Montag, 03.11.2003
Eigentlich gibt es in Bezug auf Rolltreppen nur drei Dinge zu beachten. Kann doch nicht so schwer sein, oder?
- Links gehen, rechts stehen.
Dazu gibt es an sich nicht viel zu sagen. Dieses Prinzip gilt von Flensburg bis Berchtesgaden in jedem Kaufhaus und auf jeder U-Bahn-Rolltreppe. Wer vor mir links steht und ich aus dem S-Bahn-Untergeschoss höre »S7 bitte zusteigen«, dem verleihe ich Flügel.
- Ohne Strom als normale Treppe benutzbar.
Situation: Vor mir läuft ein Dummie auf eine Rolltreppe zu, die sich bei Betreten der Kontaktplatte oder Durchschreiten der Lichtschranke aber nicht in Bewegung setzt. Der Dummie hält direkt vor mir abrupt an und ändert den Kurs, um die normale Treppe daneben zu benutzen. Hier ein Tipp: Anders als Aufzüge sind Rolltreppen auch ohne Strom wie jede andere Treppe benutzbar.
- Nicht am Anfang oder Ende stehen bleiben.
Die Wegweiser-Tafel im Kaufhaus neben der Rolltreppe studiert man direkt vor dieser Tafel neben der Rolltreppe und nicht umgekehrt. Erreicht man das Ende einer Rolltreppe und muss sich orientieren, bietet es sich an, noch vier Schritte weiter in den Raum hinein zu laufen, um erst dann Wurzeln zu schlagen.
Vielen Dank für die Beachtung aller Sicherheitshinweise.
Erschienen am Montag, 03.11.2003 @ 19:12
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Tags: diverse, Film-und-Fernsehen
Meine Geduld mit der Münchner S-Bahn wurde heute mal wieder auf eine harte Probe gestellt. Holger sagt ja, dass generell alle Münchner über die S-Bahn schimpfen, aber ich habe den Eindruck, dass speziell der Linie S7 ein Fluch inne wohnt.
Ich komme montags und dienstags um 09:16 Uhr mit dem ICE aus Nürnberg in München an und laufe in zehn Minuten vom Gleisabschnitt C ins Tiefgeschoss zur S-Bahn. Die S7 fährt planmäßig um 09:14 und 09:34 über den Ostbahnhof nach Perlach raus, von wo es nach den Ankunftszeiten 09:33 und 09:53 noch fünf Minuten zu Fuß zur SAE sind.
Wenn ich da so im Tiefgeschoss stehe, sehe ich alle anderen S-Bahnlinien pünktlich an mir vorbei fahren, nur die S7 hat seit einigen Wochen regelmäßig fünf bis zehn Minuten Verspätung, und dabei ist noch nicht mal richtiges Herbstwetter. Wenn ich mich nach der Ankunft des ICE beeile, erwische ich manchmal noch um 09:25 die verspätete 9 Uhr 14er.
Heute hat sich die Welt gegen mich verschworen. Der ICE fuhr zwar mit fünf Minuten Verspätung wegen der Aufnahme von Anschlussreisenden aus Nürnberg ab, war aber bis München-Pasing wieder püntklich. Auf den letzten fünf Kilometern vor dem Hauptbahnhof stand der Zug aber dann zehn Minuten, wegen »Gleisbelegung«. Ankunft also um 09:25 und ich war püntklich im Tiefgeschoss, um die 34er S-Bahn zu nehmen. Die kam dann auch planmäßig mit fünf Minuten Verspätung nach der S6, aber dann nahm das Unglück seinen Lauf.
Es heißt, auf See und vor Gericht sei man in Gottes Hand, aber wenn in München zwei Dinge aufeinander prallen, nämlich eine verspätete S7 und eine Signalstörung im Ostbahnhof, dann ist alles aus.
Ende vom Lied: Zusammen mit einem anderen Mit-Studenten kam ich um 10:20 Uhr in der SAE an, satte 25 Minuten Verspätung, während die restlichen Kollegen bereits fleißig an ihrer Prüfung schrieben.
Zur Prüfung selbst schreibe ich einen separaten Eintrag.
Der Tag hat schon schlecht angefangen: Eigentlich wollte ich ja die nächsten zwei Wochen das »Projekt K« einer hießigen Uni-Klinik über die Bühne bringen und vereinbarte deswegen mit der Kundin, mir heute das Material zu übersenden.
Was flattert mir als erste E-Mail um sechs Uhr morgens in die Inbox? Eine Mail eines Kollegen mit einem Brief als PDF in der Anlage: Der Kanzler der Universität hat eine Haushaltssperre für 2003 und die Folgejahre verhängt (siehe auch fau.de).
Es gab heute nur drei positive Dinge; kleine Dinge, aber immerhin:
- Meine Director-Übung erhielt ich als OK zurück.
- In der S-Bahn nach der SAE stadteinwärts (um 13:45; die um 13:25 ist mir vor der Nase weggefahren) stieg am Marienplatz ein alter Mann mit Stock zu und bat um die Räumung eines Platzes für einen alten Mann. Ich war gerade im Begriff aufzustehen, hatte mich schon halb erhoben, da war eine junge Frau mir gegenüber (und näher an ihm) schneller, so dass er ihren Platz einnahm. ‘ne Minute später allerdings tippt er mit seinem Stock an meine Tasche (das Office-Bag, da der Rucksack ja seit Samstag out of order ist). Er sagt: »Danke für die Bereitschaft, ihren Platz frei zu machen.« Sehr nett!
Ansage im ICE auf dem Heimweg:
»Informationen zum Service im Zug und auf den Unterwegsbahnhöfen finden Sie wie gewohnt in unserem kleinen Bestseller "Ihr Reiseplan".«
Erschienen am Montag, 03.11.2003 @ 19:58
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Tags: Leben, tageszusammenfassung
Ein paar Worte zur heutigen ersten Zwischenprüfung in der SAE.
Es wurde der komplette Stoff der letzten elf Wochen seit Kursbeginn abgefragt. Fächer die wir länger hatten, erhielten eine größere Gewichtung. Zur Orientierung: Bei zwei Wochen Screendesign-Unterricht sollten die Fragen zu diesem Thema etwa 2/11 ausmachen. Insgesamt wurden 73 Fragen gestellt, mit einem deutlichen Gewicht auf Director (kein Wunder, vier von elf Wochen Unterricht). Weitere größere Brocken waren Photoshop, DTP/InDesign und Screendesign (je zwei Wochen), sowie ein kleiner Block zu Freehand (eine Woche Unterricht).
Wie viel Zeit uns zur Verfügung stand, kann ich nicht sagen, da ich wegen des S-Bahn-Desasters heute morgen 20 Minuten zu spät kam. Offizieller Abgabetermin war 11:25 Uhr und ich wurde mal wieder (
1,
2) vor der Zeit fertig. Eigentlich ein gutes Zeichen.
Die Fragen waren sehr gemischt:
- Fragen, die man einfach wissen muss (Funktionsweise und Einsatzgebiete der RGB- und CMYK-Farbräume
- Fragen, die Verständnis abfragten
- Fragen zu Dingen, die mal mehr oder weniger beiläufig erwähnt wurden
- Doofe Fragen (in welchem Menü ist Funktion X, welche Shortcuts für Funktion Y)
Bei den ersten 50 Fragen zu Screendesign, Photoshop und einigen Director-Fragen habe ich ein ganz gutes Gefühl. Aber beim Rest ist alles möglich, deswegen wage ich keine Prognose. Ich habe natürlich konservativ angekreuzt.
Nach dem Theorie-Teil gab es eine Pause, ehe es mit der praktischen Prüfung weiterging.
Jochen zeigte uns per Beamer die Aufgabe: In Photoshop zwei Bilder ineinander montieren, möglichst non-destruktiv (also mit Ebenenmasken und Einstellungsebenen). Viel mehr kann man in Photoshop eigentlich nicht prüfen, insofern war ich mir in der Art der Aufgabe gestern Abend schon so gut wie sicher und bin deswegen nochmal die erste Pflichtübung vom August durchgegangen. Aber es gibt natürlich einige Dinge, das ganze zu erschweren.
Jeder kopierte sich vom Server die beiden Ausgangsdateien und die fertige Vorlage (ein TIFF, natürlich ohne Ebenen). Danach wurde das Netzwerk stillgelegt und jeder arbeitete für sich mit den Files auf seinem Desktop. Wir erhielten für die Aufgabe etwas über eine Stunde Zeit und speicherten am Schluss ein PSD mit allen Ebenen auf dem Desktop, in einem mit dem jeweiligen Studenten-Namen beschrifteten Ordner. Jochen zog sich die Files nach der Prüfung und wird sie sich die nächsten Tage ansehen.
Bei der praktischen Prüfung habe ich ein ganz gutes Gefühl. Ich bin zwar nicht ganz fertig geworden, aber im Großen und Ganzen passt’s, und ich habe non-destruktiv gearbeitet wo es ging. Hinterher ist mir eingefallen, dass ich einige Dinge effizienter hätte machen können, aber egal.
Kurze Info zum Notensystem: Es gibt vier Zwischenprüfungen mit je einem Theorie- und Praxisteil. Die vier Noten der Theorie-Tests (multiple choice) bilden die theoretische Vornote. Die vier Noten der Praxis-Tests sowie die Noten der beiden großen Projekte ergeben die praktische Vornote.
Wer bei der Abschlussprüfung mitschreiben will, muss in beiden Vornoten mindestens 70% erreichen (und man darf maximal drei der zwölf Pflichtübungen versäumen).
Die beiden Vornoten werden zu je 11% in der Abschlussnote gewichtet. Dazu kommen die theoretische und praktische Endprüfung (je 33%) sowie die Diplomarbeit (6%) und das Abschlussprojekt (auch 6% Anteil an der Endnote).
Wer ein Zeugnis über die erfolgreiche Kursteilnahme haben will, muss in der Endnote (also alles zusammen) mindestens 80% erreichen. Das Diplom gibt’s zusätzlich, wenn die Diplomnote allein besser als 70% ausfällt und das Abschlussprojekt mit mindestens 80% bewertet wurde.
Klingt kompliziert? Och, es geht. Für das erste Ziel »Zulassung zur Abschlussprüfung« müssen wir uns nur eine einfache Formel merken:
Noten < 70 x 70 x 3 = Tod!
Mindestens 70% in theoretischer und praktischer Vornote, und maximal drei Pflichtübungen versäumen.
Erschienen am Montag, 03.11.2003 @ 20:53
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Tags: cmd, SAE
Diese Frage mag sich so mancher Windows-Umsteiger stellen, der zu Mac OS X wechselt. Der
Finder von Panther (10.3) bringt wieder eine Funktion zurück, die es in Mac OS 9 schon einmal gab: Labels, bzw. in der deutschen Version »Etiketten«.

Das Kontextmenü einer Datei im Finder, mit Labels.
Florian hat sich diese Frage gestellt und auch gleich die endgültige Antwort gefunden:
»I use it to rate Porn. Red is guy/girl porn. Green is girl/girl porn. Blue is another type of porn, and the list goes on. That way if I am in a certain mood to watch something I can easily pick it out.«
Die Suche nach gelabelten Dateien wird erleichert, indem der Finder in der Listenansicht die Objekte nach der Spalte »Label« sortieren kann. Außerdem ist in der erweiterten Suche (Apfel-F) auch eine Abfrage nach bzw. Eingrenzung auf ein bestimmtes Etikett möglich.
Erschienen am Montag, 03.11.2003 @ 21:22
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Tags: Apple, software