Archiv für Postings mit dem Tag ‘ausstellungen’

Dienstag, 05.10.2004

World Press Photo

Heute habe ich die Gelegenheit genutzt und bin nach Nürnberg gefahren, um mir dort im Hauptbahnhof die Ausstellung »World Press Photo« anzusehen, die nur noch bis Sonntag (10.10.) in Nürnberg gastiert.
Ich blieb rund eine Stunde, um mir alle der vielleicht 200 Fotos anzusehen, und die Informationstexte zu lesen. Fazit: Absolut empfehlenswert.

Gezeigt wurden Einzelbilder und Fotoserien aus unterschiedlichen Bereichen, von der Sport- und Nachrichten-Fotografie über Natur- und Architekturaufnahmen bis zu Dokumentationen für Reportagen in Magazinen wie GEO. Die Fotos sind manchmal verstörend, oft spektakulär und fotografisch immer dermaßen exzellent, dass man sich kaum satt sehen kann.
Das Foto des Jahres ist eine Aufnahme von Jean-Marc Bouju aus Frankreich für Associated Press. Es zeigt einen gefangenen Iraker, der seinen Sohn in den Armen hält:

Ein sehr gutes Foto, aber ich hätte ein anderes Bild zum Foto des Jahres gewählt: Ein Bild des Franzosen Noël Quidu für die Agentur Gamma, der mit seiner Newsweek-Bilderserie »Liberia« den ersten Platz in der Kategorie »spot news story« gewann:

»Liberia has been wracked by on-off civil war since the 1980s. In March 2003, rebels had advanced to within 10 kilometers of the capital Monrovia, and by July fighting had intensified and government and rebel militia were battling for control of the city. After intervention of UN and US forces in August, rebels signed a peace accord and President Charles Taylor left the country.«

Eines seiner Bilder zeigt einen Rebellen, der triumphierend Menschenknochen in die Luft hält:


 
Eindringlicher kann man den Wahnsinn eines Krieges nicht in einem Foto festhalten.

Ebenfalls sehr berührend war die Bilderserie »Terminally Ill« des Deutschen Walter Schels. Die Fotos erschienen in der Spiegel-Ausgabe 26/2003 im Artikel »Noch mal leben vor dem Tod: Die letzten Tage von fünf Todkranken im Berliner Ricam-Hospiz.« Je ein Foto zeigt einen der Kranken vor und nach seinem Tod. Der Artikel ist übrigens sehr lesenswert.

Die Ausstellung hatte auch heitere Momente zu bieten. Mike Moore fotografierte für den Daily Mirror den unverwechselbaren Schiedsrichter Pierluigi Collina. Er hört bekanntlich 2005 auf, aber was ich nicht wusste war, dass er 45 wird und FIFA-Schiedsrichter über diesem Alter nicht länger Spiele pfeifen dürfen. Er soll gesagt haben, dass er gerne weitermachen würde, aber in seinem Beruf müsse er sich nunmal an Regeln halten.   :-)

Alle Fotos kann man sich auf der Website der Organisation ansehen: worldpressphoto.nl
Im Juli erschien außerdem ein Buch mit den Fotos der 2004er Ausstellung.

Nach Nürnberg ist die Ausstellung nur noch einmal in Deutschland zu sehen: Bis 31. Oktober in Berlin im Bahnhof Friedrichstraße. Außerdem noch in zahlreichen Ländern in Asien, Europa, Amerika und Afrika. Wer sich nicht mit den kleinen Abbildungen im Web oder in dem Buch begnügen will, hat nach Berlin noch in Innsbruck Gelegenheit, vom 19.11. bis 12.12. im Congresscenter. Ich kann es nur empfehlen!

Erschienen am Dienstag, 05.10.2004 @ 16:22 | Kommentare deaktiviert
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Sonntag, 13.07.2008

Die Ausstellungen »Lighter« und »Sichtbarwerden« im Hamburger Bahnhof

Bewölkter Himmel, ab und an kleine Regenschauer: perfektes Wetter für den Besuch einer Ausstellung! Heute war ich im Hamburger Bahnhof, dem Berliner Museum für Gegenwart. Von den derzeit 7 Ausstellungen haben wir uns in zweieinhalb Stunden die Fotografien von Wolfgang Tillmans und die Ausstellung »Sichtbarwerden« angesehen.

In Wolfgang Tillmans’ Ausstellung »Lighter« werden große Farbflächen und -verläufe gezeigt, mit einem Fotokopierer verfremdete Fotografien und einige Vitrinen mit Zusammenstellungen von Zeitungsausschnitten. Inspirierend fand ich die Fotoserien, zum Beispiel zur Sonnenfinsternis 1999, Schnee und Eis oder Fotos der Venus. »Lighter« wird noch bis 24. August gezeigt.

In »Sichtbarwerden« werden verschiedene fotografische Werke aus der Sammlung von Friedrich Christian Flick gezeigt. Die Bilder zeigen teilweise farbenfrohe Landschaftsaufnehmen, teilweise aber auch öde Industriebrachen und Wohnsiedlungen. Faszinierend fand ich die kontrastreichen Schwarz-Weiß-Fotos von Hochöfen, Wassertürmen und Kohlebunkern. »Sichtbarwerden« ist noch bis 10. August zu sehen.

Erschienen am Sonntag, 13.07.2008 @ 19:37 | Kommentar schreiben
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Sonntag, 31.08.2008

Ausstellung: Herbert Tobias in der Berlinischen Galerie

Letzter Tag der Herbert-Tobias-Ausstellung: Holger und ich besuchten die Berlinische Galerie, um uns die Werke des 1982 verstorbenen Fotografen anzusehen.

Mir haben die Portraits aus den 50ern und 60ern besonders gut gefallen, die ihrer Zeit voraus waren: Großaufnahmen der Gesichter, wie sie eher heute modern sind. Ebenfalls sehenswert sind die Straßenportraits aus Paris und dem vom Krieg zerstörten Berlin, sowie die Männerakte mit ihrer Blickerotik. Wenn ich schwul wäre, wäre ich hin und weg.   :-)

Der Ausstellungskatalog ist für 35 Euro beim Steidl-Verlag erhältlich – ich überlege noch, ob ich ihn mir nicht doch zulegen sollte.

Erschienen am Sonntag, 31.08.2008 @ 19:57 | Kommentar schreiben
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Sonntag, 21.09.2008

Ausstellung: Hiroshi Sugimoto Retrospektive

Heute war ich mit 2 Freunden in der Neuen Nationalgalerie: Wir haben uns die Fotografien von Hiroshi Sugimoto angesehen.

Sugimoto fotografiert ausschließlich in Schwarz-Weiß. Seine Bilder sind technisch absolut perfekt und wirken sehr realistisch – besonders deutlich wird das an seinen Aufnahmen von Madame Tussauds. Neben den Portraits haben mir besonders die Aufnahmen von Kinosälen in historischen Gebäuden gefallen, sowie die Dioramen. Mit den Architekturaufnahmen oder den Seelandschaften konnte ich nicht so viel anfangen (unbedingt den Film im Museum ansehen; darin werden die Hintergründe erläutert).

Die Ausstellung wird noch bis zum 5. Oktober gezeigt; der Eintritt beträgt 10 Euro. Der Ausstellungskatalog ist für 50 Euro im Museum erhältlich. Viele der gezeigten Fotografien sind auch auf der Website von Hiroshi Sugimoto zu sehen.

Neue Nationalgalerie
Potsdamer Straße 50
10785 Berlin-Mitte
Telefon: 030-69534463
Öffnungszeiten: DI, MI, FR von 10 bis 18 Uhr; DO von 10 bis 22 Uhr; SA, SO von 11 bis 18 Uhr
U/S: Potsdamer Platz (U2, S1, S2, S26)
Bus: Potsdamer Brücke (M29)

Erschienen am Sonntag, 21.09.2008 @ 17:52 | Kommentar schreiben
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Freitag, 27.03.2009

Jan von Holleben im Postfuhramt

Heute Abend fand die Vernissage der neuen Fotoserie von Jan von Holleben statt: Im Postfuhramt sind noch bis 13. April »Liebesorte« zu sehen. Die Fotos sind demnächst bundesweit zu sehen – in der neuen AIDS-Aufklärungskampagne . Am besten gefallen mir die Motive »anbeißen« und »rumtreiben«.

Erschienen am Freitag, 27.03.2009 @ 23:17 | 1 Kommentar
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