Archiv für Mittwoch, 01.10.2003

Mittwoch, 01.10.2003

»Walter, kuck Dir mal dieses Saug-Ergebnis an! Kuck es Dir an!«

Wer ist noch besser in Homeshopping-Comedy als Walter Freiwald? Sein Gast im RTL-Shop, Nils-Oliver Lammert.

Erschienen am Mittwoch, 01.10.2003 @ 8:12 | Kommentare deaktiviert
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Ein Mann und sein Gitarrenkoffer

Heute Abend, nach den Englisch-Hausaufgaben, geht’s mit Martin wieder ins Admiral. Auf dem Programm steht »Once Upon a Time in Mexico« (deutscher Titel: »Irgendwann in Mexico«) von Robert Rodriguez, mit Antonio Banderas, Salma Hayek und Johnny Depp in den Hauptrollen.
Es handelt sich um die Fortsetzung von »Desperado«, und entsprechend der Tradition seiner beiden Vorgänger (eben »Desperado« von 1995 sowie »El Mariachi« von 1992) erwarte ich nicht mehr und nicht weniger als absolut kompromissloses, gewalttätiges Geballer mit großem Kaliber.
Der Film hat keine Jugendfreigabe (also »ab 18«), insofern sollte ich da nicht all zu sehr enttäuscht werden.

Seit vorgestern auf apple.com/trailers online: Der Trailer zu »Der Herr der Ringe – Die Rückkehr des Königs«. Die offizielle Version.
Weltweit ab 17. Dezember im Kino (ja, ein Mittwoch).

Erschienen am Mittwoch, 01.10.2003 @ 11:14 | Kommentare deaktiviert
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Finally some good Mac Porn.

Daniel Hammermann hat Striptease-Bilder eines Dual-G5 in guter Qualität online gestellt.
Siehe auch den Eintrag »Insanely great« vom 6. September.

Erschienen am Mittwoch, 01.10.2003 @ 12:37 | Kommentare deaktiviert
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Zeit-Links diesmal schon am Mittwoch

  • Steuern: »Dein Freund, der Fiskus«
    Die wahre Steuerreform: Einfacher, schneller und weniger. (Die Zeit vom 02.10.03)
  • SPD: »Das Genossen-Trauma«
    In der SPD geht die Angst um. Böse Erinnerungen an den Machtverlust 1982 werden wach. Aber noch gibt es kein Drehbuch für einen Regierungswechsel. (Die Zeit vom 02.10.03)
  • Föderalismus: »Deutschland, kleinlich Vaterland«
    Eine neue Kommission soll den Föderalismus reformieren. Doch mit den entscheidenden Fragen darf sie sich nicht befassen. (Die Zeit vom 02.10.03)
  • Texas: »Hufeisen oder Brezel«
    Wer in Amerika den Zuschnitt der Wahlkreise bestimmt, gewinnt auch die Wahlen. Haben die Republikaner von Texas schmutzige Tricks benutzt? Sind die Demokraten schlechte Verlierer? Protokoll eines Polit-Westerns. (Die Zeit vom 02.10.03)
  • Subventionen: »Viel Wirbel, wenig Bewegung«
    Der hochgelobte Koch-Steinbrück-Plan zum Subventionsabbau fällt im Detail bescheiden aus. (Die Zeit vom 02.10.03)
  • Finanzpolitik: »Wenn die „Nasentheorie” versagt«
    Subventionen zu streichen gelinge nur in der Wirtschaftskrise, heißt es. Sieben Industrienationen beweisen das Gegenteil. (Die Zeit vom 02.10.03)
  • Island: »Islands späte Rentner«
    Der Ruhestand ab 67 ist in Europas Norden längst Realität � gut für die Sozialkassen. (Die Zeit vom 02.10.03)
  • Banken: »Kleine Kredite, große Geschäfte«
    Von wegen Kapitalklemme: Deutsche Banken verleihen munter Geld – im Ausland. (Die Zeit vom 02.10.03)
  • Philosophie: »Das Beste kommt noch«
    Adorno als Kapitalismuskritiker – eine Konferenz in Frankfurt (Die Zeit vom 02.10.03)
  • Film: »Nichts wollen, können, brauchen«
    Leander Haußmanns tapsige Literaturverfilmung „Herr Lehmann”. (Die Zeit vom 02.10.03)
  • Leben: »Wir Urlaubssimulanten«
    Mit Flipflops an den Füßen auf dem Weg in die nächste Strandbar: Diesen Sommer herrschte in Großstädten überall Ferienstimmung. Die Deutschen fühlen sich inzwischen in der Ferne zu Hause – und daheim wie Touristen. (Die Zeit vom 02.10.03)
  • Leben: »Der Augenklick«
    Seit Handys zu Kameras geworden sind, können wir allzeit fotografieren – und machen uns wieder ein anderes Bild von der Welt. (Die Zeit vom 02.10.03)

Erschienen am Mittwoch, 01.10.2003 @ 13:38 | Kommentare deaktiviert
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The Lawnmower Men

Gestern war ein ereignisreicher Tag im, wie es so schön heißt, »politischen Berlin«.

  • Die Ministerpräsidenten Peer Steinbrück (SPD, Nordrhein-Westfalen) und Roland Koch (CDU, Hessen) stellten ihr gemeinsames Konzept zu Subventionskürzungen nach der Rasenmäher-Methode vor (»alle Subventionen jährlich pauschal um 4 Prozent kürzen«), die in Deutschland noch nie Erfolg hatte, es aber diesmal schaffen könnte. Es soll nur einige Ausnahmen wie Aufbau Ost oder Bildung und Forschung geben. Zwischen 2004 und 2006 soll es um Kürzungen von 15 Milliarden gehen, ab 2006 um jährlich 10 Milliarden.
  • Die Unions-Kommission zur Reformierung der Sozialsysteme unter Leitung von Alt-Bundespräsident Roman Herzog (CDU) legte ihren Abschlussbericht vor. Eckpunkte: Rente mit 67, monatliche Kopfpauschalen i.H.v. 264 Euro als Krankenversicherungs-Beitrag.
  • In der Rentenkasse soll es angeblich ein neues Neun- bis Sechs-Milliarden-Loch geben, was von der Bunderegierung umgehend dementiert wurde. Nur drastische Gegenmaßnahmen können einen Anstieg der Beitragssätze auf 20,2 Prozent verhindern.
    Ob wahr oder nicht: Die erste verlinkte Spiegel-Meldung liefert einige Zahlen, die nun jedem klar machen sollten, weswegen es in den Sozialsystemen nicht weitergehen kann wie bisher:

    »Die Rentenbezugsdauer sei seit 1960 um 70 Prozent gestiegen. [...] Wir haben praktisch kein Wachstum, obwohl die Zahl der Rentnerinnen und Rentner steigt.«
  • Der Bund der Steuerzahler stellte sein diesjähriges »Schwarzbuch« über Steuerverschwendung vor. »Bei einem wirtschaftlichen Umgang mit Steuergeldern könnten Bund, Länder und Gemeinden fünf Prozent aller Ausgaben oder 30 Milliarden Euro im Jahr einsparen.« Das ist angesichts von angedachten Subventionskürzungen und Löchern in der Rentenkasse eine Schlag ins Gesicht (wegen Bundeszuschüssen aus Steuereinnahmen haben Steuerverschwendung und Löcher in der Rentenkasse durchaus was miteinander zu tun). Leider ging die Meldung weitgehend unter und wurde vom »politischen Berlin« ignoriert.
    Kleine Anekdote am Rande: Gestern früh spielte der Radiomoderator in Bayern3 bei dieser Meldung »Money for nothing« von den Dire Straits ein…
  • Grüne Spitzenpolitiker stellten klar, dass Neuwahlen unumgänglich sind, falls die Reformen von Rot-Grün in diesem Herbst nicht zustande kommen.

Zum letzten Punkt etwas ausführlicher:
Letzte Woche kam mit Ach und Krach eine eigene Koalitions-Mehrheit bei der Abstimmung zur Gesundheitsreform im Bundestag zustande, bei sechs Gegenstimmen aus der SPD-Fraktion. Wenn ich’s recht in Erinnerung habe, hat die Koalition nur vier Stimmen über den Durst; die eigene Mehrheit gab es nur deswegen, weil in der Opposition einige Abgeordnete nicht an der Abstimmung teilnahmen.
Für die am 17. Oktober anstehenden Abstimmungen zu Arbeitsmarkt-Reformen (»Hartz IV«) kündigten einige SPD-Parlamentarier bereits ihr Nein an, weitere Fraktionsmitglieder von SPD und Grünen forderten Änderungen am Gesetzentwurf (1, 2, 3, 4). Bundeskanzler Schröder drohte zum zweiten Mal in dieser Woche, diesmal öffentlich, er würde zurücktreten wenn es bei den in diesem Herbst kommenden Abstimmungen zu seiner Agenda 2010 keine eigene Mehrheit gibt.

Ich stelle fest, dass ich eigentlich zu wenig weiß, um mir eine fundierte Meinung über die zur Entscheidung anstehenden Gesetze am 17. Oktober bilden zu können. Ich weiß nicht, worum es im Detail geht, ich bin nur über die Grundzüge informiert und schnappe hier und da ein paar Fetzen mit weiteren Infos auf; zu wenig, um sich definitiv festzulegen.
Ich gehöre zu den Leuten die nicht nur sagen, dass die Agenda 2010 notwendig ist, ich gehöre zu denjenigen, denen sie nicht weit genug geht (das kann ich widerrum mit Bestimmtheit sagen, da ich weiß worum es in der Agenda geht und weswegen sie notwendig ist).
Dann kommt mir wieder zu Ohren, man plane, bei der Berechnung des Arbeitslosengeldes II (das m.W. nach einem Jahr beitragsfinanziertem ALG bezahlt wird) etwaige Lebensversicherungen der Betroffenen als Vermögen mit zu berücksichtigen. Ich bin kein Sozialromantiker, aber ich finde es etwas widersprüchlich, wenn die Menschen einerseits dazu aufgerufen werden, selbst für’s Alter vorzusorgen da es später nicht mehr so viel geben wird (nicht geben kann), und man ihnen ihre Altersvorsorge im Falle längerer Arbeitslosigkeit wieder wegnimmt.

Was ich weiß ist, dass es im Moment brandgefährlich für die Rot-Grüne Regierung ist. Der Spiegel hatte vor einigen Monaten, als DGB-Chef Michael Sommer noch einen heißen Mai vorhersagte (der nur für die Gewerkschaften, v.a. die IGM heiß wurde), eine seiner Titelgeschichten mit einer schönen Geschichte begonnen:
Gewerkschaften und Koalitionsabgeordnete traten mit Forderungen an die Öffentlichkeit, sie wollen eine andere Politik, keineswegs einen anderen Kanzler. Am Ende bekamen sie beides: Es war das Jahr 1982.
Etwas beängstigend, wie sich die Äußerungen von damals und heute gleichen. Vielleicht sollten sich die sogenannten »Abweichler« besinnen und am 17. Oktober die Kröte schlucken und zustimmen. Mit einem Unions-Kanzler wird’s eher noch ungemütlicher. Und es wird einen Unions-Kanzler geben, falls Schröder die Brocken hinschmeißt: Aktuellen Umfragen zufolge käme die Union auf 50% der Stimmen, die SPD auf nur noch 26%. Die Union wird Neuwahlen erwirken wollen, da sie bei diesen Stimmungsverhältnissen kaum als Juniorpartner in einer großen Koalition im aktuellen Bundestag wird fungieren wollen. Und rechnerisch gibt’s für die SPD mit einem Vielleicht-Kanzler Clement – der eher eine noch »rechtere« Regierung führen würde als Schröder – keine Alternative, falls die Grünen die Lust verlieren.

Der 17. Oktober wird spannend wie lange nicht. So spannend wie die Vertrauensfrage vom 16. November 2001.

Erschienen am Mittwoch, 01.10.2003 @ 15:02 | Kommentare deaktiviert
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Es war einmal in Mexico: Ein Troublemaker Studios Film

Kurze Kritik zu »Once upon a Time in Mexico« (Trailer), den ich wie vorhin angekündigt, heute Abend gesehen habe.
Er war nicht so der Hit.

»Desperado« hatte mehr Coolness und war geradliniger. Sein Nachfolger dagegen glänzte vor allem mit unnötig brutalen Szenen (die Augen, der Klavierspieler, die OP), die nicht hätten sein müssen. Außerdem passierte in dem Film einfach zu viel, es gab zu viele Charaktere, über die kaum etwas erzählt wurde (z.B. Mickey Rourke), und nur durch das Herankarren von zig Leuten lässt sich eine dünne Handlung schlecht aufpusten. OuaTiM hätte sich besser auf das beschränkt, was Desperado war: ein straighter Ballerfilm ohne Ecken und Kanten. Desperado hatte ein einfaches Muster: Ein Mann, eine Frau, sein Gegner, ein Rachefeldzug. In OuaTiM ging es um einen Mann, seine Frau, seine Tochter, seine beiden Brüder, um den Präsidenten, um einen General, um einen Quertreiber, eine wichtige aber nicht näher erwähnte Gestalt (Mickey Rourke), um einen CIA-Mann, eine Polizistin und einen FBI-Mann: da wurde zu viel reingepackt.
Abgesehen davon gab es aber auch eine Reihe netter Gags: der Geld"koffer", das CIA-T-Shirt, überhaupt die ganze Rolle von Johnny Depp (ohne zu viel verraten zu wollen).

Fazit: Muss man nicht gesehen haben, nur für Fans. Wem Johnny Depp in »Fluch der Karibik« gefallen hat, könnte sich auch in OuaTiM für den ein oder anderen Brüller begeistern, allerdings sollte man mit einem etwas robusteren Nervenkostüm für den Rest des Films ausgestattet sein.

Das Admiral zeigte Trailer zu Quentin Trantions neuem Streich »Kill Bill« sowie zu »Bad Boys II«. Letzterer eine Produktion des berüchtigten Duos Bay/Bruckheimer, das solche Katastrophen (im filmischen Sinne) wie »Pearl Harbor« und »Armageddon« zu verantworten hat, aber bei Bad Boys ist das glaube ich genau das richtige.
Hin- und Rückfahrt von Erlangen nach Nürnberg natürlich im ICE, kost’ ja nix!   :-)

Erschienen am Mittwoch, 01.10.2003 @ 21:54 | Kommentare deaktiviert
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