Archiv für September 2003
Montag, 01.09.2003
Nachdem es letzte Woche in der SAE bei Caro eine
Einführung in Freehand gab, stehen nun zwei Wochen »Screendesign« an, ehe es dann wieder mit zwei Wochen bei Caro weitergeht, mit zwei Wochen DTP (InDesign).
In der SAE lernen wir einige theoretische Grundlagen, aber hauptsächlich den Umgang mit professionellen Standard-Applikationen in verschiedenen Bereichen, von Photoshop und InDesign über Freehand und Flash bis zu Dreamweaver und Director, um nur einige zu nennen. Wer ein halbes Jahr lang etwas über Farbenlehre lernen möchte, ist an der SAE falsch. Um uns einige solide Grundlagen zu vermitteln und die gröbsten Fehler zu vermeiden (die auch von großen Firmen mit teuren Web-Auftritten begangen werden), gibt es das Fach Screendesign. Unser Dozent ist Holger. Er machte seine Sache sehr gut, und das sage ich nicht, weil ich mit ihm gut befreundet bin.
Nach einer Vorstellungsrunde gab’s einen kurzen Überblick über die Agenda, was in den nächsten viermal drei Stunden ansteht: Heute Design allgemein, morgen Typographie und evtl Sounddesign, nächste Woche Interface-Design.
Jedes Design fängt mit einer guten Idee an. Wir merken uns einen Werbespot nicht wegen seiner technischen Perfektion, der Kameraführung oder dem Schnitt, sondern wegen seiner Idee. Bei Markennamen oder Websites ist das nicht anders, und das beschränken auf eine gute Idee, und die dann richtig gut zu machen, ist zum Beispiel der Grund, weswegen Google erfolgreich alle anderen Suchmaschinen vom Thron stieß.
Holger erklärte uns einige Dinge zum Thema Aufmerksamkeit und kam dann auf einige Grundregeln zu sprechen: Am Beispiel einer Visitenkarte, die zu Beginn denkbar schlecht entworfen wurde, erläuterte er die Prinzipien des Designs und verbesserte mit der Zeit die Visitenkarte. Die Prinzipien lauten:
- Prinzip der Nähe
- Prinzip der Ausrichtung
- Prinzip des Kontrastes
- Prinzip der Wiederholung
- Prinzip des Weißraums
- KISS
Wir sahen uns auch Websites an; gute und schlechte Beispiele für die Umsetzung dieser Prinzipien. Auf der guten Seite der Macht finden sich da natürlich Seiten wie Google oder Yahoo! von 1997, Negativ-Beispiele gibt’s bei T-Online oder dem heutigen Yahoo! zu bewundern.
Als kleine Übung gestalteten wir eine Grußkarte aus vorgegebenen Komponenten:
[Bilder anklicken zum Vergrößern.]
Links die Ausgangsmaterialien, rechts mein Grußkarten-Ergebnis. Für »in zehn Minuten aus dem Ärmel geschüttelt« geht’s schon, oder? Okay, abgesehen von den Treppchen im Ornament…
Holger gab uns noch zwei Hausaufgaben auf:
- Die Grußkarte überarbeiten, nachdem sie in der Runde besprochen wurde.
- Surfen! Sechs Websites suchen, davon fünf besonders gute und eine richtig schlechte (vorzugsweise von einer größeren Firma; dass Lieschen Müller mit Frontpage keine gute Website macht, geht in Ordnung).
Zu Hause stellte ich fest, dass es gar nicht so einfach ist, gute Websites zu finden, vor allem von Firmen. In letzter Zeit haben mich vor allem manche Weblogs nicht nur inhaltlich, sondern auch optisch begeistert. Meine fünf Positiv-Beispiele sind:
Schlechte Websites gibt’s viele, aber bei den grottig schlechten konnte ich mich dann nicht entscheiden: www.gericom.com und www.strato.de.
Übrigens ging meine Rechnung auf: Die Photoshop-Übung erhielt ich heute korrigiert zurück, und zwar bestanden. Außerdem gab’s zumindest schon mal mündlich die Noten für das Abschlussprojekt; morgen werden sie wahrscheinlich auch aushängen. In der BMC-Abschlussprüfung schrieb ich 81 Prozent (bestanden), das war bekannt. Meine Note für das Abschlussprojekt: 98 Prozent. Achtundneunzig Prozent.
Wer sich’s nochmal anschauen will: freimark.de/referenzen/local/kkit. Gewinnt sicher keinen Schönheits-Wettbewerb, aber darum ging’s auch nicht; das Augenmerk lag auf der technischen Umsetzung des Gelernten.
Über die Nachbearbeitung des Videos habe ich am 11. August geschrieben. Wenn man sich das in Flahs eingebettete Video über Kopfhörer anhört, klingt’s ziemlich bescheiden, über Lautsprecher geht’s. Obwohl die Kamera sehr nah am Sprecher stand, wurde der Ton zu leise aufgenommen. Die Anschließende Normalisierung hob auch das Rauschen mit an (war eben keine professionelle Aufnahmesituation).
Erschienen am Montag, 01.09.2003 @ 21:17
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Tags: SAE, screendesign
Dienstag, 02.09.2003
Zweiter Tag von
Holgers Screendesign-Unterricht. Wir besprachen einige der Websites, die wir uns zusammengesammelt haben. Was ist gut, was ist weniger gut. Der Beamer projezierte folgende Sites an die Wand:
catch.de,
relevare.com,
derbauer.de,
defdesign.de,
apple.com,
microsoft.com,
innerblitz.com,
burgerking.de,
giorgioarmani.com. Bei den ganz schlechten Sites beschränkten wir uns wegen akuter Erblindungsgefahr auf
strato.de.
Nach der kollektiven Surf-Session, die für jeden einige neue, interessante Sites bot die kritisch auseinander genommen wurden, ging es weiter mit dem Thema Logos/Marken, das Caro während der Freehand-Woche angeschnitten hat. Bekannte Logos, Wort- und Bildmarken, Audiologos, was ein gutes Logo auszeichnet und was es aushalten können muss, Aufbau, Anordnung, Farben… Wenn Holger über Logos spricht, kommt er natürlich auch früher oder später auf das Thema des »Swoosh« zu sprechen und zeigt uns daraufhin das Gruselkabinett.
Zum Schluss begann er das Thema Typographie, mit dem er nächste Woche noch weiter machen will, bevor er zum Interface-Design kommt. Es gab Einblicke in die Geschichte (habe gemerkt, dass ich’s mit den Epochen a la Renaissance, Klassizismus et al nicht so habe…) und wonach Schriften gemeinhin unterschieden werden: Serif/Antiqua einerseits und Sans-Serif/Grotesk andererseits. Wie die Garamond von der Times unterschieden werden kann, wie die Helvetica entstand. Ein kleiner Exkurs zur Optima von Zapf. Wann man welche Schrift verwenden sollte und wie man das herausfindet.
Am Ende, nach den Schriftfamilien, noch einige Worte zum Schriftsatz.
Nach der Vorlesung gingen Holger und ich noch auf einen Sprung in die Nachtkantine. Dort wollte ich schon länger mal wieder hin, außerdem musste ich gegenüber Holger noch eine Wettschuld von Ende Juli begleichen (ein Mittagessen, eigentlich im »Faun«, aber das Faun ist nach der Halbierung in den Portionen stark in unserer Gunst abgefallen).
Ich habe mit ihm gewettet, dass ich einen gemeinsamen Freund innert zwei Jahren zum Mac bekehren kann; er hielt dagegen. Ich Depp hab’ auch noch um ein Jahr verkürzt. Es ist mir nicht gelungen und inzwischen habe ich es aufgegeben, Hardcore-Linuxer vom Mac zu überzeugen. Er ist einer von der Sorte, die ihre mp3-Dateien zur Not von der Kommandozeile abspielen und sagen, dass sei doch eigentlich ganz angenehm. Wir könnten das ja auch, aber wir wollen lieber mit unseren Geräten arbeiten…
Ebenfalls von Bekehrungsversuchen ausgenommen sind für die Zukunft auf Windows schwörende Admins in Rechenzentren (habe da einen im CMD-Kurs) und Case-Modder. Wobei man einen Mac durchaus auch so umgestalten zu Grunde richten kann, dass er garantiert nicht mehr von der Garantie abgedeckt ist.
Die Nachtkantine hat sogar Erlanger Preise, allerdings nur auf der Tageskarte von 10 bis 18 Uhr. Abends bis 4 bzw. am Wochenende 06:30 Uhr morgens gelten andere Preise.
Es ist jetzt schon gescheit kühl. Hatte es gestern früh um kurz nach sechs noch 13 Grad, waren es heute nur noch neun. Da war wieder Semi-Winterkleidung angesagt: Stirnband, Schal und Lederhandschuhe. Eigentlich war die Sommerjacke und das T-Shirt drunter am Rad auch schon zu kalt, in München abgesehen von einigen Windböen aber fast wieder zu warm. Nicht, dass ich nächste Woche auf den Kapuzenpullover umsteigen muss…
Erschienen am Dienstag, 02.09.2003 @ 23:54
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Tags: SAE, screendesign
Dienstag, 09.09.2003
Seit einiger Zeit gibt es den
Google Calculator und ich wollte schon länger einen Text darüber schreiben.
Ein paar Leute, zum Beispiel
Andrew Baio oder
Jason Kottke, haben mal ein wenig mit dem neuen Feature gespielt und sind zu erstaunlichen Ergebnissen gekommen, was Google alles weiß.
Ein paar Beispiele:
Wo wir gerade bei Schabernack sind:
Der Web Economy Bullshit Generator (via Markus). Erinnert mich an Buzzword Bingo von Dilbert und Heise (CeBit-2001-Edition).
Von Macboy gibt es passend zu den gestern vorgestellten iPods und der neuen DSDS-Staffel einen Flash-Clip, in dem Steve Jobs die Hauptrolle spielt.
Erschienen am Dienstag, 09.09.2003 @ 22:45
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Tags: Kurios
Diese Woche bei
Holger im
Screendesign-Unterricht: Fortsetzung des Typographie-Einstiegs von letzter Woche sowie Interface-Design, vornehmlich von Websites.
Am Montag kamen wir nochmal kurz auf das Thema Textsatz zu sprechen, bevor es mit Auszeichnungen weiter ging. Kursiv, fett und unterstrichen; Kapitälchen und gesperrte Schrift: Wann nimmt man was, spezielle Schriftschnitte, Versalien und Gemeine, kurzer Exkurs in die Steinzeit mit Schreibmaschinen und in frühere Zeitungsredaktionen.
Es folgten Hinweise zur Bildschirm-Typographie: Wie Schriften auf einem Monitor wirken, die Auflösung von Bildschirmen und Druckern, was Aliasing-Fehler sind und wie Anti-Aliasing dagegen wirkt, die Qualitätsstufen in Flash (z.B. wird bei 4-fachem Anti-Aliasing in Flash für jeden Pixel eigentlich 16 Pixel berechnet).
Vor der Pause sprachen wir zusammen einige Plakate durch, die Holger auf dem Weg zur SAE per Digiknipse eingefangen hat (»Das muss nicht unbedingt gut sein, was da hängt.«). An einigen Plakaten haben wir deutlich gemerkt: Wenn die Idee nicht gut ist, hilft auch technische Perfektion nicht mehr.
Nach der Pause begannen wir mit dem großen Thema Interface-Design. GMX, web.de oder eBay sind nur Programme, die über eine Web-Oberfläche bedient werden. Und da dafür ein Browser eigentlich nicht gemacht wurde, gibt es eine Reihe von Einschränkungen zu beachten, wobei man viel falsch machen kann.
Zu Beginn eines Auftrags (nach einem gewonnenen Pitch) steht die Konzeption: Worum geht’s bei der Website, wenn will ich erreichen, was biete ich an, wie mache ich was und wo mache ich das? Es sind Aufgaben zu definieren, die zu einem Konzeptmodell führen. Im weiteren Verlauf wird ein Lexikon geschrieben. Immer wieder auch (gerade!) in dieser frühen Phase kleine Usability-Tests durchführen: Verstehen Freunde unter den Begriffen, die ich auf der Website verwende, das selbe wie ich? Begriffe auf Karteikarten aufschreiben und gruppieren. Anschließend einige grundsätzliche Gedanken zum Aufbau, zur Anordnung. Die drei Fragen, die jede Navigation beantworten muss (Wo bin ich? Wo kann ich hin? Wie komme ich da hin?).
Es ist wichtig, sich nicht gleich an Photoshop zu setzen und mit dem Design anzufangen. Zuerst muss eine Struktur mit prinzipiellem Aufbau und Anordnung geschaffen werden. Danach, wenn dann die Seite so funktioniert, ist das Design eigentlich nur noch eine Sache des anmalens, auch wenn Kunden das in der Regel genau andersrum sehen und sich als erstes Gedanken über Unwichtiges machen (Schriftart, schweinchen-rosa oder doch etwas mehr rot…). Tipp aus der Praxis: Entwürfe in schwarz/weiß vorlegen.
Amazon würde auch funktionieren, wenn die linke Navi nicht hellgelb, sondern hellblau wäre…
Hausaufgabe: Struktur der Start- oder einer Unterseite für den fiktiven Pizzadienst »Pronto Pizza« überlegen. Was auf die Seite drauf muss, besprachen wir noch im Unterricht, daheim ging es um die Anordnung.
+++
Dienstag. Wir besprachen einige der Hausaufgaben: Was ist gut, was kann man besser machen? Es waren einige interessante Ansätze dabei! Bei meiner Lösung habe ich eher eine vertikale statt eine horizontale Anordnung gewählt; da kommt man früher oder später natürlich mit dem »Falz« (unterer Browserfensterrand) in Konflikte. Dass man auf den Falz achten muss, hat heute eindrucksvoll die Bild-Zeitung demonstriert: In den Zeitungsständern auf der Straße war die Titelseite so in das Fenster der Automaten eingelegt, dass über dem Falz folgende Schlagzeile zu lesen war (unter »Rambo-Rudi«):
»Kurt Felix:
Mein Kampf«
Gut, meine »Pronto Pizza«-Seite würde zwar irgendwo in der Mitte abgeschnitten werden, aber das wichtigste ist über’m Falz, und die Speisekarte mit angeschlossenem Bestellformular kann man auch nicht verfehlen. :-)
Im Anschluss noch ein kleiner Vortrag zum Thema, und worauf man bei Formularelementen und der Navigation achten sollte. Es folgte gleich eine praktische Übung: Die lange Liste für die Bestellseite (»Pizza-Konfigurator«) von Pronto Pizza sollten wir Ordnen und mit Formularelementen versehen (Radio- und Checkboxen sowie Dropdowns und Texteingabefelder wo es uns jeweils angebracht schien).
Die letzten Minuten gab uns Holger einige Buchempfehlungen sowie Websites an die Hand:
Drei Websites: Linkdup, Kaliber 10000 und stereotypography.
+++
Am Montag erhielten wir außerdem – zumindest die, die bestanden haben – unsere Zeugnisse für die ersten drei Monate an der SAE (Mai bis August): Das »Basic Media Certificate«.
Nächste Woche: Zwei Wochen DTP-Unterricht bei Caro (Grundlagen, Umgang mit InDesign).
Erschienen am Dienstag, 09.09.2003 @ 23:09
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Tags: SAE, screendesign
Montag, 15.09.2003
Der gestrige Sonntag fing locker an: Aufgestanden um sechs Uhr früh (hey, ich bin am Samstag schließlich schon um 20 Uhr zusammengeklappt), »Enterprise« aus der Videokonserve, Haushalt, in
Telekolleg-Büchern lesen. Am frühen Nachmittag, so gegen 14 Uhr, begann ich meine
Freehand-Übung. Es dauerte länger als gedacht: Irgendwas zwischen vier und fünf Stunden. Eine Fleißarbeit mit den zig Linien, aber wenigstens bin ich jetzt in Freehand so weit fit, dass ich mal ein Logo nachzeichnen kann, ohne mich all zu dämlich anzustellen (mir läuft es kalt den Rücken runter, wenn ich an meine
Freehand-Versuche vor der SAE zurückdenke).
Heute in der SAE gab ich die Übung in der Pause gegen halb zwölf ab, zusammen mit einem halben Dutzend Mit-Studenten. Wir erhielten die Übung bereits zum Unterrichtsende um 13 Uhr als »ok« abgezeichnet zurück: Scheinbar bekam jeder grünes Licht, der die Übung ohne all zu grobe Schnitzer gemacht hat (die
Photoshop-Übung wurde wohl kritischer betrachtet, das hat ein paar Tage bis zur Rückgabe gedauert).
Thema heute, morgen und auch Montag und Dienstag in der nächsten Woche (ehe es dann mit vier Wochen »Director« weitergeht): DTP bei Caro, die uns schon Freehand näher brachte. Bei der Gelegenheit klärte sie auch noch einige Fragen dazu.
Bis zur Pause gab es viel Theorie mit zig Fachbegriffen und einem Überblick, wie ein Druckerzeugnis überhaupt zustande kommt, vom Auftrag bis zum fertigen Druck. Die Begriffe alle aufzuzählen, würde zu weit führen: Man glaube mir, dass es viele waren. :-)
Die theoretischen Grundlagen waren so umfangreich, dass wir erst kurz vor Schluss dazu kamen, InDesign zu starten (übrigens hat man sich gegen den Marktführer QuarkXPress entschieden, da InDesign technisch sehr viel weiter, und uns die Oberfläche zudem bereits aus Photoshop bekannt ist). Wir gingen die Preferences durch und besprachen das Dialogfenster für die Erstellung eines neuen Dokuments. Zum Abschluss des heutigen Tages erläuterte uns Caro die anstehende DTP-Pflichtübung: Unsere Aufgabe ist, Titelblatt, Rückseite und einige Innenseiten des Novum-Magazins neu zu gestalten. Richtig gelesen, neu gestalten. Diesmal keine Übung, bei der wir eine vorgegebene Vorlage nachbauen müssen (reproduktives Arbeiten), sondern eine Aufgabe mit mehr Freiräumen. Dennoch gibt es einiges zu beachten! Bis 18.10. muss die Übung als ok abgezeichnet sein.
Heißer Herbst: Vom 20.10. bis 8.11. läuft die Director-Übung, ab 6.10. beginnt das erste große Projekt (Präsentation in der Woche vom 1.12.), vom 10.11. bis 29.11. läuft bereits die fünfte Übung (Cinema 4D) und am 27.10. schreiben wir den ersten von fünf Zwischentests. Kann mir jemand die Bedeutung des Wortes »Langeweile« erklären?
Ach ja, ganz zum Schluss gab uns Caro Literatur-Empfehlungen zum Thema.
Morgen geht’s erstmal mit DTP in die Vollen: Geschäftsbriefe und Flyer mit InDesign gestalten.
Erschienen am Montag, 15.09.2003 @ 20:58
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Tags: dtp, SAE
Dienstag, 16.09.2003
Dieses Posting ist jetzt einfach fällig: Ich muss mein Wissen weitergeben.
Heute morgen um kurz vor halb acht im ICE (vor der Abfahrt aus Nürnberg nach München) begab sich folgende Unterhaltung zwischen einer Mitfahrerin und mir (sie ging im Gang an meinem Sitz vorbei):
Sie: Ich suche eine Steckdose.
Ich: Nicht in diesem Zug.
(Ich musste den letzten Bissen meines
Yorma’s-Salamibaguettes runterwürgen, deswegen fiel die Antwort etwas knapper aus.)
Sie: Sie belieben wohl zu scherzen?!
Ich: Der Zug ist zwölf Jahre alt, damals war das noch nicht so ein Thema. Irgendwo gibt’s ein Konferenzabteil, da könnte eine Steckdose sein.
Wenn ich am Abend vor einer Fahrt zur SAE nach München meine Sachen packe, gebe ich meiner Schwester und meinem Vater immer Bescheid: »Benutzt das iBook nur an der Steckdose, ich brauch’ es morgen früh voll aufgeladen, weil mein Zug morgens keine Steckdose hat.«
Die Rückfahrt ist dann kein Problem, da der 14:49-Uhr-Zug von München bis Erlangen immer Steckdosen hat. Morgens lese ich immer geladene Webseiten auf meinem iBook, am Nachmittag gibt’s die Fortsetzung am Stromnetz des Zuges (leider hält der inzwischen zwei Jahre alte Akku nur noch ein bis zwei Stunden, nicht mehr vier bis fünf).
Übrigens fragte auch ein Herr auf der Rückfahrt den Zugchef nach der nächsten Steckdose im Zug (»Direkt unter Ihrem Sitz. In der Mitte. Etwas tiefer.«).
Hier die endgültige Tabelle (auch als PDF):
In welchem Zug sitze ich und wo finde ich im Großraumwagen die Steckdose?
Es sind bei weitem nicht alle Details aufgezählt, anhand derer man die verschiedenen ICE-Typen voneinander unterscheiden kann, sondern nur die wichtigsten. Die diversen Teppichböden in den Zügen zu beschreiben ginge etwas weit (es gibt aber z.B. einen sehr interessanten Artikel, auch aus Usability-Sicht, über die Tür-Öffner-Mechanismen in den verschiedenen Zügen; ich finde ihn leider nicht mehr).
| |
ICE1 |
ICE2 |
ICE3 |
ICE-T / ICE-TD |
| Generation |
1. |
2. |
3. |
3. |
| Baujahr |
ab 1991 |
ab 1997 |
ab 2000 |
ICE-T ab 1999, ICE-TD ab 2001 |
| Triebkopf |
Flache Nase, ca. 45° Winkel |
Flache Nase, ca. 45° Winkel (kann im Gegensatz zum ICE1 in Halbzügen
fahren) |
Langer, spitz zulaufender Bogen |
Rund (T=Tilt, Neigetechnik; TD=Tilt-Diesel) |
| Merkmale außen |
- Aufgemalte Wagennummern (bzw. Folie, jedenfalls fix)
- Wagentüren am Ende der Wagen
|
- Elektronische Anzeige von Wagennummer, Zuglauf und Ziel
- Wagentüren am Ende der Wagen
|
- Elektronische Anzeige von Wagennummer, Zuglauf und Ziel
- "Schürzen" um Stromabnehmer auf dem Dach
- Wagentüren in der Mitte der Wagen, nicht am Ende
|
- Elektronische Anzeige von Wagennummer, Zuglauf und Ziel
- Wagentüren in der Mitte der Wagen
|
| Merkmale innen |
- Platzreservierungen sind ausgedruckte Zettelchen, die in Plexiglas-Fassungen
gesteckt werden
- Armlehnen nicht hochklappbar
- Audio-Kontrollen, Kopfhörerbuchse und Rückenlehnen-Arretierung
seitlich in den Armlehnen
- Sonstige Einrichtung von ICE1 und ICE2 weitgehend identisch
|
- Platzreservierung als orange LED-Anzeige über den Sitzen
- Armlehnen hochklappbar
- Sitze schmaler als im ICE1
- Abfallbehälter in der Wagenmitte statt der Garderobe (im ICE 1 sind die Behälter
im Gang nach dem Einstiegsbereich und in der Wagenmitte gibt
es eine Garderobe)
- Sonstige Einrichtung von ICE1 und ICE2 weitgehend identisch
|
- Platzreservierungen als kräftige rote LED-Anzeige über den
Sitzen
- Spezielles
Kinderabteil (Matchbox-Auto-Fußboden)
- Dunkelblaue Polsterbezüge mit hellblauen Kopfkissen
- "Leichtere" Gepächablagen über den Sitzen (nicht
so massive Träger
wie in ICE1 und ICE2)
- Helles Holz im Innenraum
- Keine Abteile, nur Großraumwagen (außer Kinderabteil)
- Leder in der 1. Klasse
|
(wie ICE3) |
| Verkehrt z.B. |
- München-Nürnberg, weiter Richtung Hamburg
- Hamburg-Kassel-Würzburg-München
|
|
- Neubaustrecke Frankfurt-Köln
- bis etwa Mitte 2002 auch Hamburg-München, seitdem ICE1
|
- ICE-T: München-Nürnberg-Bamberg-Jena-Leipzig-Berlin
- ICE-TD: Nürnberg-Bayreuth-Dresden
|
| Steckdose? |
Nein |
Nur bei Sitzgruppen mit Tisch; eine am Tisch |
In der Mitte unter jeder Sitzbank |
In der Mitte unter jeder Sitzbank |
Das absolut sicherste Unterscheidungsmerkmal ist die Form des Triebkopfes: Eine gerade, ebene, im 45 Grad-Winkel abfallende Fläche kennzeichnet einen ICE1 oder ICE2. Ein langer, spitz zulaufender Bogen zieht einen ICE3 und eine runde Knubbelnase lässt auf einen ICE-T oder -TD schließen.
Der zweite Blick des Experten gilt den Wagen, genauer: den Wagennummern. Aufgeklebte Folien pappen auf einem ICE1. Elektronische Anzeigen gibt es in den späteren Generationen, wobei sich die Wagen von ICE2 und ICE3/-T/-TD markant unterscheiden (Fenster, Türen, Anzeigetafel). Weiß ich anhand der Wagenart, dass ich es mit einem ICE der dritten Generation zu tun habe, aber ist der Triebkopf nicht in Sicht, wandert mein Blick auf’s Wagendach, um mir die Stromabnehmer anzusehen. Aber der Unterschied zwischen ICE3 und -T/-TD ist eigentlich eher akademischer Natur: für den normalen Fahrgast völlig unbedeutsam, Steckdosen gibt’s in beiden Zügen. Höchstens für die Leute interessant die wissen wollen, ob sie in einem Neigezug fahren oder nicht.
Empfehlenswerte Links:
Erschienen am Dienstag, 16.09.2003 @ 15:18
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Tags: bahn, Verkehr
Mittwoch, 17.09.2003
Ich habe zwar
viel zu tun, aber ich versuche trotzdem, bei einigen Serien mitzuhalten. Im Moment laufen viele gute Serien (Zeiten sind Brutto-Angaben, also mit Werbung):
Außerdem die Schmidt-Show, Spiegel-TV sonntags, Berlin-Mitte donnerstags, ab und an die »24 Stunden«-Reportage oder eine Spiegel-TV-Reportage sowie die Telekolleg-Sendungen (Geschichte, Wirtschaft und Englisch je eine halbe Stunde pro Woche). Bei Frasier müssten bald mir bereits bekannte Folgen kommen und irgendwann demnächst steht die nächste Stargate-Staffel an (dito Becker?). Von Seinfeld kenne ich zwar alle Folgen, aber diesmal nehme ich sie zwecks Archivierung auf Festplatte auf (MPEG-4 mit halber PAL-Größe @ 1 MBit/s und 25 fps für Video sowie 128 KBit/s AAC-Ton).
Durch Christian wurde ich auf »Scrubs« aufmerksam (0,5 h/Woche): Eine Art »Emergency Room«, allerdings mit einem Schuss »Parker Lewis« und »Malcolm mittendrin«. Gestern lief auf Pro7 die dritte Folge (für mich die zweite, da ich die erste verpasst habe). Macht Laune.
Zeit für all das ist nicht wirklich da, so dass ich einiges auslassen muss (Berlin-Mitte, HSS). Oder erstmal aufnehme und dann mehrere Sachen am Stück ansehe, wenn ich Zeit habe. Im Moment lese ich dafür weniger Artikel von Heise und Spiegel.
Wenn mein Videorecorder das Zeitliche segnet und ich 1.000 Euro übrig habe, kommt das hier ins Haus:
Der TV-Server »TVS100«, ein Festplatten-Recorder. Mit Netzwerk-Option (Download von Sendungen via FTP auf den PC/Mac, der es die Sendungen z.B. mit Toast 6 als VCD, SVCD oder DVD wegbrennen kann). Der TVS200 lässt sich sogar über’s Web programmieren (»tvtvPLUS«). Die Dinger kommen von der Fast TV Server AG, die auch tvtv.de machen (die Leute mit der tvtv-Frau in der Werbung, siehe 03.10.02, 12.06.02 und 02.05.02). Seit ich tvtv.de kenne, so ungefähr seit zwei Jahren, kaufe ich keine Fernsehzeitschrift mehr. In Kombination mit Myrna unschlagbar.
Falls das jemandem was sagt: Der TVS ist sowas wie der TiVo.
Erschienen am Mittwoch, 17.09.2003 @ 17:24
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Tags: Film-und-Fernsehen, tv-serien
Gestern war der zweite Tag des DTP-Unterrichts bei Caro. Wir erstellten für einen in
InDesign umzusetzenden Flyer zunächst eine so genannte »Satzanweisung« (auch »Arbeitsvorlage« genannt). Darauf ist das Layout genau spezifiziert: Welches Format hat das Druckerzeugnis, wie viele Farben kommen zum Einsatz, die Definition der Grundschrift (Schriftfamilie und Schriftschnitt, Größe in Punkt, Zeilenabstand von Grundlinie zu Grundlinie in mm, Farbe), Satzbreite und Satzart. Es folgten Angaben zu den einzelnen Elementen: Position auf der Seite, Dateinamen von einzufügenden Bildern, Farben…
Danach die Umsetzung in InDesign. Wir erstellten zuerst ein neues Dokument ohne Satzspiegel und fügten Falzmarken ein. In Photoshop bearbeiteten wir schnell ein Bild (Duotone bzw. Duplexbild), speicherten als EPS und plazierten dieses in InDesign. Anschließend wurden die Rechtecke gezeichnet sowie der Text plaziert und formatiert.
Im Prinzip sehr einfach. Drei Dinge haben mich bei der Arbeit mit InDesign begeistert: Die Hilfslinien (und das damit verbundene »Snap to Guides«), die präzises Ausrichten ermöglichen. Im Prinzip wie in Photoshop, aber wenn man viel mit Text arbeitet und eben zum Beispiel einen Flyer gestaltet, ist das eine enorme Erleichterung. Wenn ich da an das »Projekt H« oder meine letzten Rechnungen zurück denke, die ich in Word erstellt habe… (und für die Word-Vorlagen für die Kommune hätte ich mir eine Satzanweisung gewünscht; die Agentur hat mir nur Ausdrucke von ihren QuarkXPress-Dateien zur Verfügung gestellt und ich durfte selbst nachmessen).
Das zweite sind die Paragraph Styles. Das ist vergleichbar mit Stylesheets im Web-Design: Ich definiere Eigenschaften für einen Absatz wie Schriftfamilie, Schnitt, Größe, Farbe, Abstände, Einzüge, Trennregeln usw. und weise anschließend Absätzen in meinem Dokument die Paragraph-Styles zu. Wenn ich einen solchen Stil ändere, werden automatisch alle Absätze geändert, die diesen Stil verwenden. Styles lassen sich auch duplizieren und beim Neuanlegen lässt sich festlegen, ob und wenn ja auf welchem anderen Style die neue Einstellung basieren soll.
Das dritte ist das automatische optische Kerning. Der Schriftsatz sieht einfach wahnsinnig gut aus. Die Funktion sorgt, einfach gesagt, für die richtigen Abstände zwischen den Buchstaben bei kritischen Kombinationen (»Wo«, »Va«).
Nächste Woche zeigt uns Caro weitere Dinge in InDesign. Wir werden dann wieder Flyer und Geschäftsbriefe layouten.
Erschienen am Mittwoch, 17.09.2003 @ 18:48
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Tags: dtp, SAE
Die Erkältung scheint überstanden zu sein, es kam nur minimal Schnupfen auf.
Heute Nachmittag war ich beim Friseur; nach zwei Monaten mehr als fällig. Danach ein Burger im »Fellini’s« bzw. auf dem Platz vor dem Kino im Freien. Die Sonne schien und es hatte angenehme zwanzig Grad. Es gab einen Burger mit einer großen Ginger Ale. Dem Besuch bei Fellini’s schloss sich auf dem Heimweg ein Nudeln-Großeinkauf bei Horten und Edeka an.
Im Briefkasten ein guter und ein schlechter Brief. Auf dem einen stand »DB« auf dem anderen »TFA«.
Das Technische Finanzamt wies mich im Auftrag für das Finanzamt Erlangen auf meine noch ausstehende Einkommen- und Umsatzsteuer-Erklärung hin. Ich weiß, ich weiß…
Die Bahn bekommt ein Sternchen ins Notenheft geklebt:
BahnCard 50 ab 14.12.02 – Umtausch in BahnCard 100 ab 04.08.03
Sehr geehrter Herr Freimark,
Ihr Anliegen wurde uns vom BahnCard Service zur abschließenden Bearbeitung zugesandt.
Die Erstattung haben wir durchgeführt. Dabei wurde für jeden angefangenen Monat ein Zwölftel des BahnCard-Preises angerechnet. Der Betrag von € 46,67 wird auf das Konto xyz BLZ xyz überwiesen.
Die verspätete Bearbeitung bitten wir zu entschuldigen.
Mit freundlichen Grüßen
Mein vor dreieinhalb Monaten verschollen geglaubter Lamy-Füller (siehe 31.05.2003 und 02.06.2003) ist wieder aufgetaucht: Der schwarze Füller verbarg sich am Boden meines schwarzen Rucksacks, den ich nie ganz ausräume. Aber macht nichts: Das Original befindet sich jetzt in einer Tasche im Rucksack, falls ich mal mein Schlamper-Mäppchen mit dem zweiten Füller vergesse.
Die Tabelle »In welchem Zug sitze ich und wo finde ich im Großraumwagen die Steckdose?« von gestern gibt’s jetzt auch als PDF-Datei zum Download (eine A4-Seite quer).
Erschienen am Mittwoch, 17.09.2003 @ 20:12
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Tags: Leben, tageszusammenfassung
Heise meldete
gestern, dass Microsoft Software sicherer machen will.
In der Meldung heißt es, Microsoft-Chef Steve Ballmer habe eine Verdoppelung der Anstrenungen angekündigt. Naja, null multipliziert mit zwei bleibt immer noch null…
Man arbeite
»…an Werkzeugen, die neue Software vor der Markteinführung automatisch auf potenzielle Sicherheitslücken scannen sollen. Die Sicherheit sei aber auch durch User gefährdet, die Patches nicht einspielen, und Unternehmen, die zu langsam in die Erneuerung ihrer IT-Infrastruktur investieren würden.«
Wir wollen mal nicht vergessen, weswegen es so große Sicherheitsprobleme bei Windows-Systemen gibt: Aktive Dienste die nicht gebraucht werden, offene Ports, ActiveX, der Windows Scripting Host, Makroviren für Office, Sicherheitslücken in IE und Outlook… Die Software von Drittherstellern vor Markteinführung so »scannen« (so verstehe ich das), ist daher eher die letzte Maßnahme, an die Microsoft denken sollte. Nachlässige Admins sind freilich auch ein Problem, aber auch hier sollte man nicht Ursache und Wirkung verwechseln.
Zu dem Thema siehe auch meinen Eintrag »What do you want to patch today?« vom 12.09.2003, in dem ich auf den Heise-Artikel »Unsicher by Design« verweise.
Wie könnte eine Lösung von Windows’ Sicherheitsproblemen aussehen?
Get a Mac.
Erschienen am Mittwoch, 17.09.2003 @ 22:30
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Tags: Apple, get-a-mac
Bin ich eigentlich der Einzige, der mit
Elisha Cuthbert nicht besonders viel anfangen kann, dafür um so mehr mit
Sarah Clarke?
Erschienen am Mittwoch, 17.09.2003 @ 23:03
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Tags: Film-und-Fernsehen, twenty-four
Donnerstag, 18.09.2003
- Dual-G5-Benchmarks
In einem Photoshop-Benchmark lässt der Dual-2,0-GHz-G5 den schnellsten PC (Dual-3,0-GHz-Xeon) hinter sich (beste Ergebnisse in rot, Dual-G5 ganz rechts außen). Siehe auch Macrumors (Meldung) und Mac-TV (Kommentar).
- Dual-G5-Fotos
Von Reef Aquarist. Sind zwar verwackelt, aber man kann trotzdem sehen, warum Apple-Verpackungen Kult sind. Und natürlich einen Blick auf einen schönen G5 werfen.
- Transmit 2.6
Verschiedene Detailverbesserungen und Bug-Fixes beim besten FTP-Programm für den Mac, außerdem Unterstützung für SubEthaEdit als externen Editor (siehe Release Notes).
- »Mit Anstand verlieren.«
So wirbt nun die SPD in Bayern. Die SPD? Nein, nur das Satire-Magazin »Titanic«, aber die Wahlwerbung scheint für einige Passanten doch plausibel zu sein. »Dabei sein ist alles.«
Erschienen am Donnerstag, 18.09.2003 @ 14:22
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Tags: diverse, Film-und-Fernsehen
Nicht vergessen, um 20:15 geht’s los – vier Stunden lang Harald-Schmidt-Show.
Erschienen am Donnerstag, 18.09.2003 @ 17:00
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Tags: Film-und-Fernsehen, hss
Freitag, 19.09.2003
Erschienen am Freitag, 19.09.2003 @ 12:54
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Tags: quicklinks
Von einem Weblog erwarte ich keine orthographische Perfektion. Ich mache mir auch eher selten die Mühe, nochmal über meine Einträge drüber zu lesen: Das heir ist ein Weblog, hier wird nichts verkauft und ich hänge auch nicht dem Irrtum/Wahn mancher Blogger-»Kollegen« an, man sei die Speerspitze eines neuen Journalismus. Aber von einer kommerziellen Seite, einer Nachrichten-Site noch dazu, erwarte ich etwas mehr Sorgfalt. Vor allem, wenn bei kürzeren Texten nur Ticker-Meldungen abgetippt werden.
Bei Spiegel-online müssen seit einigen Monaten den Einsparmaßnahmen wohl alle Lektoren zum Opfer gefallen sein. Oder der Druck dort muss derartig hoch sein, dass den Redakteuren die Zeit zum Lesen des Geschriebenen fehlt oder Artikel vor der Freigabe gar nicht mehr Korrektur gelesen werden. Buchstabendreher, fehlende Wörter oder falsche Artikel sind fast schon die Regel. Hier, in all seiner Pracht, der vorläufige Höhepunkt bei SPON mit drei Fehlern in einem Satz:
»In Middlesex im Staat Virginia starb ein mann bei dem Versuch, kurz vor der Ankunft des Orkans einen Bauk vor seinem haus zu beschneiden.«
Aus dem Artikel »Hurrikan "Isabel": Zehn Meter hohe Wellen, Millionen Menschen ohne Strom« von heute Nacht.
Erschienen am Freitag, 19.09.2003 @ 13:06
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Tags: diverse, Film-und-Fernsehen
Samstag, 20.09.2003
Als aufgeklärter Nutzer kann man sich selbst das Leben ja erleichtern, indem man sich kein Windows ins Haus holt, sondern Alternativen wie Linux, oder noch besser, Mac OS X.
Aber auch an Angehörigen der guten Seite der Macht geht eine Virenwelle nicht immer spurlos vorüber: Das eigene System wird zwar nicht befallen und verteilt Viren und Würmer nicht weiter ins Netz. Doch was soll man machen, wenn man von außen mit dem Zeug von irgendwelchen Windows-Usern zugeschüttet wird?
Mein Posteingang diesen Freitag:
| Erwünschte Nachrichten |
12 |
| – davon Newsletter und Listen |
9 |
| Spam |
24 |
| Swen-Wurm inkl. Bounces |
151 |
Jedes Mal um die 150 K. Danke Microsoft, dass Ihr es ermöglicht und zugelassen habt, das Netz zu verschmutzen.
Andererseits, nachdem MS ja nicht mal einen Standard-konformen E-Mail-Client und Newsreader zustande bekommen hat, war sowas eigentlich nicht verwunderlich.
Ich frage mich, wie viele Viren- und Wurm-Wellen es eigentlich noch braucht, bevor sich User von Windows abwenden. Und ich frage mich, was Leute machen, die beruflich auf ihren Rechner angewiesen sind. Eine größere Welle sorgt doch auch mal für den einen oder anderen Tag Umsatzausfall, oder nicht? Joe Barr schrieb erst vorgestern – vor dem Swen-Wurm – auf Newsforge:
»I participate in several mailing lists where I am definitely in the minority because I’m running Linux.
Because I am sometimes vocal with other list members about "feeling their pain" and encouraging them to move to Linux as first one, then another of them is forced to drop off the list for a day or longer in order to have their PCs cleansed and rid of the virus-of-the-day, I’m often asked what virus/email protection program is best for Linux. They don’t understand that it is an inherently safer platform than Windows.«
Mehr Informationen zu Swen bieten Heise und SPON.
Kai weist auf das Editorial der NYT hin, in dem David Pogue der Frage nachgeht: Ist Mac OS X nur deswegen ein sichereres System, weil es einen geringen Marktanteil hat? Seine Antwort: Mac OS X ist schon ab Werk sicher (geschlossene Ports, Passwort-Abfrage bei der Installation von Programmen, deaktivierter root), während Windows das genaue Gegenteil ist (Ports offen, Installation ohne Nachfrage, arbeiten mit Admin-Rechten bis tief in das System rein). Ihm zufolge lässt Microsoft mitteilen, dass man die Ports erst in der nächsten Windows-Version wird schließen können. Bis Longhorn irgendwann zwischen 2005 und 2007 erscheint, werden noch viele Wurmwellen durch’s Netz ziehen.
Im Prinzip das, was ich auch schon öfter gesagt habe. Zuletzt erst vorgestern, sowie am 12. September.
Zu dem Thema siehe auch »Outbreak Express« bzw. die beiden Artikel (in dieser Reihenfolge) »Good Times« und »Dynomite!« von John Gruber (Daring Fireball).
Mac OS X basiert auf Unix: FreeBSD. Die zum Jahresende erscheinende Version 10.3 wird auf FreeBSD 5.0 basieren. Warum ein Mac? Kurz gesagt: Deswegen, deswegen und deswegen.
Get a Mac.
P.S.: Wer mal eine kurze Vorführung von Mac OS X sehen will: WWDC-Keynote vom Sommer. Wer’s etwas geekiger mag: »Mac OS X State of the Union«, auch von der WWDC 2003, im Developer-Bereich von Apple (kostenlose Registrierung erforderlich).
Davon ab ist inzwischen ein Teil der Keynote der Expo Paris vom 16.9. online; es wird allerdings nur die Vorstellung der neuen Powerbooks und der wireless Maus und Tastatur gezeigt.
Erschienen am Samstag, 20.09.2003 @ 0:17
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Tags: Apple, get-a-mac
Die Schmidt-Show nach dem gestrigen Desaster mit der
Rhein-Schifffahrt war stark wie lange nicht.
Dafür gibt es bei »24« derzeit einen Durchhänger: Um 16:00 Uhr in der Serie sind Täter und Motive bekannt.
Erschienen am Samstag, 20.09.2003 @ 0:32
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Tags: diverse, Film-und-Fernsehen
Mir fehlt etwas die Zeit, um ausführlich auf die drei größeren Themen der vergangen Woche einzugehen. Daher hier nur eine kurze Beschreibung worum’s geht und weiterführende Links.
Das Eolas-Patent
Eine kleine Klitsche namens Eolas hält ein Patent an einer simplen Idee: Die Einbindung von Medien mittels Plug-ins in eine Webseite und deren automatische Anzeige. Eolas macht nun ernst und verlangt von Microsoft eine halbe Milliarde Dollar Lizenzgebühren für den Einsatz der Technik im Internet Explorer. Falls Eolas damit durchkommt, sind schwerwiegende Auswirkungen auf das Web die Folge.
Weitere Infos:
Abschaffung der Privatkopie
Die deutsche Musikindustrie, genauer: der Interessenverband der Phonographischen Industrie (IFPI) will einem Positionspapier (PDF) zufolge das Recht auf Privatkopie einschränken. Nachdem in der jüngsten Urheberrechtsnovelle bereits die Umgehung von Kopierschutz-Mechanismen verboten wurde, soll nun auch derjenige zahlen, der seine Musik für andere als die zuvor lizenzierten Zwecke einsetzen möchte. Bedeutete die Novelle noch Pech für die Leute, die eine kopiergeschützte CD für ihren Autowechsler kopieren wollten, könnte man durch den Wegfall der Privatkopie, wie er in den Köpfen der Industriebosse geplant ist, seine Musik auch nicht mehr auf einen portablen Player übertragen, wenn man mit dem Kauf der CD nur die Lizenz zum Abspielen in einem stationären Player erworben hat. Der Verdacht liegt nahe, dass es langfristig auf eine Vermietung von Musik hinauslaufen soll.
Weitere Infos:
Verisign leitet Traffic um
Der Verwalter der Toplevel-Domains .com und .net, die private Firma Verisign (bekannt von den SSL-Zertifikaten) leitet Surfer auf eine eigene Seite, wenn sie sich bei der Eingabe einer URL vertippt haben und so eine Domain aufgerufen werden soll, die nicht existent ist. Das ist wegen einer Reihe von Gründen bedenklich (Erleichterung von Spam-Versand, Datenschutzgründe, Verstoß gegen Internet-Standards, Werbung in eigener Sache für Verisign…).
Weitere Infos:
Erschienen am Samstag, 20.09.2003 @ 16:04
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Tags: diverse, Film-und-Fernsehen
Leider bin ich nicht mehr dazu gekommen, die Lucky Strike-Plakatwände zu fotografieren – selten so gute Plakatwerbung gesehen.
Inzwischen ist vorwiegend ein weniger guter Spruch mit »Wunder der Technik: allerhöchste Eisenbahn« über der Abbildung von fast leeren Zigarettenschachteln plakatiert.
British American Tobacco benannte seine Marken »Lucky Strike Filters« und »Lucky Strike Lights« um. Die neuen Namen sind »Red« bzw. »Silver«. Angeblich hat die Neubenennung nichts mit einer EU-Vorgabe zu tun, wonach Zigaretten keine Namen mehr wie »Light« oder »Mild« tragen dürfen (wer’s glaubt…). Siehe auch die Meldungen bei
W&V und
Horizont.
Die Hamburger Agentur
KNSK hat mal wieder ein paar geniale Einfälle produziert:
»Pech für Dieselfahrer: Die sind beide super.«
»Geschrieben werden sie Red und Silver.
Ausgesprochen lecker.«
[Links die Abbildung einer Schachtel Red, rechts eine Schachtel Silver.]
»Sogar Hollywood will schon die Rechte kaufen.«
»Kleine Entscheidungshilfe: Auf der besseren steht Lucky Strike.«
Irgendwo auf dem Plakat prangte dann noch ein roter Pfeil, der auf die Silver wieß und die Aufschrift »Neu« trug. Darin standen in Kleinbuchstaben Dinge wie (sinngemäß):
»Hallo Georg! Grüße von Bernd aus der Druckerei!«
»Der Texter wollte uns beweisen, wie viel Text man in einem solchen roten Pfeil unterbringen kann.«
»Lassen Sie sich keine gerauchten andrehen.«
»uNgEraUcht«
Beste Kampagne in diesem Jahr.
Meine drei Lieblings-TV-Spots derzeit: Die neue Audi-Kampagne, in der kein einziges Automobil zu sehen ist: Mehrere Schnecken bewegen sich auf einen Salat zu, im Schneckentempo. Eine der Schnecken zieht sich in ihr Haus zurück, schwingt etwas hin und her und rollt in ihrem Haus den Hang hinunter und kommt vor dem Salat als erste vor allen anderen zum Halt. Einblendung des Audi-Claims: »Vorsprung durch Technik.« Su-per-geil! In einem zweiten Spot bewegen sich Schildkröten an einem Strand auf’s Meer zu, werden allerdings von Vögeln aus der Luft aufgegriffen. Eine der Schildkröten buddelt sich ein und bahnt sich unterirdisch den Weg zum Wasser. Vorsprung durch Technik.
Der andere Spot ist aus der Play-Kampagne von Nike: Der 60-Sekunden-Spot »Reise nach Jerusalem« in einem Basketball-Dome. Läuft derzeit ebenfalls im Kino.
Erschienen am Samstag, 20.09.2003 @ 16:43
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Tags: Medien, werbung
Sonntag, 21.09.2003
Klaus und Fabs feierten am Samstag ihren
50. Geburtstag. Traditionell zusammen, traditionell auf einem Bolzplatz im Stadtgebiet.
Dieses Jahr in der Nähe des Emmy-Noether-Gymnasiums. Nicht einfach zu finden, wenn man nie auf die Schule gegangen ist: ziemlich verwinkelt am Rande eines Wohngebietes am Stadtrand. Mich hätte nicht gewundert, wenn ein Waldschrat um die Ecke gekommen wäre. Ohne ausgedruckten Stadtplan-Ausschnitt wäre ich aufgeschmissen gewesen.
Offizieller Beginn war 19 Uhr, ich traf gegen 21 Uhr ein. Perfektes Wetter: Den Tag über 27 Grad, am Abend, als ich losfuhr, hatte es immer noch 22 Grad. Sternenklarer Himmel, aber als ich ankam war es bereits stockdunkel.
Eine gute Gelegenheit, mal alte Freunde und Bekannte wieder zu sehen. Es ist erstaunlich, wie sehr sich manche Leute verändert haben (eine habe ich nicht wiedererkannt) und es ist ebenfalls erstaunlich, wie sehr sich manche Leute nicht verändern. Fabs und Klaus haben wie immer geklotzt und nicht gekleckert: Reichlich Getränke, für Strom sorgte ein vom Hornbach-Baumarkt geliehener Generator mit 5-Liter-Dieseltank (Verbrauch: 1 l/h) – 25 Euro Miete für’s Wochenende und 150 Euro Kaution –, und für die Übernachtungswilligen haben die beiden ein SG50-Zelt aufgebaut.
Man merkt jedoch schon, dass es auf den Herbst zugeht: Mit der einbrechenden Nacht wurde es kühler, das Lagerfeuer wärmte aber ganz gut, das Chili im Dreibein über dem Feuer gleichfalls.
Insgesamt eine gelungene Party! Gegen drei brach ich auf, als noch etwa ein Dutzend Leute übrig waren (dürften wohl zuvor um die fünfzig gewesen sein). Am Rückweg noch ein Abstecher beim McD am Hafen, wo ich wieder auf vier andere Partygänger traf, die auch noch einen kleinen Nachtimbiss zu sich nahmen.
Erschienen am Sonntag, 21.09.2003 @ 4:05
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Tags: Leben, tageszusammenfassung
ARD-Hochrechnung zur bayerischen Landtagswahl von 21:43 Uhr:
- CSU: 61,2% (1998: 52,9%)
- SPD: 18,9% (28,7%)
- Grüne: 7,7% (5,7%)
- FDP: 2,5% (1,7%)
- Sonstige: 9,6% (11,0%)
Edmund Stoiber I. wird am kommenden Sonntag um 15 Uhr auf Schloss Linderhof zum König gekrönt.
Spaß ohne: Bayerische Landtagswahlen sind nie besonders spannend, und die einzig interessante Frage war, ob es der CSU gelingen wird, im Landtag eine 2/3-Mehrheit zu erreichen. Das ist eingetreten. Dazu reichen etwas mehr als 60% der Stimmen, da die kleineren Parteien an der 5%-Hürde scheitern und deren Stimmen für die Sitzverteilung keine Rolle spielen; es sind mehr als 120 der 180 Sitze im verkleinerten Landtag notwendig (nach der o.g. Hochrechnung hat die CSU nun 125 Sitze inne, SPD 39 und die Grünen 16).
Etwas überraschend war dann allerdings der herbe Verlust für die SPD. Umfragen vor der Wahl sprachen von 22% für die SPD und ich selbst schätzte sie auf 23%. Davon ab war meine Vermutung recht akkurat: CSU 60, Grüne 8 und FDP 3% (wird wohl nur deswegen nicht in Bayern bei »Sonstige« aufgeführt, da sie im Bundestag vertreten ist).
Wehe, ich lese oder höre heute Abend irgendwas von »erdrutschartigen Verlusten« oder Siegen: Ich kann’s nicht mehr hören! Das ist doch häufiger so bei Wahlen.
Eine 2/3-Mehrheit einer Partei in einem Parlament ist aus demokratischer Sicht mitunter bedenklich, aber in Bayern hat das nicht all zu gravierende Auswirkungen (ok, in einiger Hinsicht kann die CSU nun die Rechte der Opposition beschneiden, siehe SZ und FAZ.net). Verfassungsänderungen kann die CSU-Fraktion nun zwar allein beschließen, aber in der Verfassung des Freistaats ist vorgesehen, dass immer auch das Volk über Verfassungsänderungen in einem Volksentscheid beschließen muss.
Aus diesem Grund gab es heute sechs Stimmzettel im Alten Schulhaus in Hüttendorf und anderswo in den sieben Regierungsbezirken: Eine Erst- und Zeitstimme für die Bezirkstagswahlen, dito für die Landtagswahlen sowie zwei Stimmzettel um über Volksentscheide abzustimmen. In diesen Fällen nichts sonderlich aufregendes; die Verfassungsänderungen wurden dem Aushang zufolge einstimmig vom Landtag beschlossen.
Eine ziemlich große Zettelwirtschaft. :-)
Verena meinte:
»Bis man da mal die Tapete auseinander gefaltet hat…«
Im Lauf des Abends und evtl auch morgen Abend werde ich diesen Eintrag noch um Links ergänzen.
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