Archiv für Samstag, 18.10.2003

Samstag, 18.10.2003

Ein Bild für die Götter

Als ich vorhin auf dem Rückweg nach Hause am Fürther Rathaus aus der U-Bahn nach oben ging, bot sich mir ein Bild für die Götter: Ich stehe auf der Rolltreppe, vor mir zwei ältere Damen im Rentneralter. Plötzlich fährt neben uns ein Junge mit seinem Mountainbike die Treppen hinunter ins Zwischengeschoss. Die beiden Rentnerinnen schütteln den Kopf.   :-)
Ein Klischee, wie es sich ein Soap-Drehbuch-Autor nicht besser hätte aus den Fingern saugen können.

Sonst? Geld-ausgeben-Tag der Extra-Klasse: Mein Konto wird mir nächste Woche böse Blicke zuwerfen, wenn ich mich ins Online-Banking einlogge. Es ging nach Nürnberg; erste Station: »Weißer Turm«, Saturn. Ich kaufte eine CompactFlash-Karte, 64 MB für 30 Euro. Nicht gerade billig, um nicht zu sagen: sauteuer. Bei Amazon kostet die Karte 10 Euro weniger (ein Drittel!), aber ich wollte nicht länger warten, bis irgendwann nächste Woche das Microdrive mit 1 GB Speicherkapazität kommt. Hätte ich billigen Speicher gewollt, hätte ich auch gestern schon bei MediaMarkt zuschlagen können, aber bei Speicher kommt für mich nur »amtliches Material« in Frage: Flash-Speicher von SanDisk, optische Medien von Verbatim oder Apple. Weswegen ich eine CompactFlash-Karte brauche? Ja, ich habe mir doch wieder eine Digitalkamera gekauft; ich komme später noch in einem eigenen Eintrag darauf zu sprechen.
Vor mit in der Schlange Mutter mit Tochter, Englisch sprechend, beide anscheinend gut situiert: Die Mutter mit gezügter maestro-Karte der Deutschen Bank, die vielleicht zehn-jährige Tochter in Tommy Hilfiger-Jacke mit drei DVDs in der Hand.

Nächste Station: Hauptbahnhof. In der dortigen Müller-Filiale Schokolade und Zahnpasta (Blendax Anti-Belag »Milde Minze«) gekauft. Verena hat die letzte Tube Zahnpaste im Haus auf Konfi-Freizeit mitgenommen, weswegen ich heute Konversation auf’s Nötigste beschränkte.
Anschließend schob ich die CF-Karte in die Kamera und machte erste Testaufnahmen, bevor es wieder in die U-Bahn ging.

Station »Lorenzkirche«: Meine Lieblingssocken gibt’s nur im Karstadt, und die nächste Filiale in der Umgebung ist die in Nürnberg in der Karolinenstraße. Eigentlich wollte ich zunächst im zweiten Stock sehen, ob dort die CF-Karten billiger sind und ich so wenigstens Anlass zum Ärger hätte, da ich sie in Nürnberg billiger hätte haben können. Aber ich vergaß das, denn im ersten Stock spielte laute Musik und eine Menschenansammlung machte mich neugierig. Eine kleine Modenschau mit knackigen Models lässt mich sogar CF-Karten vergessen. Gezeigt wurden Business-Outfits und Jeans mit weiten Pullis. Ich blieb einige Minuten und fuhr dann wieder ins Erdgeschoss, um meinen Sockenvorrat aufzufüllen.
In der Abteilung hat man mal wieder umgeräumt, so dass ich eine Verkäuferin fragen musste (gut, dass ich im Hauptbahnhof noch ein Pfefferminz eingeworfen habe): »Hudson, 44, schwarz?« Ich war etwas perplex als sie mich frug, ob es Wolle oder Baumwolle sein darf. Ich ließ mir beide zeigen, denn von sowas habe ich keine Ahnung und konnte mich auch nicht entscheiden, als ich beide in der Hand hielt. Angeblich würde sich das in Sachen Haltbarkeit auch nichts nehmen, weswegen ich mich nach dem Preis entschied: Die Socken, die 97% Baumwolle haben, kosten sogar einen Euro weniger als die mit nur 71%. Ich nahm fünf Paar von den 97%igen, zu je 8,50 Euro. Nicht gerade billig für Socken, aber wie schrieb mal jemand so schön:

»Man soll nicht an Dingen sparen, die man täglich benutzt.«

Socken kaufe ich nur von Hudson. Das Kuriose ist, dass mir die Größe »43-44« besser passt als »45-46«, obwohl ich eigentlich Schuhgröße 11½ habe, zu Deutsch: 46.

Nach dem Karstadt nochmal zurück zu Saturn, doch noch zwei DVDs mitnehmen: »Bad Boys« in der FSK18-Fassung (lief neulich bei Pro7 nur FSK16; ich kenn’ den Film noch gar nicht) und »Reservoir Dogs« in der neuen Auflage (mit »Kill Bill«-Trailer). »Reservoir Dogs« habe ich vor ein paar Jahren schon gesehen, der ist im Gegensatz zu »Bad Boys« bekannt. Beide für je 15 Euro. Tarantinos Film hätte es auch in einer »Special Edition« mit einer zusätzlichen Extras-Disc gegeben, aber das musste dann nicht sein.
Seit dem neuen Jugendschutzgesetz müssen die Händler ja deutlich die Altersfreigabe auf ihren Medien angeben. MediaMarkt pappt da auf jede DVD noch einen Pfeil mit der FSK-Angabe drauf, Saturn beschränkt sich da auf die eh auf der Rückseite angebrachten FSK-Quadrate. Was mich wundert ist, dass, und das war bei Saturn AFAIK schon vor dem neuen Jugendschutzgesetz der Fall, die Erwachsenen-Filme jetzt offen zum Verkauf angeboten werden. Früher musste man auch im Saturn noch an der Verkaufstheke fragen, wo man dort original einen Karton von unter dem Ladentisch mit dem brisanten Material hochgeholt hat.

Etwas mehr als hundert Euro später wieder der Heimweg. Aber zuvor noch ein Abstecher beim Palast-Imbiss am Fürther Rathaus, um mir einen der 25-Zentimeter-Döner im Sub-Format zu geben.

Erschienen am Samstag, 18.10.2003 @ 17:23 | Kommentare deaktiviert
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Kulinarischer Rundumschlag

Willkommen in einer neuen Kategorie hier bei my two cents: Leben – Gaumenfreuden. Wie der Name schon verrät, geht wird hier kulinarisch Bericht erstattet. In letzter Zeit hat sich einiges angesammelt…

Ich bin ja normalerweise der Erste, der über abartige Schokoladen-Sorten herzieht und eigentlich nur »Alpenvollmich« bevorzugt, statt meinen Geschmacksknospen Kreationen wie »Dolce Vita Amarena Kirsch«, »Joghurt-Erdbeer-Rhabarbarber« oder »Eierlikör Trüffel« zuzumuten.
Die Wintersorten, die es dieses Jahr (erstmals?) gibt, können mich aber durchaus begeistern: »Winterapfel-Vanille« von Alpia nicht so sehr, dafür »Milka Vanille-Kipferl« und vor allem »Milka Zimtsterne« um so mehr. Letztere Sorte klingt nach ordinären Zimtsternen (nach Dominosteinen für mich eh das Höchste), aber es ist tatsächlich eine Schokoladen-Tafel. Mir gefällt das Packungsdesign der drei Sorten.

Einige der Wintersorten von Milka und Alpia

[Bild anklicken zum Vergrößern.]

Über die Speculatius-Sorten wollen wir mal den Mantel des Schweigens hüllen.

Wo wir gerade beim Thema Vanille sind: Am 1.10. hatte ich im Admiral-Kino die Gelegenheit, ein 0,2-Liter-Fläschchen der absolut ekelhaftesten Flüssigkeit testweise zu kaufen (1,50 Euro), die es auf diesem Erdenrund gibt: Die neu in Deutschland eingeführte »Vanilla Coke«. Bah! Da sage noch einer, Pepsi sei süß…
»Coke Light Lemon« taugt auch nicht all zu viel, da ist das Pepsi-Konkurrenzprodukt »Twist« wesentlich besser, obwohl ich ja sonst nur unter Gewaltandrohung oder kurz vor der Dehydrierung zu Pepsi greife.

Für frischen Atem unterwegs sorgen bei mir neuerdings grüne Tic-Tacs: »Fresh Spearmint« zu 1,39 der 4er Pack, die frischer sind als die altbekannten weißen Tic-Tacs (»Fresh Mints«).
Seit Kurzem gibt es von Wrigley »Eclipse Flash«: 24 kleine Pfefferminz-Blättchen (oder sowas ähnliches) in einem Plastik-Schächtelchen. Die Werbung verspricht, wenn man sich so ein Teil auf die Zunge lege, würde einen augenblicklich unglaubliche Frische heimsuchen. Die Werbung hat nicht zu viel versprochen: Die Wirkung ist zwar nicht ganz so durchschlagend und langanhaltend wie bei Tic-Tac, einem Pfefferminz-Kaugummi oder gar Fisherman’s Friend, aber dafür sorgt Eclipse schnell für angenehme Gerüche. Mit 1,29 ist die Notfall-Erfrischung aber recht teuer.

Pfannis Bratkartoffel-Packung.Zu den handfesteren Produkten: Schon seit einiger Zeit wollte ich mal was über den »Monopoly Mäc« sagen. Nicht gut. Ich bestelle die Tomaten ja immer ab (angenehmer Nebeneffekt einer solchen sogenannten »Grill-Bestellung«, außer, dass man die Tomaten los ist: der Burger wird frisch zusammengestellt). Ansonsten kann ich Käse auf Burgern auch durchaus was abgewinnen, solange es kein sich kilometerlang ziehender Käse ist, sondern Scheibletten (z.B. auf dem Royal-Käse oder dem BigExtra selig). Auf dem Monopoly-Mäc ist neben dem üblichen Käse noch eine weitere Sorte, die da nicht mit rein passt (müsste deren Spezial-Emmentaler sein, auf dem Royal ist Chester).

Vorratshaltung. Nur Nudeln nehmen in diesem Schrank noch mehr Raum ein.Weit besser als der Monopoly-Mäc sind die Bratkartoffeln von Pfanni.
Die Packung kommt etwas befremdlich daher: eine Pappschachtel. Aber in der Pappschachtel verbirgt sich eine luftdicht zugeschweißte Alu-Packung mit den gekochten Kartoffelscheiben. Die Kartoffeln sind sehr weich (eben gekocht) und kalt. Man bewahrt die Schachtel einfach bei Zimmertemperatur im Schrank auf, sie muss nicht gekühlt werden.
Das ist sehr praktisch: Von früher, wenn meine Mutter noch Bratkartoffeln gemacht hat, kenne ich das noch so, dass am Tag zuvor Kartoffeln gekocht und geschält werden, um sie am nächsten Tag in Scheiben zu schneiden und zu braten. Da spart die Pfanni-Lösung doch eine Menge Zeit und geschmacklich kann sich das sehen lassen. Nett ist auch, dass man die Scheiben vor sich hinbrutzeln lassen kann; das ist kein Essen, bei dem man ständig zur Kontrolle nebendran stehen muss.

Leider gibt’s die Pfanni-Bratkartoffeln nicht überall (in Erlangen und Herzogenaurach nur im Handelshof/Altstadtmarkt), so dass ich Verena oder Wolfgang mit der Besorgung eines größeren Vorrats beauftrage, wenn sie mal zum Altstadtmarkt kommen.
[Bilder zum Vergrößern anklicken.]

Erschienen am Samstag, 18.10.2003 @ 21:51 | Kommentare deaktiviert
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