Sonntag, 26.09.2004
Collateral
Es hat nicht geregnet und ich bin ins Kino geradelt, »Collateral« anschauen.Ein sehr guter Film von Michael Mann, der beispielsweise auch für »Heat« verantwortlich zeichnete.
Das Buch stammt von Stuart Beattie, dem Drehbuchautor von »Pirates of the Caribbean«. In den Hauptrollen zu sehen sind: der allseits bekannte Tom Cruise als Vincent, und der weniger bekannte Jamie Foxx als Max.
Wie der Trailer bereits verrät, ist »Collateral« die Geschichte einer zufälligen Begegnung: Vincent ist freiberuflicher Profi-Killer und an einem Abend in L.A. zu Max ins Taxi. Das weiß max noch nicht, aber während des ersten »Kundenbesuchs« von Vincent landet ein Mann auf dem Dach des Taxis.
Max: Hey! Hey, he fell on the cab! I think he’s dead.
Vincent: Good guess.
Max: You… you killed him?
Vincent: No, I shot him. The bullets and the fall killed him.
Mehr möchte ich von der Story nicht erzählen: »Collateral« ist ein Film bei dem es sich lohnt, so wenig wie möglich im Vorhinein von der Story zu wissen. »Collateral« ist spannend, schnell, dramatisch, intelligent. Stellenweise ist er etwas brutal, aber das bringt Vincents Beruf so mit sich. :-)
Der Film ist jedoch nicht blutrünstig; ich würde die erwähnten Stellen als »schonungslos« bezeichnen.
Bei einem Profi-Killer-Film drängt sich natürlich der Vergleich zur Referenz auf: »Léon – Der Profi« von Luc Besson mit Jean Reno in der Hauptrolle – nicht zu verwechseln mit dem Machwerk »Leon« mit Jean-Claude Van Damme.
Aber abgesehen vom Beruf der beiden Hauptdarsteller haben die Filme nicht viel gemein; »Collateral« ist anders. Dennoch finde ich, dass »Léon« der bessere Film ist – mit der durchschnittlichen IMDB-Bewertung gehe ich konform: sehr hohe 7,7 Punkte (8.515 Bewertungen) für »Collateral« und 8,4 Punkte (44.294 Bewertungen) für »Léon«, der sich somit momentan Platz 63 in den Top250 der IMDB sichert.
Fazit: »Collateral« lohnt zweifellos einen Besuch, und wer »Léon« noch nicht gesehen hat, sollte diese Bildungslücke schnellsten beseitigen.
Nach dem Film kann man die sehr gute Kritik von Johannes Pietsch lesen.
Für die an Philosophie Interessierten: Der Film streift oberflächlich eine der großen ethischen Fragen: »Wenn du mir nicht hilfst, sterben noch mehr Menschen.«
Technisches und Trivia: Die 120 Minuten werden im Format 2,35:1 gezeigt und sind ab 16 Jahren freigegeben. Produktionsfirmen sind Paramount und Dreamworks, deutscher Distributor ist UIP.
Nachtrag (05.10.04, 10:46): Bei Spiegel-online gibt es ein Interview mit Michael Mann.
Erschienen am Sonntag, 26.09.2004 @ 2:18
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Tags: Film-und-Fernsehen, kinokritik
