Archiv für Postings mit dem Tag ‘Film-und-Fernsehen’

Montag, 06.09.2010

Begegnungen auf engstem Raum

Wie bereits gestern angekündigt, traf ich mich am Mittwoch-Abend mit Gerd, einem früheren Zivi-Kollegen.
Wir sehen uns nicht so häufig, da er eine Polizei-Ausbildung in Eichstätt macht, aber aktuell hat er Urlaub und wir gehen mal wieder ins Kino. Unsere Wahl fiel vor ein paar Tagen auf »Phone Booth« (deutscher Titel: »Nicht auflegen!«) von Regisseur Joel Schumacher (»Batman & Robin«, »Der Klient«, »Falling Down«, »Flatliners«).

Um halb sieben holten wir zunächst unsere reservierten Karten ab, bevor wir uns vor dem Kino ins Freie setzten und bei einem »Fellini’s«-Kellner Burger bestellten. Anschließend genehmigten wir uns gegenüber am »Eishaus« ein Eis (übrigens hieß die Eisdiele vom Montag »Toscani« natürlich; das kann man als Erlanger schon mal vergessen, wenn man dort nur alle fünf Jahre mal ein Eis isst). Die Schlange bestand nur aus vier Leuten statt der sonst üblichen zwanzig. Normalerweise werden die Becher und Waffeln mit der Kelle bestrichen, heute waren es normale Kugeln. Eine Eishaus-»Kugel« zu 60 Cent besteht aus vier oder fünf normalen Kugeln; Riesenportionen. Wir trafen noch zufällig auf Stefie und Holger, aber unsere Wege trennten sich nach einigen Minuten wieder.

Zum Film. Nein, erst noch zur Werbung davor. Ich sehe gerne Kinowerbung, da sie häufig originell und mit Trailern durchsetzt ist (bei uns gibt’s nach dem Werbeblock und dem Eisverkäufer nochmals drei Trailer, bevor der Hauptfilm dann beginnt). Zwei Sportartikel-Hersteller werben momentan, Adidas und Nike. Der Adidas-Spot über den Fußball und die Macht, die er den Spielern verleiht (zu sehen sind unter anderem David Beckham und Oliver Kahn, nur erste Garde), ist durchaus gut, aber der Nike-Spot ist noch eine Spur abgefahrener: In einem Basketball-Dome spielt ein Angestellter des Stadions eine Hymne und hört dann plötzlich auf. Alle in der Arena versuchen in bester »Reise nach Jerusalem«-Manier einen Platz zu ergattern, sei es auf den Zuschauerrängen, in den Spielerkabinen oder auf der Toilette: Wer einen Platz bekommt, gewinnt. Am Schluss stehen noch zwei Leute: Ein Zuschauer und ein Spieler, und es gibt nur noch einen freien Sitzplatz im ganzen Stadion. Beide geben alles, um den letzten leeren Platz zu erreichen, natürlich mit Nike-Schuhen. Sehr originell, auf solche Ideen muss man erstmal kommen.

»Phone Booth« heißt beim deutschen Vertrieb »Nicht auflegen!«, mit Ausrufezeichen, da man sich wohl – nicht ganz unberechtigt – gedacht hat, dass »Telefonzelle« eher unspannend klingt. Tatsächlich trifft es aber der Originaltitel schon ganz gut: Der Film spielt sich im Wesentlichen innerhalb einer Telefonzelle ab. Um es vorweg zu nehmen: Dafür, dass es nur einen Handlungsort gibt, ist der Film recht spannend.
In der Hauptrolle spielt Colin Farrell (»S.W.A.T.«, »Minority Report«) den PR-Mann und Strippenzieher Stu Shepard, der ständig am telefonieren ist und sich für die Verwaltung seiner Handys sogar einen Praktikanten hält. Als er in einer Telefonzelle den klingelnden Hörer abnimmt, bekommt er Probleme: Am anderen Ende der Leitung sitzt ein Heckenschütze der droht, ihn zu erschießen, falls er auflegt. Um die Ernsthaftigkeit seiner Worte zu unterstreichen, statuiert er an einem Passanten ein Exempel. Die nichts ahnenden Zeugen ringsrum vermuten Stu hinter dem Mord auf offener Straße, und die Polizei reagiert einigermaßen verwundert darauf, dass jemand einen Typen abknallt und dann den Wunsch äußert, sein Telefonat zu Ende führen zu wollen.

Mehr will ich von der Geschichte nicht erzählen, und so viel gibt auch der Trailer her, ohne zu viel zu verraten. Wie bereits angedeutet, ist der Film recht spannend erzählt und zudem mit einer Prise lakonischem Humor gewürzt; und die Tatsache, dass man einen spannenden Film erzählen kann und sich dabei auf einen Handlungsort zu beschränken, ist durchaus bemerkenswert. Dass es auch anders geht, zeigt der deutsche »Totmacher« mit Götz George, dessen DVDs eigentlich auch von Apotheken als Schlafmittel abgegeben werden könnte.
Als Vergleich drängt sich nicht nur der Totmacher auf, wegen der nur in einem Raum stattfindenden Handlung, sondern natürlich auch »The Negotiator« (deutscher Titel: »Verhandlungssache«) mit Samuel L. Jackson und Kevin Spacey. Der Negotiator ist meiner Meinung nach der bessere, weil spannendere Film, auch wenn man die beiden Streifen nicht wirklich miteinander vergleichen kann. Während »Phone Booth« eher die Sniper-Story thematisiert, geht es bei »Verhandlungssache«, wie der Name schon sagt, hauptsächlich um Polizeiverhandler, die Negotiators. Das Grundthema ist das selbe: Ein Mann bedroht andere Leute, die Polizei ist angerückt und der Täter steckt in der Klemme. Die zusätzliche Spannung bei »Verhandlungssache« rührt jedoch daher, dass die beiden Hauptdarsteller Polizeiverhandler sind, also nicht nur Kevin Spacey auf Seiten der Polizei, sondern auch Samuel L. Jackson, der als Polizeiverhandler in der Rolle des Täters Geiseln hält.
Also klare Empfehlung für »Nicht auflegen!«: Anschauen, und danach »Verhandlungssache«.

»Phone Booth« war bislang der beste der drei Kinofilme diese Woche: »Der Kindergarten-Daddy« am Montag war ein vorhersagbares Kindermärchen mit platten Gags. »Swimming Pool« am Dienstag hatte keine Gags, wenig Erotik, null Spannung und das bisschen Anspruch kam allein auch nicht gegen die Langeweile an.
Dieses Jahr jammert die Filmbranche wieder: Umsätze brechen im zweistelligen Prozentbereich weg, dabei hatte man mit Millionengewinnen gerechnet. Dass das Wetter schuld war oder SMS (via Markus) ist natürlich Quatsch. Auch ich bin dieses Jahr höchst selten ins Kino gegangen: Sonst rund vierzig bis fünfzig Mal pro Jahr, 2003 vielleicht halb so oft. Spiegel-online versuchte sich in einer Erklärung: Mit der x-ten Fortsetzung und dem tausendsten Aufguss funktioniert’s einfach nicht, das Publikum will mal was Neues sehen. Ein fast identischer Artikel erschien am 19.8. in der SZ.

Interessant dabei ist, dass die Filmindustrie wie die Musikindustrie ihre Felle durch Kopien im Internet wegschwimmen sieht und ähnlich der peinlichen »copy kills music«-Kampagne der Musik-Mafia nun ebenfalls Warnhinweise vor dem Hauptfilm einblendet. Diese Woche habe ich vor den drei verschiedenen Filmen von drei verschiedenen Studios drei verschiedene Texte gelesen die dafür »warben« es zu unterlassen, Mitschnitte der Filme anzufertigen. Von »Kindergarten-Daddy«? Von »Swimming Pool«? Nee, dafür sind mir meine DV-Cassetten zu schade…
Gute Filme machen, dann werden sich die Leute die auch im Kino ansehen statt zu Hause auf einem 17-Zöller mit Kompressions-Artefakten und im scheppernden Stereosound der DV-Kamera.

Wie oft kommt es vor, dass man im Kino neben sich auf eine junge, attraktive Frau trifft, die allein ins Kino geht? Praktisch nie. Höchstens einmal im Leben. Um genau zu sein: Mittwoch-Abend um zehn vor acht. Ich hoffte das Beste und quatschte sie während des Abspanns an. Leider kassierte ich einen Korb, aber hey, einen Versuch war’s wert.

Erschienen am Montag, 06.09.2010 @ 19:17 | Kommentare deaktiviert
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Sonntag, 09.06.2002

Blind Date 2

Da mir gestern, wie prognostiziert, gegen 22:40 die Augen zugefallen sind, konnte ich mir »Blind Date 2« erst heute Morgen um halb acht nach dem Aufstehen auf Video ansehen. Und ich muss sagen: Respekt! Sehr großes Improvisationstalent bei den beiden, die Geschichten, die sich beide zurechtgelegt haben, durchaus interessant und auch die Entwicklung des Gesprächs war bemerkenswert. Und dann noch gleichzeitig Auto fahren! Da gibt’s von mir einen Extra-Bewunderungspunkt für Anke Engelke; ich kann das ja gar nicht haben, mich während des Autofahrens zu unterhalten und ich höre während des Fahrens auch nie Musik. Und sie muss sich ja nicht nur auf den Verkehr konzentrieren und irgendetwas erzählen, sondern »Uwe« (Olli Dittrich) aufmerksam zuhören und darauf achten, dass es für die Zuschauer interessant bleibt und nicht im Sande verläuft. Zu »Blind Date« gibt es auf dem Webserver des ZDF eine eigene Seite. Die dämliche Namensgebung für diesen Link habe ich vorhin schon kritisiert, aber das Angebot der Seite entschädigt dafür: Fotos, Trivia-Info, Interview, Biographien, ein Transscript der ersten Sendung zum Downloaden für Microsoft-Reader, Palm und als PDF sowie, bitte anschnallen, sowohl »Blind Date 1« als auch »Blind Date 2« als Real-Video-Stream! [Gut, Quicktime wäre mir lieber gewesen, aber dass ein Sender eine Sendung mal online zur Verfügung stellt, ist schon eine Ausnahme] Das trifft sich für mich, da ich den Piloten damals gar nicht gesehen habe. Schaue ich mir heute noch an.

Nachtrag:
*argl* Ich kann mir die Videos nicht ansehen, weil es Real-Dateien sind. Für Real-Dateien brauche ich den Real-Player. Habe ich, wenn auch nur Classic, aber wenn ich die URL im File-Menü unter »Open Location« eingebe, kann er’s nicht abspielen!! Er will für ein »AutoUpdate« den Real-Server kontakten und kommt mit einer Fehlermeldung zurück: »Currently AutoUpdate has no plug-in available to play your selection.« Ganz toll.

Erschienen am Sonntag, 09.06.2002 @ 13:30 | Kommentare deaktiviert
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Sonntag, 16.06.2002

Trailer

Zwei neue, sehenswerte Trailer:

  • Step into Liquid
    Ein Dokumentarfilm über das Surfen (im Sinne von Wellenreiten). Sehr schöne Bilder von riesigen Wellen an verschiedenen Orten auf der Welt.
    Kein Eintrag bei der IMDB, aber eine offizielle Site: stepintoliquid.com
     
  • Minority Report
    Den ersten Trailer hatte ich vor einiger Zeit schon vorgestellt, aber das ist ein neuer »Internet Exclusive Trailer«.

Bemerkenswert ist, dass der Dokumentarfilm, dem Trailer nach zu urteilen, im Seitenverhältnis 2,35:1 daher kommt. Wenig überraschend ist, dass »Minority Report« im Verhältnis 1,85:1 gedreht wurde. Ich bin ein Fan von breiten Seitenverhätlnissen (also 2,35:1) und hätte mir das auch bei einem bildgewaltigen Spielfilm wie »MR« gewünscht. 1,85:1 wird auch »Spielberg-Format« genannt, weil Steven Spielberg nur in diesem Format dreht. Da »MR« nicht nur eine Dreamworks-Produktion ist (das Studio von Spielberg), sondern von ihm auch die Regie geführt wurde, verwundert es nicht, dass dieser Film nicht die ganze Saalbreite ausfüllt.
[IMDB, offizielle Seite]

Erschienen am Sonntag, 16.06.2002 @ 21:10 | Kommentare deaktiviert
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Sonntag, 23.06.2002

Letzte Nacht

Hier noch der versprochene Eintrag zu den Ereignissen des gestrigen Abends.
Ich fuhr kurz nach halb sechs mit dem Rad runter nach Vach und von dort dann mit dem 173er Bus um zehn vor sechs nach Fürth. Am Fürther Rathaus noch ein Lahmacun, dann mit der U-Bahn weiter bis zur Station »Lorenzkirche« in Nürnberg. Mit Martin hatte ich vereinbart, dass wir uns um sieben vor dem Admiral-Kino treffen (ist direkt an einem U-Bahnaufgang der Station »Lorenzkirche«). Bis er kam, las ich noch die Titelgeschichte des am Montag erscheinenden Spiegel. Die 85 Cent dafür habe ich mir gegönnt, weil ich Spiegel-Stories zu Strukturproblemen (Arbeit, Bildung, Gesundheit, demographische Entwicklung…) immer verschlinge und den Montag nicht abwarten wollte. Äußerst lesenswert; ich komme in den nächsten Tagen vielleicht nochmal darauf zu sprechen.
Martin kam pünktlich um sieben. Wir holten die Karten an der kombinierten Kasse (Kino-Tickets und Kino-Proviant) ab und setzten uns noch ins Admiral-Cafe. Sehr nett: Bei schönem Wetter lässt sich die Glasfront an zwei Seiten zur Straße öffnen, so dass es keinen Unterschied mehr macht, ob man »drinnen« oder »draußen« sitzt. Es war schönes Wetter und wir wählten einen Tisch, der etwas im Schatten war. Ich nahm ein Ginger Ale (für die Laien: Ingwer-Limonade) und ließ mir von Martin die Bilder seines Bali-Urlaubs zeigen. Hat mich wirklich beeindruckt! Er fuhr mit seinem Bruder in der Nebensaison, es gab relativ wenig andere Touris. Was heißt fuhr, sie flogen mit Singapore Airlines und verbrachten zunächst zwei Tage in Singapur und dann zehn Tage in Bali. Mit circa 1.000 Euro pro Nase waren sie dabei.

Zum Kino: Wie bereits früher erwähnt, hat das Admiral vor einigen Wochen neu eröffnet. Ich kannte das alte Admiral nur von außen, aber Martin zufolge hat man es vom Kopf auf die Füße gestellt, kein Stein blieb auf dem anderen. Und ich muss sagen: äußerst ansprechend!
Die Karte kostete acht Euro, die Eintrittspreise sind aber zu jeder Zeit günstiger als im CineCitta’. »Spider-Man« wurde im Ad 5 gezeigt, einer von zwei THX-zertifizierten Sälen, die auch mit Dolby Digital Surround EX ausgestattet sind. Für die Statistik-Freaks:

 Ad 1Ad 5Ad 2, 3 und 4
Sitzplätze270 in 12 Reihen256 in 11 Reihenca. 160 in 8 Reihen
Rollstuhlplätze222
Leinwandgrößeca. 69 m2ca. 66 m2ca. 58 m2
Lichtleistung3.000 Watt3.000 Watt2.500 Watt
SoundsystemDolby Digital Surround EX, THX-zertifiziertDolby Digital Surround EX, THX-zertifiziertDolby Digital
Verstärkerleistung8.000 Watt8.000 Watt4.200 Watt

Am Ende der Werbung natürlich der aktuelle Langnese-Spot mit dem »Like Ice in the Sunshine«-Cover der »No Angels«, aber nachdem sich der Vorhang schloss, erklang tatsächlich das Original von »Beagle Music« aus den 80ern. Anhand eines Admiral-Haus-Werbespots war zu erkennen, dass der Kinosaal auch mit einem Digital-Projektor ausgestattet ist. Sehr grobpixelig, ist die Technik wirklich noch nicht weiter?
Die Werbung dauerte selbst mit Trailern lediglich zehn Minuten, der Eisverkäufer blieb auch nicht lang, das Licht wurde gelöscht und nach ein paar weiteren Trailern startete der Film.

Hmm. Viel Action, eine relativ vorhersagbare Geschichte (auch wenn man sich, so wie ich, bisher nicht mit Spider-Man befasst hat), nette special effects und eine gut aussehende Kirsten Dunst (»Wag the Dog«). Tobey Maguire (»Pleasantville«) lieferte mit seinen vier Gesichtsausdrücken zwar eine durchschnittliche, aber keine schlechte Arbeit ab. Zu Beginn längte die Erzählung teilweise etwas, was freilich damit zusammenhing, dass die Geschichte erstmal entwickelt werden musste, noch war Peter Parker ja noch nicht Spider-Man. Ab der Mitte des Films driftete die Erzählweise sehr stark in Richtung Comic ab – einerseits ok, da Spider-Man nunmal ein Comic ist, andererseits verabschiedete sich der Film ab diesem Zeitpunkt von einer »ernsthaften« Erzählweise und wurde zu einem eher platten FSK12-Film.
Die »Zeit« nutzt »Spider-Man«, um von der Website movie-mistakes.com zu erzählen. In deren Artikel werden aber nicht nur einige der über hundert Anschlussfehler in »Spider-Man« angeführt, sondern auch etwas übergreifender von der Arbeit von Script Girls berichtet. Mir sind während des Films keine besonders frappierenden Fehler aufgefallen, so wie es sie z.B. bei »Armageddon« oder »Godzilla« gab und die jedem vernunftbegabtem Wesen die Tränen der Verzweiflung in die Augen trieben.
Insgesamt nicht unbedingt ein DVD-Kandidat. Kurz zu den technischen Details: laut Trailer wurde der Film in DD-EX gezeigt, das Bildformat war 1,85:1.

Nach dem Film schlenderten wir noch etwas durch die Stadt, peilten das »Lucas« an, das allerdings überfüllt war. Wir gingen zurück und setzten und noch ca. anderthalb Stunden hinter das CineCitta’ (draußen, beim italienischen Restaurant). Ein großes Spezi und ein Gin Fizz standen am Schluss auf meiner Rechnung (der Fizz für 5, 60 Euro, beim Admiral gäbe es den für sieben Euro). Ein gute Fizz. Wir quatschten noch über dies und das, die Bank, den Bali-Urlaub (ich sah mir noch den letzten der drei Filme an), Pläne für den Sommer und über PCs und Macs.
Pläne für den Sommer: Wir müssen mal festhalten, dass wir uns zusammen Berlin für ein paar Tage ansehen wollen. Es ist einige Zeit her, dass wir zuletzt dort waren, Martin 1987, ich 1998. Die Lufthansa bietet derzeit und noch bis 30. September ein Special für alle Unter-24-jährigen an: 99 Euro für Inlandsflüge hin- und zurück, inklusive aller Steuern und Gebühren. Evtl fliegen wir dann von NUE bis THF. Der Flug dauert eine Stunde. Mit der Bahn wäre es nur unwesentlich billiger (78,20 Euro hin und zurück mit BahnCard im ICE ohne umsteigen). Die Fahrt dauert allerdings fünf Stunden. Mal sehen. Um Mitternacht beendete die Kino-Security etwas unfreundlich das Beisammensitzen (»Wir machen jetzt draußen Schluss.«). Wir gingen an der Stadtsparkasse (Loplatz) vorbei zurück zur Königstraße. Martin genehmigte sich noch etwas bei McDonald’s, ich testete einen Big King bei Burger King (naja). Wir aßen draußen, innen wäre es zu warm gewesen. Um zehn vor eins radelte Martin heim und ich nahm den Nightliner am Hauptbahnhof (N9). Ankunft in Fürth um 01:24, Abfahrt des N17 Richtung Atzenhof um 01:27. Ich stieg in Vach aus und war zehn Minuten später, um zwei, zu Hause.

Erschienen am Sonntag, 23.06.2002 @ 23:59 | Kommentare deaktiviert
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Montag, 01.07.2002

Neue Trailer

Auf apple.com/trailers gibt es einige neue, sehenswerte Trailer:

  • Der erste Teaser zu »Star Trek X: Nemesis«
  • Der zweite Trailer zu »Triple X«. Der Film scheint eine Art »James Bond mit mehr Action und mehr Sex« zu werden.
  • Ein Teaser zu »Solaris«, der in den USA am 13. Dezember 2002 zeitgleich mit »Star Trek X« startet. Regie: Steven Soderbergh (»Traffic«, »Ocean’s Eleven«, »Erin Brockovich«, »Out of Sight«). Buch: Stanislaw Lem (Romanvorlage).
  • Der dritte Trailer zu »Austin Powers 3: Goldmember«
  • Einige Filmausschnitte zum in den USA bereits laufenden »Minority Report« (in Deutschland ab 3. Oktober 2002). Im Heise-Newsticker gab es vor einigen Tagen eine interessante Meldung dazu. Der Text verrät für meinen Geschmack aber schon zu viel. Ich sehe mir Filme gerne ohne weitere Kenntnisse von der Handlung an, wenn sie mein Interesse geweckt haben (durch Teaser, nicht zu viel verratende Trailer oder kurze, die Handlung in einem Satz beschreibende Zusammenfassungen).

Erschienen am Montag, 01.07.2002 @ 0:38 | Kommentare deaktiviert
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The Two Towers

Seit heute ist der erste Teaser zum zweiten »Herr der Ringe«-Film offiziell online. »offiziell«, weil schon seit ein paar Wochen eine schlecht abgefilmte Version durch’s Netz geisterte.

Erschienen am Montag, 01.07.2002 @ 23:15 | Kommentare deaktiviert
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Montag, 08.07.2002

Lilo & Stitch

In aller Kürze.
Ich kann diesen Film uneingeschränkt empfehlen. Das Kino gestern war relativ leer, aber dafür kann es mehrere Gründe geben:

  • In Erlangen war zeitgleich die 1.000-Jahr-Feier, das Stadtjubiläum.
  • Nicht wenige Erwachsene haben wahrscheinlich kein Interesse an einem Zeichentrickfilm, weil sie »Zeichentrick« mit »Kinderfilm« gleichsetzen.
  • Es handelte sich um den größten Kinosaal der Stadt, Kino 2 im CineStar mit rund 500 Sitzplätzen. Ich schätze mal, dass vielleicht 30-50 Leute anwesend waren. Wäre nicht noch ein Pärchen gekommen, das sich direkt neben mir in die Loverschairs setzte, hätte ich die Reihe für mich allein gehabt (Mitte-Mitte, Reihe L, Platz 14).
  • Es war die Spätvorstellung, 22:45.

Kurzversion: Wie ein Rezensent in der IMDB schon verwundert fragt: »Is this a Disney movie???« Stitch ist ein böser kleiner Alien, eine Vernichtungsmaschine, Lilo, das kleine Mädchen im Film, hat eine arbeitslose Schwester und das Jugendamt droht, die beiden zu entzweien. Darüber bricht jetzt aber kein großes Drama los, der Film ist gespickt mit bösen Pointen und etlichen Zitaten (vor allem für Fans des King). In meiner Zeichentrick-Komödien-Top4 der letzten zwei Jahre rangiert er direkt nach »Shrek«, gefolgt von »Monsters, Inc.«. Das Schlusslicht (aber immer noch gut) bildet »Ice Age«.
»Lilo & Stitch« eignet sich für die Kids ebenso wie für Erwachsene, bei denen keineswegs eingeschlafene Füße drohen wie bei so manch anderem Disney-Schinken.

Weitere Infos bei zelluloid.de, eine Kritik von Andreas bei filmfacts.de.

Filmisch wurde das Wochenende durch »Rush Hour 2« auf DVD abgerundet (eine Stunde, bevor ich zu »Lilo und Stitch« aufgebrochen bin, der Rest danach gegen zwei Uhr nachts). Ich kann Holger hier nur zustimmen: Eine coole Fortsetzung zu einem coolen Film. Wem der erste Teil schon gefallen hat, sollte sich auch die Neuauflage nicht entgehen lassen.
Verwundert hat mich etwas, dass Warner nun anscheinend auch auf Amaray-Cases als DVD-Verpackungen umgestiegen ist und nicht mehr das Snapper-Case verwendet (auch »Warner-Case« genannt, weil es eben von Warner Bros. eingeführt wurde). Naja, ok.

Erschienen am Montag, 08.07.2002 @ 21:21 | Kommentare deaktiviert
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Samstag, 31.08.2002

Trailer-Show

Ein Tipp von Holger: »Comedian«, mit Jerry Seinfeld, gegen Ende des Jahres in den Kinos.

Kai empfiehlt einen neuen »Monsters, Inc.«-Trailer: »Mike’s New Car«. Eine Minute vierzehn, die sich lohnen.
Ebenfalls für ein paar Brüller gut ist »KnickKnack« von Pixar. Schneemänner in Schneekugeln haben’s nicht leicht…

Erschienen am Samstag, 31.08.2002 @ 21:02 | Kommentare deaktiviert
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Donnerstag, 05.09.2002

Das wurde aber auch Zeit

Endlich, endlich kann man auch beim CineStar Erlangen Plätze über’s Web reservieren. Das geht beim Augsburger Ableger bereits seit über zwei Jahren, beim Nürnberger Konkurrenten CineCitta’ ungefähr ebenso lange und beim wieder eröffneten Admiral Filmpalast seit April 2002 (allerdings nicht Mac-kompatibel, Ihr Helden!).
Allerdings lassen sich keine sitzplätze gezielt reservieren (wie im CineCitta’), das System teilt sie automatisch zu. Immerhin bekommt man am Schluss des Reservierungsvorgangs (Vorstellung auswählen, Vor- und Nachnamen eingeben) mitgeteilt, wo man sitzt. Und ich habe die Befürchtung, dass das System die Plätze nicht besonders intelligent vergibt: nicht radial von der Mitte des Saales aus, sondern von oben (hinterste Sitzreihe) nach unten. Da kann es schon mal passieren, dass einen das System in die Mitte der letzten Reihe setzt, wenn man schnell ist oder an den Rand einer hinteren Reihe. Das war schon vorletztes Jahr in Augsburg so (Mitte der letzten Reihe, bei einer relativ leeren Vorstellung) und ist jetzt wieder so bei Reservierungen in Erlangen (viertl- und fünftletzte Reihe).

Erschienen am Donnerstag, 05.09.2002 @ 16:53 | Kommentare deaktiviert
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Mittwoch, 25.09.2002

Moo-Can

Endlich, endlich, der THX-Trailer “Tex Moo-Can” auf DVD! Und zwar auf der Code 2-Ausgabe der »Monsters, Inc.«-Deluxe Edition.

Erschienen am Mittwoch, 25.09.2002 @ 23:46 | Kommentare deaktiviert
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Sonntag, 13.10.2002

Requiem for a Movie

Wer glaubt, im neuen »Two Towers«-Trailer in der zweiten Hälfte ein Stück aus dem Soundtrack von »Requiem for a Dream« herauszuhören: stimmt. Es handelt sich um eine Abwandlung der »Summer Overture«

Erschienen am Sonntag, 13.10.2002 @ 20:57 | Kommentare deaktiviert
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Sonntag, 27.10.2002

 

In den USA sind Heckenschützen-Filme für die nächste Zeit erst einmal passé. Durchaus verständlich und angebracht.
Aber wenn ich mir mal eine sarkastische Bemerkung erlauben darf: Würde bei uns nicht schon »Black Hawk Down« laufen, der Verleih hätte ihn garantiert auch noch ein viertes Mal verschoben.

Erschienen am Sonntag, 27.10.2002 @ 10:31 | Kommentare deaktiviert
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Reloaded

Auf zelluloid.de lese ich gerade, dass die amerikanische Filmkritik-Seite von Harry Knowles, »Ain’t it cool News«, Teaser-Poster zum zweiten Matrix-Film (»Matrix: Reloaded«) veröffentlicht hat. Man kann sie nicht nur bei Harry betrachten, sondern auch bei der IMDB. Von den Postern gibt es zwei Varianten: »full« und »cropped«.

Ein paar Monate nach »Reloaded« soll der dritte Teil der Trilogie laufen: »Matrix: Revolution«. Um genau zu sein: Matrix 2 startet in den USA am 15. Mai 2003, Matrix 3 am 7. November 2003.

Erschienen am Sonntag, 27.10.2002 @ 10:51 | Kommentare deaktiviert
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Montag, 28.10.2002

 

Es gibt Filme, bei denen ich zugeben muss, dass sie stellenweise etwas längen (=langatmig sind). Aber das tut ihrer Genialität keinen Abbruch, denn durch die Story, die Bedeutung, die Kamera oder die Schauspieler kann das in bestimmten Filmen mehr als wett gemacht werden.

Markus Kniebe bekennt sich z.B. gestern in seinem Weblog dazu, »Gattaca« langweilig gefunden zu haben.
Ja, er hat etwas längere Stellen, aber dieser Film ist genial! Allein schon die Optik. Nicht zu vergessen die Story. Und die Bedeutung: In Gattaca geht es um eine nicht all zu ferne Zukunft, in der bei jeder Gelegenheit die Gene eines Menschen überprüft werden: Bei Straßenkontrollen, die Partnerin lässt ein Haar des Partners bei einem Date prüfen oder direkt nach der Geburt im Krankenhaus (»Stirbt mit 97%iger Wahrscheinlichkeit vor dem 30. Lebensjahr an Herzversagen.«). Die Folgen: »Invalide«, Menschen mit »schlechten« Genen werden nicht mehr in Kindergärten aufgenommen (»Die Versicherung deckt das nicht ab.«) oder sie werden in Firmen nicht mehr eingestellt, kommen bestenfalls in die Putzkolonne.
Der Film ist deswegen bedeutend, weil er einem eine Welt vor Augen führt, in der mit Gen-Screening all zu lasch umgegangen wird. Hat auch einen relativ aktuellen Bezug zur Wirklichkeit: Wer bei Bayer einen Ausbildungsplatz möchte, muss in einen Becher pinkeln und diesen dann zum Drogentest abliefern. Zu Recht hat Bayer dieses Jahr von einer Jury daher einen Preis bei den Big Brother-Awards bekommen (ich komme in einem neuen Eintrag noch auf die Awards zu sprechen).

Ein Freund, dessen Namen ich nicht nennen will, kann mit dem Film »The Man who wasn’t there« von den Coen-Brüdern nichts anfangen. Und bei ihm hätte ich gedacht, dass ich mit dieser Empfehlung einen Volltreffer lande. Kai hat den Film in dogfood sehr schön beschrieben. Der Film stammt aus dem Jahr 2001 und ist komplett in schwarz-weiß gehalten, denn er spielt in einer amerikanischen Kleinstadt in den 40er Jahren des letzten Jahrhunderts (das konnte ich mir jetzt nicht verkneifen). Hauptdarsteller ist Billy Bob Thornton (»Banditen!« und, ja, »Armageddon«). Thornton hat eine schwierige Aufgabe: einen Friseur spielen, der sich durch Abwesenheit auszeichnet (der Mann, der gar nicht da war). Dem Film gelingt es, die Bedeutungslosigkeit glaubhaft rüberzubringen, aber gleichzeitig strahlt Thornton auch eine unglaubliche Präsenz aus, wenn er in einer Szene mitspielt. Allein schon seine Art, eine Zigarette zu rauchen ist sensationell. Und wie ich vor einem Jahr schon geschrieben habe: »Das mag ich an den Coen-Filmen die ich bisher gesehen habe: wie es die Charaktere schaffen, sich glaubwürdig in völlig unglaubwürdige Situationen zu manövrieren.«

Erschienen am Montag, 28.10.2002 @ 7:31 | Kommentare deaktiviert
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Neues von Wallace und Gromit

Im Kultur-Ressort von Spiegel-online erschien vor ein paar Tagen ein Artikel zu den aktuellen Entwicklungen bei »Wallace & Gromit«. Man wird sich für einen neuen Kinofilm noch etwas gedulden müssen, aber zwischenzeitlich kann man sich mit einem neuen Kurzfilm vergnügen: Wallace & Gromit spielen Fußball (siehe Aardman-Homepage).

Erschienen am Montag, 28.10.2002 @ 12:36 | Kommentare deaktiviert
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Donnerstag, 14.11.2002

Was lange währt…

Lange hat’s gedauert, aber nun können auch Macianer im Nürnberger Admiral-Filmpalast online Kinokarten reservieren. Bisher ging es nicht, weil das Kino (bzw. die Firma, die das technisch realisiert hat) auf ein Java-Applet setzte. Normalerweise kein Problem für den Mac, ich weiß auch nicht, was da schief ging. Vielleicht irgendwelche Windows-Java-Klassen verwendet oder Befehle aus einer neueren Java-Version, die von der Mac-JVM noch nicht unterstützt werden?
Egal, jetzt funktioniert’s, denn es gibt eine Light-Version. Die Reservierung ist sehr einfach und komfortabel: einfach nacheinander bis zu sechs Plätze anklicken (man kann sich exakt die gewünschten Plätze aussuchen). Im Bild unten ist es der grüne Knubbel. Wenn man einen Platz doch nicht möchte, einfach durch einen weiteren Klick wieder abwählen. Dann auf »reservieren« klicken. Wer man ist, weiß das System schon vorher, weil man sich zuvor kostenlos registrieren lassen muss. Vor der Reservierung ist dann ein Einloggen erforderlich.

Das Reservierungssystem des Admiral-Filmpalast in Nürnberg

Erschienen am Donnerstag, 14.11.2002 @ 11:55 | Kommentare deaktiviert
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Mittwoch, 20.11.2002

Solaris

Nach dem Teaser zu »Solaris« ist nun der erste Trailer erschienen.
Meine hohen Erwartungen (Regie: Steven Soderbergh) wurden allerdings etwas gedämpft, denn es scheint sich um eine Art zweiten »Sphere« zu handeln.

Erschienen am Mittwoch, 20.11.2002 @ 8:39 | Kommentare deaktiviert
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»You do not talk about Fight Club.«

Eben habe ich in einer Filmkritik zu »Spurwechsel« in knappen Worten die ultimative Begründung gelesen, weswegen »Fight Club« ein bedeutender Film ist:

»Mut zum Nonkonformismus gegen den Hollywood-Mainstream.«

Erschienen am Mittwoch, 20.11.2002 @ 11:59 | Kommentare deaktiviert
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Donnerstag, 28.11.2002

Martini, natürlich

Gestern gingen mein Vater, meine ältere Cousine (Kristin) und ihr Freund (Michl), der auch ein guter Freund von uns ist, in den neuen Bond, der heute offiziell anläuft.
Das mittlerweile 20. Abenteuer von 007 (das 21., wenn man den von Warner produzierten »Sag’ niemals nie« mitzählt).
Kino 2 des CineStar, der größte Kinosaal in Erlangen (464 Plätze), war ausverkauft. Der offizielle Beginn war 20 Uhr, mit zwei Trailern gab es aber etwas mehr als eine halbe Stunde Werbung zu sehen. Außer dem genialen Tempel-Spot von Pepsi nichts besonderes. Vier Eisverkäufer machten in den darauf folgenden zehn Minuten das Geschäft ihres Lebens. Anschließend gab es zur Abwechslung mal eine neue Lasershow, und zwar wurde der Bond-Titelsong »Die Another Day« von Madonna umgesetzt. Eine sehr coole Show!
Mir persönlich sagt der neue Titelsong sehr zu, er hat viel Groove.
Kein Soundsystem-Trailer, aber zur Entschädigung der neue »Herr der Ringe«-Trailer. Das beste an diesem Trailer finde ich eigentlich die Musik, ich habe das schon mal erwähnt. Es handelt sich um eine neue Bearbeitung der »Summer Overture« von Clint Mansell aus dem exzellenten Film »Requiem for a Dream«. Ich finde diese neue Version von Dan Nielsen noch besser als das eh schon überragende Original; diese Version ist monumental. Hoffentlich schafft es das Stück auch in den film, so dass es als Soundtrack kaufbar wird. Das gäbe Anlass, bei der Stereoanlage mal wieder auf die Lautstärkestufe »Wagner« zu schalten.

Der Film beginnt Bond-typisch, der eigentliche Vorspann ein paar Minuten später traf dann allerdings weniger meinen Geschmack. Ich hab’s gern klassisch, wenn schemenhaft gutaussehende Frauen und rauchende Colts zu sehen sind, aber in diesem Vorspann wurden auch Teile der Handlung gezeigt.
Über den Inhalt muss ich keine Worte verlieren, der ist hinlänglich bekannt, wird von Euch eh gesehen oder kann bei filmfacts.de, zelluloid.de oder bei Heinz nachgelesen werden. Außerdem will ich nichts verraten, ich bin persönlich ein großer Fan der Auffassung, in einen Film mit grundsätzlich so wenig Informationen wie möglich zu gehen und sich dem Hype möglichst zu entziehen.
Die Bond-Girls sind klasse. Halle Berry als »Jinx«, natürlich, aber auch Rosamund Pike als »Miranda Frost«.
Meinem Vater, Anhänger der Bond-Filme alter Schule, allen voran »Goldfinger«, hat der neue Bond nicht gefallen. Zuuu viel Action, teilweise extrem unrealistisch. Das ist an sich jeder Bond, aber, da muss ich ihm Recht geben, diesmal hat man besonders auf die Sahne gehauen. Wenn ich unsichtbare Autos sehen will, schaue ich mir »Knight Rider« an, und das tue ich aus gutem Grund nicht. Aber als Action-Film an sich ist »Stirb an einem anderen Tag« durchaus brauchbar. Und ich bin da sehr kritisch: Nur weil geschossen wird und Sachen in die Luft fliegen, lasse ich mich nicht zu der Beurteilung »guter Film« hinreißen. Zu den wenigen guten Action-Filmen gehören die Vertreter der »Stirb langsam«-Reihe oder Einzelwerke wie »The Rock«. Ich weiß, Bay/Bruckheimer, aber ich bekenne mich. Aber nur zu diesem Film von Bay und Bruckheimer, wehe es sagt jemand, »Armageddon« sei gut!! Billy Bob Thornton, einem sehr guten Schauspieler, bin ich ewig zu Dank verpflichtet, weil man ihm diese Aussage zuschreibt:

Ihm habe damals der “Abstieg in die TV-Liga” gedroht, als er die Rolle in “Armageddon” übernommen habe, sagte er. “Ich habe jede Sekunde gehasst, und ich bete, dass ich es nie wieder tun muss”

Von den bisher vier Bond-Filmen mit Pierce Brosnan als Bond ist meiner Ansicht nach »Der Morgen stirbt nie« der beste.

Zehn nach elf waren wir aus dem Kino raus. Wir fuhren gleich heim und ich legte mich ins Bett, hundemüde.

Wir haben den Film auf Deutsch gesehen.

Nachtrag (20:25): Jetzt habe ich ganz vergessen, was ich unbedingt noch über den Bond sagen wollte: Der Trend geht zum 19-Zoll-Display. Will man dem Film Glauben schenken, gibt es neuerdings im MI6-Hauptquartier auf jedem Schreibtisch ein Riesen-Display.

Erschienen am Donnerstag, 28.11.2002 @ 18:55 | Kommentare deaktiviert
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XI kommt

Noch etwas, was ich heute bei Kniebes gelesen habe: Laut Trekzone.de soll es nach Star Trek X, »Nemesis«, der diesen Dezember in die Kinos kommt, noch ein elfter Star Trek-Film folgen.

Vor ein paar Tagen dachte ich erst, ich seh’ nicht richtig: Amazon preist bereits »Nemesis« auf DVD an.

»Voraussichtlicher Erscheinungstermin: 17. Juli 2003«

Aber, wie Kai so schön zu sagen pflegt, mir fiel das Abendessen aus dem Mund, als ich sah, dass es schon zwei (inzwischen vier) Rezensionen für den Film gibt. Ok, kann’s geben, wäre nicht das erste Mal, dass ein Film vor dem offiziellen Start im Internet auftaucht. Aber was schreiben die zwei Helden?

5-Sterne-Bewertung:
»Endlich habe ich den Trailer für NEMESIS gesehen, und ich kann nur sagen, wenn der Film das hält was der Trailer verspricht, heisst es sich fest an den Kinosessel anschnallen für jeden echten Star Trek Fan!«

5-Sterne-Bewertung:
»Der Film muss super sein den ich habe bereits mehrere Trailer gesehen und ich war sehr beeindruck.«

Und der vierte:

4-Sterne-Bewertung:
»Star Trek “Nemesis” wird ohne Frage einer der besten Trek-Filme überhaupt werden, die Trailer und Gerüchte versprechuen schon einiges.«

Ihr Spinner, auf solche Rezensionen kann ich verzichten!!

Da bin ich nicht der Einzige, der das so sieht:
Beim Ersten: »18 von 121 Kunden fanden diese Rezension hilfreich« (die anderen haben auf »nein« geklickt).
Beim Zweiten: »23 von 135 Kunden fanden diese Rezension hilfreich«

Erschienen am Donnerstag, 28.11.2002 @ 21:01 | Kommentare deaktiviert
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Freitag, 06.12.2002

»Nice to mole you!«

Heute kam die DVD mit Goldmember hier an!

Erschienen am Freitag, 06.12.2002 @ 15:13 | Kommentare deaktiviert
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Dienstag, 24.12.2002

»Thank you for not shooting me.«

Von »Bowling for Columbine« hatte ich bisher gar nichts gehört, außer dem Titel.
Columbine, die Älteren werden sich erinnern, ist der Name einer Highschool in Littleton, einem Vorort von Denver. Am 20. April 1999 töteten Eric Harris und Dylan Klebold, zwei Schüler der Highschool, 12 Schüler, einen Lehrer und anschließend sich selbst.
Bei »Bowling for Columbine« (Trailer) handelt es sich um einen zweistündigen Dokumentarfilm, der im Erlanger Manhattan-Kino als OmU (Original mit Untertitel) gezeigt wird. Ich wusste noch, dass er von allen, die ihn bislang gesehen haben, sensationell gut bewertet wurde; sei es bei zelluloid.de (16 Besucher gaben ihm durchschnittlich 98%) oder bei der IMDB (4.563 User gaben durchschnittlich 9,0 von 10,0 Punkten). Mir war noch die Werbezeile (»Are we a nation of gun nuts or are we just nuts?«), sonst gar nichts.
Holger ist über Weihnachten wieder zu Hause, seine Freundin fuhr gestern Abend zu ihren Eltern weiter in den Norden, wir hatten beide nichts vor am Montag-Abend und verabredeten uns deswegen.

Um’s kurz zu sagen: Ich kann diesen Film uneingeschränkt empfehlen.
Fünf von fünf Sternen, hätte gerne noch eine Stunde länger sein können, wird auf jeden Fall auf DVD gekauft.

Wer den Film noch sehen will und sich nicht die Spannung nehmen lassen will, sollte jetzt aufhören zu lesen, denn ich werde den Film im Folgenden sehr ausführlich besprechen.

Zu Beginn ein Hinweis: Die Off-Stimme des Regisseurs ist deutsch synchronisiert. Ansonsten ist der Film OmU, was dem Verständnis, der Aussprache mancher Beteiligten wegen, durchaus zuträglich war.

Das grundsätzliche Thema (Schulmassaker von Littleton) ist bekannt. Wie ist der Dokumentarfilm-Regisseur Michael Moore das Thema angegangen?

Zwei Dinge: Kindgleiche Neugierde und eine gehörige Portion Sarkasmus.
Der Regisseur Michael Moore selbst ist vor der Kamera zu sehen, als er versucht zu ergründen, was um den 20. April 1999 passierte. Während Moore seine ausladende Gestalt durchs Bild schiebt und ein wenig aussieht wie ein übergewichtiger Hardrock-Fan oder wie Silent Bob aus Kevin Smith-Filmen, aber sicher nicht wie ein Dokumentarfilm-Regisseur, wird er begleitet von einem Kameramann und Moore fragt allen möglichen Leuten Löcher in den Bauch, wie ein Kind, das auf jede Antwort erneut mit einem »Warum?« kontert. Er geht den von verschiedenen Seiten aufgeworfenen Erklärungen nach. Er interviewt Mitschüler von Harris und Klebold, Polizisten, Politiker, Marilyn Manson (Musiker) und Charlton Heston (Schauspieler und Vorsitzender der NRA, der National Rifle Association). Moore sieht sich aber nicht nur das Massaker von Littleton an, sondern führt auch andere Beispiele auf, in denen Kinder zu Killern wurden und betrachtet das Thema Gewalt an sich auch von einer höheren Warte (warum in den USA die Zahl der Morde um Potenzen höher liegt als in anderen westlichen Nationen; in welchem Verhältnis die Gewalt von Einzelnen wie bei Harris/Klebold zur Gewalt des Staates, z.B. bei US-Bombardements in Kosovo oder zahlreiche verdeckte Operationen steht). Es ist ein Genuss, Moore dabei zuzusehen, wie er die richtigen Fragen stellt. Viele davon können seine Interviewpartner nicht beantworten und viele die er sich selbst stellt, lässt er unbeantwortet. Aber beim Zuschauer tragen sie dazu bei, mit dem Film mitzudenken. Moore will nicht jede Frage beantworten; sie fallen fast schon in die Kategorie »rhetorische Frage«. Auch wenn der Regisseur seine Meinung nicht ausspricht, wird sie doch durch die Art der Fragestellung klar. Moore bezieht lediglich in einem Punkt klar Stellung: Die USA wären sicherer, wenn es nicht so viele und so leicht zugängliche Waffen gäbe. Das ist die Erkenntnis, zu der Moore durch seine Recherchen gelangt und zu der er natürlich auch den Zuschauer führen will.
Nicht nur der an Leichtgläubigkeit grenzende sorglose Umgang »der Amerikaner« mit Waffen lassen einen manchmal den Kopf schütteln, sondern auch der oben erwähnte Sarkasmus. Zu Beginn des Films eröffnet er in einer Bank ein Konto, die jedem neuen Kunden ein Gratis-Gewehr verspricht. Moore: »Meine erste Frage ist: Ist es nicht ein wenig gefährlich, in einer Bank Waffen auszuhändigen?« Oder als er einen Kanadier fragt, wann in seiner Gegend zuletzt ein Mord stattfand. Der Kanadier überlegt lange. Moore: »Ten years? Twenty years? In your lifetime?«

Der Film reiht Szenen mit den Recherchen Moores aneinander mit kurzen Ausschnitten aus Filmen, Fernsehserien, Cartoons, Nachrichtensendungen oder aufgezeichneten Reden der US-Präsidenten Clinton und Bush junior. Moore geht in die angeblich gefährlichste Ecke von L.A. um festzustellen, dass hier so gar nichts passiert, dass er dafür das Hollywood-Schild nicht sehen kann. Er fragt einen Polizisten, ob er nicht jemanden wegen der Luftverschmutzung verhaften will, da die doch viel gefährlicher sei als irgendein Kleinkrimineller. Er interviewt Reporter von Fernsehanstalten die von Verhaftung zu Verhaftung und von Katastrophe zu Katastrophe fahren. Er lässt sich von einem Fernsehmacher erklären, weswegen dieser immer nur Sendungen von Verfolgungsjagden zeigt; er solle doch mal eine Sendung über Wirtschaftskriminelle machen, die schaden der Allgemeinheit viel mehr. Dazu wird ein Einspieler gezeigt, wie ein dicker Moore mit »Corp Cops«-Aufschrift auf seiner Jacke einen Geschäftsmann festnimmt.
Im Verlauf des Films kommt Michael Moore darauf, dass die hohe Zahl von Morden durch Schusswaffen allein ein US-Problem ist. Liegt es an der Arbeitslosigkeit? Andere Länder haben höhere Erwerbslosenzahlen. Liegt es an den gewalttätigen Filmen? In anderen Ländern werden solche Filme auch gesehen. Liegt es an der gewalttätigen Geschichte? Die Vergangenheit anderer Länder sieht nicht besser aus. Moore fährt nach Kanada und befragt die Leute dort nach ihren Erfahrungen mit Gewalt und stellt fest, dass dieses Problem dort kein so großes ist wie einen Kilometer weiter, nur über den Grenzfluss drüber (zu Kanada vielleicht gerade noch das hier: John’s Switch to Canada).
Michael Moore geht der Frage nach, weswegen in der Unterschicht die Menschen zwei Jobs annehmen müssen, stundenlang mit dem Bus durch die Gegend fahren, 70 Stunden die Woche arbeiten und in wie weit nicht das auch Ursache für den Tod eines Mädchens sein kann, das von einem 6-jährigen Jungen erschossen wurde, der den herumliegenden Revolver eines Verwandten im Haus gefunden hat (zum Thema zwei Jobs kann ich das Buch »Arbeit poor« von Barbara Ehrenreich sehr empfehlen).

Ich würde sogar soweit gehen zu sagen, dass der Film das Thema aus einer Contra-Sicht abschließend behandelt. Nach dem Ansehen bleiben keine Fragen mehr offen und man hat das Gefühl, dass alles was wichtig war, gesagt wurde. Dieser Eindruck ist auch Moores konsequentes Nachbohren zu verdanken.

Zu Michael Moore erschien vor einigen Wochen ein längerer Artikel im Spiegel: »Donald Duck im Klassenkampf« Daneben kann ich das Spiegel-Interview mit Michael Moore empfehlen.

Und jetzt: Ab ins Kino, aber sofort!

Erschienen am Dienstag, 24.12.2002 @ 12:44 | Kommentare deaktiviert
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Freitag, 03.01.2003

Two Towers

Ich bin noch ein Review von »Herr der Ringe – Die zwei Türme« schuldig, den ich am 26.12.2002 gesehen habe.

 
 
Da der Titel bildschirmfüllend ist, beschränke ich mich im folgenden auf LotR (für »Lord of the Ring«) bzw. LotR1 wenn vom ersten Teil »Die Gefährten« die Rede ist und LotR2, wenn es um den zweiten Film geht, der die Geschichte des zweiten Bandes von John Ronald Reuel Tolkien nacherzählt, geht.
Als weitergehende Lektüre immer empfehlen kann ich die filmfacts-Kritiken von Andreas Edler (LotR1, LotR2) und Johannes Pietsch (LotR1, LotR2). Außerdem ist ein Blick in die IMDB (LotR1, LotR2 nie verkehrt, um mit Details erschlagen zu werden. Außerdem kann ich zelluloid.de (LotR1, LotR2) empfehlen.

Klaus hat sich beide Teile hintereinander in einem Anfall von Masochismus im Manhattan-Kino gegeben, weswegen wir dieses Jahr nur zu dritt in den größten Saal des Cinestar gingen: Holger (auf Heimatbesuch in Erlangen), Martin und ich. Etwa anderthalb Wochen vorher konnte ich exzellente Plätze Mitte-Mitte reservieren. Martin bezahlte den Normaltarif für 7,40 Euro, Holger und ich hatten 5-Sterne-Tickets (fünf Kinofilme zu 5,40 Euro, also insgesamt 27 Euro, im voraus bezahlen und dafür eben zu nur 5,40 Euro in jede Vorstellung gehen können).
Vor einigen Jahren las ich mal, dass im Kino vor dem Hauptfilm maximal 17 Minuten Werbung exklusive Trailer gezeigt werden dürfen. Hat man das geändert? Im Cinestar gab es gleich eine runde halbe Stunde Werbung und es wurden nur ein oder zwei Trailer gezeigt. Die Eisverkäufer machten bei 464 ausverkauften Plätzen wider erwarten nicht das Geschäft ihres Lebens und waren nach ungefähr fünf Minuten durch. Anschließend die Lasershow mit einem nachgebauten Trailer zu »Star Trek 10: Nemesis« und darauf weitere normale Filmtrailer, bis sich der Dunst der Nebelmaschine von der Lasershow verzogen hatte. Danach begann der Hauptfilm, ohne Soundsystem-Trailer.

Es gibt zwei Sorten von Leuten, die sich den Herrn der Ringe ansehen: Solche, die die Bücher gelesen haben und solche, die die Bücher nicht kennen (<loriot>Ach?</loriot>). Ich kenne die beiden letzten der drei Bände nicht; den ersten Band habe ich als Kind gelesen, aber nachdem ich mich durch diesen durchgekämpft habe, gab ich auf, denn mir war das alles zu langatmig. Freunde haben mir damals schon gesagt, dass in den beiden anderen Teilen noch richtig die Post abgehen würde, aber ich konnte mich bislang nicht überwinden, die Lektüre von »Die zwei Türme« und »Die Rückkehr des Königs« nachzuholen.
Abgesehen davon gehöre ich zu den Leuten, die möglichst wenig über einen Film im Voraus wissen wollen und versuchen, sich etwaigem Hype zu entziehen, um sich nicht die Spannung zu verderben und um keine zu große Erwartungshaltung aufzubauen, die dann vielleicht nur enttäuscht wird. Von daher nur in aller Kürze der Inhalt, denn ich nehme an, dass er entweder eh schon bekannt ist, oder die Bekanntheit nicht gewünscht ist. Hier für die dritte Sorte von Leuten (kennen das Buch nicht, wollen die Handlung aber im vornherein wissen), worum’s geht:
Im ersten Teil hat der Hobbit Frodo den Ring Saurons an sich genommen, um ihn in den Feuern von Mordor, von wo er einst stammt, zu vernichten. Am Schluss des ersten Teils waren Frodo und sein Begleiter ihrem Ziel schon ein gutes Stück näher gekommen, aber die Gefährten wurden voneinander getrennt. Im zweiten Teil geht es um ein Königreich in Mittelerde, das von den Armeen Sarumans angegriffen wird. Frodo und Begleitung versuchen derweil, nach Mordor zu gelangen, aber der Weg dorthin ist kein Spaziergang.

Den ersten Film fand ich vor einem Jahr eher langweilig. Er war nicht schlecht, aber auch nicht mehr als Durchschnitt, keine Offenbarung. Rund um mich rum Leute, die sich vor Begeisterung kaum auf den Stühlen halten konnten und war ziemlich allein mit meiner Meinung, dass dem Film eine Laufzeit von nur zweieinhalb statt drei Stunden besser gestanden hätte. Ich ging aus dem Kino mit einem Gefühl von »Ok, haben wir jetzt auch gesehen, und?«, und dachte mir, dass der erste Teil von Harry Potter wesentlich interessanter war als der erste »Herr der Ringe«-Film.
Anders beim zweiten Teil. Ebenfalls drei Stunden, aber dieses Mal hätte er gerne noch eine halbe Stunde länger laufen können. Spannend, durchaus geschickte Erzählung der verschiedenen Handlungsstränge, Massenschlachten, eindrucksvolle Landschaftsbilder und Bauten. Etwas befremdlich war allerdings der Einwand des Elbengefährten, dass wegen der roten Sonne Blut vergossen wurde. Da kann ich Spiegel-online-Autorin Wiebke Brauer kann ich nur Recht geben wenn sie sagt: »Winnetou in Mittelerde«. Auch etwas seltsam war das Täuschungsmanöver, mit dem zwei Hobbits einen Ent (ein lebender Baum) überzeugten, gegen Saruman in den Krieg zu ziehen. Kurz zuvor haben sich die Ents noch ausgiebig beratschlagt, ob sie in den Krieg eintreten sollten und haben sich schließlich dagegen entschieden. Die zwei Hobbits führten den Ent ihres Vertrauens dann nach Süden, wo Saruman die Freunde des Ent abgeholzt hatte, um Platz für seine Festung zu schaffen. Als er das sah, war die Sache gebongt und alle anderen Ents, die wie angewurzelt danebenstanden, waren auch zur Stelle und fingen ohne weitere Konsultationen an zu kämpfen.
Insgesamt hat der zweite Film aber Lust auf mehr gemacht. Ich hatte nach dem Film schon überlegt, ob ich mir nicht wieder den dritten Band kaufen sollte, den ich vor einigen Monaten über eBay verscherbelt habe. Wer mit Fantasy allgemein oder dem Herrn der Ringe speziell was anfangen kann, wird sich im zweiten Teil sicher nicht langweilen. Ob es zu Ärgernissen kommt, weil sich Regisseur Peter Jackson womöglich nicht nah genug an der Romanvorlage hält, kann ich nicht beurteilen, da ich das Buch ja nicht gelesen habe.

Bei uns wurde der Film nach anderthalb Stunden unvermittelt für ca. zehn Minuten unterbrochen (»Pause« wurde eingeblendet) und fing dann plötzlich wieder an. Normalerweise empfinde ich sowas ja als Ärgerniss, aber obwohl ich vor dem Film bereits was weggetragen habe, kam mir diese Unterbrechung sehr gelegen, denn es war dringend. Ich hatte mich quasi eine Stunde auf die Pause einstellen können (bzw. ich habe darauf gehofft) und schaltete schnell, als der Film gestoppt wurde. Aufgesprungen, raus aus der Reihe, zwei Treppenstufen auf einmal und raus auf’s Klo. Dank meiner blitzschnellen Reaktionen war ich einer der ersten und konnte noch einen freien Platz ergattern.

Am Schluss des Abspanns (bei den Soundsystem-Logos) gibt es übrigens noch einen Apple-Bezug: Ein Apfel prangt am linken Rand der verkündet, dass LotR2 mit der Hilfe von Shake, das Apple kürzlich aufgekauft hat, enstanden ist.

Nach dem Film gingen wir noch in die Stadt. Unsere erste Anlaufstelle war die S-Bar in der Nähe des Bahnhofs, aber die war überlaufen. Ich schlug dann vor, mal das Bomml zu testen, die neue Kneipe der früheren Schlupfwinkel-Macher. Wir blieben dort eine Weile. Vorteile: Platz. Nachteile: Keine Cocktails, weit zu hatschen, ein wenig Partykeller-Flair.
Nach Hause irgendwann zwischen eins und zwei. Martin war so freundlich, uns auf seinem Heimweg nach Nürnberg unterwegs abzusetzen.

Erschienen am Freitag, 03.01.2003 @ 23:29 | Kommentare deaktiviert
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Samstag, 04.01.2003

Kino im Januar und darüber hinaus

Ich hab’ mal wieder ein paar Trailer gesehen und auf zelluloid.de die Kino-Starttermine für Januar gecheckt. Die folgenden Filme stelle ich mal unter »verschärfte Beobachtung«. Die Links auf den Filmtitlen führen zur entsprechenden IMDB-Seite.

 
11′09″01
Über 11′09″01 habe ich zum ersten Mal in einem Spiegel-Artikel über Sean Penn gelesen. Einen englischen Trailer habe ich beim besten Willen nicht im Netz finden können, aber als Holger und ich in »Bowling for Columbine« waren, wurde ein sehr ansprechender englischer Trailer gezeigt.
Elf Regisseure zeigen in je elf Minuten, neun Sekunden und einem Bild, wie sie den Anschlag auf das World Trade Center und das Pentagon am 11. September 2001 filmisch umsetzen. Sean Penn ist der bekannteste der Regisseure, von allen anderen, die aus Burkina Faso und sonst woher kommen, hat man noch nie was gehört. Der Trailer war wie gesagt sehr interessant und die Idee (11′09″01) fasziniert mich. Im bereits genannten Spiegel-Artikel ist auch nachzulesen, worum es in Sean Penns Epsiode in 11′09″01 geht.
Hier in der Region läuft er noch nicht, aber evtl bald im Lamm. Offizieller deutscher Starttermin war bereits der 28.11.2002.

8 Mile
Auch hier bin ich zuerst über einen Spiegel-Artikel auf den Film aufmerksam geworden. Oder genauer, ich wusste bereits im November oder Anfang Dezember, dass es einen Film mit Eminem geben würde, aber damit beschäftigt habe ich mich erst nach dem Artikel über die 8 Mile von Spiegel-Autor Helmut Sorge: »Bandenkriege in L.A.: Dealen, schießen, rappen«

“8 Mile”, das war in Detroit die imaginäre Trennungslinie zwischen Schwarz und Weiß. Tatsächlich, auch das dokumentiert Hanson eindringlich, sind die Rassen vereint, sind gemeinsam Vergessene des amerikanischen Traums.

Curtis Hanson, der bereits bei »L.A. Confidential« Regie führte, zeichnet auch für »8 Mile« verantwortlich. Nach Sorges sehr aufschlussreichem Artikel sah ich mir den Trailer auf apple.com/trailers an und war begeistert. Wenn der Film nur halb so gut wird wie der Trailer, hat sich der Kinobesuch schon gelohnt. Der Trailer für sich ist schon ein Meisterwerk: Sehr guter Schnitt, synchrone Einblendung von Schlüsselbegriffen die im Hintergrund im Soundtrack abgespielt werden (gute Idee), ein eingägniger Score, beeindruckende Szenen (z.B. wie die Filmtochter von Eminem zum Abschied winkt oder Eminem auf der Bühne), schnelle Überblendungen, die Titles. Davon ab erzählt er natürlich kurz und knapp die Geschichte, ohne zu viel zu verraten — so jedenfalls mein Eindruck. Beim Score handelt es sich auch gleich um den Titelsong des Films: »Lose yourself«, natürlich von Eminem. Ich bin kein Fan von ihm, aber »Stan« und eben »Lose yourself« finden sich auch in meiner iTunes-Musikdatenbank. »Lose yourself« hat einen interessanten Text und einen eingehenden Rhythmus mit einem eigenartigen Takt. 15/17tel, keine Ahnung (Holger?).
Ich weiß nicht genau, was mich bei »8 Mile« erwartet, aber nach allem, was ich jetzt weiß, stufe ich ihn mal als Drama und Milieustudie ein. Die Werbezeilen machen neugierig:

»Every moment is another chance.«

»Every moment is a chance to turn it around.«

»Look, what if you had one chance to seize everything you ever wanted? Would you capture it? Or would you let it slip?«

»8 Mile« läuft bereits seit 2. Januar 2003 in den Kinos. Im Erlanger Cinestar sogar in zwei Sälen.
Erste Kritiken finden sich bei spiegel.de und bei filmfacts.de. Das Studio ist Universal.

Analyze That
Einen ersten Teaser zum Nachfolger von »Analyze This« sah ich schon vor einigen Wochen. Ich denke es ging nicht nur mir so, der bereits den ersten Teil gesehen hat, als ich mich beim Sehen des Teasers wegschmiss! Wer den ersten Film nicht kennt, wird aber wohl kaum etwas mit dem Teaser anfangen können. Kurzversion: Die Person, die da wie ein Schlosshund heult (Robert DeNiro) ist ein Mafia-Boss. Der Typ mit Bart und Brille (Billy Crystal) ist sein Therapeut. Vor Kurzem erschien auch ein längerer Trailer, der die Story des Nachfolgers erklärt. Lisa Kudrow (Phoebe aus »Friends«) ist auch wieder mit von der Partie.
Deutschlandstart ist der 9. Januar 2003.
Hier kann man übrigens mal wieder schön sehen was passiert, wenn der deutsche Verleih Titel übersetzt, die er besser nicht übersetzt hätte. Der erste Teil hieß im Original »Analyze This«. Zu deutsch: »Reine Nervensache«. Der Nachfolger nennt sich »Analyze That«, in Deutschland »Reine Nervensache 2«.
Ok, man muss zugeben, dass es einfach nur eine Fortsetzung ist, so wie »Ghostbusters 2«: Er wird kaum ans Original rankommen.
Regie führte dann auch Harold Ramis, das Studio ist Warner.

One Hour Photo
Sollte »One Hour Photo« nicht schon irgendwann letztes Jahr starten? Den Trailer habe ich schon vor Monaten bei Apple gesehen, in den USA lief er auf einem Festival bereits im Januar 2002 (!) und offiziell startete er in den Staaten im vergangenen August. Die Code 1-DVD erscheint bereits am 18. Februar. Egal, nun kommt er am 9. Januar 2003 in die hiesigen Kinos.
Robin Williams spielt in diesem Suspense-Film von Mark Romanek einen Angestellten in der Fotoabteilung eines Supermarkts. Da er die Bilder seiner Kunden in die Finger bekommt, ist er bestens darüber informiert, wo und wie diese leben. Das Wissen lässt er nicht ungenutzt.
Das Studio ist Fox.

Star Trek: Nemesis
Der zehnte Star Trek-Film und der vierte mit der Next Generation-Crew. Laut Werbezeile »die letzte Reise einer Generation«. Ob die TNG-Crew in Star Trek XI nochmal aufkreuzt oder nicht, ist meines Wissens noch unklar. Die Voyager-Crew ist zu Hause und Deep Space Nine ist eigentlich abschließend erzählt; mit diesen beiden Crews wird es kaum ein Wiedersehen auf der Kinoleinwand geben (IMHO die beste Serie war übrigens DS9). Evtl darf die neue »Enterprise«-Crew ihr Leinwand-Debüt geben. Davon ab frage ich mich nach dem Ansehen des Trailers, wie viele Enterprises eigentlich noch geschrottet werden sollen. Das nimmt ja bald Ausmaße an wie beim Voyager-Shuttle-Counter.
Ich weiß fast gar nicht, worum es geht, und das soll auch so bleiben, da ich mir nicht die Spannung verderben will (siehe auch meine Kritik zu Two Towers). Einem ungeschriebenen Gesetz zu Folge sind alle Star Trek-Filme mit geraden Nummern (2, 4, 6, 8…) gute Filme. Mal sehen.
Deutscher Starttermin ist der 16. Januar 2003. Regie führte Stuart Baird, das Studio ist natürlich Paramount.

Anger Management
Jack Nicholson ist uns noch aus »As good as it gets« als Ekel in guter Erinnerung und in »Anger Management« scheint er dem Trailer nach zu urteilen eine ähnliche Rolle zu besetzen. Adam Sandler spielt einen Geschäftsmann, der irrtümlich in ein Programm zum Agressionsabbau gesteckt wird und trifft dadurch auf Jack Nicholson, seinen agressiven Anti-Agressions-Trainer. Den Film werde ich mir auf keinen Fall entgehen lassen!
Deutscher Start am 15. Mai 2003 (Holger, Cinema München?), Regie: Peter Segal, Studio: Columbia.

Erschienen am Samstag, 04.01.2003 @ 14:35 | Kommentare deaktiviert
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Montag, 20.01.2003

Vorschau

Wer sich seelisch schon mal auf den nächsten Bruckheimer-Hype einstellen will, kann sich bereits seit vier Wochen einen ersten Teaser zu »Pirates of the Caribbean« antun.
Nee, dann noch lieber »Bruce Almighty« (Trailer) mit Jim Carrey…

Erschienen am Montag, 20.01.2003 @ 17:49 | Kommentare deaktiviert
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Dienstag, 28.01.2003

»Mr. Anderson! Surprised to see me?«

In der Nacht von Sonntag auf Montag fand in den USA bekanntlich der Superbowl statt. Und wie vielleicht auch bekannt, sind gelten für dieses Event die teuersten Werbepreise überhaupt: Ein 30-sekündiger Spot kostete dieses Jahr 2,1 Mio USD (Quelle: macrumors.com, diese Info steht aber nicht im Archiv). Apple zeigte dort zur Einführung des Ur-Macintosh den legendären »1984«-Spot.
Einen Apple-Spot gab es leider nicht, aber dafür wurden Filmfans mit einem neuen Trailer zu den nächsten beiden Matrix-Filmen verwöhnt. AOL Time Warner gönnte uns eine Minute drei Sekunden mit Szenen aus »Matrix: Reloaded« und »Matrix: Revolutions«. In den USA startet Matrix 2 am 15. Mai 2003 und Matrix 3 am 7. November 2003; in Deutschland am 5. Juni ‘03 bzw. am 6. November ‘03. Matrix war bereits zum ersten Film von 1999 als Trilogie vorgesehen.
Okay, wo gibt’s die Trailer? Auf der Matrix-Website. Dort gibt es das Quicktime-Video in einer kleinen Version (320er Auflösung), einer mittleren Version (480) und in einer großen Fassung (640). Mein iBook (G3-500) verschluckt sich am ganz großen Trailer.   :-)
Danke an Holger, der mich mit seinem direkten Link auf die große Version überhaupt erst darauf aufmerksam gemacht hat.

Matrix hat 1999 in der Tricktechnik Maßstäbe gesetzt (ich sage nur: »Bullet Time«) und wurde danach oft kopiert, sei es in Musikvideos oder anderen Filmen (»Shrek« fällt mir als erstes ein, aber ich glaube der ein oder andere Martial Arts-Film war auch dabei). Der Trailer verspricht diesbezüglich eine Steigerung. Ich bin schon sehr gespannt!

Erschienen am Dienstag, 28.01.2003 @ 13:42 | Kommentare deaktiviert
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Sonntag, 09.02.2003

Spannend, spannend, spannend!

Die erste Folge von »24«, die ich im Urlaub dank einer Heft-DVD sah, fand ich zwar interessant, aber sie hat mich jetzt auch nicht direkt vom Stuhl gefegt. Es reichte, um neugierig auf weitere Episoden zu werden, und dem Piloten einer Serie gestehe ich gerne zu, dass man nicht sofort in die Vollen gehen kann, sondern erstmal die Serie vorstellen muss.
Heute war bei RTL2 der Deutschland-Start der Serie: RTL2 zeigt die komplette erste Staffel innerhalb eines Monats und krempelt dafür sein ganzes Abendprogramm im September um. Dienstags, freitags und sonntags kommen zwischen 20:15 und 22:15 Uhr jeweils zwei Folgen. Wer’s verpasst, hat jeweils in der gleichen Woche Gelegenheit, versäumte Folgen nachzuholen: donnerstags, samstags und montags um kurz nach zehn Uhr abends.

Das besondere bei »24« ist, dass die Handlung in Echtzeit gezeigt wird: Eine Minute Sendezeit entspricht einer Minute Handlungszeit; sogar die Werbeblöcke werden berücksichtigt. Eine Staffel zeigt 24 Stunden am Stück; die einzelnen Stunden werden also nicht irgendwo aus beliebigen Tagen »heraus geschnitten«.
Gezeigt wird die Geschichte des Special Agent Jack Bauer, gespielt von Kiefer Sutherland, der bei der CIA in einer Anti-Terror-Einheit arbeitet. In der ersten Folge erfahren er und der Zuschauer, dass ein Anschlag auf einen schwarzen Präsidentschafts-Kandidaten geplant ist. Bauer setzt nun alle Hebel in Bewegung, um das Komplott aufzudecken, hinter dem möglicherweise sogar Leute aus der Agency stecken.

Nach der zweiten Folge heute Abend bin ich angefixt: Ich will wissen, wie’s am Freitag weitergeht!! Obwohl sich mir beim Techno-Babbel teilweise die Zehennägel aufgerollt haben (»Kannst Du mir alle Internet-Passwörter zu einer Telefonnummer geben?«).
Wer’s verpasst hat: Unbedingte Empfehlung, sich die Wiederholung am Donnerstag zu geben.
Einen längeren Artikel zur Serie gibt es bei Spiegel-online.

Ein guter Ersatz für »Stargate«, nachdem auf dem Mittwoch-Sendeplatz nun Wiederholungen gezeigt werden. Vor zwei, drei Wochen lief dort die letzte Folge der sechsten Season, die mit einem netten Cliffhanger endete. Weiß jemand, wann es mit der siebten Staffel weiter geht?

Erschienen am Sonntag, 09.02.2003 @ 23:17 | Kommentare deaktiviert
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Montag, 17.02.2003

»Feel the Love.«

Mal wieder ein längeres Film-Posting.

Filmplakat zu 'Anger Management'Bereits Anfang des Jahres war ich mir sicher, dass ich mir »Anger Management« nicht entgehen lassen werde. Nach dem Teaser gibt es nun auch einen längeren Teaser. Weitere Infos zum Film habe ich bereits im Januar geschrieben (s.o.), der Trailer sagt aber auch schon alles.   :-)
Im Kino ab 8. Mai.

Florian empfahl gestern den Film »Adaptation«. Der Trailer sieht sehr vielversprechend aus: Nicolas Cage in einer Doppelrolle. Kein Action-Film.
Bereits ab 13. März in deutschen Kinos.

Bereits seit letztem Donnerstag im Kino ist »The Ring«, für den sich bislang keiner meiner Freunde begeistern kann. [Seit ich sie mit dem Hinweis »der soll gut sein« in das Machwerk »eXistenZ« gelockt habe, sind die da vorsichtig geworden; selbst mit dem Volltreffer »Fight Club« konnte ich das noch nicht wieder ausbügeln.]
Die beiden Trailer (1, 2) lassen auf einen Horror-Schocker schließen.
Positive Kritiken gibt es bei filmfacts.de von Andreas und von Johannes. Außerdem bei zelluloid.de von Heinz (90%). 22 zelluloid-Besucher bewerteten ihn mit durchschnittlich 83%. Bislang 7.400 IMDB-Nutzer bewerteten den Streifen mit guten 7,5 von 10 Punkten.

Ende Februar läuft »About Schmidt« an, wieder ein Jack Nicholson. Der Trailer erzählt von einem Rentner (Nicholson), dessen Tochter gedenkt, den falschen Mann zu heiraten, genau wie er x Jahre zuvor die falsche Frau.

Früher als erwartet, nämlich schon am 27. Februar, wie auch »About Schmidt«, startet »National Security«. Martin Lawrence und Steve Zahn in einer Cop-Komödie. Der Trailer war ganz witzig, aber der Streifen scheint mir kein unbedingtes Muss zu sein.
Für »Undercover Brother, der in die gleiche Kerbe schlägt (siehe Trailer), gibt es noch nicht mal einen deutschen Starttermin; in den USA lief er bereits letztes Jahr im Mai. Scheint wohl eine Video-Premiere zu werden.

Die Clips und der Trailer zu Solaris (ab 6. März) ließen mich zuerst befürchten, es würde sich um einen zweiten Sphere handeln, nur mit George Clooney statt Dustin Hoffmann. Bei Spiegel-online las ich kürzlich ein Interview mit dem Regisseur Steven Soderbergh (»Traffic«, »Ocean’s Eleven«): »Solaris« ist die Verfilmung eines Stanislaw Lem-Romans, und der Film soll ein extremer »Kopf-Film« sein. Hmm…

+++

So, nun noch zu zwei Vorschauen, die ich beim Stöbern auf apple.com/trailers gefunden habe:

»25 Stunden« (IMDB, Trailer)
Ein neuer Film mit Edward Norton. Eine Kriminal- und Drogen-Geschichte von Regisseur Spike Lee. Scheint eine interessante Geschichte zu haben, ab 15. Mai im Kino.

»Phone Booth« (IMDB, Trailer)
Regisseur Joel Schumacher (»8MM«, »Batman & Robin« »Falling Down«) erzählt eine etwas eigenartige Geschichte, die aber durchaus spannend sein kann: Ein Typ sitzt in einer New Yorker Telefonzelle fest, weil er von einem Scharfschützen bedroht wird. Scheint ein persönliches Ding zu sein.


Zum Abschluss: Wer mal wieder ein nettes Render-Filmchen sehen will: Robota

+++

Folgende Filme laufen aktuell oder demnächst im Kino, und stehen noch auf meiner »Noch anschauen«-Liste:
- Catch me if you can (seit 30.01.03)
- The Ring (seit 13.02.03)
- Goodbye, Lenin! (13.02.03)
- About Schmidt (ab 27.02.03)
- National Security (27.02.03)
- Solaris (06.03.03)
- Adaptation (13.03.03)
- The Core (03.04.03)
- Pi (17.04.03, Wiederaufführung)
- X2 (01.05.03)
- Anger Management (08.05.03)
- 25 Stunden (15.05.03)


Notiz für mich:
Filme, die in 2003 bereits im Kino liefen, und die ich noch nicht gesehen habe:
- 8 Mile
- 11′09″01
- One Hour Photo
- Analyze That
Vormerken für Kauf oder Verleih auf DVD.

Erschienen am Montag, 17.02.2003 @ 14:03 | Kommentare deaktiviert
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Sonntag, 02.03.2003

Nemesis, kurz & schmerzlos

An der Verzögerung zwischen dem Konsum des zehnten Star Trek-Films und dem jetzigen Erscheinen dieses Eintrags kann man schon ablesen, dass mich »Nemesis« nicht vom Stuhl gerissen hat. Ich sah den Film am 28. Januar im größten Saal des hiesigen Cinestar.
Eigentlich muss der wie immer exzellenten Kritik von Johannes Pietsch nichts mehr hinzugefügt werden; ich könnte sie hier seitenweise zitieren. Das macht man nicht, deswegen sage ich, dass ich sie zumindest unterschreiben könnte.
Die alte Gesetzmäßigkeit, wonach Star Trek-Filme mit ungerader Nummer nichts taugen (1, 3, 5, 7) und »gerade Filme« (2, 4, 6, 8) gut seien, gilt nicht mehr. »Nemesis« ist genau so lau wie der neunte Film aus dem Star Trek-Universum, »Insurrection« eher sogar noch schlechter. Das Problem von »Nemesis« ist, wie Johannes schon richtig feststellt, dass sich das Drehbuch inzwischen sehr weit von den Wurzeln von Star Trek verabschiedet hat und es nur noch um Action geht, aber nicht mal darin kann dieser Film glänzen, um zumindest noch das dünne Buch rauszureißen. »Nemesis« spielt fast den ganzen Film über nur an zwei Orten: Romulus und die neutrale Zone. Da genügt es nicht, zwei Raumschiffe auf Kollisionskurs zu bringen. Der Fiesling bleibt farblos, die Bedrohung durch ihn kommt nicht wirklich rüber, zu durchsichtig ist auch die um ihn herum gestrickte Geschichte.
Fazit: Wer »Nemesis« verpasst hat, muss nicht drum weinen. Wer sich noch einen Besuch des Films überlegt, sollte sein Geld lieber in bessere Filme investieren. Auf DVD werde ich ihn mir auch nicht kaufen.

Erschienen am Sonntag, 02.03.2003 @ 1:33 | Kommentare deaktiviert
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Sonntag, 16.03.2003

Broken Bow

Erwartungsgemäß stand ich um 3 Uhr ausgeschlafen wieder auf. Um halb eins klingelte öfter mal das Telefon, weiß nicht, ob meine Schwester zu Hause angerufen hat oder ob jemand ein Fax schicken wollte, ich drehte mich jedenfalls wieder rum (wenn’s meine Schwester war, konnte sich mein Vater um sie kümmern, der war noch wach).
Ich startete gleich durch mit der ersten Folge von »Enterprise«, »Broken Bow« (deutscher Titel: »Aufbruch ins Unbekannte«).

Dieser Pilotfilm der fünften Star Trek-Serie hat mir ganz gut gefallen. Er kommt allerdings nicht an einige der Hammer-Folgen aus TNG heran, zum Beispiel »Clues« (»Beweise«), »Tapestry« (»Willkommen im Leben nach dem Tode«) oder »Cause and Effect« (»Déjà vu«).
Etwas überraschend der völlig untypische Vorspann, ohne das Star Trek-Thema aber mit Gesang (Bryan Adams lebt). Der ruhige Vorspann von DS9 gefiel mir wesentlich besser. »Broken Bow« stellte alle wichtigen Charaktere vor und klärte über den Stand der Technik in der Serie auf. Sie spielt knapp hundert Jahre nach dem achten Film »First Contact«, also ungefähr 2150 (TNG spielt um 2370, TOS um 2260). Die Menschheit kam bereits vor zwei Generationen durch Zefram Cochrane in den Besitz des Warp-Antriebs, aber bis auf Transportflüge hat man’s noch zu nichts größerem gebracht. Die Sternenflotte wurde gerade gegründet (faszinierendes Detail: die Admiräle tragen unter der Uniform noch Krawatten) und die Enterprise NX-01 ist das erste Schiff der Sternenflotte. Auf der Erde gibt es Vulkanier und Dr. Phlox ist ein Cardassianer.
Die erste Folge ließ Spannung und Action nicht vermissen, war aber teilweise auch etwas vorhersagbar.

Mal sehen, wie sich die Serie weiterentwickelt und welcher Charakter noch besonders hervorstechen wird. In TOS war es Spock, in TNG Data, auf DS9 meiner Meinung nach das Duo Quark und Odo und auf der Voyager der Doktor.
Bislang, also ohne jetzt mehr von »Enterprise« gesehen zu haben, gefiel mir »Deep Space Nine« am besten. DS9 hatte eine, die einzelnen Folgen überspannende Geschichte, dennoch war jede Folge in sich abgeschlossen. Im Gegensatz zu VOY gab es bei DS9 darüber hinaus aber auch größere Zusammenhänge, zum Beispiel der Konflikt zwischen Bajor und Cardassia und die Bedrohung durch das Dominion. Ich hoffe sehr, dass »Enterprise« auch etwas mehr »außen herum« erzählt, zum Beispiel die Entwicklung der Sternenflotte und der Föderation aufzeigt, und dass es nicht wieder eine Serie wird, bei der nur ein Raumschiff durch den Weltraum schippert.

Ach ja, »Broken Bow« war bedeutend besser als der zehnte Star Trek-Film, »Nemesis«.

Erschienen am Sonntag, 16.03.2003 @ 6:10 | Kommentare deaktiviert
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»Das absolut sexieste Star-Trek-Wesen ever«

Nach Ansicht von Kai sei das Sub-Commander T’Pol (Jolene Blalock).
Mein Geschmack geht da in eine andere Richtung; T’Pol kann ich genauso wenig abgewinnen wie Uhura oder Dr. Kate Pulaski aus der 2. TNG-Season.

Meine Top 5 der »most sexiest women in space« sieht so aus:

  1. Nicole de Boer als Ensign Ezri Dax in DS9
  2. Nana Visitor als Major/Colonel Kira Nerys in DS9
  3. Jeri Ryan als Seven of Nine in VOY (auch nicht schlecht: South Trek)
  4. Denise Crosby als Lieutenant Tasha Yar in TNG
  5. Marina Sirtis als Counsellor Deanna Troi in TNG

Abgesehen von Star Trek: Amanda Tapping als Captain/Major Samantha »Sam« Carter in »Stargate SG-1« (vielleicht Platz 2,5?).

Erschienen am Sonntag, 16.03.2003 @ 8:10 | Kommentare deaktiviert
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Montag, 24.03.2003

»Shame on you«

Es freut mich besonders, dass Michael Moore gestern einen Oscar für seinen Dokumentarfilm »Bowling for Columbine« bekommen hat. In seiner Dankesrede hielt er sich dann erwartungsgemäß auch nicht an die Vorgabe, den Krieg oder Politik nicht zu thematisieren.

»We like non-fiction and we live in fictitious times. We live in a time when we have?fictitious election results?and a man sending us to war for fictitious reasons?we are against this war, Mr. Bush. Shame on you, Mr. Bush, shame on you.«

Bei Spiegel-online gibt’s alle Preisträger, Zitate, Bilder und einen ausführlichen Bericht.

Auch wenn »Chicago« sechs Oscars erhalten hat, werde ich mir diesen Film nicht ansehen.

Erschienen am Montag, 24.03.2003 @ 13:37 | Kommentare deaktiviert
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Samstag, 12.04.2003

Sitzen bleiben

Auf zelluloid.de, die sich auf Ain’t it cool News berufen, steht zu lesen:

»Ein erster Trailer von "The Matrix Revolutions" [soll] am Ende des zweiten Teils "The Matrix: Reloaded" zu sehen sein. Auf Wunsch der Regisseure Andy und Larry Wachowski müssen die Fans allerdings zuerst den 8-minütigen Abspann abwarten, bevor sie in den Genuß des Vorfilms kommen.«

Mich als Abspann-Fan freut das natürlich besonders!
Den Trailer zu Matrix 3 zu verpassen ist eine gerechte Strafe für alle, die schon beim ersten Anzeichen eines Abspanns fluchtartig den Saal verlassen.

Harry von Ain’t it cool News ist auch gut drauf:

»May is going to be one of those months that is so fucking good we’re going to need collective plastic surgery to get the geekgrins off our faces.«

Download des »final trailer« für »Reloaded« auf der offiziellen Website. Dort gibt es auch zwei TV-Spots: »Prophecy« und »I’m in«. Der Superbowl-Trailer und der erste Teaser sind bereits bekannt. Sehr vorbildlich: alle Trailer gibt’s auch in 640er Auflösung!

Mir gefällt der Superbowl-Trailer allerdings nach wie vor am besten.

Erschienen am Samstag, 12.04.2003 @ 22:32 | Kommentare deaktiviert
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Dienstag, 15.04.2003

Physiker-Masochismus

Gestern Abend telefonierte ich mit Micha, und wir entschieden uns kurzfristig, ins Kino zu gehen. Die Hinfahrt war sehr angenehm bei 15 Grad. Anderthalb Stunden später trafen wir uns vor dem CineStar, etwas später kam auch noch ein Physiker-Kollege von Micha dazu, Nils.

Wir suchten uns »The Core« um 23:10 Uhr aus, stapelten die Erwartungen bewusst tief und machten uns auf einen lustigen Film gefasst. Die Kritiken (Zelluloid-Gäste, Heinz, Johannes sind durchweg verheerend und lassen kein gutes Haar an dem Film. Außer uns waren nur noch drei weitere Leute im Kino.

In dem Streifen geht es darum, dass sich der innere Erdkern nicht mehr dreht und deswegen der Magnetismus etwas durcheinander kommt. Um den Motor wieder anzuwerfen, muss ein Gefährt ins Innere der Erde fahren, um dort ein paar Atombomben platzen zu lassen.

Um’s kurz zu machen: Es gab natürlich einige haarsträubende Momente, zum Beispiel die gute Funkverbindung zwischen der Basis und dem mehrere hundert Kilometer im Erdinneren fahrenden »Erdschiff« oder das »Ultraschall-Bild«, das das komplette Erdinnere zeigte und auch genau die Position des Schiffs angeben konnte. Insgesamt hat uns drei der Film jedoch positiv überrascht, da er nicht so schlecht war, wie wir erwartet hatten (ich würde sagen, auf einer Skala von 1 bis 10 mit 3 Punkten statt nur einem), und sogar noch besser als der totale Katastrophen-Film (in doppelter Hinsicht) »Armageddon«. Mehr muss man über diesen Film nicht erzählen; die Story habe ich oben in einem Satz zusammengefasst (das Ende trotzdem nicht verraten, falls ihn sich noch jemand antun will), ein Klischee jagt das nächste und natürlich überleben nicht alle Beteiligten den Film. Man verpasst absolut nichts, wenn man den Film nicht sieht.
Aber beim Rausgehen habe ich noch bei mir gedacht: Wenn das eine Bay/Bruckheimer-Produktion gewesen wäre und Aerosmith einen schnulzigen Abspann-Song beigesteuert hätte, dann wäre der Film sicher im ausverkauften großen Saal gelaufen. Das Marketing bei »The Core« war jedoch kaum wahrnehmbar.

Auf der Heimfahrt kurz vor 2 Uhr war es mit 10 Grad etwas frischer, aber immer noch sehr schön zu fahren.

Erschienen am Dienstag, 15.04.2003 @ 18:19 | Kommentare deaktiviert
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Mittwoch, 16.04.2003

Beim Googeln entdeckt

»Wir hatten 2 Beutel Gras, 75 Kügelchen Mescalin, 5 Löschblattbögen extrastarkes Acid, ‘nen Salzstreuer halbvoll mit Kokain und ‘n ganzes Spektrum vielfarbiger Uppers, Downers, Heuler, Lacher, 10 Liter Tequila, ‘ne Flasche Rum, ‘ne Kiste Bier, ‘nen halben Liter Äther und 2 Dutzend Poppers. Nicht, dass wir das alles für unsere Tour brauchten, aber wenn man sich erst mal vorgenommen hat, ‘ne ernsthafte Drogensammlung anzulegen, dann neigt man dazu, extrem zu werden…«

Wie konnte es passieren, dass ich den Film »Fear and Loathing in Las Vegas« noch nicht gesehen habe?
Davon ab ist natürlich »Requiem for a Dream« der beste Drogenfilm, dicht gefolgt von »Trainspotting«.

Das, wonach ich eigentlich gegoogelt hatte, habe ich aber nicht gefunden. Eine kleine witzige Story über ein Pyramiden»spiel«, die ich schon vor ein paar Jahren mal im Netz gesehen habe. Sinngemäß ging es darum, dass ein Mann seine Frau in eine Kiste verpacken und an jemand anderen schicken sollte. Daraufhin würde er 10 (oder so) weitere Kisten mit Frauen von anderen Leuten bekommen. Die Story endet irgendwie in der Art, dass vor dem Krankenhauszimmer des ersten Verschickers einige Dutzend weitere Kisten mit Frauen auf ihn warten.
Ich brauche die Story als »Veranschaulichung«/»Anekdote« zum Thema Kettenbriefe. Hat jemand diese Geschichte oder einen Link dorthin?

Erschienen am Mittwoch, 16.04.2003 @ 6:15 | Kommentare deaktiviert
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»Bevor Du stirbst, siehst Du den Ring.«

Ich bin noch einige Kommentare zu Kinofilmen schuldig, die ich in letzter Zeit gesehen habe. Mal schauen, wie weit ich komme; ich fange mal von hinten an.
Am 25.03.03 stand »The Ring auf dem Programm.
Gute Kritiken von Andreas und von Johannes haben mich neugierig gemacht, ebenso die 90%-Wertung von Heinz und die (inzwischen) durchschnittlich 86%-ige Bewertung von 71 Besuchern auf zelluloid.de.

Ohne zu viel zu verraten: Es geht um ein geheimnisvolles Video: Wer es sich ansieht, bekommt direkt danach einen Anruf und eine Stimme verkündet den Tod des Zuschauers nach sieben Tagen. Einige Fälle dieser Art hat es dann auch tatsächlich gegeben, so dass sich eine Zeitungsredakteurin des Falles annimmt.

Mir hat der Film gefallen, aber er hat mich auch verärgert. Gefallen hat er mir wegen seiner Inszenierung: Insgesamt sehr stimmig, viele Grautöne, beängstigende Soundeffekte, wirkungsvolle Bilder. Der Film ist ein Kunstwerk und man könnte ihn ohen Ton genießen (um von der Handlung nichts mitzubekommen und nur die Bilder auf sich wirken zu lassen) und man würde sich nicht langweilen. Zumindest jemand, der einen Sinn für eine derartig perfekte Inszenierung hat.
Auch wenn »Ring« (im deutschen Titel hat’s für den englischen Artikel nicht mehr gereicht) auf den ersten Blick eine etwas Klischee-hafte Story hat und man mit der Erwartung ins Kino geht, den fünftausendsten Teenie-Slasher zu sehen, und auch wenn die ersten Minuten des Films vermeintlich so anfangen wie in »Scream«: »The Ring« ist kein blutiger Teen-Horror-Movie und auch kein Schockerstreifen, bei dem man dem Kameramann zuschreien möchte, er möge doch bitte auf eine andere Brennweite umstellen, so dass man sieht, was sich hinter der Ecke verbirgt. Dieser Film bezieht seine Spannung daraus, dass gewissen Hauptdarstellen wegen der angesprochenen sieben Tage die Zeit davon läuft und man sie bei ihren Bemühungen beobachtet, das Rätsel zu lösen, um dem Tod doch noch von der Schippe zu springen. In diesem Sinne ist »The Ring« einer der unblutigsten Filme überhaupt.
Trotz meiner Begeisterung für die Optik hat mich Gore Verbinskis Werk aber, wie bereits erwähnt, auch verärgert. Der Zuschauer wird erfahren, was es mit dem ominösen Ring auf sich hat, aber der Film wirft insgesamt mehr Fragen auf, als er beantwortet. Ein Film, der ja in erster Linie eine gute Geschichte erzählen soll, kann gerne abgefahren sein und in seinem eigenen Erzähluniversum spielen, aber er muss bitte in sich schlüssig sein. Das Problem bei »The Ring« ist, dass er den Zuschauer am Schluss völlig sich selbst überlässt, aber nicht, um noch seinen Gedanken über die Genialität der Auflösung nachzuhängen. Stattdessen ist der Film dann einfach zu Ende und präsentiert eine Lösung für das Haupträtsel des Films, gleichzeitig gibt es aber auch riesige Fragezeichen. Denn um die Lösung zu »erzwingen«, um den Film enden zu lassen und das Haupträtsel zu lüften, macht er nicht minder kleine »Nebenrätsel« auf. Es ist ein Gefühl von: Der Film schafft Fakten, sonst kann er nicht beendet werden. Ein Gefühl von »das ist halt so.« Und wenn ich bei einem Film eines nicht leiden kann, dann ist es genau dieses Gefühl, mit seinen Fragen im Regen stehen gelassen zu werden. »The Ring« löst ein Rätsel, der Preis dafür ist allerdings, dem Zuschauer gleich ein halbes Dutzend neue dafür zu geben.
Das macht diesen Film leider etwas… obskur. Zwar brillant photographiert, aber mit der Logik nimmt man’s zum Schluss hin nicht mehr so genau. Statt das Drehbuch-»Netz« zu entwirren, schneiden es die Autoren einfach durch.

Letzte Sache, die ich mir nicht verkneifen kann: Naomi Watts macht eine gute Figur!

Erschienen am Mittwoch, 16.04.2003 @ 13:29 | Kommentare deaktiviert
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Dienstag, 22.04.2003

Nachgeladen

Der zweite Teil der Matrix-Trilogie kommt bald in die Kinos. Zwar wollen die Wachowski-Brüder freilich Geld verdienen, aber ich möchte trotzdem betonen, dass Matrix von Anfang an als Dreiteiler geplant war; hier hat man es also nicht unbedingt mit einem lauwarmen Fortsetzungsaufguss zu tun, bei dem eine 2 hinter den Namen geklebt wird.
Der erste Teil hat 1999 mit der Erfindung von »Bullet Time« Maßstäbe in der Tricktechnik gesetzt. Nicht nur, dass diese Szene in Filmen wie »Shrek« und Klamauk-Streifen wie »Scary Movie« oder »Rent-A-Man« zitiert wurde. Kein noch so halbgarer Action- oder Martial Arts-Film kam nach dem Erscheinen von Matrix ohne den gleichen Effekt aus.
Abgesehen von den atemberaubenden Effekten wusste Matrix auch durch die Story zu begeistern: Was den Einsatz von Computern in diesem Film betrifft, stellte man sich nicht ganz so dämlich an wie z.B. in »Passwort Swordfish« und ungezählten anderen. Dazu kam eine verrückte Story darüber, wie die Welt von Maschinen beherrscht wird, dass Menschen nur Batterien sind, die die nötige Energie liefern, und dass es einige Leute gibt, die dagegen rebellieren und der Matrix auf die Schliche gekommen sind und sie für sich benutzen. Das ganze gemixt mit Elementen aus der Bibel (Trinity, der Auserwählte, Zion), dem Altertum (Nebkukadnezar), der griechischen Mythologie (Morpheus ist der Gott des (Traum-)Schlafes), philosophische Bezüge (Platos Höhlengleichnis, Descartes…), Superman, »Alice im Wunderland« (»Follow the white rabbit«), Martial Arts und eben ein bisschen Geeksprache (Cypher, Switch). Dadurch »funktioniert« der Film auf mehreren Ebenen.
Außerdem gab es coole schwarze Kleidung in rauen Mengen und nette Aufnahmen von Trinitys hautengen Kostümen, die die männlichen Zuschauer begeisterte.

Szene aus dem Trailer zu 'Matrix: Reloaded'.
Da gerät das Blut in Wallung

Kurz bevor am 22. Mai die Fortsetzung der Geschichte in die Kinos kommt, möchte ich auf einige neue und alte Artikel zu den Filmen hinweisen.
Über »Matrix: Reloaded« gibt es zum Beispiel Lektüre bei Spiegel-online (»Lust auf schwarze Ledermäntel?«) und bei Wired (»Matrix2«). Während der erste nur kurz die Geschichte des ersten Teils zusammenfasst und einen Ausblick auf den zweiten Teil gibt, geht der Wired-Artikel tiefer und berichtet über die Entstehung der Special Effects sowohl des ersten als auch des zweiten Teils. Der »Bullet Time«-Effekt, bei dem in Zeitlupe um ein oder zwei Personen herum gefilmt wird, war erst der Anfang. Reloaded wird den »Burly Brawl«-Effekt einführen, bei dem Neo mit über hundert Agenten gleichzeitig kämpft. Die Szene wird das Kampfgeschehen wieder in einer 360 Grad-Sicht zeigen, aus der Distanz, aber auch mitten aus dem Geschehen. So eine Szene kann gar nicht gefilmt werden, da das physisch nicht möglich ist. Deswegen entstand die Szene komplett im Computer; aber anders als bei den ersten beiden »Star Wars«-Episoden beschränkte sich die Effects-Crew um John Gaeta nicht auf tollpatschige Aliens im Knetgummi-Look, sondern sie zeigen menschliche Mimik, und das ist schwer. Ein äußerst lesenswerter Artikel! Übrigens, der Campanile-Film, der für »Bullet Time« die Grundlage bildete, gibt es bei debevec.org.

Zum ersten Film gibt es auch noch eine Reihe Artikel (die ich wegen ihres Umfangs selbst allerdings noch nicht ganz gelesen habe):
Leute von der Uni München (LMU) haben sich mit verschiedenen Aspekten des 1999er Films befasst. Es gibt zwei Artikel:

  1. Überlegungen zum Konstruktionsprinzip von Matrix und der Notwendigkeit von Religion
  2. Die Aporie [Ausweglosigkeit] eines Freiheitskampfes

Ein gewisser »Dew« hat auf seiner privaten Homepage noch einige Beobachtungen und Trivias zum ersten Film zusammengeschrieben (alle Englisch):

Aus den Beobachtungen geht sehr deutlich hervor, dass die Wachowski-Brüder in Matrix nichts dem Zufall überlassen haben.

Erschienen am Dienstag, 22.04.2003 @ 10:57 | Kommentare deaktiviert
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Donnerstag, 01.05.2003

Becker von Mittwoch

Becker: Morgen. Schön Euch zu sehen.

Bob: Oh, das ist aber nett, Becker.

Becker: Ich sprech’ mit meinen Zigaretten.

Erschienen am Donnerstag, 01.05.2003 @ 2:49 | Kommentare deaktiviert
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Becker von Dienstag


Becker: Oh, es überrascht mich, dass Sie gekommen sind.

Patient: Mich überrascht es, dass Sie Arzt sind. Ich dachte Ihr Beruf ist es, mich zu quälen.

Becker: Nein, das ist nur mein Hobby.

Erschienen am Donnerstag, 01.05.2003 @ 3:35 | Kommentare deaktiviert
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Sonntag, 11.05.2003

Wired-Leser wissen mehr

Im Spiegel der kommenden Woche findet sich ein Artikel über die Spezialeffekte der Matrix-Fortsetzungen und die Arbeit von John Gaeta. Wer vor ein paar Wochen schon einen entsprechenden Wired-Artikel gelesen hat, erfährt jedoch nichts Neues. Ich weiße auch nochmal auf das umfangreiche Newsweek-Special hin.
Eine ausführliche Erzählung der Geschichte um die Matrix findet sich in den Animatrix-Filmen, die ebenfalls von den Wachowski-Brüdern stammen.

Erschienen am Sonntag, 11.05.2003 @ 18:06 | Kommentare deaktiviert
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Montag, 12.05.2003

Kurierdienst

Am Sonntag-Abend war ich im Kino; auf dem Programm stand »The Transporter (siehe auch zelluloid.de) von Corey Yuen (Buch und Produktion von Luc Besson). Laut Programm-E-Mail in Originalfassung, an der Kasse stellte sich dann jedoch heraus, dass er auf Deutsch lief, als ich fragte, ob »Originalfassung« Englisch oder Französisch bedeuten würde. Auch Recht. Der Film hat mir gefallen. Das fing schon mit dem netten Titeldesign an. Insgesamt zwar relativ seichte, aber rasante Action: Verfolgungsjagden, Schusswechsel, Martial Arts. Der Plot ist schnell erzählt: Frank Martin, gespielt von Jason Statham, einem Doppelgänger von John Malkovich (der gestern in »Jonny English« zu sehen war), ist der Transporter. Er transportiert heiße Ware für die bösen Jungs, ohne Fragen zu stellen. Dabei handelt er nach drei Regeln:

  1. Never change the deal.
  2. No names.
  3. Never look in the package.

Er fährt einen 7er BMW und beherrscht das Fahrzeug so, als hätte er sich 30 Jahre lang nicht vom Lenkrad gelöst. Bezahlt wird in großen Euro-Scheinen (man ist schließlich in Frankreich), die Hälfte gleich, die andere Hälfte nach dem Job. Um’s abzukürzen: Er verletzt seine eigene dritte Regel und bekommt deswegen ein bisschen Ärger. Außerdem ist ihm ständig ein Polizist im Nacken, der ahnt, dass hinter der Fassade des Frank Martin mehr steckt, als dieser selbst zuzugeben bereit ist.
Frank Martin bereitet sich akribisch auf seine Aufträge vor, hat einen Wagen mit allen Extras und ein Haus, das ebenfalls keine Wünsche offen lässt, sowie einige Rückversicherungen in peto. Dazu eine gewisse Coolness: Der Film beginnt mit einem Transport-Job. Frank startet den Wagen und hört sich Mozart an, während er zur vereinbarten Zeit am vereinbarten Treffpunkt ist, einer Bank in der Innenstadt von Nizza. Als vier Leute zu ihm in den Wagen steigen, weigert er sich, loszufahren. Es waren schließlich nur drei Personen mit einem Gesamtgewicht von 254 Kilogramm vereinbart, er hat seine Stoßdämpfer entsprechend eingestellt und am Deal wird nicht nachverhandelt. Erst als der Anführer einen seiner Komplizen erschießt und ihn die anderen beiden von der Rücksitzbank stoßen, fährt Frank Martin los.

Mir hat der Trailer schon zugesagt und der Film begann, wie bereits erwähnt, mit Eye-Candy-Titles und im breiten Format von 1:2,35 vielversprechend. Außerdem habe ich ein Faible für freiberuflich tätige Selbstständige, sei es nun John Cusack als Martin »Ich bin Profikiller.« Blank in »Grosse Pointe Blank«, Silvester Stallone in »The Specialist« oder Stallone und Banderas in »Assassins«, dort ebenfalls als Profikiller. Und natürlich, nicht zu vergessen, Jeon Reno als »Léon — Der Profi«, gegen den der Transporter natürlich nicht ankommt.

Wer seine Erwartungen nicht all zu hoch steckt, kann kurzweilig unterhalten werden. Mir hat’s gefallen, klarer DVD-Kandidat. Die Code 1-DVD ist bereits in den USA erhältlich.

Erschienen am Montag, 12.05.2003 @ 3:40 | Kommentare deaktiviert
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Montag, 26.05.2003

Anschauen

Nächste Woche Montag, am 2. Juni, zeigt Pro7 ab 23:45 Uhr alle neun Animatrix-Kurzfilme am Stück. Die Animatrix setzt die Geschichte um die Matrix in Zeichentrick-Filmen (Animes) fort und erklärt auch, wie es zur Niederlage der Menschheit gegen die Maschinen gekommen ist.
Ich habe bislang nur den ersten von vier auf der Website intothematrix.com zum Download angebotenen Filme gesehen, aber der war gut (und als Hintergrundinfo zur Story sehr zu empfehlen).

Quelle: DWDL, gesehen bei Markus.

Erschienen am Montag, 26.05.2003 @ 12:32 | Kommentare deaktiviert
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Dienstag, 27.05.2003

»Are you the Gatekeeper?« — »Are you the Keymaster?«

Kurz nach 20 Uhr am Montag brachen wir auf, Abendessen. Wir gingen ins »Edison & Co.«, eine sehr nette Kneipe in München, nahe der U-Bahnstation Rotkreuzplatz. In einer Ecke gibt es eine kleine Bibliothek, in einer anderen einen Sekretär oder eine alte Glasvitrine aus dunklem Holz; überall hängen Bilder bekannter Erfinder und Entdecker. An der Tür zum Herren-WC weißt ein Bild von Edison den Weg für die Herren, bei den Damen ist es Marie Curie. Die Speisekarten sind von dünnen Holzplatten eingebunden. An Musik wird Rock und Pop der 70er bis 90er gespielt, aber sehr leise, so dass man sich in angenehmer Athmossphäre unterhalten kann. Die Speisekarte ist auf der Website online; ich nahm einen Standard-Burger ohne Tomate. Mit 8,90 Euro inkl. Pommesbeilage (Echte Pommes! In München! Keine ungeschälten Kartoffelecken!) nicht gerade preiswert, aber lecker. Im Erlanger Fellini’s gibt’s das für die Hälfte, für 4 Euro 50.

21:45 Uhr, wir sind am Cinema. Das Cinema zeigt vorwiegend englischsprachige Filme. Es gibt nur einen großen Saal ohne ansteigende Sitzreihen und mit Klappsitzen, aber das Publikum ist angenehm (es gibt mitunter Szenenapplaus im Saal) und die Filme laufen eben auf englisch in gutem Sound, was nicht selbstverständlich ist für München. In Sachen Kino ist München ziemlich unterentwickelt und ein richtiges Dorf. Zehn Jahre nach dem Hype gibt es seit letzter Woche nun auch in München ein Multiplex-Kino, der Mathäser der Kinopolis-Kette (das Maxx mit seinen popeligen sieben Leinwänden zählt nicht). Bessere Kinos, aber selbst im Vergleich zu Erlanger Kinos eher Klitschen, sind die »Kinos Münchner Freiheit« und das Royal am Goetheplatz. Ich komme weiter unten nochmal auf den Mathäser zu sprechen; nun erstmal zum zweiten Teil der Matrix-Trilogie.

Der Saal für »Matrix: Reloaded« war bis auf den letzten Platz ausverkauft. Werbung um 21:55, zum Ende hin wurde das Licht gedimmt. Dann der Gong, der zum Beginn der Vorstellung rief, das Licht ging ganz aus und einige englische Trailer wurden gezeigt, unter anderem zu »Bruce Almighty«. Ein THX-Trailer (»Terminator«) und Film ab.
Nachdem der erste Teil den Zuschauer in die Story um die Matrix und die unterjochte Menschheit einführte, aber weitere Fragen zur größeren Einbettung und zum Beispiel zur sagenumwobenen unterirdischen Stadt Zion unbeantwortet ließ, befasst sich »Matrix: Reloaded« nun mit genau diesen Punkten. Meine hohe Erwartungshaltung wurde im Vorfeld bereits etwas gedämpft als ich Meinungen über den Film hörte und las, die von einem relativ langweiligen Streifen sprachen. Tatsächlich wird auch viel geredet, man fühlt sich fast ein wenig an »Herr der Ringe« erinnert. Der Zauber des ersten Teils ist verflogen, allerdings weiß der Zuschauer ja nun auch, wer Morpheus und was die Matrix sind. Der neue Film hat viele Textpassagen, einige intime Szenen zwischen Trinity und Neo (wie formulierte es jemand so schön: »Es wurde nur gekämpft und geküsst.«) und ist mit mehr Martials Arts-Action als im ersten Teil fast schon ein halber Eastern. Manche Szenen wirkten arg aufgesetzt und überflüssig, zum Beispiel der Besuch Neos beim Orakel oder die sehr lange Burly Brawl-Szene (halb so lang hätte es auch getan). Das »Superman-Thing«, das es bereits im Trailer zu sehen gab, komplett lächerlich. Darüber hinaus gibt es Eye-Candy in Form von beeindruckenden Special Effects. Allerdings war vieles aus dem ersten Teil schon bekannt und war somit nicht mehr überraschend; es gab halt Bullet-Time bis zum Abwinken. Die Verfolgungsjagd war jedoch ein Augenschmaus ersten Ranges.
Trotzdem: Es gab Action, es gab Special-Effekte, die Story wurde fortgesetzt und es gab auch drei, vier Schenkelklopfer. Unzweifelhaft war der 1999er Matrix aber weitaus besser. Ich bin dennoch neugierig auf den dritten Teil, und wie die Story weitergesponnen wird. Der zweite Film endete mit einem Cliffhanger, der erst im November aufgelöst wird…

Links zu Matrix-Kritiken und Infoseiten:
- Spiegel 20/03: »Herr der Bilder«
- Spiegel 21/03: »Die große Illusion«
- Spiegel-online: »Der Schein trügt sich selbst« (Achtung, Spoiler!!)
- Sueddeutsche.de
- Telepolis: Philosophieren in Bullet-Time
- Salon.com
- FM4 (via Kai)
- Kritik von Anke Gröner (via Kai)
- Kritik von Heinz

- Kniebes-Weblog
- widepipe-Weblog
- Kottke-Weblog
- Feralblog


Das Cinema zeigte nach dem Abspann nicht mehr den Teaser-Trailer zu »Matrix: Revolutions«. Aber was soll’s, kennen wir eh schon!   :-)

Letzte Empfehlung: Matrix XP, ein ziemlich gut gemachter Fan-Film mit einigen Brüllern (inkl. Trailer und Outtakes).

Heute war ich nach der SAE nicht mehr im Büro, denn die drei Kollegen waren unterwegs, um den Mietvertrag für das neue Büro zu unterschreiben. Ich aß einen Happen im McDonald’s am Stachus und ging dann zu Fuß zum Hauptbahnhof (ist nicht weit, eine U-Bahn-Station). Den neuen Mathäser erreicht man auch durch das riesige Untergeschoss des Stachus-Einkaufszentrums, unter dem sich je eine weitere Ebene für S- und U-Bahn befinden. Witzig ist, dass ich bereits letzte Woche am Mathäser vorbeiging, mir aber nicht auffiel, dass da jetzt ein neues Kino drin ist. Ich kannte die Baugrube noch von 1999/2000 und mir ist letzte Woche schon aufgefallen, dass da jetzt ein fertiges Haus steht. Aber ich verbuchte es unter »neuer, großer Modeladen« und sah es mir nicht näher an. Auch von der anderen Straßenseite aus ist der Mathäser nicht gerade prominent als Kino zu erkennen; das übergroße Matrix-Plakat könnte schließlich auch an jedem anderen Gebäude hängen, da muss nicht notwendigerweise ein Kino drin sein. Ansonsten nirgendwo eine Aufschrift »Kino« oder eine Info über die laufenden Filme. Im Unter- und Erdgeschoss befinden sich tatsächlich auch Läden; ins Kino kommt man erst über das erste Obergeschosss. Auf 19.000 m2 gibt es 14 Kinosäle mit 4.283 Plätzen, sowie 17 Ladenlokale und drei Bars. Der Süddeutschen Zeitung (u.a. 1, 2, 3) war zu entnehmen, dass der größte Saal über 800 Plätze bietet und dass Jim Carrey zur Deutschlandpremiere von »Bruce Almighty« einlaufen soll. 826 Plätze im größten Saal (Nummer 6) sind durchaus beeindruckend viel, aber als Franke darf ich darauf hinweisen, dass das Nürnberger CineCitta nach wie vor das größte Kino Deutschlands ist, gemessen an der Anzahl der Leinwände (20 Leinwände plus 1x IMAX und 1x MAD-Simulationskino) und meines Wissens auch bezüglich der Anzahl der Sitzplätze (5.000; außerdem 3 Restaurants, 13 Bars und Open Air-Kino im Sommer). Weitere große Säle in Bayern: Cinemaxx Augsburg mit 626 Sitzen in Saal 3, CineCitta Nürnberg mit 547 in Kino 1 und CineStar Erlangen mit 464 Plätzen in Kino 2.
Ich werde mir sicher mal einen Film in Münchens neuem Kino ansehen und dann wieder berichten.

Carrie-Anne Moss als TrinityNachtrag (28.05.03, 15:05 Uhr): Übrigens liefe im Mathäser »Matrix: Reloaded« auch in Originalfassung. Holger, evtl das nächste Mal den Mathäser gegenüber dem Cinema vorziehen?

Das wichtigste bei meiner Matrix-Kritik habe ich fast vergessen: Carrie-Anne Moss als Trinity. Lecker, lecker, lecker! Ein schwarzer, hautenger Lack- und Latex-Dress. Ummmhh…

Auch bemerkenswert, dass im Abspann die Beteiligten in alphabetischer Reihenfolge aufgeführt werden (wie auch z.B. in »Traffic«).

Letzte Sache: Falls jemand nochmal den Monolog des graubärtigen Manns zum Schluss des Films nachlesen will: Spoilers ahead.

Erschienen am Dienstag, 27.05.2003 @ 23:52 | Kommentare deaktiviert
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Donnerstag, 29.05.2003

Die endgültige Filmkritik zu »Matrix: Reloaded«

Die besten Filmkritiken überhaupt, mit stets gleichbleibender Qualität, schreibt Johannes Pietsch für die filmfacts-Website von Andreas Edler.
Wie immer braucht man seinen Kritiken eigentlich nichts hinzuzufügen. Ich darf seinen Bericht über Reloaded, der einige Tage nach meinem Eintrag erschien, sehr empfehlen (Achtung, es gibt Spoiler!).

Nachtrag (30.05.03, 01:15 Uhr): Was mir im Film noch aufgefallen ist: In der richtigen Welt laufen alle Menschen in ihren Raumschiffen und in Zion in gammeligen Klamotten rum, die seit Jahren kein Wasser mehr gesehen haben. Die Raumschiffe werden duch Rost zusammengehalten, einzig die Arbeitsplätze der Operatoren mit ihrem halben Dutzend Displays (haben will…) haben etwas modernes. Warum aber tragen die Leute in Zions Torverwaltung dann blütenweise Kleidung, wie sie nicht mal die Senatoren tragen, und sind mit modernster Technik ausgestattet, mit Benutzeroberflächen, die denen an Bord der Schiffe um Jahrzehnte voraus sind?

Erschienen am Donnerstag, 29.05.2003 @ 23:57 | Kommentare deaktiviert
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Donnerstag, 05.06.2003

Niles Crane

Eine der Serien, die ich derzeit besonders gerne sehe, ist »Frasier«. Dr. Frasier Crane, die Hauptperson der Serie, ist Psychologe und moderiert eine Call-in-Show im Radio. Sein Bruder Niles ist ebenfalls Psychologe. Der Vater, Marty Crane, ist pensionierter Polizist und der einzig Normale in der Familie. Seine beiden Söhne hatten schon als Kinder Interesse für Opern und sind als erwachsene Mitt-Dreißiger Wein-Kenner, Gentlemen, an Kunst interessiert und ein klein wenig Snobs. Ein Zitat aus der heutigen Folge macht das vielleicht deutlich. Niles bestellt im Café Nervosa einen Kaffee:

Niles: Einen doppelten Cappucino, koffeinfrei, Magermilch; der Schaum soll ästhetisch angenehm wirken aber nicht so viel, dass man davon einen Schnurbart kriegt.

Kellner: Mit Zimt oder Schokolade drauf?

Niles: Junge, machen die das wieder kompliziert! Mit Zimt.

Erschienen am Donnerstag, 05.06.2003 @ 2:01 | Kommentare deaktiviert
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Montag, 09.06.2003

Bauchplatscher für den Sommer-Blockbuster

Alle Welt ist begeistert vom »Fluch der Karibik«, zum Beispiel Kai, Andreas oder die rund 50 Besucher bei zelluloid.de, die ihn durchschnittlich mit 92% bewerteten. Aktuell steht er in der IMDB in der ewigen Top250 auf Platz 244 mit 8,0 von 10 Punkten.
Nur ich bin es nicht. Regisseur war Gore Verbinski, dessen Remake von »Ring« mich schon eher enttäuschte als begeisterte, ebenfalls entgegen dem Trend.

Der »Fluch der Karibik« (im Folgenden »FdK«, das wird mir sonst zu blöd) ist kein schlechter Film. Ich finde ihn einfach nur Durchschnitt. Vielleicht liegt das daran, dass ich meine Erwartungen zu hoch gesteckt habe, nachdem Leute rings um mich sagten, der Film habe ihnen gefallen.
Er hat ein paar nette Einfälle und einige Schenkelklopfer, aber auch ein paar sehr dämliche (zum Beispiel die beiden tollpatschigen Wachleute, die öfter im Film auftauchen). Insgesamt fand ich ihn zu langatmig – kein Wunder, bei 143 Minuten. Ein ständiges hin und her bei Verfolgungen.
Ein paar der all zu platten Gags weniger und eine etwas straffere Story, dann hätte er vielleicht auch mir gefallen.
Wobei ich sagen muss, dass mir einige der Running Gags gefallen haben.

»Soweit klar?«

Übrigens stammt die deutsche Film-Website www.fluch-der-karibik.de vom Kollektiv (Stefie, Holger, Robert).

Erschienen am Montag, 09.06.2003 @ 18:53 | Kommentare deaktiviert
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Samstag, 14.06.2003

Fury in the Slaughterhouse

Nur ein paar Worte zum Film »28 Days later«, den ich am Donnerstag mit meinem alten Zivi-Kollegen Gerd gesehen habe.
Wir trafen uns kurz nach halb sieben am Kino (CineStar Erlangen) und kauften dann erstmal die reservierten Karten. Ich habe mich etwas über den Preis gewundert: 5,40 Euro; so viel, wie umgerechnet pro Film beim »5-Sterne-Ticket« für 27 Euro. Ich dachte, dass es unter der Woche teurer sei. Anschließend liefen wir weiter in die Innenstadt, zum Neustädter Kirchplatz. An der gegenüberliegenden Weißen-Herz-Straße befindet sich in Hausnummer 8 das italienische Restaurant »Bajazzo« (Klaus’ alte Wohnung war übrigens nur eine Tür weiter). Das Bajazzo gilt gemeinhin als teuer, aber ich muss sagen, dass man bei einer Salami-Pizza für 6 Euro noch nicht meckern kann. 0,4 Liter Spezzi zu zwo-achtzig. Eine große, dünne und sehr gute Holzofen-Pizza; das Bajazzo werde ich mir auf jeden Fall merken.
Kino 1 im CineStar war zu etwa 3/4 gefüllt, doch recht gut angesichts von über 30 Grad, Sonnenschein und dem Berg.

Zum Film: Der Fahrradkurier Jim wacht nach einem Sturz in einem Krankenhaus auf. Er sieht sich um. Niemand da im ganzen Haus. Er geht auf die Straße: leer. Es fahren mitten in London keine Autos, es gibt nur vereinzelt liegen gebliebene Fahrzeuge und vor allem, es gibt nirgendwo Menschen. Im weiteren Verlauf stellt sich heraus, dass eine Epidemie wütete, die Menschen nach Blutkontakt innerhalb weniger Sekunden in Zombies verwandelt. Jim schließt sich einer kleinen Gruppe Überlebender an, um sich in dieser neuen Welt von Anarachie, Chaos und dem Zusammenbruch jeder gewohnten Ordnung zurechtzufinden.

Insgesamt hat mich dieser neue Film von Regisseur Danny Boyle nicht überzeugt. Seine älteren Filme wie »The Beach« oder Trainspotting« waren in ihrem jeweiligen Genre besser. Mir haben in »The Beach« die Landschaften und die Geschichte gefallen, »Trainspotting« gefiel durch einen eigenen, trockenen Humor aber überzeugte auch durch die Darstellung des Drogenmissbrauchs. »28 Days later« erschüttert aber durch exzessive Gewaltdarstellungen, die nicht hätten sein müssen, vor allem zum Schluss hin. Schon durch die Erzählung und die Andeutungen wurde klar, worum es in diesem Film geht und er wäre noch beklemmender gewesen als die Kindervorstellung von »Postman«. Aber gut, zugestanden: Der Anfang, in dem Jim durch die Straßen irrt, ist durchaus sehr bedrückend, durch das Fehlen jeglicher musikalischer Untermalung und das erst sehr späte Einsetzen und die Steigerung eines Rockmusik-Stücks.
Überhaupt, eines haben die drei genannten Filme von Boyle gemeinsam: Die Musikauswahl ist exzellent. Auf meiner Festplatte (und in meinem Schrank) finden sich bereits die Soundtrack-Alben von Beach und Trainspotting, und die CD zu »28 Days later« werde ich mir auch nochmal genauer anhören. Übrigens wurde der Instrumental-Song »An Ending (Ascent)« von Bono bereits in »Traffic« von Steven Soderbergh verwendet, meiner Meinung nach dem besten Film des Jahres 2001 (1, 2). In Traffic wurde Bonos Stück aber sehr stimmig im Abspann eingesetzt, während es in 28dl, vor allem als Traffic-Kenner, etwas deplaziert wirkte. »An Ending« ist einfach eine Abspann-Musik.

Eine gute Kritik zu 28dl gibt es von Andreas.

Die Gruppe Überlebender muss sich übrigens nicht 112 Minuten durch Zombie-Horden durchkämpfen. Man hat eher mit dem Verfall der letzten Ordnung zu tun.

Nachtrag (16:57 Uhr): Die Adresse des Bajazzo:
Weiße-Herz-Str. 8, 91054 Erlangen
fon: 09131 – 24653

Erschienen am Samstag, 14.06.2003 @ 16:14 | Kommentare deaktiviert
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Montag, 30.06.2003

Zwei Filme, wie sie unterschiedlicher nicht sein können

Ich bin noch zwei Berichte zu Filmen schuldig: »Old School« von Sonntag vor einer Woche und »Hero« von Mittwoch.

Bei »Old School« (Trailer) war ich etwas skeptisch. Es schien auf den ersten Blick nur eine weitere High School/College-Komödie zu sein, aber ich wagte es trotzdem, mir den Film ganz allein im Kino anzusehen. Und wurde belohnt: Ja, es ist eine College-Komödie, aber eine gute. Drei Männer Anfang 30 ziehen in ein Haus auf dem Campus einer Uni ein. Allerdings ist die Vermietung des Hauses zweckgebunden: Es darf nur für Zwecke der Universität verwendet werden. Die Lösung? Die drei gründen eine Studentenverbindung. Der weitere Verlauf ist schon aus tausend anderen Filmen bekannt: Alles geht schief, Typ bekommt von seinem Mädchen eine vor den Latz und der Dekan will gegen die Verbindung vorgehen. Der Film steuert natürlich auf ein Happy End hin, aber der Weg dahin ist durchaus amüsant. Will Ferrell und Kollegen sorgen für einige Lacher, die sich, im Gegesatz zum Konkurrenten »Van Wilder« (deutscher Titel: »Party Animals«) größtenteils über der Gürtellinie bewegen.
Dass Ehemänner, Anwälte und Ladenketten-Besitzer eine Studentenverbindung gründen und auf die Sahne hauen, sorgt im ausgelutschten College-Movie-Genre durchaus für Abwechslung, ist aber eigentlich nur noch ein letztes Zucken eines toten Genres. Für die nächsten Jahre reicht’s jetzt wirklich. Falls sich jemand vor der hoffentlich einbrechenden College-Movie-Flaute noch einen Film dieser Gattung ansehen möchte, dann kann man jedoch durchaus bei »Old School« zugreifen, der nochmal für einen kurzweiligen Abend sorgen kann.

Letzten Mittwoch war ich abends nach meiner Rückkehr aus München mit Micha und Markus in »Hero« (Trailer). Es handelt sich um einen chinesischen Film (deutsch synchronisiert), der die Geschichte um einen mächtigen König vor 2.000 Jahren erzählt, der das Potential hat, die sechs Königreiche zu einem Kaiserreich China zu vereinen, aber sich auch ständigen Anschlägen ausgesetzt sieht. Er lässt aus Sicherheitsgründen jeden Besucher höchstens hundert Schritte an sich heran. Die Geschichte erzählt vom »Namenlosen«, einem Beamten aus der Provinz, der es nach zehnjährigem Schwertkampf-Studium geschafft hat, die zwei gefährlichsten Gegner des Königs zu töten. Der Namenlose wird zum Hof des Königs von Qin eingeladen um dem König zu berichten, wie der Held im Stande war, die beiden Attentäter auszuschalten.
Mir hat »Hero« wesentlich besser gefallen als das von allen über den grünen Klee gelobte »Tiger and Dragon«. Ich fand in TaD die Geschichte eher fad und, obwohl es ein Märchen war, störte mich sehr, wie die Akteure über den Baumwipfeln schwebten. Das gibt es in Hero zwar auch, aber nicht in diesem Umfang. In Hero gefiel mir, wie sich die Geschichte mit der Zeit zusammenfügte und nach einigen Wendungen klarer wurde. Außerdem wusste das Spiel mit Farben zu begeistern. Jede der in fünf Variationen erzählten Geschichten wurde komplett in einer symbolhaften Farbe gehalten: Gelb, Rot, Grün, Blau, Weiß. Darüber hinaus eine exzellente Kamera und ein brillanter Schnitt, die die Schwertkämpfe gekonnt in Szene setzen (beste Szene: die Blätter).

Zwei lesenswerte Artikel zu diesem Film:
- Meister aller Klassen (Spiegel-online)
- Die Liebkosung der Erde mit den Fußsohlen (SZ)

Erschienen am Montag, 30.06.2003 @ 2:11 | Kommentare deaktiviert
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Mittwoch, 17.09.2003

TV-Junkie

Ich habe zwar viel zu tun, aber ich versuche trotzdem, bei einigen Serien mitzuhalten. Im Moment laufen viele gute Serien (Zeiten sind Brutto-Angaben, also mit Werbung):

  • 24 @ RTL2 (6 h/Woche, bis Ende September)
  • Frasier @ SAT.1 (2 h/Woche)
  • Seinfeld @ Pro7 (0,5 h/Woche)
  • e.r. @ Pro7 (1 h/Woche)
  • Enterprise @ SAT.1 (2 h/Woche)

Außerdem die Schmidt-Show, Spiegel-TV sonntags, Berlin-Mitte donnerstags, ab und an die »24 Stunden«-Reportage oder eine Spiegel-TV-Reportage sowie die Telekolleg-Sendungen (Geschichte, Wirtschaft und Englisch je eine halbe Stunde pro Woche). Bei Frasier müssten bald mir bereits bekannte Folgen kommen und irgendwann demnächst steht die nächste Stargate-Staffel an (dito Becker?). Von Seinfeld kenne ich zwar alle Folgen, aber diesmal nehme ich sie zwecks Archivierung auf Festplatte auf (MPEG-4 mit halber PAL-Größe @ 1 MBit/s und 25 fps für Video sowie 128 KBit/s AAC-Ton).
Durch Christian wurde ich auf »Scrubs« aufmerksam (0,5 h/Woche): Eine Art »Emergency Room«, allerdings mit einem Schuss »Parker Lewis« und »Malcolm mittendrin«. Gestern lief auf Pro7 die dritte Folge (für mich die zweite, da ich die erste verpasst habe). Macht Laune.

Zeit für all das ist nicht wirklich da, so dass ich einiges auslassen muss (Berlin-Mitte, HSS). Oder erstmal aufnehme und dann mehrere Sachen am Stück ansehe, wenn ich Zeit habe. Im Moment lese ich dafür weniger Artikel von Heise und Spiegel.
Wenn mein Videorecorder das Zeitliche segnet und ich 1.000 Euro übrig habe, kommt das hier ins Haus:

Der TV-Server »TVS100«, ein Festplatten-Recorder. Mit Netzwerk-Option (Download von Sendungen via FTP auf den PC/Mac, der es die Sendungen z.B. mit Toast 6 als VCD, SVCD oder DVD wegbrennen kann). Der TVS200 lässt sich sogar über’s Web programmieren (»tvtvPLUS«). Die Dinger kommen von der Fast TV Server AG, die auch tvtv.de machen (die Leute mit der tvtv-Frau in der Werbung, siehe 03.10.02, 12.06.02 und 02.05.02). Seit ich tvtv.de kenne, so ungefähr seit zwei Jahren, kaufe ich keine Fernsehzeitschrift mehr. In Kombination mit Myrna unschlagbar.
Falls das jemandem was sagt: Der TVS ist sowas wie der TiVo.

Erschienen am Mittwoch, 17.09.2003 @ 17:24 | Kommentare deaktiviert
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Girls of »24«

Bin ich eigentlich der Einzige, der mit Elisha Cuthbert nicht besonders viel anfangen kann, dafür um so mehr mit Sarah Clarke?

Erschienen am Mittwoch, 17.09.2003 @ 23:03 | Kommentare deaktiviert
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Donnerstag, 18.09.2003

Quicklinks: Dual-G5-Benchmarks und -fotos, neue Version von Transmit, Titanic-Satire zur Bayern-Wahl

  • Dual-G5-Benchmarks
    In einem Photoshop-Benchmark lässt der Dual-2,0-GHz-G5 den schnellsten PC (Dual-3,0-GHz-Xeon) hinter sich (beste Ergebnisse in rot, Dual-G5 ganz rechts außen). Siehe auch Macrumors (Meldung) und Mac-TV (Kommentar).
  • Dual-G5-Fotos
    Von Reef Aquarist. Sind zwar verwackelt, aber man kann trotzdem sehen, warum Apple-Verpackungen Kult sind. Und natürlich einen Blick auf einen schönen G5 werfen.
  • Transmit 2.6
    Verschiedene Detailverbesserungen und Bug-Fixes beim besten FTP-Programm für den Mac, außerdem Unterstützung für SubEthaEdit als externen Editor (siehe Release Notes).
  • »Mit Anstand verlieren.«
    So wirbt nun die SPD in Bayern. Die SPD? Nein, nur das Satire-Magazin »Titanic«, aber die Wahlwerbung scheint für einige Passanten doch plausibel zu sein. »Dabei sein ist alles.«

Erschienen am Donnerstag, 18.09.2003 @ 14:22 | Kommentare deaktiviert
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Die Harald-Schmidt-Show zu Gast auf Vater Rhein

Nicht vergessen, um 20:15 geht’s los – vier Stunden lang Harald-Schmidt-Show.

Erschienen am Donnerstag, 18.09.2003 @ 17:00 | Kommentare deaktiviert
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Freitag, 19.09.2003

Querlesen

Von einem Weblog erwarte ich keine orthographische Perfektion. Ich mache mir auch eher selten die Mühe, nochmal über meine Einträge drüber zu lesen: Das heir ist ein Weblog, hier wird nichts verkauft und ich hänge auch nicht dem Irrtum/Wahn mancher Blogger-»Kollegen« an, man sei die Speerspitze eines neuen Journalismus. Aber von einer kommerziellen Seite, einer Nachrichten-Site noch dazu, erwarte ich etwas mehr Sorgfalt. Vor allem, wenn bei kürzeren Texten nur Ticker-Meldungen abgetippt werden.
Bei Spiegel-online müssen seit einigen Monaten den Einsparmaßnahmen wohl alle Lektoren zum Opfer gefallen sein. Oder der Druck dort muss derartig hoch sein, dass den Redakteuren die Zeit zum Lesen des Geschriebenen fehlt oder Artikel vor der Freigabe gar nicht mehr Korrektur gelesen werden. Buchstabendreher, fehlende Wörter oder falsche Artikel sind fast schon die Regel. Hier, in all seiner Pracht, der vorläufige Höhepunkt bei SPON mit drei Fehlern in einem Satz:

»In Middlesex im Staat Virginia starb ein mann bei dem Versuch, kurz vor der Ankunft des Orkans einen Bauk vor seinem haus zu beschneiden.«

Aus dem Artikel »Hurrikan "Isabel": Zehn Meter hohe Wellen, Millionen Menschen ohne Strom« von heute Nacht.

Erschienen am Freitag, 19.09.2003 @ 13:06 | Kommentare deaktiviert
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Samstag, 20.09.2003

Höhen und Tiefen

Die Schmidt-Show nach dem gestrigen Desaster mit der Rhein-Schifffahrt war stark wie lange nicht.

Dafür gibt es bei »24« derzeit einen Durchhänger: Um 16:00 Uhr in der Serie sind Täter und Motive bekannt.

Erschienen am Samstag, 20.09.2003 @ 0:32 | Kommentare deaktiviert
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Die drei Aufreger der Woche

Mir fehlt etwas die Zeit, um ausführlich auf die drei größeren Themen der vergangen Woche einzugehen. Daher hier nur eine kurze Beschreibung worum’s geht und weiterführende Links.

Das Eolas-Patent

Eine kleine Klitsche namens Eolas hält ein Patent an einer simplen Idee: Die Einbindung von Medien mittels Plug-ins in eine Webseite und deren automatische Anzeige. Eolas macht nun ernst und verlangt von Microsoft eine halbe Milliarde Dollar Lizenzgebühren für den Einsatz der Technik im Internet Explorer. Falls Eolas damit durchkommt, sind schwerwiegende Auswirkungen auf das Web die Folge.
Weitere Infos:

Abschaffung der Privatkopie

Die deutsche Musikindustrie, genauer: der Interessenverband der Phonographischen Industrie (IFPI) will einem Positionspapier (PDF) zufolge das Recht auf Privatkopie einschränken. Nachdem in der jüngsten Urheberrechtsnovelle bereits die Umgehung von Kopierschutz-Mechanismen verboten wurde, soll nun auch derjenige zahlen, der seine Musik für andere als die zuvor lizenzierten Zwecke einsetzen möchte. Bedeutete die Novelle noch Pech für die Leute, die eine kopiergeschützte CD für ihren Autowechsler kopieren wollten, könnte man durch den Wegfall der Privatkopie, wie er in den Köpfen der Industriebosse geplant ist, seine Musik auch nicht mehr auf einen portablen Player übertragen, wenn man mit dem Kauf der CD nur die Lizenz zum Abspielen in einem stationären Player erworben hat. Der Verdacht liegt nahe, dass es langfristig auf eine Vermietung von Musik hinauslaufen soll.
Weitere Infos:

Verisign leitet Traffic um

Der Verwalter der Toplevel-Domains .com und .net, die private Firma Verisign (bekannt von den SSL-Zertifikaten) leitet Surfer auf eine eigene Seite, wenn sie sich bei der Eingabe einer URL vertippt haben und so eine Domain aufgerufen werden soll, die nicht existent ist. Das ist wegen einer Reihe von Gründen bedenklich (Erleichterung von Spam-Versand, Datenschutzgründe, Verstoß gegen Internet-Standards, Werbung in eigener Sache für Verisign…).
Weitere Infos:

Erschienen am Samstag, 20.09.2003 @ 16:04 | Kommentare deaktiviert
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Donnerstag, 25.09.2003

»Ja da geht einiges!«

Bei Flow gesehen:

  • »Nichts bereuen« mit Daniel Brühl und Jessica Schwarz
    Heute von 23:00 bis 00:35 Uhr in der ARD
  • »Absolute Giganten« mit Frank Giering, Florian Lukas und Antoine Monot Jr.
    Am 2. Oktober (heute in einer Woche) von 23:00 bis 00:15 Uhr in der ARD
  • »Barton Fink« mit John Turturro und John Goodman
    In der Nacht vom 3. auf den 4. Oktober von 02:50 bis 04:40 Uhr im ZDF

Die ersten beide Filme kenne ich und kann sie sehr empfehlen. Über »Nichts bereuen« habe ich am 20.11.2001 geschrieben, nachdem ich ihn im Kino in Bayreuth gesehen habe.
Den dritten Film, »Barton Fink«, kenne ich nicht, aber es ist ein Streifen der Coen-Brüder, die superbe Streifen wie »Fargo«, »The Big Lebowski«, »O Brother, Where Art Thou?« und »The Man who wasn’t there« gedreht haben. Ihre Filme haben zwei Merkmale:

  1. Ein ganz normaler Typ reitet sich auf unfassbare Weise in die Scheiße.
  2. Wenn Steve Buscemi mitspielt, überlebt er den Film nicht.

Dem eben eingetroffenen »Schmidt frei Haus« entnehme ich, dass der heutige Gast der Schmidt-Show, Jürgen Tarrach, am Montag den 29. September zusammen mit Oliver Korittke im dritten Teil der »Musterknaben« zu sehen sein wird.

Erschienen am Donnerstag, 25.09.2003 @ 16:56 | Kommentare deaktiviert
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Samstag, 27.09.2003

Revolutions ahead

Seit gestern steht der Trailer zum dritten Teil der Matrix-Trilogie zur Verfügung, außerdem gibt es drei TV-Spots (Power, Control und Help).
Ich bin skeptisch, nachdem der zweite Teil eine derart herbe Enttäuschung war. Am 5. November werden wir mehr wissen.

Erschienen am Samstag, 27.09.2003 @ 1:12 | Kommentare deaktiviert
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Sonntag, 28.09.2003

Der Weblogger, das unbekannte Wesen

  • Letzte Zigarette: Die beiden ersten und letzten Züge auf einer Party, als ich 14 war. Ziemlich genau elf Jahre her.
  • Letzte Autofahrt: Keine Ahnung. Irgenwann letzte oder vorletzte Woche? Letzte Radfahrt: Vor acht Stunden aus der Stadt nach Hause, mit defektem Frontstrahler. Muss ich Mittwoch reparieren lassen und bis dahin doch nochmal ein Akkulicht aufschrauben.
  • Letzter Kuss: Länger her.   :-(
  • Letzter Weinkrampf: Juli.
  • Letztes Buch: Durchgelesen: »Flug 2039« von Chuck Palahniuk. Aktuell: DWWS von Jeffrey Zeldman. Komme gut voran; auf einer Zugfahrt Erlangen-München lassen sich 50 bis 70 Seiten lesen.
  • Letzter Film: »Fluch der Karibik«, fand ich schlechter als erwartet.
  • Letztes benutztes Schimpfwort: Scheiße.
  • Letztes Getränk: O-Saft.
  • Letztes Essen:: Bolognese-Pizza.
  • Letzter Anruf: Habe meine Mailbox angerufen.
  • Letzte Sendung im TV: »24« am Freitag-Abend, die Folgen 20 bis 21 Uhr und 21 bis 22 Uhr. Allerdings nicht direkt, sondern auf Video in den Morgenstunden des Samstag, bevor ich nach München gefahren bin (bin am Freitag um 23 Uhr aufgestanden).
  • Letzte Dusche: Samstag früh um 05:45 Uhr. Die nächste in ein paar Stunden (heute muss ich niemanden damit wecken).
  • Letzte CD: Gekauft: Die Single von Mel Cs neuem Song »Yeh! Yeh! Yeh!«. Hat Drive. Aktuell spielt iTunes die Scheibe »The Art of Trio Vol. 3« von Brad Mehldau. Sonntag-früh-aufsteh-Musik. Letzte CD im CD-Player gehört: Vor ein paar Monaten.
  • Letzter gekaufter Gegenstand: Eine Halbliter-Glas-Mehrwegflasche Original-Spezi in der SAE in München.
  • Letztes Mal aufgeregt wegen: Dass inzwischen sogar schon Maxi-CDs mit einem Kopierschutz versehen sind (Mel C, siehe oben).
  • Letzte Enttäuschung: Weiß ich nicht mehr. Ich bin nicht all zu nachtragend.
  • Letzte Worte: Gestern um 20:30 Uhr: »Ich geh’ jetzt ins Bett, weckt mich bitte nicht mehr.«
  • Letzte sexuelle Fantasie: Die Freundin einer Freundin.
  • Letzte merkwürdige Begegnung: Auf Klaus’ Party, Samstag vor einer Woche.
  • Letztes Mal amüsiert: Gestern in der SAE ging’s ziemlich lustig zu.   :-)
  • Letztes Mal verliebt: Diesen Sommer, im Juni/Juli.
  • Letztes Mal umarmt: Kürzlich erst, Verabschiedung unter Freunden.
  • Letztes Mal getanzt: Mit 14 bei meinem Versuch, einen Tanzkurs mitzumachen. Wir wollen’s dabei bewenden lassen, ist besser für die Menschheit.
  • Letztes Konzert: Uhh, ganz lange her, paar Jahre. Ich bin nicht so der Konzertgänger. Könnte Mark Knopfler in der Fürther Stadthalle gewesen sein. 1996. War gut!
  • Letzte Website besucht: Daring Fireball.

Gesehen bei dekaf, Neunvolt-Blog und Snap Stuff.

Erschienen am Sonntag, 28.09.2003 @ 4:38 | Kommentare deaktiviert
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Montag, 29.09.2003

»24«-Nachlese

Das war also die erste Staffel von »24«. Gesamturteil: Nicht schlecht. Die Story war spannend, mit einigen Wendungen und nicht unbedingt vorhersagbar. Für Kai: Übrigens wurde seine Frau nicht verdächtigt, aber ansonsten hat es eine Menge Leute getroffen (teilweise auch, um den Verdacht auf andere zu lenken).
Einen Kritikpunkt habe ich allerdings: Man hat teilweise arg viel reingepackt, vor allem der Handlungsstrang um Kim war ziemlich aufgebauscht. Ok, andererseits bekommt man wohl kaum 24 Stunden voll.

Ich bin gespannt auf die nächste Staffel (weiß jemand, was über einen deutschen Ausstrahlungstermin?), aber hoffe ich sehr, dass man die Ausstrahlung dann etwas streckt und nicht eine ganze Season in nur einem Monat durchpeitscht. Das nahm wöchentlich etwas viel Zeit in Anspruch.
Wer wissen möchte, wie es in der nächsten Staffel weitergeht, kann schon mal einen vorsichtigen Blick bei epguides.com/24 wagen (um das auch mal zu sagen: epguides.com ist die Referenz, wenn es um TV-Serien geht).

Ab heute gibt es die erste Staffel auch in Deutschland auf DVD. Ich finde jedoch, dass sich so eine Serie nicht wirklich für’s DVD-Regal eignet: Man kann sie sich nur einmal ansehen, und die einzelnen Folgen erzählen nicht, wie bei anderen Serien, eine abgeschlossene Geschichte mit einer Staffel-übergreifenden Handlung, sondern eine komplette Staffel erzählt eine ganze Geschichte mit einer Serien-übergreifenden Handlung (man muss sich also beim Schauen ranhalten).
Der Info-Seite zu Alternativen Fassungen der IMDB ist zu entnehmen, dass RTL2 die Folgen beschnitten hat, um eine FSK12-Freigabe zu erreichen. Die Folgen auf den deutschen DVDs werden FSK16 und ungekürzt sein. Überhaupt hat das mit der Echtzeit bei der TV-Ausstrahlung nicht ganz hingehauen, obwohl in der Serie für die Werbepausen einige Minuten übersprungen wurden. Eine Episode hatte eine Netto-Spielzeit von 40 bis 42 Minuten, RTL2 hat die Werbepausen aber nicht richtig aufgefüllt.

Erschienen am Montag, 29.09.2003 @ 1:17 | Kommentare deaktiviert
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Dienstag, 30.09.2003

Ein Konto sieht rot

Dinge die auf meinem Wunschzettel stehen, wenn ich reich und berühmt bin:

  • Aktueller High-End Power Mac mit 20-Zoll-Display
    Momentan kostet ein Dual-2,0-GHz G5 knapp 3.100 Euro und ein 20-Zoll-TFT von Apple um die 1.300 Euro.
  • 15-Zoll Powerbook, Aluminium
    Knapp 2.200 Euro (mit Combo-Drive).
  • TV-Server 100 mit Netzwerk-Option Festplatten-Videorecorder (um 950 Euro) mit Netzwerkanschluss
  • Digitale Spiegelreflex-Kamera

Mich juckt’s ja immer mal wieder in den Fingern, mir eine Digitalkamera zu kaufen. Ich hatte schon mal eine 3 MPixel-Digiknipse von Kodak, eine DC4800 (1, 2). Aber eine Sucherkamera bleibt eine Sucherkamera, egal ob sie die Bilder auf Film oder Chip speichert. Und eine Sucherkamera genügt meinen bescheidenen Ansprüchen nicht, ich brauche eine Spiegelreflex-Kamera. Weil die Bilder die ich mache, teilweise mit einer Sucherkamera nicht möglich sind (v.a. Tiefenunschärfe).
Derzeit fotografiere ich mit einer analogen SLR-Kamera von Pentax, einer Z20 mit Zoom-Objektiv (»smc FA 28-80« mit Brennweite 28-80mm, Blende 3,5 bis 5,6). Den Papierfilm lasse ich als mittelmäßig aufgelöste JPEGs (1.536 x 1.024) für 5 Euro pro Filmentwicklung auf eine Picture-CD speichern (PhotoCD hat zwar weit bessere Qualität, kostet aber rund ein Euro pro Bild mit dazwischengeschalteter Dia-Entwicklung und Rahmung). Alles nicht sehr befriedigend, ganz zu schweigen davon, dass es immer eine Weile dauert bis ich einen Film voll habe und den dann nach einer Woche Entwicklung und CD-Speicherung zurückbekomme.

Bei Saturn gab’s letzte Woche Angebote, ich wäre ja fast schwach geworden: Pentax Optio 33L für 200 Euro (3 MPixel, 3-fach optischer Zoom). Canon Digital IXUS V2 für 300 Euro (2 MPixel, 2-fach optischer Zoom). Beides nur Digiknipsen und die V2er IXUS ist noch dazu altes Eisen, aber immerhin einigermaßen Qualität für kleinen Preis, nicht so ein Schrott mit interpolierten Megapixeln und Digital-Zooms (»Digitale Qualität!«), der einem im Homeshopping angedreht wird.
Andererseits sind digitale SLRs inzwischen in erschwinglichen Regionen angekommen, nachdem Canon Ende August die EOS 300D auf der IFA angekündigt hat. 6 MPixel, digitale SLR, allerdings nur USB-Anschluss (und nicht mal in den technischen Daten auf der Produkt-Website steht, ob es USB 1.1 oder wenigstens USB 2.0 ist, wenn man schon kein FireWire verbaut) für knapp unter tausend Euro Straßenpreis (mittlerweile verfügbar). Dazu für nur hundert Euro mehr ein Zoom-Objektiv »EF-S« mit 18-55mm Brennweite (äquivalent zu 28-90mm Kleinbild-Format) und 3,5 bis 5,6 Blende. Vorhandene Canon-EF-Autofocus-Objektive können an der EOS 300D weiterbenutzt werden. Ich habe keine, aber gut zu wissen, dass ich es könnte. Oder man könnte auch andere EF-Objektive kaufen.
Aber beim Gedanken an 1.100 Euro bekommt mein Konto Bauchschmerzen.

Erschienen am Dienstag, 30.09.2003 @ 8:34 | Kommentare deaktiviert
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Mittwoch, 01.10.2003

Ein Mann und sein Gitarrenkoffer

Heute Abend, nach den Englisch-Hausaufgaben, geht’s mit Martin wieder ins Admiral. Auf dem Programm steht »Once Upon a Time in Mexico« (deutscher Titel: »Irgendwann in Mexico«) von Robert Rodriguez, mit Antonio Banderas, Salma Hayek und Johnny Depp in den Hauptrollen.
Es handelt sich um die Fortsetzung von »Desperado«, und entsprechend der Tradition seiner beiden Vorgänger (eben »Desperado« von 1995 sowie »El Mariachi« von 1992) erwarte ich nicht mehr und nicht weniger als absolut kompromissloses, gewalttätiges Geballer mit großem Kaliber.
Der Film hat keine Jugendfreigabe (also »ab 18«), insofern sollte ich da nicht all zu sehr enttäuscht werden.

Seit vorgestern auf apple.com/trailers online: Der Trailer zu »Der Herr der Ringe – Die Rückkehr des Königs«. Die offizielle Version.
Weltweit ab 17. Dezember im Kino (ja, ein Mittwoch).

Erschienen am Mittwoch, 01.10.2003 @ 11:14 | Kommentare deaktiviert
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Es war einmal in Mexico: Ein Troublemaker Studios Film

Kurze Kritik zu »Once upon a Time in Mexico« (Trailer), den ich wie vorhin angekündigt, heute Abend gesehen habe.
Er war nicht so der Hit.

»Desperado« hatte mehr Coolness und war geradliniger. Sein Nachfolger dagegen glänzte vor allem mit unnötig brutalen Szenen (die Augen, der Klavierspieler, die OP), die nicht hätten sein müssen. Außerdem passierte in dem Film einfach zu viel, es gab zu viele Charaktere, über die kaum etwas erzählt wurde (z.B. Mickey Rourke), und nur durch das Herankarren von zig Leuten lässt sich eine dünne Handlung schlecht aufpusten. OuaTiM hätte sich besser auf das beschränkt, was Desperado war: ein straighter Ballerfilm ohne Ecken und Kanten. Desperado hatte ein einfaches Muster: Ein Mann, eine Frau, sein Gegner, ein Rachefeldzug. In OuaTiM ging es um einen Mann, seine Frau, seine Tochter, seine beiden Brüder, um den Präsidenten, um einen General, um einen Quertreiber, eine wichtige aber nicht näher erwähnte Gestalt (Mickey Rourke), um einen CIA-Mann, eine Polizistin und einen FBI-Mann: da wurde zu viel reingepackt.
Abgesehen davon gab es aber auch eine Reihe netter Gags: der Geld"koffer", das CIA-T-Shirt, überhaupt die ganze Rolle von Johnny Depp (ohne zu viel verraten zu wollen).

Fazit: Muss man nicht gesehen haben, nur für Fans. Wem Johnny Depp in »Fluch der Karibik« gefallen hat, könnte sich auch in OuaTiM für den ein oder anderen Brüller begeistern, allerdings sollte man mit einem etwas robusteren Nervenkostüm für den Rest des Films ausgestattet sein.

Das Admiral zeigte Trailer zu Quentin Trantions neuem Streich »Kill Bill« sowie zu »Bad Boys II«. Letzterer eine Produktion des berüchtigten Duos Bay/Bruckheimer, das solche Katastrophen (im filmischen Sinne) wie »Pearl Harbor« und »Armageddon« zu verantworten hat, aber bei Bad Boys ist das glaube ich genau das richtige.
Hin- und Rückfahrt von Erlangen nach Nürnberg natürlich im ICE, kost’ ja nix!   :-)

Erschienen am Mittwoch, 01.10.2003 @ 21:54 | Kommentare deaktiviert
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Donnerstag, 02.10.2003

Zeig’ mir Dein Dock, und ich sag’ Dir welcher Mac-User Du bist.

Giles Turnbull fragt in einem Artikel im MacDev-Center von O’Reilly: »What’s on your Dock?«
Einige prominente Beispiele hat er in seinem Beitrag schon eingefangen: Brent Simmons (Autor des RSS-Readers NetNewsWire), Rob McNair-Huff vom Mac Net Journal, John Gruber von Daring Fireball, Adam Engst von TidBITS oder Jason Kottke von kottke.org (siehe auch seinen Weblog-Eintrag).
John Engler von inluminent hat seines auch in seinem Weblog gepostet, inklusive Links zu weiteren »Teilnehmern«.

Was gibt’s in meinem Dock zu sehen? Von oben nach unten: Finder, Systemeinstellungen, Rechner, BBEdit, iTunes, iMovie, iPhoto, iDVD, Adressbuch, iChat AV, ICQ, Safari, Internet Explorer, Entourage, Word, Dreamweaver, Flash, Fireworks, Photoshop, Transmit, iSync, iCal, Print Center, Virtual PC, OmniOutliner, Prozess-Monitor, MacSOUP, der Applications-Ordner (rechte Maustaste, voila, Startmenü mit allen Programmen), Papierkorb.

Für die Windows- und Linux-Nutzer unter den Lesern: Ein schwarzes Dreieck neben dem Icon zeigt an, dass das Programm aktuell läuft. Die anderen Icons habe ich ins Dock gezogen, weil ich sie häufig brauche. Ins Dock kommen bei Mac OS X aber auch selten genutzte und deswegen nicht eigenhändig abgelegte Programme, die aktuell ausgeführt werden (wenn ich mir ein Video ansehe, erscheint z.B. ganz unten zusätzlich das Icon des Quicktime-Players).
Das Dock kann am linken, rechten oder unteren Bildschirmrand platziert werden. Weitere Infos zum Dock gibt es in meinen Einträgen vom 03.09.2003 und vom 03.08.2003. In meinem Eintrag vom 07.03.2003 gibt’s ein anderes Dock zu sehen, mit Virtual PC in Aktion.

Erschienen am Donnerstag, 02.10.2003 @ 18:58 | Kommentare deaktiviert
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Freitag, 03.10.2003

You are a Linguistic Thinker

Das BBC Thinker Quiz, gesehen bei Markus und anderen. Faszinierend auch, das auf mich auch Beschreibungen aus anderen Bereichen zutreffen (z.B. Interpersonal und Existential thinkers), aber das gilt für andere wahrscheinlich genauso, dass sich das nicht genau abgrenzen lässt.

Erschienen am Freitag, 03.10.2003 @ 9:20 | Kommentare deaktiviert
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Outlook: Die Seuche des Internets

Manchmal bekommt Wolfgang Mails mit einem Attachment »winmail.dat«, das sich weder entpacken, noch von irgendeinem Programm betrachten oder in einem Texteditor öffnen lässt. Gestern bekam ich selbst so eine Mail, und auf meine Anfrage an den Absender, mit welchem Programm oder Entpacker ich den Anhang öffnen könne, erhielt ich als Antwort:

»Das ist ganz normal via Outlook verschickt.«

Anlass, mal nach winmail.dat zu googeln. Ergebnisse:

Aus den Eudora-Support-Seiten:

»A .DAT file is a data file and many different applications use them. It is unlikely that any one program is registered in Windows with the File Association for .dat; this is why Eudora would not be able to guess what to open this type of file with WINMAIL.DAT is a proprietary Outlook file that allows Outlook users to send Transport Neutral Encapsulation Format (TNEF) information (see Microsoft’s technical support article at http://support.microsoft.com/support/kb/articles/Q241/5/38.ASP). This TNEF information is unopenable and irrelevant outside of Outlook.«

Von modemhelp.com:

»Ever wonder where WINMAIL.DAT attachments come from? It’s a Microsoft Exchange "feature". Since Exchange supports rich-text email (bold, italic, multiple fonts, etc.), and Internet email doesn’t, any email sent from Exchange to a non-Exchange mail reader will contain an Attachment called WINMAIL.DAT. If you use Exchange, you won’t see this file, and the message will retain its formatting. However, it can be confusing for those who don’t use Exchange (You, I, and the majority of the Internet population), and have no use for this file.

In MS Outlook and Outlook Express:

On the Tools menu, click Options, and then click the Mail Format (or “Send”) tab.
Under the Send tab is the message format list, select Plain Text or HTML(NOT Rich Text Format), and then click OK.«

Längere Texte zu diesem Thema gibt es hier:

Nur eines von vielen Beispielen, in denen sich Outlook nicht an Internet-Standards hält. Angeblich soll Outlook 97 ganze 666 RFCs (diese Internet-Standards) gebrochen haben, aber ich konnte keinen verlässlichen Beleg für diese Aussage finden.
Weitere Infos zu diesem Thema:

Leider habe ich auf Anhieb keine besseren Quellen gefunden als »Linux User Group Alfeld« (wobei deren Auflistung ziemlich gut ist). Ansonsten empfehle ich immer wieder gerne die beiden c’t-Artikel »Sicherheitsrisiko Microsoft« und »Das Microsoft-Internet« sowie die beiden Daring Fireball-Artikel »Good Times« und »Dynomite!« von John Gruber.

Von einigen Outlook-Problemen kann ich selbst berichten: Ich werde immer noch täglich mit dutzenden Wurm-Mails überschüttet, die wegen Outlooks Unsicherheit verschickt werden. Outlook kann nicht korrekt zitieren (im Usenet besonders ärgerlich), er produziert Kamm-Quotings. Außerdem macht Outlook keine korrekten Zeilenumbrüche und Signaturtrenner. Die deutsche Version packt in Replies ein »AW:« in die Antwortzeile statt eines »Re:«, was völlig falsch ist (führt bei wiederholtem Mailwechsel zu Subject-Zeilen wie »AW: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Ding.«). Outlook behandelt MIME und Quoted Printable falsch.

Seiten zur Problem-Behebung:

Erstaunlicherweise ist Microsofts Entourage, das Outlook auf den Mac bringt, in jeder Hinsicht besser als Outlook oder Outlook Express für Windows.

Wer mit mir kommunizieren will, sollte den Versand von winmail.dat-Dateien unterbinden (siehe oben). Wer nicht ungelesen in meinem Spam-Ordner landen will, sollte mir reine Text-Mails schicken und keine HTML-Mails. HTML ist eine Seitenbeschreibungssprache zur Strukturierung von Dokumenten für das Web und hat in E-Mail nichts verloren. Außerdem begünstigen HTML-Mails den Versand von Spam-Mails.
Wer HTML in Mails einsetzt, gibt sich als Laie zu erkennen!

Erschienen am Freitag, 03.10.2003 @ 9:34 | Kommentare deaktiviert
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Dienstag, 07.10.2003

Eine gute und eine schlechte Nachricht

Neue Entwicklungen bei zwei meiner drei Aufreger von vor ein paar Wochen.
Die gute Nachricht zuerst: VeriSign nimmt den SiteFinder vom Netz (siehe Heise-Meldung von vor drei Tagen).

Die schlechte Nachricht: Microsoft wird Eolas vorläufig nachgeben (der Rechtsstreit geht weiter) und den Internet Explorer verändern, so dass per Plug-in eingebettete Inhalte nicht mehr automatisch angezeigt werden. Stattdessen soll eine Dialogbox aufpoppen, wodurch das Eolas-Patent umgangen wird.
Ausführliche Informationen und weiterführende Links zu diesem Thema bietet eine entsprechende Meldung bei Heise von heute sowie Dave Shea in seinem Weblog »mezzoblue«.

Spezieller Dank mit Link an Kai Pahl, der sich in seinem Weblog »dogfood« der technischen Seite und der Konsequenzen für Web-Designer angenommen hat, sowie Lösungsmöglichkeiten aufzeigt. Highly recommended.

Erschienen am Dienstag, 07.10.2003 @ 22:34 | Kommentare deaktiviert
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Freitag, 10.10.2003

Sportliche Metaphern

Ich habe ja schon öfter gesagt, dass ich die Serie »Frasier« mag. Sie läuft derzeit auf SAT.1, Dienstag bis Freitag nachts gegen 00:40 Uhr (die Startzeiten sind manchmal etwas schwankend), nach der Schmidt-Show und nach den Pseudo-Nachrichten.
»Frasier« spielt in Seattle und ist zeitlich nach »Cheers« angesiedelt. Der Psychologe Dr. Frasier Crane moderiert eine Call-In-Show im Radio, sein Bruder Dr. Niles Crane ist ebenfalls Psychologe. Beide gehören zur feinen Gesellschaft und sind sehr etepetete. Nur ihr pensionierter Vater, der in Frasiers großer Wohnung lebt, ist noch einigermaßen auf dem Teppich geblieben. Bei Frasier wohnt außerdem die Physiotherapeutin Daphne Moon seines Vaters Martin Crane, der in seinem aktiven Dienst als Polizist angeschossen wurde. Eine weitere Hauptperson ist Frasiers Producerin Roz im Sender. Niles, der in Daphne verliebt ist, stichelt immer gegen Roz, die jede Woche einem anderen Mann schöne Augen macht.
Aus der gestrigen Folge »Die Frau ohne Gewissen« (engl.: »Roz’s Turn«): Marty drückt sich mal wieder vor seiner Krankengymnastik und will gerade zur Tür raus, Daphne stellt ihn zur Rede.

Daphne: Ich hätte eigentlich gedacht, jetzt, da Sie eine Freundin haben, würden Sie mehr Übungen machen und nicht weniger. Ich will ja nicht indiskret werden, aber ein Mann in ihrer Verfassung, der auf, sagen wir mal, einen gewissen Zimmersport aus ist, sollte doch dafür sorgen, dass die übellaunige alte Hüfte, das äh, wie soll ich sagen, "Team" nicht auf halber Strecke im Stich lässt?

Martin: Machen Sie sich nur keine Sorgen um mich. Ich werde vielleicht nicht mehr Nachwuchsspieler des Jahres, aber ein ganzes Spiel stehe ich immer noch durch.

[Er öffnete die Wohnungstür um hinaus zu gehen, da steht Roz im Türrahmen.]

Roz: Hey, Marty!

Niles: Ah, die Talentsucherin aus der Oberliga.

»Frasier« macht Spaß:

  • Niles und Frasier sind wunderbar skurril: Weinkenner und Theater-Liebhaber, gern gesehene Gäste in französischen Restaurants, immer überaus penibel, sehr höflich, Gentlemen und darauf bedacht, was andere über sie denken. Obwohl beide praktizierende Psychologen sind, hilft ihnen das beim Thema Menschenkenntnis im Alltag nicht immer weiter.
  • Im Vorspann läuft Jazz-Musik, außerdem auch bei der Einblendung von Texttafeln, die Szenen in der Folge voneinander trennen (»In der folgenden Szene kam kein Aal zu Schaden.«).
  • Im Abspann kommt immer noch ein Gag, der sich auf etwas in der Folge zuvor Gesagtes bezieht. Anders wie z.B. bei »Seinfeld« oder »Friends« wird dabei aber kein Wort gesprochen, der Gag funktioniert ohne Worte. Während die Credits eingeblendet werden, läuft das Frasier-Thema (Jazz-Musik).
  • Es gibt keine platten Witze, sondern sehr viel Wortwitz und Situationskomik (s.o.).
  • Jede Folge ist wie eine kleine Screwball-Comedy.

Erschienen am Freitag, 10.10.2003 @ 15:38 | Kommentare deaktiviert
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Sonntag, 12.10.2003

Marla

Für die Fans von »Fight Club« oder Helena Bonham Carter: Bei Hivelogic gibt es ein Wallpaper von »Marla«, in den Größen 1.280 x 1.024 und 1.680 x 1.050 Pixel.

Erschienen am Sonntag, 12.10.2003 @ 19:45 | Kommentare deaktiviert
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Montag, 13.10.2003

Comedian-Woche in SAT.1

Ganz kurz noch ein paar Worte zur vergangenen Woche Schmidt-Show. Die komplette Woche sehenswert wie selten!
Jeden Tag war ein anderer Comedian zu Gast: Montag Dirk Bach, Dienstag Alf Poier, Mittwoch Oliver Pocher, Donnerstag Johann Köhnich und am Freitag Gerd Dudenhöffer.

Bei den Gästen, die mich gar nicht vom Hocker reißen (Alf Poier und Johann Köhnich) war die restliche Show überragend: Am Dienstag mal wieder Haralds Soziologie-Stunde in der »Andrack’schen Buchhandlung«, am Mittwoch die Aktion mit dem Harley-Shop, am Donnerstags Haralds eigene Gehversuche mit einem Motorrad, am Freitag der Anruf in zwei Kölner Hotels.
Mal sehen, wie es diese Woche weitergeht.

Erschienen am Montag, 13.10.2003 @ 17:59 | Kommentare deaktiviert
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Mittwoch, 15.10.2003

HSS goes Bio

Am kommenden Freitag ist Harald Schmidt um 16:30 in der ARD zu Gast bei »Alfredissimo!«.

Erschienen am Mittwoch, 15.10.2003 @ 19:48 | Kommentare deaktiviert
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Donnerstag, 16.10.2003

Hammersbald?

Ab heute Abend kommen wieder neue Folgen von »rent a Pocher«, in denen sich Oliver Pocher von Zuschauern oder bekannten Gästen für diverse Aufgaben mieten lässt. Heute Abend auf Pro7, von 23:15 bis 23:45 Uhr (Nachtwiederholung von 03:45 bis 04:15 Uhr).

Ebenfalls auf Pro7, in der Nacht von heute auf Freitag: »Badesalz – Hammersbald?«, ein Ausschnitt aus dem aktuellen Programm. Zu sehen von 00:45 bis 01:45 Uhr. Ist m.W. bereits die Wiederholung einer Show von Montag, bei der ich nur den Schluss vor Seinfeld mitbekommen habe.

Erschienen am Donnerstag, 16.10.2003 @ 15:00 | Kommentare deaktiviert
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Freitag, 17.10.2003

Zweite Staffel von »24« im Frühjahr 2004 bei RTL2

Info von kress.de:

»Die zweite Staffel der US-Serie "24" wird im kommenden Frühjahr bei RTL2 laufen. Bisher war auch RTL für die Ausstrahlung im Gespräch. Anstelle von drei Doppelfolgen pro Woche wird RTL2 in Staffel 2 nur noch eine Doppelfolge wöchentlich zeigen. Der Sender will so eine Überforderung des Publikum und große Quotenschwankungen verhindern.«

Leider hat Kress keine Permalinks oder Einzelseiten für seine Meldungen…
Weitere Infos auf den Einzelseiten :) von Quotenmeter.de und DWDL.de (beide mit Spoiler aus dem ots, falls jemand die erste Staffel noch nicht gesehen haben sollte).

Erschienen am Freitag, 17.10.2003 @ 19:03 | Kommentare deaktiviert
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Samstag, 18.10.2003

Kulinarischer Rundumschlag

Willkommen in einer neuen Kategorie hier bei my two cents: Leben – Gaumenfreuden. Wie der Name schon verrät, geht wird hier kulinarisch Bericht erstattet. In letzter Zeit hat sich einiges angesammelt…

Ich bin ja normalerweise der Erste, der über abartige Schokoladen-Sorten herzieht und eigentlich nur »Alpenvollmich« bevorzugt, statt meinen Geschmacksknospen Kreationen wie »Dolce Vita Amarena Kirsch«, »Joghurt-Erdbeer-Rhabarbarber« oder »Eierlikör Trüffel« zuzumuten.
Die Wintersorten, die es dieses Jahr (erstmals?) gibt, können mich aber durchaus begeistern: »Winterapfel-Vanille« von Alpia nicht so sehr, dafür »Milka Vanille-Kipferl« und vor allem »Milka Zimtsterne« um so mehr. Letztere Sorte klingt nach ordinären Zimtsternen (nach Dominosteinen für mich eh das Höchste), aber es ist tatsächlich eine Schokoladen-Tafel. Mir gefällt das Packungsdesign der drei Sorten.

Einige der Wintersorten von Milka und Alpia

[Bild anklicken zum Vergrößern.]

Über die Speculatius-Sorten wollen wir mal den Mantel des Schweigens hüllen.

Wo wir gerade beim Thema Vanille sind: Am 1.10. hatte ich im Admiral-Kino die Gelegenheit, ein 0,2-Liter-Fläschchen der absolut ekelhaftesten Flüssigkeit testweise zu kaufen (1,50 Euro), die es auf diesem Erdenrund gibt: Die neu in Deutschland eingeführte »Vanilla Coke«. Bah! Da sage noch einer, Pepsi sei süß…
»Coke Light Lemon« taugt auch nicht all zu viel, da ist das Pepsi-Konkurrenzprodukt »Twist« wesentlich besser, obwohl ich ja sonst nur unter Gewaltandrohung oder kurz vor der Dehydrierung zu Pepsi greife.

Für frischen Atem unterwegs sorgen bei mir neuerdings grüne Tic-Tacs: »Fresh Spearmint« zu 1,39 der 4er Pack, die frischer sind als die altbekannten weißen Tic-Tacs (»Fresh Mints«).
Seit Kurzem gibt es von Wrigley »Eclipse Flash«: 24 kleine Pfefferminz-Blättchen (oder sowas ähnliches) in einem Plastik-Schächtelchen. Die Werbung verspricht, wenn man sich so ein Teil auf die Zunge lege, würde einen augenblicklich unglaubliche Frische heimsuchen. Die Werbung hat nicht zu viel versprochen: Die Wirkung ist zwar nicht ganz so durchschlagend und langanhaltend wie bei Tic-Tac, einem Pfefferminz-Kaugummi oder gar Fisherman’s Friend, aber dafür sorgt Eclipse schnell für angenehme Gerüche. Mit 1,29 ist die Notfall-Erfrischung aber recht teuer.

Pfannis Bratkartoffel-Packung.Zu den handfesteren Produkten: Schon seit einiger Zeit wollte ich mal was über den »Monopoly Mäc« sagen. Nicht gut. Ich bestelle die Tomaten ja immer ab (angenehmer Nebeneffekt einer solchen sogenannten »Grill-Bestellung«, außer, dass man die Tomaten los ist: der Burger wird frisch zusammengestellt). Ansonsten kann ich Käse auf Burgern auch durchaus was abgewinnen, solange es kein sich kilometerlang ziehender Käse ist, sondern Scheibletten (z.B. auf dem Royal-Käse oder dem BigExtra selig). Auf dem Monopoly-Mäc ist neben dem üblichen Käse noch eine weitere Sorte, die da nicht mit rein passt (müsste deren Spezial-Emmentaler sein, auf dem Royal ist Chester).

Vorratshaltung. Nur Nudeln nehmen in diesem Schrank noch mehr Raum ein.Weit besser als der Monopoly-Mäc sind die Bratkartoffeln von Pfanni.
Die Packung kommt etwas befremdlich daher: eine Pappschachtel. Aber in der Pappschachtel verbirgt sich eine luftdicht zugeschweißte Alu-Packung mit den gekochten Kartoffelscheiben. Die Kartoffeln sind sehr weich (eben gekocht) und kalt. Man bewahrt die Schachtel einfach bei Zimmertemperatur im Schrank auf, sie muss nicht gekühlt werden.
Das ist sehr praktisch: Von früher, wenn meine Mutter noch Bratkartoffeln gemacht hat, kenne ich das noch so, dass am Tag zuvor Kartoffeln gekocht und geschält werden, um sie am nächsten Tag in Scheiben zu schneiden und zu braten. Da spart die Pfanni-Lösung doch eine Menge Zeit und geschmacklich kann sich das sehen lassen. Nett ist auch, dass man die Scheiben vor sich hinbrutzeln lassen kann; das ist kein Essen, bei dem man ständig zur Kontrolle nebendran stehen muss.

Leider gibt’s die Pfanni-Bratkartoffeln nicht überall (in Erlangen und Herzogenaurach nur im Handelshof/Altstadtmarkt), so dass ich Verena oder Wolfgang mit der Besorgung eines größeren Vorrats beauftrage, wenn sie mal zum Altstadtmarkt kommen.
[Bilder zum Vergrößern anklicken.]

Erschienen am Samstag, 18.10.2003 @ 21:51 | Kommentare deaktiviert
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Montag, 03.11.2003

Rolltreppe fahren für Dummies

Eigentlich gibt es in Bezug auf Rolltreppen nur drei Dinge zu beachten. Kann doch nicht so schwer sein, oder?

  1. Links gehen, rechts stehen.
    Dazu gibt es an sich nicht viel zu sagen. Dieses Prinzip gilt von Flensburg bis Berchtesgaden in jedem Kaufhaus und auf jeder U-Bahn-Rolltreppe. Wer vor mir links steht und ich aus dem S-Bahn-Untergeschoss höre »S7 bitte zusteigen«, dem verleihe ich Flügel.
  2. Ohne Strom als normale Treppe benutzbar.
    Situation: Vor mir läuft ein Dummie auf eine Rolltreppe zu, die sich bei Betreten der Kontaktplatte oder Durchschreiten der Lichtschranke aber nicht in Bewegung setzt. Der Dummie hält direkt vor mir abrupt an und ändert den Kurs, um die normale Treppe daneben zu benutzen. Hier ein Tipp: Anders als Aufzüge sind Rolltreppen auch ohne Strom wie jede andere Treppe benutzbar.
  3. Nicht am Anfang oder Ende stehen bleiben.
    Die Wegweiser-Tafel im Kaufhaus neben der Rolltreppe studiert man direkt vor dieser Tafel neben der Rolltreppe und nicht umgekehrt. Erreicht man das Ende einer Rolltreppe und muss sich orientieren, bietet es sich an, noch vier Schritte weiter in den Raum hinein zu laufen, um erst dann Wurzeln zu schlagen.

Vielen Dank für die Beachtung aller Sicherheitshinweise.

Erschienen am Montag, 03.11.2003 @ 19:12 | Kommentare deaktiviert
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Mittwoch, 05.11.2003

Unerträgliche Grausamkeiten

Am Dienstag fuhr ich nicht sofort nach der SAE nach Hause, sondern besorgte am Stachus im Mathäser Kinokarten für den Abend; ich hatte mich mit Stefie und Holger für »Intolerable Cruelty« in der 17:15-Vorstellung verabredet.
Zuvor noch ein Sprung zum Ostbahnhof, wo es in der Nachtkantine Burger gab. Der Hamburger selbst und das Cole Slaw wie immer gut, die Pommes hat man aber zu früh aus der Fritteuse geholt. Für 8 Euro erwarte ich da schon etwas mehr; in Erlangen kostet das gleiche Essen (Hamburger, Pommes, Cole Slaw) zwei Euro weniger, und das finde ich schon viel.

Zum Film selbst. Vor ein paar Tagen schrieb ich:

»Bei "Intolerable Cruelty" – dt. Titel: "Ein (un)möglicher Härtefall" – von den Coen-Brüdern habe ich ja den Verdacht, dass er als Romanze a la "Wedding Planer" vermarktet wird, wenn ich mir so die deutschen Werbespots anschaue. Ich hoffe, dass es "ein echter Coen" wird. Ist mir völlig egal, wenn Heerscharen von weiblichen George Clooney-Fans enttäuscht aus dem Kino schlurfen, die Georgy in "Wedding Planer 2" erwartet haben.«

Dass der Film in Münchens neuestem und größten Kinokomplex, dem Mathäser, im größten Saal läuft, und damit im größten Saal der Stadt mit 839 Plätzen, hätte mir eigentlich eine Warnung sein sollen (wir saßen übrigens Mitte-Mitte: Reihe I genau unter dem Notausgang). Filme wie »Fargo«, »The Big Lebowski«, »O Brother, where art thou?« oder »The Man who wasn’t there« laufen und liefen für gewöhnlich nur in den kleinsten Sälen und wurden von acht Mann besucht.
Zur Mitte von »Intolerable Cruelty« hatte ich schon Sorgen, dass dieser Film ohne jeden Toten auskommen würde.

Er hatte seine Momente, aber er war mir insgesamt zu sehr Mainstream und längte in der Mitte stellenweise gewaltig. Sicher, es gab tolle Charaktere und Situationen wie die Anwälte, die Begegnungen vor Gericht oder den »keuchenden Joe«. Auch eine nette Wendung war dabei, aber das alles konnte den Film nicht mehr rausreißen.
Übrigens wurde im Film schnell klar, weswegen er »Intolerable Cruelty« hieß. Die deutsche Übersetzung des Titels hat dagegen so gut wie gar nichts mit dem Thema des Films zu tun.

Zum Kino selbst: Enttäuschend. Ich mag eigentlich große Kinogebäude, ich mag »Flughafen-Atmosphäre« in der nüchternen Architektur der 90er Jahre und ich mag riesige Kinosäle.
Was ich nicht mag, sind Plastik-Armlehnen. Plastik-Rückseiten der Rückenlehnen (als Schutz gegen Fußtritte von hinten) sind ok, aber Armlehnen müssen stoffbespannt sein. Außerdem mir der Mathäser insgesamt zu sehr »geleckt«: Viel rot, viel Metallgitter.
Ich war früher mal ein großer Fan der CineCitta’ in Nürnberg, Deutschlands größtem Multiplex-Kino (gemessen an Anzahl der Säle und Sitzplätze). Inzwischen war ich seit Monaten nicht mehr dort, denn mittlerweile ist es mir zu sehr überlaufen, die Sitze müssten mal ausgetauscht werden, die Website taugt nicht und die Preise sind zu teuer. Wenn ich mal in Nürnberg ins Kino gehe, dann ins neue Admiral: Ebenfalls eine interessante Architektur (v.a. das halb offene Cafe im Sommer ist nett, man sitzt zugleich drinnen als auch draußen), mit 5 statt 20 Leinwänden eine überschaubare Größe, Technik gleichfalls auf dem neuesten Stand, eine passable Website und günstigere Preise.

Zum Glück hat die ganze Erfahrung nur 4,50 Euro gekostet, Kinotag. Am Wochenende werden Wucherpreise von 8,50 verlangt.

Erschienen am Mittwoch, 05.11.2003 @ 12:23 | Kommentare deaktiviert
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Donnerstag, 06.11.2003

»In space no one can hear you scream.«

Holger ist für ein paar Tage in Erlangen und wir entschieden uns am Mittwoch-Abend kurzfristig, um 23 Uhr in die letzte Vorstellung des Director’s Cut von »Alien« zu gehen, ehe die Wiederaufführung diesen Donnerstag wieder aus den Kinos verschwindet.

Filmausschnitt: Zu Beginn, im Alien-Schiff

Was soll ich sagen: Ein fantastischer Film! Und ein Klassiker: Es ist ein Genuss, sich Ridley Scotts Regiearbeit hinzugeben, die langsamen Kamerafahrten zu sehen und Jerry Goldsmiths Musik zu hören. Beklemmend.
Es ist einige Jahre her, dass ich »Alien« gesehen habe und ich konnte mich nur noch an wenige Dinge erinnern. Den Anfang, mit der Kursänderung der Nostromo, der Landung auf dem Planeten, dem Besuch des Alien-Schiffs (s.o.) und den Ereignissen auf der Krankenstation wusste ich noch.

War mal wieder schön zu sehen – für mich das erste Mal auf einer Kinoleinwand. Und obwohl ich ihn bereits kannte, lauerte doch noch der ein oder andere Schocker um die Ecke (übrigens waren nur noch drei weitere Leute im Saal).
Andererseits recht faszinierend, dass er arg den Style der ausgehenden Siebziger versprühte: Die Klamotten, die Computer, die Spezialeffekte.   :-)

Am Sonntag wollen Holger und ich uns in einer kleinen DVD-Session Alien 2 (eigentlich »Aliens«) und Alien3 reinziehen.
Am besten finde ich immer noch den zweiten Teil von James Cameron: mehr Action. Aber auch der dritte Film von David Fincher ist faszinierend, in dem die Insassen der Gefängnisstation keine Waffen haben.

Filmausschnitt: Mittelteil, das Alien soll in den Lüftungsschächten zur Luftschleuse getrieben werden

Erschienen am Donnerstag, 06.11.2003 @ 13:15 | Kommentare deaktiviert
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Luther

Nach »Intolerable Cruelty« vom Dienstag und »Alien« vom Mittwoch, ist »Luther« von heute Abend der dritte Kinofilm in dieser Woche.
Das hat sich erst vor ein paar Tagen ergeben, und »Luther« tauchte eigentlich auch nicht in meiner Filmliste bis Jahresende auf. Aber ich dachte mir, wenn sich eine Gelegenheit ergibt, mal wieder mit Klaus und Steffi ins Kino zu gehen, dann sollte ich sie auch wahrnehmen. Zumal der Film angeblich nicht schlecht sein sollte.

Die Story des Reformators Martin Luther und seinem Weilen in der so genannten »Lutherstadt Wittenberg« ist ja bekannt, zumindest sollte sie es in groben Zügen sein.
Letzteres schadet auch nicht, denn gerade zu Beginn des Films, während Ereignisse gerafft wiedergegeben werden, erweist sich Hintergrundwissen als nützlich. Hier wäre es hilfreich gewesen, wenn in den Film Texttafeln eingeblendet worden wären oder zumindest ein, zwei Zeilen mit Ort und Begebenheit, und was in der Zwischenzeit vorgefallen war. Insgesamt beschränkte man sich auf drei Einblendungen mit Orts- und Zeitangabe (Erfurt, Worms, Augsburg; wenn ich es recht in Erinnerung habe).

Da die Geschichte ja vorgegeben war, interessiert es, was von Regisseur Eric Till daraus gemacht wurde. Kurz gesagt: Insgesamt durchaus sehenswert, aber.
Mein Eindruck ist, dass in zwei Stunden reingepackt wurde was notwendig war, ohne all zu viel wegzulassen. Ansonsten keine großen Auffälligkeiten betreffend Musik, Kamera oder Schnitt, und auch die Schauspieler blieben eher zweidimensional. Abgesehen von Peter Ustinov als Friedrich der Weise und Uwe Ochsenknecht als Papst Leo X. trat durch die Bank die zweite Garde vor die Kamera. Der Hauptdarsteller kommt einem auch etwas vertraut vor: Es ist Joseph Fiennes, der Bruder des bekannteren Ralph Fiennes.

Etwas suspekt die Produktionsfirmen dieser deutschen Produktion, von denen man noch nie gehört hat, z.B. »Thrivent Financial Services«, dem Logo und Untertitel (»for Lutherans«) nach zu urteilen wohl ein Unternehmen mit christlicher Grundausrichtung. Einzig der Distributor UIP für Deutschland sowie das EKD-Logo im Abspann waren bekannt und gaben der Produktion wieder einen halbwegs seriösen Anstrich.
Der Abspann übrigens, ist mit zehn Minuten bald so lang wie der von »Starship Troopers«: Dass, im Gegensatz zu früheren zweiminütigen Abspännen wie dem von Alien, inzwischen nicht nur die Financial Services und Caterer aufgelistet werden, sondern auch Beleuchter-Praktikanten, ist ja mittlerweile gängig. Bei »Luther« hat man es aber arg übertrieben und anscheinend jeden Komparsen mit aufgelistet, nach dem Motto: »Wem können wir einen Gefallen tun und im Abspann verewigen?«. Hätte nur noch gefehlt, dass auch die Leute von der Buchhaltung und die Bleistift-Anspitzer genannt wurden (die Dame, die sich um die Hotels in Tschechien gekümmert hat, hat’s immerhin geschafft).

Fazit: Kann man sich ansehen, wenn man an historischem Stoff interessiert ist, muss man aber nicht.

Erschienen am Donnerstag, 06.11.2003 @ 23:42 | Kommentare deaktiviert
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Samstag, 08.11.2003

Propaganda

Im Zusammenhang mit dem Bashing der amerikanischen Rechten gegen einen wohl eher harmlosen Film über Nancy und Ronald Reagan (siehe Spiegel, Telepolis; ja, bisschen einseitig, habe auf die Schnelle nichts anderes gefunden), bin ich über einen vier Wochen alten Telepolis-Bericht gestolpert: »Unerhört falsche Annahmen« von Thomas Pany.
Er berichtet über eine Studie einer Abteilung der Uni Maryland, die untersucht hat, wie US-Bürger von unterschiedlichen Medien in ihren Meinungen beeinflusst werden. Es wurden drei definitiv falsche Aussagen getroffen:

  • Saddam Hussein steht in direktem Zusammenhang mit den Anschlägen des 11.September.
  • Im Irak sind Massenvernichtungswaffen gefunden worden.
  • Die Weltöffentlichkeit war für die US-geführte Invasion des Irak.

Zitat aus dem Telepolis-Bericht:

»Das deutlichste Ergebnis dieser Befragung bestärkt die ärgsten Vorbehalte gegenüber dem amerikanischen Fernsehsender Fox: Es sei fast vier Mal wahrscheinlicher, dass Stammseher von Fox auf diesen falschen Standpunkten beharren als Nutzer von nicht-kommerziellen Medien wie National Public Radio oder dem Public Broadcasting System.

[...]

Insgesamt 60% der Befragten hielten zumindest eine der irrtümlichen Annahmen für wahr; dennoch zeigen sich deutliche Unterschiede in der Wahrnehmung entsprechend der genutzten Informationsquellen: Während nur 23 % der Nutzer von National Public Radio oder dem Public Broadcasting System eine der drei falschen Annahmen für wahr hielten, taten dies 80% der Fox-Seher.

55% der CNN-Seher und immerhin 47% der Amerikaner, die sich auf Zeitungen als primäre Informationsquelle stützen, waren ebenfalls davon überzeugt, dass mindestens eine der Statements richtig sei.«

Mich würde ja nicht wundern, wenn man hierzulande zu einem ähnlichen Ergebnis käme, würden beispielsweise die Zuschauer der SAT.1-Nachrichten befragt werden.

Erschienen am Samstag, 08.11.2003 @ 21:57 | Kommentare deaktiviert
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Samstag, 15.11.2003

»Ich brauche eine neue Zündkerze für meinen Abfallzerkleinerer.«

Tim zerhäckselt Bäume im Spülbecken

Erschienen am Samstag, 15.11.2003 @ 1:37 | Kommentare deaktiviert
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Die Bibel wird 20

Herzlichen Glückwunsch an die c’t. Die Jubiläumsausgabe zum 20. Geburtstag überreichte der Briefträger heute pünktlich um elf Uhr.
Diese Ausgabe scheint vielversprechend zu sein. Ins Auge stechen dabei u.a. ein großer Innereien-Bericht zu Longhorn und der Bericht zu digitalen Spiegelreflex-Kameras.

Daneben gibt es natürlich einen Rückblick auf die vergangenen 20 Jahre c’t. Siehe dazu auch eine entsprechende Meldung im Heise-Ticker. Dort stehen nicht nur das Cover und das Editorial der ersten Ausgabe zum Download bereit, sondern auch gleich die komplette Erstausgabe (PDF, 58 MB). Weiterhin gibt es eine Presseinfo, Kollegenstimmen, eine Chronik und Trivia-Infos.

Ich kann mich noch etwas an meine ersten Erfahrungen mit Computerzeitschriften erinnern – zehn Jahre her, da war ich vielleicht 15 und hatte einen 486 DX-33 von Vobis im Colani-"Design", mit DOS 6 und Windows 3.1.
Ich las einige Zeit die Chip. War für mein damliges Wissen ok, obwohl es manches gab, das zu hoch für mich war. Dann bekam ich mal eine c’t die Hand und fand sie komplett abgehoben. Etwas später las ich wieder eine Ausgabe und war überzeugt, die beste Computerzeitschrift in Händen zu halten, wo gibt: Keine »666 Windows-Tricks«, sondern sehr gute Grundlagenartikel und Berichte, die über den Tellerrand schauen, sowie Praxiswissen (dank der c’t konnte ich bei meinem zweiten Computer, einem Pentium-120 mit SCSI-Adapter, -platte und -CD-Brenner, selbst die Terminierung des SCSI-Busses durchführen). Mir gefällt aus der Grundsatz der Redaktion, keine Testsieger zu küren, sondern die getesteten Produkte ausführlich zu besprechen und in Vergleichstabellen nebeneinander zu stellen. Legendär sind Berichte wie der erste Serientest von Komplett-PCs von Georg Schnurer.
Ich habe die c’t des Heise-Verlags seit 1997 als Plus-Abo (mit Artikeln auf CD-ROM) abonniert. Die Papierausgaben hebe ich aber, bis auf einzelne Exemplare, nur so lange auf, bis die Archiv-CD-ROM erscheint.

An die dickste Ausgabe aller Zeiten, die 4/97 mit 614 Seiten, kann ich mich auch noch gut erinnern, kurz bevor das Heft von monatlicher Erscheinungsweise auf zweiwöchentliche umgestellt wurde (der Umfang wuchs seit dem aber wieder). Mein erster Leserbrief überhaupt, den ich an eine Redaktion geschrieben habe, wurde auch prompt in der Ausgabe Mai 1997 abgedruckt (die mit 504 Seiten auch ein stattliches Gewicht auf die Waage brachte):

"Ich hab’ dir dein Buch mitgebracht" meinte mein Vater zur neuen c’t, und meine Schwester sagte: "Dein Katalog liegt in meinem Zimmer." Ist das nicht etwas zu viel des Guten?

Der Heise-Newsticker ist der Branchendienst schlechthin: Wer aus privatem oder beruflichen Interesse irgendetwas mit Computern zu tun hat, kommt am Heise-Ticker nicht vorbei, wenn er aktuelle Nachrichten aus der IT-Welt erhalten möchte.
Manche spezialisierte Ticker bieten in ihrem Themengebiet mehr Nachrichten und der Heise-Ticker ist nicht immer der schnellste, aber doch die stündliche Referenz-Nachrichtenquelle aus dem gleichen Haus, in dem auch das Referenz-Magazin der Branche erscheint.
Sehr schön auch, dass selbst jahrealte Nachrichten heute noch kostenlos abrufbar sind.

In den letzten zehn Jahren habe ich schon viele Computer-Zeitschriften kommen und gehen sehen. Ich will hoffen, dass uns die c’t noch viele Jahre erhalten bleibt.

Erschienen am Samstag, 15.11.2003 @ 21:20 | Kommentare deaktiviert
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Mittwoch, 19.11.2003

They’ve found Nemo

Danke, Stefie!   :-)

Erschienen am Mittwoch, 19.11.2003 @ 10:01 | Kommentare deaktiviert
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Auf den Punkt gebracht

Reinhard Mohr bei Spiegel-online über das ZDF:

»Das ZDF, der öffentlich-rechtliche History-Kanal mit angeschlossener Altenpflege.«

Der Rest des Artikels »"Unsere Besten" im ZDF: Goethe im Sinkflug« ist ebenfalls lesenswert.

Erschienen am Mittwoch, 19.11.2003 @ 16:45 | Kommentare deaktiviert
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Sonntag, 23.11.2003

»Wo sind die Hände?«

Zeit für ein Geständnis: Ich schaue DSDS. Da war ich nicht der Einzige: Die Quoten waren erwartungsgemäß besser als in der ersten Staffel (3,88 Mio Zuschauer bzw. 15,5% Marktanteil gegen gestern 5,21 Mio. bzw. 18,7%; falls jemand an Quoten glaubt).

Die ersten Casting-Shows und der »Recall« waren noch ganz witzig: Leute die gut rüber kamen und auch Gestalten, die dort absolut fehl am Platz waren und von der Jury hart aber gerecht abgestraft wurden. Die Top50-Sendungen habe ich mir gespart, jetzt bei den Mottoshows bin ich wieder dabei.
Ich mache mir natürlich keine Illusionen über das Showgeschäft oder dass bei den Auswahlen alles fair und gerecht zugeht (siehe die Entscheidung der Jury bei der »2. Chance«). Aber es ist nette Unterhaltung, bei der man nebenher am Rechner noch was machen kann.
Heute Morgen die gestrige Sendung auch nur im Schnelldurchlauf auf Video: Das Gebrabbel der beiden Moderatoren-Praktikanten interessiert mich nicht.

Meine Favoriten: Kemi hat eine geile Stimme und sie macht wohl auch schon einige Zeit Musik in einer kleinen Combo. In dieser Hinsicht ebenfalls nett anzuhören ist Elli. Aida: Hmm, hat irgendwas, am interessantesten fand ich aber noch die untergelegte Oper von Verdi, als ihr Vater den Namen erklärt hat. Anke sieht gut aus.   :-)
Lorenzo: Super-Husche reloaded.
Mein absoluter Favorit ist Philippe: cooler Typ, bisschen neben der Spur (aber noch nicht neben dem Bahndamm wie Daniel oder Lorenzo), Metall in der Lippe, »human beatbox«, Rhythmus in seiner Gestik, authentisch. Der kann es, denke ich, auch weit bringen.

Wo wir schon mal bei Geständnissen sind: Ich gebe mir manchmal auch Töp öf the Pöps. Um etwas auf dem Laufenden zu bleiben, was Chart-Mucke betrifft, denn manchmal sind gute Sachen dabei (zuletzt z.B. Dido oder die Black Eyed Peas). Ich sage das nur, um folgende zwei Beobachtungen erklären zu können:

Die Sugababes und Atomic Kitten bringen immer gleichzeitig Singles raus, da kann man die Uhr nach stellen. War glaube ich bei den letzten drei Singles so.
Zweitens: Erinnert sich noch jemand an den Aufruhr, den Sarah Connor bei »Wetten, dass…?« durch ihr "Kleid" verursacht hat? Faszinierend, dass kein Aufschrei zu vernehmen ist, wenn Kindergarten-Rockerin Jeanette mal wieder das nuttigste Outfit aufträgt, das im Schrank zu finden war.

Um mich vollständig zu diskredieren auch noch das: In meiner iTunes-Musikbibliothek gibt es eine Playlist namens »Dorfdisco«, mit ausgewählten Werken von Scooter, den DJs@Work und Novaspace.
Zu meiner Verteidigung kann ich anführen, dass Arbeiten von Norah Jones oder Guru einen größeren Platz auf meinem iPod einnehmen. Außerdem in letzter Zeit in erhöhter Rotation: Bruce Springsteen, Nine Inch Nails, Leftfield, Fatboy Slim, Chemical Brothers, John Lennon.
Was’ne Mischung.

Erschienen am Sonntag, 23.11.2003 @ 11:09 | Kommentare deaktiviert
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Mittwoch, 26.11.2003

Preisverfall bei DVD-Rohlingen

Mich fasziniert der Preisverfall bei DVD-Rohlingen. Noch vor wenigen Monaten kosteten Minus-R-Rohlinge für 2-fache Brenngeschwindigkeit etwa 17 Euro im 5er Pack (Apple oder Verbatim). Inzwischen gibt’s nur noch Rohlinge für 4-fache Geschwindigkeit zu kaufen – eine ganze DVD ist dann in 15 Minuten gebrannt – und der Preis für fünf Verbatims liegt bei 9,50 Euro.

Erschienen am Mittwoch, 26.11.2003 @ 18:35 | Kommentare deaktiviert
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Donnerstag, 04.12.2003

Becker in der vierten Staffel

Ab heute kommen auf dem Frasier-Sendeplatz (DI-FR um 00:40, SAT.1) mit der Episode »Psycho Therapy« die Folgen der 4. Staffel von »Becker«. Diese Staffel wurde bereits einmal von SAT.1 ausgestrahlt, insofern sind es keine brandneuen Folgen. Die fünfte Staffel gab’s hierzulande noch nicht zu sehen; in den USA läuft aktuell die sechste Season. Die Serieninfo von tvtv.de schreibt:

»Arzt Dr. John Becker (Ted Danson) betreibt eine Praxis irgendwo in der Bronx. Zwei gescheiterte Ehen und viele Jahre vergeblichen Ankämpfens gegen die angeborene Dummheit der Menschen haben aus dem Doc einen zynischen Misanthropen gemacht – der paradoxerweise die Menschen liebt, auch wenn man es nicht gleich auf den ersten Blick merkt. Becker raunzt, motzt, schimpft, grantelt – und hilft.«

Wenn Becker nicht in seiner Praxis anzutreffen ist (in der ihn eine kluge und eine bescheuerte Sprechstundenhilfe unterstützen), dann sitzt er bei Reggie an der Theke und quengelt ihr, dem Verlierer Bob und dem blinden Jake die Ohren voll.
Sehr witzig!

Erschienen am Donnerstag, 04.12.2003 @ 15:19 | Kommentare deaktiviert
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Revolutions

Ich bin noch eine Filmkritik von »Matrix: Revolutions« (aka »Matrix 3«) schuldig. Zusammen mit Klaus und Steffis Bruder (Freundin von Klaus) sah ich ihn am 18.11. um 20:20 im Kino 9 des Erlanger CineStar (zweitgrößter Saal, gute Plätze in der Mitte Anfang letztes Drittel).
Kurze Version: Er war nicht so schlecht, wie ich befürchtet habe. Aber wahrscheinlich lag das nur daran, dass ich meine Erwartungen zuvor schon auf null runtergeschraubt hatte (bei »Armageddon«, »Pearl Harbor« und »Godzilla« z.B. half selbst das nichts, die waren unterirdisch). Der dritte Teil war weit davon entfernt, auch nur annährend gut zu sein. Ob er schlechter oder besser war als der zweite Teil »Matrix: Reloaded«, wage ich nicht zu beurteilen, die haben sich beide nicht viel genommen. Mein Eindruck war, dass es im Revolutions-Aufguss etwas weniger der nervtötenden Zweikämpfe gab; in »Reloaded« habe ich ja teilweise schon vor Langeweile auf die Uhr gesehen.

Das 1999er Original hatte etwas mysteriöses, es war noch vieles im Dunklen, und durch die Zugabe von einigen philosophischen Elementen und dutzenden Symbolen funktionierte der Film auch auf einer »tieferen« Ebene, statt einfach nur Actionfilm zu sein – und zwar ein guter Actionfilm.
Über die beiden Sequels ist viel geschrieben worden, und ich kann vielem zustimmen, deswegen werde ich das hier nicht wiederkauen. Eine gute Linkliste gibt’s bei Christian mit Links zu Artikeln bei Telepolis, der Zeit, Spiegel-online, der Netzeitung und der FAZ.
Matrix (1999) ist Kult: Jeder hat ihn gesehen, er hatte bahnbrechende Effekte, über ihn wurden wissenschaftliche Arbeiten geschrieben. Die beiden Nachfolger sind Trash: ein müder Abklatsch des Originals, kaum besser als die dutzenden anderen Filme, die einfach nur den Bullet-Time-Effekt von »Matrix« klauten. Der zweite Teil profitierte noch etwas vom Glanz des Erstlings: keine Zeitung, kein Magazin oder Weblog, das im Sommer ohne den Zusatz »reloaded« in einer Artikelüberschrift auskam.

Ein sehr gutes Interview zu den philosophischen Aspekten der Matrix-Reihe gibt es bei Spiegel-online mit Hubert L. Dreyfus: »Der philosophische Salat der Wachowski-Brüder«. Das Gespräch endet mit einer Einschätzung von Dreyfus zu den filmischen Aspekten der Trilogie, der ich sehr zustimmen kann.

Am besten fährt derjenige, der sich nur den ersten Teil ansieht und »Reloaded« und »Revolutions« links liegen lässt. Aus diesem Grund werden die beiden letzten Teile auch keine Aufnahme in meine DVD-Sammlung finden.

Erschienen am Donnerstag, 04.12.2003 @ 15:57 | Kommentare deaktiviert
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Guten Morgen, Kabul

Gestern Abend um halb zwölf kam im Ersten ein 75-minütiger SWR-Dokumentarfilm von Caroline Goldie: »Guten Morgen, Kabul«.
Wie der Titel erahnen lässt, handelt er von deutschen Soldaten in Afghanistan. Das Filmteam hat einige Soldaten eines Kontingents der Bundeswehr sechs Monate lang begleitet und bei ihrer Arbeit und Freizeit im Camp Warehouse, in den Straßen von Kabul und über Kabul hinaus mit der Kamera gefilmt. Soldaten auf Patrouille, Kontakte zur Bevölkerung knüpfend; unterwegs mit den Leute von OpInfo, die einen Radiosender für die lokale Bevölkerung betreiben; die beiden Militärpfarrer.

Eine sehr sehenswerte Reportage. Filme aus der Reihe »ARD-exklusiv« werden öfter in der ARD, auf 3sat oder Arte wiederholt (ein idealer Kandidat für die Suchliste von Myrna). Wer die Gelegenheit hat, sollte ihn sich ansehen.

Erschienen am Donnerstag, 04.12.2003 @ 18:41 | Kommentare deaktiviert
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Freitag, 05.12.2003

Psycho-Therapie

Therapeutin: Statt mich aufzuregen, versuche ich ein wenig auf die Welt zuzugehen. Zum Beispiel muss mein Telefon repariert werden, aber der Kundendienst kommt immer gerade dann, wenn ein Patient hier ist. Habe ich gebrüllt, habe ich geschrien?

Becker: Haben Sie ein Telefon das funktioniert?

Therapeutin: Das ist nicht das Thema hier. Also ich habe einen neuen Termin vereinbart. Wissen Sie Doktor… Darf ich "John" sagen?

Becker: Nein.

Therapeutin: Hören Sie nicht die Feindseligkeit in Ihren Worten?

Becker: Hören Sie nicht das Dampfgelaber in Ihren Worten? Passen Sie auf: Ich habe zwei Ex-Frauen und drei Ex-Telefonanbieter. Menschen die einen über den Tisch ziehen wollen kann man nur auf eine Weise behandeln…

Erschienen am Freitag, 05.12.2003 @ 0:52 | Kommentare deaktiviert
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Samstag, 06.12.2003

The longest Line

Am 30. November wurde der erste Apple-Store außerhalb der USA eröffnet, und zwar in Tokyo (nebenbei: so muss die Seite einer Filiale aussehen; deutsche Banken können sich da mal was abschauen).
Die bisherigen Apple-eigenen Stores wurden nur in den besten Innenstadt-Lagen eröffnet und auch in Japan hat man sich nicht lumpen lassen: Die Ginza-Straße ist das teuerste Einkaufspflaster der Welt (Fotos des Store).

Das besondere an der Eröffnung war die Warteschlange, die sich vor der Filiale gebildet hat: Ein Besucher ist sie mit einer Videokamera abgelaufen. Man muss es selbst gesehen haben, um es zu glauben: Der Typ läuft ungelogen über zehn Minuten an der Warteschlange vorbei, die sich über mehrere Blocks und diverse Kreuzungen erstreckt, eher er sich hinten anstellt (Quicktime-Video; 44,6 MB; Link via fscklog).
Jörn von Mac-TV hat zu diesem Phänomen einen netten Artikel geschrieben.

»Tausende Menschen stehen Schlange, um Einlass zu bekommen in einen Computerladen. Nicht etwa in den 70ern, als Computer etwas Neues waren und auf die langhaarigen Freaks eine magische Anziehungskraft ausübten. Sondern es ist das Jahr 2003, in dem Computer allgegenwärtig, gewöhnlich und langweilig geworden sind und obendrein sogar in Tankstellen und Lebensmittel-Discountern verkauft werden.«

Gerade noch ein paar weitere Links: Auf Mac-TV gibt es dieser Tage in Zusammenarbeit mit MacTechNews.de einen Jahresrückblick aus Mac-Sicht. Die ersten drei Teile sind bereits erschienen (Januar + Februar, März + April und Mai + Juni). Bitte lesen, falls noch irgendjemand Zweifel hat, ob Apple eine innovative Firma ist (während die restliche PC-Welt Jahr für Jahr mehr Gigahertz und Gigabytes übereinander stapelt).
Wahrscheinlich am Montag-Morgen wird der nächste Einsteiger-Artikel von mir bei Mac-TV erscheinen, nach dem iTunes-Text vom Freitag (Link zu Mac-TV, Link zu mir). Thema wird das Programm Preview/Vorschau sein.

Schon etwas älter: Im zlog gibt’s einen Bericht eines Switchers vom PC zum Mac, was ihm bei Panther besonders gefällt.

Erschienen am Samstag, 06.12.2003 @ 12:46 | Kommentare deaktiviert
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Montag, 08.12.2003

Erinnerungen

Sehr guter Text bei Carsten, unbedingt lesen. Ich wuchs zwar nicht in den 70ern oder früher auf, sondern in den 80ern (Jahrgang 1978), aber sehr vieles von dem gehört auch zu meiner Kindheit.
[Lokale Kopie]

Erschienen am Montag, 08.12.2003 @ 4:13 | Kommentare deaktiviert
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Nnnnneeeeeeiiiiiiinnnnnnnn!!!!!!!

Harald Schmidt streicht die Segel.
So müssen sich Teenies fühlen, nachdem die No Angels ihren Abschied von der Bühne verkündet hatten…   ;-(
Links:

Links in Weblogs u.a. bei Kai, Markus, Christian, Flow, x-ploration.

»Ein Blick ins Programm stellte Gewissheit her: Er sah nicht nur so aus, er war es. Unser Harald! Das letzte und einzige Alibi für Intellektuelle, die sonst nur tibetanische Spielfilme im Originalton auf Arte gucken, einen Kommerzsender einzuschalten!«

Henryk M. Broder in seiner Kritik zu Schmidts Rheinfahrt.

Musik: The Doors, »This is the End«

Nachtrag (18:59 Uhr): Bei der FTD gibt es noch weitere Artikel:

Von Holger kamen noch diese beiden Links per ICQ:

Google News.

Erschienen am Montag, 08.12.2003 @ 17:48 | Kommentare deaktiviert
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Dienstag, 09.12.2003

Täglich Schmidt

Sofern es die Zeit erlaubt, will ich versuchen, die letzten zwei Wochen Schmidt-Show täglich ein Zitat aus der Show herauszugreifen. Als kleine Anerkennung.
In der Sendung am Montag-Abend, nachdem bekannt wurde, dass die HSS im nächsten Jahr nicht mehr fortgesetzt wird, war Claus Kleber zu Gast (langjähriger USA-Korrespondent der ARD, jetzt Anchorman im ZDF-heute-journal). Er stellte eine Reise-Dokumentationsreihe vor.

Schmidt: Die zweite Folge eine Woche später, auch wieder 20 Uhr 15.

Kleber: So ist es. Dazwischen eine kreative Pause. Was machen Sie denn, sagen Sie mal?

Schmidt: Wo?

Kleber: Kreative Pause?

Schmidt: Ich mach’ ‘ne kreative Pause, ja.

[lachen]

Schmidt: Sie wollen wissen, was ich da mache?

Kleber: Ja.

Schmidt: Dazu später mehr.

Kleber: [lacht] So leicht kommen Sie mir net raus!

Schmidt: Die Sendezeit ist zu Ende.

[lachen]

Kleber: Wie die Politiker! So fängt das dann an.

Schmidt: Genau! [Mit verstellter Stimme:] Aber das ist jetzt nicht der Ort, darüber zu vermuten, wissen Sie, die Partei steht hinter mir…

Kleber: …unser Land braucht Harald Schmidt.

Schmidt: …unser Land braucht jetzt den Aufbruch, und nähere Auskünfte gibt Olaf Scholz.

Kleber: Was mach’ ich jetzt nach den Tagesthemen? Abends ist ja immer heute-journal, Tagesthemen, Harald Schmidt.

Schmidt: Ja.

Kleber: Was mache ich jetzt um 23 Uhr 15?

Schmidt: Kerner gucken.

Erschienen am Dienstag, 09.12.2003 @ 0:22 | Kommentare deaktiviert
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Mittwoch, 10.12.2003

Vollgas

In der gestrigen ersten Sendung nach Bekanntwerden des Auslaufens der Schmidt-Show in diesem Jahr gab sich die gesamte Mannschaft bei der HSS zugeknöpft: Suzanas Newsletter fiel extrem kanpp aus (nur die heutige Aktion und der Gast, sie schrieb nichts persönliches, wie sonst ünlich). Die Zeitungen bekamen keine Kommentare von Harald Schmidts Produktionsfirma Bonito und in der Sendung wurde es nur in der letzten Minute von Harald Schmidts Gast Claus Kleber thematisiert.
Die Sendung vom Dienstag war dagegen gut wie lange nicht mehr: Man scheint sich bei Bonito nicht nur gefangen zu haben, vielmehr wirkte die Masse der Anspielungen so, als hätten sie erst in der Dienstag-Sendung auf den Putz hauen können und als seien sie am Montag dafür mit den Vorbereitungen noch nicht fertig gewesen.

Einen Vorgeschmack gab Suzanas Newsletter von Dienstag, 19:15 Uhr:

»Als ich heute Morgen die Bonito-Hallen betrat, bot sich mir folgendes Bild: Rechts und links waren die Wände buchstäblich tapeziert mit Zeitungsmeldungen – natürlich die jüngsten Show-Ereignisse betreffend. Von links tönte es dann noch in französischem deutsch: "Of die rechte Seite ängen die normale Artikle und links Du kannst finden die Titelartikle!" Und man glaubt es kaum: Cheffe hat persönlich tapeziert! Ich hätt’s echt gern gesehen, aber ich musste vorher noch zum Arbeitsamt, um mich als "demnächst arbeitssuchend" registrieren zu lassen. Wenn man als Arbeitssuchender bis dahin noch nicht jegliche Hoffnung verloren hat – spätestens da passiert’s garantiert. "Wie frustriert können Frauen eigentlich sein?", fragte ich mich, als ich meine Sachbearbeiterin kennen lernte. Ihr seht also, neue Lebenssituation eröffnen einem ganz neue Sichtweisen auf diese Welt und wollen einem sagen: Es könnte echt schlimmer sein!«

Als die Sendung begann, kündigte Natalie im Vorspann an:

»Hier kommt der Erfinder der kreativen Pause: Harald Schmidt!«

Sein erster Standup-Gag hatte eine lange Einleitung: Die meisten hätten es im Laufe des Tages erfahren, die meisten wären entsetzt gewesen, Ungläubigkeit, aber nun wird er selbst etwas dazu sagen: In Hamburg ist die Koalition geplatzt.

»Wie konnte das passieren? Ole von Beust hat gesagt: Sein Partner, Senator Schill, nimmt immer mehr psychopathische Züge an. Das hat man nicht wissen können, oder? Wenn jemand von Anfang an in dieser Koalition normal gewirkt hat, war es Senator Schill! Und jetzt das!«

Dann stellt er am Schreibtisch seinen heutigen Gast Sasha vor und wunderte sich, dass sein Redaktionsleiter Manuel Andrack nicht am Platz saß und der Scharfe Sven nicht das Wasser reinbrachte.

»Ja, also ich meine: Wir ham noch ‘n bisschen, oder? Was ist denn?«

Harald stand auf und ging durch das Gebäude, frug ab und an Mitarbeiter: »Wisst Ihr, wo der Manuel ist?«
Ein paar Stockwerke höher geht im Hintergrund Natalie mit gepackten Koffern durch’s Bild. Nach einigen Minuten findet er im letzten Eck des Hauses Manuel Andrack und den Scharfen Sven: Manuel an einem Schreibtisch wie Schmidt ihn hat, mit einer LED-Laufschrift »Die Manuel-Andrack-Show«, rechts daneben an einer kleinen Schulbank, auf Manuels normaler Position, Sven als Manuels Sidekick. Beide probten gerade ihre eigene Show. Genial!!

Werbung, und im zweiten Teil alles wieder auf Anfang: Harald sitzt wieder an seinem Schreibtisch, Manuel an seinem Nebentisch, der Gast wurde nochmal angekündigt und Sven brachte das Wasser rein. Anschließend ein Einspieler der zeigte, dass sich der Chef um seine Mitarbeiter kümmert, wenn sie von Arbeitslosigkeit bedroht sind: Er ruft persönlich bei der Bundesanstalt für Arbeit an, lässt einen BMW vorfahren und scheucht zwei seiner Mitarbeiter, die sich an einer brennenden Tonne die Hände wärmen, in den Wagen, der dann gen Arbeitsamt abfährt.

Es folgte eine Attacke auf Patrick Lindner, der wegen Steuerhinterziehung verurteilt wurde.

»Vor allem wünsch’ ich mir, dass die ARD weiter zu ihm halt. Weißt, nicht dass sie ihn jetzt kurz vor Weihnachten rausschmeißen. Aber ich mag den Paddi so, wenn’s an rausschmeißen täten, tät’ ich auch für ihn den BMW anrufen.«

Danach eine weitere Aktion: Das nächste Türchen des Adventskalenders öffnete sich. In diesem Jahr wird Harald an jedem Tag von seinen Mitarbeitern überrascht (in Vorjahren haben die Zuschauer etwas geschenkt bekommen). Kabelhilfe Frank (»Auf der Bühne und im Bett möchte ich "Fränk" genannt werden.«) imitierte seinen Chef.

Fränk: Wenn’s Dir absolut nicht gefallen sollte, fände ich’s schön, wenn ich den Monat noch zu Ende arbeiten dürfte.

Harald: Ich sag’ mal so Frank: Ob das ist weiß ich nicht, aber ich kann Dir eins versprechen: Du darfst im BMW vorne sitzen.

Er hat das ziemlich gut gemacht!   :-)
Es folgten die Original-Socken von Guido Westerwelle und eine kurze Zuschaueraktion (Harald schrieb eine Weihnachtskarte für die Freundin einer Zuschauerin aus dem Publikum), bevor der Gast (Sasha) auftrat. Sasha tourt derzeit als »Dick Brave and the Backbeats« durch’s Land und tritt momentan nicht als Sasha auf.

Harald: Wie reagieren Deine Fans drauf? Ich meine: Sasha findet ja zur Zeit gar nicht statt, außer…

Sasha: Wir machen eine Pause.

Harald: Ja, Du machst ‘ne Pause!

[Lachen]

Harald: Ja was ist denn der wahre Grund, sag’ doch mal? Ich mein’ mit der Pause, das sagst Du jetzt so!

[Lachen, Applaus]

[...]

Sasha: Ich find’s ganz schön kalt hier. Habt Ihr die Heizung schon abgestellt?

Harald: Äh, wir nicht!

[Lachen]

Erschienen am Mittwoch, 10.12.2003 @ 0:33 | Kommentare deaktiviert
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Schmidt-Nachhall

Die gestrige Sendung erzielte sehr gute Quoten (mein Standardspruch: »Falls jemand an Quoten glaubt«): Laut quotenmeter.de sahen 1,79 Millionen Zuschauer zu (17,5% Marktanteil bzw. 20,9% in der "werberelevanten Zielgruppe"). Indessen ist bekannt, wie SAT.1 die entstehende Lücke im nächsten Jahr füllen will: Kress berichtet, dass bis April Schmidt aus der Konserve gesendet werden soll (kein Direktlink mangels Permalink, daher wieder quotenmeter.de als Quelle): Vom 19. Januar bis 16. April montags bis freitags um 23:15 Uhr läuft »Die Harald Schmidt Show – Die legendärsten Sendungen«.

Das Medienecho am Dienstag war enorm – und mit dieser unsortierten Linksammlung will ich’s damit vorerst auf sich beruhen lassen:

In allen Medien, auch auf dieser Seite, macht es etwas den Eindruck, als gäbe es kein Wiedersehen: Aber Harald Schmidt ist nicht tot. Es ist doch schade, dass mit seiner Show nach acht Jahren Schluss ist.
Ich denke, dass er in ein paar Wochen irgendwo wieder auftaucht: Vielleicht bei SAT.1 mit einem besseren Vertrag, evtl bei einem anderen Sender (nur bitte nicht Premiere, das krieg’ ich nicht rein). Diverse Sender haben laut dem SPON-Artikel »Alle buhlen um Harald Schmidt« großes Interesse an ihm, sogar seine alte Wirkstätte ARD.

Mir gefällt an Schmidt nicht nur sein tadelloses Auftreten – mal drauf achten: immer Manschetten-Knöpfe, er setzt sich immer nach dem Gast und ist generell sehr höflich, auch wenn er keine zwei Sekunden später auf die Sahne haut.
Was ich sehr schätze, ist seine unübertroffene Schlagfertigkeit. Leider werden all die »Schmidts beste Sprüche«-Seiten dem nicht gerecht, denn die geben fast ausschließlich nur Zitate aus dem Standup-Teil zu Beginn der Sendung wider, die ihm seine Autoren schreiben. In Hochform ist er im Gespräch mit anderen bei spontanen Antworten. Das erfordert aber meistens eine Vorgeschichte oder ein längeres Zitat, und sowas eignet sich natürlich nicht für »Schmidts beste Sprüche«-Seiten.
Hoffentlich dauert seine »kreative Pause« nicht all zu lang. Und die letzten zwei Wochen bitte noch viele Sendungen wie die gestrige.

Erschienen am Mittwoch, 10.12.2003 @ 15:13 | Kommentare deaktiviert
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Donnerstag, 11.12.2003

»Und hier kommt der Nachfolger von Reinhold Beckmann: Harald Schmidt«

Manuel: Hast Du gestern Maischberger gesehen?

Harald: Da hatte ich keine Zeit, da musste ich Entlassungsurkunden unterschreiben.

Erschienen am Donnerstag, 11.12.2003 @ 1:48 | Kommentare deaktiviert
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Freitag, 12.12.2003

Stylesheet-Experten unter sich

Der CSS-Guru Eric Meyer und seine Frau Kat haben am 9. ihr erstes Kind bekommen. Wie gratuliert das Webstandards-Projekt standesgemäß?

#ericmeyer:first-child

Most WaSP readers are very familiar with WaSP’s good friend Eric Meyer, who has helped the world learn Cascading Style Sheets.

Well today, WaSP would like to publicly celebrate the birth and homecoming of Carolyn Maxwell Meyer, first child to Eric and Kat. By all reports she is very well-formed and valid.

The question remaining on every WaSP’s mind is whether any adjacent siblings are in the planning.

[Hervorhebungen von Fachtermini durch mich.]

Sehr nett!

Erschienen am Freitag, 12.12.2003 @ 11:22 | Kommentare deaktiviert
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Für die Herren der Schöpfung

Bei Aubade.com gibt’s den neuen Kalender als Download.   :-o
Hmm, März und September.   :-)

Erschienen am Freitag, 12.12.2003 @ 11:33 | Kommentare deaktiviert
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»Wiederholung der legendären Sendung vom 11.12.2003«

Ekki zeigte Harald, Suzana, Manuel und Helmut in der gestrigen Sendung ein wenig Teak-won-Do:

Ekki: Ich würd’ sagen, wir machen ein kurzes Aufwärmtraining und dann ein bisschen Dehnübungen, Stretching und dann macht Ihr einfach ein paar Tritte gegen die Pratze.

Harald: Gegen wen?

Ekki: Pratze. Das ist so ein Schlaggerät.

Harald: Ach so, ich dachte das sei die neue Unterhaltungschefin.

Erschienen am Freitag, 12.12.2003 @ 15:45 | Kommentare deaktiviert
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Dienstag, 16.12.2003

»Es wird für den FC eine sensationelle Rückrunde.«

Freudenschüsse in der Schmidt-Show

Erschienen am Dienstag, 16.12.2003 @ 0:23 | Kommentare deaktiviert
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Mittwoch, 17.12.2003

Erlebnisse der dritten Art

Eben ein ungewöhnliches Erlebnis: Ich importiere gerade ein Video in meinen Mac, da gibt es unter meinem Schreibtisch ein spratzelndes Geräusch und der Rechner geht aus. Ich kann ihn auch nicht wieder einschalten. Strom war aber ansonsten noch im Raum präsent und ich denke mir: »Scheiße, was ist jetzt los?«
Power Mac aufgeklappt um zu sehen, ob irgendwo was qualmt. Gedanke: »Die einjährige Hersteller-Garantie läuft noch bis Februar. Wäre ungünstig den Rechner weggeben zu müssen, aber das iBook wäre ja noch im Haus.« Im Rechner qualmt nichts, es riecht nichts und es sieht auch nirgendwo verbrannt aus. Wieder ein Versuch, den Rechner einzuschalten, erst am Display, dann am Mac selbst. Nichts.

Stecker aus der Steckdosenleiste gezogen, da sehe ich ein rotes Plastikteil: Die Kappe des Schalters war nicht mehr an der Leiste dran. In der Vertiefung des Schalters die Überreste des selben: Eine Feder, gesprungene Plastikteile, zwei Metallspangen. Irre, das einfach so der Schalter alle Viere von sich streckt, denn den habe ich noch nie benutzt – insofern kein Fall von Materialermüdung durch Überbeanspruchung.
Macht nichts, unter’m Regal wartet bereits die nächste Steckdosenleiste auf ihren Einsatz ohne Wiederkehr (eine ohne Schalter). Stecker in die neue Leiste rein, Power Mac angeschaltet, läuft.

Die Verluste an Arbeit und geöffneten Safari-Tabs halten sich zum Glück in Grenzen.

Erschienen am Mittwoch, 17.12.2003 @ 14:55 | Kommentare deaktiviert
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Dienstag, 23.12.2003

Eine gute und eine schlechte Nachricht

Die Schlechte zuerst: Anke Engelke bekommt den Sendeplatz der Schmidt-Show. Links: Flow, dogfood, Quotenmeter: 1, 2, 3, 4.
Ich war noch nie Fan von ihr, weder zu Wochenshow-Zeiten, noch mit der Sitcom »Anke« oder mit Ladykracher. Einzig die »Blind Dates« habe ich mir gerne angesehen, aber eher der Improvisation wegen.
Naja, dann kann ich ja ab nächstem Jahr wieder früher ins Bett gehen. Und die Hoffnung bleibt, dass Harald Schmidt bald wieder auf einem anderen Sender eine eigene, mindestens wöchentliche Show bekommt, welches Format auch immer. An ihn kommt einfach keiner heran, eine Klasse für sich.

Die gute Nachricht, eben bei Kais dogfood gelesen: Die beste Sitcom wo gibt, »Seinfeld«, kommt auf DVD raus (Quelle: NYT). Da haben sich aber einige Leute lange bitten lassen müssen… Die erste Staffel wird allerdings nicht vor Dezember 2004 erscheinen und zunächst nur in den USA. Ich hoffe, dass sämtliche neun Staffeln in nicht all zu ferner Zukunft auch in Deutschland rauskommen (mit deutschem und englischem Ton), denn im Gegensatz zu »Friends«, das nur im englischen Original richtig rüberkommt, finde ich die deutsche Synchronisation von Seinfeld sehr gelungen.
Das ist noch lange hin; falls Pro7 die gestern frisch zu Ende gesendete x-te Wiederholung nochmal durchnudelt, habe ich bis zum Erscheinen der DVDs sämtliche Folgen selbst mitgeschnitten…

Zur Überbrückung der Wartezeit ein kleines Schmankerl aus der gestrigen Clip-Show (Quicktime 6 notwendig; 3,5 MB): Die Ehe als Männerknast, ursprünglich aus der Folge »The Engagement«, die erste Folge der siebten Staffel.

P.S.: Eigentlich kommt nach der gestrigen Seinfeld-Doppelfolge »Clip-Show« noch die Doppelfolge »Finale«, aber zumindest am 5. Januar läuft auf dem Sendeplatz eine andere Serie.

Erschienen am Dienstag, 23.12.2003 @ 20:19 | Kommentare deaktiviert
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Donnerstag, 25.12.2003

Merry Newtonmas!

As you may know, Christmas as a holiday was instituted a few centuries after the alleged birth of Christ, on the day when the non-Christian population used to have their festivities anyway. This operation to ideologize the masses while letting them have their fun may have been one of the most crucial and successful ideological decisions in the history of the human society.

This later became a typical trick in substituting the meaning of an event while preserving people’s favorite ritual shell.

As an attempt to do this again for a good cause, some nice people (*) came up with a suggestion to celebrate Newtonmas instead of Christmas. Unlike Christ, Sir Isaac Newton was definitely born on December 25. Newton’s contribution to the world of reason and influence of his thoughts on the essence of the modern civilization and worldviews and occupations of most readers of this message – not to mention on the existence of the technological systems that made sending this message possible – is a lot more certain than contributions ever ascribed to Christ.

So why not put some sense into your festivities and celebrate Newtonmas? This can be fun too! You can play various games with apples (grown and kept fresh until winter by modern industry), and decorate the technological objects that have been bringing you so much joy this year – from your PC to TV set to your car. You can also dress up as Solar Cause and bring your children (together with sounds “He! He! He!” – an expression of playfulness and the chemical sign for Helium) stories about the real source of life and energy on this little planet. A figure of Luna, a friendly companion of Solar Cause, may bring an additional participant into your performance, and tell the spectators that the best effects result from long-term collaboration of real-life forces, and that they can learn in every detail how this works, understand the world they live in, and make it still better with the combined power of their own minds and bodies.

Merry Newtonmas, everybody!

(*) See also the story of Ex-Mass and Solar Cause by Tom 0. Morrow at http://members.aol.com/t0morrow/Ex-Mass.html

(Quelle)

Schönes Newtonmas Euch allen und ein gutes neues Jahr, sofern man sich zuvor nicht mehr sieht. Danke auch für die Wünsche, die mich erreicht haben!

Erschienen am Donnerstag, 25.12.2003 @ 15:55 | Kommentare deaktiviert
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»Bloß im Endspiel nicht die Taktik ändern.«

Das war’s dann. Ich fand die letzte Show der HSS gut: Zum Abschluss nochmal hemmungslos teure Sendezeit verschwenden.   :-)
Seine Spielchen mit den Fotografen: genial. Das Theaterstück, hmm, naja.
Die Kür zum Liebling des Jahres per Lostrommel, nachdem das Publikum im letzten Jahr das Prinzip nicht verstanden hatte. Die angehende Journalistin aus dem Publikum, die Michel Friedman zog, hätte es mal besser gelassen, Schmidt investigativ auf die Pause und seinen Bruch mit der SAT.1-Führung ansprechen zu wollen; daran war zwei Wochen zuvor schon Claus Kleber gescheitert. Aber eine gute Steilvorlage für eine schlagfertige Antwort von Harald Schmidt (»Wer hat Sie denn aufgehetzt?«).
Letzter Akt: Der Werks-Chor.

Flo hat zwei lesenswerte Texte zur letzten Sendung geschrieben, einmal seine Ansichten mit einigen Links zu Zeitungsartikeln. Außerdem eine Zusammenfassung eines Threads aus der blöden Newsgroup (die ich immer gemieden habe). An der Diskussion beteiligt war Schmidt-Autor Ralf Kabelka, der ein paar Innenansichten zum Besten gibt.

Die Show vom Dienstag erreichte laut quotenmeter.de die besten Quoten in der achtjährigen Geschichte der HSS: 2,47 Millionen Zuschauer bei einem Marktanteil von 17,6% sowie 20,6% in der »Zielgruppe«.
Falls jemand an Quoten glaubt.

Erschienen am Donnerstag, 25.12.2003 @ 18:21 | Kommentare deaktiviert
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Samstag, 27.12.2003

Fernsehnacht

Futter für den Videorecorder: Wollte nochmal dran erinnern, dass heute Abend »Fight Club« im Fernsehen kommt, wenn auch in einer beschnittenen Fassung. 22:20 Uhr auf Pro7.

Gleich danach umschalten zur ARD, denn ab 00:45 Uhr beginnt »Das Leben nach dem Tod in Denver«. Durachaus guter Film mit Andy Garcia, Christopher Lloyd, Steve Buscemi und Christopher Walken (seine Figur heißt »The Man with the Plan«; das ist fast so gut wie die Rolle »Not Lou Reed« gespielt von Lou Reed, im Film »Lulu on the Bridge«).
Der englische Titel des Films ist mal wieder um welten besser als die deutsche Übersetzung: »Things to do in Denver when you’re dead«.

Erschienen am Samstag, 27.12.2003 @ 19:25 | Kommentare deaktiviert
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Dienstag, 30.12.2003

Was sich 2004 ändert…

…ist wahrscheinlich in jeder Tageszeitung nachzulesen, aber für Leute wie mich, die keine Tageszeitung im Abo haben, ist die Zusammenfassung des Spiegel vielleicht ganz interessant.

Erschienen am Dienstag, 30.12.2003 @ 0:03 | Kommentare deaktiviert
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news.cis.dfn.de

Der kostenlose (und gute) Newsserver news.cis.dfn.de hat bereits vor einiger Zeit seine Adresse geändert und die alte Adresse ist womöglich bald nicht mehr erreichbar.
Daher im Newsprogramm einfach news.individual.de als Serveradresse eingeben, Login und Passwort bleiben undverändert. Infos gibt’s bei http://news.individual.de/.

Erschienen am Dienstag, 30.12.2003 @ 0:11 | Kommentare deaktiviert
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Trailer-Show

Szene aus 'The Cat in the Hat' bzw. 'Ein Kater macht Theater'

Zwei vielversprechende Trailer sind mir in den letzten Tagen aufgefallen: Einmal auf apple.com/trailers der Teaser zu »Sky Captain and the World of Tomorrow« (IMDB) und aktuell im Kino und Fernsehen Werbung für »The Recruit« (deutscher Titel: »Der Einsatz«; IMDB).

»Sky Captain« kommt mit geringer Farbsättigung daher, fast schwarz-weiß und spielt in einem fikiven New York der 1930er Jahre. Der Trailer versprüht eine Athmosphäre von »Steam Punk«-Filmen wie »Wild Wild West« oder LXG; gemischt mit einem ordentlichen Schuss »Flash Gordon«. Es geht um fantastische Fluggeräte die die Stadt bedrohen und einen Held, der die Geschichte rettet.

Insgesamt weiß ich nicht recht, was ich davon halten soll. Gerade die »Steam Punk«-Filme die mir als erstes einfallen, WWW und LXG, waren eher unterirdisch. Dass für Trailer gerne Musiken aus anderen Filmen genommen werden, ist auch nichts Neues (wer kennt nicht das »Rock«-Theme, das in keiner Bay/Bruckheimer-Produktion fehlen darf?) – aber für »Sky Captain« wurde 1:1 das Thema der Stargate-Fernsehserie übernommen (die ich sehr mag, aber es hinterlässt ein komisches Gefühl).
Andererseits habe ich doch ein Faible für Steam Punk und mit Jude Law und Gwyneth Paltrow spielen zwei nicht gänzlich unbekannte Schauspieler mit. Bleibt die Frage, ob sie sich für diesen Film hergegeben haben oder ob es gute Unterhaltung geben wird.
US-Starttermin ist im Sommer kommenden Jahres.

Der andere Film ist »The Recruit«/»Der Einsatz«. Der Himmel weiß, weswegen der deutsche Verleih diesen kurzen Originaltitel nicht einfach übernommen oder wenigstens »Der Rekrut« draus gemacht hat. Noch rätselhafter ist der deutsche Starttermin des Films: 15. Januar 2004 und damit ein geschlagenes Jahr nach dem US-Start. Selbst in Ländern wie Tschechien, Griechenland, Litauen, Türkei, Ungarn oder Ägypten, allesamt kleinere Absatzmärkte, lief dieser Film noch vor dem letzten Sommer. Nur Österreich ist mit dem 20. Januar 2004 noch später dran.
Es geht in erster Linie um einen jungen CIA-Rekruten und in zweiter Linie um seinen ersten Einsatz: Eine seiner Azubi-Kolleginnen ist ein Maulwurf und er muss sie zur Strecke bringen. Soweit der Trailer, mehr ist mir noch nicht bekannt.

In den USA sind die Sommermonate wegen klimatisierter Kinosäle traditionell Kinomonate, während es bei uns der Winter ist (schlechtes Wetter und so). Deswegen war »Finding Nemo« auch im Mai in den USA zu sehen und bei uns im November/Dezember. Der US-Start des Rekruten war Ende Januar 2003 – kein Datum, an dem man einen vielversprechenden Blockbuster starten lässt. In der IMDB wurde der Film von 7.277 Besuchern mit 6,6 auch eher durchschnittlich bewertet, obwohl mit Al Pacino und Colin Farrell bekannte Schauspieler mitspielen (Farrell war zuletzt in S.W.A.T. und »Phone Booth«/»Nicht auflegen!« zu sehen).
Abgesehen von der Story finde ich Bridget Moynahan ausgesprochen scharf, sogar hart an der Grenze zu »süß«!   :-)

Aye, Thema Starttermine: Ausnahmen von der Regel sind »Herr der Ringe« und »Harry Potter«. Fragt mich nicht, weswegen die drei LotR-Teile und die ersten beiden Potter-Filme im November/Dezember gestartet sind. Immerhin zum gleichen Zeitpunkt in den größten Absatzmärkten, kein Wunder bei dem weltweiten Hype.
Der dritte Potter-Film, der, anders als die ersten beiden, vom »Y tu mamá también«-Regisseur Alfonso Cuarón stammt, startet weltweit am 4. Juni 2004. Sogar in Deutschland. Der erste Teaser zu »Harry Potter and the Prisoner of Azkaban« ist bei Apple online.

Ah ja, letzte Anekdote: Es geht auch andersrum. »Arlington Road«, übrigens ein sehr guter aber geflopter Terrorismus-Thriller, lief am 1. April 1999 in Deutschland an, aber erst am 9. Juli 1999 in den USA.

Erschienen am Dienstag, 30.12.2003 @ 7:56 | Kommentare deaktiviert
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Schmidts »Jahresrückblick«

»Wer noch zweifelte, ob Harald Schmidt eine Kreativpause nötig hat, der wurde Montagabend restlos überzeugt. So öde und einfallslos wie seine Jahresrückschau war vorher nur seine Rheinfahrt im Sommer gewesen. Selbst für treueste Fans war die Show zur besten Sendezeit eine schwere Prüfung.«

So Peter Leveringhaus (ddp) bei Spiegel-online. Kann ich so unterschreiben, leider.
Die vier Auftritte der Klofrau und von »Erwin Schulz« waren langweilig ohne Ende. Gefallen hat mir allerdings der Auftritt des Werkchors und die Fondue-Aktion. Auch wenn sich bei letzterem die Geister scheiden, aber ich mag solche Studioaktionen immer.

Erschienen am Dienstag, 30.12.2003 @ 15:35 | Kommentare deaktiviert
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Donnerstag, 01.01.2004

Trends 2004

Ich wage mal eine Prognose über ein paar Trens der kommenden zwölf Monate – ohne Anspruch auf eine präzise Vorhersage.
Im letzten Jahr gab es im Bereich der Consumer-Elektronik meiner Wahrnehmung nach vor allem bei Digitalkameras (Foto) und DVD-Playern eine große Nachfrage. DVD-Recorder, auch mit eingebauten Festplatten, sind im Kommen, Kamerahandys sowieso (die aber eher mangels kameraloser Alternativen).

Vom Jahr 2004 können wir denke ich diese Dinge erwarten: WLAN, RFID, mp3-Player als Massengeschäft. Vielleicht auch ein größeres Angebot und fallende Preise bei DVD- und Festplatten-Recordern.

WLAN

Letztes Jahr war WLAN durchaus schon ein Thema, aber es spricht einiges dafür, dass 2004 der Durchbruch kommt: So will T-Mobile die Zahl seiner Hotspots von derzeit rund 100 auf 4.000 bis Ende 2004 steigern (Heise-Meldung vom 14.12.03). Die Greenspot-Initiative sorgt in diesem Jahr für eine einheitliche Abrechnung der WLAN-Anbieter untereinander: Ein Kunde bei Anbieter A soll problemlos einen Hotspot des Anbieters B benutzen können (Heise-Meldung vom 03.12.03). Gute Chancen, in Innenstädten künftig leichter Hotspots zu finden.
Weitere Meldungen zu diesem Thema:

RFID

Mit RFID-Tags wurde bereits letztes Jahr experimentiert und es würde mich nicht wundern, wenn sie sich bis Ende 2004 auf breiter Front durchsetzen würden. Einfach gesagt handelt es sich bei RFID (»Radio Frequency Identification«) um kleine Chips mit einer Antenne. Statt Barcodes wird es künftig auf oder in Produkten diese Chips geben, die auf Anfrage z.B. eine eindeutige Nummer aussenden. Zweck der Aktion ist die Vereinfachung von Logistik-Abläufen, da derart ausgestattete Objekte nicht mehr per Sichtverbindung von einem Laser gescannt werden müssen; ein Kurzstreckenfunk mit ca. zwei Meter Reichweite teilt dem Scanner mit: »Die Palette die gerade an mir vorbeifährt, enthält 10.000 Rasierklingen.«
Allerdings gibt es bei RFID auch ein großes Missbrauchspotential: Das fängt im Geschäft an: Welche Produkte werden aus dem Regal herausgenommen und wieder zurückgelegt, mit welchen anderen Produkten landen sie in welchem Einkaufswagen… Das ist noch relativ harmlos, denn problematisch wird es erst, wenn anfallende Daten miteinander verknüpft werden: Welche Produkte werden mit welcher ec-Karte bezahlt. Im Prinzip ist das auch heute schon mit Scannerkassen möglich. Richtig brisant wird’s, wenn die RFID-Tags den Laden verlassen: Welchen Weg nehmen die Produkte, mit welchen anderen Produkten von anderen Besitzern treffen sie sich, was kauft Herrchen beim nächsten Mal ein, wenn die bereits zuvor gekauften Tags im Pulli wieder den Laden »betreten«? Die Phantasie kennt hier keine Grenzen… Im Gegensatz zu bisher fallen Unmengen an Daten an, die überall abgefischt und sehr bequem miteinander verknüpft werden können. Ein umfassendes Tracking von Waren und Personen sowie ihre Verbindungen untereinander wird so erstmals möglich.
Beim weitverbreiteten Desinteresse in Bezug auf Datenschutz wundert es mich nicht, dass das Thema so gut wie gar keine Erwähnung abseits von Fachmedien findet. Ich verfolge das Thema schon seit einigen Monaten, da es mich überaus interessiert.
Netzaktivisten arbeiten bereits an Ortungsgeräten für RFID-Chips, auch Störsender sind geplant. Beides gäbe einem eine Handhabe gegen RFID in die Hand um zu wissen, mit welchen Tags man rumläuft und um sie ggf. unschädlich zu machen. Evtl werden die Tags beim Verlassen des Supermarkts ja nicht abgeschaltet, ob von den Inhabern fahrlässig unterlassen oder vorsätzlich gewollt: Ich habe was dagegen, mit einer Wolke aus RFID-Sendern durch die Landschaft zu laufen. Links:

mp3

Vielleicht täuscht da meine Wahrnehmung etwas, aber was bei uns dieses Jahr zu Weihnachten Digiknipsen und DVD-Player waren, waren in den USA mp3-Player. Der iPod ist nach wie vor mit Abstand Marktführer (nach Umsätzen und Stückzahlen) und das Referenz-Gerät, an dem sich alle anderen Produkte messen lassen müssen.
John Gruber von Daring Fireball schrieb über Dells Versuch eines Billig-iPods einen sehr schönen Artikel: Er zählte einige zu erwartende Schwachpunkte des Geräts auf, die er bereits anhand des Produktfotos ausmachen konnte. Das war aber eigentlich gar nicht sein Thema, denn selbst wenn der »Dell DJ« keine Usability-Krücke wäre und dem iPod im Bedienungskomfort ebenbürtig wäre:

»No, I could take those potshots today, but I won’t. Instead, for the sake of argument, let’s concede that the DJ is (1) on equal footing with the iPod in terms of size, features, and usability; and also (2) that it’s a bit cheaper – say, US$100 less for a comparable model.

Guess what: Dell is still fucked

Johns »Dell’s Dud« ist ein exzellenter Artikel über den Erfolg des iPod.
Was in den USA ebenfalls die Verkaufszahlen von mp3-Playern durch die Decke gehen lässt, sind die Online-Stores, die es hier noch nicht Label-übergreifend und kundenfreundlich gibt. [Und mit dem iPod ist Apple nicht nur Marktführer bei den mp3-Playern, Apples iTunes Music Store (iTMS) ist auch der mit Abstand erfolgreichste Online-Store für Musik.]

Wenn sich in diesem Jahr die deutschen Plattenbosse endlich mal für ein vernünftiges Angebot zusammenraufen können, dann könnten in zwölf Monaten vermehrt mp3-Player unter’m Weihnachtsbaum liegen.

Aber ich will nochmal auf Apple zurückkommen: Es gibt Gerüchte über günstige »Mini-iPods«, die Apple womöglich kommenden Dienstag auf der MacWorld San Francisco vorstellen könnte. Es sind zwar nur Gerüchte, aber die Quellen (u.a. Thinksecret und Macrumors) waren in der Vergangenheit sehr treffsicher.
Apple will schon seit längerer Zeit günstigere iPods anbieten. John glaubt nicht, dass etwaige neue iPod-Modelle gleichzeitig günstiger und kleiner werden. Er geht in einem – wieder exzellenten – Artikel auf das Geschreibsel eines »Analysten« ein: »Rob Enderle: Putting the ‘Anal’ in ‘Analyst’«.
Wenn Apple es wirklich schafft, einen erschwinglicheren iPod auf den Markt zu bringen und womöglich den iTMS auch noch außerhalb Nordamerikas anzubieten, dann gibt’s kein Halten mehr, dann müssen die Schutzräume aufgesucht werden.

Erschienen am Donnerstag, 01.01.2004 @ 20:30 | Kommentare deaktiviert
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Sonntag, 04.01.2004

Fortschritt

Dave Shea schreibt über die Landung des US-Roboters »Spirit« auf dem Mars:

»From an iBook on my lap, wirelessly connected to a router plugged into a cable modem connected to my service provider, wired into the internet backbone with countless hops between here and Nasa’s web servers, which dish up live video feeds from inside their terminal, panning shots of live data feeds [time-shifted, of course] direct from Mars, and the only thing I could think to myself was "boy is this low quality."«

In diesem Zusammenhang und zu meinen Trend-»Vorhersagen« für 2004 mit Segnungen wie weithin verfügbarem WLAN fällt mir wieder ein Dorktower-Comic ein:

»It’s 2001.
Where are my rocket-packs, transporter beams and interplanetary holidays?!«

– »They have madegreat strides in "The Clapper", you know…«

Erschienen am Sonntag, 04.01.2004 @ 16:11 | Kommentare deaktiviert
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Agenda 01/04

Wenn morgen die zweite Zwischenprüfung in der SAE geschrieben ist, ist die nächste Prüfung erstmal etwas hin. [Spannende Frage, ob ich morgen 10, 20, 30 oder 40 Minuten dank Münchner S-Bahn zu spät komme; wie sieht's derzeit aus in München?] Im Telekolleg geht’s auch erst wieder im März richtig los: Am 10. Januar gibt’s die Noten der Abschlussprüfungen, am 17. Januar ggf. die mündliche Prüfung und am 24. Januar Zeugnisse/Bescheinigungen.
Trotzdem habe ich eine Menge zu tun:

  • 2. SAE-Projekt
    Eine 50-sekündige 3D-Animation und Compositing. In der Woche vom 19. Januar muss das Konzept abgegeben werden, das Projekt selbst am 1. März. Schwierig, da Cinema nicht mein Thema ist.
  • SAE-Facharbeit
    Bis 1. März muss die vorläufige Gliederung abgegeben werden, das heißt, bis dahin müssen zig Mind-Maps gemalt, Fragen gestellt, Material gesammelt, bewertet und sortiert sein. Zum Glück weiß ich schon sehr konkret, wo ich hin will.
  • Telekolleg
    Prüfungen sind zwar lange hin (erste Mathe-Prüfung am 19. Juni), aber ich musste Mathe auf den kommenden zweiten Kurs ab März schieben, da mir der Stoff nach zu lange Mathe-Abstinenz zu viel war. Insofern wäre es nicht verkehrt, würde ich mich etwas vorbereiten. Und bis Physik Ende Juni beginnt, will ich die Physik-Hausaufgaben erledigen, um nicht in Schwulitäten zu geraten (zumal dann in der SAE das Abschlussprojekt, die Abschlussprüfung und die Abgabe der Facharbeit anstehen).
  • Steuererklärungen
    Ich muss noch meine Einkommen- und Umsatzsteuer-Erklärungen für 2002 und 2003 abgeben. Satte Erstattungen winken und TaxUp pro wird mir dabei helfen, aber zuvor muss ich noch Belege sortieren und einiges an Buchhaltung nachholen (hey, ich mache das im Moment nur nebenberuflich). Und die eine oder andere buchungstechnische Frage will auch noch geklärt werden.
  • Filme
    Diverse Filme warten darauf, im Kino gesehen zu werden: »Lost in Translation« (ab 8.1.), evtl »Last Samurai« (ab 8.1.), »Der Einsatz« (ab 15.1.), »Underworld« (geiler Trailer, ab 29.1.), »Something’s gotta give« (ab 12.2.), »Kill Bill, Vol. 2« (ab 18.3.) oder »Timeline« (ab 18.3.).
    Kommende Woche ist auf jeden Fall erstmal »Taxi Driver« auf DVD fällig, der schon ewig bei mir im Regal darauf wartet, angesehen zu werden.

Im Dezember auf einer Texttafel in der Münchner S-Bahn gesehen, ein Zitat von Seneca:

»Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.«

Erschienen am Sonntag, 04.01.2004 @ 17:42 | Kommentare deaktiviert
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Sonntag, 11.01.2004

24/2

Die zweite Staffel von »24« wird ab März 2004 im deutschen Fernsehen laufen, wie bereits im Oktober angekündigt. RTL2 macht zwischen seinen Sendungen bereits Werbung (ich sehe gerade die Wiederholung von »Sleppers«; guter Film, habe ihn Anfang ‘97 im Kino gesehen).

Erschienen am Sonntag, 11.01.2004 @ 2:12 | Kommentare deaktiviert
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Die letzte Schmidt-Show

Gestern kam ich dazu (da bettlägerig), mir die Sondersendung der HSS zum 20-jährigen SAT.1-Jubiläum anzusehen, die letzten Donnerstag lief.
Ich habe die Ausstrahlung glatt verpasst und erst 20 Minuten später den Videorecorder gestartet, aber glücklicherweise hat Wolfgang die Sendung von Anfang an aufgenommen.

Mir hat die Sendung sehr gut gefallen, wesentlich besser, als sein verkorkster Jahresrückblick. Die Einspieler zur SAT.1-Geschichte, das Quiz mit den Filmtiteln, Glücksrad… Maragarete Schreinemakers konnte ich nichts abgewinnen, Jörg Wontorra fand ich als Gast wesentlich angenehmer. Netter Gag: Zu Beginn der Werbepausen fielen SAT.1-Bälle vom oberen Bildschirmrand, wie vor 10 Jahren.

Dass die netto 90 Minuten an zwei Terminen aufgezeichnet wurden (siehe DWDL) und SAT.1 hinterher geschnitten hat, war deutlich zu erkennen (v.a. die Schnitte waren bzgl. Bild und Ton sehr hart).
Mittlerweile wurden die Kulissen des Studio 449 abgerissen.

Erschienen am Sonntag, 11.01.2004 @ 17:58 | Kommentare deaktiviert
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Mittwoch, 14.01.2004

»Man fällt hier sehr tief.«

Vor Silvester sah ich mir den dritten Teil der »Herr der Ringe«-Trilogie an, und bislang habe ich noch nichts drüber geschrieben. Zeit, das nachzuholen.

Am besten gefiel mir an diesem Abend eigentlich, dass wir zu elft im Kino waren. Vor dem Film war ich mit drei Freunden noch im Bajazzo essen, ebenfalls sehr lecker und ein schöner Teil des Abends.
Der Film selbst: Hmm, naja. Schon tolle Bilder, atemberaubende Landschaften, gigantische Schlachtszenen, geile Spezialeffekte und ein paar Gags, aber das alles reicht bei mir noch nicht zu einem guten Film. Die Handlung war weitgehend frei von Überraschungen (und ich habe zuvor nur den ersten Band gelesen, damals, in meiner Jugend). Das halbstündige Finale längte doch arg.

Der zweite Teil war da wesentlich spannender: Am Schluss saß ich im Kinosessel und konnte kaum die Fortsetzung erwarten. »Die Rückkehr des Königs« war durchaus dreieinhalb Stunden gute Unterhaltung, aber ich saß nicht gebannt von den Geschehnissen auf der Leinwand im Saal, und das habe ich bei einem Film schon ganz gerne.
Yoah, ansonsten muss ich, denke ich, nichts weiter dazu schreiben, dank des Hypes wurde es ja überall breitgewalzt. Ein bisschen habe ich ja das Gefühl, dass ich mit der Meinung alleine da stehe, aber egal.

Erschienen am Mittwoch, 14.01.2004 @ 16:12 | Kommentare deaktiviert
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Samstag, 17.01.2004

Reis und Spiele

…um mal die Überschrift »Menschenzoo reloaded« zu vermeiden. Es ist wieder Zeit für ein Outing: Ich bin einer von 7,5 Millionen Gehirnamputierten, die RTLs Dschungelshow »Ich bin ein Star, holt mich hier raus!« sehen – Der Spiegel: »Guantanamo Bay des deutschen Spaß-Fernsehens«.
Ich war ja schon ein Fan von »Big Brother«, allerdings habe ich nur die ersten beiden Staffeln gesehen, dann hat es auch mich nicht mehr sonderlich gereizt. Die Dschungelshow ist quasi »Promi-Big Brother« unter verschärften Bedingungen. Die Beteiligten sind lediglich aus der Kategorie der sogenannten »B- und C-Promis« (SZ: »Have-Beens«), aber immerhin liegen sie nicht nur auf einer Couch rum.

Zwar nervt das bescheuerte Gehabe der beiden Moderatorinnen Sonja Zietlow und Dirk Bach extrem und masochistische Neigungen als Zuschauer wären hilfreich, aber von einem gewissen Standpunkt aus betrachtet finde ich die Sendung durchaus amüsant. Was mir gefällt, ist nicht die von SPON-Mann Markus Brügge unterstellte Schadenfreude, der Lagerkoller, das Rumhängen im Camp, das festgetackerte Grinsen der Moderatoren oder die FSK32-Bilder einer spärlich bekleideten Lisa Fitz oder eines Werner Böhm. Alles das keinesfalls. Aber diese Dschungelprüfungen finde ich recht originell.

Was mich abseits der Show sehr fasziniert, ist das Bohei, das darum gemacht wird. Im Gegensatz zu »Big Brother« vor ein paar Jahren, das schon Monate vor der ersten Sendung unter Beschuss stand, kümmerte sich im Vorfeld von »Ich bin ein Star…« allerdings kein Beppo um die Sendung.
Erst, als die Quoten stiegen und konstant hoch blieben, und die Sendung wegen ihres, zugegeben, eher niedrigen Niveaus in die Schlagzeilen kam, brandete der Protest bei Politik, » Tier- und Küblböck-Schützern« (Brügge) auf. Die zuständige Landesmedienanstalt will prüfen, die Sendung verbieten zu lassen (was freilich nur Auswirkungen auf die von RTL mittlerweile geplante Folgestaffel hätte). Die Bild-zeitung, das Fachblatt für objektive Berichterstattung (»Schulklo-Monster, wir kriegen Dich!«) muss sich für zwei Wochen keine Gedanken um die Versorgung mit Schlagzeilen machen.

Übrigens werden für die fünfte BB-Staffel, die im März startet, noch Akademiker gesucht. Zu gewinnen gibt’s eine Million Euro.

+++

Weitere SPON- und SZ-Artikel der letzten Tage:

Erschienen am Samstag, 17.01.2004 @ 23:17 | Kommentare deaktiviert
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Montag, 26.01.2004

Léon – Der Profi

Heute Abend läuft um 22:15 im ZDF Luc Bessons »Léon – Der Profi« mit Jean Reno, Gary Oldman und Natalie Portman. Wer den Film nicht kennt: Anschauen, Pflichtprogramm. Einer der besten Thriller wo gibt.
Und bitte nicht verwechseln mit dem Machwerk »Leon« mit Jean-Claude Van Damme…

Nachtrag (27.01.04, 21:59 Uhr): Wer’s gestern nicht gesehen hat: Das ZDF zeigt in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch ab Mitternacht nochmals den Film (Director’s Cut).

Erschienen am Montag, 26.01.2004 @ 21:03 | Kommentare deaktiviert
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Donnerstag, 29.01.2004

Samba in Schwabing

Heute ging’s auf ‘nen Sprung nach München: In der SAE die After Effects-Übung abgeben, und noch mit Holger ins Kino: »Samba in Mettmann«, dem neuen Hape Kerkeling-Film im Marmorhaus in Schwabing.
Uh, war das grauenhaft. Sowohl das Kino, als auch der Film.

Wenn man Kinos wie das Marmorhaus mit dessen 80er Charme besucht, dann ruft man sich wieder in Erinnerung, dass München bis vor wenigen Jahren absolutes Ödland war, was Kinos betrifft. Mit dem Mathäser hat vor ein paar Monaten ein großes Kino mit aktuellem Stand eröffnet (sowohl von der Technik als auch dem Gesamteindruck her), und die Kinos Münchner Freiheit verdienen ebenfalls lobende Erwähnung.
Das Marmorhaus bietet enge Gänge und Treppenhäuser, da es offenbar in ein Wohnhaus eingebaut ist. Außerdem winzige Kinosäle mit Heimkino-Charakter (wir waren in »Saal« E) und durchgesessenen Polstern.

Der Film selbst enttäuschte ebenfalls. Er hatte seine Momente und hatte ein paar abgefahrene Ideen, aber die 86 Minuten bestanden größtenteils aus Klamauk. Sicher, was anderes erwartet man von einem Hape-Film nicht, damit rechnet man sogar, aber dass es so flau wird, hätte ich nicht gedacht; Hape war schon witziger.

Erschienen am Donnerstag, 29.01.2004 @ 22:12 | Kommentare deaktiviert
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Freitag, 30.01.2004

Pixar lässt die Muskeln spielen

Pixar hat sich mit Disney überworfen – oder umgekehrt (1, 2, 3). Steve Jobs’ Zweitfirma wollte einen besseren Vertrag mit dem Studio Disney aushandeln, da man mit »Findig Nemo« den fünften Blockbuster in Folge abgeliefert hatte (und Disney mit seinen letzten, klassischen Zeichentrick-Produktionen keinen Erfolg hatte).
Vor kurzem entließ Disney eine Menge seiner Zeichner und will die verbliebenen Leute zu Computer-Animatoren umschulen.

Steven F. von Panic fand zu den Entlassungen die passenden Worte, weswegen Pixar im Gegensatz zu Disney Erfolg hat, und weswegen es Disney mit diesen Maßnahmen nicht packen wird:

»Pixar, working under contract for Disney, produced one blockbuster after another in this same time period, not only making the mouse look bad, but putting themselves in a position to write their own paycheck for their next contract… which may not be with Disney.

What Disney seems to have misunderstood is that amazing 3D graphics are not the reason people love Pixar movies (although they are a nice bonus). People love them because they have heart, humanity, humor, and are tightly written to appeal to both the young and their parents in equal doses. Producing Disney-formula movies with 3D won’t solve the problem. Sadly, they don’t seem to have realized that before laying off hundreds of very talented people.«

Lesenswert sind auch die Kommentare unter Stevens Beitrag.

Der nächste Pixar-Film wird »The Incredibles« sein, und der Trailer ist im Gegesatz zu den ätschigen Disney-Produktionen recht vielversprechend.
In den USA ab 5. November 2004 im Kino, in Deutschland ab 25. November 2004.

Erschienen am Freitag, 30.01.2004 @ 21:42 | Kommentare deaktiviert
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Samstag, 31.01.2004

Diesen Sonntag: Videorecorder programmieren – »War Photographer«, »startup«

Darauf habe ich lange gewartet: Morgen Abend wird der Dokumentarfilm »War Photographer« wieder im Fernsehen gezeigt, der die Arbeit von Kriegsfotograf James Nachtwey portraitiert. Als er das letzte Mal lief, hat Christian ein bisschen was darüber geschrieben und Links geboten. Vor anderthalb Jahren interviewte ihn der Spiegel, vergangenen Dezember wurde er im Irak verletzt.

»War Photographer«
SO, 01.02.04, 21:15–22:50 Uhr, 3sat

Anschließend umschalten ins Bayerische Fernsehen: Kurz nach Mitternacht (in der Nacht auf Montag) läuft »Startup.com« – der Dokumentarfilm, nicht der durchaus sehenswerte Spielfilm.
Die Dokumentation kenne ich ebenfalls noch nicht, wie »War Photographer«. Über diesen Film habe ich aber gleichfalls schon viel Gutes gehört. Es geht um Aufstieg und Fall einer Computerfirma aus der kurzen aber heftigen New Economy-Ära.

»Startup.com«
SO, 01.02.04, 00:10–01:50 Uhr, BR (Nacht von SO auf MO)

Am Mittwoch und kommenden Samstag zeigen ZDF und ARD erneut zwei Filme, die ich wärmstens empfehlen kann.
Einmal Seine Dudeheit in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag im ZDF. Ein Film der Coen-Brüder (»Fargo«, »O Brother, Where Art Thou?«, »The Man who wasn’t there«, »Intolerable Cruelty«) mit Jeff Bridges als Dude und John Goodman in den Hauptrollen. Steve Buscemi spielt ebenfalls mit und wie so oft, wird er auch diesen Film nicht überleben (das kann man schon verraten).
Man muss den Humor und die Skurilität der Coens mögen, aber wenn man das tut, dann kann man sich wegschmeißen!

»The Big Lebowski«
MI, 04.02.04, 01:05–02:55 Uhr, ZDF (Nacht von MI auf DO)

Der andere Film, den ich noch empfehlen möchte, ist »Sweet November«, der im August 2001 im Kino lief und nächsten Samstag-Abend in der ARD gezeigt wird.
Keanu Reeves und Charlize Theron spielen die Hauptrollen. Es ist ein romantisches Drama, in dem es um die Beziehung der beiden geht, die nach dem Willen von Sara (Charlize Theron) genau einen Monat lang dauern soll – den November.
Ich fand ihn sehr bewegend als ich ihn im Kino sah und auch, als ich ihn mir später nochmal auf DVD anguckte. Ich würde sogar soweit gehen zu sagen, dass er mich berührt hat, und das ist schon ein hohes Lob für einen Film, wo ich ja »Frauenfilmen« gemeinhin eher wenig abgewinnen kann. Aber man muss sich auch etwas auf die Geschichte einlassen, und dann kann sie einen sogar zum Nachdenken bringen.
Übrigens hat Enya den Song »Only Time« beigesteuert.

»Sweet November«
SA, 07.02.04, 22:40–00:30 Uhr, ARD

Viel Vergnügen beim Zusehen!

Erschienen am Samstag, 31.01.2004 @ 23:15 | Kommentare deaktiviert
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Mittwoch, 04.02.2004

Der Einsatz / The Recruit

Ich breche gleich auf, um meinen dritten Kinofilm in dieser Woche zu sehen. Am Montag, nach meiner Rückkehr aus München gegen 17 Uhr, war es »Der Einsatz«, gestern gegen 20 Uhr »Lost in Translation«, und heute Abend steht »Underworld« auf dem Programm. Zeit für ein paar Filmkritiken.

»Der Einsatz« – im Original »The Recruit« – lief bereits vor einem Jahr in den USA und vielen anderen Ländern (siehe meine Trailer-Show von Ende Dezember). Einen Trailer gibt’s wie immer bei Apple, eine lesenswerte Kritik von Johannes Pietsch bei den Filmfacts.
Die 115 Minuten sind im Seitenverhältnis 1:2,35 zu sehen – freut mich immer.

Bridget MoynahanRegisseur Roger Donaldson drehte bereits Filme wie »Thirteen Days«, »Dante’s Peak« und »Species«. Hauptdarsteller sind Colin Farrell (»Phone Booth«, »S.W.A.T.«), Bridget Moynahan (bisher kaum in Erscheinung getreten) und Al Pacino (über den man nichts sagen muss).
Pacino gibt dabei einen Ausbilder des CIA, der talentierte junge Leute für die Firma rekrutiert und sie dann durch ein Ausbildungs-Lager schleust (»die Farm«). Farrell und Moynahan sind zwei der Agenten-Azubis und arbeiten nach ihrer Ausbildung für die Agency. Dem Trailer war bereits zu entnehmen, dass Farrell von Pacino auf Moynahan angesetzt wird, die ein Maulwurf sein soll.

Der Film besteht aus zwei Teilen. Im ersten Teil geht es um die Ausbildung in der Farm, im zweiten Teil um die Arbeit nach der Ausbildung für den Geheimdienst.
Mir hat der Film recht gut gefallen: Kurzweilige Unterhaltung, Ausbildungs-Szenario, Agenten-Spielzeuge, Intrigen. Insgesamt schafft es »Der Einsatz« bei mir aber trotzdem nur knapp über das Urteil »Durchschnitt«. Er ist zwar nett, aber eigentlich kein Film, den man gesehen haben muss. Mir wurde der Film noch zusätzlich durch Bridget Moynahan versüßt.   :-)

Erschienen am Mittwoch, 04.02.2004 @ 21:40 | Kommentare deaktiviert
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Lost in Translation

Gestern Abend um acht mein zweiter Film in dieser Woche war »Lost in Translation« von Sofia Coppola, ihrem dritten Film (Trailer). Das Buch stammt ebenfalls von ihr. In den Hauptrollen: Die 19-jährige Scarlett Johansson (»Eight Legged Freaks«, »The Man who wasn’t there«, »Der Pferdeflüsterer«) und Bill Murray (»Ghostbusters«, »Und täglich grüßt das Murmeltier«, »The Royal Tenenbaums«).

Um es direkt zu sagen: Ein ganz heißer Kandidat für meinen Film des Jahres, und völlig zu Recht derzeit auf Platz 140 in den Top250 der IMDB, mit durchschnittlich 8,2 von 10 Punkten bei 10.400 abgegebenen Stimmen.
Einige Leute haben mir empfohlen, ihn auf englisch zu sehen, aber in der Region (Nürnberg-Fürth-Erlangen) läuft er leider nur auf deutsch – noch nicht mal im Roxy in der Originalfassung. Ohne das Original zu kennen: Die deutsche Fassung war denke ich ok.

Über »Lost in Translation« habe ich bereits viel gelesen. Um mal zwei bemerkenswerte Blog-Einträge herauszugreifen: dogfood und The Flow.
Es geht um zwei Amis, die sich in Tokio treffen. Bob Harris (Bill Murray) ist ein alternder Schauspieler, der einen Whiskey-Werbespot drehen soll. Charlotte (Scarlett Johansson) reist als relativ frisch verheiratete Frau eines Fotografen mit. Beide steigen im selben Hotel ab und treffen sich das erste Mal im Aufzug, später dann an der Hotelbar. Beide fühlen sich fremd in der großen Stadt, langweilen sich zu Tode und wollen eigentlich nur schnell wieder weg. Ich will nicht zu viel verraten, daher nur noch dieser Satz zur Handlung: Der Film erzählt von der Begegnung von Charlotte und Bob.

»Lost in Translation« hat alles, was einen guten Film auszeichnet: Er hat eine interessante Story, sehr gute Schauspieler, die absolut glaubwürdig sind, grandiose Bilder, einen Schuss Erotik, ein paar recht witzige Momente, eine tolle Kamera, einen angenehmen Soundtrack und einen guten Schluss. Es ist alles perfekt.
Ein bisschen hatte ich die Befürchtung, »Lost in Translation« würde ein Kopffilm werden, aber das stimmt nicht. Der Saal war ausverkauft (allerdings war auch 4-Euro-Dienstag) und den Reaktionen des Publikums nach zu urteilen, fand man am Film Gefallen. Es ist jedoch wahr, dass man sich ein wenig auf den Film einlassen muss, den »Lost in Translation« ist wie eine Seinfeld-Folge.   :-)
Ich mag solche Filme durchaus, so lange sie nicht so abgefahren sind wie »Punch Drunk Love«, den Kai ebenfalls empfohlen hat, für mich aber das zweitschlechteste Filmerlebnis nach »eXistenZ« war. Kai hat über »Lost in Translation« treffend geschrieben:

»Die ersten deutschen Filmkritiken im Web (also nicht dem Zeitungsfeuilleton) sind überraschend schlecht und stoßen sich an zwei Punkten. Zum einen der Unwille sich auf einen Film einzulassen, der keine stringente Handlung besitzt, die von A nach B führt, inkl. Spannungsbogen und Auflösung, sondern einfach nur "Leben" ist. [...]«

Fazit: »Lost in Translation« ist ein absolutes Muss, viel mehr als nur kurzweilige Unterhaltung. Im Kino anschauen, und in ein paar Monaten der Kaufbefehl für die DVD.
Sofia Coppolas Film ist mehr als nur die seichte Romantik-Komödie, als die er verkauft wird.

+++

Was gibt’s noch zu sagen? Es wurden zwei sehr ansprechende Trailer gezeigt, nämlich zu »21 Gramm« (Trailer, IMDB) und zum deutschen Film »Was nützt die Liebe in Gedanken« (Trailer, IMDB).
Bei beiden blieb die kurz erzählte Story in positiver Erinnerung, bei den 21 Gramm außerdem die exzellente Musik im Trailer. Im deutschen Film spielen zwei Schauspieler mit, die ich gerne sehe: Daniel Brühl (»Good bye, Lenin«, »Nichts bereuen«, »Vaya con Dios«) und August Diehl (»23«). in »21 Grams« ist gleichfalls erstklassig besetzt: Mit Sean Penn (»The thin red Line«, »Carlito’s Way«) und Benicio Del Toro (»Traffic«, »The usual Suspects«).
Ich bin gespannt: »21 Gramm« startet am 26. Februar, »LiG« am 12. Februar; beide werde ich mir auf jeden Fall ansehen.

Erschienen am Mittwoch, 04.02.2004 @ 21:59 | Kommentare deaktiviert
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Donnerstag, 05.02.2004

Underworld: Unterirdisch

Am Mittwoch-Abend der dritte (und vorerst letzte) Film in dieser Woche, nach »Der Einsatz« am Montag und »Lost in Translation« am Dienstag: »Underworld« von Len Wiseman mit Kate Beckinsale; der Trailer hatte mich neugierig gemacht.
Kurze Version: Grauenhaft. Nicht grauenhaft im Sinne von »blutig«, sondern grauenhaft im Sinne von »schlecht«, aber so richtig schlecht. Ein absolut überflüssiger Film.

Er hatte schon keinen guten Start bei mir, denn es ging unübersichtlich los: Die erste Viertelstunde war nicht klar, wer weswegen gegen wen kämpft. Für den am Schluss angeteaserten, unvermeidlichen zweiten Teil empfehle ich Trikots. Grob gesagt geht es um eine alte aber IMHO unwichtige (nicht glaubwürdig rübergebracht!) Fehde zwischen Vampiren und Werwölfen.
Ich kann gar nicht genau sagen, was mir an dem Film nicht gefallen hat, er war einfach nur langweilig und versuchte vereinzelt, durch Schockeffekte so etwas wie Spannung zu erzeugen. Egal, red’ mer nicht mehr drüber.

Ich dachte, »Markus könnte er gefallen« (wegen des Themas), aber weit gefehlt.

Erschienen am Donnerstag, 05.02.2004 @ 2:24 | Kommentare deaktiviert
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Mittwoch, 11.02.2004

Dass ich das noch erleben darf…

Seit 8. Januar gibt es endlich, endlich selbstklebende Briefmarken zu 1,44 Euro. Und zwar im 10er Set für den Hausgebrauch, nicht nur in der 100er Packungseinheit, die es schon länger gab.
Für kleinere Briefe bis 0,55 Euro Porto wird natürlich der Plusbrief verwendet: Kuvert und Marke in einem. Das Kuvert ist aus einem schönen, schweren, glatten Papier, das eine sehr angenehme Haptik hat. Sieht nicht nur gut aus, fühlt sich auch gut an (außerdem kommt es mit einem selbstklebenden Verschluss daher).

Nieder mit der Gummierung.

Erschienen am Mittwoch, 11.02.2004 @ 19:51 | Kommentare deaktiviert
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Donnerstag, 12.02.2004

Quicklinks: Firefox-Branding, Megapixel-Myth und andere

Erschienen am Donnerstag, 12.02.2004 @ 15:08 | Kommentare deaktiviert
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Samstag, 14.02.2004

Paycheck

Am Donnerstag war ich mit meinem früheren Zivi-Kollegen Gerd in »Paycheck« (IMDB, Trailer).
Regie führte John Woo (»MI2«, »Face/Off«. Die beiden Hauptdarsteller sind ebenfalls keine unbekannten Gesichter: Ben Affleck (»Armageddon«, »Pearl Harbor«) und Uma Thurman (»Pulp Fiction«, »Kill Bill«).
Der Film dauert 120 Minuten, hat ein Seitenverhältnis von 2,35:1 und ist ab 12 Jahren freigegeben. Produziert wurde »Paycheck« von Paramount und Dreamworks, deutscher Distributor ist UIP.

Zur Story: Der Ingenieur Michael Jennings (Ben Affleck) arbeitet in nicht all zu ferner Zukunft für verschiedene Firmen an streng geheimen Projekten. Er lässt sich für einige Wochen von der Außenwelt abriegeln, und damit er garantiert nicht gegen sein NDA verstößt, werden nach getaner Arbeit die Erinnerungen aus seinem Gedächtnis gelöscht. Keine Frage, dass er sich das fürstlich bezahlen lässt.
Bei einem großen Auftrag geht was schief: Er wacht mit frisch formatiertem Gehirn auf und muss feststellen, dass ihn jemand reingelegt hat: Kein Geld auf dem Konto (wie vereinbart), und die Polizei ist auch noch hinter ihm her.
Die Story beruht übrigens auf einer Kurzgeschichte von Philip K. Dick. Von ihm stammt u.a. »Do Androids Dream of Electric Sheep?«, das die Basis für Ridley Scotts »Bladerunner« war.

Mir hat »Paycheck« gefallen: Der Zuschauer erlebt die Geschichte aus den Augen von Michael Jennings, und erfährt ebenfalls erst Stück für Stück die Wahrheit. Das macht den Film durchaus spannend, obwohl die ein oder andere Situation vorhersehbar ist. Abgesehen davon wird natürlich, Woo-typisch, solide Action-Kost geboten. Was ich immer mag, sind futuristische Themen: Dadurch konnte sich »Minority Report« bei mir retten und die »Zurück in die Zukunft«-Trilogie ist sowieso über jeden Zweifel erhaben.
Trotz der berühmten Vorlage kommt »Paycheck« jedoch nicht über den philosophischen Tiefgang einer durchschnittlichen »Outer Limits«-Folge hinaus.

Weitere Artikel zu »Paycheck« gibt es hier:

Erschienen am Samstag, 14.02.2004 @ 17:03 | Kommentare deaktiviert
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Montag, 16.02.2004

Teriyaki

Wer sich nach dem Schock von »Chickenfilet im Fladenbrot« bei McDonald’s noch nicht alle Geschmacksnerven abgetötet hat, sollte unbedingt die nächste Subway-Filiale ansteuern und sich ein »Chicken Teriyaki« gönnen: So muss Hähnchen zwischen zwei Brötchen-Hälften schmecken!

Ich hatte meine acht Subway-Treuemarken gesammelt und löste sie in ein Chicken Teriyaki ein (kostet regulär 4,09 €): Mit »Sweet Onion«-Soße im »Spicy White«-Brot. Lecker, lecker, lecker!

Erschienen am Montag, 16.02.2004 @ 15:08 | Kommentare deaktiviert
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»Ich filter’ Euch alle!«

Es hat etwas gedauert, doch nun bietet auch Klaus Maßnahmen gegen Spam an. Der neue Mail-Server läuft seit dem Wochenende. Als Webmail-Oberfläche kommt jetzt IMP aus dem Horde-Projekt zum Einsatz und gegen Spam wird Spam-Assassin (SA) in Stellung gebracht.

Es ist ein Traum! Alle eingehenden Mails werden von SA untersucht und verschiedenen Tests unterzogen. Wenn eine Mail Merkmale von Spam aufweist, bekommt sie Punkte. In den Einstellungen können zwei Schwellwerte festgelegt werden: Der untere legt fest, ab welcher Punktzahl Mails als Spam-verdächtig markiert werden, so dass man nach diesen Kriterien seine Mails filtern kann. Der obere Wert legt fest, ab welcher Punktzahl Mails sofort gelöscht werden.

Die Header-Zeilen sehen zum Beispiel so aus:

X-Spam-Status: Yes, hits=9.1 tagged_above=-999.0 required=2.0 tests=BAYES_60, BIZ_TLD, FORGED_RCVD_NET_HELO, HTML_50_60, HTML_MESSAGE, MIME_HTML_ONLY, RCVD_NUMERIC_HELO X-Spam-Level: *********
X-Spam-Flag: YES

Die Zeile X-Spam-Status enthält die Punktzahl, den aktuellen Threshold ab dem markiert wird (bei mir 2 Punkte) und die Tests, durch die diese Mail auffällig geworden ist.
Ich habe momentan 2,0 als unteren Wert und 10,0 als oberen Wert eingestellt. Es kommen jedoch noch sehr viele Spams mit Werten unter einem Punkt, und andererseits kann auch Ham (normale Mail) schnell hohe Punktzahlen bekommen (heute ein Beispiel: Freemailer, kein Realname, HTML-Mail: 3,0 Punkte).

Goldene Zeiten!

Erschienen am Montag, 16.02.2004 @ 19:24 | Kommentare deaktiviert
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Mittwoch, 18.02.2004

Stargate: 7. Staffel ab März

Bei Markus gelesen: RTL2 zeigt die bislang noch nicht gesendete 7. Staffel von Stargate ab 3. März (mittwochs um 20:15 Uhr). Yes! Die 8. Staffel wird ab März gedreht und läuft ab Juni in den USA.
Stargate ist eindeutig eine der besseren SciFi-Serien. Ja, besser als TOS, TNG und VOY. Vielleicht sogar besser als DS9.

Erschienen am Mittwoch, 18.02.2004 @ 12:46 | Kommentare deaktiviert
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Veränderungen im Musikbusiness

Im aktuell Spiegel 8/2004 findet sich ganz hinten ein sehr lesenswerter Artikel der darüber berichtet, wie sich derzeit die Beziehungen zwischen TV-Sendern und der Musikindustrie verändern: »Die Ton-Angeber – Wie TV-Sender das kriselnde Popgeschäft erobern wollen« von Thomas Schulz.
Sehr aufschlussreich.

»Verkaufserfolge wie vor zehn Jahren, als ein Nummer-eins-Hit noch Hunderttausende Platten in einer Woche verkaufte, sind Geschichte. "DSDS"-Gesangsdarsteller Alexander musste nur rund 20 000 Platten verkaufen, um Platz eins der Single-Hitparade zu erreichen – und gilt damit sogar schon als außergewöhnlich erfolgreich. Meist reichen schon 8000 Platten.
Noch dramatischer sieht es auf den hinteren Positionen aus: Für einen Einstieg in die Top 50 reichen mitunter 500 verkaufte Singles. Pro Woche. Bundesweit.«

Der Artikel ist nicht nur aufschlussreich, sondern auch bissig (»DSDS"-Gesangsdarsteller Alexander«). Zwei weitere Auszüge:

»…sondern auch für seine wichtigste Künstlerin bezahlt gemacht hat: Sarah Connor.
Bei den Kinderkanälen Viva und MTV war die stimmgewaltige Delmenhorster Pop-Chanteuse, die inzwischen mehr als drei Millionen Platten verkauft hat, einst mit ihrer ersten Single abgeblitzt – nicht aber bei RTL.«

[...]

»Wer hätte gedacht, dass sich Millionen Platten mit einem schlechten Schauspieler verkaufen lassen, der nicht singen kann und den Text deswegen spricht? Andreas Elsholz, Kleiderständer bei "Gute Zeiten, schlechte Zeiten" ("GZSZ"), der 1993 wochenlang in den Hitparaden auftauchte, gilt seither als Prototyp singender Seifenverkäufer.«

Wie gesagt, sehr lohnenswerter Text über die Hintergründe zu dem, was uns im Fernsehen so vorgedudelt wird.

Erschienen am Mittwoch, 18.02.2004 @ 14:47 | Kommentare deaktiviert
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Donnerstag, 19.02.2004

Den Eskimos Kühlschränke verkaufen

Etwas Gutes haben die aktuellen, niedrigen Temperaturen ja: Ich kann mir den Weg in die Küche sparen, wenn ich was Kühles trinken will. Einfach das Fenster auf und ein Griff raus, zur Flasche auf der Fensterbank.

Nachtrag (15:09 Uhr): Da fällt mir wieder ein, dass Wintermonate sehr praktisch sind, um Gefrierfächer abzutauen, wie bei uns vor einigen Wochen geschehen. Wenn man die gefrorenen Sachen in den schneebedeckten Garten legen kann, muss man sich keine Gedanken um Auslagerungsplatz in anderen Gefrierschränken machen.   :-)

Erschienen am Donnerstag, 19.02.2004 @ 14:24 | Kommentare deaktiviert
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Nigeria-Connection

Ach wie nett: Für die Nigeria-Connection gibt es in Spam-Assassin sogar eigene Tests, mit denen eine solche Mail eben bei mir gefiltert wurde:

X-Spam-Status: Yes, hits=5.0 tagged_above=-999.0 required=1.5 tests=MILLION_USD, NIGERIAN_BODY1, NIGERIAN_BODY2, NIGERIAN_BODY3, NO_REAL_NAME, REPLY_TO_ULINE_NUMS

Seit über 15 Jahren gibt es die Masche bereits und noch immer fallen Leute darauf herein. Im Jahr 2001 gab es in Deutschland einen Schaden von rund 1,6 Millionen Euro.

Erschienen am Donnerstag, 19.02.2004 @ 15:26 | Kommentare deaktiviert
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Samstag, 21.02.2004

Sehr ärgerlich

Eigentlich wollte ich demnächst den Mobilfunk-Anbieter wechseln, da ich bei mir zu Hause keinen Empfang habe (Indoor). Liegt womöglich auch daran, dass ich nicht in der Innenstadt wohne, sondern in einem Vorort (10 km vom Erlanger Zentrum weg), und noch nicht mal auf dem flachen Land, sondern auf einer Anhöhe.
Ich saß dem Irrtum auf, dass ich meinen T-Mobile-Vertrag dreimonatsweise kündigen könnte, obwohl ich selbst letzten Sommer eine andere Auskunft eingeholt hatte.
Hätte ich mal vor vier Wochen gekündigt, denn mittlerweile hat sich mein Vertrag nochmal um sechs Monate verlängert, bis 23. Oktober.   :-(
[Ich hätte bis 22. Januar zum 22. April kündigen müssen.]

Gestern Abend habe ich Prospekte und Ausdrucke von Tariftabellen gewälzt und gerechnet. Vor einigen Wochen habe ich mir noch überlegt, zu Vodafone zu gehen: Die bauen demnächst einen riesigen Sendemast im Nachbarort auf, wenn sie sich mit der Bürgerinitiative auf einen Standort geeinigt haben (die Chancen für eine einvernehmliche Lösung stehen gut).
Ergebnis meiner gestrigen Bettlektüre: E-Plus hat für mich die ansprechendsten Tarife, die Professional-Tarife. »Professional« klingt nach teurem Vieltelefonierer-Tarif für Geschäftskunden, mit hoher Grundgebühr und niedrigen Gesprächspreisen, aber tatsächlich beginnen die Pro-Tarife schon bei 10 Euro Grundgebühr (wie im Privattarif und »Time & More«; mein Telly-D1-Vertrag mit 10/10-Taktung und Get10-Option kostet 13,20 Euro Grundgebühr).
Weitere Schmankerl:

  • Kostenlose Anrufe zur Mailbox (und ich brauche die Mailbox oft)
  • Ein Preis rund um die Uhr, keine Haupt- und Nebenzeiten
  • Einheitlicher Preis in andere Mobilfunk-Netze
  • Tarifautomatik: »Immer im günstigsten Professional Tarif: monatlich, rückwirkend, kostenlos« – laut Connect und E-Plus-PM ab März nur noch als Option für 5 Euro zusätzliche Gebühr pro Monat
  • Kostenlose Wunschrufnummer
  • 3 Cent rund um die Uhr ins deutsche Festnetz (ab März; bei Pro-Tarifen kostenlos, bei Privat-Tarifen gegen Aufpreis und 3 Cent nur in der Nebenzeit)

Der letzte Punkt ist ein echter Killer: Bei anderen Anbietern gibt es Local-, Best City- oder Homezone-Optionen, bei denen es davon abhängt, wo man sich befindet und/oder, was man zuvor ausgewählt hat (z.B. bei Vodafone: in ein bestimmtes Ortsnetz oder in das Ortsnetz, in dem man sich gerade befindet). Und dann sind die Gesprächskosten immer noch höher als die drei Cent von E-Plus. Mehr Infos in einer Pressemitteilung; Hintergründe in einem FTD-Artikel und der Vollständigkeit halber noch eine mehr als dürftige Heise-Meldung. Das ist günstiger als ein Telekom-Ortsgespräch in der Hauptzeit, und immer noch günstiger als ein Telekom-Ferngespräch zur Nebenzeit. Für mich, da ich Kunde bei NEFkom bin, ist das E-Plus-Angebot günstiger als ein Ortsgespräch tagsüber (und es kostet genauso viel wie ein Ferngespräch in der Nebenzeit).
Wenn ich mal nach München telefoniere, warum sollte ich dazu noch mein nerviges Festnetz-Telefon nehmen, das ich – im Gegensatz zu meinem Handy – nicht mit iSync abgleichen kann?

Davon ab war ich früher schon mal E-Plus-Kunde (zu Zeiten des Nokia 1610 aka »Energy« und dem grauenhaften Motorola Traveller), und war sehr zufrieden. Ich glaube, ich bin damals zu Viag gewechselt, weil die als Newcomer günstigere Tarife hatten.
Außerdem ist mir E-Plus als Firma sehr sympathisch: Ansprechendes CD und nette Werbekampagne, einfache Tarifstruktur bei den Pro-Tarifen: Keine unterschiedlichen Preise zu Haupt- und Nebenzeiten und am Wochenende, sondern ein Preis rund um die Uhr (Professional-Tarife und T&M innerhalb des Kontingents).

O2 hat auch relativ günstige Tarife (im Vergleich zu D1/D2), und beim Vorläufer Viag-Interkom war ich, wie erwähnt, auch schon Kunde. Die haben mich allerdings ein wenig verärgert: In den ersten Monaten klappte die Rechnungsstellung nicht und dann wurde in größeren, angeblich versorgten Städten auch noch das D1-Inlands-Roaming abgeschaltet. Die Homezone wird bei mir zu Hause laut Abfrage auf deren Website nicht angeboten und einen anderen sinnvollen Homezone-Standort kann ich mir nicht vorstellen.
Bei O2 kostet mein favorisiertes Nokia 6600 derzeit nur 200 Euro (subventioniert) statt 300, aber am Handypreis würde ich diese Entscheidung nicht festmachen (eigentlich wollte ich ja auch noch etwas warten, ob es evtl in ein bis drei Monaten günstiger wird). Für die 100 Euro Differenz könnte ich bei O2 ganze 204 Minuten teure Festnetz-Gespräche führen – in zwei Jahren.
Stichwort Tarife: Bin ich der Einzige, der die neuen »Relax«-Tarife von T-Mobile für Augenwischerei hält? 5 Euro extra, wer andere Netze außerhalb von D1 anrufen will, GPRS und Auslands-Roaming sind extra, nicht genutzte Inklusivminuten verfallen am Monatsende (bei E-Plus’ »Time & More« werden sie in den Folgemonat übertragen, außer bei T&M20).
Solche Tarife »Relax« zu nennen, ist ein Euphemismus.

Netzabdeckung? Die tollsten Tarife nutzen nicht, wenn ich zum Telefonieren auf die Terrasse muss. Und das ist, wie oben schon erwähnt, mein größtes Telefonie-Problem zur Zeit: Ich kann an meinem Schreibtisch praktisch nicht telefonieren, und dort halte ich mich überwiegend auf. Unproblematisch, wenn ich selbst jemanden anrufen will, denn das ISDN-DECT-Festnetz-Telefon steht in Reichweite. Schlecht, wenn ich angerufen werde. Noch schlechter, wenn es eingehende geschäftliche Anrufe sind.
Netzabdeckungskarten der vier deutschen Mobilfunk-Betreiber gibt’s bei GSMworld.com. Bei E-Plus selbst gibt es ebenfalls eine Netzabdeckungskarte sowie eine Abfragemöglichkeit zu den Sendeanlagen-Standorten.

Aber per »Computersimulation« berechnete Karten nutzen nicht, wenn es an meinem Schreibtisch keinen Empfang gibt. Daher war ich heute in der Stadt, um mir eine »Free & Easy«-Prepaid-Karte zu besorgen, um das Netz mit meinem aktuellen Handy zu testen (meine Erfahrungen von vor fünf Jahren sind ja nicht mehr ganz taufrisch, und ich habe sie mit Handys gemacht, die mit externer Antenne ausgestattet waren).
F&E-Basis-Karten mit einigen Euro Guthaben werden einem bei eBay nachgeschmissen, aber die Angebote dort waren mir etwas suspekt, um nicht zu sagen, unseriös. Wenn jemand Dinge unter Einkaufspreis verscherbelt, bin ich generell skeptisch, auch wenn jemand große Mengen umschlägt. Hinzu kamen einige neutrale und schlechte Bewertungen bei den aktuellen Angeboten, identische Angebotstexte bei zwei verschiedenen Anbietern und der Hinweis im Angebotstext, man solle Anschrift, Geburtsdatum und Personalausweis-Nummer per Mail an die Verkäufer schicken. Ich weiß, dass E-Plus diese Daten braucht und ich kann mir vorstellen, dass die Verkäufer sie benötigen. Aber meine persönlichen Daten lasse ich lieber im E-Plus-Laden, statt sie Hinz und Kunz per Mail zu schicken. Den seriösen Weg zu gehen, kostet bei einer F&E-Karte 40 Euro, inklusive 15 Euro Guthaben.

Was soll ich sagen? Ich habe zu Hause mit E-Plus besseren Empfang als mit T-Mobile.

Jetzt ist nur dieses Ärgernis mit dem D1-Vertrag, den ich noch satte acht Monate am Bein habe. Achtmal 13,20 Euro – also 105,60 Euro – als Lehrgeld zu verbuchen, ist mir a bissi teuer. Andererseits nervt es mich, zu Hause das Handy nicht benutzen zu können, und mein SonyEricsson T68i nervt mich auch. Bin halt ein alter Nokia-Anhänger, und da käme aktuell nur das 6600 in Frage (wg. iSync-Kompatibilität). Die Festnetz-Gespräche für 3 Cent brächten für mich durchaus etwas Ersparnis, außerdem wäre die Grundgebühr bei E-Plus niedriger.
Um die Sache zusätzlich zu erschweren, fällt ab 1. März bei den neuen Pro-Tarifen die kostenlose Tarifautomatik weg (ich weiß nicht, ob ich die mal brauchen werde; ich kenne mein Telefonier-Verhalten in den kommenden 2 Jahren nicht).

Die Frage ist: Will ich jetzt Geld wegschmeißen und mich ärgern, oder will ich das später tun?

P.S.: Bei E-Plus verlängert sich ein Vertrag nach den 24 Monaten Laufzeit automatisch um 12 Monate, falls man ihn nicht spätensten einen Monat zuvor kündigt. Bei T-Mobile verlängert er sich nur in 6-Monats-Intervallen mit 3 Monaten Kündigungsfrist.

Erschienen am Samstag, 21.02.2004 @ 22:49 | Kommentare deaktiviert
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Sonntag, 22.02.2004

Ernüchterung

Meine anfängliche Begeisterung von gestern über die einfachen und günstigen Tarife von E-Plus, die gute Indorr-Versorgung zu Hause, die Sprachqualität und die angekündigten 3 ¢/Minute ins Festnetz, ist der Ernüchterung gewichen.
Mittlerweile habe ich weiter nach Infos zur Tarifumstellung am 1. März gestöbert und musste feststellen, dass auch E-Plus kein Geld zu verschenken hat.

Zunächst einmal: Die neuen Tarife gelten für Bestandskunden nicht automatisch. Das kann sowohl von Vorteil, als auch von Nachteil sein. Der Grund dafür ist, dass sich bei den neuen Tarifen einige Dinge verschlechtern, und würde man diese für die Bestandskunden übernehmen, bekämen jene ein Sonderkündigungsrecht für ihren Vertrag. Es ist leider nicht so, dass in den bisherigen, guten Professional-Tarifen (»Pro-Tarife«) einfach der Minutenpreis für Anrufe ins Festnetz auf 3 Cent gesenkt wird.
Neukunden/Interessenten, so wie ich, können sich überlegen, ob sie den Vertrag vor oder nach dem 1. März abschließen.
Die Vor- und Nachteile (aus meiner Sicht) von alten und neuen Pro-Tarifen bei E-Plus:

Alte Pro-Tarife (Abschluss bis 29.02.04)

+ Niedrigere Grundgebühr (10, 18 und 26 €)
+ Kostenlose Mailbox
+ Kostenlose Tarifautomatik
+ SMS minimal günstiger (19 statt künftig 20 ¢)
- Hohe Minutenpreise ins Festnetz (30, 20, 10 ¢/Minute in Pro S/M/XL)

Neue Pro-Tarife (Abschluss ab 01.03.04)

+ Niedriger Minutenpreis ins Festnetz (3 ¢/Minute in allen drei Pro-Tarifen)
- Höhere Grundgebühr (20 und 30 € in Pro M bzw. XL; Pro S unverändert 10 €)
- Kostenpflichtige Mailbox (wie netzinternes Gespräch: 30/20/10 ¢)
- Tarifautomatik nur als Zusatzoption (5 €/Monat)
- SMS minimal teurer (künftig 20 statt jetzt 19 ¢)

Zusammenfassend kann man sagen: Nur wer überwiegend ins Festnetz telefoniert, kann bei den neuen Tarifen profitieren. Wer oft die Mailbox anruft fährt u.U. günstiger.
Dass die Tarifautomatik wegfällt, ärgert mich – abgesehen von der wegfallenden kostenlosen Mailbox – am meisten. Ich kann nicht sagen, ob ich die Tarifautomatik jemals in Anspruch nehmen würde in den kommenden zwei Jahren (oder darüber hinaus, wenn ich den Vertrag immer wieder verlängere). Aber ich habe sehr oft kurze Gespräche von unter einer Minute Dauer, und da ist 60/1-Taktung im Pro-S-Tarif ungünstig. Mit der Tarifautomatik wär’ mir das egal: Dann schließe ich einen Vertrag für Pro-M ab (10/10-Taktung) und bekomme in »schwächeren« Monaten nachträglich nur den Pro-S-Tarif berechnet. Mit den neuen Tarifen müsste ich mich auf einen eher ungünstigen 60/1-Tarif festlegen, ohne die Chance, quasi »laufend« zu wechseln, je nach Telefonierverhalten. Der neue Pro-M mit 10/10-Taktung ist mit 20 Euro Grundgebühr zu teuer, falls doch der Pro-S gereicht hätte.
Für 3 Cent vom Handy aus nach München zu telefonieren, während es mich von meinem Festnetz-Anschluss tagsüber das Doppelte kostet, wäre zwar schön gewesen, aber beim zweiten Blick haben die Tarife ab 1.3. für mich zu viele Nachteile.

Ich bin mir noch nicht sicher, was ich mache, denn ich habe ja eigentlich noch acht Monate lang einen schlechten D1-Vertrag an der Backe (siehe gestern). Falls ich jetzt zu E-Plus wechseln wollte, um noch die alten Tarife mitzunehmen (mit kostenloser Mailbox, kostenloser Tarifautomatik und teuren Festnetz-Preisen), müsste ich es bald tun.
Zusätzliches Problem: Das Nokia 6600, mein designiertes, künftiges Handy, ist bei E-Plus derzeit nicht lieferbar. Und einen Vertrag mit einem bestimmten subventionierten Handy kann man laut verschiedenen User-Berichten nur abschließen, wenn E-Plus das Handy liefern kann (hmm, evtl bekomme ich ja eines bei einem unabhängigen Laden…).
Angeblich soll es kommende Woche eintrefen, was aber vom Shop-Mitarbeiter bezweifelt wurde.

Wenn ich das mit dem E-Plus-Vertrag machen sollte, dann wird die kommende Woche zumindest in dieser Hinsicht spannend. Auf Draht sein. Und Sonntag-Nachmittag nochmal den Taschenrechner malträtieren.
Ich überlege, ob ich mir die Erreichbarkeit, die Sprachqualität, das bessere Handy und den besseren Vertrag etwas kosten lassen soll.

Es heißt ja immer, dass früher alles besser war. Mittlerweile habe ich ein paar Dutzend Mal gelesen, dass der »Aktions-Professional-Tarif« von E-Plus, auch »Jubi-Tarif« genannt, der Tarif schlechthin sein soll. Er wurde letztes Jahr im April/Mai für nur wenige Wochen angeboten und bietet die 3 ¢/Minute ins Festnetz sowie die kostenlose Tarifautomatik. Einen Haken hat aber auch dieser vielgelobte Tarif: Keine kostenlose Mailbox.

Lektüre zu den weiteren Entwicklungen bei den neuen Pro-Tarifen: teltarif.de (Meldung und Forum!) und telefon-treff.de.

P.S.: »48 Prozent der Befragten gaben an, auf Handys durchaus verzichten zu können.«

Erschienen am Sonntag, 22.02.2004 @ 3:31 | Kommentare deaktiviert
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»Excel-King, Excel-King, bitte hilf uns!«

Bei meinen Überlegungen zu neuem Handy und neuem Handyvertrag gestern und vorgestern bin ich jetzt zu einem Ergebnis gekommen.

Morgen geht die Kündigung an T-Mobile raus, damit ich das nicht nochmal verpasse. Mit meinem D1-Vertrag telefoniere ich dann bis August/September/Oktober (die Kündigung wird zum 22.10. wirksam). So viel Geld habe ich nicht, dass ich es T-Mobile ohne Gegenleistung hinterher werfen kann – es geht schließlich um 8x 13,20 Euro Grundgebühr.
Außerdem will ich jetzt, beim Blick auf mein Konto, keine 300 Euro für ein neues Handy ausgeben, das eigentlich eine Nummer zu groß für mein Anforderungsprofil ist.

Die Privat-Tarife von E-Plus hatte ich gestern/vorgestern viel zu schnell abgeschrieben und mich auf die Professional-Tarife eingeschossen. Die neuen Pro-Tarife ab März bringen zwar 3 ¢/Minute ins Festnetz, kommen aber mit ein paar Verschlechterungen im Gepäck (Wegfall der kostenlosen Mailbox, Wegfall der kostenlosen Tarifautomatik, höhere Grundgebühren im Pro-M und Pro-XL). Da wäre schnelles Handeln diese Woche angesagt gewesen, hätte ich noch einen der alten Tarife vor der Umstellung am 1. März ergattern wollen.
Dabei ist der Privat-Tarif auch nicht zu verachten, denn ich hatte ein kleines aber feines Detail übersehen: Die Grundgebühr in Höhe von 9,95 Euro kann man vollständig abtelefonieren – auch nach dem 1. März, so dass jetzt keine Eile geboten ist. Oder anders gesagt: Es gibt keine Grundgebühr, dafür 9,95 Euro Mindestumsatz, der auf interne und externe Mobilgespräche, Festnetz-Gespräche und SMS angerechnet wird.

Anrufe zur Mailbox sind zwar kostenpflichtig (39/19 ¢/Min. HZ/NZ) und auch Anrufe zur Service-Nummer 1000 kosten 19 Cent pro Anruf, aber dass man die komplette Grundgebühr verfuttern kann, wiegt diese Nachteile schnell wieder auf, zumindest bei meinem Telefonierverhalten.
Die 3 ¢/Minute ins Festnetz gibt’s beim Privat-Tarif ebenfalls, und zwar wahlweise (4,95 €/Monat). Die 60/1-Taktung lässt sich für 2,90 €/Monat zu 10/10 verbessern, die für mich wichtig sind – ich führe zu 80% Gespräche unter einer Minute.

Jetzt werde ich noch ein halbes Jahr den T-Mobile-Vertrag nutzen, auch wenn ich mich zu Hause ärgern, und mich erstmal weiter mit dem T68i von Sony Ericsson begnügen muss. Im (Spät-)Sommer schließe ich dann gemütlich einen E-Plus-Vertrag ab. Bis dahin gibt’s dann auch das 6230 von Nokia, auf das ich eigentlich aus bin (und das vermutlich etwas günstiger ist). Und für die iSync-Unterstützung ist noch ein halbes Jahr Zeit, die sollte also kommen. Falls es damit doch etwas länger dauern sollte und ich den Vertrag erst später abschließen will, kann ich mit der »Free & Easy«-Karte weiter telefonieren, die ich gestern gekauft habe, um das Netz zu testen.

+++

Um mal herauszufinden, wie sich sieben verschiedene Tarife bei unterschiedlichem Telefonierverhalten rechnen, habe ich heute Nachmittag mal Excel angeworfen und eine Arbeitsmappe mit drei Blättern aus dem Ärmel geschüttelt (ist wirklich nichts aufwändiges).
Verglichen habe ich meinen derzeitigen Telly-Tarif, »Free & Easy Weekday«, den alten/neuen Privat-Tarif von E-Plus sowie die drei alten Pro-Tarife und den neuen Pro-S-Tarif. Wer mag, kann sich die Tabelle runterladen, um eigene Vergleichsrechnungen anzustellen.

Im ersten Blatt »Eingabe« wird die Anzahl von verschiedenen Telefon-Verbindungen eingetragen. In meinem Fall sind Verbindungen zu D1 und O2 relevant, außerdem ins Festnetz und zur Mailbox, jeweils Haupt- und Nebenzeit. In der Spalte C wird die Anzahl für kurze Gespräche (pauschal jeweils 30 Sekunden) eingetragen, in die Spalte D die längeren Gespräche mit 90 Sekunden Dauer. Die Unterscheidung ist nötig, um die 60/1-Tarife zu berücksichtigen. Für längere Gespräche kann ja ein Vielfaches eingegeben werden (z.B. eine »4« in Spalte C für ein zweiminütiges Gespräch – viermal 30 Sekunden). Insgesamt also 16 Parameter (die Felder für Festnetz-Fern habe ich doch nicht gebraucht, ist ggf. für Local-Angebote interessant). Das ist etwas detailierter als Tarifrechner, in denen man nur stur die Anzahl der telefonierten Minuten eingeben kann, ohne zu berücksichtigen, wohin man telefoniert.
Auf dem zweiten Blatt »Berechnung« werden die Eingaben des ersten Blattes in sieben Tarifen berechnet und am Schluss jeweils summiert. In Spalte E sind die Preise für die verschiedenen Verbindungsarten hinterlegt, in Spalte F wird die Anzahl der Verbindungen mit dem Minutenpreis multipliziert und anschließend halbiert (halber Minutenpreis wegen den 30 Sekunden) – sofern es ein Tarif mit 10/10-Taktung oder besser ist. In Spalte G das selbe Spiel, allerdings mit dem anderthalbfachen Minutenpreis für die 90-Sekunden-Verbindungen.
Auf dem dritten Blatt »Ausgabe« ganz links die summierten Gesprächspreise, zuzüglich der Grundgebühr in Spalte C und abzüglich eventuell inkludierter Gesprächsguthaben in Spalte D. In Spalte E die Endsumme für den Beispielmonat, rechts daneben eine Jahressumme. Die sieben Tarife stehen in sieben Zeilen untereinander, so dass man leicht ablesen kann, welcher Tarif bei einem bestimmten Telefonierverhalten (Eingabeseite) am günstigsten ist, unter Berücksichtigung von Grundgebühr und Gesprächsguthaben.

Fazit meiner Excel-Spielereien: Derzeit telefoniere ich hauptsächlich ins D1-Netz und zu O2-Kunden. Bei meinem Telly-Vertrag sind die Verbindungspreise zu anderen D1-Kunden natürlich günstiger (netzintern) als von E-Plus zu D1. Da im Privat-Plus-Tarif die gesamte Grundgebühr von 9,95 Euro vertelefoniert werden kann (bei meinem D1-Vertrag nur 4,41 Euro von 13,20 Euro Grundgebühr), kann der Privat-Plus sehr lange mit dem D1-Tarif mithalten (Pi mal Daumen bis etwa 25 Euro bei einer Mischkalkulation; hängt von den Parametern auf der Eingabeseite ab). Den Vergleich mit der F&E-Karte braucht der Privat-Plus ebenfalls nicht zu scheuen.
Die vier Pro-Tarife (die drei alten und der neue Pro-S) sind durch die hohen Grundgebühren (10/18/26) und die ungünstige Taktung im kleinsten Tarif (Pro-S mit 10 Euro Grundgebühr) nichts für Wenig-Telefonierer. Ab ca. 30 Euro kann ein Pro-Tarif günstiger sein, aber es hängt natürlich ebenfalls von den Parametern ab (und ob man Tarif-Automatik sowie die kostenlose Mailbox hat oder nicht).

Der Excel-King kehrt zurück in: »Buchhaltung selbst gemacht«

Erschienen am Sonntag, 22.02.2004 @ 23:56 | Kommentare deaktiviert
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Mittwoch, 25.02.2004

»Sex änd whe Siddy«

Irgendwie habe ich das Gefühl, dass man seinen 30. Geburtstag gefeiert haben muss, um »Sex and the City« oder Ally McBeal etwas abgewinnen zu können. Mir haben die ersten vier Folgen der ersten Staffel nicht gefallen, und mir hat die Folge von gestern nicht gefallen, mit der ich der Serie noch »eine Chance« geben wollte.
Geht’s da nur mir so, oder bin ich der einzige Mittzwanziger, dem das so geht? Oder ist das vielleicht ein Männer-Frauen-Ding?   :-)



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Und obwohl mich Hypes ja meistens abschrecken: Diese »B-Promis reden über SatC und Sex«-Sendung vor der Folge fand ich halbwegs unterhaltsam.

Um Welten besser (ok, ist auch was anderes) war dagegen wieder mal »Scrubs«. Ich schmeiß’ mich bei jeder Folge weg! Es ist irgendwie »nackte Kanone«, ohne »nackte Kanone« zu sein. Schenkelklopf-Humor, ohne penetrant zu sein. Ich weiß nicht, wie ich’s beschreiben soll.

Nachtrag (22:29 Uhr): Was war das überhaupt für ein geiles Shirt von Anastasia? Ein spärlich bekleidetes Manga-Girl mit Sprechblase:

»It’s Not Porn Mum!«

Erschienen am Mittwoch, 25.02.2004 @ 16:47 | Kommentare deaktiviert
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Freitag, 27.02.2004

»Die abgetrennten Gliedmaßen bleiben hier, die gehören jetzt mir.«

Über »Kill Bill« habe ich noch gar nichts geschrieben, den ich Ende November mit Martin gesehen habe – und am 22. April läuft Volume 2 an.
Am selben Tag kommt die DVD des ersten Teils in den Handel, wie ich eben auf Digital-Movie.de lese (und deswegen schreibe ich das jetzt).

»Kill Bill« ist der vierte Spielfilm von Quentin Tarantino, wie er im Vorspann aufklärt (nebenbei: seine Filme sind toll, aber von Title-Design versteht er nicht viel, abgesehen vom Trailer). 1992 erschien der höchst gewalttätige »Reservoir Dogs«, 1994 »Pulp Fiction«, 1997 »Jackie Brown«. Daneben führte er in einer E.R.-Folge Regie und in einer von vier »Four Rooms«-Episoden.
In einigen der genannten und ein paar weiteren Filmen spielte er selbst mit, fungierte als Produzent oder schrieb die Story.
Tarantino hat zwar erst vier große Filme gedreht, dennoch ist er recht bekannt: Evtl liegt das an seinem Stil (er arbeitet z.B. oft mit Rückblenden), seinen abgedrehten Ideen (der »Pussy Waggon«, mit dem Uma Thurman in »Kill Bill« fährt), vielleicht aber auch nur daran, dass seine Filme auf eine gewisse Weise recht einprägsam sind (abgefahrene Stories, viel Gewalt).

Szenenfoto aus dem Trailer

Über »Kill Bill« wurde im Vorfeld viel geschrieben:

Szenenfoto aus dem Trailer

Ich kann mich noch an das Bohei um »NBK« erinnern, weil vor zehn Jahren über 60 Leute das Filmende nicht mehr erlebten. Bei »Kill Bill« haben die Spiegel-Redakteure nach hundert Leichen mit dem Zählen aufgehört, und dieses Mal gab es keinen Schrei der Empörung über den Film.
»Kill Bill« ist sehr blutig, andererseits aber auch sehr überzeichnet. An einigen Stellen wird das Geschehen nur als Comic gezeigt oder schemenhaft in schlechten Lichtverhältnissen (siehe vorletztes Bild in diesem Eintrag).
»Once upon a time in Mexico« dagegen fand ich, als ich ihn sah, auf seine Weise etwas brutaler, da die Gewalt dort in einigen Szenen subtiler und nicht überzeichnet war. Im Nachhinein ist der Vergleich mit »Kill Bill« etwas schwieriger, ohne seitenlang darüber zu philosophieren. Kurz gesagt: KB ist blutiger, aber er ist anders brutal. Jedenfalls haben beide Filme zu Recht keine Jugendfreigabe.
In einem Interview offenbarte der zuständige Mann für die Special Effects, dass 450 Gallonen (1.700 Liter) Kunstblut für beide Filme verwendet wurden.
Einen unblutigen Trailer gibt’s wie immer bei apple.com/trailers.

Szenenfoto aus dem Trailer

Ungeachtet der Frage, welche Art von Gewalt in beiden Filmen auftritt und was man als gewalttätiger empfinden mag, ist »Kill Bill« eindeutig der bessere Film.
»Once upon…« hat sich zu viel vorgenommen und gleich einen Staatsstreich mit reingepackt, bei KB ist es einfach »nur« der Rachefeldzug einer Frau (Uma Thurman), der straight umgesetzt wird.

Es geht um die Braut (eben Uma Thurman), die bei ihrer Hochzeit im Auftrag von Bill von vier Killern erschossen wird (an Bills Motivation kann ich mich allerdings nicht mehr erinnern). Im Gegensatz zur restlichen Hochzeitsgesellschaft überlebt sie jedoch schwer verletzt. Nachdem sie aus dem Koma erwacht, beginnt sie ihren Rachefeldzug. Ihre Geschichte und die ihrer Gegner wird in den Tarantino-typischen Rückblenden erzählt.
KB ist in zwei Teile (Volumes) aufgeteilt. Der erste Teil war im vergangenen Herbst in den Kinos zu sehen und kommt, wie erwähnt, am 22. April auf DVD raus, zeitgleich mit dem zweiten Teil, der dann im Kino anläuft. Ob’s Marketing oder Mode war, zwei Teile zu drehen, sei dahin, die 111 Minuten wurden jedenfalls gefüllt (und auch ein Cliffhanger durfte nicht fehlen).

Szenenfoto aus dem Trailer

Bei KB ist alles perfekt: Die Kamera, der Schnitt, die Story, die Schauspieler, die Martial-Arts-Choreographie, die Musik. Ich kann nichts, gar nichts bemängeln.
Noch ein paar Worte zur Musik: Das bekannte Kill-Bill-Thema (»Bä-bä-bäh!«), das heute in keiner RTL2-Reportage mehr fehlen darf, kommt indes nur ein einziges Mal vor, und der restliche Soundtrack unterscheidet sich von diesem komplett. Obwohl ich keines der Stücke, abgesehen vom Thema, einzeln hören würde, passt es in der jeweiligen Situation perfekt, sogar wenn Nancy Sinatra »Bang Bang« singt. Insgesamt ist der Score aber etwas, hmm, »eigenwillig«.
Davon abgesehen, auch wenn einem der Film gefallen hat, fragt man sich, wie krank eigentlich Tarantino sein muss, um so einen Film zu drehen.   :-)

»Kill Bill« war einer der besseren Filme 2003 und ist zu Recht derzeit auf Platz 93 der IMDB-Top250. Wer nicht ganz zart basaitet ist, sollte sich diesen Film ansehen, denn er ist ein Meisterwerk.
Die DVD ist praktisch schon bestellt. Strong buy. Allerdings lohnt es sich evtl, auf eine zweite Auflage zu warten (siehe die DVD-Details bei digital-movie.de), die beide Teile in einer Box enthalten soll. Etwas verwirrt bin ich von der Angabe zum Seitenverhältnis von 1:1,85, denn der Film war laut IMDB in 1:2,35. Andererseits ist der Trailer selbst nur in 1:1,85 (wie er im Kino gezeigt wurde, weiß ich nicht mehr).

Szenenfoto aus dem Trailer

»Rated R for strong bloody violence, language and some sexual content.«

Schade, dass es bei screenit.com (»Our word to parents«) keine Zusammenfassung von KB gibt.   :-)

»Technische« Angaben zu »Kill Bill, Volume I«:

Regie, Buch, Drehbuch: Quentin Tarantino
Darsteller: Uma Thurman (The Bride), Lucy Liu (O-Ren Ishii), David Carradine (Bill)
Produzierende Studios: Miramax, A Band Apart
Deutscher Distributor: Buena Vista
Seitenverhältnis: 1:2,35
Starttermine: 10.10.03 (USA), 16.10.03 (Deutschland)

Szenenfoto aus dem Trailer

Erschienen am Freitag, 27.02.2004 @ 22:19 | Kommentare deaktiviert
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Sonntag, 29.02.2004

mobile.de

Wolfgang hat den Signum vor einiger Zeit bestellt, und vorhin haben wir den Vectra bei mobile.de zum Verkauf eingestellt.

Ich muss sagen, ich bin ziemlich beeindruckt: Sehr einfacher Einstellvorgang (alles in ein kurzes Formular eingeben, kontrollieren, abschicken), sehr übersichtlich, arbeitet mit Safari zusammen (im Gegensatz zu eBay). Daneben gibt es dank dynamisch generierter PDFs ein paar nette Zusatzservices:
Verkaufsschilder für die Scheibe, Abreißzettel für die Supermarkt-Pinnwand (mit dem zuerst hochgeladenen Bild), vorausgefüllter Kaufvertrag, Blanko-Kaufvertrag. Dinge, die man sich eigentlich auch schnell selbst basteln kann – aber ich finde es nett, dass an sowas gedacht wird.

Da kann sich eBay noch eine Menge bei mobile.de abschauen. Da mobile.de von eBay gekauft wurde, habe ich sogar ein wenig Hoffnung.
Bei eBay hat mich dagegen gestern wieder was genervt: Laut Kauf-Mail hat der Verkäufer seine Bankverbindungsdaten bei eBay hinterlegt, aber ich bin um’s Verrecken nicht an diese rangekommen. Dabei hat es vor ein paar Monaten noch funktioniert. Dass eine Site Schritt für Schritt Änderungen durchführt, statt auf einen Schlag den großen Relaunch durchzuführen, ist gut (Link via Holger), aber man sollte vielleicht nicht nützliche Funktionen wieder ausbauen.

Erschienen am Sonntag, 29.02.2004 @ 20:50 | Kommentare deaktiviert
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Montag, 01.03.2004

The Return of the Host

Ich war grad’ wach und konnte mir deswegen die Übertragung der 76. Oscar-Verleihung ansehen.
»Herr der Ringe 3« hat ja groß abgeräumt: Zusammen mit »Ben Hur« (1960) und »Titanic« (1998) bislang erst der dritte Film mit elf Academy-Awards. Und was noch keiner vor ihm geschafft hat: Als erster Film überhaupt gewann ein Film mit mehr als zehn Nominierungen alle Kategorien, in denen er nominiert war.
»Lost in Translation« bekam eine Auszeichnung für das beste Drehbuch (direkt für den Film geschrieben). Mit Tim Robbins (beste Nebenrolle in »Mystic River«) und Sean Penn (bester Hauptdarsteller in »Mystic River«) gewannen die beiden Herren ihre ersten Oscars und sind erfreulicherweise den eher kritischen Zeitgenossen in Hollywood zuzurechnen. Ihre Dankesreden waren recht brav, obwohl es sich Sean Penn nicht nehmen ließ, kurz die nicht vorhandenen WMDs zu erwähnen (»Weapons of Mass Destruction).
Bei den Damen gewannen ebenfalls zwei Schauspielerinnen ihre erste Oscars: Renée Zellweger (beste Nebendarstellerin in »Cold Mountain«) und Charlize Theron (beste Hauptdarstellerin in »Monster«), deren Dankesrede durchaus bewegend war.

Für »Lost in Translation« hätte ich mir mehr als einen Oscar gewünscht, aber dass mit Sofia Coppola für den besten Film erstmals eine Regisseurin nominiert war, war an sich schon ein Novum in der Geschichte des Awards (was mich etwas überrascht hat).
Neben »Mystic River« schnitt »Master & Commander« mit zwei Statuen ebenfalls gut ab, während der Pferdefilm »Seabiscuit«, für sieben Oscars nominiert, leer ausging und der große Verlierer der diesjährigen Auszeichnungen war. Da half auch die penetrante Werbung in den Pro7-Werbeblöcken nichts, von denen keiner ohne einen Spot für die Seabiscuit-DVD auskam.

Durch den Abend führte nach einer dreijährigen Pause wieder Billy Crystal. Sehr souverän und witzig!
Er wurde durch einen Einspieler vorgestellt, »The Return of the Host«, in dem er als Cameo in den letztjährigen Filmen auftrat. Netter Gag am Rande: Michael Moore war in dieser MAZ ebenfalls zu sehen, der bei der Verleihung letztes Jahr mit Angriffen auf Präsident Bush für Tumulte gesorgt hat – in dem Einspielerfilm wurde er von einem der Kriegselefanten aus »Herr der Ringe 3« niedergetrampelt.   :-)
Sehr nett auch der Auftritt von Billy Crystal und Robin Williams.

Alles in allem eine gute Show mit wenig Überraschungen, aber doch sehenswert.

Erschienen am Montag, 01.03.2004 @ 17:13 | Kommentare deaktiviert
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Mittwoch, 10.03.2004

The Second Season

Seit Dienstag ist Jack Bauer bei RTL2 wieder im Einsatz. Einer TV-Spielfilm von Anfang des Monats lag wieder eine DVD mit der ersten Folge bei, diesmal die zweite Staffel von »24«. [Ich kaufe ja schon seit Jahren keine Fernsehzeitschriften mehr, da ich tvtv.de und Myrna habe, aber es war auch noch ein 99ers-Gutschein für BurgerKing drin.]

RTL2 sendet nur noch eine Doppelfolge pro Woche (dienstags, 20:15 bis 22:05), statt, wie in der ersten Staffel, drei Doppelfolgen pro Woche. Das bedeutet auch, dass die gesamte Staffel nicht in einem Monat gesendet ist, sondern in drei Monaten. Nachdem ich die erste Fogle auf der TV-Spielfilm-DVD gesehen hatte, konnte ich es natürlich nicht erwarten zu sehen, wie es weiter geht. Und schon gar nicht wollte ich drei Monate lang häppchenweise der Geschichte folgen. Bei eBay orderte ich daher die britische DVD-Box der zweiten Staffel, die es bereits seit einiger Zeit gibt. 45 Euro inklusive Versand, bei Amazon.de kostet der UK-Import 79 Euro.
Die Box kam am Dienstag, und jetzt bin ich mit der gesamten Staffel durch. Sogar DolbyDigital-5.1-Sound wird geboten.
Das ist immer so bei mir: Wenn ich eine Staffel einer Serie auf DVD in die Finger bekomme, dann schließe ich mich zwei Tage ein und schaue mir die Staffel komplett an. War bislang bei acht »Friends«-Seasons so, bei »Six Feet Under« ebenso…

Was gibt’s über die zweite 24-Staffel zu berichten? Inhaltlich will ich nicht all zu viel verraten, nur so viel: Anderthalb Jahre sind seit der ersten Staffel vergangen. Palmer ist Präsident, Jack arbeitet nicht mehr für die CTU. Die US-Nachrichtendienste erhalten glaubwürdige Hinweise darauf, dass in Los Angeles ein Anschlag mit einer Kernwaffe oder zumindest einer schmutzigen Bombe geplant ist, und zwar noch am selben Tag. Die Anti-Terror-Einheit der CIA bittet Jack Bauer, wieder für sie zu arbeiten.

Spannend, spannend, spannend! Wie gewohnt gibt es Cliffhanger in Serie, jede Folge endet mit einem solchen. Mir hat die zweite Staffel noch besser gefallen als die erste: Es ist nicht mehr jeder aus Jacks Umfeld verdächtig, vom Hund bis zum Gärtner – die Fronten verlaufen etwas anders –, so dass Jack »in Ruhe« seiner Arbeit nachgehen kann. Die zweite Staffel ist allerdings sehr straight und mitunter recht brutal (ich kann mich zumindest nicht erinnern, dass in der ersten Staffel gefoltert wurde). Etwas irritierend war, dass Fähnrich Ro (Michelle Forbes) als Sicherheitsberaterin des Präsidenten auftrat.   :-)
Es gibt wieder jede Menge rasante Action und dramatische Momente, was mit dazu beitrug, dass ich die rund 16 Stunden netto innert zwei Tagen angesehen habe.
Ich kann diese 24-Staffel uneingeschränkt empfehlen!

Ein Wort zur englischen Originalversion: Das Englisch ist schon recht anspruchsvoll, aber nach zwei, drei Folgen hat man sich daran gewöhnt. Wer bisher mit amerikanischen Serien keine Verständnisprobleme hatte, kommt auch mit 24 im Original klar. Ab und an musste ich aber mal für ein, zwei Wörter die Untertitel anschalten.

Ah ja, bei Spiegel-online gab’s vor zwei Tagen einen recht lesenswerten Artikel: »Beim Sterben ist jeder der Nächste«. Gemeint ist, dass es in »24« jede Figur treffen kann. Wie auch schon beim letzten Mal überlebt nicht jeder Charakter diese Staffel.

Erschienen am Mittwoch, 10.03.2004 @ 21:31 | Kommentare deaktiviert
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Donnerstag, 11.03.2004

21 Gramm: Let’s do the timewarp again

Kurzfristig habe ich mich heute Abend entschieden, allein ins Kino zu gehen. War zeitlich günstig und mir war gerade danach. Ich entschied mich für »21 Gramm« (IMDB, Trailer) von Alejandro González Iñárritu. Das Buch stammt von Guillermo Arriaga. Eine »This is that«-Produktion, vertrieben von Focus Features und Constantin (deutscher Distributor). Das Seitenverhältnis ist 1:1,85.

Mich hat der Trailer neugierig gemacht: Interessanter Anfang, gute Musik. Der Film wurde zudem hoch gelobt: In der IMDB hat er eine durchschnittliche 8,0-Wertung, er war für zwei Oscars nominiert (Naomi Watts in der Hauptrolle, Benicio Del Toro in einer Nebenrolle) und Heinz sowie 24 Besucher von zelluloid.de bewerteten ihn mit 90%. Mir war klar, dass es eher ein Kopffilm wird, der Fragen auffwirft, kein Popcorn-Film.
Trotzdem hat er mich enttäuscht.

Aus der Geschichte hätte man einiges machen können: Die Schicksale dreier Personen bzw. ihrer Familien treffen sich an einer Kreuzung wegen eines Autounfalls. Da ist der Fahrer des Unfallverursachers (Jack Jordan, gespielt von Benicio Del Toro), ein gläubiger Christ. Paul Rivers (Sean Penn), todkrank, erhält das Herz des Unfallopfers und findet später heraus, wer den Unfall verursacht hat und wer die Opfer waren. Er besucht außerdem die Witwe des Opfers, Cristina Peck (Naomi Watts). Der Film erzählt die Geschichte dieser Personen vor und nach diesem Unfall.
Mich haben aber mehrere Dinge massiv gestört.

Die Musik ist zwar sehr gut, kommt aber höchst selten zum Einsatz. Tatsächlich sind die meisten Szenen nicht mit Musik untermalt – ich vermeide es zu sagen, »sie kommen ohne Musik aus«, denn das trifft es nicht. So wie ein Döner mit seiner Soße steht und fällt, so steht und fällt ein Film mit seiner Musik. Man stelle sich mal einen Suspense-Klassiker oder einen Teenie-Slasher ohne Musik vor – langweilig!
Ebenfalls nervig war ein manchmal sehr starkes Rauschen, wohl absichtlich verursacht durch ein grobes Korn.

Am nervigsten überhaupt war die Erzählweise, die in den Zeiten hin und her gesprungen ist. Normalerweise haben Filme mit einem nicht-linearen Handlungsverlauf von Haus aus Bonuspunkte bei mir, siehe jeden Tarantino-Film oder »Memento« (IMDB, Trailer) von Christopher Nolan, der in Episoden komplett rückwärts erzählt wurde (die deutsche Film-Webseite stammt übrigens von HS-2).
Das Problem bei »21 Gramm« war jedoch, dass kein Muster erkennbar war. Mal spielte der Film in der Vergangenheit, mal in der Gegenwart, mal in einer weiter zurückliegenden Vergangenheit, dann wieder in der nicht so weit zurückliegenden Vergangenheit. Hinzu kam, dass das Rumgehopse in den Zeiten nicht nur mit einer Person durchgezogen wurde, wie in »Memento« – das noch vergleichsweise übersichtlich war –, sondern mit einem halben Dutzend Akteuren.

Und sonst? Die Frage, die im Trailer die zentrale Botschaft war und dem Film den Namen gibt, wurde im eigentlichen Film eher an den Rand gedrängt bzw. kam nur unterschwellig vor.

Nee, das war nix.

Erschienen am Donnerstag, 11.03.2004 @ 23:50 | Kommentare deaktiviert
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Freitag, 12.03.2004

Und wenn Du glaubst, es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtblick her

Up and running. Gestern Abend gab es eine der seltenen Kernel-Panics auf meinem Mac (ja, sowas kommt vor), die sich aber als recht bösartig entpuppte. Normalerweise ist sowas kein Problem: Eine viersprachige Meldung erscheint, man möge den Computer neu starten. Der Boot-Vorgang geht dank Journaling-Filesystem seit OS X 10.3 auch recht flott von statten, und das Anmeldefenster erscheint wieder.
Normalerweise.
Bei mir stockte der Boot-Vorgang bis kurz vor dem Login-Window mit der Meldung »Anmeldefenster wird gestartet«, und diese Meldung war auch noch zusehen, nachdem ich aus dem Kino zurückkam.

Wiederbelebungsmaßnahmen: Ganz ausschalten, Reset-»Knopf« drücken (Apfel-Alt-Power), PRAM zurücksetzen. Alle fehlgeschlagen. Auch das Überbügeln des Systems brach mit einer Fehlermeldung ab, so dass es nur noch eine Rettung gab: Festplatte löschen und das System neu aufsetzen. Glück im Unglück: Ich konnte noch per Airport vom iBook aus auf den Power Mac zugreifen. Idee: Wenn Airport funktioniert, müsste doch eigentlich auch der Target-Disk-Mode hinhauen? Gesagt, getan: Nachdem ich die beiden anderen User-Accounts drahtlos gebackupt hatte, konnte ich daran gehen, per Firewire meinen User-Account zu sichern: etwas über 30 Gigabyte inklusive mp3- und Video-Dateien.

An dem einen Firewire-Anschluss meines iBooks hing meine erste Firewire-Platte, an deren zweitem Anschluss die zweite Firewire-Platte und von ihrem zusätzlichen Anschluss ging ein Kabel an den FW-Anschluss des Power Mac. Das nenn’ ich mal ‘ne Daisy-Chain. Power Mac gestartet und während des Startens die Taste »T« auf der Tastatur gedrückt gehalten. Voila, der Rechner startete im Target-Disk-Mode und auf dem Desktop meines iBook erschien die Festplatte des großen Mac wie die beiden anderen Firewire-Festplatten, und ich konnte daran gehen, mein Home-Verzeichnis zu sichern.
Falls das nicht geklappt hätte, wäre das letzte Vollbackup zum Glück nur drei Tage alt gewesen…

Der Rest war unspektakulär: Panther neu aufspielen, Backups zurückspielen, Anwendungen wieder installieren, Preference-Dateien zurückkopieren.
Anwendungen hätte ich nicht mal neu installieren müssen (es gibt ja schließlich keine Registry wie bei Windows), aber ich hatte keinen Platz für deren Backup und außerdem wollte ich eh mal aufräumen.

Keine Ahnung, woran das lag, dass sich der Mac so brutal aufgehängt hat, und in den zweieinhalb Jahren meines Mac-Lebens ist mir sowas auch zum ersten Mal passiert. Nachdem ich von außen normal auf den Rechner zugreifen konnte und nur das Login-Fenster nicht erscheinen wollte, war’s vielleicht nur eine Kleinigkeit, irgendwo eine Lock-Datei, was weiß ich. Half mir nur nichts, da ich nicht wusste, wo ich hätte anpacken sollen.
Naja, alles wieder im Lot.

Erschienen am Freitag, 12.03.2004 @ 14:10 | Kommentare deaktiviert
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Sonntag, 14.03.2004

Einheitsbrei

Elli aus Regensburg ist die Siegerin der zweiten DSDS-Staffel. Da bin ich einigermaßen froh, sie gefällt mir vom Typ und der Stimme her besser als Denise. Allerdings war Philippe lange Zeit mein Favorit, bis er rausflog. Bin mal gespannt, was man von ihm noch zu hören bekommt.

Was aber gar nicht geht ist Dieter Bohlens »This is my Life«, das beide Finalistinnen gestern singen mussten. Bei Denise ging es noch durch, aber zu Ellis rauer Stimme passt es nicht. Und da muss man echt mal drauf achten: Irgendwo in der Mitte kommt ein dünnes Gitarren-Gezupfe, wie beim letzten Casting-Sieger Alexander.
Ganz so, wie auf der Echo-Verleihung, als Bohlen in seiner Dankesrede bekundete, er wollte schon mit 10 Jahren nur Musik machen. Aus dem Publikum giftete jemand zurück: »Dann fang’ endlich an!«

Einen Song für mehrere Leute zu schreiben, hat sogar Stefan Raab in seinem SSDSGPS-Wettbewerb besser hinbekommen.

Erschienen am Sonntag, 14.03.2004 @ 0:41 | Kommentare deaktiviert
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Freitag, 26.03.2004

Gottschalk @ JBK

Eben ging die Donnerstags-Folge von JBK zu Ende, die ich mir nach »Berlin Mitte« noch angesehen habe. Normalerweise schaue ich mir Kerner nicht an (und mich ärgert, dass ich neulich die Sendung mit Horst Köhler verpasst habe), aber ich bin nach »Berlin Mitte« noch hängen geblieben.
Einziger Gast war Thomas Gottschalk, der am kommenden Samstag seine 100. Folge von »Wetten, dass…?« moderiert. Exzellente Unterhaltung und sehr sehenswert, auch wenn man Kerner nicht mag. Gottschalk plauderte locker über seine Sendung – sein Anfang dort, die Gäste, die Wetten, die Vorbereitung –, seinen Ausflug in die Late Night, seine Rückkehr zum ZDF, sein Leben in den USA, seine Anfänge beim Radio, seine Jugendsünde »Die Supernasen« und über das Show-Biz allgemein. Garniert mit historischen Ausschnitten aus frühen »Wetten, dass…?«-Sendungen und Trivia-Infos (die längste Überziehung von Gottschalk war mal 73 Minuten).
Große Unterhaltung.

Wer’s nicht gesehen hat, bekommt nochmal Gelegenheit: Nacht-Wiederholung in der Nacht von Freitag auf Samstag von (VPS) 03:20 Uhr bis 04:20 Uhr. Wer seinen Videorecorder mit Timer programmiert, sollte noch 20 Minuten Reserve hinten dran hängen, denn JBK hat überzogen.

P.S.: Ich sehe gerade in der Vorschau, dass in der Sendung am 2. April Helmut Zerlett zu Gast ist. Die Jüngeren unter uns werden sich erinnern: Zerlett war der Bandleader in der Schmidt-Show.

Erschienen am Freitag, 26.03.2004 @ 0:24 | Kommentare deaktiviert
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Montag, 29.03.2004

WWM4

Lange hat’s gedauert, bis heute Abend die vierte Million bei Günther Jauch fällig war (siehe dpa-Meldung bei Yahoo, Quotenmeter). Die 38-jährige Gewinnerin ist Dr. Maria Wienströer, deren Lebenslauf recht beeindruckend ist: Hauptschul-Abschluss, Mittlere Reife, Ausbildung zur Krankenschwester, Arbeit als solche. Nebenbei das Abitur nachgeholt, nebenbei Medizin studiert und jetzt ist sie Assistenzärztin. In der Sendung wirkte sie auch sehr sympathisch: ruhig, bescheiden. Als Günther Jauch sie frug, wie ihre Kollegen reagiert hätten, dass sie bei ihm auf dem Stuhl sitzt, meinte sie bloß: Es sei nett, dass ihre Kollegen ihr Arbeit abnehmen und ihr so ermöglichten, nochmals in die Sendung zu kommen.
Ihr kann man die Million denke ich gönnen.   :-)

Spannend war die Show außerdem.

Erschienen am Montag, 29.03.2004 @ 21:31 | Kommentare deaktiviert
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Donnerstag, 01.04.2004

April, April!

Es gab ein paar klasse April-Scherze heute. Am besten gefallen hat mir ja die Aktion von Douglas Bowman mit seiner Site stopdesign, der ihr einen neuen Anstrich verpasst hat:

»I finally decided it’s time to take this site’s design in a slightly new direction.«

Ja, ja, »slightly«…   :-)
Die »Reaktion« von Dave Shea von mezzoblue darauf war auch nicht schlecht:

»I won’t spare the niceties: what Doug Bowman and Stopdesign have done is disgraceful and unprofessional.

For a so-called "Design Consultancy" to rip off the work of another for its own site shows a total lack of regard for others in the profession, and undermines – no, cheapens – the industry as a whole.

What makes this particularly heinous is that not two weeks ago, Mr. Bowman had the audacity to talk about CSS Theft in front of a packed conference room at SXSW2004. In one ear, out the other…?«

Spaß ohne: Wie Dave schon schrieb, hat Douglas erst vor kurzem auf der SXSW2004 über den leichten Design-Klau bei CSS-Websites geschrieben. Ein eindrucksvolles Beispiel, wie leicht es ist.   :-)

Der April-Scherz der c’t war ja relativ leicht auszumachen (gut, ich bin ihm auch auf den Leim gegangen, aber bei der Stelle, an der empfohlen wurde, eine Alufolie mit Kerzenwachs an die Rückseite eines Nummernschildes zu kleben, bin ich schon stutzig geworden). Beim April-Scherz des Heise-Tickers war ich mir heute nicht sicher: War es die Meldung »Weiterer Effizienzsprung bei MP3« oder doch etwa der Beitrag »Bill Gates: Microsoft macht Fortschritte bei der Sicherheit«?   ;-)
In einer weiteren Meldung hat die Redaktion des Heise-Newstickers andere Aprilscherze zusammengefasst. Sehr geil auch Winbeta:

»WinBeta closes its doors, unveils MacBeta.«

Bei einer Pressemitteilung von Google war sich aber selbst die Heise-Redaktion nicht sicher: Doch Google versicherte, dass Gmail tatsächlich kommen wird.

»Millions of M&Ms later, Gmail was born.«

Nachtrag (02.04.04, 22:30 Uhr): Sowohl Dave als auch Douglas haben in neuen Einträgen geschrieben, wie sie auf die Idee gekommen sind und wie sie sie umgesetzt haben.

Erschienen am Donnerstag, 01.04.2004 @ 22:04 | Kommentare deaktiviert
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Freitag, 02.04.2004

Nicht vergessen: Zerlett bei Kerner

Heute Abend bei JBK zu Gast: Helmut Zerlett, Bandleader der Schmidt-Show.
Freitag, 2. April, 23:00 Uhr im ZDF. Wiederholung in der Nacht von DI auf MI (6. auf 7.4.) zwischen 02:40 und 03:40 Uhr.

Über Helmut Zerlett gibt es übrigens einen Artikel im Pro-Bereich auf der Apple-Website.

Erschienen am Freitag, 02.04.2004 @ 0:37 | Kommentare deaktiviert
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Dienstag, 06.04.2004

Meine Gebete wurden erhört

Ich werd’ bekloppt: Demnächst eröffnet in Erlangen ein Subway!!
Die Lage ist perfekt: Am Bahnhofsplatz, neben dem Bäcker. Auf dem Schild im Fenster stand leider noch kein Eröffnungstermin. Ob es der selbe Franchisenehmer ist wie in Nürnberg, weiß ich leider nicht.

P.S.: Mein Favorit zur Zeit: Chicken Teriyaki mit »Sweet Onion«-Soße im »Spicy White«-Brot.

Erschienen am Dienstag, 06.04.2004 @ 19:18 | Kommentare deaktiviert
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Montag, 12.04.2004

»Ich mag den Lincoln.« – »Ist ein 76er. Kommt eigentlich erst nächstes Jahr raus, aber ich kenne ein paar Leute, die ein paar Leute kennen, die ein paar Leute ausgeraubt haben.«

Heute ein kleiner Abstecher nach München, Holger am Feiertag besuchen. Aus dem Haus um 10, zurück um 21 Uhr. Bisschen quatschen, ein Subway-Sandwich, und im Kino »Starsky & Hutch« (Trailer). Die Hin- und Rückfahrt habe ich zum Lesen genutzt: Mit dem neuen Spiegel bin ich jetzt durch, im Flash-Buch bin ich ebenfalls gut weitergekommen.
Wir entschieden uns für eine Vorstellung am frühen Nachmittag, ist für mich zwecks Zugfahrt günstiger. Es blieb die 14:30-Vorstellung für sieben Euro im Kino 1 des Mathäser. Jetzt weiß ich wieder, weswegen mir das M nicht besonders zusagt: Steile Sitzlehnen, Plastik-Armlehnen (statt stoffbespannt), insgesamt kein angenehmes sitzen.

Zum Film selbst: Ben Stiller spielt David Starsky, Owen Wilson ist in der Rolle des Ken »Hutch« Hutchinson zu sehen. Darüber hinaus in Nebenrollen: Snoop Dogg, Juliette Lewis, Carmen Electra und Will Ferrell in einem Gastauftritt (er wird nicht im Abspann genannt).
Regie führte Todd Phillips (»Old School«, »Road Trip«). Das Ganze ist eine Warner-Produktion im Verleih der Buena Vista. Für mich immer immer interessant ist das Bildverhältnis, und bei diesem Film sind es erfreuliche 2,35:1.

Story: Starsky und Hutch sind Cops, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Auf der einen Seite der korrekte Starsky, andererseits Hutch, der, sagen wir mal, die Gesetzeslage sehr großzügig zu seinen Gunsten interpretiert. Nachdem beide zu Beginn des Films Mist gebaut haben, werden sie vom Captain des Reviers dazu verdonnert, künftig zusammen zu arbeiten. Zufällig kommen sie auf die Spur eines Drogenhändlers, der demnächst ein großes Ding drehen will.

Ich fand »Starsky & Hutch« gut: Witz, Action und Seventies. Die Original-Serie habe ich nie gesehen, aber nach dem Film hätte ich Lust drauf (bei Kabel1 lief sie mal, im Moment ist sie aber