Archiv für Juni 2008

Sonntag, 01.06.2008

Berlin-Neukölln

Ich ziehe nach Neukölln: Problem-Stadtteil mit hoher Arbeitslosigkeit, die Rütli-Schule ist Luftlinie 500 Meter entfernt, und das Kottbusser Tor mit seiner offenen Drogenszene lädt nicht gerade zum Verweilen ein. Aber Neukölln hat auch andere Seiten, zum Beispiel den Reuterkiez: Zwischen Landwehrkanal im Norden, Kottbusser Damm im Westen, Sonnenallee im Süden und Pannierstraße im Osten lässt es sich gut leben. Freunde haben mir von dem Viertel erzählt, und als ich zum ersten Mal durch dessen Straßen gegangen bin wusste ich: Hier will ich hinziehen.

Der Reuterkiez ist mit seinen kleinen Straßen sehr ruhig: 30er Zone, Kopfsteinpflaster, Bäume in den Straßen mit Vogelgezwitscher, einige Spielstraßen. Bei manchen Straßen hatte ich das Gefühl: »Wenn ich hier durchgehe, beginnt der Arbeitstag gut«, bzw. »Hier komme ich abends gerne nach Hause.« Trotzdem ist das Viertel zentral gelegen: Am Hermannplatz fahren die U7 und die U8, am Kotti zusätzlich die U1. Es gibt alles, was man braucht:

  • Aldi, Lidl, Edeka
  • zwei Weinhandlungen
  • ein paar Bäckereien
  • zwei französische Cafés, zwei Griechen, einen Italiener, einen Vietnamnesen, ein schwäbisches Wirtshaus
  • diverse Bars und Kneipen
  • einige Spätkioske
  • eine Tanke
  • ungefähr 10 Friseure
  • eine Änderungsschneiderei
  • 4, 5 Kitas
  • zwei Apotheken
  • drei Allgemeinärzte
  • zwei Zahnärzte
  • einen Waschsalon
  • ein Fachgeschäft für Gas-Wasser-Scheiße
  • einen Tischler und eine Polster-Werkstatt
  • einen Airbrush-Shop, der auch Reisen verkauft
  • den Gitarren-Shop »Dr. Rock« (sieht aus wie der Plattenladen aus »High Fidelity«)
  • einen Tätowierer
  • einen Fahrradladen
  • ein paar kleinere Agenturen und Galerien

Am Hermannplatz ist ein riesiger Karstadt, dahinter ein Bauhaus-Baumarkt. Auf dem Kottbusser Damm sind viele kleine Geschäfte, türkische Lebensmittelhändler und ein Kino. Am Görlitzer Park gibt es ein Hallenbad. Hinter dem Görli sind auch der Wrangelkiez und der Lausitzer Platz nicht weit. Westlich des Kottbusser Damms – in Kreuzberg – ist der Graefekiez.

Das Beste ist allerdings der Landwehrkanal: die Ufer sind gesäumt mit Bars, Cafés und Restaurants, und bei schönem Wetter kann man laufen, radfahren oder einfach nur auf einer Bank ein Buch lesen.

Tolles Viertel, wie sieht’s mit einer Wohnung aus? Der Reuterkiez wird bei jungen Leuten immer beliebter, und gute Wohnungen sind schnell weg. Ich habe mir in 3 Tagen insgesamt 15 Wohnungen in Berlin angesehen, allein 10 im Reuterkiez. Ich war auch in anderen Vierteln, z.B. dem Inselkiez oder am Lausitzer Platz, aber nirgendwo war es so wie hier.

Wohnung Nummer 13 war es dann: Das Haus ist in der Friedelstraße – mitten in Reuterkiez, trotzdem keine 10 Minuten zur U-Bahn. Der renovierte Altbau aus dem Jahr 1900 hat 5 Stockwerke. Meine Wohnung ist im vierten Stock: 2 sehr helle Zimmer mit Laminat-Fußboden und Stuck an der Decke, Bad, separate Küche, Zentralheizung. Das größere Zimmer geht um’s Eck, es hat Fenster nach Westen und nach Norden. Bad, Küche und das kleinere Zimmer gehen nach Norden. Einen Balkon gibt’s nicht, aber das kann ich wegen des nahen Kanals verschmerzen.

Hier noch ein paar Links zum Kiez:

Erschienen am Sonntag, 01.06.2008 @ 15:23 | Kommentar schreiben
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Montag, 09.06.2008

Berlin-Ausflug des »Haus der kleinen Forscher«-Teams

FREITAG, 6. Juni
Abfahrt gegen 17:30 Uhr, Ankunft um Mitternacht. Döner im Bagdad. Chillen am Oststrand. In der Fabrik übernachtet.

SAMSTAG, 7. Juni
Frühstück im Café Mir. Shopping in den Hackeschen Höfen. Muji. Chillen an der Spree. Fahrt zu Holger. Hot Pot in Prenzlauer Berg. EM-Spiel in der Kulturbrauerei. Mit der Tram zurück. Kneipe in der Schlesischen Straße.

SONNTAG, 8. Juni
Frühstück in der Fabrik. Chillen am Kaulsdorfer See. Essen beim Inder. Eis im Aldemir. Deutschlandspiel im Strandgut. Kekse im Salut. Döner im Bagdad.

Erschienen am Montag, 09.06.2008 @ 20:06 | Kommentar schreiben
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Mittwoch, 18.06.2008

Kurzkritik: »Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels«

0.3

18. Juni 2008

Freimark, Stefan

Nummer 4 der Indiana-Jones-Filme. Der erste und der dritte Teil haben mir sehr gut gefallen, Teil 2 im Urwaldtempel war etwas flau. Der neue Film war mir irgendwie zu beliebig: Es hätte genauso gut ein Film aus der »Mumie«-Serie sein können, und die Auflösung am Schluss war schon arg weit hergeholt (und das nach der Nummer mit der Bundeslade aus dem ersten Film). Kein »Das X markiert die Stelle«, und Schnitzeljagd um die Welt. Stattdessen folgt Indy einem alten Mann der wirres Zeug brabbelt, anschließend findet die Action an einem Ort statt.

Ungewöhnlich, dass Indy 4 im Seitenverhältnis 2,35:1 gezeigt wird – das schmalere Verhältnis 1,85:1 wird auch »Spielberg-Format« genannt.

6/10 Punkte | 122 Minuten | Bildformat 2,35:1

Regie: Steven Spielberg
Drehbuch: David Koepp
Darsteller: Harrison Ford, Cate Blanchett, Karen Allen

Erschienen am Mittwoch, 18.06.2008 @ 23:59 | Kommentar schreiben
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Samstag, 28.06.2008

CSD vor der Haustüre

Vor 15 Minuten habe ich meine Nachbarn im Haus vorgewarnt: Es könne etwas lauter werden, da ich bohren müsse. Jetzt zieht in der Friedelstraße eine Abordnung des CSD vorbei. Kein Problem, mit der Schlagbohrmaschine das Haus zu rocken.    :-)

Blick aus meinem Fenster auf die Friedelstraße

Erschienen am Samstag, 28.06.2008 @ 14:35 | Kommentar schreiben
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