Samstag, 21.02.2004
Ist zwar schon wieder kalter Kaffee, aber ist ja
an sich egal, gell?
Bei der Berlinale gewann Fatih Akins Film »Gegen die Wand«, mit Hauptdarstellerin Sibel Kekilli, den Goldenen Bären. In der
Bild-Redaktion sah sich jemand scheinbar nochmal seine Pornosammlung genauer an, denn Sibel Kekilli
wirkte wohl früher in dem ein oder anderen Streifen mit. Und schon hatte die
Bild für drei Tage ihre Titel-Schlagzeile von der »sündigen Film-Diva«.
Zwei Dinge haben mich daran durchaus fasziniert:
- Wie schnell es heutzutage jemand zur »Diva« bringen kann.
- Wie man sich ernsthaft über diesen Umstand empören kann, um eine Überschrift drunter das »Girl von Seite 1« zu präsentieren. [Wie viel Schmerzensgeld wird den Textern für das Gesülze neben den Fotos eigentlich gezahlt?]
Vor kurzem erst wurde wieder der Kampagnen-Vorwurf seitens der Regierung an die Adresse der Bild laut, und die letzte Ausgabe der Zeit hat sich dazu mal ein paar Gedanken gemacht:
»Die aktuellen "Kampagnen" sind zunächst aber eine Marktstrategie zur Rettung der Auflage.«
Erschienen am Samstag, 21.02.2004 @ 16:50
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Tags: Kurios
Eigentlich wollte ich demnächst den Mobilfunk-Anbieter wechseln, da ich bei mir zu Hause keinen Empfang habe (Indoor). Liegt womöglich auch daran, dass ich nicht in der Innenstadt wohne, sondern in einem Vorort (10 km vom Erlanger Zentrum weg), und noch nicht mal auf dem flachen Land, sondern auf einer Anhöhe.
Ich saß dem Irrtum auf, dass ich meinen T-Mobile-Vertrag dreimonatsweise kündigen könnte, obwohl ich
selbst letzten Sommer eine
andere Auskunft eingeholt hatte.
Hätte ich mal vor vier Wochen gekündigt, denn mittlerweile hat sich mein Vertrag nochmal um sechs Monate verlängert, bis 23. Oktober.
:-(
[Ich hätte bis 22. Januar zum 22. April kündigen müssen.]
Gestern Abend habe ich Prospekte und Ausdrucke von Tariftabellen gewälzt und gerechnet. Vor einigen Wochen habe ich mir noch überlegt, zu Vodafone zu gehen: Die bauen demnächst einen riesigen Sendemast im Nachbarort auf, wenn sie sich mit der Bürgerinitiative auf einen Standort geeinigt haben (die Chancen für eine einvernehmliche Lösung stehen gut).
Ergebnis meiner gestrigen Bettlektüre: E-Plus hat für mich die ansprechendsten Tarife, die Professional-Tarife. »Professional« klingt nach teurem Vieltelefonierer-Tarif für Geschäftskunden, mit hoher Grundgebühr und niedrigen Gesprächspreisen, aber tatsächlich beginnen die Pro-Tarife schon bei 10 Euro Grundgebühr (wie im Privattarif und »Time & More«; mein Telly-D1-Vertrag mit 10/10-Taktung und Get10-Option kostet 13,20 Euro Grundgebühr).
Weitere Schmankerl:
- Kostenlose Anrufe zur Mailbox (und ich brauche die Mailbox oft)
- Ein Preis rund um die Uhr, keine Haupt- und Nebenzeiten
- Einheitlicher Preis in andere Mobilfunk-Netze
- Tarifautomatik: »Immer im günstigsten Professional Tarif: monatlich, rückwirkend, kostenlos« – laut Connect und E-Plus-PM ab März nur noch als Option für 5 Euro zusätzliche Gebühr pro Monat
- Kostenlose Wunschrufnummer
- 3 Cent rund um die Uhr ins deutsche Festnetz (ab März; bei Pro-Tarifen kostenlos, bei Privat-Tarifen gegen Aufpreis und 3 Cent nur in der Nebenzeit)
Der letzte Punkt ist ein echter Killer: Bei anderen Anbietern gibt es Local-, Best City- oder Homezone-Optionen, bei denen es davon abhängt, wo man sich befindet und/oder, was man zuvor ausgewählt hat (z.B. bei Vodafone: in ein bestimmtes Ortsnetz oder in das Ortsnetz, in dem man sich gerade befindet). Und dann sind die Gesprächskosten immer noch höher als die drei Cent von E-Plus. Mehr Infos in einer Pressemitteilung; Hintergründe in einem FTD-Artikel und der Vollständigkeit halber noch eine mehr als dürftige Heise-Meldung. Das ist günstiger als ein Telekom-Ortsgespräch in der Hauptzeit, und immer noch günstiger als ein Telekom-Ferngespräch zur Nebenzeit. Für mich, da ich Kunde bei NEFkom bin, ist das E-Plus-Angebot günstiger als ein Ortsgespräch tagsüber (und es kostet genauso viel wie ein Ferngespräch in der Nebenzeit).
Wenn ich mal nach München telefoniere, warum sollte ich dazu noch mein nerviges Festnetz-Telefon nehmen, das ich – im Gegensatz zu meinem Handy – nicht mit iSync abgleichen kann?
Davon ab war ich früher schon mal E-Plus-Kunde (zu Zeiten des Nokia 1610 aka »Energy« und dem grauenhaften Motorola Traveller), und war sehr zufrieden. Ich glaube, ich bin damals zu Viag gewechselt, weil die als Newcomer günstigere Tarife hatten.
Außerdem ist mir E-Plus als Firma sehr sympathisch: Ansprechendes CD und nette Werbekampagne, einfache Tarifstruktur bei den Pro-Tarifen: Keine unterschiedlichen Preise zu Haupt- und Nebenzeiten und am Wochenende, sondern ein Preis rund um die Uhr (Professional-Tarife und T&M innerhalb des Kontingents).
O2 hat auch relativ günstige Tarife (im Vergleich zu D1/D2), und beim Vorläufer Viag-Interkom war ich, wie erwähnt, auch schon Kunde. Die haben mich allerdings ein wenig verärgert: In den ersten Monaten klappte die Rechnungsstellung nicht und dann wurde in größeren, angeblich versorgten Städten auch noch das D1-Inlands-Roaming abgeschaltet. Die Homezone wird bei mir zu Hause laut Abfrage auf deren Website nicht angeboten und einen anderen sinnvollen Homezone-Standort kann ich mir nicht vorstellen.
Bei O2 kostet mein favorisiertes Nokia 6600 derzeit nur 200 Euro (subventioniert) statt 300, aber am Handypreis würde ich diese Entscheidung nicht festmachen (eigentlich wollte ich ja auch noch etwas warten, ob es evtl in ein bis drei Monaten günstiger wird). Für die 100 Euro Differenz könnte ich bei O2 ganze 204 Minuten teure Festnetz-Gespräche führen – in zwei Jahren.
Stichwort Tarife: Bin ich der Einzige, der die neuen »Relax«-Tarife von T-Mobile für Augenwischerei hält? 5 Euro extra, wer andere Netze außerhalb von D1 anrufen will, GPRS und Auslands-Roaming sind extra, nicht genutzte Inklusivminuten verfallen am Monatsende (bei E-Plus’ »Time & More« werden sie in den Folgemonat übertragen, außer bei T&M20).
Solche Tarife »Relax« zu nennen, ist ein Euphemismus.
Netzabdeckung? Die tollsten Tarife nutzen nicht, wenn ich zum Telefonieren auf die Terrasse muss. Und das ist, wie oben schon erwähnt, mein größtes Telefonie-Problem zur Zeit: Ich kann an meinem Schreibtisch praktisch nicht telefonieren, und dort halte ich mich überwiegend auf. Unproblematisch, wenn ich selbst jemanden anrufen will, denn das ISDN-DECT-Festnetz-Telefon steht in Reichweite. Schlecht, wenn ich angerufen werde. Noch schlechter, wenn es eingehende geschäftliche Anrufe sind.
Netzabdeckungskarten der vier deutschen Mobilfunk-Betreiber gibt’s bei GSMworld.com. Bei E-Plus selbst gibt es ebenfalls eine Netzabdeckungskarte sowie eine Abfragemöglichkeit zu den Sendeanlagen-Standorten.
Aber per »Computersimulation« berechnete Karten nutzen nicht, wenn es an meinem Schreibtisch keinen Empfang gibt. Daher war ich heute in der Stadt, um mir eine »Free & Easy«-Prepaid-Karte zu besorgen, um das Netz mit meinem aktuellen Handy zu testen (meine Erfahrungen von vor fünf Jahren sind ja nicht mehr ganz taufrisch, und ich habe sie mit Handys gemacht, die mit externer Antenne ausgestattet waren).
F&E-Basis-Karten mit einigen Euro Guthaben werden einem bei eBay nachgeschmissen, aber die Angebote dort waren mir etwas suspekt, um nicht zu sagen, unseriös. Wenn jemand Dinge unter Einkaufspreis verscherbelt, bin ich generell skeptisch, auch wenn jemand große Mengen umschlägt. Hinzu kamen einige neutrale und schlechte Bewertungen bei den aktuellen Angeboten, identische Angebotstexte bei zwei verschiedenen Anbietern und der Hinweis im Angebotstext, man solle Anschrift, Geburtsdatum und Personalausweis-Nummer per Mail an die Verkäufer schicken. Ich weiß, dass E-Plus diese Daten braucht und ich kann mir vorstellen, dass die Verkäufer sie benötigen. Aber meine persönlichen Daten lasse ich lieber im E-Plus-Laden, statt sie Hinz und Kunz per Mail zu schicken. Den seriösen Weg zu gehen, kostet bei einer F&E-Karte 40 Euro, inklusive 15 Euro Guthaben.
Was soll ich sagen? Ich habe zu Hause mit E-Plus besseren Empfang als mit T-Mobile.
Jetzt ist nur dieses Ärgernis mit dem D1-Vertrag, den ich noch satte acht Monate am Bein habe. Achtmal 13,20 Euro – also 105,60 Euro – als Lehrgeld zu verbuchen, ist mir a bissi teuer. Andererseits nervt es mich, zu Hause das Handy nicht benutzen zu können, und mein SonyEricsson T68i nervt mich auch. Bin halt ein alter Nokia-Anhänger, und da käme aktuell nur das 6600 in Frage (wg. iSync-Kompatibilität). Die Festnetz-Gespräche für 3 Cent brächten für mich durchaus etwas Ersparnis, außerdem wäre die Grundgebühr bei E-Plus niedriger.
Um die Sache zusätzlich zu erschweren, fällt ab 1. März bei den neuen Pro-Tarifen die kostenlose Tarifautomatik weg (ich weiß nicht, ob ich die mal brauchen werde; ich kenne mein Telefonier-Verhalten in den kommenden 2 Jahren nicht).
Die Frage ist: Will ich jetzt Geld wegschmeißen und mich ärgern, oder will ich das später tun?
P.S.: Bei E-Plus verlängert sich ein Vertrag nach den 24 Monaten Laufzeit automatisch um 12 Monate, falls man ihn nicht spätensten einen Monat zuvor kündigt. Bei T-Mobile verlängert er sich nur in 6-Monats-Intervallen mit 3 Monaten Kündigungsfrist.
Erschienen am Samstag, 21.02.2004 @ 22:49
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Tags: diverse, Film-und-Fernsehen