Archiv für Postings mit dem Tag ‘diverse’

Donnerstag, 18.09.2003

Quicklinks: Dual-G5-Benchmarks und -fotos, neue Version von Transmit, Titanic-Satire zur Bayern-Wahl

  • Dual-G5-Benchmarks
    In einem Photoshop-Benchmark lässt der Dual-2,0-GHz-G5 den schnellsten PC (Dual-3,0-GHz-Xeon) hinter sich (beste Ergebnisse in rot, Dual-G5 ganz rechts außen). Siehe auch Macrumors (Meldung) und Mac-TV (Kommentar).
  • Dual-G5-Fotos
    Von Reef Aquarist. Sind zwar verwackelt, aber man kann trotzdem sehen, warum Apple-Verpackungen Kult sind. Und natürlich einen Blick auf einen schönen G5 werfen.
  • Transmit 2.6
    Verschiedene Detailverbesserungen und Bug-Fixes beim besten FTP-Programm für den Mac, außerdem Unterstützung für SubEthaEdit als externen Editor (siehe Release Notes).
  • »Mit Anstand verlieren.«
    So wirbt nun die SPD in Bayern. Die SPD? Nein, nur das Satire-Magazin »Titanic«, aber die Wahlwerbung scheint für einige Passanten doch plausibel zu sein. »Dabei sein ist alles.«

Erschienen am Donnerstag, 18.09.2003 @ 14:22 | Kommentare deaktiviert
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Freitag, 19.09.2003

Querlesen

Von einem Weblog erwarte ich keine orthographische Perfektion. Ich mache mir auch eher selten die Mühe, nochmal über meine Einträge drüber zu lesen: Das heir ist ein Weblog, hier wird nichts verkauft und ich hänge auch nicht dem Irrtum/Wahn mancher Blogger-»Kollegen« an, man sei die Speerspitze eines neuen Journalismus. Aber von einer kommerziellen Seite, einer Nachrichten-Site noch dazu, erwarte ich etwas mehr Sorgfalt. Vor allem, wenn bei kürzeren Texten nur Ticker-Meldungen abgetippt werden.
Bei Spiegel-online müssen seit einigen Monaten den Einsparmaßnahmen wohl alle Lektoren zum Opfer gefallen sein. Oder der Druck dort muss derartig hoch sein, dass den Redakteuren die Zeit zum Lesen des Geschriebenen fehlt oder Artikel vor der Freigabe gar nicht mehr Korrektur gelesen werden. Buchstabendreher, fehlende Wörter oder falsche Artikel sind fast schon die Regel. Hier, in all seiner Pracht, der vorläufige Höhepunkt bei SPON mit drei Fehlern in einem Satz:

»In Middlesex im Staat Virginia starb ein mann bei dem Versuch, kurz vor der Ankunft des Orkans einen Bauk vor seinem haus zu beschneiden.«

Aus dem Artikel »Hurrikan "Isabel": Zehn Meter hohe Wellen, Millionen Menschen ohne Strom« von heute Nacht.

Erschienen am Freitag, 19.09.2003 @ 13:06 | Kommentare deaktiviert
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Samstag, 20.09.2003

Höhen und Tiefen

Die Schmidt-Show nach dem gestrigen Desaster mit der Rhein-Schifffahrt war stark wie lange nicht.

Dafür gibt es bei »24« derzeit einen Durchhänger: Um 16:00 Uhr in der Serie sind Täter und Motive bekannt.

Erschienen am Samstag, 20.09.2003 @ 0:32 | Kommentare deaktiviert
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Die drei Aufreger der Woche

Mir fehlt etwas die Zeit, um ausführlich auf die drei größeren Themen der vergangen Woche einzugehen. Daher hier nur eine kurze Beschreibung worum’s geht und weiterführende Links.

Das Eolas-Patent

Eine kleine Klitsche namens Eolas hält ein Patent an einer simplen Idee: Die Einbindung von Medien mittels Plug-ins in eine Webseite und deren automatische Anzeige. Eolas macht nun ernst und verlangt von Microsoft eine halbe Milliarde Dollar Lizenzgebühren für den Einsatz der Technik im Internet Explorer. Falls Eolas damit durchkommt, sind schwerwiegende Auswirkungen auf das Web die Folge.
Weitere Infos:

Abschaffung der Privatkopie

Die deutsche Musikindustrie, genauer: der Interessenverband der Phonographischen Industrie (IFPI) will einem Positionspapier (PDF) zufolge das Recht auf Privatkopie einschränken. Nachdem in der jüngsten Urheberrechtsnovelle bereits die Umgehung von Kopierschutz-Mechanismen verboten wurde, soll nun auch derjenige zahlen, der seine Musik für andere als die zuvor lizenzierten Zwecke einsetzen möchte. Bedeutete die Novelle noch Pech für die Leute, die eine kopiergeschützte CD für ihren Autowechsler kopieren wollten, könnte man durch den Wegfall der Privatkopie, wie er in den Köpfen der Industriebosse geplant ist, seine Musik auch nicht mehr auf einen portablen Player übertragen, wenn man mit dem Kauf der CD nur die Lizenz zum Abspielen in einem stationären Player erworben hat. Der Verdacht liegt nahe, dass es langfristig auf eine Vermietung von Musik hinauslaufen soll.
Weitere Infos:

Verisign leitet Traffic um

Der Verwalter der Toplevel-Domains .com und .net, die private Firma Verisign (bekannt von den SSL-Zertifikaten) leitet Surfer auf eine eigene Seite, wenn sie sich bei der Eingabe einer URL vertippt haben und so eine Domain aufgerufen werden soll, die nicht existent ist. Das ist wegen einer Reihe von Gründen bedenklich (Erleichterung von Spam-Versand, Datenschutzgründe, Verstoß gegen Internet-Standards, Werbung in eigener Sache für Verisign…).
Weitere Infos:

Erschienen am Samstag, 20.09.2003 @ 16:04 | Kommentare deaktiviert
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Sonntag, 28.09.2003

Der Weblogger, das unbekannte Wesen

  • Letzte Zigarette: Die beiden ersten und letzten Züge auf einer Party, als ich 14 war. Ziemlich genau elf Jahre her.
  • Letzte Autofahrt: Keine Ahnung. Irgenwann letzte oder vorletzte Woche? Letzte Radfahrt: Vor acht Stunden aus der Stadt nach Hause, mit defektem Frontstrahler. Muss ich Mittwoch reparieren lassen und bis dahin doch nochmal ein Akkulicht aufschrauben.
  • Letzter Kuss: Länger her.   :-(
  • Letzter Weinkrampf: Juli.
  • Letztes Buch: Durchgelesen: »Flug 2039« von Chuck Palahniuk. Aktuell: DWWS von Jeffrey Zeldman. Komme gut voran; auf einer Zugfahrt Erlangen-München lassen sich 50 bis 70 Seiten lesen.
  • Letzter Film: »Fluch der Karibik«, fand ich schlechter als erwartet.
  • Letztes benutztes Schimpfwort: Scheiße.
  • Letztes Getränk: O-Saft.
  • Letztes Essen:: Bolognese-Pizza.
  • Letzter Anruf: Habe meine Mailbox angerufen.
  • Letzte Sendung im TV: »24« am Freitag-Abend, die Folgen 20 bis 21 Uhr und 21 bis 22 Uhr. Allerdings nicht direkt, sondern auf Video in den Morgenstunden des Samstag, bevor ich nach München gefahren bin (bin am Freitag um 23 Uhr aufgestanden).
  • Letzte Dusche: Samstag früh um 05:45 Uhr. Die nächste in ein paar Stunden (heute muss ich niemanden damit wecken).
  • Letzte CD: Gekauft: Die Single von Mel Cs neuem Song »Yeh! Yeh! Yeh!«. Hat Drive. Aktuell spielt iTunes die Scheibe »The Art of Trio Vol. 3« von Brad Mehldau. Sonntag-früh-aufsteh-Musik. Letzte CD im CD-Player gehört: Vor ein paar Monaten.
  • Letzter gekaufter Gegenstand: Eine Halbliter-Glas-Mehrwegflasche Original-Spezi in der SAE in München.
  • Letztes Mal aufgeregt wegen: Dass inzwischen sogar schon Maxi-CDs mit einem Kopierschutz versehen sind (Mel C, siehe oben).
  • Letzte Enttäuschung: Weiß ich nicht mehr. Ich bin nicht all zu nachtragend.
  • Letzte Worte: Gestern um 20:30 Uhr: »Ich geh’ jetzt ins Bett, weckt mich bitte nicht mehr.«
  • Letzte sexuelle Fantasie: Die Freundin einer Freundin.
  • Letzte merkwürdige Begegnung: Auf Klaus’ Party, Samstag vor einer Woche.
  • Letztes Mal amüsiert: Gestern in der SAE ging’s ziemlich lustig zu.   :-)
  • Letztes Mal verliebt: Diesen Sommer, im Juni/Juli.
  • Letztes Mal umarmt: Kürzlich erst, Verabschiedung unter Freunden.
  • Letztes Mal getanzt: Mit 14 bei meinem Versuch, einen Tanzkurs mitzumachen. Wir wollen’s dabei bewenden lassen, ist besser für die Menschheit.
  • Letztes Konzert: Uhh, ganz lange her, paar Jahre. Ich bin nicht so der Konzertgänger. Könnte Mark Knopfler in der Fürther Stadthalle gewesen sein. 1996. War gut!
  • Letzte Website besucht: Daring Fireball.

Gesehen bei dekaf, Neunvolt-Blog und Snap Stuff.

Erschienen am Sonntag, 28.09.2003 @ 4:38 | Kommentare deaktiviert
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Dienstag, 30.09.2003

Ein Konto sieht rot

Dinge die auf meinem Wunschzettel stehen, wenn ich reich und berühmt bin:

  • Aktueller High-End Power Mac mit 20-Zoll-Display
    Momentan kostet ein Dual-2,0-GHz G5 knapp 3.100 Euro und ein 20-Zoll-TFT von Apple um die 1.300 Euro.
  • 15-Zoll Powerbook, Aluminium
    Knapp 2.200 Euro (mit Combo-Drive).
  • TV-Server 100 mit Netzwerk-Option Festplatten-Videorecorder (um 950 Euro) mit Netzwerkanschluss
  • Digitale Spiegelreflex-Kamera

Mich juckt’s ja immer mal wieder in den Fingern, mir eine Digitalkamera zu kaufen. Ich hatte schon mal eine 3 MPixel-Digiknipse von Kodak, eine DC4800 (1, 2). Aber eine Sucherkamera bleibt eine Sucherkamera, egal ob sie die Bilder auf Film oder Chip speichert. Und eine Sucherkamera genügt meinen bescheidenen Ansprüchen nicht, ich brauche eine Spiegelreflex-Kamera. Weil die Bilder die ich mache, teilweise mit einer Sucherkamera nicht möglich sind (v.a. Tiefenunschärfe).
Derzeit fotografiere ich mit einer analogen SLR-Kamera von Pentax, einer Z20 mit Zoom-Objektiv (»smc FA 28-80« mit Brennweite 28-80mm, Blende 3,5 bis 5,6). Den Papierfilm lasse ich als mittelmäßig aufgelöste JPEGs (1.536 x 1.024) für 5 Euro pro Filmentwicklung auf eine Picture-CD speichern (PhotoCD hat zwar weit bessere Qualität, kostet aber rund ein Euro pro Bild mit dazwischengeschalteter Dia-Entwicklung und Rahmung). Alles nicht sehr befriedigend, ganz zu schweigen davon, dass es immer eine Weile dauert bis ich einen Film voll habe und den dann nach einer Woche Entwicklung und CD-Speicherung zurückbekomme.

Bei Saturn gab’s letzte Woche Angebote, ich wäre ja fast schwach geworden: Pentax Optio 33L für 200 Euro (3 MPixel, 3-fach optischer Zoom). Canon Digital IXUS V2 für 300 Euro (2 MPixel, 2-fach optischer Zoom). Beides nur Digiknipsen und die V2er IXUS ist noch dazu altes Eisen, aber immerhin einigermaßen Qualität für kleinen Preis, nicht so ein Schrott mit interpolierten Megapixeln und Digital-Zooms (»Digitale Qualität!«), der einem im Homeshopping angedreht wird.
Andererseits sind digitale SLRs inzwischen in erschwinglichen Regionen angekommen, nachdem Canon Ende August die EOS 300D auf der IFA angekündigt hat. 6 MPixel, digitale SLR, allerdings nur USB-Anschluss (und nicht mal in den technischen Daten auf der Produkt-Website steht, ob es USB 1.1 oder wenigstens USB 2.0 ist, wenn man schon kein FireWire verbaut) für knapp unter tausend Euro Straßenpreis (mittlerweile verfügbar). Dazu für nur hundert Euro mehr ein Zoom-Objektiv »EF-S« mit 18-55mm Brennweite (äquivalent zu 28-90mm Kleinbild-Format) und 3,5 bis 5,6 Blende. Vorhandene Canon-EF-Autofocus-Objektive können an der EOS 300D weiterbenutzt werden. Ich habe keine, aber gut zu wissen, dass ich es könnte. Oder man könnte auch andere EF-Objektive kaufen.
Aber beim Gedanken an 1.100 Euro bekommt mein Konto Bauchschmerzen.

Erschienen am Dienstag, 30.09.2003 @ 8:34 | Kommentare deaktiviert
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Donnerstag, 02.10.2003

Zeig’ mir Dein Dock, und ich sag’ Dir welcher Mac-User Du bist.

Giles Turnbull fragt in einem Artikel im MacDev-Center von O’Reilly: »What’s on your Dock?«
Einige prominente Beispiele hat er in seinem Beitrag schon eingefangen: Brent Simmons (Autor des RSS-Readers NetNewsWire), Rob McNair-Huff vom Mac Net Journal, John Gruber von Daring Fireball, Adam Engst von TidBITS oder Jason Kottke von kottke.org (siehe auch seinen Weblog-Eintrag).
John Engler von inluminent hat seines auch in seinem Weblog gepostet, inklusive Links zu weiteren »Teilnehmern«.

Was gibt’s in meinem Dock zu sehen? Von oben nach unten: Finder, Systemeinstellungen, Rechner, BBEdit, iTunes, iMovie, iPhoto, iDVD, Adressbuch, iChat AV, ICQ, Safari, Internet Explorer, Entourage, Word, Dreamweaver, Flash, Fireworks, Photoshop, Transmit, iSync, iCal, Print Center, Virtual PC, OmniOutliner, Prozess-Monitor, MacSOUP, der Applications-Ordner (rechte Maustaste, voila, Startmenü mit allen Programmen), Papierkorb.

Für die Windows- und Linux-Nutzer unter den Lesern: Ein schwarzes Dreieck neben dem Icon zeigt an, dass das Programm aktuell läuft. Die anderen Icons habe ich ins Dock gezogen, weil ich sie häufig brauche. Ins Dock kommen bei Mac OS X aber auch selten genutzte und deswegen nicht eigenhändig abgelegte Programme, die aktuell ausgeführt werden (wenn ich mir ein Video ansehe, erscheint z.B. ganz unten zusätzlich das Icon des Quicktime-Players).
Das Dock kann am linken, rechten oder unteren Bildschirmrand platziert werden. Weitere Infos zum Dock gibt es in meinen Einträgen vom 03.09.2003 und vom 03.08.2003. In meinem Eintrag vom 07.03.2003 gibt’s ein anderes Dock zu sehen, mit Virtual PC in Aktion.

Erschienen am Donnerstag, 02.10.2003 @ 18:58 | Kommentare deaktiviert
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Freitag, 03.10.2003

You are a Linguistic Thinker

Das BBC Thinker Quiz, gesehen bei Markus und anderen. Faszinierend auch, das auf mich auch Beschreibungen aus anderen Bereichen zutreffen (z.B. Interpersonal und Existential thinkers), aber das gilt für andere wahrscheinlich genauso, dass sich das nicht genau abgrenzen lässt.

Erschienen am Freitag, 03.10.2003 @ 9:20 | Kommentare deaktiviert
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Outlook: Die Seuche des Internets

Manchmal bekommt Wolfgang Mails mit einem Attachment »winmail.dat«, das sich weder entpacken, noch von irgendeinem Programm betrachten oder in einem Texteditor öffnen lässt. Gestern bekam ich selbst so eine Mail, und auf meine Anfrage an den Absender, mit welchem Programm oder Entpacker ich den Anhang öffnen könne, erhielt ich als Antwort:

»Das ist ganz normal via Outlook verschickt.«

Anlass, mal nach winmail.dat zu googeln. Ergebnisse:

Aus den Eudora-Support-Seiten:

»A .DAT file is a data file and many different applications use them. It is unlikely that any one program is registered in Windows with the File Association for .dat; this is why Eudora would not be able to guess what to open this type of file with WINMAIL.DAT is a proprietary Outlook file that allows Outlook users to send Transport Neutral Encapsulation Format (TNEF) information (see Microsoft’s technical support article at http://support.microsoft.com/support/kb/articles/Q241/5/38.ASP). This TNEF information is unopenable and irrelevant outside of Outlook.«

Von modemhelp.com:

»Ever wonder where WINMAIL.DAT attachments come from? It’s a Microsoft Exchange "feature". Since Exchange supports rich-text email (bold, italic, multiple fonts, etc.), and Internet email doesn’t, any email sent from Exchange to a non-Exchange mail reader will contain an Attachment called WINMAIL.DAT. If you use Exchange, you won’t see this file, and the message will retain its formatting. However, it can be confusing for those who don’t use Exchange (You, I, and the majority of the Internet population), and have no use for this file.

In MS Outlook and Outlook Express:

On the Tools menu, click Options, and then click the Mail Format (or “Send”) tab.
Under the Send tab is the message format list, select Plain Text or HTML(NOT Rich Text Format), and then click OK.«

Längere Texte zu diesem Thema gibt es hier:

Nur eines von vielen Beispielen, in denen sich Outlook nicht an Internet-Standards hält. Angeblich soll Outlook 97 ganze 666 RFCs (diese Internet-Standards) gebrochen haben, aber ich konnte keinen verlässlichen Beleg für diese Aussage finden.
Weitere Infos zu diesem Thema:

Leider habe ich auf Anhieb keine besseren Quellen gefunden als »Linux User Group Alfeld« (wobei deren Auflistung ziemlich gut ist). Ansonsten empfehle ich immer wieder gerne die beiden c’t-Artikel »Sicherheitsrisiko Microsoft« und »Das Microsoft-Internet« sowie die beiden Daring Fireball-Artikel »Good Times« und »Dynomite!« von John Gruber.

Von einigen Outlook-Problemen kann ich selbst berichten: Ich werde immer noch täglich mit dutzenden Wurm-Mails überschüttet, die wegen Outlooks Unsicherheit verschickt werden. Outlook kann nicht korrekt zitieren (im Usenet besonders ärgerlich), er produziert Kamm-Quotings. Außerdem macht Outlook keine korrekten Zeilenumbrüche und Signaturtrenner. Die deutsche Version packt in Replies ein »AW:« in die Antwortzeile statt eines »Re:«, was völlig falsch ist (führt bei wiederholtem Mailwechsel zu Subject-Zeilen wie »AW: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Ding.«). Outlook behandelt MIME und Quoted Printable falsch.

Seiten zur Problem-Behebung:

Erstaunlicherweise ist Microsofts Entourage, das Outlook auf den Mac bringt, in jeder Hinsicht besser als Outlook oder Outlook Express für Windows.

Wer mit mir kommunizieren will, sollte den Versand von winmail.dat-Dateien unterbinden (siehe oben). Wer nicht ungelesen in meinem Spam-Ordner landen will, sollte mir reine Text-Mails schicken und keine HTML-Mails. HTML ist eine Seitenbeschreibungssprache zur Strukturierung von Dokumenten für das Web und hat in E-Mail nichts verloren. Außerdem begünstigen HTML-Mails den Versand von Spam-Mails.
Wer HTML in Mails einsetzt, gibt sich als Laie zu erkennen!

Erschienen am Freitag, 03.10.2003 @ 9:34 | Kommentare deaktiviert
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Dienstag, 07.10.2003

Eine gute und eine schlechte Nachricht

Neue Entwicklungen bei zwei meiner drei Aufreger von vor ein paar Wochen.
Die gute Nachricht zuerst: VeriSign nimmt den SiteFinder vom Netz (siehe Heise-Meldung von vor drei Tagen).

Die schlechte Nachricht: Microsoft wird Eolas vorläufig nachgeben (der Rechtsstreit geht weiter) und den Internet Explorer verändern, so dass per Plug-in eingebettete Inhalte nicht mehr automatisch angezeigt werden. Stattdessen soll eine Dialogbox aufpoppen, wodurch das Eolas-Patent umgangen wird.
Ausführliche Informationen und weiterführende Links zu diesem Thema bietet eine entsprechende Meldung bei Heise von heute sowie Dave Shea in seinem Weblog »mezzoblue«.

Spezieller Dank mit Link an Kai Pahl, der sich in seinem Weblog »dogfood« der technischen Seite und der Konsequenzen für Web-Designer angenommen hat, sowie Lösungsmöglichkeiten aufzeigt. Highly recommended.

Erschienen am Dienstag, 07.10.2003 @ 22:34 | Kommentare deaktiviert
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Sonntag, 12.10.2003

Marla

Für die Fans von »Fight Club« oder Helena Bonham Carter: Bei Hivelogic gibt es ein Wallpaper von »Marla«, in den Größen 1.280 x 1.024 und 1.680 x 1.050 Pixel.

Erschienen am Sonntag, 12.10.2003 @ 19:45 | Kommentare deaktiviert
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Samstag, 18.10.2003

Kulinarischer Rundumschlag

Willkommen in einer neuen Kategorie hier bei my two cents: Leben – Gaumenfreuden. Wie der Name schon verrät, geht wird hier kulinarisch Bericht erstattet. In letzter Zeit hat sich einiges angesammelt…

Ich bin ja normalerweise der Erste, der über abartige Schokoladen-Sorten herzieht und eigentlich nur »Alpenvollmich« bevorzugt, statt meinen Geschmacksknospen Kreationen wie »Dolce Vita Amarena Kirsch«, »Joghurt-Erdbeer-Rhabarbarber« oder »Eierlikör Trüffel« zuzumuten.
Die Wintersorten, die es dieses Jahr (erstmals?) gibt, können mich aber durchaus begeistern: »Winterapfel-Vanille« von Alpia nicht so sehr, dafür »Milka Vanille-Kipferl« und vor allem »Milka Zimtsterne« um so mehr. Letztere Sorte klingt nach ordinären Zimtsternen (nach Dominosteinen für mich eh das Höchste), aber es ist tatsächlich eine Schokoladen-Tafel. Mir gefällt das Packungsdesign der drei Sorten.

Einige der Wintersorten von Milka und Alpia

[Bild anklicken zum Vergrößern.]

Über die Speculatius-Sorten wollen wir mal den Mantel des Schweigens hüllen.

Wo wir gerade beim Thema Vanille sind: Am 1.10. hatte ich im Admiral-Kino die Gelegenheit, ein 0,2-Liter-Fläschchen der absolut ekelhaftesten Flüssigkeit testweise zu kaufen (1,50 Euro), die es auf diesem Erdenrund gibt: Die neu in Deutschland eingeführte »Vanilla Coke«. Bah! Da sage noch einer, Pepsi sei süß…
»Coke Light Lemon« taugt auch nicht all zu viel, da ist das Pepsi-Konkurrenzprodukt »Twist« wesentlich besser, obwohl ich ja sonst nur unter Gewaltandrohung oder kurz vor der Dehydrierung zu Pepsi greife.

Für frischen Atem unterwegs sorgen bei mir neuerdings grüne Tic-Tacs: »Fresh Spearmint« zu 1,39 der 4er Pack, die frischer sind als die altbekannten weißen Tic-Tacs (»Fresh Mints«).
Seit Kurzem gibt es von Wrigley »Eclipse Flash«: 24 kleine Pfefferminz-Blättchen (oder sowas ähnliches) in einem Plastik-Schächtelchen. Die Werbung verspricht, wenn man sich so ein Teil auf die Zunge lege, würde einen augenblicklich unglaubliche Frische heimsuchen. Die Werbung hat nicht zu viel versprochen: Die Wirkung ist zwar nicht ganz so durchschlagend und langanhaltend wie bei Tic-Tac, einem Pfefferminz-Kaugummi oder gar Fisherman’s Friend, aber dafür sorgt Eclipse schnell für angenehme Gerüche. Mit 1,29 ist die Notfall-Erfrischung aber recht teuer.

Pfannis Bratkartoffel-Packung.Zu den handfesteren Produkten: Schon seit einiger Zeit wollte ich mal was über den »Monopoly Mäc« sagen. Nicht gut. Ich bestelle die Tomaten ja immer ab (angenehmer Nebeneffekt einer solchen sogenannten »Grill-Bestellung«, außer, dass man die Tomaten los ist: der Burger wird frisch zusammengestellt). Ansonsten kann ich Käse auf Burgern auch durchaus was abgewinnen, solange es kein sich kilometerlang ziehender Käse ist, sondern Scheibletten (z.B. auf dem Royal-Käse oder dem BigExtra selig). Auf dem Monopoly-Mäc ist neben dem üblichen Käse noch eine weitere Sorte, die da nicht mit rein passt (müsste deren Spezial-Emmentaler sein, auf dem Royal ist Chester).

Vorratshaltung. Nur Nudeln nehmen in diesem Schrank noch mehr Raum ein.Weit besser als der Monopoly-Mäc sind die Bratkartoffeln von Pfanni.
Die Packung kommt etwas befremdlich daher: eine Pappschachtel. Aber in der Pappschachtel verbirgt sich eine luftdicht zugeschweißte Alu-Packung mit den gekochten Kartoffelscheiben. Die Kartoffeln sind sehr weich (eben gekocht) und kalt. Man bewahrt die Schachtel einfach bei Zimmertemperatur im Schrank auf, sie muss nicht gekühlt werden.
Das ist sehr praktisch: Von früher, wenn meine Mutter noch Bratkartoffeln gemacht hat, kenne ich das noch so, dass am Tag zuvor Kartoffeln gekocht und geschält werden, um sie am nächsten Tag in Scheiben zu schneiden und zu braten. Da spart die Pfanni-Lösung doch eine Menge Zeit und geschmacklich kann sich das sehen lassen. Nett ist auch, dass man die Scheiben vor sich hinbrutzeln lassen kann; das ist kein Essen, bei dem man ständig zur Kontrolle nebendran stehen muss.

Leider gibt’s die Pfanni-Bratkartoffeln nicht überall (in Erlangen und Herzogenaurach nur im Handelshof/Altstadtmarkt), so dass ich Verena oder Wolfgang mit der Besorgung eines größeren Vorrats beauftrage, wenn sie mal zum Altstadtmarkt kommen.
[Bilder zum Vergrößern anklicken.]

Erschienen am Samstag, 18.10.2003 @ 21:51 | Kommentare deaktiviert
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Montag, 03.11.2003

Rolltreppe fahren für Dummies

Eigentlich gibt es in Bezug auf Rolltreppen nur drei Dinge zu beachten. Kann doch nicht so schwer sein, oder?

  1. Links gehen, rechts stehen.
    Dazu gibt es an sich nicht viel zu sagen. Dieses Prinzip gilt von Flensburg bis Berchtesgaden in jedem Kaufhaus und auf jeder U-Bahn-Rolltreppe. Wer vor mir links steht und ich aus dem S-Bahn-Untergeschoss höre »S7 bitte zusteigen«, dem verleihe ich Flügel.
  2. Ohne Strom als normale Treppe benutzbar.
    Situation: Vor mir läuft ein Dummie auf eine Rolltreppe zu, die sich bei Betreten der Kontaktplatte oder Durchschreiten der Lichtschranke aber nicht in Bewegung setzt. Der Dummie hält direkt vor mir abrupt an und ändert den Kurs, um die normale Treppe daneben zu benutzen. Hier ein Tipp: Anders als Aufzüge sind Rolltreppen auch ohne Strom wie jede andere Treppe benutzbar.
  3. Nicht am Anfang oder Ende stehen bleiben.
    Die Wegweiser-Tafel im Kaufhaus neben der Rolltreppe studiert man direkt vor dieser Tafel neben der Rolltreppe und nicht umgekehrt. Erreicht man das Ende einer Rolltreppe und muss sich orientieren, bietet es sich an, noch vier Schritte weiter in den Raum hinein zu laufen, um erst dann Wurzeln zu schlagen.

Vielen Dank für die Beachtung aller Sicherheitshinweise.

Erschienen am Montag, 03.11.2003 @ 19:12 | Kommentare deaktiviert
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Samstag, 08.11.2003

Propaganda

Im Zusammenhang mit dem Bashing der amerikanischen Rechten gegen einen wohl eher harmlosen Film über Nancy und Ronald Reagan (siehe Spiegel, Telepolis; ja, bisschen einseitig, habe auf die Schnelle nichts anderes gefunden), bin ich über einen vier Wochen alten Telepolis-Bericht gestolpert: »Unerhört falsche Annahmen« von Thomas Pany.
Er berichtet über eine Studie einer Abteilung der Uni Maryland, die untersucht hat, wie US-Bürger von unterschiedlichen Medien in ihren Meinungen beeinflusst werden. Es wurden drei definitiv falsche Aussagen getroffen:

  • Saddam Hussein steht in direktem Zusammenhang mit den Anschlägen des 11.September.
  • Im Irak sind Massenvernichtungswaffen gefunden worden.
  • Die Weltöffentlichkeit war für die US-geführte Invasion des Irak.

Zitat aus dem Telepolis-Bericht:

»Das deutlichste Ergebnis dieser Befragung bestärkt die ärgsten Vorbehalte gegenüber dem amerikanischen Fernsehsender Fox: Es sei fast vier Mal wahrscheinlicher, dass Stammseher von Fox auf diesen falschen Standpunkten beharren als Nutzer von nicht-kommerziellen Medien wie National Public Radio oder dem Public Broadcasting System.

[...]

Insgesamt 60% der Befragten hielten zumindest eine der irrtümlichen Annahmen für wahr; dennoch zeigen sich deutliche Unterschiede in der Wahrnehmung entsprechend der genutzten Informationsquellen: Während nur 23 % der Nutzer von National Public Radio oder dem Public Broadcasting System eine der drei falschen Annahmen für wahr hielten, taten dies 80% der Fox-Seher.

55% der CNN-Seher und immerhin 47% der Amerikaner, die sich auf Zeitungen als primäre Informationsquelle stützen, waren ebenfalls davon überzeugt, dass mindestens eine der Statements richtig sei.«

Mich würde ja nicht wundern, wenn man hierzulande zu einem ähnlichen Ergebnis käme, würden beispielsweise die Zuschauer der SAT.1-Nachrichten befragt werden.

Erschienen am Samstag, 08.11.2003 @ 21:57 | Kommentare deaktiviert
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Samstag, 15.11.2003

Die Bibel wird 20

Herzlichen Glückwunsch an die c’t. Die Jubiläumsausgabe zum 20. Geburtstag überreichte der Briefträger heute pünktlich um elf Uhr.
Diese Ausgabe scheint vielversprechend zu sein. Ins Auge stechen dabei u.a. ein großer Innereien-Bericht zu Longhorn und der Bericht zu digitalen Spiegelreflex-Kameras.

Daneben gibt es natürlich einen Rückblick auf die vergangenen 20 Jahre c’t. Siehe dazu auch eine entsprechende Meldung im Heise-Ticker. Dort stehen nicht nur das Cover und das Editorial der ersten Ausgabe zum Download bereit, sondern auch gleich die komplette Erstausgabe (PDF, 58 MB). Weiterhin gibt es eine Presseinfo, Kollegenstimmen, eine Chronik und Trivia-Infos.

Ich kann mich noch etwas an meine ersten Erfahrungen mit Computerzeitschriften erinnern – zehn Jahre her, da war ich vielleicht 15 und hatte einen 486 DX-33 von Vobis im Colani-"Design", mit DOS 6 und Windows 3.1.
Ich las einige Zeit die Chip. War für mein damliges Wissen ok, obwohl es manches gab, das zu hoch für mich war. Dann bekam ich mal eine c’t die Hand und fand sie komplett abgehoben. Etwas später las ich wieder eine Ausgabe und war überzeugt, die beste Computerzeitschrift in Händen zu halten, wo gibt: Keine »666 Windows-Tricks«, sondern sehr gute Grundlagenartikel und Berichte, die über den Tellerrand schauen, sowie Praxiswissen (dank der c’t konnte ich bei meinem zweiten Computer, einem Pentium-120 mit SCSI-Adapter, -platte und -CD-Brenner, selbst die Terminierung des SCSI-Busses durchführen). Mir gefällt aus der Grundsatz der Redaktion, keine Testsieger zu küren, sondern die getesteten Produkte ausführlich zu besprechen und in Vergleichstabellen nebeneinander zu stellen. Legendär sind Berichte wie der erste Serientest von Komplett-PCs von Georg Schnurer.
Ich habe die c’t des Heise-Verlags seit 1997 als Plus-Abo (mit Artikeln auf CD-ROM) abonniert. Die Papierausgaben hebe ich aber, bis auf einzelne Exemplare, nur so lange auf, bis die Archiv-CD-ROM erscheint.

An die dickste Ausgabe aller Zeiten, die 4/97 mit 614 Seiten, kann ich mich auch noch gut erinnern, kurz bevor das Heft von monatlicher Erscheinungsweise auf zweiwöchentliche umgestellt wurde (der Umfang wuchs seit dem aber wieder). Mein erster Leserbrief überhaupt, den ich an eine Redaktion geschrieben habe, wurde auch prompt in der Ausgabe Mai 1997 abgedruckt (die mit 504 Seiten auch ein stattliches Gewicht auf die Waage brachte):

"Ich hab’ dir dein Buch mitgebracht" meinte mein Vater zur neuen c’t, und meine Schwester sagte: "Dein Katalog liegt in meinem Zimmer." Ist das nicht etwas zu viel des Guten?

Der Heise-Newsticker ist der Branchendienst schlechthin: Wer aus privatem oder beruflichen Interesse irgendetwas mit Computern zu tun hat, kommt am Heise-Ticker nicht vorbei, wenn er aktuelle Nachrichten aus der IT-Welt erhalten möchte.
Manche spezialisierte Ticker bieten in ihrem Themengebiet mehr Nachrichten und der Heise-Ticker ist nicht immer der schnellste, aber doch die stündliche Referenz-Nachrichtenquelle aus dem gleichen Haus, in dem auch das Referenz-Magazin der Branche erscheint.
Sehr schön auch, dass selbst jahrealte Nachrichten heute noch kostenlos abrufbar sind.

In den letzten zehn Jahren habe ich schon viele Computer-Zeitschriften kommen und gehen sehen. Ich will hoffen, dass uns die c’t noch viele Jahre erhalten bleibt.

Erschienen am Samstag, 15.11.2003 @ 21:20 | Kommentare deaktiviert
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Mittwoch, 19.11.2003

They’ve found Nemo

Danke, Stefie!   :-)

Erschienen am Mittwoch, 19.11.2003 @ 10:01 | Kommentare deaktiviert
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Auf den Punkt gebracht

Reinhard Mohr bei Spiegel-online über das ZDF:

»Das ZDF, der öffentlich-rechtliche History-Kanal mit angeschlossener Altenpflege.«

Der Rest des Artikels »"Unsere Besten" im ZDF: Goethe im Sinkflug« ist ebenfalls lesenswert.

Erschienen am Mittwoch, 19.11.2003 @ 16:45 | Kommentare deaktiviert
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Mittwoch, 26.11.2003

Preisverfall bei DVD-Rohlingen

Mich fasziniert der Preisverfall bei DVD-Rohlingen. Noch vor wenigen Monaten kosteten Minus-R-Rohlinge für 2-fache Brenngeschwindigkeit etwa 17 Euro im 5er Pack (Apple oder Verbatim). Inzwischen gibt’s nur noch Rohlinge für 4-fache Geschwindigkeit zu kaufen – eine ganze DVD ist dann in 15 Minuten gebrannt – und der Preis für fünf Verbatims liegt bei 9,50 Euro.

Erschienen am Mittwoch, 26.11.2003 @ 18:35 | Kommentare deaktiviert
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Samstag, 06.12.2003

The longest Line

Am 30. November wurde der erste Apple-Store außerhalb der USA eröffnet, und zwar in Tokyo (nebenbei: so muss die Seite einer Filiale aussehen; deutsche Banken können sich da mal was abschauen).
Die bisherigen Apple-eigenen Stores wurden nur in den besten Innenstadt-Lagen eröffnet und auch in Japan hat man sich nicht lumpen lassen: Die Ginza-Straße ist das teuerste Einkaufspflaster der Welt (Fotos des Store).

Das besondere an der Eröffnung war die Warteschlange, die sich vor der Filiale gebildet hat: Ein Besucher ist sie mit einer Videokamera abgelaufen. Man muss es selbst gesehen haben, um es zu glauben: Der Typ läuft ungelogen über zehn Minuten an der Warteschlange vorbei, die sich über mehrere Blocks und diverse Kreuzungen erstreckt, eher er sich hinten anstellt (Quicktime-Video; 44,6 MB; Link via fscklog).
Jörn von Mac-TV hat zu diesem Phänomen einen netten Artikel geschrieben.

»Tausende Menschen stehen Schlange, um Einlass zu bekommen in einen Computerladen. Nicht etwa in den 70ern, als Computer etwas Neues waren und auf die langhaarigen Freaks eine magische Anziehungskraft ausübten. Sondern es ist das Jahr 2003, in dem Computer allgegenwärtig, gewöhnlich und langweilig geworden sind und obendrein sogar in Tankstellen und Lebensmittel-Discountern verkauft werden.«

Gerade noch ein paar weitere Links: Auf Mac-TV gibt es dieser Tage in Zusammenarbeit mit MacTechNews.de einen Jahresrückblick aus Mac-Sicht. Die ersten drei Teile sind bereits erschienen (Januar + Februar, März + April und Mai + Juni). Bitte lesen, falls noch irgendjemand Zweifel hat, ob Apple eine innovative Firma ist (während die restliche PC-Welt Jahr für Jahr mehr Gigahertz und Gigabytes übereinander stapelt).
Wahrscheinlich am Montag-Morgen wird der nächste Einsteiger-Artikel von mir bei Mac-TV erscheinen, nach dem iTunes-Text vom Freitag (Link zu Mac-TV, Link zu mir). Thema wird das Programm Preview/Vorschau sein.

Schon etwas älter: Im zlog gibt’s einen Bericht eines Switchers vom PC zum Mac, was ihm bei Panther besonders gefällt.

Erschienen am Samstag, 06.12.2003 @ 12:46 | Kommentare deaktiviert
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Montag, 08.12.2003

Erinnerungen

Sehr guter Text bei Carsten, unbedingt lesen. Ich wuchs zwar nicht in den 70ern oder früher auf, sondern in den 80ern (Jahrgang 1978), aber sehr vieles von dem gehört auch zu meiner Kindheit.
[Lokale Kopie]

Erschienen am Montag, 08.12.2003 @ 4:13 | Kommentare deaktiviert
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Freitag, 12.12.2003

Stylesheet-Experten unter sich

Der CSS-Guru Eric Meyer und seine Frau Kat haben am 9. ihr erstes Kind bekommen. Wie gratuliert das Webstandards-Projekt standesgemäß?

#ericmeyer:first-child

Most WaSP readers are very familiar with WaSP’s good friend Eric Meyer, who has helped the world learn Cascading Style Sheets.

Well today, WaSP would like to publicly celebrate the birth and homecoming of Carolyn Maxwell Meyer, first child to Eric and Kat. By all reports she is very well-formed and valid.

The question remaining on every WaSP’s mind is whether any adjacent siblings are in the planning.

[Hervorhebungen von Fachtermini durch mich.]

Sehr nett!

Erschienen am Freitag, 12.12.2003 @ 11:22 | Kommentare deaktiviert
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Für die Herren der Schöpfung

Bei Aubade.com gibt’s den neuen Kalender als Download.   :-o
Hmm, März und September.   :-)

Erschienen am Freitag, 12.12.2003 @ 11:33 | Kommentare deaktiviert
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Mittwoch, 17.12.2003

Erlebnisse der dritten Art

Eben ein ungewöhnliches Erlebnis: Ich importiere gerade ein Video in meinen Mac, da gibt es unter meinem Schreibtisch ein spratzelndes Geräusch und der Rechner geht aus. Ich kann ihn auch nicht wieder einschalten. Strom war aber ansonsten noch im Raum präsent und ich denke mir: »Scheiße, was ist jetzt los?«
Power Mac aufgeklappt um zu sehen, ob irgendwo was qualmt. Gedanke: »Die einjährige Hersteller-Garantie läuft noch bis Februar. Wäre ungünstig den Rechner weggeben zu müssen, aber das iBook wäre ja noch im Haus.« Im Rechner qualmt nichts, es riecht nichts und es sieht auch nirgendwo verbrannt aus. Wieder ein Versuch, den Rechner einzuschalten, erst am Display, dann am Mac selbst. Nichts.

Stecker aus der Steckdosenleiste gezogen, da sehe ich ein rotes Plastikteil: Die Kappe des Schalters war nicht mehr an der Leiste dran. In der Vertiefung des Schalters die Überreste des selben: Eine Feder, gesprungene Plastikteile, zwei Metallspangen. Irre, das einfach so der Schalter alle Viere von sich streckt, denn den habe ich noch nie benutzt – insofern kein Fall von Materialermüdung durch Überbeanspruchung.
Macht nichts, unter’m Regal wartet bereits die nächste Steckdosenleiste auf ihren Einsatz ohne Wiederkehr (eine ohne Schalter). Stecker in die neue Leiste rein, Power Mac angeschaltet, läuft.

Die Verluste an Arbeit und geöffneten Safari-Tabs halten sich zum Glück in Grenzen.

Erschienen am Mittwoch, 17.12.2003 @ 14:55 | Kommentare deaktiviert
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Dienstag, 23.12.2003

Eine gute und eine schlechte Nachricht

Die Schlechte zuerst: Anke Engelke bekommt den Sendeplatz der Schmidt-Show. Links: Flow, dogfood, Quotenmeter: 1, 2, 3, 4.
Ich war noch nie Fan von ihr, weder zu Wochenshow-Zeiten, noch mit der Sitcom »Anke« oder mit Ladykracher. Einzig die »Blind Dates« habe ich mir gerne angesehen, aber eher der Improvisation wegen.
Naja, dann kann ich ja ab nächstem Jahr wieder früher ins Bett gehen. Und die Hoffnung bleibt, dass Harald Schmidt bald wieder auf einem anderen Sender eine eigene, mindestens wöchentliche Show bekommt, welches Format auch immer. An ihn kommt einfach keiner heran, eine Klasse für sich.

Die gute Nachricht, eben bei Kais dogfood gelesen: Die beste Sitcom wo gibt, »Seinfeld«, kommt auf DVD raus (Quelle: NYT). Da haben sich aber einige Leute lange bitten lassen müssen… Die erste Staffel wird allerdings nicht vor Dezember 2004 erscheinen und zunächst nur in den USA. Ich hoffe, dass sämtliche neun Staffeln in nicht all zu ferner Zukunft auch in Deutschland rauskommen (mit deutschem und englischem Ton), denn im Gegensatz zu »Friends«, das nur im englischen Original richtig rüberkommt, finde ich die deutsche Synchronisation von Seinfeld sehr gelungen.
Das ist noch lange hin; falls Pro7 die gestern frisch zu Ende gesendete x-te Wiederholung nochmal durchnudelt, habe ich bis zum Erscheinen der DVDs sämtliche Folgen selbst mitgeschnitten…

Zur Überbrückung der Wartezeit ein kleines Schmankerl aus der gestrigen Clip-Show (Quicktime 6 notwendig; 3,5 MB): Die Ehe als Männerknast, ursprünglich aus der Folge »The Engagement«, die erste Folge der siebten Staffel.

P.S.: Eigentlich kommt nach der gestrigen Seinfeld-Doppelfolge »Clip-Show« noch die Doppelfolge »Finale«, aber zumindest am 5. Januar läuft auf dem Sendeplatz eine andere Serie.

Erschienen am Dienstag, 23.12.2003 @ 20:19 | Kommentare deaktiviert
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Donnerstag, 25.12.2003

Merry Newtonmas!

As you may know, Christmas as a holiday was instituted a few centuries after the alleged birth of Christ, on the day when the non-Christian population used to have their festivities anyway. This operation to ideologize the masses while letting them have their fun may have been one of the most crucial and successful ideological decisions in the history of the human society.

This later became a typical trick in substituting the meaning of an event while preserving people’s favorite ritual shell.

As an attempt to do this again for a good cause, some nice people (*) came up with a suggestion to celebrate Newtonmas instead of Christmas. Unlike Christ, Sir Isaac Newton was definitely born on December 25. Newton’s contribution to the world of reason and influence of his thoughts on the essence of the modern civilization and worldviews and occupations of most readers of this message – not to mention on the existence of the technological systems that made sending this message possible – is a lot more certain than contributions ever ascribed to Christ.

So why not put some sense into your festivities and celebrate Newtonmas? This can be fun too! You can play various games with apples (grown and kept fresh until winter by modern industry), and decorate the technological objects that have been bringing you so much joy this year – from your PC to TV set to your car. You can also dress up as Solar Cause and bring your children (together with sounds “He! He! He!” – an expression of playfulness and the chemical sign for Helium) stories about the real source of life and energy on this little planet. A figure of Luna, a friendly companion of Solar Cause, may bring an additional participant into your performance, and tell the spectators that the best effects result from long-term collaboration of real-life forces, and that they can learn in every detail how this works, understand the world they live in, and make it still better with the combined power of their own minds and bodies.

Merry Newtonmas, everybody!

(*) See also the story of Ex-Mass and Solar Cause by Tom 0. Morrow at http://members.aol.com/t0morrow/Ex-Mass.html

(Quelle)

Schönes Newtonmas Euch allen und ein gutes neues Jahr, sofern man sich zuvor nicht mehr sieht. Danke auch für die Wünsche, die mich erreicht haben!

Erschienen am Donnerstag, 25.12.2003 @ 15:55 | Kommentare deaktiviert
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Dienstag, 30.12.2003

Was sich 2004 ändert…

…ist wahrscheinlich in jeder Tageszeitung nachzulesen, aber für Leute wie mich, die keine Tageszeitung im Abo haben, ist die Zusammenfassung des Spiegel vielleicht ganz interessant.

Erschienen am Dienstag, 30.12.2003 @ 0:03 | Kommentare deaktiviert
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news.cis.dfn.de

Der kostenlose (und gute) Newsserver news.cis.dfn.de hat bereits vor einiger Zeit seine Adresse geändert und die alte Adresse ist womöglich bald nicht mehr erreichbar.
Daher im Newsprogramm einfach news.individual.de als Serveradresse eingeben, Login und Passwort bleiben undverändert. Infos gibt’s bei http://news.individual.de/.

Erschienen am Dienstag, 30.12.2003 @ 0:11 | Kommentare deaktiviert
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Donnerstag, 01.01.2004

Trends 2004

Ich wage mal eine Prognose über ein paar Trens der kommenden zwölf Monate – ohne Anspruch auf eine präzise Vorhersage.
Im letzten Jahr gab es im Bereich der Consumer-Elektronik meiner Wahrnehmung nach vor allem bei Digitalkameras (Foto) und DVD-Playern eine große Nachfrage. DVD-Recorder, auch mit eingebauten Festplatten, sind im Kommen, Kamerahandys sowieso (die aber eher mangels kameraloser Alternativen).

Vom Jahr 2004 können wir denke ich diese Dinge erwarten: WLAN, RFID, mp3-Player als Massengeschäft. Vielleicht auch ein größeres Angebot und fallende Preise bei DVD- und Festplatten-Recordern.

WLAN

Letztes Jahr war WLAN durchaus schon ein Thema, aber es spricht einiges dafür, dass 2004 der Durchbruch kommt: So will T-Mobile die Zahl seiner Hotspots von derzeit rund 100 auf 4.000 bis Ende 2004 steigern (Heise-Meldung vom 14.12.03). Die Greenspot-Initiative sorgt in diesem Jahr für eine einheitliche Abrechnung der WLAN-Anbieter untereinander: Ein Kunde bei Anbieter A soll problemlos einen Hotspot des Anbieters B benutzen können (Heise-Meldung vom 03.12.03). Gute Chancen, in Innenstädten künftig leichter Hotspots zu finden.
Weitere Meldungen zu diesem Thema:

RFID

Mit RFID-Tags wurde bereits letztes Jahr experimentiert und es würde mich nicht wundern, wenn sie sich bis Ende 2004 auf breiter Front durchsetzen würden. Einfach gesagt handelt es sich bei RFID (»Radio Frequency Identification«) um kleine Chips mit einer Antenne. Statt Barcodes wird es künftig auf oder in Produkten diese Chips geben, die auf Anfrage z.B. eine eindeutige Nummer aussenden. Zweck der Aktion ist die Vereinfachung von Logistik-Abläufen, da derart ausgestattete Objekte nicht mehr per Sichtverbindung von einem Laser gescannt werden müssen; ein Kurzstreckenfunk mit ca. zwei Meter Reichweite teilt dem Scanner mit: »Die Palette die gerade an mir vorbeifährt, enthält 10.000 Rasierklingen.«
Allerdings gibt es bei RFID auch ein großes Missbrauchspotential: Das fängt im Geschäft an: Welche Produkte werden aus dem Regal herausgenommen und wieder zurückgelegt, mit welchen anderen Produkten landen sie in welchem Einkaufswagen… Das ist noch relativ harmlos, denn problematisch wird es erst, wenn anfallende Daten miteinander verknüpft werden: Welche Produkte werden mit welcher ec-Karte bezahlt. Im Prinzip ist das auch heute schon mit Scannerkassen möglich. Richtig brisant wird’s, wenn die RFID-Tags den Laden verlassen: Welchen Weg nehmen die Produkte, mit welchen anderen Produkten von anderen Besitzern treffen sie sich, was kauft Herrchen beim nächsten Mal ein, wenn die bereits zuvor gekauften Tags im Pulli wieder den Laden »betreten«? Die Phantasie kennt hier keine Grenzen… Im Gegensatz zu bisher fallen Unmengen an Daten an, die überall abgefischt und sehr bequem miteinander verknüpft werden können. Ein umfassendes Tracking von Waren und Personen sowie ihre Verbindungen untereinander wird so erstmals möglich.
Beim weitverbreiteten Desinteresse in Bezug auf Datenschutz wundert es mich nicht, dass das Thema so gut wie gar keine Erwähnung abseits von Fachmedien findet. Ich verfolge das Thema schon seit einigen Monaten, da es mich überaus interessiert.
Netzaktivisten arbeiten bereits an Ortungsgeräten für RFID-Chips, auch Störsender sind geplant. Beides gäbe einem eine Handhabe gegen RFID in die Hand um zu wissen, mit welchen Tags man rumläuft und um sie ggf. unschädlich zu machen. Evtl werden die Tags beim Verlassen des Supermarkts ja nicht abgeschaltet, ob von den Inhabern fahrlässig unterlassen oder vorsätzlich gewollt: Ich habe was dagegen, mit einer Wolke aus RFID-Sendern durch die Landschaft zu laufen. Links:

mp3

Vielleicht täuscht da meine Wahrnehmung etwas, aber was bei uns dieses Jahr zu Weihnachten Digiknipsen und DVD-Player waren, waren in den USA mp3-Player. Der iPod ist nach wie vor mit Abstand Marktführer (nach Umsätzen und Stückzahlen) und das Referenz-Gerät, an dem sich alle anderen Produkte messen lassen müssen.
John Gruber von Daring Fireball schrieb über Dells Versuch eines Billig-iPods einen sehr schönen Artikel: Er zählte einige zu erwartende Schwachpunkte des Geräts auf, die er bereits anhand des Produktfotos ausmachen konnte. Das war aber eigentlich gar nicht sein Thema, denn selbst wenn der »Dell DJ« keine Usability-Krücke wäre und dem iPod im Bedienungskomfort ebenbürtig wäre:

»No, I could take those potshots today, but I won’t. Instead, for the sake of argument, let’s concede that the DJ is (1) on equal footing with the iPod in terms of size, features, and usability; and also (2) that it’s a bit cheaper – say, US$100 less for a comparable model.

Guess what: Dell is still fucked

Johns »Dell’s Dud« ist ein exzellenter Artikel über den Erfolg des iPod.
Was in den USA ebenfalls die Verkaufszahlen von mp3-Playern durch die Decke gehen lässt, sind die Online-Stores, die es hier noch nicht Label-übergreifend und kundenfreundlich gibt. [Und mit dem iPod ist Apple nicht nur Marktführer bei den mp3-Playern, Apples iTunes Music Store (iTMS) ist auch der mit Abstand erfolgreichste Online-Store für Musik.]

Wenn sich in diesem Jahr die deutschen Plattenbosse endlich mal für ein vernünftiges Angebot zusammenraufen können, dann könnten in zwölf Monaten vermehrt mp3-Player unter’m Weihnachtsbaum liegen.

Aber ich will nochmal auf Apple zurückkommen: Es gibt Gerüchte über günstige »Mini-iPods«, die Apple womöglich kommenden Dienstag auf der MacWorld San Francisco vorstellen könnte. Es sind zwar nur Gerüchte, aber die Quellen (u.a. Thinksecret und Macrumors) waren in der Vergangenheit sehr treffsicher.
Apple will schon seit längerer Zeit günstigere iPods anbieten. John glaubt nicht, dass etwaige neue iPod-Modelle gleichzeitig günstiger und kleiner werden. Er geht in einem – wieder exzellenten – Artikel auf das Geschreibsel eines »Analysten« ein: »Rob Enderle: Putting the ‘Anal’ in ‘Analyst’«.
Wenn Apple es wirklich schafft, einen erschwinglicheren iPod auf den Markt zu bringen und womöglich den iTMS auch noch außerhalb Nordamerikas anzubieten, dann gibt’s kein Halten mehr, dann müssen die Schutzräume aufgesucht werden.

Erschienen am Donnerstag, 01.01.2004 @ 20:30 | Kommentare deaktiviert
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Sonntag, 04.01.2004

Fortschritt

Dave Shea schreibt über die Landung des US-Roboters »Spirit« auf dem Mars:

»From an iBook on my lap, wirelessly connected to a router plugged into a cable modem connected to my service provider, wired into the internet backbone with countless hops between here and Nasa’s web servers, which dish up live video feeds from inside their terminal, panning shots of live data feeds [time-shifted, of course] direct from Mars, and the only thing I could think to myself was "boy is this low quality."«

In diesem Zusammenhang und zu meinen Trend-»Vorhersagen« für 2004 mit Segnungen wie weithin verfügbarem WLAN fällt mir wieder ein Dorktower-Comic ein:

»It’s 2001.
Where are my rocket-packs, transporter beams and interplanetary holidays?!«

– »They have madegreat strides in "The Clapper", you know…«

Erschienen am Sonntag, 04.01.2004 @ 16:11 | Kommentare deaktiviert
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Agenda 01/04

Wenn morgen die zweite Zwischenprüfung in der SAE geschrieben ist, ist die nächste Prüfung erstmal etwas hin. [Spannende Frage, ob ich morgen 10, 20, 30 oder 40 Minuten dank Münchner S-Bahn zu spät komme; wie sieht's derzeit aus in München?] Im Telekolleg geht’s auch erst wieder im März richtig los: Am 10. Januar gibt’s die Noten der Abschlussprüfungen, am 17. Januar ggf. die mündliche Prüfung und am 24. Januar Zeugnisse/Bescheinigungen.
Trotzdem habe ich eine Menge zu tun:

  • 2. SAE-Projekt
    Eine 50-sekündige 3D-Animation und Compositing. In der Woche vom 19. Januar muss das Konzept abgegeben werden, das Projekt selbst am 1. März. Schwierig, da Cinema nicht mein Thema ist.
  • SAE-Facharbeit
    Bis 1. März muss die vorläufige Gliederung abgegeben werden, das heißt, bis dahin müssen zig Mind-Maps gemalt, Fragen gestellt, Material gesammelt, bewertet und sortiert sein. Zum Glück weiß ich schon sehr konkret, wo ich hin will.
  • Telekolleg
    Prüfungen sind zwar lange hin (erste Mathe-Prüfung am 19. Juni), aber ich musste Mathe auf den kommenden zweiten Kurs ab März schieben, da mir der Stoff nach zu lange Mathe-Abstinenz zu viel war. Insofern wäre es nicht verkehrt, würde ich mich etwas vorbereiten. Und bis Physik Ende Juni beginnt, will ich die Physik-Hausaufgaben erledigen, um nicht in Schwulitäten zu geraten (zumal dann in der SAE das Abschlussprojekt, die Abschlussprüfung und die Abgabe der Facharbeit anstehen).
  • Steuererklärungen
    Ich muss noch meine Einkommen- und Umsatzsteuer-Erklärungen für 2002 und 2003 abgeben. Satte Erstattungen winken und TaxUp pro wird mir dabei helfen, aber zuvor muss ich noch Belege sortieren und einiges an Buchhaltung nachholen (hey, ich mache das im Moment nur nebenberuflich). Und die eine oder andere buchungstechnische Frage will auch noch geklärt werden.
  • Filme
    Diverse Filme warten darauf, im Kino gesehen zu werden: »Lost in Translation« (ab 8.1.), evtl »Last Samurai« (ab 8.1.), »Der Einsatz« (ab 15.1.), »Underworld« (geiler Trailer, ab 29.1.), »Something’s gotta give« (ab 12.2.), »Kill Bill, Vol. 2« (ab 18.3.) oder »Timeline« (ab 18.3.).
    Kommende Woche ist auf jeden Fall erstmal »Taxi Driver« auf DVD fällig, der schon ewig bei mir im Regal darauf wartet, angesehen zu werden.

Im Dezember auf einer Texttafel in der Münchner S-Bahn gesehen, ein Zitat von Seneca:

»Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.«

Erschienen am Sonntag, 04.01.2004 @ 17:42 | Kommentare deaktiviert
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Freitag, 30.01.2004

Pixar lässt die Muskeln spielen

Pixar hat sich mit Disney überworfen – oder umgekehrt (1, 2, 3). Steve Jobs’ Zweitfirma wollte einen besseren Vertrag mit dem Studio Disney aushandeln, da man mit »Findig Nemo« den fünften Blockbuster in Folge abgeliefert hatte (und Disney mit seinen letzten, klassischen Zeichentrick-Produktionen keinen Erfolg hatte).
Vor kurzem entließ Disney eine Menge seiner Zeichner und will die verbliebenen Leute zu Computer-Animatoren umschulen.

Steven F. von Panic fand zu den Entlassungen die passenden Worte, weswegen Pixar im Gegensatz zu Disney Erfolg hat, und weswegen es Disney mit diesen Maßnahmen nicht packen wird:

»Pixar, working under contract for Disney, produced one blockbuster after another in this same time period, not only making the mouse look bad, but putting themselves in a position to write their own paycheck for their next contract… which may not be with Disney.

What Disney seems to have misunderstood is that amazing 3D graphics are not the reason people love Pixar movies (although they are a nice bonus). People love them because they have heart, humanity, humor, and are tightly written to appeal to both the young and their parents in equal doses. Producing Disney-formula movies with 3D won’t solve the problem. Sadly, they don’t seem to have realized that before laying off hundreds of very talented people.«

Lesenswert sind auch die Kommentare unter Stevens Beitrag.

Der nächste Pixar-Film wird »The Incredibles« sein, und der Trailer ist im Gegesatz zu den ätschigen Disney-Produktionen recht vielversprechend.
In den USA ab 5. November 2004 im Kino, in Deutschland ab 25. November 2004.

Erschienen am Freitag, 30.01.2004 @ 21:42 | Kommentare deaktiviert
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Mittwoch, 11.02.2004

Dass ich das noch erleben darf…

Seit 8. Januar gibt es endlich, endlich selbstklebende Briefmarken zu 1,44 Euro. Und zwar im 10er Set für den Hausgebrauch, nicht nur in der 100er Packungseinheit, die es schon länger gab.
Für kleinere Briefe bis 0,55 Euro Porto wird natürlich der Plusbrief verwendet: Kuvert und Marke in einem. Das Kuvert ist aus einem schönen, schweren, glatten Papier, das eine sehr angenehme Haptik hat. Sieht nicht nur gut aus, fühlt sich auch gut an (außerdem kommt es mit einem selbstklebenden Verschluss daher).

Nieder mit der Gummierung.

Erschienen am Mittwoch, 11.02.2004 @ 19:51 | Kommentare deaktiviert
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Donnerstag, 12.02.2004

Quicklinks: Firefox-Branding, Megapixel-Myth und andere

Erschienen am Donnerstag, 12.02.2004 @ 15:08 | Kommentare deaktiviert
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Montag, 16.02.2004

Teriyaki

Wer sich nach dem Schock von »Chickenfilet im Fladenbrot« bei McDonald’s noch nicht alle Geschmacksnerven abgetötet hat, sollte unbedingt die nächste Subway-Filiale ansteuern und sich ein »Chicken Teriyaki« gönnen: So muss Hähnchen zwischen zwei Brötchen-Hälften schmecken!

Ich hatte meine acht Subway-Treuemarken gesammelt und löste sie in ein Chicken Teriyaki ein (kostet regulär 4,09 €): Mit »Sweet Onion«-Soße im »Spicy White«-Brot. Lecker, lecker, lecker!

Erschienen am Montag, 16.02.2004 @ 15:08 | Kommentare deaktiviert
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»Ich filter’ Euch alle!«

Es hat etwas gedauert, doch nun bietet auch Klaus Maßnahmen gegen Spam an. Der neue Mail-Server läuft seit dem Wochenende. Als Webmail-Oberfläche kommt jetzt IMP aus dem Horde-Projekt zum Einsatz und gegen Spam wird Spam-Assassin (SA) in Stellung gebracht.

Es ist ein Traum! Alle eingehenden Mails werden von SA untersucht und verschiedenen Tests unterzogen. Wenn eine Mail Merkmale von Spam aufweist, bekommt sie Punkte. In den Einstellungen können zwei Schwellwerte festgelegt werden: Der untere legt fest, ab welcher Punktzahl Mails als Spam-verdächtig markiert werden, so dass man nach diesen Kriterien seine Mails filtern kann. Der obere Wert legt fest, ab welcher Punktzahl Mails sofort gelöscht werden.

Die Header-Zeilen sehen zum Beispiel so aus:

X-Spam-Status: Yes, hits=9.1 tagged_above=-999.0 required=2.0 tests=BAYES_60, BIZ_TLD, FORGED_RCVD_NET_HELO, HTML_50_60, HTML_MESSAGE, MIME_HTML_ONLY, RCVD_NUMERIC_HELO X-Spam-Level: *********
X-Spam-Flag: YES

Die Zeile X-Spam-Status enthält die Punktzahl, den aktuellen Threshold ab dem markiert wird (bei mir 2 Punkte) und die Tests, durch die diese Mail auffällig geworden ist.
Ich habe momentan 2,0 als unteren Wert und 10,0 als oberen Wert eingestellt. Es kommen jedoch noch sehr viele Spams mit Werten unter einem Punkt, und andererseits kann auch Ham (normale Mail) schnell hohe Punktzahlen bekommen (heute ein Beispiel: Freemailer, kein Realname, HTML-Mail: 3,0 Punkte).

Goldene Zeiten!

Erschienen am Montag, 16.02.2004 @ 19:24 | Kommentare deaktiviert
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Mittwoch, 18.02.2004

Veränderungen im Musikbusiness

Im aktuell Spiegel 8/2004 findet sich ganz hinten ein sehr lesenswerter Artikel der darüber berichtet, wie sich derzeit die Beziehungen zwischen TV-Sendern und der Musikindustrie verändern: »Die Ton-Angeber – Wie TV-Sender das kriselnde Popgeschäft erobern wollen« von Thomas Schulz.
Sehr aufschlussreich.

»Verkaufserfolge wie vor zehn Jahren, als ein Nummer-eins-Hit noch Hunderttausende Platten in einer Woche verkaufte, sind Geschichte. "DSDS"-Gesangsdarsteller Alexander musste nur rund 20 000 Platten verkaufen, um Platz eins der Single-Hitparade zu erreichen – und gilt damit sogar schon als außergewöhnlich erfolgreich. Meist reichen schon 8000 Platten.
Noch dramatischer sieht es auf den hinteren Positionen aus: Für einen Einstieg in die Top 50 reichen mitunter 500 verkaufte Singles. Pro Woche. Bundesweit.«

Der Artikel ist nicht nur aufschlussreich, sondern auch bissig (»DSDS"-Gesangsdarsteller Alexander«). Zwei weitere Auszüge:

»…sondern auch für seine wichtigste Künstlerin bezahlt gemacht hat: Sarah Connor.
Bei den Kinderkanälen Viva und MTV war die stimmgewaltige Delmenhorster Pop-Chanteuse, die inzwischen mehr als drei Millionen Platten verkauft hat, einst mit ihrer ersten Single abgeblitzt – nicht aber bei RTL.«

[...]

»Wer hätte gedacht, dass sich Millionen Platten mit einem schlechten Schauspieler verkaufen lassen, der nicht singen kann und den Text deswegen spricht? Andreas Elsholz, Kleiderständer bei "Gute Zeiten, schlechte Zeiten" ("GZSZ"), der 1993 wochenlang in den Hitparaden auftauchte, gilt seither als Prototyp singender Seifenverkäufer.«

Wie gesagt, sehr lohnenswerter Text über die Hintergründe zu dem, was uns im Fernsehen so vorgedudelt wird.

Erschienen am Mittwoch, 18.02.2004 @ 14:47 | Kommentare deaktiviert
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Donnerstag, 19.02.2004

Den Eskimos Kühlschränke verkaufen

Etwas Gutes haben die aktuellen, niedrigen Temperaturen ja: Ich kann mir den Weg in die Küche sparen, wenn ich was Kühles trinken will. Einfach das Fenster auf und ein Griff raus, zur Flasche auf der Fensterbank.

Nachtrag (15:09 Uhr): Da fällt mir wieder ein, dass Wintermonate sehr praktisch sind, um Gefrierfächer abzutauen, wie bei uns vor einigen Wochen geschehen. Wenn man die gefrorenen Sachen in den schneebedeckten Garten legen kann, muss man sich keine Gedanken um Auslagerungsplatz in anderen Gefrierschränken machen.   :-)

Erschienen am Donnerstag, 19.02.2004 @ 14:24 | Kommentare deaktiviert
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Nigeria-Connection

Ach wie nett: Für die Nigeria-Connection gibt es in Spam-Assassin sogar eigene Tests, mit denen eine solche Mail eben bei mir gefiltert wurde:

X-Spam-Status: Yes, hits=5.0 tagged_above=-999.0 required=1.5 tests=MILLION_USD, NIGERIAN_BODY1, NIGERIAN_BODY2, NIGERIAN_BODY3, NO_REAL_NAME, REPLY_TO_ULINE_NUMS

Seit über 15 Jahren gibt es die Masche bereits und noch immer fallen Leute darauf herein. Im Jahr 2001 gab es in Deutschland einen Schaden von rund 1,6 Millionen Euro.

Erschienen am Donnerstag, 19.02.2004 @ 15:26 | Kommentare deaktiviert
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Samstag, 21.02.2004

Sehr ärgerlich

Eigentlich wollte ich demnächst den Mobilfunk-Anbieter wechseln, da ich bei mir zu Hause keinen Empfang habe (Indoor). Liegt womöglich auch daran, dass ich nicht in der Innenstadt wohne, sondern in einem Vorort (10 km vom Erlanger Zentrum weg), und noch nicht mal auf dem flachen Land, sondern auf einer Anhöhe.
Ich saß dem Irrtum auf, dass ich meinen T-Mobile-Vertrag dreimonatsweise kündigen könnte, obwohl ich selbst letzten Sommer eine andere Auskunft eingeholt hatte.
Hätte ich mal vor vier Wochen gekündigt, denn mittlerweile hat sich mein Vertrag nochmal um sechs Monate verlängert, bis 23. Oktober.   :-(
[Ich hätte bis 22. Januar zum 22. April kündigen müssen.]

Gestern Abend habe ich Prospekte und Ausdrucke von Tariftabellen gewälzt und gerechnet. Vor einigen Wochen habe ich mir noch überlegt, zu Vodafone zu gehen: Die bauen demnächst einen riesigen Sendemast im Nachbarort auf, wenn sie sich mit der Bürgerinitiative auf einen Standort geeinigt haben (die Chancen für eine einvernehmliche Lösung stehen gut).
Ergebnis meiner gestrigen Bettlektüre: E-Plus hat für mich die ansprechendsten Tarife, die Professional-Tarife. »Professional« klingt nach teurem Vieltelefonierer-Tarif für Geschäftskunden, mit hoher Grundgebühr und niedrigen Gesprächspreisen, aber tatsächlich beginnen die Pro-Tarife schon bei 10 Euro Grundgebühr (wie im Privattarif und »Time & More«; mein Telly-D1-Vertrag mit 10/10-Taktung und Get10-Option kostet 13,20 Euro Grundgebühr).
Weitere Schmankerl:

  • Kostenlose Anrufe zur Mailbox (und ich brauche die Mailbox oft)
  • Ein Preis rund um die Uhr, keine Haupt- und Nebenzeiten
  • Einheitlicher Preis in andere Mobilfunk-Netze
  • Tarifautomatik: »Immer im günstigsten Professional Tarif: monatlich, rückwirkend, kostenlos« – laut Connect und E-Plus-PM ab März nur noch als Option für 5 Euro zusätzliche Gebühr pro Monat
  • Kostenlose Wunschrufnummer
  • 3 Cent rund um die Uhr ins deutsche Festnetz (ab März; bei Pro-Tarifen kostenlos, bei Privat-Tarifen gegen Aufpreis und 3 Cent nur in der Nebenzeit)

Der letzte Punkt ist ein echter Killer: Bei anderen Anbietern gibt es Local-, Best City- oder Homezone-Optionen, bei denen es davon abhängt, wo man sich befindet und/oder, was man zuvor ausgewählt hat (z.B. bei Vodafone: in ein bestimmtes Ortsnetz oder in das Ortsnetz, in dem man sich gerade befindet). Und dann sind die Gesprächskosten immer noch höher als die drei Cent von E-Plus. Mehr Infos in einer Pressemitteilung; Hintergründe in einem FTD-Artikel und der Vollständigkeit halber noch eine mehr als dürftige Heise-Meldung. Das ist günstiger als ein Telekom-Ortsgespräch in der Hauptzeit, und immer noch günstiger als ein Telekom-Ferngespräch zur Nebenzeit. Für mich, da ich Kunde bei NEFkom bin, ist das E-Plus-Angebot günstiger als ein Ortsgespräch tagsüber (und es kostet genauso viel wie ein Ferngespräch in der Nebenzeit).
Wenn ich mal nach München telefoniere, warum sollte ich dazu noch mein nerviges Festnetz-Telefon nehmen, das ich – im Gegensatz zu meinem Handy – nicht mit iSync abgleichen kann?

Davon ab war ich früher schon mal E-Plus-Kunde (zu Zeiten des Nokia 1610 aka »Energy« und dem grauenhaften Motorola Traveller), und war sehr zufrieden. Ich glaube, ich bin damals zu Viag gewechselt, weil die als Newcomer günstigere Tarife hatten.
Außerdem ist mir E-Plus als Firma sehr sympathisch: Ansprechendes CD und nette Werbekampagne, einfache Tarifstruktur bei den Pro-Tarifen: Keine unterschiedlichen Preise zu Haupt- und Nebenzeiten und am Wochenende, sondern ein Preis rund um die Uhr (Professional-Tarife und T&M innerhalb des Kontingents).

O2 hat auch relativ günstige Tarife (im Vergleich zu D1/D2), und beim Vorläufer Viag-Interkom war ich, wie erwähnt, auch schon Kunde. Die haben mich allerdings ein wenig verärgert: In den ersten Monaten klappte die Rechnungsstellung nicht und dann wurde in größeren, angeblich versorgten Städten auch noch das D1-Inlands-Roaming abgeschaltet. Die Homezone wird bei mir zu Hause laut Abfrage auf deren Website nicht angeboten und einen anderen sinnvollen Homezone-Standort kann ich mir nicht vorstellen.
Bei O2 kostet mein favorisiertes Nokia 6600 derzeit nur 200 Euro (subventioniert) statt 300, aber am Handypreis würde ich diese Entscheidung nicht festmachen (eigentlich wollte ich ja auch noch etwas warten, ob es evtl in ein bis drei Monaten günstiger wird). Für die 100 Euro Differenz könnte ich bei O2 ganze 204 Minuten teure Festnetz-Gespräche führen – in zwei Jahren.
Stichwort Tarife: Bin ich der Einzige, der die neuen »Relax«-Tarife von T-Mobile für Augenwischerei hält? 5 Euro extra, wer andere Netze außerhalb von D1 anrufen will, GPRS und Auslands-Roaming sind extra, nicht genutzte Inklusivminuten verfallen am Monatsende (bei E-Plus’ »Time & More« werden sie in den Folgemonat übertragen, außer bei T&M20).
Solche Tarife »Relax« zu nennen, ist ein Euphemismus.

Netzabdeckung? Die tollsten Tarife nutzen nicht, wenn ich zum Telefonieren auf die Terrasse muss. Und das ist, wie oben schon erwähnt, mein größtes Telefonie-Problem zur Zeit: Ich kann an meinem Schreibtisch praktisch nicht telefonieren, und dort halte ich mich überwiegend auf. Unproblematisch, wenn ich selbst jemanden anrufen will, denn das ISDN-DECT-Festnetz-Telefon steht in Reichweite. Schlecht, wenn ich angerufen werde. Noch schlechter, wenn es eingehende geschäftliche Anrufe sind.
Netzabdeckungskarten der vier deutschen Mobilfunk-Betreiber gibt’s bei GSMworld.com. Bei E-Plus selbst gibt es ebenfalls eine Netzabdeckungskarte sowie eine Abfragemöglichkeit zu den Sendeanlagen-Standorten.

Aber per »Computersimulation« berechnete Karten nutzen nicht, wenn es an meinem Schreibtisch keinen Empfang gibt. Daher war ich heute in der Stadt, um mir eine »Free & Easy«-Prepaid-Karte zu besorgen, um das Netz mit meinem aktuellen Handy zu testen (meine Erfahrungen von vor fünf Jahren sind ja nicht mehr ganz taufrisch, und ich habe sie mit Handys gemacht, die mit externer Antenne ausgestattet waren).
F&E-Basis-Karten mit einigen Euro Guthaben werden einem bei eBay nachgeschmissen, aber die Angebote dort waren mir etwas suspekt, um nicht zu sagen, unseriös. Wenn jemand Dinge unter Einkaufspreis verscherbelt, bin ich generell skeptisch, auch wenn jemand große Mengen umschlägt. Hinzu kamen einige neutrale und schlechte Bewertungen bei den aktuellen Angeboten, identische Angebotstexte bei zwei verschiedenen Anbietern und der Hinweis im Angebotstext, man solle Anschrift, Geburtsdatum und Personalausweis-Nummer per Mail an die Verkäufer schicken. Ich weiß, dass E-Plus diese Daten braucht und ich kann mir vorstellen, dass die Verkäufer sie benötigen. Aber meine persönlichen Daten lasse ich lieber im E-Plus-Laden, statt sie Hinz und Kunz per Mail zu schicken. Den seriösen Weg zu gehen, kostet bei einer F&E-Karte 40 Euro, inklusive 15 Euro Guthaben.

Was soll ich sagen? Ich habe zu Hause mit E-Plus besseren Empfang als mit T-Mobile.

Jetzt ist nur dieses Ärgernis mit dem D1-Vertrag, den ich noch satte acht Monate am Bein habe. Achtmal 13,20 Euro – also 105,60 Euro – als Lehrgeld zu verbuchen, ist mir a bissi teuer. Andererseits nervt es mich, zu Hause das Handy nicht benutzen zu können, und mein SonyEricsson T68i nervt mich auch. Bin halt ein alter Nokia-Anhänger, und da käme aktuell nur das 6600 in Frage (wg. iSync-Kompatibilität). Die Festnetz-Gespräche für 3 Cent brächten für mich durchaus etwas Ersparnis, außerdem wäre die Grundgebühr bei E-Plus niedriger.
Um die Sache zusätzlich zu erschweren, fällt ab 1. März bei den neuen Pro-Tarifen die kostenlose Tarifautomatik weg (ich weiß nicht, ob ich die mal brauchen werde; ich kenne mein Telefonier-Verhalten in den kommenden 2 Jahren nicht).

Die Frage ist: Will ich jetzt Geld wegschmeißen und mich ärgern, oder will ich das später tun?

P.S.: Bei E-Plus verlängert sich ein Vertrag nach den 24 Monaten Laufzeit automatisch um 12 Monate, falls man ihn nicht spätensten einen Monat zuvor kündigt. Bei T-Mobile verlängert er sich nur in 6-Monats-Intervallen mit 3 Monaten Kündigungsfrist.

Erschienen am Samstag, 21.02.2004 @ 22:49 | Kommentare deaktiviert
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Sonntag, 22.02.2004

Ernüchterung

Meine anfängliche Begeisterung von gestern über die einfachen und günstigen Tarife von E-Plus, die gute Indorr-Versorgung zu Hause, die Sprachqualität und die angekündigten 3 ¢/Minute ins Festnetz, ist der Ernüchterung gewichen.
Mittlerweile habe ich weiter nach Infos zur Tarifumstellung am 1. März gestöbert und musste feststellen, dass auch E-Plus kein Geld zu verschenken hat.

Zunächst einmal: Die neuen Tarife gelten für Bestandskunden nicht automatisch. Das kann sowohl von Vorteil, als auch von Nachteil sein. Der Grund dafür ist, dass sich bei den neuen Tarifen einige Dinge verschlechtern, und würde man diese für die Bestandskunden übernehmen, bekämen jene ein Sonderkündigungsrecht für ihren Vertrag. Es ist leider nicht so, dass in den bisherigen, guten Professional-Tarifen (»Pro-Tarife«) einfach der Minutenpreis für Anrufe ins Festnetz auf 3 Cent gesenkt wird.
Neukunden/Interessenten, so wie ich, können sich überlegen, ob sie den Vertrag vor oder nach dem 1. März abschließen.
Die Vor- und Nachteile (aus meiner Sicht) von alten und neuen Pro-Tarifen bei E-Plus:

Alte Pro-Tarife (Abschluss bis 29.02.04)

+ Niedrigere Grundgebühr (10, 18 und 26 €)
+ Kostenlose Mailbox
+ Kostenlose Tarifautomatik
+ SMS minimal günstiger (19 statt künftig 20 ¢)
- Hohe Minutenpreise ins Festnetz (30, 20, 10 ¢/Minute in Pro S/M/XL)

Neue Pro-Tarife (Abschluss ab 01.03.04)

+ Niedriger Minutenpreis ins Festnetz (3 ¢/Minute in allen drei Pro-Tarifen)
- Höhere Grundgebühr (20 und 30 € in Pro M bzw. XL; Pro S unverändert 10 €)
- Kostenpflichtige Mailbox (wie netzinternes Gespräch: 30/20/10 ¢)
- Tarifautomatik nur als Zusatzoption (5 €/Monat)
- SMS minimal teurer (künftig 20 statt jetzt 19 ¢)

Zusammenfassend kann man sagen: Nur wer überwiegend ins Festnetz telefoniert, kann bei den neuen Tarifen profitieren. Wer oft die Mailbox anruft fährt u.U. günstiger.
Dass die Tarifautomatik wegfällt, ärgert mich – abgesehen von der wegfallenden kostenlosen Mailbox – am meisten. Ich kann nicht sagen, ob ich die Tarifautomatik jemals in Anspruch nehmen würde in den kommenden zwei Jahren (oder darüber hinaus, wenn ich den Vertrag immer wieder verlängere). Aber ich habe sehr oft kurze Gespräche von unter einer Minute Dauer, und da ist 60/1-Taktung im Pro-S-Tarif ungünstig. Mit der Tarifautomatik wär’ mir das egal: Dann schließe ich einen Vertrag für Pro-M ab (10/10-Taktung) und bekomme in »schwächeren« Monaten nachträglich nur den Pro-S-Tarif berechnet. Mit den neuen Tarifen müsste ich mich auf einen eher ungünstigen 60/1-Tarif festlegen, ohne die Chance, quasi »laufend« zu wechseln, je nach Telefonierverhalten. Der neue Pro-M mit 10/10-Taktung ist mit 20 Euro Grundgebühr zu teuer, falls doch der Pro-S gereicht hätte.
Für 3 Cent vom Handy aus nach München zu telefonieren, während es mich von meinem Festnetz-Anschluss tagsüber das Doppelte kostet, wäre zwar schön gewesen, aber beim zweiten Blick haben die Tarife ab 1.3. für mich zu viele Nachteile.

Ich bin mir noch nicht sicher, was ich mache, denn ich habe ja eigentlich noch acht Monate lang einen schlechten D1-Vertrag an der Backe (siehe gestern). Falls ich jetzt zu E-Plus wechseln wollte, um noch die alten Tarife mitzunehmen (mit kostenloser Mailbox, kostenloser Tarifautomatik und teuren Festnetz-Preisen), müsste ich es bald tun.
Zusätzliches Problem: Das Nokia 6600, mein designiertes, künftiges Handy, ist bei E-Plus derzeit nicht lieferbar. Und einen Vertrag mit einem bestimmten subventionierten Handy kann man laut verschiedenen User-Berichten nur abschließen, wenn E-Plus das Handy liefern kann (hmm, evtl bekomme ich ja eines bei einem unabhängigen Laden…).
Angeblich soll es kommende Woche eintrefen, was aber vom Shop-Mitarbeiter bezweifelt wurde.

Wenn ich das mit dem E-Plus-Vertrag machen sollte, dann wird die kommende Woche zumindest in dieser Hinsicht spannend. Auf Draht sein. Und Sonntag-Nachmittag nochmal den Taschenrechner malträtieren.
Ich überlege, ob ich mir die Erreichbarkeit, die Sprachqualität, das bessere Handy und den besseren Vertrag etwas kosten lassen soll.

Es heißt ja immer, dass früher alles besser war. Mittlerweile habe ich ein paar Dutzend Mal gelesen, dass der »Aktions-Professional-Tarif« von E-Plus, auch »Jubi-Tarif« genannt, der Tarif schlechthin sein soll. Er wurde letztes Jahr im April/Mai für nur wenige Wochen angeboten und bietet die 3 ¢/Minute ins Festnetz sowie die kostenlose Tarifautomatik. Einen Haken hat aber auch dieser vielgelobte Tarif: Keine kostenlose Mailbox.

Lektüre zu den weiteren Entwicklungen bei den neuen Pro-Tarifen: teltarif.de (Meldung und Forum!) und telefon-treff.de.

P.S.: »48 Prozent der Befragten gaben an, auf Handys durchaus verzichten zu können.«

Erschienen am Sonntag, 22.02.2004 @ 3:31 | Kommentare deaktiviert
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»Excel-King, Excel-King, bitte hilf uns!«

Bei meinen Überlegungen zu neuem Handy und neuem Handyvertrag gestern und vorgestern bin ich jetzt zu einem Ergebnis gekommen.

Morgen geht die Kündigung an T-Mobile raus, damit ich das nicht nochmal verpasse. Mit meinem D1-Vertrag telefoniere ich dann bis August/September/Oktober (die Kündigung wird zum 22.10. wirksam). So viel Geld habe ich nicht, dass ich es T-Mobile ohne Gegenleistung hinterher werfen kann – es geht schließlich um 8x 13,20 Euro Grundgebühr.
Außerdem will ich jetzt, beim Blick auf mein Konto, keine 300 Euro für ein neues Handy ausgeben, das eigentlich eine Nummer zu groß für mein Anforderungsprofil ist.

Die Privat-Tarife von E-Plus hatte ich gestern/vorgestern viel zu schnell abgeschrieben und mich auf die Professional-Tarife eingeschossen. Die neuen Pro-Tarife ab März bringen zwar 3 ¢/Minute ins Festnetz, kommen aber mit ein paar Verschlechterungen im Gepäck (Wegfall der kostenlosen Mailbox, Wegfall der kostenlosen Tarifautomatik, höhere Grundgebühren im Pro-M und Pro-XL). Da wäre schnelles Handeln diese Woche angesagt gewesen, hätte ich noch einen der alten Tarife vor der Umstellung am 1. März ergattern wollen.
Dabei ist der Privat-Tarif auch nicht zu verachten, denn ich hatte ein kleines aber feines Detail übersehen: Die Grundgebühr in Höhe von 9,95 Euro kann man vollständig abtelefonieren – auch nach dem 1. März, so dass jetzt keine Eile geboten ist. Oder anders gesagt: Es gibt keine Grundgebühr, dafür 9,95 Euro Mindestumsatz, der auf interne und externe Mobilgespräche, Festnetz-Gespräche und SMS angerechnet wird.

Anrufe zur Mailbox sind zwar kostenpflichtig (39/19 ¢/Min. HZ/NZ) und auch Anrufe zur Service-Nummer 1000 kosten 19 Cent pro Anruf, aber dass man die komplette Grundgebühr verfuttern kann, wiegt diese Nachteile schnell wieder auf, zumindest bei meinem Telefonierverhalten.
Die 3 ¢/Minute ins Festnetz gibt’s beim Privat-Tarif ebenfalls, und zwar wahlweise (4,95 €/Monat). Die 60/1-Taktung lässt sich für 2,90 €/Monat zu 10/10 verbessern, die für mich wichtig sind – ich führe zu 80% Gespräche unter einer Minute.

Jetzt werde ich noch ein halbes Jahr den T-Mobile-Vertrag nutzen, auch wenn ich mich zu Hause ärgern, und mich erstmal weiter mit dem T68i von Sony Ericsson begnügen muss. Im (Spät-)Sommer schließe ich dann gemütlich einen E-Plus-Vertrag ab. Bis dahin gibt’s dann auch das 6230 von Nokia, auf das ich eigentlich aus bin (und das vermutlich etwas günstiger ist). Und für die iSync-Unterstützung ist noch ein halbes Jahr Zeit, die sollte also kommen. Falls es damit doch etwas länger dauern sollte und ich den Vertrag erst später abschließen will, kann ich mit der »Free & Easy«-Karte weiter telefonieren, die ich gestern gekauft habe, um das Netz zu testen.

+++

Um mal herauszufinden, wie sich sieben verschiedene Tarife bei unterschiedlichem Telefonierverhalten rechnen, habe ich heute Nachmittag mal Excel angeworfen und eine Arbeitsmappe mit drei Blättern aus dem Ärmel geschüttelt (ist wirklich nichts aufwändiges).
Verglichen habe ich meinen derzeitigen Telly-Tarif, »Free & Easy Weekday«, den alten/neuen Privat-Tarif von E-Plus sowie die drei alten Pro-Tarife und den neuen Pro-S-Tarif. Wer mag, kann sich die Tabelle runterladen, um eigene Vergleichsrechnungen anzustellen.

Im ersten Blatt »Eingabe« wird die Anzahl von verschiedenen Telefon-Verbindungen eingetragen. In meinem Fall sind Verbindungen zu D1 und O2 relevant, außerdem ins Festnetz und zur Mailbox, jeweils Haupt- und Nebenzeit. In der Spalte C wird die Anzahl für kurze Gespräche (pauschal jeweils 30 Sekunden) eingetragen, in die Spalte D die längeren Gespräche mit 90 Sekunden Dauer. Die Unterscheidung ist nötig, um die 60/1-Tarife zu berücksichtigen. Für längere Gespräche kann ja ein Vielfaches eingegeben werden (z.B. eine »4« in Spalte C für ein zweiminütiges Gespräch – viermal 30 Sekunden). Insgesamt also 16 Parameter (die Felder für Festnetz-Fern habe ich doch nicht gebraucht, ist ggf. für Local-Angebote interessant). Das ist etwas detailierter als Tarifrechner, in denen man nur stur die Anzahl der telefonierten Minuten eingeben kann, ohne zu berücksichtigen, wohin man telefoniert.
Auf dem zweiten Blatt »Berechnung« werden die Eingaben des ersten Blattes in sieben Tarifen berechnet und am Schluss jeweils summiert. In Spalte E sind die Preise für die verschiedenen Verbindungsarten hinterlegt, in Spalte F wird die Anzahl der Verbindungen mit dem Minutenpreis multipliziert und anschließend halbiert (halber Minutenpreis wegen den 30 Sekunden) – sofern es ein Tarif mit 10/10-Taktung oder besser ist. In Spalte G das selbe Spiel, allerdings mit dem anderthalbfachen Minutenpreis für die 90-Sekunden-Verbindungen.
Auf dem dritten Blatt »Ausgabe« ganz links die summierten Gesprächspreise, zuzüglich der Grundgebühr in Spalte C und abzüglich eventuell inkludierter Gesprächsguthaben in Spalte D. In Spalte E die Endsumme für den Beispielmonat, rechts daneben eine Jahressumme. Die sieben Tarife stehen in sieben Zeilen untereinander, so dass man leicht ablesen kann, welcher Tarif bei einem bestimmten Telefonierverhalten (Eingabeseite) am günstigsten ist, unter Berücksichtigung von Grundgebühr und Gesprächsguthaben.

Fazit meiner Excel-Spielereien: Derzeit telefoniere ich hauptsächlich ins D1-Netz und zu O2-Kunden. Bei meinem Telly-Vertrag sind die Verbindungspreise zu anderen D1-Kunden natürlich günstiger (netzintern) als von E-Plus zu D1. Da im Privat-Plus-Tarif die gesamte Grundgebühr von 9,95 Euro vertelefoniert werden kann (bei meinem D1-Vertrag nur 4,41 Euro von 13,20 Euro Grundgebühr), kann der Privat-Plus sehr lange mit dem D1-Tarif mithalten (Pi mal Daumen bis etwa 25 Euro bei einer Mischkalkulation; hängt von den Parametern auf der Eingabeseite ab). Den Vergleich mit der F&E-Karte braucht der Privat-Plus ebenfalls nicht zu scheuen.
Die vier Pro-Tarife (die drei alten und der neue Pro-S) sind durch die hohen Grundgebühren (10/18/26) und die ungünstige Taktung im kleinsten Tarif (Pro-S mit 10 Euro Grundgebühr) nichts für Wenig-Telefonierer. Ab ca. 30 Euro kann ein Pro-Tarif günstiger sein, aber es hängt natürlich ebenfalls von den Parametern ab (und ob man Tarif-Automatik sowie die kostenlose Mailbox hat oder nicht).

Der Excel-King kehrt zurück in: »Buchhaltung selbst gemacht«

Erschienen am Sonntag, 22.02.2004 @ 23:56 | Kommentare deaktiviert
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Sonntag, 29.02.2004

mobile.de

Wolfgang hat den Signum vor einiger Zeit bestellt, und vorhin haben wir den Vectra bei mobile.de zum Verkauf eingestellt.

Ich muss sagen, ich bin ziemlich beeindruckt: Sehr einfacher Einstellvorgang (alles in ein kurzes Formular eingeben, kontrollieren, abschicken), sehr übersichtlich, arbeitet mit Safari zusammen (im Gegensatz zu eBay). Daneben gibt es dank dynamisch generierter PDFs ein paar nette Zusatzservices:
Verkaufsschilder für die Scheibe, Abreißzettel für die Supermarkt-Pinnwand (mit dem zuerst hochgeladenen Bild), vorausgefüllter Kaufvertrag, Blanko-Kaufvertrag. Dinge, die man sich eigentlich auch schnell selbst basteln kann – aber ich finde es nett, dass an sowas gedacht wird.

Da kann sich eBay noch eine Menge bei mobile.de abschauen. Da mobile.de von eBay gekauft wurde, habe ich sogar ein wenig Hoffnung.
Bei eBay hat mich dagegen gestern wieder was genervt: Laut Kauf-Mail hat der Verkäufer seine Bankverbindungsdaten bei eBay hinterlegt, aber ich bin um’s Verrecken nicht an diese rangekommen. Dabei hat es vor ein paar Monaten noch funktioniert. Dass eine Site Schritt für Schritt Änderungen durchführt, statt auf einen Schlag den großen Relaunch durchzuführen, ist gut (Link via Holger), aber man sollte vielleicht nicht nützliche Funktionen wieder ausbauen.

Erschienen am Sonntag, 29.02.2004 @ 20:50 | Kommentare deaktiviert
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Montag, 01.03.2004

The Return of the Host

Ich war grad’ wach und konnte mir deswegen die Übertragung der 76. Oscar-Verleihung ansehen.
»Herr der Ringe 3« hat ja groß abgeräumt: Zusammen mit »Ben Hur« (1960) und »Titanic« (1998) bislang erst der dritte Film mit elf Academy-Awards. Und was noch keiner vor ihm geschafft hat: Als erster Film überhaupt gewann ein Film mit mehr als zehn Nominierungen alle Kategorien, in denen er nominiert war.
»Lost in Translation« bekam eine Auszeichnung für das beste Drehbuch (direkt für den Film geschrieben). Mit Tim Robbins (beste Nebenrolle in »Mystic River«) und Sean Penn (bester Hauptdarsteller in »Mystic River«) gewannen die beiden Herren ihre ersten Oscars und sind erfreulicherweise den eher kritischen Zeitgenossen in Hollywood zuzurechnen. Ihre Dankesreden waren recht brav, obwohl es sich Sean Penn nicht nehmen ließ, kurz die nicht vorhandenen WMDs zu erwähnen (»Weapons of Mass Destruction).
Bei den Damen gewannen ebenfalls zwei Schauspielerinnen ihre erste Oscars: Renée Zellweger (beste Nebendarstellerin in »Cold Mountain«) und Charlize Theron (beste Hauptdarstellerin in »Monster«), deren Dankesrede durchaus bewegend war.

Für »Lost in Translation« hätte ich mir mehr als einen Oscar gewünscht, aber dass mit Sofia Coppola für den besten Film erstmals eine Regisseurin nominiert war, war an sich schon ein Novum in der Geschichte des Awards (was mich etwas überrascht hat).
Neben »Mystic River« schnitt »Master & Commander« mit zwei Statuen ebenfalls gut ab, während der Pferdefilm »Seabiscuit«, für sieben Oscars nominiert, leer ausging und der große Verlierer der diesjährigen Auszeichnungen war. Da half auch die penetrante Werbung in den Pro7-Werbeblöcken nichts, von denen keiner ohne einen Spot für die Seabiscuit-DVD auskam.

Durch den Abend führte nach einer dreijährigen Pause wieder Billy Crystal. Sehr souverän und witzig!
Er wurde durch einen Einspieler vorgestellt, »The Return of the Host«, in dem er als Cameo in den letztjährigen Filmen auftrat. Netter Gag am Rande: Michael Moore war in dieser MAZ ebenfalls zu sehen, der bei der Verleihung letztes Jahr mit Angriffen auf Präsident Bush für Tumulte gesorgt hat – in dem Einspielerfilm wurde er von einem der Kriegselefanten aus »Herr der Ringe 3« niedergetrampelt.   :-)
Sehr nett auch der Auftritt von Billy Crystal und Robin Williams.

Alles in allem eine gute Show mit wenig Überraschungen, aber doch sehenswert.

Erschienen am Montag, 01.03.2004 @ 17:13 | Kommentare deaktiviert
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Freitag, 12.03.2004

Und wenn Du glaubst, es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtblick her

Up and running. Gestern Abend gab es eine der seltenen Kernel-Panics auf meinem Mac (ja, sowas kommt vor), die sich aber als recht bösartig entpuppte. Normalerweise ist sowas kein Problem: Eine viersprachige Meldung erscheint, man möge den Computer neu starten. Der Boot-Vorgang geht dank Journaling-Filesystem seit OS X 10.3 auch recht flott von statten, und das Anmeldefenster erscheint wieder.
Normalerweise.
Bei mir stockte der Boot-Vorgang bis kurz vor dem Login-Window mit der Meldung »Anmeldefenster wird gestartet«, und diese Meldung war auch noch zusehen, nachdem ich aus dem Kino zurückkam.

Wiederbelebungsmaßnahmen: Ganz ausschalten, Reset-»Knopf« drücken (Apfel-Alt-Power), PRAM zurücksetzen. Alle fehlgeschlagen. Auch das Überbügeln des Systems brach mit einer Fehlermeldung ab, so dass es nur noch eine Rettung gab: Festplatte löschen und das System neu aufsetzen. Glück im Unglück: Ich konnte noch per Airport vom iBook aus auf den Power Mac zugreifen. Idee: Wenn Airport funktioniert, müsste doch eigentlich auch der Target-Disk-Mode hinhauen? Gesagt, getan: Nachdem ich die beiden anderen User-Accounts drahtlos gebackupt hatte, konnte ich daran gehen, per Firewire meinen User-Account zu sichern: etwas über 30 Gigabyte inklusive mp3- und Video-Dateien.

An dem einen Firewire-Anschluss meines iBooks hing meine erste Firewire-Platte, an deren zweitem Anschluss die zweite Firewire-Platte und von ihrem zusätzlichen Anschluss ging ein Kabel an den FW-Anschluss des Power Mac. Das nenn’ ich mal ‘ne Daisy-Chain. Power Mac gestartet und während des Startens die Taste »T« auf der Tastatur gedrückt gehalten. Voila, der Rechner startete im Target-Disk-Mode und auf dem Desktop meines iBook erschien die Festplatte des großen Mac wie die beiden anderen Firewire-Festplatten, und ich konnte daran gehen, mein Home-Verzeichnis zu sichern.
Falls das nicht geklappt hätte, wäre das letzte Vollbackup zum Glück nur drei Tage alt gewesen…

Der Rest war unspektakulär: Panther neu aufspielen, Backups zurückspielen, Anwendungen wieder installieren, Preference-Dateien zurückkopieren.
Anwendungen hätte ich nicht mal neu installieren müssen (es gibt ja schließlich keine Registry wie bei Windows), aber ich hatte keinen Platz für deren Backup und außerdem wollte ich eh mal aufräumen.

Keine Ahnung, woran das lag, dass sich der Mac so brutal aufgehängt hat, und in den zweieinhalb Jahren meines Mac-Lebens ist mir sowas auch zum ersten Mal passiert. Nachdem ich von außen normal auf den Rechner zugreifen konnte und nur das Login-Fenster nicht erscheinen wollte, war’s vielleicht nur eine Kleinigkeit, irgendwo eine Lock-Datei, was weiß ich. Half mir nur nichts, da ich nicht wusste, wo ich hätte anpacken sollen.
Naja, alles wieder im Lot.

Erschienen am Freitag, 12.03.2004 @ 14:10 | Kommentare deaktiviert
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Freitag, 26.03.2004

Gottschalk @ JBK

Eben ging die Donnerstags-Folge von JBK zu Ende, die ich mir nach »Berlin Mitte« noch angesehen habe. Normalerweise schaue ich mir Kerner nicht an (und mich ärgert, dass ich neulich die Sendung mit Horst Köhler verpasst habe), aber ich bin nach »Berlin Mitte« noch hängen geblieben.
Einziger Gast war Thomas Gottschalk, der am kommenden Samstag seine 100. Folge von »Wetten, dass…?« moderiert. Exzellente Unterhaltung und sehr sehenswert, auch wenn man Kerner nicht mag. Gottschalk plauderte locker über seine Sendung – sein Anfang dort, die Gäste, die Wetten, die Vorbereitung –, seinen Ausflug in die Late Night, seine Rückkehr zum ZDF, sein Leben in den USA, seine Anfänge beim Radio, seine Jugendsünde »Die Supernasen« und über das Show-Biz allgemein. Garniert mit historischen Ausschnitten aus frühen »Wetten, dass…?«-Sendungen und Trivia-Infos (die längste Überziehung von Gottschalk war mal 73 Minuten).
Große Unterhaltung.

Wer’s nicht gesehen hat, bekommt nochmal Gelegenheit: Nacht-Wiederholung in der Nacht von Freitag auf Samstag von (VPS) 03:20 Uhr bis 04:20 Uhr. Wer seinen Videorecorder mit Timer programmiert, sollte noch 20 Minuten Reserve hinten dran hängen, denn JBK hat überzogen.

P.S.: Ich sehe gerade in der Vorschau, dass in der Sendung am 2. April Helmut Zerlett zu Gast ist. Die Jüngeren unter uns werden sich erinnern: Zerlett war der Bandleader in der Schmidt-Show.

Erschienen am Freitag, 26.03.2004 @ 0:24 | Kommentare deaktiviert
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Donnerstag, 01.04.2004

April, April!

Es gab ein paar klasse April-Scherze heute. Am besten gefallen hat mir ja die Aktion von Douglas Bowman mit seiner Site stopdesign, der ihr einen neuen Anstrich verpasst hat:

»I finally decided it’s time to take this site’s design in a slightly new direction.«

Ja, ja, »slightly«…   :-)
Die »Reaktion« von Dave Shea von mezzoblue darauf war auch nicht schlecht:

»I won’t spare the niceties: what Doug Bowman and Stopdesign have done is disgraceful and unprofessional.

For a so-called "Design Consultancy" to rip off the work of another for its own site shows a total lack of regard for others in the profession, and undermines – no, cheapens – the industry as a whole.

What makes this particularly heinous is that not two weeks ago, Mr. Bowman had the audacity to talk about CSS Theft in front of a packed conference room at SXSW2004. In one ear, out the other…?«

Spaß ohne: Wie Dave schon schrieb, hat Douglas erst vor kurzem auf der SXSW2004 über den leichten Design-Klau bei CSS-Websites geschrieben. Ein eindrucksvolles Beispiel, wie leicht es ist.   :-)

Der April-Scherz der c’t war ja relativ leicht auszumachen (gut, ich bin ihm auch auf den Leim gegangen, aber bei der Stelle, an der empfohlen wurde, eine Alufolie mit Kerzenwachs an die Rückseite eines Nummernschildes zu kleben, bin ich schon stutzig geworden). Beim April-Scherz des Heise-Tickers war ich mir heute nicht sicher: War es die Meldung »Weiterer Effizienzsprung bei MP3« oder doch etwa der Beitrag »Bill Gates: Microsoft macht Fortschritte bei der Sicherheit«?   ;-)
In einer weiteren Meldung hat die Redaktion des Heise-Newstickers andere Aprilscherze zusammengefasst. Sehr geil auch Winbeta:

»WinBeta closes its doors, unveils MacBeta.«

Bei einer Pressemitteilung von Google war sich aber selbst die Heise-Redaktion nicht sicher: Doch Google versicherte, dass Gmail tatsächlich kommen wird.

»Millions of M&Ms later, Gmail was born.«

Nachtrag (02.04.04, 22:30 Uhr): Sowohl Dave als auch Douglas haben in neuen Einträgen geschrieben, wie sie auf die Idee gekommen sind und wie sie sie umgesetzt haben.

Erschienen am Donnerstag, 01.04.2004 @ 22:04 | Kommentare deaktiviert
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Dienstag, 06.04.2004

Meine Gebete wurden erhört

Ich werd’ bekloppt: Demnächst eröffnet in Erlangen ein Subway!!
Die Lage ist perfekt: Am Bahnhofsplatz, neben dem Bäcker. Auf dem Schild im Fenster stand leider noch kein Eröffnungstermin. Ob es der selbe Franchisenehmer ist wie in Nürnberg, weiß ich leider nicht.

P.S.: Mein Favorit zur Zeit: Chicken Teriyaki mit »Sweet Onion«-Soße im »Spicy White«-Brot.

Erschienen am Dienstag, 06.04.2004 @ 19:18 | Kommentare deaktiviert
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Freitag, 23.04.2004

Vertrauensbildende Maßnahmen

Erinnert sich noch jemand an Paybox, bezahlen mit dem Handy? Ich war mal Paybox-Kunde und habe es wenig bis nicht genutzt. Im Februar 2003 kündigte die Paybox AG allen Kunden zum Juni, da sie ihre Dienste für Endverbraucher dann einstellen würde. Fortan ward nichts mehr von Paybox zu hören.
Jetzt sehe ich in meinen Kontoumsätzen einen Lastschrifteinzug von 9,50 Euro von Moxmo. Bereits im Februar warnte eine Heise-Meldung, dass Moxmo die Paybox-Kundendaten übernommen hatte, was an sich ja schon ein dicker Hund ist. Angeblich will Moxmo alle Paybox-Kunden angeschrieben haben, allerdings bin ich nicht der Einzige, der nie eine Mail von Moxmo bekommen hat (oder sie ging in meinem Spam-Filter unter).
Aber nicht nur das: Die Moxmo zieht von ehemaligen Paybox-Kunden munter Gebühren ein, obwohl kein Vertragsverhältnis besteht und keine Einzugsermächtigung vorliegt!

Hallo Moxmo, geht’s noch?! Was ist denn das für ein unverschämtes Geschäftsgebahren?

Moxmo schrieb laut einer Mitteilung auf moxmo.com (auf deren Adresse ich in den Heise-Foren gestoßen bin) in der angeblichen Mail:

»Unsere Bemühungen waren erfolgreich: Wir haben mit Moxmo einen neuen Partner gefunden. [...] Dadurch wird der mit Ihnen bestehende Vertrag einfach fortgeführt und die von uns vorsorglich ausgesprochene Kündigung zum 30.06.2003 damit hinfällig.«

[...]

»Im Februar 2004, drei Monate nach dem Start des Zahlungssystems, haben wir unsere Kunden, die sich noch nicht reaktiviert haben, erneut angeschrieben. Wir haben sie gebeten, sich rasch zu reaktivieren, oder uns mitzuteilen, dass sie den Service nicht nutzen wollen. Von Kunden, die nicht kündigen, müssen wir annehmen, dass sie Moxmo in Anspruch nehmen wollen. Diesen Kunden werden wir im Februar 2004 die Jahresgebühr in Höhe von 9,50 EUR vom Konto einziehen.«

Ihre Annahmen kann sich die Moxmo AG mal rektal einführen. Am Montag veranlasse ich die Rücklastschrift wegen Widerspruch. So geht’s ja nicht.
[Rücklastschriften wegen Widerspruch sind bei der kontoführenden Bank ohne Begründung bis sechs Wochen nach dem Einzug problemlos möglich.]

Einen mehrseitigen Artikel zu diesen dubiosen Geschäftspraktiken gibt es auch bei Onlinekosten.de.

Erschienen am Freitag, 23.04.2004 @ 18:49 | Kommentare deaktiviert
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Samstag, 01.05.2004

Fireworks

Die EU-Erweiterung in der gestrigen Nacht war natürlich auch ein Fernseh-Ereignis, zumindest bei den Öffentlich-Rechtlichen. Ich entschied mich für die Sendung in der ARD, moderiert von Jörg Schönenborn, dem WDR-Chefredakteur (der Mann, der in der ARD immer die Wahlergebnisse präsentiert). Im ZDF lief eine Gala, an der ich kein Interesse hatte.
Die ARD-Sendung war recht interessant: Der Reporter Gerd Ruge war in den Beitrittsländern unterwegs, seine kurzen Reportagen wurden gezeigt. Zusätzlich geschichtliche Rückblicke, die rückblickend den Weg zur Europäischen Einigung ebneten: Willy Brandts Kniefall, Prager Frühling, die DDR-Flüchtlinge in der Prager Botschaft, die Öffnung des Eisernen Vorhangs in Ungarn und einige Ereignisse mehr.

Alles hat nicht ganz einwandfrei geklappt mit den 23 Live-Schaltungen: Verbindungsabbrüche, »Ich kann Sie nicht verstehen«. Und dadurch, dass man versuchte, überall gleichzeitig zu sein, hat man zwar vieles gezeigt, aber nichts richtig.
Besonders ärgerlich war das um Mitternacht, als die ARD von einem Schauplatz zum anderen zappte, während die eigentliche Show auf Malta stattfand. Schön, wenn sich der polnische und der deutsche Außenminister auf einer Brücke über der Oder etwas zaghaft umarmen, aber das Bild konnte man am nächsten Tag in jeder Nachrichtensendung sehen.

Wer bei der ARD blieb, verpasste das Beste; ich schaltete kurz nach Mitternacht zum ZDF um, da ich das zielsichere Verpassen von Highlights in der ARD nicht mehr mit ansehen konnte.
Die Malteser zeigten ein Feuerwerk und eine Lichtshow, die man kaum in Worte fassen kann. Würde man ein Adjektiv gebrauen wollen, würden selbst »einmalig« oder »spektakulär« dem nicht gerecht werden, was sich dem Zuschauer da bot: Eine rund 20-minütige Lichtinstallation des Künstlers Gert Hof, in perfekter Symbiose mit Musik von Roger Waters (Pink Floyd). Der Lagerfeuermann hätte seine helle Freude gehabt. Inszeniert wurde das Ganze rund um die gewaltige Festung in Valetta.
Nicht einfach nur ein Feuerwerk; so etwas habe ich in meinem Leben noch nicht gesehen:

Ich würde ja den Videomitschnitt online stellen, aber vier Gigabyte in DV-Qualität sind etwas viel. Und sich das in einer kleineren Auflösung als PAL und stärker komprimiert anzusehen wäre Blasphemie.   :-)
Einige weitere Bilder (anklicken, um sie in PAL-Auflösung zu vergrößern, oder alle großen Bilder als 1,9 MB große ZIP-Datei runterladen):

Extremst beeindruckend.

Ebenfalls von Gert Hof war die Installation am Konzerthaus am Berliner Gendarmenmarkt eine Stunde früher:

Weitere Informationen zu Gert Hof gibt es auf seiner Website, in einem Wikipedia-Eintrag, sowie einem taz-Artikel und in einem Text der Deutschen Welle.
Weitere Fotos des Malta-Feuerwerks finden sich auf www.larmann.net/html/welcome_europe.html.

Erschienen am Samstag, 01.05.2004 @ 10:45 | Kommentare deaktiviert
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Sonntag, 16.05.2004

»Save early, save often.«

Steven von Panic stellt Gedanken drüber an, wie man in Zeiten riesiger Datenmengen vernünftigerweise Backups eben dieser macht. Auslöser für seine Gedankengänge war ein Eintrag von Scott Hanselman in dessen Weblog, den die selbe Frage umtrieb. [Die Kommentare und darin enthaltenen Links unter beiden Einträgen sind ebenfalls lesenswert.]
Und auch ich habe mich neulich wieder gefragt, wie ich meine gesammelten digitalisierten TV-Sendungen archiviere, die inzwischen über 30 GB einnehmen. Meine Mail-Datenbank bringt ein knappes Gigabyte auf die Waage, meine Fotos 3 GB, meine Musik 13 GB, meine beiden Projekt-Verzeichnisse zusammen 6 GB.

Platz ist genug auf der Festplatte, und über einen Mangel an Festplatten selbst kann ich auch nicht klagen.
Ich mache auch regelmäßig Backups: Mein komplettes Home-Verzeichnis einmal im Monat auf eine externe Platte, wichtige Daten wie Mails, Adressen, Dokumente oder ältere Projekte wöchentlich. Wenn ich an einem Projekt arbeite, sichere ich mehrmals täglich verschiedene Versionen in eigene Verzeichnisse auf einer externen Platte und brenne abends eine CD des Projektverzeichnisses. Da fällt mir ein, ich wollte mal ein Bankschließfach eröffnen, um wichtige Backups und Dokumente wie Zeugnisse »off-site« unterzubringen, falls hier mal die Hütte abbrennt oder dergleichen. Zumindest ganz wichtige Daten oder zeitweise Projekt-Backups hebe ich verschlüsselt auf meinem Webserver auf, und der steht 20 Kilometer von hier entfernt an einem sicheren Ort.
Der Punkt ist, wie es Scott formuliert hat: »Wie sichert man ein komplettes digitales Leben?«

Ich habe einige Große Dinge, die irre viel Platz wegnehmen: Das erwähnte Pictures-Verzeichnis oder meine gesammelten Projekte. Das bringe ich nicht mehr auf einer CD unter, teilweise noch nicht mal mehr auf einer DVD. Und dutzende GB Daten auf DVDs archivieren? Forget it, da wird man zum Diskjockey.

Andi F. hatte im Digitaltechnik-Unterricht an der SAE schon Recht: Die CD war damals ihrer Zeit voraus: 650 MB vergleichsweise billig, als für 20 MB Festplatten Vermögen bezahlt wurden. Die DVD hinkt heute dagegen ihrer Zeit hinterher.
Was jetzt angesagt wäre, ist ein optisches Medium mit dem 10- oder 100-fachen der heutigen Kapazität, also 40 oder besser 400 GB, so dass man die Daten von seinen magnetischen Platten runtersichern kann.
Datenmengen ganzer Festplatten kann man heute doch eigentlich nur in einem RAID vernünftig sichern. Ein RAID nutzt einem aber nur bedingt, wenn man es im gleichen Gehäuse betreibt, in dem der normale Arbeitsrechner beheimatet ist. Selbst wenn es in einem externen Gehäuse ist, steht es i.d.R. noch im gleichen Raum.

Steven scherzte in seinem Eintrag, die Angelegenheit sei die ideale Ausrede, um sich einen Xserve zuzulegen.   :-)
Eigentlich keine schlechte Idee, und es muss ja auch nicht gleich ein Xserve sein, den man sich in ein Rechenzentrum stellt. Genau genommen ist die Idee sogar ziemlich clever, um große Datenmengen (denn Speicherplatz wäre ja vorhanden) außerhalb des Büros oder Homeoffice zu sichern. Es gibt nur ein Problem: Mit 200 KByte/s Upstream-Geschwindigkeit brauche ich nicht anfangen, groß angelegte Backup-Sessions zu starten.

P.S.: Ich weiß um »CD rot« und »DVD rot«. Bislang hatte ich mit Verbatim-Markenrohlingen noch keine Probleme (im Gegensatz zu No-Name-Discs), dafür kenne ich jetzt schon zwei Leute, denen die Festplatte abgeraucht ist.

P.P.S.: Sehr aufschlussreich war ein Artikel aus der vorletzten c’t (# 9/04, S. 134): Mit Aufklebern sorgt man für ein schnelles Ableben der Daten auf seinen gebrannten CDs, bei DVDs geht’s sogar noch schneller.

Erschienen am Sonntag, 16.05.2004 @ 17:11 | Kommentare deaktiviert
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Mittwoch, 26.05.2004

»Taubtrüber Ginst am Musenhain, trübtauber Dunst im Musenginst!«

Hier mal noch zwei Impressionen von meinem morgendlichen Weg in die SAE. Die beiden Bilder schlummern schon ein paar Tage auf meiner Festplatte; an beiden Tagen war das Wetter diesig.



»Frösche im Nebel«

Hier zu sehen ist der Wiesengrund in Erlangen, mit Blick in Richtung Bruck (»Brucklyn«). Aufgenommen um 06:27 Uhr morgens. Abfahrt meines Regionalexpress-Zuges nach Nürnberg: 20 Minuten später.

Blick aus dem Fenster des ICE 985 Nürnberg-München um kurz vor acht (kurz vor Treuchtlingen).

+++

Übrigens: Ein nettes kleines Programm (444 KB), um schnell mal EXIF-Informationen eines Bildes anzusehen, ist »EXIFViewer«. Einfach die Bilddatei auf das Icon im Finder oder im Dock ziehen und man bekommt übersichtlich alle EXIF-Daten angezeigt. Freeware. Nützlich, wenn man kein iPhoto verwendet bzw. nicht extra ein Bild importieren möchte. Oder wenn man nicht extra Photoshop starten will, falls es noch nicht läuft. Oder das Bild nicht in Photoshop werfen möchte, um dann umständlich die File-Info aufzurufen. Oder wenn man noch kein iView Media Pro hat.

Erschienen am Mittwoch, 26.05.2004 @ 14:23 | Kommentare deaktiviert
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Donnerstag, 27.05.2004

Vaporware

Heute rauscht es durch den Blätterwald, dass Microsoft gedenkt, dem iPod Konkurrenz zu machen. Nicht etwa ab heute, nächsten Monat oder diesen Sommer, sondern »in diesem Jahr«. Jörn von Mac-TV trifft mal wieder den Nagel auf den Kopf:

»Wer die Geschichte Microsofts nicht verfolgt hat, findet vielleicht den Hinweis interessant, dass Microsoft bereits häufig sehr spektakuläre Ankündigungen gemacht hat, die später nicht eingehalten werden konnten. Das ist im US-Marketing nicht unüblich, denn damit veranlasst man die Kunden, auf das eigene Produkt zu warten, anstatt beim Konkurrenten zu kaufen. Wenn der versprochene Vorteil groß genug erscheint, warten treue Kunden durchaus mehrere Jahre. (Natürlich verrät man die lange Wartezeit nicht gleich am Anfang.)

[...]

Unterdessen reibt sich Microsoft schon die Hände, denn die Ankündigung zeigt die erwünschte Wirkung: In den einschlägigen Foren jubeln bereits die Deppen und klatschen Beifall für Microsoft. Endlich ist es vorbei mit den unverschämten Raubritterpreisen von Apple! Wer schlau ist und wirklich was auf dem Kasten hat, kauft bei Microsoft und dreht den Halsabschneidern die lange Nase! Dass derlei Schreihälse dann später mit einem müden Flash-Player in der Größe eines Korkens abgespeist werden, der dann vermutlich nur WMA-Formate versteht, wird ihnen dann hoffentlich nicht die Laune verderben.«

Jörn führt aus, dass es bei den Mini-Festplatten nur zwei Hersteller gibt, und dass Microsoft diese wohl kaum geschenkt bekommt. Wenn MS tatsächlich für 50 USD einen WMA-Player anbieten kann, ohne unter Herstellungskosten zu verkaufen, dann kann es sich dabei allenfalls um ein Modell mit kleinem Flash-Speicher handeln.

Apple im Segment der mp3-Player vom Thron zu stoßen, haben ja schon andere versucht. Zum Beispiel Dell, bekanntermaßen Billigheimer unter den Kistenschiebern. John Gruber begründete exzellent, weswegen Dells »DJ« in Sachen Benutzerfreundlichkeit dem iPod unterlegen sein muss (und über den Dell DJ hieß es auch, dass er »einfach zu bedienen sein soll«).
Johns Ausführungen waren aber nur die Einleitung zu seinem Artikel. Der Leser solle sich vorstellen, dass der Dell DJ tatsächlich die Features, die kompakte Größe, die einfache Bedienung des iPod und einen günstigeren Preis hätte:

»Guess what: Dell is still fucked.«

Es folgten einige Beobachtungen, weswegen der iPod derzeit der Marktführer bei den Musikplayern ist. Lesenswert.

Ich warte ja darauf, dass MS erste Bilder von seinem iPod-Killer veröffentlicht – eher er ein halbes Jahr später auf den Markt kommt –, und dass John Gruber ihn wieder auseinander nimmt.

+++

Bei Spiegel-online gibt’s einen Bericht für Freunde des Guerilla-Marketing. Sehr hart.

Erschienen am Donnerstag, 27.05.2004 @ 20:25 | Kommentare deaktiviert
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Freitag, 04.06.2004

Mac-TV wird 250

Da gratuliere ich herzlich! Seit einiger Zeit verfolge ich mangels Zeit nicht mehr alle Sendungen, sondern sehe mir nur gelegentlich einzelne Beiträge im Archiv an, aber die sind immer wieder gut.
Es geht auch nichts über Jörns Artikel. In seinem neuesten Streich stellt er einige Überlegungen dazu an, weswegen sich die europäische Musikindustrie so schwer mit der Einführung des iTMS tut, und welche historische Chance die amerikanische Musikindustrie verspielt hat, in dem sie nicht direkt online an die Konsumenten verkaufte.

Erschienen am Freitag, 04.06.2004 @ 14:58 | Kommentare deaktiviert
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Freitag, 11.06.2004

100 Items

Eben per ICQ diesen Link bekommen: betterme.org/cleansweep.html. Eine Art Psycho-Test, aber keiner von der Sorte »0 bis 20 Punkte: Geben Sie sich die Kugel.«
Ich habe keine Ahnung, wer hinter betterme.org steht und es ist mir auch egal. Die 100 Punkte in dem »Test« sind allerdings überwiegend recht gute Punkte (»I currently save at least 10% of my income.«). Und ich kann mir gut vorstellen, dass es sich leichter leben lässt, wenn man mit der Zeit mehr Punkte auf der Liste abhaken kann.

Erschienen am Freitag, 11.06.2004 @ 17:15 | Kommentare deaktiviert
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Freitag, 02.07.2004

Danny Deckchair

Ich weiß nicht, was der Film taugt, aber das Filmplakat ist ja wohl mal genial (Stichwort »Weißraum«):

Das andere Plakat gefällt mir nicht so (Quelle).
Weitere Infos zum Film: IMDB, Trailer.

Erschienen am Freitag, 02.07.2004 @ 19:31 | Kommentare deaktiviert
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Mittwoch, 07.07.2004

CSS-Workshop

Die »Schulungsunterlagen« zu meinem CSS-Workshop vom Montag sind online: freimark.de/schulung/css
Sieht nicht besonders schön aus, war nur quick’n'dirty.

Die Präsentation war etwas zu lang, die werde ich bei Gelegenheit nochmal überarbeiten. Die Beispiele für CSS-Layouts habe ich nicht erneut aufgeführt, denn die finden sich teilweise schon in den Ressourcen auf der rechten Seite (zusätzlich habe ich einige besonders gelungene Garden-Designs rausgesucht). Evtl ergänze ich das mal.
Punkt 7, Navigation mit CSS, muss ich auch bei Zeiten ergänzen. Im Workshop blieb nur Zeit für eine Text-Navi auf Listenbasis; Image-Replacement habe ich nicht mehr geschafft.

Wer mag, kann die Materialien für eigene Zwecke/Schulungen verwenden und verändern (Creative Commons: Attribution, Share Alike).

Wer mag, kann sich meine Facharbeit runterladen (vorerst nur mit Studentenlogin der SAE München).

Erschienen am Mittwoch, 07.07.2004 @ 13:55 | Kommentare deaktiviert
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Dienstag, 13.07.2004

64 Bit

Ach Ding, bevor ich’s vergesse: Sehr guter Artikel von Simson Garfinkel bei Technology Review zum Thema Sinn und Unsinn ovn 64-Bit-Prozessoren und -Betriebssystemen: »Wieviele Bit braucht der Computer?« (Druckversion; Übersetzung: Ben Schwan).
Pflichtlektüre für all die “Experten” die überlegen, auf 64-Bit-Prozessoren umzusteigen.

Als Apple-User stellt sich die Frage nicht so sehr, da die Power Macs nur noch mit G5-Prozessoren bestückt werden – IBMs PPC 970.
Seit der Tiger-Preview auf der WWDC vor zwei Wochen wirbt Apple damit, dass Mac OS X 10.4 »Tiger« mit einer verbesserten 64-Bit-Unterstützung daher kommt. Dankenswerterweise hauen sie einem das nicht mit größer-satter-lecker um die Ohren, wie es sonst gerne getan wird. Stattdessen erläutern sie auf der Seite, welche Anwendungen von 64 Bit profitieren: Alles, was extrem viel Speicher braucht.
Das ist auch das Fazit von Garfinkels Artikel: Word läuft wegen 64 Bit nicht schneller.

Erschienen am Dienstag, 13.07.2004 @ 6:39 | Kommentare deaktiviert
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Dienstag, 07.09.2004

Mach 1

Gestern Nachmittag erschüttert ein gewaltiger Rumms die Umgebung, kurz darauf tut’s einen zweiten Schlag. Erster Gedanke: Da ist ja mal was runtergefallen. Zweiter Gedanke: Dafür war es eigentlich zu heftig, außerdem hat mein Fenster gewackelt. Dritter Gedanke: Ok, eine Explosion. Fünf Minuten später waren noch keine Sirenen zu hören und ich habe den Vorfall wieder vergessen.
Holger meinte dann am Abend zu mir, seine Mutter hätte in der Zeitung des Rätsels Lösung erfahren (1, 2): EADS testet für die Luftwaffe den Eurofighter/Typhoon, und der doppelte Knall kündigte vom Durchbrechen der Schallmauer.

Angeblich beschränken sich die Testflüge auf die Oberpfalz und Niederbayern nahe der tschechischen Grenze – ich finde es ziemlich faszinierend, dass der Überschallknall auch noch im nächsten Regierungsbezirk, Mittelfranken, zu hören und zu spüren ist…

Erschienen am Dienstag, 07.09.2004 @ 14:29 | Kommentare deaktiviert
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Freitag, 24.09.2004

Nichts verpasst

Huh, ich bin froh, dass ich am Mittwoch-Abend doch nicht in die Sneak bin. Heute war ich auf einen Sprung in der Stadt und habe im Kino vorbeigesehen. Dort »gehört« einer der Schaukästen dem »Sneak-Club«: Das Kino schreibt, welcher Film zuletzt in der Sneak gezeigt wurde und wie er den Zuschauern gefallen hat (1 bis 5 Sterne), zusammen mit einigen Kommentaren der Besucher.
Am Mittwoch wurde »White Chicks« gezeigt. Ich sag’ ja, nichts verpasst; der Trailer hat mir schon gereicht.

Erschienen am Freitag, 24.09.2004 @ 17:59 | Kommentare deaktiviert
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Donnerstag, 28.10.2004

Bekenntnisse eines TV-Junkies

Einige wissen vielleicht, dass ich sehr gerne fernsehe: Ich verfolge diverse Serien (Emergency Room, Six Feet Under, Scrubs, Bully & Rick) und Shows (Genial daneben, rent a Pocher), sehe jeden Tag die tagesschau, sowie ab und an auch die ein oder andere Reportage (keine Doku-Soaps, sondern die verschiedenen Spiegel-Produktionen oder ARD-exklsuiv).
Man stelle sich den Workflow mit einem normalen Videorecorder vor: Ich nehme alles auf ein Band auf und spule mit der Index-Funktion von Sendung zu Sendung. Wenn ich mal zwischendrin etwas anschauen will, muss ich mir merken, welche noch nicht gesehene Aufzeichnung danach kommt, und welche Aufnahmen ich eigentlich davor noch auf dem Band habe. Nach zwei Tagen fehlt der Durchblick, was in welcher Reihenfolge auf der Cassette ist, und was davon ich schon gesehen habe, und ab welcher Stelle ich wieder neu aufnehmen kann.

Zur unzeitgemäßen sequentiellen Speicherung in schlechter Qualität muss man sich auch mal die Medienpreise vergegenwärtigen: Zwei VHS-Cassetten kosten seit eh und je um die 5 bis 7 Euro (EHGs von TDK). Und nach einigen Malen überspielen wird die Qualität noch schlechter.
Im Gegensatz dazu DVD-Rohlinge: Vor knapp 2 Jahren habe ich noch 18 Euro für 5 DVD-Rs mit 2-facher Schreibgeschwindigkeit bezahlen müssen. Inzwischen bekomme ich für den gleichen Preis eine 25er Spindel mit 8-fach Rohlingen, oder 10 DVD-RWs mit 4-facher Brenngeschwindigkeit.
Und die Preise fallen weiter… Neulich habe ich mir für 20 Euro eine 100er Spindel CD-Rs gekauft, die reichen ja bis an mein Lebensende.            :-)

Was braucht ein TV-Addict wie ich, um glücklich zu sein? Ganz klar: Eine Festplatte mit massig Kapazität, beliebigem Zugriff auf die Inhalte und natürlich Timeshift-Funktion.
Timeshift ist in zwei Fällen sehr nützlich: Erstens, wenn ich 5 Minuten nach Aufzeichnungsbeginn heim komme, und nicht das Ende der Aufzeichnung abwarten möchte. Dann kann ich der Ausstrahlung hinterher sehen. Zweitens, um Werbung zu überspringen: Ich beginne mit dem Sehen absichtlich ein paar Minuten später, und überspringe die Werbeblöcke. Dann höre ich in etwa zusammen mit der Live-Ausstrahlung auf, habe mir aber die Werbung gespart.

Tja, gestern kam mein vorzeitiges Geburtstags- und Weihnachtsgeschenk an: Ein stand-alone Festplatten-Recorder mit DVD-Brenner. Ich habe mich für den »DVR-720H-S« von Pioneer entschieden, derzeit für 739 € bei Amazon im Angebot.

Abbildung des Pioneer-Recorders

Ja, wo soll ich anfangen? Er ist ausgestattet mit einer 160 GB großen Platte, auf die rund 66 Stunden in SP-Qualität gehen. Der DVD-Brenner beschreibt DVD-Rs in bis zu 8-facher Geschwindigkeit und DVD-RW maximal 4-fach. Gelesen werden natürlich Audio-CDs, außerdem CD-R und CD-RW mit JPEG- oder mp3-Dateien, VCDs und SVCDs. Im Prinzip alles außer DivX, das wäre noch wünschenswert (ok, SACD und DVD-Audio auch nicht, aber dafür habe ich keinen Bedarf).
Ich kann gleichzeitig auf ein Medium aufzeichnen und eine andere Sendung davon abspielen.

Bildqualität

Ich benutze für Aufnahmen nur den SP-Modus. Geworben wird naürlich mit 200 Stunden Aufnahmekapazität, aber natürlich nur in der schlechtesten Bildqualität. Im SP-Mdous wird das Programm mit einer Datenrate von durchschnittlich 5 MBit/s aufgenommen. Die Qualität ist sehr gut: Kein wahrnehmbares Hintergrundrauschen, und auch bei schnellen Kameraschwenks bilden sich nicht gleich Blockartefakte. Ich würde sagen, dass bereits der SP-Modus ein besseres Bild bietet als VHS, so dass eine Aufnahme im FINE-Modus nicht unbedingt notwendig ist.
Ab der Qualitätsstufe MN15 wird die Auflösung reduziert.
Der Ton wird in Dolby Digital mit 256 KBit/s Datenrate aufgenommen (nur zwei Kanäle!), die Qualität ist sehr gut.

Aufnehmen

Man stelle den Kanal ein und drücke auf die Taste »Aufnahme«. So weit, so prima. Extra-Style-Points: Es gibt zwei getrennte Stop-Tasten: Eine für die Wiedergabe, und eine »Stop Rec« für die Aufnahme.
Der Recorder kann leider nicht den Titel der Sendung aus dem Videotext übernehmen (der Sony HX900 macht das), das Umbenennen ist jedoch sehr bequem: Entweder wählt man die Buchstaben und Ziffern aus einer mehrzeiligen Liste, oder man gibt den Titel wie eine SMS ein (die Pause-Taste sorgt für einen Leerschritt).
Maximal können 6 Stunden am Stück aufgenommen werden – für längere Aufnahmen muss man hintereinander geschaltete Timer-Aufnahmen programmieren. Durch mehrmaliges Drücken der Rec-Taste wird die gewünschte Aufnahmedauer in 30-Minuten-Intervallen verlängert.

Timer-Aufnahmen

Es können 32 Speicherplätze bis zu einen Monat im Voraus programmiert werden. Das ist durchaus eine Erwähnung wert, denn der Über-Recorder “HX900« von Sony kommt nur mit 8 Plätzen daher. Das ist bei solchen Festplattengrößen derart bescheuert, ich weiß gar nicht wie! Sogar mein VHS-Recorder von Panasonic hat 16 Speicherslots.
Programmierungen wie »täglich«, »MO-SA« oder »Jeden DI« sind selbstverständlich möglich, so dass man Serien nur ein einziges Mal programmieren muss.
Angenehm: Der Recorder nimmt stur die programmierten Sendungen auf, egal ob er im Stanyby-Modus ist oder nicht. Beim VHS-Recorder habe ich manchmal perfekt programmiert, aber vergessen, den Timer zu aktivieren. Den Recorder bei Nichtgebrauch schlafen zu legen ist dennoch empfehlenswert: Festplatte und Lüfter geben Ruhe (sie sind aber auch im laufenden Betrieb angenehm leise), und das Gerät verbraucht dann natürlich weniger Strom.

Wiedergabe

Endlich zeitgemäßes »spulen« in Sendungen! Vorwärts und rückwärts geht es in vier Geschwindigkeiten, wie bei einem DVD-Player. Zusätzlich kann man bildweise vor und zurück springen. Hat man eine Sendung auf Festplatte oder DVD mit Kapiteln versehen, stehen natürlich auch Skip-Tasten zur Verfügung (bei der direkten Aufnahme auf DVD setzt der Recorder im Abstand von wahlweise 10 oder 15 Minuten automatisch Kapitelmarken).
Mein Lieblingsfeature sind jedoch die beiden Tasten für »Commercial Skip«: Vorwärts geht es in Schritten von 30 Sekunden, einer Minute, anderthalb Minuten, sowie 2, 3, 5 und 10 Minuten. Damit lassen sich Werbeblöcke und Trailer leicht überspringen. Mit der »Back CM Skip«-Taste steht einem eine Art »What was this?«-Funktion zur Verfügung: Zurück geht es in Schritten von 5, 15, 30 und 60 Sekunden sowie 2 und 3 Minuten.
Während der Wiedergabe lässt sich ein halbtransparentes Fenster einblenden, das auf der ersten Seite über den eingestellten Aufnahmemodus und die Restkapazität auf Festplatte und DVD informiert und auf der zweiten Seite Informationen zur laufenden Sendung bietet: Titel, aktuelle Spielzeit, Gesamtdauer (nützlich um zu sehen, wie weit einem die Aufnahme bei Timeshift voraus ist) und die aktuellen Datenrate.
Timeshift, bei Pioneer »Chase-Play« (Verfolgungswiedergabe) genannt, funktioniert denkbar einfach: Auf die Play-Taste drücken. Falls ich zwischendurch nicht die Sendung sehen möchte, die gerade augenommen wird, und die ich mir mit Timeshift ansehe, kann ich über den Disc-Navigator auch eine andere Sendung wählen und später zur Timeshift-Aufnahme zurückkehren.
Noch was: Der Recorder merkt sich bei jedem Titel, wie weit man ihn gesehen hat. Auch wenn ich dazwischen fünf andere aufgezeichnete Sendungen ansehe, startet der Pioneer immer dort, wo ich zuletzt mit dem Ansehen einer Sendung aufgehört habe. Sehr praktisch.

Organisation auf der Festplatte

Hier hat der Pioneer seine Schwächen. Pro Seite werden 6 Sendungen (»Titel«) angezeigt. Wenn man einen Titel selektiert hat, beginnt eine kleine Vorschau abzuspielen und zusätzlich werden in der Mitte Informationen zum ausgewählten Titel angezeigt (kann mit der Display-Taste durchgeschaltet werden). Wer gerne Thumbnails von mehreren Sendungen sehen will, wird vielleicht Gefallen an dieser Darstellung finden; ich hätte mir eher eine Liste mit Titel, Aufnahmedatum und -zeit sowie der Dauer gewünscht, und stattdessen nur ein Vorschaufenster.
Was ebenfalls etwas unglücklich gelöst ist, ist meiner Ansicht nach das Handling von Sendungen: Der Benutzer muss zunächst die Aktion auswählen (Starten, Löschen…) und danach die Sendung, auf die er diese Aktion anwenden möchte. Zurück geht es nicht mit den Cursor-Tasten, sondern mit der Return-Taste. Hier wäre es vielleicht besser gewesen, eine Art »Kontextmenü« nachzubilden: Zunächst die Sendung auswählen, dann eine Taste drücken, um ein Menü einzublenden, abschließend die Aktion aus dem Menü wählen. Das hätte vermutlich auch mehr Platz für weitere oder größere Thumbnails geschaffen.
Positiv ist, dass sich Sendungen in vier Gruppen einsortieren lassen. Man kann eine Sendung nachträglich in eine Gruppe einsortieren, aber auch bereits bei der Time-Programmierung festlegen, in welche Gruppe eine Sendung aufgezeichnet werden soll. Das kann sich noch als nützlich erweisen, wenn viele Titel auf der Festplatte gespeichert sind (maximal 250 Stück, auch wenn noch Kapazität auf der Platte frei ist!), im Moment komme ich aber noch gut mit dem Karteireiter »Alle« zurecht. Die Sendungen werden laufend nummeriert und per default wird zunächst immer die Seite mit den jüngsten Sendungen angezeigt. Noch nicht gesehene Sendungen bekommen ein »New«-Label.

Schneiden

Bevor man Sendungen auf DVD archivieren möchte, will man vielleicht zunächst die Werbung und Trailer rausschneiden, um sich Spulzeit und Speicherplatz zu sparen. Mit dem Pioneer ist das meiner Ansicht nach so gut möglich, wie es einem Videorecorder möglich sein kann; es ist natürlich kein Vergleich zum Schneiden am Computer.
Geschnitten wird mit der Aktion »LöschenAB«. Dabei markiert man zunächst einen Punkt A und anschließend einen Punkt B. Nach einer Sicherheitsabfrage wird alles zwischen diesen beiden Punkten gelöscht. Beim Heraussuchen der beiden Punkte kann man sich aller Funktionen bedienen, die einem auch während der normalen Wiedergabe zur Verfügung stehen: Schneller Vor- und Rücklauf in vier Geschwindigkeiten, Standbild und normale Abspielgeschwindigkeit. Zusätzlich kann man mit den Skip-Tasten zu Kapitelmarkierungen springen, die man sich womöglich schon bei der ersten Wiedergabe oder der Aufnahme angelegt hat, was die nachträgliche Bearbeitung enorm erleichtert. Bonus: Mit den beiden Tasten »Step/Slow« ist frame-genaues Schneiden möglich.
In einem kleinen Vorschaufenster wird natürlich angezeigt, wo man sich gerade in der Sendung befindet.

Kopieren auf DVD

Es gibt einen »Highspeed«-Kopiermodus, der die 8-fache Brenngeschwindigkeit des eingebauten optischen Laufwerks nutzt. Bei der Verwendung von 8-fach-Rohlingen sind 2 Stunden SP-Material in 8 Minuten gebrannt. Das Highspeed-Verfahren kann nur genutzt werden, wenn man in der gleichen Qualität auf die DVD aufnimmt, wie die Daten auf der Festplatte vorliegen.
Hat man beispielsweise in FINE auf der Festplatte aufgenommen und möchte in SP auf die DVD kopieren (weil auf eine in FINE bespielte DVD-R nur eine Stunde geht, während es bei SP zwei sind), dann muss der Recorder das Material neu codieren und in Echtzeit abspielen.
Highspeed-Kopieren ist ebenfalls nicht möglich, wenn in den Grundeinstellungen bei »Aufnahme« die Option »Bildgenauer Schnitt« auf EIN steht. Welche Auswirkungen das in der Praxis hat, muss ich noch testen, denn es ist nach wie vor möglich, frame-genau zu schneiden und Kapitelmarken zu setzen. So wie ich das verstehe, kann mit der Einstellung AUS nicht garantiert werden, dass sich der Schnitt bzw. die Kapitelmarkierung exakt an der beabsichtigten Stelle befindet. Ich vermute, dass das mit der Arbeitsweise der MPEG-Kompression zusammenhängt, da ja nur alle paar Bilder ein vollständiges Bild gespeichert wird (das für frame-genaues Schneiden eigentlich ständig notwendig ist), und dazwischen nur Differenzinformationen gespeichert werden – Stichworte: I-Frames, B-Frames, P-Frames, GOP bzw. Group of Pictures.
Hinweis: Auch DVD-R müssen nach dem Beschreiben noch »finalisiert« werden. So lange man das noch nicht gemacht hat, kann man noch Aufnahmen von der Disc löschen. Bei einer DVD-R wird der entsprechende Titel natürlich nur aus dem Menü gelöscht, gebrannt ist er ja schon. Ich habe auch keine Möglichkeit gefunden, einen gelöschten Titel wieder herzuholen (gebrannt wurde er ja schon, und wenn auf der Disc kein Platz mehr ist, kann ich ihn nicht nochmal draufbrennen).

Obacht: Kapitel

Aus unserer beliebten Rubrik »Lieber eine Stunde experimentieren, als zwei Minuten Handbuch lesen«: Wenn ich mitgeschnittene TV-Sendungen in iMovie von Werbung befreie und dann Kapitelmarken für iDVD erstelle, dann kenne ich das so, dass man mit dem Löschen einer Kapitelmarkierung diese Kapitelmarkierung löscht. Beim Pioneer-Recorder ist das anders: »Löschen« auf der Seite »Editieren [der Kapitel]« löscht nicht die Kapitelmarkierung, sondern alle Daten von der Markierung bis zur nächsten. Wenn ich mit dem Pioneer eine Kapitelmarkierung löschen möchte, muss ich zwei Kapitel verbinden.

Kopieren von VHS auf den HDD-Recorder

Schließt man an die zweite Scart-Buchse einen Videorecorder an, kann man sehr einfach seine alten VHS-Cassetten archivieren. An der Fernbedienung muss mit »Input Select« lediglich der entsprechende Eingang gewählt werden, und los geht’s.

DV und FireWire

An die DV-Schnittstelle kann man einen Camcorder anschließen, logisch. Damit können Aufnahmen von einem DV-Camcorder in den Pioneer-Recorder geschickt werden. Ein Feature, das andere Recorder oft nicht bieten ist, dass das auch umgekehrt geht: Aus dem Videorecorder raus, in den Camcorder rein.
Jetzt kommt der Clou: Ich kann den Pioneer-Recorder mit einem 4-auf-6-poligem FireWire-Kabel mit meinem Mac verbinden! Zwar kann ich nicht direkt aus dem TV aufnehmen (in iMovie erscheint die Fehlermeldung, dass in die »Kamera« kein Band eingelegt ist), aber sobald ich eine Sendung von Festplatte oder DVD starte, kann ich sie in iMovie in DV-Qualität mitschneiden (qualitativ ist das wegen der Neucodierung freilich nicht optimal, aber für den Heimgebrauch reicht’s allemal). Umgekehrt funktioniert das auch (mit »Input Select« den DV-Eingang auswählen), so dass ich bereits mitgeschnittene TV-Sendungen in den Recorder »kopieren« kann. Das hat für mich den Vorteil, dass ich mit dem Pioneer in Echtzeit capturen, und dann in 8-facher Brenn-Geschwindigkeit eine DVD erstellen kann – mit meinem PowerMac G4 dauert es für eine 2-stündige DVD mindestens 4 Stunden, in denen der Rechner sehr träge wird.

Sonstiges

Der Pioneer bietet noch eine Masse an weiteren Features, die ich hier nicht näher besprochen habe: Kopieren von (ungeschützten) DVDs auf die Festplatte, DVD-Backup (ebenfalls nur nicht-verschlüsselte Discs) etc. pp.

Fazit

Der Pioneer ist, bis auf kleine Mankos, sehr leicht zu bedienen. Die Bild- und Tonqualität ist über jeden Zweifel erhaben und der Komfort, der mit einer Festplatte ins Haus steht, sticht jeden herkömmlichen Videorecorder aus. Empfehlung: Strong buy.

Die aktuelle Pioneer-Recorder-Generation gibt es in fünf Ausstattungsvarianten: Der DVR-320 ist ein reiner DVD-Recorder ohne Festplatte. Ein sehr informatives Review, das in Teilen auch für die beiden Geräte mit Festplatte gilt, ist bei Area-DVD erschienen. Dem kleineren Modell 220 fehlt die DV-Schnittstelle. Die Recorder 420 und 520 sind identisch, außer, dass dem 420er ebenfalls die DV-Schnittstelle abgeht. Beide Geräte haben eine 80 GB große Festplatte. Am 720 ist alles drin und alles dran: 160er Platte und DV-Schnittstelle.

Ich habe noch ein paar lausig abfotografierte Screenshots zu bieten:

[Für Home-, Timer- und Disk-Navigator-Menü gibt es eigene Knöpfe auf der Fernbedienung; man muss nicht über das Home-Menü gehen.]

P.S.: Das mit dem neuen Power Mac ist erstmal auf Eis gelegt.   :-)

Nachtrag (30.10.04) In der neuen c’t, Ausgabe 23/04, gibt es ab Seite 140 einen Test von DVD-Recordern mit Festplatte, in dem auch der Pioneer DVR-520 unter die Lupe genommen wird.

Erschienen am Donnerstag, 28.10.2004 @ 22:02 | Kommentare deaktiviert
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Donnerstag, 04.11.2004

Das ich das noch erleben darf…

Apple macht Fernsehwerbung in Deutschland! Gezeigt wird der Vertigo-Spot.

Erschienen am Donnerstag, 04.11.2004 @ 19:10 | Kommentare deaktiviert
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Mittwoch, 24.11.2004

WTF?

Zwei sehr gute Link-Tipps von Holger:
What the Font? und Identifont.
Bei ersterem lädt man einen Screenshot über ein Formular hoch. Anschließend trägt man ein, welche Buchstaben WTF richtig erkannt hat, und WTF spuckt einem dann den Namen des gesuchten Fonts aus. Bei Identifont müssen Fragen beantwortet werden. Ich habe beide mit einem sehr kleinen Schnipsel mit wenigen Buchstaben getestet, und WTF lieferte mir prompt den richtigen Schriftnamen. Identifont konnte auch nach über 50 Fragen nicht die richtige Schrift identifizieren, aber mit einem größeren Sample sollte es besser laufen.

Erschienen am Mittwoch, 24.11.2004 @ 15:07 | Kommentare deaktiviert
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Sonntag, 28.11.2004

Talkin’ bout a Revolution

Holger mit ein paar Gedanken zur Frage, ob das Internet eine Revolution oder doch eher nur Evolution ist. Seine These: Das Internet ist Evolution – die Abläufe, wie Entscheidungen getroffen und Geschäfte gemacht werden, sind offline wie online die selben.

Ich stimme ihm da teilweise zu: Holgers Beispiele finde ich treffend und die Schlüsse daraus auch. Aber ich bin doch geneigt zu sagen, dass das Internet mehr ist, als nur eine Entwicklung (Evolution). Es ist eine Umwälzung (Revolution). Nicht in dem Sinne, wie Holger es meint. Eine Website UsedSocks.com wird keinen Erfolg haben, auch wenn das manche geglaubt haben.

»Jemand, der in der Innenstadt von Geschäft zu Geschäft rennt, um ein Produkt zum günstigsten Preis zu kaufen, wird das auch online machen.«

Ja, so etwas wird sich nicht ändern, weil sich die Menschen nicht ändern, nur weil sie online sind. Aber abgesehen davon ändert sich eine Menge.
Man denke nur mal daran zurück, wie vor 10 Jahren kommuniziert wurde, als es das Web noch nicht gab, und Usenet und E-Mail nur ein paar Eingeweihten bekannt war. Da wurde zum Telefonhörer gegriffen und Ferngespräche hatten wegen der teuren Gebühren eine besondere Priorität. Wer etwas schriftlich verschicken wollte, schrieb einen Brief oder – Wunder der Technik – schickte von seiner Arbeitsstelle ein Fax an ein anderes Unternehmen.

Heute kostet es nichts, wenn ich in Erlangen sitze und mit Holger in München per Video chatte. Es spielt keine Rolle, ob er im Stockwerk über mir, in München oder in Australien ist: Unsere Breitband-Anbindungen werden pauschal abgerechnet. Er möchte wissen, welche Anschlüsse ein Gerät von mir hat? Ich schicke ihm die entsprechende Seite aus der PDF-Anleitung per E-Mail. Wenn ich ihn mal in München besuchen möchte, stelle ich mich nicht am Vortag im Reisezentrum in die Schlange, sondern drucke mir die Fahrkarte ein paar Stunden vor Abfahrt selbst aus. Nachrichten lese ich nicht mehr am nächsten Tag in der Zeitung, sondern in der gleichen Stunde in meinem RSS-Reader. Ein guter Teil meiner Fachliteratur wird nicht mehr auf tote Bäume gedruckt, sondern steht im Web, in Form von Magazinen und Weblogs. Ich arbeite selbstständig für Kunden, die ich nur alle paar Wochen mal sehe – ob von zu Hause, in einem Büro oder im Zug ist ihnen egal. [Projektarbeit und freie Tätigkeiten werden sich immer weiter ausbreiten. Die klassische Erwerbsbiographie, bei der ein Mensch von der Ausbildung bis zur Rente im gleichen Unternehmen arbeitet, wird immer seltener werden. Das wird auch durch das Internet möglich.]
Ich könnte noch zig Beispiele aufführen – you get the idea.

Das Web, E-Mail, IM, XML und eine Menge anderer Dienste, die das Internet ausmachen, verändern eine Menge. Gut, man könnte sagen: »Statt per Postkarte beim Otto-Versand bestellen die Leute jetzt online bei Amazon, deswegen: Evolution.« Das Internet ist nicht nur ein neuer Vertriebskanal oder ein vernetzter Prospektständer, auch wenn das viele Unternehmen noch nicht begriffen haben. Und da ist jetzt kein New-Economy-Hype dabei: UsedSocks.com hatte 1999 keinen Erfolg und den werden sie auch heute nicht haben. Kein Mensch braucht stinkende Socken (wobei ich nicht weiß, wie erfolgreich saubere Socken sind).
Das Internet ist Revolution: Nicht nur, weil ich heute kostenlos videochatten kann, sondern auch, weil es leichter ist, sich mit vielen anderen auszutauschen: Zum Beispiel über Newsgroups und Webforen. Ich muss für Informationen zu einem Produkt nicht einen dünnen Test in einer Zeitschrift abwarten, sondern lese Erfahrungen in Weblogs nach. Und da ich selbst ein Weblog habe, kann ich meine Erfahrungen auch sehr leicht vielen anderen mitteilen.
Klaus Schallhorn hatte 1999 mal einen sehr schönen Artikel auf seiner Website: »Wenn Sie einen Kunden schlecht behandeln, sagt er’s seinen 80.000 Freunden.« Das gilt heute noch mehr als damals.

Nachtrag (06.01.05): Exzellentes Beispiel ist der Jamba-Kurs bei Spreeblick von Mitte Dezember, der sich durch Weblogs wie ein Lauffeuer verbreitet hat, und auch bei SPON erwähnt wurde. Wahrscheinlich kratzt die Sache nicht all zu sehr an den Jamba-Umsätzen, aber es ist immerhin eine Menge Gegenwind und schadet dem Image (dass, zugegeben, durch die nervtötenden Werbespots bei den meisten Leuten über 15 Jahren eh schonm gelitten haben dürfte).

Erschienen am Sonntag, 28.11.2004 @ 21:44 | Kommentare deaktiviert
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Dienstag, 30.11.2004

Mr. Blubber

Neulich habe ich mir gedacht: Mensch, damals in der fünften Klasse, diese Brausetaler gibt’s heute gar nicht mehr. Falsch, »Yorma’s« am Bahnhof hat sie noch: »Mr. Blubber Brause-Glückstaler«.

Erschienen am Dienstag, 30.11.2004 @ 14:16 | Kommentare deaktiviert
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Dienstag, 07.12.2004

Ich lebe online

Ein sehr interessanter Text bei Spiegel-online: »Ich lebe online« von Martha Irvine (AP-Agenturmeldung).

»In den USA wächst eine vernetzte Generation heran, die sich ein Leben “ohne” gar nicht mehr vorstellen kann. Entweder, man ist “drin” – oder fühlt sich ziemlich offline.«

Es ist verblüffend, wie sehr das Beschriebene auch auf mich zutrifft – und wie sehr sich Kommunikation in den letzten Jahren verändert hat.
E-Mail, Instant Messenger, Video-Chat, mit der Kreditkarte Software in den USA kaufen und das Produkt sofort runterladen, Fahrscheine zu Hause ausdrucken. Ich pflege Kontakte online und verabrede mich per IM, ich lese in Weblogs was andere Leute erfahren oder denken. Ich verdiene mein Geld mit dem Zeug.

Wobei ich das Web ja vergleichsweise früh kennengelernt habe: Im August 1995 war ich zum ersten Mal online, habe mich mit einem Telnet-Programm via 28.8-Modem in eine Mailbox eingewählt. Ich kenne noch Usenet Newsgroups und die dort üblichen Konventionen wie Acronyme oder die Abneigung gegen TOFU-Mails. 1996 hat das Bürgernetz, in dem ich Mitglied war, einen Web-Zugang mit Lynx eingeführt; wenig später waren auch andere Browser wie Mosaic oder Netscape 2 möglich.
Ich glaube Ostern ‘97 habe ich in der Fastenzeit mal versucht, sieben Wochen ohne Internet auszukommen – es ist mir gelungen, aber heute halte ich keine Woche aus.      :-)

Wenn ich an die Söhne meiner Cousins denke, die jetzt zwischen 6 und 14 Jahren alt sind, möchte ich gar nicht wissen, was für die in zehn Jahren selbstverständlich ist, womit ich alter Sack dann nix mehr anfangen kann.   ;-)

Erschienen am Dienstag, 07.12.2004 @ 14:45 | Kommentare deaktiviert
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Donnerstag, 30.12.2004

Bilder des Tsunami

Man kann sich keine Vorstellung davon machen, wie es ausgesehen haben mag, als der Tsunami kam, ausgelöst durch das Erdbeben im Indik. Inzwischen gibt es Fotos und Videos von Touristen sowie Satellitenfotos:


 
© DigitalGlobe

Soweit ich das verstanden habe, ist für die Zerstörungen nicht so sehr die Amplitude der Flutwelle verantwortlich, sondern die Frequenz: Die Welle war am Strand wohl »nur« zehn Meter hoch, aber die Wellenlänge betrug hundert Kilometer und mehr. Dadurch entstanden beim Abfluss des Wassers gewaltige Sogkräfte.

Erschienen am Donnerstag, 30.12.2004 @ 14:17 | Kommentare deaktiviert
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Mittwoch, 15.06.2005

Neuigkeiten vom iTMS

Gute Nachrichten für alle, die keine Kreditkarte haben: Im deutschen iTunes Music Store können die Songs ab sofort auch per Firstgate bezahlt werden. Firstgate rechnet dann per Lastschrift oder Überweisung ab.

Erschienen am Mittwoch, 15.06.2005 @ 15:58 | Kommentare deaktiviert
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Freitag, 08.07.2005

textro.com: A new Kid on the Blog.

Michael Wilfer aus Erlangen betreibt seit einigen Tagen sein eigenes Weblog, textro.com. Michael ist Werbetexter. In Kategorien wie »Kurz & scherzlos« oder »PhantASYL« gibt es »Absurdes für Absurde«. Eines meiner Lieblingspostings befasst sich mit der Demographie: »Welchen Rentner muss ich durchfüttern?«

»Vielleicht sollte man das Kindergeld verdreifachen, um mehr Anreiz fürs Kinderkriegen zu schaffen.
[...]
Clevere Mamis und Papis nutzen dann auch noch den Skaleneffekt aus (je mehr man produziert, desto kleiner werden die Stückkosten). Sprich: Je mehr Kinder man hat, desto weniger kostet das einzelne.«

Reinschauen, Marsch, Marsch!

Erschienen am Freitag, 08.07.2005 @ 23:09 | Kommentare deaktiviert
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Montag, 25.07.2005

Fragen an den Shopblogger

Vor ein paar Tagen bin ich per Google auf den Shopblogger gestoßen: Björn ist Inhaber eines Supermarkts und schreibt über die Begebenheiten, die sein Beruf so mit sich bringt. Ist interessant, das mal von der anderen Seite der Kasse mitzuerleben.   :-)
Mir ist neulich was aufgefallen und als ich auf sein Weblog gestoßen bin habe ich mir gedacht: Wenn es schon einen bloggenden Einzelhandel-Geschäftsinhaber gibt, warum ihm nicht diese Frage stellen, die mir da eingefallen ist?

Und zwar ist mir aufgefallen, dass es neue Produkte bei ihrer Einführung zuerst in großen Abpackungen oder im Bundle mit anderen Produkten gibt. Zum Beispiel gibt es das (für mich) neue »Fanta Splash Orange« in meinem lokalen Supermarkt nur als 1,5-Liter-Flasche. Ich würde die neue Sorte gerne mal testweise kaufen, aber ich möchte auch nicht 1,4 Liter in den Ausguss kippen müssen, wenn es nicht taugt. Da bin ich lieber vorsichtig und kaufe nicht, dank der schlechten Erfahrung mit der unfassbar grässlichen Vanilla-Coke seinerzeit. Bei der war es damals ähnlich, dass es sie anfangs nur in großen Flaschen gab (aber ich könnte nicht beschwören, dass es nicht doch eine 1-Liter- statt 1,5-Liter-Flasche war).
Anderes Beispiel: Vor rund zwei Jahren wurden neue Sorten von Tic-Tacs eingeführt; Blaue, Grüne und Weiße. Die gab es allerdings entweder in der großen 100er Packung, oder nur zusammen mit einer weißen Packung. Die grünen Tic-Tacs habe ich erst gekauft, als es die Dinger als normale Einzelpackung gab.

Was mir auch noch aufgefallen ist: Meinen Lieblingsschmelzkäse, »Pikante« von Milkana, gibt es i.d.R. nur zusammen mit den Sorten »Sahne«, »Salami« und »Kräuter« in einer Pappschachtel. Die will ich aber nicht haben und ich kann mir vorstellen, dass Fans der drei Sorten wohl häufig auch nichts mit der Pikante-Sorte anfangen können. In einem einzigen Supermarkt der Stadt gibt es alle Sorten auch als einzelne Ecken, aber da habe ich den Verdacht, dass sie die selbst aus den Pappschachteln rausnehmen.
Oder Traubenzucker-Vitraletten: Der Supermarkt im Ort bekommt vom Hersteller eine große Kiste, in der scheinbar von jeder Sorte gleich viel drin ist: Cola, Zitrone, Kirsche und was es noch so gibt. Die Kirsch-Vitraletten sind als erste ausverkauft, und die restlichen Sorten liegen dann wie Blei im Regal. Der Händler stellt erst eine neue Packung hin, wenn sich jemand erbarmt und auch die letzte Schachtel Cola-Vitraletten gekauft hat. Wenn Kirsche offenbar so viel besser geht, warum packt der Hersteller nicht mehr Kirsche in die große Kiste, oder bietet reine Kirsch-, Cola- und Zitronen-Kisten an?

Zusammenfassende Frage: Warum machen die Hersteller das? Oder ist das gar keine Sache des Herstellers, sondern des Händlers vor Ort? Auch da dann die Frage nach dem Warum. Wäre es nicht besser für Hersteller und Händler, die Sorten einzeln und in kleinen Packungen zu verkaufen, statt auf Umsatz von Leuten wie mir zu verzichten, die mit anderen Sorten im Bundle oder einer großen Packungsgröße nichts anfangen können? Oder wird der (vermeintliche) Verlust dadurch aufgewogen, dass es für die Hersteller einfacher ist, Bundles anzubieten, wie im Käse-Beispiel? Wobei ich dann immer noch nicht verstehe, welche Strategie bei einer Produkteinführung wie den neuen Tic-Tacs dahintersteckt. Vielleicht, dass der Kunde das Neue mit etwas Bekanntem zusammen sieht? Wobei doch eigentlich das Packungsdesign für den Wiedererkennungswert zuständig ist…

Kurze Version: Bundles und neue Produkte in großen Größen nerven mich, und ich wüsste gerne, warum das so gehandhabt wird.

Antwort des Shopbloggers
[Die ich hier freundlicherweise posten darf]

»Zu den großen Abpackungen: Das ist natürlich eine Entscheidung der Hersteller. Ich als Händler kann da leider auch nur anbieten, was produziert und abgefüllt wird.

Übrigens: Klein(st)verpackungen sind/wären oft unverhältnismäßig teurer als die normale Größe. Guck Dir Cola 0,5 PET MW an. Da kostet eine Flasche im Verkauf 79 Cent. Eine 1l-Flasche gibt’s für 89-99 Cent.

Das mit den gemischten Kartons ist so eine Sache… Ich denke, daß man die meisten Produkte theoretisch auch sortenrein bekommen könnte. Die Großhandlungen (SPAR, EDEKA, Rewe etc), bzw. Handelskonzerne (W*M, Metro, Bünting, alle großen Discounter) verlangen oft die gemischten Einheiten und listen die einzelnen Sorten erst gar nicht ein. Da hat man dann in den Läden oftmals keine Chance, einzelne Artikel in größeren Mengen zu bekommen. Ein Phänomen, dem ich leider auch oft unterliege.

Andere Artikel gibt es wohl tatsächlich nur im Bundle. Milkana Mixtett… habe ich die Sorten schon jemals einzeln irgendwo gesehen? Ich kann mich nicht erinnern. Im Zweifelsfall tatsächlich mal den Hersteller ansprechen, ob es einen Artikel x auch einzeln zu kaufen gibt und wo Du ihn bekommen kannst.«

Vielen Dank, das bringt etwas Licht ins Dunkel.   :-)

Erschienen am Montag, 25.07.2005 @ 15:14 | Kommentare deaktiviert
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Sonntag, 14.08.2005

Apple und Google?

Es gibt Gerüchte, wonach Apples iTunes Music Store und Google zusammenarbeiten wollen. Der Aktienkurs legte um runde 5% an einem Tag zu – mich freut’s, ich habe bei 40 Dollar gekauft.   :-)
Ob es eine Zusammenarbeit gibt, ist nicht bekannt (Apple bestätigt wie immer keine Gerüchte). Es ist auch nicht bekannt, wie eine solche Zusammenarbeit aussehen könnte.
Meine Vermutung: Google speichert Songtexte (Lyrics). Wenn ein Surfer einen Textschnipsel eingibt, der er zum Beispiel im Radio gehört hat, gibt Google einen Link zu passenden Songs im Music Store aus.

Zumindest fände ich das mal praktisch, denn ich kaufe häufig Songs, die ich zuvor irgendwo gehört habe. Lyrics zu speichern ist zwar illegal (verstößt gegen das Urheberrecht des Songwriters), aber hey, es führt zu zusätzlichen Verkäufen. Könnte mir vorstellen, dass es anderen auch so geht, und für Google/Apple wäre es eine legale Möglichkeit, diese Nachfrage zu befriedigen.

Erschienen am Sonntag, 14.08.2005 @ 16:33 | Kommentare deaktiviert
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Donnerstag, 24.11.2005

»Headless Body In Topless Bar«

Einer meiner Kunden verfasst die Texte für seine neue Website selbst: Es ist ein recht spezielles Gebiet (Medizinprodukte) und da ist er nunmal vom Fach.   :-)
Ich gehe die Texte dann mit ihm durch, achte dabei auf die Besonderheiten von Online-Texten, und ob ich die Inhalte als Medizin-Laie verstehe. Zuvor habe ich dem Kunden einige Tipps mit auf den Weg gegeben (keine Romane schreiben!) und etwas zur Lektüre empfohlen. Wer mal »writing for the web« bei Google eingibt, wird mit Ergebnissen erschlagen. Eine PDF-Datei blieb mir aber als besonders gut im Gedächtnis: Writing for the Web von Gerry McGovern, Rob Norton und Catherine O’Dowd.

Diese 12 Seiten durchzulesen sind denke ich eine gute Vorbereitung, um zumindest grobe Fehler zu vermeiden (Erfahrung können sie natürlich nicht ersetzen). Die wichtigsten Empfehlungen: Kurze und einfache Sätze, kurze Absätze, nicht um den heißen Brei reden, sinnvolle Zwischenüberschriften.
Leser im Web sind in Eile, außerdem ist Lesen am Bildschirm anstrengend (wegen der viel niedrigeren Auflösung als bei Drucksachen). Es ist daher wichtig, dass Texte schnell erfasst werden können: »Scannability« (Möglichkeit des leichten Erfassens durch Überfliegen), gefördert durch kurze Absätze und Zwischenüberschriften helfen dabei. Ausführungen in epischer Breite wie in einem Roman oder zuweilen in diesem Weblog sind nicht angesagt.
Generell sollte man sich meiner Überzeugung nach auch immer eine Frage vor Augen halten: Was soll der Leser nach der Lektüre wissen, was er vorher noch nicht wusste?

Ein guter Einstieg sind zudem zwei Seiten von Jakob Nielsen: Papers: Writing for the Web und Alertbox: Writing for the Web. Ebenfalls von ihm ist eine Writing for the Web-Publikation bei Sun.
Wer noch tiefer in das Thema einsteigen will, dem empfehle ich die Website kommdesign.de von Dr. Thomas Wirth mit vielen Beispielen zu gutem und schlechtem Wording. Sein Buch »Missing Links« sollte in keinem Webdesigner-Buchregal fehlen.

Erschienen am Donnerstag, 24.11.2005 @ 21:11 | Kommentare deaktiviert
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Samstag, 25.02.2006

Frankens größte DVD-Abteilung

Ich war heute Nachmittag in »Frankens größter DVD-Abteilung« (Eigenwerbung Saturn), um folgende DVDs käuflich zu erwerben:

Wie viele dieser vier DVDs habe ich heute im Saturn kaufen können? Keine einzige. Das finde ich ziemlich enttäuschend, zumal Saturn sogar ein ganzes Regal mit 18er DVDs hat, wo mir völlig unbekannte Titel verhökert werden. Ok, die Titel sind nicht mehr taufrisch, aber trotzdem…

Nebenbei bemerkt finde ich es vom deutschen Verleih ziemlich unverschämt, wie massiv für eine Jugendfreigabe die Schere angesetzt wird: Bei »Last Boy Scout« fehlen 9 Minuten, bei »From Dusk till Dawn« sind es sogar 17 Minuten (PAL-Speedup berücksichtigt). Wenn man den Film partout nicht bei der FSK durchgewunken bekommt, sollte man aus cineastischer Sicht besser auf eine Jugendfreigabe verzichten. Genug andere 18er Filme waren trotz des roten Aufklebers kommerziell erfolgreich.

Dank der deutschen Gesetzgebung dürfen Filme ohne Jugendfreigabe zwar offen im Laden verkauft, aber nicht per Versand zugestellt werden…

Erschienen am Samstag, 25.02.2006 @ 22:25 | Kommentare deaktiviert
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Montag, 20.03.2006

Du merkst, dass Du älter wirst, wenn…

  • …Du von den Azubis nicht mehr geduzt wirst
  • …Du keine Nacht mehr durchmachen kannst
  • …Deine Freunde mit ihren Partnern in gemeinsame Wohnungen ziehen, eine Einbauküche kaufen und Kinder bekommen
  • …sie im Supermarkt Deinen Lieblingssong spielen

Mehr davon bei Carsten.

Erschienen am Montag, 20.03.2006 @ 21:15 | Kommentare deaktiviert
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Sonntag, 18.06.2006

mod_speling

Einen meiner Kunden konnte ich kürzlich überzeugen, den Provider zu wechseln. Nachdem ich alle Dateien auf den neuen Server übertragen hatte, spielte ich per phpMyAdmin einen aktuellen Datenbank-Dump ein.
Kurz darauf Stirnrunzeln: Der Online-Shop zeigte bei einigen Produkten keine Bilder an. Im Quellcode sah ich, dass bei den betreffenden Produkten laut href-Attribut des img-Tags die Datei product1234.jpg, (mit Komma!) geladen werden sollte, die es auf dem Webserver natürlich nicht gab. Ich dachte an ein Problem mit dem Datenbank-Dump (von dort kommen die Dateinamen für die img-Tags), leerte die entsprechenden Tabellen und verwendete das von mir programmierte Upload-Tool, das der Kunde benutzt, um seine letzten CSV-Dateien hochzuladen – der Fehler blieb.
WTF? Das kann doch nicht sein, dass auf dem alten Webserver alles funktioniert und auf dem neuen Webserver Bilder nicht geladen werden können, obwohl alle Dateien und Datenbank-Einträge identisch sind…

Daraufhin sah ich mir einige andere Produktkategorien im Shop an und stieß auf weitere fehlende Bilder. Wieder ein Blick in den Quellcode: Das ».jpg,«-Suffix des vermeintlichen Datenbankproblems tauchte an dieser Stelle nicht mehr auf, dafür unterschieden sich die Dateinamen in der Groß- und Kleinschreibung. Das war schon seltsam genug, denn auf einem unixoiden Server wird zwischen Groß- und Kleinschreibung unterschieden: Wird nach der Datei product5678.jpg gefragt, darf stattdessen keine Datei mit dem Namen Product5678.jpg angezeigt werden. In einem weiteren Fall sollte laut Quelltext das Bild zmini.jpg geladen werden; angezeigt wurde jedoch xmini.jpg.

Ich rief beim neuen Webhoster an:

»Klaus, kann es sein, dass es eine Art RewriteRule für Groß- und Kleinschreibung gibt?«

– »Hmm, ich melde mich in drei Minuten nochmal.«

Ergebnis: Der alte Provider hatte das Apache-Modul mod_speling geladen, das Vertipper der Website-Besucher abfangen soll. In diesem Fall fing es die Vertipper meines Kunden ab, der bei der Pflege seiner lokalen Produktdatenbank mit den Dateinamen nicht so sorgfältig war…

Klaus aktivierte das Modul für die Präsenz unseres gemeinsamen Kunden und alles war gut: Die Fehler bei der Groß-/Kleinschreibung werden nun ebenso umgangen wie Typos (»x« statt »z« im Dateinamen) und selbst das falsche Suffix (”.jpg,«) wurde erkannt.

mod_speling tritt nur in Aktion, falls ein 404-Fehler auftaucht; ansonsten bremst es beim Ausliefern einer Seite keineswegs die Performance. Dennoch habe ich den Kunden gebeten, die Fehler in der Datenbank zu korrigieren und künftig nur noch Kleinschreibung für Dateinamen zu verwenden – wie es sich im Web eben eingebürgert hat.

Erschienen am Sonntag, 18.06.2006 @ 23:31 | Kommentare deaktiviert
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