Archiv für Montag, 29.09.2003

Montag, 29.09.2003

»You only have 7 days left till your membership expires.«

Zum 5. Oktober stand bei mir die Verlängerung meiner .mac-Mitgliedschaft an, für dann 99 Euro im Jahr (das erste Jahr gab’s für 49 USD).
Ich habe mir überlegt zu verlängern, denn zwei Features sind ganz nett:

  • Backup, um mal schnell Adressen, Bookmarks und dergleichen zu sichern
  • iSync, genauer: Das Austauschen von Adressen und Bookmarks zwischen zwei Macs

Fünfzig Euro wär’s mir vielleicht nochmal wert gewesen, aber nicht hundert, zumal ich es im Moment eh nicht so dick habe. Die Features, für die ich keine oder nur eine geringe Verwendung habe, sind zahlreich: Mail, das Online-Adressbuch, Bookmarks unterwegs, eigene Homepage, die iDisk, iCards, Virex-Virenschutz, veröffentlichen von iCal-Kalendern. Oder »Benefits« wie eine kostenlose VersionTracker Plus-Mitgliedschaft, eine kostenlose Version von iBlog oder ein geschenktes Spiel »The Sims« (habe ich kein Interesse und es über eBay zu verkaufen, falls es dafür überhaupt einen Markt gibt, ist wieder aufwändig).
Mein Webspace-Provider bietet mir wesentlich zuverlässiger und umfangreicher Webmail an (außerdem mit der Adresse stefan@freimark.de statt sfreimark@mac.com), Homepages kann ich selbst basteln, eine iDisk brauche ich nicht unbedingt (und wenn, bekäme ich sie bei Klaus), für iCards habe ich gar keine Verwendung, Backups kann ich anderweitig machen, Bookmarks kann ich auch händisch auf’s iBook kopieren, meine Macs brauchen keinen Virenschutz (allenfalls auf dem Server müssten Wurm-Nachrichten bereits abgefangen werden) und es gibt keine Kalender, die ich veröffentlichen müsste.

Apple verhält sich beim .mac-Service sehr fair: Vier Wochen, bevor sich mein Account automatisch verlängert hätte, bekam ich eine Mail die mich darauf hinwies. Die Funktion zum Kündigen war zwar nicht leicht zu finden (Account Settings, Credit Card Info, »Auto-Renew« deaktivieren), aber sie zeigte sofort Wirkung: Jetzt wird mir auf der Startseite unmissverständlich angezeigt, dass mein Account auslaufen wird.

Falls ich mal wieder zu viel Geld übrig habe (demnächst nicht in Sicht) oder es unverzichtbare neue Features gibt, kann ich ja wieder .mac abonnieren, für den selben Preis.

Erschienen am Montag, 29.09.2003 @ 0:56 | Kommentare deaktiviert
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»24«-Nachlese

Das war also die erste Staffel von »24«. Gesamturteil: Nicht schlecht. Die Story war spannend, mit einigen Wendungen und nicht unbedingt vorhersagbar. Für Kai: Übrigens wurde seine Frau nicht verdächtigt, aber ansonsten hat es eine Menge Leute getroffen (teilweise auch, um den Verdacht auf andere zu lenken).
Einen Kritikpunkt habe ich allerdings: Man hat teilweise arg viel reingepackt, vor allem der Handlungsstrang um Kim war ziemlich aufgebauscht. Ok, andererseits bekommt man wohl kaum 24 Stunden voll.

Ich bin gespannt auf die nächste Staffel (weiß jemand, was über einen deutschen Ausstrahlungstermin?), aber hoffe ich sehr, dass man die Ausstrahlung dann etwas streckt und nicht eine ganze Season in nur einem Monat durchpeitscht. Das nahm wöchentlich etwas viel Zeit in Anspruch.
Wer wissen möchte, wie es in der nächsten Staffel weitergeht, kann schon mal einen vorsichtigen Blick bei epguides.com/24 wagen (um das auch mal zu sagen: epguides.com ist die Referenz, wenn es um TV-Serien geht).

Ab heute gibt es die erste Staffel auch in Deutschland auf DVD. Ich finde jedoch, dass sich so eine Serie nicht wirklich für’s DVD-Regal eignet: Man kann sie sich nur einmal ansehen, und die einzelnen Folgen erzählen nicht, wie bei anderen Serien, eine abgeschlossene Geschichte mit einer Staffel-übergreifenden Handlung, sondern eine komplette Staffel erzählt eine ganze Geschichte mit einer Serien-übergreifenden Handlung (man muss sich also beim Schauen ranhalten).
Der Info-Seite zu Alternativen Fassungen der IMDB ist zu entnehmen, dass RTL2 die Folgen beschnitten hat, um eine FSK12-Freigabe zu erreichen. Die Folgen auf den deutschen DVDs werden FSK16 und ungekürzt sein. Überhaupt hat das mit der Echtzeit bei der TV-Ausstrahlung nicht ganz hingehauen, obwohl in der Serie für die Werbepausen einige Minuten übersprungen wurden. Eine Episode hatte eine Netto-Spielzeit von 40 bis 42 Minuten, RTL2 hat die Werbepausen aber nicht richtig aufgefüllt.

Erschienen am Montag, 29.09.2003 @ 1:17 | Kommentare deaktiviert
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Zeit für Zuglektüre

  • »Mehrarbeit bringt’s nicht«
    Die Deutschen sind faul und sollen länger arbeiten, meinen Politiker und Unternehmer. Doch statt starrer Regeln hilft nur Flexibilität (Die Zeit vom 25.09.03)
  • »Allemagne, du ‘ast es besser«
    Frankreich sieht schwarz: Ein Riesenstaatsdefizit, unfähige Politiker, verantwortungslose Bürger. Beim Blick auf Deutschland kommt Respekt auf. (Die Zeit vom 25.09.03)
  • »Wann, wenn nicht jetzt?«
    rotz Bayern-Debakel: Acht Monate, in denen der Kanzler das Land erneuern kann. (Die Zeit vom 25.09.03)
  • »Schluss mit Jux und Langeweile«
    Das größte Arbeitsamt der Republik wird zur Agentur. Auf den Fluren verschwinden die Warteschlangen, der Druck auf die Arbeitslosen steigt. Was bleibt, ist Bürokrati. (Die Zeit vom 25.09.03)
  • »Wer war Simone de Beauvoir?«
    Bewerber wissen immer weniger – angeblich. Geprüft hat das noch niemand. (Die Zeit vom 25.09.03)
  • »Acht Männer und ein Problem«
    Auch Bundespräsidenten müssen um politische Macht kämpfen. Nicht jeder eignet sich dazu. (Die Zeit vom 25.09.03)
  • »Nörgelnde Jammerlappen«
    Arbeit könnte schön sein. Wenn die Kollegen nicht wären. Ein paar Tipps zum Umgang mit Blendern und Besserwissern. (Die Zeit vom 25.09.03)
  • »Darauf einen doppelten Laphroaig«
    Beim Whisky kommt es vor allem darauf an, wo man ihn trinkt. Diesseits der Highlands sind geschmackvolle Orte nicht so leicht zu finden. (Die Zeit vom 25.09.03)

Wenn »Die Zeit« nicht dieses unpraktische Format hätte (Kriterium: Badewannen-tauglich), würde ich sie ja jede Woche kaufen. So drucke ich mir donnerstags die Artikel aus die mich interessieren, auf die mich ein Newsletter hinweist.
Außerdem in meinem Rucksack:

Erschienen am Montag, 29.09.2003 @ 5:54 | Kommentare deaktiviert
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Entdecke die Möglichkeiten

Ein Nachtrag zum DTP-Unterricht in der SAE: Nach zwei Wochen (entspricht viermal drei Stunden, also insgesamt zwölf Stunden) InDesign-Schulung durch Caro fällt mir mal wieder sehr deutlich das System der SAE auf: Man erhält einen schnellen Einstieg und stellt sich dadurch nicht ganz dämlich an, wenn es um Lösungen mit Hilfe der Applikation(en) geht, die wir vermittelt bekommen. Aber nach zwei Wochen ist man kein InDesign- oder Photoshop-Crack, oder um welches Programm es auch immer geht. Es gibt noch so viele andere Dinge zu entdecken.

Bei InDesign merke ich das wieder deutlich: Ich habe jetzt solide Grundlagen, sehe aber auch, dass es bis zur Perfektion noch ein weiter Weg ist, die man nur durch Erfahrung erlangen kann.
Das finde ich aber gut am SAE-System: Würde ich mir die von Grund auf Kenntnisse autodidaktisch aneignen wollen, wäre ich ewig beschäftigt.

Erschienen am Montag, 29.09.2003 @ 17:48 | Kommentare deaktiviert
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Lingo in a Nutshell

Ab heute geht es vier Wochen lang um ein Macromedia-Programm: Director. Oder besser gesagt: Es geht um die Scriptsprache des Directors, »Lingo«.
Carsten ist der Mann, der uns Director und Lingo näher bringt; er kennt Director seit Version 4. Er wird uns später außerdem in PHP unterrichten.

Director selbst – für diejenigen, die ihn nicht kennen – ist in erster Linie ein Authoring-Programm zur Erstellung von Offline-Inhalten für CDs, DVDs und Kiosksysteme. Es ist sehr ähnlich zu Flash, aber Lingo kann wesentlich mehr als das in Flash eingebaute Actionscript. Heute braucht man den Director, der wesentlich älter ist als Flash, nur noch selten, da CD-ROMs nicht mehr so sehr gefragt sind. Flash wird Director aber nicht ersetzen können, denn 600 MB Videos lädt man nicht mal eben über’s Netz.
Wir lernen ihn bzw. Lingo hauptsächlich deswegen, um Programmieren zu lernen, und erst sekundär deswegen, um später auch mal mit dem Director arbeiten zu können (»falls doch mal was kommt« oder um sich für ein Problem mal eben selbst schnell ein Programm zu schreiben).

Carsten erklärte uns kurz das Programm: Die Oberfläche und die Besonderheiten von Director sowie einige Fachbegriffe von Sprite über Cast bis Score. Er hielt sich aber nicht lange mit Dingen wie Keyframe-Animation auf, da uns das schon aus dem Flash-Unterricht des BMC bekannt ist.
Wir kamen sehr schnell zu ersten Programmierbeispielen. Alle völlig effektfrei, dienten sie nur dazu, uns Verständnis dafür zu vermitteln, warum was passiert. Zunächst sprachen wir das Thema Maus-Events an, das Messenger-Fenster, Sprite-Scripte und Frame-Scripte.
Carsten erklärte sehr gut, anschaulich und einleuchtend. Allerdings hatte ich (und einige andere) auch einen kleinen Vorteil, denn ich habe in der Realschule schon mal programmieren gelernt. Das war zwar TurboPascal, ist zehn Jahre her und seit dem habe ich nichts mehr gemacht, aber Begriffe wie Variablen, Integer, String oder die Arbeitsweise einer Wenn-Dann-Sonst-Bedingung muss man mir nicht mehr erklären.

Ich fand es interessant und auch wichtig, den Umgang mit Director zu lernen (und Programmierkenntnisse wieder aufzufrischen und zu vertiefen). Aber ich mag den Director nicht.
Zum Beispiel habe ich mit einiger Erschütterung feststellen müssen, dass es kein mehrfaches Undo gibt. Und ich dachte, QuarkXPress 6 sei das letzte Programm auf dieser Erde, das mit diesem Feature gesegnet wird…
Eine andere Sache ist die – aber das war mir schon bekannt und habe ich dem Director-Produktmanager auch schon vorgetragen –, dass man mit der Windows-Version nur eine ausführbare Datei (»Projektor«) für Windows erstellen kann, nicht für Mac-Systeme. Und wer den Mac-Director hat, kann nur Mac-Projektoren erstellen, keine .exe-Dateien für PCs. Wer für beide Plattformen ausführbare Programme erzeugen möchte, muss zwei Director-Lizenzen zu je 1.670 Euro kaufen. Für eine absolut einfache Sache: Ich kann auf dem Mac (oder umgekehrt PC) komplett meine Director-Anwendung bauen und muss auf einem PC-Director die Quelldateien nur in einen Dialog laden und auf einen Knopf drücken, mehr nicht. Kann man die Sache mit dem fehlenden mehrfachen Undo noch als Lappalie abtun, aber sowas ist für eine Entwicklungsumgebung, für eine Entwicklungsumgebung (!!) das absolute K.O.-Argument. Diese Halsabschneiderei von Macromedia könnte man natürlich umgehen, indem man mit seinen PC-Quelldateien zu einem Freund mit Mac-Director geht, der lädt die Dinger rein und drückt auf einen Knopf; eine Sache von fünf Minuten. Macromedia weiß das natürlich und kennt auch den Unmut seiner Kunden (!) deswegen, hat diesen Weg aber ausdrücklich verboten; man soll gefälligst zwei Lizenzen kaufen.

Ich kann mich auch deswegen nicht für den Director begeistern, da ich einfach keinen Bedarf dafür sehe. Sicher, es gibt Einsatzgebiete, in denen Flash einem nichts nützt, und Lingo ist um vieles mächtiger als Actionscript. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass ich in Zukunft hauptsächlich mit Director meinen Kühlschrank fülle. Trotzdem sehe ich ein dass es wichtig ist, auch den Director und Lingo zu kennen. InDesign werde ich zwar noch weniger brauchen, aber es ist einfach ein cooles Programm: sehr leistungsfähig, der Konkurrenz weit voraus, wird vom Hersteller gepflegt.
Das ist auch so ein Ding: Macromedia lässt den Director einen langsamen Tod sterben. Anwenderwünsche werden konsequent ignoriert und Produktpflege nur marginal betrieben. Das einzige nennenswert neue Feature von Director MX im November 2002 z.B. war die Kompatibilität zu Mac OS X; dennoch will Macromedia einem 400 USD für das Update von 8.5 aus der Tasche ziehen.

Vielleicht werde ich mit Director ja noch warm. Mit Photoshop ging es mir ein bisschen ähnlich: Ich war das einfachere Fireworks gewohnt, mir war aber schon von Anfang an klar, dass Photoshop Fireworks natürlich bei weitem überlegen ist. Nach zwei Wochen erkannte ich dann die Genialität des Programms: Ich sage nur Layer-Masken und Adjustment Layers.
Trotzdem verwende ich heute noch Fireworks für viele Sachen: Manches ist in Photoshop einfach zu umständlich.

Erschienen am Montag, 29.09.2003 @ 18:12 | Kommentare deaktiviert
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Creative Suite

Adobe stellte heute neue Versionen seiner Programme Photoshop (Version 8), InDesign (Version 3), Illustrator (Version 11) und GoLive (Version 7) vor, womit schon seit einiger Zeit gerechnet wurde (dogfood, Thinksecret 1, Thinksecret 2, siehe auch Heise-Meldung).
Wenig originell folgt man dem Beispiel von Macromedia, die bereits im April 2002 neue Versionen ihrer Programme auf den Namen »MX« taufen und sie nicht mehr durchnummerieren; im August 2003 stellte Macromedia zudem MX2004 vor. Im Gegensatz zu Macromedia weiß man bei Adobe aber, wofür die Abkürzung CS statt der Versionsnummern stehen soll: für »Creative Suite«.

Ansonsten bemüht sich Adobe nach Kräften, Macromedia beim Sammeln von Minuspunkten bei der Kundschaft zu überbieten: Photoshop ist wohl ein Marketing-Update. Das ist das Problem, wenn neue Versionen nicht dann rausgebracht werden, wenn sie fertig sind, sondern wenn man sie im Sack mit anderen Programmen auf den Markt werfen muss; das ist bei CS nicht anders als bei MX, das ist geradezu zwingend bei solchen Produktbezeichnungen). Außerdem wird von Kunden kritisiert, dass nach Microsoft (WinXP) und Macromedia (Studio MX04 auf Mac und Win) nun auch bei Adobe mit der CS die Zwangs-Aktivierung Einzug hält, wenn auch vorerst nur für die Windows-Versionen. Zudem ist mir zu Ohren gekommen, dass es mit gedruckten Handbüchern nun auch essig ist und Adobe, nach Macromedia, zu elektronischen Handbüchern auf CD greift.

Trotz allem ein Lob: Die neuen Verpackungen sehen sehr schön aus.

Erschienen am Montag, 29.09.2003 @ 19:33 | Kommentare deaktiviert
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