Archiv für Oktober 2004
Montag, 04.10.2004
In der »Pro«-Sektion der Apple-Website erschien heute ein
Artikel über Eric Meyer, CSS-Koryphäe und Buch-Autor. Fans erfahren nur wenig Neues; die zwei Seiten sind jedoch eine gute Vorstellung Meyers für diejenigen, die ihn nicht kennen.
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Schon etwas älter, aber ich bin kürzlich erst drüber gestolpert, als ich für jemanden nach Ressourcen zum Thema »Box Model« gesucht habe: Eine Demo des Box Models in Flash, inspiriert durch einen Weblog-Eintrag von Jon Hicks.
Erschienen am Montag, 04.10.2004 @ 15:48
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Tags: standards, Web
Dienstag, 05.10.2004
Vor anderthalb Jahren habe ich schon mal
versucht, mich mit RSS anzufreunden, aber es hat nicht sollen sein. Seit heute ist eine öffentliche Beta von
NetNewsWire 2 verfügbar, und diesmal kann es sein, dass ich mich an RSS gewöhne.
Meine drei Haupt-Kritikpunkte waren:
- Viele Feeds haben keine Bilder, Links und Absätze.
- Nicht »urlaubstauglich«: Wenn ich mal zwei Tage offline bin, verpasse ich alles, was dazwischen liegt, anders als z.B. bei Usenet Newsgroups.
- Es gibt oft keine vollen Feeds, sondern nur Anrisstexte oder noch nicht mal das (dann gibt es nur Überschriften).
Vor allem der letzte Punkt wurmt mich: Ich will einen RSS-Reader statt eines Web-Browsers benutzen und nicht nach wie vor auf einen Browser angewiesen sein. Bei kommerziellen Seiten, die von Banner-Einblendungen leben, kann ich das ja noch nachvollziehen, aber bei verkrüpelten Feeds von privaten Weblogs fehlt mir für sowas jedes Verständnis (außer, die Weblog-Software generiert per default solche »Un-Feeds« und der Betreiber weiß nicht, wie er das beheben kann).
Beim Feed der tagesschau gibt es gnädigerweiße Teaser-Texte, so dass man sich überlegen kann, ob der ganze Artikel lohnt. Bei Spiegel-online und Heise gibt es nur Überschriften. Und gerade bei SPON weiß man nach dem Lesen der Überschrift nicht, worum es in dem Artikel geht, da SPON-Überschriften oft aus Zitaten oder Wortspielen bestehen.
Das bremst die Lust auf’s Abonnieren des RSS-Feeds schon sehr.
Inzwischen hat sich die Situation etwas gebessert, allerdings nur, was Punkt 1 anbelangt: Die Feeds werden besser, denn es werden vermehrt auch Links, Bilder und Absätze mitgeschickt (mein Feed hat alle diese Features). Bei den anderen beiden Punkten hat sich leider nichts geändert – allerdings sind die RSS-Reader besser geworden, zumindest NetNewsWire 2.
NetNewsWire (NNW), für alle, die es nicht wissen, ist der RSS-Reader auf dem Mac schlechthin. Okay, es gibt noch ein paar andere Programme, aber mal ehrlich: Über die spricht keiner, denn NNW ist die Macht.
[Übrigens stammen die neuen Icons von Jon Hicks.]
Es gibt nun die Möglichkeit, runtergeladene Texte eines Feeds für eine einstellbare Dauer zu behalten. Das ist nützlich, wenn man nicht gleich zum Lesen kommt. Aber: Es hilft nur bedingt, wenn, wie beispielsweise bei Heise, den Tag über sehr viele Nachrichten eintrudeln.
Beispiel: Ich aktualisiere den Feed am Morgen, rühre tagsüber den Mac nicht an, und aktualisiere nochmal am Abend. Der Heise-Feed schickt immer die letzten 15 Nachrichten, auch wenn seit dem Morgen 20 oder 30 erschienen sind.
NNW2 bringt die Rendering-Engine von Safari mit: NNW ist dadurch auch ein Web-Browser, und man kann Feed-Einträge oder Links aus einem Feed in einem neuen Tab öffnen. Das ist nützlich, da ich nicht erst in Safari wechseln muss (Remember? Ich will einen RSS-Reader statt eines Browsers benutzen). Das ist zwar noch nicht optimal, dazu müssten alle Feeds volle Inhalte liefern, aber besser als noch letztes Jahr.
Bonus: NNW ignoriert target="_blank", was speziell bei den »Druckversion«-Links bei SPON nervt – mit NNW wird die Druckversion im gleichen Fenster geöffnet, wie sich’s gehört.
Extra-Bonus: Was Safari immer noch nicht geschafft hat, kann NNW: Es merkt sich die Tabs. Nach einem Programmabsturz oder dem regulären Beenden des Programms sind alle Tabs beim nächsten Start wieder da! Endlich… Für OS X 10.4 »Tiger« im nächsten Jahr habe ich die Hoffnung noch nicht aufgehoben, dass Safari das nach Opera, OmniWeb und (?) Firefox auch noch lernt.
[Wer's genau wissen will: Die Tabs werden in der XML-Datei Tabs.plist im Verzeichnis ~/Library/Application Support/NetNewsWire gespeichert.]
Die beiden genannten Verbesserungen – Feed-Archiv und integrierter Browser inklusive Tab-Sicherung – sind sehr vielversprechend. Kann gut sein, dass ich mir NNW2 kaufen werde – sofern es nicht die Lite-Version tut.
Die Unterschiede zur kostenlosen Lite-Version kann man in einer Vergleichstabelle nachsehen (allerdings noch auf die 1.x-Version gemünzt).
Nachtrag (10.10.04): Von Matthew Maber gibt es ein Spotlight-Theme; sieht sehr gefällig aus. Allerdings habe ich den Eindruck, dass dadurch NNW bei mir etwas behäbiger wird.
Erschienen am Dienstag, 05.10.2004 @ 9:34
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Tags: Medien, netzwelt
Heute habe ich die Gelegenheit genutzt und bin nach Nürnberg gefahren, um mir dort im Hauptbahnhof die Ausstellung »
World Press Photo« anzusehen, die nur noch bis Sonntag (10.10.) in Nürnberg gastiert.
Ich blieb rund eine Stunde, um mir alle der vielleicht 200 Fotos anzusehen, und die Informationstexte zu lesen. Fazit: Absolut empfehlenswert.
Gezeigt wurden Einzelbilder und Fotoserien aus unterschiedlichen Bereichen, von der Sport- und Nachrichten-Fotografie über Natur- und Architekturaufnahmen bis zu Dokumentationen für Reportagen in Magazinen wie GEO. Die Fotos sind manchmal verstörend, oft spektakulär und fotografisch immer dermaßen exzellent, dass man sich kaum satt sehen kann.
Das Foto des Jahres ist eine Aufnahme von Jean-Marc Bouju aus Frankreich für Associated Press. Es zeigt einen gefangenen Iraker, der seinen Sohn in den Armen hält:
Ein sehr gutes Foto, aber ich hätte ein anderes Bild zum Foto des Jahres gewählt: Ein Bild des Franzosen Noël Quidu für die Agentur Gamma, der mit seiner Newsweek-Bilderserie »Liberia« den ersten Platz in der Kategorie »spot news story« gewann:
»Liberia has been wracked by on-off civil war since the 1980s. In March 2003, rebels had advanced to within 10 kilometers of the capital Monrovia, and by July fighting had intensified and government and rebel militia were battling for control of the city. After intervention of UN and US forces in August, rebels signed a peace accord and President Charles Taylor left the country.«
Eines seiner Bilder zeigt einen Rebellen, der triumphierend Menschenknochen in die Luft hält:

Eindringlicher kann man den Wahnsinn eines Krieges nicht in einem Foto festhalten.
Ebenfalls sehr berührend war die Bilderserie »Terminally Ill« des Deutschen Walter Schels. Die Fotos erschienen in der Spiegel-Ausgabe 26/2003 im Artikel »Noch mal leben vor dem Tod: Die letzten Tage von fünf Todkranken im Berliner Ricam-Hospiz.« Je ein Foto zeigt einen der Kranken vor und nach seinem Tod. Der Artikel ist übrigens sehr lesenswert.
Die Ausstellung hatte auch heitere Momente zu bieten. Mike Moore fotografierte für den Daily Mirror den unverwechselbaren Schiedsrichter Pierluigi Collina. Er hört bekanntlich 2005 auf, aber was ich nicht wusste war, dass er 45 wird und FIFA-Schiedsrichter über diesem Alter nicht länger Spiele pfeifen dürfen. Er soll gesagt haben, dass er gerne weitermachen würde, aber in seinem Beruf müsse er sich nunmal an Regeln halten. :-)
Alle Fotos kann man sich auf der Website der Organisation ansehen: worldpressphoto.nl
Im Juli erschien außerdem ein Buch mit den Fotos der 2004er Ausstellung.
Nach Nürnberg ist die Ausstellung nur noch einmal in Deutschland zu sehen: Bis 31. Oktober in Berlin im Bahnhof Friedrichstraße. Außerdem noch in zahlreichen Ländern in Asien, Europa, Amerika und Afrika. Wer sich nicht mit den kleinen Abbildungen im Web oder in dem Buch begnügen will, hat nach Berlin noch in Innsbruck Gelegenheit, vom 19.11. bis 12.12. im Congresscenter. Ich kann es nur empfehlen!
Erschienen am Dienstag, 05.10.2004 @ 16:22
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Tags: ausstellungen, Fotografie
Mittwoch, 06.10.2004
Sehr guter Link
von Carsten: Mit dem kostenlosen Dienst von
project24.info kann man sich individuelle Feiertagskalender für
iCal zusammenstellen. Das ist mal segensreich, denn der offizielle Feiertagskalender von Apple taugt nicht viel.
Ich habe mir auch noch einen zweiten Kalender generiert, mit Sonnenauf- und -untergangszeiten sowie den Terminen der Zeitumstellung.
Erschienen am Mittwoch, 06.10.2004 @ 10:05
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Tags: Apple, software
Kann es sein, dass Blendax (Procter & Gamble) die »Anti-Belag Milde Minze« aus dem Programm genommen hat? Schon in drei Geschäften habe ich meine Lieblingszahnpasta nicht mehr gefunden… Und die »Natürliche Kräuter« aus gleichem Hause taugt nicht. Dann muss ich wohl auf »Signal Sport-Gel extrafrisch« von Unilever umsteigen…
Erschienen am Mittwoch, 06.10.2004 @ 15:11
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Tags: Gaumenfreuden
Donnerstag, 07.10.2004
RTL2 zeigt
bekanntlich im Dezember 200
5 (!) die dritte Staffel von »
Twenty Four«. Pro Woche werden zwei Folgen am Stück gezeigt, die ganze Staffel ist demnach innert 12 Wochen ausgestrahlt.
Das dauert mir alles zu lang. Dank der Segnungen von Internet, Amazon, DVD und Kreditkarte habe ich mir die Series 3 in den letzten zwei Tagen angesehen. Der Import via amazon.co.uk ist inklusive Versand günstiger, als die Staffel bei amazon.de zu bestellen. In Kürze verkaufe ich sie plus-minus Null wieder weiter.
Die 2. Staffel war teilweise recht brutal, und an expliziten Details wurde nicht gespart. Die 3. Season ist m.E. etwas weniger blutig, aber ohne Frage haben auch an diesem Tag eine Menge Leute ihr letztes Gebet gesprochen.
Die Ereignisse sind drei Jahre nach dem letzten großen Einsatz von Jack Bauer datiert, der immer noch in der Anti-Terror-Einheit CTU in Los Angeles arbeitet. Präsident Palmer stellt sich gerade zur Wiederwahl und bestreitet ein TV-Duell mit seinem Herausforderer. Just an diesem Tag wird ein toter Körper vor dem Eingang der LA Health Unit abgelegt, infiziert mit einem tödlichen Virus.
Auch diese Staffel ist wieder spannend von der ersten bis zur letzten Minute, wieder gibt es viele Wendungen. Mich faszinieren mehrere Dinge an dieser Serie:
- Die Musik, die tausend Minuten lang punktgenau auf die Situation passt. Auf DVD in Dolby Digital 5.1
- Agenten-Story.
- Traue niemandem.
- Abgesehen von Jack Bauer kann in dieser Serie jeder Schauspieler in jeder Folge seinen letzten Auftritt gehabt haben.
- Wie bei dem Echtzeit-Konzept alles ineinander greift.
- Der nicht genannte Hauptdarsteller, die Uhr: Ab und an wird die aktuelle Zeit eingeblendet.
- Split-Screens in den ersten und letzten Minuten einer Folge, manchmal auch zwischendurch.
- Jede Folge endet in den letzten 10 Sekunden mit einem Cliffhanger.
Zugegeben, es passiert ein bisschen viel in 24 Stunden, aber hey, irgendwie muss man die Zeit ja rum kriegen. :-)
Die Kritiker verpassen eine wirklich gute Serie.
Speziell bei den Cliffhangern fasziniert mich ja die Art und Weise, wie in den letzten Sekunden die Uhr gezeigt wird, dazu ein lautes »Pochen« der Sekundenanzeige – bis auf eine bestimmte Folge in der dritten Staffel.
Die vierte Staffel wird in den USA ab 9. Januar 2005 ausgestrahlt – wenn sich RTL2 bequemt, hier die dritte Staffel zu zeigen, ziehe ich mir gerade die vierte rein. :-)
»Twenty Four« wurde ausgezeichnet mit 8 Emmys, 2 Golden Globes und anderen Preisen.
Erschienen am Donnerstag, 07.10.2004 @ 23:12
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Tags: Film-und-Fernsehen, twenty-four
Samstag, 09.10.2004
Ich war ja lange Zeit ein Anastacia-Hasser. Aber das neue Album von ihr, »
Anastacia«, das hat mich dann doch weich gemacht. Durchgehend guter Groove.
Erschienen am Samstag, 09.10.2004 @ 14:48
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Tags: Musik
Montag, 11.10.2004
Am Sonntag ist bei uns die Sicherung rausgeflogen: Ein Fön hat’s nicht mehr gepackt. Leider ist dabei auch mein DSL-Modem gestorben.
Holger war so freundlich, für mich am Telefon was zu ergoogeln: Ich bin nicht der Einzige, dem so etwas passiert ist – wenn Geräte längere Zeit am Strom sind und dann plötzlich keinen Strom mehr haben, dann können sie schon mal das Zeitliche segnen (keine Ahnung, was da genau passiert, ich bin kein E-Techniker).
Zweieinhalb Jahre hat das Teil non-stop durchgehalten.
Exzellenter Service von NEFkom: DSL-Modem und Splitter wurden gleich am Montag anstandslos und kostenlos getauscht. Die neuen Geräte sind jeweils nur noch ein Drittel so groß wie ihre Vorgänger: Splitter von Siemens statt von der Telekom; das Modem ist dagegen kein Siemens XpressLink mehr, sondern ein SpeedStream von Efficient Networks (noch nie gehört…).
Dennoch: Es wird Zeit für den Universal Business Adapter. Ich hasse diese Wandwarzen, die mit jedem kleinen Schächtelchen über die Wohnung herfallen.
Erschienen am Montag, 11.10.2004 @ 19:22
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Tags: Leben, tageszusammenfassung
Mittwoch, 13.10.2004
Wow, was für ein Film! Kabel 1 zeigte heute »
Step into Liquid«, einen Dokumentarfilm über das Surfen/
Wellenreiten. Als er seinerzeit in den USA im Kino lief, fand ich den Trailer (
1,
2,
3) schon ziemlich spektakulär, aber der Film selbst setzt nochmal locker einen oben drauf.
Es wird die Geschichte einer Reihe von berühmten Surfern und Surferinnen erzählt, die vor Hawaii, auf den Großen Seen, in den Bugwellen von Tankern vor Texas, vor Kalifornien oder auf Kuba surfen. Sie erzählen, wo und warum sie surfen, wie sie angefangen haben und wer mit ihnen surft. Und natürlich, was für ein Gefühl es ist, zu surfen: »Steping into liquid.« Ich habe als Surf-Laie noch nie von den Leuten gehört, aber das was sie zeigen, macht Lust auf mehr. :-)
Es waren auch ein paar Extrem-Süchtige dabei, die mit einem Kutter 160 Kilometer zum Rand des Kontinentalschelfs rausschippern, um dort in 20 Meter hohen Wellen zu surfen. Der pure Wahnsinn: Atemberaubend!
Falls der Film mal wieder im Fernsehen läuft: Anschauen!
Erschienen am Mittwoch, 13.10.2004 @ 23:53
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Tags: empfehlung, Film-und-Fernsehen
Freitag, 15.10.2004
Sorry für die Überschrift.
:-)
Seit kurzem hat in Erlangen in der Hauptstraße 49 ein neuer Döner-Mann eröffnet: »Kebap 68«, neben dem Altstadtmüller. Ich habe ein bisschen den Verdacht, dass er von ehemaligen Avrasya-Leuten betrieben wird: Irgendwie kommen mir die Gesichter bekannt vor und sie haben die gleiche scharfe Soße – »Kebap 68« schmeckt jedoch besser. Irgendwie angenehmer vom Fleisch her (anders geschnitten), gute Soße, Avrasya-Schärfe und außerdem lila Zwiebeln.
Mit einer Stempelkarte gibt’s schon nach 8 Dönern zu je 2,50 € einen auf Kosten des Hauses.
Lecker!
Nachtrag (29.10.2004): Sorry, keine lila Zwiebeln, sondern Blaukraut (seitdem ich das weiß, bestelle ich es immer ab). Was den Döner auch so lecker macht: Das Brot wird in einer Art Waffeleisen warm gemacht; dadurch wird es natürlich warm, außerdem schön flach, und es bekommt »Grillstreifen«.
Kebap 68 ist in nur zwei Wochen zu meinem neuen Stamm-Döner in Erlangen geworden, wegen des guten Essens, aber auch wegen seiner Lage: Am Ende der Fußgängerzone liegt er einen Block näher an der Innenstadt als Avrasya oder Kapadokia. Und über die Kreuzung drüber ist die Redaktion der Erlanger Nachrichten, Lokalausgabe der Nürnberger Nachrichten – ich habe nämlich eine schlechte Angewohnheit: Ich lese beim Essen (habe ich mir während der zwei Jahre als Springer für die Bank angeeignet: tagsüber blieb oft keine Zeit, um Rundschreiben etc zu lesen, dafür konnte ich damit abends die Zeit im Restaurant totschlagen). Also ist die Lage für mich perfekt. :-)
Erschienen am Freitag, 15.10.2004 @ 16:31
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Tags: Gaumenfreuden, tuerkisch
In diesen Tagen bin ich öfter in der
Augenklinik des Erlanger Uniklinikums, weil ich dort an einem Projekt arbeite. Während meines Zivis von April 1999 bis Mai 2000 war ich als Springer und Labor-Hiwi bereits im Kopfklinikum unterwegs.
Es ist schön, wieder in der Klinik zu arbeiten: Nette Leute, die man noch von früher in Erinnerung hat und irgendwie ein Gefühl, sich »heimisch« und »zugehörig« zu fühlen.
Vielleicht liegt das daran, dass man während der Nachtschichten als Springer praktisch im Kopfklinikum »gewohnt« hat und auch sonst ständig überall im Haus unterwegs war. Man kennt Wege und Gänge, die andere – normale Patienten und Besucher – nicht kennen.
Ungefähr so müssen sich Mitarbeiter bei IKEA fühlen, wenn sie die Abkürzungen durch die Ausstellungsräume nehmen, während alle anderen brav wie Rotkäppchen dem vorgegebenen Weg folgen.
Erschienen am Freitag, 15.10.2004 @ 16:52
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Tags: job, Web
Sonntag, 17.10.2004
Seit es den
iTunes Music Store (iTMS) auch
in Deutschland gibt, habe ich so viel Musik wie lange nicht mehr gekauft: Bislang 50 Titel. Und heute war auch das erste Album dabei: »
Verschwende deine Zeit – Spezial Edition« von
Silbermond.
Die Single »Durch die Nacht« hat mir schon sehr gefallen, und als jetzt die nächste Single, »Symphonie« rauskam, dachte ich mir: Klingt auch nicht schlecht, mal das Album testhören. 3, 2, 1, meins.
Stefanie hat ein tolle Stimme, und der erdige Gitarrenrock :) passt perfekt.
Die drei Jungs und die Frontfrau kommen aus Bautzen, und das bringt nochmal Extra-Sympathiepunkte: Dass die Band nicht in einer Castingshow zusammengebastelt wurde, sondern sich hier anscheinend Leute getroffen haben, die einfach gerne zusammen Musik machen. So wie das früher war, als man Musik noch von Hand machte. Oder wie es bei den Helden war, die eher zufällig in die Charts stolperten.
Wenn die Jungs und Mädels dann noch ein Album abliefern, dass man »durchhören« kann, was selten genug ist, dann kann es nur eine Empfehlung geben: Kaufbefehl.
Nachtrag (21.10.04): Die Single »Symphonie« und das Album sind jeweils auf Platz 5 in den Charts.
Erschienen am Sonntag, 17.10.2004 @ 21:15
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Tags: Musik
Dienstag, 19.10.2004
Pro7 zeigt seit heute die zehnte Staffel von
E.R. – endlich.
Besonders erfreulich finde ich, dass
Parminder Nagra ab dieser Staffel dabei ist (sie spielt die Praktikantin
Neela Rasgotra):

Sorry für die schlechte Bildqualität, war eine EP-Aufnahme mit VHS.
Parminder war als Jess an der Seite von Keira Knightley in »Kick it like Beckham« zu sehen. Und hey, abgesehen davon, dass sie eine überzeugende Schauspielerin ist, sieht sie sehr gut aus, oder? :-)
Erschienen am Dienstag, 19.10.2004 @ 21:35
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Tags: emergency-room, Film-und-Fernsehen
Donnerstag, 21.10.2004
Ich habe ein bisschen am
RSS-Feed gebastelt: Nun gibt es Content Syndication nach RSS 1.0 statt 0.91. Grund für die Umstellung: Im alten Feed wurde für jeden Eintrag das selbe falsche Datum angezeigt. Dem alten Feed konnt ich kein richtiges Datum beibringen, denn in RSS 0.91 haben alle Einträge eines »Channels« das selbe Datum. Also ein anderer RSS-Standard: Es erschien einfach, ein 1.0-Plugin zu installieren, zumindest anfangs.
Geek-Speak: Es war nicht ganz so einfach, das RSS-1.0-Plugin einzubinden. Zunächst habe ich mir das rss10-Plugin von Rael runtergeladen und installiert. Problem: Out of the Box kann es keinen validen Feed generieren, wenn nicht einige Entities escaped werden – beispielsweise das Ampersand, das ich für meine Guillemets »« brauche: Als Entity werden die » und « geschrieben, und das kaufmännische Und – Ampersand – muss in einer XML-Datei korrekt codiert werden.
Ein bisschen googeln brachte mich auf das vrss10-Plugin von Matthias Eberl, das dieses Problem löst.
Doch keine Problemlösung ohne neues Problem: Aus irgendeinem Grund wurden nicht die Daten zu Autor, Mail-Adresse und Generator im Feed mitgeschickt, obwohl ich sie in die Variablen im Plugin eingetragen hatte. Die Lösung hierfür lag in der Flavour-Datei head.vrss10: Dort habe ich die Variablen rausgeschmissen und die entsprechenden Werte »hart« eincodiert.
Valide Feeds!
Allerdings noch mit einem Schönheitsfehler: Die Zeile mit dem Datum stand nun im Feed innerhalb des Eintragstextes: meta-creation_date: 2004/10/21 10:30
Gefahr erkannt: Ich verwendete noch das Plugin entries_index_tagged – das filtert zwar die Meta-Zeilen aus dem Original-RSS-Feed, aber es zickt etwas im Zusammenhang mit rss10.
Gefahr gebannt: Die Lösung für dieses Problem bestand darin, von entries_index_tagged auf den Nachfolger entries_cache umzusteigen.
Soweit, so gut: Die Meta-Zeilen wurden wieder zuverlässig aus dem RSS-Feed getilgt, der Feed validierte und er hatte auch das korrekte Datum bei jedem Eintrag. Aaaaber entries_cache wirbelte meine Postings durcheinander: Plötzlich standen auf der Startseite Einträge mit der Jahresangabe 2031 oder 2003.
Grund: entries_cache kann nur mit zwei Zeitformaten umgehen, die man per Variable umschaltet: mm/dd/yy (US, Default) und dd/mm/yy (UK). Meine Postings enthalten in der meta-creation_date-Zeile die Datumsangabe in der Form yyyy/mm/dd. Ich musste also noch die Meta-Zeilen in 1.770 Textdateien ändern. Zum Glück gibt es BBEdit mit seiner unschlagbaren Search/Replace-Funktion. Mit einem normalen Suchen-Ersetzen war es hier natürlich nicht getan, schließlich gibt es für yyyy/mm/dd zig denkbare Kombinationen.
Es war an der Zeit, eine Welt zu betreten, um die ich bislang einen großen Bogen gemacht habe: Regular Expressions. Im Suchen/Ersetzen-Dialog von BBEdit kann man Grep verwenden, und das BBEdit-handbuch widmet sich in Kapitel 8 auf exakt 30 Seiten dem Thema. Mit den Beispiel dort, auch wenn ich mir mehr gewünscht hätte, konnte ich folgende »Search for«-Anfrage schreiben:
meta-creation_date: (\d{4})\/(\d{2})\/(\d{2})
Dazu gesellt sich dieser »Replace with«-Ausdruck:
meta-creation_date: \3/\2/\1
Sieht wild aus, weil es ein bisschen komplizierter ist als »ersetze A durch B«, aber RegExp-Profis lachen sich bestimmt kaputt! :-)
Wie funktioniert das? Das (\d{4}) sucht nach »any digit (0-9)« (das bewirkt das \d), und zwar genau vier Zeichen lang (dafür ist das {4} da). Weil das ein »Pattern« ist, den ich nachher wieder brauche, muss ich das in runde Klammern schreiben, also (\d{4}). Der Schrägstrich danach ist »normaler« Text, allerdings muss der »escaped« werden, als \/. Es folgt der nächste Pattern, (\d{2}). Dann wieder ein escapter Schrägstrich und erneut (\d{2}). Zusammengefasst suche ich also nach meta-creation_date: xxxx/xx/xx.
Grep merkt sich die Pattern, die er gefundet hat – so eine Art Variable –, deswegen kann ich die Zahlen im »Ersetzen«-Feld jetzt umgruppieren: meta-creation_date: wird wieder hingeschrieben, dann kommt zunächst das dritte Pattern an erster Stelle (der Tag, dd), gefolgt von einem Schrägstrich, dem zweiten Pattern (Monat, mm), noch einem Schrägstrich und am Schluss das Jahr. So einfach ist das. Am Schluss das Ganze in BBEdit als Text Factory gespeichert, und die hat mir das in den 1.770 Dateien ersetzt.
[Die Schrägstriche haben nichts mit Grep zu tun, sondern sind wie gesagt »normaler Text«. Die brauche ich, um für das Blosxom-Plugin die einzelnen Datumsbestandteile voneinander zu trennen.]
Ich bin stolz auf mich.
Nachtrag: Hmm, auf einmal wird die Meta-Zeile doch wieder im Feed angezeigt. Habe ich versehentlich den alten Feed getestet und entriescache bringt doch nichts, oder habe ich irgendwas geändert? Egal: Geschwind das RSS-Plugin angepasst, um die Meta-Zeile definitiv rauszuschmeißen. Ok, ganz so firm bin ich in Perl und RegExp noch nicht, deswegen musste ich googeln. Ich bin auf einer japanischen Website fündig geworden:
$body =~ s/meta-creation_date : [0-9:\/ ]*//g;
Ich weiß nicht genau, wie es funktioniert, auf jeden Fall wird der String mit meta… und nachfolgenden Ziffern und Schrägstrichen aus der Variable $body getilgt. Jetzt passt alles mit dem Feed!
Dank an Volker Barth für’s Beta-Testen!
Nachtrag 2: Öhm, es kann zuweilen vorkommen, dass der Feed nicht valide ist. Das liegt daran, dass im Moment in der description noch keine Ampersands codiert werden (im content schon). Muss ich bei Gelegenheit mal angehen.
Nachtrag 3: So, der Feed validiert jetzt, auch wenn in der description Umlaute vorkommen. Im foreshortened-Plugin war noch eine Zeile notwendig:
$body =~ s/&/&/g;
Erschienen am Donnerstag, 21.10.2004 @ 7:24
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Tags: Interna
Hier werkelt nach wie vor mein Powermac G4 (FW800) mit einem 1,0-GHz-Prozessor (
1,
2) und 1,25 GB RAM. Eigentlich kann ich damit ganz gut arbeiten, aber ab und an beschleicht mich doch das Gefühl, dass der Rechner »langsamer« geworden ist. Obwohl ich ausufernde Prozesse (die selten sind) mittels Aktivitätsanzeige abschieße und alle paar Wochen mal neu boote.
Mein Powermac wird bald zwei.
und die Hardware wird ja nicht langsamer, während sie älter wird. Allerdings merke ich, dass ich den Rechner »anders« benutze als noch im Februar 2003: Ich mache viel mehr damit. Seinerzeit hat man halt einen Browser und ein Mail-Programm offen gehabt, Musik gehört und noch ein Programm, in dem man gearbeitet hat, z.B. ein Web-/Texteditor oder ein Grafikprogramm.
Inzwischen ist die Liste der Programme, die auf der selben Maschine laufen, ein bisschen länger geworden:
- BBEdit (Texteditor)
- iTunes (Jukebox-Software)
- Adressbuch
- 2 Instant Messenger (ICQ und iChat)
- NetNewsWire 2 (RSS-Reader) mit einer Menge offener Webseiten
- Safari mit einer Menge offener Webseiten
- Entourage X (Mail-Programm)
- Fireworks oder Photoshop (Bildbearbeitung) mit geöffneten Bildern
- Transmit (FTP-Client)
- iCal (Kalender)
- MacSOUP (Usenet Newsgroups)
- Preview/Vorschau mit einer Menge PDF-Dateien
- OmniOutliner
- Apache-Webserver
- MySQL-Datenbankserver
- SnapzPro
- Programme in der Menüleiste: Quicksilver, Synergy, MenuCalendarClock
- ggf. weitere Programme wie BitTorrent, Dreamweaver, OmniGraffle, Mono, NoteBook, Word, Excel…
Durch das Fast User Switching kommen weitere Programme dazu, die von Verena und Wolfgang geöffnet sind.
Okay, ein Programm wie das Adressbuch braucht nicht viel CPU-Leistung und Arbeitsspeicher, aber es läppert sich. Im nächsten Jahr OS X 10.4 »Tiger«, das neue Funktionen wie Dashboard oder den H.264-Videocodec mitbringt. Dann vielleicht noch ab und an mal eine CD oder DVD im Hintergrund brennen. Und wenn ich Video codiere, egal ob mit iMovie (aufgenommene Fernsehsendungen) oder After Effects, dann ist die Performance endgültig im Keller.
Bislang habe ich alle 2 bis 3 Jahre einen neuen Rechner gekauft, aber bei Apples Wechsel von G4 zu G5 war das ein Sprung, wie es ihn lange nicht gegeben hat. Von daher wäre es nicht vergleichbar, nach unter 2 Jahren einen neuen Rechner zu kaufen.
Ein Single-G5, z.B. der kürzlich wieder eingeführte 1,8-GHz, wäre vielleicht eine günstige Alternative – und mein G4 bringt bei eBay durchaus noch 500 Euro. Dabei würden es nicht nur die 800 MHz mehr Takt ausmachen, sondern auch die verbesserte Architektur: Beim Single-G5 wird der Frontside-Bus mit einem Drittel des Prozessortakts betrieben, also 600 MHz (bei den Dual-G5: halber Prozessortakt), während mein G4 mit 133 MHz auskommen muss. Bessere Grafikkarte – CoreImage-fähig und Doom3-geeignet. :-) Schnelleres RAM – 400 MHz statt 133. Und, und, und.
Wobei ich mir ja eigentlich mal gesagt habe, dass der nächste Rechner ein Dual werden muss. Allerdings, wenn ich mir hier den zweiten Kommentar (von Silvan) ansehe, dann frage ich mich schon, ob das notwendig ist. Und wenn ich bei mir die Aktivitätsanzeige ansehe, ist Speicher glaube ich wichtiger als besonders schnelle oder viele Prozessoren – würde ich mir jetzt einen neuen Rechner unter den Tisch stellen, kämen da sofort 2 GB RAM rein.
Geldsegen steht zwar ins Haus, doch ich werde wohl bei meinem G4 bleiben, um auf ein größeres Ziel sparen – und ich meine jetzt keinen Dual-G5…
[Aber wenn jemand einen G4 sucht oder seinen G5 verkaufen will, lasst es mich trotzdem wissen: stefan@my-two-cents.de]
Trotz Kommentarspam öffne ich für diesen Beitrag die Kommentare. Mich interessiert sehr die Meinung der Leser: Wie fühlt sich Euer G4 inzwischen an, geht es Euch ähnlich? Wie sind Eure Erfahrungen: Bringt der Umstieg auf einen (kleinen G5) so viel oder gar noch mehr? Oder reicht Euch Euer 2-3 Jahre alter Rechner noch gut aus, bei gleicher oder veränderter Nutzung? Kaufangebote für meinen G4? Verkaufsangebote für Euren G5? (Angebote gerne auch per Mail)
Erschienen am Donnerstag, 21.10.2004 @ 15:31
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Tags: Apple, hardware
Schöner Artikel bei mezzoblue: »
Exploration«. Dave erzählt, wie er manchmal ins Schmöckern kommt, wenn er beispielsweise auf der
Wikipedia-Seite surft, und er zählt noch ein paar weitere Beispiele auf, wie die
Skyscraper-Seite.
Das mit der Wikipedia passiert mir auch öfter: Ich schlage einen Begriff nach und ein paar Minuten später habe ich 10 Tabs mit weiteren Begriffen offen. Schwups, ist eine halbe Stunde rum.
Meine Empfehlung zum Schmöckern: Starship Dimensions
Und Film-Trailer sind natürlich auch immer einen Besuch wert.
Erschienen am Donnerstag, 21.10.2004 @ 17:24
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Tags: Medien, netzwelt
Freitag, 22.10.2004
Danke
fscklog für diese Empfehlung:
Saft.
Ein Traum wird wahr: Safari stürzt mit 200 offenen Tabs ab und es ist Dir egal. Weil Saft alle Tabs gespeichert hat! Seit dem 20. Oktober gibt es Version 7.2.0, die dieses Feature mitbringt, von dem ich schon
lange träume.
Inzwischen können sich immer mehr Programme nach dem regulären Beenden oder nach einem Absturz die zuletzt geöffneten Fenster merken: OmniWeb, Opera, NetNewsWire 2, Word, InDesign, OmniOutliner. Safari ist da leider sehr rückständig.
Ich war ja schon versucht, mir OmniWeb nach der Demophase zu kaufen, aber dieser Browser ist ja wohl potthässlich.
Saft bietet noch eine Menge weiterer Funktionen: PDF-Export im Kontextmenü, Vollbild- und Kioskmodus, öffnen von Zwangsfenstern in einem Tab statt eines neuen Fensters (ein Segen!), URL Shortcuts usw. Geniales Teil!
In den Kommentaren beim fscklog wurde auch Crash Reporter empfohlen: Man spart sich einen Mausklick, falls mal ein Programm abstürzen sollte. Ich habe mit diesem PreferencePane ebenfalls gute Erfahrungen gemacht (Freeware).
Erschienen am Freitag, 22.10.2004 @ 16:11
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Tags: Apple, software
Sonntag, 24.10.2004
Natürlich habe ich schon meine Favoriten in der
zweiten Staffel des
Dschungel-Camps:
Für die Dschungelprüfungen (in dieser Reihenfolge):
- Desiree Nick
- Carsten Spengemann
- Dolly Buster
Wer bleiben sollte (keine Reihenfolge):
- Jimmy Hartwig
- Heydi Nunez Gomez
- Isabel Varell
- Harry Wijnvoord
Bei den restlichen Kandidaten ist es mir egal.
Jimmy Hartwig ist mir irgendwie sympatisch, weiß auch nicht warum. Vielleicht wegen seiner direkten Art (»Stell’ deine Titten in die Ecke.«). Heydi Nunez Gomez wirkt auf mich recht nett, dito Isabel Varell. Harry Wijnvoord natürlich wegen »Der Preis ist heiß«, keine Frage. :-)
Erschienen am Sonntag, 24.10.2004 @ 10:25
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Tags: Film-und-Fernsehen, ich-bin-ein-star
Ralf vom Netzbuch schreibt, dass es ihn nervt, wenn sich die URLs bei RSS-Feeds ändern. Und dass es mit .htaccess doch eigentlich eine bequeme Möglichkeit gibt, »in wirklich« zwar die URL zu ändern, aber es bei der alten Adresse zu belassen. Stimmt eigentlich.
Gesagt getan: Vergesst das, was ich zum Thema »Die URL meines RSS-Feeds hat sich geändert« geschrieben habe (habe den Eintrag inzwischen entsprechend geändert). Ich habe in meiner .htaccess-Datei eine RewriteRule eingefügt, und jetzt ist es egal, ob man die alte oder die neue Adresse benutzt. Ein Sorry geht an alle, die jetzt schon die URL in ihrem RSS-Reader geändert haben (wer ist eigentlich auf das bescheuerte Wort »RSS-Aggregator« gekommen?!).
Ralf fragt im gleichen Netzbuch-Eintrag:
»…warum der Rest der verehrten Bloggerinnen und Blogger aber bei Systemwechseln u.ä. nicht einfach mal .htaccess bemüht, um den Feed-URI zu erhalten, erschließt sich mir nicht.«
Nicht von sich auf andere schließen. ;-)
Ich kenne so viele Weblogs, die noch nicht mal auf der eigenen Domain laufen, sondern bei einem Dienst gehostet werden. Und natürlich muss ein Blogger alle 6 Monate das Weblog-System wechseln, sonst ist er kein echter Blogger. :-)
Selbst wenn das Weblog-System auf der eigenen Domain läuft, und man Herr über die Gezeiten und die Apache-Konfiguration ist heißt das noch nicht, dass man das auch nutzen kann. Schaut mich an: Meinen ersten erfolgreichen Regulären Ausdruck habe ich diese Woche fabriziert. Und RegExp ist eine Welt für sich, das wird wohl niemand bestreiten. Für die Anforderung »tausche alt gegen neu« tut es natürlich eine sehr einfache Zeile:
RewriteRule ^index_alt.rss index_neu.rss
[Das Dach am Anfang ist wichtig.]
Bloß: Da muss man erstmal drauf kommen, dass das so einfach ist. :-)
P.S.: Kennt jemand eine gute Einführung, um Anfängerkenntnisse in RegExp und .htaccess (speziell die RewriteEngine) zu vertiefen? Eine Aufzählung sämtlicher Möglichkeiten, wie man unterschiedliche Zeichenketten erschlägt, brauche ich nicht: Solche Tabellen gibt es zur Genüge im BBEdit-Handbuch, Kapitel 8. Ich denke da eher an aufeinander aufbauende Beispiele.
Erschienen am Sonntag, 24.10.2004 @ 16:21
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Tags: Interna
Montag, 25.10.2004
Gestern dieser Blick aus meinem Fenster:
Ich sehe direkt auf den Kirschbaum, der jeden Tag mehr Blätter verliert; die Sonne scheint von einem wolkenlosen Abendhimmel und das Fahrrad wartet im Geräteraum – links im Bild – auf einen Ausritt.
Bei angenehmen 18 Grad fuhr ich nochmal in die Stadt, um einen Happen zu essen (»Orpheus« im »Deutschen Haus«, Fleisch war sehr gut, der Rest nicht so). Auf der Heimfahrt hatte es immerhin noch 14 Grad.
Heute hat das Wetter wieder umgeschlagen, es ist regnerisch.
Erschienen am Montag, 25.10.2004 @ 11:53
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Tags: Leben, vier-jahreszeiten
Donnerstag, 28.10.2004
Einige wissen vielleicht, dass ich sehr gerne fernsehe: Ich verfolge diverse Serien (Emergency Room, Six Feet Under, Scrubs, Bully & Rick) und Shows (Genial daneben, rent a Pocher), sehe jeden Tag die tagesschau, sowie ab und an auch die ein oder andere Reportage (keine Doku-Soaps, sondern die verschiedenen Spiegel-Produktionen oder ARD-exklsuiv).
Man stelle sich den Workflow mit einem normalen Videorecorder vor: Ich nehme alles auf ein Band auf und spule mit der Index-Funktion von Sendung zu Sendung. Wenn ich mal zwischendrin etwas anschauen will, muss ich mir merken, welche noch nicht gesehene Aufzeichnung danach kommt, und welche Aufnahmen ich eigentlich davor noch auf dem Band habe. Nach zwei Tagen fehlt der Durchblick, was in welcher Reihenfolge auf der Cassette ist, und was davon ich schon gesehen habe, und ab welcher Stelle ich wieder neu aufnehmen kann.
Zur unzeitgemäßen sequentiellen Speicherung in schlechter Qualität muss man sich auch mal die Medienpreise vergegenwärtigen: Zwei VHS-Cassetten kosten seit eh und je um die 5 bis 7 Euro (EHGs von TDK). Und nach einigen Malen überspielen wird die Qualität noch schlechter.
Im Gegensatz dazu DVD-Rohlinge: Vor knapp 2 Jahren habe ich noch 18 Euro für 5 DVD-Rs mit 2-facher Schreibgeschwindigkeit bezahlen müssen. Inzwischen bekomme ich für den gleichen Preis eine 25er Spindel mit 8-fach Rohlingen, oder 10 DVD-RWs mit 4-facher Brenngeschwindigkeit.
Und die Preise fallen weiter… Neulich habe ich mir für 20 Euro eine 100er Spindel CD-Rs gekauft, die reichen ja bis an mein Lebensende. :-)
Was braucht ein TV-Addict wie ich, um glücklich zu sein? Ganz klar: Eine Festplatte mit massig Kapazität, beliebigem Zugriff auf die Inhalte und natürlich Timeshift-Funktion.
Timeshift ist in zwei Fällen sehr nützlich: Erstens, wenn ich 5 Minuten nach Aufzeichnungsbeginn heim komme, und nicht das Ende der Aufzeichnung abwarten möchte. Dann kann ich der Ausstrahlung hinterher sehen. Zweitens, um Werbung zu überspringen: Ich beginne mit dem Sehen absichtlich ein paar Minuten später, und überspringe die Werbeblöcke. Dann höre ich in etwa zusammen mit der Live-Ausstrahlung auf, habe mir aber die Werbung gespart.
Tja, gestern kam mein vorzeitiges Geburtstags- und Weihnachtsgeschenk an: Ein stand-alone Festplatten-Recorder mit DVD-Brenner. Ich habe mich für den »DVR-720H-S« von Pioneer entschieden, derzeit für 739 € bei Amazon im Angebot.
Ja, wo soll ich anfangen? Er ist ausgestattet mit einer 160 GB großen Platte, auf die rund 66 Stunden in SP-Qualität gehen. Der DVD-Brenner beschreibt DVD-Rs in bis zu 8-facher Geschwindigkeit und DVD-RW maximal 4-fach. Gelesen werden natürlich Audio-CDs, außerdem CD-R und CD-RW mit JPEG- oder mp3-Dateien, VCDs und SVCDs. Im Prinzip alles außer DivX, das wäre noch wünschenswert (ok, SACD und DVD-Audio auch nicht, aber dafür habe ich keinen Bedarf).
Ich kann gleichzeitig auf ein Medium aufzeichnen und eine andere Sendung davon abspielen.
Bildqualität
Ich benutze für Aufnahmen nur den SP-Modus. Geworben wird naürlich mit 200 Stunden Aufnahmekapazität, aber natürlich nur in der schlechtesten Bildqualität. Im SP-Mdous wird das Programm mit einer Datenrate von durchschnittlich 5 MBit/s aufgenommen. Die Qualität ist sehr gut: Kein wahrnehmbares Hintergrundrauschen, und auch bei schnellen Kameraschwenks bilden sich nicht gleich Blockartefakte. Ich würde sagen, dass bereits der SP-Modus ein besseres Bild bietet als VHS, so dass eine Aufnahme im FINE-Modus nicht unbedingt notwendig ist.
Ab der Qualitätsstufe MN15 wird die Auflösung reduziert.
Der Ton wird in Dolby Digital mit 256 KBit/s Datenrate aufgenommen (nur zwei Kanäle!), die Qualität ist sehr gut.
Aufnehmen
Man stelle den Kanal ein und drücke auf die Taste »Aufnahme«. So weit, so prima. Extra-Style-Points: Es gibt zwei getrennte Stop-Tasten: Eine für die Wiedergabe, und eine »Stop Rec« für die Aufnahme.
Der Recorder kann leider nicht den Titel der Sendung aus dem Videotext übernehmen (der Sony HX900 macht das), das Umbenennen ist jedoch sehr bequem: Entweder wählt man die Buchstaben und Ziffern aus einer mehrzeiligen Liste, oder man gibt den Titel wie eine SMS ein (die Pause-Taste sorgt für einen Leerschritt).
Maximal können 6 Stunden am Stück aufgenommen werden – für längere Aufnahmen muss man hintereinander geschaltete Timer-Aufnahmen programmieren. Durch mehrmaliges Drücken der Rec-Taste wird die gewünschte Aufnahmedauer in 30-Minuten-Intervallen verlängert.
Timer-Aufnahmen
Es können 32 Speicherplätze bis zu einen Monat im Voraus programmiert werden. Das ist durchaus eine Erwähnung wert, denn der Über-Recorder “HX900« von Sony kommt nur mit 8 Plätzen daher. Das ist bei solchen Festplattengrößen derart bescheuert, ich weiß gar nicht wie! Sogar mein VHS-Recorder von Panasonic hat 16 Speicherslots.
Programmierungen wie »täglich«, »MO-SA« oder »Jeden DI« sind selbstverständlich möglich, so dass man Serien nur ein einziges Mal programmieren muss.
Angenehm: Der Recorder nimmt stur die programmierten Sendungen auf, egal ob er im Stanyby-Modus ist oder nicht. Beim VHS-Recorder habe ich manchmal perfekt programmiert, aber vergessen, den Timer zu aktivieren. Den Recorder bei Nichtgebrauch schlafen zu legen ist dennoch empfehlenswert: Festplatte und Lüfter geben Ruhe (sie sind aber auch im laufenden Betrieb angenehm leise), und das Gerät verbraucht dann natürlich weniger Strom.
Wiedergabe
Endlich zeitgemäßes »spulen« in Sendungen! Vorwärts und rückwärts geht es in vier Geschwindigkeiten, wie bei einem DVD-Player. Zusätzlich kann man bildweise vor und zurück springen. Hat man eine Sendung auf Festplatte oder DVD mit Kapiteln versehen, stehen natürlich auch Skip-Tasten zur Verfügung (bei der direkten Aufnahme auf DVD setzt der Recorder im Abstand von wahlweise 10 oder 15 Minuten automatisch Kapitelmarken).
Mein Lieblingsfeature sind jedoch die beiden Tasten für »Commercial Skip«: Vorwärts geht es in Schritten von 30 Sekunden, einer Minute, anderthalb Minuten, sowie 2, 3, 5 und 10 Minuten. Damit lassen sich Werbeblöcke und Trailer leicht überspringen. Mit der »Back CM Skip«-Taste steht einem eine Art »What was this?«-Funktion zur Verfügung: Zurück geht es in Schritten von 5, 15, 30 und 60 Sekunden sowie 2 und 3 Minuten.
Während der Wiedergabe lässt sich ein halbtransparentes Fenster einblenden, das auf der ersten Seite über den eingestellten Aufnahmemodus und die Restkapazität auf Festplatte und DVD informiert und auf der zweiten Seite Informationen zur laufenden Sendung bietet: Titel, aktuelle Spielzeit, Gesamtdauer (nützlich um zu sehen, wie weit einem die Aufnahme bei Timeshift voraus ist) und die aktuellen Datenrate.
Timeshift, bei Pioneer »Chase-Play« (Verfolgungswiedergabe) genannt, funktioniert denkbar einfach: Auf die Play-Taste drücken. Falls ich zwischendurch nicht die Sendung sehen möchte, die gerade augenommen wird, und die ich mir mit Timeshift ansehe, kann ich über den Disc-Navigator auch eine andere Sendung wählen und später zur Timeshift-Aufnahme zurückkehren.
Noch was: Der Recorder merkt sich bei jedem Titel, wie weit man ihn gesehen hat. Auch wenn ich dazwischen fünf andere aufgezeichnete Sendungen ansehe, startet der Pioneer immer dort, wo ich zuletzt mit dem Ansehen einer Sendung aufgehört habe. Sehr praktisch.
Organisation auf der Festplatte
Hier hat der Pioneer seine Schwächen. Pro Seite werden 6 Sendungen (»Titel«) angezeigt. Wenn man einen Titel selektiert hat, beginnt eine kleine Vorschau abzuspielen und zusätzlich werden in der Mitte Informationen zum ausgewählten Titel angezeigt (kann mit der Display-Taste durchgeschaltet werden). Wer gerne Thumbnails von mehreren Sendungen sehen will, wird vielleicht Gefallen an dieser Darstellung finden; ich hätte mir eher eine Liste mit Titel, Aufnahmedatum und -zeit sowie der Dauer gewünscht, und stattdessen nur ein Vorschaufenster.
Was ebenfalls etwas unglücklich gelöst ist, ist meiner Ansicht nach das Handling von Sendungen: Der Benutzer muss zunächst die Aktion auswählen (Starten, Löschen…) und danach die Sendung, auf die er diese Aktion anwenden möchte. Zurück geht es nicht mit den Cursor-Tasten, sondern mit der Return-Taste. Hier wäre es vielleicht besser gewesen, eine Art »Kontextmenü« nachzubilden: Zunächst die Sendung auswählen, dann eine Taste drücken, um ein Menü einzublenden, abschließend die Aktion aus dem Menü wählen. Das hätte vermutlich auch mehr Platz für weitere oder größere Thumbnails geschaffen.
Positiv ist, dass sich Sendungen in vier Gruppen einsortieren lassen. Man kann eine Sendung nachträglich in eine Gruppe einsortieren, aber auch bereits bei der Time-Programmierung festlegen, in welche Gruppe eine Sendung aufgezeichnet werden soll. Das kann sich noch als nützlich erweisen, wenn viele Titel auf der Festplatte gespeichert sind (maximal 250 Stück, auch wenn noch Kapazität auf der Platte frei ist!), im Moment komme ich aber noch gut mit dem Karteireiter »Alle« zurecht. Die Sendungen werden laufend nummeriert und per default wird zunächst immer die Seite mit den jüngsten Sendungen angezeigt. Noch nicht gesehene Sendungen bekommen ein »New«-Label.
Schneiden
Bevor man Sendungen auf DVD archivieren möchte, will man vielleicht zunächst die Werbung und Trailer rausschneiden, um sich Spulzeit und Speicherplatz zu sparen. Mit dem Pioneer ist das meiner Ansicht nach so gut möglich, wie es einem Videorecorder möglich sein kann; es ist natürlich kein Vergleich zum Schneiden am Computer.
Geschnitten wird mit der Aktion »LöschenAB«. Dabei markiert man zunächst einen Punkt A und anschließend einen Punkt B. Nach einer Sicherheitsabfrage wird alles zwischen diesen beiden Punkten gelöscht. Beim Heraussuchen der beiden Punkte kann man sich aller Funktionen bedienen, die einem auch während der normalen Wiedergabe zur Verfügung stehen: Schneller Vor- und Rücklauf in vier Geschwindigkeiten, Standbild und normale Abspielgeschwindigkeit. Zusätzlich kann man mit den Skip-Tasten zu Kapitelmarkierungen springen, die man sich womöglich schon bei der ersten Wiedergabe oder der Aufnahme angelegt hat, was die nachträgliche Bearbeitung enorm erleichtert. Bonus: Mit den beiden Tasten »Step/Slow« ist frame-genaues Schneiden möglich.
In einem kleinen Vorschaufenster wird natürlich angezeigt, wo man sich gerade in der Sendung befindet.
Kopieren auf DVD
Es gibt einen »Highspeed«-Kopiermodus, der die 8-fache Brenngeschwindigkeit des eingebauten optischen Laufwerks nutzt. Bei der Verwendung von 8-fach-Rohlingen sind 2 Stunden SP-Material in 8 Minuten gebrannt. Das Highspeed-Verfahren kann nur genutzt werden, wenn man in der gleichen Qualität auf die DVD aufnimmt, wie die Daten auf der Festplatte vorliegen.
Hat man beispielsweise in FINE auf der Festplatte aufgenommen und möchte in SP auf die DVD kopieren (weil auf eine in FINE bespielte DVD-R nur eine Stunde geht, während es bei SP zwei sind), dann muss der Recorder das Material neu codieren und in Echtzeit abspielen.
Highspeed-Kopieren ist ebenfalls nicht möglich, wenn in den Grundeinstellungen bei »Aufnahme« die Option »Bildgenauer Schnitt« auf EIN steht. Welche Auswirkungen das in der Praxis hat, muss ich noch testen, denn es ist nach wie vor möglich, frame-genau zu schneiden und Kapitelmarken zu setzen. So wie ich das verstehe, kann mit der Einstellung AUS nicht garantiert werden, dass sich der Schnitt bzw. die Kapitelmarkierung exakt an der beabsichtigten Stelle befindet. Ich vermute, dass das mit der Arbeitsweise der MPEG-Kompression zusammenhängt, da ja nur alle paar Bilder ein vollständiges Bild gespeichert wird (das für frame-genaues Schneiden eigentlich ständig notwendig ist), und dazwischen nur Differenzinformationen gespeichert werden – Stichworte: I-Frames, B-Frames, P-Frames, GOP bzw. Group of Pictures.
Hinweis: Auch DVD-R müssen nach dem Beschreiben noch »finalisiert« werden. So lange man das noch nicht gemacht hat, kann man noch Aufnahmen von der Disc löschen. Bei einer DVD-R wird der entsprechende Titel natürlich nur aus dem Menü gelöscht, gebrannt ist er ja schon. Ich habe auch keine Möglichkeit gefunden, einen gelöschten Titel wieder herzuholen (gebrannt wurde er ja schon, und wenn auf der Disc kein Platz mehr ist, kann ich ihn nicht nochmal draufbrennen).
Obacht: Kapitel
Aus unserer beliebten Rubrik »Lieber eine Stunde experimentieren, als zwei Minuten Handbuch lesen«: Wenn ich mitgeschnittene TV-Sendungen in iMovie von Werbung befreie und dann Kapitelmarken für iDVD erstelle, dann kenne ich das so, dass man mit dem Löschen einer Kapitelmarkierung diese Kapitelmarkierung löscht. Beim Pioneer-Recorder ist das anders: »Löschen« auf der Seite »Editieren [der Kapitel]« löscht nicht die Kapitelmarkierung, sondern alle Daten von der Markierung bis zur nächsten. Wenn ich mit dem Pioneer eine Kapitelmarkierung löschen möchte, muss ich zwei Kapitel verbinden.
Kopieren von VHS auf den HDD-Recorder
Schließt man an die zweite Scart-Buchse einen Videorecorder an, kann man sehr einfach seine alten VHS-Cassetten archivieren. An der Fernbedienung muss mit »Input Select« lediglich der entsprechende Eingang gewählt werden, und los geht’s.
DV und FireWire
An die DV-Schnittstelle kann man einen Camcorder anschließen, logisch. Damit können Aufnahmen von einem DV-Camcorder in den Pioneer-Recorder geschickt werden. Ein Feature, das andere Recorder oft nicht bieten ist, dass das auch umgekehrt geht: Aus dem Videorecorder raus, in den Camcorder rein.
Jetzt kommt der Clou: Ich kann den Pioneer-Recorder mit einem 4-auf-6-poligem FireWire-Kabel mit meinem Mac verbinden! Zwar kann ich nicht direkt aus dem TV aufnehmen (in iMovie erscheint die Fehlermeldung, dass in die »Kamera« kein Band eingelegt ist), aber sobald ich eine Sendung von Festplatte oder DVD starte, kann ich sie in iMovie in DV-Qualität mitschneiden (qualitativ ist das wegen der Neucodierung freilich nicht optimal, aber für den Heimgebrauch reicht’s allemal). Umgekehrt funktioniert das auch (mit »Input Select« den DV-Eingang auswählen), so dass ich bereits mitgeschnittene TV-Sendungen in den Recorder »kopieren« kann. Das hat für mich den Vorteil, dass ich mit dem Pioneer in Echtzeit capturen, und dann in 8-facher Brenn-Geschwindigkeit eine DVD erstellen kann – mit meinem PowerMac G4 dauert es für eine 2-stündige DVD mindestens 4 Stunden, in denen der Rechner sehr träge wird.
Sonstiges
Der Pioneer bietet noch eine Masse an weiteren Features, die ich hier nicht näher besprochen habe: Kopieren von (ungeschützten) DVDs auf die Festplatte, DVD-Backup (ebenfalls nur nicht-verschlüsselte Discs) etc. pp.
Fazit
Der Pioneer ist, bis auf kleine Mankos, sehr leicht zu bedienen. Die Bild- und Tonqualität ist über jeden Zweifel erhaben und der Komfort, der mit einer Festplatte ins Haus steht, sticht jeden herkömmlichen Videorecorder aus. Empfehlung: Strong buy.
Die aktuelle Pioneer-Recorder-Generation gibt es in fünf Ausstattungsvarianten: Der DVR-320 ist ein reiner DVD-Recorder ohne Festplatte. Ein sehr informatives Review, das in Teilen auch für die beiden Geräte mit Festplatte gilt, ist bei Area-DVD erschienen. Dem kleineren Modell 220 fehlt die DV-Schnittstelle. Die Recorder 420 und 520 sind identisch, außer, dass dem 420er ebenfalls die DV-Schnittstelle abgeht. Beide Geräte haben eine 80 GB große Festplatte. Am 720 ist alles drin und alles dran: 160er Platte und DV-Schnittstelle.
Ich habe noch ein paar lausig abfotografierte Screenshots zu bieten:
[Für Home-, Timer- und Disk-Navigator-Menü gibt es eigene Knöpfe auf der Fernbedienung; man muss nicht über das Home-Menü gehen.]
P.S.: Das mit dem neuen Power Mac ist erstmal auf Eis gelegt. :-)
Nachtrag (30.10.04) In der neuen c’t, Ausgabe 23/04, gibt es ab Seite 140 einen Test von DVD-Recordern mit Festplatte, in dem auch der Pioneer DVR-520 unter die Lupe genommen wird.
Erschienen am Donnerstag, 28.10.2004 @ 22:02
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Tags: diverse, Film-und-Fernsehen
Gestern Abend war ich mal wieder mit Klaus, Nina und Georg im Kino. Wir entschieden uns für »
Bourne Supremacy«, den Nachfolger der
Bourne-Identität.
Ich mach’s kurz und schmerzlos: Nicht zu empfehlen.
Der erste Teil war wesentlich unterhaltsamer, und der hatte schon die ein oder andere Stelle, an dem er gelängt hat. Die Verschwörung hat ein paar nette Gags, aber so richtig Spannung will eigentlich nicht aufkommen. Gegen Schluss gibt es noch einen Einblick in die Seele eines Profi-Killers, aber nicht nur in dieser Situation ist »
Collateral« der wesentlich bessere Film.
Hinzu kam, dass Bourne-Supremacy eine teilweise nervtötende Kameraführung an den Tag legte: Bei der ein oder anderen Prügelei oder Verfolgungsjagd wurde mit der Kamera gewackelt, als würde Jonathan Frakes Regie bei einer TNG-Folge führen; nicht auszuhalten.
Es sollte wohl Schnelligkeit und Dramatik suggerieren, sah aber einfach nur scheiße aus, weil man gar nichts mehr erkannt hat. Wie meinte Klaus so schön bei der Verfolgungsjagd: »Das hätten sie auch im Studio ohne Autos drehen können.«
Apropos Verfolgungsjagd: Das gab’s ja wohl auch schon besser: Der Vorgänger selbst, die Bourne-Identität, die Anfangssequenz von Transporter, natürlich Ronin, oder die Highway-Szene in einer der unsäglich schlechten Matrix-Fortsetzungen; ich weiß schon gar nicht mehr welche.
Nee, nee, das war nix.
Andere Kritiken: zelluloid.de (Heinz), filmfacts.de (Johannes). Selten, dass Johannes’ wie immer exzellent verfasste Kritik mal nicht mit meiner Einschätzung übereinstimmt, aber hier ist es der Fall. Wenn mir in einem Film etwas auf den Keks geht, schlägt mein Votum allerdings recht schnell um und der Rest interessiert mich dann nicht mehr besonders.
Erschienen am Donnerstag, 28.10.2004 @ 23:12
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Tags: Film-und-Fernsehen, kinokritik
Freitag, 29.10.2004
Spiegel-online
meldet, dass Harald Schmidt Ende des Jahres auf den Bildschirm zurückkehren wird. Ab dem 23.12. soll es los gehen, jeweils mittwochs und donnerstags um 23 Uhr. Goldene Zeiten!
Erschienen am Freitag, 29.10.2004 @ 15:54
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Tags: Film-und-Fernsehen, hss
Von Eminem gibt’s ein neues Musikvideo: »Mosh«. Musikalisch eingängig, optisch interessant, aber vor allem: sehr explizit. Ich kann nur wärmstens empfehlen, sich Eminems Wahlaufruf mal anzusehen, den Text zu lesen (und ggf. die deutsche Übersetzung).
»…disarm this weapon of mass destruction that we call our president…«
+++
Präsident Bush kommt die Sache mit dem verschwundenen Sprengstoff nahe Bagdad grade ein bisschen unpässlich. Exezellente Replik auf Bushs Rechtfertigung in der Daily Show (Danke, Holger!).
Erschienen am Freitag, 29.10.2004 @ 19:32
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Tags: Politik, usa
Samstag, 30.10.2004
Apple stellte
letzte Woche neue iPods vor: Den
iPod Photo mit Farbdisplay und den
iPod U2. Die
White iPods und die
iPod mini blieben unverändert.
CEO Steve Jobs präsentierte bei einer einstündigen
Presseveranstaltung in San Jose einige beeindruckende Zahlen: Bislang wurden seit der Vorstellung des iPod
im Oktober 2001 über sechs Millionen Stück verkauft, davon allein
im letzten Quartal zwei Millionen:
Bei den Marktanteilen sieht’s noch besser aus: Unter sämtlichen mp3-Playern, egal ob mit Festplatte oder Flash-Speicher, hat der iPod einen Marktanteil von 65%. Nur die Festplatten-Player betrachtet sind die Zahlen noch beeindruckender: 92% Marktanteil.
Nicht ohne Stolz darf ich verkünden, dass ich einen der ersten 500 iPods in Deutschland besaß, »Gravis Early Bird«. :-)
Im August 2002 habe ich das 5-GB-Modell der Revision A durch ein 10-GB-Modell der Rev. B ausgetauscht. Inzwischen gibt es die vierte Generation mit den Click-Wheels des iPod mini, aber ich denke ich warte noch auf die fünfte Generation, wenn es Farbdisplays serienmäßig gibt. :-)
+++
Was mich verblüfft: MediaMarkt macht neuerdings Fernsehwerbung mit dem iPod. Bislang haben hierzulande die großen Elektromärkte ja einen Bogen um den iPod gemacht, nach dem Motto »Die Computer von denen konnten wir schon nicht verkaufen.« Stattdessen lagen viertklassige mp3-Player in den Regalen und man sah zu, wie der iPod in den USA den Markt aufrollte.
Im Erlanger MediaMarkt gibt’s den White iPod mit 20 GB großer Festplatte für 329 €, ein durchaus konkurrenzfähiger Preis – das war bei Apple-Produkten im MediaMarkt auch mal anders, als man Auslaufmodelle zum Listenpreis zu verkaufen gedachte.
[329 € für einen 20er iPod... mein erster 5-GB-iPod kostete noch 500 €]
+++
John Gruber hat – wie immer – einen exzellenten Artikel zum Thema verfasst. Wer wissen möchte, weswegen die Verkaufszahlen des iPod durch die Decke gehen, muss seinen Text »Dell’s Dud« vom Oktober letzten Jahres lesen.
Sein neuer Artikel »iPod Mania« greift einige Analysten-Meinungen auf und widerlegt sie, außerdem, weswegen es keinen Video-iPod geben wird.
Weise Worte:
In a nut, I see three reasons behind the iPod’s tremendous success:
- Hardware design and engineering. The iPod is small, the controls are intuitive and useful, and you can store a ton of songs on every iPod.
- Software design and engineering. iTunes is as much better than competing software as the iPod is better than competing hardware.
- Publicity and Peer Pressure. The iPod has risen to pop-culture phenomenon status. People aren’t shopping for “digital music players”, they’re shopping for iPods.
Undergirding all three is the secret sauce: the “it just works” factor. Long-time Mac users aren’t surprised by the straightforward, nearly bullet- and fool-proof procedure for getting started with and using a new iPod. But for PC users, the difference between Apple quality and what they’re used to is significant.
Oder, wie es Holger sagte, als er einem von iTunes begeisterten PC-Kollegen antwortete:
»Und jetzt stell’ dir vor, dein ganzer Computer ist so.«
Get a Mac.
Erschienen am Samstag, 30.10.2004 @ 20:35
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Tags: Apple, get-a-mac
Sonntag, 31.10.2004
In der aktuellen Zeit, Ausgabe 45/2004, gibt es einige sehr lesenwerte Artikel zur Präsidentschaftswahl in den USA:
- »Der Welt-Präsident«
Kerry oder Bush? Amerika entscheidet, ob der Frieden eine Zukunft hat
Leitartikel von Michael Naumann
- »Nach der Wahl kommt die Schlacht«
Wenige Stimmen werden über Amerikas Präsidentschaft entscheiden. Tausende von Anwälten rüsten sich, das Ergebnis anzufechten
Von Thomas Kleine-Brockhoff
- »Regime-Wechsel, zweiter Teil«
Die Strategen des Irak-Kriegs bereiten ihren nächsten Coup vor. Washingtons Neocons wollen die Mullahs in Iran stürzen
Von Jochen Bittner
Erschienen am Sonntag, 31.10.2004 @ 17:41
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Tags: Politik, usa