»Sondereinheit Crossmedia – Wenn alle Stricke reißen.«

Ich war diese Woche weder Montag noch Dienstag in der SAE: Am Montag bin ich zehn Minuten zu spät aufgestanden, und das hat bei meinem Anreiseweg gleich enorme Auswirkungen (Stunde später ankommen, und dann ist eben schon eine von drei Stunden Unterricht weg). Am Dienstag ging es meinem Magen und mir nicht so prima.
Aber glücklicherweise gibt es ja noch eine zweite CMD-Klasse am Samstag, die den selben Stoff durchnehmen wie die Montag-Dienstag-Leute, nur dass sie es in sechs Stunden am Stück durchziehen.

Gestern gab es die zweite und letzte Woche DTP-Unterricht bei Caro, die uns in die Geheimnisse von InDesign einführte. Am Vormittag stand eine längere Übung auf dem Plan: Wir konnten wahlweise Geschäftspapiere (Briefpapier, Visitenkarten…) oder etwas in Richtung Flyer basteln. Ich fing einen Geschäftsbrief an, aber wechselte dann doch schnell das Thema und versuchte mich an einem Veranstaltungsplakat.
Zu Beginn bekamen wir von Caro allerdings noch einige Infos zum Thema Briefpapier: Wie viel Platz wir für den Lochrand berücksichtigen müssen, wo die Falzmarken stehen, wo sich das Fenster befindet und das selbe für ein DIN-lang-Kuvert.



Mein Ergebnis von Samstag-Vormittag.

Die Übung war sehr nützlich, um mit InDesign etwas vertrauter zu werden: Das Arbeiten mit den Hilfslinien, dem Align-Panel (»Use Spacing« für »Distribute Objects« ist der Hammer, aber leider keine Selbstverständlichkeit) und den Textwerkzeugen.
Vor der Pause informierte uns Caro noch über den Prüfungsstoff: relativ umfangreich.

Wer mag, kann sich mein Veranstaltungsplakat von meiner »dienstlichen« Website freimark.de runterladen:

Einige Hinweise dazu:
Bitte beachten, dass das Plakat in nur rund zwei Stunden entstanden ist und ich kein InDesign-Crack bin (dafür finde ich es aber durchaus gut). Die Schriftauswahl war nicht so prickelnd; eine Helvetica gab’s nicht, daher Arial. Das Format hat nicht wirklich Plakatgröße, sondern ist nur A3. Dass viel Schrift in den Anschnitt geht (»an den Rand«), ist Absicht; bei runden Formen wie z.B. dem »e« oder dem »o« von »e-werk kino« oder der »2« des Datums unten vielleicht nicht ganz so geschickt (man kann es nicht genau bündig abschließen lassen, da immer 3 mm Beschnittzugabe berücksichtigt werden müssen; die Druckerei kann das Papier nicht auf den Milimeter genau bedrucken und zuschneiden). Die knalligen Farben sind dem CD des E-Werks Erlangen entnommen. Die vier kleinen Filmplakate selbst stammen von den DVD-Covern der jeweiligen Filme (von amazon.com)

Übrigens startet der nächste Film der Coen-Brüder, »Intolerable Cruelty« (Trailer), hierzulande am 23. Oktober. Mitwirkende: George Clooney, Catherine Zeta-Jones, Geoffrey Rush.

Nach der Pause sprachen wir die Entwürfe von jedem durch (alle zehn Leute haben was gebastelt) und begannen dann eine neue Übung, die unserer Pflichtübung sehr ähnlich ist (in der wir ein Cover und ein wenig Innenteil der Zeitschrift Novum setzen müssen).
In dieser Übung am Nachmittag setzten wir einen Katalog für das dänische Möbelhaus Brøste Design – zumindest begannen wir damit. Ich schrieb viel mit, da es eine Menge an Einzelschritten gibt: Vom Beginn des Dokuments über das Zeichnen und Positionieren von Elementen, Textrahmen und den inzwischen bekannten Paragraph Styles sowie das Anlegen von Tabellen und einem automatischen Inhaltsverzeichnis.
Der Collegeblock ist bald wieder voll; im BMC-Kurs habe ich genau einen verbraucht…

Zwei Dinge habe ich gestern festgestellt:
Erstens: Es geht nichts über eine hohe Bildschirmauflösung. In der SAE wird es an den 15-Zöllern (Röhre) mit 1.024×768 bei Paletten-intensiven Programmen wie InDesign, Photoshop oder Flash schnell eng. Daheim mit 17er TFT und 1.240×1.024er Auflösung ist das schon angenehmer, aber glücklich werde ich wohl erst mit einem 20er Display mit 1.680×1.050 an meinem nächsten Rechner, wenn ich mal wieder zu Geld komme (zuvor will ich aber meinen Auszug finanzieren um nicht ewig daheim zu wohnen; sprich: das kann noch etwas dauern mit dem neuen Rechner).
Das andere: Samstags in der SAE ist es durchaus nett. Der Kurs ist nicht so voll (in diesem Kurs 10 statt 18 Leute) und es ist recht entspannt. Arbeiten unter der Woche ist wohl auch einfacher, da man prinzipiell Montag bis Freitag zur Verfügung steht. Für mich ist der CMD am Samstag dennoch keine Alternative, da ich an diversen Samstagen an der FOS in Fürth zwecks Erlangung des Fachabis mittels Telekolleg anwesend sein muss. Außerdem kann bei sechs Stunden Stoff schon mal die Aufmerksamkeit nachlassen, es gibt keine Chance einen verpassten Tag zu wiederholen (ich kann noch samstags rein, wenn ich montags oder dienstags mal nicht komme) und die Samstagler haben theoretisch für die Erledigung der Pflichtübungen vier Tage weniger Zeit. Aber es kann auch Vorteile haben, falls sich das jemand überlegt…

Letzte Worte

Von Roland zu einer offenbar zu spät gekommenen BMC-Studentin, die sich in der Tür geirrt hat:

»Du bist Biene-Maja-Curs. Hier ist Willy-Kurs.«

 
Erschienen am Sonntag, 28.09.2003 @ 4:47
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