Montag, 15.09.2003
Der gestrige Sonntag fing locker an: Aufgestanden um sechs Uhr früh (hey, ich bin am Samstag schließlich schon um 20 Uhr zusammengeklappt), »Enterprise« aus der Videokonserve, Haushalt, in
Telekolleg-Büchern lesen. Am frühen Nachmittag, so gegen 14 Uhr, begann ich meine
Freehand-Übung. Es dauerte länger als gedacht: Irgendwas zwischen vier und fünf Stunden. Eine Fleißarbeit mit den zig Linien, aber wenigstens bin ich jetzt in Freehand so weit fit, dass ich mal ein Logo nachzeichnen kann, ohne mich all zu dämlich anzustellen (mir läuft es kalt den Rücken runter, wenn ich an meine
Freehand-Versuche vor der SAE zurückdenke).
Heute in der SAE gab ich die Übung in der Pause gegen halb zwölf ab, zusammen mit einem halben Dutzend Mit-Studenten. Wir erhielten die Übung bereits zum Unterrichtsende um 13 Uhr als »ok« abgezeichnet zurück: Scheinbar bekam jeder grünes Licht, der die Übung ohne all zu grobe Schnitzer gemacht hat (die
Photoshop-Übung wurde wohl kritischer betrachtet, das hat ein paar Tage bis zur Rückgabe gedauert).
Thema heute, morgen und auch Montag und Dienstag in der nächsten Woche (ehe es dann mit vier Wochen »Director« weitergeht): DTP bei Caro, die uns schon Freehand näher brachte. Bei der Gelegenheit klärte sie auch noch einige Fragen dazu.
Bis zur Pause gab es viel Theorie mit zig Fachbegriffen und einem Überblick, wie ein Druckerzeugnis überhaupt zustande kommt, vom Auftrag bis zum fertigen Druck. Die Begriffe alle aufzuzählen, würde zu weit führen: Man glaube mir, dass es viele waren. :-)
Die theoretischen Grundlagen waren so umfangreich, dass wir erst kurz vor Schluss dazu kamen, InDesign zu starten (übrigens hat man sich gegen den Marktführer QuarkXPress entschieden, da InDesign technisch sehr viel weiter, und uns die Oberfläche zudem bereits aus Photoshop bekannt ist). Wir gingen die Preferences durch und besprachen das Dialogfenster für die Erstellung eines neuen Dokuments. Zum Abschluss des heutigen Tages erläuterte uns Caro die anstehende DTP-Pflichtübung: Unsere Aufgabe ist, Titelblatt, Rückseite und einige Innenseiten des Novum-Magazins neu zu gestalten. Richtig gelesen, neu gestalten. Diesmal keine Übung, bei der wir eine vorgegebene Vorlage nachbauen müssen (reproduktives Arbeiten), sondern eine Aufgabe mit mehr Freiräumen. Dennoch gibt es einiges zu beachten! Bis 18.10. muss die Übung als ok abgezeichnet sein.
Heißer Herbst: Vom 20.10. bis 8.11. läuft die Director-Übung, ab 6.10. beginnt das erste große Projekt (Präsentation in der Woche vom 1.12.), vom 10.11. bis 29.11. läuft bereits die fünfte Übung (Cinema 4D) und am 27.10. schreiben wir den ersten von fünf Zwischentests. Kann mir jemand die Bedeutung des Wortes »Langeweile« erklären?
Ach ja, ganz zum Schluss gab uns Caro Literatur-Empfehlungen zum Thema.
Morgen geht’s erstmal mit DTP in die Vollen: Geschäftsbriefe und Flyer mit InDesign gestalten.
Erschienen am Montag, 15.09.2003 @ 20:58
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Tags: dtp, SAE
Mittwoch, 17.09.2003
Gestern war der zweite Tag des DTP-Unterrichts bei Caro. Wir erstellten für einen in
InDesign umzusetzenden Flyer zunächst eine so genannte »Satzanweisung« (auch »Arbeitsvorlage« genannt). Darauf ist das Layout genau spezifiziert: Welches Format hat das Druckerzeugnis, wie viele Farben kommen zum Einsatz, die Definition der Grundschrift (Schriftfamilie und Schriftschnitt, Größe in Punkt, Zeilenabstand von Grundlinie zu Grundlinie in mm, Farbe), Satzbreite und Satzart. Es folgten Angaben zu den einzelnen Elementen: Position auf der Seite, Dateinamen von einzufügenden Bildern, Farben…
Danach die Umsetzung in InDesign. Wir erstellten zuerst ein neues Dokument ohne Satzspiegel und fügten Falzmarken ein. In Photoshop bearbeiteten wir schnell ein Bild (Duotone bzw. Duplexbild), speicherten als EPS und plazierten dieses in InDesign. Anschließend wurden die Rechtecke gezeichnet sowie der Text plaziert und formatiert.
Im Prinzip sehr einfach. Drei Dinge haben mich bei der Arbeit mit InDesign begeistert: Die Hilfslinien (und das damit verbundene »Snap to Guides«), die präzises Ausrichten ermöglichen. Im Prinzip wie in Photoshop, aber wenn man viel mit Text arbeitet und eben zum Beispiel einen Flyer gestaltet, ist das eine enorme Erleichterung. Wenn ich da an das »Projekt H« oder meine letzten Rechnungen zurück denke, die ich in Word erstellt habe… (und für die Word-Vorlagen für die Kommune hätte ich mir eine Satzanweisung gewünscht; die Agentur hat mir nur Ausdrucke von ihren QuarkXPress-Dateien zur Verfügung gestellt und ich durfte selbst nachmessen).
Das zweite sind die Paragraph Styles. Das ist vergleichbar mit Stylesheets im Web-Design: Ich definiere Eigenschaften für einen Absatz wie Schriftfamilie, Schnitt, Größe, Farbe, Abstände, Einzüge, Trennregeln usw. und weise anschließend Absätzen in meinem Dokument die Paragraph-Styles zu. Wenn ich einen solchen Stil ändere, werden automatisch alle Absätze geändert, die diesen Stil verwenden. Styles lassen sich auch duplizieren und beim Neuanlegen lässt sich festlegen, ob und wenn ja auf welchem anderen Style die neue Einstellung basieren soll.
Das dritte ist das automatische optische Kerning. Der Schriftsatz sieht einfach wahnsinnig gut aus. Die Funktion sorgt, einfach gesagt, für die richtigen Abstände zwischen den Buchstaben bei kritischen Kombinationen (»Wo«, »Va«).
Nächste Woche zeigt uns Caro weitere Dinge in InDesign. Wir werden dann wieder Flyer und Geschäftsbriefe layouten.
Erschienen am Mittwoch, 17.09.2003 @ 18:48
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Tags: dtp, SAE
Sonntag, 28.09.2003
Ich war diese Woche weder Montag noch Dienstag in der SAE: Am Montag bin ich zehn Minuten zu spät aufgestanden, und das hat bei meinem Anreiseweg gleich enorme Auswirkungen (Stunde später ankommen, und dann ist eben schon eine von drei Stunden Unterricht weg). Am Dienstag ging es meinem Magen und mir nicht so prima.
Aber glücklicherweise gibt es ja noch eine zweite CMD-Klasse am Samstag, die den selben Stoff durchnehmen wie die Montag-Dienstag-Leute, nur dass sie es in sechs Stunden am Stück durchziehen.
Gestern gab es die zweite und letzte Woche DTP-Unterricht bei Caro, die uns in die Geheimnisse von InDesign einführte. Am Vormittag stand eine längere Übung auf dem Plan: Wir konnten wahlweise Geschäftspapiere (Briefpapier, Visitenkarten…) oder etwas in Richtung Flyer basteln. Ich fing einen Geschäftsbrief an, aber wechselte dann doch schnell das Thema und versuchte mich an einem Veranstaltungsplakat.
Zu Beginn bekamen wir von Caro allerdings noch einige Infos zum Thema Briefpapier: Wie viel Platz wir für den Lochrand berücksichtigen müssen, wo die Falzmarken stehen, wo sich das Fenster befindet und das selbe für ein DIN-lang-Kuvert.
Mein Ergebnis von Samstag-Vormittag.Die Übung war sehr nützlich, um mit InDesign etwas vertrauter zu werden: Das Arbeiten mit den Hilfslinien, dem Align-Panel (»Use Spacing« für »Distribute Objects« ist der Hammer, aber leider keine Selbstverständlichkeit) und den Textwerkzeugen.
Vor der Pause informierte uns Caro noch über den Prüfungsstoff: relativ umfangreich.
Wer mag, kann sich mein Veranstaltungsplakat von meiner »dienstlichen« Website freimark.de runterladen:
Einige Hinweise dazu:
Bitte beachten, dass das Plakat in nur rund zwei Stunden entstanden ist und ich kein InDesign-Crack bin (dafür finde ich es aber durchaus gut). Die Schriftauswahl war nicht so prickelnd; eine Helvetica gab’s nicht, daher Arial. Das Format hat nicht wirklich Plakatgröße, sondern ist nur A3. Dass viel Schrift in den Anschnitt geht (»an den Rand«), ist Absicht; bei runden Formen wie z.B. dem »e« oder dem »o« von »e-werk kino« oder der »2« des Datums unten vielleicht nicht ganz so geschickt (man kann es nicht genau bündig abschließen lassen, da immer 3 mm Beschnittzugabe berücksichtigt werden müssen; die Druckerei kann das Papier nicht auf den Milimeter genau bedrucken und zuschneiden). Die knalligen Farben sind dem CD des E-Werks Erlangen entnommen. Die vier kleinen Filmplakate selbst stammen von den DVD-Covern der jeweiligen Filme (von amazon.com)
Übrigens startet der nächste Film der Coen-Brüder, »Intolerable Cruelty« (Trailer), hierzulande am 23. Oktober. Mitwirkende: George Clooney, Catherine Zeta-Jones, Geoffrey Rush.
Nach der Pause sprachen wir die Entwürfe von jedem durch (alle zehn Leute haben was gebastelt) und begannen dann eine neue Übung, die unserer Pflichtübung sehr ähnlich ist (in der wir ein Cover und ein wenig Innenteil der Zeitschrift Novum setzen müssen).
In dieser Übung am Nachmittag setzten wir einen Katalog für das dänische Möbelhaus Brøste Design – zumindest begannen wir damit. Ich schrieb viel mit, da es eine Menge an Einzelschritten gibt: Vom Beginn des Dokuments über das Zeichnen und Positionieren von Elementen, Textrahmen und den inzwischen bekannten Paragraph Styles sowie das Anlegen von Tabellen und einem automatischen Inhaltsverzeichnis.
Der Collegeblock ist bald wieder voll; im BMC-Kurs habe ich genau einen verbraucht…
Zwei Dinge habe ich gestern festgestellt:
Erstens: Es geht nichts über eine hohe Bildschirmauflösung. In der SAE wird es an den 15-Zöllern (Röhre) mit 1.024×768 bei Paletten-intensiven Programmen wie InDesign, Photoshop oder Flash schnell eng. Daheim mit 17er TFT und 1.240×1.024er Auflösung ist das schon angenehmer, aber glücklich werde ich wohl erst mit einem 20er Display mit 1.680×1.050 an meinem nächsten Rechner, wenn ich mal wieder zu Geld komme (zuvor will ich aber meinen Auszug finanzieren um nicht ewig daheim zu wohnen; sprich: das kann noch etwas dauern mit dem neuen Rechner).
Das andere: Samstags in der SAE ist es durchaus nett. Der Kurs ist nicht so voll (in diesem Kurs 10 statt 18 Leute) und es ist recht entspannt. Arbeiten unter der Woche ist wohl auch einfacher, da man prinzipiell Montag bis Freitag zur Verfügung steht. Für mich ist der CMD am Samstag dennoch keine Alternative, da ich an diversen Samstagen an der FOS in Fürth zwecks Erlangung des Fachabis mittels Telekolleg anwesend sein muss. Außerdem kann bei sechs Stunden Stoff schon mal die Aufmerksamkeit nachlassen, es gibt keine Chance einen verpassten Tag zu wiederholen (ich kann noch samstags rein, wenn ich montags oder dienstags mal nicht komme) und die Samstagler haben theoretisch für die Erledigung der Pflichtübungen vier Tage weniger Zeit. Aber es kann auch Vorteile haben, falls sich das jemand überlegt…
Letzte Worte
Von Roland zu einer offenbar zu spät gekommenen BMC-Studentin, die sich in der Tür geirrt hat:
»Du bist Biene-Maja-Curs. Hier ist Willy-Kurs.«
Erschienen am Sonntag, 28.09.2003 @ 4:47
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Tags: dtp, SAE