Archiv für September 2004

Donnerstag, 02.09.2004

Kommentare ab sofort deaktiviert

Die Kommentarfunktion steht bis auf Weiteres nicht mehr zur Verfügung. Der Kommentar-Spam nimmt mir in letzter Zeit etwas arg überhand. Leider bietet meine Weblog-Software Blosxom keine Möglichkeit, Kommentare einfach zu bearbeiten und zu löschen. Das hängt mit der Arbeitsweise von Blosxom zusammen: Die Einträge und Kommentare werden nicht in einer Datenbank gespeichert, sondern als einzelne Textdateien (alle Kommentare zu einem Eintrag werden dabei in einer Textdatei zusammengefasst).
Ich habe wichtigeres zu tun, als per Hand Kommentare zu bereinigen, die per CGI-Script maschinell zugemüllt werden…
Mir fehlt auch die Zeit, um mich soweit in Perl einzuarbeiten, als dass ich ein Plugin zur Kommentar-Verwaltung schreiben könnte.

Daher war’s das vorerst mit der Kommentarfunktion auf my two cents, bedankt Euch bei den Spammern.
Wer mag, kann mir natürlich gerne eine E-Mail zu einem Beitrag schicken, die (jedoch) nicht veröffentlicht wird.

Erschienen am Donnerstag, 02.09.2004 @ 13:36 | Kommentare deaktiviert
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Sonntag, 05.09.2004

Digital Presentations Management System: </hassle>

Wie angekündigt herrschte hier in den letzten Tagen etwas Flaute: Ich war für einen Auftrag in München. Genau gesagt war ich auf der Messe München auf dem Kardiologie-Kongress der ESC (European Society of Cardiology).

Zugegeben: Da denkt man sich erstmal: »Schön.« Tatsächlich ist dieser Kongress der größte Kongress Europas: Zwischen 28. August und 1. September kamen 30.000 Ärzte auf den Kongress, auf dem in knapp 30 Vortragsräumen über 3.000 Vorträge gehalten wurden. In zwei angrenzenden Messehallen wurde das neueste Handwerkszeug für den Kardiologen von Welt gezeigt.
Meine Aufgabe bestand darin, mit rund einem Dutzend Kollegen der SAEn Berlin und München im »Check-In« zu helfen: Etwa 1.800 Präsentationen liefen über das »DPMS« genannte System der Münchner Firma M-Events. Jede dieser Powerpoint-Dateien nebst etwaiger Videos musste ins System kopiert werden. Der jeweilige Redner saß daneben und sah sich die Präsentation auf einem Notebook von M-Events an: Funktionieren die Übergänge und die Videos, tauchen wegen fehlender Schriften komische Symbole auf? Wenn alles klar war, wurden die Dateien mit einem Mausklick auf den Server geladen.

Sinn der Übung: Die Präsentation wird vor der Rede vom Server auf das Thinkpad im Saal kopiert. Da die Dateien zuvor auf identischen Systemen getestet wurden ist sichergestellt, dass es während des Vortrags zu keinen Problemen kommt. Die Redner können sich ganz auf ihre Ausführungen konzentrieren und müssen sich nicht um die Technik kümmern. Zudem sparen alle Beteiligten Zeit und Probleme, da nicht vor jeder Präsentation mitgebrachte Notebooks umgesteckt werden müssen.
Ohne hier Werbung betreiben zu wollen, aber ich finde das System schlichtweg genial. Es ist absolut einfach zu bedienen, sieht gut/professionell aus und stellt – von der technischen Seite her – reibungslose Vorträge sicher. Jeden Tag haben allein mir 3 bis 5 Redner gesagt, dass sie das Sytem cool finden und bereits zur Genüge gegenteilige Erfahrungen auf anderen Kongressen machen mussten.
Falls jemand mal einen Kongress zu organisieren hat: M-Events anrufen. Das »M« steht übrigens nicht für München, sondern für »Marquardt Brothers«; M-Events hat auch schon Kongresse in Hamburg und Athen durchgeführt, demnächst steht eine Veranstaltung in Paris an.

Für mich als SAEler waren auch die Innereien recht interessant. So ganz wollte der Programmierer nicht mit den Infos rausrücken, aber ich kann mir im Großen und Ganzen zusammenreimen, wie die Software entstand. Nur so viel: Es ist sehr beeindruckend, was man mit Flash und Director machen kann…

Während des ESC-Kongresses kam ich bei Holger unter (danke!). Aufstehen war um kurz vor 6 Uhr angesagt, denn wir mussten bereits um 7 in der Messe sein. Feierabend war gegen 18 Uhr.
Holger und ich wussten die kurzen Abende zu gestalten: Seinfeld, Daily Show und Homestar Runner!

Wir testeten einen Griechen und sahen mal wieder beim Schnitzelmann vorbei: Den Griechen »Wotrys« kann ich sehr empfehlen, und würde ich noch meine Griechen-Top-5 führen, hätte er womöglich einen Platz in den höheren Rängen sicher. Die Adresse: Neureuther Str. 8 in 80799 München. Telefon: 089-27375731. Großes Spezi für 2,70, die Dolmades (eigentlich kaltes Dolmadakia) für 3,90 und das Souvlaki für 9,80 Euro. Die Bedienungen sind freundlich, die Weinblätter sind lecker, der Tzatziki ist scharf und das Souvlaki ist ebenfalls 1A.
Der Schnitzelmann heißt eigentlich »Steinheil« und befindet sich in der Steinheilstraße 16 in 80333 München. Telefon: 089-527488. Wofür das Steinheil berühmt ist, sind die extrem großen Schnitzel Wiener Art, die im Sekundentakt aus der Küche getragen werden. Sie bedecken fast den ganzen Teller, und darunter verstecken sich lecker Bratkartoffeln.
Beide Etablissements sind leicht per U-Bahn zu erreichen.

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Im Vordergrund: Eine 1-Euro-Münze zur Veranschaulichung der Größenverhältnisse

Gleich gegenüber des Steinheil findet sich eine der Münchner Sehenswürdigkeiten:

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Was gibt’s sonst noch über die Messe zu erzählen?
Die Anbindung ab Ostbahnhof ist sehr gut: Eine Station bis Innsbrucker Ring, dann umsteigen in die bereitstehende U-Bahn der anderen Linie am selben Bahnsteig gegenüber; insgesamt nur 10 Minuten Fahrt.
Die Räume waren nach europäischen Städtenamen benannt. Im ICM haben eigentlich nur kleinere Räume Namen (Schliersee, Kochelsee…), die großen Räume sind nummeriert. Die ESC hat die anderen Räume benannt: Rome, Paris, Brussels, Lisbon, Athens, Vienna, Riga, Berlin, Oslo, London, Helsinki, The Hague…
Rom, Saal 14, ist mit 3.000 Plätzen der größte Saal. Mit den Präsentationen, die ich für Rom eingecheckt habe, lief alles glatt.   :-)
Überhaupt ist die Messe groß, und ich habe ja ein Faible für große Bauten. Ich kenne natürlich Messehallen, aber sie vor bzw. nach einem Kongress leer zu sehen, ist nochmal was ganz anderes. Oder die mehrere hundert Meter langen Galerien der Eingangshalle… Das ideale Fortbewegungsmittel auf der Messe sind Kickboards, man läuft sich sonst die Hacken ab.

Was sonst noch? Englisch war natürlich Pflicht. Von den mehreren Dutzend Besuchern, die ich jeden Tag im Check-In hatte, sprachen nur drei oder vier Deutsch. Aber es ging ganz gut, und am zweiten Tag hat man natürlich einige Sätze, die man immer gebrauchen kann/muss.
Der Job selbst war zwar intellektuell nicht besonders fordernd, aber es war mal was anderes und insgesamt hat es schon Spaß gemacht (und die Bezahlung war angemessen). Am letzten Tag halfen einige von uns noch beim Abbau von Computern im Verwaltungstrakt. Dabei ergab sich eine interessante Unterhaltung mit Sascha vom französischen Dienstleister PCLoc und ich habe gelernt, wie man Kabel unterschiedlichster Länge und Dicke ordentlich aufrollt.   :-)

Die Präsentationen selbst? Am ersten Tag checkten wir ungefähr 400 Präsentationen ein, an den Folgetagen runde 600. Vom design-technischen Standpunkt her war’s teilweise schon gruselig (Comic Sans stand hoch im Kurs), und von einfachen Präsentationen bis zu Gesamtkunstwerken war alles dabei. Einige haben mich aber auch beeindruckt: Übersichtlich und ansprechend gestaltet. Von denen Dingen, die ich da gesehen habe, hatte ich natürlich keine Ahnung. Manche Professoren erklärten uns aber auch kurz, was auf den Videos passierte. Einer demonstrierte beispielsweise im Zeitraffer, was innert 90 Minuten nach dem Genuss von drei Zigaretten passiert: Ich weiß nicht, was ich da gesehen habe, aber es sah nicht gut aus.   :-)
Die Redner, Doktoren und Professoren waren durchweg nett, wie ich auch einem der VIPs mit roter Badge auf Nachfrage versichern konnte, als er bei mir seine Präsentation eincheckte. VIPs waren beispielsweise die Mitglieder des Executive Committee der ESC (Jacob: »Die haben nicht nur eine rote Badge, die haben eine rote Badge mit goldener Umrandung und Diamanten drauf.«)

Am 2.9. war ich wieder zurück und war erstmal hemmungslos faul. Am Freitag, 3.9., bekam ich einen Anruf, man würde mich gerne wieder auf dem nächsten Kongress haben – jetzt. Vier Stunden später war ich in München und half beim Aufbau (der Diabetes-Kongress begann offiziell erst am Samstag). Am Samstag war nur noch wenig zu tun, so dass es bei meinem zweiten Kongress nur bei einem kurzen Gastspiel blieb.
Übrigens wurden die Räume diesmal nach Persönlichkeiten benannt: »Langerhans Hall«, »Meyerhof Hall«, »Tannhauser Hall« oder »Naunyn Hall«.

Insgesamt fand ich’s ganz cool!

Nachtrag (14.09.04): Das Schnitzel im Steinheil kostet 8,80 Euro.

Erschienen am Sonntag, 05.09.2004 @ 16:13 | Kommentare deaktiviert
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Dienstag, 07.09.2004

Butterfly Effect

Gestern Abend war ich mit Klaus und Holger, der mal wieder in Erlangen war, in »Butterfly Effect«.
Ich kann den Film sehr empfehlen, und möchte daher nichts von der Handlung verraten. Sobald mich ein Film halbwegs interessiert, versuche ich es zu vermeiden, all zu viel über ihn zu erfahren, um mir die Spannung nicht zu verderben: Ich schalte bei TV-Berichten weg, lese keine Kritiken und sehe mir höchstens den Trailer an. Für »Butterfly Effect« kann ich diese Vorgehensweise ebenfalls empfehlen. Der Film ist spannend erzählt, um eine interessante Story herum.
Fast noch besser als der Film war das zart besaitete Mädel neben mir: Der Film ist garniert mit einigen Schockeffekten; »Butterfly Effect« ist allerdings kein Teenie-Slasher-Film. Stellenweise geht es jedoch sehr brutal zu.

Newline zeigt einen Film von Eric Bress und J. Mackye Gruber, die beide auch für die Story verantwortlich waren. Beide haben auch das Buch für »Final Destination 2« geschrieben.
In den Hauptrollen spielen unbekannte Größen: Aston Kutcher als Evan Treborn und Amy Smart als Kayleigh Miller. Der Film sammelt hauptsächlich mit der gut erzählten Story Pluspunkte, weniger durch grandiose schauspielerische Leistung.

Der Film läuft 113 Minuten im Format 1:1,85.
Wer unbedingt eine Kritik lesen möchte, dem empfehle ich die Kritik von Johannes Pietsch (Spoiler!).

Erschienen am Dienstag, 07.09.2004 @ 2:20 | Kommentare deaktiviert
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Mach 1

Gestern Nachmittag erschüttert ein gewaltiger Rumms die Umgebung, kurz darauf tut’s einen zweiten Schlag. Erster Gedanke: Da ist ja mal was runtergefallen. Zweiter Gedanke: Dafür war es eigentlich zu heftig, außerdem hat mein Fenster gewackelt. Dritter Gedanke: Ok, eine Explosion. Fünf Minuten später waren noch keine Sirenen zu hören und ich habe den Vorfall wieder vergessen.
Holger meinte dann am Abend zu mir, seine Mutter hätte in der Zeitung des Rätsels Lösung erfahren (1, 2): EADS testet für die Luftwaffe den Eurofighter/Typhoon, und der doppelte Knall kündigte vom Durchbrechen der Schallmauer.

Angeblich beschränken sich die Testflüge auf die Oberpfalz und Niederbayern nahe der tschechischen Grenze – ich finde es ziemlich faszinierend, dass der Überschallknall auch noch im nächsten Regierungsbezirk, Mittelfranken, zu hören und zu spüren ist…

Erschienen am Dienstag, 07.09.2004 @ 14:29 | Kommentare deaktiviert
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Mittwoch, 08.09.2004

The boys are back in town

Wie berichtet, hatte ich ein paar Probleme mit meinem iBook: Die Festplatte wollte nicht mehr mounten, anscheinend, weil das HFS-Directory zerschossen war. Mit Bordmitteln war dem nicht beizukommen, aber ich wollte die Festplatte noch nicht aufgeben. In den letzten Tagen war ich etwas beschäftigt, so dass ich mich erst jetzt um die Datenrettung kümmern konnte.
Von den 826 Urlaubsfotos sortiere ich mit Sicherheit zwei Drittel aus, aber die verbleibenden Fotos sind mir doch zu wichtig, um sie einfach aufzugeben.

Ich habe mich etwas in die Materie eingelesen und das ist das Ergebnis meiner Recherchen: In so einem Fall ist die überwiegende Meinung von Leidensgenossen, dass man nur zu zwei Tools greifen sollte: »Data Rescue« von Prosoft Engineering oder »DiskWarrior« von Alsoft. Auf gar keinen Fall sollte man zu irgendwelchen Produkten von Norton/Symantec greifen, denn damit würde man nur alles schlimmer machen. Zum Testen bei Peter stand außerdem »Techtool Pro 4« von Micromat zur Verfügung.
Preislich nehmen sich die drei Programme nicht sehr viel: Das günstigste Programm ist DiskWarrior mit 80 USD, es folgt Data Rescue zu 90 USD. Das teuerste der drei Programme ist Techtool für 98 USD.

Techtool Pro 4 hinterließ einen negativen Eindruck. Was stört ist, dass das Programm gleich losrattert, wenn man irgendwohin klickt. Kein »Jetzt starten«-Button, und auch das Abbrechen von Aktionen ist nur umständlich möglich. Zwar checkt Techtool nur das System, aber nervig ist es trotzdem.
Die Recovery-Funktion enttäuschte: Die iBook-Festplatte wurde zwar erkannt, tauchte aber dreimal im TTP-Fenster auf, ebenso alle Verzeichnisse im Verzeichnisbaum. Es wurden nur wenige Dateien wiederhergestellt, auch wenn man in der Hierarchie auf ein höher gelegenes Verzeichnis klickte. Dass TTP anders kann zeigte sich daran, dass es sehr wohl einzelne Dateien herstellen konnte, wenn man sie explizit anwählte. Störend ist außerdem, dass gefundene Dateien immer in einem Ordner auf dem Desktop gespeichert werden; das Zielvolume ist nicht wählbar. Außerdem wird keine Ordner-Hierarchie angelegt, wenn man Dateien aus tiefer gelegenen Regionen wiederherstellt: Ein Foto wird in Desktop/Recovered abgelegt, auch wenn es aus dem 10. Unterverzeichnis des Quell-Volumes kommt.
Fazit: Finger weg.

DiskWarrior ist kein Programm, dass Dateien von einer beschädigten Platte restauriert, sondern es versucht, die defekte Platte selbst zu reparieren. Ich hatte Gelegenheit, das Manual zu lesen und es machte einen sehr vertrauenserweckenden Eindruck. DW sieht sich jede einzelne Datei an und baut eine neue Verzeichnisstruktur auf (HFS-Directory).
Ich habe mich jedoch aus zwei Gründen gegen DW entschieden: Erstens kann man von der Website keine Testversion runterladen. Ich hatte daher keine Gewissheit, ob es wirklich funktionieren würde. Und zweitens: Das Volume kann nicht grundlos nicht mehr gemountet werden. Vielleicht hat die Platte einen Hau oder einfach nur ein paar defekte Sektoren. Lieber die Daten runterkratzen und das iBook sauber neu aufsetzen.

An dieser Stelle kommt Data Rescue ins Spiel. Es gibt eine Testversion, mit der man eine Datei bis 500 K Größe retten kann. Das Zielvolume ist frei wählbar, und selbst wenn man nur eine Datei rettet, wird die Ordnerstruktur beibehalten: Die Datei wird z.B. in /gerettet/iBook-HD/Users/stefan/Pictures/Sylt/beispiel.jpg abgelegt, statt einfach in /gerettet/beispiel.jpg wie bei Techtool.
Data Rescue konzentriert sich auf die Rettung der Daten und schreibt nichts auf das beschädigte Volume. Wollte man einerseits die Daten runterkopieren und danach das Volume wieder instand setzen, bräuchte man zusätzlich DiskWarrior.
Nachdem es mit der Testversion gut lief, kaufte ich online eine Lizenz für Data Rescue und sicherte damit die komplette iBook-Festplatte zurück. Demnächst gibt es hier Sylt-Bilder!

Hier schon mal ein Vorgeschmack, ein Selbstportrait:

Erschienen am Mittwoch, 08.09.2004 @ 22:57 | Kommentare deaktiviert
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Montag, 13.09.2004

Sturm im Wasserglas

Was soll eigentlich die Aufregung um die Äußerung von Bundespräsident Köhler zu den unterschiedlichen Lebensverhältnissen in unserem Land? Ich kann das nicht nachvollziehen. Offenbar haben diejenigen, die sich jetzt mokieren, das Interview gar nicht gelesen. Klar kann man sich über die aus dem Zusammenhang gerissene Aussage aufregen. »Mangelnde Sensibilität« oder ähnliches kann man Köhler jedoch nicht vorwerfen, nachdem man das Interview (1, 2) gelesen hat.

Nachtrag (14.09.04): Von Claus Christian Malzahn gibt es bei Spiegel-online ein sehr lesenswerten Kommentar zur Debatte: »Redefreiheit für den Bundespräsidenten«.

Erschienen am Montag, 13.09.2004 @ 12:30 | Kommentare deaktiviert
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Dienstag, 14.09.2004

The Village

»Sixth Sense« scheint doch der einzige Film von M. Night Shyamalan zu sein und zu bleiben, der überragend war. »Unbreakable«? Langatmig. »Signs«? Ein wenig besser.
Sein neuestes Werk, »The Village«, ist ein Film von der Sorte bei der ich mir denke: Hoffentlich kommt gleich ein Raumschiff und holt alle ab. Das Problem: Es kommt kein Raumschiff. Der Film spielt in einem Dorf, in dem um 18 Uhr die Gehsteige hochgeklappt werden. Entsprechend wenig passiert in den ersten drei Vierteln des Films. Die Siedlung befindet sich auf einer großen Lichtung in einem Wald. Die Eingeborenen wagen sich nicht in den Wald, denn dort lauern böse Kreaturen. So weit, so bekannt aus dem Trailer.

Damit überhaupt irgendwas passiert, wird aus dem Leben der Hinterwäldler erzählt: Wer mit wem, dazu eine tragende Liebesgeschichte. Grusel gibt’s nur sehr wenig. Eine Lehre enthält der Film auch, aber auf die geht Shyamalan nicht weiter ein. Am Schluss die große Auflösung, wie in seinen bisherigen Filmen auch (»Signs« wich etwas von dieser Regel ab).
Fazit: Langweilig.

Erschienen am Dienstag, 14.09.2004 @ 0:47 | Kommentare deaktiviert
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Der Song zur Schüssel

Der 1er von BMW kommt dieser Tage auf den Markt, und endlich gibt’s auch den Song aus der Werbung käuflich zu erwerben: »Principle of Joy« von thom. Ein Hammer-Song!
Das Auto interessiert mich nicht weiter. Wenn ich mir mal ein Auto zulege, dann könnte es ein Mini werden (die Kohle bliebe ja in der BMW-Konzernfamilie…). Allerdings habe ich auch in Zukunft nicht vor, abseits von Großstädten zu leben. Und in Großstädten braucht man eigentlich kein Auto.

Wo ich grade bei Autowerbung bin: Im Fernsehen und im Kino gibt’s zur Zeit einen Spot von Mercedes zu sehen, der die neue A-Klasse bewirbt. Mir gefällt er ziemlich gut: Er ist zwar einerseits völlig Mercedes-untypisch, fast schon »frisch«, andererseits erkennt man aber sofort, dass es sich um Mercedes handelt: Nicht am Mercedes-Stern, sondern an der Hausschrift. Ziemlich cool.

Wo ich grade bei Kino war: Im Dezember kommt der Nachfolger von »Ocean’s Eleven« in die Kinos, der sich halbwegs originell »Ocean’s Twelve« nennt. Ist zwar ein Fortsetzungsfilm eines erfolgreichen Originals (das noch dazu ein Remake war), aber ich fand »Teil 1« Klasse!
Aber: Was ist das für ein genialer Teaser?! Zwar nur Schrift und einige grafische Elemente, aber eine sehr nette Idee!

Erschienen am Dienstag, 14.09.2004 @ 14:28 | Kommentare deaktiviert
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Mittwoch, 15.09.2004

»I always said, if I had to fuck a guy… I mean had to, if my life depended on it… I’d fuck Elvis.«

Aus der Reihe »Filme, die man bedenkenlos kaufen kann« heute: »True Romance« von Tony Scott aus dem Jahr 1993. Ein Film, der alles hat, was einen großartigen Film auszeichnet: Er ist spannend, er ist gewalttätig, er hat haufenweise coole Taglines, er hat Running-Gags (»Aus dem Dschungel kommst Du nur im Sarg«)!
Der Saturn in Nürnberg hat kürzlich eine Menge DVDs günstig angeboten, 8 Euro das Stück. Ich griff u.a. bei »True Romance« zu, nachdem ich die positive IMDB-Bewertung gesehen hatte (7,7/10), sowie die 95%-Wertung von Denis von zelluloid.de und die durchschnittlich 98% der Zelluloid-Besucher. Und »True Romance, True Romance«, irgendwie kommt einem der Titel bekannt vor… Auf gut Glück kaufte ich die DVD und sah ihn mir neulich an.

In den Hauptrollen zu sehen sind Christian Slater als Clarence Worley und Patricia Arquette als Alabama Whitman. Die beiden lernen sich in einer Bar kennen und heiraten am nächsten Tag. Sie ist ein Callgirl, er schlägt sich so durch, mag Elvis’ Musik und gute Filme. Nach der Heirat besucht er ihren Zuhälter, um einige ihrer Sachen zu holen. Dabei geraten die Dinge etwas außer Kontrolle: Außer Alabamas Sachen bringt Clarence zusätzlich einen Koffer Koks mit. Die beiden wollen versuchen, den Stoff in Hollywood zu verticken…

Ich will nicht zu viel von der Story verraten, da sind noch einige Pfeile im Köcher. Nur so viel: So ein krankes Drehbuch kann sich nur einer ausdenken: Quentin Tarantino. Und der Film hat zu Recht keine Jugendfreigabe (=FSK18).
Abgesehen von Spannung, Gewalt, coolen Sprüchen, Running-Gags, dem coolen Christian Slater und einer Story von Quentin Tarantino, womit weiß »True Romance« noch zu begeistern? In den Nebenrollen geben sich bekannte Schauspieler die Klinke in die Hand: Dennis Hopper, Val Kilmer, Gary Oldman, Brad Pitt, Christopher Walken, Samuel L. Jackson, James Gandolfini. Und der nette Score stammt von Hans Zimmer.

Tony Scott führte ebenfalls Regie bei »Enemy of the State«, »Crimson Tide« und »Last Boy Scout«. Zwei bekannte 80er Jahre Filme gehen ebenfalls auf sein Konto: »Beverly Hills Cop II« und »Top Gun«. Am 30.9. läuft mit »Man on Fire« ein weiterer Film von ihm an.
Der Film dauert 120 Minuten, das Seitenverhältnis ist 2,35:1. Die deutsche DVD von Eurovideo enthält nur den deutschen Ton in DD5.1.

Erschienen am Mittwoch, 15.09.2004 @ 17:01 | Kommentare deaktiviert
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Donnerstag, 16.09.2004

D70

Besser spät als nie: Bereits im April habe ich mir eine neue Digitalkamera gekauft, und noch nicht darüber berichtet.
Meine erste digitale Spiegelreflexkamera war die EOS 300D von Canon, die bei ihrem Erscheinen im Oktober 2003 die erste erschwingliche digitale SLR war, mit einem Preis von rund 1.000 Euro.

Im Februar 2004 las ich eine erste Pressemitteilung von Nikon, in der die D70 angekündigt wurde. Die D70 sollte der 300D einige interessante Features voraus haben und genau so viel kosten. Zudem könnte ich dann bei Bedarf Wolfgangs Objektive mitbenutzen…
Sehr schnell war klar: Eine D70 muss her. Ich zögerte nicht lange und verkaufte die 300D plus-minus Null, so lange sie begehrt, und der Preis noch nicht verfallen war (mittlerweile hat es bei der 300D tatsächlich einen Preisverfall gegeben). Ich musste dann einige Wochen ohne Kamera leben.

Anfang April war es dann soweit: Die D70 erschien in geringen Stückzahlen auf dem deutschen Markt und ich konnte eine ergattern. Diesmal entschied ich mich außerdem für das hochwertigere Objektiv: Sowohl die 300D als auch die D70 gibt es im Set mit einem von zwei Objektiven. Bei der 300D hatte ich damals für 100 Euro Aufpreis das billige Objektiv genommen, diesmal griff ich zur hochwertigen Optik: Ein DX-Nikkor mit ED-Gläsern und Ultraschall-Motor (bei Canon heißt das UD-Glas und USM). Der Aufpreis von rund 300 Euro gegenüber dem »28-80mm/3.3-5.6G AF« bringt mit dem »AF-S DX Zoom-Nikkor 18-70mm/3.5-4.5G IF-ED« verzeichnungsärmere Gläser, einen schnelleren und leiseren Autofocus, mehr Weitwinkel und eine bessere Lichtstärke.

Zur D70 gibt es ein exzellentes und sehr langes Review, in dem die D70 auch mit der D100 und der 300D verglichen wird. Jeden dreiseitigen Bericht einer x-beliebigen Fotozeitschrift kann man dagegen in der Pfeife rauchen. Hier die Links zum Review: Startseite, Vergleichstabelle.
Die einzige Entschuldigung, sich jetzt noch eine 300D zu kaufen ist, dass man günstig in das Segment der digitalen SLRs einsteigen, und nicht noch länger auf eine D70 sparen will.   :-)

Wesentliche Vorteile der D70 gegenüber der 300D sind:

  • Höherwertiges Gehäuse
  • Blitzsynchronisation bis 1/500 sec. (300D: 1/200)
  • Blitzsynchronisation auf dem zweiten Verschlussvorhang
  • Schnellere Bildfolge bei Serienaufnahmen: bis zu 12 Bilder mit 3 fps (300D: 4 Bilder mit 2,5 fps)
  • Gitternetzscheibe im Sucher (allein das ist Gold wert)
  • Sofortige Einsatzbereitschaft nach dem Anschalten (300D: ca. 2-3 Sekunden Wartezeit)
  • Geringere Auslöseverzögerung
  • Autofokus-Lampe statt Blitzsalven wie bei der 300D
  • Etwas geringerer Stromverbrauch

Die Bildqualität der Chips geht bei beiden Kameras mehr als in Ordnung. Beide haben rund 6 Megapixel Auflösung und ein sehr geringes Rauschen. Die D70 hat also im Wesentlichen ein paar Features mehr, die einem das Fotografieren erleichtern. Ein Nachteil der D70: Trotz USB 2.0-Schnittstelle wird nur mit 1.1-Geschwindigkeit übertragen – die 300D hat USB 1.1.

Tja, alle Bilder seit April wurden mit der Nikon D70 fotografiert. Natürlich auch die Sylt-Bilder vom August, die ich in den nächsten Tagen online stelle.

Hochauflösende Bilder der D70 und Beispielfotos gibt’s hier: highres.maxwell.com.au/images/nikon/slrs_digital/d70/

Erschienen am Donnerstag, 16.09.2004 @ 15:20 | Kommentare deaktiviert
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Samstag, 18.09.2004

Da war doch was

Wie lange gab es eigentlich diese Flashmobs? Zwei Wochen?

»Typisch für Flashmobs [ist] die blitzartige Bildung des Mobs aus dem Nichts [...] und die schlagartige Auflösung [...]«

Genau.
Andererseits bin ich dankbar, dass es diesen Trend letztes Jahr gab und nicht 1999: Seinerzeit hätte es sofort zehn neue Dot-Com-Klitschen gegeben die versucht hätten, daraus Kapital zu schlagen.

Erschienen am Samstag, 18.09.2004 @ 16:33 | Kommentare deaktiviert
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Dienstag, 21.09.2004

Machtverhältnisse

Nach den Landtagswahlen in Sachsen und Brandenburg vom Wochenende sind – abgesehen vom guten Abschneiden extremer Parteien – die mittelfristigen Auswirkungen interessant.
Spiegel-online schreibt:

»Die Wahrscheinlichkeit, dass die unionsgeführten Länder durch Erfolge bei den Landtagswahlen im kommenden Jahr zu einer Zwei-Drittel-Mehrheit im Bundesrat kommen, schrumpft allerdings.
Dazu müsste es in den von Rot-Grün regierten Ländern Schleswig-Holstein (vier Stimmen im Bundesrat) und Nordrhein-Westfalen (sechs Stimmen) zu Regierungswechseln kommen. In Schleswig-Holstein wird am 20. Februar gewählt, in Nordrhein-Westfalen am 22. Mai.
Mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit könnten Union und FDP im Bundesrat sämtliche von Rot-Grün eingebrachten Gesetze stoppen.«

Das wusste ich gar nicht, welche Macht eine 2/3-Mehrheit im Bundesrat hätte. Ich habe nur ab und an mal von der Möglichkeit gelesen, falls die SPD weiter abstürzen sollte, könnten die konservativen Parteien solch eine Mehrheit erreichen.

Erschienen am Dienstag, 21.09.2004 @ 10:02 | Kommentare deaktiviert
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Yow, we have a winner.

Post von der SAE! Inhalt: Das Abschlusszeugnis.
Ich habe bestanden, und die Noten können sich – denke ich – sehen lassen:

Theorie
Vornote Theorie:2,7
Facharbeit:1,1
Theoretische Endprüfung:   2,8
 
Praxis
Vornote Praxis:1,9
Abschlussprojekt:1,3
Praktische Endprüfung:1,6
 
Endnote: 2,1

Um zu bestehen war eine 3,0 oder besser nötig. Die 2,1 entsprechen knapp über 90 Prozent.
Das Diplom gibt’s erst Ende des Jahres im Rahmen einer Feier.

Ich würde sagen, die Anstrengungen der letzten 15 Monate haben sich gelohnt!

CMD-Abschlusszeugnis

Nicht wundern, im Zeugnis sind im letzten Absatz noch zwei Fehler drin; wird verbessert.

Erschienen am Dienstag, 21.09.2004 @ 18:22 | Kommentare deaktiviert
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Mittwoch, 22.09.2004

Urlaubsfotos

Ich bin mit dem Aussortieren der Sylt-Fotos fertig. Nach dem Urlaub gab’s ein kleines Problem mit der iBook-Festplatte, auf der die 826 Fotos lagerten. Von dieser Menge sind jetzt noch 533 übrig. Viele ähnliche Bilder, viele Fotos von Wolfgang und Verena (Verena war ab und an zu Recht etwas genervt, schließlich habe ich sie in 5 Tagen 115-mal fotografiert.   :-)

Ins Netz gestellt habe ich jetzt 140 Fotos: Nur ein paar persönliche Aufnahmen, ansonsten viel Landschaft, Fotos aus dem Sylt-Aquarium, Tele-Aufnahmen, ein paar Eindrücke aus der Westerländer Innenstadt und der Ortschaft Keitum.
Alle Fotos habe ich mit der D70 geschossen, und die Gitternetzscheibe erwies mir große Dienste. Trotzdem sorry, auf manchen Bildern ist der Horizont doch etwas schief (ich habe die Fotos absichtlich nicht in Photoshop korrigiert).

Letzte technische Anmerkung: iView MediaPro ist genial… Das HTML-Template »Aqua« war ganz ansprechend, ich habe es allerdings auf XHTML und CSS-Layout umgestellt.   :-)

Schluss mit der Vorrede, show me pics: my-two-cents.de/sylt2004/index.html

Erschienen am Mittwoch, 22.09.2004 @ 23:54 | Kommentare deaktiviert
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Donnerstag, 23.09.2004

Wir sind die Guten!

»Es heißt, wir Mac-Fans würden unsere Plattform mit Zähnen und Klauen verteidigen, und da ist auch was Wahres dran, aber wie sieht es denn bei den PC-Usern aus? Die kleben doch an ihrer Plattform, obwohl sie diese selbst nicht leiden können. Anstatt endlich die Konsequenzen zu ziehen und sich einzugestehen, dass sie ein mieses Produkt haben, kaufen sie beim nächsten Mal schon wieder so eine Mühle! So fanatisch und verblendet (oder so blöd) kann ein Mac-User gar nicht sein!«

Mal wieder einer von Jörns unvergleichlichen Artikeln! Über Microsoft, Würmer und Viren, Anwender als Lemminge und den Mac. Sehr zu empfehlen sind auch die Kommentare.
Inzwischen nervt es mich ja teilweise, wenn ich von Bekannten um Rat bei PC-Problemen gefragt werde. Ich helfe gerne, aber wer sich als Anwender einen PC kauft, spart eindeutig am falschen Ende (außer, man ist passionierter Spieler und kann ohne Doom3 nicht leben). Und hey, ein iBook gibt’s ab 1.200 Euro Listenpreis, einen iMac G5 ab 1.370 Euro – mit 17″-Display. Das reicht massig, um E-Mails zu bearbeiten, bei eBay mitzubieten und um Fotos aus der Digiknipse zu bearbeiten. Apple kann nicht mit dem letzten Hobel von Aldi im Preis konkurrieren, aber das wollen sie nicht und das müssen sie auch nicht: Apple verkauft Rundum-sorglos-Peace-of-mind-Pakete, sowas gibt’s beim Kistenschieber gar nicht!
Netzwerk-Probleme mit dem Windows-PC? Ich weiß es nicht, ich habe einen Mac, ich schließe es an und es läuft!

Wenn ich vom Mac erzähle, staunen meine Zuhörer jedes Mal Bauklötze, wenn ich sage, dass es am Mac keine Viren gibt. Wie, keine Viren? Keine Viren!
Man kann sich das Leben natürlich auch selbst unnötig schwer machen: Testberichte von Virenscannern lesen, Geld für einen Virenscanner ausgeben, die Firewall konfigurieren, das Service-Pack 2 installieren, Updates für Programme herunterladen (wegen Unverträglichkeiten mit dem SP2), einen Dialer-Warner installieren, Balzversuche von schwulen Büroklammern abwehren, tausend Warnmeldungen im System-Tray wegklicken, dieses Buch durcharbeiten… Und bei all dem ständig mit fünffach verschachtelten Dialogfenstern kämpfen.
Ich habe Arbeit zu erledigen, und deswegen habe ich nach zehn Jahren Windows-Erfahrung einen Mac: Da habe ich solche Sorgen nicht.

Leider glauben viele PC-Nutzer: Das muss so sein, das ist normal so, da kann man nichts gegen machen. Rettung ist nahe: Get a Mac.

P.S.: Die Freaks dürfen weiterhin Linux benutzen, sich in Distri-Wars ergehen und wöchentlich Kernel kompilieren. Jeder braucht ein Hobby.   :-)

Erschienen am Donnerstag, 23.09.2004 @ 13:42 | Kommentare deaktiviert
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Freitag, 24.09.2004

Nichts verpasst

Huh, ich bin froh, dass ich am Mittwoch-Abend doch nicht in die Sneak bin. Heute war ich auf einen Sprung in der Stadt und habe im Kino vorbeigesehen. Dort »gehört« einer der Schaukästen dem »Sneak-Club«: Das Kino schreibt, welcher Film zuletzt in der Sneak gezeigt wurde und wie er den Zuschauern gefallen hat (1 bis 5 Sterne), zusammen mit einigen Kommentaren der Besucher.
Am Mittwoch wurde »White Chicks« gezeigt. Ich sag’ ja, nichts verpasst; der Trailer hat mir schon gereicht.

Erschienen am Freitag, 24.09.2004 @ 17:59 | Kommentare deaktiviert
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Samstag, 25.09.2004

Lichtblicke

Heute war’s ein bisschen durchwachsen. Regnerisches Wetter, »Collateral«-Vorstellung um 8 ausverkauft, Besuch bei der Pizzeria lohnt nicht (schließt um 10, und die nächte »Collateral«-Vorstellung beginnt um Viertel nach elf), ich warte auf E-Mails, und mein Mini-Kugelschreiber ist auch verschütt gegangen.
Insgesamt ideale Voraussetzungen für schlechte Laune.

Am Nachmittag besserte sich meine Laune, denn wir waren bei meinem Onkel mütterlicherseits zu Gast: sein Geburtstag. Ein Wiedersehen mit ihm und meiner Tante und meinen zwei Cousins. Einer von beiden war gerade auf dem Sprung als wir kamen, und ich unterhielt mich mit meinem zweiten Cousin, Helmut, über dies und das, vor allem über Macs.   :-)
Wer sich einen gebrauchten Mac zulegen möchte, sollte darauf achten, dass er Quartz-Extreme-fähig ist, denn dann werden die Bildschirminhalte nicht vom Prozessor berechnet, sondern von der Grafikkarte (zwar ist der Desktop mit seinen Fenstern eine 2D-Oberfläche, aber das OS tut so, als wäre es eine Textur). Systemvoraussetzungen für Quartz Extreme: NVIDIA GeForce2 MX, GeForce3, GeForce4 MX oder GeForce4 Ti, oder eine AGP-basierte ATI RADEON. Mindestens 16 MB VRAM werden benötigt. Macs mit diesen Grafikkarten sind G4s mit für OS X ausreichend schnellen Taktfrequenzen (und Quartz Extreme nimmt dem Prozessor außerdem eine Menge Arbeit ab). Die nächste Evolutionsstufe kommt im nächsten Jahr mit OS X 10.4 in Form von »Core Image«. Alle G5-Rechner (Power Mac G5 und iMac G5) sowie die aktuellen Powerbooks verfügen über CI-fähige Grafikkarten.

Später noch eine kleine Mathe-Nachhilfestunde für Luca, Helmuts Jüngsten. Beim Telekolleg scheiterte ich zwar an Mathe, aber hey, einem Zweitklässler kann ich doch noch den ein oder anderen Tipp geben.   ;-)   Sie sind gerade bei Addition und Subtraktion und den Zahlen bis 100. Was ich ziemlich cool finde: Französisch ab der ersten Klasse, Englisch ab der dritten.

Thema Stift: Ich habe ja so manch schlechte Angewohnheit, aber meine Utensilien wie Schlüsselbund, Armbanduhr, Handy, Geldbeutel und eben den Mini-Kugelschreiber »Lamy pico« lege ich aus gutem Grund immer am gleichen Platz ab. Deswegen hatte ich am Vormittag leichte Panik, da der Stift nicht auf dem Schreibtisch, nicht in der Jeans-Hosentasche und nicht in der Rucksack-Innentasche war.
Mir fiel dann wieder ein, wo der Stift noch sein könnte, und tatsächlich: Gefunden. Ich bin einigermaßen beeindruckt, dass er noch einwandfrei funktioniert, denn ich habe ihn 61 Minuten bei 40 Grad und bis zu 900 Umdrehungen gewaschen und anschließend im Trockner getrocknet. Zweimal. Er war in der Jeans-Hosentasche, fiel aber wohl in der Waschmaschine oder im Trockner aus dieser heraus. Der Hub-Mechanismus funktioniert noch, die Mine schreibt ebenfalls nach wie vor, und die Jeans sowie die anschließend getrocknete Wäsche sind unversehrt. Respekt!
Und ich hatte mich schon mit dem Gedanken angefreundet, gleich am Montag 30 Euro für einen neuen Pico auszugeben.

So, um zehn geht’s erstmal per Rad in die Stadt; erst Subway, dann Kino. Wenn’s nicht regnet.

P.S.: Ich wüsste ja gerne mal, was in einem Trockner während des Trocknens eigentlich passiert.

Erschienen am Samstag, 25.09.2004 @ 20:33 | Kommentare deaktiviert
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Sonntag, 26.09.2004

Collateral

Es hat nicht geregnet und ich bin ins Kino geradelt, »Collateral« anschauen.
Ein sehr guter Film von Michael Mann, der beispielsweise auch für »Heat« verantwortlich zeichnete.

Das Buch stammt von Stuart Beattie, dem Drehbuchautor von »Pirates of the Caribbean«. In den Hauptrollen zu sehen sind: der allseits bekannte Tom Cruise als Vincent, und der weniger bekannte Jamie Foxx als Max.

Wie der Trailer bereits verrät, ist »Collateral« die Geschichte einer zufälligen Begegnung: Vincent ist freiberuflicher Profi-Killer und an einem Abend in L.A. zu Max ins Taxi. Das weiß max noch nicht, aber während des ersten »Kundenbesuchs« von Vincent landet ein Mann auf dem Dach des Taxis.

Max: Hey! Hey, he fell on the cab! I think he’s dead.

Vincent: Good guess.

Max: You… you killed him?

Vincent: No, I shot him. The bullets and the fall killed him.

Mehr möchte ich von der Story nicht erzählen: »Collateral« ist ein Film bei dem es sich lohnt, so wenig wie möglich im Vorhinein von der Story zu wissen. »Collateral« ist spannend, schnell, dramatisch, intelligent. Stellenweise ist er etwas brutal, aber das bringt Vincents Beruf so mit sich.   :-)
Der Film ist jedoch nicht blutrünstig; ich würde die erwähnten Stellen als »schonungslos« bezeichnen.

Bei einem Profi-Killer-Film drängt sich natürlich der Vergleich zur Referenz auf: »Léon – Der Profi« von Luc Besson mit Jean Reno in der Hauptrolle – nicht zu verwechseln mit dem Machwerk »Leon« mit Jean-Claude Van Damme.
Aber abgesehen vom Beruf der beiden Hauptdarsteller haben die Filme nicht viel gemein; »Collateral« ist anders. Dennoch finde ich, dass »Léon« der bessere Film ist – mit der durchschnittlichen IMDB-Bewertung gehe ich konform: sehr hohe 7,7 Punkte (8.515 Bewertungen) für »Collateral« und 8,4 Punkte (44.294 Bewertungen) für »Léon«, der sich somit momentan Platz 63 in den Top250 der IMDB sichert.
Fazit: »Collateral« lohnt zweifellos einen Besuch, und wer »Léon« noch nicht gesehen hat, sollte diese Bildungslücke schnellsten beseitigen.


Nach dem Film kann man die sehr gute Kritik von Johannes Pietsch lesen.

Für die an Philosophie Interessierten: Der Film streift oberflächlich eine der großen ethischen Fragen: »Wenn du mir nicht hilfst, sterben noch mehr Menschen.«

Technisches und Trivia: Die 120 Minuten werden im Format 2,35:1 gezeigt und sind ab 16 Jahren freigegeben. Produktionsfirmen sind Paramount und Dreamworks, deutscher Distributor ist UIP.

Nachtrag (05.10.04, 10:46): Bei Spiegel-online gibt es ein Interview mit Michael Mann.

Erschienen am Sonntag, 26.09.2004 @ 2:18 | Kommentare deaktiviert
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Montag, 27.09.2004

Schön war die Zeit

Seit Februar 2003 gab es ihn: Den beinahe perfekten Griechen, nur drei Kilometer von meiner Haustür entfernt. Im Sommer 2003 gab es freitags sogar All-you-can-eat; ich möchte nicht wissen, wie viele hundert Euro ich in diesen rund 19 Monaten im Athen in Frauenaurach gelassen habe.
Seit heute ist das Athen geschlossen.   ;-(


 Immer fest im Blick: Die Öffnungszeiten.

Erschienen am Montag, 27.09.2004 @ 17:39 | Kommentare deaktiviert
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Donnerstag, 30.09.2004

Yahoo!!

Wenn sogar yahoo.com auf ein CSS-Layout umstellt, dann gibt’s ja wohl kein Halten mehr: Wer jetzt noch Tabellen-Layouts baut, wird geteert und gefedert!
Bei Whitespace gibt’s einen langen Artikel zum Thema.

Im Zusammenhang mit CSS lohnt sich die Präsentation von Doug Bowman, die er zur WE04-Konferenz in Sydney gehalten hat: The Beauty and Business of CSS.

Erschienen am Donnerstag, 30.09.2004 @ 19:50 | Kommentare deaktiviert
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