Archiv für Dezember 2003

Dienstag, 02.12.2003

Alles cool in Kabul

Über Amazon-Marketplace habe ich eine DVD verkauft (»Independence Day, Special Edition«). Als überzeugter Europäer verschicke ich über Amazon oder eBay verkaufte Artikel grundsätzlich EU-weit, aber durch einen besonderen Umstand geht diese DVD anscheinend bis nach Afghanistan:

Vorname Nachname
Bundeswehr
Log KP ISAF 4 AFG
64298 Darmstadt
Deutschland

Erschienen am Dienstag, 02.12.2003 @ 18:56 | Kommentare deaktiviert
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Mittwoch, 03.12.2003

Ich dachte, wir hätten das hinter uns

Die Seuche des Web der frühen Tage ist zurück: Awards. Wehe, es nominiert jemand two cents für die Blogawards, dann werde ich aber sauer.
Grüße von der Volksfront.

Erschienen am Mittwoch, 03.12.2003 @ 15:19 | Kommentare deaktiviert
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Styleguide

Es gibt eine Anekdote, wonach bei Palm einst jemand beschäftigt war der geschaut hat, ob alle Funktionen des Palm OS mit maximal drei Klicks zu erreichen sind. Geschadet hat’s nicht; das Gegenbeispiel kann man sich bei Windows und dem Pocket PC ansehen. Hier zwei Quicklinks:

Beide Links stammen von den CSS-Technik-News, wo es auch einen Kommentar zum Regierungs-Styleguide gibt. Lesenswert sind außerdem die Anmerkungen von Tom Stich.
Auch wenn man in nächster Zeit keine neue Website für ein Bundesministerium erstellt, hat der Styleguide eine gewisse wegweisende Bedeutung. Um so schlimmer, dass der Styleguide in wichtigen Punkten versagt, wie den Kommentaren zu entnehmen ist.

Erschienen am Mittwoch, 03.12.2003 @ 15:51 | Kommentare deaktiviert
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Breeze’ Kinderkrankheiten

Ich habe eben mal interessehalber damit angefangen, mir die Breeze-Präsentationen zu Flash MX04 auf der Macromedia-Website anzusehen (Themen: Video, ActionScript 2.0, Data Integration, Screens, Components).
Da hat Macromedia aber noch ein paar Hausaufgaben bezüglich der Steuerung zu erledigen: Drückt man auf Pause, hält der Ton zwar an, aber das Bild läuft munter weiter. Dito beim Springen innerhalb der Zeitleiste: Der Ton setzt an der angeklickten Stelle ein, aber die Bilder ziehen eisern ihr Ding durch und hinken entsprechend dem Sprecher hinterher oder laufen ihm davon. So ist es unmöglich, mal eben anzuhalten, um sich z.B. einen Screenshot genauer anzusehen…

Gut, dass die »Slides« jeweils nur zwischen einer und zwei Minuten laufen. Sonst würde es lange dauern, wieder an die richtige Stelle zu kommen, wenn man einmal leichtsinnigerweise pausiert hat und deswegen im aktuellen Kapitel wieder von vorne anfangen muss, um von Anfang an ein synchrones Bild zu den Ausführungen des Sprechers zu haben.
Ob’s inhaltlich taugt kann ich noch nicht sagen, bin gerade erst beim Thema Video, während mir das auffällt.

Erschienen am Mittwoch, 03.12.2003 @ 17:47 | Kommentare deaktiviert
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Donnerstag, 04.12.2003

Becker in der vierten Staffel

Ab heute kommen auf dem Frasier-Sendeplatz (DI-FR um 00:40, SAT.1) mit der Episode »Psycho Therapy« die Folgen der 4. Staffel von »Becker«. Diese Staffel wurde bereits einmal von SAT.1 ausgestrahlt, insofern sind es keine brandneuen Folgen. Die fünfte Staffel gab’s hierzulande noch nicht zu sehen; in den USA läuft aktuell die sechste Season. Die Serieninfo von tvtv.de schreibt:

»Arzt Dr. John Becker (Ted Danson) betreibt eine Praxis irgendwo in der Bronx. Zwei gescheiterte Ehen und viele Jahre vergeblichen Ankämpfens gegen die angeborene Dummheit der Menschen haben aus dem Doc einen zynischen Misanthropen gemacht – der paradoxerweise die Menschen liebt, auch wenn man es nicht gleich auf den ersten Blick merkt. Becker raunzt, motzt, schimpft, grantelt – und hilft.«

Wenn Becker nicht in seiner Praxis anzutreffen ist (in der ihn eine kluge und eine bescheuerte Sprechstundenhilfe unterstützen), dann sitzt er bei Reggie an der Theke und quengelt ihr, dem Verlierer Bob und dem blinden Jake die Ohren voll.
Sehr witzig!

Erschienen am Donnerstag, 04.12.2003 @ 15:19 | Kommentare deaktiviert
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Revolutions

Ich bin noch eine Filmkritik von »Matrix: Revolutions« (aka »Matrix 3«) schuldig. Zusammen mit Klaus und Steffis Bruder (Freundin von Klaus) sah ich ihn am 18.11. um 20:20 im Kino 9 des Erlanger CineStar (zweitgrößter Saal, gute Plätze in der Mitte Anfang letztes Drittel).
Kurze Version: Er war nicht so schlecht, wie ich befürchtet habe. Aber wahrscheinlich lag das nur daran, dass ich meine Erwartungen zuvor schon auf null runtergeschraubt hatte (bei »Armageddon«, »Pearl Harbor« und »Godzilla« z.B. half selbst das nichts, die waren unterirdisch). Der dritte Teil war weit davon entfernt, auch nur annährend gut zu sein. Ob er schlechter oder besser war als der zweite Teil »Matrix: Reloaded«, wage ich nicht zu beurteilen, die haben sich beide nicht viel genommen. Mein Eindruck war, dass es im Revolutions-Aufguss etwas weniger der nervtötenden Zweikämpfe gab; in »Reloaded« habe ich ja teilweise schon vor Langeweile auf die Uhr gesehen.

Das 1999er Original hatte etwas mysteriöses, es war noch vieles im Dunklen, und durch die Zugabe von einigen philosophischen Elementen und dutzenden Symbolen funktionierte der Film auch auf einer »tieferen« Ebene, statt einfach nur Actionfilm zu sein – und zwar ein guter Actionfilm.
Über die beiden Sequels ist viel geschrieben worden, und ich kann vielem zustimmen, deswegen werde ich das hier nicht wiederkauen. Eine gute Linkliste gibt’s bei Christian mit Links zu Artikeln bei Telepolis, der Zeit, Spiegel-online, der Netzeitung und der FAZ.
Matrix (1999) ist Kult: Jeder hat ihn gesehen, er hatte bahnbrechende Effekte, über ihn wurden wissenschaftliche Arbeiten geschrieben. Die beiden Nachfolger sind Trash: ein müder Abklatsch des Originals, kaum besser als die dutzenden anderen Filme, die einfach nur den Bullet-Time-Effekt von »Matrix« klauten. Der zweite Teil profitierte noch etwas vom Glanz des Erstlings: keine Zeitung, kein Magazin oder Weblog, das im Sommer ohne den Zusatz »reloaded« in einer Artikelüberschrift auskam.

Ein sehr gutes Interview zu den philosophischen Aspekten der Matrix-Reihe gibt es bei Spiegel-online mit Hubert L. Dreyfus: »Der philosophische Salat der Wachowski-Brüder«. Das Gespräch endet mit einer Einschätzung von Dreyfus zu den filmischen Aspekten der Trilogie, der ich sehr zustimmen kann.

Am besten fährt derjenige, der sich nur den ersten Teil ansieht und »Reloaded« und »Revolutions« links liegen lässt. Aus diesem Grund werden die beiden letzten Teile auch keine Aufnahme in meine DVD-Sammlung finden.

Erschienen am Donnerstag, 04.12.2003 @ 15:57 | Kommentare deaktiviert
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Guten Morgen, Kabul

Gestern Abend um halb zwölf kam im Ersten ein 75-minütiger SWR-Dokumentarfilm von Caroline Goldie: »Guten Morgen, Kabul«.
Wie der Titel erahnen lässt, handelt er von deutschen Soldaten in Afghanistan. Das Filmteam hat einige Soldaten eines Kontingents der Bundeswehr sechs Monate lang begleitet und bei ihrer Arbeit und Freizeit im Camp Warehouse, in den Straßen von Kabul und über Kabul hinaus mit der Kamera gefilmt. Soldaten auf Patrouille, Kontakte zur Bevölkerung knüpfend; unterwegs mit den Leute von OpInfo, die einen Radiosender für die lokale Bevölkerung betreiben; die beiden Militärpfarrer.

Eine sehr sehenswerte Reportage. Filme aus der Reihe »ARD-exklusiv« werden öfter in der ARD, auf 3sat oder Arte wiederholt (ein idealer Kandidat für die Suchliste von Myrna). Wer die Gelegenheit hat, sollte ihn sich ansehen.

Erschienen am Donnerstag, 04.12.2003 @ 18:41 | Kommentare deaktiviert
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Freitag, 05.12.2003

Macs für Einsteiger: iTunes (auch für Windows-User)

Ein Bekannter hat den Switch vom PC zum Mac gemacht (und bitte, es schreibt sich »Mac« und nicht »MAC«).
Demnächst gibt’s eine Einführung vor Ort, und da ich mich mit Martin erst kürzlich über iTunes unterhalten habe (er benutzt die Windows-Version), dachte ich mir: Meine Tipps kann ich ja auch aufschreiben. Heute geht es also um iTunes.   :-)
Als iTunes 4 für Windows heraus kam, habe ich bereits einen kurzen, bebilderten Artikel dazu geschrieben.

In iTunes gibt’s ein paar schlaue Einstellungen, die sich ebenso für Windows-Nutzer des Programms empfehlen. Manches davon ist banal, anderes ist für den ein oder anderen vielleicht neu.
Am Mac können die Einstellungen, wie bei fast jedem Mac-Programm, über das Programm-Menü bzw. Applikations-Menü erreicht werden. Es ist am linken Bildschirmrand, rechts neben dem Apfel-Menü, und so benannt wie das Programm selbst (also »iTunes«). Unter Windows wird man im Menü »Bearbeiten, Einstellungen« fündig.

Im oben abgebildeten Reiter »Allgemein« zu empfehlen: Beim Einlegen einer CD sollen die Titel importiert und die Disc danach ausgeworfen werden. Dadurch muss zum Rippen einer CD noch nicht mal ein Knopf gedrückt werden: Rein ins Laufwerk, iTunes macht den Rest.
Außerdem ist es bequem, dass iTunes eine Internet-Verbindung aufbauen darf. Wenn der Rechner online ist, sieht iTunes beim Import einer CD in der CDDB nach, ob dort die Scheibe bekannt ist (es werden die Gesamtspieldauer, die Anzahl der Tracks und die Dauer der einzelnen Tracks übermittelt). Wenn das der Fall ist, versieht iTunes die Titel beim Importieren gleich mit sinnvollen Dateinamen und richtigen ID3-Tags.
Der Rest in diesem Einstellungs-Panel ist Geschmackssache. Ich bevorzuge es, in meiner Übersicht nicht das Genre anzeigen zu lassen (siehe diesen Screenshot).

In der Windows-Version gibt’s eine weitere Option: »Automatisch nach iTunes-Aktualisierungen suchen«. Das bedarf keiner näheren Erklärung. Mac-User werden von der Software-Aktualisierung von OS X auf neue Versionen von Apple-Software oder Betriebssystem-Bestandteilen hingewiesen. Da iTunes auf dem PC Drittanbieter-Software ist, musste Apple diese Funktion in iTunes integrieren; über Windows-Update können sie natürlich nicht auf neue Versionen hinweisen. Wer nicht mit Spannung die Mac-Messen mit Jobs’ Keynote erwartet und so auf neue Versionen aufmerksam wird, kann hier ruhig ein Häkchen setzen. Neue Versionen kommen nur alle paar Monate raus, bringen dann aber viele nützliche Erweiterungen mit.

Kommen wir zu den »Importieren«-Einstellungen. Hier wird festgelegt, in welches Format ein Titel in der Bibliothek konvertiert werden kann (Menü »Erweitert, Auswahl konvertieren in xyz«). Natürlich legt die Einstellung hier auch fest, in welches Format Titel beim Rippen von CD konvertiert werden. Zur Wahl stehen AAC, AIFF, MP3 und WAV.
AIFF und WAV sind das selbe, unkomprimierte Audiodaten; die Dateiformate unterscheiden sich lediglich in den Header-Informationen. Hierbei handelt es sich um das Format, in dem die Songs auf der CD gespeichert sind (die Details von PCM, AIFF und WAV tun hier nichts zur Sache). Aus der Liste »Einstellung« können verschiedene Vorauswahlen getroffen werden, oder man kann sich eine eigene Einstellung zusammenbauen. Braucht man zur Weiterbearbeitung Songs in CD-Qualität, wird hier WAV mit 44,1 KHz Abtastrate, 16 Bit Sampling-Auflösung und zwei Stereo-Kanälen gewählt.
Das Menü taugt natürlich gleichfalls für den mp3-Codierer, für die Festlegung der Datenrate in gängigen Abstufungen, ob mit oder ohne VBR-Codierung, Joint-Stereo oder normales Stereo und so weiter.

Interessanter ist hier der AAC-Encoder. AAC ist Teil der MPEG-4-Spezifikationen und bringt i.d.R. eine bessere Audioqualität als mp3 bei gleicher Datenrate oder eine in etwa gleiche Qualität bei etwas niedrigerer Datenrate (mit anderen Worten: besserer Sound bei kleinerer Datei). Ich empfehle, in AAC zu konvertieren, eben wegen des besseren Klangs und den kleineren Dateigrößen, und natürlich auch, um die Verbreitung des Formats gegenüber der Pest WMA zu fördern.   :-)   AAC ist, im Gegensatz zu WMA, ein Standard-Format (ISO, ISMA), während Windows-Media nur zu sich selbst kompatibel ist. Um AAC abzuspielen, genügt ein ISMA-konformer MPEG-4-Player, es muss nicht iTunes 4 oder Quicktime 6 sein.
Die von iTunes nach AAC konvertierten Dateien tragen das Kürzel m4a. Um mit einem Irrtum aufzuräumen: Diese m4a-Dateien enthalten keine DRM-Mechanismen. Geschützte Dateien aus Apples Music-Store haben die Erweiterung m4p.

Noch drei Tipps zu diesem Preferences-Fenster: »Musiktitel beim Import abspielen« deaktivieren, denn das bremst die Konvertierung in mp3 oder AAC gewaltig aus. Stattdessen die frisch importieren Dateien direkt von Festplatte aus der Bibliothek abspielen lassen, wenn man sie sofort hören möchte.
Die »Dateinamen mit Titelnummer erstellen« zu lassen macht Sinn, um sie in der gleichen Reihenfolge in einem Explorer-/Finder-Fenster zu haben, wie sie auf der CD sind.
Die »Fehlerkorrektur beim Lesen von Audio-CD zu aktivieren« sollte nur bei arg in Mitleidenschaft gezogenen CDs aktiviert werden. Sie standardmäßig aktiviert zu lassen bremst den Import ebenfalls aus und hat dabei nur esoterischen Charakter: Wenn bei 44.100 Abtastungen pro Sekunde mal ein Ding daneben geht, hört das kein Mensch. [Das ist übrigens der Grund, weswegen auf eine Audio-CD »mehr« drauf geht als auf eine CD-ROM: Bei Daten-CDs nimmt die Fehlerkorrektur mehr Speicherplatz in Beschlag.]

Im Reiter »Erweitert« gibt es zwei unscheinbare aber leckere Optionen: »iTunes Musik-Ordner verwalten« und »Beim Hinzufügen zur Bibliothek, Dateien in den iTunes Musik-Ordner kopieren«.
Das Häkchen am ersten Satz sorgt dafür, dass iTunes seinen Musik-Ordner selbst organisiert, und durch das Aktivieren der zweiten Option werden neue Songs in den iTunes-Musik-Ordner kopiert. Praktisch wirkt sich das so aus, dass iTunes beim Hinzufügen von neuer Musik die Songs nach dem Schema Interpret/Album in Unterverzeichnissen ablegt.
Beispiel: Ich füge zwei Dateien hinzu, wie »02 Into The Fire« von Bruce Springsteen aus dem Album »The Rising« und »Teardrop« von Massive Attack aus deren Album »Mezzanine«. iTunes legt – sofern sie noch nicht existieren – ein Verzeichnis »Bruce Springsteen« an, mit einem Unterverzeichnis »The Rising« und kopiert dorthin den Song (bzw. importiert ihn von CD dorthin). »Teardrop« landet im Unterverzeichnis »Mezzanine«, das unterhalb von »Massive Attack« liegt. iTunes orientiert sich hierbei nicht am Dateinamen, sondern an den ID3-Tags. Wenn für das Album kein Tag eingetragen ist, wird der Ordner »Unbekanntes Album« angelegt.
Falls sich Bruce Springsteen mal in TAFKABS umbenennt und der Benutzer die ID3-Tags seiner Songs entsprechend ändert, werden die Songs von iTunes natürlich in einem TAFKABS-Verzeichnis geführt und nicht mehr unter »Bruce Springsteen«.
Die Verzeichnisstruktur von iTunes selbst verwalten, und neue Titel dorthin kopieren zu lassen, hat den Vorteil der Übersichtlichkeit: Meine Musik, die in der iTunes-Bibliothek eingetragen ist, ist nicht quer über die Festplatte versprenkelt, sondern befindet sich an einem Ort: Unterhalb des Verzeichnisses, das ich im selben Einstellungsfenster als iTunes’ Musik-Ordner angegeben habe.

Auch hier gibt es in der Windows-Version eine Option mehr als im Mac-iTunes: »iTunes-Symbol in der Taskleiste anzeigen« fügt dem System-Tray (»da wo die Uhr ist«) ein kleines Icon hinzu, über dessen Kontextmenü iTunes gesteuert werden kann und beim Abspielen den aktuellen Song anzeigt. Unter Mac OS X übernimmt diese Funktionen das Dock-Icon (siehe diesen Artikel von mir bzw. diesen Screenshot).

Noch ein letzter Tipp für Windows-User: Auch wer iTunes nicht braucht, sollte Quicktime 6.4 (im iTunes-Installationspaket bereits enthalten) oder höher installieren. Man hat dadurch nicht nur die Möglichkeit, MPEG-4 und AAC- bzw. m4a-Dateien abzuspielen. Mit dieser Version entfällt auch der nervige Nag-Screen, der einem früher das Upgrade auf Quicktime Pro schmackhaft machen wollte.

Nachtrag 06.12.03, 20:34 Uhr): Dieser Artikel erschien am Freitag auch bei Mac-TV.
In der Windows-Version erscheint der Nag-Screen einmal beim ersten Programmstart, aber nicht mehr wie früher bei jedem.

Erschienen am Freitag, 05.12.2003 @ 0:04 | Kommentare deaktiviert
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Psycho-Therapie

Therapeutin: Statt mich aufzuregen, versuche ich ein wenig auf die Welt zuzugehen. Zum Beispiel muss mein Telefon repariert werden, aber der Kundendienst kommt immer gerade dann, wenn ein Patient hier ist. Habe ich gebrüllt, habe ich geschrien?

Becker: Haben Sie ein Telefon das funktioniert?

Therapeutin: Das ist nicht das Thema hier. Also ich habe einen neuen Termin vereinbart. Wissen Sie Doktor… Darf ich "John" sagen?

Becker: Nein.

Therapeutin: Hören Sie nicht die Feindseligkeit in Ihren Worten?

Becker: Hören Sie nicht das Dampfgelaber in Ihren Worten? Passen Sie auf: Ich habe zwei Ex-Frauen und drei Ex-Telefonanbieter. Menschen die einen über den Tisch ziehen wollen kann man nur auf eine Weise behandeln…

Erschienen am Freitag, 05.12.2003 @ 0:52 | Kommentare deaktiviert
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Samstag, 06.12.2003

The longest Line

Am 30. November wurde der erste Apple-Store außerhalb der USA eröffnet, und zwar in Tokyo (nebenbei: so muss die Seite einer Filiale aussehen; deutsche Banken können sich da mal was abschauen).
Die bisherigen Apple-eigenen Stores wurden nur in den besten Innenstadt-Lagen eröffnet und auch in Japan hat man sich nicht lumpen lassen: Die Ginza-Straße ist das teuerste Einkaufspflaster der Welt (Fotos des Store).

Das besondere an der Eröffnung war die Warteschlange, die sich vor der Filiale gebildet hat: Ein Besucher ist sie mit einer Videokamera abgelaufen. Man muss es selbst gesehen haben, um es zu glauben: Der Typ läuft ungelogen über zehn Minuten an der Warteschlange vorbei, die sich über mehrere Blocks und diverse Kreuzungen erstreckt, eher er sich hinten anstellt (Quicktime-Video; 44,6 MB; Link via fscklog).
Jörn von Mac-TV hat zu diesem Phänomen einen netten Artikel geschrieben.

»Tausende Menschen stehen Schlange, um Einlass zu bekommen in einen Computerladen. Nicht etwa in den 70ern, als Computer etwas Neues waren und auf die langhaarigen Freaks eine magische Anziehungskraft ausübten. Sondern es ist das Jahr 2003, in dem Computer allgegenwärtig, gewöhnlich und langweilig geworden sind und obendrein sogar in Tankstellen und Lebensmittel-Discountern verkauft werden.«

Gerade noch ein paar weitere Links: Auf Mac-TV gibt es dieser Tage in Zusammenarbeit mit MacTechNews.de einen Jahresrückblick aus Mac-Sicht. Die ersten drei Teile sind bereits erschienen (Januar + Februar, März + April und Mai + Juni). Bitte lesen, falls noch irgendjemand Zweifel hat, ob Apple eine innovative Firma ist (während die restliche PC-Welt Jahr für Jahr mehr Gigahertz und Gigabytes übereinander stapelt).
Wahrscheinlich am Montag-Morgen wird der nächste Einsteiger-Artikel von mir bei Mac-TV erscheinen, nach dem iTunes-Text vom Freitag (Link zu Mac-TV, Link zu mir). Thema wird das Programm Preview/Vorschau sein.

Schon etwas älter: Im zlog gibt’s einen Bericht eines Switchers vom PC zum Mac, was ihm bei Panther besonders gefällt.

Erschienen am Samstag, 06.12.2003 @ 12:46 | Kommentare deaktiviert
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Immer noch viel zu tun

Sorry, dass hier in den letzten Tagen etwas gemütlicher auf der Seite zuging und nur wenige Artikel erschienen, die auch nur wenig Tagebuch-Charakter hatten. Wie bekannt, war mein Terminkalender in den letzten Wochen prall gefüllt mit diversen Pflichtübungen, Prüfungen und einem großen Projekt. Einige Termine stehen noch aus (zwei Abitur-Prüfungen in zwei Wochen). Mit den Ergebnissen soweit bin ich ganz zufrieden.

Mit dem SAE-Projekt und der Geschichtsprüfung sind zwei große Sachen weggefallen, aber am Horizont zeichnen sich bereits die nächsten Aufgaben ab: Die SAE ist vom 22.12. bis 4.1. wegen Winterferien geschlossen, allerdings steht direkt am 5. Januar die nächste Prüfung an, zu meinem "Lieblingsthema" Cinema 4D.
Die nächsten Tage kommen einige Änderungen am enterVisions-Shop an, Hausaufgaben für’s Telekolleg sind zu machen, ich muss für die beiden Abschlussprüfungen lernen und bis kommenden Samstag muss die 3D-Übung der SAE erledigt und als OK abgezeichnet sein (zum Glück wurde der Termin etwas nach hinten geschoben). Dazu kommt der Oberärzte-Bereich der Klinik-Website im »Projekt K«.

Die Freizeit soll bei all dem nicht zu kurz kommen. Meine Kinoliste ist fast abgearbeitet; es fehlen noch »Das Wunder von Bern« sowie die letzten vier Filme auf der Liste. »Finding Nemo« vermutlich am Donnerstag; am Samstag treffe ich mich mit Gerd zu einem Double-Feature (»S.W.A.T.« und »Timeline«).
In den letzten Wochen habe ich mich auch hier und da mit Freunden getroffen: am 18.11. Kino mit Klaus (»Matrix 3«), am 29.11. Kino mit Martin (»Kill Bill«), letzten Mittwoch traf ich mich mal wieder mit Joachim (ging wie Martin auch mit mir in der Bankausbildung in eine Berufsschul-Klasse). Am Freitag sah ich mir »Italian Job« kurzfristig allein an, morgen ist eine Mac-Einführung bei einem Switcher geplant.
Neben all dem jeden Montag und Dienstag von 6 bis 18 Uhr für die SAE unterwegs und fast jeden Samstag Kollegtage. Langweilig wird mir nicht.

Also sorry, wenn ich nicht mehr ganz so häufig schreibe. Nur noch einmal täglich oder auch mal an manchen Tagen gar nicht. Und wenn es nur mal kurz ein paar Links oder einige wenige Worte zu einem »unpersönlichen« Thema sind.
Außer, ich bekomme mal wieder einen Rappel, etwas zu schreiben, so wie dieses Wochenende.   :-)

P.S.: Umfangreiche Berichte zu den letzten drei Wochen 3D-Unterricht in der SAE sowie zu meinem ersten Projekt sind in Arbeit.

Erschienen am Samstag, 06.12.2003 @ 23:02 | Kommentare deaktiviert
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Sonntag, 07.12.2003

Zire

Wolfgang hat sich einen neuen Palm gekauft, einen »Zire 71«. Den m515 hatte er erst im März erstanden, nachdem seine fast zehn Jahre alte Sharp-Datenbank mit sagenhaften 128 K Speicher so langsam den Geist aufgab.
Mit dem m515 war soweit alles in Ordnung, aber er ist auf den Zire 71 neugierig geworden, und im Vergleich zum Billig-Zire (unter 100 Euro) den es zur Zeit des m515 vor ein paar Monaten gab, wurde der Zire 71 mächtig aufgebohrt: Ein wesentlich besseres Display – sogar besser als im m515 – mit Hintergrund-Beleuchtung, 16 statt 2 MB Speicher im Zire (der m515 hat auch 16 MB), Palm OS 5.2.1 statt Palm OS 4.1, eine integrierte Kamera, RealPlayer an Bord für mp3-Dateien und RealMedia-Content sowie das Potential, ein Navigationssystem zu unterstützen.
Um genau zu sein war das der Grund, weswegen er ihn testweise mal mitgebracht hat. Das Navi-System macht zwar etwas Probleme (muss auf Windows installiert werden, keine Mac-Version), aber der Zire 71 allein war schon überzeugend genug.
Der Preis: 250 Euro »nackt«, 400 Euro mit dem Navi-System (»MapSonic« von kirrio). Dazu rund 80 Euro für eine 256 MB-SD-Karte von Sandisk, evtl etwas günstiger als bei eBay (die Auktion läuft um 10 Uhr aus). Der m515 wird bei eBay aktuell um 150 Euro gehandelt.
Klaus hat den Zire 71 ebenfalls (nachdem Michi ihn mal vorgeführt hat) und ist begeistert. Und würde ich mir jetzt einen Handheld zulegen wollen, dann ginge kein Weg am Zire 71 vorbei.

Ein Foto mit der integrierten KameraMit der Palm Desktop-Software in der Version 4.1 gab’s keine Probleme, im Gegensatz zur unbrauchbaren Version 4.0 vom letzten Jahr (siehe hier und dort).
Das mit dem Navi-System muss ich nachher mal in der Virtual -PC-Emulation probieren, und evtl braucht man die Software später nicht mehr.
Die Qualität der eingebauten Kamera ist für ihre futzelige Größe sehr gut: Autofocus, macht auch bei schlechten Lichtverhältnissen noch brauchbare Bilder, VGA-Auflösung (640 x 480) – da bin ich von Handy-Kameras ganz anderes gewohnt. Das Bild oben rechts ist etwas verkleinert; durch Anklicken gibt’s das Originalfoto. Natürlich, immer noch sehr verrauscht und »etwas« eigenwillige Farben, aber wie gesagt, für diese Größe kann es sich sehen lassen und Handy-Kameras sind teilweise weit schlechter.

Erschienen am Sonntag, 07.12.2003 @ 2:11 | Kommentare deaktiviert
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Montag, 08.12.2003

Macs für Einsteiger: Preview (Dein Freund, der Bildbetrachter)

Windows-Umsteiger müssen sich am Mac neu orientieren: Windows-Programme für oft genutzte Aufgaben gibt es häufig nicht in einer Mac-Version und die Mac-Pendants wollen erst mal gefunden werden (Snapz Pro statt Hardcopy, Transmit/Fugu/Interarchy statt dem Lieblings-FTP-Programm unter Windows…). Für die Aufgabe »Bildbetrachter« fällt die Suche kurz aus, denn das OS X beiliegende Preview/Vorschau erfüllt diese Aufgabe sehr gut – wenn man es etwas den eigenen Wünschen anpasst.

Viele User verwenden ihr System so, wie es ausgeliefert wurde: Hauptsache es läuft, bloß nix dran rumfummeln, nichts kaputt machen. Fortgeschrittene Benutzer mit mehr Computer-Erfahrung drehen an jedem Schräubchen und schauen, was passiert.
Anwendungen können nicht nur über die Einstellungen des Programm-Menüs den eigenen Wünschen angepasst werden. Mit einer Symbolleiste, die dem eigenen Gusto entspricht, geht die Arbeit gleich besser von der Hand: Diese Möglichkeit ist zumindest bei Apple-Programmen standardmäßig im Menü »Darstellung, Symbolleiste anpassen« zu finden. Bei keinem anderen Programm lohnt sich ein Blick dort so sehr, wie bei Preview/Vorschau, der PDF- und Bildbetrachter von Mac OS X.

Im Bild zu sehen ist die Standard-Symbolleiste von Preview. Durch ein paar kleine Umbauten lässt sich aus dem Programm ein exzellenter Bildbetrachter machen.
Die ersten beiden Schaltflächen die rausfliegen, befinden sich ganz links: »Fach« und »Zurück/Weiter«. Mit dem Fach-Knopf lässt sich die Schublade (»Drawer«) ein- und ausblenden, die weitere Bilddateien oder bei PDF-Dokumenten die einzelnen Seiten, das Inhaltsverzeichnis oder die Suchergebnisse anzeigt. Bei mir ist die Schublade immer aktiviert: Man muss sie nicht schön finden, aber sie ist nützlich für die bereits genannten Zwecke. Wenn sie doch mal im Weg ist, kann sie mit dem Shortcut Apfel-T eingefahren werden.
Übrigens: Wer sich daran stört, dass die Lade auf der falschen Seite aufgeht: Fenster an den gegenüberliegenden Bildschirmrand schieben, zweimal Apfel-T (Drawer ausblenden und wieder einblenden) und schon fährt die Schublade auf der anderen Seite aus. Dazu darf das Fenster aber nicht zu groß sein; die Schublade braucht auf der anderen Seite noch Platz zum Ausfahren.
Wofür die Zurück/Weiter-Knöpfe gebraucht werden, ist mir nicht ganz klar. In einem Web-Browser erkenne ich den Sinn (vor- und zurückblättern zwischen angeklickten Links), und bei Preview würde ich erwarten, damit zwischen mehreren Preview-Fenstern wechseln zu können. Preview macht das aber nicht (selbst wenn das ginge, würde ich es nicht benutzen; wofür gibt’s Exposé?). Weg damit.

Die dritte Schaltfläche, eigentlich ein Eingabefeld, macht mal Sinn: Im Eingabefeld wird bei PDF-Dokumenten die aktuelle Seitenzahl angezeigt, dem Text darunter ist zu entnehmen, wie viele Seiten das Dokument insgesamt hat. Eine Funktion, die im Jaguar-Preview (OS X 10.2) schmerzlich vermisst wurde. Schlauerweise kann durch Eingabe einer Seitenzahl ins Eingabefeld gleich zu dieser Seite gesprungen werden; wer hätte das gedacht. Diese »Schaltfläche« bleibt, ebenso wie die beiden nächsten.
Die Buttons »Vorherige Seite« und »Nächste Seite« funktionieren im Gegensatz zur Zurück/Weiter-Wippe. In PDF-Dokumenten kann damit geblättert werden, bei mehreren geöffneten Bilddateien in einem Preview-Fenster lässt sich so vor und zurück schalten.

Gleichfalls nützlich sind die beiden Lupen-Knöpfe zum Vergrößern und Verkleinern von PDF-Seiten oder Bildern (zum Beispiel aus der Digitalkamera). Bei der letzten Schaltfläche, »Werkzeugmodus«, wäre mir lieber, ich könnte sie rausschmeißen. Leider kann ich beim Bilder betrachten nicht darauf verzichten, denn Preview öffnet Bilder immer mit dem rechten Werkzeug, dem Tool zum Beschneiden von Fotos. Da es in den Einstellungen/Preferences von Preview (noch) keine Option gibt, beim Öffnen immer das Verschiebe-Werkzeug zu aktivieren, muss dieser Knopf in der Symbolleiste drin bleiben. Erste Aktion nach dem Laden von Bildern in Preview: Umschalten auf das Verschiebe-Werkzeug. Beschnitten wird in einem Bildbearbeitungs-Programm.

Soweit die Standard-Symbolleiste von Preview. Ich habe einige (für mich) unnütze Dinge rausgeschmissen und die Symbolleiste im linken Bereich etwas erleichtert. Das bereits erwähnte Menü »Darstellung, Symbolleiste anpassen« gibt uns die Möglichkeit, die Leiste etwas aufzubohren:


Was als erstes auffällt: Das Ding ist lang. Ich würde gerne im vorgenannten Menü statt »Symbol & Text« gerne »Nur Symbol« wählen, denn dann wäre die Leiste schlank, deren Breite nicht nur von den vielen Icons herrührt, sondern auch von – für Icon-Verhältnisse – epischen Beschriftungen wie »An Fenstergröße anpassen«. Allerdings zeigt mir die Leiste bei »Nur Symbol« nicht mehr die Gesamt-Seitenzahl von PDF-Dateien an. Meine Hoffnung ist, dass einer von beiden Nachteilen in einer nächsten OS X-Version behoben wird (Verkürzung der Beschreibung auf »Fenstergröße« und/oder Anzeige der Gesamt-Seitenzahl trotz der Einstellung »Nur Symbol«).
Als zweites fällt vielleicht auf, dass die Leiste zwar breit, aber auch niedriger ist als die normale Symbolleiste. Gepriesen sei die Option »Kleinere Darstellung« im mittlerweile bekannten Menü.

Welche Icons haben bei mir Einzug in die neue Leiste gefunden?
Ein Knopf zum Drucken des aktuellen Dokuments. Ist mir unverständlich, weswegen der draußen geblieben ist und Apple stattdessen den Rohrkrepierer »Zurück/Weiter« in den eng bemessenen Raum aufgenommen hat. Beim Klick auf den »Vorschau«-Button im Druckdialog eines Programms erscheint zwar unten im Vorschau-Fenster eine Schaltfläche »Drucken«. Die druckt aber das ganze Dokument, auch wenn man evtl auf die letzte Seite verzichten kann (stattdessen abbrechen, nochmal den Druckdialog aufrufen, Seitenzahl-Druckbereich wählen und dann drucken).
Der Drucken-Button ist allein schon deswegen in der Symbolleiste nützlich, da Preview PDF-Dateien lesen kann, die man vielleicht auch mal ausdrucken möchte (ich benutze Acrobat Reader bzw. Adobe Reader gar nicht mehr). Wegen seiner Wichtigkeit steht dieser Knopf bei mir daher ganz links.

Die nächsten Icons sind bekannt. Die Reihenfolge der »Vorherige/Nächste Seite«-Buttons habe ich irgendwann mal mit dem Seitenzahl-Eingabefeld vertauscht, aber das spielt eigentlich keine Rolle.
Die beiden Lupen-Knöpfe kennen wir bereits, neu ist aber die Lupe »Originalgröße«. Meine Digitalkamera liefert Bilder mit einer Auflösung von 3.072 x 2.048 Pixeln, und da will ich ab und zu mal ins Bild »reinschauen«, um die Qualität (Schärfe, Rauschen) oder ein Detail zu prüfen. Ein Klick auf dieses Symbol, und das Bild ist bei 100% Ansichtsgröße, das heißt, ein Pixel im Bild ist auch ein Pixel auf dem Monitor.

Absolut unverzichtbar – und ich glaube im Jaguar-Preview hat es gefehlt – ist das nächste Eingabefeld: Es zeigt die aktuelle Bildgröße an, und es nimmt natürlich auch Eingaben entgegen. Will ich ein Foto oder eine PDF-Seite nicht in x%, sondern in y% Größe ansehen, gebe ich den neuen Wert ein – voila.
Der Button »An Fenstergröße anpassen« ist nützlich, wenn mal die Fenstergröße geändert, oder ein hochkant fotografiertes Bild gedreht wird, um es dann auf Fenstergröße zu vergrößern oder zu verkleinern (im Falle der Rotation sehr sinnvoll).

Das letzte neue Icon ist erfreulich knapp mit »Links« beschriftet und dient zur Rotation um 90 Grad gegen den Uhrzeigersinn, eben nach links. Unentbehrlich, um im Hochformat fotografierte Aufnahmen zu kippen.
Beim Beenden von Preview bzw. beim Schließen des Fensters fragt Preview nach, ob es die Änderungen an Bildern speichern soll, zum Beispiel eine zuvor durchgeführte Rotation. Dabei werden im Dialog-Sheet die betreffenden Bilder angezeigt. Wenn viele hochauflösende Bilder (z.B. die o.g. 6 Megapixel) geändert wurden, kann das mitunter leider recht lange dauern, währenddessen Preview komplett blockiert ist und den Beachball of Death zum Besten gibt. Dennoch nützlich.

Mit den beschriebenen Änderungen an der Symbolleiste lässt sich Preview sehr gut als schneller Bildbetrachter für zwischendurch verwenden.
Wenn ich meine Kamera an den Mac anschließe, lasse ich die Bilder von »Image Capture«/»Digitale Bilder« auf den Rechner übertragen und anschließend in Preview öffnen (außerdem geht ein Finder-Fenster mit dem Pictures-Ordner auf, in den die Fotos übertragen wurden). Danach sehe ich mir die Bilder an, drehe sie ggf. richtig herum und lösche nicht gelungene Aufnahmen gleich im Finder (die Bild- bzw. Dateinummer steht ja in der Titelleiste von Preview). Erst dann öffne ich die verbliebenen Fotos in einem Bildbearbeitungs-Programm (Photoshop, Fireworks) oder nehme sie in die Bibliothek eines Bildverwaltungs-Programms auf (iPhoto, Extensis Portfolio, Cumulus, iView Media Pro).

Es empfiehlt sich, auch in anderen Programmen mal das Menü »Darstellung, Symbolleiste anpassen« aufzurufen, um die Anwendungen besser den eigenen Bedürfnissen anzupassen.

[Dieser Artikel erschien am selben Tag auch bei Mac-TV.]

Erschienen am Montag, 08.12.2003 @ 4:01 | Kommentare deaktiviert
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Erinnerungen

Sehr guter Text bei Carsten, unbedingt lesen. Ich wuchs zwar nicht in den 70ern oder früher auf, sondern in den 80ern (Jahrgang 1978), aber sehr vieles von dem gehört auch zu meiner Kindheit.
[Lokale Kopie]

Erschienen am Montag, 08.12.2003 @ 4:13 | Kommentare deaktiviert
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»Wann wird’s mal wieder richtig Sommer?«

Jetzt wird’s erstmal wieder richtig Winter. Aktuelle Temperatur: Minus sechs Grad. Die dünne Jeans kommt in den Schrank (nachdem sie gewaschen wurde), die dicke Jeans kommt zum Einsatz.
Kleidungstechnisch ist der Winter bei mir immer eine Zeit ohne viel Abwechslung. Wer mich kennt weiß, dass es bei mir eh schon nicht so viele Variationen gibt, weil ich ungern Klamotten kaufe und noch dazu einfarbige Sachen mag (die fünf verschiedenen Farben »meiner« T-Shirt-Marke gibt’s jeweils in fünffacher Ausfertigung in meinem Schrank.

Im Winter laufe ich nur noch mit schwarzen Schuhen, schwarzer Jeans und schwarzer Jacke rum. Unter der Jacke gibt’s diverse T-Shirt-Farben und wahlweise einen von zwei Pullis: ein dunkelblauer Kapuzenpulli und ein anthrazit-farbener Pulli. Helle Schuhe passen nur zu hellen Hosen, und helle Jeans sind im Winter eher unvorteilhaft. Das mit den zwei Pullis liegt daran, dass ich langärmelige Sachen nicht mag (ich schwitze leicht).

Demnächst in diesem Programm: Die Serie »Warum ich den Winter hasse.«

Erschienen am Montag, 08.12.2003 @ 4:22 | Kommentare deaktiviert
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Kurz und knapp

Heute Vormittag wieder Kollegtag in der FOS Fürth. In den ersten 60 Minuten die Feststellungs-Prüfung in Geschichte: Ich habe ein sehr gutes Gefühl. Ein Gefühl von »Die Chancen stehen 50:50, dass es eine Eins oder Zwei wird.«
Obwohl ich hinten raus nicht fertig geworden bin. Habe mich am Anfang zu sehr mit niedrig bepunkteten Fragen aufgehalten und Romane geschrieben, am Schluss hat’s bei einer hoch bepunkteten Aufgabe in einer Teilaufgabe nur noch zu Stichpunkten gereicht. Aber ich habe ein gutes Gefühl!

Anschließend die Reste einer Englisch-Doppelstunde (es waren noch ungefähr eindreiviertel Schulstunden) und eine Stunde Wirtschaft. In beiden Fächern war Prüfungsvorbereitung das Thema: Wie gehen wir vor, was könnte dran kommen, besondere Schwachstellen in Englisch, beispielsweise Gerund, if-Sätze, Satzverkürzungen, progressive forms, present participle, past participle, passive voice, tenses und false friends (hard/hardly, late/lately, fair/fairly, high/highly, happy/lucky, loose/lose…).

Schon nächsten Samstag ist der nächste Kollegtag, mit einer Doppelstunde Wirtschaft, einer Doppelstunde Englisch und einer letzten Geschichtsstunde, in der wir die Prüfung zurück bekommen.
In zwei Wochen, am 19.12. (Freitag) ist die Englisch-Abschlussprüfung über 165 Minuten und einen Tag drauf, am Samstag den 20.12., die Wirtschaft-Abschlussprüfung.
Bis spätestens nächste Woche muss ich noch jeweils eine Hausaufgabe in Englisch und Wirtschaft abgeben und vor allem in Wirtschaft viel lernen. Die VWL-Kenntnisse aus dem dritten Trimester vor knapp einem halben Jahr sind schon wieder fast vergessen und das kann mir das Genick in der Prüfung brechen.

Erschienen am Montag, 08.12.2003 @ 5:52 | Kommentare deaktiviert
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Nnnnneeeeeeiiiiiiinnnnnnnn!!!!!!!

Harald Schmidt streicht die Segel.
So müssen sich Teenies fühlen, nachdem die No Angels ihren Abschied von der Bühne verkündet hatten…   ;-(
Links:

Links in Weblogs u.a. bei Kai, Markus, Christian, Flow, x-ploration.

»Ein Blick ins Programm stellte Gewissheit her: Er sah nicht nur so aus, er war es. Unser Harald! Das letzte und einzige Alibi für Intellektuelle, die sonst nur tibetanische Spielfilme im Originalton auf Arte gucken, einen Kommerzsender einzuschalten!«

Henryk M. Broder in seiner Kritik zu Schmidts Rheinfahrt.

Musik: The Doors, »This is the End«

Nachtrag (18:59 Uhr): Bei der FTD gibt es noch weitere Artikel:

Von Holger kamen noch diese beiden Links per ICQ:

Google News.

Erschienen am Montag, 08.12.2003 @ 17:48 | Kommentare deaktiviert
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Deutschland, Dein Nahverkehr

Nur weil ich die letzten drei Wochen nichts über die Münchner S-Bahn geschrieben hätte, heißt das nicht, dass alles im grünen Bereich wäre. Im Gegenteil: Jede Woche regiert das Chaos und es lohnt fast schon, über die seltenen Ausnahmen zu berichten, in denen alles glatt läuft.
Heute erforschte ich neue Tiefpunkte.

Die Story beginnt allerdings nicht in München, sondern in Erlangen, Haltestelle »Tulpenweg«, Hüttendorf. Jeden Montag und Dienstag fahre ich um 06:05 Uhr mit dem Bus der VGN nach Erlangen, von dort um 06:47 mit dem RegionalExpress nach Nürnberg und um 07:27 mit dem ICE weiter nach München.
Am heutigen Montag stand ich um 06:03 an der Haltestelle, zusammen mit einem anderen Frühaufsteher, der schon einige Minuten eher eingetroffen war. Es steht kein Bus da, wie sonst an jedem Morgen. Auch um 06:05 kam kein Bus. Nicht um 06:10 und nicht um 06:15 Uhr.
Der Mitbürger bot um 06:20 an, mich mit dem Auto reinzufahren, das glücklicherweise verfügbar war (im Winter fährt seine Frau damit die Kinder in den Kindergarten, deswegen fährt er mit dem Bus). So erreichte ich meinen Zug noch.

[Nachtrag vom Dienstag: Der Busfahrerin von heute war der Fall bekannt, wusste aber auch nichts näheres, da sie in dieser Woche am Dienstag ihren ersten Arbeitstag hatte. Ihr zufolge sei auch der Bus um 06:30 ausgefallen und auf der Strecke haben die Leute eine Stunde bei minus 6 Grad gewartet.]

Pünktliche Ankunft des ICE in München-Pasing. Durchsage: Die Weiterfahrt verzögert sich um etwa zehn Minuten wegen eines Stellwerkproblems zwischen Pasing und Hauptbahnhof. Ich denke mir: »Zehn Minuten? Erzähl’ das Deiner Oma«, und steige in Pasing aus, während der Zug noch im Bahnhof steht.
Umsteigen in die S-Bahn. Als ich einige Minuten später im Hbf-Tiefgeschoss ankomme und aussteige, brabbelt eine einsteigende, ältere Frau etwas von »16 Minuten später« und mir schwant Böses. Ich sollte Recht behalten: Zehn Minuten später, gegen 09:30, erfolgt eine Durchsage, dass die S7 Richtung Perlach heute erst in Giesing beginnt und man mit der S2 bis Giesing fahren möge (normalerweise fahren S7 um 09:14 und 09:34 im Hbf-Tiefgeschoss ab). Schönen Dank auch, dass ich das jetzt erst erfahre. Hätte ich das schon vor zehn Minuten gewusst, wäre ich nämlich mit der U-Bahn bis Giesing gefahren.

Ankunft um 09:45 am Ostbahnhof, nachdem es im Tunnel der »Stammstrecke« nur zögerlich voran ging, da sich die S-Bahnen stauten. Eine Durchsage informiert immerhin alle paar Minuten über die Situation: S7 stadtauswärts erst ab Giesing, bis Giesing die S2 nehmen. Die S2 wird für 09:59 angekündigt, kommt allerdings ihrerseits nicht aus dem Tunnel raus, da sich am Gleis gegenüber zwei S5 stauen.
Um 10:05 dann die Abfahrt der S2 vom Ostbahnhof; Giesing ist die zweite Station nach München-Ost (Perlach wäre dann die nächste). Runter ins Untergeschoss, Treppe wieder hoch auf’s andere Gleis. Dort stand die S7 bereits. Und stand. Und stand. Die S7 wartete original 15 Minuten, ehe sie um 10:30 abfuhr (wir erinnern uns: Eine Stunde zuvor war ich am fünf Kilometer entfernten Hauptbahnhof angekommen; eine Zeit, in der ein ICE die Strecke Nürnberg-Augsburg zurücklegt). Ende vom Lied: Ankunft in der SAE 45 Minuten nach Unterrichtsbeginn gegen 10:45 Uhr.

Halt, halt, geht ja noch weiter. Alex war zeitig mit dem Unterricht fertig und ich stand mit Dirk um 13:05 Uhr am Gleis in Perlach, um in die Stadt zurück zu fahren. Durchsage: Die S7 um 13:05 fällt aus, nächste S-Bahn in zwanzig Minuten. Normalerweise – »normalerweise« – haben nur frühmorgens die S-Bahnen zwischen 9 und 10 extreme Verspätungen: Die S7 kommt sowieso meistens 5 bis 10 Minuten später, und wenn alle anderen S-Bahnen auch Verspätung haben, dann kommt’s für die S7 richtig dick. Aber bisher war auf die Nachmittags-S-Bahnen Verlass, insofern ist das schon eine neue Qualität.

[Nachtrag vom Dienstag: Heute Morgen wurde am Display neben dem dem Abgang zum Hbf-Tiefgeschoss angezeigt: »S7 Aying um 09:32«. Nach Aying, das ist die, die eigentlich um 09:14 fahren soll. Wenigstens heute kam ich »pünktlich« um zehn Uhr zu Unterrichtsbeginn an, mit einer um zwanzig Minuten verspäteten S-Bahn.]

Die SAE zieht im kommenden Sommer in ein größeres Haus, allerdings nur ein paar Straßen weiter; die S-Bahn-Station bleibt nach wie vor Perlach. Ich weiß nicht, was an Perlach so attraktiv ist, denn die Lage ist beschissen. Vielleicht niedrigere Steuersätze oder niedrigere Mieten, ich weiß es nicht. Für Leute, die in München auf eine speziellen Außenast der S7 angewiesen sind und nur alle 40 Minuten fahren können, oder für Leute, die dann auch noch so ungünstig wohnen, dass sie zwei S-Bahn-Linien benutzen müssen, ist das nervenaufreibend. Davon, was es für mich als Fernpendler bedeutet, auf absolut präzise Abläufe angewiesen zu sein, will ich gar nicht erst anfangen.
Das ist nicht die Schuld der SAE, bitte nicht falsch verstehen, ich weiß nur nicht, was an Perlach so toll ist, und ob ein »geo-strategisch« günstigerer Standort nicht besser gewesen wäre. Es ist die Schuld der S-Bahn München, denn ohne dieses Desaster jeden Morgen gäbe es keine Probleme.
Empfehlung für Interessenten: Überlegt Euch, ob es nicht Sinn macht, nach München umzuziehen, und zwar in die Nähe einer S-Bahn-Station auf der Stammstrecke. Sauteuer, aber schont die Nerven.

In München fahren alle S-Bahn-Linien in der Innenstadt zwischen Ostbahnhof und Hauptbahnhof durch den selben Tunnel (»Stammstrecke«). Das ist super, wenn es funktioniert, denn dann kommt alle drei Minuten eine S-Bahn. Wenn etwas schief geht, sorgt das erst richtig für den totalen Kollaps. In Berlin ist man da IMHO etwas geschickter vorgegangen: Es gibt ein Rudel unabhängiger U-Bahn-Linien: Wenn eine Linie mal ausfällt, zieht das nicht gleich alle anderen in Mitleidenschaft.
In München ist man dabei, diese Misstände zu beheben: Bis zum Frühjahr wird ein neues, elektronisches Signal-/Leitsystem gebaut, das ab Dezember 2004 auf drei S-Bahn-Linien einen 10-Minuten-Takt statt eines 20-Minuten-Takts ermöglicht, und dann 30 statt 24 Züge stündlich durch den Tunnel fahren lässt. Gegen Ende dieser Dekade soll außerdem ein zweiter Tunnel gebaut werden (dabei ist mir allerdings nicht klar, wie die bestehenden Stationen angebunden werden sollen).

Was absolut gaga ist: Warum, WARUM gibt es diese Verspätungen? Es ist verdammt nochmal nichts besonderes los! Die Bauarbeiten sind während der Weihnachtszeit eingestellt, es liegt kein Schnee, es ist nicht außergewöhnlich kalt, es liegt kein Laub auf den Schienen und die Scheiß-Sonne knallt von einem wolkenlosen Himmel auf knochentrockene Schienen runter!
Das einzige was anders ist, ist, dass am Ostbahnhof manche S-Bahnen nicht mehr an Gleis 3 sondern an Gleis 5 einführen müssen. Sonst nix!
Was passiert dann erst, wenn Schnee und Eis liegen? Wird der S-Bahn-Verkehr dann eingestellt?

Eigentlich benötigt man kein Auto, wenn man in einer Großstadt wohnt. Aber in München muss man bescheuert sein, kein Auto zu haben.

Erschienen am Montag, 08.12.2003 @ 22:45 | Kommentare deaktiviert
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Dienstag, 09.12.2003

Täglich Schmidt

Sofern es die Zeit erlaubt, will ich versuchen, die letzten zwei Wochen Schmidt-Show täglich ein Zitat aus der Show herauszugreifen. Als kleine Anerkennung.
In der Sendung am Montag-Abend, nachdem bekannt wurde, dass die HSS im nächsten Jahr nicht mehr fortgesetzt wird, war Claus Kleber zu Gast (langjähriger USA-Korrespondent der ARD, jetzt Anchorman im ZDF-heute-journal). Er stellte eine Reise-Dokumentationsreihe vor.

Schmidt: Die zweite Folge eine Woche später, auch wieder 20 Uhr 15.

Kleber: So ist es. Dazwischen eine kreative Pause. Was machen Sie denn, sagen Sie mal?

Schmidt: Wo?

Kleber: Kreative Pause?

Schmidt: Ich mach’ ‘ne kreative Pause, ja.

[lachen]

Schmidt: Sie wollen wissen, was ich da mache?

Kleber: Ja.

Schmidt: Dazu später mehr.

Kleber: [lacht] So leicht kommen Sie mir net raus!

Schmidt: Die Sendezeit ist zu Ende.

[lachen]

Kleber: Wie die Politiker! So fängt das dann an.

Schmidt: Genau! [Mit verstellter Stimme:] Aber das ist jetzt nicht der Ort, darüber zu vermuten, wissen Sie, die Partei steht hinter mir…

Kleber: …unser Land braucht Harald Schmidt.

Schmidt: …unser Land braucht jetzt den Aufbruch, und nähere Auskünfte gibt Olaf Scholz.

Kleber: Was mach’ ich jetzt nach den Tagesthemen? Abends ist ja immer heute-journal, Tagesthemen, Harald Schmidt.

Schmidt: Ja.

Kleber: Was mache ich jetzt um 23 Uhr 15?

Schmidt: Kerner gucken.

Erschienen am Dienstag, 09.12.2003 @ 0:22 | Kommentare deaktiviert
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What do you want to patch today?

»Unsicher by Design« nennt Jürgen Schmidt von Heise die Windows-Betriebssysteme. Ich sage »Unsicher per default«, aber es kommt auf’s gleiche raus.
Seine Vermutung ist, dass irgendjemand deswegen Scheunentor-große Sicherheitslücken in Windows eingebaut hat, weil es einfacher zu implementieren war. Ich vermute, dass man bei Microsoft die Prioritäten falsch gesetzt hat: Bequemlichkeit für den Anwender an erster Stelle, Sicherheit wurde nachrangig behandelt. Dass es einfach und sicher geht, zeigt mal wieder Apple: In Mac OS X sind Dienste i.d.R. erstmal deaktiviert. Will ich File-, Web- oder Printer-Sharing etc nutzen, muss ich sie mit einem Mausklick erst freischalten.
Der von Windows-Verteidigern oft angeführte Grund, dass sich weniger weit verbreitete Betriebssysteme wie Linux oder Mac OS genau deswegen nicht so häufig Angriffen ausgesetzt sehen, ist schon auch richtig. Ein Cracker oder Script-Kid braucht eine große installierte Basis, um Aufmerksamkeit zu erlangen und wahrscheinlich gibt es bei einem weit verbreiteten OS mehr Sicherheitsexperten, die Bugs aufstöbern. Aber es ist eben auch den Design-Fehlern von Windows anzulasten, dass eine Wurm-Attacke die nächste jagt, man ständig am Schließen von Sicherheitslücken ist und Windows in die Schlagzeilen bringt. Windows und andere Programme von Microsoft, vor allem Outbreak und Outbreak Express, der IE, ActiveX, Makroviren in Office…

Schmidts Kommentar ist sehr lesenswert für alle Leute, die noch immer auf der dunklen Seite der Macht zu Hause sind. Für all jene, denen eine schlechte Benutzeroberfläche und nervige Angewohnheiten von Windows nichts oder noch nicht genug ausmachen.

Get a Mac.

Erschienen am Dienstag, 09.12.2003 @ 7:06 | Kommentare deaktiviert
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Drei Wochen Cinema

Heute habe ich mal wieder das iBook mitgenommen, um im Zug diesen Eintrag schreiben zu können. Er fasst die letzten drei Wochen Cinema-Unterricht in der SAE zusammen. Später gibt es noch einen weiteren Eintrag, der sich mit QTVR (Quicktime VR) befasst, den ich aber wegen des noch nicht fertigen Cinema-Eintrags aufgeschoben habe (um in der chronologisch richtigen Reihenfolge zu bleiben).
Daran, dass ich die letzten Wochen nicht gleich über den Cinema-Unterricht erzählt habe, kann man schon ablesen, dass Cinema nicht gerade zu meinen Lieblingsthemen gehört. Cinema ist toll, weil man unglaublich viel damit machen kann, und weil es sehr flexibel ist (man kann alle erdenklichen Parameter über die Zeitleiste animieren und mit Xpresso auch noch in Bezug zueinander setzen). Diese Vielseitigkeit ist aber auch ein Problem bei Cinema, bzw. bei 3D-Programmen generell: Es dauert ewig, bis man mal etwas Vorzeigbares fertig hat. Der Spruch, dass man sich im Medienbereich entweder mit 3D beschäftigt oder mit allem anderen, ist absolut richtig.
Zum Unterricht.

Am 10. und 11. November fand die zweite 3D-Woche mit Unterricht zum Programm »Cinema 4D« von Maxon statt (über die erste 3D-Woche habe ich bereits geschrieben). Hauptsächlich ging es um Texturen und Materialien: Der Unterschied zwischen diesen beiden Begriffen (ein Material kann als Eigenschaft eine Textur haben), Quicktime-Filme als Material und die Zuweisung von Materialien an Objekte oder auch einzelne Polygone.
Zum Thema Materialien gehört natürlich auch Licht. Es gibt verschiedene Lichter in Cinema, zum Beispiel Omni-Lights (geht in alle Richtungen) und Spots. In diesem Zusammenhang, Materialien und Lichter, spielen freilich auch Transparenzen und Reflektionen eine Rolle.
In einer Übung im Unterricht haben wir einen Raum mit Objekten gebaut, die verschiedene Material-Eigenschaften bzgl Transparenz und Reflektion hatten. In einer zweiten Übung erstellten wir eine Art Dia-Projektor.
In einem kleinen Exkurs ging es um die Zusammenarbeit von verschiedenen Programmen mit Alpha-Kanälen (Cinema und Photoshop).
Materialien können auch übereinander gelegt werden. So werden beispielsweise Effekte wie Rost, Moos oder Verwitterung erzeugt. Am 10. (Montag) gingen wir zum Abschluss noch etwas ausführlicher auf Lichter und Schatten ein.

Am Dienstag (11.11.03) besprachen wir die Pflichtübung, die wir in 3D abgeben müssen: Eine Schraube soll sich drehen, in der Szene befindet sich außerdem ein Schraubenzieher, es gibt Reflektionen und die Kamera fährt über die ganze Szene drüber. Kompliziert ist dabei natürlich das Modellieren der beiden Objekte (Schraube mit einer Windung und der Schraubenzieher). Anschließend werden die Objekte mit Materialien versehen, die Schraube wird animiert und die Kamerafahrt an einem Pfad erstellt.



Die 3D-Pflichtübung: Die Animation dauert 13 Sekunden.
[Bild anklicken für eine größere Version.]

Im Unterricht machten wir dort weiter, wo wir am Vortag aufgehört hatten: Lichter. Wir erfuhren alles über Lichter, Schatten, Lichter an Pfaden, Render-Tags im Zusammenhang mit Licht und Schatten, Lichtbrechung. Danach ging es um individuelle Kameras in Cinema, denn gerade für Animationen will man ja nicht unbedingt die Standardkamera verwenden.
Zum Schluss zeigte uns Carsten kurz, was XPresso ist. Mit XPresso können Eigenschaften von Objekten sehr leicht zueinander in Bezug gesetzt werden, Sachen wie: Würfel A dreht sich proportional um die X-Achse zum Würfel B, der sich um die Y-Achse dreht.



Einfaches Beispiel für XPresso-Expressions: Die Y-Position von Würfel 2 wirkt sich auf die X-Position von Würfel 1 aus. Die »Eingänge« sind blau, die Ausgänge rot.

Am 10.11.03 erhielten wir außerdem unsere 3D-Bücher. Das heißt, ein Teil von uns erhielt die Maxon-Bücher. Wer die nicht wollte, hatte schon vor zwei Wochen das Galileo-Buch zu Cinema bekommen. Das konnte man sich aussuchen: Entweder Galileo-Buch ohne Zuzahlung oder die Dokumentation von Maxon, dem Cinema-Hersteller, für 20 Euro. Ich entschied mich für die Maxon-Doku. Sie besteht aus einem Referenz-Handbuch (975 Seiten) und einem Tutorial-Handbuch mit vielen Übungen (230 Seiten). Ist recht locker geschrieben, sehr löblich:

»Wenn Sie während des Renderns feststellen, dass Ihnen der Speicher ausgeht, beginnt in den meisten Fällen Ihr Betriebssystem damit, die Festplatte als zusätzlichen, virtuellen Speicher zu missbrauchen. Das sollten Sie unter allen Umständen vermeiden, da jede Festplatte im Vergleich zu echtem RAM immer bedeutend langsamer ist. Wenn Sie andererseits den Film "Ben Hur" noch nicht kennen, gönnen Sie sich einen Gang ins Kino.«

Die dritte 3D-Woche am 17. und 18.11. brachte noch zwei kleine Themen (Partikelsysteme und Metaballs), sowie ein großes Thema: Inverse Kinematik mit Bones. Das beschäftigte uns auch noch am zweiten Tag in dieser Woche.
Partikelsystem werden benötigt, um Objekte zu animieren, die in einer Szene massenhaft vorkommen: Wassertropfen oder Explosionen zum Beispiel. In der 700 Euro teuren Grundversion von Cinema 4D (»C4D«) ist im Menü »Objects, Emitter« bereits ein einfaches Partikelsystem enthalten. Damit können relativ simpel einfache Objekte massenweise geklont und animiert werden. Das können auch komplexe Objekte sein, die in einer anderen Szene zusammengebaut wurden. Um mit den Dingern, die der Emitter rausschleudert, was anfangen zu können, gibt es verschiedene Modifikatoren wie Deflector, Friction, Turbulance… Für höhere Ansprüche braucht man das Plugin »Thinking Particles«, das im rund 2.000 Euro teuren »C4D XL« enthalten ist, zusammen mit vier weiteren Plugins (Advanced Render, der einem z.B. Tiefenunschärfe bringt, PyroCluster für Explosionen und Rauch, MOCCA für fortgeschrittene Charakter-Animationen und der NET-Render zum verteilten Rechnen).
Metaballs haben wir nur kurz angesprochen und sie sind auch schnell erklärt: Sie eigenen sich für organische Formen wie Tropfen, Puddings oder Blobs.   :-)

Das große Thema dieser dritten 3D-Woche heißt »Inverse Kinematik« (IK).
Der herkömmliche Weg heißt »Forward Kinematik« und dabei wird z.B. ein Arm dadurch animiert, dass zuerst der Oberarm einer Figur bewegt wird, dann der Unterarm und am Schluss der Hand. Bei IK macht man’s genau anders rum, daher der Name: Ich fasse die Hand an (bzw. ein Null-Objekt an der Hand) und bewege diese. Dabei wird die ganze Kette mitbewegt, alles, was an der Hand dran hängt: Unterarm und Oberarm, ggf noch die Schulter. Ohne jetzt in lange Ausschweifungen zu verfallen: Dieser Ansatz ist ziemlich schlau, da man sich damit eine Menge Arbeit sparen kann.
In der Umsetzung ist das etwas komplizierter, da nicht die Objekte (z.B. Hand) direkt angefasst werden, sondern so genannte Null-Objekte: So eine »Null« sieht man nicht, aber durch ihre Verwendung am Ende einer Kette bleibt man sehr flexibel in der Animation. Um den Bewegungsspielraum (Winkel) eines Gliedes einzuschränken, wird es mit einem Kinematik-Tag versehen.

Ist die Kette aus Objekten und Null-Objekten erstellt, kommen die »Bones« ins Spiel. Ein Bone ist ein Deformations-Objekt, das nicht gerendert wird, also unsichtbar ist. Sie werden anderen Objekten untergeordnet und beeinflussen die Punkte ihres übergeordneten Objekts. Animiert wird dann nicht die Null eines Objekts (also das übergeordnete Nullobjekt), sondern das Bone (eine Kette mit Bones, Null-Objekten und Objekten kann ich natürlich wieder einem Null-Objekt unterordnen, um das anzufassen).
Was genau macht ein Bone? Einfach gesagt: Wird das Bone bewegt, bewegen sich die Punkte des übergeordneten Objekts, die ich dafür vorgesehen habe. Das Bone ist dazu da um zu sagen: Du, Punkt, bewegst Dich mit wenn ich Bone mich bewege, Dein Nachbarpunkt bleibt da, wo er ist.

Wofür braucht man das? Beispiel: Wenn ich einen Unterkiefer bewege, der ein Teil eines von mir modellierten Kopf-Gebildes ist, soll sich nur der Unterkiefer bewegen; aus dem Kopf sollen an anderer Stelle keine Punkte rauswachsen und ähnliche Effekte. Mit einem Bone kann ich sagen: Ihr Punkte da seid Unterkiefer, alles andere nicht. Bones werden aber nicht nur zur Nachbildung von Gesichtsmuskulatur benutzt, sondern auch für andere Gelenke einer Figur. Im Prinzip sind Bones die Muskeln einer Figur (auch wenn »Bones« eigentlich »Knochen« heißt, aber so kann man sich die Funktion leichter vorstellen).
Zu diesem Thema haben wir zwei lange Übungen gemacht, in denen wir einmal einen Kopf animiert haben (Hals, Oberkiefer und Unterkiefer) und in der zweiten Übung die Gelenke einer einfachen Figur (da haben wir nur per IK die Bones animiert, ohne »Haut« mittels Objekten über den Bones).
Ziemlich faszinierend, aber wie gesagt: Es dauert ewig, bis man bei 3D mal zu Ergebnissen kommt. Ein Charakter muss zunächst modelliert werden, dann malt man ihn mit Materialien an, leuchtet die Szene mit ggf weiteren Objekten aus und animiert das ganze auch noch. Dabei können nicht nur die Figuren/Objekte animiert werden, sondern z.B. auch die Kameras, die Lichter…

Im Prinzip waren wir am Ende der dritten 3D-Woche mit Cinema durch.
Die vierte 3D-Woche am 24. und 25.11. wurde daher aufgeteilt: Am Montag eine letzte Übung in Cinema, am Dienstag begannen wir mit dem QTVR-Unterricht, der eigentlich erst die Woche drauf starten sollte.
Diese letzte Cinema-Übung kann mit »Prüfungsvorbereitung« überschrieben werden: Am 5. Januar steht die zweite von vier Zwischenprüfungen an (theoretisch und praktisch), und dort wird hauptsächlich Cinema das Thema sein. In der praktischen Prüfung werden wir zum Glück nichts modellieren müssen, aber die Keyframe-Animation wird es auch in sich haben. Wir sahen uns ein Beispiel an, bei dem wir ein Flugobjekt im Slalom durch pfosten fliegen lassen müssen. Der Flieger soll sich außerdem in die Kurve liegen und mit der Kameraführung gibt es noch einiges zu beachten. Wir besprachen das recht ausführlich, wir befassten uns die ganzen drei Stunden des Montags damit.
Hier nur so viel: Für die Animation hat man eine Zeitleiste zur Verfügung. Man geht zu einem bestimmten Punkt in der Zeitleiste, ändert die gewünschten Parameter und klickt einmal einen Aufnahme-Button an, so dass die Parameter mit ihren Werten in die Zeitleiste geschrieben werden. Das ganze wird am nächsten Keyframe wiederholt, Cinema berechnet dann die Zwischenschritte.

An diesem Montag (24.11.03) erhielten wir die Ergebnisse unseres ersten Tests: Insgesamt fiel er nicht besonders gut aus, das sei aber beim ersten Test normal. Die zwei wichtigen Zahlen sind 70% und 80%: In der theoretischen und der praktischen Vornote müssen jeweils mindestens 70% erreicht werden, um zur Abschlussprüfung zugelassen zu werden (außerdem darf man maximal 3 der 12 Pflichtübungen versemmeln). Die Vornoten setzen sich aus den vier Tests zusammen; zur praktischen Vornote kommen außerdem die ersten beiden großen Projekte. Wer am Schluss des Kurses ein Zeugnis bekommen möchte, muss in der Endnote mindestens 80% erreichen. In die Endnote fließen die theoretische und praktische Vornote mit jeweils 11% Gewichtung ein. Die genaue Zusammensetzung der Endnote erkläre ich, wenn’s soweit ist.   :-)
Mein Ergebnis bei diesem ersten Test: 81% in der Theorie und 83% in der Praxis; ich bin sehr zufrieden.

Über den QTVR-Unterricht schreibe ich in einem separaten Eintrag.

Erschienen am Dienstag, 09.12.2003 @ 14:27 | Kommentare deaktiviert
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Quicktime VR

QTVR ist ein eigenes Fach, für das ein Tag (drei Stunden Unterricht) vorgesehen ist, und zwar in der Woche des 1. Dezember. Am Montag (1.12.) war die Präsentation des ersten Projekts, am 2.12. die QTVR-Unterrichtseinheit.
Da wir mit dem Cinema-Unterrichtsstoff vor der Zeit fertig wurden, besprachen wir bei Carsten bereits am 25.11. QTVR, sowie bei dann regulär bei Jochen am 2.12.

Carsten legte am 25.11. den Schwerpunkt auf »QTVR in Director mit Lingo steuern«. Doch zunächst gab es eine Erklärung, was QTVR überhaupt ist: Die Abkürzung steht für »Quicktime VR« bzw. »Quicktime Virtual Reality«. Ein Quicktime-Film ist ein normales Video, soweit bekannt. Bei QTVR gibt es zwei Arten von Filmen: Multinode-Movies und Objekt-Movies.
Bei ersteren kann durch mehrere Räume mittels Verknüpfungen (Nodes) »gegangen« werden. Dabei geht man nicht wirklich durch eine 3D-Szene, vielmehr kann sich der Betrachter um die eigene Achse drehen, den Kopf heben oder senken und in das Bild hinein oder hinaus zoomen. Durch Mausklick auf bestimmte Bereiche springt das Bild zu einer neuen Szene.
Bei einem Objektmovie kann ein Objekt um seine drei Achsen gedreht werden. Beispiele hierfür finden sich ab und an auf Apples Website (Apple hat ja Quicktime erfunden), bei der Vorstellung von neuen Produkten. Aktuell kann man beispielsweise den iPod drehen und wenden.

Nach der Begriffserklärung erläuterte uns Carsten kurz, wie prinzipiell ein QTVR erstellt wird, und gab uns entsprechende Tipps. Prinzipiell werden mehrere Fotografien gemacht, und zwar idealerweise mit einem Stativ mit Gradeinteilung und einer Spiegelreflex-Kamera (mit bestimmter Brennweite, ohne Autofocus, fester Blende). Anschließend werden die Einzelbilder von einer speziellen Software zusammengefügt, aber das wird uns Jochen am zweiten QTVR-Unterrichtstag genauer erklären.

Für die CD-ROM-Produktion wird der inzwischen sattsam bekannte Macromedia Director verwendet. Der kommt nicht nur sehr gut mit normalen QT-Videos klar, sondern kann auch QTVRs anzeigen. Die Anzeigeparameter des Movies lassen sich über Lingo steuern.
Wir gingen dabei systematisch vor: Mal in der Director-Hilfe »Lingo by Feature« nachsehen, was es zu diesem Thema so gibt. Dann mittels Message-Windows ausprobieren, was die Befehle bewirken. Im Prinzip können drei Eigenschaften beeinflusst werden: Pan (Bildausschnitt in Grad), Tilt (Neigungswinkel) und FOV (Field of View, Sichtfeld).

Wir programmierten dann eine Steuerung für die Cursortasten und befassten uns dann mit den Nodes: Wie werden Nodes abgefragt? Wie kann dafür gesorgt werden, dass ein Betrachter erst dann einen bestimmten Raum betreten kann, wenn er alle anderen gesehen hat?
Für die letzte Aufgabenstellung benötigten wir ein Array (in Director »Liste« genannt) und machten aus diesem Grund nochmal einen Ausflug in die Tiefen der Lingo-Programmiersprache.

Am 2.12. zeigte uns Jochen, wie ein QTVR-Movie erstellt wird, und zwar sowohl Multinode-Movies als auch Objektmovies. Er erklärte uns nochmals ausführlich, worauf bei den Aufnahmen zu achten ist und wie die Bilder zusammengefügt werden (dieser Vorgang wird &raquo,stitchen« genannt).
Wir verwendeten für diese Aufgabe das Programm »VR Worx« der Firma VR Toolbox. Kostet rund 300 Euro – zwa rein sehr komfortables Programm, aber recht teuer, wenn man nicht gerade überwiegend sein Geld mit dem Erstellen von QTVRs verdient.   :-(

Nach dem Auswählen der Projektart und dem Hinzufügen der Bilder folgt das Stitchen. Abgesehen von den richtigen Einstellungen kann man hier nichts falsch machen. VR Worx nimmt die Bilder und erkennt an der Überlappung automatisch, wo er sie zusammenfügen muss. Die Bilder werden nicht einfach nur aneinander geklebt: VR Worx rechnet auch die Brennweite ein, so dass ein räumlicher Eindruck entsteht (gerade Linien werden wie bei einem Weitwinkel-Objektiv verzerrt). Nach dem Stitchen können die Bilder mittels Cursortasten verschoben werden, so dass Stufen in Linien glattgebügelt werden.
Der nächste Bearbeitungsschritt heißt »Blend« und auch hier geht alles automatisch. Hier werden Helligkeitsunterschiede angepasst, falls man bei der Aufnahme Fehler bei der Belichtung gemacht hat (z.B. einmal eine Wand fotografiert und im nächsten Foto ist ein Fenster drin, so dass sich die Lichtverhältnisse ändern). Zweck dieser Übung ist einfach, harte Kanten von verschiedenen Farbtönen zu vermeiden, die durch unterschiedliche Belichtung entstanden sind.
Im Reiter »Compress« kann das ganze als QTVR exportiert werden. Auf dem Reiter »Playback« gibt es die Möglichkeit, den Film zu testen.

Wir erfuhren außerdem noch, wie QTVR-Szenen aus Cinema 4D rausgerendert werden können, und wie mit C4D die Einzelbilder für Objektmovies erstellt werden (ein Objekt aus 50 verschiedenen Perspektiven zu fotografieren ist extrem aufwändig; da ist es in der Regel einfacher, das Objekt in Cinema nachzubauen).
Abschließend zeigte uns Jochen noch, wie in VR Worx Hotspots für Nodes eingefügt werden, so dass der Benutzer zwischen verschiedenen Räumen wechseln kann (bei Multinode-Movies).

Insgesamt recht interessant muss ich sagen, auch wenn ich nicht glaube, dass ich das später täglich machen werde. Aber für einen Rundumblick einer Räumlichkeit schon sehr nett!

Erschienen am Dienstag, 09.12.2003 @ 19:28 | Kommentare deaktiviert
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Mittwoch, 10.12.2003

Vollgas

In der gestrigen ersten Sendung nach Bekanntwerden des Auslaufens der Schmidt-Show in diesem Jahr gab sich die gesamte Mannschaft bei der HSS zugeknöpft: Suzanas Newsletter fiel extrem kanpp aus (nur die heutige Aktion und der Gast, sie schrieb nichts persönliches, wie sonst ünlich). Die Zeitungen bekamen keine Kommentare von Harald Schmidts Produktionsfirma Bonito und in der Sendung wurde es nur in der letzten Minute von Harald Schmidts Gast Claus Kleber thematisiert.
Die Sendung vom Dienstag war dagegen gut wie lange nicht mehr: Man scheint sich bei Bonito nicht nur gefangen zu haben, vielmehr wirkte die Masse der Anspielungen so, als hätten sie erst in der Dienstag-Sendung auf den Putz hauen können und als seien sie am Montag dafür mit den Vorbereitungen noch nicht fertig gewesen.

Einen Vorgeschmack gab Suzanas Newsletter von Dienstag, 19:15 Uhr:

»Als ich heute Morgen die Bonito-Hallen betrat, bot sich mir folgendes Bild: Rechts und links waren die Wände buchstäblich tapeziert mit Zeitungsmeldungen – natürlich die jüngsten Show-Ereignisse betreffend. Von links tönte es dann noch in französischem deutsch: "Of die rechte Seite ängen die normale Artikle und links Du kannst finden die Titelartikle!" Und man glaubt es kaum: Cheffe hat persönlich tapeziert! Ich hätt’s echt gern gesehen, aber ich musste vorher noch zum Arbeitsamt, um mich als "demnächst arbeitssuchend" registrieren zu lassen. Wenn man als Arbeitssuchender bis dahin noch nicht jegliche Hoffnung verloren hat – spätestens da passiert’s garantiert. "Wie frustriert können Frauen eigentlich sein?", fragte ich mich, als ich meine Sachbearbeiterin kennen lernte. Ihr seht also, neue Lebenssituation eröffnen einem ganz neue Sichtweisen auf diese Welt und wollen einem sagen: Es könnte echt schlimmer sein!«

Als die Sendung begann, kündigte Natalie im Vorspann an:

»Hier kommt der Erfinder der kreativen Pause: Harald Schmidt!«

Sein erster Standup-Gag hatte eine lange Einleitung: Die meisten hätten es im Laufe des Tages erfahren, die meisten wären entsetzt gewesen, Ungläubigkeit, aber nun wird er selbst etwas dazu sagen: In Hamburg ist die Koalition geplatzt.

»Wie konnte das passieren? Ole von Beust hat gesagt: Sein Partner, Senator Schill, nimmt immer mehr psychopathische Züge an. Das hat man nicht wissen können, oder? Wenn jemand von Anfang an in dieser Koalition normal gewirkt hat, war es Senator Schill! Und jetzt das!«

Dann stellt er am Schreibtisch seinen heutigen Gast Sasha vor und wunderte sich, dass sein Redaktionsleiter Manuel Andrack nicht am Platz saß und der Scharfe Sven nicht das Wasser reinbrachte.

»Ja, also ich meine: Wir ham noch ‘n bisschen, oder? Was ist denn?«

Harald stand auf und ging durch das Gebäude, frug ab und an Mitarbeiter: »Wisst Ihr, wo der Manuel ist?«
Ein paar Stockwerke höher geht im Hintergrund Natalie mit gepackten Koffern durch’s Bild. Nach einigen Minuten findet er im letzten Eck des Hauses Manuel Andrack und den Scharfen Sven: Manuel an einem Schreibtisch wie Schmidt ihn hat, mit einer LED-Laufschrift »Die Manuel-Andrack-Show«, rechts daneben an einer kleinen Schulbank, auf Manuels normaler Position, Sven als Manuels Sidekick. Beide probten gerade ihre eigene Show. Genial!!

Werbung, und im zweiten Teil alles wieder auf Anfang: Harald sitzt wieder an seinem Schreibtisch, Manuel an seinem Nebentisch, der Gast wurde nochmal angekündigt und Sven brachte das Wasser rein. Anschließend ein Einspieler der zeigte, dass sich der Chef um seine Mitarbeiter kümmert, wenn sie von Arbeitslosigkeit bedroht sind: Er ruft persönlich bei der Bundesanstalt für Arbeit an, lässt einen BMW vorfahren und scheucht zwei seiner Mitarbeiter, die sich an einer brennenden Tonne die Hände wärmen, in den Wagen, der dann gen Arbeitsamt abfährt.

Es folgte eine Attacke auf Patrick Lindner, der wegen Steuerhinterziehung verurteilt wurde.

»Vor allem wünsch’ ich mir, dass die ARD weiter zu ihm halt. Weißt, nicht dass sie ihn jetzt kurz vor Weihnachten rausschmeißen. Aber ich mag den Paddi so, wenn’s an rausschmeißen täten, tät’ ich auch für ihn den BMW anrufen.«

Danach eine weitere Aktion: Das nächste Türchen des Adventskalenders öffnete sich. In diesem Jahr wird Harald an jedem Tag von seinen Mitarbeitern überrascht (in Vorjahren haben die Zuschauer etwas geschenkt bekommen). Kabelhilfe Frank (»Auf der Bühne und im Bett möchte ich "Fränk" genannt werden.«) imitierte seinen Chef.

Fränk: Wenn’s Dir absolut nicht gefallen sollte, fände ich’s schön, wenn ich den Monat noch zu Ende arbeiten dürfte.

Harald: Ich sag’ mal so Frank: Ob das ist weiß ich nicht, aber ich kann Dir eins versprechen: Du darfst im BMW vorne sitzen.

Er hat das ziemlich gut gemacht!   :-)
Es folgten die Original-Socken von Guido Westerwelle und eine kurze Zuschaueraktion (Harald schrieb eine Weihnachtskarte für die Freundin einer Zuschauerin aus dem Publikum), bevor der Gast (Sasha) auftrat. Sasha tourt derzeit als »Dick Brave and the Backbeats« durch’s Land und tritt momentan nicht als Sasha auf.

Harald: Wie reagieren Deine Fans drauf? Ich meine: Sasha findet ja zur Zeit gar nicht statt, außer…

Sasha: Wir machen eine Pause.

Harald: Ja, Du machst ‘ne Pause!

[Lachen]

Harald: Ja was ist denn der wahre Grund, sag’ doch mal? Ich mein’ mit der Pause, das sagst Du jetzt so!

[Lachen, Applaus]

[...]

Sasha: Ich find’s ganz schön kalt hier. Habt Ihr die Heizung schon abgestellt?

Harald: Äh, wir nicht!

[Lachen]

Erschienen am Mittwoch, 10.12.2003 @ 0:33 | Kommentare deaktiviert
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Schmidt-Nachhall

Die gestrige Sendung erzielte sehr gute Quoten (mein Standardspruch: »Falls jemand an Quoten glaubt«): Laut quotenmeter.de sahen 1,79 Millionen Zuschauer zu (17,5% Marktanteil bzw. 20,9% in der "werberelevanten Zielgruppe"). Indessen ist bekannt, wie SAT.1 die entstehende Lücke im nächsten Jahr füllen will: Kress berichtet, dass bis April Schmidt aus der Konserve gesendet werden soll (kein Direktlink mangels Permalink, daher wieder quotenmeter.de als Quelle): Vom 19. Januar bis 16. April montags bis freitags um 23:15 Uhr läuft »Die Harald Schmidt Show – Die legendärsten Sendungen«.

Das Medienecho am Dienstag war enorm – und mit dieser unsortierten Linksammlung will ich’s damit vorerst auf sich beruhen lassen:

In allen Medien, auch auf dieser Seite, macht es etwas den Eindruck, als gäbe es kein Wiedersehen: Aber Harald Schmidt ist nicht tot. Es ist doch schade, dass mit seiner Show nach acht Jahren Schluss ist.
Ich denke, dass er in ein paar Wochen irgendwo wieder auftaucht: Vielleicht bei SAT.1 mit einem besseren Vertrag, evtl bei einem anderen Sender (nur bitte nicht Premiere, das krieg’ ich nicht rein). Diverse Sender haben laut dem SPON-Artikel »Alle buhlen um Harald Schmidt« großes Interesse an ihm, sogar seine alte Wirkstätte ARD.

Mir gefällt an Schmidt nicht nur sein tadelloses Auftreten – mal drauf achten: immer Manschetten-Knöpfe, er setzt sich immer nach dem Gast und ist generell sehr höflich, auch wenn er keine zwei Sekunden später auf die Sahne haut.
Was ich sehr schätze, ist seine unübertroffene Schlagfertigkeit. Leider werden all die »Schmidts beste Sprüche«-Seiten dem nicht gerecht, denn die geben fast ausschließlich nur Zitate aus dem Standup-Teil zu Beginn der Sendung wider, die ihm seine Autoren schreiben. In Hochform ist er im Gespräch mit anderen bei spontanen Antworten. Das erfordert aber meistens eine Vorgeschichte oder ein längeres Zitat, und sowas eignet sich natürlich nicht für »Schmidts beste Sprüche«-Seiten.
Hoffentlich dauert seine »kreative Pause« nicht all zu lang. Und die letzten zwei Wochen bitte noch viele Sendungen wie die gestrige.

Erschienen am Mittwoch, 10.12.2003 @ 15:13 | Kommentare deaktiviert
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Donnerstag, 11.12.2003

»Und hier kommt der Nachfolger von Reinhold Beckmann: Harald Schmidt«

Manuel: Hast Du gestern Maischberger gesehen?

Harald: Da hatte ich keine Zeit, da musste ich Entlassungsurkunden unterschreiben.

Erschienen am Donnerstag, 11.12.2003 @ 1:48 | Kommentare deaktiviert
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On the road again

Ich bin heute auf ‘nen Sprung in München. In der SAE hält Professor Clive Pascoe von der Southern Cross University (Australien), mit der die SAE u.a. zusammenarbeitet, um 14 und 15 Uhr einen 45-minütigen Vortrag zu den BA- und Master-Kursen (Bachelor of Arts und Master of Arts).

An sich hatte ich auch geplant, heute meine 3D-Übung abzugeben. Daraus wird nichts, ich hab’s nicht geschafft. Geschmeidig bleiben: Eine von maximal drei Übungen, die ich verpassen darf. Im Frühjahr kommt noch eine Sound-Übung (wahrscheinlich etwas mit Reason), die könnte nochmal kritisch werden (mit Audio-Programmen hab’ ich’s auch nicht so). Aber ansonsten sollten die restlichen Übungen eigentlich keine größeren Probleme bereiten. Die verpasste Übung schlägt sich noch in der späteren praktischen Vornote nieder: Ein Prozentpunkt Abzug.

Bis zur Prüfung am 5. Januar habe ich noch Gelegenheit, das Cinema-Tutorialbuch zu bearbeiten.
Für das kommende 3D-Projekt im Frühjahr habe ich inzwischen eine erste Idee, bei der ich auch nicht viel modellieren müsste.   :-)

Erschienen am Donnerstag, 11.12.2003 @ 9:56 | Kommentare deaktiviert
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Rhetorik

Ich sitze im Zug und habe Gelegenheit, über den Unterricht in der SAE am Montag zu schreiben. Nach sehr viel Praxis in den letzten Monaten wird es bis Weihnachten eher theoretisch; es stehen auch keine Übungen an. Die Themen heißen »Rhetorik« (8.12.), »Research« (9.12.), »Projektplanung« (15.12.) und »Storyboarding« (16.12.). Ich nenne Sie die »weichen Themen«.
Dozent in all diesen Fächern ist Alex, der bis zum Sommer Course-Coordinator für uns Pixelschubser an der SAE München war und dann größere Aufgaben in er SAE übernommen hat.

Wie die Überschrift schon sagt, ging es am Montag um Rhetorik. Ein erstes Bild konnte sich der neue Kursleiter, Jochen, am 1.12. während unserer Präsentation des ersten Projekts machen und Alex übermitteln: Wir alle haben fast alles falsch gemacht, was man nur falsch machen konnte, aber aus genau diesem Grund stand seit Monaten dieses Fach für diese Woche im Lehrplan.   :-)
Es kommt eben nicht nur darauf an, was man zu sagen hat, sondern auch, wie man es sagt – beziehungsweise dass man es schafft, seine Inhalte dem Zuhörer zu vermitteln.

Dank der Münchner S-Bahn kam ich satte vierzig Minuten zu spät, weswegen ich hier natürlich nicht über den Anfang berichten kann. Als ich kam ging es um die Dinge, die während einer Präsentation zu beachten sind, wenn man beispielsweise vor der Geschäftsführung spricht oder vor Fachpublikum.

Es folgten Tipps zur inhaltlichen Planung einer Rede, die wir auch 1:1 auf unsere kommende Facharbeit anwenden können (zum Beispiel die 5-90-5-Regel oder die Frage, was das Publikum nach der Rede wissen soll, was es vorher nicht wusste).
Wir befassten uns dann recht ausführlich mit dem Punkt »Was kann ich tun, damit meine Rede in Erinnerung bleibt?« In kurzen Situationen und Diskussionen erarbeiteten wir uns die wichtigsten Punkte und Alex gab weitere Tipps.

Für die Einleitung, den Hauptteil und den Schluss einer Rede gingen wir etwas weiter ins Detail: Worauf kommt es in diesen Abschnitten an, welche Möglichkeiten gibt es zur Umsetzung, Tipps für Karteikarten und den Umgang mit Medien (Beamer, Präsentationsfolien).
Nach der Pause ging es um rhetorische Stilmittel (Pausen!), die Nervosität vor einem Vortrag und um Körpersprache bzw. verbotene und empfehlenswerte Körperhaltungen.
Zum Abschluss kamen Killerphrasen und bedrängende Fragen zur Sprache.

Insgesamt eine sehr sinnvolle Unterrichtseinheit, die uns nicht nur bei der Präsentation des nächsten Projekts helfen wird, sondern auch bares Geld wert sein kann (man kann einen Pitch verlieren, wenn man keinen guten Vortrag auf die Reihe bringt). Jetzt heißt es üben, üben, üben.

»Was kann ich tun, damit meine Rede in Erinnerung bleibt?«
– »Strippen.«

Erschienen am Donnerstag, 11.12.2003 @ 11:55 | Kommentare deaktiviert
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Facharbeit ante portas

Am zweiten Tag der »weichen Themen« in der SAE diese Woche besprach Alex mit uns die bevorstehende Facharbeit.
Wir sind der zweite Kurs nach dem MMP1002, der eine Facharbeit schreiben muss (hieß damals noch MMP für »Multimedia Producer« statt CMD für »Creative Media Diploma«). Bisher war erst im aufbauenden Bachelor-Kurs eine Facharbeit von 30.000 Wörtern Umfang gefordert, die Middlesex-Uni London forderte jedoch, dass auch die CMD-Kurse Facharbeiten schreiben sollen. Der Umfang fällt etwas geringer aus: 10.000 Wörter. Wie man’s nimmt ist das Segen oder Fluch: 10.000 Wörter sind nicht all zu viele – wenn man annimmt, dass auf eine A4-Seite im Schnitt etwa 400 Wörter drauf gehen (in 12 pt Arial/Helvetica im Blocksatz mit anderthalbfachem Zeilenabstand bei links 3 cm Seitenrand sowie oben, unten und rechts 2,5 cm), sind das etwa 25 Seiten. Bilder, Codeschnipsel und Verzeichnisse zählen dabei nicht mit.

Am Schluss des CMD-Kurses gibt’s ein Zeugnis, wenn die Endnote über 80% liegt. Ein Diplom obendrauf gibt’s nur, wenn eine Facharbeit geschrieben und ein Abschlussprojekt abgegeben wird und deren Noten über 70% (Facharbeit) bzw. 80% (Abschlussprojekt) liegen. Die Facharbeit und das Abschlussprojekt fließen außerdem mit jeweils 6% Gewichtung in die Endnote ein. Bei der Bewertung der Facharbeit werden u.a. Form, Sprache und »Tiefe der Ausführung« berücksichtigt.
Für die ganze Aktion gibt es zwei wichtige Termine: 01.03.2004 und 01.07.2004. Zum ersten Termin im März müssen wir das Thema, eine vorläufige Gliederung und eine prozentuale Abschätzung der inhaltlichen Schwerpunkte abgeben. Sinn der Übung ist, dass wir uns bald mit dieser Sache beschäftigen sollen, nicht, dass jemand zwei Wochen vor dem Abgabetermin erst anfängt. Der zweite Termin am 1. Juli ist dann der Abgabetermin.

Wir besprachen nach diesen grundsätzlichen Vorgaben die Form, denn hierfür gibt es strenge Regeln und hohe Ansprüche. Die Arbeit soll korrekt sein, betreffend die Gliederung, Fußnoten, Zitate, Literaturverzeichnis, Quellenverzeichnis und Abbildungsverzeichnis. Kurz gesagt: Es soll nach was aussehen.
Alex betonte mehrmals, dass wir die Arbeit nicht für ihn schreiben, sondern sie uns fachlich weiterbringen soll. Lesen, verstehen, mit eigenen Worten wiedergeben. Wir sollen ausdrücklich nicht über ein Thema schreiben, das wir bereits im Unterricht breit getreten wurde. Das Thema können wir uns selbst aussuchen, es soll aber einen multimedialen Bezug haben und mit dem jeweiligen Fachlehrer abgestimmt sein. Der Titel des Aufsatzes wird zudem im Zeugnis genannt.

Alex erläuterte uns die Zusammenarbeit mit dem Fachlehrer, den wir dreimal treffen sollen: Einmal um das Thema zu besprechen, ein zweites Mal um die vorläufige Gliederung zu besprechen und ein drittes Mal, um die Gliederung abzugeben.
Dann nannte er uns dann die Namen der Fachlehrer (von ihnen wird die Arbeit später korrigiert und benotet): Fünf Leute, darunter Alex, Jochen und Carsten, jeder mit einem oder mehreren Spezialbereichen, die das gesamte Themenspektrum in Sachen Multimedia abdecken.

Vor Plagiaten warnte Alex uns ausdrücklich. Einerseits meinte er, wer fremde Texte seitenweise kopiert, hätte nicht verstanden worum es geht und könne zurück in den Kindergarten gehen. Leider gab es Grund für diesen Appell: Er zeigte uns alte Facharbeiten, in denen Absätze und ganze Seiten rot markiert waren, die ohne Quellenangabe per copy/paste aus dem Web übernommen wurden. Inzwischen sei man sehr fit darin, geklaute Inhalte aufzuspüren; außerdem baut die SAE eine Datenbank mit allen Facharbeiten auf, genannt »Plagiator« – wir müssen deswegen die Arbeit nicht nur gedruckt und gebunden abgeben, sondern auch in elektronischer Form. Es ist natürlich klar, dass geklaute Arbeiten mit der Note 6 bewertet werden.
Gekennzeichnete Zitate sind freilich erlaubt. Wie man richtig zitiert, wird uns Alex nächste Woche zeigen.
Noch zwei Buchtipps, bevor es richtig los ging (Judith Bell und Manuel R. Theisen).

Das schwierigste bei einer solchen Arbeit ist es, das Thema genau zu umreißen. Mit dem Thema »Design« kann ich ganze Bibliotheken füllen, und deswegen muss ich mich in meinem Thema etwas einschränken, um mit dem Platz hinzukommen. Uns stehen 10.000 Wörter zur Verfügung, plus-minus 10%. Wer nur 7.000 Wörter abgibt oder über’s Ziel hinaus schießt und 15.000 Wörter abliefert, muss mit Abzügen oder Schlimmerem rechnen.
Ein Thema muss genau umrissen werden, uns deswegen sind die Titel solcher Arbeiten immer so lang. Wir gingen ausführlich eine Checkliste nach Judith Bell durch und nach jedem Punkt sagte Alex: »Wir haben immer noch kein Thema!« Die Checkliste geht kurz gesagt so:

  1. Liste von Ideen machen, mit Mind-Maps arbeiten
  2. Material suchen, denn das schönste Thema hilft nicht, wenn es dazu kein Material gibt
  3. Aussortieren
  4. Fragenkatalog zusammenstellen: Fragen, die einem zu den Stichworten einfallen, und die in der Facharbeit beantwortet werden

Die zwei wichtigsten Merksätze: Was soll der Leser wissen, was er vorher nicht wusste? Und: Auf den Punkt kommen (sammeln, aussortieren, sammeln, aussortieren).
Zur Checkliste machten wir gemeinsam zwei Übungen: Oberthema überlegen, Mind-Map dazu erstellen, eine Richtung überlegen, Fragen dazu ausdenken (das ist schwieriger als es klingt!), Themafrage formulieren, zum Beispiel: »Holografie als Marketing-Tool der Zukunft: Überblick zu Funktion und derzeitiger Situation, Nutzen und Kosten.«

Bis 1. März 2004 müssen wir die vorläufige Gliederung abgeben, ergo müssen wir bis dahin mit Mind-Maps, Materialsammlung, Fragen und Thema fertig sein, damit wir in der Zeit bis 1. Juli lesen, auswerten und schreiben können.
»Die perfekte Facharbeit ist eine Materialsammlung, die es in der Form in der Literatur noch nicht gegeben hat.«

Gut, soweit in knapper Form das, was wir letzten Dienstag im Unterricht besprochen haben.
Ich habe schon seit längerem eine Idee, in welche Richtung ich gehen will, hätte aber ohne den Unterricht heute ganz falsch angefangen und wäre dann wahrscheinlich mit meinen 10.000 Wörtern in Schwierigkeiten gekommen.

Unabhängig davon mache ich mir Gedanken, wie ich das schreiben soll. Word schied dabei sofort aus: Mehr als fünf Seiten vertraue ich Word nicht an, das ist mir zu riskant. Ich spreche aus Erfahrung: Nur mit Text gefüllt sind 25 bis 30 Seiten kein Problem, aber wenn noch Bilder, Fußnoten, Inhaltsverzeichnis, Literaturverzeichnis, Quellenverzeichnis und Abbildungsverzeichnis dazukommen, dann fliegt der Laden auseinander.
Im Moment habe ich zwei Alternativen im Sinn: XML und LaTeX.
XML finde ich sexy: Mit der Syntax bin ich bereits von (X)HTML vertraut, es ist ein Text- und kein Binärformat, es wäre meinem Multimedia-Studium angemessen und mit InDesign kann man es auch noch schön stylen (in erster Linie geht es ja um den Inhalt, deswegen muss ich den Text nicht direkt in einem Layout-Programm wie InDesign schreiben). Der Nachteil: Ich weiß nicht, wie InDesign mit XML zusammenarbeitet. Also es funktioniert prinzipiell, aber ich kenne nicht die genauen Abläufe. Wir hatten in der SAE zwar zwei Wochen DTP-Unterricht mit InDesign, der deckte aber nur Theorie und die Grundlagen der Gestaltung mit InDesign ab. XML ist da denke ich etwas »advanced«. Im Web ist außerdem ziemlich wenig zu diesem Thema zu finden.

Die zweite Alternative ist LaTeX, gesprochen »La-Tech«. Dieses Textsatz-System ist vor allem bei Naturwissenschaftlern beliebt und hat sich seit über zehn Jahren in tausenden von Projekten jeder Größe bewährt. Vorteile: Mit Micha habe ich eine Expertin auf diesem Gebiet, die mir eine Einführung geben kann und die sich schon zur Beantwortung von Fragen bereit erklärt hat. LaTeX ist außerdem kostenlos und für Mac OS X gibt es nicht nur eine LaTeX-Distribution, sondern mit TeXShop auch eine anscheinend gute Software (Apple Design Award 2002) sowie tonnenweise deutsche und englische Dokumentation im Netz, ob Mac-spezifisch oder zu LaTeX generell (1, 2, 3).
Mit LaTeX wollte ich mich vor Jahren schon mal beschäftigen, habe aber nie richtig damit angefangen (die Lernkurve ist sehr steil). Eines von beiden Systeme (InDesign mit XML-Input verwenden oder LaTeX) muss ich sowieso lernen. Mal sehen, für was ich mich entscheide. Meinungen, Tipps?

Okay, ich bin fast in München, währrend ich das schreibe (1, 2). Der ICE fuhr mit 15 Minuten Verspätung aus Erlangen ab und bis Augsburg konnte er die Verspätung auf 20 Minuten ausbauen. Um 13 Uhr verließen wir Augsburg und eigentlich wäre die Ankunft in München 13:09 gewesen – von Augsburg bis München benötigt der ICE aber 30 Minuten.

Erschienen am Donnerstag, 11.12.2003 @ 12:20 | Kommentare deaktiviert
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Freitag, 12.12.2003

Stylesheet-Experten unter sich

Der CSS-Guru Eric Meyer und seine Frau Kat haben am 9. ihr erstes Kind bekommen. Wie gratuliert das Webstandards-Projekt standesgemäß?

#ericmeyer:first-child

Most WaSP readers are very familiar with WaSP’s good friend Eric Meyer, who has helped the world learn Cascading Style Sheets.

Well today, WaSP would like to publicly celebrate the birth and homecoming of Carolyn Maxwell Meyer, first child to Eric and Kat. By all reports she is very well-formed and valid.

The question remaining on every WaSP’s mind is whether any adjacent siblings are in the planning.

[Hervorhebungen von Fachtermini durch mich.]

Sehr nett!

Erschienen am Freitag, 12.12.2003 @ 11:22 | Kommentare deaktiviert
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Für die Herren der Schöpfung

Bei Aubade.com gibt’s den neuen Kalender als Download.   :-o
Hmm, März und September.   :-)

Erschienen am Freitag, 12.12.2003 @ 11:33 | Kommentare deaktiviert
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»Wiederholung der legendären Sendung vom 11.12.2003«

Ekki zeigte Harald, Suzana, Manuel und Helmut in der gestrigen Sendung ein wenig Teak-won-Do:

Ekki: Ich würd’ sagen, wir machen ein kurzes Aufwärmtraining und dann ein bisschen Dehnübungen, Stretching und dann macht Ihr einfach ein paar Tritte gegen die Pratze.

Harald: Gegen wen?

Ekki: Pratze. Das ist so ein Schlaggerät.

Harald: Ach so, ich dachte das sei die neue Unterhaltungschefin.

Erschienen am Freitag, 12.12.2003 @ 15:45 | Kommentare deaktiviert
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Erbsenzähler

Ich kann mich immer mehr für die LaTeX-Lösung für meine Facharbeit begeistern (elektronisch gebe ich dann eine PDF-Datei ab, das sollte kein Problem sein).
Die Installation von teTeX und TeXShop (beide für OS X) war dank der Anleitung von unimac.ch kein Problem und auch die ersten Schritte gelangen auf Anhieb.
Als Editor werde ich wahrscheinlich BBEdit nehmen: kenne ich, liebe ich. Zu meiner Überraschung bringt er auch gleich ein Syntax-Highlighting für TeX mit. Im Moment müsste ich noch die .tex-Datei in den TeXShop laden und dort parsen lassen, es gibt jedoch für BBEdit Plugins, mit denen teTeX von BBEdit aus angesteuert werden kann.

Etwas, worüber ich mir noch Gedanken gemacht habe, war das Wörterzählen: Ich muss 10.000 Wörter plus-minus 10% schreiben. Mit LaTeX selbst oder dem TeXShop geht das nicht, und in BBEdit macht es ebenfalls keinen Sinn, sich die Infos aus dem Menü »Window, Get Info« anzusehen: Die LaTeX-Befehle wie \begin{document} werden mitgezählt.
Hier tritt das Terminal in Aktion:

detex test.tex | wc -w

Diese Zeile entfernt (temporär) alle LaTeX-Befehle und lässt nur die Wörter übrig. Per Pipe wird der Klartext an das Programm »word count« übergeben, dass die Wörter zählt.
So ganz haut das aber noch nicht hin, denn allein die Zeile »Das ist mein erstes Dokument! Sch\”on!« mit sechs Wörtern hat laut wc neun Wörter. Kommt detex da evtl mit dem Umlaut durcheinander? Zählt es die Seitenzahl und die Satzzeichen mit? Selbst die Zeile »Das ist mein erstes Dokument!« mit fünf Wörtern hat laut wc angeblich acht Wörter. Was passt da nicht?

Verzeichnisse, Bilder und Code-Schnipsel sollen bei der Wortzahl nicht berücksichtigt werden. Da muss ich evtl noch etwas experimentieren und Code-Beispiele evtl per \include reinholen (und für’s Wörter zählen draußen lassen). Problem: \include fängt laut Doku immer eine neue Seite an (bei mir steigt TeXShop mit einem Parsing-Fehler aus). Lässt sich das mit der neuen Seite irgendwie vermeiden? Stattdessen nur neuer Absatz?

Hier meine test.tex-Datei:

\documentclass{article}
\usepackage[ngerman]{babel}
\usepackage[applemac]{inputenc}
\begin{document}

Das ist mein erstes Dokument! Sch\"on!

\include{genauso}


\end{document}

Fehlermeldung:

(/usr/local/teTeX/share/texmf.tetex/tex/latex/base/applemac.def)) (./test.aux)
[1{/usr/local/teTeX/share/texmf.tetex/dvips/config/pdftex.map}] (./genauso.tex

! LaTeX Error: Can be used only in preamble.
                                        
                                                  
l.1 \documentclass
                  {article}
! LaTeX Error: Can be used only in preamble.
                                           
                                                  
l.2 \usepackage
               [ngerman]{babel}
?

Die Datei genauso.tex auf der gleichen Verzeichnis-Ebene:

\documentclass{article}
\usepackage[ngerman]{babel}
\usepackage[applemac]{inputenc}
\begin{document}
Hier stehen ein paar tolle Gedanken. Ganze neun W\"orter.


\include{genauso}
\end{document}

Ich bin verwirrt. Weil wc mehr Wörter zählt als ich und weil der include-Befehl nicht funktioniert.

Erschienen am Freitag, 12.12.2003 @ 21:07 | Kommentare deaktiviert
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Samstag, 13.12.2003

Neue Suche

Vor ein paar Tagen habe ich eine neue Version des find-Plugins für Blosxom von Fletcher T. Penny installiert (Version 0.4 auf 0.7 aktualisiert). Das find-Plugin sorgt für die Suchfunktion auf der rechten Seite.

Die neue Version bringt vor allem die Möglichkeit, auch nach Begriffen mit Umlauten zu suchen (früher gab es eine Fehlermeldung).
Bei der Gelegenheit habe ich die Ergebnisseite überarbeitet: Es werden nun nicht mehr die kompletten Texte angezeigt, sondern nur noch die Überschriften der Einträge zzgl. Datum und Uhrzeit, der Kategorie und der Anzahl der abgegebenen Kommentare (die nun übrigens auch mit durchsucht werden). Diese kompaktere Darstellung erhöht den Nutzwert der Ergebnisseite m.E. erheblich. Die Ergebnisse werden nicht nach Relevanz oder Kategorien sortiert, sondern in chronologisch absteigender Reihenfolge angezeigt.
Die Arbeitsweise der Suchfunktion habe ich ausführlich auf der Archiv-Seite beschrieben. Außerdem gibt es auf jeder Ergebnisseite unten nach den Ergebnissen einige Hinweise.

Eine Möglichkeit, die es seit find 0.5 gibt, verwende ich derzeit nicht: Die Anzeige der letzten x Suchanfragen.
Vielleicht füge ich das mal ein, aber im Moment finde ich es nicht so spannend. Wobei teilweise nach seltsamen Begriffen auf meiner Seite gesucht wird (alle paar Wochen sehe ich mal ins Logfile):

  • Frankiermaschine
  • Zeitungskommentar zum Thema Büchergeld an Schulen
  • Stadtplan Bagdad
  • Weihnachten in Deutschland
  • einsetzungsverfahren
  • beim konvertieren von Text von PC zu Mac passiert was
  • schrankbett
  • belinea implodiert
  • abbildung von einer schachtel lucky strike

Ansonsten durchaus nachvollziehbare Suchanfragen, häufig mit Mac- oder SAE-Bezug und zu Dingen, über die ich mal geschrieben habe.
Nach Phrasen – also exakten Wortfolgen, die in Anführungszeichen stehen müssen – wird kaum gesucht. Logische Operatoren wie OR und NOT oder Klammern sowie reguläre Ausdrücke wurden bei den bisherigen Suchanfragen überhaupt nicht verwendet (standardmäßig werden mehrere Suchbegriffe mit AND verknüpft).

Nachtrag (14:59 Uhr): Jetzt klappt’s auch mit den RecentWritebacks. Durch das Hinzufügen von ?recent=5 zur URL kann ich die Einträge sehen, die in den letzten 5 Tagen neue Kommentare erhalten haben (unabhängig vom Alter der Einträge selbst). Sehr praktisch, da bei mir das Plugin writeback-notify nicht funktioniert, das mir sonst E-Mails bei neuen Kommentaren schicken würde.
?recent=5 (oder ein anderer Zeitraum) kann an jede URL angehängt werden, ich empfehle aber, mein recent-Flavour zu verwenden:

http://www.my-two-cents.de/index.recent?recent=5

Diese Funktion wird vorerst nicht in der Navi verlinkt, aber der eben genannte Link findet sich künftig ganz unten auf jeder Kommentar-Seite (»Letzte Worte«).

Mit den RecentWritebacks fällt es Teilnehmern an einer Diskussion und mir leichter, neue Kommentare zu Einträgen aufzuspüren. Goldene Zeiten.

Erschienen am Samstag, 13.12.2003 @ 13:37 | Kommentare deaktiviert
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Montag, 15.12.2003

Was ich am Bahnfahren nicht mag

Jeden Mal im ICE 1514, Abfahrt um 14:48 aus dem Münchner Hauptbahnhof gern Norden: Pünktlich, pünktlich zur vollen Stunde, während der Hauptnachrichten im Radio, macht der ZuB seine Durchsage. *argh!*
Kann man die Leute, die um kurz vor 15 Uhr in München-Pasing zusteigen, nicht noch zwei Minuten auf die Ansage warten lassen?

Das zweite was gar nicht geht, sind alte Berlinerinnen, die dem ZuB bei der Fahrschein-Kontrolle ihre Lebensgeschichte erzählen. Und das Konzept eines Call-Centers nicht begriffen haben (»Da war immer ‘ne andere dran.«).

Erschienen am Montag, 15.12.2003 @ 18:56 | Kommentare deaktiviert
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Dienstag, 16.12.2003

»Es wird für den FC eine sensationelle Rückrunde.«

Freudenschüsse in der Schmidt-Show

Erschienen am Dienstag, 16.12.2003 @ 0:23 | Kommentare deaktiviert
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Ein Königreich für eine Busspur

Der Spiegel schreibt in seiner aktuellen Ausgabe, der Handel befürchte dieses Jahr ein sehr schlechtes Weihnachtsgeschäft.
Ich weiß nicht, wo die ganzen Leute herkommen, die die Straßen und Geschäfte verstopfen.

Weihnachtsgeschenke kaufe ich zwar auch erst in den letzten drei Tagen vor Weihnachten (wenn ich sie nicht online bestellen kann), aber ich gehe dabei wenigstens nach einem verblüffend einfachen Muster vor:

  1. Reingehen
  2. Kaufen
  3. Rausgehen

Keine Notwendigkeit, sich im Geschäft – oder noch besser: zehn Geschäften – den Kopf zu zerbrechen. Das macht man in der Badewanne, im Bus oder am Computer, aber nicht zwischen den Grabbeltischen.

P.S.: Schneegestöber in München.

Erschienen am Dienstag, 16.12.2003 @ 18:43 | Kommentare deaktiviert
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If you want to see tomorrow’s PC, look at today’s Macintosh.

Nullsoft veröffentlichte heute nach einer Meldung von Heise die Version 5.0 von Winamp.

»Winamp 5 bringt unter anderem eine erweiterte Version der Winamp-3-Medienbibliothek mit, in der man per Direktsuche nach Songs fahnden, Songs bewerten und nach diversen Kriterien sortieren kann…«

Wow, nur drei Jahre nach der Vorstellung von iTunes
Und iTunes rippt und brennt CDs sogar ohne Aufpreis mit Maximal-Geschwindigkeit, und codiert ohne Aufpreis in mp3 und AAC. Im Gegensatz zu Winamp 5.

Erschienen am Dienstag, 16.12.2003 @ 20:08 | Kommentare deaktiviert
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Mittwoch, 17.12.2003

Erlebnisse der dritten Art

Eben ein ungewöhnliches Erlebnis: Ich importiere gerade ein Video in meinen Mac, da gibt es unter meinem Schreibtisch ein spratzelndes Geräusch und der Rechner geht aus. Ich kann ihn auch nicht wieder einschalten. Strom war aber ansonsten noch im Raum präsent und ich denke mir: »Scheiße, was ist jetzt los?«
Power Mac aufgeklappt um zu sehen, ob irgendwo was qualmt. Gedanke: »Die einjährige Hersteller-Garantie läuft noch bis Februar. Wäre ungünstig den Rechner weggeben zu müssen, aber das iBook wäre ja noch im Haus.« Im Rechner qualmt nichts, es riecht nichts und es sieht auch nirgendwo verbrannt aus. Wieder ein Versuch, den Rechner einzuschalten, erst am Display, dann am Mac selbst. Nichts.

Stecker aus der Steckdosenleiste gezogen, da sehe ich ein rotes Plastikteil: Die Kappe des Schalters war nicht mehr an der Leiste dran. In der Vertiefung des Schalters die Überreste des selben: Eine Feder, gesprungene Plastikteile, zwei Metallspangen. Irre, das einfach so der Schalter alle Viere von sich streckt, denn den habe ich noch nie benutzt – insofern kein Fall von Materialermüdung durch Überbeanspruchung.
Macht nichts, unter’m Regal wartet bereits die nächste Steckdosenleiste auf ihren Einsatz ohne Wiederkehr (eine ohne Schalter). Stecker in die neue Leiste rein, Power Mac angeschaltet, läuft.

Die Verluste an Arbeit und geöffneten Safari-Tabs halten sich zum Glück in Grenzen.

Erschienen am Mittwoch, 17.12.2003 @ 14:55 | Kommentare deaktiviert
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Blog-Tweaks

Okay, die »letzten Worte« – die Kommentare der letzten fünf Tage – haben nun doch ihren Weg in die Navigation auf der rechten Seite gefunden; ist ganz praktisch.

Bei der Gelegenheit habe ich in der Navi etwas aufgeräumt: Die noch nie verlinkten Punkte »Cast & Crew« und »Leben im Zeitraffer« habe ich erstmal rausgenommen. Die entsprechenden Inhalte sind zwar fertig, aber ich weiß noch nicht, ob ich sie online stellen will. Der Punkt »Über dieses Weblog«, ebenfalls noch nicht verlinkt, ist aber nach wie vor geplant und bleibt drinnen. Evtl habe ich »zwischen den Jahren« Zeit, den Text dazu fertig zu schreiben.
Der Link zu Siebenviertel in der Sektion »Outside Reading« ist gleichfalls verschwunden. Seine Texte sind zwar immer gut (hinsurfen!), aber er schreibt nur alle paar Wochen. Da mir in der rechten Spalte immer noch zu viel Text steht, war sein Link der erste, von dem ich mich verabschiedet habe. Sorry.

Erschienen am Mittwoch, 17.12.2003 @ 16:32 | Kommentare deaktiviert
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Donnerstag, 18.12.2003

Es regnet Updates

Vorgezogene Weihnachtsgeschenke? Apple pustet Updates in Netz, das gibt’s gar nicht. In den letzten zwei Tagen gab es acht Updates:

Am 16.12. gab es außerdem noch eine neue Version des Apple Remote Desktop Clients, 1.2.4 (Macrumors).

Kleine Wartungsupdates nur, aber hey, immerhin! Jetzt noch neue Versionen von iPhoto, iSync und iCal zur Macworld am 5. Januar, dann bin ich glücklich.   :-)

Erschienen am Donnerstag, 18.12.2003 @ 23:03 | Kommentare deaktiviert
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Freitag, 19.12.2003

Done.

Heute Vormittag ab 9 Uhr stand die Telekolleg-Abschlussprüfung in Englisch an, 165 Minuten.
Ich war satte 20 Minuten vor der Zeit fertig, wie schon bei der zweiten Feststellungsprüfung im Oktober.

Der Ablauf war bekannt: Ein recht langer Text mit acht Fragen zu selbigem (30 Punkte AFAIK), als zweite Aufgabe entweder Letter oder Composition (ich entschied mich diesmal für Letter, auch 30 Punkte), ein kleiner Grammatik-Teil (20 Punkte) und eine längere Übersetzung (40 Punkte).

Es lief ganz gut, aber ich fand die Prüfung trotzdem sehr schwer.
Der Text aus der ersten Aufgabe war zwar lang, aber er gab für acht Fragen zu wenig her. Bei manchen Fragen konnte ich nur die Argumente verwenden, die ich schon in der Frage zuvor ausgewalzt hatte. Thema des Textes waren Wasserstoff-Autos, das Ende der Erdöl-Ära wegen dem Verbrauch der Ressourcen und wie sich amerikanische und europäische Regierungen und Unternehmen darauf einstellen. Der Text wurde von einem Time-Artikel adaptiert.
Im Letter sollten wir in 150 bis 200 Wörtern argumentieren, weswegen Energie sparen sinnvoll ist. Alternativ die Composition mit Argumenten zur umweltgerechten Erziehung im Kindergarten und der Grundschule.
Der Grammatik-Teil bestand wie immer aus einem Lückentext, diesmal ein (fiktives) Interview zwischen einem Journalisten und einem Vertreter eines Industrieverbandes, der an einem Wasserstoff-Auto bastelt.

Die Übersetzung in der letzten Aufgabe drehte sich um Mobbing in der Schule: Ein Student berichtet von seiner Kindheit, wie er es schaffte damit umzugehen und was Psychologen raten (adaptiert von einem Economist-Artikel; könnte auch Time gewesen sein und der Wasserstoff-Artikel aus dem Economist, ich weiß es nicht mehr).
An sich soll man ja so eng wie möglich am Text übersetzen: Nichts dazudichten und nichts weglassen. Der Artikel war aber recht fies, da er völlig unsinniges Deutsch ergeben würde, hätte man ihn so wörtlich wie möglich übersetzt. Da gab es zum Beispiel eine Formulierung in der Art »(to see) through the tunnel a brighter day«. Wörtlich übersetzt würde so was kein Mensch hierzulande sagen, deswegen entschied ich mich für »Licht am Ende des Tunnels«. Man beachte: »Licht« und »Ende« kamen in der englischen Vorlage nicht vor, es wären also eigentlich »dazugedichtete« Wörter.
Oder am Schluss: Der Student mit seinen Erfahrungen wird gefragt, was er einem Kind raten würde, das die gleichen Erfahrungen macht wie er früher. Im nächsten Satz geht es dann (sinngemäß) darum, dass man sich ein erwachsenes Vorbild schnappen soll. Seine Antwort:

»Reach out.«

Wie soll man das bitte übersetzen?!
Insgesamt habe ich ein recht gutes Gefühl, sprich: Irgendwas zwischen Eins und Drei wird’s werden, wahrscheinlich eine Zwei.
Heute kam auch die Anmeldebestätigung für den nächsten Kurs, der am 1. März 2004 startet (ich muss ja noch Mathe, Physik und Technologie angehen). Waren nochmal 25 Euro Anmeldegebühr (auf den Anmeldezettel hatte ich geschrieben, dass ich keine Bücher und Bögen mehr brauche; ich hoffe, dass nächstes Jahr die selben Bögen verwendet werden).

Ah ja, die Note aus der Feststellungs-Prüfung Geschichte von vor zwei Wochen: Ein Zweier mit 82 von 100 Punkten. Scheinbar ein linearer Notenschlüssel, denn ab 85 Punkten hätte es die Eins gegeben. Die fehlenden drei Punkte hätte ich aber glaube ich auch nicht mehr zusammengebracht, wenn ich noch fünf Minuten mehr gehabt hätte.

Erschienen am Freitag, 19.12.2003 @ 17:14 | Kommentare deaktiviert
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Feuerzangenbowle

Seit rund zehn Jahren gibt es in meinem weiteren Freundeskreis einen Termin, der jedes Jahr der selbe ist: Freitag vor Weihnachten gibt’s Feuerzangenbowle. Und zwar »Film und Gesöff.«
Bis auf letztes Jahr war ich immer dabei, und normalerweise lasse ich da auch nichts dazwischen kommen (egal, ob am nächsten Tag Wirtschaft-Abschlussprüfung ist).

Heute war es wieder soweit, dieses Jahr bei Kristin und Michl. Obwohl ein paar Leute gefehlt haben, kamen einige Gäste zusammen.
Ohne all zu sehr ins Detail gehen zu wollen: Es war wieder sehr schön! Ich schwang mich bei 2 Grad und Nieselregen todesmutig auf’s Fahrrad, um die zwanzig Minuten über Feldwege zu fahren – Verena hat das Auto selbst gebraucht.   :-)
Allerdings ging ich zweitig gegen halb elf, lieber doch noch einen Blick in die Wirtschaft-Bücher werfen.   :-)

Erschienen am Freitag, 19.12.2003 @ 23:08 | Kommentare deaktiviert
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Samstag, 20.12.2003

The way out is through

Okay, die Abschlussprüfung Wirtschaft liegt nun auch hinter mir. Wieder ein Schritt näher am Fachabitur. Gestern war Englisch dran.
Noch vor einer Woche hätte ich über den heutigen Tag gesagt, dass es ein Desaster werden würde, aber es lief doch ganz gut. Mit der Zeit kam ich auf die Minute hin. Zehn Minuten mehr hätten auch nichts mehr gebracht, manche Dinge wusste ich einfach nicht.

Insgesamt gibt’s 100 Punkte zu verteilen, je 50 für VWL und BWL. Das Themenspektrum war recht bunt, so dass es keinen Sinn macht, das hier aufzuführen. Bei vielen Fragen schrieb ich wie ein Wasserfall, bei anderen machte ich einfach nur einen Strich hin, Stichwort »Leistungsbilanz« (keine Sorge, habe ich nur zweimal gemacht, je zwei Punkte).
Mit etwas Glück ist vielleicht sogar eine Zwei drin, ein Dreier oder Vierer sollte es aber schon sein.

Ich bin so froh, dass das endlich hinter mir liegt. Nichts gegen den Unterricht unserer beiden Lehrer – Herr S. im dritten Trimester in VWL und Herr K. im jetzigen vierten Trimester in BWL –, der war exzellent. Sehr abstoßend waren jedoch die Begleitmaterialien, die dicht dran waren an der jenseitigen Qualität von Informatik-Buch und Informatik-Hausaufgaben-Bögen: Trockenste Materie, nur spärlich gespickt mit Beispielen aus dem wirklichen Leben, gepaart mit Worthülsen wie aus dem Maschinen-Gewehr, Glanzlichter wie diese hier:

»Kostenträger sind Leistungen, deren Erstellung Kosten verursacht.«

[...]

»Leistungen ohne Ertragscharakter sind kalkulatorische Leistungen.«

[...]

»Leistung ist das in Geld bewertete Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit.«

[...]

»Aufwand ist der Wertverbrauch von Gütern innerhalb einer Rechnungsperiode. Kosten sind die Werte der Güter und Dienstleistungen, die für die Leistungserstellung verbraucht werden.«

[...]

»Der Zahlungsverkehr bezeichnet die Gesamtheit der Kaufkraftübertragungen.«

Worte bei denen man sich denkt: »Schön.«
Begriffe wie »Leistungserstellung« oder »Kaufkraftübertragungen« kann man sich noch ins Deutsche übersetzen, aber »angenehm zu lernen« ist etwas anderes.

Dazu Hausaufgaben-Bögen wie ich sie hasse: Es wird nur auswendig gelerntes Wissen abgefragt und nicht Verständnis. Zu Fragen den Fragen kann man die Antworten i.d.R. 1:1 aus dem Buch abschreiben. Fragen wie:

»Welches Ziel verfolgt das strategische Controlling?«
– Antwort: »Beim strategischen Controlling steht im Vordergrund, langfristig erfolgversprechende Geschäftsfelder auszubauen und Kernkompetenzen zu entwickeln.«

[...]

»In welchen Schritten verläuft die Kostenstellenrechnung?«
– Antwort:

  1. »Bildung von Kostenstellen und Verteilung der Gemeinkosten auf die Kostenstellen«
  2. »Innerbetriebliche Leistungsverrechnung (Abrechnung der Kostenstellen untereinander)«
  3. »Ermittlung der Gemeinkostenzuschlagssätze als Grundlage für die Kostenträgerrechnung«

Das ist die große Gefahr dabei: Man wird verleitet, es sich bei den Hausaufgaben einfach zu machen (und exakt diese Antworten sind verlangt!) und fällt dann bei den Prüfungen auf die Nase. Um bei den Hausaufgaben nicht vor Langeweile vornüber zu kippen, bringt man durch Umformulierung der Antworten aus dem Buch etwas Spannung rein. Im Gegensatz zum noch schlechteren Informatik-Buch gibt es in Wirtschaft immerhin ein Sachregister, um die Antworten schnell finden zu können.
Durch die bereits erwähnten schlechten Bücher (eines für VWL, eines für BWL) wird es einem nicht leichter gemacht, sich richtig auf die Prüfungen vorzubereiten.

Erschienen am Samstag, 20.12.2003 @ 15:21 | Kommentare deaktiviert
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Five down, three to go

Wie geht’s jetzt weiter?
Am 10. Januar 2004 werden die Ergebnisse der beiden Telekolleg-Abschlussprüfungen von gestern und heute bekannt gegeben.
Wer in die mündliche Prüfung kann und will – freiwillig, man kann sich verbessern, aber nicht verschlechtern –, tritt am 17. Januar an.
Zeugnisse und Bescheinigungen gibt’s am 24. Januar.

Mit den letzten Prüfungen für diesen Kurs habe ich jetzt fünf Fächer hinter mir:

  • Sozialkunde (Zeugnisnote: 2)
  • Deutsch (2)
  • Geschichte (2)
  • Englisch (Ergebnis am 10.01.04)
  • Wirtschaft (Ergebnis am 10.01.04)

Diese Fächer stehen für mich noch aus und kommen im nächsten Kurs:

  • Mathematik (1. bis 3. Trimester)
  • Physik (2. Trimester)
  • Technologie/Informatik (3. Trimester)

Wann droht welches Fach?

  • 1. Trimester: 01.03.04 – 28.05.04 (Mathe)
  • 2. Trimester: 28.06.04 – 29.10.04 (Mathe, Physik)
  • 3. Trimester: 15.11.04 – 18.02.05 (Mathe, T/I)
  • [4. Trimester: 07.03.05 – 03.06.05]

In etwas über einem Jahr, am 12. März 2005, kann ich dann hoffentlich drei Kreuze machen, denn das ist der Tag der Mathe-Abschlussprüfung. Meine weiteren Prüfungstermine:

  • Mathematik: 19.06.04 (1. FP), 15.01.05 (2. FP), 12.03.05 (AP)
  • Physik: 20.11.04 (FP)
  • T/I: 26.02.05 (FP)

Am 13.07.2005 ist Zeugnistermin.   :-)
Der neue Telekolleg-Kurs beginnt am 1. März 2004. Falls sich Leser aus Bayern, Rheinland-Pfalz oder Brandenburg dafür interessieren: Anmeldeschluss ist der 15. Februar 2004.

Hier nochmal ein wenig ausführlichere Informationen für diejenigen die nicht wissen, was das Telekolleg ist:

Durch das anderthalb-jährige Telekolleg (vier Trimester zu drei Monaten plus Ferien) kann man neben dem Beruf die Fachhochschulreife erwerben. Gelernt wird zu Hause mittels täglichen, halbstündigen Sendungen, Begleitmaterial (Bücher, CD-ROMs) und Hausaufgaben-Bögen. Die Abgabe der Bögen zu den Unterrichtstagen (»Kollegtagen«) samstags ist Pflicht, um an den Festellungsprüfungen teilnehmen zu dürfen.
In Deutsch, Englisch und Mathematik werden zwei Festellungsprüfungen geschrieben (Ende des ersten und dritten Trimesters bzw. in Englisch Ende des ersten und vierten Trimesters). Die Noten aus den Feststellungsprüfungen bilden die Vornote, die genauso viel wiegt wie die Note der Abschlussprüfung. Bei besserer Abschlussprüfungs-Note überwiegt diese wenn der Durchschnitt auf der Kippe steht, bei schlechterem Abschneiden kann man in eine mündliche Prüfung gehen (auch nur, wenn der Durchschnitt ,5 ist).

Zur Anmeldung muss eine Fachrichtung gewählt werden: Wirtschaft, Technik und Sozialwesen.
Wirtschaftler haben im dritten Trimester VWL und im vierten Trimester BWL. Ende des vierten Trimesters gibt es eine Feststellungs-Prüfung über beide Fächer und eine Abschlussprüfung. Außerdem gibt’s Technolgie/Informatik im 3. Trimester (FP-Note = Zeugnis-Note).
Die Techniker haben Chemie als Nebenfach im ersten Trimester (FP-Note = Zeugnis-Note) und ein zusätzliches Physik-Trimester (zwei Physik-FP plus Abschlussprüfung, Wirtschaft- und Sozialrichtung nur eine Physik-FP Ende des 2. Trimesters für die Zeugnisnote).
Die Sozialrichtung bekommt als Nebenfach Biologie im zweiten Trimester (FP-Note = Zeugnis-Note) und Psychologie im vierten Trimester (FP als Vornote und Abschlussprüfung).
In den Nebenfächern Sozialkunde und Geschichte, die beide nur ein Trimester unterrichtet werden, gibt’s nur eine Feststellungs-Prüfung (=Zeugnis-Note).

Vom 08.12.03 bis 27.02.04 läuft ein Vorkurs. Für manche Leute ist der Pflicht (siehe Telekolleg-Website) – wer Mittlere Reife hat, muss ihn aber nicht machen. Zumindest die Sendungen, v.a. in Mathematik, sind jedoch sehr empfehlenswert, falls man schon etwas länger aus der Materie raus ist. Ich hatte 7 Jahren mit dem Mathe-Stoff nichts mehr zu tun und musste deswegen Mathe auf den nächsten Kurs schieben. Die Sendetermine und Themen für den Vorkurs gibt’s ebenfalls online.
Zur Möglichkeit, das Telekolleg auf zwei Kurse aufzuteilen, habe ich schon mal geschrieben. Nicht absolvierte Fächer müssen unbedingt im nächsten Kurs abgeschlossen werden, sonst darf man von vorne anfangen. In meinem Fall war es kein Problem, mich erst während des laufenden Kurses für diese Möglichkeit zu entscheiden. Ich bin einer von zweien, die diesen Weg gewählt haben. Der Kollege ist auch an Mathe gescheitert, hat aber immerhin bis kurz vor der zweiten FP durchgehalten.

Beim Start des Telekollegs waren wir glaube ich 38 Leute. Bei den beiden Prüfungen an diesem Wochenende haben noch 16 mitgeschrieben. Die meisten anderen haben schon nach den ersten sechs Monaten aufgegeben. Wenn man jemanden an drei Kollegtagen hintereinander nicht sieht ist das ein sicheres Zeichen dafür, dass er/sie aufgegeben hat (davon ab, dass Unmengen von Stoff fehlen, den man auch für die Prüfungen braucht, und dass Präsenz Pflicht ist).
Das Telekolleg ist eigentlich nicht zu schwer (bis auf Mathe vielleicht), es nimmt nur sehr viel Zeit in Anspruch: An Samstagen die Kollegtage von 8 bis 13 Uhr, meistens zwei-wöchentlich, manchmal nur alle drei Wochen aber durchaus auch mal wöchentlich. Die Kollegtage finden in Bayern an einer lokalen Fachoberschule/Berufsoberschule (Kollegtagsschulen) statt, in Rheinland-Pfalz an Berufsbildenen Schulen und in Brandenburg an bestimmten Volkshochschulen. Dazu kommen die halbstündigen Fernsehsendungen fünfmal die Woche, die Kapitel in den Büchern, die Hausaufgaben-Bögen (etwa eine Stunde pro Stück pro Fach)…

Für weitere Infos und Anmeldung: www.telekolleg.de.

Erschienen am Samstag, 20.12.2003 @ 17:49 | Kommentare deaktiviert
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Sonntag, 21.12.2003

Sag’ zum Abschied leise »Servus«.

Jede Anwendung erlaubt heutzutage das Speichern der geöffneten Dokumente – jede Anwendung? Nein, Webbrowser bieten dieses Feature nicht, könnten es aber dringend benötigen.

Ich gehöre nicht zu den Leuten, die einmal am Tag ins Web gehen, den Kontostand abfragen und dann den Computer wieder einmotten. Der Browser ist für mich eines der wichtigsten Programme überhaupt: Er läuft bei mir ständig und ich habe zu jedem beliebigen Zeitpunkt ein ganzes Rudel an Seiten offen, dutzende von Tabs in zig Fenstern.
Häufig ist es bei mir sogar so, dass ich Tabs zu einem bestimmten Thema in einem Fenster zusammenfasse: Das Fenster mit den 5 Tabs zu Mac-Themen, das Fenster mit den 26 Tabs zu Spiegel- und Heise-Artikeln die ich noch lesen will, das Fenster mit 8 neuen CSS-Artikeln von diversen Seiten etc.pp.

Ein kleineres Problem lässt sich mit eiserner Disziplin in den Griff bekommen: Genau hinschauen, wohin man klickt. Versehentlich die Schaltfläche zum Schließen eines Fensters erwischt? Pech für die 20 Tabs, die darin geöffnet waren, die sind weg.
Ärgerlich ein Bug in Apples Safari: Ein Fenster mit einer einzelnen Seite kann per Apfel-W geschlossen werden, allerdings schließt der nächste Druck auf Apfel-W unter Umständen nicht den aktiven Tab im nächsten Fenster, sondern gleich das ganze Fenster mit all seinen Tabs (wer’s testen möchte: Auf tvtv.de in der Tagesansicht auf eine Sendung klicken, dann das Pop-up mit Apfel-W schließen und danach im ursprünglichen Fenster wieder mit Apfel-W den Tab mit tvtv.de bearbeiten: Auch dieses Fenster wird geschlossen, nicht nur der einzelne Tab).

Richtig Freude kommt auf, wenn der Browser absemmelt oder der Rechner mal einfriert und durchgestartet werden muss und somit alle Fenster mit allen Tabs in den Abgrund reißt.
Wenn Word mal abstürzt, kann ich mir einen einseitigen Brief in fünf Minuten wieder aus den Fingern saugen. Aber mehrere Dutzend geöffnete Seiten – egal ob in einzelnen Fenstern oder in Tabs – wieder zu finden und zu öffnen, dauert lang. Die History (»Verlauf«) hilft mir nicht wirklich weiter, wenn einige der Seiten schon seit zwei Tagen geöffnet waren und sich zwischen hunderten anderen Adressen in der History verstecken.

Was ich haben will sind zwei Dinge:

  1. Eine Option in den Einstellungen die dafür sorgt, dass beim Schließen von Fenstern nachgefragt wird: »Soll das Fenster wirklich geschlossen werden?« Sogar TextEdit bringt das fertig.
  2. Eine Art »Snapshot«-Funktion, die ständig die URLs aller aktuell geöffneten Seiten speichert. Nicht nur eine vergleichsweise »dumme« Verlaufsfunktion, welche sich die zuletzt besuchten Seiten merkt, sondern etwas mit mehr Grips: Wenn ich den Browser schließe oder er abstürzt, will ich beim nächsten Start eine Frage auf dem Bildschirm sehen: »Sollen die zuletzt geöffneten Seiten wieder geladen werden?«

Wenn’s schon eine Snapshot-Funktion gibt, sollte man sie auch manuell auslösen können. Für solch ein Feature müssen Fans sicherlich nicht lange gesucht werden.
Alternativ wäre eine Möglichkeit nett, per Script die einzelnen Fenster (oder noch besser die Tabs in Fenstern) abzufragen und deren URLs auf Knopfdruck alle in eine Datei schreiben zu lassen.

Für Safari und BBEdit gibt es ein AppleScript von John Gruber (»Scripting Safari URLs«), das – von BBEdit aus aufgerufen – die URLs aller offenen Safari-Windows in einer Liste anzeigt und auf Klick eine dieser URLs in das gerade geöffnete BBEdit-Dokument übernimmt. Evtl kann das Script dahingehend modifiziert werden, dass es alle URLs dieser Liste in das BBEdit-Fenster schreibt; dazu kenne ich mich jedoch zu wenig mit AppleScript und BBEdit aus. Es wäre immerhin ein Anfang in Richtung einer Snapshot-Funktion. Leider können Tabs in Safari nicht über AppleScript angesprochen werden (wieder John Gruber: »Safari’s Unscriptable Tabs«).

Für OmniWeb, der leider keine Tabs kennt, gibt es im Zusammenhang mit OmniOutliner eine Lösung: Das Script »Save OmniWeb URLs« speichert die Adressen aller geöffneten OmniWeb-Fenster in ein Outliner-Dokument – zumindest in der Theorie, denn bei mir bricht es mit einem Fehler ab (OW4.5 und OO2.2.6).

Selbst wenn das funktionierte: Solch eine manuelle Snapshot-Funktion hilft einem nur, wenn man nach dem alten Motto »Save early, save often« verfährt und selbst Browser-Zustände speichert. Denn Abstürze kann ich ja nicht kommen sehen.

Opera bietet die von mir gewünschte Frage beim Programmstart tatsächlich an: »Continue browsing there I was last time«. Das klingt vielversprechend (wenn auch mehrere Fenster zu einem Fenster zusammengefasst werden), außerdem beherrscht Opera Tabs, ist relativ aktuell, was Standard-Unterstützung betrifft (speziell CSS) und sogar das Programmende kann man sich bestätigen lassen. Allerdings ist die Mac-Version nur auf dem Versionsstand 6.03, während man in Norwegen für Windows-Plattformen bereits bei Version 7.23 angelangt ist und die 7.5 plant.
Wie sieht’s aus mit Abstürzen, wer hat Erfahrung mit Opera? Kann man nach einem Absturz dort weitermachen, wo man aufgehört hat?

Meinungen, Tipps, Hinweise?

[Dieser Text erschien am selben Tag bei Mac-TV.de]

Nachtrag (14:37 Uhr): Das Problem ist behoben, siehe meinen neuen Eintrag »Sag’ zur Wiederkehr leise "Hello again"«.
Safaris Tabs lassen sich doch per AppleScript ansprechen und jemand hat zwei Scripte zum Speichern und Öffnen geschrieben.

Erschienen am Sonntag, 21.12.2003 @ 0:18 | Kommentare deaktiviert
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Sag’ zur Wiederkehr leise »Hello again«.

Nachtrag zu meinem Posting »Sag’ zum Abschied leise "Servus"« von vor 14 Stunden: Es gibt eine Lösung!

Darauf gebracht hat mich ein Kommentar zum Artikel bei Mac-TV.
Der Leser mine23 schrieb, dass die Tabs inzwischen sehr wohl per AppleScript angesprochen werden können, ich solle mal bei macOSXhints schauen. Dort fand ich den Beitrag »Saving and restoring tabs in Safari« vom 16.09.03, der genau mein Problem beschrieb – und er hatte eine Lösung im Gepäck.

Es funktioniert so: Es gibt zwei AppleScripts, eines zum Speichern aller momentan geöffneten Tabs und eines zum Laden der zuvor gesicherten Adressen.
Das Speichern-Script – bei mir heißt es »Save current Tabs« – schreibt die URLs aller Tabs in eine Textdatei, die im Verzeichnis ~/Library/Preferences/ unter dem Namen »Safari Saved URLs« beheimatet ist.
Das Öffnen-Script – bei mir »Open saved Tabs« – liest diese Textdatei und lädt nacheinander wieder die URLs in Tabs. Sehr schön: Beim Öffnen stellt Safari alle Tabs wieder in den Fenstern her, in denen sie ursprünglich waren – nicht alle Tabs in ein Fenster, wenn sie vorher auf mehrere Fenster verteilt waren (wie es Opera macht).

Es gibt noch ein paar Stolperfallen: Das Script-Menü muss laufen und UI-Scripting muss aktiviert sein (in den Systemeinstellungen in der Sektion »Bedienungshilfen« die Option »Zugriff für Hilfsgeräte aktivieren« auf dem Reiter »Sehen«).
Ich empfehle außerdem, die Kommentare des macOSXhint-Tipps zu lesen. Darin findet sich eine verbesserte Version des Speichern-Scripts, das auch versteckte Tabs berücksichtigt. Außerdem funktioniert das Öffnen-Script auf Nicht-Englischen Systemen nicht auf Anhieb. In den Kommentaren ist aber eine Ergänzung zum Öffnen-Script, so dass es ebenfalls auf deutschen Mac OS X-Systemen läuft.
Schritt-für-Schritt-Anleitung:

  1. Die beiden Scripte per Copy/Paste von macOSXhints laden und in den Skripteditor (/Applications/AppleScript/Script Editor) kopieren. Die Korrekturen aus den Kommentaren einarbeiten.
    Alternativ meine fertigen Scripts inklusive Korrekturen bei mir runterladen.
    Die Scripts werden in ~/Library/Scripts/Safari unter beliebigen Namen abgelegt.
  2. Im Speichern-Script die »localizations« zu Beginn anpassen:
    property windowMenu : "Fenster"
    property nextTabMenuItem : "Nächsten Tab auswählen"
  3. Das UI-Scripting in den Systemeinstellungen aktivieren (siehe oben oder bei Apple).
  4. Das Script-Menü über /Applications/AppleScript/Install Script Menu freischalten (siehe ebenfalls bei Apple).
  5. Fertig, die Scripte können sofort verwendet werden.

Ich bin glücklich!
Es ist allerdings nur die zweitbeste Lösung, da man das alles per Hand machen muss. Abstürze kommen unverhofft, und wenn man wichtige Sessions nicht zuvor gespeichert hat, helfen einem die Scripte im Nachhinein auch nicht mehr. Wie immer gilt: »Save early, save often.«

 
P.S.: Keine Gewähr.

Nachtrag (15:30 Uhr): Das Speichern-Script in der neuen Version (aus den Kommentaren) funktioniert nur mit Safari 1.0 unter OS X 10.2 Jaguar. Bei Safari 1.1 mit OS X 10.3 Panther gibt’s einen Fehler. Ich schaue gerade drüber. Unter Panther funktioniert aber das ursprüngliche Speichern-Script aus dem macOSXhint (speichert jedoch nur sichtbare Tabs!).

Nachtrag (18:50 Uhr): Ein Schritt näher an der Problemlösung: Nach den Properties muss die Zeile set url_list to {} eingefügt werden. Dann klappt es mit dem Überschreiben der alten »Safari Saved URLs«-Datei und dem richtigen Zeilenumbruch in der Datei.
Allerdings bleibt ein Fehler: Es werden nur die Tabs des Fensters im Vordergrund erfasst, nicht die der weiteren Fenster. Das Script »weiß« aber, dass es mehr als ein Fenster gibt: In die »All done«-Meldung habe ich die Ausgabe der Variable eingebaut, in der die Fenster-Anzahl gespeichert ist:

»All done: URLs from 2 windows saved.«

Die aktuellen Versionen der Scripte sind online zum Download.

Erschienen am Sonntag, 21.12.2003 @ 14:37 | Kommentare deaktiviert
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Montag, 22.12.2003

Sturmtief Jan

Eben die Nachrichten im Fernsehen gesehen. Wie bescheuert muss man eigentlich sein, um bei Windstärke 12 mit dem Kinderwagen auf dem Brocken spazieren zu gehen?

Erschienen am Montag, 22.12.2003 @ 1:47 | Kommentare deaktiviert
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Zwei schnelle Links zum Thema Datenschutz

Der Spiegel in seiner aktuellen Ausgabe 52/2003: »Datenschutz: Das lange Leben vermeintlich gelöschter Computerdateien«. Lesenswert, da die Problematik von »gelöschten« Daten sehr einfach und anschaulich erklärt wird – kapiert jeder. Für mich nichts Neues, abgesehen davon, dass mir bis dato gar nicht so bewusst war, dass inzwischen auch in Kopierer Festplatten eingebaut werden.
Der Artikel ist bis etwa 20. März ‘04 kostenlos online, ehe er im Bezahlarchiv des Spiegel verschwindet.

Ähnliches Thema: Sober.c, der Wurm des Tages für Windows-User. Das besondere an ihm ist, dass er mit geschickt gemachten deutschen Texten daher kommt und deswegen viele User verunsichert.
BTW: Ich plädiere dafür, dass der Heise-Ticker zur Pflichtlektüre für alle Leute wird, die beruflich mit Computern zu tun haben.

Erschienen am Montag, 22.12.2003 @ 18:48 | Kommentare deaktiviert
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Die nächsten Quicklinks: Mac. Cluster, Indy, verschiedene Artikel…

Eine Reihe von Mac-relevanten Links, die sehr zu empfehlen sind:

  • »Flexible OmniOutliner« @ O’Reilly MacDevCenter
    Über die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten und die Programm-übergreifende Zusammenarbeit des OmniOutliner. Pflichtprogramm für jeden Mac-User; außerdem liegt seit einigen Monaten eine Vollversion jedem Hardware-Produkt von Apple aus der Pro-Schiene bei (Power Mac, Powerbook).
  • »Apple’s CEO Soap Opera« @ Forbes
    Eine Vorstellung der bisherigen Apple-Chefs und eine Einschätzugn darüber, in wie weit sie die Firma vorangebracht oder ihr geschadet haben.
  • »CEO Network Chat – Q&A: Arik Hesseldahl« @ Forbes
    Zur Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft von Apples Macintosh-Computer, der im Januar 2004 zwanzig Jahre alt wird.
  • »Restauration Software« @ Apple
    Ein Artikel aus Apples »Pro«-Reihe, die den professionellen Einsatz von Mac-Hardware und Apple-Software im kreativen Geschäftsalltag zum Thema hat. Dieser Text aus der Rubrik Pro/Film erzählt über John D. Lowry, der mit hundert Dual-G5 Power Macs, 300 G4-Power Macs und 100 Terabyte Plattenplatz für LucasFilm die drei Teile der »Indiana Jones«-Trilogie restauriert hat. Durch Lowrys Arbeit konnten die drei Filme in exzellenter Bildqualität auf DVD gebannt werden.
  • »Cost-Conscious Supercomputing« @ Apple
    Lange hat’s gedauert, ehe Apple den Terascale-Cluster (»Big Mac«) selbst für Marketing-Zwecke hernimmt, aber nun gibt es ein sehr ausführliches Feature auf der Apple-Website. In mehreren Sektionen der übersichtlichen und schön gestalteten Seiten kann man alles über den drittschnellsten Computer der Welt erfahren, der darüberhinaus einer der günstigsten Supercomputer überhaupt ist:

    1. The People
    2. The Science
    3. Architecture
    4. Logistics
    5. Interconnects
    6. Cooling Infrastructure
    7. Scheduling
    8. Optimization
    9. The Future
  • »Father of invention« @ The Observer
    Ein Bericht des Observer über Apples Chef-Designer Jonathan Ive, der für das Design des Ur-iMac und des TFT-iMac, den iPod, den G5 und viele andere Produkte verantwortlich war und ist.
  • »Will Ferrell iPod Ad« @ tingilinde
    Eine iPod-Werbung mit »Saturday Night Live«-Star Will Ferrell.

Die Links stammen aus verschiedenen Quellen: Mac-TV und fscklog (ab in die Bookmarks!) und diverse andere Weblogs.

Nachtrag (23.12.03, 21:01 Uhr): Schon ein paar Tage her: Auf Heise war kürzlich eine längere Meldung zu Apples »1984«-Werbespot. Obwohl der Spot nur ein einziges Mal während des Superbowl gezeigt wurde, gilt er als einer der bedeutendsten Werbefilme überhaupt. Aus der Heise-Meldung:

»Der Werbespot gewann über 30 Preise und gilt heute als das einflussreichste Werbevideo des vergangenen Jahrhunderts.«

Zu diesem Thema gibt es heute auch eine Meldung bei Macrumors.

Erschienen am Montag, 22.12.2003 @ 19:09 | Kommentare deaktiviert
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Dienstag, 23.12.2003

Eine gute und eine schlechte Nachricht

Die Schlechte zuerst: Anke Engelke bekommt den Sendeplatz der Schmidt-Show. Links: Flow, dogfood, Quotenmeter: 1, 2, 3, 4.
Ich war noch nie Fan von ihr, weder zu Wochenshow-Zeiten, noch mit der Sitcom »Anke« oder mit Ladykracher. Einzig die »Blind Dates« habe ich mir gerne angesehen, aber eher der Improvisation wegen.
Naja, dann kann ich ja ab nächstem Jahr wieder früher ins Bett gehen. Und die Hoffnung bleibt, dass Harald Schmidt bald wieder auf einem anderen Sender eine eigene, mindestens wöchentliche Show bekommt, welches Format auch immer. An ihn kommt einfach keiner heran, eine Klasse für sich.

Die gute Nachricht, eben bei Kais dogfood gelesen: Die beste Sitcom wo gibt, »Seinfeld«, kommt auf DVD raus (Quelle: NYT). Da haben sich aber einige Leute lange bitten lassen müssen… Die erste Staffel wird allerdings nicht vor Dezember 2004 erscheinen und zunächst nur in den USA. Ich hoffe, dass sämtliche neun Staffeln in nicht all zu ferner Zukunft auch in Deutschland rauskommen (mit deutschem und englischem Ton), denn im Gegensatz zu »Friends«, das nur im englischen Original richtig rüberkommt, finde ich die deutsche Synchronisation von Seinfeld sehr gelungen.
Das ist noch lange hin; falls Pro7 die gestern frisch zu Ende gesendete x-te Wiederholung nochmal durchnudelt, habe ich bis zum Erscheinen der DVDs sämtliche Folgen selbst mitgeschnitten…

Zur Überbrückung der Wartezeit ein kleines Schmankerl aus der gestrigen Clip-Show (Quicktime 6 notwendig; 3,5 MB): Die Ehe als Männerknast, ursprünglich aus der Folge »The Engagement«, die erste Folge der siebten Staffel.

P.S.: Eigentlich kommt nach der gestrigen Seinfeld-Doppelfolge »Clip-Show« noch die Doppelfolge »Finale«, aber zumindest am 5. Januar läuft auf dem Sendeplatz eine andere Serie.

Erschienen am Dienstag, 23.12.2003 @ 20:19 | Kommentare deaktiviert
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Reinfeiern

Meine Schwester Verena feiert seit vielen Jahren ihren Geburtstag auf die selbe Weise: Für den Vorabend Freunde einladen und dann über Mitternacht feiern. So weit, so normal. Das Besondere ist, dass Verena am 24.12. Geburtstag hat und deswegen an einem Tag Geburtstags- und Weihnachtsgeschenke abgreifen kann.   :-)
Inzwischen ist es das zweite Jahr, in dem sie die Waschküche annektiert und zum Partykeller umgestaltet. Den Weg weisen Lichter im Treppenhaus: letztes Jahr Teelichter, dieses Mal eine elektrische Weihnachtslicht-Kette (oder wie die Dinger heißen).

Unser Treppenhaus

Erschienen am Dienstag, 23.12.2003 @ 22:26 | Kommentare deaktiviert
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Donnerstag, 25.12.2003

Merry Newtonmas!

As you may know, Christmas as a holiday was instituted a few centuries after the alleged birth of Christ, on the day when the non-Christian population used to have their festivities anyway. This operation to ideologize the masses while letting them have their fun may have been one of the most crucial and successful ideological decisions in the history of the human society.

This later became a typical trick in substituting the meaning of an event while preserving people’s favorite ritual shell.

As an attempt to do this again for a good cause, some nice people (*) came up with a suggestion to celebrate Newtonmas instead of Christmas. Unlike Christ, Sir Isaac Newton was definitely born on December 25. Newton’s contribution to the world of reason and influence of his thoughts on the essence of the modern civilization and worldviews and occupations of most readers of this message – not to mention on the existence of the technological systems that made sending this message possible – is a lot more certain than contributions ever ascribed to Christ.

So why not put some sense into your festivities and celebrate Newtonmas? This can be fun too! You can play various games with apples (grown and kept fresh until winter by modern industry), and decorate the technological objects that have been bringing you so much joy this year – from your PC to TV set to your car. You can also dress up as Solar Cause and bring your children (together with sounds “He! He! He!” – an expression of playfulness and the chemical sign for Helium) stories about the real source of life and energy on this little planet. A figure of Luna, a friendly companion of Solar Cause, may bring an additional participant into your performance, and tell the spectators that the best effects result from long-term collaboration of real-life forces, and that they can learn in every detail how this works, understand the world they live in, and make it still better with the combined power of their own minds and bodies.

Merry Newtonmas, everybody!

(*) See also the story of Ex-Mass and Solar Cause by Tom 0. Morrow at http://members.aol.com/t0morrow/Ex-Mass.html

(Quelle)

Schönes Newtonmas Euch allen und ein gutes neues Jahr, sofern man sich zuvor nicht mehr sieht. Danke auch für die Wünsche, die mich erreicht haben!

Erschienen am Donnerstag, 25.12.2003 @ 15:55 | Kommentare deaktiviert
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»Bloß im Endspiel nicht die Taktik ändern.«

Das war’s dann. Ich fand die letzte Show der HSS gut: Zum Abschluss nochmal hemmungslos teure Sendezeit verschwenden.   :-)
Seine Spielchen mit den Fotografen: genial. Das Theaterstück, hmm, naja.
Die Kür zum Liebling des Jahres per Lostrommel, nachdem das Publikum im letzten Jahr das Prinzip nicht verstanden hatte. Die angehende Journalistin aus dem Publikum, die Michel Friedman zog, hätte es mal besser gelassen, Schmidt investigativ auf die Pause und seinen Bruch mit der SAT.1-Führung ansprechen zu wollen; daran war zwei Wochen zuvor schon Claus Kleber gescheitert. Aber eine gute Steilvorlage für eine schlagfertige Antwort von Harald Schmidt (»Wer hat Sie denn aufgehetzt?«).
Letzter Akt: Der Werks-Chor.

Flo hat zwei lesenswerte Texte zur letzten Sendung geschrieben, einmal seine Ansichten mit einigen Links zu Zeitungsartikeln. Außerdem eine Zusammenfassung eines Threads aus der blöden Newsgroup (die ich immer gemieden habe). An der Diskussion beteiligt war Schmidt-Autor Ralf Kabelka, der ein paar Innenansichten zum Besten gibt.

Die Show vom Dienstag erreichte laut quotenmeter.de die besten Quoten in der achtjährigen Geschichte der HSS: 2,47 Millionen Zuschauer bei einem Marktanteil von 17,6% sowie 20,6% in der »Zielgruppe«.
Falls jemand an Quoten glaubt.

Erschienen am Donnerstag, 25.12.2003 @ 18:21 | Kommentare deaktiviert
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Das zusätzliche Gehirn

Über DEVONthink habe ich schon mehrfach gelesen: Immer wieder bei Detlef im notizblock und zuletzt in Wuddels Blog. Kais heutiger Eintrag zu DEVONthink gab den Ausschlag, es mal zu testen. Ich bin noch dabei, es zu füttern, aber es macht einen sehr guten Eindruck. Wenn ich es etwas mehr getestet habe, werde ich berichten.

DEVONthink-ProgrammiconDEVONthink ist (leider?) kein Programm, bei dem man ohne Anleitung nur durch Ausprobieren weit kommt. Minuspunkt: Was ich hasse wie die Pest ist, wenn ein Programm auf Deutsch daher kommt und die Anleitung auf Englisch oder umgekehrt. Das macht es sehr viel schwerer, sich in ein Programm einzuarbeiten, da man permanent übersetzen muss (und es ist nicht gesagt, dass die eigene Übersetzung mit der der Entwickler übereinstimmt).
Beispiel: Ich will wissen, wozu die Optionen »Nachschlagen« und »Zusammenfassen« im Services-Menü gut sind, aber die englische Anleitung kennt diese Begriffe nicht.
Weiß jemand, wie ich DEVONthink von Deutsch auf Englisch umstellen kann, oder gibt es eine deutsche Anleitung?

Davon ab würde ich mir wünschen, dass beim Übernehmen von RTF-Texten von Websites über das Services-Menü auch gleich die URL der Quelle mit gespeichert wird.

P.S.: Ist es jemandem mal gelungen, gemeinsam mit mehreren Leuten an einem SubEthaEdit-Dokument über das Internet zu schreiben (nicht Rendezvous im lokalen Netz)? Steven von Panic hat das mal gemacht, aber bei mir hat es nicht geklappt (es gibt ja auch nur einen Menüpunkt, um über das Internet an einem Dokument teilzunehmen aber nirgendwo steht, wie so ein Dokument »from scratch« aufgesetzt wird). Hat jemand eine Schritt-für-Schritt-Anleitung?

P.P.S.: Lesestoff im MacDevCenter: »An Unencrypted Look at FileVault«

Erschienen am Donnerstag, 25.12.2003 @ 22:34 | Kommentare deaktiviert
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Card-Reader

Heute ärgere ich mich mal wieder richtig, dass Apple seinen Rechnern erst mit der Einführung des G5 im letzten Sommer USB 2.0-Anschlüsse spendiert hat, knapp ein halbes Jahr, nachdem ich meinen G4 gekauft habe. Apple ist bekanntlich die innovativste Firma der Branche, aber da haben sie echt geschlafen und als letzter Hersteller diese Schnittstelle angeboten.
Nicht, dass ich ein Fan von USB 2.0 wäre, um Himmels Willen. FireWire ist das Maß der Dinge, wenn’s um schnelle Datenübertragung geht und selbst das mittlerweile nicht mehr ganz taufrische FW400 ist mit 400 MBit/s noch schneller unterwegs als USB 2.0, das bei Weitem nicht netto die 480 MBit/s Brutto-Datenrate durch die Leitung pumpt. War wohl eine politische Entscheidung bei Apple, die den FireWire-Standard erfunden haben.
Das Problem ist bloß, dass alle Welt auf USB 2.0 abfährt, und das war sogar abzusehen.

Ich will mir einen Kartenleser kaufen. Günstig soll er sein, denn ich werde ihn selten brauchen: Nur ab und an mal, um Fotos durch die Landschaft zu tragen, falls man doch mal Papierabzüge seiner Digitalfotos braucht.
Schnell soll er sein, denn eine lahme USB 1.1-Schnittstelle (12 MBit/s brutto) hat meine teure Kamera selbst. Ein sehr feines Gerät, aber weswegen sie USB 1.1 eingebaut haben statt USB 2.0, wenn sie schon keine FireWire-Schnittstelle verwenden, wird mir auf ewig ein Rätsel bleiben. USB 2.0 hilft mir nicht, da mein G4-Power Mac nur 1.1-Anschlüsse hat, und per PCI-Karte will ich nicht ohne Not nachrüsten (wer weiß, evtl bekommt der Mac dann Schlafstörungen). Also muss es ein FireWire-Anschluss sein.
Der Kartenleser soll mit vielen Medien klar kommen, da es nunmal viele Medien gibt, die miteinander konkurrieren. In der Kamera steckt zwar ein Microdrive im CF-II-Format und im Schrank liegt noch eine 64 MB-CF-I-Karte, aber wer weiß, welche abartigen Medien man mal noch lesen können muss. An Weihnachten war mein Onkel mit seiner Digiknipse da und wollte mir Bilder zeigen: Der Mac hat sie ungewöhnlicherweise nicht erkannt (bei Digicams ein Phänomen, das ich sonst von Windows gewohnt bin) und mit der SD-Karte konnte ich nichts anfangen. Im Palm (Zire 71) von meinem Vater steckt eine SD-Karte, die will ich vielleicht auch mal lesen können.

Im Prinzip sind es also drei Anforderungen, die ich an einen Kartenleser stelle:

  1. Günstiger Preis
  2. FireWire-Schnittstelle
  3. Kann alle gängigen Medien lesen

Aber das sind ja gleich drei Wünsche auf einmal! Tatsächlich gibt es kein Gerät, dass alle diese Merkmale in sich vereinigt, ich habe zumindest keines gefunden (bin für Tipps dankbar).
Von verschiedenen Herstellern – Sandisk, Datafab und Hama – gibt es zwei Geräte-Gattungen, was Card-Reader betrifft:

  • Billige 6-in-1- oder gar 8-in-1-Geräte, die alle gängigen Karten lesen und für rund 30 Euro fast schon verschenkt werden. Durch die Bank bieten sie nur eine USB 2.0-Schnittstelle.
  • Es gibt FireWire-Card-Reader, die aber entweder nur CF-Karten (um 50 Euro) oder nur SD-Karten lesen können (100 Euro). 6-in-1-Geräte oder zumindest 2-in-1 habe ich keine gesehen.

Das darf doch nicht wahr sein!
Einen FireWire-Reader zu kaufen, der nur CF-Karten lesen kann, sehe ich gar nicht ein, wenn es für 10 Euro weniger 8-in-1-Geräte (mit USB 2.0) gibt.

Gibt es wirklich keine (bezahlbaren) FireWire-Kartenleser, die mehr als ein Format beherrschen? Kennt alternativ jemand USB 2.0-auf-FireWire-Adapter?
Oder sollte ich es doch wagen, USB 2.0 per PCI-Karte nachzurüsten (irgendwelche Empfehlungen oder Mac-Erfahrungen?)? Vom No-Name-Produkt für 12 Euro oder der Typhoon-Billigkarte für 15 Euro über das 23 Euro teure D-Link-Produkt bis hin zu Karten von Adaptec (52 Euro) und Belkin ist die Auswahl groß. Die Preise unterscheiden sich noch, je nachdem, ob die Karte zwei oder vier/fünf Anschlüsse mitbringt (Belkin: 39/49 €; OrangeLink: 32/55 €) oder noch zusätzliche FireWire-Ports drauf hat (KeySpan 3 USB, 2 FW400, 88 €).

Erschienen am Donnerstag, 25.12.2003 @ 23:12 | Kommentare deaktiviert
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Freitag, 26.12.2003

Nachtrag zum Speichern von Browser-Tabs

Nicht Brause-Tabs.   :-)
Es geht um das Problem, dass aktuelle Browser nicht den Status der geöffneten Fenster speichern, um nach Beendigung (z.B. Systemupdate) oder einem Absturz dort weitermachen zu können, wo man aufgehört hat. Die History (Verlauf) hilft nicht, wenn man mehrere hundert Adressen die Woche oder sogar am Tag ansurft und einem der Browser abstürzt, mit URLs, die bereits seit zwei Tagen auf Aufmerksamkeit in geöffneten Fenstern warten.
Es gibt einige Ansätze, aber keiner taugt so richtig. Firebird kann mit der Extension »Session Saver« eine Sitzung abspeichern (sprich, er merkt sich die gerade geöffneten URLs). Allerdings ist für mich dieses Feature kaum zu gebrauchen, da nur das Fenster im Vordergrund berücksichtigt wird (immerhin inklusive Tabs).
Opera merkt sich alle geöffneten Tabs in allen geöffneten Fenstern, lädt nach einem Neustart aber sämtliche Tabs in ein Fenster. Nicht gut, wenn man verschiedene Fenster mit Tabs nach Themen gruppiert hat (ein Fenster mit x Tabs zu Mac-Themen, ein Fenster mit y Tabs mit Nachrichten…).
Galeon kann das angeblich auch, den habe ich aber nicht testen können.

Für Apples Safari gibt es einen Ansatz, den ich in meinem Eintrag »Sag’ zur Wiederkehr leise "Hello again"« am 21.12.03 vorgestellt habe. Er beruht auf drei Artikeln von John Gruber, die er in seinem Weblog »Daring Fireball« vorgestellt hat (1, 2, 3).
In einem Beitrag auf macOSXhints hat mazatty zwei AppleScripts gezeigt, die die URLs mehrerer Tabs in mehreren Safari-Fenstern in eine Textdatei schreiben bzw. diese aus dieser Textdatei wieder herstellen. Die Tabs von Safari können eigentlich nicht direkt durch AppleScript angesprochen werden, durch UI-Scripting und das Script-Menü von OS X wird dies jedoch möglich (siehe auch meinen Text vom 21.12. zur Vorgehensweise, Speicherort der Scripte etc).

Das Öffnen-Script muss durch Hinweise aus den Kommentaren (von gctuser) bei macOSXhints angepasst werden, so dass es auch auf Nicht-Englischen Systemen funktioniert.
Vom Speichern-Script gibt es zwei Versionen: Das Original aus dem ursprünglichen macOSXhints-Beitrag und eine verbesserte Version aus den Kommentaren darunter. Beide Versionen stammen von mazatty. Ich nenne sie »original« und »comments«. Damit das comments-Script auf Mac OS X 10.3 Panther läuft, muss es der geänderten AppleScript-Syntax angepasst werden. Jeff Schuler gibt einen entsprechenden Hinweis, außerdem muss noch eine Zeile von applescript.net eingearbeitet werden.

Worin unterscheiden sich die beiden Versionen? Beide Save-Scripte (original und comments) speichern die URLs mehrerer Tabs in mehreren Fenstern. »original« allerdings berücksichtigt keine Tabs, die versteckt sind (weil das Fenster nicht breit genug ist; verbergen sich hinter dem >>-Menü). »comments« sichert auch diese verborgenen Tabs, allerdings nur vom Vordergrund-Fenster, nicht aus weiteren Fenstern.
Beide Save-Scripte erledigen den Job also nur zur Hälfte. Mein Wissen von AppleScript ist leider zu begrenzt, so dass ich nicht die beiden Varianten zum perfekten Save-Script vereinigen kann – ich verstehe nicht, wie das comments-Script an die verborgenen Tabs heran kommt, da es komplett anders aufgebaut ist.

Wer mehr von AppleScript versteht als ich, findet vielleicht eine Lösung, damit das comments-Script auch die weiteren Fenster berücksichtigt bzw. das original-Script auch die versteckten Tabs abklappert.
Die drei Scripte können bei mir runtergeladen werden. Enthalten ist das »Open saved Tabs«-Script, das mit Safari 1.1 auf OS X 10.3 einwandfrei funktioniert. Es enthält bereits die Anpassung von gctuser aus den macOSXhints-Kommentaren.
Das StuffIt-Archiv enthält außerdem beide Varianten des Speichern-Scripts: »Save current Tabs – comments« und »Save current Tabs – original«. Wer mag, kann sich an der Vereinigung der beiden Scripte versuchen.

Immerhin kann das original-Script verwendet werden, um mehrere Fenster mit Tabs (alle sichtbar, keine versteckt) zu sichern, das haut gut hin und hat sich bei mir bereits gestern bewähren dürfen. Das ist eine Lösung die Funktioniert, so lange man es mit den Tabs in einem Fenster nicht übertreibt.
Mit Jeff Schuler stehe ich in Kontakt, aber er hat auch noch keine bessere Lösung. mazatty hat leider noch nicht auf meine Mail geantwortet.

Eine bessere Lösung wäre freilich, wenn Apple in eine der nächsten Safari-Versionen selbst eine manuelle und automatische Snapshot-Funktion einbauen würde, wie von mir beschrieben (und natürlich schon über Apples Feedback-Formular eingekippt). Vielleicht schon zur MacWorld in zwei Wochen?

Erschienen am Freitag, 26.12.2003 @ 1:05 | Kommentare deaktiviert
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Foto-Love-Story

Besser spät als nie: Eine kleine, bebilderte Tour durch mein erstes SAE-Projekt, »Projekt Mayhem«. Fans wussten natürlich von Anfang an oder spätestens mit den Bildern im Verlauf des Projekts, dass es um den Film »Fight Club« geht.

Kurz zusammengefasst, was die Anforderungen an das Projekt waren: Erstellung einer »Enhanced CD«, das heißt, eine CD mit zwei Sessions. In der ersten Session sind mindestens vier Audio-Tracks, die in jedem normalen CD-Player abgespielt werden können. Die zweite Session enthält einen Datenteil mit einer Multimedia-Präsentation als Director-Anwendung.
Als Thema war vorgegeben, eine CD für eine Band oder zu einem Film zu machen. Der Datenteil muss außerdem mindestens vier Audio-Beispiele mit Steuerung enthalten. Laufen muss das ganze sowohl unter Windows als auch unter Mac (für die Linuxer: Macromedia bietet den Director nicht für Linux an).
Der Datenteil brachte es am Schluss auf knapp 200 MB.

Als wir die Aufgabenstellung bekommen hatten wusste ich sofort, was ich machen will (CD zu »Fight Club«) und relativ schnell hatte ich genaue Vorstellungen davon, wie es aussehen sollte.
Die Umsetzung verlief grob skizziert wie folgt:

  1. Film auf Englisch ansehen (wegen der geilen Taglines) und dabei über die DV-Kamera vom DVD-Player in den Mac reincapturen, um ihn auf Festplatte zu speichern. Für die Videos nachher. Das Bild lag im Format 5:4 (also mit schwarzen Balken) in der Auflösung 720 x 576 vor (rechteckige Pixel). Ich wusste noch nicht genau, welche Szenen ich verwenden wollte und habe deswegen den gesamten Film gespeichert. Außerdem wollte ich ihn mal wieder auf Englisch sehen und für’s Projekt ist es auch nicht verkehrt zu wissen, wann welche Szene kommt.
  2. Den Film nochmals auf Deutsch sehen (zwecks Verständnis), aber diesmal am Mac. Am Computer-Display kommt die höhere Auflösung der DVD zum Tragen, weswegen ich erst jetzt die Standbilder mit einem Screenshot-Programm machte. Die eingebaute Screencapture-Funktion von OS X taugt dazu nicht, das geht nur mit Snapz Pro (das kann sich eine Auwahl merken). Die Szenenfotos hatten das Format des Films von 1:2,35 und eine Auflösung von ca. 1.010 x 424.
  3. Die beiden Szenen die ich verwenden wollte schnitt ich und exportierte sie in DV-Qualität. Für den zweieinhalb-minütigen Trailer machte das etwas über 500 MB. Die 56 Sekunden der zweiten Szene (die Regeln des Fight Club) belegten nur knapp 190 MB. Ich trau’s mich kaum zu sagen, aber für den Zweck tut’s auch iMovie.
  4. Für die weitere Bearbeitung war dann ein richiges Videoprogramm angesagt: After Effects von Adobe. Ich wollte die schwarzen Balken wegbekommen, die durch das Importieren des Fernsehbildes noch am Video klebten. Von der PAL-Auflösung 720 x 576 blieben noch 720 x306 Pixel übrig. Von After Effects ließ ich außerdem die rechteckigen Pixel in quadratische umrechnen. After Effects übernahm anschließend den Job des Exportierens, denn 500 MB für 2 Minuten Video sind für eine CD-ROM etwas dick. Ich wählte den Sorenson3-Codec für das Videobild und IMA4:1 für die Audio-Kompression. Mit Sorenson3 sind alle Trailer von apple.com/trailers codiert, als Audio-Codec kommt aber meistens der QDesign Music 2 zum Einsatz. IMA4:1 bietet bessere Qualität durch die geringere Kompression, und der Platz auf der CD war da.
    Sorenson3 wird von Quicktime seit Version 5.0.2 unterstützt und bietet wesentlich bessere Qualität als der alte Sorenson. IMA4:1 ist seit Quicktime 2.1 dabei, QDesign 2 seit Version 3, von daher keine Probleme.
    Das Rausrendern aus After Effects dauert vergleichsweise lang: Etwa eine halbe Stunde für den Trailer, 3.666 Einzelbilder. Mit After Effects bekommt man jeden Rechner in die Knie:

    »RAM: 60% von 1.280 MB benutzt.«

    Da wurde sogar das Nebenher-Surfen in Safari zur Qual.

  5. Ein weiterer Bearbeitungsschritt ist das das Erstellen der einzelnen Menüscreens in Photoshop. Da gibt’s nichts Aufregendes zu erzählen: Szenenfotos für die einzelnen Screens auswählen, Hilfslinien ziehen, Foto platzieren, Navi-Elemente anordnen, Rollover-Effekt und »normalen Glow« erzeugen und dann die verschiedenen Zustände als TIFF-Bilder exportieren: Layer an und aus knipsen, je nachdem, welche Rollovers angezeigt werden sollen. Bei manchen Szenenfotos musste ich noch etwas nachhelfen, z.B. den Hintergrund mit einer Ebenenmaske und Einstellungsebenen aufhellen oder abdunkeln, oder am Rand einen Teil des Fotos länger ziehen (hier die helle Fläche nach rechts und dort die Hauswand nach links).
    Ohne Exposé wäre ich verloren gewesen: Wie ordnet man schnell 50 Fotos nebeneinander auf dem Bildschirm an, um sie zu vergleichen und eines auszuwählen? Ohne Exposé keine Chance. Mit diesem Projekt habe ich Exposé wirklich lieben gelernt.
  6. Die Bilder und die Videos sind fertig, nun mussten sie nur noch in Director zusammengesetzt werden. 190 Cast-Member versammelten sich zum Schluss in meiner Cast-Library und in der Timeline mit 917 Frames und bis zu 26 Sprite-Kanälen ging es drunter und drüber.
    Die Programmierung in Lingo, die Programmiersprache des Director, war dann kein großes Problem. Die nicht-benötigten Stellen der Menüscreens weiß ausschneiden und auf den Cast-Member auf die Timeline ziehen, um sie mit ihrem Registration-Point auf der Bühne zu zentrieren. Für einen Back-Button eine Schaltfläche über dem entsprechenden Bildausschnitt aufziehen und ein kurzes Script mit einem Sprung zu einem Framelabel eingeben. Etwas anspruchsvoller war die Steuerung der Quicktime-Filme inklusive der Anzeige der abgelaufenen und verbleibenden Zeit. Auch nicht ohne war das Ein- und Ausblenden von Bild und Ton (Hintergrundmusik) beim Wechseln zwischen den Menüscreens. Aber alles nicht unlösbar.
  7. Zum Schluss die Erstellung eines Stub-Projektors und das Brennen einer Hybrid-CD. Toast 6 legte mir da eine Woche vor Schluss nochmal Steine in den Weg, aber am Freitag und Samstag vor der Abgabe konnte ich doch noch alles gemütlich fertig machen.
    Präsentation war am Montag den 1.12. und es lief denke ich ganz gut. Die Noten haben wir noch nicht bekommen, die hängen wahrscheinlich am 5. Januar aus.

So, jetzt aber die Bilder! Die kleinen Ansichten können per Klick auf 1.024 x 768 vergrößert werden – das ist die Bühnengröße meines Director-Projekts.

Der Warnhinweis, bevor die Anwendung startet (stammt aus der Code 1-DVD, ich habe die Tafel für die höhere Auflösung nachgebaut).
Die Warnung wird nach einigen Sekunden ausgeblendet und die »Fight Club«-Seifenschale wird als Titel gezeigt.

Bei der Paper Street Soap Company treffen alle Stränge aufeinander: das Hauptmenü.
Die einzelnen Menüpunkte sind natürlich mit Rollover-Effekten versehen; zusätzlich wird zu jedem Punkt ein kurzer Satz eingeblendet der erklärt, worum’s geht. Im Bild zu sehen ist die normale Ansicht ohne Rollover. Im Einzelnen gibt es sie für:

Die erste Abzweigung von der Paper Street führt auf den Bildschirm »Score«. Eine der Projektanforderungen war, vier Musikstücke in die Anwendung einzubauen, die steuerbar sein müssen (vor, zurück, Pause/Play). Auf dieser Seite kann aus vier Titeln aus dem Original-Soundtrack von den Dust Brothers ausgewählt werden.
Ein weiteres Bild zeigt den Rollover-Effekt über einem Songtitel.
Nächste Station: Trailer. Der Trailer als Quicktime-Film in voller Länge. Eigenhändig von der DVD runtergegrabbt und in After Effects beschnitten (um die schwarzen Balken wegzubekommen, die meine DV-Kamera beim Importieren angefügt hat). In der Anwendung hat der Trailer eine Auflösung von 720×306 Pixeln. Der offizielle Trailer im Web hat lediglich eine Auflösung von 240×180 Pixeln (und unnötigerweise schwarze Balken).
Hier nochmals die Trailer-Seite, nun aber mit dem Video. Die Videos können natürlich ebenso gesteuert werden wie die Audio-Beispiele aus der »Score«-Sektion. Unterhalb des Trailers sind die selbst gebastelten Steuerelemente und die Zeit-Anzeige zu sehen, deren Funktionalität ich mit Lingo programmiert habe.
Zurück vom Trailer, über die Paper Street, in den Bereich »Cast«. Von hier aus kann weiterverzweigt werden zu Texttafeln mit Infos über die drei Hauptdarsteller und zum Regisseur David Fincher.
Die Texttafel zu »Tyler Durden«, Brad Pitt.
Infos über Edward Norton, der im Film den Narrator spielt.
Marla Singer, dargestellt von Helena Bonham Carter.
Die vierte Crewinfo-Seite wartet mit Infos über den Regisseur David Fincher auf.
Eine wesentliche Rolle im Film spielt das, was Tyler sagt. Seine Worte gehören nicht nur zur Handlung, sondern tragen auch zu einem großen Teil der Faszination des Films bei. Auf der Soundtrack-CD ist als letzter Track das Stück »This is your Life« enthalten, das Zitate aus dem Film zusammenfasst. Auf dieser Seite kann sich der Betrachter den Song anhören und dabei eine Slideshow mit 42 Szenenfotos ansehen. In der Vorbereitung habe ich 130 Screenshots des Films gemacht, da es reihenweise coole Szenen gibt. Teilweise habe ich dann noch Zitate aus dem Film/Song auf die Fotos geschrieben.
Dieses Bild zeigt außerdem den Rollover über dem »Back«-Button.
»The first rule of Fight Club is: You do not talk about Fight Club.«
Auf dieser Bildschirmseite kann man sich einen kurzen Filmausschnitt ansehen, in dem Tyler die acht Regeln des Fight Club erklärt.
Weblinks dürfen natürlich nicht fehlen. Es gibt zwei Links zu den offiziellen Sites (USA und UK) und als kleinen Gag noch ein Verweis zu einem bekannten Einrichtungs-Fachgeschäft, da es im Film heißt: »Deliver me from Swedish furniture.«
Möchte man die Anwendung verlassen, kann man von der Paper Street aus auf diese Exit-Seite gehen. Hier gibt es nochmal Gelegenheit zur Umkehr. Ein Klick auf die Notausstiegstür oder den Satz unten rechts, und es geht aus der Anwendung raus.
Zum Schluss, nach der Exit-Seite, wird für einige Sekunden dieser Bildschirm angezeigt, ehe es wieder zurück zur Betriebssystem-Oberfläche geht.
Hier noch das CD-Cover. Es ist sehr stark an das Cover des Original-Soundtracks angelehnt, nur noch einen Zacken minimalistischer.

Falls es Fragen gibt:

»First rule of Project Mayhem is: You do not ask questions about Project Mayhem.«

:-)

Übrigens läuft am morgigen Samstag »Fight Club« im Fernsehen: Von 22:20 bis 00:50 Uhr auf Pro7. Eigentlich kann ich davon nur abraten: Werbeunterbrechungen, vielleicht das falsche Bildformat (»schmalere schwarze Balken«, dadurch aber auch Bildverlust links und rechts), fehlender Abspann.
Die Ausstrahlungszeit vor 23 Uhr lässt außerdem vermuten, dass Pro7 am Film rumschnippelt, um eine FSK16-Freigabe zu bekommen (laut tvtv.de-Programminfo ist das auch tatsächlich der Fall). Der Film hat aber eigentlich keine Jugendfreigabe (»ab 18«) und darf daher unbeschnitten erst ab 23 Uhr gezeigt werden.
Egal ob zehn Sekunden fehlen oder fünf Minuten: An einem Film wird nicht rumgeschnippelt, basta. Aber bevor jemand den Film nie sieht, dann doch lieber die Schmalspur-Fassung morgen Abend.

Erschienen am Freitag, 26.12.2003 @ 17:18 | Kommentare deaktiviert
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Samstag, 27.12.2003

Kant

An sich bin ich ja kein Fan von nicht-politischen Titelthemen des Spiegel, aber die nächste Ausgabe wird am Montag gekauft. Titel: Kant.
Der Philosoph aus Königsberg ist dieser Tage wieder etwas mehr in Mode, da sich Geburts- und Todestag jähren: Geboren am 22.04.1724 und gestorben vor knapp 200 Jahren am 12.02.1804. Letzte Woche stellte Wolfgang Herles im ZDF-Morgenmagazin (zufällig drüber gezappt) drei neue Bücher zu Kant vor:

»KANT«, Biographie von Manfred Kühn, erschienen im C. H. Beck Verlag.
639 Seiten. Preis: 29,90 Euro. ISBN: 3-406-50918-5

»Zum 200. Todestag und 280. Geburtstag Immanuel Kants im nächsten Jahr porträtiert der Autor souverän und detailreich den großen Denker und stellt dessen philosophisches Werk verständlich vor. Manfred Kühn räumt in seiner glänzenden Biographie mit der Legende von Kants ereignislosem Professorenleben gründlich auf und zeichnet das Bild eines geistreichen Gentlemans, der eine wichtige Rolle im gesellschaftlichen Leben spielte. Man nannte ihn den "eleganten Magister". Er galt als beliebter Universitätslehrer, war charmant und kontaktfreudig, von Freunden umgeben und gern auf Gesellschaften.«

Das zweite Buch:

»Kants Welt«, Biographie von Manfred Geier, erschienen im Rowohlt Verlag.
350 Seiten. Preis: 24,90 Euro. ISBN: 3-498-02491-4

»Manfred Geier erzählt darüber, wie Professor Immanuel Kant aus Königsberg die Philosophie revolutionierte. Er versteht es meisterhaft, die Lebensgeschichte dieses weltweisen und menschenklugen Philosophen mit dessen wichtigsten Werken zu verbinden, die einen Höhepunkt in der Geschichte des modernen Denkens bilden.«

Das dritte Buch:

»Immanuel Kant«, Biographie von Steffen Dietzsch, erschienen im Verlag Reclam Leipzig.
368 Seiten. Preis: 24,90 Euro. ISBN: 3-379-00806-0

»Der Autor konzentriert sich auf Kants Philosophenkarriere in Königsberg. Jüngste Funde im Archiv der dortigen Universität bilden die Grundlage dafür. Der Leser erhält interessante Einsichten in das Leben Kants als Hochschullehrer.«

Was Philosophie betrifft, bin ich ein Kant-Fan, auch wenn ich seine Original-Texte nicht verstehe und mich ihnen nur mit Sekundärliteratur nähern kann. Sehr empfehlen kann ich zwei Taschenbücher aus der kurzen Reihe »Kant für Anfänger«, beide verfasst von Ralf Ludwig und erschienen im dtv-Verlag:

Weniger hilfreich ist »Kant in 90 Minuten« von Paul Strathern aus dem Eichborn-Verlag. Anscheinend ist die Auflage auch vergriffen.

Falls sich jemand an Kants Original versuchen will: Die gibt’s natürlich auch, und zwar im Reclam-Verlag, wo sonst. Seine beiden Hauptwerke heißen »Kritik der reinen Vernunft« und »Kritik der praktischen Vernunft« (KpV)
Den oft zitierten kategorischen Imperativ behandelt er in seinem Buch »Die Metaphysik der Sitten« und greift ihn in der KpV wieder auf. Eine kurze Einführung gibt es auf dem Berliner Bildungsserver.

Ich bin gespannt auf den Spiegel-Titel. Und vielleicht beschaffe ich mir mal eines der drei von Wolfgang Herles empfohlenen Bücher, evtl »Kants Welt«.
Andererseits habe ich mich nach Kant nicht mehr weiter mit Philosophie beschäftigt, und da gibt es glaube ich noch ein paar spannende Persönlichkeiten wie Wittgenstein oder Feuerbach, und natürlich Nietzsche und Schopenhauer, Heidegger, Hegel, Hume, Kierkegaard…

Erschienen am Samstag, 27.12.2003 @ 17:59 | Kommentare deaktiviert
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Fernsehnacht

Futter für den Videorecorder: Wollte nochmal dran erinnern, dass heute Abend »Fight Club« im Fernsehen kommt, wenn auch in einer beschnittenen Fassung. 22:20 Uhr auf Pro7.

Gleich danach umschalten zur ARD, denn ab 00:45 Uhr beginnt »Das Leben nach dem Tod in Denver«. Durachaus guter Film mit Andy Garcia, Christopher Lloyd, Steve Buscemi und Christopher Walken (seine Figur heißt »The Man with the Plan«; das ist fast so gut wie die Rolle »Not Lou Reed« gespielt von Lou Reed, im Film »Lulu on the Bridge«).
Der englische Titel des Films ist mal wieder um welten besser als die deutsche Übersetzung: »Things to do in Denver when you’re dead«.

Erschienen am Samstag, 27.12.2003 @ 19:25 | Kommentare deaktiviert
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Montag, 29.12.2003

Bratkartoffeln zum Frühstück

Morgän!

Erschienen am Montag, 29.12.2003 @ 22:24 | Kommentare deaktiviert
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Eigentlich

Eigentlich wollte ich ja heute Vormittag in die Stadt gehen, um meine lange Einkaufsliste abzuklappern:

  • Döner essen (vorzugsweise in Fürth)
  • Shampoo kaufen (sebamed Every-Day)
  • Duschgel (Axe anti-hangover) und Badeschaum (Nivea)
  • Buch: »LaTeX ge-packt« (Gutschein von Verena in Frauenaurach einlösen)
  • Buch: »Missing Links« von Dr. Thomas Wirth (habe in der Thalia Erlangen schon mal geblättert)
  • Zum Friseur gehen oder zumindest einen Termin vereinbaren; die 6 Wochen sind wieder rum und die Zotteln zu lang
  • Marsala-Wein kaufen
  • Eine über Amazon verkaufte DVD verschicken
  • Parmesan bei Edeka in Frauenaurach kaufen
  • Flaschen am Bahnhof in Erlangen zurückgeben

Anspruchsvolle Liste wenn man bedenkt, dass ich an drei Orten Besorgungen erledigen will. Nach Fürth könnte fahren, indem ich mit dem Rad bis Vach runter fahre und dann den Bus nehme. Nach Erlangen könnte ich mit dem Bus von Hüttendorf aus oder mit dem Zug von Fürth aus. Nach Frauenaurach käme ich ebenfalls gut mit dem Rad.
Vielleicht der Rundumschlag: Über Frauenaurach nach Erlangen die zehn Kilometer mit dem Rad, von Erlangen nach Fürth mit dem Zug, Döner essen, mit dem Zug zurück nach Erlangen (kost’ ja nix) und dann wieder mit dem Rad heim.
Was tut man nicht alles, um in den Genuss eines guten Döners zu kommen…

Ja, eigentlich wollte ich das alles heute Vormittag erledigen, aber mein Schlafrhytmus ist mal wieder total im Eimer. Werde jetzt in der Nacht meine Arbeit erledigen (bin letzte Nacht gut voran gekommen), die Schmidt-Show von heute Abend sowie das Seinfeld-Finale anschauen und dabei capturen und gegen zehn Uhr vormittags losfahren. Sofern ich mich nicht wieder für einen dieser zehnstündigen »Nur fünf Minuten«-Schläfe hinreißen lasse, der heute Morgen um neun meine Planungen vermasselt hat.

Nach 25 Jahren kenne ich mich inzwischen recht gut und kann daher die nächsten Tage etwas vorhersagen: Wahrscheinlich werde ich Silvester gegen 20 Uhr ins Bett gehen. Wahrscheinlich werde ich am 5. Januar ausgeschlafen um halb sechs Uhr früh aufstehen und dann topfit zur nächsten SAE-Prüfung in München fahren können.

Erschienen am Montag, 29.12.2003 @ 22:53 | Kommentare deaktiviert
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Dienstag, 30.12.2003

Was sich 2004 ändert…

…ist wahrscheinlich in jeder Tageszeitung nachzulesen, aber für Leute wie mich, die keine Tageszeitung im Abo haben, ist die Zusammenfassung des Spiegel vielleicht ganz interessant.

Erschienen am Dienstag, 30.12.2003 @ 0:03 | Kommentare deaktiviert
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news.cis.dfn.de

Der kostenlose (und gute) Newsserver news.cis.dfn.de hat bereits vor einiger Zeit seine Adresse geändert und die alte Adresse ist womöglich bald nicht mehr erreichbar.
Daher im Newsprogramm einfach news.individual.de als Serveradresse eingeben, Login und Passwort bleiben undverändert. Infos gibt’s bei http://news.individual.de/.

Erschienen am Dienstag, 30.12.2003 @ 0:11 | Kommentare deaktiviert
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Trailer-Show

Szene aus 'The Cat in the Hat' bzw. 'Ein Kater macht Theater'

Zwei vielversprechende Trailer sind mir in den letzten Tagen aufgefallen: Einmal auf apple.com/trailers der Teaser zu »Sky Captain and the World of Tomorrow« (IMDB) und aktuell im Kino und Fernsehen Werbung für »The Recruit« (deutscher Titel: »Der Einsatz«; IMDB).

»Sky Captain« kommt mit geringer Farbsättigung daher, fast schwarz-weiß und spielt in einem fikiven New York der 1930er Jahre. Der Trailer versprüht eine Athmosphäre von »Steam Punk«-Filmen wie »Wild Wild West« oder LXG; gemischt mit einem ordentlichen Schuss »Flash Gordon«. Es geht um fantastische Fluggeräte die die Stadt bedrohen und einen Held, der die Geschichte rettet.

Insgesamt weiß ich nicht recht, was ich davon halten soll. Gerade die »Steam Punk«-Filme die mir als erstes einfallen, WWW und LXG, waren eher unterirdisch. Dass für Trailer gerne Musiken aus anderen Filmen genommen werden, ist auch nichts Neues (wer kennt nicht das »Rock«-Theme, das in keiner Bay/Bruckheimer-Produktion fehlen darf?) – aber für »Sky Captain« wurde 1:1 das Thema der Stargate-Fernsehserie übernommen (die ich sehr mag, aber es hinterlässt ein komisches Gefühl).
Andererseits habe ich doch ein Faible für Steam Punk und mit Jude Law und Gwyneth Paltrow spielen zwei nicht gänzlich unbekannte Schauspieler mit. Bleibt die Frage, ob sie sich für diesen Film hergegeben haben oder ob es gute Unterhaltung geben wird.
US-Starttermin ist im Sommer kommenden Jahres.

Der andere Film ist »The Recruit«/»Der Einsatz«. Der Himmel weiß, weswegen der deutsche Verleih diesen kurzen Originaltitel nicht einfach übernommen oder wenigstens »Der Rekrut« draus gemacht hat. Noch rätselhafter ist der deutsche Starttermin des Films: 15. Januar 2004 und damit ein geschlagenes Jahr nach dem US-Start. Selbst in Ländern wie Tschechien, Griechenland, Litauen, Türkei, Ungarn oder Ägypten, allesamt kleinere Absatzmärkte, lief dieser Film noch vor dem letzten Sommer. Nur Österreich ist mit dem 20. Januar 2004 noch später dran.
Es geht in erster Linie um einen jungen CIA-Rekruten und in zweiter Linie um seinen ersten Einsatz: Eine seiner Azubi-Kolleginnen ist ein Maulwurf und er muss sie zur Strecke bringen. Soweit der Trailer, mehr ist mir noch nicht bekannt.

In den USA sind die Sommermonate wegen klimatisierter Kinosäle traditionell Kinomonate, während es bei uns der Winter ist (schlechtes Wetter und so). Deswegen war »Finding Nemo« auch im Mai in den USA zu sehen und bei uns im November/Dezember. Der US-Start des Rekruten war Ende Januar 2003 – kein Datum, an dem man einen vielversprechenden Blockbuster starten lässt. In der IMDB wurde der Film von 7.277 Besuchern mit 6,6 auch eher durchschnittlich bewertet, obwohl mit Al Pacino und Colin Farrell bekannte Schauspieler mitspielen (Farrell war zuletzt in S.W.A.T. und »Phone Booth«/»Nicht auflegen!« zu sehen).
Abgesehen von der Story finde ich Bridget Moynahan ausgesprochen scharf, sogar hart an der Grenze zu »süß«!   :-)

Aye, Thema Starttermine: Ausnahmen von der Regel sind »Herr der Ringe« und »Harry Potter«. Fragt mich nicht, weswegen die drei LotR-Teile und die ersten beiden Potter-Filme im November/Dezember gestartet sind. Immerhin zum gleichen Zeitpunkt in den größten Absatzmärkten, kein Wunder bei dem weltweiten Hype.
Der dritte Potter-Film, der, anders als die ersten beiden, vom »Y tu mamá también«-Regisseur Alfonso Cuarón stammt, startet weltweit am 4. Juni 2004. Sogar in Deutschland. Der erste Teaser zu »Harry Potter and the Prisoner of Azkaban« ist bei Apple online.

Ah ja, letzte Anekdote: Es geht auch andersrum. »Arlington Road«, übrigens ein sehr guter aber geflopter Terrorismus-Thriller, lief am 1. April 1999 in Deutschland an, aber erst am 9. Juli 1999 in den USA.

Erschienen am Dienstag, 30.12.2003 @ 7:56 | Kommentare deaktiviert
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Icebiking

Man glaubt es kaum, ich habe heute Vormittag meine Besorgungen erledigen können. Heute habe ich mich außerdem mal im Icebiking versucht: Nicht nur eine kurze Strecke mal eben in den Nachbarort, sondern etwas weiter: In die Stadt rein, knapp 40 Minuten für 10 Kilometer.
Ja, es dauerte etwas länger als sonst, wegen der dicken Klamotten. T-Shirt, Pulli, GoreTex-Winterjacke, Schal, Sturmhaube, Mütze. Dicke Winterjeans, Stiefel. Ich fuhr bei 0,9°C los und war bei 2,2°C zurück.
Es ist zwar machbar, aber wirklich Spaß hat’s wegen der dicken Verpackung keinen gemacht, außerdem tat mir am Rückweg der Rücken weh. Ganz abgesehen von der Schrumpfung.   :-)

In der Post waren Fotoabzüge in 13×18, die ich am 17.12. online bestellt habe. Avisiert waren sie für den 24., und da hätte ich sie auch gebraucht.   :-(
Die Qualität ist ansonsten ok, der Preis vertretbar (0,25 € pro 13×18-Abzug sowie 1,02 € Bearbeitungsgebühr), sieht man mal von den Postversandgebühren in Höhe von 2,54 € ab (Abholung im MediaMarkt wäre kostenlos gewesen, ich wollte sie am 24. aber ins Haus geschickt haben).

Ah ja, den Marsala-Wein habe ich auch gekauft, aber leider den falschen. Es gab drei verschiedene zu je 8,65 € die Flasche. Einen trockenen und zwei halb-trockene. Einen der letztgenannten nahm ich auf Empfehlung des Verkäufers: »Marsala Fine, Gran Chef, Ambra Semisecco«. Bäh! Hat jemand einen Tipp, aus welcher Flasche der sehr süße Marsala beim Italiener kommt?

Erschienen am Dienstag, 30.12.2003 @ 14:32 | Kommentare deaktiviert
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Schmidts »Jahresrückblick«

»Wer noch zweifelte, ob Harald Schmidt eine Kreativpause nötig hat, der wurde Montagabend restlos überzeugt. So öde und einfallslos wie seine Jahresrückschau war vorher nur seine Rheinfahrt im Sommer gewesen. Selbst für treueste Fans war die Show zur besten Sendezeit eine schwere Prüfung.«

So Peter Leveringhaus (ddp) bei Spiegel-online. Kann ich so unterschreiben, leider.
Die vier Auftritte der Klofrau und von »Erwin Schulz« waren langweilig ohne Ende. Gefallen hat mir allerdings der Auftritt des Werkchors und die Fondue-Aktion. Auch wenn sich bei letzterem die Geister scheiden, aber ich mag solche Studioaktionen immer.

Erschienen am Dienstag, 30.12.2003 @ 15:35 | Kommentare deaktiviert
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Mittwoch, 31.12.2003

Icebiking, 2. Versuch

Heute Vormittag um 10 ging’s nochmal auf’s Rad, aber ich fuhr nur die 3 Kilometer bis Frauenaurach. Dort in der Bücherinsel das gestern bestellte »LaTeX ge-packt« abholen und dann zog ich es vor, mit dem Bus weiter zu fahren; es war einfach zu windig, um noch vernünftig vorwärts zu kommen.

Glücklicherweise fuhr 5 Minuten nach der Buchabholung ein Bus in die Stadt, so dass ich auch auf diesem Wege noch rechtzeitig zu meinem 11-Uhr-Termin beim Friseur ankam.
Mal sehen, wie sich das mit dem Icebiking weiter entwickelt. So lange es unter 10°C+ hat, werde ich wohl montags und dienstags mit dem Bus in die Stadt fahren, um dann den Zug weiter in Richtung München (SAE) zu nehmen. Die verschwitzten Klamotten kann ich niemandem zumuten.   :-)
Aber um mal die 3 Kilometer runter zum Griechen zu fahren, ist es durchaus okay.

Erschienen am Mittwoch, 31.12.2003 @ 15:08 | Kommentare deaktiviert
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Ab in die Heia

War ja klar. N8.

Erschienen am Mittwoch, 31.12.2003 @ 18:14 | Kommentare deaktiviert
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