Archiv für Samstag, 18.01.2003

Samstag, 18.01.2003

Another point of view

Notebooks als Desktop-Ersatz können auch Vorteile haben. Haben hat’s hier die Sicherung rausgehauen und mein iBook lief natürlich mit Batteriestrom weiter. Alle meine Browserfenster noch da, keine Arbeit verloren gegangen. Kurios war, dass ich gerade telefonierte und dann auch das Gespräch gekappt wurde (DECT-Telefon an einer ISDN-Anlage). Mit dem analogen Telefon meiner Eltern konnte ich aber weitertelefonieren, während Verena sich mit meiner Maglite den Sicherungskasten angesehen hat.
:-)

Erschienen am Samstag, 18.01.2003 @ 17:31 | Kommentare deaktiviert
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Was heute passiert ist, und was noch passieren wird

Heute morgen hatte ich wieder Kollegtag (darüber berichte ich später noch ausführlich).
Meine Schwester fuhr mich heute morgen mit dem Auto runter zur Bushaltestelle in Vach und ich war rechtzeitig um halb elf in der Schule. Diesmal etwas später, da die Techniker ihre Chemie-Feststellungsprüfung schrieben und die Sozialen eine Stunde Bio/Chemie hatten. Der Rückweg führte um 13:56 per RegionalExpress über Erlangen. Dort noch einen Happen gegessen (ein Lahmacun bei Döner-King und ein Döner bei Avrasya). Vorsorglich hatte ich heute morgen die Flasche wieder eingepackt, um sie heute bei Avrasya abgeben zu können und wieder mein Pfand zu kassieren.
Von Avrasya gibt es eine gute und eine schlechte Nachricht. Die schlechte: Ab Montag gibt es keine Stempelkarten mehr, nach dem Motto: zehn Döner kaufen, den elften umsonst bekommen. Dadurch konnte der durchschnittliche Dönerpreis bei elf Stück von 3 Euro auf 2,70 Euro gesenkt werden. Die gute Nachricht: Ab Montag kostet der Döner wieder 2 Euro 50. So viel kostete er zuletzt im Dezember 2001, vor der Euro-Einführung, nämlich fünf Mark. 2,50 EUR sind sogar etwas billiger, nämlich 4,89 DEM. Erwähnte ich bereits, dass ich mir von OS X 10.3 eine schnellere Taschenrechner-Applikation erwarte? Der eingebaute Rechner ist sowas von träge… Oder mal bei Versiontracker eine alternative Calculator-App suchen.
Im Altstadtmarkt kaufte ich etwas Käse. Ich wollte eigentlich auch noch einen bestimmten Stift (ein billiger Lamy-Tintenkuli), aber konnte ihn weder hier, noch in den beiden Müller-Drogerien in Erlangen oder im hiesigen Horten finden. Habe ihn im letzten September im Müller Nürnberg (am Lo’platz) gekauft, aber nach Nürnberg komme ich nicht mehr so häufig. Und nur wegen eines Stifts rüber fahren? Da kaufe ich mir lieber was richtiges. Und vielleicht hat der Nürnberger Müller den gar nicht mehr, denn wegen des Schulanfangs war die Schreibwarenabteilung zusätzlich ausgebaut. Interessehalber sah ich mir im Untergeschoss des Altstadtmarkts den Getränkemarkt an. Das Angebot an Schweppes Ginger Ale in 1-Liter-Glas-Mehrwegflaschen hat sich vergrößert, Schweppes in 3/4-Liter-Glas-Einweg gibt es gar nicht mehr. An kleineren Getränken, z.B. Cola, gibt es in den Kühlschränken nur noch (oder: endlich) Halbliter-Glas-Mehrweg. Wenn sich das durchsetzt (wobei mir Halbliter-PET-Mehrweg lieber wären), kann dieses Land schöner werden. Mehr zum Thema Dosenpfand habe ich erst gestern geschrieben.
Mit dem Bus heim um 15:45 ab dem Neuen Markt.

Daheim habe ich noch Verena beim Aufbau ihres IKEA-Schreibtischs geholfen. Sie hat jetzt, wie ich schon im Dezember, auch einen Rappel bekommen und ihren zehn Jahre alten Kinderzimmer-Schreibtisch an die Luft gesetzt. Sie hat sich exakt den selben Schreibtisch gekauft wie ich, nur dass er mittlerweile sagenhafte 63 Euro billiger geworden ist (94 Euro statt 157 für das Komplettset aus Tischplatte, vier Beinen und Zarge). Wer’s ganz genau wissen will: Platte 52 statt 87 Euro, Beine 24 statt 40 Euro und die Zarge für 18 statt 30 Euro. Meine Schwester ging aber noch einen Tick weiter und hat sich auch noch so eine Art Kommode gekauft. Eventuell noch was, ich habe da im Moment keinen Überblick. Muss warten, bis sie alles hergerichtet hat, das Chaos kann ich mir im Moment nicht ansehen. Mehr als nur einen neuen Schreibtisch zu kaufen wäre auch bei mir nicht verkehrt gewesen, aber das war mir nicht nur zu aufwändig, sondern auch zu teuer (habe durchaus überlegt). Der neue Schreibtisch bei mir war wirklich dringend.
Apropos: Gestern habe ich dann doch keine Hausaufgaben mehr gemacht, sondern weiter aufgeräumt. Das ist bei mir auch ein größeres Projekt. Heute habe ich mir den neuen Newsletter der Männerseiten angesehen und da entdecke ich doch prompt ein paar Tipps für den typischen Mann, wenn sich plötzlich unerwarteter Besuch ankündigt:

  1. Lichtverhältnisse modellieren
  2. Selektives staubsaugen
  3. Tagesdecken nutzen
  4. Vollmond
  5. Der verschlossene Raum
  6. Hohlräume nutzen
  7. Abwasch umgehen
  8. Schicksalsschlag
  9. Nur noch Minuten, Variante 1 – Der Blitz-Frühjahrsputz
  10. Nur noch Minuten, Variante 2 – FBI und BND

Sehr gut, kann ich nur empfehlen!   :-)
Vorhin (als die Sicherung rausflog) habe ich mit Claudia telefoniert, eine frühere Kollegin. Sie hat sich zusammen mit Freund und Kind einen neuen Computer gekauft und mich um ein wenig Einweisung, Unterstützung und Troubleshooting gebeten. Eigentlich auch schon wieder eine Woche her, aber ich dachte, ich rufe mal an. Es hat sich aber gezeigt, dass es bei ihnen nicht soooo brandeilig ist (es läuft alles, es geht mehr um eine Vereinfachung von Abläufen) und der Internet-Anschluss auch erst in drei Wochen kommt, den ich einrichten soll. Und heute haben die drei eh keine Zeit. Passt mir ehrlich gesagt ganz gut ins Konzept, da ich derzeit nicht so gut planen kann. Ich muss zeitlich etwas flexibel bleiben. Will hier nicht ins Detail gehen, aber Micha und Holger, Ihr wisst, worum’s geht. Aber der Support ist nicht aufgehoben, sondern nur verschoben. Das kommt schon noch.
Falls ich heute Abend nicht mehr zeitlich flexibel sein muss (und es sieht danach aus), bleibt Zeit für das eine oder andere Telefonat, weiter Aufräumen (ich veranschlage mehrere Tage, inkl. Ablage von Unterlagen) und Hausaufgaben für das Telekolleg. Ein Abend zu Hause.

Erschienen am Samstag, 18.01.2003 @ 18:15 | Kommentare deaktiviert
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Musik

Gabin: Gabin.
Vor genauer einer Woche auf Michas Party gehört, heute von Amazon gekommen.

Erschienen am Samstag, 18.01.2003 @ 18:19 | Kommentare deaktiviert
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Klasse!

Klaus Schallhorn, Suchmaschinen-Experte, wagt in seinem neuesten Newsletter einige Ausblicke auf das neue Jahr:

»2. Die Abacho AG [Endemann] wird mehrere Presse-Mitteilungen veroeffentlichen.«

Klaus’ Newsletter sind nicht nur wegen seiner fachlichen Kompetenz lesenswert, sondern auch wegen solcher Perlen.

Erschienen am Samstag, 18.01.2003 @ 18:22 | Kommentare deaktiviert
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Neue Kategorie: Telekolleg

Ab heute gibt’s bei my two cents eine neue Kategorie: »Telekolleg«.
Wie ich bereits vor einer Woche geschrieben habe, belege ich derzeit den Telekolleg-Kurs an der FOS in Fürth.
Ich denke es ist an der Zeit, eine eigene Kategorie für Einträge, das Telekolleg betreffend, einzurichten. Könnte hilfreich sein für alle, die sich darüber informieren wollen. Die Adresse, um alle Einträge der TK-Kategorie zu erreichen ist www.my-two-cents.de/index.php?cat=Telekolleg
Es wird allgemeine Informationen zum Telekolleg geben und natürlich auch Stories, wie es mir damit ergeht.

Eine kurze Einführung in das Thema (ich empfehle aber auch, den Eintrag von letzter Woche zu lesen):
Ich bin seit September 2002 dabei, das erste Trimester ist also schon rum (zweites Trimester hat frisch begonnen). Der Kurs dauert anderthalb Jahre, inklusive i.d.R. freiwilligem Vorkurs zwei Jahre. Sinn der Übung ist, auf dem zweiten Bildungsweg das Fachabi (»Fachhochschulreife«) zu bekommen, das übrigens nicht fachgebunden ist (ich könnte dann als Wirtschaftler auch Hauswirtschaft oder Informatik studieren, so lange es an einer Fachhochschule ist). Dieses Angebot gibt es bereits seit einigen Jahrzehnten; derzeit nur in Bayern, Rheinland-Pfalz und Brandenburg. Weitere Infos stehen auf der offiziellen Website telekolleg.de
Man ist wie gesagt nach anderthalb Jahren durch. Ich habe den Vorkurs nicht besucht, weil ich mir das relativ kurzfristig überlegt habe, hätte ich aber besser machen sollen. In Mathematik ist das Niveau für jemanden, der sieben Jahre aus der Schule draußen ist, sehr hoch. Man muss enorm viel Zeit aufwenden, um das vergessene Halbwissen wieder aufzufrischen und sich natürlich auch den neuen Stoff anzueignen. Ich habe diese Zeit nicht aufgewendet und mich dafür entschieden, in Mathe nicht weiter mitzumachen. Das bedeutet natürlich, dass ich im Jahr 2004 kein Fachabi-Zeugnis in die Hand gedrückt bekomme, aber man kann die fehlenden Fächer im nächsten Kurs nachholen (2004-2006) und wird dann etwas später fertig. Das ist seit der Neukonzeption des Telekollegs möglich (»Kreditsystem«, ich bin im ersten Kurs nach der Neugestaltung). Die Neuordnung hat zur Folge, dass weniger Stoff vermittelt wird, allerdings auch in einer kürzeren Zeit.
Unangemeldete Extemporalen oder Schulaufgaben werden nicht geschrieben. Es gibt eine bestimmte Anzahl von »Feststellungsprüfungen« (FP): In Fächern, die nach einem Trimester schon wieder vorbei sind (z.B. Sozialkunde für alle oder Physik für die Wirtschaftler und Sozialen) ist die FP dann auch gleich die Endnote. In den Hauptfächern gibt es FPs am Ende des ersten und am Ende des dritten Trimesters. Die Noten der FP in den Hauptfächern fließen in die Abschlussnote ein; es gibt dort natürlich auch noch eine Abschlussprüfung, die zentral vom Kultusministerium gestellt wird (die FPs denken sich die Lehrer selbst aus). Nach der Abschlussprüfung kann man noch in die mündliche Prüfung gehen (freiwillig), um seine Note zu verbessern, falls man auf der Kippe steht (die Gewichte der FP- und Abschlussprüfungs-Noten entspricht etwa dem System der Jahresfortgangsnote in der Realschule).
Meine Angaben beziehen sich auf Bayern. Und ohne Gewähr und Pistole; im Zweifelsfall selbst bei einer TK-Schule nachfragen.

Wie funktioniert’s?
Den Stoff bekommt man in täglichen (MO-FR), halbstündigen Sendungen. Werktags um 13 Uhr im Bayerischen Rundfunk oder Samstag-Vormittag die Wiederholung (oder eben Videorecorder). Wegen der Neugestaltung des Kurses (seit x Jahren auch unter dem Namen »Telekolleg II« bekannt, keine Ahnung, seit wann es »Telekolleg I« nicht mehr gibt) werden teilweise noch alte Sendungen ausgestrahlt. Für die Algebra tritt z.B. nochmal Prinz Eisenherz wie vor 20 Jahren auf den Plan. Sendungen, die wegen des neuen Zuschnitts des Stoffs nicht mehr gezeigt werden müssen, werden natürlich auch nicht gesendet. Die Sendereihe zu Deutsch ist aber völlig neu: Neues Design, neuer Moderator, neue Filmbeiträge, alles auf dem Stand von 2000 und 2001.
Zusätzlich gibt es Begleitmaterial in Form von Büchern und Hausaufgabenbögen sowie in manchen Fächern auch CD-ROMs (laufen nur auf Windows-Systemen, nix Mac). Das Begleitmaterial kommt von der TR Verlagsunion, die auch die Verwaltung der Telekollegiaten übernimmt. Das Material kostet in jedem Trimester knapp unter hundert Euro. Die einmalige Anmeldegebühr ist 25 Euro. Bei der Anmeldung kann man auch angeben, wenn man keine Bücher beziehen möchte, z.B., wenn man sie von einem früheren TK-Teilnehmer übernimmt (aber Vorsicht: das TK wurde wie gesagt zum September 2001 völlig neu konzipiert und die Hausaufgabenbögen braucht man trotzdem!).
Es gibt also die Sendungen und die Bücher. In den Büchern sind auch Übungsaufgaben. Die Hausaufgabenbögen müssen gemacht werden. Wer die Hausaufgaben nicht abgeben kann, darf nicht an den FPs teilnehmen und wer nicht an den FPs teilnimmt, darf die Abschlussprüfung nicht mitschreiben (aus dem Grund habe ich Mathe auf den nächsten Kurs geschoben: zur ersten FP im Dezember 2001 konnte ich nur eine von vier Hausaufgaben vorlegen). Der Zeitaufwand wird allgemein mit anderthalb Stunden täglich angegeben, man kommt aber auch mit weniger hin, je nach Vorkenntnissen und Aufnahmefähigkeit. Ich bereite mich jetzt gemütlich ein Jahr lang auf Mathe vor: Klaus ist Informatik-Student, für den ist das Schnullifax, und Micha ist Physik-Doktorandin; sie hat mir auch schon Hilfe angeboten.   :-)   Generell ist es nicht schlecht, wenn man sich mit den anderen Telekollegiaten zusammentut, Einzelkämpfer machen sich’s nur unnötig schwer. Also Lerngruppen bilden, Kontakt halten per Mail, Telefon, Chat oder Newsgroups.
Also, wir haben die Sendungen, die Bücher und die Hausaufgabenbögen. Das Telekolleg ist aber kein Fernstudium. Es gibt alle ein bis drei Wochen so genannte Kollegtage. Die stehen im Voraus für das ganze Trimester fest und sind immer Samstag-Vormittag. An diesen Kollegtagen werden die Hausaufgaben entgegen genommen, korrigiert wieder zurückgegeben und besprochen, außerdem werden an Kollegtagen die Prüfungen (FP und Abschlussprüfung) geschrieben. In Erlangen und Fürth finden sie an den dortigen Fachoberschulen (FOS) bzw. Berufsoberschulen (BOS) statt. Während man z.B. mit der Mittleren Reife (Realschulabschluss) danach die FOS in Vollzeit besuchen kann, um dort zu seiner (fachgebundenen) Fachhochschulreife zu kommen, ist das Telekolleg zu ausgelegt, dass man daran berufsbegleitend teilnehmen kann. Sprich, tagsüber arbeiten, abends lernen, samstags in die Schule. Die Lehrer im Telekolleg sind die selben, die auch werktags als Lehrer in den FOSen bzw. BOSen arbeiten.

Warum macht man sowas?
Um das Fachabi zu bekommen. In meinem Fall: Sieht gut im Lebenslauf aus (machen wir uns nix vor) und vielleicht will man ja doch noch mal studieren (das dann doch). Der Vorteil dabei ist, dass man es nebenbei machen kann. Es wäre also keine verschenkte Zeit, wenn man es doch nicht packt und dann eine Lücke im Lebenslauf zu erklären hat, außerdem kann man weiter Geld verdienen. Das ist aber auch der größte Nachteil dabei: Es nimmt einem viel Freizeit weg und samstags ausschlafen ist in der Regel nicht drin.

Soweit. Habe ich was vergessen? Im Falle eines Falles oder bei Fragen einfach einen Kommentar schreiben.
Was heute am Kollegtag passiert ist, schreibe ich heute Abend noch in einem separaten Eintrag. Kleiner Teaser: Es gab heute zwei Feststellungsprüfungen zurück.

P.S.: Bei der Gelegenheit (neue Kategorie eingeführt) habe ich wieder mal in der linken Navigationsleiste aufgeräumt. Der Abschnitt »RL-Friends in VR« ist komplett rausgeflogen. Dort waren die Homepages von Freunden aus dem richtigen Leben zu finden (real life friends in virutal reality). An deren Seiten hat sich selten was getan. Holgers Seite eggbert.de hat die Aufräumaktion allerdings überlebt, denn seit seinem Relaunch ist daraus ein richtiges Weblog geworden. Folglich ist der Link zu Eggbert im Abschnitt »Andere Weblogs« zu finden. Dort neu ist auch das Weblog von Carsten Dobschat (dobschat.de/sunlog. Er kommt aus Nürnberg.

Nachtrag (21:24 Uhr): Ich bin im Telekolleg an der FOS Fürth in Bayern, Wirtschaftszweig.

Erschienen am Samstag, 18.01.2003 @ 19:54 | Kommentare deaktiviert
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Ab vor den Fernseher!

Seit drei Minuten läuft auf Pro7 der geniale Film »Arlington Road« mit Jeff Bridges (von 1999). Es geht um einen Terrorismus-Experten, der beim FBI arbeitet. Der Film war in Deutschland komischerweise schon längst auf DVD zu haben, als er in den USA gerade in die Kinos kam.
Er wird heute Nacht nicht wiederholt (dafür der sehr viel schwächere »Species II«, wahrscheinlich dann um Splatter-Szenen angereichert).

Erschienen am Samstag, 18.01.2003 @ 20:22 | Kommentare deaktiviert
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Telekolleg: Stoffgebiet 1. und 2. Trimester

Hier habe ich mal die Themen in den Fächern des ersten und zweiten Trimesters zusammen geschrieben.
Für alle interessant, die vielleicht am nächsten Telekolleg-Kurs teilnehmen möchten oder für alle Nicht-Teilnehmer, um zu sehen, was ich in den nächsten drei Jahren vor habe, um mein Fachabi zu bekommen (eigentlich nur anderthalb Jahre, aber ich mache Mathe erst im zweiten Durchgang).
Oder ich reiße alte Wunden auf.   :-)

Weitere Informationen darüber, was das Telekolleg ist, gibt es in einem anderen Eintrag von heute. Alle Einträge zum Thema Telekolleg stehen in der neu eingerichteten Kategorie gleichen Namens.

 
 
1. Trimester (ab September 2002)
Deutsch (Lesen, Zappen, Surfen: Der Mensch und seine Medien):
- Kommunikation und Massenkommunikation, Massenmedien
- Printmedien
- Hörfunk und Fernsehen
- Internet
- Analyse journalistischer Darstellungsformen
- Objektivität, Subjektivität und Wahrheitsgehalt
- Verfälschung, Manipulation und Klischees
- Propagande und journalistische Ethik
- Mediendesign
- Wirkungsweise der Medien, Probleme der Mediennutzung
- Medienveränderung: gesellschaftliche Veränderung?
- Orientierung in der wachsenden Informationsflut
An den Kollegtagen wurden vom Deutschlehrer außerdem »klassische« Themen besprochen: Textart und -sorte, Kurzinformation, Stellungnahme, Erörterung, Argumentationsketten bzw. Aufbau eines Arguments. Ich glaube, wir sind da etwas vorgeprescht.
In der ersten Feststellungsprüfung (FP) musste eine Stellungnahme verfasst werden (=Erörterung, aber nur in eine Richtung argumentieren, nicht pro und contra).

Englisch:
Ehrlich gesagt habe ich in das Buch nicht reingeschaut und auch nur die ersten vier oder fünf Sendungen gesehen. Die Mitarbeit im Unterricht hat mir mehr gebracht, aber ich habe es insgesamt in Englisch ziemlich schleifen lassen (z.B. nicht mit Grammatik beschäftigt), weil ich schon relativ gut in Englisch bin (außer in Grammatik).

Sozialkunde:
Wird im ersten Trimester abschließend behandelt.
Schwerpunkte waren Wahlen (allgemein und auf die BRD bezogen), europäische Institutionen, Erweiterung der EU.

Mathematik:
Algebra:
- Graphische Löschung von Gleichungssystemen
- Einsetzungsverfahren
- Additionsverfahren
- Quadratische Funktionen
- Nullstellen der quadratischen Funktion
- Quadratische Gleichungen
Vektoren und Matrizen:
- Vektoralgebra I
- Vektoralgebra II
- Vektoren in der Geometrie I
- Vektoren in der Geometrie II
- Matrizen und Gleichungssysteme
- Lösungsverfahren für Gleichungssysteme (inkl. Gauß-Algorithmus)
- Matrizen in der Geometrie


2. Trimester (ab Januar 2003)
Deutsch (Reden, Schreiben, Präsentieren: Mit Texten arbeiten):
- Rhetorik
- Referat
- Diskussion
- Vorstellungsgespräch
- Nachricht, Reportage, Feature
- Kommentar, Leitartikel, Glosse
- Rezension und Kritik
- Sprache der Werbung
- Protokoll und Gesprächsnotiz
- Textanalyse
- Erörterung: Argumente sammeln und ordnen
- Textanalyse und Erörterung: eine Meinung vertreten

Englisch:
Keine Ahnung.

Physik (Mechanik):
Sozialkunde wurde im ersten Trimester abschließend behandelt, die Note der FP ist gleichzeitig die Abschlussnote. Ab diesem Trimester gibt’s Physik: Für die Wirtschaftler und Sozialen nur dieses eine Trimester, die Techniker bekommen noch mehr Physik im vierten Trimester.
- Gleichförmige Bahnbewegung und Kreisbewegung
- Überlagerung von Bewegungen
- Gleichmäßig beschleunigte Bewegung
- Beschleunigte Bewegung mit Anfangsgeschwindigkeit
- Freier Fall und Wurfbewegungen
- Trägheit, Kraft und Masse
- Kräfte und einfache Maschinen
- Energie und Arbeit
- Kinetische Energie und Energieerhaltung
- Spannenergie und Leistung
- Drehmoment und Rotationsenergie
- Planetenbewegung und Gravitation
- Gravitationsfeld und -potential

Mathematik:
Analysis, Folgen und Grenzwerte:
- Folgen
- Monotonie von Folgen
- Grenzwert von Folgen
- Grenzwertsätze
- Monotone Folgen
[Nicht mehr mit dabei, denn folgende Stoffgebiete fallen durch die Neugestaltung des TK weg: Kreisberechnung, Prisma und Pyramdie, Zylinder, Kegel und Kugel; zufällig habe ich hier ein altes Buch in Händen.]
Differential-Rechnung:
- Grenzwerte bei Funktionen
- Tangentenproblem
- Ableitungsregeln I
- Ableitungsfunktionen in Anwendungen
- Differenzierbare Funktionen: stetige Funktionen
- Ableitungsregeln II
- Kettenregel
- Kurvendiskussion I
- Kurvendiskussion II
- Extremwertaufgaben I
- Extremwertaufgaben II

Die Stoffgebiete der nächsten beiden Trimester sind mir noch nicht bekannt. Die Bücher für das dritte Trimester wird’s wohl erst März/April geben. Deutsch und Mathe hat man drei Trimester lang, Englisch bis zum Schluss. Die Abschlussprüfungen in Deutsch und Mathe sind bereits im Juli 2003, in Englisch und den fachrichtungsspezifischen Hauptfächern (Techniker: Physik, Wirtschaftler: Wirtschaft, Soziale: Psychologie) im Dezember 2003. Ob der nächste Kurs dann schon im September 2003 oder erst im September 2004 anläuft, ist mir nicht bekannt.

Ich beantworte gerne Detailfragen (bitte die Kommentarfunktion benutzen), wenn z.B. jemand wissen will, was sich in Mathe bei Differential-Rechnung hinter »Ableitungsregeln I« verbirgt, aber ich wollte hier nicht die kompletten Inhaltsverzeichnisse mit allen Unterpunkten abschreiben.

Erschienen am Samstag, 18.01.2003 @ 20:48 | Kommentare deaktiviert
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Kollegtag heute

Heute kam ich, wie gesagt, erst um halb elf in der Schule an. Die Techniker schrieben anderthalb Stunden Chemie-Feststellungsprüfung, dann Viertelstunde Pause und im Anschluss daran Bio/Chemie für die Sozialisten (zwei Euro in die Wortspielkasse). Für mich begann der Tag mit Englisch, danach eine Pause, Physik und Deutsch. Zu Mathe wollte ich dann gehen, da ich in Mathe in diesem Kurs ja keine Abschlussprüfung schreibe. Es ergab sich dann, dass aus einer Physik-Stunde zwei wurden, weil Physik letzte Woche ausfiel, und Mathe wurde durch Deutsch in der 7. Stunde ersetzt.

In Englisch wurde die im Dezember geschriebene Feststellungsprüfung (FP) zurück gegeben und besprochen. Der Notenschnitt war bei 3,66 und für mich sprang, trotz minimaler Vorbereitung, eine 2 raus. Das Ergebnis in Englisch konnte ich schlecht kalkulieren, hätte alles zwischen 4 und 2 sein können. Meine Schwächen lagen ganz klar im Teil »working with words« (paraphrase, explanation…) und dem Grammatik-Teil (das war mir klar). Meine Stärken hatte ich in den beiden anderen Teilen: Fragen zum Text und die Übersetzung (in der Prüfung von Englisch nach Deutsch, ein Newsweek-Artikel). Meinen beiden Kollegen in der Bank links und rechts ging’s nicht so gut, die kassierten beide eine 5.
Die Englischlehrerin meinte, sie hätte oft die Erfahrung gemacht, dass es durchaus Leute gibt, die einen schwachen Start haben (5 in der Feststellungsprüfung), aber dann zum Schluss hin besser werden. Das erste Jahr sei sowieso das schwerste, und jetzt kämen auch viele Ferien. Selbst wer eine 6 hat, ist deswegen nicht raus aus dem Kurs: Die Noten aus den FPs fließen in die Gesamtnote ein. Wer in der zweiten FP in einem halben Jahr eine bessere Note schreibt, kann sich dadurch verbessern. Und auch mit der Abschlussprüfung und ggf. mit der freiwilligen mündlichen Prüfung kann man noch einiges rausholen.

Physik war sehr interessant. Meinen Physik-Lehrer ab der 8. Klasse Realschule fand ich schon gut (war auch Klassenleiter sowie mein Mathe- und Informatik-Lehrer). Der Mann war mit Kompetenz, Lebenserfahrung und einem ordentlichen Schuss Sarkasmus ausgestattet. Der Physik-Lehrer, der sich uns heute vorstellte, ist aber schon ziemlich cool. Ich will nicht ins Detail gehen (vielleicht liest er ja mit), aber sein Stil gefällt mir, und ich war mit der Meinung nicht allein. Ein recht witziger, aber auch anschaulicher Unterricht, und das Tempo ist angemessen, man kommt gut mit. Das ist wirklich »physics for the rest of us«. In der ersten Stunde begann er mit einigen grundlegenden Dingen, z.B. wie er sich die Hausaufgaben wünscht. Er erzählte einiges von dem, was auf uns zukommt: Physik wird nicht unbedingt so sein, wie wir es von früher kennen, es wird in der Regel nur Rechenaufgaben geben. Und durchaus solche, deren langer Bruchstrich den Einsatz eines Lineals rechtfertigt. Selbstverständlich müssen alle Werte mit Einheiten beschriftet werden. Da fiel mir natürlich ein Zitat meines Realschul-Physiklehrers ein, dass er uns so gut wie jede Stunde eingehämmert hat:

»Keine Einheiten, keine Punkte.«

Wobei das erste Trimester für die Wirtschaftler noch einfach sei, denn das befasse sich nur mit Mechanik: Geschwindigkeiten, Beschleunigung, Gravitation… Für die Techniker wird es »Einheiten nur so prasseln« wenn es »elektrisch wird.« Als Beispiele nannte er Voltmeter pro Sekunde (oder waren es Voltsekunden pro Meter?) und Tesla (das ist mir sogar ein Begriff). Also hätten wir es mit Metern und Sekunden noch leicht.
In Physik sei es schwerer als in anderen Fächern, über das Fernsehen einen Zugang zum Stoff zu bekommen. Trotzdem sollte man keine Sendung verpassen, damit es nicht gar so trocken wird. Er empfiehlt, keine Stunde zu verpassen, denn er hat bereits die Erfahrung gemacht, dass Leute an Physik gescheitert sind, weil sie es zu Beginn haben schleifen lassen, was in anderen Fächern vielleicht noch problemlos aufholbar war.
Am Beispiel eines t-s-Diagramms (y-Achse: Strecke, x-Achse: Zeit) und einer Ursprungsgeraden erklärte er uns, dass es sich dabei nicht, wie man meinen könnte, um eine Beschleunigung handelt, sondern um eine lineare Bewegung mit gleichbleibender Geschwindigkeit. Wir begannen daraufhin mit einigen grundsätzlichen Formeln und wie ein typisches t-s-Diagramm in den jeweiligen Fällen aussieht. Dann war die Stunde schon wieder rum.

Auch in Deutsch gab es die im Dezember geschriebene FP zurück. Die Aufgabe sah eine textgestützte Stellungnahme (Erörterung nur in eine Richtung, pro oder contra) zum Thema »Computerspiele nach Erfurt, Beispiel Counterstrike« vor. Der Schnitt war 3,31. Ich rechnete mit einer 3 bis 1, wobei ich eine 2 am wahrscheinlichsten hielt, und so kam es auch. Der Nachbar links griff leider auch hier ins Klo, der Nachbar rechts bekam aber noch eine 4-. Aber ich denke, dass das bei den beiden noch besser wird, keine Frage. Und wer weiß, vielleicht bin ich ja beim nächsten Mal nicht so gut in Form und schneide schlechter ab. Die Abschlussprüfung wird in einem ähnlichen Rahmen stattfinden: Auch rund 150 Minuten Zeit, aber man kann sich aussuchen, ob es eine Textanalyse, Erörterung oder noch was drittes sein soll und es wird auch mehrere Themen geben.

Um 13:45 brachen wir auf und ich bekam noch meinen Zug (RE) um 13:56 nach Erlangen.

Ich bin zufrieden mit dem heutigen Tag. Mit zwei Zweiern kann man nicht meckern.

Erschienen am Samstag, 18.01.2003 @ 22:35 | Kommentare deaktiviert
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