my two cents

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Warum sieht my two cents mit meinem Browser jetzt so... schaurig aus?

Kurze Vorgeschichte: In der 99. Ausgabe von A List Apart (ALA), veröffentlicht am 16. Februar 2001, hat Jeffrey Zeldman (der Herausgeber von ALA) sein Magazin vom alten Tabellenaufbau (table-based layout) auf Cascading Style Sheets CSS (div-based layout) umgestellt. Er meinte es wäre an der Zeit, denn CSS 1 ist bereits aus dem Jahre 1996, außerdem sind inzwischen für alle bedeutenden Betriebssysteme (Win32, Linux, MacOS, OS/2 und andere) Browser erschienen, die diese Standards (HTML 4 und CSS 1, in Teilen auch CSS 2) sehr gut unterstützen.

Warum überhaupt CSS verwenden und nicht wie bisher weiter arbeiten?
Mit der bisherigen Arbeitsweise war es nicht möglich, Layout (Aussehen) und Inhalte sauber zu trennen und das ist für eine effiziente Web-Entwicklung unerlässlich. Wegen der bisherigen Arbeitsweise hat man unzählige Stunden damit verbracht, das Layout so zu gestalten, dass es auf allen Browsern möglichst ähnlich aussah und besonders die Eigenarten und Bugs (Programmierfehler) des Netscape Navigator 4 haben einen dabei immer wieder vor Probleme gestellt.

Ich habe my two cents auf CSS umgestellt, um vor allem für kürzere Ladezeiten zu sorgen. Ich habe auf nahezu allen Seiten sehr viel Text stehen (40 Kilobyte und mehr zzgl. Bilder) und der wurde früher wegen der Verwendung (eigentlich Zweckentfremdung) von Tabellen erst angezeigt, wenn sämtliche Inhalte geladen waren, was bis zu einer halben Minute dauern konnte. Die Verwendung von CSS macht nicht nur den Aufbau der Dateien wesentlich schlanker, die Inhalte werden auch schneller (nacheinander) angezeigt.

 

Wie könnten diese Seiten denn aussehen?

Einige Screenshots Standard-konformer Browser (anklicken für größere Versionen):

Das neue my two cents im IE6
 
IE 5.x/Windows
Das neue my two cents im NN6
 
Netscape 6.x/Windows
Das neue my two cents auf IE5/Mac.
 
IE 5.x/Mac
Das neue my two cents im Opera 5
 
Opera 5.x/Windows

 

Welchen Browser nehmen?

Für die drei wichtigsten Desktop-Plattformen, Windows, Mac OS und Linux gibt es inzwischen je mindestens drei Standard-konforme Browser.

Opera ist mit rund zwei MB Größe (ohne Java) sogar wesentlich kompakter als das alte Schlachtschiff Netscape 4.

 

Wo kann ich mehr zu diesem Thema erfahren?

Einige Quellen:

Für das zweite Dr. Web-Buch habe ich den Artikel »Abschied vom Webdesign alter Schule« (S. 25-32) geschrieben, den ich hier im Laufe des ersten Quartals 2002 zweitveröffentlichen werde.

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Ein spezielles Wort zu Netscape Navigator 4

Der Browser, der mit Abstand am meisten Probleme für Webdesigner verursacht und sie dazu zwingt, Nicht-Standard-konforme Seiten zum Nachteil aller anderen Surfer zu schreiben, ist Netscape Navigator/Communicator 4, kurz NN4.
Sicher, auch der Microsoft Internet Explorer 4 (IE4) wird oft verwendet und ist auch nicht unproblematisch, aber NN4 hat die mit Abstand lausigste Implementierung uralter Standards unter der Haube. Uralt? Wir reden hier nicht von brandneuen Entwicklungen, die noch taufrisch sind. Die Standards um die es geht, namentlich CSS, Level 1 und CSS, Level 2, sind Jahre alt.
CSS 1 wurde am 17.12.1996 als Standard verabschiedet, CSS 2 am 12.05.1998. Netscape hätte eigentlich genug Zeit gehabt, um für eine saubere Implementierung von CSS 1 in die Version 4 des Navigator zu sorgen, denn NN4 erschien im Juni 1997. Das war bis zum Release des halbfertigen Netscape 6 (am 14.11.2000) das letzte Mal, dass die rendering engine (der Teil des Browsers, der für die Darstellung u.a. von HTML und CSS zuständig ist) überarbeitet wurde. Netscape hat es innerhalb von vier Jahren nicht fertig gebracht, die fehlerhafte Umsetzung von CSS zu korrigieren. Auch nach dem Erscheinen der 6er Version hat Netscape nicht die Geräte abgeschaltet, die die Leiche am Leben erhalten, stattdessen erschienen neue Versionen (4.78 am 22.07.2001 und 4.79 am 10.11.2001) mit marginalen Verbesserungen; es grenzt schon fast an Arroganz.

Es gibt überhaupt keinen Grund, an Netscape 4 festzuhalten, wenn man die Möglichkeit hat, einen anderen Browser zu installieren.
IE rendert schneller, hält sich enger an Standards. Wer Aversionen gegen Microsoft pflegt oder Linux einsetzt, kann zu Opera greifen. Das ist der schnellste Browser überhaupt, außerdem ist er nur 2,24 MB groß --- zwei MB! --- (zum Beispiel Opera 5.12 für Windows ohne Java), nur ein Zehntel der Größe, die Netscape 4.79 (für Windows, complete) benötigt, für dessen Download sage und schreibe 22,5 MB durch die Leitung gepumpt werden müssen!
Wenn es unbedingt Netscape sein muss, wie wäre es dann mit Netscape 6 oder Mozilla (darauf basiert Netscape 6)? Der ist derzeit noch ein wenig instabil und träge, aber das dürfte sich bis zur final release von Mozilla im Laufe des Sommer 2002 legen.

 

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--- Dori Smith, webstandards.org