Es war einmal in Mexico: Ein Troublemaker Studios Film
Er war nicht so der Hit.
»Desperado« hatte mehr Coolness und war geradliniger. Sein Nachfolger dagegen glänzte vor allem mit unnötig brutalen Szenen (die Augen, der Klavierspieler, die OP), die nicht hätten sein müssen. Außerdem passierte in dem Film einfach zu viel, es gab zu viele Charaktere, über die kaum etwas erzählt wurde (z.B. Mickey Rourke), und nur durch das Herankarren von zig Leuten lässt sich eine dünne Handlung schlecht aufpusten. OuaTiM hätte sich besser auf das beschränkt, was Desperado war: ein straighter Ballerfilm ohne Ecken und Kanten. Desperado hatte ein einfaches Muster: Ein Mann, eine Frau, sein Gegner, ein Rachefeldzug. In OuaTiM ging es um einen Mann, seine Frau, seine Tochter, seine beiden Brüder, um den Präsidenten, um einen General, um einen Quertreiber, eine wichtige aber nicht näher erwähnte Gestalt (Mickey Rourke), um einen CIA-Mann, eine Polizistin und einen FBI-Mann: da wurde zu viel reingepackt.
Abgesehen davon gab es aber auch eine Reihe netter Gags: der Geld"koffer", das CIA-T-Shirt, überhaupt die ganze Rolle von Johnny Depp (ohne zu viel verraten zu wollen).
Fazit: Muss man nicht gesehen haben, nur für Fans. Wem Johnny Depp in »Fluch der Karibik« gefallen hat, könnte sich auch in OuaTiM für den ein oder anderen Brüller begeistern, allerdings sollte man mit einem etwas robusteren Nervenkostüm für den Rest des Films ausgestattet sein.
Das Admiral zeigte Trailer zu Quentin Trantions neuem Streich »Kill Bill« sowie zu »Bad Boys II«. Letzterer eine Produktion des berüchtigten Duos Bay/Bruckheimer, das solche Katastrophen (im filmischen Sinne) wie »Pearl Harbor« und »Armageddon« zu verantworten hat, aber bei Bad Boys ist das glaube ich genau das richtige.
Hin- und Rückfahrt von Erlangen nach Nürnberg natürlich im ICE, kost’ ja nix! :-)
Erschienen am
Mittwoch, 01.10.2003 @ 21:54
Tags: Film-und-Fernsehen, kinokritik
