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Mittwoch, 13.08.2003

Done.

Freitag, 8. August, 12:20 Uhr: Endlich geschafft. Es war schon einigermaßen erleichternd, die CD mit meinem BMC-Abschlussprojekt in das Fach der Projektabgabe zu legen.
Aber der Reihe nach. Am Montag und Dienstag war ja Unterricht in der SAE, den ganzen Tag auf Achse, kein Gedanke, irgendwas an dem Projekt weiterzumachen. Am Mittwoch ging’s mir ziemlich dreckig: Erst um halb zwölf mittags aus dem Bett gekommen, Kopfschmerzen, vielleicht wegen dem Wetter, keine Ahnung. Um 15 Uhr eine Aspirin eingeworfen, eine Stunde später ging’s etwas besser und ich konnte den fast fertig geschriebenen Eintrag zu meinen Bahn-Abenteuern posten. Am Abend wieder Kopfschmerzen, die zweite Aspirin, nur noch entspanntes Programm (Stargate, Schmidt-Show, Frasier, keine Arbeit).

Am Donnerstag ging’s dann in die Vollen: Aufgestanden um elf Uhr Vormittags. Locker meine Mails bearbeitet und die Standard-Websites abgeklappert. Um 14 Uhr zu arbeiten angefangen, unterbrochen durch eine zwanzigminütige Pause für eine Tiefkühlpizza (keine Zeit, um irgendwas aufwändigeres zu machen, das über »Packung aufreißen« und »Mikrowelle anwerfen« hinaus ging). Bis halb zehn abends war ich mit dem Projekt beschäftigt: Die HTML-Seiten hatte ich bereits vor dem Wochenende weitgehend fertig, ich musste nur nochmal drüber schauen und hier und da was verbessern. Hauptsächlich befasste ich mich an diesem Tag mit Flash: Import eines Videos, experimentieren, welches »Preis-Leistungs-Verhältnis« zwischen Qualität und Bandbreiten-Verbrauch einen angemessenen Kompromiss verspricht (habe das Video bestimmt zwanzig Mal importiert und exportiert), gegenchecken mit dem Bandbreiten-Profiler. Außerdem Einfügen einiger Buttons, die der Surfer während der Video-Wiedergabe drücken kann.
Um halb zehn fuhr ich mit meinem Vater nach Forchheim, wir wollten mal wieder zu einem guten Italiener. Enttäuschung bei der Ankunft und Erfahrung für die Zukunft: Geschlossen wegen Urlaub. Das nächste Mal vorher anrufen… Wir fuhren zurück nach Erlangen doch auch das Delphi am Bohlenplatz machte Urlaub. Inzwischen war es so spät (halb elf), dass wir nirgendwo mehr warme Küche bekommen würden. Etwas zerknirscht fuhren wir zu McDonald’s am Hafen und waren um 23 Uhr zurück. Ich war bis zur Abfahrt um halb zehn eigentlich so weit fertig, aber man entdeckt doch hier und da noch Details, an denen man drehen kann. So kam es, dass ich erst um halb fünf morgens beschäftigt war.

Das Ergebnis meiner Bemühungen: Ein 404 K großes SWF-File mit eingebettetem Video, das ab 256 K DSL ruckelfrei streamt (mit wenigen Sekunden Ladeverzögerung vor dem Start). Sofortiges und ruckelfreies Abspielen bei ISDN-Verbindung war nicht drin, ohne die eh schon lausige Qualität weiter in den Keller zu knüppeln (hey, das ist ein Video!). Insgesamt brauchen die 44 Sekunden 790 Keyframes in Flash. Für die Techniker: Die Quicktime-Datei selbst hat eine Auflösung von 384×288 Pixel, die Bilder sind mit Motion JPEG A in höchster Qualität mit 25 Frames gespeichert. In Flash habe ich es mit der selben Auflösung, 18 Frames und 70% Qualität importiert. Der Export erfolgte ebenfalls mit 70%iger Qualität, der Ton ist mp3 in Mono bei 24 KBit/s. Flash exportiert Videos mit dem Sorenson Spark Codec.
Eingebettet ist das Ganze auf der Startseite einer Website: Eine neue Version der Website von Keppler-IT von meinem Freund Klaus Keppler, der einen eigenen ISP betreibt. Die Website gibt’s vorerst nur hier zu sehen: freimark.de/referenzen/local/kkit. Eines merkt man glaube ich ganz deutlich: Ich bin kein Grafiker. Die Site ist ziemlich karg.   :-(
Während der Arbeiten daran habe ich mich doch glatt dabei ertappt, dass ich in Macromedia Flash die aus Adobe-Programmen bekannte History-Palette gesucht habe. Und in Photoshop vermisste ich die Align-Palette von Fireworks.   :-)
Dank an Klaus Keppler, der sich zur Verfügung gestellt hat.
Holger Eggert für seine Unterstützung bei der Video-Nachbearbeitung.
Dank auch an Kai Pahl für seinen hilfreichen Text zu den optional regions von Dreamweaver MX (damit habe ich die Sub-Navi recht fix gebaut). In diesem Zusammenhang mal wieder ein Glanzstück von Macromedias-Übersetzungskünsten: Während es im englischen Original noch einigermaßen verständlich heißt: »Allow nested templates to control this«, heißt es in der deutschen Übersetzung:

»Verschachtelte Vorlagen zulassen zur Kontrolle über dieses«

Hier ist der Beweis: Oben ein Screenshot von Kais Seite, unten die deutsche Übersetzung in meinem Dreamweaver:




Deutsch als Fremdsprache in der Lokalisierungs-Abteilung bei Macromedia

Die beiden anderen Übungen des BMC, ein CD-Cover und eine Sprachaufnahme, gibt’s auf freimark.de nach meinem Urlaub (Ende August, ich kündige es hier an). Wenn ich lustig bin, poste ich vielleicht auch meinen halbgaren HD-Recording-Versuch (Kürzungsschnitt eines Mel C-Songs).

Gut, das Projekt war um halb fünf morgens fertig. Oder sagen wir besser: In einem Abgabe-fähigen Zustand. Mir sind noch einige Dinge eingefallen, die man verbessern kann, aber da hat dann einfach die Zeit gefehlt. Außerdem ist es ja keine »große« Abschlussarbeit, sondern nur das Abschlussprojekt der ersten drei von insgesamt 15 Monaten, der Abschluss des Basic Media Certificates. Was man zum Beispiel an dem Flash-Ding noch verbessern kann ist ein Knopf für »Ton an/aus« und einen wirklichen »Überspringen«-Button (der jetzige springt einfach nur in den Frame 790 der ersten und einzigen Szene; das klappt aber nur, wenn der Film komplett geladen wurde, was ja gerade am Anfang noch nicht der Fall sein muss). Oder die optische Gestaltung. Dafür gibt es technisch an der Website nichts auszusetzen: Sie validiert im W3-Validator und in BBEdit (Check Site Syntax). Denkbar, dass man in meinem FLA-File noch was verbessern könnte. Die Website basiert auf einem Tabellen-Layout, »boss ordered this«.   ;-)   Klaus hat noch viele Kunden mit alten Browsern (Uni).

Der Wecker klingelte am Freitag um halb acht, nach nur drei Stunden Schlaf. Ich fuhr um neun nach neun nach München. Im Zug saßen Hardcore-Franken: Ich komme zwar aus dem schönen Frankenland, aber der Dialekt ist schon etwas gruselig, machen wir uns nichts vor. Zwei Reihen vor mir fränkelte eine 6-köpfige Familie in einer Lautstärke, dass ich es keine zehn Minuten aushielt, vor allem nicht nach der kurzen Nacht. Kurz vor Nürnberg stand ich auf und ging einen Wagen weiter nach hinten; der halbe Großraumwagen vom Einstiegsbereich, wo die Sippschaft saß, bis zur Mitte des Wagens war leer, erst in der anderen Hälfte sammelte sich dann ein Pulk von Menschen. Im nächsten Wagen gab’s leider keine Fensterplätze auf der rechten Seite mehr, weswegen ich an einem Tisch auf der linken Seite Platz nahm. Böser Fehler. Merken: Bei einer Fahrt nach Süden am Morgen niemals auf die linke Seite setzen. Die rechte Seite ist im Schatten, aber auf der linken Seite scheint die Sonne durch Wäldchen und Streckenmasten durch; zum wahnsinnig werden. Als ob jemand zwei Stunden lang mit einem »Licht an, Licht aus« spielt. Ich schloss die Augen aber es half kaum. Nach all den Jahren weiß ich jetzt, welchen Sinn Schlafbrillen haben. Es wird minimal besser, wenn man sich etwas auf die Seite dreht. Die restlichen 1 3/4 Stunden hörte ich Musik aus meinem iPod.
Ankunft fünf Minuten vor Plan; ich stieg in die S-Bahn um. An der Station »Harras« traf ich um 11:30 Tim, um mit ihm zusammen in die SAE nach Perlach raus zu fahren. An den iMacs im Übungsraum zeigten wir uns gegenseitig die Projekte, dann beschrifteten wir den Abgabezettel und legten unsere CDs mit einem großen Seufzer der Erleichterung an der Supi-Theke ins Fach zur Kontrolle.
Wir fuhren wieder zurück zum Harras, trafen dort gegen 13:30 noch Alex K. Zu dritt gingen wir zu Tim und sprachen die Unit Outlines durch, als Vorbereitung auf die Prüfung am Montag den 11. August. Wir konnten uns gegenseitig eine Reihe von Fragen beantworten; insgesamt denke ich eine gute Vorbereitung. Tim war auch bis sieben Uhr morgens wegen des Projekts wach und wir lösten unsere kleine Zusammenkunft um kurz vor 16 Uhr auf; ich wollte wieder nach Hause. Ich nahm den ICE um 16:38 nach Erlangen.

Erschienen am Mittwoch, 13.08.2003 @ 1:42 | Kommentare deaktiviert
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Hier gibt es nichts zu sehen.

Bis 20. August bin ich in Urlaub auf Sylt. Hier geht’s am 21. wieder weiter: Natürlich mit den unvermeidlichen Urlaubsberichten, aber auch noch mit dem Bericht zum Start des CMD-Kurses in der SAE am vergangenen Montag und Dienstag dieser Woche.

Erschienen am Mittwoch, 13.08.2003 @ 1:50 | Kommentare deaktiviert
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Schluss mit lustig

Die erste Woche im neuen SAE-Kurs, dem CMD, fing gut an: Ich kam am Montag (11.8.) gleich mal eine 3/4 Stunde zu spät. Ich kam erst um 3 Uhr Blumenkohl ins Bett und vier hintereinander geschaltete Wecker vermochten es nicht, mich um halb sechs zu wecken, so dass ich noch den Euronight in Nürnberg erreichen würde. Auch für meinen Plan B war es bereits zu spät: Den ICE um 07:27 Uhr konnte ich ebenfalls abschreiben. Ich wachte auf, als ich das Startgeräusch des Motorrollers von einem Mitbewohner aus dem Haus hörte. Beim Aufsehen bemerkte ich, dass die Sonne schien. Brille auf die Nase gesetzt und die Uhrzeit am Videorecorder gecheckt: 06:45 Uhr, shit.
Naja, wenn die Studienkollegen in München feststellen dass sie verschlafen, passiert denen das vielleicht um halb zehn, bei mir ist es nach halb sieben. Ich stand auf, duschte und machte mich für die Abfahrt fertig. Den nächsten Zug nach München rausgesucht und Tim eine SMS geschrieben, er möge Alex G. Bescheid geben, dass ich später käme.
Hier nochmal ein kurzer Überblick, falls jemand was mit den Abkürzungen SAE, BMC, CMD und BA nichts anfangen kann (ich erwähnte sie früher mal): Das SAE Institute in München ist eine von etwa zwei Dutzend SAE-Schulen auf der ganzen Welt, eine Hand voll davon in Deutschland. Ursprünglich hieß SAE »School for Audio Engineering«, inzwischen werden jedoch auch Kurse für Digital Film (3D und Video) sowie Multimedia (Web, Animation, Bildbearbeitung…) angeboten. Ich belege Kurse in der Multimedia-Schiene:

Level Kürzel Name Dauer Kosten
1 BMC Basic Media Certificate 3 Monate 1.170 €
2 CMD Creative Media Diplom 12 Monate 5.850 €
3 BA Bachlor of Arts 12 Monate 6.510 €
4 MA Master of Arts ? ?

Die SAE ist keine staatliche Hochschule. Außerhalb Deutschlands gilt sie als Universität. Der Abschluss des CMD nach 15 Monaten (mit dem BMC) ist ein institutseigener Abschluss, der Bachelor ist ein englischer Hochschul-Abschluss. Maximal geht’s bis zum Master, indem alle vier Levels durchlaufen werden (Unterbrechungen sind möglich). Ich war in München im Kurs BMC503, also im BMC, der im Mai startete und bis Anfang August lief. Jetzt geht es mit dem CMD weiter, und zwar CMD803 von August 2003 bis August 2004. Wie zu sehen ist, fallen Studiengebühren an. Man sollte aber nicht glauben, dass einem der Abschluss geschenkt wird, nur weil man für die Aus- bzw. Weiterbildung bezahlt. Keineswegs; ab sofort ist das süße Leben des BMC vorbei, im CMD werden andere Saiten aufgezogen.
Das geht mal damit los, dass jetzt wieder frühes Aufstehen angesagt ist: Der Unterricht findet nicht mehr zwei Tage die Woche von 14 bis 17 Uhr statt, sondern von 10 bis 13 Uhr (bei den Tagen Montag und Dienstag für meine Klasse bleibt es jedoch). Der BMC diente nur als lockerer Einstieg, um mit dem System des SAE vertraut zu werden und um einen Überblick über die Arbeitsfelder zu bekommen (es soll Leute gegeben haben, die nach dem BMC die ursprünglich angedachte Richtung verließen und z.B. Ton-Ingenieure statt Pixel-Schubser wurden). Während des BMC waren drei Übungen zu absolvieren, ein größeres Projekt abzugeben und ein Abschlusstest zu schreiben. Im Diplom-Level geht es jetzt in die Vollen: Zwölf Übungen, vier Projekte, eine Diplomarbeit mit 10.000 Wörtern, eine theoretische Abschlussprüfung, eine praktische Abschlussprüfung und verschiedene kleinere Zwischenprüfungen (vier?), die zusammen mit den Projekten eine Vornote bilden. Die wichtigste Regel dabei:

Ist < 70 + 70 + 3 = Tod!

Wer ein Zeugnis über die erfolgreiche Teilnahme am CMD bekommen möchte, muss mindestens 80% in der Endnote erreichen. Außerdem darf man maximal drei der zwölf Übungen auslassen bzw. nicht bestehen.
Wer ein Diplom erhalten möchte, muss in der Diplomarbeit 70% und im Abschlussprojekt 80% erreichen.
Insgesamt also recht anspruchsvoll: Quasi jeden Monat eine benotete Übung, ständiges Lernen für die Tests, nebenher noch alle paar Wochen ein großes Projekt und am Schluss die Diplomarbeit (Abgabe der Gliederung im Februar, Abgabe der Arbeit im Juli) sowie, natürlich, theoretische (270 Fragen in drei Stunden) und praktische Abschlussprüfung (eine Stunde). Das genaue Notensystem ist etwas komplizierter, Details spare ich mir. Bei mir kommt noch hinzu, dass ich im nächsten Telekolleg-Kurs ab März 2004 mein Fachabitur abschließen möchte (Mathe, Physik und das Doppelfach Technologie/Informatik sind noch nachzuholen). Ach ja, und ab und an was zu essen wäre auch recht, also nebenher muss irgendwie Geld aufgetrieben werden.   :-|

Welche Fächer prasseln in den nächsten zwölf Monaten auf uns ein?

  • Photoshop (2 Wochen)
  • Freehand (1 Woche)
  • Screendesign (2 Wochen)
  • DTP (2 Wochen; InDesign, yes! Kein Quark!)
  • Director und ein bisschen Lingo (4 Wochen)
  • 3D (5 Wochen; Cinema 4D und QTVR)
  • Ein großer Block Video ab Januar
  • Ab Mitte Februar ein großer Block Web inkl. Servertechnologie
  • Flash (5 Wochen ab Ende März; nur noch Actionscript)
  • Javascript (2 Wochen)
  • Video for Web
  • Flash in Zusammenarbeit mit PHP und SQL: Dynamik mit allem Zipp und Zapp (7 Wochen!)
  • Endprüfung am 2. August 2004 sowie Präsentation des Abschlussprojekts

Wir erhalten zu fünf großen Themen Bücher aus dem Galileo-Verlag; den Anfang machte heute das Buch zu Adobe Photoshop 7 von Gerhard Koren. Das Buch ist zum Selbststudium gedacht. Nach etwa anderthalb Stunden Durchsprechen des vor uns liegenden CMD-Kurses ging es mit einer Wiederholung in Photoshop los. Was wir im BMC schon angeschnitten haben, besprachen wir nochmal ausführlich, da es doch teilweise nicht mehr präsent war.
Die restliche Zeit des Montagsunterrichts besprachen wir alles nur Denkbare zum Thema Selektionen (in diesem Zusammenhang bekamen wir zig Shortcuts mit). Bislang sagte mir Photoshop ja nicht so zu: Ich fand auch im BMC noch Macromedias Fireworks einfacher; vielleicht lag das aber nur daran, dass ich es gewohnt war. Mit Photoshop wurde ich nicht richtig warm, aber mir war natürlich klar, dass Photoshop wesentlich mächtiger ist und mehr Möglichkeiten bietet. An diesem Montag war ich richtig angetan von Photoshops Möglichkeiten, und dabei besprachen wir nur Auswahlen, arbeiten mit Auswahlen, Alpha-Kanäle und weiche Kanten.

Ich ging am Montag-Abend zwar zeitig ins Bett, aber konnte nur von etwa 21 bis 23 Uhr schlafen. Danach ging nichts mehr und in mir reifte die Erkenntnis, dass ich professionelle Hilfe in Anspruch nehmen muss: Den Weckdienst der Deutschen Telekom.
An diesem Dienstag-Morgen klappte das zeitige Aufstehen und ich erwischte den Euronight um 06:52 in Nünberg. Nicht so der Bringer, der Zug (alte InterCity-Garnitur halt). Bringt mich eine S-Bahn früher zur SAE (09:33 statt 09:53), da werde ich künftig lieber mit dem ICE um 07:27 (in Nürnberg) fahren.
Richtig begeistert von Photoshop war ich nach dem Unterricht vom Dienstag: Wir bauten heute eine zweite Montage nach und setzten dafür sowohl Ebenenmasken, Ebenenmodi als auch Farbkorrekturen ein.
Während die Regler für Helligkeit und Kontrast die »Bratpfannen-Methode« ist, hat man mit dem Histogramm bzw. den Levels wesentlich interessantere Möglichkeiten (Hausaufgabe: Sich mal die »Curves« zu Gemüte führen). Abschließend ging’s um Adjustment Layers (Farbkorrekturen non-destruktiv). Lernziel: Reproduzierbares Arbeiten; nicht einfach tausend Filter drüber klatschen und irgendwann wird’s schon gut aussehen.
Insgesamt lässt sich die erste Photoshop-Woche im CMD mit drei Worten zusammenfassen: Ham-mer-hart.

Jetzt, da der BMC vorbei ist: Was hat’s mir gebracht? Abgesehen davon, dass man den CMD nicht ohne vorheriges Durchlaufen des BMC beginnen kann, fand ich den BMC ehrlich gut. Er bot einen Überblick der verschiedenen »Disziplinen« von Photoshop über Audio, 3D, Video bis zu Flash. Er zeigte sehr deutlich das Prinzip der SAE auf: Anhand der Fächer, in denen ich schon ein paar Kenntnisse (Flash) oder sehr umfangreiche Kenntnisse (HTML) hatte konnte ich sehen, wie viel einem in den wöchentlich zweimal drei Stunden gezeigt werden konnte und wie viel mehr es in diesen Fächern zu lernen gibt. Die SAE bringt einen durch die Theoriestunden sehr schnell auf ein gewisses Level, das man sich durch autodidaktisches Lernen in der Kürze der Zeit nicht aneignen könnte. Von da aus kann man sehr gut weitermachen und darauf aufbauen, wozu man durch die Übungen und Projekte ja auch gezwungen wird. Der BMC machte deutlich, dass man den Kurs zwar mit Minimal-Aufwand durchlaufen kann, dass einem das ohne eigenes Engagement nichts bringt. Der SAE-Student bekommt nichts in den Hintern geblasen, er muss sich selbst weiteres Wissen aneignen und die guten Grundlagen des Theorieunterrichts helfen einem dabei.

Ah ja, ein kurzes Wort zur Abschlussprüfung vom Montag-Nachmittag: 72 Fragen und 90 Minuten Zeit. Ich will jetzt nicht übermütig werden, so lange ich das Ergebnis noch nicht kenne, aber ich tat mich leichter als erwartet und war nach 40 Minuten durch. Es wurden keine Shortcuts oder Menübefehle abgefragt (Telekolleg-Informatik lässt grüßen), sondern Grundlagen wie zum Beispiel die Frage, welches Farbsystem additiv ist oder ob der Designer die Anzeige einer bestimmten Schriftart am Bildschirm des Betrachters sicherstellen kann (eine der möglichen Antworten: »Wozu überhaupt Schrift?«). Die Fragen wurden im Vorfeld von den Dozenten eingegeben, so dass wir auch nur gefragt wurden, was im Unterricht behandelt wurde. Auf einem halben Dutzend Seiten gab’s die Fragen und bis zu fünf mögliche Antworten (multiple choice-Test).
Auf einem separaten Blatt waren die entsprechenden Antwortkästchen auszumalen; der Bogen wird eingescannt und von einem Computer ausgewertet (das kenne ich noch von den Untersuchungszetteln aus meiner Zivi-Zeit im Labor des Uni-Kopfklinikums, bevor 2D-Barcodes eingeführt wurden; sehr zuverlässiges System).
Bewertet wird nach dem »Harvard-System«: Angenommen, bei einer Frage mit fünf Antwortmöglichkeiten sind drei richtige Antworten zu markieren. Markiert man nur zwei Richtige, gibt’s einen halben Punkt da über 50% der Frage korrekt beantwortet wurde. Einen ganzen Punkt gibt’s freilich nur, wenn alle drei Antworten richtig markiert wurden. Aber sobald eine der falschen Antworten mit angekreuzt wird, auch wenn die anderen drei Markierungen an der richtigen Stelle sind, gibt’s für die Frage null Punkte. Es gab sogar eine Frage mit fünf richtigen Antworten, so dass da wohl jeder einen halben Punkt mitnehmen konnte. Ansonsten war die Strategie jedem klar, wie sich auch in den Gesprächen hinterher zeigte: Wenn man sich bei einer Option nicht sicher war, lieber nicht ankreuzen und besser einen halben statt keinem Punkt einsacken.
Um das Zertifikat über die erfolgreiche Teilnahme am BMC zu erhalten, sind 70% in der BMC-Abschlussprüfung zu erreichen. Die Note des BMC-Abschlussprojekts taucht zwar im Zeugnis auf, hat aber keinen Einfluss auf die Endnote.

Erschienen am Mittwoch, 13.08.2003 @ 21:24 | Kommentare deaktiviert
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