Archiv für Mai 2008
Freitag, 02.05.2008
Eine Kollegin aus der Technik gab uns diese beiden Links: demos.mootools.net und script.aculo.us enthalten verschiedene JavaScript-Animationseffekte: Konzepter können sich die Demos zu Drag’n'Drop, Auto-Completion oder visuellen Effekten ansehen; für die Techniker werden gleich die passenden Quellcodes mitgeliefert.
Erschienen am Freitag, 02.05.2008 @ 15:28
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Tags: ajax, Information-Architecture, javascript, konzeption, Web, webdesign
Montag, 05.05.2008
Das nächste Buch aus dem Rosenfeld-Verlag ist da: »Web Form Design« von Luke Wroblewski.
»Your organization may have already invested heavily in opening a relationship with its customers through high-quality marketing, site design, and search engine optimization. But now it is time to "close the deal" by making sure those customers can complete your forms. And that’s where this book will help.«
LukeW beginnt bei der Frage, weswegen Formular-Design wichtig ist, zeigt Best Practices zur Platzierung von Labels, befasst sich mit primären und sekundären Aktionen und vieles mehr.
Preis: 36 USD plus 15 USD für den Versand nach Deutschland. Wer direkt beim Verlag bestellt, kann sich gleich nach der Bestellung eine PDF-Version herunterladen.
Erschienen am Montag, 05.05.2008 @ 22:51
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Tags: Formulare, Information-Architecture, konzeption, Web, webdesign
Samstag, 10.05.2008
Die Termine der nächsten Informationsarchitektur-Konferenzen stehen fest: die euroia vom 26.-27. September 2008 in Amsterdam und die deutsche IA-Konferenz im Mai 2009 in Hamburg (Dank an Jan Jursa und das Orga-Team).
Wir sehen uns!
Erschienen am Samstag, 10.05.2008 @ 21:56
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Tags: euroia, iakonferenz, Information-Architecture, konferenz, konzeption
Sonntag, 11.05.2008
Heiter bis leicht bewölkt, 22 Grad, ein gutes Buch und etwas Musik: so kann man den frühen Abend schon mal verbringen:
Am Nachmittag war ich auf Fotosafari: Von der Turmgalerie des Alten Peter hat man einen schönen Blick über München, vor allem auf das gegenüberliegende Rathaus und die Frauenkirche. Mehr Bilder gibt’s in meinem Flickr-Set zu München.
Erschienen am Sonntag, 11.05.2008 @ 22:09
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Tags: Fotografie, Leben, München
Dienstag, 20.05.2008
Es gibt Neuigkeiten: Zum 1. Juli wechsle ich den Arbeitgeber. In den knapp 2 Jahren bei Phase 4 habe ich wertvolle Erfahrungen gesammelt, viel gelernt und Freunde gewonnen. Allerdings ist es an der Zeit, einen neuen Weg einzuschlagen.
Künftig arbeite ich bei NOLTE&LAUTH. NL wurde im Februar 2006 gegründet und hat inzwischen 40 Mitarbeiter. Vielleicht sind sie ja dem ein oder anderen durch das Blog Werben und Würgen bekannt, das über den Wahnsinn in der fiktiven Agentur Becker, Brown & Hardy berichtet.
Interessant ist das Arbeitsmodell von NL: »Arbeite doch wo Du willst.« Es ist egal, ob jemand in der Agentur in Stuttgart, in seiner Wohnung in München, in einem Café in Berlin oder am Strand von Westerland arbeitet. Der Deal ist, dass man 2-3 Tage pro Woche in Stuttgart arbeitet, um sich mit den anderen Team-Mitgliedern auszutauschen. Ich nutze die Gelegenheit, um eine andere Stadt kennenzulernen: Ab Juli arbeite ich also nicht nur in einer neuen Agentur, ich ziehe auch nach Berlin. :-)
In Berlin sitzen einige ihrer Leute in einer Bürogemeinschaft; dort werde ich mich ebenfalls einquartieren. Dadurch habe ich einen Austausch mit Kollegen, so dass ich von erfahrenen Leuten lernen, und Wissen an Einsteiger weitergeben kann.
Bei NL bin ich ebenfalls Konzepter, allerdings ist die Tätigkeit noch stärker nach meinem Geschmack: Ordnung ins Chaos bringen, Benutzungsoberflächen entwerfen, Prozesse vereinfachen – »Informationsarchitektur«, wie der Fachmann sagt. Hauptsächlich werde ich an Projekten für Daimler arbeiten, zum Beispiel an verschiedenen Anwendungen auf der Mercedes-Benz-Website oder an Programmen für Mercedes-Händler. Ich bin gespannt!
Erschienen am Dienstag, 20.05.2008 @ 19:49
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Tags: Berlin, IA, job, Leben, Muenchen
Montag, 26.05.2008
Ich bin am Mittwoch-Abend spontan nach Berlin gefahren, um nach einer Wohnung Ausschau zu halten (und bin fündig geworden; mehr dazu im nächsten Posting). Von Freunden habe ich mir Tipps für empfehlenswerte Viertel geben lassen, auf ImmoScout habe ich mit der Umkreissuche nach Angeboten gesucht und vorab Besichtigungstermine vereinbart.
In diesen Vierteln habe ich mich umgesehen:
- Kreuzkölln/Reuterkiez: Die Einwohner nennen das Viertel Reuterkiez, alle anderen sagen Kreuzkölln. Es liegt im Norden von Neukölln und wird begrenzt durch den Landwehrkanal im Norden, den Kottbusser Damm im Westen, die Sonnenallee im Süden und die Pannierstraße im Osten. Ruhig, günstige Mieten, der Landwehrkanal ist vor der Tür und die Verkehrsanbindung ist sehr gut.
- Inselkiez/Rote Insel: Liegt in Schöneberg und besteht aus Naumann-, Leber- und Gotenstraße sowie deren Querstraßen. Die Anbindung ist durch 3 S-Bahnstationen und den U-Bahnhof Kleistpark sehr gut. Das Viertel ist nicht ganz so groß wie der Reuterkiez und die Mietpreise sind durch die Lage in Schöneberg natürlich höher.
- Lausitzer Platz: Ruhige Ecke, viele Kneipen in der Nähe und die U-Bahnstation Görlitzer Bahnhof ist einen Steinwurf entfernt.
- Kreuzberg 36: Das »wilde« Kreuzberg um das Schlesische Tor. Bisschen Multikulti, schöne Straßen in der Gegend wie Cuvrystraße und Falckensteinstraße.
- Bergmann-Viertel: Sehr schöne Häuser, viele Ausgehmöglichkeiten in der Bergmannstraße. In die Bergmannstraße selbst würde ich nicht unbedingt ziehen, aber die Arndt- oder die Riemannstraße sind nett.
- Außerdem habe ich noch einzelne Wohnungen in der Eisenacher Straße (Schöneberg) und der Eylauer Straße (Kreuzberg) gesehen.
Ein Makler hat während einer Besichtigung ein wenig aus dem Nähkästchen geplaudert. Seine Berufserfahrung lässt ihn hellhörig werden, wenn er folgendes feststellt:
- Liegt übermäßig Müll neben Mülltonnen? Wie sieht der Innenhof aus? Er hat Objekte vermitteln müssen, in denen Mieter ihren Müll einfach in den Hof geworfen haben.
- Sind die Treppenhäuser beschmiert?
- Sind die Briefkästen verbeult? All das deutet darauf hin, dass es manche Leute mit der Mietergemeinschaft nicht so genau nehmen.
Auch sonst habe ich in den 5 Tagen einiges gelernt:
- Straßen in Berlin: In München weiß man: Schwabing sieht überall gleich aus. Berlin ist anders. Im Viertel der Wahl kann eine Straße sehr schön sein, die Parallelstraße wünscht man seinem ärgsten Feind nicht, eine Straße weiter ist es wieder idyllisch. Das trifft sogar auf Abschnitte von einzelnen Straßen zu: In der Wiener Straße ist zwischen Landwehrkanal und Ohlauer Straße tote Hose, westlich der Ohler wird es spannend. Es gibt auch große Preisunterschiede: Die eine Straßenseite ist renoviert, die andere nicht.
- Wie warm ist warm? Die Stromkosten sind nicht in der Warmmiete enthalten, da der Mieter direkt einen Vertrag mit den Stadtwerken schließen muss; soweit klar. Es kann aber sein, dass in der angegebenen Warmmiete die Heizkosten fehlen – und Etagenheizungen sind wegen des Gaspreises teuer: monatliche einen Euro pro Quadratmeter müsse man dafür schon rechnen, so die Mitarbeiterin einer Hausverwaltung.
- Noch ein Tipp vom Makler zur Höhe der Nebenkosten: monatlich 2 Euro pro Quadratmeter für alle Nebenkosten (ohne Strom) seien ein realistischer Durchschnittswert. Wenn niedrigere NK angegeben werden, könne man sich auf eine höhere Nachzahlung einstellen.
- Dielen, auch Dielung genannt: Der Boden besteht dann aus dicken Holzbohlen (war mir bis dahin unbekannt). Wenn man nicht auf Ochsenblut steht – so heißt die rote Färbung wirklich – sollte man fragen, ob die Dielen »abgezogen« sind; dann sieht das auch nach Holz aus.
- Leute fragen: Makler und Mitarbeiter von Hausverwaltungen haben vielleicht noch andere Wohnungen in der Gegend zu vermieten. Und sie können einem einen sagen, ob das Viertel gerade gefragt ist (=höhere Nachfrage, gute Wohnungen sind schnell weg).
- Schnell sein: Nach einem Dutzend Wohnungen bekam ich ein Gefühl dafür, was mir wichtig ist und wo ich Kompromisse eingehen kann. Als die richtige Wohnung dabei war habe ich mir nur noch eine weitere Wohnung angesehen und mich 2 Stunden später darauf beworben. Glück gehabt: Am nächsten Tag rief der andere Interessent an, der es sich ein paar Tage überlegt hatte.
- Selbstbesichtigung: Bei manchen Hausverwaltungen kann man sich Schlüssel abholen, um allein die Wohnung zu besichtigen. Nervt wie Hulle: 10 unbeschriftete Schlüssel und keine Info, in welchem Stockwerk welcher Schlüssel zu welcher Tür passt. Und keiner da, der einem Fragen zur Wohnung beantworten kann.
Noch ein paar Tipps zur Suche über ImmoScout:
- Die Umkreissuche habe ich auf 1 km begrenzt, um wirklich nur Angebote aus den Vierteln zu bekommen, in denen ich suchte.
- Bei den Filterkriterien etwas großzügiger sein: Ich wollte 45 bis 60 qm, habe aber 40 bis 75 qm eingegeben. Dadurch bekomme ich auch kleine Wohnungen mit 42 qm oder größere Wohnungen mit 71 qm angezeigt, die auch interessant sein können.
- Die Zimmerzahl habe ich selten angegeben: 1,5 Zimmer wären für mich genauso in Ordnung gewesen wie 2,5 Zimmer. Die Zahl der Zimmer ergibt sich aber fast schon aus der Fläche.
- Die Kaltmiete habe ich nicht als Filterkriterium angegeben: Sie ergibt sich mehr oder weniger aus der Größe und der Lage, außerdem geben Inserenten schon mal versehentlich Nonsense an (18.090 Euro monatlich).
Bei der Wohnung selbst war ich ziemlich wählerisch: 2 bis 2,5 Zimmer, 40 bis 60 qm, hell, kein Erdgeschoss, idealerweise Vorderhaus zur ruhigen Seitenstraße, Laminat oder abgezogene Dielen, Herd und Spüle vorhanden, renoviert (gestrichene Wände, Boden in Ordnung, halbwegs modernes Bad), separate Küche, kein Hochhaus, besser Zentralheizung statt teurer Gas-Etagenheizung, gute Verkehrsanbindung mit maximal 10 Minuten Fußweg zur U- oder S-Bahn. Das alles kann man nicht über die Suche in ImmoScout herausfinden: Manchmal stehen solche Angaben in der Anzeige, mit einem Stadtplan lässt sich die Lage ausmachen und am Schluss bleibt nur, einen Besichtigungstermin zu vereinbaren um sich selbst ein Bild zu machen.
Erschienen am Montag, 26.05.2008 @ 19:04
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Tags: Berlin, Leben