Lieblingsplatz

Ich habe ja schon öfter mal beschrieben, wo ich am liebsten im Zug sitze, jetzt kann ich’s auch zeigen.   :-)

Der ICE1 morgens um 07:27 ab Nürnberg. »Mein« Platz ist in der Dreiergruppe der einzelne (in Fahrtrichtung rechts), gegenüber dem Sitz, auf dem gerade mein Rucksack steht. Meine Jacke hängt in der Garderobe auf der anderen Seite. Vorteil hier: Kein Platznachbar (ist ja ein Einzelsitz) und Ablageplatz für den Rucksack auf dem gegenüberliegenden Sitz, sofern der Zug nicht zu voll ist.
Der ICE-T um 14:49 ab München. Auf dem Bild ist links nicht mehr zu sehen, dass da noch eine weitere Sitzreihe ist sowie ein Tisch. Mein Platz ist, aus Sicht des Aufnahmestandpunkts, auf der linken Seite der Fensterplatz in der dritten Reihe (in Fahrtrichtung rechts). Der hat drei entscheidende Vorteile: Man kann die Beine lang machen, weil einem niemand gegenüber sitzt wie an einem Tischplatz. Weiterhin: Man hat mehr vom Fenster als eine Reihe weiter vorne. Und drittens: Hinter einem kommt keine weitere Reihe in der gleichen Anordnung, sondern ein kleiner Zwischenraum (eignet sich gut für Koffer) und dann eine Reihe in die andere Blickrichtung. Ideal, um hemmungslos die Sitzlehne nach hinten zu klappen und zwischen den beiden Sitzen zu schlafen.

Heute begann in München die Systems, aber überraschenderweise war der Zug leerer als sonst an einem Montag-Morgen. Sogar nach Augsburg hatte ich noch die Dreiergruppe für mich alleine.

Hier sieht man mal deutlich, wie sich eine Zuggattung im Laufe von zehn Jahren verändern kann. Im ICE1 ist alles noch wuchtig, im ICE-T ist die Einrichtung dagegen recht »leicht« und unaufdringlich. Die Sitze im ICE-T sind bequemer und die Kopfkissen bleiben da, wo sie sein sollen. Überhaupt bekommt man die Kopfkissen im ICE-T leichter in die gewünschte Position.
Die Platzreservierung ist im ICE1 noch old-school, wie in einem InterCity (Papierfetzen in einem dicken Plastik-Schuber). Im ICE-T gibt’s die rote LED-Anzeige über den Plätzen (in den ICE2 gab es dann schon eine orangene LED-Anzeige).
Die Farben im ICE-T sind nüchterner: hell- und dunkelblau, außerdem weiß und viel Glas und Metall (die Innentüren), in den Durchgängen helles Holz. Im ICE1 gibt es blaue, graue Sitze, graue Kopfkissen, angegilbte Wände (die waren glaube ich schon immer so) und viel grün lackiertes Metall.
Die Gepäckablagen im ICE der ersten Generation sind sehr wuchtig, im ICE der dritten Generation wieder leicht. Tatsächlich bekommt man im Zweifelsfall einen dicken Koffer im ICE1 eher auf die Gepäckablage als im ICE-T bzw. ICE3 (dafür gibt es dort noch die Zwischenräume bei Rücken-an-Rücken stehenden Sitzreihen und hinter den Innentüren).
Mir gefällt das Design des ICE-T sehr viel besser als das des ICE1.

 
Erschienen am Montag, 20.10.2003 @ 19:37
Tags: ,

+++

Die Kommentare sind geschlossen.

+++

Archiv
RSS-Feeds: Einträge und Kommentare (zu allen Einträgen).