Dienstag, 20.04.2004
Yugop
Der zweite Tag Flash-Unterricht in dieser Woche. Heute waren wir komplett mit einer Aufgabe beschäftigt: Wir bauen uns ein Menü. Nicht irgendein Menü, sondern ein Yugop-Menü, und nicht irgendwie schnell hingeschludert, sondern komplett dynamisch.Yugo Nakamura, die Älteren werden sich erinnern, bastelte 1998 mit »mono*crafts« ein Menü, das für damalige Verhältnisse bahnbrechend war: den Yugop-Slider. Sowas gab’s vorher nicht, und es wurde in Flash 4 realisiert, das bezüglich ActionScript noch völlig in den Kinderschuhen steckte.
Heute zieht so ein Menü niemanden mehr vom Stuhl: Hunderte Tutorials haben sich mit dem Aufbau befasst und Pro7 hat den Stil für sein On-Air-Design geklaut. Dennoch: Es sieht immer noch schick aus, ist auf seine Weise durchaus funktional und es ist nicht ganz trivial zusammenzubauen.
Mangels Zeit beschränken wir uns allerdings darauf, das Menü nach links und rechts sliden zu lassen, wenn man seine Maus nach rechts bzw. links bewegt. Das Ein- und Auszoomen, wenn man mit der Maus nach oben oder unten fährt, lassen wir weg.
Der Clou ist, dass wir das Menü dynamisch aufbauen. Bedeutet: Die Reihenfolge und Beschriftung der Buttons ist nicht fix. Eine kleine Änderung im Script genügt. Und da wir nicht jeden Button einzeln zeichnen, sondern ein MovieClip duplizieren, sind Änderungen am Aussehen der Schaltflächen ebenfalls simpel: Einmal die Vorlage ändern, schon zieht sich die Anpassung bei allen Instanzen durch.
Oder wie Matthias sagt:
»Auch wenn Ihr eine Viertelstunde Rollover-Animation drauf habt, könnt Ihr jeden Morgen zum Frühstück Eure Buttons ändern.«
Der Vorteil liegt auf der Hand: Kunde ruft an und wünscht eine Änderung, am besten bis gestern. Eine Sache von zwei Minuten. Für so eine Aufgabe kommen wieder Arrays, Funktionen und dynamische Pfade zum Einsatz, außerdem natürlich for-Schleifen, eine for-in-Schleife und eine if-Abfrage.
Die entscheidende Zeile, um das Menü jeden Morgen ändern zu können, ist diese hier:
button_array = new Array("Anfang", "Produkte", "Referenzen",
"Profil", "Impressum", "Gewinnspiel", "Downloads", "Trailer", "Ende");
[»Anfang« und »Ende« sind natürlich keine sinnvollen Namen für eine Navigation, sie dienen nur zur Veranschaulichung, wo das Menü aufhört.]
Um eine lange Geschichte kurz zu machen: Das ist das Ergebnis des heutigen Unterrichts:
Gut, ist nicht perfekt, aber ein guter Anfang, oder?
Ob man einen Yugop-Slider baut oder ein senkrechtes Menü, bei dem sich nichts bewegt, ist egal: Die Technik ist die selbe.
Zum Schluss bekamen wir noch die nächste Pflichtübung, ein kleines Spiel in Flash (»Bier-germeister«). Paar if-Abfragen, Kollisionsabfrage, Drag’n'Drop. Übrigens die neunte von elf Übungen. Die geplante Netzwerk-Übung fällt aus. Abgesehen von der jetzigen Flash-Übung stehen noch an: »Advanced Authoring« (Lingo-3D und Imaging-Lingo) und »PHP«. Bisher habe ich alle Übungen bestanden, außer die Cinema-Übung, die ich nicht gemacht habe. Maximal darf man drei Übungen verpassen bzw. nicht bestehen.
Wer mag, kann zusätzlich eine freiwillige Übung machen, die durchaus knackig ist:
Klicksdu auf den Böppel. Infos gibt’s dann auf dem Fragezeichen. Ansonsten viel Spaß beim Erkunden!
Ansonsten: Es gab Noten! Dritte Prüfung, Theorie: 82%. Der Praxistest mit After Effects: 92%. Außerdem die Note des zweiten Projekts: 89%. Ich fand’s ja nicht so prickelnd und vorzeigbar, aber technisch hat’s wohl einigermaßen gepasst.
Erschienen am Dienstag, 20.04.2004 @ 19:46
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Tags: flash, SAE
