Freitag, 19.12.2003
Done.
Heute Vormittag ab 9 Uhr stand die Telekolleg-Abschlussprüfung in Englisch an, 165 Minuten.Ich war satte 20 Minuten vor der Zeit fertig, wie schon bei der zweiten Feststellungsprüfung im Oktober.
Der Ablauf war bekannt: Ein recht langer Text mit acht Fragen zu selbigem (30 Punkte AFAIK), als zweite Aufgabe entweder Letter oder Composition (ich entschied mich diesmal für Letter, auch 30 Punkte), ein kleiner Grammatik-Teil (20 Punkte) und eine längere Übersetzung (40 Punkte).
Es lief ganz gut, aber ich fand die Prüfung trotzdem sehr schwer.
Der Text aus der ersten Aufgabe war zwar lang, aber er gab für acht Fragen zu wenig her. Bei manchen Fragen konnte ich nur die Argumente verwenden, die ich schon in der Frage zuvor ausgewalzt hatte. Thema des Textes waren Wasserstoff-Autos, das Ende der Erdöl-Ära wegen dem Verbrauch der Ressourcen und wie sich amerikanische und europäische Regierungen und Unternehmen darauf einstellen. Der Text wurde von einem Time-Artikel adaptiert.
Im Letter sollten wir in 150 bis 200 Wörtern argumentieren, weswegen Energie sparen sinnvoll ist. Alternativ die Composition mit Argumenten zur umweltgerechten Erziehung im Kindergarten und der Grundschule.
Der Grammatik-Teil bestand wie immer aus einem Lückentext, diesmal ein (fiktives) Interview zwischen einem Journalisten und einem Vertreter eines Industrieverbandes, der an einem Wasserstoff-Auto bastelt.
Die Übersetzung in der letzten Aufgabe drehte sich um Mobbing in der Schule: Ein Student berichtet von seiner Kindheit, wie er es schaffte damit umzugehen und was Psychologen raten (adaptiert von einem Economist-Artikel; könnte auch Time gewesen sein und der Wasserstoff-Artikel aus dem Economist, ich weiß es nicht mehr).
An sich soll man ja so eng wie möglich am Text übersetzen: Nichts dazudichten und nichts weglassen. Der Artikel war aber recht fies, da er völlig unsinniges Deutsch ergeben würde, hätte man ihn so wörtlich wie möglich übersetzt. Da gab es zum Beispiel eine Formulierung in der Art »(to see) through the tunnel a brighter day«. Wörtlich übersetzt würde so was kein Mensch hierzulande sagen, deswegen entschied ich mich für »Licht am Ende des Tunnels«. Man beachte: »Licht« und »Ende« kamen in der englischen Vorlage nicht vor, es wären also eigentlich »dazugedichtete« Wörter.
Oder am Schluss: Der Student mit seinen Erfahrungen wird gefragt, was er einem Kind raten würde, das die gleichen Erfahrungen macht wie er früher. Im nächsten Satz geht es dann (sinngemäß) darum, dass man sich ein erwachsenes Vorbild schnappen soll. Seine Antwort:
»Reach out.«
Wie soll man das bitte übersetzen?!
Insgesamt habe ich ein recht gutes Gefühl, sprich: Irgendwas zwischen Eins und Drei wird’s werden, wahrscheinlich eine Zwei.
Heute kam auch die Anmeldebestätigung für den nächsten Kurs, der am 1. März 2004 startet (ich muss ja noch Mathe, Physik und Technologie angehen). Waren nochmal 25 Euro Anmeldegebühr (auf den Anmeldezettel hatte ich geschrieben, dass ich keine Bücher und Bögen mehr brauche; ich hoffe, dass nächstes Jahr die selben Bögen verwendet werden).
Ah ja, die Note aus der Feststellungs-Prüfung Geschichte von vor zwei Wochen: Ein Zweier mit 82 von 100 Punkten. Scheinbar ein linearer Notenschlüssel, denn ab 85 Punkten hätte es die Eins gegeben. Die fehlenden drei Punkte hätte ich aber glaube ich auch nicht mehr zusammengebracht, wenn ich noch fünf Minuten mehr gehabt hätte.
Erschienen am Freitag, 19.12.2003 @ 17:14
| Kommentare deaktiviert
Tags: Telekolleg
