Archiv für Februar 2003
Samstag, 01.02.2003
Für die zwei Leute (wenn’s hoch kommt), die es interessiert: Habe doch tatsächlich von zwei Uhr (früh) bis halb sieben (auch früh) geschlafen, nachdem ich gestern von 12 bis 18 Uhr geknackt habe (und davor von DO, 19 Uhr bis FR, 00:30).
Bin zuversichtlich, dass ich jetzt mal wieder für zwei Wochen synchron mit dem Rest der Bevölkerung lebe.
Erschienen am Samstag, 01.02.2003 @ 10:21
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Tags: Leben
Mein Musikgeschmack ist sehr breit: Von Rock (80er, 90er) über Eletronic Listening (Chicane, Cafe del Mar-Compilations, neuerdings Gabin), Industrial (Nine Inch Nails, Massive Attack) bis hin zu Big Beat (Fatboy Slim, Chemical Brothers) oder Schwermetall (Metallica). Ich habe in
iTunes sogar eine »Manchmal brauch’ ich sowas«-Playlist mit neueren Werken von Scooter, den DJs@Work oder Novaspace. Es ist also alles dabei, quasi von zart bis hart.
Eher in die erste Kategorie fällt bei mir seit etwas mehr als zehn Jahren auch Enya.
Ihre Musik kennen nicht all zu viele. Größere Bekanntheit erlangte sie durch den Titel »Orinoco Flow« (auf dem Album »Watermark« von 1988) und durch die Verwendung einiger ihrer Songs in Filmen (»Only Time« in »
Sweet November« oder »May it be« in »
Herr der Ringe – Die Gefährten«). »Only Time« (aus dem Jahr 2000) war in Deutschland und anderen Ländern wochenlang auf Platz 1 der Charts, nachdem in den USA ein Radiosender das Lied nach den Anschlägen vom 11.09.01 mit Textmeldungen unterlegte. Die Einnahmen aus dem Single-Verkauf
spendete ihr Label einem 9-11-Hinterbliebenen-Fonds, zu dem sie selbst 100.000 USD hinzu gab. Öffentliche Auftritte von ihr sind selten, da Enya als »medienscheu« gilt. Enya, geboren am 17. Mai 1961 in Irland, heißt eigentlich Eithne Ní Bhraonáin, ein irischer Name (in Englisch: Eithne Brennan).
Die Musik ist sehr ruhig, oft sphärisch, untermalt mit klassischen Instrumenten und natürlich der Stimme von Enya. In sehr vielen Songs spielen auch Überlagerungen von Stimmen eine Rolle. Ihre Texte singt sie meistens auf Englisch, es gibt aber auch Titel in ihrer Muttersprache Gällisch (Irish Gaelic, z.B. »Oíche Chiún«, einer irischen Version von »Silent Night«) und sogar in lateinischer Sprache (z.B. »Pax Deorum«).
Die Songs sind sehr schön zum Ausspannen, Ausruhen und Abschalten, wenn man mal nicht auf Ambient oder anderes aus der Sparte Electronic Listening zurückgreifen will. Ich habe ihre Musik aber auch schon bei Massagen auf Kirchenfreizeiten und in Dia-Vorträgen gehört.
:-)
Es gibt aber nicht nur sanfte Lieder, sondern durchaus auch kräftigere und schnellere Stücke von ihr, zum Beispiel »Storms in Africa«, »Orinoco Flow«, »Book of Days« oder »Lazy Days«. CDs von Enya befinden sich üblicherweise in der »New Age«-Abteilung (sofern es eine gibt, ansonsten wohl bei »Pop«).
Es gibt auch eine DVD mit 13 Musikvideos, zwei Making of und einem Interview mit Enya.
Die
DVD gibt es nur noch gebraucht
bei eBay zu Sammlerpreisen (ich habe letzten Sommer 35 EUR bezahlt…), denn die Auflage ist ausverkauft. Amazon führt die »Video Collection« noch auf
VHS-Kassette.
Ich besitze drei von sieben Alben:
- »Watermark« (1988)
- »Shepherd Moons« (1991)
- »The Memory of Trees« (1995)
Ihr Label ist Warner, aber bislang wird erfreulicherweise auf einen Kopierschutz verzichtet, so dass ich mir dank
iPod auch Busfahrten und Badewannen-Sitzungen versüßen kann.
Am 2. Dezember 2002 erschien das Box-Set »
Only Time – The Collection«, das aus vier CDs besteht. Es ist auf weltweit 200.000 Exemplare limitiert. Das erscheint viel, aber wird ein wenig dadurch relativiert, dass bislang bereits 60 Millionen Enya-CDs weltweit verkauft wurden. Einzelne Alben wie »Watermark« (1988) wurden zehn Millionen Mal verkauft, »A Day without Rain« (2000) 15 Millionen Mal.

Ich habe länger überlegt, ob ich mir das Set kaufen soll, denn der Listenpreis beträgt immerhin 40 EUR und viele Titel habe ich bereits wegen der drei Alben. Zurzeit bietet es Amazon 25% günstiger an, also für nur 30 Euro. Für den Preis habe ich auch zugeschlagen, nachdem ich mir mal angesehen habe, wie viele Titel für mich tatsächlich neu in meine Sammlung dazu kommen, wenn ich mir das Set kaufe. 18 Songs hatte ich noch nicht; jedoch sind sechs Songs die ich bereits durch meine bisherigen Alben habe, sind nicht in der Collection enthalten, darunter auch sehr schöne Titel wie »Smaointe…« (von »Shepherd Moons«) oder »On My Way Home« (von »The Memory of Trees«). Am Mittwoch kam die Lieferung, von daher gab es in den letzten Tagen kaum etwas anderes, was bei mir in iTunes
gespielt wurde.
Insgesamt sind auf den vier CDs fünfzig Titel enthalten, die Enyas Musik aus den letzten 16 Jahren abdecken. Auf der vierten CD gibt es außerdem ein Quicktime-Video von »Oíche Chiún« (BBC-Aufführung vom 25.12.1996). Das Set kommt in einer relativ großen Hülle daher: etwa so hoch wie zwei CD-Hüllen (25,5 cm) und so dick wie zwei CD-Hüllen (2 cm). Die Breite ist etwa normal (14 cm). Die Hülle sieht sehr edel aus, denn sie ist mit lilanem Samt umschlagen, in den auf der Vorderseite in der oberen Hälfte ganz leicht ein Blättermuster eingeprägt ist. Das Enya-Logo ist in goldener Farbe eingeprägt und darunter in einer serifenlosen Blockschrift der Titel »Only Time – The Collection«. Diese Prägung findet sich etwas kleiner auch auf dem Rücken des Sets. Auf der Rückseite ist ein Blatt auf den Samt aufgelegt, das oben und unten durch zwei runde, transparente Aufkleber gehalten wird. Es listet die Tracks der vier CDs auf. Mit der Zeit wird es wohl leider die Farbe verlieren und evtl einreißen oder einknicken, aber ich weiß nicht, wie man das besser hätte lösen können. Innen befinden sich auf der linken Seite zwei CDs und auf der rechten; sie sind sehr ansprechend gestaltet (das Blattmuster von der Vorderseite wird wiederholt; jede CD ist in einer eigenen Farbe gehalten). In der Mitte befindet sich das Booklet: Leider etwas unpraktisch, denn es ist fest mit den beiden CD-Trägern links und rechts verbunden. Man kann es nicht herausnehmen, sondern muss mit dem ganzen Set in der Hand lesen. Das Booklet ist ebenfalls sehr schön gestaltet: Auf 48 Seiten gibt es die Texte aller Songs und zu den meisten Titeln auch zwei, drei Sätze, wie sie entstanden sind. Auf jeder zweiten Seite findet sich ein ganzseitiges Foto. Und, das darf ich mal sagen, Enya ist (immer noch) eine ausgesprochen attraktive Frau.
:-)
Enya 2001 und 1988
Ich kann dieses Set nur empfehlen, auch, wenn man schon Alben von Enya besitzt (so wie ich drei). Es gibt zwar keine unveröffentlichten neuen Songs auf den CDs, aber es sind einige Titel dabei, die bislang nur auf Singles veröffentlicht wurden.
Wem Enya zusagt, und vielleicht erst vor kurzem mit einem Album eingestiegen ist, kann seine Sammlung auf einen Schlag relativ günstig erweitern. Für den Neugierigen eignet sich das Set vielleicht weniger, da es mit bis zu 40 Euro doch relativ teuer ist, um es sich auf gut Glück zu kaufen. Ich glaube aber, dass Fans von ruhigerer Musik an Enyas Platten Gefallen finden können.
Weitere Infos zu Enya:
- offizielle internationale Website: enya.com
- offizielle deutsche Website: enya.de
- umfangreiche Fan-Site (mit großer FAQ): enya.org
- ausführliche Discographie
Erschienen am Samstag, 01.02.2003 @ 16:13
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Tags: Leben
Sonntag, 02.02.2003
Noch ein kurzer Bericht von Samstag-Abend.
Es hat sich recht spontan ergeben, dass Michl und ich zu Babs und Richard fuhren. Die Wahl zwischen Risiko und DVD-Abend (mit Beamer und Bettlaken) fiel zu Gunsten der DVD aus.
Wir kamen gegen 19 Uhr an und köchelten erstmal zusammen ein Abendessen: Schweinecurry mit Mango, Lauch und Klebreis aus dem Wok. Ich habe bislang mit Woks oder asiatischem Essen generell keine Erfahrung gesammelt, aber ich muss sagen: Sehr lecker! Ich bin ja kein Fan von Gemüse, aber es hielt sich recht dezent im Hintergrund. Der Curry gab dem Ganzen eine pikante Note, ohne zu sich zu sehr in den Vordergrund zu drängen. Ich muss mir von Babs unbedingt das Rezept geben lassen. Einen Wok schaffe ich mir noch nicht an, dafür ist in der Küche definitiv kein Platz mehr. Aber eine Pfanne tut’s ja auch.
Von den Filmen die ich mitbrachte, viel die Wahl auf
die DVD mit der Gaunerkomödie »
Banditen«. Ich hatte ihn 2001 schon im Kino gesehen und kann ihn durchaus empfehlen. Anfang des zweiten Drittels hat er ein paar Längen, aber insgesamt eine Reihe guter Gags und eine überraschende Wendung.
Kurz nach 23 Uhr brachen wir wieder auf. Heia gegen halb zwei.
+++
Heute gegen sieben Uhr aufgestanden. Den Vormittag über habe ich eigentlich nichts anderes gemacht, als Video zu schauen und in einem Buch zu lesen.
Am Nachmittag habe ich zusammen mit meinem Vater ein Stück Wand in meinem Zimmer übertapeziert, das war fällig. Dürfte die nächsten fünf Jahre einigermaßen ansehnlich aussehen, aber so lange will ich da nicht mehr wohnen bleiben. Vielleicht noch zwei Jahre. Aber ich ziehe erst nach Verena aus; ein Versprechen, das ich hier nicht näher erläutern will.
Später am Nachmittag eine ausgedehnte Surf-Session, um Informationen zu Apples neuem Power Mac einzuholen. Ausführliches Posting dazu folgt heute Abend. Wirklich, es ist schon fertig geschrieben.
In 15-20 Minuten fahre ich erstmal in die Stadt. Später dann noch
Mac-TV und
Spiegel-TV, wie jeden Sonntag. Und dann wieder zeitig schlafen gehen, nach Spiegel-TV.
Erschienen am Sonntag, 02.02.2003 @ 17:30
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Tags: Leben
Ich sitze ein wenig auf Kohlen: Ich würde mir gerne einen der
neuen Power Macs zulegen, zögere aber noch etwas. Im Prinzip ist die Entscheidung klar: Es soll ein Single-1 GHz mit einem SuperDrive statt des Combo-Drives werden, außerdem mit einem zusätzlichen 512 MB-Speicherriegel (dann stecken 768 MB im Rechner) und dem
17-Zoll Studio Display. Der Mac kostet 1.899 Euro (mit dem SuperDrive als BTO), das Display 739 Euro. Ich kaufe bei
entervisions.de in Erlangen, das ist bei mir anderthalb Kilometer weiter
im Nachbarort. Der Speicher kostet aktuell 109 Euro bei
dsp-memory.de. Macht zusammen 2.747 Euro, knapp 250 Euro über dem Budget.
Am Dienstag kommen
sehr wahrscheinlich neue iMacs, aber selbst wenn ich gegenüber der eben gerechneten Variante mit einem 1 GHz-17-Zoll-SuperDrive-iMac 800 Euro sparen könnte, quasi das Display umsonst bekäme, würde ich den Power Mac kaufen. Mir ist es sehr wichtig, das Display separat zu haben. Ansonsten brauche ich die Erweiterbarkeit des Power Mac eher weniger, abgesehen von den vier Speicherbänken (iMac: eine Bank nur für den Kundendienst zugänglich und eine Bank für den Kunden direkt unter der Bodenplatte).
Jetzt geht es mir nur noch um eine Sache: Wie laut oder leise sind die neuen Power Macs?
Den G4-733 habe ich im Dezember nicht nur wegen des fehlenden SuperDrives verkauft, sondern auch wegen dessen Lüfter-Lautstärke, auch wenn es noch nicht ganz so schlimm war wie bei den ersten MDD-Modellen (mirrored drive doors), die letztes Jahr zwischen meinem Quicksilver und den jetzigen neuen MDD-Modellen rauskamen.
Ich sitze deswegen ein wenig auf Kohlen, weil ich lieber früher als später eine neuen Rechner möchte. Seit zwei Monaten überbrücke ich hier mit einem 12-zölligen iBook (G3-500 mit 256 MB RAM und Jaguar), aber mit gleichzeitig geöffnetem Entourage, iTunes, Safari und Fireworks kommt es schnell ins Schwitzen und das Arbeiten wird träge.
In Bälde ziehe ich tagsüber in eine Bürogemeinschaft um; ist noch nicht spruchreif, aber auch deswegen hätte ich hier am liebsten schon gestern einen Zweit-Mac stehen gehabt.
Jetzt ist die Frage: Noch ein, zwei, drei vier Wochen warten um absolute Gewissheit über die Geräuschentwicklung zu haben oder besser gleich bestellen (denn wer weiß, wie lange ein BTO-Modell (built to order) so braucht, bis es hier aufschlägt)?
Es gibt bereits einige Indizien über den Lautstärkepegel der neuen Rechner. Am Veröffentlichungstag selbst hieß es in einer
Heise-Meldung, die neuen Geräte seien laut Apple wesentlich leiser. Aber nach dem, was Apple mit den letzten Geräten abgeliefert hat, können die viel erzählen, wenn der Tag lang ist.
Auf xlr8yourmac.com schrieb auch ein Leser, das neue Gerät sei wesentlich leiser. Aber was heißt »wesentlich«? Leiser als die ersten MDD-Modelle kann nicht so schwer sein, denn lauter ging es kaum noch. Aber wenn sie so weit leiser geworden sind, dass sie immer noch auf dem Level meines alten G4-733 sind, nützt mir das nicht.
Ein
Macwelt-Test schreibt, dass die neuen MDDs so leise seien, dass selbst ein alter G4-533 noch lauter sein soll. Aha, das klingt schon besser.
Aber ich warte noch ein paar Tage, bis sich entsprechende Informationen häufen. Evtl schreibt demnächst ein Leser in
de.comp.sys.mac.misc von seinen Erfahrungen, wenn bei ihm eines der neuen Modelle eintrudelt. Und mit etwas Glück ist in der
c’t am kommenden Samstag ja schon ein Test drin.
In einer
Randnotiz bei
Mac-TV will jemand erfahren haben, dass die Lüfter zwar anfangs leiser sind, aber im Laufe des Betriebs doch noch auf volle Touren kommen. Wenn sich das bewahrheitet, muss ich doch noch zum iMac greifen. Mal abwarten, was die c’t schreibt…
In einigen englischsprachigen Foren gibt es noch Threads mit Erfahrungen zu den neuen Modellen:
G4 Noise Forums:
FW800 Owners: Post your noise/quiet experiences
Are the new G4 PSs really more quiet?
MacNN Forums:
New Revised Powermac Arrives and Thoughts.
Who Purchased a New Powermac , Which model?
[Dieser Eintrag ist leider nicht XHTML-konform, da ich die &-Ampersands nicht zu & umformen kann; die Forum-Software bei g4noise.com gerät dann aus dem Tritt und findet den richtigen Thread nicht mehr.]
Erschienen am Sonntag, 02.02.2003 @ 20:00
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Tags: Apple, Mac
Montag, 03.02.2003
Which OS are you?, gesehen bei Kniebes.
Erschienen am Montag, 03.02.2003 @ 9:13
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Tags: Sonstiges
Mit etwas Verspätung hier noch die Friday Five
vom Fiene. Antworten von weiteren Teilnehmern sind wie immer dort zu finden.
1. Wann und wo bist du das erste Mal online gegangen?
Mit meinem ersten eigenen Account im April 1995 (einen
Scan des Schreibens habe ich noch). War damals ein
FEN-Account (Grüße an Cyberbob!), »Freenet Erlangen Nürnberg«.
Klaus hatte seinen FEN-Account (es120) ein paar Monate früher, bei ihm war ich zum ersten Mal online. Meine Cousine Kristin ging noch einen Tick früher online (es136) und dann kam ich (es142). »es« steht für Schüler (s) aus Erlangen (e) und 142 ist eine laufende Nummer.
Mein erstes Modem war ein 28.8er (Klaus hatte ein 14.4er, auch von Creatix, überholte aber später mit ISDN, das ich dann auch haben musste, weil sich Yahoo! so unglaublich schnell aufbaute). Ich wählte mich noch mit einem Terminal-Programm mit AT-Befehlen ein; Web war erst etwa ein Jahr später möglich, erst mit Lynx aus dem Terminal-Programm heraus, dann mit dem eigenen Browser (damals noch Mosaic und dann Netscape 2). Usenet war seinerzeit noch mit tin im Terminal. Einige meiner alten Postings kann man noch heute bei Google
nachlesen (die Gruppen waren bis ca. 1997 nur lokal verfügbar, wurden dann aber auch an andere Newsserver weitergeleitet). Die meisten IRC-Befehle habe ich inzwischen auch vergessen…
Ich war ungefähr fünf Jahre beim FEN.
2. Wann hast du deine erste Homepage ins Netz gestellt?
Im August 1997. Ich habe leider keine Kopie mehr davon, aber alle nachfolgenden Homepages stehen noch bei mir im
Archiv.
3. Mit welchem Provider/Anschluß gehst du heute online?
NEFkom, eine regionale Telefongesellschaft (»Nürnberg, Erlangen, Fürth«).
DSL-Flatrate mit derzeit 1 MBit/s Downstream und 200 KBit/s Upstream.
4. Wer hostet heute deine Homepage?
Klaus hat seit einigen Jahren seinen eigenen
Hosting-Service, kann ich empfehlen.
5. Wirkst du noch auf anderen Homepages mit?
Ich habe schon einige andere Websites gebastelt, siehe meine
Referenzen. Inzwischen ist
freimark.de meine Geschäfts-Website und
my-two-cents.de meine private Homepage (eben dieses Weblog). Mit
Holger (FEN-Account: es207) habe ich im Jahr 2000 mal das von ihm gegründete Web-Zine
Page207 geleitet und die E-Business-Firma
estrategist.de.
Erschienen am Montag, 03.02.2003 @ 10:00
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Tags: Sonstiges
Okay, ich geb’s zu. Ich bin dem »Superstar«-Fieber verfallen. Vor
drei Wochen gab ich zwar noch korrekt an, mich dafür nicht zu interessieren, aber inzwischen hat’s mich erwischt.
Bislang habe ich es nicht gesehen, weil ich mit Bohlens ätzenden Wertungen nichts anfangen konnte, die ich mal in einer der frühen Sendungen beim Zappen mitbekam.
Inzwischen muss ich aber zugestehen, dass man die beiden erfolgreichen Reality Soap-Konzepte von »Big Brother« und »Popstars« geradezu genial miteinander verbunden hat. Die verbliebenen Kandidaten haben durchaus was drauf (Juliette spielte wohl vorher schon in kleineren Musicals mit und Alexander hat Big Band-Erfahrung) oder zeichnen sich durch eine gewisse Skurilität aus: Karin meinte im Dezember zu mir, dass sie davon überzeugt sei, dass eine Frau gewinnen würde und wenn es Daniel tatsächlich schafft, hätte sie Recht behalten.
Die vorletzte Sendung vor drei Wochen habe ich nur sehr am Rande verfolgt (Motto: 80er). Dann habe ich doch etwas überrascht festgestellt, dass die Sendung mit ca. 10 Millionen Zuschauern bombastische Einschaltquoten einfährt und die Retorten-Single auf Platz 1 der Charts hochgeschnellt ist (mir gefällt das Lied ja nicht). Die Entscheidung vor zwei Wochen, die Sendung auszusetzen um nicht gegen »Wetten, dass…?« zu konkurrieren war genial, ebenso die Idee, die angehenden Möchtegerns am Schluss bei »Wetten, dass…?« auftreten zu lassen. Das Special, das an diesem Tag stattdessen auf RTL gezeigt wurde und den Weg der verbliebenen fünf Kandidaten vom ersten Casting bis zur letzten Show zeigte, war meine Einstiegsdroge. Die Show vom letzten Samstag (Motto: Big Band) habe ich mir auf Video aufgenommen und im Schnelldurchlauf angesehen (noch hält sich meine Begeisterung in Grenzen). Etwas bestürzend fand ich Daniels
Zusammenbruch am Schluss der Entscheidungssendung; das hätte nicht sein müssen. Aber mei, ist halt live. Inzwischen hat die Show einen enormen Bekanntheitsgrad erlangt, wenn sich sogar meine Tageszeitung (Nürnberger Nachrichten) im »Weltspiegel« (Panorma-Seite) mit der Show vom letzten Wochenende befasst, Spiegel-online in seiner Panorma-Rubrik über den Verlauf der Sendung berichtet oder einen Artikel zum SPD-Landtagswahl-Desaster von gestern mit »
SPD sucht den Superstar« überschreibt. In der Spiegel-Ausgabe dieser Woche gibt es einen durchaus lesenswerten Artikel zum Thema von Thomas Tuma (»
Von Bohlen und Reibach«).
Das Motto der nächsten Sendung, mit nur noch vier Kandidaten, ist »Disco/70er«.
Ach ja, ich habe natürlich auch einen Favoriten: Juliette.
Erschienen am Montag, 03.02.2003 @ 18:22
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Tags: Medien
Ist eine Überlegung wert.
Ich habe mir direkt nach Erscheinen des ersten
iPod im November 2001 das 5 GB-Modell gekauft. Im August 2002 verkaufte ich ihn, um mir das im Juli neu erschienene 10 GB-Modell zuzulegen, da meine mp3-Datenbank mittlerweile 6 GB umfasste (und das neue Modell hatte eine Tasche). Aktuell bin ich bei 9 GB angelangt und der iPod ist fast voll (auf den 10 GB passen tatsächlich nur 9,2 GB). Meine Musiksammlung nimmt zwar nicht mehr so schnell zu wie früher, aber ich muss jetzt schon anfangen zu jonglieren und Sachen löschen, wenn ich etwas neues hinzufügen will. Dass nicht mehr so schnell Neues dazu kommt, liegt an verschiedenen Gründen:
- Ich habe jetzt nahezu meine gesamten Musikbestände als mp3 auf Festplatte.
Alle CDs, die ich noch höre, sind jetzt in iTunes. Meine alten mp3-Sammlungen (damals noch zusammengenapstert und mit anderen getauscht) habe ich auch integriert. - Immer mehr Musik erscheint mit Kopierschutz.
Ich kaufe grundsätzlich keine CDs mit Kopierschutz. Ich will nicht riskieren, dass eine gekaufte CD nicht in iTunes einlesbar ist und dass ich sie deswegen nicht dort hören kann, wo ich will (z.B. auf meinem iPod im Bus). Auch zu Hause höre ich nur noch ganz selten auf meinem stationären CD-Player, da ich hier nicht zum Diskjockey werden will. Und für ein in der Funktion eingeschränktes Produkt gebe ich schon gar nicht so viel Geld aus, wie bisher. Außerdem bin ich ein Fan von Standards; richtige Audio-CDs entsprechen dem Red Book-Standard und tragen das CDDA-Logo (Compact Disc Digital Audio). Alle CDs mit Kopierschutz entsprechen nicht dem Standard und sind deswegen nicht kompatibler Datenmüll. Dass auf einigen CDs »zum Abspielen auf PCs« ein Bereich mit WMA-codierten Dateien liegt, hilft mir nicht: Ich habe keinen Windows Media Player und werde ihn mir auch nicht (mehr) installieren. Und in iTunes könnte ich die Titel deswegen trotzdem noch nicht importieren und auf den iPod bekomme ich sie auch nicht.
Übrigens hat, wenn man den Angaben bei amazon.de/.co.uk und .com glauben will, die neue CD von Massive Attack, »100th Windows« nur in Deutschland einen Kopierschutz und in den USA und UK nicht (wenn man aus der fehlenden Kopierschutzangabe bei .com und .co.uk diesen Schluss ziehen möchte). - Einzelne Tracks sind nicht erhältlich.
Ich habe mir in den letzten Wochen einige Titel aufgeschrieben, die ich gerne besitzen würde, aber ich komme nicht an sie ran. Sie werden nur auf Alben verkaut, mit elf anderen Songs für 15 Euro, die mich nicht interessieren. Und ich kaufe sehr wenig Singles, da mir 5 Euro für einen Song zu teuer ist. Es gibt in Deutschland schlichtweg keine legalen Angebote, bei denen ich zu einigermaßen erschwinglichen Preisen einen Song bekomme, den ich auch auf meinen iPod laden kann und der unabhängig von meinem Computer ist.
Auch wenn künftig meine mp3-Sammlung nur noch langsam wächst, könnte alle Nase lang ein neuer iPod interessant sein: Bei vollem iPod kann ich ihn nicht mehr als handliche FireWire-Festplatte nutzen. Und: Mit der Zeit geht auch der beste Lithium-Polymer-Akku den Bach runter, wie c’t in Ausgabe 10/2002 feststellte. Nach zwei bis drei Jahren ist Schluss, so dass es z.B. keinen Sinn macht, beim Kauf eines Notebooks einen zusätzlichen Akku auf Vorrat zu kaufen. Und der Akku im iPod lässt sich nicht austauschen. Wobei, man könnte einen iPod ja bis zum bitteren Ende als mp3-Player verwenden, danach noch als handliche Festplatte (funktioniert dann nur noch, wenn ein FireWire-Kabel angeschlossen ist, das den iPod mit Strom versorgt) und für den weiteren Musikgenuss kauft man dann erst einen neuen.
Wie komme ich überhaupt darauf? Macrumors meldet, dass demnächst mit neuen Mini-Festplatten von Toshiba zu rechnen ist. Apple verwendet 1,8-Zoll-Festplatten von Toshiba in den iPods. Derzeit verwendet Apple Festplatten mit 5 GB, 10 GB und 20 GB Kapazität, die ersten beiden sind 5 mm hoch, die 20er Platte 8 mm. Künftig gibt es von Toshiba 1,8″-Festplatten mit 20 GB (dann aber nur 5 mm dick), 30 und 40 GB (8 mm).
Erschienen am Montag, 03.02.2003 @ 18:54
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Tags: Apple, Mac
Bislang dachte ich, dass ein Viereck nur dann auch ein Rechteck ist, wenn alle vier Innenwinkel je 90 Grad betragen, eben rechtwinklig sind.
Laut Spiegel-online und Günther Jauch sind aber auch das Trapez und das Parallelogramm Rechtecke. Ich bin verwirrt.
Erschienen am Montag, 03.02.2003 @ 21:25
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Tags: Sonstiges
Dienstag, 04.02.2003
»
Frasier« kommt wieder!
Auf dem bekannten Sendeplatz (DI bis FR um 00:40, nach der Schmidt-Show und den Pseudo-Nachrichten auf SAT.1) läuft ab heute wieder die Serie mit meinem Lieblings-Psychologen.
Es handelt sich um die erste Folge der neunten Staffel, »Don Juan in Hell (1)«, es sind also brandneue Folgen.
Eine ganz kurze Einführung: Dr. Frasier Crane (Kelsey Grammer) und sein Bruder Niles Crane (David Hyde Pierce) sind beide Psychologen und gehören zu den oberen Zehntausend. Frasier gibt psychologische Ratschläge in einer Radiosendung in Seattle. Er wohnt zusammen mit seinem Vater, ein Polizist im Ruhestand (Martin Crane, John Mahoney), und dessen Physiotherapeutin Daphne Moon (Jane Leeves) in einer riesigen Wohnung in einem Hochhaus.
»Frasier« hat einen ganz eigenen Humor: Insgesamt eine ruhige Serie, aber mit viel Situationskomik.
Angeblich kommt nach den 24 Folgen der 9. »Frasier«-Staffel eine neue Staffel von »Becker« (auch eine geniale Serie). Die vierte »Becker«-Season soll ab 18.03.2003 anlaufen.
Kniebes weiß zu
berichten, dass »Enterprise« am 21.03.2003 starten soll. Zur Prime-Time, 20 Uhr 15.
Erschienen am Dienstag, 04.02.2003 @ 6:35
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Tags: Medien
Mein Vater meinte gestern Abend, laut Wetterbericht würde »runterkommen, was oben ist«. Heute Morgen dachte ich noch, er würde unrecht behalten, denn der Morgen und der Vormittag waren ausgesprochen sonnig und vergleichsweise mild, auch wenn es nur 3 Grad hatte.
Doch gegen 17:20 fing es plötzlich stark zu schneien an in Erlangen und innerhalb einer 3/4 Stunde war alles weiß, und auch auf den Straßen blieb der Schnee liegen.
Der Vorteil, wenn man, so wie ich
seit Samstag, täglich um 21 Uhr ins Bett geht ist, dass man um 5 Uhr morgens frisch und ausgeschlafen wieder aufwacht, und zwar ohne Wecker. Der Nachteil dabei ist, dass gegen 18:30 wieder akute Müdigkeit einsetzt.
Erschienen am Dienstag, 04.02.2003 @ 18:49
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Tags: Leben
Apple hat heute
erwartungsgemäß neue
iMacs vorgestellt (siehe
Heise-Meldung). Es handelt sich um ein klein wenig mehr als nur einen Speed-Bump: Der Prozessortakt wurde im Einsteigermodell von 700 auf 800 MHz erhöht und im großen Modell von 800 MHz auf 1 GHz. Gleichzeitig wurde aber die Modell-Linie gestrafft, denn es gibt jetzt nur noch zwei Grundkonfigurationen: Der langsamere iMac mit 15″-TFT und Combo-Drive sowie der schnellere mit 17″-TFT und SuperDrive. Die Grafik im kleinsten Modell wurde nicht verändert (nach wie vor GeForce2 MX, im großen GeForce4 MX).
Die deutschen Listenpreise (brutto): 1.506,84 EUR für den kleinen und 2.202,84 EUR für den großen. FireWire 800 bleibt der Profi-Linie (Power Macs und Powerbooks) vorbehalten, wie ich letzte Woche nach der Vorstellung der neuen Power Macs bereits
vermutete. Für unverschämte 2.775,76 EUR gibt es ein »ultimativ«-Modell des großen iMacs. Für happige 572,92 EUR Aufpreis gibt es 768 MB Speicher mehr sowie integriertes Bluetooth. Die beiden Standard-Konfigurationen müssen sowohl ohne Airport-Extreme als auch ohne Bluetooth auskommen; beides lässt sich nur gegen Aufpreis nachrüsten (im 15er sogar nur normales Airport), Airport-Extreme gibt’s selbst im »ultimativ«-Modell nur gegen mehr Geld.
Insgesamt würde ich sagen, dass dieses Update ziemlich enttäuschend ist. Aber das war eigentlich schon
letztes Jahr klar, denn an der Prozessor-Front wird es bis zum Sommer keine Besserung geben. Mit den neuen Powerbooks vom 7. Januar hat Apple recht gute Modellpflege betrieben, aber das mit den neuen iMacs von heute war nix. Ein Alibi-Speedbump. Aber da meine Erwartungen an dieses Upgrade eh schon niedrig war, hält sich meine Enttäuschung andererseits auch wieder in Grenzen. Meine eh schon niedrigen Erwartungen wurden voll erfüllt.
Die kleineren Verbesserungen, die sich in der o.g. Heise-Meldung nachlesen lassen (bisschen schnellerer Brenner, bisschen größere Festplatte…) sind IMHO eigentlich nicht der Rede wert.
Die Differenz zwischen dem 17″-iMac und meinem anvisierten Power Mac (Single 1-GHz, SuperDrive als BTO, 17″-Studio-Display) beträgt rund 600 Euro. Sofern die neuen Power Macs wirklich leiser als ihre Vor-Vor-Vorgänger sind (sprich: leiser als mein alter Einsteiger-Quicksilver-733, der bis Januar 2002 aktuell war), werde ich mir die Power Mac-Lösung kaufen. Leiser heißt, etwa 2,5 Sone. Bis zum Wochenende weiß ich hoffentlich mehr (dann kommt die neue c’t und bringt vielleicht einen Test der neuen Power Macs).
Außer dem separaten Display (das ist für mich ein KO-Kriterium) hat der Power Mac gegenüber dem iMac noch andere Vorteile, die den höheren Preis rechtfertigen:
- Bessere Erweiterbarkeit des Speichers
- 1 MB L3-Cache
- GraKa kann ggf. getauscht werden
Ich werde weiter berichten.
Zu den neuen iMacs von heute bringt
Mac-TV um 20:15 Uhr eine Sondersendung.
Erschienen am Dienstag, 04.02.2003 @ 19:13
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Tags: Apple, Mac
Laut der
letzten W3B-Umfrage von Fittkau & Maaß geben 17% der Teilnehmer an, Webangebote sollten werbe-
und kostenfrei sein.
Ich weiß nicht, ob diesen 17% bekannt ist, dass Server, Platz im Rechenzentrum, Strom, Speicherplatz, Bandbreite, Administratoren und Redakteure/Texter nicht auf Bäumen wachsen.
Erschienen am Dienstag, 04.02.2003 @ 20:03
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Tags: Web, webdesign
Suzana schreibt:
»Für Harald war dieses Wochenende sicher auch ohne Fernsehen sehr spannend; er war nämlich in Paris und London. In London hat er als Unternehmer einen Vortag in der renommierten “London Economic School” gehalten. Er wird also eine Menge zu erzählen haben. Außerdem soll er Geschenke von seiner Reise mitgebracht haben. Es erübrigt sich, zum Thema “Harald und Geschenke” noch etwas zu sagen.«
Geil. :-)
Erschienen am Dienstag, 04.02.2003 @ 20:20
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Tags: Medien
Mittwoch, 05.02.2003
- halbe Salatgurke
(geschält, in Scheiben geschnitten,
in Essig, Öl und Kräutern)
- zwei Salami-Brötchen
- Erdnussflips-Reste
Ansonsten nichts besonderes heute. In zehn Minuten »Der Bulle von Tölz«, dann in die Falle. Harald Schmidt und »Frasier« sehe ich mir morgen früh auf Video an (wie heute).
Den Tag verbringe ich damit, Websites und Newsgroups abzuklappern. Ich warte auf Erfahrungsberichte zum neuen Power Mac, aber wie es aussieht, kann ich auch gleich die c’t am Samstag abwarten. Wenn die keinen Test drin haben sollte und es bis zum Montag auch noch keine Erfahrungen im Web oder den News gibt, die über »quieter« hinausgehen, bestelle ich auf gut Glück, sonst zerreißt’s mich.
Morgen muss ich wieder, wie jeden Dienstag und Donnerstag, in die Stadt, zur Bestrahlung bei meinem Hautarzt. Macht Fortschritte.
Eigentlich habe ich am Samstag wieder Kollegtag und hätte Hausaufgaben abgeben müssen, aber ich werde bestenfalls Deutsch und Englisch abliefern können. Physik gibt’s dann beim nächsten Mal.
Erschienen am Mittwoch, 05.02.2003 @ 21:08
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Tags: Leben
Hier noch mein kurzer Kommentar zu den Landtagswahlen vom vergangenen Wochenende. Zunächst die Ergebnisse für das Protokoll:
Niedersachsen (in Prozenten):
- SPD: 33,4% (Landtag 1998: 47,9% | Bundestag 2002: 47,8%)
- CDU: 48,3% (35,9% | 34,5%)
- Grüne: 7,6% (7,0% | 7,3%)
- FDP: 8,1% (4,9% | 7,1%)
Niedersachen (in Sitzen):
- SPD: 63 (83)
- CDU: 91 (62)
- Grüne: 14 (12)
- FDP: 15 (0)
Hessen (in Prozenten):
- CDU: 48,8% (Landtag 1998: 43,4% | Bundestag 2002: 37,1%)
- SPD: 29,1% (39,4% | 39,7%)
- Grüne: 10,1% (7,2% | 10,7%)
- FDP: 7,9% (5,1% | 8,2%)
Hessen (in Sitzen):
- CDU: 56 (50)
- SPD: 33 (46)
- Grüne: 12 (8)
- FDP: 9 (6)
[Zahlen der Landtagswahlen 1998 und 2002: spiegel.de; Zahlen der Bundestagswahl vom 22.09.02: Nürnberger Nachrichten]
In Hessen ist das die absolute Mehrheit der Sitze, in Niedersachsen wird die CDU wohl mit der FDP regieren.
Sieht man sich nur die prozentualen Ergebnisse der Landtagswahlen von 1998 und 2002 an könnte man den Eindruck gewinnen, im Laufe von vier Jahren hätte sich die Stimmung eben gewandelt. Aber wie wir alle wissen, stieg der Verdruss über den Beginn der zweiten Amtszeit von Rot-Grün, und das hat sich eben im Wahlergebnis niedergeschlagen, da gibt es nichts dran zu deuteln: Der Stimmenverlust nach dreieinhalb Monaten ist enorm.
Dass für die SPD in Hessen nichts zu reißen war,
wundert mich nicht weiter. Etwas schade finde ich, dass die Stimmung sogar so schlecht und der SPD-Kandidat derart
unbekannt ist, dass die Mehrheit von Roland »Rolli« Koch (CDU) noch ausgebaut werden konnte. Dem »brutalstmöglichen Aufklärer«, der seinen Wahlkampf 1998 mit schwarzen Kassen finanziert und mit ausländerfeindlichen Kampagnen (»Wo kann ich hier gegen Ausländer unterschreiben?«) gewonnen hat.
An den grundsätzlichen Machtverhältnissen im Bundesrat ändert sich nichts. Die Union konnte ihre eh schon vorhandene Mehrheit durch die Eroberung Niedersachsens noch ein Stück ausweiten.
Allerdings stellen Union und FDP in der nächsten Bundesversammlung am 23. Mai 2004 die Mehrheit, und
könnten einen Unions-nahen Bundespräsidenten wählen.
Durch die solide Mehrheit der Union im Bundesrat wird die SPD gezwungen, enger mit der Union zusammenzuarbeiten. Für die Union ist diese Mehrheit auch Verpflichtung, mitzugestalten und nicht nur zu nörgeln. Es gibt auch Stimmen die sagen, dass Bundeskanzler Schröder nichts besseres passieren konnte als diese Landtagswahlen zu verlieren: Durch den Zwang zur Zusammenarbeit mit der Union kann er so vielleicht eher seine Reformen gegen den linken Flügel und den gewerkschaftsnahen Flügel durchsetzen.
Unionsobere und der Kanzler haben bereits gegenseitig eine bessere Zusammenarbeit angeregt, gewünscht und angeboten.
Sehr bezeichnend in diesem Zusammenhang sind Äußerungen von Friedrich Merz (CDU), der Bundeswirtschaftsminister Clement (SPD) gegenüber den Gewerkschaften
in Schutz nahm, als es in einer Talkshow mit Frank Bsirske (ver.di-Vorsitzender) um Reformen am Arbeitsmarkt ging:
»Und wenn dann der Herr Zwickel dem Herrn Clement und mir androht, dass dann ein eisiger Wind in diesem Land weht, lieber Herr Bsirske, dann lassen wir den mal wehen, diesen eisigen Wind. Und dann werden wir mal sehen, wer in diesem Land politische Entscheidungen zu treffen hat.«
Die nächsten Landtagswahlen sind im Mai in Bremen (wer hat da derzeit das Sagen?) und im September in Bayern. In Bayern gibt es aber seit rund 50 Jahren für die SPD nichts zu holen, da ist nur die Frage, wie viele Prozentpunkte die CSU dieses Mal über 50% liegt.
Erschienen am Mittwoch, 05.02.2003 @ 21:55
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Tags: Leben
Donnerstag, 06.02.2003
Die neue
Mac-Life, die gestern erschien, hat angeblich einen Test der neuen Power Macs drin. Hoffentlich beschränkt sich der nicht nur auf ein paar Produktfotos und Infos, die ich schon vor zehn Tagen auf der Apple-Website nachlesen konnte (wie so häufig bei Mac-Zeitschriften).
Muss ich nachher mal am Bahnhof blättern.
Und vielleicht liegt die neue c’t ja schon morgen Nachmittag an den Kiosken.
Und hoffentlich gibt es dann für meine Bestellung nicht zwei Wochen Lieferzeit, sei es nun letztendlich für den iMac oder den Power Mac.
Seit zwei Monaten kann ich hier nur mit einem zwar leisen, aber auch kleinen und langsamen iBook arbeiten. Eigentlich sollte die Überbrückungszeit nur etwa einen Monat dauern.
Vielleicht erklärt auch das meine Nervosität, hier endlich einen neuen Mac herzubekommen.
Den
Macwelt-»Test« kenne ich bereits.
Aus den Foren dieser Welt gibt es nichts Neues.
Erschienen am Donnerstag, 06.02.2003 @ 12:40
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Tags: Apple, Mac
Dell baut künftig in die Consumer-Desktops keine Diskettenlaufwerke mehr ein (siehe
Macwelt,
Mac-TV,
Heise). Stattdessen soll den Computern ein USB-Dongle beigelegt werden, das 16 MB speichern kann.
Erschienen am Donnerstag, 06.02.2003 @ 12:44
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Tags: Apple, Mac
Bevor die neuen Gespräche zum »Bündnis für Arbeit« überhaupt angefangen haben, will der Chef des Deutschen Gewerkschafts-Bunds, Michael Sommer, wieder
aussteigen.
Was war passiert? Arbeitgeber-Verbandschef Dieter Hundt hatte ein 6-Punkte-Papier vorgelegt. Es enthielt das Angebot, jedem Jugendlichen, der eine Ausbildung machen kann und will, einen Ausbildungsplatz zu geben. Zur Not auch überbetrieblich organisiert und durchgeführt. Daneben stellte er verschiedene Forderungen, zum Beispiel eine Lockerung des Kündigungsschutzes.
Wenn Michael Sommer die Wörter »Lockerung« und »Kündigungsschutz« in einem Satz hört, geht bei ihm die Pumpe. Mit seiner Besitzstands-wahrenden Bremser- und Blockierer-Politik hilft er aber nur seiner eigenen Klientel, den Gewerkschaftsmitgliedern, die schon (oder noch) einen Arbeitsplatz haben. Dass bei einem lockeren Kündigungsschutz mehr Leute eingestellt werden, weil man sie dann auch schneller wieder los wird, ist
nichts Neues. Der
Vorschlag von Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) scheint doch ein vernünftiger Kompromiss zu sein, wenn er sagt, Kündigungsschutz gibt’s nicht mehr ab einer bestimmten Grenze von Mitarbeitern, sondern abgestuft.
Angesichts von
4,6 Millionen Arbeitslosen sollte man vielleicht nicht alles sofort in Bausch und Bogen ablehnen, Herr Sommer, wenn es an eigene Besitzstände geht.
Der Spiegel hat für diese Art, Politik in diesem Land zu machen, bereits den sehr treffenden Terminus der »
Wallungsdemokratie« eingeführt:
»Kaum war der Vorschlag bekannt, kam, was kommen musste: Die deutsche Wallungsdemokratie steigerte sich innerhalb kürzester Zeit auf einen Erregungslevel, der sonst nur für Tierquäler oder Benzinpreiserhöhungen reserviert ist.«
Erschienen am Donnerstag, 06.02.2003 @ 20:30
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Tags: Politik
Schon
wieder. Vor dem Kongress
sagte er, Staaten wie Lybien, Kuba und Deutschland seien weder bereit, die USA bei einem Krieg gegen den Irak zu unterstützen, noch, sich danach am Wiederaufbau zu beteiligen.
Berichtigt mich, wenn ich mich irre, aber waren es nicht die USA, die in den letzten Kriegen (Bosnien, Kosovo, Afghanistan) rein- und wieder rausgingen, und die Aufräum- und Wiederaufbauarbeit anderen überließen, zum Beispiel Deutschland?
Nebenbei bemerkt werden die Töne aus Pjöngjang
immer schriller. Nordkorea droht den USA mit einem Präventivschlag. Es nimmt langsam wahnhafte Züge an.
Erschienen am Donnerstag, 06.02.2003 @ 20:47
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Tags: Politik
Freitag, 07.02.2003
Da mein Vater gestern Geburtstag hatte, kamen heute Abend noch Verwandte zu Besuch: mein Cousin mit Frau und Kindern und die Frau meines anderen Cousins (wer sich mit Verwandtschaftsgraden auskennt, kennt sicher den passenden Begriff…).
Die beiden Kurzen sind 6 und 13 Jahre alt; für sie stand heute die »Monster-AG« auf dem Programm.
Morgen Abend kommen noch meine Onkel und Tanten und meine Cousine mit Freund.
Ja, ich habe somit was besseres zu tun, als
DSDS zu sehen! Ich werd’s aufnehmen und mir wieder im Schnelldurchlauf ansehen, ohne Werbung, ohne Gebrabbel und ohne die Beiträge von Alex und Vanessa. Meine Prognose: Morgen geht Vanessa, nächste Woche Alex. Das Finale wird zwischen Daniel und Juliette entschieden, Juliette gewinnt. Der zweitplatzierte Daniel wird aber auch einen Plattenvertrag bekommen.
Morgen früh ist wieder Schule angesagt (Kollegtag), ich werde darüber berichten.
Und morgen müsste die neue c’t an den Kiosken und in meinem Briefkasten liegen. Ich mache mir keine all zu großen Hoffnungen auf einen Test der neuen Power Macs (mit Geräuschmessung), aber mal sehen. Ich werde auch darüber berichten.
Sonntag war eigentlich Kino mit Familie und Freunden geplant (»Catch me, if you can«), aber Verena ist derzeit krank.
Evtl treffe ich mich Sonntag-Nachmittag wieder mit Holger und Stefie, sie sind wieder in der Stadt. Mal sehen, wie sich’s ergibt.
Erschienen am Freitag, 07.02.2003 @ 22:28
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Tags: Leben
Nach einiger Abstinenz habe ich mir heute mal wieder eine Ausgabe der
Page gekauft (03/03, Titel: »Perspektiven & Chancen: Kreative & Medien-Gestalter der Zukunft«). Unter anderem wegen des Titels, aber auch wegen der »Miszellen: Fundstücke von Jürgen Siebert«.
Herr Siebert beklagt die Häßlichkeit der Euro-Scheine (naja, besser Phantasie-Brücken, -Tore und -Fenster mit einer Symbolik, als die Alternative: Phantasie-Köpfe, denn Abbildungen von realen Personen hätte es nicht gegeben). Er könne sich außerdem nicht an die Euro-Münzen gewöhnen, weil das 50-Cent-Stück größer ist als das höherwertige 1-Euro-Stück und nur die EZB wüsste, warum das so sei.
Als gelernter Banker darf ich hier mal Aufklärung betreiben: Das ist für unsere blinden Mitmenschen gedacht. Das System ist ganz einfach. Es gibt drei Münzreihen mit drei unterschiedlichen Farben: 1, 2 und 5 Cent (rötlich), außerdem 10, 20 und 50 Cent (golden) und 1 sowie zwei Euro (Bi-Metall). Allein anhand der Farbe bzw. dem unterschiedlichen Kontrast kann man die Münzen schon gut unterscheiden. Für Blinde und für Kneipengänger, die bei völliger Dunkelheit im Geldbeutel unter dem Tisch nach den passenden Münzen fischen müssen, gibt es aber noch zwei andere taktlie Merkmale: die Größe und die Randprägung.
Das 1-Cent-Stück hat einen völlig ebenen Rand. Das 2-Cent-Stück unterscheidet sich vom 1erle durch eine umlaufende Rille im Rand. Das 5-Cent-Stück hat dagegen wieder einen völlig ebenen Rand. Wie kann man nun 1- und 5-Cent-Stück auseinander halten? Durch die Größe (den Durchmesser) der Münzen. Das 5-Cent-Stück muss daher deutlich größer als das 1-Cent-Stück sein, sonst würde man sie ja verwechseln. Man hat daher festgelegt, dass die letzte Münze einer Reihe größer sein soll als die erste Münze der nächsthöher wertigen Reihe. Das 5-Cent-Stück ist also größer als das zu 10 Cent. Das gleiche System gibt es auch in der nächsten Reihe. Das 10erle hat eine Riffelung um den ganzen Rand. Die 20-Cent-Münze hat die Form der Spanischen Blume (sieben Einkerbungen). Der Rand des 50-Cent-Stücks ist wieder identisch zur 10-Cent-Münze: Eine Riffelung. Um 10 und 50 Cent auseinander halten zu können, ist das 50erle wieder deutlich größer als der Groschen. Und nach der bereits erwähnten Systematik ist das 50erle als größte Münze aus der mittleren Reihe auch wieder größer als die kleinste Münze aus der dritten und letzten Reihe: Das 1-Euro-Stück. Der Rand eines Euros hat drei Abschnitte mit einer Riffelung und ist ansonsten glatt. 2 Euro haben eine umlaufende Einkerbung von parallelen Strichen mit einer Randprägung (deutschen Münzen: »Einigkeit und Recht und Freiheit«).
Ganz einfach also. Ich hatte bereits im November 2001 Gelegenheit, mit einem Starterkit zu spielen: Nach einer Stunde ausführlichen Befummelns hatte ich das System perfekt intus und hatte auch am 1. Januar keine Schwierigkeiten, die Münzen auseinander zu halten, während der Rest der Menschheit noch die Münzen auf die Vorderseite umdrehte, um die Zahlen ablesen zu können.
Getreu dem alten Grundsatz, dass das, was für Behinderte gut ist, auch den »normalen« Menschen nützlich sein kann, bin ich als Sehender allein durch Ansehen des Rands von Münzen in der Lage, an der Kasse schnell meine Münzen im Geldbeutel zu finden.
Also: Einfach mal alle Münzen im Geldbeutel sammeln und dann selbst mal 20 Minuten mit geschlossenen Augen den Tastsinn wieder etwas fordern.
Erschienen am Freitag, 07.02.2003 @ 22:52
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Tags: Web, webdesign
Samstag, 08.02.2003
»Ist das eigentlich ein Künstlername? Nein, der heißt wirklich so?«
Aus der Schmidt-Show vom vergangenen Mittwoch.
Erschienen am Samstag, 08.02.2003 @ 16:15
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Tags: Medien
Sonntag, 09.02.2003
Gestern war wieder Kollegtag. Der Stundenplan sah Englisch in der ersten Stunde vor, gefolgt von Bio für die Sozialisten und Chemie für die Techniker. Anschließend Physik für alle, dann Mathe und zum Abschluss Deutsch in der siebten Stunde. Für Englisch in der ersten Stunde in die Stadt zu fahren und danach bei zwei Freistunden die Zeit totschlagen zu müssen, kam mir nicht entgegen. Ich beschloss, erst um halb elf zu Physik aufzukreuzen und Englisch bleiben zu lassen.
Es begab sich, dass die Englischlehrerin wegen Erkrankung absagte und die Kollegen, die bereits um acht Uhr auf der Matte standen, mit Mathe beglückt wurden. Das traf sich für mich sehr gut: Englisch nicht wirklich verpasst, Mathe nicht mitmachen müssen (ich mache Mathe ja erst im nächsten Durchgang) und die Deutsch-Stunde vorgezogen. Prima!
In Physik wurden Fragen zur Hausaufgabe beantwortet. Ich konnte mich noch nicht dazu aufraffen, die Hausaufgaben zu machen, hatte nur die beiden Deutsch-Hausaufgaben dabei. Physik in der Schule kann ich wirklich nur empfehlen, denn es gab noch einige Tipps, die weder in den Sendungen noch im Buch angesprochen werden.
In Sozialkunde bekamen wir die Feststellungsprüfung zurück: Der Schnitt lag bei 2,77. Es gab weder Einsen, noch Fünfen oder Sechsen. Ich selbst hatte mit einem weniger guten Ergebnis gerechnet (also mit einer Drei), da ich die erste Aufgabe nicht besonders gut beantwortete und bei der letzten Aufgabe, die ich gut hätte beantworten können, nicht fertig wurde, da die Prüfungszeit abgelaufen war. So gesehen wurden meine gedämpften Erwartungen übertroffen, denn ich habe eine Zwei geschrieben. Aber ich habe mich doch geärgert, da mir zur Eins nur 2,5 Punkte fehlten. Hätte ich noch fünf Minuten mehr Zeit gehabt, wäre ich mit der letzten Aufgabe fertig geworden (bei der fehlten mir vier von acht Punkten). Sehr ärgerlich. Aber was soll’s, die Note steht jetzt fest und daran kann man nichts mehr rütteln.
Hmm, muss mal fragen, ob ich vielleicht im nächsten Kurs nochmal Sozialkunde machen kann, um meine Note zu verbessern.
Das nächste Mal: Alle Aufgaben durchlesen, dann in der Reihenfolge bearbeiten, wie man sie am besten beantworten kann. Ganz alte Regel…
Sehr ärgerlich.
Hmm. Gut, die Sozialkunde-Abschlussnote der Berufsschule war auch nur eine Zwei. Ich dachte, es wäre eine Eins gewesen, wie im Abschlusszeugnis der Realschule. Habe eben nochmal nachgesehen, aber dem war nicht so. Keine »Linie«, die hier »unterbrochen« wird. Vielleicht belass’ ich es dabei.
In Deutsch gab es ein Arbeitsblatt zur Sprachanalyse und zu Stilmitteln: Definitionen und Beispiele zu Alliteration, Anapher, Epipher, Parataxe, Hypotaxe, Parallelismus, Inversion, Emphase, Ellipse, Antithese, Klimax, Akkumulation, Hyperbel, Litotes und so weiter. Nicht mein Spezialgebiet. In der Abschlussprüfung wird man wählen können, ob man sich lieber an einer Textanalyse versucht oder an einer Erörterung.
Erschienen am Sonntag, 09.02.2003 @ 13:04
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Tags: Telekolleg
In knapper Form noch die Ereignisse von Samstag, da ich gestern Abend keine Zeit mehr zum Schreiben hatte.
Mein Vater fuhr mich um halb zehn nach Vach runter, damit ich mit dem Bus nach Fürth (171er) zum
Kollegtag fahren konnte. Im Sommer fahre ich die zwei Kilometer auch mit dem Rad, aber im Moment hat es Temperaturen von knapp unter Null und außerdem überwintert mein Fahrrad im beheizten Tunnel zwischen Kinderklinik, Chirurgie und Kopfklinikum. Muss es aber bei Gelegenheit mal wieder heimfahren, wenn es mal um die acht Grad hat.
Bezüglich der Tariffragen
von neulich habe ich mich geirrt, was den Punkt »Fahrten innerhalb von Fürth« betrifft: Die 10er Streifenkarte nutzt einem nichts, man müsste schon zwei Streifen abstempeln (reicht bis Nürnberg, entspricht 1,50 Euro). Ich kaufte eine Einzelfahrt für eins-vierzig.
Der Kollegtag war kurz nach 13 Uhr zu Ende. Zufällig war mein Vater noch in Fürth unterwegs. Er klingelte mich auf dem Handy an und lud mich am Hauptbahnhof wieder ein. Wir fuhren über die Autobahn nach Frauenaurach und kauften im Edeka noch ein bisschen was ein.
Den Nachmittag verbrachte ich mit lesen, kurz vor 18 Uhr legte ich mich noch für etwas über eine halbe Stunde in die Wanne, um die Titelstory des Spiegel vom
kommenden Montag zu lesen. Es geht um das »
Projekt Mirage« — ich komme noch darauf –, und die 85 Cent für das Titelpaket vor ab waren es mir wert (die letzten drei Spiegel-Titel konnte ich mangels Zeit nicht zu Ende lesen, obwohl sehr lesenswert).
Um 19 Uhr kamen die ersten Gäste: Mein Vater hatte am 6.2. Geburtstag (53.) und die Feierlichkeiten wurden fortgesetzt, nachdem
am Freitag schon Verwandtschaft zu Besuch war. Bei uns war es immer üblich, dass zum Geburtstag meiner Mutter und meines Vaters die Familie zu Besuch kam: Onkel, Tanten, Cousins mit Frauen und Kindern, Cousinen mit Anhang. Da meine Mutter am 13.11. Geburtstag hatte und ich am 14.11., konnte man praktischerweise gleich weiterfeiern: Ihr Geburtstag war auch mein Geburtstag. Bei meiner Schwester ist es ähnlich praktisch, da die Familie auch zu Weihnachten vorbei schaute und Verena am 24.12. Geburtstag hat.
Letztes Weihnachten waren wir bei meinem Onkel (der Bruder meiner Mutter) und meiner Tante, da wir nicht zu dritt ohne
meine Mutter zu Hause sein wollten.
Dieses Mal haben wir es etwas aufgeteilt, um nicht gar so viel Stress zu haben (die Aufräumarbeiten nach so einer Feier sind nicht ohne).
Es war ein sehr guter Abend gestern, eine Familienfeier, wie ich sie mag, wie ich sie kenne. Nur das meine Mutter fehlte, trübte das Bild etwas.
Am Schluss waren noch Monique, Kristin und Michl da, aber ich verabschiedete mich gegen 23 Uhr ins Bett.
Erschienen am Sonntag, 09.02.2003 @ 13:33
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Tags: Leben
Inzwischen habe ich eine Menge Meldungen
gelesen, die neuen Power Macs (FW800) seien »quieter«, aber mit so einer Aussage kann ich nichts anfangen. Leiser als was? Leiser als die bisherigen Power Macs (MDD), aber immer noch lauter als mein bisheriger Quicksilver? Oder auch leiser als dieser?
Es gab auch einige Vergleiche mit anderen Modellen, aber daraus ergaben sich Widersprüche: Während die Macwelt
meinte, die FW800 seien leiser als alte Modelle, die mit 533 MHz getaktet wurden und in einem Forum jemand sogar schrieb, sein alter 350er sei lauter, gab es andere Berichte, wie zum Beispiel
von Stefan Wowereit, die FW800 würden vom Lautstärkepegel her zwischen den MDDs und den Quicksilvers liegen.
In einem
Thread einer G4noise-Diskussion nahm jemand mit dem eingebauten Mikrofon seines iBook den Sound eines FW800 aus ca. sechs Zentimetern Entfernung auf und stellte die
Sounddatei ins Web (Stuff-it-komprimiert). Ein anderer Teilnehmer nahm die
Lärmemission seines MDD vor und nach Modifikationen auf.
Es ist schon sehr beschämend, dass Apple in letzter Zeit so laute Rechner gebaut hat (und hoffentlich liest Klaus dieses Posting nicht). Im letzten Quartal brach auch prompt der Umsatz mit Power Macs um 25% ein, und das lag sicher nicht nur an der wirtschaftlichen Lage. Ein Händler hat mir erzählt, dass er von Kunden etliche Power Macs zurückbekommen hat, weil der Lautstärkepegel von 50 dBA bzw. 5,5 Sone im normalen Betrieb und bis zu 63 dBA bzw. 14 Sone in der Spitze einfach
unzumutbar war. Die neuen Modelle sollen leiser sein, aber die Frage ist eben: wie leise ist leiser?
Den Sound aufzunehmen und zu Hause abzuspielen vermittelt natürlich nur ein sehr ungenaues Bild über die Lautstärke, da es derart relativ ist, dass es fast schon bedeutungslos wird. Es hängt, abgesehen von der Aufnahmesituation, natürlich auch davon ab, mit welcher Lautstärke ich das hier auf meinem Verstärker abspiele.
Ein wenig Licht ins Dunkel kann nur ein objektiver Test in einem Labor bringen, der mit dBA- und Sone-Werten aufwartet und so diese Zahlen gegenüber früheren Modellen vergleichbar macht.
Ich hatte gehofft, dass die neue c’t-Ausgabe 4/2003, die seit gestern in meinem Briefkasten und am Kiosk ist, einen Test mit solchen Messwerten bringt. Aber die Hoffnung war recht niedrig, denn seit der Vorstellung waren gerade anderthalb Wochen vergangen, und von der Bereitstellung eines Testgeräts bis zum Redaktionsschluss würde es wohl zu knapp werden.
Es fand sich tatsächlich auch nur eine kurze Meldung im »aktuelles«-Teil, ohne Messwerte oder anderen Eindrücken von der Lautstärke.
Ich will jetzt aber nicht nochmal zwei oder vier Wochen auf einern Test in der c’t warten.
Ich stelle mich jetzt darauf ein, dass der FW800 wohl noch einen Tick lauter ist als mein alter Quicksilver. Und ich überlege ernsthaft, mir trotzdem einen Power Mac zu kaufen. Er wird aller Wahrscheinlichkeit nach nicht mehr bei mir zu Hause stehen (nur für kurze Zeit), sondern ins Büro einer Bürogemeinschaft kommen, in die ich hoffentlich demnächst einziehe (dazu keine weiteren Details). Und im Büro kann ein Rechner ruhig etwas lauter sein als zu Hause, wo außer dem Ticken einer mechanischen Uhr und alle drei Minuten ein Auto auf der Straße nichts zu hören ist (und mein Fenster ist auch noch um 90 Grad von der Straße abgewandt).
Ich habe nochmal nachgerechnet:
iMac:
2.120 EUR für den 17-Zoll-iMac mit DVD-Brenner
280 EUR für 1 GB Speicher (teuer, weil Notebook-Speicher)
200 EUR für Apple Care
Summe: 2.600 EUR
Apple Care beim iMac muss sein. Er ist zwar an sich ein Desktop, aber wegen seiner kompakten Bauweise und der Verwendung von vielen Notebook-Teilen ordne ich ihn den Notebooks zu. Und bei einem Notebook würde ich immer Apple Care abschließen (ok, bei meinem iBook habe ich es verschwitzt). Wenn da was kaputt geht, kann ich es so gut wie gar nicht selbst reparieren und es gibt auch kaum Standard-Bauteile.
Wobei Apple Care unter Umständen auch für einen Power Mac interessant ist, verlangt doch Apple für ein defektes Motherboard horrende 900 Euro. Und das Display ist meines Wissens mitversichert, wenn man es gleichzeitig mit dem Power Mac gekauft hat. Für alle Apple-Einsteiger kurz zur Erklärung: Apple Care verlängert die einjährige Herstellergarantie auf drei Jahre. Beim Power Mac kann ich einfacher selbst reparieren oder austauschen (z.B. Festplatte, Grafikkarte, optische Laufwerke), sofern nicht gerade das Motherboard, der Prozessor oder das Netzteil dran glauben muss. Apple Care für einen Power Mac kostet im
Apple Online-Store 312 Euro brutto.
Beim Power Mac sieht die Rechnung so aus (ohne Apple Care):
1.900 EUR für den Power Mac (1 GHz, mit DVD-Brenner)
220 EUR für 1 GB Speicher
740 EUR für ein separates 17″-Apple Studio Display
Summe: 2.860 EUR
Meine Überlegungen gehen im Moment nicht in die Richtung, »für 260 Euro weniger kann ich einen leiseren Rechner bekommen«, sondern eher: die Ersparnis von 260 Euro ist nicht groß genug, um die Nachteile des iMac gegenüber dem Power Mac aufzuwiegen.
Der iMac hat zwei Vorteile:
- er ist leise
- er ist in der Anschaffung günstiger
Für den Power Mac spricht aber eine ganze Latte von Vorteilen:
- Display separat
- Bessere RAM-Erweiterbarkeit
- leichter reparierbar
- Grafikkarte kann ausgetauscht werden
- USB 2 u.ä. per PCI-Karte nachrüstbar
- zusätzliche FW400-Slots per PCI nachrüstbar
- zusätzliche interne Festplatten nachrüstbar
- optisches Laufwerk austauschbar
Vor allem die ersten beiden Punkte sind mir sehr wichtig. Der Rest ist nice to have und kommt vielleicht niemals zum Tragen.
Ich möchte das Display nicht mit verkaufen müssen, wenn ich den iMac mal hergebe. Mein letzter Monitor (17″-Röhre von Belinea) hat mir sechs Jahre lang gute Dienste erwiesen.
Bezüglich RAM: Der iMac hat einen Steckplatz für normales RAM, der aber für den Kunden nicht zugänglich ist. Außerdem einen leicht zugänglichen Steckplatz für teuren Notebook-Speicher. Der Power Mac bringt vier leicht zugängliche Seicherbänke mit und kann auch insgesamt zwei Gigabyte ausgebaut werden. Ich habe vor, ein zusätzliches GB reinzustecken (zwei 512er Riegel). Zusammen mit dem bereits vorhandenen 256 MB-Riegel sind das 1,2 GB RAM.
Wahrscheinlich werde ich mich am Dienstag entscheiden, was ich mache.
Nachtrag (10.02.03, 01:12 Uhr):
Weitere Vorteile des Power Mac gegenüber dem iMac:
- FireWire 800 (auch, wenn ich es jetzt noch nicht brauche)
- Gigabit-Ethernet
- Level3-Cache
- Anschlussmöglichkeit für ein 2. Display
(erweiterter Desktop, wenn ich mal zu viel Geld habe)
Erschienen am Sonntag, 09.02.2003 @ 14:44
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Tags: Apple, Mac
E.ON, könnt Ihr bitte diese dämliche »
Ich bin on«-
Werbekampagne einstellen?
»Jeder von uns kann on sein. Denn On-Sein ist Ausdruck einer gleichermaßen positiven wie optimistischen Lebenseinstellung. Einer Einstellung, mit der man sich für seine Ziele, Leidenschaften und Träume außergewöhnlich stark und aktiv einsetzt.«
Wie bescheuert ist das? Menschen, deren Leben sich verändert hat, nur weil sie den Stromanbieter gewechselt haben?
Erschienen am Sonntag, 09.02.2003 @ 14:52
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Tags: Medien
Frühlingsanfang ist zwar erst am 21. März, aber man merkt doch, dass sich der Winter langsam dem Ende neigt. Es hat zwar immer noch minus 1,5 Grad und mich würde nicht wundern, wenn es nochmal kälter wird, aber die Tage werden wieder länger.
Es ist jetzt kurz nach fünf und draußen ist es immer noch hell. Noch vor wenigen Wochen war es um halb fünf zappenduster.
Laut Kalender geht die Sonne heute um 17:24 Uhr unter (zumindest in Kassel); am ersten Januar war es noch genau eine Stunde früher, 16:24 Uhr.
Ich stand heute um halb zehn auf. Der Vormittag verging mit
DSDS im Schnelldurchlauf (siehe auch die
Spiegel-Kritik von heute). Vielleicht schaue ich mir das Finale in Echtzeit an, aber im Moment kann ich die ganze Sendung am Stück noch nicht ertragen: schlimmer noch als die zig endlosen Werbeunterbrechungen ist das »Moderatoren«-Duo Michelle Hunziker und
Carsten Spengemann. Ansonsten surfen, lesen und »Frasier« von Freitag-Nacht.
Ich breche später noch in die Stadt auf: Verena hat heute ihr Auto verkauft, und bis das neue kommt (ich werde berichten), hat sie es noch. Jetzt nur keinen Unfall bauen. Ich werde zur Pizzabar fahren, fast schon Tradition am Sonntag-Abend, bevor dann um 21 Uhr Mac-TV beginnt und danach Spiegel-TV.
Erschienen am Sonntag, 09.02.2003 @ 17:13
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Tags: Leben
Was unterscheidet einen guten Song von einem schlechten? Ganz einfach: Während einem der schlechte auf die Nerven geht, will man beim guten Song wissen, wer der Interpret ist.
Das Thema von »Sex and the City« zum Beispiel nervt unglaublich. Ein paar Monate später veröffentlichte Shakira dann ihre Single »Objection (Tango)« und ich dachte mir: Moment mal, das kennst und hasst du doch? Ich bin mir zwar nicht ganz sicher, aber ich werde das Gefühl nicht los, dass der Soundtrack von SatC der Tango von Shakira ist. Aber auch als ich den Tango zum ersten Mal im Radio hörte war klar: das taugt nichts.
Wie dem auch sei: Ich kann Shakira nichts, aber auch gar nichts abgewinnen: Ich mag ihre Musik nicht und sie selbst ist auch nicht mein Style (meine höfliche Formulierung dafür, das ich sie optisch nicht gerade ansprechend finde).
Heute höre/sehe ich einen Song und ich denke mir: Hossa, klingt gut. Und ich schwöre, ich wusste nicht, wer da spielt. Es handelte sich um »All the Things she said« des russischen Duos »t.A.T.u.« (siehe
Spiegel-Artikel), deren Single derzeit auf Platz 2 der deutschen Charts steht. Die Abkürzung steht für (übersetzt): »this girl loves that girl«. Und ich gestehe, das macht die Sache noch einen Tick interessanter!
:-)
Die Leserinnen dieses Weblogs werden sich jetzt vielleicht fragen: Ist es wirklich so leicht, Männer zu begeistern? Einfach nur zwei junge Mädels (17 und 18) irgendwo hinzustellen, die sich ein bisschen befummeln, von ihrer angeblichen lesbischen Liebe zueinander trällern und küssen?
Antwort von Radio Eriwan: Im Prinzip ja.
Erschienen am Sonntag, 09.02.2003 @ 20:47
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Tags: Medien
Eigentlich wollte ich heute noch was zur Sicherheitskonferenz gestern in München schreiben und zum Projekt Mirage. Heute Abend schaffe ich es nicht mehr, denn gleich beginnt
Mac-TV. Und ich muss mal sehen, ob ich heute noch
Spiegel-TV und die Schmidt-Show von Freitag schaffe.
Ich melde mich morgen wieder.
Für heute gute Nacht.
Erschienen am Sonntag, 09.02.2003 @ 20:54
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Tags: Sonstiges
Alex von
Mac-TV hat die Zuschauer noch mit einem Schmankerl überrascht: Er brachte seinen neuen Dual-1,25 (FW800) mit ins Studio. Er wurde ausführlich von innen und außen gezeigt und die Richtmikrofone wurden auch mal in jede Öffnung gesteckt. Die Lautstärke scheint ok zu sein, wurde auch von Leuten aus dem Chat bestätigt.
Ich bestelle meinen gleich morgen!
Erschienen am Sonntag, 09.02.2003 @ 22:06
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Tags: Apple, Mac
…und bis zur
Keynote von Steve Jobs am 16. September wird die Gerüchteküche wieder ins Brodeln geraten. Meine Prognose für Paris:
- »Updates«, v.a. Verkaufs-/Bestellzahlen zum G5.
- Vorstellung eines neuen .mac-Features, um die anstehenden Abo-Erneuerungen anzukurbeln.
- Vorstellung von iSync 1.2: keine neuen Funktionen, aber mehr unterstützte Handys.
- Ausführliche Vorstellung von OS X 10.3 und Nennung eines Release-Termins innert zwei Monaten. Das wird den größten Teil der Keynote einnehmen.
- Für mehr Geschwindigkeit auf Consumer-Schreibtischen werden iMac-Speedbumps sorgen.
- One more thing: Neue Powerbooks! Das 15er endlich als Alu-Modell, beim 12er und 17er Speedbumps.
Derweil wurde dieser Tage bekannt, dass sich die nächste Windows-Version, »Longhorn« eventuell noch bis Ende 2007 verzögern könnte. Grund ist angeblich, dass im November 2007 die gerichtlichen Auflagen gegen Microsoft auslaufen. Oder vielleicht auch, wie jemand bei Slashdot schrieb (via Holger):
»They decided to bundle Duke Nukem Forever.«
Ich verstehe ja nicht, dass Longhorn bisweilen mit der kommenden Version 10.3 von Mac OS X, »Panther« verglichen wird. Offiziell wird Longhorn frühestens 2005 erscheinen, Panther jedoch noch vor Jahresende 2003. Und wenn Apple so weiter macht wie bisher, wird es nicht nur ein halbes Dutzend Wartungsupdates zwischen den großen Versionen geben, sondern noch zwei weitere »major releases«, jedes Jahr eines.
Wie dem auch sei, eines ist sicher: Wenn Longhorn irgendwann in diesem Jahrzehnt mal erscheint, wird in meinem Weblog-Eintrag sicher folgendes stehen:
»Nach langen Jahren des Wartens ist Longhorn nun verfügbar. Es bietet jetzt noch nie dagewesene neue Features wie ein
Desktop-Compositing. Die Älteren unter uns werden sich entsinnen, dass dies mit
Quartz und
Quartz Extreme bereits seit OS X 10.2 möglich ist, das im
August 2002 erschien.«
Erschienen am Sonntag, 09.02.2003 @ 22:40
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Tags: Apple, keynotes
Die erste Folge von »
24«, die ich
im Urlaub dank einer Heft-DVD sah, fand ich zwar interessant, aber sie hat mich jetzt auch nicht direkt vom Stuhl gefegt. Es reichte, um neugierig auf weitere Episoden zu werden, und dem Piloten einer Serie gestehe ich gerne zu, dass man nicht sofort in die Vollen gehen kann, sondern erstmal die Serie vorstellen muss.
Heute war bei RTL2 der Deutschland-Start der Serie: RTL2 zeigt die komplette erste Staffel innerhalb eines Monats und krempelt dafür sein ganzes Abendprogramm im September um. Dienstags, freitags und sonntags kommen zwischen 20:15 und 22:15 Uhr jeweils zwei Folgen. Wer’s verpasst, hat jeweils in der gleichen Woche Gelegenheit, versäumte Folgen nachzuholen: donnerstags, samstags und montags um kurz nach zehn Uhr abends.
Das besondere bei »24« ist, dass die Handlung in Echtzeit gezeigt wird: Eine Minute Sendezeit entspricht einer Minute Handlungszeit; sogar die Werbeblöcke werden berücksichtigt. Eine Staffel zeigt 24 Stunden am Stück; die einzelnen Stunden werden also nicht irgendwo aus beliebigen Tagen »heraus geschnitten«.
Gezeigt wird die Geschichte des Special Agent Jack Bauer, gespielt von Kiefer Sutherland, der bei der CIA in einer Anti-Terror-Einheit arbeitet. In der ersten Folge erfahren er und der Zuschauer, dass ein Anschlag auf einen schwarzen Präsidentschafts-Kandidaten geplant ist. Bauer setzt nun alle Hebel in Bewegung, um das Komplott aufzudecken, hinter dem möglicherweise sogar Leute aus der Agency stecken.
Nach der zweiten Folge heute Abend bin ich angefixt: Ich will wissen, wie’s am Freitag weitergeht!! Obwohl sich mir beim Techno-Babbel teilweise die Zehennägel aufgerollt haben (»Kannst Du mir alle Internet-Passwörter zu einer Telefonnummer geben?«).
Wer’s verpasst hat: Unbedingte Empfehlung, sich die Wiederholung am Donnerstag zu geben.
Einen längeren Artikel zur Serie gibt es bei Spiegel-online.
Ein guter Ersatz für »Stargate«, nachdem auf dem Mittwoch-Sendeplatz nun Wiederholungen gezeigt werden. Vor zwei, drei Wochen lief dort die letzte Folge der sechsten Season, die mit einem netten Cliffhanger endete. Weiß jemand, wann es mit der siebten Staffel weiter geht?
Erschienen am Sonntag, 09.02.2003 @ 23:17
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Tags: Film-und-Fernsehen, twenty-four
Montag, 10.02.2003
So, ich habe meinen neuen Power Mac bestellt.
Das kleinste Modell, Single-1 GHz (mehr gab das Budget nicht her), aber mit einem SuperDrive statt eines ComboDrives. Außerdem zusätzlich 1 GB Speicher (dann sind insgesamt 1,2 GB drin) und das 17-Zoll Apple Studio Display (TFT).
Lieferzeit im günstigsten Fall eine Woche, kann aber auch bis zu zwei, drei Wochen dauern.
Keine Angst, über die weiteren technischen Details werde ich natürlich ausführlich berichten, wenn ich die Geräte habe.
Erschienen am Montag, 10.02.2003 @ 12:25
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Tags: Apple, Mac
Aus einem Chat mit einem Freund:
»naja, wir hatten dazu noch sein notebook genommen, auf dem dann während powerpoint plötzlich irgend so ein virenscanner hoch kam…«
Apple bietet seit Januar das Präsentationsprogramm Keynote an.
Hat zwar nicht jedes Feature von PowerPoint, ist aber leichter zu bedienen, die Präsentationen sehen professionell und nicht nach PowerPoint aus und ist mit 115 Euro auch noch günstiger als PowerPoint.
Erschienen am Montag, 10.02.2003 @ 18:37
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Tags: Apple, Mac
Die beiden (für mich) wichtigsten Meldungen aus dem IT-Bereich von heute sind:
Neue Freehand-Version für die MX-Familie und
Schnellere Server und Fibre-Channel-Raid von Apple
Erschienen am Montag, 10.02.2003 @ 18:46
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Tags: Apple, Mac
Laut Markus Kniebes (der hat es
vom Treklog) soll die neue Star Trek-Serie »Enterprise« bereits am 15. März starten, nicht erst am 21.
So, keine weiteren Einträge für heute. Habe heute keine Lust mehr, noch was zu schreiben. Die versprochenen Texte müssen noch etwas warten.
Abendprogramm: Jetzt gleich noch die Schmidt-Show vom Freitag auf Video, Tagesschau, Akte X, Ende.
Erschienen am Montag, 10.02.2003 @ 18:50
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Tags: Medien
Dienstag, 11.02.2003
Genialer Comic dieses Wochenende
bei »Joy of Tech«: Neun Wege für eine Frau, ihren Freund und Computer-Geek zu verlieren — in Anlehnung an den Film »
How to lose a guy in 10 days«:
- Überrasche ihn durch eine Neuorganisation seiner Icons auf dem Computer-Desktop
- Wirf sein aktuelles Mauspad weg und ersetze es durch eines mit einem Foto von süßen kleinen Kätzchen
- Bitte ihn, seine mächtigen Geek-Fähigkeiten zu verwenden, um deinen AOL-Account einzurichten
- Hilf ihm, von seiner Koffein- und Junk Food-Sucht loszukommen, indem du all seinen Kaffee, Cola und Chips versteckst
- Beweise ihm, dass du wirklich vertrauenswürdig bist, indem du ihn nach seinem root-Passwort fragst
- Erzähle ihm, dass du endlich zu programmieren gelernt hast… den Videorecorder!
Es ist auch eine gute Sache, wenn du selbstständig dazu in der Lage warst, die Oprah-Talkshow über diese alten Star Trek-Folgen aufzunehmen - Stelle dich hinter ihn während er seine E-Mails schreibt, um ihm bei seiner Rechtschreibung zu helfen und Vorschläge zu machen
- Motiviere und inspiriere ihn, indem du ihm ständig sagst, er solle nicht dauernd am Computer hocken sondern lieber mal was arbeiten
- Zweifellos liebt er auch den Valentinstag! Erwähne, dass du es kaum erwarten kannst zu erfahren, was er sich für dich ausgedacht hat
Der o.g. Film lief am 7. Februar in den USA an und startet am 8. Mai in Deutschland. Nicht, dass ich ihn sehen wollte…
Erschienen am Dienstag, 11.02.2003 @ 20:14
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Tags: Web, webdesign
Heute fuhr ich schon um 08:10 mit dem Bus in die Stadt, denn ich hatte um 9 einen Termin.
Es ist noch nicht ganz in trockenen Tüchern, aber ich bin zuversichtlich, dass ich in Bälde in eine Bürogemeinschaft ziehen kann. Im Laufe der nächsten Woche wird sich das wahrscheinlich herausstellen. Ich bin froh, dass ich nicht der Versuchung erlag, den
neuen Power Mac mit Doppel-Prozessoren zu kaufen, statt wie bestellt nur mit einem Prozessor. Die rund 800 Euro Differenz die ich gespart habe, fließen nämlich aller Wahrscheinlichkeit nach in Büroausstattung. Da kommt mir entgegen, dass
IKEA die Preise für Schreibtische seit Jahresanfang
radikal gesenkt hat und ich hoffe, dass das noch zwei Wochen anhält. Mein EFFEKTIV-Schreibtisch (120×60 cm) wurde um 40% im Preis gesenkt. Leicht geschockt war ich, als ich vorhin im aktuellen Büromöbel-Katalog die Schreibtisch-Kombi, die in dem Büro standardmäßig eingesetzt wird, für 541 Euro sah. Doch auch hier gibt es knapp 41% Preissenkung: Nur noch 320 Euro für »
EFFEKTIV 996« in Buche mit T-Gestell. Bei zwei anderen Tischen gibt es ebenfalls 40 bis 41% Preisnachlass. Wie viel mein Tisch kostet, kann ich noch nicht sagen, da noch nicht besprochen wurde, wo ich wie sitzen werde, wenn es mit der Bürogemeinschaft klappt. Und davon hängt ja auch ein bisschen die Tischform und -größe ab. Eventuell auch ein 996er EFFEKTIV, aber ich möchte gerne noch einen runden Abschluss am unteren Ende, keinen eckigen (und das kann man sich auf der IKEA-Website nicht zusammenkonfigurieren, da es online die Abschlussplatten nicht einzeln gibt). Die Katalogpreise für Drehstühle sind aber nach wie vor korrekt. Ich werde wahrscheinlich das Modell »
ARÅS« nehmen: Sieht besser aus als der sonst übliche
OPERATIV, mit ihm kann man außerdem wippeln und er ist noch dazu 86 Euro billiger, 199 statt 285. Und die Armlehnen am ARÅS sehen nicht so aus, als seien sie nachträglich wacklig angeflanscht worden, weil man sie vergessen hat.
Damit wären rund 500 Euro schon verplant. Schränke und Schubladen werde ich anfangs noch nicht brauchen.
Aber ab und an darf es auch mal etwas Musik sein. Kopfhörer sind auf die Dauer nicht gesund, auch wenn es gute Hörer sind. Der eingebaute Lautsprecher im Power Mac taugt für den Startsound, aber für mehr ist er nicht ernsthaft zu gebrauchen. Die Stereo-Anlage, an der im Moment das iBook hängt, bleibt natürlich zu Hause. Also: Apple Pro Speaker von Harman Kardon, zweimal zehn Watt für 80 Euro oder doch die
Soundsticks, ebenfalls von Harman Kardon, für 195 Euro? Ich tendiere zu den Soundsticks, auch wenn 200 Euro für Computer-Lautsprecher schweineteuer sind, das Bass-Modul aussieht wie ein Toaster für Baguette und die Soundsticks zwei Dildos auf Cockringen sind. Aber bevor ich mich ärgere, wenn die Pro Speaker nichts taugen? Hmm, wird wohl nichts helfen, ich muss beide irgendwo testhören, wie man das auch sonst mit Lautsprechern macht. Evtl genügen die Pro Speaker ja doch. Aber ich befürchte fast, dass Probehören nirgendwo möglich sein wird.
Um 10:10 fuhr ich wieder heim.
Dort »Seinfeld« von gestern gesehen, ein bisschen was am Computer gearbeitet, gechattet und um 14:50 wieder in die Stadt gefahren, zu meinem Hautarzt-Termin, der heute mal um 15:30 war (am Donnerstag um 15 Uhr). Anschließend zu Klaus ins Büro gefahren; ich hatte mich mit ihm anderthalb Stunden vorher per ICQ auf einen Döner verabredet. War mal wieder schön ihn zu treffen, denn es ist schon einige Zeit her. Ziemlich im Stress der Mann.
18:10 Uhr, Bus nach Hause.
Ich war keine zehn Minuten zu Hause, da rief Basti an, wie von ihm vorgestern
angekündigt. Wir haben uns ein paar Jahre nicht gesehen, wir haben uns leider etwas aus den Augen verloren. Ich wäre sehr gerne zu seiner Hochzeit im Sommer gekommen, aber ein paar Tage zuvor
starb meine Mutter, mir war nicht nach feiern. Ich habe keine Ahnung, was er jetzt macht und er weiß auch nicht, was ich in den letzten Jahren getrieben habe, sofern er es nicht hier nachgelesen hat. Wir haben uns für Donnerstag verabredet, ich bin gespannt.
Später am Abend »
emergency room«. Es handelte sich um die
letzte Folger der achten Staffel (von derzeit neun), die mit einem exzellenten Cliffhanger endete.
Erschienen am Dienstag, 11.02.2003 @ 23:56
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Tags: Leben
Mittwoch, 12.02.2003
Habe eben mit dem Service-Center »Büromöbel« von IKEA telefoniert (01805-353434). Die
Preissenkung von durchgehend 40% auf die gesamte EFFEKTIV-Schreibtischserie ist nicht nur vorübergehend, sondern dauerhaft. Der Haken dabei ist: Die Tische sind deswegen rabattiert, da die Serie ausläuft. Einzelne Teile können bereits nicht mehr bestellt werden.
Die Nachfolger-Serie soll voraussichtlich im Mai kommen. Die Verbindungsstücke unter der Tischplatte werden nicht mehr kompatibel zur jetzigen EFFEKTIV-Serie sein und möglicherweise wird sich auch an den Tischkanten etwas verändern. Außerdem soll es neue Füße geben: Die vier Beine werden geändert, stattdessen soll es eine Art »A«-Gestell geben. Das T-Gestell wird es in modifizierter Form voraussichtlich weiterhin geben. Auch die vier Farben werden wieder lieferbar sein. Preislich werden sich die Tische wahrscheinlich wieder auf dem Niveau des Vorjahres bewegen.
[Dieser Eintrag steht in der Kategorie »Web-Design«, da dies auch meine Büro-/Job-Kategorie ist.]
Erschienen am Mittwoch, 12.02.2003 @ 14:10
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Tags: Web, webdesign
Von Lutz Kleveman gibt’s auf Spiegel-online einen lesenswerten
Artikel zu den amerikanischen Interessen im Irak-Konflikt und darüber hinaus.
Nachtrag (23:42 Uhr): Der Theologe und Psychoanalytiker Eugen Drewermann über die Gründe,
warum Bush diesen Krieg führen muss.
Erschienen am Mittwoch, 12.02.2003 @ 16:20
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Tags: Politik
Donnerstag, 13.02.2003
Zur Bundestagsdebatte von heute: Der Bundeskanzler hat eine Regierungserklärung zur Irak-Politik abgegeben. Ich habe mir die Rede von Schröder, Merkel und Fischer angesehen, sowie den Schluss von Verteidigungsminister Strucks Rede.
Schröders Rede brachte nichts Neues, zumindest viel es mir nicht auf.
Wie auch Kai bemerkte ich, dass
Angela Merkel von der CDU-Opposition zum Rundumschlag ausholte, indem sie von der Irak-Krise zum Kündigungsschutz abglitt. Ich verstehe Merkels Logik nicht: »Nie wieder Krieg« hieße in der Umsetzung, nie wieder einen deutschen Sonderweg zu gehen. Das ist doch in der jetzigen Situation ein Widerspruch: Wenn sich Deutschland den USA anschließt, kann doch von »Nie wieder Krieg« keine Rede mehr sein. Oder, wie es der »Chef-Zyniker« Harald Schmidt in seiner gestrigen Show formulierte:
»Es ist ja doch nicht unkomisch, dass ein deutscher Bundeskanzler sich heftig kritisieren lassen muss, weil er keinen Krieg will, oder? Hätte man auch nicht gedacht, dass wir mal diese Zeiten erleben. Mal ehrlich Ausland: Euch können wir’s wohl gar nicht recht machen?!«
Außenminister Joschka Fischer war wie immer brillant und allein für den Raum den seine Gestik einnimmt, kann ich den 300 K schweren Stream verstehen. Etwas schade ist es doch, vom rethorischen Standpunkt her, dass die PDS nicht mehr als Fraktion im Bundestag vertreten ist, denn Redner von Fischers Format gab es nur noch in den Personen von Gregor Gysi und Roland Claus. Letzterer zwar nicht mit Herzinfarkt-Gestik, aber doch mit wohldosierten Spitzen.
Verteidigungsminister Struck, an die Adresse von Donald Rumsfeld gerichtet, verwahrte sich dagegen, dass Deutschland zusammen mit Lybien und Kuba in einem Satz genannt werden, zumal der Vorwurf, Deutschland würde »gar nichts« in der Irak-Krise unternehmen, nicht stimme.
Vom Projekt Mirage gab es nichts mehr zu hören, entgegen Ankündigungen von Struck am Samstag, man möge die heutige Regierungserklärung abwarten.
Vergangenen Samstag kam der Spiegel mit einer Titelgeschichte, wonach Deutschland und Frankreich eine Blauhelm-Mission für den Irak planen: Die Zahl der Inspektoren sollte stark erhöht werden und UN-Soldaten sollten verschärfte Inspektionen durchsetzen. Der gesamte Irak sollte zur Flugverbotszone werden, die Inspektoren sollten durch Aufklärungsflüge von Mirage-Jägern und U2- sowie Luna-Drohnen unterstützt werden. Details gibt es in der Titelstory nachzulesen. Dieses »Projekt Mirage« ist an sich ein genialer Plan: Mirage könnten die ernsten Konsequenzen sein, die die UN-Resolution 1441 angedroht hat. Die Amerikaner hätten ihre Forderung nach diesen ernsten Konsequenzen erfüllt gesehen. Dieses Mal wäre es wirklich an Saddam Hussein gelegen, ob es Krieg gibt oder nicht: Kooperiert er, wird der Irak vollständig abgerüstet und er wird de facto entmachtet. Wenn es zu Behinderungen von Mirage käme oder er sich gar nicht darauf einließe, wären die Amis wieder am Zug und könnten doch noch in den Irak einrücken, denn ihre Streitmacht sollte als Rückendeckung für Mirage nach wie vor in der Region stationiert bleiben. Sowohl Deutschland und Frankreich hätten damit ihren Kopf aus der Schlinge ziehen können, denn mit Mirage hätte man sagen können, man habe wirklich alles versucht. Die Amis wären wieder in die UN-Entscheidungsprozesse eingebunden gewesen und hätten bei einer Verweigerung Husseins eine allemal größere Legitimation für einen Krieg gehabt als jetzt.
Aber Anfang der Woche wollten die Franzosen von dem Plan nichts mehr wissen, die Verteidigungsministerin sagte, man wüsste gar nicht, worüber da in Deutschland gesprochen wird. Der Kanzler muss jetzt alles oder nichts spielen. Die Legitimation der Amerikaner ist nach wie vor dünn, die den Plan, in den sie nicht eingeweiht waren, ablehnten.
Ich verstehe nicht, warum Mirage scheitern musste. Auch wenn die Vorgehensweise unglücklich war, ist es doch trotzdem noch ein guter Plan.
Noch eine kurze Bemerkung zur Münchner Sicherheitskonferenz vom Wochenende. Namensschilder sind dazu da, einen Namen ablesen zu können. Sie können diesen Zweck nicht erfüllen, wenn unter dem Namen irgendein komplexes Logo prangt und der Name darüber in einer Serifenschrift geschrieben ist.
In den Tagesthemen von Samstag wurde ein amerikanischer Reporter gezeigt, Brad Beier von Fox-News, der wohl problemlos die Nachfolge von Ari Fleischer als US-Regierungssprecher antreten kann: US-Flaggen-Pin am Revers war er wie folgt zu vernehmen:
»[Dass] Verteidigungsminister Rumsfeld keine Kompromisse mehr machen will. NATO und auch UN müssten jetzt in Bezug auf den Irak handeln. Verzögerung ist keine Option.«
Es ist nicht die Aufgabe eines Journalisten, das nachzuplappern, was einem Politiker in den Block diktieren.
Erschienen am Donnerstag, 13.02.2003 @ 19:25
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Tags: Politik
Ich hatte heute ein Gespräch mit einem Freund zum Thema Irak (und ich weiß, dass er hier mitliest).
Seine Aussage, auf den Kern gebracht: Wenn es hilft, den
Benzinpreis zu senken, dann ist ein Krieg ok.
Ich sehe das nicht so. Es kann nicht sein, Menschenleben für einen billigen Benzinpreis opfern zu wollen, oder um den Dow nach oben zu bomben.
Davon ab habe ich kein Verständnis für den Energiehunger der Amis (
4% der Erdbevölkerung verbrauchen 25% der Energie), auch wenn Deutschland und andere Industrienationen kaum besser sind. Wie wär’s denn mit energiesparenden Autos? Für was braucht man in einer Großstadt einen Jeep, Hummer oder
SUV, die Benzin saufen, als gäb’s kein Morgen mehr? 15 Liter auf hundert Kilometer? Auch in Deutschland gibt’s immer mehr SUVs, von Porsche, VW, Mercedes, Volvo… Offenbar ist der Leidensdruck beim Benzinpreis noch nicht groß genug.
Neueste Entwicklung im Irak-Konflikt: Es wird um jeden Kilometer gefeilscht. Der Irak besitzt Raketen, die weiter als die maximal erlaubten 150 Kilometer fliegen. Als ich das las dachte ich: »Aha, wie weit fliegen sie denn dann? 500 Kilometer? Tausend?«
Nicht ganz, aber fast: 183. Für die britische Regierung immerhin weit genug, um einen »schweren Verstoß« gegen 1441 festzustellen.
Nach der Panne im
angeblichen britischen Geheimdienst-Dossier, auf das sich auch Colin Powell bei seinem Beweisvortrag vor dem Sicherheitsrat berief, und das seitenweise aus einer jahrealten Studentenarbeit und Artikeln aus »Jane’s« bestand, griff die britische Regierung heute schon wieder ins Klo: Auch wenn es Menschenrechtsverletzungen im Irak gibt, professionelle Vergewaltiger, wie noch im Dezember behauptet,
gibt es nicht.
Heute morgen las ich eine Meldung, laut der der Vorsitzende des Zentralrats der Juden in Deutschland, Paul Spiegel, in einem Irak-Krieg keinen (
völkerrechtswidrigen) Präventivkrieg, sondern einen
Verteidigungskrieg sieht. Das bedarf keines weiteren Kommentars.
Nebenbei bemerkt frage ich mich, warum man jemanden, der zwei Firmen und ein Baseball-Team gegen die Wand gefahren hat, im Weißen Haus Platz nehmen lässt.
Erschienen am Donnerstag, 13.02.2003 @ 19:52
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Tags: Politik
Freitag, 14.02.2003
Der tagesschau-Korrespondent Gerald Baars in News York hat zum Schluss seines gestrigen
Berichts für die 20 Uhr-tagesschau den Nagel ziemlich gut auf den Kopf getroffen:
»Der Blix-Bericht morgen wird Fortschritte benennen aber auch offene Fragen, jeder wird daraus herauslesen können, was er für seine Argumentation braucht. Letztlich ist es eine politische Entscheidung: Will man den Diktator in Schach halten, oder will man ihn loswerden? Die Minister müssen morgen im Sicherheitsrat Farbe bekennen.«
Ich beneide ja Kai darum, dass er Phoenix empfangen kann. Laut Kai übetragen die aber auch ihre Fernsehsendung per Stream ins Web, wenn es wichtige Ereignisse gibt. Später mal testen.
Ich glaube schon, dass die Sitzung des Sicherheitsrats am heutigen Freitag eine wichtige Sitzung sein wird. Weniger deswegen, was gesagt wird oder unausgesprochen bleiben wird, sondern eher deswegen, was danach passieren wird.
Ich gehe davon aus, dass sich die USA vom Sicherheitsrat das OK für den Krieg besorgen werden — nicht unbedingt gleich morgen. Falls es keine neue Resolution gibt, werden die USA auch alleine losschlagen, bzw. mit ihrer »Koalition der Willigen«.
Erschienen am Freitag, 14.02.2003 @ 0:45
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Tags: Politik
Falls ich
demnächst in eine Bürogemeinschaft ziehe, werde ich auch ein Telefon brauchen. Im Keller fanden sich noch zwei schwarze, einfache, analoge, schnurgebundene Privileg-Telefone, die ich vor ungefähr sieben Jahren für je zwanzig Mark erworben habe. Außerdem mein altes ISDN-Telefon, ebenfalls mit Schnur, auch schon etwa fünf Jahre alt: das Europa 11.
Die Telefone waren sehr verdreckt. Ich hab’s erst mit Brillenputztüchern probiert, aber der wirklich grobe Dreck wollte sich nicht freiwillig lösen. Wenn es mir gelang, so meine Überlegung, die Telefone wieder in Betrieb zu nehmen, könnte ich mir 150 Euro oder mehr für eine ISDN-DECT-Neuanschaffung sparen.
Ich weiß nicht, was ich im Falle des Europa 11 angestellt habe: Die Taste 5 ließ sich nicht mehr drücken und drum herum waren braune Sprenkler, die vielleicht von getrockneter Cola herrühren konnten.
Also Plan B, meine Geheimwaffe: Reinigungsalkohol in der Apotheke gekauft, für ungefähr 2,50 das kleine Fläschchen. 70%igen Isopropanol, damit geht
alles weg.
Glücklicherweise wurde das Telefon nur durch fünf Schrauben zusammengehalten, die ich leicht mit dem Kreuzschlitz-Schraubenzieher in der Schublade hinter mir lösen konnte. Ich öffnete das Gehäuse und nahm die Platine (von Siemens) aus der Verankerung, und schon fielen mir einzelne Tasten entgegen. Die Tastaturmatte spülte ich kurz mit Wasser ab, denn sie war etwas staubig. Die Tasten ebenfalls kurz mit Wasser vom Staub befreit und die drei am schlimmsten verschmutzten Tasten, die mit der angetrockneten Cola, mit dem Alkohol behandelt: wie neu.
Mit einem halben Dutzend alkoholgetränkter Wattebäusche und ein paar Q-Tipps glänzte auch ein paar Minuten später wieder die Schale des Telefons.
Nach wenigen Sekunden googeln fand ich sogar eine
PDF-Anleitung für das alte Telefon (ich glaube, ich habe die Original-Anleitung entweder schon entsorgt oder in irgendeiner Kiste verstaut). Die Tasten wieder eingesetzt, die Tastaturmatte aufgelegt, die LED-Anzeige eingesetzt und die Hauptplatine darüber, anschließend die Gehäuseunterseite: Hmm, vier Tasten falsch eingesetzt. Zwei Pfeiltasten ließen sich nicht drücken, da die Tasten angeschrägt sind und ich die linke mit der rechten vertauscht hatte. Ebenfalls die Plus- und Minus-Tasten für die Lautstärke. Da das Telefon auf seiner Oberseite lag, war natürlich alles spiegelverkehrt. Nochmal kurz auseinander genommen, die falschen Tasten richtig gesetzt, das Telefon wieder zusammengebaut und zugeschraubt.
Okay, da stand es nun vor mir, mein neues altes Telefon. Frisch gereinigt und wieder zusammengebaut. Zwei transparente Plastikteile sind draußen geblieben. Würde es auch funktionieren? Ich schloss den Aparat an den NTBA an und wählte eine meiner beiden anderen Nummern (ich habe noch eine TK-Anlage angeschlossen). Es klingelte.
Wunderbar!
Erschienen am Freitag, 14.02.2003 @ 1:21
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Tags: Web, webdesign
»Die Eingabemethode für traditionelles Chinesisch umfasst jetzt auch Hanin. Das Verwenden von Hanin mit Zhuyinfuhao oder Pinyin führt zu einer exakteren Eingabe.«
Neben vielen kleineren Verbesserungen gibt es auch einige neue Sicherheits-Fixes, eine neue Version von Sendmail und Verbesserungen in der deutschen Version von Mail.
Zu beziehen über Software-Aktualisierung, 41 MB.
Siehe auch Heise-Meldung.
Nachtrag (15:30 Uhr): Das fasziniert mich und andere so an OS X-Updates: Das System wird kontinuierlich verbessert. Wenn man ein besseres Windows will, muss man zwei oder drei Jahre warten. Bei OS X gab es bislang im Laufe eines 12-Monats-Rhythmus (ungefähr) je vier kleine Minor-Updates (die Hundertstel-Stelle in der Versionsnummer, von 10.2.1 bis 10.2.4) und jedes Jahr ein größeres Major-Update: 10.1, 10.2. Dieses Jahr kommt wahrscheinlich 10.3 raus. Vielleicht vorher noch ein 10.2.5
Nachtrag 2 (16:08 Uhr): Natürlich gab es bei der Profi-Linie von Windows, NT und 2000, auch ab und an Service-Packs. Bei XP meines Wissens auch, aber was die verbessern oder neu hinzufügen, bleibt meiner Wahrnehmung nach eher im Dunkeln.
Erschienen am Freitag, 14.02.2003 @ 15:19
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Tags: Apple, Mac
Phoenix wird die
heutige Sitzung des UN-Sicherheitsrats live übertragen. Ein Real-Video wird auch ins Internet
gestreamt.
Die beiden
Chef-Waffeninspekteure werden heute den vermutlich entscheidenden Bericht über die Inspektionen im Irak abgeben.
16:00 — Beginn der Berichterstattung
16:15 — Beginn der Sitzung
Nachtrag: Wie es aussieht, senden auch die ARD und das ZDF jeweils von 16 bis 17 Uhr.
Erschienen am Freitag, 14.02.2003 @ 15:49
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Tags: Medien
Ich sah mir den Beginn der Sitzung dank Zweikanal-Ton auf Englisch an, zuerst auf ZDF, dann auf ARD. Doch auch die ARD blendete sich etwa fünf Minuten nach dem ZDF aus der Sitzung aus, als gerade al-Baradei seinen Bericht begann (Blix’ Bericht kam zuvor). In den Phoenix-Stream konnte ich mich dann nicht mehr einklinken, da bereits die maximale Anzahl von Zuschauern erreicht war; ich fuhr dann um 17:10 in die Stadt.
Ich bin ja ein Protokoll-Fan und so war es für mich auch deswegen faszinierend, die Eröffnung der Sitzung des UN-Sicherheitsrates zu verfolgen, da dies das erste Mal für mich war.
Die Eröffnung scheint einem strengen Regelwerk zu folgen: Fischer begrüßte die Teilnehmer und verlas die Agenda. Er fragte in die Runde, ob es Einwände zur Tagesordnung gebe. Als sich nichts regte, verkündete er die Tagesordnung als so beschlossen. Dann las er von seinem Blatt ab, dass der irakische UN-Botschafter um Teilnahme an der Sitzung gebeten hatte. Wieder die Frage, ob es Einwände gibt. Es gab keine und so sagte Fischer erneut auf Englisch, dass es dann so beschlossen sei. Er lud den irakischen Vertreter ein, am Tisch des Sicherheitsrats Platz zu nehmen. Dieser kam aus den hinteren Reihen des Saals und nahm an einem Ende des Halbkreises Platz, wo ein Stuhl für ihn frei war. Fischer fuhr fort, dass der Chef von UNMOVIC, Hans Blix, an der Sitzung teilnehmen wolle. Keine Einwände, Fischer verkündete, dass es so beschlossen sei und lud auch Blix ein, am Tisch Platz zu nehmen. Das selbe Spiel nochmal mit dem Chef der IAEO, al-Baradei.
Fischer erteilte dann Blix das Wort.
Hans Blix hielt eine beachtliche
Rede: Nicht nur, dass sie, im Gegensatz zu al-Baradei, sehr gut zu verstehen war, sondern auch die Art und Weise, was er wie sagte. Er berichtete völlig objektiv über die Inspektionen und erwähnte an verschiedenen Stellen, wo »in Zukunft« noch weiter gearbeitet werden soll, zum Beispiel an einer Errichtung eines Inspektoren-Stützpunkts in Basra. Er ließ keinen Zweifel daran dass er erwarte, dass die Inspektionen weitergehen. Er zeigte sich völlig unbeeindruckt von der aktuellen Situation, dass von den USA ein Krieg eine so gut wie beschlossene Sache ist und machte munter Zukunftspläne zu den Inspektionen.
Reaktionen der Sicherheitsrats-Mitglieder auf die Berichte der Chef-Inspektoren hat Spiegel-online
zusammengefasst, ebenso wie
Experten-Reaktionen.
Evtl wollen schon morgen Großbritannien und die USA eine neue Resolution vorlegen, die zum Krieg ermächtigt.
Die
Kriegs-Vorbereitungen der Amerikaner sind indes so gut wie abgeschlossen. Fünf Flugzeugträger-Verbände, 500 Flugzeuge und 130.000 Soldaten sind bereits vor Ort. Eine weitere wichtige Luftlandedivision könnte Mitte März am Persischen Golf eingetroffen sein.

Morgen soll es in über 600 Städten auf der ganzen Welt Friedensdemonstrationen geben. Ich bin ja mal gespannt, ob und wie die amerikanischen Medien darüber berichten werden. In den letzten Tagen las ich vereinzelt, die amerikanischen Medien seien praktisch gleichgeschaltet und berichten nicht mehr über Demonstrationen, zum Beispiel von 20.000 Leuten in Washington. Ich werde mal die Websites der üblichen Verdächtigen (CNN, MSNBC, NYT, WP…) abgrasen und wäre auch dankbar, wenn Leser von my two cents berichten, ob sie Berichte über die Demos gefunden haben oder nicht.
Laut einer Forsa-Umfrage halten 54% der Bundesbürger Bush für eine Gefahr für den Weltfrieden. Die Frage, wer von beiden den Weltfrieden stärker gefährde, entschieden sich 38% für George W. Bush und 37% für Saddam Hussein; 16% sagten, sie gefährden den Frieden in gleichem Maße.
Ob wohl viele von ihnen »gulf war 2« (Link von Kai) gespielt haben?

Erschienen am Freitag, 14.02.2003 @ 21:39
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Tags: Politik
Für alle Banker und Kunden der DiBa zur Lektüre empfohlen: Ein
Interview von Spiegel-online mit dem Vorstandsvorsitzenden der DiBa, Bernhard Hafner.
Interessant: Von den derzeit 1,8 Millionen DiBa-Kunden haben eine Million das Extra-Konto (hoch verzinstes Tagesgeld-Konto) und die meisten davon sind Ein-Produkt-Nutzer. Hafner möchte nach dem rasanten Wachstum der letzten zwei Jahre, das vor allem durch das Extra-Konto ermöglicht wurde, und nach der Übernahme von Entrium das Wachstumstempo etwas verlangsamen, um solide zu wachsen. Die derzeit vielen Ein-Produkt-Nutzer sollen zu Mehr-Produkt-Nutzern werden, um sie stärker an die DiBa zu binden. Das soll erreicht werden, indem die DiBa ihren Kunden auch die anderen Angebote schmackhaft macht.
Ich weiß nicht, ob das gelingen wird, ob der Bedarf an günstigen Kreditzinsen und einem günstigen Depot in der Rezession sooo groß ist. Das DiBa-Girokonto ist meinen letzten Infos zufolge auch nicht gerade günstig, und erst
gestern will eine Studie herausgefunden haben, dass vor allem Online-Banker ein kostenloses Girokonto schätzen.
Dass die Million Extra-Konto-Kunden nicht alle dem günstigsten Angebot hinterherhecheln, wenn eine andere Bank ein Viertel Prozent mehr Zinsen bietet, glaube ich durchaus. Ein paar Zisnreiter gibt’s allerdings immer, die für 25 Euro mehr Ertrag ein neues Konto aufmachen und dafür keine Mühen scheuen.
Erschienen am Freitag, 14.02.2003 @ 21:48
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Tags: bank, Finanzen
Seit
ein paar Tagen gilt in den USA die zweithöchste
Terror-Warnstufe. Für ein
von Kai entdecktes OS X-
Programm gibt’s sogar ein
Plug-in, das einem die aktuelle Stufe immer am Desktop anzeigt. Die Bürger sind dazu aufgerufen, einen Raum in ihrer Wohnung bzw. in ihrem Haus
luftdicht zu versiegeln. Die Nachrichtensendungen hierzulande wissen von Hamsterkäufen in Supermärkten zu berichten: Wasser in Flaschen, Klebeband und Plastikfolien gehen weg wie geschnitten Brot. Interessant der Einspieler einer Familie, die einen Lüftungsschacht in ihrer Wohnung mit einem Stück Wellpappe und außen rum Klebeband »versiegelte«.
Passend dazu eine
Glosse bei Telepolis und der
heutige Joy of Tech-Comic.
Tenor: Die Maßnahmen sind ähnlich sinnvoll wie in den 50ern und 60ern die Hinweise »duck and cover«, mit denen man eine Atombomben-Explosion überleben konnte. Ich kann mich an eine
South Park-Folge erinnern (»Volcano«), in der »duck and cover« auch ganz gut auf die Schippe genommen wurde.
Erschienen am Freitag, 14.02.2003 @ 22:03
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Tags: Politik
Sonntag, 16.02.2003
Berlin —
600.000 Menschen
Rom —
Eine Million Menschen
Paris — 100.000
London —
Eine Million
Athen — 200.000
Damaskus —
200.000
Melbourne — 150.000
Canberra — 16.000
Tel Aviv — 2.000
Oslo — 60.000
Brüssel — 50.000
Stockholm — 35.000
Amsterdam — 70.000
Kopenhagen — 10.000
Johannesburg — 4.000
Tokyo — 5.000
Wien — 3.000
Kiew — 2.000
Sofia — 2.000
Madrid —
600.000
Barcelona —
1,3 Millionen
New York —
100.000
Die Sitzung des UN-Sicherheitsrats am Freitag konnte ich nur bis ca. 17 Uhr
verfolgen. Den Berichten in den Abendnachrichten zufolge — von tagesschau über heute-journal zu tagesthemen — war diese Sitzung die große Bühne für den französischen Außenminister, während bei der letzten Sitzung noch der US-Außenminister mit seiner »Powellpoint-Präsentation« (
Zitat Kai) punktete. Die Kommentatoren waren sich darin einig, dass die Sitzung von letzter Woche eher die Position von Chef-Inspekteur Blix, der für eine Fortsetzung der Inspektionen plädierte, und die der Kriegsgegner
stärkte. Und mit den Friedensdemos auf der ganzen Welt gestern schien nicht mehr Deutschland isoliert zu sein,
sondern Bush und die USA.
Nette Anekdote am Rande: Nach der Rede des französischen und des russischen Außenministers gab es Beifall von den Zuschauerrängen im Sicherheitsrat, ein ausgesprochen seltenes Ereignis in diesem Gremium, wie berichtet wurde. Präsident Fischer musste mit seinem Hämmerchen zur Ordnung mahnen und bat darum, nicht zu applaudieren, auch wenn Valentinstag sei (der russische Außenminister machte zuvor eine entsprechende Bemerkung).
Der irakische UN-Botschafter beteuerte, Irak habe keine Massenvernichtungswaffen und antwortete Powell mit einem Sprichwort: Eine leere Hand könne nichts anbieten. Das hat mich an einen früheren Kollegen in der Bank erinnert, der bei überschuldeten Kunden gerne den Vergleich brachte, dass man aus einem leeren Kühlschrank kein Bier mehr herausholen könne.
Bevor jemand fragt: Ich war auf keiner Demo, ich verlies gestern erst um 19:22 Uhr das Haus. Wird nicht die letzte Möglichkeit gewesen sein, zu demonstrieren.
In Berlin fand die größte Demo Deutschlands seit 20 Jahren statt. Der bisherige Rekordhalter war 1981 (?) Bonn mit 250.000 Menschen.
Nein, die Loveparade zählt nicht, ist keine Demo.
Das beste Demo-Plakat habe ich in einem Fernsehbericht vor einer Woche anlässlich der Münchner
Sicherheitskonferenz gesehen, das ging sinngemäß so:
»Bomb Texas, they have oil, too.«
Kleiner Insider: George W. Bush kommt aus Texas.
Erschienen am Sonntag, 16.02.2003 @ 3:08
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Tags: Politik
Keine Angst, ich geh’ gleich ins Bett. Bin auch schon relativ müde, obwohl sich mein Rhythmus erwartungsgemäß wieder etwas verschoben hat in den letzten Tagen: schlafen von ca. 2 Uhr früh bis 13 Uhr mittags. Nächste Woche wieder etwas früher in die Falle gehen.
Nächste Woche habe ich wieder zwei Termine bei meinem Hautarzt, Dienstag und Donnerstag um 16 Uhr.
Am Montag kommt Micha aus London zurück, evtl ergibt sich bald ein Treffen. Am Freitag hat mein Großvater Geburtstag. Ansonsten warte ich auf einen Anruf von
Entervisions, denn die erste Woche seit der
Bestellung meines neuen
Power Macs sind rum. Es hieß, im günstigsten am unwahrscheinlichen Fall würde es eine Woche dauern, aber ich solle mal lieber mit zwei bis drei Wochen rechnen.
Evtl entscheidet sich kommende Woche auch, ob das mit der Bürogemeinschaft klappt. Wenn das alles unter Dach und Fach ist geht’s zu IKEA, um einen
Bürotisch zu kaufen.
Ich werde in den nächsten beiden Wochen derart viel Geld ausgeben, das ist nicht mehr feierlich. Steuernachzahlung 400 Euro, Verena bekommt für Klamotten noch 65 Euro, Holger muss ich noch seinen Anteil an einem abgeschlossenen Auftrag überweisen, IKEA bekommt mindestens 300 Euro für den Tisch, weitere 200 Euro werden für einen Bürostuhl draufgehen, Power Mac mit Display 2.800 Euro…
Vergangene Woche habe ich rund 50 Euro für Schreibgeräte ausgegeben. Ich werde noch darüber berichten, bis dahin könnt Ihr ja schon mal drüber grübeln, wie viele Stifte ich wohl von diesem Geld gekauft habe. Tipp: Es handelt sich um eine Zahl im niedrigen einstelligen Bereich.
Ich habe einen neuen Griechen probiert, ein ausführlicher Testbericht folgt natürlich noch. Vielleicht kann ich mich auch noch dazu aufraffen, etwas zu »Star Trek: Nemesis« zu schreiben.
Kommenden Samstag ist wieder Kollegtag und ich habe in Physik noch keinen Strich gemacht, da ich meinen inneren Physik-Schweinehund nicht überwinden konnte. Aber ich werde es anpacken, schaffen und einen Bericht darüber schreiben (hey, eine Klimax!).
Der Silvester-Urlaubsbericht ist auch nicht vergessen.
In der letzten Februar-Woche ist ein Besuch bei Holger und Stefie in München geplant, für wahrscheinlich zwei Übernachtungen. Die Chancen stehen gut, dass ich beide zu einem Besuch beim Schön-Wetter-Griechen (»
Athen« in der Westendstraße) überreden kann, denn ich wollte sie beide dorthin einladen. Möglicherweise gibt’s auch Abstecher in der Nachtkantine (gibt’s jetzt den Kunstpark noch?) und im Faun. Außerdem steht mit »
Goodbye, Lenin!« (
Filmfacts,
zelluloid,
offizielle Site) ein Kinobesuch auf dem Programm. Ich will mich mit Tini treffen und evtl klappt auch ein Treffen mit Matthias.
Erschienen am Sonntag, 16.02.2003 @ 3:28
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Tags: Leben
Es ist nicht so, dass mit dem drohenden Irak-Krieg der derzeit einzige bewaffnete Konflikt heraufzieht, den es derzeit gibt. Ich habe mir schon vor ein paar Tagen gedacht: Wie viele andere Kriege werden derzeit eigentlich geführt?
In einer
Heise-Meldung von heute war die Zahl 15 zu lesen, die von einem Friedensforschungsinstitut namens
SIPRI aus Stockholm stammt. Elf von diesen Kriegen dauern bereits seit mehr als acht Jahren an (siehe
SIPRI Jahrbuch 2002).
Zu den Demonstrationen von
gestern: Auch in 150 Städten
in den USA wurde demonstriert. Die größte Veranstaltung fand mit 100.000 Teilnehmern (Polizei-Angabe) in New York statt. Es handelte sich um die weltweit größten Kundgebungen seit dem Vietnam-Krieg.
Spiegel-online hat auf einer Seite weitere Zahlen
zusammengefasst.
Erschienen am Sonntag, 16.02.2003 @ 16:43
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Tags: Politik
In der Union
werden Stimmen lauter, den Kanzler mit einem konstruktiven Misstrauensvotum zu stürzen (Art. 67 GG). Kurze Erläuterung für jene, die nicht so sehr an Politik interessiert sind: Der Bundestag kann einen neuen Kanzler mit einem Misstrauensvotum wählen, aber »konstruktiv« heißt es deswegen, weil nicht über »Den wollen wir nicht mehr haben« abgestimmt wird, sondern weil die Antragsteller einen neuen Kanzler vorschlagen. Erhält der Kandidat die Mehrheit, ist er/sie neuer Kanzler.
Zuletzt gab es das 1982, als Helmut Schmidt mit seiner SPD-FDP-Koalition gestürzt und Helmut Kohl gewählt wurde. Damals war das, im Gegensatz zu heute, vergleichsweise einfach möglich, da sich die FDP auf die Seite der Union schlug. Aber heute haben Union und FDP keine Mehrheit im Bundestag, es müssten schon Abgeordnete von SPD und Grüne gegen Schröder stimmen, und das würde bedeuten, wie der CSU-Politiker Peter Ramsauer schon richtig sagt:
»[...] da ein konstruktives Misstrauensvotum voraussetzen würde, dass SPD und Grüne freiwillig auf’s politische Schafott steigen.«
Und genau das halte ich für sehr unrealistisch. Nicht nur, weil die »Abtrünnigen« dann gleich aus ihrer jeweiligen Partei austreten können, sondern weil sie wohl auch lieber mit dem Gerd weitermachen als mit Rolli, Ede oder Angie. Da hilft auch der Appell »Aber es gibt ja aufrechte Frauen und Männer in der SPD-Fraktion, etwa den Kollegen Klose, der seinen Mann stehen würde, wenn es um Deutschland als solches geht« nicht, denn Ramsauer geht es ja auch nur in zweiter Linie um Deutschland und in erster Linie um einen Unions-Bundeskanzler.
Eine Alternative wäre die Vertrauensfrage (Art. 68 GG), die Gerhard Schröder erst im November 2001 überlebte. Hätten die Abgeordneten dem Kanzler nicht das Vertrauen ausgesprochen, hätte dieser den Bundespräsidenten innerhalb von 21 Tagen bitten können, den Bundestag aufzulösen, um Neuwahlen zu ermöglichen. Die Auflösung kann abgewendet werden, wenn der Bundestag einen neuen Kanzler wählt.
Ansonsten sind mir keine Möglichkeiten bekannt, den Kanzler »um jeden demokratischen Preis« (Michael Glos, CSU) loszuwerden. Oder habe ich was vergessen?
Sieht also derzeit danach aus, als blieben das Träume in der Union.
Erschienen am Sonntag, 16.02.2003 @ 17:30
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Tags: Politik
Das wäre auch was für mich, wenn ich per SMS oder Mail an Arzttermine erinnert werden würde. Arzttermine wie zweimal die Woche Hautarzt oder ein Friseur-Termin, den wenige Tage zuvor ausgemacht habe, kann ich mir gut merken. Aber ich bin ein notorischer Zahnarzt-Termin-Vergesser, weil ich nur einmal im Jahr zum Dentisten muss und den Termin dafür in der Regel auch mehr als drei Monate im Voraus ausmache, weil er so lange vorher ausgebucht ist. Oder der Augenarzt zum Beispiel. Oder der spätestmögliche Termin, an dem man für ein iBook noch einen Apple Care Protection Plan abschließen kann (*grrr*).
Seit
iCal Anfang des Jahres in Version 1.0.2 erschienen ist, ist es auch benutzbar. Mit dem Kalender in Entourage habe ich mich nicht anfreunden können; jetzt muss ich mir nur noch angewöhnen, auch iCal regelmäßig zu verwenden. Es ist allerdings noch stark verbesserungsbedürftig: Wenn man zum festgelegten Erinnerungszeitpunkt nicht iCal geöffnet hat, wird man auch nicht erinnert. Und ich habe iCal nun mal nicht ständig laufen, deswegen erwarte ich von der nächsten Version, dass es mich auch im Nachhinein erinnert, wenn ich iCal nach dem Erinnerungszeitpunkt starte. Und bitte, wenn man schon einen
Unix-Unterbau in
Mac OS X hat, sollte der auch von iCal genutzt werden (z.B. per cronjob und sendmail eine Erinnerungsmail generieren, und nicht per
Apple-Mail, wenn iCal zufällig gerade läuft).
Wobei, dank
iSync und meinem T68i-Handy kann ich mich ja auch von meinem Handy erinnern lassen, wobei wir wieder am Anfang wären…
Erschienen am Sonntag, 16.02.2003 @ 20:28
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Tags: Apple, Mac
Gestern wurde bei den Superstars niemand rausgewählt, denn die Echo-Verleihung stand auf dem Programm. Ich habe ein wenig den Eindruck, dass man bei RTL schon etwas versucht, Daniel auszublenden und Alexander und Juliette in den Mittelpunkt zu rücken.
Zwei Artikel zum Thema kann ich empfehlen:
Spiegel: »
Küblböck meets Kerner: Weisheiten für’s Poesiealbum«, eine Kolumne aus der Rubrik »televisionen« von Marianne Wellershoff.
Ich habe Daniel bei Kerner gesehen und es hatte eine gewisse, abschreckende Faszination: Das »Frosch-Stimmchen« (Spiegel-TV) ist derart durch den Wind, man glaubt es kaum. Neulich beim Zappen stolpere ich über TV-Total und sehe zwei treffende Dinge: Stefan Raab hält das Cover einer neuen Schwulen-Zeitschrift (
Eurogay) in die Kamera. Darauf ein Bild von Daniel mit der Schlagzeile: »
Super-Husche«.
An anderer Stelle hat Raab mal mitgezählt, wie oft es Daniel in einer Minute auf »ich sag’ mal« bringt. Er hätte auch »einfach« zählen können. Ich weiß, das ist eigentlich nicht sehr fair, aber wie gesagt, es fasziniert mich irgendwo, und ich glaube, dass ich damit nicht allein bin. Insofern aber, wie es einer der Juroren vor einer Woche zu Daniel gesagt hat: »Bis hier hin, vielen Dank.«
Telepolis: »Aufmerksamkeit:
Schlimmer geht’s immer« von Tino Hanekamp
Seine Aussage: Bei den Superstars geht es um alles, bloß nicht um Musik. Der Beweis für die totale Anspruchslosigkeit des Publikums: Daniel und der »Michael Schumacher-Klon« Alexander sind noch dabei. Seine Prognose: Das neue Album der Superstars wird von Null auf Eins in die Charts einsteigen.
Unrecht haben beide Artikel nicht.
Erwähnte ich bereits, dass Juliette
meine Favoritin ist?
:-)
P.S.: Ich habe nur eine vage Vorstellung davon, was eine »Husche« ist; wenn mich jemand aufklären möchte…
Erschienen am Sonntag, 16.02.2003 @ 20:51
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Tags: Medien
Montag, 17.02.2003
Ich habe mich manchmal gefragt, wie viele Blogger es wohl gibt. Ob zum Beispiel Leute wie
Kai,
Holger oder eben ich Ausnahmen und Randerscheinungen sind. Oder ob es tausende, zehntausende gibt, die ein Weblog führen.
Anlässlich der Übernahme von Pyra (blogger.com) durch Google steht in einer entsprechenden
Heise-Meldung, dass allein blogger.com über eine Million registrierte Teilnehmer hat. Doch so viele?
Erschienen am Montag, 17.02.2003 @ 12:54
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Tags: Medien
Spiegel-online
meldet, dass voraussichtlich ab Oktober das Pfand auf sämtliche ökologisch nachteilige Einweg-Verpackungen erhoben wird, und dass es keine Unterscheidung mehr nach Getränken geben soll.
Darauf haben sich der Bundesumweltminister und Vertreter der Länder geeinigt.
Erschienen am Montag, 17.02.2003 @ 13:00
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Tags: Sonstiges
Mal wieder ein längeres Film-Posting.

Bereits
Anfang des Jahres war ich mir sicher, dass ich mir »
Anger Management« nicht entgehen lassen werde. Nach dem Teaser gibt es nun auch einen längeren
Teaser. Weitere Infos zum Film habe ich bereits im Januar geschrieben (s.o.), der Trailer sagt aber auch schon alles.
:-)
Im Kino ab 8. Mai.
Florian empfahl gestern den Film »
Adaptation«. Der
Trailer sieht sehr vielversprechend aus: Nicolas Cage in einer Doppelrolle. Kein Action-Film.
Bereits ab 13. März in deutschen Kinos.
Bereits seit letztem Donnerstag im Kino ist »
The Ring«, für den sich bislang keiner meiner Freunde begeistern kann. [Seit ich sie mit dem Hinweis »der soll gut sein« in das Machwerk »eXistenZ« gelockt habe, sind die da vorsichtig geworden; selbst mit dem Volltreffer »
Fight Club« konnte ich das noch nicht wieder ausbügeln.]
Die beiden Trailer (
1,
2) lassen auf einen Horror-Schocker schließen.
Positive Kritiken gibt es bei filmfacts.de von
Andreas und von
Johannes. Außerdem bei zelluloid.de von
Heinz (90%). 22 zelluloid-Besucher
bewerteten ihn mit durchschnittlich 83%. Bislang 7.400 IMDB-Nutzer bewerteten den Streifen mit guten 7,5 von 10 Punkten.
Ende Februar läuft »
About Schmidt« an, wieder ein Jack Nicholson. Der
Trailer erzählt von einem Rentner (Nicholson), dessen Tochter gedenkt, den falschen Mann zu heiraten, genau wie er x Jahre zuvor die falsche Frau.
Früher als erwartet, nämlich schon am 27. Februar, wie auch »About Schmidt«, startet »
National Security«. Martin Lawrence und Steve Zahn in einer Cop-Komödie. Der
Trailer war ganz witzig, aber der Streifen scheint mir kein unbedingtes Muss zu sein.
Für »
Undercover Brother, der in die gleiche Kerbe schlägt (siehe
Trailer), gibt es noch nicht mal einen deutschen Starttermin; in den USA lief er bereits letztes Jahr im Mai. Scheint wohl eine Video-Premiere zu werden.
Die
Clips und der
Trailer zu
Solaris (ab 6. März) ließen mich zuerst befürchten, es würde sich um einen zweiten
Sphere handeln, nur mit George Clooney statt Dustin Hoffmann. Bei Spiegel-online las ich kürzlich ein
Interview mit dem Regisseur Steven Soderbergh (»Traffic«, »Ocean’s Eleven«): »Solaris« ist die Verfilmung eines Stanislaw Lem-Romans, und der Film soll ein extremer »Kopf-Film« sein. Hmm…
+++
So, nun noch zu zwei Vorschauen, die ich beim Stöbern auf
apple.com/trailers gefunden habe:
»25 Stunden« (
IMDB,
Trailer)
Ein neuer Film mit Edward Norton. Eine Kriminal- und Drogen-Geschichte von Regisseur Spike Lee. Scheint eine interessante Geschichte zu haben, ab 15. Mai im Kino.
»Phone Booth« (
IMDB,
Trailer)
Regisseur Joel Schumacher (»8MM«, »Batman & Robin« »Falling Down«) erzählt eine etwas eigenartige Geschichte, die aber durchaus spannend sein kann: Ein Typ sitzt in einer New Yorker Telefonzelle fest, weil er von einem Scharfschützen bedroht wird. Scheint ein persönliches Ding zu sein.
Zum Abschluss: Wer mal wieder ein nettes Render-Filmchen sehen will:
Robota
+++
Folgende Filme laufen aktuell oder demnächst im Kino, und stehen noch auf meiner »Noch anschauen«-Liste:
- Catch me if you can (seit 30.01.03)
- The Ring (seit 13.02.03)
- Goodbye, Lenin! (13.02.03)
- About Schmidt (ab 27.02.03)
- National Security (27.02.03)
- Solaris (06.03.03)
- Adaptation (13.03.03)
- The Core (03.04.03)
- Pi (17.04.03, Wiederaufführung)
- X
2 (01.05.03)
- Anger Management (08.05.03)
- 25 Stunden (15.05.03)
Notiz für mich:
Filme, die in 2003 bereits im Kino liefen, und die ich noch nicht gesehen habe:
- 8 Mile
- 11′09″01
- One Hour Photo
- Analyze That
Vormerken für Kauf oder Verleih auf DVD.
Erschienen am Montag, 17.02.2003 @ 14:03
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Tags: film, Film-und-Fernsehen
Dem Spiegel dieser Woche ist zu
entnehmen, dass Infineon über eine Verlegung des Konzernsitzes ins Ausland nachdenkt.
Ich kann das Gejammere gewisser Leute nicht mehr hören. Viele Konzerne müssen praktisch gar keine Steuern mehr zahlen und sorgen sich um immer noch größere Umsätze.
Vielleicht sollten deren Manager zur Abwechslung auch mal wieder an Kunden und Mitarbeiter denken und nicht an das nächste Quartalsergebnis. Woran manche sich mal ein Beispiel nehmen sollten: Porsche (
1,
2),
Superquinn und
andere.
Siehe auch die Markt-Forscher-Kolumne von heute: »
König Kunde dankt ab«.
Erschienen am Montag, 17.02.2003 @ 15:53
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Tags: Politik
Ich habe heute die erste Physik-Lektion im Buch durchgearbeitet. In dieser Woche wird allerdings bereits die sechste Sendung gebracht, das entspricht der sechsten Buch-Lektion. Am kommenden Samstag ist wieder Kollegtag und ich muss zwei Hausaufgaben abgeben (für die Lektionen 1 bis 3 und 4 bis 6).
Ich hatte mir vorgenommen, jeden Tag mindestens eine Lektion durchzunehmen. Zeit dazu hätte ich, ich muss mich nur aufraffen.
In Deutsch, Englisch und Sozialkunde fiel mir der Stoff bisher in den Schoß. Die andere Seite der Medaille: Um sich den Stoff in anderen Fächern einzutrichtern, muss man sich umso mehr überwinden, sich auf den Hosenboden zu setzen, gerade
weil es einen weniger anspricht.
Physik finde ich durchaus interessant, um Zusammenhänge zu verstehen, aber dieses Verstehen macht einem die Physik nicht unbedingt leicht.
:-)
Beispiel: Die erste Lektion von heute. Gleichförmige lineare Bewegungen waren noch leicht:
»Eine S-Bahn legt eine Strecke von 3 km bei gleichbleibender Geschwindigkeit in 40 s zurück. Berechnen Sie die Geschwindigkeit.«
Das ist schnullifax. Aber zwei Seiten weiter, bei der gleichmäßigen Kreisbewegung, wurde mir schon etwas anders. Zur Winkelgeschwindigkeit in s-1 oder zum Bogenmaß finde ich nicht so leicht Zugang.
»Welchen Winkel im Grad- und im Bogenmaß überstreichen Stunden- und Minutenzeiger einer Uhr zwischen 8.23 Uhr und 9.16 Uhr?«
Morgen geht’s weiter mit Lektion 2, der Überlagerung von Bewegungen. Die Sendung dazu war jedenfalls noch recht einleuchtend. Die weiteren Lektionen:
3: Gleichmäßig beschleunigte Bewegung
4: Beschleunigte Bewegung mit Anfangsgeschwindigkeit
5: Freier Fall und Wurfbewegungen
6: Trägheit, Kraft und Masse
Das Bogenmaß muss ich mir auch nochmal veranschaulichen.
Ach ja, und hier kommt wieder meine alte Schwäche voll zum Tragen: Umstellen von Formeln ist nicht so mein Ding.
Erschienen am Montag, 17.02.2003 @ 23:38
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Tags: Telekolleg
Dienstag, 18.02.2003
»jmz« hat in einem
Kommentar bei Mac-TV ein wahres Wort gesprochen:
»Fest steht, das OS X ein unglaublich gutes Fehler/Leistungs/Alter-Verhältnis hat.
Ich bin der Meinung das es trotz seiner kurzen Lebenszeit OS 9 schon lange überholt hat. Und wer jetzt wieder meckert das auf seinem 400 MHz G4 das ganze nicht zügig ist, der sollte sich mal mit der Realität abfinden. Und die heißt: Ohne neuen Rechner keinen Spaß. Und das war schon zu OS 6-9 Zeiten so. Rechner werden mit dem System ausgeliefert für das Sie gebaut sind. Dann hat man noch zwei Jahre und dann gehört man zum alten Eisen. So läuft diese Branche schon seit über 20 Jahren.
Also aufgerüstet und nicht gemeckert. Und wer es nicht kann soll sich nicht über Apple beschweren sondern sich einen besser bezahlten Job suchen.«
[Vertipper habe ich ausgebessert.]
Erschienen am Dienstag, 18.02.2003 @ 0:43
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Tags: Apple, Mac
Das darf doch gar nicht sein?
Bin doch erst um 4 ins Bett und auch an den Vortagen nicht vor 13 Uhr aufgestanden?
Erschienen am Dienstag, 18.02.2003 @ 9:34
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Tags: Leben
Macrumors bieten einen neuen, feinen Service: den
Buyer’s Guide. Einen Blick wert für alle, die sich die Anschaffung eines neuen Macs überlegen und nicht sicher sind, ob sie jetzt zugreifen sollten oder ob evtl in Kürze mit Updates zu rechnen ist. Das ganze beruht natürlich nur auf den Gerüchten, die Macrumors auch sonst sammelt, bewertet und verbreitet (mit relativ guter Trefferquote), da es von Apple ja keine offizielle Roadmap über künfte Produkte gibt (»We don’t comment on future products.«).
Für regelmäßige Rumorsite-Leser trotzdem interessant, da auch aufgeführt wird, wann eine Produktlinie zuletzt ein Update erhalten hat.
Allerdings ist der Service noch verbesserungswürdig: Beim Powerbook z.B. muss man schon genau hinsehen und nicht einfach nur die Buy-Kaufempfehlung lesen. Denn in einer Notiz einige Zeilen darunter steht klein, dass das 15er Powerbook beim letzten Zyklus nicht erneuert wurde (wie wir alle wissen).
Erschienen am Dienstag, 18.02.2003 @ 18:05
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Tags: Apple, Mac
Mittwoch, 19.02.2003
Gestern Mittag stand wieder Physik auf dem Programm (Lektion 2). Mit Geschwindigkeitsparallelogrammen, überlagerten Geschwindigkeiten und Geschwindigkeitsvektoren kam ich wesentlich besser zurecht als mit Winkel- und Bogengeschwindigkeit und dem Bogenmaß. Die Übungsaufgaben fingen wieder einfach an und steigerten sich dann, so dass man praktisch in jeder Lektion wieder neu anfangen kann.
Am Nachmittag ging es wieder auf einen Sprung in die Stadt. Zurück noch ein wenig Physik und um 18:20 Uhr liefen Verena und ich um den Block, denn meine Tante (väterlicherseits) hat Geburtstag. Es gab Abendessen und danach noch einige 8 mm-Filme, die mein Großvater mitgebracht hat. Der älteste dürfte von 1980 gewesen sein und zeigte mich als 2-jährigen an Weihnachten, wie ich mit meiner Mutter spielte (ich bekam eine Murmelbahn geschenkt). Das war noch in der alten Wohnung am Würzburger Ring 5, denn wir sind erst nach Hüttendorf gezogen (in das Haus, in dem wir heute noch wohnen), als ich vier oder fünf war; ich ging noch in Kriegenbrunn in den Kindergarten. Kurios war, dass der Film an Weihnachten 1980 gedreht wurde: Niemand von uns wusste mehr, dass es davon einen Film gab (und ich hatte ihn noch nie gesehen). Es waren nur wenige Stunden, bevor Verena geboren wurde.
Gestern schrieb ich eine Mail an eine Freundin, die mich um meine Recherche-Ergebnisse bzgl. Umkopier-Services für Super8-Filme bat. Wir haben auch noch einige Super8-Bänder im Keller, vielleicht lassen wir mal einige auf DV oder VHS kopieren, um sie besser aufheben und ansehen zu können. Hier der entsprechende Ausschnitt aus der Mail, falls sich jemand ähnliches überlegt:
So, Du hast mich gebeten mal aufzuschreiben, was ich rausgefunden habe bzgl. Kopien von Super8-Filmen auf z.B. VHS.
Ich habe zwei Adressen:
Herr Sossau
Limbacher Str. 44
Schwabach
Tel.: 09122-61425
Scheint ein Rentner zu sein, der das privat bei sich zu Hause macht. Er spielt Sußer8 ab und filmt das mit einer Videokamera von der Leinwand ab, und spielt es dann auf VHS. Die Qualität wird entsprechend niedrig sein.
Pro Minute verlangt er 60 Cent für die Kopie auf VHS.
Dann gibt es noch eine Firma, die das professionell macht und auf ein bestimmtes Verfahren auch ein Patent hat:
Berola-Film Franz-Josef Caspar GmbH
91301 Forchheim
Tel.: 09191-7222-0
Deren Qualität ist wohl besser, aber die sind wesentlich teurer. Man kann nicht nur auf VHS kopieren lassen, sondern auch auf DV-Kassette (Camcorder-Format), falls man es im Computer weiterbearbeiten will. Zu den Preisen für die Kopie kommen dann noch die Preise für die Medien.
Es gibt drei Verfahren:
Das billigste, da läuft der Film einfach nur durch:
TLS (C) für 35 Cent pro Meter netto, dauert 2-3 Wochen zzgl. Porto und Kassette. Ich habe mir noch zzgl. 16 Cent pro Meter aufgeschrieben, weiß aber nicht mehr in welchem Zusammenhang, und ob das nur beim TLS-C-Verfahren gilt oder auch bei den beiden anderen, oder wofür das überhaupt ist. Am besten nochmal telefonisch nachfragen (die in der Telefonzentrale hat mir alle Auskünfte gegeben), aber so als Anhaltspunkt weiß man ja zumindest schon mal, dass es nicht billig wird.
:-)
Bei den beiden anderen gibt es noch verschiedene Korrektur-Verfahren für Ton und Bild, zwei Qualitätsstufen:
TLS-B für 45 Cent pro Meter netto und
TLS-A für 60 Cent pro Meter netto.
Bei Super 8 wird mit 18 Bildern (Frames) pro Sekunde gedreht. Eine Minute verbraucht 4,56 Meter.
Sprich, beim billigsten Verfahren für 35 Cent pro Meter (netto) muss man mindestens 1,85 Euro brutto pro Minute ausgeben.
Beide nehmen Super8-Material per Post entgegen, man kann es aber auch vorbei bringen.
Wir haben noch nicht Super8 umkopieren lassen, von daher keine Erfahrungswerte.
Kurz vor halb zehn waren wir wieder zu Hause. Verena war müde und ich hatte auch noch zu tun.
Erschienen am Mittwoch, 19.02.2003 @ 15:12
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Tags: Leben
Heute ist sehr schönes Wetter, wolkenlos, wie auch gestern. Allerdings ist es mit um die null Grad etwas kühl.
Mein Vater hat die Gelegenheit genutzt und fuhr mit dem Auto Richtung Süden. Das hatte er nach unserem schneelosen Silvester-Urlaub schon dreimal vor und wieder verschoben, aber diesmal hat es geklappt. Ein Abstecher zum Schliersee und dann weiter nach Berchtesgaden. Er berichtet, das Wetter sei sehr gut und Schnee liegt in Massen, anderthalb Meter hoch am Straßenrand.
Manchmal schicken Verena und ich ihn allein auf Fotosafari, uns geht es sonst auf die Nerven, alle fünf Minuten anzuhalten.
:-)
Die Chancen stehen nicht schlecht, dass er wieder einige Bilder an einen Verlag verkaufen kann, der sie für Kalender verwendet. Eine Website für seine Fotos ist in Arbeit.
Morgen ist er wieder zurück.
Erschienen am Mittwoch, 19.02.2003 @ 15:18
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Tags: Leben
Eben entdeckt: Eine Site mit Screenshots von verschiedenen Benutzeroberflächen:
toastytech.com/guis. Historisch nicht unspannend, wie sich diese über die Jahre weiterentwickelt haben, von Windows 1.0 bis ME und NT 3.1 bis zu XP. Auch Mac OS von Lisa bis OS X (10.1) sind dabei, ebenso wie verschiedene Linux-Windowmanager und Exoten wie BeOS oder RISC-OS.
Erschienen am Mittwoch, 19.02.2003 @ 16:07
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Tags: Apple, Mac
Erwartungsgemäß schlägt die heutige Verurteilung von al-Motassadeq zur Höchststrafe von 15 Jahren heute hohe Wellen im In- und Ausland. Die Story ist auf vielen News-Websites die Top-Story:
-
tagesschau.de
-
spiegel.de
-
washingtonpost.com
-
news.bbc.co.uk
-
nytimes.com
-
msnbc.com
-
cnn.com
Es ist selten, dass Nachrichten aus Deutschland auch in den USA beachtet werden, und um so mehr interessiert mich dann, was geschrieben wird.
Die Links erstmal nur
for your reading pleasure, ich kam selbst noch nicht dazu, die Artikel zu lesen.
Kurzfassung des Spiegel-Artikels: Es handelte sich um den ersten »al-Quaida-Prozess«. al-Motassadeq wurde beschuldigt, der Hamburger Terrorzelle um Atta geholfen zu haben, die Anschläge auf das World Trade Center vorzubereiten. Die Anklage lautete auf Mittäterschaft und Beihilfe zum Mord in 3.066 Fällen und Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung. Er selbst beteuerte seine Unschuld. Das Urteil wurde vom Oberlandesgericht in Hamburg gesprochen.
Von Matthias Gebauer gibt es bei Spiegel-online eine
Zusammenfassung der Ereignisse und offenen Fragen vor der Verkündung des Urteils. Vieles bleibt im dunkeln, ich kann daher das Ergebnis nicht einordnen und bewerten.
Erschienen am Mittwoch, 19.02.2003 @ 16:30
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Tags: Medien

Gegen 13 Uhr klingelte der Postbote: Ein Päckchen von
Cyberport. Den neuen Power Mac mit SuperDrive habe ich zwar noch nicht, aber ich habe schon mal einen 5er Pack DVD-Rohlinge bestellt (DVD-R von Apple, in 4-facher Geschwindigkeit beschreibbar, für 22,49 Euro der Packen). Sie kommen in einer ansprechend gestalteten, 2 cm schmalen Verpackung (ich mag dieses schlichte Design). Die DVDs selbst schimmern lila und sind in Slim-Juwel-Cases verpackt. Ich werde demnächst wohl nochmal welche bestellen müssen, da meine fünfmal 4,7 GB schon für das Brennen von Backups verplant sind, falls sich die FireWire-Platte doch mal verabschiedet, und um auch etwas Platz darauf zu schaffen. Außerdem muss ich jemandem schon einen Gefallen tun und da gehen drei Rohlinge drauf.
:-)
Auch im Päckchen: Ein 64 MB fassender »Memorybird« von Fujitsu-Siemens. Im Mai beginnt die Schule in München (ich werde noch darüber berichten, wenn’s soweit ist), und ich werde montags und dienstags in München sein. Außerdem bin ich außerhalb der Schule ab und an in Holgers Büro in München anzutreffen und an den anderen Tagen im Büro in Erlangen und abends zu Hause. Wie transportiert man idealerweise einige MB an Projektdaten? Mit einem USB-Flash-Speicher. Bei Cyberport gab es verschiedene No-Names zur Auswahl und auch der Speicher von FSC, der mit 56,90 Euro sogar noch im Vergleich zu den anderen günstig war. Der USB-Stecker ist mit einer Verschlusskappe geschützt, die einen Clip wie ein Kugelschreiber hat. Am längeren USB-Ende kann mit einer Schlaufe ein Halsband befestigt werden, das sich am unteren Ende abklipsen lässt. Schönheitsfehler bei dem Teil: Es ist recht fett. Ich kann es weder am iBook noch an meinem USB-Hub anschließen, ohne den daneben liegenden USB-Port zu blockieren. Eigentlich ist es mehr als ein Schönheitsfehler, denn es ärgert mich richtig, dass das Teil nicht schmaler sein kann. Da hätte ich beim Kauf etwas besser aufpassen sollen. Um es doch in beengten Verhältnissen anschließen zu können, liegt ein 30 cm langes USB-Verbindungskabel bei, mit dem geht es dann, aber das ist kaum im Sinne des Erfinders (Speicher für die Hosentasche). Mal sehen, ob es sich ohne Verbindungskabel an der Power Mac-Tastatur oder am TFT-Display anschließen lässt. Ansonsten lasse ich das Verbindungskabel am Display baumeln.
Ah!! *mit dem Kopf auf die Tischplatte schlag*
Nein, geht nicht, ich muss es ja immer mitnehmen, sofern an den Rechnern in der Schule oder bei Holger im Büro nicht genug Platz ist. Zu Hause kann ich es am Hub anschließen, den Port direkt daneben brauche ich im Moment nicht.
Der Memorybird funktioniert offiziell zwar nur unter Windows ME und 2000, eine Treiberdiskette für Win98 liegt bei, aber es klappt auch problemlos mit OS X. Der Memorybird meldet sich als Wechsellaufwerk an, wie ein Disk Image.
Erschienen am Mittwoch, 19.02.2003 @ 17:08
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Tags: Apple, Mac
Donnerstag, 20.02.2003
Morgen Nachmittag, zwischen 13 und 14 Uhr, werde ich meinen
neuen Power Mac samt Display abholen.
Um 17 Uhr geht’s allerdings weiter zum Geburtstag meines Großvaters und am Samstag muss ich früh raus, zum Kollegtag, so dass ich noch nicht all zu viel davon haben werde.
:-)
Noch 18 Stunden.
Musik:
Faithless, »Insomnia« (
Reverence)
Erschienen am Donnerstag, 20.02.2003 @ 19:44
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Tags: Apple, Mac
Freitag, 21.02.2003
Er ist hier, mein neuer Power Mac!
Ein Wort: Gooooiiilll…
Die neue Pro-Tastatur ist etwas ungewohnt; ich glaube, die schwarze Tastatur beim alten Power Mac war anders (außer, dass sie schwarz war).
Zur Lautstärke: Angenehm. Ein Cube ist es nicht, aber ich bin zufrieden. Scheint mir tatsächlich leiser zu sein als mein alter Quicksilver-733.
Weitere Details folgen am Wochenende, jetzt muss ich erstmal meine ganzen Daten wieder kopieren, meine Einstellungen vornehmen und Programme installieren. In einer Stunde geht’s zum Geburtstag meines Großvaters, von daher habe ich jetzt auch gar nicht so viel Zeit.
Erschienen am Freitag, 21.02.2003 @ 15:36
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Tags: Apple, Mac
Sonntag, 23.02.2003
Gestern war wieder Kollegtag. Wegen der
Lieferung meines neuen Power Macs erlaubte ich mir, am Freitag nicht mehr mit Physik weiterzumachen. Ich bin aktuell mitten in der dritten Lektion; am Freitag lief die Sendung zur achten Lektion. Ich bin zuversichtlich, dass ich meinen Rückstand aufholen kann, da ich zwei bis drei Lektionen pro Woche schaffe.
In der ersten Stunde gab es Bio für die Sozialisten, gefolgt von Physik für alle, Englisch, Deutsch und einer Mathe-Doppelstunde. Ich kam als Wirtschaftler erst zu Physik und ging nach Deutsch, da ich Mathe ja erst im nächsten Durchgang machen werde.
Die Kollegtage sind dazu gedacht, Hausaufgaben einzusammeln, zurückzugeben und zu besprechen, und um offene Fragen zu beantworten. Genau dies fand in dieser Physik-Stunde statt. Zwei Fragen wurden geklärt: Mit welcher Genauigkeit wir in Aufgaben rechnen sollen, wenn das Buch zum Beispiel einmal von 10 Meter pro Sekunde Quadrat für die Erdbeschleunigung g spricht und ein anderes Mal von den bekannten 9,81 m/s
2. Ich will das jetzt nicht breit treten, aber es ist wichtig festzuhalten: Die Feststellungsprüfung im kommenden April, deren Note gleichzeitig die Zeugnisnote für die Sozialisten und Wirtschaftler ist (die Techniker bekommen im vierten Trimester noch ein zweites Physik-Trimester), wird vom Lehrer gestellt. So wie in Sozialkunde. Die Abschlussprüfungen in den Hauptfächern werden zentral vom Kultusministerium in München gestellt.
Die zweite Frage: Es wurden nochmal detailiert die Kräfte bei der Drehbewegung (Lektion 7) erläutert, mit der Zentripetal- bzw. Radial- bzw. Zentralkraft.
Bezüglich der Hausaufgaben gab’s eine auf den Deckel: allgemein, nicht ich speziell. Wer die erste Hausaufgabe (Lektion 1 bis 3) noch nicht abgegeben hat, soll das in den nächsten Tagen nachholen, dann ist »Anmeldeschluss«. Ich habe festgestellt, dass in Physik die Hausaufgaben »feiner« unterteilt sind: Nicht in Blöcken zu den Lektionen 1-3, 4-6, 7-8 und 9-12 wie in den anderen Fächern, sondern 1-3, 4-5, 6-7, 8-11 und 12-13. Das kommt mir entgegen. Heute mache ich die Lektion 3 noch gar fertig und die erste Hausaufgabe (1-3), nächste Woche geht’s an die Lektionen 4 bis 6 und an die zweite Hausaufgabe (4-5). Am Donnerstag oder Freitag will ich die beiden Arbeiten bei der Schule einwerfen.
Ich habe ganz schön was nachzuholen: In Deutsch bin ich auf dem Laufenden, denn ich habe bereits die ersten beiden Aufgaben gemacht und muss bis nächstes Mal nur noch eine abgeben. Aber in Physik wie oben beschrieben und in Englisch war ich dieses Trimester bislang auch untätig.
Nächstes Fach: Englisch. Die Englischlehrerin fing mit »environment« ein neues Thema an. Sinn der Übung ist natürlich wieder, den Vokabelschatz mit Synonymen zu vergrößeren und die Grammatik zu üben.
In der Abschlussprüfung wird ein Essay mit Pro- und Contra-Stellungnahme zu schreiben sein, und dann kann man natürlich nicht zehnmal hintereinander »to pollute« schreiben, da braucht es Alternativen. Außerdem werde ich nicht umhin kommen, jetzt endlich meine Grammatik-Schwächen anzupacken: if-Sätze, Gerund, Adverben. Und die Zeiten sollte ich auch wiederholen.
Unser Deutschlehrer ist auch der Leiter des Telekollegs in Fürth, in seiner Stunde wird deswegen auch Organisatorisches geklärt.
Es gibt übrigens die Möglichkeit eines »Fachabi light«, bei dem nur Prüfungen in Deutsch, Mathe und Englisch abgelegt werden. Mit diesem Fachabi kann man allerdings nur an Fachhochschulen in Bayern studieren, an keinen anderen Schulen außerhalb Bayerns (außer, man hat dann das Vordiplom erreicht, ich weiß nicht genau). Uninteressant für mich, aber ich dachte, ich erwähn’s. Weiterhin bemängelte er, dass einige Leute das Telekolleg als ein Fernstudium betrachten und nur zu den Prüfungen aufkreuzen. Denen wird er demnächst mal einen Brief rausschicken, denn er wird sie sonst vom TK ausschließen, wenn sie nicht erscheinen.
Nicht nur in Englisch, auch in Deutsch habe ich mittlerweile gemerkt, dass ich zwar keinen schlechten Start hatte, ich mich aber auf meinen
Lorbeeren nicht ausruhen darf. Aktuell ist Textanalyse angesagt und ich würde wetten, dass auch die nächste Feststellungsprüfung in einem halben Jahr, am Ende des dritten Trimesters, davon handelt. Und Textanalyse ist so gar nicht meins. Fachbegriffe wie Alliteration, Anapher, Hypotaxe oder Litotes müssen mit Definition und Beispielen auswendig gelernt werden, da geht kein Weg.
Erschienen am Sonntag, 23.02.2003 @ 2:11
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Tags: Telekolleg
In kurzen Worten noch die Ereignisse des gestrigen Tages.
Aufstehen um 7 Uhr,
Kollegtag. Alles dazu siehe dort.
Der Kollegtag war für mich um 11:15 Uhr vorbei und ich fuhr um kurz vor 12 von Fürth nach Erlangen. Ich hatte Hunger und mal wieder Lust auf eine Pizza zur Pizzabar. Ein Bus fuhr leider erst zehn Minuten später vom Hugo bis raus zur Hartmannstraße und würde sieben Minuten brauchen. Ich entschied mich, die Strecke zu Fuß zu gehen und kam nach 15 Minuten an. Unterwegs telefonierte ich per Handy mit meinem Vater, der darum bat, von der Norma zwei Gartenscheren mitzubringen, außerdem bestünde die Möglichkeit, mit ihm wieder nach Hause zu fahren. An der Bushaltestelle Hartmannstraße gibt es eine Norma, was mir bis dato noch gar nicht aufgefallen war, also besorgte ich die zwei Teile für je drei Euro. Wie sich nachher herausstellte, die falschen, und ich Held habe den Kassenzettel nicht mitgenommen. Weiter um die Ecke rum zur Pizzabar. Geschlossen, samstags erst ab 16 Uhr. *gnnn*, wieder zurück Richtung Zentrum und dann eben doch wieder beim Delphi am Bohlenplatz eingekehrt, das auf halbem Weg liegt.
Eine Freimark’sche »Standard-Testsuite A« später (großes Spezi, Tzatziki vorher, Suvlaki, Tzatziki dazu). Ich rief meinen Vater an und wir vereinbarten einen Treffpunkt beim Merkel (Buchhandlung), in fünf Minuten. Wir gingen zusammen noch zu einem Kaffee-Dealer am Neustädter Kirchplatz und weiter zum Marktplatz (irgendein spezieller Kaffee, am Markt eine Forelle). Danach zurück zum Auto, am anderen Ende des Zentrums bei der Sparda-Bank in der Werver-von-Straße geparkt.
Zu Hause gegen 14:30 Uhr. Aus iMovie 3 heraus exportierte ich zwei Telekolleg-Sendungen, während ich den Mountie in Chicago vom Freitag sah, anschließend die Schmidt-Show vom Freitag.
16:50 Uhr, wieder raus aus dem Haus. Mit einer früheren Kollegin aus der Bank hatte ich ein Treffen vereinbart. Sie holte mich um 17 Uhr bei einer ihr bekannten Wirtschaft im Ort ab und wir fuhren zu ihr nach Großgründlach. Keine fünf Minuten später kam ihr Mann dazu. Ich sollte etwas Support mit ihrem Computer leisten: Einen brauchbaren Blankobrief einrichten, ein wenig WordPerfect und QuattroPro erklären, das bei ihrem PC mitgeliefert war. Mit beiden Programmen habe ich über fünf Jahre nicht mehr gearbeitet, aber im Prinzip ist alles ähnlich wie in Word und Excel. QuattroPro schreibt einem sogar automatisch Formeln um, die man in Excel-Syntax eingegeben hat. Dank der Hilfefunktion fand ich mich schnell zurecht und empfahl ihnen auch, bei Fragen ruhig mal die Hilfe zu konsultieren, denn ich habe den Umgang mit diversen Programmen nicht anders gelernt.
Wir aßen noch zusammen zu Abend (Chili) und unterhielten uns noch ein Stündchen im Wohnzimmer. Bei der Gelegenheit testete ich Espresso und Ramazotti, aber beides sagt mir nicht zu. Das Gespräch drehte sich hauptsächlich um die Arbeit. Später lief nebenher noch »Wetten, dass…?«. Wir sahen zwei Wetten zusammen: Die Kinderwette mit dem Springer auf dem Schachbrett (Respekt…) und die danach, an die ich mich schon gar nicht mehr erinnern kann, da sie wirklich nur nebenbei lief. Kurz nach 22 Uhr wurde ich auf eigenen Wunsch wieder nach Hause gefahren.
Den Rest der Show gesehen und nebenbei gesurft, gelesen und mit iDVD experimentiert.
Gerade ist es kurz nach 2 Uhr. Ich überlege, ob ich noch weiter schreiben soll (vom neuen Power Mac berichten) um gleichzeitig zu warten, bis iDVD mit dem Rendern und Brennen meiner ersten DVD fertig ist, aber dann wird es halb vier werden. Und ich bin hundemüde, ich bin ja schon seit sieben Uhr wach. Und eigentlich wollte ich zeitig ins Bett, also gegen 23 Uhr…
Ich könnte mich auch abfällig über WindowsXP auslassen.
Nachtrag, 02:16 Uhr Ich habe jetzt doch abgebrochen. Beim besten Willen, die DVD wird morgen (nachher) berechnet und gebrannt. Gute Nacht.
Erschienen am Sonntag, 23.02.2003 @ 2:13
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Tags: Leben
Montag, 24.02.2003
16 neue E-Mails und davon 13 Spam-Mails.
Mit meinen Entourage-Filtern kann ich so gut wie alles erschlagen, aber im Moment bin ich unterwegs und muss per Hand aussortieren.
Erschienen am Montag, 24.02.2003 @ 13:42
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Tags: Sonstiges
Jochen Bölsche hat für Spiegel-online eine vierteilige Artikelreihe geschrieben, die sich mit den aktuellen, hmm, »Verwerfungen« der Weltpolitik beschäftigt. Es geht dabei vor allem um die US-Außenpolitik. Tenor: Nicht Deutschland und Frankreich tragen mit ihrer Anti-Kriegs-Politik zum Bedeutungsverlust von NATO und UN bei, sondern v.a. die USA, die nur dann auf internationalle Institutionen zurückgreifen, wenn sie in ihrem Sinne arbeiten. Bölsche trägt zur Untermauerung dieser These viele Fakten zusammen sowie Zitate von Experten und Politikern. Er zeigt so die Hintergründe und Strategien der US-Politik auf, nicht erst seit Nine-Eleven.
Falls sich jemand nicht mehr an vorletzte Woche erinnern kann:
»Bush brutal: Der Sicherheitsrat stehe vor der Alternative, ob er “ja” sage oder “als ein unbedeutender Debattierclub in der Geschichte verblasst”.«
Das ist nur ein Beispiel, die Artikel gehen natürlich auch noch weiter zurück. Aber es zeigt ziemlich gut, worum es geht. Die UN würden eigentlich im Sinne ihrer Gründungsaufgabe handeln, wenn sie die USA an einem Angriffskrieg (be)hindern. Wenn sie das tun, handeln sie nicht im Sinne der USA und von dort war in den letzten Wochen mehr als einmal zu hören, dass man sich auch über die UN hinwegsetzen würde. Damit wäre dann die selbsterfüllende Prophezeihung perfekt: Wenn sich die USA über die UN hinwegsetzen, bestünde tatsächlich die Gefahr, dass die UN zum unbedeutenden Debattierclub werden. Und wenn die USA gar aus den UN austreten, könnte sie vielleicht sogar das selbe Schicksal erleiden, wie einst der Völkerbund.
Welche weitreichende Bedeutung es hat, wenn sich durch einen nicht von der UN legitimierten Angriffskrieg das Recht des Stärkeren gegenüber der Stärke des Rechts durchsetzt, ist wohl auch klar. Ich erinnere an den Kashmir-Konflikt.
Im Rechtsstaat ist der Ankläger nie auch gleichzeitig Richter und Henker, und für diese Gewaltenteilung sorgen zwischen Staaten internationale Institutionen.
Hier die Links zu den einzelnen Artikeln der Serie »Anatomie einer Krise«, die bis heute erschienen sind:
Teil 1
Teil 2
Teil 3
Teil 4
Teil 5
Nachtrag, 16:03 Uhr: Die Lektüre hilft vielleicht verstehen, warum ich und andere… »gewisse Vorbhalte« gegen die aktuelle US-Außenpolitik hegen.
Erschienen am Montag, 24.02.2003 @ 16:02
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Tags: Politik
format.mov, danke Holger!
Erschienen am Montag, 24.02.2003 @ 17:04
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Tags: Sonstiges
Seit heute, 13 Uhr, bin ich wieder in München. Nur ein paar Tage. Ich weiß noch nicht, wie lange genau, bis Mittwoch oder Donnerstag. Freunde besuchen: Holger, Stefie, Robert, Steine, Matthias… Treffen mit Tini klappt leider nicht.
Falls was ist, ich bin per E-Mail und Handy zu erreichen.
Ich nahm den ICE ab Erlangen um 11:09 Uhr. Nach der Ankunft per Telefon nachgefragt, ob Holger und Stefie schon im Büro sind, oder noch in der Wohnung. Ein Single-3-Tagesticket für 11 Euro und zwei S-Bahn-Stationen später (Marienplatz) kam ich an.
Mittagessen gegen 14 Uhr in der Miobar und ansonsten ein bisschen surfen, mailen und schreiben am PC im Büro (*argl*, Windows 2000…).
Heute Abend geht’s ins Faun.
Gestern waren mein Vater, Verena, Kristin und ich noch mit einem Kollegen meines Vaters in einer Kneipe bei Forchheim, die ich sehr empfehlen kann: »
Blaue Maus«. Dort wird ein Whisky aus der angeschlossenen Destillerie offeriert, der einzigen in Bayern. Mir war aber nicht nach Whisky, denn ich hatte Hunger: Erst um 13 Uhr aufgestanden und den ganzen Tag noch nichts gegessen. Folglich genügte das sehr gute Schnitzel Wiener Art nicht, ein Tzatziki mit einem halben Meter Baguette musste auch noch dran glauben. Ein extrem scharfer Tzatziki, sonst wäre ich wohl auch mit weniger Brot ausgekommen; zusätzlich war ein halber Liter Spezi/Cola zum Runterspülen von Nöten.
Beim nächsten Mal werde ich den Hauswhisky mal testen und auch den
Lagavulin probieren.
Die Kneipe ist sehr schön: Im Keller, von der Einrichtung her wie ein Boot gestaltet. Überall Taue, und es gibt auch eine Ecke, die aussieht wie die Brücke eines Schiffs: Metallwände, Holzbänke, und um den Kellner aus dem »Raum-im-Raum« zu rufen, gibt es einen Rufknopf, der eine Lampe bei ihm am Tresen aufleuchten lässt.
Koordinaten:
49 Grad, 46 Minute, 28 Sekunden Nord
11 Grad, 2 Minuten, 5 Sekunden Ost
Öffnungszeiten:
FR von 20:00 bis 01:00
SA und SO von 19:00 bis 24:00
Erschienen am Montag, 24.02.2003 @ 18:45
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Tags: Leben
Mittwoch, 26.02.2003
Es wird langsam wieder wärmer, heute hatte es um die fünf Grad plus und die Sonne schien. Warm genug für einige Münchner, die sich vor Cafes ins Freie setzten.
Ich bin vor einer 3/4 Stunde wieder zu Hause in Erlangen angekommen.
Erschienen am Mittwoch, 26.02.2003 @ 18:33
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Tags: Leben
Donnerstag, 27.02.2003
Nur zweieinhalb Monate nach der englischen Version ist jetzt auch für das deutsche Dreamweaver das
Update auf 6.1 für Mac und Win verfügbar. Oder gibt’s das schon länger?
Erschienen am Donnerstag, 27.02.2003 @ 14:03
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Tags: Apple, Mac
Ein schöner, sonniger Tag heute, und vergleichsweise warm! Sieben Grad plus im Schatten. Evtl fahre ich später noch in die Stadt und hole mein Fahrrad wieder nach Hause. Morgen kann ich es eh gut gebrauchen, um einen Ort weiter, nach Vach fahren zu können (und dann weiter mit dem Bus nach Fürth).
Erschienen am Donnerstag, 27.02.2003 @ 14:04
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Tags: Leben
Die neue Safari-Beta (v60) hat einige Dinge verbessert, z.B. im Zusammenhang mit Sites wie eBay oder Amazon (bei eBay konnte man sich nicht anmelden, bei Amazon hat er sich die Anmeldung nicht gemerkt), aber anderes wurde schlechter:
inluminent lese ich selbstverständlich nur mit Bildern. Safari kann sich diese Einstellung nicht mehr merken.
Aus der Kategorie »Get a Mac« ein netter Bericht
bei inluminent: Nur der Mac hat den weltbesten Texteditor,
BBEdit von Barebones. Bei John kann man von einem bemitleidenswerten Windows-Jünger lesen, der drei Stunden lang vergeblich etwas in mehreren Dateien gesucht hat. Mit BBEdit eine Sache von vier Mausklicks.
In diesem Kontext ist auch der
Joy von gestern ein Brüller.
Ich muss allerdings zugeben, dass nicht immer alles so einfach ist. Ich kämpfe im Moment mit einigen Schriften, die mir vom Kunden nur als Type1-Fonts für Windows vorliegen. In München habe ich damit an einem Windows-Hobel auch gut arbeiten können (abgesehen davon, dass es Windows war), aber mit den Schriftdateien kann ich zu Hause nichts mehr anfangen.
Nachtrag, 18:55 Uhr: Auch mal bei Carsten nachlesen, was man alles mit einem Mac, einem Handy und Bluetooth anstellen kann:
Den iMac vom Sofa aus fernsteuern.
Erschienen am Donnerstag, 27.02.2003 @ 18:56
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Tags: Apple, Mac
Kai
vernahm Aufregung in der deutschen Webdesign-Szene. Ich kümmere mich im Moment nicht so um die »Szene«, deswegen ging das an mir vorbei. Grund für die Aufregung: Ralph und Verena Segert haben neuerdings einen »
Angebots-Generator« auf ihrer Site.
Für mich und andere war es seit jeher unseriös, pro »Seite« oder pro Bild abzurechnen. Seriös sind Stunden- und Tagessätze oder Festpreise für das gesamte Paket. Ralph müsste es eigentlich besser wissen.
Erschienen am Donnerstag, 27.02.2003 @ 19:21
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Tags: Web, webdesign
Für das Protokoll: Der in Berlin lebende Architekt Daniel Libeskind soll den Ground Zero in New York bebauen (
Spiegel,
tagesschau). Es soll das höchste Gebäude der Welt werden und mit seinen 530,2 Metern noch die Petronas Towers in Kuala Lumpur überragen, die derzeit die Spitzenposition inne haben. Die anderen Entwürfe sind in einem Spiegel-online-Artikel
vom 19.12.02 zu sehen.
Baubeginn soll in vier Monaten sein.
Nachtrag, 21:33 Uhr: Falls das neue WTC nicht noch von einem Bauwerk in Dubai eingeholt wird, das 560 Meter hoch
werden soll.
Nachtrag, 22:02 Uhr: Bilder der Entwürfe gibt es auf der Website von Libeskinds Studio,
daniel-libeskind.com.
Die beiden Footprints, auf denen einst die beiden Hauptgebäude des WTC standen, werden nicht bebaut. Das war eine zentrale Forderung von 9/11-Hinterbliebenen.
Nachtrag, 00:00 Uhr: Laut tagesthemen von eben soll die Bauzeit zehn Jahre betragen.
Über die Symbolik der Höhe, in Fuß ausgedrückt (1776) haben andere schon berichtet.
Erschienen am Donnerstag, 27.02.2003 @ 21:21
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Tags: Sonstiges
Ein Cousin von mir hat früher mal bei Pharmacia gearbeitet und ich habe mich 1995 nach der Schule mal bei denen beworben, bevor ich dann doch Bankkaufmann geworden bin. Mit einigem Interesse nehme ich zur Kenntnis, dass Pharmacia schon wieder fusionieren will. Ich kann mich gar nicht mehr erinnern, wie oft sie schon fusioniert haben und bin mir nicht sicher, ob auf deren Website in der
Firmenhistorie nicht der eine oder andere Zusammenschluss vergessen wurde.
1991: Kabi Pharmacia (Fusion mit Kabi Vitrum)
1993: Pharmacia AB (Fusion mit Carlo Erba)
1995: Pharmacia & Upjohn (Fusion mit The Upjohn Company)
2000: Pharmacia Corporation (Fusion mit Monsanto)
Während meiner Zivi-Zeit im Kopfklinikum der Uni Erlangen von April 1999 bis Mai 2000 waren unter uns Kopf-Springern die leeren Kartons von »Pharmacia & Upjohn« recht beliebt, da sie schön lang, aber auch sehr schmal waren. Ideal, um Blut- und Urin-Proben für das Kopf-Labor zu transportieren, sowie Tumor-Proben und Schnellschnitte für die Pathologie.
Laut der tagesschau will Pharmacia jetzt mit Pfizer zum weltgrößten Pharma-Konzern fusionieren und die EU-Kommission hat heute ihr OK gegeben.
Ach ja, das habe ich mich schon beim Kartellprozess gegen Microsoft gefragt: Warum muss eigentlich die EU-Kommission bei so einer Fusion zustimmen? Ja, um zu untersuchen, ob sich daraus ein Monopol ergibt. Und ok, Pfizer ist zwar ein US-Unternehmen und Pharmacia sitzt in Schweden, sofern sie nicht durch die zig Zusammenschlüsse oder mal so zwischendurch den Firmensitz verlegt haben. Aber Beispiel Microsoft: Mich interessiert, was die EU bei einem Unternehmen zu melden hat, das in den USA sitzt. Sicher, MS verkauft auch in Europa und hat dort Niederlassungen… Wie weit geht die Macht der EU-Kommission? Könnte sie doch noch Microsoft zerschlagen? Nee, oder?
Hmm, der zweitgrößte Pharma-Konzern heißt GlaxoSmithKlein. Scheint auch aus der Unternehmen zusammengestoppelt worden zu sein. So ähnlich wie bei der Investment-Sparte der Dresdner Bank, die mal Dresdner Kleinwort Benson und dann Dresdner Kleinwort Wasserstein (oder so ähnlich), oder umgekehrt hieß.
Erschienen am Donnerstag, 27.02.2003 @ 21:35
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Tags: Medien
Die neue Scheibe von Tosca ist raus, »
Dehli 9« und will man der fehlenden Angabe bei Amazon glauben, hat sie keinen Kopierschutz und ist damit
iTunes- und
iPod-tauglich.
In der Kultur-Sektion von Spiegel-online gibt’s einen Artikel über das österreichische Duo. Leider keine konkreten Angaben, wann mit einem neuen Werk von Kruder & Dorfmeister zu rechnen ist.
Erschienen am Donnerstag, 27.02.2003 @ 22:19
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Tags: Leben
In die Stadt um 15:30, mit dem Bus. Ich konnte nicht alles erledigen, was ich mir vorgenommen hatte. Die Einkäufe im Altstadtmarkt sowie Döner und Lahmacun waren problemlos. Eigentlich wollte ich noch einige Kopien für meine Kollegen beim
Telekolleg machen, die letztes Mal nicht anwesen waren, aber ich habe die Hälfte der Blätter zu Hause vergessen. Da es mit acht Grad heute wieder recht warm war, holte ich mein Fahrrad wieder aus der Klinik ab, das ich in einem der Verbindungstunnel unter Stadt habe überwintern lassen. Es war die erste längere Fahrt mit dem neuen Nabendynamo, und die gab Anlass zur Reklamation, die ich demnächst mal bei meinem Fahrradhändler vorbringen muss: In engeren Kurven stoßen die beiden Schläuche der hydraulischen Bremsen gegen den Kippschalter am Frontscheinwerfer, mit dem ich den Dynamo zu- oder wegschalten kann. Das bedeutet, dass das Licht mitunter während der Fahrt ausgeknipst wird. Dann muss ich wohl doch einen dieser ovalen Scheinwerfer nehmen, die haben nicht nur einen Sensor, der den Dynamo bei einbrechender Dunkelheit automatisch dazu schaltet, sondern auch einen flacheren Schiebeschalter aus Plastik.
Auf dem Rückweg ein Abstecher bei MediaMarkt. In einer Zeitungsbeilage sah ich gestern, dass es von Hama einen USB-Speicherstick gibt, der nicht nur wesentlich schmaler ist als
mein neuer Memorybird (den ich dank Fernabsatzgesetz noch zurückgeben könnte), sondern beim gleichen Preis von 59 Euro auch noch doppelt so viel Speicherplatz hat, nämlich 128 MB. Von Hama gab es dort keinen Speicherstick, nur einen etwas größeren (im Volumen) mit der gleichen Speichergröße und dem gleichen Speicherplatz, aber von einer obskuren Firma, von der ich noch nie was gehört habe und deren Namen ich auch schon wieder vergessen habe. Ich blieb skeptisch und kaufte nicht.
Will man den feilgebotenen DVD-Rohlingen im MediaMarkt Glauben schenken, könnte man durchaus zur erschreckenden Erkenntnis gelangen, dass sich das Plus-Format bereits gegenüber dem Minus-Format durchgesetzt hat (siehe auch
Spiegel und
Heise). DVD+R und +RW von verschiedenen Herstellern und -R nur von einem Anbieter.
Gegen 17:40 verließ ich den MediaMarkt wieder, die Sonne war inzwischen fast untergegangen. Ich überlegte kurz, ob ich noch zum Friedhof fahren sollte, aber dafür war es schon zu spät (bei Einbruch der Dunkelheit wird geschlossen) und ich hatte auch keine Kerzen dabei.
Erschienen am Donnerstag, 27.02.2003 @ 22:30
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Tags: Leben
Es blieb wenig Zeit zu schreiben, während ich in München war, daher in einigen kurzen Worten, was so passiert ist.
Montag
Den Nachmittag verbrachte ich hauptsächlich mit surfen. Kurz nach 19 Uhr brachten Holger und ich meine Sachen in Holgers und Stefies Wohnung, kurz vor acht trafen wir uns zu dritt im Faun (Hans-Sachs-Str. 17, 089-263798). Schon am Nachmittag hatte ich mich in der Miobar wieder an Münchner Preise gewöhnen müssen: Arrabiata für 5 Euro 70, halber Liter Spezi für 3,irgendwas. Den leckeren Eistee gönnte ich mir nicht, 4 Euro für den halben Liter sind einfach zu viel. Das Faun hat weitgehend die bekannten Preise: 3,20 für einen halben Liter Spezi und 11,80 für ein echtes Wiener Schnitzel (also aus Kalbfleisch) mit Bratkartoffeln. Enttäuschend war jedoch, dass das Schnitzel im Vergleich zu früher nur noch halb so groß war.
Um 22 Uhr verabschiedete sich Stefie zu einer anderen Verabredung ins benachbarte Sushi-Lokal, Holger und ich gingen in ein Cafe in der Nähe der Wohnung, das Mondial in der Pariser Straße 34 (089-485735). Für die Statistik: Der halbe Liter Spezi zu genau 3 Euro. Ein leckeres Chili für 5,50 stillte dann den restlichen Hunger. Wir unterhielten uns noch über verschiedene Themen und gingen mit der Lokalschließung um Mitternacht. Wieder zu dritt in der Wohnung quatschten wir noch ein wenig weiter und legten uns gegen 2 Uhr schlafen.
Dienstag
Bevor ich einschlafe, drehe ich mich noch zehn Mal, um die richtige Position zu finden. Letzte Nacht war es wohl doppelt so oft, denn der Parkett-Boden, ein Teppich und darüber eine Isomatte waren hart.
Es war glaube ich elf Uhr, als wir das Haus verließen. Stefie fuhr gleich ins Büro, Holger und ich statteten einer Agentur einen Besuch ab. Etwas außerhalb, mit der U-Bahn bis Rot-Kreuz-Platz und dann noch vier Tramstationen, kamen wir an der ehemaligen Kaserne an. Holger war schon öfter dort und fand gleich die richtige Panzergarage. Wir besprachen einen kleineren Auftrag, den hauptsächlich ich umsetzen werde. Nur einige Word-Vorlagen für eine öffentliche Verwaltung, nichts großes.
War es 14 Uhr bei unserer Rückkehr? Den Nachmittag über bastelte ich an den Vorlagen; ich kam sehr gut voran. Kurz nach sieben brachen wir wieder auf: Mit der U-Bahn zum Goetheplatz, um im Royal reservierte Kinokarten abzuholen. Dann weiter zum Schön-Wetter-Griechen, das Athen in der Westendstraße 223 (089-577886). Der Weg dorthin beträgt ab dem Goetheplatz ziemlich genau eine halbe Stunde: 20 Minuten mit der U-Bahn und weitere zehn Minuten zu Fuß oder zwei Minuten für eine Straßenbahnstation (wir hatten Glück). Nicht nur das Essen im Athen ist lecker, die Preise sind auch sensationell günstig und unterbieten sogar noch das Erlanger Niveau: Halber Liter Spezi für 2,20; Tzatziki für 2,80; Dolmadakia für 2,30 und Suvlaki für 7,40 Euro. Stefie genehmigte sich gegrillte Kalamares für 9 Euro. Ich lud die beiden ein.
Kurz nach neun ging’s wieder zurück zur U-Bahnstation Westendstraße (U4/U5). Zufällig erwischten wir noch den 31er Bus, mit dem wir bis zur U-Bahnhaltestelle Poccistraße fahren konnten. Von dort war es nur noch ein paar Blocks zu laufen. Wir entschieden uns dagegen, die eine Station mit der U-Bahn zu fahren, denn wir hatten massig Zeit, es war erst halb zehn. Der Film begann pünktlich ohne Werbung um 22 Uhr, wie bei der Abholung der Karten von der Kassiererin angekündigt. Heute besonders günstig, nur fünf Euro pro Nase. Gezeigt wurde »Goodbye, Lenin!«, der neue Film mit Daniel Brühl in der Hauptrolle (
IMDB,
Spiegel,
Filmfacts,
Zelluloid).
Ich kann den Film sehr empfehlen. Es geht um Daniel Brühls Filmmutter, eine überzeugte Sozialistin, die kurz vor der Wende ins Koma fällt und die Deutsche Einheit deswegen nicht mitbekommt. Der Arzt rät, sie keiner Aufregung auszusetzen, da sie einen weiteren Herzinfarkt kaum überleben wird. Der Plan: Die DDR lebt weiter, auf
79 qm in Ost-Berlin. Sohn und Tochter versuchen alles, um die Wirklichkeit vor ihrer Mutter zu verbergen, was nicht ganz einfach ist, wenn rings um sie rum ein Land aufhört zu existieren und im Supermarkt Spreewald-Gurken durch West-Produkte ersetzt werden. Der Film hat nicht nur einige brillante Einfälle, um dieses Problem zu umschiffen (notfalls wird die »aktuelle kamera« eben selbst produziert), er wartet auch mit einigen Gags auf, die für Tränen und Schenkelklopfer sorgen. Daneben kommt die Dramatik der Ereignisse nicht zu kurz, so dass auch für größere Gefühle gesorgt ist.
Nach dem Kino, es war kurz nach Mitternacht, direkt nach Hause. Ein Whisky später dann kurz vor zwei in die Falle. Den harten Boden brachte ich mit dem umgeschlagenen Teppich und zwei Decken aus dem Keller weiter auf Distanz.
Mittwoch
Wecker auf halb neun, und um 9 aus den Federn. Heute kamen wir zeitiger ins Büro, Viertel nach zehn. Ich arbeitete bis ca. halb zwei an den Word-Vorlagen weiter. Der Hunger trieb uns drei in die nahe Miobar. Um halb drei war es dann an der Zeit für mich aufzubrechen, denn um 14:49 würde der ICE nach Erlangen fahren. Für dieses Mal wollte ich nicht länger bleiben, denn ich hatte zu Hause noch einen Haufen zu tun (Physik!). Als sehr praktisch hat sich der
Memorybird erwiesen, um dort das aktuelle Projekt mit Layout-Entwürfen als PDFs, meine neu erstellten Word-Dateien, die Schriften und einige Screenshots für die spätere Doku unterzubringen; daneben einige meiner Standards (Briefvorlagen für privaten und dienstlichen Brief sowie für Rechnungen, PDF-Datei meiner in
Addressbook gespeicherten Adressen). Weniger vorteilhaft erneut die Pummeligkeit des Memorybirds, so dass ich auch hier nicht um den Einsatz der USB-Verlängerung herum kam. Davon ab musste ich beim PC unter den Tisch krabbeln, um den Stick an der Gehäuse-Rückseite anzubringen, denn zumindest an dieser PC-Tastatur waren je ein USB-Port links und rechts noch nicht Standard, wie beim Mac. Werde daher nächstes Mal meinen USB-Hub mitbringen, für den ich seit dem neuen Power Mac samt Display keine Verwendung mehr habe: Zwei USB-Ports an der Gehäuse-Rückseite (leer), dank ADC-Anschluss (digitales Bildsignal, Strom, USB) zwei am Display, mit Maus und Tastatur belegt, und zwei an der Tastatur (einer mit einem Bluetooth-Adapter belegt).
Ich verlies knapp nach halb drei das Büro in der Hackenstraße (Querstraße zur Sendlinger Straße) und ging zum nahen Marienplatz. In der Hast, es war bereits 14:40 Uhr, nahm ich die falsche Rolltreppe zur S-Bahn Richtung Ostbahnhof. 14:43, ich war auf dem richtigen Gleis für die S-Bahnen Richtung Hauptbahnhof, aber auf der falschen, der Ausstiegsseite. Egal, die S-Bahn kam und ich stieg ein. Übernächste Station: Hauptbahnhof. Zum Glück bereits an der richtigen Stelle eingestiegen, hatte ich nur wenige Schritte zum Ausgang. Rauf in die Zwischenebene, vorbei am McClean und hinauf ins Erdgeschoss. Da ich bereits kurz vor eins die Fahrkarte als OnlineTicket per Internet gekauft hatte wusste ich, dass der Zug auf Gleis 18 abfahren würde. Ich befand mich an Gleis 24 im Münchner Kopfbahnhof und hechelte Richtung Gleis 18. Der ICE-T war in Sicht, der ZuB am Schluss des Zuges (also am Anfang des Gleises, letzte Tür im Zug) hatte bereits mit dem
Vierkant-Schlüssel der Macht die anderen Türen geschlossen und gab per Kelle das Signal zum Auslaufen. Ich gestattete mir, mich mit einem ausgestoßenem »Darf ich noch mit? Danke.« an ihm vorbei durch die Tür zu drängeln und erwischte so entgegen aller Befürchtungen noch den Zug. Ich ging durch den Nichtraucherwagen der ersten Klasse, durch den Raucherwagen der ersten und zweiten Klasse und durch das Bord-Restaurant (ich dachte, das sei abgeschafft worden?). In den darauf folgenden 2. Klasse-Wagen war es überraschend voll: Kaum eine leere 2er Sitzbank, nur je eine Person oder zwei Personen darin, und die leeren waren ab München reserviert (kann ja sein, dass in Pasing noch jemand einsteigt). Ich entschied mich für eine leere Reihe fast an der Spitze des Zuges, entgegen der Fahrtrichtung. Der Gangplatz mit Reservierung München-Berlin, der von mir präferierte Fensterplatz mit Nürnberg-Berlin. Ich las den
Spiegel-Titel von letzter Woche. In Nürnberg wechselte ich auf den Gangplatz. Ein Mitt-Dreißiger, Typ Geschäftsmann, stieg in Nürnberg zu. Er schob sein Gepäck auf die Gepäckablage über dem Sitz, quetschte sich ohne Begrüßung an mir vorbei und packte sein Fujitsu-Siemens-Notebook aus, um Railroad Tycoon II zu spielen. Von Nürnberg bis Erlangen fuhr der Zug sehr langsam, so dass wir nicht um 16:46 in Erlangen ankamen, sondern erst um 16:50, genau zur Abfahrtszeit meines Busses nach Hause, der nicht wartete. Die 20 Minuten bis zum nächsten vergingen recht schnell, indem ich die Gelegenheit nutzte, um den Spiegel-Titel zu Ende zu lesen.
Zu Hause einige Dinge ausgepackt und den Mac angeworfen. E-Mails geholt, Arbeitsdateien und neue mp3s vom Memorybird auf den heimischen Desktop kopiert.
Um halb acht Aufbruch der Familie zum Griechen in Frauenaurach, über den ich schon seit einer Woche einen Testbericht schreiben will.
Erschienen am Donnerstag, 27.02.2003 @ 23:53
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Freitag, 28.02.2003
11 Grad im Schatten, im Februar…
Mich freut’s. Allerdings soll es über das WE wieder schlechter werden (kühler und regnerischer).
Erschienen am Freitag, 28.02.2003 @ 15:19
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Fünf vor acht kam ich aus der Stadt heim. Wegen des trockenen und relativ warmen Wetters fuhr ich heute wieder mit dem Rad. Bei Abfahrt gegen 17 Uhr hatte es 9,8 Grad, jetzt sind es noch 4,1.
Da um 18 Uhr die Sonne unterging, war heute quasi die Jungfernfahrt meines
Nabendynamos durch den stockdunklen Wiesengrund. Ich bin begeistert! Gute Lichtausbeute und kein merklicher Widerstand gegenüber ausgeschaltetem Scheinwerfer oder der früheren Vorderradnabe ohne Dynamo. Aber eine wesentliche Verbesserung gegenüber dem alten Seitenläufer. Dass die Bremsleitungs-Schläuche das Licht
ausknipsen, kam recht selten vor. Ist nur bei engen Kurven der Fall; während der etwa 10 Kilometer langen Heimfahrt drei oder vier Mal. Trotzdem nicht optimal. Ein neuer Scheinwerfer muss es wahrscheinlich doch nicht sein, evtl lässt sich auch der jetzige etwas schlauer montieren.
Was habe ich in der Stadt gemacht?
Zwei Werbeplakate fotografiert. Im Müller zwei große Briefumschläge gekauft, um die Kopien der Kollegtags-Aufzeichnungen und -Arbeitsblätter an zwei Kollegen verschicken zu können. Im Copy-Shop in der Kammererstraße (Schauburg) letzte Kopien dieser Blätter gemacht und in die Umschläge gepackt. Beim TIO mit der untergehenden Sonne um 18:10 Uhr ein spezielles Parkverbotsschild fotografiert. Bei der Post die beiden Briefe sowie einen dritten Brief eingeworfen. Zur Pizzabar geradelt und meine dortige Standardbestellung geordert: »Große Cola (dort Pepsi), große Hamburger (-Pizza).« Gegen 19:15 Uhr wieder heimgefahren und auf dem Rückweg bei meiner Bank noch zwei Umschläge für Kollegen eingeworfen und Geld abgehoben.
Abendprogramm?
Noch ein wenig schreiben, im Hintergrund in iMovie Filme exportieren und in iDVD eine DVD berechnen lassen. Nebenher läuft das Album »
Five Leaves left« von Nick Drake. Dazu ein doppelter
Glenfiddich (12 Jahre).
Später muss ich noch die Spülmaschine aus- und einräumen und die Küche putzen. Im Fernsehen kommt heute nur »Frasier« um 1 Uhr 20. Irgendwo davor will ich noch Physik einschieben. Und evtl gehen heute auch noch die »Due South«-Folge von Montag und das Serienfinale von »Akte X«, ebenfalls von Montag.
Erschienen am Freitag, 28.02.2003 @ 20:31
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Fienes fünf Fragen für Freitag, diesmal nicht nur für diesen Freitag, sondern auch für die Vorwoche.
28.02.03
1. Wo genießt Du die Natur am liebsten? Strand oder Gebierge? Luftige Höhen, oder weite Felder?
Strand. Sommerurlaub auf Sylt.

Strand vor Westerland, August 2002
(Anklicken zum Vergrößern)
2. Bei welchem Motiv der Natur kannst du gut entspannen? (Beschreibe es, oder zeige ein Foto)Das hängt von der Situation ab, dem Wetter, der Laune, der Uhrzeit, dem Vorangegangenen… Das kann ich nicht nur einfach an einem Motiv festmachen.
3. Wann konntest Du das letzte Mal »in der Natur« entspannen?
Immer im Sommer, nach einem Kinofilm in der Spätvorstellung (23 Uhr). Dann nachts um halb zwei durch den Wiesengrund radeln, bei 20 Grad.
4. An welchem »Naturfleck« würdest Du jetzt gerne sein?
Im Moment ist es zu Hause ganz gemütlich.
5. Mit welchem »Naturfleck« könnte man Dich jagen?
Fällt mir auf Anhieb keiner ein.
Antworten von weiteren Teilnehmern gibt’s wie immer bei Daniel Fiene.
21.02.03
1. Ordnung ist das halbe Leben – auf welcher Hälfte lebst Du?
Bis etwa 2000 auf der unordentlichen Seite. Dann mal im Urlaub radikal aufgeräumt und Waschkörbe-weise Altpapier abtransportiert. Inzwischen ist es sehr ordentlich, aber ich bin noch nicht fertig.
2. An welchem Ort herrscht bei Dir chronische Unordnung?
Unter meinem alten Schreibtisch.
3. Was müsstest Du in diesem Moment dringendst aufräumen?
Die Kisten unter meinem alten Schreibtisch.
4. Welches Ordnungsverhalten nervt Dich an anderen Menschen?
Wenn Sachen, zum Beispiel in der Küche, nicht gleich weggeräumt werden, sondern erstmal stehen bleiben. Gleich wegräumen, spart später Arbeit.
5. Gibt es einen Ort an dem Du ungeordnet Allerlei aufbewahrst?
Ja, unter meinem alten Schreibtisch.
Antworten von weiteren Teilnehmern gibt es auch für diese Freitagsfragen wie immer bei Daniel Fiene.
Erschienen am Freitag, 28.02.2003 @ 21:34
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Ich erwähnte noch gar nicht, dass ich Faschings-Muffel bin. Die ganzen Sitzungen und die lauen Gags in einer Fernsehsendung nach der nächsten gehen total an mir vorbei. Ich gehe nicht auf Faschingsparties und ich verkleide mich nicht. In meinem früheren Leben als Angestellter schätzte ich zwar den halben Arbeitstag am Faschingsdienstag (heißt so, oder?), aber ich war dann auch froh, dass an Aschermittwoch alles vorbei war, bevor es am 11.11. wieder los ging.
Erschienen am Freitag, 28.02.2003 @ 21:54
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