Donnerstag, 16.09.2004
D70
Besser spät als nie: Bereits im April habe ich mir eine neue Digitalkamera gekauft, und noch nicht darüber berichtet.Meine erste digitale Spiegelreflexkamera war die EOS 300D von Canon, die bei ihrem Erscheinen im Oktober 2003 die erste erschwingliche digitale SLR war, mit einem Preis von rund 1.000 Euro.
Im Februar 2004 las ich eine erste Pressemitteilung von Nikon, in der die D70 angekündigt wurde. Die D70 sollte der 300D einige interessante Features voraus haben und genau so viel kosten. Zudem könnte ich dann bei Bedarf Wolfgangs Objektive mitbenutzen…
Sehr schnell war klar: Eine D70 muss her. Ich zögerte nicht lange und verkaufte die 300D plus-minus Null, so lange sie begehrt, und der Preis noch nicht verfallen war (mittlerweile hat es bei der 300D tatsächlich einen Preisverfall gegeben). Ich musste dann einige Wochen ohne Kamera leben.
Anfang April war es dann soweit: Die D70 erschien in geringen Stückzahlen auf dem deutschen Markt und ich konnte eine ergattern. Diesmal entschied ich mich außerdem für das hochwertigere Objektiv: Sowohl die 300D als auch die D70 gibt es im Set mit einem von zwei Objektiven. Bei der 300D hatte ich damals für 100 Euro Aufpreis das billige Objektiv genommen, diesmal griff ich zur hochwertigen Optik: Ein DX-Nikkor mit ED-Gläsern und Ultraschall-Motor (bei Canon heißt das UD-Glas und USM). Der Aufpreis von rund 300 Euro gegenüber dem »28-80mm/3.3-5.6G AF« bringt mit dem »AF-S DX Zoom-Nikkor 18-70mm/3.5-4.5G IF-ED« verzeichnungsärmere Gläser, einen schnelleren und leiseren Autofocus, mehr Weitwinkel und eine bessere Lichtstärke.
Zur D70 gibt es ein exzellentes und sehr langes Review, in dem die D70 auch mit der D100 und der 300D verglichen wird. Jeden dreiseitigen Bericht einer x-beliebigen Fotozeitschrift kann man dagegen in der Pfeife rauchen. Hier die Links zum Review: Startseite, Vergleichstabelle.
Die einzige Entschuldigung, sich jetzt noch eine 300D zu kaufen ist, dass man günstig in das Segment der digitalen SLRs einsteigen, und nicht noch länger auf eine D70 sparen will. :-)
Wesentliche Vorteile der D70 gegenüber der 300D sind:
- Höherwertiges Gehäuse
- Blitzsynchronisation bis 1/500 sec. (300D: 1/200)
- Blitzsynchronisation auf dem zweiten Verschlussvorhang
- Schnellere Bildfolge bei Serienaufnahmen: bis zu 12 Bilder mit 3 fps (300D: 4 Bilder mit 2,5 fps)
- Gitternetzscheibe im Sucher (allein das ist Gold wert)
- Sofortige Einsatzbereitschaft nach dem Anschalten (300D: ca. 2-3 Sekunden Wartezeit)
- Geringere Auslöseverzögerung
- Autofokus-Lampe statt Blitzsalven wie bei der 300D
- Etwas geringerer Stromverbrauch
Die Bildqualität der Chips geht bei beiden Kameras mehr als in Ordnung. Beide haben rund 6 Megapixel Auflösung und ein sehr geringes Rauschen. Die D70 hat also im Wesentlichen ein paar Features mehr, die einem das Fotografieren erleichtern. Ein Nachteil der D70: Trotz USB 2.0-Schnittstelle wird nur mit 1.1-Geschwindigkeit übertragen – die 300D hat USB 1.1.
Tja, alle Bilder seit April wurden mit der Nikon D70 fotografiert. Natürlich auch die Sylt-Bilder vom August, die ich in den nächsten Tagen online stelle.
Hochauflösende Bilder der D70 und Beispielfotos gibt’s hier: highres.maxwell.com.au/images/nikon/slrs_digital/d70/
Erschienen am Donnerstag, 16.09.2004 @ 15:20
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Tags: Fotografie, nikon
