Archiv für Postings mit dem Tag ‘bank’
Samstag, 08.06.2002
Grade beim Aufräumen entdeckt: Ein Schreiben der
Bundeswertpapierverwaltung vom 8.2., in dem mein »Einzelauftrag zur Lieferung von Euro-Umlaufmünzserien« bestätigt wurde. Zwischenzeitlich, nachdem ich die Münzen immer noch nicht erhalten habe, dachte ich ja schon, die hätten mich vergessen oder dass ich doch Pech gehabt habe und keine mehr abbekomme. Inzwischen weiß ich gar nicht mehr, was ich bestellt habe, ich glaube ein Satz mit Münzzeichen »J« (Hamburg, weil von dort auch meine erste Euro-Münze kam).
Im Münzforum auf muenzen.net wollte ich eben mal nachfragen aber getreu dem Motto »erst suchen, dann posten« habe ich
diesen Thread hier gefunden, in dem die Antwort steht: die Auslieferung erfolgt erst im Herbst.
Da waren die Kollegen aus San Marino aber schneller; deren Münzen habe ich jetzt schon seit ein paar Wochen hier liegen.
Erschienen am Samstag, 08.06.2002 @ 7:54
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Montag, 10.06.2002
So, eben ein Anruf aus der Zentrale: man braucht mich wieder in Schweinfurt.
Entweder wird’s die ganze Woche Schweinfurt oder nur morgen und Mittwoch, der Donnerstag und Freitag dann Karlsruhe. Deswegen bekomme ich aber nochmal bescheid.
Leider ist in Schweinfurt kein Zimmer mehr im Hotel Ross oder im Park-Hotel frei (der
Website nach zu urteilen, sehen die Zimmer im Park Hotel gar nicht mal so schlecht aus). Das
Central-Hotel und das
Hotel Panorama kommen nicht in Frage, siehe die eben verlinkten früheren
two cents-Einträge. Nein, da fahre ich lieber wieder nach Hause, als nochmal dort zu hausen.
Morgen früh mit dem Bus um 06:37 los, Ankunft in Schweinfurt um 08:45 (Bus kommt um 07:09 am Erlanger Bahnhof an, um 07:19 eine RB bis Bamberg, Ankunt dort um 07:53, weiter mit einer anderen RB um 08:08). Schalteröffnung erst um zehn; wenn ich dann kurz nach neun an der Filiale bin und die Kollegen eine halbe Stunde später kommen, kann ich noch was lesen (habe noch genug Lektüre).
Schalterschluss um sieben, d.h. es geht um 20:07 zurück nach Erlangen (RB bis Bamberg, an um 20:45; ICE ab Bamberg, ab um 20:51, an in Erlangen um 21:09). Vielleicht kann ich auch ein paar Minuten früher gehen (18:45?), dann würde ich noch den Zug um 19:14 erwischen und wäre um 20:41 in Erlangen (Fahrt dauert länger, da RB zwischen Bamberg und Erlangen, kein ICE, wie bei der 20:07-Verbindung).
So, ich muss jetzt noch ein paar Dinge erledigen.
Erschienen am Montag, 10.06.2002 @ 14:11
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Dienstag, 11.06.2002
Mittagspause, gerade mal eine freie Minute.
Wahrlich, langweilig wird mir hier in Schweinfurt nicht. Es herrscht reger Kundenverkehr, ich bin gut ausgelastet. Heute Abend früher gehen zu können ist nicht drin, da ich an der Kasse bin. Auch ok. Weniger gut ist, dass dies der unergonomischste Arbeitsplatz ist, den die Bank zu bieten hat. Ohne näher darauf einzugehen (Zeit, Baby…): Steharbeitsplatz, der Monitor steht einen Meter weiter links, die Tastatur und die Maus sind nicht minder weit entfernt.
Eine Nachricht noch wegen des Wochenendes (im Sinne von “Ende der Arbeitswoche”): Donnerstag und Freitag ebenfalls in Schweinfurt. Mal sehen, wie ich das mit dem Hotel mache. Schweinfurt als Stadt ist so ziemlich das unspannendste, was man sich denken kann; dagegen ist in Bayreuth High-Life. Vielleicht fahre ich auch täglich heim, mit dem Zug gerade mal eine bis anderthalb Stunden, das geht schon (hätte dann auch mal Gelegenheit, meine Stapel Spiegel, brandeins, c’t und diverse Ausdrucke durchzulesen). Nächste Woche bin ich dann in Stuttgart.
Erschienen am Dienstag, 11.06.2002 @ 14:57
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Mir tun die Füße weh!!
Erschienen am Dienstag, 11.06.2002 @ 17:05
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Freitag, 14.06.2002
Die Kollegin ist noch etwas länger krank, so dass ich auch nächste Woche in Schweinfurt arbeite, nicht in Stuttgart, wie ursprünglich angedacht.
Dann besorge ich mir aber eine Wochenkarte für die Bahn, sonst kleb’ ich mir bei den Reiseabrechnungen den Wolf. Und ich muss mal sehen, ob die Schweinfurter Stadtbusse auch sowas wie Streifenkarten kennen…
Erschienen am Freitag, 14.06.2002 @ 15:53
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Diese Woche mal wieder eine Warnmitteilung in der Bank: Schon seit einiger Zeit versuchen betrügerische Banden, an Eingängen zu SB-Zonen von Banken Kartenleser anzubringen, um die Kartendaten zu kopieren und PINs zu erschleichen. Wichtig: An Eingangstüren zu SB-Zonen muss nie, NIE, die Geheimzahl eingegeben werden! Wer solche Beobachtungen macht, sollte die Polizei unter Telefon 110 verständigen.
Erschienen am Freitag, 14.06.2002 @ 23:33
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Donnerstag, 20.06.2002
Wow, ich lese gerade in einer Mail, dass die Filialen evtl demnächst DSL bekommen werden. Endlich… Derzeit quälen sich die Daten sämtlicher PCs einer Filiale über eine ISDN-Leitung.
Wenn jetzt noch die Rechner ausgetauscht werden würden, wäre ich glücklich. Aktuell stehen hier Pentium-II-233 mit 64 MB RAM und NT4.
Erschienen am Donnerstag, 20.06.2002 @ 11:54
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Freitag, 21.06.2002
Wie bekannt, bin ich gestern und heute in Bayreuth. Nächste Woche steht nochmal Schweinfurt auf dem Programm, da eine Kollegin noch krank ist und ein anderer Kollege eine Woche Urlaub hat. Und zwei Leute sind dort etwas wenig. Dem Kollegen, der für mich die Einsätze disponiert, wär’s egal gewesen, von ihm aus hätte ich auch zu Hause bleiben können. Das wäre mir auch durchaus recht gewesen, aber ich sehe auch, was in Schweinfurt los ist, die brauchen einfach noch einen dritten Mann.
Erschienen am Freitag, 21.06.2002 @ 11:29
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Dienstag, 25.06.2002
Das Halbfinalspiel Deutschland-Südkorea hat noch nicht begonnen (erst um 13:30), aber es ist bereits seit einer Stunde ungewöhnlich ruhig. Auch gestern war an sich vergleichsweise wenig los. Morgen spielt die Türkei im zweiten Halbfinale gegen Brasilien.
Erschienen am Dienstag, 25.06.2002 @ 11:57
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Mittwoch, 26.06.2002
Warum dieser Tagebuch-Eintrag verschlüsselt ist, habe ich an
anderer Stelle schon mal dargelegt.
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—–END PGP MESSAGE—–
Erschienen am Mittwoch, 26.06.2002 @ 0:06
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Die Kollegin, die ich hier in Schweinfurt vertrete, ist weitere zehn Wochen krankgeschrieben. Ich bin begeistert. Schöne Grüße auch von meinen Füßen. Vielleicht sollte ich mit dem Kauf der braunen Schuhe noch etwas warten, und dann Größe 45 1/2 statt 45 nehmen.
Zwei positive Aussichten: Nächste Woche zwei Tage in Bayreuth und ab Mitte Juli wahrscheinlich auch einige Wochen.
Problem: Im Juli/August stehen ebenfalls die Urlaube der Schweinfurter Kollegen an. Ich hoffe nur, dass niemand auf die Idee kommt, meinen Urlaub im August verschieben zu wollen. Ich bin ja gerne zu Kompromissen bereit, aber ich habe meinen Urlaub zu Pfingsten schon geschoben und weiß sicher, dass mein Sommerurlaub nicht im Herbst stattfinden wird.
Erschienen am Mittwoch, 26.06.2002 @ 16:47
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Mich beschäftigt noch was von heute aus der Bank. Auch wenn ich auf dieser Website noch nie verraten habe, für wen ich arbeite, kann ich diesmal nicht offen schreiben, worum es genau geht.
Sagen wir, es ist etwas passiert, was so ähnlich bereits vor einem Jahr schon mal in einer anderen Filiale passierte. Als es vor kurzem anfing, bin ich schon stutzig geworden, aber die Parallelen zum letztjährigen Fall sind wirklich frappierend (deswegen die Überschrift). Und ich kann schon jetzt prophezeihen, dass es wieder so enden wird, wie vor einem Jahr.
Es geht nicht um mich, aber es geht um eine Sache, die mich ärgert.
Erschienen am Mittwoch, 26.06.2002 @ 23:55
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Freitag, 28.06.2002
Am Montag bleibe ich zu Hause.
Diesen Gedanken wollte ich dem Kollegen, der meine Einsätze disponiert, nicht unbedingt ausreden (kommt mir persönlich sehr gelegen), aber ich wies ihn schon darauf hin, dass das in der aktuellen Situation in der Schweinfurter Filiale nicht so gut wäre. Mein Chef, denke ich mir, wünscht aber einen zügigen Überstunden-Abbau (ich habe wie gesagt 145, dürfte »eigentlich« nicht mehr als 80 haben).
Dienstag und Mittwoch werde ich in Bayreuth sein, da dort eine der beiden Ganztags-Kolleginnen auf Filialleiter-Tagung sein wird.
Einen Tag frei zu nehmen, bei 138 verbleibenden Überstunden, ist ein Tropfen auf den heißen Stein. Durch die Hinfahrt nach Bayreuth am Dienstag und die Heimfahrt am Mittwoch kommen fünf Überstunden hinzu.
Habe schon angeboten, halbe-halbe auszuzahlen und abzufeiern, oder meinetwegen 2/3 Auszahlung und 1/3 abfeiern. Ich kann sowohl Zeit als auch Geld gebrauchen.
Donnerstag und Freitag nächste Woche stehen noch nicht fest. Näheres wahrscheinlich am Mittwoch (Bayreuth aber sicher nicht).
Erschienen am Freitag, 28.06.2002 @ 21:46
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Mittwoch, 03.07.2002
Donnerstag und Freitag auch Schweinfurt.
Erschienen am Mittwoch, 03.07.2002 @ 21:58
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Donnerstag, 04.07.2002
Von Montag bis Freitag werde ich wieder in Karlsruhe sein. Ende Mai (
5d und
5e) habe ich schon mal von einem kurzen Karlsruhe-Einsatz berichtet.
Momentan sind dort eine Kassiererin, die vor circa einem Monat neu angefangen hat sowie ein Kundenberater. Ich werde dort als Kundenberater aushelfen. In Karlsruhe ist
vergleichsweise wenig los, im Sinne, es verirren sich wenig Kunden in die Filiale. Zumindest war das Ende Mai so, vielleicht lag’s an den Ferien. Dafür gibt es relativ viel im Backoffice-Bereich und in der Mahnbearbeitung zu tun.
Da der Anreiseweg recht weit ist (05:40 ab Fürth, Ankunft um 9 Uhr in Karlsruhe), werde ich selbstverständlich von Montag bis Freitag in Karlsruhe übernachten. Da Karlsruhe, gemessen an Einwohnern, fünfmal größer ist als Schweinfurt (270.000 vs. 50.000 Einwohner), wird auch etwas mehr los sein. In der Nähe des Hotels konnte ich im Mai schon zwei Griechen ausmachen und ein
Kino (CineStar) ist auch nicht weit, sogar mit Online-Reservierung.
Apropos online: Sinnvolle Einsatzmöglichkeit für das
OnlineTicket. Hin- und Rückfahrt mit Reservierungen übersichtlich auf einer A4-Seite, statt zehn einzelne Belege aufkleben…
Ich bin gespannt auf Karlsruhe.
Erschienen am Donnerstag, 04.07.2002 @ 23:41
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Samstag, 06.07.2002
Zu den wenigen Dingen, die mich wirklich beunruhigen gehört, wenn mein Konto überzogen ist. Also nicht nur einfach im Soll, innerhalb des Dispos. Das ist ok, das ist man gewohnt. Ich meine, eine Überziehung über den Dispo hinaus.
Das passiert mir äußerst selten, und das zum Einen, aber auch aus anderen Gründe, macht es mir unangenehm.
Die anderen Gründe sind: Wenn das Konto über den Dispo hinausschießt, drohen Lastschrift-Rückgaben (automatisch durch das System oder händisch durch den Berater) und Kartensperren (ec und Visa). Und 275 Euro drüber ist schon ein Bereich, in dem das interessant wird. Das ist mein tägliches Geschäft in der Bank.
Ich habe mich etwas in der Disposition vertan. Durch die zu späte Reisekosten-Abrechnung war das Konto eh schon sehr weit überzogen (kann man sich denken, wenn ich 2.200 Euro aus dieser Abrechnung erwarte). Am letzten Wochenende habe ich festgestellt, dass am Montag-Morgen (1.7.) mein Dauerauftrag mit meiner Sparrate (700 Euro) abgebucht wird, zu spät, um es noch zu ändern. Unter der Woche habe ich dann versäumt, das abgebuchte Geld wieder zurück zu überweisen und durch die Visa-Abbuchung für das Macromedia Studio über 439 Euro am 4.7. war die Überziehung da.
Gleich am Freitag-Nachmittag noch eine Mail an die Kollegen der Mitarbeiter-Filiale geschickt und den Kontoausgleich angekündigt und gebeten, keine Lastschriften zurückzugeben und die Karten nicht zu sperren (da meine Kontoführung sonst gut ist, rechne ich aber auch nicht damit). In sieben Jahren hatte ich keine Rücklastschriften, und ich will jetzt auch nicht damit anfangen.
Am Dienstag ist das Konto wieder im Limit und im Laufe der nächsten Woche werden wohl auch die 2.200 Euro der RK-Abrechnung gebucht.
Erschienen am Samstag, 06.07.2002 @ 18:18
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Dienstag, 09.07.2002
Heute ist es sehr ruhig.
Die Kollegin an der Kasse hatte bis jetzt sieben Buchungen (inkl. einer Auszahlung für mich), die Termintreue ist heute nicht sehr groß und bei den Terminen, die in die Filiale kommen, lehnt das System die Kreditanfragen ab.
Erschienen am Dienstag, 09.07.2002 @ 15:26
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Der erkrankte Kollege hier in Karlsruhe wird noch länger zu Hause bleiben. Bis Ende der Woche bin ich auf jeden Fall noch in Karlsruhe, eventuell auch nächste Woche.
Erschienen am Dienstag, 09.07.2002 @ 17:46
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Freitag, 22.11.2002
Der Artikel beim ZDF über Deflation, den Harald Schmidt gestern in seiner Sendung angesprochen hat, ist
hier zu finden.
Im Foyer der Deutschen Bundesbank in Frankfurt (wenn ich das aus einem Video richtig in Erinnerung habe) gibt es eine schöne Metapher in Form einer Skulptur: Links eine große, etwa ein Meter durchmessende Metallkugel, die explodiert: Inflation. Rechts eine ebenso große Kugel, die in sich zusammenfällt, implodiert: Deflation. In der Mitte eine runde Kugel, die intakt ist: Stabilität.
Viel weiß ich nicht über Deflation, weil ich noch keine mitgemacht habe und das Thema in der Bankkaufmann-Ausbildung auch keine all zu große Rolle spielt. Irgendwo habe ich mal gelesen, dass es in der Schweiz mal eine Deflation gab und die Menschen dort auf Guthaben auf ihren Girokonten Strafzinsen zahlen mussten.
Erschienen am Freitag, 22.11.2002 @ 13:51
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Montag, 16.12.2002
Habe eben meine Abschiedsmail an 40 Empfänger in der Bank verschickt.
Zitat eines Zitats:
»Wenn Du das Glück für Dich selbst suchst,
wirst Du es nie finden.
Nur wenn Du das Glück für andere suchst,
wird es auch zu Dir kommen.«
Zum 31.12.02 verlasse ich die Bank. Ich habe noch nichts Neues ab 1.1., aber etwas in petto. Ist allerdings noch nicht ganz in trockenen Tüchern.
Nachtrag, 26.12.02: Alternative Titel für die Mail hätten sein können:
Erschienen am Montag, 16.12.2002 @ 17:44
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Mittwoch, 18.12.2002
Ein grau-en-haf-ter Bericht über die (Un-)Sicherheit der ec-Karte.
Situation: Einer Sparkassen-Kundin ist die Karte gestohlen worden und der Dieb kauft munter damit ein. Die »Redakteure« von BIZZ stellen in einem tollkühnen Versuch den Fall nach und lassen ihre ec-Karte sperren, um danach auf Shopping-Tour zu gehen. Investigativ journalistisch stellen sie fest, dass sie in vielen Geschäften trotzdem bezahlen können und dass die gesperrte Karte kein Hindernis ist. Auch die verkrakelte Unterschrift auf dem Beleg wird nicht mit der auf der Karte überprüft, die sich deutlich davon unterscheidet.
Die Kundin ärgert sich über die Bank, weil die Bank sagt, die ec-Karte sei sicher.
Die Bank sagt, würden die Händler das PIN-Verfahren verwenden, hätte die Kundin den Ärger nicht.
Der Händler sagt, sie verwenden das PIN-Verfahren nicht, weil es zeitaufwändig ist.
Das Minimum an Recherche-Leistung wäre gewesen, wenn sich die BIZZ-Redaktion mal etwas mit der Materie vertraut gemacht hätte. Auf die Unterschiede zwischen den Verfahren wurde nicht eingegangen. Beim PIN-Verfahren wurde nicht erwähnt, dass es der Händler vielleicht auch deswegen nicht einsetzen will, weil seine Bank dafür Gebühren verlangt.
Für alle, die sich nicht nur oberflächlich durch BIZZ bei Pro7 informieren wollen, sei folgende Site empfohlen:
www.zahlungsverkehrsfragen.de
Speziell die folgenden Artikel dort sind in diesem Zusammenhang zu empfehlen:
-
Kartenarten
-
Das Ende der ec-Karte
-
Kommt das Ende der wilden Lastschrift?
-
Zahlungsarten mit Karten
-
Notrufnummern bei Kartenverlust
Kurzfassung: Bei dem Bezahl-Verfahren mit Unterschrift (ELV) findet keine Prüfung statt, ob die Karte gesperrt ist oder ob das Guthaben auf dem Kundenkonto ausreicht. Vorteil für den Händler: es ist billig. Nachteil: Das Ausfallrisiko trägt der Händler. Wenn z.B. der Händler nicht die Unterschrift auf Beleg und Karte auf Übereinstimmung prüft, ist es sein Problem. Wenn die Lastschrift platz (mangels Deckung oder wegen Widerspruch), kann der Händler von der Bank des Kunden die Herausgabe der Kundenadresse verlangen, um seine Ansprüche gegenüber dem Kunden geltend zu machen. Dafür unterschreibt der Kunde auf dem Beleg (das steht im Kleingedruckten, das unterschrieben wird). Wenn die Unterschrift auf dem Beleg (den bekommt die Bank dann in Kopie vom Händler) nicht mit der bei der Bank hinterlegten Unterschrift übereinstimmt, gibt’s keine Adresse. Den Fall hatte ich mal in der Bank: Händlerin hat bei mir angerufen und wollte die Adresse eines Kunden, bei dem die Lastschrift geplatzt ist. Den Beleg hatte sie allerdings nicht mehr; keine Unterschrift, keine Adresse. Der Händler sollte daher beim Bezahlen auf die Übereinstimmung der Unterschrift auf der Karte mit der auf dem Beleg achten (und dann den Beleg aufheben).
Daraus folgt, dass jeder Kontoinhaber seine eigene Karte braucht. Der zweite Kontoinhaber kann nicht per Unterschrift mit der Karte des ersten Kontoinhabers bezahlen. Auch schon vorgekommen, in der Schlange vor mir am Fahrkartenschalter im Münchner Hauptbahnhof. Mag sein, dass das ein gemeinsames Konto ist, aber das sieht man der Karte nicht an. Die Verkäuferin am Schalter hat sich richtig verhalten: Den Fahrkartenverkauf storniert und die Tickets nicht herausgegeben.
Es gibt auch ein Bezahlverfahren mit Unterschrift, bei dem die Sperrdatei abgefragt wird (POZ), i.d.R. aber erst bei Beträgen ab 30,68 Euro. Pro Abfrage bezahlt der Händler fünf Cent Gebühr an seine Bank. Vorteil für den Händler: Er hat Gewissheit, dass die Karte nicht gesperrt ist (wg. Diebstahl oder schlechter Bonität). Er muss dafür aber eine Gebühr entrichten und hat immer noch keine Sicherheit gegen das Ausfallrisiko, wenn das Konto z.B. überzogen ist und die Lastschrift dann platzt (eben POZ, POS ohne Zahlungsgarantie).
Das sicherste Verfahren für den Händler ist electronic cash, auch POS genannt (Point of Sale). Dabei wird nicht nur die Sperrdatei abgefragt, der zu zahlende Betrag wird auch noch durch die kartenausgebende Bank autorisiert. Auch wenn der Kunde sein Konto überzieht, bekommt der Händler sein Geld. Zur Sicherheit muss der Kunde seine PIN eingeben. Das Verfahren kostet den Händler 0,3% vom einzelnen Umsatz, mindestens aber acht Cent pro Abfrage.
Es gibt noch einige andere Verfahren, die bei zahlungsverkehrsfragen.de
aufgelistet sind. Da die ec-Karte in den nächsten Jahren
verschwinden wird, wird das
Maestro-Verfahren zunehmend an Bedeutung gewinnen (PIN oder Unterschrift, mit Abfrage der Sperrdatei und Betragsautorisierung, Kosten für den Händler: 0,95% vom einzelnen Umsatz).
Erschienen am Mittwoch, 18.12.2002 @ 0:37
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Samstag, 21.12.2002
Vielen Dank für die Reaktionen auf meine
Abschiedsmail.
Ich habe einige E-Mails bekommen und heute auch einen lieben Brief. Auszug:
»Was bleibt sind die Erinnerungen.
Was kommt, weiß niemand.«
Ich bin nicht der Typ, der Briefe schreibt. Persönliche Briefe mit der Hand zu schreiben ist mir eigentlich zu mühselig (Briefe oder Mails am Computer tippe ich gerne). Deswegen schreibe ich gar keine persönlichen Briefe, denn ein persönlicher Brief muss mit der Hand geschrieben sein, damit er persönlich wird. Aber dieses Jahr sind zwei Briefe an eine frühere Kollegin und einen Kollegen aus der Bank fällig, da gibt es gar keine Frage. Vor Weihnachten werden sie wohl nicht mehr ankommen, aber ich schick’ sie noch am Montag raus.
Anfang nächsten Jahres werde ich eine ganz spezielle Filiale auch nochmal besuchen (ok, allerdings auch, um mir nochmal den Griechen in der Stadt zu geben).
Danke.
Erschienen am Samstag, 21.12.2002 @ 20:44
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Samstag, 11.01.2003
Vorgestern bin ich dann doch um 22 Uhr zusammengeklappt. Gestern um fünf Uhr morgens ausgeschlafen aufgestanden. Oder sagen wir, ich war zumindest wach, aber ich blieb im Bett liegen, um mir die gestrige Aufzeichnung der Kabel 1-Reportage über Mounties und die Folger »Der Plan« von »Ein Mountie in Chicago« anzusehen. Anschließend startete ich meinen Quicktime-Player für die diesjährige »Power of X«-Keynote von Apples Marketing-Vicepresident Phil Schiller.
Eine sehr gute Präsentation der Möglichkeiten von OS X »Jaguar«, kann ich sehr empfehlen. Präsentationen von (u.a.) X11 für OS X, Quartz Extreme, Mail mit Junk-Mail-Filter, Safari und einigen weiteren Anwendungen. Der Vortrag dauerte eine Stunde und zwanzig Minuten, und danach wurde es etwas knapp für mich: Es war 9 Uhr 10, und in 15 Minuten wollte ich an der Bushaltestelle zweihundert Meter weiter sein, denn um halb zehn würde der Bus in die Stadt abfahren. Dusche angestellt, und bis das Wasser warm war, in anderthalb Minuten Zähne geputzt. Dann unter die Dusche gehüpft und im Rekordtempo Haare gewaschen und dann den Waschlappen zur Hand genommen. 9 Uhr 20. Angezogen, iBook in den Rucksack gepackt (den ich zum Glück noch am Vorabend so gut wie fertig packte), Schal, Mantel, Mütze und raus aus dem Haus.
Ich besuche gestern meine drei früheren Kolleginnen in der Filiale Bayreuth. In Bayreuth zu arbeiten, war fast ein wenig wie Urlaub: Nette Kollegen, gemütliche Filiale, schönes Hotel, das wichtigste zum Einkaufen sowie ein Top5-Grieche, ein American Diner und ein Multiplex-Kino in Fußwegreichweite. Nicht nur das Arbeiten dort war angenehmer als anderswo, mit den drei Damen stimmte einfach die Chemie. Und ich rechne es ihnen
sehr hoch an, dass sie nach dem Tod meiner Mutter per Karte kondolierten und auch später nach dem Befinden fragten.
Am Bahnhof in Erlangen kaufte ich am Fahrkartenautomaten per »Expressverkauf« einen Fahrschein von Erlangen bis Bayreuth und zurück, ohne ICE-Berechtigung. 16,40 Euro mit BC-50. Die RegionalBahn nach Nürnberg fuhr pünktlich um 10:14 Uhr ab und kam dort um 10:41 planmäßig an. Umsteigen von Gleis 8 zu Gleis 16, in den RegionalExpress (ein Dieselfahrzeug) nach Bayreuth, der um zehn vor elf den Nürnberger Bahnhof verlies und nach einigem Geschaukel kurz vor zwölf in Bayreuth einfuhr. Während der Fahrt schrieb ich anfangs auf meinem iBook Sozialkunde-Hausaufgaben, aber durch die Neigetechnik des Zugs wurde mir dabei schlecht, so dass ich das aufgabe.
»Bitte die Fahrscheine vorzeigen, wenn’s genehm ist.«
»Des hams noch net gehört? Dann sind’s noch net mit mir gefahren.«
Vom Bayreuther Hauptbahnhof bis zum Marktplatz sind es 15 Minuten zu Fuß. Ich kaufte im Karstadt noch eine Kleinigkeit für die Kolleginnen ein und deckte mich selbst noch mit allen verfügbaren schwarzen »Hudson«-Socken in Größe 43-44 ein (eigentlich habe ich ja Schuhgröße 46, aber die Socken passen in der kleineren Größe besser). 8 Euro 50 das Paar, aber jeden Cent wert. In meiner Größe hatten sie nur fünf Paar und die nahm ich mit (51 Euro). Hudson-Socken gibt’s nur bei Karstadt, und mich verschlägt es künftig nicht mehr so oft nach Nürnberg (nächste Karstadt-Filiale).
Wenn ich schon mal in Bayreuth bin, muss ich natürlich auch dem hiesigen Top5-Griechen einen Besuch abstatten. Ein paar Kleinigkeiten haben sie verändert: Brotstücke (zum Dolmadakia oder Tzatziki bekommt man jetzt in größeren Stücken und der Tomatenreis wurde durch Gemüsereis ersetzt. Finde ich beides nicht so gut. Würde ich meine Top5-Liste neu aufstellen, fiele das Plaka von Platz 3 auf Platz 4 zurück und würde die Position mit dem Mannheimer Dimitra tauschen. Aber es war insgesamt trotzdem noch sehr gut! Ich blieb etwa anderthalb Stunden. Nach dem Essen packte ich mein iBook aus und machte meine Sozialkunde-Hausaufgaben fertig und schrieb noch ein wenig an diesem Tagebucheintrag.
Das mit Sozialkunde muss ich jetzt mal erklären. Ich dachte mir letztes Jahr, es sei keine schlechte Idee, das Fach-Abitur nachzuholen. Macht sich gut im Lebenslauf, und vielleicht will man ja doch nochmal studieren. In Bayern, Brandenburg und Rheinland-Pfalz gibt es die Möglichkeit, die Fachhochschulreife über das Telekolleg nachzuholen. Das funktioniert so: Jeden Tag werden im Bayerischen Rundfunk, auf BR-alpha und im ORB halbstündige Sendungen zu den Fächern ausgestrahlt. Darüber hinaus bezieht man von der TR-Verlagsunion spezielle Schulbücher und Übungsbögen (Hausaufgabenblätter), für knapp unter 100 Euro pro Semester. Etwa alle zwei Wochen muss ich samstags in die Schule, zum Kollegtag. In meinem Fall ist das in den Räumlichkeiten der FOS Fürth, und die Telekolleglehrer sind auch die ganz normalen Lehrer der FOS. Das ganze dauert anderthalb Jahre und dann hat man sein Fachabi. Die Vorteile: Man kann das neben Beruf, Zivi oder was auch immer betreiben und sich seine Zeit und sein Engagement frei einteilen. Am ersten Kollegtag wurde uns dann auch gesagt, dass das im Prinzip wie ein Studium sei (allerdings kein Fernstudium, man muss schon relativ regelmäßig zu den Kollegtagen erscheinen). Wenn man’s schafft, hat man sein Fachabi, wenn’s schief geht, war’s zumindest keine verlorene Zeit und taucht auch nicht im Lebenslauf auf. Der Nachteil: Jedes Trimester fallen natürlich die Gebühren für die Bücher an, falls man sie nicht von einem ehemaligen Kollegiaten bekommen kann (das TK wurde aber mit Beginn im Jahr 2002 umgekrempelt). Außerdem nimmt es doch relativ viel Zeit in Anspruch, wenn man das ernsthaft verfolgen will (etwa anderthalb Stunden täglich). Und alle paar Wochen muss man um 8 Uhr früh bis etwa 13, 14 Uhr in die Schule. Hausaufgaben müssen gemacht werden, sonst wird man nicht zu den Feststellunsprüfungen am Ende jedes Trimesters zugelassen. Und eine bestandene Feststellungsprüfung (also Note 5 oder idealerweise besser) ist Voraussetzung, um die Abschlussprüfung im jeweiligen Fach mitschreiben zu können. Kleinere Fächer wie Sozialkunde oder Physik hat man nur ein Trimester lang (die Techniker haben Physik zwei Trimester, dafür haben die Wirtschaftler noch Wirtschaft und die Sozialen noch Psychologie) und die Feststellungsprüfung ist gleich die Abschlussnote. Sozialkunde-Prüfung war am heutigen Samstag. Damit ist Sozi durch, Physik beginnt in diesem Trimester. Ich komme relativ gut mit, abgesehen von Mathe. Für jemanden, der sich sieben Jahre nicht mit dem Zeug beschäftigt hat, ist Mathe schon sehr schwer und man muss enorm viel Zeit aufwenden, um mitzukommen. Ich habe das nicht gemacht (die Zeit aufgewendet), konnte meine Hausaufgaben nicht abgeben und deswegen nicht bei der ersten Mathe-Feststellungsprüfung mitschreiben. Macht aber nix, ich mache dann Mathe im nächsten Kurs und bekomme das Fach-Abi dann eben etwas später. Bis dahin bereite ich mich mit Nachhilfe durch Klaus und üben, üben, üben darauf vor, dann wird das. Themen in Mathe sind (bis jetzt): Lineare und nicht-lineare Funktionen, quadratische Funktionen, Vektoren und Matrizen, Vektoren in der Physik, Folgen und Reihen, Differentialrechnung.
Zurück zu Bayreuth. Ich bezahlte gegen 13:45 und ging dann in fünf Minuten vor zur Filiale. Ab 14 Uhr ist eine Stunde Mittagspause, genau richtig.
Hier mach’ ich’s ganz kurz, weil ich keine Details preisgeben will. Der Besuch war sehr nett und um 15:45 ging ich wieder. Zurück zum Bahnhof und in einen leicht verspäteten (zehn Minuten) RE nach Nürnberg eingestiegen. Die letzte halbe Stunde im Zug habe ich geschlafen, ich war hundemüde. In Erlangen noch ein bisschen was besorgt und um 19:17 mit dem Bus heimgefahren. Gegen 21 Uhr ins Bett.
Erschienen am Samstag, 11.01.2003 @ 17:02
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Montag, 20.01.2003
Aus
Eurocard wird
Mastercard. Die
Kampagne läuft bereits; bis spätestens 2006 sollen alle Eurocard-Mastercard-Kreditkarten durch solche mit dem einheitlichen Namen Mastercard ausgetauscht sein (siehe deren
FAQ).
Im Prinzip eine Variante von »Raider heißt jetzt Twix, sonst ändert sich nix«, aber für die Banker unter den Lesern sicher angenehm. Fragen wie die, ob man mit einer Eurocard-Kreditkarte auch weltweit bezahlen kann oder die sehr häufige Verwechslung von Eurocard und eurocheque-Karte fallen einfach weg (übrigens gibt es die
ec-Karte auch nicht mehr ewig).
Erschienen am Montag, 20.01.2003 @ 22:18
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Dienstag, 21.01.2003
Plusminus sucht uns mal wieder mit einem
Bericht heim, wonach es älteren Menschen, mit 65, 68 oder 70 Jahren, nahezu unmöglich ist, keinen Kredit zu erhalten (habe ich sowas nicht erst vor wenigen Wochen gesehen?).
Die Begründung liefert die Plusminus-Website auch gleich mit: zu hohes Todesfallrisiko.
Berichtigt mich, wenn ich das falsch sehe, aber ist es nicht so, dass jemand im Alter von 70 Jahren dem Tod näher ist als ein 35-jähriger? Eine Bank hat kein Geld zu verschenken, denn das Geld, das die Bank als Kredit heraus reicht, gehört ihr gar nicht, sondern den Anlegern. Die Bank muss sicher sein, dass so wenige Kredite wie möglich ausfallen und vergibt deswegen nicht an jeden Kredit, der einen haben will. Bis zu einem gewissen Alter kann das Todesfallrisiko durch eine Restschuldversicherung (RSV) abgesichert werden (die übrigens auch für junge Leute
nicht unbedingt verkehrt ist). Abgesehen davon, dass die RSV für ältere Mitbürger teilweise unbezahlbar ist und auch nicht immer vom Kunden bezahlt werden will, ist sie auch nicht bis ins hohe Alter zu haben. Ab einem bestimmten Alter, sei es jetzt 65, 68 oder 70, will die Versicherung den Kunden nicht mehr versichern, weil ihr das Risiko zu hoch ist. Und da schiebt dann auch die Bank einen Riegel vor, weil sie das Risiko selbst tragen müsste. Oder anders gesagt: Wenn der Kunde nicht mehr versichert werden kann, will die Bank auch keinen Kredit mehr herausgeben.
Bitte nicht falsch verstehen: Ich bin nur der, der es schreibt. Ob das moralisch ok ist oder nicht, will ich mal dahingestellt lassen, dass will ich in diesem Fall auch nicht diskutieren. Aber aus Banksicht ist das doch nachvollziehbar, oder?
Erschienen am Dienstag, 21.01.2003 @ 22:46
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Freitag, 24.01.2003
Es soll mittlerweile Banken geben, die Unfallversicherungen mit dem Argument verkaufen, sie diene als Sicherheit für einen Dispo oder eine ec-Karte.
Entschuldigung, ich geh’ grad mal kotzen.
Erschienen am Freitag, 24.01.2003 @ 22:38
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Freitag, 14.02.2003
Für alle Banker und Kunden der DiBa zur Lektüre empfohlen: Ein
Interview von Spiegel-online mit dem Vorstandsvorsitzenden der DiBa, Bernhard Hafner.
Interessant: Von den derzeit 1,8 Millionen DiBa-Kunden haben eine Million das Extra-Konto (hoch verzinstes Tagesgeld-Konto) und die meisten davon sind Ein-Produkt-Nutzer. Hafner möchte nach dem rasanten Wachstum der letzten zwei Jahre, das vor allem durch das Extra-Konto ermöglicht wurde, und nach der Übernahme von Entrium das Wachstumstempo etwas verlangsamen, um solide zu wachsen. Die derzeit vielen Ein-Produkt-Nutzer sollen zu Mehr-Produkt-Nutzern werden, um sie stärker an die DiBa zu binden. Das soll erreicht werden, indem die DiBa ihren Kunden auch die anderen Angebote schmackhaft macht.
Ich weiß nicht, ob das gelingen wird, ob der Bedarf an günstigen Kreditzinsen und einem günstigen Depot in der Rezession sooo groß ist. Das DiBa-Girokonto ist meinen letzten Infos zufolge auch nicht gerade günstig, und erst
gestern will eine Studie herausgefunden haben, dass vor allem Online-Banker ein kostenloses Girokonto schätzen.
Dass die Million Extra-Konto-Kunden nicht alle dem günstigsten Angebot hinterherhecheln, wenn eine andere Bank ein Viertel Prozent mehr Zinsen bietet, glaube ich durchaus. Ein paar Zisnreiter gibt’s allerdings immer, die für 25 Euro mehr Ertrag ein neues Konto aufmachen und dafür keine Mühen scheuen.
Erschienen am Freitag, 14.02.2003 @ 21:48
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Dienstag, 13.05.2003
Kommt jetzt das Thema ec-Kartenbetrug eigentlich in
jeder Panorama-Sendung?
Erschienen am Dienstag, 13.05.2003 @ 22:23
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Samstag, 27.03.2004
Ist zwar schon etwas her, dennoch aktuell: Mitte März berichtete Spiegel-online über eine Studie der Bertelsmann-Stiftung die frug, wie es um das Finanzwissen der Deutschen bestellt ist (siehe
SPON,
FTD,
FAZ). Ergebnis: Nicht gut.
Eine ähnliche Untersuchung
gab es bereits vor einem 3/4-Jahr von der Commerzbank, die zu dem selben Ergebnis kam.
»Einer Untersuchung der Bertelsmann-Stiftung zufolge sind die Deutschen nur schlecht über grundlegende Merkmale von Vorsorge- und Anlageprodukten wie Risiko, Rendite und Kosten informiert.
[...]
Diese Wissensdefizite gefährdeten die individuelle Vorsorge. Finanziell Ahnungslose, von der Studie als "Finanzielle Analphabeten" bezeichnet, empfänden einfache Finanzfragen als besonders schwierig und fühlten sich bei finanziellen Entscheidungen besonders unsicher.«
27% der Befragten halten Aktien für eine sichere Anlageform. Und die Untersuchung bezog sich auf Befragungen aus den Jahren 2002 und 2003. Wer die letzten vier Jahre nicht in einer Höhle gelebt hat, sollte mitbekommen haben, dass man von einigen Aktiengesellschaften inzwischen nichts mehr hört. Gleichwohl bescheren Aktien dem Anleger langfristig die größten Renditen (was 50% wussten), aber diese Chance ist eben auch mit höherem Risiko verbunden.
20 der 35 Fragen der Commerzbank-Studie kann man sich bei Spiegel-online ansehen. Es geht um Begriffe wie Inflation, Aufgaben der EZB, Verwendungsmöglichkeiten eines Bausparers oder Dividende.
Sicher, mit meiner Bankkaufmann-Ausbildung tue ich mich da etwas leichter; so ein paar Grundlagen sollten aber schon vorhanden sein. Für seine Finanzen ist jeder selbst verantwortlich, und nicht der Bankberater auf der anderen Seite des Schreibtischs.
In diesem Zusammenhang: Im Spiegel 8/2004 von Mitte Februar erschien auf Seite 38 ein Artikel mit der Überschrift »Langer Abschied« zum geplanten »Renten-Mindestniveau«. Wer den Spiegle noch auf dem Dachboden hat, sollte ihn nochmal aufschlagen, allen anderen empfehle ich, die 50 Cent für den Text auszugeben und als Investition in die Altersvorsorge zu betrachten.
Das Mindestniveau der Rente im Jahr 2030 ist ein Witz: Ein Durchschnittsverdiener, der seit seinem 20. Lebensjahr gearbeitet hat und heute noch 1.100 Euro Rente bekommt, erhält dann nur noch 880 Euro (wenn es denn so kommt). Wer nur fünf Jahre weniger arbeitet, erhält noch 780 Euro. Wer weniger als den Durchschnitt verdient (im Beispiel 80%) und 40 Jahre arbeitet, erhält voraussichtlich 625 Euro – Sozialhilfe-Niveau.
Eigenvorsorge tut Not, gerade für junge Leute wie mich, die sich sicher nicht 2030 in den Ruhestand verabschieden, sondern weitere 10, 15 oder 20 Jahre später.
Erschienen am Samstag, 27.03.2004 @ 16:48
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Samstag, 26.06.2004
Heute im Briefkasten:
»Ihre DiBa heisst jetzt ING-DiBa.«
Die Umbenennung hat sich ja mal gelohnt.
+++
Wo ich grade dabei bin: Rechtschreibfehler, auch noch prominent auf dem Briefumschlag (im Brief selbst haben sie’s aber richtig geschrieben). Es heißt nicht »heisst«, auch nicht nach der neuen Rechtschreibung. Faustregel: Dort, wo man früher Scharfes S schrieb, schreibt man es nach wie vor, wenn es auf einen langen Vokal oder einen Doppellaut (»ei«) folgt.
Also: Straße, Fußball, Floß, Schoß, Spaß (lange Vokale), heißt (Doppellaut).
Nicht: Strasse, heisst.
Aber: Fluss, Fass, Schuss, Schloss (kurze Vokale).
Eine Ausnahme lasse ich nur in Dateinamen für das Web gelten.
Aber ich muss zugeben, dass ich mit der Regel manchmal durcheinander komme und Doppel-S statt einfachem S schreiben will (obwohl sich da bei den Schreibweisen nichts geändert hat).
Erschienen am Samstag, 26.06.2004 @ 16:40
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