Archiv für April 2003
Dienstag, 01.04.2003
Ein Info für die Exil-Erlanger und Leute wie mich, die
keine Zeitung lesen: Habe gestern im Bus auf der Heimfahrt vom Arzt einen Aushang gesehen, demzufolge der Martin-Luther-Platz vom 7. April bis 28. November 2003 umgebaut wird. Buslinien werden
umgeleitet.
Weitere Infos:
-
erlangen.de
-
altstadtforum.de (mit Kartenausschnitt)
Werde heute nach dem Besuch bei Arzt mal auf einen Sprung in die Stadt fahren, nen’ Happen essen und mal ein paar Fotos vom jetzigen Zustand machen, zwecks späterer Dokumentation, wie es »früher« einmal ausgesehen hat.
Für Nicht-Erlanger:
stadtplandienst.de, Ort »Erlangen«, Straße »Martin-Luther-Platz«, auf die größte Kartengröße umschalten. Der MLP ist ein relativ wichtiger Knotenpunkt in der nördlichen Altstadt: einige Buslinien, die in unterschiedlicher Richtung fahren, Ost-West-Verbindung zu einem der drei Dämme (»Dechsendorfer Damm«), die über den Wiesengrund, die Regnitz und den Main-Donau-Kanal in den östlichen Teil der Stadt führen, Taxi-Stand, Autobahn-Anschluss »Erlangen-Nord« (A73) keine 500 m entfernt. Und er ist ausnehmend hässlich, passt gar nicht zu den sehr schönen Gässchen mit vielen Kneipen um den dahinter liegenden Altstädter-Kirchen-Platz. Auf den neuen MLP sollen Bäume kommen, einige Kurzzeit-Parkplätze, neue Busbuchten und evtl auch Kopfsteinpflaster. Die Engelstraße (Verbindung E-Werk <-> Theaterplatz soll ebenfalls umgebaut werden: evtl auch Kopfsteinpflaster, breitere Gehwege, engere Fahrbahn. Außerdem die Hauptstraße bis vor zum Altsdtadt-Müller an der Ecke Heuwaagstraße/Wasserturmstraße. Die Neugestaltung dieser Bereiche der nördlichen Altstadt war für die im Altstadtforum zusammengeschlossene ansässigen Unternehmen eine wichtige Bedingung, um die Zustimmung zu den geplanten
Arcaden am südlichen Ende des Zentrums zu erleichtern.
Erschienen am Dienstag, 01.04.2003 @ 6:31
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Tags: Leben
Der Arzt sagt, dass die Erkältung die ich mir eingefangen habe, durchaus in einer Woche auskuriert sein kann. Bei meinem Vater hat’s letzte Woche ebenfalls so lang gedauert. Im Gegensatz zu ihm habe ich aber keine Anti-Biotika bekommen, ganz so schlimm hat’s mich nicht erwischt. Bei mir beschränkt sich die Medikation auf Sinuc Dragees, Nasenspray und Paracetamol. Nicht aufregendes also. Ich fühle mich auch nicht elend, nur »normal« erkältet: Schnupfen, etwas Kopfschmerzen, Druck in den Ohren, bisschen schwummrig, unkonzentriert, leicht launisch.
Trotzdem lasse ich es etwas langsamer angehen die nächsten Tage. Radfahren ist gestrichen, Klaus habe ich auch für DVD-Abend in dieser Woche abgesagt (ganz so prächtig geht’s mir dann doch nicht), später mal in die Wanne legen, nicht ganz so viel arbeiten wie ich es mir gewünscht hätte. Bei meinem Hausarzt kann ich mir die Birne täglich mit Wärme bestrahlen lassen, das nehme ich wahr.
Nachtrag (08:53 Uhr): Oh, 36,8? Gestern waren’s noch 35,8…
Erschienen am Dienstag, 01.04.2003 @ 6:55
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Tags: Leben
Bin geschafft. Habe wieder Kopfschmerzen und ich fühle mich nicht gut. So muss sich ein alter Mann fühlen, dem eine Busfahrt schon zu schaffen
macht.
Heute aber kein weiteres Gejammer mehr, versprochen. Morgen wieder.
Erschienen am Dienstag, 01.04.2003 @ 14:57
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Tags: Leben
Klaus vorhin zu einem Problem von mir in ICQ, das sich dann doch »von selbst« gelöst hat:
»kaum macht man’s richtig, schon funktioniert’s. ;-)«
Erschienen am Dienstag, 01.04.2003 @ 20:12
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Tags: Web, webdesign
Mittwoch, 02.04.2003
Den besten April-Scherz im Web gab es gestern IMHO bei
The Flow zu sehen:
Hier noch im Vergleich dazu das Original für die Nachwelt, falls Google doch irgendwann mal sein Design verändert (ich hoffe nicht):
Ansonsten hat mich gestern der 1. April im Web eher genervt.
Erschienen am Mittwoch, 02.04.2003 @ 6:42
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Tags: Web, webdesign
Bei Markus gesehen: Eine
Gebrauchsanweisung für Männer. Für alle Frauen zur Lektüre empfohlen.
Erschienen am Mittwoch, 02.04.2003 @ 7:07
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Tags: Sonstiges
Für den schnellen Überblick, wie groß eine Webseite samt zusätzlicher Dateien ist, inkl. Umrechnung in die Download-Zeiten bei unterschiedlichen Verbindungsgeschwindigkeiten:
websiteoptimization.com/services/analyze
Flash-Filme werden allerdings nicht berücksichtigt, externe CSS-Dateien nur, »wenn sie benötigt werden« (??).
Wie gesagt, für den schnellen Überblick ok.
Erschienen am Mittwoch, 02.04.2003 @ 9:48
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Tags: Web, webdesign
Der Suchmaschinen-Experte
Klaus Schallhorn, den ich hier bei
two cents schon dreimal empfohlen habe (
28.09.02,
11.11.02,
18.01.03), hat seit einer Woche ein eigenes
Weblog.
Erschienen am Mittwoch, 02.04.2003 @ 14:08
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Tags: Web, webdesign
Word ist mittlerweile zwanzig Jahre alt, aber in neun Versionen hat es Microsoft nicht geschafft, zwei Dinge einzubauen:
- Masterseiten
- Datei-übergreifendes Suchen&Ersetzen
Jedenfalls nicht bis einschließlich Word2000. Weiß nicht, ob es bei WordXP besser geworden ist.
Erschienen am Mittwoch, 02.04.2003 @ 16:48
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Tags: Web, webdesign
Ab heute brandneue Folgen von »
Stargate«!!
Heute gleich mit einer extra-langen Folge von 20:15 bis 22:05 Uhr: »Wiedergutmachung« (US-Titel: »Redemption«), die erste (Doppel-)Folge der sechsten Staffel.
An sich wollte ich ja um acht ins Bett, aber da muss ich noch länger durchhalten.
:-)
Erschienen am Mittwoch, 02.04.2003 @ 19:17
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Tags: Sonstiges
Donnerstag, 03.04.2003
Gestern habe ich in zwei Jobs wichtige Teil-Abschnitte fertig gebracht (die Auftraggeber sind jetzt wieder am Zug), so dass ich heute mal brutalstmöglich ausspannen werde.
Habe mir heute morgen schon die zweite Hälfte der
gestrigen Stargate-Doppelfolge angesehen (bin natürlich doch um 21 Uhr eingeschlafen). Gerade bin ich über dem Bullen von Tölz. Danach vielleicht die Regierungserklärung zur internationalen Lage mit anschließender Debatte, denn mit nichts kann man effizienter Zeit verplempern, als eine Plenardebatte mit vielen Redebeiträgen zu sehen (meine Hoffnung ist immer, Fischer reden zu hören, denn der ist ein Lichtblick in solchen Debatten, aber man erfährt ja leider nie vorher, ob er spricht oder nicht; dass Gregor Gysi und Roland Claus nicht mehr im Parlament reden, geht mir auch ein bisschen ab). Außerdem noch auf Band: die Schmidt-Show von gestern sowie »Becker«. Ein Erkältungsbad steht noch auf dem Programm und ich will nochmal zum Arzt, denn die Erkältung ist schlimmer geworden (seit gestern neu: Husten).
Trotzdem habe ich noch Lust, mich noch ein bisschen mit PHP und
CSS zu befassen.
Ansonsten: Schnupfen schlimmer geworden, Kopfschmerzen zum Glück nach wie vor nur leicht.
Erschienen am Donnerstag, 03.04.2003 @ 8:11
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Tags: Leben
»Die russische Zeitung “Iswestija” ließ den US-Präsidenten in einem fiktiven Interview auf die Frage, “Herr Bush, haben Sie Beweise, dass der Irak Massenvernichtungswaffen besitzt?” antworten: “Ja, wir haben die Quittungen.”«
Gesehen bei Industrial Technology & Witchcraft.
Erschienen am Donnerstag, 03.04.2003 @ 14:15
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Tags: Politik
Nach der Sportsite
ESPN (siehe
Eintrag vom 30.03.03) hat sich nun auch das Wirtschaftsmagazin
Fast Company vom Layout mit blinden Tabellen (table-based) verabschiedet und auf ein CSS-Layout (div-based) umgestellt.
Holger hat mir gestern davon erzählt, er hat’s
bei Zeldman gelesen.
Übrigens erscheint Jeffreys
neues Buch Anfang Juno ‘03 bei
New Riders unter dem Titel »Designing with Web Standards«. Der Arbeitstitle lautete »Forward Compatibility: Designing & Building With Standards«, ein Probekapitel wurde bereits letzten September
veröffentlicht.
Jakob Nielsen hat mit seiner 1999 aufgestellten
Prognose, dass wir uns noch bis 2003 mit alten Browsern herumschlagen müssen, etwas verschätzt. Meine Vermutung heute ist, dass es noch ein bis zwei Jahre dauern wird, ehe Redesigns und neue Sites überweigend mit CSS-Layouts gestaltet werden. Aber
Wired, ESPN und Fast Company gehen schon mit gutem Beispiel voran. Das ermutigt, denn bisher sind reine CSS-Layouts vorwiegend nur in privaten Weblogs zu finden.
Es kann/darf nicht die Zukunft sein, dass die großen Sites, mit denen Geld verdient wird, noch in fünf Jahren auf Tabellen aufbauen. Und die Designer, die es besser wissen, aber auf deren Visitenkarte eben nicht CEO steht, sich nur auf ihren privaten Sites »austoben« dürfen.
So, das Erkältungsabd wartet. Danach ab ins warme Bett und bisschen lesen.
Im Laufe des Tages traten vermehrt Halsschmerzen auf.
Erschienen am Donnerstag, 03.04.2003 @ 15:22
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Tags: Web, webdesign
Freitag, 04.04.2003
Die Erkältung ist schlimmer geworden. Zwar habe ich keine Kopfschmerzen mehr und auch die »Benommenheit« hält sich in Grenzen, aber dafür sieht’s im Hals schlechter aus und jetzt gibt’s auch kräftigen Husten. War heute nochmal beim Doc (nicht gestern, wie zunächst geschrieben) und habe ein Anti-Biotikum verschrieben bekommen. Ich bekomme kaum einen Ton raus und vermeide es, zu sprechen.
Gestern bin ich kurz nach 17 Uhr zusammengeklappt und erst heute morgen um 5 Uhr wieder aufgestanden (gestern um halb sechs Uhr früh). Und ich werde langsam wieder müde; »Enterprise« muss ich heute Abend wohl aufnehmen.
Erschienen am Freitag, 04.04.2003 @ 14:34
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Tags: Leben
Ende März habe ich ja schon
geschrieben, was ich von Boykott-Aufrufen hier wie dort halte. Von Carsten Matthäus gibt’s bei Spiegel-online nun Nachschlag: »
Friendly Fire der Boykotteure«. Der Text greift nochmal den Gedanken auf, dass sich Boykotteure letzlich selbst ins Knie schießen. Und er sammelt einige Anekdoten über den dumpfen Boykott: So sah sich der amerikanische Senf-Hersteller French’s Mustard dazu genötigt darauf hinzuweisen, dass es sich um ein amerikanisches Unternehmen handelt, das von Robert T. French gegründet wurde. Auch Nissan kam nicht umhin zu betonen, dass man ein japanischer Auto-Hersteller sei. Und Evian-Boykotteure schaden vor allem der Coca Cola Company, denen Evian zu 51% gehört.
»Dumm ist der, der Dummes tut.«
Erschienen am Freitag, 04.04.2003 @ 14:43
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Tags: Politik
Samstag, 05.04.2003
Der Link liegt schon seit ein paar Tagen auf meinem Desktop:
Most Coveted Covers, gesehen
bei Jason Kottke. Eine sehr schön gestaltete Buch-Cover. Mein Favorit: »
So what – The Life of Miles Davis«.
Erschienen am Samstag, 05.04.2003 @ 19:24
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Tags: Web, webdesign
Auch nicht mehr ganz taufrisch ist eine Diskussion zwischen John Gruber von
Daring Fireball und Dave Hyatt von
Surfin’ Safari, Chef-Entwickler für Apples eigenen Web-Browser
Safari.
Es geht um Anti-Aliasing (Kantenglättung) von Schriften in der Beta-Version von Safari. Die angesprochenen Mängel werden bis zur finalen Version sicher noch ausgebügelt (Achtung, Hammer-Wortspiel: »geglättet«), aber davon ab gibt’s einiges Wissenswertes zum Thema Anti-Aliasing zu erfahren.
Die Artikel liest man am besten in chronologischer Reihenfolge:
John:
Anti-Aliasing
Dave:
Safari Response: daringfireball.net
Dave:
An Education in Antialiasing (verweist nur empfehlend auf den folgenden Link:)
John:
Anti-Anti-Aliasing
Dave:
Fonts in Safari
John:
Bitmap Like It’s 1989 (Nachträge)
Dave:
About-Seite gestolpert. Falls jemals jemand zu mir gesagt haben sollte, ich ginge
in Sachen CSS bisweilen etwas missionarisch vor, der sollte sich mal den »Disclaimer« auf Daring Fireball geben:
»If Daring Fireball looks like shit in your browser, you’re using a shitty browser that doesn’t support web standards. Netscape 4, we’re looking in your direction. If you complain about this, we will laugh at you, because we do not care. If, however, you are using a modern, standards-compliant browser and have trouble viewing or reading Daring Fireball, please do let us know.«
Erschienen am Samstag, 05.04.2003 @ 19:40
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Tags: Web, webdesign
Sonntag, 06.04.2003
Mit dem bisherigen PGP 8 für Mac OS X hatte ich ein bisschen Probleme: Ich konnte keine Texte entschlüsseln, die ich von PGP 7-Usern (Mac oder Win) erhalten habe. Ich musste dann stets selbst PGP 7 bemühen, und das gibt’s auf dem Mac nur für OS 9, so dass ein Start der Classic-Umgebung angesagt war.
Seit ein paar Tagen gibt es jedoch die
neue Version 8.0.2, die diesen Fehler behebt.
Wer ähnliche Probleme hatte, sollte sich mal das Update ansehen.
Erschienen am Sonntag, 06.04.2003 @ 9:52
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Tags: Apple, Mac
In der aktuellen c’t (8/03) gibt es zwei Berichte (auch online verfügbar): Auf Seite 50 zum
Jugendmedienschutz-Staatsvertrag und auf Seite 78 über die
Auswirkungen des selben.
Ähnlich wie bei ausländischen Filmen, die mangels FSK-Freigabe samt und sonders automatisch als nicht jugendfrei eingestuft werden, gilt nun auch für Computerspiele: was keine USK-Freigabe trägt, darf nur an Erwachsene verkauft werden. USK-Freigaben werden seit neun Jahren vergeben. Import-Spiele oder Klassiker, die älter als neun Jahre sind, dürfen Kindern und Jugendlichen nicht mehr zugänglich gemacht werden. c’t fragt leicht zweifelnd, ob in Kaufhäusern demnächst nur noch Löwenzahn-CDs abgespielt werden, denn ein 12-jähriger darf natürlich nicht Gelegenheit haben, an einem Spiel für 16-jährige zu spielen.
Alles reichlich unausgegoren…
Erschienen am Sonntag, 06.04.2003 @ 10:06
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Tags: Medien
Heute ein überraschender Temperatursturz, so wie man ihn sich im April vorstellt: Von gestrigen zehn Grad runter auf null Grad am Morgen und keine fünf Grad am Nachmittag. Jetzt hat es wieder ein Grad. Eine kalte Konfirmation heute; erinnert mich natürlich an
meine eigene Konfirmation vor genau zehn Jahren. Es war frisch im Jackett, aber hatte immerhin zehn Grad. Seit damals galt für mich, dass es im April um die zehn Grad hat (und auf einer noch älteren Erinnerung — an einen Kindergeburtstag meiner Cousine mit Radausflug — fußt das Wissen, dass es Anfang Mai durchaus schon 20 Grad haben kann).
Gestern habe ich mal wieder einen Song von meiner Suchliste streichen können: wieder einen lange gesuchten Titel gefunden:
No Doubt, »Underneath it all« (
Rock Steady)
Heute morgen unerträgliche Kopfschmerzen, auch Paracetamol half nicht. Ich lag flach. Zum frühen Nachmittag hat sich’s etwas gebessert, jetzt wird’s wieder schlechter. Tagsüber ein klein wenig aufgeräumt und diverses umsortiert, aber ansonsten nicht mit anspruchsvolleren Dingen beschäftigt, außer noch etwas Blättern in der neuen c’t.
Die letzten drei Tage ging ich zwischen 19 und 21 Uhr ins Bett und schlief jeweils elf bis zwölf Stunden. Das gefällt mir gar nicht: der Tag endet für mich zu früh und beginnt zu spät. Aber wenn’s der Genesung dient, meinetwegen.
Hätte ich eine
Katze, würde ich an dieser Stelle auch über ihr Befinden berichten. In den letzten Tagen habe ich
immer wieder darüber gelesen, was Weblogs sind, sein sollen oder glauben zu sein.
Natürlich kann es sich ein Journalist, an einen Abgabetermin gebunden, einfach machen indem er Weblogs mit Tagebüchern gleichsetzt. Verständlich, dass sich manche Blogger darüber echauffieren, denn den meisten greift diese Definition zu kurz und sie sehen das Weblog an sich zu sehr reduziert. Es gibt einige Online-Tagebücher, die ich als Vorläufer von Weblogs bezeichnen würde:
Digital Diary von Claudia Klinger oder das
New York-Tagebuch von Philip Hubertus. Ich habe
schon Weblog geschrieben, da gab es den Begriff noch gar nicht.
Es gibt keine endgültige Definition darüber, was ein Weblog ist: Es kann zwischen einem persönlichen Online-Tagebuch oder einer aktuellen Linksammlung zu einem bestimmten Fachgebiet alles sein, oder eine Mischung davon. Ein Weblog, oder auch nur »Blog«, kann sehr viele kurze Einträge enthalten wie der
Schockwellenreiter oder längere Einträge, bei denen sich Privates mit Dienstlichem und Politischem vermischt, wie bei
dogfood.
Ich persönlich habe einige Vorlieben und Abneigungen, die konträr demgegenüber stehen, wofür meiner Ansicht nach viele Weblogs stehen, die ich kenne:
- Ich mag keine kurzen Einträge, die nur aus zwei Zeilen bestehen. Ganz kurze Einträge finden sich bei mir auch nur selten.
- Ich mag längere Einträge mit vielen privaten Schilderungen, um ein klein wenig am Leben anderer Leute teilzunehmen.
- Ich mag Weblogs zu bestimmten Themen die mich interessieren und über die ich auch schreibe, zum Beispiel Web-Design, Mac oder Politik. Ich schätze es aber sehr, wenn sich diese Blogs nicht nur auf’s Fachliche beschränken, sondern auch etwas privater werden.
- Ich mag keine Weblogs, die sich für die Speerspitze eines neuen Journalismus halten. Das ist ungefähr so wie bei vakanten Stellen in der Politik: Wenn sich ein Interessent selbst als Kandidat für den Posten ins Gespräch bringt, weiß man mit 100%iger Sicherheit, wer es nicht wird. Auf Weblogs übertragen: Ja, Weblogs sind eine große Sache, aber nur solange sie nicht mit Selbstbeweihräucherung anfangen.
- Ich mag keine Weblogs, in denen Einträge der Art »Das müsst Ihr Euch geben!« stehen. Ich lese ein Weblog um etwas Neues zu erfahren oder eine Meinung zu lesen und nicht, um solche Sätze um die Ohren zu bekommen.
- Ich mag keine Weblogs, die im Verbund mit anderen in einer Art »Kollektiv« gegen irgendwelche schreienden Ungerechtigkeiten, den Krieg oder Sonstwas anschreiben oder irgendwelche Aktionen starten.
- Ich achte nicht auf Besucherzahlen. Mir ist egal, ob ich von fünf, fünfhundert Leuten oder niemandem gelesen werde. Ich mag keine Weblogs, die sich über ihre Besucherzahlen Gedanken machen. Ich will keine Weblogs, die auf Quote achten und sich danach richten, was die Leser wohl gerne lesen.
- Ich achte nicht auf Referer. Weblogs, die täglich nachsehen, wer heute wieder auf sie gelinkt hat, achten auch auf Besucherzahlen.
my two cents ist ein Online-Tagebuch und Weblog.
Erschienen am Sonntag, 06.04.2003 @ 21:35
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Tags: Leben
Die Gerüchteküchen Macrumors (
1,
2,
3) und
Thinksecret behielten mal wieder Recht: Apple hat heute neue Versionen von drei Profi-Programmen aus dem Video-Segment vorgestellt:
DVD Studio Pro 2,
Final Cut Pro 4 und
Shake 3.
Shake 3 wird für OS X, Linux und Irix erscheinen, die Windows-Version wird eingestellt.
DVD Studio Pro 2 wird erst im Spätsommer (August) erhältlich sein, FCP4 im Juni. Die Cinema Tools für das Editieren von Film sind nun in FCP integriert.
Pressemitteilungen:
-
DVD Studio Pro 2
-
Final Cut Pro 4
-
Shake 3
»New Shake Qmaster network render management software included with Shake for Mac OS X uses Apple’s
Rendezvous networking technology to automatically identify available render nodes and clusters on a network while load balancing optimizes usage across each machine in the workflow.«
Auch wenn ich’s nicht brauch’, aber wie cool ist das?!
Ich finde es positiv, dass Apple vermehrt dazu übergeht, Produkte anzukündigen, die noch nicht sofort verfügbar sind. Es ist zum Glück lange nicht so überzogen wie bei Microsofts Vaporware, aber die Ankündigung von z.B. dem Xserve RAID oder jetzt DVD Studio Pro sorgt für Planungssicherheit und einen Blick dafür, in welche Richtung es gehen soll.
Erschienen am Sonntag, 06.04.2003 @ 22:18
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Tags: Apple, Mac
Montag, 07.04.2003
Eben durfte ich der zweiten Kernel Panic in meiner nun fast 2-jährigen Mac-Karriere beiwohnen. Allerdings war es schon der zweite große Hänger innerhalb von vier Wochen; beim ersten Mal vor einigen Wochen schaffte es OS X allerdings noch, den
Bildschirm mit der Aufforderung zum Neustart anzuzeigen. Beunruhigend.
Bei den Macguardians habe ich heute Morgen
entdeckt, dass
Ken Bereskin sein Weblog nach mehrmonatiger Pause wieder eröffnet hat. Ken ist bei Apple Product Manager für das Betriebssystem
Mac OS X und kann aus erster Hand hilfreiche Tipps geben. Zur
Wiedereröffnung wartet er gleich mit einem
feinen Hinweis auf: Um alle geöffneten Fenster aller Programme zu verbergen und den leeren Desktop anzuzeigen, halte man die Taste Option+Command (Wanne und Apfel) gedrückt und klicke dann mit der Maus auf einen Fleckchen noch sichtbaren Desktop (z.B. neben/unter dem Dock). Volia, alle Fenster verstecken sich und der Desktop kommt zum Vorschein. Ich wusste, dass es einen ähnlichen Effekt gibt, wenn man mit Wanne+Apfel+Linksklick auf das Finder-Icon im Dock klickt, allerdings geht dann auch ein neues Fenster auf. Dass man bei einem solchen Klick
auf den Desktop alle Fenster wegbekommt, hatte ich vergessen.
Aus der Abteilung Kurioses: Das weltweit erste
Floppy-RAID aus fünf USB-Diskettenlaufwerken. Nur am Mac möglich, nicht auf Windows (Ironie der Geschichte…). Der Erfinder plant ein »Beowulf«-mäßiges Floppy-RAID aus 125 Laufwerken, indem er alle verfügbaren Kanäle des USB ausnutzt (je einen braucht er noch für Tastatur und Maus). Ihm fehlen allerdings noch USB-Hubs.
Erschienen am Montag, 07.04.2003 @ 12:55
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Tags: Apple, Mac
US-Truppen sind heute erneut nach Bagdad
vorgedrungen; die irakische Regierung behauptet, in Bagdad gebe es keine US-Soldaten.
Wahrscheinlich wird der irakische Informationsminister auch dann noch die Anwesenheit von Koalitionstruppen in der Hauptstadt bestreiten, wenn hinter ihm US-Soldaten in die Kamera winken.
Erschienen am Montag, 07.04.2003 @ 20:20
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Tags: Politik
Dienstag, 08.04.2003
Kein guter Tag für das US-Militär.
Gestern und vorgestern noch Erfolge mit
Vorstößen nach Bagdad (lesenswerter Artikel zum Thema Städtekampf:
»Die Stadt wird das Grab des Feindes«). Heute Meldungen über Angriffe der US-Truppen auf das Hotel Palestine, in dem fast alle (und fast nur) Journalisten untergebracht sind (
Spiegel,
tagesschau,
Heise). General Brooks erklärte in Katar, die US-Soldaten seien aus der Lobby beschossen worden. Eine Antwort darüber, warum die US-Truppen dann den 15. Stock beschossen, blieb man allerdings schuldig. Ein ukrainischer Kameramann, der für Reuters arbeitete, und ein Mitarbeiter eines spanischen Fernsehsenders wurden durch den Raktenbeschuss getötet. In den Nachrichten war das blutverschmierte Gesicht des Spaniers zu sehen, der kurz danach im Krankenhaus verstarb.
Auch ein Büro des Senders
al-Dschasira wurden
beschossen, ein Reporter starb. Durch amerikanischen Beschuss kamen heute drei Reporter ums Leben, insgesamt starben bereits
zehn Berichterstatter in diesem Krieg.
Gestern
starb der deutsche Reporter Christian Liebig, der
für Focus arbeitete. Er und ein Spanier wurden von irakischen Raketen in einem US-Lager beschossen.
Nicht genug der bad news heute für das US-Oberkommando: ARD-Reporter
bewiesen heute in Basra, dass die Koalitionstruppen Uranmunition einsetzten.
Erschienen am Dienstag, 08.04.2003 @ 23:18
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Tags: Politik
Zum Thema Medien im Krieg hier zwei lesenswerte Artikel:
Einmal bei Telepolis »
Im Bett mit dem Militär« von Janko Röttgers über die Berichterstattung in den US-amerikanischen Fernsehsendern. Die Bandbreite reicht dort von patriotisch bis ultra-patriotisch:
»Übertroffen wird dies nur durch das rechtskonservative und ultra-patriotische Fox Network, bei dem der Krieg “War against Terror – Operation Iraqi Freedom” heißt. Die Verknüpfung zwischen Hussein und Al-Qaida war zwar der Weltgemeinschaft nie plausibel zu machen, doch bei Fox ist sie Programm. Dazu lässt der Sender im oberen linken Bildrand stets die US-Flagge wehen. Ebenfalls fast pausenlos eingeblendet: Der Terror Alert-Status, der die Gefahr an der Heimatfront versinnbildlichen und diese mit dem Krieg am Golf verknüpfen soll.«
Der Bericht lässt sich, abgesehen von den Flaggen, auch auf deutsche Sender übertragen: »Krieg im Irak«-Einblendungen in der Ecke, Video Game-Animationen von Gebäuden, Wetterkarten-Flüge, Einblendbilder, Infotafeln über Mann und Material wie vor einem Box-Kampf, Rentner als Experten im Studio.

»Einblendung« in der Schmidt-Show von heute
Der zweite Artikel, namenlos, ist bei Spiegel-online zu finden: »Der Medien-General Murdoch« handelt vom Meinungsimperium des Rupert Murdoch, der mit seinen 170 Zeitungen in einer Auflage von 40 Millionen, sowie Filmstudios (20th Century Fox) und Fernsehsender (Fox News) weite Teile des englischsprachigen Raums in Bezug auf Meinungsmacht beherrscht.
Erschienen am Dienstag, 08.04.2003 @ 23:45
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Tags: Medien
Mittwoch, 09.04.2003
Es wäre etwas verfrüht zu sagen, der Krieg sei nun zu Ende, aber sagen wir mal, die US-Truppen sind heute auf der Zielgeraden eingebogen und wir sehen heute den Anfang vom Ende.
Das Ende des Krieges kam nun doch schneller als erwartet, quasi über Nacht. Und ich muss gestehen, trotz meiner (IMHO nach wie vor berechtigten)
Kritik an den Medien, konnte ich auch ich mich heute nicht dem Bann der Live-Bilder entziehen. Heute am frühen Nachmittag leere Straßen in Bagdad. Es schien, als hätte das Regime über Nacht die Koffer gepackt und sei
verschwunden. Kein
Informationsminister mehr mit Durchhalteparolen und die Reporter berichten, die Aufpasser und Zensurbeamten hätten das
Hotel Palestine verlassen, es gäbe auch keine Polizei mehr auf den Straßen, niemanden mit Uniform. US-Panzer rollten durch das Zentrum, begleitet von Infanteristen. Einige Fahrzeuge sammelten sich an einem Kreisverkehr mit einer Saddam-Statue in der Mitte, Zivilisten kamen hinzu.
Um halb vier fuhr ich erstmal in die Stadt und just beim Warten auf meinen Döner beim Dönermann sah ich in einem türkischen Sender live, als
gegen 16:45 Uhr die Saddam-Statue von den US-Soldaten
vom Podest gerissen wurde (ziemlich stabil gebaut, hat ein paar Minuten gedauert). Die anwesenden Bürger jubeln.
Aber nach dem Krieg ist vor dem Frieden: Vor ein paar Tagen brach in der für befreit erklärten Stadt Basra die
Anarchie aus und es gab Plünderungen,
auch in Bagdad waren Plünderungen zu beobachten. Man darf jetzt gespannt sein, was als nächstes passiert und wie der
Wiederaufbau vonstatten geht.
In der von britischen Truppen besetzten Stadt Basra ist Wasser knapp und in den Krankenhäusern fehlt es an Betäubungsmitteln; Amputationen müssen
ohne Betäubung durchgeführt werden.
Noch sehen die Truppen den Plünderungen tatenlos zu, nur vereinzelt werden den Berichten zufolge Plünderer von den Briten festgenommen (heute im Fernsehen gesehen: ein britischer Soldat, der sich an einen Englisch sprechenden Iraker wandte: »I need your help.« Anschließen sah man einige Festnahmen und der Reporter sagte, das sich der Tumult aufgelöst habe).
Über die Vorgehensweise der Amerikaner bei der Eroberung Bagdads schreibt Gerd Kumreich, Professor für Neuere Geschichte an der Universität Düsseldorf,
in der SZ:
»In eine befestigte Großstadt Schneisen zu schlagen und abzuwarten, ist ein Konzept ohne historisches Beispiel und deshalb selbst historisch.«
Erschienen am Mittwoch, 09.04.2003 @ 19:35
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Tags: Politik
Neues zum Telekolleg: Wie
bekannt, habe ich Mathematik in diesem Durchgang ausgeklammert. Den Mathe-Stoff werde ich erst im nächsten Telekolleg-Kurs von September 2004 bis Sommer 2006 angehen.
Ich habe mich nun dafür entschieden, auch Physik auf die lange Bank zu schieben. Nicht, dass es zu schwer wäre (mein Lieblingsspruch derzeit stammt
von John Gruber: »Not hard meaning "difficult to understand", but hard meaning "pain in the ass".«). Aber ich hätte keine Chance gehabt, den Rückstand bis zur Prüfung am 12. April aufzuholen, da ich in der letzten Zeit einiges mit Aufträgen zu tun hatte und auch noch
krank geworden bin. Das wurde mir dann doch noch zum Verhängnis; da ich mit Physik erst angefangen habe, als der Stoff im Fernsehen schon bei der dritten Lektion angelangt war, hatte ich permanent einen Rückstand. Aber das macht nichts; der Leiter des Telekollegs an meiner Schule schrieb mir auf Anfrage in einer Mail:
»Alle Fächer, in denen Sie nicht antreten, auch die Nebenfächer, können Sie im nächsten Kurs nochmal machen, Sie bekommen für alle Fächer, in denen Sie die Prüfung bestanden haben, erstmal eine Bescheinigung. Das Zeugnis gibt es dann, wenn dann auch die Restfächer bestanden sind!«
Wie oft man den Kurs durchlaufen kann, weiß ich nicht (oder ob man z.B. auch einen Kurs aussetzen kann), aber ich nehme mir schon vor, die Sache im nächsten Durchlauf zu beenden. :-)
Letzten Samstag war Kollegtag, aber ich bin nicht hingegangen. Zum Einen lag ich noch mit der Erkältung flach, zum Anderen gab’s für mich kaum Fächer: Für die Sozialisten in den ersten beiden Stunden Bio/Chemie-Prüfung, dann Englisch und eine Dreifach-Stunde Physik (einmal Physik statt Mathe).
Zum nächsten Kollegtag am 12.4. trete ich aber wieder an, allerdings erst zur Doppelstunde Englisch. In den ersten beiden Stunden findet die Physik-Prüfung statt, dann Mathe statt Deutsch, Englisch-Doppelstunde, nochmal Mathe.
Heute brachte der Postbote das Paket mit den Lehr-/Lern-Materialien für das dritte Telekolleg-Trimester. Die Rechnung dazu über 99,65 Euro für das Material und 6 Euro »Vertriebskosten« hatte ich schon vor ein paar Wochen bekommen.
Das war im Paket drin:
- CD-ROM »Fast Track English: The Business World« (nur für Windows)
- Neue Hausaufgaben-Bögen:
- Deutsch: Lesen, Verstehen, Interpretieren 1-12
- Mathematik: Analysis – Differentialrechnung 9-11
- Mathematik: Analysis – Integralrechnung 1-10
- Englisch: The Business World 1-13
- VWL 1-13
- Informatik 1-6
- Technologie 1-7 (für die Wirtschaftler)
- Folgende Bücher waren in der Lieferung enthalten:
- Deutsch: Lesen, verstehen, interpretieren – Faszination Literatur
- Englisch: Fast Track English – The Business World
- Informatik (mit CD-ROM)
- Mathematik: Analysis – Integralrechnung
- Technologie (für den Wirtschaftszweig)
- VWL – Volkswirtschaftslehre (nur Wirtschaftszweig)
Abgesehen von Englisch war’s das dann mit den Hauptfächern. Deutsch und Mathe gibt’s nur noch im dritten Trimester (22.04.03 bis 19.07.03), außerdem Englisch, Technologie/Informatik, Wirtschaft (ob für alle oder nur die Wirtschafter, ist mir nicht bekannt). Im vierten Trimester (08.09.03 bis 06.12.03) stehen folgende Fächer auf dem Programm: Geschichte, Psychologie (nur Sozialisten), Englisch, Physik (nur Techniker) und Wirtschaft (nur für die Wirtschaftler).
Aus den Inhaltsverzeichnissen:
Deutsch:
- Was ist eigentlich Literatur
- Epik 1: Erzählformen des zeitgenössischen Romans
- Epik 2: Der Roman im 20. Jahrhundert
- Epik 3: Epische Kleinformen
- Ausgewählte Stationen des Dramas 1: Die Klassik
- Ausgewählte Stationen des Dramas 2: Das epische Theater
- Das zeitgenössische Theater
- Lyrik 1: Einführung in die Lyrikanalyse
- Lyrik 2: Lyrik heute
- Literarische Textanalyse am Beispiel Roman
- Literarische Textanalyse am Beispiel Drama
- Kreatives Schreiben
Das zweite Trimester Deutsch hat mich schon nicht begeistert (im ersten ging es um Medien), denn da gab es den Einstieg in die Textanalyse, und das dritte Trimester scheint die Hardcore-Version davon zu sein.
Erste Aufgabe vom Hausaufgaben-Blatt der Lektionen 1-3:
»Vergleichen Sie die folgenden beiden Auszüge aus zwei Romanen des 18. Jahrhunderts. Welche Unterschiede fallen Ihnen auf in Form bzw. Erzählhaltung, Inhalt und Sprache?«
Bahh.
In der Hausaufgabe zu den Lektionen 7-9 gibt’s dann auch eine Gedichtinterpretation. Verdammt, er wollte einfach ein Gedicht schreiben!!
Ein Überblick über Literatur ist ganz nett und dient der Horizont-Erweiterung, aber benotete Arbeiten will ich ungern darüber schreiben. Zum Ende des dritten Trimester gibt es nochmals eine Feststellungsprüfung in Deutsch, das Thema ist uns noch nicht bekannt (wohl Textanalyse). Wenig später, auch diesen Sommer, dann die Abschlussprüfung in Deutsch, bei der man sich aussuchen kann, ob’s eine Erörterung oder eine Textanalyse sein darf.
Technologie/Informatik:
T/I ist ein Doppelfach (wie Bio/Chemie für Sozialisten; die Techniker hatten im zweiten Trimester ein reines Chemie-Fach) mit je sieben Lektionen.
Aus dem Inhaltsverzeichnis des Technologie-Buchs:
- Energieumwandlung
- Thermodynamische Systeme
- Kraftwerke
- Optimierter Energieeinsatz
- Werkstoffe und ihre Verwendung
- Werkstoffoptimierung
- Kommunikationstechnik
Aus dem Inhaltsverzeichnis des Informatik-Buchs:
- Excel 2000
- Grundlagen
- Einfache Funktionen und grafische Darstellungen
- Spezielle Excel-Funktionen
- Access 2000
- Grundlagen und Tabellen
- Abfragen
- Formulare und Berichte
Hmm, Technologie, ich bin etwas skeptisch. Sieht aus nach einer Fortsetzung der Physik mit anderen Mitteln. Zu Informatik: In Excel kann mir niemand mehr was beibringen (will jemand meine überragende Zeiterfassungs-Tabelle weiterverwenden?), mit Access hatte ich allerdings noch nichts zu tun. Bislang gab’s privat keinen Bedarf für Datenbanken auf dem Desktop und früher in der Bank haben die Access-Programme (»Reporting-Tool«) andere erstellt (war Filial-übergreifend). Soll heißen: In Access kann ich noch etwas Nachhilfe vertragen, nutzen werde ich es mangels Mac-Version nicht.
Dass eine Microsoft-Schulung nichts mit Informatik zu tun hat, darauf gehe ich nicht näher ein. Ok, echte Informatik-Grundlagen oder TurboPascal-Kenntnisse sind im Job nicht wirklich hilfreich und MS Office ist nun mal der de facto-»Standard«.
Ein Blick in die Hausaufgaben-Bögen, die ersten fünf (von 39) Fragen zun den Lektionen 1-3:
- Wie viele Tabellen können Sie maximal in eine Excel-Datei einfügen?
- Mit welcher Tastenkombination markieren Sie die Zelle A1?
- In einer Spalte stehen Datumsangaben. Wie können Sie alle Termine ab heute in Gelb vorheben?
- Durch welches Zeichen werden in Excel Formeln oder Funktionen eingeleitet?
- Wie können Sie die Zelle C20 der Datei Umsatz2002.xls, aus der Tabelle "Januar" in der aktuellen Datei anzeigen lassen?
Kommentar: Durchwachsen. Gut, manche Dinge sollte man wissen, wie die Antwort zu Frage 3 (Ist-Gleich-Zeichen) oder Frage 5 (=’[Umsatz2002.xls]Januar’!$C$20), die sind zum Arbeiten unerlässlich. Aber Fragen wie die Erste fragen nur stupide auswendig gelerntes Wissen ab, das in der Praxis nicht relevant ist. Die weiteren Antworten:
1: Antwort A: Genug. Antwort B: 255.
2: STRG+Pos1.
4: Ich verstehe die Frage nicht ganz. Aber ich würde die entsprechenden Felder markieren und dann über "Rahmen und Schattierung" gelb einfärben.
Der Inhalt des Buchs zur Volkswirtschaftslehre (VWL):
- Grundlagen des wirtschaftlichen Handelns
- Markt und Preisbildung
- Der Wirtschaftskreislauf
- Die Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung
- Der Staat
- Wirtschaftsordnungen
- Grundtatsachen der Konjunktur
- Wirtschaftspolitische Zielsetzungen
- Ökonomie und Ökologie
- Wettbewerb
- Arbeitsmarkt und Arbeitsmarktpolitik
- Das Geldwesen
- Außenwirtschaft
Das klingt interessant. Eine Einführung in die Volkswirtschaft gab’s für mich vor sieben oder acht Jahren auf der Realschule im »WRL«-Unterricht (Wirtschafts- und Rechtslehre). In Sozialkunde bin ich stärker, in WRL hatte ich im Abschlusszeugnis der Realschule einen 3er und auf der Berufsschule (Bankkaufmann) in AWL (Allgemeine Wirtschaftslehre) eine Zwei.
Englisch ist im Prinzip immer das selbe: Textverständnis, Synonyme, Grammatik, übersetzen, kurze Stellungnahmen auf Englisch. Was sich von Trimester zu Trimester ändert, sind die Themen, um die diese Aufgaben aufgebaut sind. Im ersten Trimester Familienleben, im zweiten Trimester Freizeit im weitesten Sinne und jetzt das Geschäftsleben.
Erschienen am Mittwoch, 09.04.2003 @ 23:55
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Tags: Telekolleg
Donnerstag, 10.04.2003
Kai hat einige
bedenkenswerte Einwände zu den heutigen Ereignissen in Bagdad.
Keine Sorge, mein Text dazu folgt, denn trotz der sich heute überschlagenden Ereignisse bin ich natürlich nicht zum Kriegsbefürworter geworden. Das Völkerrecht ist beschädigt (der Blick und die Aufmerksamkeit der USA richtet sich jetzt
bereits wieder auf Iran, Nordkorea und Syrien, das neuerdings auch zur »Achse des Bösen« zählt) und auch vom ethischen Standpunkt her gibt es einige interessante Dinge zu erörtern. Nachdem der Krieg begonnen hatte, war es aber wünschenswert, dass er ein schnelles Ende finden würde und sich nicht all zu lange hinzieht, um noch mehr Opfer zu fordern. Ach ja, was ich
vorhin vergessen habe im Zusammenhang »nach dem Krieg ist vor dem Frieden«: Bestes Beispiel dafür ist der israelische Sechs-Tage-Krieg, in dessen Folge die Auseinandersetzungen auch 36 Jahre nach dem offiziellen Ende immer noch andauern.
Das Bild, von dem Kai in seinem Eintrag spricht, ist in einem Telepolis-Artikel zu finden. Ich kann nur eindringlich davor warnen, den folgenden Link anzuklicken: Es ist ein grauenhafter Anblick, der für einen normalen Menschen nicht zu fassen ist. Das hat nichts damit zu tun, ob jemand nah am Wasser gebaut ist. Ich spare mir eine Beschreibung, denn dafür müsste ich es mir wieder ins Gedächtnis rufen. Wer es »nur« beschrieben wissen will, kann in Kais Eintrag nachlesen.
Der Artikel heißt »
Bombenzensur oder "Kollateralschaden"?«.
Erschienen am Donnerstag, 10.04.2003 @ 0:46
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Tags: Politik
Moin.
Gestern stellte die Rürup-Kommission, weitgehend unbeachtet wegen der
Geschehnisse in Bagdad, ihren vorläufigen Abschlussbericht vor.
Bereits Ende März wagte der Spiegel eine
Prognose, die gestern voll eintraf: Die Kommissions-Mitglieder sind untereinander derart zerstritten, dass kein Konsens für eine langfristige Umstrukturierung der Sozialsysteme zustande kam; stattdessen will die Kommission Ende Mai zwei gegensätzliche Vorschläge präsentieren, zwischen denen sich die Politik dann in die Mitte setzen darf. Es reichte gerade mal für einige
kurzfristige Ideen, die den durchschnittlichen Beitragssatz in der gesetzlichen Krankenversicherung von 14,5 auf 12,1% senken
soll. Die lange Perspektive, eine Strukturreform, die diesen Namen verdient, nicht nur an den Symptomen herumdoktort, hier und dort was nachbessert, sondern die sozialen Sicherungssysteme für die künftigen Herausforderungen trimmt (Vergreisung der Gesellschaft, unregelmäßige Beschäftigungsverhältnisse), ist lange nicht in Sicht. Und selbst bei den von Bert Rürup jetzt vorgestellten Minimal-Vorschlägen
mauert bereits die SPD-Linke. Mir wird anders, wenn ich von SPD-Parteiaustritten
höre, die mit den Reformplänen von Schröder begründet werden. Ich glaube nicht, dass es bei Stoiber von der CSU großartig sozialer zugegangen wäre. Gewiss, 15 Euro Praxisgebühr, höhere Zuzahlungen und optionale Versicherung von Krankengeld tun weh, aber der Sozialstaat ist nunmal am Ende.
Nächstes Problem: Die Regierung lobte gestern zwar die Arbeit von Rürup, aber der Spiegel traf mit seiner Einschätzung (von gestern) den Nagel auf den Kopf: »
Danke und tschüss«. Der Abschlussbericht von Rürup hat eigentlich bereits vor dem gestrigen Tag den rasanten Weg in die Rundablage gefunden, denn so wie die Bundesgesundheitsministerin die Kommission besetzt hat, konnte gar kein Kompromiss zustande kommen. Jeder zieht zwar an einem Strang, aber an unterschiedlichen Enden. Die DGB-Vorsitzende Ursula Engelen-Kefer, vom Spiegel inzwischen regelmäßig als »DGB-Sirene« tituliert,
lehnte gestern den Großteil der Vorschläge ab, obwohl sie meines Wissens Mitglied der Kommission ist. Die Ministerin lies wiederholt erkennen, dass sie auf das Ergebnis der Kommission nur geringen Wert legt und der Kanzler drohte kürzlich noch mit Auflösung. Abgesehen davon hat er wesentliche Punkte bereits selbst in seiner
Regierungserklärung vom 14. März abgesteckt (
siehe bundeskanzler.de).
Gestern Nacht kam in der ARD die 45-minütige Reportage »Das Märchen vom blühenden Arbeitsmarkt« von Günter Ederer.
Sie zeigte einige der inzwischen hinlänglich bekannten Probleme auf, von zu hohen Lohnnebenkosten über zuviel Bürokratie bis hin zu den Fragen des Kündigungsschutzes und des Betriebsverfassungsgesetzes.
Ausschnittsweise der Info-Text von
TVTV.de:
[...]
»Der Film beschreibt die Wirklichkeit eines verkrusteten Arbeitsmarktes, der wie eine geschlossene Gesellschaft funktioniert: Wer drin ist, ist drin, wer draußen ist, bleibt draußen. Er zeigt, wie Arbeitgeber, Gewerkschaften und Politik im Gleichschritt in den Abgrund marschieren. Kaum schreit die Wirtschaft, ihr fehlten die Fachkräfte, springt die Politik ein. Kein öffentlicher Gedanke daran, dass die Wirtschaft, die so viel vom freien Markt redet, sich vom Staat die Arbeitskräfte ausbilden lässt – kostenlos natürlich. Und wenn ungelernte Kräfte fehlen, ruft die Industrie nach billigen Arbeitern aus Osteuropa oder der Türkei. Die verhindern erst mal einen Lohnanstieg und werden nach Gebrauch kostengünstig entsorgt: Soll sich doch der Staat um die Arbeitslosigkeit der Ausländer und um ihre Integration kümmern. Und trotzdem kommen immer neue Kräfte ins Land: Heute erwirtschaften eine Million Saison- und Dauerarbeiter das Geld, mit dem der Staat Arbeitslose bezahlt, die diese Jobs nicht wollen.
“Das Märchen vom blühenden Arbeitsmarkt” ist auch die Geschichte der hohen Lohnnebenkosten: 12,50 Euro pro Stunde verdient ein deutscher Facharbeiter, aber 40 Euro muss ein Unternehmer dafür zahlen, der größte Teil sind Abgaben. Die Folge: Gegen die Billigangebote auf dem Schwarzmarkt haben reguläre Betriebe keine Chance. Die Schattenwirtschaft boomt in Deutschland, Umsatz 350 Milliarden Euro, das entspricht sieben Millionen Vollbeschäftigten.
Der Film erzählt auch, warum Gesetze, die zum Schutz der Arbeitnehmer erlassen wurden, heute Arbeitsplätze verhindern, und warum die Arbeitsverwaltung mit 90.000 Mitarbeitern, den heimlichen Besitzern des Arbeitsmarktes, ein Interesse daran haben, dass genügend Arbeitslose auf dem Markt bleiben.
[...]
“Das Märchen vom blühenden Arbeitsmarkt” blickt auch über die Landesgrenzen hinaus, auf die europäischen Staaten im Norden und Nordwesten. Die halten noch immer ihre Arbeitslosenquoten zwischen 2,5 und 5 Prozent, trotz 11. September und Krise der Weltwirtschaft. Der Film zeigt, warum das funktioniert und was man daraus lernen kann.«
Mein Fazit, nicht erst seit gestern: Zu viele Regelungen zementieren den Arbeitsmarkt und engen die Wirtschaft ein, Rechte werden zu Bürden. Der Gewerkschafter freut sich, allerdings kümmern sich die Gewerkschaften in Deutschland mit ihrer Politik nur um die Leute, die (noch) einen Job haben, nicht um die (bereits) Arbeitslosen. Sicher, durch einen gelockerten Kündigungsschutz kann man schnell seinen Job verlieren. Man kann aber auch schnell wieder eingestellt werden, da sich ein Arbeitgeber nicht lange überlegen muss, ob er es sich auf Dauer leisten kann jemanden einzustellen, den er in schwierigen Zeiten nicht wieder los wird. Die Beispiele aus anderen Ländern sind inzwischen zahlreich, sei es Österreich, die Niederlande, Dänemark oder Schweden, die vor über zehn Jahren vor ähnlichen Problemen standen, aber inzwischen ihre Strukturreformen hinter sich haben (über Dänemark und Schweden habe ich bereits öfter lange Artikel gelesen, die Niederlande und Österreich wurden in der Reportage genannt).
Prima, wenn der Kanzler die Lohnnebenkosten (LNK) von 42 auf 40 Prozent und die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung von 14,3/14,6% auf unter 13 Prozent senken will, bis 2010 wohlgemerkt. Allein: Es nützt nichts. Was bringt bitteschön eine Reduzierung der LNK von 42 auf 40 Prozent? Die Nebenkosten sind selbst mit 35% noch zu hoch! Hohe LNK sind eine Strafgebühr für Arbeit.
In Dänemark zum Beispiel, da hat’s 5,5% LNK. Es gibt wöchentliche Kündigungsfristen, die durch lange Betriebszugehörigkeit auf maximal einen Monat anwachsen. Die Personen-Steuern sind hoch (40-67%), die Unternehmenssteuern sind moderat (30%), aber in den Steuern stecken bereits die Sozialabgaben drin. Bis 2006 wird Dänemark mit 5% eine nur halb so hohe Arbeitslosenquote haben und noch dazu einen ausgeglichenen Staatshaushalt.
In Deutschland sind die LNK dann bei bestenfalls 40%, die Steuern zwischen 15 und 42%, die Arbeitslosenquote bei 10% und das mit dem ausgeglichenen Haushalt ist auch noch nicht in trockenen Tüchern. Dafür haben wir ein Betriebsverfassungsgesetz, dass jedem Betrieb ab 200 Mitarbeitern vorschreibt, einen Mitarbeit als Vollzeit-Betriebsrat freizustellen. Ich weiß nicht, was der bei 200 Mitarbeitern den ganzen Tag machen soll, aber klar ist, dass es nicht wenige Unternehmen gibt (das gestern war ja nicht die erste Schilderung dieser Auswirkung), die nicht mehr als 200 Mitarbeiter einstellen, um nicht über diese Grenze zu kommen, denn einen Vollzeit-Betriebsrat kann sich ein kleines Unternehmen nicht mal eben aus den Rippen schneiden. Im gestrigen Beispiel wurden weniger Azubis eingestellt, um unter dieser Grenze zu bleiben, aber Ausbildungsplätze braucht’s ja hierzulande auch.
Ich will keine Reformen, die diesen Namen nicht verdienen und in zehn Jahren immer noch die gleichen Probleme vor sich her schieben. Ich will endlich mal den großen Wurf sehen. Auch wenn’s weh tut, aber meine Generation darf das ausbaden, und je mehr man sich Zeit lässt, desto teurer wird’s. Ich will die Wahrheit!
»Sie können die Wahrheit doch gar nicht vertragen!«
Spaß ohne: Ein Dänemark-Modell hat sich der Spiegel erst vor einem Monat durchrechnen lassen: »Abschied von Bismarck«
Ich frage mich wie lange es eigentlich noch dauert bis die Einsicht reift, dass die deutsche Gesellschaftsstruktur nicht mehr die selbe ist wie noch vor 120 Jahren, und dass es eher schlechter denn besser werden wird.
Das Spiegel-Modell, vom Deutschen Institut für Wirtschaft (DIW) durchgerechnet sieht grob gesagt so aus:
»Bis zu eine Million neue Jobs und die Senkung der Lohnnebenkosten von durchschnittlich 42 Prozent auf 5,5 Prozent könnten durch den Umbau der Sozialkassen erreicht werden. Hierzu müssten die bisherigen Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträge zum größten Teil aus Steuern und lohnunabhängigen Prämien finanziert werden. Dies zeigen Berechungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung Berlin (DIW).«
Kann bitte im Zuge der Revolution auch gleich der Begriff »Arbeitgeberanteil« abgeschafft werden? Der Arbeitgeber beteiligt sich nicht an den Kosten für die Sozialversicherung, auch der AG-Anteil wird vom Mitarbeiter bezahlt. Für den Arbeitgeber ist nur eine einzige Zahl interessant: Was kostet ihn der Arbeiter/Angestellte insgesamt brutto? Wie man den Block Sozialabgaben nennt und aufteilt, ist ihm völlig egal.
»Wenn Du’s nicht glaubst, dann lies es nach!«
Lektüre: Walter Krämer, Götz Trenkler: »Lexikon der populären Irrtümer«, 10. Auflage (Eichborn-Hardcover), Seite 23, »Arbeitgeberbeitrag: Den Arbeitgeberbeitrag zahlt der Arbeitgeber«:
»Keinen Pfennig des Arbeitgeberbeitrags zahlt der Arbeitgeber.
[...]
Rein wirtschaftlich gesehen gehören alle Aufwendungen des Arbeitgebers für einen Beschäftigten zu dessen Bruttolohn, unabhängig davon wie heißen, ob Urlaubs- oder Weihnachtsgeld, ob Werkswohnung oder Dienstwagen, ob Zuschüsse zum Mittagessen oder Beiträge zu Versicherungen aller Art: Alle Auslagen, die dem Arbeitgeber für einen Beschäftigten entstehen, zählen zu dessen Lohn oder Gehalt.
[...]
Dem Arbeitgeber ist es nämlich im Prinzip gleichgültig, wo die 4.900 Mark für seinen Arbeitnehmer landen; ob 10, 20 oder 30 Prozent an das Finanzamt fließen, ist für ihn oder sie genauso unerheblich wie der Anteil für die Sozialversicherung oder wie man diesen Anteil nennt. Ob davon die Hälfte oder alles oder gar nichts "Arbeitgeberanteil" heißt, spielt für den Arbeitgeber keine Rolle.«
Warum ist es dann nicht egal, wie hoch die Lohnnebenkosten sind? Ganz einfach: Wenn die LNK niedriger sind, kann auch das Bruttogehalt niedriger sein und der Arbeitnehmer bekommt genauso viel wie vorher, ist für den Arbeitgeber aber nicht so teuer.
Erschienen am Donnerstag, 10.04.2003 @ 8:13
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Tags: Politik
Als »Deutschland such den Superstar« noch jeden Samstag lief und jede Woche einer zum Abschied leise »Servus« sagen durfte, hörte man hier und da schon: »XY [Gracia?] ist die deutsche Antwort auf Anastacia« »Alexander ist die deutsche Antwort auf Robbie Williams« und bei mir dachte ich so: Und Daniel ist die deutsche Antwort auf Austin Powers. Als hätte ich’s geahnt sehe ich eben mit halbem Auge im SAT.1-Frühstücksfernsehen das »neue« (de facto das erste) Video von Daniel K. und es ist original, ungelogen, 1:1 die Anfangsszene aus »
Austin Powers: The Spy Who Shagged Me«. Blasphemie!!
Ob Daniel das weiß?
Davon ab empfehlend ein Text von Spiegel-Mann Frank Patalong: »
Kampf der Musik-Mikroben«.
Erschienen am Donnerstag, 10.04.2003 @ 8:37
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Tags: Medien
Für diejenigen von uns, die sich beruflich auch mit Spielen beschäftigen müssen (z.B. Spiele in Flash und Director bauen) habe ich hier einen interessanten Link aufgegabelt: Bei Spiegel-online ist ein Artikel von Susanne Paulsen erschienen, der ursprünglich aus der Geo-Redaktion stammt: »
Begegnung mit einer flüchtigen Spezies« ist ein recht tiefschürfender Text darüber, wie Computerspiele das Denken verändern. Während die ältere Generation seriell denkt, hat sich die jüngere Generation u.a. durch Computerspiele neue Denkmuster angeeignet.
»So erklärte kürzlich ein jugendlicher Counterstrike-Spieler einem Journalisten: "Wenn man so etwas lange spielt, entwickelt man eine Reaktionsgeschwindigkeit, mit der man im Alltag überhaupt nicht mehr funktionieren kann. Das verändert die Art, wie man die Realität wahrnimmt. Die Schule kommt einem dann vor wie in Zeitlupe."«
Die schnelle, aber auch flüchtige Wahrnehmung und Denkweise hat aber nicht nur Vorteile: Um z.B. physikalische oder mathematische Gesetze zu verstehen, muss man »klar definierte Einzelaspekte aus dem großen Ganzen herausfiltern und sie logisch anordnen.« Fachleute würden das »seriell denken« nennen. Mit seriellem Denken kann man aber kein vielschichtiges Computerspiel gewinnen, wie schon das simple Beispiel Pacman deutlich macht, bei dem nicht nur Pacman sondern auch seine Verfolger im Blick behalten werden müssen.
Erschienen am Donnerstag, 10.04.2003 @ 15:29
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Tags: Web, webdesign
John Grubers »
Daring Fireball gehört inzwischen zu meinen Standard-Websites. Auf seine kompetenten Artikel zum Thema
Anti-Aliasing bei Fonts habe ich schon hingewiesen.
Erst Anfang der Woche wieder ein exzellenter Artikel
über Spekulationen bzgl eines Wechsels der Plattform bei Apple, weg vom PowerPC, hin zum Pentium oder Itanium. John zerlegt haarklein alle denkbaren Überlegungen der Befürworter dieser Voraussage. Ein sehr guter Text, der im Hinblick auf verschiedene Prozessor-Architekturen nicht oberflächlich bleibt, sondern auch genauer hinsieht: Was für eine Firma ist Apple, wie haben die in der Vergangenheit ihr Geld verdient und wie verdienen sie es heute, das Kapitel Mac-Clone und der Wechsel von der 68k-Plattform zum PowerPC. Mittels eines Zitats aus einem seiner früheren Artikel bringt John auch kurz und prägnant auf den Punkt, welches das Geschäftsmodell von Microsoft mit Windows ist und welches das von Apple mit Mac OS ist:
»The only way to see the Mac as unsuccessful is to compare it to Windows on Microsoft’s terms ? market share and raw profit. And that’s exactly how analysts and the PC press cover the Mac.
What they miss is that the Mac’s primary purpose is to be better. Windows’s primary purpose is to be ubiquitous. Both platforms have been successful in achieving these goals.«
[Übersetzung:
»Die einzige Art, den Mac als nicht erfolgreich anzusehen ist, ihn mit Windows in den Maßstäben Microsofts zu vergleichen -- Marktanteil und purer Profit. Und das ist genau die Art, in der Analysten und die PC-Presse über den Mac berichten. Was sie dabei nicht beachten ist, dass Besser sein das erste Ziel des Macs ist. Das erste Ziel von Windows ist, allgegenwärtig zu sein. Beide Plattformen waren in der Erreichung ihrer Ziele erfolgreich.«]
Jedenfalls, das Fazit: Apple wird sehr wahrscheinlich nicht auf Intel-Prozessoren umsteigen, da dies mit noch höheren Kosten und Umstellungsschwierigkeiten (alte Software am Laufen halten) verbunden wäre, als der immer noch nicht durchgestandene Wechsel von Mac OS 9 auf Mac OS X. Außerdem müsste es nach wie vor einen propritären »Mac-PC« geben, da Apple ein Hardware-Hersteller ist und keine Software-Firma, auch wenn das Mac OS wesentlich zum Erfolg der Firma (und zum Verkauf der Macs) beiträgt.
Der nächstältere Artikel »Translation« übersetzt eine Pressemitteilung von Quark von »PR-Speak« in richtiges Englisch:
»Quark introduces powerful productivity features for publishers.«
[bedeutet]
»Put your boots on.«
[...]
»Quark Inc. today disclosed the key features for the forthcoming QuarkXPress 6 software.«
[bedeutet]
»Quark Inc. today released some vague statements about QuarkXPress 6, amounting to little more than verbal hand-waving.«
Und so fort. :-)
Für die Nicht-»Mac-Talibanesen« (IT&W): Quark ist der Noch-Markführer im Bereich DTP mit seiner Software XPress. Zwei Jahre nach dem Erscheinen von Mac OS X hat Quark es immer noch nicht fertig gebracht, eine angepasste Version seiner Software rauszubringen, die wegen seiner Umständlichkeit und teuren Anschaffungs- und Upgradekosten zudem alles andere als beliebt ist. Es ist ein bisschen wie bei einem Fußballspiel: Wenn eine Mannschaft verliert sagt der Trainer, es lag am regnerischen Wetter, der Rasen war nass, der Ball glitschig, ohne zu erwähnen, dass die gegnerische Mannschaft auf dem gleichen Platz spielte. Konkurrent Adobe brachte bereits im September 2001 das günstigere, leistungsfährigere und an OS X angepasste InDesign auf den Markt.
Anekdote am Rande: Vor einem Monat stellte der Süddeutsche Verlag (Süddeutsche Zeitung, SZ) die Regional-Ausgabe Nordrhein-Westfalen ein. In einem Spiegel-Artikel wurde der SZ-Chefredakteur zitiert: »Wir haben 14 Monate lang einen Regionalteil gemacht, auf den wir journalistisch stolz sein können.« Mein erster Gedanke, als ich das damals las: Das heißt, auf die zynische Wahrheit reduziert, nichts anderes als »…aber es hat sich nicht rentiert.«
Noch ein Stück älter ist inzwischen der Hinweis »Siracusa on the Finder, in dem John Gruber über einen Artikel von John Siracusa berichtet, der sich auf Arstechnica mal wieder seitenweise, aber durchaus auch kompetent, zum Thema Mac OS X ausgelassen hat.
Siracusa geht es um den Spatial Finder. Den Begriff habe ich in Gedanken hoffentlich richtig mit »räumlicher Finder« übersetzt. Ich hatte stellenweise Verständnis-Schwierigkeiten mit dem Text. Das Konzept des Spatial Finder habe ich glaube ich begriffen: es geht Siracus darum, dass sich ein User nicht einen Pfad zu einer Datei merken soll, sondern dessen Ort. Ich kann aber nicht ganz nachvollziehen, in wie weit das bei heutigen Festplattengrößen, Datei-Anzahl und Verschachtelungstiefen möglich sein soll. Gegen Details wie die Abschaffung der Toolbar im Finder sträube ich mich. Was ich auch nicht verstehe ist, dass Siracusa später von einem File-Browser spricht. Will er nun einen Spatial Finder oder einen File-Browser? In zwei verschiedenen Anwendungen für die Dateiverwaltung kann ich keinen Sinn erkennen. Ich selbst bin mit dem OS X-Finder, speziell der Spalten-Ansicht, eigentlich recht zufrieden, meine OS 9-Vergangenheit (da gab’s laut Siracusa einen Spatial Finder) währte allerdings nur ein halbes Jahr, bis ich im November 2001 endgültig auf OS X umstieg, als 10.1 heraus kam. Ich bin auch immer ein bisschen vorsichtig, wenn sich jemand die Einfachheit von OS 9 zurück wünscht. Für einen »Niner is Finer« mag es zutreffen, das manche Dinge für ihn logischer und intuitiver sind, aber wenn ich OS 9 und OS X sehe und vergleiche, dann sehe ich mir die beiden Systeme aus der Sicht eines Windows-Umsteigers und aus der Sicht eines totalen Computer-Neulings an. Wenn ich einen frisch gebooteten OS 9-Desktop mit einem von OS X vergleiche (und ich war vor knapp zwei Jahren in der Situation, OS 9 das erste Mal erforschen zu dürfen), stand ich bei OS 9 wie der Ochs’ vor’m Berg. Wo sind meine Programme? Gibt’s ein Start-Menü? Was ist dieser Streifen [der Control-Strip] am unteren Bildschirmrand mit diesen fitzeligen Symbolen? Bei OS X hingegen gibt’s ein Dock mit den wichtigsten Programmen und eines davon ist auch das Tool für Systemeinstellungen. Viel einfacher, wenn man mich fragt. Siracusas Ideen mit dem Spatial Finder einerseits, seiner »Örtlichkeits-Doktrin« und daraus resultierenden Einschränkungen sowie dem File-Browser andererseits haben mich wieder aufhorchen lassen: da kann sich jemand nicht von OS 9 lösen, und ob das in der Praxis, und nicht nur in der Theorie, einfacher ist, wird sich zeigen. Aber vielleicht habe ich ihn da auch nur falsch verstanden.
Siracusa hat allerdings auch einige gute Ideen, zum Beispiel die Live-Search-Folder oder das Shelf, oder die »intelligenten Ordner«. Dass man aus so einem intelligenten Ordner durch herausziehen eine Datei nicht einfach auf den Desktop verschieben oder löschen kann (geht auch in iTunes in den smart playlists nicht), mag zwar der Idee des Spatial Finders entsprechen, aber inutitiv finde ich es nicht. In iTunes zum Beispiel, muss ich, wenn ich eben hinzugefügte Titel testgehört habe aber wieder löschen möchte, über die normale Suche gehen, um sie aus dem Datenbestand (Bibliothek) zu löschen, ich kann sie nicht direkt aus der smart playlist »Zuletzt hinzugefügte Titel« heraus löschen, was ich mal für inutitiv halten würde.
Ganz alt ist ein Interview mit Brent Simmons auf Daring Fireball, Macher des Programms Net News Wire. Darüber (bzw. zu RSS allgemein) will ich aber bei Gelegenheit ausführlicher schreiben.
Erschienen am Donnerstag, 10.04.2003 @ 17:53
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Tags: Apple, Mac
Ja, so kann man
das tatsächlich bezeichnen, ohne zu untertreiben. Und ich meine das nicht ironisch.
Es geht um ein Gewinnspiel von Pepsi: Die Chance auf eine Milliarde Dollar. Der Gewinn ist hoch, die Chancen ihn zu bekommen extrem niedrig, der Hype dafür umso größer: Auf einer Milliarde Pepsi-Flaschen ist ein Code. Aus den Einsendungen werden 1.000 Codes in gezogen, die in einer zweistündigen TV-Show auf zehn reduziert werden. Derjenige, der am Schluss übrig bleibt, hat schon mal eine Million Dollar sicher. Ob er auch noch weitere 999 Millionen dazu bekommt, entscheidet sich durch einen Affen, der einen bestimmten Code ziehen muss.
Völlig bescheuert.
Erschienen am Donnerstag, 10.04.2003 @ 18:36
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Tags: Medien
Freitag, 11.04.2003
Dass sich bei
eBay auch der eine oder andere Betrüger tummelt, ist nichts Neues. Die letzte Masche war, zu teuren Elektrogeräten nur die »Originalverpackung« zur Versteigerung anzubieten, diesen Umstand aber nur nebenbei in der Artikelbeschreibung zu erwähnen. So wechselten bis zu 300 Euro nur für die Verpackung einer Digital-Kamera den Besitzer. Anschließend gab man sich auch noch eine gute Bewertung. Ob sich Käufer und Verkäufer in solchen Fällen gütlich geeinigt haben (»Ich zahl’ Dir nur 50 Euro für meine Dummheit und zeig’ Dich dafür nicht an«), ist nicht bekannt.
Der neueste Gag ist, nicht mal mehr die Verpackung zu einem Gerät zu verkaufen, sondern nur noch das
Bild eines Gerätes, das für 499 Euro durch Sofort-Kaufen erworben wurde (gesehen im
Heise-Forum zur Meldung »
Anklage wegen Auktionsbetrugs bei eBay«).
Das kann eigentlich nur noch gesteigert werden, indem jemand das Bild einer Originalverpackung zum Verkauf anbietet.
Erschienen am Freitag, 11.04.2003 @ 15:32
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Tags: Sonstiges
Auf der Apple-Website gibt es für das Produkt
Final Cut Express einige einführende
Videos, die grundlegende Funktionen des Programms erklären (gibt’s schon seit Januar, habe sie mir aber erst gestern angesehen). Insgesamt sind es sieben Videos (zusammen 45 MB groß und 47′25″ lang, das kürzeste 5′24″, das längste 8′42″). Im ersten Video gibt’s eine grundlegende Einführung in die Benutzeroberfläche, darauf folgen Videos zu einzelnen Funktionen: Schneiden, Effekte und Filter, Titel, Farbkorrektur.
Das kostenlose
iMovie 3 ist zwar nett und es reicht, um eine mitgeschnittene Fernsehsendung von Werbung zu befreien, aber dann stößt man auch schon sehr schnell an Grenzen: es ist relativ langsam, der Zeitraffer ist trotz Single-1-GHz-Power Mac und 1,2 GB RAM unbenutzbar, iMovie hat nur eine Video- und zwei Audiospuren, Titel und Übergänge sind eher rudimentär. Final Cut Express (FCE) scheint zwar, den Videos nach zu urteilen, eine etwas höhere »Lernschwelle« zu haben (man lernt es, anders als iMovie, nicht einfach vom anstarren der Oberfläche), aber dann hat es sehr viele Möglichkeiten und scheint auch intuitiv und logisch bedienbar zu sein, wenn man es mal gesehen hat.
FCE ist der kleine Bruder der Profi-Anwendung
Final Cut Pro (FCP), das
vergangen Sonntag in Version 4 vorgestellt wurde. FCE schloss
Anfang Januar die Lücke zwischen dem kostenlosen iMovie und der Profi-Software FCP und unterschied sich von letzterer im wesentlichen dadurch, dass FCE nur mit DV-Material arbeiten kann, während FCP auch für SD, HD und Film geeignet ist. Durch die Vorstellung von FCP4 vergrößert sich natürlich der Featureabstand zu FCE (auf finalcutpro.de gibt’s einen
Vergleich zwischen FCE und FCP3) .
Ich überlege ernsthaft, mir FCE zuzulegen, auch wenn ich im Moment nur Familienvideos schneide (allerdings lernt man durch FCE auch den grundsätzlichen Umgang mit FCP, das ist ja auch nicht schlecht), aber selbst dabei kommt man mit iMovie, wie gesagt, schnell an Grenzen. Zuvor muss ich jedoch noch ein wenig mit der Kamera üben, denn
noch wird einem beim Ansehen meiner Videos seekrank. Und ich muss meinen Kontostand im Blick behalten.
Die Preise im Apple-Onlinestore: FCE für 380 € (zum Vergleich FCP4: 1.160 €),
Studentenversion/-preis für FCE: 290 € (FCP4: 750 €).
Jedem, der sich die Anschaffung von FCE überlegt, da ihm iMovie »zu klein« wird, kann ich nur die vorgenannten Schulungsvideos empfehlen, um einen Einblick zu erhalten.
Erschienen am Freitag, 11.04.2003 @ 16:41
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Tags: Apple, Mac
Heute Abend war ich nochmal beim Doc. Die Erkältung ist so gut wie gegessen. Die Stimme fast wieder hergestellt, kein »Krankheitsgefühl« mehr, Husten und Schnupfen haben ebenfalls nachgelassen.
Das Anti-Biotikum soll ich aber noch aufbrauchen, um einem Rückfall vorzubeugen (sind nur noch Tabletten für drei Tage).
Erschienen am Freitag, 11.04.2003 @ 20:00
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Tags: Leben
Ich bin ja kein Fan (mehr) von Musik-Tauschbörsen. Durch die Codierqualität des Fraunhofer mp3-Codecs bei 160 KBit/s Datenrate und die exzellente CDDB-Anbindung zum Auffüllen der ID3-Tags beim Einlesen einer CD bin ich etwas verwöhnt von
iTunes. Verena bat mich, ihr eine CD mit einigen Titel zu brennen und so warf ich doch mal wieder Kazaa unter WinXP an (innerhalb von
Virtual PC auf Mac OS X). Die Qualität der Songs in Kazaa (ehemals Audiogalaxy) ist erschreckend: Nur wenige Titel von guter Codierqualität und einer Datenrate über 160 Bit/s, zerhackstückte und unbrauchbare ID3-Tags.
Trotzdem bin ich bei der heutigen Suchaktion über eine Perle gestolpert: »Leaving on a Jetplane« von — ja, vom wem? Laut ID3-Tags angeblich von Aerosmith, aber abgesehen davon, dass bei Aerosmith noch nie eine Frau die Vocals besetzte, ist das alles andere als Aerosmith.
Kann mir jemand helfen? Vom wem ist dieses Stück [Datei gelöscht, siehe Kommentare]?
Erschienen am Freitag, 11.04.2003 @ 20:17
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Tags: Sonstiges
Samstag, 12.04.2003
Ab sofort gibt es eine neue Kategorie:
SAE. In dieser Rubrik werde ich künftig meine Erfahrungen in meinem Mediendesign-Studium am SAE College in München notieren.
Ein paar Infos zum Einstieg: SAE ist keine staatliche Hochschule, sondern eine private Schule. Die Abkürzung hieß früher einmal »School of Audio Engineering«, inzwischen bietet SAE aber nicht nur Kurse im Audio-Bereich an, sondern auch Multimedia (seit diesem Jahr »Creative Media« genannt) und Digital Film.
SAE ist in vielen Ländern vertreten; die internationale Website ist
sae.edu, die deutsche Website lautet
sae.edu/countries/germany.html.
Ich belege den Creative Media-Kurs. Der Kurs besteht aus drei »Leveln«:
- Zertifikat-Level
- Diplom-Level
- Degree-Level
Egal ob man im zweiten Level die Richtung »Audio Engineer Dipolma«, »Digital Film Making Diploma« oder »Creative Media Diploma« (meine Schiene) wählt, zu Beginn steht im ersten Level das dreimonatige »Basic Media Certificate«, das mit Grundlagen beginnt und eine Einführung in alle drei Richtungen gibt, also Audio- und Video-Bearbeitung sowie Screen-Design. Anschließend kommt die Hauptsache: der zweite Level mit einer Dauer von 12 Monaten. Der Abschluss nach dem zweiten Level (also nach insgesamt 15 Monaten) ist das »Diploma« von der SAE. Der Abschluss ist nicht staatlich anerkannt, aber in der Industrie durchaus ein Begriff; evtl vergleichbar mit dem Betriebswirt-Diplom der VWA (Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie) oder dem Bankbetriebswirt der Bankakademie, die beide gleichermaßen in der Finanzdienstleister-Branche anerkannt sind.
Am Ende des dritten Levels, der (in meinem Fall) »Creative Media Degree«, der weitere 12 Monate dauert, steht der Abschluss »Bachelor of Arts (Honours, Multimedia Arts)«. Der Bachelor of Arts ist ein englischer Hochschul-Abschluss, den SAE in Zusammenarbeit mit der Middlesex University London durchführt. Der Vollständigkeit halber: »Honours« heißt nicht »ehrenhalber« (war mein erster Gedanke und deswegen wird die Frage wohl auch in der FAQ beantwortet), sondern der BA enthält »eine wissenschaftliche Arbeit, die den Degree aufwertet und rechnerisch nach dem englischen "Credit Point System" eine Aufwertung von 300 auf 360 Credit Points bedeutet.« Ich weiß nicht, was Credit Points sind, aber es hört sich vernünftig an. Wer weiß, wenn ich den BA gleich im Anschluss an den 2. Level mache (so ist es zumindest geplant), dann bin ich nach insgesamt 27 Monaten durch, also im August 2005. Wäre doch ein Gag, wenn ich meinen Hochschul-Abschluss noch früher als mein Fachabi habe. :-)
Da es sich nicht um eine öffentliche, sondern um eine private Schule handelt, ist das Studium leider nicht umsonst: Für das Basic Media Certificate (1. Level) fallen derzeit 1.170 Euro an, für das »Creative Media Diploma« (2. Level) 5.850 Euro und für den »Creative Media Degree« (3. Level) weitere 6.510 Euro. Außerdem 200 Euro Anmeldegebühr und am Ende des zweiten Levels 200 Euro Prüfungsgebühr. Es sind auch Ratenzahlungen möglich, außerdem variieren die Preise, je nachdem, für wie viele Level auf einmal der Vertrag abgechlossen wird. Ich will hier nicht die kompletten Kursbedingungen abschreiben; Fragen beantworte ich gerne per Kommentar oder Mail, ansonsten kann ich auch empfehlen, sich direkt an die SAE zu wenden; die beantworten Fragen per Mail, Telefon, persönlich und schicken auch Prospekte zu.
Es ist nicht so, dass ich in Geld schwimme, deswegen habe ich lange gespart. Obwohl ich die letzten drei Jahre Geld beiseite gelegt habe, habe ich mich erst im November für die Anmeldung entschieden. Anfang der Woche qualmte bei mir der Taschenrechner, um im Detail auszurechnen, wie’s aussieht (habe ich früher natürlich schon überschlagsweise gerechnet).
Abgesehen von den SAE-Gebühren kommen noch eine Menge weitere Ausgaben auf mich zu, die mit dem Studium zusammenhängen: Ich wohne zu Hause mit meinem Vater und meiner Schwester in einem Vorort von Erlangen (»bei Nürnberg«). Davon ab, dass ich noch nicht zu Hause ausziehen will, ist eine Miete in Deutschlands teuerster Stadt München auch unbezahlbar. In der SAE ist nur an zwei Tagen Unterricht (ich komme noch darauf), in meinem Fall montags und dienstags. Ich werde also montags mit dem Zug nach München fahren und dienstags wieder zurück. Die ausgehende Woche gab es bei Spiegel-online eine Meldung, wonach die Bahn das meistgehasste Unternehmen Deutschlands ist, mit einem »Image-Index« von minus 47 (positive Einschätzungen der Befragten abzüglich der negativen Einschätzungen). Auf Platz 2 folgt dann erst mit einem Wert von minus sieben die Deutsche Telekom. Ich kann mich demnächst auch bei den Bahn-Hassern einreihen: Noch habe ich eine BC50 bis Mitte Dezember, so dass mich eine Fahrt 20 Euro kostet, pro Woche also 40 Euro hin und zurück. Bis Ende diesen Jahres werde ich trotz Bahncard mindestens 1.280 Euro nur für Fahrscheine ausgeben. Ein Stammkunden-Abo nur für die Strecke Erlangen-München (neuerdings »JahresCard«) ist ebensowenig eine Alternative wie eine Netzkarte, beide kosten pro Monat um die 300 Euro (Abo: 309,20 €, Netcard 3.350 € auf einmal zu bezahlen, umgerechnet pro Monat 279,17 €). Ab Mitte Dezember gibt’s dann nur noch die BC25, so dass für den Zeitraum Januar bis August 2004 sage und schreibe 1.920 Euro für Fahrkarten anfallen (30 Euro pro Fahrt, 60 Euro pro Woche). Evtl wird ab nächstem Jahr dann eine NetzCard interessant, sofern sie preisstabil bleibt und ich direkt im Anschluss mit dem Bachelor-Kurs (3. Level) weitermache. Sind zwar 40 Euro mehr im Monat, dafür kann ich dann aber überall in Deutschland mit der Bahn hin und verbringe nicht Stunden mit Belegen und Buchhaltung. Aber bis das Thema konkret wird, ist’s noch etwas hin. Ach ja, warum eigentlich München? Es gibt zwar mehrere SAEs in Deutschland (Hamburg, Berlin, Köln, Frankfurt, Stuttgart, München), aber München ist für mich die nächste, außerdem wohnen dort Freunde von mir (z.B. Holger und Matthias, durch die ich auf die SAE gekommen bin). Übernachten werde ich i.d.R. in einer von zwei Münchner Jugendherbergen, ab und an bei Freunden und manches Mal schon am Montag wieder heimfahren. München ist groß, und deswegen braucht’s eine Jahreskarte für den Münchner Verkehrsverbund MVV, macht für die drei inneren »Ringe« 409 Euro im Jahr oder 43 Euro im Monat. Fahrrad ist nicht so sinnvoll; laut Holger beträgt die Strecke Hauptbahnhof-SAE etwa 40-45 Minuten mit dem Rad, dann lieber S-Bahn fahren. Für solche Distanzen brauche ich ein richtiges Rad, und das steht in Erlangen, um vom Erlanger Bahnhof nachhause zu kommen (halbe Stunde). Mit einer 3-Gang-Nabenschaltung komme ich nicht weit und ein zweites richtiges Rad ist teurer als 400 Euro, die die Fahrkarte kostet.
Ein Studentenjob muss her. Habe schon mit einigen Leuten gesprochen und Websites abgeklappert (letzteres war aber nicht sehr ergiebig) und hoffe, dass ich bis Mai was auftun kann. Falls jemand im Raum Erlangen einen Studentenjob, vorwiegend IT oder Büro/Verwaltung, zu vergeben hat, würde ich mich sehr über eine Nachricht freuen.
Der Kurs findet wie gesagt nur an zwei Tagen die Woche statt, und zwar jeweils drei Stunden. Das ist der theoretische Unterricht; für die Projektarbeit steht einem dann die SAE montags bis samstags von 10 bis 22 Uhr offen; ich werde aber meistens zu Hause oder bei Holger im Büro in München arbeiten und lernen.
Am Montag, 5. Mai geht’s bei mir los: Im Zertifikats-Level (die ersten drei Monate) von 14 bis 17 Uhr und im Diplom-Level (zwölf Monate ab August 2003) von 10 bis 13 Uhr.
Habe ich was vergessen?
Ach ja, was lernt man im »Creative Media«-Kurs?
Den ersten Level habe ich bereits weiter oben angeschnitten:
- Einführung/Einblick in die Medienlandschaft
- Computergrundlagen
- Graphics: Einführung in Programme zur Grafikbearbeitung
- Harddisk-Recording: Bearbeiten von Audio-Daten
- Webdesign
- Audiotechnik: Studioaufbau, Einsatz von Mischpulten und Effektgeräten
- Webanimation
- 3D (aus dem Bereich »Digital Film«): Gestaltung, Modellierung und Animation von 3D-Objekten
Im zweiten Level geht’s im Creative Media-Bereich wie folgt weiter:
- Bildbearbeitung
- DTP
- Screen-Design (GUI-Konzeption)
- CD-ROM-Produktion
- Online-Design/Internet (HTML, Javascript)
- Audio und Video
- 3D/Video (Modelling, Texturierung, Videoschnitt)
- Projektmanagement und Präsentationstechniken
Dabei geht’s neben theoretischen Grundlagen auch um die Bedienung der wesentlichen Programme, z.B. Photoshop, Illustrator/Freehand, Dreamweaver, Fireworks, Flash, Director, Premiere, AfterEffects, Final Cut, Maya, Cinema 4D, Softimage. Mit Audioprogrammen kenne ich mich nicht so aus, vielleicht kommen SoundForge und Cubase/Logic dran?
Was macht man mit so einem Abschluss?
In der Werbe- und Medienbranche angestellt oder selbstständig arbeiten oder später noch mit dem Master of Arts nachlegen. Aufstiegsmöglichkeiten in Agenturen, sofern sich die Branche wieder fängt, gibt’s über den Art Director bis hin zum Creative Director.
So, jetzt noch Fragen? :-)
Erschienen am Samstag, 12.04.2003 @ 18:18
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Tags: SAE
Lange hat’s gedauert, aber nun gibt es eine neue Single von Chicane: »
Love on the Run«, in den deutschen Charts aktuell auf Platz 38. Und im Sommer soll ein neues Album rauskommen, yes!!
Erschienen am Samstag, 12.04.2003 @ 18:24
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Tags: Sonstiges
Auf zelluloid.de, die sich auf
Ain’t it cool News berufen, steht zu
lesen:
»Ein erster Trailer von "The Matrix Revolutions" [soll] am Ende des zweiten Teils "The Matrix: Reloaded" zu sehen sein. Auf Wunsch der Regisseure Andy und Larry Wachowski müssen die Fans allerdings zuerst den 8-minütigen Abspann abwarten, bevor sie in den Genuß des Vorfilms kommen.«
Mich als Abspann-Fan freut das natürlich besonders!
Den Trailer zu Matrix 3 zu verpassen ist eine gerechte Strafe für alle, die schon beim ersten Anzeichen eines Abspanns fluchtartig den Saal verlassen.
Harry von Ain’t it cool News ist auch gut drauf:
»May is going to be one of those months that is so fucking good we’re going to need collective plastic surgery to get the geekgrins off our faces.«
Download des »final trailer« für »Reloaded« auf der offiziellen Website. Dort gibt es auch zwei TV-Spots: »Prophecy« und »I’m in«. Der Superbowl-Trailer und der erste Teaser sind bereits bekannt. Sehr vorbildlich: alle Trailer gibt’s auch in 640er Auflösung!
Mir gefällt der Superbowl-Trailer allerdings nach wie vor am besten.
Erschienen am Samstag, 12.04.2003 @ 22:32
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Tags: film, Film-und-Fernsehen
Sonntag, 13.04.2003
Die Gerüchte über einen eigenen Musik-Service von Apple verdichten sich:
Diese Woche berichtete die
LA Times (siehe auch
Spiegel-online) über Apples angebliches Interesse an Universal,
nun kommen die
NY Post und die
NY Times mit weiteren Informationen (angeblich ist auch Microsoft an Universal interessiert und Apple hätte sich, wenn überhaupt, nur mit einem Drittel an Universals Musiksparte beteiligt; außerdem sollen für den künftigen Musik-Service nun
alle fünf Major-Labels an Bord sein). Außerdem auf Macrumors zu
lesen: Apple soll angeblich zum Casting für Werbespots geladen haben: Leute, die ihren Lieblingssong singen wollen und nicht schüchtern sind.
Noch vor Ende des Monats sollen, auch Informationen von Thinksecret
zufolge, neue iPods sowie der bereits seit einiger Zeit in der Gerüchteküche brodelnde Musik-Service kommen.
Ich bin gespannt.
Sollte der Service starten, kann darüber spekuliert werden, ob ein
.Mac-Account Voraussetzung sein wird und ob es auch neue Versionen von Quicktime und iTunes gibt, um künftige Musiktitel im AAC-Format per DRM vor unerlaubten Kopien zu schützen.
Und deutsche User zittern wie immer, ob Apple den Service auch für deutsche User anbieten wird.
Erschienen am Sonntag, 13.04.2003 @ 0:40
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Tags: Apple, Mac
Der Wetterbericht behielt zum Glück Recht: Es hat knapp 17 Grad im Schatten, es ist sonnig und windstill.
Ich bin jetzt noch ein wenig mit dem Lesen von Kais
Paris-Tagebuch beschäftigt. Um sieben Uhr testen wir zu dritt eine neue Pizzeria aus dem Gutscheinbuch (»
Cucina di Napoli«), ich radle schon um halb sieben voraus (dauert etwa ‘ne halbe Stunde), die anderen beiden kommen mit dem Auto hinterher. Ich will ein wenig das schöne Wetter ausnutzen, außerdem geht’s nach dem Essen, zwischen acht und halb neun, weiter zu Klaus und Steffi (per Rad etwa 15 Minuten), den DVD-Player in der neuen Wohnung einweihen. Das war eigentlich schon vor zwei Wochen geplant, aber ich musste seinerzeit wegen der Erkältung absagen.
Heimweg dann am Main-Donau-Kanal wieder rund eine halbe Stunde per Rad.
Erschienen am Sonntag, 13.04.2003 @ 17:07
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Tags: Leben
Montag, 14.04.2003
Hmm. Ich überlege ob es Sinn macht, sich doch eine »NetzCard« für die Bahn zu kaufen. Und wer mich kennt weiß, dass ich bei einer Idee im Kopf alle Möglichkeiten sofort bis auf den letzten Cent ausrechnen muss, auch wenn der Fall erst in drei Monaten akut wird.
Die Überlegung geht so: Eine Übernachtung in der Jugendherberge
München-Neuhausen oder
München-Thalkirchen kostet 20,80 Euro, inkl. Frühstück und Bettwäsche. Sind in 50 Wochen 1.040 Euro. Für Zugfahrkarten müsste ich von August bis Dezember 5x 160 Euro monatlich bezahlen, also 800 Euro. Von Januar 2004 bis August ‘04 sind es 8x 240 Euro, also 1.920 Euro, in der Summe 2.720 Euro. Hinzu kommen die 1.040 für die Übernachtungskosten innerhalb eines Jahres, macht 3.760 Euro für Transport und Unterbringung (Achtung, laues Wortspiel: »Porto und Verpackung«). Eine Netzkarte kaufe ich mir sinnigerweise nicht jetzt schon im Mai, wenn ich sie 15 Monate bis August 2004 brauche, sondern ich kaufe sie im Juli/August 2003, um einen längeren Zeitraum teure Bahnfahrkarten mit lediglich der BC25 abdecken zu können (meine BC50 reicht bis 13.12.03). Die
Netzkarte für das gesamte Netz der Deutschen Bahn, quasi eine Bahn-Flatrate, kostet in der 2. Klasse für 12 Monate 3.350 Euro (bei monatlicher Abbuchung von 305 Euro insgesamt 3.660 Euro). Eine Ersparnis von überraschenden 400 Euro!
Was spricht noch für oder gegen diese Lösung?
+ Einfachere Buchhaltung: Ein Beleg statt 60
+ Keine Fahrkarten kaufen müssen
+ Zuhause schlafen statt Jugendherberge
+ Kann auch gratis in andere Städte fahren
+ 400 EUR Ersparnis in 12 Monaten
+ Finanzierung der Fahrkosten bis Ende 2. Level gesichert
- Preis auf einmal bezahlen müssen
- 8 h täglich für 3 h Unterricht sind schon ziemlicher Overkill
Die Vorteile überwiegen zahlenmäßig und v.a. die Ersparnis und die Bequemlichkeit durch den Wegfall der Fahrkarten sind nicht zu unterschätzen, allerdings sind die beiden Nachteile auch sehr gewichtig. Zur Reisezeit von genau zwei Stunden von Bahnhof zu Bahnhof kommt noch Wegzeit von der Wohnung bis zum Erlanger Bahnhof sowie vom Münchner Bahnhof zur SAE hinzu:
1. Level, MO und DI, 14 bis 17 Uhr, Hinfahrt:
10:10 ab Hüttendorf Tulpenweg, Erlangen
13:33 an München-Perlach
oder
10:10 ab Hüttendorf Tulpenweg, Erlangen
13:53 an München-Perlach
[Anders umsteigen]
1. Level, MO und DI, 14 bis 17 Uhr, Rückfahrt:
17:05 ab München-Perlach
20:54 an Hüttendorf Tulpenweg, Erlangen
oder
18:05 ab München-Perlach
21:52 an Hüttendorf Tulpenweg, Erlangen
Letzte Möglichkeit ist 20:05 ab München-Perlach mit 23:59 an zu Hause.
2. Level, MO und DI, 10 bis 13 Uhr, Hinfahrt:
05:20 ab Hüttendorf Tulpenweg, Erlangen
09:33 an München-Perlach
oder:
06:10 ab Hüttendorf Tulpenweg, Erlangen
09:53 an München-Perlach
2. Level, MO und DI, 10 bis 13 Uhr, Rückfahrt:
13:05 ab München-Perlach
16:47 an Hüttendorf Tulpenweg, Erlangen
oder
14:05 ab München-Perlach
17:23 an Hüttendorf Tulpenweg, Erlangen
Um im Münchner Hbf (Kopfbahnhof) vom Gleis runter zur S-Bahn zu kommen, braucht man knapp 10 Minuten.
Im Sommer kann ich von zu Hause nach Erlangen zum Bahnhof auch mit dem Fahrrad fahren, dauert eine halbe Stunde.
Die ausführlichen Fahrpläne gibt’s in der Fortsetzung bzw. weiter unten.
Also sind es eigentlich 3-4 Stunden pro Fahrt bzw. 6-8 pro Woche (1x heimfahren) bzw. 12-16 pro Woche (MO und DI heimfahren). Die ersten drei Monate käme ich erst um 21 oder 22 Uhr nach Hause, in den weiteren 12 Monaten müsste ich sehr zeitig aufstehen (halb sechs für den Bus um 06:10 Uhr).
Was mich sehr ärgert ist, dass die DB-Netzkarte nicht auch in Verkehrsverbünden gilt. Wobei ich mir die 409 Euro für die Jahreskarte »IsarCard« für den Münchner MVV evtl sparen kann, da die Bahn-Netzkarte auch in der S-Bahn gilt, die in München von der DB betrieben wird. Und die SAE hat S-Bahn-Anschluss. Solange man in München auf einer West-Ost-Achse bleibt, kann man in der Innenstadt alles gut erreichen, da sämtliche S-Bahn-Linien zwischen den beiden Randbezirken des Zentrums, Pasing im Westen und der Ostbahnhof im Osten, durch einen Tunnel fahren; es kommt also alle drei Minuten ein Zug.
Falls ich einen 400-Euro-Job in Nürnberg annehme, kommen noch 753,60 EUR im Jahr für den VGN dazu (»Umwelt-Jahres-Abo«), da hilft die Netzkarte ebenfalls nicht.
Aber ich habe ja noch bis Juli Zeit, mir das zu überlegen. Die ersten drei Monate ab Mai kann ich ja mal beide Möglichkeiten testen: Jugendherberge oder heim fahren.
Meinungen, Kommentare?
Hier die genauen Fahrpläne:
1. Level, MO und DI, 14 bis 17 Uhr, Hinfahrt:
10:10 ab Hüttendorf Tulpenweg, Erlangen (Bus 281)
10:45 an Busbahnhof, Erlangen
11:09 ab Erlangen (ICE 1513)
12:57 an München-Pasing
13:03 ab München-Pasing (S8)
13:20 an München Ost
13:26 ab München Ost (S7)
13:33 an München-Perlach
oder
10:10 ab Hüttendorf Tulpenweg, Erlangen (Bus 281)
10:45 an Busbahnhof, Erlangen
11:09 ab Erlangen (ICE 1513)
13:11 an München Hbf
13:34 ab München Hbf (S7)
13:53 an München-Perlach
1. Level, MO und DI, 14 bis 17 Uhr, Rückfahrt:
17:05 ab München-Perlach (S7)
17:22 an München Hbf
17:44 ab München Hbf (ICE 782)
19:32 an Nürnberg Hbf
19:50 ab Nürnberg Hbf (RE 20442)
20:05 an Erlangen
20:20 ab Busbahnhof, Erlangen (Bus 281)
20:54 an Hüttendorf Tulpenweg, Erlangen
oder
18:05 ab München-Perlach (S7)
18:22 an München Hbf
18:48 ab München Hbf (ICE 1510)
20:46 an Erlangen
21:23 ab Busbahnhof, Erlangen (Bus 281)
21:52 an Hüttendorf Tulpenweg, Erlangen
Letzte Möglichkeit ist 20:05 ab München-Perlach mit 23:59 an zu Hause.
2. Level, MO und DI, 10 bis 13 Uhr, Hinfahrt:
05:20 ab Hüttendorf Tulpenweg, Erlangen (Bus 281)
05:57 an Busbahnhof, Erlangen
06:17 ab Erlangen (RE 20403)
06:36 an Nürnberg Hbf
06:52 ab Nürnberg Hbf (EN 483)
09:03 an München Hbf
09:14 ab München Hbf (S7)
09:33 an München-Perlach
oder:
06:10 ab Hüttendorf Tulpenweg, Erlangen (Bus 281)
06:46 an Busbahnhof, Erlangen
06:59 ab Erlangen (IC 2162)
07:19 an Nürnberg Hbf
07:27 ab Nürnberg Hbf (ICE 985)
09:16 an München Hbf
09:34 ab München Hbf (S7)
09:53 an München-Perlach
2. Level, MO und DI, 10 bis 13 Uhr, Rückfahrt:
13:05 ab München-Perlach (S7)
13:22 an München Hbf
13:39 ab München Hbf (IC 2024)
15:30 an Nürnberg Hbf
15:50 ab Nürnberg Hbf (RE 20430)
16:05 an Erlangen
16:10 ab Busbahnhof, Erlangen (Bus 281)
16:47 an Hüttendorf Tulpenweg, Erlangen
oder
14:05 ab München-Perlach (S7)
14:22 an München Hbf
14:49 ab München Hbf (ICE 1514)
16:46 an Erlangen
16:50 ab Busbahnhof, Erlangen (Bus 281)
17:23 an Hüttendorf Tulpenweg, Erlangen
Erschienen am Montag, 14.04.2003 @ 17:01
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Tags: SAE
Die Diskussion über John Siracusas Finder-Artikel (siehe meinen Eintrag vom
10.04.03) wird in Holger Eggerts Weblog eggbert.de
fortgeführt. Er hat auf meine Äußerungen geantwortet und ich habe meinerseits Kommentare unterhalb von Holgers Artikel abgegeben.
Erschienen am Montag, 14.04.2003 @ 21:20
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Tags: Apple, Mac
Dienstag, 15.04.2003

Links zu sehen die Schachtel von Mac OS X, Version 10.1 mit dem internen Codenamen »Puma«, rechts die Box von Version 10.2, die auch offiziell »Jaguar« hieß.
Es ist inzwischen bekannt, dass Apple auch den Codenamen der nächsten Major-Release 10.3, »Panther«, als offiziellen Produktnamen verwenden wird (siehe auch Apples Pressemitteilung zur WWDC und eine Heise-Meldung).
Man darf auf das Aussehen der nächsten Verpackung gespannt sein; Ende Juni wissen wir mehr. Joy of Tech hat im gestrigen Comic schon mal einen interessanten Vorschlag gemacht.

Erschienen am Dienstag, 15.04.2003 @ 17:32
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Tags: Apple, Mac
Gestern Abend telefonierte ich mit Micha, und wir entschieden uns kurzfristig, ins Kino zu gehen. Die Hinfahrt war sehr angenehm bei 15 Grad. Anderthalb Stunden später trafen wir uns vor dem CineStar, etwas später kam auch noch ein Physiker-Kollege von Micha dazu, Nils.
Wir suchten uns »
The Core« um 23:10 Uhr aus, stapelten die Erwartungen bewusst tief und machten uns auf einen lustigen Film gefasst. Die Kritiken (
Zelluloid-Gäste,
Heinz,
Johannes sind durchweg verheerend und lassen kein gutes Haar an dem Film. Außer uns waren nur noch drei weitere Leute im Kino.
In dem Streifen geht es darum, dass sich der innere Erdkern nicht mehr dreht und deswegen der Magnetismus etwas durcheinander kommt. Um den Motor wieder anzuwerfen, muss ein Gefährt ins Innere der Erde fahren, um dort ein paar Atombomben platzen zu lassen.
Um’s kurz zu machen: Es gab natürlich einige haarsträubende Momente, zum Beispiel die gute Funkverbindung zwischen der Basis und dem mehrere hundert Kilometer im Erdinneren fahrenden »Erdschiff« oder das »Ultraschall-Bild«, das das komplette Erdinnere zeigte und auch genau die Position des Schiffs angeben konnte. Insgesamt hat uns drei der Film jedoch positiv überrascht, da er nicht so schlecht war, wie wir erwartet hatten (ich würde sagen, auf einer Skala von 1 bis 10 mit 3 Punkten statt nur einem), und sogar noch besser als der totale Katastrophen-Film (in doppelter Hinsicht) »Armageddon«. Mehr muss man über diesen Film nicht erzählen; die Story habe ich oben in einem Satz zusammengefasst (das Ende trotzdem nicht verraten, falls ihn sich noch jemand antun will), ein Klischee jagt das nächste und natürlich überleben nicht alle Beteiligten den Film. Man verpasst absolut nichts, wenn man den Film nicht sieht.
Aber beim Rausgehen habe ich noch bei mir gedacht: Wenn das eine Bay/Bruckheimer-Produktion gewesen wäre und Aerosmith einen schnulzigen Abspann-Song beigesteuert hätte, dann wäre der Film sicher im ausverkauften großen Saal gelaufen. Das Marketing bei »The Core« war jedoch kaum wahrnehmbar.
Auf der Heimfahrt kurz vor 2 Uhr war es mit 10 Grad etwas frischer, aber immer noch sehr schön zu fahren.
Erschienen am Dienstag, 15.04.2003 @ 18:19
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Tags: film, Film-und-Fernsehen
Mittwoch, 16.04.2003
»Wir hatten 2 Beutel Gras, 75 Kügelchen Mescalin, 5 Löschblattbögen extrastarkes Acid, ‘nen Salzstreuer halbvoll mit Kokain und ‘n ganzes Spektrum vielfarbiger Uppers, Downers, Heuler, Lacher, 10 Liter Tequila, ‘ne Flasche Rum, ‘ne Kiste Bier, ‘nen halben Liter Äther und 2 Dutzend Poppers. Nicht, dass wir das alles für unsere Tour brauchten, aber wenn man sich erst mal vorgenommen hat, ‘ne ernsthafte Drogensammlung anzulegen, dann neigt man dazu, extrem zu werden…«
Wie konnte es passieren, dass ich den Film »Fear and Loathing in Las Vegas« noch nicht gesehen habe?
Davon ab ist natürlich »Requiem for a Dream« der beste Drogenfilm, dicht gefolgt von »Trainspotting«.
Das, wonach ich eigentlich gegoogelt hatte, habe ich aber nicht gefunden. Eine kleine witzige Story über ein Pyramiden»spiel«, die ich schon vor ein paar Jahren mal im Netz gesehen habe. Sinngemäß ging es darum, dass ein Mann seine Frau in eine Kiste verpacken und an jemand anderen schicken sollte. Daraufhin würde er 10 (oder so) weitere Kisten mit Frauen von anderen Leuten bekommen. Die Story endet irgendwie in der Art, dass vor dem Krankenhauszimmer des ersten Verschickers einige Dutzend weitere Kisten mit Frauen auf ihn warten.
Ich brauche die Story als »Veranschaulichung«/»Anekdote« zum Thema Kettenbriefe. Hat jemand diese Geschichte oder einen Link dorthin?
Erschienen am Mittwoch, 16.04.2003 @ 6:15
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Tags: film, Film-und-Fernsehen
Gestern dachte ich schon, ich käme gar nicht mehr aus der Wohnung raus. Montag und Dienstag bin ich jeweils erst gegen 16:30 aufgestanden und habe so fast die ersten schönen Frühlingstage zur Hälfte verschlafen. Am Montag-Abend war ich noch abends 1 1/4 Stunden auf dem Rad unterwegs und gestern entwickelte sich ein kurzer Trip auch zu einer größeren Rundfahrt.

Links zu sehen: ein qualitativ fragwürdiger Quick’n'Dirty Stadtplan-Ausschnitt, der meine gestrige Tour zeigt (sorry, das Ausgangsmaterial von dem ich abgepaust habe, war auch nicht besser). In Rot: Bebaute Gebiete. In Gelb: Autobahnen mit Anschlussstellen. In Blau: Gewässer. In Grün: Der Wiesengrund. In Schwarz: Die Bahnlinie. Ich bin ja der Meinung, dass Kartenmaterial kostenlos im Internet weiterverwendbar sein sollte… 1:20.000 von Stadtgebieten wäre gut.
Wie vielleicht bekannt, wohne ich in einem Vorort von Erlangen, in Hüttendorf, zehn Kilometer südlich des Zentrums. Die nächsten Orte sind Kriegenbrunn (1 Kilometer) und Frauenaurach (3 Kilometer). In Hüttendorf gibt’s zwei Wirtschaften/Gasthäuser, mehr nicht. In Frauenaurach gibt’s zwei Getränkemärkte, einen Edeka, die Grundschule und nördlich außerhalb des Orts der Erlanger MediaMarkt.
Der Plan sah vor, im Edeka einige Plätzchen und Müsliriegel einzukaufen, zum Friedhof nach Steudach zu fahren und dann zurück nach Frauenaurach, zu meinem neuen
Stammgriechen. Ich fuhr gegen 18:40 zu Hause los (Waypoint in der Karte: 1). Entschuldigung, aber da ich immer noch nicht die Tragweite der angenehmen Temperaturen fassen kann, die der Frühling mit sich bringt, muss ich wieder auf’s Wetter zu sprechen kommen. Es hatte knapp über 20 Grad, es war recht windig und ich hatte die Kerzen für den Friedhof zu Hause vergessen. Ich radelte nach Frauenaurach runter, um beim Edeka einzukaufen (2).
Anschließend stellte fest, dass mir nach dem Einkauf von etwas mehr als 5 Euro das Geld nicht mehr reichte, um noch zum Griechen zu gehen, so dass ich mich dafür entschied, nach dem Friedhof in die Stadt zu fahren. Das ist der Nachteil, wenn man bei einer CashGroup-Bank sein Konto hat: Man kann zwar kostenlos bei allen Großbanken und deren Töchtern Geld abheben, aber die haben ihre Filialen üblicherweise in der Innenstadt. da ich nicht mehr in Innenstädten arbeite sondern zu Hause auf den
Beginn meines Studiums warte, ist Ebbe im Geldbeutel unangenehm, da keine Bank in der Nähe ist, um für Nachschub zu sorgen. Und ich mache den Fehler, vier Euro Gebühr für’s Abheben bei der Sparkasse in Frauenaurach zu zahlen, kein zweites Mal. Es ging weiter nach Steudach: Wieder einen Berg hoch zum Sportheim, dann durch den Klosterwald zum Ortseingang von Steudach, wo sich der Westfriedhof befindet (3). Wir wählten letztes Jahr den Friedhof in Steudach, auch wenn Kriegenbrunn näher gewesen wäre, aber in Steudach befindet sich bereits das Familiengrab. Die Blumen auf dem Grab waren verdorrt, mein Gießen half da auch nicht mehr viel. Muss in den nächsten Tagen das Grab mit Verena wieder neu herrichten.
Der weitere Weg war klar: Geld in der Stadt abheben, und der kürzeste Weg in die Stadt ist von hier aus der über Büchenbach (4). Den Kanal (Main-Donau-Kanal) überquerte ich an der Radfahrer- und Fußgänger-Brücke (Kapellensteg), vorbei am neuen Obi, Westbad und über den Fahrraddamm (Neumühlsteg) über Wiesengrund und Regnitz hinweg in die Bayernstraße. Ankunft unter der Hochbrücke. Die Äußere Brucker Straße weiter Richtung Norden, an den Stadtwerken vorbei und durch die Goethestraße über den Schlossplatz erstmal zur Dresdner Bank, Geld abheben. Weiter zum Altstadtmarkt (5) an der Fuchsenwiese. Inzwischen hat sich erheblicher Durst vom Fahrradfahren gegen den Wind und über die hügelige Strecke eingestellt, den ich mit einem halben Liter Cola in der Glas-Mehrweg-Flasche für 53 Cent inklusive Pfand zu stillen wusste (natürlich nicht auf einmal). Was mich bei meinem Weg durch die Altstadt wunderte, waren die vielen jungen Leute auf dem Schlossplatz und auch auf dem Platz vor dem Altstadtmarkt: Steigt da irgendwo eine größere Party?
Als ich gegen 19:30 wieder losfuhr, überlegte mir allerdings, mal bei Döner-King in der Krankenhausstraße vorbeizusehen, ob sie noch Lahmacun hatten, das und ein Döner würden genügen, um günstig zu Abend zu essen. Auf dem Weg traf ich Steffi in der Glocken/Theaterstraße (6) in dem Cafe, in dem sie arbeitet. Wir unterhielten uns kurz, evtl würde sich heute Abend ja noch Kino ergeben?
Lahmacun (7) gab’s leider nicht mehr. Macht nichts, sagte ich, schaue ich ein andermal vorbei. Vielleicht schon morgen. Also wieder zurück zu Plan A: Grieche in Frauenaurach. Ich fuhr wieder heim, lies mir dabei aber viel Zeit. Über die Werner-von-Siemens-Straße zurück zur Unterführung an der Hochbrücke (8), Bayernstraße und meinen Standard-Weg durch den Wiesengrund am Herzogenauracher Damm (die untere hellgelbe Linie). Inzwischen war es windstill und auf der brettl-ebenen Bayernstraße konnte ich im größten Gang mit rund 25 km/h locker zu zügig über die trockene Straße fahren. Im Wiesengrund: Der Mond, fast Vollmond, ist inzwischen aufgegangen. Schade, dass ich meine Kamera nicht dabei hatte: Im Westen ein wunderbarer Sonnenuntergang (okay, das Gebäude von
Masterguard macht sich in dem Bild nicht so gut) und im Osten Bruck mit dem Vollmond darüber. Hmm. Ein perfektes Panorama-Bild. Was mich ja bei Fotos eigentlich immernoch (wider besseres Wissen) stört ist, dass man selbst mit einem weitwinkligen Foto nicht dasselbe Bild festhalten kann, dass die Augen sehen. Aber eigentlich müsste es doch möglich sein, mit Hilfe eines Stativs und einigen versetzt aufgenommenen Bildern ein Panorama-Foto zu bekommen (im Computer nachträglich zusammengesetzt natürlich). Wobei man dann immer noch nicht das verschwimmende Blickfeld links, rechts und oben nachahmen kann (bzw. sollte), aber es wäre dann doch annährend so viel zu sehen, wie in Wirklichkeit?
Ich habe nicht mehr auf die Uhr gesehen, aber es dürfte zehn nach acht gewesen sein. Ich unterquerte den Kanal, bog aber nicht links ab um die Aurach per Holzbrücke zu überqueren (9), sondern fuhr die Schlangenlinien des Feldwegs im Frauenauracher Wiesengrund entlang und kam beim Griechen an (10); die Sonne ist noch nicht untergegangen.
Kurz vor 22 Uhr, Ankunft zu Hause und mittlerweile war es draußen finster. Klaus rief ich nicht mehr an, da es für Kino schon wieder etwas knapp geworden war, aber wir haben und ja eh schon für Donnerstag verabredet. 15 Grad.
Der Wiesengrund, das darf ich nochmal kurz erklären, trennt die Stadt in einen West- und einen Ost-Teil. Der Wiesen-, oder auch Regnitzgrund, ist ungefaähr einen Kilometer breit, zieht sich aber von Norden nach Süden durch die ganze Stadt, ist also mehrere Kilometer lang. Der Wiesengrund wird im Westen durch den Kanal und im Osten durch die Regnitz begrenzt (der selbe Fluss heißt in Nürnberg, 20 Kilometer südlich, »Pegnitz«). Links des Kanals und rechts des Flusses ist bebautes Gebiet; im Südwesten eine Reihe von Vororten und im Nordwesten mit Büchenbach ein dichter besiedelter Stadtteil, im Südosten die Vororte Eltersdorf und Bruck, wobei Bruck nahtlos ins Erlanger Zentrum übergeht. Im Nordosten ist die Altstadt, die auch noch zum Zentrum gehört. Ganz im Norden ist der Burgberg (»Berg«), auf dem seit über 250 Jahren zu Pfinsten die Bergkirchweih stattfindet. Zurück zum Wiesengrund: Diese Wiesen und Felder, in denen auch rund ein Dutzend Störche zu Hause sind, sind auch die Flussauen der Regnitz: Nach mehrtägigen Regenfällen ist der komplette Wiesengrund überschwemmt. Damit Autofahrer trockenen Reifens vom West- in den Ostteil der Stadt kommen, gibt es drei Dämme (keine »massiven« Dämme, sondern lange Brücken): Im Süden werden Frauenaurach und Bruck durch den Herzogenauracher Damm verbunden (führt im Westen weiter nach Herzogenaurach), in der »Mitte« Büchenbach und das Zentrum durch den Büchenbacher Damm und im Norden gibt es den Dechsendorfer Damm (eigentlich ist es der Adenauer Ring in den Norden Büchenbachs, die Brücke nach Dechsendorf ist noch weiter nördlich und heißt Sankt Johann). An mehreren Stellen auf jeder Seite des Regintzgrunds können Radfahrer in den Wiesengrund hinunter fahren (etwa fünf Meter unterhalb der Dämme), um im Wiesengrund auf den Feldwegen Fahrrad zu fahren. Alle Gebiete im Westen (links des Main-Donau-Kanals) haben übrigens die selbe Postleitzahl, 91056.
Erschienen am Mittwoch, 16.04.2003 @ 6:16
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Tags: Leben
Ich bin noch einige Kommentare zu Kinofilmen schuldig, die ich in letzter Zeit gesehen habe. Mal schauen, wie weit ich komme; ich fange mal von hinten an.
Am
25.03.03 stand »
The Ring auf dem Programm.
Gute Kritiken
von Andreas und
von Johannes haben mich neugierig gemacht, ebenso die 90%-Wertung
von Heinz und die (inzwischen) durchschnittlich 86%-ige Bewertung von 71 Besuchern
auf zelluloid.de.
Ohne zu viel zu verraten: Es geht um ein geheimnisvolles Video: Wer es sich ansieht, bekommt direkt danach einen Anruf und eine Stimme verkündet den Tod des Zuschauers nach sieben Tagen. Einige Fälle dieser Art hat es dann auch tatsächlich gegeben, so dass sich eine Zeitungsredakteurin des Falles annimmt.
Mir hat der Film gefallen, aber er hat mich auch verärgert. Gefallen hat er mir wegen seiner Inszenierung: Insgesamt sehr stimmig, viele Grautöne, beängstigende Soundeffekte, wirkungsvolle Bilder. Der Film ist ein Kunstwerk und man könnte ihn ohen Ton genießen (um von der Handlung nichts mitzubekommen und nur die Bilder auf sich wirken zu lassen) und man würde sich nicht langweilen. Zumindest jemand, der einen Sinn für eine derartig perfekte Inszenierung hat.
Auch wenn »Ring« (im deutschen Titel hat’s für den englischen Artikel nicht mehr gereicht) auf den ersten Blick eine etwas Klischee-hafte Story hat und man mit der Erwartung ins Kino geht, den fünftausendsten Teenie-Slasher zu sehen, und auch wenn die ersten Minuten des Films vermeintlich so anfangen wie in »Scream«: »The Ring« ist kein blutiger Teen-Horror-Movie und auch kein Schockerstreifen, bei dem man dem Kameramann zuschreien möchte, er möge doch bitte auf eine andere Brennweite umstellen, so dass man sieht, was sich hinter der Ecke verbirgt. Dieser Film bezieht seine Spannung daraus, dass gewissen Hauptdarstellen wegen der angesprochenen sieben Tage die Zeit davon läuft und man sie bei ihren Bemühungen beobachtet, das Rätsel zu lösen, um dem Tod doch noch von der Schippe zu springen. In diesem Sinne ist »The Ring« einer der unblutigsten Filme überhaupt.
Trotz meiner Begeisterung für die Optik hat mich Gore Verbinskis Werk aber, wie bereits erwähnt, auch verärgert. Der Zuschauer wird erfahren, was es mit dem ominösen Ring auf sich hat, aber der Film wirft insgesamt mehr Fragen auf, als er beantwortet. Ein Film, der ja in erster Linie eine gute Geschichte erzählen soll, kann gerne abgefahren sein und in seinem eigenen Erzähluniversum spielen, aber er muss bitte in sich schlüssig sein. Das Problem bei »The Ring« ist, dass er den Zuschauer am Schluss völlig sich selbst überlässt, aber nicht, um noch seinen Gedanken über die Genialität der Auflösung nachzuhängen. Stattdessen ist der Film dann einfach zu Ende und präsentiert eine Lösung für das Haupträtsel des Films, gleichzeitig gibt es aber auch riesige Fragezeichen. Denn um die Lösung zu »erzwingen«, um den Film enden zu lassen und das Haupträtsel zu lüften, macht er nicht minder kleine »Nebenrätsel« auf. Es ist ein Gefühl von: Der Film schafft Fakten, sonst kann er nicht beendet werden. Ein Gefühl von »das ist halt so.« Und wenn ich bei einem Film eines nicht leiden kann, dann ist es genau dieses Gefühl, mit seinen Fragen im Regen stehen gelassen zu werden. »The Ring« löst ein Rätsel, der Preis dafür ist allerdings, dem Zuschauer gleich ein halbes Dutzend neue dafür zu geben.
Das macht diesen Film leider etwas… obskur. Zwar brillant photographiert, aber mit der Logik nimmt man’s zum Schluss hin nicht mehr so genau. Statt das Drehbuch-»Netz« zu entwirren, schneiden es die Autoren einfach durch.
Letzte Sache, die ich mir nicht verkneifen kann: Naomi Watts macht eine gute Figur!
Erschienen am Mittwoch, 16.04.2003 @ 13:29
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Tags: film, Film-und-Fernsehen
Schatten:
Geht Euch das manchmal auch so, dass Ihr einen ganzen Tag lang auf ganz bestimmte Mails wartet? Und dann ertönt das Posteingangs-Signal aus dem Lautsprecher, ich schalte schnell zum Mailprogramm rüber um zu sehen wer schreibt und dann ist es doch nur wieder Junk oder ein Newsletter, den man heute gar nicht brauchen kann. Nervig, wenn einem das 10x am Tag passiert.
Licht: Heute zum ersten Mal in diesem Jahr mit dem T-Shirt Fahrrad gefahren. 21 Grad,
leichte Brise.
Erschienen am Mittwoch, 16.04.2003 @ 17:28
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Tags: Leben
Es rumort nur so vor sich hin. Vor ein paar Tagen wurde auf Macrumors das Gerüchte bekannt, dass Mac OS X 10.3 evtl mit »
Piles« aufwarten könnte. Bereits vor fast zehn Jahren hat Apple ein entsprechendes
Patent angemeldet, aber nie benutzt. Wie Piles funktionieren, lässt sich in den beiden eben verlinkten Macrumors-Beiträgen nachlesen. Kurze Version: Ein Stapel Dateien auf dem Desktop, den man aber quasi hochheben kann. Wie so etwas funktionieren
könnte, demonstriert jemand in einem
Flash 6-Movie (Link
von Kai).
Das ist eines der Features, die man immer schon gebraucht hat, aber von denen man nicht wusste, dass es sie überhaupt gibt.
Neuestes Gerücht von Macrumors: Angeblich wird es 10.3 erlauben, dass sich
mehrere User gleichzeitig an der grafischen Oberfläche anmelden können. Aus den Gerüchten geht nicht ganz klar hervor, ob tatsächlich zwei User gleichzeitig auf dem selben Rechner unter OS X arbeiten können, ob sich mehrere anmelden können und die Programme der restlichen User angehalten/schlafen gelegt werden oder ob sich mehrere anmelden können, aber auch die Programme der anderen User weiterlaufen (aber trotzdem nur einer an der Maschine arbeiten kann). Das letztere wäre dann die XP-Variante, das erstere gibt es schon seit Jahren bei anderen Unix-Systemen. Mir würde ja schon die mittlere Variante reichen.
Wir werden am 23. Juni mehr wissen, wenn Apple
Panther auf der
WWDC vorstellen wird.
Erschienen am Mittwoch, 16.04.2003 @ 17:45
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Tags: Apple, Mac
Samstag, 19.04.2003
Holger hat mir vor ein paar Tagen
diesen Link per Mail zugeschickt. Wie ich eben
sehe, hat Kai eine
weitere Quelle aufgetan (beide Quicktime) und ein wenig Googeln bringt weitere Blog-Einträge (z.B.
1,
2,
3), mit anderen Quellen zu diesem Video (z.B. als Flash 6-Datei mit eingebettetem Video:
1,
2) und ausführlichere Artikel (
Daily Telegraph,
Accord von Honda: Zu Beginn der 120-sekündigen Spots rollt ein Zahnrad ins Bild und stößt ein anderes Zahnrad an. Darauf folgt eine Kettenreaktion mit weiteren Gegenständen des neuen Wagens, bis zum Schluss das Auto gestartet wird und losfährt. Das besondere bei diesem Werbefilm ist, dass nichts im Computer gerendert wurde, sondern alles »in echt« gefilmt wurde. Das achtköpfige Team benötigte für diese zwei Minuten Werbung fünf Monate und 606 Versuche, bevor die Kettenreaktion einmal ganz bis zum Schluss durchlief.
Manch einer wird sich an das Computerspiel »The Incredible Machine« erinnern, bei dem man mit verschiedenen Gegenständen eine Maschine zusammenbauen musste, die vom einen Ende des Spielfelds bis zum anderen per Kettenreaktion durchlief und so eine Bewegung durchreichte.
Vor drei Tagen entdeckte ich
bei Kai den Hinweis auf das Spiel »
Enigmo: Die zehn Demolevel waren schnell durchgespielt und Freitag-Nacht kaufte ich mir für 19 Euro die Vollversion. Inzwischen bin ich in Level 49 mit 384.000 Punkten. Enigmo (nur für Mac OS 9.2 oder 10.1 und höher) ist eine Mischung aus The Incredible Machine und Lemmings: Tropfen aus Wasser-, Feuer- und Öl-Behältern müssen in entsprechende Auffangbehälter geleitet werden. Dazu stehen einem verschiedene Objekte zur Verfügung: zwei unterschiedlich starke Versionen von Trampolinen, Metallrohre, Auffangkissen etc. Die ersten zehn, zwanzig Level waren noch einfach, aber inzwischen ist jeder Level eine harte Nuss.
Da wir gerade beim Thema Auto sind:
Musik:
Lamb, »Gabriel« (
Café Del Mar 8)
Bekannt aus der aktuellen Opel Meriva-Werbung, aber auch so ein sehr schönes Lied: ruhig, still, zum Schluss hin etwas wilder, insgesamt sehr chillig. Musik, von der ich mir wünsche, dass sie mehr in Kneipen und Lounges gespielt wird statt dort immer nur laute Remixe oder Rock zu hören.
Erschienen am Samstag, 19.04.2003 @ 18:33
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Tags: Web, webdesign
Die letzten Tage vergingen wie im Flug.
Am Mittwoch bin ich gegen 18 Uhr ins Bett und erst am Donnerstag um 10 Uhr früh wieder aufgestanden. 16 Stunden sind neuer Rekord, nach 26 wachen Stunden aber auch kein Wunder. Holger und Stefie kündigten sich für zwei Abende in der Stadt an, und so haben wir schon vor etwa einer Woche beschlossen, dass wir Donnerstag-Abend mit Klaus und Steffi ins Kino gehen würden. Auf dem
Programm stand »
Night of the Shorts«, fünf Kurzfilme.
Holgers und Stefies ICE aus München hatte eine Viertelstunde Verspätung, so dass wir erst um 21:15 beim Griechen an- und auch entsprechend später wieder weg kamen. Offizieller Beginn des Kurzfilm-Abends im
Lamm war 22 Uhr, wir betraten etwa 20 nach 10 den Saal und verpassten so die ersten fünf bis zehn Minuten des ersten Films
»Nass« von Felicitas Korn. Da der Film auch nur 15 Minuten dauerte, kann ich hier nicht wiedergeben, worum es eigentlich
ging.
Der zweite Film,
»Carmare« von Michael W. Driesch mit Barbara Schöneberger war ganz schlecht. Völlig unglaubwürdig die Szenerie, dass es sich um ein großes US-amerikanisches Waldgebiet handeln sollte, denn der Charme von deutschem Stadtwald war unübersehbar. Dazu die beiden hölzernen Hauptdarsteller, besonders schlimm Steffen Gräbner, dem man regelrecht ansah, wie er im Kopf den Text ablas und wenig überzeugend Sätze wie »Ja! Das wird mein neues Ende!« (für seinen Roman) runterleierte. Die
Story, ein Aufguss von »Und täglich grüßt das Murmeltier«, enttäuschte dann auch.
Der nächste Viertelstünder hieß
»Nachricht des Herzens« von Andreas Fischer, ein farbiger Stummfilm mit Texttafeln. Ein Bademeister wartet sehnsüchtig auf einen
Brief seiner Liebsten. Der Film war ok, das Ende allerdings etwas enttäuschend und uninspiriert.
»Fuck the Pigs!« von Carolin Otterbach dauert nur sechs Minuten und hat eine gute Pointe. Der Film handelt von einer Demo und einem Polizisten, der allein in ein Haus geschickt wird und dort auf eine Demonstrantin trifft, die eine spezielle Art des zivilen Ungehorsams betreibt.
Der fünfte und letzte Film,
»Rohat« von Juliane Hohl, lief mit 53 Minuten vergleichsweise lang. Annika (Sandra Nedeleff) trennt sich von ihrem Mann Nils, um fortan mit ihrer neuen Liebe Hassan (Yüksel Yolcu) zu leben. Just an dem Tag, als Annika bei Nils auszieht, gerät Hassan unter Mordverdacht. Er versteckt sich vor der Polizei, was das Zusammenleben mit Annika nicht unbedingt erleichtert. Ein Film, der mir bis auf zwei kleine Details sehr gut gefallen hat, und der die vorherigen schlechten bis mäßigen Filme ausglich.
Anschließend gingen wir zu fünft ins Schlupf (früher »Schlupfwinkel«, seit ein paar Jahren »Berto’s«). Ich genehmigte mit zunächst ein großes Ginger Ale und meinen Standard-Cocktail, Tequila Sunrise, später noch ein großes Spezi. Klaus und Steffi gingen Viertel vor eins, da sie wegen eines Fahrradplattens mit dem
Nightliner nach Hause mussten. Holger, Stefie und ich blieben bis zum Schluss (2 Uhr). Wir liefen zu dritt zu Holgers elterlicher Wohnung (liegt auf meinem Weg), wo ich mich dann verabschiedete und heim radelte.
Ich kaufte
online die
Vollversion von Enigmo, spielte noch ein paar Level und ging um 6 Uhr früh ins Bett.
Freitag, aufstehen um 16 Uhr. Der »double-dip« hat mal wieder zugeschlagen. Für diesen Abend habe ich Holger und Stefie zu »
Punch-Drunk Love« überredet, ebenfalls im Lamm, der letzte Woche von Kai
hoch gelobt wurde. Ich kam erst zehn nach acht beim Kino an, da ich noch die Wäsche aus der Waschmaschine in den Trockner verfrachtete, in den letzten fünf Minuten vor dem Ende des Waschprogramms die Fahrradkette ölte und auf der Hinfahrt auch noch garstigen Gegenwind hatte. Es war nicht mehr so warm wie noch am Donnerstag, nur noch etwas über zehn Grad statt 15, und eben zünftig windig. Für die Strecke braucht ich ungefähr 35 Minuten statt knapp unter 30.
Der neue Film von Paul Thomas Anderson, mit einem nicht-blödelnden Adam Sandler und Emily Watson in den Hauptrollen. Stefie brachte unsere Meinungen nach dem Film gut auf den Punkt: »Drei Stühle, eine Meinung.« Ich fand den Film so lala, mich nervte stellenweise extrem die Musik, ansonsten »hatte er seine Momente.« Holger und Stefie fanden ihn beide aber noch weit schlechter, ungefähr die gleiche Schublade wie »eXistenZ«, aber auf jeden Fall mit einem sicheren Platz in der All Time Top 10 of Worst Movies. Ich mag skurile Filme durchaus, zum Beispiel die Werke der Coen-Brüder (»Fargo«, »The Big Lebowski«, »The Man who wasn’t there«), in denen sich gewöhnliche Zeitgenossen in die unglaublichsten Situationen bringen und deren Leben komplett neben der Spur läuft (und solche Filme muss man schon mögen). PDL war aber insgesamt zu langweilig und nicht abgefahren genug. Ich kann’s schlecht beschreiben, aber er kommt einfach nicht an einen Coen ran. Klaus und Steffi hatten heute keine Zeit und ihnen hätte der Film vermutlich noch weniger gefallen.
Wir gingen anschließend noch was trinken. Aus dem Hinterhaus fielen wir rückwärts wieder raus, da a) voll, b) nur Kiddies und c) total verqualmt. Wir entschieden uns dann für’s Smile, wechselten dort später nur an einen größeren Tisch. Da ich an dem Tag noch nichts gegessen hatte, fanden ein Chili nebst Baguette-Scheiben sowie ein Knoblaubaguette den Weg in meinen Magen, runtergespült von zwei Spezis und später einem White Russian. Ich dachte, ich probiere den Mal, nachdem der Dude in Big Lebowski darauf schwört. Nicht schlecht, aber mit meinem zweiten Standard-Drink, Gin Fizz, wäre ich besser bedient gewesen. Ein White Russian besteht aus Wodka, Kaluha (sp?) und Sahne. Vom Kaluha kommt wohl dieser leicht kaffee-artige Geschmack (und ich bin ja kein Freund von Kaffee), außerdem ist er recht klein.
Wir lästerten ein wenig über München, nach dem Motto: Viele Einwohner haben sie ja, aber Weltstadt ist anders. Dass München mit 1,2 Millionen Einwohnern selbst im Vergleich zu Erlangen (101.000 Einwohner) ein Dorf ist, wenn man in MUC nach 22 Uhr keine Pizza mehr bestellen kann, das in ER aber noch um Mitternacht problemlos ist. Oder die Sperrstunde um 1 Uhr nachts, die vom SPD-OB Ude angeblich aufgehoben werden soll, wogegen sich allerdings der CSU-Innenminister Beckstein stemmt. Bertos gestern schließt um 2, das Smile um 3. Der Zirkel an der Hauptstraße hat
werktags sogar bis 4 Uhr früh geöffnet. Aber München ist ein teures Dorf: Während in Erlangen das Spezi für 2,20 Standard ist, muss in München für die gleiche Menge 3 Euro oder 3,20 bezahlt werden. Wenn es in Erlangen Cocktails in der Happy Hour (»Ausnahme: Long Island Ice Tea und Zombie«) für 4,20 gibt, kosten sie in München immer noch sieben Euro. Auf die Wohnungsmieten kamen wir nicht mehr zu sprechen, aber da es gerade hier gut rein passt, sei noch auf einen Artikel im Unispiegel verwiesen, der erst vor ein paar Tagen erschien: »
Paar sucht Traumwohnung«. In München werden für zugestellte Kellerräume allen ernstes 250 Euro Miete verlangt, oder der selbe Preis für ein Schrebergartenhaus am Stadtrand. Über 300 Euro für 29 m
2 am Goetheplatz. 210 Euro für elf m
2 in einem Pasinger Kellerraum (auch am Stadtrand). 25% der Studenten suchen drei Monate lange nach einer Wohnung, 14% haben auch nach sechs Monaten noch keine Wohnung gefunden. Das Fazit von Julia Coy, die ihre Diplomarbeit über die Münchner Wohnungsnot schrieb:
»Es ist an der Zeit, Abiturienten, Hochschulwechsler und ausländische Studierende über die Situation am Münchner Wohnungsmarkt zu informieren und ihnen von einem Studium in München abzuraten.«
Ja, wem sagt sie das. Trotzdem habe ich mich für die SAE in München entschieden, da sie die nächste ist. Gäbe es in München bezahlbare Wohnungen, wäre ich vielleicht hingezogen, aber so muss ich mit dem Zug nach Hause fahren. In Holgers Kurs gab es jemanden, der auch heim fuhr, allerdings nur bis Ingolstadt (eine Stunde).
Samstag: Aufstehen um 17:15 Uhr. Happen gegessen, Computer, Video.
Erschienen am Samstag, 19.04.2003 @ 23:24
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Tags: Leben
Sonntag, 20.04.2003
Nicht ohne Stolz kann ich sagen, dass ich
nach drei Tagen alle 50 Level von Enigmo durchgespielt habe. Der 49. Level war haarig und ich habe drei oder vier Anläufe und insgesamt vielleicht zwei Stunden gebraucht, um ihn zu knacken. Der 50. Level war danach eine Sache von drei Minuten.
Besonders erhebend das Gefühl, in manchen Leveln weniger Werkzeuge benutzen zu müssen, als der Entwickler vorgesehen hat.
Meine Punktzahl nach 50 Leveln: 428.703 Punkte.
Erschienen am Sonntag, 20.04.2003 @ 4:37
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Tags: Apple, Mac
Dienstag, 22.04.2003
Bin ich froh, dass Ostern vorbei ist. Überall ist derart tote Hose, dass man acht geben muss, nicht in Lethargie zu verfallen.
Es fing noch gut an: Am Gründonnerstag kamen Holger und Stefie aus München zu Besuch; zusammen mit Klaus und Steffi gingen wir ins Kino, anschließend noch in eine nahes Etablissement, eine Café-Kneipe. Die Lokalität kann sich nicht recht entscheiden, ob sie Café oder Kneipe sein will: Einerseits ist sie eingerichtet wie ein Café, andererseits ist sie bis zwei Uhr nachts geöffnet und spielt derart laute Musik, dass jede Unterhaltung zur Qual wird, da man von dem, was drei Stühle weiter erzählt wird, nur noch die Hälfte mitbekommt, und auch nur, wenn man sich konzentriert. Im Kellergewölbe darunter gibt es noch eine »richtige« Kneipe, die allerdings schon lange nicht mehr auf unserer Liste steht wenn es darum geht, noch für einige Stunden etwas trinken zu gehen. Gleich mehrere der Gründe für die Entscheidung gingen an uns an diesem Abend vorbei auf’s gemeinsame Klo von Keller-Kneipe und Erdgeschoss-Café-Kneipe und einige davon trafen wir beim Gehen um 2 Uhr auch draußen auf der Straße an. 16-jährige Möchtegern-Punks, die sich wortreich darum streiten, ob man sich jetzt in der Keller-Kneipe ein »beschissenes Bier« besorgen solle oder nicht.
Am
Karfreitag wieder Kino mit Holger und Stefie. Ein mäßiger Film mit einem besseren Abschluss in einer anderen Kneipe.
Ansonsten: Absolut nichts los. Andere Freunde hatten leider keine Zeit, so dass ich daheim blieb. Am Sonntag ging es mit der Familie in den Rauchfang, ein bekanntes Steakhaus am Lorlebergplatz in Erlangen. Unser Standard, wenn wir mal gut essen gehen wollen, ist der Schlotfeger in der Goethestraße, ebenfalls ein Steakhaus. Am Ostersonntag lösten wir erneut einen
Gutschein aus dem
Gutscheinbuch ein. Uns kam es so vor, als hätten wir schon das halbe Buch aufgebraucht, aber tatsächlich waren wir seit Februar erst in sechs Restaurants mit dem Buch. Der Rauchfang kam mir bisher immer als eher kleines Lokal vor, aber die schmale Fassade täuscht: Nach hinten ist das Lokal sehr lang, mit Tischen in mehr oder weniger großen Nischen, die in hellem Holz getäfelt sind. Das Steak war sehr gut, aber ich kann mir vorstellen, dass der eigene Geschmack durch den Buchenholzgrill nicht jedem zusagt.
Auch im Internet ist nichts los: Viele Websites gönnen sich über die Feiertage eine Pause, es gibt nichts Neues. Wie Flow schon richtig
bemerkt, sind einzig die Spam-Mails eine verlässliche Größe. Apropos Größe: Nach einer Welle von Busen-OP-Mails bekam ich allein über Ostern 23 Angebote zur Penis-Vergrößerung. Und ungefähr ein Dutzend »Ostergrüße« von Janines, Britneys, Sandys und Cindys.
Ein paar Neuigkeiten gibt es doch: Jeffrey Zeldman ist endlich mit seinem Buch
durch, so dass es wohl in Bälde auch mit
ALA weitergehen wird. Er weist zudem auf eine weitere große Site hin, die auf ein CSS-Layout umgestellt hat:
Cingular, eine US-amerikanische Mobilfunkfirma. Und der Tipp, mal bei Noel Rubins
Teknoel vorbeizusehen, ist nicht verkehrt (u.a. wegen seiner Navigation im Kopf der Site, aber auch wegen der Navi-Konzepte unter »Theory« und der verspielten Navi in der Wallpaper-Sektion). Bevor die Flash-Hasser wieder aufschreien sei aber auf Jeffreys einleitende Worte hingewiesen: Noel ist für seine Navi-Konzepte in Spielen bekannt, hier geht es explizit nicht um Navigationen für kommerzielle Websites.
Jetzt ist es
offiziell: Für den 28. April hat Apple zu einer Pressekonferenz nach Cupertino geladen. »Apple will have "announcements that will be music to your ears".« Außerdem soll es am Freitag darauf Hard- und Software-Demos in den Apple Stores in der USA
geben. So viel Rummel wird wohl nicht veranstaltet, nur um einen neuen iPod einzuführen, und sei es einer
mit Docking-Station. Die Gerüchte über einen Musikservice von Apple, der besser und einfacher (und vor allem verfügbar) als Napster sein soll, sind inzwischen bereits einige Wochen alt.
Erschienen am Dienstag, 22.04.2003 @ 9:05
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Tags: Leben
Der zweite Teil der Matrix-Trilogie kommt bald in die Kinos. Zwar wollen die Wachowski-Brüder freilich Geld verdienen, aber ich möchte trotzdem betonen, dass Matrix von Anfang an als Dreiteiler geplant war; hier hat man es also nicht unbedingt mit einem lauwarmen Fortsetzungsaufguss zu tun, bei dem eine 2 hinter den Namen geklebt wird.
Der erste Teil hat 1999 mit der Erfindung von »Bullet Time« Maßstäbe in der Tricktechnik gesetzt. Nicht nur, dass diese Szene in Filmen wie »Shrek« und Klamauk-Streifen wie »Scary Movie« oder »Rent-A-Man« zitiert wurde. Kein noch so halbgarer Action- oder Martial Arts-Film kam nach dem Erscheinen von Matrix ohne den gleichen Effekt aus.
Abgesehen von den atemberaubenden Effekten wusste Matrix auch durch die Story zu begeistern: Was den Einsatz von Computern in diesem Film betrifft, stellte man sich nicht ganz so dämlich an wie z.B. in »Passwort Swordfish« und ungezählten anderen. Dazu kam eine verrückte Story darüber, wie die Welt von Maschinen beherrscht wird, dass Menschen nur Batterien sind, die die nötige Energie liefern, und dass es einige Leute gibt, die dagegen rebellieren und der Matrix auf die Schliche gekommen sind und sie für sich benutzen. Das ganze gemixt mit Elementen aus der Bibel (Trinity, der Auserwählte, Zion), dem Altertum (Nebkukadnezar), der griechischen Mythologie (Morpheus ist der Gott des (Traum-)Schlafes), philosophische Bezüge (Platos Höhlengleichnis, Descartes…), Superman, »Alice im Wunderland« (»Follow the white rabbit«), Martial Arts und eben ein bisschen Geeksprache (Cypher, Switch). Dadurch »funktioniert« der Film auf mehreren Ebenen.
Außerdem gab es coole schwarze Kleidung in rauen Mengen und nette Aufnahmen von Trinitys hautengen Kostümen, die die männlichen Zuschauer begeisterte.

Da gerät das Blut in Wallung
Kurz bevor am 22. Mai die Fortsetzung der Geschichte in die Kinos kommt, möchte ich auf einige neue und alte Artikel zu den Filmen hinweisen.
Über »Matrix: Reloaded« gibt es zum Beispiel Lektüre bei Spiegel-online (»Lust auf schwarze Ledermäntel?«) und bei Wired (»Matrix2«). Während der erste nur kurz die Geschichte des ersten Teils zusammenfasst und einen Ausblick auf den zweiten Teil gibt, geht der Wired-Artikel tiefer und berichtet über die Entstehung der Special Effects sowohl des ersten als auch des zweiten Teils. Der »Bullet Time«-Effekt, bei dem in Zeitlupe um ein oder zwei Personen herum gefilmt wird, war erst der Anfang. Reloaded wird den »Burly Brawl«-Effekt einführen, bei dem Neo mit über hundert Agenten gleichzeitig kämpft. Die Szene wird das Kampfgeschehen wieder in einer 360 Grad-Sicht zeigen, aus der Distanz, aber auch mitten aus dem Geschehen. So eine Szene kann gar nicht gefilmt werden, da das physisch nicht möglich ist. Deswegen entstand die Szene komplett im Computer; aber anders als bei den ersten beiden »Star Wars«-Episoden beschränkte sich die Effects-Crew um John Gaeta nicht auf tollpatschige Aliens im Knetgummi-Look, sondern sie zeigen menschliche Mimik, und das ist schwer. Ein äußerst lesenswerter Artikel! Übrigens, der Campanile-Film, der für »Bullet Time« die Grundlage bildete, gibt es bei debevec.org.
Zum ersten Film gibt es auch noch eine Reihe Artikel (die ich wegen ihres Umfangs selbst allerdings noch nicht ganz gelesen habe):
Leute von der Uni München (LMU) haben sich mit verschiedenen Aspekten des 1999er Films befasst. Es gibt zwei Artikel:
- Überlegungen zum Konstruktionsprinzip von Matrix und der Notwendigkeit von Religion
- Die Aporie [Ausweglosigkeit] eines Freiheitskampfes
Ein gewisser »Dew« hat auf seiner privaten Homepage noch einige Beobachtungen und Trivias zum ersten Film zusammengeschrieben (alle Englisch):
Aus den Beobachtungen geht sehr deutlich hervor, dass die Wachowski-Brüder in Matrix nichts dem Zufall überlassen haben.
Erschienen am Dienstag, 22.04.2003 @ 10:57
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Tags: film, Film-und-Fernsehen
Es gibt nichts besseres als einen sonnigen Tag und leichten, tröpfelnden Sommerregen. Vor fünf Minuten war ich versucht, im T-Shirt einfach mal eine Runde um den Block zu drehen. Aber es hat sich als gut herausgestellt, dass just während meiner Überlegungen Holger einen Chat in ICQ begann. Der leichte Sommerregen hat sich mittlerweile zum Platzregen ausgewachsen.
Erschienen am Dienstag, 22.04.2003 @ 15:36
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Tags: Leben
Mittwoch, 23.04.2003

In dem Zusammenhang verweise ich auch nochmal auf meinen Eintrag vom 15.04.03. :-)
So langsam gefällt mir die Idee aber. Wäre es nicht cool von Apple, wenn das nächste OS X pink daher käme statt in einem anthrazit-farbenen Fell?
Erschienen am Mittwoch, 23.04.2003 @ 5:06
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Tags: Apple, Mac
Der heutige Tag neigt sich dem Ende (hey, ich bin seit halb fünf Uhr früh wach). War relativ unspannend; trotzdem, für das Protokoll: Ich fuhr heute in die Stadt, um einige Dinge zu erledigen: Bei der Pizzabar mal wieder essen, bisschen Brause kaufen, vom Fahrradsattel durchgeschliffene und gerissene Jeans zur Änderungsschneiderei bringen (soll etwa 20 Euro für beide Hosen kosten). Am Rückweg noch bei Friedhof vorbei.
Morgen wird interessanter: Um 12 Uhr treffe ich mich mit Klaus, mal die Uni-Mensa in der TechFak testen (es gibt
Schnitzel, bisschen quatschen und mal die Aushänge wegen Studentenjobs ansehen. Um 15 Uhr treffe ich mich mit Karin in Nürnberg (eigentlich in einem Vorort, Röthenbach). Darauf freue ich mich besonders: Es ist schon wieder einige Monate her (Dezember), dass wir uns gesehen haben und es gibt viel zu besprechen. Ich schätze Gespräche mit ihr immer sehr; sie ist seit 1995 eine enge Freundin von mir, auch wenn wir uns nicht oft sehen und wir uns während der zwei Jahre meines Springer-Jobs in der Bank fast gar nicht gesehen haben.
Für Freitag habe ich noch keine Pläne, am Samstag schmeißt Klaus (mit Steffi, Georg und Nina; Pärchen-WG) seine Einweihungsfeier in der neuen Wohnung.
Erschienen am Mittwoch, 23.04.2003 @ 17:55
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Tags: Leben
Donnerstag, 24.04.2003
»Die Bloggergemeinde ruft inzwischen zu einer Petition zur Freilassung Montallebis auf.«
So gesehen bei Industrial Technology & Witchcraft. Neulich hatte ich ja schon größte Mühe mich zurückzuhalten, aber mir platzt echt bald der Kragen. »Die Bloggergemeinde«, Mann, Mann, Mann…
Es reicht schon, dass Krit vor ein paar Jahren in die pseudo-revolutionäre Ecke abgerutscht ist.
Frau: Guten Tag. Ich bin vom Projekt Grüner Planet und wir veranstalten eine Kundgebung über…
Becker: Grüner Planet? Was wollen Sie denn dann in der Bronx?
Frau: Sir, wir finden, dass alle…
Becker: Ja, ich weiß, ich weiß, Sie wollen die Welt retten, aber glauben Sie mir: Es ist nichts übrig, was es wert ist.
Frau: Vielleicht wollen Sie ja…
Becker: Und erzählen Sie mir bitte nicht, dass ich die Umwelt verschmutze, das hier sind nur Tabak und Chemikalien aus dem Naturlabor vom lieben Gott. Ist das ok, Fräulein Birkenstock?
Ich bin nicht gleichgültig, nur realistisch.
Erschienen am Donnerstag, 24.04.2003 @ 8:45
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Tags: Medien
Für die Gaumenfreuden der
Mensa Süd blieb heute, anders als
geplant, leider keine Zeit mehr. Ich stand erst relativ spät um halb sieben auf (um halb fünf habe ich mich dann doch nochmal rumgedreht), holte »Becker« und die neue »Stargate«-Folge von gestern auf Video nach, klapperte meine Standard-Websites ab und kümmerte mich um den Haushalt. Schwupps, war’s zwölf. Um 12:40 radelte ich runter nach Vach. Ankunft in Fürth gegen 13:20, ein Lahmacun, mit der U-Bahn nach Nürnberg, am Rathenauplatz einen Döner (das muss man ausnutzen, den weltbesten Döner zu genießen, wenn es einen Erlanger nach Nürnberg verschlägt), zurück zum Hauptbahnhof, bei Gravis einen 5er Pack DVD-Rohlinge gekauft (sorry Peter, Du weißt, Verbatim…), wieder zurück zum Bahnhof. S-Bahn um 14:37, Ankunft pünktlich um 15 Uhr bei Karin.
Ich erwähnte es
gestern schon: Karin sehe ich leider nur relativ selten, aber ich schätze die Gespräche mit ihr dafür um so mehr. Details tun hier nichts zur Sache, aber außer den Entwicklungen der letzten Monate waren natürlich auch wieder Leben, Arbeit, Studium, Beziehungen und Sex Themen.
Ich bin jetzt hundemüde, von daher keine weiteren Texte, obwohl ich noch so viel schreiben könnte. Wollte mich auch nur mal kurz melden.
N8.
Erschienen am Donnerstag, 24.04.2003 @ 21:36
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Tags: Leben
Samstag, 26.04.2003
Ich wollte eigentlich schon länger mal was zum Thema RSS schreiben, an sich schon nach dem Interview auf Daring Fireball
mit Brent Simmons, dem Macher des RSS-Readers
NetNewsWire (NNW), der auf
OS X eine Monopolstellung inne zu haben scheint.
Holger hat einige gute Links zum Thema RSS
zusammengefasst, daher nur in aller Kürze, worum es geht, bevor ich zu meinen
two cents komme. Die Abkürzung RSS steht für drei verschiedene Begriffe, wobei »Really Simple Syndication« der am häufigsten verwendete ist. Bei einer RSS-Datei handelt es sich um eine XML-Datei, in der die neuesten Einträge einer Newssite oder einem Blog aus dem Web stehen. Einen RSS-Feed kann man, da es XML ist, zwar im Klartext lesen, aber sinnigerweise bietet sich ein RSS-Reader (eigentlich »Aggregator«) an, der einem das XML-File parst und hübsch lesbar ausgibt.
Um sich das mal vorstellen zu können, hier nun ein Screenshot von meinem NNW (Klick auf’s Bild lädt eine größere Version als PNG-Bild):

Im Bild links sind die derzeit abonnierten Feeds, rechts oben sind die Einträge des gerade ausgewählten Feeds und rechts unten wird der aktuell markierte Eintrag angezeigt. Der Clou bei der Sache ist, dass man ohne einen Browser sehr schnell einen Überblick über neue Einträge auf Websites bekommt, und diese Inhalte auch gleich noch lesen kann.
Das Potential von RSS ist meiner Ansicht nach enorm, denn es erleichtert sehr den Konsum von vielen Web-Ressourcen, ohne dass man sich mit hundert Browser-Fenstern oder Browser-Tabs herum schlagen muss.
So weit, so prima.
Es gibt allerdings drei Dinge bei RSS, die mich derzeit noch massiv stören und die mich derzeit davon abhalten, NNW regelmäßig einzusetzen:
- Noch zu wenige RSS 2.0-Feeds.
RSS 2 ist aktuell Stand der Technik, viele Sites erzeugen aber noch 0.91-, oder 0.92-Feeds. Die älteren Versionen warten mit einer Reihe von Nachteilen auf: Keine Links, keine Zeilenumbrüche, keine Bilder. Ein Eintrag eines solchen Feeds wird zu einem einzigen, unstrukturierten Buchstabenbrei (wegen der fehlenden Zeilenumbrüche), bei dem man im Zweifelsfall wieder den Browser starten muss, um dort den Original-Text zu lesen, damit man von dort aus die Links anklicken kann, die im Feed fehlen.
- RSS ist nicht urlaubstauglich.
Man bekommt immer nur so viele Einträge angezeigt, wie einem der Feed liefert, zum Beispiel 15 beim Feed des Heise-Newstickers. Egal ob man den Feed täglich liest oder ihn zwei Wochen nicht lesen konnte, man bekommt maximal 15 Einträge übermittelt. Wenn ich also nichts verpassen will und den Feed nicht täglich abfragen kann, muss ich also doch wieder die Website bemühen.
Das ist bei Usenet Newsgroups besser gelöst: Mein Newsreader zeigt mir immer die Postings an, die seit dem letzten Aufruf des Programms neu hinzugekommen sind, egal ob ich den Reader zuletzt gestern oder vor drei Tagen gestartet habe, egal ob mittlerweile 10 neue Texte hinzugekommen sind oder 10.000. Vom Prinzip her sind Newsgroups und RSS aber sehr ähnlich: Auch bei den News werden nur so viele Postings übertragen, wie vorhanden sind, bloß werden Usenet Newsgroups deswegen »urlaubstauglich«, weil die Vorhaltezeit auf den Newsservern im Monatsbereich liegt. Wenn ich ein halbes Jahr im Urwald abtauche, habe ich bei meiner Rückkehr das gleiche »Problem« wie bei RSS.
- Keine Feeds mit vollen Texten.
Das ist mein größtes Problem. Viele RSS-Feeds übermitteln die kompletten Texte von neuen Eintragungen und Nachrichten auf der betreffenden Website, aber bei manchen, wie z.B. beim Feed von Zeldman, werden nur verkürzte Texte übertragen, bei Heise sogar nur die Überschriften. Die Argumentation bei kommerziellen Sites wie Heise geht so: Die Site finanziert sich (auch) durch Werbung, und wenn die Leute die Website nicht mehr ansurfen, brechen die Werbeeinnahmen ein, deswegen bieten wir nur »halbe« Feeds (ich nenne sie »Un-Feeds«, kleiner Insider), damit Surfer trotzdem noch auf die Seite kommen und sich brav der Werbung aussetzen. Wenn’s der Finanzierung dient, hätte ich nichts dagegen, in vollen Feeds alle zehn Einträge einen Werbeeintrag zu sehen (aber bitte nicht nur Überschriften und trotzdem Werbung, das ist völlig daneben). Man darf auch nicht vergessen, dass RSS-Leser dem Sitebetreiber Traffic-Kosten einsparen, da das ganze HTML-Tabellen-Markup nicht mitübertragen wird. Bei kommerziellen Sites finde ich Un-Feeds recht ärgerlich aber bis zu einem gewissen Grad nachvollziehbar; solche RSS-Feeds schmeiße ich aber wieder aus NNW raus, denn in NNW haben sie bei mir keinen Platz, wenn ich eh wieder den Browser anwerfen muss, dann kann ich sie auch gleich dort laden. Bei privaten Sites oder Weblogs habe ich für halbe Feeds allerdings kein Verständnis, denn dort sollte IMHO die Maxime »Visits erzeugen, Besucherzahlen erhöhen« keine oder keine so hohe Priorität haben. Zeldman argumentiert, dass er sich wünscht, dass die Leser auch das Design seiner Seite sehen. Ich sage: Ich lese Zeldman nicht, weil das Design seiner Seite so gefällig ist, sondern weil mich die Inhalte interessieren (gerade bei einem Weblog!). Ich kenne das Design inzwischen. Zeldman verschwindet auch wieder aus meinen NNW-Abonnements, denn bei einer Site, die ich eh täglich lese, brauche ich keine verkürzten Inhalte, nur um danach eh wieder den Browser zu starten. Mir geht es bei der Benutzung von RSS darum, den Browser nicht extra aufrufen zu müssen, denn der Vorteil eines RSS-Readers ist ja gerade, dass er schnell für Übersicht sorgt und mir Fenster-/Tab-Clutter erspart (s.o.). Bei Sites, die ich nur wöchentlich ansurfe, wäre ein verkürzter Feed aber ok für mich, nur um zu sehen, dass sich auf der Site was Neues getan hat.
Siehe auch einen entsprechenden Aufruf von Kalsey Consulting (gesehen bei inluminent). John Engler (inluminent) hat sich bereits mehrfach pro full RSS-feeds geäußert (More on Full vs. Incomplete RSS Feeds, More complete RSS feed discussion, No full RSS feed = No read for John, Something Hung – half-assed RSS feed isn’t good enough).
Also, nochmal die Kurzfassung: Ich, und ich bin nicht allein, benutze einen RSS-Reader als Alternative zum Browser und will deswegen so wenig wie möglich einen Browser benutzen müssen. Ich habe mich nicht für einen RSS-Reader entschieden, um dann doch wieder einen Browser zu verwenden.
Ich sehe das Potential von Content Syndication mit RSS, hoffe aber sehr, dass es sich noch in die richtige Richtung entwickelt (mehr in Richtung der Interessen der RSS-Benutzer, weniger in Richtung Interessen der RSS-Erzeuger).
Erschienen am Samstag, 26.04.2003 @ 10:06
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Tags: Web, webdesign
Ganz kurz der gestrige Tag, denn um kurz nach halb acht breche ich hier schon wieder auf, zur Wohnungs-Einweihungsfeier von Steffi, Nina, Klaus und Georg. Hoffentlich hält sich das Wetter noch ein wenig. Der Himmel ist dunkel, es hat sich zugezogen und der Wind ist kräftiger geworden. Lieber mit der GoreTex-Jacke fahren.
Am Freitag-Morgen und -Vormittag surfte ich privat und dienstlich und chattete ein wenig, außerdem gab’s noch eine kleinere Sache bei einem Auftrag fertig zu machen.
Am frühen Nachmittag, gegen 15 Uhr, fuhr ich in Richtung Stadt, um einen Happen zu essen und mein Fahrrad zur Werkstatt meines Händlers zu bringen. Der Weg dorthin führte wieder über Stadeln, Blumen gießen am Friedhof. Im Drogeriemarkt Müller füllte ich meinen Bestand an Shampoo und Deo auf, dann ging’s weiter zum
Freilauf. Im Winter hatte ich mir ja einen
Nabendynamo gekauft und einbauen lassen, dann überwinterte mein Fahrrad in den Verbindungstunneln der Uni-Kliniken unter der Stadt. Bei der damaligen Abholung wurde mir zugesagt, dass das Laufrad nach 100 bis 200 Kilometern nochmals kostenlos neu zentriert werden würde, ich solle es nur vorbei bringen. Den Besuch in der Werkstatt hatte ich mir schon länger vorgenommen und ich bin mittlerweile auch eher 300 bis 400 Kilometer gefahren. Meinen Vorschlag, einen Termin für Dienstag zu vereinbaren wurde vom Mitarbeiter in der Werkstatt mit dem Angebot beantwortet, ich solle das Rad doch gleich hier lassen. Ich könnte es in anderthalb Stunden wieder abholen. Ich überlegte kurz und entschied mich dafür, denn es würde keinen Sinn machen, jetzt mit dem Bus nach Hause zu gondeln und am Samstag-Morgen wieder mit dem Bus in die Stadt zu fahren.
Es war 15:40 Uhr, sehr sonnig und mit 21 Grad angenehm mild. Vom
MLP über den Neustädter Kirchplatz lief ich in Richtung Theaterplatz und am Schlossgarten vorbei in die Krankenhausstraße, um mir ein Lahmacun mit Schafskäse zu besorgen. Ich ging wieder ein Stück des Wegs zurück und bog in den Schlossgarten ein, setzte mich auf eine nahe Bank und aß. In weiser Voraussicht hatte ich mir den
Spiegel dieser Woche eingepackt und las die Titelstory zur amerikanischen Hegemonie. Ab und an fuhren Leute auf Fahrrädern an mir vorbei, weiter in den Schlossgarten hinein, und auch Passanten kamen meinen Weg entlang. Da blieb es freilich nicht aus, ab und an von der Lektüre aufzusehen und sich die Menschen anzusehen, die an mir vorüberfuhren und -gingen. Alte und Junge, dicke, »mittlere« und dünne, Frauen und Männer, Kinder, Hunde. Häufig zu zweit, manchmal allein. Ich muss gestehen, dass einer der positiven Aspekte des Sommers ist, dass die Tops wieder kürzer werden. Baufrei scheint auch diesen Sommer wieder Trend zu sein; wohin sich die Hosenmode entwickelt, wage ich noch nicht abzuschätzen. Es war alles dabei, von der Jeans über die Stoffhose bis zur 7/8-Hose. Zwei Wege vor mir auf einer Wiese befasste sich ein Mann um die 30 konzentriert mit Dehnübungen, die direkt aus einem Lehrbuch zu fernöstlichen Entspannungs-Methoden entnommen zu sein schienen. Ein leichter Wind wehte ab und an Blüten von den Bäumen, auf mein T-Shirt, meine Zeitschrift, meinen Rucksack, den Weg. Viele Menschen hatten es sich auf den Wiesen bequem gemacht, Decken und Handtücher ausgebreitet, allein auf den Rücken gelegt oder in Gruppen zusammen gesetzt, um sich zu unterhalten.
Kurz vor 17 Uhr packte ich den Spiegel wieder ein und ging nach Westen durch den Schlossgarten, auf den Schlossplatz zu (Ausgang »Café Mengin«). Triangel-Bikini auf elf Uhr. Eher zufällig wählte ich dann den staubigsten Weg aus dem Park heraus, so dass meine braunen Lederschuhe mit einer dünnen, grauen Staubschicht überzogen wurden. Auf dem Schlossplatz (in dem früheren Schloss des Markgrafen ist heute ein Teil der Universitäts-Verwaltung untergebracht) war das Frühlingsfest bereits im vollen Gange. Ich ging in die benachbarte Filiale der Dresdner Bank, um Geld abzuheben. Vor mir am Geldautomaten stand ein älterer Mann, der zweifellos dem Alkohol zu sehr zugesprochen hatte. Auf der Hauptstraße wieder zurück nach Norden, Richtung MLP und zur Werkstatt von Freilauf. 17:15, mein Rad war fertig. Die Zentrierung kostete nichts, ich verabschiedete mich und schob das Rad durch die Tür hinaus und fuhr nach Hause.
Bei einer kleinen Trinkpause im Wiesengrund unter einer der Dammbrücken fiel mir ein, dass ich das vergessen hatte, weswegen ich eigentlich zu Freilauf wollte: In engen Kurven schaltet der Schlauch der Bremse den Schalter des Frontscheinwerfers ab. Hmm. Ich sah mir die Befestigung genauer an und probierte, die Metalllasche nach vorne zu biegen. Es ging, die Bremsleitung konnte nun nicht mehr den Kippschalter berühren. Na also.
Zuhause. Die Staubschicht wusch ich von den Schuhen ab. Den Power Mac aus dem Schlaf aufgeweckt, die Standard-Websites aufgerufen und noch ein wenig mit Freunden gechattet, später mit Holger wegen eines Auftrags telefoniert. Um acht Uhr die Tagesschau und im Anschluss »Pfarrer Braun«; die zweite Folge einer sehr seichten Krimiserie mit Ottfried Fischer. Kaum war sie zu Ende, musste ich auch schon das Licht ausmachen und mich schlafen legen, ich war zu müde, um noch weiter fern zu sehen.
Erschienen am Samstag, 26.04.2003 @ 19:30
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Tags: Leben
Sonntag, 27.04.2003
Ich bin etwas in Verzug mit der Berichterstattung. Hier nun die Geschehnisse des Samstags.
Aufstehen gegen acht Uhr. Surfen, die zweite Disc von »
Anleitung zum Diät-Wahnsinn« gehört, die ich sehr empfehlen kann. Bernhard Ludwig, österreichischer Psychologe und Kaberettist, betreibt seit vielen Jahren erfolgreich das
Seminarkabarett, bei dessen Programmen man sich nie sicher sein kann, ob man nun einem Seminar oder einem Kabarett beiwohnt.
Um 11:40 radelte ich mit meinem Vater runter nach Frauenaurach. Wir hatten bis zum Edeka den selben Weg, doch während er nach dem Einkaufen wieder nach Hause fuhr, besorgte ich mir für die weitere Fahrt in die Stadt noch ein Wasser.
Im Manhattan-Café griff ich die aktuellen »filmtips« mit dem Programm der Weber-Kinos ab (u.a.
Cinecitta in Nürnberg, Deutschlands größtes Multiplex, und das Manhatten in Erlangen). Der eigentliche Grund, weswegen ich in die Stadt fuhr war dieser: Ich wollte mir das Buch
Mein langer Lauf zu mir selbst von Joschka Fischer kaufen. Lange her, dass ich eine Buchhandlung von innen gesehen habe, denn ich bin Amazon-Addict. Aber außer jenem Buch gäbe es aktuell nichts dringendes, was ich bei Amazon mitbestellen könnte, um über die 20 Euro zu kommen ab denen die Lieferung ohne Versandkosten zugestellt wird. Ich habe aus einer Promo-Aktion sogar noch einen 5-Euro-Gutschein, aber der gilt erst ab 39,99 Euro Bestellwert. Noch dazu hätte ich mindestens bis Dienstag auf die Lieferung warten müssen. Also versuchte ich mein Glück bei
Palm & Enke am Schlossplatz. Auf Anhieb wurde ich nicht fündig, aber auf Nachfrage wurde mir das gesuchte Buch ausgehändigt, ich bezahlte und ging. Am Rückweg noch ein Abstecher bei
Müller, um meine Vorräte an Rasiercreme und Zahnpasta aufzufüllen.
Um 13:20 kam ich wieder in Frauenaurach an, wo ich beim Griechen einkehrte. Eine Stunde später, um halb drei, ging’s weiter nach Hause. Das Nachmittagsprogramm bestand aus Videoaufzeichnungen, v.a. Telekolleg-Sendungen:
- »Goal« (Englisch für Fortgeschrittene)
Eigentlich handelt es sich dabei um eine Serie über einen brasilianischen Fußballer, der für einen Monat in einem Londoner Club spielt. Es wird natürlich nur Englisch gesprochen, allerdings keine kurzen Sätze, sondern richtige Konversation. Es gibt keine nervigen Unterbrechnungen um spezielle Vokabeln zu wiederholen. Das ganze ist durchaus sehenswert zubereitet und macht durch die Fortsetzungsgeschichte Lust auf Mehr. - Deutsch (27. Sendung, 1. Sendung im 3. Trimester)
Thema: »Was ist Literatur?«. Ein ganz interessanter Überblick über die moderne deutsche Literatur, von Grass und Enzensberger bis hin zu Lebert und von Stuckrad-Barre. In der nächsten Folge beginnt der dreiteilige Überblicks über die Epik. - Als nächstes war die »Becker«-Folge vom Freitag auf dem Videoband.
- Eine ARD-Reportage über Autobahn-Fahnder in Schleswig-Holstein, zwischen dem Nord-Ostsee-Kanal und der dänischen Grenze.
- Weiter mit Telekolleg: Volkswirtschaftslehre.
Sehr trocken dargereicht, kein Vergleich mit den famosen Deutsch-Sendungen. In der Realschule fand ich Wirtschafts- und Rechtslehre (WRL) ganz interessant, in der Berufsschule auch Bankbetriebslehre (BBL). Vielleicht hing das auch mit den Lehrern zusammen, denn auch Allgemeine Wirtschaftslehre (AWL) in der Berufsschule war sehr quälend. - Es folgte die reguläre Telekolleg-Englischsendung von unter der Woche.
- Zum Abschluss nochmal Entspannung mit der wöchentlichen Folge von »Malcolm in the middle«
Die Zeit bis zum Aufbruch war fast rum: Ich las noch ein wenig im Fischer-Buch, schrieb den Eintrag für Freitag und machte mich dann fertig, loszufahren.
Einweihungsparty bei Klaus und Co. stand auf dem Programm. Für acht Uhr wurde geladen, ich machte mich um 19:35 auf den Weg und kam auch um acht an (ich komme immer pünktlich, wie uncool).
Die Party war exzellent. Viele Leute, vielleicht 20 bis 30, auf 140 qm Wohnung. Einige alte Freunde habe ich wiedergesehen, deren Kontakt zu Klaus/Georg enger ist als der zu mir. Es waren auch viele neue Leute da, die ich nicht kannte, da sie aus den Kreisen von Steffi und Nina kamen.
Ich könnte noch lange erzählen, aber ich mache hier Schluss. Ich ging um 00:40 und war um eins daheim, fiel wie ein Stein müde ins Bett.
Am heutigen Sonntag alles ruhiger angehen lassen. Draußen regnet’s, drinnen wartet die Buchhaltung auf mich.
Nachtrag (28.04.03, 14:15 Uhr): Habe eben mal Klaus gefragt: Es ging noch bis halb drei, drei Uhr weiter. Insgesamt waren knapp 60 Leute vor Ort, dabei rund 50 gleichzeitig.
Erschienen am Sonntag, 27.04.2003 @ 17:30
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Tags: Leben
Hmm, das Wetter ist heute etwas ambivalent. Heute Morgen hat es mal heftig geregnet, dann klarte es auf, dann regnete es wieder bis vor fünf Minuten und jetzt knallt die Sonne durch, bei relativ klarem Himmel. Es ist aber immer noch recht windig. Ich überlege, ob ich noch auf einen Sprung in die Stadt radle, vor tagesschau, Tatort und Sabine Christiansen. Überlege ich mir in der nächsten Viertelstunde.
Erschienen am Sonntag, 27.04.2003 @ 17:40
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Tags: Leben
Montag, 28.04.2003
Apple bietet nun doch einen eigenen Stream für DEN heutigen Event an:
http://stream.qtv.apple.com/events/apr/moscone/apr28_28_56_100_250_ref.mov
In einer Minute geht die Vorabberichterstattung auf
Mac-TV los, um 19 Uhr spricht Seine Steveheit zu uns.
Update, 19:13 Uhr:
Videostreams laufen nicht, aber Ton:
http://www.mac-tv.de/Movies/US_Sorenson_Mike.mov
Habe mich um 19:12 auf den Audiostream aufgeschaltet.
19:16 Uhr
Neue iPods
Dünner, leichter, besseres Display
Hardware ist fertig, Software im Juni
AAC kann abgespielt werden
Mit Dockingstation (wie von Thinksecret vorhergesagt), mit USB2 und Firewire
Neue Spiele auf dem iPod
Playlists auf dem iPod zusammenstellen
Menüstruktur kann auf der Hauptebene umkonfiguriert werden
Bisher populärstes Modell: 10 GB. Dessen Preis wird gesenkt.
Neue Modelle: 10, 15 und 30 GB. Verfügbar ab diesem Freitag (in den USA, eine Woche später international).
19:20 Uhr
iTunes 4 kommt
Mit AAC
Support für Rendezvous: Musik-Streaming zwischen Macs
Unterstützung für Brennen auf DVD
19:22 Uhr
Demo von iTunes 4 mit Rendezvous:
»It’s not copying, because that is
verboten.«
Zero configuration.
19:25 Uhr
Steve spricht über Napster
»Internet was made for music delivery.«
Good side: Leute kommen per Internet an Musik.
Downside: Stealing.
Außerdem Nachteile: Schlechte Qualität, keine Covers, keine Previews, illegal.
Bisher gab es keinen legalen Download-Service. Die, die aufkamen, waren Abo-Dienste und man konnte die Musik nicht auf den iPod laden. Wenn man das Abo kündigte, war auch die gekaufte Musik weg.
»Diese Services behandeln uns wie Kriminelle.«
19:30 Uhr
Steve schimpft ein wenig über die Musikindustrie. :-)
Apple hat mit allen fünf Major-Labels gesprochen.
Apple stellt seinen eigenen Musikdienst vor:
- unlimitiertes CD-Brennen
- kann auf den iPod übertragen werden
- auf bis zu 3 Macs abspielbar
- neuer Mac: kein Problem
- Musik ist in iLife verwendbar (iPhoto, iMovie, iDVD)
- 99 US-Cent pro Song
19:33 Uhr
In Tauschbörsen den richtigen Song in guter Qualität zu finden, ist schwierig.
Apple kann die Datenmengen handhaben, da sie seit Jahren die größte Trailer-Site haben.
- Qualität wird 128 Kbit/s AAC
- 30 Sekunden AAC-Previews in 128 Kbit/s-Qualität
- Cover-Art
19:36 Uhr
One-Click Downloads
Searching und Browsing im kompletten Musicstore
Exclusive Tracks von Artists wie U2, Eminem, Bob Dylan…
»iTunes Musicstore«
eingebaut in iTunes 4
19:38 Uhr
»My pleasure after a year and a half, I show it to you.«
[ausführliche Demo]
z.B. ein Elvis-Album für 9,99 USD
19:45 Uhr
Immer noch die Demo. Bisher keine Info, wie viele Songs derzeit insgesamt im Store sind. Steve Jobs hat nur gesagt, dass es die 5 Majors sind. Aber keine Anzahl bzgl. Artists, Alben oder Songs. Auch nix darüber, ob auch kleinere Labels dabei sind.
19:50 Uhr
»We highlight we explicit tracks. These Eminem albums are highlighted. Und wir markieren auch die Tracks in den Alben. In diesem Album sind alle markiert.«
[Wenn ich nicht schnell genug mitschreiben kann, muss ich manchmal den deutschen Sinn aufschreiben.]
19:58 Uhr
Demo ist zu Ende, Steve fasst zusammen.
Habe jetzt auch ein Bild über einen WindowsMedia-Stream (von MSNBC:
http://www.msnbc.com/m/lv/default.asp?0cm=c30
Ab heute verfügbar, aber nur in den USA (US-billing address nötig), so ein *argl*!!
20:02 Uhr
Vorerst nur für Mac OS, ab Ende des Jahres auch für Windows.
Jetzt kommt ein Video.
20:10 Uhr
Die neuen Werbespots werden gezeigt.
Steve bedankt sich bei den Apple-Mitarbeitern und verabschiedet sich. Die neuen Apple-Websites
apple.com sowie
applemusic.com sind online, iTunes 4 kann runtergeladen werden.
Erschienen am Montag, 28.04.2003 @ 18:31
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Tags: Apple, Mac
Dienstag, 29.04.2003
Das war also der
Digital Download Day, Apple-Style. Wie von den Gerüchteküchen bereits zuverlässig vorhergesagt (
macrumors.com,
thinksecret.com, wurde heute (Montag) Apples eigener
Musikservice vorgestellt (siehe auch
Pressemitteilung und
Heise-Meldung). Im Zuge dessen gab es auch neue Software, um den Musikservice zu ermöglichen:
iTunes 4 und
Quicktime 6.2. Während in der Musikverwaltungs-Software iTunes in der neuen Version auch gleich der »Music Store« eingebaut ist, liefert das kleine QUicktime-Update die AAC-Komponente nach, den »Advanced Audio Codec«, der im Rahmen von MPEG-4 für den guten Sound sorgt. Außerdem stellte Apple-Chef Steve Jobs
neue iPods vor: mit 10, 15 und 30 GB Fassungsvermögen statt vorher 5, 10 und 20 GB.
AAC ist ein weit besserer Audiocodec als das altgediente mp3. Während ein Song im mp3-Format erst ab einer Datenrate von 160 KBit/s annährend CD-Qualität hat, bekommt man bei AAC bereits bei 128 KBit/s eine bessere Qualität. Wichtig für die Musikindustrie sind außerdem die Funktionen zur digitalen Rechtverwaltung (Digital Rights Management, DRM), die in mp3 nicht vorhanden sind, wohl aber in neueren Formaten wie WMA oder eben AAC. Der Vorteil von AAC gegenüber WMA hingegen ist, dass AAC auf einem offenen Standard beruht, während WMA ein nicht-veröffentlichtes Verfahren von Microsoft zugrunde liegt.
Damit auch Apple mobiler Musikspieler
iPod etwas mit AAC anfangen kann, gibt es ab heute auch die neue Firmware 1.3 für den iPod.
Der Reihe nach, was die neuen Software-Versionen bringen:
Quicktime 6.2
Das geht ganz schnell: Auf der
Quicktime-Website steht nichts über die neuen Funktionen und ich habe auch in QT-Pro keine neuen Optionen entdecken können. Eine Exportoption nach AAC habe ich nicht finden können. Laut einer
iTunes-Seite ist QT6.2 jedoch notwendig, um in iTunes 4 Musikstücke nach AAC konvertieren, und um die im Music Store gedownloadeten Stücke abspielen zu können. Darauf wird beim Start von iTunes 4 auch hingewiesen, falls man noch eine ältere Quicktime-Version installiert hat.
iPod-Firmware 1.3
Ebenfalls sofort nach der Keynote stand die
neue Firmware zum Download zur Verfügung. Das 24-Stunden-Zeitformat kennt der iPod nach wie vor nicht.
Auf meinem iPod (Revision B, 10 GB, Sommer 2002) funktionieren auch die weiteren neuen Features nicht:
- keine Playlists auf dem iPod zusammenstellen
- keine zwei zusätzlichen Spiele (nach wie vor nur Breakout)
- keine individuelle Anpassung des Hauptmenüs
- keine Bewertung von Songs auf dem iPod
Scheinbar braucht es für die Funktionen auch die neue Hardware.
Das Abspielen von AAC-Tracks klappt jedoch.
Die neuen iPods sind noch flacher, leichter und anschmiegsamer (abgerundete Oberseite), so dass ich beinahe mit einem Austausch liebäugle. Allerdings stört mich etwas, dass die Steuerungstasten nun nicht mehr um das Scrollrad angeordnet sind, sondern zwischen Display und Scrollrad in einer Reihe. Der neue iPod kommt in einem Dock, was mir weder besonders vorteil- noch nachteilhaft zu sein scheint. Der recht große Port für die Dockingstation ist jedoch nicht abgedeckt, wie das noch bei den Firewire-Ports der zweiten Generation der Fall war.
Ich glaube, ich kann noch widerstehen. Die neuen iPods sind in den USA ab kommenden Freitag verfügbar, international ab dem 9. Mai.
iTunes 4
Das neue
iTunes bringt eine Reihe frischer Funktionen mit:
- Music Store (siehe unten)
- Streamen von Musik zwischen Macs
- Unterstützung für AAC
- Coverbilder können angezeigt werden
- Brennen von Musik auf DVD (als Backup)
- Suchfilter (Alle, Interpreten, Alben, Komponisten, Titel)
Das Streamen von Musik zwischen zwei oder drei Computern funktioniert mit
Rendezvous, Apples Implementation von
ZeroConf. Rechner im lokalen Netzwerk erkennen sich gegenseitig, so dass vom einen zum anderen Mac per Ethernet oder Airport (WLAN) Musik gestreamt werden kann. Die Dateien werden dabei allerdings nicht kopiert, sondern eben gestreamt, wie beim Radio. Das ganze funktioniert Apple-typisch ausgesprochen einfach: Am absendenden Mac muss diese Funktion lediglich aktiviert werden und am empfangenden Mac in der Nähe tauchen in iTunes automatisch die freigegebenen Playlists oder die ganze Musikbibliothek auf. Denkbar wäre, dass ich im Sommer im Garten Musik mit meinem
iBook höre, obwohl auf dem iBook gar keine Musik gespeichert ist. Die Musik wird dann von meinem
Power Mac, der in der Wohnung steht, per
Airport gestreamt.
AAC, das habe ich eingangs bereits erwähnt, ist ein fortschrittlicherer Audio-Codec als mp3, und bei geringerer Datenrate (z.B. 128 KBit/s AAC vs. 160 KBit/s mp3) kann eine bessere Tonqualität erzielt werden. Prinzipiell ermöglicht AAC auch DRM mit Einschränkungen in der Abspielbarkeit (das ist für den Online-Verkauf von Musik notwendig). Die neue iTunes-Version erlaubt das rippen von Musik-CDs in das AAC-Format. Ich habe das mal mit »Wish you were here« von Pink Floyd getestet. Abgesehen davon, dass die Qualität wirklich phänomenal ist, werden eigenhändig gerippte Musikstücke scheinbar nicht mit DRM-Mechanismen ausgestattet. Ich konnte »04 Wish You Were Here.m4a« (.m4a für MPEG-4 AAC) vom Power Mac, wo ich die Datei gerippt habe, auf mein iBook kopieren und dort problemlos abspielen. Durch markieren einer oder mehrerer Dateien in der iTunes-Bibliothek können ganze Musikbestände auch von mp3 nach AAC konvertiert werden (Menü Erweitert, »Auswahl konvertieren in AAC«). Besser werden die Stücke dadurch natürlich nicht, das Original in diesem Fall ist ja bereits durch mp3 verlustbehaftet komprimpiert. Für eine bessere Qualität müsste man schon erneut von der Original-CD konvertieren. Aber diese Funktion bietet evtl einen Ausweg, wenn der Platz auf dem iPod eng wird. Mit meinen aktuell 2.003 Titeln (Gesamtspielzeit: 5,8 Tage) bin ich mit 9,11 GB schon hart am Limit meines 10 GB-iPods (auf den eigentlich nur 9,2 GB drauf passen; ich habe noch 144 MB frei). Ich habe die Konvertierung allerdings nicht getestet.
Der iTunes Music Store
Ein geiles Ding. In iTunes integriert ist der Musikkatalog der fünf Major-Labels (Sony Music, Universal Music, BMG, EMI, Warner Music), mit insgesamt rund 200.000 Songs, und jede Woche dienstags werden es mehr. Die Bedienung ist kinderleicht. Man browst entweder durch Kategorien/Genres oder gibt über ein Suchfeld Suchbegriffe wie Interpreten oder Teile des Titels ein. Einfacher geht’s wirklich nicht.
Der Service packt einige der Grundübel der bisherigen Musikdienste an: Ich nutze kaum noch Tauschbörsen wie Kazaa, da die Qualität der dortigen Musik
in der Regel zu wünschen übrig lässt: Unvollständige Titel, schlechte Codierqualität, niedrige Datenrate (128 KBit/s mp3 und weniger, selten 160 KBit/s und mehr), zerhackstückte ID3-Tags, keine Möglichkeit zum Probehören. Und natürlich ist es eher weniger legal. Die Musiklabels boten bislang aber auch keine Alternative: Teure Monatsgebühren, drei verschiedene Plattformen für die großen Labels, nur auf Windows lauffähig, nur WMA, nicht iPod-kompatibel. Apples
Musikdienst »iTunes Music Store« begegnet all diesen Unannehmlichkeiten: Es gibt keine monatlichen Gebühren, die Codierqualität und Datenrate ist sehr gut (128 KBit/s AAC), die ID3-Tags wohl einwandfrei, es gibt Cover zum Runterladen und von allen Musikstücken kann man sich einen 30-sekündigen Ausschnitt anhören, und zwar ebenfalls in 128 KBit/s AAC, nicht in so einer schrottigen Qualität wie bei Amazon mit ihren schaurigen 20 KBit/s RealAudio-Schnipseln. Außerdem können gezielt einzelne Tracks aus einem Album gekauft werden, denn wer kennt das nicht: drei gute Titel auf einer CD, die restlichen zehn Tracks taugen nichts, aber man muss sie für 15 Euro trotzdem mitbezahlen. Oder Maxi-CDs: Ein Radio-Cut und i.d.R. selten brauchbare drei oder vier Remixes, die trotzdem alle für 5 Euro gekauft werden müssen. Der Preis bei Apple: 99 US-Cent je Song und 9,99 USD je Album. Das ist ausgesprochen fair. Nicht nur, dass es die Möglichkeit gibt, einzelne Songs eines Albums herauszupicken. Ein ganzes Album ist auch noch günstiger als im Laden. Gekaufte Tracks dürfen außerdem beliebig oft auf CD gebrannt und auf den iPod kopiert werden, weiterhin können sie in den anderen iApps verwendet werden, zum Beispiel für die Musikuntermalung in
iPhoto,
iMovie oder
iDVD.
Okay, wo ist der Haken?
Der Service ist bis auf weiteres nur in den USA verfügbar. Anders als bei
.mac können Europäer mit Kreditkarte und Englischkenntnissen den Dienst nicht nutzen, denn der Musikdienst setzt eine Rechnungsadresse in den Staaten voraus. Alle Nicht-US-Amerikaner können sich die 30-sekündigen Samples im Store anhören und natürlich auch die anderen neuen, sonstigen Funktionen von iTunes 4 nutzen, aber sie können keine Musikstücke online kaufen.
Sogar Windows-User (in den USA) haben es besser: Für sie soll der Service zum Jahresende ebenfalls zur Verfügung gestellt werden. Ob in die Dritthersteller-Software Musicmatch (damit werden die Windows-iPods ausgeliefert) entsprechende Funktionen eingebaut werden, oder ob es künftig auch von iTunes eine Windows-Version geben wird (wie bereits von Quicktime), ist unklar. Unklar ist auch, ob und wann der Musikservice auch außerhalb der USA angeboten wird.
Aus drei Gründen bin ich skeptisch, dass der iTunes Music Store jemals auch in Deutschland funktionieren wird:
- Apple kümmert sich, abgesehen von durchaus guten Übersetzungen, kaum um Lokalisierung.
Wir warten hier in Deutschland seit August 2002 auf deutsche Sherlock-Channels und seit Januar 2002 auf einen integrierten Bilderdruck- und Fotoalben-Service in iPhoto.
- Die fünf Major-Labels sind zwar auch hierzulande die fünf Major-Labels, aber trotzdem könnte es für Apple kompliziert sein, mit der hiesigen Plattenindustrie Verträge zu schließen. Es ist denkbar, dass hier für den selben Musiker XY andere Distributoren zuständig sind als in den USA, so wie z.B. die Kinofilme von New Line Cinema hierzulande bis vor einiger Zeit von Kinowelt vertrieben wurden. Und hey, wenn Apple es schon nicht fertig bringt, sich mit Kodak Deutschland auf eine deutsche Version des Printservices zu einigen…
- In Deutschland betreibt die Musikindustrie eine andere Politik als zum Beispiel in Großbritannien oder eben den USA. Während es außerhalb Deutschlands kaum CDs mit Kopierschutz gibt, sind hierzuland inzwischen sieben der aktuellen Top10-Alben mit einem Kopierschutz ausgestattet. Und ein Industrievertreter wie der Pressesprecher der deutschen Phonoverbände gibt offen zu, dass er sich nicht um den Red Book-Standard der CDDA schert.
Solche Befürchtungen kamen bereits mit den ersten Gerüchten um den neuen Service auf. Hoffen wir das Beste.
Keine zwei Stunden nach der Bekanntgabe des neuen Dienstes gab’s aber bereits eine Online-Petition. Von Online-Peitionen halte ich eher weniger, aber hier konnte ich es mir nicht verkneifen, mich einzutragen (#671).
Übrigens sind inzwischen die Werbespots für den neuen Musikservice sowie das Promo-Video mit Iann Robinson online, in dem auch Stars wie Bono von U2, Alanis Morissette oder Sheryl Crow zu Wort kommen. Wer sich die Keynote (Vorstellungsrede) von Steve Jobs ansehen möchte, wird aktuell auf stream.apple.akadns.net fündig. Ich seh’s mir Dienstag-Abend an, jetzt wird’s Zeit für’s Bett.
P.S.: Auf der US-Site prangt in der Hauptnavi nun ein Reiter »Music«, der den erst letztes Jahr eingeführten Reiter »Switch« ersetzt hat (dieser Punkt ist aber immerhin noch an zweiter Stelle in der Subnavi der Startseite zu finden).
Erschienen am Dienstag, 29.04.2003 @ 1:56
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Tags: Apple, Mac
Nachträge und weitere Informationen zu Apples Musikservice, der von Apple-Chef Steve Jobs wie immer in Sportschuhen, Blue Jeans und grauem Pullover
vorgestellt wurde. Motto:
»Rock and roll will never die. It is, however, being reborn.«
Gelegentlich ist zu lesen, dass der Musikservice ab 9. Mai auch in Deutschland verfügbar sein soll, aber das ist eine Falschinformation: Steve Jobs sagte auf der Keynote lediglich, dass die neuen iPods ab kommenden Freitag in den USA erhältlich sein sollen und eine Woche darauf auch international, und das ist der 9. Mai. Über die internationale Verfügbarkeit des Musikdienstes hat er gar nichts gesagt.
Wo ich gerade bei Richtigstellungen bin: Bei Spiegel-online erschien ebenfalls ein Artikel zu den gestrigen Ankündigungen, der aber durch zwei kapitale Fehler Zweifel an der Recherche aufkommen lässt: Apple hat vor einigen Monaten keinen Musikdienst angekündigt, Apple hat in dieser Richtung noch nie was verlauten lassen. Der zweite Punkt betrifft die Aussage, dass im Herbst eine Windows-Version von iTunes rauskommen soll. Auch das ist nicht richtig, sondern pure Spekulation. Es ist zwar denkbar, dass das passieren wird, aber genauso gut kann es sein, dass Musicmatch Jukebox entsprechend aufgewertet wird oder dass sich Apple was ganz anderes einfallen lässt, z.B. einen Browser-basierten Dienst. Es gibt hierzu schlicht keine Aussagen von Apple, nur, dass es den Musikdienst prinzipiell Ende des Jahres auch für Windows geben wird.
Gestern waren viele Mac-Sites unter dem Ansturm zusammengebrochen, auch reine Textticker funktionierten kaum. Apples eigener Stream kam auch nicht auf die Beine. Einige User berichteten in IRC-Channels von den Geschehnissen, Mac-TV.de gab einige Minuten nach Beginn der Keynote die URL eines Audiostreams auf seiner Website bekannt nachdem klar war, dass die Website mit dem Ansturm von mehreren tausend Nutzern überfordert war. Um 21 Uhr berappelte sich der Mac-TV-Server wieder, so dass noch eine Sondersendung durchgeführt werden konnte. Ungefähr ab der Hälfte der Keynote bekam ich via ICQ von Kai einen Link zu einem WindowsMedia-Stream von MSNBC, der aber relativ schlechte Bildqualität (aber immerhin ein Bild) und schlechte Audio-Qualität übertrug.
Jörn von Mac-TV erzählt in einem Artikel etwas über die Hintergründe und die Vorbereitungen zu diesem trubulenten Tag.
»Ein paar besonders schlaue Füchse haben unsere Stream-URL dann in alle Foren der Welt getragen — und dabei den eigenen Stream gefährdet. Wir freuen uns ja, wenn jemand mal für uns Werbung macht, aber bei SO einem Ansturm hätte man die Reklame vielleicht auf Deutschland beschränken sollen. Nur so als Tipp für die Zukunft.«
In einem weiteren Artikel bewertet Jörn das neue iTunes 4, ist allerdings mit der Bewertung »Von fünf maximal möglichen Sternen vergebe ich sechs.« aber IMHO etwas zu optimistisch. In zwei Dingen hat er jedoch Recht:
»Aber Apple wird hoffentlich einsehen, dass das Vorenthalten des Musikstores für europäische Anwender eine Nummer zu heftig ist. Auf die gelben Seiten in Sherlock ist ja sowieso kaum jemand scharf, also wollen wir ein Auge zudrücken. Aber den Musikdienst wollen wir haben. Deutschland ist nicht die Mongolei, und Musik ist sowieso international. Vermutlich gibt es lizenzrechtliche Vereinbarungen zu treffen.«
Wie gesagt, ich bin da skeptisch. Sicher, mit Sherlock kann Apple kein Geld verdienen, aber mit dem Bilderservice in iPhoto, den es nun bereits knapp anderthalb Jahre nur für US-Nutzer gibt. Und es wird wohl leichter für Apple DACH sein, sich nur mit Kodak DACH einigen zu müssen, statt mit den Labels, Sublabels, Distributoren und Künstlern hierzulande. Der andere Punkt, in dem ich Jörn Recht gebe ist jener:
»Die Erfindung eines "Partial Albums" kann getrost gestrichen werden. Dahinter verbirgt sich ein Album, auf dem der eine oder andere Titel fehlt. Abgleitet wurde das von den "Partial Books", bei denen immer wieder ein paar Seiten fehlen. Ebenfalls berühmt ist das "Partial OS", bei dem hier und da ein paar Millionen Zeilen Code fehlen (was aber dort normalerweise nicht auffällt). Die "Partial Albums" sind natürlich eine Restriktion der Plattenfirmen, warum auch immer. Die Plattenfirmen sollten von Apple lernen: Keine Zicken und Fisimatenten, einfach her mit den Songs und ein Preisschild drauf.«
Dass man nicht alle Songs einzeln kaufen kann, ist in der Tat nicht so gut; man bekommt sie nur, wenn man auch das ganze Album kauft. Entschuldigung, aber genau der Fakt, dass man das beim iTunes Music Store in der Regel nicht mehr machen muss, ist ja der Gag dabei, denn Alben, die man komplett durchhören kann, sind selten. Wer es sich selbst mal ansehen will gebe »time pink« in das Suchfeld des Stores ein. »Time« von Pink Floyd kann nur online erstehen, wer auch das ganze Album »Dark Side of the Moon« kauft. Das übrigens, entgegen der meisten Alben im Store, nicht 9,99 USD kostet, sondern 14,99 USD. Dabei ist es alles andere als taufrisch: Laut Muisc Store wurde es am 15. August 1984 veröffentlicht. Anderes Beispiel: Bei »Nine Inch Nails« fehlt das Album »Pretty Hate Machine«. Bonmot am Rande: Der Song »a warm place« vom Album »The Downward Spiral« ist als »explicit« (statt »clean«) gekennzeichnet, obwohl im ganzen Song kein Wort gesagt wird. :-) Muss wohl an der düsteren Grundstimmung liegen.
Bei meinen eigenen Streifzügen durch den Store stellte ich schnell fest, dass 200.000 Songs zwar viel sind, aber nicht alle: Bei manchen Künstlern gibt es nicht alle Alben, sondern nur einige wenige, andere Künstler fehlen ganz, so zum Beispiel natürlich solche, die bei deutschen Labels beheimatet sind, auch wenn sie englische Texte machen (Beispiel: »Fury in the Slaughterhouse«, »Café del Mar«-Compilations, »Terra del Sol«). Das wird sich sicher noch bessern. Manche Song-Samples liegen trotz AAC in 128 KBit/s (sicher?) in erstaunlich schlechter Qualität vor, so zum Beispiel die Stücke von Enya, die in 160 KBit7s mp3 auf meiner Platte besser klingen und wohl noch in 128 KBit/s mp3 runder sind als die dargebotenen Sampels. Ansonsten ist die Qualität durchweg gut und auch die Browse- und Suchfunktionen wissen zu begeistern.
Zum gestrigen Event gibt es bei macminute noch einige Bilder und Apple bietet die Keynote als Stream in sehr guter Bild- und Tonqualität an (Link via macrumors.com; MPEG4-Video, AAC-Audio in 44,1 kHz und 16 Bit Stereo, Auflösung bei mir 256×192 Pixel, 15 Frames, 500-700 KBit/s Datenrate).
Übrigens versuche ich seit gestern verzweifelt, Screenshots vom neuen iTunes 4 zu machen, aber Snapz Pro verweigert sich mir. Egal, wer sich iTunes ansehen will, wird bei den Macminute-Fotos von der Keynote, auf Apples Produktseite und in der PR-Sektion fündig. Macminutes Fotos bzw. Apples Stream sollten in Powerpoint-Schulungen zum Pflichtprogramm gehören: So sieht eine Präsentation aus: Einfache und klare Folien, ohne Firelfanz, Logos in der Ecke oder 90er Jahre Cliparts.
Steven Frank (von Panic) hat in seinem Weblog noch einige Erfahrungen zum neuen Musikdienst zusammengetragen (z.B. zum DRM). Er fasst auch nochmal gut die Argumente pro 99 ¢ und contra Tauschbörsen zusammen (gibt im Prinzip das wider, was Steve Jobs gesagt hat):
»"Gee, 99 cents or free, tough choice!" This is a silly thing to say. Legal and ethical issues notwithstanding, as Steve suggested in his keynote, what you don’t pay in money you pay in time — trying to find the track you want on a p2p network that is (A) intact, (B) not a decoy, (C) on a fast-enough connection, (D) a high quality encode… [Steve Jobs: »A lot of these songs are encoded by seven-year olds and they don't do a great job...«] it all consumes quite a bit of time. Time = money. There is no such thing as a free lunch.«
In Etans Weblog und bei /. gibt es noch weitere Spekulationen zum von Apple verwendeten DRM-Mechanismus.
Ein MacNN-Artikel beschreibt, wie iTunes 4 auch über das Internet Musik streamen kann, nicht nur im lokalen Netzwerk. Der Empfänger braucht allerdings auch iTunes 4 und es funktioniert wegen des DRM nur mit mp3- oder selbst gerippten m4a-Dateien ohne DRM. Übrigens wird beim Streamen nicht die Musik übertragen, die ich gerade höre. Sender und Empfänger können gleichzeitig unterschiedliche Musik hören.
In Apples eigener Knowledge-Base gibt’s natürlich auch noch einige Infos:
Es gibt noch weitere Dokumente in der KB, ich habe nur einige herausgepickt, die vielleicht von allgemeinerem Interesse sind und weniger solche, die spezielle Probleme beschreiben.
Geht die iTunes-Musikbibliothek aus irgendeinem Grund den Bach runter, sind auch alle gekauften Songs weg und man muss sie neu kaufen. Geht für mich in Ordnung, denn ist das gleiche, wie wenn meine CD-Medien zerstört werden, dann bekomme ich auch keinen Ersatz. Außerdem scheint das zu bedeuten, dass bei Apple nicht gespeichert wird, wer welche Musik gekauft hat, und das ist gut.
Letzter Link für heute zu diesem Thema: Heise-Meldung Virgin: Hohe Preise sind schuld am Umsatzrückgang der Musikbranche
Erschienen am Dienstag, 29.04.2003 @ 19:15
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Tags: Apple, Mac
Mittwoch, 30.04.2003
Die heutige Linksammlung zu Apples Musikservice.
DRM-Roundup:
macrumors.com:
iTunes Music Store Digital Rights Summary
ntony.net:
Closing in on Apple’s DRM
TooMuchSexy.org:
Apple’s DRM
Schmankerl:
whatdoiknow.org:
How to Link to Items in the iTunes Store
Irgendwo beim Surfen bin ich auch über Vermutungen zur von Apple im Music Store eingesetzten Hypertext-Sprache gestolpert (ob’s HTML sei oder nicht), aber den Link finde ich leider nicht mehr. Falls ihn jemand hat, bitte als Kommentar posten, danke.
Weitere Einträge allgemeiner Natur in Weblogs zu iTunes 4:
NSLog();
Tits & Wits
Carpe Aqua»I am glad my brother doesn’t have a Mac, because I can just see him one-clicking himself into debt so fast :)«
Erschienen am Mittwoch, 30.04.2003 @ 20:10
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Tags: Apple, Mac
Mein Tag hat nur 24 Stunden, daher in loser Reihenfolge weitere Links:
Wie man fachgerecht Bilder verkleinert… bzw. die eigentliche Anleitung auf
whocares.de
cssbook.com, die Companion-Site zum Buch
Designing CSS Web Pages
Newsweek Special zum neuen Matrix-Film. So ein Shit das ich das erst heute Abend erfahre, denn heute war ich in Nürnberg und hätte im Hauptbahnhof bei der
Internationalen Presse die Newsweek kaufen können. Hmm, aber ich bin am Samstag ja in München, da mal schauen. Oder ist das sogar schon eine ältere Ausgabe?
Moby in
Rolling Stone über den iPod: »In two years, it has changed how we listen to music.«
Beobachtungen zur Kleidung klassischer Jazzer (Link von
koewi.log, dorthin gekommen
von IT&W aus)
Größenvergleiche von Raumschiffen (via
Kniebes)
»
Wibbelnder Feuerteufel«, eine Spiegel-Kritik von Marianne Wellershoff zur gestrigen »Lesen!«-Sendung, bei der Harald Schmidt zu Gast war (ich habe noch keine Zeit gefunden, sie mir anzusehen).
eBay-Gag:
Gitarre zu verkaufen
Kurze Einführung zu »adjacent sibling selectors« (CSS2) von Jeffrey Zeldman.
Nachtrag (02.05.03):Zeldman
schrieb gestern nochmals zu den CSS-Rules:
»Rules-based design accepts that there is no perfect viewing environment. Its goal is to create good presentations across differently enabled environments.«
Erschienen am Mittwoch, 30.04.2003 @ 22:28
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Tags: Sonstiges