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Dienstag, 06.01.2004

MWSF 2004 approaching

In acht Stunden wird Steve Jobs wieder in San Francisco auf der Bühne stehen und es war lange nicht mehr so spannend wie dieses Mal.

Im Prinzip sind sämtliche Produkte reif für ein Update. Es ist aber wenig konkretes nach außen gedrungen. Man munkelt von Mini-iPods, das allerdings so heftig, dass die Enttäuschung allerorten riesig wäre, käme es anders. Außerdem hört man von einem neuen Audio-Programm für Consumer (»GarageBand«) und evtl die lang erwarteten Xserves mit G5-Prozessoren.
Als sicher gilt nur, dass es heute Abend eine neue Version von Apples Consumer-Video-Schnittprogramm »Final Cut Express« geben wird, denn laut Thinksecret wurden in einigen Läden einer US-Kette bereits entsprechende Schachteln gesichtet.

Daneben werden auch andere Hersteller neue Versionen ihrer Programme ankündigen: Discreet stellte gestern Combustion 3 vor und Macromedia den Director MX 2004 (via Kai). Darüber hinaus sind angeblich FileMaker mit Filemaker 7 und Microsoft mit Office 2004 und Virtual PC 7 in den Startlöchern (eine Meldung zu den MS-Programmen wurde bei Macrumors wieder entfernt).
Die Omni Group kündigte bereits an, zur Macworld OmniWeb 5 vom Stapel zu lassen. Snapz Pro X 2.0 kann auch nicht mehr weit sein; leider kann ich noch nicht das Video der Keynote mitschneiden, nur den Ton mit WireTap (die Ambrosia-Website ist seit ein paar Tagen nicht erreichbar, deswegen hier kein Link zum Programm).

Meine Vermutung zum Verlauf der Keynote:

  • Updates
    • Die 2.000 Leute in der Warteschlange vor dem Apple Store Tokio
    • Terascale Cluster
    • Verkaufszahlen G5, iPod, iTMS, Panther
    • Downloadzahlen iTunes, QT
    • Hinweis auf die iTMS-Promo mit Pepsi ab 01.02.04
  • Neue Software
    • Final Cut Express 2.0
    • GarageBand
    • iSync 1.3
    • Keynote 1.5
    • Safari 1.2
    • iPhoto 3
    • iMovie 3.5
    • iDVD 4
  • Präsentation von Dritthersteller-Software
    • Microsoft: Office 2004, Virtual PC 7
    • FileMaker: FileMaker 7
    • Discreet: Cleaner, Combustion
    • Auftritt von Dr. Srinidhi Varadarajan (Terascale Cluster)
  • Neue Hardware
    • Mini-iPods (kleinere Abmessungen der bisherigen iPods)
    • Billig-iPods (günstigere iPods mit kleineren Kapazitäten im bisherigen Gehäuse)
    • Keine neuen/überarbeiteten Notebooks, keine neuen/überarbeiteten Desktops
  • One more thing
    Irgendwas Umwerfendes zu 20 Jahre Macintosh

Ab 18 Uhr deutscher Zeit werden wir mehr wissen. Hier die Adresse des Streams:

http://stream.apple.akadns.net

Erfahrungsgemäß dauert die Keynote rund zwei Stunden und ist immer eine nette Show.
Für alle, die mit dem Bohay nichts anfangen können, darf ich wieder auf meine »kleine Einführung in den Kult um die Mac-Messen für Nicht-Macianer« hinweisen.

Nachtrag (13:43 Uhr): Macrumors hat ja gestern gemeldet, dass die Firma Cornice am Montag eine 2 GB-Mini-Festplatte vorgestellt hat (Dimensionen: 2,8mm x 36,4mm x 5mm; 14,5g). Bei einer Abnahmemenge von 100.000 Stück verlangt Cornice dafür 70 USD. Welchen Namen (u.a.) sehe ich auf der Cornice-Website unter »Customers + Partners«? Die Firma »portalplayer«. Und wessen Logo und Name taucht in den Copyright-Notizen des iPod (Einstellungen/Copyright) auf? Genau, portalplayer.
Jede Wette, dass wir in fünf Stunden Billig-iPods mit 2 GB Kapazität sehen.

Erschienen am Dienstag, 06.01.2004 @ 10:00 | Kommentare deaktiviert
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»Sitting at the computer, credit card in hand.«

In den nächsten zwei Stunden möchte ich nicht mehr gestört werden.   :-)
Die Brille ist geputzt, das iBook liegt voll aufgeladen als Fallback-Medium bereit, der Aufnahmeknopf von WireTap wartet auf Betätigung.
Die Apple-Stores sind weltweit offline, wie immer, wenn neue Produkte unmittelbar bevorstehen.

Videostream auf http://stream.apple.akadns.net, Textticker in Englisch von Macrumors auf http://www.chaosmint.com/events/mwsf2004.html, in Deutsch beim fscklog.
Diskussion und Analysen nach der Keynote gegen 20:30/21:00 bei Mac-TV.

Erschienen am Dienstag, 06.01.2004 @ 17:50 | Kommentare deaktiviert
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MWSF04 – Keynote-Zusammenfassung

Beginn: Über 60.000 Zuschauer über den Videostream aus über 100 Ländern.
20 Jahre Mac-Jubiläum. Einführung eines grafischen Interfaces, während alle anderen noch Kommandozeilen-basiert arbeiteten. Steve zeigt einige Seiten aus einem damaligen Prospekt (Newsweek-Beileger).
Er spricht über den 1984-Werbespot, der nur ein einziges Mal im Fernsehen gezeigt wurde. Er zeigt ihn! Netter Gag: Die Lady hat in der überarbeiteten Versionen einen iPod an der Hose.

Applaus für die Leute im Saal (sitzen in der ersten Reihe), die damals beteiligt waren.
»A great Mac year.«

OS X: »Microsoft is copying us again, it feels great.«
9,3 Millionen aktive OS X-User. Transition basicly now over, we made it. Spricht über neue Software von Drittherstellern.

18:15 – Final Cut Express 2. Bis zu 5 DV-Streams in Echtzeit etc., optimiert für Panther und den G5. Es folgt eine Demo durch den Produkt-Manager. 299 USD Vollversion, 99 USD Update (Hinweis: alle Preise ohne Mehrwertsteuer!)

18:20 – Die Leiterin von Microsofts Mac-BU kommt auf die Bühne, um Office 2004 zu demonstrieren (wuah, eine schrille Stimme…). »Mac-first features…«
Demo des neuen Word. Notizfunktionen, Erinnerungen aus Word heraus für Entourage speichern, wahlweise transparente Paletten, Audionotizen mit MPEG-4.
Demo von Excel. Verbessertes Page-Layout vor dem Druck.
Entourage: Project-Center, verbessertes Drag’n'Drop.
Technology Guarentee Program: Wer ab heute eine Version von Office kauft, bekommt im Frühjahr ein kostenloses Update auf Office 2004.

18:30 – Steve wieder auf der Bühne.
Next stop: the G5. Thema: Terascale Cluster! Virgina Tech hat bei Apple angerufen und gesagt: »Wir brauchen die ersten 1.100 Dual-G5s.« Ein Video wird gezeigt. Dr. Srinidhi Varadarajan kommt zu Wort.
Sie hätten sich Xserves gewünscht, da sie kompakter sind, aber die haben nur G4-Prozessoren. Bis heute: G5 Xserves! 1U-Bauhöhe, bis zu 8 GB RAM, bis zu 250 GB Platte, 2 PCI-X-Slots, Dual-Gigabit-Ethernet, OS X Server mit unlimitierten Clients. Konfigurationen: 2,0 GHz @ 2.999 USD, Dual-2,0 GHz @ 3.999 USD.
Neue Version von Xserve RAID mit bis zu 3,5 Terabyte Plattenplatz, 2 Gigabit-FibreChannel. Die größte Konfiguration mit 3,5 TB kostet rund 10.000 Dollar. 3 USD pro GB, billiger als Dell, Sun…

18:42 – iTunes Music Store-Updates. Seit 28. April 2003 wurden 30 Millionen Songs über den iTMS verkauft. Mit weitem Abstand zu allen Konkurrenten. 70% Marktanteil bei legalen Download-Angeboten. »Feels great not to be the 5%, isn’t it?«
Wer ist der Top-Kunde beim iTMS? Er hat 29.500 Dollar umgesetzt. Seit Oktober wurden 50.000 Audiobooks verkauft. Ebenfalls seit Oktober: 100.000 Geschenkgutscheine. Neue Angebote im iTMS: sessions@AOL, Billboard-Charts seit 1946. Seit heute neu: 12.000 Klassik-Tracks, auch von »Deutsche Grammophon«. Ab heute: Eine halbe Million Tracks verfügbar.
Er spricht über das Pepsi-Angebot: Pepsi bietet 300 Millionen Flaschen in den USA an und in jeder dritten, also bei 100 Millionen, wird ein Gutschein für einen Song-Download sein. Die Aktion startet am 1. Februar und läuft 60 Tage.

18:50 – iLife ‘04. Enthält das bisherige iTunes 4.2, außerdem iPhoto 4 (hey, Version 3 übersprungen; Unterstützung für bis zu 25.000 Fotos, Performance-Verbesserungen, zeitbasierte Organisation, smart albums, Rendezvous Photo-Sharing und mehr, mein Stream stockt sehr stark).
Demo von iPhoto 4: neue Effekte, automatische Alben nach Datum, Preferences für die x letzten Filmimports und das Album der x letzten Monate, Bewertungsfunktion, verbesserte Diashow-Steuerung, verbesserte Diashow-Preferences, weitere Übergänge bei der Diashow (inkl. Cube).
Demo von Rendezvous-Photo-Sharing. Abzug-Bestellung und Buchdruck ab Februar in Japan, ab März in Europa (»Sorry it took so long.«).
iMovie 4: non-destruktives Trimmen von Clips in der Zeitleiste, Alignment Lines wie in Keynote, neuer Titel-Generator.
Demo von iMovie 4: Trimmen, neue Titel (mit Masken und Star Wars-Effekt), iSight-Import. Sehr einfacher Upload von Filmen auf eine Website (automatisches Komprimieren und hochladen auf die iDisk).
iDVD 4: 20 neue Themes, verbesserte Menüs (Übergänge), verbesserte Slideshows (ebenfalls Übergänge, mit ganzen iTunes-Playlists und nicht nur einem Song), Navigations-Bäume, bis zu 2 Stunden auf einer DVD in besserer Qualität (in iDVD nur 1,5 Stunden), codieren eines Projekts auch auf Macs ohne SuperDrive möglich.
Demo von iDVD 4.

19:15 – [Immer noch das neue iLife '04] »Today we are anouncing a new iApp: GarageBand
Ein einfaches Audio-Aufnahme-Programm für den Hausgebrauch (quasi »Soundtrack light«). Bis zu 64 Spuren, über 50 Software-Instrumente (USB- oder MIDI-Keyboard erforderlich), 1.000 mitgelieferte Loops (pitch and tempo change automatically; die Drum-Loops z.B. von Motown) und 200 mitgelieferte Effekte.
Der Musiker John Mayer (ist mir kein Begriff, sorry) demonstriert das Programm. Hmm, dunkles Metall, ähnlich wie in Final Cut. Einfacher Loop-Generator, damit könnte sogar ich Musik machen.   :-)
Mehrere Gitarren-Amps (halbes Dutzend), mit denen man den Sound einer an den Mac angeschlossenen E-Gitarre ändern kann. John Mayer startet eine kleine Jam-Session, live zu vorher aufgenommen Loops. Steve spielt die eben aufgenommene Session nochmal ab.
19:38, Demo zu Ende. Exportfunktion aus GarageBand hinaus in iTunes hinein.

19:39 – Zusammenfassung von iLife ‘04. Vergleich, was das in der Windows-Welt kosten würde (und lange nicht so gut und keine Programm-übergreifende Zusammenarbeit): über 300 USD. iLife ‘04 wird für 49 USD verkauft. Kostenlos bei jedem neuen Mac dabei. Läuft auf Jaguar und Panther, wird ab 16. Januar verkauft. Kostenlose Downloads der neuen Versionen von iMovie und iPhoto scheint’s nicht mehr zu geben…
Verschiedene Zusatzangebote, um z.B. GarageBand zu erweitern (Jam-Pack: 99 USD), USB-Keyboard für 99 USD. Ein Werbevideo zu iLife ‘04 wird gezeigt. Elijah Wood freut sich über iPhoto.   :-)   Tony Hawk spricht über iMovie, Sheryl Crow über GarageBand.

19:52 – Last stop today, I’d like to talk about the iPod.
Letztes Quartal wurden 730.000 iPods verkauft. Insgesamt bisher über 2 Millionen in den letzten 2 Jahren. Exponentielle Verkaufskurve. 31% Marktanteil bei Geräten und 55% in Revenue (Nummer eins), im Oktober und November. Bisher 10, 20 und 40 GB. Ab heute kein 10 GB- sondern 15 GB-iPod zum gleichen Preis. Irgendwas neues für 39 USD, Ohrstöpsel betreffend. Es gibt einen neuen Werbespot.
Er geht nochmal auf die 31% Marktanteil (Geräte) ein. Was ist der Rest des Marktes? 60% sind Flash-Player. Davon ist die Hälfte High End-Flash-Player. 7% sind andere Harddisk-Player. Die Unter-100-Dollar-Flash-Player kauft kaum jemand, weil sie nur 15 Songs speichern. Die High Ends haben 256 MB Flash-Speicher, halten 60 Songs und kosten 199 USD. Außerdem haben sie ein kleines Display und ein schlechtes User-Interface.
Eine zweite iPod-Familie: »iPod mini«: 4 GB, 1.000 Songs, ein Zoll dick, 249 USD. Ist noch kleiner als der bisherige iPod, hat die Größe einer Visitenkarte. Award-winnig iPod-User Interface. Solid-state scroll-wheel mit Knöpfen darauf, da für separate Knöpfe kein Platz mehr war. Hat den selben Dock-Connector. Unterstützt FireWire und USB 2.0; kann über beide Schnittstellen aufgeladen werden. Kommt mit Gürtelclip. Optionales Zubehör: Dock und Armclip.

One more thing about the iPod mini: It comes in colors. Arbeitet mit Mac oder PC zusammen. Ab Februar in den USA, ab April weltweit (warum so spät?!).

Zusammenfassung der Keynote: 20-jähriges Jubiläum, FCE2…
Ende.

Die Qualität des Streams war leider sehr schlecht (nicht nur bei mir). Die ersten 65 Minuten ständiges Stocken und sekundenlange Hänger. Danach ging es dann, mit 3 bis 9 Sekunden im Puffer und nur manchmal Aussetzern.
Kommentar zur Keynote folgt.

Erschienen am Dienstag, 06.01.2004 @ 22:15 | Kommentare deaktiviert
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MWSF04 – Keynote-Nachlese

Ein paar Worte zur Keynote von heute Abend. Wer sie nicht gesehen hat: in den nächsten Tagen wird Apple sicher den Stream bei QTV anbieten; Textzusammenfassungen gibt es bei mir oder bei Macrumors.
Ganz kurz die wesentlichen Ergebnisse (mit Links zu Apple und Meldungen bei Macrumors und Heise in Klammern):

Insgesamt war die Keynote wenig überraschend. Die wichtigsten Vorhersagen der führenden Gerüchteküchen Macrumors und Thinksecret trafen ein: FCE2, GarageBand und »Mini-iPods«.
Zu FCE2 kann ich nichts sagen, da ich das Programm zu wenig kenne. Die G5-Updates bei den Server-Systemen Xserve und Xserve RAID war lange überfällig und VirginiaTech wäre bestimmt froh gewesen, hätte es sie schon vor drei Monaten gegeben.

iLife: Mir fällt als erstes auf, dass es keine kostenlosen Updates mehr zu iMovie und iPhoto mehr gibt. Thinksecret hatte bei dem letzten Update dieser Programme von diesem Vorhaben bereits Wind bekommen. Angeblich hat sich Steve Jobs kurz vor der Präsentation wegen der zahlreichen negativen Reaktionen auf diese Meldungen kurzfristig doch entschieden, sie zum kostenlosen Download anzubieten.
Dass es iDVD und GarageBand nicht als Download gibt ist klar, beide Programme brauchen durch zig Themes, Loops und Sounds einige Gigabyte. iMovie und iPhoto hätten es schon sein dürfen. Neuen Macs liegt iLife wie gehabt kostenlos bei.

GarageBand nutzt mir wenig, da ich keine Musik mache. Allenfalls ein paar einfache Loops könnte ich damit zusammenbasteln. Ob’s für Musiker was taugt kann ich nicht sagen. Holger?
Positiv allerdings, dass das Programm in iLife enthalten ist und nicht separat verkauft wird. Als Einzelprodukt hätte man dafür denke ich durchaus 49 USD verlangen können.

Von iTunes gibt es keine neue Version. iMovie 4 bringt ein paar kleinere Verbesserungen mit. Nett: Eine angeschlossene iSight kann als Video-Input für iMovie benutzt werden. Ich überlege, ob ich die Welt mit Video-Blog-Einträgen heimsuchen soll.

iDVD 4: Die 49 Euro für iLife auszugeben lohnt sich für mich allein schon wegen des neuen iDVD. Besonders gefällt mir, dass iDVD nun nicht mehr maximal anderthalb Stunden in mittelmäßiger Qualität auf eine Scheibe brennt, sondern zwei Stunden in hoher Qualität.
Einige der neuen Themes fand ich recht ansprechend und der Navi-Baum des Menüs ist sicher ebenfalls nützlich.

iPhoto 4: Die Version 3 hat Apple großzügig übersprungen, aber dass Versionsnummern Schall und Rauch sind, ist ja spätestens seit Microsofts Sprung von Word 2 auf Word 6 nichts Neues mehr. Neben neuen iPods waren Neuerungen bei iPhoto für mich die spannendste Frage der Keynote. Kein anderes Programm der iLife-Suite hatte Verbesserungen so dringend nötig wie iPhoto: es war bei ein paar hundert Bildern unerträglich langsam, hatte eine kaum erwähnenswerte Schlagwort-Funktion und Abzug- sowie Buchbestellungen waren außerhalb der USA nicht verfügbar.
Wie es in iPhoto 4 mit der Verschlagwortung aussieht, ist fraglich: Verbesserungen in diesem Bereich werden auf der Produktseite nicht erwähnt und auch auf den dortigen Screenshots ist kein Suchfeld a la iTunes oder dem Finder zu entdecken.
Die Performance wurde nun spürbar verbessert, das war im Keynote-Video klar zu erkennen. Als Steve Jobs die Demo von iPhoto beendete und zur Zusammenfassung ansetzte befürchtete ich schon, dass es mit einem europäischen/deutschen Bilderservice wieder nichts werden wird, aber dann hieß es doch noch: Japan im Februar, Europa im März. Um Abzüge in 10×15 oder größeren Formaten geht’s mir dabei gar nicht mal, ich finde das Fotobuch interessant – den Bildband mit den eigenen Fotos.

iLife werde ich mir wegen des neuen iDVD und iPhoto (Bildband!) auf jeden Fall zulegen.
Trotz neuer iPhoto-Version werde ich mir wohl doch noch ein »richtiges« Programm für’s Digital Asset Management kaufen müssen, um endlich eine brauchbare Verschlagwortung von Fotos zu bekommen. In der engeren Wahl sind Portfolio 6 (um 215 €), Cumulus 6 (um 65 €) und iView Media Pro 2 (um 140 €).

Zu den neuen iPods. Dass der Einsteiger-iPod zum gleichen Preis nicht mehr mit 10 GB (tatsächlich 9,3 GB), sondern 15 GB (tatsächlich 13,96 GB) daher kommt, finde ich sehr gut.
Die Mini-iPods – bzw. in Apple-Speak: »iPod mini« – finde ich dagegen sehr enttäuschend. Zunächst ist recht überraschend, dass sie sowohl kleiner (in den Dimensionen) als auch billiger geworden sind; John Gruber hat damit nicht gerechnet und ich fand seine Argumentation überzeugend. Auch die Kapazität von 4 GB (in wirklich: 3,7 GB) geht in Ordnung. Lob für die Lösung der Platzprobleme betreffend Display und Knöpfe. Die Farben sind Geschmackssache, ich mag solche weichgespülten Pastell-Töne ja nicht, für mich müsste es ein silbernes Modell sein.

Aber was gar nicht geht, ist der Preis: 249 Dollar sind noch zu viel. Apple hätte die Chance gehabt, den Markt der mp3-Player (den sie mit dem iPod mit 31% eh schon beherrschen) komplett aufzurollen und die Weltherrschaft an sich zu reißen. Jeder hätte sich einen Mini-iPod gekauft, wenn der Preis in der Region 99 bis 149 USD gewesen wäre.
249 sind für 4 GB mp3-Player eigentlich ein durchaus fairer Preis, und der Vergleich zu diesem Rio-Ding während der Keynote war angemessen (iPod mini hat 16x mehr Kapazität, ist auch in jeder anderen Hinsicht besser und er kostet nur 50 Dollar mehr). Der iPod mini hat, zu diesem Preis, zwei Probleme:

  1. Er ist zu teuer.
    Der nächstgrößere iPod kostet 50 Dollar mehr (nämlich 299 USD), bietet einem aber 11 GB mehr Speicher (nämlich 15 GB). Wer 250 Dollar für einen mp3-Player ausgeben kann, spart noch ein wenig und kauft sich dann einen »richtigen« iPod für 300 Dollar.
  2. Er ist zu teuer.
    149 oder meinetwegen 199 USD als absolute Schmerzgrenze wäre der richtige Preis gewesen, um aus dem iPod mini ein Massenprodukt zu machen, das nicht zu teuer für ein paar Monate Taschengeld oder für ein Geburtstagsgeschenk ist.
    Da es bei den großen iPods schon drei verschiedene Kapazitäten gibt, hätte es nicht noch ein iPod mini mit 2 GB Kapazität zum Preis von 149 oder 199 USD sein können? Selbst 2 GB sind immer noch 8x mehr, als die besseren Flashspeicher-Player für 200 Dollar haben, und es reicht für 500 Songs.

Fazit: Hoffen auf den iPod mini mit 2 GB. Das neue iLife gefällt mir durchaus und 49 Euro sind ein fairer Preis. Auf den iTMS in Deutschland werden wir noch etwas warten müssen. Die Power Mac-Updates die es heute nicht gab, gibt es eben in drei Wochen außerhalb der Reihe. Sehr schön Jobs’ Eingehen auf das 20-jährige Mac-Jubiläum und den »1984«-Werbespot.
Keine Erwähnung auf der Keynote fand das ebenfalls heute vorgestellte Xgrid (siehe Macrumors).

Die Videos, die während der Keynote gezeigt wurden, sind nun auf Apples Website online:

Szenenfoto '1984'

Erschienen am Dienstag, 06.01.2004 @ 23:22 | Kommentare deaktiviert
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