Montag, 19.01.2004
6600 oder 6230?
Mit meinem T68i von Sony Ericsson kann ich zwar durchaus gut telefonieren, aber ich sehne mich nach einem Nokia-Handy zurück, wegen des wesentlich angenehmeren Handlings. Zu meiner Handy-Vergangenheit gehört das Nokia 1610 aka »Energy« (damals, beim jungen eplus-Netz), das Motorola Traveller (nie wieder Motorola!), ein 3210, das 8310 (in schwarz-weißer Schale) und dann das T68i.Letztgenanntes habe ich mir eigentlich nur gekauft, weil es, neben wenigen anderen SE-Telefonen, mit Apples iSync zusammen arbeitete. iSync gleicht die Adress- und Termindaten aus den systemweiten Anwendungen Adressbuch und iCal mit mobilen Geräten ab, sei es ein Palm, ein iPod oder eben ein kompatibles Handy via Bluetooth. [Das T68i war eines der ersten Bluetooth-Handies, da Nokia mal wieder den Trend verschlafen hat.]
Endlich nicht mehr über das Mäuseklavier Namen und Nummern in das Gerät hacken, sondern bequem alles am Computer in systemweite Applikationen eingeben und in sekundenschnelle per iSync untereinander abgleichen – genial. Die Liaison von Bluetooth-fähigem Handy und Apples Adressbuch brachte außerdem noch die Annehmlichkeit mit, dass man SMS-Nachrichten an der Computer-Tastatur schreiben und via Handy verschicken konnte.
Aber eben ein Sony Ericsson-Handy. An sich kein Problem, telefonieren kann man mit dem Ding auch und es brachte einige interessante Eigenheiten in der Bedienung mit sich. Aber einmal Nokia, immer Nokia. Das ist glaube ich wie bei den Hardcore-Siemens-Fans: Ein Siemes-Anhänger fasst im Leben kein Nokia-Handy an.
Mittlerweile hat sich die Geräte-Unterstützung von iSync verbessert, und ich hoffe, dass die Zahl der unterstützen Geräte mit der nächsten Version wieder stark steigen wird.
Seit einiger Zeit ist mein Vertrag mit T-Mobile ausgelaufen und ich habe noch nicht verlängert. Eine gute Gelegenheit, sich die Anschaffung eines neuen Geräts zu überlegen.
Das 6600 (Heise-Meldung) hat mich vom Fleck weg begeistert: Nettes, knubbeliges Aussehen, Bluetooth an Bord, und mit einem Hack kann es bereits jetzt schon zur Zusammenarbeit mit iSync überredet werden.
Es hat aber auch ein paar Nachteile: Es ist größer als mein T68i und das war schon größer als mein liebgewonnes, aber Bluetooth-unfähiges 8310. Das 6600 wiegt satte 125 Gramm und misst 108,6 x 58,2 x 23,7 mm, die sich zu einem Volumen von 113 cm3 addieren. Außerdem hört man (z.B. c’t 2/2004), dass im 6600 ein recht langsamer Prozessor werkeln soll, und dass das Navigieren deswegen sehr träge sein soll. Des weiteren ist es mit rund 300 Euro subventioniert noch sehr teuer, so dass ich noch ein paar Monate warten müsste, ehe es vielleicht 100 bis 150 Euro mit Vertragsverlängerung kostet. Schlussendlich hat es als Smartphone mit Symbian-Betriebssystem eine Unmenge an Funktionen (und Fehlermöglichkeiten), die ich nicht brauche.
Gestern stolpere ich über das 6230 (Heise-Meldung, ganz unten): Bei Kaliber1000 wurde die Flash-Präsentation empfohlen, die dank 9 MB Größe ewig zum Laden braucht, aber doch nett anzusehen ist.
Das 6230 ist zwar recht eckig, aber schön handlich: Es wiegt 97 Gramm und misst 103 x 44 x 20 mm (76 cm3). Zum Vergleich: Das 8310 bringt nur 84 Gramm auf die Waage und ist 97 x 43 x 17 mm groß (66 cm3 laut Website). Es hat Bluetooth und unterstützt SyncML, so dass eine Zusammenarbeit mit iSync eigentlich mit der nächsten Version möglich sein sollte.
Das 6230 soll in diesem Quartal verfügbar sein, das heißt bei Nokia aber traditionell gar nichts.

Links das 6600, rechts das 6230 (die Größenverhältnisse sind nicht ganz korrekt).
Ein kompaktes Gerät mit Bluetooth-Unterstützung (wegen iSync) ist für mich wichtig. Die Frage Kamera ja/nein stellt sich eigentlich nicht, da es ja kaum noch Handies ohne Kamera gibt, auch wenn das im Business-Bereich mitunter problematisch sein kann. Ich find’s ganz nett, um mal eben einen Schnappschuss zu machen, wenn die richtige Digitalkamera nicht schnell genug greifbar ist.
Davon ab sollte ich evtl noch etwas Warten und ggf den Anbieter wechseln (im Moment bin ich bei T-Mobile): Daheim habe ich mit dem Handy praktisch keinen Empfang. Möglicherweise wird in naher Zukunft im Nachbarort Kriegenbrunn ein neuer Sendemast von Vodafone installiert, der von Vodafone, O2 und Mobilcom genutzt werden soll (GSM900, UMTS und Richtfunk zu Vodafone). Ob der kommt und wann, weiß ich als Gelegenheits-Regionalzeitungsleser allerdings nicht.
Zudem rebellieren die Kriegenbrunner, aber, wie ich’s mitbekommen habe, nicht wegen der Station selbst, sondern wegen der Art und Weise des Genehmigungsverfahrens, das wohl still und heimlich ablief. Außerdem ist der Standort für das 36 Meter hohe Ungetüm umstritten.
Erschienen am Montag, 19.01.2004 @ 20:10
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Tags: cellular, Gadgets
