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Dienstag, 23.11.2004

Big Boss

Falls es jemanden interessiert: Die Titelmusik der RTL-Serie »Big Boss« ist »For the Love of Money« von den O’Jays. Brutalste 70er Jahre Mucke, aber geil.
Mittlerweile merke ich mir von netten, aber mir unbekannten Stücken im Radio oder Fernsehen ein paar Wörter, gebe sie zusammen mit »lyrics« in Google ein und werde fündig. Songtexte im Web verstoßen zwar i.d.R. gegen das Urheberrecht, aber ich finde es unheimlich praktisch. Meistens kaufe ich mir dann auch den gefundenen Song im iTMS oder bei (zensiert), falls es den Titel bei iTunes nicht gibt. Ich könnte mir vorstellen, dass das ein Feature für eine künftige iTunes-Version wird: Songs nicht nur nach Titel, Album oder Interpret in iTunes und im Store finden, sondern auch mit ein paar Wörtern aus dem Songtext. Mit Spotlight wäre es ab OS X 10.4 auch kein Problem, das systemweit zu machen, unabhängig von iTunes… Ihr habt es hier zuerst gelesen.

Zur Sendung selbst: Mir gefällt’s. Die Quoten sind ja nicht so berauschend, und mit »Hire or Fire« wurde die erste Apprentice-Kopie nach nur einer Folge von Pro7 abgesetzt. Ich find’s aber ganz interessant: Die Aufgaben selbst, wie die Aufgaben umgesetzt werden, die Konflikte im Team und natürlich das Zusammenstauchen in der Umkleidekabine durch Big Boss Reiner Calmund.

12 Kandidaten – 6 Damen, 6 Herren – treten in zwei Teams gegeneinander an, um am Schluss 250.000 Euro Startkapital für die eigene Geschäftsidee zu gewinnen. Jede Woche gibt es eine neue Aufgabe: Am Anfang noch recht einfach (Würstchen verkaufen, kleines Startkapital) zum Schluss hin immer anspruchsvoller (Kaffeespezialität entwickeln, bewerben und verkaufen; größeres Startkapital).
Das erfolgreichere Team wird belohnt, das Verlierer-Team nimmt am Konferenztisch Platz. Dort werden sie dann von Reiner Calmund, Herrn Tichy (Chef-Red des Euro-Magazins) und Frau Steigenberger, Geschäftsführerin der Steigenberger-Hotels, fachgerecht auseinander genommen. Der Teamleiter benennt dann zwei Personen (in den späteren Sendungen bei kleineren Teams nur noch eine Person), die nach einer kurzen Beratung der drei Scharfrichter neben ihm wieder im Konferenztisch Platz nehmen müssen. Die restlichen Team-Mitglieder fahren zurück ins Loft, von den übrig gebliebenen bekommt einer von Reiner Calmund den Satz zu hören: »Sie haben frei.«

Manchmal geht es aber auch ein bisschen zu wie im Kindergarten: Da wirft die eine Team-Kollegin der anderen vor, die 2% weniger Umsatz gegenüber dem Gewinner-Team seien dem Papierstau im Drucker zuzuschreiben gewesen…

Erschienen am Dienstag, 23.11.2004 @ 22:44 | Kommentare deaktiviert
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