Beautiful Day

Wow, was für ein geiler Tag! Auch wenn es keinen interessiert, muss ich einfach aufschreiben, was heute passiert ist.

Ich habe heute einen freien Tag eingelegt, um nach München zu fahren. Ausgeschlafen fuhr ich um 10 Uhr in die Stadt, kaufte mir die aktuelle Ausgabe der »Galore« und nahm den ICE um kurz nach elf Richtung München.
Manuel hat mich vor einiger Zeit auf die »Galore« aufmerksam gemacht und gestern ein Posting geschrieben, das für mich nur einen Schluss zuließ: Kaufbefehl! »Galore« ist ein monatlich erscheinendes Magazin, das auf knapp 200 Seiten nur Interviews zum Inhalt hat. In der aktuellen Ausgabe besonders hervorzuheben sind die Interviews mit dem Autor John Irving, dem erst vor wenigen Tagen verstorbenem Stanislaw Lem, dem Programmierer Joshua Davis (den ich live erleben durfte), dem Spieledesigner Peter Molyneux und der Anthropologin Genevieve Bell die erzählt, weswegen sie von Intel beschäftigt wird. Die anderen Gespräche sind jedoch auch durchweg lesenswert.
Als Multimedia-Producer gefällt mir außerdem das ansprechende Layout – es scheint fast, als sei die Redaktion der »Galore« von den Kollegen von »brand eins« oder der früheren »Econy« inspiriert worden. Allerdings gefallen mir die Fotografien in »Galore« wesentlich besser.

In München war es kühl aber sonnig – gestern hat es wohl sogar noch geschneit…
Zweck meines Besuchs: Ein Gespräch mit meiner Chefin in der Bank. Ein bisschen kurios war die Situation schon, da ich bereits seit fast vier Monaten im Unternehmen arbeite, wir uns aber noch nicht persönlich getroffen hatten (wir haben natürlich schon ein paarmal telefoniert). Das Gespräch war ausführlich und verlief in einer sehr angenehmen Atmosphäre. Details kann ich freilich nicht preisgeben.

Nach dem Treffen ging es weiter zum Ostbahnhof, um Holger im Preysinggarten zu treffen (Preysingstr. 69 in München-Haidhausen). Holger, ebenfalls gebürtiger Erlanger, hat runde fünf Jahre in München gelebt, ehe er letztes Jahr nach Berlin zog. Zufällig fiel sein eigener München-Besuch auf den gleichen Tag wie meiner.
Wir liefen ein paar Häuser weiter ins Voila in der Wörthstraße 5, um dort später noch Andi zu treffen. Während Holger das weltbeste Schnitzel Münchens zu stolzen 13,80 Euro genoß, unterhielten wir uns ein wenig über geniale amerikanische Serien (»Scrubs«, »Drew Carey Show«), die Arbeit als Web-Developer und andere Dinge.

Ich nahm den Zug um 18:46 zurück nach Erlangen, las noch mehr gute Interviews und lasse den Abend jetzt mit einem guten Film ausklingen. Im Wikipedia-Eintrag zu »Lost in Translation« gibt es eine schöne Formulierung für den heutigen Tag:

»Die Vergänglichkeit des Moments.«

Schönen Abend.

P.S.: Drei Zitate aus der aktuellen »Galore«:

»Geld oder Lebensperspektive spielten für uns Musiker keine Rolle. Wenn Sie von etwas besessen sind, interessieren Sie solche Banalitäten nicht mehr, dann wollen Sie es einfach nur machen.«

Sergio Mendes, Erfinder des Bossa Nova

»Ich kann mich an nichts erinnern – außer an die Sachen, die mich zum Lachen, Weinen oder auf die Palme gebracht haben. Das ist alles, was dir bleibt.«

Die Großmutter von John Irving

»In den Achtzigern galt es als schick, wenn das Display eines teuren CD-Players aussah wie Tokio bei Nacht.«

Der Interviewer Patrick Großmann im Gespräch mit André Fischer

 
Erschienen am Freitag, 07.04.2006 @ 22:11
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