Archiv für August 2003
Freitag, 01.08.2003
Unter der Meldung »
Brite erstreitet sich 912.000 Pfund Mobbing-Entschädigung«:
»Mit einem Beispiel illustrierte Horkulak die verbalen Ausfälle seines Chefs. Als er wegen des Todes seiner Mutter – diese war an Krebs gestorben – um Urlaub bat, soll Amaitis gefragt haben, ob denn nun eine "verdammte Epidemie" ausgebrochen sei. Zeitgleich war nämlich die Frau eines anderen Angestellten an Leukämie gestorben.«
Bei mir waren Umstände und Verhaltensweisen vor einem Jahr ähnlich.
Erschienen am Freitag, 01.08.2003 @ 14:30
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Tags: Leben
Samstag, 02.08.2003
Gestern Abend fuhr ich nach Nürnberg. Die erste Station auf meinem Weg war der Hauptbahnhof: Ich wollte eine
BahnCard 100 kaufen (ehemals »NetzCard«).
Eine gute Gelegenheit, mal die
Lounge zu besuchen, denn dort gibt es auch einen Fahrkarten-Schalter. Und ich war noch nie in der Lounge, obwohl ich seit dem 15.12.02 wegen
bahn.comfort reinkäme.
Die Nürnberger Lounge besteht nur aus einem recht kleinen Raum mit einigen roten Sesseln und kleinen Tischchen. Anwesend waren drei ältere Geschäftsleute in der Sitzgarnitur, jeder für sich, in Lektüre vertieft. Am Schalter ein älterer Herr, der gerade eine Geschäftsfrau um die 45 bediente. Tageszeitungen liegen aus. Es ist recht kühl: da hat jemand die Klimaanlage großzügig eingestellt. Ein Lounge-Stammgast werde ich sicher nicht, denn vier Dinge fallen unangenehm auf:
- Es ist totenstill.
Von einer Lounge erwarte ich, wie in einem Restaurant, dass leise Musik spielt und keine drückende Ruhe herrscht. Es muss ja nicht gleich TripHop oder Lounge-Musik (im Sinne von easy listening) sein, leichter Jazz oder ruhige Klassik wären nicht verkehrt.
- Die Türglocke.
In die Lounge kommt man nicht, indem man einfach auf eine sich von selbst öffnende Tür zugeht, nein, wer Einlass begehrt muss zuvor klingeln. Und bitte, diese Klingel! Ein lautes, unangenehmes Geräusch. Gefällt mir schon nicht an der Türklingel, die wir seit einiger Zeit neu zu Hause haben. In einer ruhigen Lounge mit entspannter Umgebung sollte es keine Klingel geben, die Sturm läutet, sondern eine, die »Ding« macht. Wenn man überhaupt eine Klingel braucht.
- Keine Steckdosen.
Ich habe zumindest keine gesehen.
- Kein Wireless-LAN.
Zumindest nicht in Nürnberg, aber kann ja noch kommen.
Nach mir betrat noch eine jüngere Geschäftsfrau um die 35 den Raum und ein Mann Ende 20, locker gekleidet. Die Dame vor mir am Schalter war fertig (sie kaufte eine BC50 für die 1. Klasse) und ich trug meine Kaufabsicht vor. Ich wurde in das Erdgeschoss verwiesen, hier könne ich leider keine BC100 kaufen.
Okay, runter in das Erdgeschoss, in das ReiseZentrum. Im Vorfeld zu diesem Tag wurde bekannt, dass die Bahn 500 zusätzliche Service-Kräfte einsetzt, 60 zusätzliche Schalter in den ReiseZentren einrichtet und außerdem Azubis an die Front schickt. Die Schlange für die normalen Schalter reichte bis zur Tür des ReiseZentrums, und das ist in Nürnberg viel, auch wenn es sich um eine zentrale Warteschlange für alle Schalter handelt. Am 1. Klasse-Schalter, besetzt mit zwei Leuten, jeweils nur ein Kunde vor mir. :-)
Hier erhielt ich meine BC100: Die Dame klärte mich über die Option der Ratenzahlung auf (ist über 12 Monate gerechnet aber teurer) und zog meine alte BC50 mit dem Hinweis ein, dass ich für die Restlaufzeit Reisegutscheine zugeschickt bekäme. Da ich mit denen in den nächsten 12 Monaten nicht all zu viel anfangen kann, könne ich die auch am Schalter in Geld wechseln. Weil ich gleich bezahlte, erhielt auch sofort eine vorläufige BC100 auf Papier, genauso, wie man vorläufige normale BCs bekommt, ehe die richtige Plastikkarte dann ein bis zwei Wochen später per Post zugestellt wird. Als Laufzeitbeginn wählte ich den kommenden Montag, da ich sie vorher nicht brauchen würde.
Dann die Bezahlung per Kreditkarte: Ich habe noch nie so viel Geld so schnell ausgegeben…
Abschließend beantwortete sie mir noch meine Frage, ob ich denn den EuroNight 483 von Nürnberg um 06:52 bis München (an um 09:03) mit der BC100 ohne Zuzahlung nutzen könne (das könnte ab 10. August für ein Jahr mein »Stamm-Zug« werden, statt dem ICE 1511 um 09:09 oder dem ICE 1513 um 11:09 in den letzten drei Monaten). Sie bejahte und wies mich noch darauf hin, dass ich alle DB-Züge ohne weitere Zuzahlung nutzen kann, außer den ICE-Sprinter und den Metropolitan. Das wusste ich zwar schon, aber egal. Vor etwa zwei Wochen schickte ich eine E-Mail an die Geschäftskunden-Betreuung mit der Frage, welche Züge ich denn mit der BC100 nutzen darf bzw. welche nicht und bekam als Antwort:
Produktklasse A: ICE, CIS, Thalys (nur auf DB-Relationen)
ICE-Sprinter mit Aufpreis
Produktklasse B: IC, EC, D, EN, BWE (nur auf DB-Relationen)
CNL und DB NachtZug mit Aufpreis
Produktklasse C: IR, IRE, RE, RB, S-Bahn
Zusätzlich ist die NetzCard im Metropolitan gegen Aufpreis zugelassen.
Sie wies darauf hin, dass für meine Verbindung Nürnberg-München für den Nachtzug kein Aufpreis zu zahlen sei, nur für die Benutzung des Liege- oder Schlafwagens, wenn es über Nacht geht (weiß nicht genau, was da das Kriterium ist, genauer brauchte ich es aber auch nicht).
Insgesamt sehr freundlich und kompetent – andererseits habe ich aber auch eben für 3.000 Euro Umsatz gesorgt.
Kleines Bonbon: Mit der gezahlten Vorsteuer in Höhe von 413,79 Euro gibt’s nächstes Jahr ein Wiedersehen.

[Zum Vergrößern: Anklicken.]
Weiter in die Stadt. Ein Döner bei Ballerina-Döner am Rathenauplatz war leider nicht mehr zu bekommen. Egal, andermal. Zurück zum Hauptbahnhof, dort im Müller noch Brillenputztücher besorgt und bei Yorma’s ein Salami-Baguette. Dann zu Fuß in Richtung Lorenzkirche, zum Admiral. Auf dem Programm stand »Terminator 3: Rise of the Machines«. Kurz nach 19:15 traf Martin ein. Wir unterhielten uns noch ein wenig im Admiral-Café, nachdem wir die Karten geholt hatten, und gingen kurz vor 20 Uhr nach oben zum AD1.
Oliver Hüttmann schrieb für Spiegel-online, der dritte Teil sei »ein B-Movie für 170 Millionen Dollar« und James Cameron, Regisseur der ersten beiden Filme, erzählt, für ihn sein die Geschichte mit dem 2. Teil eigentlich durch gewesen.
Antwort von Radio Eriwan: Im Prinzip ja. Ich steckte meine Erwartungen niedrig: Ein Action-Feuerwerk mit viel Ballerei und wenig Worten, und ich würde zufrieden sein. Das traf dann auch ein und ich wurde nicht enttäuscht. T3 ist ein B-Movie, aber wie ich finde, ein guter. Zumal der erste Film schon aus der Kategorie »B-Movie« stammte. Der gefiel mir auch wesentlich besser als der zweite Teil, in den so viel Action und Spezialeffekte reingesteckt wurden, dass man die Spannung vergaß, den der Ur-Terminator sehr wohl hatte. T3 überraschte damit, dass er sogar eine Handlung mitbringt: Wie der Titel schon sagt geht es um den Aufstand der Maschinen, wie’s zum Judgement Day gekommen ist. Der Anknüpfungspunkt an Camerons »abgeschlossene« Geschichte ist durchaus plausibel. Der dritte Teil besteht in der Erzählung aus einer einleitenden Verfolgungsjagd, im Mittelteil einer Flucht und im letzten Drittel natürlich dem Finale, mit einer überraschenden Wendung.
Ich kann T3 durchaus empfehlen; mir hat er besser gefallen als T2. Und bei der Frage, welche Kino-Fortsetzung in diesem Sommer eher lohnt, »Matrix: Reloaded« oder T3, dann fällt die Antwort klar zu Gunsten von Schwarzenegger aus.
Persönliche Anmerkung: Claire Danes ist eine Augenweide!
Nein, der T/X ist Kristanna Loken.
Erschienen am Samstag, 02.08.2003 @ 11:41
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Tags: Leben
Der
Telekolleg-Newsletter schlug gestern wieder hier auf. Diese Ausgabe befasst sich mit dem Fach Geschichte im kommenden Trimester (ab 13.9.). Er hat aber auch sonst einige interessante Informationen zum Telekolleg auf Lager, weswegen ich ihn hier ausschnittsweise wiedergebe:
In der 35. Woche beginnt die TRV mit der Auslieferung des Studienmaterials für das 4. (und letzte) Trimester. Ein halbes Jahr früher – im Vergleich zu fast 40.000 Absolventen des Telekollegs II – werden Sie die Fachhochschulreife erwerben können. Sie wissen, dass ohne Beeinträchtigung des Niveaus viele Fächer für das neue Telekolleg MultiMedial gestrafft wurden.
Das gilt auch für das Fach G E S C H I C H T E: Mussten die Kollegiaten früher 26 FS-Sendungen aufmerksam anschauen, zwei umfangreiche Bücher bewältigen, Arbeitsbogen für 26 Lektionen bearbeiten und dem Kollegtagunterricht folgen, so wurde die Stofffülle für Telekolleg MultiMedial halbiert.
Nur noch die neuere Geschichte des letzten Jahrhunderts (beginnend mit der Weimarer Republik) ist Gegenstand von 13 Sendungen, einem Buch, Unterricht und Prüfung.
Es wäre aber mit einem unvertretbaren Aufwand verbunden gewesen, die Sendungen 14-26 und das Buch mit den entsprechenden Lektionen 14-26 zu ändern. Schon wegen der Synchronität von Sendungen und Buch, aber auch wegen der inhaltlichen Bezüge und Querverweise haben es der BR und die TRV bei der alten Nummerierung belassen. Sie werden also ein (äußerlich) altes Buch aus dem früheren Telekolleg II mit den Lektionen 14-26 in Ihrem Studienmaterial vorfinden und im Fernsehen beginnt der Geschichtskurs am 08.09.03 mit der Sendung 14.
Das Buch wurde aber (innerlich) gründlichst aktualisiert. Sie sind damit – was die neueste Entwicklung angeht – auf der Höhe der Zeit.
Ich habe mich ja schon gefragt, welche Zeit das Geschichts-Buch und die -Sendungen behandeln werden. Bei der Weimarer Zeit anzufangen scheint mir ok zu sein, sofern man nicht 1945 schon wieder aufhört. Ich würde gerne mal etwas über neuere Geschichte erfahren, also die 50er, 60er und 70er.
Davon ab: Ich kann es ja nicht leiden, wenn in Ankündigungen Kalenderwochen genannt werde. Kein Mensch verwendet Kalenderwochen, niemand weiß, wann die 35. KW ist. Da ist erstmal nachschlagen angesagt und die wenigsten Kalender in meiner Nähe zählen die Wochen mit. Kann man nicht einfach sagen: »In der Woche des 25.8.« oder »ab 25.8.«? Jeder weiß, wann das ist.
Erschienen am Samstag, 02.08.2003 @ 12:25
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Tags: Telekolleg
»Wir, der gutmütige Diktator Nico und sein Adjudant Thorsten sowie der Knappe Sven und unsere zahlreichen Helfershelfer im Lande, werden die Blog-Weltherrschaft in einigen kurzen Schritten erringen. Zuerst Deutschland, danach sehen wir weiter.
Aber erst nach dem Wochenende, bei dem Wetter ist das zu anstrengend.«
Bei dieser Ankündigung lassen der Pinky und der Brain grüßen! :-)
Erschienen am Samstag, 02.08.2003 @ 17:59
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Tags: Leben
Ja, leck’ mich am Arsch…
Bei den
Aussichten muss ich mir was einfallen lassen. Zum Beispiel: Aufstehen gegen 14 Uhr, dann direkt ins Freibad, Arbeiten ab 20 Uhr. Oder so.
Mal sehen; kommende Woche verbringe ich erstmal zwölf Stunden in klimatisierten Zügen: Montag und Dienstag morgens Erlangen-München und abends zurück, am Donnerstag oder Freitag nochmal runter.
Erschienen am Samstag, 02.08.2003 @ 20:23
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Tags: Leben
Sonntag, 03.08.2003

Bei mir wird im Hintergrund eine Daten-DVD gebrannt. Wie weit ist die Scheibe? Evtl bald durch? Ein kurzer Blick ins Dock und ich sehe am Programm-Icon von
Toast, dass die DVD-R etwa zu 60% fertig gebrannt ist. Verbleiben noch etwa 7 bis 10 Minuten, dann ist sie fertig.
Keine Notwendigkeit, um seine im Vordergrund laufende Applikation zu wechseln; ein Blick genügt und ansonsten ist nahtloses Weiterarbeiten angesagt.
Erschienen am Sonntag, 03.08.2003 @ 14:46
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Tags: Apple, Mac

[Anklicken für eine größere Version.]
»Klingelt’s?« Das frage ich mich allerdings auch.
Der arme, mündige Verbraucher. Ich habe dieses Bild aus dem aktuellen eplus-Werbespot auch noch in Original-Auflösung vorliegen. Wer das Kleingedruckte am Fernseher lesen will, braucht einen guten Videorecorder mit brauchbarer Standbild-Funktion sowie einen Fernseher mit großer Röhre. Ich habe 72 cm und kann kaum was entziffern und ich möchte nicht wissen, wie dieses Bild auf einem 50er oder 30er Schirm aussieht.
Die verschwommene Schrift kommt nicht durch die JPEG-Kompression, das ist so original aus dem Äther abgegriffen.
Erschienen am Sonntag, 03.08.2003 @ 15:48
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Tags: Medien
Montag, 04.08.2003
Lockeres Arbeiten für mein SAE-Abschlussprojekt am späten Nachmittag. Bemerkenswerte Beobachtungen zur Hitze draußen: Während es an der Hauswand im Schatten 32,9 Grad anzeigt, sind es in der Wohnung nur 26 Grad; wesentlich angenehmer. Gegen 19 Uhr beschließen mein Vater und ich, ins circa acht Kilometer entfernte Tennenlohe rüber zu radeln. Es hat immer noch 30 Grad.
Verena fuhr nicht mit, sie war um 17 Uhr zur Kinderfreizeit der Kirchengemeinde aufgebrochen. Die Kids folgen am Montag, sie gehört zu einem kleinen Voraustrupp des Küchenteams. Die Sommerfreizeit ist in der Nähe von Hersbruck, beim »Almöhi«. Den Zeltplatzverwalter haben wir vor rund sieben Jahren so genannt, weil da eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Mila-»Cool Man« unverkennbar war: Um die 50 Jahre, runde Brille, grauer, langer Vollbart und ein glatt rasierter Kopf.
Das war recht witzig damals: Für die Kinder (8-12 Jahre) gab es keine Zelte, sondern Holzhütten im Wigwam-Style, mit Metalltüren. Olli und ich ließen es uns nicht nehmen, die Kurzen auf eine etwas unkonventionellere Art zu wecken, als wir mit Weckdienst an der Reihe waren: Einen Football kräftig gegen die Metalltür gepfeffert, Tür auf und mit Wasserpistolen rein.
Verena und Melli schlugen mit Kochlöffeln auf Kochtöpfe, das war auch gut laut. Die Rache der Teilnehmer folgte wenig später: Olli bekam einige nasse Waschlappen ins Gesicht, ich wurde verschont. Wir Betreuer (»Teamer«) schliefen unter freiem Himmel bei sternenklaren Nächten. War eine gute Zeit
damals.
Also, mein Vater und ich radelten nach Tennenlohe. Wir gingen in eine Pizzeria, direkt an der Bushaltestelle »Tennenlohe«. Netter Garten, aber das Essen war nicht so umwerfend: Es hat sehr lange gedauert, der Pizza-Teig war anderthalb Zentimeter dick und der Belag dafür hauchdünn.
Wieder zurück, noch den Rest von »Star Search« gesehen. Mich interessiert es nicht wirklich, ich habe nur mal die erste Sendung gesehen und mir neulich schon gedacht: Jeanette soll lieber weiter singen und gut aussehen, aber setzt sie bitte nicht nochmal in eine Jury (»Du bist so ein Sonnenschein, ich geb’ Dir fünf Punkte.«). Ganz so, wie es die SZ (?) kürzlich schrieb: »Vor dieser Jury muss sich niemand fürchten.«
Aber was mich interessiert hat ist in der Kategorie »Musik über 16 Jahre« (oder so ähnlich) der etwas breitere Aspirant: Thomas Wohlfahrt. Sehr sympathisch, ein Mann mit kräftiger Stimme und einem Aussehen wie Meat Loaf. Soweit ich das mitbekommen habe, hat er schon die ganzen DJ Bobo-Klone mit Wischmopp-Frisur und Girlie-kompatiblen Milchbubi-Beaus rausgekegelt. Durchaus rührend sein Heiratsantrag an seine Freundin live auf der Bühne.
Hey, was soll ich sagen, in meiner DVD-Sammlung finden sich nicht nur Filme wie »Fight Club«, sondern auch Vertreter der Kategorie »Stadt der Engel«.
Aber abgesehen davon, dass sich da einer anschickt zu gewinnen, der nicht nur rumhampeln sondern auch singen kann und mal nicht aussieht wie Ken der XI. aus der tausendsten Boygroup, abgesehen davon interessiert es mich nicht.
Es ist so warm, dass man eigentlich permanent duschen möchte. Ich beschränkte es auf einmal nach dem Aufstehen und einmal nach der Rückkehr von der kleinen Radtour.
Erschienen am Montag, 04.08.2003 @ 23:17
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Tags: Leben
Dienstag, 05.08.2003
Flash-Mobs waren
nicht mal eine Woche in, da muss auf SAT.1 »die nacht« natürlich über den neuen »Trend« berichten, für den sich inzwischen kein Lurch mehr interessiert.
Nicht, dass ich mal an einem teilgenommen hätte, ich find’ das völlig bescheuert.
Erschienen am Dienstag, 05.08.2003 @ 0:49
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Tags: Sonstiges
Mittwoch, 06.08.2003
Es ist kurz vor halb zwei Uhr nachts und es liegt eine Außentemperatur von 24,7 Grad an (»im Schatten«).
Nachts.
Ich hole jetzt den Ventilator aus dem Keller.
Erschienen am Mittwoch, 06.08.2003 @ 1:23
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Tags: Leben
Nicht mehr rechtzeitig zum Sommer kommt das neue Album von
Chicane raus: Mitte September.
Titel: »Easy to assemble«
Tracks:
- Love On The Run
- Daylight
- East Side Story
- In Praise of The Sun
- Locking Down
- Spirit
- Arizona
- Some Might Say
- Kilometre
- Something Wrong
- Empires
Erschienen am Mittwoch, 06.08.2003 @ 12:28
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Tags: Sonstiges
Mark Pilgrim hat zwar einen Mac, aber er ist trotzdem noch auf Windows angewiesen. Seinen Leidensweg einer Install-Session hat er im Artikel »
How to install Windows XP in 5 hours or less« zusammengefasst:
20. "This driver is not digitally signed." OK.
21. "This driver may cause your computer to become unstable." OK.
22. "This driver may anally rape your mother while pouring sugar down your gas tank." OK.
23. Nothing. No connection, no internet access, no acknowledgment of any device whatsoever.
24. Reboot.
25. Doesn’t work.
Gesehen bei Kai.
Erschienen am Mittwoch, 06.08.2003 @ 12:47
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Tags: Apple, Mac
Daniels neue Version von Sunlog, »2.3 release candidate 1«, nach einem Jahr Entwicklungszeit am 26. Juli veröffentlicht und sogleich von mir hart aber gerecht
verrissen, steht jetzt nochmal in einem ganz anderen Licht da – und zwar nicht unbedingt in einem besseren.
Andreas, der ursprüngliche Entwickler von Sunlog, gab Anfang der Woche einen
ersten Einblick (mit Screenshots) ins bald erscheinende »Sunlog lite«.
Das ist das wahre Sunlog 2.3!
Erschienen am Mittwoch, 06.08.2003 @ 12:57
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Tags: Web, webdesign
»Der Reiseführer Per Anhalter durch die Galaxis enthält ein paar Angaben zum Thema Handtücher.
Ein Handtuch, heißt es da, ist so ungefähr das Nützlichste, was der interstellare Anhalter besitzen kann. Einmal ist es von großem praktischem Wert – man kann sich zum Wärmen darin einwickeln, wenn man über die kalten Monde von Jaglan Beta hüpft; man kann an den leuchtenden Marmorsandstränden von Santraginus V darauf liegen, wenn man die berauschenden Dämpfe des Meeres einatemt; man kann unter den so rot glühenden Sternen in den Wüsten von Kakrafoon darunter schlafen; man kann es als Segel an einem Minifloß verwenden, wenn man den trägen, bedächtig strömenden Moth-Fluss hinuntersegelt, und nass ist es eine ausgezeichnete Nahkampfwaffe; man kann es sich vors Gesicht binden, um sich gegen schädliche Gase zu schützen oder dem Blick des Gefräßigen Plapperkäfers von Traal zu entgehen (ein zum Verrücktwerden dämliches Vieh, es nimmt an, wenn du es nicht siehst, kann es dich auch nicht sehen – bescheuert wie eine Bürste, aber sehr, sehr gefräßig); bei Gefahr kann man sein Handtuch als Notsignal schwenken und sich natürlich damit abtrocknen, wenn es dann noch sauber genug ist.«
Man lernt ja aus seinen Fehlern, und deswegen tat ich es am Montag-Morgen dem Anhalter gleich und packte ein kleines Handtuch mit in den Rucksack.
Der Fahrtwind kühlt, aber wehe, man wird an einer Ampel zum Anhalten gezwungen (ich habe nur drei auf meinem 10-Kilometer-Weg) oder kommt am Ziel an: Keine fünf Sekunden später rinnt der Schweiß. Ein Handtuch sorgt für Linderung.
Ich wollte mit der RE um 09:52 von Erlangen nach Nürnberg fahren (an um 10:10), dann um halb elf weiter mit dem ICE nach München. Wegen einer Baustelle bei Lichtenfels gab es auf der Strecke eine zünftige Verspätung und ich fuhr mit der RB, planmäßig 09:42, um kurz vor zehn ab. Ankunft in Nürnberg um 10:23, keine fünf Minuten Zeit um den Spiegel zu kaufen, eine Pfandflasche zurück zu tragen und ein Salami-Baguette zu besorgen. Ich beschränkte mich auf den Kauf des neuen Spiegels und stieg in den ICE ein, der pünktlich abfuhr.
Die ersten beiden Fahrten mit meiner vorläufigen BahnCard 100. Die ZuB im Bummelzug las nur »vorläufige BahnCard« und bat noch um den eigentlichen Fahrschein. Ich wies sie auf die »100« nach der BahnCard hin, das sie übersehen hatte, war ok. Der ZuB im ICE bat darum, sich den Ausdruck mal genauer ansehen zu dürfen, was ich ihm natürlich nicht verwehrte. Er las sich den Schein durch und murmelte was von »nur 20 Tage gültig« (laut ReiseZentrum wird einem die richtige BC100 aus Plastik aber nach etwa zehn Tagen zugeschickt; für die Netzkarten sind m.W. außerdem nicht die Leute in Schortens zuständig sondern welche in Offenbach, so dass es wegen Überlastung kaum länger dauern kann; falls doch, würde ich mir eine neue vorläufige BC100 ausstellen lassen).
Pünktliche Ankunft in München. Kurz vor Augsburg, die letzten vierzig Minuten, fing zwei Reihen schräg hinter mir ein Fahrgast an zu sägen. Ein infernales Geschnarche, es war unglaublich. Insekten hätten den Luftraum um sein Gesicht herum sperren müssen, denn einmal in einen Schnarcher eingesogen, hätte es für keine Mücke mehr ein Entkommen gegeben. Ich trug’s mit Fassung.
Über den Unterricht in der SAE erzähle ich in einem separaten Eintrag.
Der Rückweg: S-Bahn um 17:25 Uhr. Ein Treffen mit Holger klappte leider nicht mehr, das haben wir auf Dienstag verschoben. Die S-Bahn zuckelte im Innenstadt-Tunnel und hielt einige Minuten am Marienplatz, wegen einer Signalstörung. Da war klar: Der 17:44-ICE ist auf jeden Fall wegen, selbst wenn er auf Anschlussreisende warten würde und fünf Minuten später abfahren sollte. Ich stieg am Stachus aus und ging im Kaufhof einkaufen: Etwas zu trinken und ein neues Duschgel. Die paar hundert Meter zum Hauptbahnhof lief ich oberirdisch zu Fuß. Bei Yorma’s holte ich das Salami-Baguette nach, das vormittags aus Zeitgründen in Nürnberg nicht mehr drin war. Ich schlenderte durch den Haupteingang und die Haupthalle und aß dabei gemütlich. Ging auf die Galerie in den ersten Stock, um mir nach dem Baguette mal die hiesige Lounge anzusehen.
Es kam anders: Ich sah auf die Anzeigetafel über dem ServicePoint: Neben dem ICE mit der Uhrzeit 17:44 stand »etwa 20 Min. später«. Ich sah nochmal genau hin: Tatsächlich, der ICE über Augsburg in Richtung Hamburg, den ich eigentlich vor, ich sah auf die Uhr, einer halben Stunde nehmen wollte. Und der ICE1 stand tatsächlich noch immer auf Gleis 14, das war kein Fehler in der Anzeige. Nu ja, ich ging runter ins Erdgeschoss und zu Gleis 14 – schnellen Schrittes, denn »etwa 20 Min. später« waren schon abgelaufen. In dem Moment eine Durchsage: Die Abfahrt des ICE verzögert sich um weitere fünf Minuten »wegen Zugfolge«. Ich ging an den Lokführern vorbei, die neben der Lok standen (muss wohl noch einer von einem anderen Zug gewesen sein) und bestieg den Zug direkt am Kopfende des Bahnhofs; rein in einen Wagen der ersten Klasse. Dann durch zur zweiten Klasse und gerade als ich die erste Klasse, den 1.-Klasse-Raucherwagen, das BordRestaurant und den 2.-Klasse-Raucherwagen hinter mir hatte, schlossen sich die Türen und der Zug fuhr ab.
Nachdem ich in zwei oder drei Großraumwagen keinen Fensterplatz bekommen konnte, sah ich im nächsten Wagen in die Abteile. In einem war nur eine Frau mit einem Kind. Das Abteil war auch als »Kleinkindabteil« ausgezeichnet. An sich ein ganz normales Abteil, dass durch die Deklarierung mittels Papierschildchen in den Plastik-Reservierungsschlitzen zu einem solchen gemacht wurde, »ggf. freigeben«. Ich öffnete die Tür und fragte, ob noch frei sei, was bejaht wurde. Daraufhin nahm ich an der Tür Platz, während Mutter und Kind die beiden gegenüberliegenden Fensterplätze belegten. In Pasing stieg zufällig eine weitere Familie mit Anhang ein und kam zu uns ins Abteil. Vater, Mutter und ebenfalls ein kleines Kind.
Die folgenden zwei Stunden mit Sophie (3) und Pauline (2) waren recht unterhaltsam, denn die beiden erfrischend-quirligen Kinder verwandelten das Abteil in einen Abenteuerspielplatz und bezogen alle Anwesenden mit ein, was recht witzig war. Sophie unterhielt mehr uns als sich mit einem Kopfhörer: Statt sich das Kinderband aus der Armlehne anzuhören, reichte sie allen den Kopfhörer weiter (auch an mich) und erkundigte sich, ob die Lautstärke angenehm sei (»Laut?«). Mit Pauline krabbelte sie über unsere Beine hinweg und darunter durch. Später zog sie sich selbst die Sandalen aus und machte sich dann auch daran, bei den anderen für Frischluft im Schuhwerk zu sorgen. Die treibende Kraft bei diesen Unternehmungen war die ein Jahr ältere Sophie. Pauline war von sich aus eher ruhig, ließ sich aber von Sophie begeistern und mitziehen. Faszinierend auch, dass Sophie von ihrer Spielgefährtin immer von »der« sprach und sich trotz wiederholter Korrektur von ihrer und Paulines Mutter nicht von der Verwendung des falschen Artikels abbringen ließ.
Interessant anzuschauen war nicht nur das Verhalten der beiden Kinder den Erwachsenen gegenüber, sondern auch der Erwachsenen gegenüber den Kids. Nicht, dass es da was zu bemängelnd gäbe; alle haben sich prima verstanden. Paulines Mutter sprach auch Sophie an oder bot ihr Essen an. Sehr nett. Paulines Vater las in der SZ (ich las im aktuellen Spiegel, sah mir aber eigentlich mehr das bunte Treiben im Abteil an). Ich konnte ganz schlecht vermuten, was die beiden für ein Typ sein könnten. Da haben wir den Vater mit lockiger, aber doch kurzer Frisur, der die SZ liest aber auch aussieht, als wäre er einer ZDF-Vorabendserie entstiegen, in der er einen jungen, sonnengegerbten Yuppie spielt, Yachtbesitzer. Als Abendessen gab es einen Salat in transparenter Plastikschale (also so ein fertiger Salat), mit Mais. Teilweise reagierte er mit einem genervten Blick und stellte sich stur, wenn Sophie seine Beine verknoten wollte (meint: übereinander schlagen), machte dann andererseits aber wieder alles andere mit. Paulines Mutter machte auf mich auch einen seltsamen Eindruck, da sie mir, wie der Vater, Rätsel aufgab. Wenn sie mit den beiden Kindern sprach wirkte es so, als sei jedes Wort genauestens überlegt. Sie achtete auf eine deutliche Aussprache, sprach langsam und betonte jedes der handverlesenen Wörter: »Sophie, Du wolltest eine Pause machen.« oder: »Nein, Pauline ist für den Kopfhörer noch zu jung.« Zu ihrem Mann sprach sie in einem »normalen« Tonfall und in normaler Geschwindigkeit: »Eigentlich eine gute Idee mit dem Kopfhörer, wenn sie älter ist.« Irgendwas passte bei all dem nicht zusammen. Gut verdienende Yuppies mit gleichzeitigem Öko-Anstrich, auf eine gute Erziehung ihres Kindes achtend und mit silbrig-grau schimmernder Polyamid-Unterwäsche (die Frau hat Geschmack).
Über Sophies Mutter kann ich nicht viel erzählen, sie hielt sich sehr im Hintergrund, achtete vor allem darauf, dass ihre Tochter nicht all zu sehr über die Stränge schlug (wobei dafür auf eine apodiktische aber gleichzeitig liebe Art auch Paulines Mutter sorgte). Blue Jeans, weißes T-Shirt, Brille und ansonsten eben eher ein zurückhaltender Typ.
Die ZuBine kam einige Zeit nach Augsburg. Da sie mit der Kontrolle des Online-Tickets von Sophies Mutter etwas länger beschäftigt war, packte Sophie ihren Kinderfahrschein wieder in die Tasche (den sie wohl in einem anderen Zug bekommen hat), nachdem die ZuBine nicht zur Kontrolle des selben kam (»Dann pack’ ich ihn wieder weg, wenn Du ihn nicht sehen magst.«). Die ZuBine gab jedem von uns einen 10-Euro-Verspätungsgutschein für die 30-minütige Verspätung.
Insgesamt anscheinend Großkampftag bei der Deutschen Bahn: Im morgendlichen ICE gab es weder Reservierungen noch »Faltblätter "Ihr Reiseplan"«. Die Faltblätter fehlten ebenfalls im Zug nach Hause. Durch die verspätete Abfahrt geriet auch einiges Durcheinander: Durchsage des ZuB, dass man bei der Transportleitung um einen Halt in Treuchtlingen gebeten habe, dass dies aber von der Transportleitung nicht genehmigt wurde und alle Fahrgäste Richtung Treuchtlingen in Donauwörth umsteigen müssten. Später hielten wir dann in Treuchtlingen. Durchsage des ZuB vor Nürnberg: »Anschlusszüge kann ich Ihnen leider keine nennen, bitte achten Sie auf die Durchsagen am Bahnsteig.« Ich nahm’s locker, ich bin eh nicht auf diese Durchsagen angewiesen. Was ich noch nicht wusste: Der ZuB konnte keine Anschlusszüge nennen, da in Nürnberg das Chaos ausgebrochen war.
Ich wünschte den mitreisenden Eltern im Abteil einen schönen Abend und sagte »Tschüss, Ihr zwei.« zu den beiden laufenden Metern.
Ausstieg in Nürnberg. Viel Zeit bis zum nächsten Zug Richtung Erlangen, 20 Minuten (der Zug kam gegen 19:55 in Nürnberg an). In der Mittelhalle wunderte ich mich über zwei lange Schlangen an den beiden ServicePoint-Schaltern, die bis zur Rolltreppe ins Untergeschoss reichten (das sind sicher mehr als zehn Meter). Ich ging auf Gleis 4, an dem um 20:16 die RB mit Ankunft 20:41 in Erlangen abfahren sollte sowie anschließend der ICE um 20:33 mit Ankunft 20:46. Einige Reisende am Bahnsteig, teilweise Wartende auf die RegionalBahn, aber auch Leute mit Koffern, die mutmaßlich mit dem ICE weiter in Richtung Leipzig fahren wollten. 20 Uhr 15, die Anzeige der RB-Abfahrt verschwand und die Anzeige des ICE wurde aufgeblättert; ohne, dass bisher eine RB mit planmäßiger Ankunft in Nürnberg um acht nach acht eingefahren wäre. Verwunderung. Eine Durchsage, die, wenn ich mich richtig erinnere, den Ausfall des ICE wegen eines Oberleitungsschadens bekannt gab. Kurz darauf kam ein Service-Mitarbeiter der DB auf den Bahnsteig und fragte die leicht ungehaltenen Kunden nach dem Reiseziel. Erlangen? Mit der U-Bahn U1 nach Fürth fahren und am Fürther Hauptbahnhof aussteigen; die Züge würden in Fürth warten. Ein Reisender willigte mit Vorbehalt ein: »Für die U-Bahn zahl’ ich aber nix!« Der DB-Mann: »Da müssen Sie nichts zahlen, die U-Bahnen wissen Bescheid.« Ich ging zusammen mit den anderen Fahrgästen runter vom Gleis. Wir gingen zurück in Richtung Mittelhalle und begaben uns ins Untergeschoss. Zwei Zugbegleiter folgten uns in den Untergrund und fuhren dann auch in der U-Bahn bis Fürth mit.
Mir schräg gegenüber im U-Bahn-Wagen eine Frau Mitte Dreißig, die ebenfalls auf dem Gleis für den ICE stand. Neben Ihr auf dem Boden stand ein Koffer. Offenkundig stammte sie nicht von hier: sie sah sich kaum merklich um und knetete ein wenig ihre Hände. Ich kann mir vorstellen, dass das die Situation nicht gerade angenehm für sie sein müsste: Wenn ich mit dem ICE durch fremde Städte fahre sieht ein Hauptbahnhof aus wie der andere. Durch meine 2-jährige Springertätigkeit für die Bank kam ich viel rum. Zwischen Mai 2000 und Juli 2002 kam ich mal nur für einen Tag, öfter ein oder zwei Wochen, manchmal auch bis zu drei Monate am Stück in viele Städte: Amberg, Bayreuth, Augsburg, München, Ludwigshafen, Schweinfurt, Karlsruhe und ab und an arbeitete ich sogar mal »daheim« in Nürnberg bzw. Erlangen. Von den Kollegen bekam ich bei einem ersten Besuch immer exzellente Wegbeschreibungen vom Bahnhof zur Filiale, ein Hotel wurde für mich reserviert und war manches Mal nur zwei Kreuzungen weiter; beim nächsten Aufenthalt in der selben Stadt fand ich mich selbst wieder zurecht, reservierte meine Hotels selbst und alles war problemlos. Aber wäre ich z.B. als Ortsunkundiger mal in die Situation gekommen, ich hätte von Ludwigshafen nach Mannheim mit der Straßenbahn fahren müssen, hätte ich auch erstmal geschaut. Wo wegfahren, mit welcher Linie, in welche Richtung, wie heißt die Ausstiegshaltestelle, wo muss ich dann hin? Alles handhabbar, aber erstmal ungewöhnlich (tatsächlich musste ich bei meinen Einsätzen in Ludwigshafen mit der Straßenbahn vom Mannheimer Bahnhofsvorplatz aus nach Ludwigshafen »über die Brück’« fahren, war aber problemlos).
Ausstieg in Fürth. Ich ging in Richtung der Bahngleise und sah von unten die Treppe hoch auf die Anzeigetafeln. Ein ICE wartete nirgends und so ging ich auf Gleis 1, denn dort wurde für 20:56 der RE nach Erlangen angekündigt. Viele Menschen auf dem Gleis. Es strömten noch einige hinzu, auch die Frau aus der U-Bahn war wieder da. Drei Minuten später kam es zu einem kurzen Tumult zwischen Reisenden und den ebenfalls am Bahnsteig wartenden Zugbegleitern. Eine Frau bat darum, doch endlich mal klar zu sagen, was Sache sei. Ein ZuB, bei dem die Nerven auch schon blank lagen gab zurück, man möge doch mal Lautsprecher-Durchsagen abwarten und dann zuhören, dann erführe man schon, was los sei. Sprach’s und just darauf wurde der Fahrtziel-Anzeiger aktualisiert (»Abfahrt 21:00, Ansage beachten« ohne Angabe eines Fahrtziels oder einer Zugart) und es folgte eine Ansage: Auf Gleis 1 führe in wenigen Minuten der ICE aus Nürnberg Richtung Leipzig ein. Und dass dieser Zug mit allen Fahrscheinen aufschlagsfrei benutzt werden kann. Die für den aufgerufenen Zug zuständigen ZuBs packten ihre Sachen zusammen und sagten den Leuten beim Einsteigen des kurz darauf einfahrenden ICE, dass auch die erste Klasse freigegeben sei.
Ich blieb im Eingangsbereich stehen, ich wollte ja zehn Minuten später am nächsten Halt wieder aussteigen. Mit mir nahe der Tür: Eine junge Frau um die 25, ein Mädchen um die 18 und eine ältere Frau jenseits der 60. Sie sah einen älteren Mann am Bahnsteig herumirren und fragte ihn, wo er hin wolle. »Erlangen? Steigen Sie hier ein.« Sie zog auch noch einen Ausländer in den Zug, der zögerlich nach einem Zug nach Forchheim fragte und empfahl ihm, in Erlangen auszusteigen und dort zu warten, dann sei er zumindest schon mal weiter (was richtig war, denn Erlangen ist vor Forchheim der nächste RE-Halt, aber im Nachhinein überlegte ich ob es vielleicht nicht gescheiter gewesen wäre, mit dem ICE bis Bamberg zu fahren und dann zurück nach Forchheim, wenn aus Nürnberg keine Züge mehr abfuhren. Egal.
Ankunft in Erlangen um 21:15. Ich ging zu meinem Rad, sperrte auf und fuhr heim. Noch nicht gleich; ich setzte noch den 10-Euro-Gutschein beim Griechen in Frauenaurach um (tatsächlich muss ich ihn demnächst in einem ReiseZentrum in Bargeld umtauschen). Eine laue Nacht; ich saß draußen im Hinterhof. Richtig angenehm, in Ruhe zu essen. Es waren nur noch zwei weitere Gäste anwesend und es war sehr ruhig. Alle Viertelstunde schlugen die Glocken der benachbarten Kirche die Zeit an.
Daheim gegen 22:30 Uhr. So gesehen kam ich mit einer halbstündigen Verspätung heim, hätte ich den geplanten ICE um 18:48 ab München genommen.
So war’s der verspätete 17:44-ICE, der gegen 18:15 abfuhr und ich erlebte an einem Abend eine Menge.
+++
Über die Hinfahrt am Dienstag gibt’s nichts besonderes zu berichten. Dienstags fährt auf der Strecke um die Zeit 11:09 immer nur ein ICE-T-Halbzug, montags sind’s zwei gekoppelte Halbzüge. Es war recht voll und ich stand bis Nürnberg, um nach dem Aussteigen zahlreicher Fahrgäste einen optimalen Platz zu bekommen. Mit mir im Einstiegsraum kurz vor Nürnberg: Eine ältere Frau, die sich zum Verlassen des Zuges in Nürnberg bereit machte. Ich dachte, ich sehe nicht richtig: Sie trug eine schwere Jacke, aus irgendeinem Kunststoff. Eine Jacke, in der man schon in der »Übergangszeit« schwitzt, aber heute hatte es ja 30 Grad. Für ihre Kleidung war sie aber noch recht munter. Der kontrollierende ZuB erkannte meine vorläufige BC100 auf den ersten Blick.
Im Münchner Hauptbahnhof mit plus 10 Minuten angekommen. Eine Mehrwegflasche zurückgegeben, bei Yorma’s eine neue Wasserflasche gekauft, dann runter in die S-Bahn. Fünf Minuten später fuhr die S7 Richtung Perlach ab.
Nach der SAE ein kurzer Abstecher bei Holger und Stefie in der Wohnung. In diesen Tagen klagen viele Leute über ihre Dachgeschoss-Wohnung, aber bei den beiden ist es angenehm: Frisch renoviert und neu isoliert, außerdem kann man auf beiden Seiten die Fenster so öffnen, dass es einen Durchzug gibt. Die Wohnung ist ein Traum, aber ich überlegte mir heute, ob ich sie an ihrer Stelle nicht genommen hätte. Die perfekte Wohnung, aber mit einem K.O.-Argument: Fünfter Stock ohne Aufzug (und die Treppen sind auch noch aus Holz; wenn’s da mal brennt, ist das Treppenhaus das erste, was weg ist).
Wir unterhielten uns etwas und Holger half mir bei der Nachbearbeitung eines Videos in After Effects (Helligkeit, Sättigung). Dieses Programm ist der Hammer: Würde ich mehr mit Video machen, wäre das ein ganz klares muste-have, aber sowas von.
Den 18:48-Zug erwischte ich nicht mehr. Abendessen bei McDonald’s Nähe Ostbahnhof. Mit der S-Bahn um halb sieben zurück zum Hauptbahnhof, bei Yorma’s noch schnell die Flasche vom Mittag abgegeben, und ein neues Wasser gekauft. Den ICE1 von Gleis 14 um 19:45 erreichte ich noch knapp, er fuhr pünktlich ab. Im Zug schrieb ich auf dem iBook an diesem Eintrag; links neben mir, auf der anderen Sitzbank, packte ein Mitdreißiger ebenfalls ein iBook aus, allerdings noch ein dunkelgrünes der alten Generation der Klobrillen-iBooks. Hier konnte man mal den Einwand, die Barbie-Handtasche passe nicht zu einem Geschäftsmann, live in Aktion erleben. Das Ding sieht einfach scheiße aus und Apple hat sich im Sommer 2001 mit dem neuen Tupperschachtel-iBook eines besseren besonnen (von denen habe ich eines).
Der Mann hinter mir, der mehrmals mit seinem Handy telefoniert hat, war ziemlich genervt: Irgendeine Tasche (Aktenkoffer?) blieb liegen, sein Geldbeutel ist weg und irgendein Wisch von einem Makler war in der Tasche drin, wohl wichtiger. Das Ding ist wieder aufgetaucht und er managete die Rückführung zu ihm. Zum Schluss der Fahrt war er dann fertig mit den Nerven, und auch ich war etwas ungehalten.
Das ging so: Der ICE 986 schlich über die Gleise durch die Nacht (ist Euch schon aufgefallen, dass es jetzt wieder früher dunkel wird?). Er hielt nicht nur planmäßig in Augsburg und Donauwörth, sondern auch außerplanmäßig in Treuchtlingen und Pleinfeld. Um 21:30 hätte er eigentlich in den Nürnberger Hauptbahnhof, dem Endbahnhof, einfahren sollen, aber zu der Zeit hielt er erstmal kurz vor Nürnberg, an der S-Bahn-Station Schwabach. Und hielt. Und hielt. Und hielt. Durchsage des ZuB: Wegen eingleisiger Strecke und Zugfolge verzögere sich die Weiterfahrt. Wir standen geschlagene 50 Minuten in Schwabach. Die Entscheidung der Transportleitung, erst drei entgegen kommende Bummelzüge und einen Güterzug durchfahren zu lassen, statt den ICE die letzten zehn Minuten zum Hauptbahnhof fahren zu lassen, ist für mich nicht ganz nachvollziehbar.
Statt um 21:32 fuhr der ICE um 22:20 in den Nürnberger Hauptbahnhof ein. Ansage des ZuB der Anschlusszüge: Nächste Reisemöglichkeit Richtung Erlangen um 22:44 Uhr. Super-geil. Um 22:44 fuhr der IC 2165 natürlich nicht ab (nett, wie sich die ZuBine bei einem Anruf auf ihrem Diensthandy meldete: »Der 2165?«). Der Zug legte um 23:11 ab und kam um kurz vor halb zwölf in Erlangen an statt um 23 Uhr. So brauchte ich für eine Strecke, die normalerweise in zwei Stunden zurückgelegt werden kann, tatsächlich knapp vier Stunden.
Die ZuBine gab mir auf Anfrage die Auskunft, dass die Strecke deswegen nur eingleisig befahrbar sei, da mittags wieder die Oberleitung runtergekommen ist, die gestern schon mal abgestürzt war (und mir eine halbe Stunde Verspätung einbrachte).
Die erste Woche mit der Netzkarte fing gut an.
Ich überlege noch, ob ich einen Beschwerdebrief an die Transportleitung schreiben soll. Höhere Gewalt schön und gut (die Oberleitung wurde doch außerdem gestern repariert?), aber musste das sein, uns über eine 3/4 Stunde kurz vor dem Zielbahnhof in der Pampa rumstehen zu lassen?
Drei Verspätungsgutscheine zu je 10 Euro sollten bei fast zwei Stunden Verspätung eigentlich drin sein.
Erschienen am Mittwoch, 06.08.2003 @ 15:03
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Tags: Leben
Donnerstag, 07.08.2003
Gleich in »die nacht«:
»Beckham ohne H: Wenn Tätowierer sich verschreiben.«
Erschienen am Donnerstag, 07.08.2003 @ 0:27
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Tags: Medien
Freitag, 08.08.2003
Ein Apple-Powerbook (15er Titanium), unverkennbar wegen des eleganten Äußeren, der schwarzen Tastatur und der einsamen Maustaste über dem Touchpad.
Der Apfel auf der Rückseite wurde abgeklebt, man will ja keine kostenlose Werbung für Apple machen. Auf dem Display zu sehen: Ein Webbrowser, und zwar IE für
Windows, mit GUI-Widgets von Win2000.
Da hat sich jemand sehr viel Mühe gemacht, einen gutaussehenden Rechner vor die Kamera zu stellen und den Zuschauern trotzdem ein gewohntes Bild zu liefern…
Nachdem ja »Kinder« auch schon einen Lampen-iMac für seine Ü-Eier vor die Kamera gestellt hat, ist es ja eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis wir auch G5, iPods und iBooks in Werbespots sehen…
Erschienen am Freitag, 08.08.2003 @ 21:28
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Tags: Medien
Wie jeden Freitag war auch heute wieder Grillfest beim »Athen« in Frauenaurach. Das heißt: All you can eat für 9,90.
Der Vorteil von AYCE dort ist, dass alles sofort verfügbar ist, es gibt keine Wartezeiten. Praktisch, wenn der Magen kracht (Frühstück: Salami-Baguette; Mittagessen: Royal Käse) und man rechtzeitig zu »Enterprise« zu Hause sein will.
Morgen werde ich in die Stadt fahren. Der Plan sieht vor, zeitig ins Freibad zu gehen. Die beiden Erlanger
Freibäder, das »Freibad West« und das »Röthelheimbad« (angeblich ist eine Umbenennung der Röthelheim-Schwimmhalle in »
Hannah-Stockbauer-Sportschwimmhalle« angedacht), öffnen werktags von 06:30 bis 20:00 Uhr (im Juni und Juli bis 21 Uhr, in diesem Sommer auch im August) und am Wochenende ab 8 Uhr morgens.
Als ich heute Morgen um halb acht aufstand, hatte es bereits knapp 25 Grad. Am Abend bei der Heimfahrt aus der Stadt um 19 Uhr waren es noch 34… Jedenfalls, um acht Uhr früh ist es schon warm genug für’s Freibad und vielleicht sind ja um die Zeit noch nicht so viele Leute dort.
Ich nehme meine Kamera mit; ich will die derzeit laufende geniale Plakataktion von Lucky Strike für die Nachwelt festhalten. British American Tobacco haben mit ihrer Marke Luckies schon immer gute Werbung gemacht (über meinem Schreibtisch hängt seit zehn Jahren eine Printwerbung: »Unsere Welt soll schöner werden. Fangen Sie mit Ihrem Schreibtisch an.«; beworben wurde eine Luckies-Schreibtischunterlage).
Diesmal hat sich die Agentur KNSK selbst übertroffen.
So, ich gehe jetzt dann langsam in die Heia, damit das mit dem Freibad morgen früh auch klappt. Ich bin wie gesagt um halb acht (morgens) aufgestanden. Normal. Nicht normal ist, dass ich nur drei Stunden geschlafen habe: Ich war bis halb fünf Uhr morgens mit dem BMC-Abschlussprojekt für die SAE beschäftigt, das ich heute abgegeben habe. Ich berichte am Wochenende ausführlich.
Ansonsten geht’s morgen Nachmittag nach kurzer Verschnaufpause wieder in die Vollen: Lernen für die BMC-Abschlussprüfung am Montag.
P.S.: Wollte eigentlich seit längerem mal einen Eintrag zu Wortspielen in Überschriften schreiben. Ich mag Wortspiele, wenn sie halbwegs intelligent sind. Den hier mag ich der Welt aber nicht vorenthalten,
bei Kai entdeckt: Der Radiosender FM4 wirbt mit einer Sommeraktion, bei der die Hörer jeden Tag Fotos von Leuten mit T-Shirts einschicken sollen. Auf den T-Shirts sind Buchstaben A bis Z (heute B) und die Fotos sollen die Träger in einer nicht-österreichischen bzw. einer österreichischen Stadt zeigen, deren Namen mit dem Buchstaben des Tages beginnt. Titel der Aktion: »
Die Idee ist gut und die Welt dafür bereit.«
Musik:
Jakatta, »So lonely« (The Chillout Session Ibiza 2002, Disc 2)
Erschienen am Freitag, 08.08.2003 @ 21:48
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Tags: Leben
Samstag, 09.08.2003
Bruce »
Tog« Tognazzini hat der Website macnews.de ein
Interview gegeben. Tog arbeitete 14 Jahre lang bei Apple und war dort als Mitglied der Human Interface Group für das wegweisende Interface-Design der Mac-Benutzeroberfläche des Classic-OS verantwortlich. Heute ist er einer von drei Leuten der
Nielsen Norman Group, zu der auch Usability-»Papst«
Jakob Nielsen gehört.
Das Interview ist durchaus lesenswert. Tog ist ein anerkannter Experte und kann durch seine frühere Arbeit bei Apple auch einiges zum Mac gestern und heute sagen. All seinen Punkten kann ich jedoch nicht zustimmen.
»[An dieser Stelle des Interviews bemängelt Tognazzini die ihm fehlenden "Spring Loaded Folder" und meint, dass diese in der nächsten Version von OS X ebenfalls wiederkämen...]«
Das schmerzt schon etwas, zu lesen, das einer der größten Kritiker von OS X das System offensichtlich seit über einem Jahr nicht mehr genutzt hat und auf dem Stand von 10.1 oder älter ist (10.2 Jaguar brachte im August 2002 »spring-loaded folders« zurück). Und sich damit ein Stück weit disqualifiziert.
Ins Bild passt auch seine Aussage, dass OS X sehr langsam sei. Ich höre ja von Freunden wie Holger auch ab und an, welche Wohltat es sei, in OS 9 zu booten, da dort alles viel schneller wäre. Das stimmt zwar, aber das wundert auch nicht: Ein Rechner wird mit dem Betriebssystem ausgeliefert, für das er geeignet ist und das war bei alten G4-500-Powerbooks OS 9. Auf einem aktuellen Mac mit dem doppelten Takt, zwei Prozessoren oder gar auf einem G5 ist das System durchaus flott. [Später im Interview sagt Tog, dass er OS X auf einem G3-Powerbook installiert hat.]
Zumal Jaguar, das Tog ja nicht kennt, Quartz Extreme mitbrachte, dass die Arbeit mit dem System immens beschleunigte: Der 3D-Chip der Grafikkarte übernimmt seitdem alle Berechnungen des Bildschirminhalts (ja, auch 2D).
»Ich habe 1991 einen Bericht an den damaligen Apple-Präsidenten John Sculley geschickt, dass Microsoft nicht nur das Mac-Interface einholen, sondern auch überrunden würde. Mit XP ist die Prophezeihung inzwischen wahr geworden. Mit OS X ging das Mac-Interface nun ein paar Schritte zurück. Nun rennt Apple Microsoft hinterher.«
Lieber Tog: Geht’s noch?!
Quartz, Quartz Extreme, die Sheets, die wesentlich bessere Bedienbarkeit der Oberfläche ohne ein nervtötendes Heer von Assistenten…
Okay, weiter unten sagt er dann, dass »Microsoft immer hinterherrennt, anstatt innovativ zu sein«, als es darum ging, wer denn alles in allem innovativer sei.
»Wenn alles funktioniert, sind beide Interfaces meiner Meinung nach gleich gut. XP ist dann besser, wenn nicht alles glatt läuft. Es gibt eine ganz neue Schicht über dem "alten Keller", wo Agenten tatsächlich hilfreiche Tipps geben, falls es Probleme gibt.«
Der Extrahier-Assi: Warum einfach, wenn’s auch kompliziert geht?
Hmm. Die derzeitige Hilfe in OS X, das System betreffend, ist für den Orkus. Am besten ist nach wie vor die Hilfe von OS 9, danach würde ich die Hilfe-Seiten von Windows (W2K) sehen.
Windows XP kommt mit einigen Rudeln Assistenten, die das System einfacher bedienbar machen sollen. Nach dem Motto, da könne auch Bill Gates’ Großmutter mit umgehen. Das Problem bei diesen Assitenten ist: Wenn das System wirklich so einfach wäre wie es tut, braucht man keine Assistenten (die den Leuten die sich auskennen, nur im Weg herum stehen).
Beispiel? Beispiel: Der Extrahier-Assi von WinXP, der dann in Aktion tritt, wenn man eine Zip-Datei im Explorer doppelt anklickt und kein WinZip oder einen anderen Entpacker installiert hat. Der Extrahier-Assi fragt mich, wo ich denn den Inhalt des Archivs hin entpackt haben möchte. Davon ab, dass ich das überhaupt gefragt werde, wird mir diese Frage auch noch im denkbar schlechtesten Dialog-Design präsentiert: Ein editierbares Texteingabefeld, das mit dem aktuellen Pfad vorbelegt ist (der bei WinXP bis zum Desktop aber so lang ist, dass er nicht vollständig angezeigt werden kann). Da wäre ein Explorer-Dialog in Form des »Speichern unter«-Fensters besser gewesen).
Der »Mac-Way« ist, dass ich gar nicht erst gefragt werde, wohin das Archiv entpackt wird. Es wird einfach an Ort und Stelle ein neuer Ordner erstellt und dort hinein wird entpackt. So einfach ist das. Will ich das ganz woanders hin haben, schiebe ich die Zip-Datei vorher dorthin und klicke sie erst dann doppelt an.
Zum Thema Windows-Assis kann Holger viel mehr (und besser) erzählen. Du wolltest mal einen Artikel zu dem Thema schreiben?
Erschienen am Samstag, 09.08.2003 @ 7:52
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Tags: Apple, religion
Okay, es hat nicht geklappt. Die
Sache mit dem Freibad am frühen Morgen. Im Zug auf der Heimfahrt habe ich noch eine Stunde gepennt (der sogenannte Bayreuth-Effekt) und Dank 25 Grad um ein Uhr nachts fiel das Einschlafen trotz geöffnetem Fenster und Ventilator schwer. Der Ventilator läuft bei mir jetzt rund um die Uhr, wenn ich zu Hause bin. Tagsüber auf Stufe 2, nachts auf Stufe 1 für einen kleinen Luftzug bei mäßiger Geräuschkulisse.
Jedenfalls bin ich erst um 13:30 aus dem Bett gekommen. Aber für den Abend ist dann doch noch Freibad geplant: Mein Vater und ich wollen gegen 18 Uhr ins Freibad Herzogenaurach fahren.
Morgen früh geht’s für ihn und meine Schwester in Richtung Westerland, da muss ich heute Abend noch packen (ich will am Mittwoch, wenn ich mit dem Zug nachkomme, nur einen Rucksack mit Getränken und Büchern mitnehmen).
Übrigens kam vorgestern ein Schrieb von der Bahn wegen der Rückerstattung des Restwerts meiner BC50. Man entschuldigte sich im Voraus für eine längere Wartezeit von voraussichtlich 6 bis 8 Wochen wegen des großen Ansturms.
Heute kam meine BC100, die ich am 1. August gekauft habe als Plastik-Karte an (deswegen die Rückerstattung des BC50-Restwerts). Das ging ja flott! Kam per Einwurf-Einschreiben aus Schortens.
Wegen der 1 3/4 Verspätung von Dienstag habe ich keinen Brief auf den Weg gebracht – geschenkt. Der ICE gestern um neun nach neun kam fünf Minuten vor Plan in München an und der Zug retour mit Abfahrt um 16:38 erreichte Erlangen ebenfalls püntklich. Da bin ich dann wieder versöhnt.
Erschienen am Samstag, 09.08.2003 @ 16:24
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Tags: Leben
Apple hat heute neue iMacs vorgestellt (siehe Meldungen bei
Macrumors und
Heise), sowie neue iPods (
Macrumors,
Heise; siehe auch
Mac-TV).
Gerüchte sprachen gestern bereits davon, dass sich am heutigen Montag was auf Apples Homepage tun würde.
Die »silent upgrades« (=nicht auf einer Messe vorgestellt) mit Speedbump (=mehr Geschwindigkeit) bei den iMacs waren überfällig, ich hatte sie auch auf meiner Liste für Paris von vor ein paar Tagen (wenn sie heute schon neue iMacs und iPods vorgestellt haben, was zaubert dann Steve Jobs am 16.9. aus dem Hut?). Oder wie Jörn bereits im letzten November schrieb (vor dem Update im Februar 2003):
»Was haben ein iMac und ein Camembert gemein?
– Ganz einfach, den Schimmel.«
Wesentliche Neuerungen außer größer, satter, lecker (mehr GHz, mehr GB, mehr Grafikkarte): USB 2.0 und Airport Extreme. Ich vermisse ja nach wie vor einen Billig-Cube, einen iMac ohne Display für die Leute, die schon einen Monitor oder ein Display haben, aber keinen Power Mac brauchen…
Bei den iPods gibt es nach wie vor drei Modelle: Statt vorher 10, 15 und 30 GB nun 10, 20 und 40 GB. Der Listenpreis für den kleinsten iPod (10 GB) wird von 399 auf 349 Euro gesenkt. Auch die anderen beiden Modelle wurden um jeweils 50 Euro im Preis reduziert: 449 und 549. Jörn:
»Das bedeutet: Abgesehen von der neuen Speicherkapazität sind alle Daten gleich geblieben, obwohl es einem beim Betreten des Online-Stores entgegenfönt: "The all-new iPod".«
Nebenbei gab Apple bekannt, eine Million iPods für Mac und Windows verkauft zu haben sowie zehn Millionen Songs über den Music Store.
Angeblich soll es morgen Ankündigungen von neuer Software geben.
Die neue Print-Kampagne, auch zu sehen auf der Apple-Website bzw. der iPod-Produktseite. Eine gute Gelegenheit, um mal das Gelernte von Holgers Screendesign-Unterricht am lebenden Objekt zu überprüfen (nachdem wir eh schon nicht mehr an Plakaten vorbei gehen können, ohne uns Gedanken über die vier Grundprinzipien (plus »Weißraum« und »KISS«) zu machen. In aller Kürze:

- Prinzip der Nähe
Was zusammen gehört, muss auch zusammen stehen. Was nicht zusammen gehört, steht nicht beinander.
- Prinzip der Ausrichtung
Elemente an Achsen ausrichten, aber an möglichst wenig Achsen.
- Prinzip des Kontrastes
Wenn man verschiedene Stile verwendet, dann müssen sie möglichst unterschiedlich sein, auf keinen Fall zu ähnlich, denn das verwirrt nur.
- Prinzip der Wiederholung
Bekannte Elemente zwecks Wiedererkennung wiederholen. Fängt damit an, dass man nicht tausend Schriftarten verwendet.
- Prinzip des Weißraums
Platz lassen, nicht jede Ecke vollstellen.
- KISS
Keep it simple an surprising: Die einfachere Idee gewinnt.
Das Wichtigste: »Design is a good idea.« Wenn keine gute Idee hinter dem Design steht, kann es optisch noch so perfekt sein, die Anzeige/Seite/Site… bleibt langweilig.
Ich würde sagen, Apple hat hier auf alles geachtet, worauf man achten kann, und eine gute Idee mit dieser Scherenschnitt-Optik und dem hervorstechenden Produkt haben sie auch. Ich bin hin und her gerissen: »Technisch« perfekt, eine coole Idee, aber bei der Farbwahl droht akute Erblindungsgefahr.
Bericht vom heutigen Unterricht in der SAE kommt morgen, jetzt geht’s ab in die Heia.
Erschienen am Samstag, 09.08.2003 @ 19:10
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Tags: Apple, hardware
Sonntag, 10.08.2003
Verena und Wolfgang sind in Sylt angekommen.
Wir haben heute mehrmals telefoniert; im Moment sitzen sie in einem Strandkorb in Westerland. Verena berichtet, dass Ostwind herrscht und dass das Wasser gegenüber dem gewöhnlichen Stand um 10 bis 20 Meter zurückgewichen sei; die Buhnen lägen komplett frei. Algen oder Quallen hat es keine, aber Brandung gibt’s im Moment auch nicht.
:-(
Die Lufttemperatur ist an der See etwas frischer als bei uns: 30 Grad; hier in Erlangen sind es noch 32 Grad (und um 19 Uhr waren es noch 34).
Sie fuhren die komplette Strecke in 10 Stunden durch: Um kurz nach 6 Uhr morgens ging es los und um kurz nach 16 Uhr waren sie auf der Insel. Bei Kassel konnten sie gerade noch einem Stau ausweichen und ihn umfahren, der sie sonst laut Radio wohl zwei Stunden Wartezeit gekostet hätte. Durch Hamburg fuhren sie mittags um zwölf und um 14 Uhr waren die beiden an der Auto-Verladestation in Niebühl, mit einer Stunde Wartezeit vor der Überfahrt über den Hindenburg-Damm. Verena fuhr gar nicht mit dem Auto, da sie noch von der Kinderfreitzeit geschafft war, von der sie gestern erst zurück kam. Auf der Fahrt gab’s zwei, drei kleinere Pausen.
Am Donnerstag geht’s zu »Janke’s« zum Entenessen, so dass ich wahrscheinlich nicht gleich am Mittwoch in den Genuss von Jankes Steaks komme.
Ich werde jetzt nochmal nach der Wäsche sehen und dann fahre ich zum
Friedhof. Anschließend auf einen Sprung in die Stadt, zur Pizzabar. Die neue
c’t vom Samstag kommt mit in den Rucksack.
Für morgen früh muss ich mir ausreichend Wecker stellen, denn morgen ist der erste Tag des CMD-Levels in der SAE. Unterrichtszeit ist nicht mehr, wie in den ersten drei Monaten des BMC, von 14 bis 17 Uhr, sondern von 10 bis 13 Uhr. Morgen findet darüber hinaus noch die BMC-Abschlussprüfung von 14 bis 15:30 Uhr statt.
Wahrscheinlich fahre ich wie folgt:
Erlangen ab 06:17 mit RE 20403
Nbg Hbf an 06:36
Nbg Hbf ab 06:52 mit EN 483
MUC Hbf an 09:03
MUC Hbf ab 09:14 mit S7
M-Perlach an 09:33
Fall-Back-Variante:
Erlangen ab 06:59 mit IC 2162
Nbg Hbf an 07:19
Nbg Hbf ab 07:27 mit ICE 985
MUC Hbf an 09:16
MUC Hbf ab 09:34 mit S7
M-Perlach an 09:53
Vermutlich werde ich um 16:38 mit einem ICE-T wieder heim fahren (Ankunft in Erlangen um 18:45). Am Dienstag früh morgens das selbe Spielchen, aber wegen der Vorverlegung der Unterrichtszeiten mache ich »,früher Schluss«: ICE-T um 14:49 (den IC um 13:39 werde ich nicht schaffen). Der aufmerksame Leser und Bahnfahrer weiß: Die ICE-Neigezüge (»-T« wie »tilt«) verkehren auf der Strecke München-Nürnberg in Richtung Leipzig und Berlin, ich könnte also bis Erlangen durchfahren. Mit den ICE 1, die nach Hamburg fahren, muss ich in Nürnberg umsteigen. Am Dienstag werde ich aber in Nürnberg aussteigen und mir mal wieder den weltbesten Döner am Rathenauplatz genehmigen. Anschließend vielleicht noch Medien bei Müller & Rösch kaufen.
Am Mittwoch komme ich auf Sylt nach.
Erschienen am Sonntag, 10.08.2003 @ 20:21
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Tags: Leben
Montag, 11.08.2003
Ich bin noch einen Eintrag zur SAE von
letztem Montag und Dienstag schuldig (4. und 5. August).
Über die Ereignisse abseits der SAE habe ich bereits im Beitrag »
Wenn einer eine Reise macht, dann kann er was berichten« geschrieben.
Es handelte sich um den letzten Unterricht im 3-monatigen BMC-Level, dem Basic Media Certificate, mit dem Thema »Video«. Zum Glück fand der Unterricht diesmal nicht in der Multimedia-Abteilung im ersten Stock ohne Klima-Anlage und zwei bis vier wegen der Hitze abstürzenden PCs statt, sondern in der DFP-Abteilung im dritten Stock. Der Unterrichtsraum bei den »
Digital
Film
Program«-Leuten hat eine Klima-Anlage.
Wir nahmen vor AMD-PCs mit W2K und 256 MB RAM Platz und Robert (?) führte uns in die Geheimnisse von After Effects ein. Wir Multimedia-Leute behandeln Video-Themen genau wie Audio-Themen eher oberflächlich; für die Tiefe gibt es in den Bereichen Audio und Video ja eigene Kurse. Während man sich im Erdgeschoss bei den Audios zum Tontechniker ausbilden lassen kann, lernen die DFPler auch den Umgang mit verschiedenen Schnitt-, Compositing- und 3D-Programmen, von
Premiere und
Avid über
After Effects und
Shake bis hin zu
Cinema 4D,
Maya und
Softimage.
Wir bekommen an diesem Tag nur einen kurzen Einblick in After Effects und am Dienstag in Premiere. Im CMD-Kurs ab August wird es aber längere Unterrichtseinheiten zur Vertiefung dieser beiden Programme geben (und Cinema kommt glaube ich auch nochmal kurz dran).
Zu Beginn ein wenig Theorie zu Video, Fernsehbildern und Fernsehnormen, bevor es mit der Vorstellung der Oberfläche von After Effects los ging, inklusive Erklärung des Begriffs »Compositing«. Im weiteren Verlauf erstellten wir eine einfache Animation (verschiedene Transformationen eines Balls mit einem Strich am Äquator, später auch mit Bewegung von A nach B). Nach den Grundlagen erstellten wir ein einfaches Compositing: Ein Bild eines Autos sollte in Photoshop zunächst freigestellt und dann in After Effects vor dem Bild eines Parkplatzes mit Bäumen am Rand eingefügt werden. In einer Animation fiel der Wagen aus einiger Höhe nach unten auf den Boden und wurde dabei etwas deformiert. Dann waren die drei Stunden auch schon wieder rum!
Am Dienstag den 5. ging es – wie gesagt – um Premiere. Einige Worte zu Video, DV und Kompressionen, die wichtigsten Programm- bzw. Projekt-Einstellungen und auch hier eine Vorstellung der Oberfläche. Zwischendurch schaute Alex mal rein und gab uns einige Tipps zur bevorstehenden Prüfung. Anschließend ging es in Premiere mit der Timeline weiter und einigen wichtigen Werkzeugen/Arbeitsweisen. Wir importieren einige Clips aus dem Netzwerk (zum Capturen von einer DV-Kamera kamen wir nicht mehr), arrangierten diese und versahen sie mit Überblendeffekten. In diesem Zusammenhang fielen natürlich das Stichwort »Rendern«. Kurz vor Schluss zeigte uns Jochen (heute ein anderer Dozent) noch den Titelgenerator und das Exportieren aus Premiere heraus zur Weiterbearbeitung eines, z.B. Quicktime-Films in After Effects, Flash oder wo auch immer.
Insgesamt recht interessant. Premiere hat mich positiv überrascht, da ich niemanden kenne, der Premiere verwendet (muss wohl so eine Art Corel Draw unter den Video-Programmen sein). Bekannte greifen entweder zu größeren und teureren Lösungen wie Final Cut, sei es nun
FCE oder
FCP, oder missbrauchen After Effects auch als Schnittprogramm. Insofern war es eben überraschend zu sehen, dass Premiere ziemlich viele Möglichkeiten bietet und auch professionell daher kommt.
After Effects hat mich begeistert. Weniger das, was wir in der SAE zu sehen bekamen, das waren ja nur Grundlagen, wenngleich das Compositing viele Möglichkeiten bietet. Hin und weg war ich, als ich am Dienstag nach der SAE noch bei Holger vorbeischaute, der mir in After Effects einige Kniffe zur Bearbeitung eines Videos für mein BMC-Abschlussprojekt zeigte. Aus einem dunklen Video mit Schatten der Raumbeleuchtung in den Ecken wurde ein helles Video ohne jegliche störende Schatten. Die aufgenommene Person wurde von einigen weißen Flächen in After Effects umgeben, anschließend etwas an Helligkeit und Sättigung gedreht, fertig. Sagenhaft!

Links die Original-Videoaufnahme, rechts nach der Bearbeitung durch After Effects (verkleinerte Darstellung).
Dank an Klaus Keppler, der sich für die Aufnahmen zur Verfügung gestellt hat. Unglaublich, was man aus so einer Aufnahme noch rausholen kann. Die Aufnahmebedingungen waren ziemlich suboptimal: Ein Konferenzraum ohne besondere Ausleuchtung, nur die normalen Deckenlichter.
Nachtrag (02:45 Uhr): Alex erklärte uns auch, welche Konsequenzen ein Nichtbestehen der Prüfung hätte. Erstmal keine, das wussten wir auch schon zu Beginn des Kurses. Um mit dem CMD-Level weitermachen zu können, muss man die BMC-Abschlussprüfung nicht bestehen. Falls man nachher mit dem BA (Bachelor of Arts) weitermachen möchte, sieht das schon anders aus: Ein bestandener BMC (=Prüfung über 70%) liefert 30 credit points, die man für den BA braucht. Es gäbe aber im Falle eines Falles später noch die Möglichkeit, die Punkte über eine Art Nachprüfung wieder reinzuholen.
Wegen meiner vergeigten HD-Recording-Übung habe ich auch nachgefragt: Im Prinzip erstmal Pech, Deadlines sind Deadlines. Wie sich das konkret auswirkt werde ich sehen, wenn das Ergebnis der Abschlussprüfung vorliegt. Evtl kann mir die fehlende Übung egal sein (nicht rechtzeitig zum Termin abgeliefert bedeutet »nicht bestanden«), kommt auf das Ergebnis der Prüfung an. An sich sind 10 Prozentpunkte Abzug von der Note pro nicht abgelieferter bzw. nicht bestandener Übung vorgesehen. Wenn ich in der Prüfung 80% schreibe, ist mir das egal. Wenn nicht, hilft mir evtl noch der Audio-Zwischentest in irgendeiner Weise, in dem ich 90% gehabt habe. Falls alles Stricke reißen und ich den BMC nicht erfolgreich abschließe, wird’s wie gesagt erst wieder zum BA-Kurs interessant.
Erschienen am Montag, 11.08.2003 @ 2:18
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Tags: SAE
Mittwoch, 13.08.2003
Freitag, 8. August, 12:20 Uhr: Endlich geschafft. Es war schon einigermaßen erleichternd, die CD mit meinem BMC-Abschlussprojekt in das Fach der Projektabgabe zu legen.
Aber der Reihe nach. Am Montag und Dienstag war ja
Unterricht in der SAE, den ganzen Tag
auf Achse, kein Gedanke, irgendwas an dem Projekt weiterzumachen. Am Mittwoch ging’s mir ziemlich dreckig: Erst um halb zwölf mittags aus dem Bett gekommen, Kopfschmerzen, vielleicht wegen dem Wetter, keine Ahnung. Um 15 Uhr eine Aspirin eingeworfen, eine Stunde später ging’s etwas besser und ich konnte den fast fertig geschriebenen
Eintrag zu meinen Bahn-Abenteuern posten. Am Abend wieder Kopfschmerzen, die zweite Aspirin, nur noch entspanntes Programm (Stargate, Schmidt-Show, Frasier, keine Arbeit).
Am Donnerstag ging’s dann in die Vollen: Aufgestanden um elf Uhr Vormittags. Locker meine Mails bearbeitet und die Standard-Websites abgeklappert. Um 14 Uhr zu arbeiten angefangen, unterbrochen durch eine zwanzigminütige Pause für eine Tiefkühlpizza (keine Zeit, um irgendwas aufwändigeres zu machen, das über »Packung aufreißen« und »Mikrowelle anwerfen« hinaus ging). Bis halb zehn abends war ich mit dem Projekt beschäftigt: Die HTML-Seiten hatte ich bereits vor dem Wochenende weitgehend fertig, ich musste nur nochmal drüber schauen und hier und da was verbessern. Hauptsächlich befasste ich mich an diesem Tag mit Flash: Import eines Videos, experimentieren, welches »Preis-Leistungs-Verhältnis« zwischen Qualität und Bandbreiten-Verbrauch einen angemessenen Kompromiss verspricht (habe das Video bestimmt zwanzig Mal importiert und exportiert), gegenchecken mit dem Bandbreiten-Profiler. Außerdem Einfügen einiger Buttons, die der Surfer während der Video-Wiedergabe drücken kann.
Um halb zehn fuhr ich mit meinem Vater nach Forchheim, wir wollten mal wieder zu einem guten Italiener. Enttäuschung bei der Ankunft und Erfahrung für die Zukunft: Geschlossen wegen Urlaub. Das nächste Mal vorher anrufen… Wir fuhren zurück nach Erlangen doch auch das Delphi am Bohlenplatz machte Urlaub. Inzwischen war es so spät (halb elf), dass wir nirgendwo mehr warme Küche bekommen würden. Etwas zerknirscht fuhren wir zu McDonald’s am Hafen und waren um 23 Uhr zurück. Ich war bis zur Abfahrt um halb zehn eigentlich so weit fertig, aber man entdeckt doch hier und da noch Details, an denen man drehen kann. So kam es, dass ich erst um halb fünf morgens beschäftigt war.
Das Ergebnis meiner Bemühungen: Ein 404 K großes SWF-File mit eingebettetem Video, das ab 256 K DSL ruckelfrei streamt (mit wenigen Sekunden Ladeverzögerung vor dem Start). Sofortiges und ruckelfreies Abspielen bei ISDN-Verbindung war nicht drin, ohne die eh schon lausige Qualität weiter in den Keller zu knüppeln (hey, das ist ein Video!). Insgesamt brauchen die 44 Sekunden 790 Keyframes in Flash. Für die Techniker: Die Quicktime-Datei selbst hat eine Auflösung von 384×288 Pixel, die Bilder sind mit Motion JPEG A in höchster Qualität mit 25 Frames gespeichert. In Flash habe ich es mit der selben Auflösung, 18 Frames und 70% Qualität importiert. Der Export erfolgte ebenfalls mit 70%iger Qualität, der Ton ist mp3 in Mono bei 24 KBit/s. Flash exportiert Videos mit dem Sorenson Spark Codec.
Eingebettet ist das Ganze auf der Startseite einer Website: Eine neue Version der Website von
Keppler-IT von meinem Freund Klaus Keppler, der einen eigenen ISP betreibt. Die Website gibt’s vorerst nur hier zu sehen:
freimark.de/referenzen/local/kkit. Eines merkt man glaube ich ganz deutlich: Ich bin kein Grafiker. Die Site ist ziemlich karg.
:-(
Während der Arbeiten daran habe ich mich doch glatt dabei ertappt, dass ich in Macromedia Flash die aus Adobe-Programmen bekannte History-Palette gesucht habe. Und in Photoshop vermisste ich die Align-Palette von Fireworks.
:-)
Dank an Klaus Keppler, der sich zur Verfügung gestellt hat.
Holger Eggert für seine Unterstützung bei der
Video-Nachbearbeitung.
Dank auch an Kai Pahl für seinen hilfreichen Text zu den
optional regions von Dreamweaver MX (damit habe ich die Sub-Navi recht fix gebaut). In diesem Zusammenhang mal wieder ein Glanzstück von Macromedias-Übersetzungskünsten: Während es im englischen Original noch einigermaßen verständlich heißt: »Allow nested templates to control this«, heißt es in der deutschen Übersetzung:
»Verschachtelte Vorlagen zulassen zur Kontrolle über dieses«
Hier ist der Beweis: Oben ein Screenshot von Kais Seite, unten die deutsche Übersetzung in meinem Dreamweaver:

Deutsch als Fremdsprache in der Lokalisierungs-Abteilung bei Macromedia
Die beiden anderen Übungen des BMC, ein CD-Cover und eine Sprachaufnahme, gibt’s auf freimark.de nach meinem Urlaub (Ende August, ich kündige es hier an). Wenn ich lustig bin, poste ich vielleicht auch meinen halbgaren HD-Recording-Versuch (Kürzungsschnitt eines Mel C-Songs).
Gut, das Projekt war um halb fünf morgens fertig. Oder sagen wir besser: In einem Abgabe-fähigen Zustand. Mir sind noch einige Dinge eingefallen, die man verbessern kann, aber da hat dann einfach die Zeit gefehlt. Außerdem ist es ja keine »große« Abschlussarbeit, sondern nur das Abschlussprojekt der ersten drei von insgesamt 15 Monaten, der Abschluss des Basic Media Certificates. Was man zum Beispiel an dem Flash-Ding noch verbessern kann ist ein Knopf für »Ton an/aus« und einen wirklichen »Überspringen«-Button (der jetzige springt einfach nur in den Frame 790 der ersten und einzigen Szene; das klappt aber nur, wenn der Film komplett geladen wurde, was ja gerade am Anfang noch nicht der Fall sein muss). Oder die optische Gestaltung. Dafür gibt es technisch an der Website nichts auszusetzen: Sie validiert im W3-Validator und in BBEdit (Check Site Syntax). Denkbar, dass man in meinem FLA-File noch was verbessern könnte. Die Website basiert auf einem Tabellen-Layout, »boss ordered this«. ;-) Klaus hat noch viele Kunden mit alten Browsern (Uni).
Der Wecker klingelte am Freitag um halb acht, nach nur drei Stunden Schlaf. Ich fuhr um neun nach neun nach München. Im Zug saßen Hardcore-Franken: Ich komme zwar aus dem schönen Frankenland, aber der Dialekt ist schon etwas gruselig, machen wir uns nichts vor. Zwei Reihen vor mir fränkelte eine 6-köpfige Familie in einer Lautstärke, dass ich es keine zehn Minuten aushielt, vor allem nicht nach der kurzen Nacht. Kurz vor Nürnberg stand ich auf und ging einen Wagen weiter nach hinten; der halbe Großraumwagen vom Einstiegsbereich, wo die Sippschaft saß, bis zur Mitte des Wagens war leer, erst in der anderen Hälfte sammelte sich dann ein Pulk von Menschen. Im nächsten Wagen gab’s leider keine Fensterplätze auf der rechten Seite mehr, weswegen ich an einem Tisch auf der linken Seite Platz nahm. Böser Fehler. Merken: Bei einer Fahrt nach Süden am Morgen niemals auf die linke Seite setzen. Die rechte Seite ist im Schatten, aber auf der linken Seite scheint die Sonne durch Wäldchen und Streckenmasten durch; zum wahnsinnig werden. Als ob jemand zwei Stunden lang mit einem »Licht an, Licht aus« spielt. Ich schloss die Augen aber es half kaum. Nach all den Jahren weiß ich jetzt, welchen Sinn Schlafbrillen haben. Es wird minimal besser, wenn man sich etwas auf die Seite dreht. Die restlichen 1 3/4 Stunden hörte ich Musik aus meinem iPod.
Ankunft fünf Minuten vor Plan; ich stieg in die S-Bahn um. An der Station »Harras« traf ich um 11:30 Tim, um mit ihm zusammen in die SAE nach Perlach raus zu fahren. An den iMacs im Übungsraum zeigten wir uns gegenseitig die Projekte, dann beschrifteten wir den Abgabezettel und legten unsere CDs mit einem großen Seufzer der Erleichterung an der Supi-Theke ins Fach zur Kontrolle.
Wir fuhren wieder zurück zum Harras, trafen dort gegen 13:30 noch Alex K. Zu dritt gingen wir zu Tim und sprachen die Unit Outlines durch, als Vorbereitung auf die Prüfung am Montag den 11. August. Wir konnten uns gegenseitig eine Reihe von Fragen beantworten; insgesamt denke ich eine gute Vorbereitung. Tim war auch bis sieben Uhr morgens wegen des Projekts wach und wir lösten unsere kleine Zusammenkunft um kurz vor 16 Uhr auf; ich wollte wieder nach Hause. Ich nahm den ICE um 16:38 nach Erlangen.
Erschienen am Mittwoch, 13.08.2003 @ 1:42
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Tags: SAE
Bis 20. August bin ich in Urlaub auf Sylt. Hier geht’s am 21. wieder weiter: Natürlich mit den unvermeidlichen Urlaubsberichten, aber auch noch mit dem Bericht zum Start des CMD-Kurses in der SAE am vergangenen Montag und Dienstag dieser Woche.
Erschienen am Mittwoch, 13.08.2003 @ 1:50
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Tags: Leben
Die erste Woche im neuen SAE-Kurs, dem CMD, fing gut an: Ich kam am
Montag (11.8.) gleich mal eine 3/4 Stunde zu spät. Ich kam erst um 3 Uhr Blumenkohl ins Bett und vier hintereinander geschaltete Wecker vermochten es nicht, mich um halb sechs zu wecken, so dass ich noch den Euronight in Nürnberg erreichen würde. Auch für meinen Plan B war es bereits zu spät: Den ICE um 07:27 Uhr konnte ich ebenfalls abschreiben. Ich wachte auf, als ich das Startgeräusch des Motorrollers von einem Mitbewohner aus dem Haus hörte. Beim Aufsehen bemerkte ich, dass die Sonne schien. Brille auf die Nase gesetzt und die Uhrzeit am Videorecorder gecheckt: 06:45 Uhr, shit.
Naja, wenn die Studienkollegen in München feststellen dass sie verschlafen, passiert denen das vielleicht um halb zehn, bei mir ist es nach halb sieben. Ich stand auf, duschte und machte mich für die Abfahrt fertig. Den nächsten Zug nach München rausgesucht und Tim eine SMS geschrieben, er möge Alex G. Bescheid geben, dass ich später käme.
Hier nochmal ein kurzer Überblick, falls jemand was mit den Abkürzungen SAE, BMC, CMD und BA nichts anfangen kann (ich erwähnte sie
früher mal): Das SAE Institute in München ist eine von etwa zwei Dutzend SAE-Schulen auf der ganzen Welt, eine Hand voll davon in Deutschland. Ursprünglich hieß SAE »School for Audio Engineering«, inzwischen werden jedoch auch Kurse für Digital Film (3D und Video) sowie Multimedia (Web, Animation, Bildbearbeitung…) angeboten. Ich belege Kurse in der Multimedia-Schiene:
| Level |
Kürzel |
Name |
Dauer |
Kosten |
| 1 |
BMC |
Basic Media Certificate |
3 Monate |
1.170 € |
| 2 |
CMD |
Creative Media Diplom |
12 Monate |
5.850 € |
| 3 |
BA |
Bachlor of Arts |
12 Monate |
6.510 € |
| 4 |
MA |
Master of Arts |
? |
? |
Die SAE ist keine staatliche Hochschule. Außerhalb Deutschlands gilt sie als Universität. Der Abschluss des CMD nach 15 Monaten (mit dem BMC) ist ein institutseigener Abschluss, der Bachelor ist ein englischer Hochschul-Abschluss. Maximal geht’s bis zum Master, indem alle vier Levels durchlaufen werden (Unterbrechungen sind möglich). Ich war in München im Kurs BMC503, also im BMC, der im Mai startete und bis Anfang August lief. Jetzt geht es mit dem CMD weiter, und zwar CMD803 von August 2003 bis August 2004. Wie zu sehen ist, fallen Studiengebühren an. Man sollte aber nicht glauben, dass einem der Abschluss geschenkt wird, nur weil man für die Aus- bzw. Weiterbildung bezahlt. Keineswegs; ab sofort ist das süße Leben des BMC vorbei, im CMD werden andere Saiten aufgezogen.
Das geht mal damit los, dass jetzt wieder frühes Aufstehen angesagt ist: Der Unterricht findet nicht mehr zwei Tage die Woche von 14 bis 17 Uhr statt, sondern von 10 bis 13 Uhr (bei den Tagen Montag und Dienstag für meine Klasse bleibt es jedoch). Der BMC diente nur als lockerer Einstieg, um mit dem System des SAE vertraut zu werden und um einen Überblick über die Arbeitsfelder zu bekommen (es soll Leute gegeben haben, die nach dem BMC die ursprünglich angedachte Richtung verließen und z.B. Ton-Ingenieure statt Pixel-Schubser wurden). Während des BMC waren drei Übungen zu absolvieren, ein größeres Projekt abzugeben und ein Abschlusstest zu schreiben. Im Diplom-Level geht es jetzt in die Vollen: Zwölf Übungen, vier Projekte, eine Diplomarbeit mit 10.000 Wörtern, eine theoretische Abschlussprüfung, eine praktische Abschlussprüfung und verschiedene kleinere Zwischenprüfungen (vier?), die zusammen mit den Projekten eine Vornote bilden. Die wichtigste Regel dabei:
Ist < 70 + 70 + 3 = Tod!
Wer ein Zeugnis über die erfolgreiche Teilnahme am CMD bekommen möchte, muss mindestens 80% in der Endnote erreichen. Außerdem darf man maximal drei der zwölf Übungen auslassen bzw. nicht bestehen.
Wer ein Diplom erhalten möchte, muss in der Diplomarbeit 70% und im Abschlussprojekt 80% erreichen.
Insgesamt also recht anspruchsvoll: Quasi jeden Monat eine benotete Übung, ständiges Lernen für die Tests, nebenher noch alle paar Wochen ein großes Projekt und am Schluss die Diplomarbeit (Abgabe der Gliederung im Februar, Abgabe der Arbeit im Juli) sowie, natürlich, theoretische (270 Fragen in drei Stunden) und praktische Abschlussprüfung (eine Stunde). Das genaue Notensystem ist etwas komplizierter, Details spare ich mir. Bei mir kommt noch hinzu, dass ich im nächsten Telekolleg-Kurs ab März 2004 mein Fachabitur abschließen möchte (Mathe, Physik und das Doppelfach Technologie/Informatik sind noch nachzuholen). Ach ja, und ab und an was zu essen wäre auch recht, also nebenher muss irgendwie Geld aufgetrieben werden. :-|
Welche Fächer prasseln in den nächsten zwölf Monaten auf uns ein?
- Photoshop (2 Wochen)
- Freehand (1 Woche)
- Screendesign (2 Wochen)
- DTP (2 Wochen; InDesign, yes! Kein Quark!)
- Director und ein bisschen Lingo (4 Wochen)
- 3D (5 Wochen; Cinema 4D und QTVR)
- Ein großer Block Video ab Januar
- Ab Mitte Februar ein großer Block Web inkl. Servertechnologie
- Flash (5 Wochen ab Ende März; nur noch Actionscript)
- Javascript (2 Wochen)
- Video for Web
- Flash in Zusammenarbeit mit PHP und SQL: Dynamik mit allem Zipp und Zapp (7 Wochen!)
- Endprüfung am 2. August 2004 sowie Präsentation des Abschlussprojekts
Wir erhalten zu fünf großen Themen Bücher aus dem Galileo-Verlag; den Anfang machte heute das Buch zu Adobe Photoshop 7 von Gerhard Koren. Das Buch ist zum Selbststudium gedacht. Nach etwa anderthalb Stunden Durchsprechen des vor uns liegenden CMD-Kurses ging es mit einer Wiederholung in Photoshop los. Was wir im BMC schon angeschnitten haben, besprachen wir nochmal ausführlich, da es doch teilweise nicht mehr präsent war.
Die restliche Zeit des Montagsunterrichts besprachen wir alles nur Denkbare zum Thema Selektionen (in diesem Zusammenhang bekamen wir zig Shortcuts mit). Bislang sagte mir Photoshop ja nicht so zu: Ich fand auch im BMC noch Macromedias Fireworks einfacher; vielleicht lag das aber nur daran, dass ich es gewohnt war. Mit Photoshop wurde ich nicht richtig warm, aber mir war natürlich klar, dass Photoshop wesentlich mächtiger ist und mehr Möglichkeiten bietet. An diesem Montag war ich richtig angetan von Photoshops Möglichkeiten, und dabei besprachen wir nur Auswahlen, arbeiten mit Auswahlen, Alpha-Kanäle und weiche Kanten.
Ich ging am Montag-Abend zwar zeitig ins Bett, aber konnte nur von etwa 21 bis 23 Uhr schlafen. Danach ging nichts mehr und in mir reifte die Erkenntnis, dass ich professionelle Hilfe in Anspruch nehmen muss: Den Weckdienst der Deutschen Telekom.
An diesem Dienstag-Morgen klappte das zeitige Aufstehen und ich erwischte den Euronight um 06:52 in Nünberg. Nicht so der Bringer, der Zug (alte InterCity-Garnitur halt). Bringt mich eine S-Bahn früher zur SAE (09:33 statt 09:53), da werde ich künftig lieber mit dem ICE um 07:27 (in Nürnberg) fahren.
Richtig begeistert von Photoshop war ich nach dem Unterricht vom Dienstag: Wir bauten heute eine zweite Montage nach und setzten dafür sowohl Ebenenmasken, Ebenenmodi als auch Farbkorrekturen ein.
Während die Regler für Helligkeit und Kontrast die »Bratpfannen-Methode« ist, hat man mit dem Histogramm bzw. den Levels wesentlich interessantere Möglichkeiten (Hausaufgabe: Sich mal die »Curves« zu Gemüte führen). Abschließend ging’s um Adjustment Layers (Farbkorrekturen non-destruktiv). Lernziel: Reproduzierbares Arbeiten; nicht einfach tausend Filter drüber klatschen und irgendwann wird’s schon gut aussehen.
Insgesamt lässt sich die erste Photoshop-Woche im CMD mit drei Worten zusammenfassen: Ham-mer-hart.
Jetzt, da der BMC vorbei ist: Was hat’s mir gebracht? Abgesehen davon, dass man den CMD nicht ohne vorheriges Durchlaufen des BMC beginnen kann, fand ich den BMC ehrlich gut. Er bot einen Überblick der verschiedenen »Disziplinen« von Photoshop über Audio, 3D, Video bis zu Flash. Er zeigte sehr deutlich das Prinzip der SAE auf: Anhand der Fächer, in denen ich schon ein paar Kenntnisse (Flash) oder sehr umfangreiche Kenntnisse (HTML) hatte konnte ich sehen, wie viel einem in den wöchentlich zweimal drei Stunden gezeigt werden konnte und wie viel mehr es in diesen Fächern zu lernen gibt. Die SAE bringt einen durch die Theoriestunden sehr schnell auf ein gewisses Level, das man sich durch autodidaktisches Lernen in der Kürze der Zeit nicht aneignen könnte. Von da aus kann man sehr gut weitermachen und darauf aufbauen, wozu man durch die Übungen und Projekte ja auch gezwungen wird. Der BMC machte deutlich, dass man den Kurs zwar mit Minimal-Aufwand durchlaufen kann, dass einem das ohne eigenes Engagement nichts bringt. Der SAE-Student bekommt nichts in den Hintern geblasen, er muss sich selbst weiteres Wissen aneignen und die guten Grundlagen des Theorieunterrichts helfen einem dabei.
Ah ja, ein kurzes Wort zur Abschlussprüfung vom Montag-Nachmittag: 72 Fragen und 90 Minuten Zeit. Ich will jetzt nicht übermütig werden, so lange ich das Ergebnis noch nicht kenne, aber ich tat mich leichter als erwartet und war nach 40 Minuten durch. Es wurden keine Shortcuts oder Menübefehle abgefragt (Telekolleg-Informatik lässt grüßen), sondern Grundlagen wie zum Beispiel die Frage, welches Farbsystem additiv ist oder ob der Designer die Anzeige einer bestimmten Schriftart am Bildschirm des Betrachters sicherstellen kann (eine der möglichen Antworten: »Wozu überhaupt Schrift?«). Die Fragen wurden im Vorfeld von den Dozenten eingegeben, so dass wir auch nur gefragt wurden, was im Unterricht behandelt wurde. Auf einem halben Dutzend Seiten gab’s die Fragen und bis zu fünf mögliche Antworten (multiple choice-Test).
Auf einem separaten Blatt waren die entsprechenden Antwortkästchen auszumalen; der Bogen wird eingescannt und von einem Computer ausgewertet (das kenne ich noch von den Untersuchungszetteln aus meiner Zivi-Zeit im Labor des Uni-Kopfklinikums, bevor 2D-Barcodes eingeführt wurden; sehr zuverlässiges System).
Bewertet wird nach dem »Harvard-System«: Angenommen, bei einer Frage mit fünf Antwortmöglichkeiten sind drei richtige Antworten zu markieren. Markiert man nur zwei Richtige, gibt’s einen halben Punkt da über 50% der Frage korrekt beantwortet wurde. Einen ganzen Punkt gibt’s freilich nur, wenn alle drei Antworten richtig markiert wurden. Aber sobald eine der falschen Antworten mit angekreuzt wird, auch wenn die anderen drei Markierungen an der richtigen Stelle sind, gibt’s für die Frage null Punkte. Es gab sogar eine Frage mit fünf richtigen Antworten, so dass da wohl jeder einen halben Punkt mitnehmen konnte. Ansonsten war die Strategie jedem klar, wie sich auch in den Gesprächen hinterher zeigte: Wenn man sich bei einer Option nicht sicher war, lieber nicht ankreuzen und besser einen halben statt keinem Punkt einsacken.
Um das Zertifikat über die erfolgreiche Teilnahme am BMC zu erhalten, sind 70% in der BMC-Abschlussprüfung zu erreichen. Die Note des BMC-Abschlussprojekts taucht zwar im Zeugnis auf, hat aber keinen Einfluss auf die Endnote.
Erschienen am Mittwoch, 13.08.2003 @ 21:24
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Tags: photoshop
Freitag, 22.08.2003
Nach dem Urlaub bin ich für mein Weblog auf ein neues System umgestiegen. Unter der Adresse http://www.my-two-cents.de/index.php wird es daher keine neuen Einträge mehr geben, außerdem hat sich die Adresse des RSS-Feeds geändert.
Die Adresse für die Startseite im neuen System lautet einfach
http://www.my-two-cents.de; der RSS-Feed ist nicht mehr auf http://www.my-two-cents.de/rss.xml zu finden sondern unter der neuen Adresse
http://www.my-two-cents.de/index.rss.
Die neue RSS-Funktion bietet jedoch eine Reihe von Neuerungen; Details können hier nachgelesen werden: »
The Zen of Blogging«.
Zum Wechsel der Weblog-Software selbst gibt es einige Informationen in »
Minimalism in Action«.
Zwischen dem 13. August und dem heutigen Eintrag wurden im neuen System folgende zwölf Einträge publiziert:
22.08.03
The Zen of Blogging
21.08.03
Minimalism in Action
Sylt-Urlaub: Der Tag danach
20.08.03
Achter Tag: Abreise
19.08.03
Siebter Tag: Letzter Tag auf der Insel
18.08.03
Sechster Tag: Wieder bedeckt
17.08.03
Fünfter Tag: Wolkenlos
16.08.03
Vierter Tag: Parkplatzsuche
15.08.03
Dritter Tag: Kurz gesagt…
14.08.03
Zweiter Tag: Message in a Bottle
13.08.03
Erster Tag: Anreise
Schluss mit lustig
Erschienen am Freitag, 22.08.2003 @ 23:49
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Tags: Sonstiges
Samstag, 23.08.2003
Mein Rad ist reif: Eigentlich ist der Mantel am Hinterrad schon seit etwa achtzig Kilometern, etwa eine Woche, abgefahren, aber ich brauche das Rad jeden Tag und komme einfach nicht zu den Öffnungszeiten zu meinem
Händler mit angeschlossener Werkstatt. Da die Karkasse bereits schön grüßen lässt, habe ich das Rad heute nicht am Bahnhof abgestellt, sondern vor der Freilauf-Werkstatt. Abgesperrt und einen Brief mit aufgeklebtem Schlüssel in den Briefkasten: Bitte am Hinterrad die Felge auf Beschädigung kontrollieren und ggf. austauschen, das Hinterrad zentrieren, den Mantel austauschen und die Schaltung stellen, ich hole es am Dienstag ab; bitte Bescheid geben, wenn’s länger dauert.
Eigentlich weiß ich es ja besser, aber in einem Anflug von Größenwahn habe ich am Freitag versucht, mich selbst des Problems anzunehmen. Nur mal gucken. Da sah ich immerhin das Ausmaß des Problems und wollte das Hinterrad danach wieder einbauen, um doch zum Händler zu fahren. Aber ich, mit einer Fünf im Handwerken der siebten Klasse (was war ich stolz), habe es um’s Verrecken nicht fertig gebracht, die Nabe wieder in die Ausfallenden einzusetzen. Ging einfach nicht. Zum Glück hat mein Vater da größeres Geschick, sonst hätt’s Probleme gegeben.
Ich habe schon davon gehört, es bisher aber selbst noch nicht gesehen: Es soll ICEs geben, in denen 1.-Klasse-Wagen mit der Aufschrift »2. Klasse« fahren. Um halb acht stand in Nürnberg auf Gleis 8 so ein ICE: Ein ICE1 und mitten in den normalen Wagen der 2. Klasse war auch ein Wagen, Ordnungsnummer 6, mit der Einrichtung der ersten Klasse. Unterscheidet sich im Wesentlichen dadurch, dass es in einer Reihe nicht vier Sitze (zwei links, zwei rechts) gibt, sondern nur drei: zwei links, einer rechts. Die Beinfreiheit ist größer, jeder Sitz hat das ganze Fenster (und nicht nur 1/4 oder 3/4) und jeder Sitz hat seine eigene Armlehne (zwei Sitze müssen sich nicht eine Armlehne teilen). Ansonsten keine größeren Unterschiede; nur noch etwas andere Farbgebung im Innenraum. Ich ließ es mir natürlich nicht nehmen, in diesem umgelabelten 1.-Klasse-Wagen nach München zu fahren.
Da ich letzten Montag und Dienstag auf Sylt war, konnte ich freilich nicht an der zweiten Photoshop-Woche in der SAE bei Alex teilnehmen. Dafür gab’ ich mir heute die volle Dröhnung: sechst Stunden am Stück, von 10 bis 16 Uhr.
Die gute Nachricht zuerst: Die Noten der BMC-Abschlussprüfung hingen aus. Der Schnitt lag bei ca. 80%, der Kurs vor uns hatte durchschnittlich knapp 70%. 90% würden in der Regel nur 5% eines Kurses erreichen.
Mein Ergebnis: 81 Prozent. YES! Kurs erfolgreich abgeschlossen!!
Die Noten für die BMC-Abschlussprojekte, die keinen Einfluss auf die Endnote haben, versprach uns Alex für kommenden Montag.
Alex begann mit einer kurzen Wiederholung des Stoffs vom letzten Mal und zeigte uns dann die erste Pflicht-Übung. Anders als im BMC-Kurs haben wir nicht für alle Übungen einen Termin irgendwann mal zwei Monate später; im CMD-Kurs geht es jetzt Schlag auf Schlag: Bis in genau zwei Wochen, also den 6. September, muss die Übung abgezeichnet sein. Abgezeichnet, also für OK befunden, nicht nur bis zum 6. abgegeben. Die Aufgabe ist eine Montage aus zwei einzelnen Bildern. Zusätzlich zum Material (die zwei zu kombinierenden Bilder) erhalten wir die Vorlag; wir sollen die Bilder ja nicht irgendwie vermanschen, das kann jeder, sondern reproduzierbar arbeiten. Der Gag bei der Vorlagendatei ist natürlich, dass das fertige Bild nur eine Ebene hat und wir so nicht sehen können, wie es zur Montage kam. Das ist ja die Aufgabe, das herauszufinden und nachzubauen. Wir müssen die Photoshop-Datei natürlich mit allen Ebenen abgeben. Bei der Übung ist möglichst non-destruktiv zu arbeiten und das Bild ist im RGB-Modus abzugeben, auch wenn das Ergebnis in Graustufen daher kommt.
Wer bis 6.9. keine abgezeichnete Übung vorweisen kann, hat ein Problem: Maximal drei der zwölf Übungen darf man sausen lassen, ansonsten darf man die CMD-Abschlussprüfung nicht mitschreiben. Nachfristen gibt’s nicht.

Aus den beiden Bildern links soll das Bild rechts werden.
[Bitte anklicken zum Vergrößern.]
Nach der Wiederholung ging es weiter mit dem neuen Stoff; Alex bereitete uns darauf vor, dass es diese Woche allerlei Kleinkram gebe: Einfache »Screens«/Wallpaper mit ein bisschen Ebeneneffekten und Filtern bauen, Fotoretusche, Actions.
Wir hatten bereits letztes Mal das Thema Fotoretusche angeschnitten: mit den Farbkorrekturen. Heute ging es um den Clone Stamp, den Healing Brush und das Patch-Tool. Falten glätten, alte Bilder von Staub und Kratzern befreien, auf einem Foto Hochspannungsleitungen vor einem Haus entfernen.
Dann nochmal kurz verschiedene Bildformate durchgesprochen. Natürlich wird da auch erwähnt, dass man für Fotos JPEGs benutzen sollte und für Logos, Schriften und einfache Strukturen GIF. Aber wir befassten uns etwas tiefer damit: Wie arbeitet die JPEG-Kompression, wie werden in einem GIF die Farbinformationen gespeichert. Aber an sich war das Wiederholung aus dem BMC, ebenso die kurzen Ausflüge in die Welt der TIFFs, EPS-Files und PNGs.
In Photoshop gibt’s für alles tausend Wege, ebenso für Auswahlen. Je nach Arbeitsweise oder Einsatzbereich für jeden das Richtige. Wenn man mit den normalen Auswahlwerkzeugen oder dem Quick Mask Mode nicht weiter kommt, bieten sich unter Umständen Pfade an, um saubere Selektionen zu erhalten. Eigentlich eine einfache Sache, bedarf nur etwas der Übung.
Weiter ging’s mit den Actions. In Photoshop ist eine Art Makro-Recorder eingebaut, der leistungsfähige Batch-Funktionen zur Verfügung stellt (noch so eine Sache, bei der Fireworks hinterher hinkt). Es soll Leute geben, Alex erzählte da von jemandem, die fünfhundert unterschiedlich große Dateien mit verschiedenen Farbmodi und in diversen Dateiformaten einzeln von Hand in eine bestimmte Größe als RGB nach zum Beispiel JPEG konvertieren und dafür eine Woche brauchen. Mit den Actions bzw. in Fireworks die Batch-Verarbeitung, eine Sache von fünf Minuten.

Zwei der Ergebnisse des Photoshop-Doppelunterrichts: Wenn man weiß wie’s geht, ist es eine Sache von 5 Minuten.
[Bitte anklicken zum Vergrößern.]
Letztes Thema vor Schluss: die Slices. Das hat Alex aber nur ganz kurz angeschnitten. Wie man eine komplette Website mit Slices erstellt, welche Probleme sich dabei ergeben, wie man sie stattdessen in den richtigen Einsatzbereichen anwendet. Für mich gab’s da nichts Neues.
Alex macht die letzten zehn Minuten vor Schluss immer noch eine kurze Abfragerunde. Jeder im Raum bekommt eine Frage an den Kopf geschleudert, die er/sie zu beantworten hat, einfach, um den Stoff des vorangegangenen Unterrichts zwecks Memorierung zu wiederholen. Gute Sache. Prüfungsrelevant.
Wie früher schon mal erwähnt: Im BMC hat mich Photoshop noch nicht begeistert: Die Sachen, die ich schon beherrschte, kann ich in Fireworks schneller erledigen. Aber wie schon letzte Woche bin ich auch heute wieder hin und weg von Photoshop. Es gibt Sachen, die Fireworks schlicht nicht kann. Und mit wenigen Handgriffen lassen sich sehr effektvoll ansprechende Bilder erstellen oder bearbeiten.
Nächste Woche, also schon kommenden Montag/Dienstag, geht es mit Freehand bei Caro weiter. Das wird nur eine Woche sein. Anschließend betritt zwei Wochen lang Holger die Bühne, mit dem Thema »Screen-Design«.
Heimfahrt: Im Zug diesen Eintrag geschrieben (zu Hause noch die Links und Bilder eingefügt), pünktlich in Erlangen angekommen und um 19 Uhr mit dem Bus heimgefahren.
Erschienen am Samstag, 23.08.2003 @ 17:24
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Tags: photoshop
Dienstag, 26.08.2003
Thema diesen Montag und Dienstag in der SAE bei Caro: Das Vektorprogramm
Freehand MX von Macromedia.
Wie immer bei einem neuen Programm erzählte uns die Dozentin etwas über den Einsatzbereich der Software und die Programm-Oberfläche: Was sehen wir überhaupt auf dem Bildschirm, wo befinden sich wichtige Werkzeuge, welche Panels verdienen die besondere Aufmerksamkeit des Einsteigers? Den Umgang mit Freehand müssen wir lernen, falls wir vom Kunden mal eine schlechte Vorlage oder ein nicht-vektorisiertes Logo bekommen (außerdem gehören Kenntnisse vom Umgang eines Vektor-Programms einfach dazu).
Dann die erste Übung: Nachzeichnen des SAE-Logos. Anschließend gab uns Caro, studierte Kommunikations-Designerin, einige Einblicke zum Thema Logos: Welche Eigenschaften wichtig sind, das AIDA-Prinzip, und wie man anfängt, sich Gedanken über ein neu zu entwickelndes Logo zu machen.
Während des Nachzeichnens haben wir alle geflucht: Freehand hat Frustpotential. Vom Verständnis her scheint mir Freehand recht einfach zu sein und schneller erfassbar als zum Beispiel Photoshop, aber das Handling selbst ist grauenhaft: Wenn ich eine gerade Linie zeichnen will wird sie rund, wenn ich eine gebogene Linie zeichnen will wird sie gerade. Ich habe nach der Aufgabe auch mal versucht, das Logo im ewigen Konkurrenten Illustrator nachzuzeichnen, aber das war nicht wirklich einfacher.
Im weiteren Verlauf folgten »Mitmach«-Hinweise zum Thema Text (da gibt es eine ganze Menge zu wissen), Masterseiten und Druckereien. Zum Ausklang gewissermaßen.
Die Vektor-Übung, abzugeben bis 27.09.Am Dienstag besprachen wir das Align-Panel und zeichneten eine einfache Kaffeetasse, unter Zuhilfenahme einiger »Xtras«, dem Color-Mixer und dem Swatches-Panel. In einer kürzeren Übung danach sollten wir einen Roboter einfärben, wie in einem Kindermalbuch. In einer Datei waren die Grundzüge des Roboters, in einer weiteren seine Einzelteile. Wir färbten mit »Modify, Combine, Blend« und fügten die Einzelteile per »Edit, Paste inside« in die Roboterdatei ein.
Caro zeigte uns dann die zweite Pflicht-Übung (nach Photoshop): Das Vektorbild eines durstigen Mädchens (siehe Bild) muss in Freehand nachgezeichnet werden. Dabei ist auf die richtigen Punkttypen und Strichstärken zu achten. Abgegeben wird auf Zip100 als Freehand10-Datei. Wieso haben wir für diese Übung mehr Zeit als für die Photoshop-Übung? Das liegt daran, dass wir die Vektor-Übung eigentlich erst nach der Photoshop-Übung hätten bekommen sollen, also ab 8.9, aber ich habe heute mal nachgefragt. Für jede der Pflichtübungen sind im Lehrplan drei Wochen Zeit vorgesehen. Die nächsten Übungen heißen »DTP« (wird wohl eine InDesign-Aufgabe), »Director« und »3D« (mit Cinema 4D). Die erste große Projekt-Aufgabe erhalten wir am 6. Oktober; Abgabe ist in der ersten Dezember-Woche (Thema: »Basics Offline, Enhanced CD«).
Der Tag ging mit weiteren kleinen Textübungen zu Ende: Text per »Pipeline« in eine andere Box laufen lassen, Text um Objekte fließen lassen, Texten in Objekten laufen lassen sowie Texteffekte (Fisheye et al).
Die nächsten zwei Wochen erzählt uns Holger etwas zum Thema Screendesign.
Erschienen am Dienstag, 26.08.2003 @ 14:50
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Tags: freehand, SAE