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Donnerstag, 28.10.2004

Bekenntnisse eines TV-Junkies

Einige wissen vielleicht, dass ich sehr gerne fernsehe: Ich verfolge diverse Serien (Emergency Room, Six Feet Under, Scrubs, Bully & Rick) und Shows (Genial daneben, rent a Pocher), sehe jeden Tag die tagesschau, sowie ab und an auch die ein oder andere Reportage (keine Doku-Soaps, sondern die verschiedenen Spiegel-Produktionen oder ARD-exklsuiv).
Man stelle sich den Workflow mit einem normalen Videorecorder vor: Ich nehme alles auf ein Band auf und spule mit der Index-Funktion von Sendung zu Sendung. Wenn ich mal zwischendrin etwas anschauen will, muss ich mir merken, welche noch nicht gesehene Aufzeichnung danach kommt, und welche Aufnahmen ich eigentlich davor noch auf dem Band habe. Nach zwei Tagen fehlt der Durchblick, was in welcher Reihenfolge auf der Cassette ist, und was davon ich schon gesehen habe, und ab welcher Stelle ich wieder neu aufnehmen kann.

Zur unzeitgemäßen sequentiellen Speicherung in schlechter Qualität muss man sich auch mal die Medienpreise vergegenwärtigen: Zwei VHS-Cassetten kosten seit eh und je um die 5 bis 7 Euro (EHGs von TDK). Und nach einigen Malen überspielen wird die Qualität noch schlechter.
Im Gegensatz dazu DVD-Rohlinge: Vor knapp 2 Jahren habe ich noch 18 Euro für 5 DVD-Rs mit 2-facher Schreibgeschwindigkeit bezahlen müssen. Inzwischen bekomme ich für den gleichen Preis eine 25er Spindel mit 8-fach Rohlingen, oder 10 DVD-RWs mit 4-facher Brenngeschwindigkeit.
Und die Preise fallen weiter… Neulich habe ich mir für 20 Euro eine 100er Spindel CD-Rs gekauft, die reichen ja bis an mein Lebensende.            :-)

Was braucht ein TV-Addict wie ich, um glücklich zu sein? Ganz klar: Eine Festplatte mit massig Kapazität, beliebigem Zugriff auf die Inhalte und natürlich Timeshift-Funktion.
Timeshift ist in zwei Fällen sehr nützlich: Erstens, wenn ich 5 Minuten nach Aufzeichnungsbeginn heim komme, und nicht das Ende der Aufzeichnung abwarten möchte. Dann kann ich der Ausstrahlung hinterher sehen. Zweitens, um Werbung zu überspringen: Ich beginne mit dem Sehen absichtlich ein paar Minuten später, und überspringe die Werbeblöcke. Dann höre ich in etwa zusammen mit der Live-Ausstrahlung auf, habe mir aber die Werbung gespart.

Tja, gestern kam mein vorzeitiges Geburtstags- und Weihnachtsgeschenk an: Ein stand-alone Festplatten-Recorder mit DVD-Brenner. Ich habe mich für den »DVR-720H-S« von Pioneer entschieden, derzeit für 739 € bei Amazon im Angebot.

Abbildung des Pioneer-Recorders

Ja, wo soll ich anfangen? Er ist ausgestattet mit einer 160 GB großen Platte, auf die rund 66 Stunden in SP-Qualität gehen. Der DVD-Brenner beschreibt DVD-Rs in bis zu 8-facher Geschwindigkeit und DVD-RW maximal 4-fach. Gelesen werden natürlich Audio-CDs, außerdem CD-R und CD-RW mit JPEG- oder mp3-Dateien, VCDs und SVCDs. Im Prinzip alles außer DivX, das wäre noch wünschenswert (ok, SACD und DVD-Audio auch nicht, aber dafür habe ich keinen Bedarf).
Ich kann gleichzeitig auf ein Medium aufzeichnen und eine andere Sendung davon abspielen.

Bildqualität

Ich benutze für Aufnahmen nur den SP-Modus. Geworben wird naürlich mit 200 Stunden Aufnahmekapazität, aber natürlich nur in der schlechtesten Bildqualität. Im SP-Mdous wird das Programm mit einer Datenrate von durchschnittlich 5 MBit/s aufgenommen. Die Qualität ist sehr gut: Kein wahrnehmbares Hintergrundrauschen, und auch bei schnellen Kameraschwenks bilden sich nicht gleich Blockartefakte. Ich würde sagen, dass bereits der SP-Modus ein besseres Bild bietet als VHS, so dass eine Aufnahme im FINE-Modus nicht unbedingt notwendig ist.
Ab der Qualitätsstufe MN15 wird die Auflösung reduziert.
Der Ton wird in Dolby Digital mit 256 KBit/s Datenrate aufgenommen (nur zwei Kanäle!), die Qualität ist sehr gut.

Aufnehmen

Man stelle den Kanal ein und drücke auf die Taste »Aufnahme«. So weit, so prima. Extra-Style-Points: Es gibt zwei getrennte Stop-Tasten: Eine für die Wiedergabe, und eine »Stop Rec« für die Aufnahme.
Der Recorder kann leider nicht den Titel der Sendung aus dem Videotext übernehmen (der Sony HX900 macht das), das Umbenennen ist jedoch sehr bequem: Entweder wählt man die Buchstaben und Ziffern aus einer mehrzeiligen Liste, oder man gibt den Titel wie eine SMS ein (die Pause-Taste sorgt für einen Leerschritt).
Maximal können 6 Stunden am Stück aufgenommen werden – für längere Aufnahmen muss man hintereinander geschaltete Timer-Aufnahmen programmieren. Durch mehrmaliges Drücken der Rec-Taste wird die gewünschte Aufnahmedauer in 30-Minuten-Intervallen verlängert.

Timer-Aufnahmen

Es können 32 Speicherplätze bis zu einen Monat im Voraus programmiert werden. Das ist durchaus eine Erwähnung wert, denn der Über-Recorder “HX900« von Sony kommt nur mit 8 Plätzen daher. Das ist bei solchen Festplattengrößen derart bescheuert, ich weiß gar nicht wie! Sogar mein VHS-Recorder von Panasonic hat 16 Speicherslots.
Programmierungen wie »täglich«, »MO-SA« oder »Jeden DI« sind selbstverständlich möglich, so dass man Serien nur ein einziges Mal programmieren muss.
Angenehm: Der Recorder nimmt stur die programmierten Sendungen auf, egal ob er im Stanyby-Modus ist oder nicht. Beim VHS-Recorder habe ich manchmal perfekt programmiert, aber vergessen, den Timer zu aktivieren. Den Recorder bei Nichtgebrauch schlafen zu legen ist dennoch empfehlenswert: Festplatte und Lüfter geben Ruhe (sie sind aber auch im laufenden Betrieb angenehm leise), und das Gerät verbraucht dann natürlich weniger Strom.

Wiedergabe

Endlich zeitgemäßes »spulen« in Sendungen! Vorwärts und rückwärts geht es in vier Geschwindigkeiten, wie bei einem DVD-Player. Zusätzlich kann man bildweise vor und zurück springen. Hat man eine Sendung auf Festplatte oder DVD mit Kapiteln versehen, stehen natürlich auch Skip-Tasten zur Verfügung (bei der direkten Aufnahme auf DVD setzt der Recorder im Abstand von wahlweise 10 oder 15 Minuten automatisch Kapitelmarken).
Mein Lieblingsfeature sind jedoch die beiden Tasten für »Commercial Skip«: Vorwärts geht es in Schritten von 30 Sekunden, einer Minute, anderthalb Minuten, sowie 2, 3, 5 und 10 Minuten. Damit lassen sich Werbeblöcke und Trailer leicht überspringen. Mit der »Back CM Skip«-Taste steht einem eine Art »What was this?«-Funktion zur Verfügung: Zurück geht es in Schritten von 5, 15, 30 und 60 Sekunden sowie 2 und 3 Minuten.
Während der Wiedergabe lässt sich ein halbtransparentes Fenster einblenden, das auf der ersten Seite über den eingestellten Aufnahmemodus und die Restkapazität auf Festplatte und DVD informiert und auf der zweiten Seite Informationen zur laufenden Sendung bietet: Titel, aktuelle Spielzeit, Gesamtdauer (nützlich um zu sehen, wie weit einem die Aufnahme bei Timeshift voraus ist) und die aktuellen Datenrate.
Timeshift, bei Pioneer »Chase-Play« (Verfolgungswiedergabe) genannt, funktioniert denkbar einfach: Auf die Play-Taste drücken. Falls ich zwischendurch nicht die Sendung sehen möchte, die gerade augenommen wird, und die ich mir mit Timeshift ansehe, kann ich über den Disc-Navigator auch eine andere Sendung wählen und später zur Timeshift-Aufnahme zurückkehren.
Noch was: Der Recorder merkt sich bei jedem Titel, wie weit man ihn gesehen hat. Auch wenn ich dazwischen fünf andere aufgezeichnete Sendungen ansehe, startet der Pioneer immer dort, wo ich zuletzt mit dem Ansehen einer Sendung aufgehört habe. Sehr praktisch.

Organisation auf der Festplatte

Hier hat der Pioneer seine Schwächen. Pro Seite werden 6 Sendungen (»Titel«) angezeigt. Wenn man einen Titel selektiert hat, beginnt eine kleine Vorschau abzuspielen und zusätzlich werden in der Mitte Informationen zum ausgewählten Titel angezeigt (kann mit der Display-Taste durchgeschaltet werden). Wer gerne Thumbnails von mehreren Sendungen sehen will, wird vielleicht Gefallen an dieser Darstellung finden; ich hätte mir eher eine Liste mit Titel, Aufnahmedatum und -zeit sowie der Dauer gewünscht, und stattdessen nur ein Vorschaufenster.
Was ebenfalls etwas unglücklich gelöst ist, ist meiner Ansicht nach das Handling von Sendungen: Der Benutzer muss zunächst die Aktion auswählen (Starten, Löschen…) und danach die Sendung, auf die er diese Aktion anwenden möchte. Zurück geht es nicht mit den Cursor-Tasten, sondern mit der Return-Taste. Hier wäre es vielleicht besser gewesen, eine Art »Kontextmenü« nachzubilden: Zunächst die Sendung auswählen, dann eine Taste drücken, um ein Menü einzublenden, abschließend die Aktion aus dem Menü wählen. Das hätte vermutlich auch mehr Platz für weitere oder größere Thumbnails geschaffen.
Positiv ist, dass sich Sendungen in vier Gruppen einsortieren lassen. Man kann eine Sendung nachträglich in eine Gruppe einsortieren, aber auch bereits bei der Time-Programmierung festlegen, in welche Gruppe eine Sendung aufgezeichnet werden soll. Das kann sich noch als nützlich erweisen, wenn viele Titel auf der Festplatte gespeichert sind (maximal 250 Stück, auch wenn noch Kapazität auf der Platte frei ist!), im Moment komme ich aber noch gut mit dem Karteireiter »Alle« zurecht. Die Sendungen werden laufend nummeriert und per default wird zunächst immer die Seite mit den jüngsten Sendungen angezeigt. Noch nicht gesehene Sendungen bekommen ein »New«-Label.

Schneiden

Bevor man Sendungen auf DVD archivieren möchte, will man vielleicht zunächst die Werbung und Trailer rausschneiden, um sich Spulzeit und Speicherplatz zu sparen. Mit dem Pioneer ist das meiner Ansicht nach so gut möglich, wie es einem Videorecorder möglich sein kann; es ist natürlich kein Vergleich zum Schneiden am Computer.
Geschnitten wird mit der Aktion »LöschenAB«. Dabei markiert man zunächst einen Punkt A und anschließend einen Punkt B. Nach einer Sicherheitsabfrage wird alles zwischen diesen beiden Punkten gelöscht. Beim Heraussuchen der beiden Punkte kann man sich aller Funktionen bedienen, die einem auch während der normalen Wiedergabe zur Verfügung stehen: Schneller Vor- und Rücklauf in vier Geschwindigkeiten, Standbild und normale Abspielgeschwindigkeit. Zusätzlich kann man mit den Skip-Tasten zu Kapitelmarkierungen springen, die man sich womöglich schon bei der ersten Wiedergabe oder der Aufnahme angelegt hat, was die nachträgliche Bearbeitung enorm erleichtert. Bonus: Mit den beiden Tasten »Step/Slow« ist frame-genaues Schneiden möglich.
In einem kleinen Vorschaufenster wird natürlich angezeigt, wo man sich gerade in der Sendung befindet.

Kopieren auf DVD

Es gibt einen »Highspeed«-Kopiermodus, der die 8-fache Brenngeschwindigkeit des eingebauten optischen Laufwerks nutzt. Bei der Verwendung von 8-fach-Rohlingen sind 2 Stunden SP-Material in 8 Minuten gebrannt. Das Highspeed-Verfahren kann nur genutzt werden, wenn man in der gleichen Qualität auf die DVD aufnimmt, wie die Daten auf der Festplatte vorliegen.
Hat man beispielsweise in FINE auf der Festplatte aufgenommen und möchte in SP auf die DVD kopieren (weil auf eine in FINE bespielte DVD-R nur eine Stunde geht, während es bei SP zwei sind), dann muss der Recorder das Material neu codieren und in Echtzeit abspielen.
Highspeed-Kopieren ist ebenfalls nicht möglich, wenn in den Grundeinstellungen bei »Aufnahme« die Option »Bildgenauer Schnitt« auf EIN steht. Welche Auswirkungen das in der Praxis hat, muss ich noch testen, denn es ist nach wie vor möglich, frame-genau zu schneiden und Kapitelmarken zu setzen. So wie ich das verstehe, kann mit der Einstellung AUS nicht garantiert werden, dass sich der Schnitt bzw. die Kapitelmarkierung exakt an der beabsichtigten Stelle befindet. Ich vermute, dass das mit der Arbeitsweise der MPEG-Kompression zusammenhängt, da ja nur alle paar Bilder ein vollständiges Bild gespeichert wird (das für frame-genaues Schneiden eigentlich ständig notwendig ist), und dazwischen nur Differenzinformationen gespeichert werden – Stichworte: I-Frames, B-Frames, P-Frames, GOP bzw. Group of Pictures.
Hinweis: Auch DVD-R müssen nach dem Beschreiben noch »finalisiert« werden. So lange man das noch nicht gemacht hat, kann man noch Aufnahmen von der Disc löschen. Bei einer DVD-R wird der entsprechende Titel natürlich nur aus dem Menü gelöscht, gebrannt ist er ja schon. Ich habe auch keine Möglichkeit gefunden, einen gelöschten Titel wieder herzuholen (gebrannt wurde er ja schon, und wenn auf der Disc kein Platz mehr ist, kann ich ihn nicht nochmal draufbrennen).

Obacht: Kapitel

Aus unserer beliebten Rubrik »Lieber eine Stunde experimentieren, als zwei Minuten Handbuch lesen«: Wenn ich mitgeschnittene TV-Sendungen in iMovie von Werbung befreie und dann Kapitelmarken für iDVD erstelle, dann kenne ich das so, dass man mit dem Löschen einer Kapitelmarkierung diese Kapitelmarkierung löscht. Beim Pioneer-Recorder ist das anders: »Löschen« auf der Seite »Editieren [der Kapitel]« löscht nicht die Kapitelmarkierung, sondern alle Daten von der Markierung bis zur nächsten. Wenn ich mit dem Pioneer eine Kapitelmarkierung löschen möchte, muss ich zwei Kapitel verbinden.

Kopieren von VHS auf den HDD-Recorder

Schließt man an die zweite Scart-Buchse einen Videorecorder an, kann man sehr einfach seine alten VHS-Cassetten archivieren. An der Fernbedienung muss mit »Input Select« lediglich der entsprechende Eingang gewählt werden, und los geht’s.

DV und FireWire

An die DV-Schnittstelle kann man einen Camcorder anschließen, logisch. Damit können Aufnahmen von einem DV-Camcorder in den Pioneer-Recorder geschickt werden. Ein Feature, das andere Recorder oft nicht bieten ist, dass das auch umgekehrt geht: Aus dem Videorecorder raus, in den Camcorder rein.
Jetzt kommt der Clou: Ich kann den Pioneer-Recorder mit einem 4-auf-6-poligem FireWire-Kabel mit meinem Mac verbinden! Zwar kann ich nicht direkt aus dem TV aufnehmen (in iMovie erscheint die Fehlermeldung, dass in die »Kamera« kein Band eingelegt ist), aber sobald ich eine Sendung von Festplatte oder DVD starte, kann ich sie in iMovie in DV-Qualität mitschneiden (qualitativ ist das wegen der Neucodierung freilich nicht optimal, aber für den Heimgebrauch reicht’s allemal). Umgekehrt funktioniert das auch (mit »Input Select« den DV-Eingang auswählen), so dass ich bereits mitgeschnittene TV-Sendungen in den Recorder »kopieren« kann. Das hat für mich den Vorteil, dass ich mit dem Pioneer in Echtzeit capturen, und dann in 8-facher Brenn-Geschwindigkeit eine DVD erstellen kann – mit meinem PowerMac G4 dauert es für eine 2-stündige DVD mindestens 4 Stunden, in denen der Rechner sehr träge wird.

Sonstiges

Der Pioneer bietet noch eine Masse an weiteren Features, die ich hier nicht näher besprochen habe: Kopieren von (ungeschützten) DVDs auf die Festplatte, DVD-Backup (ebenfalls nur nicht-verschlüsselte Discs) etc. pp.

Fazit

Der Pioneer ist, bis auf kleine Mankos, sehr leicht zu bedienen. Die Bild- und Tonqualität ist über jeden Zweifel erhaben und der Komfort, der mit einer Festplatte ins Haus steht, sticht jeden herkömmlichen Videorecorder aus. Empfehlung: Strong buy.

Die aktuelle Pioneer-Recorder-Generation gibt es in fünf Ausstattungsvarianten: Der DVR-320 ist ein reiner DVD-Recorder ohne Festplatte. Ein sehr informatives Review, das in Teilen auch für die beiden Geräte mit Festplatte gilt, ist bei Area-DVD erschienen. Dem kleineren Modell 220 fehlt die DV-Schnittstelle. Die Recorder 420 und 520 sind identisch, außer, dass dem 420er ebenfalls die DV-Schnittstelle abgeht. Beide Geräte haben eine 80 GB große Festplatte. Am 720 ist alles drin und alles dran: 160er Platte und DV-Schnittstelle.

Ich habe noch ein paar lausig abfotografierte Screenshots zu bieten:

[Für Home-, Timer- und Disk-Navigator-Menü gibt es eigene Knöpfe auf der Fernbedienung; man muss nicht über das Home-Menü gehen.]

P.S.: Das mit dem neuen Power Mac ist erstmal auf Eis gelegt.   :-)

Nachtrag (30.10.04) In der neuen c’t, Ausgabe 23/04, gibt es ab Seite 140 einen Test von DVD-Recordern mit Festplatte, in dem auch der Pioneer DVR-520 unter die Lupe genommen wird.

Erschienen am Donnerstag, 28.10.2004 @ 22:02 | Kommentare deaktiviert
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Die Bourne-Verschwörung

Gestern Abend war ich mal wieder mit Klaus, Nina und Georg im Kino. Wir entschieden uns für »Bourne Supremacy«, den Nachfolger der Bourne-Identität.
Ich mach’s kurz und schmerzlos: Nicht zu empfehlen.
Der erste Teil war wesentlich unterhaltsamer, und der hatte schon die ein oder andere Stelle, an dem er gelängt hat. Die Verschwörung hat ein paar nette Gags, aber so richtig Spannung will eigentlich nicht aufkommen. Gegen Schluss gibt es noch einen Einblick in die Seele eines Profi-Killers, aber nicht nur in dieser Situation ist »Collateral« der wesentlich bessere Film.

Hinzu kam, dass Bourne-Supremacy eine teilweise nervtötende Kameraführung an den Tag legte: Bei der ein oder anderen Prügelei oder Verfolgungsjagd wurde mit der Kamera gewackelt, als würde Jonathan Frakes Regie bei einer TNG-Folge führen; nicht auszuhalten.
Es sollte wohl Schnelligkeit und Dramatik suggerieren, sah aber einfach nur scheiße aus, weil man gar nichts mehr erkannt hat. Wie meinte Klaus so schön bei der Verfolgungsjagd: »Das hätten sie auch im Studio ohne Autos drehen können.«

Apropos Verfolgungsjagd: Das gab’s ja wohl auch schon besser: Der Vorgänger selbst, die Bourne-Identität, die Anfangssequenz von Transporter, natürlich Ronin, oder die Highway-Szene in einer der unsäglich schlechten Matrix-Fortsetzungen; ich weiß schon gar nicht mehr welche.

Nee, nee, das war nix.
Andere Kritiken: zelluloid.de (Heinz), filmfacts.de (Johannes). Selten, dass Johannes’ wie immer exzellent verfasste Kritik mal nicht mit meiner Einschätzung übereinstimmt, aber hier ist es der Fall. Wenn mir in einem Film etwas auf den Keks geht, schlägt mein Votum allerdings recht schnell um und der Rest interessiert mich dann nicht mehr besonders.

Erschienen am Donnerstag, 28.10.2004 @ 23:12 | Kommentare deaktiviert
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