizen zu machen; wer weiß, ob er nicht im Verlauf seiner Rede den Eintritt bei der Grünen-Partei erklärt. Es bleibt natürlich abzuwarten, wie die Konditionen dieses Programms aussehen.]

Ein Gesetz soll das Klonen von Menschen verbieten.
In den kommenden fünf Jahren wollen die USA 15 Mrd. USD in die Bekämpfung von AIDS investieren, und zwar nicht in den USA selbst, sondern in afrikanischen Staaten und in der Karibik.

Soweit zur Innenpolitik, hier war auch ungefähr die Hälfte der Rede um.

Der Krieg gegen den Terror wird weitergehen.
Ein »Project Bioshield«, in das 6 Mrd. USD investiert werden, soll die amerikanische Bevölkerung vor (terroristischen) Angriffen mit biologischen Waffen schützen. [Einzelheiten dazu konnte ich mir nicht aufschreiben, aber ich meine mich zu erinnern, dass er einige Erreger beim Namen nannte, dann aber nicht weiter ins Detail ging.]

Es folgte ein Block, in dem er kurz auf die Staaten der von ihm so benannten »Achse des Bösen« einging.
Irak: Könnte Waffen an Terror-Gruppen verkaufen. Die USA sähen sich in der Verantwortung, die Menschheit davor zu beschützen. Viele Staaten unterstützen die USA dabei, aber der Kurs der USA hänge nicht von anderen ab. [Das ist ein sehr wichtiger Satz, denn daraus könnte man ablesen, dass die USA ggf. die UN umgeht, wenn sie nicht, zu spät oder nicht in ihrem Sinne entscheiden.]
Iran: Demokratie und Meinungsfreiheit werden unterdrückt. [Kuweit, Saudi-Arabien und Pakistan erwähnte er aber nicht...]
Nord-Korea: Hat die Welt belogen, was sein Atomprogramm anbelangt. Amerika und die Welt lassen sich »not be blackmailed.« [Diesen Ausdruck kenne ich nicht.] Der Atomkurs von Nord-Korea wird NK in die Isolation führen. Die USA arbeiten mit NKs Nachbarstaaten an einer friedlichen Lösung.

Im Rest seiner Rede ging Bush detaillierter auf den Irak ein. Zu Beginn dieses Abschnitts zählte er seine Argumente auf:
Im Irak dürfe es erst gar nicht so weit kommen wie in NK.
Irak darf nicht die Region und die USA bedrohen.
Sanktionen, Isolation und militärische Aktionen gegen Einrichtungen im Irak haben nach 12 Jahren nicht geholfen; der Sicherheitsrat gab dem Irak eine letzte Chance. Die Inspektoren hätten nicht die Aufgabe, im Irak, der so groß sei wie Kalifornien, nach Massenvernichtungswaffen zu suchen. Die Beweislast läge beim Irak, er muss den Inspektoren beweisen, dass er abgerüstet hat. 16 leere Hülsen von C-Waffen-tauglichen Granaten wurden gefunden, die UN wiesen aber auf ca. 20.000 [Oder waren es nur 16.000?] weitere Granathülsen hin, über deren Verbleib der Irak keine Auskunft gab.
Die Befragung von Wissenschaftlern durch die Inspektoren klappe nicht einwandfrei.
Es könnte [Oder war es: gibt?] eine Verbindung zwischen Irak und al-Qaida.
»Wir werden alles unternehmen, um eine Wiederholung von 9-11 zu vermeiden.«
Man dürfe nicht auf das Eintreten eines Ernstfalls warten, sondern müsse die Bedrohung gleich angehen.
Saddam hat ABC-Waffen bereits gegen die eigene Bevölkerung eingesetzt und schreckt auch vor Folter nicht zurück: »Wenn das nicht “böse” ist, dann hat “böse” keine Bedeutung.«
Bush richtete eine Nachricht an die irakische Bevölkerung: »Der Feind umzingelt nicht Euer Land, er regiert Euer Land. Es wird der Tag kommen, an dem das Regime zusammenbricht und es wird Eure Befreiung sein. Freiheit und Demokratie werden zu Euch kommen, so wie bereits in Afghanistan.«
Am 5. Februar will Colin Powell die bislang zurückgehaltenen Beweise vorlegen, die diese Thesen stützen.
Wenn Saddam nicht abrüstet, werden die USA eine Koalition anführen, um ihn zu entwaffnen.
Manchmal müsse Frieden verteidigt werden.
Die USA wollen keinen Krieg, aber wenn er sich nicht vermeiden lässt, werden die USA in den Krieg ziehen und dann mit aller Härte handeln.
Freiheit für die Menschen ist kein Geschenk der USA, sondern Gottes Geschenk an die Menschen.

Letzter Kommentar zur Rede:
Am Anfang in einigen innenpolitischen Ankündigungen überraschend, außenpolitisch wenig Neuigkeiten. Zur Innenpolitik: Schön, wenn’s so kommt, aber das interessiert mich hier in Good Ol’ Germany eher am Rande. Zur Außenpolitik: Ich bin nach wie vor ausgesprochen skeptisch.

Zur Bush-Rede gibt es bereits einen Kommentar von Gerhard Spörl bei Spiegel-online, der schwerpunktmäßig das politische Umfeld beleuchtet.

Erschienen am Mittwoch, 29.01.2003 @ 6:26 | Kommentare deaktiviert
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Gedanken zu den neuen Power Macs

Einige Dinge fallen bei den neuen Power Macs auf, die Apple gestern in einem silent upgrade vorgestellt hat:

  1. Alle Modelle der Linie wurden um ca. 20% im Preis gesenkt.
    Beim Einsteiger-Modell erreichte Apple dies, in dem u.a. nur noch ein Prozessor verbaut wird; erst ab dem nächsthöheren Modell gibt es Dual-Prozessoren. In diesem steckt auch nicht mehr ab Werk ein SuperDrive, sondern nur noch ein Combo-Drive. Der kleinste Power Mac ist mit 1.740 Euro Listenpreis (brutto) sensationell günstig — das könnte der Billig-Cube werden, den nicht nur ich gefordert habe. Angeblich hat Apple die Lautstärke-Probleme der Power Macs in den Griff bekommen.
  2. Neue Technik an Bord:
    Neben zwei FireWire 400-Ports gibt es nun auch einen Anschluss für FireWire 800-Geräte. FW800 wurde Anfang Januar bei den neuen Powerbooks eingeführt. Bluetooth serienmäßig gibt es allerdings nur im Top-Modell; bei den anderen Power Macs lässt sich Bluetooth per internen Adapter nachrüsten, für stolze 70 Euro. Da hätte Apple meiner Meinung nach nicht knausern müssen. Soweit ich informiert bin, ist Bluetooth eine relativ billige Technologie und meines Erachtens sollte da die Power Mac-Linie komplett auf dem Stand der Technik sein. Es wirft außerdem kein gutes Licht auf die zu erwartenden iMac-Updates: Wenn es Bluetooth built in nur im Top-End Power Mac-Modell gibt, bleibt es dann bei den künftigen iMacs (vorerst) ganz außen vor? Wird es FW800 gar nur im Power Mac und in den Powerbooks geben, aber nicht in der Consumer-Linie? Ansonsten sind die neuen Power Macs natürlich Airport-Extreme-fähig (WLAN nach 802.11g mit 54 MBit/s Übertragungsrate).
  3. Besseres SuperDrive:
    Das SuperDrive brennt DVDs nun mit bis zu 4-facher Geschwindigkeit (lesen mit 8-fach). CDs werden mit 32-facher Geschwindigkeit gelesen, CD-Rs bei 16-fach und CD-RWs mit 8-fachem Speed gebrannt.
  4. Das Design hat sich nicht geändert.
    Neu dürfte aber sein, dass sich an der Front ein Anschluss zur Audio-Ausgabe befindet. Was das genau für ein Port ist und wie das im Zusammenspiel mit den Anschlüssen auf der Rückseite funktioniert, weiß ich allerdings nicht. Manche Leuchte sagen ja, die spiegelnden Chrom-Verkleidungen vor den optischen Laufwerken und die »Ansaugstutzen« unten an der Gehäusefront stören das Design, aber mir gefällt es eigentlich ganz gut. Besser als z.B. der Schlumpf oder der Yikes/Sawtooth. Und natürlich sieht der aktuelle Quicksilver trotz »Zuhälter«-Optik (nicht mein Zitat) immer noch besser aus als jedes PC-Gehäuse, seien sie nun kantig wie eh und je oder neuerdings das Modell Elefantenfuß.
    Apple wirbt mit 4 USB-Anschlüssen am Power Mac, allerdings sind nur zwei davon an der Gehäuserückseite, die anderen beiden finden sich an der mitgelieferten Tastatur.

Wie vielleicht bekannt ist, werde ich mir in Kürze einen neuen Mac kaufen. Im Dezember verkaufte ich nach nur zehn Monaten meinen Power Mac (G4-733), da er mir zu Hause zu laut wurde. Ich überbrücke jetzt mit einem iBook (G3-500). Ich brauche aber noch einen weiteren Computer: Meine Schwester und mein Vater benutzen den Computer intensiv mit, und da kann es schon mal eng werden, z.B. wenn für meinen Vater eBay-Auktionen auslaufen, ich Fernsehsendungen (z.B. »Seinfeld«) via DV-Kamera auf Festplatte aufnehmen möchte oder Verena länger chatten will. Natürlich benutze ich ihn auch für ernsthafte Tätigkeiten. Es war recht bequem, als hier unter’m Schreibtisch noch der Quicksilver stand und Verena das iBook einfach in ihr Zimmer mitnehmen konnte (Airport/WLAN sei dank). Davon ab hoffe ich, demnächst tagsüber in einer Bürogemeinschaft zu sein, und da brauche ich auch einen Rechner (notfalls im Büro einen Power Mac und zu Hause weiterhin das iBook).
Ein neuer, zusätzlicher Computer muss also her. Ich warte natürlich noch ab, bis Apple die iMacs überarbeitet, die nun seit über einem Jahr nicht angerührt wurden (außer, dass das Modell mit 17″-TFT im Juli 2002 dazu kam, aber ansonsten hat sich nichts geändert, auch nicht die Taktfrequenz, seit einem Jahr wohlgemerkt). Wer weiß, welches dann das beste Angebot ist. Aber ich überlege ernsthaft, mir wieder einen Power Mac zu kaufen: Wenn Apple die Lautstärke-Probleme in den Griff bekommen hat, dann geht das für mich in Ordnung. Der Rechner muss nicht nahezu unhörbar wie ein iMac sein, vor allem nicht, wenn er im Büro steht. Aber wenn er so leise ist wie mein alter Celeron-400 (als der Lüfter noch ganz war), dann geht das ok, selbst für zu Hause. Der iMac ist ein feiner Computer, aber er hat einen gravierenden Nachteil: Will man den Computer ausrangieren, weil er mit den wachsenden Ansprüchen nicht mehr mithalten kann, muss man das Display gleich mit zum alten Eisen geben, auch wenn es vielleicht noch sehr gut ist. Entweder, man kauft sich dann wieder ein All-in-One-Gerät oder es wird doch ein separater Monitor (sei es CRT oder TFT) fällig. Meine alte 17″-Röhre von Belinea, die noch bis Mitte Dezember am Quicksilver hing, war sechs Jahre im Einsatz. Und vielleicht hole ich den nochmal aus dem Keller hoch, denn er ist noch gut in Schuss (allerdings habe ich mir schon ein TFT gewünscht, da mir 70 Hertz Wiederholfrequenz ebenso zu wenig sind wie die sichtbare Diagonale des Monitors).
Die jetzt auslaufenden Modelle könnten möglicherweise zu günstigeren Preisen angeboten werden, aber einen der bisherigen Power Macs würde ich nicht mal geschenkt nehmen: Die Total Cost of Ownership wären wegen des zu erwartenden Gehörschadens höher.

Für einen Power Mac (im Gegensatz zum aktuellen iMac) spricht eine ganze Menge:

  • Erweiterbarkeit
    Abgesehen von der größeren Flexibilität, was den Monitor betrifft, werde ich das kaum benutzen. Und der Arbeitsspeicher, denn der Power Mac hat vier Bänke, der iMac nur eine (und eine weitere, die nicht so einfach zugänglich ist). Ich würde dann zur Grundausstattung von 256 MB RAM noch ein Gigabyte dazukaufen. Kostet bei DSP-Memory derzeit 150 EUR pro 512er Riegel.
  • Bessere Systemarchitektur
    Stichworte:
    - Xserve-Architektur
    - 1 MB L3-Cache (beim Top-Modell 2 MB) pro CPU
    - 167 MHz Systembus
    - 2 Prozessoren
    - bessere Grafikkarte (auch austauschbar für Doom 3)

Wenn, dann würde ich nicht das Einsteigermodell nehmen (ein 1 GHz-G4), das nur knapp über iMac-Niveau ist, sondern gleich das Modell eins drüber: Dual-1,25 GHz. Kostet in der Grundausstattung bei Apple direkt 2.434,84 EUR (brutto). Ein DVD-Brenner darf’s aber schon sein, nachdem ich jetzt auch Videos filme. Im Apple-Store gibt es dazu die BTO-Option (built to order): Ich könnte das mittlere Modell mit einem SuperDrive bekommen. Der Preis wäre dann bei Apple: 2.700 Euro. Hui… An sich war mein Limit 2.000 bis 2.500 Euro, möglichst schon mit Erweiterungen (Speicher auf jeden Fall, AppleCare und ggf. Airport-Karte beim iMac). Und ich müsste dann nochmal meinen alten Belinae-Monitor aus dem Keller holen, denn ein 17″-TFT für 800 Euro ist dann keinesfalls mehr drin.
Der kleinste Power Mac (Single-1 GHz) kostet von der Stange 1.740 Euro, mit SuperDrive ziemlich genau 2.000 Euro.

Zwei Prozessoren bringen beim Mac, wie ich inzwischen schon öfter gehört habe, eine ganze Menge: Für Video besonders, aber auch sonst soll das System wesentlich flüssiger zu bedienen sein, da Mac OS X wohl recht gut für den Mehrprozessor-Betrieb geeignet ist.

Naja, mal abwarten, was die nächsten iMacs bringen.
Bin aber für Empfehlungen per Kommentarfunktion oder E-Mail dankbar.

Erschienen am Mittwoch, 29.01.2003 @ 9:20 | Kommentare deaktiviert
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Heute fasse ich mich kurz

Habe Kopfschmerzen. Gestern Abend war ich mit Klaus, Steffi und Martin in »Nemesis« (Star Trek X), Bericht folgt. Und ja, ich weiß, den versprochenen Bericht vom Silvester-Urlaub bin ich auch noch schuldig. Kommt, kommt.

Erschienen am Mittwoch, 29.01.2003 @ 23:03 | Kommentare deaktiviert
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Donnerstag, 30.01.2003

Ab und an mal die Beine vertreten

In Neuseeland hat sich ein 32-jähriger eine Thrombose <eingefangen, weil er täglich 12 bis 18 Stunden am Computer saß.
Ab und an mal die Beine vertreten, dann lässt sich sowas vermeiden. Und auch mal an sich selbst denken und ans aufhören denken.

Erschienen am Donnerstag, 30.01.2003 @ 12:51 | Kommentare deaktiviert
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Freitag, 31.01.2003

Morgen!

Für mich ist der Tag ja schon fast wieder gelaufen. Bin seit zehn Stunden wach (zuvor fünf Stunden geschlafen; ausgeschlafen).
Morgens um halb acht fuhr ich zwecks Behördengang in die Stadt. Ich dachte, ich fahre lieber zeitig rein, bevor im Laufe des Vormittags dann die ganze Meute kommt. Richtig überlegt, ich kam tatsächlich sofort dran. Dafür war ich dann weit vor meinen ursprünglichen Planungen fertig (8 Uhr 45). Ich aß bei McD zu Mittag (Frühstück war gegen 3 Uhr früh eine Schüssel Chocos mit Milch). An sich wollte ich noch einen Abstecher in den Horten machen, bevor ich wieder heimfuhr, aber der öffnete erst um halb zehn. Ansonsten tote Hose um die Zeit in die Stadt: Ich las ein wenig bis der Bus nach Hause um 09:35 Uhr fuhr.

Gestern Abend hat es ein wenig geschneit und die dünne Schneeschicht ist liegen geblieben (es hat minus vier Grad). Sieht sehr schön aus, denn die Landschaft ist wie gezuckert. Auf den Wiesen am Wegrand oder auf den Ästen und Zweigen der Bäume liegt eine hauchdünne Schneeschicht; man sieht jeden einzelnen Zweig.

Habe jetzt noch ein wenig mit einem Webdesign-Projekt zu tun. Nachher will ich noch etwas in einem Buch lesen. Wahrscheinlich mache ich mir gegen 16 Uhr Abendessen und gehe um 20 Uhr ins Bett, falls nicht noch jemand anruft, um in die Stadt zu gehen (selbst wenn, ich wäre wahrscheinlich zu müde).

Erschienen am Freitag, 31.01.2003 @ 10:28 | Kommentare deaktiviert
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Beware of the double-dip

Nein, nein, nein!

Erschienen am Freitag, 31.01.2003 @ 19:16 | Kommentare deaktiviert
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