Archiv für Mittwoch, 05.11.2003

Mittwoch, 05.11.2003

Power to burn

In der SAE ging es gestern, nach der Prüfung am Montag, um »CD-Mastering«.
Mit einer Menge Theorie zu Beginn: Geschichte, Vorteile, Nachteile, Aufbau (Stichworte CAV und CLV), Speicherbedarf für eine Sekunde und dann auch 74 Minuten Audio, Fehlerkorrektur bei CD-ROMs, Aufbau (in der Herstellung), Informationsspeicherung durch den Wechsel von Pits und Lands, sowie die eigentliche Herstellung, das Mastering (Matritze, Glasmaster, Vater, Mutter, Sohn, Pressung).

Es folgten Infos zu den Rainbow-Books, den CD-Standards. Red Book, Yellow, Green, White, Blue und Orange Book. Für uns ist im Zusammenhang mit dem bis 1.12. fertigzustellenden Projekt das Blue Book interessant, das die »Enhanced CD« oder auch »CD Extra« beschreibt, sowie der Unterschied zu »Mixed Mode«-CDs.
Jochen erklärte und dann, wie wir eine Enhanced CD brennen müssen; mit den Audio-Daten in der ersten Session und dem Hybrid-Teil mit Toast auf dem Mac in der zweiten Session (bei Mixed Mode-CDs ist der Datenteil im ersten Track – nicht Session« und in den Tracks 2 bis 99 die Musik; Mixed Mode-CDs sind durchaus noch verbreitet, da die Labels für dieses Verfahren, anders als bei der Enhanced CD, keine Lizenzgebühr an Philips zahlen müssen).

Im Zusammenhang mit CD-Mastering bzw. unserem Projekt »Enhanced CD« erklärte uns Jochen außerdem nochmals Sinn und Vorgehensweise bei Stub-Projektoren in Director, und wie wir für Autostart bei Mac und Windows sorgen.

Ich fand’s als Auffrischung recht interessant, obwohl mir vieles schon bekannt war. Über den technischen Aufbau habe ich schon in der 8. oder 9. Klasse in Deutsch ein Referat gehalten, das war für mich nix Neues.   :-)

Nächste Woche geht es mit 3D in Cinema 4D weiter, die zweit von vier Wochen. Ich vermute mal, dass Licht, Kamera und Materialien/Oberflächen Thema sein werden.

Erschienen am Mittwoch, 05.11.2003 @ 12:08 | Kommentare deaktiviert
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Unerträgliche Grausamkeiten

Am Dienstag fuhr ich nicht sofort nach der SAE nach Hause, sondern besorgte am Stachus im Mathäser Kinokarten für den Abend; ich hatte mich mit Stefie und Holger für »Intolerable Cruelty« in der 17:15-Vorstellung verabredet.
Zuvor noch ein Sprung zum Ostbahnhof, wo es in der Nachtkantine Burger gab. Der Hamburger selbst und das Cole Slaw wie immer gut, die Pommes hat man aber zu früh aus der Fritteuse geholt. Für 8 Euro erwarte ich da schon etwas mehr; in Erlangen kostet das gleiche Essen (Hamburger, Pommes, Cole Slaw) zwei Euro weniger, und das finde ich schon viel.

Zum Film selbst. Vor ein paar Tagen schrieb ich:

»Bei "Intolerable Cruelty" – dt. Titel: "Ein (un)möglicher Härtefall" – von den Coen-Brüdern habe ich ja den Verdacht, dass er als Romanze a la "Wedding Planer" vermarktet wird, wenn ich mir so die deutschen Werbespots anschaue. Ich hoffe, dass es "ein echter Coen" wird. Ist mir völlig egal, wenn Heerscharen von weiblichen George Clooney-Fans enttäuscht aus dem Kino schlurfen, die Georgy in "Wedding Planer 2" erwartet haben.«

Dass der Film in Münchens neuestem und größten Kinokomplex, dem Mathäser, im größten Saal läuft, und damit im größten Saal der Stadt mit 839 Plätzen, hätte mir eigentlich eine Warnung sein sollen (wir saßen übrigens Mitte-Mitte: Reihe I genau unter dem Notausgang). Filme wie »Fargo«, »The Big Lebowski«, »O Brother, where art thou?« oder »The Man who wasn’t there« laufen und liefen für gewöhnlich nur in den kleinsten Sälen und wurden von acht Mann besucht.
Zur Mitte von »Intolerable Cruelty« hatte ich schon Sorgen, dass dieser Film ohne jeden Toten auskommen würde.

Er hatte seine Momente, aber er war mir insgesamt zu sehr Mainstream und längte in der Mitte stellenweise gewaltig. Sicher, es gab tolle Charaktere und Situationen wie die Anwälte, die Begegnungen vor Gericht oder den »keuchenden Joe«. Auch eine nette Wendung war dabei, aber das alles konnte den Film nicht mehr rausreißen.
Übrigens wurde im Film schnell klar, weswegen er »Intolerable Cruelty« hieß. Die deutsche Übersetzung des Titels hat dagegen so gut wie gar nichts mit dem Thema des Films zu tun.

Zum Kino selbst: Enttäuschend. Ich mag eigentlich große Kinogebäude, ich mag »Flughafen-Atmosphäre« in der nüchternen Architektur der 90er Jahre und ich mag riesige Kinosäle.
Was ich nicht mag, sind Plastik-Armlehnen. Plastik-Rückseiten der Rückenlehnen (als Schutz gegen Fußtritte von hinten) sind ok, aber Armlehnen müssen stoffbespannt sein. Außerdem mir der Mathäser insgesamt zu sehr »geleckt«: Viel rot, viel Metallgitter.
Ich war früher mal ein großer Fan der CineCitta’ in Nürnberg, Deutschlands größtem Multiplex-Kino (gemessen an Anzahl der Säle und Sitzplätze). Inzwischen war ich seit Monaten nicht mehr dort, denn mittlerweile ist es mir zu sehr überlaufen, die Sitze müssten mal ausgetauscht werden, die Website taugt nicht und die Preise sind zu teuer. Wenn ich mal in Nürnberg ins Kino gehe, dann ins neue Admiral: Ebenfalls eine interessante Architektur (v.a. das halb offene Cafe im Sommer ist nett, man sitzt zugleich drinnen als auch draußen), mit 5 statt 20 Leinwänden eine überschaubare Größe, Technik gleichfalls auf dem neuesten Stand, eine passable Website und günstigere Preise.

Zum Glück hat die ganze Erfahrung nur 4,50 Euro gekostet, Kinotag. Am Wochenende werden Wucherpreise von 8,50 verlangt.

Erschienen am Mittwoch, 05.11.2003 @ 12:23 | Kommentare deaktiviert
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