Freitag, 16.01.2004
Die zweite Zwischenprüfung
Am Mittwoch stand die zweite von vier Zwischenprüfungen in der SAE an. Genau gesagt war das mein Termin für die praktische Prüfung; den theoretischen Teil schrieben wir alle bereits letzte Woche Montag.Ab dieser Prüfung läuft es mit dem praktischen Teil etwas anders als bislang bekannt. In der ersten Prüfung saßen wir alle nach dem Theorie-Teil im gleichen Raum und bekamen die gleiche Aufgabe, zum Beispiel zwei Bilder in Photoshop zu einem neuen anhand einer Vorgabe zusammenbauen. Es war eine Stunde Zeit und am Schluss wurde bewertet, wie weit man war und ob man einigermaßen sinnvoll gearbeitet hat (non-destruktiv).
Letzte Woche hat der Kursleiter mit jedem einen individuellen Termin für eine halbstündige Prüfung ausgemacht, und ich musste um 14:30 Uhr antreten.
Ich hatte die Zeit bis dahin noch etwas zum Üben genutzt und war dann am Morgen mit dem ICE um 09:09 Uhr ab Erlangen nach München gefahren. In München noch einen Happen gegessen, mal in den Hugendubel geschaut (ich habe mich nach einem Thesaurus umgesehen; das Standardwerk taugt aber für meinen Fall nicht so wirklich) sowie Stefie und Holger besucht.
Inhalt der Prüfung war natürlich Cinema, dazu hatten wir ja nun vier Wochen Unterricht, zudem müssen wir damit das zweite Projekt bewältigen.
Man könnte sich Fragen, weswegen die Prüfung jetzt ansteht, denn nach dem Projekt würden wir alle mehr wissen, da wir dann viel mit dem Programm gearbeitet hätten. Mir wurde die Antwort auf diese Frage nach meinem Test klar, an der Art und Weise, wie Jochen, der Kursleiter, die Prüfung durchgeführt hat.
Ihm kam es sehr darauf an uns Dinge zu fragen, die wir bei der Arbeit am Projekt brauchen würden. Wenn ich etwas nicht wusste, notierte er sich das für das spätere Test-Ergebnis, aber er erklärte mir dann auch, wie ich dieses oder jenes in Cinema umsetzen kann; um so noch Wissenslücken zu schließen. IMHO ein sehr gutes Verfahren.
Die ersten fünf Minuten ließ er mich alleine werkeln: Ich bekam mein TIFF-Bild eines gerenderten Hauses, das ich nachbauen sollte. Ein sehr einfaches Haus nur: Boden, vier Wände, Dach drauf, also nichts übermäßig kompliziertes. Aber ich stellte mich etwas an, indem ich die vier Wände einzeln aufstellte, statt einfach per Boole-Objekt einen Würfel von einem größeren Würfel abzuziehen. :-)
Ohne zu sehr ins Detail zu gehen (und ich weiß, dass es verschiedene Aufgabenstellungen gab): Im weiteren Verlauf ging es um die Belegung eines Würfels mit bestimmten Materialien, die ich zusammenmischen musste (auch hier wieder ein Alpha-Kanal bei einer Textur). Beleuchtung und Schattenwurf spielte eine Rolle, außerdem eine Kamerafahrt um das Objekt herum (Stichworte: Target-Expression und Ausrichten am Spline). Zum Ausklang noch ein paar Fragen zu Render-Einstellungen.
Alles in allem habe ich ein gutes Gefühl, es lief zumindest besser als erwartet. Trotzdem wage ich keine Prognose und ich hoffe, dass ich über 70% komme.
Ah ja, wer mal ein Cinema-Tutorial sehen will (wurde von einem Mitstudenten ausgegraben): »Modeling Cars with HyperNURBS«. Abartig. Da hätte ich auch Bildhauer werden können…
»You might think by now we’d be running out of things to model as far as trim went… but you’d be wrong. It seems like here’s always something more… Like the radio antenna.«
Erschienen am Freitag, 16.01.2004 @ 19:00
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Tags: cinema, SAE
