Archiv für Mai 2003

Donnerstag, 01.05.2003

Kulinarische Abgründe

Am Dienstag holte ich das von letzter Woche verschobene Essen mit Klaus in der Mensa nach.
So ein Uni-Campus mittags um 12 ist schon beeindruckend: Lauter junge Leute. Wir trafen uns auf dem roten Platz vor der Mensa Süd der TechFak, mit 852 Sitzplätzen die zweitgrößte Mensa der Uni Erlangen. Die Essensausgabe ist etwas größer dimensioniert als im Versorgungszentrum des Uni-Klinikums, das ich noch aus meiner Zivizeit kenne. Bei beiden muss man sich an der jeweiligen Essensausgabe anstellen, die für das gewünschte Gericht zuständig ist. Devise bei den Studenten der TechFak: Bei der längsten Schlange gibt es wahrscheinlich das beste Gericht (die Anzeigetafel war an dem Tag ausgefallen). Die Gyros-Schlange wickelte sich zweimal im Haus, vom Erdgeschoss in den ersten Stock. Klaus wies mich ein:

»Du brauchst einen Löffel. Wenn Du zum Essen einen Löffel brauchst, dann brauchst Du zwei Löffel.«

Ich war auf alles gefasst und nahm trotz Gyros einen Löffel mit. Wenig später war klar, weswegen: Die Tabletts, die nur noch in der Mensa Süd als Fressnäpfe ausgeführt sind (das essen wird direkt in Vertiefungen auf dem Tablett geladen), sind alle uneben. Um einigermaßen vernünftig essen zu können und nicht mit einem ständig wackelnden Tablett kämpfen zu müssen, schiebt man den Löffel an der höher gelegenen Seite unter das Tablett, um es zu stabilisieren.
Das Gyros? Ja, das »Gyros« konnte zwar mit keinem Griechen dieses Erdenrunds mithalten, aber es machte dann doch satt. Ich wusste allerdings teilweise nicht, ob ich noch Fleisch oder nur Panade aß.
Abschließend sah ich mir noch einige Meter der Pinnwände im Foyer an, aber aus Stellensucher-Sicht war das kein besonders ergiebiges Unterfangen: Überwiegend hingen Wohnungsgesuche aus und es gab einige Angebote für Diplomanden oder Jobs am unteren Ende der Hackordnung (Call-Center). Abgesehen davon erwiesen sich die Stellwände auch als redundant: An jeder Pinnwand fanden sich die gleichen Zettel wieder.

Um 13 Uhr radelte ich weiter in die Innenstadt. Mein Hautarzt hat zweimal die Woche offene Sprechstunde, das heißt, man kann ihn oder seine Frau, die auch Dermatologin ist, ohne Termin sprechen. Eine Terminsprechstunde gibt es nicht. Der Andrang ist riesig: Wer um 14 Uhr, dem offiziellen Beginn, erscheint, bekommt von den Sprechstundenhilfen gesagt, man möge in drei Stunden nochmal kommen. Man tut also gut daran, sich nach Möglichkeit bereits eine Stunde vor der ausgeschriebenen Sprechstunde aufzustellen. Ich hatte Glück: Obwohl ich erst um 13:15 ankam, warteten nur drei Leute vor mir. »Innen« ging es dann auch relativ schnell (drei Leute eben). Warum erzähle ich das? Weil es sich lohnt, so lange zu warten, denn mein Hautarzt ist der beste in der Region. Neue Patienten werden nicht mehr aufgenommen, die Wartelisten sind voll.
Der Haarausfall hat sich wohl erledigt. Es war recht mühsam, wochenlang zweimal die Woche zur Bestrahlung zu müssen, aber die Haare sind nachgewachsen.

Erschienen am Donnerstag, 01.05.2003 @ 0:45 | Kommentare deaktiviert
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Becker von Mittwoch

Becker: Morgen. Schön Euch zu sehen.

Bob: Oh, das ist aber nett, Becker.

Becker: Ich sprech’ mit meinen Zigaretten.

Erschienen am Donnerstag, 01.05.2003 @ 2:49 | Kommentare deaktiviert
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Fortschritte in der Luftmatratzen-Technologie

Auch heute (Mittwoch) wieder den ganzen Tag auf Achse.
Der Tag war relativ kurz, da ich mich erst um 12 Uhr mittags aus dem Bett schälte. Nicht, dass ich das Bett gestern zu spät aufgesucht hätte, ich habe nur zu lange geschlafen. Außerdem musste ich noch einen Traum zu Ende träumen: Mir geht das manchmal so, dass mich die Wirklichkeit wieder ins Leben und den wachen Zustand zurückrufen will, aber dass die Geschichte in meinem Traum einfach noch nicht zu Ende erzählt ist. Im schlaf schaffe ich es dann, mich innerlich nochmal umzudrehen und weiter zu träumen. Es ging darum, dass ich mit meiner Mutter in einem Baumarkt Regenschirme für eine Hochzeit gekauft habe. Völlig wirres Zeug. Gut, dass ich mich nicht an mehr als den Schluss erinnern kann.   :-)
Raus aus den Federn, ich hatte für heute ein Treffen mit Markus vereinbart — ein früherer Bankkollege –, das ich schon zweimal schieben musste. Beim Aufstehen hörte ich von draußen bereits, dass es nass war: Autoreifen auf einer nassen Straße hören sich eben ganz anders an als auf einer Trockenen. Nach dem Waschen und Anziehen zog ich die Jallouise hoch und stellte fest, dass es wohl geregnet hatte, es jetzt aber nur noch »zugezogen« war und der Regen mittlerweile aufhörte. Hätte es noch geregnet, wäre ich mit dem Rad nur die zwei Kilometer nach Vach runtergefahren um von dort mit dem Bus nach Fürth zu fahren. Aber meine präferierte Strecke war mit dem Rad die zehn Kilometer nach Erlangen, von dort mit dem Zug bis Fürth, um auf dem Rückweg in Erlangen noch einige Dinge erledigen zu können. Gesagt, getan. Ich kam knapp zehn Minuten vor Abfahrt des Bummelzugs am Bahnhof an und entschied mich an einem Automaten gegen das Tagesticket für Erlangen-Nürnberg (8 Euro) und für die 10er Streifenkarte (7,50 Euro). Ich stempelte drei Streifen für die Fahrt bis Fürth und ging auf’s Gleis. Im Zug las ich einige Ausdrucke von Websites: Spiegel, Heise. 14 Uhr, Ankunft in Fürth und bei meinem Kollegen begann die Mittagspause. Wir trafen uns vor der Bank und gingen Richtung Rathaus, um dort Döner bzw. Lahmacun zu essen. Wir unterhielten uns gut und zurück in der Filiale zeigte ich ihm noch meinen iPod, den er noch nie live gesehen hatte, und deswegen von der Kompaktheit des Geräts angenehm überrascht war. Außerdem gab ich ihm seine Klettervideos zurück und davon erstellte DVDs.
14:50, ich fuhr vom Fürther Hauptbahnhof mit der U-Bahn weiter Richtung Nürnberg (2 Streifen). Wenn ich schon mal in der Gegend bin, muss ich natürlich auch einen Abstecher beim weltbesten Dönermann machen, »Ballerina-Döner« am Rathenauplatz. Mit der U1 vom Fürther Hbf bis zum Plärrer, dort umgestiegen in die U2, die über den Nürnberger Hbf zum Rathenauplatz fuhr. Am Rückweg vergaß ich glatt, erneut zu stempeln. Erwähnte ich bereits, dass Streifenkarten nerven wie die Seuche? Aber nix passiert, bis zum Nürnberger Hauptbahnhof zurück waren es nur zwei U-Bahn-Stationen, dort stempelte ich die gleichen vier Streifen für die Rückfahrt per Zug nach Erlangen ab, die ich auch am Rathenauplatz gestempelt hätte. Hmm, ich muss nochmal durchrechnen, ob sich für München nicht eine Jahreskarte nur für die zwei inneren Ringe lohnen würde (337 Euro). Damit käme man vom Schön-Wetter-Griechen im Westen (Laimer Platz) bis zum Schlecht-Wetter-Griechen im Osten (Prinzregentenplatz). Im Süden von der Endstation der U1 bis zum Olympiazentrum im Norden. Für den dritten Ring täte es dann die Netzkarte der Bahn (für die S-Bahn).
Zurück zu Nürnberg/Erlangen. Der Zug fuhr um 15:50. Zurück in Erlangen, Geld abheben. Kurios: Im neuen, noblen Schlosscafé gibt es doch tatsächlich ein Fenster, an dem Döner feilgeboten wird. Muss ich beim nächsten Mal testen. Nach der Apotheke neben dem Schlosscafé weiter zur Änderungsschneiderei, um meine beiden — vor einer Woche in Auftrag gegebenen — Jeans abzuholen. Die Ausbesserung für beide kostete 18,40 Euro. Da ich nicht gerade ein hagerer Typ bin und zudem viel Rad fahre, scheuern sich meine Hosen schnell durch; keine von meinen Bank-tauglichen Hosen erlebte während meines Jobs in der Bank ihren ersten Geburtstag, so dass ich zum Schluss (ab 2002) auch in der Bank auf beige oder schwarze Jeans aus feinem Stoff umstieg, da die langlebiger zu sein schienen. Aber falls jemals das Bedürfnis besteht, dem Spiel Stein-Papier-Schere eine neue Note zu geben, wird »Sattel« in jedem Fall »Jeans« schlagen. Ich weiß nicht, wie die Damen bei der Änderungsschneiderei das hinbekommen haben, aber die Risse im Schritt sind geflickt. Einen Sommer werden beide Hosen noch überstehen, aber dann werden wohl neue fällig sein.
Letzter Punkt auf meinem Notizzettel: Matte. Über’s Wochenende werde ich wieder drei Übernachtungen bei Holger und Stefie verbringen (SA auf SO, SO auf MO und MO auf DI). Bei meinem ersten Besuch letzten Sommer konnte ich noch auf einer am Boden liegenden Matratze schlafen, aber bis zum darauf folgenden Besuch im Februar (1, 2) verschwand die im Keller und wir waren zu faul, sie von dort ohne Aufzug in den fünften Stock zu tragen. In der ersten Nacht schlief ich auf einer handelsüblichen Isomatte. In der zweiten Nacht schlug ich den dicken Teppich um, legte noch zwei Decken aus dem Keller und die Isomatte darauf, aber der harte Parkett-/Laminatboden war immer noch zu spüren. Bei meinem nächsten Besuch am kommenden Wochenende werde ich mit Klaus und Steffi im Auto nach München fahren, denn am Samstag-Abend ist in Matthias’ neuem Büro Einweihungsfeier. Klaus und Steffi werden ebenfalls eine Übernachtung bei Holger und Stefie einlegen. Am Dienstag unterhielten Klaus und ich uns in der Mensa auch über’s bevorstehende Wochenende und über Schlafmöglichkeiten unter Holgers Tischplatte (bei fünf Leuten muss man ein bisschen improvisieren). Klaus ist seit einigen Jahren begeisterter Höhlengänger und hat entsprechende Erfahrung mit Outdoor-Equipment (Achtung, lauer Gag: oder besser »Indoor«?). Wie man sich bettet, so liegt man, und so gibt es mittlerweile auf dem Gebiet der Liegematten einige beachtliche Fortschritte, die spurlos an mir vorübergegangen sind. Das ist so ähnlich, wie wenn mich freundliche Bus-/Autofahrer und Passanten manchmal darauf hinweisen, dass an meinem abgestellten Rad das Rücklicht noch brennt und sie dabei annehmen, es handele sich um ein Batterie-betriebenes Standlicht. Seit einigen Jahren (mindestens seit 1998, als ich mein neues Rad nach zehn Jahren altem Rad gekauft habe) gibt es Rück- und sogar Vorderstrahler, die nicht nur während des Tretens vom Dynamo gespeist werden, sondern bei denen während der Fahrt noch eine kleine Akkuzelle aufgeladen wird. Die "neuen" Wunder-Liegematten heißen »Therm-a-Rest« und wurden 1971 von Cascade Designs aus Seattle erfunden (siehe auch albatrosoutdoor.de). Sie ist eine Mischung aus Luftmatratze und Isomatte: Zusammengerollt so kompakt wie eine Isomatte, ausgerollt so komfortabel wie eine Luftmatratze. Bonusmaterial: Das Ding bläst sich auch noch selbst auf, so dass man sich nicht eine 1/4 Stunde lang die Lunge aus dem Leib blasen muss wie bei einer herkömmlichen 10-Euro-Luftmatratze aus dem Baumarkt (gleich neben den Regenschirmen). Womit wir schon beim Nachteil dieser Spezial-Liegematten sind: Sie sind schweineteuer. Klaus hat für seinen Metzler-Nachbau um die 60 Euro gezahlt und die Dimensionen über alles sind 190×65x3 Zentimeter. Ich wusste, bevor das Wochenende näher rückt muss ich noch so eine Matte kaufen, um mir meinen Rücken nicht auf Holgers Laminat zu ruinieren. Am Dienstag klappte es mit einer Demonstration seiner Matte bei ihm leider nicht mehr. Diesen Mittwoch wollte ich die Gelgenheit in der Stadt nutzen, um einige Outdoor-Läden in Erlangen abzuklappern: Alpinist & Globetrotter, Avalanche, Rotpunkt Sport. Zufällig habe ich erst vor ein paar Tagen auf der Homepage von Ortlieb gesehen, dass Ortlieb seit 2003 eben solche selbstaufblasenden Liegematten im Sortiment hat. Auf der Newsseite heißt es:

»Wer sich gern warm, trocken und rutschfest bettet, kommt künftig an der neuen, selbstaufblasenden ORTLIEB-Liegematte nicht vorbei.
Extrem abriebfestes, durchstoßsicheres und wasserdichtes Gewebe ermöglichen das Nächtigen und Ausruhen auch auf rauhen, nassen Böden und dank der außerordentlich rutschhemmenden Oberflächen wacht man auch dort wieder auf, wo man sich zur Ruhe gelegt hat.«

Wenn es ein Produkt auch von Ortlieb gibt, kaufe ich bei Ortlieb, auch wenn das Original von einer anderen Firma kommt. Vor zehn Jahren bin ich durch Rainer auf die Firma gestoßen und seit fünf Jahren selbst begeisterter Nutzer. Ortlieb stellt Produkte her, die wasserdicht sind: Fahrrad- und Motorradtaschen, Rucksäcke, Fahrradkuriertaschen (dem Verkehr in der Stadt nach zu urteilen, sind sie da Marktführer) und anderes mehr. Sicher, es gibt auch andere Hersteller, aber Ortlieb sind die Erfinder von wasserdichten Taschen, mit dem bekannten Rollverschluss und seit einigen Jahren auch mit dem wasserdichten Reißverschluss. Nachdem mir vor ein paar Jahren wiederholt Zeitschriften in einem normalen Schüler-Rucksack durchgeweicht sind (bei Sonnenschein losgeradelt, im Platzregen heim), kaufte ich mir einen Rucksack von Ortlieb, seitdem habe ich nie wieder solche Probleme gehabt. Mit Ortlieb-Taschen kann man tatsächlich auch tauchen gehen. Der Rucksack war teuer: damals 250 Mark (130 Euro).
Bei Rotpunkt Sport gab es nur die Matten von Cascade Designs. Wenn man relativ groß ist, so wie ich mit 186 Zentimetern, braucht man zwangsläufig auch eine größere Matte als jemand, der etwas kompakter gebaut ist. Die normalen Matten sind 183 cm lang und kosten 60 bis 80 Euro; größere Matten mit 190, 195 oder 200 cm kosten gleich über 100 Euro. Ich dankte und fuhr zwei Blocks weiter zum Alpinisten. Auch Therm-a-Rest, aber auch Ortlieb! Problem auch hier: Bei einer vernünftig großen Liegefläche bleibt einem nichts anderes übrig, als zum größten Modell von Ortlieb zu greifen (195×60x5 cm), das »Premium« heißt und auch einen Premium-Preis hat: 109 Euro. Die nächstkleineren Matten sind bei Ortlieb alle 184 cm lang und 52 cm breit und unterscheiden sich nur in der Dicke (2,5 cm für 70 € UVP; 3,8 cm für 75 € und 5 cm für 100 €). Nachdem ich dem Verkäufer erzählte, dass ich mich im Matten-Business überhaupt nicht auskenne und erst noch bei einem Freund testliegen wolle, schlug er vor mir bis Freitag die große Matte zurückzulegen. Er hat von Ortlieb nur zwei geliefert bekommen und derzeit gibt es einen Lieferengpass. Ich willigte ein, verabschiedete mich und fuhr weiter zum Neuen Markt, um im Horten-Supermarkt einen Schluck zu trinken zu kaufen. Mein neuer Favorit ist »Bonaqa sportswater citrus«, das, anders als das normale Bonaqa, das mehr aus Kohlensäure als aus Wasser besteht, ein totes Wasser ist und von daher nicht so explosiv. Statt des fehlenden Gases gibt es aber einen Hauch Zitronengeschmack — sehr gut. Mit 99 ¢ für einen 3/4 Liter nicht ganz billig (oder was kostet ein Kasten 3/4-Literflaschen normalerweise?), aber dafür pfandfrei. 17 Uhr, Telefonat mit Klaus. Zurück zum Laden, nach der Öffnungszeit gefragt. Bis halb sieben. 20 Minuten später klingele ich an Klaus’ Wohnungstür und er demonstriert mir seine Matte, die von den Maßen genau zwischen den beiden Ortliebs ist, die bereits erwähnten 190×65x3 Zentimeter. Erstens: Es liegt sich sensationell gut! Wenn es vorhin noch einen Moment des Zweifels gab, ob 110 oder auch nur 75 Euro für eine bessere Luftmatratze nicht etwas viel sind: forget it! Und selbst wenn ich sie nur einmal benutzen würde (und ich habe mehrere Einsätze vor), dieses Geld ist sie ohne jeden Zweifel wert. Zweitens: Kleiner dürfte sie nicht sein. Damit war die Entscheidung klar: Es muss die »Premium« sein. Um 17:45 fuhr ich wieder zurück und kaufte sie um 18 Uhr. Tüte? Nein, quatsch, die Matte klemme ich auf den Gepäckträger. Ich hätte heute Mittag um 13 Uhr nicht gedacht, dass ich so lange unterwegs sein würde und fuhr deswegen nur im T-Shirt los (keine Angst, eine Hose habe ich nicht erst in der Änderungsschneiderei angezogen). Inzwischen hatte es sich merklich abgekühlt und der Himmel war nun schwarz; Regen stand jeden Moment bevor. Es fing erst auf halber Strecke zwischen Kriegenbrunn und Hüttendorf an, 500 Meter vor der Haustür. Glück gehabt.

Abendprogramm: Surfen, lesen, schreiben, Stargate, lesen, schreiben, Schmidt-Show, schreiben, Becker, schreiben, schreiben.

Nachtrag (03:15 Uhr): Kurioses an der Fürther Freiheit: Ein Ziehharmonika-Spieler, sitzt auf einem Hocker. Auf seiner Schulter die Hinterbeine eines wuscheligen Hundes im Dackelformat. Die Vorderbeine des Hundes stehen auf der Ziehharmonika. Durch das Spiel gerät auch das Gerät leicht ins Wippen (wenn auch die passive Seite) und der Hund hält das Gleichgewicht, wie er so auf der Ziehharmonika und der Schulter des Mannes steht. Göttlich.

Erschienen am Donnerstag, 01.05.2003 @ 2:49 | Kommentare deaktiviert
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Becker von Dienstag


Becker: Oh, es überrascht mich, dass Sie gekommen sind.

Patient: Mich überrascht es, dass Sie Arzt sind. Ich dachte Ihr Beruf ist es, mich zu quälen.

Becker: Nein, das ist nur mein Hobby.

Erschienen am Donnerstag, 01.05.2003 @ 3:35 | Kommentare deaktiviert
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Die heutigen Music Store-Links

TIME-Interview mit Steve Jobs (via IT&W)

Phataudio.org: Codec-Vergleich (via IT&W)

Daring Fireball über iTunes 4

rentzsch.com über Apples Micropayment und die Kreditkartenabrechnung des Stores (via Daring Fireball)

Von Fortune.com:
Steve Jobs’ New Act
How the iTunes Music Store works
Which Celebs are Fans?
Review: The new Class of iPods
Fast Forward: Apple lets it rip

Noch einige Links zu c’t-Artikeln bzgl. Audio-Codecs:
c’t 3/2000: MP3 gegen CD: Der Hörtest (1,00 €)
c’t 6/2000: Der c’t-Leser-Hörtest: MP3 gegen CD (kostenlos)
c’t 19/2002: MP3-Nachfolger im c t-Hörtest (0,70 €)
c’t 19/2002: MP3 und seine designierten Erben (0,80 €)

Erschienen am Donnerstag, 01.05.2003 @ 13:30 | Kommentare deaktiviert
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Bilder aus dem Einkaufsparadies

Suchen im Musikbestand von iTunes 4Nachdem das weltbeste Screenshot-Tool Snapz nicht so wollte wie von mir gewünscht, und sich bei Screenshots mit iTunes 4 im Vordergrund verweigerte, habe ich meine Bildschirmfotos mit der im System eingebauten Capture-Funktion geschossen (Apfel+Shift+3 bzw. +4).

Also, was ich noch zeigen wollte ist die neue Suchfunktion von iTunes. Sowohl in der eigenen Bibliothek und den Wiedergabelisten, als auch im Shop stehen die selben Optionen zur Verfügung, wenn man auf die Lupe klickt (siehe Bild oben links): Alle, Interpreten, Alben, Komponisten, Titel.

Ich sprach davon, dass es kinderleicht ist, mit iTunes 4 Musik zwischen zwei Macs zu streamen. Tatsächlich genügt es, »Nach gemeinsam genutzer Musik [zu] suchen«, um Musikstreams von anderen Macs im lokalen Netz zu empfangen. Um selbst als Sender zu fungieren, muss nur die Option »Meine Musik gemeinsam nutzen« aktiviert werden. Der Windows-Way wäre vermutlich ein dreifach verschachtelter Dialog mit zwei Dutzend Einstellmöglichkeiten. So sieht der Mac-Way aus:

Musik-Sharing in iTunes 4

Hier noch ein Screenshot des gesamten iTunes-Fensters mit der Startseite des Music Stores im Vordergrund (Bild anklicken, um eine größere Version zu laden):

Startseite des Music Store

Zuletzt einige weitere Fotos des Stores in Action (auch hier: Anklicken für größere Versionen):

So sieht es aus, wenn man durch den Store browst. Die Funktion wird über den »Übersicht«-Knopf oben rechts aufgerufen, anschließend hangelt man sich von links nach rechts erst durch die Genres, dann die Interpreten und am Schluss die Alben. Statt eines Albums kann man auch »Alle« auswählen, um sich sämtliche Titel eines Künstlers im Store anzeigen zu lassen; bei Sting sind es derzeit 131 Stücke.
Dies ist die Ansicht die erscheint, wenn man nach dem Browsen oder nach einer Suche auf den Pfeil neben dem Namen des Künstlers geklickt hat. Sting ist einer von zwanzig »gefeatureten« Interpreten im Music Store und bekommt deswegen eine spezielle Seite.
Hier die Seite eines »normalen«, nicht von Apple gefeaturten Interpreten. Durch Anklicken eines Albumfotos im Store kann man sich die einzelnen Tracks ansehen.
So sieht’s dann aus, wenn man ein Albumcover angeklickt hat. Durch einen Klick auf »Buy Album« kann ein ganzes Album mit nur einem Mausklick gekauft werden. Die Songs werden dann sofort in die iTunes-Bibliothek auf die lokale Festplatte übertragen und erscheinen in einer Playlist »Purchased Music«. Einzelne Songs können ebenfalls per Klick auf »Buy Song« unkompliziert gekauft werden. Falls man das Einkaufswagen-Modell vorzieht, kann man eine entsprechende Einstellung in den iTunes-Preferences tätigen und alle Songs/Alben werden zunächst zu einem Einkaufswagen hinzugefügt und nicht sofort gekauft. Wie überall im Store gilt: Doppelklick auf einen Songnamen und die 30-sekündige Preview wird geladen.
Man beachte ganz oben auch die »Breadcrumbs«, die anzeigen, wo man sich aktuell im Store befindet (»Home > Rock > Sting > …All This Time (Live)«). Ein Klick darauf führt schnell wieder eine oder mehrere Ebenen höher, z.B. zurück zum Interpreten (hier: Sting) oder zurück zur Startseite des Stores. Links daneben sind die von Webbrowsern bekannten Vor-/Zurück-Buttons.
Hier ein Beispiel für das Ergebnis einer Suche. Die Treffer werden nach Relevanz sortiert, sie können aber auch durch Klick auf eine der anderen Spaltenüberschriften (»Titelname«, »Dauer«…) sortiert werden. In dem Beispiel habe ich die Suche nicht eingeschränkt, sondern nach allem suchen lassen, worin der Suchbegriff »Sting« auftaucht, weswegen hier auch Titel von den Scorpions erscheinen (wegen des »Sting« im Titelnamen). Die Ausgabeseite der Ergebnisse wird auf 100 Treffer beschränkt. Um nicht in einer Flut von Treffern zu versinken, lässt sich die Suche mit mehreren Stichwörtern eingrenzen. »sting scorpions six« liefert nur »Six String Sting« von den Scorpions vom 1997er Album »World Wide Live (Remastered)«. Der Store ist sehr schnell: Es dauert nur ein bis zwei Sekunden, bis nach einer Suchanfrage die Ergebnisliste präsentiert wird (ich habe hier eine 1 MBit/s-Leitung).

Das Schöne am Music Store ist auch, dass er unaufdringlich ist: Es gibt keine nervenden Pop-ups und keine Werbeeinblendungen. Just Music.

Erschienen am Donnerstag, 01.05.2003 @ 15:26 | Kommentare deaktiviert
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Freitag, 02.05.2003

»Wegen des metrischen Systems?«

Gerüchten zufolge soll der Hamburger Royal mit Käse demnächst wieder sein Comeback im Standardprogramm feiern.
Oh ja…

Nachtrag (21:40 Uhr): Den Royal gibt es bereits wieder, im Rahmen der McDeal-Aktion für 1,99. Das musste ich heute natürlich gleich zelebrieren.

Erschienen am Freitag, 02.05.2003 @ 6:35 | Kommentare deaktiviert
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Wording

Mich irritiert, dass die Telekolleg-Sendungen für das Fach Volkswirtschaftslehre »<it>-Kompaktkurs« heißen.
Warum nennt man sie nicht auch einfach analog zu »Telekolleg Deutsch« oder »Telekolleg Biologie« »Telekolleg VWL«? »it« für VWL ist dämlich, erst Recht im HTML-Tag-Style mit spitzen Klammern, denn damit hat VWL gar nichts zu tun.

Erschienen am Freitag, 02.05.2003 @ 15:05 | Kommentare deaktiviert
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For your reading pleasure

Macrumors bezieht sich in einem Bericht auf Billboard, wonach in den ersten 18 Stunden bereits 275.000 Songs im iTunes Music Store gekauft wurden.

Die neuen iPods (Rev. C) werden nicht mit der Firmware 1.3 ausgeliefert, sondern mit der Software 2.0 (Quelle: Apple. Die 1.3 ermöglicht es den Revision A- und B-iPods lediglich, AAC-Dateien abzuspielen, sowohl selbst gerippte (m4a) als auch geschützte aus dem Store (m4p). Die neuen Funktionen wie On-the-Go-Playlists und Menüumstrukturierung bleiben den neuen iPods mit Firmware 2.0 vorbehalten.

In dem kürzlich bereits verlinkten TIME-Interview sagte Steve Jobs, dass ihnen kleinere Labels bereits die Bude einrennen und daher in Kürze auch mit Werken von Künstlern anderer Labels zu rechnen ist.
Beim Maverick-Label (u.a. Alanis Morissette) soll es technische Probleme gegeben haben, aber noch kommende Woche sollen 90% aus deren Katalog im Store verfügbar sein.
Bezüglich der internationalen Verfügbarkeit hieß es in einem Wired-Artikel:

»The labels’ Byzantine licensing process is preventing Apple from offering more songs from more artists, and from bringing the store to international users. Most tracks have to be cleared by a different licensing authority for each country.«

[Was ist mit »byzantinischem Lizenzierungsprozess« gemeint? Irgendeine Redewendung im Zusammenhang mit Byzanz, die ich nicht kenne?]

Bei John Gruber kann ich zwei Artikel empfehlen:
»Et Tu iTunes? «Darin, für Windows-User interessant: Einer der Gründe, weswegen die Bedienung von Mac OS im Vergleich zu Windows leichter von der Hand geht: Bei Mac OS gibt es kein click-through. Was das ist? Artikel lesen. Safari ist derzeit leider eine Ausnahme dieses Prinzips (und bei Browsern habe ich dieses Feature schätzen gelernt).
In »More iTunes Minutiae« gibt es einen Nachtrag von John zu seinem gestrigen Text.

Erschienen am Freitag, 02.05.2003 @ 23:32 | Kommentare deaktiviert
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Ausblick

Morgen früh ist wieder Kollegtag, der erste im dritten Trimester. Einen Stundenplan gibt’s noch nicht, deswegen geht’s auch für mich um 8 Uhr los und ich lasse mich überraschen.
Anschließend wieder nach Hause, aber nur auf einen Sprung: Sachen noch gar zusammenpacken, und dann geht’s mit Klaus und Steffi nach München. Am Abend Einweihungsparty von Matthias’ neuem Büro. Übernachten bei Holger und Stefie und ein gemeinsamer Sonntag zu fünft. Montag um 14 Uhr geht’s mit dem ersten Tag an der SAE los. Dienstag ebenfalls um 14 Uhr und Dienstag-Abend per Zug wieder nach Hause.
Sofern sich Zeit findet, werde ich aus München berichten, wahrscheinlich aber erst am Montag.

Erschienen am Freitag, 02.05.2003 @ 23:54 | Kommentare deaktiviert
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Sonntag, 04.05.2003

@ gameworker.de

Gin Tonic, Cosmo, Pina Colada, Cosmo…

Erschienen am Sonntag, 04.05.2003 @ 0:04 | Kommentare deaktiviert
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Montag, 05.05.2003

Dritte Runde

Kurzer Bericht vom Kollegtag letzten Samstag.
Von anfangs knapp 40 Leuten sind nun noch 21 übrig geblieben. Erster Stunde: Englisch. Darauf folgte Deutsch mit einigen organisatorischen Dingen, kurzer Besprechung des Stundenplans für dieses Trimester und dann der Einführung in die Literatur: Redeweisen, Erzählsituationen und das Zeitgerüst. Anschließend gab es für mich erstmal zwei Freistunden: Mathe und Physik. Um 11:30 ging’s weiter mit der ersten Doppelstunde Informatik: Einige einleitenden Worte, zwei Arbeitsblätter zu Excel (wo befindet sich die Menüleiste, was sind wichtige Elemente z.B. die Zeilen, Spalten und Zellen…) und dann ging’s los mit drei kleinen, einfacheren Tabellen. Für mich war’s eher langweilig.   :-)   In der nächsten Stunde befassen wir uns mit Wenn-Dann-Sonst: IMHO ein gutes Feature, mit dem man viel anfangen kann, aber auch nicht neu für mich). Nach sechs Stunden war’s das für diesen Samstag, um 13 Uhr war die Schule vorbei. Der nächste Kollegtag ist in zwei Wochen.

Erschienen am Montag, 05.05.2003 @ 11:08 | Kommentare deaktiviert
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Mittwoch, 07.05.2003

…und Party on, Garth!

Am vergangenen Wochenende war ich in München: Am Samstag Einweihungsfeier bei Matthias, am Sonntag ausspannen, am Montag mein erster Schultag in der SAE, am Dienstag der zweite und Heimreise.
Dieser Eintrag erzählt vom Samstag.

Nach dem Kollegtag fuhr ich mit dem Bus wieder nach Vach und radelte von dort zehn Minuten nach Hause (der Heimweg dauert doppelt so lang, da es einen fiesen Berg hinauf geht). Ich rief Klaus an und prognostizierte ihm, dass ich wohl noch eine Stunde brauchen würde, bis 15 Uhr, bis ich mit Packen fertig sei. So kann man sich täuschen: Ich war bis 15:30 noch mit dem iBook und meinem Power Mac befasst, da ich das iBook nun doch nach München mitnehmen werden. Holgers Powerbook ist in Reparatur und er muss im Büro am PC arbeiten, den ich sonst benutzt hätte. Vom iBook musste ich die Dateien von meiner Schwester und meinem Vater per FireWire auf den großen Rechner kopieren und ich benötigte auch noch einige Dinge auf dem iBook. Tasche zusammengepackt, Klaus angerufen. Es könne noch etwas dauern, er ruft mich zurück.
Ende vom Lied: Wir fuhren erst um 17 Uhr los. Nach 20 Minuten machte ich es mir auf der Rücksitzbank bequem und döste ein wenig. Ich fahre ungern auf Autobahnen, sowohl selbst am Steuer als auch als Beifahrer, und bei langen, mehrstündigen Fahrten in den Urlaub ziehe ich es auch vor, mich hinzulegen und zu schlafen, um mir nicht die haarsträubenden Situationen ansehen zu müssen, weil wieder nur Bekloppte unterwegs sind. Später wurde ich auch kurz durch ein Hupen geweckt; Klaus meinte nachher, je näher wir München kamen, desto rabiater wurde die Fahrweise von manchen Verkehrsteilnehmern und es hat in den 180 Kilometern bzw. 1 3/4 Stunden Fahrt vier oder fünf Beinahe-Crashs gegeben. Von daher: Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß, deswegen schlafe ich lieber oder fahre mit dem Zug.

Ankunft gegen 18:40 Uhr. Wir fuhren von Norden über Schwabing und die Leopoldstraße in die Stadt ein, kamen am Hotel Leopold vorbei, in dem ich manche Nacht zugebracht hatte und an der früheren Filiale meiner Bank, in der ich einige Monate sehr gerne gearbeitet habe, bevor die Filiale geschlossen wurde. Die Wochen und konkret die letzte Woche vor der Schließung war eine der besten Zeiten überhaupt in den sieben Jahren, in denen ich bei der Bank gearbeitet habe (mit Ausbildung). Es gab schon noch andere gute Zeiten, aber das war nicht zu toppen.
Am Odeonsplatz rechts weg, Richtung Westen nach dem Hauptbahnhof. Nymphenburger Straße, Pappenheimer Straße und wir waren da; wunderbar gefunden. Unterwegs hatten wir sowohl mit Holger telefoniert, bei dem wir übernachten würden, als auch mit Matthias, bei dem die Party anstand. Wir entschieden uns gemeinsam dafür, mit dem Auto direkt zu Matthias zu fahren, da man bei Holger Nähe Rosenheimer Platz eh nicht parken kann.
Offiziell ging es um 18 Uhr los, wir traffen um 19 Uhr ein. Matthias, Andy und drei weitere Leute, die ich nicht kannte, weihten heute ihr neues Gameworker-Büro ein. Ein sehr cooles Büro: Links eine Garage für den fünften Mann, rechts ein 25m2>-Raum mit einem riesigen Schreibtisch entlang der Wand, mit fünf TFT-Panels darauf, an denen Matthias und Andy arbeiten. Unter dem Tisch ein großer Sitzsack (»Als wir das im Laden sahen haben wir uns angeschaut und gefragt: Wo drehen wir den Film?«). Die Wände weiß gestrichen, an der einen Wand die SAE-Abschlusszeugnisse von Andy und Matthias, darunter ein CD-/DVD-Regal, in einer Ecke eine kleine Bücherwand, auf der anderen Seite noch ein CD-/DVD-Regel und neben der Tür über einem schwarzen Ledersofa ein Bücherregal mit Fachliteratur und bis zur Decke gestapelten Software-Packungen. Ein kurzer Durchgang, links eine 2m2>-Küche, rechts eine ebenso »große« Toilette. Dahinter noch ein kleinerer Raum für die beiden anderen Leute mit gegenüber stehenden Schreibtischen. Es wird kein Platz verschenkt: Alle Räume sind rechteckig geschnitten und so gibt es auch null Verschnitt.
Für die Feierlichkeiten wurde in den hinteren Räumlichkeiten das Buffet aufgebahrt, vorne gab es fünf 1-Meter-Subs von Subway, im Eingangsbereich Karins Notebook (nicht Karin H. oder M., sondern C.). Sie hat ein altes Sony Vaio aus der Zeit, als die Vaios noch gut aussahen. Ein N505 oder sowas ähnliches, zusammengeklappt nur 2,1 cm dick (mein iBook ist 3,4 cm dick, Holgers 15″-TiBook 2,6 cm, Stefies neues 17″-AluBook 3,0 cm). Sowas ist für die Gäste auf der Party, die aus der Branche kommen, ein Muss: Mal eben Mails abfragen oder noch die schnell die konsumierten Cocktails ins Weblog eintragen. Da die Cocktails frei waren, genehmigte ich mir vier: Gin Tonic, eine Pina Colada und zwei Cosmopolitans. Cocktails: Links, in der Garage, wurde eine Bar aufgebaut und Matthias und Co. haben Vasko Lalic und Matthias Knorr von »Bar’n'Fly engagiert. Während die Jungs Cocktails mixten, jonglierten sie mit Flaschen, Bechern, Gläsern und anderen Utensilien, später zeigten sie auch noch Feuerjonglage. Sehenswert und lecker! Werner Fleischer, Täuschungskünstler, Freund von Matthias und auch bei Bar’n'Fly dabei, faszinierte u.a. mit Kartentricks. Aus der Garage wurde per DV-Cam und Firewire das Bild rüber in den Raum rechts des Flurs übertragen, wo es ein Beamer an die Wand schmiss. Dekadent!   :-)
Viele Leute, gute Gespräche, neue Kontakte. Holger und Stefie trafen gegen 20 Uhr ein. Zu fünft verließen wir gegen 1 Uhr den Ort des Geschehens. Da wegen der erhöhten Alkoholzufuhr niemand von uns mehr vernünftigerweise fahren konnte, ließen wir das Auto stehen, holten nur unsere Sachen aus dem Wagen und liefen zur nahen U-Bahnstation Stiglmaierplatz und fuhren eine Station zum Hauptbahnhof. Da die S-Bahn in München in 2003 jedes Wochenende von Freitag-Abend bis Montag-Morgen nicht fährt (wegen Bauarbeiten für einen 10-Minuten-Takt), stiegen wir am Hauptbahnhof in den kostenlosen Schienenersatzverkehr, der durch Omnibusse abgewickelt wird. Ganz München ist momentan gepflastert mit Werbeplakaten für Apples neue Alu-Powerbooks (12″: »Weniger ist Mehr.«; 17″: »Mehr ist mehr.«): Jedes dritte Plakat an Bushaltestellen ist von Apple. Wir sahen aus dem Fenster des wartenden Busses. Neben uns an der Straßenbahn-Haltestelle lag ein zappelnder Mann auf dem Boden. Einige Passanten versuchten, ihn in eine Seitenlage zu bringen. Der Busfahrer stieg aus und half; neben uns im Bus rief ein anderer Fahrgast per Handy den Notruf an; drei Minuten später war ein Rettungswagen der Feuerwehr vor Ort und die Mannschaft versorgte den Mann. Gut zu wissen, dass das System funktioniert. Auf der anschließenden Fahrt keine weiteren Vorkommnisse. Gegen 2 legten wir uns schlafen.

Erschienen am Mittwoch, 07.05.2003 @ 12:57 | Kommentare deaktiviert
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Into the great wide open

Am vergangenen Wochenende war ich in München: Am Samstag Einweihungsfeier bei Matthias, am Sonntag ausspannen, am Montag mein erster Schultag in der SAE, am Dienstag der zweite und Heimreise.
Dieser Eintrag erzählt vom Sonntag.

Wir standen erst gegen 12 Uhr. Klaus und Steffi besuchten eine Freundin von Steffi, Holger, Stefie und ich liefen runter zur Isar, um uns in den Isarauen lang zu legen. Wir nahmen eine große Decke mit und Lesestoff. Man muss sich das vorstellen wie eine Wiese im Freibad, nur dass niemand badet. Zwischen Straße/Radweg/Bäumen und dem Fluss erstreckt sich die Wiese im Abschnitt zwischen Wittelsbacher Brücke und Reichenbachbrücke auf einer Breite von rund 50 Metern und einer Länge von etwa 750 Metern (zwischen diesen beiden Brücken) bzw. über zwei Kilometern in Richtung Flaucher. Südlich des Glockenbachviertels und südöstlich der Museumsinsel gelegen. Der Englische Garten ist weiter nördlich; östlich vom Viertel Schwabing.
Gegen 17 Uhr ging’s wieder zurück in die Wohnung. Auf dem Rückweg genehmigten Holger und ich uns je eine Schale durchaus leckeres Chili für fünf Eure im »Chicken und Chilis«, ein kleiner Systemgastronom. Eine 3/4 Stunde später meldeten sich Klaus und Steffi: Sie wollten mit der Freundin von Steffi gleich zum Biergarten gehen, den wir schon mittags vereinbart hatten. Wir drei machten uns auch auf den Weg zum Biergarten am Wiener Platz. Die anderen warteten schon an einem großen, runden Tisch unter riesigen Kastanienbäumen. Ein Biergarten, wie ein Biergarten sein muss: Nicht nur drei Bänke und ein Bäumchen oder ein als »Biergarten« deklarierter Hinterhof mit angemalten Wänden, sondern ein großes Gelände mit Schotter sowie Schatten spendenden Bäumen. Der Renner im Biergarten waren die »großen« Brezeln (in Erlanger Bergkirchweih-Gulden-Maßstäben eher mittlere Größe), die mehrmals innerhalb von Minuten ausverkauft waren, und bis weitere 60 Stück aus dem Ofen kamen, dauerte es 20 Minuten. Erlanger Preise unterboten: Die Brezeln 1 Euro irgendwas, Null-Vier Apfelshorle unter drei Euro, die Maß Bier 3,10 Euro, ein halbes Hähnchen für 2 Euro Zerquetschte. Irgendeine Sonderaktion bis 7. Mai.
Später trafen am Tisch gegenüber zwei aufgetakelte Endfünfzigerinnen ein, bei denen Harald Schmidt sagen würde, die Schminke brächte doch eh nichts mehr und Karl Lagerfeld sie mit dem Satz »Verbrannte Marbella-People mit Schlauchboot-Lippen« von einer seiner Parties ausschließen würde: »Elektro-Neger« der härtesten Stufe, nur die Lippen waren noch naturbelassen. Aber ansonsten eher ein Anblick wie bei meinen Pommes, wenn sie zu lange in der Mikrowelle waren.

Zurück in Holgers und Stefies Wohnung gegen 20 Uhr. Schon seit einer Woche war klar, dass es heute Sushi Marke Eigenbau geben würde. Meine ersten Erfahrungen mit Sushi: Es besteht aus einem trockenen Seetang-Blatt, das längs mit klebrigem Reis bedeckt wird. Oben bleibt ein 1-Zentimeter breiter Streifen des Blatts frei. Der Reis wird mit Fisch, Fleischstreifen (bei uns gab es Krebsfleisch), Gemüse oder anderem gefüllt. Anschließend den unbedeckten Streifen des Seetangblatts mit Wasser anfeuchten und das Blatt von hinten nach vorne zusammenrollen (mit einer kleinen Bambusmatte) und fest zusammendrücken. Ich bin handwerklich die totale Niete, hatte in Handwerken in der siebten Klasse eine fünf und war damit zufrieden. Tatsächlich wunderte es mich dann auch nicht, dass meine ersten beiden Rollen gar nicht gelangen und die dritte eher lala war. Die fertigen Rollen, sofern sie sich nicht wieder selbst entfaltet, werden vorsichtigt in ca. zwei Zentimeter lange Stücke geschnitten. Wenn die Stücke dann immer noch heil sind, werden sie senkrecht aufgestellt. Gegessen wird das ganze dann kalt. Mit den Fingern tunkt man das Sushistück in Sojasoße und ist es. Um zwischen verschieden gefüllten Rollen zu wechseln, sollte der Gaumen mit einem Stückchen Ingwer zwischendurch »neutralisiert« werden. Der erste Eindruck war nicht schlecht, aber insgesamt hat es meinen Geschmack nicht getroffen. Ich wäre glaube ich besser gefahren, wenn ich mein Sushi nur mit Reis gefüllt hätte, um Dolmadaki nachzubilden.
Klaus und Steffi brachen um 22 Uhr wieder nach Erlangen auf, Holger, Stefie und ich legten uns etwa um Mitternacht hin.

Erschienen am Mittwoch, 07.05.2003 @ 12:58 | Kommentare deaktiviert
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Erster Schultag

Am vergangenen Wochenende war ich in München: Am Samstag Einweihungsfeier bei Matthias, am Sonntag ausspannen, am Montag mein erster Schultag in der SAE, am Dienstag der zweite und Heimreise.
Dieser Eintrag erzählt vom Montag.

10 Uhr: Als wir aus dem Haus auf die Straße traten, schlug uns eine umwerfende Wärme entgegen. Schlauerweise haben wir auf die Mitnahme von Jacken verzichtet und sind in T-Shirts los. Mit der S-Bahn zwei Stationen vom Rosenheimer Platz zum Marienplatz. Aus dem Untergeschoss heraus direkt in den Kaufhof rein, in deren Untergeschoss direkt hinter zum Supermarkt und etwas zu trinken gekauft. Am selben Ende des Geschäfts bezahlt und zu einer Passage hin verlassen, dann in drei Minuten zum Büro.
Zum Arbeiten kam ich nicht wirklich: Holger musste den PC am Vormittag in Beschlag nehmen, da sein Powerbook bei Apple ist und Virtual PC 6 mit WinXP auf meinem G3-500-iBook unbenutzbar langsam ist (ohne weiter ins Detail zu gehen, aber für diesen Auftrag bin ich wegen spezieller Type1-Schriften auf Word am PC angewiesen, der Mac kann mit allen Schriften was anfangen, nur nicht mit Windows-Type1). Ich klappterte meine Sites ab, und über das Wochenende und den Montag-Morgen hatte sich einiges angesammelt. Von meinen 29 neuen Mails waren 29 Spam und unwichtige Newsletter.
Meine S-Bahn raus nach Perlach fährt ab Marienplatz um 13:18. Ich verließ das Büro um eins, machte für weitere Flüssigkeit erneut einen Abstecher im Kaufhof und war pünktlich auf Gleis 1 und der Marienplatz. Die Fahrt dauerte 15 Minuten und ich hatte noch viel Zeit, die zehn Minuten (des offiziellen Wegs, der nicht über due Gleise führt) bis zur SAE zu laufen. Im Erdgeschoss hatten sich bereits einige Leute versammelt und ich stellte mich dazu. Kurz vor zwei wurden wir in einen Raum in den ersten Stock gelotst (Seminarraum 3, über die Wendeltreppe auf der linken Seite).

Einleitende Worte vom Schulleiter (Olli), danach übernahm der Kursleiter (Alex).
Die SAE gilt überall auf der Welt als Universität, nur nicht in Deutschland. In München gibt es derzeit 100 Studenten in der Sparte Creative Media; insgesamt gibt es 300 Studenten in München (außer Creative Media bestehen auch Kurse für Audio und Digital Film). In weltweit 40 Schulen lernen 20.000 Studenten; das macht die SAE laut Alex zur größten Privatschule der Welt. Partner sind die Middlesex University in London, die Southern Cross University in Australien und die Uni von Chicago. In diesem Sommer beginnen in Byron Bay (Australien) auch Kurse zum Master of Arts. Der Master sei unter dem Doktor und über dem Dipl-Ing angesiedelt. An der SAE dauert ein gesamter Master-Studiengang, der aus vier Leveln besteht (BMC-Zertifikat, Diplom, Bachelor of Arts im Degree-Level, Master of Arts im Master-Level), nur 3 bis 4 Jahre, während er an anderen Schulen normalerweise 4 bis 6 Jahre dauert. Wie geht das? An der SAE gibt es keine Semesterferien, sondern nur jeweils zwei Wochen Sommer- und Winterferien. Auch an Feiertagen findet Unterricht statt (»Am ersten Mai war die SAE voll.«). Soweit meine einleitenden Worte, ich will hier nicht meine ganze Mitschrift wiedergeben. Eins ist vielleicht noch von Interesse: Für diejenigen, die mal den Bachelor oder den Master machen möchten, begann deren Bachelor-/Master-Studiengang bereits heute: Die drei Monate BMC zählen bereits 40 Creditpoints zum Master (ich habe aber keine Ahnung, wie viel man insgesamt braucht).
Es folgten einige weitere Worte darüber, was uns im BMC (Basic Media Certificate) erwartet und für was der gut ist: Er dient der Orientierung und gibt Einblick in die drei Bereiche Creative Media, Audio und Digital Film. Wir werden in Photoshop und Co CD-Cover erstellen, in den Tonstudios im Keller Sprachaufnahmen machen und in der Audio Edit Loung eigene Sounds bearbeiten und im Bereich Digital Film eine Einführung in 3D-Animationsprogramme wie Maya, Softimage oder Cinema4D bekommen, Videos schneiden und mit Compositing Tools arbeiten (After Effects, Combustion, Avid).
Mitschreiben sei wichtig im Kurs, denn die »Behaltsquote« beim Zuhören eines Vortrags läge bei 20% und beim mitschreiben, machen, diskutieren und Skripte schreiben bei 90%: »Man kann nur Programmierer werden, indem man programmiert.«
Nach einer Tour durch’s Haus bekamen wir 18 Leute im Kurs einige Projekte von SAE-Studenten gezeigt; sowohl solche, die wir nach 15 Monaten auch können müssten und solche, für die wir bereits in drei Monaten die Kenntnisse haben. Im Web ist zum Beispiel die Preview für einen Onlineshop für Effektsounds: youraudio.de. Zum Schluss noch eine kleine Hausaufgabe für morgen. Wer seine zwei Passbilder für den Studentenausweis dabeihatte, gab sie ab (»Eins schicken wir immer an uglypeople.com«).

Ein Studienkollege (Pascal) fuhr mich mit seinem Auto schnell zur S-Bahn-Station (ich kannte die Abkürzung noch nicht) und um halb sechs war ich wieder in der Innenstadt. Kurzer Abstecher zu McD für einen Royal-Käse, denn der Magen knurrte. Um 18 Uhr traf ich wieder im Büro bei Holger, Stefie und Robert ein und erledigte meine Hausaufgabe: Ich sollte ein paar Stichworte zum Unterschied zwischen 2D und 3D zusammentragen. Andere Studenten bekamen freilich andere Aufgaben, zum Beispiel Infos sammeln zu Compositing, Post-Production, Harddisk-Recording, mp3, CD-ROM, DVD…

19 Uhr 30: Holger, Stefie und ich machen uns auf den Weg zu einem neuen Griechen. Irgendwas mit P (aber nicht Poseidon, sondern nur um die fünf Buchstaben) in Haidhausen. In der Nähe scheint eine gemütliche Kneipe zu sein, mit nicht all zu lauter Musik und annehmbaren Preisen: »Wasserwerk«. Den Griechen hingegen muss man sich nicht merken: Auch für München recht teuer (Suvlaki 10 Euro, Dolmadakia 4 Euro; nur die Getränke waren mit 1,80 für einen großen Eistee und 2,60 für ein großes Spezi vergleichsweise günstig), wir mussten eine Stunde auf unser Essen warten und das war auch nicht besonders: Zu den zwei Suvlaki-Spießen gibt es entweder Tzatziki oder Reis, der Reis ist zudem fast blank (kein Tomatenreis, nur etwas Butter) und statt Krautsalat laut Karte bekam ich einen großen Haufen Blattsalat auf den Teller, mit dem ich nichts anfangen kann. Um 22 Uhr (wir waren kurz nach 20 Uhr gekommen) liefen wir Richtung Isar, wo wir auch gestern schon waren. Fabi, ein Arbeitskollege von Fabi und eine Freundin von ihm waren bereits vor Ort. Der Weg dorthin, teilweise mit Straßenbahn, teilweise zu Fuß, war weit, so dass wir erst um Viertel vor elf eintrafen. Wir unterhielten uns noch gut, brachen dann aber um eins auch auf, denn es wurde dann doch recht schattig nur im T-Shirt.
Bett um kurz vor zwei Uhr.

Erschienen am Mittwoch, 07.05.2003 @ 12:59 | Kommentare deaktiviert
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BMC Kick-off

Am vergangenen Wochenende war ich in München: Am Samstag Einweihungsfeier bei Matthias, am Sonntag ausspannen, am Montag mein erster Schultag in der SAE, am Dienstag der zweite und Heimreise.
Dieser Eintrag erzählt vom Dienstag.

Nach dem Aufstehen packte ich meine Sachen zusammen. Den Schlafsack und die Liegematte lies ich planmäßig bei Holger, meine Tasche mit T-Shirts, Hose, Wäsche und meinen an Holger ausgeliehenen DVDs nahm ich ebenfalls nicht mit, denn für die SAE war mir das nachher zu sperrig und abends würde ich sie nicht abholen können, da die drei aus dem Büro nachher unterwegs sind, um sich nach neuen Räumlichkeiten umzusehen. Ich hole die Tasche nächste Woche und packte heute nur Waschbeutel, Waschlappen, Handtuch und Socken mit in den Rucksack.
Der Ablauf am Morgen im Prinzip wie gestern, nur dass wir erst um elf statt um zehn aus dem Haus gingen und der Müller-Bäcker in der S-Bahnstation Rosenheimer Platz heute auch Schoko-Muffins hatte. Der Müller-Bäcker ist für München ungefähr das, was Der Beck für Erlangen und Umgebung oder Kamps für den Rest Deutschlands ist: An jeder Ecke einer. Nicht zu verwechseln mit »dem Müller«, nämlich dem Drogeriemarkt. Ansonsten auch wieder Getränkeversorgung im Kaufhof und Surfen/Mails im Büro. Ich schrieb eine Mail nach Hause, denn gestern kam ich nicht zum Telefonieren (und nachts um eins wär’s zu spät gewesen), am Sonntag habe ich weder meine Schwester noch meinen Vater erreicht und nur eine SMS an beide geschickt und noch zwei weitere mit Verena ausgetauscht. Um 13 Uhr wieder zurück vom Büro in der Hackenstraße zum Marienplatz, genauer gesagt: um 13:05, und das wurde knapper als gestern, denn ich besorgte mir ebenfalls wieder im Kaufhof was zu trinken und ein Twix.

Dieses Mal nahm ich die Abkürzung über die Wiese und verkürzte so den Weg zwischen S-Bahn-Station und SAE von zehn auf fünf Minuten. Die S-Bahn fährt weder zu Beginn noch zum Ende der Vorlesungen bzw. des Unterrichts besonders günstig: Ich kann zwanzig Minuten zu früh oder fünf Minuten zu spät zum Unterricht um 14 Uhr kommen. Nach dem Unterrichtsende um 17 Uhr werde ich die S-Bahn um 17:05 regelmäßig wahrscheinlich eher nicht erwischen, deren Erreichen es mir ermöglichen würde, um 17:45 nach Hause zu fahren. Die nächste S-Bahn um 17:25 bringt mich fünf Minuten zu spät zum Hauptbahnhof, so dass ich eine Stunde auf den nächsten Zug nach Hause warten muss. Ich hoffe, dass das ab 2004 besser wird, wenn die S-Bahn auch auf den Außenästen im 10- statt 20-Minuten-Takt fahren wird. Ansonsten werde ich künftig wohl die Zeit nutzen und früher zur SAE kommen oder später gehen, um dort noch an Projekten zu arbeiten. Alles werde ich eh nicht von zu Hause nutzen können, da in meinem Keller eine Waschmaschine steht und kein 7.1-Tonstudio.
Heute besprachen wir einen kurzen Werbeclip: Der war zwar nicht so prickelnd, aber er sollte auch nur mal alle Medien verwursten, mit denen wir künftig zu tun haben werden. Welche Medien wurden verwendet, wie ist er aufgebaut, welche Tools wurden benutzt, wie war der Ablauf der Produktion. Natürlich alles nur kurz angerissen; die drei Stunden heute sollten nur einen »Overview over the Industry« geben und uns zeigen, mit welchen Themen wir uns im BMC beschäftigen werden. Der BMC schneidet das auch alles nur an, vertieft werden die Kenntnisse im 2. Level (CMP, Creative Media Program).
Wir sprachen über Corporate Identity, Medientauglichkeit, Zielgruppen, Bildbearbeitung, Videokomprimierung, 2D-Animationssysteme, Compositing, Schnitt, MIDI und analoge Musikproduktion, Post-Production, Mastering. Es gab wieder eine kleine Hausaufgabe.

Pascal nahm mich wieder im Auto mit, diesmal fuhren wir bis in die Stadt. Meinen Zug um 17:45 erreichte ich um fünf Minuten nicht mehr, da der Verkehr mörderisch war. Wir aßen noch einen Happen bei McD und dann trennten sich unsere Wege. Ich ging zum Bahnhof und stieg in den ICE1510 auf Gleis 18, der um 18:48 direkt bis nach Erlangen durchfuhr. In Nürnberg fing er sich sieben Minuten Verspätung ein, da noch auf Anschlussreisende aus Würzburg gewartet wurde und um 20:55 traf ich in Erlangen ein. Mein Vater holte mich vom Bahnhof ab, so dass ich nicht erst um zehn zu Hause sein würde.
Den Abend über schrieb ich, sah die Schmidt-Show, die erste Frasier-Folge (die Fans des DI-FR-Sendeplatzes um 00:40 bei SAT.1 werden schon mitbekommen haben, dass seit heute Frasier von vorne läuft, erste Folge der ersten Staffel). Bett.

Nachtrag (07.05.03, 15:00 Uhr): Wir werden uns in der SAE auch mal zwei Wochen (=4x 3 Stunden) mit Reason beschäftigen, das z.B. bei Grönemeyers »Mensch« zum Einsatz kam. Die »Audios« befassen sich natürlich ausführlicher damit, für die Multimedia-Leute gibt es nur eine 12-stündige Einführung.

Erschienen am Mittwoch, 07.05.2003 @ 13:00 | Kommentare deaktiviert
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Donnerstag, 08.05.2003

Lokalisierung

Das Microsoft die Lokalisierung seiner Software teilweise radikal und bis zur Unkenntlichkeit betreibt, ist bekannt. Mein Lieblingsbeispiel sind die »Kopfzeilen« in Outlook oder Entourage.
Gestern Abend war ich mit einem ganz anderen Problem befasst: Dass ein englisches Excel nichts mit eingedeutschten Formeln wie WENN statt IF und SUMME statt SUM anfangen kann, hat mich nicht weiter überrascht. Aber ich hätte schon erwartet, dass das deutsche Excel zumindest auch was mit den englischen Bezeichnungen anfangen kann. Konsequenz: Ein Arbeitsblatt mit deutschen Formeln kann nicht in einem englischen Excel benutzt werden und umgekehrt.

Erschienen am Donnerstag, 08.05.2003 @ 17:21 | Kommentare deaktiviert
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For your listening pleasure

Monkeyradio (128 KBit/s-mp3-Stream)
Groovesalad (128 KBit/s-mp3-Stream)
Beides Trip-Hop/Acid Jazz, sehr chillig.
Monkeyradio wurde übrigens auch auf Matthias’ Feier gespielt.

Erschienen am Donnerstag, 08.05.2003 @ 17:26 | Kommentare deaktiviert
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Freitag, 09.05.2003

Organisatorisches

Nach einiger Abstinenz mal wieder die fünf Fragen zum Freitag. Antworten weiterer Teilnehmer gibt’s wie immer bei Daniel Fiene.

  1. Bist du eine organisierte Person? Warum oder warum nicht?
    Mehr schlecht als recht.
     
  2. Wie organisierst du dich? Outlook, Kalender, Notizzettel, Armnotizen?
    Per Computer: To-Do-Listen mit Omni Outliner, Termine mit iCal.
    Im wirklichen Leben: Klarsichtfolien. Hätte es in meiner Zeit in der Bank in einer Filiale mal keine 20 Klarsichtfolien gegeben, ich wäre verloren gewesen. Jeder Fall/Vorgang, egal ob aus einem oder zehn Blättern bestehend, kam in eine Klarsichtfolie. Der Stapel lässt sich wunderbar sortieren, die Akten darin bleiben sauber und man kann sich ganz oben in die Folie noch einen Notizzettel mit Arbeitsanweisungen für den Fall legen.
    Bei längeren Gesprächen notiere ich mir Gedanken gerne auf Papier, um sie später wieder aufgreifen zu können (dann kann ich nichts vergessen und erwähne alles, was ich sagen wollte).
    Zeit-Management-Methode: Gurkenglas-Theorie
     
  3. Wie sieht es gerade jetzt auf deinem Schreibtisch aus?
    Auf meinem Computertisch ist es aufgeräumt (TFT-Display, Telefon, Bild, Mini-Auto, Lautsprecher, Uhr, Stiftebox, Zettelblock, MediaMarkt-Foto-Abholschein, Mauspad mit Lampe drauf, eine gebrannte DVD, Mauspad mit Maus drauf; alles was »rumliegt« ist der Abholschein und die DVD-Hülle). Auf meinem Schreibtisch hinter mir sieht’s nicht so gut aus: kleiner Zettelhaufen, drei Gläser.
     
  4. Wonach sortierst du deine CDs, Bücher oder DVDs?
    Ich habe sie früher mal alphabetisch nach Interpret sortiert, getrennt in vier Sektionen: Soundtracks, normale Alben, Sampler, Maxis. Jetzt sind sie nur noch nach den Sektionen sortiert, aber innerhalb derer gar nicht mehr. Meine 230 DVDs sind aber noch alle streng alphabetisch sortiert. Bücher sortiere ich thematisch (Bank/Finanzen, Webdesign/Design/Programmierung, Philosophie, Telekolleg, Romane), Zeitschriften nach Herausgeber (c’t zu c’t, FHM zu FHM…).
     
  5. Was war das schwerste, was du einmal sortieren musstest?
    Mein Zimmer. Mehrere Wäschekörbe Altpapier fanden den Weg zur Müllentsorgung am Hafen. Habe die Aktion mal vor zwei Jahren gestartet und im Urlaub drei Wochen lang nur aussortiert und aufgeräumt. Jetzt sind nur noch zwei Boxbeutelkisten Unterlagen vorhanden, die noch abgeheftet werden müssen.

Erschienen am Freitag, 09.05.2003 @ 16:57 | Kommentare deaktiviert
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Eine kleine Fahrrad-Kaufempfehlung

Gestern Abend habe ich mal wieder mein Rad in Schuss gebracht: Rahmen, Verstrebungen und Schutzbleche gereinigt, den Antrieb und die Schaltung von Schlamm befreit und neu geölt (man konnte die Shimano-Schriftzüge auf den Komponenten gar nicht mehr lesen, da die Dreckschicht so schwarz war wie der Rahmen selbst).
Dieses Rad, ein G140 von der Fahrradmanufaktur, habe ich im April 1998 gekauft. Zuvor fuhr ich zehn Jahre lang ein Puch-Fahrrad, das mal meinem Vater gehörte. Das Puch hatte eine 10-Gang-Kettenschaltung, und zwar eine Shimano Positron, der ersten Index-Schaltung. Eine gute Schaltung, aber der Unterschied zwischen der 10-Gang Positron und der 24-Gang Deore war himmelweit. Es überraschte mich bei meinem ersten größeren Anstieg mit dem damals neuen Rad, wie einfach ich den Berg hochfahren konnte; Muskelkraft ist eben nicht alles, die Technik ist tatsächlich die halbe Miete (nebenbei, ich bin Fan von Rapid Fire-Schalthebeln im Gegensatz zu Grip Shift-Drehgriffen).
Mittlerweile habe ich das seinerzeit für 922 Euro gekaufte Rad (inkl. Kryptonite New York Lock für 91 Euro) etwas aufgerüstet: Im Januar 2000 die V-Brakes durch Magura HS33 (hydraulische Felgenbremsen) für 204 Euro ersetzt und im Dezember 2002 den Seitenläufer-Dynamo durch einen SON-Nabendynamo für 308 Euro (mit neuem Scheinwerfer, Felge, Speichen und Montage). Eine hydraulische Scheibenbremse wäre für mein Rad, hauptsächlich über Land und in der Stadt eingesetzt, Overkill gewesen (ich fahre kein Downhill), aber die neue Felgenbremse habe ich mir gegönnt, da ich meine V-Brake ständig neu einstellen musste, was ziemlich nervend war. Zusammen 1.430 Euro ohne Wartungskosten und Austausch von Verschleißteilen. Manche Leute geben so viel für ihr Auto aus, ich würde so ein Auto nicjt mal geschenkt nehmen.
Das G140 ist ein Rad ohne Federung; damals kamen Federgabeln erst auf und Full-Suspensions mit Vorder- und Hinterrad-Federung waren mit Preisen von 1.500 Euro und aufwärts noch unbezahlbar, wenn man Qualität wollte (Federgabeln halte ich für sinnvoll, aber der Sinn eines Fullys in der Stadt erschließt sich mir nicht ganz). Eine Federgabel werde ich aber wohl nicht mehr nachrüsten, das wird erst bei meinem nächsten Rad in frühestens fünf Jahren aktuell (z.B. RockShox). Mit meinem 140er bin ich noch hochzufrieden, denn es ist relativ leicht , stabil und sehr leichtläufig.
Trotzdem interessiere ich mich ab und an für die weitere Entwicklung, und welche Shimano-Gruppen z.B. gerade aktuell sind. Bei den Schaltungen ist Shimano das Maß der Dinge, machen wir uns nichts vor. Gut, es sei erwähnt, dass es auch noch SRAM (ehemals Sachs), Suntour und Rohloff gibt, und manche Fahrer schwören auf Campagnolo, deren Gruppen wie die höheren Shimano-Gruppen, auch nicht gerade erschwinglich sind, meines Wissens allerdings eher in Rennrädern denn Mountainbikes Verwendung finden.
Bei Bremsen und Nabendynamos bietet Shimano zwar auch Produkte an, aber da sind andere besser (namentlich Magura und SON). Ich habe mal verschiedene Quellen für Shimano-Komponenten und -Gruppen ergoogelt:

- Kurzübersicht bei bike.shimano.com
- Kurzübersicht bei kuk-bikes.de
- Kurzübersicht zu paul-lange.de
- Komponentenübersicht des ADFC nach Hersteller
- ADFC: Shimano-Komponenten in den 80ern
- ADFC: Shimano-Komponenten in den 90ern
- ADFC: Shimano-Gruppen in den 90ern
- ADFC: Shimano-Gruppen ab 2000
- Diverse Shimano-Infos
- Shimano in den 90ern
- Fachbegriffe bei Schaltungen

Online-Händler:
- bicycles.de
- roseversand.de
- bike-discount.de
- bike-mailorder.de
- bike-box.de
- bike24.net
- rad.eck24.de
Die ersten beiden wurden von Regulars in de.rec.fahrrad empfohlen; ich habe keine Erfahrungen mit einem der genannten Händler/Versender. Für Beratung und Kauf empfehle ich einen vsf-Händler, aber um sich über Preise oder technische Details zu informieren, sind die Online-Händler ganz brauchbar. In Erlangen verkauft der vsf-Händler »Freilauf« Manufaktur-Räder und andere Marken.

Derzeit sieht die Aufteilung bei MTB-Gruppen so aus:

GruppeEinsatzgebietPreis in €
XTRMTB Pro (High-End)920-1.265
Deore XTMTB Hard Core475-535
Deore LXMTB Enthusiast340-370
Deore Octalink(wie Deore, aber andere Kurbel)260-275
DeoreMTB Adv. Recreational250
AlivioMTB Novice Recreational180
AceraMTB Entry Level Acera 
AltusMTB Entry Level Altus 
TourneyMTB Entry Level Tourney 

Die Preisangaben stammen von velo-direkt.de (Versender aus Erlangen, habe ich aber auch keine Erfahrung mit). Komponenten aus den unteren Gruppen habe ich online nicht als Komplettgruppe gefunden. Eine Tourney-Gruppe komplett zu kaufen, macht aber auch kaum Sinn, da komplette »Räder« mit Tourney-Komponenten nur um die 200 Euro kosten. Die Angaben zum Einsatzgebiet von Shimano. Die Links in der linken Spalte (außer zu Octalink) führen zu Shimano.
Ende der 90er waren zwischen Alivio und Deore LX noch die Gruppen STX und STX-RC angesiedelt (STX-RC über STX), eine »nur«-Deore-Gruppe gab es damals noch nicht (um 1997).
Für Rennrad-Gruppen gibt es andere Komponenten.
Zum Thema »Unterschiede bei höheren Shimano-Gruppen« kann ich noch ein Posting von Gunnar empfehlen. Kurze Version: Wenn man viel fährt, sollte man sich LX gönnen, am Schaltwerk (Schaltauge hinten) evtl XT oder sogar XTR.
Häufig wird hinten am Schaltwerk eine bessere Komponente eingesetzt als vorne am Umwerfer (z.B. Kombinationen wie Deore/LX oder Alivio/LX wie bei mir; LX am Schaltwerk und Alivio am Umwerfer).

An meinem G140 befindet sich eine Mischung aus Komponenten von Alivio bis zu Deore LX:
- Cassette (auch »Ritzelpaket«): HG70 (Deore LX)
- Kette: HG70 (Deore LX)
- Kurbelgarnitur (auch »Kurbelsatz«): FC-MC20 (Alivio)
- Schalthebelpaar: MC40 (3-/8-fach, Alivio/STX)
- Umwerfer: Alivio (1998er, Produktnr. nicht bekannt)
- Hinterrad-Nabe: (unbekannt)
- Schaltwerk: Deore LX (1998er 24-Gang, Produktnr. nicht bekannt)
- Innenlager: (unbekannt)
Das war nicht die originale Ausstattung; ein Teil der o.g. Komponenten habe ich im August 2002 ausgetauscht.
Der Vorteil des höheren Preises für die besseren Komponenten: Butterweiches Schalten auch nach hunderten oder tausenden Kilometern, ohne all zu großen Verschleiß. Falls es in fünf Jahren noch die Deore oder Deore LX gibt, werde ich auf jeden Fall wieder in dieser Region zugreifen. Wenn ich nochmal was Austauschen muss, dann ersetze ich die Alivio-Komponenten auch durch LX bzw. kaufe für ein verschlissenes LX-Teil wieder LX nach.
Einzelpreise für LX-Komponenten (9-fach, also 27 Gänge) liegen aktuell bei etwa:
- Cassette: um 40 Euro
- Kette: um 17 Euro
- Kurbelsatz/Tretlager mit Octalink: um 80-90 Euro
- Schalthebelpaar: um 60 Euro
- Umwerfer: um 25 Euro
- Hinterrad-Nabe: um 31 Euro
- Schaltwerk: um 40 Euro
- Innenlager: um 31 Euro
Um die Details zu meinem Rad zu komplettieren: Ein Trekking-Rad mit 26″-Laufrädern, 55er Rahmen in Diamant-Form, schwarz, Modolo Yuma-Lenker. LED-Rücklicht mit Standlicht-Funktion (ungewöhnlich für manche Autofahrer, die mich nach dem Abstellen freundlich darauf hinweisen, dass mein Licht noch brennt weil sie denken, dass der Akku leer läuft), doppeladrige Verkabelung.

Anderes Thema:
Schon seit einiger Zeit werden Fahrräder auch in Bau- und Supermärkten angeboten. Ich, und jeder andere Fahrrad-Enthusiast wird mir zustimmen, kann von solchen Billigrädern (»Schiffschaukel«) nur abraten. Es gibt, wenn überhaupt, keine qualifizierte Beratung (z.B. für die richtige Rahmenhöhe), oft nur eine Rahmenhöhe, die Räder werden aus schwererem (weil billiger) Material gebaut (HiTen-Stahl statt CrMo oder besser Alu), die Materialien im Antrieb und der Schaltung sind weicher und verschleißen schneller, die Felgen sind nicht stabil genug, Lager und Naben nicht gedichtet (Korrosion -> Verschleiß), Lenker und Vorbau instabil. Aus so einem Rad wird schnell ein Katapult. Mal zum Vergleich: Die knapp 200 Euro für ein Baumarkt-Rad zahlt man bei der hochwertigen XTR-Gruppe allein für das Schaltwerk oder die Cassette. Um die 200 Euro (je nach Händler) muss auch ausgeben, wer sich eine ganze Alivio-Gruppe zulegen möchte.
Der neueste Trend ist, nach Ramsch-DVD-Playern nun Ramsch-Fahrräder zusammen mit Handy-Verträgen zu verkaufen: Gestern im aktuellen Saturn-Prospekt gesehen: Nokia 3510i und Fahrrad für einen Euro bzw. das Fahrrad ohne Vertrag für 199 Euro. Beim Rad stand als Beschreibung: »Full Suspension, Shimano TY 22.« Shimano klingt natürlich erst mal gut, aber die TY22 gehört zur billigsten Gruppe, die Shimano überhaupt verkauft: Tourney. Ein präzises Schalten ist da kaum gewährleistet (siehe die Erfahrungen eines Forumsteilnehmers bei mountainbike.de). Nicht blenden lassen, wenn bei einem Discount-Supermarkt evtl von einem »Deore-Schaltwerk« gesprochen wird: Das Schaltwerk ist nur ein kleiner Teil der Schaltung und des Antriebs, der Rest besteht womöglich aus Altus oder schlechter (Tourney). Außerdem gehört zu einem guten Rad auch ein leichter und stabiler Rahmen. Wenn sich der Discounter zwecks Werbung ein Deore-Schaltwerk gönnt, hat er bei einem Gesamtpreis von 200 Euro sicher an allem anderen gespart.
Scheibenbremsen, weil’s optisch was her macht, kommen auch bei Ramsch-Rädern in Mode, dort in der Regel aber nur mechanisch ausgeführt. Die billigste hydraulische Scheibenbremse von Magura (Julie) kostet 120 Euro, die Louise schon 200, die Modelle Marta und Gustav M kosten zwischen 250 bis 350 Euro.
Und eine Vollfederung, die auch nur geringen Qualitätsanforderungen entspricht, kann man in einem 200-Euro-Rad nicht erwarten, dafür muss man mehr Geld anlegen. In der aktuellen Bike (5/03) werden Einsteiger-Fullys getestet, die bei 1.000 Euro losgehen. In der nächsten Ausgabe (ab 15. Mai) werden Einsteiger-Hardtails ab 700 Euro getestet (Hardtail = Federgabel).

Eine gute Kurz-Kaufberatung bietet der ADFC auf seinen Seiten an. Diskussionen zu Billig-Rädern wurden erst kürzlich in den Foren von mountainbike.de und mountainbike-magazin.de geführt, sowie in der Newsgroup de.rec.fahrrad (1).

Meine Empfehlung an alle, die sich evtl ein neues Fahrrad zulegen wollen:

  1. Nur beim Fachhändler kaufen.
  2. Wer mehr als ein Stadtrad will, braucht ein gutes Rad.
  3. Unter 500 Euro gibt es kein gutes, neues Fahrrad, Ende.

Oder, wie es jemand in de.rec.fahrrad so schön formuliert hat:

»Bevor Du also im Baumarkt ein Fahrrad kaufst (wie kommt man eigentlich auf die Idee, ich kauf meine Schuhe ja auch nicht beim Metzger)…«

Erschienen am Freitag, 09.05.2003 @ 19:45 | Kommentare deaktiviert
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Samstag, 10.05.2003

Link Harvest

Interface-Design:
  The Problems with Click-Through

Probekapitel:
  Mini-Site zu Zeldmans neuem Buch

Interview:
  Mit Jeremy Allaire, über Server-seitige Script-Sprachen

Weblog:
  Das Netzbuch

CSS-Layouts:
  CSS Zen Garden

Neue Bilder des Schreckens:
Windows Longhorn-Screenshots

SAE-Absolvent:
  Peter Schissler, Absolvent des Digital Film-Kurses

Anforderungen an die perfekte Weblog-Software:
  The ultimate Weblogging system, outlined

Portfolio:
  Fictionpixel

Erschienen am Samstag, 10.05.2003 @ 0:25 | Kommentare deaktiviert
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Sonntag, 11.05.2003

Männer sind vom Mars, Frauen von der Venus

Bei Industrial Technology & Witchcraft gesehen:

Ein Mann spazierte an einem Strand in Kalifornien, tief ins Gebet versunken, und sprach: »Herr, gewähre mir einen Wunsch.« Da tat sich der Himmel über ihm auf und die Stimme des Herrn antwortete: »Da Du mir stets treu warst, will ich Dir einen Wunsch gewähren!« — »Oh Herr, baue mir eine Brücke nach Hawaii, so dass ich jederzeit hinüberfahren kann!« — Da aber sprach der Herr: »Mein Sohn, Dein Wunsch ist sehr materialistisch. Denke an die enormen Anstrengungen! Die Kosten! Die Brückenpfeiler müssen auf dem Boden des Pazifik stehen! Der ganze Stahl und Beton! Gewisslich kann ich es tun, aber denke noch einmal nach und nenne mir einen Wunsch, der mich verherrlicht!«

Der Mann dachte lange nach. Schließlich sprach er zum Herrn: »Herr, ich wünschte wirklich, ich könnte die Frauen verstehen. Was sie fühlen, warum sie weinen, was sie meinen, wenn sie "Es ist nichts!" sagen, und wie ich eine Frau wirklich glücklich machen kann!«

Da seufzte der Herr und sprach: »Soll die Brücke vier oder sechs Fahrbahnen haben?«

Erschienen am Sonntag, 11.05.2003 @ 1:27 | Kommentare deaktiviert
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»Die Waffen, mit denen Saddam Hussein beinahe die Welt unterjocht hätte.«

…wurden immer noch nicht gefunden. Die US-Regierung schickt laut Spiegel in Kürze ihre Experten nach Hause, die Massenvernichtungswaffen im Irak hätten finden sollen.

Erschienen am Sonntag, 11.05.2003 @ 18:00 | Kommentare deaktiviert
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Wired-Leser wissen mehr

Im Spiegel der kommenden Woche findet sich ein Artikel über die Spezialeffekte der Matrix-Fortsetzungen und die Arbeit von John Gaeta. Wer vor ein paar Wochen schon einen entsprechenden Wired-Artikel gelesen hat, erfährt jedoch nichts Neues. Ich weiße auch nochmal auf das umfangreiche Newsweek-Special hin.
Eine ausführliche Erzählung der Geschichte um die Matrix findet sich in den Animatrix-Filmen, die ebenfalls von den Wachowski-Brüdern stammen.

Erschienen am Sonntag, 11.05.2003 @ 18:06 | Kommentare deaktiviert
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Montag, 12.05.2003

Lehrgeld

Eine alte Regel bei Apple-Produkten lautet:

»Niemals Revision A kaufen.«

Ein Körnchen Wahrheit ist drin: Revision B merzt freilich einige Fehler aus bzw. verbessert ein Produkt. Mit meinen bisherigen Revision A-Geräten von Apple war ich durchaus zufrieden: Ich hatte einen der ersten in Deutschland lieferbaren iPods (5 GB) und kaufte mir im Sommer ‘01 das brandneue iBook. Die Revision B brachte beim iPod das berührungssensitive Scrollrad (ich verkaufte gleich im Sommer ‘02 meinen Rev. A 5 GB-iPod und kaufte in Berlin direkt bei Gravis einen Rev. B 10 GB-iPod). Neuere iBooks brachten nicht nur mehr Takt, sondern durch einen besseren Grafikchip auch Unterstützung für Quartz Extreme und eine entsprechend beschleunigte OS X-Oberfläche.

Von anderen Apple-Produkten in der Revision A hörte man indes weniger gute Dinge: So soll bei den ersten Quicksilver-Power Macs die CD-Schublade an der Klappe hängen geblieben sein, die ersten MDD-Powermacs waren laut wie ein Haarfön oder das erste Titanium Powerbook, das nicht nur mit schlechter Airport-Reichweite und absplitternden Lack, sondern auch mit Tastaturabdrücken auf dem Display bekannt wurde (gell, Holger?).
Die neuen Alu-Powerbooks sind wieder Revision A, und angeblich läuft das 12er heiß und beim 17er springen gerne die Displays.

Ich bin gespannt auf Stefies 17 Zoll-Powerbook, so es morgen überhaupt kommt (bei eBay günstig ersteigert, aber von einer Brille mit null Bewertungen, IMHO recht dubios).
Ich hoffe das Beste.

Mich nervt im Moment ein wenig mein iBook-Akku: Mit 22 Monaten nicht mehr der jüngste, aber er hält nur noch knapp anderthalb Stunden durch (G3-500, 256 MB RAM, OS X 10.2.6, Airport deaktiviert, keine CD-Zugriffe). Diversen Beiträgen in de.comp.sys.mac.misc zu urteilen, liegt das aber nicht daran, dass OS X im Vergleich zu OS 9 ein so verschwenderisches System wäre. In anderen iBooks halten unter 10.2.x die Akkus durchaus noch vier Stunden. Ich werde mal sehen ob es was bringt, die Power Management Unit zu resetten. Falls das nicht hilft, wird wohl ein neuer Akku fällig: ein 42 Wattstunden LiIon-Akku für’s Dual-USB-iBook kostet um die 150 Euro. Mit der Anschaffung werde ich wohl warten, bis ich es wieder häufiger brauche; im Moment benutzen es hauptsächlich mein Vater und meine Schwester für eBay, E-Mails und Websurfen. Ich brauche es aktuell nur montags und dienstags im Zug, da habe ich aber unter jeder Sitzreihe eine Steckdose (ICE-T). Werde es mir überlegen, wenn ich in der SAE das iBook drei Stunden am Stück brauche, noch tut’s da ein Collegeblock mit Füller. Ob sich das in den nächsten Wochen ändert, werde ich sehen, denn für die Übungen hat ja jeder Schüler einen PC vor der Nase. Tagebucheinträge oder das Übertragen meiner Mitschriften in Omni Outliner kann ich auch im Zug oder zu Hause erledigen.

Erschienen am Montag, 12.05.2003 @ 2:40 | Kommentare deaktiviert
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Rückblick und Ausblick

Am Freitag hatte meine ältere Cousine Kristin ihren 25. Geburtstag. Zusammen mit meinem Vater radelten wir in der Dämmerung in 1/4 Stunde rüber nach Herzogenaurach: über Niederndorf; Spitzengeschwindigkeit den Berg runter: 52 km/h (war nur ein kurzer Hang). Wir blieben aber nicht all zu lang.

Samstag: Verabredung zum Kino mit Martin. Wir wollten uns beide noch »Jonny English« mit Rowan Atkinson ansehen. Wir trafen uns über eine Stunde vor Filmstart, um uns noch ein bisschen zu unterhalten und etwas zu essen. Der Burger im Admiral hat mich nicht umgehauen, und mir wären auch ordinäre Pommes lieber gewesen als die ausgefallene Eigenkreation, selbstgemachte (oder so gekaufte) Kartoffelchips zu fritieren (also nicht Chips aus einer Chipstüte, sondern in dünne Scheiben geschnittene, ungeschälte Kartoffeln (das mag ich eh nicht, mit diesen Wedges kann man mich auch jagen)). Der Film selbst war eher Durchschnitt. Ich hatte zwar mit Klamauk gerechnet, aber ich hätte mir doch mehr erwartet. Er hatte seine Momente, aber die Gags waren teilweise arg vorhersehbar und dann auch gar nicht mehr witzig.

Sonntag: Heute habe ich noch ein wenig für die SAE getan: Meine Mitschrift von letzter Woche ins Reine geschrieben, sowie eine kleine Hausaufgabe.
Der Outliner in AktionBei der Mitschrift habe ich zunächst begonnen, sie vom Collegeblock in Word abzutippen (natürlich etwas ausführlicher, als ich es mir handschriftlich notiert hatte), aber dann viel mir auf: Thematisch geht es ständig einige Ebenen tief und dann wieder ein oder zwei Ebenen zurück. Was bietet sich da an? Omni Outliner! Ich habe mal einen Screenshot gemacht; bitte das Bild links oben anklicken, um eine größere Version als PNG-Datei zu laden. Die Hausaufgabe sah so aus, dass wir uns einen beliebigen Werbespot aussuchen sollten um mal zu schauen, welche Medien in ihm verbraten wurden und wie er wohl erstellt wurde.
Am Abend (um 21 Uhr) ein Abstecher beim Griechen in Frauenaurach, dann weiter per Rad in die Stadt, ins Kino (siehe separate Filmkritik).

Am Montag ist wieder SAE in München. Diese Woche probiere ich mal die Variante »abends heimfahren«, übernächste Woche dann wahrscheinlich Jugendherberge von Montag auf Dienstag. Nach Hause zu fahren ist auf lange Sicht günstiger, als in der JH zu übernachten, aber letzteres ist bequemer… Ich teste mal alle Möglichkeiten durch. Holger, Dich wird es wahrscheinlich nicht wundern wenn ich sage, dass ich schon vorgestern wusste, wann ich am Montag wo sein werde:
10:30 — Abfahrt zu Hause, mit dem Rad in die Stadt
11:09 — Abfahrt ICE 1513 in Erlangen, Spiegel lesen
12:57 — Ankunft München-Pasing
13:03 — Abfahrt S8
13:20 — Ankunft am Ostbahnhof
13:26 — Abfahrt S7
13:33 — Ankunft München-Perlach
13:38 — Ankunft SAE
14:00 — Beginn Unterricht
17:02 — Ende Unterricht
17:25 — Abfahrt S7
17:39 — Ankunft Marienplatz
17:44 — Ankunft Büro
Im Büro bekommst Du eine Rechnung, Deine Zip-Disk, ich sehe mir ein 17″-Powerbook bzw. Backsteine (dubioser eBayer?) an, muss Dir noch zwei Fragen stellen, brauche noch was von Robert und nehme meine Tasche mit. Ich bleibe wahrscheinlich nicht all zu lang, um im Burger King im Hauptbahnhof noch ein »Grill Classic«-Menü essen zu können, denn das reichliche Frühstück von 10 Uhr und die Müsliriegel werden nicht mehr vorhalten.
18:48 — Abfahrt ICE 1510 aus München Hbf, Englisch-Hausaufgaben
20:46 — Ankunft Erlangen
20:55 — Ankunft Pizzabar
21:40 — Abfahrt Pizzabar
22:20 — Ankunft mit dem Rad zu Hause

Der Dienstag wird ähnlich ablaufen, allerdings ist abends Kino mit Klaus geplant: »Anger Management«.

Ach, weil ich’s gerade lese: Ich glaube ich weiß, welche Brillen Kai meint. München ist dem Rest der Republik ja modisch voraus; das, was die Mädels heute in München tragen, sieht man ein halbes Jahr später auch in Nürnberg und Erlangen. Sicher, manche Trends gibt es bereits in Erlangen, aber in München läuft dann jeder so rum und man bekommt’s geballt ab. Problematisch, wenn der weibliche Modegeschmack neue Abgründe auslotet. Aktuell gibt es bei mir drei Hassobjekte in der Mode:

  1. Gucci-Brillen. Diese transparenten Plastik-Halbkreise, gerne noch mit einem Farbverlauf in den »Gläsern«.
  2. Sonnenbrillen als Haarreif-Missbrauch. Jedem echten Brillenträger rollen sich da die Zehennägel auf.
  3. Bei Männern: Diagonal gestreifte Hemden. Nein, einfarbig ist Trend, basta.

Ach ja, viertens: Jeans ohne Taschen bei Mädels. Mag sein, dass das Mode ist, aber den wenigsten steht das (um etwas deutlicher zu werden: dazu braucht Frau auch den passenden Hintern). Und da fällt mir auf, dass es doch fünf Punkte waren: Jeans mit Reißverschluss »hinten«.
Erwähnte ich bereits den »Indian Style«, der momentan auch zu grassieren scheint?

Erschienen am Montag, 12.05.2003 @ 3:39 | Kommentare deaktiviert
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Kurierdienst

Am Sonntag-Abend war ich im Kino; auf dem Programm stand »The Transporter (siehe auch zelluloid.de) von Corey Yuen (Buch und Produktion von Luc Besson). Laut Programm-E-Mail in Originalfassung, an der Kasse stellte sich dann jedoch heraus, dass er auf Deutsch lief, als ich fragte, ob »Originalfassung« Englisch oder Französisch bedeuten würde. Auch Recht. Der Film hat mir gefallen. Das fing schon mit dem netten Titeldesign an. Insgesamt zwar relativ seichte, aber rasante Action: Verfolgungsjagden, Schusswechsel, Martial Arts. Der Plot ist schnell erzählt: Frank Martin, gespielt von Jason Statham, einem Doppelgänger von John Malkovich (der gestern in »Jonny English« zu sehen war), ist der Transporter. Er transportiert heiße Ware für die bösen Jungs, ohne Fragen zu stellen. Dabei handelt er nach drei Regeln:

  1. Never change the deal.
  2. No names.
  3. Never look in the package.

Er fährt einen 7er BMW und beherrscht das Fahrzeug so, als hätte er sich 30 Jahre lang nicht vom Lenkrad gelöst. Bezahlt wird in großen Euro-Scheinen (man ist schließlich in Frankreich), die Hälfte gleich, die andere Hälfte nach dem Job. Um’s abzukürzen: Er verletzt seine eigene dritte Regel und bekommt deswegen ein bisschen Ärger. Außerdem ist ihm ständig ein Polizist im Nacken, der ahnt, dass hinter der Fassade des Frank Martin mehr steckt, als dieser selbst zuzugeben bereit ist.
Frank Martin bereitet sich akribisch auf seine Aufträge vor, hat einen Wagen mit allen Extras und ein Haus, das ebenfalls keine Wünsche offen lässt, sowie einige Rückversicherungen in peto. Dazu eine gewisse Coolness: Der Film beginnt mit einem Transport-Job. Frank startet den Wagen und hört sich Mozart an, während er zur vereinbarten Zeit am vereinbarten Treffpunkt ist, einer Bank in der Innenstadt von Nizza. Als vier Leute zu ihm in den Wagen steigen, weigert er sich, loszufahren. Es waren schließlich nur drei Personen mit einem Gesamtgewicht von 254 Kilogramm vereinbart, er hat seine Stoßdämpfer entsprechend eingestellt und am Deal wird nicht nachverhandelt. Erst als der Anführer einen seiner Komplizen erschießt und ihn die anderen beiden von der Rücksitzbank stoßen, fährt Frank Martin los.

Mir hat der Trailer schon zugesagt und der Film begann, wie bereits erwähnt, mit Eye-Candy-Titles und im breiten Format von 1:2,35 vielversprechend. Außerdem habe ich ein Faible für freiberuflich tätige Selbstständige, sei es nun John Cusack als Martin »Ich bin Profikiller.« Blank in »Grosse Pointe Blank«, Silvester Stallone in »The Specialist« oder Stallone und Banderas in »Assassins«, dort ebenfalls als Profikiller. Und natürlich, nicht zu vergessen, Jeon Reno als »Léon — Der Profi«, gegen den der Transporter natürlich nicht ankommt.

Wer seine Erwartungen nicht all zu hoch steckt, kann kurzweilig unterhalten werden. Mir hat’s gefallen, klarer DVD-Kandidat. Die Code 1-DVD ist bereits in den USA erhältlich.

Erschienen am Montag, 12.05.2003 @ 3:40 | Kommentare deaktiviert
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Der Nachtfalke

Habe um drei Uhr eine E-Mail bekommen mit Lob für two cents (danke) und einigen Fragen zu meinem Power Mac (der Mailende hat auf meinen Power Mac-Test gewartet, den ich seit zwei Monaten versprochen habe; just gestern habe ich die Bilder bearbeitet, die seit über einem Monat auf meiner Festplatte liegen; habe den Bericht jetzt fertig gemacht).
Bin nur mal wieder in einen ungünstigen Rhythmus gerutscht; werde wohl im Zug ein wenig schlafen und dann heute Abend (=Montag) zeitig ins Bett gehen. Ist nicht das erste Mal, dass ich mit wenig Schlaf aus dem Wochenende komme, übermüdet zum Arbeiten mit dem Zug nach München fahre und nach dem Schlafen im Zug aussehe wie Yeti am Mittag.

Erschienen am Montag, 12.05.2003 @ 4:47 | Kommentare deaktiviert
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Finally arrived: Der Power Mac-Testbericht.

Es ist ja nun schon etwas her, dass ich mir im Februar einen neuen Power Mac gekauft habe. Damals habe ich einen Testbericht und Bilder versprochen; das will ich nun nachliefern. In diesem Zusammgenhang verweise ich auch auf ein Posting von mir in de.comp.sys.mac.misc (aka »de.soc.mac«).
Ich habe mir im Januar 2002 einen Power Mac G4 gekauft (Quicksilver-733 mit 768 MB RAM günstig als Auslaufmodell bekommen, kurz nachdem neue Macs vorgestellt wurden), ihn aber nach nur zehn Monaten im Dezember 2002 wieder verkauft, da mir dessen Lautstärke auf die Nerven ging. Die nachfolgende Generation, die MDD Power Macs (für »mirrored drive doors«) waren noch lauter, erst die FW800 (wie MDD, aber mit FireWire 800-Anschluss) von Anfang 2003 wurden wieder leiser. Den objektiven Testergebnissen der c’t zufolge ist mein jetziger FW800 Single-1 GHz mit 1,2 GB RAM (wenn schon, denn schon) zwar lauter als mein alter Quicksilver-733 (45,2 dBA/3,7 Sone im normalen Betrieb bzw. 5,0 Sone unter Volllast beim FW800 versus 40,1 dBA/2,9 Sone im normalen Betrieb bzw. 46,8 dBA/4,9 Sone unter Volllast beim Quicksilver), aber er kommt mir subjektiv leiser vor als mein alter Power Mac. Und auch nach zweieinhalb Monaten bin ich noch nicht genervt, während mir das Betriebsgeräusch des Quicksilvers gleich nach dem ersten Anschalten auffiel. Sicher, ein iMac wäre leiser, aber aus verschiedenen Gründen habe ich mich für einen Desktop-Mac entschieden (Erweiterbarkeit bzgl. Laufwerken, Speicher und größere Flexibilität beim Display). Ein großes Notebook kam für mich nie in Frage, da mir bereits die Nackenschmerzen in der dreimonatigen Übergangszeit mit meinem iBook genügten.
Im Gegensatz zu meinem ersten Low End-Power Mac hat dieser nun auch einen 1 MB großen 3rd Level-Cache, und der macht sich im Codieren von Videos bemerkbar: Das Ding ist schnell. Im XBench-Vergleich brachte es der 733er auf 73,12 Punkte, der 1 GHz-Rechner auf 114,53 Punkte.
Soweit erstmal. Lautstärke, Geschwindigkeit… habe ich was vergessen? Falls ja, einfach per Kommentar-Funktion nachfragen. Mitgelieferte Software u.a.: iLife, iCal und iSync in den erst im Januar frisch erschienen Versionen, Vollversionen von Omni Outliner 2 und Omni Graffle 2 sowie Graphic Converter und Art Directors Toolkit. Ach ja, im untersten Modell ist normalerweise nur ein Combo-Drive verbaut (CD-Brenner, DVDs lesen); ich habe es aber im BTO (built to order) mit einem Pioneer DVR-105 Superdrive ersetzt (DVD-Brenner).

Weitere technische Details:
CPU: G4 mit 1,0 GHz Takt
Bustakt: 133 MHz
L2-Cache: 256 K
L3-Cache: 1 MB
RAM: 1,2 GB (2x 512, 1x 256 MB) @ 266 MHz DDR SDRAM
HDD: Seagate Barracuda ST360015A; 60 GB @ 7.200 rpm Ultra-ATA 100
Grafik: nVidia GeForce 4MX mit 64 MB DDR SDRAM, 4x AGP
Anschlüsse: 1x FW800, 2x FW400, 2x USB am Gerät, 2x USB an der Tastatur, 2x USB am Display, Line-In, Line-Out, Kopfhörer an der Vorderseite, Apple Ministecker für Pro Speaker an der Rückseite, ADC- und DVI-Anschluss zum Anschluss von Displays/Monitoren, Gigabit-Ethernet, Steckplatz für Airport Extreme-Karte

Dazu habe ich mir nach sechs Jahren mit dem gleichen 17″-Röhrenmonitor von Belinea (damals noch über 500 Euro) ein Display gegönnt, aber nicht irgendeines, sondern ein 17″-Studio Display von Apple. Das einzige Display, das auch von hinten eine gute Figur macht. Angeschlossen wird das ganze an eine Art erweiterten DVI-Anschluss, den »Apple Display Connector«, ADC. Was ist das wieder spezielles? Um Kabelsalat zu vermeiden, gehen über das ADC-Kabel nicht nur digitale Bilddaten, sondern auch Strom und USB-Daten. Im Display ist also nochmal ein USB-Hub (ich habe daran Maus und Tastatur angeschlossen). Special Gag: Ich kann den Rechner durch Druck auf das Display schlafen legen, aufwecken, ein- und ausschalten, ich muss nicht den Knopf am Power Mac selbst bemühen.
Die Blickwinkel-Abhängigkeit ist sehr gut. Ich hatte da etwas Bedenken, da man beim Blick von der Seite auf das iBook-Display nicht mehr viel sieht, aber die Hintergrundbeleuchtung in einem stand-alone Display kann natürlich besser sein als die in einem Notebook. Apple schweigt sich über die Schaltzeiten seiner Displays aus, aber ich kann mich nicht beklagen: Ego-Shooter habe ich zwar keinen installiert (wir warten auf Doom 3…), aber schnelle hell-dunkel-hell-Wechsel sind zumindest in Videos kein Problem. Apropos Videos: Ich kann Trailer, z.B. die zu »Matrix: Reloaded« in der 1.000er Auflösung absolut flüssig im Vollbild abspielen…
Gesamtpreis: 2.456,90 Euro, davon 730 Euro für das Display. Ich bin sehr zufrieden. Würde ich den Rechner, im Nachhinein betrachtet, nochmal genauso kaufen? Antwort: Ja. Ich habe es auch nicht bereut, nicht rund 800 Euro mehr für einen Dual-1,25 ausgegeben zu haben, denn die höhere Geschwindigkeit brauche ich im Moment (noch) nicht. Für den Videoexport aus iMovie 3 heraus, von DV zu 320er MPEG-4 mit 1.024 KBit/s Datenrate braucht der Rechner ungefähr Echtzeit. Eine ganze DVD (anderthalb Stunden) ist in ungefährt drei Stunden von Rohmaterial zu MPEG-2 von iDVD codiert und gebrannt. Übrigens reichen 2-fach DVD-Rohlinge voll und ganz: Eine DVD ist in einer halben Stunde gebrannt (funktioniert übrigens auch wunderbar mit Toast; für Toast ist eine DVD einfach nur eine große CD). Die Viertelstunde Zeitgewinn für 4-fach Rohlinge lohnen deren Aufpreis kaum.

Genug gelabert, show me pics!

Das 17-Zoll-Studio Display (Rückseite des Kartons) auf meinem Bett. Bei der Wahl der Tapete hatten meine Eltern und ich vor zwanzig Jahren ein glückliches Händchen.
Das Display, Vorderseite des Kartons
Der Display-Karton, geöffnet. In der Aussparung der oberen Styropor-Abdeckung befindet sich das Handbuch.
Display: Obere Styropor-Abdeckung abgehoben, das Display in der Schutzfolie kommt zum Vorschein.
Der Karton des Power Mac direkt nach dem Öffnen (das Display steht nun bereits auf dem Schreibtisch).
Die Abdeckung im Power Mac-Karton ist nun entfernt (lehnt im Hintergrund), die obere Styropor-Abdeckung kommt zum Vorschein. Darin gibt es Aussparungen für Tastatur, CDs und Maus.
Unter der Tastatur kommen die Kabel zum Vorschein, unter den CDs (Restore-DVD, blanko CD und blanko DVD) verbergen sich die Handbücher.
Nachdem die obere Styropor-Abdeckung entfernt wurde, liegt nun der Power Mac in seiner Schutzfolie im Karton. Darunter ist natürlich nochmals ein Styropor-Schutz.
Aufgestellt, aber noch nicht angeschlossen; Blick von der Tür nach Süden, zum Fenster.
Oben das Display, darunter der Power Mac. Ebenfalls auf dem Ikea-EFFEKTIV-Schreibtisch: Bild meiner Mutter, DECT-Telefon, Lautsprecher (Surround hinten-links), Lampe.
In Aktion, Blick vom Fenster zur Tür.
Mit Microsofts Betriebssystemen kann ich mich nicht so anfreunden, aber Mäuse bauen, das können sie.
Rechts neben dem Schreibtisch, von oben nach unten: Flachbettscanner mit einigen Unterlagen darauf, links zwei FireWire-Festplatten (d2 von LaCie und StudioDrive von LaCie), rechts CD-Rohlinge, darunter ein Dolby Surround-Verstärker von Yamaha mit drei Endstufen, ganz unten ein Stereo-Verstärker (zwei Endstufen) von Denon.

Zum Vergrößern der obigen Bilder: einfach anklicken.

Verwandte Einträge:
28.01.03: Neue Power Macs
29.01.03: gedanken zu den neuen Power Macs
02.02.03: »Throw me a frickin’ bone here! I’m the boss. Need the info.«
04.02.03: Silent Upgrade: Neue iMacs
06.02.03: Warten auf Godot
09.02.03: Nachts ist es kälter als draußen
21.02.03: Fasten your seatbelts

Erschienen am Montag, 12.05.2003 @ 4:47 | Kommentare deaktiviert
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Planmäßige Ankunft — beinahe

Heute lief alles, im Großen und Ganzen, nach Plan. Am Morgen regnete es noch, aber bis ich losradelte, hörte es auf.
Hatte überlegt, schon ein oder zwei Züge früher nach München zu fahren, um beim Umsteigen in die S-Bahn nicht so hetzen zu müssen und um in München im Büro noch was arbeiten zu können, aber ich kam dann doch nicht rechtzeitig weg, so dass es, wie geplant, doch der ICE um 11:09 wurde. Auf der Hinfahrt schlief ich nach einer halben Stunde Spiegle lesen doch ein; das Sandmännchen forderte seinen Tribut, nachdem ich es tapfer seit gestern, 17 Uhr, ignoriert hatte. Der ICE fuhr mit zehn Minuten Verspätung im Schlepptau auf München zu, so dass ich nicht um 13:33, sondern erst um 13:53 in Perlach ankam. Per Abkürzung über die Gleise traf ich dann aber Punkt 14 Uhr zu Unterrichtsbeginn ein. Alex verschwand gleich nach der Begrüßung wieder, denn heute und morgen haben wir einen anderen Dozenten. Thema: »Computer Basics«. Klingt nicht nur nach Grundlagen, waren auch Grundlagen. Er konnte den meisten von uns zwar nicht viel Neues erzählen (Was ist ein Bit, ein Byte, Aufbau eines Computers, Schnittstellen von PS/2 und USB über Parallel und Seriell bis zu FireWire), machte aber einen amüsanten Unterricht (»Das ROM ist die Identität des Rechners. "Ich bin ‘ne Mikrowelle und keine Fritiermaschine."« — »Stellt Euch den Cache als ein geheimes, kleines Lager vor.«). Gut, mir waren auch nicht alle Zahlen und Abkürzungsbedeutungen präsent, aber wie man einen SCSI-Bus terminiert und dass jedes SCSI-Gerät eine ID braucht, wusste ich schon. Manche Dinge waren aber durchaus neu, zum Beispiel ein kleiner Exkurs zum Thema »mehrdimensionale Kreuzparitätskorrekturen«.
Nach der SAE schaute ich gegen 17:50 noch bei Holger, Stefie und Robert /The Screen Collective) im Büro vorbei, unter anderem, um meine Sporttasche abzuholen, die ich letzte Woche wegen des längeren Aufenthalts mitgenommen und für eine Woche bei Holger und Stefie deponiert hatte.
Auf der Rückfahrt schlief ich wieder für anderthalb Stunden ein. Bevor es nach Hause ging noch eine Pizza in der Pizzabar, dann aber um 21:40 Uhr heim (der Zug kam pünktlich um 20:46 in Erlangen an). Merken: Wenn ich schon Ortlieb-Radtaschen habe (zwei »Back-Roler plus«), sollte ich sie beim nächsten Mal auch benutzen. Die doppelt so lange und doppelt so breite Tasche (im Vergleich zum Gepäckträger) fiel mir während der 12 Kilometer langen Heimfahrt nicht weniger als acht Mal runter. Nach dem ersten Mal probierte ich, die Tasche auf den Rücken zu nehmen und den kleineren Rucksack auf den Gepäckträger zu schnallen, aber der fand nach 500 Metern auch den Weg auf den Boden. Die Tasche verabschiedete sich noch ein weiteres Mal nach unten, aber dann hatte ich dazugelernt und spannte sie mit der Spinne so auf dem Gepäckträger fest, dass sie bei den weiteren sechs Abstürzen zumindest in den Seilen hängen blieb und nicht auf den Boden fiel.

Zu Hause E-Mails checken (keine neuen, seit dem ich das iBook im Büro an die 10 MBit/s-Leitung gehängt habe), tägliche Webseiten absurfen, mit Holger über einen Auftrag chatten, Online-Ticket für morgen ausdrucken, Tasche für morgen packen, Heia.

Erschienen am Montag, 12.05.2003 @ 23:56 | Kommentare deaktiviert
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Dienstag, 13.05.2003

Es reicht langsam wieder…

Kommt jetzt das Thema ec-Kartenbetrug eigentlich in jeder Panorama-Sendung?

Erschienen am Dienstag, 13.05.2003 @ 22:23 | Kommentare deaktiviert
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»Spezialeffekte«

Aufbruch zu Hause um 8 Uhr 40, verdammt spät dran. In 25 statt der üblichen 30 Minuten radelte ich zum Bahnhof, denn der Zug fuhr laut Plan um neun nach neun; ich wollte heute mal etwas zeitiger in München sein. Ich sollte mir angewöhnen, über die Fahrplanauskunft abzufragen, ob der Zug von Leipzig her Verspätung hat: heute wäre Hast nicht nötig gewesen, 20 Minuten Verspätung ab Bamberg, Ankunft in Erlangen ziemlich genau um 09:30 statt 09:09 Uhr. Bis München-Pasing kamen weitere zehn Minuten dazu und zwischen Pasing und Hauptbahnhof stand der Zug auch nochmal zehn Minuten in der Prärie, bevor er in den Bahnhof einfahren konnte. Auf der Hinfahrt zwei Videos (1, 2) von Mac-TV und die erste von vier Animatrix-Episoden.

Etwas zeitiger nach München zu fahren, sollte ich mir zur Gewohnheit machen. In meiner Zeit als Springer bin ich sehr viel Zug gefahren (ca. 3.000 Euro Fahrkarten-Umsatz im Jahr) und die meisten Züge waren pünktlich, aber man kann auch mal daneben greifen: eine Verspätung von nur fünf Minuten wie gestern, die mich lediglich eine S-Bahn verpassen lies, muss einem nicht jeden Tag beschieden sein. Wäre ungünstig, einen nach Plan genau passenden Zug zu nehmen, wegen einer Zugverspätung aber dann trotzdem eine halbe Stunde zu spät zu kommen.
Um Viertel nach zwölf kam ich im Büro des Kollektivs (Holger, Stefie, Robert) an. Ideal, denn mit einem Kunden mussten wir noch etwas besprechen: Terminsache, die bis morgen fertig sein muss. Während ich in der SAE war, druckte mir Holger die QuarkXPress-Dateien aus, die ich dann am Abend mitnahm. Morgen früh mache ich mich drüber; ich werde wohl zwei Stunden damit befasst sein und gut zum Termin Mittwoch-Mittag fertig werden.
Die Eisheiligen zogen die Temperatur heute gehörig nach unten, auf nur noch 13 Grad. In Erlangen begann es gerade zu regnen, als ich in den Zug stieg, in München kübelte es aus allen Wolken, keine zwei Minuten, nachdem ich im Büro angekommen war. Auch sonst blieb es heute regnerisch, aber ich hatte insgesamt Glück, kam nur abends kurz vor 22 Uhr bei der Heimfahrt auf den letzten drei Kilometern in einen etwas stärkeren Regen.
In der SAE ging es heute mit dem zweiten Tag »Computer-Basics« weiter. Hätte Armand den Kurs nicht wieder mit einigen Brüllern angereichert, ich wäre von meinem Stuhl gerutscht und eingeschlafen, denn mit Computer-Basics habe ich mich vor zehn Jahren beschäftigt, als ich meinen ersten 486er (DX-33) zur Konfirmation kaufte. Aber für einige waren doch noch neue Sachen dabei, insofern ist’s okay, auch mal die Basics durchzusprechen, bevor es »richtig« losgeht. Nach den theoretischen Grundlagen (Bit, Byte…) ging es heute etwas praktischer weiter mit Erklärungen zu Begriffen wie Jumper, IRQ und BIOS. Der Demo-PC, der da am Beamer hing, wartete mit einem Award-BIOS auf, da wurden Erinnerungen wach…
Später dann Grundlegendes zur Bedienung von WinXP (Desktop, Systemsteuerung, Explorer, Startmenü), OS 9 (Speicherverwaltung, Apfelmenü, Kontrollfelder, Control Strip) und OS X Jaguar (Unterschiede zu OS 9, Systemeinstellungen). Noch ein kurzer Ausflug in die Welt der Dateisysteme.

Frage eines Schülers, warum beim SAE-PC die bunte XP-Optik abgeschaltet ist. Antwort des Dozenten: Es kostet Ressourcen und muss ja eigentlich nicht sein. Und dann:

»Ich brauche keine Spezialeffekte auf meinem PC. Wenn ich ins Kino gehen will, dann geh’ ich ins Kino. Ich will kein Fenster, das irgendwo reinflubbelt, von links-oben nach rechts-unten aufgeht, "Guten Morgen" zu mir sagt und bei dem mich dann ein Hund fragt, was ich denn jetzt machen möchte.«

Ich hab’ mich weggeschmissen!   :-)
Erklärung der dynamischen Speicherverwaltung eines Betriebssystems:

»Das Programm sagt zum Betriebssystem: "Ich bin das Wavelab und brauch’ 128 MB RAM, sonst mach’ ich gar nichts." Und das Betriebssystem sagt: "Hmm, okay."«

Heute endete der Kurs sogar fünf Minuten vor fünf, so dass die S-Bahn um 17:05 Uhr zu erreichen war. Nächste Woche zweimal drei Stunden Einführung in »Graphics« (Photoshop). Nicht wundern, im BMC (die ersten drei von 15 Monaten, der erste von zwei Leveln) gibt es bei jedem Thema nur eine Einführung. Ich muss mal nächste Woche auf den Plan sehen, was danach als nächstes kommt; ich glaube, es geht dann mit dem Audio-Bereich los, Harddisk-Recording.
Nächste Woche beginnt die SAE schon um 13:30, da Alex mit uns noch die letzte Hausaufgabe besprechen will.

Zurück im Büro. Quark-Ausdrucke eingepackt, noch mein Rudel Standard-Websites aufgerufen und um 18:20 zum Bahnhof aufgebrochen. Zug fuhr pünktlich ab und ich packte mein iBook aus, um die vorher geladenen Websites zu lesen.
Der ZuB, ein älterer Mann um die 50, Franke, mit Brille, war extrem gut gelaunt, das hat richtig Spaß gemacht, sich von ihm die Fahrkarte kontrollieren zu lassen: Er betrat mit einem fröhlichen »Einen wunderschönen guten Tag! Ich bitte mal um die Fahrkarten.« den Wagen und hatte bei jedem Reisenden einen Spruch drauf, zum Beispiel:

»Nach Bamberg? Aussteigen net vergessen.«

Oder:

»Wenn Ihr noch lacht, bin ich auch glücklich.«

Kurz vor Augsburg wieder schlafen gelegt und ‘ne Stunde später in Nürnberg wieder aufgewacht. Die Viertelstunde bis Erlangen noch ein wenig gedöst, in Erlangen auf’s Rad, zum Dönermann, dann heim.

Vorhin wurde ich von einer Freundin in ICQ gefragt:

»Findest du die Fahrerei jetzt anstrengend oder ist’s, ok?«

Ich finde es erschreckend ok.
Erschreckend deswegen, weil ich meine, dass Übernachten schon nicht verkehrt wäre. Aber an 2 Tagen mal nach MUC fahren und im Zug Spiegel lesen oder am iBook Videos schauen oder Websites lesen (vorher bei Netzverbindung im Browser geladen) oder schlafen stört mich gar nicht. Und billiger ist es außerdem (als die Lösung mit der Jugendherberge). Die billigste Lösung wäre natürlich, nur Montag hin und Dienstag zurück zu fahren und von Montag auf Dienstag wo kostenlos zu übernachten (versch. Freunde, Büro eines Freundes etc.), aber mich würde es glaube ich nerven, mir von Woche zu Woche ein Quartier suchen zu müssen.
Werde ich aber auch noch probieren. Wahrscheinlich übernachte ich nächste Woche in der JH und treffe mich am Montag-Abend mit Freunden, je nachdem, was sich ergibt.

Erschienen am Dienstag, 13.05.2003 @ 23:23 | Kommentare deaktiviert
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404

»They have told you that would would find /error2.php here but we do not have such a file.

That file is not even within 100 miles of this website. That file is committing suicide because it has been shamed and Allah will roast its stomach in hell.«

Erschienen am Dienstag, 13.05.2003 @ 23:23 | Kommentare deaktiviert
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Mittwoch, 14.05.2003

Krass verschätzt

Dachte ich gestern noch, den Job heute in zwei Stunden bis Mittag erledigen zu können, zog es sich nun doch unerwartet etwas länger hin.
Seit heute morgen um halb zehn saß ich dran und bin eben erst fertig geworden. So, langsam denke ich jetzt mal an Nahrungsaufnahme…

Erschienen am Mittwoch, 14.05.2003 @ 15:39 | Kommentare deaktiviert
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Donnerstag, 15.05.2003

Mail mit Warp 9 unterwegs

»Ever got mail with X-Binford: 6100 (more power)? Well, the sender uses the Binford 6100 Transwarp Mail Accelerator! Now it’s your turn – make your mail fast. In most cases, mail will be received before it has been sent, sometimes even read before written! ;-)«

Erschienen am Donnerstag, 15.05.2003 @ 10:59 | Kommentare deaktiviert
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Hochkonjunktur für Bush-Witze

Gesehen bei sec-blog:

In den USA ist ein Autofahrer auf dem Highway in einem Stau stecken geblieben. Stehende Kolonne. Plötzlich klopft jemand an das Seitenfenster.
Er lässt die Scheibe herunter und fragt: “Was ist los ?”
“Terroristen haben Präsident Bush entführt. Sie verlangen 10 Mio Dollar Lösegeld, sonst werden sie ihn mit Benzin übergießen und verbrennen.”
“Aha”, erwidert der Autofahrer.
“Verstehen Sie”, wiederholt der Passant, “wir gehen nun von Auto zu Auto um zu sammeln.”
“Und wieviel geben die Leute so, im Durchschnitt?”
“Etwa 5 Liter …”

Erschienen am Donnerstag, 15.05.2003 @ 19:07 | Kommentare deaktiviert
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Freitag, 16.05.2003

Feierabend

So, Feierabend für heute.
Sorry, dass es hier in den letzten Tagen etwas spärlich zuging, aber ich hatte einen Haufen zu tun. Gestern (Mittwoch) saß ich von 09:30 bis 16:00 fast ununterbrochen an Word-Vorlagen für eine Kommune. Am Abend, das kann ich noch berichten, ging’s mit dem Fahrrad zu einem größeren Einkauf; man braucht kein Auto, um mehr einzukaufen: Ein immerhin halb-voller Einkaufswagen, inkl. drei Literflaschen Getränken, konnte ich gut in meinen beiden Radreise-Taschen und meinem Rucksack verstauen, und hatte noch Platz-Reserven. Übrigens tut’s für das Einkaufswagen-Pfand auch ein 20-Cent-Stück, falls man einen Euro gerade nicht zur Hand hat.

In den MediaMarkt-Schließfächern, die ich heute besuchte, rutscht die minimal kleinere Münze aber durch, da geht kein Weg an einem Euro Pfand vorbei. Nach der Empfehlung von Kai für »The Fast and the Furious« und dem Ansehen des Trailers schlug ich heute bei der DVD für 14,99 Euro zu (amazon.de hat sie übrigens auch günstiger als regulär, sie kostet dort momentan aber immer noch 17,99). Der zweite Teil kommt in Bälde in die Kinos (Trailer).

Heute (Donnerstag) ebenfalls wieder Arbeit bis zur Decke.
Von 11:00 bis 13:00 und von 15:00 bis 00:30 ging es um eine Website für einen Mac-Versender. Die Shop-Software (osCommerce) wirft mir Knüppel zwischen die Beine wo sie nur kann. Normalerweise ist es kein Problem für mich, Layouts umzusetzen und zum Beispiel die Ränder einer Tabelle einzufärben. Aber bei osC kann man nicht einfach den Quelltext editieren, so wie man ihn im Browser sieht. Eine Seite setzt sich aus über einem Dutzend php-Dateien zusammen (werden per include und require eingebunden) und unzähligen Variablen, die wer weiß wo definiert werden. Der Quellcode ist ein einziges Schlachtfeld; keine Spur von der Trennung von Struktur, Layout und Programmlogik; Templates gibt es nicht. Noch dazu ist der Quellcode schlecht dokumentiert und auch die externe Dokumentation ist eher spärlich. Um das Drama perfekt zu machen, bin ich außerdem mit eher rudimentären PHP-Kenntnissen ausgestattet. Aber was will man machen; osC ist davon ab ein sehr guter und weit verbreiteter Shop.

Morgen (Freitag) geht’s weiter mit osCommerce, weiterhin stehen eine Unmenge an Hausaufgaben für den Kollegtag am Samstag an (Englisch, Deutsch, VWL, Informatik; jeweils etwa eine 3/4 Stunde).
Nichts desto trotz: Terminkoordination zwischen selbstständigen Studenten (einer davon mit Freundin) ist schwierig, deswegen nutze ich morgen die Möglichkeit, mal wieder mit Klaus ins Kino zu gehen: »Die Wutprobe — Anger Management« (IMDB, Trailer).
Außerdem morgen Mittag: Friseurtermin und noch ein paar Kleinigkeiten in der Stadt besorgen.
Weiterer Ausblick: Samstag-Vormittag eben Kollegtag, am Nachmittag wahrscheinlich weitere Arbeiten an osC; Sonntag hoffentlich eher mal etwas ausspannen, am Montag und Dienstag wieder Uni (SAE). Von Montag auf Dienstag werde ich kommende Woche mal in der Jugendherberge übernachten. Von den beiden Jugendherbergen in München (Thalkirchen, Nähe Zoo; Neuhausen, Nähe Hauptbahnhof und Matthias’ Büro) habe ich mich für Neuhausen entschieden.

Das Wetter: Eisheilige, ab und an Regenschauer, mit 13 Grad verhältnismäßig kühl.

Erschienen am Freitag, 16.05.2003 @ 1:32 | Kommentare deaktiviert
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Die Meldungen.

Heute Vormittag beinahe verschlafen; habe mir gestern Abend/Nacht doch noch »The Fast and the Furious« reingezogen und kam entsprechend spät/früh ins Bett. Friseur-Termin um 12:30. Auf dem Rückweg noch zum Friedhof, Blumen gießen und etwas verweilen.
Kino heute Abend mit Klaus klappt wohl, an osCommerce bastle ich erst morgen weiter; jetzt stehen erstmal Hausaufgaben für den morgigen Kollegtag an.
Evtl bahnt sich ein neuer Job an (Website), muss Klaus heute Abend nochmal deswegen fragen. Von der Studentenjob-Front gibt es noch nichts Neues; evtl eine Sache in Nürnberg, aber der Entscheidungsprozess in der Klinik (für meine ehemalige Zivi-Stelle) zieht sich leider noch etwas, so dass ich auf jeden Fall erstmal was anderes anfangen muss.

Erschienen am Freitag, 16.05.2003 @ 16:48 | Kommentare deaktiviert
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Montag, 19.05.2003

iTunes Music Store macht Wellen

Im Spiegel dieser Woche findet sich ein Bericht über Apples Music-Store, ebenso in der aktuellen Zeit. Im Prinzip genügt es einen zu lesen, denn beide Texte enthalten in etwa die gleichen Informationen.
Ich hätte mir gewünscht, dass die Autoren nicht so sehr den Abgesang auf die CD vortrugen, sondern noch erwähnten, dass die Hälfte der zwei Millionen Songs, die nach zwei Wochen gekauft wurden, per Album erworben wurden (siehe Heise).

Erschienen am Montag, 19.05.2003 @ 1:33 | Kommentare deaktiviert
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Rezession, Baby!

Durchaus mutig von Finanzminister Hans Eichel, sich letzte Woche vor und nach der Steuerschätzung zu Sabine Christiansen und Maybritt Illner in die derzeit beiden wichtigsten Politik-Talkshows zu begeben. Bei Christiansen wäre ihm wegen des Genöhles von Thüringens Ministerpräsident Bernhard Vogel aber fast der Kragen geplatzt.

Die Steuerschätzung. Bis Ende 2006 fehlen dem Staat (Bund, Länder und Gemeinden) insgesamt 126 Milliarden Euro, und selbst diese erschütternden Zahlen sind nach Ansicht von Wirtschaftsexperten auf Sand gebaut, da sie von einem Wirtschaftswachstum von 0,75% in diesem Jahr ausgehen, das wohl kaum eintreten wird (warum rechnet die Regierung nicht endlich mal konservativ? Ist schließlich nicht das erste Mal, dass man daneben liegt). Eventuell wird der Euro-Stabilitätspakt nicht nur 2002 verletzt, sondern auch 2003 und 2004.

Darüber, weswegen DGB-Chef Michael Sommer nicht in den genannten Talkshows zu Gast war, kann spekuliert werden. Mich hätte ja mal interessiert, was er nach der Steuerschätzung in Berlin-Mitte gesagt hätte. Eine Woche zuvor hat er noch ein 15 Mrd.-Konjunkturprogramm mit 7,5 Milliarden Euro Neuverschuldung gefordert, mit dem er aber auf taube Ohren stieß oder für das er kritisiert wurde. Naja, Herr Sommer muss die Schulden ja nicht bezahlen, sondern meine Generation. Ich darf vielleicht daran erinnern, dass das hehre Ziel des ausgeglichenen Haushalts, den Eichel erst 2004, dann 2006 und jetzt »noch in diesem Jahrzehnt« erreichen wollte, nur bedeutet, dass der Bund nicht mehr ausgibt, als er einnimmt (oder täusche ich mich da?). Wenn das gelingt, geht es an die Schuldentilgungn, denn derzeit sind noch 1,2 Billionen Euro Staatsschulden da.

Indes schrieb Hans Eichel einen 8-seitigen Brief an die Abgeordneten der SPD im Bundestag, in dem er um Zustimmung zur Agenda 2010 des Kanzlers warb. Thesen:

»Wenn wir nicht mit weiteren Reformen entschieden gegensteuern, wird es noch schlimmer kommen.«

»Was ist sozial gerecht? Sicher nicht, wenn 4,5 Millionen Menschen vom Erwerbsleben ausgeschlossen bleiben und unsere Kinder und Enkel dafür bezahlen müssen, dass wir über unsere Verhältnisse leben.«

»Ohne die Reformen unter SPD-Regie wird die Opposition den Sozialstaat aus den Angeln heben.«

Der Spiegel befasst sich in seiner neuen Ausgabe im Titel mit der Wirtschaftskrise, den Staatsschulden und an-/ausstehenden Reformen.

Anderes Thema, andere Bühne: In der aktuellen Brandeins findet sich ein Artikel von Wolf Lotter zum Thema Ich-AG und Small-Business-Act und weitere Neuregelungen nach Hartz. Tenor: Die Ich-AG ist bürokratischer Unsinn, es gibt zig Gründe, die gegen sie sprechen. Lesenswert.

Nachtrag (12:00): Japan, wir kommen: Der IWF hält eine Deflation in Deutschland für möglich.

Erschienen am Montag, 19.05.2003 @ 2:05 | Kommentare deaktiviert
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N8.

Eigentlich wollte ich am Freitag vor dem Kinofilm ja noch Hausaufgaben in Englisch, Deutsch und Informatik machen — habe ich natürlich nicht. Der Film selbst, »Die Wutprobe« (»Anger Management«), war durchschnittliche Unterhaltungskost. Kann man sich einmal ansehen, braucht man aber nicht auf DVD. Hätte nicht Jack Nicholson den Agressionstherapeuten gespielt, gäbe es an dem Film gar nichts Gutes. Nicholson rettete mit seinem Schauspiel, seinen Handlungen, Mimik, Gestik und seinen Textpassagen, den Film. Allerdings war er nicht so gut wie in »About Schmidt« oder »As good as it gets«.
Zumindest den Informatik-Hausaufgaben-Bogen 1-3 (Excel) erledigte ich noch. An sich dachte ich, dass ich mit einer 3/4 Stunde hinkommen müsste, aber ich war dann doch bis halb vier ganz gut beschäftigt, da einige knackige Fragen zum Schluss hin drin waren und ich manches ausprobieren musste, weil Wissen teilweise eingerostet war. Bei den einfacheren Fragen, die schlicht nebensächliches Auswendiglern-Wissen abfragten, war Blättern im Buch angesagt. Okay, ich gebe zu, dass es auch für mich, der von Kollegen schon mal E-Mails mit dem Subject »Excel-King, Excel-King, bitte hilf’ mir!« bekam, noch zwei neue Dinge gab, mit denen ich mich bisher noch nicht beschäftigt hatte: Die Funktion SVERWEIS und die Möglichkeit, mehrere Tabellen zu »konsolidieren«.
Ich ging in der Nacht von Freitag auf Samstag erst um halb vier ins Bett und konnte erst um vier einschlafen. Es dauerte lange, bis ich am Samstag nach nur zweieinhalb Stunden Schlaf aufstand; ich ließ den Wecker fünf Mal klingen und stand zum spätestmöglichen Zeitpunkt auf, gerade noch rechtzeitig, um mich zu waschen und nicht den Bus nach Fürth zum Kollegtag zu verpassen.

In der Schule hatten wir in den ersten beiden Stunden Informatik. Die Doppelstunde befasste sich mit WENN-DANN-SONST-Abfragen und mit verschachtelten WENN-Abfragen. Nichts Neues für mich dabei; ich nutzte die Zeit, um zwischendurch E-Mails zu beantworten.
Weiter ging’s mit Englisch, anschließend Deutsch. In der Deutsch-Stunde zunächst wieder Organisatorisches, da der Deutsch-Lehrer auch der Leiter des hiesigen Telekollegs ist, danach wurde die »inoffizielle«Hausaufgabe (Zuordnen von Romanausschnitten zu Erzählhaltungen und Erzählweisen) besprochen. Im Rest der Stunde stand als Thema die Kurzgeschichte auf dem Programm: Merkmale der selben sowie die Kurzgeschichte nach 1945 im Unterschied zur Kalendergeschichte.
Für mich gab’s nach Deutsch eine Freistunde, die ich für einem Lahmacun-Imbiss nutzte, während es für die anderen mit Mathe weiterging.
Sechste Stunde: VWL. Da es die erste Stunde war, beschränkten wir uns auf eine Vorstellungsrunde.

13:30, mit dem Bus wieder nach Hause. Ich war mittlerweile h-u-n-d-e-m-ü-d-e und überlegte, ob ich mich zu Hause nicht für zwei, drei, vier Stunden hinflacken und schlafen sollte. Aber ich rief den Großkampftag im Haushalt aus, denn heute hatten Verena und ich Zeit dazu: Waschmaschine vier Mal anwerfen, im Trockner trocken oder Sachen auf die Leine hängen, trockene Kleidung zusammenlegen und aufräumen, Müll rausbringen (Gelb, Papier, Rest), in der Küche aufräumen, Spülmaschine bestücken, anwerfen und wieder ausräumen, Arbeitsflächen putzen, in den Bädern Waschbecken und Spiegel putzen, in den Zimmer aufräumen…
Um halb vier fuhren meine Schwester und ich mit ihrem Auto in die Stadt. Sie musste bei Tchibo etwas für unseren Vater umtauschen, der von Donnerstag bis Donnerstag mit einem Kollegen auf Sylt ist. Beide sind Foto-Freaks, und Foto-Safaris haben etwas nervtötendes, wenn man selbst nicht so viel fotografiert und nicht alle fünfzig Meter anhalten und warten will. Außerdem ist es natürlich auch eine finanzielle Frage: Zwei Familien-Urlaube im Jahr müssen ja nicht sein.
Bevor wir wieder heim fuhren, besuchten wir noch die Pizzabar in der Hartmannstraße. Am Rückweg fuhren wir noch beim Friedhof vorbei. Wir müssen das Grab bald wieder herrichten; die gelben Pflanzen verlieren ihre Blüten, der Rindenmulch um das Grab muss erneuert werden und ein oder zwei Löwenzahn haben dort nichts zu suchen. Wir gossen die Blumen und zündeten eine Kerze an.
Am Abend Fortsetzung des Großkampftages im Haushalt. Eigentlich wollte ich schon seit Stunden ins Bett (ich quengelte Verena den ganzen Nachmittag die Ohren voll, dass ich müde sei), war aber mit meinen Arbeiten erst um 23 Uhr durch.

Was passiert, wenn man am Vortag wenig geschlafen hat, zum Beispiel zweieinhalb Stunden, und spät ins Bett geht, zum Beispiel 23 Uhr statt 20 Uhr, wie es in so einem Fall angebracht wäre? Genau, man schläft lange. Ich stand um 14 Uhr auf, schönen Dank auch.
Von diesem Sonntag gibt es nichts Besonderes zu berichten. Fünf halb-stündige Telekolleg-Sendungen reingezogen, im Haushalt weiter gearbeitet, Nudeln gegessen, gebadet, Mac-TV gesehen.

Heute, am Montag, werde ich abends nach der SAE doch wieder nach Hause fahren, und nicht, wie letzte Woche noch geplant, in München in der Jugendherberge übernachten. Ich habe mit Telekolleg-Hausaufgaben noch so viel zu tun, dass ich die Zeit im Zug und zu Hause nutzen muss. An sich wären jetzt in Englisch und Deutsch die Abgabe der ersten Hausaufgaben-Bögen für die Lektionen 1-3 fällig gewesen. Für einen Englisch-Bogen brauche ich ungefähr eine 3/4 Stunde, für einen Deutsch-Bogen auch eine 3/4 bis eine Stunde. Ich muss aus dem letzten Trimester noch zwei Englisch-Bögen abgeben, für das laufende Trimester den ersten und idealerweise auch gleich den nächsten. In Deutsch fehlt vom letzten Trimester noch ein Bogen, von diesem der aktuelle. Für die vier Deutsch-Bögen dieses Trimesters, die ich bis zur Feststellungs-Prüfung abgeben muss, um mitschreiben zu dürfen, habe ich noch etwas mehr als vier Wochen Zeit. In VWL bin ich laufend, muss erst nächstes Mal abgeben. Informatik passt auch. Aber um die fehlenden Aufgaben nachzuholen, die aktuellen zu schreiben und mir noch einen kleinen Vorsprung zu verschaffen, habe ich diese Woche einen Haufen zu tun: mindestens 4x Englisch und 2x Deutsch. Vor Pfingesten gibt’s jetzt im Wochenrhythmus Kollegtage. Die nächsten Stundenpläne sehen so aus:

24.05.03
Doppel-Stunde Englisch
Doppel-Stunde Informatik
Doppel-Stunde Mathe (ich verabschiede mich nach der vierten Stunde)

31.05.03
Mathe Feststellungsprüfung (120 Minuten)
VWL
Doppel-Stunde Deutsch

07.06.03
Technologie (nur eine Stunde, kein Informatik mehr, ist ein zweigeteiltes Fach)
Wirtschaft
Doppel-Stunde Deutsch
Doppel-Stunde Englisch

Dann geht’s erst am 28.06.03 wieder weiter, mit einer 150-minütigen Feststellungsprüfung in Deutsch, einer Stunde Mathe, einer normalen Deutsch-Stunde und zum Abschluss eine Schulstunde Technologie.

Also der Plan am Montag geht so:
Auf der Hinfahrt nach München, von 09:09 bis 11:15, etwa eine Stunde im neuen Spiegel zu lesen, dann eine Stunde zu schlafen. Evtl schaffe ich in der zeit vor der SAE in Holgers Büro ein oder zwei Englisch-Hausaufgaben, evtl auch eine nach der SAE, bevor ich wieder mit dem Zug um 18:48 nach Hause fahre. Auf der Heimfahrt evtl noch eine Hausaufgabe, dann wahrscheinlich wieder schlafen. In Erlangen noch in irgendeiner Form einen Happen essen (Döner von Avraysa?), heim, E-Mails, two cents schreiben, Falle.

Am Dienstag ähnlich, nur das ich dann abends zumindest noch die aktuelle Deutsch-Hausaufgabe 1-3 erledigen will (ist nicht so umfangreich wie der letzte Bogen des zweiten Trimesters; das fängt vom Umfang her immer niedrig an und steigert sich zum Schluss eines Trimesters).

Erschienen am Montag, 19.05.2003 @ 4:12 | Kommentare deaktiviert
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Vorbildlich

Der ICE kam nach knapp zweistündiger Fahrt von Erlangen nach München sogar fünf Minuten vor Plan an.

In einer Apotheke am Marienplatz wurde ich nach dem Kauf gefragt, ob ich ein Glas Wasser wünsche, um die eben erstandenen Tabletten gleich vor Ort einnehmen zu können.
[Ich kaufte eine 20er Packung Cetirizin, gegen Heuschnupfen.]

Erschienen am Montag, 19.05.2003 @ 11:46 | Kommentare deaktiviert
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Im Prinzip Jacke wie Hose.

Heute Morgen dachte ich schon, ich muss mit dem Bus um zehn nach acht in die Stadt fahren, denn als ich aufstand, regnete es. Nach der Rückkehr aus dem Badezimmer hatte es dann aufgehört; ich zog mich an und ging zur Tür raus: Wieder Regen. Egal, rauf auf’s Rad und rein in die Stadt. Der Regen war nicht all zu stark, war mehr ein Nieseln, also ging das schon. Trotzdem: Regnerisch, nur 14 Grad, bah.
In München angekommen steige ich aus dem Zug: Sonnenschein, 20 Grad. Was 200 Kilometer ausmachen können… Das hat mich schon vor zwei Jahren fasziniert, als ich noch als Springer für die Bank durch die Repubik gedüst bin. In München war das Wetter durchaus mal ganz anders als in Nürnberg/Erlangen. Da ich insgesamt etwa ein 3/4 Jahr in München war (mit Unterbrechungen) kann ich auch behaupten, dass es in München im Frühling eher warm wird und im Herbst länger warm bleibt als in Erlangen, wohl wegen der Nähe zu den Alpen und häufigem Föhn-Wetter. Dafür sind Wetterumschwünge relativ häufig: Wenn es in Franken mal regnet, dann regnet es. Allenfalls gibt es einen Umschwung am Tag. In München kann es 15 Minuten regnen, danach scheint für ‘ne halbe Stunde die Sonne, dann regnet es wieder; ganz extrem.

Heute schrieb ich mir in der SAE mal von der Pinnwand den weiteren Verlauf des BMC-Kurses ab:

  • Graphics bei Silvio in der KW19 (das ist die aktuelle Kalenderwoche), da geht’s um Photoshop
  • Dig. Technik bei Andi F. in der KW20 (k.A., ob damit Audio oder Video gemeint ist)
  • HD-Recording bei Henning in KW21
  • Web bei Jochen in KW22 und 23
  • Audiotechnik bei Henning in KW24 und 25
  • 3D bei Carsten in KW26
  • Web-Animation bei Matthias in KW27
  • Sommerferien in der KW28 (21.07.03) und KW29 (28.07.03), danach geht’s mit dem zweiten Level weiter, dem Creative Media Program.

Folgende Übungen sind im BMC zu absolvieren:

  • Graphics ab 19.05.
  • Multimedia ab 19.05.
  • HD-Recording ab 02.06.
  • Mixdown ab 23.06.
  • Sprachaufnahme ab 30.06.

Heute ging es also um die Grundlagen von Photoshop, im Wesentlichen die Einsatzgebiete, die Oberfläche (Paletten) und die Ebenen. Die meiste Zeit befassten wir uns mit den Werkzeugen in der Tool-Palette. Wir sind im Moment noch nicht jeder an einem Rechner, sondern noch in einem Seminarraum, in dem wir das Wirken des Dozenten an dessen Computer via Projektor an der Wand sehen, während wir zusehen, mitschreiben, Fragen stellen oder Fragen des Dozenten beantworten (wie im Schulunterricht). Ich selbst habe nur sehr wenig Erfahrung mit Photoshop; es war mal zusammen mit einer Kodak-Digiknippse gebundelt, die ich mal vor zwei Jahren gekauft habe. Aber, wie mal jemand so schön sagte:

»Was nützt einem Photoshop, wenn man damit nicht umgehen kann?«

Meine Grafiken bearbeitete ich bisher in Fireworks (erst als Bestandteil des »Dreamweaver Fireworks Studio« später als Bestandteil von »Studio MX«), da ich bislang auch nur Grafiken für das Web bereitstellen musste. Für mich gab es daher einiges Neues zu erfahren: Kleine Kniffe, die einem enorm viel Arbeit abnehmen können, und auf die ich durch Ausprobieren wohl kaum gekommen wäre. Silvio zeigte uns die Tools an einem Beispielbild, so dass wir auch gleich deren Auswirkungen sehen konnten: Selektion (inkl. Addition/Subtraktion/Schnittmenge), Crop, Slice, Brushes stand-alone und mit anderen Tools, Opacity bei verschiedenen Tools, Clone Stamp, Eraser, Gradient-Editor, Blur/Sharpen/Smudge, Text, die Histroy, Selektionen mit Pfaden sowie die Vektortools des Programms.
Im Creative Media Program werden wir Photoshop ausführlicher behandeln (3 Wochen = 18 Stunden). Morgen geht’s erstmal weiter mit der Einführung. Als Graphics-Übungen müssen wir in den nächsten Wochen ein CD-Cover erstellen.

Ich kann zwar in der Schule an deren Rechnern mit allen Programmen üben, aber ich überlege ernsthaft, mir Photoshop zu kaufen, um auch zu Hause damit arbeiten zu können. Studentenlizenzen sind für mich weniger interessant, da ich die nicht kommerziell nutzen darf; dann lieber gleich die uneingeschränkte Vollversion.
Photoshop 7 allein hat derzeit einen Brutto-Listenpreis von 880 Euro (englische Version). Da ist natürlich die Adobe Design Collection interessant, bei der man für 1.449 Euro nicht nur Photoshop, sondern auch InDesign, Illustrator und Acrobat bekommt (alle englisch). Vor allem InDesign ist im Bundle günstig, das alleine schon 1.008 Euro kostet. Mit dem PageMaker in der Publishing Collection kann ich nichts anfangen, die Web Collection mit GoLive ist auch nicht attraktiv für jemanden, der bereits Studio MX hat und Dreamweaver nutzt. Allenfalls die Digital Video Collection für 1.739 Euro ist noch eine Überlegung wert (enthält neben Photoshop und Illustrator auch noch Premiere und After Effects). Aber falls ich mal mehr mit Video mache, werde ich wohl zu Final Cut Express (382 Euro) greifen und ggf. After Effects separat nachkaufen (927 Euro).
Allein, mein Konto gibt’s im Moment nicht her.   :-)
Davon ab: Ist jemandem was bekannt, ob von Photoshop, InDesign oder After Effects neue Versionen in der Pipeline sind und sich Warten evtl lohnt?

Der Unterricht endete um 16:58 und ich erwischte auf den letzten Drücker die S-Bahn um 17:05 Uhr. Das bedeutete: Einen Zug früher nehmen können, 17:44 statt 18:48 und eine Stunde früher zu Hause sein. Mittlerweile wurde es richtig warm; meine »Übergangsjacke« war für den Tag in München ganz klar falsch gewählt, aber für die Anreise am Morgen nach Erlangen genau richtig. Der Zug fuhr pünktlich ab. Innerhalb einer halben Stunde fuhren wir bis Augsburg in schlechtes Wetter: Es goss aus Eimern. In Donauwörth dann die Durchsage des Zugchefs: Die Weiterfahrt werde sich auf unbestimmte Zeit verzögern, da wegen eines Unwetters weiter nördlich Bäume auf die Schienen gestürzt seien. Das muss man der Bahn anrechnen: Was Kundeninformation betrifft, haben sie dazu gelernt. Man wird nicht mehr 10, 15 oder 20 Minuten im Ungewissen gelassen, wenn der Zug in der Pampa steht, sondern bekommt sofort eine Info, was Sache ist. Fünf Minuten später die Durchsage, dass die Strecke gesperrt sei und dass der Zug über Ingolstadt und Treuchtlingen umgeleitet werde. Wenn ein Baum auf die Strecke stürzt, ist es unter Umständen nicht damit getan, ihn zu zersägen (was ja auch ein bisschen länger als drei Minuten dauert); wenn’s schlimm kommt, müssen auch noch Oberleitungen repariert werden. Kurz darauf eine weitere Ansage, die dies wiederholte und noch hinzufügte, dass sich durch die Umleitung die Ankunft in Nürnberg um 60 Minuten verzögere. Bei mir kamen mixed emotions auf: Prima, dann müssen wir wenigstens nicht drei Stunden in der Tristesse des Donauwörther Bahnhofs stehen. Schlecht, weil ich eine Stunde später in Nürnberg ankomme und dort womöglich noch eine 3/4 Stunde auf den nächsten Zug nach Erlangen warten muss, wenn ich dort meine Anschlüsse verpasse.
Wir fuhren weiter, wieder zurück. Der ICE 782 (übrigens ein ICE 1, in dem ich ewig nicht mehr gefahren bin) zuckelte mit 60 km/h auf einer eingleisigen Strecke durch die Landschaft.
Ein Freund meinte vorhin im Chat zu mir:

»Wenn man mit dem Auto im Stau steht, verteilt auch niemand Gutscheine.«

Verspätungsgutschein. Bild anklicken zum Vergrößern.Das machte den Ärger über die Verspätung erträglicher: Die ZuBs teilten, obwohl die Bahn nichts für das Wetter konnte, 10-Euro-Verspätungsgutscheine aus, lobenswert (siehe Bild rechts; anklicken zum Vergrößern). Die Vorhersage zur einstündigen Verspätung erwies sich als korrekt: Um 21 Uhr fuhr der Zug, Weiterfahrt nach Hamburg, in Nürnberg ein. Gleisdurchsage der Anschlüsse: Der ICE Richtung Leipzig, Abfahrt 20:33, auf Gleis 4. Konnte das wahr sein? Ich hatte mich schon auf 45 Minuten Wartezeit bis zum RegionalExpress um 21:43 eingestellt. Ich ging auf Gleis 4, und sah auf die Anzeigetafel. 30 Minuten Verspätung. Just in diesem Moment fuhr der ICE 1510 ein, der Zug, mit dem ich normalerweise um 18:48 aus München losgefahren wäre. Glück im Unglück. Zwar eine Stunde früher losgefahren, aber anderthalb Stunden zu spät angekommen. Oder auch nur zwanzig Minuten, je nachdem, wie man es sieht (hätte ich den 1510er genommen…). Auch der 1510 wurde laut einer Durchsage wegen des Wetters umgeleitet und hatte bei Ankunft in Erlangen 34 Minuten Verspätung.

Den Verspätungsgutschein löse ich morgen (Dienstag) ein. Muss ich mich doch mal an den Schalter begeben und kein Online-Ticket kaufen. Ich hoffe mal, dass es keine Probleme macht, dass ich mir den Wisch nicht in Nürnberg vom Service-Point habe abstempeln lassen. In Nürnberg blieb gerade Zeit, in den anderen Zug umzusteigen und in Erlangen hatte um 21:20 das Reise-Zentrum schon geschlossen.

Erschienen am Montag, 19.05.2003 @ 23:40 | Kommentare deaktiviert
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Dienstag, 20.05.2003

Cover-Girls

Verdammt, verschlafen. 8 Uhr 34, das ist eigentlich der späteste Zeitpunkt, um den Zug nach München um neun nach neun zu erwischen. Egal, ich habe ja noch Reserven. Ich mache mich für den Zug um 09:52 fertig, RE nach Nürnberg, dann ICE nach München. Unterlagen, Schreibzeug und iBook eingepackt, den iPod nochmal mit den neuen Titeln in meiner mp3-Bibliothek synchronisiert und auch im Rucksack verstaut. Auf den letzten Drücker komme ich aus dem Haus raus, 9 Uhr 25, ab auf’s Fahrrad. Bis in die Stadt würde ich eine halbe Stunde brauchen und wegen einer Überschwemmung am Rande des Wiesengrunds muss ich einen kleinen Umweg fahren.
Ich schaffe es nicht mehr, sehe noch den RE am Gleis 4 stehen, während in an Gleis 1 mein Rad ankette. Damn! Der Plan sah eigentlich vor, vor der SAE noch bei Holger im Büro vorbeizuschauen, um ein paar Takte Englisch-Hausaufgaben zu machen. Jetzt habe ich genau eine Stunde Zeit, bis mein nächster ICE fährt, immerhin eine Direktverbindung Erlangen-München und ein ICE-T der dritten Generation, kein alter ICE 1. Die Stunde hätte ich zu Hause allerdings sinnvoller verbringen können, zum Beispiel, indem ich mir Webseiten in meinem Browser öffne, um sie dann im Zug zu lesen. Auf Englisch im Zug habe ich heute Morgen keine Lust. Wenn ich schon mal die Zeit habe, mache ich doch einen Abstecher ins Reise-Zentrum, um mir einen Fahrschein für die heutige Fahrt zu kaufen und dafür meinen Verspätungsgutschein von gestern einzulösen (hätte ich den RE noch bekommen, hätte ich im Zug nachgelöst). Das Einlösen war kein Problem, obwohl ich mir gestern nicht mehr vom Ankunftsbahnhof die Verspätung bestätigen ließ; ich hatte nur den Zangenabdruck des ZuB. Aber beim heutigen Fahrscheinkauf werde ich gar nicht danach gefragt. Meine Versuche, Klaus im Büro anzurufen scheitern, er ist wohl noch nicht da. Ansonsten wäre es eine Möglichkeit gewesen, mein iBook ans Internet zu klemmen, um mir dort einige Seiten runterzuladen. Wann gibt es endlich in den deutschen Innenstädten flächendeckende WLAN-Hotspots, meinetwegen auch kostenpflichtig? Die Zeit zum War-Driving fehlt mir jetzt allerdings, um mit meinem iBook auf dem Arm durch die Innenstadt zu laufen, in der Hoffnung, ein offenes WLAN zu finden. Nächste Station: Döner-King, erstmal frühstücken. Lahmacun mit Käse. Schon bei meiner Ankunft am Bahnhof hatte es zu regnen begonnen, jetzt nieselte es noch, aber immerhin so stark, um beim Dönermann direkt zu essen. Zeit, um mir den Ausdruck des Artikels »Die anonymen Anpacker« durchzulesen. Darin geht es um den Verein »Bürgerkonvent«, der derzeit im deutschen Fernsehen auf recht teuren Werbeslots Spots sendet und für seinen Verein wirbt. Mir erscheint das alles reichlich dubios, und auch der Telepolis-Artikel konnte nicht aufklären, wer dahinter steckt und welches Anliegen diese Leute verfolgen (abgesehen von dem vorgeblichen Interesse, Deutschland »besser« zu machen). Und das, obwohl sich der Autor offenbar bemüht hat, durch Recherche ein wenig in Erfahrung zu bringen.

Der Zug kommt pünktlich. Bis Nürnberg muss ich noch stehen, denn er ist, für einen Dienstag-Morgen, unerwartet voll. Aber ab Nürnberg findet sich ein Platz und ich höre die CD »Radio« von Jazzmachine zu Ende, die durchaus gut ins Ohr geht. Später meine Chill out-Playlist rauf und runter, unter anderem mit Chicane und Lamb.
Mit drei Minuten Verspätung fährt der ICE in den Bahnhof München-Pasing ein. Runter vom Gleis, zwei Treppen weiter, rauf auf’s Gleis, in die S-Bahn S8 Richtung Flughafen rein, die keine Minute später abfährt. Umsteigen am Ostbahnhof in die S7 Richtung Aying, in München-Perlach dann raus und zur SAE.
In der S-Bahn ein komischer Typ: Männlich, hager, groß, etwa 35-40 Jahre, Art Garfunkel-Revival-Frisur. Rote Leinen-Schuhe (Star-irgendwas, oder irgendwas-Star?), blaue Jeans mit riesigem Schlag, der fast so lang wie einer der Schuhe ist. Hellblaues, geripptes T-Shirt, darüber eine dunkelblaue Jeansjacke. Auf dem Schoss ein rosa-farbener Aktenkoffer, der schon bessere Tage erlebt hat: die Ecken völlig abgewetzt, in dem Deckel schon ein ordentliches Loch in der äußeren Hülle. Darüber hält er in den Händen eine evtl durch Bücher ausgebeulte Stoff-Tüte, bedruckt mit Miele-Werbung, die ungefähr 4.000 Mal gewaschen wurde. Ganz schräg.

Heute ist der zweite (und letzte) Tag der Photoshop-Einführung im ersten Level (BMC, Basic Media Certificate, drei Monate). Wir arbeiten heute erstmals an den Computern im Schulungsraum, jeder an einem eigenen. Im Schulungsraum hat’s nur PCs mit Windows2000, im Übungsraum gibt es auch eine größere Anzahl von G3- und G4-Power Macs mit OS X, sowie zwei TFT-iMacs (15 Zoll, auch OS X).
Heute wird uns die erste von fünf Übungen erklärt, die wir im BMC zu absolvieren haben: »Graphics«. Darin wird die Erstellung eines CD-Covers gefordert, bestehend aus Booklet, Inlay und Disc-Aufkleber. Als Vorlage bekommen wir zwei Photoshop-Dateien, in denen nur die Umrandungen vorgegeben sind. Was wir auf das Cover setzen, bleibt komplett uns überlassen; es ist also nicht so, dass wir ein Bild bekommen: »Das ist die Band, die Band heißt so-und-so, macht mal.« Denkbar wäre also auch ein Vorschlag eines Mit-Studierenden: »Drei Schwedinnen beim Bügeln.« Bei der Korrektur wird darauf geachtet, dass wir alle Ebenen sinnvoll benennen, es darf keine Pixelränder geben und vom Layout bzw. Thema her sollten die drei Bestandteile auch einigermaßen zusammenpassen. Die Übung sollte nicht unbedingt in der letzten Juli-Woche abgegeben werden, falls man sie wegen einer Beanstandung zurück bekommt und Nachbessern muss. Wir sollen das als Referenzprojekt ansehen:

»Man kann einen grünen Hintergrund mit blauer Schrift machen, andere machen ein geiles Cover.«

Da wir, wenn wir wollen, auch zu Hause arbeiten können, lade ich die beiden Photoshop-Dateien aus dem SAE-Netzlaufwerk auf meinen FTP-Server (ist erlaubt). Alternativ hätte auch die Möglichkeit bestanden, sie auf eine ZIP-100 zu kopieren, da alle Rechner in der SAE mit interen oder USB-ZIPs ausgestattet sind (Übungen werden auf ZIP-100, PC-formatiert, an der Supervisor-Theke abgegeben).
Wir bekommen noch einige Tipps auf den Weg: Auf die Auflösung von Vorlagen und Endprodukt achten, in CYMK arbeiten. Um das Cover auch erstellen zu können, bekommen wir heute weitere Infos zum Arbeiten mit Photoshop. Während es gestern fast nur um die Oberfläche ging, geht es heute auch um Grundlagen: Farbtiefe, Farbsysteme, Bild- und Monitorauflösung. Außerdem einige Tools wie Transform und weiteres zu den Themen Move und Select, die History, Filter, Texteffekte, arbeiten mit dem Layer-Panel, Levels zur Farbkorrektur. Wie schon gestern kommt mir manches aus Fireworks bereits bekannt vor, vieles ist komplett neu für mich; auch deswegen, weil die Funktionsfülle von Fireworks bei weitem nicht an die von Photoshop heranreicht. Das wusste ich, aber ich hätte nicht gedacht, dass der Unterschied so groß ist. In Photoshop gibt es überall irgendwelche Knubbel, hinter denen sich ausladende Kontextmenüs verbergen. Fireworks ist im Vergleich dazu eher sparsam ausgestattet, hat aber meiner Ansicht nach trotzdem noch andere Stärken (man sagt, das, was Fireworks aus dem Hause Macromedia ist, bietet Adobe im Bundle mit Photoshop als »ImageReady« an, aber ich kenne ImageReady nicht).
Mittlerweile ließen wir einen Zettel zwecks Notieren der E-Mail-Adresse rumgehen; Mailingliste und Forum unseres Kurses sind eingerichtet.

Zurück in Holgers Büro am Marienplatz. Ich lade mir einige Webseiten in ein Dutzend Browser-Tabs, um Lesestoff für den Zug zu haben (Sachen, die ich eh spätestens zu Hause gelesen hätte; so kann ich die Zeit im Zug nutzen). Ich bleibe nur kurz, wenig mehr als 20 Minuten, und mache mich dann auf den Weg zum Hauptbahnhof, planmäßige Abfahrt um 18:48 Uhr.
Der Zug um diese Zeit ist immer angenehm leer; im gestrigen 17:44 Uhr-ICE ging es wesentlich voller zu.
Abfahrt mit sieben Minuten Verspätung, aber einigermaßen pünktliche Ankunft in Nürnberg um 20:30 (statt 20:28).

Bei der Bahn rollen laut Spiegel-online Köpfe. Unter anderem hat der Aufsichtsrat, namentlich der Bundesverkehrsminister Stolpe, die Ablösung des Vorstands für den Bereich Personenverkehr, den Marketing-Chef und Frau Brunotte in die Wege geleitet. Letztere war bei der Bahn für das neue Preissystem verantwortlich, das sicher für Familien und Gruppen eine Reihe von Vorteilen bringt, aber für Allein- und Spontan-Fahrer sehr nachteilig ist. Im ersten Quartal 2003 rauschten die Fahrgastzahlen und damit auch die Umsätze in den Keller. Es war wohl doch nicht so ganz schlau, ein Fluglinien-Preissystem mit Frühbucher-Rabatten und Zugbindung auf die Bahn zu übertragen, deren Vorteil es ja gerade ist, dass man spontan reisen kann. Erst heute Morgen wieder, im Reise-Zentrum am Schalter neben mir, äußerte eine Kundin Unmut über die drohende hohe Umtauschgebühr von 45 Euro, sollte sie den Zug verpassen, an den sie durch das deswegen günstigern Ticketpreis gebunden ist (Insider-Slang in der Newsgroup de.etc.bahn.tarif+service: »höchste Knebelungsstufe«). Der Schaltermitarbeiter gab ihr den Tipp, in diesem Falle das alte Ticket an die Wand zu nageln und ein neues zu kaufen, denn der erneut zu zahlende Ticketpreis von nur rund 30 Euro käme sie günstiger als die im Falle eines Falles zu zahlende Umtauschgebühr. Ich selbst bin durch das neue Preissystem auch ausschließlich benachteiligt und habe mir deswegen vergangenes Jahr noch eine alte BahnCard mit 50% Rabatt auf den Normalpreis besorgt, gültig ab dem letztmöglichen Tag im alten Preissystem, 14.12.2002. Ab Mitte Dezember 2003 kostet mich die Fahrt Erlangen-München udann keine 20 Euro mehr, sondern 30. Die Knebelungsstufen für billigere Preise, im günstigsten Fall nur wenige Cent günstiger als meine aktuellen 20 Euro, kann ich nicht nutzen, da ich mich nicht auf exakt einen bestimmten Zug festlegen kann. Plus-Minus eine Stunde bzw. ein Zug, aber genauer kann ich es nicht vorhersagen.
Was ich nicht ganz nachvollziehen kann ist, weswegen nur Leute aus der zweiten und dritten Reihe gefeuert werden, der Bahn-Chef Mehdorn (debts: »Al-Sahhaf der Deutschen Bahn«) aber auf seinem Stuhl bleibt und seinen Vertrag vorzeitig um fünf Jahre bis 2008 verlängert bekommt. Nicht, dass mich das subjektiv aufregt (ich bin kein Mehdorn-Hasser), ich kann es nur logisch nicht nachvollziehen. Es wird vermutet, dass es derzeit einfach keinen anderen gibt, der den Job machen könnte. Und dass die vorzeitige Vertragsverlängerung ein kleines Zuckerl ist, für das im Gegenzug einige Rücknahmen beim neuen Preissystem erwartet werden.
Sofortmaßnahme im Preissystem: ab Mittwoch gibt’s keine 45 Euro-Stornogebühr mehr, sondern nur noch eine Tauschgebühr in Höhe von 15 Euro (plus Differenz zwischen Knebelpreis und Normalpreis).

Was vom Tage übrig blieb:
Der iBook-Akku macht’s wohl tatsächlich nicht mehr lange. Anfangs noch vier bis fünf Stunden, seit einigen Monaten nur noch anderthalb Stunden, heute knapp eine Stunde nach vollem Aufladen.
Am Hinterrad hat’s eine Speiche zerissen, muss ich morgen mal richten lassen.

Erschienen am Dienstag, 20.05.2003 @ 23:25 | Kommentare deaktiviert
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Mittwoch, 21.05.2003

Niederflur ist nicht gleich Niederflur

Woah, wie schlecht kann ein Tag beginnen? Erst eine halbe Stunde verschlafen, im Bad Zähne putzen vergessen (zum Glück hatte ich weiße TicTacs dabei) und beim Losfahren springt mir wegen der kaputten Speiche im Hinterrad die Kette raus und ich komme zehn Minuten zu spät zu meinem Termin.

Aber das Kundengespräch (eine Abteilung einer Uni-Klinik) verlief sehr positiv. Nur ein kleiner Auftrag, aber lieber ein kleiner als keiner. Nach dem Gespräch brachte ich das Rad zu Freilauf und gab die Neueinspeichung und Zentrierung in Auftrag. Und wenn es schon mal da ist, warum dann nicht gleich einen Großen Check mit Wartung und Austausch von Verschleißteilen machen? Auch in Auftrag gegeben, morgen hole ich es wieder ab (eigentlich wäre es schon heute Abend fertig, aber ich will nicht nochmal in die Stadt fahren). Im Altstadtmarkt noch einige Dinge eingekauft, zurück in die Klinik, ein paar Materialien für die Website abholen. Auf dem Rückweg in die Innenstadt bei Döner-King für ein Lahmacun vorbei und dann zum Busbahnhof: Kaum hatte ich mein Lahma gegessen, fing es an zu schütten; insofern trifft es sich ganz gut, dass das Rad jetzt bei Freilauf ist, denn ich wäre bei dem Wetter eh mit dem Bus heimgefahren.

Ende letzten Jahres erlitt ich ja schon einen Kulturschock, als bei uns im Dorf ein Stadtbus-Takt von tagsüber 20 Minuten eingeführt wurde und Busse auch werktags nach 19 Uhr (bis neuerdings 23 Uhr) fuhren, sowie sonntags, was es noch nie gegeben hat. Seit etwa zwei Wochen wurden auch die hässlichen Busse der OVF durch Niederflurbusse ersetzt. Die alten Omnibusse waren MAN LinienbusseNiederflur-Überlandlinienbusse NÜ«), keine Reisebusse oder normale Stadt-Niederflurer. Der Nachteil bei denen: Langweilige Inneneinrichtung (nur zwei Reihen mit Doppelplätzen, bestenfalls noch zweimal gegenüberliegende Sitze, zu denen man die Beine hin ausstrecken konnte), zu hoher oder zu niedriger Fenstersims, der nicht als Ellenbogen-Ablage taugte. Die Designer scheinen selbst nicht als Fahrgast mit dem Ding gefahren zu sein. Testweise gab es etwa vor zehn Jahren, als die Uralt-Omnibusse gegen die jetzigen Modelle ausgetauscht wurden, auch einen Überland-Niederflurer, in dem ich als Fahrgast gerne gefahren bin: Angenehm glucksender Motor, Großzügigkeit und Asymetrie im Innenraum, sehr bequem, Ellenbogen-taugliche Fenstersimse. Die neuen, »richtigen« Stadt-Niederflurer sind auch Ellenbogen-tauglich, haben allerdings härtere Sitze. Auf allen prankt auf dem Dach ein flacher Kasten mit der Aufschrift »Erdgasantrieb gefördert vom Freistaat Bayern«.

Erschienen am Mittwoch, 21.05.2003 @ 15:23 | Kommentare deaktiviert
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Kanzlerdämmerung

Zwei Hammer-Sätze in diesem Spiegel-Artikel über die Nöte des Bundeskanzlers, seine eigene Mehrheit zusammen zu halten:

»Die Rücktrittsdrohungen des Kanzlers sind ja derart inflationär, dass man sie schon fast als Begrüßungsformel unter führenden Genossen zur Kenntnis nimmt«, lästerte Juso-Chef Niels Annen.

Und:

»CSU-Landesgruppenchef Michael Glos erklärte, die Regierung befinde sich in einem Zustand, »gegen den ein gackernder Hühnerhaufen eine geordnete Formation ist«.

Erschienen am Mittwoch, 21.05.2003 @ 15:58 | Kommentare deaktiviert
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Zwei Euro in die Wortspielkasse

Ich kann mich nicht entscheiden, ob ich die Werbung des Karlspreises gut oder schlecht finden soll. Valéry Giscard d´Estaing erhält am 23. Mai 2003 den Karlspreis.

Werbeplakat zum Karlspreis 2003

Erschienen am Mittwoch, 21.05.2003 @ 16:48 | Kommentare deaktiviert
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Donnerstag, 22.05.2003

Das habe ich jetzt echt noch gebraucht…

Eine Erkältung bahnt sich mal wieder an. Das Problem ist, dass man’s erst merkt, wenn’s zu spät ist, wenn man Heuschnupfen hat. Ich frage mich dann: Ist das noch Heuschnupfen oder schon eine Erkältung? Aber heute Mittag nach dem Aufstehen war klar: Erkältung. Halsschmerzen.
Ab sofort wieder ein Gramm Ascorbinsäure, Lemocin-Lutschtabletten, Erkältungsbad, Wick MediNight (Kopfschmerzen kommen auch auf…). Bin auch irgendwie matt. Gestern von etwa 19 Uhr bis 3 Uhr nachts geschlafen (prompt vergessen, den Videorecorder für Stargate scharf zu machen) und nochmal von circa 9 Uhr früh bis heute 14 Uhr.

Das passt mir jetzt gar nicht in den Kram: Habe zwei kleine Aufträge, ich muss was für’s Telekolleg tun und am Montag und Dienstag ist natürlich wieder SAE.

Übrigens, für alle Heuschnupfler, die wie ich Cetirizin nehmen: Falls der Apotheker fragt, ob’ die Schachtel auch von einer anderen Firma als Hexal kommen darf, zum Beispiel von AZU, dann lehnt ab. Die von AZU haben einen ganz ekelhaften Geschmack auf der Zunge, während die von Hexal neutral sind (und die Tabletten von Hexal sind subjektiv auch ein bisschen kleiner, obwohl beide die Größe N1 haben; kann auch sein, dass es wegen der länglicheren Form der Hexal auch nur täuscht, das Volumen aber identisch ist).
Beide 20er Schachteln kosten das selbe: 6,45 Euro. Die von AZU wird aber meine Notfall-Schachtel, falls mir die Hexal mal ausgehen sollten.

Erschienen am Donnerstag, 22.05.2003 @ 20:16 | Kommentare deaktiviert
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Samstag, 24.05.2003

Telekolleg: Nächste Woche wieder. Leben: Gestern, heute, morgen. Griechen: Top5 revised.

Ich bin zwar wach und Salon-fertig, aber ich habe keine Lust, in zehn Minuten zum heutigen Kollegtag aufzubrechen.
Könnte mit meiner Erkältung zusammenhängen. Oder damit, dass ich müde bin. Oder damit, dass ich mit meinen Englisch-Hausaufgaben noch in Verzug bin.
Auf dem Stundenplan stünde heute eine Doppel-Stunde Englisch und eine Doppel-Stunde Informatik (für die anderen auch noch eine Doppel-Stunde Mathe).

Was gestern war? An einem Projekt gearbeitet (der Online-Shop; danke Holger, für die PHP-Unterstützung), mit dem Kunden getroffen, beim Griechen in Frauenaurach gegessen, Keynote gekauft und darin ein bisschen rumgespielt, Schmidt-Show und Frasier gesehen.

Meine Aussage von vor ein paar Wochen über den Griechen in Frauenaurach (»Athen«) muss ich revidieren. Ich schrieb:

»Insgesamt kann ich das "Athen" empfehlen und ich werde sicher noch öfter dort essen, vor allem, da der Weg kurz ist. Aber die Top5-Griechen sitzen fest im Sattel, und einen sechsten Platz gibt’s nicht.«

Änderung der Griechen-Top5: Das »Delphi« auf Platz 5 fliegt raus, das Frauenauracher »Athen« rückt in die Top5 auf. Die neue Platzierung:

  1. Athen (München, aka »Schönwetter-Grieche«)
  2. Plaka (Bayreuth)
  3. Athen (Erlangen-Frauenaurach)
  4. Dimitra (Mannheim)
  5. Dionysos (Heilbronn)

Adresse und Telefonnummer des Erlanger Athen: siehe Eintrag vom 02.03.03. Adressen und Telefonnummern der anderen genannten Griechen: siehe Eintrag vom 17.04.02 (die 2002er Top5).
In der 2001er Top5 gab es auch mal den »Schlechtwetter-Griechen« in München, das Poseidon in der Grillparzerstraße, Nähe Prinzregentenplatz (als ich mal in 2000 und 2001 für einige Monate in München gearbeitet habe, hat es immer geregnet, wenn ich zum Schlechtwetter-Griechen bin, und es schien meistens die Sonne, wenn ich zum Schönwetter-Griechen ging; ob es da einen kausalen Zusammenhang gibt?). Auch wenn Holger und Co. demnächst mit ihrem Büro praktisch um die Ecke beheimatet sind, werden wir dort wohl nicht besonders oft anzutreffen sein.

Programm heute?
Am Vormittag werde ich mir den vergangene Woche auf Video aufgenommenen Film »Metro« ansehen. Ich kenne ihn nicht; vermute mal, dass ich es mit leichter Action-Kost zu tun haben werde. Um 10:30 Uhr »Goal«, später noch die Telekolleg-Sendungen Informatik und VWL von vergangener Woche. Evtl ein paar Kleinigkeiten einkaufen. Am Nachmittag besucht uns eine langjährige Freundin meiner Mutter auf einen Kaffee. Heute Abend werde ich relativ zeitig Schluss machen.
Gearbeitet wird heute nicht; morgen wieder ein bisschen.

Erschienen am Samstag, 24.05.2003 @ 6:54 | Kommentare deaktiviert
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Montag, 26.05.2003

Guten Morgen!

Ich bin wach, ausgeschlafen, motiviert und habe viel vor: mir geht es prima! Es könnte noch besser sein, wäre da nicht dieser Hardcore-Schnupfen. Aber ansonsten habe ich bei der am Wochenende aufgekommenen Erkältung glaube ich das Gröbste hinter mir. Habe mir die letzten zwei Tage Lemocin, Cetirizin, täglich ein Gramm Vitamin C und Wick DayMed gegeben.

Was liegt an? In wenigen Minuten sehe ich mir die Früh-Wiederholung von Spiegel-TV an, dann geht’s ins Bad und anschließend mache ich mein iBook startklar.
Ich weiß noch nicht, welchen Zug ich nach München nehme; im Moment tendiere ich dazu, erst um kurz nach 9 ab Erlangen loszufahren und nicht schon früher. Der 9 Uhr-Zug hat den Vorteil, dass mich ein ICE der dritten Generation (ICE-TD Richtung Bayreuth/Dresden, ICE 3 auf unproblematischen Strecken und in meinem Fall, aus Richtung Leipzig durch das Erzgebirge der ICE-T) runter bringt statt eines 12 Jahre alten ICE 1. Und ich würde gerne mit dem iBook im Zug arbeiten, denn ich habe viel vor. Da der Akku einen Hau hat und voll aufgeladen nur noch eine Stunde statt vier hält, bin ich auf die Steckdose unter jeder Sitzreihe im ICE-T angewiesen, während es im ICE1 nur eine für die Beförderungsfälle zugängliche Steckdose im Konferenzabteil gibt (Notebooks waren Anfang der 90er noch nicht das große Thema). Wahrscheinlich kann ich vor elf Uhr (da kommt der 9 Uhr-ICE in München an) eh noch nicht ins Büro, wenn Holger, Stefie oder Robert noch nicht da sind.

Heute werde ich in München übernachten. Per Surfen im Web habe ich ein günstiges Hotel gefunden (wohl eigentlich eher eine Pension): Hotel Atlanta. Nur 30 Euro die Nacht, was für ein Hotel schon extrem günstig ist und für München allemal (von meinen zwei Jahre Dienstreisen für die Bank in verschiedenen Städten zwischen München, Augsburg, Bayreuth, Karlsruhe, Schweinfurt, Ludwigshafen war ich Hotel-Preise von 50 bis 75 Euro gewohnt, das ist Standard). Das Hotel ist am Sendlinger Tor, und damit ausgesprochen zentral gelegen. Bis zu Holgers Noch-Büro in der Hackenstraße Nähe Marienplatz sind’s drei Minuten zu Fuß. Für 30 Euro gibt’s freilich nur Etagen-Dusche und -WC, aber das ist okay für mich. In der Jugendherberge würde eine Nacht 21 Euro kosten, bringt aber verschiedene Nachteile mit sich (spät abends nicht mehr zugänglich, evtl kein Einzelzimmer bzw. nur mit Aufpreis, Bundeswehr-Betten mit Taschentüchern als Bettdecke, selbst Bett be- und abziehen, beim Küchendienst mithelfen…). Ich glaube, da bin ich von den über zwei Jahren auf Achse einfach noch zu sehr verwöhnt. Dennoch ist das Hotel mit 30 Euro immer noch günstiger, als Montag-Abend wieder heim zu fahren und Dienstag-Morgen wieder nach München runter (40 Euro, zumindest, bis ich ab August die NetzCard habe).

Stefie, Holger und ich sehen uns heute um 21:55 Uhr »Matrix: Reloaded« auf Englisch im Münchner Cinema an.

In der SAE steht heute und morgen »Dig. Technik« an. Kann ich mir nix drunter vorstellen; das kann alles bedeuten. Ich tippe darauf, dass es in Richtung Audio geht; Videobearbeitung wäre auch denkbar.

Gestern besuchten meine beiden Cousinen, meine Schwester und ich unseren Großvater, am Abend grillen auf der Terrasse.

Erschienen am Montag, 26.05.2003 @ 5:10 | Kommentare deaktiviert
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Mac-TV relaunched

Das seit gestern neue Layout von Mac-TV gefällt mir sehr gut: frisch, übersichtlich, macht Laune. Kompliment!
Über die Fehler im Quellcode will ich mal hinwegsehen (Ampersands nicht codiert, fehlende ALT-Attribute, ein FONT-Tag, ein doppelt geschlossenes A-Tag, aber ansonsten keine größeren Strukturfehler, ist anderswo schlimmer).

Mac-TV im neuen Look

[Bild anklicken zum Vergrößern]

Im Chat während der gestrigen Sendung stieß ich auf einen mir bis dahin unbekannten deutschen Mac-Newsticker: MacTechNews.de. Mal unter Beobachtung nehmen. Bezüglich Macnews sind macrumors.com und Thinksecret die Macht, aber MacTechNews scheint nicht mit den Rumorsites konkurrieren zu wollen, sondern beschränkt sich auf gesicherte Informationen zu kleineren News. Und anders als z.B. Macnews.de scheint man keine trivialen Informationen wie die neue Version von Weinkeller 3.0 zu bringen, die ich allenfalls bei Versiontracker sehen will. Wobei, soeben lese ich bei Macnews, dass Gravis in München heute einen neuen Shop (ein Umzug) eröffnet: Lindwurmstraße, nahe der U-Bahn-Station »Sendlinger Tor« und somit ganz in der Nähe meines Hotels und Holgers Noch-Büro in der Hackenstraße. Das trifft sich gut, denn ich muss neue DVD-Rohlinge kaufen. War Gravis in München bisher nicht in der Nähe des Hauptbahnhofs?

Erschienen am Montag, 26.05.2003 @ 6:24 | Kommentare deaktiviert
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Anschauen

Nächste Woche Montag, am 2. Juni, zeigt Pro7 ab 23:45 Uhr alle neun Animatrix-Kurzfilme am Stück. Die Animatrix setzt die Geschichte um die Matrix in Zeichentrick-Filmen (Animes) fort und erklärt auch, wie es zur Niederlage der Menschheit gegen die Maschinen gekommen ist.
Ich habe bislang nur den ersten von vier auf der Website intothematrix.com zum Download angebotenen Filme gesehen, aber der war gut (und als Hintergrundinfo zur Story sehr zu empfehlen).

Quelle: DWDL, gesehen bei Markus.

Erschienen am Montag, 26.05.2003 @ 12:32 | Kommentare deaktiviert
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Anschauen II

Man schlage die Doppelseite 54/55 im aktuellen Spiegel 22/03 auf und sehe sich die Mercedes Benz-Anzeige zu ESP an.
Hammergeil.

Erschienen am Montag, 26.05.2003 @ 19:14 | Kommentare deaktiviert
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Dienstag, 27.05.2003

Physik im Multimedia-Unterricht

Gestern ging es bei Andi in der SAE um das Thema »Digital-Technik«. Ich konnte mir darunter nicht so recht was vorstellen: Audio? Video?
Tatsächlich handelte es sich um Grundlagen sowohl aus dem Audio- als auch aus dem Videobereich: Fachbegriffe im Zusammenhang mit Wellen (Periodendauer, Frequenz, Amplitude, Wellenlänge, Phasenlage…), deren Auswirkungen in der Praxis (z.B. beeinflusst die Amplitude im Audio-Bereich die Lautstärke eines Tons und im Video-Bereich die Helligkeit eines Bildes) und die menschliche Wahrnehmung (Gehör und Auge). Auswirkungen von Frequenzüberlagerungen, Funktionsweise eines CD-Players etc. pp. Insgesamt eine recht trockene Materie. Heute geht’s in diesem Bereich weiter, z.B. mit Datenkompression.

Erschienen am Dienstag, 27.05.2003 @ 12:06 | Kommentare deaktiviert
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The sexiest notebook in the world — redefined.

Am Montag-Abend ging’s nach der SAE wieder zurück ins Büro. Mal einen genaueren Blick auf Roberts neues 17″-Powerbook geworfen, davor gesetzt, die Tastatur getestet und in Photoshop mit den Paletten gespielt. Es ist schon sehr cool, und vor allem sehr dünn, aber mir wär’s zu groß. Es ist so groß, dass es quasi eine Handballenauflage bereits integriert hat; ich musste meine Uhr abnehmen, um beim Schreiben nicht ständig damit auf der Oberfläche des Notebooks zu klackern. Die 12″ und 1.024er Auflösung meines iBook sind mir aber hier im Büro schon wieder zu klein, um mehr damit zu machen als zu surfen und Texte zu schreiben. Aber wenn Apple in den nächsten Wochen das alte 15″-Titanium Powerbook durch ein neues, 15-zölliges Alu-Powerbook ersetzt, werde ich wohl meine Kreditkarte an die Wand nageln müssen…
Jemand hat mal sehr treffend über sein iBook gesagt, dass Besitzer von PC-Notebooks neben ihm im Zug schon zu weinen anfangen, wenn sie nur das elegante Netzteil des iBooks sehen (damals gab es noch das Ufo). Das 17er Powerbook hat etwas noch besseres, fast schon dekadent: Ein Leuchtring am Ende des Netzsteckers am Powerbook zeigt den Ladezustand des Akkus an: Leutet der Ring im Steckerende grün, ist der Akku voll; leuchtet er orange, wird geladen. Und die beleuchteten Buchstaben der Tasten, wenn das Umgebungslicht dunkler wird…

Erschienen am Dienstag, 27.05.2003 @ 23:16 | Kommentare deaktiviert
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»Are you the Gatekeeper?« — »Are you the Keymaster?«

Kurz nach 20 Uhr am Montag brachen wir auf, Abendessen. Wir gingen ins »Edison & Co.«, eine sehr nette Kneipe in München, nahe der U-Bahnstation Rotkreuzplatz. In einer Ecke gibt es eine kleine Bibliothek, in einer anderen einen Sekretär oder eine alte Glasvitrine aus dunklem Holz; überall hängen Bilder bekannter Erfinder und Entdecker. An der Tür zum Herren-WC weißt ein Bild von Edison den Weg für die Herren, bei den Damen ist es Marie Curie. Die Speisekarten sind von dünnen Holzplatten eingebunden. An Musik wird Rock und Pop der 70er bis 90er gespielt, aber sehr leise, so dass man sich in angenehmer Athmossphäre unterhalten kann. Die Speisekarte ist auf der Website online; ich nahm einen Standard-Burger ohne Tomate. Mit 8,90 Euro inkl. Pommesbeilage (Echte Pommes! In München! Keine ungeschälten Kartoffelecken!) nicht gerade preiswert, aber lecker. Im Erlanger Fellini’s gibt’s das für die Hälfte, für 4 Euro 50.

21:45 Uhr, wir sind am Cinema. Das Cinema zeigt vorwiegend englischsprachige Filme. Es gibt nur einen großen Saal ohne ansteigende Sitzreihen und mit Klappsitzen, aber das Publikum ist angenehm (es gibt mitunter Szenenapplaus im Saal) und die Filme laufen eben auf englisch in gutem Sound, was nicht selbstverständlich ist für München. In Sachen Kino ist München ziemlich unterentwickelt und ein richtiges Dorf. Zehn Jahre nach dem Hype gibt es seit letzter Woche nun auch in München ein Multiplex-Kino, der Mathäser der Kinopolis-Kette (das Maxx mit seinen popeligen sieben Leinwänden zählt nicht). Bessere Kinos, aber selbst im Vergleich zu Erlanger Kinos eher Klitschen, sind die »Kinos Münchner Freiheit« und das Royal am Goetheplatz. Ich komme weiter unten nochmal auf den Mathäser zu sprechen; nun erstmal zum zweiten Teil der Matrix-Trilogie.

Der Saal für »Matrix: Reloaded« war bis auf den letzten Platz ausverkauft. Werbung um 21:55, zum Ende hin wurde das Licht gedimmt. Dann der Gong, der zum Beginn der Vorstellung rief, das Licht ging ganz aus und einige englische Trailer wurden gezeigt, unter anderem zu »Bruce Almighty«. Ein THX-Trailer (»Terminator«) und Film ab.
Nachdem der erste Teil den Zuschauer in die Story um die Matrix und die unterjochte Menschheit einführte, aber weitere Fragen zur größeren Einbettung und zum Beispiel zur sagenumwobenen unterirdischen Stadt Zion unbeantwortet ließ, befasst sich »Matrix: Reloaded« nun mit genau diesen Punkten. Meine hohe Erwartungshaltung wurde im Vorfeld bereits etwas gedämpft als ich Meinungen über den Film hörte und las, die von einem relativ langweiligen Streifen sprachen. Tatsächlich wird auch viel geredet, man fühlt sich fast ein wenig an »Herr der Ringe« erinnert. Der Zauber des ersten Teils ist verflogen, allerdings weiß der Zuschauer ja nun auch, wer Morpheus und was die Matrix sind. Der neue Film hat viele Textpassagen, einige intime Szenen zwischen Trinity und Neo (wie formulierte es jemand so schön: »Es wurde nur gekämpft und geküsst.«) und ist mit mehr Martials Arts-Action als im ersten Teil fast schon ein halber Eastern. Manche Szenen wirkten arg aufgesetzt und überflüssig, zum Beispiel der Besuch Neos beim Orakel oder die sehr lange Burly Brawl-Szene (halb so lang hätte es auch getan). Das »Superman-Thing«, das es bereits im Trailer zu sehen gab, komplett lächerlich. Darüber hinaus gibt es Eye-Candy in Form von beeindruckenden Special Effects. Allerdings war vieles aus dem ersten Teil schon bekannt und war somit nicht mehr überraschend; es gab halt Bullet-Time bis zum Abwinken. Die Verfolgungsjagd war jedoch ein Augenschmaus ersten Ranges.
Trotzdem: Es gab Action, es gab Special-Effekte, die Story wurde fortgesetzt und es gab auch drei, vier Schenkelklopfer. Unzweifelhaft war der 1999er Matrix aber weitaus besser. Ich bin dennoch neugierig auf den dritten Teil, und wie die Story weitergesponnen wird. Der zweite Film endete mit einem Cliffhanger, der erst im November aufgelöst wird…

Links zu Matrix-Kritiken und Infoseiten:
- Spiegel 20/03: »Herr der Bilder«
- Spiegel 21/03: »Die große Illusion«
- Spiegel-online: »Der Schein trügt sich selbst« (Achtung, Spoiler!!)
- Sueddeutsche.de
- Telepolis: Philosophieren in Bullet-Time
- Salon.com
- FM4 (via Kai)
- Kritik von Anke Gröner (via Kai)
- Kritik von Heinz

- Kniebes-Weblog
- widepipe-Weblog
- Kottke-Weblog
- Feralblog


Das Cinema zeigte nach dem Abspann nicht mehr den Teaser-Trailer zu »Matrix: Revolutions«. Aber was soll’s, kennen wir eh schon!   :-)

Letzte Empfehlung: Matrix XP, ein ziemlich gut gemachter Fan-Film mit einigen Brüllern (inkl. Trailer und Outtakes).

Heute war ich nach der SAE nicht mehr im Büro, denn die drei Kollegen waren unterwegs, um den Mietvertrag für das neue Büro zu unterschreiben. Ich aß einen Happen im McDonald’s am Stachus und ging dann zu Fuß zum Hauptbahnhof (ist nicht weit, eine U-Bahn-Station). Den neuen Mathäser erreicht man auch durch das riesige Untergeschoss des Stachus-Einkaufszentrums, unter dem sich je eine weitere Ebene für S- und U-Bahn befinden. Witzig ist, dass ich bereits letzte Woche am Mathäser vorbeiging, mir aber nicht auffiel, dass da jetzt ein neues Kino drin ist. Ich kannte die Baugrube noch von 1999/2000 und mir ist letzte Woche schon aufgefallen, dass da jetzt ein fertiges Haus steht. Aber ich verbuchte es unter »neuer, großer Modeladen« und sah es mir nicht näher an. Auch von der anderen Straßenseite aus ist der Mathäser nicht gerade prominent als Kino zu erkennen; das übergroße Matrix-Plakat könnte schließlich auch an jedem anderen Gebäude hängen, da muss nicht notwendigerweise ein Kino drin sein. Ansonsten nirgendwo eine Aufschrift »Kino« oder eine Info über die laufenden Filme. Im Unter- und Erdgeschoss befinden sich tatsächlich auch Läden; ins Kino kommt man erst über das erste Obergeschosss. Auf 19.000 m2 gibt es 14 Kinosäle mit 4.283 Plätzen, sowie 17 Ladenlokale und drei Bars. Der Süddeutschen Zeitung (u.a. 1, 2, 3) war zu entnehmen, dass der größte Saal über 800 Plätze bietet und dass Jim Carrey zur Deutschlandpremiere von »Bruce Almighty« einlaufen soll. 826 Plätze im größten Saal (Nummer 6) sind durchaus beeindruckend viel, aber als Franke darf ich darauf hinweisen, dass das Nürnberger CineCitta nach wie vor das größte Kino Deutschlands ist, gemessen an der Anzahl der Leinwände (20 Leinwände plus 1x IMAX und 1x MAD-Simulationskino) und meines Wissens auch bezüglich der Anzahl der Sitzplätze (5.000; außerdem 3 Restaurants, 13 Bars und Open Air-Kino im Sommer). Weitere große Säle in Bayern: Cinemaxx Augsburg mit 626 Sitzen in Saal 3, CineCitta Nürnberg mit 547 in Kino 1 und CineStar Erlangen mit 464 Plätzen in Kino 2.
Ich werde mir sicher mal einen Film in Münchens neuem Kino ansehen und dann wieder berichten.

Carrie-Anne Moss als TrinityNachtrag (28.05.03, 15:05 Uhr): Übrigens liefe im Mathäser »Matrix: Reloaded« auch in Originalfassung. Holger, evtl das nächste Mal den Mathäser gegenüber dem Cinema vorziehen?

Das wichtigste bei meiner Matrix-Kritik habe ich fast vergessen: Carrie-Anne Moss als Trinity. Lecker, lecker, lecker! Ein schwarzer, hautenger Lack- und Latex-Dress. Ummmhh…

Auch bemerkenswert, dass im Abspann die Beteiligten in alphabetischer Reihenfolge aufgeführt werden (wie auch z.B. in »Traffic«).

Letzte Sache: Falls jemand nochmal den Monolog des graubärtigen Manns zum Schluss des Films nachlesen will: Spoilers ahead.

Erschienen am Dienstag, 27.05.2003 @ 23:52 | Kommentare deaktiviert
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»Die Checker der bewegten Bilder.«

Heute der zweite Tag in der SAE zum Thema Digital-Technik.
Es ging um Aufbau und Arten der CD, Kapazitäten und Auslesegeschwindigkeiten, dito bei der DVD. Wir haben mal ausgerechnet, wie viel Datenrate beim Film »Titanic« für die Videodaten zur Verfügung steht, nachdem die rund 48 KB/s für den DD5.1-Ton und die etwa 16 KB/s für den Stereo-Ton der zweiten Tonspur abgezogen wurden (es verbleiben 595 KB/s für Video). Wir befassten uns mit den anfallenden Daten bei unkomprimiertem PCM-TON und PAL-Bildern, um uns danach über Datenkompression mittels MPEG zu unterhalten.
Den Stoff von drei Stunden (abzgl. ca. 10-15 Minuten Pause nach den ersten anderthalb Stunden, die es übrigens jede Woche gibt) habe ich jetzt in einem Absatz zusammengefasst. Aber ich will hier nicht die kompletten Inhalte wiedergeben, dazu fehlt mir schon die Zeit. Tatsächlich habe ich gestern vier Seiten beidseitig beschrieben, heute ebenfalls (plus eine fünfte einseitig, zudem gab es gestern noch drei Arbeitsblätter).

Heute war es zwar wieder nur Theorie, aber ich fand es interessanter als gestern. Die Funktionsweise eines Mediums wie der CD oder DVD interessiert mich, ebenso die prinzipielle Arbeitsweise eines Codecs (so lange es nicht all zu mathematisch wird; heute ging es bei der MPEG-Komprimierung immerhin in die Höhen von Mantisse einer Fließkommazahl und dem Exponenten; die Mantisse, wenn ich das richtig verstanden und notiert habe, kennzeichnet den Abstand zwischen dem lautesten Musiksignal und der Verdeckungsschwelle). Die physischen Grundlagen, mit denen sich die Audios befassen müssen (Frequenz, Amplitude, Phasenlage, Periodendauer, Wellenlänge…), reißen mich nicht so vom Hocker. Aber es ist gut, auch davon zumindest mal gehört zu haben. Für uns Multimedias ist aber das wichtiger, was wir heute behandelt haben: Aufbau von optischen Medien, Datenraten, Arbeitsweise einer Kompression. Und dass man lieber 16 Bit @ 22.050 Hz verwendet, um den Speicherplatz zu halbieren, statt 8 Bit @ 44.100 Hz. Eine Halbierung der Wortbreite (8 statt 16 Bit) macht sich viel stärker bemerkbar als eine Halbierung der Samplingrate (22,05 KHz statt 44,1 KHz). [Das Sampling-Theorem von Shannon und Nyquest besagt, dass die Frequenz der Abtastrate mindestens doppelt so groß sein muss wie die maximal auftretende Frequenz des Audiosignals. Ein Mensch kann bei Geburt von 20 Hz bis 20 KHz hören, pro 10 Jahre Lebensalter geht aber vom Hörvermögen »im oberen Bereich« etwa 1 KHz verloren; ein 40-jähriger kann im Schnitt nur noch bis 16 KHz hören.]

Davon ab einige aufschlussreiche Bemerkungen von Andi: weswegen Röhren entgegen ihrem Mythos schlechter sind als günstigere Transistoren. Über die unterschiedliche Qualität einer MPEG-Codierung (»MPEG ist nicht gleich MPEG«) und das sich mit einem guten Encoder für 50.000 € bei 300 KB/s durchaus ein besseres Ergebnis erzielen lässt als mit einem schlechten Encoder und 1 MB/s Datenrate. Dass »digital« nicht grundsätzlich besser ist als »analog«. Dass aber die CD sehr wohl einen besseren Klang als die Schallplatte liefert, allein schon wegen der 2 Kanäle der CD versus einer Spur bei der LP und wegen des besseren Rauschabstands der CD. An Schallplatten festzuhalten sei Freaktum. Die DVD-Audio hingegen sei jedoch eher als Marketing-Gag einzustufen, da die Qualität der CD-DA völlig ausreichend für das menschliche Gehör ist (die CD deckt mit 44,1 KHz Samplingrate und somit 22.050 Hz fmax bereits mehr als das menschliche Hörspektrum ab, wozu sollten dann 96 KHz Sampingrate bzw. 48 KHz fmax gut sein?).

Montag und Dienstag nächste Woche geht es um Grundlagen des Harddisk-Recording.

Erschienen am Dienstag, 27.05.2003 @ 23:54 | Kommentare deaktiviert
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Things to do in Munich when you’re tired

Von Sonntag auf Montag habe ich mal wieder nur drei Stunden geschlafen. Weiß auch nicht, wie ich das immer wieder schaffe. Der Zug kam mal wieder überaus pünktlich in München an, nämlich fünf Minuten vor Plan. Ich fuhr mit der U7 vom Hauptbahnhof eine Station zum Sendlinger Tor, um im am selben Tag neu eröffneten Gravis-Shop nahe des Sendlinger Tors einen neuen Packen DVD-Rohlinge zu kaufen (5 Stück, in 2-facher Geschwindigkeit brennbar für 17,39 der 5er Packen). Der neue Store ist ganz nett geworden: Ein längerer Schlauch am Eingang, nach hinten geht’s dann aber sehr in die Breite. An der Fensterzeile rechts niedrige Regale mit Büchern, Software und Prospekten darin. In der Mitte des Ladens verschiedene »Inseln« mit Produktplakaten darüber: iPods, Power Macs, Powerbooks… Die Verkaufstheke an der linken Seite zieht sich vom Eingang bis in die Mitte des Geschäfts, wo sie einen Knick nach links macht, um an der den Fenstern gegenüberliegenden Wand zu enden. Bei Gravis sah ich jetzt zum ersten Mal das 17-Zoll-Powerbook in Natura: Yumm!

Weiter ins Hotel, auf der anderen Seite des Sendlinger Tors, am Anfang der Sendlinger Straße, Münchens Edelmeile, die über die kurze Rosenstraße direkt auf den Marienplatz und die Kaufinger Straße führt. Das Hotel Atlanta selbst würde man glatt übersehen, hinge über der in einer Nische verborgenen Eingangstüre nicht eine Leuchtreklame »Hotel«. Die Rezeption liegt im ersten Stock. Ich fülle die Meldebescheinigung aus und erhalte den Schlüssel für Zimmer 43 im vierten Stock. Ein Aufzug hinter der Treppe bringt mich nach oben, ich schließe auf. Ich sehe mich nur kurz um: Das Zimmer hat ein Fenster »nach hinten raus« in einen Lichthof, ein Bett an der Fensterwand, einen Schreibtisch mit Stuhl, kleinem 30er Fernseher obenauf an der Wand gegenüber dem Fußende des Bettes, einen kleinen Schrank in der anderen Ecke und direkt rechts neben mir ein Waschbecken, dessen Wasserhahn zum Haare waschen taugt. Ich stelle nur meine Tasche (Ortlieb Office-Bag) ab und gehe wieder.

Mit dem Aufzug in das Erdgeschoss, raus auf die Sendlinger Straße, nach 500 Metern links in die Hackenstraße, in das Radspieler Haus und in den ersten Stock zum Screen Collective. Begrüßung, ich hole mein 12-Zoll-iBook aus dem Rucksack, schließe es an Strom und Ethernet an. Dann ein genauerer Blick auf Roberts neues 17-Zoll-Powerbook, über das ich schon in einem separaten Eintrag geschwärmt habe.

Das 17-Zoll-Powerbook von Apple: 17 Zoll Displaybreite, 1 Zoll Gerätdicke.

Um 13 Uhr raus aus dem Büro, in fünf Minuten zum Marienplatz, im Kaufhof noch was zu trinken gekauft, ab in die S-Bahn. S7 um 13:18 nach Aying. Zufällig traf ich auf der Hinfahrt auf zwei meiner SAE-Mitstudenten, mit denen ich auch immer um 17:25 wieder zurück Richtung München fahre. Mit der S-Bahn bis Perlach zu fahren, ist ungefähr so, wie bei mir zu Hause mit der RegionalBahn zwischen Eltersdorf und Vach: Pampa. Wirklich, schlagartig ab Giesing geht die Stadt über in eine ländliche Gegend. Kein Haus weit und breit, nur drei Bahnübergänge bis zum nächsten Halt, Perlach. Was am Montag in der SAE Thema war, habe ich ebenfalls in einem eigenen SAE-Eintrag über den Montag zusammengefasst.

Zurück im Büro um 17:45. Dort noch ein wenig geschrieben, gesurft und Mails gelesen, gegen 20 Uhr brachen Stefie, Holger und ich auf, um im »Edison« einen Happen zu essen und danach »Matrix: Reloaded« im Münchner Cinema zu sehen (siehe eigenen Eintrag über das Edison und den Film).

Nach dem Film erreichten wir noch knapp die U-Bahn um kurz nach halb eins; die nächste wäre erst 20 Minuten später gefahren. Wir verabschiedeten uns am Hauptbahnhof, wo Stefie und Holger in die S-Bahn umstiegen; ich fuhr noch eine Station bis »Sendlinger Tor« weiter und ging ins Hotel. Die Rezeption ist nur von 7 Uhr morgens bis 22 Uhr abends besetzt, aber mit einem meiner beiden Schlüssel (der mit dem längeren Bart) kann ich auch die Haustür aufsperren. Rucksack und Jacke abgelegt, dann zum Etagen-WC, um noch was wegzutragen. Ich war hundemüde und legte mich recht schnell schlafen.
Die Nachtruhe währte nur kurz: Um 03:43 Uhr kamen Leute aus einem Nachbarzimmer heim, leider relativ lautstark. Nachdem die Tür ins Schloss gefallen war, war zwar Ruhe, aber ich konnte einfach nicht mehr einschlafen, so dass ich auch diese Nacht wieder nur rund drei Stunden Schlaf abbekam.
Ich döste noch etwas vor mich hin und versucht lange, wieder einzuschlafen; in den frühen Morgenstunden las ich dann im Spiegel, wusch mich (wie gesagt, das Waschbecken ist Haarewasch-tauglich) und zog mich an. Kurz nach halb neun fuhr ich in den ersten Stock runter, um zu frühstücken (von 7 bis 10 Uhr möglich). Ich war allein in dem kleinen Frühstücksraum, in dem ungefähr fünf kleinere und größere Tische standen. Die Tische waren alle sehr schön angerichtet, an einer Wand gab es ein kleines Buffet. Ich frühstücke generell nicht gerne (aber eine Stunde nachdem ich hätte frühstücken können, brauche ich dann was zu essen), am Dienstag-Morgen war ich aber recht hungrig. Mein Standard ist jedoch unspektakulär: Nutella-Brötchen. Heute morgen gingen zwei Stück davon und ich schob noch ein trockenes Mohnbrötchen hinterher (ich war zu faul, um es zu schmieren, außerdem habe ich ein Talent, mich und meine Umgebung mit Nutella einzusauen). Zwei Gläser Orangensaft aus Miniatur-Gläsern (0,1 Liter).
Das Zimmer muss großzügigerweise erst bis elf Uhr geräumt werden, so dass ich noch ein wenig blieb und weiter Spiegel las, denn die anderen würden kaum vor halb elf im Büro sein. Um halb elf ging ich dann aber doch los und bezahlte an der Rezeption die 30 Euro für die Nacht (während Messe-Zeiten 45 Euro, was angesichts von sonst in München zu Messe-Zeiten üblichen über 100 Euro geschenkt ist).

Mir gelang es an diesen zwei Tagen ums Verrecken nicht, meine GeldKarte aufzuladen: Erster Versuch gestern an einem Reisebank-GAA am Hauptbahnhof, zweiter Versuch heute Morgen an einem HVB-GAA in der Sendlinger Straße. Der erste konnte mit meiner GeldKarte nichts anfangen (Chip von 1999), der zweite hatte gar keine GK-Ladefunktion. Ich benutze für Automaten durchaus gerne die GeldKarte, da man sich das Gefummel mit Kleingeld spart, außerdem kostet im Münchner Verkehrsverbund der Einzelfahrschein, mit GK bezahlt, nur 1,80 Euro statt 2 Euro.
Im Radspieler Haus hatte ich noch weiter Gelegenheit, den aktuellen Spiegel zu lesen, da noch niemand da war und Holger etwas später kam. Das Übliche folgte: Mails, surfen, schreiben. Um 13:10, mit gehöriger Verspätung, Verabschiedung und zum Marienplatz ins S-Bahn-Tiefgeschoss gehastet; ich kam gerade noch rechtzeitig zu meiner S-Bahn und traf dort wieder auf meine beiden SAE-Kollegen.
Den heutigen SAE-Tag habe ich gleichfalls in einem eigenen Eintrag beschrieben.

Der ICE 1510, planmäßige Abfahrt um 18:48, fuhr mit ein paar Minuten Verspätung aus dem Münchner Kopfbahnhof ab. Zwischen München-Hbf und München-Pasing blieb er einige Male ruckartig stehen und eine Durchsage des Zugchefs sprach von technischen Problemen, die der Zug offensichtlich habe. ich stellte mich schon mal seelisch drauf ein, dass wir es vielleicht noch bis Pasing schaffen, dann aber auf einen Ersatz-Zug umsteigen müssen, der natürlich auch erstmal bereitgestellt werden muss, und dass ich nicht um kurz vor 21 Uhr in Erlangen ankomme, sondern erst um 23 Uhr. Aber nach der Anfahrt aus Pasing lief alles glatt und der Zugchef gab Entwarnung.
Die nur dreistündige Nacht machte sich jetzt bemerkbar und ich ließ mich von Mandalay in den Schlaf wiegen, die auf meinem iBook die ersten Tracks des »Instinct«-Albums anspielten (habe die Dateien noch nicht auf meinen iPod kopiert). Aufwachen in Nürnberg. Ich habe zwar die Gabe, genau dann aufzuwachen, wenn es notwendig ist, das gelang mir schon zu Zeiten meiner Bankausbildung täglich auf der Hin- und Rückfahrt mit dem Bus, aber sicherheitshalber stelle ich mir auch immer noch den Wecker meines Handys. Als ich für die Bank noch viel im Zug rumfuhr, steckte ich das Handy immer in meine Hemdtasche. Jetzt, da ich vorwiegend T-shirts trage, schiebe ich ein, zwei Finger durch die Gürtelschlaufe meiner Handy-Tasche, das klappt auch ganz gut (es direkt in der Hand zu halten wäre zu gefährlich, nicht, dass es mir im Schlaf noch aus der Hand rutscht). Ankunft um 20:50 in Erlangen. Noch genau eine halbe Stunde Zeit, bis der Bus fährt, aber keine größeren Ambitionen, mit Rucksack und Ortlieb-Tasche (seit der Rückfahrt mit einem dicken Ordner Arbeit darin) noch groß irgendwo hin zu gehen, zum Beispiel einen Döner bei Avrasya zu essen. Ich ging stattdessen die paar Schritte zum Busbahnhof, dort auf mein Gleis 2 und setzt mich ins Wartehäuschen. iBook ausgepackt und auf Akku an meinem Matrix-Eintrag geschrieben.
Die neuen Stadtbusse, die auch zu mir raus auf’s Land fahren, haben nicht nur Vorteile. Da wären einmal die härteren Sitze, die ich bereits früher erwähnte. Aber heute viel mir etwas anderes auf, sehr nervtötend: Die Ansage der Haltestellen. Grundsätzlich begrüßenswert, aber nicht so, wie es der OVF umgesetzt hat:

»Nächste Haltestelle: Erlangen, Geh-bärt-Strahße.«

Beinahe hätte ich ja in Richtung Fahrer gebrüllt: »Des heißt Gebbertstraße!« Dazu kommt, dass die Stimme eine monotone, depressive, synthetische männliche Stimme ist. Kann ich nicht bitte eine echte, freundliche Sprecherin bekommen? Es muss ja nicht die gleiche Stimme sein, die in der Nürnberger S-Bahn die Haltestelle Feucht dahinhaucht. »Feucht« nicht wie im Sinne von nass, sondern im Sinne wie in »Good Morning, Vietnam«:

»Es wird heiß und feucht! Das ist ja toll, wenn Du bei einer Frau bist, aber verdammte Scheiße wenn Du im Dschungel hängst!«

Erschienen am Dienstag, 27.05.2003 @ 23:58 | Kommentare deaktiviert
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Mittwoch, 28.05.2003

Klare Worte

»Ciao Bella! Italienischer Romantiker (28/182/82) sucht Frau für alles Schöne im Leben. Fahr dich anschließend auch heim.
Chiffre: 0701100074«

Mehr davon gibt’s bei sec-blog.
:-)

Erschienen am Mittwoch, 28.05.2003 @ 18:19 | Kommentare deaktiviert
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Augenblick Studios presents

Plugs McGinnes – Seeing Eye Dog
Anschauen!

Erschienen am Mittwoch, 28.05.2003 @ 22:50 | Kommentare deaktiviert
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Freelancer

Vor »Stargate« sah ich zum Schluss der Pseudo-Nachrichten auf RTL2, dass es wohl einen inoffiziellen Nachfolger des famosen »Privateer« gibt, das auf dem Spielprinzip des legendären »Elite« basierte und im »Wing Commander«-Universum spielte.
Ich hab’s mit Computerspielen nicht (mehr) so, deswegen bin ich da nicht so auf dem Laufenden. Mein letztes Spiel war Warcraft3 (davor Quake3) und das nächste wird Doom3 sein.
»Freelancer« ist ein Spiel von Microsoft und schnitt in der PC Action ganz gut ab (war der erste Test, den ich auf die Schnelle gefunden hab’; welche ist eigentlich derzeit die führende PC-Spielezeitschrift?).
Das gibt’s nicht zufällig auch für den Mac, oder? Etwas über eine geplante Mac-Version bekannt?

Beim Wort »Freelancer« fällt mir gerade ein: Wäre wohl nicht so praktikabel, als Raumschiff-Captain einem 9-to-5-Job nachgehen zu wollen…

Erschienen am Mittwoch, 28.05.2003 @ 23:02 | Kommentare deaktiviert
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Donnerstag, 29.05.2003

Nightshift

Über den heutigen Tag kann ich noch nicht viel berichten, da ich erst seit 21:10 wach bin.
Nach dem Aufstehen hüpfte ich erstmal unter die Dusche, zog mich an und fuhr zum »Frühstücken« in die Pizzabar. Die Pizzabar in der Erlanger Hartmannstraße ist ein recht günstiges Lokal und wird daher gerne von Familien, Siemensianern in der Mittagspause aber auch von der einen oder anderen abgebrochenen Gestalt besucht. Heute verirrten sich zwei Penner in den Hinterhof (aka »Biergarten«). Jeder von ihnen, wie sich bei deren Bezahlvorgang herausstellte, hatte vier Weizen intus, zumindest in diesem Lokal. Sie unterhielten lautstark den ganzen Hof, wobei der eine (»Kalle, Du bist doch mein bester Freund, Kalle«) lauter war als der andere (»Halt Dei Fotz’n!«).
Ansonsten habe ich, wie gesagt, noch nichts weiter zu berichten.

Eine arbeitsreiche Nacht liegt vor mir: Heute Nacht beende ich ein kleineres Webdesign-Projekt für eine Abteilung einer Uni-Klinik. Gestern fing ich damit an, die Dateien anzulegen, Bilder zu bearbeiten und Texte in die Dateien einzufügen. Heute kümmere ich mich um das Layout der Template-Vorlage. Morgen früh (also am Freitag, so gegen 7 Uhr), schicke ich der Kundin eine Mail und bitte um Abnahme bzw. Nachbesserungswünsche, damit die Site termingerecht am Montag oder Dienstag online gehen kann (wie erwähnt: kleineres Projekt; sooo groß können eventuelle Nachbesserungen nicht ausfallen, als dass ich es zeitlich bis Montag nicht mehr schaffen könnte).
Weiters stehen Hausaufgaben für den Kollegtag am Samstag an: Informatik, VWL und Deutsch. Außerdem muss ich diese Nacht noch zwei- oder dreimal die Waschmaschine anwerfen (hell, dunkel und evtl noch Wäsche/Handtücher). Die Spülmaschine ist frühestens morgen Abend fällig.

Für alle Sylt-Fans darf ich auf einige Sendungen heute Nacht (Nacht von DO auf FR) im NDR hinweisen:

Leben wie Gott auf Sylt
»Genüsse und Geschichten von der Insel«
Reisereportage von Christian Schröder
00:05 bis 01:35 Uhr (90 Min.)

Die schönen und die Reichen
»Die geschlossene Gesellschaft von Kampen«
Dokumentation von 1971
03:20 bis 04:15 Uhr (55 Min.)

Sylt von hinten
»Lust – Frust – Arbeit«
Reportage von 2000
04:15 bis 04:45 Uhr (30 Min.)

Sylt – Von Seehunden und Seeschwalben
»Jenseits der Touristenpfade«
Naturreportage
04:45 bis 05:30 Uhr (45 Min.)

Der Bulle von Sylt
Reportage über die Polizei in Westerland
05:30 bis 05:55 Uhr (25 Min.)

Novembertage auf Sylt
»Leben zwischen Keitum und Kampen«
Impressionen
05:55 bis 06:00 Uhr (5 Min.)

Auch dieses Jahr fahren wir im Sommer in den Familienurlaub auf Sylt. Im August, ich habe den genauen Termin jetzt aber nicht bei der Hand.

Wieder mal habe ich diese Info nur Myrna zu verdanken, die mich mit Hilfe der von mir definierten Stichwörter (in diesem Fall schlug »Reportage« zu) auf solche Sendungen hinweist. Auch wenn Myrnas Fernsehdienst neuerdings zwei Euro pro Monat kostet, ist sie doch wegen des individuellen Fernsehprogramms jeder gedruckten (und teureren) Fernsehzeitschrift voraus. Info: fspg.org

Ich bin also gut beschäftigt bis morgen Vormittag, so dass ich dann am frühen Freitag-Abend ins Bett fallen kann, um dann ausgeschlafen in den Morgenstunden des Samstag aufzuwachen und zum Kollegtag in die FOS Fürth fahren zu können.
Soweit zumindest der Plan.

Erschienen am Donnerstag, 29.05.2003 @ 23:41 | Kommentare deaktiviert
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Die endgültige Filmkritik zu »Matrix: Reloaded«

Die besten Filmkritiken überhaupt, mit stets gleichbleibender Qualität, schreibt Johannes Pietsch für die filmfacts-Website von Andreas Edler.
Wie immer braucht man seinen Kritiken eigentlich nichts hinzuzufügen. Ich darf seinen Bericht über Reloaded, der einige Tage nach meinem Eintrag erschien, sehr empfehlen (Achtung, es gibt Spoiler!).

Nachtrag (30.05.03, 01:15 Uhr): Was mir im Film noch aufgefallen ist: In der richtigen Welt laufen alle Menschen in ihren Raumschiffen und in Zion in gammeligen Klamotten rum, die seit Jahren kein Wasser mehr gesehen haben. Die Raumschiffe werden duch Rost zusammengehalten, einzig die Arbeitsplätze der Operatoren mit ihrem halben Dutzend Displays (haben will…) haben etwas modernes. Warum aber tragen die Leute in Zions Torverwaltung dann blütenweise Kleidung, wie sie nicht mal die Senatoren tragen, und sind mit modernster Technik ausgestattet, mit Benutzeroberflächen, die denen an Bord der Schiffe um Jahrzehnte voraus sind?

Erschienen am Donnerstag, 29.05.2003 @ 23:57 | Kommentare deaktiviert
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Freitag, 30.05.2003

»Everybody loves the bug fixes.«

Icon von TransmitVon Transmit, dem besten FTP-Client für den Mac, gibt es eine neue Version (2.5), und wie immer wird sie von Cabel Sasser von Panic-Software mit einer lustigen E-Mail angekündigt:

»We dug through, re-worked our code, and now Transmit is speedier than a 16-year old with a drivers license and Dad’s new Porsche. Or, something like that. Maybe Road Runner? Whatever.«

Das Update ist für registrierte Nutzer kostenlos und ich kann es sehr empfehlen: die Geschwindigkeit wurde in der Tat sehr verbessert, geht ab wie Schnitzel.

Zum Eintrag von vorhin:
Mein Vater wies mich darauf hin, dass der Tatort (»Strandgut« von 1972) auf NDR von 01:35 bis 03:20 Uhr auf Sylt spielt und somit ebenfalls zur sechsstündigen Sylt-Nacht des NDR gehört. Ich habe ihn jetzt nicht aufgenommen, aber macht nix, dafür hat mein Vater dran gedacht.

Die erste Waschmaschine läuft, die Spülmaschine war nach dem Hinzufügen einiger Gläser und Besteck nun doch auch fällig und ich bin jetzt mit dem Lesen einiger Websites und meinen E-Mails durch, fange jetzt mit der Arbeit an.

Erschienen am Freitag, 30.05.2003 @ 3:07 | Kommentare deaktiviert
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…to be continued.

Wie sieht’s aus? Die Kunden haben das Projekt abgenommen, waren sehr angetan. Zu Kais Frage, welchen Sinn es hat, »mit Gewalt die Nacht durchzumachen um ein Projekt fertigzumachen, wo heute sowieso wg. "Brückentag" keiner der Entscheider sich das ansehen wird«: Ich habe nicht die Nacht durchgemacht, um das Projekt fertig zu machen, sondern umgekehrt: Ich habe das Projekt fertig gemacht, während ich die Nacht durchmachte.
Wie bereits »vorhin« erwähnt, bin ich ja gestern erst um 21 Uhr abends aufgestanden. Warum dann also nicht die Nacht sinnvoll nutzen? Bis Montag muss das Projekt online sein, außerdem will ich am Wochenende den Kopf lieber frei haben, zum Beispiel für das schöne Wetter (und noch ein bisschen andere Arbeit).
Heute Nacht hatte es 16 Grad, heute Morgen um zehn waren’s 22 und jetzt um kurz vor zwölf Uhr mittags sind es 26.
Ich fahre gleich auf einen Sprung in die Stadt, bevor es am frühen Nachmittag zwischen 14 und 16 Uhr noch heißer wird. Nichts besonderes, nur, um mal ein bisschen an der frischen Luft (mit dem Rad) unterwegs zu sein. Zum Friedhof, Blumen gießen, ein bisschen die Gedanken schweifen lassen und in der Stadt einen Happen essen (Lahmacun).

Erfreulicherweise hat sich vorhin herausgestellt, dass ich morgen gar kein Informatik habe und somit auch keine Hausaufgabe für den Kollegtag abgeben muss. Bleiben VWL und Deutsch, das wird mich heute noch beschäftigen.

Erschienen am Freitag, 30.05.2003 @ 11:52 | Kommentare deaktiviert
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Nett

Heute Post aus dem Propagandaministerium in Schortens bekommen: Meine aktuelle Punkteübersicht im bahn.comfort-Programm (1.059 Punkte/Euro Umsatz; übrigens werden die Umsätze meiner privaten und der dienstlichen BahnCard addiert).
Außerdem im Umschlag: Ein Gutschein für eine Hin- und Rückfahrt in der ersten Klasse für bahn.comfort-Kunden (=Vielfahrer mit mindestens 2.000 Punkten/Euro Umsatz in 12 Monaten). Funktioniert so: Fahrschein für die 2. Klasse kaufen, mit Ermäßigung der BahnCard für die 2. Klasse. In die 1. Klasse setzen und bei der Fahrscheinkontrolle den Gutschein vorzeigen.
Werde ich evtl gleich am Montag testen (hoffentlich ist den ZuBs das dann auch bekannt). Ich fahre am Montag-Abend wieder nach Hause, übernachte dieses Mal nicht in München.

P.S.: Ich muss mir was anderes für die Benamsung der Kategorie Web-Design einfallen lassen. Habe auch schon über eine Umbenennung nachgedacht. Im Moment sammle ich dort alles, was mit meinem aktuellen Beruf (abgesehen davon, dass ich Student bin) zu tun hat: Web-Designer. Wobei Web-Designer auch keine adäquate Bezeichnung ist: einerseits ist sie negativ vorbelastet, andererseits werde ich nach der SAE mehr können als nur Web-Design (und ich kann bereits mehr als so mancher, der sich auch so nennt).. Screen-Designer? New Media-Designer, wie Hillman Curtis sich nennt? HTML-Author, womit keiner was anfangen kann? Web-Artist? Chief of permanent Lightning and Strike Detonator?   :-)
In meiner E-Mail-Signatur steht »Webdesign-Freelancer«.
Aber es ist auch ein Problem der Einordnung: Sowas wie der Hinweis auf eine gute Printwerbung oder dieser Eintrag hier bzgl. meiner Bahnfahrten hat mit Web-Design gar nichts zu tun, aber mit meinem Job als Web-Designer.
Von daher nicht wundern, wenn manches Mal die Einordnung in eine Kategorie nicht auf den ersten Blick schlüssig ist (falls überhaupt jemand drauf achtet). Außer, unter einem Eintrag steht die Kategorie Bank und der Text hat überhaupt nichts mit Finanzen zu tun, dann habe ich nur vergessen, bei der Eingabe aus dem Dropdown-Menü die richtige Kategorie auszuwählen.

Erschienen am Freitag, 30.05.2003 @ 12:52 | Kommentare deaktiviert
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Samstag, 31.05.2003

Nahkampf-Sandalen

Gestern bin ich doch früher zusammengeklappt, als gedacht: 17 Uhr (nachdem ich seit Donnerstag, 21 Uhr wach war). Dafür war ich auch entsprechend früh wieder wach: Mitternacht. Frasier gesehen, Enterprise vom Vorabend und die Schmidt-Show, die trotz des Themas »Pferdewetten in Baden-Baden« mit einigen guten Momenten aufwarten konnte. Schmidt gewann mit seinen 500-Euro-Wetteinsatz immerhin 300 Euro die er, wie er versicherte, natürlich spenden wollte:

»An eine Vereinigung "Pferde in Not", irgendsowas wird’s doch geben. Oder "Der Huf traf mich in der Mitte."«

Gegen halb vier Uhr morgens setzte ich meine gestern begonnen Hausaufgaben fort: Weiterlesen im VWL-Buch (30 Seiten), neun VWL-Fragen auf dem Hausaufgaben-Bogen 1-3, danach zwei Deutsch-Hausaufgaben (1-3 und 4-6). Ich war bis halb neun beschäftigt; zu der Zeit ging ich aus dem Haus.
In der ersten Deutsch-Hausaufgabe hieß die erste Aufgabenstellung:

»Vergleichen Sie die folgenden beiden Auszüge aus zwei Romanen des 18. Jahrhunderts. Welche Unterschiede fallen Ihnen auf in Form bzw. Erzählhaltung, Inhalt und Sprache?«

Der erste Ausschnitt stammte aus »Leben der schwedischen Gräfin G.« von C. F. Gellert (24 Zeilen), der zweite aus »Die Leiden des jungen Werther« von Goethe (14 Zeilen, 29. Juli). Die zweite Aufgabe betraf zwei Darstellungen über das Leben im Exil von Feuchtwanger und Graf. In der Hausaufgabe 4-6 konnte man eine von zwei Aufgaben wählen: Textanalyse oder Erörterung. Ich wählte die Textanalyse, da ich in Erörterung fitter bin als in Textanalyse und von letzterer gerne mal eine korrigierte Hausaufgabe hätte, falls dies das einzige Thema der Feststellungsprüfung Ende Juni sein wird. Kaum hatte ich mich entschieden, habe ich es auch schon bereut, denn der Text »Vorurteil« von Thomas Bernhard von 1978 startete mit einem halbseitigen Schachtelsatz. Ich habe ja ein Faible für etwas kompliziertere Satzkonstruktionen, aber das war keine Hypotaxe mehr, das war pervers:

»Nahe Großgmain, wohin wir an den Wochenenden sehr oft mit unseren Eltern in einem sogenannten Landauer, welcher noch aus dem vorigen Jahrhundert stammte und der in einer für den Bau von Landauern berühmten Werkstätte in Elixhausen hergestellt worden war, unterwegs waren, hatten wir aufeinmal mitten im Wald einen ungefähr vierzig- bis fünfundvierzigjährigen Mann gesehen, der uns, die wir ziemlich schnell bergab gefahren waren, um noch rechtzeitig zu unserem schwerkranken Onkel, der in jener Jagdhütte zuhause gewesen war, die unser Großvater Anfang des Jahrhunderts einem Fürsten Liechtenstein abgekauft und für seine, wie er sich immer ausgedrückt hatte, philosophischen Zwecke ausgebaut hatte, aufzuhalten versucht, indem er sich vor uns mitten auf die Straße gestellt und die Kühnheit gehabt hatte, selbst den Pferden in das Geschirr zu greifen, um unseren Landauer zum Halten zu zwingen, was ihm natürlich nicht gelungen war.«

Die Aufgabenstellung dazu: Zusammenfassung des Inhalts (der Text bestand nicht nur aus dem einen Satz über 12 Zeilen, sondern insgesamt aus 27 Zeilen), analysieren der Erzählhaltung und der sprachlichen Mittel und Beantwortung der Frage, welche Wirkung der Autor damit erzielt, sowie: Beantwortung der Frage wie nach Bernhards Text also Vorurteile entstehen. Mein heute gefasstes Vorurteil lautet, keine Texte mehr von Thomas Bernhard zu lesen. Übertroffen wird seine Schilderung über Unfälle auf Wegen zu von Fürsten gekauften Jagdhäusern eigentlich nur noch durch das hier, mal vor Jahren im Web aufgeschnappt:

»In der Kürze, wie der Volksmund, quasi das Sprachrohr eines natürlichen allgemeinen Empfindens, so schön und so überaus treffend und dabei doch so durchaus geistvoll pointiert und mit dem erdverbundenen Witz des einfachen Mannes, welcher sich, trotz manchen Ungemachs und vieler Mühsal, unabänderlichen Mitbringseln der wildbewegten Zeitläufe, beinahe unverändert über die Jahrtausende, in denen doch so mancher Sturm die Wipfel der Bäume erschüttern ließ, bis in die Gegenwart erhalten hat, noch heute sagt, obwohl leider zu beobachten ist, daß die alten Spruchweisheiten mehr und mehr in dieser, unserer ach so hektischen und ruhelosen Zeit in Vergessenheit geraten, wenn man nur beispielsweise an jene Redensart, auch sie eine jener unumstößlichen Erkenntnisse, sprudelnd aus dem Born der Weisheit, für die Ewigkeit in Worte gekleidet, denkt, dass Reden, und damit ist wohl alles und jegliches Reden auf diesem Erdrund gemeint, Silber, ein, wie wir wissen, teures Edelmetall, jedoch das kostbarste der Güter nicht, sei, Schweigen, und auch dies ist durchaus global und allumfassend zu verstehen, jedoch, und besser könnte man es natürlich nicht sagen, Gold, dann gilt es doch mit einiger Besorgnis festzustellen, dass dieses geflügelte Wort, ähnlich wie so viele andere auch, mehr und mehr aus dem Bewusstsein breiter Bevölkerungskreise höchst bedauerlich in zunehmendem Maße verschwindet, liegt, und nun folgt in einem einzigen Wort, die Prägnanz des Sinnspruchs gewissermaßen schon im Detail in sich fassend, jene genialische Verknappung der Begrifflichkeit, um die sich unsere Dichter und Poeten gar zu oft vergeblich bemühen und die so selbstverständlich, bei aller Schlüssigkeit in sich, nicht ist, wenn man sich vor Augen hält, wie solches doch auch anders und ungleich komplizierter und damit um so unverständlicher und weniger, ja gar nicht nachvollziehbar auszudrücken durchaus möglich und vollstellbar wäre, die Würze

Weiter im Text. Schon als ich heute morgen zur Tür rausging, tränten mir wegen meines Heuschnupfens die Augen. Habe es jetzt immer noch, grässlich. Meine Erkältung, die ich mir letzten Freitag eingefangen habe, ist übrigens auskuriert: abgesehen von einem immer noch vorhandenem Schnupfen war die Sache am Montag/Dienstag bereits wieder gegessen. Bus um 08:57 Uhr, Frühstück (Lahmacun, ich kenn’ da nix) beim Dönermann am Rathaus, dann gemütlich zur Schule geschlendert und dort noch ein paar ausgedruckte Webseiten gelesen.

Heute im Kollegtag: Für die Kollegen zwei (echte) Stunden Mathe-Feststellungsprüfung, dann ging es auch für mich um halb elf mit einer (Schul-)Stunde VWL weiter. Wir besprachen die Hausaufgaben und es wurden einige Fragen beantwortet. Viertelstunde reguläre Pause, dann eine Doppelstunde Deutsch, um 13 Uhr Ende.
Sowohl für VWL als auch für Deutsch kann ich mal wieder festhalten, dass es ausgesprochen lohnend ist, zu den Kollegtagen zu erscheinen (abgesehen davon, dass es eh Pflicht ist, aber man sollte auch nicht all zu oft fehlen im eigenen Interesse). Wir bekommen jedes Mal Infos, wo wir beim Stoff besondere Aufmerksamkeit in Bezug auf die Prüfung walten lassen sollen. Außerdem lernt man an den Kollegtagen Dinge, die in Sendungen und Büchern nicht besprochen werden. Lernen im Medienverbund eben: Die Sendungen sprechen das Thema an, im Begleitmaterial gibt es vertiefende Informationen und an den Kollegtagen weitere Infos. Nur durch das Anschauen der Sendungen schafft man das Telekolleg nicht.
Heute bekamen wir in Deutsch die Info, wie grundsätzlich die Abschlussprüfung aussehen wird: Es wird fünf Aufgabenstellungen zur Auswahl geben:
- 2 textgestützte Erörterungen
- 1 Interpretation einer dramatischen Szene
- 1 Interpretation eines epischen Textes (epische Kurzform)
- 1 Analyse eines journalistischen Textes
Zu letzterem gehört zum Beispiel: Formal korrekte Inhaltsangabe (lernt man am Kollegtag, nicht in den Sendungen oder aus dem Buch), Erläuterung, persönliche Stellungnahme, Untersuchung der eingesetzten stilistischen Mittel.
Im Unterricht ging es weiter mit der Bearbeitung einer Stegreifaufgabe (Inhaltsangabe, Merkmale der modernen deutschen Kurzgeschichte bis 1960, Erzählperspektive eines Texts, Redeweise). Anschließend begannen wir im Unterricht den Themenkomplex der Epik, mit den epischen Kurformen, hier die Novelle. Zum Schluss der Stunde ging es um die Begriffe bzw. Merkmale einer Novelle (Rahmenhandlung, Binnenhandlung, Dingsymbol, Wendepunkt, einsträngige Erzählweise).

Im Moment merke ich, wie zeitaufwändig das Telekolleg werden kann. Bis zum Beginn der SAE im Mai hatte ich noch relativ viel Zeit, aber im Moment kommt’s ganz dick: Jede Woche Kollegtag, da über Pfingsten drei Wochen lang nichts passiert. Hausaufgaben sind zu machen, und vorher muss ich mir natürlich den Stoff aneignen. Für die SAE wäre es ganz gut, wenn ich meine Mitschriften nochmals ins Reine schreiben würde, um besser nachschlagen zu können aber auch, um mir die Inhalte besser merken zu können. Aber meine Mitschriften sind mit drei bis fünf doppelseitig beschriebenen A4-Seiten schon recht ausführlich, so dass ich das Neuschreiben zur Not mal schieben kann. Oder ich lasse es bleiben und lese es mir bei Gelegenheit nochmal mit Verstand durch, sofern ich die Themen begriffen habe oder sie mir schon bekannt waren (ansonsten muss ich natürlich mehr tun). Nebenbei muss ich auch noch Geld verdienen: Am Freitag einen Auftrag beendet, der nächste, bis Dienstag zu erledigen, hängt schon im Nacken. Außerdem muss ich mich nächste Woche noch um einen anderen, größeren Auftrag kümmern, natürlich Telekolleg-Hausaufgaben machen und am Montag und Dienstag ist der Tag mit Zugfahren und SAE schon wieder rum. Im Zug werde ich mir aber Sachen für’s Telekolleg durchlesen (vorzugsweise VWL und Informatik, genauer: Access, damit habe ich mich bisher nur am Rande befasst) und für die zwei Stunden in München im Büro vor der SAE werde ich mir Arbeit von meinem »bis Dienstag«-Auftrag mitnehmen.
Viel zu tun.

Das Wetter, nachdem es gestern sehr schön war und 26 Grad hatte, schien heute vielversprechend zu werden. Knapp 20 Grad morgens um halb neun, ich zog T-Shirt und kurze Hose an sowie Sandalen. In Fürth zog es sich bis zum Mittag zusammen, jetzt regnet es.

Dumme Sache: Wie es scheint, habe ich meinen Füller letzten Dienstag in der SAE vergessen. Er ist jedenfalls nicht im Rucksack (nicht im üblichen Fach, nicht in anderen Fächern, nicht lose auf dem Boden) und nicht im Schlampermäppchen. Muss am Montag mal bei den Audio-Supis nachfragen, ob jemand einen Füller abgegeben hat, oder nochmal im Raum nachschauen, wobei die Möglichkeit unwahrscheinlich ist, auch wenn ein schwarzer Füller auf einer schwarzen Schreibunterlage übersehen werden kann.
Falls es nicht mehr auftaucht, sind 20 Euro für einen neuen fällig, ärgerlich. 20 Euro für den Lamy logo black Füllhalter« sind gar nicht mal so teuer: Die Standard-Lamy-Schülerfüller von früher (»s2«) kosten auch schon 16 Euro. Mit Füller zu schreiben ist vielleicht nicht modern, und vor zehn Jahren hat bei uns jeder in der Schule auf Kuli gewechselt, sobald es in den höheren Klassen erlaubt war, aber schon damals wechselte ich noch vor der Abschlussprüfung wieder auf Füller. Kugelschreiber machen das Blatt kaputt; wenn man ein Blatt doppelseitig mit Kugelschreiber beschreibt, kann man es hinterher eigentlich wegwerfen, weil es weich wie Klopapier ist, sich nach innen wellt und völlig unansehnlich ist. Zumindest geht es mir so. Mit Füller habe ich da absolut keine Probleme.

Erschienen am Samstag, 31.05.2003 @ 16:08 | Kommentare deaktiviert
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Berlin calling

Meine Schwester Verena ist von Mittwoch bis Sonntag auf dem Kirchentag in Berlin. Als Atheist hält sich ja mein Verständnis für solch bahnbrechende Errungenschaften wie ein gemeinsames Abendmahl beider großen Konfessionen und das Bohei darüber seitens der Kirchenleitung in engen Grenzen, aber das nur am Rande.
Verena berichtet meinem Vater und mir per SMS und Telefon über ihre Erlebnisse in Berlin. Sightseeing unter anderem: Eröffnungsgottesdienst, alle drei Cocktailbars »Zeitlos« (kann ich sehr empfehlen, habe ich letztes Jahr auch mit Verena getestet; die haben den Boden komplett mit Sand zugeschüttet und ein bisschen Strand-Atmosphäre geschaffen), Berliner Dom (Kuppel und Gruft), Reichstag. Im letzten Jahr war sie nicht mit im Reichstag, nur mein Vater und ich. Wir mussten knapp eine Stunde warten, Verena war heute mit anderthalb Stunden Wartezeit gestraft und hatte oben auf dem Dach dann auch noch Regen.

 
 
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Erschienen am Samstag, 31.05.2003 @ 16:35 | Kommentare deaktiviert
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