Archiv für Postings mit dem Tag ‘Apple’

Mittwoch, 10.03.2010

Outbreak Express

John Gruber hat auf Daring Fireball mal wieder zwei sehr schöne Artikel zum Thema Windows geschrieben: »Good Times« und »Dynomite!«. Er befasst sich hauptsächlich mit den Würmern, die im August Windows-Nutzern arge Probleme bereiteten.
Er stellt sich die Frage, weswegen alle Welt erwartet, dass zum Beispiel die Abwasserentsorgung tadellos funktioniert, warum man aber hinnimmt, dass das E-Mail-System alle Nase lang mal ausfällt. Sein Vergleich:

»Every few weeks, teenage pranksters from Hong Kong would overflow every toilet in the building, knocking them out of commission.«

Inkompetente »IT-Profis« seien davon überzeugt, dass PCs so komplex sind, dass man von den Geräten nicht erwarten könne, hoch-verfügbar und günstig im Unterhalt zu sein. Überall auf der Welt fragen in diesen Wochen frustrierte Familienmitglieder und Freunde:

»Warum habe ich E-Mails mit Viren in meinem Postfach?«

Und die IT-Profis antworten, mit Autorität und Überzeugung:

»Glaub’ mir, ich bin Profi, das ist einfach so. Du steckst ein paar Millionen Computer zu einem Netzwerk zusammen und dann sind solche Dinge einfach unvermeidbar.«

John Gruber weiter: Diese ahnungslosen IT-Dronen lügen nicht, sie glauben was sie sagen, weil sie eigentlich nicht wirklich etwas von Computern verstünden – sie kennen nur Windows. In der selben Weise, wie sich Hungernde in Äthiopien nicht vorstellen können, dass es ein Land geben könnte, in dem selbst die Armen genug zu essen haben, kann sich jemand, der nur Microsoft-Software kennt nicht vorstellen, dass es eine Plattform gibt, auf der Computer einfach funktionieren.

Die beiden Artikel sind sehr lesenswert (in dieser Reihenfolge: erst »Good Times«, dann »Dynomite!«). Er lässt sich nicht nur über IT-Leute ohne Plan aus sowie Windows-Würmer gestern und heute, sondern auch über IT-Leute, die nicht gerne an dem Ast sägen auf dem sie sitzen und über die Microsoft-Monokultur mit »Outbreak – er, Outlook«.

In diesem Zusammenhang eine Meldung, über die ich bei Industrial Technology & Witchcraft gestolpert bin:

»Die Neue Zürcher Zeitung schreibt über den "Traum vom sicheren Rechner", resümiert noch einmal Sobig.F und W32.Blaster und schildert die Schäden, auch den mutmaßlichen Zusammenhang mit dem US-Blackout. "’Ich sichere meine Dateien, ich rühre keine Dateianhänge in der E-Mail an, ich nutze Antivirensoftware, dennoch habe ich den Schlamassel. Was muss ich noch alles tun, um einfach nur Texte zu schreiben?’, klagte ein Lehrer im deutschen Fernsehen."«

Get a Mac.

Erschienen am Mittwoch, 10.03.2010 @ 4:36 | Kommentare deaktiviert
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Die Kreditkarte an die Wand genagelt

Apple-Chef Steve Jobs hat heute Vormittag auf der Expo Paris in seiner Keynote neue Powerbooks vorgestellt. Endlich. Es wurden alle drei Modelle überarbeitet: Das kleine Modell mit 12-Zoll-Display und das große 17er Modell erhielten Speedbumps (12er: G4 mit 1 GHz statt vorher 867 MHz bzw. 17er: 1,33 GHz statt zuvor 1,0 GHz).
Das seit knapp einem Jahr unverändert gebliebene mittlere Modell mit 15er Display bekam nun ebenfalls den Alu-Look spendiert, mit dem im Januar das 12er und 17er debütierten.
Das 15er ist extrem sexy; ein Glück, dass mein Konto derzeit keine 2.300 Euro brutto hergibt!   :-)
Es ist noch begehrenswerter als das alte Titanium-Powerbook. Holgers inzwischen zweieinhalb Jahre altes TiBook, neben ein beliebiges PC-Notebook gestellt, gewinnt immer noch jeden Schönheits-Wettbewerb; mein zwei Jahre altes iBook genauso.
Das mittlere und große Modell sind ab sofort lieferbar, das kleine dauert noch etwas. Genau genommen gibt es das neue 15er, das mittlere Modell, in zwei Varianten: Mit 1,0 und 1,25 GHz. Das »größere« hat zudem ein SuperDrive statt eines Combo-Drives, Airport Extreme bereits built-in sowie die Hintergrund-beleuchtete Tastatur. Ansonsten etwas dicker aufgetragen: mehr Speicher, mehr Festplatte. Ab sofort haben alle Powerbooks Bluetooth ab Werk eingebaut. Alle Modelle sind für Airport Extreme vorbereitet (bringen das 17er und das größere 15er bereits mit).

Ansonsten war die Keynote eher enttäuschend. Nachdem Apple in diesem Sommer schon nicht mehr an der New Yorker-Messe teilnahm, gingen Erwartungen in die Richtung, dass Apple der Pariser Veranstaltung etwas mehr Bedeutung zumessen würde. Die Keynote dauerte nur eine Stunde statt der gewohnten anderthalb bis zwei Stunden. Die dringend überarbeitungs-bedürftigen iBooks blieben unverändert und es wurde keine neue Software vorgestellt (kein iSync 1.2, kein iCal 1.5, kein Safari 1.1). Es gab die üblichen Updates (der iPod, der G5 und Jaguar sind in den Verkaufszahlen die Renner) und Steve präsentierte ausführlich die kommende Mac OS X-Version 10.3, »Panther«, mit den bereits von der WWDC bekannten Features. Es blieb beim unkonkreten Termin »Ende des Jahres«; viele hatten sich da eine etwas präzisere Angabe gewünscht oder gar mit einer kurzfristigen Verfügbarkeit gerechnet.
Neue Displays und Tastaturen (mit Beleuchtung bitteschön!) im G5-Look waren ebenfalls nicht im Programm.

Ah ja, ein Gerücht, das nun von der ewigen Rumors-Liste gestrichen werden kann, sind drahtlose Tastaturen und Mäuse von Apple, denn die wurden heute vorgestellt: Mit Bluetooth und verschlüsselter Übertragung, für je 79 Euro brutto. Die vier Batterien in der Tastatur (hat die eigentlich noch USB-Anschlüsse?) sollen neun Monate halten, die beiden in der Maus für drei Monate. Im Prinzip sind es die bekannten eMac/G5-Tastaturen (bäh!) und die gewohnte Pro-Maus, nur dass Apple die Kabel abgeschnitten hat. Mit zwei Maustasten oder Scrollrad war’s wieder nichts (aber macht ja nichts, an einen Mac lässt sich jede USB-Maus ohne Treiberinstallation anschließen).
Ich erkenne nicht ganz den Sinn von drahtlosen Mäusen und Tastaturen an einem Desktop-Rechner, zumal man sich Nachteile erkauft (Stromversorgung, evtl keine USB-Anschlüsse mehr an der Tastatur, Notwendigkeit des Ausschaltens).
Abgesehen davon sind die Mac-Tastaturen immer noch exzellent. Angenehm anzuschlagende Tasten und nicht mit dutzenden, wackeligen Spezialtasten überfrachtet (die drei Tasten zur Lautstärke-Regelung und die Medien-Auswurftaste will ich allerdings nicht mehr missen). PC-Tastaturen gibt’s ja nur noch mit knubbeligen Sondertasten für jeden erdenklichen Scheiß. Der absolute Killer wäre eine zum G5 passende Alu-Tastatur, mit Hintergrund-beleuchteten Tasten. Davon ab, dass das extrem dekadent ist, könnte ich dann abends die Schreibtisch-Lampe aus lassen (weniger Mücken im Zimmer) und sähe trotzdem noch, was ich schreibe. Denn ab und an muss ich schon mal auf die Tastatur sehen.

Es scheint ein Trend zu sein, nach dem Motto: Wo noch kein Kabel liegt, kommt auch keins mehr hin, alles muss wireless sein.
Um per Kurzstreckefunk mein Handy mit meinem Mac zu synchronisieren oder für ein Headset ist Bluetooth schon sinnvoll. Aber wozu sollte ich die Freiheit haben, die Tastatur fünf Meter weit weg vom Display benutzen zu können? Die Tastatur wird vor dem Display stehen, um die Eingaben kontrollieren zu können, wie jetzt auch schon. Weniger Kabel? Naja, von meiner Tastatur geht ein Kabel in den USB-Hub an der Display-Rückseite, und das Mauskabel verschwindet auch hinten im Display. Vom Display geht nur ein ADC-Kabel (Apple Display Connector) zum Power Mac, durch das digitale Bildsignale, Strom und USB-Daten fließen.
Was ich auch noch nicht begriffen habe ist der Sinn hinter der Aktion, einen Desktop-PC mit Bluetooth-Adapter auszurüsten, der dann drahtlos mit einer ISDN-Box Kontakt aufnimmt (habe ich tatsächlich so gesehen).

»Stretched out and feet up, the wireless keyboard nestled comfortably in your lap.«

…wie es auf der Produktseite heißt? Wer liest denn gerne sein Display aus anderthalb Metern Entfernung ab?!

Vielleicht war diese Keynote auch deswegen enttäuschend, da sie absolut vorhersagbar war: Ausführliche Panther-Demo, neue Powerbooks, drahtlose Maus und Tastatur. Null Überraschungen.
Die Powerbooks waren überreif, und dass es wireless Eingabegeräte von Apple geben wird, war auch nur eine Frage der Zeit, denn Screenshots aus Panther-Beta-Versionen verrieten das bereits vor einigen Wochen (Thinksecret, Macrumors).

Meldungen und Details zu den Neuerscheinungen:
Neue Powerbooks: Apple Pressemitteilung, Heise, Macrumors
Wireless Keyboard und Mouse: Apple Pressemitteilung, Heise, Macrumors
Allgemein: Mac-TV, Thinksecret, Spiegel-online

Während Steve die Bühne betrat, saß ich in München in der SAE im Unterricht. Ich ließ es mir nicht nehmen, die Keynote per Textticker zu verfolgen. Die Macguardians haben dabei einen guten Job gemacht (finde ich leider nicht im Archiv). Macrumors bekam die Infos von Mac-TV geliefert. Auf den Tickerseiten der Guardians und von Macmotion lief außerdem eine Audio-Sendung.
Nach der Schule, zurück in der Münchner Innenstadt, verließ ich die S-Bahn am Stachus und ging in das »Anna Bar«. Ich habe schon von einem WLAN-Zugang am Stachus gehört und ein wenig googeln förderte das Café zu Tage, das zum gleichnamigen Hotel gehört. Angeblich hat das Times-Square-Internet-Bistro direkt am Hauptbahnhof auch WLAN, aber als ich gestern persönlich dort anfragte – in Vorbereitung auf die heutige Keynote –, wurde ich doch sehr enttäuscht. Ja, WLAN habe man zwar, aber mal geht’s, mal nicht, und im Moment sieht’s schlecht aus.
Ich ging gestern auch bei Anna vorbei, versäumte aber nachzufragen wie’s tatsächlich mit drahtlosem Internet-Zugang aussieht. Ein Anruf am Abend brachte Klarheit: Für Gäste im Café kostenlos, wenn man etwas verzehrt.

Das war mal ein Wort, und so ging ich eben nach der SAE wieder zu Anna. Das Café befindet sich in der Schützenstraße 1, einer Parallelstraße der Bayerstraße, die vom Stachus in Richtung Hauptbahnhof wegführt. Das Stachus-Untergeschoss verlässt man daher Richtung Bayerstraße bzw. ein Stück weiter auf Höhe des Mathäser-Kinos.
WLAN ist kostenlos und zum Surfen brauchbar schnell. Ggf muss man nach einem Airport-Netz »annahotel« (oder war’s »hotelanna«?) suchen. Die Preise sind gehoben: Es gibt viele teure Salate (um sieben Euro), einige Sandwiches um 4,50 Euro und eine ausgedehnte Sushi-Karte. Die Getränke- und Weinkarten sind gleichfalls umfangreich. Ich wählte ein Ginger Ale (0,3 Liter) für 2,70 Euro, dass aber immerhin in einem schönen Eistee-Glas mit Anna-Logo, vielen Eiswürfeln und Orangenscheibe daher kam, nebst kleinem Schweppes-Fläschchen. Das Café ist sehr stylish eingerichtet: hohe Decken, karg aber doch bequem. Es läuft Lounge-Musik in angenehmer Lautstärke. Durchaus ein Treffpunkt, um sich mit Freunden zu unterhalten, wenn die Preise und die gar zu stylishe Speisekarte (Sushi) nicht wären (ok, Chili oder Schnitzel würden nicht wirklich in das Ambiente passen).
Laut gestrigem Telefonat deckt der WLAN-Hotspot nicht nur den Innenraum ab, sondern auch die draußen aufgestellten Stühle.

Erschienen am Mittwoch, 10.03.2010 @ 4:36 | Kommentare deaktiviert
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Hidden Gems

Jörn fragte die Surfer auf Mac-TV, welche Mac-Shareware unverzichtbar sei. Und da kam doch einiges interessantes zusammen. Hier meine Liste (wie konnte ich Transmit vergessen?):

…WireTap
www.ambrosiasw.com/utilities/freebies
Damit kann man alles, was man am Mac hört, aufnehmen. Gut, um z.B. von einem Internet-Radio einen Mitschnitt zu machen.

…EscapePod
www.ambrosiasw.com/utilities/freebies
Schießt die Applikation im Vordergrund mit Control-Alt-Delete oder das Dock mit Shift-Control-Alt-Delete ab oder erzwingt einen sofortigen Logout zurück an den Anmeldebildschirm mit Command-Control-Alt-Delete. Nützlich, wenn sich die GUI oder das Dock mal aufgehängt haben sollten, das System selbst aber noch da ist.

…KeyboardSpy
alphaomega.software.free.fr/keyboardspy/Keyboard%20Spy.html Ist ein Tastatur-Sniffer, der alle Tastendrücke in eine Log-Datei schreibt. Nützlich für Leute, die viel am Computer schreiben und so Datenverlust verhindern wollen, wenn z.B. der Texteditor abstürzt oder man eine Dummheit mit der Zwischenablage begangen hat.

…Trash Locked Files
www.landsbert.freeserve.co.uk/trashlockedfiles
Hebt den Schutz von Dateien in Unter-Unter-Unter-Verzeichnissen auf, so dass man den Papierkorb wieder problemlos löschen kann, ohne den Schutz händisch bei jeder einzelnen Datei entfernen zu müssen.

…MacSOUP
home.snafu.de/stk/macsoup
Der beste Newsreader wo gibt.

…PodMaster
www.versiontracker.com/dyn/moreinfo/macosx/12706
Musiktitel vom iPod runter kopieren.

…NetNewsWire
ranchero.com
Weit verbreiteter RSS-Reader für OS X.

…PGP
www.pgp.com
PGP eben, zum Verschlüsseln von E-Mail oder Dateien. Die Freeware-Version taugt.

…OmniOutliner
www.omnigroup.com/applications/omnioutliner
Damit outline ich meine Vorlesungs-Mitschriften. Kann in der Demo-Version (ok, ist nicht mehr ganz Shareware) zwanzig Einträge verwalten, Vollversion kostet 30 Dollar.
Auch empfehlenswert ist OmniGraffle für Flussdiagramme (ebenfalls zwanzig Objekte in der Demo, Vollversion für 70 Dollar).

Bereits genannt wurden:
Hydra/SubEthaEdit
SnapzPro X

Erschienen am Mittwoch, 10.03.2010 @ 4:36 | Kommentare deaktiviert
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Macromedia geht in die nächste Runde: Studio MX 2004.

Macromedia hat heute neue Versionen von Dreamweaver, Fireworks und Flash vorgestellt. Flash gibt es nun in einer »normalen« Version und einer »Professional«-Version. Wie gehabt werden die einzelnen Programme im Paket Studio MX 2004 gebündelt, zusammen mit FreeHand MX und der Developer-Edition von ColdFusion MX 6.1 (nur Windows). Die neuen Versionen tragen nun, sehr originell (*gähn*) die Bezeichnung »MX 2004«.
Siehe dazu auch eine entsprechende Heise-Meldung.

In Dreamweaver wurden laut Produktinfos die Unterstützungen und das Handling von CSS stark verbessert. Es wird mal wieder eine bessere Integration mit anderen MX-Programmen versprochen (schon seit zwei Versionen…), es soll erweiterte Unterstützung für XML, ASP.NET und PHP geben sowie eine aktualisierte Referenz. Weiterhin Einbindung von Word- und Excel-Inhalten, Secure-FTP, einfache Fireworks-Bildmanipulationen direkt in Dreamweaver und weitere Features.

Upgrade-Preise hängen von der Vorversion ab, die man besitzt. Wer zum Beispiel DW4 oder DW-MX besitzt und auf DW-MX04 updaten möchte, bezahlt 199 USD netto; für ein Update auf Studio MX04 werden satte 499 USD netto fällig.
Besitzer älterer Version müssen eine neue Vollversion kaufen; für sie gibt es keine Updates mehr, die preislich zwischen der Vollversion und dem Update von den letzten beiden Versionen liegen. Bei der nächsten neuen Version in ein bis zwei Jahren wird dann wohl DW4 über die Klippe fallen und Benutzer dieser Version müssten statt eines Upgrades eine neue Vollversion kaufen.
Es gibt eine Grace-Period ab 25. Juli bis zum 60. Tag nach der Verfügbarkeit der neuen Version. Wer in diesem Zeitraum die alte MX-Version kauft oder gekauft hat, erhält das Update kostenlos. Das gilt für alle der neuen MX04-Programme.

In Fireworks gibt es nun ebenfalls die bereits von DW-MX bekannte Check-out-Funktion, so dass nicht zwei Benutzer versehentlich an der gleichen Datei arbeiten. Für Einzelkämpfer reichlich uninteressant. Es gibt eine Funktion zur Korrektur von roten Augen, Motion-Blur-Effekte in AniGIFs und angeblich eine großartig verbesserte Performance. XML-Funktionen sowie Transform-Werkzeuge wurden verbessert. Das User-Interface wurde überarbeitet und es existieren nun die überfälligen gestrichelten Linien sowie anderes mehr.
Besitzer der beiden Vorversionen zahlen für das Einzel-Upgrade 149 USD, für das neue Studio 499 USD und für das Studio mit Flash Pro 599 USD (alle Preise netto).

Kommen wir zum neuen Studio. Zu den gemeinsamen neuen Features der MX04-Programme gehören Unicode-Unterstützung, eine History-Palette wie man sie aus Adobe-Programmen kennt (hey, evtl gibt es ja demnächst in Photoshop die Align-Palette von Fireworks!) sowie die angeblich bessere Zusammenarbeit der Programme untereinander und das aneinander angeglichene Benutzer-Interface. Wenn ich es richtig rausgelesen habe, bringen nun auch Fireworks und Flash Panels zur Site-Definition mit (schlau wäre ja, wenn sie auf den gleichen Datenbestand zugreifen und man eine Site nicht einzeln drei Programmen bekannt machen müsste).
Preise: Besitzer von Studio MX zahlen für das Upgrade auf Studio MX04 399 USD und für Studio MX04 mit Flash Pro 499 USD. Besitzer von Einzelprogrammen der letzten beiden Versionen oder auch einer neuen MX04-Version rechnen auf diese Preise nochmal hundert Dollar drauf. Edu-Versionen sind ebenfalls nicht Update-berechtigt.
DevNet-CDs sind nicht mehr enthalten.

So, ich komme zur neuen Version von Flash.
Mit der neuen Version wird die Entwicklung aufgeteilt in das normale »Flash MX 2004« und in »Flash MX Professional 2004«. Die beiden Versionen unterscheiden sich im Wesentlichen wie folgt: Flash Pro enthält alles, was das normale Flash auch kann, jedoch zusätzlich »Robust Development« (u.a. Formulare, fortgeschrittene Komponenten, Verbindung zu Datenquellen, Actionscript für Daten, Project-Panel, Quellcode-Kontrolle, Slides), »Professional Video« (u.a. Integration von Dritthersteller-Software, High Quality-Video, verbesserter Encoder, Medien-Komponenten) und »Device Development« (externe Player, MIDI-Klingelton-Unterstützung, Device-Templates).

Eine Auswahl weiterer neuer Features: Import von PDF und EPS, non-destruktive Zeitleisten-Effekte und -Behaviors, String-Panel für multilinguale Anwendungen, Actionscript 2.0, CSS- und Unicode-Support, Suchen und Ersetzen, History-Panel, schnellerer Compiler und Player.
Preise (bei Besitz von Flash 5 oder MX):
199 USD für FL-MX04
299 USD für FL-MX04 Pro
499 USD für Studio MX04
599 USD für Studio MX04 Pro

Wie zu erwarten war, findet die mit Contribute 2 eingeführte Produkt-Aktivierung nun auch in die weiteren Programme Eingang. Wer sein Produkt nicht aktiviert, kann es nach Ablauf von 30 Tagen nicht mehr benutzen. Da kommt Freude auf, wenn die Reaktivierung im Falle eines Hardware-Defekts Probleme macht.
Die Benachteiligung der Mac-Plattform geht weiter: ColdFusion gibt es nach wie vor nicht für den Mac, eine Developer-Edition wird dem Studio MX 2004 beigelegt (wie auch schon dem »2003er«). Der Mac-Schachtel liegt diese Software nicht bei, sie kostet allerdings das gleiche wie die Windows-Version.

Vorläufiges Fazit?
Welche Features scheinen auf den ersten Blick interessant zu sein? Die History-Palette, vielleicht tatsächlich mal eine bessere Programm-Integration, das bessere Suchen/Ersetzen in Dreamweaver bzw. überhaupt die Möglichkeit dazu in Flash, die Unterstützung für Cross-Browser-Development in Dreamweaver… Mit Flash kenne ich mich noch zu wenig aus, um über dessen neue Features qualifiziert was sagen zu können.
Insgesamt reichlich dünn für ein Update für 500 bis 600 Dollar (das Studio). Dazu die Produkt-Aktivierung und der Umstand, dass es wahrscheinlich keine Cross-Updates von der deutschen auf die englische Version gibt…
Ich werde bis auf weiteres keines meiner Macromedia-Programme updaten.

Im Zuge der Vorstellung erster Produkte aus der MX2004-Reihe erhielt auch die Macromedia-Website einen neuen Anstrich. Mir gefällt der neue Look noch weniger als der letzter, aber immerhin hat Macromedia sich endlich von der bescheuerten Subnavigation in Flash auf den Produktseiten verabschiedet. Screenshots öffnen sich jetzt auch nicht mehr in Pop-ups, sondern werden als normale Seiten im gleichen Fenster geladen.
Übrigens wurde still und heimlich die RIA für den Trial-Download gekickt, so dass nun auch Safari-User Testversionen herunterladen können, nachdem sie sich über ein ganz normales HTML-Formular angemeldet haben.

Die Verpackungen sehen jetzt wieder etwas freundlicher im Regal aus.

Erschienen am Mittwoch, 10.03.2010 @ 4:36 | Kommentare deaktiviert
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Montag, 10.06.2002

»My only regret is not switching earlier.«

Apple startet in den USA eine neue Werbekampagne (siehe auch Heise-Meldung). Passend zum vor einigen Wochen neu eingeführten Claim »Everything is easier on a Mac« werden in den Apple Stores künftig auch PCs aufgestellt, um der Kundschaft im direkten Vergleich die Vorteile der Mac-Plattform demonstrieren zu können. Begleitet wird diese Aktion von einer 50 Millionen-Dollar Kampagne in TV und Print, in der frühere PC-User zu Wort kommen, die vor einiger Zeit zum Mac gewechselt sind. Grundlage dafür ist die Aktion apple.com/pcusers gewesen (nicht mehr online), in der frühere PC-Anwender Apple ihre Erfahrungen mit dem Umstieg zum Mac berichten konnten. Die Aktion lief auch in Deutschland (siehe früheren two cents-Eintrag), weswegen davon auszugehen ist, dass die Kampagne in Kürze wohl auch hierzulande gestartet wird. Die neue »Real People«-Kampagne ist laut Apple die größte seit der »Think different«-Campaign.
Dass Apple dieses Projekt außerordentlich wichtig ist lässt sich auch daran erkennen, dass die Umstiegsberichte der »real people« einen eigenen Platz in der Hauptnavigation der Apple-Website bekommen haben (der Reiter »Switch«). Die letzte Änderung an der zentralen Navigation der Website nahm Apple im März 2001 vor, als die neue Betriebssystem-Version Mac OS X vorgestellt wurde.

Erschienen am Montag, 10.06.2002 @ 15:34 | Kommentare deaktiviert
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Mehr zu Apples neuer Marketing-Kampagne

Mac-TV berichtet heute nachmittag ebenfalls in einem längeren Beitrag.
Es gibt auch eine Umfrage unter den registrierten Usern ob die Kampagne das richtige Instrument sei, um PC-User zum Umstieg zu bewegen. Es gibt drei Auswahlmöglichkeiten:

  1. Ja, das ist genau das, worauf wir gewartet haben
  2. Nicht schlecht, aber PC-User wollen Gigahertz, Disketten und niedrige Preise, daher kann Apple Werbung machen, bis sie schwarz werden
  3. Nein, damit wird nur wieder die ungute Konfrontation “Mac gegen PC” geschürt, und das ist schädlich.

Antwort 2 ist mal wieder mit der Jörn-typischen Ironie gewürzt und man könnte lachen, wenn’s nicht so traurig wäre…

Der Mac-TV-Bericht stellt die Campaign detailiert vor, es gibt allerdings keine Analyse und keine weiteren Kommentare (ich rechne mal damit, dass diese Woche noch ein entsprechender Text Mac-TV kommt. In der nächsten Live-Sendung am Sonntag um 21 Uhr wird diese Aktion natürlich ein großes Thema sein. Mac-TV will sich um einen Interview-Partner von Apple Deutschland bemühen. Die Sendung wird per Quicktime-Player im Browser übertragen (kostenlose Registrierung erforderlich).

Erschienen am Montag, 10.06.2002 @ 19:40 | Kommentare deaktiviert
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Dienstag, 11.06.2002

Everything is easier on a Mac.

Heute morgen im Zug und abends auf der Heimfahrt habe ich mir die neuen »Switch«-Seiten auf der Apple-Homepage durchgelesen (auf Ausdrucken). Zunächst mal ist festzuhalten, dass der neue Bereich ausgesprochen umfangreich ist. Es gibt nicht nur die acht neuen TV-Werbespots und die zugehörigen Geschichten der begehrten PC-User. Darüber hinaus bietet Apple:

Hinter diesen Punkten verbergen sich zahlreiche weitere Seiten, z.B. weitere Fragen und Antworten, detailierte Anleitungen, wie man den Wechsel konkret vollzieht (wie bringe ich meine Bookmarks vom PC zum Mac…) oder lange Listen von unterstützter Hardware (v.a. Drucker und Digitalkameras).

Bei den »More frequently asked questions« (auf der »Top 10 Questions«-Seite) verstecken sich sehr lesenswerte Vergleiche zwischen Apples iApps und den jeweiligen Windows-Pendants. Hier sieht man erstmal, wie einfach der Mac im Vergleich zu Windows ist! Microsoft hat zur Einführung von XP in den Werbespots z.B. das Low End-Schnittprogramm »Movie Maker« gepusht. Kein Vergleich zu Apples »iMovie«. Während der User bei iMovie seinen Film mit 17 verschiedenen Titels beschriften oder 12 verschiedenen Effekten verschönern kann, heißt es im Vergleich zu »Movie Maker« lapidar: »Sorry, Movie Maker doesn’t do titles. Sorry, Movie Maker doesn’t do effects.«
Beispiel iTunes: Einfach CDs in mp3s konvertieren; mit Windows Media Player nicht möglich. Einfach mit einer Echtzeitsuche nach Songs in der Music Library fanden; die »Suchfunktion« von WMP ist dagegen etwas für Datenbankfans: »Enter your search request. There are several parameters: if you want to do an and/or search, an exact search, a string search etc. (great for databasing, but… music?)«. In iTunes einfach Playlists per Drag & Drop zusammenstellen; in WMP eine Klickerei ohne Ende.
Wie sieht’s bei iPhoto im Vergleich zu Windows XPs »My Pictures« aus? In iPhoto hunderte oder tausende Bilder durchblättern, in »My Pictures« lassen sich nicht alle Bilder auf einmal anzeigen. In iPhoto sind Slideshows möglich und Slideshows lassen sich sogar als Quicktime-Videos speichern. My Pictures bietet keine Slideshows.
Ähnlich das Duell iDVD gegen Windows’ MyDVD. Das Aussehen der Menüs lässt sich in iDVD jederzeit verändern, in MyDVD sind sie wie festgenagelt. iDVD codiert im Hintergrund in MPEG2, MyDVD macht dies nur im Vordergrund und blockiert mitunter den ganzen Rechner. Auch mit iDVD sind Slideshows kein Problem, in MyDVD dagegen unmöglich.

Ganz ehrlich: Ich hätte nicht gedacht, dass die Windows-Helferlein derart weit abgeschlagen sind…

Erschienen am Dienstag, 11.06.2002 @ 23:09 | Kommentare deaktiviert
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Sonntag, 16.06.2002

Heute Abend: Apple Deutschland im Interview

Wie schon vor einigen Tagen auf der Mac-TV-Homepage zu lesen war, konnten Jörn und Co. einen Interviewpartner von Apple Deutschland für die heutige Sendung gewinnen. Es geht los um kurz vor 21 Uhr; um die Sendung verfolgen zu können, ist eine kostenlose Registrierung erforderlich.

Erschienen am Sonntag, 16.06.2002 @ 12:45 | Kommentare deaktiviert
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Gartner-Studie: Macs sind günstiger als PCs

Vergangene Woche meldete der Heise-Newsticker, Gartner habe in einer Studie festgestellt, dass Macs auf die Dauer günstiger als PCs sind.
Untersucht wurde der Fachbereich Kunst der Melbourne University mit 4.676 Macs und 5.338 Windows-PCs. Die TCO beliefen sich pro Jahr für die Macs auf 1.114 USD und für die Windows-PC auf 1.438 USD. Berücksichtigt wurden außer dem Kaufpreis für Hard- und Software auch der Support-Aufwand inklusive Ausfallzeiten, Schulungen der Nutzer und die Lebensdauer. Überraschenderweise waren die Macs nicht nur beim Support, sondern auch in den ersten beiden Disziplinen günstiger als die PCs (ich führe das auf die längere Lebensdauer zurück).
Leider gibt es in der Meldung keinen Link zu einer Pressemitteilung oder gar zur Studie selbst und auch auf der Gartner-Website findet sich nichts.

Bei Studien muss allerdings immer die Frage gestellt werden: Wer hat die Studie bezahlt? Heise schweigt sich in diesem Fall darüber aus, aber ebenfalls aus der vergangenen Woche gibt es einen Spiegel-Artikel zu einer Microsoft-positiven Studie, der den Verdacht (vergeblich) auszuräumen versucht, dass die Studie von Microsoft bestellt wurde. Und im Januar habe ich bereits darauf hingewiesen, dass Microsoft das Ergebnis einer für Mai angekündigten Studie bereits zu kennen schien.
Es muss nicht immer so sein, dass der Bezahler/Auftraggeber einer Studie das Ergebnis vorgibt und kein Interesse an einer ergebnisoffenen Untersuchung besteht, aber Zweifel sind angebracht.

Erschienen am Sonntag, 16.06.2002 @ 13:04 | Kommentare deaktiviert
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Montag, 17.06.2002

IE 5.2 ab sofort verfügbar

Eine neue Internet Explorer-Version für den Mac ist ab sofort verfügbar. Die neue Version ist nur für OS X erhältlich; die Entwicklung des IE für Classic hat Microsoft bereits seit einiger Zeit eingestellt, höher als derzeit 5.1.4 wird die Versionsnummer dort nicht mehr klettern.
Das Update bringt bessere Performance sowie Schriftenglättung unter OS 10.1.5 und stopft einige Sicherheitslücken.
Es handelt sich hierbei noch nicht um IE 5.5 oder IE 6, es gibt außer den genannten keine neuen Features. Auf obzorg.org gibt es eine kurze Meldung dazu.

Erschienen am Montag, 17.06.2002 @ 19:59 | Kommentare deaktiviert
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Donnerstag, 20.06.2002

Windows-Workflow

Wenn ich zu Hause an meinem Mac mit Mac OS X sitze, ist es ein Traum, im Web zu surfen. Nicht nur, dass neuerdings alle Texte im Internet Explorer mit Anti-Aliasing dargestellt werden (sogar Eingaben in Textfeldern auf Webseiten). Vor allem die Arbeit mit PDFs ist ein Traum. Wenn ich eine PDF-Datei anklicke, wird sie mit dem eingebauten Download-Manager des IE auf meinen Desktop heruntergeladen. Anschließend startet das OS X-bordeigene PDF-Vorschauprogramm »Preview« und stellt die PDF dar.
Eben auf Arbeit: Die Eingaben in das Kreditprogrammen erfolgen per Webinterface. Nach der Freigabe des Vertrags werden on the fly PDFs generiert, die ich dann auszudrucken habe. Wie bei Windows üblich, werden PDF inline im Fenster des IE dargestellt, mittels Plug-in. Das Dumme ist nur: die Kombination NT4-IE5.5-Arcoread5 ist hochgradig instabil. Wenn ich zwei oder drei Browserfenster mit inline dargestellten PDFs offen lasse, hängt sich das Plug-in auf und ich kann keine neuen PDF mehr öffnen. Nur noch die Holzhammer-Methode hilft (Abschießen des IE). Ganz toll, wenn die Vertragsdateien nicht mehr geöffnet werden können, der IE abgeschossen werden muss und ich an die Dateien nach der Kreditfreigabe nicht mehr rankomme…

Erschienen am Donnerstag, 20.06.2002 @ 12:04 | Kommentare deaktiviert
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Freitag, 21.06.2002

Mac-TV-Interview mit Apple Deutschland jetzt als Download verfügbar

Wer letzten Sonntag die Live-Sendung mit einem Vertreter von Apple Deutschland im Interview nicht verfolgen konnte, hat jetzt nochmal Gelegenheit, sich die aufgezeichnete Sendung anzusehen. Die DSL-Version ist ca. 110 MB groß, die Sendung dauert circa 30 Minuten. Kleinere Versionen finden sich bei Mac-TV (siehe den ersten Link).
Zitat von Mac-TV: »Dieser Film zeigt das ausführlichste Live-Interview, das mit Apple jemals geführt worden ist — weltweit.«

Erschienen am Freitag, 21.06.2002 @ 16:04 | Kommentare deaktiviert
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Sonntag, 23.06.2002

Zitat des Tages

von Jörn in der heutigen Mac-TV-Sendung:

»Macs sind ihr Geld wert, aber nicht billig.«

Erschienen am Sonntag, 23.06.2002 @ 21:38 | Kommentare deaktiviert
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Montag, 01.07.2002

Apple kauft Emagic

Apple hat heute den Hamburger Musiksoftware-Spezialisten Emagic übernommen, Hersteller des Programms »Logic Audio«. Ich kenne mich im Bereich der Musiksoftware nicht besonders gut aus, bemerkenswert ist jedoch, dass Apple sogleich ankündigte, den Verkauf der Emagic-Produkte für die Windows-Plattform zum 30.09.2002 einzustellen.
In den letzten Monaten hat Apple vermehrt Spezialisten aus dem Bereich Filmproduktion aufgekauft. Man munkelte, dass Apple den großen Wurf plant, was Kinofilmproduktion angeht, denn in diesem Bereich sind m.W. Apples Programme »Final Cut Pro« und die Erweiterung »Cinema Tools« noch nicht so verbreitet. Gerüchteweise soll es vor einiger Zeit (um den Jahreswechsel) ein Treffen von Filmproduzenten mit Seiner Heiligkeit Steve Jobs gegeben haben. Apple-CEO Jobs soll sinngemäß gefragt haben »Was wollt Ihr haben?«, da Apple eine Position als Marktführer im Filmproduktionsbereich anstrebe (und natürlich, um den Verkauf von Mac-Hardware zu pushen).

Wer sich für die möglichen Hintergründe des Emagic-Kaufs interessiert, der sei an einen entsprechenden Artikel bei Mac-TV verwiesen.

Erschienen am Montag, 01.07.2002 @ 21:03 | Kommentare deaktiviert
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Interview mit Susan Kare

In der Rubrik »Netzwelt« bei Spiegel-online gibt es ein Interview mit der Frau, die vor 20 Jahren die Benutzeroberfläche des Ur-Mac gestaltete.

Erschienen am Montag, 01.07.2002 @ 23:10 | Kommentare deaktiviert
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Dienstag, 02.07.2002

Passt wie der Arsch auf den Eimer

Wie der Volksmund so schön sagt.
Am Mittwoch, 17 Juli, wird Apple-CEO Steve Jobs wieder in einer Keynote zu uns sprechen (anlässlich der Macworld New York). Glückliche Fügung: Ich habe an diesem Tag frei, weil ich um 9 Uhr morgens zu einem Untersuchungstermin bei meinem Hautarzt aufkreuzen muss (Allergietest wegen Heuschnupfen). Am Nachmittag kann ich dann die Keynote ab 15 Uhr deutscher Zeit verfolgen; Mac-TV überträgt live. An sich bin ich davon ausgegangen, dass die Keynote am Montag stattfindet…
Für die Mac-TV-Übertragung per Quicktime-Player (Browser-Plugin) ist eine kostenlose Registrierung erforderlich. Zur Keynote selbst wird ein begrenztes Kontingent an kostenlosen Streams zur Verfügung stehen, darüber hinaus werden Streams gegen einen kleinen Unkostenbeitrag angeboten. Am Abend wird es eine weitere Live-Sendung geben, für die Berufstätigen (zwischen 19 und 21 Uhr).

Die Gerüchteküchen bleiben diesmal auffällig kalt. Man rechnet allgemein damit, dass Steve das neue OS X 10.2, »Jaguar« in aller Ausgiebigkeit vorstellen wird. Außerdem ist ein Upgrade der Power Macs fällig; Powerbook und iBook könnten evtl erst im September anstehen, da die letzten Änderungen an den Mobil-Rechnern noch nicht so lange zurückliegen. Evtl gibt es noch kleinere Updates bei iMac und eMac (z.B. höhere Bildschirmauflösung, kleiner Speedbump beim Prozessortakt). Mit dem G5 rechnet in diesem Jahr allgemein niemand mehr, die Hoffnung stirbt allerdings zuletzt.

Erschienen am Dienstag, 02.07.2002 @ 13:32 | Kommentare deaktiviert
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Zwei neue Switch-Werbespots / Xserve-Benchmarks

Auf Apples Website gibt es zwei neue TV-Werbespots aus der Switch-Kampagne. Auf der Bühne: David Carey und Juan Proano.

Mac-TV berichtet von ersten Benchmarks von Apples Rack-Server Xserve. Der Xserve schlägt sich wacker gegen vergleichbar ausgestattete (aber teurere) Server von IBM und Dell. Gegen einen Sun-Server glänzt er nicht so, aber bei der Rechenleistung für Blast lässt er alle Konkurrenten weit hinter sich (wegen der Altivec-Einheit des G4-Prozessors).

Erschienen am Dienstag, 02.07.2002 @ 22:55 | Kommentare deaktiviert
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Samstag, 06.07.2002

Neues Erscheinungsbild von Aqua

Bereits seit einiger Zeit ist bekannt, dass die Benutzeroberfläche von Mac OS X, »Aqua« ein neues Design verpasst bekommt. Mit der Version 10.2 (Codename »Jaguar«), die inzwischen sogar schon früher erwartet wird (Anfang September) als bisher angenommen (Anfang September), soll der neue Look eingeführt werden:

Das alte und neue Aqua im Vergleich.

Oben die bisherige Aqua-GUI von OS X 10.0.0 bis 10.1.5, unten der neue Look ab OS X 10.2
Für diejenigen, die es nicht sofort sehen: Das ursprüngliche Aqua sieht »flüssiger« aus, hat ein »tieferes« Design, einen stärkeren 3D-Effekt.

Viele Leute freuen sich auf das neue Design, mir gefällt ehrlich gesagt das bisherige Aqua besser.

Erschienen am Samstag, 06.07.2002 @ 17:55 | Kommentare deaktiviert
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Dienstag, 16.07.2002

MacSOUP für OS X

Seit Monaten erwartet, jetzt endlich verfügbar: MacSOUP für OS X.
Allerdings noch keine final release, sondern zunächst nur die Beta, die aber recht stabil ist.

Erschienen am Dienstag, 16.07.2002 @ 20:12 | Kommentare deaktiviert
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DV

Die Sony DCR-PC8-HandycamVor einigen Wochen erst hatte ich mir überlegt, ob ich mir einen DV-Camcorder zulegen sollte, um Videos von uns vieren zu drehen, so lange es noch geht.
Nach dem Tod meiner Mutter ist die Idee zur klaren Entscheidung gereift. Es wird eine Sony Handycam, DCR-PC8 für rund 1.150 Euro. MiniDV-Format, FireWire-Anschluss. Ich bin froh, einen Mac zu haben, denn mit iMovie ist ein sehr gutes Videoschnitt-Programm gleich an Bord. Und komme mir keiner mit dem »MovieMaker« von Windows XP, der beherrscht nur rudimentäre Funktionen.
Und ich gehe mal davon aus, dass Steve Jobs morgen zur MacWorld New York nicht nur ein neues iTunes 3 vorstellt, sondern auch ein neues iMovie 3; beide Programme sind reif und bei iTunes 3 hat man sich heute schon verplappert (nach der Jaguar-Vorstellung auf der WWDC aber auch absehbar gewesen, als Rendezvous vorgestellt wurde (mp3-Dateien auf einem Mac anhören, der die Dateien per Rendezvous von einem anderen Mac empfing)).

Da passt es zufällig (DV-Kamera, evtl neues iMovie), dass sich die MPEG-LA gestern auf modifizierte Lizenzierungsregeln geeinigt hat (Mac-TV, heise) und Apple heute Quicktime 6 zum sofortigen Download freigab (Mac-TV), mit MPEG4-Unterstützung (industry first).
In dieses Bild passt außerdem, dass das Titelthema der aktuellen c’t (15/2002) »Videoschnitt am PC« lautet.

P.S.: Das mit den Kategorien ist so eine Sache. Dieser Eintrag hätte genau so gut in »Leben« oder »Medien« stehen können.

Erschienen am Dienstag, 16.07.2002 @ 23:33 | Kommentare deaktiviert
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Mittwoch, 17.07.2002

Keynote MacWorld New York 2002

Okay, hier stichpunktartig, was ich während der Keynote mitgeschrieben habe.
Da der Eintrag sehr lang ist, habe ich ihn etwas ausgelagert, damit die Startseite sich nicht so zieht. Einfach auf »[Mehr]« klicken.

Ankündigung der Keynote auf mac-tv.de

[Ankündigungsbanner zur Keynote auf mac-tv.de]

Die neuesten Einträge stehen unten, die ersten Einträge vom Beginn der Keynote sind oben.

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Der Keynote-Stream wird als Quicktime 5 angeboten und neuerdings auch als MPEG4-Stream (Quicktime 6 notwendig). Weltweit erster großer MPEG4-Stream.
Ich sehe mit Quicktime 6 dem MPEG4-Stream zu.

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1,7 Millionen Besucher bislang auf der Switcher-Website (apple.com/switch).
100.000 Besucher jede Woche in den 31 Apple Stores.

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Als erstes auf der Bühne: Rob Glaser von Real.
Der Real-Player ist ab sofort auch für OS X erhältlich (als Beta). Endlich.

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Steve Jobs stellt jetzt Jaguar als Version 10.2 von OS X vor.
Über 150 »major new features«.
Apple ist der weltweit größte Unix-Anbieter, größer als Sun, größer als Linux.
- FreeBSD 4.4
- Besserer SMB-Support, Active Directory Support
- Verbesserter Finder (multi-threaded)
- Spring-loaded folders

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Phil Schiller demonstriert den neuen Finder.

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Spring-loaded folders funktioniert auch in der Spalten-Ansicht, nicht nur in der Symbol-Ansicht.
Phil zeigt die integrierte Suche: sehr schnell.
Desktop-Hintergründe können sich auf Wunsch jetzt auch automatisch alle x Sekunden ändern, mit weichem Überblenden.

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Quicktime 6: Seit anderthalb Tagen online, über eine Million Downloads seit dem.
Erste Lösung mit MPEG-4.
»Jeder wird MPEG4 adaptieren – außer Microsoft vielleicht.«
AAC-Unterstützung (verbesserter mp3-Nachfolger).
Phil Schiller demonstriert AAC.

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Steve zeigt Sherlock 3.
Komplett neu geschrieben.
Steve demonstriert: Ausgewählte Aktienkurse werden alle 30 Sekunden refreshed, Kinokarten kaufen, Auction-Tracking bei eBay, Bilder im Internet finden, Gelbe Seiten (findet z.B. alle Sushi-Bars in der Nähe des Convention Centers, für den kleinen Hunger nach der Keynote).

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Systemweite Handschrift-Erkennung ohne Training (InkWell). Kein Demo.

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Rendezvous: Automatische Netzwerk-Konfiguration über IP.
Demo folgt, mit Hilfe von iTunes (soll in den nächsten sechs Monaten in eine neue iTunes-Version einfließen). Musik-Streaming via Airport und Rendezvous: Die mp3-Dateien liegen auf Phils Powerbook, Steve spielt sie drahtlos auf seinem Power Mac ab.
Standards-based, »totally open«.

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Epson, hp und Lexmark werden Rendezvous künftig in all ihre Netzwerk-Drucker einbauen. Phil demonstriert: Kein Drucker an seinem Computer angeschlossen; er schließt einen per Ethernet-Kabel an, der Drucker taucht automatisch in seinem Drucken-Dialog auf und er kann drucken.

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Verbesserte Mail-Applikation mit automatischer Spam-Erkennung (Steve demonstriert).
Threads werden farblich hervorgehoben.
Spielt Quicktime-Filme in E-Mails inline ab (wie Entourage).

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Verbessertes,, systemweites Address Book (API wird offengelegt für Entwickler).
Steve demonstriert.
Stadtplan-Auskunft aus Address Book heraus.
Mail-Applikation aus Address Book heraus starten.
Nummern (Telefon, Fax) lassen sich Bildschirm-füllend anzeigen.
Bluetooth-Support ist in Jaguar eingebaut. Aus Address Book heraus lassen sich per Bluetooth und Handy Telefonnummern anwählen. Wenn der User angerufen wird, geht ein Fenster auf dem Desktop auf und zeigt den Namen des Anrufenden an (Address Book sieht anhand der eingehenden Telefonnummer in seiner Datenbank nach).

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15:50 Uhr

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iChat
AIM-kompatibel, mit mac.com-Identität oder AOL-Identität
Buddylist ist beliebig sortierbar, Vorname, Nachname, Availability
Anklickbare URLs lassen sich mitschicken
Rendezvous-Buddylist (in der Buddylist wird angezeigt, wer in der Nähe ist, z.B. per Airport).

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Preis von Jaguar: 129 USD
Lieferbar: geplant war Herbst, lieferbar ab 24. August
»We are early which is a rare thing in software.«
Update: 29 USD für Shipping.

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iTools
Kurze Vorstellung der iTools
Ab 30. September kommt ».mac«.
Woher der Name wohl kommt?   :-)
»We are actually delivering stuff. We know what it means!«
- Mail: POP, IMAP, Webmail
- größere iDisk
- Photoalbum bleibt
- Backup-Software auf iDisk, CD oder DVD
- Anti-Viren-Software von McAffee
Preis: 99 USD pro Jahr, für bestehende Mitglieder 49 USD im ersten Jahr.
Ab sofort erhältlich.

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Neue iApp: »iCal«
»Modern life fills multiple calenders«
Single-window app
Verschiedene Kalender (Arbeit, Freizeit…) lassen sich übereinander blenden
Automatische Updates, wenn sich der publizierte Kalender ändert (Workgroup-Funktionalität)
Auf .mac können iCals gehostet werden, einsehbar »from any computer in the world«
Man kann Kalender »abonnieren«
Demo von Steve folgt.

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Man kann auch andere Kalender über iChat erhalten.
Überlappende Termine von verschiedenen Kalendern sind sofort sichtbar.
»Share calenders over the Internet.«
Auslieferung im September für OS X 10.2, kostenloser Download

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Steve spricht über Apples grundlegende Strategie, den Digital Hub.
Steve stellt die einzelnen iApps vor.

iPhoto (»digital shoebox«): In den ersten sechs Monaten vier Millionen Apps verbreitet (vorinstalliert, Downloads)

iTunes 2: 14 Millionen Kopien nach 18 Monaten. iTunes 3 kommt!
Neu:
- Musik-Rating (1 bis 5 Sterne)
- Play-Counts (wie oft hat man einen Song angehört?)
- Support für audible.com [sagt mir nichts]
- Smart Playlists (sich selbst zusammenstellende Spiellisten)
- z.B. die 25 am häufigsten gehörten Songs
- Regeln sind definierbar
Steve demonstriert

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Songs lassen sich auch nach Rating oder Play-Count sortieren.
Läuft nur auf OS X
kostenloser Download, ab sofort verfügbar

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Was wäre iTunes 3 ohne iPod?
Preissenkung von 399 USD auf 299 USD (5 GB iPod)
10 GB-Version ab sofort für 399 USD
10 GB-iPod 10% dünner
Scrollrad ab sofort aus Stahl (nur 10 GB-iPods)
Kabelfernbedienung (10 GB-iPods)
Tasche mit Gürtelclip ist ebenfalls dabei (10 GB)
ab heute neu: 20 GB iPod: 4.000 Songs in your pocket für 499 USD
Neue iPod-Software:
- Sortieren nach Genres und Komponisten
- Play-Count: Download auf iPod, wieder Upload zu iTunes
- Download von Smart Playlists in den iPod
- Support für audible.com
- Neue Menüstruktur

+++

Steve demonstiert:
Neues Browse-Menü (nach Künstler, Album, Titeln, Genres und Komponisten für Klassik-Freunde)
Kontakte (war bekannt)
Neu: Kalender (von iCal)
Neu: Uhr mit Datum
Neu: Breakout-Spiel leichter zu erreichen
Die Zusätze (Tasche, Kabelfernbedienung) werden für 39 USD an bestehende iPod-User verkauft

+++

Ab Ende August: iPod für Windows
Kein iTunes für Windows, sondern musicmatch
Die selben drei Modelle zu den selben Preisen
Mit FireWire-Karte

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Neue iApp: »iSync«

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iSync ist für Handies gedacht (GPRS, Farbdisplays, SyncML, Bluetooth), außerdem für Palms und iPods.
Der Digital Hub wird um Handies, Palms und iPods erweitert
»If you lose your phone, you don’t lose your life.« Die Daten sind auf dem Mac gespeichert und werden dort bequem editiert.
Steve demonstiert

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16:30 Uhr

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Unterstützte Handies: SonyEricsson T68
Auf der Bühne: Der CEO von SonyEricsson.
[Was ist mit dem Weltmarktführer, Nokia? Wer hat ein SonyEricsson-Handy?!]

Jetzt auf der Bühne: CEO von Cingular Wireless, ein Mobilfunk-Provider aus den USA.

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.mac wird in iSync integiert (um Daten auf verschiedenen Computern über .mac zu synchronisieren).
iSync arbeitet mit 10.2 zusammen, verfügbar ab September, kostenloser Download.
Ich nehme mal an, dass Address Book und iSync zusammenarbeiten.

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One more thing…

Der iMac.

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Drei Modelle: Das größte kommt mit SuperDrive (DVD-Brenner).
Prozentsatz der SuperDrive-Modelle an allen verkauften neuen iMacs: 50%
Bisheriger Preis 1. 899 USD, neuer Preis: 1.799 USD.

#1 Request: Larger Display
iMac hat 15 Zoll TFT, neu: 17 Zoll TFT! Der schiere Wahnsinn…
Auflösung: 1440×900 Pixel, 64% mehr als der 15 Zoll-Screen
Verbesserte Grafik: nVidida Geforce 4 MX statt 2 MX.
256 MB RAM, 80 GB Festplatte. Preis: 1.999 USD
Verfügbar in zwei Wochen.

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Das war’s. 16:53 Uhr.
So, jetzt kann ich die Batterien wieder in mein Schnurlos-Telefon einlegen und das Handy wieder anschalten…

[Links nach der Keynote eingefügt.]

Erschienen am Mittwoch, 17.07.2002 @ 14:54 | Kommentare deaktiviert
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Samstag, 31.08.2002

PGP für OS X: Es gibt noch Hoffnung

Heise meldet, dass NAI nun endlich einen Käufer für PGP gefunden hat. Die neu gegründete PGP Corp. hat erfreulicherweise bereits für November neue Produkte angekündigt. Neben Windows XP soll auch Mac OS X unterstützt werden.
Die Mac-Version wartet mit Plug-in-Unterstützung für Entourage und PGP Disk auf. Bisher musste für sichere Verschlüsselung auf dem Mac (unter OS X) auf eine ältere PGP-Version zurückgegriffen werden, die nur im Classic-Modus lief. Die Möglichkeit, verschlüsselte Disc-Images zu erzeugen, ist in OS X jedoch bereits eingebaut (AES128-Verschlüsselung). Mit PGP Disk kann man nun verschlüsselte Images wieder Plattform-übergreifend austauschen.

Erschienen am Samstag, 31.08.2002 @ 21:02 | Kommentare deaktiviert
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Apfel-Strip

Für Fans von Auspack-Bildern: Ein User von Mac-TV hat seinen neuen Dual-Power Mac bekommen und ein paar Fotos geschossen. Kein anderer Hersteller verpackt seine Produkte so schön wie Apple – und denkt dabei immer auch an die Funktionalität.

Erschienen am Samstag, 31.08.2002 @ 21:02 | Kommentare deaktiviert
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Jaguar

Gestern habe ich die neue Version von Mac OS X installiert, Version 10.2, Codename »Jaguar«.

Eine vergleichsweise aufwändige Geschichte, weil ich auf meinem Power Mac unbedingt einen Clean Install durchführen wollte: Erstmal alle Daten sichern. Vor zwei Wochen habe ich schon mal die wichtigsten Dateien auf ein halbes Dutzend CDs gebrannt, heute kopierte ich noch einige Verzeichnisse auf meinen neuen 10 GB-iPod und auf das 120 GB-StudioDrive von LaCie, das gestern geliefert wurde (sicher ist sicher). Hätte nicht gedacht, dass das StudioDrive so groß wie eine Bibel ist. Muss das nächste Mal bei den Maßen genauer nachsehen… Es hat auch eine eigene Stromversorgung; an sich dachte ich, dass der Saft über das FireWire-Kabel kommt. Und durch den eingebauten Lüfter bringt es die Geräuschkulisse eines Bandlaufwerks mit sich. Egal, es funktioniert. vor zehn Jahren wurden 20 MB-Festplatten in solche Gehäuse gebaut…

Der Clean Install verlief problemlos, alles wurde bestens erkannt, auch der Drucker. Etwas knifflig war noch das Zusammenspiel mit der Airport-Basisstation, aber ein Firmware-Update brachte Besserung.
Beim iBook habe ich auf einen Clean Install verzichtet, zum Einen, um Zeit zu sparen, zum Anderen, weil die Daten auf dem iBook eh nur eine Spiegelung der wichtigsten Daten des Power Mac sind: ab und an ziehe ich mal eben die 5 GB die ich brauche auf’s iBook und lösch’ die alten Sachen. Außerdem habe ich dann für den Fall der Fälle noch ein Mac OS 9 in peto, denn bei einem clean Install von Jaguar wird OS 9 nicht mehr mitinstalliert; Classic-Programme kann ich auf dem Power Mac also ab sofort nicht mehr ausführen (und will es auch nicht).
Erfreulich unkompliziert auch das USB-Printer-Sharing: der Drucker hängt per USB am Power Mac. Dort in den Systemeinstellungen unter »Sharing« das Printer Sharing aktivieren, fertig. Dank Rendezvous steht der Drucker ohne weitere Einstellungen sofort und drahtlos (wg. Airport) dem iBook zur Verfügung.

Am meisten beeindruckt hat mich die Geschwindigkeit der Oberfläche, ermöglicht durch das neue Quartz Extreme: Alle 2D-, 3D- und Video-Daten werden von Quartz Extreme in eine OpenGL-Szene umgewandelt, für deren Beschleunigung die Grafikkarte sorgt und so den Hauptprozessor entlastet. Und mit einer GeForce 2 MX ist massig Beschleunigung drin!
Auch nett: Die Bildschirmvergrößerung. An sich ein Zugänglichkeits-Feature für sehbehinderte Nutzer, aber auch für den durchschnittlichen Anwender nützlich, um mal in einen Bildschirmausschnitt hineinzuzoomen, wenn man z.B. jemand anderem etwas zeigen möchte.

Die zweitwichtigste Neuerung ist natürlich iChat.   :-)
Per iChat bzw. AOL Instant Messenger (AIM) bin ich ab sofort über den Nickname »stfreimark« zu erreichen.

Erschienen am Samstag, 31.08.2002 @ 21:05 | Kommentare deaktiviert
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Donnerstag, 05.09.2002

Falls nicht schon bekannt

apple.com/pr, Pressefotos und Pressemitteilungen.

Erschienen am Donnerstag, 05.09.2002 @ 18:55 | Kommentare deaktiviert
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Montag, 09.09.2002

Switch to Mac OS X from Microsoft Windows

Ein Artikel auf der Apple-Website. Wiederentdeckt bei The Flow.
Es handelt sich nicht um einen Guide zum Umstieg für Anwender, sondern um Hinweise für Entwickler. Trotzdem mal interessant zu sehen, wie man mit ein paar einfachen Screenshots die Überlegenheit der Benutzeroberfläche gegenüber Windows zeigen kann…

Erschienen am Montag, 09.09.2002 @ 23:58 | Kommentare deaktiviert
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Dienstag, 10.09.2002

War das mager…

Eine schwächere Keynote dürfte es in der Geschichte Apples wohl noch nicht gegeben haben, was die Ergebnisse betrifft (siehe auch Heise). Ich habe sie nicht gesehen/gehört, aber die Ergebnisse sind dünn:

  • iCal ist fertig und kann ab sofort gedownloadet werden.
  • iSync Beta kommt zum Ende des Monats
  • Europäische Sherlock-Services wurden angekündigt
  • Ab Januar 2003 booten alle neuen Macs nur noch in OS X, booten in OS 9 ist dann nicht mehr möglich
  • Die deutsche Switcher-Kampagne ist gestartet (deutsche Texte für Ellen Feiss und Co, noch keine deutschen Spots oder real people)
  • iTunes mit Rendezvous-Unterstützung kommt Anfang nächsten Jahres

Am Schluss blieb also nur ein neues Software-Produkt, das schon auf der letzten Macworld angekündigt wurde.

Erschienen am Dienstag, 10.09.2002 @ 14:29 | Kommentare deaktiviert
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Donnerstag, 12.09.2002

Quark XPress im Bummelzug-Tempo verpasst den Anschluss

Jörn von Mac-TV berichtet von einem neuen Bundle-Angebot im US-Online-Store von Apple: Beim Kauf eines neuen Power Macs gibt Apple zusammen mit Adobe das Programm InDesign 2 kostenlos dazu. Man kann so mal eben 700 Dollar netto sparen.
Das ist der Hammer.

Und Quark kommt mit seinem Quark XPress immer weiter in Zugzwang: zwei Jahre nach dem Erscheinen von Apples neuem Betriebssystem ist eine OS X-Version von XPress noch nicht mal angekündigt. Und wenn es dann mal rauskommt, werden Updates, wie in der Vergangenheit, wohl derartige Unsummen kosten, dass man gleich zur Vollversion von InDesign greifen kann, so wie es schon mancherorts praktiziert wird.
Davon ab: Wie Jörn schon schreibt, selbst wenn es morgen auf dem Markt wäre, ist es schon zu spät, denn eine neue Programm-Version und der daran hängende Workflow will getestet werden, bevor man z.B. eine ganze Redaktion oder Druckerei umstellt. Und ab 1. Januar können neu gekaufte Macs nicht mehr in OS 9 booten, selbst wenn OS 9 installiert ist, wie Steve Jobs auf der Keynote zur Expo Paris bekanntgab.
Noch etwas spricht massiv gegen XPress: Jeder hasst es, aber jeder benutzt es, gezwungenermaßen. Noch.

Apple macht ernst mit OS X. Auch auf diese Situation passt ein sehr schönes Zitat von Jörn aus einem anderen Mac-TV-Artikel: »Die Karawane zieht weiter, Gefangene werden nicht gemacht.«

Erschienen am Donnerstag, 12.09.2002 @ 8:19 | Kommentare deaktiviert
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Mittwoch, 18.09.2002

Kleiner Insider

Wanted: Motorola, dead or alive for violation of Moore's Law

Gesehen in der Spymac Gallery

Erschienen am Mittwoch, 18.09.2002 @ 10:00 | Kommentare deaktiviert
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Mittwoch, 25.09.2002

Rendezvous kommt bei Herstellern an

Ich muss noch was nachreichen.
Apples Implementation des IETF-Standards Zeroconf, »Rendezvous«, kommt bei den Herstellern gut an, wie man einer Pressemitteilung nach der Expo Paris entnehmen kann.
Nach HP, Epson und Lexmark wollen auch Philips, Canon, Xerox, Sybase und World Book Rendezvous unterstützen. Von Canon und Xerox sind wohl entsprechend ausgestattete Drucker zu erwarten.
Mittlerweile hat Apple seine Zeroconf-Implementation auch als Open Source freigegeben, wie Macrumors meldet (und im August von Heise angekündigt).

Bei mir funktioniert Rendezvous wunderbar.
Ich habe hier einen Power Mac (Quicksilver-733), an den per USB ein HP Laserjet 1200 angeschlossen ist. Außerdem ein iBook (Dual-USB) mit Airport-Karte und eine Airport-Basisstation. Auf beiden Rechnern ist Jaguar (OS X 10.2) installiert. Ich musste lediglich auf dem Power Mac USB-Printer-Sharing freigeben und ohne irgendwelche weiteren Konfigurationen (dank Rendezvous) kann das iBook jetzt drahtlos (dank Airport) auf den HP Laserjet drucken. Legendary ease of use.

Erschienen am Mittwoch, 25.09.2002 @ 23:06 | Kommentare deaktiviert
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Freitag, 27.09.2002

Da war Apple mal wieder schneller…

Heise meldet, dass Microsoft die nächste Version seines Betriebssystems Windows XP mit Bluetooth-Unterstützung ausstatten will. Wie so oft war das bei Apple bereits Realität, da hat es Microsoft noch nicht mal angekündigt. Bluetooth-Support wird seit August 2002 in OS X 10.2 ausgeliefert und funktioniert.

Erschienen am Freitag, 27.09.2002 @ 17:07 | Kommentare deaktiviert
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Samstag, 28.09.2002

Meet Women Now!!!! Get Fucked Tonight!

Mac OS X, Version 10.2 (»Jaguar«) bringt eine Reihe von durchdachten Funktionen mit, beispielsweise: ein systemweites Adressbuch, das ich inzwischen statt Microsoft Entourage verwende (Entourage ist ein besseres Outlook für Mac OS). Ein geniales Kalenderprogramm (»iCal) das ich statt Entourage verwende und das eine bessere Aufgabenverwaltung an Bord hat als Entourage. Notizen verwalte ich mit dem systemeigenen »Stickies« — statt mit Entourage. Mit dem demnächst erscheinenden iSync werden meine Adressen und Kalender auf meinen iPod oder mein künftiges Handy übertragen.

Dass Entourage alle Funktionen in einem monolithischen Programm vereint und Jaguar diese über mehrere Programme verteilt, kann man als Vorteil oder Nachteil sehen. Ein Vorteil ist, dass ich in Entourage verschiedene Elemente miteinander verknüpfen kann, aber ich benutze diese Funktion nicht. Der Vorteil des modularen Aufbaus von Einzelanwendungen liegt darin, dass diese ihre Funktionen durch den systemweiten Ansatz allen Anwendungen einfach zur Verfügung stellen können. Und wenn ich mich mal für ein anderes Handy einen PDA oder ein anderes Mail-Programm entscheide: meine Adressen stehen alle noch im systemeigenen Adressbuch. Apple setzt seit OS X zunehmend auf Standards: Adressen werden als vCards exportiert, so dass z.B. vCard-fähige Handys etwas damit anfangen können. Mails werden im mbox-Format gespeichert.

Fragt sich, wofür Entourage überhaupt noch gut ist. Zuletzt verwendete ich es nur noch für E-Mails. Aber inzwischen überlege ich ernsthaft, ob ich nicht auch auf das systemeigenen »Mail« umsteigen soll.
Bei Mail merkt man sofort, dass man es mit einem Consumer-Produkt zu tun hat: keine vielen Knöpfe zum Einstellen, das Programm ist dazu gedacht, »out of the box« zu funktionieren. Würde ich von Entourage umsteigen, hätte ich einige Abstriche in Kauf zu nehmen. Der Knackpunkt ist: Ist der Junk-Filter so gut, dass der von Entourage ihm nicht das Wasser reichen kann? Und: Bekomme ich so viel Spam, dass ein solcher Filter Not tut?

Um’s kurz zu sagen: Die Junk-Funktionen von Jaguars Mail sind jenen von Entourage weit überlegen.
Mail verwendet eine Technologie namens »Adaptive Latent Semantic Analysis«. Anhand bestimmter Kriterien, die mir nicht bekannt sind, kann Mail vermeintliche Spam-Mails identifizieren. Aber Mail lernt dazu: Wenn Mail versehentlich eine Mail braun einfärbt, kann ich auf einen Button »Ist keine Junk-Mail« klicken oder eine durchgerutschte Spam-Mail mit einem Klick auf »Junk-Mail« als solche deklarieren. Dabei handelt es sich um den Lernmodus, in dem die Junk-Mails noch braun eingefärbt im Posteingang verbleiben. Im Automatik-Modus schiebt Mail alle erkannten Spam-Mails in einen Junk-Folder, damit man sie bei Zeiten sichten kann.

Entourage hat auch einen Junk-E-Mail-Filter an Bord, den man stufenlos zwischen zahm und scharf einstellen kann. Allerdings lernt Entourage nicht dazu, jedenfalls habe ich den Eindruck. Bestimmte Mails nicht als Junk einstufen zu lassen ist einfach: In Entourage lassen sich erlaubte Domains eintragen oder man nimmt den Absender einfach in sein Adressbuch auf (das scheint bei Mail auch so zu funktionieren). Wird von Entourage eine Mail als Junk erkannt, lassen sich in den Filter-Einstellungen allerdings nur zwei zusätzliche Aktionen ausführen: »Als gelesen markieren« und »AppleScript ausführen«. Das ist ein bisschen wenig für jemanden wie mich, der nicht nur einen sauberen Posteingang haben will, sondern auch alle seine Mails archiviert (in 2002 bisher: ca. 2.400). Um in Entourage wirkungsvoll den Müll wegzufiltern, müssen zusätzliche Regeln definiert werden. Zunächst habe ich eine »Ablage P«-Regel, in der ich manuell alle Absender aufgenommen habe, die mich in den vergangenen Monaten regelmäßig genervt haben. Oft wird Spam mit falschen Uhrzeiten auf den Weg gebracht, um in der Sortierung seines Opfers ganz oben oder unten zu erscheinen. Eine weitere Regel stuft alle Mails als Spam ein, deren Absendezeit beim Eintreffen größer als 350 Tage ist. Damit kann man alle Mails von 1970 und 1945 erschlagen. Die Regel wird nur für neu eingehende Mails abgearbeitet, so dass ältere (gewollte) Mails davon nicht betroffen sind.
Um den Müll nicht nur als ungelesen in meinem Posteingang liegen zu haben gibt es außerdem zwei weitere Regeln: Wird eine Mail als Junk erkannt, wird sie als gelesen markiert und in den Ordner »Junk« verschoben. Zweitens: Da Entourage scheinbar nicht dazulernt (es gibt keinen Button, um eine durchgerutschte Junk-Mail nachträglich als Junk zu markieren), muss ich bei manchen Mails nachträglich die Kategorie auf »Junk« ändern. Da sie aber im Posteingang verbleiben, gibt es eine Regel, die den Status von Mails in der Junk-Kategorie auf »Junk-Mail« ändert und dann in den Junk-Ordner verschiebt. Leider geht das nicht automatisch, so dass ich ab und an per Apfel+A alle Mails im Posteingang markieren muss, um dann per Kontextmenü händisch diese Regel auf die markierten Mails anzuwenden.
Alles in allem also nicht so komfortabel, wenn es um das Energebnis »Kein Spam im Posteingang« geht. Die Filterregeln von Entourage sind zwar wesentlich mächtiger als die von Mail, aber führen hier nur über Umwege in Richtung Ziel (die Ziellinie wird nicht überschritten…).

Ich bin mir noch nicht ganz schlüssig. Der Junk-Filter von Mail ist nicht zu übertreffen, andererseits bekomme ich auch nicht so viel Spam (drei bis fünf Mails pro Tag). Entourage hat wegen seines professionelleren Ansatzes immer noch einige Vorteile gegenüber dem Low-End-Programm Mail.
Holger zufolge gibt es die Filter-Technik von Mail auch als Plug-in für Entourage; Apple hätte das auch nur lizenziert. Muss ich mich mal umsehen.

Wenn man verschiedenen Meldungen bei Heise Glauben schenken mag, wird sich Spam aber zunehmend zu einem ernsten Problem auswachsen:
- »Kampf dem Spam«
- »Stressfaktor E-Mail«
- »Werbe-Mails nehmen explosionsartig zu«
- »Napster-Technik gegen Spam«

Klaus Schallhorn von Klaus Schallhorn Omnisearch hat die Faxen dicke und greift sogar zu drastischen Maßnahmen, wie seinem letzten Newsletter vom 31.08.2002 zu entnehmen war: Er programmierte eine E-Mail-Firewall. Sein System akzeptiert nur Mails von Absendern, die bei ihm in einer Datenbank gespeichert sind. Alle anderen Mails bouncen zurück zum Absender (wenn der nicht gefälscht ist). Pauschal hat er in seine Ausschlussliste mal alle Freemail-Provider aufgenommen.
Nachdem ich mich letzte Woche bei .mac angemeldet und meine eingehenden Mails dorthin umgeleitet habe, sind erstmal alle meine Filterregeln flachgefallen, die ich zuvor bei GMX definiert hatte. Hoffentlich bessert Apple bald nach und bietet Filtermöglichkeiten auf dem Server an, denn nach der Umstellung hagelte es wieder ungefiltert AOL- und Hotmail-Spams.

Erschienen am Samstag, 28.09.2002 @ 8:51 | Kommentare deaktiviert
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Mail.app vs. Entourage Shoot-out

In einem vorherigen Eintrag habe ich mir ja schon Gedanken zur Spam-Flut gemacht und überlegt, ob ich nicht vom teuer bezahlten Microsoft Entourage zum kostenlos beigelegten Mail von OS X umsteigen sollte, wegen dessen besserer Spam-Filter.
Hier nun in einem Shoot-out der ultimative Vergleich.
In der linken Ecke der Herausforderer: Apple Mail 1.2 (OS X 10.2).
Rechts der Platzhirsch: Microsoft Entourage X 10.0.1

Gemeinsamkeiten
Beide Programme verfügen über umfangreiche Möglichkeiten der Filterung und Regeldefinition. Entourage hat hier die Nase vorn, da man nach allen möglichen und unmöglichen Kriterien filtern kann.
Sowohl Mail als auch Entourage können sämtliche Mails in allen Postfächern und Ordnern durchsuchen.
Nettes Detail: Beide Kontrahenten unterstützen mehrere Signaturen, die auch zufällig an Mails angehängt werden können.
Mail und Entourage können HTML in Mails darstellen und auch nur reine Text-Mails verfassen. Beide Applikationen können dazu veranlasst werden, in HTML-Mails nur den Text anzuzeigen.
Die Textdarstellung lässt sich individuellen Bedürfnissen anpassen, Mail glättet allerdings mit Hilfe von Quartz den Text (Courier New als Schrift mit fester Laufweite ist daher nicht zu empfehlen, »Monaco« tut gut).
Spalten in der Listenansicht lassen sich in ausreichendem Maße konfigurieren und verschieben.
Das Anlegen von Unterordnern ist hier wie dort möglich.
Entwürfe von E-Mails lassen sich in beiden Programmen abspeichern.
Eine deutsche Rechtschreibkorrektur gibt’s ebenfalls hüben wie drüben.
Sowohl in Mail als auch in Entourage lassen sich Mails umleiten.
Dreigliedrige Darstellung (Postfächer und Ordner, Mail-Liste des aktuellen Ordners, Vorschaufenster für aktuelle Mail) ist obligatorisch.
Das selbe gilt für Multi-Threading: Während die Programme z.B. mit einem Suchjob oder einer Änderung von Mail-Stati beschäftigt sind, kann sorglos weitergearbeitet werden.
Beide Applikationen können, soweit ich das gesehen habe, andere Mails nur inline weiterleiten, nicht als Attachment. Nicht so gut, wenn man mal eine Mail inkl. aller Header weiterleiten will (aber besser gelöst bei Mail, indem man sich vorher alle Header anzeigen lässt).
Entourage und Mail können beim Verfassen von neuen Mails automatisch die Adressen nach der Eingabe der ersten Buchstaben ergänzen (es wird eine List der möglichen Empfänger gezeigt, die sich freilich verkürzt, je mehr Buchstaben des Namens oder der Mail-Adresse eingegeben werden).
An der Stabilität gibt’s auf keiner Seite was zu bemängeln.

Grundsätzliche Unterschiede
Die unterschiedlichen Ansätze (Entourage: Wollmilchsau; Mail: spezialisierte Einzel-Applikation im Verbund mit anderen Apple-Programmen) beider Anwendungen habe ich schon im oben genannten Beitrag ausführlich behandelt. Beides hat Vor- und Nachteile, mir persönlich sagen Einzel-Applikationen mehr zu.
Entourage kann nicht nur Mails verschicken, sondern auch Termine, Notizen, Aufgaben und Adressen verwalten. Außerdem ist ein Newsreader integriert, der aber keinen Schuss Pulver taugt (an MacSOUP kommt nicht’s ran).
Die Funktionen zur Verknüpfung in Entourage habe ich kaum genutzt. Jemand, der ohne solche Verknüpfungen (z.B. der Info bei einer Adresse, wann an diese Person zu letzt eine Mail geschickt wurde) nicht leben kann, ist bei Mail nicht gut aufgehoben.
In Entourage lassen sich Daten in unterschiedliche Kategorien stecken, die frei definiert werden können, z.B. »Ansurfen« oder »noch zu beantworten«. Diese Kategorien können bei der Definition von Filterregeln oder einer Suche berücksichtigt werden und natürlich lässt sich die Ansicht einer E-Mail-Liste in einem Postfach auch nach diesem Kriterium sortieren. Mail kennt keine Kategorien (iCal für Kalender aber wohl. Umsteiger von Entourage können sich vielleicht mit verschiedenen Ordnern in Mail behelfen. Apropos Ordner: Wenn mehrere Accounts in Mail konfiguriert werden, wird’s unübersichtlich. Es gibt natürlich getrennte Ordner, aber Mail kennt, wie dazumal der Mail-Client von StarOffice, virtuelle Ordner, in denen die Elemente aller Accounts zusammengefasst dargestellt werden. Quasi sind im obersten Posteingang alle Mails der untergeordneten Posteingänge der jeweiligen Accounts nochmal zusammen in einer Liste dargestellt. Kann Vorteile haben, mir gefällt’s nicht.

Für den nun folgenden Shoot-out bitte ich zu beachten, dass ein Pro-Argument für das eine Programm gleichzeitig ein Contra-Punkt für das andere Programm ist. Wenn ich bei Entourage z.B. schreibe, dass die Speicherung von Adressen in der Programm-eigenen Datenbank nachteilig ist, kann getrost davon ausgegangen werden, dass es bei Mail wohl anders und besser gelöst wurde; das schreibe ich nicht nochmal auf der Pro-Seite bei Mail hin. Erklärungsbedürftige Punkte wie die Sache mit dem Spam-Filter walze ich natürlich bei beiden Programmen aus.

Mail
Pros:
+ Unschlagbarer, lernfähiger Spam-Filter
+ Kann Online-Status von AIM-Gesprächspartnern anzeigen
+ Neue Mails machen mit einem frei festlegbarem Klang auf sich aufmerksam (beliebige WAV-Datei auf der Festplatte)
+ schnellere spring-loaded folders beim Verschieben von Mails in der Postfach-Liste
+ Zugriff auf systemweites Adressbuch
+ Ordner wie »Papierkorb« und »Junk« werden erst eingeblendet, wenn sie gebraucht werden
+ Optisches Gimmick: Verlässt man die eben dargestellte Mail (z.B. durch Öffnen eines anderen Ordners), werden die Buchstaben sanft ausgeblendet
+ Anzeige in der Statusleiste, wie viele Mails im angewählten Postfach gespeichert sind und wie viel Platz sie verbrauchen
+ Bessere Anzeige und Ausdruck bestimmter oder aller Header-Zeilen
+ Unterstützung für das Service-Menü von Mac OS X
+ Webmail-Oberfläche von .mac identisch zum Interface von Mail
+ Mail sieht einfach gefälliger aus!

Cons:
- Kein > als Quote-Zeichen, sondern nur farbige, senkrechte |-Balken
- Neue Mails werden in der Mail-Liste nicht fett angezeigt, sondern nur mit einem Punkt in der Markierungs-Spalte
- Suche in Mails nur in der gesamten Mail oder in den Headern »From:«, »To:« oder »Subject:«
- Dateianhänge können nicht aus einzelnen Mails herausgelöscht werden
- Keine Unterstützung für Prioritäten (beim Versenden oder bei empfangenen Nachrichten)

Entourage
Pros:
+ Leistungsfähige Regeln
+ Mächtige Suchfunktion
+ Unterstützung von »Später senden«
+ Text- und Attachment-Codierung lassen sich einzeln vorgeben
+ Das Präfix bei Antworten ist definierbar
+ Zusätzliche Header beim Verfassen von neuen Mails können angegeben werden
+ Prioritäten für neue Nachrichten lassen sich angeben, für empfangene Nachrichten ändern

Cons:
- Spam-Filter kommt auch durch das Hinzufügen von weiteren eigenen Regeln nicht an Mail heran; Spam-Filter lernt nicht dazu; unerkannte Spam-Mail bleibt auch nach dem Markieren als »Junk« im Posteingang liegen
- Adressen werden nur in der eigenen Datenbank gespeichert
- Alle Mails, Adressen, Termine, Notizen und Aufgaben werden in einer einzigen, großen Datei gespeichert
- Umständlicher Weg zum Ausdruck (sofern man nicht »Datei – Ein Exemplar drucken« bzw. Wanne-Apfel-P drückt)

Dringend verbesserungsbedürftig
Entourage: Junk-Filter von Mail einbauen
Mail: Anständige Quote-Zeichen, Möglichkeit zum Herauslöschen von Attachments aus Mails ohne gleich die ganze Mail mitzulöschen
.mac-Webmail: Filterliste auf dem Server für Absenderadressen, Subdomains und Domains

Screenshot des Programms 'Mail'. Für eine größere Version bitte anklicken.Screenshot des Programms 'Entourage'. Für eine größere Version bitte anklicken.
Screenshots der beiden Kontrahenten: Links Mail, rechts Entourage. Für eine größere Version bitte jeweils das Bild anklicken.



Ich habe mich noch nicht endgültig entschieden. Testweise werde ich einige Zeit lang (mindestens eine Woche, vielleicht auch zwei) mal meine E-Mails mit Mail lesen und schreiben. Dazu habe ich den angelegten Account so geändert, dass per POP3 vom Server geholte Mails nicht gelöscht werden. Nachdem Mail sie minütlich automatisch abgeholt hat, hole ich sie ab und an manuell mit Entourage, das sie dann vom Server löscht.
Mal sehen, ob…
…ich mit Mail zurecht komme,
…mir der Junk-Filter von Entourage doch ausreicht,
…mir die eingeschränkten Features von Mail genügen,
…ich das bessere Junk-Plug-in für Entourage finde,
PGP 8 ab November beide Programme unterstützt oder nur eines,
…mich die Contra-Punkte von Mail nicht doch in den Wahnsinn treiben (es sind halt oft die Kleinigkeiten…).

Im Moment spricht aber einiges für Mail. Die Liste der Pro-Argumente bei Entourage ist ebenso dünn wie die der Contra-Argumente bei Mail.

Für eine neue Version von Office X habe ich die nächste Zeit zumindest keinen Bedarf mehr, zumal man davon ausgehen kann, dass Mail noch verbessert wird (und Word und Excel sind auch noch nicht altes Eisen, so dass dort nachgebessert werden müsste).

Erschienen am Samstag, 28.09.2002 @ 8:54 | Kommentare deaktiviert
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OS X Blues

Holgers und Stefies Versuch, Jaguar zu installieren, sind vor einigen Tagen gescheitert. Das Power Book stürzt zweimal am Tag ab (scheint aber ein Hardware-Defekt zu sein), der Cube arbeitet gar nicht mit 10.2 (der Finder stürzt minütlich ab). OS 9 arbeitet dagegen einwandfrei (abgesehen davon, dass es OS 9 ist).

Jeffrey Zeldman hat kürzlich zwei Artikel auf zeldman.com veröffentlicht: OS X Blues und OS X Blues II.
Auch die Leute von Kaliber10000 haben Probleme und daher einige Tipps zusammengetragen.

Generell empfehlenswert für OS X-Tipps sind macosxhints.com und OS X-FAQ (allerdings beide etwas unübersichtlich).

Ich selbst kann von keinen größeren Problemen berichten. Auf meinem Power Mac habe ich einen Clean-Install gemacht und lediglich drei kleinere Dinge nerven (trotz 10.2.1-Update). Meinem iBook habe ich ein Update ohne Clean-Install spendiert, bisher keine Probleme (allerdings hat es derzeit überwiegend meine Schwester, ich habe noch nicht wieder intensiver damit gearbeitet).
Die drei kleinen »Issues« sind:

  1. IE vergisst ab und zu seine Cookies (alle Cookies werden akzeptiert, mittlere Sicherheitsstufe)
  2. Bei Ausdrucken aus IE oder Preview wird manchmal die letzte Seite vergessen (HP Laserjet 1200)
  3. Nach dem Aufwachen aus dem Ruhezustand kann über die per Ethernet angeschlossene Airport-Basis keine Internet-Verbindung mehr hergestellt werden, da die Basis nicht gefunden wird (Neustart oder Ausschalten statt Ruhezustand wirkt)

Was mich immer noch wurmt ist, dass es die Helden bei Roxio nicht fertig gebracht haben, auf die Toast 5.1-CD einen carbonisierten Installer zu bringen (und da gab es bereits OS X 10.1). Da mir Classic fehlt, kann ich jetzt kein Toast mehr installieren. Evtl mal bei Gelegenheit den Ordner vom iBook rüberziehen.

Die Vorteile überwiegen für mich, so dass sie die drei kleinen Problemchen fast vergessen machen. Nie wieder zurück.

Erschienen am Samstag, 28.09.2002 @ 9:15 | Kommentare deaktiviert
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Montag, 30.09.2002

And the winner is… Entourage

Es scheiterte an anderen Dingen: Mail hat noch einen unschönen Bug, der auch bei anderen Leuten auftaucht: Obwohl das Kennwort für den POP-Server in den Preferences eingetragen ist, vergisst Mail es ab und zu. Extrem nervig, wenn sich Mail alle paar Minuten in den Vordergrund drängt, wenn es mal wieder so weit ist (und man alle paar Minuten oder gar minütlich automatisch seine Mails poppen will).

Weiterhin: Ich habe mich inzwischen sehr gut an Entourage gewöhnt. Mit Mail zu arbeiten, war einfach nicht das selbe.

Außerdem ist und bleibt Entourage das Programm mit dem professionelleren Ansatz, das merkt man an jeder Ecke. An den Details, die Apple bei Mail wohl bewusst weggelassen hat, um ihr Programm nicht so aufzublasen (und für den Durchschnitts-Anwender zu kompliziert).

Wenn Mail 1.3 rauskommt, werde ich aber sicher nochmal einen Blick riskieren.

Erschienen am Montag, 30.09.2002 @ 10:47 | Kommentare deaktiviert
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Noch einer: Apple-Striptease

The Flow hat sich einen 10 GB-iPod gekauft und das Auspacken mit der Kamera festgehalten. Ich sag’ ja, Apple-Verpackungen sind Dessous…

Falls irgendwann mal Models mit BHs aus iPod-Verpackungen über den Laufsteg geschickt werden: es war meine Idee!

Erschienen am Montag, 30.09.2002 @ 10:48 | Kommentare deaktiviert
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Dienstag, 01.10.2002

Da darf Apple zur Abwechslung bitte auch mal bei Microsoft kopieren

Es gibt zwei Dinge (aber nur diese zwei), bei denen Windows XP gegenüber Mac OS X die Nase vorn hat.

  1. Sperre der Arbeitsstation mit dem Affengriff (Strg+Alt+Entf).
    Wenn man mal kurz den Platz verlässt, sich aber nicht abmelden will, lässt sich so der Rechner wirkungsvoll schützen. Die Sperre kann nur durch Passworteingabe des angemeldeten Users oder eines Admins aufgehoben werden (ok, auch durch die Reset-Taste, aber dann müsste man sich wieder am Anmeldebildschirm einloggen). Work-around beim Mac: Den Bildschirmschoner mit einem Passwort versehen und beim Verlassen des Arbeitsplatzes den Schoner durch eine der »aktiven Ecken« aktivieren. Funktioniert auch nach dem Aufwachen aus dem Ruhezustand, wenn man den Mac mit aktiviertem Screensaver schlafen legt.
     
  2. Beim Ausloggen können die Programme des zuvor angemeldeten Benutzers weiterlaufen, auch wenn sich ein anderer Benutzer anmeldet.
    Sehr nützlich in Familien, in denen alle zehn Minuten jemand bei eBay was nachschauen, seine Mails checken oder chatten will. Meinetwegen müssen die Programme auch nicht im Hintergrund weiterlaufen, eine Art suspend to disk würde ja genügen, wenn man gerade zwanzig IE-Fenster offen hat, die man nicht beenden will.

Immer schön in die Feedback-Formulare eintragen, damit es auch bei der nächsten Macworld wieder heit?: »Number One most requested feature.«

apple.com/macosx/feedback
apple.com/de/macosx/feedback
developer.apple.com/bugreporter/bugrptform.html

Bei neueren Programmen (iTunes 3, iCal, iSync…) gibt es neuerdings im Programme-Menü auch den Eintrag »Feedback« der zu Programm-spezifischen Feedback-Seiten führt. Bei Klick darauf wird der Browser gestartet, der in den Systemeinstellungen in der Rubrik »Internet« eingetragen ist (funktioniert wunderbar; bei Windows weiß kein Mensch, wo man so eine Voreinstellung zentral festlegen kann).

Nachtrag: Der Mac-Way für das erste Problem wäre natürlich nicht, in OS X einen Affengriff einzuführen wie bei Windows. Mac-like wäre, in den Systemeinstellungen (z.B. »Energie sparen«) eine Checkbox unterzubringen, die beim Aufwachen aus dem Ruhezustand dafür sorgt, dass der Mac nach dem Passwort des Users verlangt. Wenn man seinen Rechner mal verlässt, muss er ja nicht weiterlaufen und Energie verbraten; der Ruhezustand ist da das Naheliegendste.

Erschienen am Dienstag, 01.10.2002 @ 18:31 | Kommentare deaktiviert
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Manchen geschenkten Gäulen muss man ins Maul schauen

Vergangene Woche war ich auf der Geburtstagsfeier meines Onkels und hatte Gelegenheit, WindowsXP auf einem Athlon 1,5 GHz aus nächster Nähe zu erleben.

Punkt 1: Das neue, flächige Startmenü ist ja wohl eine Usability-Katastrophe ersten Ranges.

Punkt 2: Windows Media Player.
Ist das wahr? Haben die Leute von Microsoft wirklich dieses Stück Software auf die Menschheit losgelassen?
Als ich das Grauen sah, das sich vor mir auf dem Bildschirm abspielte, konnte ich es nicht glauben. Und ich dachte: Wahrscheinlich nehmen das die XP-Nutzer so hin und wissen gar nicht, dass es auch einfacher geht. Jörn von Mac-TV hat heute einen exzellten Artikel zu diesem Thema vom Stapel gelassen: »Also, vor PCs braucht Apple jedenfalls keine Angst zu haben.«
Kurze Beschreibung für diejenigen, denen bisher der Anblick des Windows Media Player erspart blieb: Songs muss man sich aus einzelnen Verzeichnissen selbst heraussuchen. Es gibt eine Baumstruktur, wie beim Explorer. Man könnte meinen, Microsoft hätte den begriff »Jukebox-Software« noch nicht gehört, weil mit diesem Konzept kann man ja seine Musik gleich aus dem Explorer heraus hören. Jörn meint treffend:

»Wieso sucht sich das Scheißding seine Musikdateien nicht selbst zusammen? Und wieso müssen die erst gesucht werden? Gibt es keine interne Datenbank, die weiß, wo welcher Titel ist? Bei iTunes ist das kein Problem.«

Um mal die Einfachheit von Mac OS X und seinen Applikationen (»iApps«) zu demonstrieren, werde ich künftig ausgewählte Funktionen und Programme vorstellen.

+++

Überhaupt, Mac-TV. Jeden Sonntag ein Genuß, ihnen ab 21 Uhr auf Mac-TV.de zuzuhören. Nicht nur Informationen und hintergründige Analysen zu Mac- und allgemeinen Computer-Themen, sondern auch ein Sarkasmus, der sitzt.

Christian zum vier Zentimeter dicken Sony-Notebook mit DVD-Brenner, das demnächst erscheint:

»Das ist kein Notebook, das ist ein Bremsklotz. So für LKW-Reifen, damit sie nicht wegrollen.«

Jörn zu Gateways iMac-Konkurrent Profile4:

»Sieht aus wie ein Display mit drunter eingehängtem Autoradio.«

Erschienen am Dienstag, 01.10.2002 @ 23:13 | Kommentare deaktiviert
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Mittwoch, 02.10.2002

Surfen mit dem IE auf dem Mac ist lahm…

…und Jörn erzählt uns in einem Kommentar unterhalb seines Artikels auch, warum:

»Kevin Browne, der Leiter der Mac-Division bei MS, hat erklärt, warum der IE auf dem Mac langsamer ist als auf dem PC:

Die Netzwerkfunktionen von OS X sind wegen UNIX sehr gut und schnell. Die gleichen Funktionen basieren aber bei OS 9 auf OpenTransport, und das ist lahm. Der IE ist eine Carbon-Anwendung, das bedeutet, er nutzt OpenTransport und nicht die modernen Strukturen von UNIX. Der Grund für diese Taktik ist, dass MS nur einen einzigen Browser für den Mac anbieten kann. Er muss also sowohl unter OS 9 als auch unter OS X laufen. Folglich kommt nur Carbon in Frage.

Müsste man nicht mehr kompatibel sein zu OS 9, könnte man die wesentlich schnelleren OS X-Befehle nutzen.

Apple arbeitet seit einiger Zeit daran, Carbon und Cocoa zusammenzuführen. Dies war ein grosses Thema auf der letzten WWDC. Konkret bedeutet es, dass Carbon-Programme mehr und mehr Zugriff bekommen auf die Cocoa-Befehle. Zusätzlich läuft der native Support von OS 9 im Januar aus. Das alles könnte schon bald dazu führen, dass wir die schnellen Netzwerkfunktionen von OS X auch im Explorer nutzen können.«

Erschienen am Mittwoch, 02.10.2002 @ 23:03 | Kommentare deaktiviert
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Freitag, 04.10.2002

Neue Switcher-Spots

Apple bringt in diesem Monat fünf neue Switch-Werbespots:

  • Gianni Jacklone
    IT-Director
    »I hated Macs my entire life.«
     
  • DJ Qbert
    Scratch DJ
    »Anything: You have a dream of it? Where are my Macs and – boom – it’s reality.«
     
  • Tony Hawk
    Professional Skateboarder
    »If you don’t know how to use a computer, you can use a Mac.«
     
  • Kelly Slater
    Professional Surfer
    »iMovie programme is so simple to use.«
     
  • Richard Ziskin
    Chef eines Regenschirm-Herstellers
    »If you have a small business, get a Mac! There’s no question about it.«
     

Mit Tony Hawk, DJ Qbert und Kelly Slater zeigt Apple erstmals seit dem Start der Switcher-Kampagne vergangenen Juni etwas bekanntere Gesichter. Der Charme der Kampagne ist, dass »real people« zu sehen sind und keine Stimme aus dem Off einen Werbetext vorliest. Wobei ich glaube, dass Apples Marketing-Abteilung die Texte der Switcher-Ads auch nochmal quer liest, aber es wirkt trotzdem authentisch.

Erschienen am Freitag, 04.10.2002 @ 6:53 | Kommentare deaktiviert
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Die volle Wahrheit

Halbwissen und Vorurteile über Apple und den Mac sind weit verbreitet. Das reicht von Fragen wie »Gibt’s die noch?« bis zu den klassischen »Argumenten« der Sorte »zu teuer«, »nicht kompatibel« und »zu langsam«. Manche fühlen sich berufen, das auch auf Websites festzuhalten. Dagegen ist nichts zu sagen, das passiert andersrum genauso (WinStop, For Mac-Users only!). Es gibt aber auch Leute, die keine Ahnung haben und an der Realität vorbei polemisieren. Ein gewisser »Devine« hat so einen, ja, ich nenn’s mal »Artikel« geschrieben.
An sich könnte mir das egal bleiben und Leute wie ihn in ihrer Traumwelt weiterleben lassen, denn in solchen Fällen ist eh alles zu spät. Das Problem ist: Andere Leser, die zwar auch nicht viel Ahnung haben (weil sie sich nicht mit der Materie befassen wollen, was in Ordnung ist), aber noch nicht so verblendet sind, fallen womöglich darauf rein.
Deswegen war ich so frei, eine Replik auf Devine zu schreiben, die einiges richtig stellt. Die Informationen befinden sich auf einer Extra-Seite.

Kommentare, Verbesserungsvorschläge und Fragen sind jederzeit willkommen (bitte die Kommentarfunktion unter diesem Eintrag benutzen oder einfach eine Mail schicken).

Erschienen am Freitag, 04.10.2002 @ 22:40 | Kommentare deaktiviert
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Samstag, 05.10.2002

Kampf der Giganten

Bei Mac-TV gibt es seit heute morgen einen Film, der auf der Cancom OpenHouse-Messe gedreht wurde und InDesign im Vergleich mit XPress zeigt. Er dauert ca. 36 Minuten, inkl. »wie man seinen Chef innerhalb von exakt 5 Minuten überzeugen kann, von Xpress auf Indesign umzusatteln.«
Auch in der halben Stunde davor sieht das angestaubte XPress ganz schön alt gegen den Newcomer InDesign aus.

Erschienen am Samstag, 05.10.2002 @ 0:02 | Kommentare deaktiviert
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Hmm, war was?

Pro-Apple-Werbung zu Zeiten des 'I love you'-Virus.Zufällig habe ich am Freitag in den SAT.1-Pseudo-Nachrichten »die nacht« nach der Schmidt-Show gesehen, dass Windows-Systeme offenbar wieder mal von einem Wurm heimgesucht werden. »Bugbear« ist der Name. Ich hätte auch schon Anfang der Woche davon erfahren können und bei Heise habe ich sogar die Überschrift »Neuer Windows-Wurm spioniert Daten aus« gelesen, aber: es interessierte mich einfach nicht.
Durch die Nachrichten neugierig gemacht habe ich mir doch mal die Meldung durchgelesen. Interessant ist ja, dass sich Bugbear einiger Schwachstellen in Outlook bedient, die bereits seit 18 Monaten bekannt sind und für die es kurz nach Bekanntwerden auch Patches gab. Offenbar haben »I love you« und »Melissa« noch nicht genug weh getan.
Heute meldet Heise, dass sich Bugbear offenbar rasant ausbreitet.
Ich lehne mich derweil zurück und genieße die Liste der betroffenen und nicht betroffenen Systeme, die Symantec aufgestellt hat.

Von Bugbear betroffene Systeme: alle Windows-Varianten von 95 bis XP. Nicht betroffene Systeme: alles, was nicht aus dem Hause Microsoft kommt.

Erschienen am Samstag, 05.10.2002 @ 14:50 | Kommentare deaktiviert
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Mittwoch, 09.10.2002

Anschauen: Montag, 14.10., 21:30, 3SAT

Danke an “reip”, der in einer Randnotiz bei Mac-TV darauf hingewiesen hat: Zu vorgenanntem Termin wird sich die Sendung »Neues« in einem Schwerpunkt dem Mac widmen (siehe Vorschau). Ich darf zitieren:

»iPod
Der Markt an MP3-Playern ist mittlerweile sehr vielfältig und auch unübersichtlich geworden. Doch einer dieser Player sticht aus dem Markt heraus, der iPod-Player von Apple Computer. [...] Ob als mobiler Datenträger, als Organizer oder als Musikspeicher, auf den tausende von Liedern passen, die Enwicklung dieses Gerätes ist und bleibt einzigartig. Wir wollen einen Überblick darüber geben, was man als Mac- wie Windowsuser mit dem iPod so alles anstellen kann.

Von Vorurteilen und Mythen um den Apple-Computer
[...] Dem Wunsch von Usern, vielleicht von Windows auf die eben nicht so verbreitete Mac-Plattform zu wechseln, stehen aber viele Bedenken entgegen. So ranken sich viele Mythen um die Apple-Computer wie etwa die Aussage: dafür gibt es ja doch keine Software oder spielen kann man damit auch nicht. Wir möchten in diesem Beitrag diesen Mythen nachgehen und potentiellen Wechsel-Usern zeigen, dass diese Vorurteile im Jahre 2002 nicht mehr gerechtfertigt sind.

Spiele
Wir zeigen Apple-Spiele. Denn auch der Mythos, dass es eben die nicht gibt kann korrigiert werden.«

Erschienen am Mittwoch, 09.10.2002 @ 20:43 | Kommentare deaktiviert
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Donnerstag, 10.10.2002

Kuriose Überschriften

Danke an Kai, der diesen Link zu den Präsentationen der O’Reilly-OS-X-Konferenz ausgegraben hat.
Es gibt, den Überschriften nach zu urteilen (die einzelnen Präsentationen habe ich mir noch nicht angesehen), viel Handfestes: Sicherheit, Musik oder von Linux zu OS X.
Aber als Fan von kuriosen Artikelüberschriften begeistern mich natürlich besonders solche Einträge:
- A Lack of Conflicts in EOF, or “Hey Mom, Someone Overwrote My Data!”
- Building a Cheap, Ugly Mac
- End-user Troubleshooting For Fun and Profit
- Frankentosh: Creating Robots on Mac
- Mac OS X Server – Wading Through the GUI

Aber der Knaller ist:
“Mac Mechanical Mayhem,” or, “How to completely void your Mac’s warranty,” or even yet, “The Fast and mod Furious.”

Erschienen am Donnerstag, 10.10.2002 @ 11:56 | Kommentare deaktiviert
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Freitag, 11.10.2002

Labels

Von Unsanity gibt es ein neues Haxie für OS X: Labels.
Es stellt die von OS 9-Anwendern lange vermissten Etiketten für Ordner und Dateien zur Verfügung. Wenn man den Dreh mit der Einfärbung von Ordnern/Dateien mal raus hat, lässt sich sehr effizient damit arbeiten.

Labels unter OS X

Erschienen am Freitag, 11.10.2002 @ 12:02 | Kommentare deaktiviert
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Beta von PGP 8 draußen

Wie Heise meldet, steht ab sofort steht die Beta-Version von PGP 8 für Windowx XP und Mac OS X zum Download bereit.
Interessant bei der Mac-Version ist, dass es sich um eine Cocoa-Applikation handelt. Man darf also mit einer Integration ins Services-Menü rechnen, wenn von »Cocoa-based user interface to take maximum advantage of Apple’s new operating system« die Rede ist. Jaguar (OS X 10.2) ist Voraussetzung. Weitere Features: Früher erstellte PGP-Disks (mit PGP 7 für Mac OS oder Windows) können gelesen werden, es gibt eine besser Unterstützung für Unicode, Apples Mail und Microsofts Entourage werden unterstützt, ah, da steht’s auch: »PGP encryption and digital signature features are accessible as a Mac OS X service from Cocoa applications and Carbon applications that support services«, außerdem: »PGP features are also accessible from the PGP’s Dock menu, providing a second ubiquitous method for accessing PGP«
Hardware-Voraussetzungen: mindestens G3, 128 MB RAM (wg. OS X), 15 MB Festplatten-Platz.
Die Beta enthält PGP Keys, PGP Mail mit Plug-ins und PGP Disk.
Die Beta ist nur bis zum 6. Dezember 2002 lauffähig.

Zu den Preisen: Bis 31. Oktober gibt es günstigere Subskriptions-Preise. Der PGP Corporate Desktop kostet z.B. 60 USD, ab 1. November dann 100 USD.
Es wird später (»4. Quartal«) allerdings noch PGP Freeware geben, das nur PGP Mail enthält und kostenlos ist. Außerdem PGP Personal mit PGP Mail und PGP Disk. Der PGP Corporate Desktop enthält zusätzlich PGP Admin, PGP VPN und PGP Firewall.

Erschienen am Freitag, 11.10.2002 @ 15:17 | Kommentare deaktiviert
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Seinerzeit

Holger hat einige Links zu alten Screenshots von früheren Mac-Systemen und Windows-Versionen im Web gefunden. Sehr sehenswert!
Vor allem kann man da mal sehen, wann bei welchen Systemen Papierkörbe eingeführt wurden: Beim Mac mit System 1 im Jahr 1984, bei Windows mit Win95 im Jahr 1995.

Erschienen am Freitag, 11.10.2002 @ 16:42 | Kommentare deaktiviert
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Pretty Good Privacy

Inzwischen habe ich die Beta von PGP 8 installiert und mal etwas damit herumgespielt.
Ein sehr schönes Beispiel, um mal die Anwendung des Service-Menüs von Mac OS X zu demonstrieren. Beim Mac sind einige Menüs in allen Programmen gleich. Paradebeispiel ist das »Programm-Menü«, das nach dem aktuell im Vordergrund laufenden Programm benannt ist. Im Beispiel handelt es sich um »TextEdit«, den Standard-Texteditor von Mac OS X. Er ist etwa mit Notepad von Windows vergleichbar, nur besser. Im Programm-Menü von TextEdit (also im Bild im TextEdit-Menü) gibt es Möglichkeiten, die bei allen OS X-Programmen zu finden sind: Ausblenden des aktiven Programms (alle geöffneten Fenster verschwinden), andere ausblenden (alle anderen Fenster von anderen Programmen werden ausgeblendet) und »alle einblenden«, wenn man evtl ausgeblendete Fenster wieder sehen möchte. Darüber hinaus natürlich Befehle zum Beenden des aktiven Programms, Einstellungen und eine About-Funktion (»Über TextEdit«).
Ausgeklappt ist hier das Dienste- oder Service-Menü, das ebenfalls jedes Programm mitbringt. Anwendungen, die Apples Cocoa-Framework benutzen, können andere Programme ihre Dienste anbieten, in dem sie ihnen über das Service-Menü ihre Funktionen anbieten.
Im Beispiel ist ein Text »Test« in einem TextEdit-Fenster markiert (unterlegt) und über das Service-Menü kann ich nun Funktionen von PGP verwenden, ohne dass das Programm PGP überhaupt gestartet sein muss (es startet dann automatisch). Ich könnte nun also ganz einfach den angezeigten Text verschlüsseln (»encrypt«) oder signieren (»sign«) usw.
Das Programm »Mail« bietet anderen Programmen beispielsweise die Funktion an, den markierten Text oder ein ausgewähltes Objekt an einen Mail-Empfänger per E-Mail zu versenden.
Genial, was?

Das Service-Menü in Aktion.

Weil ich gerade dabei bin: PGP integriert sich auch in das Kontext-Menü des Finders (für Windows-User: der Finder ist eine Art Windows-Explorer, nur besser). Per Kontext-Menü kann ich hier nun auf einfache Weise eine Datei oder ein Verzeichnis z.B. verschlüsseln:

Ein Finder-Kontextmenü, hier mit Funktionen von PGP zur Auswahl.

Erschienen am Freitag, 11.10.2002 @ 17:56 | Kommentare deaktiviert
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Montag, 14.10.2002

Ab vor den Fernseher!

Ich darf nochmal empfehlend auf die heutige »neues«-Sendung auf 3SAT hinweisen, die sich in einem Schwerpunkt mit Apple und dem Mac befasst.
In einer halben Stunde.

Erschienen am Montag, 14.10.2002 @ 21:04 | Kommentare deaktiviert
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Dienstag, 15.10.2002

Think different

Friedensnobelpreis 2002 für Jimmy Carter

Erschienen am Dienstag, 15.10.2002 @ 19:28 | Kommentare deaktiviert
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Freitag, 25.10.2002

Kaufbefehl

Das neue Icon von Transmit 2Panic hat mir als registriertem Kunden (das gibt’s noch) heute morgen eine Mail geschickt: Transmit 2 für Mac OS X ist raus!

Als ich Holger im Sommer 2001 mit meinem frisch erworbenen iBook gefragt habe, welches Mac-Pendant er zu FTP-Software wie LeechFTP empfehlen kann, schrieb er: Transmit!

Transmit beherrscht zwar kein multi-threading im Sinne von gleichzeitigem Transport mehrerer Dateien, aber es ist angenehm übersichtlich, einfach, klein und zuverlässig.

Die neue Version ist keine Carbon-Applikation mehr, sondern ein Cocoa-Programm.
Feature-Highlights:
- SFTP, SSH für verschlüsselte Transfers
- Batch-Download
- eingebauter Text-editor
- Bild- und Text-Vorschau von lokalen und entfernten Dateien
- Queueing! Yes!!

Eine Vollversion kostet 24,95 USD, ein Update von 1.x auf 2.0 gibt es für 16,95 USD.

+++

Eine sehr angenehme E-Mail, in einem netten, freundlichen Ton, ohne das sonst übliche Marketing-Gewäsch:

Hello from Panic!

Since you’re a registered user of Transmit 1 (thank you so much for that!), our simple and powerful Macintosh FTP client, we’d thought we’d drop you a line and let you know that.. it’s true! Transmit 2 for Mac OS X is now available!

Yeah, you’re right, it HAS been a little while since the last update. :) But we hope you’ll see that Transmit 2 is more than worth the wait. Transmit 2 isn’t just a new version — it’s a complete and total rewrite done in Cocoa specifically for Mac OS X. This gives us many advantages, such as full long filename support, support for files larger than 2GB, drawers, sheets, toolbars, etc. And while every corner of Transmit has been re-thought and enhanced, it still retains the same Mac-like interface and philosophy of Transmit that you’ve (hopefully) grown to love.

In addition, Transmit 2 now sports tons of exciting new features like SFTP support for secure transfers, a handy image and text preview drawer for both local and remote items, path shortcuts, an indispensable built-in text editor, a batch download window for big transfer jobs, automatic file queueing, improved synchronization, full AppleScript support, and much, much more.

++ Where?

  You can download Transmit 2 from our web site:
  http://www.panic.com/

The free demo will let you see and play with all the glorious new features!

++ How much?

Since you’re a registered user of Transmit 1 (and we thank you for your early support of our tiny company), you can take advantage of our special upgrade price for Transmit 1 owners. Since it’s been four years (!) since we last charged for a Transmit release, we hope you find this upgrade truly worth every penny!

You can upgrade to Transmit 2 — securely and instantly — for only $16.95!

  You can upgrade to Transmit 2 right here:
  https://www.panic.com/transmit/buy.html

If you lost your serial number, no problem. There’s a link on the page which will allow you to have your serial number automatically sent to you via e-mail.

++ What if I just bought Transmit 1?

No problem. If you bought Transmit 1 in the last 30 days, send a note to “transmit@panic.com” with the subject “30-Day Serial”, and we’ll process a free T2 serial number for you.

++ Anything else?

We want to keep this letter short, since you’re probably mighty busy. But check out our new web site — it contains lots of information on Transmit 2, and all the new features we added.

Most importantly, download Transmit 2 today and give it a whirl!

Now, we’re off to work on the inevitable minor update… :)

With regards,
Cabel
Panic


You purchased our Transmit Macintosh FTP client in the past.
If you don’t to be notified of new versions, visit the following URL: [...]

Motto der Website: »Shockingly Good Mac Software.«

Bei Transmit 1 war es bislang so, dass man alle Features auf Herz und Nieren testen konnte und es auch nach dem Ablauf der 30-tägigen Testphase keine Feature-Beschränkung gab, sondern nur einen wenig aufdringlichen Nag-Screen mit lustigen Sätzen, die zum Kauf animieren sollten.
Wie es bei Transmit 2 ist, kann ich nicht sagen: Ich habe das Update gekauft, noch ehe ich die oben zitierte Mail zu Ende gelesen habe. Danach Download der Software und gleich den neuen Registrierungscode eingegeben. Die »Installation« ist Mac-like: Es gibt keinen Installer. Einfach nur nach dem Auspacken des Archivs den Ordner ins Applications-Verzeichnis ziehen, Einstellungen der Vorversion wie Favoriten werden übernommen.

Erschienen am Freitag, 25.10.2002 @ 7:34 | Kommentare deaktiviert
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Montag, 28.10.2002

Kuriose Initiativen

Neulich habe ich ja darüber berichtet, dass Studenten in der Stadt Unterschriften für kuriose Projekte sammeln.
Eben bei Kniebes gelesen: Es gibt eine Unterschriftensammlung gegen 0190-Dialer. Seine Antwort darauf:

»Also ich geh gleich los und sammle Unterschriften für den Weltfrieden und gegen Idioten. Ich habe NULL Verständnis für Leute, die nicht bemerken, daß Software auf ihren Rechner gelangt und dort irgendetwas tut.«

Ganz so drastisch würde ich es nicht ausdrücken (Markus hat vielleicht weniger Verständnis dafür, weil er ein Linux-Geek ist). Ich würde sagen: »Get a Mac

Erschienen am Montag, 28.10.2002 @ 8:39 | Kommentare deaktiviert
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Futter für den Videorecorder

Heute Nacht (von MO auf DI) kommt um Mitternacht auf ZDF eine Reportage mit dem Titel »Leben nach Microsoft«. Könnte interessant werden. Aus der Info von tvtv.de:

In der Reihe “Deutschland – dokumentarisch”

“Du kannst Bill verlassen, aber du wirst ihn niemals los werden.” (Douglas Coupland: “Microslaves”)

Heute wird in fast allen Büros der Welt mit Produkten von Microsoft gearbeitet, und auch fast jeder Besitzer eines Heim-PCs verwendet Bill Gates’ Betriebssystem Windows. Seine Programme Word, Excel, Outlook sind als Arbeitsinstrumente so verbreitet wie Bleistifte und Radiergummis.

Bei Microsoft in Seattle schuften 30.000 Angestellte bis zu 80 Stunden in der Woche für den reichsten Mann der Welt. Bill Gates war der erste, der junge Leute direkt von der Uni auf den Firmen-Campus holte und frühkapitalistische Prinzipien mit einer neuen Lebensart verband: arbeiten auf dem Campus mit Sportplätzen, freien Getränken, legerer Kleidung, Beschwörung des Teamgeistes. Doch viele Microsofties haben mittlerweile die Nase voll. Sie sind ausgestiegen aus einem in der Realität knochenharten Job, der mit ungeheurem Leistungsdruck und erbarmungsloser Konkurrenz auch innerhalb der Firma verbunden ist. Die Aktienoptionen, mit denen ihr heroischer Einsatz belohnt wurde, machten manche von ihnen zu Millionären.

Sieben Entwickler der Programme Windows, Word und Excel erzählen von der Zeit, als eine Zeile Code ihr Lebensinhalt war, und von ihrem Ringen um eine neue, von Microsoft unabhängige Existenz. Der Mythos Microsoft wirft einen langen Schatten, er fällt auf das Leben der Ex-Microsofties.

Wie auf das von Walt, der allein und melancholisch in seiner viel zu großen Villa sitzt und sich an den gnadenlosen Kampf mit den Deadlines für die Fertigstellung der neuen Programme erinnert, bis sein Kopf “zu Gemüse wurde”. Trotzdem würde er jederzeit wieder programmieren wollen, wenn er nur könnte und dürfte.

Es scheint, als wären die Ex-Microsofties, die früher Computer programmiert haben, durch ihre Arbeit unter einer aggressiven Firmenideologie selbst so stark und nachhaltig programmiert worden, dass kaum mehr Platz für eine eigene Identität bleibt.

Mit diesem Film über Microsoft-Aussteiger werfen die Autorinnen Corinna Belz und Regina Schilling einen kritischen, ernüchternden Blick auf das Gates-Imperium und auf Arbeitsstrukturen, die die Strukturen des 21. Jahrhunderts sein werden, die in ihrer unbedingten Verpflichtung der Mitarbeiter gegenüber ihrer Firma frühkapitalistische Züge tragen.

Die in Europa durch Gewerkschaften hart erkämpften Arbeitnehmerrechte wie Arbeitszeitbegrenzung, Kündigungsschutz etc. scheinen durch die Organisation der Arbeit in der IT-Branche in Frage gestellt oder sich bereits aufzulösen. In Deutschland bilden diese Entwicklungen täglich Anlass für gesellschaftliche Diskussionen um den Stellenwert der Arbeit und die ökonomische Durchdringung des Lebens. Der Blick auf die Ex-Microsofties kann dabei wie ein Blick in die eigene Zukunft der deutschen New Economy sein, er zeigt bereits Gegenwart und Vergangenheit einer amerikanischen Vorgänger-Generation auf.

“Leben nach Microsoft” hatte seine Uraufführung bei der 25. Duisburger Filmwoche und lief danach beim Münchener Dokumentarfilmfestival.

Corinna Belz studierte Theater- Film- und Fernsehwissenschaften in Köln und Berlin, arbeitete als Script- und Regieassistentin, u. a. bei Rudolf Thom� und Helga Reidemeister, anschließend als freie Redakteurin und Autorin, u. a. von Jugendbüchern. Nach verschiedenen kürzeren Filmen, TV-Dokumentationen und Porträts, u. a. über Chantal Akermann und ihre Filme, arbeitete sie bei dem Benjamin Lebert-Porträt “Der junge Mann und sein Buch” zum ersten Mal mit Regina Schilling in Ko-Regie zusammen. “Leben nach Microsoft” ist ihre zweite filmische Zusammenarbeit und ihr erster abendfüllender Dokumentarfilm. Gerade hat Corinna Belz für Arte den Dokumentarfilm “Ein anderes Amerika” fertiggestellt, in dem sie in Gesprächen mit linksliberalen amerikanischen Intellektuellen die innenpolitischen Auswirkungen des 11. Septembers in den USA untersucht.

Regina Schilling studierte Mathematik, Deutsch und Kunst in Köln. Nach neun Jahren Tätigkeit als Pressereferentin im Verlag Kiepenheuer & Witsch arbeitete sie als freie Autorin für Printmedien und Fernsehen, u. a. für Allegra, 3sat-Kulturzeit, WDR-Kulturszene und war Co-Autorin von Corinna Belz bei Jugendbüchern. Ihre erste filmische Arbeit war zugleich ihre erste Ko-Regie mit Corinna Belz bei dem Benjamin Lebert Portrait “Der junge Mann und sein Buch”. “Leben nach Microsoft” ist ihre zweite filmische Zusammenarbeit und ihr erster abendfüllender Dokumentarfilm.

Dauer: 70 Minuten (bis 01:10 Uhr).

Erschienen am Montag, 28.10.2002 @ 20:11 | Kommentare deaktiviert
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Freitag, 01.11.2002

Microsoft zieht nach (again)

Zwei Jahre nach Apples iMovie und ein Jahr nach iMovie 2 lieferte Microsoft ebenfalls ein kostenloses Videoschnitt-Programm zu seinem Betriebssystem WindowsXP mit, das diesen Namen aber mangels Funktionen (lokale PDF-Kopie, 1 MB) allerdings kaum verdiente.

Heute wurde die Beta-Version von Microsofts MovieMaker 3 angekündigt. MovieMaker 2 gab es zwar nie, aber dass Versions-Nummern seit dem Sprung von Word 2 zu Word 6 Schall und Rauch sind, ist ja nichts Neues. Man haut auf einer Extra-Seite ordentlich auf die Sahne über die tollen neuen Fähigkeiten, die der neue MovieMaker demnächste Apples iMovie voraus hat. Mal sehen, wie lange. iMovie 3 ist überfällig und mich würde nicht wundern, wenn es Apple im Januar zur Macworld ankündigt.
Wie Heise zur Ankündigung schreibt, ist MovieMaker nach wie vor eingeschränkt, was Exportmöglichkeiten betrifft: Lediglich das Microsoft-Hausformat WMV, DV und der Export zur Kamera auf DV-Kassette wird unterstützt. Bei iMovie kann man bereits seit zwei Jahren ebenfalls zur DV-Kamera exportieren, ins DV-Format auf Festplatte (auch für iDVD) und zu Quicktime mit verschiedenen Codecs, darunter auch MPEG-4.

Mag ja sein, dass es im MovieMaker für wenige Monate 54 Überblendungen mehr gibt, bis iMovie 3 raus kommt. Aber wie in einem Artikel auf Mac-TV schön zu sehen ist, bleibt iMovie wohl selbst in der zwei Jahre alten Version noch das benutzerfreundlichere Programm:


Stelle ich hier nun die Lautstärke der Videospur oder der Tonspur ein?

Erschienen am Freitag, 01.11.2002 @ 17:23 | Kommentare deaktiviert
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Samstag, 02.11.2002

Airport-Problem gelöst

Ich hatte ja seit der Umstellung auf OS X 10.2 das Problem, dass mein Internet-Zugang nicht mehr funktionierte, wenn ich den Power Mac (Quicksilver-733) aus dem Ruhezustand aufweckte. Ein Neustart löste das Problem und nach jedem Ende einer Sitzung fuhr ich den Mac runter – äußerst lästig.
Genau genommen bestand das Problem darin, dass die per Ethernet angeschlossene Airport-Basis-Station (»Snow« Dual-Ethernet) nach dem Aufwecken nicht mehr gefunden wurde. Die Airport-Basis hängt widerrum an einem DSL-Anschluss.

Heute morgen habe ich das Firmware-Update 4.0.7 für die Snow-Basis entdeckt, das vom 7. Oktober 2002 datiert. Dazu die Airport-Software 2.1.1 vom 2. Oktober 2002. Seit heute Morgen habe ich den Power Mac mehrmals schlafen gelegt und wieder aufgewacht, aber die Internet-Verbindung war sofort wieder da, wie ich es von OS X bis einschließlich 10.1.5 gewohnt war.

Bleibt nur noch die Issue, dass beim Ausdruck von Webseiten manchmal (oft) die letzte Seite fehlt. Bei Ausdrucken aus Chimera habe ich das bisher noch nicht feststellen können, das scheint ein Problem des IE zu sein.

Erschienen am Samstag, 02.11.2002 @ 17:38 | Kommentare deaktiviert
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Sonntag, 03.11.2002

Icons

Bei The Flow gesehen: »Breaking into the Business: An Interview with Michael Matas. Michael ist 16 und designt Icons und Benutzeroberflächen für Karelia Software und die OmniGroup.

Erschienen am Sonntag, 03.11.2002 @ 10:29 | Kommentare deaktiviert
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Mittwoch, 06.11.2002

»My name is Anakin Skywalker and I’m a Sith Lord.«

Bei The Flow gesehen: Noch eine Switch-Parodie.
Die Originale gibt’s bei Apple.

Erschienen am Mittwoch, 06.11.2002 @ 13:08 | Kommentare deaktiviert
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Ist es eigentlich möglich, noch in diesem Jahr einen Acer Bluetooth-Adapter zu bekommen?
Aktueller Liefertermin für meinen am 25. September bestellten Adapter laut Cyberport-Homepage: 14. November 2002.
Und wieder keine Benachrichtigung per E-Mail über die Verzögerung, wie das bei anderen Versendern üblich ist und wie ich es bei Cyberport bereits moniert habe. Ist nicht das erste Mal, dass ein Liefertermin von A nach B nach C nach D verschoben wird. Würde ich nicht ab und an auf die Website schauen, erführe ich nie, wann ich das Ding endlich bekomme.

Beim Gravis-Webshop habe ich ihn mal vor ein paar Wochen als lieferbar gesehen, aber da dachte ich mir: die Lieferung von Cyberport soll ja demnächst kommen.
Jetzt geht der Gravis-Shop nicht…
Nachher nochmal schauen (wird wahrscheinlich wegen Apples neuer Notebooks gerade aktualisiert).

Erschienen am Mittwoch, 06.11.2002 @ 15:22 | Kommentare deaktiviert
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Kaufbefehl

Wie schon seit einigen Wochen erwartet, hat Apple heute neue Versionen seiner beiden Notebook-Linien vorgestellt: Das iBook für Consumer und das Power Book für Profis.

Zwei Dinge sind bemerkenswert:
Beim iBook ist es der Preis: Das kleinste iBook geht bei einem Listenpreis von 1.275 Euro los. Das ist der Hammer. Noch vor zwei Jahren, als ich mein erstes Notebook gekauft habe, hat man für 2.600 DM (ca. 1.330 Euro) nur Notebooks von Billigheimern wie Gericom bekommen: Laut wie ein Rasenmäher, wegen seiner Dicke und seines Gewichts auch als Totschläger einsetzbar, der Akku schwenkte nach einer Stunde die weiße Fahne. Nach einem Dreiviertel Jahr habe ich mein Gericom aus Scham verkauft. Jetzt bekommt man für den Preis von damals bereits ein sexy iBook mit ausreichend schnellem 700 MHz G3-Prozessor, komapkter Bauweise, leichtem Gewicht und drei bis vier Stunden Akku-Laufzeit. Das ist der Knaller! Ich weiß meine Begeisterung kaum zu bändigen. Wer jetzt noch ein PC-Notebook kauft, dem ist nicht mehr zu helfen.

Das Power Book ist entgegen einiger Vermutungen nun doch mit einem Slot-Loading DVD-Brenner ausgestattet worden. Sony hat vor ein paar Wochen zwar das erste Notebook mit integriertem DVD-Brenner vorgestellt (kein Slot-In! Ist das überhaupt schon verfügbar?), aber das Ding (»Der Bremsklotz«) war mit vier Zentimetern dick wie eine Bibel. Das Power Book überspringt jetzt auch die Gigahertz-Marke mit seinem G4-Prozessor (in den zwei oberen der drei Modelle).
Der Preis ist mit 2.900 Euro auch absolut konkurrenzfähig zu High End-Notebooks von IBM und Konsorten.

Übrigens: Wer bis Ende Januar 2003 einen Mac kauft (egal welchen), bekommt Office für 230 statt 700 Euro dazu (siehe auch Heise-Meldung von heute).

Das Schlimmste daran: Die ziemlich, ziemlich gut aussehende Frau von vorgestern weiß von all dem gar nichts. Das nächste Mal frage ich in so einem Fall nach ihrer Telefonnummer. Ihre zwei anderen Computer-»Experten« kann sie dann in die Wüste schicken.

Nachtrag 17:20 Uhr: Heise hat mittlerweile je eine Meldung zum iBook und zum Power Book veröffentlicht.

Erschienen am Mittwoch, 06.11.2002 @ 15:38 | Kommentare deaktiviert
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Habe eine Seite gefunden, die etwas die Grundlagen der OS X-Oberfläche erklären, für Windows-Umsteiger und solche, die es werden wollen: Klicksduhier. Die Seite ist Teil einer größeren Site: Mac OS X Basics Short Course von Richard Glaser. Viele Screenshots.

Erschienen am Mittwoch, 06.11.2002 @ 17:39 | Kommentare deaktiviert
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Knaller

Jörn von Mac-TV hat neulich mal wieder einen Brüller vom Stapel gelassen. In einem Kommentar schrieb er:

»Manche User müssen sich der Erkenntnis nähern, dass ihr Quicktime-Gekröse einer Neuinstallation bedarf.«

Erschienen am Mittwoch, 06.11.2002 @ 18:00 | Kommentare deaktiviert
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iPod-Innereien

Wer einen Apple iPod schon immer mal von innen sehen wollte, bekommt bei Tom’s Hardware Gelegenheit dazu. Im Rahmen eines ausführlichen Berichts über das Gerät hat man auch mal eins aufgemacht.

Erschienen am Mittwoch, 06.11.2002 @ 18:08 | Kommentare deaktiviert
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Aus dem Heise-Forum

Zur Meldung »Apple: PowerBook mit 1000 MHz und Slot-In-DVD-Brenner«

Re:�slot-in
Barny Gumble�(6. November 2002 17:42)

Cents�schrieb�am�6.�November�2002�17:29

>�Barny�Gumble�schrieb�am�6.�November�2002�17:02
>�
> >�Warum�sich�das�im�PC-Markt�nicht�durchgesetzt
> > hat�ist�mir�absolut�unverständlich.
>
> Schätze�mal,�weil�im�PC-Markt�billige�Bauteile�vor
>�Qualität�gehen.   :-)

Warscheinlich�gabs�auch�zu�viele�Reklamationen,
daß�das�Ding�die�3,5′Disketten�nicht�mehr�ausspuckt…

Barny�:-)

Erschienen am Mittwoch, 06.11.2002 @ 20:11 | Kommentare deaktiviert
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Donnerstag, 07.11.2002

 

Jörn hat wieder mal einen seiner genialen, längeren Artikel zum Thema Mac geschrieben: » Wo steht Apple nach der Vorstellung neuer iBooks und PowerBooks?«

»Ist ein Manager überhaupt korrekt angezogen, ohne ein Titanium unterm Arm zu haben?«
[...]
»Beim Durchlesen der technischen Daten droht akutes Sodbrennen, denn hier ist alles richtig fett…«
[...]
»Die PC-Industrie bringt teilweise sehr beachtliche Dinge auf den Markt, aber es fehlt die Abstimmung der Einzelteile zu einem stimmigen Ganzen. Bei keiner anderen Gerätegattung ist aber diese Ausgewogenheit und diese Rücksichtnahme auf das “grosse Ganze” so wichtig wie bei Laptops. Sie ist wichtiger als das einzelne Feature. Wer beruflich auf ein Laptop angewiesen ist, weiß bestimmt, was ich meine.

Es ist eine Tatsache, dass Apple zu den wenigen Herstellern gehört, denen dieses Kunststück gelingt. (Ich formuliere das nur auf diese Weise, um etwaigen Belehrungen vorzubeugen. In Wahrheit bin ich der Meinung, Apple ist der einzige Hersteller, der sich überhaupt drum schert.)«

Wer sich nach der gestrigen Ankündigung noch nicht zum Kauf eines Power Books entschlossen hat, der bisher vielleicht mit einem PC-Notebook liebäugelte, wird spätestens nach der Lektüre von Jörns Artikel die Kreditkarte zücken.

Erschienen am Donnerstag, 07.11.2002 @ 15:50 | Kommentare deaktiviert
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Sends other Unix boxes to /dev/null

Heise-Meldung von heute: »Macs führen bei IT-Sicherheit«.

»Insgesamt haben Mac-User aber unter wesentlich weniger Viren zu leiden; kostspielige 0190-Dialer sind ihnen gar nicht bekannt.«

Get a Mac!

Erschienen am Donnerstag, 07.11.2002 @ 16:03 | Kommentare deaktiviert
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Dienstag, 12.11.2002

Word nervt

Seit ein paar Tagen habe ich ein Problem mit Word, das mir ziemlich auf die Nerven geht.
Alles, was außerhalb der Seitenränder liegt, wird nicht mit ausgedruckt (wird auch nichtmal in der Word-eigenen Seitenvorschau angezeigt). Auch wenn die Seitenränder so klein wären, dass nur noch ein 2×2 cm großes Feld für den Text übrig bleibt: wenn ich Text außerhalb dieser Ränder schreibe, selbst wenn noch 10 cm Platz bis zum Seitenrand ist, wird’s nicht mitgedruckt.
Das nervt, weil so alle meine Fußnoten nicht ausgedruckt werden, und die brauche ich für fast alle meine Korrespondenz (und wenn’s nur »Seite X von Y« ist).
Habe schon verschiedenes probiert: normal.dot gelöscht, Preferences gelöscht. Nix geholfen.

Erschienen am Dienstag, 12.11.2002 @ 18:32 | Kommentare deaktiviert
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Donnerstag, 14.11.2002

BBEdit 7

Seit gestern gibt’s BBEdit in Version 7. Hab’s gesterm bei inluminent gesehen.

Eine kostenlose, nicht im Funktionsumfang eingeschränkte Demo läuft 30 Tage, es gibt nur einen erträglichen Nag-Screen zum Programmstart.

Es gibt zwei Infoseiten über Neuerungen und die komplette Feature-Liste

Preise:
Vollversion 179 USD
Version-Upgrade 49 USD
Cross-Upgrade 119 USD

Ein Cross-Update kann machen, wer z.B. BBEdit Lite, Adobe GoLive oder Macromedia Dreamweaver ab Version 3 besitzt (ältere DW-Versionen: Version-Upgrade für 49 USD).

BBEdit ist der Text-Editor für den Mac.

Erschienen am Donnerstag, 14.11.2002 @ 12:12 | Kommentare deaktiviert
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Das ich das noch erleben darf

Mein Ende September bestellter USB-Bluetooth-Adapter von Acer ist unterwegs. Diesmal wirklich. Eben kam die Mail von Cyberport, dass er verschickt wurde. Bedeutet: Am Samstag halte ich ihn in Händen. Erst heute hätte ich mir gewünscht, ihn schon zu haben. Dann hätte ich längst meine Telefonnummern aus dem OS X-Adressbuch per iSync auf mein Handy geladen und heute eine bestimmte Telefonnummer anrufen können, die ich so nicht anrufen konnte. Sicher, Auskunft, aber für Geld.
Naja, am Wochenende ist es durchgestanden.

Erschienen am Donnerstag, 14.11.2002 @ 22:40 | Kommentare deaktiviert
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Samstag, 16.11.2002

Buwah!

Apple Discussions: Ameisen im iBook
Slashdot: Ants invade iBook

Erschienen am Samstag, 16.11.2002 @ 16:07 | Kommentare deaktiviert
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Dienstag, 19.11.2002

Neue Switch-Ads

Hamilton Morris: »I’m a student.«
Spricht über den iPod.
Kommt mir sehr bekannt vor, aber ich habe ihn noch nicht auf Festplatte gespeichert und auch ihn my two cents noch nicht erwähnt.
Vielleicht stammt der Spot aus einer Keynote-Vorführung, wurde aber noch nicht veröffentlicht?

De La Soul: Rap-Combo.
Mit ihren Macs haben sie ihre Musik produziert.

Yo Yo Ma: »I’m Yo Yo Ma and I play the Cello.
»Macs are friendly to people like me.«

Bill Swan: »I’m a Dad.«
Musste mit seinem PC schlaflose Nächte durchleben, weil die Hausaufgaben seiner Tochter nicht ausgedruckt wurden.

Wer wissen will, was diese Switch-Ads sind, sollte sie sich einfach mal ansehen. Man wird aber auch in einem two cents-Eintrag von Juni fündig.

Erschienen am Dienstag, 19.11.2002 @ 18:01 | Kommentare deaktiviert
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Mittwoch, 20.11.2002

Mit Klassik auf dem iPod ins Fitness-Studio

Gestern in der Harald-Schmidt-Show traue ich meinen Augen kaum: Links neben Bandleader Helmut Zerlett steht ein wunderschöner 17″-TFT-iMac von Apple.
Zerlett gab einen Kaufbefehl für eine seiner Lieblings-CDs aus und erwähnte dann auch noch, dass er die CD (Klassik) sehr gerne im Fitness-Studio auf seinem iPod hört.

Der Nachwelt will ich diesen Ausschnitt nicht vorenthalten, daher hier die entscheidenden 30 Sekunden aus der gestrigen Show:
zerlett-ipod.mp4 (5,75 MB)
Es handelt sich um ein Video im Format MPEG-4. Zum Abspielen ist Quicktime 6 erforderlich (kostenlos).

Ein iMac neben Helmuts Orgel

Erschienen am Mittwoch, 20.11.2002 @ 7:59 | Kommentare deaktiviert
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Connecting a Mac and a Windows Box

Eine Anleitung aus dem MacDevCenter von ORA.
Quelle: inluminent

Erschienen am Mittwoch, 20.11.2002 @ 8:42 | Kommentare deaktiviert
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Die Floppy-Verfechter

Vor ein paar Tagen meldete Heise, dass der nächste Aldi-PC ausnahmsweise mal leiser sein soll als seine Vorgänger, welche die Gehörgänge der Anwender schon mal mit 47 bis 53 db (5 bis 8 Sone) verwöhnte. Vor allem erregte die Gemüter, dass erstmals ein Diskettenlaufwerk fehlen soll.
In 89 Postings in diesem Thread schlugen die Emotionen hoch, wenn es mal nicht um SCSI vs. IDE ging (darum drehte sich die Hälfte der Postings).

Im Wesentlichen wurden sieben Argumente pro Floppy vorgebracht:

  1. Man muss ja auch mal das BIOS flashen
  2. Rettungsdiskette
  3. Daten zwischen Rechnern transferieren, »wenn das Netzwerk klemmt«
  4. Win9x lässt sich ohne Diskettenlaufwerk nicht vernünftig installieren
  5. Installation von Treibern ist schwierig ohne Diskette
  6. Kleine Dateien können schneller auf eine Diskette kopiert werden, als auf eine CD gebrannt
  7. Unter DOS kann man keine CDs brennen, da braucht man ein Diskettenlaufwerk zur Datensicherung

Ich kommentiere das nicht weiter, das spricht eigentlich für sich. Das meiste davon ist Unsinn, der Rest falsch.

Ein paar Perlen habe ich aber noch rausgefischt:
Thema »Installation von Treibern kann ohne Diskettenlaufwerk schwierig sein«

»da der Explorer automatisch davon ausgeht, das ein Laufwerk A: existiert. Ein�Solches wird auch als Icon angezeigt,�selbst�wenn�gar�keins�eingebaut�ist. Klickt�man�auch nur mal versehentlich auf das Icon, darf man zur Strafe den Explorer-Task�abschießen�oder�auf�Reset�drücken.«

Schlaue Köpfe waren auch dabei:

zielrechner�ohne�CD-rom?�DAS�ist�ne katastrophe, nicht das fehlende floppylaufwerk�im�medion�rechner!

Aufgefallen ist auch, dass die Stimmen contra Floppy im Vergleich zu früheren Diskussionen angewachsen ist.

Get a Mac.

Erschienen am Mittwoch, 20.11.2002 @ 9:04 | Kommentare deaktiviert
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Shake

Jörn hat auf Mac-TV mal wieder einen genialen Artikel veröffentlicht. »mattin« schrieb in einem Kommentar nicht zu Unrecht:

»wiedermal ein toller artikel, mir ist jetzt ein wenig warm ums herz, fast so wie am weihnachtsabend.«

Es geht um Apples aktuelle Roadshow, auf der vor allem High-End-Filmschnitt-Software wie Shake vorgeführt wird. Es fehlt nicht an einer Prise von Jörns typischem Humor:

»Was Apple gezeigt hat war nicht, wie man mit einem Budget von 5.000 Euro einen 10-minütigen PR-Film für den Tag der offenen Tür der Stadtwerke zusammenmurkst…«

Jörn erzählt den Daheim gebliebenen, was es alles in Köln zu sehen gab und stellt auch einige Überlegungen darüber an, wo Apple in den nächsten Jahren eigentlich hin will, zumindest, was Video betrifft. Sehr lesenswert!
Auch OS 9-Jünger werden fündig:

»Ich rede mit Respekt von diesen Systemen, aber wer auf der Roadshow war, wird wohl schmunzeln bei der Vorstellung, in diesem Umfeld noch Programme unter OS 9 verkaufen zu wollen.«

Nebenbei fand ich wieder eine sehr schöne Erklärung dafür, sich einen Mac zu kaufen und nicht für tausend Euro weniger einen Grabbeltisch-PC vom Kistenschieber:

»Ich benutze gerne den Begriff der “Arbeitseleganz”, der feine Unterschied, der sich ergibt, wenn Mac und PC die gleichen Dinge tun, womöglich noch mit den gleichen Programmen. Beim Mac ist alles klar, aufgeräumt, flüssig, angenehm, logisch (naja, meistens). Zumindest sollte das bei echten Mac-Programmen so sein.«

Erschienen am Mittwoch, 20.11.2002 @ 12:19 | Kommentare deaktiviert
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Freitag, 22.11.2002

 

Auf browndailyherald.com/post gibt es ein Interview mit der Switcherin Ellen Feiss.
Sie erzählt ein wenig, wie es zur Aufnahme des Werbespots kam. Das am häufigsten benutzte Wort in dem Interview dürfte »is like« in allen möglichen Zeiten und Formen gewesen sein.
Sie traf sogar auf Seine Gottheit:

»I met Steve Jobs. He called me by my first name — clever, huh? It was brief.«

Der Interviewer, Zach Frechette bemerkte am Schluss noch, dass er vergaß, Ellen nach der Telefonnummer von Janie Porche zu fragen…
Holger: Janie ist rrrrrr!

Janie Porche und Ellen Feiss

Erschienen am Freitag, 22.11.2002 @ 12:28 | Kommentare deaktiviert
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Dienstag, 26.11.2002

Zwei neue Switcher-Spots

»My name is S. Clause, and I’m a switcher.«

Nachtrag (27.11.02): Beim Weihnachtsmann handelt es sich um Will Ferrell, einen SNL-Comedian. Er trat schon mal in einem Apple-Switch-Spot auf: Vor der MacExpo in New York im Sommer 2002: »I’m a porn actor.«

Erschienen am Dienstag, 26.11.2002 @ 8:12 | Kommentare deaktiviert
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Mittwoch, 27.11.2002

IE-Resize-Fix

Auch genervt, wenn sich Browser-Fenster mutwillig selbst vergrößeren oder verkleinern? Hier ein Tipp für den IE auf dem Mac:

Ich habe in der Button-Leiste ein Bookmarklet, welches mir das Fenster verkleinert und verschiebt. Leg einen neuen Bookmark an (von welcher Seite ist egal) und ändere den Namen in “Resize”. Als Adresse gibst Du dann folgendes ein:
javascript:moveTo(4,3);window.resizeTo(800,screen.availHeight-80)

Die einzelnen Parameter bewirken folgendes:

moveTo: verschiebt das Fenster auf die gegebenen Koordinaten. X=4, Y=3, das ist der Platz, in dem unter OS 9 standardmäßig das Fenster vom IE erscheint.

window.resizeTo: vergrößert das Fenster. In der Klammer kommt erst die Breite (800 Pixel) und dann die Höhe (Bildschirmhöhe minus 80 Pixel).

Mein Bookmark hat diese Adresse:
javascript:moveTo(70,30);window.resizeTo(950,screen.availHeight-150)
Bei mir ist das Dock links und neue IE-Fenster schieben sich regelmäßig darunter. Ein Klick auf »Resize« in der Favoritenleiste und das Fenster wird an die Position (70|30) verschoben und bekommt gleich noch meine Wunschgröße.

Danke an Holger für diesen Tipp (der ihn von Jeffrey Zeldman hat).

Erschienen am Mittwoch, 27.11.2002 @ 9:44 | Kommentare deaktiviert
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Donnerstag, 28.11.2002

Downgrade

Ich überlege ernsthaft, meinen 12 Monate alten Power Mac (Quicksilver-733) wieder zu verkaufen.

  1. Er hat kein SuperDrive.
    Seit dem Sommer habe ich ja eine Videokamera und ich würde jetzt gerne die Familienvideos auf DVD brennen. Ein stand-alone DVD-Brenner, z.B. von LaCie, kostet 400 EUR (altes Modell) oder 520 EUR (neues Modell).
  2. Ich will ein Display.
    Mein 17 Zoll Belinea-Röhrenmonitor ist bald sechs Jahre alt (gekauft am 27.02.1997), der Platz wird eng (17 Zoll sind auch nicht mehr das, was sie mal waren) und er flimmert (auch bei 75 Hertz in der 1.280×1.024er Auflösung, vor allem bei großen, weißen Flächen). Ich habe ja drei Jahre lang an einem 14-Zöller auf 1.024×768er Auflösung mit, ich glaube, 72 Hertz gearbeitet und jeder der ins Zimmer kam sagte, »Du bist ja wahnsinnig«, aber mir war’s egal. Inzwischen bin ich da etwas empfindlicher geworden.
    Als Display kommt natürlich nur ein digital angesteuertes TFT-Display von Apple in Frage, und da nur das 17 Zoll (hey, mit 15 kann ich gleich bei meiner 17 Zoll-Röhre bleiben). Das kostet round-about 1.200 Euro.
  3. Die Lautstärke
    Ich weiß nicht, welchen Krach sich Leute mit einem Pentium4-Staubsauger bei 2,8 oder 3 Gigahertz anhören müssen, vielleicht ist da mein Quicksilver noch der »Einohrige« unter den Tauben, aber mir geht dieser Lärm auf die Eier. Fünf Minuten Websurfen sind kein Problem, aber wenn man länger am Rechner sitzt und vielleicht auch noch konzentriert arbeiten muss, bluten einem die Ohren.
    Mein Onkel hat Löterfahrung und könnte die Lüfter austauschen, aber er hat keine Erfahrung mit Macs und wir haben auch keine wirklich brauchbare Anleitung, von denen es im Web diverse mit unterschiedlichem Abenteuer-Grad gibt. Ich habe ein halbes Dutzend Mac-Händler und auch PC-Schrauber in der Gegend gefragt, aber nur Cancom würde einen Austausch vornehmen. Das kostet aber 200 Euro, der Rechner wäre vier Tage unterwegs (muss nach Baden-Württemberg geschickt werden) und wie viel Effekt das hat, ist unklar. Stumm wie ein Fisch würde der Mac sicher nicht, aber das ist eigentlich genau das, was ich will.

Wie könnte eine Lösung aussehen? Power Mac verkaufen und iMac kaufen.
Ja, ernsthaft. Den Quicksilver würde ich sicher nicht mehr aufrüsten, der bleibt bis zum Rest seiner Tage in der jetzigen Konfiguration. Allenfalls ein Display und ein externer DVD-Brenner kämen noch dazu. Der iMac als All-in-One-Computer wird ebenfalls nicht aufgerüstet. Ok, nach einem Kauf kommt zusätzlich das Maximum an Speicher rein, alles was geht, das ist klar. Den Power Mac habe ich relativ schnell nach dem Kauf von 256 auf 768 MB aufgerüstet (mit Speicher von DSP), und weniger werden meine künftigen Rechner auch nicht mehr haben, denn das Mehr an Speicher macht sich unter OS X wirklich positiv bemerkbar. Außerdem glaube ich eh nicht an Rechner-Updates. In den iMac geht maximal ein GB Speicher. Beim Power Mac sind’s derzeit 1,5 GB.
Welcher iMac käme in Frage? derzeit nur das High-End-Modell, denn das ist das einzige mit 17 Zoll-TFT, und das muss sein. SuperDrive hat es eh dabei (die CD-Lesegeschwindigkeit bei DVD-Brennern ist zwar allgemein nicht so berauschend, aber ob CDs mit 40-fachem Singlespeed oder nur 20-facher Geschwindigkeit gelesen werden, ist eigentlich egal). Und der iMac ist im Betrieb nicht zu hören. Aktuell kostet er bei Cyberport, inkl. zwei 512 MB-Speicherriegeln, 2.607 Euro. Wenn ich meinen Power Mac zu einem guten Preis verkaufen könnte, dann wäre der Aufpreis von rund 1.000 Euro durchaus fair. Gegenüber derzeit 1.200 Euro für ein stand-alone Display und 500 Euro für einen FireWire-DVD-Brenner. Milchmädchenrechnung: 700 Euro gespart und noch einen leiseren Rechner.
Problem: 1.000 Euro müsste ich trotzdem noch ausgeben, geschenkt gibt’s den iMac nicht.
Wer wissen will, wie so ein 17-Zoll-iMac aussieht, kann sich ja mal den von Helmut Zerlett ansehen.

Und ich muss auf jeden Fall noch die Keynote Anfang Januar abwarten, denn da könnte sich was bei den iMacs tun. Und das wäre ja dämlich, jetzt einen iMac zu kaufen, wenn man weiß, dass vielleicht in vier Wochen was Neues kommt.
Oder, wie Jörn von Mac-TV vor ein paar Tagen in einem seiner genialen Artikel schrieb:

»Was haben ein iMac und ein Camembert gemein?
- Ganz einfach, den Schimmel.«

Übrigens, weil ich vorhin im Zusammenhang mit dem neuen Bond vom Trend zu großen Displays geschrieben habe (und mir heute auffiel, dass es im Nürnberger Saturn fast nur noch 18 Zoll-TFTs zu kaufen gibt): Man munkelt, dass Apple in Kürze seine Display-Linie überarbeitet. Aktuell gibt es die Größen 15, 17, 22 und 23 Zoll. Künftig könnten es dann 17, 19, 22 und 23 Zoll sein (15er streichen, 19er einführen).

Wo ich gerade dabei bin, einen längeren Mac-Artikel zu schreiben: Vor ein paar Tagen gab es bei Macrumors einen Beitrag, der für einige Wogen in der Mac-Community sorgte. Zwei Beispiele aus meinem näheren Umfeld: Holger und Kai haben darüber geschrieben. Quintessenz: Motorolas Behäbigkeit hat Apple in den Dreck geritten. Für das Jahr 2003 sind keine Wunder zu erwarten, was Geschwindigkeit betrifft, maximal vielleicht noch 1,5 GHz, aber das war’s. Mehr als zwei Prozessoren kann man mit dem G4 auch nicht in eine Kiste stecken. Erlösung wird erst IBMs PowerPC 970 im zweiten Halbjahr bringen, der vom Power4 abstammt. Mit dem Power5 gibt es auch eine Perspektive für die Zukunft.
Interessant in dem Gerücht von Macrumors fand ich noch, dass von einer High End-Workstation mit unglaublicher Power gesprochen wurde: Der XStation.

Nachtrag (22:40 Uhr): Bei Lidl gibt’s ab nächster Woche einen PC mit DVD-Brenner. Ein Diskettenlaufwerk darf natürlich nicht fehlen.

Erschienen am Donnerstag, 28.11.2002 @ 20:43 | Kommentare deaktiviert
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Freitag, 29.11.2002

Das beste Argument gegen Floppy-Verfechter

Re: Wer kauft schon so einen schlecht ausgestatteten Computer…!

..und�erst�die�fehlenden�ISA-Slots,�nicht�wahr?

Kommentar im Heise-Forum.

Erschienen am Freitag, 29.11.2002 @ 15:33 | Kommentare deaktiviert
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Dienstag, 03.12.2002

PGP 8

Die final von PGP 8 ist raus.

Erschienen am Dienstag, 03.12.2002 @ 21:35 | Kommentare deaktiviert
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Mittwoch, 04.12.2002

Per Bluetooth ins Internet

In einem KB-Artikel beschreibt Apple den Internet-Zugang per Bluetooth-Handy (Sony Ericsson T68). Mal notieren, vielleicht braucht man’s noch.

Erschienen am Mittwoch, 04.12.2002 @ 13:54 | Kommentare deaktiviert
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Power Mac zu verkaufen

Ich verkaufe meinen Power Mac über eBay.
Die Verkaufsgründe habe ich hier neulich genannt.

Der Startpreis ist ein Euro, der Sofort-Kaufen-Preis liegt bei 1.499 EUR. Laufzeit ist zehn Tage, die Auktion endet übernächsten Samstag (14.12.02) um 18:34 Uhr.

Ich darf um rege Beteiligung bitten!

Bei Fragen einfach eine E-Mail schicken.

Erschienen am Mittwoch, 04.12.2002 @ 18:38 | Kommentare deaktiviert
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Donnerstag, 05.12.2002

 

Heute im Bus auf der Fahrt in die Stadt habe ich mir überlegt, wie ich im nächsten Jahr meine Computer nenne.
Ich verkaufe ja meinen Power Mac und stelle mir im Januar einen 17-zölligen iMac mit DVD-Brenner hin. Am Tag der Vorstellung (7. Januar 2002) des iMac gab es in einigen Foren schon einige Ideen, welchen Spitznamen man den neuen iMac geben könne:
»Die Titte«
»Schreibtischlampe«
»Schneewittchen«
»Luxo Junior« (in Anlehnung an Pixars hüpfende Lampe)

Ich muss mir ja einen Rechnernamen überlegen, damit der Computer im Netzwerk identitfizierbar wird (Rendezvous), und »Stefans Computer« wird es nicht sein.

Der Power Mac, den ich verkaufe, heißt »Nebukadnezar«. Wie ich schon mal sagte, »Alpha« oder »Zeus« kann seinen Rechner ja jeder nennen.
Mein künftiger iMac wird »Snowwhite« heißen.
Und das iBook werde ich von »Agamemnon« in »Tupperschachtel« umtaufen.

Erschienen am Donnerstag, 05.12.2002 @ 20:11 | Kommentare deaktiviert
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Sonntag, 08.12.2002

Don’t try this at home

Woah, was für ‘ne Aktion…
Habe eben eine OP hinter mich gebracht. Die 0-Taste (null) bei meinem iBook klemmte, nicht mehr jeder Anschlag führte zu einem Zeichen auf dem Display und man musste fast schon auf die Taste hämmern. Jemand in de.soc.mac hat mir den Tipp gegeben, doch mal die Tastatur auseinander zu nehmen.
Einfacher gesagt als getan.

Ich war zwischen 30 und 45 Minuten beschäftigt (weiß nicht mehr genau, wann ich angefangen habe). Ganz vorsichtig mit einer kleinen Pinzette die Tasten auf der Tastaturmatte angehoben, um überhaupt erstmal rauszufinden, wie so eine Taste aufgebaut ist und wo ich drücken kann, ohne etwas abzubrechen.
Habe erst die F9 und dann die 0-Taste entfernt (F9 war nicht betroffen, aber ich dachte, ich arbeite mich so vor). Der Überltäter in Form eines Zuckerkörnchens stach mir gleich ins Auge. Hat sich unter der Taste verklemmt, dort, wo man beim Zusammenbauen das »Gestell« der Taste wieder drunterschieben muss. Entfernt. Und für die Zukunft merken: Die alte Regel, nie über der Tastatur zu essen, hat seinen Sinn.
Am längsten hat das Zusammenbauen gedauert, mit meinen zwei linken Händen (in Handwerken eine Fünf gehabt und mächtig stolz drauf gewesen).

Nochmal möchte ich sowas nicht machen, aber immer noch besser, als Ameisen im iBook zu haben.
Ich glaube, wenn mir das mal passiert, werfe ich das iBook weg. Um ein iBook Schicht für Schicht von Ameisen zu befreien würde ich Tage und Wochen brauchen und hätte am Schluss 20 Kilo abgenommen, weil ich kein Essen bei mir behalten könnte.

Hmm, insofern auch keine schlechte Idee, die »Ameisen im iBook«-Diät.

Erschienen am Sonntag, 08.12.2002 @ 21:41 | Kommentare deaktiviert
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Montag, 09.12.2002

Wünsch Dir was

In einem Monat ist wieder Macworld in San Francisco und am 7. Januar hält Steve Jobs seine Keynote ab.
Meine Erwartungen (und Hoffnungen):
- Rückblick (Verkaufszahlen, Downloadzahlen…)
- Vorstellung von Dritthersteller-Software (MS stellt IE6/Mac vor)
- Einführung in den Digital Hub (wieder mal)
- iSync final
- iCal 2 (Performance, Performance, Performance)
- evtl iChat 2
- iMovie 3 (Export im Hintergrund, VCD- und SVCD-Support, GUI-Verbesserungen)
- Erklärung, dass und warum OS 9 auf neuen Macs in 2003 nicht mehr läuft
- neue iMacs
- neue Displays (15″ gestrichen, 19″ neu)
- One more thing: kurze Vorschau auf 10.3 (erhältlich dann im Sommer)

- keine neuen Power Macs (auch keine Speed-Bumps)
- kein FireWire 2
- kein USB 2
- keine neuen Portables (iBook, Powerbook)
- kein Bluetooth on board

Zu den neuen iMacs:
Gerüchte sprechen von sloat-loading Laufwerken. Wäre ein netter Gag, nice to have, aber nicht das Killer-Feature. Ich erwarte auch keine Änderungen am Gehäuse oder dem Äußeren generell und keine neuen iMac-Displays. Aber was überfällig ist, ist mehr Geschwindigkeit. Jörn von Mac-TV spekulierte in der Sonntags-Sendung vor einer Woche gar, die neuen iMacs könnten Doppel-Prozessoren bekommen. Sooo unwahrscheinlich ist das nicht, aber ich glaube, dass sich Apple mit Speed-Bumps begnügen wird. Von 700 MHz für das Einsteigermodell auf 800 MHz und von 800 MHz in den Top-Modellen auf 933 oder 1 GHz.

Was erwarte ich mir von 10.3?
10.2 ist schon relativ gut und es gibt IMHO keine größeren Baustellen mehr. Aber es gibt noch an vielen kleineren Dingen eine Menge zu tun: Die Performance lässt trotz Quartz Extreme noch sehr zu wünschen übrig, nicht nur im Vergleich zu OS 9, sondern auch im Vergleich zu W2K oder WinXP. Den Finder könnte man vielleicht noch beschleunigen, in dem man aus ihm eine Cocoa-Applikation macht. Es gibt auch noch eine Reihe von Dingen, in denen OS 9 vom Standpunkt der Ergonomie dem OS X voraus ist. Für die OS 9-Freaks sollte Apple Themes einführen und ein Platinum-Theme anbieten (mit getrennten Fenster-Buttons). Oder wie Holger sagt:

»…statt einer 8.sucks-Aktion eine Aktion “OS X is-not-quite-there”«

Hat noch jemand was für die 10.3-Wishlist? Bitte in die Kommentarfunktion eintragen. Oder was sind Eure Erwartungen an die Keynote?

Nachtrag (13:23 Uhr): iTunes 4 ist auch ein heißer Tipp. Mit der bereits angekündigten Rendezvous-Unterstützung über Airport sowie AAC (MPEG-4-Sound).

Erschienen am Montag, 09.12.2002 @ 11:00 | Kommentare deaktiviert
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Apple quo vadis?

Ich sorge mich ein wenig um die Zukunft Apples.
Seit anderthalb Jahren besitze ich ein iBook (Dual-USB-500) und seit fast einem Jahr einen Power Mac (G4-733) und ich bin Fan dieser firma. Ich bin von ihren Ideen begeistert und von ihren Produkten, ich verfolge Gerüchte auf Rumorsites und sehe wöchentlich die Sendung bei Mac-TV, außerdem verpasse ich keine Keynote Seiner Heiligkeit, Apple -CEO Steve Jobs.
Apples Untergang wurde in den vergangenen Jahrzehten mehrmals herauf beschworen.
Ich glaube, dass Apple mit 2003 ein sehr schwieriges Jahr vor sich hat. Falls das jemand anders sieht oder etwas ergänzen möchte, möge er sich uns bitte über die Kommentarfunktion mitteilen.

Es gibt bereits drei Diskussionen, die zu diesem Thema (im weitesten Sinne) laufen:
- eggbert.de, seit 28.11.2002
- my two cents, seit heute
- de.soc.mac, seit 05.12.2002

2002 war kein besonders gutes Jahr für die Computer-Industrie. Apple stellte im Januar den neuen TFT-iMac mit wegweisendem Design vor, jedoch waren auch Monate später noch die Absatzzahlen der alten G3-iMacs größer als die des neuen G4-iMacs. Im August erschien eine neue Version von Apples Betriebssystem Mac OS X, das neben Performance-Verbesserungen eine Reihe weiterer Neuheiten brachte. Im Großen und Ganzen war’s das aber schon aus Apple-Sicht. Kleinere neue iApps hier und da, aber an drei großen Problemen wurde nicht gearbeitet: Die Performance des Betriebssystems (OS) lässt trotz Quartz Extreme noch zu wünschen übrig. Außerdem ist die Geschwindigkeit der Prozessoren nach wie vor beschämend; schon im Jahr 2001 hatte man auf den Befreiungsschlag G5 gehofft. Und die Profi-Rechner, die Power Macs, sind nicht nur (mittlerweile) vergleichsweise langsam, sondern auch recht laut. Apple beschleunigte zwar die Geschwindigkeit des Top-Modells auf zweimal 1,25 GHz, steigerte bei der Gelegenheit aber auch gleich die Lautstärke von 2,9/4,9 Sone (mein G4-733, erste Quicksilver-Serie im normalen Betrieb bzw. bei Kopie von CD auf Platte) über 4,19/4,6 Sone (Dual-800, erste Quicksilver-Serie) auf ohrenbetäubende 5,5/14,06 Sone (Dual-867, aktuelle zweite Quicksilver-Serie). Sogar Billig-PCs vom Kistenschieber sind inzwischen leiser (1,4/6,3 Sone), kosten weniger und bieten mehr (Rechen-)Leistung.

Ich mache mir aus verschiedenen Gründen Gedanken:

  • Die Wirtschaft wird auch in 2003 nicht zum Boom ansetzen
  • Mit Motorola hat Apple noch bis zum Sommer/Herbst einen Klotz am Bein
    Erlösung kann erst der PowerPC 970 von IBM bringen, der höher taktet (anfänglich 1,8 GHz) und dabei weniger Strom verbraucht (dadurch geringere Abwärme, weniger Kühlaufwand)
  • Laute Rechner bis mind. Jahresmitte, die sich niemand freiwillig antut
  • Usability-Rückschritte im OS X (die »Niner is finer«-Fraktion rebelliert, siehe eggbert.de)
  • Langsamkeit der OS-Oberfläche GUI) trotz Quartz Extreme
    OS X muss mit den folgenden Versionen noch enorm zulegen; die »Responsiveness« von Aqua ist traurig im Vergleich zu OS 9 auf dem selben Rechner oder zu Win2000 auf meinem alten Celly-400 mit nur 128 MB RAM (statt jetzt 768 MB im 733er Power Mac und GeForce 2MX-Grafikkarte)
  • Die »Geschwindigkeits-Schere« zwischen Macs und PCs vergrößert sich
  • Teils langjährige Macianer switchen zurück zu Windows, weil mittlerweile einfach die Power fehlt
  • Die breite Masse hat immer noch Vorurteile gegenüber Apple und Macs
  • Die breite Masse weiß immer noch nicht, dass Macs einfacher sind
  • Die wichtige Schlüsselapplikation Quark XPress kommt nicht vor dem Frühjahr
    Jeder hasst es, aber man ist auch darauf angewiesen
  • Ab 2003 booten neue Macs nicht mehr in OS 9 (stößt der »Niner is finer«-Klientel vor den Kopf)

Und eine Sache, die ich schon seit anderthalb Jahren predige, fehlt nach wie vor: Apple braucht einen Billig-Cube. Einfach gesagt ein Rechner, der schnell ist, leise ist und keinen Monitor dabei hat.
Wieso das alles?
Der Original-Cube mit einem G4-450 kommt mit OS X kaum noch klar. Der Cube war aber unhörbar leise, weil er keine Lüfter besaß. Und einen Monitor darf er auch nicht haben. Jemand, der schon ein Display hat und einen aktuellen, günstigen Mac möchte, bekommt im unteren Preissegment von Apple nur Geräte mit integriertem Monitor (eMac) oder aufgesetztem TFT-Display (iMac). Die Sekretärin oder der Praktikant braucht aber vielleicht kein Display, weil schon ein Monitor vorhanden ist, und sie brauchen auch keinen teuren Power Mac, um einen vorhandenen Monitor anschließen zu können.
Bei mir passt’s zufällig, wenn ich mir im Januar einen 17″-iMac kaufe: Ich will einen aktuellen Mac, der leise ist, einen DVD-Brenner dabei hat und ein 17″-Display. Ein 17″-Display war bei mir eh fällig, weil die 17″-Röhre bereits sechs Jahre auf dem Buckel hat und mir zu klein wird. Aber der Monitor hat drei Rechner überlebt, und welchen Grund sollte jemand haben, einen Rechner mit Display dazu zu kaufen, wenn ein solches schon vorhanden ist? Oder wenn er später bei einem neuen Rechner das Display nicht hergeben will? Ist für mich wiederrum kein Problem, da der iMac hier bei meinem Vater stehen bleibt, wenn ich mal ausziehe. Das iBook bekommt meine Schwester wenn sie auszieht und ich kaufe mir einen der dann aktuellen Macs, wenn ich ausziehe. Aber ein Mann wie Holger, der einen relativ günstigen Rechner ohne Monitor möchte und der leise ist, wird in Apples Produktmatrix nicht fündig, so ein Produkt gibt es bei Apple nicht! Er kann sich einen iMac kaufen, dann hat er einen leisen Rechner aber auch ein Display dabei, das er nicht braucht oder will. Er kann einen Power Mac kaufen, da kann er ein vorhandenes und ggf. ein zweites Display flexibel anschließen, aber er holt sich einen Staubsauger ins Büro.

»Ein Freund würde sich gerne einen neuen Rechner kaufen, weiß aber nicht, was er tun soll:
Er hat ein Powerbook-500, das ihm zu langsam ist.
Bei eBay bekommt er dafür noch um die 900 EUR, es hat damals 5.000 gekostet und ein Neues kostet wieder so viel.
Einen der aktuellen Power Macs (”Windkanal”) will er sich nicht zulegen, weil ihm da die Ohren abfallen (wem nicht?).
Einen iMac will er sich nicht zulegen, weil er schon ein Display hat und das Display beim iMac in zwei, drei Jahren nicht auch zum Alteisen geben will, wenn der Rechner nicht mehr schnell genug ist.
Ein PC kommt wg. Windows nicht in Frage.

Sehe ich das falsch, oder hat der Mann außer Abwarten genau null Optionen?«

2003 wird für Apple schwierig, aber Apple kann sich das Leben auch selbst zusätzlich schwer machen, wenn nicht drei zentrale Probleme gelöst werden:
- mehr Power in die Hardware und mehr Performance ins OS
- leisere Rechner
- Rechner im unteren Preissegment ohne »Zwangsdisplay«

Erschienen am Montag, 09.12.2002 @ 23:19 | Kommentare deaktiviert
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Dienstag, 10.12.2002

 

Ich war ja erst etwas skeptisch, meinen Power Mac für einen Euro Startpreis zu verkaufen, aber die Auktion geht ab wie’n Zäpfchen.
Aktueller Preis: 1.460 Euro.
Wir kommen durchaus in Bereiche, die meinen Vorstellungen entsprechen. Und da ist nix manipuliert, ich schwör’!

Und die Auktion läuft noch vier Tage, endet am Samstag genau zur Prime Time…

Erschienen am Dienstag, 10.12.2002 @ 0:31 | Kommentare deaktiviert
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Donnerstag, 12.12.2002

Ab sofort darf man bei Vobis wieder Computer kaufen…

…denn Vobis verkauft jetzt auch Macs.

Erschienen am Donnerstag, 12.12.2002 @ 16:53 | Kommentare deaktiviert
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Get a Mac

Die CHIP ist in meinen Augen zwar nicht die Ausgeburt eines seriösen IT-Magazins (sorry, nur iX oder c’t), aber diesen Artikel möchte ich trotzdem empfehlen:
Vom PC zum Macintosh: Warum sich der Umstieg lohnt
Der Text ist gut, aber ich habe ja den Verdacht, dass er nicht von CHIP, sondern von Cyberport geschrieben wurde, die fleißig Werbung auf den Seiten machen.

In den letzten Tagen habe ich mich hier bei my two cents (Einträge 528 und 533), bei eggbert.de und bei Mac-TV in den Randnotizen (Link 1 bzw. lokale Kopie als PDF sowie Link 2 bzw. PDF; ich bin »cents«) kritisch zu Apple, zu den aktuellen Macs und zum Mac OS geäußert.
Damit wir uns nicht missverstehen: Ich möchte das Mac OS nicht missen. Und es ist auch nicht derart lahm, dass es unbenutzbar wäre, es könnte nur etwas mehr Performance vertragen. Es erscheint noch zu oft der »Beachball of Death«. Klingt dramatisch wie der von Windows bekannte »Bluescreen of Death«, der den Absturz des Systems kennzeichnet, ist aber nur halb so schlimm: Er ist mit der Sanduhr bei Windows zu vergleichen. Manchmal will der Beachball aber nicht mehr verschwinden (sehr gerne beim Internet Explorer) und man muss das eingefrorene Programm abschießen. Der Rest des Systems läuft aber weiter.

Wer sich gerne einen Mac kaufen will, soll das tun, denn ein Mac ist ein guter Kauf. Ok, vielleicht sollte man nicht jetzt einen kaufen, sondern bis 7. Januar damit warten, denn dann ist wieder eine wichtige Mac-Messe und vielleicht tut sich ja was bei den iMacs (weiß man bei Apple vorher nie: »We do not talk about future products.«). Ich gebe auch die Hoffnung auf eine Art »iCube« (iMac ohne Display) noch nicht auf. Vielleicht sollte Apple aber mal drüber nachdenken, die Januar-Messe auf Anfang Dezember zu verlegen, denn während der Rest der Welt Weihnachten feiert heißt es für Mac-Fans:

»Wir feiern eben nicht Weihnachten, sondern Uncle Steve’s Keynote Day.«
(Mike Nolte in de.comp.sys.mac.misc)

Von Apple Deutschland erwarte ich mir außerdem eine Marketing-Offensive, eine »Massive Attack«. Es gibt immer noch zu viele falsche Vorurteile und Mythen über den Mac.

Als Mac-Fan muss man sich aber auch eine bittere Erkenntnis eingestehen: Derzeit gilt: Finger weg von den aktuellen Power Macs. Mit 5 Sone im Normalbetrieb und bis zu 14 Sone unter Volllast (CD-Kopie auf die Festplatte) können sich die Power Macs momentan nur Leute kaufen, die schon taub sind.
Die iMacs sind aber mit knapp über einem Sone angenehm leise, ebenso die iBooks und die Powerbooks.

Man muss aber auch sagen, dass sich ein Mac nicht für jeden eignet: Wer gerne die neuesten Spiele zockt, raubkopierte Filme aus dem Internet runterladen will, »Sicherheitskopien« seiner DVDs anfertigen möchte oder sich gerne von schwulen Büroklammern und anderem Assistenten-Gesocks belästigen lässt, der muss bei Windows bleiben.

Erschienen am Donnerstag, 12.12.2002 @ 22:30 | Kommentare deaktiviert
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Sonntag, 15.12.2002

Zum Ersten, zum Zweiten, zum Dritten… verkauft!

Mein Power Mac ist verkauft. Für 1.555 Euro wird geht er an einen Käufer in Berlin.
Später werde ich meine Daten auf eine meiner beiden FireWire-Platten sichern (das StudioDrive, verkaufe ich wahrscheinlich im Januar) und das iBook so einrichten, dass es uns als Ersatz für den großen Mac dient, bis ich mir im Januar einen iMac bestellen werde (oder einen iCube, die Hoffnung stirbt zuletzt). Im Wesentlichen heißt das, die wichtigsten Daten wieder per FireWire auf das iBook zu spielen und E-Mail in Entourage für meinen Vater und mich einzurichten (sollte mit der Kopie der Entourage-Datenbank eigentlich passiert sein). Verena benutzt kein Mail-Programm sondern die Web-Oberfläche eines Freemailers. Anschließend werde ich den Power Mac mit den Restore-CDs platt machen und OS 9 als Start-Betriebssystem einstellen (der Käufer äußerte diesen Wunsch; Jaguar will er später auch selbst installieren).
Dann werde ich den Power Mac verpacken und dabei »Amazing Grace« auf meinem Dudelsack anstimmen.
Scherz.
Danach werde ich die beiden ausrangierten PCs (Pentium-133 und Celly-400) aus dem Keller holen und mal verkaufsfertig machen. Im Keller nehmen die nur Platz weg, soll sie lieber jemand für’n Appl (sic!) und ‘n Ei zum Ausschlachten nehmen. Wahrscheinlich mache ich’s mir leicht und baue einfach nur die Festplatten aus. Den Monitor werde ich mal lieber noch bis Januar aufheben, falls doch noch der iCube kommt. Ansonsten kann der dann auch weg. Ich lagere ihn erstmal im Keller zwischen. Später heute Nachmittag kommt dann auch der alte Computertisch aus 486-Zeiten in den Keller und ich baue den neuen EFFEKTIV-Schreibtisch von IKEA auf, um anschließend das iBook darauf zu drapieren.

So einen Power Mac an einem Samstag auf den Weg zu bringen, ist nicht ganz einfach.
In der eBay-Artikelbeschreibung habe ich angegeben, dass sich der Käufer für UPS, dpd oder Deutsche Post EuroExpress als Paketdienst entscheiden kann und ich würde die Versandkosten für eine bestimmte Adresse erfragen, falls das jemand wünscht (Versandkosten trägt der Käufer). So eine Auskunft hat allerdings niemand verlangt. Also konnte ich mich erst heute um die Ermittlung der Versandkosten kümmern, nachdem der Käufer und damit die Zieladresse feststand.
Es gibt natürlich noch andere Paketdienste, aber die haben entweder meinen Explorer zum Absturz gebracht (TNT) oder liefern anscheinend nur ins Ausland (FedEx). Außerdem wollte ich nicht die Kosten bei einem halben Dutzend Diensten abrufen, falls sie ein potentieller Käufer bei mir anfragen sollte.
Dass ich bei EuroExpress und dpd Hotlines anrufen muss, war mir schon vor zwei Wochen klar. Worauf ich nicht geachtet habe: Bei dpd ist ein Franchiser in Nürnberg zuständig und der ist nur von MO bis FR telefonisch zu erreichen. EuroExpress prinzipiell auch am Samstag, aber nur bis 13, 14 Uhr (und die Auktion endete gegen halb sieben abends). Bei UPS konnte ich die Versandkosten auf den Cent genau für verschiedene Zustellprioritäten auf der Website abfragen. Standard kostet für ein Paket mit den Dimensionen 42 x 56 x 56 Zentimeter (HxBxT) und einem Gewicht von 20,8 kg (also 21 Kilo) für die Strecke Erlangen-Berlin 19,68 Euro, ohne Samstagszustellung (ob brutto oder netto, war leider nicht ersichtlich). Die teuerste Zustellungspriorität, mit Zustellung am nächsten Werktag bis 08:30 Uhr inkl. Samstag 77,17 EUR. Dazwischen gibt’s noch Zustellung bis 10:30 auch am Samstag zu 43,51 EUR und bis 12:30 (auch am Samstag) für 40,91 EUR.
Gut dachte ich, dann schlage ich dem Käufer eben UPS vor, wenn von den anderen beiden Diensten heute keine Auskunft mehr einzuholen ist. Er war einverstanden, erhöhte aber noch unfreiwillig den Schwierigkeitsgrad: Er ist bei der Adresse nur kommenden FR und SA zu erreichen und dann erst wieder ab 6. Januar. Dazwischen ist er auf Achse und die Zustellung müsste demnach genau an einem dieser beiden Tage erfolgen. Könnte knapp werden, wenn die Überweisung am Mittwoch oder gar erst am Donnerstag auf meinem Konto eintrifft.
Bonus-Level: Habe mich bei UPS als Kunde angemeldet und testweise mal versucht, die Sendung auf den Weg zu bringen. Trotz weiter gedachter Website als bei der Konkurrenz macht es auch UPS einem nicht leicht, sie für ihre Dienstleistung zu beauftragen.
Problem 1: Standard-Zustellung kann nicht mit Kreditkarte bezahlt werden, nur Express. Alternative: Die Frachtkosten können meinem Kundenkonto belastet werden.
Problem 2: Ich konnte mich zwar samstags als Kunde online registrieren, aber anscheinend fehlt noch eine Art Freischaltung, denn auch die Bezahlung via Belastung meines Kundenkontos ist nicht möglich. Ok, dann eben als Express-Zustellung.
Problem 3: Bei Express-Zustellung kann ich die Kosten zwar per Kreditkarte bezahlen, aber der (zu versichernde) Wert der Sendung darf 1.000 Euro nicht überschreiten.
Werde am Montag mal bei UPS anrufen, ob sie mich freischalten können, so dass ich doch noch UPS beauftragen kann. Außerdem brauche ich deren Versandformular (»UPS Frachtbrief«). Vielleicht hätte ich das online ausdrucken können, aber das wäre nur herauszufinden gewesen, wenn ich die Sendung gleich aufgegeben hätte (was eh nicht ging). Und ich will den Papierkram Anfang der Woche erledigt wissen, nicht, dass ich am Donnerstag den Geldeingang auf meinem Konto feststelle, versenden will und dann fehlt die Hälfte.
Ansonsten frage ich bei Deutsche Post EuroExpress und dpd telefonisch die Preise an. Und vielleicht geht da der Versand auch einfacher. Die Deutsche Post selbst kann ich nicht beauftragen, es muss ein Paketdienst (und wenn’s der der Post ist) sein, denn die Post verschickt nur Pakete bis maximal 20 Kilo (dumm, 800 Gramm zu viel…).

Nee! Die Post hat über Nacht ihre Website verändert und mein IE/Mac verschluckt sich daran… Aber Chimera (Mozilla) geht.
Aber im Zuge dessen kann ich jetzt auch den Preis für’s Express-Paket ausrechnen. Innerdeutsch scheinen Entfernung und Dimensionen des Pakets egal zu sein, das geht nur nach Gewicht (sind zwar 21 Kilo, berechnet werden aber 30) und optionalen Zustellservices. Der Preis für 30 Kilo und Zustellung am nächsten Tag (Standard): 39,44 EUR brutto (34,00 netto).

Erschienen am Sonntag, 15.12.2002 @ 5:36 | Kommentare deaktiviert
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Kleiner Umzugsbericht

Mein Power Mac ist verkauft, jetzt geht es um den Umzug der Daten auf das iBook, bis im Januar der neue iMac kommt.

14:13 — All systems up an running.

14:12 — Nach dem Mittagessen DSL wieder angeschlossen.

12:45 — Der Tisch steht, das Kabelwirrwar ist sortiert.

11:05 — Ich komme eben aus der Dusche zurück. Bis 10:45 habe ich die Backups auf das iBook zurückgespielt und überprüft, ob alles so funktioniert, wie ich mir das vorstelle. Wichtig bei Entourage: Die Preferences werden nicht in der Entourage-Database gespeichert, sondern in Dateien unterhalb von $HOME/Library/Preferences.
Der Power Mac hat inzwischen auch die vier Restore-CDs abbekommen und ich habe noch das Update auf OS 9.2.2 runtergeladen. Anschließend den Power Mac verpackt und den Karton beiseite geschoben. Monitor raus auf den Flur gestellt, dann den alten Computertisch auch raus. Und danach erstmal unter die Dusche.
Jetzt werde ich erstmal den Fußboden aufräumen und hier mit dem Staubsauger durchgehen. Dort, wo einst der Tisch stand, hat sich ein kleiner Pulk Erdnüsse und M&Ms am Boden gesammelt. Im weiteren Verlauf werde ich mir Gedanken über die Neu-Organisation meines Kabelverhaus machen und anschließend den neuen Schreibtisch aufbauen. Bis 13 Uhr könnte alles fertig sein.

08:46 — Die Backups sind durch. Trotz FireWire dauert es 30 bis 45 Minuten, bis mal eben 30 GB von einer FireWire-Platte auf eine andere kopiert sind. Jetzt geht es nach diversen Kopieraktionen darum, die wichtigsten Daten auf das iBook zurück zu spielen. Auf meinem 500er iBook sind auch alle Anwendungen installiert wie auf meinem großen Power Mac, teilweise aber noch in älteren Versionen (BBEdit Lite 6 statt BBEdit Full 7, Transmit 1 statt 2… Kleinigkeiten).
Bei der Kopie der Entourage-Datenbank muss beachtet werden, dass vor der Kopie der »Entourage Database Daemon« gestoppt wird, der im Hintergrund läuft. Er wird bei jeder Anmeldung automatisch gestartet. Das Stoppen ist einfach: Entweder die Holzhammer-Methode, bei der der Daemon über den Process-Viewer abgeschossen wird. Oder sauber den Daemon in den Systemeinstellungen aus den Startobjekten entfernen, ausloggen, wieder einloggen, kopieren, den Daemon wieder zu den Startobjekten hinzufügen und nach dem nächsten Anmeldevorgang steht er wieder zur Verfügung.

Erschienen am Sonntag, 15.12.2002 @ 14:16 | Kommentare deaktiviert
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Musik

Simon & Garfunkel, »The Sound of Silence« (The Definitive Simon & Garfunkel)

Gleich morgen ist außer Steckdosenleisten noch eine andere Anschaffung fällig: Ein längeres Audio-Kabel (zwei rot-weiße Cinch-Anschlüsse auf Kopfhörerklinke).
Im Moment höre ich über meinen iPod, der an die Stereo-Anlage angeschlossen ist. Da liegt er bis zum März auch erstmal gut, denn niedrige Temperaturen verträgt er ja leider nicht.

P.S., kleiner Insider: Es hat einen Grund, weswegen dieser »Musik«-Eintrag nicht in der Kategorie »Leben«, sondern in »Mac« steht.

Erschienen am Sonntag, 15.12.2002 @ 19:47 | Kommentare deaktiviert
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Montag, 16.12.2002

Neues aus der Welt der Paketdienste

Heute habe ich mal bei Deutsche Post EuroExpress (ab sofort nur noch DPEE, das nervt mich sonst) und bei UPS angerufen, weil ich ja gegen Ende der Woche, wenn das Geld auf meinem Konto ist, meinen Power Mac verschicken will, den ich über eBay verkauft habe.

Also, bei UPS kann man Standard-Zustellung nur benutzen, wenn man Vertragskunde bei denen ist; nur dann bekommt man eine Kundennummer. Ich kann das Ding als Endkunde per »Express Saver« verschicken (kommt beim Empfänger am nächsten Tag vor 12 Uhr an), das kostet aber dann doch immerhin 45,94 EUR zzgl. 4,50 EUR für die Versicherung. Ich kann beim Fahrer auch per Kreditkarte bezahlen, wenn ich das vorher bei der Hotline (0800-8826630) deklariere. Der Fahrer bringt einen Frachtbrief mit. Bis spätestens 15:45 Uhr anrufen.

Bei DPEE muss ich bis spätestens 17:30 angerufen haben (01805-047777); das Depot ist anscheinend in Herzogenaurach. Auch da bringt der Fahrer einen Frachtbrief mit. Ob man mit Kreditkarte bezahlen kann, habe ich nicht nachgefragt, zur Not gebe ich das Porto dem Fahrer in bar.
Die Aktion kostet bei DPEE 39,44 EUR brutto, Versicherung bis 2.500 EUR ist mit drin. Zustellung kann dann den ganzen Tag von früh bis spät sein. Die billigste Einschränkung kostet 2,90 EUR Aufpreis: Zustellung vor 12 Uhr.

Beim für mich zuständigen dpd-Franchiser war vorhin zweimal besetzt.

An Holger: FedEx gehörte auch zu meinen ersten Gedanken, aber ich habe nochmal auf die Website geschaut, die scheinen echt nur ins Ausland zu verschicken. Überall ist nur von »international« die Rede und man soll das Empfängerland auswählen (Deutschland ist nicht dabei).

Ich werde dann wohl DPEE nehmen, trotz schlechter Presse. Zum Einen billiger, zum Anderen kann zumindest ich bisher nicht von negativen Erfahrungen mit der Post berichten. Kam immer alles an.

Mit dem Käufer habe ich mich geeinigt, dass er mir die 19,68 EUR für »UPS Standard« bezahlt, von denen ich ursprünglich ausgegangen bin. Kann ich verschmerzen, da der Mac zu einem guten Preis weggegangen ist.

Erschienen am Montag, 16.12.2002 @ 17:41 | Kommentare deaktiviert
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Dienstag, 17.12.2002

 

Die finale Version des RealOne-Players für den Mac ist nun verfügbar (Quelle: Mac-TV).
Download bei real.com; eine Heise-Meldung dazu steht noch aus.

Erschienen am Dienstag, 17.12.2002 @ 13:31 | Kommentare deaktiviert
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Das Christkind kommt am 7. Januar, 18 Uhr

Wie nicht anders zu erwarten, hat Apple die Live-Übertragung von Steve Jobs’ Keynote am 7. Januar bekannt gegeben (Quelle: Mac-TV).
Die Übertragung aus San Francisco beginnt um 18 Uhr deutscher Zeit und wird ca. anderthalb bis zwei Stunden dauern. Die Adresse der Website lautet apple.com/quicktime/qtv/mwsf03

Mac-TV wird eine Stunde vor der Keynote, direkt danach und nochmal gegen 21, 22 Uhr senden. Die Analysen von Jörn und Kollegen sind stets brillant, ich kann nur empfehlen, sich das anzusehen!
Ich werde mir wahrscheinlich die Keynote und dann die Mac-TV-Sendung danach ansehen.

Am 8. Januar findet wieder die Veranstaltung »Power of X« (»Power of ten«) statt, bei der Apples Marketing-Chef Phil Schiller und Software-Chef Avie Tevanian die Vorzüge von Mac OS X demonstrieren. Bei der vergangenen »Power of X«-Präsentation gab es einige beeindruckende Demos, in 2003 wird außerdem Apple-Guru Steve Wozniak teilnehmen (der übrigens von Apple noch ein Gehalt bekommt, aber seit ein paar Jahren nicht mehr zur Arbeit erschienen ist). Ob »Power of X« live übertragen wird oder ob man es später als Stream oder Download beziehen kann, steht noch nicht fest.

Die Spekulationen zur Jobs-Keynote schießen bereits wieder ins Kraut. Meine Erwartungen habe ich hier schon am 09.12.02 aufgeschrieben. Letztes Gerücht ist, dass Apple ein neues High End-iMac-Modell mit einem HD-Display einführen will (höhere Auflösung).

Erschienen am Dienstag, 17.12.2002 @ 23:46 | Kommentare deaktiviert
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Sonntag, 22.12.2002

iPod tot?

Ich dachte eben schon für einen Moment, mein iPod sei tot.
Gestern habe ich in der Warteschlange vor der Kinokasse noch felißig gehört. Als ich dran kam, längere Zeit auf die Pause-Taste gedrückt (das schaltet ihn ab) und die Hold-Taste aktiviert (damit er sich nicht selbst wieder einschaltet, falls ich versehentlich eine Taste in der Tasche drücke). Für »Herr der Ringe« reserviert und als ich fertig war und wieder aus dem Kino raus kam, wollte ich weiterhörne. Ging nicht. Obwohl es über null Grad hatte. Über die Nacht hatte ich ihn mal aufgeladen und wollte ihn eben starten. Nix. Panik. Google angeworfen, Groups-Suche in de.* nach »ipod tot« und tatsächlich (Auszug):

> hallo ich habe zu weihnachten einen
> ipod bekommen und kriege ihn nicht an.

Hast Du ihn mal eine weile an Firewire angeschlossen?

Taste “Menü” und “Play/Pause” mal länger gedrückt und gehalten? = Reset.
Erscheint dann irgend wann mal das Apple-Logo, drückst du die linke und die rechte Taste zusammen, wenn das Firewire-Symbol erscheint kann man ihn aller Regel nach bestücken.

Bei mir hat bereits der Reset per Menü-Pause geholfen. Alle Daten waren noch da.
Ist mir in einem Jahr iPod-Erfahrung das erste Mal passiert (5 GB-iPod von 11/01 bis 08/02 und 10 GB-iPod seit 08/02).

Erschienen am Sonntag, 22.12.2002 @ 14:40 | Kommentare deaktiviert
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Mittwoch, 25.12.2002

 

Seit ein paar Tagen nervt mich beim IE/Mac, dass scheinbar willkürlich die Größe der Darstellung von Schriften verändert wird. Alles auf spiegel.de erscheint zu klein, auf heise.de zu groß und in Eingabefeldern wie der two cents-Verwaltung ist alles unlesbar winzig. Keine Ahnung, woran das liegt. Löschen und Neuinstallieren von IE hilft, aber das kann’s ja wohl nicht sein.

Erschienen am Mittwoch, 25.12.2002 @ 19:44 | Kommentare deaktiviert
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Donnerstag, 02.01.2003

Apple 2002

In der letzten Mac-TV-Sendung in 2002 gab es einen Jahresrückblick aus Apple-Sicht (wie konnte es anders sein). Ich habe mir mal die wesentlichen Innovationen aufgeschrieben. Es gibt tatsächlich Leute die behaupten, Apple sei nicht innovativ. Gut, die Systeme könnten gerne einen Zacken schneller sein, aber tatsächlich ist Apple die einzige Firma in der PC-Industrie, die noch andere Innovationen außer mehr Gigahertz und mehr Gigabytes hervorbringt:

Januar
Vorstellung des iMac mit TFT-Display (15 Zoll)
Vorstellung von iPhoto

Februar
Vorstellung von Quicktime 6 mit MPEG-4-Unterstützung und Quicktime Broadcaster
Apple gewinnt den Technical Grammy für seine Verdienste für die Musikindustrie

März
Preview für die Bluetooth-Unterstützung im Betriebssystem
Vorstellung des Cinema HD-Displays: 1.920×1.200 Auflösung auf 23 Zoll

April
Cinema-Tools für Final Cut Pro
DVD Studio Pro 1.5, lauffähig unter OS X
Neue Powerbooks mit DVI-Anschluss

Mai
WWDC mit der Demonstration von Jaguar und Rendezvous

Juni
Auslieferung von Quicktime 6 als public preview

Juli
iTunes 3 mit intelligenten Playlisten
Preview von iTunes 4 mit Rendezvous-Streaming von Musikdateien zwischen Rechnern
iCal-Ankündigung
iSync-Ankündigung
iMac mit 17-Zoll-TFT
Neue iPods (10 und 20 GB) mit berührungsempfindlichem Scrollrad
Freigabe der finalen Version von Quicktime 6 (100 Millionen Downloads innerhalb weniger Tage)

August
Auslieferung von Mac OS X 10.2 »Jaguar« (am ersten Wochenende wurden 100.000 Exemplare verkauft)
Final Cut Pro gewinnt einen Emmy-Award

September
Finale Version von iCal, Beta von iSync
HP, Lexmark, Philips, Xerox etc. springen auf den Rendezvous-Zug auf
100.000 Nutzer bei .Mac

Oktober
Keine großen Innovationen diesen Monat.

November
Sloat-loading SuperDrive (DVD-Brenner) im Top-Modell der Powerbook-Linie

Dezember
Auch keine neuen Produkte in diesem Monat.

Erschienen am Donnerstag, 02.01.2003 @ 16:26 | Kommentare deaktiviert
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Erwartungen für den 7. Januar

Ich habe meine Erwartungen für die kommende Macworld ja bereits vor einiger Zeit aufgeschrieben. Inluminent spekuliert auch ein wenig und verlinkt einen Macworld-Artikel mit einem Dutzend Meinungen.
Die Gerüchte gehen im Moment in Richtung neue iMacs und Software-Updates.

Zwei Updates, die nächste Woche sicher nicht mehr vorgestellt werden (höchstens noch angesprochen), sind iCal und iSync, denn neue Versionen dieser beiden Programme sind seit wenigen Stunden auf Apples Website verfügbar. Ich habe sie noch nicht getestet (mache ich heute Abend), aber bei iCal soll es laut Apple »major performance improvements« (na, Gott sei Dank!) und bei iSync u.a. eine Unterstützung des .Mac-Adressbuchs geben (das war fällig und auch zu erwarten). Für die Chronisten: Die Versionsnummer von iCal ist jetzt 1.0.1 und von iSync 1.0 (bisher gab es nur eine öffentliche Beta-Version).
Mehr Geschwindigkeit in iCal ist sehr zu begrüßen: Ich finde das Programm Klasse, habe es aber nach einer kurzen Testphase nicht mehr benutzt, da es wegen seiner Behäbigkeit praktisch unbenutzbar war (auf einem G4-733 mit 768 MB RAM). Mal sehen, wie es sich später auf meinem iBook (G3-500, 256 MB RAM) anfühlt…

Erschienen am Donnerstag, 02.01.2003 @ 16:38 | Kommentare deaktiviert
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Freitag, 03.01.2003

iCal & iSync re-reviewed

Inzwischen habe ich mir die gestern erschienenen neuen Versionen von iCal und iSync nochmal näher angesehen. iCal hat enorm in der Geschwindigkeit zugelegt und ist nun benutzbar. Umschalten zwischen Wochen oder das Ändern eines Eintrag durch Ziehen gehen nun relativ zügig. Kleinere Bugs wie der Wochenbeginn am Sonntag in den Mini-Kalendern (obwohl als Wochenbeginn Montag eingestellt war) sind nun behoben.
iSync kann nun problemlos mit meinem T68i-Handy von Sony Ericsson Daten austauschen; in der Beta wurde nur die Hälfte der Adressbuch-Einträge übermittelt.
Insgesamt zwei sehr gute Updates.

Erschienen am Freitag, 03.01.2003 @ 20:31 | Kommentare deaktiviert
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Wallpapers für’s Cinema-Display

Markus hat eine Seite gefunden, auf der es übergroße Bildschirmhintergründe zum Download gibt: Die Auflösung der Big Desktop Images beträgt 2.560×1.024 Pixel und eignet sich daher gut für Besitzer großer, sehr großer oder mehrerer Displays.

Erschienen am Freitag, 03.01.2003 @ 21:48 | Kommentare deaktiviert
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Samstag, 04.01.2003

Wer braucht das?


Newsgroups: de.comp.sys.mac.misc
Message-ID: <1foa020.4tbjha1akzcl4N%aljen@macnews.de>
Subject: Re: Warum ist es so ruhig vor der MacworldExpo?
From: Aleksander Jensko <aljen@macnews.de>
Date: Sat, 4 Jan 2003 19:55:24 +0100

Stefan Freimark <stefan@freimark.de> wrote:

> Bin ich eigentlich der einzige,
> der Tablet-PCs für Unsinn hält?

Und ich dachte schon, ich wäre alleine.

Erschienen am Samstag, 04.01.2003 @ 23:48 | Kommentare deaktiviert
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Sonntag, 05.01.2003

Eine kleine Einführung in den Kult um die Mac-Messen für Nicht-Macianer

Apples größte Stärke ist die Innovation. Vielleicht ist das der Grund, weswegen ein Standard-Spruch von Apple-Managern dieser ist:

»We do not comment on future products.«

Von Apple ist nie zu erfahren, wann welches Produkt mit welchen Spezifikationen zu welchen Preisen erscheint. Wenn es fertig ist, wird es von Apple-CEO Steve Jobs vorgestellt, fast schon zelebriert und es ist kurz darauf zu haben, bei Software durchaus bereits eine Stunde später, bei Hardware kann es auch mal eine Woche dauern.
Andere Firmen, wie Microsoft, kündigen ihre Produkte Jahre im Voraus an und können dann kaum den angekündigten Termin halten (siehe Windows95). Das führt dazu, dass sich manche Gazetten schon Jahre vor der Veröffentlichung zu Schlagzeilen wie »Das beste Windows aller Zeiten« hinreißen lassen oder dass man ewig auf Produkte wartet.
Der Nachteil von Apples Geheimhaltungsstrategie ist freilich, dass man schlecht (Anschaffungen) planen kann, da man ja nicht weiß, ob nicht vielleicht zwei Wochen später ein besseres Produkt erscheint oder das eben gekaufte Produkt im Preis gesenkt wird. Ein Anhaltspunkt sind die regelmäßig stattfindenden Mac-Messen, die durch eine Keynote (Schlüsselrede) von Apple-Chef Steve Jobs eröffnet werden. Unter Mac-Usern ist bekannt: Kaufe niemals kurz vor einer Mac-Messe, man weiß nie, ob Steve nicht vielleicht das Ei des Kolumbus aus dem Hut zaubert. Solche Messen finden immer im Januar statt (Macworld Expo San Francisco, MWSF), sowie im Juli (Macworld Expo New York, MWNY). Außerdem gibt es noch kleinere Messen in Tokio (für dieses Jahr abgesagt) und in Paris (im Herbst). Dazwischen gibt es noch spezielle Events wie die WWDC (World Wide Developers Conference) und die Seybold (Fachmesse für die Druckindustrie). Auf all diesen Messen wurden in Steve Jobs’ Keynote bereits neue Produkte, Hardware wie Software, vorgestellt.
Diese Geheimniskrämerei ist natürlich der ideale Nährboden für Gerüchte. Zu den besseren Gerüchtesites gehören macrumors.com und thinksecret.com. Während Thinksecret eigene Gerüchte lanciert und recherchiert, fasst Macrumors auch Gerüchte von anderen Sites (einschließlich Thinksecret) zusammen und führt Buch über die Trefferquoten. Als deutsche Site, nicht nur für Gerüchte sondern zum Mac generell, kann ich Mac-TV empfehlen. Jeden Sonntag um 21 Uhr gibt es sogar eine Live-Sendung (und das hat nichts mehr mit ruckelnden Bildchen wie früher zu tun). Ich glaube, dass dieses Katz-und-Maus-Spiel zwischen Apple und seinen Usern, der Community, auch stark zum Zusammenhalt dieser Gemeinschaft beiträgt, oder, etwas sachlicher ausgedrückt, zur Markentreue (siehe dazu auch die Wired-Artikel »It’s all about the Brand« und »For Mac Users, it takes a Village«).
Ebenfalls legendär ist Jobs’ »One more thing«, bei dem er kurz vor Schluss seiner Rede noch ein großes Ding aus dem Hut zieht.

Wie dem Leser dieses Weblogs nicht ganz entgangen sein dürfte, findet in Kürze wieder eine Macworld statt, und zwar die MWSF am kommenden Dienstag.
Wenn Steve Jobs am 7. Januar um zehn Uhr Ortszeit (Pacific Time, 18 Uhr deutscher Zeit) in San Francisco die Bühne betritt, wird Apple die ca. zweistündige Keynote live per Quicktime-Stream übertragen. Die Adresse ist apple.com/quicktime/qtv/mwsf03
Mac-TV wird ab 17 Uhr senden und nach Abschluss der Keynote für eine Sondersendung zurück sein.

Die Spekulationen schießen ins Kraut
Die neuesten Gerüchte bei Thinksecret besagen, dass es zur MWSF keine neuen iMacs, emacs oder Displays geben wird. Das wäre schon ein Schock: mit neuen Power Macs hat niemand ernsthaft gerechnet. Aber die iMacs sind überfällig für einen sogenannten »Speed-Bump« (etwas höhere Geschwindigkeit). Die neuen TFT-iMacs wurden vor genau einem Jahr (zur MWSF 2002 am 7. Januar 2002) vorgestellt, mit Prozessortaktungen von 700 und 800 Megahertz. Im Juli, auf der MWNY 2002, kam zum ursprünglichen 15-Zoll-Modell noch eines mit 17-Zoll und SuperDrive (DVD-Brenner) hinzu. Aber ansonsten blieb der iMac unverändert, weswegen ein Speed-Bump fast schon zwingend ist. Für den eMac (alter iMac, aber mit 17-Zoll-Röhrenmonitor) interessiere ich mich nicht so, deswegen kein weiterer Kommentar dazu. Neue Displays sind eigentlich auch fällig. Die jetzige Reihe sieht so aus: 15 Zoll, 17, 22 und 23. Das 15-Zoll-Modell kauft kein Mensch. Zwischen 17er und 22er ist die Lücke zu groß, da muss noch ein 19-Zöller rein. Die neue Reihe könnte also so aussehen: 17, 19, 22, 23. Wenn es wirklich so kommt, würde mich das schon enttäuschen, denn ich sitze hier seit Ende November nur mit einem 12-Zoll-iBook (1.024×768er Auflösung, G3-500-Prozessor und 256 MB RAM) und wollte mir nach der Keynote eigentlich einen 17-Zoll-iMac (1.440×900 Pixel) mit SuperDrive kaufen. Das iBook ist ein geniales Rucksack-Notebook, aber als Desktop-Ersatz etwas ungeeignet. Ich müsste meinen Kauf noch um einen Monat aufschieben. Dass tatsächlich keine neuen iMacs kommen, ist freilich nur ein Gerücht. Das Problem ist: Thinksecret hat eine überdurchschnittlich gute Trefferquote. Zum Beispiel hat Thinksecret alle von ihnen als »sicher« vorhergesagten Ergebnisse der MWNY 2002 richtig getippt und auch in Bezug auf Software-Ankündigungen (inkl. Screenshots) liegt Thinksecret in der Regel richtig.
Ein weiteres Rumor lautet: Apple wird für die nächsten Updates von iDVD, iPhoto und iMovie Geld verlangen. Alle drei Updates sollen als Bundle für 50 USD angeboten werden, evtl mit einem Nachlass für .Mac-Abonennten. Wenn das zutrifft, dann ist die gute Nachricht: es wird Updates für diese drei Anwendungen geben, und das ist insbesondere bei iDVD und iMovie mehr als reif. Die schlechte Nachricht, dass man für die Updates in die Tasche greifen muss, erschreckt erstmal, weil Mac-User bei der Vorstellung von neuen »iApps« Steve Jobs’ Worte »How much do we charge for this application? It’s a free download.« gewohnt waren. Und auch Updates von z.B. iTunes oder iCal waren bislang kostenlos. Aber bei näherer Betrachtung stellt man fest, dass das auch bei den bisherigen Updates von iDVD und iMovie so war und das jetzt eben nur iPhoto dazu kommt. Bei neuen Macs werden die aktuellen Versionen natürlich kostenlos beiliegen.

Man darf dennoch gespannt sein, was am Dienstag passieren wird. Meine Erwartungen an die MWSF habe ich bereits am 09.12.02 aufgeschrieben.

Erschienen am Sonntag, 05.01.2003 @ 17:40 | Kommentare deaktiviert
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Dienstag, 07.01.2003

MWSF: Countdown läuft

Noch 12 Stunden.

Erschienen am Dienstag, 07.01.2003 @ 6:02 | Kommentare deaktiviert
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MWSF: Noch 10 Stunden

Um 18 Uhr betritt Steve Jobs in San Francisco die Bühne. Wem das nichts sagt, sollte meinen Eintrag von Sonntag durchlesen. Die Adresse für die Übertragung von Apple: apple.com/quicktime/qtv/mwsf03
Mac-TV sendet vor der Keynote ab 17 Uhr live (kostenlos Registrierung erforderlich) und »gleich, nachdem Steve Jobs uns den Rücken gekehrt hat, sind wir wieder da.« Der Clou: Alle Live-Sendungen bei Mac-TV, die Vorberichterstattung um 17 Uhr und die Nachlese ab ca. 18 Uhr, sind heute kostenlos!
Ich weiß nicht, ob ich es bis 17 Uhr schaffe. Ich muss nach wie vor dienstags und donnerstags am Nachmittag zur Bestrahlung bei meinem Hautarzt aufkreuzen. Termin um 16:15 Uhr, Busse raus um 16:27 (an 17:04) oder 16:47 (an 17:23).

Im Endspurt haben sich die Gerüchte nochmal überschlagen: Jetzt ist (nur nicht bei Thinksecret) doch von neuen Powerbooks (zusätzliches Sub-Modell mit 12 Zoll und ein großes Modell mit 17 Zoll) die Rede sowie von FireWire 2 (und wenn’s eine neue Schnittstelle gibt, machen ja wohl auch neue Geräte Sinn). Die Spannung ist groß wie nie, denn, wie Jörn auf Mac-TV schrieb:

»Vielleicht wird Apple ein Feuerwerk an tollen Produkten entfachen, viellecht geht es auch zwei Stunden lang um Dot-Mac und Maya 4.5. Niemand weiß das. Aber selten gab es so viele Möglichkeiten und Eventualitäten wie dieses Mal.«

Diesmal ist wirklich alles drin, zwischen Enttäuschung und Begeisterung.

Die Apple-User schauen sowieso zu (denen kann ich aber die Analysen von Mac-TV nach der Keynote nur wärmstens empfehlen), aber das hier geht an die PC-Nutzer da draußen: Wenn Ihr heute zwischen 18 und 20 Uhr noch nichts vor habt, dann seht Euch die Keynote an!

Erschienen am Dienstag, 07.01.2003 @ 8:02 | Kommentare deaktiviert
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MWSF: Schutzräume aufsuchen, es geht los!

Bin um 17:10 heimgekommen. Es geht los, Mac-TV sendet bereits!

Erschienen am Dienstag, 07.01.2003 @ 17:17 | Kommentare deaktiviert
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MWSF: Protokoll der Keynote

In der Fortsetzung steht das genaue Protokoll der heutigen Keynote, hier zunächst die Ergebnisse:

Neue Software:
- Final Cut Express (299 USD, ab heute erhältlich)
- iPhoto 2 (kostenlos, ab 24.1., als Download)
- iMovie 3 (kostenlos, ab 24.1., als Download)
- iDVD 3 (49 USD im Bundle mit iPhoto, iTunes & iMovie, ab 24.1.)
- Safari (Beta, kostenlos, ab heute als Download)
- Keynote (99 USD, ab heute erhältlich)

Neue Hardware:
- 17″-Powerbook
- FireWire 800
- Airport Extreme
- 12″-Powerbook

Industry firsts:
- beleuchtete Notebook-Tastatur (”When do you guys stop thinking of cool stuff?”)
- Firewire 800 überhaupt und an einem Notebook
- Slot-loading DVD-Brenner in einem 12″-Notebook
- 54 MBit/s WLAN
- Integration von Digital Hub-Anwendungen (Foto, Musik, Video, DVD-Authoring)
- Notebook mit 17″ Display
- Bluetooth-serienmäßig in einem Notebook (oder täusche ich mich da?)

Ein ausführlicher Kommentar von mir folgt.

 
 
[Ereignisse chronologisch aufsteigend, neuere Einträge stehen weiter unten.]

17:45, der Stream wird übertragen. Gezeigt wird die Halle und das Messegelände, über das Unmengen von Leuten strömen. In den ersten Reihen des Vortragssaals sitzen bekanntere Apple-Manager (z.B. Avie).
Mein TextEdit zum Mitprotokollieren ist bereit.
Die Redezeit ist mit zweianderthalb Stunden veranschlagt (bisherige Keynotes nur zwei Stunden).

18 Uhr: einer Durchsage, man möge die Sitzplätze einnehmen.

18:07, eine Durchsage, man möge alle Cellulars (zu deutsch: Handies) und Pagers abschalten, die Keynote würde in Kürze beginnen.

18:08, die Keynote beginnt mit Louis Armstrongs “Wonderful World”, der Saal wird abgedunkelt. In den Stream wird ein Copyright-Hinweis eingeblendet. Die Kamera zeigt wieder den dunklen Saal.

18:10, “Wonderful World” ist zu Ende, Steve Jobs betritt die Bühne. Dunkler Pulli, Blue Jeans, weiße Turnschuhe, wie immer.

Applaus.

“We’ve got two Macworlds worth with stuff today.”

15.000 Streams derzeit (oder 50.000?), einer auch in den Vatikan.

Updates:

Switcher-Campaign:
Applaus beim Bild von Ellen Feiss.
apple.com/switch wurde seit Sommer 2002 von 7,8 Millionen Surfern besucht, davon 68% mit Windows-Betriebssystem.
New word to the vocabulary: “Switcher”

Retail Stores:
Erster Store vor 20 Monaten eröffnet, inzwischen 51 Geschäfte. 85 Millionen Menschen leben im Umkreis von 50 Meilen zu einem Store.
Steve zeigt die Stores in New York und L.A.
Letztes Quartal (Okt.-Dez.): 148 Millionen USD Umsatz in den Stores, liegt laut Steve im Plan. 50% der verkauften Computer in den Stores gehen an Windows-Switchers.
Besucher im Dezember: 1,4 Millionen, entspricht 20 Macworlds.

X for Teachers:
290.000 Lehrer haben kostenlos OS X bekommen. Programm endete am 31.12.02, wird aber bis Ende März verlängert.

iCal und iSync:
Letzte Woche wurden beide geupdatet: iCal auf 1.0.2 und iSync auf 1.0
1,1 Millionen Downloads von iCal seit dem Sommer (wurde im Juli vorgestellt).
Websites mit veröffentlichen Kalendern kommen auf.
iCal 1.0.2 fixt einige Bugs und verbessert die Geschwindigkeit.
iSync war eine public beta. Steve betont die Wichtigkeit dieser Applikation.
“You hear a lot more about these two apps this year.”

.mac:
Kurze Einführung in das Paket.
Kostet 99 USD pro Jahr, weil es nicht kostenlos für Apple ist.
Seit 4 Monaten gebührenpflichtig, inzwischen 250.000 Abonennten.
“We got some feedback.”

iPod:
“Walkman of the digital age”
iPods werden erst seit 14 Monaten verkauft. Bisher 600.000 Stück. Einer pro Minute seit November 2001.
#1 mp3-Player in USA und Japan. In Japan 42% Marktanteil.
Viel Zubehör, heute wird ein neues von Apple vorgestellt.
Zusammenarbeit mit Burton, um eine Snowboard-Jacke zu entwickeln, mit einer speziellen iPod-Tasche. “That’s not, what’s cool about it. This is cool about it:” Fernbedienung im Ärmel!
499 USD, gibt’s aber nur im Apple Online-Store, Limited Edition. “I got mine.”

Alle Updates erledigt.

18:22

Mac OS X:
[Ein Tempo legt der heute vor...]
Kurze Einführung in Jaguar.
Aktuell 5 Millionen “active” OS X-Users.
Ziel: 9 bis 10 Millionen in 2003.
“Eine wichtige App fehlt noch, und wir alle wissen, welche das ist.”

Promo-Aktion: verlängert bis 7. April (Office mit einem neuen Mac für nur 199 USD zusätzlich).

QuickBooks 5.0 for Mac seit wenigen Wochen erhältlich.
Nascar mit ForceFeedback einige Wochen her.
Virtual PC 6 seit wenigen Wochen erhältlich.
Director auf OS X seit wenigen Wochen erhältlich.

Heute wird angekündigt: “Pro Tools”
Dave Lebolt von Digital Design betritt die Bühne, um “Pro Tools” zu erklären.
“Pro Tools” ist eine Audio-Software (Mixer).
Eric Clapton, Madonna, Dr. Dre, NIN u.a. benutzen Pro Tools. 495 USD für Einsteigerversion.
Kurze Demo von Dave Lebolt.
“Let’s add some DSP-madness.”

18:30

Steve Jobs ist wieder auf der Bühne.

Final Cut Pro.
“#1 Pro video editing software in the world.”
Preiswertestes Videoschnittprogramm überhaupt, kostet aber trotzdem noch 1.999 USD.
Deswegen eine neue Software mit etwas weniger Pro-Features: “Final Cut Express” (FCE).
Phil Schiller kommt für eine Demo auf die Bühne.
Sieht wie Final Cut Pro aus. Arbeitet laut Phil auch so (das selbe Interface).
Unlimited Layers.
Das selbe Dateiformat wie bei Final Cut Pro. Kann auch iMovie-Projekte importieren.
Über 200 Effekte und Übergänge. Echtzeit-Encoding ohne zusätzliche Hardware.
FCE hat Farbkorrektur eingebaut.
18:33, Steve wieder auf der Bühne.
“Die Kunden wollten wie ein Pro schneiden, aber nicht so viel ausgeben.”
Preis: 299 USD.
Verfügbar ab heute!

Ab heute kein Booten mehr der Hardware in OS 9 möglich.
9 kann aber in Classic gestartet werden.

Next: Talk about the Digital Hub.
All our music is going digital.
Digital Hub wurde vor zwei Jahren angekündigt: “We have delivered”: iPhoto, iTunes, iMovie, iDVD.
Viele andere haben darüber gesprochen, aber nur Apple hat geliefert.
“Nur Apple hat die vier Schlüssel-Applikationen entwickelt.
Wir haben gelernt, dass Ihr Eure Musik in Euren Diashows und Filmen verwenden wollt. Eure digitalen Bilder in Euren Filmen.”
Bisher waren die iApps nicht voll integriert.
Nun sind sie integriert.
Wir machen für den digitalen Lifestyle die iApps, was MS Office für “productivity” ist.
Bisher einige hidden features in iTunes 3, die heute offengelegt werden. Wir konnten bis heute nicht darüber sprechen.
iPhoto ist die “digitale Schuhbox” für Ihre Fotos. Bisher 6 Millionen Downloads in 12 Monaten. Heute wird iPhoto 2 vorgestellt, mit Integration in iTunes. Archivierung zu CD und DVD möglich.
Demo von Steve. Schluck aus seiner Wasserflasche.
Kein Share-Button mehr, noch bequemer gemacht.
Bei Diashows kann jetzt Musik aus iTunes abgespielt werden. Jetzt eine Demo, wie eine Diashow auf DVD gebrannt werden kann. “iDVD 3 launches, which we will talk about in a minute.”
Jetzt eine Demo von “One-click Enhance”. Cool: Ein Klick auf Enhance und ein Foto wird aufgehellt. Consumer digital cameras bekommen die white balance nicht gebacken. Mit One Click Enhance kann man auch einen Schneemann im Garten etwas besser herauskommen lassen.
Nächstes Feature: Retouch Brush. Kann z.B. eine Narbe im Gesicht verschwinden lassen. Quasi Photoshop für den Endkunden.
Neue Features:
- Full integration in iTunes
- One-click Enhance
- Retouch Brush
- Archive to CD & DVD

iMovie:
12 Millionen Downloads.
Heute wird iMovie 3 vorgestellt.
Voll integriert: Fotos aus iPhoto, Musik aus iTunes.
Neue Features:
- Chapters (Kapitel)
- “Ken Burns effect”
- precise audio editing.
Demo von Steve von iMovie 3.
Neues Interface: Nimmt nicht den ganzen Bildschirm ein, sondern ist ein Fenster. Neue Timeline. Einfacher Import von iTunes-Musik (einzelne Dateien oder Playlists) möglich.
Soundeffects von Skywalker Sounds (George Lucas, Star Wars).
Audio-Editing: Lautstärke im Clip ändern etc.
Ken Burns effect: In iMovie 3 kann über ein Foto aus iPhoto gescrollt werden. Wenn gewünscht, können auch noch Titles drübergelegt werden.
Whole bunch of new titles, transitions…
Kurze Demo noch der Kapitel.
“Exporting out of iMovie wasn’t fun.”
Ein Klick auf “Create iDVD project”, und iDVD 3 wird geöffnet. iDVD verwendet die in iMovie definierten Kapitel!
[Applaus im Publikum.]

iDVD 3:
680.000 Kopien verteilt. Heute wird iDVD 3 vorgestellt.
Features:
- volle Integration mit iTunes, iMovie und iPhoto
- 24 neue Themes
- Scene Selection (Kapitel aus iMovie übernehmen)
Demo von Steve.
Die neuen Themes zeigen nicht mehr nur in kleinen Rahmen das Video an, sondern verändern die eigenen Videos auch, z.B. ein “Projektor von 1953″-Effekt, Picture-in-Picture, Brush Strokes…
Per Klick einfach eine Musikdatei aus iTunes nehmen, um den Soundtrack für das DVD-Menü zu machen…
19:00 Uhr, Keynote läuft seit 50 Minuten.
Diese neuen Themes sind wirklich der Hammer, ich kann die Demo jetzt aber nicht so schnell beschreiben. “You can do this stuff! You can do it on your Mac!”
Preise für DVD-Rohlinge werden auf 3 USD pro Stück gesenkt. Könnte laut Steve Jobs bei 1 USD pro Stück sein.

Name für die integrierte Suite: “iLife”
For a new digital lifestyle and it all works together.
Verfügbar ab 24. Januar. Gebundelt mit neuen Macs.
Kostenlos downloadbar: iTunes 3 (keine neuer Version), iPhoto 2, iMovie 3. iDVD kann wg. der Download-Größe (hunderte MB wg. der Themes) nicht kostenlos sein. Alle vier Apps inkl. iDVD im Bundle für 49 USD. Oder alle kostenlos bei neuen Rechnern dabei (iDVD nur bei Rechnern mit DVD-Brennern).

Neue App: “Safari”
“The turbo browser for OS X”
“We have done our own browser and it’s hot.”
Zwei Gründe:
1.: Speed (fastest browser on the Mac)
IE 5.3.3, Netscape 7.0.1, Chimera 0.6, Safari beta
Ergebnisse zum Laden einer Seite: Safari 3x schneller als IE/Mac.
Javascript-Test von iBench: 2x schneller als IE/Mac.
Launch-Times: 40% schneller als IE
2. Grund: Innovate, “The best browser ever”
Google ist in der Toolbar integriert.
Metall-Oberfläche.
Demo von Steve Jobs.
Bin sehr gespannt wg. der rendering engine. Basiert er evtl auf Gecko? Apple hat ja einen Chimera-Entwickler (basiert auf Netscape Gecko) abgeworben.
Demo: Rasend schneller Seitenaufbau (Wired, Yahoo, eBay…).
Quicktime- und Flash-Integration.
Bookmarks Bar: Drag’n'Drop. Coolest thing: Seite zur Bookmark Bar hinzufügen: In die Leiste draggen oder einen Knopf drücken. Sheet kommt runter, um es ggf. umzubennenen (das ist wirklich einfacher, als nach dem Hinzufügen irgendwo hineinzugehen und den Namen zu ändern).
Bookmars Library sieht ein wenig aus wie iTunes: “Wir dachten, diese Metapher eignet sich wunderbar für Bookmarks.” Alle Website-Einträge des systemweiten Adressbuchs stehen auch in der Library.
Google-Integration: Suchbegriff einfach in die Toolbar eingeben, wie im Finder oder in iTunes.
Über 10 Mio. Websites, sorry, dass wir Safari nicht mit allen testen konnten. Aber es ist ein Bug-Button eingebaut, um eine Meldung an Apple zu schicken.
[Von einem Pop-up-Blocker hat er noch nicht gesprochen, das würde ich mir noch wünschen.]
“Safari is based on Standards”
Basiert auf open source-Rendering Enginge. Arbeiten begannen vor einem Jahr.
“Open Source: We think it’s great!”
Die Apple-Verbesserungen fließen in die Codebase des KHTML-Projekts (von KDE) ein.
Läuft nur auf Jaguar (OS X 10.2)
Beta release, free download ab heute.

Neue App: “Keynote”
Präsentations-Software.
“Keynote was built for me.”
Wird seit einem Jahr von Steve Jobs zu jeder Keynote beta-getestet.   :-)
Demo von Steve Jobs.
19:20, bisher nur über Software gesprochen.
Die Slideshow von Steves heutiger Keynote hat 500 slides.
Text, graphics, compositing.
Anti-Alias-Text, stufenlos.
Arbeitet mit Master-Slides.
Alpha-Support.
Stufenlose Skalierung und Rotation von Objekten.
Transparenz (nicht nur an oder aus, sondern stufenlos).
Objekte können arrangiert werden.
Unterstützung von PDF, TIFF, JPG, PSD, Flash…
Tables & Charts
Bildergallerie mit über 100 Bildern (und die sehen wesentlich besser aus, als die Clip-Arts von Office…)
Tabellen können rotiert werden, oder Aufbau nach Zeilen oder Spalten.
Kleine Tabellenkalkulation eingebaut, für Charts.
“Die meisten von uns können sich keine Grafikabteilung leisten.” Deswegen sind Themes eingebaut. Wie auch in iDVD, verwenden die Themes die Fotos aus iPhoto, um sie für die Themes zu verändern.
Steve zeigt verschiedene Themes. Das “Apple-Theme”, mit dem Steve seine Keynotes bestreitet, war noch nicht dabei (kann man sich aber auch selbst bauen).
“Pro-quality transitions.”
Überblendungen, Wipe, Push, Pivit, Drop, Twirl, 3D mosaics, Flips, Cube…
Ist möglich durch Quart und OpenGL.
Insgesamt sehr viel Eyecandy, da kann PowerPoint nicht mehr mithalten (hoffentlich wird das nicht auch so missbraucht wie PowerPoint; es geht auch einfach, wie Steve Jobs zeigt).
Kompatibilität: Import und Export von/zu PowerPoint.
Export auch in PDF und Quicktime.
Open file format, XML-basiert. 3rd Parties sollen Applikationen dafür entwickeln. Dadurch automatische Generierung von Präsentationen möglich.
Läuft ab Jaguar (OS X 10.2).
Preis: 99 USD, ab heute erhältlich. Es wird eine Box gezeigt, scheint es nicht als Download zu geben (wohl wg. der Themens).
Den Anwesenden im Saal wird eine kostenlose Kopie mitgegeben.

Two years ago…
wurde ein wichtiges Produkt für Apple hier in Frisco vorgestellt: das Titanium Powerbook.
“#1 lust object”
Jeder Reviewer sagt heute immer noch: #1 notebook in the industry.
Wir glauben daran, dass Notebooks irgendwann Desktops in den Verkaufszahlen überholen.
Wir möchten mehr Desktops durch Notebooks ersetzen. Wie machen wir das?
“Stuff it up a notch to attract more people.”
Neues 17-Zoll-Powerbook!
Weltweit erstes 17-Zoll-Notebook überhaupt (industry first).
“It’s stunning.”
Dicke im geschlossenen Zustand: Ein Zoll.
Auflösung: 1.440×900 widescreen (16:10), wie 17″-iMac.
“You got a desktop that is one inch thick one the road.”
Beleuchtete Tasten, industry first! Mit Sensoren, um die Tastenbeleuchtung einzuschalten, wenn die Umgebung dunkler wird.
Gewicht: 6,8 Pfund. Konkurrenz: 8-10 Pfund.
Neues Material: AI
Gravuren, nichts aufgemalt.
1 GHz G4, 1 MB L3-Cache
Sloat-loading Superdrive
GeForce 440 Go, 64 MB
“Now something new: Today we announce FireWire 800!”
Anschlüsse: 2x USB (einer an jeder Seite), 1x FW400, 1x FW800, 1x GB-Ethernet, PCMCIA, Line-In, Headphones, most wirelessly equiped notebook in the world: Bluetooth und Airport built in.
Bisher hat Apple 2 Mio. Airport-Produkte verkauft.
Bisher 11 MBit/s bei Airport, ab heute 802.11g, “Airport Extreme”, 54 MBit/s.
Apple kam mit 802.11b. Manche Firmen kamen mit inkompatiblem 802.11a (auch 54 MBit/s). Apple ignorierte das und wartete auf 802.11g, das ab- und aufwärtskompatibel ist.
Verbesserte Antennen im neuen Titanium: Reichweite wie beim iBook.
Neue Airport-Basis: Bis zu 50 User, Wireless Bridging, USB printing (USB-Port an der Basis, um einen Drucker anzuschließen). Preis der neuen Basis: 199 USD.
Lithitum Prismatic-Akku im neuen Powerbook: 4,5 Stunden Laufzeit.
512 MB RAM, 80 GB Platte.
Dual-Display Support
Bootet in OS X. Kommt mit QuickBooks gebundelt.
Preis: 3.299 USD (das ist sensationell günstig für so ein Notebook).
Verfügbar: nächsten Monat, im Februar.

One more thing…
One more small thing…
Neues 12-Zoll-Powerbook. Quasi ein Rucksack-Powerbook.
1,2 Zoll dick
4,6 Pfund
Smallest full-featured notebook in the world.
Smaller than the iBook in every dimensions.
Slot-load drive.
1.024×768
867 MHz G4
GeForce 420 Go mit 32 MB
Sloat-load Combo-Drive
Bluetooth built in, Airport Extreme ready (plus 99 USD)
5 Stunden Laufzeit
256 MB RAM, 40 GB Platte
Bootet in OS X. Kommt mit QuickBooks gebundelt.
Preis: 1.799 USD
Most affordable Powerbook ever, erhältlich in zwei Wochen.
BTO: SuperDrive für 1.999 USD (200 USD mehr für DVD-Brenner)
Year of the notebook for Apple.
15″-Powerbook bleibt.
19:57 Uhr
Video wird gezeigt.
20:04, Video ist zu Ende

I got one more thing to show you today (zwei TV-Spots)
1.: Spot zum 17″ Powerbook
Steve: “How can we talk visualy about the largest and the smallest notebook in the world?”
2.: Mini-Me von Austin Powers und ein Riese nebeneinander im Flugzeug. Geil! Publikum gröhlt!

What’s driving us is one thing: Innovation.
“I’ve read some rumor sites and they said, that would be the most boring keynote ever.” Dann zählt Steve die Neuheiten von heute auf. “Sie sollten nicht alles glauben, was sie lesen.”
Steve lobt die Leute von Apple für die gute Arbeit, Publikum applaudiert.

20:10, Keynote ist zu Ende. Hat genau zwei Stunden gedauert.
Zum Ausgang wird eine Cover-Version von “Wonderful World” gespielt.

Erschienen am Dienstag, 07.01.2003 @ 20:15 | Kommentare deaktiviert
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Mittwoch, 08.01.2003

MWSF: Waren die vorhergesagten Ergebisse richtig?

Am 09.12.02 habe ich eine Vorhersage zur heutigen Keynote gewagt. Mal sehen, was davon nach der Keynote tatsächlich eingetreten ist:

Vorhersageeingetreten?
Rückblick (Verkaufszahlen, Downloadzahlen…)JA
War aber auch nicht schwer zu erraten.
Vorstellung von Dritthersteller-Software (MS stellt IE6/Mac vor)JEIN
3rd Party-Software wurde vorgestellt (nur Pro Tools), IE6/Mac war nicht dabei.
Einführung in den Digital Hub (wieder mal)JA
War ebenfalls nicht schwer zu erraten.
iSync finalNEIN
iSync 1.0 wurde bereits einige Tage vor der Keynote zum Download angeboten. Das Adressbuch von .Mac wird seit der finalen Version unterstützt (auf www.mac.com, wie dort angekündigt, zum 7.1. freigeschaltet).
iCal 2 (Performance, Performance, Performance)NEIN
iCal 1.0.1 (und kurz danach 1.0.2) wurde bereits einige Tage vor der Keynote zum Download angeboten. Es gab aber große Geschwindigkeitsverbesserungen.
evtl iChat 2NEIN
iMovie 3JA
Aber von VCD/SVCD-Support war nicht die Rede.
Erklärung, dass und warum OS 9 auf neuen Macs in 2003 nicht mehr läuft JA
neue iMacsNEIN
neue Displays (15" gestrichen, 19" neu)NEIN
One more thing: kurzeVorschau auf 10.3 (erhältlich dann im Sommer)NEIN

Soweit die Dinge, die auf der Keynote hätten passieren sollen. Jetzt dazu, was nach meiner Voraussage keinesfalls eintreten sollte:

Vorhersageeingetreten?
keine neuen Power Macs (auch keine Speed-Bumps)JA
kein FireWire 2NEIN
kein USB 2JA
keine neuen Portables (iBook, Powerbook)NEIN
kein Bluetooth on boardNEIN

Tja, da habe ich ziemlich daneben gegriffen, Macht aber nix, denn ich bin nicht unglücklich darüber, dass meine, im Vergleich zur tatsächlichen Keynote, relativ pessimistische Vorhersage nicht eingetroffen ist. Aber ich bin erstaunt darüber, wie richtig Thinksecret mal wieder lag: Alle mit 100% vorhergesagten Ereignisse traten ein, auch der Apple-eigene Browser, dessen Wahrscheinlichkeit Thinksecret mit 75% angab. Lediglich mit der Voraussage, dass es keine neuen Powerbooks geben würde, lag Thinksecret daneben.

Erschienen am Mittwoch, 08.01.2003 @ 1:23 | Kommentare deaktiviert
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MWSF: Kommentar zur Keynote

Hier also meine Nachbetrachtung zur gestrigen Keynote.

 
 
Zunächst, was mir allgemein aufgefallen ist: Zu Beginn eröffnete Steve Jobs die Keynote mit dem Hinweis, dass man gestern Material für zwei Macworld-Eröffnungsreden hätte. Das war nicht gelogen. Er legteanfangs ein Tempo vor, als sei der Leibhaftige hinter ihm her. Das Publikum war am Anfang zurückhaltend und »ertrug« die iApp-Updates, aber als Apple dann ein neues Ding nach dem anderen auspackte (fing etwa bei der Vorstellung des Browsers an), gab es kein Halten mehr. Am Schluss sagte Steve Jobs, er hätte einige der Rumorsites gelesen. Diese hätten durchweg gemutmaßt, dass das eine der langweiligsten Keynotes überhaupt werden würde. Er fragte das Publikum, ob es das auch so sehen würde, was mit Applaus und Gejohle abschlägig beschieden wurde. Jobs: »Ihr solltet nicht alles glauben, was Ihr lest.«

Ich spreche nun die einzelnen Ereignisse in der Reihenfolge an, in der sie auch auf der Keynote passierten. Die Dinge, die nicht neu sind (News zu Beginn, Verkaufszahlen, OS X…) fasse ich nur kurz zusammen und kommentiere sie nicht. Wer direkt zu den interessanten Stellen will: klicksduhier.

Updates
Jede der vergangenen Keynotes begann mit »Updates« zu aktuellen Dingen, die Apple betreffen: Erfolge von Werbekampagnen und Verkaufsgeschäften, Verkaufszahlen kleinerer oder neuer Produkte. Hier fasse ich mich relativ kurz: Steve Jobs stellte die Erfolge der Switcher-Campaign vor: Die Website apple.com/switch wurde seit dem Start im letzten Sommer von bislang 7,8 Millionen Surfern besucht und 68% davon waren Windows-User. Das Wort »Switcher« sei inzwischen in den allgemeinen Sprachgebrauch aufgenommen worden.
Apple eröffnete sein erstes Ladengeschäft vor 20 Monaten. Inzwischen gibt es 51 Geschäfte (alle in den USA). 85 Millionen Menschen in den USA leben maximal 50 Meilen von einer Filiale entfernt. Im letzten Quartal 2002 wurden mit den Stores 148 Millionen USD umgesetzt (liegt laut Jobs im Plan). 50% der verkauften Computer in den Stores gehen an Windows-Umsteiger. Im Dezember 2002 besuchten 1,4 Millionen Menschen die Geschäfte.
Von iCal und iSync wurden eine Woche vor der Keynote neue Versionen veröffentlicht. Seit dem Juli 2002 wurde iCal 1,1 Millionen mal von Apples Website geladen. Steve Jobs: »You hear a lot more about these two apps this year.«
.mac, seit vier Monaten gebührenpflichtig, hat mittlerweile die angepeilte Zahl von 250.000 Abonennten erreicht. Liegt wohl nicht ganz im Plan; ich meine mich erinnern zu können, dass man diese Zahl wesentlich früher erreichen wollte. Über die Gebühren der vormals kostenlosen iTools sagte Jobs ironisch: »We got some feedback.«
Der iPod verkauft sich sensationell: In den letzten 14 Monaten seit der Vorstellung wurden 600.000 Stück verkauft. Wie viele davon an Windows-User gingen (die Windows-Version wurde etwa ein halbes Jahr später vorgestellt), sagte Steve nicht. Für die Statistiker sagte Jobs noch, dass das einem verkauften Gerät pro Minute seit November 2001 (Datum der Vorstellung) entspricht. In den USA und Japan ist der iPod Marktführer unter den mp3-Playern; in Japan sogar mit einem Marktanteil von 42%. Steve Jobs stellte eine Snowboard-Jacke in Zusammenarbeit mit Burton vor, die es aber nur kurze Zeit in einer limitierten Auflage und nur direkt bei Apple zu beziehen gibt (Heise-Meldung). Der Preis der Jacke (ohne iPod) liegt bei 499 USD (würde sagen, das ist das obere Ende für eine Goretex-Jacke). Der Clou dabei ist die eingebaute Fernbedienung im linken Ärmel (Höhe Handgelenk). Steve Jobs: »I got mine.« Ob’s in der Jacke warm genug für den iPod ist? Unter null Grad Celsius stellt er ja den Betrieb ein…

Mac OS X
Steve Jobs erwähnte kurz, dass ab dem heutigen Tag alle neuen Macs nur noch in OS X booten können. Ein booten in OS 9 ist nicht mehr möglich; 9er Programme können nur noch in der Classic-Umgebung innerhalb von OS X ausgeführt werden. Jobs ließ es sich nicht nehmen, eine Spitze an die Adresse von Quark zu verteilen, die mit ihrer DTP-Software XPress überfällig sind: »Eine wichtige App fehlt noch, und wir alle wissen, welche das ist.« Davon, dass es für Schulen und XPress-User noch bis zum Sommer Macs geben soll, die auch im alten Betriebssystem booten (siehe Heise-Meldung), erwähnte Jobs nichts. Als Begründung für diesen Schritt gab er in einem Satz an, dass es sich Apple nicht leisten kann, noch Ressourcen für die weitere Unterstützung des alten Betriebssystems aufzuwenden; dies sei aus Hardware-Sicht nämlich besonders aufwändig.
Aktuell gibt es 5 Millionen »aktive« OS X-Nutzer. Bis Ende des Jahres sollen es 9 bis 10 Millionen sein. Mit der Zahl von 5 Millionen zu diesem Zeitpunkt liegt man meiner Erinnerung nach im Plan.
Eine Promo-Aktion, bei der man zu einem neuen Mac zusätzlich Microsofts Office für nur 200 statt 600 USD bekommt, wurde bis 7. April verlängert.
Innerhalb der nächsten Minute sprudelte aus Jobs heraus, dass seit Kurzem QuickBooks für den Mac erhältlich sein soll (muss wohl so eine Art »WISO-Sparbuch« für den Ami sein), ebenso das aktuelle Nascar-Spiel, Virtual PC in Version 6 und von Macromedia der Director MX. Ab gestern erhältlich: »Pro Tools« (professioneller Musikmixer) von Digital Design.

Final Cut Express
Der erste Paukenschlag: Steve spricht kurz Final Cut Pro (FCP) an. Er sagt, es sei die »#1 pro video editing software in the world.«. Der Preis von rund 1.300 Euro ist tatsächlich pro und nicht Urlaubsvideo-Heimanwender-freundlich, aber im Vergleich zu anderen professionellen Videoprogrammen eigentlich fast geschenkt. Dennoch: Wer mit iMovie seine Videos schneidet, stößt schnell an Grenzen. Und steht dann da: Mit den Beschränkungen des kostenlosen iMovie weiterleben, oder in den sauren Apfel beißen (zwei Euro in die Wortspielkasse) und für teuer in die Profi-Klasse aufsteigen? Auf Windows, so las ich erst vor drei Tagen, sei man da noch wesentlich besser dran: Da gäbe es von der kostenlosen Dreingabe bei Videokameras über Mittelklasse-Schnittprogramme bis hin zu High End-Lösungen wie Premiere, After Effects oder Avid alles. Diese Lücke auf dem Mac hat nun auch Apple erkannt und geschlossen: Ab sofort ist »Final Cut Express« (FCE) erhältlich: eine abgespeckte Version von FCP für rund 380 Euro (Heise-Meldung). FCE sieht genauso aus wie FCP, fühlt sich genauso an und lässt sich genauso bedienen. Es fehlen lediglich einige Profi-Features, die der fortgeschrittene Heimanwender aber kaum braucht, zum Beispiel Offline-Editing oder die Unterstützung von Formaten jenseits von DV, nämlich HD, SD und Film. Aber ansonsten ist alles dabei, wie unlimitierte Anzahl von Layern, Farbkorrektur, Echtzeit-Encoding und über 200 Effekte und Übergänge oder der fortschrittlichere Title-Generator. FCE bringt schlauerweise das selbe Dateiformat wie FCP mit, außerdem lassen sich auch iMovie-Projekte importieren. Steve Jobs: »Unsere Kunden wollen wie ein Profi schneiden, aber nicht so viel ausgeben.« Netter Nebeneffekt (der auch von Jobs betont wurde): Man kann so für relativ wenig Geld den Umgang mit Final Cut erlernen. Als z.B. Student könnte man sich FCE leisten und später im »großen« FCP nahtlos weiterarbeiten. Jörn von Mac-TV meinte jedoch in der Sendung nach der Keynote, dass er viel mit FCP arbeite und davor warne, FCE auf die leichte Schulter zu nehmen: »Final Cut ist nicht iMovie«, ein Blick ins Handbuch wird sich nicht vermeiden lassen.
FCE ist meines Erachtens eine sehr wichtige Neuankündigung, denn es schließt eine riesige Lücke. Bleibt die Frage, ob es künftig evtl auch ein »DVD Studio Express« gibt, denn in iDVD kann man auch schnell an Grenzen stoßen und »DVD Studio Pro« bewegt sich preislich ebenfalls in FCP-Regionen. Vielleicht mit einer Option, auch außerhalb eines iDVD-Projekts einen DV-Stream in MPEG-2 umzuwandeln?

Digital Hub, iLife
Steve sprach als nächstes die Strategie des Digital Hub an, die vor zwei Jahren auf der Keynote in San Francisco vorgestellt wurde: Man kündigte es an, Apple lieferte aber auch, während andere Firmen nur weiter angekündigten. Kurz gesagt geht die Digital Hub-Strategie so: Der moderne Mensch ist umgeben von vielen kleinen digitalen Gadgets/Devices, die alle Daten beherbergen. Der Mac wird künftig der »digitale Hub« sein und im Zentrum all dieser Devices stehen, quasi die zentrale Steuerzentrale, ohne den diese ganzen Geräte, einzeln für sich gesehen, keinen Sinn machen, die den ganzen Gadgets erst einen übergreifenden Sinn geben. Apple lieferte nach der Vorstellung der neuen Strategie die sogenannten iApps aus (»i«, weil deren Name alle mit einem kleinen i anfängt wie auch bei den Hardware-Geräten für Consumer, und »Apps« von Applications, Anwendungen). iTunes für die Verwaltung der mp3-Musikbibliothek und zur Synchronisierung mit Apples mp3-Player iPod. iMovie für den digitalen Videoschnitt der Urlaubsvideos, die Papi mit der DV-Cam aufgenommen hat. iDVD, um die geschnittenen Filme auf DVD zu brennen, damit man sie am DVD-Player ansehen kann (oder um den Eltern eine DVD mit dem Hochzeitsvideo der heimlichen Hochzeit auf Hawaii zu schicken). Der vierte Vertreter war iPhoto, von dem Steve Jobs bei dessen Vorstellung sagte, es sei das heutige Äquivalent zum Schuhkarton, in dem man früher Papierabzüge aufgehoben hat (»digital shoebox«). Mit iPhoto verwaltet man die Schnappschüsse aus seiner Digitalkamera, kann sie rudimentär bearbeiten (rote Augen entfernen) und anschließend verteilen (»share«), per Diashow am Rechner, als Video-Diashow in Quicktime (zum Brennen auf CD), per Mausklick ins Web auf .Mac stellen oder in Form eines Buchs, das man per Mausklick bestellen kann (nur in den USA).
Später kamen noch weitere iApps hinzu: iCal, eine Kalendersoftware und iSync, ein Synchronisationsprogramm, um die in iCal erstellten Kalender und die im systemweiten Adressbuch gespeicherten Kontakte auf seine digitalen Devices wie Handy, Palm-Handheld oder iPod zu übertragen.
Bislang erschienen iTunes 3, iPhoto 1, iMovie 2 und iDVD 2. Aber alle diese Programme arbeiteten für sich: iMovie ist schön zum Videoschneiden, aber um eine Sounddatei als musikalischen Hintergrund unterzubringen, musste man Klimmzüge anstellen. Die in iPhoto gespeicherten Bilder konnten von iMovie oder iDVD nicht weiterverwendet werden, iDVD konnte keine iPhoto-»Fotoalben« als Slideshow auf DVD brennen und für die Speicherung eines in iMovie geschnittenen Films auf DVD musste dieser zunächst als DV-Stream exportiert und in iDVD wieder importiert werden (und vor allem das Exportieren kann dauern…).
Apple vertieft gestern die Strategie des digitalen Hub, in dem alle vier Hub-iApps miteinander integriert werden, verwoben werden. Der Name für diese Programm-übergreifende Suite soll iLife sein, in Anlehnung an den von Apple propagierten digital lifestyle (Heise-Meldung). Jobs sagte, Apple würde für den digitalen Lebensstil das schaffen, was Microsoft mit Office für die Produktivität geschafft hat [*hüstel*, Anm. d. Red.]
Zunächst kurz die Updates der einzelnen Programme, bevor ich gleich nochmal auf die Strategie zu sprechen komme. Von iTunes gibt es kein Update, denn laut Steve Jobs waren bereits in iTunes 3 Funktionen verborgen, auf die die künftigen neuen Versionen der anderen drei iApps zugreifen können.

iPhoto 2
iPhoto 1 wurde seit seiner Vorstellung vor zwölf Monaten sechs Millionen mal von Apples Website geladen. gestern wird iPhoto 2 vorgestellt. Die wichtigsten Features, außer ein paar oberflächlichen Verbesserungen:
- volle Integration in iTunes
- One-click Enhance
- Retouch Brush
- Archivierung auf CD oder DVD
Integration mit iTunes heißt, dass z.B. Diashows (am Monitor oder als Quicktime-Video) mit einer beliebigen mp3-Datei oder einer Playlist aus iTunes unterlegt werden können. Bislang war das auch keine Freude, nun ist es ganz einfach. Man kann aus iPhoto heraus seine mp3s durchstöbern und auch reinhören, ohne iTunes starten zu müssen. Die nächsten beiden Features sind verbesserte Funktionen zur Bildbearbeitung: Mit One-click Enhance können falsch belichtete Bilder (zu hell, zu dunkel) mit einem Mausklick aufgemöbelt werden. Steve Jobs demonstierte anhand eines Fotos einen Schneemanns im Garten auch die Möglichkeit von One-click Enhance, den Weißabgleich nachträglich etwas aufzubessern, damit der Schneemann nicht weiterhin im ihn umgebenden Weiß ersaufen muss. Retouch Brush ermöglicht es, z.B. Narben von fotografierter Haut zu entfernen. Das vierte Feature war auch schmerzlich vermisst, denn bislang konnte man nur über Umwege seine Fotos auf CD oder DVD bringen (Bilder aus iPhoto einzeln oder als Video exportieren und dann in einem externen Programm wie Toast oder im Finder brennen, oder gleich die ganze Foto-Library selbst auf einen Rohling brennen. Das geht nun einfach aus iPhoto heraus.
Meiner Meinung nach insgesamt ein gutes Update. Die Enhance- und Retuschierfunktionen sind für Photoshop-lose Consumer/Endkunden sicher hilfreich. Die Integration mit iTunes war ebenso überfällig wie die bislang fehlende Möglichkeit, direkt aus iPhoto heraus zu brennen. Ob die Performance-Probleme bei großen Bilddatenbanken mit diesem Update behoben werden, war indes nicht zu erfahren.

iMovie 3
Ein Update, auf das ich lange gewartet habe, ist das gestern vorgestellte iMovie 3. Wobei ich meine DV-Cam erst seit Juli 2002 habe; andere haben noch länger warten müssen. iMovie 2 hatte mehrere Probleme. Es annektierte den gesamten Bildschirm für sich, war keine Fenster-Anwendung. Blöd, wenn das Videofenster mit dem Slider der Zeitleiste unter dem Dock liegt (wird nicht immer zuverlässig automatisch von iMovie ausgeblendet). Einmal in den iMovie-eigenen Papierkorb hineingeworfene Clips ließen sich nicht wieder aus diesem heraus nehmen. Und schließlich der Export nach Quicktime: iMovie 2 hat nie realisiert, dass es unter OS X läuft, denn es beansprucht während des Exports die gesamte Rechenleistung für sich. Man kann natürlich zu einem anderen Programm umschalten, um zum Beispiel seine E-Mails zu lesen, aber iMovie exportierte dann nicht im Hintergrund weiter, wie Quicktime 6 Pro.
iMovie 3 tritt an, um uns zu erlösen: Es ist eine Fensteranwendung, es hat hoffentlich einen richtigen Papierkorb und es kann hoffentlich im Hintergrund exportieren. Die letzten beiden Requests waren leider aus Steve Jobs’ Demonstration nicht ersichtlich, aber ich gehe beim Papierkorb zumindest davon aus, dass man ein seit einem Jahr bekanntes Problem gelöst hat und auf den dritten Punkt schließe ich, indem ich zur Kenntnis nehme, dass auch dieses Update (wie schon iTunes 3 und iPhoto seit Version 1) nur noch unter OS X läuft, nicht mehr unter OS 9. Außerdem aus Jobs’ Aussage: »Exporting out of iMovie wasn’t fun.«
Bislang wurde iMovie 12 Millionen mal gedownloadet. Die wichtigsten Features:
- iTunes-Integration
- Präzises Audio-Editing
- Kapitel
- »Ken Burns-Effekt«
Zu den Features: Wie auch in iPhoto kann man künftig in iMovie ebenfalls einen beliebigen mp3-Song oder eine Wiedergabeliste aus iTunes hernehmen, um diese zum Soundtrack für die eigenen Videos zu befördern. Bislang war es nötig, eine mp3-Datei aus iTunes in Wave zurückzukonvertieren, um sie dann in iMovie zu importieren. War gestern. Dazu gesellt sich das neue Features des genauen Audioschnitts, denn auch dieser war in der Vergangenheit kein Vergnügen. In iMovie 3 lassen sich außerdem Kapitel definieren, die von iDVD übernommen werden. iDVD sorgt dann für eine Aufteilung des Films auf DVD in Kapitel, wie zuvor in iMovie definiert. Apropos iDVD: Kein langwieriger Export mehr zu iDVD nötig: Ein Klick auf »Create DVD« und iDVD startet, um direkt den Film von iMovie zur weiteren Bearbeitung (Codierung im Hintergrund in MPEG-2) zu übernehmen. Den Ken Burns-Effekt hat Apple nach dem gleichnamigen Dokumentarfilmer benannt, der nach Angaben von Steve Jobs davon begeistert war. Burns erfand mit seinem elfstündigen Epos »Civil War die Filmtechnik, in ein Foto hinein zu zoomen und darin entlang zu fahren. Das geht nun auch in iMovie.
Ein sehr gutes Update! Der wegfallende Exportschritt aus iMovie hin zu iDVD spart viel Zeit, denn bisher war der Rechner während eines iMovie-Exports blockiert. Die leichtere Audio-Bearbeitung und die iTunes-Integration sparen nicht nur Zeit, sondern auch Nerven. Und mit dem Ken Burns-Effect bekommt man zusammen mit neuen Übergängen und Titles ein weiteres stilistisches Mittel in die Hand.

iDVD 3
Von iDVD wurden bisher 680.000 Kopien verteilt. Die Software konnte nicht von Apples Website heruntergeladen werden, denn sie lag jedem neuen Mac mit einem SuperDrive (DVD-Brenner) bei. gestern kommt der Nachfolger, iDVD 3. Die Features:
- Integration mit iTunes, iMovie und iPhoto
- 24 neue Themes
Wer hätte es nach der Vorstellung der neuen iPhoto- und iMovie-Versionen geahnt, aber auch die Neuauflage von iDVD arbeitet perfekt mit den anderen drei Programmen zusammen. Aus iTunes lassen sich die Musikstücke für die Untermalung der Menüscreens hernehmen. Fotos aus der iPhoto-Bibliothek sorgen für ein ansprechendes Hintergrundbild, alternativ auch Videos aus iMovie 3 in Zusammenarbeit mit den zwei Dutzend neuen Themes. Wie bereits weiter oben bei iMovie erwähnt, arbeiten iMovie und iDVD nun noch besser zusammen: Es ist kein langwieriger Export mehr aus iMovie nötig, nur noch ein Mausklick auf »Create DVD«, fertig.
Die neuen Themes liefern nicht mehr einfach nur ein statisches Hintegrundbild, auf dem in verkleinerten Versionen die Videos als Menüpunkte ablaufen und ggf. noch eine Hintergrundmusik gedudelt wird, die neuen Themes verändern sich auch mit den Videos, die iDVD aus iMovie angeliefert bekommt. So sind nette Effekte wie »Projektor von 1953« möglich, bei dem das eigene Video aus iMovie einen etwas angestaubten Look für den Menüscreen bekommt. Zusätzlich lässt sich per iTunes-Integration sehr einfach die Hintergrundmusik auch bei den vorgefertigten Themes abändern. Die Demos, die Steve zeigte, waren wirklich beeindruckend: »You can do this stuff! You can do it on your Mac!«
Als Schmankerl wurde außerdem der Preis für Apples DVD-Rohlinge auf drei Dollar das Stück gesenkt. Steve Jobs könne sich vorstellen, dass der Preis in ein bis zwei Jahren bei einem Dollar pro Stück liegt.

Nochmal zu iLife
Alle drei neuen Versionen werden ab Samstag, den 25.1. verfügbar sein (nicht, wie ursprünglich von mir geschrieben, am 24.1.). iMovie und iPhoto als kostenloser Download, iDVD wird es dagegen nur in einer 49 Dollar teuren Box namens »iLife« geben, da es wegen »hunderter Megabytes« nicht zum Download angeboten werden kann (vielleicht auch, um Apples genial einfache DVD-Authoring-Software weiterhin nur an die Kunden zu liefern, die sich auch zum Kauf eines Mac-Modells mit SuperDrive entscheiden). In der Box werden auch die anderen drei iApps (iPhoto, iMovie und iTunes) in den aktuellen Versionen enthalten sein. Neuen Macs liegt die Software kostenlos bei, auch iDVD (nur bei Macs mit SuperDrive).
Da gestern außer neuen Powerbooks keine neue Hardware vorgestellt wurde, die iMac-, eMac- und Power Mac-Linie aber auch der Überarbeitung bedürfen, vor allem, da gestern auch »Airport Extreme» und »FireWire 800« vorgestellt wurden (siehe unten), frage ich mich, ob es Ende Januar nicht nochmal ein größeres Event (evtl in Cupertino) gibt, um auch die restliche Produktpalette auf den aktuellen Stand zu hieven. Das bisherige 15-Zoll-Powerbook-Modell blieb gestern beispielsweise unangetastet und nur die beiden neuen Modelle (siehe unten) sind auf dem aktuellen Stand. Entsprechende Gerüchte über ein Upgrade der gestern vermissten Hardware gab es bereits vor ein paar Tagen bei Thinksecret.
Zurück zu iLife. Ich finde, die voranschreitende Integration der vier Digital Hub-iApps ist ein riesiger Sprung nach vorne, auch wenn das von einigen gestern noch nicht erkannt wurde. Schauen wir uns an, was Microsoft gestern vorgestellt hat: Mit dem Tool »Photo Story« lassen sich digitalisierte Bilder in eine bewegte Diashow umwandeln. Geht mit iPhoto bereits seit einem Jahr. In der neuen Version von Microsofts MovieMaker, das bislang noch nicht mal Titles kannte, gibt es nun statt einer Überblendung gleich 60. Na bravo. iMovie geizt auch nicht mit Effekten und Überblendungen. Aber wie ich schon am 01.11.2002 geschrieben habe, wird der Vorsprung von Microsoft, wenn überhaupt, nur von kurzer Dauer sein. Und wie sich gestern herausstellte, hinkt der neue MovieMaker bereits am gestrigen Erstverkaufstag wieder ein Jahr hinter iMovie her. Und wurde bereits am 1. November angekündigt. Oder wie Steve Jobs gestern sagte (siehe oben): »Während andere nur ankündigen, liefern wir.« Microsoft wartet nach wie vor mit Einzelprogrammen auf, bei denen die linke Hand nicht weiß, was die rechte tut. Angesichts dessen, was Apple gestern vorgestellt hat, vor allem die Integration der Programme untereinander, sollte sich Microsoft in die Ecke stellen und schämen.
Heute war mal wieder ganz deutlich zu merken, dass es bei Computern eben nicht immer nur um höher, schneller, weiter geht, mehr Megahertz Prozessortakt, Megabytes Arbeitsspeicher, Gigabytes Plattenplatz und höhere Drehzahlen beim Lesen und Schreiben von CDs. Das alles ist zwar nicht ganz unwichtig, aber wird vom durchschnittlichen PC-Käufer zu sehr in den Vordergrund gestellt. Apple zeigt, wie man mit ihren Computern Aufgaben erledigt bekommt. Und es beweist wieder mal, dass Apple die einzig innovative Firma in der Branche ist und dass Microsoft immer noch nicht die dahinterstehenden Konzepte begriffen hat, bei dem, was sie kopieren.

Safari
Es folgte gleich der zweite Tritt gegen Microsofts Schienbein, als Steve Jobs das Icon eines Kompasses einblendete und das Publikum fragte: »What’s this?« Die Auflösung folgte prompt: Apple stellt heute seinen eigenen Browser vor (Heise-Meldung). Es gab auch dazu bereits seit längerer Zeit, spätestens, seit vor einigen Monaten einer der Chimera-Entwickler von Apple abgeworben wurde. Chimera, das kurz zur Erklärung, ist ein Browser, der auf der Gecko-Engine basiert, ein Mozilla-Abkömmling (wie Netscape 7). Vorteil gegenüber Netscape oder Mozilla: Die Oberfläche ist an das Betriebssystem angepasst und er ist schneller, weil er überflüssigen Ballast wie Mail-Client und Instant Messenger weglässt, für die man oft eh separate Programme verwendet. Alle Vermutungen gingen daher in die Richtung, dass Apple einen eigenen Browser auf Chimera-Basis herausbringt, aber zur Überraschung aller (nicht nur, dass doch ein Browser vorgestellt wurde) basiert der »Safari« getaufte Browser auf der KHTML-Enginge von Konqueror, dem Browser des Linux-Desktops KDE. Wie sich das gehört, stellt Apple natürlich den weiterentwickelten Code wieder als open source zur Verfügung (Jobs: »Open source: We think it’s great!«). Der Name Safari ist auf den ersten Blick etwas ungewöhnlich für eine Software (andererseits gibt es auch Programme, die »Timbuktu« oder »Dave« heißen). Aber dann auch fast schon wieder naheliegend für einen Webbrowser.
Zu Safari werde ich noch gesondert schreiben. Der erste Eindruck ist sehr gut (seit gestern ist eine kostenlose public beta erhältlich). Laut Steve Jobs wurde Safari aus zwei Gründen entwickelt: Geschwindigkeit und Innovation. Der erste Punkt ist nachvollziehbar, denn, machen wir uns nichts vor, Surfen mit dem Internet Explorer (IE) auf dem Mac ist keine Freude. Ging sogar auf meinem alten Celeron-400 mit 128 MB Speicher und Win2000 noch wesentlich schneller als auf meinem Power Mac G4-733 mit 768 MB unter OS X. Aber Safari ist sogar noch schneller als Chimera. Fraglich ist, wie es mit anderen Browsern wie »der ewigen Beta« Opera und den bzgl. CSS nicht mehr ganz zeitgemäßen Omniweb und iCab weitergeht. Stichwort Innovation: Safari bringt ein nettes neues Feature mit, nämlich die direkte Umbenennung einer Site beim Anlegen eines Bookmarks. Ansonsten gibt es als neu angepriesene Features so oder ähnlich auch schon im IE. Aber bis zur final release oder zur Version 2 kann Apple ja noch nachbessern. IE-Features wie das Scrapbook oder das Abonnement von Bookmarks nutze ich nicht, daher hat Safari gute Chancen, bei mir wegen seiner Geschwindigkeit und Stabilität zum Standardbrowser aufzusteigen (nach dem ersten Start trägt sich Safari etwas frech auch als solcher im System ein, lässt sich aber sehr leicht in den Preferences ändern). Safari kommt übrigens auch mit komplexen CSS-Sites wie dieser hier, meiner kommerziellen Präsenz freimark.de oder zum Beispiel A List Apart zurecht. Im Programm-Menü (Menüpunkt »Safari« ganz links in der Menüleiste, rechts neben dem Apfel-Menü) befindet sich auch eine Option, um Pop-up-Fenster zu blocken, die sich ungefragt öffnen. Per Mausklick angeforderte Pop-ups öffnen sich natürlich trotzdem.

Das Beispiel der Programm-Integration findet sich auch anderswo bei Apple: Beim Betriebssystem, Mac OS X, ist ein systemweites Adressbuch dabei. Apples beigelegtes Mailprogramm greift auf die dort gespeicherten Mail-Adressen zurück, iChat auf die gespeicherten AIM-Namen. Safari zeigt im Adressbuch gespeicherte Homepage-Adressen in einem separaten Bookmark-Ordner an. iSync gleicht die im Adressbuch gespeicherten Kontakte mit Handy, Palm und iPod ab. In Kürze werden die auf der heimischen Platte gespeicherten Adressen per iSync auf den .Mac-Speicherplatz übertragen, um sie auch unterwegs im Internet-Cafe griffbereit zu haben (war gestern kurz online, im Moment heißt es aber »coming soon«). Apples Backup-Programm (bei .Mac dabei) sichert natürlich die Adressdatenbank. Man sieht: Alles aus einer Hand. Mit dem Preis für einen Mac bezahlt man auch für diese Gesamtlösung, die es nirgendwo sonst in dieser weit entwickelten Form gibt.

Keynote
Die Laune des Publikums und von Steve Jobs besserten sich nach der Vorstellung von Safari spürbar und schlug von schweigendem Interesse in Begeisterung um.
Steve Jobs zeigte das nächste ominöse Icon: Ein Rednerpult.
Die nächste neue Software heißt wie diese Veranstaltung: Keynote. Es handelt sich um eine Präsentationssoftware (Heise-Meldung). So viel darf ich schon vorweg nehmen: Eine »presentation software on steroids«, und dabei einfach in der Bedienung und günstig im Preis. Der dritte Tritt gegen Microsofts Schienbein an diesem Tag. Denn Microsoft will natürlich gerne seine Office-Software mit Powerpoint verkaufen, die es auch in einer Mac-Version gibt (mit Word, Excel, Powerpoint und dem Outlook-Pendant Entourage, aber ohne Access). Aber trotz dieser kleinen Sticheleien am gestrigen Keynote-Tag glaube ich nicht, dass dies das Verhältnis zwischen Apple und Microsoft ernstlich trübt. Microsoft darf weiter seinen IE mit allen Macs bundeln und prominent als Icon im Dock platzieren. Irgendwann wird Microsoft auch mit IE6/Mac fertig, der dann wohl wieder mit aktuellen Browsern mithalten kann. Appleworks ist im Funktionsumfang nicht ebenbürtig zu Word und Excel und wurde bei den Gerüchten wegen Staubansatz auch schon heiß für ein Update gehandelt. Profis werden für E-Mails weiterhin Entourage gegenüber Apples Mail vorziehen. Wird alles nicht so heiß gegessen, wie es gekocht wird.
Zur Keynote-Software: Wie alle anderen heute neu vorgestellten Programme läuft auch Keynote nur auf OS X, nicht mehr auf OS 9. Diesen Hinweis werde ich mir aber künftig schenken… Steve sagt über das Programm: »Keynote was built for me.« Er würde seit einem Jahr als schlecht bezahlter Beta-Tester bei Apple arbeiten, da er es seit dieser Zeit auf seinen Reden verwendet. Die Slideshow seiner heutigen Keynote umfasst 500 Slides. Er zeigte eine Demo des Programms: Das Programm arbeitet mit Master-Slides und dank der Eigenschaften von OS X wie Quartz, Quart Extreme und Aqua sind exzellente typographische und grafische Effekte möglich. Wenn ich da an Powerpoint-Präsentationen denke, die mir in meinem Arbeitsleben als Bankkaufmann um die Ohren gehauen wurden, wird mir ganz anders: Powerpoint wirkt im Vergleich zu Keynote wie aus der Computersteinzeit. Keynote unterstützt Anti-Aliasing mit stufenlosen Textgrößen, Alpha-Support (durchscheinende Elemente, aber nicht nur an oder aus, sondern ebenfalls stufenlos). Dank Quartz ist auch eine stufenlose Skalierung und Rotation von eingebetteten Objekten möglich, von denen Apple einen Sack voll mitliefert (ich möchte bitte nie wieder diese unsäglichen Cliparts von Office sehen). Objekte können frei arrangiert und übereinander gelegt werden, es gibt Hilfslinien. Unterstützung von Powerpoint, PDF, TIFF, JPG, PSD, Quicktime und Flash als Importformate, Export zu PDF, Quicktime oder wenn’s sein muss auch Powerpoint (!). Einfache Erstellung von Tabellen und Charts. Tabellen können rotiert sowie nach Spalten oder Zeilen aufgebaut werden. Viele Überblend- und Rotationseffekte sind möglich, natürlich mit korrekter Schattenberechnung. Eine kleine Tabellenkalkulation ist eingebaut, damit man nicht extra das Programm wechseln muss. Insgesamt sieht es danach aus, was Steve Jobs dann auch sagt: »Die meisten von uns können sich keine Grafikabteilung leisten, aber mit Keynote sieht die Präsentation so aus, wie von einer Grafikabteilung gemacht.« Und er hat Recht. Bleibt nur zu hoffen, dass Keynote nicht ebenso missbraucht wird, wie Powerpoint (wie man es richtig macht, zeigt Steve Jobs ja eindrucksvoll). Wie auch in iDVD, verwenden die Themes Fotos aus iPhoto und werden durch die Themes verändert. Keynote speichert in einem offenen, XML-basierten Dateiformat. Jobs erwähnte nur in einem Nebensatz, dass dadurch von Drittanbietern Zusatzprogramme möglich werden, die einem zum Beispiel mit Daten aus dem Inter- oder Intranet morgens automatisch eine Präsentation erstellen. Ich glaube, das hat Potential. Zumindest für Mac-User, denn Microsoft wird wegen Keynote nicht seine Powerpoint-Entwicklung einstellen. Hätte Apple mehr Marktanteil, könnte Keynote Powerpoint tatsächlich den Rang ablaufen. Auf dem Mac wird das ganz sicher geschehen, davon bin ich überzeugt.
Der Preis: Sensationelle 99 Dollar. Das ist im Vergleich zu Office geschenkt, für ein Programm, das um Jahre der Entwicklung von Powerpoint voraus ist! Es ist ab sofort erhältlich, aber nur als Box-Version, nicht zum Download. Allen Anwesenden im Saal wird eine kostenlose Kopie mitgegeben.

One more thing: 17 Zoll-Powerbook
So weit eine überwältigend gute Keynote. Auch wenn Apple heute nur die neue Software vorgestellt hätte, hätte man zufrieden sein können (gab schon Keynotes, die schlechter waren). Doch es kam noch dicker, denn es kam… one more thing.
Steve Jobs sprach kurz über das Titanium Powerbook (15″ Display), das Apple vor zwei Jahren eingeführt hatte (»#1 lust object«) und lies dann einen kurzen Film über die damalige Produktvorstellung zeigen. Jeder Tester sagt heute noch: »#1 notebook in the industry.« Steve Jobs: »Wir glauben daran, dass Notebooks irgendwann die Desktops in den Verkaufszahlen überholen. Wir möchten mehr Desktops durch Notebooks ersetzen. Wie machen wir das? Stuff it up a notch to attract more people.«
Dann stellte er das neue 17″-Powerbook vor: »Ich habe zufällig eins hier.« Ein Bügelbrett von einem Notebook, wahrhaft riesig! Im Prinzip haben die Apple-Designer das Display vom 17″-iMac abgerissen (Auflösung: 1.440×900 Pixel, 16:10 widescreen display) und ans Powerbook drangeklebt, Fast, denn das Display ist noch etwas dünner als beim iMac (die Hintergrundbeleuchtung ist dann wohl nicht so kräftig). Es ist das weltweit erste 17″-Notebook überhaupt, ein »industry first«. Die Dicke im geschlossenen Zustand: ein Zoll (»It’s stunning.«).
»You got a desktop that is one inch thick on the road.«
Aber es kommt noch besser: Wenn die Umgebungsbeleuchtung nachlässt, werden beim neuen Powerbook (das übrigens nicht mehr Titantium heißt, da es aus Aluminium gefertigt wird) die Tasten durch Lichtleiter beleuchtet (ein betatestender DJ sagte dazu: »When do you guys stop thinking of cool stuff?«). Das Gewicht: 6,8 Pfund, bei der Konkurrenz gerne mal 8 bis 10 Pfund. Es gibt keine Aufkleber oder aufgemalten Dinge, sondern nur Gravuren. Innen drin werkelt ein 1 GHz G4-Prozessor mit einem 1 MB großen L3-Cache. Es hat ein slot-loading SuperDrive (DVD-Brenner). Für bewegte Bilder sorgt eine nVidia GeForce 440 Go mit 64 MB Speicher. Und dann zeigt Steve Jobs die Anschlüsse an der Seite und führt mal eben die nächste FireWire-Generation ein: »Now something new: Today we announce FireWire 800!« An jeder Seite gibt es einen USB-Port, außerdem auf der linken Seite einmal FireWire 400, einmal FireWire 800 (hat ein anderes Steckerformat, aber ein Adapter auf FW400 liegt bei), Gigabit-Ethernet. Außerdem ein PC-Card-Slot, Line-In, Kopfhörer-Anschluss. Es ist das »most wirelessly equiped notebook in the world«: Bluetooth und Airport serienmäßig. Täusche ich mich, oder ist Bluetooth serienmäßig in einem Notebook auch industry first? Egal, denn der nächste Punkt, eingebautes Airport (WLAN, WiFi) ist auch industry first: Es handelt sich nicht um das bekannte 802.11b-Airport mit 11 MBit/s Übertragungsrate, sondern um 802.11g mit 54 MBit/s, »Airport Extreme«. Dazu wird es eine neue Basisstation geben, die bis zu 50 User unterstützt und auch Wireless Bridging anbietet. Einen USB-Port hat sie außerdem, um drahtloses USB-Printing per angeschlossenem Drucker zu ermöglichen. Die PC-Industrie kam vor kurzem mit 802.11a (»Don’t ask me, why a comes after b.«), das ebenfalls 54 MBIt/s bietet. Aber die a-Variante ist nur zu sich selbst kompatibel, weswegen sie Apple nicht unterstützt hat und auf die g-Spezifikation wartete, bei der quasi eben erst die Tinte trocken wurde. Denn die g-Spezifikation ist sowohl aufwärts- als auch abwärts-kompatibel. Im neuen Powerbook gibt es jetzt verbesserte Antennen, die nun die Reichweite des iBooks erreichen, an dem sich laut Jobs diesbezüglich die ganze restliche Industrie misst. Der Preis der neuen Basisstation ist 199 USD.
Im Powerbook steckt ein Lithium-Prismatic-Akku mit 4,5 Stunden Laufzeit. Es hat ein halbes Gigabyte RAM und eine 80 GB Festplatte, außerdem natürlich Dual-Display-Support. Bootet nur in OS X, QuickBooks wird mitgeliefert. Der Preis: 3.299 USD, und das ist für ein solches Notebook sensationell günstig. Verfügbar im nächsten Monat.

One more thing: 12 Zoll-Powerbook
Steve Jobs zeigte mit seiner Keynote-Präsentation ein 17″-Powerbook, an dem links und rechts die »überstehenden Kanten« abgeschnitten wurden. Voila, ein 12″-Powerbook, quasi für den Rucksack. 1,2 Zoll dick und 4,6 Pfund schwer. Im Prinzip handelt es sich um ein iBook in einer Alu-Hülle (das neue Powerbook ist aber noch etwas kleiner), nur mit G4-Prozessor und Dual-Display-Support. Das laut Steve »Smallest full-featured notebook in the world.« kommt mit einem slot-loading Combo-Drive für 1.799 USD; gegen 200 Dollar Aufpreis ist auch eine Built-to-Order-Option mit einem slot-loading SuperDrive erhältlich. Das Display ist das vom iBook bekannte: 12 Zoll, 1.024×768 Pixel Auflösung. Innen werkelt ein G4 mit 867 Megahertz sowie eine GeForce 420 Go mit 32 MB Speicher. Der Arbeitsspeicher selbst ist von Haus aus 256 MB groß, die Platte 40 GB. Das »most affordable Powerbook ever« ist bereits in zwei Wochen erhältlich (Heise-Meldung).
Das 15″-Powerbook bleibt unverändert. Anschließend zeigte Steve Jobs ein siebenminütiges Promovideo, in dem Macher und Nutzer zu Wort kommen und die beiden neuen Alu-Books natürlich ausgiebig gezeigt werden.

Steve sagt danach, 2003 sei »the year of the notebook for Apple.« An dieser Stelle erlaube ich mir, mit Kritik einzusetzen. 2003 muss das Jahr des Notebooks für Apple werden, denn bei den Desktop-Maschinen ist wenig Besserung zu erwarten. Der PowerPC 970 von IBM wird nicht vor der zweiten Jahreshälfte verfügbar sein, und so bleibt Apple gar nichts anderes übrig, als die Notebooks aufzumöbeln. Weil er zuvor sagte, Notebooks würden Desktops verdrängen: das glaube ich durchaus, weil immer mehr Menschen ihre Rechenpower unterwegs mitnehmen wollen und weil Notebooks flexibler sind. Ich persönlich könnte mit einem Powerbook als Desktop-Ersatz nichts anfangen: Das Display ist zu niedrig; ich merke es jetzt, während ich seit etwa drei Stunden diesen Text schreibe: Nackenschmerzen stellen sich sehr schnell ein.
Aber davon ab, wie machen sich die Powerbooks? Beim kleinen Modell würde ich sagen, es ist sehr sexy, es ist »das kleine Schwarze«. Für das große Modell fallen mir kaum beschreibende Worte ein… Es ist nicht nur einfach dekadent oder deluxe. Für das 17″-Powerbook kann es nur eine treffende Beschreibung geben: Porno.
Ich weiß gar nicht, wie IBM, Toshiba oder Sony das überbieten wollen. Diamantbesetzte Tasten vielleicht noch, aber sonst fällt mir keine Möglichkeit ein.

Zwei neue TV-Spots
Mit »I got one more thing to show you today« begann das Ende der diesjährigen MWSF-Keynote: Er zeigte zwei neue TV-Spots, die die beiden neuen Powerbook-Modelle in den Mittelpunkt stellen. Der erste ist ein typischer Apple-Spot: nett, aber eigentlich nichts besonderes. Den zweiten Spot kündigte Steve mit den Worten an, man wolle visuell etwas mehr die Unterschiede zwischen beiden Geräten deutlich machen. Das Auditorium und ich zu Hause konnten uns in der darauf folgenden Minute kaum auf den Sitzen halten:
Verne Troyer, bekannt aus den Austin Powers-Filmen als Mini-Me, und der Basketballer Yao Ming, erster chinesischer Profi in die NBA (danke an Kai für diesen Hinweis). Verne, Jahrgang ‘69, ist von relativ kompakter Bauweise, während Yao ein 2-Meter-Riese ist.

Die Keynote endete mit Danksagungen durch Jobs an seine Mannschaft.

Die Mac-TV-Berichterstattung
Ich fasse mich da sehr kurz, weil ich schon lange geschrieben habe. Die Live-Sendungen von Jörn und Co waren mal wieder exzellent und jede Minute wert. Die Mac-TV meinte jedoch in der Wiederholung der Sendung nach der Keynote kann ich nur wärmstens empfehlen. Das Team ging nacheinander die neuen Produkte durch und analysierte sie, unterstützt durch Zuschauervotings. Und amüsant war’s auch:

»Als Final Cut Express vorgestellt wurde, sind wir ja mit dem Gesicht auf die Tischplatte gefallen.«

Niemand hat damit gerechnet, die Marktlücke wurde von Apple genau richtig erkannt, für die Leute, die über iMovie hinaus gewachsen sind.

Fazit
Insgesamt muss ich sagen, dass ich lange nicht so eine gute Keynote gesehen habe. Wir hatten alles: Einen gut gelaunten Steve Jobs (war nicht immer so), ein gut gelauntes Publikum, neue Software, die Vertiefung einer Strategie (Digital Hub durch vorangeschrittene Integration der iApps), neue Hardware (wenn auch nicht sämtliche Hardware überarbeitet wurde, die fällig gewesen wäre) und gleich mehrere »industry firsts«. Da kann man nicht meckern. Ich sehe noch nicht lange Apple Keynotes, vielleicht seit zwei Jahren. Aber ich glaube, das gestern war die bisher beste, die ich gesehen habe. Wobei die Vorstellung der ersten Titanium Powerbooks vor zwei Jahren auch schon ein erhebender Moment war:

»We have the power, they [Sony Vaio] have the sex. We wanted the sex back.«

»Our new Powerbook: Made of Titan, They: Last year’s material [Magnesium].«

Erschienen am Mittwoch, 08.01.2003 @ 10:02 | Kommentare deaktiviert
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Donnerstag, 09.01.2003

MWSF: Deutsche Preise

Die deutschen Preise der neuen Produkte im Apple-Store (=Listenpreise inkl. MwSt):

Software
- iLife: 56,84 EUR
- Keynote: 114,84 EUR
- Final Cut Express: 381,64 EUR

Hardware: Powerbooks
- 12,1″ Combo: 2.202,84 EUR
- 12,1″ SuperDrive: 2.448,70 EUR
- 15,2″ Combo: 2.898,84 EUR
- 15,2″ SuperDrive: 3.478,84 EUR
- 17″ SuperDrive: 4.058,84 EUR

Hardware: iBooks
- 12,1″ CD-ROM: 1.274,84 EUR
- 12,1″ Combo: 1.622,84 EUR
- 14,1″ Combo: 1.854,84 EUR
- 14,1″ Combo+: 2.375,68 EUR (mehr RAM, mehr Platte, AppleCare)

Zubehör
- AirPort Extreme-Karte: 114,84 EUR
- AirPort-Karte (11 MBit/s): 91,64 EUR
- AirPort Extreme-Basis: 288,84 EUR (mit Modem-Port)
- AirPort Extreme-Basis: 230,84 EUR (ohne Modem-Port)
Die alten Airport-Basen gibt es nicht mehr im Apple-Store.

Beim Vergleich mit den amerikanischen Preisen, die Steve Jobs in der Keynote genannt hat darf man nicht vergessen, dass die US-Preise immer ohne Mehrwertsteuer sind. Mit dem Wissen sind die hiesigen Preise teilweise durchaus den amerikanischen ähnlich (der Euro hat ja derzeit etwas mehr als Parität mit dem Dollar), es ist nicht mehr so wie früher, dass da noch eine »Europasteuer« drauf ist. Etwas Schwankungsreserve muss Apple natürlich in seine Produkte einrechnen.

Die iBooks wurden am Dienstag zwar nicht erneuert, aber auch teilweise im Preis gesenkt, da das neue kleine Powerbook natürlich mit den iBooks konkurriert.
Davon ab ist mir aufgefallen, dass die Preise generell gefallen sind. Das erste Titanium-Powerbook (15″, G4-500) hat noch knapp 5.000 Euro gekostet, dafür bekommt man bereits das neue Luxus-Powerbook mit 17″-Display. Die neuen Airport-Karten kosten nun nur noch 114 (54 MBit/s) bzw. 90 Euro (11 MBit/s); für meine Airport-Karte habe ich vor knapp einem Jahr noch 135 Euro bezahlt (11 MBit/s). Für mein iBook (12″, G3-500, Combo) habe ich im Juni 2001 noch 2.300 Euro bezahlt, heute bekommt man für diesen Preis bereits das kleine Powerbook oder das größte iBook in der Deluxe-Ausstattung.
Ist begrüßenswert für Neuanschaffungen, senkt aber den Wiederverkaufswert, der bislang bei Apple-Produkten immer höher war bzw. sich länger hielt, als bei der PC-Konkurrenz.
Eine neue Airport-Basis werde ich mir übrigens nicht kaufen (falls die neuen Karten überhaupt in die alten Slots passen). 11 MBit/s sind zum Surfen schnell genug; aus meiner DSL-Leitung kommt eh nur ein MBit. Und Dateien kopiere ich nicht drahtlos, da schließe ich den einen an den anderen Mac per FireWire im Target-Mode an, da habe ich 400 MBit/s.
FireWire 800 ist aber schon sehr gefällig, denn beim Kopieren von 30 GB per FireWire 400 wartet man schon mal 30 bis 40 Minuten.

Fußnoten:
Combo = CD-Brenner, DVD-ROM in einem
SuperDrive: DVD-Brenner

Erschienen am Donnerstag, 09.01.2003 @ 6:44 | Kommentare deaktiviert
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MWSF: Pressespiegel

Pro
Mac-TV
Wo steht Apple nach der Keynote Januar 2003?

Macguardians
MWSF 2003: Steve rief und alle, alle kamen (mit Fotos)
Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft (mit Fotos)
Die Keynote die niemand erwartet hat
[Anm. d. Red.: Vorteil von Digicams: Fotos sind schnell verfügbar. Nachteil von Digicams: Fotos sehen scheiße aus.]


Neutral
Spiegel
Steve Jobs beschwört das Jahr des Laptops

Handelsblatt
Apple sagt Microsoft den Kampf an

Focus
Innovations-Offensive von Apple
Mit ein paar grauenhaften Fehlern.


Contra
Playback Time
Playback Time

SiliconValley.com
Steve Jobs: Still standing, still evangelizing

Erschienen am Donnerstag, 09.01.2003 @ 6:46 | Kommentare deaktiviert
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Du sollst nicht begehren Deines Nächsten Powerbook…

Die Keynote der MWSF03 ist vorbei und sie fiel für die meisten Leute weit besser aus, als erwartet, auch wenn diese Meinung nicht von allen geteilt wird. Wem das alles nichts sagt, darf ich nochmal meine kleine Einführung in den Kult um die Mac-Messen für Nicht-Macianer zur Lektüre empfehlen. Es war spannend bis zuletzt, es hagelte neue Produkte, sowohl Software als auch Hardware, es war in einigen Punkten sehr überraschend (FCE, Keynote-Software) und in anderen Dingen wurde die pessimistische Einstellung, dass es diesmal ja doch nichts würde, übertroffen (Safari, neue Powerbooks). Sicher, es gab keine neuen iMacs und keine neuen Power Macs. Aber die können auch nicht lange auf sich warten lassen, denn das mittlere Powerbook-Modell ist nach wie vor unverändert und auch an den Power Macs und iMacs fehlen nun die neuen Schnittstellen, die vorgestern eingeführt wurden (Airport Extreme, FireWire 800, Bluetooth). Ich prophezeie, dass es am 25. Januar mehr geben wird als nur die Verfügbarkeit der neuen Versionen von iMovie, iPhoto und iDVD.
Wie ich in meinem Kommentar zur Keynote bereits schrieb, wundert die Ausrufung des »Jahr des Notebooks« nicht weiter. Einerseits, weil der Trend tatsächlich vom Desktop hin zum Notebook zu gehen scheint, nicht nur bei Apple. Andererseits, weil Apple dank Motorola keine andere Wahl hat, als die Portables aufzumöbeln.

Die Keynote ist vorbei und ich habe vieles, was es zu den neuen Produkten und zu Analysen zu Apples Position im Markt gibt nicht nur gelesen, sondern aufgesogen. Und im Nachhinein hat sich Carstens Einschätzung (bzw. die eines Chat-Partners) des typischen Ablaufs des Keynote-Tages als richtig erwiesen:

  1. Bild von Steve Jobs wurde im Schrein mit Swiffer von Hausstaub befreit
  2. Telefonnummer Störungsstelle Telekom/T-Online liegt griffbereit
  3. Stadtwerke haben Strom für heutigen Tag zugesichert
  4. Bank hat Dispo erhöht
  5. Kinder können bei Großeltern »geparkt« werden
  6. Ehefrau wird mit einem Korb Bügelwäsche ruhig gestellt
  7. Powerbook läuft fehlerfrei und wurde nochmal mit ErsteHilfe geprüft

Vor allem der vierte Punkt ist angesichts dieser Keynote sehr wichtig, und nicht nur bei Carsten beginnt das Rechnen, ob man die bei einem Apple-Anhänger nur all zu natürlichen »Haben wollen«-Gefühle durch einen Kauf befriedigen kann.
Wie in meinem Kommentar bereits erwähnt, ist das neue, kleine Powerbook sehr sexy und das große Powerbook ist schlicht Porno.
Obwohl das 17-Zöller wirklich extrem geil ist, fällt mir die Entscheidung, es sicher nicht zu kaufen, nicht all zu schwer. Das Ding ist von seinen Ausmaßen her einfach ein Bügelbrett, ein Backblech. Ich finde so große Notebooks, auch z.B. 16-zöllige in der PC-Welt, einfach nicht sinnvoll, weil man sie nicht wirklich gut transportieren kann. »Dient auch als Desktop-Ersatz«, ja, aber ich brauche einen richtigen Desktop, wie ich mehr als einmal geschrieben habe und gestern wieder erwähnte (ich bekomme Nackenschmerzen, wenn ich ein paar Stunden an einem Notebook schreibe).
Aber das kleine Powerbook reizt mich schon sehr. Das mittlere Modell, mit 15-Zoll-Display, das es ja nach wie vor noch gibt, war bei mir bereits vor anderthalb Jahren in der engeren Wahl für ein neues Notebook (damals natürlich nur mit einem G4-400), aber ich habe mich dann doch für das iBook (G3-500) entschieden, weil das nicht nur billiger war, sondern mit seiner kompakten Bauweise dank seines 12-Zoll-Displays auch wesentlich Rucksack-geeigneter war, und ich pflege das iBook tatsächlich in meinem Rucksack zu transportieren (natürlich noch mit einer kleinen iBook-Saver-Tasche von digitalnoma.de, um es etwas zu schützen). Aber dieses kleine Powerbook…
Es sieht geil aus. Da müssen wir nicht lange drüber reden. Aluminium statt Plastik. Es hat einen G4-867 als Prozessor. Es ist ein voll ausgestattetes Powerbook (u.a. Dual-Display-Support). Aber es ist auch nur ein besseres iBook (12 Zoll, 1.024×768 Auflösung), mein altes iBook tut’s auch noch. Und es kostet 2.200 Euro (Liste), während ich für mein jetziges iBook vielleicht noch 800 bis 900 Euro bekomme (habe es für 2.300 Euro gekauft). Macht einen satten Preisunterschied von 1.400 Euro im ungünstigsten Fall, und einen Desktop habe ich dann aber immer noch nicht, den ich aber brauche (mit 17-Zoll-Display und DVD-Brenner bitteschön). Außerdem kann ich nicht ohne vollwertige Tastatur leben; vor allem die Entfernen-Taste geht mir ab. Ich könnte durchaus beides bezahlen, aber ich will mir nicht beides leisten. Für den neuen Desktop sind 2.000 bis 2.500 Euro einkalkuliert, mein anderes Geld brauche ich aber für andere Zwecke.
Naja, man wird ja mal träumen dürfen. Irgendwann werde ich ein neues Notebook brauchen, und dann kann ich mir ja immer noch ein Powerbook kaufen, das es ja nun endlich in drei statt nur einer Display-Variante gibt.

Erschienen am Donnerstag, 09.01.2003 @ 6:49 | Kommentare deaktiviert
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Obacht!

oder: »Wenn�das�einen�erwischt,�schickt�man�Stossgebete�zum�Backup-Gott.«

Mac-TV berichtet von einem gefährlichen Bug in der Beta-Version von Safari:

»US-Anwender berichten davon, dass die Download-Funktion die kompletten User-Ordner (also den gesamten Account) löschen kann. Daher sollte man die Download-Funktion nicht benutzen, bis die Situation aufgeklärt ist. Safari bietet einen Funktion, welche die Hilfsdateien eines Downloads (komprimierte Dateien, Images usw.) automatisch löscht. Anscheinend wird dabei aber häufig ein falscher Pfad benutzt, sodass der gesamte User-Ordner gelöscht wird. Wir geben an dieser Stelle Entwarnung, sobald das Problem beseitigt wurde.«

Also vorerst in der Safari-Beta keine Downloads vornehmen und gleich mal ein Backup des User-Verzeichnisses machen (das kann man eh nicht oft genug betonen: save early, save often). Bei mir ist der Bug trotz einiger Downloads zum Glück noch nicht aufgetreten.

Erschienen am Donnerstag, 09.01.2003 @ 10:44 | Kommentare deaktiviert
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Samstag, 18.01.2003

Another point of view

Notebooks als Desktop-Ersatz können auch Vorteile haben. Haben hat’s hier die Sicherung rausgehauen und mein iBook lief natürlich mit Batteriestrom weiter. Alle meine Browserfenster noch da, keine Arbeit verloren gegangen. Kurios war, dass ich gerade telefonierte und dann auch das Gespräch gekappt wurde (DECT-Telefon an einer ISDN-Anlage). Mit dem analogen Telefon meiner Eltern konnte ich aber weitertelefonieren, während Verena sich mit meiner Maglite den Sicherungskasten angesehen hat.
:-)

Erschienen am Samstag, 18.01.2003 @ 17:31 | Kommentare deaktiviert
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Montag, 20.01.2003

Kleiner Gag

Künftig ist links in der Navigationsleiste ein Abschnitt »now playing« zu finden. Darin wird angezeigt, welchen Song iTunes, mein mp3-Player auf dem Computer, gerade abspielt. In drei Zeilen wird der Interpret, der Titel und das Album angezeigt. Vielen Dank an Carsten Dobschat, der mich auf das Programm »Kung-Tunes« (Entwickler-Homepage, Versiontracker) hinwies.

Das Programm (für Mac OS X ist kostenlos. Es kann im Hintergrund laufen und sieht in iTunes nach, welcher Song gerade gespielt wird. Es merkt auch, wenn ein neuer Song angespielt wird. Wenn Kung-Tunes eine Veränderung feststellt, schreibt es eine kleine Textdatei auf meinen Webserver. In die Dateien meines Weblogs nehme ich einen kurzen Schnipsel PHP-Code auf, der in der Textdatei nachsieht, was drin steht und diese Information dann in mein Weblog einbaut.
Kung-Tunes kann sehr vielfältig konfiguriert werden und ist einfach zu bedienen.

Erschienen am Montag, 20.01.2003 @ 19:59 | Kommentare deaktiviert
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Beipackzettel für »Keynote«

Apple bietet von seinem Powerpoint-Killer Keynote leider keine Demo-Version an, aber immerhin eine achtseitige Quick Reference (PDF; 1,9 MB) und einen hundertseitigen User’s Guide (PDF; 7,6 MB), beide zu finden im AppleCare Dokument 51960.
Dank an »j.syre«, der in einer Randnotiz auf Mac-TV darauf hinwies.

Erschienen am Montag, 20.01.2003 @ 21:22 | Kommentare deaktiviert
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Freitag, 24.01.2003

Produktpolitik

Zur Meldung von dieser Woche, dass Apples Marktanteil in Europa auf mittlerweile nur noch 1,6 Prozent eingebrochen ist (siehe Meldungen bei Heise und Mac-TV), entwickelte sich im Anschluss an einen Mac-TV-Artikel von Jörn eine teilweise lesenswerte Diskussion. Jörn schrieb in einer Kommentar-Antwort bzgl. Apples Produktpolitik und dem Vorwurf, Mac-User wollten sich als Apple-CEOs versuchen folgende Antwort:

»Ich glaube, einige User sind tatsächlich schlauer als so manche Leute bei Apple. (Gilt natürlich auch umgekehrt.)

Apple glaubte, einen 500-MHz-Cube mit 64 MB RAM für über 7.000 DM verkaufen zu können, und in den Foren haben sich die Leute die flache Hand vor die Stirn geschlagen. Und? Wer hatte Recht?

Apple glaubte, nur mit 15 Zoll sei ein iMac gut. Seit es die 17-Zöller endlich gibt, verkauft sich der 15er am schlechtesten, obwohl Apple uns immer weismachen wollte, dass wir alle halluzinieren. Wer hatte Recht?

Apple war der Meinung, ein Laptop verkauft sich umso besser, je mehr es aussieht wie eine bunte Plastikhandtasche vom Christopher Street Day. Die User haben gesagt: Damit kann ich nicht auf die Strasse. Nun baut Apple ein schlichtes weißes Gerät und hat DEN Megaseller seiner Laptopgeschichte. Wer hatte Recht?

Vielleicht wissen wir nicht so genau, wie man eine Sache erreichen kann. Aber wissen, was am Schluß herauskommen muss, damit wir die Kröten locker machen.«

Abgesehen von Jörns bekannt treffendem Sarkasmus eine sehr wahre Aussage.

Ich schrieb bereits am 09.12.02, dass 2003 für Apple alles andere als leicht wird. Mindestens das erste 3/4 Jahr werden wir keine neuen Höhenflüge bei der Prozessorleistung sehen, da Motorola wie ein Klotz an Apples Bein hängt. Apple muss auf anderen Gebieten punkten. Die neuen Alu-Powerbooks vom Jahresanfangen waren schon mal nicht schlecht.
Und ich gebe immer noch nicht die Hoffnung auf, dass doch noch ein Billig-Cube kommt.

Erschienen am Freitag, 24.01.2003 @ 6:39 | Kommentare deaktiviert
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Dienstag, 28.01.2003

Neue Power Macs

Apple hat heute neue Power Macs vorgestellt:
- Single 1 GHz (Combo-Drive)
- Dual 1,25 GHz (Combo-Drive)
- Dual 1,42 GHz (SuperDrive)
Neuigkeiten bei den Anschlüssen: 1x FireWire 800 (neu), 2x FireWire 400, an der Front: Kopfhörer-Anschluss. Airport-Extreme fähig (AE-Karte optional), Bluetootj ist nur im Top-Modell eingebaut.
Deutsche Listenpreise inkl. Steuer:
- 1.739 €
- 2.435 €
- 3.247 €
Verfügbar ab sofort, das Top-Modell im Februar.

Außerdem wurde, wie erwartet, die Display-Linie überarbeitet: Das 15″-TFT und das kleine Cinema-Display (22″) gibt es nicht mehr, dafür ist ein 20″-TFT dazugekommen.
Die Linie:
- 17″ (1.280×1.024) für 811 €
- 20″ (1.680×1.050) für 1.623 €
- 23″ (1.920×1.200) für 2.551 €
Das 20″-Display kann nur mit OS X betrieben werden. Alle Panels sind digital.

Neue iMacs gab’s heute noch nicht, macrumors.com rechnet aber nach wie vor mit einer Überarbeitung in Kürze. iLife ist noch nicht erhältlich; Thinksecret rechnet mit der Verfügbarkeit ab 3. Februar, inkl. neuer iMacs.

Erschienen am Dienstag, 28.01.2003 @ 15:22 | Kommentare deaktiviert
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Mittwoch, 29.01.2003

Gedanken zu den neuen Power Macs

Einige Dinge fallen bei den neuen Power Macs auf, die Apple gestern in einem silent upgrade vorgestellt hat:

  1. Alle Modelle der Linie wurden um ca. 20% im Preis gesenkt.
    Beim Einsteiger-Modell erreichte Apple dies, in dem u.a. nur noch ein Prozessor verbaut wird; erst ab dem nächsthöheren Modell gibt es Dual-Prozessoren. In diesem steckt auch nicht mehr ab Werk ein SuperDrive, sondern nur noch ein Combo-Drive. Der kleinste Power Mac ist mit 1.740 Euro Listenpreis (brutto) sensationell günstig — das könnte der Billig-Cube werden, den nicht nur ich gefordert habe. Angeblich hat Apple die Lautstärke-Probleme der Power Macs in den Griff bekommen.
  2. Neue Technik an Bord:
    Neben zwei FireWire 400-Ports gibt es nun auch einen Anschluss für FireWire 800-Geräte. FW800 wurde Anfang Januar bei den neuen Powerbooks eingeführt. Bluetooth serienmäßig gibt es allerdings nur im Top-Modell; bei den anderen Power Macs lässt sich Bluetooth per internen Adapter nachrüsten, für stolze 70 Euro. Da hätte Apple meiner Meinung nach nicht knausern müssen. Soweit ich informiert bin, ist Bluetooth eine relativ billige Technologie und meines Erachtens sollte da die Power Mac-Linie komplett auf dem Stand der Technik sein. Es wirft außerdem kein gutes Licht auf die zu erwartenden iMac-Updates: Wenn es Bluetooth built in nur im Top-End Power Mac-Modell gibt, bleibt es dann bei den künftigen iMacs (vorerst) ganz außen vor? Wird es FW800 gar nur im Power Mac und in den Powerbooks geben, aber nicht in der Consumer-Linie? Ansonsten sind die neuen Power Macs natürlich Airport-Extreme-fähig (WLAN nach 802.11g mit 54 MBit/s Übertragungsrate).
  3. Besseres SuperDrive:
    Das SuperDrive brennt DVDs nun mit bis zu 4-facher Geschwindigkeit (lesen mit 8-fach). CDs werden mit 32-facher Geschwindigkeit gelesen, CD-Rs bei 16-fach und CD-RWs mit 8-fachem Speed gebrannt.
  4. Das Design hat sich nicht geändert.
    Neu dürfte aber sein, dass sich an der Front ein Anschluss zur Audio-Ausgabe befindet. Was das genau für ein Port ist und wie das im Zusammenspiel mit den Anschlüssen auf der Rückseite funktioniert, weiß ich allerdings nicht. Manche Leuchte sagen ja, die spiegelnden Chrom-Verkleidungen vor den optischen Laufwerken und die »Ansaugstutzen« unten an der Gehäusefront stören das Design, aber mir gefällt es eigentlich ganz gut. Besser als z.B. der Schlumpf oder der Yikes/Sawtooth. Und natürlich sieht der aktuelle Quicksilver trotz »Zuhälter«-Optik (nicht mein Zitat) immer noch besser aus als jedes PC-Gehäuse, seien sie nun kantig wie eh und je oder neuerdings das Modell Elefantenfuß.
    Apple wirbt mit 4 USB-Anschlüssen am Power Mac, allerdings sind nur zwei davon an der Gehäuserückseite, die anderen beiden finden sich an der mitgelieferten Tastatur.

Wie vielleicht bekannt ist, werde ich mir in Kürze einen neuen Mac kaufen. Im Dezember verkaufte ich nach nur zehn Monaten meinen Power Mac (G4-733), da er mir zu Hause zu laut wurde. Ich überbrücke jetzt mit einem iBook (G3-500). Ich brauche aber noch einen weiteren Computer: Meine Schwester und mein Vater benutzen den Computer intensiv mit, und da kann es schon mal eng werden, z.B. wenn für meinen Vater eBay-Auktionen auslaufen, ich Fernsehsendungen (z.B. »Seinfeld«) via DV-Kamera auf Festplatte aufnehmen möchte oder Verena länger chatten will. Natürlich benutze ich ihn auch für ernsthafte Tätigkeiten. Es war recht bequem, als hier unter’m Schreibtisch noch der Quicksilver stand und Verena das iBook einfach in ihr Zimmer mitnehmen konnte (Airport/WLAN sei dank). Davon ab hoffe ich, demnächst tagsüber in einer Bürogemeinschaft zu sein, und da brauche ich auch einen Rechner (notfalls im Büro einen Power Mac und zu Hause weiterhin das iBook).
Ein neuer, zusätzlicher Computer muss also her. Ich warte natürlich noch ab, bis Apple die iMacs überarbeitet, die nun seit über einem Jahr nicht angerührt wurden (außer, dass das Modell mit 17″-TFT im Juli 2002 dazu kam, aber ansonsten hat sich nichts geändert, auch nicht die Taktfrequenz, seit einem Jahr wohlgemerkt). Wer weiß, welches dann das beste Angebot ist. Aber ich überlege ernsthaft, mir wieder einen Power Mac zu kaufen: Wenn Apple die Lautstärke-Probleme in den Griff bekommen hat, dann geht das für mich in Ordnung. Der Rechner muss nicht nahezu unhörbar wie ein iMac sein, vor allem nicht, wenn er im Büro steht. Aber wenn er so leise ist wie mein alter Celeron-400 (als der Lüfter noch ganz war), dann geht das ok, selbst für zu Hause. Der iMac ist ein feiner Computer, aber er hat einen gravierenden Nachteil: Will man den Computer ausrangieren, weil er mit den wachsenden Ansprüchen nicht mehr mithalten kann, muss man das Display gleich mit zum alten Eisen geben, auch wenn es vielleicht noch sehr gut ist. Entweder, man kauft sich dann wieder ein All-in-One-Gerät oder es wird doch ein separater Monitor (sei es CRT oder TFT) fällig. Meine alte 17″-Röhre von Belinea, die noch bis Mitte Dezember am Quicksilver hing, war sechs Jahre im Einsatz. Und vielleicht hole ich den nochmal aus dem Keller hoch, denn er ist noch gut in Schuss (allerdings habe ich mir schon ein TFT gewünscht, da mir 70 Hertz Wiederholfrequenz ebenso zu wenig sind wie die sichtbare Diagonale des Monitors).
Die jetzt auslaufenden Modelle könnten möglicherweise zu günstigeren Preisen angeboten werden, aber einen der bisherigen Power Macs würde ich nicht mal geschenkt nehmen: Die Total Cost of Ownership wären wegen des zu erwartenden Gehörschadens höher.

Für einen Power Mac (im Gegensatz zum aktuellen iMac) spricht eine ganze Menge:

  • Erweiterbarkeit
    Abgesehen von der größeren Flexibilität, was den Monitor betrifft, werde ich das kaum benutzen. Und der Arbeitsspeicher, denn der Power Mac hat vier Bänke, der iMac nur eine (und eine weitere, die nicht so einfach zugänglich ist). Ich würde dann zur Grundausstattung von 256 MB RAM noch ein Gigabyte dazukaufen. Kostet bei DSP-Memory derzeit 150 EUR pro 512er Riegel.
  • Bessere Systemarchitektur
    Stichworte:
    - Xserve-Architektur
    - 1 MB L3-Cache (beim Top-Modell 2 MB) pro CPU
    - 167 MHz Systembus
    - 2 Prozessoren
    - bessere Grafikkarte (auch austauschbar für Doom 3)

Wenn, dann würde ich nicht das Einsteigermodell nehmen (ein 1 GHz-G4), das nur knapp über iMac-Niveau ist, sondern gleich das Modell eins drüber: Dual-1,25 GHz. Kostet in der Grundausstattung bei Apple direkt 2.434,84 EUR (brutto). Ein DVD-Brenner darf’s aber schon sein, nachdem ich jetzt auch Videos filme. Im Apple-Store gibt es dazu die BTO-Option (built to order): Ich könnte das mittlere Modell mit einem SuperDrive bekommen. Der Preis wäre dann bei Apple: 2.700 Euro. Hui… An sich war mein Limit 2.000 bis 2.500 Euro, möglichst schon mit Erweiterungen (Speicher auf jeden Fall, AppleCare und ggf. Airport-Karte beim iMac). Und ich müsste dann nochmal meinen alten Belinae-Monitor aus dem Keller holen, denn ein 17″-TFT für 800 Euro ist dann keinesfalls mehr drin.
Der kleinste Power Mac (Single-1 GHz) kostet von der Stange 1.740 Euro, mit SuperDrive ziemlich genau 2.000 Euro.

Zwei Prozessoren bringen beim Mac, wie ich inzwischen schon öfter gehört habe, eine ganze Menge: Für Video besonders, aber auch sonst soll das System wesentlich flüssiger zu bedienen sein, da Mac OS X wohl recht gut für den Mehrprozessor-Betrieb geeignet ist.

Naja, mal abwarten, was die nächsten iMacs bringen.
Bin aber für Empfehlungen per Kommentarfunktion oder E-Mail dankbar.

Erschienen am Mittwoch, 29.01.2003 @ 9:20 | Kommentare deaktiviert
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Sonntag, 02.02.2003

»Throw me a frickin’ bone here! I’m the boss. Need the info.«

Ich sitze ein wenig auf Kohlen: Ich würde mir gerne einen der neuen Power Macs zulegen, zögere aber noch etwas. Im Prinzip ist die Entscheidung klar: Es soll ein Single-1 GHz mit einem SuperDrive statt des Combo-Drives werden, außerdem mit einem zusätzlichen 512 MB-Speicherriegel (dann stecken 768 MB im Rechner) und dem 17-Zoll Studio Display. Der Mac kostet 1.899 Euro (mit dem SuperDrive als BTO), das Display 739 Euro. Ich kaufe bei entervisions.de in Erlangen, das ist bei mir anderthalb Kilometer weiter im Nachbarort. Der Speicher kostet aktuell 109 Euro bei dsp-memory.de. Macht zusammen 2.747 Euro, knapp 250 Euro über dem Budget.
Am Dienstag kommen sehr wahrscheinlich neue iMacs, aber selbst wenn ich gegenüber der eben gerechneten Variante mit einem 1 GHz-17-Zoll-SuperDrive-iMac 800 Euro sparen könnte, quasi das Display umsonst bekäme, würde ich den Power Mac kaufen. Mir ist es sehr wichtig, das Display separat zu haben. Ansonsten brauche ich die Erweiterbarkeit des Power Mac eher weniger, abgesehen von den vier Speicherbänken (iMac: eine Bank nur für den Kundendienst zugänglich und eine Bank für den Kunden direkt unter der Bodenplatte).
Jetzt geht es mir nur noch um eine Sache: Wie laut oder leise sind die neuen Power Macs?
Den G4-733 habe ich im Dezember nicht nur wegen des fehlenden SuperDrives verkauft, sondern auch wegen dessen Lüfter-Lautstärke, auch wenn es noch nicht ganz so schlimm war wie bei den ersten MDD-Modellen (mirrored drive doors), die letztes Jahr zwischen meinem Quicksilver und den jetzigen neuen MDD-Modellen rauskamen.

Ich sitze deswegen ein wenig auf Kohlen, weil ich lieber früher als später eine neuen Rechner möchte. Seit zwei Monaten überbrücke ich hier mit einem 12-zölligen iBook (G3-500 mit 256 MB RAM und Jaguar), aber mit gleichzeitig geöffnetem Entourage, iTunes, Safari und Fireworks kommt es schnell ins Schwitzen und das Arbeiten wird träge.
In Bälde ziehe ich tagsüber in eine Bürogemeinschaft um; ist noch nicht spruchreif, aber auch deswegen hätte ich hier am liebsten schon gestern einen Zweit-Mac stehen gehabt.
Jetzt ist die Frage: Noch ein, zwei, drei vier Wochen warten um absolute Gewissheit über die Geräuschentwicklung zu haben oder besser gleich bestellen (denn wer weiß, wie lange ein BTO-Modell (built to order) so braucht, bis es hier aufschlägt)?

Es gibt bereits einige Indizien über den Lautstärkepegel der neuen Rechner. Am Veröffentlichungstag selbst hieß es in einer Heise-Meldung, die neuen Geräte seien laut Apple wesentlich leiser. Aber nach dem, was Apple mit den letzten Geräten abgeliefert hat, können die viel erzählen, wenn der Tag lang ist.
Auf xlr8yourmac.com schrieb auch ein Leser, das neue Gerät sei wesentlich leiser. Aber was heißt »wesentlich«? Leiser als die ersten MDD-Modelle kann nicht so schwer sein, denn lauter ging es kaum noch. Aber wenn sie so weit leiser geworden sind, dass sie immer noch auf dem Level meines alten G4-733 sind, nützt mir das nicht.
Ein Macwelt-Test schreibt, dass die neuen MDDs so leise seien, dass selbst ein alter G4-533 noch lauter sein soll. Aha, das klingt schon besser.
Aber ich warte noch ein paar Tage, bis sich entsprechende Informationen häufen. Evtl schreibt demnächst ein Leser in de.comp.sys.mac.misc von seinen Erfahrungen, wenn bei ihm eines der neuen Modelle eintrudelt. Und mit etwas Glück ist in der c’t am kommenden Samstag ja schon ein Test drin.

In einer Randnotiz bei Mac-TV will jemand erfahren haben, dass die Lüfter zwar anfangs leiser sind, aber im Laufe des Betriebs doch noch auf volle Touren kommen. Wenn sich das bewahrheitet, muss ich doch noch zum iMac greifen. Mal abwarten, was die c’t schreibt…

In einigen englischsprachigen Foren gibt es noch Threads mit Erfahrungen zu den neuen Modellen:

G4 Noise Forums:
FW800 Owners: Post your noise/quiet experiences
Are the new G4 PSs really more quiet?

MacNN Forums:
New Revised Powermac Arrives and Thoughts.
Who Purchased a New Powermac , Which model?
[Dieser Eintrag ist leider nicht XHTML-konform, da ich die &-Ampersands nicht zu &amp; umformen kann; die Forum-Software bei g4noise.com gerät dann aus dem Tritt und findet den richtigen Thread nicht mehr.]

Erschienen am Sonntag, 02.02.2003 @ 20:00 | Kommentare deaktiviert
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Montag, 03.02.2003

Jedes Jahr ein neuer iPod?

Ist eine Überlegung wert.
Ich habe mir direkt nach Erscheinen des ersten iPod im November 2001 das 5 GB-Modell gekauft. Im August 2002 verkaufte ich ihn, um mir das im Juli neu erschienene 10 GB-Modell zuzulegen, da meine mp3-Datenbank mittlerweile 6 GB umfasste (und das neue Modell hatte eine Tasche). Aktuell bin ich bei 9 GB angelangt und der iPod ist fast voll (auf den 10 GB passen tatsächlich nur 9,2 GB). Meine Musiksammlung nimmt zwar nicht mehr so schnell zu wie früher, aber ich muss jetzt schon anfangen zu jonglieren und Sachen löschen, wenn ich etwas neues hinzufügen will. Dass nicht mehr so schnell Neues dazu kommt, liegt an verschiedenen Gründen:

  1. Ich habe jetzt nahezu meine gesamten Musikbestände als mp3 auf Festplatte.
    Alle CDs, die ich noch höre, sind jetzt in iTunes. Meine alten mp3-Sammlungen (damals noch zusammengenapstert und mit anderen getauscht) habe ich auch integriert.
  2. Immer mehr Musik erscheint mit Kopierschutz.
    Ich kaufe grundsätzlich keine CDs mit Kopierschutz. Ich will nicht riskieren, dass eine gekaufte CD nicht in iTunes einlesbar ist und dass ich sie deswegen nicht dort hören kann, wo ich will (z.B. auf meinem iPod im Bus). Auch zu Hause höre ich nur noch ganz selten auf meinem stationären CD-Player, da ich hier nicht zum Diskjockey werden will. Und für ein in der Funktion eingeschränktes Produkt gebe ich schon gar nicht so viel Geld aus, wie bisher. Außerdem bin ich ein Fan von Standards; richtige Audio-CDs entsprechen dem Red Book-Standard und tragen das CDDA-Logo (Compact Disc Digital Audio). Alle CDs mit Kopierschutz entsprechen nicht dem Standard und sind deswegen nicht kompatibler Datenmüll. Dass auf einigen CDs »zum Abspielen auf PCs« ein Bereich mit WMA-codierten Dateien liegt, hilft mir nicht: Ich habe keinen Windows Media Player und werde ihn mir auch nicht (mehr) installieren. Und in iTunes könnte ich die Titel deswegen trotzdem noch nicht importieren und auf den iPod bekomme ich sie auch nicht.
    Übrigens hat, wenn man den Angaben bei amazon.de/.co.uk und .com glauben will, die neue CD von Massive Attack, »100th Windows« nur in Deutschland einen Kopierschutz und in den USA und UK nicht (wenn man aus der fehlenden Kopierschutzangabe bei .com und .co.uk diesen Schluss ziehen möchte).
  3. Einzelne Tracks sind nicht erhältlich.
    Ich habe mir in den letzten Wochen einige Titel aufgeschrieben, die ich gerne besitzen würde, aber ich komme nicht an sie ran. Sie werden nur auf Alben verkaut, mit elf anderen Songs für 15 Euro, die mich nicht interessieren. Und ich kaufe sehr wenig Singles, da mir 5 Euro für einen Song zu teuer ist. Es gibt in Deutschland schlichtweg keine legalen Angebote, bei denen ich zu einigermaßen erschwinglichen Preisen einen Song bekomme, den ich auch auf meinen iPod laden kann und der unabhängig von meinem Computer ist.

Auch wenn künftig meine mp3-Sammlung nur noch langsam wächst, könnte alle Nase lang ein neuer iPod interessant sein: Bei vollem iPod kann ich ihn nicht mehr als handliche FireWire-Festplatte nutzen. Und: Mit der Zeit geht auch der beste Lithium-Polymer-Akku den Bach runter, wie c’t in Ausgabe 10/2002 feststellte. Nach zwei bis drei Jahren ist Schluss, so dass es z.B. keinen Sinn macht, beim Kauf eines Notebooks einen zusätzlichen Akku auf Vorrat zu kaufen. Und der Akku im iPod lässt sich nicht austauschen. Wobei, man könnte einen iPod ja bis zum bitteren Ende als mp3-Player verwenden, danach noch als handliche Festplatte (funktioniert dann nur noch, wenn ein FireWire-Kabel angeschlossen ist, das den iPod mit Strom versorgt) und für den weiteren Musikgenuss kauft man dann erst einen neuen.

Wie komme ich überhaupt darauf? Macrumors meldet, dass demnächst mit neuen Mini-Festplatten von Toshiba zu rechnen ist. Apple verwendet 1,8-Zoll-Festplatten von Toshiba in den iPods. Derzeit verwendet Apple Festplatten mit 5 GB, 10 GB und 20 GB Kapazität, die ersten beiden sind 5 mm hoch, die 20er Platte 8 mm. Künftig gibt es von Toshiba 1,8″-Festplatten mit 20 GB (dann aber nur 5 mm dick), 30 und 40 GB (8 mm).

Erschienen am Montag, 03.02.2003 @ 18:54 | Kommentare deaktiviert
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Dienstag, 04.02.2003

Silent Upgrade: Neue iMacs

Apple hat heute erwartungsgemäß neue iMacs vorgestellt (siehe Heise-Meldung). Es handelt sich um ein klein wenig mehr als nur einen Speed-Bump: Der Prozessortakt wurde im Einsteigermodell von 700 auf 800 MHz erhöht und im großen Modell von 800 MHz auf 1 GHz. Gleichzeitig wurde aber die Modell-Linie gestrafft, denn es gibt jetzt nur noch zwei Grundkonfigurationen: Der langsamere iMac mit 15″-TFT und Combo-Drive sowie der schnellere mit 17″-TFT und SuperDrive. Die Grafik im kleinsten Modell wurde nicht verändert (nach wie vor GeForce2 MX, im großen GeForce4 MX).
Die deutschen Listenpreise (brutto): 1.506,84 EUR für den kleinen und 2.202,84 EUR für den großen. FireWire 800 bleibt der Profi-Linie (Power Macs und Powerbooks) vorbehalten, wie ich letzte Woche nach der Vorstellung der neuen Power Macs bereits vermutete. Für unverschämte 2.775,76 EUR gibt es ein »ultimativ«-Modell des großen iMacs. Für happige 572,92 EUR Aufpreis gibt es 768 MB Speicher mehr sowie integriertes Bluetooth. Die beiden Standard-Konfigurationen müssen sowohl ohne Airport-Extreme als auch ohne Bluetooth auskommen; beides lässt sich nur gegen Aufpreis nachrüsten (im 15er sogar nur normales Airport), Airport-Extreme gibt’s selbst im »ultimativ«-Modell nur gegen mehr Geld.
Insgesamt würde ich sagen, dass dieses Update ziemlich enttäuschend ist. Aber das war eigentlich schon letztes Jahr klar, denn an der Prozessor-Front wird es bis zum Sommer keine Besserung geben. Mit den neuen Powerbooks vom 7. Januar hat Apple recht gute Modellpflege betrieben, aber das mit den neuen iMacs von heute war nix. Ein Alibi-Speedbump. Aber da meine Erwartungen an dieses Upgrade eh schon niedrig war, hält sich meine Enttäuschung andererseits auch wieder in Grenzen. Meine eh schon niedrigen Erwartungen wurden voll erfüllt.
Die kleineren Verbesserungen, die sich in der o.g. Heise-Meldung nachlesen lassen (bisschen schnellerer Brenner, bisschen größere Festplatte…) sind IMHO eigentlich nicht der Rede wert.

Die Differenz zwischen dem 17″-iMac und meinem anvisierten Power Mac (Single 1-GHz, SuperDrive als BTO, 17″-Studio-Display) beträgt rund 600 Euro. Sofern die neuen Power Macs wirklich leiser als ihre Vor-Vor-Vorgänger sind (sprich: leiser als mein alter Einsteiger-Quicksilver-733, der bis Januar 2002 aktuell war), werde ich mir die Power Mac-Lösung kaufen. Leiser heißt, etwa 2,5 Sone. Bis zum Wochenende weiß ich hoffentlich mehr (dann kommt die neue c’t und bringt vielleicht einen Test der neuen Power Macs).
Außer dem separaten Display (das ist für mich ein KO-Kriterium) hat der Power Mac gegenüber dem iMac noch andere Vorteile, die den höheren Preis rechtfertigen:
- Bessere Erweiterbarkeit des Speichers
- 1 MB L3-Cache
- GraKa kann ggf. getauscht werden

Ich werde weiter berichten.

Zu den neuen iMacs von heute bringt Mac-TV um 20:15 Uhr eine Sondersendung.

Erschienen am Dienstag, 04.02.2003 @ 19:13 | Kommentare deaktiviert
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Donnerstag, 06.02.2003

Warten auf Godot

Die neue Mac-Life, die gestern erschien, hat angeblich einen Test der neuen Power Macs drin. Hoffentlich beschränkt sich der nicht nur auf ein paar Produktfotos und Infos, die ich schon vor zehn Tagen auf der Apple-Website nachlesen konnte (wie so häufig bei Mac-Zeitschriften).
Muss ich nachher mal am Bahnhof blättern.

Und vielleicht liegt die neue c’t ja schon morgen Nachmittag an den Kiosken.

Und hoffentlich gibt es dann für meine Bestellung nicht zwei Wochen Lieferzeit, sei es nun letztendlich für den iMac oder den Power Mac.
Seit zwei Monaten kann ich hier nur mit einem zwar leisen, aber auch kleinen und langsamen iBook arbeiten. Eigentlich sollte die Überbrückungszeit nur etwa einen Monat dauern.
Vielleicht erklärt auch das meine Nervosität, hier endlich einen neuen Mac herzubekommen.
Den Macwelt-»Test« kenne ich bereits.
Aus den Foren dieser Welt gibt es nichts Neues.

Erschienen am Donnerstag, 06.02.2003 @ 12:40 | Kommentare deaktiviert
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Dass ich das noch erleben darf

Dell baut künftig in die Consumer-Desktops keine Diskettenlaufwerke mehr ein (siehe Macwelt, Mac-TV, Heise). Stattdessen soll den Computern ein USB-Dongle beigelegt werden, das 16 MB speichern kann.

Erschienen am Donnerstag, 06.02.2003 @ 12:44 | Kommentare deaktiviert
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Sonntag, 09.02.2003

Nachts ist es kälter als draußen

Inzwischen habe ich eine Menge Meldungen gelesen, die neuen Power Macs (FW800) seien »quieter«, aber mit so einer Aussage kann ich nichts anfangen. Leiser als was? Leiser als die bisherigen Power Macs (MDD), aber immer noch lauter als mein bisheriger Quicksilver? Oder auch leiser als dieser?
Es gab auch einige Vergleiche mit anderen Modellen, aber daraus ergaben sich Widersprüche: Während die Macwelt meinte, die FW800 seien leiser als alte Modelle, die mit 533 MHz getaktet wurden und in einem Forum jemand sogar schrieb, sein alter 350er sei lauter, gab es andere Berichte, wie zum Beispiel von Stefan Wowereit, die FW800 würden vom Lautstärkepegel her zwischen den MDDs und den Quicksilvers liegen.
In einem Thread einer G4noise-Diskussion nahm jemand mit dem eingebauten Mikrofon seines iBook den Sound eines FW800 aus ca. sechs Zentimetern Entfernung auf und stellte die Sounddatei ins Web (Stuff-it-komprimiert). Ein anderer Teilnehmer nahm die Lärmemission seines MDD vor und nach Modifikationen auf.
Es ist schon sehr beschämend, dass Apple in letzter Zeit so laute Rechner gebaut hat (und hoffentlich liest Klaus dieses Posting nicht). Im letzten Quartal brach auch prompt der Umsatz mit Power Macs um 25% ein, und das lag sicher nicht nur an der wirtschaftlichen Lage. Ein Händler hat mir erzählt, dass er von Kunden etliche Power Macs zurückbekommen hat, weil der Lautstärkepegel von 50 dBA bzw. 5,5 Sone im normalen Betrieb und bis zu 63 dBA bzw. 14 Sone in der Spitze einfach unzumutbar war. Die neuen Modelle sollen leiser sein, aber die Frage ist eben: wie leise ist leiser?
Den Sound aufzunehmen und zu Hause abzuspielen vermittelt natürlich nur ein sehr ungenaues Bild über die Lautstärke, da es derart relativ ist, dass es fast schon bedeutungslos wird. Es hängt, abgesehen von der Aufnahmesituation, natürlich auch davon ab, mit welcher Lautstärke ich das hier auf meinem Verstärker abspiele.
Ein wenig Licht ins Dunkel kann nur ein objektiver Test in einem Labor bringen, der mit dBA- und Sone-Werten aufwartet und so diese Zahlen gegenüber früheren Modellen vergleichbar macht.

Ich hatte gehofft, dass die neue c’t-Ausgabe 4/2003, die seit gestern in meinem Briefkasten und am Kiosk ist, einen Test mit solchen Messwerten bringt. Aber die Hoffnung war recht niedrig, denn seit der Vorstellung waren gerade anderthalb Wochen vergangen, und von der Bereitstellung eines Testgeräts bis zum Redaktionsschluss würde es wohl zu knapp werden.
Es fand sich tatsächlich auch nur eine kurze Meldung im »aktuelles«-Teil, ohne Messwerte oder anderen Eindrücken von der Lautstärke.
Ich will jetzt aber nicht nochmal zwei oder vier Wochen auf einern Test in der c’t warten.
Ich stelle mich jetzt darauf ein, dass der FW800 wohl noch einen Tick lauter ist als mein alter Quicksilver. Und ich überlege ernsthaft, mir trotzdem einen Power Mac zu kaufen. Er wird aller Wahrscheinlichkeit nach nicht mehr bei mir zu Hause stehen (nur für kurze Zeit), sondern ins Büro einer Bürogemeinschaft kommen, in die ich hoffentlich demnächst einziehe (dazu keine weiteren Details). Und im Büro kann ein Rechner ruhig etwas lauter sein als zu Hause, wo außer dem Ticken einer mechanischen Uhr und alle drei Minuten ein Auto auf der Straße nichts zu hören ist (und mein Fenster ist auch noch um 90 Grad von der Straße abgewandt).
Ich habe nochmal nachgerechnet:

iMac:
2.120 EUR für den 17-Zoll-iMac mit DVD-Brenner
280 EUR für 1 GB Speicher (teuer, weil Notebook-Speicher)
200 EUR für Apple Care
Summe: 2.600 EUR

Apple Care beim iMac muss sein. Er ist zwar an sich ein Desktop, aber wegen seiner kompakten Bauweise und der Verwendung von vielen Notebook-Teilen ordne ich ihn den Notebooks zu. Und bei einem Notebook würde ich immer Apple Care abschließen (ok, bei meinem iBook habe ich es verschwitzt). Wenn da was kaputt geht, kann ich es so gut wie gar nicht selbst reparieren und es gibt auch kaum Standard-Bauteile.
Wobei Apple Care unter Umständen auch für einen Power Mac interessant ist, verlangt doch Apple für ein defektes Motherboard horrende 900 Euro. Und das Display ist meines Wissens mitversichert, wenn man es gleichzeitig mit dem Power Mac gekauft hat. Für alle Apple-Einsteiger kurz zur Erklärung: Apple Care verlängert die einjährige Herstellergarantie auf drei Jahre. Beim Power Mac kann ich einfacher selbst reparieren oder austauschen (z.B. Festplatte, Grafikkarte, optische Laufwerke), sofern nicht gerade das Motherboard, der Prozessor oder das Netzteil dran glauben muss. Apple Care für einen Power Mac kostet im Apple Online-Store 312 Euro brutto.

Beim Power Mac sieht die Rechnung so aus (ohne Apple Care):
1.900 EUR für den Power Mac (1 GHz, mit DVD-Brenner)
220 EUR für 1 GB Speicher
740 EUR für ein separates 17″-Apple Studio Display
Summe: 2.860 EUR

Meine Überlegungen gehen im Moment nicht in die Richtung, »für 260 Euro weniger kann ich einen leiseren Rechner bekommen«, sondern eher: die Ersparnis von 260 Euro ist nicht groß genug, um die Nachteile des iMac gegenüber dem Power Mac aufzuwiegen.

Der iMac hat zwei Vorteile:
- er ist leise
- er ist in der Anschaffung günstiger

Für den Power Mac spricht aber eine ganze Latte von Vorteilen:
- Display separat
- Bessere RAM-Erweiterbarkeit
- leichter reparierbar
- Grafikkarte kann ausgetauscht werden
- USB 2 u.ä. per PCI-Karte nachrüstbar
- zusätzliche FW400-Slots per PCI nachrüstbar
- zusätzliche interne Festplatten nachrüstbar
- optisches Laufwerk austauschbar

Vor allem die ersten beiden Punkte sind mir sehr wichtig. Der Rest ist nice to have und kommt vielleicht niemals zum Tragen.
Ich möchte das Display nicht mit verkaufen müssen, wenn ich den iMac mal hergebe. Mein letzter Monitor (17″-Röhre von Belinea) hat mir sechs Jahre lang gute Dienste erwiesen.
Bezüglich RAM: Der iMac hat einen Steckplatz für normales RAM, der aber für den Kunden nicht zugänglich ist. Außerdem einen leicht zugänglichen Steckplatz für teuren Notebook-Speicher. Der Power Mac bringt vier leicht zugängliche Seicherbänke mit und kann auch insgesamt zwei Gigabyte ausgebaut werden. Ich habe vor, ein zusätzliches GB reinzustecken (zwei 512er Riegel). Zusammen mit dem bereits vorhandenen 256 MB-Riegel sind das 1,2 GB RAM.

Wahrscheinlich werde ich mich am Dienstag entscheiden, was ich mache.

Nachtrag (10.02.03, 01:12 Uhr):
Weitere Vorteile des Power Mac gegenüber dem iMac:
- FireWire 800 (auch, wenn ich es jetzt noch nicht brauche)
- Gigabit-Ethernet
- Level3-Cache
- Anschlussmöglichkeit für ein 2. Display
  (erweiterter Desktop, wenn ich mal zu viel Geld habe)

Erschienen am Sonntag, 09.02.2003 @ 14:44 | Kommentare deaktiviert
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Geil…

Alex von Mac-TV hat die Zuschauer noch mit einem Schmankerl überrascht: Er brachte seinen neuen Dual-1,25 (FW800) mit ins Studio. Er wurde ausführlich von innen und außen gezeigt und die Richtmikrofone wurden auch mal in jede Öffnung gesteckt. Die Lautstärke scheint ok zu sein, wurde auch von Leuten aus dem Chat bestätigt.
Ich bestelle meinen gleich morgen!

Erschienen am Sonntag, 09.02.2003 @ 22:06 | Kommentare deaktiviert
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Die Mac-Expo in Paris steht vor der Tür…

…und bis zur Keynote von Steve Jobs am 16. September wird die Gerüchteküche wieder ins Brodeln geraten. Meine Prognose für Paris:

  • »Updates«, v.a. Verkaufs-/Bestellzahlen zum G5.
  • Vorstellung eines neuen .mac-Features, um die anstehenden Abo-Erneuerungen anzukurbeln.
  • Vorstellung von iSync 1.2: keine neuen Funktionen, aber mehr unterstützte Handys.
  • Ausführliche Vorstellung von OS X 10.3 und Nennung eines Release-Termins innert zwei Monaten. Das wird den größten Teil der Keynote einnehmen.
  • Für mehr Geschwindigkeit auf Consumer-Schreibtischen werden iMac-Speedbumps sorgen.
  • One more thing: Neue Powerbooks! Das 15er endlich als Alu-Modell, beim 12er und 17er Speedbumps.

Derweil wurde dieser Tage bekannt, dass sich die nächste Windows-Version, »Longhorn« eventuell noch bis Ende 2007 verzögern könnte. Grund ist angeblich, dass im November 2007 die gerichtlichen Auflagen gegen Microsoft auslaufen. Oder vielleicht auch, wie jemand bei Slashdot schrieb (via Holger):

»They decided to bundle Duke Nukem Forever.«

Ich verstehe ja nicht, dass Longhorn bisweilen mit der kommenden Version 10.3 von Mac OS X, »Panther« verglichen wird. Offiziell wird Longhorn frühestens 2005 erscheinen, Panther jedoch noch vor Jahresende 2003. Und wenn Apple so weiter macht wie bisher, wird es nicht nur ein halbes Dutzend Wartungsupdates zwischen den großen Versionen geben, sondern noch zwei weitere »major releases«, jedes Jahr eines.
Wie dem auch sei, eines ist sicher: Wenn Longhorn irgendwann in diesem Jahrzehnt mal erscheint, wird in meinem Weblog-Eintrag sicher folgendes stehen:

»Nach langen Jahren des Wartens ist Longhorn nun verfügbar. Es bietet jetzt noch nie dagewesene neue Features wie ein Desktop-Compositing. Die Älteren unter uns werden sich entsinnen, dass dies mit Quartz und Quartz Extreme bereits seit OS X 10.2 möglich ist, das im August 2002 erschien.«

Erschienen am Sonntag, 09.02.2003 @ 22:40 | Kommentare deaktiviert
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Montag, 10.02.2003

Bestellung aufgegeben

So, ich habe meinen neuen Power Mac bestellt.
Das kleinste Modell, Single-1 GHz (mehr gab das Budget nicht her), aber mit einem SuperDrive statt eines ComboDrives. Außerdem zusätzlich 1 GB Speicher (dann sind insgesamt 1,2 GB drin) und das 17-Zoll Apple Studio Display (TFT).
Lieferzeit im günstigsten Fall eine Woche, kann aber auch bis zu zwei, drei Wochen dauern.
Keine Angst, über die weiteren technischen Details werde ich natürlich ausführlich berichten, wenn ich die Geräte habe.

Erschienen am Montag, 10.02.2003 @ 12:25 | Kommentare deaktiviert
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Get a Mac

Aus einem Chat mit einem Freund:

»naja, wir hatten dazu noch sein notebook genommen, auf dem dann während powerpoint plötzlich irgend so ein virenscanner hoch kam…«

Apple bietet seit Januar das Präsentationsprogramm Keynote an.
Hat zwar nicht jedes Feature von PowerPoint, ist aber leichter zu bedienen, die Präsentationen sehen professionell und nicht nach PowerPoint aus und ist mit 115 Euro auch noch günstiger als PowerPoint.

Erschienen am Montag, 10.02.2003 @ 18:37 | Kommentare deaktiviert
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IT-News von heute

Die beiden (für mich) wichtigsten Meldungen aus dem IT-Bereich von heute sind:
Neue Freehand-Version für die MX-Familie und
Schnellere Server und Fibre-Channel-Raid von Apple

Erschienen am Montag, 10.02.2003 @ 18:46 | Kommentare deaktiviert
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Freitag, 14.02.2003

10.2.4

»Die Eingabemethode für traditionelles Chinesisch umfasst jetzt auch Hanin. Das Verwenden von Hanin mit Zhuyinfuhao oder Pinyin führt zu einer exakteren Eingabe.«

Neben vielen kleineren Verbesserungen gibt es auch einige neue Sicherheits-Fixes, eine neue Version von Sendmail und Verbesserungen in der deutschen Version von Mail.
Zu beziehen über Software-Aktualisierung, 41 MB.
Siehe auch Heise-Meldung.

Nachtrag (15:30 Uhr): Das fasziniert mich und andere so an OS X-Updates: Das System wird kontinuierlich verbessert. Wenn man ein besseres Windows will, muss man zwei oder drei Jahre warten. Bei OS X gab es bislang im Laufe eines 12-Monats-Rhythmus (ungefähr) je vier kleine Minor-Updates (die Hundertstel-Stelle in der Versionsnummer, von 10.2.1 bis 10.2.4) und jedes Jahr ein größeres Major-Update: 10.1, 10.2. Dieses Jahr kommt wahrscheinlich 10.3 raus. Vielleicht vorher noch ein 10.2.5

Nachtrag 2 (16:08 Uhr): Natürlich gab es bei der Profi-Linie von Windows, NT und 2000, auch ab und an Service-Packs. Bei XP meines Wissens auch, aber was die verbessern oder neu hinzufügen, bleibt meiner Wahrnehmung nach eher im Dunkeln.

Erschienen am Freitag, 14.02.2003 @ 15:19 | Kommentare deaktiviert
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Sonntag, 16.02.2003

Erinnerungs-SMS

Das wäre auch was für mich, wenn ich per SMS oder Mail an Arzttermine erinnert werden würde. Arzttermine wie zweimal die Woche Hautarzt oder ein Friseur-Termin, den wenige Tage zuvor ausgemacht habe, kann ich mir gut merken. Aber ich bin ein notorischer Zahnarzt-Termin-Vergesser, weil ich nur einmal im Jahr zum Dentisten muss und den Termin dafür in der Regel auch mehr als drei Monate im Voraus ausmache, weil er so lange vorher ausgebucht ist. Oder der Augenarzt zum Beispiel. Oder der spätestmögliche Termin, an dem man für ein iBook noch einen Apple Care Protection Plan abschließen kann (*grrr*).
Seit iCal Anfang des Jahres in Version 1.0.2 erschienen ist, ist es auch benutzbar. Mit dem Kalender in Entourage habe ich mich nicht anfreunden können; jetzt muss ich mir nur noch angewöhnen, auch iCal regelmäßig zu verwenden. Es ist allerdings noch stark verbesserungsbedürftig: Wenn man zum festgelegten Erinnerungszeitpunkt nicht iCal geöffnet hat, wird man auch nicht erinnert. Und ich habe iCal nun mal nicht ständig laufen, deswegen erwarte ich von der nächsten Version, dass es mich auch im Nachhinein erinnert, wenn ich iCal nach dem Erinnerungszeitpunkt starte. Und bitte, wenn man schon einen Unix-Unterbau in Mac OS X hat, sollte der auch von iCal genutzt werden (z.B. per cronjob und sendmail eine Erinnerungsmail generieren, und nicht per Apple-Mail, wenn iCal zufällig gerade läuft).
Wobei, dank iSync und meinem T68i-Handy kann ich mich ja auch von meinem Handy erinnern lassen, wobei wir wieder am Anfang wären…

Erschienen am Sonntag, 16.02.2003 @ 20:28 | Kommentare deaktiviert
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Dienstag, 18.02.2003

»Rechner werden mit dem System ausgeliefert für das Sie gebaut sind.«

»jmz« hat in einem Kommentar bei Mac-TV ein wahres Wort gesprochen:

»Fest steht, das OS X ein unglaublich gutes Fehler/Leistungs/Alter-Verhältnis hat.
Ich bin der Meinung das es trotz seiner kurzen Lebenszeit OS 9 schon lange überholt hat. Und wer jetzt wieder meckert das auf seinem 400 MHz G4 das ganze nicht zügig ist, der sollte sich mal mit der Realität abfinden. Und die heißt: Ohne neuen Rechner keinen Spaß. Und das war schon zu OS 6-9 Zeiten so. Rechner werden mit dem System ausgeliefert für das Sie gebaut sind. Dann hat man noch zwei Jahre und dann gehört man zum alten Eisen. So läuft diese Branche schon seit über 20 Jahren.
Also aufgerüstet und nicht gemeckert. Und wer es nicht kann soll sich nicht über Apple beschweren sondern sich einen besser bezahlten Job suchen.«

[Vertipper habe ich ausgebessert.]

Erschienen am Dienstag, 18.02.2003 @ 0:43 | Kommentare deaktiviert
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Warten oder starten?

Macrumors bieten einen neuen, feinen Service: den Buyer’s Guide. Einen Blick wert für alle, die sich die Anschaffung eines neuen Macs überlegen und nicht sicher sind, ob sie jetzt zugreifen sollten oder ob evtl in Kürze mit Updates zu rechnen ist. Das ganze beruht natürlich nur auf den Gerüchten, die Macrumors auch sonst sammelt, bewertet und verbreitet (mit relativ guter Trefferquote), da es von Apple ja keine offizielle Roadmap über künfte Produkte gibt (»We don’t comment on future products.«).
Für regelmäßige Rumorsite-Leser trotzdem interessant, da auch aufgeführt wird, wann eine Produktlinie zuletzt ein Update erhalten hat.
Allerdings ist der Service noch verbesserungswürdig: Beim Powerbook z.B. muss man schon genau hinsehen und nicht einfach nur die Buy-Kaufempfehlung lesen. Denn in einer Notiz einige Zeilen darunter steht klein, dass das 15er Powerbook beim letzten Zyklus nicht erneuert wurde (wie wir alle wissen).

Erschienen am Dienstag, 18.02.2003 @ 18:05 | Kommentare deaktiviert
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Mittwoch, 19.02.2003

GUI Gallery

Eben entdeckt: Eine Site mit Screenshots von verschiedenen Benutzeroberflächen: toastytech.com/guis. Historisch nicht unspannend, wie sich diese über die Jahre weiterentwickelt haben, von Windows 1.0 bis ME und NT 3.1 bis zu XP. Auch Mac OS von Lisa bis OS X (10.1) sind dabei, ebenso wie verschiedene Linux-Windowmanager und Exoten wie BeOS oder RISC-OS.

Erschienen am Mittwoch, 19.02.2003 @ 16:07 | Kommentare deaktiviert
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Lieferung von Cyberport

Die Verpackung der Apple-DVD-RohlingeGegen 13 Uhr klingelte der Postbote: Ein Päckchen von Cyberport. Den neuen Power Mac mit SuperDrive habe ich zwar noch nicht, aber ich habe schon mal einen 5er Pack DVD-Rohlinge bestellt (DVD-R von Apple, in 4-facher Geschwindigkeit beschreibbar, für 22,49 Euro der Packen). Sie kommen in einer ansprechend gestalteten, 2 cm schmalen Verpackung (ich mag dieses schlichte Design). Die DVDs selbst schimmern lila und sind in Slim-Juwel-Cases verpackt. Ich werde demnächst wohl nochmal welche bestellen müssen, da meine fünfmal 4,7 GB schon für das Brennen von Backups verplant sind, falls sich die FireWire-Platte doch mal verabschiedet, und um auch etwas Platz darauf zu schaffen. Außerdem muss ich jemandem schon einen Gefallen tun und da gehen drei Rohlinge drauf.   :-)

Auch im Päckchen: Ein 64 MB fassender »Memorybird« von Fujitsu-Siemens. Im Mai beginnt die Schule in München (ich werde noch darüber berichten, wenn’s soweit ist), und ich werde montags und dienstags in München sein. Außerdem bin ich außerhalb der Schule ab und an in Holgers Büro in München anzutreffen und an den anderen Tagen im Büro in Erlangen und abends zu Hause. Wie transportiert man idealerweise einige MB an Projektdaten? Mit einem USB-Flash-Speicher. Bei Cyberport gab es verschiedene No-Names zur Auswahl und auch der Speicher von FSC, der mit 56,90 Euro sogar noch im Vergleich zu den anderen günstig war. Der USB-Stecker ist mit einer Verschlusskappe geschützt, die einen Clip wie ein Kugelschreiber hat. Am längeren USB-Ende kann mit einer Schlaufe ein Halsband befestigt werden, das sich am unteren Ende abklipsen lässt. Schönheitsfehler bei dem Teil: Es ist recht fett. Ich kann es weder am iBook noch an meinem USB-Hub anschließen, ohne den daneben liegenden USB-Port zu blockieren. Eigentlich ist es mehr als ein Schönheitsfehler, denn es ärgert mich richtig, dass das Teil nicht schmaler sein kann. Da hätte ich beim Kauf etwas besser aufpassen sollen. Um es doch in beengten Verhältnissen anschließen zu können, liegt ein 30 cm langes USB-Verbindungskabel bei, mit dem geht es dann, aber das ist kaum im Sinne des Erfinders (Speicher für die Hosentasche). Mal sehen, ob es sich ohne Verbindungskabel an der Power Mac-Tastatur oder am TFT-Display anschließen lässt. Ansonsten lasse ich das Verbindungskabel am Display baumeln.
Ah!! *mit dem Kopf auf die Tischplatte schlag*
Nein, geht nicht, ich muss es ja immer mitnehmen, sofern an den Rechnern in der Schule oder bei Holger im Büro nicht genug Platz ist. Zu Hause kann ich es am Hub anschließen, den Port direkt daneben brauche ich im Moment nicht.
Der Memorybird funktioniert offiziell zwar nur unter Windows ME und 2000, eine Treiberdiskette für Win98 liegt bei, aber es klappt auch problemlos mit OS X. Der Memorybird meldet sich als Wechsellaufwerk an, wie ein Disk Image.

Erschienen am Mittwoch, 19.02.2003 @ 17:08 | Kommentare deaktiviert
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Donnerstag, 20.02.2003

»I can’t get no sleep.«

Morgen Nachmittag, zwischen 13 und 14 Uhr, werde ich meinen neuen Power Mac samt Display abholen.
Um 17 Uhr geht’s allerdings weiter zum Geburtstag meines Großvaters und am Samstag muss ich früh raus, zum Kollegtag, so dass ich noch nicht all zu viel davon haben werde.   :-)
Noch 18 Stunden.

Musik:
Faithless, »Insomnia« (Reverence)

Erschienen am Donnerstag, 20.02.2003 @ 19:44 | Kommentare deaktiviert
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Freitag, 21.02.2003

Fasten your seatbelts

Er ist hier, mein neuer Power Mac!
Ein Wort: Gooooiiilll…
Die neue Pro-Tastatur ist etwas ungewohnt; ich glaube, die schwarze Tastatur beim alten Power Mac war anders (außer, dass sie schwarz war).
Zur Lautstärke: Angenehm. Ein Cube ist es nicht, aber ich bin zufrieden. Scheint mir tatsächlich leiser zu sein als mein alter Quicksilver-733.
Weitere Details folgen am Wochenende, jetzt muss ich erstmal meine ganzen Daten wieder kopieren, meine Einstellungen vornehmen und Programme installieren. In einer Stunde geht’s zum Geburtstag meines Großvaters, von daher habe ich jetzt auch gar nicht so viel Zeit.

Erschienen am Freitag, 21.02.2003 @ 15:36 | Kommentare deaktiviert
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Donnerstag, 27.02.2003

Was lange währt…

Nur zweieinhalb Monate nach der englischen Version ist jetzt auch für das deutsche Dreamweaver das Update auf 6.1 für Mac und Win verfügbar. Oder gibt’s das schon länger?

Erschienen am Donnerstag, 27.02.2003 @ 14:03 | Kommentare deaktiviert
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Joy of Mac

Die neue Safari-Beta (v60) hat einige Dinge verbessert, z.B. im Zusammenhang mit Sites wie eBay oder Amazon (bei eBay konnte man sich nicht anmelden, bei Amazon hat er sich die Anmeldung nicht gemerkt), aber anderes wurde schlechter: inluminent lese ich selbstverständlich nur mit Bildern. Safari kann sich diese Einstellung nicht mehr merken.

Aus der Kategorie »Get a Mac« ein netter Bericht bei inluminent: Nur der Mac hat den weltbesten Texteditor, BBEdit von Barebones. Bei John kann man von einem bemitleidenswerten Windows-Jünger lesen, der drei Stunden lang vergeblich etwas in mehreren Dateien gesucht hat. Mit BBEdit eine Sache von vier Mausklicks.
In diesem Kontext ist auch der Joy von gestern ein Brüller.

Ich muss allerdings zugeben, dass nicht immer alles so einfach ist. Ich kämpfe im Moment mit einigen Schriften, die mir vom Kunden nur als Type1-Fonts für Windows vorliegen. In München habe ich damit an einem Windows-Hobel auch gut arbeiten können (abgesehen davon, dass es Windows war), aber mit den Schriftdateien kann ich zu Hause nichts mehr anfangen.

Nachtrag, 18:55 Uhr: Auch mal bei Carsten nachlesen, was man alles mit einem Mac, einem Handy und Bluetooth anstellen kann: Den iMac vom Sofa aus fernsteuern.

Erschienen am Donnerstag, 27.02.2003 @ 18:56 | Kommentare deaktiviert
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Sonntag, 02.03.2003

Mir gehen die DVD-Rohlinge aus.

Seit ich meinen neuen Power Mac mit SuperDrive bekommen habe, habe ich eine DVD-R nach der anderen vollgebrannt: Diverse Daten-DVDs, um auf meinen Festplatten Platz zu schaffen, aber auch DVD-Video.
Bei den ersten Tests musste ich auch Lehrgeld bezahlen: Ein 4-fach Apple-Rohling zu 4,60 Euro und ein 2-fach Princo-Rohling (etwas billiger) wurden verbrannt, da ich vergessen hatte, den Schutz vor Puffer-Unterschreitung zu aktivieren. Die 4 Euro 60 hängen jetzt an meiner Wand, neben der Floppy aus einer 3,5″-Diskette.   :-)
Das Brennen von Daten-DVDs aus dem Finder heraus habe ich noch nicht probiert, aber sowohl die 2-fach Princos als auch die 4-fach Apples stellen zumindest in Roxios Brenn-Programm Toast kein Problem dar. Ein randvoller 2-fach Rohling wird in einer halben Stunde gebrannt, beim 4-fach dauert’s nur 1/4 Stunde. So gesehen ist der Aufpreis für die für höhere Brenn-Geschwindigkeiten geeigneten Rohlinge IMHO nicht lohnenswert: 18 Euro vs. 23 Euro für den Packen zu je fünf Stück. Toast behandelt eine DVD-R wie eine CD-R. Die Handhabung ist genau die selbe, nur dass auf eine DVD 4,7 GB drauf passen (eigentlich nur 4,4 GB) und auf eine CD nur 650 oder 700 MB.
Mit Apples iDVD lassen sich ganz einfach eigene Video-DVDs erstellen. Maximal 60 Minuten lassen sich auf einer DVD-R unterbringen. Die Themes für die Menüs können sich sehen lassen; ich habe schon schlechtere auf kommerziellen DVDs gesehen (natürlich auch bessere), namentlich Produktionen von Universal. Die Zusammenarbeit mit Musik aus iTunes und Fotos aus iPhoto für Diashows klappt gut. Leider lassen sich bei einer Diashow keine Wiedergabeliste oder mehrere Songs für die Hintergrundmusik auswählen, es wird nur ein Song abgespielt. Die Bilder werden in Intervallen zu einer, drei, fünf oder zehn Sekunden gewechselt, alternativ auch manuell oder in einem von iDVD berechneten Intervall, so dass das letzte Bild mit dem Ausklingen des Songs gezeigt wird (»An Audio anpassen«). Ebenfalls ein Manko: Die Fotos werden nicht überblendet, eventuell bessert sich das noch mit iDVD 4. Als Work-around kann man die gewünschten Fotos aus iPhoto mit Überblendung als Video exportieren lassen und das Video dann wieder in iDVD einfügen. Auch in iPhoto lässt sich ein Hintergrundsong aus iTunes festlegen, allerdings muss das Wechsel-Intervall fest eingestellt werden; eine Anpassung an die Länge des Songs ist mit iPhoto 2 noch nicht möglich. Die einzelnen Fotos auf der DVD lassen sich mit der Kapitelsprung-Taste weiterschalten. Großer Nachteil: Die Pause-Taste ist gesperrt (auch das spricht dafür, Diashows bis auf weiteres als Quicktime-Video aus iPhoto zu exportieren).
Die Kapitelfunktion im Zusammenhang mit iMovie 3 habe ich noch nicht getestet. Positiv ist die Codierung der DV-Dateien nach MPEG-2 im Hintergrund: Sobald man einen Film in das iDVD-Projekt hinzufügt, fängt das Programm mit dem Berechnen an, bei mehreren Filmen auch gleichzeitig. Für eine Stunde auf DVD braucht mein G4-1 GHz mit 1,2 GB RAM etwa eine halbe bis 3/4 Stunde (habe es nicht gemessen und die abgelaufene Zeit für die Codierung wird nicht angezeigt, nur Statusbalken). Wenn alle Filme berechnet wurden, ein Klick auf den Burn-Button, dann beginnt zunächst die Berechnung der animierten Menüs, was etwa eine Stunde dauert (je nach Anzahl, Dauer und Ausgangsmaterial), danach wird die DVD gebrannt. Ab dem Beginn des Brenn-Prozesses (wenn die Menüs berechnet werden), wird auch genau die verbleibende Zeit angezeigt.

Am Montag werde ich mal einen Abstecher nach Nürnberg machen (es ist mal wieder an der Zeit für einen Döner von Ballerina-Döner). Peter von entervisions.de, bei dem ich meinen Rechner gekauft habe und den ich sehr empfehlen kann, hat meines Wissens derzeit keine Apple-Rohlinge vorrätig, aber ein Anruf wird das klären. Davon ab überlege ich, ob ich mir Keynote zulege, auch wenn ich es erst in ca. zwei Monaten häufiger brauchen kann. Und ich hoffe, dass ich mir nicht noch VirtualPC kaufen muss, aber ich bin zuversichtlich, dass ich dieses Mal noch um die Anschaffung herum komme.

In einem Rohling-Vergleichstest von c’t in Ausgabe 25/2002 schnitten die Produkte von Apple und Verbatim am besten ab, die Princo-DVDs am schlechtesten. Ich werde mir 2-fach DVD-Rs von Apple oder Verbatim kaufen.
Mit Verbatim habe ich schon seit Jahren gute Erfahrungen mit CD-Rs gemacht, während No name-Spindelware teilweise schon nach einem halben Jahr nicht mehr lesbar war.
Zu den Unterschieden »Plus oder Minus« bei DVD-Formaten klärt ein c’t-Artikel auf (kostenlos online verfügbar). Das in aktuellen Macs eingesetzte Superdrive ist das DVR-A05 von Pioneer und brennt nur DVD-R und DVD-RW (»minus R«).


P.S.: Wer’s nicht abwarten kann, bis ich hier den großartigen Testbericht zum neuen Power Mac veröffentliche, kann sich schon mal ein Newsgroup-Posting mit ersten Eindrücken durchlesen.
Ich muss Anfang nächster Woche den vollgeknipsten Film in meiner Kamera beim MediaMarkt meines Vertrauens abgeben. Etwa eine Woche später erhalte ich dann alle Bilder in passabler Auflösung als JPG-Dateien auf CD — Auspackbilder vom Power Mac nebst Display sind auch dabei, und auf die warte ich noch.

Erschienen am Sonntag, 02.03.2003 @ 0:56 | Kommentare deaktiviert
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Everything is easier on a Mac.

Am Donnerstag habe ich am Rande schon davon berichtet, erst gestern habe ich das Programm getestet, auf das ich durch Carsten aufmerksam geworden bin: »Sony Ericsson Clicker« (versiontracker.com, Entwickler-Website).
Das ist eines der Programme, wegen der ich auf die Knie falle und sage: »Ich bin unwürdig!«, und: »Danke, dass ich einen Mac benutzen darf.«

Was braucht man, um vom Sony Ericsson Clicker (im Folgenden: SEC) profitieren zu können? Einen Mac mit durch Applescript steuerbare Anwendungen, ein T68i-Handy von Sony Ericsson (laut Entwickler auch möglich: T39m, R520m, T68), einen Bluetooth-Adapter, Mac OS X 10.2.4 und natürlich den SEC. Mit dem Mac, Bluetooth und dem Handy lassen sich im Zusammenhang mit den bei Mac OS X mitglieferten Programmen Adressbuch und iSync schon nette Sachen anstellen. Zum Beispiel kann ich im Adressbuch einen Eintrag auswählen und die Nummer per Mausklick von meinem Handy anwählen lassen oder einem anderen Handy per Computer-Tastatur eine SMS schicken (Verena hat sich eine Zeit lang gewundert, warum ich ihr auf einmal so lange SMS schicke). Mit iSync können die Kontakte im Adressbuch und die Termine in iCal mit meinem Handy und anderen Devices abgeglichen werden.

SEC macht das T68i-Handy zur Fernsteuerung für den Mac: Durch Aktivierung im SEC wird im T68i im Zubehör-Menü (unter »Verbindungen«) ein zusätzliches Menü angezeigt, das Befehle enthält, die ich an meinen Mac weiterschicken kann, drahtlos per Bluetooth-Kurzstreckenfunk. Fertige Befehle zum Fernsteuern der Musikwiedergabe in iTunes oder der Filmwiedergabe im DVD-Player und zur Steuerung von Präsentationen in PowerPoint und Keynote sind schon dabei. Im Prinzip lässt sich jede Applescript-fähige Anwendung fernsteuern und es lassen sich auch Befehle definieren die festlegen was passiert, wenn ich mit meinem Handy die ca. 10 Meter große Empfangszone verlasse (z.B. Pause in iTunes oder Bildschirm sperren) oder betrete (Wiedergabe in iTunes, Bildschirm entsperren…).
Sony Ericsson Clicker ist Shareware. Der Funktionsumfang ist nicht eingeschränkt, aber nach 30 Klicks (z.B. 30 mal »weiter« in Keynote oder iTunes) muss zunächst wieder das Macintosh-Menü im Handy freigeschaltet werden, was während einer längeren Präsentation natürlich stören kann. Mit 9,95 USD kann man sich von diesen Zwängen befreien, bzw. 12,95 USD nach dem 2. März.

Die Installation ist denkbar einfach: Ein Verzeichnis wird nach /Library/PreferencePanes installiert und steht dann fortan in den OS X-Systemeinstellungen in der Kategorie »Sonstiges« zur Verfügung.

Erschienen am Sonntag, 02.03.2003 @ 20:05 | Kommentare deaktiviert
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Freitag, 07.03.2003

Was bin ich für ein Perverser?

Windows 98 auf meinem Mac
Bild anklicken, um eine größere Version zu laden.

Der PC auf meinem Mac heißt selbstverständlich »Pofel«.

Erschienen am Freitag, 07.03.2003 @ 16:46 | Kommentare deaktiviert
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Sonntag, 09.03.2003

Wo sich Word- und Windows-Annoyances die Klinke in die Hand geben

Ein Nachtrag zu meinem Eintrag »Ich war jung und brauchte das Geld« von Montag, betreffend das »Projekt H«.

Ich vergaß noch einen Grund, Word zu hassen. Außer dem fehlenden globalen Suchen & Ersetzen (geht maximal bei allen geöffneten Dokumenten, ein Ordner oder gar Unterordner können nicht angegeben werden) und der fehlenden Vorlagenfunktion: Es gibt keine Stapelverarbeitung. Zum Beispiel, um fünfzig Word-Dokumente reihenweise zu schützen und in Vorlagen umzuwandeln. Da ist Handarbeit angesagt. Okay, es gibt den Weg, bestehende Vorlagen nicht per Doppelklick aus dem Explorer zu öffnen (steht im Kontextmenü für »Neu«), sondern per Kontextmenü den Befehl »Öffnen« zu wählen. Bleiben dennoch fünfzig Mal einzeln Dokumentschutz aufheben und Dokumente nach der Bearbeitung wieder schützen…

»Never send a human to do a machine’s job.«

Noch was: Word merkt sich beim Speichern einer Datei als Vorlage nicht den Pfad zu dem Verzeichnis, in dem ich das haben will, er nimmt immer erst sein eigenes Vorlagen-Verzeichnis. Unnötige Mausklicks dutzendfach.
Immer noch was: Es ist extrem nervtötend, dass Word 2000 selten genutzte Menüeinträge ausblendet und sie erst mit einem Doppelklick auf die Menüleiste, einem Klick auf den Doppelpfeil im kastrierten Menü bzw. nach langem Daraufbleiben mit der Maus freigibt (letzteres, da ich die Maustaste nach einem Klick auf ein Menü nicht los lasse: Ich klicke, ziehe mit der Maus auf den Menüeintrag meiner Wahl und lasse erst dann los). Jetzt mal ehrlich: Welcher Idiot hat sich das ausgedacht? Gerade wenn ich einen selten genutzten Menüeintrag suche, kann ich es gar nicht haben, wenn mir die Hälfte vorenthalten wird.

Ich sage ja immer, dass Mac OS besser ist als Windows, weil einem der Mac beim Arbeiten nicht im Weg steht. Dies dann auf Anfrage an einem konkreten Beispiel fest zu machen ist nicht so einfach, weil einem gerade dann nichts einfällt. Außer den kranken Ausblend-Menüs aus dem vorherigen Absatz ist hier ein Beispiel:
Es sind 50 Dokumente in Word geöffnet und in der Taskleiste von Windows XP zu einem Button zusammengefasst (gilt aber auch, wenn man die Gruppierung abschaltet und jedes Dokument ein eigenes Icon in der Taskleiste bekommt). Jetzt sollte man bloß nicht den Fehler machen, mal auf das »Desktop anzeigen«-Symbol zu klicken, um zum Beispiel vom Desktop aus einen Ordner im Explorer zu öffnen (warum soll ich erst den Explorer aus der Schnellstart-Leiste oder dem Startmenü wählen, wenn’s so doch viel einfacher geht?).
An sich finde ich den Button ja gut, aber wehe, man hat in Word fünfzig Fenster geöffnet, braucht schnell was vom Desktop und will dann der Reihe nach mit den fünfzig Word-Dokumenten weiterarbeiten: Man bekommt nie wieder Word komplett in den Vordergrund, um’s Verrecken nicht.
Ich klicke auf den Word-Button in der Taskleiste, bekomme das letzte Word-Dokument, mache darin meine fünf Mausklicks, speichere und schließe es. Kommt danach das nächste Word-Dokument? Nein, dann erscheint wieder der leere Desktop! Ich muss wieder auf das Word-Icon in der Taskleiste klicken und dank der dämlichen Gruppierung erstmal aus einer langen Liste das nächste Word-Dokument auswählen, statt das ich einfach auf einen Klick die nächste Datei bekomme. Jedes Mal von vorne. Dankenswerter Weise lässt sich die Gruppierung in der Taskleiste abschalten, so dass ich einfach nur auf das nächste Icon klicken muss und so noch Mausweg und -klicks einspare. Das klingt jetzt vielleicht kleinlich, aber so was geht mir tierisch auf die Senkel, weil ich genau weiß, dass es besser geht und weil das Zeit kostet. Und bei fünfzig Dokumenten läppert sich das.

Wie ist das beim Mac? Besser, denn Windows hat mal wieder schlecht kopiert. Beim Mac gibt es das Dock: Am linken, rechten oder unteren Bildschirmrand ist eine Leiste mit meinen wichtigen Programmen. Die ziehe ich selber rein und lasse mir nicht vom Betriebssystem vorschreiben, welche Programme das sein sollen (WinXP blendet hier schon wieder die Hälfte aus). Außerdem befinden sich im Dock neben meinen Hauptprogrammen auch noch die Programme, die gerade laufen (das Applikations-Icon erscheint dann trotzdem im Dock, auch wenn es nicht zu den ständig dort abgelegten Programmen gehört). Aktuell ausgeführte Programme bekommen ein kleines schwarzes Dreieck mit, so dass man gleich sieht, welche Anwendungen gerade laufen.

Das Dock in Aktion.

Ausschnitt meines Docks mit geöffnetem Word-Kontextmenü.

Will ich alle Fenster einer Software sehen, klicke ich einfach auf sein Symbol im Dock und alle Fenster werden in den Vordergrund geholt. Wenn ich ein Fenster schließe, erscheint nicht einfach irgendein anderes Fenster eines anderen Programms, das vielleicht zuletzt offen war (wie bei Windows), sondern das nächste Fenster der selben Applikation. Hätte ich gerne, dass bei einem Wechsel durch Klick auf das entsprechende Dock-Icon alle anderen Fenster verschwinden, halte ich beim Mausklick die beiden Tasten »Apfel« und »Wanne« gedrückt (offiziell heißen sie eigentlich »Command« und »Option«). Effekt: Das angeklickte Programm kommt mit all seinen Fenstern in den Vordergrund und alle nicht zugehörigen Fenster werden ausgeblendet. Logischerweise funktioniert das auch mit dem Finder, der Explorer des Mac: Apfel+Wanne+Mausklick auf das Finder-Icon und ich bekomme den Desktop mit einem neuen Finder-Icon (beim Mac gehört der Desktop zum Finder). Klicke ich nicht auf das Finder-Icon im Dock, sondern mit Apfel und Wanne auf den Desktop-Hintergrund, erhalte ich einen leeren Desktop ohne irgendwelche Fenster. Mit »Panther« der Version 10.3 von Mac OS X, geht das sogar noch einfacher: Einmal die F11-Taste drücken, Exposé macht’s mit Eye-Candy möglich (dafür braucht man Desktop-Compositing mit Quartz Extreme, aber »Windows Longhorn« zieht ja schon in vier Jahren mit dem Mac gleich). Anschließend kann ich eine Datei vom Desktop auf ein Icon im Dock ziehen, um die Datei in diesem Programm zu öffnen. Ein simples Feature, dass in WinXP immer noch nicht machbar ist:

»Elemente können nicht auf einer Schaltfläche in der Taskleiste abgelegt werden.«

Natürlich gibt es auch Kontextmenüs für Dock-Icons, siehe das Bild oben links. Ich kann es benutzen wenn ich möchte, aber ich muss nicht, wie bei Windows XP. Nur wenn ich bei WinXP die Gruppieren-Option für die Taskleiste deaktiviere, muss ich das in Windows halbgar umgesetzte Icon-Kontextmenü nicht verwenden, dafür habe ich dann eine unbrauchbare Taskleiste.

iTunes' Dock-Kontextmenü.

Der iTunes-Screenshot ist vom letzten Oktober, deswegen nicht über Unterschiede zum Bild weiter oben wundern.

Dass man das Kontextmenü der Taskleiste bzw. des Docks nicht nur optional, sondern auch sinnvoll nutzen kann, zeigt iTunes auf Mac OS X: Informationen zum aktuellen Titel und Steuerungsmöglichkeiten für das Programm – bei iTunes für die Wiedergabe, in PGP zum Beispiel für das Entschlüsseln der Zwischenablage. Die Funktionen »Im Finder zeigen« und »Beenden« sind beinahe schon selbsterklärend: »Im Finder zeigen« zeigt die Position des Programms im Dateisystem an, indem ein Finder-Fenster mit dem Verzeichnis geöffnet wird, in dem sich das Programm befindet. WinXP kann das immer noch nicht, noch nicht mal beim unsäglichen Media-Player.

Am Montag habe ich mal kurz erwähnt, dass es von der Website annoyances.org ein Buch bei O’Reilly gibt, treffenderweise mit einer Kröte auf dem Cover. Das ist meine neue Killerantwort auf die Frage, was denn bei Mac OS so viel besser sei als bei Windows: Ein Buch mit über 580 Seiten, wie man Windows XP seine lästigen Angewohnheiten abgewöhnt. Ein Buch, dass es in ähnlicher Form für den Mac nicht gibt, weil es das für den Mac einfach nicht geben muss. Der Mac steht einem von Haus aus nicht bei der Arbeit im Weg rum.
Das Inhaltsverzeichnis des Annoyances-Buchs muss man sich mal geben: Lauter Probleme, von denen ein Macianer noch nie was gehört hat.

Die Annoyances sind ja nur die schlechten Manieren, die sich Windows in stundenlanger Konfigurationsarbeit abgewöhnen lassen. Daneben gibt’s immer noch die Design-Fehler wie die nutzlosen Kontextmenüs der Taskleiste oder die ebenfalls erwähnten verkrüppelten Menüs in Office.
In de.comp.sys.mac.misc (»de.soc.mac«) haben einige Leute folgende Signatur:

»At Apple, people would often challenge design decisions on the basis of "my mom is going to call me if she can’t understand this". I don’t think many people at Sun had parents who used Sun computers, and it’s questionable whether some of the MS designers speak to their parents…«

Lässt sich nun mit einem Mac einfacher und angenehmer arbeiten, oder was?
Danke, jetzt geht’s mir besser.

Erschienen am Sonntag, 09.03.2003 @ 23:19 | Kommentare deaktiviert
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Montag, 17.03.2003

Ansichtssache

Die »Mercury News« berichten, ein neues IBM-Notebook hätte Apples Powerbook technologisch überholt.
Jörn von Mac-TV hält in einem Artikel dagegen.

Erschienen am Montag, 17.03.2003 @ 15:35 | Kommentare deaktiviert
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Freitag, 21.03.2003

Panther ante portas

Apple verschiebt die WorldWide Developers Conference WWDC. Der ursprüngliche Termin war 19. bis 23. Mai, der neue Termin ist 23. bis 27. Juni. Offizielle Begründung ist, dass Apple noch am Nachfolger von Jaguar (OS X 10.2) arbeitet, von Apple auch »Panther« genannt (OS X 10.3). Jeder Besucher der WWDC soll eine Preview von Panther erhalten.
Quellen: Heise, Apple Pressemitteilung.

Nachtrag (22.03.03, 11:10 Uhr): Der interne Codename des ersten OS X war Cheetah, der von 10.1 Puma. 10.2 Server hieß angeblich Tigger.

Erschienen am Freitag, 21.03.2003 @ 20:42 | Kommentare deaktiviert
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Sonntag, 23.03.2003

Neue Safari-Beta

Seit gestern gibt es eine neue Beta-Version von Apples Safari-Browser. Die v67 ist nicht offiziell verfügbar; die letzte offizielle Version v60 vom 12. Februar kann nach wie vor bei Apple runtergeladen werden.

Programm-Icon von SafariWer ein älteres deutsches Sprachpaket für Safari installiert hat, iSafari, sollte es vorher deaktivieren, sonst verweigert die neue Browser-Version den Start. Dazu einfach im Finder mit Apfel+I die Info-Palette des Programms aufrufen und in der Sektion »Sprachen« alle Sprachen bis auf Englisch deaktivieren.
Bei mir gab es außerdem Darstellungsprobleme von z.B. Thinksecret, die mit einem Wegwerfen der Preferences ~/Library/Preferences/com.apple.Safari.plist behoben werden konnten. Bevor die v67 gestartet wird, empfehle ich dringend ein Backup des Verzeichnisses ~/Library/Safari, das die Bookmarks enthält. Habe die Bookmarks aus einem Backup wieder eingespielt, funktioniert tadellos.
Verschiedene Anwender berichten, dass die neue Beta noch schneller geworden sein soll.

Jetzt gehe ich erstmal auf Safari   :-)    um die neuen Features wie AutoFill und Tabs zu testen. Mehr Infos gibt’s bei Thinksecret.

Erschienen am Sonntag, 23.03.2003 @ 13:50 | Kommentare deaktiviert
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Mittwoch, 26.03.2003

»So eine verdammte Scheiße!!«

Mein Vater hat sich nun für einen Palm m515 entschieden, für 300 Euro. Der Zire schied ziemlich schnell aus, vor allem wegen der fehlenden Hintergrundbeleuchtung. Im Rennen waren dann nur noch der m515 und der m130. Es wurde dann doch der etwas teurere Palm, da er wesentlich besser aussieht, besser verarbeitet ist (Metall statt Plastik), ein besseres Display hat und doppelt so viel Speicher.

Der Palm m515

Bei der Installation der Palm Desktop-Software (Version 4 für Mac OS X, kurz »PD4«) gab es einige Probleme und googlen half leider auch nicht. Der Tipp, den Palm Desktop unter OS 9 zu installieren, brachte mich nicht weiter: Der Palm Desktop lief, aber Programme wie Hotsync und der Conduit-Manager verweigerten den Dienst, und die sind ja nicht gerade unwichtig. Also doch mal den Palm Desktop (2.6.3) von der mitgelieferten CD installieren, nicht die neueste Version (4) von der Website. Die Installation startete Classic und das Programm lief auch nur in Classic. Doch Ernüchterung stellte sich schnell ein:

»Serial Monitor could not process an AppleEvent. An AppleEvent error has occurred. (-1701)«

Der Hotsync klappte nicht. Und iSync hilft mir hier auch nicht weiter, da iSync in Zusammenarbeit mit einem Palm-Handheld auf den Palm Desktop angewiesen ist. iSync ist nur ein Palm-Conduit. In der oben verlinkten Newsgroups-Diskussion (bei Google Groups) schrieb’ jemand, dass die Probleme erst mit 10.2 auftraten. Gut, gut. Kurz die Optionen sortieren:

  1. PD4 lies sich unter 10.2.4 nicht installieren (Fehler: »Leider trat ein
    Festplatten-/Diskettenfehler auf (Datei nicht gefunden)«). Ich bin nicht der Einzige mit diesem Problem.
  2. PD4 lies sich unter OS 9 installieren und unter 10.2.4 benutzen, aber Programme wie Hotsync oder der Conduit-Manager funktionierten nicht.
  3. PD2.6.3 in der Classic-Umgebung installiert: läuft, aber der Hotsync funktioniert nicht (Fehler: »Serial Monitor could not process an AppleEvent. An AppleEvent error has occurred. (-1701)«). Ich bin nicht der Einzige mit diesem Problem.
  4. iSync als Alternative kann ich mir abschminken, da es ohne den Conduit-Manager und Hotsync nicht klappt.

Also gut, die harte Tour: iBook mit der Restore-CD platt machen. Es ist ja nicht so, dass ich nichts anderes zu tun hätte. Die Abendbeschäftigung ist gesichert. Allerdings hält sich der Aufwand in Grenzen, da ich nicht alle Programme neu installieren muss. Nach dem Software-Restore das Update auf 10.1, dann alle neuen OS-Versionen einspielen, Office X installieren und natürlich PM4. Die 3 GB Daten habe ich vorhin bereits in einer halbstündigen Kopieraktion per Firewire auf eine externe Platte gesichert.

Ich melde mich wieder, wenn ich auf dem iBook alles neu installiert habe. Ich kann aber jetzt schon sagen, dass ich maßlos enttäuscht bin von Palm, dass sie seit dem Erscheinen von OS X 10.2 im August 2002 kein Update ihrer Desktop-Software rausgebracht haben, wenn ihr Müll schon nicht auf 10.2 läuft.


Der Stand der Dinge:

19:03
iBook ist platt gemacht, Software-Restore installiert (OS 9.1 und 10.0.3). Jetzt spiele ich alle verfügbaren Software-Updates bis einschließlich 10.1.5 ein.

21:24
10.1 ist jetzt installiert. Jetzt kommt der Download von Palm Desktop 4…

21:30
Die Installation von PD4 auf 10.1 lief einwandfrei durch.

21:37
Der Hotsync funktioniert! Nächste Stationen: Office und Jaguar noch installieren und das Backup der User-Daten zurückspielen.

23:02
Bin wieder vom Essen zurück (war mit meinem Vater beim Griechen in Frauenaurach), es geht jetzt weiter mit der Installation von Jaguar (OS X 10.2).

Erschienen am Mittwoch, 26.03.2003 @ 18:53 | Kommentare deaktiviert
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Donnerstag, 27.03.2003

»Niemals aufgeben, niemals kapitulieren.«

Es läuft.
Ins Bett zu gehen lohnt jetzt glaube ich nicht mehr.

Ich weiß nicht, woran’s gelegen hat. Gegen 1 Uhr früh hatte ich Jaguar auf dem iBook installiert und irgendwann danach auch alle verfügbaren Updates ein- und die Backups zurückgespielt. Danach erstmal eine Pause gegönnt. Der Palm Desktop wollte dann immer noch nicht so, wie er sollte. In einem letzten Versuch um halb sechs Uhr morgens hat sich dann heraus gestellt, dass eine Installation als Admin unbedingt geboten ist (hat auf der alten iBook-Installation allerdings auch nicht genutzt, so dass die Arbeit zumindest nicht umsonst war).
Ich installiere jetzt noch das iSync-Conduit, denn der Palm Desktop ist etwas unübersichtlich in der Handhabung, das OS X-Adressbuch und iCal sind da glaube ich besser für die schnelle und einfache Dateneingabe geeignet.

Erschienen am Donnerstag, 27.03.2003 @ 5:57 | Kommentare deaktiviert
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Sonntag, 06.04.2003

Bugfix

Mit dem bisherigen PGP 8 für Mac OS X hatte ich ein bisschen Probleme: Ich konnte keine Texte entschlüsseln, die ich von PGP 7-Usern (Mac oder Win) erhalten habe. Ich musste dann stets selbst PGP 7 bemühen, und das gibt’s auf dem Mac nur für OS 9, so dass ein Start der Classic-Umgebung angesagt war.
Seit ein paar Tagen gibt es jedoch die neue Version 8.0.2, die diesen Fehler behebt.
Wer ähnliche Probleme hatte, sollte sich mal das Update ansehen.

Erschienen am Sonntag, 06.04.2003 @ 9:52 | Kommentare deaktiviert
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Just for the Records

Die Gerüchteküchen Macrumors (