Archiv für Sonntag, 25.01.2004

Sonntag, 25.01.2004

»…and yes, if I’m making promo videos, that means Snapz Pro X 2.0 is ready to ship.«

Andrew »el Presidente« Welch von Ambrosia hat heute diese Nachricht ins »progress log« zu Snapz Pro X 2.0 geschrieben (ganz unten auf dieser Seite). Zusammen mit den erwähnten Promo-Videos, die Snapz’ Videocapture-Fähigkeiten zeigen.
Am beeindruckendsten finde ich nach wie vor das schon etwas ältere spx2_panther_expose.mov-Video, das zudem noch die Fähigkeiten von Panthers Exposé zeigt. Ebenfalls nett ist das Nemo-Video von Anfang der Woche. Die beste Musik spielt aber immer noch im iTunesScreenSnapz006-Video.   :-)

Auf keine andere Software warte ich im Moment gespannter als auf das neue Snapz. Die aktuelle Version 1.0.9 ist bereits das beste Screencapture-Tool das ich kenne, aber mit der 2er Version wird es noch besser werden.
Snapz Pro X 2 wird keine Wünsche mehr offen lassen. Neue Killer-Features: Preview vor dem Screenshot mit unterschiedlichen Dateiformaten und Kompressionsstufen, ruckelfreies Video-Capturing selbst auf einem G3.

Die neue Version von Snapz wird, denke ich, in den nächsten zwei Wochen aufschlagen. Andrew schrieb, dass sie noch »web work« und »press releases« machen müssen. Die Beta-Tester haben das Programm bereits seit einigen Wochen und im Januar gab es zwei Release-Candidates, so dass das Programm auch in hoher Qualität auf den Markt kommen sollte.

Erschienen am Sonntag, 25.01.2004 @ 17:27 | Kommentare deaktiviert
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Yeti Sports: Nach Nikoläusen jetzt Pinguine

Ah, was ist das? Nach dem Weihnachtsmann-Weitwurf fliegen jetzt Pinguine durch die Luft (gesehen bei Andreas und Andrew). Angetrieben werden sie allerdings nicht durch Katapulte, sondern durch Keulen.   :-)

238,8 Meter. Mit einer anderen Version kann man auch größere Weiten erzielen: 553,60 Meter.

Erschienen am Sonntag, 25.01.2004 @ 17:56 | Kommentare deaktiviert
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Abendprogramm

20:00 – Tagesschau
21:00 – Mac-TV. Thema u.a.: Wie war das damals, vor 20 Jahren?
21:45 – Sabine Christiansen. Auf der Gästeliste: Der gefeuerte BA-Chef Gerster.
22:55 – Spiegel-TV

Der Tag heute war recht ruhig. Ich bin erst um 12 aus dem Bett gekommen und gegen 13:30 gingen Wolfgang und ich aus dem Haus. Beim Griechen einen Happen essen, dann weiter zu einem Autohaus, den Signum anschauen.

Ein sehr interessantes Fahrzeug: Von außen sieht er zugegebenermaßen wie ein zu groß geratener Golf aus, aber er ist ein Wagen der oberen Mittelklasse.
Im Innenraum Platz ohne Ende, auch im Fond: Die Sitze und die Mittellehne lassen sich einzeln umklappen und sind dann auf einer ebenen Fläche mit dem Kofferraum. Die Sitze hinten sind zudem in der Position und der Neigung variabel; das habe ich in einem Auto bisher noch nicht gesehen.
Ansonsten aktuelle Technik wie Kurvenlicht, Navisystem, Klimaanlage, tausend Airbags, viele Ablagefächer.
Wird wahrscheinlich in ein paar Monaten die neue Familienkutsche.

Erschienen am Sonntag, 25.01.2004 @ 19:50 | Kommentare deaktiviert
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Ende eines Reformators

Kann mir mal jemand erklären, weswegen der Chef der Bundesagentur für Arbeit, Florian Gerster, seinen Hut nehmen musste?
Ich habe die Berichte der letzten Wochen aufmerksam verfolgt. Im letzten November/Dezember gab es erstmals Aufregung um Beraterverträge. Harald Schmidt stellte die Gerster-Uhr auf seinen Schreibtisch und fragte sich, ob Gerster noch vor dem Ende der Show weg vom Fenster ist.

Anfang dieser Woche dann große Aufregung: Noch mehr Beraterverträge, womöglich Ungereimtheiten bei der Ausschreibung. In den Medien hieß es immer öfter, Nachfolger für Gerster würden gesucht, und am Samstag (also gestern) sollte der Verwaltungsrat über Gersters Schicksal entscheiden. Man munkelte, dass er keinen Rückhalt mehr hätte, es sollte aber noch ein Bericht der Innenrevision abgewartet werden.
Der Bericht kam – und entlastete Gerster. »Sehr interessant«, dachte ich, »wie es jetzt wohl weitergeht, da sich Vertreter des Verwaltungsrats schon so gaben, als sei Gersters Ende nur noch eine Formsache.«

Am Samstag dann stellte der Verwaltungsrat mit 20:1 Stimmen fest, das Vertrauensverhältnis sei gestört. Minister Clement hatte dann keine Wahl mehr, als Gerster zum 1. Februar zu entlassen.
Angesichts dessen, was ihm vorgeworfen wurde – bei lediglich zwei von knapp 50 Verträgen wurden Vergaberichtlinien nicht eingehalten –, ist er über eine Lapalie gestolpert. Sicher, ein schlechtes Krisenmanagement und eine fragwürdige Kommunikationspolitik gereichten ihm nicht zum Vorteil.
Aber wie der Abschuss Gersters eingefädelt wurde – und durch wen –, das spricht Bände. Ich darf daran erinnern, dass Leute wie »DGB-Sirene« (Der Spiegel) Ursula Engelen-Kefer schon ihren zweiten Skandal als Verwaltungsrat der BA mitmachen. Insgesamt bleibt all zu sehr der Nachgeschmack, dass sich gewisse Leute von Gerster entledigen wollten, da er ihnen all zu sehr dazwischen funkte.

In wem jetzt noch nicht die Überzeugung gereift ist, dass der Berliner/Nürnberger Politikbetrieb verlogen hoch zehn ist, sollte sich mal die Reaktion von CDU-Generalsekretär Laurenz Meyer geben, der sagt, »dass die Affäre Gerster die deutsche Arbeitsverwaltung in die größte Krise ihrer Geschichte geführt habe.«
Der gute Herr Meyer scheint zu vergessen, dass Gerster vor zwei Jahren als neuer BA-Chef inthronisiert wurde, da sein Vorgänger, Unions-Mann Bernhard Jagoda, über den weit größeren Skandal der gefälschten Vermittlungsstatistiken gestürzt ist.

Zum Fall Gerster(s) gibt es bei Spiegel-Online zwei lesenswerte Artikel, die ebenfalls meiner Meinung sind und noch etwas die Hintergründe der Kampagne gegen Gerster beleuchten: »Sieg der Gegenreformation« von Michael Kröger bei SPON und »Der Fall Gerster« von Konstantin von Hammerstein, Wolfgang Reuter, Michael Sauga und Janko Tietz im Spiegel kommender Woche.
Von Anfang der Woche ein Artikel, der etwas mehr auf die Sahne haut: »Wie die Beamten ihre Chefs wegmobben« von Matthias Gebauer und Severin Weiland. Er pflegt etwas das Klischee vom starren Beamten (»Der massive Widerstand der BKA-Beamten gegen die Umzugspläne zeigt: Deutsche Behördenmitarbeiter lassen sich so schnell nicht bewegen.«) und erzählt aus dem Innenleben von BA und BKA.

Anfang Dezember gab es von FTD-Chefredakteur Christoph Keese einen Gastkommentar mit einem bemerkenswerten Vorschlag: Auflösung der BA. Begründung: Die BA kann nicht reformiert werden (der Abschuss Gersters ist m.E. ein eindrucksvoller Beleg für diese These) und als Versicherung gegen Arbeitslosigkeit taugt sie nicht viel:

»Als Versicherung ist die Anstalt ein Witz. Das zeigt das Beispiel eines ledigen, kinderlosen 40-jährigen Mannes, der brutto 5100 Euro im Monat verdient. Gemeinsam mit seinem Arbeitgeber zahlt er 3978 Euro Beiträge pro Jahr. Dafür bekommt er im Fall der Arbeitslosigkeit maximal 12 Monate lang 60 Prozent des pauschalierten Nettoentgelts. Die höchstmögliche Versicherungsleistung beträgt also etwa viereinhalb Jahresbeiträge. Sprich: Für fast jeden Bürger würde es sich lohnen, das Geld nicht nach Nürnberg zu überweisen, sondern auf die hohe Kante zu legen. In weniger als fünf Jahren wäre die Gewinnschwelle erreicht.«

Die Abschaffung der Arbeitslosenversicherung könnte die Lohnnebenkosten spürbar senken. An der anderen Aufgabe der BA, der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit, lässt Keese ebenfalls kein gutes Haar.

Heute Abend bei Sabine Christiansen sind u.a. der geschasste BA-Chef Florian Gerster, Unternehmensberater Roland Berger und CDU-Ministerpräsident Christian Wulff zu Gast.
Darf ich mal einen Tipp abgeben, wie die Sendung ablaufen wird? Gerster wird sich verteidigen und sagen, er hätte alles richtig gemacht. Berger wird etwas sein Image polieren und die beanstandeten Verträge mit der BA rechtfertigen. Wulff wird der Regierung und Gerster Versagen vorwerfen. Über das Problem der hohen Arbeitslosigkeit und der hohen Lohnnebenkosten wird nur am Rande gesprochen werden.

Erschienen am Sonntag, 25.01.2004 @ 21:33 | Kommentare deaktiviert
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