Archiv für Postings mit dem Tag ‘film’

Sonntag, 09.06.2002

Blind Date 2

Da mir gestern, wie prognostiziert, gegen 22:40 die Augen zugefallen sind, konnte ich mir »Blind Date 2« erst heute Morgen um halb acht nach dem Aufstehen auf Video ansehen. Und ich muss sagen: Respekt! Sehr großes Improvisationstalent bei den beiden, die Geschichten, die sich beide zurechtgelegt haben, durchaus interessant und auch die Entwicklung des Gesprächs war bemerkenswert. Und dann noch gleichzeitig Auto fahren! Da gibt’s von mir einen Extra-Bewunderungspunkt für Anke Engelke; ich kann das ja gar nicht haben, mich während des Autofahrens zu unterhalten und ich höre während des Fahrens auch nie Musik. Und sie muss sich ja nicht nur auf den Verkehr konzentrieren und irgendetwas erzählen, sondern »Uwe« (Olli Dittrich) aufmerksam zuhören und darauf achten, dass es für die Zuschauer interessant bleibt und nicht im Sande verläuft. Zu »Blind Date« gibt es auf dem Webserver des ZDF eine eigene Seite. Die dämliche Namensgebung für diesen Link habe ich vorhin schon kritisiert, aber das Angebot der Seite entschädigt dafür: Fotos, Trivia-Info, Interview, Biographien, ein Transscript der ersten Sendung zum Downloaden für Microsoft-Reader, Palm und als PDF sowie, bitte anschnallen, sowohl »Blind Date 1« als auch »Blind Date 2« als Real-Video-Stream! [Gut, Quicktime wäre mir lieber gewesen, aber dass ein Sender eine Sendung mal online zur Verfügung stellt, ist schon eine Ausnahme] Das trifft sich für mich, da ich den Piloten damals gar nicht gesehen habe. Schaue ich mir heute noch an.

Nachtrag:
*argl* Ich kann mir die Videos nicht ansehen, weil es Real-Dateien sind. Für Real-Dateien brauche ich den Real-Player. Habe ich, wenn auch nur Classic, aber wenn ich die URL im File-Menü unter »Open Location« eingebe, kann er’s nicht abspielen!! Er will für ein »AutoUpdate« den Real-Server kontakten und kommt mit einer Fehlermeldung zurück: »Currently AutoUpdate has no plug-in available to play your selection.« Ganz toll.

Erschienen am Sonntag, 09.06.2002 @ 13:30 | Kommentare deaktiviert
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Sonntag, 16.06.2002

Trailer

Zwei neue, sehenswerte Trailer:

  • Step into Liquid
    Ein Dokumentarfilm über das Surfen (im Sinne von Wellenreiten). Sehr schöne Bilder von riesigen Wellen an verschiedenen Orten auf der Welt.
    Kein Eintrag bei der IMDB, aber eine offizielle Site: stepintoliquid.com
     
  • Minority Report
    Den ersten Trailer hatte ich vor einiger Zeit schon vorgestellt, aber das ist ein neuer »Internet Exclusive Trailer«.

Bemerkenswert ist, dass der Dokumentarfilm, dem Trailer nach zu urteilen, im Seitenverhältnis 2,35:1 daher kommt. Wenig überraschend ist, dass »Minority Report« im Verhältnis 1,85:1 gedreht wurde. Ich bin ein Fan von breiten Seitenverhätlnissen (also 2,35:1) und hätte mir das auch bei einem bildgewaltigen Spielfilm wie »MR« gewünscht. 1,85:1 wird auch »Spielberg-Format« genannt, weil Steven Spielberg nur in diesem Format dreht. Da »MR« nicht nur eine Dreamworks-Produktion ist (das Studio von Spielberg), sondern von ihm auch die Regie geführt wurde, verwundert es nicht, dass dieser Film nicht die ganze Saalbreite ausfüllt.
[IMDB, offizielle Seite]

Erschienen am Sonntag, 16.06.2002 @ 21:10 | Kommentare deaktiviert
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Sonntag, 23.06.2002

Letzte Nacht

Hier noch der versprochene Eintrag zu den Ereignissen des gestrigen Abends.
Ich fuhr kurz nach halb sechs mit dem Rad runter nach Vach und von dort dann mit dem 173er Bus um zehn vor sechs nach Fürth. Am Fürther Rathaus noch ein Lahmacun, dann mit der U-Bahn weiter bis zur Station »Lorenzkirche« in Nürnberg. Mit Martin hatte ich vereinbart, dass wir uns um sieben vor dem Admiral-Kino treffen (ist direkt an einem U-Bahnaufgang der Station »Lorenzkirche«). Bis er kam, las ich noch die Titelgeschichte des am Montag erscheinenden Spiegel. Die 85 Cent dafür habe ich mir gegönnt, weil ich Spiegel-Stories zu Strukturproblemen (Arbeit, Bildung, Gesundheit, demographische Entwicklung…) immer verschlinge und den Montag nicht abwarten wollte. Äußerst lesenswert; ich komme in den nächsten Tagen vielleicht nochmal darauf zu sprechen.
Martin kam pünktlich um sieben. Wir holten die Karten an der kombinierten Kasse (Kino-Tickets und Kino-Proviant) ab und setzten uns noch ins Admiral-Cafe. Sehr nett: Bei schönem Wetter lässt sich die Glasfront an zwei Seiten zur Straße öffnen, so dass es keinen Unterschied mehr macht, ob man »drinnen« oder »draußen« sitzt. Es war schönes Wetter und wir wählten einen Tisch, der etwas im Schatten war. Ich nahm ein Ginger Ale (für die Laien: Ingwer-Limonade) und ließ mir von Martin die Bilder seines Bali-Urlaubs zeigen. Hat mich wirklich beeindruckt! Er fuhr mit seinem Bruder in der Nebensaison, es gab relativ wenig andere Touris. Was heißt fuhr, sie flogen mit Singapore Airlines und verbrachten zunächst zwei Tage in Singapur und dann zehn Tage in Bali. Mit circa 1.000 Euro pro Nase waren sie dabei.

Zum Kino: Wie bereits früher erwähnt, hat das Admiral vor einigen Wochen neu eröffnet. Ich kannte das alte Admiral nur von außen, aber Martin zufolge hat man es vom Kopf auf die Füße gestellt, kein Stein blieb auf dem anderen. Und ich muss sagen: äußerst ansprechend!
Die Karte kostete acht Euro, die Eintrittspreise sind aber zu jeder Zeit günstiger als im CineCitta’. »Spider-Man« wurde im Ad 5 gezeigt, einer von zwei THX-zertifizierten Sälen, die auch mit Dolby Digital Surround EX ausgestattet sind. Für die Statistik-Freaks:

 Ad 1Ad 5Ad 2, 3 und 4
Sitzplätze270 in 12 Reihen256 in 11 Reihenca. 160 in 8 Reihen
Rollstuhlplätze222
Leinwandgrößeca. 69 m2ca. 66 m2ca. 58 m2
Lichtleistung3.000 Watt3.000 Watt2.500 Watt
SoundsystemDolby Digital Surround EX, THX-zertifiziertDolby Digital Surround EX, THX-zertifiziertDolby Digital
Verstärkerleistung8.000 Watt8.000 Watt4.200 Watt

Am Ende der Werbung natürlich der aktuelle Langnese-Spot mit dem »Like Ice in the Sunshine«-Cover der »No Angels«, aber nachdem sich der Vorhang schloss, erklang tatsächlich das Original von »Beagle Music« aus den 80ern. Anhand eines Admiral-Haus-Werbespots war zu erkennen, dass der Kinosaal auch mit einem Digital-Projektor ausgestattet ist. Sehr grobpixelig, ist die Technik wirklich noch nicht weiter?
Die Werbung dauerte selbst mit Trailern lediglich zehn Minuten, der Eisverkäufer blieb auch nicht lang, das Licht wurde gelöscht und nach ein paar weiteren Trailern startete der Film.

Hmm. Viel Action, eine relativ vorhersagbare Geschichte (auch wenn man sich, so wie ich, bisher nicht mit Spider-Man befasst hat), nette special effects und eine gut aussehende Kirsten Dunst (»Wag the Dog«). Tobey Maguire (»Pleasantville«) lieferte mit seinen vier Gesichtsausdrücken zwar eine durchschnittliche, aber keine schlechte Arbeit ab. Zu Beginn längte die Erzählung teilweise etwas, was freilich damit zusammenhing, dass die Geschichte erstmal entwickelt werden musste, noch war Peter Parker ja noch nicht Spider-Man. Ab der Mitte des Films driftete die Erzählweise sehr stark in Richtung Comic ab – einerseits ok, da Spider-Man nunmal ein Comic ist, andererseits verabschiedete sich der Film ab diesem Zeitpunkt von einer »ernsthaften« Erzählweise und wurde zu einem eher platten FSK12-Film.
Die »Zeit« nutzt »Spider-Man«, um von der Website movie-mistakes.com zu erzählen. In deren Artikel werden aber nicht nur einige der über hundert Anschlussfehler in »Spider-Man« angeführt, sondern auch etwas übergreifender von der Arbeit von Script Girls berichtet. Mir sind während des Films keine besonders frappierenden Fehler aufgefallen, so wie es sie z.B. bei »Armageddon« oder »Godzilla« gab und die jedem vernunftbegabtem Wesen die Tränen der Verzweiflung in die Augen trieben.
Insgesamt nicht unbedingt ein DVD-Kandidat. Kurz zu den technischen Details: laut Trailer wurde der Film in DD-EX gezeigt, das Bildformat war 1,85:1.

Nach dem Film schlenderten wir noch etwas durch die Stadt, peilten das »Lucas« an, das allerdings überfüllt war. Wir gingen zurück und setzten und noch ca. anderthalb Stunden hinter das CineCitta’ (draußen, beim italienischen Restaurant). Ein großes Spezi und ein Gin Fizz standen am Schluss auf meiner Rechnung (der Fizz für 5, 60 Euro, beim Admiral gäbe es den für sieben Euro). Ein gute Fizz. Wir quatschten noch über dies und das, die Bank, den Bali-Urlaub (ich sah mir noch den letzten der drei Filme an), Pläne für den Sommer und über PCs und Macs.
Pläne für den Sommer: Wir müssen mal festhalten, dass wir uns zusammen Berlin für ein paar Tage ansehen wollen. Es ist einige Zeit her, dass wir zuletzt dort waren, Martin 1987, ich 1998. Die Lufthansa bietet derzeit und noch bis 30. September ein Special für alle Unter-24-jährigen an: 99 Euro für Inlandsflüge hin- und zurück, inklusive aller Steuern und Gebühren. Evtl fliegen wir dann von NUE bis THF. Der Flug dauert eine Stunde. Mit der Bahn wäre es nur unwesentlich billiger (78,20 Euro hin und zurück mit BahnCard im ICE ohne umsteigen). Die Fahrt dauert allerdings fünf Stunden. Mal sehen. Um Mitternacht beendete die Kino-Security etwas unfreundlich das Beisammensitzen (»Wir machen jetzt draußen Schluss.«). Wir gingen an der Stadtsparkasse (Loplatz) vorbei zurück zur Königstraße. Martin genehmigte sich noch etwas bei McDonald’s, ich testete einen Big King bei Burger King (naja). Wir aßen draußen, innen wäre es zu warm gewesen. Um zehn vor eins radelte Martin heim und ich nahm den Nightliner am Hauptbahnhof (N9). Ankunft in Fürth um 01:24, Abfahrt des N17 Richtung Atzenhof um 01:27. Ich stieg in Vach aus und war zehn Minuten später, um zwei, zu Hause.

Erschienen am Sonntag, 23.06.2002 @ 23:59 | Kommentare deaktiviert
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Montag, 01.07.2002

Neue Trailer

Auf apple.com/trailers gibt es einige neue, sehenswerte Trailer:

  • Der erste Teaser zu »Star Trek X: Nemesis«
  • Der zweite Trailer zu »Triple X«. Der Film scheint eine Art »James Bond mit mehr Action und mehr Sex« zu werden.
  • Ein Teaser zu »Solaris«, der in den USA am 13. Dezember 2002 zeitgleich mit »Star Trek X« startet. Regie: Steven Soderbergh (»Traffic«, »Ocean’s Eleven«, »Erin Brockovich«, »Out of Sight«). Buch: Stanislaw Lem (Romanvorlage).
  • Der dritte Trailer zu »Austin Powers 3: Goldmember«
  • Einige Filmausschnitte zum in den USA bereits laufenden »Minority Report« (in Deutschland ab 3. Oktober 2002). Im Heise-Newsticker gab es vor einigen Tagen eine interessante Meldung dazu. Der Text verrät für meinen Geschmack aber schon zu viel. Ich sehe mir Filme gerne ohne weitere Kenntnisse von der Handlung an, wenn sie mein Interesse geweckt haben (durch Teaser, nicht zu viel verratende Trailer oder kurze, die Handlung in einem Satz beschreibende Zusammenfassungen).

Erschienen am Montag, 01.07.2002 @ 0:38 | Kommentare deaktiviert
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The Two Towers

Seit heute ist der erste Teaser zum zweiten »Herr der Ringe«-Film offiziell online. »offiziell«, weil schon seit ein paar Wochen eine schlecht abgefilmte Version durch’s Netz geisterte.

Erschienen am Montag, 01.07.2002 @ 23:15 | Kommentare deaktiviert
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Montag, 08.07.2002

Lilo & Stitch

In aller Kürze.
Ich kann diesen Film uneingeschränkt empfehlen. Das Kino gestern war relativ leer, aber dafür kann es mehrere Gründe geben:

  • In Erlangen war zeitgleich die 1.000-Jahr-Feier, das Stadtjubiläum.
  • Nicht wenige Erwachsene haben wahrscheinlich kein Interesse an einem Zeichentrickfilm, weil sie »Zeichentrick« mit »Kinderfilm« gleichsetzen.
  • Es handelte sich um den größten Kinosaal der Stadt, Kino 2 im CineStar mit rund 500 Sitzplätzen. Ich schätze mal, dass vielleicht 30-50 Leute anwesend waren. Wäre nicht noch ein Pärchen gekommen, das sich direkt neben mir in die Loverschairs setzte, hätte ich die Reihe für mich allein gehabt (Mitte-Mitte, Reihe L, Platz 14).
  • Es war die Spätvorstellung, 22:45.

Kurzversion: Wie ein Rezensent in der IMDB schon verwundert fragt: »Is this a Disney movie???« Stitch ist ein böser kleiner Alien, eine Vernichtungsmaschine, Lilo, das kleine Mädchen im Film, hat eine arbeitslose Schwester und das Jugendamt droht, die beiden zu entzweien. Darüber bricht jetzt aber kein großes Drama los, der Film ist gespickt mit bösen Pointen und etlichen Zitaten (vor allem für Fans des King). In meiner Zeichentrick-Komödien-Top4 der letzten zwei Jahre rangiert er direkt nach »Shrek«, gefolgt von »Monsters, Inc.«. Das Schlusslicht (aber immer noch gut) bildet »Ice Age«.
»Lilo & Stitch« eignet sich für die Kids ebenso wie für Erwachsene, bei denen keineswegs eingeschlafene Füße drohen wie bei so manch anderem Disney-Schinken.

Weitere Infos bei zelluloid.de, eine Kritik von Andreas bei filmfacts.de.

Filmisch wurde das Wochenende durch »Rush Hour 2« auf DVD abgerundet (eine Stunde, bevor ich zu »Lilo und Stitch« aufgebrochen bin, der Rest danach gegen zwei Uhr nachts). Ich kann Holger hier nur zustimmen: Eine coole Fortsetzung zu einem coolen Film. Wem der erste Teil schon gefallen hat, sollte sich auch die Neuauflage nicht entgehen lassen.
Verwundert hat mich etwas, dass Warner nun anscheinend auch auf Amaray-Cases als DVD-Verpackungen umgestiegen ist und nicht mehr das Snapper-Case verwendet (auch »Warner-Case« genannt, weil es eben von Warner Bros. eingeführt wurde). Naja, ok.

Erschienen am Montag, 08.07.2002 @ 21:21 | Kommentare deaktiviert
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Samstag, 31.08.2002

Trailer-Show

Ein Tipp von Holger: »Comedian«, mit Jerry Seinfeld, gegen Ende des Jahres in den Kinos.

Kai empfiehlt einen neuen »Monsters, Inc.«-Trailer: »Mike’s New Car«. Eine Minute vierzehn, die sich lohnen.
Ebenfalls für ein paar Brüller gut ist »KnickKnack« von Pixar. Schneemänner in Schneekugeln haben’s nicht leicht…

Erschienen am Samstag, 31.08.2002 @ 21:02 | Kommentare deaktiviert
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Donnerstag, 05.09.2002

Das wurde aber auch Zeit

Endlich, endlich kann man auch beim CineStar Erlangen Plätze über’s Web reservieren. Das geht beim Augsburger Ableger bereits seit über zwei Jahren, beim Nürnberger Konkurrenten CineCitta’ ungefähr ebenso lange und beim wieder eröffneten Admiral Filmpalast seit April 2002 (allerdings nicht Mac-kompatibel, Ihr Helden!).
Allerdings lassen sich keine sitzplätze gezielt reservieren (wie im CineCitta’), das System teilt sie automatisch zu. Immerhin bekommt man am Schluss des Reservierungsvorgangs (Vorstellung auswählen, Vor- und Nachnamen eingeben) mitgeteilt, wo man sitzt. Und ich habe die Befürchtung, dass das System die Plätze nicht besonders intelligent vergibt: nicht radial von der Mitte des Saales aus, sondern von oben (hinterste Sitzreihe) nach unten. Da kann es schon mal passieren, dass einen das System in die Mitte der letzten Reihe setzt, wenn man schnell ist oder an den Rand einer hinteren Reihe. Das war schon vorletztes Jahr in Augsburg so (Mitte der letzten Reihe, bei einer relativ leeren Vorstellung) und ist jetzt wieder so bei Reservierungen in Erlangen (viertl- und fünftletzte Reihe).

Erschienen am Donnerstag, 05.09.2002 @ 16:53 | Kommentare deaktiviert
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Mittwoch, 25.09.2002

Moo-Can

Endlich, endlich, der THX-Trailer “Tex Moo-Can” auf DVD! Und zwar auf der Code 2-Ausgabe der »Monsters, Inc.«-Deluxe Edition.

Erschienen am Mittwoch, 25.09.2002 @ 23:46 | Kommentare deaktiviert
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Sonntag, 13.10.2002

Requiem for a Movie

Wer glaubt, im neuen »Two Towers«-Trailer in der zweiten Hälfte ein Stück aus dem Soundtrack von »Requiem for a Dream« herauszuhören: stimmt. Es handelt sich um eine Abwandlung der »Summer Overture«

Erschienen am Sonntag, 13.10.2002 @ 20:57 | Kommentare deaktiviert
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Sonntag, 27.10.2002

 

In den USA sind Heckenschützen-Filme für die nächste Zeit erst einmal passé. Durchaus verständlich und angebracht.
Aber wenn ich mir mal eine sarkastische Bemerkung erlauben darf: Würde bei uns nicht schon »Black Hawk Down« laufen, der Verleih hätte ihn garantiert auch noch ein viertes Mal verschoben.

Erschienen am Sonntag, 27.10.2002 @ 10:31 | Kommentare deaktiviert
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Reloaded

Auf zelluloid.de lese ich gerade, dass die amerikanische Filmkritik-Seite von Harry Knowles, »Ain’t it cool News«, Teaser-Poster zum zweiten Matrix-Film (»Matrix: Reloaded«) veröffentlicht hat. Man kann sie nicht nur bei Harry betrachten, sondern auch bei der IMDB. Von den Postern gibt es zwei Varianten: »full« und »cropped«.

Ein paar Monate nach »Reloaded« soll der dritte Teil der Trilogie laufen: »Matrix: Revolution«. Um genau zu sein: Matrix 2 startet in den USA am 15. Mai 2003, Matrix 3 am 7. November 2003.

Erschienen am Sonntag, 27.10.2002 @ 10:51 | Kommentare deaktiviert
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Montag, 28.10.2002

 

Es gibt Filme, bei denen ich zugeben muss, dass sie stellenweise etwas längen (=langatmig sind). Aber das tut ihrer Genialität keinen Abbruch, denn durch die Story, die Bedeutung, die Kamera oder die Schauspieler kann das in bestimmten Filmen mehr als wett gemacht werden.

Markus Kniebe bekennt sich z.B. gestern in seinem Weblog dazu, »Gattaca« langweilig gefunden zu haben.
Ja, er hat etwas längere Stellen, aber dieser Film ist genial! Allein schon die Optik. Nicht zu vergessen die Story. Und die Bedeutung: In Gattaca geht es um eine nicht all zu ferne Zukunft, in der bei jeder Gelegenheit die Gene eines Menschen überprüft werden: Bei Straßenkontrollen, die Partnerin lässt ein Haar des Partners bei einem Date prüfen oder direkt nach der Geburt im Krankenhaus (»Stirbt mit 97%iger Wahrscheinlichkeit vor dem 30. Lebensjahr an Herzversagen.«). Die Folgen: »Invalide«, Menschen mit »schlechten« Genen werden nicht mehr in Kindergärten aufgenommen (»Die Versicherung deckt das nicht ab.«) oder sie werden in Firmen nicht mehr eingestellt, kommen bestenfalls in die Putzkolonne.
Der Film ist deswegen bedeutend, weil er einem eine Welt vor Augen führt, in der mit Gen-Screening all zu lasch umgegangen wird. Hat auch einen relativ aktuellen Bezug zur Wirklichkeit: Wer bei Bayer einen Ausbildungsplatz möchte, muss in einen Becher pinkeln und diesen dann zum Drogentest abliefern. Zu Recht hat Bayer dieses Jahr von einer Jury daher einen Preis bei den Big Brother-Awards bekommen (ich komme in einem neuen Eintrag noch auf die Awards zu sprechen).

Ein Freund, dessen Namen ich nicht nennen will, kann mit dem Film »The Man who wasn’t there« von den Coen-Brüdern nichts anfangen. Und bei ihm hätte ich gedacht, dass ich mit dieser Empfehlung einen Volltreffer lande. Kai hat den Film in dogfood sehr schön beschrieben. Der Film stammt aus dem Jahr 2001 und ist komplett in schwarz-weiß gehalten, denn er spielt in einer amerikanischen Kleinstadt in den 40er Jahren des letzten Jahrhunderts (das konnte ich mir jetzt nicht verkneifen). Hauptdarsteller ist Billy Bob Thornton (»Banditen!« und, ja, »Armageddon«). Thornton hat eine schwierige Aufgabe: einen Friseur spielen, der sich durch Abwesenheit auszeichnet (der Mann, der gar nicht da war). Dem Film gelingt es, die Bedeutungslosigkeit glaubhaft rüberzubringen, aber gleichzeitig strahlt Thornton auch eine unglaubliche Präsenz aus, wenn er in einer Szene mitspielt. Allein schon seine Art, eine Zigarette zu rauchen ist sensationell. Und wie ich vor einem Jahr schon geschrieben habe: »Das mag ich an den Coen-Filmen die ich bisher gesehen habe: wie es die Charaktere schaffen, sich glaubwürdig in völlig unglaubwürdige Situationen zu manövrieren.«

Erschienen am Montag, 28.10.2002 @ 7:31 | Kommentare deaktiviert
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Neues von Wallace und Gromit

Im Kultur-Ressort von Spiegel-online erschien vor ein paar Tagen ein Artikel zu den aktuellen Entwicklungen bei »Wallace & Gromit«. Man wird sich für einen neuen Kinofilm noch etwas gedulden müssen, aber zwischenzeitlich kann man sich mit einem neuen Kurzfilm vergnügen: Wallace & Gromit spielen Fußball (siehe Aardman-Homepage).

Erschienen am Montag, 28.10.2002 @ 12:36 | Kommentare deaktiviert
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Donnerstag, 14.11.2002

Was lange währt…

Lange hat’s gedauert, aber nun können auch Macianer im Nürnberger Admiral-Filmpalast online Kinokarten reservieren. Bisher ging es nicht, weil das Kino (bzw. die Firma, die das technisch realisiert hat) auf ein Java-Applet setzte. Normalerweise kein Problem für den Mac, ich weiß auch nicht, was da schief ging. Vielleicht irgendwelche Windows-Java-Klassen verwendet oder Befehle aus einer neueren Java-Version, die von der Mac-JVM noch nicht unterstützt werden?
Egal, jetzt funktioniert’s, denn es gibt eine Light-Version. Die Reservierung ist sehr einfach und komfortabel: einfach nacheinander bis zu sechs Plätze anklicken (man kann sich exakt die gewünschten Plätze aussuchen). Im Bild unten ist es der grüne Knubbel. Wenn man einen Platz doch nicht möchte, einfach durch einen weiteren Klick wieder abwählen. Dann auf »reservieren« klicken. Wer man ist, weiß das System schon vorher, weil man sich zuvor kostenlos registrieren lassen muss. Vor der Reservierung ist dann ein Einloggen erforderlich.

Das Reservierungssystem des Admiral-Filmpalast in Nürnberg

Erschienen am Donnerstag, 14.11.2002 @ 11:55 | Kommentare deaktiviert
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Mittwoch, 20.11.2002

Solaris

Nach dem Teaser zu »Solaris« ist nun der erste Trailer erschienen.
Meine hohen Erwartungen (Regie: Steven Soderbergh) wurden allerdings etwas gedämpft, denn es scheint sich um eine Art zweiten »Sphere« zu handeln.

Erschienen am Mittwoch, 20.11.2002 @ 8:39 | Kommentare deaktiviert
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»You do not talk about Fight Club.«

Eben habe ich in einer Filmkritik zu »Spurwechsel« in knappen Worten die ultimative Begründung gelesen, weswegen »Fight Club« ein bedeutender Film ist:

»Mut zum Nonkonformismus gegen den Hollywood-Mainstream.«

Erschienen am Mittwoch, 20.11.2002 @ 11:59 | Kommentare deaktiviert
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Donnerstag, 28.11.2002

Martini, natürlich

Gestern gingen mein Vater, meine ältere Cousine (Kristin) und ihr Freund (Michl), der auch ein guter Freund von uns ist, in den neuen Bond, der heute offiziell anläuft.
Das mittlerweile 20. Abenteuer von 007 (das 21., wenn man den von Warner produzierten »Sag’ niemals nie« mitzählt).
Kino 2 des CineStar, der größte Kinosaal in Erlangen (464 Plätze), war ausverkauft. Der offizielle Beginn war 20 Uhr, mit zwei Trailern gab es aber etwas mehr als eine halbe Stunde Werbung zu sehen. Außer dem genialen Tempel-Spot von Pepsi nichts besonderes. Vier Eisverkäufer machten in den darauf folgenden zehn Minuten das Geschäft ihres Lebens. Anschließend gab es zur Abwechslung mal eine neue Lasershow, und zwar wurde der Bond-Titelsong »Die Another Day« von Madonna umgesetzt. Eine sehr coole Show!
Mir persönlich sagt der neue Titelsong sehr zu, er hat viel Groove.
Kein Soundsystem-Trailer, aber zur Entschädigung der neue »Herr der Ringe«-Trailer. Das beste an diesem Trailer finde ich eigentlich die Musik, ich habe das schon mal erwähnt. Es handelt sich um eine neue Bearbeitung der »Summer Overture« von Clint Mansell aus dem exzellenten Film »Requiem for a Dream«. Ich finde diese neue Version von Dan Nielsen noch besser als das eh schon überragende Original; diese Version ist monumental. Hoffentlich schafft es das Stück auch in den film, so dass es als Soundtrack kaufbar wird. Das gäbe Anlass, bei der Stereoanlage mal wieder auf die Lautstärkestufe »Wagner« zu schalten.

Der Film beginnt Bond-typisch, der eigentliche Vorspann ein paar Minuten später traf dann allerdings weniger meinen Geschmack. Ich hab’s gern klassisch, wenn schemenhaft gutaussehende Frauen und rauchende Colts zu sehen sind, aber in diesem Vorspann wurden auch Teile der Handlung gezeigt.
Über den Inhalt muss ich keine Worte verlieren, der ist hinlänglich bekannt, wird von Euch eh gesehen oder kann bei filmfacts.de, zelluloid.de oder bei Heinz nachgelesen werden. Außerdem will ich nichts verraten, ich bin persönlich ein großer Fan der Auffassung, in einen Film mit grundsätzlich so wenig Informationen wie möglich zu gehen und sich dem Hype möglichst zu entziehen.
Die Bond-Girls sind klasse. Halle Berry als »Jinx«, natürlich, aber auch Rosamund Pike als »Miranda Frost«.
Meinem Vater, Anhänger der Bond-Filme alter Schule, allen voran »Goldfinger«, hat der neue Bond nicht gefallen. Zuuu viel Action, teilweise extrem unrealistisch. Das ist an sich jeder Bond, aber, da muss ich ihm Recht geben, diesmal hat man besonders auf die Sahne gehauen. Wenn ich unsichtbare Autos sehen will, schaue ich mir »Knight Rider« an, und das tue ich aus gutem Grund nicht. Aber als Action-Film an sich ist »Stirb an einem anderen Tag« durchaus brauchbar. Und ich bin da sehr kritisch: Nur weil geschossen wird und Sachen in die Luft fliegen, lasse ich mich nicht zu der Beurteilung »guter Film« hinreißen. Zu den wenigen guten Action-Filmen gehören die Vertreter der »Stirb langsam«-Reihe oder Einzelwerke wie »The Rock«. Ich weiß, Bay/Bruckheimer, aber ich bekenne mich. Aber nur zu diesem Film von Bay und Bruckheimer, wehe es sagt jemand, »Armageddon« sei gut!! Billy Bob Thornton, einem sehr guten Schauspieler, bin ich ewig zu Dank verpflichtet, weil man ihm diese Aussage zuschreibt:

Ihm habe damals der “Abstieg in die TV-Liga” gedroht, als er die Rolle in “Armageddon” übernommen habe, sagte er. “Ich habe jede Sekunde gehasst, und ich bete, dass ich es nie wieder tun muss”

Von den bisher vier Bond-Filmen mit Pierce Brosnan als Bond ist meiner Ansicht nach »Der Morgen stirbt nie« der beste.

Zehn nach elf waren wir aus dem Kino raus. Wir fuhren gleich heim und ich legte mich ins Bett, hundemüde.

Wir haben den Film auf Deutsch gesehen.

Nachtrag (20:25): Jetzt habe ich ganz vergessen, was ich unbedingt noch über den Bond sagen wollte: Der Trend geht zum 19-Zoll-Display. Will man dem Film Glauben schenken, gibt es neuerdings im MI6-Hauptquartier auf jedem Schreibtisch ein Riesen-Display.

Erschienen am Donnerstag, 28.11.2002 @ 18:55 | Kommentare deaktiviert
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XI kommt

Noch etwas, was ich heute bei Kniebes gelesen habe: Laut Trekzone.de soll es nach Star Trek X, »Nemesis«, der diesen Dezember in die Kinos kommt, noch ein elfter Star Trek-Film folgen.

Vor ein paar Tagen dachte ich erst, ich seh’ nicht richtig: Amazon preist bereits »Nemesis« auf DVD an.

»Voraussichtlicher Erscheinungstermin: 17. Juli 2003«

Aber, wie Kai so schön zu sagen pflegt, mir fiel das Abendessen aus dem Mund, als ich sah, dass es schon zwei (inzwischen vier) Rezensionen für den Film gibt. Ok, kann’s geben, wäre nicht das erste Mal, dass ein Film vor dem offiziellen Start im Internet auftaucht. Aber was schreiben die zwei Helden?

5-Sterne-Bewertung:
»Endlich habe ich den Trailer für NEMESIS gesehen, und ich kann nur sagen, wenn der Film das hält was der Trailer verspricht, heisst es sich fest an den Kinosessel anschnallen für jeden echten Star Trek Fan!«

5-Sterne-Bewertung:
»Der Film muss super sein den ich habe bereits mehrere Trailer gesehen und ich war sehr beeindruck.«

Und der vierte:

4-Sterne-Bewertung:
»Star Trek “Nemesis” wird ohne Frage einer der besten Trek-Filme überhaupt werden, die Trailer und Gerüchte versprechuen schon einiges.«

Ihr Spinner, auf solche Rezensionen kann ich verzichten!!

Da bin ich nicht der Einzige, der das so sieht:
Beim Ersten: »18 von 121 Kunden fanden diese Rezension hilfreich« (die anderen haben auf »nein« geklickt).
Beim Zweiten: »23 von 135 Kunden fanden diese Rezension hilfreich«

Erschienen am Donnerstag, 28.11.2002 @ 21:01 | Kommentare deaktiviert
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Freitag, 06.12.2002

»Nice to mole you!«

Heute kam die DVD mit Goldmember hier an!

Erschienen am Freitag, 06.12.2002 @ 15:13 | Kommentare deaktiviert
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Dienstag, 24.12.2002

»Thank you for not shooting me.«

Von »Bowling for Columbine« hatte ich bisher gar nichts gehört, außer dem Titel.
Columbine, die Älteren werden sich erinnern, ist der Name einer Highschool in Littleton, einem Vorort von Denver. Am 20. April 1999 töteten Eric Harris und Dylan Klebold, zwei Schüler der Highschool, 12 Schüler, einen Lehrer und anschließend sich selbst.
Bei »Bowling for Columbine« (Trailer) handelt es sich um einen zweistündigen Dokumentarfilm, der im Erlanger Manhattan-Kino als OmU (Original mit Untertitel) gezeigt wird. Ich wusste noch, dass er von allen, die ihn bislang gesehen haben, sensationell gut bewertet wurde; sei es bei zelluloid.de (16 Besucher gaben ihm durchschnittlich 98%) oder bei der IMDB (4.563 User gaben durchschnittlich 9,0 von 10,0 Punkten). Mir war noch die Werbezeile (»Are we a nation of gun nuts or are we just nuts?«), sonst gar nichts.
Holger ist über Weihnachten wieder zu Hause, seine Freundin fuhr gestern Abend zu ihren Eltern weiter in den Norden, wir hatten beide nichts vor am Montag-Abend und verabredeten uns deswegen.

Um’s kurz zu sagen: Ich kann diesen Film uneingeschränkt empfehlen.
Fünf von fünf Sternen, hätte gerne noch eine Stunde länger sein können, wird auf jeden Fall auf DVD gekauft.

Wer den Film noch sehen will und sich nicht die Spannung nehmen lassen will, sollte jetzt aufhören zu lesen, denn ich werde den Film im Folgenden sehr ausführlich besprechen.

Zu Beginn ein Hinweis: Die Off-Stimme des Regisseurs ist deutsch synchronisiert. Ansonsten ist der Film OmU, was dem Verständnis, der Aussprache mancher Beteiligten wegen, durchaus zuträglich war.

Das grundsätzliche Thema (Schulmassaker von Littleton) ist bekannt. Wie ist der Dokumentarfilm-Regisseur Michael Moore das Thema angegangen?

Zwei Dinge: Kindgleiche Neugierde und eine gehörige Portion Sarkasmus.
Der Regisseur Michael Moore selbst ist vor der Kamera zu sehen, als er versucht zu ergründen, was um den 20. April 1999 passierte. Während Moore seine ausladende Gestalt durchs Bild schiebt und ein wenig aussieht wie ein übergewichtiger Hardrock-Fan oder wie Silent Bob aus Kevin Smith-Filmen, aber sicher nicht wie ein Dokumentarfilm-Regisseur, wird er begleitet von einem Kameramann und Moore fragt allen möglichen Leuten Löcher in den Bauch, wie ein Kind, das auf jede Antwort erneut mit einem »Warum?« kontert. Er geht den von verschiedenen Seiten aufgeworfenen Erklärungen nach. Er interviewt Mitschüler von Harris und Klebold, Polizisten, Politiker, Marilyn Manson (Musiker) und Charlton Heston (Schauspieler und Vorsitzender der NRA, der National Rifle Association). Moore sieht sich aber nicht nur das Massaker von Littleton an, sondern führt auch andere Beispiele auf, in denen Kinder zu Killern wurden und betrachtet das Thema Gewalt an sich auch von einer höheren Warte (warum in den USA die Zahl der Morde um Potenzen höher liegt als in anderen westlichen Nationen; in welchem Verhältnis die Gewalt von Einzelnen wie bei Harris/Klebold zur Gewalt des Staates, z.B. bei US-Bombardements in Kosovo oder zahlreiche verdeckte Operationen steht). Es ist ein Genuss, Moore dabei zuzusehen, wie er die richtigen Fragen stellt. Viele davon können seine Interviewpartner nicht beantworten und viele die er sich selbst stellt, lässt er unbeantwortet. Aber beim Zuschauer tragen sie dazu bei, mit dem Film mitzudenken. Moore will nicht jede Frage beantworten; sie fallen fast schon in die Kategorie »rhetorische Frage«. Auch wenn der Regisseur seine Meinung nicht ausspricht, wird sie doch durch die Art der Fragestellung klar. Moore bezieht lediglich in einem Punkt klar Stellung: Die USA wären sicherer, wenn es nicht so viele und so leicht zugängliche Waffen gäbe. Das ist die Erkenntnis, zu der Moore durch seine Recherchen gelangt und zu der er natürlich auch den Zuschauer führen will.
Nicht nur der an Leichtgläubigkeit grenzende sorglose Umgang »der Amerikaner« mit Waffen lassen einen manchmal den Kopf schütteln, sondern auch der oben erwähnte Sarkasmus. Zu Beginn des Films eröffnet er in einer Bank ein Konto, die jedem neuen Kunden ein Gratis-Gewehr verspricht. Moore: »Meine erste Frage ist: Ist es nicht ein wenig gefährlich, in einer Bank Waffen auszuhändigen?« Oder als er einen Kanadier fragt, wann in seiner Gegend zuletzt ein Mord stattfand. Der Kanadier überlegt lange. Moore: »Ten years? Twenty years? In your lifetime?«

Der Film reiht Szenen mit den Recherchen Moores aneinander mit kurzen Ausschnitten aus Filmen, Fernsehserien, Cartoons, Nachrichtensendungen oder aufgezeichneten Reden der US-Präsidenten Clinton und Bush junior. Moore geht in die angeblich gefährlichste Ecke von L.A. um festzustellen, dass hier so gar nichts passiert, dass er dafür das Hollywood-Schild nicht sehen kann. Er fragt einen Polizisten, ob er nicht jemanden wegen der Luftverschmutzung verhaften will, da die doch viel gefährlicher sei als irgendein Kleinkrimineller. Er interviewt Reporter von Fernsehanstalten die von Verhaftung zu Verhaftung und von Katastrophe zu Katastrophe fahren. Er lässt sich von einem Fernsehmacher erklären, weswegen dieser immer nur Sendungen von Verfolgungsjagden zeigt; er solle doch mal eine Sendung über Wirtschaftskriminelle machen, die schaden der Allgemeinheit viel mehr. Dazu wird ein Einspieler gezeigt, wie ein dicker Moore mit »Corp Cops«-Aufschrift auf seiner Jacke einen Geschäftsmann festnimmt.
Im Verlauf des Films kommt Michael Moore darauf, dass die hohe Zahl von Morden durch Schusswaffen allein ein US-Problem ist. Liegt es an der Arbeitslosigkeit? Andere Länder haben höhere Erwerbslosenzahlen. Liegt es an den gewalttätigen Filmen? In anderen Ländern werden solche Filme auch gesehen. Liegt es an der gewalttätigen Geschichte? Die Vergangenheit anderer Länder sieht nicht besser aus. Moore fährt nach Kanada und befragt die Leute dort nach ihren Erfahrungen mit Gewalt und stellt fest, dass dieses Problem dort kein so großes ist wie einen Kilometer weiter, nur über den Grenzfluss drüber (zu Kanada vielleicht gerade noch das hier: John’s Switch to Canada).
Michael Moore geht der Frage nach, weswegen in der Unterschicht die Menschen zwei Jobs annehmen müssen, stundenlang mit dem Bus durch die Gegend fahren, 70 Stunden die Woche arbeiten und in wie weit nicht das auch Ursache für den Tod eines Mädchens sein kann, das von einem 6-jährigen Jungen erschossen wurde, der den herumliegenden Revolver eines Verwandten im Haus gefunden hat (zum Thema zwei Jobs kann ich das Buch »Arbeit poor« von Barbara Ehrenreich sehr empfehlen).

Ich würde sogar soweit gehen zu sagen, dass der Film das Thema aus einer Contra-Sicht abschließend behandelt. Nach dem Ansehen bleiben keine Fragen mehr offen und man hat das Gefühl, dass alles was wichtig war, gesagt wurde. Dieser Eindruck ist auch Moores konsequentes Nachbohren zu verdanken.

Zu Michael Moore erschien vor einigen Wochen ein längerer Artikel im Spiegel: »Donald Duck im Klassenkampf« Daneben kann ich das Spiegel-Interview mit Michael Moore empfehlen.

Und jetzt: Ab ins Kino, aber sofort!

Erschienen am Dienstag, 24.12.2002 @ 12:44 | Kommentare deaktiviert
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Freitag, 03.01.2003

Two Towers

Ich bin noch ein Review von »Herr der Ringe – Die zwei Türme« schuldig, den ich am 26.12.2002 gesehen habe.

 
 
Da der Titel bildschirmfüllend ist, beschränke ich mich im folgenden auf LotR (für »Lord of the Ring«) bzw. LotR1 wenn vom ersten Teil »Die Gefährten« die Rede ist und LotR2, wenn es um den zweiten Film geht, der die Geschichte des zweiten Bandes von John Ronald Reuel Tolkien nacherzählt, geht.
Als weitergehende Lektüre immer empfehlen kann ich die filmfacts-Kritiken von Andreas Edler (LotR1, LotR2) und Johannes Pietsch (LotR1, LotR2). Außerdem ist ein Blick in die IMDB (LotR1, LotR2 nie verkehrt, um mit Details erschlagen zu werden. Außerdem kann ich zelluloid.de (LotR1, LotR2) empfehlen.

Klaus hat sich beide Teile hintereinander in einem Anfall von Masochismus im Manhattan-Kino gegeben, weswegen wir dieses Jahr nur zu dritt in den größten Saal des Cinestar gingen: Holger (auf Heimatbesuch in Erlangen), Martin und ich. Etwa anderthalb Wochen vorher konnte ich exzellente Plätze Mitte-Mitte reservieren. Martin bezahlte den Normaltarif für 7,40 Euro, Holger und ich hatten 5-Sterne-Tickets (fünf Kinofilme zu 5,40 Euro, also insgesamt 27 Euro, im voraus bezahlen und dafür eben zu nur 5,40 Euro in jede Vorstellung gehen können).
Vor einigen Jahren las ich mal, dass im Kino vor dem Hauptfilm maximal 17 Minuten Werbung exklusive Trailer gezeigt werden dürfen. Hat man das geändert? Im Cinestar gab es gleich eine runde halbe Stunde Werbung und es wurden nur ein oder zwei Trailer gezeigt. Die Eisverkäufer machten bei 464 ausverkauften Plätzen wider erwarten nicht das Geschäft ihres Lebens und waren nach ungefähr fünf Minuten durch. Anschließend die Lasershow mit einem nachgebauten Trailer zu »Star Trek 10: Nemesis« und darauf weitere normale Filmtrailer, bis sich der Dunst der Nebelmaschine von der Lasershow verzogen hatte. Danach begann der Hauptfilm, ohne Soundsystem-Trailer.

Es gibt zwei Sorten von Leuten, die sich den Herrn der Ringe ansehen: Solche, die die Bücher gelesen haben und solche, die die Bücher nicht kennen (<loriot>Ach?</loriot>). Ich kenne die beiden letzten der drei Bände nicht; den ersten Band habe ich als Kind gelesen, aber nachdem ich mich durch diesen durchgekämpft habe, gab ich auf, denn mir war das alles zu langatmig. Freunde haben mir damals schon gesagt, dass in den beiden anderen Teilen noch richtig die Post abgehen würde, aber ich konnte mich bislang nicht überwinden, die Lektüre von »Die zwei Türme« und »Die Rückkehr des Königs« nachzuholen.
Abgesehen davon gehöre ich zu den Leuten, die möglichst wenig über einen Film im Voraus wissen wollen und versuchen, sich etwaigem Hype zu entziehen, um sich nicht die Spannung zu verderben und um keine zu große Erwartungshaltung aufzubauen, die dann vielleicht nur enttäuscht wird. Von daher nur in aller Kürze der Inhalt, denn ich nehme an, dass er entweder eh schon bekannt ist, oder die Bekanntheit nicht gewünscht ist. Hier für die dritte Sorte von Leuten (kennen das Buch nicht, wollen die Handlung aber im vornherein wissen), worum’s geht:
Im ersten Teil hat der Hobbit Frodo den Ring Saurons an sich genommen, um ihn in den Feuern von Mordor, von wo er einst stammt, zu vernichten. Am Schluss des ersten Teils waren Frodo und sein Begleiter ihrem Ziel schon ein gutes Stück näher gekommen, aber die Gefährten wurden voneinander getrennt. Im zweiten Teil geht es um ein Königreich in Mittelerde, das von den Armeen Sarumans angegriffen wird. Frodo und Begleitung versuchen derweil, nach Mordor zu gelangen, aber der Weg dorthin ist kein Spaziergang.

Den ersten Film fand ich vor einem Jahr eher langweilig. Er war nicht schlecht, aber auch nicht mehr als Durchschnitt, keine Offenbarung. Rund um mich rum Leute, die sich vor Begeisterung kaum auf den Stühlen halten konnten und war ziemlich allein mit meiner Meinung, dass dem Film eine Laufzeit von nur zweieinhalb statt drei Stunden besser gestanden hätte. Ich ging aus dem Kino mit einem Gefühl von »Ok, haben wir jetzt auch gesehen, und?«, und dachte mir, dass der erste Teil von Harry Potter wesentlich interessanter war als der erste »Herr der Ringe«-Film.
Anders beim zweiten Teil. Ebenfalls drei Stunden, aber dieses Mal hätte er gerne noch eine halbe Stunde länger laufen können. Spannend, durchaus geschickte Erzählung der verschiedenen Handlungsstränge, Massenschlachten, eindrucksvolle Landschaftsbilder und Bauten. Etwas befremdlich war allerdings der Einwand des Elbengefährten, dass wegen der roten Sonne Blut vergossen wurde. Da kann ich Spiegel-online-Autorin Wiebke Brauer kann ich nur Recht geben wenn sie sagt: »Winnetou in Mittelerde«. Auch etwas seltsam war das Täuschungsmanöver, mit dem zwei Hobbits einen Ent (ein lebender Baum) überzeugten, gegen Saruman in den Krieg zu ziehen. Kurz zuvor haben sich die Ents noch ausgiebig beratschlagt, ob sie in den Krieg eintreten sollten und haben sich schließlich dagegen entschieden. Die zwei Hobbits führten den Ent ihres Vertrauens dann nach Süden, wo Saruman die Freunde des Ent abgeholzt hatte, um Platz für seine Festung zu schaffen. Als er das sah, war die Sache gebongt und alle anderen Ents, die wie angewurzelt danebenstanden, waren auch zur Stelle und fingen ohne weitere Konsultationen an zu kämpfen.
Insgesamt hat der zweite Film aber Lust auf mehr gemacht. Ich hatte nach dem Film schon überlegt, ob ich mir nicht wieder den dritten Band kaufen sollte, den ich vor einigen Monaten über eBay verscherbelt habe. Wer mit Fantasy allgemein oder dem Herrn der Ringe speziell was anfangen kann, wird sich im zweiten Teil sicher nicht langweilen. Ob es zu Ärgernissen kommt, weil sich Regisseur Peter Jackson womöglich nicht nah genug an der Romanvorlage hält, kann ich nicht beurteilen, da ich das Buch ja nicht gelesen habe.

Bei uns wurde der Film nach anderthalb Stunden unvermittelt für ca. zehn Minuten unterbrochen (»Pause« wurde eingeblendet) und fing dann plötzlich wieder an. Normalerweise empfinde ich sowas ja als Ärgerniss, aber obwohl ich vor dem Film bereits was weggetragen habe, kam mir diese Unterbrechung sehr gelegen, denn es war dringend. Ich hatte mich quasi eine Stunde auf die Pause einstellen können (bzw. ich habe darauf gehofft) und schaltete schnell, als der Film gestoppt wurde. Aufgesprungen, raus aus der Reihe, zwei Treppenstufen auf einmal und raus auf’s Klo. Dank meiner blitzschnellen Reaktionen war ich einer der ersten und konnte noch einen freien Platz ergattern.

Am Schluss des Abspanns (bei den Soundsystem-Logos) gibt es übrigens noch einen Apple-Bezug: Ein Apfel prangt am linken Rand der verkündet, dass LotR2 mit der Hilfe von Shake, das Apple kürzlich aufgekauft hat, enstanden ist.

Nach dem Film gingen wir noch in die Stadt. Unsere erste Anlaufstelle war die S-Bar in der Nähe des Bahnhofs, aber die war überlaufen. Ich schlug dann vor, mal das Bomml zu testen, die neue Kneipe der früheren Schlupfwinkel-Macher. Wir blieben dort eine Weile. Vorteile: Platz. Nachteile: Keine Cocktails, weit zu hatschen, ein wenig Partykeller-Flair.
Nach Hause irgendwann zwischen eins und zwei. Martin war so freundlich, uns auf seinem Heimweg nach Nürnberg unterwegs abzusetzen.

Erschienen am Freitag, 03.01.2003 @ 23:29 | Kommentare deaktiviert
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Samstag, 04.01.2003

Kino im Januar und darüber hinaus

Ich hab’ mal wieder ein paar Trailer gesehen und auf zelluloid.de die Kino-Starttermine für Januar gecheckt. Die folgenden Filme stelle ich mal unter »verschärfte Beobachtung«. Die Links auf den Filmtitlen führen zur entsprechenden IMDB-Seite.

 
11′09″01
Über 11′09″01 habe ich zum ersten Mal in einem Spiegel-Artikel über Sean Penn gelesen. Einen englischen Trailer habe ich beim besten Willen nicht im Netz finden können, aber als Holger und ich in »Bowling for Columbine« waren, wurde ein sehr ansprechender englischer Trailer gezeigt.
Elf Regisseure zeigen in je elf Minuten, neun Sekunden und einem Bild, wie sie den Anschlag auf das World Trade Center und das Pentagon am 11. September 2001 filmisch umsetzen. Sean Penn ist der bekannteste der Regisseure, von allen anderen, die aus Burkina Faso und sonst woher kommen, hat man noch nie was gehört. Der Trailer war wie gesagt sehr interessant und die Idee (11′09″01) fasziniert mich. Im bereits genannten Spiegel-Artikel ist auch nachzulesen, worum es in Sean Penns Epsiode in 11′09″01 geht.
Hier in der Region läuft er noch nicht, aber evtl bald im Lamm. Offizieller deutscher Starttermin war bereits der 28.11.2002.

8 Mile
Auch hier bin ich zuerst über einen Spiegel-Artikel auf den Film aufmerksam geworden. Oder genauer, ich wusste bereits im November oder Anfang Dezember, dass es einen Film mit Eminem geben würde, aber damit beschäftigt habe ich mich erst nach dem Artikel über die 8 Mile von Spiegel-Autor Helmut Sorge: »Bandenkriege in L.A.: Dealen, schießen, rappen«

“8 Mile”, das war in Detroit die imaginäre Trennungslinie zwischen Schwarz und Weiß. Tatsächlich, auch das dokumentiert Hanson eindringlich, sind die Rassen vereint, sind gemeinsam Vergessene des amerikanischen Traums.

Curtis Hanson, der bereits bei »L.A. Confidential« Regie führte, zeichnet auch für »8 Mile« verantwortlich. Nach Sorges sehr aufschlussreichem Artikel sah ich mir den Trailer auf apple.com/trailers an und war begeistert. Wenn der Film nur halb so gut wird wie der Trailer, hat sich der Kinobesuch schon gelohnt. Der Trailer für sich ist schon ein Meisterwerk: Sehr guter Schnitt, synchrone Einblendung von Schlüsselbegriffen die im Hintergrund im Soundtrack abgespielt werden (gute Idee), ein eingägniger Score, beeindruckende Szenen (z.B. wie die Filmtochter von Eminem zum Abschied winkt oder Eminem auf der Bühne), schnelle Überblendungen, die Titles. Davon ab erzählt er natürlich kurz und knapp die Geschichte, ohne zu viel zu verraten — so jedenfalls mein Eindruck. Beim Score handelt es sich auch gleich um den Titelsong des Films: »Lose yourself«, natürlich von Eminem. Ich bin kein Fan von ihm, aber »Stan« und eben »Lose yourself« finden sich auch in meiner iTunes-Musikdatenbank. »Lose yourself« hat einen interessanten Text und einen eingehenden Rhythmus mit einem eigenartigen Takt. 15/17tel, keine Ahnung (Holger?).
Ich weiß nicht genau, was mich bei »8 Mile« erwartet, aber nach allem, was ich jetzt weiß, stufe ich ihn mal als Drama und Milieustudie ein. Die Werbezeilen machen neugierig:

»Every moment is another chance.«

»Every moment is a chance to turn it around.«

»Look, what if you had one chance to seize everything you ever wanted? Would you capture it? Or would you let it slip?«

»8 Mile« läuft bereits seit 2. Januar 2003 in den Kinos. Im Erlanger Cinestar sogar in zwei Sälen.
Erste Kritiken finden sich bei spiegel.de und bei filmfacts.de. Das Studio ist Universal.

Analyze That
Einen ersten Teaser zum Nachfolger von »Analyze This« sah ich schon vor einigen Wochen. Ich denke es ging nicht nur mir so, der bereits den ersten Teil gesehen hat, als ich mich beim Sehen des Teasers wegschmiss! Wer den ersten Film nicht kennt, wird aber wohl kaum etwas mit dem Teaser anfangen können. Kurzversion: Die Person, die da wie ein Schlosshund heult (Robert DeNiro) ist ein Mafia-Boss. Der Typ mit Bart und Brille (Billy Crystal) ist sein Therapeut. Vor Kurzem erschien auch ein längerer Trailer, der die Story des Nachfolgers erklärt. Lisa Kudrow (Phoebe aus »Friends«) ist auch wieder mit von der Partie.
Deutschlandstart ist der 9. Januar 2003.
Hier kann man übrigens mal wieder schön sehen was passiert, wenn der deutsche Verleih Titel übersetzt, die er besser nicht übersetzt hätte. Der erste Teil hieß im Original »Analyze This«. Zu deutsch: »Reine Nervensache«. Der Nachfolger nennt sich »Analyze That«, in Deutschland »Reine Nervensache 2«.
Ok, man muss zugeben, dass es einfach nur eine Fortsetzung ist, so wie »Ghostbusters 2«: Er wird kaum ans Original rankommen.
Regie führte dann auch Harold Ramis, das Studio ist Warner.

One Hour Photo
Sollte »One Hour Photo« nicht schon irgendwann letztes Jahr starten? Den Trailer habe ich schon vor Monaten bei Apple gesehen, in den USA lief er auf einem Festival bereits im Januar 2002 (!) und offiziell startete er in den Staaten im vergangenen August. Die Code 1-DVD erscheint bereits am 18. Februar. Egal, nun kommt er am 9. Januar 2003 in die hiesigen Kinos.
Robin Williams spielt in diesem Suspense-Film von Mark Romanek einen Angestellten in der Fotoabteilung eines Supermarkts. Da er die Bilder seiner Kunden in die Finger bekommt, ist er bestens darüber informiert, wo und wie diese leben. Das Wissen lässt er nicht ungenutzt.
Das Studio ist Fox.

Star Trek: Nemesis
Der zehnte Star Trek-Film und der vierte mit der Next Generation-Crew. Laut Werbezeile »die letzte Reise einer Generation«. Ob die TNG-Crew in Star Trek XI nochmal aufkreuzt oder nicht, ist meines Wissens noch unklar. Die Voyager-Crew ist zu Hause und Deep Space Nine ist eigentlich abschließend erzählt; mit diesen beiden Crews wird es kaum ein Wiedersehen auf der Kinoleinwand geben (IMHO die beste Serie war übrigens DS9). Evtl darf die neue »Enterprise«-Crew ihr Leinwand-Debüt geben. Davon ab frage ich mich nach dem Ansehen des Trailers, wie viele Enterprises eigentlich noch geschrottet werden sollen. Das nimmt ja bald Ausmaße an wie beim Voyager-Shuttle-Counter.
Ich weiß fast gar nicht, worum es geht, und das soll auch so bleiben, da ich mir nicht die Spannung verderben will (siehe auch meine Kritik zu Two Towers). Einem ungeschriebenen Gesetz zu Folge sind alle Star Trek-Filme mit geraden Nummern (2, 4, 6, 8…) gute Filme. Mal sehen.
Deutscher Starttermin ist der 16. Januar 2003. Regie führte Stuart Baird, das Studio ist natürlich Paramount.

Anger Management
Jack Nicholson ist uns noch aus »As good as it gets« als Ekel in guter Erinnerung und in »Anger Management« scheint er dem Trailer nach zu urteilen eine ähnliche Rolle zu besetzen. Adam Sandler spielt einen Geschäftsmann, der irrtümlich in ein Programm zum Agressionsabbau gesteckt wird und trifft dadurch auf Jack Nicholson, seinen agressiven Anti-Agressions-Trainer. Den Film werde ich mir auf keinen Fall entgehen lassen!
Deutscher Start am 15. Mai 2003 (Holger, Cinema München?), Regie: Peter Segal, Studio: Columbia.

Erschienen am Samstag, 04.01.2003 @ 14:35 | Kommentare deaktiviert
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Montag, 20.01.2003

Vorschau

Wer sich seelisch schon mal auf den nächsten Bruckheimer-Hype einstellen will, kann sich bereits seit vier Wochen einen ersten Teaser zu »Pirates of the Caribbean« antun.
Nee, dann noch lieber »Bruce Almighty« (Trailer) mit Jim Carrey…

Erschienen am Montag, 20.01.2003 @ 17:49 | Kommentare deaktiviert
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Dienstag, 28.01.2003

»Mr. Anderson! Surprised to see me?«

In der Nacht von Sonntag auf Montag fand in den USA bekanntlich der Superbowl statt. Und wie vielleicht auch bekannt, sind gelten für dieses Event die teuersten Werbepreise überhaupt: Ein 30-sekündiger Spot kostete dieses Jahr 2,1 Mio USD (Quelle: macrumors.com, diese Info steht aber nicht im Archiv). Apple zeigte dort zur Einführung des Ur-Macintosh den legendären »1984«-Spot.
Einen Apple-Spot gab es leider nicht, aber dafür wurden Filmfans mit einem neuen Trailer zu den nächsten beiden Matrix-Filmen verwöhnt. AOL Time Warner gönnte uns eine Minute drei Sekunden mit Szenen aus »Matrix: Reloaded« und »Matrix: Revolutions«. In den USA startet Matrix 2 am 15. Mai 2003 und Matrix 3 am 7. November 2003; in Deutschland am 5. Juni ‘03 bzw. am 6. November ‘03. Matrix war bereits zum ersten Film von 1999 als Trilogie vorgesehen.
Okay, wo gibt’s die Trailer? Auf der Matrix-Website. Dort gibt es das Quicktime-Video in einer kleinen Version (320er Auflösung), einer mittleren Version (480) und in einer großen Fassung (640). Mein iBook (G3-500) verschluckt sich am ganz großen Trailer.   :-)
Danke an Holger, der mich mit seinem direkten Link auf die große Version überhaupt erst darauf aufmerksam gemacht hat.

Matrix hat 1999 in der Tricktechnik Maßstäbe gesetzt (ich sage nur: »Bullet Time«) und wurde danach oft kopiert, sei es in Musikvideos oder anderen Filmen (»Shrek« fällt mir als erstes ein, aber ich glaube der ein oder andere Martial Arts-Film war auch dabei). Der Trailer verspricht diesbezüglich eine Steigerung. Ich bin schon sehr gespannt!

Erschienen am Dienstag, 28.01.2003 @ 13:42 | Kommentare deaktiviert
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Montag, 17.02.2003

»Feel the Love.«

Mal wieder ein längeres Film-Posting.

Filmplakat zu 'Anger Management'Bereits Anfang des Jahres war ich mir sicher, dass ich mir »Anger Management« nicht entgehen lassen werde. Nach dem Teaser gibt es nun auch einen längeren Teaser. Weitere Infos zum Film habe ich bereits im Januar geschrieben (s.o.), der Trailer sagt aber auch schon alles.   :-)
Im Kino ab 8. Mai.

Florian empfahl gestern den Film »Adaptation«. Der Trailer sieht sehr vielversprechend aus: Nicolas Cage in einer Doppelrolle. Kein Action-Film.
Bereits ab 13. März in deutschen Kinos.

Bereits seit letztem Donnerstag im Kino ist »The Ring«, für den sich bislang keiner meiner Freunde begeistern kann. [Seit ich sie mit dem Hinweis »der soll gut sein« in das Machwerk »eXistenZ« gelockt habe, sind die da vorsichtig geworden; selbst mit dem Volltreffer »Fight Club« konnte ich das noch nicht wieder ausbügeln.]
Die beiden Trailer (1, 2) lassen auf einen Horror-Schocker schließen.
Positive Kritiken gibt es bei filmfacts.de von Andreas und von Johannes. Außerdem bei zelluloid.de von Heinz (90%). 22 zelluloid-Besucher bewerteten ihn mit durchschnittlich 83%. Bislang 7.400 IMDB-Nutzer bewerteten den Streifen mit guten 7,5 von 10 Punkten.

Ende Februar läuft »About Schmidt« an, wieder ein Jack Nicholson. Der Trailer erzählt von einem Rentner (Nicholson), dessen Tochter gedenkt, den falschen Mann zu heiraten, genau wie er x Jahre zuvor die falsche Frau.

Früher als erwartet, nämlich schon am 27. Februar, wie auch »About Schmidt«, startet »National Security«. Martin Lawrence und Steve Zahn in einer Cop-Komödie. Der Trailer war ganz witzig, aber der Streifen scheint mir kein unbedingtes Muss zu sein.
Für »Undercover Brother, der in die gleiche Kerbe schlägt (siehe Trailer), gibt es noch nicht mal einen deutschen Starttermin; in den USA lief er bereits letztes Jahr im Mai. Scheint wohl eine Video-Premiere zu werden.

Die Clips und der Trailer zu Solaris (ab 6. März) ließen mich zuerst befürchten, es würde sich um einen zweiten Sphere handeln, nur mit George Clooney statt Dustin Hoffmann. Bei Spiegel-online las ich kürzlich ein Interview mit dem Regisseur Steven Soderbergh (»Traffic«, »Ocean’s Eleven«): »Solaris« ist die Verfilmung eines Stanislaw Lem-Romans, und der Film soll ein extremer »Kopf-Film« sein. Hmm…

+++

So, nun noch zu zwei Vorschauen, die ich beim Stöbern auf apple.com/trailers gefunden habe:

»25 Stunden« (IMDB, Trailer)
Ein neuer Film mit Edward Norton. Eine Kriminal- und Drogen-Geschichte von Regisseur Spike Lee. Scheint eine interessante Geschichte zu haben, ab 15. Mai im Kino.

»Phone Booth« (IMDB, Trailer)
Regisseur Joel Schumacher (»8MM«, »Batman & Robin« »Falling Down«) erzählt eine etwas eigenartige Geschichte, die aber durchaus spannend sein kann: Ein Typ sitzt in einer New Yorker Telefonzelle fest, weil er von einem Scharfschützen bedroht wird. Scheint ein persönliches Ding zu sein.


Zum Abschluss: Wer mal wieder ein nettes Render-Filmchen sehen will: Robota

+++

Folgende Filme laufen aktuell oder demnächst im Kino, und stehen noch auf meiner »Noch anschauen«-Liste:
- Catch me if you can (seit 30.01.03)
- The Ring (seit 13.02.03)
- Goodbye, Lenin! (13.02.03)
- About Schmidt (ab 27.02.03)
- National Security (27.02.03)
- Solaris (06.03.03)
- Adaptation (13.03.03)
- The Core (03.04.03)
- Pi (17.04.03, Wiederaufführung)
- X2 (01.05.03)
- Anger Management (08.05.03)
- 25 Stunden (15.05.03)


Notiz für mich:
Filme, die in 2003 bereits im Kino liefen, und die ich noch nicht gesehen habe:
- 8 Mile
- 11′09″01
- One Hour Photo
- Analyze That
Vormerken für Kauf oder Verleih auf DVD.

Erschienen am Montag, 17.02.2003 @ 14:03 | Kommentare deaktiviert
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Sonntag, 02.03.2003

Nemesis, kurz & schmerzlos

An der Verzögerung zwischen dem Konsum des zehnten Star Trek-Films und dem jetzigen Erscheinen dieses Eintrags kann man schon ablesen, dass mich »Nemesis« nicht vom Stuhl gerissen hat. Ich sah den Film am 28. Januar im größten Saal des hiesigen Cinestar.
Eigentlich muss der wie immer exzellenten Kritik von Johannes Pietsch nichts mehr hinzugefügt werden; ich könnte sie hier seitenweise zitieren. Das macht man nicht, deswegen sage ich, dass ich sie zumindest unterschreiben könnte.
Die alte Gesetzmäßigkeit, wonach Star Trek-Filme mit ungerader Nummer nichts taugen (1, 3, 5, 7) und »gerade Filme« (2, 4, 6, 8) gut seien, gilt nicht mehr. »Nemesis« ist genau so lau wie der neunte Film aus dem Star Trek-Universum, »Insurrection« eher sogar noch schlechter. Das Problem von »Nemesis« ist, wie Johannes schon richtig feststellt, dass sich das Drehbuch inzwischen sehr weit von den Wurzeln von Star Trek verabschiedet hat und es nur noch um Action geht, aber nicht mal darin kann dieser Film glänzen, um zumindest noch das dünne Buch rauszureißen. »Nemesis« spielt fast den ganzen Film über nur an zwei Orten: Romulus und die neutrale Zone. Da genügt es nicht, zwei Raumschiffe auf Kollisionskurs zu bringen. Der Fiesling bleibt farblos, die Bedrohung durch ihn kommt nicht wirklich rüber, zu durchsichtig ist auch die um ihn herum gestrickte Geschichte.
Fazit: Wer »Nemesis« verpasst hat, muss nicht drum weinen. Wer sich noch einen Besuch des Films überlegt, sollte sein Geld lieber in bessere Filme investieren. Auf DVD werde ich ihn mir auch nicht kaufen.

Erschienen am Sonntag, 02.03.2003 @ 1:33 | Kommentare deaktiviert
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Sonntag, 16.03.2003

Broken Bow

Erwartungsgemäß stand ich um 3 Uhr ausgeschlafen wieder auf. Um halb eins klingelte öfter mal das Telefon, weiß nicht, ob meine Schwester zu Hause angerufen hat oder ob jemand ein Fax schicken wollte, ich drehte mich jedenfalls wieder rum (wenn’s meine Schwester war, konnte sich mein Vater um sie kümmern, der war noch wach).
Ich startete gleich durch mit der ersten Folge von »Enterprise«, »Broken Bow« (deutscher Titel: »Aufbruch ins Unbekannte«).

Dieser Pilotfilm der fünften Star Trek-Serie hat mir ganz gut gefallen. Er kommt allerdings nicht an einige der Hammer-Folgen aus TNG heran, zum Beispiel »Clues« (»Beweise«), »Tapestry« (»Willkommen im Leben nach dem Tode«) oder »Cause and Effect« (»Déjà vu«).
Etwas überraschend der völlig untypische Vorspann, ohne das Star Trek-Thema aber mit Gesang (Bryan Adams lebt). Der ruhige Vorspann von DS9 gefiel mir wesentlich besser. »Broken Bow« stellte alle wichtigen Charaktere vor und klärte über den Stand der Technik in der Serie auf. Sie spielt knapp hundert Jahre nach dem achten Film »First Contact«, also ungefähr 2150 (TNG spielt um 2370, TOS um 2260). Die Menschheit kam bereits vor zwei Generationen durch Zefram Cochrane in den Besitz des Warp-Antriebs, aber bis auf Transportflüge hat man’s noch zu nichts größerem gebracht. Die Sternenflotte wurde gerade gegründet (faszinierendes Detail: die Admiräle tragen unter der Uniform noch Krawatten) und die Enterprise NX-01 ist das erste Schiff der Sternenflotte. Auf der Erde gibt es Vulkanier und Dr. Phlox ist ein Cardassianer.
Die erste Folge ließ Spannung und Action nicht vermissen, war aber teilweise auch etwas vorhersagbar.

Mal sehen, wie sich die Serie weiterentwickelt und welcher Charakter noch besonders hervorstechen wird. In TOS war es Spock, in TNG Data, auf DS9 meiner Meinung nach das Duo Quark und Odo und auf der Voyager der Doktor.
Bislang, also ohne jetzt mehr von »Enterprise« gesehen zu haben, gefiel mir »Deep Space Nine« am besten. DS9 hatte eine, die einzelnen Folgen überspannende Geschichte, dennoch war jede Folge in sich abgeschlossen. Im Gegensatz zu VOY gab es bei DS9 darüber hinaus aber auch größere Zusammenhänge, zum Beispiel der Konflikt zwischen Bajor und Cardassia und die Bedrohung durch das Dominion. Ich hoffe sehr, dass »Enterprise« auch etwas mehr »außen herum« erzählt, zum Beispiel die Entwicklung der Sternenflotte und der Föderation aufzeigt, und dass es nicht wieder eine Serie wird, bei der nur ein Raumschiff durch den Weltraum schippert.

Ach ja, »Broken Bow« war bedeutend besser als der zehnte Star Trek-Film, »Nemesis«.

Erschienen am Sonntag, 16.03.2003 @ 6:10 | Kommentare deaktiviert
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»Das absolut sexieste Star-Trek-Wesen ever«

Nach Ansicht von Kai sei das Sub-Commander T’Pol (Jolene Blalock).
Mein Geschmack geht da in eine andere Richtung; T’Pol kann ich genauso wenig abgewinnen wie Uhura oder Dr. Kate Pulaski aus der 2. TNG-Season.

Meine Top 5 der »most sexiest women in space« sieht so aus:

  1. Nicole de Boer als Ensign Ezri Dax in DS9
  2. Nana Visitor als Major/Colonel Kira Nerys in DS9
  3. Jeri Ryan als Seven of Nine in VOY (auch nicht schlecht: South Trek)
  4. Denise Crosby als Lieutenant Tasha Yar in TNG
  5. Marina Sirtis als Counsellor Deanna Troi in TNG

Abgesehen von Star Trek: Amanda Tapping als Captain/Major Samantha »Sam« Carter in »Stargate SG-1« (vielleicht Platz 2,5?).

Erschienen am Sonntag, 16.03.2003 @ 8:10 | Kommentare deaktiviert
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Montag, 24.03.2003

»Shame on you«

Es freut mich besonders, dass Michael Moore gestern einen Oscar für seinen Dokumentarfilm »Bowling for Columbine« bekommen hat. In seiner Dankesrede hielt er sich dann erwartungsgemäß auch nicht an die Vorgabe, den Krieg oder Politik nicht zu thematisieren.

»We like non-fiction and we live in fictitious times. We live in a time when we have?fictitious election results?and a man sending us to war for fictitious reasons?we are against this war, Mr. Bush. Shame on you, Mr. Bush, shame on you.«

Bei Spiegel-online gibt’s alle Preisträger, Zitate, Bilder und einen ausführlichen Bericht.

Auch wenn »Chicago« sechs Oscars erhalten hat, werde ich mir diesen Film nicht ansehen.

Erschienen am Montag, 24.03.2003 @ 13:37 | Kommentare deaktiviert
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Samstag, 12.04.2003

Sitzen bleiben

Auf zelluloid.de, die sich auf Ain’t it cool News berufen, steht zu lesen:

»Ein erster Trailer von "The Matrix Revolutions" [soll] am Ende des zweiten Teils "The Matrix: Reloaded" zu sehen sein. Auf Wunsch der Regisseure Andy und Larry Wachowski müssen die Fans allerdings zuerst den 8-minütigen Abspann abwarten, bevor sie in den Genuß des Vorfilms kommen.«

Mich als Abspann-Fan freut das natürlich besonders!
Den Trailer zu Matrix 3 zu verpassen ist eine gerechte Strafe für alle, die schon beim ersten Anzeichen eines Abspanns fluchtartig den Saal verlassen.

Harry von Ain’t it cool News ist auch gut drauf:

»May is going to be one of those months that is so fucking good we’re going to need collective plastic surgery to get the geekgrins off our faces.«

Download des »final trailer« für »Reloaded« auf der offiziellen Website. Dort gibt es auch zwei TV-Spots: »Prophecy« und »I’m in«. Der Superbowl-Trailer und der erste Teaser sind bereits bekannt. Sehr vorbildlich: alle Trailer gibt’s auch in 640er Auflösung!

Mir gefällt der Superbowl-Trailer allerdings nach wie vor am besten.

Erschienen am Samstag, 12.04.2003 @ 22:32 | Kommentare deaktiviert
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Dienstag, 15.04.2003

Physiker-Masochismus

Gestern Abend telefonierte ich mit Micha, und wir entschieden uns kurzfristig, ins Kino zu gehen. Die Hinfahrt war sehr angenehm bei 15 Grad. Anderthalb Stunden später trafen wir uns vor dem CineStar, etwas später kam auch noch ein Physiker-Kollege von Micha dazu, Nils.

Wir suchten uns »The Core« um 23:10 Uhr aus, stapelten die Erwartungen bewusst tief und machten uns auf einen lustigen Film gefasst. Die Kritiken (Zelluloid-Gäste, Heinz, Johannes sind durchweg verheerend und lassen kein gutes Haar an dem Film. Außer uns waren nur noch drei weitere Leute im Kino.

In dem Streifen geht es darum, dass sich der innere Erdkern nicht mehr dreht und deswegen der Magnetismus etwas durcheinander kommt. Um den Motor wieder anzuwerfen, muss ein Gefährt ins Innere der Erde fahren, um dort ein paar Atombomben platzen zu lassen.

Um’s kurz zu machen: Es gab natürlich einige haarsträubende Momente, zum Beispiel die gute Funkverbindung zwischen der Basis und dem mehrere hundert Kilometer im Erdinneren fahrenden »Erdschiff« oder das »Ultraschall-Bild«, das das komplette Erdinnere zeigte und auch genau die Position des Schiffs angeben konnte. Insgesamt hat uns drei der Film jedoch positiv überrascht, da er nicht so schlecht war, wie wir erwartet hatten (ich würde sagen, auf einer Skala von 1 bis 10 mit 3 Punkten statt nur einem), und sogar noch besser als der totale Katastrophen-Film (in doppelter Hinsicht) »Armageddon«. Mehr muss man über diesen Film nicht erzählen; die Story habe ich oben in einem Satz zusammengefasst (das Ende trotzdem nicht verraten, falls ihn sich noch jemand antun will), ein Klischee jagt das nächste und natürlich überleben nicht alle Beteiligten den Film. Man verpasst absolut nichts, wenn man den Film nicht sieht.
Aber beim Rausgehen habe ich noch bei mir gedacht: Wenn das eine Bay/Bruckheimer-Produktion gewesen wäre und Aerosmith einen schnulzigen Abspann-Song beigesteuert hätte, dann wäre der Film sicher im ausverkauften großen Saal gelaufen. Das Marketing bei »The Core« war jedoch kaum wahrnehmbar.

Auf der Heimfahrt kurz vor 2 Uhr war es mit 10 Grad etwas frischer, aber immer noch sehr schön zu fahren.

Erschienen am Dienstag, 15.04.2003 @ 18:19 | Kommentare deaktiviert
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Mittwoch, 16.04.2003

Beim Googeln entdeckt

»Wir hatten 2 Beutel Gras, 75 Kügelchen Mescalin, 5 Löschblattbögen extrastarkes Acid, ‘nen Salzstreuer halbvoll mit Kokain und ‘n ganzes Spektrum vielfarbiger Uppers, Downers, Heuler, Lacher, 10 Liter Tequila, ‘ne Flasche Rum, ‘ne Kiste Bier, ‘nen halben Liter Äther und 2 Dutzend Poppers. Nicht, dass wir das alles für unsere Tour brauchten, aber wenn man sich erst mal vorgenommen hat, ‘ne ernsthafte Drogensammlung anzulegen, dann neigt man dazu, extrem zu werden…«

Wie konnte es passieren, dass ich den Film »Fear and Loathing in Las Vegas« noch nicht gesehen habe?
Davon ab ist natürlich »Requiem for a Dream« der beste Drogenfilm, dicht gefolgt von »Trainspotting«.

Das, wonach ich eigentlich gegoogelt hatte, habe ich aber nicht gefunden. Eine kleine witzige Story über ein Pyramiden»spiel«, die ich schon vor ein paar Jahren mal im Netz gesehen habe. Sinngemäß ging es darum, dass ein Mann seine Frau in eine Kiste verpacken und an jemand anderen schicken sollte. Daraufhin würde er 10 (oder so) weitere Kisten mit Frauen von anderen Leuten bekommen. Die Story endet irgendwie in der Art, dass vor dem Krankenhauszimmer des ersten Verschickers einige Dutzend weitere Kisten mit Frauen auf ihn warten.
Ich brauche die Story als »Veranschaulichung«/»Anekdote« zum Thema Kettenbriefe. Hat jemand diese Geschichte oder einen Link dorthin?

Erschienen am Mittwoch, 16.04.2003 @ 6:15 | Kommentare deaktiviert
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»Bevor Du stirbst, siehst Du den Ring.«

Ich bin noch einige Kommentare zu Kinofilmen schuldig, die ich in letzter Zeit gesehen habe. Mal schauen, wie weit ich komme; ich fange mal von hinten an.
Am 25.03.03 stand »The Ring auf dem Programm.
Gute Kritiken von Andreas und von Johannes haben mich neugierig gemacht, ebenso die 90%-Wertung von Heinz und die (inzwischen) durchschnittlich 86%-ige Bewertung von 71 Besuchern auf zelluloid.de.

Ohne zu viel zu verraten: Es geht um ein geheimnisvolles Video: Wer es sich ansieht, bekommt direkt danach einen Anruf und eine Stimme verkündet den Tod des Zuschauers nach sieben Tagen. Einige Fälle dieser Art hat es dann auch tatsächlich gegeben, so dass sich eine Zeitungsredakteurin des Falles annimmt.

Mir hat der Film gefallen, aber er hat mich auch verärgert. Gefallen hat er mir wegen seiner Inszenierung: Insgesamt sehr stimmig, viele Grautöne, beängstigende Soundeffekte, wirkungsvolle Bilder. Der Film ist ein Kunstwerk und man könnte ihn ohen Ton genießen (um von der Handlung nichts mitzubekommen und nur die Bilder auf sich wirken zu lassen) und man würde sich nicht langweilen. Zumindest jemand, der einen Sinn für eine derartig perfekte Inszenierung hat.
Auch wenn »Ring« (im deutschen Titel hat’s für den englischen Artikel nicht mehr gereicht) auf den ersten Blick eine etwas Klischee-hafte Story hat und man mit der Erwartung ins Kino geht, den fünftausendsten Teenie-Slasher zu sehen, und auch wenn die ersten Minuten des Films vermeintlich so anfangen wie in »Scream«: »The Ring« ist kein blutiger Teen-Horror-Movie und auch kein Schockerstreifen, bei dem man dem Kameramann zuschreien möchte, er möge doch bitte auf eine andere Brennweite umstellen, so dass man sieht, was sich hinter der Ecke verbirgt. Dieser Film bezieht seine Spannung daraus, dass gewissen Hauptdarstellen wegen der angesprochenen sieben Tage die Zeit davon läuft und man sie bei ihren Bemühungen beobachtet, das Rätsel zu lösen, um dem Tod doch noch von der Schippe zu springen. In diesem Sinne ist »The Ring« einer der unblutigsten Filme überhaupt.
Trotz meiner Begeisterung für die Optik hat mich Gore Verbinskis Werk aber, wie bereits erwähnt, auch verärgert. Der Zuschauer wird erfahren, was es mit dem ominösen Ring auf sich hat, aber der Film wirft insgesamt mehr Fragen auf, als er beantwortet. Ein Film, der ja in erster Linie eine gute Geschichte erzählen soll, kann gerne abgefahren sein und in seinem eigenen Erzähluniversum spielen, aber er muss bitte in sich schlüssig sein. Das Problem bei »The Ring« ist, dass er den Zuschauer am Schluss völlig sich selbst überlässt, aber nicht, um noch seinen Gedanken über die Genialität der Auflösung nachzuhängen. Stattdessen ist der Film dann einfach zu Ende und präsentiert eine Lösung für das Haupträtsel des Films, gleichzeitig gibt es aber auch riesige Fragezeichen. Denn um die Lösung zu »erzwingen«, um den Film enden zu lassen und das Haupträtsel zu lüften, macht er nicht minder kleine »Nebenrätsel« auf. Es ist ein Gefühl von: Der Film schafft Fakten, sonst kann er nicht beendet werden. Ein Gefühl von »das ist halt so.« Und wenn ich bei einem Film eines nicht leiden kann, dann ist es genau dieses Gefühl, mit seinen Fragen im Regen stehen gelassen zu werden. »The Ring« löst ein Rätsel, der Preis dafür ist allerdings, dem Zuschauer gleich ein halbes Dutzend neue dafür zu geben.
Das macht diesen Film leider etwas… obskur. Zwar brillant photographiert, aber mit der Logik nimmt man’s zum Schluss hin nicht mehr so genau. Statt das Drehbuch-»Netz« zu entwirren, schneiden es die Autoren einfach durch.

Letzte Sache, die ich mir nicht verkneifen kann: Naomi Watts macht eine gute Figur!

Erschienen am Mittwoch, 16.04.2003 @ 13:29 | Kommentare deaktiviert
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Dienstag, 22.04.2003

Nachgeladen

Der zweite Teil der Matrix-Trilogie kommt bald in die Kinos. Zwar wollen die Wachowski-Brüder freilich Geld verdienen, aber ich möchte trotzdem betonen, dass Matrix von Anfang an als Dreiteiler geplant war; hier hat man es also nicht unbedingt mit einem lauwarmen Fortsetzungsaufguss zu tun, bei dem eine 2 hinter den Namen geklebt wird.
Der erste Teil hat 1999 mit der Erfindung von »Bullet Time« Maßstäbe in der Tricktechnik gesetzt. Nicht nur, dass diese Szene in Filmen wie »Shrek« und Klamauk-Streifen wie »Scary Movie« oder »Rent-A-Man« zitiert wurde. Kein noch so halbgarer Action- oder Martial Arts-Film kam nach dem Erscheinen von Matrix ohne den gleichen Effekt aus.
Abgesehen von den atemberaubenden Effekten wusste Matrix auch durch die Story zu begeistern: Was den Einsatz von Computern in diesem Film betrifft, stellte man sich nicht ganz so dämlich an wie z.B. in »Passwort Swordfish« und ungezählten anderen. Dazu kam eine verrückte Story darüber, wie die Welt von Maschinen beherrscht wird, dass Menschen nur Batterien sind, die die nötige Energie liefern, und dass es einige Leute gibt, die dagegen rebellieren und der Matrix auf die Schliche gekommen sind und sie für sich benutzen. Das ganze gemixt mit Elementen aus der Bibel (Trinity, der Auserwählte, Zion), dem Altertum (Nebkukadnezar), der griechischen Mythologie (Morpheus ist der Gott des (Traum-)Schlafes), philosophische Bezüge (Platos Höhlengleichnis, Descartes…), Superman, »Alice im Wunderland« (»Follow the white rabbit«), Martial Arts und eben ein bisschen Geeksprache (Cypher, Switch). Dadurch »funktioniert« der Film auf mehreren Ebenen.
Außerdem gab es coole schwarze Kleidung in rauen Mengen und nette Aufnahmen von Trinitys hautengen Kostümen, die die männlichen Zuschauer begeisterte.

Szene aus dem Trailer zu 'Matrix: Reloaded'.
Da gerät das Blut in Wallung

Kurz bevor am 22. Mai die Fortsetzung der Geschichte in die Kinos kommt, möchte ich auf einige neue und alte Artikel zu den Filmen hinweisen.
Über »Matrix: Reloaded« gibt es zum Beispiel Lektüre bei Spiegel-online (»Lust auf schwarze Ledermäntel?«) und bei Wired (»Matrix2«). Während der erste nur kurz die Geschichte des ersten Teils zusammenfasst und einen Ausblick auf den zweiten Teil gibt, geht der Wired-Artikel tiefer und berichtet über die Entstehung der Special Effects sowohl des ersten als auch des zweiten Teils. Der »Bullet Time«-Effekt, bei dem in Zeitlupe um ein oder zwei Personen herum gefilmt wird, war erst der Anfang. Reloaded wird den »Burly Brawl«-Effekt einführen, bei dem Neo mit über hundert Agenten gleichzeitig kämpft. Die Szene wird das Kampfgeschehen wieder in einer 360 Grad-Sicht zeigen, aus der Distanz, aber auch mitten aus dem Geschehen. So eine Szene kann gar nicht gefilmt werden, da das physisch nicht möglich ist. Deswegen entstand die Szene komplett im Computer; aber anders als bei den ersten beiden »Star Wars«-Episoden beschränkte sich die Effects-Crew um John Gaeta nicht auf tollpatschige Aliens im Knetgummi-Look, sondern sie zeigen menschliche Mimik, und das ist schwer. Ein äußerst lesenswerter Artikel! Übrigens, der Campanile-Film, der für »Bullet Time« die Grundlage bildete, gibt es bei debevec.org.

Zum ersten Film gibt es auch noch eine Reihe Artikel (die ich wegen ihres Umfangs selbst allerdings noch nicht ganz gelesen habe):
Leute von der Uni München (LMU) haben sich mit verschiedenen Aspekten des 1999er Films befasst. Es gibt zwei Artikel:

  1. Überlegungen zum Konstruktionsprinzip von Matrix und der Notwendigkeit von Religion
  2. Die Aporie [Ausweglosigkeit] eines Freiheitskampfes

Ein gewisser »Dew« hat auf seiner privaten Homepage noch einige Beobachtungen und Trivias zum ersten Film zusammengeschrieben (alle Englisch):

Aus den Beobachtungen geht sehr deutlich hervor, dass die Wachowski-Brüder in Matrix nichts dem Zufall überlassen haben.

Erschienen am Dienstag, 22.04.2003 @ 10:57 | Kommentare deaktiviert
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Donnerstag, 01.05.2003

Becker von Mittwoch

Becker: Morgen. Schön Euch zu sehen.

Bob: Oh, das ist aber nett, Becker.

Becker: Ich sprech’ mit meinen Zigaretten.

Erschienen am Donnerstag, 01.05.2003 @ 2:49 | Kommentare deaktiviert
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Becker von Dienstag


Becker: Oh, es überrascht mich, dass Sie gekommen sind.

Patient: Mich überrascht es, dass Sie Arzt sind. Ich dachte Ihr Beruf ist es, mich zu quälen.

Becker: Nein, das ist nur mein Hobby.

Erschienen am Donnerstag, 01.05.2003 @ 3:35 | Kommentare deaktiviert
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Sonntag, 11.05.2003

Wired-Leser wissen mehr

Im Spiegel der kommenden Woche findet sich ein Artikel über die Spezialeffekte der Matrix-Fortsetzungen und die Arbeit von John Gaeta. Wer vor ein paar Wochen schon einen entsprechenden Wired-Artikel gelesen hat, erfährt jedoch nichts Neues. Ich weiße auch nochmal auf das umfangreiche Newsweek-Special hin.
Eine ausführliche Erzählung der Geschichte um die Matrix findet sich in den Animatrix-Filmen, die ebenfalls von den Wachowski-Brüdern stammen.

Erschienen am Sonntag, 11.05.2003 @ 18:06 | Kommentare deaktiviert
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Montag, 12.05.2003

Kurierdienst

Am Sonntag-Abend war ich im Kino; auf dem Programm stand »The Transporter (siehe auch zelluloid.de) von Corey Yuen (Buch und Produktion von Luc Besson). Laut Programm-E-Mail in Originalfassung, an der Kasse stellte sich dann jedoch heraus, dass er auf Deutsch lief, als ich fragte, ob »Originalfassung« Englisch oder Französisch bedeuten würde. Auch Recht. Der Film hat mir gefallen. Das fing schon mit dem netten Titeldesign an. Insgesamt zwar relativ seichte, aber rasante Action: Verfolgungsjagden, Schusswechsel, Martial Arts. Der Plot ist schnell erzählt: Frank Martin, gespielt von Jason Statham, einem Doppelgänger von John Malkovich (der gestern in »Jonny English« zu sehen war), ist der Transporter. Er transportiert heiße Ware für die bösen Jungs, ohne Fragen zu stellen. Dabei handelt er nach drei Regeln:

  1. Never change the deal.
  2. No names.
  3. Never look in the package.

Er fährt einen 7er BMW und beherrscht das Fahrzeug so, als hätte er sich 30 Jahre lang nicht vom Lenkrad gelöst. Bezahlt wird in großen Euro-Scheinen (man ist schließlich in Frankreich), die Hälfte gleich, die andere Hälfte nach dem Job. Um’s abzukürzen: Er verletzt seine eigene dritte Regel und bekommt deswegen ein bisschen Ärger. Außerdem ist ihm ständig ein Polizist im Nacken, der ahnt, dass hinter der Fassade des Frank Martin mehr steckt, als dieser selbst zuzugeben bereit ist.
Frank Martin bereitet sich akribisch auf seine Aufträge vor, hat einen Wagen mit allen Extras und ein Haus, das ebenfalls keine Wünsche offen lässt, sowie einige Rückversicherungen in peto. Dazu eine gewisse Coolness: Der Film beginnt mit einem Transport-Job. Frank startet den Wagen und hört sich Mozart an, während er zur vereinbarten Zeit am vereinbarten Treffpunkt ist, einer Bank in der Innenstadt von Nizza. Als vier Leute zu ihm in den Wagen steigen, weigert er sich, loszufahren. Es waren schließlich nur drei Personen mit einem Gesamtgewicht von 254 Kilogramm vereinbart, er hat seine Stoßdämpfer entsprechend eingestellt und am Deal wird nicht nachverhandelt. Erst als der Anführer einen seiner Komplizen erschießt und ihn die anderen beiden von der Rücksitzbank stoßen, fährt Frank Martin los.

Mir hat der Trailer schon zugesagt und der Film begann, wie bereits erwähnt, mit Eye-Candy-Titles und im breiten Format von 1:2,35 vielversprechend. Außerdem habe ich ein Faible für freiberuflich tätige Selbstständige, sei es nun John Cusack als Martin »Ich bin Profikiller.« Blank in »Grosse Pointe Blank«, Silvester Stallone in »The Specialist« oder Stallone und Banderas in »Assassins«, dort ebenfalls als Profikiller. Und natürlich, nicht zu vergessen, Jeon Reno als »Léon — Der Profi«, gegen den der Transporter natürlich nicht ankommt.

Wer seine Erwartungen nicht all zu hoch steckt, kann kurzweilig unterhalten werden. Mir hat’s gefallen, klarer DVD-Kandidat. Die Code 1-DVD ist bereits in den USA erhältlich.

Erschienen am Montag, 12.05.2003 @ 3:40 | Kommentare deaktiviert
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Montag, 26.05.2003

Anschauen

Nächste Woche Montag, am 2. Juni, zeigt Pro7 ab 23:45 Uhr alle neun Animatrix-Kurzfilme am Stück. Die Animatrix setzt die Geschichte um die Matrix in Zeichentrick-Filmen (Animes) fort und erklärt auch, wie es zur Niederlage der Menschheit gegen die Maschinen gekommen ist.
Ich habe bislang nur den ersten von vier auf der Website intothematrix.com zum Download angebotenen Filme gesehen, aber der war gut (und als Hintergrundinfo zur Story sehr zu empfehlen).

Quelle: DWDL, gesehen bei Markus.

Erschienen am Montag, 26.05.2003 @ 12:32 | Kommentare deaktiviert
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Dienstag, 27.05.2003

»Are you the Gatekeeper?« — »Are you the Keymaster?«

Kurz nach 20 Uhr am Montag brachen wir auf, Abendessen. Wir gingen ins »Edison & Co.«, eine sehr nette Kneipe in München, nahe der U-Bahnstation Rotkreuzplatz. In einer Ecke gibt es eine kleine Bibliothek, in einer anderen einen Sekretär oder eine alte Glasvitrine aus dunklem Holz; überall hängen Bilder bekannter Erfinder und Entdecker. An der Tür zum Herren-WC weißt ein Bild von Edison den Weg für die Herren, bei den Damen ist es Marie Curie. Die Speisekarten sind von dünnen Holzplatten eingebunden. An Musik wird Rock und Pop der 70er bis 90er gespielt, aber sehr leise, so dass man sich in angenehmer Athmossphäre unterhalten kann. Die Speisekarte ist auf der Website online; ich nahm einen Standard-Burger ohne Tomate. Mit 8,90 Euro inkl. Pommesbeilage (Echte Pommes! In München! Keine ungeschälten Kartoffelecken!) nicht gerade preiswert, aber lecker. Im Erlanger Fellini’s gibt’s das für die Hälfte, für 4 Euro 50.

21:45 Uhr, wir sind am Cinema. Das Cinema zeigt vorwiegend englischsprachige Filme. Es gibt nur einen großen Saal ohne ansteigende Sitzreihen und mit Klappsitzen, aber das Publikum ist angenehm (es gibt mitunter Szenenapplaus im Saal) und die Filme laufen eben auf englisch in gutem Sound, was nicht selbstverständlich ist für München. In Sachen Kino ist München ziemlich unterentwickelt und ein richtiges Dorf. Zehn Jahre nach dem Hype gibt es seit letzter Woche nun auch in München ein Multiplex-Kino, der Mathäser der Kinopolis-Kette (das Maxx mit seinen popeligen sieben Leinwänden zählt nicht). Bessere Kinos, aber selbst im Vergleich zu Erlanger Kinos eher Klitschen, sind die »Kinos Münchner Freiheit« und das Royal am Goetheplatz. Ich komme weiter unten nochmal auf den Mathäser zu sprechen; nun erstmal zum zweiten Teil der Matrix-Trilogie.

Der Saal für »Matrix: Reloaded« war bis auf den letzten Platz ausverkauft. Werbung um 21:55, zum Ende hin wurde das Licht gedimmt. Dann der Gong, der zum Beginn der Vorstellung rief, das Licht ging ganz aus und einige englische Trailer wurden gezeigt, unter anderem zu »Bruce Almighty«. Ein THX-Trailer (»Terminator«) und Film ab.
Nachdem der erste Teil den Zuschauer in die Story um die Matrix und die unterjochte Menschheit einführte, aber weitere Fragen zur größeren Einbettung und zum Beispiel zur sagenumwobenen unterirdischen Stadt Zion unbeantwortet ließ, befasst sich »Matrix: Reloaded« nun mit genau diesen Punkten. Meine hohe Erwartungshaltung wurde im Vorfeld bereits etwas gedämpft als ich Meinungen über den Film hörte und las, die von einem relativ langweiligen Streifen sprachen. Tatsächlich wird auch viel geredet, man fühlt sich fast ein wenig an »Herr der Ringe« erinnert. Der Zauber des ersten Teils ist verflogen, allerdings weiß der Zuschauer ja nun auch, wer Morpheus und was die Matrix sind. Der neue Film hat viele Textpassagen, einige intime Szenen zwischen Trinity und Neo (wie formulierte es jemand so schön: »Es wurde nur gekämpft und geküsst.«) und ist mit mehr Martials Arts-Action als im ersten Teil fast schon ein halber Eastern. Manche Szenen wirkten arg aufgesetzt und überflüssig, zum Beispiel der Besuch Neos beim Orakel oder die sehr lange Burly Brawl-Szene (halb so lang hätte es auch getan). Das »Superman-Thing«, das es bereits im Trailer zu sehen gab, komplett lächerlich. Darüber hinaus gibt es Eye-Candy in Form von beeindruckenden Special Effects. Allerdings war vieles aus dem ersten Teil schon bekannt und war somit nicht mehr überraschend; es gab halt Bullet-Time bis zum Abwinken. Die Verfolgungsjagd war jedoch ein Augenschmaus ersten Ranges.
Trotzdem: Es gab Action, es gab Special-Effekte, die Story wurde fortgesetzt und es gab auch drei, vier Schenkelklopfer. Unzweifelhaft war der 1999er Matrix aber weitaus besser. Ich bin dennoch neugierig auf den dritten Teil, und wie die Story weitergesponnen wird. Der zweite Film endete mit einem Cliffhanger, der erst im November aufgelöst wird…

Links zu Matrix-Kritiken und Infoseiten:
- Spiegel 20/03: »Herr der Bilder«
- Spiegel 21/03: »Die große Illusion«
- Spiegel-online: »Der Schein trügt sich selbst« (Achtung, Spoiler!!)
- Sueddeutsche.de
- Telepolis: Philosophieren in Bullet-Time
- Salon.com
- FM4 (via Kai)
- Kritik von Anke Gröner (via Kai)
- Kritik von Heinz

- Kniebes-Weblog
- widepipe-Weblog
- Kottke-Weblog
- Feralblog


Das Cinema zeigte nach dem Abspann nicht mehr den Teaser-Trailer zu »Matrix: Revolutions«. Aber was soll’s, kennen wir eh schon!   :-)

Letzte Empfehlung: Matrix XP, ein ziemlich gut gemachter Fan-Film mit einigen Brüllern (inkl. Trailer und Outtakes).

Heute war ich nach der SAE nicht mehr im Büro, denn die drei Kollegen waren unterwegs, um den Mietvertrag für das neue Büro zu unterschreiben. Ich aß einen Happen im McDonald’s am Stachus und ging dann zu Fuß zum Hauptbahnhof (ist nicht weit, eine U-Bahn-Station). Den neuen Mathäser erreicht man auch durch das riesige Untergeschoss des Stachus-Einkaufszentrums, unter dem sich je eine weitere Ebene für S- und U-Bahn befinden. Witzig ist, dass ich bereits letzte Woche am Mathäser vorbeiging, mir aber nicht auffiel, dass da jetzt ein neues Kino drin ist. Ich kannte die Baugrube noch von 1999/2000 und mir ist letzte Woche schon aufgefallen, dass da jetzt ein fertiges Haus steht. Aber ich verbuchte es unter »neuer, großer Modeladen« und sah es mir nicht näher an. Auch von der anderen Straßenseite aus ist der Mathäser nicht gerade prominent als Kino zu erkennen; das übergroße Matrix-Plakat könnte schließlich auch an jedem anderen Gebäude hängen, da muss nicht notwendigerweise ein Kino drin sein. Ansonsten nirgendwo eine Aufschrift »Kino« oder eine Info über die laufenden Filme. Im Unter- und Erdgeschoss befinden sich tatsächlich auch Läden; ins Kino kommt man erst über das erste Obergeschosss. Auf 19.000 m2 gibt es 14 Kinosäle mit 4.283 Plätzen, sowie 17 Ladenlokale und drei Bars. Der Süddeutschen Zeitung (u.a. 1, 2, 3) war zu entnehmen, dass der größte Saal über 800 Plätze bietet und dass Jim Carrey zur Deutschlandpremiere von »Bruce Almighty« einlaufen soll. 826 Plätze im größten Saal (Nummer 6) sind durchaus beeindruckend viel, aber als Franke darf ich darauf hinweisen, dass das Nürnberger CineCitta nach wie vor das größte Kino Deutschlands ist, gemessen an der Anzahl der Leinwände (20 Leinwände plus 1x IMAX und 1x MAD-Simulationskino) und meines Wissens auch bezüglich der Anzahl der Sitzplätze (5.000; außerdem 3 Restaurants, 13 Bars und Open Air-Kino im Sommer). Weitere große Säle in Bayern: Cinemaxx Augsburg mit 626 Sitzen in Saal 3, CineCitta Nürnberg mit 547 in Kino 1 und CineStar Erlangen mit 464 Plätzen in Kino 2.
Ich werde mir sicher mal einen Film in Münchens neuem Kino ansehen und dann wieder berichten.

Carrie-Anne Moss als TrinityNachtrag (28.05.03, 15:05 Uhr): Übrigens liefe im Mathäser »Matrix: Reloaded« auch in Originalfassung. Holger, evtl das nächste Mal den Mathäser gegenüber dem Cinema vorziehen?

Das wichtigste bei meiner Matrix-Kritik habe ich fast vergessen: Carrie-Anne Moss als Trinity. Lecker, lecker, lecker! Ein schwarzer, hautenger Lack- und Latex-Dress. Ummmhh…

Auch bemerkenswert, dass im Abspann die Beteiligten in alphabetischer Reihenfolge aufgeführt werden (wie auch z.B. in »Traffic«).

Letzte Sache: Falls jemand nochmal den Monolog des graubärtigen Manns zum Schluss des Films nachlesen will: Spoilers ahead.

Erschienen am Dienstag, 27.05.2003 @ 23:52 | Kommentare deaktiviert
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Donnerstag, 29.05.2003

Die endgültige Filmkritik zu »Matrix: Reloaded«

Die besten Filmkritiken überhaupt, mit stets gleichbleibender Qualität, schreibt Johannes Pietsch für die filmfacts-Website von Andreas Edler.
Wie immer braucht man seinen Kritiken eigentlich nichts hinzuzufügen. Ich darf seinen Bericht über Reloaded, der einige Tage nach meinem Eintrag erschien, sehr empfehlen (Achtung, es gibt Spoiler!).

Nachtrag (30.05.03, 01:15 Uhr): Was mir im Film noch aufgefallen ist: In der richtigen Welt laufen alle Menschen in ihren Raumschiffen und in Zion in gammeligen Klamotten rum, die seit Jahren kein Wasser mehr gesehen haben. Die Raumschiffe werden duch Rost zusammengehalten, einzig die Arbeitsplätze der Operatoren mit ihrem halben Dutzend Displays (haben will…) haben etwas modernes. Warum aber tragen die Leute in Zions Torverwaltung dann blütenweise Kleidung, wie sie nicht mal die Senatoren tragen, und sind mit modernster Technik ausgestattet, mit Benutzeroberflächen, die denen an Bord der Schiffe um Jahrzehnte voraus sind?

Erschienen am Donnerstag, 29.05.2003 @ 23:57 | Kommentare deaktiviert
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Donnerstag, 05.06.2003

Niles Crane

Eine der Serien, die ich derzeit besonders gerne sehe, ist »Frasier«. Dr. Frasier Crane, die Hauptperson der Serie, ist Psychologe und moderiert eine Call-in-Show im Radio. Sein Bruder Niles ist ebenfalls Psychologe. Der Vater, Marty Crane, ist pensionierter Polizist und der einzig Normale in der Familie. Seine beiden Söhne hatten schon als Kinder Interesse für Opern und sind als erwachsene Mitt-Dreißiger Wein-Kenner, Gentlemen, an Kunst interessiert und ein klein wenig Snobs. Ein Zitat aus der heutigen Folge macht das vielleicht deutlich. Niles bestellt im Café Nervosa einen Kaffee:

Niles: Einen doppelten Cappucino, koffeinfrei, Magermilch; der Schaum soll ästhetisch angenehm wirken aber nicht so viel, dass man davon einen Schnurbart kriegt.

Kellner: Mit Zimt oder Schokolade drauf?

Niles: Junge, machen die das wieder kompliziert! Mit Zimt.

Erschienen am Donnerstag, 05.06.2003 @ 2:01 | Kommentare deaktiviert
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Samstag, 14.06.2003

Fury in the Slaughterhouse

Nur ein paar Worte zum Film »28 Days later«, den ich am Donnerstag mit meinem alten Zivi-Kollegen Gerd gesehen habe.
Wir trafen uns kurz nach halb sieben am Kino (CineStar Erlangen) und kauften dann erstmal die reservierten Karten. Ich habe mich etwas über den Preis gewundert: 5,40 Euro; so viel, wie umgerechnet pro Film beim »5-Sterne-Ticket« für 27 Euro. Ich dachte, dass es unter der Woche teurer sei. Anschließend liefen wir weiter in die Innenstadt, zum Neustädter Kirchplatz. An der gegenüberliegenden Weißen-Herz-Straße befindet sich in Hausnummer 8 das italienische Restaurant »Bajazzo« (Klaus’ alte Wohnung war übrigens nur eine Tür weiter). Das Bajazzo gilt gemeinhin als teuer, aber ich muss sagen, dass man bei einer Salami-Pizza für 6 Euro noch nicht meckern kann. 0,4 Liter Spezzi zu zwo-achtzig. Eine große, dünne und sehr gute Holzofen-Pizza; das Bajazzo werde ich mir auf jeden Fall merken.
Kino 1 im CineStar war zu etwa 3/4 gefüllt, doch recht gut angesichts von über 30 Grad, Sonnenschein und dem Berg.

Zum Film: Der Fahrradkurier Jim wacht nach einem Sturz in einem Krankenhaus auf. Er sieht sich um. Niemand da im ganzen Haus. Er geht auf die Straße: leer. Es fahren mitten in London keine Autos, es gibt nur vereinzelt liegen gebliebene Fahrzeuge und vor allem, es gibt nirgendwo Menschen. Im weiteren Verlauf stellt sich heraus, dass eine Epidemie wütete, die Menschen nach Blutkontakt innerhalb weniger Sekunden in Zombies verwandelt. Jim schließt sich einer kleinen Gruppe Überlebender an, um sich in dieser neuen Welt von Anarachie, Chaos und dem Zusammenbruch jeder gewohnten Ordnung zurechtzufinden.

Insgesamt hat mich dieser neue Film von Regisseur Danny Boyle nicht überzeugt. Seine älteren Filme wie »The Beach« oder Trainspotting« waren in ihrem jeweiligen Genre besser. Mir haben in »The Beach« die Landschaften und die Geschichte gefallen, »Trainspotting« gefiel durch einen eigenen, trockenen Humor aber überzeugte auch durch die Darstellung des Drogenmissbrauchs. »28 Days later« erschüttert aber durch exzessive Gewaltdarstellungen, die nicht hätten sein müssen, vor allem zum Schluss hin. Schon durch die Erzählung und die Andeutungen wurde klar, worum es in diesem Film geht und er wäre noch beklemmender gewesen als die Kindervorstellung von »Postman«. Aber gut, zugestanden: Der Anfang, in dem Jim durch die Straßen irrt, ist durchaus sehr bedrückend, durch das Fehlen jeglicher musikalischer Untermalung und das erst sehr späte Einsetzen und die Steigerung eines Rockmusik-Stücks.
Überhaupt, eines haben die drei genannten Filme von Boyle gemeinsam: Die Musikauswahl ist exzellent. Auf meiner Festplatte (und in meinem Schrank) finden sich bereits die Soundtrack-Alben von Beach und Trainspotting, und die CD zu »28 Days later« werde ich mir auch nochmal genauer anhören. Übrigens wurde der Instrumental-Song »An Ending (Ascent)« von Bono bereits in »Traffic« von Steven Soderbergh verwendet, meiner Meinung nach dem besten Film des Jahres 2001 (1, 2). In Traffic wurde Bonos Stück aber sehr stimmig im Abspann eingesetzt, während es in 28dl, vor allem als Traffic-Kenner, etwas deplaziert wirkte. »An Ending« ist einfach eine Abspann-Musik.

Eine gute Kritik zu 28dl gibt es von Andreas.

Die Gruppe Überlebender muss sich übrigens nicht 112 Minuten durch Zombie-Horden durchkämpfen. Man hat eher mit dem Verfall der letzten Ordnung zu tun.

Nachtrag (16:57 Uhr): Die Adresse des Bajazzo:
Weiße-Herz-Str. 8, 91054 Erlangen
fon: 09131 – 24653

Erschienen am Samstag, 14.06.2003 @ 16:14 | Kommentare deaktiviert
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Montag, 30.06.2003

Zwei Filme, wie sie unterschiedlicher nicht sein können

Ich bin noch zwei Berichte zu Filmen schuldig: »Old School« von Sonntag vor einer Woche und »Hero« von Mittwoch.

Bei »Old School« (Trailer) war ich etwas skeptisch. Es schien auf den ersten Blick nur eine weitere High School/College-Komödie zu sein, aber ich wagte es trotzdem, mir den Film ganz allein im Kino anzusehen. Und wurde belohnt: Ja, es ist eine College-Komödie, aber eine gute. Drei Männer Anfang 30 ziehen in ein Haus auf dem Campus einer Uni ein. Allerdings ist die Vermietung des Hauses zweckgebunden: Es darf nur für Zwecke der Universität verwendet werden. Die Lösung? Die drei gründen eine Studentenverbindung. Der weitere Verlauf ist schon aus tausend anderen Filmen bekannt: Alles geht schief, Typ bekommt von seinem Mädchen eine vor den Latz und der Dekan will gegen die Verbindung vorgehen. Der Film steuert natürlich auf ein Happy End hin, aber der Weg dahin ist durchaus amüsant. Will Ferrell und Kollegen sorgen für einige Lacher, die sich, im Gegesatz zum Konkurrenten »Van Wilder« (deutscher Titel: »Party Animals«) größtenteils über der Gürtellinie bewegen.
Dass Ehemänner, Anwälte und Ladenketten-Besitzer eine Studentenverbindung gründen und auf die Sahne hauen, sorgt im ausgelutschten College-Movie-Genre durchaus für Abwechslung, ist aber eigentlich nur noch ein letztes Zucken eines toten Genres. Für die nächsten Jahre reicht’s jetzt wirklich. Falls sich jemand vor der hoffentlich einbrechenden College-Movie-Flaute noch einen Film dieser Gattung ansehen möchte, dann kann man jedoch durchaus bei »Old School« zugreifen, der nochmal für einen kurzweiligen Abend sorgen kann.

Letzten Mittwoch war ich abends nach meiner Rückkehr aus München mit Micha und Markus in »Hero« (Trailer). Es handelt sich um einen chinesischen Film (deutsch synchronisiert), der die Geschichte um einen mächtigen König vor 2.000 Jahren erzählt, der das Potential hat, die sechs Königreiche zu einem Kaiserreich China zu vereinen, aber sich auch ständigen Anschlägen ausgesetzt sieht. Er lässt aus Sicherheitsgründen jeden Besucher höchstens hundert Schritte an sich heran. Die Geschichte erzählt vom »Namenlosen«, einem Beamten aus der Provinz, der es nach zehnjährigem Schwertkampf-Studium geschafft hat, die zwei gefährlichsten Gegner des Königs zu töten. Der Namenlose wird zum Hof des Königs von Qin eingeladen um dem König zu berichten, wie der Held im Stande war, die beiden Attentäter auszuschalten.
Mir hat »Hero« wesentlich besser gefallen als das von allen über den grünen Klee gelobte »Tiger and Dragon«. Ich fand in TaD die Geschichte eher fad und, obwohl es ein Märchen war, störte mich sehr, wie die Akteure über den Baumwipfeln schwebten. Das gibt es in Hero zwar auch, aber nicht in diesem Umfang. In Hero gefiel mir, wie sich die Geschichte mit der Zeit zusammenfügte und nach einigen Wendungen klarer wurde. Außerdem wusste das Spiel mit Farben zu begeistern. Jede der in fünf Variationen erzählten Geschichten wurde komplett in einer symbolhaften Farbe gehalten: Gelb, Rot, Grün, Blau, Weiß. Darüber hinaus eine exzellente Kamera und ein brillanter Schnitt, die die Schwertkämpfe gekonnt in Szene setzen (beste Szene: die Blätter).

Zwei lesenswerte Artikel zu diesem Film:
- Meister aller Klassen (Spiegel-online)
- Die Liebkosung der Erde mit den Fußsohlen (SZ)

Erschienen am Montag, 30.06.2003 @ 2:11 | Kommentare deaktiviert
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Montag, 28.11.2005

Kino in der Krise?

Am Wochenende erschienen in der Süddeutschen und im Spiegel fast gleichlautende Artikel zur Lage des Kinos:

Hintergrund: Das Jahr 2005 lief für die Lichtspielhäuser so schlecht wie seit Jahren nicht: In den USA liegen die Einnahmen per 25.11. um 7% unter dem Vorjahr, der stärkste Umsatzrückgang seit 20 Jahren. In Deutschland brechen die Umsätze der Multiplexkinos ein; insgesamt wurden von Januar bis Juni 16% weniger Eintrittskarten verkauft als im gleichen Vorjahreszeitraum.
Die Ursachen machen die beiden Artikel von Fritz Göttler und Julia Bonstein in einer sich wandelnden Kinokultur aus: Die Multiplexkinos für junge Leute im Flughafenterminal-Ambiente sind nicht mehr gefragt, eher das gediegene Kinoerlebnis mit anspruchsvoller Unterhaltung für die Generation Golf.

Der Artikel von Tobias Kniebe geht in eine andere Richtung: Einmal die alte Kritik an den Filmen selbst: Mit »Superman Returns«, »Mission Impossible 3« und »X-Men 3« kann man eben keinen Blumentopf mehr gewinnen. Auf der anderen Seite verändert sich derzeit auch die »Verwertungskette« stark: Manche Filme sind inzwischen auf DVD erfolgreicher als im Kino.

»Video-on-Demand, DVD-Verleih im Internet, High Definition TV, Portable Playstations, Beamer, Flachbildschirme, Home Theatre – die Zahl der Kanäle, auf denen Hollywood seine Ware verkauft, nimmt ständig zu, überall werden heftige Steigerungsraten verzeichnet.
Und das ist die eine Erkenntnis aus der Krise, an der kaum noch zu zweifeln ist: Es wird ernst für das Prinzip Lichtspielhaus, für das Gruppenerlebnis im verdunkelten Zuschauerraum.«

Was Kino betrifft, bin ich ein Heavy User: In diesem Jahr waren es bislang 44 Kinobesuche. Ich verfolge die Entwicklung deswegen auch mit Interesse, sehe es aber persönlich nicht so kritisch. Ich mag Kino: Die große Leinwand, der gute Sound, der bequeme Sessel, der Saal. Filme dann sehen, wenn sie aktuell sind, und nicht zwei Jahre später im Fernsehen mit Werbeunterbrechungen und im falschen Bildformat oder auf teuren DVDs.
Vielleicht passt Kino für viele auch nicht mehr in unsere Zeit. Noch einmal Tobias Kniebe:

»Niemand will es hoffen – aber 2005 könnte tatsächlich das Jahr werden, das mit normalen Erklärungen nicht mehr zu fassen war: Das Jahr, in dem die überzeugten Kinogänger, vergleichbar den Vinylsammlern, endgültig den langen Marsch zum puristischen Connaisseur antrat – während die Zapping- und Multitasking-Gesellschaft ihrerseits begann, sich von einer ihrer letzten Zumutungen zu verabschieden: Sich zwei Stunden lang im Dunkeln nicht vom Fleck zu bewegen, weder vor- noch zurückzuspulen – und sich wirklich zu konzentrieren.«

Mal sehen, welcher Film dieses Jahr bei mir das Rennen um den besten Film gewinnt. In der engeren Wahl:

  • Shaun of the Dead
  • Garden State
  • Batman begins

Erschienen am Montag, 28.11.2005 @ 14:02 | Kommentare deaktiviert
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Donnerstag, 25.01.2007

Road to the Oscars

Am Dienstag wurden die Nominierungen für die 79. Academy Awards bekannt gegeben (oscars.org, imdb.com).
Nominiert für den besten Film sind:

Die meisten Nominierungen (acht) erhielt dagegen »Dreamgirls«. »Babel« wurde siebenmal nominiert.

Für den Preis des besten Films setze ich mein Geld auf »The Departed«, der auch für »Best Achievement in Directing« nominiert ist – man kann Scorsese nicht nochmals leer ausgehen lassen. Dass »Little Miss Sunshine« für den besten Film nominiert ist, ist ein riesiger Achtungserfolg, aber gewinnen wird er den Preis allenfalls in einer der Nebenkategorien (Alan Arkin in der männlichen Nebenrolle, Abigail Breslin in weiblichen Nebenrolle oder Michael Arndt für das Drehbuch).

Der deutsche Film »Das Leben der Anderen« – den ich sehr empfehlen kann – mischt im Rennen um den »Best Foreign Language Film of the Year« mit.

Die Oscars werden am 25. Februar vergeben.

Erschienen am Donnerstag, 25.01.2007 @ 19:47 | Kommentar schreiben
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Freitag, 15.06.2007

Temporal Anomalies in Time Travel Movies

Eine Website für Leute, die gerne darüber sinnieren, ob »Twelve Monkeys« jetzt schlüssig war oder nicht.

»It proved to be a rare gem among time travel movies: a film which played with time and seemed to make no mistakes. It took me weeks before I found the glitch in 12 Monkeys.«

Link: mjyoung.net/time (via Kottke)

Erschienen am Freitag, 15.06.2007 @ 12:48 | Kommentar schreiben
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Montag, 17.03.2008

Kurzkritik: »No Country for Old Men«

0.3

17. März 2008

Freimark, Stefan

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Originaltitel: No Country for Old Men

Der neue Film der Coen-Brüder – basierend auf dem gleichnamigen Roman von Cormac McCarthy – räumte im Februar 4 Oscars ab, darunter »Bester Film«. Ich fand ihn sehenswert, aber Platz 45 in der IMDB-Top-250 halte ich nicht für gerechtfertigt; dafür hat er zu viele Längen. Coen-Fans sollten ihn sich jedoch nicht entgehen lassen.

7/10 Punkte | 122 Minuten | Bildformat 1,85:1

Regie: Ethan Coen, Joel Coen
Drehbuch: Ethan Coen, Joel Coen
Darsteller: Tommy Lee Jones, Javier Bardem, Josh Brolin

Erschienen am Montag, 17.03.2008 @ 22:57 | Kommentar schreiben
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