Archiv für Sonntag, 08.06.2003
Sonntag, 08.06.2003
Tja, bin dann doch wieder weggenickt. War seit Freitag, 18:30 wach und habe mich gestern gegen 15 Uhr hingelegt und bis eben geschlafen. Das ist ganz gut, weil ich so jetzt langsam wieder in einen vernünftigen Rhythmus reinrutsche, synchron zum Rest der Bevölkerung. Am Sonntag werde ich wohl gegen 17 Uhr zusammenklappen und bis Montag-früh gegen 2 Uhr schlafen. Am Montag dann etwa um 19 Uhr schlafen gegen, und so verschiebt sich das langsam wieder.
Mein Frühprogramm? Fernsehsendungen nachholen (Telekolleg, Malcolm in the middle, Animatrix), gegen 3 oder 4 mal zum Einkaufen zu ‘ner Tankstelle fahren, schreiben, arbeiten, Telekolleg-Hausaufgaben.
Erschienen am Sonntag, 08.06.2003 @ 0:41
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Respekt, 25 Grad um halb acht Uhr morgens. Letzte Nacht schwang ich mich kurz vor drei nochmal auf den Sattel und war bei angenehmen 20 Grad 1 1/4 Stunden unterwegs (McD, Geld abheben in der Innenstadt, Tankstelle auf dem Rückweg). Es waren für die Zeit noch erstaunlich viele Leute unterwegs: Mir kamen zu Fuß oder auf Rädern zwischen 3 und 4 alle paar Minuten Leute entgegen; wahrscheinlich Berggänger auf dem Heimweg.
Später werde ich nochmal in die Stadt fahren. Blumen gießen auf dem Friedhof, dann weiter Richtung Berg. Letzten Freitag habe ich einen Film voll gemacht und dummerweise keinen Ersatz mitgenommen; das hole ich heute und morgen nach.
Mal wieder scheint sich zu bestätigen, was die letzten Jahre zu bereits zu beobachten war: In den Sommermonaten ist es nachmittags um genau zehn Grad wärmer als morgens die Frühtemperatur. Ich rechne heute mit 32 Grad.
[An die Mitleser, die nicht aus Erlangen kommen? Ich spreche in Rätseln? »Berg«? Kläre ich später noch auf.]
Erschienen am Sonntag, 08.06.2003 @ 7:41
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Tags: Leben
Hmm. Ich bin wieder dort, wo ich gestern angelangt war. Tag verpennt, seit ‘ner 3/4 Stunde auf den Beinen. Mit dem Unterschied, dass das McD diesmal nicht bis 5 Uhr morgens offen hat, sondern nur bis 1. Werde mir aber nachher wohl eher eine Tiefkühlpizza oder Nudeln gönnen.
Ich muss leider feststellen, dass ich nicht sehr produktiv war.
Erschienen am Sonntag, 08.06.2003 @ 22:48
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Tags: Leben
Zum Kollegtag am letzten Samstag. Auf dem Stundenplan stand eine Stunde Technologie/Informatik, eine Stunde VWL, Doppelstunde Deutsch und Doppelstunde Englisch.
In T/I besprachen wir die Themengebiete, die in der vom Lehrer gestellten Prüfung abgefragt werden (mehr Excel als Access, aus dem Technologie-Buch nur die ersten drei Lektionen, da er für Techniker und Wirtschaftler eine gemeinsame Prüfung schreiben muss, sich der Stoff der Sendungen und des Buchs aber nach der dritten Lektion teilt).
Eine Frage zur Excel-Hausaufgabe wurde beantwortet, dann ging es weiter mit Access. Wir besprachen eine Ex, die den FOS-Schülern vorletztes Jahr vorlag, inklusive einer etwas komplizierteren DB-Abfrage. Anschließend noch einige Minuten Technologie: kleine Rechenaufgabe (sehr simpel) und ein einfaches Blockschaltbild mit Berechnung des Gesamtwirkungsgrads (auch sehr einfach). Wenn es in Technologie auf dem Niveau weitergeht, habe ich vor der Prüfung keine Angst; als ich die Bücher zum zweiten Trimester erhielt dachte ich ja, Technologie sei eine Fortsetzung der Physik mit anderen Mitteln. Tatsächlich bewegt es sich eher auf der Stufe der Physik in der achten Klasse (zumindest das, was wir an diesem Samstag im Unterricht besprachen und was in der ersten Sendung am Freitag gezeigt wurde; das Buch und die Hausaufgaben-Bögen habe ich mir noch nicht näher angesehen).
In VWL ging es um die volkswirtschaftliche Gesamtrechnung unter Einbeziehung von Staat und Ausland. Eine Aufgabe aus dem Buch gab einige Zahlen vor, wir sollten die fehlenden Geldströme und Zahlen ergänzen.
Wir bedienten uns dabei nicht des Kreislaufmodells aus dem Buch, sondern arbeiteten mit T-Konten, was die Sache sehr vereinfachte, da man eben sofort sieht, wo was fehlt (Soll und Haben müssen ja in jedem Konto gleich sein).
In Wirtschaft ging es heute recht intim zu: Wir waren nur zu dritt; normalerweise sind’s 6 Wirtschaftler. Von den insgesamt 40 Telekollegiaten zu Beginn im vergangenen September blieben jetzt nur noch rund 15-18 übrig. Das Telekolleg ist auch durchaus anspruchsvoll, da es ja neben dem Beruf betrieben wird. So gesehen könne auch stolz sein (so unser Telekolleg-Leiter und Deutsch-Lehrer), wer die Fachhochschulreife neben dem Beruf erwirbt, jedoch darf man auch nicht übersehen, dass wegen der Kürze der Zeit von nur vier Trimestern auch einiges übersprungen wird, was an der FOS/BOS noch regulär im Lehrplan steht, zum Beispiel die Lyrik in Deutsch.
In Deutsch wurde wieder einiges Organisatorische geklärt und wir unterhielten uns auch mal fünf Minuten über das Telekolleg an sich.
Im Stoff ging es heute um die Vorgehensweise bei der literarischen Sprachanalyse, die Figurencharakteristik und verbreitete Fehler in den Hausaufgaben (so dass wir sie in der Prüfung vermeiden). Abschließend wurde das Thema Texterläuterung angesprochen. Ach ja, ganz zu Beginn die Info, welche Themen für die Feststellungsprüfung relevant sein werden, die bereits am nächsten Kollegtag (28.06.) geschrieben wird.
Nach Deutsch verabschiedeten sich einige Leute, die auf Englisch keine Lust mehr hatten, und auch ich war drauf und dran zu gehen. Ich hielt dann aber doch noch durch, da ich schon letztes Mal in Englisch fehlte und die nächste Englischstunde weit weg ist (12.07.).
Zum Einstieg ein wenig lockere Vokabelarbeit, dann weiteres Bearbeiten einer Abschlussprüfung, wie wir es bereits seit geraumer Zeit praktizieren.
Wieder mal kann ich feststellen, dass der Besuch der Kollegtage die Halbe Miete ist. Nur durch Selbststudium der Bücher und Sehen der Fernsehsendungen ist das Telekolleg kaum zu schaffen.
Der neue Füller mit der M-Spitze (statt vorher F) schreibt sich sehr gut.
Erschienen am Sonntag, 08.06.2003 @ 23:20
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Tags: Telekolleg
Was ist das, »der Berg«?
Es ist Erlangens fünfte Jahreszeit, jedes Jahr zu Pfingsten. Zu Deutsch: die
Bergkirchweih. Der Name ist Programm: Die Kirchweih findet an einem Hang statt, dem »Berg« (eigentlich Burgberg), unter mächtigen Bäumen. In einer Straße (»An den Kellern«) gibt es viele Fahrgeschäfte, Eis- und Losbuden (insgesamt rund hundert); am Ende traditionell ein größeres und
rasantes Fahrgeschäft (Kotztüten bereit halten), am Anfang das Riesenrad (55 Meter hoch, laut
Eigenwerbung »das größte Riesenrad der Welt mit offenen und drehbaren Gondeln«).
Von der Straße weg gehen Kellergewölbe in den Berg hinein, in denen Bier eingelagert wird. Auf den Kellern hat es Bierbänke unter großen Eichen- und Kastanienbäumen, die von 16 Festwirten mit Maßen versorgt werden. Anders als brettlebene Parkplatz-Feste wie das Nürnberger Volksfest oder das Münchner Oktoberfest hat der Erlanger Berg durch das Feiern unter einem Laubdach statt eines stickigen Bierzeltes seinen besonderen Charme, der jedes Jahr eine Million Besucher anzieht. Nur das
Annafest in Forchheim (26.07. bis 04.08.03), auch an einem bewaldeten Hang, hat ein ähnliches Flair, ist aber etwas kleiner bzgl Besucherzahlen, dafür weitläufiger.
Eine Übersicht der Keller bietet die
Karte auf bergschein.de sowie auf
der-berg-ruft.de. Eine Übersicht zur Lage des Bergs in der Stadt gibt es auf der
Anfahrtsskizze zur Augenklinik im nahen Kopfklinikum. Auf der ersten Karte sind die verschiedenen Keller zu sehen (von West nach Ost:
Entlas-, Erich-, Hübner-, Niklas-, Hofbräu-, Henninger-,
Steinbach- und
Tucher-Keller, Monis Berg-Station und weiter draußen in Richtung der Fahrgeschäfte der Birkner-Keller; nicht auf der Karte: Hartmann-Keller rechts neben Tucher).
Jedes Jahr am Donnerstag vor Pfingsten ist um 17 Uhr der
Anstich durch den Oberbürgermeister. Der Berg dauert dann bis Montag übernächster Woche (also zwölf Tage); am letzten Tag wird das letzte Fass vergraben. Ausgeschenkt wird Bier der beiden Erlanger Brauereien (
Kitzmann mit nur zu Bergzeiten erhältlichem Bergkirchweih-Bier und
Steinbach) sowie von Tucher aus Nürnberg.
Dieses Jahr findet bereits die 248. Bergkirchweih statt. Am Pfingstdienstag haben traditionell alle Geschäfte in Erlangen nur bis zum Mittag offen. Am Berg treffen sich Studenten mit ihren Professoren und auch der
Siemens-Vorstandsvorsitzende ist jedes Jahr zu Gast.
Was gibt’s noch zu wissen? Die Straße parallel zum Berg (Essenbacher Straße) ist während des Bergs gesperrt, nur die Sonderbusse zwischen Innenstadt und Berg sowie Taxis fahren durch. Die Busse sind aber allenfalls zur Hinfahrt zu empfehlen: Wenn um 23 Uhr – der Nachtruhe wegen – der Berg schließt und 100.000 Besucher die paar hundert Meter durch die Altstadt in die Innenstadt zurückströmen, geht nichts mehr; zu Fuß ist man dann schneller als per Bus, der in weniger als Schrittgeschwindigkeit mit den Mengen mitschwimmt.
Nach dem Berg geht es in diversen Kneipen entlang der Hauptstraße weiter (das macht Erlangen zur IMHO besseren Kneipenstadt als Nürnberg: die meisten Kneipen sind wie auf einer Perlkette an einer Straße aufgereiht). In einer Querstraße zur Hauptstraße (Fuchsengarten) befindet sich das
E-Werk, in dem es jedes Jahr zu Bergzeiten ab 22:30 Uhr das »Bergwerk« für die Zeit nach dem Berg gibt.
Eigentlich wollte ich am Freitag vom Dach des Kopfklinikums aus (8. Stock) ein paar Fotos machen, denn zwischen dem Gebäude und dem Berg befindet sich nur der Fluss Schwabach und dessen Flussauen. Aber leider war die Tür zum Dach abgesperrt; anders als zu meiner Zivizeit vor drei Jahren.
Dieses Jahr bin ich zwar öfter am Berg als letztes Jahr, aber für den »Großen
Bergschein« (jeden Tag ein Bergbesuch und mindestens eine Maß trinken) reicht’s trotzdem noch nicht. Würde mir Bier schmecken, hätte ich noch mehr vom Berg.
Ich werde weiter berichten und Fotos nachliefern.
Websites:
-
bergkirchweih.de
-
der-berg-ruft.de
-
bergkerwa.de
-
der-berg-ruft.info
-
erlangen.de
-
erlanger-nachrichten.de (Lokalableger der Nürnberger Nachrichten)
Erschienen am Sonntag, 08.06.2003 @ 23:47
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Tags: Leben