Archiv für Juni 2004

Dienstag, 01.06.2004

Sachen in Flash reinholen für Fortgeschrittene

Heute war wieder Matthias da, um uns noch ein paar Dinge zu Flash und dynamischen Inhalten zu erzählen (durch Andis Erkrankung ist ein bisschen was durcheinander gekommen im Ablauf).

»Wir machen heute total krasses Zeug.«

Letzte Woche sahen wir uns an, wie man per loadVariables Daten aus einer Textdatei in Flash importieren kann. Die Daten müssen als Variable-Wert-Paarung vorliegen. Aber warum mit Textdateien arbeiten, wenn die HTML-Website eh von einer Datenbank gefüttert wird? Thema heute war daher, wie wir Daten aus einer Datenbank in Flash bekommen (und wieder in die DB schreiben können).

Dazu muss man ein paar Klimmzüge anstellen, denn Flash bzw. ActionScript kann sich nicht direkt mit einer Datenbank verbinden. Das ist aus Sicherheitsgründen notwendig: Es wäre nicht so klug vom Client aus (dem Flash-Plugin) die Zugangsdaten zur Datenbank zu versenden. Ein Script auf dem Webserver kann das gerne machen. Lösung: Wir basteln uns eine PHP-Datei, die wieder mit loadVariables in den Flash-Film geladen wird (fertig geparst).
In der PHP-Datei kann die DB-Verbindung hergestellt werden und wir können mit allen Befehlen arbeiten, die uns durch die Verbindung HTML<->PHP eh schon bekannt sind.

An sich eine einfache Sache, wenn man mal das Prinzip und die Abläufe verstanden hat. Die PHP-Datei wird von Flash aus aufgerufen, vom Webserver ausgeführt und an Flash zurückgeschickt.

»Das ist im Prinzip alles, was wir heute machen, nur dass wir jetzt noch ein Riesenbeispiel drum rum bauen.«

Das Beispiel folgte sogleich in Form eines Gästebuchs. Die Einträge werden in einem Flash-Film angezeigt und es können auch neue Einträge geschrieben werden – ebenfalls im Flash-Player. Jetzt haben wir die nötigen Grundlagen, um im Abschlussprojekt die Flash-Site ebenfalls mit dynamischen Inhalten zu betreiben.

+++

Am Nachmittag stand für mich (und einige andere) noch die vierte praktische Zwischenprüfung auf dem Programm. Wieder eine Einzelprüfung, wie bei Cinema. Abgenommen wurde die etwa halbstündige Prüfung nicht von Jochen (Kursleiter), sondern von Matthias. Dass Matthias ein Freund von mir ist half mir nicht, er hat mir’s deswegen nicht leichter gemacht.   :-)
Aber lief gut.
Ich gehe nächste Woche MO/DI nicht in die SAE, sondern erst am Samstag den 12. Juni. Ich brauche die zwei Tage, um an meinem Feinkonzept für das Abschlussprojekt zu arbeiten. Das endgültige Konzept muss spätestens am Samstag abgegeben werden.

P.S.: Es gibt schon eine Möglichkeit, per ActionScript auf eine Datenbank zuzugreifen: Flash Remoting. Ein Server von Macromedia; aber weswegen teuer Geld bezahlen (ab 1.240 Euro), wenn man es mit PHP auch umsonst haben kann?

Erschienen am Dienstag, 01.06.2004 @ 18:04 | Kommentare deaktiviert
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Adebar und Familie sind zurück in der Stadt

Schade, dass ich heute keine Kamera dabei hatte: Im Wiesengrund staksten heute 16 (sechzehn!) Störche über ein Feld!
Das mag ich an Erlangen: Die paar Quadratkilometer Wiesen und Felder, die die Stadt von Nord nach Süd teilen. Ideal zum Radfahren. Es wäre zum Glück auch gar nicht möglich, die Fläche zuzubauen: Wenn es ein paar Tage regnet, tritt die Regnitz über ihre Ufer und überschwemmt den kompletten Wiesengrund.

Wer’s mal auf der Karte sehen möchte: Stadtplandienst, als Ort »Erlangen«, als Straße »Herzogenauracher Damm«, Kartengröße 5×5 Kacheln und Zoomstufe ggf. auf einen größeren Maßstab erhöhen.
Keine Angst, die eingezeichneten dicken Straßen führen auf Brücken über die Flußauen und den Wiesengrund.

Erschienen am Dienstag, 01.06.2004 @ 19:24 | Kommentare deaktiviert
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Mittwoch, 02.06.2004

Prinzip Freude

Seit kurzem läuft die Werbekampagne für BMWs neue Modellreihe, den 1er. Ein genialer Werbespot, auch wenn es nicht unbedingt mein Auto ist (das Basismodell von der Stange kostet außerdem schon 20.000 Euro).
Der Spot wurde laut einer wuv-Meldung von Jung von Matt produziert und läuft noch bis Ende Juni im Fernsehen. Den 1er gibt es ab Herbst zu kaufen.

Noch besser als die Bilder des Spots selbst ist die Musik: »Principle of Joy« von »thom.« (Thomas Hanreich).
Leider gibt es den Song noch nicht zu kaufen; er kommt erst im September, wenn es die Schüssel zum Song gibt.

TV-Mitschnitt des Songs: Klicksduhier.

Erschienen am Mittwoch, 02.06.2004 @ 15:33 | Kommentare deaktiviert
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Donnerstag, 03.06.2004

Der Deutschland-Querulant

Die Überschrift ist eine kleine Hommage an den MTB-Reisebericht von Florian Michahelles, der 1995 mit dem Fahrrad über die Alpen gefahren ist, von Obersdorf zum Gardasee.
Mein kleiner Ausflug heute führte mich zwar nicht über die Alpen und auch nicht per Rad, aber die Überschrift ist denke ich würdig für diese Tour.   :-)

Wie bekannt, habe ich mir zum Hin- und Herfahren von und zur SAE zwischen Nürnberg und München eine Netzkarte gekauft. Schon seit einiger Zeit habe ich vor, mal ein bisschen mit dem Zug in der Gegend rumzufahren, wenn es schon nichts kostet. Am Mittwoch habe ich mir spontan überlegt: »Morgen mach’ ich das.«
Ganz sinnbefreit sollte es natürlich nicht sein: Für die Facharbeit muss ich noch einiges an Lektüre bearbeiten und im Zug habe ich Gelegenheit dazu. Es bietet sich sogar an, sich dafür in den Zug zu setzen: Kein Telefon, kein Internet mit Mail, Chat und Web, kein Kühlschrank, kein Fernseher, null Ablenkung.

Daher ging es heute morgen um 6 aus dem Haus. Mit dem Bus nach Erlangen in die Stadt, denn es regnete. Laut tagesschau.de/wetter sollte es heute in Bayern und Baden-Württemberg regnen, weiter nördlich war strahlend blauer Himmel bei Temperaturen um 20 Grad angekündigt. Ich nahm deswegen auch keine Jacke mit: Ich würde ja eh den ganzen Tag im Zug sitzen und nur in Hamburg etwas frische Luft schnappen. Am Morgen war’s bei 14 Grad noch etwas frisch auf dem Bahnsteig, aber es ging.

Hamburg? Korrekt. Mit dem RegionalExpress ging’s zunächst von Erlangen nach Nürnberg. Dort beim McDonald’s eingekehrt (ja, es war 7 Uhr früh, aber für mich war das Mittagessen, ich war schon was länger wach) und dann auf Gleis 6 in den ICE 886 von Nürnberg nach Hamburg. Abfahrt pünktlich um 07:38 Uhr.

»Heute konnte leider kein Faltblatt ‘Ihr Reiseplan’ ausgelegt werden, wir werden es aber trotzdem bis nach Hamburg schaffen. Der nächste Halt um 8 Uhr 30 ist Würzburg.«

Über die Fahrt gibt’s nichts besonderes zu berichten. Ein ICE der ersten Generation – ab und an ging’s mal etwas holprig über die Schienen, eigentlich ungewöhnlich. Der Zub kam zum Glück recht bald nach der Abfahrt, so dass ich bis zum Personalwechsel noch eine Runde schlafen konnte. Ich weiß nicht mehr genau, bis zu welcher Station, dürfte Fulda/Kassel gewesen sein. Der Zug kommt aus München und hält unterwegs in Würzburg, Fulda, Kassel-Wilhelmshöhe, Göttingen, Hannover und Hamburg-Harburg. Nach dem Hamburger Hauptbahnhof fährt er noch nach Dammtor und Altona.
Nach Würzburg drehte der Lokführer auf und wir fuhren mit 250 über die Schnellstrecke.

Im ICE1 kurz vor Hamburg

Von allen Fotos in diesem Eintrag kann durch Anklicken eine größere Version geladen werden.

Ab Göttingen las ich meine Facharbeit-Lektüre und kam gut voran.

Am Arbeiten.

Pünktliche Ankunft um 11:54 Uhr in Hamburg-Hauptbahnhof; etwa seit Hannover begleitete uns blauer Himmel, wie vorhergesagt.

Blick auf HamburgGroßmarkt Hamburg
Mit diesem Wagen fuhr ich bis Hamburg  :-)Beweisfoto: Ankunft in Hamburg

In Hamburg selbst hatte ich kaum Gelegenheit, um mir die Stadt anzusehen und Fotos zu machen: Der Aufenthalt war nur drei Stunden. Ich aß einen Happen und fuhr ein bisschen durch die Gegend (durch den doch recht spontanten Aufbruch heute morgen habe ich auch versäumt, einen Stadtplan einzupacken). Wenn ich mal länger in Hamburg bin, mache ich bestimmt Fotos vom Hafen, den Landungsbrücken und den anderen Sehenswürdigkeiten. Immer wieder imposant, vor allem für einen Bahnfahrer wie mich, ist jedoch die riesige Bahnhofshalle von Hamburg:

Die Halle des Hamburger Hauptbahnhofs

Was hätte das für ein Foto werden können, hätte ich ein Stativ und ein lichtstarkes Objektiv dabei gehabt…
Der Hamburger Hauptbahnhof wird IMHO nur noch durch den in Leipzig übertroffen.
Vor der Abfahrt des nächsten Zuges suchte ich noch eine Sparda- oder Citibank-Filiale, um kostenlos Geld ziehen zu können (Cash-Pool; die Automaten der Reisebank im Bahnhofsgebäude kosten Gebühr). In der Umgebung fand ich nichts, dafür bin ich jetzt bestens über die größte Sexshop-Dichte Deutschlands informiert.

Gegen 14:45 war ich wieder am Hauptbahnhof zurück und ging ins Reisezentrum, um meine nächste Fahrkarte zu kaufen. Wenn ich schon mal so eine Tour mache und in Hamburg bin, dann muss ich natürlich auch mit dem Metropolitan wieder nach Süden fahren, dem Luxuszug der Deutschen Bahn (eigentlich nur Deutsche Bahn Gruppe, die Metropolitan Express Train GmbH ist selbstständig).
Ich wäre gerne Erste Klasse gefahren, denn es gibt ja die »Probierpreise«: Erste Klasse für 29 Euro, Zweite Klasse für 19. Dachte ich, aber die Online-Reservierung bot als günstigsten Probierpreis lediglich 49 Euro für die Zweite Klasse an, auch wenn ich für eine Fahrt in vier Wochen gebucht hätte (Normalpreis ist 74 Euro). Der günstigste Probierpreis für die Erste Klasse wäre 69 Euro gewesen (regulär 116).
Mit meiner BC100 kostet ein Ticket für die 2. Klasse nur 15 Euro, ein Upgrade für die 1. Klasse hätte 55 Euro gekostet (ich weiß aber nicht, ob da nicht noch die 20 Euro Grundpreis dazu kommen, die Inhaber einer BC100-1.-Klasse für den MET zahlen müssen).
Das war mir dann für den Moment doch zu teuer, weswegen ich ein Ticket für den Traveller-Bereich kaufte, eben die 2. Klasse. Sehr angenehm, wenn man im Reisezentrum an der Schlange vorbei zum verwaisten 1.-Klasse-Schalter laufen kann, den ich als b.c-Kunde mitbenutzen darf.

Mein Metropolitan-Fahrschein.

Der MET besteht aus vier Bereichen: Ein 2.-Klasse-Bereich namens »Traveller« und drei verschiedene 1.-Klasse-Bereiche, in dieser Reihenfolge: »Office« (Wagen 3 und 4), »Silence« (Wagen 5) und »Club« (Wagen 6 und 7). Von seinen sieben Wagen gehören fünf der Ersten Klasse an, nur zwei sind für die Zweite Klasse. Während der Fahrt kann man nicht vom Traveller-Bereich in die Erste Klasse wechseln. In »Traveller« gibt es nur Nichtraucher-Plätze.
Der MET fährt nur viermal am Tag von Hamburg nach Köln und umgekehrt. Unterwegs hält er nur in Essen und Düsseldorf, so dass es auf der Strecke Hamburg-Köln mit dreieinhalb Stunden die schnellste Bahnverbindung ist. Ein IC fährt in vier Stunden, hält dazwischen allerdings neunmal. Es gibt wenige direkte ICE-Verbindungen, die in ebenfalls vier Stunden siebenmal halten (alternativ in 4:12 Stunden mit einem ICE nach Hannover und von dort mit einem anderen ICE nach Köln).
Mein Metropolitan, MET 1032, ging um 15:12 Uhr von Gleis 14 von Hamburg nach Köln.

Metropolitan von obenMetropolitan von der Seite
Metropolitan am GleisMetropolitan von innen
Die Traveller-Klasse im MetropolitanSchild der Traveller-Klasse

Der Zug öffnete noch nicht seine Türen, als er im Hamburger Hauptbahnhof stand. Erst nachdem sie ein Metropolitan-Steward öffnete, als dieser von innen ein Zeichen erhielt, dass der Zug aufgeräumt sei, drückte er auf die Türöffner. Hast beim Einstieg gab es keine. Ist auch nicht nötig, denn der Metropolitan ist reservierungspflichtig. Die Reservierung ist im Fahrpreis enthalten und wird beim Ticketkauf automatisch vorgenommen, sie wird mit auf den Fahrschein gedruckt (ich hatte einen Platz an einem Tisch in Fahrtrichtung, wie am Fahrkartenschalter vor mir gewünscht).
Buchen kann man über das Web, in Reisezentren der Bahn, in Reisebüros oder per Call-Center (01805-905805; von 6 bis 22 Uhr).

Im Innenraum spielt leichte Jazz-Musik, allerdings nur bis zur Abfahrt – hätte von mir aus auch weiterspielen können. Der Traveller-Bereich hat ein bisschen was von der 1. Klasse eines ICE, andererseits aber auch wieder nicht: Die Sitze sind in 2+2-Reihen angeordnet (in den drei Erste-Klasse-Bereichen gibt es selbstredend 2+1-Bestuhlung). Die Tische sind aus Holz und ausklappbar, wie in der 1. Klasse des ICE (Nachteil: Zum Aufstehen muss man sie wieder zusammenklappen). Es gibt natürlich Teppichboden, außerdem hat jede Sitzreihe ein ganzes Fenster zur Verfügung, nicht nur 1/3 oder 2/3 wie in der 2. Klasse des ICE (3. Generation).
Dass die Sitze mit Stoff bespannt sind und nicht mit Leder, geht in Ordnung. Etwas enttäuschend ist jedoch, dass die Armlehnen aus unbezogenem Hartplastik sind, wie in einem InterCity – da ist selbst die 2. Klasse im ICE besser. Außerdem gibt es keine Audiokontrollen und Kopfhörerbuchse, so dass man kein Radio hören kann. Steckdosen gibt es wohl, ich hatte aber keinen Bedarf und habe mich deswegen nicht weiter gekümmert.

Erstklassig ist dagegen das helle Holz, die kostenlosen Tageszeitungen neben dem Eingang, die Laufruhe während der Fahrt und der Service: Während der Fahrt kamen dreimal Steward und Stewardess durch und boten kostenlose nicht-alkoholische Getränke wie Cola, Wasser, Apfelsaft oder Kaffee an. Gegen Bares gab’s auch Knabberkram wie »KitKat Chunky«.
Der MET fuhr gemütlich durch die Landschaft, mit vielleicht 160 km/h. Erst nach einer Stunde wurde es schneller, mit gefühlten 200 km/h.

Kostenlose Tageszeitungen im Metropolitan

Das Personal ist sehr freundlich, sogar die Durchsagen können sich hören lassen (»…mit den alleinigen Halten in Essen und Düsseldorf.«). Bei der Fahrscheinkontrolle ein seltsames Gefühl, denn zum ersten Mal seit zehn Monaten werde ich nach meiner Bahncard gefragt: »Und Ihre Netzkarte bitte noch.«
Wer per Telefon gebucht hat, muss nur seinen Namen nennen und wird auf einer Liste abgehakt, die die Stewardess auf einem Klemmbrett mit sich herum trägt. Ich glaube, klassische Fahrscheine haben die Telefonbucher gar nicht.
Im Metropolitan schaffte ich wieder ein gutes Stück meines Fachbuchs. Kurz vor dem Ziel gingen die Zugbegleiter nochmal durch und gaben jedem Fahrgast ein Mini-KitKat Chunky.

Die Abfahrt um 15:12 Uhr war pünktlich, bis zum ersten Halt in Essen erst zweieinhalb Stunden später (!) um 17:53 Uhr hatte der MET jedoch 10 Minuten Verspätung gesammelt. Der nächste Halt kurz darauf um 18:17 war Düsseldorf. Bis Köln, planmäßig um 18:41 Uhr, konnte die Verspätung auf 5 Minuten reduziert werden. Ankunft an Gleis 5. Ich musste um 18:54 an Gleis 6 stehen, also einmal Treppe runter und wieder raus. Glück gehabt: Anscheinend war der ICE 603 (ein ICE3) noch gar nicht eingetroffen.
Ich war allerdings etwas verwirrt, da der Zug laut Fahrtzielanzeiger nach Basel fahren sollte. Basel? Was will ich in Basel? Ich verließ mich aber auf Gleisangabe, die ausgeschriebene Uhrzeit und vergewisserte mich noch am Wagenstandsanzeiger: Ach so, erst nach Frankfurt, dann über Mannheim und Karlsruhe nach Basel.

Woah, was ich ja lächerlich finde, sind englische Werbeclaims, die nach großer Welt klingen wollen (es gibt nur wenige gute englische Claims deutscher Firmen). Beispiel heute morgen in Nürnberg, die Nürnberger Messe: »We make markets. Worldwide.«
Beispiel in Köln, die »Koelnmesse«: »We energize your business.«

Fahrtzielanzeiger für meinen Anschluss-ICE in Köln

»LH« wegen AIRail.

Der ICE 603 bestand aus zwei gekoppelten, recht kurzen ICE3-Halbzügen. Ich fand einen Platz an einem Tisch im vorderen Zugteil. Ich musste nur eine Stunde von Köln bis Frankfurt-Flughafen-Fernbahnhof fahren, um dort in den nächsten Zug umzusteigen. Der ICE fuhr mit sechs Minuten Verspätung, recht genau um 19 Uhr, aus Köln ab und hielt eine Viertelstunde später in Siegburg bei Bonn.
Eine junge Frau nahm an meinem Tisch Platz und es entwickelte sich ein nettes Gespräch. Sie fliegt mit der Lufthansa in neun Stunden non-stop für zwei Wochen in den Urlaub nach Thailand. Asien hatte ich schon vermutet, wegen ihres Reisepass und Impfausweises.   :-)

ICE3 von innen

Der Zug befuhr die Neubaustrecke und erreichte zeitweise 300 km/h. Als geübter Bahnfahrer glaube ich sagen zu können, dass man die Geschwindigkeit auch merkt, zumindest daran, wie zügig die Landschaft an einem vorbeihuscht. Spätestens dann, wenn der ICE3 neben der Autobahn fährt.   ;-)
Dass es auf der Strecke 30 Tunnel gibt, merkt man kaum. Manchmal fährt der Zug auch nur durch eine Betonröhre, aber man kann durchaus auch die Landschaft sehen.
Die sechs Minuten Verspätung konnte der Zug bis Frankfurt-Flughafen sogar gut machen, wir kamen pünktlich um 19:50 Uhr an. Verabschiedung an der Rolltreppe, und ich ging auf’s Nachbargleis.

Auf der Neubaustrecke

Der Fernbahnhof am Frankfurter Flughafen ist erst wenige Jahre alt (er wurde zusammen mit der Neubaustrecke gebaut und 2002 in Betrieb genommen), die Architektur ist recht futuristisch. Ansonsten gibt’s an dem Bahnhof nicht sehr viel spannendes, denn er ist ein reiner Umsteigebahnhof: Entweder vom/zum Flugzeug oder in andere Züge – ein bisschen wie Hamburg-Dammtor: Im 10-Minuten-Takt fahren Fernzüge ein und halten nur wenige Minuten.
Wie nicht anders zu erwarten sind im Fernbahnhof bereits die neuen, suboptimalen Fahrtzielanzeiger angebracht; in Hamburg und Köln hängen noch die alten.
Sorry für die Fotos, aber das Stativ lag zu Hause:

Frankfurt Flughafen Fernbahnhof

 

Nochmal der Frankfurter Fernbahnhof am Flughafen

Pünktlich um 20:02 konnte ich in den nächsten ICE einsteigen: der ICE 927, wieder ein ICE1 (in meinem Wagen mit ICE2-Sitzen in ICE1-Anordnung). Er kam von Kiel und passierte um 17:44 ebenfalls Köln, fuhr dann aber über die alte Rheinstrecke bis Frankfurt und fährt mich von Frankfurt nach Nürnberg.
Ich stieg ein und fuhr zunächst zum Frankfurter Hauptbahnhof, wo der Zug die Fahrtrichtung wechselte. Ich tauschte viermal den Platz, ehe ich den perfekten Sitzplatz gefunden hatte; zum Glück war der Zug um die Uhrzeit bereits recht leer und ich nervte nicht zu viel Fahrgäste mit meinem Platzhopping (und dank der Leere hatte ich genug Auswahl). Der perfekte Platz war für mich in diesem Fall an einem Tisch in Fahrtrichtung, mit Fenster, aber auf der sonnenabgewandten Seite, um in Ruhe mein Buch lesen zu können, und nicht Licht-an-Licht-aus spielen zu müssen.

Fest im Blick: Der perfekte Sitzplatz

Der Hunger drängte, denn seit dem Fischmäc und dem Doppelcheeseburger am Morgen und dem Lahmacun in Hamburg hatte ich nichts weiter gegessen. Auf ins BordRestaurant, eine Cola (Halbliter-Glasflasche mit Schraubverschluss) und ein KitKat Chunky kaufen. Cola/Spezi hätte ich gerne in Köln gekauft, aber die Umsteigezeit war wegen der MET-Verspätung zu knapp (und ich wusste ja nicht, dass der Anschluss-ICE mit Verspätung abfahren würde). Im Zug macht das satte 3,80 Euro; gesalzene 2,70 für die Cola und 1,10 für das Chunky.

Pünktliche Ankunft um 22:29 Uhr in Nürnberg. Zurück von Nürnberg nach Erlangen ging es mit dem IC 2169 um 22:44 Uhr, der pünktlich abfuhr und pünktlich um 23 Uhr in Erlangen ankam. Dort ab ins Subway, ein footlong Chicken-Teriyaki geordert und um 23:20 mit dem Bus nach Hause.

Fazit

Es lief alles wie geplant. Die Bahn kam, bis auf die fünf Minuten mit dem MET in Köln, pünktlich an und ich erreichte alle Anschlüsse so, wie ich sie mir vor Abfahrt bei HAFAS ausgedruckt hatte. Ich kam entscheidend weiter in meiner Facharbeitslektüre. Zwischen Köln und Frankfurt hatte ich eine nette Unterhaltung, in Hamburg sonnige drei Stunden und ein paar nette Erfahrungen für einen »Bahn-affinen« Typ wie mich.
Ich überlege, wo ich als nächstes hinfahre, denn ein Buch hätte ich da noch durchzulesen, und das bietet sich ebenfalls für lange Bahnfahrten an. Im März habe ich schon mal in de.etc.bahn.tarif+service angefragt, was ich mit meiner Netzkarte im grenzüberschreitenden Verkehr beachten muss, wenn ich nach Salzburg oder Straßburg fahren möchte (der Thread ist lesenswert, falls jemand in eine der beiden Städte fahren will und evtl sogar auch eine Netzkarte hat). Speziell Salzburg würde ich auch gerne mal bei Tag sehen, denn Silvester 2002 auf 2003 war’s recht dunkel.   :-)
Außerdem habe ich in Salzburg leckeres Schnitzel Ösi-Style gegessen (mit Petersilienkartoffeln).

Oder doch nach Berlin? Ich könnte um 06:47 in Erlangen abfahren, käme gegen 11:15 an und hätte sieben Stunden Aufenthalt für Fotosafari, ehe ich um 18:32 wieder zurück fahren könnte, Ankunft in Erlangen um 23:08 Uhr. Pro Richtung dauert die Fahrt 4:36 Stunden, genug Zeit für das Buch, das ich im Sinn habe. Berlin hätte den Vorteil, dass ich im ICE-T fahren könnte; sowohl für Straßburg als auch Salzburg muss ich einen EuroCity benutzen (und das ist ein ziemlicher Komfort-Unterschied).
Mal sehen. Wenn, dann eh erst in der Woche vom 14. Juni, denn nächste Woche muss ich mich um das Konzept für das Abschlussprojekt kümmern (Abgabe am 12. Juni).

Für die Statistiker

StreckenverlaufErlangen-Nürnberg, Nürnberg-Hamburg, Hamburg-Köln, Köln-Frankfurt(Flughafen Fern), Frankfurt-Nürnberg, Nürnberg-Erlangen
Zurückgelegte KilometerKeine Ahnung, da hätte ich mal die Daten aus den Faltblättern »Ihr Reiseplan« aufschreiben sollen.
Benutzte Züge2x ICE1, 1x MET, 1x ICE3, 1x RE, 1x IC
Abfahrtszeiten06:05 – Bus Hüttendorf
06:47 – RE Erlangen
07:31 – ICE Nürnberg
15:12 – MET Hamburg
18:54 – ICE Köln
20:02 – ICE Frankfurt
22:44 – IC Nürnberg
23:20 – Bus Erlangen
Zug-Fahrtkosten15 Euro

Erschienen am Donnerstag, 03.06.2004 @ 23:54 | Kommentare deaktiviert
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Freitag, 04.06.2004

Alles wieder im grünen Bereich

In dieser Woche sah diese kleine Website für Benutzer des IE/Win etwas seltsam aus: Der Text der Einträge lief rechts aus dem Browserfenster »heraus« und wurde unterwegs von der rechten Navi-Spalte verdeckt.
Ursache war, dass ich am Stylesheet rumgespielt hatte. Geplant war eigentlich, das Aussehen der Site für Benutzer von IE/Win zu verbessern. Ich wollte erreichen, dass der Text des ersten Eintrags auf der Höhe des »my two cents«-Schriftzugs in der rechten Spalte beginnt. Das klappte auch, jedoch habe ich mir zur Kontrolle nicht die Startseite angesehen, sondern nur die »Letzte Worte«-Seite, die viel kürzere Textzeilen hat und auf der dieses Problem daher nicht erschien.

Inzwischen ist das Problem behoben und die Seite sieht jetzt auch im IE/Win so aus, wie ich mir das ursprünglich vorgestellt hatte. Sorry für das Durcheinander für ein paar Tage! Davon ab empfehle ich IE/Win-Benutzern, sich mal einen anderen Browser anzusehen, da IE/Win nicht nur unsicher, sondern auch technisch veraltet ist. Wie wär’s denn mit Mozilla Firefox?

Erschienen am Freitag, 04.06.2004 @ 14:51 | Kommentare deaktiviert
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Mac-TV wird 250

Da gratuliere ich herzlich! Seit einiger Zeit verfolge ich mangels Zeit nicht mehr alle Sendungen, sondern sehe mir nur gelegentlich einzelne Beiträge im Archiv an, aber die sind immer wieder gut.
Es geht auch nichts über Jörns Artikel. In seinem neuesten Streich stellt er einige Überlegungen dazu an, weswegen sich die europäische Musikindustrie so schwer mit der Einführung des iTMS tut, und welche historische Chance die amerikanische Musikindustrie verspielt hat, in dem sie nicht direkt online an die Konsumenten verkaufte.

Erschienen am Freitag, 04.06.2004 @ 14:58 | Kommentare deaktiviert
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Übermorgen

Heute Abend war ich mal wieder mit Gerd im Kino. Geboten wurde der neueste Blockbuster Emmerich’scher Machart: »The Day after tomorrow«. Über den Inhalt brauche ich nichts zu schreiben, vom Hype um den Film bleibt man ja kaum verschont.
Der Film selbst ist zu ertragen wenn man weiß, worauf man sich einlässt: (Vorhersagbare) Dramaturgie vor Logik, Effekte vor Tiefgang. Ein paar Mal tut das Zusehen allerdings arg weh, zum Beispiel, als man einem Wolkenkratzer dabei zusehen kann, wie er schockgefrostet wird. Siehe »Dramaturgie vor Logik«, vor irgendwas müssen die Protagonisten ja davon laufen, wenn sie es schon nicht abschießen können.
Etwas überraschend fand ich das recht dünne Happy End, in das sich Spurenelemente eines Sad Ends mischten.

Ansonsten stelle ich fest, dass es bei Katastrophenfilmen inzwischen ja schon als Stilmittel durchgeht, wenn man in irgendeiner Form einen Hund auftauchen lässt…
Muss man TDAT gesehen haben? Nein, nicht wirklich. Um mitreden zu können genügt es, sich den Trailer anzusehen, dann hat man bereits den ganzen Gehalt des Films erfasst.

Erschienen am Freitag, 04.06.2004 @ 23:05 | Kommentare deaktiviert
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Samstag, 05.06.2004

»How to Make Your Web Site Work with Windows XP Service Pack 2«

So ist ein Dokument im Microsoft-Developer-Center überschrieben. Auch wenn IE/Win dank Einstellung der Entwicklung technisch ins Hintertreffen geraten ist, wird man sich ein bisschen danach richten müssen, was Microsoft im Zusammenhang mit Webseiten schreibt. Denn anders als seinerzeit beim Zombie-Browser Netscape 4 besteht beim IE nicht die Hoffnung, dass er angesichts von über 90% Marktanteil in Bälde verdrängt wird und ausstirbt.
Deswegen ist das MSDN-Dokument Pflichtlektüre für alle Webworker.

Der Anfang des Textes schreckt den Standard-orientierten Web-Entwickler zwar ab, wird doch in der FAQ gefragt, ob man ActiveX-Controls auf seiner Website einsetzt. Weiterlesen lohnt jedoch, damit man sich nicht aus anderen Gründen wundert, weswegen sich im Herbst die Beschwerden von SP2-Usern häufen.

Beispiel Popup-Blocker: Seit ewigen Zeiten bereits Standard in den Konkurrenzprodukten, gibt nun auch Microsoft dem Leidesdruck der Surfer nach und spendiert dem IE in WinXP SP2 einen solchen Blocker. Soweit so gut, jedoch:

»Q: Does your Web site launch pop-up windows through other objects (e.g., Macromedia Flash movies)?
A: These pop-up blocker blocks these pop-up windows. There is no workaround.«

Scheiße.
Es kann sinnvoll sein, aus einem Flash-Film heraus per Mausklick ein Browserfenster zu öffnen. Zum Beispiel, um ein Admin-Frontend zu laden, das es nur als HTML und nicht in einer Flash-Form gibt (so wie ich das für mein Abschlussprojekt plane; ein zusätzliches Flash-Frontend für den Admin-Bereich will ich mir nicht antun…).

Die Frage ist: Funktioniert die folgende Methode für Popup-Aufrufe an den Browser aus Flash heraus noch, oder nicht?
Dieser ActionScript-Befehl auf einem Button in Flash (Code umgebrochen):

on (release) { getURL("Javascript:open_window ('popup.html','name','700','400','width=700,height=400')"); }

In der HTML-Datei, in der das Flash-Movie eingebunden wird, steht folgende Javascript-Funktion im <head>-Bereich (Funktion von den Gameworkern; Code umgebrochen):

<script type="text/javascript" language="JavaScript"> <!-- function open_window (url,w_name,w_width,w_height,features) { myWindow=window.open( url, w_name, features ); myWindow.moveTo(((screen.width/2)-(w_width/2)), ((screen.height/2)-(w_height/2)-50)); myWindow.focus(); } //--> </script>

In Flash wird die Javascript-Funktion zwar durch eine Benutzer-Aktion ausgelöst (das »Loslassen« des Buttons). Aber es handelt sich um ein ActionScript-Event. Aus dem MS-Dokument geht leider nicht hervor, ob das gemeint ist oder etwas anderes…

Abgesehen von meinem Flash-Problem sind die Änderungen durch SP2 im IE m.E. größtenteils sinnvoll und überfällig.

Erschienen am Samstag, 05.06.2004 @ 9:24 | Kommentare deaktiviert
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Mittwoch, 09.06.2004

Endspurt

Man hat es in den letzten Wochen schon gemerkt: Immer weniger Postings, manchmal eine Woche lang nichts, um dann ein halbes Dutzend Beiträge auf einmal ins Weblog zu kippen – das Studium fordert seinen Tribut, denn es wird langsam spannend.

Ich hätte seit Sonntag wieder Material für sechs, sieben Texte in der Pipeline (ohne die noch ausstehenden Filmreviews), aber mir fehlt momentan die Zeit, das alles aufzuschreiben. Und da es in nächster Zeit noch schlimmer wird, kann ich das hier auch gleich kundtun:

In den nächsten zwei Monaten köchelt »my two cents« auf kleiner Flamme.

Evtl lasse ich mich mal zu dem ein oder anderen kurzen Beitrag hinreißen. Aber bitte nicht wundern, wenn hier tagelang nichts passiert und es dann nur Texte zum Unterricht in der SAE gibt. Wer vielleicht sogar täglich hier vorbei kommt, sollte den Bookmark für diese Seite lieber in seinen »wöchentlich«-Ordner packen.
Alternativ macht es Sinn, den RSS-Feed zu benutzen (Infos dazu bei mir und in der Wikipedia). Windows- oder Linux-Software zum Lesen von RSS kann ich mangels Erfahrung nicht empfehlen, für Mac OS X dürfte wohl NetNewsWire der de-facto-Standard sein.

In der SAE geht es mit der Diplom-/Facharbeit (Abgabe 1.7.), dem Abschlussprojekt (5.8.) und der Abschlussprüfung (13.8.) in die heiße Phase. Nicht zu reden davon, dass nebenher noch kleinere Auftragsarbeiten laufen, um etwas Geld auf’s Konto zu spülen. Daher bitte ich um Verständnis, dass ich Prioritäten setzen muss und nicht mehr so viel Zeit bleibt, um ausschweifend alle Gedanken aufzuschreiben.
Ab Juli gilt für mich wegen des Abschlussprojekts bis auf wenige Ausnahmen eh Ausgangssperre.   :-)

Trotzdem kleine Ankündigung: Ich war zwar dieses Jahr nur einmal für ‘ne Stunde am Berg (weil ich nach meiner Rückkehr aus München eh in der Stadt war), aber für Fotos hat’s gereicht. Die werde ich demnächst noch nachreichen.
Nächste Woche werde ich mich wahrscheinlich wieder 10 Stunden in einen klimatisierten Zug setzen und in der Zeit ein Buch für die Facharbeit lesen. Geplant ist Berlin, und dann auch mit längerem Aufenthalt (7 Stunden). Über die Zugfahrt und die paar Stunden in der Stadt werde ich dann bestimmt berichten. Ich hoffe, dass das Wetter etwas abkühlt und es nicht gar so drückend ist.

Stay tuned.

Erschienen am Mittwoch, 09.06.2004 @ 12:45 | Kommentare deaktiviert
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Alles neu macht der Juni

Ich habe dem Erlanger Mac-Versender enterVisions eine neue Startseite spendiert: www.entervisions.de – rechtzeitig zu den neuen Produktvorstellungen von Apple.
Wer demnächst einen der heute frisch vorgestellten neuen G5 kaufen möchte, oder zum Beispiel das neue Airport Express, sollte mal bei enterVisions vorbeisurfen.
Die Jungs sind sehr engagiert und die Preise sind gut!

Meldungen zu den neuen Apple-Produkten:

Erschienen am Mittwoch, 09.06.2004 @ 18:00 | Kommentare deaktiviert
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Freitag, 11.06.2004

Wie geil ist das?!

Das Döner-Quartett! Bericht bei Spiegel-online, weitere Infos auf www.doenerberlin.de.

Erschienen am Freitag, 11.06.2004 @ 16:36 | Kommentare deaktiviert
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100 Items

Eben per ICQ diesen Link bekommen: betterme.org/cleansweep.html. Eine Art Psycho-Test, aber keiner von der Sorte »0 bis 20 Punkte: Geben Sie sich die Kugel.«
Ich habe keine Ahnung, wer hinter betterme.org steht und es ist mir auch egal. Die 100 Punkte in dem »Test« sind allerdings überwiegend recht gute Punkte (»I currently save at least 10% of my income.«). Und ich kann mir gut vorstellen, dass es sich leichter leben lässt, wenn man mit der Zeit mehr Punkte auf der Liste abhaken kann.

Erschienen am Freitag, 11.06.2004 @ 17:15 | Kommentare deaktiviert
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Microsofts Marketing

Auch eben per ICQ bekommen: Den Scobleier-Eintrag » Microsoft is an old fart, CRN says«.

»Everytime I meet normal people (translation: people who aren’t in the computer business, but who still buy computers) I ask them “name one new feature in Windows XP or Office 2003.” I haven’t had a correct answer yet. Unacceptable.«

Gilt nicht nur für Microsoft.

Erschienen am Freitag, 11.06.2004 @ 17:20 | Kommentare deaktiviert
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osCommerce-Killer?

Kai war auf der Suche nach einem open-source Online-Shop und hat sich die üblichen Verdächtigen angesehen. Dabei ist er auf einen potentiellen osCommerce-Killer gestoßen: Zen Cart. Kai schreibt, dass Zen Cart auf der Codebasis von osC entstanden ist (Version 2.2 MS2). Er schreibt weiter, dass Zen Cart alles das hat, was osC fehlt:

»Vergleicht man beide Lösungen, stellt man schnell fest, dass Zen Cart die “richtigen” Schwerpunkte setzt. Es wird verstärkt mit CSS und XHTML gearbeitet, [es] wurde vor osC ein Templating-System eingebaut. Es erscheinen neue Versionen und die Community lebt.«

Für enterVisions habe ich mich 2003 mehrere Monate mit osCommerce beschäftigt und erzähle seither jedem, der es wissen will: Ich habe bei osC in Abgründe geblickt:

»In meinem Schrank liegt eine Voodoo-Puppe, auf der “osCommerce” steht. Der Shop ist zwar sehr mächtig, aber auch mächtig kompliziert. Aber was soll’s, es ist vollbracht.«

Das große Problem von osC ist, dass es extrem kompliziert aufgebaut ist. Eine einzelne Shop-Seite bestimt aus bis zu 19 inkludierten PHP-Dateien (!). Das betrifft nicht nur allein die Startseite, sondern neben der default.php noch 50 (!!) weitere, gleichberechtigte Dateien (im File Schema als »content« bezeichnet): 8 PHP-Dateien für den Checkout-Prozess, drei Dateien zum Anlegen eines neuen Kunden-Accounts und so weiter, und so weiter. Will ich etwas im Aussehen des Content-Bereichs ändern, muss ich diesen Arbeitsschritt 51-mal machen. Hoffentlich haut’s mit dateiübergreifendem Suchen & Ersetzen hin, und hoffentlich hat man im Zweifelsfall vorher ein Backup der 51 Dateien gemacht.

Der absolute Abschuss ist jedoch, dass der Markup-Code, der für die Seitenstruktur sorgt (natürlich fünffach verschachtelte Tabellen), über die 20 Dateien versprenkelt ist, aus denen sich eine Seite zusammensetzt!
Um das zu verdeutlichen: Man kann in osC sehr einfach einzelne Kästen ein- oder ausblenden oder von der linken auf die rechte Seite setzen, indem man die entsprechenden include-Befehle auskommentiert. Aber wenn man für den Kunden nicht nur den Standard-Shop einfach rot statt grau anmalen will, sondern ein einigermaßen individuelles Design umsetzen möchte, dann dreht man am Rad.
Als Beispiel die Datei catalog/includes/boxes/tell_a_friend.php (Zeilen umgebrochen):

<!-- tell_a_friend //--> <tr> <td> <?php $info_box_contents = array(); $info_box_contents[] = array('text' => BOX_HEADING_TELL_A_FRIEND); new infoBoxHeading($info_box_contents, true, true); $info_box_contents = array(); $info_box_contents[] = array('form' => tep_draw_form('tell_a_friend', tep_href_link(FILENAME_TELL_A_FRIEND, '', 'NONSSL', false), 'get'), 'align' => 'center', 'text' => tep_draw_input_field('send_to', '', 'size="10"') . ' ' . tep_image_submit('button_tell_a_friend.gif', BOX_HEADING_TELL_A_FRIEND) . tep_draw_hidden_field('products_id', $HTTP_GET_VARS['products_id']) . tep_hide_session_id() . '<br>' . BOX_TELL_A_FRIEND_TEXT); new infoBox($info_box_contents); ?> <p class="box-padding"> </p> </td> </tr> <!-- tell_a_friend_eof //-->

Na, zu welcher der verschachtelten Tabellen gehört das <tr><td>??

Abgründe…
So, jetzt geht’s mir besser. Beim nächsten Mal werde ich mir Zen Cart ansehen. »Zen« klingt allein schon vielversprechend. Und das Weblog-System Blosxom, das diese Seite betreibt und mit dem Spruch »The Zen of Blogging« wirbt, hat sein Versprechen gehalten.

Erschienen am Freitag, 11.06.2004 @ 17:38 | Kommentare deaktiviert
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Sonntag, 13.06.2004

Bahn-News

Die Bahn schreibt heute, dass man auch weiterhin versuche, Internet-Zugang in den Zügen anzubieten:

»Die Deutsche Bahn plant weiterhin, ihren Fahrgästen auch im Zug einen Internetzugang zu ermöglichen. “Die Bahn hat das Ziel, ihren Kunden den Internetzugang über die gesamte Reisekette zu ermöglichen, also auch in den Zügen”, sagte Diana Scharl, Sprecherin DB Systems.«

Vor vielleicht zweieinhalb Jahren habe ich mal per Mail bei der Bahn nachgefragt und noch als Antwort bekommen, dass eine Internet-Verbindung wegen der Tunnel nicht möglich sei.
Kurz darauf fuhren Bahnchef Mehdorn und Microsoft-Boss Ballmer zusammen von München nach Stuttgart. Nach der Reise hieß es, WLAN im Zug würde kommen.

Ich bin gespannt.

+++

Was für die zugfahrenden Banker: Am Donnerstag erschien eine Tickermeldung, wonach Zugbegleiter (Zubs) beim Fahrkartenkauf im Zug ab August keine ec-Karte mehr akzeptieren. Die Missbrauchsfälle wären zu hoch.
Das wundert mich nicht: Der Hashwert einer PIN könnte nicht an die Autorisierungszentrale übertragen werden, so dass »electronic cash« (aka POS) nicht funktioniert. Da auch nicht die Sperrdatei abgefragt werden kann, scheidet auch POZ aus. Bleibt nur noch ELV (elektronisches Lastschriftverfahren), das »mit der Unterschrift«. Dabei kann es natürlich passieren, dass die Karte des Kunden von der Bank gesperrt wurde, weil z.B. das Konto überzogen ist oder weil er selbst eine Sperrung wegen Verlust veranlasst hat. Da die Sperrdatei nicht abgefragt wird, weiß der Zub davon nichts.
Außerdem: Der Kontoinhaber könnte die Lastschrift der Kartenzahlung innert sechs Wochen wegen Widerspruchs zurückgeben. Die Bahn müsste sich dann über die BLZ an die kartenausgebende Bank wenden und nach den Adressdaten des Kontoinhabers fragen (das ist die Einwilligung in diesen Vorgang, den man auf der Rückseite des Kassenzettels unterschreibt). Mit der Adresse könnte die Bahn dann eine Mahnung schicken. Das funktioniert allerdings nicht, wenn die Unterschrift nicht stimmt, denn dann darf die Bank die Adresse natürlich nicht rausgeben. Und jeder von uns weiß vom Einkaufen, wie nachlässig die Unterschriften auf Karte und Beleg verglichen werden…
Fazit: Bei ELV trägt der Händler (hier die Bahn) das Betrugs- und Zahlungsausfall-Risiko.

In der Meldung heißt es weiterhin, dass von der Einschränkung nur wenige Kunden betroffen seien:

»Den Angaben zufolge wird nicht einmal jede zwanzigste Fahrkarte im Zug gekauft, davon werde wiederum lediglich jedes zehnte Ticket mit einer EC-Karte bezahlt.«

Fahrkarten können auch weiterhin im Zug gekauft werden, aber nur gegen Bargeld oder per Kreditkarte.

Erschienen am Sonntag, 13.06.2004 @ 15:05 | Kommentare deaktiviert
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Wo kommen plötzlich all die Einträge her?

Hatte ich nicht erst am Mittwoch angekündigt, dass hier wegen der Arbeitsbelastung demnächst Ebbe ist? Dass es allenfalls einmal die Woche einen mageren Eintrag gibt? Was ist da los? Fällt jetzt mein Lügengebäude in sich zusammen?
Keine Sorge, es steht noch!   :-)

Heute ging es etwas ruhiger zu und ich hatte Gelegenheit, die kleineren Einträge, die bei Freitag einsortiert sind, und die Texte von heute zu schreiben.
Am Donnerstag habe ich neun Stunden für das Abschlussprojekt gearbeitet (Konzept, HTML-Umsetzung). Um 19:30 war Schicht im Schacht und ich bin ins Bett.

Am Freitag aufgestanden um 04:30 und um 06:10 mit der Arbeit angefangen, und zwar richtig: 15 Stunden und 20 Minuten gearbeitet, zzgl. zwei Pausen von insgesamt rund 3 Stunden. Todmüde ins Bett gefallen um 00:25 Uhr.
Eine kurze Nacht: 5 Stunden später aufstehen und um 6 aus dem Haus. Sechs Stunden Unterricht in der SAE in München, von 10 bis 16 Uhr. Nach dem Unterricht noch Testbesprechung. Zug München-Nürnberg um 17:45, Ankunft in Erlangen um 20:05 Uhr. Subway, heimradeln, Ankunft zu Hause um 21 Uhr. Ich dachte, ich könnte noch ein Stück von Verenas Lasagne essen, aber ging nicht: In die Küche gewankt, Lasagne in den Kühlschrank gestellt, ins Bett gelegt und weg.

Heute früh um halb neun aus den Federn und eben diese kleinere Sache erledigen, nebenbei ein paar Weblog-Einträge schreiben.
Auf dem Programm stand ein zweiter Online-Shop für einen Bestandskunden (gleicher Kunde, andere Branche). Mit osC, aber im Prinzip war’s Copy/Paste im größeren Stil: Datenbank und Dateien sichern, auf die neue Domain aufspielen, phpMyAdmin installieren und konfigurieren, osC-Konfiguration auf die neue Domain und die neue Datenbank anpassen, noch ein paar Änderungen an den Dateien. Auch ein paar Stunden Arbeit, aber war handlebar.

Kommende Woche wird anstrengend:

  • Montag: Ein Buch für die Facharbeit durcharbeiten.
  • Dienstag: Evtl eine Einweisung in das CMS einer Uniklinik. Muss ich am Montag klären, ob der Termin klappt. Außerdem wird von Apple der iTMS Europe vorgestellt und ab 20:45 zeigen Rudis Mannen, ob sie bei der EM in Portugal ihr erstes Vorrundenspiel gegen die Niederlande bestehen können.
  • Mittwoch: Fortsetzung der CMS-Einführung vom Dienstag. Für die Facharbeit und das Abschlussprojekt arbeiten. Ich muss bis Samstag das Konzept noch etwas ergänzen.
  • Donnerstag und Freitag: Für das Abschlussprojekt arbeiten.
  • Samstag: SAE-Unterricht, die 7. und letzte Woche PHP. Am Abend direkt nach der Rückkehr das Kellerfest von Nachtbräu.
  • Sonntag: Mal schauen.

Es wird also wieder weniger Einträge geben, keine Sorge.

Erschienen am Sonntag, 13.06.2004 @ 21:41 | Kommentare deaktiviert
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Der pure Wahnsinn

Ich habe nur die letzten 20 Minuten des Spiels England-Frankreich gesehen, aber es war die Härte: England führte zur Halbzeit 1:0, noch zwanzig Minuten zu spielen. Zum Schluss hin war Spannung angesagt: In der 90. Minute verwandelt Zidane für Frankreich ein Freistoßtor. Es steht 1:1.
Anstoß, der nächste Angriff. Ein Franzose bricht durch die englische Verteidigung, der englische Keeper zieht im Strafraum die Notbremse und sieht dafür Gelb. Elfmeter für Frankreich. Zidane verwandelt, 2:1 in Frankreich. Noch zehn Minuten zuvor hatten die englischen Fans aus Freude die Nationalhymne angestimmt…

Erschienen am Sonntag, 13.06.2004 @ 22:37 | Kommentare deaktiviert
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Mittwoch, 16.06.2004

ABM für Anwälte

Neulich schrieb ich darüber, wie man ein Abschlussprojekt findet. Eine Website zu einem Film wie »Pulp Fiction« (IMDB, Wikipedia) wäre cool gewesen – allerdings wollte ich mich um eine offizielle Genehmigung bemühen, um nicht einen Brief von einem Anwalt zu bekommen.
Mit Antworten habe ich nicht ernsthaft gerechnet, aber immerhin zwei bekommen (die mich weiter verwiesen). Wie aussichtslos mein Vorhaben tatsächlich war, konnte man letzte Woche in einer Heise-Meldung lesen:

»Die “Genehmigungskultur” der analogen Buchwelt, dank der sich aus den Printmedien etwa — ohne den Autor zu fragen — zitieren lässt, funktioniert in der Multimedia-Mixwelt nicht. Allein für die Erstellung einer CD-ROM über Clint Eastwood, auf der kurze Ausschnitte aus dessen 50 Filmen gezeigt werden sollten, mussten zwölf Anwälte der Macher ein Jahr lang Rechte abklären, brachte Lessig ein Beispiel für die Schwierigkeiten.«

Erschienen am Mittwoch, 16.06.2004 @ 20:17 | Kommentare deaktiviert
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Usability von Fahrtzielanzeigern – Nachtrag

Im Januar hatte ich schon mal über die neuen Fahrtzielanzeiger der Bahn geschrieben, die IMHO sehr schlecht gestaltet sind. Zu sehen gibt’s die im Nürnberger Hauptbahnhof oder auch in Frankfurt-Flughafen-Fernbahnhof.

Am Montag habe ich einen Abstecher nach Berlin gemacht – ich werde noch berichten. Am Ostbahnhof sind ebenfalls die neuen Anzeiger installiert. Vor der Rückfahrt nach Erlangen gegen 18:30 zeigte sie »meinen« ICE an. Fünf Minuten vor der planmäßigen Abfahrt wechselte die Anzeige:

Falls es jemand nicht lesen kann, da steht:

»Bitte Ansage beachten«

Diese Anzeige ist für’n Eimer.

Erschienen am Mittwoch, 16.06.2004 @ 20:29 | Kommentare deaktiviert
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Golf-Fotos

Gestern fuhr ich zusammen mit Matthew raus zum Golfplatz: Den Kunden treffen und 400 Fotos machen, für die Website. Der Clubmanager und seine Leute sind sehr nett, wirklich super!

Wir kamen kurzfristig ohne Anmeldung und er hat sich anderthalb Stunden Zeit für uns genommen. Zu dritt sind wir in zwei E-Cars über den Platz gefahren und hat uns die Besonderheiten jeder Spielbahn erklärt, Notizen gemacht und unsere Fragen beantwortet. Der Design-Entwurf gefiel ihm ebenfalls, und am Schluss standen er und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für Portrait-Fotos Modell.

Die E-Cars sind cool, da kommt Autoscooter-Feeling auf! Mit einer Ladung kann man etwas mehr als eine Runde fahren. Die Dinger sind schneller als gedacht, kommen auch steilere Hänge rauf und haben einen kleinen Wendekreis – umkippen können sie aber nicht, da der Schwerpunkt sehr tief liegt (die Akkus befinden sich auf Höhe der Achsen).

Das Wetter war leider etwas gemischt. Recht bewölkt (es zog zu), manchmal kam die Sonne auch nicht hinter den Wolken durch. Da muss ich in Photoshop noch etwas für schönes Wetter sorgen…
Wenn ich schon mal auf einem Golfplatz stand, dann nutzte ich natürlich auch die Gelegenheit: Ein paar Einloch-Versuche auf dem Putting Green, später zeigte mir Matthew den Abschlag mit einem 7er Eisen auf der Driving Range.

Golf hängt ein wenig das Vorurteil an, dass es ein Sport für alte Leute ist, bei dem man sich nicht viel bewegen muss. Weit gefehlt: Auf einem 18-Loch-Platz kann man gut und gerne vier Stunden verbringen. Wenn man nicht gerade mit einem E-Car unterwegs ist, läuft man einiges an Wegstrecke ab, zusammen mit dem Schläger-Bag (das entweder geschultert oder auf Rädern gezogen wird).
Bei meinen ersten Gehversuchen in der Driving Range habe ich außerdem gemerkt, dass es schnell in den Rücken geht, wenn man nicht die »richtige« Haltung einnimmt…

Faszinierend finde ich außerdem den kurzen Rasen.:-)
Es gibt verschiedene Schnittlängen: Das »Rough« ist das hohe Gras am Spielbahn-Rand, dass nur ein-, zweimal im Jahr gemäht wird. Das »Semi-Rough« ist etwa so hoch wie bei uns im Garten. Der Teil der Spielbahn, auf den man vom Abschlag aus schlägt, ist das Fairway, mit kurz geschnittenem Gras. Das Green mit dem Loch hat extrem kurzes Gras, und wenn man’s nicht gesehen und gespürt hat, glaubt man nicht, wie kurz es ist. Laut Wikipedia wird das Green im Sommer auf 4 mm geschnitten – da haben die Greenkeeper viel zu tun, bei bis zu 700 qm pro Loch und 18 Löchern.

Nach der Rückkehr nach Regensburg noch Abendessen zu dritt (mit Florian) in einem Diner in der Nähe des Bahnhofs: Kullman’s, sehr gut!

Golfball aus dem Loch herausholen

Erschienen am Mittwoch, 16.06.2004 @ 21:12 | Kommentare deaktiviert
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Freude am fahren

Wie bereits geschrieben, fuhr ich gestern mit Matthew zum Golfclub raus, eine Dreiviertelstunde von Regensburg entfernt. Wir waren im 5er BMW unterwegs, ein neuer 5er. In dem Wagen fuhr ich zwar schon mal, aber was ich noch nicht wusste, waren drei nette Features.

Das erste ist noch nicht so spektakulär: Der Einpark-Assistent piept nicht nur, wenn man zu nah an Hindernisse heranfährt, sondern zeigt auch noch auf dem Display des Bordcomputers mit einem Umriss des Autos an, wo’s zu eng wird.

Die beiden Killerfeatures stammen aus der Militärtechnik. Erstens: Radar. Der 5er hat nicht nur einen Tempomat, der selbstständig die eingestellte Geschwindigkeit hält, sondern auch noch ein Radar. Wenn der Abstand zu einem vorausfahrenden Fahrzeug zu gering wird, bremst der Wagen ohne Zutun des Fahrers ab. Wenn die Bahn wieder frei ist, beschleunigt er wieder auf die eingestellte Geschwindigkeit. Auf der Autobahn könnte man damit die Beine lang machen und müsste nur noch lenken.
BMW nennt das »Aktive Geschwindigkeitsregelung«. Das Feature ist in keinem der 5er Modelle serienmäßig dabei, sondern kostet 1.800 Euro Aufpreis (brutto).

Das zweite Killerfeature ist ein »Head-up Display«. Dabei werden dem Fahrer die Geschwindigkeit, die Anweisungen das Navi-Systems und die Tempomat-Einstellung auf die Windschutzscheibe projiziert. Der Fahrer muss nicht mehr nach unten auf den Tacho blicken und seine Augen neu fokusieren, sondern kann den Blick auf der Fahrbahn lassen. Sehr geil…
Leider auch sehr teuer: 1.300 Euro brutto.

Das HUD kann allerdings auch eine Investition sein, die sich auszahlt: Mit dem 5er merkt man nicht, wenn man 200 km/h fährt. Und zwar bei einem Diesel.

Musik: DJ Format, »Ill Culinary Behaviour feat. Abdominal« (Music For The Mature B-Boy)

Erschienen am Mittwoch, 16.06.2004 @ 21:53 | Kommentare deaktiviert
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Donnerstag, 17.06.2004

Muoah…

Jedes Mal, wenn Bundesinnenminister Otto Schily vor die Kameras tritt denke ich mir: Gibt es eigentlich außer ihm und DaimlerChryster-Chef Jürgen Schrempp noch viele Leute, die derart bräsig sind? Heimatland…

Erschienen am Donnerstag, 17.06.2004 @ 20:02 | Kommentare deaktiviert
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Beckmann vs. Kerner

Kai schrieb gestern über Johannes B. Kerners Kommentator-Qualitäten während des Spiels Deutschland-Niederlande:

»Auch wenn sich Jopi Kerner nach zehn Minuten bereits die Nippel hart geredet hat, das Spiel war bestensfalls Mittelmaß und lebte von seiner Intensität.«

Reinhold Beckmann von der ARD war dagegen das andere Extrem: War es das langweilige 0:0-Spiel Italien-Dänemark von Anfang der Woche? Beckmann wirkte, als hätte er vor dem Spiel zwei Schlaftabletten eingeworfen…

Erschienen am Donnerstag, 17.06.2004 @ 21:49 | Kommentare deaktiviert
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Freitag, 18.06.2004

iTMS Europe

Mein erster, beim deutschen iTunes Music Store gekaufter Song war: »Head Over Feet« von Alanis Morissette von ihrem MTV-Unplugged-Album. Noch in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch kurz nach Mitternacht gekauft.

Die Auswahl im deutschen iTMS ist noch sehr mager (siehe Heise, Mac-TV). Das Angebot an deutschen Interpreten ist sehr enttäuschend. Es gibt ganze 25 Musikvideos und nur 10 Audiobücher auf Deutsch.
Die Fanta4 beklagen sich derweil, dass ihr Vertriebspartner Sony die Songs der Fantas nicht so in den Store einstellt, wie sie es sich vorstellen, nämlich vollständig und Titel von nur wenigen Sekunden Dauer umsonst.
Apple ist natürlich darauf angewiesen, was ihnen die Musikindustrie für den iTMS liefert. Ich bin gespannt, wie es sich in den nächsten Monaten weiterentwickelt.

Erschienen am Freitag, 18.06.2004 @ 22:11 | Kommentare deaktiviert
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Samstag, 19.06.2004

Requiem for a Dream

In zwei Stunden, ab 00:20 Uhr, läuft auf Pro7 »Requiem for a Dream« (bis 02:10 Uhr). Wer ihn nicht kennt, sollte seinen Videorecorder programmieren. »Requiem for a Dream« ist neben »Trainspotting« mein Lieblingsdrogenfilm.
In der Top250 der IMDB steht er mit derzeit 8,4 von 10 Punkten (bei über 35.500 Bewertungen) auf Platz 52.

Erschienen am Samstag, 19.06.2004 @ 22:04 | Kommentare deaktiviert
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Mittwoch, 23.06.2004

Ist schon wieder April?

Heise-Meldungen kommentieren mache ich ja nicht so gern. Aber es gibt Dinge, die nicht unwidersprochen stehengelassen werden können, wie diese Nachricht:

Beckstein wird IT-Chef der bayerischen Staatsregierung

Innenminister Günther Beckstein (CSU) hat eine neue Zusatzaufgabe als oberster Computerexperte der bayerischen Staatsregierung übernommen.

Mal wieder der beste Beweis für den Spruch »Kompetenz ist kein Kriterium.«

Erschienen am Mittwoch, 23.06.2004 @ 19:34 | Kommentare deaktiviert
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Donnerstag, 24.06.2004

Es gibt nur ein Rudi Völler

Mann, Mann, Mann: »Hätten die Deutschen in der ersten Halbzeit so gespielt wie in der zweiten.«
Das war heute sicher der am häufigsten zu hörende Satz – zu Recht. In der ersten Halbzeit Standfußball. Die 20 Minuten in den zweiten 45 Minuten waren dagegen wirklich sehenswert, als sich die 22 Spieler fast nur in der tschechischen Hälfte aufhielten. Abgesehen davon spielten die Tschechen überwiegend besser (extrem cool: der tschechische Trainer, der »Fußball-Professor« Karel Brückner). Deutschland ist verdient ausgeschieden bei dieser EM, am Ende der Vorrunde.
Das Letten-Spiel habe ich nicht gesehen; weiß nicht, ob die Deutschen da was hätten reißen können, wenn die Letten laut Wolfgangs Aussage das ganze Spiel über alle im Fünf-Meter-Raum standen.

Großartiger Abgang von Tante Käthe.
Spiegel-online zum Rücktritt Völlers als Teamchef: PK im Wortlaut, Reaktionen, Kommentar. Alles weitere bei Kai (hier und da).

Erschienen am Donnerstag, 24.06.2004 @ 18:06 | Kommentare deaktiviert
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Bestes Fußballspiel jemals

Was für ein extremst g-e-i-l-e-s Spiel!! Viertelfinale Portgual-England. 1:0 in der dritten Minute für England, und dann gab es kein Halten mehr: Beide Mannschaften schenkten sich nichts, beide Mannschaften machten Tempo und Druck, da leckt man sich als Zuschauer die Finger nach. 90 Minuten volle Power: Das berühmte »Zaubern« mit dem Ball bei beiden Mannschaften, Abwehrspieler die in den Sturm gingen, zielsichere 40-Meter-Pässe, schnelle Konter.
Niederlande-Tschechien? Das war schon besser als das geniale England-Frankreich. NED-CZE war ein sehr schönes Spiel, aber sowas wie die heutige Begegnung gibt’s nur alle Jubeljahre; ich kann mich nicht an solch ein Match zurückerinnern. Und nach dem Spiel ist klar: Deutschland spielte in dieser EM in einer ganz anderen Klasse, über Deutschlands Spiele redet niemand mehr.

In der 83ten Minute der Ausgleich für Portugal zum 1:1. Noch zehn Minuten zu spielen. In der 89ten die große Chance für England, die sache einzutüten, aber Lattenkopfball. Verlängerung. Die 110te Minute: Tor für Portugal! Und man konnte es kaum glauben: Fünf Minuten später der Ausgleich für England zum 2:2. Elfmeterschießen. Beckham kann’s nicht lassen, tritt zum ersten Elfer an und versemmelt ihn. Doch nach dem 2:2 im Elferduell haut auch Portugals Costa daneben, es ist wieder alles offen. Nach dem 5:5 hält Ricardo den Ball des Engländers Vassell. Jetzt ist klar: Wenn Portugal den nächsten verwandelt, sind sie im Halbfinale und England fährt nach Hause. Portugals Keeper Ricardo will’s jetzt wissen und tritt gegen David James, der ebenfalls ein starkes Spiel gemacht hat. Eiskalt verwandelt.

Auch England hätte es mehr als verdient, ins Halbfinale zukommen. Meine Sympathien galten jedoch den Portugiesen, die das Spiel über weite Teile dominierten, trotz der starken Engländer.

Ergebnis: Portugal-England 6:5 nach Elfmeterschießen (0:1 zur Halbzeit, 1:1 nach 90 Minuten, 2:2 nach Verlängerung)

Nachtrag (26.06.04, 15:30 Uhr): Unbedingt lesen: FM4 zum Ersten und zum Zweiten (via Kai).

Erschienen am Donnerstag, 24.06.2004 @ 23:55 | Kommentare deaktiviert
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Samstag, 26.06.2004

David gegen Goliath

Diese EM entwickelt sich ja langsam zu einem Fest der Überraschungen. Starke Spiele wie England-Frankreich, Niederlande-Tschechien, Schweden-Dänemark und natürlich das beste Fußballspiel der letzten 10 Jahre, mindestens: England-Portugal.
Italien und Deutschland raus in der Vorrunde. England verliert das Viertelfinale gegen Portugal. Und gestern besiegt Griechenland den EM-Titelverteidiger und Weltmeister von 1998, Frankreich. Griechenland, das nach froh sein konnte, überhaupt unter den letzten 16 mitspielen zu dürfen, dessen größter Erfolg der dritte Platz bei den Olympischen Spielen 1906 war.

Was war los mit den Franzosen? Haben die die Nacht durchgemacht? Fehlender Respekt vor dem Gegner, der es unter Otto Rehhagel immerhin bis ins Viertelfinale geschafft hat?
Die Franzosen spielten einen Fußball, das war schaurig mit anzusehen. Desaströs. Es lief nur der Spieler, der gerade den Ball hatte, und auch nur so lange, bis ein Grieche kam um ihm den Ball abzunehmen. Keine gemeinsamen Aktionen bei den Franzosen und nur ganz wenige, lieblose Einzelaktionen. Die Griechen dagegen kämpften wie die Löwen und Charisteas schoss in der 65. Minute das 1:0 für Griechenland.
Kamen die Franzosen dann in die Puschen? Keineswegs. Erst als sie in den letzten Minuten merkten, dass es hinten raus etwas knapp werden könnte, nahmen sie Fahrt auf und dominierten die Griechen, deren Abwehr bedenklich wackelte.
Am Ende schied Frankreich sang und klanglos aus (nein, man kann noch nicht mal von »verdient verloren« sprechen) und die Griechen kamen mit Recht ins Halbfinale.

Spielbericht von Kai, Hinweis von Kai, Spielbericht von SPON, Pressestimmen, Interview mit Rehhagel.
Apropos Interview mit Otto Rehhagel: Der Auftritt auf der PK und vor allem bei Waldi Hartmann war ja lässig… (der Interview-Link eben ist ein teilweises Transskript)

P.S.: Hat jetzt zwar nichts mit dem Griechen-Spiel zu tun, aber ich bin ja ein Fan von Wortspielen in Überschriften: »Spiel’ mir das Lied vom Tor.«

P.P.S.: Wollte es eigentlich schon früher schreiben: Nette Idee von den portugiesischen Veranstaltern, die letzten Gruppenspiele in der Vorrunde synchron laufen zu lassen. Spannung bis zur letzten Minute, wenn es nicht nur auf die Punkte ankam, sondern evtl sogar auf die Tordifferenz.

Erschienen am Samstag, 26.06.2004 @ 16:35 | Kommentare deaktiviert
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Raider heißt jetzt Twix

Heute im Briefkasten:

»Ihre DiBa heisst jetzt ING-DiBa.«

Die Umbenennung hat sich ja mal gelohnt.

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Wo ich grade dabei bin: Rechtschreibfehler, auch noch prominent auf dem Briefumschlag (im Brief selbst haben sie’s aber richtig geschrieben). Es heißt nicht »heisst«, auch nicht nach der neuen Rechtschreibung. Faustregel: Dort, wo man früher Scharfes S schrieb, schreibt man es nach wie vor, wenn es auf einen langen Vokal oder einen Doppellaut (»ei«) folgt.
Also: Straße, Fußball, Floß, Schoß, Spaß (lange Vokale), heißt (Doppellaut).
Nicht: Strasse, heisst.
Aber: Fluss, Fass, Schuss, Schloss (kurze Vokale).

Eine Ausnahme lasse ich nur in Dateinamen für das Web gelten.
Aber ich muss zugeben, dass ich mit der Regel manchmal durcheinander komme und Doppel-S statt einfachem S schreiben will (obwohl sich da bei den Schreibweisen nichts geändert hat).

Erschienen am Samstag, 26.06.2004 @ 16:40 | Kommentare deaktiviert
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Angriff der Klonlieder

Ich hatte es ja befürchtet, und es scheint eingetreten zu sein: Der Sommerhit 2004 ist mal wieder totaler Müll, und es wird schwer werden, dem Zeug zu entgehen. Das Schlimme ist: Diesmal erfolgt der Angriff auf die Gehörgänge im Doppelpack. Diese Woche auf den ersten beiden Plätzen der mediacontrol-Charts (Quellen: Focus, hit1):

1.    O-Zone – »Dragostea Din Tei«
2.    Haiducii – »Dragostea Din Tei«

Rette sich wer kann. Wieso müssen Sommerhits immer die Nummern werden, die das größte Nervpotential haben?!

'No Roots'-Cover+++

Meine letzten beiden Hass-Songs, meine beiden musikalischen Traumata, waren bisher »Lemontree« und der Ketchup-Song.

Mein Sommersong 2004:
Faithless, »Sweep« (No Roots)

Erschienen am Samstag, 26.06.2004 @ 17:14 | Kommentare deaktiviert
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Montag, 28.06.2004

»Redmond, we have a problem.«

Messeplakat

WWDC 2004: Tiger-Keynote.

Erschienen am Montag, 28.06.2004 @ 22:52 | Kommentare deaktiviert
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