Archiv für April 2004

Donnerstag, 01.04.2004

Get the update!

Als ich mich heute in ICQ mit einem Freund über meine ersten Flash-Erlebnisse unterhielt, hat er mich im Chat darauf hingewiesen, dass Macromedia eine Firma sei, die ich noch hassen lernen werde.
Ganz unbekannt ist mir Macromedia nun nicht: Ich kaufte u.a. bereits das »Dreamweaver 4 Fireworks 4«-Studio, und kannte beide Programme schon in den 2er Versionen. Ihm zufolge erhöht sich mit dem Einsatz von Flash wohl nochmal der Frustfaktor.

Kai hat wiederholt (u.a. 1, 2) über die neuen Versionen »MX 2004« geschrieben (das sind die 7er Versionen der Programme). Kurze Version: Das »Studio MX 2004« wurde verfrüht vom Stapel gelassen; den Veröffentlichungstermin gab scheinbar die Marketing-Abteilung vor und nicht die Entwickler: Langsam ohne Ende (Dreamweaver, Flash), weggelassene Features (Zeitleiste in Dreamweaver), immer noch keine einheitliche Oberfläche.
Im letzten November erschien erstmals in der Geschichte von Flash ein kostenloses Update für das Programm, dass nach massiver Kritik der Kunden in diversen Foren veröffentlicht wurde. Mitte März dann ein Update für Dreamweaver. Wieder mal konnte man zudem feststellen, dass Updates für die lokalisierten Versionen auf sich warten ließen. [Ist es eigentlich im deutschen Fireworks MX04 immer noch so, dass Fachtermini eingedeutsch werden? »Fenster-Gamma« statt »Windows-Gamma?« »Zwiebelschicht-Effekt« statt »Onion-skining«? »Stufen« statt »Levels« oder wenigstens »Tonwert-Korrektur?« Die »Feder«-Auswahl statt dem Original »feather« oder zumindest »weiche Auswahlkante«?]

Heute surfe ich wieder mal auf macromedia.com, um englische Trials runterzuladen und sehe das hier:

Werbung für den Updater: 50% schneller auf Windows, 70% schneller auf Mac, höhere Stabilität, Timeline-Feature wieder da

Okay, es wäre etwas viel verlangt, würde man wollen, dass Macromedia groß auf seiner Startseite schreibt: »Ja, wir geben zu, dass Studio MX 2004 unfertig auf den Markt geschmissen wurde.«
Wer eins und eins zusammen zählen kann, kommt aber auch selbst auf den Trichter, wenn er das über das kostenlose Dreamweaver-Update liest:

  • Bis zu 50% schneller auf Windows
  • Bis zu 70% schneller auf Mac
  • Erhöhte Stabilität
  • Zeitleisten-Funktion wieder da

Besser spät als nie. Und der Druck auf Macromedia muss schon sehr groß gewesen sein, wenn man Macromedia kennt und weiß, dass sowas in der Vergangenheit mindestens ein kostenpflichtiges Update rechtfertigte. Die letzten Unternehmenszahlen mit schleppendem MX04-Verkauf waren ja nicht so berauschend…

Nachtrag (22:17 Uhr): Ich vergaß zu erwähnen: Macromedia hat auch in anderer Hinsicht dazu gelernt: Nach dem Relaunch der Site »beglückte« man die Kunden mit sinnlosen RIAs, wie einer langsamen Benutzeranmeldung, ehe man sich Trial-Versionen herunterladen konnte. Gone: Keine Anmeldung mehr vor dem Download, noch nicht mal per HTML-Formular.

Erschienen am Donnerstag, 01.04.2004 @ 18:30 | Kommentare deaktiviert
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April, April!

Es gab ein paar klasse April-Scherze heute. Am besten gefallen hat mir ja die Aktion von Douglas Bowman mit seiner Site stopdesign, der ihr einen neuen Anstrich verpasst hat:

»I finally decided it’s time to take this site’s design in a slightly new direction.«

Ja, ja, »slightly«…   :-)
Die »Reaktion« von Dave Shea von mezzoblue darauf war auch nicht schlecht:

»I won’t spare the niceties: what Doug Bowman and Stopdesign have done is disgraceful and unprofessional.

For a so-called "Design Consultancy" to rip off the work of another for its own site shows a total lack of regard for others in the profession, and undermines – no, cheapens – the industry as a whole.

What makes this particularly heinous is that not two weeks ago, Mr. Bowman had the audacity to talk about CSS Theft in front of a packed conference room at SXSW2004. In one ear, out the other…?«

Spaß ohne: Wie Dave schon schrieb, hat Douglas erst vor kurzem auf der SXSW2004 über den leichten Design-Klau bei CSS-Websites geschrieben. Ein eindrucksvolles Beispiel, wie leicht es ist.   :-)

Der April-Scherz der c’t war ja relativ leicht auszumachen (gut, ich bin ihm auch auf den Leim gegangen, aber bei der Stelle, an der empfohlen wurde, eine Alufolie mit Kerzenwachs an die Rückseite eines Nummernschildes zu kleben, bin ich schon stutzig geworden). Beim April-Scherz des Heise-Tickers war ich mir heute nicht sicher: War es die Meldung »Weiterer Effizienzsprung bei MP3« oder doch etwa der Beitrag »Bill Gates: Microsoft macht Fortschritte bei der Sicherheit«?   ;-)
In einer weiteren Meldung hat die Redaktion des Heise-Newstickers andere Aprilscherze zusammengefasst. Sehr geil auch Winbeta:

»WinBeta closes its doors, unveils MacBeta.«

Bei einer Pressemitteilung von Google war sich aber selbst die Heise-Redaktion nicht sicher: Doch Google versicherte, dass Gmail tatsächlich kommen wird.

»Millions of M&Ms later, Gmail was born.«

Nachtrag (02.04.04, 22:30 Uhr): Sowohl Dave als auch Douglas haben in neuen Einträgen geschrieben, wie sie auf die Idee gekommen sind und wie sie sie umgesetzt haben.

Erschienen am Donnerstag, 01.04.2004 @ 22:04 | Kommentare deaktiviert
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Freitag, 02.04.2004

Nicht vergessen: Zerlett bei Kerner

Heute Abend bei JBK zu Gast: Helmut Zerlett, Bandleader der Schmidt-Show.
Freitag, 2. April, 23:00 Uhr im ZDF. Wiederholung in der Nacht von DI auf MI (6. auf 7.4.) zwischen 02:40 und 03:40 Uhr.

Über Helmut Zerlett gibt es übrigens einen Artikel im Pro-Bereich auf der Apple-Website.

Erschienen am Freitag, 02.04.2004 @ 0:37 | Kommentare deaktiviert
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Sonntag, 04.04.2004

Wenn das Wörtchen »Wenn« nicht wär’…

Diesen Sonntag mal eine Spezialausgabe des Sports in der tagesschau mit Gerhard Delling: Sowohl er selbst als auch alle Sprecher in den Einspielfilmen begannen ihren Bericht mit »Wenn«.
Es hat zwei, drei Berichte gedauert, bis ich’s geschnall hatte, denn uuerst habe ich ja noch auf meine wöchentliche Dosis »Extreme Delling« gewartet. Aber war auch mal nett.   :-)

»Wenn das kein guter Abschluss war. Geben wir zurück an Jan Hofer.«

Erschienen am Sonntag, 04.04.2004 @ 20:18 | Kommentare deaktiviert
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Meta-Diskussionen und echte Probleme

Die heutige Sabine-Christiansen-Sendung war mal wieder recht interessant. Zu Gast: Der neue SPD-General Klaus Uwe Benneter, der CDU-General Laurenz Meyer, der mittelständischer Unternehmer Marcus Schneider, stellvertretende DGB-Vorsitzende Ursula Engelen-Kefer, Hans-Werner Sinn vom ifo-Institut und Sven Giegold von Attac.
Es ging um den Stillstand in Deutschland, die Proteste gegen Schröders Agenda 2010, und wie es nun überhaupt weitergehen soll.

Leider lenkte Sabine Christiansen zwischendurch die Diskussion auf die Arbeitszeit-Debatte: Die ist zwar aktuell, aber im Vergleich zu den großen Problemen Deutschlands relativ uninteressant. Es ist zwar richtig, dass die durchschnittliche deutsche Arbeitszeit in der Woche, im Jahr und im Leben unter der anderer Industrieländer liegt, aber eigentlich ist das eine Phantomdebatte. Die Gräben verliefen wie gewohnt: Die Gewerkschaften wollen die generelle Wochenarbeitszeit eher noch senken, die Union erhöhen, Benneter und der Unternehmer plädierten für flexible Lösungen: Wenn es viel zu arbeiten gibt, sollten die Wochenarbeitszeiten höher sein, wenn die Auftragslage dünner ist, wird weniger gearbeitet. Sowohl Gewerkschaften als auch Union sind mir zu einseitig: Die einen sagen, die Arbeitszeit muss gesenkt werden, damit die frei werdende Lücke von Arbeitslosen gefüllt werden kann. Und bei der Union scheint mir, dass längere Arbeitszeiten als ein Allheilmittel angesehen werden.
Einen ausgesprochen lesenswerten Artikel zu diesem Thema erschien in der Zeit 15/2004 vom letzten Donnerstag: »Globale Stechuhr«. Marc Brost sagt darin im Prinzip auch: Es gibt wichtigere Probleme, und zwar Lohnnebenkosten.

Diese waren durchaus ebenfalls Thema in der Runde. Der Ökonom Hans-Werner Sinn erklärte sehr schlüssig, weswegen z.B. die Arbeitsplatz-Verlagerung ins Ausland – die momentan ebenfalls sehr im Gespräch ist – für ein Unternehmen betriebswirtschaftlich logisch, aber volkswirtschaftlich problematisch ist.
Sehr faszinierend war Sven Giegold, Gründungsmitglied von Attac: Das »böse Kapital« ist das Hauptübel, wenn man nur etwas mehr von oben nach unten umverteilen würde, dann würde auch alles besser. Darauf Sinn: Man könne sich nicht gegen den Prozess der Globalisierung stellen, denn diese Umwälzungen sind zu mächtig, also müsse man quasi das Beste draus machen. Giegold: In einem europäischen Rahmen ließe sich doch was bewegen. Sinn: »Auch Europa ist nur ein Teil der Welt.«

Ich weiß nicht, wie Leute wie Giegold ticken, wenn für sie das Hauptproblem »das Kapital« ist. Selbst mit meinen bescheidenen BWL- und VWL-Kenntnissen weiß ich, dass »die Arbeitgeber« sofort ihre Unternehmung einstellen würden, wenn sie keinen Gewinn abwirft. Sicher, ein Unternehmen hat soziale Verantwortung, aber es ist nicht die Caritas. Ein Arbeiter/Angestellter würde auch nicht Arbeiten gehen, würde er dafür keinen Lohn bzw. Gehalt bekommen, denn er will seinen Kühlschrank füllen und seine Miete bezahlen, ebenso wie der Unternehmer.
»Das Kapital« – wenn in der linken Szene nicht gar vom »Großkapital« die Rede ist –, ist ein Produktionsfaktor, »sonst nichts«.

An der Lage Deutschlands wird sich nichts Wesentliches ändern, wenn jeder von uns zwei Stunden mehr die Woche arbeitet oder die Krankenkassenbeiträge um 0,5 Prozentpunkte sinken. Sicher, es kann Arbeitsplätze schaffen, aber eigentlich doktert man an Symptomen herum, statt die Ursachen anzugehen.
Alles steht und fällt mit der Frage, ob es gelingt, die sozialen Sicherungssysteme umzubauen und den veränderten Realitäten anzupassen. Adenauers Spruch »Kinder kriegen die Leute immer« stimmt einfach nicht mehr.

Ich weiß, dass ich hier nur Postulate aufstelle, ohne Begründungen zu liefern. Man könnte Bücher mit Begründungen füllen, und ratet mal, das haben Leute sogar schon getan. Ein Buch das ich empfehlen kann ist »Deutschland – Der Abstieg eines Superstars« von Spiegel-Redakteur Gabor Steingart. Ich werde in Bälde noch eine ausführliche Rezension schreiben.
Weitere Bücher zum gleichen Thema stammen zum Beispiel vom grünen Haushaltsexperten Oswald Metzger (»Einspruch! Wider den organisierten Staatsbankrott«, ab Juli als Taschenbuch), vom bereits erwähnten Hans-Werner Sinn (»Ist Deutschland noch zu retten?«) oder vom früheren Grünen-Vorsitzenden Fritz Kuhn (»Nachrichten für Optimisten«). [Ich habe bislang nur die Bücher von Gabor Steingart und Oswald Metzger gelesen.]

Nachtrag (06.04.04, 17:10 Uhr): Ein sehr lesenswerter Artikel bei Spiegel-online von Severin Weiland: »Überalterte Gesellschaft: Das Tabu Bevölkerungspolitik«.
Im Artikel ist auch davon die Rede, dass es wegen der viel zitierten »demographischen Entwicklung« in West-Deutschland bald so aussehen wird wie in Ost-Deutschland: Ein Land, das zunehmend vergreist. Nützliches Vorwissen zum Zustand Ost-Deutschlands liefert der aktuelle Spiegel-Titel, der über die Ergebnisse einer bislang geheimen Regierungskommission berichtet (das Cover ist etwas reißerisch, aber der Artikel lohnt sich). Ein Kommissions-Mitglied sagte: »Der Osten verdummt, er verarmt und er vergreist.« Und der meint das nicht abwertend, sondern nur als nüchterne Feststellung.

»Unsere Prognosen laufen ab wie ein Uhrwerk, Überraschungen gibt es nicht.«

Erschienen am Sonntag, 04.04.2004 @ 23:11 | Kommentare deaktiviert
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Ein beinahe perfektes Programm

Foto der InDesign-SchachtelInDesign rockt! Ich bin gerade dabei, ein Portfolio zusammen zu stellen, in dem meine bisherigen Projekte vorgestellt werden (um es dann als PDF potentiellen Auftraggebern zu schicken). Um solche Sachen zu layouten, greift man natürlich zu einem DTP-Programm, und nicht zu Word.

In der SAE habe ich den Umgang mit InDesign von Adobe gelernt. InDesign ist leistungsfähiger (1, 2), einfacher (1, 2) und billiger als der Konkurrent QuarkXPress von Quark (InDesign kostet die Hälfte, und bei Lizenzkosten von über 2.000 Euro pro Stück für Quark macht das was aus).
Manche Leute behaupten sogar (1, 2), dass der Marktführer Quark auf dem absteigenden Ast ist, und ich neige dazu, dem zu glauben. Man erinnere sich: Einst war Aldus Pagemaker der Platzhirsch, ehe Quark antrat, dem eingeschlafenen Riesen die Marktführerschaft streitig zu machen. 1994 wurde Aldus von Adobe aufgekauft, Pagemaker ist seither ein Adobe-Produkt, das allerdings im Sommer 2001 nochmal überraschend neu aufgelegt wurde (überraschend, da es seit 1999 InDesign gibt). Auf adobe.com gibt es ein PDF-Dokument, das die drei Publishing-Produkte aus dem Hause Adobe miteinander vergleicht (lokale Kopie). Seit einigen Jahren ist Quark träge und ruht sich auf seinen Lorbeeren aus: Neue Versionen kommen nur noch alle Jubeljahre, bringen wenige neue Features mit, die InDesign längst hat und kosten horrende Update-Gebühren.
Im Sommer 2003 erschien Version 6 von Quark und es war meines Wissens eines der letzten großen Programme, dass mehrfaches Undo einführte, um mal ein Beispiel zu nennen. Als QXP6 erschien, war Mac OS X bereits über zwei Jahre am Markt, und Mac OS ist die Standard-Plattform in der DTP- und Druck-Industrie. Quark schob Apple die Schuld in die Schuhe, indem sie sagten, OS X sei noch nicht reif genug. Quark verschwieg freilich, dass sämtliche anderen großen Programme der wichtigsten Hersteller längst für OS X erhältlich waren und einwandfrei funktionierten (diverse Macromedia- und Adobe-Produkte, Microsoft Office).

In der Überschrift schrieb ich von einem beinahe perfekten Programm. Mich haben eine Reihe von Dingen bei InDesign angenehm überrascht. Zum Beispiel, dass man alle nur erdenklichen Parameter für Text einstellen kann (sorry, ich bin da noch das steinzeitliche Word gewohnt). Einfache Textumfluss-Möglichkeiten, Konturoptionen, das Grundlinienraster, das Dokumentenraster, die vererbenden Masterseiten (Vorlagen), metrisches und optisches Kerning, optischer Randausgleich, automatisch passender Zeilenabstand, eingebautes Preflight, die Verknüpfungspalette (warnt z.B. vor fehlenden Bildern), einfache Einstellmöglichkeiten für zum Beispiel die Beschnittzugabe (in der Transformieren-Palette die X- und Y-Koordinaten eines Objekts mit neun verschiedenen Voreinstellungen für den Registration-Point). Sehr cool sind auch die Absatz- und Zeichenformate, quasi die Stylesheets von InDesign (Absatzformate können aufeinander aufbauen, leider kann ein Zeichenformat nicht auf einem Absatzformat basieren). Darüber hinaus alle erdenklichen Einstellungen beim PDF-Export (die sich InDesign für den nächsten Exportvorgang merkt), von der Bildkompression und -auflösung über die Sicherheits-Einstellungen bis zu den optionalen Schnittmarken.

Das Bild mit dem Dreieck befindet sich auf der Seite rechts oben. Damit es sicher gedruckt werden kann, ohne dass ein weißer Rand des Papiers sichtbar wird, muss eine Beschnittzugabe zur Position des Bildes hinzugefügt werden (3 mm).

Etwas gewöhnungsbedürftig ist es, für Objekte (Flächen, Linien, Text) Farben zu vergeben. Dazu ist ein bisschen Druckerei-Grundwissen erforderlich und man muss sich ggf. neue Farben aus den CMYK-Grundfarben erst zusammenmischen (wenn man keine Sonderfarbe von z.B. Pantone verwenden möchte, die im Druck extra Geld kostet).

Soweit gibt es eigentlich nur zwei Dinge, die mir nicht so gut an InDesign gefallen: Die Wort-Trennung und die Zuordnung von Rahmenlinien bei Tabellen-Zellen. Okay, das Anlegen von Hyperlinks ist auch etwas umständlich, aber nicht so tragisch, wenn man den Dreh raus hat.
Die Trennung arbeitet in der Regel korrekt (sie hat mir nur einmal »Screens-hot« getrennt), aber sie ist etwas übereifrig und trennt, nicht nur für meinen Geschmack, häufiger als nötig. Im Blocksatz macht sich das recht stark bemerkbar. In den Einstellungen für Absatzformate lässt sich im Bereich »Silbentrennung« jedoch festlegen, wie sehr InDesign einen Absatz mit Trennstrichen spickt.
[Ah ja, was ich schreibe, bezieht sich auf InDesign 2.0, nicht auf die neue dreier Version »InDesign CS«.]

Tabellen lassen sich sehr einfach anlegen: Einen Textrahmen aufziehen, aus dem Tabellen-Menü »Tabelle einfügen« wählen und die Anzahl von Zeilen und Spalten vorgeben. Kompliziertere Tabellen mit abweichender Zellenanzahl in verschiedenen Spalten habe ich noch nicht probiert. Abwechselndes Einfärben von Zeilen oder Spalten funktioniert problemlos.
Was mich aber Nerven kostet, ist die Funktion zur Festlegung der Linienart und -stärke. Und ich trau’s mich kaum zu sagen: In Word ist das besser gelöst (ich liebe den Tabellen-Zeichenstift!). Das Problem bei InDesigns Kontur-Palette ist, dass man nicht ablesen kann, welche Einstellungen für die aktuelle(n) Zelle(n) getroffen sind. Man sieht nicht auf einen Blick, was Sache ist: Welche Linien haben welche Strichstärke und welche Linienart? Erst wenn man die Linien genau so angeklickt hat, wie schon einmal zuvor (z.B. oben, unten und links), sieht man, welche Strichstärke die Linie aktuell hat, und ob überhaupt eine Linie eingestellt wurde.

Die Kontur-Palette in Aktion: Angezeigt wird, dass alle Linien aktiv sind (ohne Angabe der Linienstärke). Tatsächlich haben alle Zellenlinien eine Strichstärke von 1 pt, und zuvor wurde für die Spalte links der Auswahl eine Stärke von 0,5 pt für die senkrechten rechts eingestellt (die direkt an die Auswahl angrenzen).

Ok, in der Kontur-Palette ist nicht viel Platz, um neben jeder Zellenlinie je ein Drop-down für Linienart und Linienstärke unterzubringen. Im ausführlicheren Zellenoptionen-Dialog (»Konturen und Flächen«) sieht es allerdings kaum besser aus:

Abbildung verkleinert auf 75%.

Was bei mir ebenfalls keine Begeisterungsstürme hervorruft, ist das Drop-Down für die Linienart: Es enthält keine Vorschau der Linie, sondern nur Texteinträge wie »Breit-Breit« oder »Schmal-Breit«, wobei ich Einträge wie »Gepunktet« und »Gestrichelt« vermisse.
Kann jemand berichten, ob diese beiden Punkte in InDesign CS verbessert wurden?

Aber ansonsten ist InDesign über jeden Zweifel erhaben!

Erschienen am Sonntag, 04.04.2004 @ 23:50 | Kommentare deaktiviert
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Montag, 05.04.2004

Mehr Spaß mit Beschneidungspfaden

Ich schrieb ja schon, dass InDesign die Härte ist, aber es wird noch besser: Beschneidungspfade.
Man stelle sich folgendes vor: Eine Seite mit Text. Auf der Seite wird ein Bild platziert. Das Bild hat natürlich eine rechteckige Bounding-Box, die das ganze Bild umgibt, auch wenn das Bild, zum Beispiel ein Foto, nicht den ganzen Rahmen ausfüllt. Textumfluss sieht normalerweise so aus (Quick’n'Dirty):

Mit einem Beschneidungspfad kann man dem Text sagen, wo’s lang geht:

Die Sache ist recht einfach:

  1. Das Bild mit Apfel-D platzieren.
  2. Mit dem Pen-Tool einen Pfad um das Bild zeichnen und dabei die Kontur festlegen, an der der Text entlang fließen soll.
  3. Den Pfad ggf. noch korrigieren.
  4. Das Bild per Apfel-X in die Zwischenablage ausschneiden.
  5. Aus dem Bearbeiten-Menü den Befehl »In die Auswahl einfügen« wählen, währrend der Pfad angewählt ist.
  6. Mit gedrückter Shift-Taste zusätzlich zum Bild mit Beschneidungspfad den Text auswählen.
  7. Ein Klick in die Konturumfluss-Palette auf die gewünschte Umflussoption.

Evtl geht das mit dem Platzieren, Pfad zeichnen, Ausschneiden und wieder Einfügen auch einfacher, weiß ich nicht.
[Eigentlich kann InDesign einen Alpha-Kanal erkennen, der beispielsweise in Photoshop zum Bild hinzugefügt wurde. Mir gelang es allerdings nicht, den eingebetteten Alpha-Kanal zu nutzen, so dass ich manuell beschneiden musste.]

Ok, für altgediente DTPler ein alter Hut, und jeder hat schon mal solch einen Textumfluss in einer Zeitschrift gesehen. Für mich war es neu und ich find’s geil…

Erschienen am Montag, 05.04.2004 @ 0:32 | Kommentare deaktiviert
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Dienstag, 06.04.2004

Feierabend

Sieben Stunden saß ich jetzt über InDesign und habe an einem PDF gebastelt (ein Portfolio als Bewerbung für eine Agentur). Um kurz nach 19 Uhr heim gekommen und eben fertig geworden – für den Moment. Dienstag-Abend geht’s weiter, aber das ist dann nur noch Feinschliff. Montag-Morgen habe ich einigen Leuten das PDF zur Kritik geschickt und ein Großteil der Arbeit bestand darin, Mails zu lesen, auszuwerten und zu beantworten. Außerdem musste ich natürlich die Änderungen in InDesign einarbeiten.
Hat Spaß gemacht, und ich habe eine Menge gelernt! Ich war allerdings so vertieft, dass ich vergessen habe, etwas zu Abend zu essen…

Erschienen am Dienstag, 06.04.2004 @ 2:26 | Kommentare deaktiviert
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Meine Gebete wurden erhört

Ich werd’ bekloppt: Demnächst eröffnet in Erlangen ein Subway!!
Die Lage ist perfekt: Am Bahnhofsplatz, neben dem Bäcker. Auf dem Schild im Fenster stand leider noch kein Eröffnungstermin. Ob es der selbe Franchisenehmer ist wie in Nürnberg, weiß ich leider nicht.

P.S.: Mein Favorit zur Zeit: Chicken Teriyaki mit »Sweet Onion«-Soße im »Spicy White«-Brot.

Erschienen am Dienstag, 06.04.2004 @ 19:18 | Kommentare deaktiviert
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Mittwoch, 07.04.2004

Portfolio-PDF online

Bei der PDF-Datei, die ich in den letzten Tagen mit InDesign erstellt habe, handelt es sich um ein Portfolio meiner bisherigen Projekte. Das PDF kann hier geladen werden: www.freimark.de/portfolio.pdf

Erschienen am Mittwoch, 07.04.2004 @ 19:03 | Kommentare deaktiviert
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Donnerstag, 08.04.2004

Abholung

Opel Signum Elegance, Navi-System, Parkassistent, Starsilber (Zweischicht-Metallic). 2,2-Liter-Direkteinspritzer ECOTEC (114 kW, 155 PS), Automatik-Schaltung.

Macht Spaß!

Die Fotos können durch Anklicken vergrößert werden.

Erschienen am Donnerstag, 08.04.2004 @ 17:54 | Kommentare deaktiviert
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Freude am Fahren

Wolfgang und ich testeten am Abend mit einem Gutschein einen Griechen in Herzogenaurach (»Syrtaki«, ist nicht so die Wucht). Den Ausritt machten wir natürlich mit dem neuen Signum. Er ist sehr laufruhig und man spürt die Geschwindigkeit nicht.

Das Navi-System ist sehr nett: Die ersten Buchstaben des Orts werden mit einem Drehknopf buchstabiert, wodurch sich eine Liste der Ergebnisse zunehmen verkürzt. Das gleiche Spiel mit der Straße, und dann nur noch die Hausnummer. Alternativ gibt es auch rund zwei Dutzend Arten von »Sonderzielen«, vom Bowling-Center über Krankenhäuser bis zu Restaurants.
Das Display zeigt dann wahlweise einen Kartenausschnitt in verschiedenen Maßstäben (100 Meter bis 100 Kilometer) oder eine Pfeildarstellung. Eine angenehme Frauenstimme sagt an, wo’s lang geht. Wenn man sich nicht an die vorgeschlagene Route hält, fordert sie zunächst zum Wenden auf, berechnet dann aber eine neue Route.
Im Prinzip funktioniert’s genau so, wie man es von einem Navi-System erwartet, nur dass wir es eben bislang noch nicht in einem unserer früheren Autos hatten.   :-)

Ein Stück des Rückwegs tauschten Wolfgang und ich die Plätze, und ich fuhr heim. Gut, dass wir in einer Nebenstraße eines nahen Dorfes tauschten, denn ich legte erstmal zwei Vollbremsungen hintereinander hin: Die Bremse ist extrem bissig. Die Automatik-Schaltung bereitete mir keine Probleme, nur behutsam zu bremsen musste ich erst lernen. Aus Verenas Corsa C bin ich ein ganz anderes Bremsverhalten gewohnt.

Erschienen am Donnerstag, 08.04.2004 @ 22:10 | Kommentare deaktiviert
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Freitag, 09.04.2004

Audio Magic

Seit ein paar Tagen gibt es einen vierseitigen Artikel auf der australischen Apple-Website über das Headquarter der SAE in Byron Bay. Lesenswert!

Nebenbei: Ich kann es gar nicht leiden, wenn ich nicht Links in neuen Fenstern/Tabs öffnen kann, oder das Verlinken auf Frameseiten unmöglich wird, wenn folgende Javascript-Zeile zum Einsatz kommt:

if (top == self) self.location.href = "http://www.sae.edu/byron/index.html";

Das ist »Javascript from Hell«, das den Benutzer nur einschränkt. Wenn der Einsatz von Frames denn unbedingt sein muss, dann doch eher, um das Frameset nachzuladen, wenn Frame-Inhaltsseiten ohne das umgebende Set geöffnet werden…

Erschienen am Freitag, 09.04.2004 @ 15:35 | Kommentare deaktiviert
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Samstag, 10.04.2004

InDesign für die Facharbeit nehmen?

Nach den guten Erfahrungen mit InDesign bei der Erstellung meines Portfolios bin ich wieder schwach geworden und habe überlegt, meine SAE-Facharbeit doch mit InDesign zu schreiben.

Forget it. InDesign kann zwar Inhaltsverzeichnisse und Indizes erstellen. Aber auch die neue 3er Version »CS« kann nicht mit Fuß- und Endnoten umgehen (trotz »Datei, Neu, Buch«). Bei Listen/Aufzählungen sieht’s ebenfalls mau aus. Es gibt zwar ein Fußnoten-Plugin, Sonar Bookends InFnote (kostenlose Demo), aber das kostet 195 Dollar.
Da wird mir wohl doch nichts anderes übrig bleiben, als LaTeX zu lernen.
LaTeX hat eine Menge Vorteile, aber InDesign wäre schon schön gewesen… TeXShop wird mir sicher die Arbeit mit LaTeX erleichtern. Mit LaTeX und TeXShop kann man auch schöne PDFs erzeugen.

Bitte? Microsoft Word? Entschuldigung, ich bin nicht bescheuert.
Erst die vorletzte c’t-Ausgabe 7/2004 hat mal wieder alle Vorurteile und eigenen Erfahrungen bestätigt. Nicht nur auf hoher See und vor Gericht ist man in Gottes Hand, sondern auch bei mehr als 30 Seiten in einem Word-Dokument, wenn Abbildungen dazu kommen.

»Für jeden Zweck das richtige Werkzeug.«

Erschienen am Samstag, 10.04.2004 @ 10:42 | Kommentare deaktiviert
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Sonntag, 11.04.2004

Dynamische Pfade

Mit etwas Verspätung hier der Bericht zum SAE-Unterricht vom letzten Montag, 5. April. Die zweite von fünf Wochen Flash-Unterricht.

Das Thema hieß: »Movieclips im Speicher duplizieren« und es ging um das Erzeugen und Löschen von MovieClip-Instanzen. Um es etwas zu veranschaulichen:

Die Maus in der Fläche bewegen und dabei klicken.

Die neuen Kreise sind Instanzen eines Template-MovieClips. Nach dem Ausblenden eines gezeichneten Kreises wird die MovieClip-Instanz wieder aus dem Speicher gelöscht, damit nicht tausend unsichtbare Kreise im Speicher hängen und die Performance leidet.
Bei diesem Beispiel gibt es ein Problem: Alle Kreise heißen »Paul«. Es gibt keine Möglichkeit, um von 40 Kreisen den 36. anzusprechen. Dieses Problems nahmen wir uns in der nächsten Übung an.

Der Knopf > fügt ein Element zur Kette hinzu, der Knopf < löscht eines. Der Knopf unten setzt die ganze Kette zurück.

Das ist natürlich nur eine Spielerei und bestenfalls ein abstraktes Beispiel. Auch haben alle duplizierten MovieClips der Kette den gleichen Namen (»eck«), zusätzlich bekommen sie aber noch eine individuelle Zahl mit. Dadurch ist es leicht, das letzte Element der Kette zu löschen, da man es gezielt ansprechen kann. Verwirklicht wird die Sache mit dynamischen Pfaden, und sowas braucht man bei allen dynamischen Dingen: Anzahl Einträge in einem Gästebuch, Anzahl von Bildern…

Zum Abschluss noch der Hinweis von Matthias, wie wir die bereits aus Director bekannten Framelabels einsetzen. Es ist schlauer, in der Timeline zu einem Punkt »produkte« zu springen, statt zu einem bestimmten Frame (»Frame 42«). Besser deswegen, falls nachher Frames in der Zeitleiste verschoben, oder andere eingefügt oder gelöscht werden.

Erschienen am Sonntag, 11.04.2004 @ 12:20 | Kommentare deaktiviert
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Strukturen und Streaming

Matthias begrüßte uns am Dienstag mit den Worten:

»Heute ist die wichtigste Stunde Eures Lebens.«

Wir bauen ein kleines Projekt und sehen uns dabei an, wie man Ordnung in sein File bekommt. Ausgangspunkt: Der Kunde hat eben angerufen, wie fang ich jetzt an.
Wir bauten eine kleine Mini-Site mit drei Bereichen, und Matthias gab uns massig Tipps zum Workflow: Einfaches, schnelles und performance-schonendes Arbeiten. Dazu: Arbeiten mit dem Bandwidth-Profiler, und wie man für das Streaming des Films sorgt. Denn eigentlich will man ja einen Preloader vermeiden, und deswegen darf man nie ein Intro in einen MovieClip packen (ein MC streamt nicht). Außerdem sollen wir den Einsatz von Szenen vermeiden, da sie buggy und kompliziert im Preloaden und der Adressierung sind; allenfalls dürfen wir ein Intro in eine Szene packen.

Danach bauten wir noch einen Preloader, falls es doch mal mehr zu laden gibt. Ziemlich einfache Sache, hätte ich nicht gedacht.
Ganz zum Schluss zeigte uns Matthias, wie externe Filme eingeladen werden, und welche Probleme es dabei in Zusammenhang mit der Hauptzeitleiste _root gibt (in externen Files daher mit relativer Adressierung _this und _parent arbeiten).

Actionscript-Menü

»Deswegen habe ich Euch nie dieses Menü gezeigt.«

Erschienen am Sonntag, 11.04.2004 @ 12:52 | Kommentare deaktiviert
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Montag, 12.04.2004

»Ich mag den Lincoln.« – »Ist ein 76er. Kommt eigentlich erst nächstes Jahr raus, aber ich kenne ein paar Leute, die ein paar Leute kennen, die ein paar Leute ausgeraubt haben.«

Heute ein kleiner Abstecher nach München, Holger am Feiertag besuchen. Aus dem Haus um 10, zurück um 21 Uhr. Bisschen quatschen, ein Subway-Sandwich, und im Kino »Starsky & Hutch« (Trailer). Die Hin- und Rückfahrt habe ich zum Lesen genutzt: Mit dem neuen Spiegel bin ich jetzt durch, im Flash-Buch bin ich ebenfalls gut weitergekommen.
Wir entschieden uns für eine Vorstellung am frühen Nachmittag, ist für mich zwecks Zugfahrt günstiger. Es blieb die 14:30-Vorstellung für sieben Euro im Kino 1 des Mathäser. Jetzt weiß ich wieder, weswegen mir das M nicht besonders zusagt: Steile Sitzlehnen, Plastik-Armlehnen (statt stoffbespannt), insgesamt kein angenehmes sitzen.

Zum Film selbst: Ben Stiller spielt David Starsky, Owen Wilson ist in der Rolle des Ken »Hutch« Hutchinson zu sehen. Darüber hinaus in Nebenrollen: Snoop Dogg, Juliette Lewis, Carmen Electra und Will Ferrell in einem Gastauftritt (er wird nicht im Abspann genannt).
Regie führte Todd Phillips (»Old School«, »Road Trip«). Das Ganze ist eine Warner-Produktion im Verleih der Buena Vista. Für mich immer immer interessant ist das Bildverhältnis, und bei diesem Film sind es erfreuliche 2,35:1.

Story: Starsky und Hutch sind Cops, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Auf der einen Seite der korrekte Starsky, andererseits Hutch, der, sagen wir mal, die Gesetzeslage sehr großzügig zu seinen Gunsten interpretiert. Nachdem beide zu Beginn des Films Mist gebaut haben, werden sie vom Captain des Reviers dazu verdonnert, künftig zusammen zu arbeiten. Zufällig kommen sie auf die Spur eines Drogenhändlers, der demnächst ein großes Ding drehen will.

Ich fand »Starsky & Hutch« gut: Witz, Action und Seventies. Die Original-Serie habe ich nie gesehen, aber nach dem Film hätte ich Lust drauf (bei Kabel1 lief sie mal, im Moment ist sie aber nicht im deutschen TV zu sehen).
Dafür hat mich der Film aber an eine andere Serie erinnert. »Ein Duke kommt selten allein«.   :-)   Eine nette deutsche Site zu einer der Serien meiner Jugend findet sich auf ein-duke-kommt-selten-allein.de

»Daisy fängt natürlich wieder in Boar’s Nest an. Die Leute beschweren sich schon und sagen: Ohne sie ist es hier wie Radio: Nichts zu kucken.«

Erschienen am Montag, 12.04.2004 @ 21:15 | Kommentare deaktiviert
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Bahnfahrer-FAQ für Gelegenheitsfahrer und ältere Damen

Regelmäßige Bahnfahrer machen öfter folgende Beobachtung: Ältere Fahrgäste stehen häufig zehn Kilometer vor dem nächsten Halt von ihrem Platz auf und positionieren sich an der Tür. Heute auf der Hinfahrt nach München neuer Weltrekord: Zwei ältere Damen standen eine halbe Stunde vor dem Münchner Hauptbahnhof an der Tür.

Bei der Gelegenheit fallen mir ein paar Dinge ein, die Gelegenheits-Bahnfahrer öfter fragen. In über zwei Jahren als Springer für meinen früheren Arbeitgeber (eine Bank) und als jetziger Vielfahrer mit BC100 kann ich ein paar Auskünfte geben. Hier eine kleine FAQ mit Antworten:

  • Wann erscheinen die Reservierungen?
    Die Reservierungen in neueren ICEs (ICE3, ICE-T) erscheinen über den Plätzen, wenn auch über der Tür die LED-Anzeige mit der Wagennummer zu sehen ist. Wenn dann über einem Platz nichts aufleuchtet, ist er frei. Übrigens kann man einen Platz z.B. von München bis Nürnberg einnehmen, wenn er erst ab Nürnberg reserviert ist. Und selbst wenn er reserviert ist bedeutet das nicht, dass die Person sicher kommt.
  • Frage zur Reservierung: Was bedeutet »ggf. freigeben«?
    »Gegebenenfalls freigeben« wird über Plätzen mit Express-Reservierung angezeigt und auf dem Fensterplatz am Tisch für Rollstuhlfahrer (für eine Begleitperson). Man soll sie freigeben, falls jemand mit Express-Reservierung den Platz beansprucht bzw. wenn Rollstuhlfahrer mit Begleitperson kommen.
    »ggf. freigeben« oder »ggf. reserviert« kann auch erscheinen, wenn die Reservierungen noch eingespielt werden.
  • Frage zur Reservierung: Was bedeutet »Express-Reservierung«?
    24 Stunden (oder waren’s 48?) vor Abfahrt werden Reservierungen nicht mehr aus dem normalen Kontingent aller Plätze vergeben, sondern aus einem speziellen Express-Reservierungskontingent. Von diesen Plätzen gibt es nur einige wenige in jedem Zug (m.W. acht pro Klasse), meistens im selben Wagen wie die bahn.comfort-Plätze. Über diesen Plätzen steht nicht, von wo bis wo sie reserviert sind, und ob sie überhaupt reserviert sind, sondern nur »ggf. freigeben«. Während des Einspielens der Reservierungen von Diskette (!) kurz vor Abfahrt aus dem Startbahnhof steht über allen Plätzen für ein, zwei Minuten zunächst »ggf. freigeben«.
    Meistens sind die Plätze nicht reserviert, aber wenn jemand mit einer kurz vor Abfahrt gekauften Reservierung für so einen Sitzplatz kommt, muss man ihn natürlich räumen. Auf der anderen Seite bedeutet das: Reserviert jemand kurz vor Abfahrt, bekommt er immer eine Express-Reservierung, bedeutet: Ein normaler Platz ohne Reservierung kann nicht plötzlich während der Fahrt zu einem reservierten Platz werden.
    Tipp: Wenn man einen Platz reservieren möchte und es heißt, der Zug sei ausgebucht, kann man es entweder kurz vor Abfahrt noch mit einer Express-Reservierung versuchen. Oder, wenn es solche nicht mehr gibt (»Zug ist ausgebucht« heißt es am Vorabend), dann setzt man sich auf einen freien »normalen« Platz oder versucht im Extremfall sein Glück mit einem durch jemand anderen reservierten Platz.
  • Frage zur Reservierung: Was bedeutet »bahn.comfort«?
    bahn.comfort (b.c) ist das Vielfahrer-Programm der Bahn. BahnCard-Inhaber können beim Fahrscheinkauf Punkte sammeln, wobei ein Euro Umsatz ein Punkt ist. Zum b.c-Kunden wird man, wenn man innert 12 Monaten 2.000 Punkt gesammelt hat, woraufhin man bestimmte Annehmlichkeiten in Anspruch nehmen kann. Dazu gehören die b.c-Sitzplatzreservierung und der b.c-Sitzplatzbereich in der Nähe des BordRestaurants bzw. BordBistro. Erste funktioniert wie eine der oben beschriebenen Express-Reservierungen. Der Sitzplatzbereich ist nur eine Markierung über den Plätzen, diese Plätze können nicht reserviert werden. Man sollte sie freigeben, falls ein b.c-Kunde solch einen Platz in Anspruch nehmen möchte (wenn man nicht selbst b.c-Kunde ist). Solange niemand kommt und einen mit Hinweis auf seine Reservierung oder seinen b.c-Status verscheuchen will, kann man sich da hinsetzen.
    Einen b.c-Kunden erkennt man daran, dass seine BahnCard ein leicht anderes Aussehen hat (wo die Karte normalerweise weiß ist, ist sie silber-grau).
  • Was hat es mit dem Kleinkindabteil auf sich?
    Das Kinderabteil ist ein mehr oder weniger aufregend gestaltetes Abteil. Im ICE1 ist es ein normales Abteil, das per Reservierungsschildchen zum Kleinkindabteil deklariert wird, im ICE2 gibt es was zum Klettern und im ICE3/ICE-T ist der Teppich ein »Stadtplan« für Rutschautos a la Matchbox. So lange keine Familien mit Kindern kommen, kann man sich natürlich auch ins Kleinkindabteil setzen. Die Wahrscheinlichkeit ist am Montag-Morgen um halb acht äußerst gering, so dass ich dort immer für freie Plätze in Fahrtrichtung dankbar bin, während der restliche Zug gestopft voll ist.
    Man kann sich aber natürlich auch am Nachmittag dazu setzen, wenn bereits Familien mit Kindern darin sind. Allenfalls sollte man den Platz räumen, wenn weitere Familien mit Kindern zusteigen. Wenn man in der Stimmung ist, macht es auch durchaus Spaß, wenn die Kinder für Action im Abteil sorgen.
  • In welchem Wagen sind wir?
    Im ICE2, ICE3 und ICE-T wird die Wagennummer im Innenraum auf den LED-Anzeigen über der Tür angezeigt, sowie in allen ICE auf den Displays neben den Ausstiegstüren. Wenn dort noch nichts leuchtet: Geduld, kommt spätestens ein paar Minuten vor Abfahrt. Gleichzeitig werden dann auch die reservierten Plätze angezeigt. Während des Einspielens der Reservierungen von Diskette (!) steht über allen Plätzen für ein, zwei Minuten zunächst »ggf. freigeben«.
    Von außen sieht man beim ICE1 sehr leicht die Wagennummern: Sie sind auf den Wagen gepinselt. Ab dem ICE2 gibt es LED-Anzeigen, die aber manchmal erst kurz vor Abfahrt angezeigt werden (wenn auch innen die Wagennummern über den Türen aufleuchten). Bei ICE-T-Zügen ist der erste bzw. letzte Wagen eines Halbzuges (je nach Fahrtrichtung) immer die 21 oder 31. So kann man auch aus größerer Entfernung abzählen, zu welchem Wagen man muss.
    [Beispiel: Ich stehe vor Wagen 22 und weiß daher, dass der nächste Wagen am Schluss bzw. der Zugspitze die 21 hat, also geht's Richtung 23 in die andere Richtung. Und wenn ich zu Wagen 33 wollte, steht ich vor dem falschen Halbzug. Grundsätzlich macht es Sinn, den Wagenstandsanzeiger auf dem Bahnsteig zu nutzen. In seltenen Fällen kann es vorkommen, dass der Zug in »umgekehrter Reihung« fährt: 1. Klasse nicht an der Spitze sondern am Schluss, und daher alle Wagennummern in anderer Reihenfolge.]
  • »Sie sitzen auf meinem Platz.«
    Auch schon erlebt: Eine in Hamburg-Hauptbahnhof zusteigende Frau wollte ihren reservierten Sitzplatz einnehmen, und der seit Altona sitzende Herr hatte diesen Platz ebenfalls reserviert. Die beiden verglichen die Platznummer und Gang/Fenster: Hat übereingestimmt. Dann schauten sie, in welchem Wagen sie saßen: Hat übereingestimmt. Sie kamen zu dem Schluss, dass es sich wohl um eine Doppelreservierung handelte und sie suchte sich einen anderen Platz. Zum Glück kam sie auf die Idee nachzufragen, ob dieser Zug wirklich nach Berlin führe. Fuhr er nicht: Der ICE war über Hannover nach München unterwegs. Das Missverständnis konnte rechtzeitig aufgeklärt werden, so dass sie in Hamburg-Dammtor aussteigen und mit der S-Bahn zum Hauptbahnhof zurückfahren konnte. Merke: Es gibt keine Doppelreservierungen.
  • Wann öffnen sich die Türen?
    Beim ICE3/ICE-T leuchtet in der Mitte des Druckknopfes zur Türöffnung ein grüner Punkt auf, sowohl an der Wagenaußenseite als auch im Innenraum. Wenn der leuchtet, kann man drücken. Wenn er nicht leuchtet, bringt auch drücken nichts. Letzteres ist gut zu wissen, wenn man z.B. in München am Gleis eines frisch bereitgestellten Zuges steht.
    Beim ICE1 und ICE2 ist es teilweise anders, aber ich weiß nicht mehr, wie’s genau war.
  • Wann erscheint auf dem Display, auf welcher Seite sich die Türen öffnen werden?
    Genau fünf Minuten vor der planmäßigen Ankunft erscheint auf dem Display neben den Ausstiegstüren, ob der Ausstieg auf der linken oder rechten Seite in Fahrtrichtung stattfindet. Könnte für meinen Geschmack etwas früher sein, wenn ich zwischen Erlangen und Nürnberg nicht meinen Wunschplatz bekomme und daher die zehn Minuten bis Nürnberg neben der Tür warte, denn in Nürnberg steigen immer viele Leute aus. Die älteren Damen würden es sicher auch begrüßen, früher Bescheid zu wissen.
  • Dürfen auch Nicht-Behinderte die Schwerbehinderten-Toilette benutzen?
    Ja, nutze ich sogar sehr gerne, da man zum Umdrehen nicht den Raum verlassen muss. Ich verstehe nicht, weswegen manchmal Leute an der Behinderten-Toilette vorbeilaufen, wenn sie frei ist und weit und breit kein Rollstuhlfahrer in Sicht ist.
  • Wo sind die Steckdosen?
    Im ICE3 und ICE-T ist in der Mitte unter jeder Sitzbank eine, im ICE2 gibt es nur an den Tischen eine (wichtig: das orangene Licht muss aufleuchten, das signalisiert, dass die Dose Strom hat). Im ICE1 gibt es nur Steckdosen für die Staubsauger des Reinigungspersonals. Die ICE1 sollen aber »demnächst« umgebaut werden, und evtl gibt es dann auch Steckdosen. Der Umbau der InterCity-Wagen lässt mich aber daran zweifeln, denn dort gibt es nach dem Umbau immer noch Steckzettelchen für die Reservierung, statt einer elektronischen Anzeige (und nach wie vor keine Steckdosen unter den Sitzbänken).
  • Woher weiß ich, in welcher Zug-Generation ich sitze?
    Anlässlich mehrerer Steckdosen-Dramen von Mitreisenden im ICE1 (»Ich muss mein Notebook aufladen!«) habe ich mal aufgeschrieben, wo man in welchen Zügen Steckdosen findet, und woran man überhaupt erkennt, ob man sich nun in einem ICE1, ICE2, ICE3 oder ICE-T befindet. Der Eintrag stammt aus dem letzten September, und die entscheidende Tabelle gibt es auch als PDF-Datei. Man kann auch anhand der Zugnummer erkennen, um welche ICE-Generation es sich handelt (dazu habe ich im Februar etwas geschrieben).

Gute Fahrt!

Erschienen am Montag, 12.04.2004 @ 21:32 | Kommentare deaktiviert
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Mittwoch, 14.04.2004

Sechs Stunden Flash am Stück

Am Montag war Ostermontag, und deswegen tritt in der SAE die Feiertagsregelung in Kraft: Die SAE bleibt geschlossen, der Montagsunterricht wird am Dienstag nachgeholt (es geht nichts verloren!). Das bedeutet: Gestern Unterricht nicht nur von 10 bis 13 Uhr, sondern von 10 bis 16 Uhr – die dritte von fünf Wochen Flash-Unterricht bei Matthias.

Themen dieses Mal: Infos über Textfelder, Variablen, ein Quiz, Textscrolling, Videosteuerung, Kleinzeug. Ein Haufen Holz.

Flash kennt unterschiedliche Arten von Text: Statische Textfelder, Input-Text und dynamischer Text. Da gibt es nicht nur zu wissen, wann welche Sorte eingesetzt wird, sondern auch, wie Flash Buchstaben speichert und darstellt: Soll die Schrift eines Eingabefeldes anti-alised angezeigt werden, muss man in den Properties angeben, welche Glyphen in den Film eingebettet werden sollen. Das sollte mit Bedacht geschehen, da zum Beispiel alle Zeichen der Arial 20 K in einem SWF-File verbrauchen. Und man wird eher selten das komplette lateinische Alphabet, das griechische, kyrillische und ich-weiß-nicht-was Alphabet benötigen. Wenn man mal eben fünf Schriftarten anti-aliased verwendet und alle Zeichen einbettet, kann das leicht auf 100 K Speicherverbrauch zugehen.
Dynamischer Text ist eine coole Sache: Im Property-Inspector dem Textfeld einfach eine Variable zuweise, und schon gibt Flash in dem Textfeld den Inhalt der Variable aus.

Ein dynamisches Textfeld in Flash, darunter die Palette »Property-Inspector«. Das Textfeld gibt den Inhalt der Variable »output« aus, die ich im Feld »Var« angegeben habe.

Klickt man im Property-Inspector auf den Button »Character«, kann man festlegen, welche Glyphen Flash speichern soll. Im folgenden Bild werden 8 Zeichen für die kantengeglättete Anzeige des Wortes »Platzhalter« gespeichert.
Bei dynamischen Textfeldern oder Input-Text gibt man sinnvollerweise einen Bereich an, zum Beispiel alle Ziffern für ein Postleitzahlen-Feld.

Der Character-Dialog von Flash MX2004.

Zur Veranschaulichung bauten wir schnell einen kleinen Taschenrechner zusammen.

In der nächsten, größeren Übung erstellten wir ein Quiz: Zum Einsatz kamen dynamische Textfelder für die Frage und vier Antwortmöglichkeiten (die gleichzeitig Buttons sind). Fragen, Antworten und die jeweils richtige Lösung für einige beispielhafte Fragen werden in Arrays gespeichert.
Das Quiz beschäftigte uns länger: Es ist komplizierter, als es sich anhört.

Nächste Übung: Mittels Schaltflächen soll ein Text nach oben und unten verschoben werden.
Anschließend kamen wir zu meinem Lieblingsthema: Video! Matthias wies uns auf einige wichtige Dinge beim Import hin, ehe es an die Steuerung via ActionScript ging. Die Syntax ist im Vergleich zu Director etwas anders. Bei den Buttons zum Spulen muss auf den MovieClip, der gesteuert werden soll, ein zusätzliches onClipEvent(enterFrame).
Etwas wie movierate gibt es leider nicht, dafür lässt sich leicht die Gesamtspieldauer (_totalframes) und die aktuelle Position des Abspielkopfes abfragen (_currentframe). Ein bisschen rechnen, mit Math.round() runden und mit String() die Zahlen in eine Zeichenkette umwandeln, fertig ist die Laufzeitanzeige.

Am Schluss noch kleinere Infos: Footage ersetzen, Libraries aus anderen Flash-Dateien importieren, Ordnung in die Library bringen, Bitmaps in Vektoren umrechnen, Flash-Detection.

Linktipp: www.closedminds.com – nette Spielereien mit Typographie, und ein gutes Beispiel, was man mit After Effects in Flash machen kann.

Erschienen am Mittwoch, 14.04.2004 @ 14:55 | Kommentare deaktiviert
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Freitag, 16.04.2004

Big Fish

'Big Fish'-Teaser-Plakat

Donnerstag-Abend radelte ich in die Stadt, um kurzfristig ins Kino zu gehen: »Big Fish« (Trailer).
Eine Columbia-Produktion eines Tim-Burton-Films, der in 1,85:1 gezeigt wird. In den Hauptrollen: Ewan McGregor und Albert Finney als Ed Bloom (der junge und der alte). Die Nebenrollen waren ebenfalls gut besetzt, u.a.: Helena Bonham Carter, Steve Buscemi, Danny DeVito.

Tim Burton verfilmte keinen eigenen Stoff, sondern einen Roman von Daniel Wallace. Dennoch ist der Film irgendwie typisch Tim Burton: Man kann Tim Burtons Filme lieben oder hassen, dazwischen ist nicht viel Platz. Andere Filme von ihm sind das 2001er Remake von »Planet der Affen«, »Sleepy Hollow« (der kürzlich auf Pro7 lief), »Mars Attacks!«, »Batman« und »Batman returns«, »Edward mit den Scherenhänden« oder »Beetlejuice«.

Ich weiß nicht genau, was ich von »Big Fish« halten soll. Er ist eine Mischung aus Liebesgeschichte, Märchen, Vater-Sohn-Geschichte und etlichem mehr. Es geht um die Lebensgeschichte von Edward Bloom, der in jungen Jahren aus seinem Heimatort fortging, um erst die Welt zu sehen und dann, um die Liebe seines Lebens wieder zu finden, die er auf seiner Reise kurz getroffen hat.
Drum rum ist folgende Rahmenhandlung: Der alte Ed Bloom liegt im Sterben und sein Sohn kommt nach Hause. Er ist etwas angesäuert von den Geschichten seines Vaters und wirft ihm vor, ihm immer nur Märchen erzählt zu haben und nie die Wahrheit. Die Geschichten von Ed Bloom sind so phantastisch, dass sie als Einschlafgeschichte für einen Jungen taugen, aber nicht für den 30-jährigen Sohn.

Der Film springt öfter auf drei verschiedenen Zeitebenen: Ed Bloom als Kind in seinem Dorf, der 18-jährige Ed Bloom (Ewan McGregor), wie er seine Abenteuer erlebt, und der alte Ed Bloom (Albert Finney) mit dem Sohn an seinem Sterbebett. Im Gegensatz zum überschätzten »21 Gramm« weiß der Zuschauer jedoch stets, womit er es zu tun hat.
Mir hat »Big Fish« ganz gut gefallen: Interessante Geschichten in einem Forrest-Gump-Stil, durchaus auch anrührend. Allerdings kann ich nicht die 100%-Wertung von Heinz von zelluloid.de nachvollziehen, genauso wenig wie die durchschnittlich 93% von 33 zelluloid.de-Besuchern oder die 8,0-Wertung von 12.000 IMDB-Besuchern (derzeit Platz 214 in der Top250).
»Big Fish« ist ein guter Film (auf den man sich allerdings auch einlassen muss), aber er ist keine Offenbarung.

Ah ja, so viel darf ich verraten: Steve Buscemi stirbt in diesem Film nicht.

Erschienen am Freitag, 16.04.2004 @ 2:23 | Kommentare deaktiviert
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Bookware

Cover des ActionScript-CookbookVon Flash bin ich ziemlich begeistert: Endlich wieder was zu programmieren! Man glaubt es ja kaum, aber ich mag es, Probleme in Teilaufgaben zu zerlegen und sie Schritt für Schritt anzugehen. Das beste ist aber das Gefühl das man hat, wenn sich die Dinge zusammenfügen und alles so läuft, wie man es sich vorstellt.
Der Weg dahin ist leichter, wenn man bestimmte Dinge nachschlagen kann. Gestern war ich wegen verschiedener Dinge in der Stadt und habe einen Abstecher zu Lehmanns gemacht. An sich hatte ich ja das Buch am Vorabend bei Amazon bestellt, aber ich dachte mir: Kann ich ja mal probieren. Und tatsächlich: Sie hatten es da, und mit dem 10%-igen Rabatt auf englisch-sprachige O’Reilly-Bücher war es sogar ein paar Euro günstiger als bei Amazon: »ActionScript Cookbook«
Gekauft und zurück daheim die Amazon-Bestellung storniert. Der Preis bei Lehmanns für das »Opossum-Buch«: 43 Euro.

Cover des ActionScript Definitive GuideNächste Woche hole ich mir noch für rund 50 Euro das »Salamander-Buch«: »ActionScript for Flash MX: The Definitive Guide, 2nd Edition« von Colin Moock. Mein Konto ächzt, aber das muss sein.
Von beiden Büchern gibt es auf der ORA-Website wie immer Inhaltsverzeichnis, Index, sowie Beispielkapitel. Den »Definitive Guide« habe ich noch nicht gleich gekauft, weil ich mir noch nicht sicher war, ob nicht evtl das bei Flash mitgelieferte ActionScript-Dictonary ausreichend ist. Nachdem ich mir das Beispielkapitel zu MovieClips angesehen und Leute gefragt habe denke ich, dass das Moock-Buch ausführlicher ist.

Hmm, evtl noch das im Vergleich zu Amazon gesparte Geld in die Pocket-Referenz stecken, um schnell mal was nachschlagen zu können?
Dann ist aber wieder gut mit Fachbüchern: Zu After Effects will ich noch die zweibändige Bibel »Creating Motion Graphics« (1, 2; für Oktober sind Nachfolger angekündigt) durchlesen und durcharbeiten (ebenfalls 100 Euro, die jetzt in Form von toten Bäumen im Regal liegen). Im Cookbook und im Definitve Guide zu ActionScript sind Beispiele drin, die bearbeitet werden wollen. Für die Facharbeit muss ich noch vier CSS-Bücher durchlesen und durcharbeiten: DWWS, »Designing CSS Web Pages«, »Eric Meyer on CSS« und den kürzlich angekündigten Nachfolger »More Eric Meyer on CSS« (Erics Neuauflage des Definitive Guide zu CSSist zwar auch Primärliteratur, aber für die Facharbeit nicht so wichtig).

Wenn das alles durch ist, stehen schon wieder Flash-Bücher auf meiner Wunschliste: »Flash MX Game Design Demystified« (bzw. Nachfolger), »Object-Oriented Programming with ActionScript« und »Flash Games Studio«.
Die Bücher zu ActionScript 2.0 müssen denke ich noch nicht sein. Bis sich der aktuelle Flash-Player 7 durchgesetzt hat, der AS2.0 versteht, ist es wohl noch etwas hin.

Übrigens: Vom Definitive Guide zu AS gibt es auch eine zweibändige deutsche Übersetzung, aber ich werde das englische Original nehmen. Bei einer Übersetzung können sich wieder Fehler einschleichen, außerdem arbeite ich in der SAE und zu Hause mit den englischen Programmversionen.

Erschienen am Freitag, 16.04.2004 @ 10:49 | Kommentare deaktiviert
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Sonntag, 18.04.2004

Videosteuerung

Am Dienstag gab es ja im Flash-Unterricht an der SAE das Thema Videosteuerung. Wir bekamen eine kleine Hausaufgabe auf: Einen solchen Videoplayer nochmal selbst bauen. Ich wollte es etwas genauer wissen und habe mir etwas mehr Arbeit gemacht:

  • Im Sinne einer guten/durchdachten Steuerung werden nur notwendige Buttons angezeigt. Der Pause-Button wird nur dargestellt, wenn das Video aktuell läuft und man es anhalten kann. Wenn das Video steht, ist an der gleichen Stelle statt eines Pause-Buttons ein Play-Button.
  • Unter dem Video gibt es zwei anzeigen zur verstrichenen Zeit und zur verbleibenden Zeit.
  • Die Buttons sind selbst zusammengebaut und keine fertigen Komponenten.
  • Wegen der Größe gibt es zuvor einen Preloader.

Das Ergebnis (Achtung, 2 MB!):

Nach dem Vorladen muss das Video durch Klick auf den Play-Button gestartet werden, es läuft nicht von allein los (Absicht). Voraussetzung: Flash-Player 6. Größe: 2 MB.

Ja, besonders schön ist es nicht. Die Buttons stammen aus meinem ersten SAE-Projekt, »Project Mayhem« (die Enhanced-CD zum Film »Fight Club«), da haben sie ganz gut gepasst. Ich weiß, das Video wird etwas pixelig angezeigt. Das liegt daran, dass ich es mit einer niedrigen Auflösung importiert habe (240×192), und in Flash anschließend auf 150% hochskaliert habe. Spart Speicherplatz. Hätte ich es von vornherein in der besseren Größe importiert und die Skalierung bei 100% belassen, wäre das File noch ein MB größer.
Es war teilweise ein ziemliches Gefrickel, aber Übung macht den Meister! Dank an Holger für hilfreiche Tipps.

Was ich an Flash allerdings nicht mag, ist das Drunter und Drüber: Director ist da primitiver, aber auch übersichtlicher: Es gibt nur eine Zeitleiste mit vielen Frames auf der X-Achse und Sprite-Kanälen auf der Y-Achse.
In Flash gibt es drei verschiedene Symbole: MovieClip (MC), Button und Graphic. Das Grafik-Symbol braucht man so gut wie gar nicht. Wie in Director gibt es auch in Flash eine Bühne, auf der die Elemente angeordnet sind, außerdem hat die Bühne natürlich eine Zeitleiste (_root). Eine Animation sollte aus verschiedenen Gründen in einen MC gepackt werden. Dieser MC hat ebenfalls eine Zeitleiste. Mein Play-/Pause-Button steckt in so einem MC. In Frame 1 ist der Play-Button, in Frame 2 der Pause-Button. Die beiden Button-Symbole haben schon wieder eine eigene Zeitleiste, wenn auch eine verkürzte (für die Stati Up, Over, Down und Hit). Das Video, das ich eigentlich steuern möchte, befindet sich ebenfalls in einem MC, wieder mit eigener Zeitleiste.

Man muss nicht nur wissen, wo was ist: Richtig lustig wird’s, wenn es an die Steuerung/Programmierung per ActionScript geht: Die verschiedenen MovieClips müssen mit _root, _this und _parent adressiert werden, dazwischen kommen noch die Instanznamen der MovieClips. Einmal vergessen, einem MC einen Instanznamen zu geben oder ein Fehler in der Adressierung, und nichts läuft mehr.   :-(
Beispiel: Ich klicke auf den Start-Button (der ganz links, der das Video an den Anfang »spult« und anhält), der diese Action hat:

on(press) {
    _root.play_pause_button_mc.gotoAndStop(1);
    video.gotoAndStop(1);
}

Bedeutet: Wenn er gedrückt wird (Event on(press)), wird die Zeitleiste des MovieClips mit dem Video angehalten und der Abspielkopf springt zurück in den ersten Frame (video.gotoAndStop(1);, der Instanzname des MC ist »video«). Gleichzeitig muss die Grafik des Pause-Buttons durch ein Bild des Play-Buttons ausgetauscht werden, da man das Video ja jetzt wieder starten kann. Dafür sorgt die Zeile, die mit »_root« beginnt: _root ist die Hauptzeitleiste der Bühne, play_pause_button_mc ist der Instanzname des MovieClips mit den Play-/Pause-Buttons und gotoAndPlay ist der Befehl zum Springen und Abspielen in der Zeitleiste des MC.
Und hey, das ist noch ein einfaches Beispiel.

Ah ja, was ich ebenfalls in Flash vermisse ist die Möglichkeit, Member auszutauschen. Andererseits sind in Flash auch viele Dinge einfacher als in Director.
Insgesamt macht’s schon Spaß!

Erschienen am Sonntag, 18.04.2004 @ 21:38 | Kommentare deaktiviert
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Montag, 19.04.2004

*argl*

Auf nach München. Leider hat mich am Freitag eine Erkältung erwischt, entsprechend zerknautscht fühle ich mich…

Erschienen am Montag, 19.04.2004 @ 5:53 | Kommentare deaktiviert
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»Moving pictures. Moving sound. Moving the industry.«

Apple stellte gestern auf der Broadcasting-Messe NAB Updates seiner Pro-Softwareprodukte vor: Final Cut Pro (kurz: FCP), DVD Studio Pro und Shake. Außerdem kündigte Apple eine eigene Compositing-Software namens »Motion« vor (Heise-Meldung, Macrumors-Meldung).

Die Packungen von Apples Pro-Apps.
Oben: Final Cut, DVD Studio Pro.
Unten: Shake, Motion.
Nicht auf dem Bild: Logic.

Dass es Neues zu den Pro-Programmen geben würde, wurde schon länger gemunkelt und Mac-TV hatte bereits vor einer Woche glaubwürdige Hinweise auf das neue Produkt und einen mutmaßlichen Namen: »Molokini«. Ich finde es etwas schade, dass man sich bei Apple nicht für »Molokini« entschieden hat, denn »Motion« finde ich etwas uninspiriert, auch wenn es ziemlich gut die Funktion der Anwendung beschreibt. »Motion« ist ähnlich spannend wie »Mail«, und damit Apples Mail-Programm nicht mit dem Dienst E-Mail verwechselt wird, ist es mittlerweile üblich, von »Apple Mail« oder »Mail.app« zu sprechen (für Application).
Motion soll im Sommer heraus kommen – eine ungewöhnlich lange Vorankündigung für Apples Verhältnisse.

Mein erster Gedanke war: »Adobe wird sich sicher freuen.«
Adobe stellte die Entwicklung seiner semi-professionellen Videoschnitt-Software »Premiere« ein, nachdem Apple ein halbes Jahr zuvor den kleinen Bruder von FCP ankündigte: Final Cut Express (FCE). Ich kenne niemanden, der auf dem Mac Premiere für ernsthaften Videoschnitt eingesetzt hat: Entweder wurde mit FCE/FCP gearbeitet, oder After Effects für Videoschnitt zweckentfremdet. Insofern war Adobes Ankündigung für mich nicht verwunderlich.

Beim Konkurrenzprodukt zu Motion, After Effects von Adobe, sieht die Sache ein bisschen anders aus: Für »Videoleute« ist After Effects eine strategische Anwendung, quasi das Office der Branche. Falls Adobe ankündigen würde, AE angesichts der Konkurrenz durch Apples Motion einzustellen, wäre das schon ein schwerer Schlag für die Plattform.
Motion ist bei den semi-professionellen Compositing-Programmen die günstigste Wahl: Motion wird 300 USD netto kosten, After Effects Standard kostet 800 EUR netto. Die Profi-Programme »Combustion« von Discreet und Shake von Apple kosten 1.200 bzw. 2.700 Euro netto.

Für die nächste Version von After Effects besteht noch keine Gefahr: Adobe kündigte heute an, dass die Version 6.5 von AE ab Ende Mai erhältlich sein wird – auch für Mac OS X.

Motion bringt ein paar nette neue Funktionen wie die Berechnung in Echtzeit, Behaviours oder ein Partikelsystem (letzteres gibt es bei Adobe erst in der Professional-Variante von After Effects, für 1.300 Euro netto). Nett ist außerdem, dass Motion der »Compressor« beiliegt. Mit Compressor ist das Batch-Encoding von Quicktime-, MPEG2- und MPEG4-Files möglich. Bisher gab’s das nur in Apples High-End-Schnittprogramm FCP für 900 Euro netto oder in DVD Studio Pro für 450 Euro. Das marktführende Konkurrenzprodukt des Compressor ist der Mediacleaner (eigentlich nur »Cleaner«) von Discreet zu 730 Euro.
Die Frage wird sein, ob Motion After Effects wird ersetzen können, was die Compositing-Fähigkeiten betrifft. Denn Motion kann zwar gerne nur ein Drittel so viel kosten wie AE, aber wenn man für weitere 2.700 Euro Apples Compositing-Programm Shake braucht, wird’s uninteressant.

Noch ist After Effects für halbwegs professionelle Videoproduktionen unverzichtbar. Die spannende Frage ist, ob Motion das Zeug dazu hat, AE vom Thron zu stoßen.

Dieser Artikel erschien am 22. April auch auf Mac-TV.
Diskussionen dazu gibt es im Mac-TV-Forum.

Erschienen am Montag, 19.04.2004 @ 19:05 | Kommentare deaktiviert
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Nach draußen telefonieren

Wir sind auf der Zielgeraden im Flash-Unterricht in der SAE: Die vierte von fünf Wochen mit diesem Thema. Unterrichtsinhalte waren heute kleinere Dinge: Import von externen AS-Dateien, in welchem Fall publiziere ich für welche Flash-Version, was bedeuten die Einstellungen im Publizieren-Dialog und bei der Einbindung in die HTML-Datei, welche Stolperfallen gibt es bei der Einbindung in HTML.

Ein größerer Block war die »Kommunikation mit der Welt da draußen« via getURL. Die einfachste Anwendung dafür ist, aus Flash heraus ein neues Browserfenster zu öffnen. Etwas fortgeschrittener wäre ein Javascript-Funktionsaufruf. Man kann sogar aus Flash Director steuern und Lingo-Befehle übergeben:

on (release) {
    getURL("Lingo: put the Frame");
}

Nächster Punkt: »Fake-Physik«. Mit ein paar Tricks kann man natürlich wirkende Bewegungen erzeugen, ohne komplizierte Berechnungen anstellen zu müssen. Beispiel: Ein Ball, der von oben auf den Bühnenboden fällt, wieder hochspringt und nach einiger Zeit zum Liegen kommt.

Zum Schluss sahen wir uns noch ein wenig im Gebiet »Sound« in Flash um. Die wichtigsten AS-Befehle für den Sound sind attachSound() zum »Anhängen eines Sounds aus der Library an ein Objekt auf der Bühne, setPan() für das Panorama, setVolume() für die Lautstärke und start() bzw. stop() zum Starten oder Stoppen.
Um Sounds verwenden zu können, müssen sie mit einem Identifier angesprochen werden, der zuvor im Kontextmenü des Libraryeintrags festgelegt wurde (»Linkage, Export for ActionScript«).

Da Flash pro Timeline nur einen Sound verwalten kann, sollte jeder Sound auf einem eigenen MovieClip erzeugt werden (MovieClips haben ja ihre eigene Timeline). Hält man sich nicht daran, legt z.B. drei Sounds in die Hauptzeitleiste _root und möchte dann einen bestimmten Sound stoppen, dann werden die beiden anderen Sounds ebenfalls angehalten.
Flash kann bis zu acht Soundkanäle verwalten. Alles darüber wird zusammengemixt und in Kanal 8 gelegt.

Matthias zeigte uns zur Veranschaulichung die »soundengines« von Holger (1, 2, 3).
Feine Sache!

Erschienen am Montag, 19.04.2004 @ 20:17 | Kommentare deaktiviert
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Dienstag, 20.04.2004

Yugop

Der zweite Tag Flash-Unterricht in dieser Woche. Heute waren wir komplett mit einer Aufgabe beschäftigt: Wir bauen uns ein Menü. Nicht irgendein Menü, sondern ein Yugop-Menü, und nicht irgendwie schnell hingeschludert, sondern komplett dynamisch.

Yugo Nakamura, die Älteren werden sich erinnern, bastelte 1998 mit »mono*crafts« ein Menü, das für damalige Verhältnisse bahnbrechend war: den Yugop-Slider. Sowas gab’s vorher nicht, und es wurde in Flash 4 realisiert, das bezüglich ActionScript noch völlig in den Kinderschuhen steckte.
Heute zieht so ein Menü niemanden mehr vom Stuhl: Hunderte Tutorials haben sich mit dem Aufbau befasst und Pro7 hat den Stil für sein On-Air-Design geklaut. Dennoch: Es sieht immer noch schick aus, ist auf seine Weise durchaus funktional und es ist nicht ganz trivial zusammenzubauen.

Der legendäre Yugop-Slider

Mangels Zeit beschränken wir uns allerdings darauf, das Menü nach links und rechts sliden zu lassen, wenn man seine Maus nach rechts bzw. links bewegt. Das Ein- und Auszoomen, wenn man mit der Maus nach oben oder unten fährt, lassen wir weg.

Der Clou ist, dass wir das Menü dynamisch aufbauen. Bedeutet: Die Reihenfolge und Beschriftung der Buttons ist nicht fix. Eine kleine Änderung im Script genügt. Und da wir nicht jeden Button einzeln zeichnen, sondern ein MovieClip duplizieren, sind Änderungen am Aussehen der Schaltflächen ebenfalls simpel: Einmal die Vorlage ändern, schon zieht sich die Anpassung bei allen Instanzen durch.
Oder wie Matthias sagt:

»Auch wenn Ihr eine Viertelstunde Rollover-Animation drauf habt, könnt Ihr jeden Morgen zum Frühstück Eure Buttons ändern.«

Der Vorteil liegt auf der Hand: Kunde ruft an und wünscht eine Änderung, am besten bis gestern. Eine Sache von zwei Minuten. Für so eine Aufgabe kommen wieder Arrays, Funktionen und dynamische Pfade zum Einsatz, außerdem natürlich for-Schleifen, eine for-in-Schleife und eine if-Abfrage.
Die entscheidende Zeile, um das Menü jeden Morgen ändern zu können, ist diese hier:

button_array = new Array("Anfang", "Produkte", "Referenzen", "Profil", "Impressum", "Gewinnspiel", "Downloads", "Trailer", "Ende");

[»Anfang« und »Ende« sind natürlich keine sinnvollen Namen für eine Navigation, sie dienen nur zur Veranschaulichung, wo das Menü aufhört.]

Um eine lange Geschichte kurz zu machen: Das ist das Ergebnis des heutigen Unterrichts:

Gut, ist nicht perfekt, aber ein guter Anfang, oder?
Ob man einen Yugop-Slider baut oder ein senkrechtes Menü, bei dem sich nichts bewegt, ist egal: Die Technik ist die selbe.

Zum Schluss bekamen wir noch die nächste Pflichtübung, ein kleines Spiel in Flash (»Bier-germeister«). Paar if-Abfragen, Kollisionsabfrage, Drag’n'Drop. Übrigens die neunte von elf Übungen. Die geplante Netzwerk-Übung fällt aus. Abgesehen von der jetzigen Flash-Übung stehen noch an: »Advanced Authoring« (Lingo-3D und Imaging-Lingo) und »PHP«. Bisher habe ich alle Übungen bestanden, außer die Cinema-Übung, die ich nicht gemacht habe. Maximal darf man drei Übungen verpassen bzw. nicht bestehen.
Wer mag, kann zusätzlich eine freiwillige Übung machen, die durchaus knackig ist:

Klicksdu auf den Böppel. Infos gibt’s dann auf dem Fragezeichen. Ansonsten viel Spaß beim Erkunden!

Ansonsten: Es gab Noten! Dritte Prüfung, Theorie: 82%. Der Praxistest mit After Effects: 92%. Außerdem die Note des zweiten Projekts: 89%. Ich fand’s ja nicht so prickelnd und vorzeigbar, aber technisch hat’s wohl einigermaßen gepasst.

Erschienen am Dienstag, 20.04.2004 @ 19:46 | Kommentare deaktiviert
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Mittwoch, 21.04.2004

Zettelwirtschaft

Man kann durchaus sagen, dass ich gut zu tun habe:

Merkzettel auf meiner Tastatur

Erschienen am Mittwoch, 21.04.2004 @ 8:58 | Kommentare deaktiviert
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Donnerstag, 22.04.2004

Flash einbinden

Sorry, dass es hier in letzter Zeit etwas flashlastig zugeht. Flash ist seit vier Wochen und noch in der nächsten Woche Unterrichtsthema in der SAE.
Um einen Flash-Film in ein HTML-Dokument einzubetten, verwendet man für gewöhnlich den folgenden Code, der so von Macromedia Flash erzeugt wird:

<object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://fpdownload.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,0,0" width="500" height="200" id="yugop_slider" align="middle"> <param name="allowScriptAccess" value="sameDomain" /> <param name="movie" value="dateiname.swf" /> <param name="quality" value="high" /> <param name="bgcolor" value="#ffffff" /> <embed src="dateiname.swf" quality="high" bgcolor="#ffffff" width="500" height="200" name="dateiname" align="middle" allowScriptAccess="sameDomain" type="application/x-shockwave-flash" pluginspage="http://www.macromedia.com/go/getflashplayer" /> </object>

Was der ganze Summs bewirkt, kann man hier und dort nachlesen.
Ein Haufen Zeug. Es gibt ein weiteres Problem für Standards-Puristen wie mich: Der Code ist nicht standard-konform. Was kann man unternehmen, um Flash-Filme einerseits kompakt und andererseits gemäß den Webstandards einzubinden?
Es gibt einen Ansatz von Drew McLellan, die er im November 2002 im Artikel »Flash Satay« auf A List Apart vorgestellt hat. [In dem Artikel steht auch, weswegen der obige Code-Block nicht standard-konform ist.]

Die dort beschriebene Methode hat einen entscheidenden Nachteil, wie in der Diskussion zum Artikel zu lesen ist: IE/Win streamt so eingebundene Flash-Filme nicht mehr.
Streaming bedeutet, dass der Film sofort zu spielen anfängt, während der Rest noch aus dem Web nachgeladen wird. Wenn man sich einigermaßen geschickt anstellt, kann man so in vielen Fällen die lästigen Preloader vermeiden. Mit der McLellan-Methode funktioniert das nicht: Der Film beginnt erst zu spielen, wenn er komplett geladen ist.

Doch verzagt nicht, meine Freunde! Es gibt eine Alternative: die Javascript-Methode.
Sie kam auf, als es um den Rechtsstreit zwischen Microsoft und Eolas ging. Eolas verklagte Microsoft wegen eines Patents zur Einbindung von Plug-ins in Webseiten. Ein Workaround bestand darin, nicht die <object>- und <embed>-Tags zu verwenden, sondern eine Javascript-Funktion aufzurufen, die die HTML-Tags quasi nachträglich in die HTML-Datei schreibt, bevor sie vom Browser angezeigt wird.
Die Ansprüche von Eolas sind vorerst abgewehrt, doch die Methode lässt sich nach wie vor verwenden.

Macromedia hatte eine recht ausführliche Sektion zu diesem Thema auf ihrer Website, aber die Helden haben den Bereich stillgelegt, ohne das weitere Potential der Technik zu erkennen. Bei Apple und Real – deren Plugins Quicktime-Player und Real-Player vom Eolas-Patent ebenso betroffen waren – gibt es allerdings noch ausführliche Texte, die sich beinahe auf’s Wort gleichen.

Die Anleitungen dort und die zur Verfügung gestellten Javascript-Dateien sind ziemlich kompliziert. Mein Freund Holger hat sie vereinfacht und verwendet diese Methode, um Flash standard-konform in HTML-Dateien einzubinden.
Er bindet Flash auf diese Weise in der HTML-Datei ein:

<script language="JavaScript" type="text/javascript">insertflash ();</script> <noscript>Diese Version der Website benötigt Javascsript und Macromedia Flash. Eine Version in HTML finden Sie auf der <a href="http://www.hs-2.de">Startseite</a>.</noscript>

Damit Holger den Funktionsaufruf insertflash(); verwenden kann, muss er natürlich irgendwo hernehmen. Dazu baut er innerhalb des <head>-Bereichs folgendes ein:

<script type="text/javascript" language="JavaScript" src="scripts.js"></script>

Das bewirkt, dass eine externe Javascript-Datei zugeladen wird. Das Auslagern in eine externe Datei bietet sich an, da der User dann den selben Code nicht ständig mitladen muss, wenn er weitere Seiten der Domain besucht und der Code jedes Mal im <head> steht. Außerdem wird eine externe Datei gecacht.
In der Datei steht unser bekannter Code von vorhin. Natürlich umgarnt von Javascript-Befehlen, die die bekannten HTML-Tags auf die Seite schreiben:

function insertflash () { document.write ('<object classid="clsid:D27CDB6E-AE6D-11cf-96B8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,0,0" width="100%" height="100%" id="hs-2" align="">'); document.write ('<param name="movie" value="hs-2.swf" />'); document.write ('<param name="quality" value="high" />'); document.write ('<param name="scale" value="noscale" />'); document.write ('<param name="bgcolor" value="#FFFFFF" />'); document.write ('<embed src="hs-2.swf" quality="high" scale="noscale" bgcolor="#FFFFFF" width="100%" height="100%" name="hs-2" align="" type="application/x-shockwave-flash" pluginspage="http://www.macromedia.com/go/getflashplayer" />'); document.write ('</object>'); }

Ich konnte Holgers Ansatz noch nicht 1:1 übernehmen, da ich nicht nur einen Flash-Film einbetten wollte wie er auf seiner »dienstlichen Website« HS-2 – ich will öfter Flash einbinden, da ich im Rahmen von my two cents ja über den Flash-Unterricht in der SAE berichte.

Bei mir würden sich also die Dateinamen laufend ändern, weil meine diversen Flash-Filme ja nicht alle hs-2.swf heißen. Eine Möglichkeit wäre, bei jedem einzubindenden Flash-Film eine andere Funktion aufzurufen: insertflash1();, insertflash2(); und so weiter. Aber das wäre einigermaßen dämlich, wenn man schon eine Funktion vor der Nase hat. Eine Funktion baut man immer dann, um gleichartige Probleme auf die selbe Weise zu lösen, ohne jedes Mal das Rad neu zu erfinden.
Um dieses Dilemma zu umgehen, gibt es in der Programmierung eine geile Sache, die nennt sich »Funktionsaufruf mit Parameterübergabe«. Beim Aufrufen der Funktion insertflash(); in der HTML-Datei übergebe ich dieser Funktion in den runden Klammern die Parameter, die sich in verschiedenen Szenarien ändern können.

Für mich hat es sich als praktisch erwiesen, die folgenden Parameter zu übergeben:

  • Den Dateinamen (src)
  • Die Breite des Flash-Films (width)
  • Die Höhe des Flash-Films (height)
  • Die Mindestvoraussetzung bzgl des Flash-Players (version)
  • Die Hintergrundfarbe (bgcolor), da ein Flash-Film quasi durchsichtig ist

Man könnte noch weitere Parameter übergeben wie z.B. die Tag-Attribute id und name (wenn man das Movie per Javascript ansprechen möchte), aber das brauche ich im Moment nicht.
Ich übergebe auch nur den Dateinamen, nicht den kompletten Pfad, da sich bei mir alle Flash-Filme im gleichen Verzeichnis befinden (daher habe ich den Pfad »fest verdrahtet« in die Javascript-Datei geschrieben).
Die Einbindung im <head>-Bereich passiert wie gehabt:

<script type="text/javascript" language="JavaScript" src="insertflash.js"></script>

An den Stellen in den HTML-Dateien, wo ich Flash-Filme anzeigen lassen möchte, setzte ich einen Funktionsaufruf wie folgt:

<div align="center"> <script language="JavaScript" type="text/javascript">insertflash('yugop_slider.swf','500','200','6','ffffff');</script> </div>

[Ich verzichte auf einen <noscript>-Bereich, da sich der Inhalt des Flash-Films aus dem Kontext des umgebenden Weblog-Eintrags ergibt.]
Auf diese Weise habe ich zum Beispiel den Film yugop_slider.swf in meinem Eintrag »Yugop« eingebunden. Das <div>-Tag sorgt für eine horizontale Zentrierung innerhalb des übergeordneten Elements (bei mir ein anderes <div>), dann kommt der Funktionsaufruf. Es werden die Parameter src (’yugop_slider.swf’), width (’500′), height (’200′), version (’6′) und bgcolor (’ffffff’) übergeben.
Die hinzugeladene Javascript-Datei übernimmt diese Parameter in der Funktion insertflash();. Der Javascript-Code sieht jetzt ein bisschen anders aus, da ja einige Dinge nicht mehr fix sind:

function insertflash(src,width,height,version,bgcolor) { document.write ('<object style="border:1px solid black" classid="clsid:D27CDB6E-AE6D-11cf-96B8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=' + version + ',0,0,0" width="' + width + '" height="' + height + '" id="" align="">'); document.write ('<param name="movie" value="http://www.my-two-cents.de/swf/' + src + '" />'); document.write ('<param name="quality" value="high" />'); document.write ('<param name="scale" value="noscale" />'); document.write ('<param name="bgcolor" value="#' + bgcolor + '" />'); document.write ('<embed src="http://www.my-two-cents.de/swf/' + src + '" quality="high" scale="noscale" bgcolor="#' + bgcolor + '" width="' + width + '" height="' + height + '" name="" align="" type="application/x-shockwave-flash" pluginspage="http://www.macromedia.com/go/getflashplayer" />'); document.write ('</object>'); }

Die Werte, die aus der Parameterübergabe ankommen, werden per String-Verknüpfung in die Javascript-Befehle eingeflochten (das bewirken die ganzen Hochkommata ‘ und die Plus-Zeichen).

+++

Jehova!

Fazit: Die ganze Aktion bringt drei Vorteile. Erstens spart man sich und den Usern eine Menge an Code, die Sache ist sehr kompakt. Zweitens funktioniert diese »Macromedia-Methode« auf allen wichtigen Browsern, und auch IE/Win streamt die Flash-Filme. Drittens kommen die Seiten dennoch durch den Validator, da dieser den »unsauberen« gar nicht zu Gesicht bekommt.

Daneben gibt es leider auch zwei Nachteile. Den ersten kann man mit diesem uns allen bekannten Spruch beschreiben:

»Ihr macht die Hausaufgaben nicht für die Schule, sondern für Euch.«

Soll heißen: Es ist zwar schön, dass unsere Seiten jetzt trotz Flash wieder validieren, aber das liegt nur daran, dass wir den bösen Code vor dem Validator verstecken. Nach wie vor verfüttert man damit den nicht-validen Code an die Browser (deswegen sollte der Validator verwendet werden: um Fehler im Code aufzuspüren, bevor man diesen an die Browser gibt). Es ist eine Art Hack, aber ich finde ihn legitim. Eine endgültige Lösung kann es nur geben, wenn Macromedia bzw. Microsoft dafür sorgen, dass IE/Win mit einer standard-konformen Flash-Einbindung klar kommen.
Holger sagt:

»Für die Verfechter der Reinen Lehre ™ ist es nicht ganz koscher, weil ich ja über Javascript wieder ein Embed-Tag einbinde. Der Code, den der Browser am Ende bekommt, ist also nicht reines XHTML.«

Der zweite Nachteil ist, dass die Lösung auf Javascript beruht. Wessen Browser kein Javascript interpretieren kann, oder wer Javascript z.B. aus Sicherheitsgründen deaktiviert hat – wobei JS nicht an sich unsicher ist, sondern »nur« mangelhafte Implementierungen, allen voran im IE –, der bekommt den Flash-Film nicht zu sehen.
Ich behaupte jedoch mal kühn, dass, wer Javascript nicht interpretieren kann oder will, auch kein Flash-Plugin installiert hat bzw. auf Flash-Filme keinen Wert legt.

Über diese Nachteile muss man sich bewusst sein und sie abwägen, ehe man diese Methode einsetzt.
Hier der direkte Link zu meinem Javascript-File, das die Funktion mit Parameterübergabe enthält: www.my-two-cents.de/insertflash.js

Creative Commons License

Dieser Text und der Code unterliegen einer »Creative Commons«-Lizenz: Attribution, Share Alike.

Erschienen am Donnerstag, 22.04.2004 @ 21:08 | Kommentare deaktiviert
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Freitag, 23.04.2004

Kirschblüte

Nach dem Kälteeinbruch von Anfang des Monats scheint sich der Frühling so langsam durchzusetzen. Der Kirschbaum vor meinem Fenster blüht schon!

[Bild anklicken zum Vergrößern.]

Erschienen am Freitag, 23.04.2004 @ 16:10 | Kommentare deaktiviert
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Noch zwei Tage!

Dann kommt Subway nach Erlangen. Eat fresh!

Erschienen am Freitag, 23.04.2004 @ 18:02 | Kommentare deaktiviert
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Vertrauensbildende Maßnahmen

Erinnert sich noch jemand an Paybox, bezahlen mit dem Handy? Ich war mal Paybox-Kunde und habe es wenig bis nicht genutzt. Im Februar 2003 kündigte die Paybox AG allen Kunden zum Juni, da sie ihre Dienste für Endverbraucher dann einstellen würde. Fortan ward nichts mehr von Paybox zu hören.
Jetzt sehe ich in meinen Kontoumsätzen einen Lastschrifteinzug von 9,50 Euro von Moxmo. Bereits im Februar warnte eine Heise-Meldung, dass Moxmo die Paybox-Kundendaten übernommen hatte, was an sich ja schon ein dicker Hund ist. Angeblich will Moxmo alle Paybox-Kunden angeschrieben haben, allerdings bin ich nicht der Einzige, der nie eine Mail von Moxmo bekommen hat (oder sie ging in meinem Spam-Filter unter).
Aber nicht nur das: Die Moxmo zieht von ehemaligen Paybox-Kunden munter Gebühren ein, obwohl kein Vertragsverhältnis besteht und keine Einzugsermächtigung vorliegt!

Hallo Moxmo, geht’s noch?! Was ist denn das für ein unverschämtes Geschäftsgebahren?

Moxmo schrieb laut einer Mitteilung auf moxmo.com (auf deren Adresse ich in den Heise-Foren gestoßen bin) in der angeblichen Mail:

»Unsere Bemühungen waren erfolgreich: Wir haben mit Moxmo einen neuen Partner gefunden. [...] Dadurch wird der mit Ihnen bestehende Vertrag einfach fortgeführt und die von uns vorsorglich ausgesprochene Kündigung zum 30.06.2003 damit hinfällig.«

[...]

»Im Februar 2004, drei Monate nach dem Start des Zahlungssystems, haben wir unsere Kunden, die sich noch nicht reaktiviert haben, erneut angeschrieben. Wir haben sie gebeten, sich rasch zu reaktivieren, oder uns mitzuteilen, dass sie den Service nicht nutzen wollen. Von Kunden, die nicht kündigen, müssen wir annehmen, dass sie Moxmo in Anspruch nehmen wollen. Diesen Kunden werden wir im Februar 2004 die Jahresgebühr in Höhe von 9,50 EUR vom Konto einziehen.«

Ihre Annahmen kann sich die Moxmo AG mal rektal einführen. Am Montag veranlasse ich die Rücklastschrift wegen Widerspruch. So geht’s ja nicht.
[Rücklastschriften wegen Widerspruch sind bei der kontoführenden Bank ohne Begründung bis sechs Wochen nach dem Einzug problemlos möglich.]

Einen mehrseitigen Artikel zu diesen dubiosen Geschäftspraktiken gibt es auch bei Onlinekosten.de.

Erschienen am Freitag, 23.04.2004 @ 18:49 | Kommentare deaktiviert
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Samstag, 24.04.2004

Mathe-News

Heute hätte ich wieder Kollegtag gehabt, ich Dödel habe ihn allerdings prompt verschlafen. Umso schlechter, da Mathe eh nur alle zwei bis (eher) vier Wochen stattfindet, da die Mathe-Lehrerin in der Kollegschule Fürth aus Regensburg kommt (das liegt daran, dass Samstagsunterricht nicht sonderlich begehrt ist). Dafür gibt’s dann immer gleich eine Doppelstunde.
Nichts desto trotz beschäftige ich mich mit Mathe natürlich nicht nur an den Kollegtagen, sondern auch dazwischen. Im Moment habe ich etwas Rückstand, aber in der Regel treffe ich mich mit einem Mitkollegiaten zweimal die Woche für zwei Stunden.

Die Schwierigkeiten, von denen ich bereits geschrieben habe, liegen bei Mathe meines Erachtens weniger darin, dass der Stoff zu komplex wäre. Die Schwierigkeit besteht darin, dass der Tag nur 24 Stunden hat und ich nicht beliebig viel Zeit darauf aufwenden kann, mir das Mathezeug einzutrichtern. Leider fliegt mir der Stoff nicht zu, weswegen der einzige Weg zur Erleuchtung darin besteht, zu üben.
Wie bekannt, studiere ich eigentlich an der SAE München Mediendesign, und das beansprucht mich ziemlich stark (ja, man kann ohne Abi studieren, das gibt’s). Der normale Unterricht montags und dienstags, nacharbeiten der Unterrichtsthemen, Pflichtübungen, freiwillige Hausaufgaben, zusätzliches Bearbeiten von Fachlektüre. Dazu kommt eine Facharbeit, für die ich noch drei Bücher lesen, verstehen, bearbeiten und auswerten muss, demnächst das Abschlussprojekt, Anfang August die Abschlussprüfung… Außerdem möchte ich in Sachen Flash mehr als das übliche Maß tun und will daher drei Bücher durcharbeiten (1, 2, 3), zusammen über 1.700 Seiten (ohne den Referenzteil von ASDG).
Zusätzlich nebenbei hier, dort und da an Projekten arbeiten, um dem Kontostand etwas Gutes zu tun…
[Das alles ist übrigens auch der Grund, weswegen hier nur noch alle paar Tage mal ein paar Artikel erscheinen und manchmal durchaus eine Woche vergeht, ehe ich dann fünf Einträge auf einmal nachreiche.]

Am 19. Juni ist die erste von zwei Mathe-Feststellungsprüfungen und ich sehe keine Möglichkeit, mehr Zeit in Mathe zu investieren als die netto vielleicht fünf Stunden pro Woche.
Oder wie es die Figur des Dr. Hannibal Lecter im Film »Hannibal« so schön gesagt hat:

»Ich bin zeitlich etwas angespannt.«

Ich will es mal so formulieren: Mit einer 6 in der Prüfung im Juni wäre ich durchaus zufrieden. Ich hoffe, dass ich nach der SAE ab August etwas mehr Zeit habe, um mich intensiver der Mathematik widmen zu können. Wenn ich im Umgang mit Termen und Formeln sicherer bin, quasi die Sprache der Mathematik flüssiger sprechen kann, dann wird es bestimmt auch eher flutschen. Ich kenne genau meine Schwachstellen, ich weiß auch, wie ich sie beheben kann und ich will sie beheben. Allein, es mangelt an der Zeit.
Andererseits hoffe ich, dass ich nach der SAE keine Zeit für Mathe habe, da ich dann ganz gern »etwas« Geld verdienen würde.

Das Ziel des Fachabi steht also nach wie vor auf der Kippe. Ich will versuchen, bis zur Prüfung durchzuhalten (denn mitschreiben muss ich sie) und hoffe auf etwas günstigere zeitliche Umstände ab August, so dass ich bis zur zweiten Mathe-Prüfung im Januar 2005 mehr üben kann. Die Abiturprüfung in Mathe wäre dann im März 2005.
Ein Fünfer im Zeugnis wäre ok, allerdings böte es sich dann an, nicht auch in der zweiten Feststellungsprüfung eine Sechs zu schreiben.

Erschienen am Samstag, 24.04.2004 @ 13:22 | Kommentare deaktiviert
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Sonntag, 25.04.2004

Eat fresh

Heute Abend ein etwa zweistündiger Besuch im Nachbarort, bei der Freunden meiner Schwester: Etwas mehr als anderthalb Stunden Computersupport waren angesagt. Auf dem Display erstmal die Auflösung von 800×600 auf 1.024×768 erhöht, damit ich richtig arbeiten kann.   :-)
Dann die ISDN-Karte aus dem alten Rechner ausgebaut und in den neuen rein. Löblich: WinXP erkannte die FritzCard auf Anhieb. Aber keine Sorge: Beim Einrichten der DFÜ-Verbindung liefen mir angesichts fünffach verschachtelter Dialogfenster wieder kalte Schauer den Rücken runter… Am Mac ist es so viel einfacher! Ok, fairerweise muss man sagen: Mit einem iMac wären wir aufgeschmissen gewesen mit der FritzCard, allerdings gibt es sehr brauchbare ISDN-Adapter für den USB (Draytek miniVigor bei Dr. Bott).
Noch Quicktime und Firefox gedownloadet, die Bedeutung von Windows-Update erläutert und den Download von 16 wichtigen Updates angestoßen.

Anschließend nach Erlangen gefahren und zur Belohnung ins Subway, das heute neu eröffnet hat: Die Lage am Bahnhofsplatz ist 1a, und das Lokal ist angenehm groß im Vergleich zu den Abstellkammern in Nürnberg oder in München am Marienplatz.
Mich fasziniert ja, dass in allen Subways die Brote auf exakt die gleiche Weise aufgeschnitten werden… Gut, Systemgastronomie halt.

Da die Website www.subway-erlangen.de noch nicht online ist, habe ich mal nach den Öffnungzeiten gefragt: Man plant, jeden Tag um 7 Uhr zu öffnen und um 22 Uhr zu schließen. Die ersten ein, zwei Wochen kann es sein, dass es später als 7 Uhr wird, bis sich alles eingespielt hat. An Wochenenden soll bis Mitternacht geöffnet sein.
Ich wählte ein ganzes »Sweet Onion Chicken Teriyaki« im Spicy-White-Brot und machte ein Menü draus (immer, wenn es die grünen Walkers-Chips – Salt & Vinegar – gibt, nehme ich eine Tüte, wenn ich ein Menü wähle, ansonsten einen Schokoladen-Cookie).

Der Herr an der Kasse wieß mich ungefragt auf die Möglichkeit des »Free Refill« hin, die es in jedem Subway gibt: Einmal kostenlos nachfüllen pro Kunde und Besuch. Löblich. Mir gefällt, dass man am Automaten selbst einfüllen kann, was mir die Möglichkeit offeriert, mir ein Spezi zu mixen.
Es war sehr lecker und es würde mich nicht wundern, wenn ich bald zum Stammgast werde.

Einen recht originellen Flyer haben sie: Querformat, mit dem Fotos eines Teriyaki in Originalgröße, darunter ein Zentimetermaß:

Das Bild kann durch Anklicken vergrößert werden (links ist es etwas abgeschnitten, geht nicht ganz auf meinen Scanner und ich wollte jetzt nicht anfangen zu montieren). Was da so glänzt mit den kleinen schwarzen Punkten ist die Sweet-Onion-Soße.
Subway in Erlangen: Ein Traum wird wahr!

Erschienen am Sonntag, 25.04.2004 @ 21:47 | Kommentare deaktiviert
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Montag, 26.04.2004

»Gemütlich ‘n paar Objekte«

Heute Morgen bin ich mal wieder mit dem Rad in die Stadt gefahren, ehe es mit dem Zug nach München zur SAE weiter ging. T-Shirt unter der Übergangsjacke; war mit 5 Grad zwar recht frisch, aber mit dünnen Lederhandschuhen und Gore-Ärmlingen ging’s eigentlich.
Der erste von zwei Tagen in der fünften und letzten Woche des Flash-Unterrichts bei Matthias. Jetzt kommt nichts prüfungsrelevantes mehr, dafür lauter cooles Zeug!

Wir sahen uns ein paar Objekte an, zum Beispiel das Color-Objekt. Auf zwei Arten (setRGB und setTransform) kann man per ActionScript Dinge auf der Bühne einfärben. setTransform ist dabei besonders interessant, da es Duotone ermöglicht und die »Oberflächenstruktur« des einzufärbenden Symbols erhält. Matthias zeigte uns ein älteres Projekt, in dem es neun Quiz-Spiele gibt (ein Symbol in Flash ist ein MovieClip oder Button). Die unterschiedlichen Farben (und die Fragen und Antworten) kamen aus einem XML-File.
Bei der Gelegenheit kurz das random()-Objekt, danach das Mouse-Objekt. Mittels Mouse.hide kann der Cursor des Benutzers versteckt werden, um ihm einen eigenen Cursor zu geben, zum Beispiel ein Fadenkreuz in einem Egoshooter oder einen besonderen Pfeil- oder Handcursor.

Der Hammer schlechthin ist jedoch die Drawing-API, die es ab Flash MX gibt. Vereinfacht gesagt: Ich kann per AS Dinge auf die Bühne zeichnen. Die Bühne im Open-File ist komplett leer, es gibt nur ein Script, das hierfür sorgt:

Ist jetzt nur eine Spielerei zur Veranschaulichung, aber es gibt unendliche Möglichkeiten!
Wir sahen uns auch noch an, wie man aus dem Nichts einen MovieClip erzeugt (_root.createEmptyMovieClip), und wie innerhalb von z.B. Event-Handlern with eingesetzt wird, um sich ein bisschen Tipparbeit bzw. Copy/Paste zu sparen.
Hier ein paar abgefahrene Beispiele für den Einsatz der Drawing-API, von Matthias:

Richtig Hardcore wird’s bei den Sachen auf polyaktiv.de, der anscheinend »Flash MX Game Design Demystified« cover to cover durchgearbeitet hat und wohl sonst keine Freunde hat.   :-)
Auf polyaktiv.de anschauen: 3D-Pinman, 3D-Flugzeug, 3D-Wände 2, 3D-Park, Iso-Infected. Ich sag’s nochmal: In den Open-Files ist die Bühne komplett leer! Alles nur AS-Code.
Weitere Beispiele für die Drawing-API gibt es auf Matthias’ und Andis Gameworker-Seite unter »Guiding, Tutorials, Drawing API«. Dort »magic cube« und »drawing board«.
Die Gameworker haben es mal auf die Spitze getrieben und festgestellt, dass die Drawing-API sehr viel performanter ist als die MovieClip-Technik (in etwa doppelt so schnell).

+++

Nächstes Thema nach der Drawing-API: Eine andere Möglichkeit, mit Event-Handlern zu arbeiten. Normalerweise schreibt man auf einen MovieClip eine Action wie folgt:

onClipEvent(enterFrame) { [Actions] }

Alternativ kann man sämtliche Actions in den Frame eines separaten Layers packen und folgendes schreiben:

my_movieclip.onEnterFrame = function() { [Actions] };

Vorteil: Der AS-Code ist nicht über tausend MovieClips, Buttons und Frames verstreut, sondern befindet sich an einem Ort. Diese Arbeitsweise eignet sich auch gut, um mit mehreren Leuten im Team am Code zu arbeiten.
Ein weiterer Pluspunkt: Dadurch, dass man Events von außen auf Symbole setzen kann, kann man sie erst dann drauf packen, wenn sie gebraucht werden. Das spart Performance und unzählige Flag-Variablen. Wenn man den Event-Handler nicht mehr braucht, schreibt man:

delete.my_movieclip.onEnterFrame;

+++

Letzter Akt: Prototyping. Es gibt ein Rudel Methoden und Properties für MovieClips, aber es gibt leider nicht alles, was das Herz begehrt. Kein Problem: Man kann sich einfach seine eigenen Methoden und Properties schreiben!
Etwas, was man zum Beispiel immer wieder braucht, ist diese Zeile hier:

if (this.hitTest(_root._xmouse,_root._ymouse,true))

Die Abfrage prüft, ob man sich mit der Maus über einem Symbol befindet. Man braucht es immer wieder, und es nervt!   :-)
Abhilfe: Einmal eine eigene Property »mouseHit« in einem Actions-Layer basteln:

MovieClip.prototype.mouseHit = function() { if (this.hitTest(_root._xmouse, _root._ymouse, true)) { return true; } else { return false; } };

Zum Einsatz kommt die hausgemachte Property wie folgt:

if (mouseHit())

Schon ein bisschen kürzer!
Man kann Prototyping für alles mögliche einsetzen. Matthias und Andi haben sich zum Beispiel Code-Schnipsel zum Ein- und Ausfaden (»fadeTo«) und zum Wobbeln (»wobbl«) gebastelt. Um etwas wobbeln zu lassen, genügt fortan nur noch eine Zeile mit drei Parametern. Coole Sache!
Tutorials auf der Gameworker-Seite (»Guiding, Tutorials, Prototype«).

Erschienen am Montag, 26.04.2004 @ 19:38 | Kommentare deaktiviert
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Dienstag, 27.04.2004

Daz waz dann…

Der letzte Tag Flash-Unterricht bei Matthias. In ein paar Wochen schaut er allerdings nochmal rein, wenn wir bei Andi mehr über PHP und Datenbanken gelernt haben, und es um Flash und Datenbanken geht.
Der PHP-Unterricht wurde sinnigerweiße vorgezogen, da es jetzt langsam auf das Abschlussprojekt zugeht, und wir darin PHP ganz sicher brauchen, Imaging-Lingo aber eher weniger. Ab nächster Woche haben wir also sieben Wochen lang PHP und SQL bei Andi, die letzten drei Wochen zeigt uns (wieder) Andi Imaging-Lingo, Lingo-3D, Shockwave und Director-Xtras im »Advanced Authoring«-Unterricht.

In Flash machten wir jedenfalls erstmal da weiter, wo wir gestern aufgehört hatten: Prototyping. Eine sehr gute Seite zu dem Thema ist übrigens www.proto.layer51.com. Wir machten noch weitere Beispiele: Eine _z-Property für das Abfragen und Setzen der Tiefenebene mit getDepth() und swapDepths() sowie eine Methode zum horizontalen Spiegeln.

Weiter ging’s mit einer sehr netten Möglichkeit, in Flash Daten zu speichern: Objekte. Normalerweise verwendet man dazu Arrays:

red = new Array (255,0,0); green = new Array (0,255,10); blue = new Array (0,0,255); farben = new Array (red,green,blue);

Die ersten drei Arrays speichern für drei Farben die jeweiligen RGB-Anteile. Bei »green« haben wir ein nicht ganz reines Grün (Rot-Kanal auf 0, Grün-Kanal vollen 255, Blau-Anteile 10). Im farben-Array werden die vorangegangenen Arrays verwaltet. Will man jetzt z.B. auf den Blau-Wert von green zugreifen, schreibt man folgendes:

trace(farben[1][2]);

Das ist natürlich nicht besonders schön, denn wenn man eine Nacht drüber geschlafen hat, weiß man nicht mehr, an welcher Index-Position was in welchem Array steht. Lösung: Schreibst Du cool Objekt:

red = new Object(); red.r = 255; red.g = 0; red.b = 0; // green = new Object(); green.r = 0; green.g = 255; green.b = 10; // blue = new Object(); blue.r = 0; blue.g = 0; blue.b = 255; // farben = new Object(); farben.red = red; farben.green = green; farben.blue = blue;

Wenn man sich etwas Schreibarbeit sparen will, schreibt man den ersten Block als »assoziatives Array«:

red = {r:255,g:0,b:0};

Das bewirkt das selbe. Jetzt kommt der Clou: Will ich auf den Blau-Wert von »green« zugreifen, muss ich mir keine Array-Inhalte und Index-Positionen merken, sondern schreibe:

trace(farben.green.b);

Coole Sache!
Nach der Pause erklärte uns Matthias, was für die nächste Prüfung in der Woche des 24. Mai unbedingt sitzen muss: duplicate, dynamische Pfade, Drag’n'Drop, hitTest. Im Prinzip die »Bier-germeister«-Übung, die wir machen müssen.

Die Gameworker (Matthias und Andi) bauten im Februar die Website für den Film »Das geheime Fenster« mit Johnny Depp, der diese Woche hierzulande anläuft. Jemand aus dem Kurs wollte in der Pause von Matthias wissen, wie sie den Effekt mit den auseinanderspringenden Buchstaben gemacht haben, und wie das Puzzle funktioniert.
Ersteres war etwas komplizierter, ein einfaches Puzzle klickte uns Matthias schnell zusammen: Simple Sache, wenn man weiß, wie’s geht. Für ein Puzzle kann man übrigens eine selbst per Prototyping definierte _z-Property gut gebrauchen: Wenn der User ein Puzzleteil anklickt und über die Bühne schiebt, soll es ja ganz oben liegen und nicht unter den anderen Teilen verschoben werden. Daher muss man per ActionScript den Tiefenwert ändern, um es nach ganz oben zu stapeln.

Zum Ausklang erhielten wir von Jochen, dem Kursleiter, die Vorgaben für unser Abschlussprojekt: Satte drei Seiten, plus eine Seite mit Hinweisen zum Notensystem. Dazu mehr in einem eigenen Eintrag.

Erschienen am Dienstag, 27.04.2004 @ 20:52 | Kommentare deaktiviert
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Party on

Wie schon im Flash-Eintrag von heute erwähnt, bekamen wir am Schluss des Unterrichts die Vorgaben für unser Abschlussprojekt.
In der Woche des 24. Mai gibt’s eine Einzelbesprechung mit dem Kursleiter zu dem Grobkonzept, das sich jeder von uns ausgedacht hat. In dieser Woche findet auch die vierte und letzte Zwischenprüfung statt, am Montag die Theorie, und an individuellen Terminen eine praktische Einzelprüfung (wie in der 2. Prüfung mit Cinema). Vermutlich ist die Grobkonzept-Besprechung dann nach der praktischen Prüfung.
Danach wird vom Studenten ein Feinkonzept ausgearbeitet, das bis spätestens 12. Juno um 17 Uhr abgegeben werden muss. Das Projekt selbst wird spätestens am 5. August um 17 Uhr abgegeben. Ab 17:01 Uhr gibt es pro Kalendertag 3 Prozentpunkte Abzug bei der Note. »S-Bahn verpasst« oder verspätete Abgabe durch Datenverlust ist keine Entschuldigung, das kann man beim Kunden ja auch nicht bringen.

Was muss geboten werden, wie sieht das Projekt aus? Eigentlich sind es drei Projekte:

  1. Eine HTML-Website mit CSS (zur Schriftformatierung) und Javascript (zur Formularkontrolle), in der kein Flash vorkommen darf. Für mindestens zwei Teilbereiche muss es ein administrierbares CMS geben.
  2. Eine reine Flash-Site mit abbrechbarem Intro und Sounds. Die Flash-Site muss zur HTML-Site passen.
  3. Ein Spiel mit verschiedenen Levels und Highscore, wahlweise in Flash oder Shockwave-Director. Das Spiel muss inhaltlich nicht zur HTML- und Flash-Site passen.

Ein Haufen Holz. Es gibt noch ein paar weitere Pflichtinhalte wie z.B. ein korrektes Impressum oder sauber abgeschlossene HTML-Tags, aber ich will hier nicht die ganzen Vorgaben abschreiben. Das Projekt muss auf IE 5.5 und Netscape 7 auf Windows und Mac laufen, sowie zusätzlich auf Safari.
Es muss für eine Bandbreite von 56 K optimiert werden und der Gesamtumfang mit allen Downloads darf 20 MB nicht übersteigen. Abgegeben wird auf einer CD-ROM mit allen offenen Files, sowie durch einen Upload auf einen SAE-Server, auf dem die dynamischen Inhalte laufen müssen.

Wer die Pflichtinhalte perfekt umsetzt, kann mit einer Benotung von 80% rechnen. Wer eine bessere Note haben möchte, muss das Projekt ausbauen: 90% gibt’s nur, wenn auch die Inhalte des Flash-Bereichs über ein CMS administriebar sind.
Zusätzlich kann man Bonuspunkte sammeln für Dinge wie: Layout der HTML-Site mit CSS, Video for Web, Video in Flash, QTVR, Speicherung des Spiele-Highscores in einer Datenbank etc.
Ein Haufen Holz. Aber ich freu’ mich drauf!

Jetzt brauche ich nur noch eine gute Idee.
Ich versuche, an einen Auftrag von einem »echten« Kunden zu kommen. In erster Linie, um eine nette Referenz zu haben, und außerdem, um meinem Konto einen kleinen Gefallen zu tun.
Allerdings möchte ich entweder was Cooles machen, oder etwas halbwegs Cooles, was für eine gute Referenz sorgt – z.B. eine Arbeit für eine größere Firma. Also keine Homepage für die Zahnarztpraxis Dr. Fuggerle. Es muss etwas sein, das rockt! Ich hätte die Möglichkeit, die Website für einen Orthopäden zu machen, aber Stützstrümpfe rocken nicht.   :-)
Falls sich nichts für fremden Namen ergeben sollte, würde ich mir was Eigenes ausdenken, wo ich mich dann austoben kann.

Ansonsten: Die Diplomarbeit muss bis 1. Juli um 17 Uhr abgegeben sein, ab 17:01 gibt’s 3% Abzug von der Note pro Kalendertag.
Am 13. August um 10 Uhr ist die 3-stündige theoretische Abschlussprüfung, in der Woche des 16.8. findet die 3-stündige praktische Abschlussprüfung statt (als Einzelprüfung, wie in der 2. und 4. Zwischenprüfung).
Über das Notensystem schreibe ich was, wenn’s soweit ist. Kurze Version: Alle theoretischen und praktischen Prüfungen, die beiden großen Projekte, das Abschlussprojekt und die Diplomarbeit, sowie die theoretische und praktische Abschlussprüfung werden unterschiedlich gewichtet, woraus sich die Endnote ergibt. Wer den CMD-Kurs mit einem Zeugnis bestehen will, muss mindestens 80% in der Endnote haben. Das Diplom gibt’s oben drauf, wenn die Diplomarbeit mit mindestens 70% benotet wurde.

Erschienen am Dienstag, 27.04.2004 @ 21:31 | Kommentare deaktiviert
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Essen wie Gott in Griechenland

Unglaublich, sowas suche ich schon seit ewigen Zeiten: www.griechische-gastronomie.de!
Ein (leider unvollständiges) Verzeichnis von über 1.400 griechischen Restaurants in ganz Deutschland. Hmm, okay, meine alten Überlegungen zu einer Website »Griechen dieser Welt« sind damit hinfällig…

Morgen geht’s erstmal nach Bayreuth: Nicht nur frühere Kolleginnen in der Filiale besuchen, sondern auch einem Top5-Griechen einen Besuch abstatten.
Ich habe überlegt, da ich im Besitz einer BahnCard 100 bin, diesen Umstand auszunutzen und etwas in der Republik rumzukurven: Befreundete Kollegen in der Bank besuchen, Nicht-Banker-Freunde besuchen, Städte anschauen, meine früheren Wirkungsstätten fotografieren, griechisch essen. Und unterwegs im Zug die Bücher für meine Diplom-/Facharbeit wälzen (so mache ich das morgen auf der Fahrt nach Bayreuth). Mal sehen, wie sich das einrichten lässt: Allenfalls geht’s im Mai, wenn ich noch die Bücher für meine Facharbeit lesen muss. Ab Juni – spätestens – schließe ich mich ein, um am Abschlussprojekt zu arbeiten.

Erschienen am Dienstag, 27.04.2004 @ 21:48 | Kommentare deaktiviert
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Mittwoch, 28.04.2004

Besuch in Bayreuth

Heute war ich wie gesagt in Bayreuth, um frühere Kolleginnen in der Bankfiliale zu besuchen. Zuvor ein Abstecher beim Top5-Griechen »Plaka«, der exzellent wie eh und je ist. Mal sehen ob ich dazu komme, im Mai alle Städte mit Top5-Griechen zu bereisen, um die Liste zu aktualisieren.
Auf der Hin- und Rückfahrt im Zug kam ich ganz gut mit der Lektüre für meine Diplomarbeit voran. Allerdings nicht ganz so flüssig wie gedacht, denn das Notieren von wichtigen Passagen auf Karteikarten hemmt etwas den Lesefluss.   :-)

Das Plaka ist ein Luxusgrieche: Sehr gediegene Einrichtung, gehobene Preise, Stoffservieten, neues Besteck nach der Vorspeise. Daneben ist auch das Essen sehr lecker und die Bedienungen sind zuvorkommend.
Die Preise meines Mittagessens:

  • Spezi (0,5 Liter): 3,10 €
  • Dolmadakia (warm, »Bayreuth-Style«, als Vorspeise): 3,90 €
  • Souvlaki: 9,90 €

Dolmadakia sind mit Reis gefüllte Weinblätter. Dazu gibt es Tzatziki. In manchen Restaurants wird Dolmadakia kalt serviert, in anderen warm. Warm habe ich sie zum ersten Mal im »Plaka« bekommen, daher »Bayreuth-Style«. Dolmadakia sind nicht zu verwechseln mit Dolmades: Ebenfalls gefüllte Weinblätter, aber zusätzlich zu Reis mit Hackfleisch. Dolmades werden immer warm serviert mit einer Eier-Zitronen-Soße.
Beim Souvlaki gibt es zwei Spieße sehr zartes, helles und mageres Schweinefleisch, quadratisch geschnitten, mit doppelten Grillstreifen. Als Beilage: Etwas Tzatziki, ein Häufchen Tomatenreis und zwei Salzkartoffeln mit etwas Tomatensoße.
Die Tzatziki-Viskosität ist sehr hoch. Da tropft nichts, wenn man den Tzatziki mit dem selbst gebackenen Weißbrot aufnimmt. Ob das von Vorteil oder Nachteil ist, ist letztlich Geschmackssache, ich habe es gerne etwas flüssiger. Die Knoblauch-Schärfe geht in Ordnung, nicht zu viel und nicht zu wenig.
Das Spezi scheint aus einer lokalen Brauerei zu kommen (evtl von Veltins, mit dem das Plaka einen Vertrag hat?), es ist jedenfalls weder MezzoMix (Coca Cola) noch Schwipp-Schwapp (Pepsi).

Telefonnummer des Plaka: 0921 – 53303. Die Adresse: Sophienstraße 18, 95444 Bayreuth (Nähe Marktplatz, Seitenstraße von der Fußgängerzone). Öffnungszeiten: täglich 11:30 bis 14:30 Uhr und 17:30 bis 23:30 Uhr.

Nach dem Essen ging ich zur Filiale, so dass ich mit den beiden Kolleginnen dort die Mittagspause verbringen konnte (eine sehr kleine Filiale, nur 2,6 Planstellen). Das Treffen war recht nett und wir konnten uns mal wieder über Neuigkeiten austauschen, aber über das Treffen kann ich hier nicht mehr schreiben.

Hier noch ein paar »Impressionen« aus Bayreuth (Bilder anklicken zum Vergrößern):

Standort Kanalstraße/La-Spezia-Platz: Hier steht man, wenn man vom Banhof aus einige Minuten die Bahnhofstraße hinunter gegangen ist, und den Hohenzollernring überquert hat. Zu sehen ist die Schlosskirche, dahinter das Alte Schloss. Die Treppe im Bild ging ich dann hoch, durch den Hof des Schlosses, in die Fußgängerzone.
Hier zunächst noch ein Bild der Kanalstraße, gleicher Standort, etwas nach links geneigt. Das Besondere an diesem Platz bzw. der Straße ist der Kanal. Auf den Bänken und den Stufen zum Kanal hinunter sitzen im Sommer Menschen um sich zu unterhalten oder zu lesen.
Mit der Fußgängerzone verbunden sind einige kleine, schattige Gässchen. Ist ganz schön, dort abends entlang zu laufen, wenn es eine laue Sommernacht hat. Im Bild zu sehen ist die Stadtkirche und das Alte Rathaus.
Das ist das Plaka in der Sophienstraße (die rechte Tür). Eine etwas abgelegene Nebenstraße nahe der Fußgängerzone, sehr ruhig. Neben dran ist noch ein Café.
Zurück in der Fußgängerzone, und zwar im Westteil. Die Fußgängerzone wird durch den Sternplatz getrennt, der Blick geht auf diesem Bild in Richtung Sternplatz. Nach diesem kommt die Richard-Wagner-Straße. Die Straße ist hier sehr breit, und Busse fahren hier durch zum Busbahnhof am Marktplatz (hinter mir).

Erschienen am Mittwoch, 28.04.2004 @ 18:59 | Kommentare deaktiviert
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Donnerstag, 29.04.2004

Alles im grünen Bereich

Es gibt nichts besonderes zu berichten. Heute Vormittag ein halb privater, halb dienstlicher Besuch im Nachbarort bei Peter.
Den Rest des Tages brütete ich über der Flash-Pflichtübung für die SAE: Schwieriger als gedacht, und der Lernprozess bei Flash ist recht steinig… Holger und Andi beantworteten mir freundlicherweise kleinere Fragen via ICQ oder Telefon, wenn ich mal gar nicht weiter kam.
Ich habe wichtige »Wegpunkte« in der Übung geschafft, so dass ich ganz zufrieden bin.

Erschienen am Donnerstag, 29.04.2004 @ 22:20 | Kommentare deaktiviert
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